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Schulblattder Rudolf Steiner Schule SchaffhausenNr. 55 / Frühling 2013Von Hand


EditorialAgendaVeranstaltungenDas Angebotder Rudolf Steiner Schule SchaffhausenGeschichten vom Greifen und Begreifen21. & 22. Juni Ein Sommerspiel. Schauspiel der 3. & 4. KlasseSpielgruppeLiebe Leserinnen und Leser24. Juni Johannifeierab 3 JahrenHände29. Juni Quartals- und JahresabschlussfeierMittwoch, Donnerstag, Freitag, 8.40–11.30 UhrMit den Händen berühren, ertasten, erfassen, umschliessen undLeitung: Barbara MartiAls das Kind klein war, versteckte es sich mit klopfen-liebkosen wir die Welt. Die Begegnung mit einem anderen MenschenDetails und aktuelle Informationen zu öffentlichen und internen Ver-dem Herzen und voller Angst hinter Vaters Rücken, wenn er ihmbeginnt mit einem Händedruck. Chancen packen wir mit beiden Hän-anstaltungen finden Sie auf unserer Website www.steinerschule-sh.chKindergartenbefahl, dem Besuch die Hand zu geben; um nichts in der Weltden oder lassen sie unbeachtet durch die Finger rieseln.Weitere Auskunft erteilt gerne das Sekretariat, Tel. 052 625 95 80.ab 4 Jahrenkonnte es seinem Befehl Folge leisten, viel zu gross war seineUnsere zwei mal fünf Finger helfen beim Rechnen, halten dieMontag bis Freitag, 8–11.40 Uhr (Einlaufzeit 7.50–8.30 Uhr)Scheu und unüberwindbar die Scham!Stifte zum Schreiben, schubsen Murmeln an. Sie sind das wichtigsteLeitung: Marianne WengerAls sie grösser war, und ihre Hand beim SpazierengehenInstrument für jedes Handwerk ... Grund genug, ein Heft mit diesemSchulferienTagesschule 1. bis 10. Klassewie zufällig die seine berührte, ein Windhauch nur, das Sehnenübergross, ein zartes Necken, bis die Hand endlich warm undSchwerpunktthema zu gestalten.Das unmittelbare Tun mit den Händen hat an den Rudolf SteinerMorgenbetreuung: ab 7 Uhrgeborgen in seiner lag, wusste sie, dass nun alles erreicht war:Schulen – auch und gerade im digitalen Zeitalter – einen hohen Stel-6. Juli – 10. August SommerferienMittagstisch und Nachmittagsbetreuung: Mo, Di, Do, Fr bis 17 Uhrangekommen und am Ziel.lenwert. Wie und weshalb die Hände zur Tätigkeit angeregt werden,28. September – 19. Oktober HerbstferienAls er fort war, und in ihr nichts als Leere, das Herz ent-davon erzählen die Beiträge, die von Hand in Entwürfen zu Papier ge-24. Dezember – 4. Januar WeihnachtsferienChinderhuus Öpfelbaumzwei in grosser Trauer, suchten ihre Hände ihn nächtelang ver-bracht und von Hand in den Computer getippt wurden.Kinderkrippe in unabhängiger Trägerschaftgebens auf dem Kissen, obwohl sie wusste, dass er die Reise,Wir wünschen Ihnen einen interessanten Einblick ins SchaffenLeitung: Doris Corchia, Tel. 052 624 69 11auf der ihn niemand begleiten kann, nicht einmal sie, angetretenunserer Schülerinnen und Schüler, bevor Sie dieses Schulblatt wiederRegelmässigeshatte: unerreichbar.Als das Leben trotzdem weiter ging und schön wurde, be-aus den Händen legen.Eurythmie für ErwachseneKontakt / Sekretariat:griff sie, was es heisst, das Leben in die Hand zu nehmen.Das RedaktionsteamMaja Dal CeroSonntag, 20.15-21 UhrMarianne WengerNathalie MonachesiAuskunft und Anmeldung: Lucia Knecht, Tel. 052 672 31 71Rudolf Steiner Schule SchaffhausenMarianne WengerVordersteig 24, 8200 SchaffhausenSprachgestaltung (Gruppentreffen)Mittwoch, 18-19.30 UhrDas Sekretariat befindet sich im Haus Beckengässchen 7 (Chalet)Auskunft und Anmeldung: Lucia Knecht, Tel. 052 672 31 71und wird von Frau Karin Silva geleitet.Öffnungszeiten: Mo–Fr, 8–11 Uhr (in den Schulferien nach Absprache)ImpressumTelefon: +41 (0)52 625 95 80E-Mail: sekretariat@steinerschule-sh.chWebsite: www.steinerschule-sh.chSchulblatt der Rudolf Steiner Schule SchaffhausenPC-Konto: 82-1627-3Herausgeber: Vorstand des Schulvereins und LehrerkollegiumRedaktion: Maja Dal Cero, Marianne Wenger, Nathalie MonachesiGestaltung: Nathalie MonachesiBilder (sofern nicht anders vermerkt): Eltern, Lehrpersonen undFreund/innen der Rudolf Steiner Schule SchaffhausenKontakt: schulblatt@gmx.ch oder über das SchulsekretariatDruck: Hans Gabathuler, SchaffhausenWir danken der Weleda AG für die freundliche Unterstützung.Das nächste Schulblatt erscheint im November 2013„Noch einmal: Wir müssen es tun. Erfahrenhat eben mit Fahren zu tun. Hier liegt die Hürde.Wir sind seit Jahrhunderten darin geübt, dieErfahrung durch die Kenntnis zu ersetzen.Und leben in einer Ersatzwelt. In der nichtsanderes ersetzt wird als das Leben selbst,eben: die Erfahrung.“Redaktionsschluss: 28. September 2013Hugo Kükelhaus: Hören und Sehen in Tätigkeit23


