Hilfe Direkt - World Vision

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Zukunft für Kinder !Magazin für Förderer vonWorld Vision Deutschland e.V.Hilfe DirektSEPTEMBER 2013Syrien-KonfliktHilfe für Flüchtlinge (Seite 4)BrasilienFußballstar Cacau unterstützt Projekt fürKinder (Seite 10)Ihr Patenkind hat Geburtstag?Informationen zumGeburtstagsservice (Seite 20)Ehrenamtliches EngagementWenn Schüler helfen (Seite 26)Mit Neuigkeiten zum1


im August hatte ich die Gelegenheit, die Lager syrischer Flüchtlingeim Libanon zu besuchen. Es ist ungewiss, wie sich die Situation inSyrien weiter entwickelt, aber eines ist jetzt schon klar: Die größtenVerlierer des syrischen Bürgerkriegs sind die Kinder.Drei Millionen Kinder sind innerhalb des Landes auf der Flucht, mehrals eine Million sind mit ihren Familien in Nachbarländer geflohen –vor allem in den Libanon und nach Jordanien. Bei meinem Besuch imLibanon habe ich erlebt, welche riesigen Herausforderungen dadurchfür das Gesundheitssystem, die Schulbildung oder die Energie- undWasserversorgung entstehen.Unter den schwierigen Lebensbedingungen der Flüchtlinge leiden vorallem die Kinder. So wirkt sich bei ihnen die mangelhafte ErnährungsundHygienesituation besonders gravierend aus. Bei Mädchen undJungen im Schulalter kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Nicht einmaldie Hälfte der Grundschüler kann den Schulunterricht besuchen. DieGefahr ist groß, dass auf die humanitäre Krise eine Bildungskrise folgt,die die Lebenschancen der syrischen Kinder nachhaltig beeinträchtigt.Lesen Sie ab Seite 4, wie World Vision die Kinder und ihre Familienvor Ort unterstützt. Um diese Hilfsmaßnahmen zu erweitern,sind jedoch weitere Spenden nötig. Bitte beachten Sie in diesemZusammenhang auch den Spendenaufruf auf der Rückseite dieserAusgabe von Hilfe Direkt. Lassen Sie uns gemeinsam die notwendigenSchritte tun, damit aus den syrischen Flüchtlingskindern keineverlorene Generation wird. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!Mit herzlichen Grüßen aus Friedrichsdorf,Christoph WaffenschmidtVorstandsvorsitzender World Vision Deutschland2


SomaliaZwei Jahre nach dem Ausbruch derHungersnot setzt World Vision dieHilfsmaßnahmen fort. Dank derUnterstützung haben die Menschenwieder eine Perspektive (Seite 8).Inhalt4 syrien-KonfliktHilfe für Flüchtlinge6 aktuelles8 somalia... von der Krise zur Chance10 brasilienFußballer Cacau hilft Kindern aus seiner Heimat12 patenbesuchsberichtAuf dem Motorrad zum Patenkind nach Vietnam14 paten gesuchtIn Armenien, Honduras und im Tschad16 starthelferInterview Schwangerschaft und GeburtMotorrad-BesuchLothar Baltrusch hat sein PatenkindHuyen in Vietnam mit dem Motorradbesucht und erzählt nach seinerRückkehr im Interview von der eindrücklichenBegegnung (Seite 12).18 starthelferHändewaschen, Essen kommen, weiterbilden!19 lichterkinderFür Sierra Leone20 GeburtstagsserviceHerzlichen Glückwunsch, liebes Patenkind!22 kinderseiteTansaniaStarthelferDamit Kinder auch in Entwicklungsländerngesund aufwachsen, müssenFrauen während der Schwangerschaftbesonders auf ihre Gesundheitachten. Wie World Vision siedabei unterstützt, lesen Sie im Interviewab Seite 16.24 infos für patenPost für Ihr Patenkind – auch per E-Mail25 Gesunde Kinder Weltweit„Gebt uns die Hand“ im Hessischen Landtag26 ehrenamtliches engagementSchüler helfenBericht: „Warum ich mich engagiere“28 spender gesuchtHilfe für syrische FlüchtlingeIMPRESSUM | Hilfe Direkt 2 / 2013Herausgeber: World Vision Deutschland e.V.,Am Zollstock 2-4, 61381 FriedrichsdorfAuflage: 140.000Verantwortlich: Wolfgang EisertRedaktion: Dirk Jacobs, Susanne Rentschler, Stefanie Huisgen, Daniela Herweg,Isabell Lepadusch, Viktoria Schmitt, Judith HaaseSatz und Gestaltung: Yun-mi Jo, Isabelle Gornet-Becker, Susanne Rentschler,Stefanie Huisgen, Dirk JacobsDruck: Druckhaus Main-Echo GmbH & Co. KGgedruckt auf 100%igem RecyclingpapierVereinsregister und Freistellungsbescheid: Vereinsregister Amtsge richtBad Homburg, Nr. 1207. Gemäß der Anlage zum Körperschaftsteuerbescheidfür 2010 des Finanzamtes Bad Homburg v.d.H., Steuernummer 03 250 99188,vom 4.1.2012, sind wir als Kör perschaft anerkannt, die ausschließlich und unmittelbarsteuerbe günstigten mildtätigen Zwecken im Sinne der §§ 51 ff. AO dient.Spendenkonto: Evangelische Kreditgenossenschaft, Konto 8800,BLZ 520 604 10Für Überweisungen aus dem Ausland nutzen Sie bitte folgende Bankverbindung:IBAN DE88 5206 0410 0000 0088 00 (BIC: GENODEF1EK1)3


Syrien-Konflikt:Hilfe für FlüchtlingeVor genau einem Jahr startete World Vision in der „Hilfe Direkt“ einen Spendenaufruf, um syrischenFlüchtlingen zu helfen. Mit der großzügigen Unterstützung von Paten und Spendern sowieGeldern vom Auswärtigen Amt konnte ein umfangreiches Hilfsprogramm gestartet werden. Dochdie Verschärfung des Konfliktes in Syrien hat dazu geführt, dass immer mehr Menschen fliehen undauf Hilfe angewiesen sind.Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über den Konfliktin Syrien in den Nachrichten berichtet wird. Inzwischensind sechs Millionen Menschen auf der Flucht, entwederim Land selbst oder in den Nachbarstaaten. Alleinim Libanon leben derzeit fast 700.000 Flüchtlinge aus Syrien.Angesichts der Entwicklung der Krise gibt es Befürchtungen,dass diese Zahl noch rasant anwachsen könnte.Der Libanon – das Land hat rund 4,8 Millionen Einwohner– ist mit der Situation schon jetzt völlig überfordert, zumalimmer noch viele palästinensische Flüchtlinge im Landleben. Dementsprechend schwierig ist die Lage der Fami-lien, die in ihrem Heimatland alles zurücklassen mussten.Viele Menschen leben in selbstgebauten Notunterkünftenohne sanitäre Einrichtungen. Nach einer oft traumatischenFlucht führen die Kinder in den Notlagern alles andere alsein kindgerechtes Leben.Die Hilfe von World Vision konzentriert sich derzeit aufden Libanon und Jordanien. Die Spenden aus dem Aufrufin der Hilfe Direkt vom September 2012 wurden zusammenmit Geldern des Auswärtigen Amtes verwendet, umFlüchtlingen im libanesischen Bekaa-Tal zu helfen. Dabeiwurden vor allem neu angekommene Familien unterstützt,4


