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S Kreissparkasse SaarlouisVerzeichnis der AbkürzungenAbs.AbsatzAMAAmbitionierter MessansatzATAllgemeiner TeilDSGVDeutscher Sparkassen- und GiroverbandDVDatenverarbeitungHGBHandelsgesetzbuchEGEuropäische Gemeinschaftgem.gemäßGmbHGesellschaft mit beschränkter HaftungGuVGewinn- und VerlustrechnungInstitutsVergV Instituts-Vergütungsverordnungi. V. m. in Verbindung mitLiqVLiquiditätsverordnungKIKreditinstitutKWGKreditwesengesetzMaRiskMindestanforderungen an das RisikomanagementMio.MillionenSolvVSolvabilitätsverordnungu. a. unter anderemusw.und so weiterVVSVermögensobjekte und Sicherheiten verwaltenZKAZentraler Kreditausschuss4


S Kreissparkasse Saarlouis2 Ziele und Grundsätze des Risikomanagements2.1 Strategien und ProzesseDie bewusste Übernahme und die Steuerung von Risiken sind Kernfunktionen vonKreditinstituten.Das Management und die zeitnahe Überwachung aller Risiken sind die wesentlichenVoraussetzungen für das bewusste Eingehen von Risiken im Rahmen unserer Geschäftsstrategie.Diesen Anforderungen tragen wir durch die fortlaufende Weiterentwicklungunserer Risikosteuerungssysteme Rechnung. Der Vorstand hat in derGeschäftsstrategie die strategischen Leitlinien und die grundsätzliche geschäftspolitischeAusrichtung der Sparkasse dokumentiert und unter Berücksichtigung derRisikotragfähigkeit eine allgemeine Risikostrategie festgelegt. Die Geschäftsstrategiewird dem Verwaltungsrat zur Kenntnis gegeben und mit ihm erörtert. Fernerwerden die Inhalte sowie Änderungen der Strategien innerhalb des Kreditinstituts ingeeigneter Weise kommuniziert.Die Risikostrategie definiert die strategischen Vorgaben für das Risikomanagement,die im Rahmen der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) zuerfüllen sind. Sie stellt das Bindeglied zwischen den sie konkretisierenden Teilrisikostrategien(Kreditrisiko-, Marktpreisrisiko- und Beteiligungsstrategie), dem strategischenRahmen für operationelle Risiken und Liquiditätsrisiken sowie der Geschäftsstrategiedar. Die Risikostrategie der Kreissparkasse Saarlouis formuliertGrundsätze zur Identifizierung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation wesentlicherRisiken und setzt damit die Rahmenbedingungen für den Aufbau unseresRisikomanagementsystems. Dabei stellt die Risikotragfähigkeitskonzeption – alsTeil der Risikostrategie – die wesentliche Komponente der Risikosteuerung in derKSK Saarlouis dar.Der hierarchische Aufbau des strategischen Rahmenwerks der Kreissparkasse Saarlouisist in der nachstehenden Abbildung zusammengefasst:GeschäftsstrategieRisikostrategie- Marktpreisrisikostrategie- Kreditrisikostrategie- BeteiligungsstrategieStrategischer Rahmen für Liquiditätsrisiken und operationelle Risiken6


S Kreissparkasse SaarlouisDie Strategien werden mindestens jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.Um die strategischen Ziele des risiko- und ertragsadäquaten Einsatzes unseres Kapitalszu erreichen, müssen die Risiken frühzeitig erkannt und den im Rahmen desRisikomanagements zuständigen Stellen die zur Steuerung erforderlichen Informationenvollständig und zeitnah zur Verfügung gestellt werden.Die Risikomanagementprozesse für alle wesentlichen Risiken gemäß MaRisk sind imRisikohandbuch der Kreissparkasse Saarlouis dokumentiert. Das Risikohandbuchgliedert sich in die Teile Rahmengrundsätze, Risikokategorien, Risikomanagementprozessund Risikomanagementorganisation. Es werden die RisikokategorienMarktpreis-, Adressenausfall-, Liquiditätsrisiko, operationelle Risiken und sonstigeRisiken unterschieden. Für diese Risiken sind im Risikohandbuch angemessene Risikosteuerungs-und Überwachungsprozesse definiert, die die Identifizierung, Beurteilung,Steuerung, Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken sicherstellen.Mit Hilfe des Risikohandbuchs wird überdies ein Gesamtrisikoprofil fürdie wesentlichen Risikoarten gemäß MaRisk erstellt. Es enthält darüber hinaus dieZuständigkeiten und den Turnus der Berichterstattung an den Vorstand bzw. dieEntscheidungsträger.Die Risikobewertung erfolgt anhand der Faktoren Eintrittswahrscheinlichkeit, Risikobedeutungund Beherrschbarkeit. Die zugehörige Skalierung ist im Risikohandbuchfestgelegt. Die Faktoren werden zu einer Kennzahl zusammengefasst, die fürdie Einteilung in Risikoklassen maßgeblich ist. Auf Basis dieser Vorgehensweisewerden für die Kreissparkasse Saarlouis die Adressenausfall- und Marktpreisrisikenals bedeutend identifiziert. Die Vorgaben der MaRisk sind allerdings weiter gefasst.Demnach sind Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risikengrundsätzlich als wesentlich einzustufen. Da im Rahmen der Gesamtrisikoprofilermittlungkeine darüber hinaus gehenden Risiken ermittelt wurden, werden diesevier Risikoarten für die Kreissparkasse Saarlouis als wesentlich betrachtet.Die Beurteilung der Wesentlichkeit der Risikoarten wird auch bei der Ausgestaltungdes strategischen Rahmenwerks berücksichtigt. Der Status der Wesentlichkeit wirdzusammen mit dem gesamten Risikomanagementprozess jährlich überprüft und beiBedarf angepasst.In vierteljährlichen MaRisk-Gesamt-Risikoberichten werden der Vorstand und derVerwaltungsrat über die Entwicklung der Risikosituation vor dem Hintergrund derRisikotragfähigkeit informiert. Die Beschreibung der Methoden zur Messung derRisiken, die Art der Einzelberichterstattung und die Zuständigkeit erfolgt detailliertunter dem Punkt Risikoarten.2.2 Struktur und Organisation der RisikosteuerungDie Entscheidungsfindung im Risikomanagement auf Gesamtbankebene erfolgtdurch den Vorstand. Neben der geschäftspolitischen Zielsetzung legt der Vorstanddie Höhe des einzusetzenden Kapitals sowie die Aufteilung auf die einzelnen Risikoartenfest.7


