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Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe • www.ufarevue.ch • 11 / 2012Verantwortlichkeitmuss geregelt seinSeite 12Innovative Technikist notwendigSeite 28Drahtwurm -bekämpfungSeite 44Zysten: Hormoneoder abdrücken?Seite 74


ERLEBEROTLEBEKOMPETENZVISION INNOVATION KOMPETENZ QUALITÄT VERTRAUEN VERPFLICHTUNGDie Traktoren der Baureihe MF 5400 sind die kompakten und wendigen Allroundtraktoren der ersten Wahl.Ausgestattet mit werkseitig montiertem MF Frontlader, eignen sie sich optimal für alle landwirtschaftlichen Mischbetriebe.PS86 – 145MF5400AGRAMASTAND NR. A001( HALLE 633 )IS A WORLDWIDE BRAND OF AGCO.GVS Agrar AGLand- und KommunalmaschinenIm Majorenacker 11CH-8207 SchaffhausenTel. +41 (0)52 631 19 00info@gvs-agrar.chwww.gvs-agrar.ch1734 TENTLINGEN, Jungo Felix2575 HAGNECK,Dubler Agrar Service3088 RÜEGGISBERG,Ramseyer Landtechnik AG3147 MITTELHÄUSERN,Fiechter Fritz3179 KRIECHENWIL,Hämmerli AgroTech AG3324 HINDELBANK,Käser Agrotechnik AG3425 KOPPIGEN, Straub AG3433 SCHWANDEN I. E.,Siegenthaler Anton3555 TRUBSCHACHEN,Wingeier Alfred3617 FAHRNI B. THUN,Walter Streit AG4451 WINTERSINGEN,Flückiger Agritech AG4624 HÄRKINGEN,Studer & Krähenbühl AG4944 AUSWIL, S. Flückiger AG5062 OBERHOF,Kuoni Landtechnik AG5316 LEUGGERN,Märki Landmaschinen5502 HUNZENSCHWIL,Odermatt Landmaschinen AG6026 RAIN,Burkart Landmaschinen GmbH6064 KERNS, Flück Landmaschinen+ Fahrzeuge AG6130 WILLISAU, Kronenberg Hans6166 HASLE, Urs Unternäher AG6314 UNTERÄGERI, Merz Karl6418 ROTHENTHURM, Moser Martin7302 LANDQUART,Kohler Landmaschinen AG8193 EGLISAU, LandmaschinenstationEglisau AG8214 GÄCHLINGEN, GVS Agrar AG8308 MESIKON-ILLNAU,Gujer Landmaschinen AG8442 HETTLINGEN,Vögeli & Berger AG8476 UNTERSTAMMHEIM,Brack Landtechnik AG8580 HAGENWIL BEI AMRISWIL,Schönenberger Landtechnik8867 NIEDERURNEN,Landmaschinen Pfeiffer AG9050 APPENZELL,Fritsche Martin9125 BRUNNADERN,Kunz Landmaschinen9204 ANDWIL,Sutter Landmaschinen GmbH9424 RHEINECK, Lantech AG9445 REBSTEIN, LV-MaschinencenterRebstein AG9494 SCHAAN,Wohlwend Damian Anstalt9562 MÄRWIL, Märla AG


Der Innovationsschubin der Landtechnik istenorm. Man muss sichdamit beschäftigen,beispielsweise beimdem Besuch einerFachmesse.Bild: AgritechnicaSo ein KäseDurch die Verkäsungszulage an dieindustriellen Milchverarbeiter warSchweizer Milch 2011 oftsogar günstiger als in der EU.22Vielseitig einsetzbarDie Bestellkombination Horsch«Pronto KR 6» ist auf vielen Bödenund verschiedenen Saatbeeteneinsetzbar.30MykotoxineDie Arbeitsgruppe «Lebensmittelsicherheit»zog Bilanz des Mykotoxin-Monitorings bei Brot- undFuttergetreide.62Alles weggeputzt?Vor selektivem Fressen sind auchMischrationen nicht gefeit. Lösungsansätzeliegen in der Mischtechnikund beim TS-Anteil.76FENACO AKTUELLNeue Energien im Fokusfenaco und AgroCleanTech 4Mitteilungen der fenaco Verwaltung 4Vom Produkt zur Dienstleistung 8MANAGEMENTIn die Zukunft schauen – aus der Geschichte lernen10 Jahre Archiv für Agrargeschichte 18Kurzmeldungen 11Dynamische Betriebsgemeinschaft in Epagny 12Gut geplant ist halb gebaut 15Missbrauchte Verkäsungszulage 22LANDTECHNIKSchweizer Landwirtschaft braucht innovative TechnikInterview mit dem Präsidenten des Landmaschinenverbands 28Kurzmeldungen 25Auf allen Böden zuhause: Säkombination Horsch «Pronto KR 6» 30Melken mit Roboter: Flair für Tier und Technik 32Frontmähwerk Lely «Splendimo 300 FS» im Test 34Sicher durch Schnee und Eis 37Produktneuheiten 38PFLANZENBAUNährstoffversorgung im Bio-AckerbauMerkblatt mit wichtigen Hinweisen 49Kurzmeldungen 41Spritztanks richtig einwintern 42Drahtwürmer sind hartnäckige Schädlinge 44Schweizer Weizensorten sind mehr als leistungsstark 47Clothianidin: Angemessenes Zulassungsverfahren 58Mykotoxine: Situation bleibt angespannt! 62NUTZTIERENebenprodukte im MischfutterEine nachhaltige Lösung 88Bio-Seite: Geht es auch ohne Mineralstoffe? 64UFA aktuell: Die Seiten für den Tierhalter 65Kurzmeldungen: Phasenfütterung mit einfachen Mitteln 69Zukunft der Schweinezucht 70Ferkel: Durchfallformen voneinander unterscheiden 72Zysten: Hormone oder abdrücken? 74Milchviehration: Berechnet, gemischt, gefressen? 76Eine Kuh, zwei Bewertungen 78EuroTier: Trend zu Systemlösungen 80Futtereffizienz in der Rindviehmast 84Trinkkontrolle bei jungen Gitzi 86LANDLEBENFrauen in der LandwirtschaftSozialberichterstattung des Bundesamtes für Landwirtschaft 92Kurzmeldungen 90Rezepte von Astrid Bründler 95Nostalgie und Raritäten 96Ran an den Spaten! 101Generationengespräch mit Vater und Sohn Gähwiler 102INHALTSVERZEICHNISinfo@ufarevue.chEDITORIALRomanEngelerGeht es um die Sicherstellung derErnährung, so spielt die Landtechnikschon seit je eine zentrale Rolle.Gerade die Mechanisierung in denletzten Jahrzehnten hat zu einerenormen Produktivitätssteigerungbeigetragen, die ihresgleichen suchtund als wesentlicher Grund für denheutigen Wohlstand weiter Teile derWeltbevölkerung genannt wird.Es gibt viele Beispiele, wie dieseProduktivitätsverbesserung gezeigtwerden kann. Musste man 1950selbst auf spezialisierten Betriebennoch um die 180 Stunden aufwenden,um eine Hektar Getreideflächezu bewirtschaften und letztlich eineMenge von rund 25 dt zu ernten,sind es 60 Jahre später weniger als15 Stunden – bei dreifachem oderhöherem Ertrag. Gleichzeitigverringern sich die damit verbundenenEmissionen. Denken wir nur andie Abgasnormen, die heuteumgesetzt werden müssen. EinTraktor mit Baujahr 2000 und einerLeistung von 70 PS weist dengleichen Ausstoss von Feinstaub-Partikeln auf wie 56 Maschinen mitgleicher Leistung, die 2012 gebautwurden.Solche Herausforderungen für dieHersteller von Landtechnik wird esauch künftig geben. Die Ingenieurewerden weiter in bewährter Praxisinnovative Lösungen auf einemhohen technischen Niveau entwickeln.Dazu ist ein fachlicherAustausch zwischen Hersteller undHandel sowie der landwirtschaftlichenPraxis notwendig. Ein solcherfindet beispielsweise an Ausstellungenwie an der Agrama statt.LELY CENTER SUISSEDairy Solution GmbHsuisse@sui.lelycenter.comTel. 0848 11 33 77MelkroboterFor a professionalmilk production.www.lely.comUFA-REVUE · 11 2012 3


FENACOAKTUELLNeue Energien im FokusFENACO UND AGROCLEANTECH Die fenaco ist im Agrarbereich ein etabliertesund starkes Unternehmen, das gemeinsam mit AgroCleanTech die Bestrebungender Landwirtschaft im Bereich der erneuerbaren Energien, der Energieeffizienz unddes Klimaschutzes vorantreiben will. Auch verfügt die fenaco mit bereits realisiertenProjekten über wertvolle Erfahrungen im Bereich Energie.AnitaSchweglerDie Wirtschaftlichkeitder alternativenEnergieproduktion isteine Herausforderung.Bild: landpixel.euDie Landwirtschaft leistet schonheute einen wesentlichen Beitragzur Energieversorgung und zum Klimaschutz.So werden rund 40 GWhStrom bereits aus erneuerbaren Quellenproduziert, das zeigt eine Studie vonAgroCleanTech (ACT). Der grösste Anteilan dieser von der Landwirtschaftproduzierten Energie stammt aus derNutzung von Biomasse, entweder ausder Vergärung in landwirtschaftlichenBiogasanlagen oder aus der Holzver-brennung. Die Stromproduktion mittelsPhotovoltaik und Windkraft ist in denletzten 10 Jahren ebenfalls stark gestiegen,stellt aber nur 5% (PV-Anlagen),respektive 2% (Wind) dar. Die von ACTinitiierte Studie zum Potenzial von Klimaschutzmassnahmenund erneuerbarenEnergien zeigt, dass die Landwirtschaftzusätzlich bis zum Jahr 20302100GWh/Jahr Strom sowie 1300GWh/Jahr Wärme produzieren könnte. Dasgrösste nutzbare Potenzial bestehe beider Sonnenenergie gefolgt von Biomasse,Wind, Holz und Erdwärme. Zudemkönne im Bereich Energieeffizienz mittelsGebäudesanierung am meistenEnergie eingespart werden. Auch Massnahmenwie zum Beispiel die Wärmerückgewinnungaus der Milchkühlungseien interessant.Chancen für die LandwirtschaftDie Studie zeigt Chancen für landwirtschaftlicheBetriebe auf. Viele LandwirteVERWALTUNG FENACOCONSEIL D’ADMINISTRATIONNachfolgeregelung Auf den 31.Dezember 2013 tritt fenaco-GeschäftsleitungsmitgliedWerner Beyerals Leiter der fenaco-Division «Finanzenund Dienste» altersbedingt zurück.Um einen geordneten Übergang sicherzustellen,hat die fenaco Verwaltungbereits die Nachfolge geregelt.Der heutige Leiter des DepartementesInformatik und Logistik, Daniel Zurlinden,wird ab dem 1. Januar 2014 dieNachfolge Beyers im Bereich Finanzenantreten.WernerBeyer gehtin Pension...... und DanielZurlindenwird seinNachfolgerwerden.Ramseier Suisse AG Die heute anden Standorten Sursee und Hitzkirch imEinsatz stehenden 30-jährigen AromaundKonzentrieranlagen sind ersatzbedürftigund werden durch eine zentraleAnlage in Sursee ersetzt. Mit der erneuertenInfrastruktur im Bereich Obstsaftkonzentrat-Herstellungwird die Kapazitätvon heute 30000 Liter/Stunde auf35000 Liter/Stunde erhöht, die Energieeffizienzmarkant gesteigert sowieEinsparungen auf der Kostenseite realisiert.Die Inbetriebnahme der erneuer-4 11 2012 · UFA-REVUE


peugeot-professional.chUNSERIST ES,ZU ERLEICHTERN.NEUERPEUGEOT PARTNERBEREITS AB CHF 15 699.–NEUERPEUGEOT EXPERTBEREITS AB CHF 21 822.–DIE PEUGEOT-NUTZFAHRZEUGE: VON PROFIS FÜR PROFISDie neuen Peugeot Partner und Peugeot Expert überzeugen jetzt im Arbeitsalltag noch mehr. Die dynamischen und variablen Transporter habeneinen neuen, modernen Look und eine noch umfangreichere Serienausstattung erhalten. Für mehr Fahrkomfort sind neue, effiziente und sparsamee-HDi-Motoren mit Stop & Start-System oder mit Automatikgetriebe verfügbar. Beide Modelle sind in einer Vielzahl von Varianten erhältlich underfüllen so garantiert auch Ihre Ansprüche und Bedürfnisse in Bezug auf Laderaumvolumen, Nutzlast und Wirtschaftlichkeit. Und nicht zuletzt sorgenviele Umbaumöglichkeiten für eine optimale Lösung für jeden Ihrer Einsatzzwecke. Profitieren Sie jetzt vom attraktiven Angebot und schauen Sie beiIhrem Peugeot Business Center vorbei.Peugeot Partner Kastenwagen verblecht ACCESS 1.6 VTi 98 PS, CHF 23 598.–, Flottenrabatt KMU 25%, Cash-Prämie CHF 2 000.–, Endpreis CHF 15 699.–. Abbildung: Peugeot Partner Kastenwagenverblecht ACTIVE 1.6 VTi 98 PS, mit Pack Visibilité und Radzierkappe ATACAMA und Reifendrucksensor als Sonderausstattung, CHF 25 877.–, Flottenrabatt KMU 25%, Cash-Prämie CHF 2 000.–, EndpreisCHF 17 408.–. Peugeot Expert Kastenwagen verblecht 227 L1H1 1.6 HDi FAP 90 PS, CHF 33 318.–, Flottenrabatt KMU 27%, Cash-Prämie CHF 2 500.–, Endpreis CHF 21 822.–. Abbildung: Peugeot ExpertKastenwagen verblecht 227 L1H1 1.6 HDi FAP 90 PS, mit Nebel scheinwerfern und seitl. Schiebetür links als Sonderausstattung, CHF 34 182.–, Flottenrabatt KMU 27%, Cash-Prämie CHF 2 500.–, EndpreisCHF 22 453.–. Gültig für Bestellungen vom 1.10. bis 31.12.2012. Angebote sind kumulierbar. Alle Preisangaben inkl. 8% MWSt. Ausschliesslich gültig bei allen teilnehmenden Peugeot-Partnern. Die angebotenenNutz fahrzeuge sind für gewerbliche und berufliche Nutzung bestimmt, die Angebote sind somit ausschliesslich für Flottenkunden gültig. Technische und preisliche Änderungen sowie Druckfehler bleibenjederzeit vorbehalten.NEUE PEUGEOT PARTNER & EXPERTUFA-REVUE · 11 2012 7


AKTUELLFENACOlich der Stückzahlen, namentlich beiden Traktoren, noch nicht überall dortsei, wo man hin wolle. Aber: «Was aufden ersten Blick vielleicht dramatischwar, hat sich da und dort als reelle Chanceentpuppt». So hätten an einigenStandorten, junge und überaus motivierteMitarbeitende die sich bietendeGelegenheit gepackt und Verantwortungübernommen. «Die machen einensuper Job », hält Berger lobend fest.Werner Berger: «Es wird weitereVeränderungen im SchweizerLandmaschinenmarkt geben».Innenmechanisierung Mit derFütterungstechnik von Trioliet ist SercoLandtechnik auch in der Innenmechanisierung,quasi imZentrum der Milchpro-duktion, mit einer stets breiter werdendenProduktpalette aktiv. «Dies ist einganz anderes Feld als jenes der übrigenLandtechnik», betont Berger. Da gehe esmehr um Projekt- und Planungsgeschäfte.Nebst Futtermischwagen in allenGrössen ist bei professionellen Milchviehbetriebenein Trend hin zu automatischenFütterungssystemen festzustellen.«Triomatic» heisst bei Trioliet einentsprechendes Konzept und die ersteInstallation in der Schweiz stehe, so Berger,unmittelbar vor der Realisierung.Ausblick Im nächsten Jahr kannClaas gleich zwei Jubiläen feiern. 1913wurde das Unternehmen gegründet, vorzehn Jahren stieg man nach der Übernahmeder Traktorensparte von Renaultin die Produktion und den Vertrieb vonTraktoren ein. «Claas wird 2013 mit einemFeuerwerk von Neuheiten aufwarten»,verrät Berger, ohne jedoch auf Detailseingehen zu wollen.Was den Landmaschinenhandel inder Schweiz angeht, so ist es für Bergerklar: «Es wird weitere Veränderungengeben». Die Ansprüche der Lieferanten,aber auch jene der Kunden an dieServicepartner würden zunehmen.«Und für den Importeur wird die Exklusivitätseines Produktportfoliosbeim Händler zu einem wichtigerenThema», betont Berger. Die Landtechnikherstellerhätten in den letzten zweiJahrzenten Veränderungen wie nie zuvordurchgemacht. «Und dies wird sichüber kurz oder lang auch im Vertriebund Einzelhandel auswirken», prophezeitBerger.Der Innovationsprozesswird anhalten. ZumJubiläumsjahr 2013 wirdClaas ein Feuerwerk vonNeuheiten zünden.Autor Dr. RomanEngeler, UFA-Revue,8401 WinterthurINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12AUF EIN WORTEN UN MOTDie Agrama – die grösste undwichtigste Messe für die SchweizerLandtechnik – ist auch für die fenacodas ideale Schaufenster, ihr Sortimentan Produkten und Dienstleistungen imBereich der Agrartechnik zu präsentieren.Es braucht heutzutage wohlniemand mehr den Beweis zuerbringen, dass der moderne Landwirtüber Maschinen verfügen muss, dieeinen hohen Qualitätsstandarderfüllen und die über die notwendigeBetriebssicherheit verfügen. Denn nurjene Betriebe, die ihre Produktivitätverbessern können, werden langfristigauch überleben können. Einepassende Agrartechnik hilft ihnen aufdiesem Weg.Es gehört zu den zentralen Aufgabender fenaco-LANDI Gruppe, dieLandwirte bei der wirtschaftlichenEntwicklung ihrer Unternehmen zuunterstützen. Das Departement«Agrartechnik» arbeitet an dieserstrategischen Aufgabe aktiv mit,indem es innovative Landtechnik fürLandwirte und Lohnunternehmenvertreibt. So ist die Serco LandtechnikAG als exklusive Importeurin desklassischen «Long-Liner»-Programmsvon Claas, aber auch von anderenbekannten Marken tätig. Anderseitswerden über ein leistungsstarkes undfachkompetentes Netz von privatenHändlern und eigenen Umatec-WerkstättenVertrieb und Kundendienstsichergestellt.Als Partner der Landwirte undLohnunternehmen in Sachen Agrartechnikwill die fenaco ihre Positionauf dem Schweizer Landtechnikmarktfestigen. Dabei wird der Aus- undWeiterbildung von Mitarbeitenden zuhochqualifizierten Fachspezialistenallerhöchste Bedeutung zugemessen.Einen wichtigen Beitrag dazu wirdauch die Modernisierung unsererInfrastrukturen leisten.Dominique RomanensMitglied der Geschäftsleitung fenacoUFA-REVUE · 11 2012 9


Die neue Serie 7Design, Effizienz, Kraft und Ergonomie- maximale Produktivität- höchster Komfort- MaxiVision Kabine – ergonomische Kommandozentrale- einfache und bequeme Bedienung- 264 PS TIER 4i DEUTZ-Motor mit SCR-Technologie- neues stufenloses TTV-Getriebe für maximale Leistung- sparsamer Dieselverbrauch für wirtschaftlichen EinsatzBesuchen Sie unsan der AGRAMAHalle 4.1Stand Nr. A010SAME DEUTZ-FAHR Schweiz AGPfattstrasse 59536 SchwarzenbachTelefon 071 929 54 54info@samedeutz-fahr.chwww.samedeutz-fahr.chVERNUNFT FÜHRT WEITER.


Zoneneinteilung liegt in der Verantwortung der Behördewww.agri-gis.admin.chBei der Agrardatenerhebung 2010stellte Landwirt C den Antrag, dasGrundstück D und das TeilgrundstückE als der Bergzone IV zugehörigzu erfassen. In den offiziellenAgrardatenerhebungsformularender Jahre 1999 bis 2009 sei dasGrundstück D fälschlicherweise alsder Bergzone III zugehörig und dasTeilgrundstück E zum Sömmerungs-gebiet gezählt worden.Das Landwirtschaftsamtstellte mit Entscheid vom19. Mai 2010 fest, dassdas Grundstück D und dasTeilgrundstück E effektivzur Bergzone IV gehören.Die kantonalen Instanzenverweigerten eine rückwirkendeBerücksichtigungdieser Tatsache. Siemachten geltend, C hättemit zumutbarem Aufwand in Erfahrungbringen können, dass die beidenParzellen in der Bergzone IVliegen. Die Karten mit den eingezeichnetenZonengrenzen seien inden örtlichen Gemeinden einsehbarund seit 2003 digitalisiert im Internetauf der Seite des BLW’s fürjedermann abrufbar. Die für denVollzug der agrarpolitischen Massnahmennotwendigen Daten wür-den mittels Fragebogen direkt beiden Bewirtschaftern erhoben, unteranderem die Daten zur Betriebsfläche.C sei in der Wegleitung explizitauf die Pflicht aufmerksam gemachtworden, die vorgedruckten Datenzu überprüfen. Das Bundesverwaltungsgerichtfolgte dieser Ansichtnicht. Es hielt fest, dass die Beschaffungder Daten betreffend die Zonenzugehörigkeitund deren Eintragungim Formular nach Gesetz undVerordnung klarerweise im primärenVerantwortungsbereich der Behördenliege und nicht in jenem desBewirtschafters. C wurde deshalbein Anspruch auf nachträgliche Anpassungder Beitragsverfügungen2005 bis 2009 zu seinen Gunstenzugestanden (Urteil B-788/2011vom 28.12.2011).Andreas Wasserfallen, Agronom undRechtsanwalt,Bern 0313003700.KURZMELDUNGENMANAGEMENTArbeitszeit für BiogasanlagenbetreuungEine Biogasanlage zu betreiben, bedeutetmehr als die tägliche Fütterungder Anlage. Aufgrund von Zeitmessungenund Modellrechnungenvon der Forschungsanstalt AgroscopeReckenholz-Tänikon (ART) wurdefür die Betreuung einer 75 kW-Anlage, die zu 80% mit Gülle undzu 20% mit Silomais (3700 m 3 Rindergülle,186 GVE; 850t Maissilage)beschickt wird, ein Zeitbedarfvon insgesamt 679 Arbeitskraft-Stunden (AKh) je Anlage und Jahrerrechnet. Dabei binden die Betriebsführungsarbeitenmit 45%den grössten Teil der Arbeitszeit(Kontrollrundgang, Beprobungen,Aufzeichnungspflichten, Planungen,Organisation). Die Beschickungals direkt produktionsbezogeneArbeit erfordert 31%, dieWartungs- und Reparaturarbeitenals Sonderarbeit 24% des Zeitbe-Unter der LupeZu den Betriebshilfemassnahmendes Bundes gehören die Überbrückungeiner unverschuldeten Notlageund die Ablösung von verzinslichenDarlehen (Umschuldung). EineEvaluation des Bundesamtes fürLandwirtschaft zeigt, dass Betriebshilfedarlehenauch wirklich zumÜberleben der Betriebe beitrugen.2002 wurde bei den Umschuldungsmassnahmendie Spitze erreicht(33.9Mio. Fr.). Dies korreliert mitder Entwicklung auf dem Hypothekarmarkt.2005 waren es noch12.3Mio. Fr. Die Anzahl Fälle sankseit 2002, hingegen hat sich diedurchschnittliche Beitragshöhe verdoppelt(2010: 182380Fr.). Betriebshilfedarlehensind nicht ganzohne, denn sie müssen in einemZeitraum von acht bis 20 Jahrenzurückgezahlt werden. Die Amortisationspflichtstrapaziert die Betriebsleiterund die jährlichen Rückzahlungenbelastet die Liquidität.Auch ist ein Teil der Betriebe mitstrukturellen und sozialen Problemenvon diesen Massnahmen ausgeschlossen.www.blw.admin.chAgridea mitneuemPräsidentenMitglieder derAgridea sind dieKantone sowie landwirtschaftlicheund im ländlichen Raum tätige Organisationen.Agridea stellt Broschürenund Hilfsmittel her und organisiertWeiterbildungs- undAusbildungskurse. Zum neuen Präsidentenwurde an der DelegiertenversammlungLorenz Koller (Bild),Landeshauptmann und Vorsteherdes Land- und ForstwirtschaftsdepartementsAppenzell, gewählt.Rund die Hälfte des Agridea-Budgetswird mit öffentlichen Geldern finanziert.Mit der Agrarpolitik 2014-2017 wird der Beitrag des Bundesan die Agridea um 10% gekürzt.LeserreaktionUFA Revue 9/12Erstaunt nehmen wir die für unsunverständlich schlechte Bewertungdes Buchhaltungsprogramm Agris®quattro bezüglich der Benutzerfreundlichkeitin der Tabellenübersicht(UR 9/12, Seite12f) zur Kennt-nis, insbesondere da Agris ® quat troim Lauftext sehr gelobt wird. Wirbearbeiten alle unsere Mandanten-Buchhaltungen mit Agris®quattro,zudem erfassen über 1000 Bauernihre Daten selber damit. Die Mandantenschätzen das überdurchschnittlichePreis-Leistungsverhältnis.Agris®quattro gehört zu denkomplettesten Programmen undkann bei uns im Direktverkauf günstigerworben werden. Gemäss derHerstellerfirma CBT werden die Abschlussarbeitenim «agris» sogar vondiversen Steuerverwaltungen alsvorbildlich gelobt.Heinrich Schäublin, Rolf Stauffer,Nebiker Treuhand AG, SissachAktueller GrundlagenberichtDer neu erschienene Grundlagenberichtenthält die Ergebnisse derZentralen Auswertung von Buchhaltungsdatenund zeigt die wirtschaftlicheSituation der Landwirtschaft.Die Publikation kann gratis heruntergeladenwerden. Der Bezug derPrintausgabe kostet 40 Fr. plus Versandspesen.www.grundlagenbericht.chdarfs. Ein milchviehhaltender Betriebkann durch den BetriebszweigBiogaserzeugung an arbeitswirtschaftlicheGrenzen stossen, insbesonderebei jahreszeitlich bedingtenhohen Arbeitsbelastungen im Futter-und Ackerbau. Zur Betreuungder Biogasanlage ist ähnlich wie inder Tierhaltung nur ein begrenztesMass an Flexibilität gegeben. EineUnaufmerksamkeit kann Störzeitenund unerwünschte Biogasverlustezur Folge haben und dadurch denregulären Betreuungsaufwand deutlichübersteigen. Einsparpotenzialeliegen in der Automatisierung beider Beschickung sowie bei der Prozessüberwachungder Biogasanlage.Andrea Wagner, PD Dr. agr.,www.art.admin.chTagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chUFA-REVUE · 11 2012 11


MANAGEMENTKOOPERATIONVerantwortlichkeiten undAbläufe klar geregeltDIE BETRIEBSGEMEINSCHAFT der Gebrüder Kolly undCédric Pharisa ruht auf den Standbeinen Milchwirtschaft, Ackerbau,Alpwirtschaft, Käseproduktion und -vermarktung.Maschinengemeinschaft«Cauma»Am Herzen liegt OlivierKolly auch die «Cauma»,wovon auch die Auf -schrift an seinem Ove -rall zeugt. Cauma stehtfür eine rund 25-jährigeMaschinengemeinschaftmit neun betei -lig ten Betrieben. Kollyist der Geschäftsführer.«Wir kaufen gemeinsamProduktionsmittel ein,übernehmen Spritzdienste,Dünger streuenund Ernte- und Nach -erntearbeiten.23 Jahre alt war Olivier Kolly als ermit seinem rund zwölf Jahre älterenBruder François und dem NachbarnCédric Pharisa 2004 eine Betriebsgemeinschaftgründete. Olivier hattedie Lehre als Landmaschinenmechanikerund Landwirt abgeschlossen und einenPachtbetrieb in Albeuve (FR) übernommen.Rund zehn Kilometer entfernt, inEpagny (FR), bewirtschaftete sein Bruderden elterlichen Hof. Sie wollten gemeinsameinen Stall bauen. Als derNachbar davon hörte, fragte er, ob ermitmachen könne. «Wir haben uns einJahr Zeit genommen und gegen 20 Sitzungengemacht. Dabei haben wir allesausdiskutiert und auch andere Betriebsgemeinschaftenund ihre Stallbaulösungenbesichtigt. Wir klärten dabei dieVerantwortlichkeiten und legten dieAbläufe fest», erzählt Olivier. Entstandenist quasi ein internes Reglement,das noch heute, acht Jahre nach derGründung, gültig ist. «Mein Bruder istfür die Aufzucht und Alpwirtschaft zuständig.Cédric hat die VerantwortungTeilhaber Cédric Pharisa und Olivier Kolly der Gemeinschaft«Ferme des Grands Bois» in Eparny (FR). Auf dem Bild oben fehltFrançois Kolly, der im Sommer die Alp bewirtschaftet.SteckbriefGemeinschaft «Ferme des Grands Bois»Gesellschafter: François Kolly,Olivier Kolly und Cédric PharisaGründung: 2004Betriebszentrum: Epagny (FR)Milchproduktion: 730 000 kg pro JahrLandwirtschaftliche Nutzfläche: 110 haLN (Mais, Getreide, Wiesen undWeiden)Viehbestand: 90 Kühe (Holstein undRed-Holstein), 140 AufzuchtrinderAlpwirtschaft: Region Moléson undHaut-Intyamon mit Schaukäserei (total270 ha)Käseproduktion: eigene Käseproduktionund Reifung, 14 t pro Jahr (VacherinFribourgois AOC und Hofspezialität «Lepetit Moléson»).www.fermedesgrandsbois.chfür Milchwirtschaft, Zucht und Ausstellungen.In mein Ressort fallen Ackerbau,Landtechnik und Käsevermarktung. Jederagiert in seinem Ressort selbstständig.»,fügt Olivier an. Jeder sei Stellvertreterdes anderen und macheAblösungen, aber man mische sich nichtein. Jeder wisse um die Kompetenzendes anderen. «Wir sind verschieden undhaben unterschiedliche Stärken, deshalbergänzen wir uns ideal. Wir habenaber die gleiche Arbeitshaltung und sindvon Grund auf leidenschaftliche Bauern.»Der Vorteil sei, dass er so keinenGedanken an die anderen Bereiche verschwendenmüsse und «sein Kopf klarsei» für die eigenen Aufgaben.«Anfangs haben wir die Arbeitsstundenaufgeschrieben, aber das ist baldnicht mehr nötig gewesen. Alle Einnahmenaus auswärtigen Engagementsfliessen in die Gemeinschaft ein. So arbeitetjeder 100%.», und es entstandein Lohnsystem, mit dem jeder zufriedenist.Das Kapital, das jeder beim Start derGemeinschaft, vor allem für den Stallneubauaufbrachte, wird jährlich verzinst.«Diesbezüglich ist mein Anteilklein, meine Ersparnisse als 23jährigerwaren eher gering,» erklärt Kolly freimütig.«Eine Betriebsgemeinschaft ist keineLösung für alle Betriebe. Jeder Betriebsleitermuss selbst seinen Weg finden.Vielleicht war es für uns einfacher, weilwir nicht in alten Strukturen und Abläufenfestgefahren waren, sondern gemeinsammit dem neuen Stall begonnenhaben», meint Kolly. Ideal sei zudem,dass ihre BG «Ferme des Grands Bois»,was auf deutsch soviel wie Waldhofheisst, auf verschiedenen Standbeinen,wie Milchwirtschaft, Käseproduktionund -vermarktung, Alpwirtschaft,Ackerbau und einem Teil Lohnunternehmen,ruht.Das gäbe ihnen Sicherheit, auch fürdie weitere Betriebsentwicklung unterder Agrarpolitik 2014– 2017. Autorin Daniela Clemenz, UFA-Revue,8401 WinterthurINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 1212 11 2012 · UFA-REVUE