die nicht sofort Zugang zu internationalen Hilfsleistungenbekommen. 5.353 Familien erhielten wichtige Hilfsgüterund Hygieneartikel. Da es im Libanon im Winter sehr kaltwerden kann, wurden auch Decken, Matratzen, Öfen undGutscheine für Benzin verteilt, damit sich die Flüchtlingebesser gegen die Kälte schützen können. Da die fehlendenSanitäranlagen die Ausbreitung von Krankheiten begünstigen,hat World Vision auch über 200 mobile Latrinen zurVerfügung gestellt.Ein besonderer Fokus liegt auf der Hilfe für Kinder. Sowurden mehrere Kinderzentren eingerichtet, in denenMädchen und Jungen in geschützter Umgebung spielen,malen und ihre oft traumatischen Erlebnisse verarbeitenkönnen. Derzeit werden rund 480 Kinder in den Zentrenbetreut. Die Spenden haben auch die Anschaffung vondrei Containern ermöglicht, die als Klassenräume dienen.120 syrische Kinder erhalten hier „Aufholunterricht“ undwerden auf die Einschulung in eine libanesische Schulezum neuen Schuljahr vorbereitet.Wir danken allen Spendern, die diese Hilfe mit ihrenSpenden ermöglicht haben. Um der zunehmenden Zahlvon Flüchtlingen weiter zu helfen, sind wir dringend aufweitere Unterstützung angewiesen. Nähere Informationendazu finden Sie auf der Rückseite dieser Ausgabe vonHilfe Direkt.Vielen Dank!Viktoria SchmittInterviewZur Flüchtlingshilfe im Libanon sprach Hilfe Direkt mitViktoria Schmitt, die seit April 2013 vom World Vision-Büro in Friedrichsdorf aus Hilfsmaßnahmen für Flüchtlingeaus Syrien koordiniert.Hilfe Direkt: Frau Schmitt, Sie waren vor Kurzemim Libanon. Wie ist die Situation vor Ort?Viktoria Schmitt: Viele Flüchtlinge lassen sich imBekaa-Tal nieder, direkt hinter der Grenze. Dort siehtman eine Zeltstadt nach der anderen. Oft haben dieFlüchtlingsfamilien keine Toiletten, und die Kinderspielen draußen umgeben von Abfall. Das ist gefährlich,da sich dadurch leicht Krankheiten ausbreiten können,insbesondere im Sommer. Ein Arztbesuch ist aber für diemeisten Familien zu teuer, und so sieht man immer wiederKinder, die krank sind. Viele Kinder gehen auch nicht zurSchule. So kommen sie aus den Zeltstädten gar nichtmehr heraus. Ihre Eltern haben Angst um sie. Auch dasVerhältnis zu den libanesischen Anwohnern wird immerangespannter.Welche Hilfe benötigen die Flüchtlinge amdringendsten?Zunächst einmal natürlich das, was man zum Überlebenbraucht. Das heißt Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf,Zugang zu einer Toilette und Wasser. Bereits jetzt solltenauch schon Vorbereitungen für den Winter getroffenwerden, damit sich die Menschen rechtzeitig gegenKälte und Feuchtigkeit schützen können. Dann natürlichmedizinische und psychologische Hilfe. Viele Flüchtlingesind traumatisiert, haben Gewalt und Vertreibung erlebt,zum Teil mehrfach. Die Kinder sollten zur Schule gehen.Dort können sie nicht nur weiter lernen, der Austauschmit Freunden und ein geregelter Alltag helfen auch dabei,das Erlebte zu verarbeiten. Wichtig ist auch, dass wir beider Hilfe die Dörfer und Gemeinden einbeziehen.Ist eine Lösung für die Flüchtlingsproblematik inSicht?Derzeit weiß niemand, wie sich die Syrienkrise weiterentwickeln wird. Die Situation vor Ort ist sehr komplex,dazu kommen noch die Interessen anderer Staaten. Essieht aber nicht so aus, als könnten die Menschen bald inihre Heimat zurückkehren. Die Vereinten Nationen gehendavon aus, dass die Zahl der im Libanon registriertenFlüchtlinge in den kommenden Monaten auf über eineMillion steigen wird. Das entspricht fast einem Viertel derBevölkerung, und der Libanon ist damit völlig überfordert.Daher sind die Menschen weiter dringend auf Hilfeangewiesen.5


AktuellesAusstellung „ich krieg dich – Kinder in bewaffnetenKonflikten“ auf dem KirchentagMit der Ausstellung "ich krieg dich – Kinder in bewaffnetenKonflikten" hat World Vision im Mai 2013 die Besucher des34. Evangelischen Kirchentages in Hamburg über die Situationvon Kindern in weltweiten Krisenregionen informiert. DerVorstandsvorsitzende von World Vision Deutschland, ChristophWaffenschmidt, diskutierte mit James Odong (UN-Friedensberater),Andrew Feinstein (Buchautor u. a. zum ThemaWaffenhandel) und Dr. Harald Terpe (Die Grünen, MdB) überMöglichkeiten zur Friedensförderung und Konfliktbearbeitung.Weltweit gibt es derzeit etwa 250.000 Kindersoldaten.Odong stammt aus Uganda, wurde in seiner Jugend selbst vonAufständischen entführt und ist Zeuge von Kriegsverbrechen.Heute setzt er sich ebenso wie World Vision für den Schutzvon Kindern vor Gewalt und Krieg ein. Weitere Informationenauf worldvision.de/konfliktbearbeitungSEPA-UmstellungMit der Einführung von „SEPA“ wird europaweit derZahlungsverkehr vereinheitlicht. World Vision Deutschlandstellt am 1.11. 2013 auf das neue Verfahren um.Dabei werden etwa bei Lastschriften Kontonummerund Bankleitzahl durch IBAN und BIC ersetzt. Daueraufträgewerden in der Regel automatisch von denBanken umgestellt. Patinnen und Paten, die per Einzel-Überweisung spenden, müssen die Bankverbindung vonWorld Vision anpassen. Weitere Informationen dazugibt es auf worldvision.de/sepa.Jahresbericht 2012Der Jahresbericht 2012 bietet einen detaillierten Einblickin die Arbeit von World Vision Deutschland. Patinnenund Paten finden den Jahresbericht im Internetunter worldvision.de/jahresbericht. Über die kostenloseServicenummer 08 00 - 0 10 20 22 kann der Berichtauch als gedruckte Broschüre angefordert werden.66


World Vision Hilfsprojekt 1:Hilfsprojekt 2: Schule in Tanzania, Arusha/Tengerufür ca. 70 Kinder mit HandicapBei seinem Einsatz konnte Herr Sandner sichdavon überzeugen das die Hilfsprojekte vor Ortsehr wichtig sind und das man mit einer gemeinsamenAktion noch mehr erreichen kann.Unternehmen helfenOptik Heinemann: Hilfe mit SonnenbrillenRalf Sandner ist Pate eines 7-jährigen Jungen und konnte sichbei einem Besuch in Tansania selbst von der Projektarbeitüberzeugen. Als Geschäftsführer der Heinemann Optik &Akustik entschied er, dass zukünftig von jeder verkauftenSonnenbrille10 Euro für die Arbeit von World Vision gespendetwerden.Helfen Sie mit uns Kindern in Aika!Mit jedem Sonnenbrillenkauf unterstützen Sie zwei Kinderhilfsprojekte.helfen10,- EURsparenhelfen und sparen!Mit Ihrem Sonnenbrilleneinkauf ab 120,- EURspenden Sie 10,- EUR für Afrika und wirschenken Ihnen als Dankeschön 10,- EUR.Ralf Sandner (GF der Heinemann Optik & Akustik)half im November 2012 mit einem freiwilligenSozialdienst in der Schule Tengeru in Arusha undbesuchte die World Vision Station in Tansania.Aufbau einer Schule in Burundi für ca 400 Kinder Zukunft für Kinder !Wetzlar 06441-45064 | Braunfels 06442-6465 | Weilburg 06471-7157Jana Shoes: „Charity-Schuhe“„Das Wohlergehen von Kindern und jungen Mütternliegt uns besonders am Herzen“, so Michael Romberg,Geschäftsführer des Detmolder Schuhherstellers JanaShoes. Darum spendet der Produzent der Marke Jana®für jeden verkauften „Charity-Schuh“ einen Euro an dasStarthelfer-Programm von World Vision. Die Spendenkommen der Gesundheitsversorgung und Ernährungvon Kindern, Schwangeren und jungen Müttern zugute.„Best for Finance“:10.000 Eurofür KleinkinderDie Veranstalter der diesjährigen Seminar-Reihe „Best forFinance“ engagieren sich ebenfalls für eine gesunde Ernährungvon Kleinkindern und Babys. Die Anmeldegebührender Teilnehmer – insgesamt 10.000 Euro – spendeten sie andie „Starthelfer“-Projekte von World Vision.Wir danken allen Unternehmen für die wichtige Unterstützung undgute Zusammenarbeit! Wenn auch Sie sich mit Ihrem Unternehmenengagieren möchten, helfen wir Ihnen gerne – von der Konzeptionbis zur Umsetzung. Ihr Ansprechpartner für Unternehmenskooperationenist:Sascha MeyerTel. 06172 763-2819E-Mail: sascha_meyer@wvi.orgworldvision.de/unternehmen7


Die kleine Zamzam kann wieder lachen:Dank der Hilfe mit spezieller Energiepastehat sich der Gesundheitszustand desgeschwächten Mädchens in kurzer Zeitdeutlich verbessert.Somalia: von der Krise zur ChanceSomalia ist ein Krisenstaat. 2011 verschlechterten sich die ohnehin schwierigen Lebensbedingungender Menschen noch einmal gravierend. Dürren und Ernteausfälle hatten in der gesamten Region zueiner Hungersnot geführt, die Hunderttausende das Leben kostete. Mit den Spenden von Patinnenund Paten konnte World Vision seitdem ein umfangreiches Hilfsprogramm durchführen. WelchePerspektiven haben die Menschen heute? Ein ermutigendes Beispiel aus dem somalischen Puntland.Das Bild der kleinen Zam Zam bewegte die Herzenvieler Spender und World Vision-Mitarbeiter. DasMädchen wäre vor zwei Jahren fast an Unterernährung gestorben.Für sie kam die Hilfe gerade noch rechtzeitig – inForm einer hochkalorischen therapeutischen Erdnusspaste.Heute betrachtet ihre Mutter Layla die Fotos vondamals mit großer Erleichterung: „Ich bin sehr glücklich.Ich wusste nicht, ob Zam Zam überleben wird. Tage- undnächtelang dachte ich, sie stirbt. Gott sei Dank hat sie sicherholt und es geht ihr heute wieder gut.“Hilfe, die weitergehtWorld Vision hat die Menschen auch nach dem Höhepunktder Krise nicht alleingelassen. Noch immer sind8