Schwerpunktthema: Von HandDer Handarbeitsunterricht auf der Unterstufe ist nicht einfach ein Überbleibselaus fernen Zeiten, sondern – dies zeigt auch die aktuelle neurologische Forschung –hoch wirksame Wahrnehmungsförderung.Die Hand als Werkzeug der SeeleDie Pflege der Musik sei die Ausbildung der inneren Harmonie, soll Konfuziusgesagt haben. Doch dass gerade das Üben eines Instruments nicht immer ganzharmonisch abläuft, diese Erfahrung haben wohl die meisten schon gemacht ...Vom Herzen zu den FingernHandarbeit heute – ist dies nicht ein nostalgisches Relikt? Inunserer Zeit, in der alles billig und in grösster Auswahl gekauft werdenkann! Die vielseitigen Erforschungen der Entwicklung des zentralenNervensystems in den letzten Jahren zeigen immer deutlicher auf, dassdie Betätigung der Hände, die Sinneserfahrungen, die dadurch gemachtwerden, in einem grossen Zusammenhang mit der Gehirnentwicklungstehen.Die Hand ist das „höchst differenzierte Bewegungsorgan, dasüberhaupt existiert“ (Debrunner: Orthopädie;1983). Mit keinem anderenOrgan können so vielfältige Bewegungen ausgeführt werden. Beivielen Bewegungen sind auch die Arme mit beteiligt. Die freie Beweglichkeitder Hände und Arme steht in grosser Beziehung zur vertikalenHaltung des Menschen.Wer lernt, seine Hände geschickt zu machen, bildet einen gutenBoden für die Ausbildung der Urteilsfähigkeit und des logischen Denkensim späteren Leben. Selbst in unserer Sprache drückt sich dies aus:„an etwas anknüpfen“, „den Faden verlieren“, „der Geduldsfaden reisst“,„Gedanken spinnen“, jemand hat einen (gedanklichen) „Knoten“ etc.Mit dem Ertasten von verschiedenen Materialien, dem präzisenund koordinierten Bewegen der – anfangs noch wenig geübten - Händewird das Kind stark gefördert, wahrzunehmen. Gut gelingt dies, wennes sich innerlich mit seiner Handarbeit verbinden kann. Bewegungskontrolleund Bewegungssinn sind die Voraussetzungen für das Erlerneneiner Geschicklichkeit. Mit dem Tastsinn muss empfunden werden, obman einen Gegenstand genügend im Griff hat. Hätten wir in den Fingern,in den Händen keine Wahrnehmung von unseren Bewegungen,könnten wir sie nicht bewusst lenken. Alle feinmotorischen Fertigkeitenin der Handarbeit, vor allem das Stricken und Häkeln, regen die Arealevon Hand und Fingern im Gehirn dazu an, grösser zu werden. BeimStricken z. B. entsteht ein zusammenhängendes Gewebe. Die Fingermüssen so gelenkt werden, dass die nächste Masche an die vorangehendeangefügt wird, in dem die neue Masche durch die vorhergehendedurchgezogen wird. Wenn das Verstehen dieser Vorgänge in das Gehirnhineinwirkt, wird das Denken so angeregt, dass jeder Schritt aus demZusammenhang mit dem vorhergehenden zu tun hat. Es wird zu einemErfahrungsschatz, der im Inneren eingeordnet wird. Die Fähigkeit derHände, geschickt etwas „anzupacken“, wird ja auch die Intelligenz derHände genannt.Durch das Wahrnehmen über die Sinne nimmt das Kind das Erlebte– die Aussenwelt – in sich hinein, in seine innere, persönlicheWelt. Besonders eindrücklich ist dies bei den 1. und 2. Klässlern zubeobachten. Wenn es ihnen gelingt, mit vollem Herzen bei der Sachezu sein, so sind nicht nur die Hände bei der Arbeit, sondern der ganzeMensch. Je jünger ein Kind ist, um so intensiver erlebt es über dieBewegung und über das Ertasten. Berühren erzeugt berührt sein, auchim Seelischen. Ermöglichen wir den Kindern und heranwachsendenMenschen, sich handwerklich und schöpferisch zu betätigen, leistenwir einen grossen Beitrag, dass sie die Welt begreifen und lieben lernen.Ursula FröningWo wohnt die Musik im Menschen?Wohnt sie nicht überall? Wenn sich kleine Kinder - die nochnicht von Erwachsenen geformt wurden - zu Musik bewegen, tanztalles mit, vom kleinen Finger bis zur grossen Zehe. Die Augen leuchten,die Backen glühen - und wer weiss, was sie alles fühlen und denkendabei? Sie sind nicht aufgeteilt in Kopf und Füsse und Hände, es istalles eins.Wenn wir Musik als einen Gesamtausdruck des Menschen sehen,können wir umgekehrt über das Ganzheitliche zum beglückenden Spieleines Instrumentes führen. Es ist viel mehr eine seelische als eine mechanischeAufgabe.Braucht es flinke Finger, um schöne Musik zu machen?Wenn wir uns erinnern, welche Musik uns in unserem Lebenschon tief berührt hat: War es immer virtuose Musik? Oder war es nichtmanchmal eine ganz einfache, kleine Melodie, die uns direkt ins Herztraf? Schöne Musik hat ihren Ursprung nicht in den Fingern, sondern imHerzen. Spielen „mit Leib und Seele“ ist das Geheimnis. Das heisst, wirmüssen ganz dabei sein bei der Musik, die wir spielen.Wenn wir ganz präsent sind, ganz offen undverbunden mit der Musik, werden unsere Finger vonselber wach und spürend.Sie können dann vielleicht noch keine komplexe Musik spielen,vielleicht nur ein paar Töne, aber die können wunderschön sein. An dieserPräsenz zu arbeiten, die uns das ganze Leben so viel reicher macht,ist ein grosse Chance im Musikunterricht.Wo liegen die Herausforderungen beim Erlernen eines Instrumentes?Die Einheit immer wieder zu finden ist eine grosse Herausforderungim Musikunterricht. Weil wir uns mit den technischen Herausforderungeneines Instruments abmühen, laufen wir Gefahr, uns nur aufdie Hände oder Arme, im besten Fall noch auf den Atem zu konzentrieren.Damit verlieren wir unsere Einheit und es kann keine Musik mehrentstehen.Wenn wir zu früh und zu abstrakt mit dem Kopf Noten begreifen,mit den Händen richtige Töne erzeugen und dazu wenn möglich