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Gut geplant ist halb gebautMANAGEMENTINVESTITIONEN IN GEBÄUDE UND BETRIEBSEINRICHTUNGEN wirkensich langfristig auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Betriebes aus. UnliebsameÜber raschungen lassen sich nur mit seriöser Vorbereitung und hoher Selbstdisziplinwährend dem Bau vermeiden. Fingerspitzengefühl ist bereits im Vorfeld gefragt, weillandwirtschaftliche Bauprojekte immer mehr auf Widerstand stossen.Jährlich werden in der Landwirtschaftüber 800 Mio. Fr. in Gebäudeund Betriebseinrichtungen investiert.Im Durchschnitt aller in derzentralen Auswertung der ForschungsanstaltAgroscope (ART) erfasstenBuchhaltungen betragen die Kosten fürReparatur, Abschreibungen und Versicherungenbei Wohn- und Ökonomiegebäudenzwischen 3 bis 4 Rp. pro kgproduzierte Milch. Werden die Zinskostenmitberücksichtigt, verdoppeln sichdie Kosten praktisch.Planung Vergessene oder bewusstausgelassene Planungsprozesse könnenFehlinvestitionen, Bauschäden oderSpannungen in der Familie, mit Nachbarn,bis hin zur Nichtrealisierung vonBauprojekten zur Folge haben. Am Anfangsteht deshalb zwingend eine strategischeBetriebsanalyse und nicht daseigentliche Bauprojekt. Ohne Klarheitüber die beabsichtigte Strategie ist dasRisiko, Kompromisse einzugehen, dieden Betrieb später vor ungewollte Tatsachenstellen kann, hoch. Bereits vermeintlicheinfache Anpassungen undUmbauten haben gebundenes Kapitalzur Folge. Folgt aus dem Strategieentscheidein positiver Bauentscheid,kommt es zur eigentlichen Bauplanung,aufgeteilt in Bauvorbereitung, Bauphaseund Inbetriebnahme (Grafik).dementsprechend über Fachwissen imbaulichen Bereich verfügen. Nur dannkönnen Fremdkosten eingespart werden.Bei Vorhaben von hoher Komplexitätlohnt es sich, auf eine unabhängigeBeratung zurückzugreifen, die auf dieeinzelbetrieblichen Gegebenheiten ausgerichteteEntscheidungsgrundlagenliefert. Im baulichen Bereich ist das Zurückgreifenauf fachliche Unterstützungzumindest zu Beginn empfehlenswert.Standortabklärung Zunehmendgeraten Bauprojekte bereits bei derStandortfrage ins Stocken, weil das Hofgeländeüber die Jahre immer näher anWohnquartiere geraten ist. Bei Ausbautenan solchen Standorten festzuhalten,kann zu Bauverzögerungen und späterzu Kosten in Form von Sanierungsmassnahmenführen. Entwicklungsmöglichkeitenwerden ausgeschlossen. Das Obligationenrechtsieht bei übermässigenEmissionen keine Besitzstandwahrungvor, was zu Sanierungsmassnahmen bishin zu Stilllegungen von Anlagen führt.Letztendlich beinhaltet eine umfassendeStandortabklärung immer auch dieBerücksichtigung künftiger Zonenentwicklungenin unmittelbarer Umgebung.Mindestabstände sollten möglichstgrosszügig eingehalten werden.Öffentlichkeitsarbeit Eine Baubewilligunghängt von einspracheberechtigtenNachbarn, Verbänden, Orga-ChristianGulerBeratung Bei einem Bauprojektmuss an allen Ecken und Enden gespartwerden. Oft wird deshalb die Betriebsberatungnur zur Tragbarkeitsberechnungbeigezogen und Ausgabepostenwie die Bauleitung als Eigenleistung vorgesehen.Wer so handelt, übernimmteine grosse Verantwortung und mussBei einem Bauprojekt muss meistens an allen Ecken und Enden gespart werden, wes halb soviel Eigen -leistungen wie möglich eingeplant werden müssen. Letztendlich muss aber abgewogen werden, wie vielauch wirklich realistisch und wirtschaftlich ist. Bild: AgrideaUFA-REVUE · 11 2012 15


MANAGEMENTnisationen und den örtlichen Behördenab. Je nach Grösse des Projekts lohnt essich deshalb, mit einem Kommunikationskonzeptfestzulegen, welche Botschaftenan welche Zielgruppen mitwelchen Medien vermittelt werden sollen.Besteht bereits ein offenes und positivesVerhältnis zwischen dem Betriebund der Bevölkerung ist das Wohlwollengegenüber einem Bauprojekt um einigesgünstiger.Viele Betriebe kennen regelmässigeAktionen wie Hoffeste, Tage des offenenStalls, Betriebsführungen für Schulenoder sie haben einen Hofladen undsind so täglich mit den Nachbarn inKontakt. Solche Öffentlichkeitsarbeitebnet den Weg für Bauprojekte. Unglaubwürdigwird Öffentlichkeitsarbeit,wenn sie rein als Mittel zum Zweck fürdas geplante Projekt eingesetzt oderwenn nicht ehrlich kommuniziert wird.Kritiker eines Bauvorhabens erkennenSchwachstellen rasch und verwendenungenaue Informationen für eigeneZwecke. Projekte um jeden Preis überdas Genehmigungsverfahren rechtlichdurchzusetzen, ist in der Regel kontraproduktiv.Hinzu kommt, dass das Zusammenlebenmit den Nachbarn nachsolchen Auseinandersetzungen oft überJahre hinweg gestört ist und es immerwieder zu Konflikten kommt. Weichendie Ansichten zwischen den Parteienstark voneinander ab, kann auch beiBauprojekten eine öffentliche Mediationangestrebt werden.Zusammenarbeit und EigenleistungZu Konflikten führen Unklarheitenund Missverständnisse bezüglichArbeitsteilung und Kompetenzen. Zuständigkeitsbereichemüssen schriftlichfestgehalten werden. Ein Thema bei derBauausführung ist die Bauleitung. Einerseitskönnen mit Übernahme der BauleitungKosten eingespart werden. Anderseitssind die Anforderungen an dieFachkenntnisse, das Durchsetzungsvermögenund die Selbstdisziplin hoch. Istdie Arbeitsbelastung auf dem Betriebbereits hoch oder fehlt das notwendigeFachwissen, lohnt sich die Übernahmeder Bauleitung kaum. Eine teilweiseoder arbeitsteilige Übernahme der Bauleitungbietet aber Zwischenlösungen,mit denen sich Einsparungen erzielenlassen.Grafik: Phasen in einem BauprojektBauvorbereitungBauphaseBetriebZeitlicher AblaufBetriebsanalyse —> BedarfRaum- und FunktionsprogrammVorprojekt, KostenschätzungFinanzierung abklärenBauprojekt, Baueingabe, KostenvoranschlagBaubewilligungDetailplanung, Offerten, ArbeitsvergabeBauausführungBauabnahme, BezugAbrechnungGarantie- und MängelbehebungWichtig ist, Eigenleistungen frühzeitigzu berücksichtigen, um die Arbeit zwischenBetrieb und Baustelle zu planenund fristgerecht erledigen zu können.Mit Eigenleistungen darf nicht einfachRestfinanzierung zur Sicherung der Tragbarkeitbetrieben werden. Eine realistischePlanung vermeidet Terminverzögerungenund Baufehler. Verfügt derBetrieb über genügend Arbeitskapazitätenund handwerkliches Geschick, lassensich die Kosten durch Eigenleistungen imDurchschnitt um 5 bis 10% senken. Jegrösser der Lohnanteil an den Arbeitspositionenist, desto grösser ist das Einsparpotenzial.Ebenso steigt der Einspareffektbei Arbeiten, die keine Spezialwerkzeugeund Maschinen benötigen.Kostentransparenz Bei der Arbeitsvergabefür ein Bauwerk bestelltdie Bauherrschaft Planungs- und Bauleistungen,welche die von ihr definiertenAnforderungen an Tierplätzen, Stallsystem,Raumprogramm undInnenmechanisierung erfüllen müssen.Hier muss die Bauherrschaft klar kommunizieren,was sie für Anforderungenan die Planung und an das Bauwerk hatund welcher Kostenrahmen dazu zurVerfügung steht. Mehrkosten entstehen,wenn die Bauherrschaft währendder Bauausführung ohne Rückspracheund Kostenabklärungen Anweisungenfür Änderungen oder zusätzliche Arbeitenan Unternehmen gibt. Nebst einerrigorosen Budgetkontrolle beinhaltetdie Kostenkontrolle die genaue Ausarbeitungder Devis, eine BonitätsprüfungLandwirtBeratung Architekt(Planer)«Bauen in der Landwirtschaft», 2007, LmZ, Agroscope ART Tänikonder Unternehmen, Nachofferten für Änderungen,die Kontrolle von Rechnungenvor der Zahlungsfreigabe sowie dasUnterschreiben nur von abgesprochenenund genehmigten Regierapporten.Fazit Ausserhalb der Bauzonen realisierteBauprojekte stehen im öffentlichenInteresse. Eine frühzeitige Kontaktaufnahmemit allen betroffenenKreisen zeigt die reellen Möglichkeiteneines Bauprojekts auf. Sich ausreichendZeit für alle notwendigen Abklärungs-,Planungs- und Kommunikationsprozessezu nehmen, gehört zu den Erfolgsfaktorenbeim Bauen: Gut geplant ist halbgebaut. In der Bauausführung solltennur Aufgaben übernommen werden, fürdie eine fachliche Qualifikation bestehtund die termingerecht ausgeführt werdenkönnen. Zuständigkeiten und Abmachungenmüssen schriftlich festgehaltenwerden. Anpassungen dürfen nurim gegenseitigen Einvernehmen und nieeigenmächtig erfolgen.Autor Christian Guler ist in der Agrideafür die Fachbereiche Bau-, Hof- undLandtechnik verantwortlich und istGeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaftfür landwirtschaftliches Bauen undHoftechnik (ALB-CH).Agridea, 8315 Lindau, www.agridea.chMerkblatt «Zusammenarbeit ohneRisiko» zu bestellen unter:www.agridea-lindau.ch > Publikationen> Fachgebiete > Bauen.INFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 1216 11 2012 · UFA-REVUE


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MANAGEMENTIn die Zukunft schauen – aus derGeschichte lernenARCHIV FÜR AGRARGESCHICHTE Die Geschichte prägt das Verhalten aller Menschen.Es ist wichtig, sich kritisch damit auseinanderzusetzen. Wer sich mit Geschichtebeschäftigt, erweitert seinen Horizont und ermächtigt sich zum eigenständigen Denken.PeterMoserGetreidezüchterbei der Beurteilungvon Dinkel Anfangdes 20. Jahrhunderts.Bild: AfAKann man aus der Geschichte lernen?Als die UFA-Revue im Jahr2004 diese Frage ihren Lesern stellte,antwortete mehr als die Hälfteder antwortenden Bauern und Bäuerinnenmit Ja. Zu Recht dachten vermutlichviele dabei: Aus was denn sonst? Dennin die Zukunft kann man zwar schauen,aber lernen kann man nur aus der Vergangenheit.Diese wiederholt sich zwar«Viele landwirtschaftliche Genossenschaftenfeiern heute ihr 100-jährigesJubiläum. Gegründet worden waren sievon dynamischen Bauern, die ihrewirtschaftliche Situation verbessernwollten. Im Laufe der Zeit haben dieseGenossenschaften die Schweizer Land -wirtschaft wesentlichmitgeprägt. DieseLeistungen werdendurch das Agrararchivauch den kommendenGenerationensichtbar gemacht.Willy Gehriger, Vorstand Archivfür Agrargeschichte (war bis Juni 2012Geschäfts leitungsvorsitzender derfenaco).»nie, aber sie ist ein gewaltiger Erfahrungsschatz,der schier unerschöpflichesWissen über das Verhalten der Menschenbeinhaltet.Archiv für AgrargeschichteDie Pionierarbeit des AfA ist nurmöglich geworden, weil viele Organisationenaus dem Agrarbereich ihreArchivalien vom AfA erschliessenliessen. An der Jubiläumsveranstaltungvom 15. November 2012 schauen dieseAktenbildner und das AfA nicht nurzurück, sondern schmieden auch Plänefür die Zukunft. Mehr zu den Jubiläumsveranstaltungendes AfA im Jahr 2012auf www.agrararchiv.ch.Quellen Um sich mit Geschichte,auch mit der eigenen, auseinandersetzenzu können, braucht man Quellen.Also beispielsweise Briefe, Protokolle,Bilder, Plakate oder Filme. Nur mit Hilfedieser Informationsträger ist unser Gedächtnisin der Lage, vergangene Ereignisseeinigermassen präzis zu rekonstruierenund so verlässliche Grundlagenzum Nachdenken über das Verhalten inder Gegenwart zu schaffen. Zwar kannjeder und jede seine Vergangenheit selberrekonstruieren – aber alle brauchenQuellen dazu. Unsere Erinnerung alleinreicht in der Regel nicht aus. Denn diesepasst sich laufend den neu gemachtenErfahrungen an und verstellt so paradoxerweiseoft den Blick auf das Vergangene.Schriftliche und audiovisuelleQuellen sind deshalb eine unerlässlicheErgänzung und ein notwendiges Korrektivdes Gedächtnisses zur Rekonstruktionder Vergangenheit.Ein Selbsthilfeprojekt Der Landwirtschaftwird nicht selten der Vorwurfgemacht, sie rufe bei Schwierigkeitenschnell nach Hilfe des Staates, statt selbernach Lösungen zu suchen. Zumindestim Bereich der Sicherstellung, Erschliessungund Archivierung ihrerhistorisch relevanten Unterlagen trifftdas aber alles andere als zu. Im Gegenteil,hier hat die schweizerische Landwirtschaftim letzten Jahrzehnt ohnestaatliche Unterstützung eine europaweiteinzigartige Pionierleistung erbracht.Das im September 2002 von Historikernund Akteuren aus dem Agrarbereichgegründete Archiv für Agrargeschichte(AfA) hat in diesen zehn JahrenQuellen von mehr als 160 landwirtschaftlichenOrganisationen, Behörden,Firmen und Privaten im Umfang vonrund 1400 Laufmetern Akten (Protokolle,Korrespondenz, Fotos, Plakate, Fil-18 11 2012 · UFA-REVUE


«Als Fachjournalistin und Rechtsanwältinbin ich daran interessiert, aktuelleEreignisse in einen historischen Kontextstellen zu können – damit ich sie besserverstehen kann. Die Grundlagen dazuliefert seit zehn Jahren das ohne staat -liche Unterstützung funktionierendeArchiv für Agrargeschichte.Damit dasauch weiterhingeschieht, engagiereich mich im Förder -verein für das Archivfür Agrargeschichte.Claudia Schreiber, dipl. Ing.-Agr. ETHund Rechtsanwältin, Bern.»me) ausfindig gemacht, strukturiert, inFindmitteln verzeichnet, verpackt undfür die Zukunft sicher gelagert. Dabeiwurde lange nicht alles, was noch vorhandenwar, auch aufbewahrt. Wasdoppelt überliefert wurde, was anderenortsbereits archiviert worden waroder was von wenig historischer Bedeutungwar, wurde nicht archiviert.Virtuelles Archiv Das Archiv fürAgrargeschichte ist ein virtuelles Archiv.Virtuell heisst, dass die vom AfA erschlossenenArchivalien nicht am AfA-Standort in Bern aufbewahrt werden,sondern von staatlichen Archiven – odervon den Aktenbildnern (oder ihrenRechtsnachfolgern) selbst. So bewahrtbeispielsweise die fenaco die Archiveder ehemaligen Genossenschaftsverbändeauf. Im AfA selber bleiben nur dieFindmittel, also die gedruckten Verzeichnisseder Archivalien. Diese werdenlaufend in das Online-Portal «Quellenzur Agrargeschichte» integriert, wosie via Website des AfA (www.agrararchiv.ch)eingesehen und ausgedrucktwerden können. Im Online-Portal «BildundTondokumente» können Bilder, Töneund Filmausschnitte aus den erschlossenenArchivbeständen eingesehenwerden. Diese Ausschnitte gebeneinen Hinweis darauf, welche audiovisuellenSchätze in den Archivbeständenvorhanden sind. Vom November an istzudem das dritte Online-Portal des AfA,das Auskunft über das Leben und Wirkenvon Personen der ländlichen Gesellschaftim 19. und 20. Jahrhundert gibt,zugänglich. Das Online-Portal basiertauf der Mediawiki-Software, die esmöglich macht, eine grosse Menge anDaten zu Akteuren aufzunehmen und zuverarbeiten. Diese Informationen wer-«Generell wird in der heutigenInformationsflut zu viel aufbewahrt. MitHilfe des Agrararchivs organisierten wirunsere Daten- und Aktenablage neu: Esgibt nun eine Aufbewahrungsliste(Positivliste) und eine Wegwerfliste(Negativliste). Systematisiert wird nacheiner klaren Dezimal -struktur. Im Alltagbewährt sich dieseGeschäftsablage undauch im Rückblickwird vieles nachvollziehbarersein.Stefan Heller, GeschäftsführerLuzerner Bäuerinnen- und Bauern -verband, Sursee (LU).»den über Verweise miteinander verlinkt.Dadurch werden Zusammenhänge (etwazwischen Personen und Institutionen)sichtbar, die sonst im Verborgenenbleiben würden. Das Online-Portal isteine interaktive, mehrsprachige Plattform,die kontinuierlich ausgebaut wird.So kann sichergestellt werden, dass ausanfänglich bruchstückhaften Informationenim Verlauf der Zeit substantielleEinträge entstehen.MANAGEMENTSchülerinnen derLand- undHauswirtshaftlichenSchule Schwand inMünsingen (BE) inden 1940er Jahren.Bild: AfAAutor Peter Moser,Historiker, Gründer undLeiter des Archivs fürAgrargeschichte,Villettemattstrasse 9,3007 Bern,www.agrararchiv.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 19


Besuchen Sie uns auf der AGRAMA! · 22. - 2FRÜHBEZUGSAKTIONJe früher die Kaufentscheidung, desto grösser derPreisvorteil durch monatlich gestaffelte Rabatte!Zusätzliche Frühbezugsaktionen bis 15. November 2012: Eintauschaktion bei Ladewagen: 3 % Rabatt!* Kostenloses Multitast-Rad bei Schwader und Zetter Mäheraktion: 2 % Rabatt!** Abzug vom ListenpreisGESENKTVERKAUFSPREIPÖTTINGERSchwadkreiselNÄHERE INFORMATIONEN ERHALTEN SIE BEI IHREN PÖTTINGER PARTNERN!AARGAUAlikon Amhof AG 041/787 13 80Lengnau Schweri H. Landmaschinen AG 056/241 11 18Leuggern Märki Landmaschinen 056/245 30 24Möhlin Schlachter Land- & Arealtechnik GmbH 061/851 13 81Niederwil Mäder AG 056/622 54 54Oberhof Kuoni Landtechnik AG 062/867 60 60Schöftland H. Lüscher Eisenwaren AG 062/739 55 60Seengen Erismann AG Seengen 062/777 18 71Zetzwil Lustenberger Landtechnik AG 062/773 24 81APPENZELL AI/ARAppenzell Rusch AG 071/787 31 51Gais Koch Maschinen AG 071/793 20 17Oberegg Nef Landmaschinen 071/890 07 80Schönengrund Zuberbühler Landmaschinen AG 071/361 12 24Speicher Krüsi Landmaschinen GmbH 071/344 22 44Stein Dauth Landmaschinen AG 071/367 10 46Urnäsch Zuberbühler Landmaschinen AG 071/364 21 66BASELArisdorf Recher Heinz 061/811 29 27Bättwil Doppler + Co. 061/733 11 08Bretzwil Gyr Ueli 061/941 17 79Laufen Kaiser Maschinen und Fahrzeuge AG 061/761 13 19Lausen Furrer Hugo AG 061/921 22 48Ormalingen Völlmin Landtechnik AG 061/985 86 66Wintersingen Flückiger Agritech AG 061/975 86 86BERNAlchenflüh Bieri Landmaschinen GmbH 034/445 39 30Auswil Flückiger S. AG 062/ 957 52 52Bigenthal Steck AG Bigenthal 031/705 10 10Eggiwil Arm Hans 034/491 11 13Frutigen Schmid Landmaschinen 033/671 14 01Grossaffoltern Grossenbacher Landtechnik GmbH 032/389 11 71Gstaad Zingre Peter GmbH 033/744 90 91Gsteig b. Gstaad Brand Richard 033/755 11 20Konolfingen Bachmann Anton 031/791 03 81Langnau i. E. Jost Landtechnik AG 034/402 62 64Mamishaus Loretan-Landtechnik AG 031/731 02 36Oberbottigen Schneeberger & Berger 031/981 36 27Röthenbach Jäggi Landtechnik AG 062/961 47 77Rüegsbach Burkhalter Hans 034/460 15 15Rümligen Weber Ernst + Co. 031/809 20 11Spiez Minnig Simon 033/654 44 46Unterlangenegg Mühlethaler Hansueli 033/453 22 10Vinelz Burgdorfer Rudolf 032/338 10 74Wattenwil Garo Beat 033/356 13 06Wynigen Steiner Metalland AG 034/415 13 63Zimmerwald Herzig Technik GmbH 031/819 14 34FREIBURGDüdingen Tschiemer H. & R. 026/493 12 65Kerzers Bernhard Markus 031/755 52 80Murten Tschiemer H. & R. 026/670 50 44GLARUSEnnenda Jenny Landmaschinen AG 055/640 34 72Mollis Schneider Landm. u. Mechanik AG 055/622 22 88GRAUBÜNDENDisentis/Mustér Bundi Corsin 081/947 52 81Landquart Matra 081/300 05 80LIECHTENSTEINSchaan Wohlwend Damian Anstalt 00423/232 93 73LUZERNBallwil Buchmann Technik AG 041/448 10 56Dierikon Seeholzer Agro-Handel & Service AG 041/450 20 18Ermensee Frey Technik GmbH 041/917 27 77Greppen Odermatt Otto 041/390 31 35Hasle Unternährer Urs 041/480 15 76Marbach Unternährer Urs 034/493 33 78Neudorf Chappuis AG 041/930 10 55Rothenburg EMAG Landmaschinen AG 041/280 13 43Ruswil Kurmann Technik AG 041/496 90 40Triengen Albisser & Bucher Agro-Technik GmbH 041/930 49 70Udligenswil Zimmermann Paul 041/371 18 41Pöttinger AG · Mellingerstrasse 11 · CH-5413 Birmenstorf (AG) · Tel.: 056 201 41 60 · Fax: 056 201 41 61 · info@poettingwww.poe


6. November 2012 · Halle 4.1 / Stand B 003ESE!PÖTTINGER NOVACAT 352ScheibenmähwerkNEUHEIT!TOP 722Uffikon GS Landtechnik 062/756 18 51Willisau Bernet Roland 041/970 44 94Willisau Chappuis AG 041/972 71 00NID- UND OBWALDENBuochs Barmettler Peter Fahrzeuge GmbH 041/620 67 67Alpnach Dorf Rohrer Hans AG 041/671 05 25Giswil ENZ Service AG 041/676 60 60Kerns Flück Landmasch. + Fahrzeuge AG 041/660 22 80SCHWYZEgg Kuriger Alois 055/412 22 44Muotathal BetschartTech GmbH 041/830 19 85Steinen Schuler Landtechnik GmbH 041/832 02 88Unteriberg Lüönd & Co. AG 055/414 60 40SOLOTHURNBeinwil Borer Markus AG 061/791 91 80Solothurn Berger Willy 032/622 29 91Subingen Schär AGROmechanik GmbH 032/614 11 44ST. GALLENAlt St. Johann Huser Landmaschinen AG 071/999 11 37Benken A. Gerster AG 055/293 30 10Benken Wildhaber H. AG 055/283 41 41Berneck Seitz Alex 071/744 16 72Bütschwil Bachmann Franz AG 071/983 36 44Degersheim P. Rechsteiner GmbH 071/371 15 54Ebnat-Kappel Heim J. Landtechnik GmbH 071/993 23 23Eggersriet Martin Alther Forst- u. Landm. AG 071/891 43 44Flums Wildhaber Erich 081/733 14 69Gossau Matra 071/380 03 80Grabs M. Looser Landmaschinen GmbH 081/771 48 88Marbach Fritsche Landmaschinen AG 071/777 22 35Mels Schwitter Landmaschinen 081/723 83 22Müselbach Schönenberger Landmaschinen AG 071/931 33 55Niederbüren Dezlhofer AG 071/422 14 36Staad Forrer Landmaschinen GmbH 071/855 26 40Wildhaus Gebr. Huser AG 071/999 31 77Zuckenriet Rotach Landmaschinen 071/947 13 77er.chttinger.chSCHAFFHAUSENNeunkirch Bossert Landtechnik GmbH 052/682 29 82Wilchingen Stoll Technik GmbH 052/682 21 20THURGAUAffeltrangen Lüthi Niklaus 071/917 13 93Altnau LMK Technik AG 071/695 23 65Balterswil Koller Landmaschinen AG 071/971 30 41Dussnang Bürge Franz 071/977 31 11Erlen Sonderer AG 071/648 19 48Frasnacht Forrer Landtechnik AG 071/446 36 71Hörhausen Maier Technik GmbH 052/763 27 57Mettlen Egger Landmaschinen GmbH 071/633 15 55Nussbaumen Keller Technik AG 052/744 00 11Schlatt b. Diessenhofen Hablützel Thomas 052/657 37 50URIAltdorf Wyrsch R. Land-&Kommunalmasch. GmbH 041/870 45 40Erstfeld Urilandtechnik AG 041/880 08 85WALLISAgarn Ammeter AG 027/472 78 78ZUGAlosen Iten Landmaschinen 041/750 23 62Baar Elsener Herbert 041/761 25 41Unterägeri Merz Karl 041/750 52 57ZÜRICHAffoltern a/A Nicollier Landmaschinen 044/761 41 11Altikon Schläfli Hans 052/336 11 86Eglisau Landmaschinenstation Eglisau AG 044/867 05 24Gundetswil Basler Markus 052/375 12 06Hagenbuch Staub AG 052/364 27 64Hombrechtikon Eberhard Felix 055/244 28 80Marthalen Ritter Technik AG 052/319 11 56Mettmenstetten Trachsel Landmaschinen 044/764 14 34Rikon Sturzenegger Agrotech GmbH 052/383 30 24Steinmaur Müller Landtechnik GmbH 044/853 01 92Wädenswil Kleiner Ueli 044/683 12 00Wald Spörri Ueli 055/246 33 62Wetzikon Schärer 044/932 12 30


MANAGEMENTSo ein KäseMISSBRAUCHTE VERKÄSUNGSZULAGE Der Nationalrat will, dass dieVerkäsungszulage künftig mit einem fixen Betrag im Gesetz verankert werden soll.Letztes Jahr ging rund jeder dritte Franken Verkäsungszulage an die industriellenMilchverarbeiter, oft war die Schweizer Milch dadurch sogar billiger als in der EU.Grafik:in CHF je 100 kgEvelineDuddaSie beschäftigt in regelmässigenAbständen die Politik und ist inzwischengut 10 Jahre alt: Die Verkäsungszulage.Sie wurde als Kernelementder «neuen Milchmarktordnung»mit der Agrarpolitik 2002 eingeführt.Damals hiess es, man wolle damit denRohstoff Milch soweit verbilligen, dass«Käse ohne Beihilfe in die EU exportiertwerden kann». Das wurde in den letztenJahren auch gemacht.Der EU-Milchpreis lag letztes Jahr beirund 42 Rp. Zusammen mit der Verkäsungszulage(15Rp.) und der Siloverzichtszulage(3Rp.) hätten die silofreienMilchproduzenten also mindestens 60Rp. für ihre Milch erhalten müssen. InTat und Wahrheit zahlten aber die meistenEmmentaler- und einige andere Käsereienlediglich 55Rp. oder wenigeraus. Noch krasser wird die Rechnung,wenn man von verkäster Industriemilch,zum Beispiel für die Mozzarellaproduktion,ausgeht. Wird diese zum B-Preiseingekauft, bekommt der Verarbeiterdie Schweizer Milch billiger als seineVergleich mit Deutschland und ÖsterreichQuelle: BLW Marktbeobachtung, BMELV Deutschland, AMA Österreich908070605040302010001.06 08.06 03.07 10.07 05.08 12.08 07.09 02.10 09.10 04.11 11.11 06.12Schweiz Deutschland ÖsterreichWechselkursbereinigte Produzentenmilchpreise (von 2006 – 2012).Kollegen in der EU (55Rp. B-Milchpreis,minus 15Rp. Verkäsungszulage = 40Rp.).Zu allem Überfluss finanzieren die Bauernauch noch den anfallenden Rahmüber den Marktentlastungsfonds mit.Kauft der Verarbeiter die Milch alsgestützte C-Milch ein (z.B. für 37Rp.)und kassiert zusätzlich die Beiträge ausdem Fonds Marktentlastung (ca. 12Rp.),dann kann er die Milch sogar für 20Rp.haben. Das erklärt, warum man in derSchweizer Exportstatistik Frischkäse findet,der für Fr. 3.20 pro Kilo exportiertwurde. Ganz schlaue Käser zahlen für dieMilch nur einen C-Preis von 30Rp., stellenMagerkäse daraus her, lassen sich dieanfallende Butter aus dem Marktentlastungsfondsbezahlen und haben so dieMilch praktisch zum Nulltarif. Von dieserMöglichkeit machen die Verarbeiter kräftigGebrauch: Letztes Jahr wurde fünfmalso viel Magerkäse hergestellt wie im Jahr2006, beinahe 5000t.Missbrauchspotenzial Dass dieVerkäsungszulage nicht immer vollumfänglichbei den Bauern landet, hat auchdas Bundesamt für Landwirtschaft(BLW) erkannt. Ein Missbrauch liegt ausdessen Sicht jedoch erst vor, wenn dieBauern weniger für ihre Milch erhalten,als der Bund an Zulagen zahlt, also wenigerals 15 beziehungsweise 18 Rappen.Auch das ist schon vorkommen:Käser Wick aus Benken zahlte seinenMilchlieferanten lange Zeit überhauptkein Milchgeld aus. Wick ist zwar eineAusnahme, der Missbrauch der Zulageist es jedoch nicht. Das Problem liegt inder Umsetzung der Segmentierung. Alsdie Branchenorganisation Milch (BO-Milch) die Segmentierung vor zwei Jahrenein führte, ging man davon aus, dassProdukte mit Grenzschutz und Rohstoffausgleich(Verkäsungszulage, Schoggigesetz)primär aus A-Milch hergestelltwerden. Doch dann gab es Widerstand,wie Daniel Gerber, der Geschäftsführerder BO-Milch, erklärt: «Die Verarbeiterwiesen darauf hin, dass in spezifischenFällen der A-Preis nicht bezahlt werdenkann.» Die Branchenorganisation erlaubtedeshalb, dass auch B-Milch verkästwerden kann, wenn dies zur «Importabwehr»oder für «Exportprojekte»nötig ist. Trotz mehrerer Anläufe ist esBO-Milch nicht gelungen, diese Ausnahmetatbeständegenauer zu definieren.Gerber ist darüber nicht glücklich,denn er weiss: «Insbesondere der Begriff‹Importabwehr› lässt einen zu grossenInterpretationsfreiraum offen.» Er hofftjedoch, dass die BO-Milch an der Delegiertenversammlungvom 12. November2012 griffige Definitionen vorlegenkann. Bis dahin steht nur fest, dass silofreieMilch nicht als B-Milch eingekauftwerden darf und dass C-Milch grundsätzlichnicht zum Verkäsen vorgesehenist. Kontrolliert wird allerdings nicht.Gesamthaft wurden letztes Jahr1.73Mio. t Milch verkäst. 1.08 Mio. tstammten dabei aus silofreier Produktion– vor vier Jahren waren es noch1.14Mio. t. Letztes Jahr ging jeder dritteFranken Verkäsungszulage an die industriellenMilchverarbeiter (Tabelle). Alsindustriell werden Betriebe bezeichnet,die entweder mehr als 10Mio. kg Milchverkäsen oder zu einem grossen Milchverarbeitergehören.Mehr B-Milch verkäst Im November2010 ging die BO-Milch nochvon gut 3 Mio. t Milch im A-Segmentaus. Das entsprach rund 90% der dama-22 11 2012 · UFA-REVUE