viele Kinder unterernährt, und World Vision betreibt zusammenmit der lokalen Regierung in Puntland mehrereGesundheitsstationen. In den Stationen werden die Kinderuntersucht, und die Mütter erhalten Schulungen zurErnährung und Hygiene. Das ist besonders wichtig, dennunterernährte Kinder haben ein geschwächtes Immunsystem.Wenn dann durch verunreinigtes Wasser Durchfallentsteht, kann das in kurzer Zeit tödliche Folgen haben.Um den Ernährungszustand der Kinder zu verbessern,setzt World Vision ebenfalls eine spezielle Energiepasteein. Dank der Schulungen können die Mütter die weiterenMaßnahmen von zuhause aus durchführen. RegelmäßigeFolgeuntersuchungen stellen sicher, dass die Therapiewirkt.Von der Krise zur ChanceSchon vor der Hungersnot von 2011 lebten die meistenMenschen in Somalia in bitterer Armut. Daher konnte esbei der Katastrophenhilfe in den besonders stark betroffenenRegionen nicht darum gehen, lediglich den schlechtenAusgangszustand wiederherzustellen. World Vision fördertmit einer speziellen Methode zur Wiederbegrünungkarger Flächen den Agrarbereich, um die Ernteerträge zusteigern. Außerdem erhalten die Menschen Schulungen,um mit kleinen Geschäften ein eigenes Einkommen zuerwirtschaften. Eine Herausforderung dabei ist, dass vieleMenschen monate- und jahrelang vor Krieg und Hungerin andere Landesteile geflohen sind, dort aber oft nichtbleiben dürfen. World Vision setzt sich für die Rechte dieserMenschen ein und konnte nun in der Stadt Garoweerreichen, dass die Behörden den Binnenflüchtlingen permanenteLandrechte einräumen.Hoffnung aus SteinDas Landrecht bedeutet für die Flüchtlinge, dass sie sichendlich niederlassen und ihre Wohnsituation verbessernkönnen. Viele von ihnen lebten vorher unter Zeltplanen inFlüchtlingslagern oder in selbstgezimmerten Buschhütten,die kaum Schutz bieten. Nun konnten 600 Familien in festeHäuser aus Stein umsiedeln, darunter auch Zamzam undihre Familie. „Die Häuser sehen vielleicht klein aus. Fürdie Bewohner ermöglicht es eine neue Welt. Nach Vertreibungund Flucht haben sie nun etwas, das ihr Eigentumist. Jeden Tag wachen sie darin auf und gestalten nun ihrneues Leben. Diese Stabilität gibt ihnen Hoffnung auf einenechten Neuanfang“, berichtet World Vision-Mitarbeiter JeremiahKibanya begeistert. Derzeit entstehen in der Siedlungneue Klassenräume. Dass Zam Zam in einigen Jahrenzur Schule gehen kann, haben Spender von World Visionermöglicht.Vielen Dank!Unter worldvision.de/zamzam findenSie weitere Informationen und auch einVideo zur Geschichte von Zam Zam undihrer Familie.99


Brasilien: FuSSballer Cacau hilftKindern aus seiner HeimatIn Brasilien begeistert der Fußball die gesamte Nation. Viele Kinder und Jugendliche identifizierensich mit dem Sport und wünschen sich ein Leben mit Perspektive – so wie das ihrer Idole auf demRasen. Denkbar ausgelassen war die Stimmung der Kinder in Mogi das Cruzes, einem kleinen Ortöstlich von São Paulo, als der Profifußballer Cacau sie zum Passspiel auf dem holprigen Fußballplatzaufforderte. Zur Eröffnung des Projekts „Sports for Life“, wofür der 32-Jährige mit World Visioneigens die „Cacau Kinderstiftung“ ins Leben gerufen hat (siehe Infokasten), war Cacau im Mai 2013in seine Heimatstadt gereist. Er möchte den Menschen dort Wege aus dem sozialen Abseits zeigen.In Mogi das Cruzes lebt die Bevölkerung sehr abgelegenin armen Verhältnissen und einfachen, reparaturbedürftigenHäusern. Die meisten Erwachsenen und Jugendlichenhaben keine Arbeit und damit keine Perspektive fürdie Zukunft. Freizeitangebote für Kinder und Jugendlichegibt es nicht. Der triste Alltag und die daraus entstehendeFrustration sind dagegen ein gefährlicher Nährboden fürGewalt, Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Um den Mädchenund Jungen im Projektgebiet echte Zukunftschancenzu ermöglichen, fördert World Vision die sozialen Kompetenzender jungen Generation. Dabei dient der Sport alswichtiger Türöffner.Mit Sport soziale Fähigkeiten stärkenWorld Vision möchte mit dem Projekt „Sports for Life“gezielt die 11- bis 17-Jährigen in Mogi das Cruzes unterstützen.Mädchen und Jungen sollen bei verschiedenenSportarten soziale Kompetenzen erwerben, die sie ebensoaußerhalb des Sportplatzes anwenden. Vor allem durchden Mannschaftssport können die Kinder und JugendlichenFähigkeiten wie Teamgeist, Disziplin oder Zielstrebigkeitausbilden. Auch das Vertrauen in die eigene Stärkeund somit das Selbstbewusstsein der Heranwachsendenwird durch den Sport gefördert. Darüber hinaus stärkenTeamsportarten wie Basketball, Fußball oder Volleyball dieZugehörigkeit zu einer Gemeinschaft und den Zusammenhaltals Gruppe. Denn um ein gemeinsames Ziel zuerreichen – egal ob im Sport oder in anderen Lebensbereichen– ist man auf seine Mitmenschen angewiesen.Sport hilft der EntwicklungSport kann eine wichtige Rolle in der Entwicklungszusammenarbeitspielen, da er die Mädchen und Jungen nicht nurin ihrer sozialen Entwicklung unterstützt, sondern auchzur Gewaltprävention und Konfliktbewältigung beiträgt.Um die Ziele zu erreichen, arbeitet World Vision eng mitder örtlichen Schule zusammen und nutzt die Klassenräumefür Informationsveranstaltungen, Fortbildungen und di-10


verse Gruppenaktivitäten. Durch das erweiterte Sportangebotkönnen die Kinder und Jugendlichen auch negativeErfahrungen verarbeiten und bekommen durch die Arbeitvon World Vision neue Perspektiven aufgezeigt.Cacau zeigt Kindern Wege aus dem sozialen AbseitsMit dem Besuch in seiner Heimatstadt hat Cacau dieKinder und ihre Familien neu motiviert. „Die Mädchenund Jungen waren sehr aufgeregt und konnten es kaumerwarten, Cacau zu begrüßen“, berichtet der brasilianischeProjektleiter Raniere Pontes. „Es ist ein unglaublicherAnsporn für die Kinder, dass solch ein bekannterFußballer wie Cacau tatsächlich zu ihnen kommt und helfenwill.“ Der deutsche Fußballspieler hat brasilianischeWurzeln, denn er stammt aus Mogi das Cruzes und hatin seiner Jugend selbst Hilfe bekommen. Daher kann der32-Jährige heute aus eigener Erfahrung bestätigen, dassMädchen und Jungen auch in anderen Lebensbereichenvon den Eigenschaften der Sportwelt profitieren – vorallem in der Schule und im Berufsleben. „Ich bin selbst insehr armen Verhältnissen in Mogi das Cruzes aufgewachsen.Deswegen ist es für mich auch selbstverständlichund ein besonderes Anliegen, den Kindern aus meinerHeimatstadt zu helfen“, erklärt Cacau, der langjährigerWorld Vision-Pate ist.Kinder und Jugendliche machen auf sichaufmerksamEin neuer Fußballplatz soll in unmittelbarer Nähe zur Schuleentstehen und ist damit den Kindern und Jugendlichenvorbehalten. In Kombination mit der Gründung einer Fußballschulemöchte World Vision die junge Generation insbesonderefür den Ballsport begeistern, der im ganzen Landgroße Aufmerksamkeit bekommt. Im Rahmen des „VisionCup“, der zur gleichen Zeit wie die Fußball-WM der Profisausgetragen wird und 2014 im nordöstlichen Recife stattfindet,wollen die Mädchen und Jungen verstärkt auf diesoziale Ungleichheit in Brasilien aufmerksam machen.Gemeinsam in das Projekt Zukunft startenZunächst jedoch haben die Kinder und ihre Familien ihreganze Aufmerksamkeit dem Besucher aus Deutschland geschenkt.Zur Begrüßung hatten sich die Einwohner in derSchule versammelt, wo Cacau ihnen das Sportprojekt vorstellte.Danach musste der Stürmer des VfB Stuttgart seinKönnen auf dem örtlichen Bolzplatz unter Beweis stellen.Während sich die Mädchen und Jungen über professionelleVerstärkung auf dem Feld freuten, schauten die Eltern zuund feuerten ihre Sprösslinge an – ein seltenes Bild in dersonst eher tristen Gegend.Auch Erwachsene können noch lernenMithilfe verschiedener Aktivitäten möchte World Visionauch die Erwachsenen in das Projekt einbeziehen und dieSolidarität untereinander stärken. Denn ein guter nachbarschaftlicherZusammenhalt unter den Eltern ist zugleichein hervorragendes Vorbild für die Gemeinschaft der Kinderund Jugendlichen. Im Rahmen einer ersten Informationsveranstaltungmit Theorie und Praxis haben sich Elternund Kinder besser kennengelernt und nehmen gemeinsamdas Projekt Zukunft in Angriff. „Schon jetzt kann ich spüren,wie sich ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt. Ich binmir sicher, dass sich das Leben der Menschen in Mogi dasCruzes durch dieses Projekt maßgeblich verändern wird“,freut sich Projektleiter Pontes. Mit seinem Engagement hatCacau dazu einen maßgeblichen Beitrag geleistet.Zukunft für Kinder stiftenDie Cacau Kinderstiftung wurde von Cacau imMärz 2013 als unselbständige Treuhandstiftung unterdem Dach der World Vision Stiftung gegründet.Sie setzt sich insbesondere für die Förderungvon Kindern und Jugendlichen in Brasilien in denBereichen Gesundheit und Bildung ein. Das gestifteteVermögen bleibt dabei dauerhaft erhalten, währenddie jährlichen Erträge dem Projekt „Sports forLife“ zugute kommen. Wenn auch Sie das Projekt derCacau Kinderstiftung mit einer Spende unterstützenwollen oder Fragen rund um das Thema Stiftenhaben, setzen Sie sich bitte mit Georg Kesslerunter Tel. 06172-763 125 oder per E-Mail(georg_kessler@wvi.org) in Verbindung.11