nochden Takt zählen müssen und wir das Ganze nicht empfinden können,hat das mit Musik nichts zu tun. Wie viele von uns haben jahrelang einInstrument gespielt und nicht viel Freude dabei empfunden? Das ist soschade und muss nicht sein.Im Musikunterricht geht es darum, Wege zu finden – so vieleWege, wie es Menschen gibt – Musik erlebbar zu machen von Anfangan. Wenn ich eine Musik nicht empfinde, kann ich sie auch mit dengeschicktesten Fingern nicht innig und berührend spielen.Einfach bleiben ist dabei ganz wichtig. Nur so viel auf einmallernen, wie es leicht und spielerisch geht. Von verschiedenen Seiten herkommen. Ein Mensch erlebt Musik übers Singen, ein anderer mehr überBewegung und Rhythmus, ein dritter findet den Zugang über Geschichtenund Bilder. Genauso, wie der Wortschatz eines Menschen nicht nurmit der Zeit, sondern auch mit dem Erleben wächst, so wachsen inder Auseinandersetzung mit einem Instrument die musikalischen Ausdrucksmöglichkeitennicht nur mit technischer Fertigkeit, sondern mitmusikalischen Erlebnissen.Die Improvisation ist dabei eine ganz wunderbare Lehrerin. Wieklingt Wasser? Oder ein Eichhörnchen? Wie bewegt es sich? Kann ichdiese Bewegung irgendwie auf mein Instrument übertragen? Was erklingtdabei? Damit werden musikalische Vorstellungen geweckt undverfeinert, die später helfen können, technische Schwierigkeiten zuüberwinden und Musik lebendig und beglückend werden zu lassen. Undes macht Spass!Was soll täglich geübt werden?Üben ist keine Mühsal, wenn es dabei nicht in erster Linie umrichtige oder falsche Töne geht und wenn ich gelernt habe, mit Neugierdeund Entdeckergeist ans Werk zu gehen. Wenn ich Klänge undMelodien auch einmal selber erfinden darf und ihre Wirkung immerwieder neu erlebe. Wenn ich bald fähig bin, eine Stimmung auszudrücken– vielleicht mit ganz einfachen Tönen – dann kann das Üben zurFreude werden und auch sehr heilsam sein. Es ist wichtig, das Üben bewusstin den Alltag einzubeziehen und sich möglichst jeden Tag etwasmit seinem Instrument zu beschäftigen, wie mit einem Haustier odereinem guten Freund. Die Eltern können dabei ganz viel helfen, indemsie dem Kind ihr Interesse und ihre Freude an seiner Musik zeigen. Singenvon Geburt an ist Gold wert und kann die Kinder bewahren vor derallzeit präsenten akustischen Berieselung, die ihre Sinne stumpf macht.Claudia Caviezel, befragt von Maja Dal Cero45


Schwerpunktthema: Von HandVon den ersten Erfahrungen im Garten über das geometrische Zeichen zumLandwirtschaftspraktikum – Tätigkeiten und Fertigkeiten stehen nicht einzelnfür sich: Sie bilden Bausteine auf dem Weg zur Verantwortungsübernahme.Hände – Gartenbau – Landwirtschaftschnitten, gedroschen mit Flegeln, schliesslich gemahlen und in einemletzten Schritt zu Brötchen gebacken, die oftmals an die Schulgemeinschaftverteilt werden. Ein theoretischer Teil, z. B. über die verschiedenenGetreidearten, ergänzt die Epoche.Durch das mehrjährige Schaffen mit der Erde, Beobachten undimmer tiefere Eintauchen erleben die Schülerinnen und Schüler dieNaturkräfte von einer eher unbekannten oder sogar noch nie erlebtenSeite. Das Arbeiten mit den Händen gibt den Jugendlichen die Möglichkeit,durch das Praktische ein Verständnis für die Naturzusammenhängezu bekommen. Dies begründet auch, warum in der beginnendenPubertät im Lehrplan Gartenbau und Landwirtschaft viel stärker vertretensind. Das verstärkte Arbeiten mit der Erde und den Tieren sollden jungen Menschen Halt und Orientierungshilfe ermöglichen. Diesinnvollen Tätigkeiten in Garten und Landwirtschaft geben seelischeZufriedenheit und Ehrfurcht, Dankbarkeit, Durchhaltekraft und Staunenkönnen entfacht werden.Im pflegenden Umgang mit landwirtschaftlichen Haustierenentsteht auch die Anlage zu einem praktischen Verantwortungsgefühl.Der Schüler erlebt, wie die Erde und auch die Tiere seiner Hilfebedürfen. Wenn er nicht mit seinen Händen liebevoll die Arbeit, diePflanzen oder die Tiere zu pflegen ergreift, beginnen sie darunter zuleiden. Hier ist es nicht die Maschine oder ein anderer Mensch, der derHilfe bedarf, sondern die Natur. Auch ist der Arbeitgeber in erster Linienicht der Mensch, sondern dasjenige, das Betreuung, Pflege und ZuchtDass im Lehrplan der Rudolf Steiner Schulen auf das praktischeArbeiten mit den Händen sehr grosser Wert gelegt wird, darüber die Erde, die Pflanzen und die Tiere. Dies hilft dem Jugendlichen „ausnötig hat, um uns Menschen die Lebensgrundlage zu geben, nämlichkonnten Sie in den vorangegangenen Beiträgen bereits einiges erfahren.Aber es gibt auch immer wieder Sequenzen, die theoretisch auf Die eigenen Bedürfnisse und Wünsche treten somit in den Hintergrundder Sache“ heraus die Arbeiten anzupacken und für nötig zu halten.die Sonderstellung der Hand aufmerksam machen. So zum Beispiel in und das „Ausserhalbstehende, Fremde“ bekommt einen festen Platz inder Epoche „Mensch- und Tierkunde“ in der 5.Klasse: Die Schüler und seinem Innern.Schülerinnen erkennen, dass die menschliche Hand ein unspezialisiertes,dafür