MANAGEMENTLetztes Jahr wurdeaus 650 000 t Silo-Milch Käse hergestellt.Tabelle: Die grössten Bezügerder Verkäsungszulage2011 Verkäsungszulage +SiloverzichtszulageEmmi41.0 Mio. Fr.Züger Frischkäse 13.7 Mio. Fr.Cremo SA 7.1 Mio. Fr.Imlig Käserei 5.5 Mio. Fr.Strähl Käse AG 4.0 Mio. Fr.Baer AG 2.4 Mio. Fr.ELSA1.6 Mio. Fr.Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft, BLWVerkäsungszulage nur noch für Käse aus MilchIm Paket über die Agrarpolitik 2014 – 17 sind einige Änderungen beider Verkäsungszulage vorgesehen. So soll es Verkäsungszulage künftignur noch für Käse geben, der aus Milch gemacht wird. Das klingtzwar logisch, ist es aber nicht, wie der Bundesrat schreibt: «Damit wirdimplizit ausgeschlossen, dass die Herstellung von Käse aus Magermilchpulver,Vollmilchpulver und Proteinkonzentraten eine Zulage auslöst.»Von der Neuregelung ist auch Mascarpone betroffen, da dieser Käsenicht aus Milch, sondern aus Rahm hergestellt wird.ligen Milchmenge und würde auch heutenoch 85% der Milch umfassen. Dochinzwischen kauft selbst der grössteMilchverarbeiter der Schweiz, Emmi,nur noch 65% A-Milch ein. Rund 30%von den 935Mio. kg Milch, die Emmipro Jahr verarbeitet, wird verkäst.35Mio. kg sind laut Emmi davon silofreieKäsereimilch, die zum A-Milchpreiseingekauft wird. Auch der neulancierte Scheibenkäse soll laut Emmi-Mediensprecherin Sibylle Umiker nuraus A-Milch hergestellt werden. Danebenverkäst Emmi aber auch B-Milch.Umiker: «Emmi beschafft die Milchmengegemäss den Segmentierungsvorgabender BO Milch.» Und die sind, wieoben beschrieben, ziemlich vage. DieIndustriemilch wird bei Emmi mittelsBaktofuge zur Herstellung von Rohmilchkäseaufbereitet. Dass der Grenzwertfür Sporen nur deshalb vor zweiJahren von 2500 auf 1000 reduziertwurde, verneint Umiker: «Damals wurdeauch die Messmethode geändert.Die Anforderungen blieben damit unverändert.»Verkäsungszulage gibt esübrigens auch für Schmelzkäse-Rohware,nicht jedoch für klassischen Schmelzkäse.Den produziert Emmi weiterhin imVeredelungsverkehr. Nur dass die Butterdafür inzwischen aus Deutschland, stattaus Holland importiert wird.Sündenbock Wechselkurs Dasliegt angeblich am Preis und am Wechselkurs.Letzteres widerlegen die Zahlender Marktbeobachtung vom BLWjedoch: Die Differenz bei den Produ -zentenpreisen zwischen Deutschland,Österreich und der Schweiz sind seitzwei Jahren konstant. Der Abstand hatsich seit dem Ausstieg aus der Milchkontingentierungim 2006 um zehnRappen verringert. Wenn man die Verkäsungszulageabzieht, beträgt der Unterschiedzwischen hüben und drübengerade mal fünf Rappen. Wenn es denVerarbeitern nicht gelingt, diese kleinePreisdifferenz als Swissness-Prämie inWert zu setzen, dann kann das eigentlichnur eines bedeuten: Die SchweizerMilchverarbeiter sind nicht wettbewerbsfähig.Autorin EvelineDudda, Agrarjournalistinund Dipl. Ing. Agr.,9452 Hinterforst,www.dudda.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 23


Trelleborg TM800. Der Landwirtschaftsreifen für jeden Boden. Mit außergewöhnlichenLeistungen im Feld und auf der Straße, entwickelt für Traktoren bis 260 PS. Seine hervorragende Traktion, diehöchste Tragfähigkeit bei höchsten Geschwindigkeiten, eine geringe Bodenverdichtung, der Fahrkomfort und die -sicherheit sowie eine herausragende Lebensdauer unter allen Einsatzbedingungen spiegeln die Qualität undLeistungsfähigkeit von Trelleborg Reifen wider. TM800: der zuverlässige Landwirtschaftsreifen.TRELLEBORG TM800.QUALITÄT AUF DEN ERSTEN BLICK.SWISS MADEAGRAMASTAND NR. A001( HALLE 633 )GVS Agrar AGLand- und KommunalmaschinenIm Majorenacker 11CH-8207 SchaffhausenTel. +41 (0)52 631 19 00info@gvs-agrar.chwww.gvs-agrar.chAGRAR – ERNTEN MIT SYSTEMEin vielfältiges Ladewagenprogramm entwickelt nach Ihren Wünschen. Dank unserem Baukastensystemkönnen wir für jeden Betrieb den richtigen Ladewagen produzieren. Mit demmehr als 20 cm pendelnden Pick-up bietet Agrar einen Standard, der bis heute einzigartigist. Elevator, versetzte Schwingen, lenkergesteuert oder Silierrotor, Scherengitter oder Festaufbau:Individuelle Kundenlösungen sind unsere Stärke.


«Megadryll 6000» – Sätechnik der Marke «Eigenbau»Schonend, kraftvoll und wendig:Mit diesen Worten beschreibt dasSchweizer Lohnunternehmen Ryserdie Eigenkonstruktion «Megadryll6000», die das Unternehmen ausRichenthal (LU) aufgrund der langjährigenErfahrung in Bodenbearbeitungund Saat gebaut hat. Dasrund 18 t schwere Gefährt bestehtaus einem robusten Chassis, dasden V6-Motor (450 PS) von Deutzträgt und in dem platzsparend ein800 l fassender Dieseltank integriertist. Die Kabine (aus einem «FX»-Feldhäcksler von New Holland)kann auf einer Schiene von vorne(Transportstellung) nach der Mitte(Arbeitsstellung) verschoben wer-Automatisch füttern«Optifeeding» ist die intelligenteFütterungslösung von Delaval fürdas Grundfutter, welche die täglicheArbeitsbelastung reduziert und dieHerdenleistung steigert. Futter- undGebäudekosten können gesenktwerden. Eine mehrmalige Futtervorlagepro Tag sorgt nicht nur für eineverbesserte Futteraufnahme, bei Betriebenmit Melkrobotern nehmenauch die Besuche in der Melkstationentsprechend zu (Stand A002 in derHalle 3.2 der Agrama).den. In der Transportstellung fährtdie Maschine auf drei Rädern undhochgeklappten Arbeitsgeräten.Die Breite beträgt dann zulässige3.20 m. Das Vorderrad weist einenLenkeinschlag von 70° auf. DerFahrantrieb erfolgt hydrostatisch,besteht aus zwei Verstellpumpenund insgesamt fünf Radmotoren.Jedes Rad wird von einem Ölmotorangetrieben, somit sind optimaleAntischlupfregelungen und Drehmomentverteilungenmöglich. Diemit Breitreifen (1000/50 – 25) bestücktenFelgen sind mit Regeldruckanlagenausgestattet. Auf derStrasse wird mit 2.5 bar, im Feld mit0.5 bar gefahren.Leicht und kompaktSpeziell für den Schweizer Ackerbauhat Krummenacher Saattechnik diewohl leichteste, kompakteste undgünstigste Säkombination mit einerArbeitsbreite von 3 m entwickelt.Die Kreiselegge mit angebautemScharbalken und Pneupacker mit integriertemSaatstriegel sowie derpneumatischen Säeinheit mit 410oder 660 l Tank und elektronischerFahrgassenschaltung wiegen komplett(mit Kreiselegge) nur rund1200 kg. Mit dieser leichten undkompakten Säkombination (idealfür Traktoren ab 80 PS) werden Weizen,Gerste, Raps, Rübsen, Sonnenblumenoder Grasmischungen in 24Reihen oder über die Fläche gesätund zusätzlich leicht angewalzt(Agrama Stand A 001, Halle 1.2).Im vorderen Bereich der Maschinebefindet sich ein selbstgebauterGrubber, in der Mitte sind zwei Kreiseleggenvom Typ Lemken «Zirkon10/300» verbaut, deren Antriebvollmechanisch erfolgt. Die Funktionder Rückverfestigung übernehmendie vier breiten Räder. Im hinterenBereich befindet sich dieSätechnik, ebenfalls von Lemken(«Solitair 9» mit Doppelscheibenund hydraulischer Schardruckführung).Bei der Saat von Grassamenwird zusätzlich eine Walze angebaut.«Die Maschine weist einenBodendruck auf, der rund der Hälfteeiner vergleichbaren, mit einemTraktor gezogenen Kombinationentspricht», betont Hanspeter Ryser.Auch am Vorgewende seien dieVorteile frappant: «Die Wendungerfolgt in einem Zug». Dank einerStandbreite von 5.90m sei die Maschineauch im Hang gut einzusetzenund weil die Antriebsräder übernahezu die gesamte Breite verteiltseien, gebe es keine Fahrspuren. DieMaschine ist auch in der Lage, Vorauflaufherbizideund Granulate zuapplizieren, so dass viele Arbeiten ineiner einzigen Überfahrt erledigtwerden können.Modernstes TraktorenwerkRund 300 Mio. Euro investierte Agcofür den Ausbau der Kapazitätenvon Fendt in Marktoberdorf (EndmontageTraktoren) und Asbach-Bäumenheim (Kabinenfertigung).Seit anfangs September wird nun inden neuen Stätten produziert, EndeSeptember fand die offizielle Eröffnungstatt. Fendt habe eine grosseGeschichte, aber vor allem einenoch bessere Zukunft, wurde betont.Künftig soll es möglich sein,jährlich bis zu 20 000 Fendt Traktorenbauen zu können.KURZMELDUNGENLANDTECHNIKLindner mit 144 PSDer neue «Geotrac 134 ep» ist nachdem «Geotrac 84 ep» das zweiteModell, das Lindner im Rahmen seinesProgramms «efficient power»auf den Markt bringt. Mit diesemProgramm will man eine maximaleLeistung bei höchster Wirtschaftlichkeitanstreben.Beim «Geotrac 134 ep», er wird2013 den «Geotrac 124» ablösen,ist ein neuer 4.4 l Turbodieselmotormit Commonrail Einspritzung vonPerkins verbaut. Die Nennleistungbeträgt 133PS, maximal bringt esdas Aggregat auf 144PS (nach ISO).Das Drehmoment beträgt 560 Nmbei 1400Umin. Durch das selbstregelndePartikelfiltersystem und diegekühlte Abgasrückführung erfülltder Motor die Abgasstufe 3b. DasGetriebe mit Vierfach-Lastschaltungund Powershuttle verfügt über 32Vor- sowie 32 Rückwärtsgänge undist auf Wunsch mit zusätzlichenKriechgängen erhältlich. Die Lastschaltstufenkönnen manuell oderüber das «APS»-System automatischgeschaltet werden. Standardmässigist auch eine Vierfach-Zapfwelle mitden Geschwindigkeiten 540, 540E,1000 und 1000E. Beim «Geotrac134ep» hat Lindner zahlreiche Innovationenumgesetzt. So arbeitetdie Hochleistungshydraulik vonBosch-Rexroth mit einer Axialkolbenpumpe.Die maximale Förderleistungvon 121 l/min wird laufendan den Bedarf angepasst.Darüber hinaus hat Lindner dasLichtkonzept weiterentwickelt undinsbesondere LED-Tagfahrleuchteneingebaut. Neu ist der IBC-Innenspiegel,der das Bild der serienmässigeingebauten Rückfahrkamerazeigt.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chUFA-REVUE · 11 2012 25


LANDTECHNIKKURZMELDUNGEN«Experience-Center»und NeuheitenDas neue «Experience-Center» vonSteyr in St. Valentin besteht aus einemInformations-, Trainings- undBesucherzentrum. Auf einer Flächevon 1200m 2 stehen modernste Präsentationsmöglichkeitenzur Verfügung.Steyr nutzte diese Gelegenheit,um die neuen Baureihen«Kompakt ecotech» und «Multi»vorzustellen.Die Baureihe «Kompakt ecotech»besteht aus drei Modellen mit 85,95 und 103PS, die alle von einem3.4l Turbo-Motor angetrieben werden.Für schadstoffarme Abluft sorgenaktive Abgasrückführung, Katalysatorund Dieselpartikelfilter. AlsGetriebe gibt es eine 12x12 mecha-Schweizer Premiere für den «MLT 840» von ManitouMit dem «MLT 840» erweitert Manitoudie Produktpalette der Teleskopladerfür den landwirtschaftlichenEinsatz. Mit der maximalenTragkraft von 4 Tonnen und einerHubhöhe von 7.55 m ist die Maschineein wertvoller Helfer, wenn esum die Produktivitätssteigerungbeim landwirtschaftlichen Güterumschlaggeht. Mit vielen Anbaugerätenfür die verschiedenstenZwecke kann die Maschine effizientfür unterschiedliche Arbeiten eingesetztwerden. Ein einfaches Anbausystemsorgt dafür, dass ein Gerätewechselmit wenigen Handgriffenund in kurzer Zeit erledigt ist. Der«MLT 840» verfügt über einen 115oder 137 PS starken 4.5 l Motor vonJohn Deere, der die Abgasnorm derStufe 3b mit einem Dieselpartikelfilter-Systemerfüllt. Passend zurLeistung des Motors gibt es zweiGrössen von Hydraulikpumpen:Beim 115-PS-Modell ist eine mitder Leistung von 150 l/min verbaut,beim 137-PS-Modell findet man einesolche mit 180 l/min. Auchbeim «MLT 840» kommt der patentrechtlichgeschützte JSM-Joystickmit seiner ergonomischen Griffformzum Einsatz. Er ist in der rechtenArmlehne integriert und kann wiedie Verlängerung des eigenen Armsbetrachtet werden. Mit diesem Hebelkönnen alle Ausleger- und Fahrbewegungenausgeführt werden, sodass der Fahrer die linke Hand stetsfrei für das Lenken des Laders hat.Mit einem Wendekreis von 3.98 mkommt der «MLT 840» auch in engenVerhältnissen gut zurecht.Der Fahrer kann mit Tastendruckzwischen den Lenkungsarten Allrad,Front, Hundegang und der sogenanntenManitou-Lenkung wählen,bei der die hinteren Räder leichteingeschlagen sind und mit den vorderengelenkt werden kann. Zur Serienausstattunggehört ebenfalls dasneue «M-Shift»-Automatikgetriebe,ein Powershift-Getriebe mit 5 Gängen.Diese werden feinfühlig geschaltet,entweder automatischoder manuell über Tasten am«JSM»-Hebel. Mit der Wandler-Überbrückungskupplung («Lockup»)wird eine durchgängige, festeVerbindung zwischen Motor undGetriebe hergestellt. Dadurch werdenFahrgeschwindigkeiten vonüber 23 km/h im 4. Gang und über38 km/h im 5. Gang ermöglicht.nische Version, optional ein solchesmit Powershuttle oder ein 24x24mit 2-facher Lastschaltung, Powerclutchund Powershuttle. Mit einemWendekreis von 4m, einem Gesamtgewichtvon 3700kg und einerBauhöhe von weniger als 2.60msind die Traktoren flexibel einsetzbar.Überzeugend ist die gute Sichtaus der Kabine mit ebenem Boden.Ein Dachfenster wird Frontladerarbeitenerleichtern und sorgt zudemfür einen hellen, freundlichen Arbeitsplatz.Als Nachfolger des Steyr «9000MT» wird es ab Dezember diesesJahres den Steyr «Multi» (Bild) indrei Modellen mit 99, 107 oder 114PS geben. Angetrieben werdendiese Modelle ebenfalls von einem3.4 Liter Common-Rail Motor mitEGR und Dieselpartikelfilter (DPF).Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chNeu: Rapid «Orbito»Rapid erweitert sein Sortiment. Aufder Agrama 2012 in Bern wird dasneue Modell Rapid «Orbito» erstmalsder Öffentlichkeit vorgestellt.Die neue Maschine ist vor allem fürschwere Anbaugeräte konzipiert.Punkto Funktionen, Bedienerfreundlichkeitund Arbeitseffizienzsoll das Gerät in neue Dimensionenvorstossen.Die Ingenieure von Rapid stelltenwährend der Entwicklung die Bedürfnisseder Bedienperson ins Zentrum.Unter Berücksichtigung ergonomischerAspekte wurde einPrioritätenmanagement umgesetzt.Entstanden ist daraus nun eine moderneMaschine, die auch mitschweren Anbaugeräten wie beispielsweiseden Schlegelmulchern,Breitspurmähwerken, Schneefräsen,Kreiseleggen oder Umkehrfräsen intuitiv,leicht und sicher zu bedienensein soll.Kverneland übernimmtKverneland will das Werk vonGallign ani im italienischen Ravennajetzt komplett übernehmen, nachdemman sich vor zwei Jahren imRahmen eines Joint Ventures beteiligthatte. Die vollständige Integrationsoll Synergien im operativenBetrieb, im Qualitätsmanagementsowie in Forschung und Entwicklungfreisetzen. Die KvernelandGruppe wird den Vertrieb vonRundballenpressen und Wicklernunter der eigenen Marke, aber auchfür die Partner wie Fendt undMassey Ferguson fortführen. DieProduktion und der Vertrieb vonkonventionellen Pressen, die gegenwärtigin der Türkei produziert werden,bleiben dagegen im Besitz vonGallignani. Ebenso soll das Familienunternehmendas Frontladergeschäftvorderhand unter der Marke«Sigma 4» unverändert unter eigenerRegie fortführen.«Comprima» mit WeltrekordMit 149 Ballen in der Stunde hat eineKrone «Comprima F 125 XC» einenneuen Weltrekord aufgestellt.Realisiert wurde dieser Rekord imAugust auf einem 35 ha Weizenschlagin Klein Oschersleben (Sachsen-Anhalt).Säen und DüngenPöttinger ergänzt seine Linie derMulchsaatmaschinen «Terrasem»mit einer Unterfussdüngung. DieseTechnik ermöglicht zeitgleich zurAussaat das Ausbringen von MikroundMakronährstoffen, um optimaleWachstumsbedingungen bereitsin der Jugendphase des Korns zuschaffen.26 11 2012 · UFA-REVUE


Stocker Fräsen & Metallbau AGgsund und zfrideAGRAMA, Halle 3.00,Stand C 005www.silofraesen.chSilofräsenPferdemistabsauganlagenGärfuttersiloZuckerrübenschnitzelsind eines derkostengünstigstenFuttermittelSie können lose, in Rundballen odergetrocknet bezogen werden.Bestellen Sie bei Ihrem Händlerinfo@zucker.ch, www.zucker.chKRUMMENACHER SAATTECHNIK AGAGRAMAHalle 1.2, Stand A 001Krummenacher Saattechnik AG, 6042 DietwilTel. 041 787 39 56 Fax 041 787 33 38Zeigt die Buchhaltung einen Gewinn,liegt auch für die Familie etwas drin.Schweizer Genetik mitPrimera ® -Jungsauenjetzt bestellen!Wir beraten Sie bei der Buchführung, den Steuern und beiTragbarkeitsberechnungen. Gut beraten – seit Generationen.Laurstrasse 10, 5201 Brugg AG 1, Tel. 056 462 51 11, www.sbv-treuhand.chPayerne: Tel. 058 433 79 51, Zollikofen: Tel. 058 433 79 00Sursee: Tel. 058 433 78 00, Wil SG: Tel. 058 433 77 00www.anicom.chUFA-REVUE · 11 2012 27


LANDTECHNIKProduzierende Landwirtschaftbraucht innovative TechnikJÜRG MINGER äussert sich zur bevorstehenden Agrama und zum Schweizer Landmaschinenhandel.Der Präsident des Landmaschinenverbands (SLV) ist überzeugt, dassdie Schweizer Bauern auch künftig in innovative Landtechnik investieren werden.Jürg Minger,Geschäftsführervon BucherLandtechnik AG inNiederweningenund Präsident desschweizerischenLandmaschinen -verbands (SLV).UFA-Revue: Am 22. November öffnendie Tore zur Agrama 2012. Waserwartet die Besucher bei der Ausgabe2012?Jürg Minger: Bei 250 Ausstellern – 20mehr als vor zwei Jahren – erwartet dieBesucher eine neue Rekordbeteiligung.Wie man bereits jetzt weiss, werdenheuer ausserordentlich viele Neuheitenund Innovationen zu sehen sein.Welche Neuerungen gibt es für die Besucher?Die Messeleitung hält grundsätzlich amerfolgreichen Konzept fest. Es gibt daherkeine grundlegenden Veränderungen.Erwähnenswert ist die Ergänzungdes Produktverzeichnisses mit dem Segmentder «Energiegewinnung»,erstmalswerden Firmenzu diesem Themaausstellen.Weiter kann man zwei neue Hallen undden neuen Empfangspavillon nutzen. Sostehen zusätzlich 7700m 2 Ausstellungsflächenin Hallen zur Verfügung, die wir«Maschinen sind heute20 % günstigerals vor zwei Jahren».aufgrund der Nachfrage auch brauchen.Trotzdem werden auch dieses Jahr zusätzlichdrei Zelthallen aufgestellt.Die Landtechnik fasziniert – auch überden landwirtschaftlichen Sektor hinaus.Stellen Sie Veränderungen beim Profilder Besucher fest?Die Agrama ist und bleibt eineFachausstellung für die Bauern,angepasst an die Bedürf-nisse der Schweizer Landwirtschaft. DieLandtechnik fasziniert über die Branchehinaus, dies spüren wir übers Wochenendebeim grossen Besucheraufkommen.Da leistet der SLV eine Art Öffentlichkeitsarbeitfür die Landwirtschaft.Man stellt fest, dass sich das Besucherprofilin den vergangenen Jahrenbezüglich des technischen Wissens starkverändert hat. Die Landwirte sind heutesehr gut über die Technik und über dieverschiedenen Anbieter informiert.Wie positioniert sich die Agrama im Vergleichzu anderen Messen?Lohnunternehmer und grosse Betriebebesuchen natürlich auch die bekanntenLandtechnikmessen im Ausland. Wirspüren aber ein Bedürfnis, dass es eineprofessionelle Landtechnikmesse für dendurchschnittlichen Schweizer Betriebbraucht. Die Agrama geniesst im Ausland,vor allem in grenznahen Gebieten,ein hohes Ansehen. So kommen auchviele Besucher aus diesen Gegenden.Was heisst das für die Aussteller?Es ist wichtig, dass die Standbetreuerprofessionell auftreten und ihre Produktequalitativ entsprechend positionieren.Der Besucher will heute hoch professionellinformiert werden.Was bieten Sie als Veranstalter, damitdiese Professionalität gewährleistet wird?Wie bieten den Ausstellern alle neuzeitlichenMittel für einen professionellenAuftritt. Ich erwähne da die neuen Hallen,die man auf unseren Druck erstellthat, dann auch die Möglichkeit, Eintrittskartenvia Internet zu bestellen undden Newsletter, der regelmässig überden Stand der Arbeiten informiert.28 11 2012 · UFA-REVUE


LANDTECHNIKAgrama im Überblick• 22. – 26. November 2012 auf demGelände der Bernexpo.• Geöffnet jeweils von 9 bis 17 Uhr.• Eintrittspreise: 15 Fr., 10 Fr. fürJugendliche (bis 20 Jahre) undStudenten, Kinder gratis. Bezug vonTickets im Vorfeld überwww.agrama.ch• Anreise: Mit ÖV bis HauptbahnhofBern, dann mit Tram Nr. 9 (bis End -station «Guisanplatz») oder Bus Nr. 20(bis «Wankdorf Bahnhof»). S-BahnBern bis Station« Wankdorf Bahnhof».Mit dem Auto (A1, A6, A12) beimAutobahnkreuz «Wankdorf» Ausfahrt«expo».Werden heute an der Agrama noch Geschäfteabgeschlossen?Es gibt sicher das eine oder andere Geschäft,das spontan abgeschlossen wird.In der Regel sind sie aber im Vorfeld vorbereitetworden, der Kunde vergewissertsich an der Agrama nochmals undunterschreibt an der Messe den Kaufvertrag.Aber er informiert sich bereitsweiter und bekommt an der Messe entsprechendeImpulse für künftige Investitionen.Die Produktion bei den Landtechnikherstellernläuft auf Hochtouren? Spüren Siedas auch in der Schweiz – wenn ja wie?Ja, die Hersteller sind auf hohem Niveausehr gut ausgelastet. Wir spüren das, indem die Lieferfristen wieder länger werdenund die Preise (in Euro gerechnet)tendenziell ansteigen.Wie ist die Branche mit dem Euro-Einbruchumgegangen?Die Preissenkungen sind in Form vonAktionen und Währungsrabatten weitergegebenworden. Wir mussten diesauch machen, ansonsten die Direktimportezugenommen hätten. Viele Importeurehaben generell die Preislistenangepasst. In der Zwischenzeit sindauch die Preise für Occasionen zurückgegangen.Die Landwirte haben davonprofitiert und entsprechend Landtechnikeingekauft.Direktimport: Kaufen die Schweizer imgrossen Stil Technik im Ausland?Wie bereits gesagt, die Schweizer Importeurehaben den Kursverlust desEuro in Form von Preissenkungen weitergegeben.Es wird jedoch immer Auslandkäufegeben. Vergleicht man Gleichesmit Gleichem, so dürften die Preiseim Ausland aber nicht billiger sein. ImGegenteil, betrachtet man auch dieDienstleistungen zum jeweiligen Produkt,so behaupte ich, dass man in derSchweiz günstiger einkauft und mehr fürsein Geld bekommt.Der Schweizer Landtechnik-Markt hatsich auch im ersten Halbjahr 2012 gutgehalten. Wie werden die Zahlen EndeJahr aussehen?Nach einem sehr guten Vorjahr wirdauch das 2012 auf gutem Niveau abschliessen,denn man profitiert immernoch vom tiefen Euro-Kurs. Zudem verleihendie neuen Abgasnormen demTraktorenmarkt zusätzlichen Schub, indem die letzten Tier-3-Traktoren mit Aktionenverkauft werden. Dieses grössereVolumen bei den Traktoren wirkt sichauf den Verkauf von Futterernte- undAckerbau-Technik aus. Es wird auch indiesen Segmenten mehr verkauft.Gibt die Agrama diesbezüglich Schwung?Ich bin überzeugt, dass die kommendenQuartale dank der Agrama und anhaltendtiefem Eurokurs auf hohem Niveauabschliessen werden. Man muss bedenken:Die Maschinen sind heute rund20% günstiger als noch vor zwei Jahren.Wie beurteilen Sie Zukunft des SchweizerLandtechnikmarkts?Ich bin überzeugt, dass in der Schweizauch künftig ein breiter (politischer)Konsens besteht, dass man eine aktiveLandwirtschaft betreibt, die Qualitätsprodukteherstellt. Dazu braucht es innovativeLandtechnik, und die Landwirtewerden in diese investieren. DerTraktorenmarkt dürfte sich zwischen2000 bis 2500 Einheiten bewegen, mitTendenz zu mehr Leistung und bessererAusrüstung.Vor welchen Herausforderungen steht derLandmaschinenhandel?Die Technik wird heute immer komplexer,denken wir nur an das Motorenmanagementmit den elektronischen undhydraulischen Komponenten, an dieGPS-Fahrsysteme oder die aufkommendenTelematik-Systeme. Das muss vomHandel verstanden, repariert oder gewartetwerden. Dies ist nur möglich,wenn der Händler die nötige Infrastrukturund die Fachspezialisten zur Verfügunghat. Die Hersteller sind gefordert,mit Schulungen die Händler auf das nötigeNiveau zu bringen, damit diese denAufgaben gewachsen sind.Sind allenfalls Veränderungen in Ausbildungoder im Auftritt beim Handel angesagt?Wir haben heute in der Schweizer Landtechnikein ausgezeichnetes Ausbildungssystem.Bereits beim Lehrlingwird in seiner Grundausbildung auf dieerwähnten Techniken eingegangen. DasGanze wird in Weiterbildungen durchdie Hersteller und Importeure noch gefestigt.Selbstverständlich sind dieHändler gefordert, ihre Infrastrukturund das Fachwissen laufend den Anforderungender Kunden anzupassen. Wirwollen vom «Schmitten»-Image weg,hin zur Landtechnik-Werkstätte.Das ruft nach Strukturbereinigungen?Die Strukturbereinigung läuft, vielleichtnicht in jenem Tempo, wie die Importeuredas wünschen. Es schliessen sichmehr und mehr Händler zusammen, umdiese Anforderungen noch besser erfüllenzu können.Ist die Schweizer Landwirtschaft heuteübermechanisiert?Überhaupt nicht! Wer bei der ProduktqualitätSpitze sein will, braucht entsprechendinnovative Landtechnik. Manstellt auch fest, dass immer mehr Arbeitendurch Lohnunternehmer ausgeführtwerden, die wirtschaftlich und effizientarbeiten.Wie lauten Ihre persönlichen Ziele für dieAgrama 2012?Da die Zahl der landw. Betriebe stetigzurückgeht – Ende 2011 waren es nochrund 57600 Betriebe – wäre es ein Riesenerfolg,wenn wir an der diesjährigenAgrama 45000 Besucher oder mehr begrüssenkönnten. Ich bin zuversichtlich,dass es eine der besten Agrama gebenwird. Ich selbst hoffe auf einen reibungslosen,unfallfreien Verlauf und natürlichauf volle Auftragsbücher. «Wer bei derProduktqualitätSpitze seinwill, brauchtinnovativeLandtechnik».Autor Dr. RomanEngeler, UFA-Revue,8401 WinterthurINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 29