Vietnam: Für die Veröffentlichung der Bilder mit seinem Patenkind erhielt Lothar Baltrusch eine besondere Genehmigung der Regierung.Auf dem Motorradzum Patenkind nach VietnamSchon lange wollte World Vision-Pate Lothar Baltrusch sein Patenkind Huyen besuchen. Doch statt einenFlug zu buchen, setzte sich der Radiomoderator aus Schwerte auf sein Motorrad. Auf seiner abenteuerlichenReise durch acht Länder wurde der 51-Jährige von einem guten Freund, Andreas Hülsmann, begleitet.Zwei Monate und knapp 16.000 Kilometer später hat Lothar Baltrusch sein Ziel erreicht und lernte Huyenpersönlich kennen. Im Gespräch mit World Vision berichtet Lothar Baltrusch von seiner Begegnung mitdem 13-jährigen Mädchen und wie sein Engagement andere Menschen zum Helfen motiviert.Hilfe Direkt: Herr Baltrusch, wie sind Sie auf dieIdee gekommen, Ihr Patenkind Huyen mit demMotorrad zu besuchen?Lothar Baltrusch: Der Gedanke, mit dem Motorradnach Vietnam zu fahren, kam mir vor etwa zwei Jahren. Ichschaute mir eine DVD mit zwei Typen an, die mit demBike von London nach New York fuhren – und zwar querdurch Asien. Da mir das Motorradfahren schon immer imBlut lag, wollte ich eine ähnliche Route selbst ausprobieren.Vor allem habe ich mir von der Aktion erhofft, möglichstviel Aufmerksamkeit für bedürftige Kinder und dieArbeit von World Vision zu bekommen. Das hat supergeklappt – Tausende Menschen rund um die Welt habentäglich meine Berichte im Internet gelesen und über 25Kinder haben jetzt einen Paten. Sie ermöglichen den Kindernnun eine bessere Zukunft – einen schöneren „Lohn“für meine Strapazen kann es nicht geben.Nach zwei Monaten endlich am Ziel: War die ersteBegegnung mit Huyen so, wie Sie es sich vorgestellthaben?Unterwegs hatte ich mir das Treffen mit Huyen schonausgemalt, aber wie so oft kam es ganz anders: Huyen gingzuerst auf Andreas zu, der noch den Helm trug. Als er ihnabnahm, schaute Huyen ihn ungläubig an. Ihr Blick verrietförmlich ihre Gedanken: „Nein, nein, das ist nicht Lothar.“Dann entdeckte sie mich und überreichte mir zaghaft einenBlumenstrauß. Wir tauschten Geschenke, aßen gemeinsammit der Familie und lächelten uns an.12


Wie haben Sie die Zeit mit Huyen und ihrer Familieverbracht?Es war eine sehr intensive Zeit. Anfangs war Huyen sehrzurückhaltend, ist aber immer mehr aufgetaut. Sie möchtegerne Ärztin werden, um ihren Landsleuten die Hilfe weiterzugeben,die sie selbst bekommt. Als wir Huyens Schulebesuchten, konnte ich sehen, was mit dem Geld passiert,das wir World Vision spenden. Huyen und ihre Mitschülerhaben jetzt einen neuen Schulhof und zehn neue Computer– der Raum wurde sogar nach mir benannt! Außerdemhaben wir einen Kindergarten und eine Einrichtung fürblinde Kinder angeschaut.In Deutschland haben viele Menschen meine Aktion unterstützt,indem sie Kilometer kauften – pro Kilometerwollte ich einen Euro einnehmen. Am Ende meiner Reiseüberreichte ich den World Vision-Mitarbeitern sogar einenScheck über mehr als 20.000 Euro. Das gesamte Geldfließt in das Projekt Trieu Phong und hilft Huyen und denMenschen in ihrer Umgebung. Vielen Dank an alleUnterstützer!Nach solch eindrucksvollen Tagen mit dem Patenkindist der Abschied sicherlich schwer gefallen.Ja, die letzten Momente mit Huyen waren wirklich bewegend.Sie hat mir zum Abschied ihre Halskette geschenkt.Wir mussten beide weinen und konnten uns kaum in dieAugen sehen. In diesem Augenblick brauchten wir keineWorte, um uns zu verstehen. Huyens Mutter nahm michin den Arm und bedankte sich für die Hilfe für ihre Tochterund die Kinder in Vietnam. Dann umarmte ich auchHuyen ein letztes Mal. Diese Reise werde ich nie vergessen,denn sie hat mir gezeigt, dass schon eine einzige Patenschaftdas Leben eines Kindes maßgeblich verändert!Lieber Herr Baltrusch, wir bedanken uns ganzherzlich für das Gespräch und Ihre Unterstützung.Für die Kinder war das ein aufregender Tag, oder?Absolut, die Kleinen im Kindergarten haben schon auf unsgewartet und sprangen auf dem Hof herum. Als wir ankamen,mussten wir sofort mitmachen. Danach haben wirdrinnen gespielt und gemalt. Außerdem haben wir uns dieneuen sanitären Anlagen angeschaut, die mithilfe vonSpendengeldern gebaut wurden. Was mich besondersfreut, ist der Zugang zu sauberem Wasser, den die52 Kindergartenkinder und 260 Schulkinder jetzt haben.Von einer Patenschaft profitieren eben auch die anderenKinder und Familien in der Umgebung.Sie haben sogar gemeinsam eine Runde auf demMotorrad gedreht?Ja, in Begleitung des World Vision-Mitarbeiters Le ThiemXuan, der immer für uns übersetzte, und eines Fotografenhaben wir eine kurze Spritztour auf dem Motorrad gemacht.Dabei hatte Huyen viel Spaß.„Mein Weg zu Huyen hat dazugeführt, dass 25 Kinder jetzt aucheinen Paten haben. Vielen Dank analle, die meine Aktion und die Kinderin Vietnam unterstützt haben!“Mit Ihrer Benefiztour haben Sie in Vietnam vielAufmerksamkeit erregt. Wie war das öffentlicheInteresse in Deutschland?Unser „Way to Huyen“ hat in Vietnam sowohl den Kindernim World Vision-Projekt als auch der Einrichtung fürblinde Kinder – „Stars of Vietnam“ – geholfen. Es freutmich unglaublich, dass wir auch für diese Kinder Hilfe aufden Weg bringen konnten.Erfahren Sie mehr über die Reise von Lothar Baltrusch aufblog.worldvision.de und abenteuer.lotharbaltrusch.de!Hier gibt es eine Videobotschaft von Huyen an die deutschen Paten:worldvision.de/huyen13


Paten gesucht!In Afrika, Lateinamerika und Asienbrauchen noch viele Kinder einenPaten aus Deutschland. Laden Siedoch andere zum Mitmachenein! Kennen Sie Menschen, die sichauch für eine Kinderpatenschaftinteressieren könnten? Dann schickenSie uns bitte die vorbereiteteAntwortkarte – auch dann, wennSie selbst gern eine weitere Patenschaftübernehmen möchten. JedePatenschaft hilft.Herzlichen Dank!Armenien: Neue ZukunftsperspektivenUnser Projektgebiet Vardenis liegt in einer besondersabgelegenen Region. Dort leiden dieMenschen unter Arbeits- und Perspektivlosigkeit,Krankheiten, schlechter Infrastruktur undim Winter unter großer Kälte. Viele Wasserleitungenaus der Sowjetzeit sind marode oderfrieren im Winter vollständig ein. SchmutzigesWasser verursacht Krankheiten, doch eine medizinischeVersorgung können sich die wenigstenleisten. Schulgebäude werden nicht ausreichendinstand gehalten und beheizt, es fehlt anLehrmaterial und Ausstattung. Ein Teufelskreis,denn nur gut ausgebildete Menschen können dasLand voranbringen.Gemeinsam mit den Familien arbeitetWorld Vision in den Bereichen Gesundheit,Trinkwasserversorgung, Bildung und wirtschaftlicheEntwicklung an Verbesserungen der Lebensumstände.Die Menschen sollen langfristigunabhängig von fremder Hilfe werden.Sind Sie dabei?14