S Kreissparkasse SaarlouisDas Risikocontrolling hat als wesentliche Aufgabe die Entwicklung eines einheitlichenund in sich geschlossenen Systems zur Analyse und Quantifizierung der bestehendenAdressen-, Liquiditäts- und Marktrisiken und der operationellen Risiken. Esüberwacht die vom Vorstand festgelegten Limite und übernimmt das Reporting derRisikokennziffern an den Vorstand und die zuständigen Geschäftsbereiche. DieÜberwachung und das Berichtswesen finden in der Abteilung Unternehmenssteuerungstatt, wobei sichergestellt ist, dass das Controlling von einer organisatorischenEinheit durchgeführt wird, die aufbau- und ablauforganisatorisch von den geschäftsverantwortlichenBereichen unabhängig ist.Als prozessunabhängige Stelle unterstützt die Interne Revision den Vorstand in seineroriginären Überwachungsaufgabe. Grundlage hierfür ist ein risikoorientierterPrüfungsplan, der vom Vorstand genehmigt wurde und anhand dessen die InterneRevision die Betriebs- und Geschäftsabläufe prüft und bewertet. Dazu zählt auch diePrüfung des Risikomanagements, der Risikosteuerung und -überwachung, des internenBerichtswesens sowie der Einhaltung interner und externer Regelungen. DerFokus liegt hierbei auf den Prozessen und Methoden unter Beachtung der Grundsätzevon Sicherheit, Ordnungsmäßigkeit sowie Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit.Unser Haus verfügt gemäß § 25a KWG über ein hinreichendes, dem Umfang der Geschäftstätigkeitangemessenes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolleder vorhandenen Risiken. Durch das Risikomanagement und -controlling der Sparkassekönnen frühzeitig die Risiken identifiziert, Informationen an die zuständigenEntscheidungsträger weitergeleitet und Risiken gesteuert werden.Die Sparkasse verfügt über ein Risikotragfähigkeitspotenzial, das auch in den vonihr definierten Szenarien zur Deckung aller wesentlichen Risiken ausreichen würde.Bestandsgefährdende Risiken und Risiken, die über das übliche geschäftliche Maßhinausgehen, sind nicht erkennbar. Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf dieVermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse haben, sind ebenfalls nicht absehbar.Die Sparkasse sieht sich durch das bestehende Risikomanagement sowohlfür das bestehende Geschäft als auch für die kommenden Herausforderungen gutgerüstet.8


S Kreissparkasse Saarlouis3 Adressenausfallrisiken3.1 Adressenausfallrisiken allgemeinUnter Adressenausfallrisiken versteht man die Gefahr eines teilweisen oder vollständigenAusfalls vertraglich zugesagter Leistungen durch die Geschäftspartner.Die Steuerung des Kreditgeschäfts geschieht unter besonderer Berücksichtigungder Größenklassenstruktur, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikosdes Engagements. Der Vorstand räumt der Risikobegrenzung im KundenkreditgeschäftVorrang ein.Zentrale Bedeutung für die kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisiken hat dieBonitätsbeurteilung. Im Kundenkreditgeschäft setzen wir zur Risikoklassifizierungverschiedene Rating- und Scoringverfahren der Sparkassen Rating- und RisikosystemeGmbH ein, die eine differenzierte Ermittlung des individuellen Ausfallrisikosermöglichen. Die ermittelten Ratings stellen die Grundlage für die EinzelgeschäftsundPortfoliosteuerung in der Kreissparkasse Saarlouis dar. Zur Früherkennung vonKreditrisiken nutzt die Kreissparkasse Saarlouis ein in die bestehenden Systemeintegriertes Frühwarnsystem, das auffällige Kreditnehmer identifiziert. Dieses Verfahrenermöglicht eine frühzeitige Einleitung risikoreduzierender Maßnahmen imRahmen der für die Intensivbetreuung festgelegten Prozesse.Das Adressenausfallrisiko wird über die Hereinnahme banküblicher Sicherheitenbegrenzt. Die Bewertung, Festsetzung und Überwachung sowie Verwaltung undVerwertung von Kreditsicherheiten ist in den Beleihungsgrundsätzen sowie weiterenAnweisungen geregelt.Die Überprüfung der Grundpfandrechte besitzt aufgrund ihres hohen Anteils an denKreditsicherheiten der Sparkasse eine herausgehobene Bedeutung und erfolgt abeiner definierten Wertgrenze regelmäßig durch den in der Marktfolge Kredit angesiedeltenImmobiliengutachter. Wohnimmobilien müssen, damit sie als Sicherheitgemäß Solvabilitätsverordnung angerechnet werden dürfen, alle 3 Jahre regelmäßigüberwacht werden, um festzustellen, ob eine Bewertungsanpassung erforderlich ist.Die regelmäßige Überwachung kann mit Hilfe statistischer Methoden erfolgen. Dazusetzen wir - neben der anlassbezogenen Überprüfung der Grundpfandrechte - das sogenannte Marktschwankungskonzept des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) ein.Handlungsbedarf für die Sparkasse besteht nur dann, wenn die Marktpreise für Immobilienwesentlich, d. h. innerhalb eines Zeitraums von 3 Jahren um mehr als 20Prozent, gesunken sind. Über die jeweiligen Marktschwankungen erfolgt eine Informationdurch den Sparkassenverband Saar. Für die Überwachung der sonstigen Sicherheitenist die Abteilung Marktfolge Kredit zuständig.Als zentrales System für die Sicherheitenverwaltung und -pflege nutzt die KreissparkasseSaarlouis das EDV-System „Vermögensobjekte und Sicherheiten verwalten“(VVS). Die Anwendung VVS ist Datenlieferant für alle Abnehmersysteme wie beispielsweisedas Meldewesen.In vierteljährlichen Kreditrisikoberichten wird der Vorstand über die Entwicklung derRisikosituation im Kreditgeschäft informiert.9