KNOW-HOWPRAXISTESTAuf schwierigen Böden zuhauseDIE BESTELLKOMBINATION HORSCH «PRONTO KR 6» ist eine gezogene, miteiner Kreiselegge kombinierte, pneumatische Sämaschine, die auf schweren Bödennach dem Pflug oder auch als Mulchsaatmaschine eingesetzt werden kann. Bearbeiten,Rückverfestigen, Säen und Andrücken: Alles wird in einem Arbeitsgang erledigt.Der Name «Horsch» ist den Branchenkennernals Pionier der reduziertenBodenbearbeitung schonlange bekannt. Vielleicht nicht sobei uns, aber der neue Schweizer Im -porteur GVS-Agrar setzt mit seinem indiesem Jahr geschaffenen «Terra Profi»-Vertriebsnetz alles daran, die Produkteeinem grösseren Kreis geläufiger zumachen.«Wir arbeiten für das, was wir selbstals richtig erachten», sagte FirmenchefMichael Horsch unlängst in einem Interview.Deshalb stehen für den gelerntenLandwirt bei seinen Maschinenentwicklungenstets die Endkunden und alswichtige Punkte Ertragssteigerungen,Kostensenkungen oder das Vereinfachenvon Prozessen im Vordergrund.So auch bei der Bestellkombination«Pronto KR 6», die 2009 – zum 25-Jahr-Jubiläum des Unternehmens – auf denMarkt kam. Die «Pronto KR 6» ist eine6m breite, beim Zugfahrzeug an denUnterlenkern angehängte Bestellkombinationmit separatem Fahrwerk undweit vorne liegendem Sätank mit einemVolumen von 2800l. Bei der Arbeit wirddieses Fahrgewerk gehoben, der Sätankbelastet die Hinterachse des Traktors,was die Traktion verbessert und keineFahrspuren auf dem Feld hinterlässt.Bodenbearbeitung In der «ProntoKR 6» ist eine klappbare Kreiselegge mitZinkenschnellwechsel integriert. DieDrehzahl kann durch Umstecken derZahnräder im Getriebe verändert werden.Die Rückverfestigung erfolgt übereine ebenfalls zweigeteilte Cracker-Packerwalze(auf Wunsch bietet Horschauch andere Walzenmodelle an), derenTiefe in vier Positionen über eine sogenannteLochkulisse verstellbar ist. Währendder Arbeit übernimmt diese Walzedie Tiefenführung der Kreisel egge.Doppelscheibenschar Vom Tankwird das Saatgut per Luftstrom über dasDosiergerät in die Fallschleuse gefördert,die sich in zwei Injektoren aufteilt.Diese bedienen je einen Verteilkopf, dieausserhalb der Tanks, nahe an den Säscharenplatziert sind. Eine halbseitigeAbschaltung (elektrisch oder manuell)ist möglich. Dabei verschliesst eineKlappe den Zugang zum Verteiler undPraxisstimme zur Säkombination Horsch «Pronto KR 6»ufarevue.chWerner RüttimannDas Lohnunternehmen Thomas EstermannAG in Eschenbach (LU) setzt bereits inder dritten Saison eine Säkombination vomTyp «Pronto KR 6» ein. Als Zugfahrzeugwird ein 280 PS starker Traktor verwendet.Früher arbeitete man bei Estermann miteiner 3-m-Maschine. «Wir brauchten abermehr Leistung, haben aus diesem Grundverschiedene Produkte im Ausland ange -schaut und uns dann für diese Maschinevon Horsch entschieden», sagt WernerRüttimann, Teilhaber bei Thomas Ester -mann AG. Damit werde man mit denunterschiedlichsten Anforderungen –Felder mit Vorbearbeitung durch Pflug,Grubber, Scheibenegge oder Mulchsaat –gerecht. 6m Arbeitsbreite passe zudemauch besser zu den verschiedenen Breitender Pflanzenschutzspritzen.Wie bei vielen Lohnunternehmern üblich,wurde auch diese Sämaschine für dieeigenen Bedürfnisse etwas modifiziert. Sowurde eine Förderschnecke angebaut,damit das Befüllen des Tanks komfortablergeht. Zudem wurde das Fahrwerk mit einerbreiteren Bereifung (750er) bestückt undmit einer Lenkachse versehen. Beides sollam Vorgewende zur Bodenschonungbeitragen. Dann wurde auch eine grössere,etwas besser drehende Packerwalze ein -ge baut. Dies vor allem auch deswegen,weil man einen Abstand der Säschare von12.5 cm gewählt hat. «So passen die Ringeder Walze optimal zum Säaggregat», sagtWerner Rüttimann.Die Resultate liessen sich sehen. «Bei gutenVerhältnissen säen wir bis 3 ha/Std.», hältWerner Rüttimann fest. Pro Jahr sind esdann um die 450 ha, vorwiegend Getreide,Raps und Futterbaumischungen. Ja, anfänglichseien die Kunden etwas skeptischgewesen ob der Grösse der Maschine.Aber: «Je grösserdie Arbeitsbreiteist, desto ebenersind die Flächen, wasdann Vorteile beimMähdrusch, vor allem aber bei derFutterernte bei angesäten Kunst wiesenbringt», bilanziert Werner Rütti mann.Zudem seien im Vergleich zu einem 3-m-Modell nur die halbe Zahl der Durch -fahrten und Wendemanöver nötig.Die Maschine habe sich bewährt, auchwenn deren Bedienung eine gewisse Ein -führungszeit brauche, sagt Werner Rütti -mann abschliessend. «Eine kompakteMaschine mit idealem Gewicht, guterÜbersicht und optimaler Sätechnik, mit derman das Saatgut auch bei schwierigenVerhältnissen sicher in den Boden bringt»,so sein Fazit.30 11 2012 · UFA-REVUE


PRAXISTESTKNOW-HOWdas Dosieraggregat verringert die Aussaatmenge(bei der elektrischen Varianteautomatisch – dies übrigens auch beiaktivierter Fahrgassenschaltung). EinSensor überwacht den Saatgutfluss undschlägt Alarm, wenn kein oder unregelmässigSaatgut fliesst.Als Säschare sind bei der «ProntoKR 6» Druckrollen geführte «Turbo-Disc»-Doppelscheiben mit 34cm Durch -messer mit 15cm (auf Wunsch auf12.5cm) Reihenabstand verbaut. DieSäschiene ist in der Mitte geteilt. DieTiefeneinstellung der beiden Segmentekann man über ein Zahnrad verändernund dann mit einem Bolzen sichern. Dergewünschte Schardruck wird über eineSpindel eingestellt. Optional gibt es einehydraulische Schardruckverstellung,mit welcher der über die Spindel festgelegteDruck bei besonderen Bedingungenpunktuell erhöht werden kann.Dosierung Für die verschiedenenArten von Saatgut und Ausbringmengengibt es bei Horsch eine Fülle von Dosierrädern,was das Einsatzspektrum derMaschine erhöht. Hat man das passendeDosierrad gewählt, geht es an dasAbdrehen. Zu diesem Zweck stellt maneinen Auffangbehälter unter den Dosiererund startet diesen per Schalter. Derelektrische Abdrehvorgang läuft dannDas Fahrwerk wurdenachträglich mit einerLenkachse versehen.Ebenfalls eineAnpassung ist dieMöglichkeit, den Tankmit einem Schneckenfördererzu füllen.Optional kann diepunktuelle Nach -r egulierung desSchardrucks übereinen Hydraulik -zylinder erfolgen.Die Dosierräderkönnen mit einfachenHandgriffen aus -getauscht und für dasjeweilige Saatgutangepasst werden.Die Säschiene ist mit«TurboDisc»-Doppelscheiben(34 cmDurchmesser) beiReihenabstand 15 cm(auf Wunsch 12.5 cm)ausgestattet.Bild: M. GehrigSteckbrief SäkombinationHorsch «Pronto KR 6»Arbeitsbreite: 6.00 m. Transportbreite:2.95 m. Transporthöhe: 3.50 m.Länge: 7.05 m.Gewicht: 7500 kg.Saattankinhalt: 2800 l.Anzahl der Schare: 40 oder 48 mit5 – 120 kg Schardruck.Reihenabstand: 15 oder 12.5 mArbeitsgeschwindigkeit: 6 – 13 km/h.Leistungsbedarf: 220 – 330 PS.Geeignet für alle Saatgutarten von Maisüber Getreide und Gras bis hin zuFeinsämereien.(Herstellerangaben)solange, bis er von Hand gestoppt wird.Anschliessend wird die ausgewogeneMenge am Terminal eingegeben. DerComputer kalibriert und berechnetdann jenen Geschwindigkeitsbereich, indem die eingestellte Menge auszubringenist. Die Überwachung der Fahrgeschwindigkeiterfolgt über einen Radarsensor.Der Rechner steuert aufgrunddieser Werte die Drehzahl der Dosierräder.Fällt der Radarsensor aus, muss miteiner konstanten, vorgegebenen Geschwindigkeitgefahren werden. Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue,8491 WinterthurIn loser Folge publiziert die UFA-Revueunter dem Titel «Praxistest» Berichteüber landwirtschaftliche Maschinen. DieInterviewpartner, respektive Eigentümerdieser Maschinen, werden jeweils inZusammenarbeit mit den Herstellernoder Importeuren ausgesucht.www.gvs_agrar.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 31


KNOW-HOWERFOLGSTORYLeidenschaft für Tier und TechnikDER MELKROBOTER LELY «ASTRONAUT A4» kam 2010 auf den Markt und hatseither vor allem wegen dem «I-Flow»-Konzept, bei dem die Kuh nun in einer geradenLinie in die Melkbox geht und diese verlässt, für Furore gesorgt. Mit den Optionen«Manager» und «Operator» kann man zwischen zwei verschiedenen Ausrüstungsvariantenauswählen.Die beiden Cousins Andrea Bizzozeround Alessio Benzoni – sie betreibenmit der Firma «Agri Bi&Be»einen Milchviehbetrieb mit Viehhandelund Lohnunternehmen – habenvor eineinhalb Jahren in einen Melkroboterdes Typs «Astronaut A4» von Lelyinvestiert. «Wir standen damals vor derFrage, mit der Milchproduktion aufzuhörenoder in diesem Segment eine klareVorwärtsstrategie einzuschlagen». Dader Betrieb, wie erwähnt, auch Lohnarbeitenausführt, stellten die mehr oderweniger starren Melkzeiten im Laufstallmit Melkstand in hektischen Zeiten ofteinen Engpass dar. «Mit dem Melkroboterkönnen wir heute viel flexibler unsereLohnarbeiten ausführen», betontAlessio Benzoni.Nach einer kurzen Evaluationsphasefiel der Entscheid schnell auf das Produkt«Astronaut» von Lely. «Da diese Investitionfür die Zukunft ausgerichtet ist,wollten wir nicht nur das neuste Modell,sondern auch jenes mit der bestenAusrüstung», hält Alessio Benzoni fest.So wählte man den Typ «A4» in der Ausrüstungsvariante«Manager».Geradeaus Mit dem «A4» erhieltder «Astronaut» eine Fülle neuer Technik:So eine Milch schonende Pumpe,welche die Milch mit Druckluft anstellerotierender Räder in den Tank befördert.Zudem wurde bei den Verschleissteilendarauf geachtet, dass diese nunleichter auszubauen sind.Vor allem aber wurde beim «A4» derEin- und Austritt aus der Melkbox verändert.Diese Durchgangskonstruktion– für Lely das revolutionärste Elementbeim Roboter der neuen Generation –nennt sich «I-Flow»-Konzept: Eine KuhAlessio Benzoni: Leidenschaft für Tier und Technik.kann nun geradeaus in die und aus derBox gehen. Da einige Hindernisse beseitigtwurden, soll die Hemmschwelle fürdie Tiere nun gering sein, damit sie dieBox nach ihren eigenen Rhythmen aufsuchenkönnen. Alessio Benzoni kanndies nur bestätigen: «Dank diesem Konzeptwar die Angewöhnungszeit für dieTiere äusserst kurz». Bereits nach demzweiten Tag habe der Roboter bei freiemTierverkehr reibungslos funktioniert.Beim bestehenden Stall mussten AndreaBizzozero und Alessio Benzoni zuvoreinen 2x3-Fischgräten-Melkstandabbrechen, um Platz für den «Astronaut»Roboter und für ein Büro schaffenzu können. Während dieser Umbauzeitstand der Melkroboter in einem Laufhofausserhalb des Stalls.Separate Zentraleinheit Neu istbeim «A4» auch, dass – angefangen vonder Vakuumpumpe über den Milchabscheiderbis hin zur Reinigung – nun wesentlicheTeile der Technik in eine separateZentraleinheit umgezogen sind. Dadie Zentraleinheit bis zu 30m entferntvon der Melkbox stehen darf und bis zuzwei Melkboxen versorgen kann, spartdieser modulare Aufbau Kosten bei einerspäteren Erweiterung der Anlage.Der «Astronaut A4» verfügt optionalüber ein 12"-Display mit Touchpad amMelkroboter. Dort können nun sämtlicheDaten des Herdenmanagement-Programms «T4C» abgerufen werden,die aber auch weiterhin beim Stall-PCzur Verfügung stehen.Erfahrungen «Eine um 10% höhereMilchleistung bei gleichgebliebenerQualität, weniger Mastitis und mehrRuhe in der Herde»: So lautet das Fazitnach eineinhalb Jahren Roboter-Melken32 11 2012 · UFA-REVUE


Der regelmässige Service ist wichtig:Tom Feitknecht und ChristophBrunner bei ihrer Arbeit.ERFOLGSTORYvon Alessio Benzoni. Aber auch für ihnselbst habe sich die Arbeit verändert.Obwohl er immer gerne gemolken habe,schätze er heute den vermehrtenUmgang mit der Technik und die Überwachungder Herde am Computer.«Meine Leidenschaft gilt heute gleichermassendem Tier wie der Technik», gibtAlessio Benzoni zu Protokoll.Heute sind es etwas über 50 Kühe,die pro Tag durchschnittlich 2.7 mal dieBox des Melkroboters aufsuchen. Demnächstsoll ein zweiter Stall in Betriebgenommen werden, in dem dann Galtküheund Jungtiere gehalten werden.Unser Ziel ist, einen Bestand zwischen60 und 65 Kühe mit dem Roboter melkenzu können. «Aufgrund der aktuellenSituation drängt sich für uns vorerst keineweitere Ausdehnung der Produktionauf», sagt Alessio Benzoni. Sollte derMilchpreis wieder in eine andere Richtungzeigen, sei eine Erweiterung sicherdenkbar.ServiceEntscheidend für einen erfolgreichenRoboter-Betrieb ist das Funktionierender Anlage. «Bis jetzt hatten wir keinegrösseren Pannen, die bisher aufgetretenenFehler konnten wir grösstenteilsselbst oder nach telefonischer Hilfedurch das Lely Center beheben», sagtAlessio Benzoni.Mit dem abgeschlossenen Service-Vertrag melden sich die Lely Techniker,bevor ein Service ansteht, der jeweilsspätestens nach sechs Monaten odernach 20000 Melkvorgängen durchgeführtwird.Da die Lely Techniker via Internet mitder Maschine verbunden sind, könnensie zuvor alle wichtigen Daten abrufenund sich so optimal auf den Service vorbereiten.Denn die Zeit drängt jeweils,sollte der Roboter doch nur kurze Zeitausser Betrieb sein. In rund zwei Stundensind die Arbeiten wie Ersetzen derVerschleissteile und Prüfen von Ag -gregaten wie Vakuumpumpe oder Pulsationin der Regel erledigt – und derRoboter für die nächsten 20000 Melkungenwieder bereit.KNOW-HOWWettbewerbGewinnen Siediesen Subaru XVim Wert vonFr. 25 900.– undeinen von dreiSofort-Preisen!Ob Sie zum Vergnügenoder aus Verpflichtungunterwegs sind, jedeStrecke ist für Überraschungengut. Genau richtig fürden neuen Subaru XV. Erfährt Sie spielerisch überStrassen aller Art, ob in derCity oder weit draussen,ob Boulevard, Feldwegoder Autobahn. Die Strassegehört Ihnen und IhremSubaru XV mit 1.6-l-Motorund 114 PS.Schreiben Sie ein SMS (90 Rp.) mitKFL agromont Name Adresse andie Nummer 880 oder nehmen Sie viaInternet auf www.ufarevue.ch teil.Teilnahmeschluss ist der 4. Dez. 2012.Sofort gewinnen!1. Preis Reform Kombi2. Preis Rukka Jacke Mauro3. Preis Reform T-ShirtZwei VariantenDen «Astronaut A4» gibt es in zwei Ausführungen, in den Versionen «Operator» und«Manager», um den individuellen Bedürfnissen der Anwender besser Rechnung tragenzu können.Astronaut A4 Manager OperatorEdelstahl-Kuheinheit s sWaage (Wiegeboden) o oEine Futtersorten s sZwei Futtersorten s oDrei Futtersorten o xVier Futtersorten o xFuttersensor s oDosiervorrichtung für Mineralstoffe o oZellzahlmessung o oDampfreinigungssystem o oFlüssigfütterung o xE-Link mit Bildschirm 12" 10"Messung Wiederkau-Tätigkeit o xMessung Aktivität o oErfassung von Milchtemperatur und -inhaltsstoffen s ss = Serie; o = Option; x = nicht verfügbarAutor Dr. RomanEngeler, UFA-Revue,8401 WinterthurIn loser Folge publiziertdie UFA-Revue unterdem Titel «Praxistest»Berichte über landwirtschaftlicheMaschinen.Die Interviewpartner,respektive Eigentümerdieser Maschinen,werden jeweils inZusammenarbeit mitden Herstellern oderImporteuren ausgesucht.www.lely.comINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12Agromont AGReform Schweiz, 6331 Hünenbergwww.agromont.ch«Muli T10 X» setzt neue Massstäbein der Oberklasse5050kg Nutzlast bei einem Gesamt -gewicht von 8000kg und erhöhteAchslasten sprechen für sich. Dankneuester Technik verbindet der 109PSstarke Transporter «Muli T10 X» vonReform maximale Nutzlast mit ge ring -stem Eigengewicht und ist damit einzig -artig in seiner Klasse. Zusätzlich bietendas neue Retarder-Bremssystem und dasGetriebe mit Splitting ein höchstes Massan Sicherheit.UFA-REVUE · 11 2012 33


KNOW-HOWPRAXISTESTKompakt mit tiefem SchwerpunktDAS FRONTMÄHWERK «SPLENDIMO 300 FS» präsentierte Lely erstmals 2011und untermauerte damit seine Ambitionen, auch im Hügelgebiet mit adäquater Technikpräsent zu sein. Das Scheibenmähwerk besticht mit niedrigem Schwerpunkt sowieKraftbedarf und eignet sich aufgrund der schmalen Schwaden und seinen kompaktenAb messungen für das tägliche Eingrasen.Das Frontmähwerk Lely «Splendimo300 FS» ist mit einem neu entwickelten,pendelnden Anbaubockausgestattet. Der sorgt dafür, dassdie Maschine ausreichend Platz hat, umsich in der Horizontalebene zu bewegenund sich den Bodenkonturen anzupassen.In der vertikalen Richtung wird diePendelung über zwei grosse Federn mitverstellbarer Spannung gewährleistet,so dass der Bodendruck der Maschineeinfach verändert werden kann. DieSchnitthöhe ist stufenlos zwischen 3und 8cm verstellbar.Modularer Mähbalken Das Mähwerkmit einer Arbeitsbreite von 3.00mbesitzt einen modular aufgebautenMähbalken in einer 7-Scheiben-Konfiguration.Alle Scheiben drehen nach innenzur Mitte hin. So wird der Schwadschmaler und von daher stammt auchder Buchstabe «S» in der Bezeichnungdes Mähwerks. Zwischen den Mäheinheitenwurden längere Abstandhaltereingebaut, damit die Scheiben mitden 120 mm Standardmähklingen (proDas Scheibenmähwerk Lely «Splendimo 300 FS» weist einen niedrigenSchwerpunkt auf, benötigt wenig Kraftbedarf und eignet sich aufgrund derschmalen Schwaden sowie den kompakten Abmessungen für das täglicheEingrasen wie für das Heumähen.Scheibe zwei Klingen) bestückt werdenkönnen. Auf den beiden äusseren Mäh-scheiben sitzen Trommeln. Die sorgenihrerseits für eine schmale Schwade.Praxisstimme zum Frontmähwerk Lely «300 FS»Martin Ernst (l.)zusammenmit seinem VaterHeinrich (r.).Das neue Frontmähwerk Lely «Splendimo300 FS» ist seit Mai 2012 auf dem Hof vonMartin Ernst im aaragauischen Widenin Betrieb. «Landmaschinenhändler RuediBachmann wollte uns eigentlich einenTraktor vorführen und nahm dabei diesesFrontmähwerk mit», berichtet MartinErnst. Dieses Mähwerk hinterliess bei derDemonstration unter schwierigen Ver -hältnissen mit nassem, liegendem Graseinen derart guten Eindruck, dass es gleichgekauft wurde. Auf dem hügeligen Betriebwurde (und wird) zwar auch noch miteinem Zweiachsmäher gemäht, doch stösstdiese Mechanisierung vor allem bei grossenFlächen an die Grenzen, weshalb MartinErnst schon seit einiger Zeit auf der Suchenach einer neuen Lösung war.Pro Jahr werden auf dem Betrieb rund50 ha mit dieser Maschine gemäht. «DasMähwerk ist leicht, baut nahe am Traktoran und überzeugt von der Konstruktionmit dem Antrieb der Scheiben und derMesserhalterung», gibt Martin Ernst zuProtokoll. «Wir haben es an einem 100-PS-Traktor angebaut».Als Vorteil erwähnt er die Tatsache, dassman das Mähwerk mit wenigen Handgriffenöffnen kann. «So ist jene Zugänglichkeitgegeben, die es braucht, damit man esauch regelmässig reinigt und wartet». Indieser Saison wurde das Frontmähwerk aufHerz und Nieren geprüft, bei viel ver -holztem Gras. Fazit: «Wir können nichtsNegatives sagen, es hat sehr schöngemäht».34 11 2012 · UFA-REVUE


SteckbriefFrontmähwert Lely «Splendimo300 FS»Arbeitsbreite: 3.00 mAnzahl Scheiben: 7 Scheiben mit je2 Klingen. 2 Schwadtrommeln (linksund rechts) und 2 Schwadscheiben.Gewicht: 590 kgAntrieb: 1000er FrontzapfwellePRAXISTESTKNOW-HOW Mit wenigen Handgriffenkann die Schutzhaube nach vorneweggeschwenkt werden.Das Scheibenmähwerk besitzteinen modular konstruierten Mähbalkenmit sieben Einheiten. DerBalken ist aus links- und rechtsdrehendenEinheiten sowie Zwischenelementenzusammengesetzt. Einedurchgehende Welle sorgt für denentsprechenden Antrieb, der bei jederMäheinheit über eine spezielleSechskantwelle auf die einzelnenScheiben abgezweigt wird. JedeMäheinheit ist mit Schmierfett gefülltund permanent versiegelt, sodass selbst bei extremen Arbeitswinkelndas Fett im Modul bleibtund nicht auf eine Seite des Balkensfliesst.Da der Grundantrieb also nichtwie bei andern Mähwerken überZahnräder erfolgt, entstehen auchweniger Reibungsverluste und esresultiert letztlich ein geringererLeistungsbedarf. Lely beziffert diesengeringeren Leistungsbedarf zwischen15 und 20%.Klingenwechsel Ist das Wechselnder Klingen einfach, so werdendiese bei erfolgter Abnützung aucheher ausgetauscht. Diese einfacheLogik war die Grundlage für denSchnellverschluss «Clip». Die Messersind durch einen Bolzen befestigt,der unter der Mähscheibe einenmaximalen Freiraum offen lässt.Stumpfe Messer können mit einemspeziellen Werkzeug schnell ausdieser Verankerung gelöst unddurch neue ersetzt werden.Schwenkbare SchutzhaubeSpe ziell am Lely «Splendimo 300FS» ist, dass mit wenigen Handgrif-Zwei grosse Federn mit verstellbarerSpannung: Der Bodendruckder Maschine kann so einfachverändert werden.fen die Schutzhaube nach vorneweggeschwenkt werden kann. Soentsteht ein direkter Zugang zumMähbalken, was dem Anwendervor allem bei Wartungs- und Reinigungsarbeitenzugute kommt. Autor Dr. Roman Engeler, UFA-Revue, 8401 WinterthurIn loser Folge publiziert die UFA-Revue unter dem Titel «Praxistest»Berichte über landwirtschaftlicheMaschinen. Die Interviewpartner,respektive Eigentümer dieserMaschinen, werden jeweils inZusammenarbeit mit den Herstellernoder Importeuren ausgesucht.www.lely.comINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12 AGRAMA Bern22. – 26.11.2012 UFA-REVUE · 11 2012 35


KLEINMARKTOccasionsbörseWeitere Inserate auf www.agropool.chTraktor Massey-Ferguson 373Jg. 1981, PS 72B-Std. 5400CHF 13 600.–Traktorenreich, MatzingenTel. 052 376 40 06TraktorFord 3000Jg. 1972, PS 48B-Std. 8400CHF 5900.–Traktorenreich, MatzingenTel. 052 376 40 06MistzetterStrautmann BE 75CHF 19 000.–Urs Limacher, HellbühlTel. 041 282 22 07Inserate-Nr. 214082 Inserate-Nr. 214328 Inserate-Nr. 214908KreiselheuerKuhn 8501 TOCHF 8100.–Ph. Robert & Fils Sârl, Les Ponts-de-MarelTel. 079 670 76 91Front + HeckladerFaucheux F2CHF 2800.–Ph. Robert & Fils Sârl, Les Ponts-de-MarelTel. 079 670 76 91Inserate-Nr. 215791 Inserate-Nr. 215793Front + HeckladerAgromecPince à balles rondesCHF 1000.–Ph. Robert & Fils Sârl, Les Ponts-de-MarelTel. 079 670 76 91Inserate-Nr. 215794WieseneggeAPV 3 MeterCHF 350.–Ph. Robert & Fils Sârl, Les Ponts-de-MarelTel. 079 670 76 91KreiseleggeMaschioCHF 1500.–René Naef, FrauenfeldTel. 079 514 22 93Inserate-Nr. 216304Traktor Massey-Ferguson 365Jg. 1991, PS 85B-Std. 5800CHF 19900.–Traktorenreich, MatzingenTel. 052 376 14 06KreiselschwaderFella TS 390 RDFJg. 1991CHF 1250.-H. Leuthold, HorgenbergTel. 079 621 52 09Inserate-Nr. 215797 Inserate-Nr. 216918 Inserate-Nr. 217109MotormäherRapid Euro 3Avec faneurPS 14Preis auf AnfrageD. Tavernier, VionnazTel. 079 321 34 77Inserate-Nr. 207403HeurüstmaschineLanker Kran-ModellAvec faneurCHF 2900.–Heimz Roth, ZubenTel. 071 688 29 68Inserate-Nr. 217617MarktplatzLANDTECHNIKzu verkaufenBio-Schreder StöcklerLGM4000, Fr. 450;2 Traktorräder f. BührerSpez, Fr. 100; 1 Pneu460/70R28 60% PirelliTM700, Fr. 100; 1 Pneu10x18 Fr. 50; 2 Pneu8.25x15, Fr. 100; 1LKW-Rad 10x20, Fr. 50 052 745 12 08Elektro-Silogabel fürGrosssiloentnahme imHochsilo 041 480 28 36Traktor John Deere3400 X, Jg. 95, 4200 h,85 PS, mit Frontlader,ab MFK, Fr. 25'000,exkl. MWST 079 407 93 54Pferdekummet; Eggenfür Pferde; leichterPneu-Wagen körnerdicht;Schaf-Unterstandfahrbar; Most-Flaschen, 25 l, mitFilter; Buchen-Holz,2-3 jährig gelagert,gesägt, Hauslieferungmöglich 032 351 23 582 Kunstofftränken mitWanne 2000 l,neuwertig; fahrbareHeugabel 079 363 06 60Kipper MengeleTandem MED 8000,13.5 ccm, 077 492 51 10Siloverteiler Zumstein,40 cm Ø, Fr. 150;Motormäher BucherM.700, mit Schneepflug,1.6 m, Fr. 1500 079 578 73 50RundballenabrollerFliegl, neuwertig,benutzbar für Frontladeroder 3-Punktsystem,Fr. 2000 079 321 54 64Milchwaage, weniggebraucht, 25 kg, Fr. 50 031 879 20 10Siloballen unkrautfrei.Fr. 70/Stk.; Maiswürfelganze Pflanze in Bigbag,Fr. 48/100 kg, ab PlatzGams SG 078 685 45 25Traktor Allrad Agrifull60 dt, guter ZustandFr. 6950 079 470 02 49Aebi AM 53, guterZustand Fr. 950 079 470 02 49Bioquell Agrar, guterZustand, günstig 079 470 02 49Auto Seat Alhambra, 7-Pl., Jg. 97, 140 000 km,Klima, rot met., abService, Fr. 4000 076 525 31 99 oder032 338 23 59Stalltüre, 2-teilig, mitMetallrahmen undKunststoffblatt, H. 2.55m, B. 1.20 m; Stallgummimatten,diverseGrössen; Erntekisten,aus Hartkunststoff,grössere Anzahl, L. 60cm, B. 40 cm, H. 27cm, stapelbar;Rebenschutznetze,4500 Stk., für Jungreben 041 980 62 653 Kompletträder11.5x15; Werkbank,fahrbar, mit Schraubstockund dreiSchubladen; Luftkompressor,70 l 041 910 28 452-Scharpflug AlthausNon Stop, Fr. 950;Roller Honda, 45 km,50 cm 3 , ab MFK,Fr. 980; Passat Kombi,159000 km, guterZustand, nur Fr. 2800 079 464 69 61Vieh-Anhänger AluDaltec, für 2-3 Stk.Grossvieh, wie neu, abMFK, preisgünstigabzugeben; MistrampeAlu 5 m 079 511 88 20Caisse Alu pour subaruLégacy 2.2 4WD, Break+ 1 paire Roue jumelée12.4. R36. 032 936 11 95Tiergehege, L 2.50 m,B 2.10 m, H 1.10 m,Rahmen CNS StahlWände 50 mmKunststoffplatten,transportabel undzerlegbar 079 625 82 92Futtersilo 1.5 x 1.5 x6 m, Fr. 400 079 450 65 672x Komplettrad 10/75-15.3 AW, VredesteinPneu neuwertig,Fr. 250; TränkefassGoetschmann, 700 l,neue Achse undBremse, Fr. 1600 079 676 34 50Kartoffeldosierbunker,Inhalt ca. 1200 kg 079 628 83 80FortsetzungSeite 4636 11 2012 · UFA-REVUE