Honduras: Gemeinsam sind wir stark!Im Süden von Honduras, 65 Kilometer entferntvon der Hauptstadt Tegucigalpa, liegt unserneues Projektgebiet Yuscarán, teils auf 1.950Metern Höhe. Hier leben etwa 23.500 Einwohnerin zwei Dörfern, viele von ihnen in bittererArmut. Lange Trockenperioden, Wassermangel,Waldbrände und Überschwemmungen prägenden Alltag der Bewohner. Ein Großteil derKinder leidet an Unter- und Mangelernährung,hat nicht die Möglichkeit, eine ausreichendeSchulbildung zu erlangen und damitkaum eine Chance, sich selbst aus der Armutzu befreien. Damit Kinder einen guten Start insLeben bekommen und unbeschwert aufwachsenkönnen, wollen wir die Bevölkerung dabeiunterstützen, die Ernten zu erhöhen, sauberesTrinkwasser zu fördern, Krankheiten zu bekämpfenund die Schulbildung zu verbessern.Außerdem sollen die Familien lernen, wie siesich selbst, andere und ihre Dörfer im Katastrophenfallbesser schützen können.Tschad: Gesunde Kinder lernen besser!Die Bevölkerung in Ba-Illi lebt vorwiegendvon der Landwirtschaft. Doch die Erntenreichen oft nicht aus, um die Familien gutzu ernähren. So sind viele Kinder unterernährtund schwach – schon einfache Krankheitenkönnen lebensgefährlich werden,zumal es kaum medizinische Versorgunggibt. Viele Krankheiten werden durch verschmutztesWasser übertragen. Die meistenErwachsenen sind Analphabeten undhalten die Bildung ihrer Kinder nicht fürwichtig. So besuchten zu Projektbeginn nur38 Prozent aller Kinder eine Schule.World Vision schult die Bauern in effektiverenund umweltschonenden Anbaumethodenund sorgt für eine grundlegendemedizinische Versorgung und Aufklärung.Wir werden Brunnen bohren und Dorfbewohnerin der Wartung ausbilden. Damitmehr Kinder zur Schule gehen können,leisten wir Überzeugungsarbeit und verbesserndie Unterrichtsbedingungen.15


Im Fokus: Schwangerschaftund GeburtWährend der Schwangerschaft achten Frauen besonders auf ihre Gesundheit undihre Ernährung – überall auf der Welt. In Entwicklungsländern jedoch fehlen werdendenMüttern häufig die Mittel und das Wissen, wie sie ihre Kinder schon vorder Geburt vor Krankheiten schützen können. Was World Vision in diesem Bereichfür Mütter tut, erklärt Judith Haase, Expertin für Gesundheit und Ernährungbei World Vision Deutschland.Judith Haase,Expertin fürGesundheit undErnährung16Hilfe Direkt: Wozu kümmert sich World Vision alsKinderhilfswerk eigentlich um die GesundheitSchwangerer?Judith Haase: Ganz einfach: Nur wenn die werdendeMutter gesund ist und sich ausgewogen und ausreichendernährt, können Kinder einen guten Start ins Leben haben!Mangelernährung im Babyalter, Krankheiten oderetwa eine Behinderung aufgrund von Geburtskomplikationenkönnen das ganze weitere Leben des Kindes beeinträchtigen.Was genau tut World Vision für die werdendenMütter?Wir klären die Mütter gezielt über Ernährung und Gesundheitsthemenauf. Dabei geht es um die eigene Gesundheit,aber auch um die des Babys. Nicht alle Mütterwissen, dass Babys am besten ein halbes Jahr voll gestilltwerden sollten. So geben viele Familien ihren Kleinen zusätzlichWasser zu trinken, was, wenn es verunreinigt ist,die Kinder lebensgefährlich krank machen kann.Darüber hinaus kümmert sich World Vision um die Gesundheitbedürftiger Schwangerer. Sie werden untersucht,wenn nötig behandelt und geimpft und erhalten Mikronährstoffe.Was sind Mikronährstoffe und wozu werden sieverteilt?Mikronährstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelementeund sekundäre Pflanzenstoffe. Anders als bei unsist es in vielen Orten in Entwicklungsländern nur sehrschwer möglich, sich in der Schwangerschaft ausreichendund ausgewogen zu ernähren. Zum Beispiel fehlt es in denArmutssiedlungen in der Mongolei die meiste Zeit desJahres an frischem Obst und Gemüse. Aufgrund der einseitigenErnährung brauchen Schwangere und Ungeborenedort zusätzliche Vitamine. Dass Vitamine wichtig sind,weiß man ja. Ein Mangel kann aber sogar dramatisch sein.Vitamin-A-Mangel beispielsweise kann zu einer regelrechtenImmunschwäche und sogar zur Erblindung führen.Was ist mit Folsäure und Eisen, was viele Schwangereauch bei uns in Deutschland einnehmen?Auch Folsäure und Eisen sind in vielen Regionen der WeltMangelware. In manchen Regionen fehlt es an tierischenLebensmitteln, dort entstehen auch leicht Defizite. Vegetarierund Veganer wissen: Wenn man weitgehend auftierische Produkte verzichtet, muss man das mit bestimmtenLebensmitteln stark ausgleichen oder extra Nahrungsergänzungsmittelnehmen. Das können sich bedürftigeFamilien in Entwicklungsländern oft nicht leisten, abgesehendavon, dass viele nichts von ihren Mangelzuständenwissen.


Deshalb unterstützt World Vision ja die regelmäßigenUntersuchungen Schwangerer und der Kinder.Aber wie sorgt World Vision dafür, dass sichlangfristig das Know-how verbessert?Neben der Ausgabe solcher Nährstoffe ist es auch wichtigzu vermitteln, welches Obst und Gemüse die Familien anbauenkönnen, um insgesamt die Versorgung mit Vitaminenund Mineralien zu verbessern. Mancherorts werdensie aber auch dabei unterstützt, eine Hühnerhaltung inGang zu bringen, damit die Eier Nährstoffe liefern. Aberam wichtigsten ist die Aufklärung!Wie sieht das praktisch aus?Die World Vision-Mitarbeiter erreichen die Eltern überverschiedene Wege. Es gibt zum Beispiel Aufklärungskampagnenzu Hygiene, Familienplanung und Krankheitsvorbeugung,praktische Schulungen für Groß und Klein undnicht zuletzt die Aufklärung durch geschulte Dorfbewohner.Denn Wissen ist geradezu überlebenswichtig. Deshalbist die Wissensvermittlung auch so ein zentraler Faktorin unseren Starthelfer-Programmen.Mehr zur Aufklärung in Starthelfer-Programmenlesen Sie auf der folgenden Seite.Außerdem gibt es allgemeine Informationen zumStarthelfer-Programm unter worldvision.de/starthelferUm die Entwicklung der Kinder zu beobachten und drohenderUnterernährung vorzubeugen, werden die Kleinenregelmäßig untersucht und gewogen.17


Damit Kinder gesund aufwachsen können, brauchen sie nicht nur genug Nahrungsmittel.Die Eltern müssen über Krankheitsvorbeugung Bescheid wissen. Deshalb klärt World Visiondie Familien auf – besonders hilfreich sind dabei Mütterklubs, z.B. in Sierra Leone.Händewaschen, Essen kommen,Weiterbilden!Ein fröhliches Lied schallt durch das Dorf Motifoi. DieFrauen stehen im Kreis und singen – typisch Westafrika.Doch das Lied handelt nicht von der Liebe, sondernvon Hygiene! „Auf kreative Weise bringen die Frauen desMütterklubs ihre Botschaften rüber“, sagt Kerstin Kochbegeistert. Die World Vision-Mitarbeiterin ist mit demErfolg des Pilotprojekts, das besonders den Status nutzt,den ältere Frauen in Westafrika haben, sehr zufrieden.„Die Frauen haben großen Einfluss auf jüngere Verwandteund Nachbarinnen“, berichtet Koch. Für die Arbeit vonWorld Vision ist der Einfluss von großem Nutzen, da diegeschulten Frauen ihr erworbenes Wissen an viele jungeMütter weitergeben.Regelmäßiges, gründliches Händewaschen, Wasserabkochen, vitaminreiche Nahrung und Malaria – überall das sprechen ältere und junge Frauen im „MothersClub“ in Motifoi. Gemeinsam wird gesund und reichhaltiggekocht – mit den vor Ort verfügbaren Lebensmitteln– um Mängeln und Hunger vorzubeugen. Aber auchwenn es um so heikle Themen wie Verhütung und Stillengeht, ist es wichtig, dass eine Vertraute direkt im Dorfansprechbar ist.Wie man die jungen Mütter in die Gruppen lockt,wissen die Frauen. Der Spaß kommt nicht zu kurz beimKochen, beim Einüben von Hygienepraktiken oderder Babypflege. Auch ein „Starterpaket“ mit Babyartikelnist ein toller Türöffner für frischgebackene Mütter, diesonst nicht zu den Vorsorgeuntersuchungen und späterzur Entbindung in eine Gesundheitsstation gekommenwären.Gemeinsam mit den Klubs im Projektgebiet Ngoyilahat World Vision allein im letzten Jahr fast 900 Personenüber grundlegende Gesundheitsthemen, mehr als700 Personen zum Impfen und fast 700 Eltern zur Ernährunggeschult sowie die Gesundheitsposten unterstützt.15 neue Beraterinnen wurden ausgebildet, die nun auchin sechs Dörfern halbjährlich Kleinkinder untersuchen.„Heute sind 75 Prozent der Stillenden über Grundlagender Ernährung und Gesundheit informiert“, berichtetKoch.Stolz posieren die Mütter in selbst bedruckten T-Shirts,die ihre Zugehörigkeit zu ihrer Gruppe demonstrieren.World Vision unterstützt diese Gruppen tatkräftig – wieviele andere Gesundheitsklubs weltweit. Im Zentrum derGruppenarbeit steht die Kindergesundheit. Dank derengagierten Mitarbeit der Frauen konnten schon vieleKinder wieder aufgepäppelt oder vor Unterernährunggeschützt werden.18


