26. Jahrgang November 2013 Nr. 11 - Donaustauf

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26. Jahrgang November 2013 Nr. 11 - Donaustauf

Die Gemeinde Bernhardswald informiert:Teilnehmer der Special Olympicsin Bernhardswald geehrt- 12 - B16 aktuell November 2013Höher, schneller, weiter – das mag für unsere heutigeZeit zutreffen, doch auch für die Bewohner derAußenwohngruppe (AWG) der Barmherzigen Brüderin Bernhardswald? Erwin Seyller, Fabian Häusler,Florian Piller und Ernst Kammerer sehen dasgelassen. Man sei eben schneller als andere, könnteauch weiter werfen und im Springen hätte man umviele Zentimeter die Nase vorne, meinen die vier,schließlich haben sie Medaillen gewonnen. Bei derOlympiade der Special Olympics in Passau. 1300Athletinnen und Athleten waren beim größten regionalenSportereignis für Menschen mit geistigerBehinderung in diesem Jahr, den Bayerischen SpecialOlympics Sommerspielen vom 15. bis 18. Juli inPassau, aktiv dabei, darunter eben die vier aus demAWG in Bernhardswald. Ernstl Kammerer zählt alsFreund und regelmäßiger Besucher der AWG jaschon fast mit dazu. Mit Silber und Bronze wurdensie dekoriert mit großem Hallo Zuhause im AWGbegrüßt. „Ich finde das richtig toll, was die Burschenda geleistet haben“, sagt Roland Böck, Geschäftsleiterder Barmherzigen Brüder Reichenbach, der sichnicht nur über die Erfolge seiner Schützlinge freute,sondern auch über die vorbildliche Integrationder Menschen mit Behinderung in der Vorwaldgemeinde.Böck hatte zusammen mit dem Außenstellenleiterder AWG, Michael Kiefl, und dem BürgermeisterWerner Fischer zu einem Ehrennachmittageingeladen. „Es kommt nicht so oft vor, dass wirerfolgreiche Olympiateilnehmer bei uns in derGemeinde haben“, lächelte Fischer. Er selber hättenoch nie eine Medaille bekommen, „vielleicht, weilich im Sport nicht der Fleißigste war.“ Nicht so beiErwin, Fabian, Florian und Ernst. Das Training in derIntegrativen Laufgruppe des LLC Regensburg undbeim TSV Bernhardswald wird ernst genommen –mit Spaß und viel Disziplin, Ausdauer und Willen.Der Lohn ist bekannt und dafür gab es nun ein „i-Tüpfelchen“ in Form eines offiziellen Gratulationshändedrucksder Gemeinde und „ein Kissen, fürsAusruhen vom vielen Üben.“ Nach einem „machtweiter so“ vom Bürgermeister und dem Foto für diePresse, wurde geratscht und gefachsimpelt. Wie esdenn so war vor den tausenden Zuschauern, über„Gänsehautfeeling“, was man alles erlebt hat beimWettkampf und den Vorbereitungen dazu. Und dieVier schauten nach vorne, ins nächste Jahr, dennvom 19. bis 24. Mai stehen die nationalen SpecialOlympics in Düsseldorf an. Dabei sein ist Ehrensache,betonen sie. Die Qualifikation hat man mitden Treppchenplätzen von Passau längst. Dochwer glaubt, die vier würden sich auf die faule Hautlegen, sollte ihnen beim Training zuschauen. Spätestensdann wird klar, hierstehen vier künftige Siegerauf den Sprung nach Düsseldorf.Und eines ist sicher: Diemoralische Unterstützungder Barmherzigen BrüderReichenbach und der GemeindeBernhardswald istihnen sicher.Die Olympioniken:Erwin Seyller (Silbermedailleim Ballweitwurf), FabianHäusler (Bronzemedaille100m Lauf), Florian Piller(Bronzemedaille im Weitsprung),Ernst Kammerer(Bronzemedaille 400m Lauf)Special Olympics:Auf dem Programm der bayerischen Special Olympicsin Passau standen die WettbewerbsportartenBadminton (Demo), Basketball, Boccia, Fußball,Judo, Leichtathletik, Radsport, Schwimmen, Tennisund