Eisfrei, sicher undumweltschonendLANDTECHNIKWINTERDIENST Seit mehr als 20 Jahren führen Landor und die LANDI nebenPflanzennahrung auch verschiedene Winterdienst-Artikel im Sortiment und sorgen sobei Schnee und Eis für sichere Strassen, Treppen und Plätze.In Winter ist es wichtig, jede Glättevon Strassen und Wegen zu beseitigen,bevor es zu Unfällen kommt.Die Räumung erfolgt am besten miteinem schnellwirkenden Tausalz. Streumaterialienmit Kalziumchlorid schmelzendas Eis bis zu Temperaturen von–20°C, während es für reines Salz maximal–5°C sein darf. Blähschiefer kommtzum Einsatz, um die Wege dort trittsichererzu machen, wo reduzierter Winterdienstverlangt wird.Hochwirksames Taumittel Kalziumchloridwird wegen seiner natürlichenEigenschaften seit über 60 Jahrenim Winterdienst als Streusalz eingesetzt.Es ist das stärkste Auftaumittel, das aufdem Markt erhältlich ist und weltweitauch unter dem Name «Caso» vertriebenwird.Da Kalziumchlorid auf den Feuchtigkeitsgehaltder Luft durch Wasserdampf-Aufnahmeoder -Abgabe reagiert,haftet es sofort und lange am Eis.In den ersten 15 Minuten schmelzen dieKalziumchlorid-Flocken viermal sovielEis wie die gleiche Menge Salz. Dadurchresultieren weniger Streueinsätze undgeringere Streumengen. Flora undFauna werden durch den Einsatz von«Caso» nicht gefährdet. «Caso» wird vielerortsauch zur Staubbekämpfung eingesetzt.«Di-Mix»-Mischung Neben Produktenwie «Caso», das bis 80% ausKalziumchlorid besteht, gibt es beispielsweisedas «Di-Mix», das zusätzlich65– 70% Natriumchlorid als Taumittelreserveenthält. Es beseitigt nach derArbeit von Kalziumchlorid die verbleibendeGlätte. Das Zusammenspiel vonKalzium und Natrium wirkt sich positivauf die Struktur des Bodens und dasVerhalten der Flora aus.Anti-Gliss-Blähschiefer mit VorteilenWährend Tauprodukte Schneeund Eis schmelzen können, dienen andereMaterialien vorwiegend dazu, denBoden rutschsicherer zu machen. EinBeispiel dafür ist das «Anti-Gliss», dasohne chemische Zusätze aus natürlichemSchiefer hergestellt wird. Der Vorteilvon Schiefer gegenüber Splitt ist dasgeringe Gewicht, was den Transport desdreifachen Volumens bei gleichem Ladegewichterlaubt. Dadurch könnengrössere Flächen pro Fahrt versorgt undZeit, Treibstoff sowie Personal gespartwerden. Ein weiterer Vorteil liegt darin,dass «Anti-Gliss» im Frühling fast völligzersetzt ist. Somit entstehen im Vergleichzum Sondermüll «Splitt» wenigerEntsorgungskosten. Durch seine grobeKörnung und das leichte spezifische Gewichtliegt der Schiefer auch bei vielSchnee immer obenauf und gewährleistetjederzeit einen sicheren Tritt.Umweltfreundliche EnteiserDie se Produkte wurden ursprünglich fürdie Enteisung von Flugzeuglandepistenentwickelt und sind nun auch für denprivaten Winterdienst in Parkanlagen,auf Betriebsgeländen, Baustellen, Sportstättenund landwirtschaftlichen Betriebenerhältlich. «Viaform» ist ungiftig fürTiere, Pflanzen und Wasserorganismen,biologisch abbaubar und frei von Stickstoffund Chlor. Durch den Einsatz umweltfreundlicherKorrosions inhibitorenkönnen Schäden an den meisten Metallen,Bodenbelägen und Betonkonstruktionenvermieden werden. «Viaform»gibt es flüssig zum Sprühen und als Granulatzum Streuen.RogerBärtschRenéSimonufarevue.chAutoren Roger Bärtsch undRené Simon, Landor Beratungsdienst,4127 BirsfeldenGratis-Beratungstelefon: 0800 80 99 60info@landor.ch, www.landor.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 37


KNOW-HOWNEUHEITEN«Be a Farmer – Win a Tractor»Neue Dimension an SchlagkraftZweifel Pomy-Chips AG und dasNew Holland Traktoren CenterSchweiz lancieren eine gemeinsamePromotion: «Be a Farmer – Win aTractor». Das New Holland TraktorenCenter Schweiz feiert dieses Jahr50 Jahre Import von Fiat und NewHolland Traktoren. Dieses Jubiläumwird mit speziellen Aktionen undAktivitäten gefeiert. Speziell ist diegemeinsame Promotion mit ZweifelPomy-Chips AG, denn ein wichtigesBindeglied ist der Traktor des Kartoffelbauers.Tatsächlich gibt es alsHauptpreis einen echten New Holland«T4.55» und als weitere Preise99 attraktive Kinder Trettraktorenmit Anhänger zu gewinnen (Teilnahmebedingungendemnächst auf allenChips-Packungen). Das NewHolland Traktoren Center Schweizlanciert in diesen Tagen die neuenTraktorenserien «T4», «T5» und«T6». New Holland ist ein weltweitagierender Anbieter, beheimatet imFiat Konzern, mit eigenen Produktionsstättenfür Motoren, Getriebeund Achsen. Die Voraussetzung,dass alle Komponenten aus einemHaus kommen, ist die Basis für perfektesDesign, Funktionalität undWirtschaftlichkeit.New Holland Traktoren Center,8166 Niederweningen 044 857 26 00www.new-holland-traktorencenter-schweiz.chPöttinger bringt mit dem «Novacat352» eine Innovation bei Heckmähern.Bei diesem Modell mit 3.46mArbeitsbreite ist das zentrale Elementdie hydraulische Unterlenkerwippe,die einfaches Anhängen garantiert,ohne lästiges Verdrehender Hubwerksstreben. Mit der hydraulischenUnterlenkerwippe lässtsich der Anbaubock immer in dierichtige, waagrechte Position bringen– unabhängig von der Geometriedes Traktorhubwerks. Dadurcherfolgt einerseits immer die richtigeEntlastung und andererseits ist einehohe Bodenfreiheit am Vorgewende(50cm innen) und im Straßentransportmöglich. Für den Transportwird das Mähwerk um 90° nach hintengeschwenkt. Das ermöglicht einegeringe Transporthöhe. Der doppeltwirkende Zylinder derRückschwenkung dient zugleichauch als Anfahrsicherung. Das «Novacat352»-Mähwerk lässt sich hydraulischentlasten. Ein gleichmässigerAuflagendruck ist garantiert undGrundvoraussetzung für optimaleFutter- und Bodenschonung. DieMäheinheit wird über einen kleinenZylinder stabilisiert, so dass keinAuspendeln erfolgt. Das erleichtertdas Wenden und sorgt für Sicherheitund Stabilität im Vorgewende undTransport.Pöttinger AG, 5413 Birmenstorf 056 201 41 60www.poettinger.chKuherkennung – Man hat die WahlMalwettbewerb für Kinder bis 12 JahreSCR entwickelte für Lely die Beobachtungssysteme«Qwes-H» und«Qwes-HR», welche die Kühe identifizierenund ihre Aktivität messen.Die Messung der Aktivität beruhtauf einem Beschleunigungssensor,statt auf den allgemein verwendetenQuecksilbermodellen. Quecksilberist in vielen Ländern bereits verboten.Als Zusatzfunktion bietet das«Qwes-HR»-System die Möglichkeitzur Messung des Wiederkauens einerKuh, sodass Auskünfte zur Gesundheitdes Tiers zur Verfügungstehen.In Kombination mit der Erfassungder Körpertemperatur kann die Tiergesundheitso effizient und zuverlässigsichergestellt werden. Mitdieser Technologie zur Überwachungder Wiederkau-Zeit werdenInformationen zur Gesundheit jedeseinzelnen Tiers geboten. Eine plötzlicheAbnahme des Wiederkauenszeigt möglicherweise an, dass dieKuh unter Appetitverlust leidet,über eine zu wenig strukturreicheRation verfügt oder aber brünstigoder krank ist. Ein dauerhafter Appetitverlustkann ein Anzeichen einersubklinischen Ketose oder Azidosesein. Der Milchviehzüchtererhält so frühzeitig ein Signal, dasser die Futterration verändern undanpassen muss.Die beiden BeobachtungssystemeLely «Qwes-H» und Lely «Qwes-HR»sind übrigens mit dem Melkroboter«Astronaut A3» von Lely kompatibel.Lely CenterDairy Solution GmbH4614 Hägendorf SO 0848 11 33 77www.lely.comSerco Landtechnik AG veranstaltet indiesem Jahr an der Agrama einenMalwettbewerb für Kinder von 3-12Jahren. Die zehn schönsten Bilderwerden prämiert. Als Hauptpreisegibt es drei Gutscheine für Fan-Shopim Wert von 250, 150 und 100 Fr. zugewinnen. Jedes Kind bekommt alsDankeschön für die Teilnahme einkleines Geschenk.Gewünscht sind selbstgemalte Bilderim A4-Format, die eine landwirtschaftlicheMaschine aus dem Sortimentvon Serco Landtechnik zeigen(z.B. Claas Traktor, Trioliet Futtermischwagen).Die Kinder dürfen freiwählen, welches Motiv sie zeichnenmöchten. Die Produktpalette kannauf der Homepage nachgeschlagenwerden.Die Bilder können während derAgrama, vom 22.–26.11.2012 zwischen9 und 17 Uhr am Stand vonSerco Landtechnik (A 002 in der Halle2.2) abgegeben werden und bleibendort ausgestellt. Nach der Messestehen sie als Collage zum Herunter-laden zur Verfügung.Teilnahmeberechtigt sind alle Kinder/Jugendlicheim Alter von 3-12Jahren mit Wohnsitz in der Schweizund im Fürstentum Liechtenstein.Der Korrespondenz- und Rechtswegist ausgeschlossen. Wettbewerbspreisewerden nicht bar ausbezahlt.Änderungen der Teilnahmegeschenkesind vorbehalten. Die Teilnehmendensind einverstanden, dass dieBilder/Zeichnungen mit Namen- undAltersangaben veröffentlicht werdenkönnen. Eine Weitergabe an Dritteist ausgeschlossen.Serco Landtechnik AG4538 Oberbipp, 058 434 07 07www.sercolandtechnik.ch38 11 2012 · UFA-REVUE


Serco Landtechnik AGUFA-REVUE · 11 2012 39


KNOW-HOWNEUHEITEN«Kompakt ecotech» – Kompakter AllrounderAgromont zeigt NeuesBei der neuen Kompaktklassevon Serie 4085/4095/4105bietet Steyr nun die zukunftsweisendeMotoren- und die hocheffizienteGetriebetechnik derGrosstraktoren auch im unterenLeistungssegment an. Die neu entwickelten3.4l Common-Rail Turbo-Dieselmotoren mit 86, 99 oder107 PS bringen die Ökonomie derGrossen erstmals in die Kompaktklasse.Dank der Abgasrückführung(CEGR) gibt es deutlich mehr Leistungbei reduziertem Treibstoffverbrauchund 90% weniger Feinstaubbelastung.Mit der Abgasnormder Stufe 3b erfüllt die Serie «Kompaktecotech» auf Jahre hinaus alleUmweltstandards.Das antriebsstarke 12x12 Basis-Getriebe (optional mit Powershuttle)und das 24x24Getriebe mit zweifacherLastschaltung,«Powerclutch»und dem«Powershuttle»so wie Kriechgangoptionen(20x12 und20x20 mit «Powershuttle») bringendie Leistung über einen zuschaltbarenAllradantrieb mit elektrohydraulischerDifferentialsperre höchst effizientauf den Boden.Case Steyr Center8166 Niederweningen 044 857 22 00www.case-steyr-center.ch109PS, 5050kg Nutzlast bei einemGesamtgewicht von 8000kg und erhöhteAchslasten sprechen beimneuen «Muli T10 X» für sich. DasNeigen der Kippkabine erfolgtwerkzeuglos und bietet perfekte Zugänglichkeitin den Motor- und Getrieberaum.Durch den innovativenAufbau der Kippkabine kann dieexakte Schaltmechanik des bewährtenGetriebes beibehalten werden.Das mittig angeordnete Zentralinformationsboardverfügt über eineoptimale Ausleuchtung der Schaltinformationenmit gut ablesbaremDisplay. Komfortable Arbeitsposition,höhen- und neigungsverstellbareLenksäule, elektrohydraulischeBetätigungen aller Differenzialsperrenund der Zapfwellenkupplung sowieein durchdachtes Innenbeleuchtungssystemmachen langeArbeitstage zum Vergnügen. Mitdem neuen «Metrac H7 SX» ist Reformerneut der Spagat zwischenkompakten Abmessungen undüberdurchschnittlicher Motorleistunggelungen. Angelehnt an dasChassis des «H5 X» in Verbindungmit einem durchzugsstarken 70PSTurbomotor, erhöhten Hubkräftenund Achslasten, ist der «H7 SX» dasTop-Modell seiner Klasse. Das kompakteKraftpaket bewährt sich in unterschiedlichstenAnwendungenund punktet mit noch mehr Powerund Wendigkeit.Agromont AG, Reform Schweiz,6331 Hünenberg, www.agromont.chDas erste soziale Netzwerk derSchweizer Bauern für Stadt und Land:Gratis Blache (80 x 150 cm) für Ihren Hof!Werben Sie für Ihren Hof oder Ihre Hofeventsmit einer Gratisblache von www.swissfarm.ch.Mehr dazu auf www.swissfarm.ch/aktion40 11 2012 · UFA-REVUE


KURZMELDUNGENPFLANZENBAUAuswuchs bei Triticale wird erforschtAgroscope belegte weltweit eineSpitzenposition in der Züchtung vonTriticale-Sorten. Trotz des strategischenEntscheids, die Forschungund Entwicklung an dieser Getreidearteinzustellen, werden die laufendenKernprojekte bis zu ihremAbschluss weitergeführt. Die Verbesserungder Auswuchsresistenz istdabei ein unerlässlicher Beitrag, dendie Forschung zum Erfolg dieser Futtersorteleistet. Diese Arbeiten sollenzu praxisrelevanten Sorten fürunsere Landwirtschaft und Eltern-Sorten mit verbesserten Eigenschaftenfür die internationale Forschungführen.Die neuen Triticale-Sorten, dieaus dieser Forschung hervorgegangensind, werden nächstes Jahr imFreiland gesät, um die agronomischenEigenschaften und die Verbesserungder Auswuchsresistenz zutesten. Eine ähnliche Forschungsarbeitläuft zur Zeit, um die Resistenzdes Triticales gegen die Ährenfusariosenzu verbessern.Der Triticale ist eine junge Getreideart,die zu Beginn des letztenJahrhunderts aus der Kreuzung vonHartweizen und Roggen entstand.Er wird in der Schweiz seit 1980 angebaut.Dank den von 1976 bis heutedurchgeführte Arbeiten konntenneue Sorten gezüchtet werden, dieleicht anzubauen und produktivsind.Zudem schneidet Triticale ausagronomischer Sicht im Vergleichmit anderen Futtergetreiden ähnlichgut oder sogar besser ab. Leider erbteder Triticale vom Hartweizen dieAuswuchsanfälligkeit. Diese Schwächekann selbst bei Getreide, das fürFutterzwecke bestimmt ist, die Erntequalitätbeeinträchtigen.Die Genetik des Triticale ist nochwenig erforscht. Für dieses Forschungsprojektstammt die Auswuchsresistenzdes Triticale auschromosomalen Regionen (QTLs)des Weizens.www.agroscope.admin.chStandardmischungmit KnaulgrasDie Standardmischung 325 ist fürdreijährigen Anbau in mässig trockenenbis trockenen Lagen füreher intensive Nutzung vorgesehen.Luzerne, feinblättriger Rohrschwingelund neu Knaulgras anstellevon Futtertrespe bilden dieertragsbildenden Arten dieser Mischung.Alle ertragen trockene Bedingungengut. Zudem verbessertdie Verwendung des Knaulgrasesdie Ertragssicherheit. Die unter intensiverNutzung nicht sehr langlebigeLuzerne wird mit zunehmenderNutzungsdauer vonWeissklee abgelöst. Dadurch sollim dritten Anbaujahr auch bei in-Katastrophale Weinernte inEuropaNeue Weinernteschätzungen 2012für die EU-27 weisen einen starkenRückgang der Produktion aus. Diediesjährige Ernte wird auf 144 Mio.hl geschätzt, was einem Rückgangum 10% gegenüber dem Vorjahrentspricht. In Italien und Frankreichhat es derart geringe Ernten seit40– 50 Jahren nicht mehr gegeben.Diese Entwicklung geht auf die Dürrein den südlichen Ländern sowieauf die kalte, feuchte Witterung inanderen Mitgliedstaaten zurück.www.proplanta.chWechsel an derSyngenta-SpitzeMichel Demaré wird ab Ende April2013 das Verwaltungsratspräsidiumvon Syngenta übernehmen. Er wirdMartin Taylor ersetzen. Der 56-jährigeDemaré ist seit 2005 Finanzchefund Mitglied der Konzernleitungvon ABB. Er werde seine Tätigkeitbeim Technologiekonzern aufgeben,um sich auf das Verwaltungsratsmandatzu konzentrieren.Brotweizenernte 2012: GuteBackqualitätDie Backqualität der Brot wei zen -ernte zeichnet sich durch guteFeucht glutengehalte und einedurch schnittliche Wasseraufnahmefähigkeitaus. Die Extensogramm -flächen und die Ergebnisse desAmylogramm-Tests sind hoch. Voll -ständige Laboranalysen wurden beivier Hauptsorten pro Region durchgeführt,die bei einem Versuchsnetzvon 21 Sammelstellen erhoben wurden.Die Proteinmenge liegt bei denmit dem Jahr 2011 vergleichbarenSorten wie bei den Schnellanalysenim Durchschnitt knapp 0.5% höher.Der durchschnittliche Feuchtglutengehalt(bei 0 Minuten) der vier analysiertenSorten liegt bei 31.3%. DieSorten Arina (35.6%), Runal(35.5%) und Siala (34.6%) bestätigenihre hohen Feuchtglutengehalte.Hingegen zeichnet sich CHClaro durch einen mittelmässigenFeuchtglutengehalt (30.3%) aus.Forel und Zinal weisen tiefere Werte(28.9 und 28.0%) auf.www.swissgranum.chAlexandra in SortenlisteDie Sortenliste für Kartoffeln wirdvon der Interprofession gepflegt,deren Vertreter die «Sorten-Arbeitsgruppe»von Swisspatat bilden. Am18. September entschied die Arbeitsgruppe,welche Sorten in derListe 2013 stehen sollen: Neu aufgenommenwird die KartoffelsorteAlexandra (festkochend). Lady Jo,eine Sorte, die in der Schweiz fastnicht mehr angebaut wurde, wirdaus der Liste gelöscht.tensiver Nutzung ein ausgewogenesKlee-Gras-Verhältnis erreichtwerden. Im Gegensatz zu den anderenLuzerne-Gras-Mischungenkann die SM 325 beweidet werden.In regelmässigen Abständen aktualisiertAgroscope das Angebotder Mischungen des bewährtenStandardmischungssystems fürden Futterbau. Dabei fliessen dieErgebnisse der Pflanzenzüchtungund Mischungsversuche im Feldein. Die neue Revision 2013–2016 der Standardmischungen istsoeben erschienen. In deren Rezepturenverwendet man nurSorten, die in mehrjährigen Versuchenvon Agroscope ihre Anbaueignungunter Schweizer Bedingungendurch Spitzenergebnissebeweisen können. Diese Sortensind in der «Liste der empfohlenenSorten von Futterpflanzen» aufgeführt.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chUFA-REVUE · 11 2012 41


PFLANZENBAUFachgerecht UnterhaltenBEI SPRITZGERÄTEN ist die Einwinterung wichtig. Gemäss ÖLN sind Spritzgängebis zum 1. November zulässig, danach beginnt üblicherweise die Winterpause. Für einekorrekte Wintereinlagerung ist es mit Frostschutz allein aber nicht getan. ZusätzlicheUnterhaltsarbeiten sind notwendig, damit die Geräte im Frühjahr ohne Verzögerung undsicher wieder einsatzbereit sind.Mit dem ersten Frost geht dieSpritzsaison zu Ende, ideale Zeit,um die notwendigen Vorkehrungenfür die Einwinterung der Spritzgerätezu treffen. Frostschäden am Materialbilden zwar das grösste Risiko, sind abernicht die einzigen. Mit der Einwinterungsoll nicht nur der Frostschutz sichergestelltwerden, sondern auch ein rascherEinsatz im folgenden Frühjahr sowie einelange Lebensdauer des Geräts. DieVorbereitungen für eine erfolgreicheWintereinlagerung setzen sich aus mehrerennotwendigen Schritte zusammen.Gesamtes System spülen Vorerstmüssen Spritztank und Gestängemit den entsprechenden Produkten gereinigtwerden, um alle Rückstände derSpritzbrühen zu entfernen, weiter solltendie Spül-, Spritz- und Befüllbehältergeleert werden. Soweit möglich, giltdies auch für die Schläuche unterhalbder Ablasszapfen. Zudem müssen dieZuleitungsrohre der Pumpe und derSpritzbalken demontiert werden, damitdie Restmengen des Reinigungswassersabfliessen können. Weiter sind die Zapfenan den Enden der Gestänge zu öffnen,um möglichst viel Reinigungswasserzu eliminieren und eine Verdünnungdes Frostschutzes zu vermeiden.Die Düsen erfordern ebenfalls einenfachgerechten Unterhalt. Sie sollten demontiertund mit klarem Wasser gespültwerden. Die Düsenfilter müssen abgenommenund mit einer Zahnbürste gereinigtwerden, damit Verunreinigungenkeine Schäden an den Düsen verursachen.Nach erfolgter Reinigung werdendie Düsen sowie alle weiteren Zuleitungenwieder festgemacht, um Restmengendes Reinigungswassers zu eliminieren,und die Zapfen an den Enden desGestänges wieder eingesetzt.Der Frostschutz schützt nicht alleinvor Frostschäden, sondern verhindertKorrosionsschäden an der Pumpeund ein Austrocknen der Dichtungen.Weiter beugt er gegen Verstopfungender Düsen vor und sorgt dafür, dass derMechanismus zur Nachtropfverhinde-Wie beim Spritzenmuss bei Unterhalts -arbeiten am Spritz -gerät die persönlicheSchutz bekleidunggetragen werden.Bild: Hardy-Evrard42 11 2012 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUWeshalb platzen dieZuleitungen?Wasser gehört zu den wenigen Stoffen,die im festen Aggregatszustand eingrösseres Volumen aufweisen. Wennsich aus Wasser Eis bildet, nimmt dieDichte des Wassers, das heisst seinGewicht entsprechend zu seinemVolumen, ab. Die gleiche Menge Wasserbenötigt also mehr Raum. DieseVolumenerweiterung erfolgt aufgrundder Veränderung bei der Anordnung derWassermoleküle. Im flüssigen Zustandsind sie „frei“ und reiben sich aneinander,während sie im gefrorenen Zustandsechseckig angeordnet und die Abständezwischen den Molekülen somit grössersind. Aus diesem Grund ist das Volumenvon gefrorenem Wasser grösser als inflüssigem Zustand.rung, die Membranen und die Elektroventilereibungslos funktionieren. Üblicherweisewird empfohlen, pro LaufmeterGestänge einen Liter Frostschutz zuverwenden. Da alle Teile der Sprühvorrichtunggeschützt werden müssen, solltedas Frostschutzmittel durch den Spülwasserbehältersowie die Füllschleuseeingefüllt werden. Zudem müssen alleFunktionen in Gang gesetzt werden, damitdas Mittel in alle Teile des Spritzgerätsgelangen kann. Vorerst verteilt manden Frostschutz im Spülwasser und inder Füllschleuse, danach wird das Inneredes Spritzgeräts damit ausgespült.Nach diesem Arbeitsgang wird das inder Füllschleuse enthaltene Frostschutzmittelin den Brühetank geführt unddann der Spritzvorgang eingeleitet. Dabeimüssen alle Bereiche geschlossensein, damit das Frostmittel richtig in denRücklaufleitungen des Gestänges zirkulierenkann. Erst im Anschluss daranwerden alle Teile des Gestänges geöffnet,um den Spritzvorgang fortzusetzen,bis das Frostschutzmittel in die Düsendes Gestänges gelangt ist. Bei Gerätenmit einer Sprühlanze muss die Frostschutzlösungsolange in den Brühetankgespritzt werden, bis der gesamte Wasserinhaltim Rohr durch den Frostschutzersetzt ist.Bei der Reinigung des Sprühgerätskann das Fahrgestell und das Spritzgestängeauf allfälligen Rostbefall untersuchtwerden. Da einige PflanzenschutzmittelKorrosionsschädenbegünstigen, ist es empfehlenswert, dieRostflecken zu entfernen und diese Stellenmit einem Anstrich zu versehen. Dadurcherhöht sich nicht nur die Lebensdauerdes Spritzgeräts, sondernerleichtert auch die Reinigung der Maschine.Ein besonderes Augenmerkmuss auf die Schweissnähte des Fahrgestellsund das Gestänge gelegt werden.Am besten werden alle beweglichenTeile, Pumpen, Scharniere am Gestänge,die Achse, die Zapfwelle, die Gestängeaufhängungusw. geschmiert.Wichtige Details Die Herstellerempfehlen zudem, die Luft aus demDruckausgleichsbehälter entweichen zulassen, dadurch verlängert sich die Lebensdauerder Membrane. Die Manometersind empfindliche Instrumenteund es ist äusserst schwierig, sie wirksamgegen Kälte zu schützen. Es wirddaher empfohlen, sie auszubauen undwährend der kalten Jahreszeit in einembeheizten Raum aufzubewahren. Dasgleiche gilt für die elektronische Steuerung.Und schliesslich ist der Winterauch der richtige Zeitpunkt, um beschädigteSignalisationsschilder zu reparierenund sicherzustellen, dass dieBeleuchtung und weitere Sicherheitseinrichtungenam Gerät tadellos funktionieren.Zusammenfassung Der Pflanzenschutzist anspruchsvoll, die Vorschriftenmüssen eingehalten werden. HeutigeSpritzgeräte sind High-Tech-Geräte,die einen sorgfältigen Unterhalt erfordern,damit die Erwartungen der Nutzernicht enttäuscht werden. Die Vorbereitungenfür die Einwinterung erfolgenbei Saisonende, wenn Ernte eingebrachtund Aussaaten abgeschlossen sind. Esist sinnvoll, genügend Zeit für den Unterhaltdieser Maschine einzuplanen.Dies umso mehr, als eine sorgfältig vorbereiteteEinwinterung den Arbeitsaufwandfür den ersten Spritzeinsatz imFrühjahr merklich verringert und zu einerlängeren Lebensdauer des Spritzgerätsbeiträgt.Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue,1510 MoudonINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12Zum Entfernen aller Schmutzablagerungen müssen die Filterabmontiert und mit einer Bürste gereinigt werden. Bild: Hardy-EvrardBei modernen Spritzgeräten ist es nicht möglich, das gesamteRestwasser zu eliminieren. Es ist daher wichtig, bei denVorbereitungsarbeiten für die Einwinterung alle Geräteteile mitFrostschutzmittel durchzuspülen. Bild: Lemken GmbH&Co KGDie elektronische Steuerung und das Manometer müssen vordem Winter ausgebaut und in einem beheizten Raum aufbewahrtwerden. Bild: Vogel&Noot GmbH&Co KGUFA-REVUE · 11 2012 43


PFLANZENBAUEin hartnäckiger SchädlingDER DRAHTWURM gehört zu einer ganz speziellen Sorte von Schädlingen. Ähnlichwie die Fritfliege oder der Getreidekäfer lebt er im Larvenstadium im Boden, alserwachsener Schnellkäfer an der Oberfläche und ist für die Kulturen unproblematisch. Inden letzten Jahren wurden europaweit vermehrt Probleme sowie Schäden in Kulturenfestgestellt, die normalerweise kaum von Schädlingen befallen werden.Der Schnellkäfer ist ein kleinerschwarzer Käfer mit einer typischschlanken Körperform. Die Eiablageerfolgt im Mai in feuchten Böden,da die Eier und die Larven im ersten Larvenstadiumbesonders empfindlich aufTrockenheit reagieren. Die Larven entwickelnsich bis zur Verpuppung, die jenach Sorte nach zwei bis sechs Jahrenstattfindet, im Boden. Trotz des langenEntwicklungszyklus von der Eiablage biszum Erwachsenenstadium gibt es beiden Schnellkäferarten keine typischenFlugjahre, sie treten regelmässig jedesJahr auf. Die Larven befinden sich 5 bis6cm unter der Bodenoberfläche, soferngenügend Feuchtigkeit vorhanden ist.Bei Trockenheit wandern sie in eine Bodentiefevon 50 bis 60cm. Der Abstandzu den unterirdischen Pflanzenteilenwird dadurch erhöht und es entstehenweniger Schäden als im Frühjahr oderHerbst, wenn die Larven sich in oberenBodenschichten aufhalten.Ein altes Problem Das vielfältigeNahrungsverhalten des Drahtwurms undseine Entwicklung im Boden bilden dieHauptschwierigkeiten bei der Bekämpfung.Tatsächlich ist ein Aushungern derDrahtwürmer durch das Entfernen derWirtspflanzen praktisch unmöglich, undda die Raupe ihren Lebensraum unterder Bodenoberfläche hat, ist eine chemischeBekämpfung kompliziert. In denvergangenen Jahrzehnten wurde die Bekämpfungsstrategieweiterentwickelt,begonnen bei der Behandlung der Bodenoberflächein den 1970-er Jahren bishin zum Einsatz von gebeiztem Saatgut.1Vier BekämpfungsmöglichkeitenDie biologischen Bekämpfungsmethodenmit Pheromon-Köderfallen für Käfer,eine Behandlung mit Parasiten (Pilzenoder Nematoden) oder das Einarbeitenvon Rapsschrot in den Boden(mehrere Tonnen pro Hektar), was eineBiofumigation bewirkt, werden gegenwärtiguntersucht und wirken sehr unterschiedlich.Der Entwicklungszyklusdes endogenen Lebens (unter der Bodenoberfläche)des Drahtwurms undseine Fähigkeit, sich von verschiedenenPflanzen zu ernähren, erschwert seineBekämpfung erheblich. Die Forschungverfolgt bei der Entwicklung von Bekämpfungsmethodeneine Strategie, beider Käferpopulationen auf einem erträglichenNiveau gehalten werden.Mittelfristig streben die Forscher eineteilweise Bodensanierung an, indem Eierund Larvenpopulationen eingedämmtwerden. Die Strategie bedingthervorragende Kenntnisse über die Biologiedes Drahtwurms und insbesondereüber seine Entwicklung im Larvenstadium.Die Grösse von Larvenpopulationenim Boden kann, auch wenn sie nahe beieinanderliegen, grosse Unterschiedeaufweisen und nicht direkt abgeschätztwerden. Mit den laufenden Untersuchungenwill man die Grösse dieser Populationenabschätzen, indem man dieZahl der Käfer in den Pheromon-Köderfallenermittelt.Die Mobilität der Käfer ist sehrhoch und macht die chemische Bekämpfungauf der Parzelle wenig effizient.Eine Intervention eliminiert nureinen kleinen Teil der Käferpopulation,die auf der Parzelle Eier legen wird, daKäfer aus direkt angrenzenden Gebietensie innert Kürze wieder neu besiedeln44 11 2012 · UFA-REVUE


PFLANZENBAUkönnen. Ein weiteres Problem bildet daslange Larvenstadium, wodurch dieWirksamkeit der Käferbekämpfung nurschwierig abzuschätzen ist. Das heisst,wenn mit der Bekämpfung die Eiablageein Jahr lang verhindert werden kann,befinden sich die in den Vorjahren geschlüpftenLarven immer noch im Bodender Parzelle.Für eine langfristige Bekämpfungdes Drahtwurms sind geeigneteMassnahmen bei den Anbautechniken1 Drahtwürmer sind für die Bauern alteBekannte, aber durch den Druck auf dieInsektizide, die für die Saatgutbeizungeingesetzt werden, steigt das Schadensrisiko.Bild: Agrarfoto.com2 Befallssymptome an der Maispflanze.Bild: Bayer MaterialScience AG3 Lückenhaftes Auflaufen undkümmerliche Pflanzen sindtypische Merkmale für einen Drahtwurmbefall.Bild: Agrarfoto.com2 3und den Fruchtfolgen unerlässlich. Dieseumfassen eine genaue Kenntnis derRisikofaktoren für einen Befall. Aufgrunddes gegenwärtigen Wissensstandeswird das Einhalten sowie die Ausgewogenheitder Fruchtfolge dringendempfohlen. Als wichtigste Massnahmemüssen die Anbauintervalle bei Kulturen,welche das Auftreten von Drahtwürmernbegünstigen – also Kunstwiesenund anfällige Kulturen wieKartoffeln – befolgt werden.Weltweite Entwicklung Globalbetrachtet werden die durch Drahtwürmerverursachten Schäden als beträchtlicheingestuft. Bei Getreide und Sonnenblumensind sie erheblich, bei Raps,Lein, Soja und Körnerleguminosen gering.Bei den Kartoffeln kommt eshauptsächlich zu Qualitätseinbussen.Diese Situation ist aber je nach Produktionsregionunterschiedlich und hängtvon den Anpassungsmassnahmen ab.Die Entwicklung von Anbausorten beeinflusstdas Auftreten von Drahtwürmernebenfalls. Während die Züchterhauptsächlich eine bessere Resistenzgegen Krankheiten und Schädlinge erzielenwollen, begünstigen Neusortengerade ihr Auftreten. Dies ist ganz besondersbeim Raps der Fall. Um den bitterenund scharfen Geschmack von Rapszu mildern, haben die Züchter den Glukosinolatgehaltder Pflanze reduziert.Glukosinolate haben aber auch giftigeEigenschaften für zahlreiche Schädlingeund besonders für Insekten. Mit der Reduktionder Glukosinolatgehalte in Rapsist die Pflanze für die Drahtwürmer wenigergefährlich und es treten jetzt tendenziellhäufiger und schwerwiegendereSchäden auf.Zusammenfassung Die Drahtwürmersind spezielle Feinde. Durch ihrvielfältiges Nahrungsspektrum und langesLarvenstadium unter der Bodenoberfläche,verbunden mit der grossenMobilität der ausgewachsenen Käfer,sind sie besonders schwierig zu bekämpfendeSchädlinge. Da sich immermehr Betriebe spezialisieren und dieFruchtfolgen vereinfachen, hat sich ineinigen Regionen der Schädlingsdruckdurch Drahtwürmer erhöht. Zurzeit istdas Beizen von Saatgut mit Neonicotinoid(z. B. Poncho) die einzige Massnahmezur chemischen Bekämpfung,um direkt und wirksam Schäden zu reduzieren.Diese Produkte sind jedochsehr umstritten, da sie möglicherweisefür das Sterben von Bienenvölkern verantwortlichsind (siehe Seite 58). Um beider Bekämpfung des Drahtwurms langfristigErfolg zu haben, sind das Einhaltender Grundregeln bei der Fruchtfolgesowie Präventionsmassnahmen unerlässlich.Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue,1510 MoudonINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 45