für Sierra LeoneKitas und Horte in ganz Deutschland haben im vergangenenHerbst an der Aktion „Lichterkinder“ teilgenommen und sichmit ihrem Laternenumzug für Kinder in Nicaragua eingesetzt.Dieses Jahr geht es nach Sierra Leone!Mit freundlicher Unterstützung von:Mehr als 81.000 Lichterkinder aus 1.900 Einrichtungen ließen am Martinstagihre Laternen für Kinder in Entwicklungsländern leuchten. Dazusammelten sie Spenden, um Kleinkindern in Nicaragua zu helfen. „Eingroßartiger Erfolg, auf den alle Lichterkinder und Helfer stolz sein können“,freut sich Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender vonWorld Vision Deutschland.Auch in diesem Jahr rufen wir alle Betreuungseinrichtungen, Grundschulen,Vereine, Eltern und vor allem die Kinder in Deutschland zumMitmachen auf. In diesem Jahr sammeln die Lichterkinder für das Starthelfer-Gesundheitsprojektin Sierra Leone (siehe linke Seite). Schon mitder Mitmach-Gebühr von 10 Euro unterstützen sie dasProjekt. Auch weitere Spenden, die die Lichterkinder im Rahmen derAktion sammeln, gehen nach Sierra Leone.Jede Gruppe erhält ein buntes Mitmach-Paket mit afrikanischen Bastelideen,Kochrezepten, Vorlese-Geschichten und mehr. Beim Laternen-Bastelwettbewerbgibt es Einkaufsgutscheine unseres PartnersDUSYMA Kindergartenbedarf GmbH zu gewinnen.Melden Sie sich auf lichterkinder.denoch bis zum 30. Oktober 2013 an!Oder unterstützen Sie die Lichterkinderauf Facebook, werden Sie Fan unddie Grafikwerkstatt spendet 50 Centfür jeden entzündeten Stern!Lichterkinder-Fan werden undkostenlos das Projekt unterstützen!19


Herzlichen Glückwunsch,liebes Patenkind!Jedes Kind freut sich, wenn zu seinem Geburtstag ein Fest ausgerichtet wird. In Deutschlandist das ganz normal. In Entwicklungsländern dagegen können viele Familien ihren Kindern nichtsschenken und den Geburtstag aufgrund der großen Armut auch nicht feiern. Deshalb haben inden letzten Monaten viele Paten ganz besondere Feiern möglich gemacht.Die Kinder in Lalo Assabi jubeln und zeigen begeistert,was sie geschenkt bekommen haben: „Jedes Kindhat ein T-Shirt, ein Wörterbuch, zwei Schulhefte, einenStift, Kekse und Mangosaft bekommen“, berichtet derWorld Vision-Mitarbeiter Berhanu Senbet. Auch wer keinenPaten hat, muss nicht traurig sein. Denn nicht nur diePatenkinder bekommen etwas geschenkt. Alle Geburtstagskinderdes letzten Quartals freuen sich über die Aufmerksamkeitenund feiern heute mit Tanz, Chorgesangund Spielen sowie einer leckeren Mahlzeit. Und: Die ganzeDorfgemeinschaft staunt über die Spenden, die anlässlichder Geburtstage der Patenkinder geleistet wurden. „Fürdie sieben Schulen im Projektgebiet haben wir Fußbälle,Volleybälle, Fußballnetze und Ballpumpen angeschafft“, soSenbet. „Das restliche Geld wird derzeit verwendet, umdie Vorschule in Enango auszustatten.“Auch bei vielen Paten kommt der Geburtstagsservicegut an. Cordula Dragull aus Berlin beispielsweise freut sichüber die Möglichkeit, ihrem Patenkind einfach und schnelleine Freude zu machen: „Ich finde die neue Aktion, mit einerkleinen Spende ein Geschenk zu machen, echt super.Das hilft mir wirklich sehr. Manchmal komme ich nämlichsonst in Zeitnot, wenn ich Geschenke rechtzeitig besorgenwill. Vielen Dank!“Riesige Freude machten die Geburtstagsspenden auch denKindern in El Mina, Mauretanien. Dort wurden die Spendenunter anderem dazu verwendet, um Schulsets an über1.400 Kinder auszuteilen, die sich dieses Material sonstnicht hätten leisten können. In El Mina ist es besonderswichtig, die Eltern vom Wert der Bildung zu überzeugen.Deshalb haben die Mitarbeiter die Ausgabe von Spielzeugan Kleinkinder damit verbunden, die Eltern über denWert von Schulbildung und Förderung aufzuklären – eineVeranstaltung, die allen Spaß und Nutzen gebracht hat.Die Kinder sind begeistert von den Geschenken undder treuen Unterstützung ihrer Paten. Für sie stellvertretendberichtet Patenkind Mitiku Gizaw aus Lalo Assabi.Der Siebzehnjährige steht schon seit Jahren in Kontaktmit seinem Paten: „Es ist immer ein tolles Ereignis, wennHeinz-Josef aus Deutschland schreibt. Dass wir Paten haben,die uns helfen, hat unser Leben sehr verbessert. Ichwill Arzt werden und später auch armen Kindern helfen.Herzlichen Dank an Heinz-Josef und alle anderen deutschenPaten!“20!Sie haben Ihrem Patenkind immer schon eine eigenekleine Aufmerksamkeit zum Geburtstag geschenkt?Prima! Wenn Sie möchten, können Sie unser Angebotdes Geburtstagsservice einfach zusätzlich oderanstelle Ihrer bisherigen Post ans Patenkind nutzen.Danke an alle Paten, diemitgemacht haben! Ausden Projektregionenmelden uns dieMitarbeiter, dass auchdie kreativ selbstgestalteten Karten undkleinen Geschenkeden Kindern sehr vielFreude bereitet haben.Leider können sichaus organisatorischenGründen jedoch nichtalle unsere Projekteam Geburtstagsservicebeteiligen.


In Indonesien dürfen Tanzvorführungenbei großen Festen nicht fehlen. Ruben (9)berichtet: „Beim Auftritt war ich zuerstsehr aufgeregt. Aber dann hat es riesigenSpaß gemacht.“ Der Vortänzer und seineFreundinnen belegten den dritten Platz beimTanzwettbewerb anlässlich des großen Festes.Mit solchen Anschreiben laden wir die Paten dazuein, sich am Geburtstagsservice zu beteiligen.Enthalten ist entweder eine Karte zum Ausfüllen undWeiterschicken ans Patenkind oder eine bunte Krone,die die Kinder gleich aufsetzen können. Außerdemmachen wir den Paten Vorschläge für Sonderspenden,die der gesamten Dorfgemeinschaft des Patenkindeszugute kommen.In Yaulí, Peru, gehört ein kleines Picknick für Kinderund Mütter zum Fest dazu.In Rushinga, Simbabwe, wurde mit Tanz undklassischer Geburtstagstorte gefeiert. „DieKinder hatten große Freude an dem Fest. Siehaben gespürt, dass sie wirklich wertgeschätztwerden“, berichtet der World Vision-Mitarbeiter Christian Mambo.In Zuun Kharaa, Mongolei, freuten sich die Kinderriesig über ihre Geschenktüten mit Süßigkeiten,Zahnbürsten und einem Schlüsselanhänger, dervon anderen Kindern aus dem Projektgebiethergestellt worden war. „Danke, liebe Paten, fürdie schönen Sachen!“21


Hallo! Ich bin Khadija und stelleEuch mein Dorf in Tansania vor.Hier seht Ihr meine Freunde,die im selben Dorf wohnen wie ich.Wir spielen gern zusammen.Das ist mein Zuhause. Hier wohne ich mit meinenEltern und meinen Brüdern und Schwestern. Auf dem Fotoseht Ihr meine Mama, die meine kleinste Schwester hält.HEUTE HATTEN WIR ZEITZUM SPIELEN!!!In meinem Dorf gehen wir immer von morgens biszum Nachmittag in die Schule. Ich habe einen langenSchulweg und bin jedes Mal eine Stunde unterwegs.Morgens vor der Schule muss ich unsere Tiereversorgen und am Abend mache ich Hausaufgaben.Da habe ich nicht viel Zeit zum Spielen. Aber jetzthaben wir Ferien, und da spiele ich sehr viel mitmeinen Freunden. Wir springen Seil oder spielenKochen, aber am liebsten spielen wir Fußball. Wirhaben nicht viel Spielzeug und unsere Eltern habenkein Geld, uns etwas zu kaufen. Also basteln wir unseinfach welches, zum Beispiel aus alten Autoreifen!Das ist unsere Küche.Wir kochen über dem offenen Feuer.Hier siehst Du meinen Fußball.Hast Du auch einen Ball,mit dem Du gern spielst?Hier seht Ihr die Tiere, die wir in unserem Dorf halten.Viele Leute haben Hühner oder anderes Geflügel,weil es günstig und einfach zu halten ist. Wereine Kuh hat, hat es gut. Denn Kühe sind sehrteuer, da sie Milch geben und Kälbchenbekommen.Wir spielen nicht nur, wir gehen auch in die Schule!Auch Esel sind für uns wichtig. Sie helfenuns, Wasser vom Brunnen zu uns nach Hausezu bringen oder um andere Lasten zu transportieren.Manchmal dürfen wir Kinder aufeinem reiten, das macht einen Riesenspaß!22