aber ein freies „Werkzeug“ ist. Sie arbeitet und funktioniert wirtschaftspraktikums können dazu führen, Achtung und RespektDie Erfahrungen des Gärtnerns im Schulgarten oder des Land-nicht nur für sich, respektive ihren Körper, sondern ist eben auch für gegenüber den Fähigkeiten und dem Arbeitswillen der in der Landwirtschafttätigen Menschen zu entwickeln, die durch ihren Einsatzandere Lebewesen tätig, schafft Dinge, verteilt Nahrung … Was wirmit unseren Händen alles machen können und wie wir sie auch immer einen Grossteil unserer Ernährung ja erst möglich machen. Es mussweiter fördernd bilden, hilft uns in unseren sozialen Zusammenhängen doch für den Jugendlichen wunderbar sein, wenn er abends mit demund auch letztendlich für unsere Denkvorgänge.Landwirt nochmals als „Kontrollgang“ durch die Ställe geht und sieht,In der Epoche „Vom Korn zum Brot“ (3. Klasse) und dem dann wie „seine“ von ihm versorgten Tiere, z. B. Kühe, ruhig und zufrieden,hinzukommenden Fach Gartenbau bekommen die Schülerinnen und wiederkäuend da liegen. Er erlebt eine harmonisierte, natürliche innereSchüler einen ersten Eindruck von der Erde und ihren Früchten und Zufriedenheit und Ruhe. Seine „gesunde Müdigkeit“, durch die Arbeitwie wir sie durch unser Tätigwerden mit den Händen für uns nutzbar des Tages hervorgerufen, ermöglicht ihm dazu einen gesunden Schlaf,machen. Erst wird mit der Klasse das Korn gesät, dann von Hand ge- der von seinem Arbeiten in der Natur und bei den Tieren durchtränktist. (Wie sieht dagegen der Schlaf aus, der die Inhalte des heute leiderso exzessiv betriebenen Medienkonsums verdauen muss ?)In der 7. Klasse steht eine Epoche Geometrie. Nicht nur mit Linealund Geodreieck, sondern auch mit dem nicht so einfach zu handhabendenInstrument des Zirkels üben sich die Schülerinnen und Schüler.Für die meisten ist dies anfänglich eine grosse Herausforderung undes verlangt eine gewisse Fingerfertigkeit. Die Aufmerksamkeit gilt demfeinen Stift und der Spitze an den beiden Enden des Zirkels. Diese bewusstmit ruhigen Fingern zu führen, muss lange geübt werden. Es sindfeinmotorische Bewegungen der Hand, die durch ein Gerät / Instrumentetwas zu Papier bringt – etwas, das schon einen Schritt weiter weg undschwieriger ist als das Schreiben mit einem Stift auf Papier, das von denSchülern ja schon beherrscht wird. So gibt es immer mehr Fähigkeiten,die der Heranwachsende sich erringt und die er zwar mit den unmittelbarangewachsenen Händen ausführt, die aber durch das „Handling“mit Werkzeugen oder Geräten ihre Auswirkungen weiter weg rücken.So wage ich nun einen weiteren Vergleich mit der Landwirtschaft:Was macht da ein 9. Klässler im Landwirtschaftspraktikum? ErDie Abbildungen aus Epochenheften der Tierkunde in der 5. und derMenschenkunde in der 9. Klasse zeigen zwei unterschiedliche Standpunktein verschiedenen Lebensaltern der Heranwachsenden: In der5. Klasse noch ganz beseeltes Wahrnehmen des Tieres, in der 9. Klasseversucht mit der Mistgabel, die ja bekanntlich mehrere Spitzen hat,um die Beine der Tiere herum Ordnung zu schaffen. Da ist (sind) dieSpitze(n) noch viel weiter vom Jugendlichen entfernt als beim Schreibstiftoder Zirkel. Dazu sollte noch die (ebenfalls unter anderem beimgeometrischen Zeichnen erübte) innere ruhige Bewegung kommen,welche gleichzeitig sehr wach beim Tier sein muss. Denn schon beimersten Anzeichen des eventuellen Ausschlagens des Tieres muss er dieGabel beiseite geführt haben. Somit haben wir das sich gleichzeitigKonzentrieren-können auf Punkt und Umkreis. Die Aufmerksamkeitmuss nicht nur in der Hand, sondern auch bei den gefährlichen Spitzender Gabel und bei dem Tier selber sein.Dieses Erleben, wie scheinbar kleine Fähigkeiten und grosse Tätigkeitenihre Zusammenhänge haben, sollte das Ziel von lebenstüchtigerPädagogik sein.Bernhard Oswalddie Darstellung der Knochen der menschlichen Hand aus einer bereitsanalytisch distanzierten Perspektive. Der Zugang zu Wahrnehmungund Begriff führt in beiden Fällen über das Tun.89


Aus Spielgruppe, Kindergarten und ChinderhuusKleine Hände haben viel zu tun, ruhig sein ist da nicht einfach ...Das tägliche Backritual der Spielgruppe ist ein Fest für die Sinne!Die Hände dürfen hier vielseitige Erfahrungen machen, beim Knetendes Teiges, Rieselnlassen des feinen Mehls und Umsetzen der Vorstellung,was daraus werden soll.„Wer will tüchtigi Bäckermeischter gseh, dä dörf zu üs Chindecho, oh wie schön, oh wie fein, dä Alexander chnättet ganz ällei, oh wieschön, oh wie fein, dä Alexander chnättet ganz ällei!“ Nachdem wir dengrossen Teig singend im Kreis herumgegeben haben, geht es ans Werk:Da wird gerollt, gedrückt, geklopft, gezupft, schnell noch eine kleineKostprobe genommen, „ob der Teig auch gut schmeckt?