S Kreissparkasse SaarlouisDie Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften werden im Rahmen des Risikocontrolling-und Managementsystems für Handelsgeschäfte gesondert überwachtund gesteuert. Die Ausfallrisiken werden insbesondere durch sorgfältige Auswahlunserer Vertragspartner sowie durch Limite pro Partner begrenzt. Veränderungenvon Ratings werden monatlich im Rahmen eines Früherkennungsberichts von Adressenausfallrisikenim Wertpapiergeschäft von der Abteilung Unternehmenssteuerungüberwacht und gemeldet.Nachfolgende Tabellen enthalten den Gesamtbetrag der Forderungen, jeweils aufgeschlüsseltnach den verschiedenen Forderungsarten zum Offenlegungsstichtag.Die bilanziellen und außerbilanziellen Geschäfte werden jeweils mit ihrer Bemessungsgrundlagegemäß § 49 Abs. 2 SolvV vor Berücksichtigung von Kreditrisikominderungstechniken,zzgl. Wertberichtigungen und Rückstellungen, ausgewiesen; diederivativen Instrumente mit ihren Kreditäquivalenzbeträgen. Zur Ermittlung werdensämtliche Adressenausfallrisikopositionen nach § 9 Abs. 1 SolvV, einschließlichSachanlagen und Kassenbestand, einbezogen. Nicht enthalten sind diejenigen Vermögensgegenstände,für die innerhalb dieses Berichtes eigene Offenlegungspflichtenbestehen.Die nachfolgenden Tabellen 1 bis 4 enthalten Daten per Meldestichtag 31.12.2012.Die Durchschnittswerte aus den Quartalsmeldungen für das Jahr 2012 weichennicht wesentlich von den Meldedaten zum Stichtag 31.12.2012 ab.3.2 Bruttokreditvolumen nach risikotragenden InstrumentenBruttokreditvolumennachrisikotragendenInstrumentenGesamtesBruttokreditvolumenTabelle 1Kredite, Zusagen undandere nichtderivativeaußerbilanzielleAktivaMio. €WertpapiereDerivativeInstrumente3.486,5 709,5 21,23.3 Geographische Hauptgebiete nach risikotragenden InstrumentenGeografische HauptgebietenachrisikotragendenInstrumentenKredite, Zusagen undandere nichtderivativeaußerbilanzielleAktivaMio. €WertpapiereDerivativeInstrumenteDeutschland 3.415,5 441,6 21,2EWR ohne Deutschland 69,3 262,8 0,0Sonstige 1,7 5,1 0,0Gesamt 3.486,5 709,5 21,2Tabelle 210


S Kreissparkasse Saarlouis3.4 Vertragliche Restlaufzeiten nach risikotragenden InstrumentenVertragliche RestlaufzeitennachrisikotragendenInstrumentenKredite, Zusagen undandere nichtderivativeaußerbilanzielleAktivaMio. €WertpapiereDerivativeInstrumentebis 1 Jahr 982,0 121,1 1,1> 1 Jahr bis 5 Jahre 356,8 315,5 11,0> 5 Jahre bis unbefristet 2.147,7 272,9 9,1Gesamt 3.486,5 709,5 21,2Tabelle 33.5 Branchen nach risikotragenden Instrumenten11


S Kreissparkasse SaarlouisBranchennachrisikotragendenInstrumentenKredite, Zusagenundandere nichtderivativeaußerbilanzielleAktivaMio. €WertpapiereDerivativeInstrumenteBanken 229,4 467,0 16,0Investmentfonds 0,0 130,9 0,0Öffentliche Haushalte 249,7 19,4 0,0Privatpersonen 1.609,3 0,0 0,0Unternehmen und wirtschaftlich selbstständigePrivatpersonen1.273,5 92,2 5,2davon:• Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur• Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung,Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden14,1 0,0 0,087,4 0,0 3,3• Verarbeitendes Gewerbe 181,8 5,2 1,0• Baugewerbe 89,6 0,0 0,0• Handel; Instandhaltung und Reparatur vonKraftfahrzeugen210,8 0,0 0,0• Verkehr und Lagerei, Nachrichtenübermittlung 28,3 0,0 0,0• Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 72,8 83,0 0,0• Grundstücks- und Wohnungswesen292,0 0,0• Sonstiges Dienstleistungsgewerbe 296,7 4,0 0,0Organisationen ohne Erwerbszweck 46,1 0,0 0,0Sonstige 78,5 0,0 0,0Gesamt 3.486,5 709,5 21,2Tabelle 40,912


S Kreissparkasse Saarlouis3.6 RisikovorsorgeFür die Kreissparkasse Saarlouis gilt ein Engagement ab dem ersten Tag einer Limitüberschreitungals „überzogen“. Ein Ausfall liegt ab einem Zahlungsverzug vonmehr als 90 Tagen vor.Im Rahmen der SolvV werden Forderungen als „in Verzug“ klassifiziert, wenn sie anmehr als 90 aufeinanderfolgenden Tagen überfällig sind. Der Verzug wird dabei einzelkontenbezogenermittelt.Die Einstufung einer Forderung als notleidend orientiert sich an den Kriterien derRisikovorsorge.Die Sparkasse verfügt über Steuerungsinstrumente, um frühzeitig Adressenausfallrisikenbei Kreditengagements zu erkennen, zu steuern, zu bewerten und im Jahresabschlussdurch Risikovorsorge (Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen) abzuschirmen.Die Kreditengagements werden regelmäßig dahingehend überprüft, ob Risikovorsorgebedarfbesteht. Soweit uns Informationen vorliegen, die auf eine Verschlechterungder wirtschaftlichen Verhältnisse hinweisen, erfolgt eine außerordentlicheÜberprüfung. Basis einer Überprüfung, ob im Einzelfall eine Risikovorsorge zu bildenist, ist die Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse und des Zahlungsverhaltensdes Kunden. In einem weiteren Schritt erfolgt dann eine Bewertung der Sicherheitenmit ihrem wahrscheinlichen Realisationswert, um einschätzen zu können,welche Zahlungen nach Eintritt von Leistungsstörungen noch erwartet werden.Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Direktabschreibungen werden aufVorschlag der entsprechenden Fachabteilung kompetenzgerecht entschieden. Eserfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Angemessenheit und gegebenenfalls darausresultierende Anpassungen. Bei Stellung neuer Sicherheiten bzw. Höherbewertungbestehender Sicherheiten sowie einer nachhaltigen Verbesserung der wirtschaftlichenVerhältnisse des Kreditnehmers, die eine Kapitaldienstfähigkeit erkennenlassen, oder bei einer zweifelsfreien Kreditrückführung aus vorhandenen Sicherheitenerfolgt eine Auflösung der Risikovorsorge. Die Erfassung, Fortschreibungund Auflösung der Risikovorsorge erfolgt in der Kreissparkasse Saarlouis im zentralenDV-System „ABIT“.Die Geschäftsprozesse im Zusammenhang mit der Risikovorsorge sowie die kompetenzgerechteGenehmigung sind in Arbeitsanweisungen geregelt.Für latente Ausfallrisiken bildet die Sparkasse Pauschalwertberichtigungen. Darüberhinaus bestehen Vorsorgereserven für allgemeine Bankrisiken nach § 340f und§ 340g HGB.Die nachfolgenden quantitativen Angaben zur Risikovorsorge (Tabellen 5 bis 7) enthaltenDaten aus dem Jahresabschluss zum 31.12.2012.13