KinderseiteDie Mamas in unserem Dorf haben immer viel zu tun. Jumas Mutter hat heuteseinen kleinen Bruder zum Arzt gebracht, wo er geimpft wurde. Janets Mamakönnt Ihr auf dem Bild sehen, sie kocht das Essen für die Familie und gießtdas Gemüse, damit es wächst. Auf dem anderen Foto seht Ihr, wie SharifasMutter Körbe flicht. Auch nähen, Wäsche waschen und Mehl mahlen gehörenzu den täglichen Aufgaben der Frauen in unserem Dorf.TansaniaTansania ist ein Land in Ostafrika. Es liegt am Indischen Ozean.In Tansania gibt es ganz unterschiedliche Regionen, weildas Land sehr groß ist. Manche Gegenden sind grün und anderesind trockene Steppengebiete. Vielleicht habt Ihr schonvom Kilimandscharo oder von der Serengeti gehört, beidesliegt in Tansania. Auch die Insel Sansibar gehört dazu. WieIhr auf den Bildern sehen könnt, ist es nach der Regenzeit inTansania sehr grün. Es wachsen dort viele Obst- und Gemüsesorten,aber auch Kaffee und Tee. Trotzdem ist Tansania einarmes Land, auch weil es immer wieder Naturkatastrophenwie Dürren und Überschwemmungen gibt.Viele Kinder in Tansania haben Würmer oder Durchfallerkrankungen.Es gibt zu wenig sauberes Trinkwasser. Auch gibtes zu wenige Schulen, zu wenige Lehrer und Bücher für dieKinder. Daher sitzen manchmal bis zu hundert Kinder in einerKlasse! Deshalb hilft World Vision in Tansania.Wie hilft World Vision in Tansania?Die Menschen bekommen Moskitonetze, um sich vor der tödlichenKrankheit Malaria zu schützen. World Vision kümmertsich auch darum, dass es sauberes Trinkwasser gibt. Eswerden Klassenräume saniert und die Lehrer bekommen Fortbildungenund Bücher, damit sie die Schüler besser unterrichtenkönnen. Außerdem zeigt World Vision den Menschen,wie sie besser Obst, Gemüse und Getreide anbauen. Dann könnensie verschiedene Nahrungsmittel essen, was hilft, dass siegesund bleiben. Wenn die Menschen mehr Nahrungsmittelanbauen, als sie selbst essen, verkaufen sie den Rest und bekommendadurch Geld. Dann können sie beispielsweise einTier für die Familie kaufen.Das istunsere FlaggeMein Onkel zeigt, was beiuns wächst.hier wohnst Du hier ist Tansania23


Infos für patenPost für Ihr Patenkind –jetzt schon an Weihnachten denken!1.2.3.4.5.Fünf Tipps, damit die Weihnachtspostgut bei Ihrem Patenkind ankommt:Bringen Sie Ihre Sendung schon Ende Oktober auf denWeg, damit sie nicht in den „Weihnachtsstau“ gerät.Wenn Sie kleine Geschenke versenden möchten, verwendenSie am besten einen gepolsterten DIN-A4-Umschlagund lassen das Porto bei der Post auswiegen. GrößerePäckchen und Pakete verursachen oft hohe Zollgebührenund damit einen großen Verwaltungsaufwand.Packen Sie aus hygienischen Gründen keine Nahrungsmitteloder Süßigkeiten ein. Geschenktipps finden Sieauf worldvision.de/patengeschenk oder in IhrerPatenschaftsbroschüre.Achten Sie auf eine korrekte Beschriftung: Neben derKontaktadresse unseres Überseebüros muss beim Absenderauch die Kindernummer angegeben werden, damitalles eindeutig zugeordnet werden kann.Paten, die etwas mehr Geld in ein nachhaltiges Geschenkinvestieren möchten, empfehlen wir eine familienbezogeneSonderspende zwischen 50 und 100 Euro. Wir informierenSie gern über die genaue Vorgehensweise.Rufen Sie uns einfach an!So können Sie uns erreichen!Bei Fragen oder Anregungen zu Ihrer Patenschaft könnenSie uns über die kostenlose Servicenummer08 00 – 0 10 20 22 (Mo. bis Fr. von 8-20 Uhr) erreichenoder an info@worldvision.de eine E-Mail schicken.Wir freuen uns auf Sie!24Grüße per E-Mail – jetzt auch nach Mauretanien!Sie sind etwas spät dran, möchten aber noch einen schriftlichenWeihnachtsgruß an Ihr Patenkind senden? KeinProblem – schicken Sie Ihrem Patenkind eine E-Mail! Soeinfach geht’s: Auf worldvision.de geben Sie in der Rubrik„Für Paten und Spender“ unter „E-Mail an mein Patenkind“die Nummer Ihres Patenkindes ein und versendenIhre Grüße (bitte nur auf Englisch). Im Projektland wirdIhre Grußbotschaft übersetzt und zu Ihrem Patenkind gebracht.Ab sofort gibt es diesen Service auch für Patenkinderin Mauretanien.Tipp: Schicken Sie uns Ihren deutschen Text zur Übersetzungper E-Mail an uebersetzung@worldvision.de.Haben wir Ihre aktuellen Kontaktdaten?Eine Kinderpatenschaft ist eine besondere Form der Förderung,da sie eine persönliche Beziehung zum Patenkindherstellt. Deshalb möchten wir Sie gerne regelmäßig überdie Fortschritte im Projektgebiet Ihres Patenkindes informieren.Dafür benötigen wir Ihre aktuelle Postanschrift.Gerne können Sie uns auch Ihre Telefonnummer undE-Mail-Adresse nennen, damit wir Sie bei Rückfragen zuIhrer Patenschaft oder Informationen zur Arbeit vonWorld Vision schnell und kostengünstig erreichen. RufenSie uns an oder schicken Sie eine E-Mail (bitte Patennummerangeben). Selbstverständlich werden Ihre Daten nurfür World Vision-Anliegen verwendet!


„Gebt uns die Hand“im Hessischen LandtagMit der Aktion „Gebt uns die Hand“ schafft World Vision im Rahmen seiner internationalenKampagne „Gesunde Kinder Weltweit“ öffentliche Aufmerksamkeit für die schlechte Gesundheitsversorgungin Entwicklungsländern. Auch die Abgeordneten des Hessischen Landtags habenmitgemacht – für die Gesundheit von Kindern weltweit.Am 27. Juni haben die hessischen Landtagsabgeordnetenein Zeichen für die Gesundheit von Kindern in armenLändern gesetzt. Unter dem Motto „Gebt uns die Hand“versammelten sich über dreißig Abgeordnete auf der historischenTreppe des Landtags und hoben ihre Hände alsSymbol ihrer Unterstützung der World Vision-Kampagne„Gesunde Kinder Weltweit“. Im Anschluss betontenLandtagspräsident Norbert Kartmann und ChristophHilligen, Vorstandsmitglied von World Vision Deutschland,wie wichtig es ist, Kräfte zu bündeln. Hand in Handkönnen Hilfsorganisationen wie World Vision und diePolitik entscheidend zur Reduzierung der Kindersterblichkeitbeitragen.„Die Gesundheit von Kindern – ob hierzulande oder inanderen Ländern – geht uns alle etwas an. Sie sollte daherein von der Politik vorangetriebenes Thema bleiben“,betonte Landtagspräsident Kartmann. „Mit der Unterzeichnungvon internationalen Vereinbarungen wie denMillennium-Entwicklungszielen hat sich auch Deutschlandzu mehr Engagement und einer besseren Gesundheitsversorgungin Entwicklungsländern verpflichtet. Wirmüssen jetzt handeln und alles dafür tun, dass die Vereinbarungeneingehalten und die Ziele tatsächlich umgesetztwerden. Daher unterstützen wir die Kampagne vonWorld Vision und sind gern mit dabei!“Im Jahr 2000 hatten sich die Vereinten Nationen unteranderem zum Ziel gesetzt, die Kindersterblichkeitsratebis 2015 um mindestens zwei Drittel zu senken. Bislangwurde dieses vierte Millennium-Entwicklungsziel jedochLandtagspräsident Norbert Kartmann unterstützt die Aktion und betont:„Die Gesundheit von Kindern – ob hierzulande oder in anderenLändern – geht uns alle etwas an.“„Hands up for Health“: Etwa 30 Abgeordnete des Hessischen Landtagsheben die Hände für die Gesundheitsversorgung von Kindern inEntwicklungsländern.nicht einmal zur Hälfte erreicht. Noch immer sterbenjährlich fast sieben Millionen Kinder vor ihrem fünftenGeburtstag an Krankheiten, die eigentlich leicht zu vermeidenoder zu behandeln gewesen wären – darunterviele Kinder aus afrikanischen Staaten südlich der Sahara.Diese traurige Tatsache zeigt, wie wichtig es ist, dieVerantwortlichen der Politik stetig mit diesem Thema zukonfrontieren.Daher schafft World Vision mit der Kampagne „GesundeKinder Weltweit“ öffentliche Aufmerksamkeit fürdie Millennium-Entwicklungsziele und erinnert so die Politikan die Einhaltung ihrer Zusagen. Rund um den Globussind Kinder, Jugendliche und auch viele Erwachsenedem Aufruf von World Vision zur Aktion „Hands up forHealth“ gefolgt. Mehr als 2,5 Millionen Menschen habensich mit eigenen Aktionen und persönlichen Beiträgenfür eine bessere Gesundheitsversorgung von Kindernin armen Ländern eingesetzt. Allein bei World VisionDeutschland gingen mehr als 6.300 „Wunschhände“ mitpersönlichen Wünschen ein – die Menschen haben ihreStimme geltend gemacht! Im August hat World VisionEntwicklungsminister Dirk Niebel alle „Wunschhände“und Aktionsbeiträge mit einer klaren Botschaft überreicht:Es ist Zeit zum Handeln und die Politik muss dieMillennium-Entwicklungsziele endlich umsetzen!25