“ – und warumeigentlich nicht draufsitzen, damit die Pizza besonders flach wird ... ?Jetzt liegen alle Kunstwerke bereit, um in den Ofen geschobenzu werden. Schon bald strömt von der Küche her ein feiner Duft nachfrischem Brot. Was für eine Freude, sein noch warmes, lecker duftendesBrot im Säckli nach Hause zu tragen.Nicht fehlen darf beim Backen der Fingervers vom Bäckermeisterund seinen etwas ungeschickten Gesellen:Das isch dä Bäckersmaa,mit sim runde Büchli do,und das sind sind sini Gselle,vo däne wett ich eu verzelle:Dä sött s‘Brot guet bache,aber tuet nume gigele und lache.Dä macht alli Guetsli z‘chliiund tuet in Teig z‘vill Zucker drii.Dä sött d‘Brötli verträge,und troled um uf jeder Stäge.Dä törf d‘Torte schön garniere,und tuet debii s‘ganz Gsicht verschmiere.Jetzt chunt aber dä Bäckersmaa:„Was isch das für e Ornig da?“Jetzt schimpft er fescht mit jedem Gsell,und schickt si furt grad uf dä Schtell!Nach dem Spielmorgen und dem Aufräumen geht es im ChinderhuusÖpfelbaum mit dem „Zügli“ zum Händewaschen. Sind die Händlitrocken gerubbelt, eilen nun die Kinder mit Hunger ins Esszimmer: „Wositz ich?“ – „Ich möcht doch bim Max sitze!“„Chunt de Peter au no?“ – „D‘ Anna hät min Löffel gno!“ – unddie Suppe ist auch noch nicht fertig geschöpft! „Kinder, machen wirnoch das Fingersprüchli?“ „Jo" – „guet“:Mit de Fingerli – mit de Fingerli(mit den Zeigefingern abwechselnd auf den Tisch klopfen)mit de flache – flache Händli(abwechselnd auf den Tisch klopfen)mit de Füüschtli – mit de Füüschtli(gleich wie bei den Händli)mit de Elleboge klatsch-klatsch-klatsch(4x klopfen und – 3x in die Hände klatschen)und so mached die Trompete(Hände zum Mund zu Trompete formen)tüterütütü-tüterütütüp'scht ...(den Zeigefinger zum Mund)Hurra!(Arme von oben herunterführen)„Jetzt nochmals, aber so leise, dass niemand etwas hört!“ Dasgelingt jedesmal! Löffel, Max und Peter sind vergessen und die Suppekann nach dem Tischspruch auch serviert werden. En Guete mitenand!„Malen ist eine ruhige Arbeit. Das gilt auch für Dich ...“„Es ist nicht wichtig, was Dein Nachbar zeichnet, alles ist schön.“„Nein, ich will keine Muster. – Ihr könnt nichts anderes? Habt schondamit angefangen aussen am Rand? Dann könnt ihr doch einen "Muster-Bilderrahmen"zeichnen, aber drinnen, dort will ich ein Bild sehen.“– „Warum?“ – „ Weil ihr in letzter Zeit oft nichts anderes gezeichnethabt, und ich denke, dass ihr viele andere schöne Bilderin euch habt.“„Malt doch etwas vom Joggeli, der Birnen schütteln ging. Oder denErzengel Michael mit dem Lichtschwert. „ – „Drachen?“ –„Ja, auch Drachen!“„Warum wirst Du so wütend? Hat Dir Dein Nachbar einen Strich aufsPaper gemacht?Ihr wisst doch: Jedes malt auf sein eigenes Blatt.“„Der Name kommt auf die hintere Seite. Vorne stört er, er gehört nichtaufs Bild. Wenn ihr euren Namen nicht schreiben könnt, helfen wireuch gerne. Und dann kommt eines von euch mit dem Korb vorbei, undihr legt das Bild hinein, egal ob es fertig ist oder nicht. Versorgt bittedie Unterlagen und die Malkreiden und sitzt ins Stübli; es ist Zeit fürdie Geschichte und dann gehen wir nach Hause.“ – „Nein, ihr dürft dieZeichnung nicht mitnehmen. Wir versorgen sie in der Zeichenmappeund im Sommer, wenn ihr alle viel grösser seid, dürftihr sie am Rosenfest mit nach Hause nehmen!Barbara MartiDoris CorchiaMarianne Wenger1011


Aus dem Unterricht der 3. und 4. KlasseHeimatkunde heisst: Die Heimat erkunden. „Zeichnen heisst Sehen lernen“,wie Goethe einst sagte – und so machten wir uns mit selbst gefertigtemZeichenblock und Rötelstift auf den Weg.Zeichnend die Heimat kennen lernenWir folgten dem Weg der Salzfässer auf dem mittelalterlichenHandelsweg von Konstanz nach Basel. Der Rheinfall verunmöglichte dieWeiterfahrt der Schiffe, 34‘000 Salzfässer im Jahr mussten damals umgeladenwerden. Das waren 45 Salzfuhren pro Arbeitstag, die die Vordersteighinauf und weiter nach Neuhausen, zum Schlösschen Wörth,gebracht wurden. Dort warteten Schiffe für die Weiterfahrt.Salz war damals eine sehr kostbare Ware. 1 Kilogramm Salz hatteden Wert von 500 Gramm Gold.Wir erkundeten alle für den Salztransport wichtigen Orte. DasZeichen mit dem Rötelstift ermöglichte uns ein ruhiges, längeres Verweilenund führte zur „Beschaulichkeit“, um eine Gegend oder ein Gebäudezu verinnerlichen. Den weichen rötlichen Farbton des Stiftes unddas Verwischen der Linien lieben die Kinder, jede Zeichenstunde wirdzu einer Freudenstunde. Es ist erstaunlich, was da an künstlerischemGeschick zu Tage tritt.Im Zusammenhang mit der Entstehung Schaffhausens erfolgtenweitere Unternehmungen und Besuche im Museum zu Allerheiligen,begleitet von Block und Stift.Alles was von Hand gemacht, selbst erlebt, erarbeitet und verinnerlichtwird, hat den grössten nachhaltigen Wert, ist belebend undweckt Begeisterungsfreude am Lernen.Unterwegs im Kanton Schaffhausen:Am Rheinfall, auf dem Munot, in der SchaffhauserAltstadt , im Museum zu Allerheiligenund auf dem Weg nach Schleitheim.„Wir unterrichten im Gebiete des Allerphysischsten,indem wir den Kindern Lesen undSchreiben beibringen. Wir unterrichten schonweniger physisch, wenn wir Rechnen unterrichtenund wir unterrichten eigentlich den Seelen-Geistoder die Geist-Seele, indem wir Musikalisches,Zeichnerisches und dergleichen dem Kind beibringen.“Rudolf Steiner: 1. Vortrag Methodisch-didaktischer KursHannes Amos1213