S Kreissparkasse Saarlouis3.6.1 Notleidende und in Verzug geratene Forderungen nach BranchenNotleidende und in Verzuggeratene Forderungennach BranchenEWB 1Mio. €Gesamtinanspruchnahmeaus notleidendenund inVerzug geratenenKrediten(mit Wertberichtigungsbedarf)RückstellungenNettozuführungen/AuflösungenvonEWB/Rückstellungen1DirektabschreibungKredite inVerzug(ohneWertberichtigungsbedarf)Banken 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0Privatpersonen 50,7 32,5 0,0 2,4 0,0 13,6Unternehmen und wirtschaftlichselbstständige Privatpersonendavon :• Land- und Forstwirtschaft,Fischerei und Aquakultur• Energie- und Wasserversorgung,Entsorgung, Bergbauund Gewinnung von Steinenund Erden82,4 52,3 1,9 6,9 0,0 18,70,5 0,2 0,0 0,0 0,0 0,62,0 0,6 0,0 0,0 0,0 0,3• Verarbeitendes Gewerbe 5,1 3,1 0,0 0,1 0,0 2,1• Baugewerbe 9,9 6,4 1,7 0,2 0,0 1,6• Handel; Instandhaltung undReparatur von Kraftfahrzeugen• Verkehr und Lagerei, Nachrichtenübermittlung• Finanz- und Versicherungsdienstleistungen• Grundstücks- und Wohnungswesen• Sonstiges Dienstleistungsgewerbe26,4 15,2 0,2 4,4 0,1 3,26,4 5,2 0,0 0,0 0,0 1,81,2 0,4 0,0 0,1 0,0 0,413,0 8,9 0,0 1,0 0,0 3,817,8 12,3 0,0 1,1 0,0 4,9Sonstige 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0Gesamt 133,0 84,8 1,9 9,3 0,1 32,3Tabelle 5Die Eingänge auf abgeschriebene Forderungen beliefen sich auf 0,8 Mio. €.1 incl. asservierte Zinsen14


S Kreissparkasse Saarlouis3.6.2 Notleidende und in Verzug geratene Forderungen nach HauptgebietNotleidendeund in VerzuggerateneForderungennachHauptgebietGesamtinanspruchnahmeaus notleidenden und inVerzug geratenen Krediten(mit Wertberichtigungsbedarf)Mio. €EWB 2 Rückstellungen Kredite in Verzug (ohneWertberichtigungsbedarf)Deutschland 129,5 82,0 1,9 31,3EWR ohneDeutschland3,5 2,8 0,0 0,5Sonstige 0,0 0,0 0,0 0,5Gesamt 133,0 84,8 1,9 32,3Tabelle 63.6.3 Entwicklung der RisikovorsorgeEntwicklung derRisikovorsorgeAnfangsbestandder PeriodeMio. €Verbrauch Auflösungen ZuführungenEndbestandder PeriodeEinzelwertberichtigungen 2 90,1 14,9 5,2 14,8 84,8Rückstellungen 2,2 0 0,5 0,2 1,9Pauschalwertberichtigung 7,8 0 0,0 0,3 8,1Tabelle 73.7 Adressenausfallrisiken im KreditrisikostandardansatzZur Beurteilung der Bonitäten der Forderungsklasse Staaten greift die KreissparkasseSaarlouis, soweit verfügbar, auf externe Ratings der RatinggesellschaftenMoody’s und Standard & Poor’s zurück.Für die Forderungsklassen Banken, Unternehmen, Investmentanteile und Verbriefungensind die Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s oder wahlweisekeine Ratingagentur nominiert.2 incl. asservierte Zinsen15


S Kreissparkasse SaarlouisGrundsätzlich wird jeder Emission ein externes Rating zugeordnet. Existiert für eineForderung kein Emissionsrating, wird geprüft, ob das Rating anderer Emissionendes Schuldners auf die Forderung übertragen werden kann. Ist dies nicht möglich,wird auf das externe Rating des Schuldners (Emittentenrating) abgestellt. Ansonstenwerden die Forderungen im Rahmen der Eigenmittelanforderungen mit pauschalenAnrechnungssätzen berücksichtigt. Die beschriebene Verfahrensweise wirdprogrammtechnisch unterstützt.Höhe des Adressenausfallrisiko-Exposuresim StandardansatzGesamtsumme der ausstehendenForderungsbeträge in Mio. €Tabelle 8Risikogewicht in %VorKreditrisikominderungNachKreditrisikominderung0 622,7 712,610 158,5 158,420 201,4 195,235 990,7 990,850 96,3 96,370 0,0 14,975 778,5 722,8100 755,5 713,7150 39,9 38,8Gesamt 3.643,5 3.643,53.8 KreditrisikominderungstechnikenDie im täglichen Geschäftsbetrieb einer Sparkasse eingegangenen Risiken könnendurch Kreditrisikominderungstechniken in Form von Sicherheiten oder Aufrechnungsvereinbarungen(Netting) reduziert werden. Von bilanzwirksamen und außerbilanziellenAufrechnungen sowie Derivaten machen wir aus betriebswirtschaftlichenGründen keinen Gebrauch.Folgende Sicherheiteninstrumente werden für Zwecke der SolvV risikomindernd inAnrechnung gebracht:1. Gewährleistungen2. Finanzielle SicherheitenDamit Sicherheiten aufsichtsrechtlich als Kreditrisikominderungstechnik genutztwerden können, muss sichergestellt sein, dass bestimmte Anforderungen an dieVerwendung der Sicherheiten erfüllt sind. Diese Anforderungen werden grundsätzlichüber Systeme unseres Rechenzentrums sichergestellt. Als Daten lieferndes Systemwird die Anwendung VVS eingesetzt. Von der Rechtswirksamkeit der zu Grundeliegenden Verträge haben wir uns überzeugt.16