Tischtennis. Teilgenommen haben 1300 Athletinnenund Athleten.Text und Foto: Ralf StrasserNeue Gemeindebüchereiin der Gemeinde BernhardswaldGleich hinter der Tür hat er sich eingerichtet, derkleine Rabe Socke. Mit einem Stapel Bücher, linksund rechts neben seinem Nest, blinzelt er vergnügtvon seinem Baum hinunter und beobachtet dieMenschen, die sich zwischen den funkelnagelneuenRegalen der Gemeindebücherei im Rathaus vonBernhardswald tummeln. Auch wenn ihn vor allemdie Kinder längst in ihr Herz geschlossen haben,Rabe Socke ist neu in der literarischenWelt der GemeindeBernhardswald. Zumindestoptisch, denn nachgezeichnetund -gemalt im XXL-Format und auf Wandgrößegezaubert, hat ihn MarianneEichinger aus Wolfersdorf.Eine ehrenamtliche Arbeit aufUmwegen und ganz spontan.Man habe sie gefragt, ob sieden lustigen Raben überlebensgroßan die Wand malenkönne und einfach mal „ja“gesagt, meint sie bescheiden.Herausgekommen ist einMaskottchen, das sich wievon selbst in das neue Ambienteder Bücherei einpasstund ein „herzliches Willkommen“allen jungen und junggebliebenen „Leseratten“signalisiert. Die Bücherei hatein neues Gesicht bekommen:Hell, freundlich, gemütlich.Mit Ecken zum Zurückziehen,zum Chillen für die Jugend,Bücher schmökern, imInternet blättern oder Kaffeetrinken.Im Zuge der Rathausrenovierungwurde das Reichvon Büchereileiterin MarionRiederer und ihrem Team auf„Hochglanz“ gebracht. Die Decke weiß mit integriertemLicht, der Fußboden aus erdigen Farben, dieSchränke und Thekenmöbel in einladendem Holzdekor,die Fenster weit und offen, die Regale neuund funktional auf Rollen. Bunte und weiche Hockerladen zum Verweilen ein und in der Ecke duftet derKaffee im Büchereicafé. Fast 70.000 Euro hat es sichdie Gemeinde kosten lassen, und das Ergebnis desFaceliftings zaubert auch Bürgermeister Werner Fischerein Lächeln ins Gesicht. „Wir haben es bei derEröffnung gesehen, wie gut die neue Bücherei beider Bürgerschaft ankommt. Und wenn diese zufriedenist, dann bin ich es auch.“ In der Tat: durch dieneue Aufteilung erscheint der Raum größer undvermittelt neben einer Lesekompetenz auch einheimeliges Ambiente. Dazu ist man äußerst flexibel.„Die Regale lassen sich schnell umstellen, damit wirPlatz bekommen für Buchaktionen, Leseabendeoder Veranstaltungen“, erklärt Riederer. Über 10 000Medien haben in den Regalen Platz, vom Beststellerüber den Ratgeber, Genre- und Hörbücher bis hinzu CD´s, DVD´s oder Spiele. Neu sind die gut bestückenZeitschriftenfächer. Auch an Bilderbuchkinoist gedacht, eine spezielle Leinwand ist im neuenBüchereicafé untergebracht. Dass die Technik mitumfassenden EDV-Möglichkeiten und Beamereinsatzauf der Höhe der Zeit ist, mag man heutzutagefast schon als Selbstverständlichkeit ansehen. Auchan Menschen mit Behinderung wurde gedacht, dieRäume wurden barrierefrei gestaltet. Der Renovierungserfolglässt sich durchaus auch an Zahlen festhalten.„Wir haben seit der Eröffnung viel Zuspruchin Form von neuen Mitgliedschaften bekommen“,sagt Marion Riederer. Im Frühjahr, wenn die Sanierungsarbeitenim Rathaus zur Gänze abgeschlossensind, wird es einen großen Tag der offenen Türgeben, kündigt die junge Büchereileiterin an. Dannwerden Marion Riederer, Bea Kirchgäßner und AntoniaGottmeier auch das neue Büchereilogo präsentierenkönnen, das derzeit entwickelt wird.(Text und Fotos Ralf Strasser)

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