Aus dem Unterricht der 5. und 6. KlasseLinie und Punkt, Quadrat und Kreis, Gerade und Gebogene mögen uns zwar alsabstrakte geometrische Begriffe erscheinen, doch sind sie auch Grundelemente des Lebens,nachzuspüren in Natur und Kultur und wesentlich für die Erfahrung des Raums.Vom Formenzeichnen zum RaumgefühlDen Kreis als Symbol für den Ursprung allen Lebens in sich spürenund nachempfindend mit dem Zeichenstift aufs Papier bringen –die Gerade als Antriebskraft, die Dynamik. Dann kommen mit Linealund Zirkel Instrumente dazu, die Präzision und Gestaltungsmöglichkeitender Formen im Raum erweitern. Im Lehrplan spiegeln sich dieseLernschritte im Formenzeichnen, das in den ersten vier Schuljahrengepflegt wird. Ab der fünften Klasse geht das Formenzeichnen in dieFreihandgeometrie über und mündet schliesslich in der Geometrie mitden Werkzeugen Lineal und Zirkel. Auch in der Geometrie zeichnet sichalso der Weg der kulturellen Entwicklung ab vom nachempfindendenTun von Hand zum Gebrauch von Werkzeugen.Rudolf Steiner hat im Methodisch-Didaktischen Kurs eine Formenlehremit den folgenden Worten angeregt: „Und jetzt können wirin diesem Lebensalter des Menschen auch zur Geometrie übergehen,während wir vorher dasjenige, was dann Geometrie wird, ganz imZeichnerischen drinnen gehalten haben.Am Zeichnerischen können wir ja dem Menschen Dreieck, Quadrat,Kreis und Linie entwickeln. Die eigentlichen Formen entwickeln wiralso am Zeichnerischen, indem wir zeichnen und dann sagen: Das istein Dreieck, das ist ein Quadrat. Aber was als Geometrie hinzutritt, wowir die Beziehungen zwischen den Formen suchen, das beginnen wirerst um das 9. Jahr herum.“Doch sind es nicht nur die Kompetenzen des räumlichen Denkensund Vorstellens oder des präzisen Zeichnens, die im Laufe der Schuljahreanhand geometrischer Formen gezielt geschult werden. Vielmehrwerden die Geraden und Krummen als Ausgangspunkt der unterschiedlichenund gegensätzlichen Qualitäten aller Formen erfahren. Der Kraftder Linien und dem Klang einer Form nachzuspüren ist ein wichtigerBildungsprozess, der nicht nur das Formempfinden entwickelt undstärkt, sondern die Sensibilität aller Wahrnehmung. In diesem Prozessdarf beispielsweise auch die Eurythmie nicht ausser acht gelassen werden.Wenn die Füsse geometrische Muster schreiten, wenn die Kindersich im Kreis aufstellen, dann werden Formen und Beziehungen im eigenenKörper und im äusseren Raum erfahren.Mit diesen vielfältigen Zugängen zu Formen in ihren unterschiedlichenQualitäten wird eines der wichtigsten Bildungsziele derGeometrie, nämlich die souveräne Orientierung des Menschen im Raumangestrebt.Illustrationen aus den Heften der 5. und 6. Klasse:Zweidimensionales Darstellen von Formbeziehungen im Raum.Landkarte zum Geschichtsunterricht,Freihandgeometrie und geometrische Konstruktion„Jede Form ist so empfindlichwie ein Rauchwölkchen:Das unmerklichste geringsteVerrücken jeder ihrer Teileverändert sie wesentlich.“Wassily Kandinsky:Über das Geistige in der Kunst1415


Aus dem Unterricht der 8. KlasseEin Vater will seine Töchter verheiraten und sucht nach passenden Kandidaten –doch die Mädchen haben ihre eigenen Vorstellungen. Doch nicht nur innerhalb derFamilie stehen schwere Zeiten bevor.El Haderech – UnterwegsDie achte Klasse entschied sich für ein Theaterstück, welches dasThema von Tradition und Aufbruch zu Neuem zum Inhalt hatte. EineThematik, die zu den ganz grundsätzlichen Fragen eines jeden jungenMenschen in diesem Alter gehört.Die Kostüme wurden in der Handarbeit mit Frau Schaumann unddie Kulissen während der Probewoche in den Ferien mit Unterstützungvon Frau Hammon gezimmert, gestaltet und bemalt. Begleitet wareneinzelne Szenen durch traditionelle jüdische Gesänge und Melodien,welche Frau Caviezel mit den Schülerinnen und Schülern einstudierthat.Mit dem Einsatz und Engagement der Schülerinnen und Schülerund der Bereitschaft auch schwierige Phasen durchzustehen und umLösungen zu ringen und all der Unterstützung durch die erwähntenLehrerinnen, gelang es der Klasse schliesslich ihr Theater erfolgreich zurAufführung zu bringen.Rückblick eines Schülers: „Ich fand es schade, dass wir nur zwölfSchülerinnen und Schüler waren, was ja beim letzten Theater, wo mehrereKlassen beteiligt waren, ganz anders war. Trotzdem hat mir dasProjekt sehr gefallen und ich habe einige neue Erfahrungen gemacht.Ich will aber jetzt nicht alles schön reden. Wir hatten auch viele Komplikationen,waren auch einmal kurz davor das Handtuch zu werfen.Doch genau diese beiden Blickwinkel machen so ein Theaterprojekt zuetwas Besonderem.“Fotos: Ekaterina FetzerChristoph Mugglin1617