S Kreissparkasse SaarlouisGewährleistungenIm Einzelnen sind in der Kategorie Gewährleistungen im Standardansatz folgendeSicherheiten risikomindernd in Anrechnung gebracht:• Bürgschaften / Garantien• Abtretung / Verpfändung von Kapital- Lebensversicherungen• Abtretung / Verpfändung von bei Drittinstituten verwahrten Bareinlagen (z. B.Bausparguthaben)Die Sicherungsgeber gehören zu folgendem Kontrahentenkreis:• Regierungen und andere Einrichtungen des öffentlichen Bereiches• Unternehmen der KSA-Forderungsklasse Institute• Unternehmen und Versicherungsgesellschaften, sofern das externe Ratingmindestens der aufsichtsrechtlichen Bonitätsstufe 2 entsprichtFinanzielle SicherheitenIm Einzelnen sind in der Kategorie Finanzsicherheiten im Standardansatz folgendeSicherheiten risikomindernd in Anrechnung gebracht:• Einlagen beim eigenen InstitutAufgrund des diversifizierten Kreditportfolios bestehen derzeit keine Konzentrationsrisikenim Bereich der Sicherungsinstrumente.Die Sparkasse nutzt zur Absicherung von Immobilienfinanzierungen Grundpfandrechteals wesentliches Instrument zur Minimierung der mit dem Kreditgeschäftverbundenen Risiken. Die privilegierten Grundpfandrechte auf Wohnimmobilienwerden im Kreditrisikostandardansatz als eigenständige Forderungsklasse berücksichtigtund daher nicht als Kreditrisikominderungstechnik nach der Solvabilitätsverordnungbehandelt.Im Rahmen der Anforderungen an ein robustes Risikosteuerungsverfahren bei derVerwendung von Sicherungsinstrumenten wird unter anderem die Festlegung undDokumentation von Leitlinien zur Verwendung von Sicherheiten vorausgesetzt. Wirerfüllen diese Voraussetzungen in Form von Anweisungen für die Beleihung undBewertung von Sicherheiten und Anweisungen zur Sicherheitenüberprüfung. DieDefinition und Weiterentwicklung steht im Einklang mit unserer Kredit- und Risikostrategie.17


S Kreissparkasse SaarlouisFür die einzelnen Forderungsklassen ergeben sich folgende Gesamtbeträge an gesichertenPositionswerten:Gesamtbetragdes gesichertenExposures(ohne Verbriefungen)StandardansatzÖffentlicheStellenFinanzielleSicherheitenMio. €Garantien, Kreditderivateund sonstige Personalsicherheiten0,0 15,7Unternehmen 5,5 35,5Mengengeschäft 7,8 47,9überfällige Positionen0,2 1,7Gesamt 13,5 100,8Tabelle 918


S Kreissparkasse Saarlouis4 MarktpreisrisikenMarktpreisrisiken sind mögliche Vermögens- oder Ertragseinbußen, die sich aus denVeränderungen der Marktpreise bzw. preisbildenden Parameter (Zinssätze, Währungs-und Aktienkurse, Volatilitäten, Laufzeiten) sowie aus den daraus resultierendenPreisänderungen von Finanzderivaten ergeben. Zusätzliche Risiken liegen inPositionen, deren Marktgängigkeit begrenzt ist. Die Marktpreisrisiken für die Eigenanlagenin Wertpapieren werden durch das Risikocontrolling nach Art und Höhe bewertet.Die Kreissparkasse Saarlouis hat für nachfolgend genannte Sichtweisen Risikomanagement-und Controllingprozesse installiert:• Marktpreisrisiken für Handelsgeschäfte• Periodenorientierte Steuerung des Zinsänderungsrisikos• Barwertorientierte Steuerung des ZinsänderungsrisikosMarktpreisrisiken für HandelsgeschäfteDie Sparkasse betrachtet die Marktpreisrisiken für Handelsgeschäfte in der periodenorientiertenSichtweise. Hierzu existieren ein Limitsystem und eine Berechnungsmethodik,basierend auf einer Szenarioanalyse. Sie berechnet den GuVrelevantenTeilbetrag des Value-at-Risk. Die Szenarioanalysen beziehen sich dabeiauf den Stichtag 31.12. (= Bilanzstichtag) bei einem Konfidenzniveau von 95 %. Unterbesonderen Risikoeinschätzungen wird das Risiko auch mit anderen Parametern(so genannte Stress-Szenarien) berechnet.Die Ergebnisse werden in einem Handelsgeschäftsreporting zusammengefasst, dasder Geschäftsleitung und den Fachbereichen monatlich vorgelegt wird.Periodenorientierte Steuerung des ZinsänderungsrisikosIm Rahmen der periodenorientierten Betrachtung definiert die Kreissparkasse Saarlouisdas Zinsänderungsrisiko im Wesentlichen als Zinsspannenrisiko und damit alsGefahr einer negativen Abweichung der tatsächlichen von der erwarteten Zinsspanne.Daneben wird auch die Auswirkung des Zinsänderungsrisikos auf das Bewertungsergebnisim Wertpapiergeschäft ermittelt. Zur Ermittlung der Auswirkungenauf die Ertragslage werden neben alternativen Zinsszenarien auch alternative Strukturszenarienbetrachtet. Über die Zinsspannenentwicklung hinaus werden zur Ableitungder Erfolgsprognose für die nächsten 5 Folgejahre auch geplante Provisionsergebnisse,geplante Verwaltungsaufwendungen und prognostizierte Bewertungsergebnissefür das Kredit- und Wertpapiergeschäft berücksichtigt.Die Bilanz- und GuV-Planung wird dem Vorstand jährlich zur Kenntnis gegeben.19


S Kreissparkasse SaarlouisBarwertorientierte Steuerung des ZinsänderungsrisikosZur wertorientierten Quantifizierung und Steuerung des Zinsänderungsrisikos setztdie Sparkasse auf Gesamtinstitutsebene ein Cashflow orientiertes Bilanzstrukturmanagement-Toolauf Basis des Barwert- und Performancekonzeptes ein. Das Risikowird mittels eines Value-at-Risk-Ansatzes ermittelt, dem die Moderne HistorischeSimulation auf Basis einer Haltedauer von 90 Tagen, einem Konfidenzniveau von95% und einem historischen Betrachtungszeitraum, der 1988 beginnt, zu Grundeliegt.Die Limitierung des Zinsänderungsrisikos leitet sich aus einem Vergleichsmaßstab(Benchmark) ab. Die Sparkasse ergreift regelmäßig Maßnahmen, um auch zukünftigdas Zinsänderungsrisiko innerhalb dieses Limits zu halten.Die ermittelten Kennziffern werden dem Vorstand monatlich im „Treasury-Report“zur Kenntnis gegeben.Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken werden neben bilanzwirksamen Instrumentenauch derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps eingesetzt. Währungsrisikensind für unser Haus nur von untergeordneter Bedeutung. Offene Positionenwerden i. d. R. durch gegenläufige Geschäfte oder Devisentermingeschäftegeschlossen.5 LiquiditätsrisikenDas Risiko, im Falle unzureichender Marktliquidität in einzelnen Produkten nichtoder nicht zu erwartenden Konditionen kontrahieren zu können, wird ebenfalls imRahmen des Risikomanagements berücksichtigt. Auf Basis von Erfahrungswertenerfolgt eine monatliche Feinsteuerung aller im weiteren 12-Monats-Verlauf eintretendenFälligkeiten.Zur Messung und Überwachung des Liquiditätsrisikos orientiert sich die KreissparkasseSaarlouis monatlich an der Liquiditätsübersicht gemäß Liquiditätsverordnung(LiqV). Darüber hinaus wird von der Abteilung Treasury im Rahmen der täglichenLiquiditätsdisposition eine Liquiditätsüber- bzw. -unterdeckung für den jeweiligenGeschäftstag ermittelt.Um Engpasssituationen frühzeitig zu erkennen, haben wir neben einem Schwellenwertsystemfür die Liquiditätskennziffer zusätzlich ein Frühwarnsystem in denÜberwachungsprozess integriert und stellen vierteljährlich Szenariobetrachtungengemäß den MaRisk für den Risiko- und den Stressfall an. Darüber hinaus erfolgtvierteljährlich die Ermittlung eines maximalen Gaps und der Überlebensperiode(Survival period). Sofern Gegensteuerungsmaßnahmen zur Liquiditätsbeschaffungeinzuleiten sind, wird anhand einer Liquiditätsliste ein Maßnahmenvorschlag erarbeitet,der vom Gesamtvorstand zu beschließen ist.20