MarktplatzFortsetzungvon Seite 36LANDTECHNIKzu verkaufen20 l Milchkannen, neu,Stk. Fr. 180; Silokarre500 l gebraucht Fr. 500 079 575 25 52Klauenstand; MotormäherAebi AM 52;Heuraupe M12;Siloballenspitz; Traktorbis Fr. 5000; Milchkannen;Glocken undTreicheln 079 575 25 52Vakuumfass AgrarDF3000, Rührwerkrevidiert, Keilriemenneu, Fr. 2500 062 773 11 08FuttermischwagenRovibec 542 mitWaage, sehr guterZustand, neue Ver -schleissteile Fr. 12'000 044 853 01 42Golf-Cart, Transportfahrzeugmit KubotaDieselmotor 22 PS,Geschwindigkeit 32km/h, Schaltgetriebe 3Vor- und 1 Rückwärtsgangund Untersetzung,hydraulische Kippbrücke,Zapfwelle hinten,Zughaken undKugelkopf, Fr. 3500 078 744 30 32FrontscheibenmähwerkPöttinger NovaCat 301 Alpha Motion,Zusatzschwadscheibenmit Förderkegeln,Klingenschnellwechsel 079 454 33 42Laubbläser zu Traktor,Zapfwellen Antrieb1000 U/min, zumStrassen und Wiesenvom Laub zu befreienoder zum Heuen inBergregionen, geringeLärmbelastung,Verkaufspreis Fr. 3500;Laubbläser, hydraulisch,mit Anbaudreieck fürWaldstrassen Reinigung,Oelleistung 40l/min, Fr. 3200 078 744 30 32Kehrmaschine HakoHamster 800 V,Benzinmotor, Fahrantriebvor- und rückwärts,Arbeitsbreite 81cm, ab Service Fr. 2100;Wischmaschine HakoHamster 700E,Arbeitsbreite 75 cm,Batterie Elektroantriebmit Ladegerät, NPFr. 6500, VP Fr. 1050 078 744 30 32Remorque de camionplateau alu 3 ess 30 to11m 30 km/hFr. 10 200; 3 ess. 27 to8m frein hydr. Fr. 6800;2ess. pont alu Fr. 3500;5m 13m 3 frein hydr.Fr. 2200; remorque 2 ess18 to porte container35 m 3 idéal pourstocker des céréalesFr. 3300 079 250 65 64. Kleinviehwaage,fahrbar, guter Zustand;Tränkefass, 700 l,verzinkt, fahrbar, mitTrog; Laufhofabschrankunginkl. Tor, Panels 079 857 80 09Seilzugleiter, 2-teilig,2 x 18 Sprossen, mitRollengleiter, neuwertig 079 646 33 58Spritzbalken Fischer,12.5 m, Automat,Fr. 80 052 657 20 86KreiselschwaderPöttinger, Eurotop380N, Jg. 2012,Tandemachse, Tastrad,Dämpfungsstreben 079 778 10 871FrontscheibenmähwerkPöttinger,Novacat alpha-motion301, Jg. 2012,Zusatzschwadscheiben,Verschleisskufen ohneAufbereiter 079 778 10 87KreiselschwaderPöttinger, Top 380N;DoppelschwaderPöttinger, Eurotop651;Kreiselheuer Pöttinger,Hit910N; FrontmähwerkPöttinger, 301alpha Mot.; SeilwindeTajfun 8.5 t hydr.;Seilausstoss-Maschinenz.T. erst 6 Mt. alt,Zustand wie neu,günstig 079 319 58 47Stallventilator,gebraucht, Hungerbühler,guter Zustand, mitisoliertem Abzugsrohr,90 Grad-Bogen,Abschlusskappe,FutterernteErstklassige PresstechnikFortsetzungSeite 611 Rundballenpresse mit variabler Kammer VB 2160 2 PresswickelkombinationFBP 2135 BALEPACK 3 Grosspackenpresse LSB 12702 3KUHN Center Schweiz, 8166 Niederweningenwww.kuhncenterschweiz.chZH & Ost-Schweiz:Hans Ackermann, Telefon +41 79 216 26 02AG & Zentral-Schweiz:Christian Wittmer, Telefon +41 79 215 53 40SO, BE, FR, JU, VS:Adrian Wüthrich, Telefon +41 79 393 89 11Informieren Sie sichPflanzenbau I Tierhaltung I Landschaftspflegebe strong, be KUHN1223-PAD-GAM-PRES-CHDE46 11 2012 · UFA-REVUE


Mehr als nur leistungsstarkPFLANZENBAUSCHWEIZER WEIZENSORTEN In der Schweiz und im Ausland ist das Ansehender Weizenzüchtungen von Agroscope gross. Das Züchtungsprogramm befasstsich insbesondere mit der Mehlqualität und den Resistenzen gegen Krankheiten undSchädlinge und legt darüber hinaus auch Wert auf die Zusammenarbeit mit demAusland und den Erhalt der Biodiversität.Durch das Züchtungsprogramm desBundes, das Agroscope in enger Zusammenarbeitmit der Firma DSPbetreibt, wurden 2011 in derSchweiz zehn und im Ausland zwei Weizensortenregistriert. Seit 2001 wurdenin der Schweiz und in achtzehn Ländernrund um den Globus fast hundert Sortenregistriert. Alle Weizensorten, die aktuellvon swiss granum mit der Klasse Topund 1 empfohlen werden, stammen ausdiesem Programm. Obschon in derSchweiz auch alle anderen Sorten deseuropäischen Katalogs angebaut werdenkönnen, werden auf rund 75% derWeizenflächen Sorten von «Agroscope/DSP»angebaut. Die Spezialisierungdieses Züchtungsprogramms auf Weizenmit hervorragender Backqualität ist sichereiner der Hauptgründe für diesenErfolg und erklärt vermutlich, weshalbeinige der Sorten auch in der biologischenLandwirtschaft Anklang findenSortenzüchtung und mehr…Die Sortenzüchtung ist ein unerlässlichesElement, um die Brotweizenproduktionin der Schweiz zu erhalten. Ohne einegrosse Anzahl eigener inländischer Sortenbestünde das Risiko, dass der kooperativorganisierte Saatgut-Bereich derSchweizer Produktion entgleitet. Dochneben der Marktversorgung mit Weizensortenhat das Zuchtprogramm auchnoch andere Funktionen. Es leistet einenBeitrag zur Ausbildung im Bereich derZüchtung oder der Pathologie an Fachhochschulen,Universitäten oder an derETHZ. Es bietet einen Rahmen für Bachelor-,Master- oder Doktorarbeiten. Eswird Forschung im Bereich der Züchtungbetrieben, oft in Zusammenarbeit mitHochschulen. Dank ihrem fundiertenFachwissen warnen die Züchter in ersterLinie die Branche, aber auch die Gesellschaftvor möglichen Problemen. Sowarnten die Züchtenden in der Schweizals Erste vor der Gefahr von Ug99, einerneuen Virulenz von Schwarzrost, welchedie Weizenproduktion weltweit bedroht.Sie beobachteten als erste denWirkungsverlust der Lr37-Resistenz, einerhäufig bei europäischem Weizenauftretende Braunrost-Resistenz, oderden Immunitätsverlust von Triticale gegenechten Mehltau. Sie warnten vor einermöglichen erneuten Ausbreitung derOrangen-Weizengallmücke, eines Ähren-Schädlings.Je nach Situation wurdenÜberwachungsmassnahmen, eineBeschreibung des Sortenstatus oder einespezifische Züchtung eingeleitet.Anerkannte FachkenntnisseAuch das BLW und die Politik könnenim Zusammenhang mit oft brennendenThemen wie genetischen Ressourcen,Saatgutregelungen oder GVO auf dieFachkenntnisse der Agroscope-Expertenzurückgreifen. Weiter steht dasKnow-how der Züchtenden auch denverschiedenen Akteuren der Branchezur Verfügung. Dies kann in Form vonBeratung, einer Präsentation der Sortenanlässlich einer Feldbegehung oder vonReferaten sein – beispielsweise anlässlichder Qualitätstagung Weizen, diejährlich von swiss granum organisiertwird, sowie an Versammlungen von Getreidesammelstellenoder Berufsverbänden.Andere Kolleginnen und Kollegensind ebenfalls auf detaillierte Informationenüber die gezüchteten Sorten angewiesen,um zum Beispiel die Auswirkungenvon Klimaänderungen auf dieKulturen zu erforschen. Teilweise greifenSchweizer oder ausländische Mühlen,KMU oder Start-up-Unternehmenfür innovative Projekte, die oft auf denEigenschaften der Sorten basieren, aufdiese Kenntnisse zurück. Ausserdemwerden neben der Backqualität oft auchder ausgezeichnete Geschmack, die Farbendes Mehls oder der Körner geschätzt.Agroscope hat beispielsweiseals erste in der Schweiz eine Sorte mitgelbem Mehl (Toronit) registrieren lassen.Demnächst soll eine Sorte mitpurpurroten Körnern und einem sehrhohen Gehalt an Antioxidantien ein -getragen werden. In Belgien sind dieSchweizer Sorten wegen ihres Geschmacksbeliebt.Weltweite Vernetzung Nicht nurwerden mit Züchtern weltweit Genressourcenausgetauscht, das Züchtungsprogrammdes Bundes ist auch aninternationalen Zuchtanstrengungenbeteiligt und stellt den internationalenZüchtungsprogrammen und Versuchsnetzenwie dem CIMMYT und demICARDA eigene Sorten zur Verfügung.Die Züchter benötigen nämlich eine hoheVielfalt. Durch das Züchtungsprogrammwird die Verwaltung der genetischenRessourcen erst ermöglicht, unddies seit seiner Entstehung vor überDarioFossatiStèveBreitenmoserOrangen-Weizengallmücke (Sitodiplosis mosellana)Ein grosser Schädlingsbefall wurde imJahr 2012 festgestellt. Bei den amstärks ten betroffenen Sorten wurdenbis zu 3.3 Larven pro Ähre (Durchschnittvon 20 Ähren) festgestellt. 2013wird schweizweit an fünf Orten einVersuch durchgeführt, um die Situationzu überprüfen.UFA-REVUE · 11 2012 47


PFLANZENBAUEine Sorte mitpurpurroten Körnern,die einen hohen Gehaltan Antioxidantienaufweisen, wirddemnächst in derSchweiz erwartet.Schwarzrost gehörtzu den potenziellgefährlichen Krank -heiten, gegen die mitden ZüchtungsprogrammenGegenmassnahmengesuchtwerden.sourcen – dank molekularen Markernund gezieltem Aussetzen an Stress-Bedingungenwerden Züchtungen selektioniert,die erwünschte Gene besitzen.Die Sortenzüchtung für Backqualitäthat sich den neuen Bedürfnissen derverarbeitenden Branche (Müller, Bäcker),aber auch der Konsumentinnenund Konsumenten angepasst und orientiertsich dazu an laufenden Studienüber den Geschmack des Brotes oderüber den Nährwerte der Sorten.Das Weizen-Züchtungsprogrammvon Agroscope umfasstmehrere Ziele wieMehlqualität, Schädlings-und KrankheitsresistenzsowieErtragsverbesserung.hundert Jahren. Diese Ressourcen wurdenseither zugunsten der Züchtungaber auch der Allgemeinheit vermehrtund charakterisiert.Ein öffentliches Züchtungsprogrammverfolgt besondere und häufiglängerfristige Züchtungsziele, die denverschiedenen Branchenbereichen dienenund stehen eher im Interesse derAllgemeinheit als des Einzelnen. Die Resistenzzüchtunggegen Krankheiten erfordertfast die Hälfte unserer Züchtungs-und Forschungsmittel. Sie dientselbstverständlich den Landwirtinnenund Landwirten, ermöglicht aber auch,dass in der Produktion so wenig Mykotoxineund Pestizide wie möglich eingesetztwerden können. Dies kommtschliesslich dem Wohle der Konsumentinnenund Konsumenten und der Umweltzu Gute. Die Bereitstellung von resistentenSorten hat sicher zum Erfolgder «Extenso»-Produktion des SchweizerWeizens beigetragen.Künftige Schwierigkeiten erkennenDer Fokus liegt nicht nur aufaktuellen Krankheiten, es sind auch Bestrebungenim Gange, potenziell gefährlicheKrankheiten zu bekämpfen,etwa Schwarzrost, Viruskrankheitenoder Krankheiten, die vor allem die Bio-Produktion betreffen, etwa Stinkbrandbei Weizen. Andere Ziele wie die Auswuchs-,Kälte- oder Trockenheitsresistenzstehen im Zusammenhang mit derKlimaanpassung.Obschon diese Ziele schwierig zu erreichensind, ist ihr Nutzen für die Landwirtinnenund Landwirte, aber vor allemfür die Produktionsstabilität gross. DieseZiele werden von kommerziellenZüchtern häufig vernachlässigt, da derVorteil einer diesbezüglich verbessertenSorte gegenwärtig weder in einem normalen,problemlosen Jahr noch in einemextremen Jahr, wenn keine Sorteüberlebt, bemerkbar würde. Mannimmt sich dieser Ziele an und erweitertdie Diversifikation der genetischen Res-Um Weizensorten für einen bestimmtenZweck zu züchten, müssen dieBedürfnisse aller Akteure berücksichtigtwerden – von den Saatgutzüchtendenbis zu den Konsumentinnen und Konsumenten.Da die Zucht ein langfristigerProzess ist, muss man mögliche künftigeVeränderungen bedenken und diesenzuvorkommen, ohne sich von zu kurzfristigenZuchtzielen verleiten zu lassen.Wie die Ergebnisse aus über einem JahrhundertWeizenzucht zeigen, ist einZüchtungsprogramm des Bundes diebeste Lösung, um dies zu erreichen. Autoren Dario Fossati, Stève Breiten -moser, Station de recherche AgroscopeChangins-Wädenswil ACW, Route deDuillier 50, Case postale 1012,1260 Nyon. dario.fossati@acw.admin.ch, 022 363 47 29, www.agroscope.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 1248 11 2012 · UFA-REVUE


Nährstoffversorgung imBio-AckerbauORGANISCHE DÜNGUNGSTICKSTOFF STEHT IM ZENTRUM Auch im Bio-Landbau ist der klassischeGemischtbetrieb die dominierende Betriebsform. Doch die Anzahl spezialisierterBio-Ackerbaubetriebe mit knappen eigenen Nährstoffressourcen nimmt zu.PFLANZENBAUDie bedarfsgerechte Versorgung derAckerkulturen mit Stickstoff stelltfür spezialisierte Bio-Betriebe einegrosse Herausforderung dar. Vor allemeine gezielte Leguminosenwirtschaftträgt zur betriebseigenen Stickstoffversorgungbei.Stickstoff darf dem Bio-Betrieb nur in organischer Form zugeführtwerden. Auch der Stickstoff aus dem Betriebskreislauf undder mikrobiellen Fixierung liegt grösstenteils in organischer Formvor. Für die Mineralisierung des Stickstoffs kommt deshalb denMikroorganismen im Boden eine entscheidende Rolle zu. Einmikrobiologisch aktiver Boden mit guter Struktur bildet somitdie wichtigste Voraussetzung für ausreichend ernährte undgesunde Pflanzen. Durch regelmässig durchgeführte Spaten -proben lässt sich der Zustand des Bodens überprüfen.Zugekaufter Stickstoff bleibtzweite Wahl Viehhaltende Bioackerbaubetriebebauen in der Regel auf einoderzweijährige Kunstwiese, um dienachfolgenden Kulturen zu ernährenund die Bodenfruchtbarkeit in derFruchtfolge zu erhalten. Untersuchungenzum viehlosen Bio-Ackerbau habengezeigt, dass ein zu geringer Kunstwiesenanteilin der Fruchtfolge langfristigzu Problemen mit der Stickstoffverfügbarkeit,zu einer Abnahme des Humusgehaltesund zu einer schlechteren Bodenstrukturführt. Vielfach geht mitdieser Entwicklung auch eine Zunahmeder Unkrautbelastung einher. Dahersind auch vieharme Betriebe auf einenausreichend hohen Kunstwiesenanteilin der Fruchtfolge angewiesen.UFA-REVUE · 11 2012 49


PFLANZENBAUMERKBLATTGrundsätze für eine effiziente StickstoffversorgungBiologisch aktiven Boden fördernMikroorganismen helfen, festgelegte Nährstoffe wie Stickstoff undPhosphor in Wurzel- und Pflanzenrückständen aufzuschliessen.Je grösser, häufiger und artenreicher das Nahrungsangebot, destovielfältiger und leistungsfähiger die Organismengesellschaften imBoden.Massnahmen:• Vielfältige Gründüngungsgemengemit Pflanzenarten unterschied -licher Durch wurzelungstiefeanbauen.• Bodenverdichtungenund Erosion durcheine schonendeBewirtschaftungvermeiden.Verluste minimierenDurch Verlagerung in tiefere Bodenschichten und gasförmige Verlustekönnen erhebliche Mengen Stickstoff verloren gehen.StickstofffixierungoptimierenUm die erforderlicheN-Menge bereitzustellen,ist ein Anbauvon Leguminosen in allerRegel unabdingbar. WievielStickstoff gewonnen und für die Folgekulturenbereitgestellt werden kann,hängt stark von der Art, der botanischen Zusammensetzung,dem Zeitpunkt der Einarbeitung, sowie vonden Bodeneigenschaften und den klimatischen Bedingungen ab.Massnahmen:• Eine ausreichende P, K und Ca Versorgung wirkt sich positiv aufdie N-Fixierungsleistung von Leguminosen aus. Bei langjährigervieharmer Bewirtschaftung sollte auch die Schwefelversorgung imBlick behalten werden• Idealerweise einen Anteil von 33% Leguminosen in der Fruchtfolgeeinplanen, davon 2 ⁄3 Hauptfutterleguminosen.Massnahmen:• Standortangepassten Zwischenkulturenanbau mit abfrierendenoder winterharten Arten praktizieren.• Bodenbearbeitung auf Bodenart und Klima abstimmen.MineralisierungsteuernLeichte Böden:sie mineralisierenschnell und neigen zurStickstoffauswaschung imHerbst. Schwere Lehm- undTonböden hingegen erwärmensich nur langsam, sind wesentlichumsatzträger und zudem unflexibel, wasdie Zeitpunkte von Bodenbearbeitung und Unkrautregulierungangeht.Massnahmen:• Auf leichten Böden konservierend (weniger tief, weniger oft), aufschweren mobilisierend arbeiten.• Bei der Fruchtfolgeplanung, Unkrautregulierung und Bodenbearbeitungdie Standortverhältnisse mit berücksichtigen.50 11 2012 · UFA-REVUE


ORGANISCHE DÜNGUNGPFLANZENBAUWoher den Stickstoff nehmen?Das Fehlen eigener Wirtschaftsdüngerund der Ausschluss mineralischer Stickstoffdüngungrückt die Frage nach derwirtschaftlichsten und für die termingerechteVersorgung der Kulturen am bestengeeigneten Stickstoffquelle in denMittelpunkt.Die folgende Tabelle gibt einen Überblicküber mögliche Stickstoffquellenund liefert Anhaltspunkte zu deren Einschätzung.Tabelle:FruchtfolgeKleegrasKörnerleguminosenUntersaatenStickstoffquellen im Bio-AckerbaubetriebDie Verfügbarkeit desStickstoffs wird vorallem über die Ge -staltung der Frucht -folge und die gezielteBodenbearbeitunggesteuertDie Kunstwiese inForm von Kleegras istdie «Batterie» derFruchtfolgeKein vollwertigerErsatz für Kleegras,da mit dem Druschder Kultur vielStickstoff in Formvon Eiweiss das Feldwieder verlässt.Können dazubeitragen, zusätzlichenStickstoff zufixieren und habeneine UnkrautunterdrückendeWirkungGründüngungen und ZwischenkulturenGrosses Potenzial zurN-Versorgung undzur Unkrautunter -drückungWichtig zu wissen:Die Fruchtfolge ist so vielseitig und ausgewogen zu gestalten, dass sie folgende Funktionen erfüllt:• Die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit• Das Hervorbringen gesunder Pflanzen• Die Unterdrückung von Unkräutern• Die Ernährung der Tiere mit hofeigenen Futtermitteln• Das Erzielen von wirtschaftlich sinnvollen Erträgen ohne Einsatz von chemischen Dünge- und PflanzenbehandlungsmittelnEinschränkungen:• Um diese Funktionen zu erfüllen, müssen Fruchtfolgen Feldfutterleguminosen als Haupt- oder Zwischenkultur enthalten,auch wenn vieharme Betriebe den Aufwuchs nicht direkt verwerten könnenWichtig zu wissen:• Humusaufbauend, die Bodenstruktur verbessernd, erosionsmindernd• Steigert die biologische Aktivität des Bodens• Wirksamste Massnahme zur Unterdrückung von Wurzelunkräutern• Erschliesst Nährstoffe im Unterboden und lockert die Fruchtfolge auf• Je höher der Grasanteil (Futternutzung), desto geringer die N-Fixierungsleistung des Bestandes• Grosse Mengen an verfügbarem N im Boden senken die Fixierungsleistung der Knöllchenbakterien• Mulchen des Kleegrasbestandes verursacht gasförmige N-VerlusteEinschränkungen:• Vermehrung von Nematoden, Drahtwurmproblematik in Folgekulturen (Kartoffeln)Wichtig zu wissen:• Die N-Fixierungsleistung von Körnerleguminosen wird häufig überschätzt. Gute Vorfruchtwirkung aber dort, wo derStickstoff festgehalten werden kann (schwere Böden)• Gute Vorfrucht vor Kartoffeln (z.B. als Winter-GD)• Gutes Aufschlussvermögen für Phosphate im späten Stadium• Zum Teil schlechte Unkrautunterdrückung (v.a. Erbsen); optimales Unkrautmanagement erforderlich!• Als Eiweisskomponenten im Tierfutter sehr gefragt• Lange Anbaupausen einhalten (Erbsen–Erbsen 6 Jahre, Ackerbohnen-Ackerbohnen 4 Jahre). Körnerleguminosenmüdigkeitist eine latente Gefahr! Interaktionen mit Zwischenfrüchten (z.B. Wicken) beachten!Einschränkungen:• Vermehrung von bodenbürtigen KrankheitserregernWichtig zu wissen:• Stickstoff- und Humussammlung, die der Folgefrucht als «Startkapital» zur Verfügung steht• Niedrigwachsende Kleearten wählen (Gelbklee, Weissklee, Serradella)• Einsaat am besten zwischen Bestockung und Schossen des Getreides, evtl. in Kombination mit dem letzten Striegelgang• Zeit- und Kostenersparnis, wenn eine geplante Zwischenfrucht oder Feldfutterfrucht als Untersaat bereits im Frühjahr insGetreide bestellt wird• Ansaatrisiko von Zwischenfrüchten wird umgangen (in Trockenlagen)• Erosionsminderung/lückenlose Bodenbedeckung• Erleichterter Maschineneinsatz durch bessere Tragfähigkeit des Bodens• Liefert zusätzliches Futter für Bienen in der trachtarmen ZeitEinschränkungen:• Eventuell Konkurrenz mit der Hauptfrucht um Wasser und Nährstoffe• Nach der Hauptfruchternte keine Stoppelbearbeitung möglichWichtig zu wissen:• Hafer, Roggen und auch Ölrettich können im Herbst wertvollen Stickstoff vor der Auswaschung bewahren.• Im Biolandbau gehören (Körner-) Leguminosen in die Zwischenkulturmischung• Kreuzblütler, wie Ackersenf, bilden keine Mykorrhiza aus!!• Überwinternde Gras-Leguminosen-Mischungen (z.B. Landsberger Gemenge) bei spätem Umbruch (Ende April) für guteN-Ausnutzung vorher einmal schneiden/mulchen.• Unter opt. Bedingungen sind bei Gründüngungen N-Fixierungsleistungen >100 kg N/ha möglich (abhängig vonSaatzeitpunkt und Wasserverfügbarkeit)• Überwinternde Gründüngungen (z.B. Wickroggen) nur vor starkzehrenden Kulturen, die eine Frühjahrsfurche zulassenEinschränkungen:• Auf stark verunkrauteten Flächen intensive Stoppelbearbeitung anstatt Gründüngung• Bei der Aussaat gilt: je früher desto besserUFA-REVUE · 11 2012 51


PFLANZENBAUMERKBLATTTabelle: Stickstoffquellen im Bio-Ackerbaubetrieb (Fortsetzung)Organische BodensubstanzHumus – wichtigsterStickstoffspeicher imBodenWichtig zu wissen:• Humusreiche Böden (Humusgehalt 3 – 4 %) enthalten bis zu 5000 kg organisch gebundenen Gesamt-N pro ha.Jährlich werden etwa 2 – 3 % des gebundenen N mineralisiert• Mineralisierung abhängig von der Temperatur, der Bodendurchlüftung und -feuchtigkeit, dem pH-Wert und demC/N-Verhältnis• Ackerbauliche Massnahmen wie Bodenbearbeitung oder das Einarbeiten junger Gründüngungsbestände können dieMineralisierung ankurbeln• Neben der Zufuhr von Kohlenstoff wirkt auch die Zufuhr von Eiweiss, z.B. in Form von Rindermist in hohem Massehumusmehrend, da Humus zu einem grossen Teil aus Eiweiss bestehtKompostKompost eignet sichin erster Linie für denlangfristigen Aus -gleich von Defizitenin der Nährstoff bilanzund den Aufbau derBodenfruchtbarkeit.Wichtig zu wissen:• Guter Grunddünger für P, K und Mg. Als alleinige Nährstoffquelle ungünstiges Verhältnis von P, K zu NGute Nährstoffwirkung bei Kombination mit Leguminosenanbau• Dank stabilen Humusstoffen, die langsamer abgebaut werden, positive Wirkung auf den Humusgehalt und den pH-Wertdes Bodens. Besonders wirkungsvoll in Kombination mit der Einarbeitung von Ernterückständen• N-Freisetzung sehr langsam und schwierig einzuschätzenÜbersteigt kaum den Gehalt an mineralischem Stickstoff• Mobilisierung von P, K und Mg im 2. Jahr am höchsten. Kann bei höheren Gaben den im Boden verfügbaren Stickstofffestlegen• Idealerweise im Spätsommer oder Herbst ausbringen, leicht einarbeiten und (Leguminosen-) Gründüngung säen.Bei Gabe direkt zu einer Marktfrucht ist eine Güllegabe nötigEinschränkungen:• Transportdistanz und jährliche Ausbringmenge pro Fläche begrenztGülleFür eine effizienteStickstoffwirkungsind Bodenart undKlima mit zuberücksichtigen.Wichtig zu wissen:• Gülle hat einen hohen Gehalt an leicht verfügbarem Stickstoff• Ist ideal zum Abbau von Stroh, zum Kleegrasumbruch, zum Kleegrasschnitt oder als Kopfdüngung zwischen die Reihenund nicht später als 6 Wochen vor der ErnteEinschränkungen:• Richtlinienvorgaben der Bio-Suisse beachtenMistJe höher derRottegrad, destolangfristiger dieStickstoffwirkung.Wichtig zu wissen:• Aerob verrotteter Mist hat eine bessere N-Wirkung als anaerob gelagerter Mist• Trägt langfristig zu einer besseren Bodenfruchtbarkeit bei• Über die Ackerfurche ausbringen und oberflächlich einarbeitenEinschränkungen:• Richtlinienvorgaben der Bio-Suisse beachten.Organische N-reiche HandelsdüngerIn erster Linie alskurzfristige SteuerungsmassnahmezurbedarfsgerechtenStickstoffernährunganspruchsvollerKulturen sinnvoll.Biogasgülle /KompogaspresswasserBiogasgülle sollte nurangewendet werden,wenn der Stickstoffverwertet werdenkann. Mehrerekleinere Gaben sindgrösseren GabenvorzuziehenWichtig zu wissen:• Je nach Substrat und Bodenart unterschiedlich hohe N-Freisetzung• Die Kombination von Düngern mit unterschiedlicher Wirkungsgeschwindigkeit ist möglich• Bis zur Hälfte der Kulturzeit ausbringen und oberflächlich einarbeiten• Die Wirtschaftlichkeit hängt stark vom Preis pro kg N und dem zu erwartenden Mehrertrag abEinschränkungen:• Zugelassene Handelsdünger gemäss Hilfsstoffliste des FiBLWichtig zu wissen:• Ammoniakreiche Gülle: schnell verfügbarer Stickstoff, aber auch hohes Risiko von N-Verlusten!• Wassergelöste Stoffe hochkonzentriert• Stark versauernd• Verschlechtert die Aggregatstabilität auf leichten Böden mit geringer PufferwirkungEinschränkungen:• Zugelassene Bezugsquellen für Kompogaspresswasser gemäss Hilfsstoffliste des FiBL52 11 2012 · UFA-REVUE