Mitteilungen aus Schule und UmfeldNicht mehr ganz neu – kurz vorgestelltBereits seit dem letzten Sommer arbeiten die im Folgenden genanntenLehrpersonen mit den Kindern und Jugendlichen von der 1. biszur 10. Klasse – man kann also kaum mehr von „Neuen“ reden. Trotzdemseien sie hier in Kürze vorgestellt.Manfred Kowalewski, Klassenlehrer 9. und 10. KlasseAufgewachsen in der Holsteinischen Schweiz. Studium der Physikund Waldorf-Ausbildung in Kiel. 13 Jahre lang Lehrer für Mathematik,Physik und Informatik in den Klassen 9 bis 13 an der WaldorfschuleRostock, wo sein täglicher Schulweg durch die Rostocker Schweizführte. „Viele Reisen führten mich neben Norwegen und Namibia auchin die Mecklenburger Schweiz und in die Sächsische Schweiz. Dass ichnun in der richtigen Schweiz sein darf, freut mich sehr. Ich mag dieBerge, und ich schätze die kurzen und vielfältigen Wege, die man hiergehen und fahren kann. Auch sind die Stadt und die Menschen hier sehrsympathisch. Meine Familie und ich fühlen uns hier sehr wohl.“Dr. Manfred Gemkow, Deutsch und Musik an der Oberstufe„Leben heisst für mich „Sich begegnen!“ Neben künstlerischkreativenEngagement in der Musik, im Tanz, im Gesang und in derdarstellenden Kunst mehr als 20 Jahre als Diplom-Betriebswirt in derfreien Finanzwirtschaft tätig. Vor 10 Jahren dann Studium der Landesgeschichte,Volkskunde und Musikwissenschaft, anschliessend in KasselLehrerseminar für Oberstufe an Waldorfschulen. „Mobilität, Agilität,Kreativität, und Flexibilität symbolisieren für mich die übergeordnetenLebensprinzipien und sie charakterisieren zugleich meine alltäglichePhilosophie. Dazu nutze ich meine tiefe innere Ruhe, die seit langemangesammelte Energie, meinen starken Antrieb, die freudige Lebenslustund den immensen Vorrat an Fantasie, Neugier und Offenheit .“Ulrike Bleffert, Eurythmie Klassen 1, 2, 3, 5, 6Aufgewachsen am Niederrhein, „dort, wo der Rhein als breiterStrom schon sehr nahe seinem Zufluss in die Nordsee ist.“ Nach Tätigkeitin Kinderpflege und Heilpädagogik, neben künstlerischer Auseinandersetzungmit Malerei und Musik war ihr die Eurythmie „das innersteAnliegen und Ziel, das schlussendlich in die Ausbildung führte und dasim Unterrichten nun Erfüllung findet. In ihr verbinden sich die Künstezu einer Gesamtkomposition: in der plastischen Ausgestaltung derGebärden, in den Farben der Kleider, die sich in dem Bewegungsstrommischen, im lebendigen Ergreifen des Raumes.“Corinna Neuhöfer, Eurythmie Klassen 4, 7, 8, 9, 10Lebt in Überlingen am Bodensee. „Bachelor of Eurythmy in Education“in Den Haag, Bühnenausbildung in Dornach und Oslo. Ausbildungin systemischer Beratung, Tätigkeit als Eurythmieausbilderin,Leitung von künstlerischen Projekten. „Meine ersten Unterrichtserfahrungenvon Kindergarten bis zur 10. Klasse hatte ich an der LuzernerWaldorfschule, an der ich zwei Jahre unterrichtete und wo ich auchzum ersten Mal das Sommerspiel mit den Kindern aufführte. Über einegute Zusammenarbeit freue ich mich sehr !“Dorothea Russenberger, FranzösischFachlehrerin für Französisch, Italienisch und Englisch mit grosserUnterrichtserfahrung von der Unterstufe bis zur Erwachsenenbildung;Legasthenie-Therapeutin. „Ich wohne in einem Haus mit Garten, woes mir nicht an Arbeit fehlt, bin aber glücklich, dass ich neben meinenmanuellen Beschäftigungen noch die anspruchsvolle Aufgabe des Unterrichtenshabe.“Unterstützen Siedas Schulblattder Rudolf SteinerSchule Schaffhausenmit Ihrem Inserat.Infos & Kontakt:schulblatt@gmx.chFreude am gemeinsamen Spiel – ein neues SchulorchesterZusammen musizieren, aufeinanderhören lernen, Freude an Klängen und Rhythmenentwickeln, neue Beziehungen zumeigenen und zu anderen Instrumenten undihren Spieler/innen erleben – und vielleichtauch einmal ein kleiner Auftritt ...Zum neuen Schuljahr ergreift ClaudiaCaviezel, vielen Eltern und allen Schülerinnenund Schülern bekannt als Pianistin inden Eurythmiestunden oder auch als Instrumentallehrerin,die Initiative, ein neuesSchulorchester aufzubauen.Im neuen freiwilligen Schulorchesterdürfen Schülerinnen und Schüler aller Klassenmitmachen, die ihr Instrument bereitszwei bis drei Jahre spielen und regelmässigdabei sein wollen. Dabei soll Platz sein für dieindividuellen Fähigkeiten der Kinder – einfachereStimmen und schwierigere miteinanderwerden einen Zusammenklang finden.Für Auskünfte und Anmeldung wendenSie sich bitte an Claudia Caviezel, Buchenstr.76, 8212 Neuhausen, caviezelcla4@bluewin.ch, Tel. 052 672 65 14 .Ein AugE für dAsAussErgEwöhnlichEschreibkultur seit 1906www.feurer.chProbleme mit dem Computer?Rufen Sie uns an,wir helfen Ihnen gerne!hemutec gmbh – Ihr zuverlässiger Partner im Klettgauund in Schaffhausen – Privat & KMUVon Ihrem Auftrag erhält die Rudolf Steiner Schule Schaffhausen10% unseres Arbeitsumsatzes! (Ohne Hardware, gilt für Neukunden)edv-lösungencomputer • netzwerk • support8219 Trasadingen • Tel. 052 681 43 83info@hemutec.ch • www.hemutec.ch2021