S Kreissparkasse SaarlouisDurch eine ausreichende Liquiditätsvorsorge und eine verantwortungsvolle Strukturierungder Aktiva und Passiva wird dem Liquiditätsrisiko vorgebeugt. Somit ist diejederzeitige Zahlungsfähigkeit der Sparkasse gesichert.Die Geschäftsleitung wird monatlich über die Liquiditätskennzahl und vierteljährlichim Rahmen eines Liquiditätsrisikoberichts über die Ergebnisse der Szenariobetrachtungeninformiert. Die Methoden und Verfahren zum Management von Liquiditätsrisikensind in einem Vorstandsbeschluss sowie in einer Arbeitsanweisung festgelegt.6 Operationelle RisikenUnter operationellen Risiken versteht man die Gefahr von Schäden, die in Folge derUnangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, derinternen Infrastruktur oder externen Einflüssen eintreten.Die regelmäßige Identifizierung und Beurteilung der operationellen Risiken stelltdie Kreissparkasse Saarlouis durch eine jährliche Risikoinventur (gemäß DSGV-Konzept) sicher. Hier sind auch die Maßnahmen zum Management operationellerRisiken beschrieben.Darüber hinaus werden eingetretene Schäden aus operationellen Risiken ab einerbestimmten Bruttoschadenshöhe in der vom DSGV entwickelten „SchadensfalldatenbankOperationelle Risiken“ erfasst.Die Führungsebene wird mindestens jährlich über die Situation bezüglich operationellerRisiken und eingetretener Schadensfälle informiert. Die Verantwortung für dieProzesse im Bereich der operationellen Risiken liegt in der Abteilung Unternehmenssteuerung.7 Derivative Adressenausfall- und AufrechnungspositionenZur Absicherung von Zinsrisiken, Wechselkursrisiken, Adressenausfallrisiken undsonstigen Preisrisiken werden von der Kreissparkasse Saarlouis derivative Finanzinstrumenteeingesetzt.Im Rahmen der Aktiv-Passiv-Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos setzenwir Zinsswaps als Mikro- und Makro-Hedges ein. Kontrahenten sind grundsätzlichBanken, die eine gute Bonität aufweisen.Darüber hinaus haben wir im Kundengeschäft Zinsswaps und in geringem UmfangZinscaps abgeschlossen. Derivative Finanzgeschäfte im Kundengeschäft schließenwir überwiegend mit öffentlichen Kunden ab. Diese Geschäfte bedürfen grundsätzlicheiner Einzelgenehmigung des Vorstandes.21


S Kreissparkasse SaarlouisDie Kreissparkasse Saarlouis hat für Kontrahenten mit derivativen Positionen 3 keinseparates Limitsystem eingerichtet. Die Limitierung dieser Positionen erfolgt imRahmen des allgemeinen Limitierungsprozesses für Adressenausfallrisiken.Im Rahmen der Steuerung derivativer Adressausfallpositionen werden die Risikobeiträgevon Markt- und Kontrahentenrisiko additiv behandelt. Daher erfolgt keine Betrachtungvon Korrelationen dieser Risiken.Für die Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen im Rahmen der SolvV verwendetunser Institut die Marktbewertungsmethode. In Höhe des hierbei ermittelten Anrechnungsbetrageswerden die derivativen Adressausfallrisikopositionen in der internenSteuerung und somit auch bei der Berechnung des ökonomischen Eigenkapitalsberücksichtigt. Aufrechnungsvereinbarungen über Derivate gemäß § 207 SolvVwerden nicht genutzt.Für die Bilanzierung und Bewertung der derivativen Finanzinstrumente gelten dieallgemeinen Grundsätze des HGB. Den negativen Zeitwerten bei zur Absicherungvon Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen Zinsswapgeschäften stehen positiveWertveränderungen in den abgesicherten Grundgeschäften gegenüber.FinanzinstrumentMio. €Fair Value (Positive Wiederbeschaffungswerte)vor Aufrechnung und SicherheitenZinsbezogene Derivate 13,3Währungsbezogene Derivate 0,0Kreditderivate 0,0Gesamt 13,3Tabelle 10KontrahentenrisikoMio. €MarktbewertungsmethodeKontrahentenausfallrisikopositionen 21,2Tabelle 113Eine Ausnahme bilden die derivativen Positionen in Fremdwährung. Für diese Positionen führen wirseparate Kontrahentenlimite, die ständig überwacht werden.22


S Kreissparkasse Saarlouis8 Angaben zur Eigenmittelstruktur und Eigenmittelausstattung8.1 EigenmittelstrukturDas modifizierte verfügbare Eigenkapital der Kreissparkasse Saarlouis, bestehendaus Kern- und Ergänzungskapital, betrug zum Meldestichtag 31.12.2012280,0 Mio. €.Das Kernkapital besteht im Wesentlichen aus der Sicherheitsrücklage in Höhe von188,9 Mio. €. Weiterhin zählt der Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach§ 340g HGB in Höhe von 15,0 Mio. € zum Kernkapital.Dem Ergänzungskapital sind nachrangige Inhaberschuldverschreibungen mit einemZinssatz von 4,00% zugerechnet. Die Bedingungen der Nachrangigkeit dieser Verbindlichkeitenentsprechen § 10 Abs. 5a KWG. Als Ergänzungskapital werden darüberhinaus noch Vorsorgereserven nach § 340f HGB und nicht realisierte Reservennach § 10 Abs. 2b Satz 1 Nr.7 KWG angerechnet.Das modifizierte verfügbare Eigenkapital enthält keine Drittrangmittel.Die Eigenmittelstruktur der Kreissparkasse Saarlouis stellt sich per Meldestichtag31.12.2012 wie folgt dar:Eigenmittelstruktur Mio. €Offene Rücklagen 188,9Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB 15,0Summe der Abzugspositionen nach §10 Abs. 2a Satz 2 KWG 9,0Gesamtbetrag Kernkapital nach §10 Abs. 2a KWG 194,9Gesamtbetrag Ergänzungskapital nach § 10 Abs. 2b KWG nach Abzugder Abzugspositionen gem. §10 Abs. 2b Satz 2 KWG und Drittrangmittelnach §10 Abs. 2c KWGnachrichtlich: Summe der Abzugsposition nach § 10 Abs. 2bSatz 2 KWGnachrichtlich: Summe der Abzugspositionen gemäß § 10Abs. 6 und 6a KWGGesamtbetrag des modifizierten verfügbaren Eigenkapitals nach§10 Abs. 1d Satz 1 KWG und der anrechenbaren Drittrangmittelnach § 10 Abs. 2c KWGTabelle 1285,18,617,2280,08.2 Angemessenheit der EigenmittelFür die Kreissparkasse Saarlouis entfallen als Nichthandelsbuchinstitut die Vorschriftender §§ 298 bis 307 SolvV.Der Unterlegungsbetrag für das Adressenausfallrisiko wird über die Methodik desKreditrisikostandardansatzes ermittelt, der Unterlegungsbetrag für das operationelleRisiko nach dem Basisindikatoransatz.23