ORGANISCHE DÜNGUNGPFLANZENBAUDie wichtigstenFruchtfolgeregeln:• mindestens 20 % Hauptfutterleguminosenin Form von Klee-/Luzerne -reicher Kunstwiese• max. 15 % Körnerleguminosen• max. 60 % Getreide• max. 25 % einer Kulturart• Wechsel von Blatt- und Halmfrucht• Wechsel von Winter- und Sommerkulturen• Integration von ZwischenkulturenDie Leguminosen haben eine Schlüsselrolleim Biolandbau, da sie hauptsächlichfür die Stickstoffversorgung direkt(Vorfruchtwert) oder indirekt (Tierhaltungund Wirtschaftsdünger) verantwortlichsind. Die Bodenfruchtbarkeithängt in hohem Masse von Stickstoffund Humus ab. Da Humus der Motorder Bodenfruchtbarkeit ist und Stickstoff,bzw. stickstoffhaltige Stoffe derwichtigste Pflanzentreibstoff. Beideshängt unmittelbar zusammen, auch invielen Wechselwirkungen. Denn nur miteinem ausreichend hohen Angebot anStickstoff im Verhältnis zum Kohlenstoffläst sich überhaupt Humus aufbauen.Grundregeln der Fruchtfolgeplanung1. Wechsel von Sommer- und WinterformDurch den konsequenten Wechsel vonSommer- und Winterkulturen werdendeutlich weniger bestimmte Unkrautartenselektiert.Beispiel: häufiger Anbau von Mais undSommereiweisserbsen führt zur Selektionvon weissem Gänsefuss (Melde) oderauf schweren Böden kann es bei ausschliesslichemAnbau von Winterformenzu verstärktem Auftreten vonAckerfuchsschwanz kommen.2. Körnerleguminosenanbau einschränkenNach heutigem Kenntnisstand sind Anbaupausenvon mindestens 6 Jahren beiHauptfruchtkörnerleguminosen erforder -lich, wenn keine «Leguminosenmüdigkeit»in Form von Ertragsdepression, sowieSchädlings- und Krankheitsbefallauftreten sollen. Werden Körnerleguminosenals Mischungspartner in Gründüngungs-und Zwischenfuttermischungenangebaut, sollten Arten gewähltwerden, die keinen engen Verwandtschaftsgradzur Hauptfruchtkörnerleguminoseaufweisen.3. Getreideanteil einschränkenAus phytosanitären Gründen sollte derAnteil des Getreides bei maximal 60%liegen, da sonst der Ertrag und die Pflanzengesundheit,sowie die Qualität derangebauten Kulturen leiden. Das Auftretenvon Fusarien, Schwarzbeinigkeitund Halmbruch sind Anzeichen für zuenge Getreidefruchtfolgen. Auch derVerwandtschaftsgrad einzelner Kulturartenist zu berücksichtigen. BesondersWeizen, Dinkel, Einkorn und Emmer habeneine hohe genetische Verwandtschaft.Diese Kulturarten sollten nichtdirekt aufeinander folgen. Hafer hingegenstellt unter den stärker verwandtenArten eine Gesundungsfrucht dar. Roggenhat unter den Getreidearten diehöchste Selbstverträglichkeit.Im Biolandbau stehtnicht die Wirtschaftlichkeiteiner einzelnenKultur im Vordergrund,sondern der Erfolgmit der ganzen Frucht -folge.BeispielfruchtfolgenKunstwiese (2-jährig) ➜ Winterweizen ➜ Gründünung/Zwischenfutter➜ Körnermais ➜ Dinkel ➜ Gründüngung/Zwischenfutter ➜ Sonnenblumen➜ RoggenKunstwiese (2-jährig) ➜ Winterweizen ➜ Gründüngung/Zwischenfutter➜ Hafer ➜ Wintereiweisserbsen/WinterackerbohnenKunstwiese (2-jährig) ➜ Weizen ➜ Roggen ➜ Gründüngung/Zwischenfutter➜ Erbsen ➜ DinkelFruchtfolgeplanung Die Fruchtfolgespielt eine Schlüsselrolle im Biobetrieb.Von ihrer Gestaltung hängt ab, obdie einzelnen Fruchtfolgekomponentenausreichend ernährt und Wurzelunkräuterin Schach gehalten werden können.Sie ist die sinnvolle Ableitung aus:1. den Bedürfnissen des Standortes unddes Bodens2. den (Nährstoff-) Bedürfnissen derKulturart3. den betrieblichen Notwendigkeitenmit Fokus auf den Zielen der Betriebsleitung(Marktlage, Preissituation,Präferenzen für bestimmte Kulturarten).UFA-REVUE · 11 2012 53


PFLANZENBAUMERBLATTTabelle: Wurzeltiefe und Wurzel masseeiniger Grün düngungsartenPflanzenarten Wurzeltiefe WurzelmasseGräserItalienisches Raygras flach vielEnglisches Raygras flach vielRoggen flach viel – sehr vielKreuzblütlerÖlrettich tief – sehr tief vielRaps tief vielRübsen tief vielSenf tief vielLeguminosenAckerbohne tief mittel – vielAlexandrinerklee tief geringInkarnatklee mittel geringPerserklee tief geringEsparsette sehr tief mittel – vielSommerwicke tief gering – mittelWeitereSonnenblumen tief mittel – vielPhacelia mittel sehr gering – geringNach Kahnt, 1981«Gründüngung mitZwischenfrüchten istdie Futterbrücke derKleinlebewesenzwischen den Hauptfrüchten.»(Sekera, 1984)4. Kunstwiese = Batterie der FruchtfolgeDie Kunstwiese stellt den Motor oderdie Batterie der Fruchtfolge dar. Hiermuss sich der Boden mit Humus undStickstoff auftanken, um für die Fruchtfolgemöglichst gute Erträge zu erzielen.Auch vieharme Betriebe, die den Kunstwiesenaufwuchsnicht direkt verwer -ten können, müssen mindestens 20%Kunstwiese (mit hohem Kleeanteil vonbis zu 70%) in der Fruchtfolge anstreben.Ist der Anteil zu gering, kann dieN-Bilanz über die Fruchtfolge ins Negativeabrutschen. Humusverlust und Abnahmeder Bodenfruchtbarkeit sind dieFolge. Ein weiterer negativer Effekt istdie Zunahme von Problemunkräuternwie der Ackerkratzdistel, die durch dieBodenruhe der Kunstwiesenperiodeund das regelmässige Schneiden desAufwuchses in Schach gehalten wird.5. Maximal 25% einer KulturartDiese Grenze gilt insbesondere für Hack -früchte. Deren Anteil ist aus arbeitswirtschaftlichenGründen, sowie aus phytosanitärenGründen (Schädlingsbefall:Drahtwurm, Nematoden) limitiert. Ausserdembelasten intensive Hackkulturendie Stickstoff- und Humusbilanz der Gesamtfruchtfolgenegativ.Oftmals sind besonders die Wasserundauch die Nährstoffversorgung die limitierendenFaktoren bei der Zusammenstellungder Kulturen. Wenn beideEinflussgrössen günstig sind kann jedochauch ein mässiger Ackerboden hoheErträge liefern. Gleichzeitig kann einzuviel an Niederschlag auf schweren Bödenmit hohem Tongehalt zu deutlichenErtragsverlusten führen.Fazit: Der Entscheidung für eineKultur liegt zugrunde:• Bodenart (Tongehalt)• Niederschlagsmenge und Verteilung• N-Versorgung bzw. die Frage, wie derStickstoff im Boden gehalten wird• Neigung für gewisse Problemunkräuter• MarktsituationIm Biolandbau sollte nicht zu sehr dieVorzüglichkeit einzelner Kulturen, sonderninsgesamt die Leistungsfähigkeitund Stabilität der Fruchtfolge beachtetwerden.Zwischenkulturen – im Gemengemehr wert Zwischenkulturen bringeneine Vielzahl von Vorteilen mit sich.Sie reichern organische Substanz an, lockerndie Fruchtfolge auf, stabilisierendie Krümelstruktur und bieten Erosions-54 11 2012 · UFA-REVUE


ORGANISCHE DÜNGUNGPFLANZENBAUschutz. Darüber hinaus werden Unkräuterunterdrückt und Stickstoff für dieFolgekulturen gesammelt. Im Bereichdes Nährstoff- und Humushaushaltesvermindert der Anbau von Zwischenkulturendie Nährstoffauswaschung undsorgt über die Bodendurchwurzelungfür Nährstoff- und Bodenaufschluss. Fürdie Bodenfruchtbarkeit und die Ernährungvon Bodenlebewesen sind Zwischenfrüchteessentiell.Zwischenkulturen benötigen allerdingsmindestens 30 – 40 Wachstumstageunter unseren Klimabedingungen füreine positive Wirkung auf das Bodengefügebzw. das Bodenleben. Jeder Tag verspäteterSaat nach der Ernte der Hauptfruchtkosten 1– 2% Aufwuchsleistung.Hier reagieren Leguminosen, aber auchRaigräser besonders empfindlich.Neben den genannten Vorteilen sindaber auch gewisse Risiken mit dem Anbauvon Zwischenfrüchten verbunden.Die verbleibende Vegetationszeit unddie Wasserversorgung sind die entscheidendenErfolgsfaktoren.Mischungsbeispiele (winterhart)Name Saatmengenanteile BemerkungenWickroggen 10 – 15 kg Winterwicke Tief wurzelnde, futterbaulich120 kg Grünroggen nutzbare Zwischenkultur.Hinterlässt eine sehr guteBodenstruktur. Aussaat nichtvor Ende September, da dieWinterwicke sonst auswintert.Landsberger Gemenge 21 kg Winterwicke Wertvolle, bewährte Winterzwi-9 kg Inkarnatklee schenfrucht mit überragender30 kg Italienisches Raygras Wurzelleistung und Stickstofffixierung.Nutzbar zur Grünfütterung,meist aber Silagenutzung.Aussaat Ende September.Mischungsbeispiele (abfrierend)Name Saatmengenanteile BemerkungenErbs-Wicke-Hafergemenge 90 – 110 kg Erbsen Aussaat Mitte August, im30 – 40 kg Sommerwicken Herbst kann noch ein60 – 80 kg Hafer Futterschnitt geerntet werden.Sehr gute Durchwurzelung,hohe N-Sammelleistung, guteUnkrautunterdrückungSommerwicke 60 kg Sommerwicke Reine Gründüngung, kann insÖlrettich 10 kg Ölrettich Ausfallgetreide gesät werden.Kostengünstige Mischung mithohem Stickstoffaneignungsvermögen«Zwischenfrüchte sindkeine Zwischenkultur,sondern stehen alsSchlüsselkultur inheutigen Ackerbausystemenzwischen denFrüchten.»Dietmar Näser, PflanzebauberaterUFA-REVUE · 11 2012 55


PFLANZENBAUMERKBLATTReinsaat oder Mischung? Mischungenzeichnen sich durch ein geringeresAnbaurisiko und eine höhere Artenvielfaltaus. Unter der Oberflächekönnen vielfältige Gemenge, bestehendaus Flach-, Mittel- und Tiefwurzlern, dendurchwurzelbaren Raum viel effizienternutzen und so Futter für das Bodenlebenanbieten. Die Wurzelexudate, die dasBodenleben ernähren, können eine hohePflanzenspezifität aufweisen. Jede Pflanzenartfüttert im Prinzip ihr «eigenes»Bodenleben. Je mehr Wurzeln, destomehr Bodenleben – je vielfältiger dieWurzelarten, desto vielfältiger die Organismengesellschaft,die sich von diesenWurzeln ernährt. Je vielfältiger die Organismengesellschaft,desto kleiner die Gefahreines Wechsels von der Symbiosezum Parasitismus.Der Samenhandel bietet heute einreichhaltiges Angebot an gut erprobtenZwischenfutter- und Gründüngungsgemengenan. Daneben besteht natürlichauch die Möglichkeit, die Zwischenkulturmischungselber zusammenzustellen.Einige Grundsätze für die Wahlder Zwischenkultur• In Fruchtfolgen mit Eiweisserbsensollten nach Möglichkeit weder Wickennoch Ackerbohnen als Zwischenfruchtangebaut werden. Wegen derengen Verwandtschaft von Wicken,Erbsen und Ackerbohnen können Unverträglichkeiten,Auflauferkrankungenund allgemeine Verschlechterungdes Wachstums auftreten.• Als Zwischenkultur vor Kartoffeln solltenPhacelia, Raps und Perserklee vermiedenwerden. Diese Arten förderndie Vermehrung von Nematoden,Gründüngung wennmöglich in Gemengenanbauen, zum BeispielPhacelia, Buchweizenund Alexandrinerklee.welche Überträger der Eisenfleckigkeit(Viruserkrankung) sind. Empfehlenswertist dagegen der Anbau vonnematodenresistenten Ölrettich undSenfsorten, da diese die Verbreitungverringern können.• Gräser haben den Vorteil, dass keineUnverträglichkeiten wie bei Legu -minosen bestehen. Darüber hinaushaben sie ein hohes Nährstoff- undWasseraneignungsvermögen. Raigräserbenötigen ein gut abgesetztesSaatbett. Zur Futtergewinnung sollteman sie möglichst früh säen.• Gräser und andere winterharte Nicht-Leguminosen binden den Stickstoff inihrer Trockenmasse und verhindernein Auswaschen in tiefere Bodenschichtenüber den Winter. Auf trockenenStandorten können durch denhohen Wasserbedarf Probleme für dieFolgekultur entstehen.• Pflanzen mit kriechendem Wuchs(Futtererbsen, Wicken) ergänzen sichsehr gut mit Stützpflanzen (Ackerbohnen,Ölrettich, Raps).• Pflanzen mit schneller Jugendentwicklung(Phacelia, Buchweizen) unter -drücken Pflanzen, die eher langsamstarten (Lupinen, Inkarnatklee, Raigräser).• Kruziferen stehen günstig vor Getreide,Erbsen und Ackerbohnen und bindenden Reststickstoff im Boden.• Leguminosen steigern die Phosphatverfügbarkeitfür die Folgefrucht.• Kreuzblütler wie Senf oder Ölrettichbilden keine Mykorrhiza aus! ImpressumAutorin Mareike Jäger, AGRIDEA,8315 Lindau (unter Mitarbeit vonMaurice Clerc und Hansueli Dierauer,FiBL; Josy Taramarcaz, AGRIDEA).Fotos Mareike Jäger, AGRIDEA;Thomas Stephan, BLE, Bonn.Herausgeber AGRIDEA, 8315 Lindau,AGRIDEA, 1000 Lausanne 6.Die UFA-Revue publiziert in loser FolgeMerkblätter, die in Zusammenarbeit mitForschungs-, Beratungs- und Fachinstitutionenentstanden sind.INFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 1256 11 2012 · UFA-REVUE


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PFLANZENBAUAngemessene ZulassungsverfahrenCLOTHIANIDIN ist ein Insektizid, das zum Beizen von Saatgut verwendet wirdund im Frühjahr 2008 in Süddeutschland das Sterben zahlreicher Bienenvölkerverursachte. Der Bundesrat beantwortete die Motion der Basler NationalrätinMaya Graf bezüglich Beurteilung der Zulassung dieses Wirkstoffes.Im Frühling 2008mussten die Bienen -völker in Süddeutschlandfür das schlechtgebeizte Maissaatgutteuer bezahlen. Seitherwurden die Saat -maschinen baulichangepasst und dieAnforderungen an dieBeizqualität erhöht.Die Situation bei unseren NachbarnClothianidin ist ein systemisches Insektizidaus der Familie der in derSchweiz zugelassenen Neonicotinoide,die zur Saatgutbeizung vonWeizen, Mais, Raps, Rüben, Zwiebeln,Kohl, Lauch und Salat verwendet werden.Diese Insektizidgruppe stand imFrühling 2008 unter Beschuss, als mitBeizmittel durchsetzter Staub, der vonpneumatischen Saatmaschinen verursachtwurde, im süddeutschen Raum eingrosses Bienensterben verursachte. Aufgrunddieses Vorfalls müssen heute allepneumatischen Saatgutmaschinen mitDeflektoren ausgerüstet sein, die denStaub gegen den Boden lenken.Die Beizung von Saatgut ist einewirtschaftliche und zielgerichtete Bekämpfungsmassnahme,da das Produktnur auf dem Saatgut und ausschliesslichunter kontrollierten Bedingungen undin geschlossenen Systemen appliziertwird. Durch die systemische Wirkungverteilt sich das Clothianidin in allePflanzenteile, wodurch sich ein zusätzlichesAusbringen eines Insektizids erübrigt.Bei dieser Applikationstechnikausschliesslich auf das Saatgut wird eineIn Frankreich ist Thiamethoxam als Überzugsmittel bei Maissaatgutzugelassen. Die Verwendung von Deflektoren ist obligatorisch, derGrenzwert beim Abriebstaub liegt bei 3 g Staub pro 100 kg Saatgut.Die Zulassung für Raps wurde vor kurzem zurückgezogen.In Deutschland sind die Nicotinoide für die Behandlung von Mais seit2009 verboten, aber weiterhin für die Raps- und Zuckerrübenbehandlungzugelassen. Der Einsatz von Insektizid-Granulaten, von deneneines Clothianidin enthält, ist zum Schutz der Maiskulturen zugelassen.In Österreich sind Clothianidin, lmidacloprid und Thiamethoxam alsÜberzugsmittel für Maissaatgut zugelassen. Der Grenzwert fürAbriebstaub beträgt 75 g/100 000 Maiskörner.geringere Menge des Wirkstoffs benötigt,wodurch die benachbarten Ökosystemeweniger in belastet werden. In derSchweiz werden 5 bis 10% des Maissaatguts,95% des Rübensaatguts, dasgesamte Rapssaatgut und weniger als5% des Getreidesaatguts mit Neonicotinoidenbehandelt.Die Risikobeurteilung ist Bestandteildes Zulassungsverfahrens, dessenTests international vereinheitlichtsind. Die Auswirkungen der Produkteauf die Bienen werden aufgrund ihrerÜberlebensrate, der Entwicklung desVolkes und der Bienenbrut sowie desVerhaltens der Bienen ausgewertet. Istein Produkt für die Bienen potentiell toxisch,wird untersucht, in welchemMasse sie mit dem Produkt in Kontaktkommen könnten, wenn es in der Praxiseingesetzt wird. Dabei werden der Zeitpunktder Applikation, der Anreiz derKultur für die Bienen, die phänologischeEntwicklung der Kultur, die Applikationstechnikund die Menge des eingesetztenPflanzenschutzproduktes berücksichtigt.Ein Produkt wird nur dannzugelassen, wenn mit Einsatzbeschränkungensichergestellt ist, dass für dieBienenstöcke in der Nähe der behandeltenParzelle keine Gefahr besteht. Seit1957 werden in der Schweiz Fälle vonaussergewöhnlichem Bienensterben untersucht.Seit diesem Jahr konnte nochnie das Sterben eines Bienenvolkes mit58 11 2012 · UFA-REVUE


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PFLANZENBAUDie Anwendungsbedingungen garantieren eine akzeptable Grenze.Clothianidin ist als Beizmittel für Mais weiterhin erlaubt.Das Respektieren der Vorschriften bei den Applikationstechniken ist notwendig,um zu verhindern, dass die Wirkstoffe in die Umwelt gelangen.einem Neonicotinoid-Einsatz für Saatgutbeizungin Verbindung gebrachtwerden.Bauern respektieren die VorschriftenAlljährlich werden 324Tonnen Insektizidwirkstoffe (davonrund 4.8 Tonnen Neonicotinoide) in derSchweiz verkauft. Die geringe Anzahlvergifteter Bienen, auch wenn möglicherweisenicht alle Fälle gemeldetwerden, beweisen, dass die Zulassungsverfahrenzuverlässig und die Applikationsvorschriftenvon den Bauern eingehaltenwerden. Zurzeit ist Clothianidinals Überzugsmittel zugelassen. Es ist alsWirkstoff in Poncho zur Bekämpfungdes Drahtwurmes und der Fritfliege enthalten,ausserdem in Poncho Pro gegenBlattläuse, Drahtwürmer, Erdflöhe,Bienenvergiftungen in der Schweiz: ein ÜberblickVon 1957 bis 1973 wurden noch bis zu 50 Fälle von Bienenvergiftungengemeldet. Seit den 1990-er Jahren ist diese Zahl auf 10 bis 15 Fällegesunken (mit Ausnahme von 1995, als für den Obstbau ein Insektizidzugelassen, dann aber wieder zurückgezogen wurde).Frühjahr 2009 und 2010: Zweimal wurde an toten Bienen Chlorpyriphosund Dimethoat festgestellt.Mai 2009: Carbaryl, ein in der Schweiz nicht zugelassener Wirkstoff,wird in einer Bienenprobe festgestellt.Juni 2009: Cypermethrin, Lambda-Cyhalothrin und Deltamethrinführten zu Vergiftungen. Es wurde nicht berücksichtigt, dass dasSpritzen dieser Stoffe während der Blüte von Honigpflanzen verbotenist.Juli 2009 und Februar 2011: Es wurden mehrere Vergiftungsfälle mitFipronil gemeldet.Marz und Juli 2011: Zwei Vergiftungsfälle durch Applikationsfehler miteinem Produkt, das Thiamethoxam enthält.Moosknopfkäfer und Rübenfliegen anFutter- und Zuckerrüben. Dieses Produktwirkt teilweise auch gegen Schnaken.Elado und Modesto sind zur Behandlungvon Rapssaatgut gegenRübenblattwespen und Rapserdflöhezugelassen. Smaragd schützt das Getreidesaatgutvor Drahtwürmern und Blattläusen.Folgen des Problems in DeutschlandSeit dem Herbst 2008 gelten fürgebeiztes Maissaatgut strengere Richtlinien.So darf die Staubmenge von behandeltemSaatgut 4g/100 kg Saatgutnicht übersteigen und der Einsatz vonDeflektoren ist obligatorisch. Letzteresgilt nicht für Raps- und Rübensaatgut,da hier das Risiko der Staubbildunggering ist. Gemäss den vom BLW durchgeführtenKontrollen wurde der Grenzwertvon 4g/100 kg bei den Saatgutmusternnie überschritten. Im Jahr 2010lagen die Werte zwischen 0 und2.19g/100 kg Saatgut. Seit Januar 2012liegt die Norm bei 0.75g Abriebstaubpro 100000 Körner (d. h. 2.5g/100kgMaissaatgut).Überwachung der Bienen ImJahr 2009 führte das BLW eine Studieüber die Wirksamkeit von Massnahmenfür den Bienenschutz durch. Ziel derStudie war, die Ergebnisse aus den Untersuchungenin Deutschland und Italienzu überprüfen, die zeigten, dass dieBienen kritischen Dosen von Neonicotinoidendurch Abriebstaub und Gutta-tionswasser ausgesetzt sein könnten.Während der zweieinhalbmonatigenBLW-Untersuchung wurde kein erhöhtesnicht natürliches Bienensterben festgestellt,und zwar weder direkt nach derAussaat noch während der Guttationder jungen Maispflanzen. Es wurdenauch keine Rückstände in den Bienenoder im Honig festgestellt. Diese Studiebestätigt, dass die geforderten Massnahmen,die bei der Verwendung vonmit Clothianidin behandeltem Saatgutangewendet werden, zum Schutz derBienen genügen.Fazit Die bestehenden Zulassungenwerden laufend auf der Grundlage neuerErkenntnisse angepasst. Wenn nötigkönnen die Anwendungsbedingungengeändert werden, wie dies nach denBienenvergiftungen von 2008 inDeutschland der Fall war, oder die Zulassungkann in Extremfällen zurückgezogenwerden. Die relativ geringe Anzahlvon Bienenvergiftungen in derSchweiz ist ein Hinweis darauf, dass dasZulassungssystem für Pflanzenschutzmittelwirksam ist und dass sich diegrosse Mehrheit der Bauern an die Vorschriftenhält.Autor Gaël Monnerat, UFA-Revue,1510 MoudonINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 1260 11 2012 · UFA-REVUE


Fortsetzungvon Seite 46LANDTECHNIKzu verkaufenAussen-D: 75 cm à 8 mLänge, Fr. 600;Kutschen, 2 PferdeBreak, 2-Spänner 062 893 34 87Schneepflug Peter,3 m, Fr. 5500; Ablade -gebläse Mengele,Fr. 3200; 3-Schar PflugRabe, Fr. 1800; TraktorNew Holland, 110 PS,Bereifung 480/65/28600/65/38, FHFW,Luftdruckanlage, 4doppelwirkend, freierRücklauf, FrontladerKonsole Fr. 66‘666 079 247 63 48Tandem 3-Seitenkipper,ab 10 t, Oben- od.Untenanhängung, Kt.Bern 079 328 76 63ElektrogetriebemixerVacutec, 4 m, 12 PS.,top Zustand 079 456 36 87Klingenrotor Maschio,3 m mit Huckepack, ab100 PS, sehr guterZustand; ScheibeneggeV-Form, gezogen, ab100 PS, sehr guterZustand 032 381 14 89 /079 717 62 19Semi-remorque bennealu basc tandem 26 m 3Fr. 9000 ou 13500 avecDolly; remorque 2 essbasc 3 côtés 12 to 13m 3 Fr. 2800; roulottepour jeunesse 6m x 2,5Fr. 2400; fourche àpalette pour relevageFr. 300; tank à lait Paco2100 lt, Fr. 3900; siloaliment 18 m 3 Fr. 500; 079 250 65 64Heu- oder Laubbläser,ECHO PB-770, PS 3.9,Luftmenge 1302 m 2 /h 079 245 25 02Seilwinde, 6 t,Fr. 1000; GülleverteilerFankhauser, Weitwurfund Prallteller, Fr. 800 079 400 97 77Rübenhacker HerborgMod. 78, Fr. 2000;Zubringerband Blaser,neuer Schalter, Fr. 900,wegen Betriebsumstellung 034 435 03 24Tandemkipper,GG 16 t, 2.3 x 4.2 m 079 628 83 80Div. 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PFLANZENBAUSituation bleibt angespanntMYKOTOXINE Die Arbeitsgruppe «Lebensmittelsicherheit» des Branchenverbands«swiss granum» zog eine Bilanz des Mykotoxin-Monitorings bei Brot- und Futtergetreide.In gewissen Regionen wurde das verstärkte Auftreten von Deoxynivalenol (DON) aufStufe der Produktion bestätigt. Doch konnten dank den Kontrollen der Sammelstellenbei der Übernahme die Probleme für die Verarbeiter vermieden werden.1 Die Ernten von 2012waren gekenn -zeichnet durch eineHäufung vonMykotoxin -kontaminationen.2 Typische Symptomefür Fusarienbefallauf einer Ähre.Bild: Bayer CropSciences3 Klein undverschrumpelt – diemöglicherweisebefallenen Körner(rechts) sind leichtzu erkennen.«swiss granum» führte zwei Monitoringsbei Getreide durch: Eines fürBrotgetreide bei einem Netz von 50Sammelstellen, und das zweite beiGerste, Futterweizen, Triticale und Haferbei einem Netz von 29 Sammelstellen.Die Arbeitsgruppe «Nahrungsmittelsicherheit»zog Bilanz dieser zweiMonitorings, die durch Einschätzungenund Informationen der Branchenpartnerergänzt wurden.Brotweizen Von insgesamt 132analysierten Mustern der Ernte 2012wiesen 32% keine DON-Belastung auf(DON


PFLANZENBAUMykotoxine beeinträchtigen den MarkterlösUFA-Revue: Wie reagieren die Sammelstellen bei einem Fusarienbefall?Fortunat Schmid: Als erstes gilt es, den Posten als solchen bei der Annahme visuell zubegutachten und bei Verdacht auf Fusarienbefall mittels eines Schnelltestes zu verifizieren.Sind dafür Zellen vorhanden, kann die Sammelstelle den Posten unter Vorbehaltannehmen. Nach entsprechender ausgiebiger Reinigung und einer repräsentativenBemusterung sowie Analyse im Labor kann danach der Posten, odereine Zelle mit mehreren solchen Posten, zur Weiterverwendungbeurteilt werden. Bei Mahlweizen gilt der Grenzwert von 1.25 mgpro kg DON für unverarbeitetes Getreide. Für Ware die darüberliegt, muss ein Abnehmer gefunden werden, welcher bereit ist,diesen Posten in einer gezielten Verwertung im Futterkanal(innerhalb der Richtwerte der Futtermittelbehörden) abzunehmen.Bei Gehalten an DON in Futtergetreide über 5 mg/kg bestehtwenig Chance, noch eine Verwertung zu finden. Der Postenmuss zum Beispiel in einer Biogasanlage entsorgt werden.Nicht alle Sammelstellen sind während der Annahmesaisonbetriebstechnisch in der Lage, diese Prozeduren wie separate Annahme,Reinigung und Analyse durchzuführen und müssen belastete Posten konsequentabweisen.Inwiefern beeinflusst das Auftreten von Mykotoxinen die Getreidevermarktung?Einerseits führt das vermehrte Vorhandensein von Mykotoxinen wie dieses Jahr zudeutlich mehr Kontrollaufwand auf allen Stufen, letztendlich zulasten der Wirtschaftlichkeitder Wertschöpfungskette Getreide. Hauptsächlich führen solche Posten aber zurStörung effizienter Abläufe und können, sofern nicht rechtzeitig entdeckt und aussortiert,bis zur Abklassierung einer ganzen Zelle oder Lieferung führen. Die Verantwortung dafürträgt nicht nur die Sammelstelle, sondern auch der einzelne Landwirt mit seiner gutenAnbaupraxis. Über die Rückstellmuster kann notfalls auf die einzelnen Anlieferungen vonProduzenten zurückgegriffen werden, mit der Konsequenz einer ursächlichen Kostenüberwälzung– diese kann je nach Umfang der verunreinigten Partie sehr gross sein.Was empfiehlt fenaco GOF, um das Risiko einer Verunreinigung herabzusetzen?Die Stufe Produzent ist diejenige Stufe, welche am direktesten und wirkungsvollstenMassnahmen gegen einen Fusarienbefall und damit mögliche Mykotoxinkontaminationeinleiten kann. Die dabei zu beachtenden Vorbeugemassnahmen sind in diesem Berichterwähnt. Wer diese Massnahmen nicht berücksichtigt und mit einem hoch belastetenPosten bewusst in die Vermarktung geht, handelt fahrlässig und läuft Gefahr, fürSchäden in der nachfolgenden Kette haftbar gemacht zu werden.Sind die Futtermittel, welche aus belastetem Getreide hergestellt werden, sicher für die Tiere?Sofern der Futterhersteller die Richtwerte der ALP einhält und seine Prozesse von derAnnahme (Prüfung der Gehalte an DON der Anlieferungschargen) über die Verarbeitung(separate Lagerung und Tiergattung bezogener Einbezug in die Rezeptur) bis zurAuslieferung (Mykotoxinmonitoring der Mischfutter) im Griff hat – und davon gehe ichbei Abnehmern belasteter Posten aus – ist kein negativer Einfluss auf das Tierwohl zubefürchten. Die Vorsichtsmassnahmen gelten aber nicht nur für kommerzielles Mischfuttersondern auch für Hofmischungen und eingestreutes Stroh. Dort ist der Landwirtselber dafür verantwortlich, das nötige Know-how aufzubringen, um ein gesundes Futterherzustellen.Der Getreideproduzentenverband nimmt dasProblem ernstUFA-Revue: Wie sollen Mykotoxine bekämpft werden?Pierre-Yves Perrin: Mykotoxine treten nach einem Befall der Pflanzendurch Fusarium-Pilze auf. Obschon der Infektionsgrad in grossem Massevon den klimatischen Bedingungen abhängt (insbesondere von Regenwährend der Weizenblüte), sind Bekämpfungsmassnahmennotwendig. Für die meisten Krankheiten undSchädlinge existieren Pflanzenschutzprodukte, dieerwiesenermassen wirksam sind. Ein Fusariosebefallist leider eine jener Krankheiten, die nicht direktbekämpft werden können, da die Fungizide nurbeschränkt wirken. Daher sind indirekte Bekämpfungsmassnahmen– nämlich eine geeigneteFruchtfolge und die richtige Sortenwahl – zuergreifen.Wie gestaltet sich ganz allgemein die Situation für die Produktion in derSchweiz?Man muss sich drei wichtige Punkte vor Augen halten: Erstens sind diebei der Ernte von 2012 festgestellten Probleme relativ gering imVergleich zur gesamten Erntemenge. Zweitens haben die Sammelzentrenausgezeichnete Arbeit geleistet und es gibt auf den nachfolgendenStufen der Branche keine Probleme. Und drittens ist jedes Jahr andersund man verzeichnet bei den Verunreinigungen keinen allgemeinenAufwärtstrend.Welche Folgen hat dies für die Produzenten?Produzenten, die von Mykotoxin-Verunreinigungen betroffen sind,müssen grosse finanzielle Einbussen in Kauf nehmen. Im schlimmstenFall muss die Ware vernichtet werden, was für die betroffenen BauernTotalverlust bedeutet!Wie ist die Situation gegenwärtig in der Schweiz?Im Grossen und Ganzen ist die Situation in der Schweiz nicht problematisch.Um finanzielle Verluste zu vermeiden, müssen die Empfehlungenzur Bekämpfung von Fusariosen jedoch genau befolgt werden.Wie kann die Belastung durch Mykotoxine verhindertwerden?Wirksamkeit der Massnahmefür die Risikoverminderung1. Bodenbearbeitung:Vorhandene Reste von GetreideoderMaisstroh einarbeiten,Ernterückstände auf dem Feldunbedingt vermeiden.2. Kein Anbau von Weizen oderTriticale nach Mais.3. Bei der Sortenwahl die Anfälligkeitauf Fusarien beachten.Lieferung zum Teil einen starken Befallaufwiesen, konnte jegliche Verunreinigungin den nachgelagerten Stufen dankdes Verfahrens auf Stufe der Sammelstellenverhindert werden (Kontrollen,Analysen, Sortierung usw.). Somit stehtden Lebensmittelherstellern, Mühlenund Bäckereien auch in der diesjährigenKampagne Brotgetreide von einwandfreierQualität zur Verfügung.Präventionsmassnahmen DieBranche möchte trotzdem die Wichtigkeitvon Präventivmassnahmen betonen,insbesondere auf Stufe der Produktion.Es wird vor allem empfohlen,eine zu stark mit Getreide und Mais beladeneFruchtfolge zu vermeiden. Getreidenach Körner- oder Silomais ist zuunterlassen.Die Ernterückstände müssen fein gemulchtund allenfalls in den Boden eingearbeitetwerden (Pflug vorziehen, jedochnicht zu tief). Ausserdem solltenwenig anfällige Getreidesorten gewähltwerden. Diese Kriterien sind beider Aussaat unbedingt zu berücksichtigen.Die Probleme sind ausgeprägt und können für eine Getreidekultur nachMais mit konservierender Bodenbearbeitung und Direktsaat sehrschwerwiegend sein. Die Pflanzenschutzbehandlungen an den Ähren(Direktbekämpfung) ist nur beschränkt wirksam und bei starkem Befallungenügend. Es ist unerlässlich, die beschriebenen Präventionsempfehlungenzu befolgen.Autor Gaël Monnerat, Revue UFA, Rtede Siviriez 3, 1510 Moudon.INFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 63