Der schönste Bazar der RegionDass der Bazar der Rudolf Steiner Schule einer der schönstenWeihnachtsmärkte der Region ist, darauf dürfen wir wohl stolz sein– sogar in einer Sonderbeilage der „Schaffhauser Nachrichten“ wurdebegeistert berichtet. Allen, die zum Gelingen des Bazars beigetragenhaben, soll an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt sein!DranbleibenDamit auch der nächste Bazar, der am 30. November und 1. Dezemberstattfindet, wieder ein solcher Erfolg wird, ist bereits Einiges imTun – aber auch noch Platz offen für weitere Initiativen.Das Entwickeln von neuen Ideen, das Herstellen von schönenDingen, das Organisieren von Angeboten braucht Zeit und Musse – undMenschen, die mittragen.Wichtig ist, dass wir mit Freude und Liebe ans Werk gehen können!Wer etwas im Kopf hat, das auf den ersten Blick zu keinem derbestehenden Stände passt, soll sich deswegen nicht unter Druck fühlen:Es ist nicht nötig, mit einem neuen Angebot ein ganzes Zimmer zu füllen;es werden sich bestimmt Kombinationsmöglichkeiten zeigen.Auch wer seine Stärken nicht beim Organisieren, Planen, Gestaltenund Produzieren hat, findet Orte, sich zu engagieren: An denBazartagen selbst gibt es viele Bereiche, wo helfende Hände benötigtwerden: zum Beispiel beim Auf- und Abbau, im Verkauf, in Küche, Serviceund Abwasch oder bei der Betreuung der Kinderaktivitäten. JederBeitrag ist wichtig!Mitteilungen aus Schule und UmfeldNeue Standverantwortliche gesuchtLuscht zum Lisme? Der Wollstand sucht Verstärkung!Ob Kleidung oder Accessoires: Gestricktes und Gehäkeltes istwieder in. Gesucht sind Mitstricker/innen, und zudem eine zweiteStandbetreuerin, welche die Verantwortung für den Wollstand mitträgt.Holzspielzeug herstellenVom Hasenstall über das Ritterschwert bis zum Zwergenhaus:Hochwertiges Holzspielzeug ist immer noch gefragt! Leider fehlen zurZeit begeisterte Holzwerker/innen, die sich diesem Bereich annehmen.Wer hat Lust, Holzspielzeuge herstellen? (Der Verkauf könnte bei Bedarforganisiert werden.) Es wäre auch möglich, dazu die Werkstatt derSchule zu benutzen.MarmorierenDas Marmorieren ist ein beliebtes Angebot für Kinder: Mit Ölfarbenwerden Papierbogen künstlerisch gestaltet. Wer könnte diesenBereich organisieren und betreuen?Über‘s Jahr Dinge sammelnBrocanteFür die Brocante sammeln wir Schätze aus Grossmutters Zeiten,gut erhaltene Gebrauchsgegenstände, charmante Dekorationsobjekte –alles, was einen „Flohmi“ spannend macht!Ins_Selbermachen_72x102:Ins_Selbermachen_72x102 07.05.09SELBERIns_Selbermachen_72x102:Ins_Selbermachen_72x102 07.05.09MACHENSpezialgeschäft fürKünstlerartikel und Farbenam Spezialgeschäft Platz in Schaffhausen. fürTel. Künstlerartikel 052 625 54 und 80FarbenFax am Platz 052 625 in Schaffhausen.54 90www.scheffmacher.comTel. 052 625 54 80scheffmacherFax 052 625 54 90www.scheffmacher.comscheffmacher«Dein Zmorge zählt»Vom Alles 10.05. für ein - 21.05. eine Tassefairen faires Kaffee Frückstück degustieren. AlleZutaten finden Sie für ein Ihrem faires Frühstückeinkaufen claro Weltladen.in Ihrem claro WeltladenWebergasse 45, 8201 Schaffhausenwww.fairtradebreakfast.chKontaktAlle direkten persönlichen Kontaktangaben zu den verschiedenenbestehenden Angeboten finden Schuleltern im Bazar-Info in derMäpplipost. Neu soll das Info mindesten 2x im Jahr erscheinen undentsprechend aktualisiert werden.Für alle anderen Fragen rund um den Bazar – wenn Sie keineMäpplipost bekommen, wenn Sie eine neue Aufgabe übernehmenmöchten, Unterstützung brauchen, Anschluss suchen oder sonst etwaswissen wollen, wenden Sie sich bitte an Heidi Krexa, Tel. 052 682 20 40/ 076 368 31 05, heidi.krexa@bluewin.ch, oder an Nathalie Monachesi,Tel. 052 624 04 83, n.monachesi@bluewin.chBestehende AngeboteAdventskränze, Alles aus Wolle, Backwaren, Baldachinzelte, Bienenwachskerzenziehen, Boutique, Bücher-Antiquariat, Brocante undCafé, Café / Restaurant in der Villa, Engel & Puppen, Espresso-Bar, Demeter-Gemüse,Kinderkleider-Börse, Konfitüren & Kräuter, Mineralien,Wohlfühloase, Zwerge; Kinderaktivitäten: Adventskränze binden, Eselreiten, Fischli fangen, Holzwerkstatt, Lebkuchen verzieren, Marmorieren,Schiffli blasen, Zwerge basteln.Wenn es Änderungen geben sollte: Bitte meldet euch!Kinderkleider-BörseGut erhaltene und saubere Kinderkleider und Schuhe sammeltdas Börsen-Team.Teekräuter, Dörrfrüchte, KonfitürenDie Natur schenkt uns viele Genüsse. Ob zarte Blüten oder feurigeChutneys: Der Kräuterstand freut sich auf die Beiträge von Gärtner/innen, Sammler/innen und Köch/innen.BücherantiquariatDas Antiquariat freut sich über gut erhaltene Bücher für Kinder,Jugendliche und Erwachsene. Kleine Mengen können auch wochentagsvon 8–11 Uhr im Sekretariat abgegeben werden.Neue AngeboteSpielsachen, Accessoires und kleine GeschenkeWir planen neu einen Raum, wo verschiedene kleine Geschenkefür „junge und alte Kinder“ zusammenkommen. Hergestellt aus Stoffenund Garnen, aber je nach Lust und Einfällen auch aus ganz anderenMaterialien. Ideen und teilweise auch Schnittmuster sind vorhanden,spontane Mitmacher/innen und Beiträge herzlich willkommen!Die Geschenkidee:Ein Gutschein für den Bazarder Rudolf Steiner SchuleSchaffhausen!Erhältlich beim Schulsekretariat,im Chalet (Beckengässchen 7)Öffnungszeiten:Mo-Fr 8-11 UhrPostadresse:Vordersteig 24,8200 SchaffhausenTel. +41 52 625 95 80E-Mail:sekretariat@steinerschule-sh.ch2223


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