S Kreissparkasse SaarlouisZur Sicherung der Risikotragfähigkeit haben wir ein Limitsystem eingerichtet. ImRahmen regelmäßiger Risikotragfähigkeitsanalysen werden die zur Deckung vonVerlusten verwendbaren Risikodeckungsmassen der Sparkasse ermittelt. Sie gebenAufschluss darüber, in welcher Höhe die Sparkasse Risiken im Rahmen der Geschäftspolitikeingehen kann. Die Risikotragfähigkeit ist eingehalten, wenn dieSumme aller Risiken kleiner als das Risikodeckungspotenzial ist.Zur Ermittlung und Überprüfung der Risikotragfähigkeit nutzt die KreissparkasseSaarlouis ein Konzept, das auf das Modell des Kompetenzcenters Gesamtbanksteuerungbeim Deutschen Sparkassen und Giroverband (DSGV) aufsetzt. Dies ermöglichtdie konsistente und strukturierte Zusammenfassung aller für die Sparkasse bedeutsamenAspekte zur Risikotragfähigkeit in einem Rahmenwerk. Gleichzeitig werdendie internen und externen Anforderungen unter Beachtung der betriebswirtschaftlichenAspekte umfassend erfüllt. Die Überprüfung der Risikotragfähigkeit erfolgt sowohlin regulatorischer als auch in periodischer Sichtweise.In regulatorischer Sichtweise erfolgt die Risikolimitierung über die Festlegung einesMindestsolvabilitätskoeffizienten. Dieser Koeffizient ist gleichzeitig als Leitplankeund strenge Nebenbedingung bei der Festlegung des Anteils am Risikodeckungspotenzialin der periodischen Sichtweise zu verstehen.In der periodischen Sichtweise setzt sich das Risikodeckungspotenzial aus den Eigenkapitalkomponentenund geplanten Ergebnisgrößen der Betriebsergebnisrechnungzusammen. Die Festlegung des zur Risikodeckung einzusetzenden Anteils amRisikodeckungspotenzial ist eine geschäftspolitische Entscheidung und stellt einewesentliche Grundlage für die Risikolimitierung dar. Die Risikomessung erfolgtgrundsätzlich als negative Abweichung von den erwarteten bzw. geplanten Wertender Betriebsergebnismessung. Die Risikoaggregation erfolgt additiv ohne Berücksichtigungvon Korrelationen, so dass keine risikoreduzierenden Diversifikationseffekteberücksichtigt werden.Zusätzlich zu den Limitierungen auf Gesamtbankebene und den Risikoarten werdenSchwellenwerte festgelegt, die mit verschiedenen Eskalationsstufen gleichzusetzensind. Bei Überschreiten bestimmter Schwellenwerte erfolgt eine Ad-hoc-Informationdes Vorstandes und bei Bedarf des Verwaltungsrats.Die Risikotragfähigkeitsbetrachtung wird quartalsweise aktualisiert. Daneben führenwir vierteljährlich Stresstests durch. Die Geschäftsleitung wird vierteljährlichüber die Ergebnisse informiert. Die Angemessenheit der eingesetzten Verfahrenund Methoden zur Risikoquantifizierung im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzepteswird jährlich überprüft.24


S Kreissparkasse SaarlouisTabelle 13 zeigt die Eigenkapitalanforderungen aus dem Adressenausfallrisiko desAnlagebuches sowie die Eigenkapitalanforderungen für das operationelle Risiko derKreissparkasse Saarlouis. Dem Handelsbuch waren zum Offenlegungsstichtag keinePositionen zugeordnet. Die Daten beziehen sich auf den Meldestichtag 31.12.2012.Kreditrisiko StandardansatzKapitalanforderungen Mio. €Zentralregierungen 0,0Regionalregierungen und örtliche Gebietskörperschaften 0,0Sonstige öffentliche Stellen 2,3Multilaterale Entwicklungsbanken 0,0Internationale Organisationen 0,0Institute 2,5Gedeckte Schuldverschreibungen KI 1,3Unternehmen 47,1Mengengeschäft 43,4durch Immobilien besicherte Positionen 26,1Investmentanteile 4,4Sonstige Positionen 3,6Überfällige Positionen 7,5Risiken aus BeteiligungswertenBeteiligungswerte im Standardansatz 4,1Marktrisiken des HandelsbuchesStandardansatz 0,0Operationelle RisikenBasisindikatoransatz 14,8Gesamt 157,1Tabelle 13Tabelle 14 zeigt die Kapitalquoten der Kreissparkasse Saarlouis, wie sie sich perMeldestichtag 31.12.2012 ergeben.KapitalquotenGesamtkapitalquotein %Kernkapitalquotein %Kreissparkasse Saarlouis 14,26 9,93Tabelle 1425