Sophia und Sinah aus der zweiten Klasse der Sophie-Scholl-Schule in Bad Nauheim überreichen einen Spendenscheck inHöhe von 81,37 Euro an Jochen Hudelmaier von World VisionDeutschland. Das Geld haben sie gesammelt, indem sie aneinem eigenen Stand Bastelarbeiten verkauft haben.Vielen Dank!sCHÜLER HELFENWorld Vision begleitet vielfältige Schulprojekte:von Infostunden über Projekttage, von Sponsorenläufenbis hin zu Workshops. Unsere Ideen folgendabei immer einem interaktiven Ansatz. Wir ermutigenKinder und Jugendliche, über den Tellerrand zu schauenund sich die Frage zu stellen: „Was geht mich die Armutin der Welt an?“ Drei Beispiele für das Engagement vonSchülern für Kinder in Entwicklungsländern:Steine klopfen statt zur Schule zu gehen? Nach einerProjektwoche waren sich die Schüler der neunten Klassenan der Realschule in Eichstätt einig, dass sie sich gegenKinderarbeit und für Schüler in Entwicklungsländerneinsetzen wollen. Sie haben eine Klassenpatenschaft füreinen 8-jährigen Jungen aus Sierra Leone übernommen –im Wissen, dass davon auch die Familie und das Umfeldnachhaltig profitieren.Auch Schüler aus Bad Nauheim wollten sich für Kinderin Afrika einsetzen. Mit der Unterstützung von WorldVision wurde eine Schulkooperation ins Leben gerufen,die den Kindern aus Deutschland die Lebensrealität derSchüler der Osabeni-Grundschule in Swasiland näherbringt. Das hat Schüler, Lehrer und Eltern motiviert. Nebenspannenden Aktionen wie afrikanischen Spielen unddem Basteln von Recyclingspielzeug aus Müll, beteiligtensich die Schüler mit vollem Einsatz an einem Sponsorenlauf.Mit dem Erlös des Laufs werden nun die alten Klassenräumein Osabeni mit neuen Tischen ausgestattet.„Wie können wir den Menschen in Entwicklungsländernhelfen?“ – Diese Frage hat sich auch die 18-jährige Pia gemeinsammit ihren Mitschülern gestellt. Die Abiturientinaus Friedrichsdorf nahm an einem Schulprojekt teil, beidem die Schüler zusammen mit World Vision über verschiedeneMöglichkeiten gesprochen haben, sich für dieRechte der Armen einzusetzen. Jetzt arbeitet Pia gemeinsammit anderen Jugendlichen aus Deutschland an einerbundesweiten Kampagne mit, die auf den Hunger in derWelt aufmerksam machen soll: Hunger24 – eine Kampagnevon Jugendlichen für Jugendliche (hunger24.de).26


„Warum ich mich engagiere“Schüler und Studenten haben oft nicht genug Geld, um zu spenden. Gleichzeitig ist es vielen vonihnen ein großes Anliegen, sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. Zum Glück gibt es auchohne Geld Wege, nachhaltig zu helfen. Luka Döring, eine engagierte 19-Jährige, berichtet.Ja, ich weiß. Jeden Tag leiden Menschen Hunger. Kinderkönnen nicht zur Schule gehen. Menschen werden verhaftet,nur weil sie ihre Meinung äußern. Ich würde wirklichgerne etwas dagegen tun, wenigstens gegen eines derProbleme! Aber ich gehe noch zur Schule, habe zu wenigLebenserfahrung und mir hört eh niemand zu. Mit demVerbessern der Welt muss ich warten, bis ich mit Schuleund Studium fertig bin, mehr Wissen und auch einenJob habe. – Diese Sätze stammen aus dem Tagebuch einer16-Jährigen, und dieses nicht gerade hoffnungsvolleMädchen war ich. Ich wollte schon lange etwas gegendie Ungerechtigkeit dieser Welt tun, aber ich habe nichtgeglaubt, dass ich da einen Beitrag leisten kann. Mittlerweilebin ich 19 Jahre alt, nicht mehr sehr viel gewachsenund noch immer nicht studierter, fundierter Experte inBezug auf irgendetwas. Aber ich glaube mittlerweile festdaran, dass gerade Jugendliche das Potenzial haben, unsereWelt zu verbessern. Und das nicht in ferner Zukunft,sondern hier und jetzt.Warum denke ich heute anders als früher? Ich habeMenschen getroffen, die meinen Einsatz für wichtig haltenund die mir geholfen haben. Eine wichtige Rolle indiesem Lernprozess spielte World Vision. In den letztenJahren konnte ich mein Wissen über Entwicklungspolitikund meine Fähigkeiten im Organisieren ausbauen. Auchpersönlich wurde ich herausgefordert. Anfang dieses Jahresnahm ich mit einer Gruppe von Freunden an der Aktion‚Hunger 24‘ teil. Es ging darum, 24 Stunden nichts zuessen und mit Sponsorengeldern World Vision-Projektezur Hungerbekämpfung zu unterstützen.Am einprägsamsten war für mich dieses Gefühl, abendsim Bett zu liegen und wirklich Hunger zu haben undgleichzeitig daran zu denken, dass ich trotz allem einBett, sauberes Wasser, eine Toilette, ein Dach über demKopf und morgen früh wieder etwas zu essen habe. Wieviele Menschen haben all das nicht! Gleichzeitig war esecht interessant zu merken, dass spätestens am Nachmittagunsere Konzentration verschwunden war. Wirwollten uns noch intensiv mit der globalen Nahrungsmittelkrisebeschäftigen, aber es ging einfach nicht. Und wieviele Kinder gehen jeden Tag hungrig zur Schule!Ich bin unglaublich froh, dass World Vision sein Jugendengagementausbaut und ich weiter ein Teil davon seinkann. Für einen Jugendlichen alleine ist es oft schwierig,sich einzusetzen. Aber wenn viele junge Menschen zusammengebrachtwerden und man ihnen zeigt, dass andereLeute an ihre Ideen glauben, dann kann Unglaublichesgeschehen. Die Erwachsenen dieser Welt müssendie Probleme nicht alleine bewältigen. Mehr als eine MilliardeJugendliche stehen weltweit in den Startlöchern!“27


Hilfe fürsyrische FlüchtlingeSpender gesucht !Die Gewalt in Syrien eskaliert weiter. Der zivilen Bevölkerungbleibt in vielen Fällen nur die Flucht, um das eigeneLeben zu retten. Sechs Millionen Syrer haben bereitsdas Land verlassen, über die Hälfte der Flüchtlinge sindKinder.Viele der Flüchtlinge sammeln sich hinter der Grenzein Notlagern mit selbstgebauten Unterkünften. Dortmangelt es an allem. Die hygienischen Bedingungen unddie Wasserversorgung sind schlecht. Viele Menschen benötigendringend medizinische und psychologische Hilfe.Ohne Unterstützung können sich die Menschen außerdemnicht auf den Winter vorbereiten, der im Libanonsehr kalt werden kann.World Vision hilft den Flüchtlingen mit Wasser, Nahrungund dringend benötigten Hilfsgütern. Für Kinderwerden spezielle Kinderzentren eingerichtet. Dort könnensich Jungen und Mädchen von der oftmals traumatischenFlucht erholen. Um die Hilfe auszuweiten, istWorld Vision noch dringend auf Spenden angewiesen.Schon 40 Euro z.B. reichen für einen Wasserfilterund ein Hygienepaket für eine ganze Familie.Ein Ofen zum Kochen und gegen die Kältekostet 75 Euro. Mit 100 Euro kann eine ganzeFamilie einen Monat lang mit Nahrung versorgtwerden.Bitte helfen Sie uns zu helfen! Vielen Dank für Ihrewichtige Unterstützung!Konto 2020BLZ 501 900 00 (Frankfurter Volksbank)Verwendungszweck:Hilfe für syrische Flüchtlinge 402743Vielen Dank !28World Vision Deutschland e.V.Am Zollstock 2-461381 Friedrichsdorfinfo@worldvision.deTelefon (08 00) 0 10 20 22kostenloses ServicetelefonMontag bis Freitag, 8 bis 20 Uhrworldvision.deZukunft für Kinder !Gedruckt auf 100%igem Recyclingpapier

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