S Kreissparkasse Saarlouis9 Offenlegungsanforderungen für Beteiligungen im AnlagebuchDie Kreissparkasse Saarlouis differenziert in ihrer Beteiligungsstrategie zwischenstrategischen Beteiligungen und Kapitalbeteiligungen.Die strategischen Beteiligungen sind dem Oberbegriff „nicht kreditsubstituierendeBeteiligungen“ zuzuordnen. Sie dienen der Förderung des Geschäftsbetriebes durchdas Eingehen einer auf Dauer angelegten Geschäftsverbindung. Sie wurden aufgrundlangfristiger strategischer Überlegungen eingegangen, um den Verbund derSparkassen-Finanzgruppe zu stärken. Die Erzielung von Gewinnen steht somit nichtim Vordergrund.Die Kapitalbeteiligungen sind dem Oberbegriff der „kreditnahen bzw. kreditsubstituierendenBeteiligungen“ zuzuordnen. Sie haben in der Regel das Ziel der Erwirtschaftungeiner hinreichenden Rendite in Relation zum Risiko des eingesetzten Kapitals.Für Beteiligungen, die die Kommunen bei der Aufgabenerfüllung im wirtschaftlichen,sozialen und kulturellen Bereich unterstützen, ist zu berücksichtigen,dass die Kreissparkasse Saarlouis gemäß Sparkassengesetz und Satzung einen öffentlichenAuftrag hat und mit ihrer Aufgabenerfüllung dem Gemeinwohl dient.Über den Erwerb, die Erhöhung und die Veräußerung einer Beteiligung entscheidetder Gesamtvorstand. Als Grundlage der Entscheidung werden insbesondere bei Kapitalbeteiligungenneben der Ertrags- und Risikosicht auch aufsichtsrechtliche Anforderungenin angemessener Weise berücksichtigt.Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt gemäß den Erfordernissen des HGB. DauerhafteWertminderungen auf Beteiligungen werden abgeschrieben. Zuschreibungensind bis zur Höhe der Anschaffungskosten möglich.Gruppen von Beteiligungsinstrumenten Buchwert in Mio. € Zeitwert in Mio. €Strategische Beteiligungen 53,7 53,7Kapitalbeteiligungen 9,3 9,3Gesamt 63,0 63,0Tabelle 15Die Kreissparkasse Saarlouis hält zum Meldestichtag keine börsennotierten Beteiligungen.Latente Neubewertungsreserven werden nicht ermittelt. Gewinne oder Verlusteaus Verkäufen oder Abwicklungen wurden im Berichtszeitraum keine generiert.26


S Kreissparkasse Saarlouis10 Offenlegung des Zinsänderungsrisikos im AnlagebuchFür das Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch werden neben der Methode der ModernenHistorischen Simulation zusätzlich die Barwertänderungen unter den von derBaFin definierten Overnight-Zinsschocks + 200 Basispunkte und -200 Basispunktemonatlich quantifiziert und überwacht.Gemäß den aufsichtsrechtlichen Vorgaben werden bei der Berechnung der Barwertveränderungim Anlagebuch alle zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellenPositionen berücksichtigt. Implizite Optionen werden derzeit auf der Passivseite imBereich Zuwachssparen berücksichtigt.Die Messung des barwertigen Zinsänderungsrisikos im Anlagebuch erfolgt im monatlichenTurnus.Da die Kreissparkasse Saarlouis keine wesentlichen offenen Positionen in Währungenhält, wird keine Gliederung nach verschiedenen Währungen vorgenommen.Zinsänderungsrisikenim AnlagebuchZinsschock+ 200 BasispunkteBarwertänderung in Mio. €Zinsschock- 200 BasispunkteWährung EURO -59,7 42,0Tabelle 1611 FehlanzeigenDie §§ 323, 329, 330, 334, 335 und 337 SolvV finden für die KSK Saarlouis keine Anwendung.27


S Kreissparkasse Saarlouis12 Informationen zum Vergütungssystem nach § 7 InstitutsVergV12.1 Qualitative Angaben gemäß § 7 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 InstitutsVergVAllgemeine Angaben zum VergütungssystemDie Kreissparkasse Saarlouis ist tarifgebunden. Aus diesem Grund finden auf dieArbeitsverhältnisse der Sparkassenbeschäftigten die Bestimmungen der Tarifverträgefür das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken Anwendung. EinGroßteil der Führungspositionen und einige wenige qualifizierte Stellen werdenübertariflich bezahlt. Differenzierungsmerkmale im außertariflichen Bereich sindbeispielsweise die Größe der Führungsspanne und des Verantwortungsbereichs,eine besondere Vertrauensstellung oder bedeutsame Kundschaft. Die Vergütungsstrukturder KSK Saarlouis wird als nicht komplex eingestuft. Das Vergütungssystemist angemessen ausgestaltet.GeschäftsbereicheDie Kreissparkasse Saarlouis gehört zu den kleineren Instituten (d. h. regelmäßigInstitute mit einer Bilanzsumme < 10 Milliarden Euro), die gemäß der Begründungzu § 7 InstitutsVergV auf eine Unterteilung nach Geschäftsbereichen verzichtenkönnen.Ausgestaltung des Vergütungssystems und Zusammensetzung der VergütungBei der Kreissparkasse Saarlouis können alle Beschäftigten neben der Tarifvergütungals variablen Vergütungsbestandteil eine Ergebnisprämie erhalten. Die erfolgsabhängigeErgebnisprämie ist eine freiwillige Leistung der Sparkasse, die nichtan tarifvertragliche Vereinbarungen, an ein Gewohnheitsrecht oder Ähnliches geknüpftist und über die der Vorstand der Sparkasse jedes Jahr neu je nach Ertragslage,der generellen betrieblichen Situation bzw. Zukunftsperspektive entscheidet.Die Berechnung erfolgt auf Basis der jeweiligen Eingruppierung; die Höhe belief sichin 2012 auf 75 % eines Monatsgehalts.Vorwiegend die Beschäftigten im Vertriebsbereich können neben der Tarifvergütungin untergeordnetem Umfang Provisionen aus dem Verbundgeschäft bzw. Teamprämienaus einem ziel- und werteorientierten Vergütungssystem erhalten.Art und Weise der GewährungDie variablen Vergütungsbestandteile werden unterjährig ausbezahlt. Die Ergebnisprämiewurde in 2012 mit dem November-Gehalt ausgezahlt.28


S Kreissparkasse SaarlouisVorstandsvergütungDie Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an den Empfehlungen desSparkassenverbandes Saar und besteht aus einer Festvergütung, der erfolgsabhängigenErgebnisprämie sowie einer variablen Zulage für Vertriebsleistungen zugunstender Verbundunternehmen.Einbindung externer BeraterEine Einbindung externer Berater ist nicht erfolgt.12.2 Quantitative Angaben gemäß § 7 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 InstitutsVergVDer Gesamtbetrag der festen Vergütungen (einschließlich der Festvergütung derVorstandsmitglieder) betrug 29.740 T€ im Kalenderjahr 2012.Der Gesamtbetrag der variablen Vergütungen (einschließlich der Ergebnisprämie füralle Mitarbeiter und der variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder) betrug2.179 T€ im Kalenderjahr 2012.Die Anzahl der Begünstigten der variablen Vergütung betrug im Kalenderjahr 2012751.Saarlouis, 01.07.2013Kreissparkasse SaarlouisDer Vorstand29

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