BIO-SEITEGeht es auch ohne?MINERAL- UND WIRKSTOFFVERSORGUNG BEIM MILCHVIEH Immer wiedertrifft man Bauern, die ihren Tieren gar keine Mineralstoffe mehr oder unausgewogeneMischungen füttern. Ihnen sollte man die Frage stellen, wie lange sie denn schon diesesFütterungsregime fahren.ChristopheNotzUm den Bedarfjederzeit deckenzu können, müssendie Mineralstoff -produkte an dieSituation angepasstwerden.Milchkühe können Mängel in derMineralstoffversorgung kurzfristigdurch körpereigene Regulationsmechanismenausgleichen. Dauert jedochdie Mangelversorgung länger an,reichen diese Regulationsmechanismennicht mehr und die Symptome der Unterversorgungzeigen sich offen oderauch oft versteckt.• Offen heisst, die Tiere zeigen äusserlichan, beispielsweise durch ihr Haarkleid,dass sie einen Mangel habenoder sie erkranken offensichtlich, et-wa an Milchfieber oder an Weidetetanie.• Versteckt zeigen sich die Mangelsymptomein einem Leistungsabfall,verminderter Futteraufnahme oderFruchtbarkeitsstörungen.Bedarf variiert Um einschätzen zukönnen, wie viel Mineralstoff seinenTieren zugeführt werden muss, ist esvon Vorteil, die ungefähre Mineralstoffversorgungaus dem Grundfutter zu kennen.Diese hängt jedoch von vielen Faktorenab wie Bodenbeschaffenheit,Erntezeitpunkt und Konservierungsart.Eine Rolle spielt auch das Tier selber inseiner spezifischen Situation und mitseinem Verzehrverhalten und Absorptionsvermögen.So variiert der Bedarf anMineralstoffen von Tier zu Tier je nachLaktationszeitpunkt und Gesundheitszustand.Blut- oder Haarproben Wenngravierende Tiergesundheitsproblemeauftauchen, kann es unter Umständennötig sein, neben einer Analyse desGrundfutters auch stichprobenmässigBlut- oder Haarproben von den Milchkühenuntersuchen zu lassen. DiesesVorgehen sollte aber mit dem Hoftierarztbesprochen werden.Höchstgehalte der Ration Dieim Bio-Landbau zugelassenen Mineralfuttermittelsind auf der Betriebsmittellisteder Bio Suisse aufgelistet. Es sollteimmer beachtet werden, dass dieHöchstgehalte pro Kilogramm der Rationgemäss der Futtermittelliste der BioSuisse/ALP/FiBL nicht überschrittenwerden. Das gilt vor allem, wenn verschiedenenMineralfutter eingesetztwerden oder Mischfutter, die meistensauch noch mit Mineral- und Spurenelementenund Vitaminen ergänzt sind.Viehsalz ist unabdingbar Nichtzu vergessen ist, dass das Mineralfutternur etwa 25 % des Salzbedarfs der Kühedecken. Deshalb ist die zusätzliche täglicheVerabreichung von 30 bis 50 g Salzpro Kuh unabdingbar.Tabelle 1: Störungen beieinem MangelKalzium Milchfieber, chronischeLahmheiten, KnochenweichePhosphor Appetitverlust, Lecksucht,KnochenweicheMagnesium Weide- und StalltetanieNatrium Appetitverlust, Lecksucht,tiefer MilchfettgehaltIod Verwerfen, lebensschwacheKälber, FruchtbarkeitsstörungenMangan Unkorrekte Gliedmassenstellungen,FruchtbarkeitsstörungenKupfer Haarkleid, Lahmen,Durchfall, FruchtbarkeitsstörungenZink Hautveränderungen, Gelenk-und KlauenproblemeKobalt Starke Abmagerung, Lecksucht,struppiges HaarkleidSelen Nachgeburtsverhalten,Muskelschwäche, ImmunschwächeAutor Dr. Christophe Notz, MilchviehberatungForschungsinstitut fürbiologischen Landbau (FiBL), 5070 Frick,christophe.notz@fibl.org, www.fibl.orgINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 1264 11 2012 · UFA-REVUE


TOPANGEBOTEUFA-AKTUELLUFA-ACTUELAKTIONUFA-MilchviehfutterRabatt Fr. 2.– / 100 kgHauptsortiment inkl. UFA 250 /256 / 280 Bio12.11. bis 01.12.2012AKTIONMINEX /UFA-Mineralsalz/UFA top-form (DAC)– Gratis 1 Softshell-Giletbei Bezug von 150 kg– Gratis 1 Softshell-Giletund 1 Sack UFA top-form (DAC)bei Bezug von 600 kgbis 24.11.2012PROFITIERTAGE11 UFA-Spezialitäten10% Rabatt12.11. bis 24.11.2012Macht Ketose zur SeltenheitUFA-Ketonex (EXTRA)Ketose (Azeton) belastet denStoffwechsel, die Leber und mindertdie Fresslust. Häufig tritt dieseStörung bei Milchkühen schleichendauf und hat Probleme wieeine schlechte Fruchtbarkeit oderEuterprobleme zur Folge.Zur Vorbeugung bewährt sichUFA-Ketonex. Die gewürfelteSpezialität enthält 30 % Propylenglykol,liefert schnell verfügbareGlukose und unterstützt so dieEnergieversorgung. Das mühsameEinschütten entfällt. UFA-Ketonexeignet sich für den Einsatz ab zehnTagen vor dem Abkalben und inder Startphase, insbesondere bei:• übergewichtigen Tieren• ungenügender Futteraufnahme• erhöhten Azetonwerten inBlut, Harn und Milch• Fett-Protein-Verhältnisvon über 1.5UFA-Ketonex EXTRAenthält zusätzlich:• Beta-Carotin, VitamineA, D3, E (Fruchtbarkeit)• Biotin (Klauengesundheit,Milchleistung)• Spurenelemente (teilweiseorganisch gebunden)UFA-Ketonex (EXTRA) ist vom 12. bis am24.11.2012 in Ihrer LANDI mit 10 % Rabatt erhältlich.TIPP DES MONATSCONSEIL DU MOISProfitiertageUFA-Spezialitäten für alle FälleSeien es Hochleistungskühe in der Startphase, Kälber nachAbklingen der Kolostralimmunisierung, Sauen währendder Säugezeit oder frisch eingestallte Legehennen – mancheSituationen im Leben eines Nutztiers sind besondersherausfordernd.Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse hat die UFAausgeklügelte Problemlöser im Sortiment, mit denen dererhöhte Bedarf an Nähr- und Wirkstoffen je nach Tier,Leistung, Phase und Ernährungsgrundlage gedeckt werdenkann.Profitieren Sie von der Aktion während derProfitiertage vom 12. bis 24. November 2012in Ihrer LANDI!10 % Rabattauf 11 Spezialitäten• UFA top-form (inkl. DAC)Hochenergie für Startphase• UFA-Ketonex (inkl. EXTRA)Würfel mit 30% Propylenglykol• UFA-Alkamix (inkl. ready)Puffer zur pH-Regulierung• UFA top-startWirkstoffkonzentrat mit Eisen(für Kälber)• UFA top-punchstärkt Lungenabwehr (für Kälber)• UFA top-fitzur Unterstützung desImmunsystems (für Kälber)• UFA-FenergieEisenzucker für Ferkel• UFA 302 PrestarterStarthilfe für Ferkel• UFA top-pigEnergiekonzentrat für Sauen• UFA-Antifexfür eine gesunde Darmflora• UFA-Solvisteigert WiderstandskraftUFA-REVUE · 11 2012 65


UNTERWEGS MIT...EN ROUTE AVEC……Milchviehspezialist Jonathan MartinWeniger Aufwand und Risiko dank UFA 250 SpeciflorJonathan Martin ist auf einem Landwirtschaftsbetriebim französischen Jura aufgewachsen.Nach der Ausbildung zumIngenieur Agronom in Clermont-Ferrand(Frankreich) hat er im Januar 2009seine Tätigkeit beim UFA-Beratungsdienstaufgenommen. Als Milchviehspezialistberät Jonathan Martindie Betriebe imnördlichen Teil desKantons Waadt. Darüberhinaus verfügter auch über vielKompetenz in derJungviehaufzuchtund der Rindviehmast.Heute stelltuns der Fütterungsspezialistden Betrieb derFamilie Lehmann in La Sarrazauf einer Höhe von600m über Meer vor.Ein ausdauernder BetriebJean-Pierre und seinVater Fritz Lehmann habenden Betrieb im Jahr 1980 gekauftund bis 1991 in Formeiner Generationengemein -schaft bewirtschaftet. Gemolkenwurde ein Kontingentvon 100000kg Milch für dieKäserei La Sarraz. Nachdemer den Betrieb vonseinem Vater übernom-men hatte, erhöhte Jean-Pierre dasMilchkontingent Schritt für Schritt.Heute melkt er ein Lieferrecht von335000kg pro Jahr.Das 1965 gebaute Ökonomiegebäudewurde 1980 in einen Anbindestall umfunktioniert.Die Kuhplätze wurden von15 auf 40 erweitert. Auch die Aufzuchtkam im vergrösserten Gebäude unter.Einkreuzung mit Fleckvieh Mitder erhöhten Milchproduktion ist dieStallgrösse heute erneut knapp. Daherstreben Lehmanns eine hohe Milchleistungpro Kuh an, um das Lieferrechtausschöpfen zu können. Die Genetikder 45 Red-Holstein-Kühe wurde währendden letzten zehn Jahren kontinuierlichverbessert. Die Laktationsleistungenliegen im Schnitt bei 9200kg Milchmit 4.0% Fett und 3.4% Eiweiss. Momentanmischt Jean-Pierre Lehmanndas Red-Holstein-Blut eines Teils derHerde mit der Einkreuzung von Fleckviehauf. Die Kühe sollen dadurch robusterwerden und ein höheresSchlachtgewicht erreichen.Das Grundfutter basiert allein aufWiesengras: Dürrfutter, Eingrasen undWeide in der Vegetationsperiode. Währendder Stallfütterungsperiode erhielteine Kuh bisher neben Dürrfutter noch1 bis 2kg Luzerne (Langhalm) sowie anfangsWinter 15kg Futterrüben und EndeWinter UFA 250 Speciflor. Im kommendenWinter wollen Jean-Pierre undFrançois auf Rüben verzichten und alleinSpeciflor einsetzen. Das Handling derRüben ist aufwändig und die Lagerunghat Tücken. Schlechte Erfahrungen imvergangenen Jahr haben Lehmanns zurAufgabe dieses Saftfutters bewogen.Ein Teil der Red-Holstein-Kühe wirdmit Fleckviehblut eingekreuzt, um dieWiderstandskraft der Tiere zu erhöhen.Blick auf den Betrieb La Sarraz, derdemnächst erweitert werden soll.Jonathan Martin, 25160 Malbuisson (Frankreich)Geburtsdatum 2. Mai 1986Zivilstand Verheiratet mit LaëtitiaAusbildung Ingenieur Agronom mit Fachrichtung Tierhaltung,seit Januar 2009 im UFA-BeratungsdienstHobbys Badminton, Squash, Wandern, Lesen, SnowboardMotto«Die Dinge aus Sicht des Betriebs sehen unddazu beitragen, dass der Tierhalter seine Zieleerreicht.»66 11 2012 · UFA-REVUE


Einfach und effizient UFA 250eignet sich für den Einsatz zu faserigemFutter. Neben Futterrüben kann es auchZuckerrübenschnitzel oder Kartoffelnersetzen. Zur Ergänzung von jungemWeidegras verfüttert der Betrieb LehmannUFA 256 Fibralor, das reich anADF ist und die Passagerate im Pansensenkt. Gezielt eingesetzt, erhöhen dieRaufutterwürfel UFA 250 und UFA 256die Verdaulichkeit und Verwertung derGesamtration. Um die Ration auszugleichen,verabreichen Lehmanns zudemdas Eiweisskonzentrat UFA 248. UFA263 kommt als Leistungsfutter zum Einsatz.Die Ration wird mineralisiert mitMinex 976 Biotin, bekannt für seinehervorragende Schmackhaftigkeit.Galtkühe erhalten das gleicheGrundfutter wie laktierende Tiere. 15Tage vor der Geburt wird das StarterfutterUFA 260-1 schrittweise angefüttert.Unmittelbar nach dem Abkalben wirdUFA start-fit vertränkt. Jean-Pierre Lehmannbeobachtet, dass die Kühe dankdiesem Abkalbetrank vitaler sind, besserabsäubern und erfolgreicher in die Laktationstarten. UFA start-fit beugt Labmagenverlagerungvor. Bei Verdacht auferste Ketosesymptome wird UFA-Ketonexverabreicht. Das Propylenglykol-Würfelpräparat minimiert das Energiedefizithochleistender Tiere.Konservierung mit Salz GemässUFA-Konzept konserviert Jean-PierreLehmann das Dürrfutter bei der Einlagerungmit Meersalz. Die Vorteile:• Die Trocknungszeit reduziert sich umfast einen Tag.• Weniger Kreiseldurchgänge.• Bessere Konservierung der Rundballen,Vermeidung von Schimmel.• Leguminosenblätter bleiben intakt.• Die Schmackhaftigkeit stimmt.Zukunftsperspektiven Da Françoisjetzt auf dem Betrieb mitarbeitetund Christophe demnächst ebenfalls,sobald er die Ausbildung zum Landwirtabgeschlossen hat, wollen Lehmannsdie gewonnene Arbeitskapazität für dieErweiterung des Milchviehstalls nutzen.Geplant ist, einen Laufstall zu bauen, dieAnzahl Kuhplätze zu erhöhen und dieLiegeboxen im bestehenden Ökonomiegebäudezu integrieren. Der Arbeitsaufwandsoll gesenkt, der Kuhkomforterhöht werden.BetriebsspiegelFamilie Jean-Pierre und ChantalLehmann, 1315 La SarrazNutzfläche: 45ha (Talzone)Tierhaltung: 45 Milchkühe der RasseRed-Holstein, rund 40 AufzuchttiereLieferrecht: 335000kg Milch GruyèreAOC (für Käserei Vaulion)Pflanzenbau: 8ha Kunstwiese (UFAQueen Gold und UFA 330), 14haNaturwiese, 10ha Weizen, 3ha Gerste,3ha Raps, 3ha Zuckerrüben, 4ha MaisArbeitskräfte: Jean-Pierre und François(Sohn) zu 100%, Unterstützung durchFritz (Grossvater) und Didier (Sohn, inAusbildung zum Buchhalter)BLICKPUNKTPOINT DE VUEJean-Pierre Lehmannmit seinen Söhnen François und Didier.«Die kompetente Fütterungsberatungder UFA schätzen wir sehr.»Endspurt der Minex-AktionDer grosse Vorteil von Minex-Mineralsalzenist ihre ausgezeichnete Fressbarkeit,die vor allem auf die einzigartigeStruktur zurückzuführen ist. DasExpandieren steigert die Futtermittelhygiene,weil unerwünschte Keime reduziertwerden, und führt zu einer gutenDosierbarkeit. Der Feinanteil sinktdurch das Verkleben der Partikel.Auch Aromastoffe und Melasse sorgendafür, dass Minex-Produkte deutlichbesser gefressen werden als herkömmlicheMineralsalze.Die Minex-Linie bietet für jedenLaktationsabschnitt eine passende Lösung.Minex 976, das auf dem BetriebLehmann eingesetzt wird, enthält100mg Biotin pro Kilogramm. Biotinfestigt das Ballenhorn und hemmtZwischenklauen-Entzündungen. Auchauf die Eutergesundheit hat Biotin einenpositiven Einfluss.GRATIS1 Softshell-Gilet beiBezug von 150 kg bzw.1 Softshell-Gilet plus1 Sack UFA top-form(DAC) bei Bezug von600 kg Minex/UFA-Mineralsalz/UFA topform(DAC)bis 24.11.2012UFA-REVUE · 11 2012 67


ERFOLG IN DER PRAXISSUCCÈS DANS LA PRATIQUEAlbert Rüdisüli, Rüti (ZH).UFA-Antifex, «eine grosse Hilfe»Den Infektionsdruck tief zu halten, gehörtzu den wichtigsten Managementaufgabenin der Geflügelhaltung. AlbertRüdisüli verabreicht seinenBio-Legehennen in der Startphase (10Tage) prophylaktisch UFA-Antifex Bio,um den Umstallstress zu reduzieren.«UFA-Antifex ist ein natürliches Produkt,das den Magen optimal zumLaufen bringt», begründet der Betriebsleiter.Es sei «eine grosse Hilfe,um die Einnistung von Bakterien undErregern zu minimieren». Auch währendder Legeperiode kommt UFA-Antifex Bio auf dem Betrieb Rüdisülizum Einsatz, wenn die Hennen erschöpftscheinen. Das Pulverpräparatenthält Milchsäurebakterien, die verdauungsregulierendeMilchsäure produzieren,nützliche Darmbakterienfördern und schädliche konkurrenzieren.Am besten entfaltet UFA-Antifexseine Wirkung, wenn es bei ersten Anzeichenvon Verdauungsstörungenverabreicht wird – bis sich der Kot normalisierthat. Nach Medizinierungenträgt UFA-Antifex zur raschen Regenerationder Darmflora bei.UFA-Antifex ist auch für Kälber undFerkel geeignet, wasserlöslich, zudosierertauglich,ohne Absetzfristen einsetzbarund vom 12. bis 24.11.2012mit 10 % Rabatt erhältlich.LESE-FUTTERÀ LIREGesündere Kälber mitUFA top-startStress wegen Stall- oder Futterwechselerhöht den MineralundWirkstoffbedarf vonKälbern. UFA top-start ist einKonzentrat mit Eisen undweiteren wichtigen Elementenzur Ergänzung der Milch beiMast- und Aufzuchtkälbern.Natürliche Pflanzenwirkstoffeunterstützen die Abwehrkräfteund fördern die Sauglust.SammelkartenabgebenAuf jedem 25-kg-Sack UFA-Kaninchenfutter finden Sieeinen UFA-Sammelpunkt.Dieser wird auf eine Sammel -karte, welche in Ihrer LANDIerhältlich ist, aufgeklebt. Fürjede gefüllte Karte erhalten Sieeinen Sack UFA-Kaninchenfutternach Wahl. An der Jahresverlosungim Dezember könnenSie einen LANDI-Gutschein imWert von Fr. 100.– gewinnen.HOBBYTIER-ECKEANIMAUX D’AGREMENTWelche Struktur für Hennen?Für die Legehennenfütterung stehenMehl, Pellets (Würfel) oder Krümel(Crumbs) zur Auswahl.Zu feines Mehl hat Futterverlusteund einen reduzierten Verzehr zur Fol-ge. Bei einer zu groben Struktur führtdas Herauslesen einzelner Partikel zueiner einseitigen Nährstoffversorgung.Beim Pelletieren werden die Feinanteileintegriert, alle Nährstoffe sindgleichmässig enthalten. Die mikrobielleBelastung des Futters sinkt und dieVerdaulichkeit des Futters wird verbessert.Krümel entstehen in einem zusätzlichenProduktionsschritt durch dasgezielte Brechen der Pellets. Sie sindfür Legehennen besser geeignet alsPellets. Pellets und Krümel sind staubfrei,entmischen sich nicht und garantiereneine sichere Aufnahme allerwichtigen Nährstoffe.Für den Hobbybereich bietet dieUFA diverse Ergänzungsfutter für Legehennenin Crumbs-Form an.Bio• Ergänzungsfutter UFA 603 Crumbszur Körnermischung UFA 504Konventionell• Alleinfutter UFA 625 Crumbs• Ergänzungsfutter UFA 605 Crumbszur Körnermischung UFA 506Das Ergänzungsfutter wird zur freienVerfügung angeboten. Mit zusätzlich20 bis 30 g Körnermischung pro Tierund Tag ist der Bedarf gedeckt.Magnesium fürs PferdWetter-, Futter- und Fellwechselfordern den Pferdekörper imHerbst heraus. Die UFA-Magnesiumwürfel(30-kg-Sack) könnenzur gewohnten Mineralstoff -ergänzung verabreicht werden,um den erhöhten Magnesiumbedarfzu decken. Zusammenmit Kalzium übernimmtMagnesium bei Pferden einenGrossteil der Muskelarbeit.UFA-BeraterConseiller UFA3052 Zollikofen058 434 10 001070 Puidoux058 434 09 006210 Sursee058 434 12 009500 Wil058 434 13 00ufa.ch68 11 2012 · UFA-REVUE


Phasenfütterung mit einfachen MittelnAufgrund technischer oder baulicherGegebenheiten können vieleSchweinezüchter ihre Sauen nichtmehrphasig füttern. Doch es gibtLösungen, den wechselnden Ansprüchender Tiere auch auf Basis einesUniversalfutters gerecht zu werden.Während der Säugezeit steigtder Energiebedarf der Zuchtsau umein Vielfaches an. Bis sich der Verdauungstraktan neue Futter gewöhnthat, dauert es rund eine Woche.Damit zum Geburtsstress nichtnoch der Futterstress hinzukommt,müssen Umstellungen frühzeitig erfolgen.Ist dies nicht möglich, solltebis nach dem Abferkeln mit der gewohntenGaltration weitergefahrenwerden. Gleichzeitig benötigt dieSau aber mehr Energie für die Geburt.Dieser Widerspruch lässt sichbeheben mit einem energiereichen,hochverdaulichen Top-Dressing,beispielsweise mit UFA top-pig (Expandat),das auf das rohfaserreicheGaltfutter gegeben wird. Die Verdauungder Sau wird durch dasDurchfüttern des gewohnten Futtersaufrechterhalten, der Darmbleibt in Bewegung. Gleichzeitigwird das Energiedefizit aus demGalt- oder Universalfutter ausgeglichen.Die Sauen danken den Einsatzeines Energiekonzentrats mit einerkürzeren Geburtsdauer und wenigertot geborenen Ferkeln.Toni Agner, UFA 2000KURZMELDUNGENNUTZTIEREWas der Markt willGemäss Tierschutzverordnungmuss zwei Wochen alten Kälbernab September 2013 neben Strohein weiteres Raufutter angebotenwerden. An der Kälbermasttagungvom 20. September in Wangs (SG)ging es um die Konsequenzen fürdie Praxis. Die Tagung wurde vomUFA-Beratungsdienst und denLANDI Buchs, Flums, Mels undWartau organisiert.Marcel Allemann, Leiter Verkaufund Logistik bei der Anicom,erklärte, wie die Branche dasKalbfleisch künftig definieren will.Im Alter von maximal 160 Tagensoll die Schlachtung stattfinden.Kalbfleisch soll zart sein mit rosabis rötlicher Farbe. Die Fleischver-Energiemangel?In den ersten Lebenswochen sind15 bis 25 °C für Kälber ideal. Ist eskälter, benötigen die Tiere zusätzli-che Energie, um die Körpertemperaturhalten zu können (1% pro1°C). Tendenziell nehmen Gesundheitsstörungenbei Kälbern im Winterzu. Das kann auch mit einemEnergiemangel aufgrund einer allzurationierten Tränke zusammenhängen,wie Versuche zeigen. Die Lösungliegt im Angebot von mehroder konzentrierterer Milch, wobeihöhere Mengen auf mehrere Gabenzu verteilen sind.Mortellaro: Gel statt SprayGel-Produkte auf der Basis von Mineralien,Alkohol und Aloe-Verawirken gegen die KlauenerkrankungMortellaro deutlich besser als herkömmlicheAntibiotika-Sprays, zeigteine Untersuchungen des holländischenTiergesundheitsdienstes.Silomais aufkonzentrieren?Wird die Energiedichte von Maissilagedurch spezifische Ernteverfahrenerhöht, geht Trockensubstanz-Ertrag «verloren» und die verfütterteRation ist ärmer an Fasern, die füreine optimale Pansenfunktion wichtigsind. In einer zweijährigen Studiehat Agroscope Liebefeld-Posieux(ALP) drei Ernteverfahren verglichen:1) Schnitt 70 cm oberhalb desBodens, 2) zwei Reihen ganz geerntet,bei der dritten Reihe nur dieKolben, 3) zwei Reihen ganz, in derdritten und vierten Reihe nur dieKolben. Der auf dem Feld verbleibendeTeil der Pflanzen wird gemässALP durch die Kraftfuttereinsparungnicht kompensiert. Zu einer solchenNegativbilanz komme es sowohl inder Milch- als auch in der Fleischproduktion.Kontrolle des MineralstatusDurch Beobachtung ist es schwierig,beim Milchvieh ein chronischesManko an Wirkstoffen zu erkennen.Besser eignet sich – im Verdachtsfall– die Beprobung von Harn oderSpeichel (Mineralstoffe) respektiveBlut (Spurenelemente) fünf gesunderKühe der Herde. Die Dateninterpretationerfolgt am besten miteiner Fachperson (Berater, Tierarzt).Tankmilch korrekt beprobtOb gefährliche Mastitiserreger vorkommenund welche Bakteriengruppein einer Herde dominiert,lässt sich mittels einer Tankmilchprobenachweisen. Vor der Probenahmesollte Tankmilch mindestenszehn Minuten gerührt werden. DieProbe wird an der Oberfläche mitsterilen Geräten oder via Ablauf entnommen,wobei bei letzterer Variantezuerst 2l Milch weglaufen sollten,um ein repräsentatives Resultatzu erhalten. Die Probe wird umgehendgekühlt und ans Labor geschickt.Je häufiger die Probenahme,desto besser die Aussagekraft.Vor Euterbehandlungen sollten jedochauch Viertelgemelksprobenentnommen werden.Schmallenberg: Selten akutObwohl die meisten Rinderbeständein der Schweiz mit dem Schmallenberg-Virusinfiziert sind, erkranktnur ein kleiner Teil der Tiere akut. Eswird aber damit gerechnet, dass inder aktuellen Abkalbe- und Ablammsaisonvermehrt missgebildeteTiere zur Welt kommen. Totgeboreneoder lebensschwache Kälber,Lämmer und Zicklein sowie solchemit den typischen Missbildungensollen untersucht werden. BVETwerter wünschen gut gedeckteKälber, welche tierfreundlich undnatürlich produziert werden. GemässYvan Meuwly bietet die bäuerlicheKälbermast hierbei Chancen.Der Bereichsleiter Rindviehbei der Anicom empfiehlt, auf Kälberaus Zweinutzungsrassen zusetzen, weil diese beste Mast- undSchlachteigenschaften aufweisen.Heinrich Ehmann zeigte auf, wiewichtig aufmerksames Beobachtenund frühes Intervenieren inAbsprache mit dem Tierarzt ist,um die Kosten tief zu halten. Dasvielfältige Know-how hinter derProduktion der UFA-Milchergänzerund -Wirkstoffkonzentrate imWerk Sursee beleuchtete StephanRoth, Ressortleiter Forschung undEntwicklung. Massgeblich zur Einsatzsicherheitder Kälberfutterund zur Kompetenz der UFA-Kälbermastspezialistentrage derUFA-eigene Versuchsstall Bühl inHendschiken bei.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chUFA-REVUE · 11 2012 69


NUTZTIEREZukunft der SchweinezuchtDIE GENOMISCHE SELEKTION hat die Rinderzucht inden letzten Jahren durchgreifend verändert. Erste Zuchtunternehmenwenden genomische Selektion nun in der Schweinezuchtan. Was ist genomische Selektion, welche Auswirkungenwird sie in der Schweinezucht haben und was plant die Suisag?HenningLutherAn der UFA 2000Züchtertagungvom 6. Septemberwurden neben dergenomischen Selektion(siehe Haupttext) auchMarktaktualitätenund Fütterungsfragenbehandelt(siehe Kasten).Die genetisch bedingte Leistungsfähigkeiteines Tiers ist in seinemErbgut (DNA) verankert. Mitder klassischen Zuchtwertschätzungschätzt man indirektab, ob ein Tier eher günstige odereher ungünstige Genvarianten insich trägt. Hat ein Tier einen hohenZuchtwert, geht man davonaus, dass es eher günstige Genvariantenbesitzt. Mit diesen Tieren wirddann die nächste Generation erzeugtund es entsteht Zuchtfortschritt.Genauere Zuchtwerte Bei jungenTieren ohne geprüfte Nachkommenkönnen die Zuchtwerte auf diese Weisebisher nur unsicher geschätzt werden. Inder Schweinezucht muss der Entscheid,ein Tier züchterisch zu nutzen oder zuschlachten, aber bereits bei etwa 100kgfallen. Was liegt also näher als direkt aufder DNA eines Tiers nachzuschauen,welche Genvarianten es in sich trägt?In die genomisch basierte Zuchtwertschätzungfliessen neben den üblichenLeistungsdaten zusätzlich die DNA-Informationeneines Einzeltiers ein. Hierdurchsteigt die Genauigkeit der geschätztenZuchtwerte insbesondere beijungen Tieren. Mit genaueren Zuchtwertenkönnen bessere Selektionsentscheidegetroffen werden und derZuchtfortschritt wird etwas ansteigen.Für gut 100 Fr. kann die DNA einesTiers heute an 60 000 Stellen mittelsGenotypisierung abgelesen werden.Dazu sind lediglich Haarwurzeln desTiers erforderlich.Internationale Schweinezuchtunternehmenhaben begonnen,die genomische Selektion aufzubauenund zum Teil schon anzuwenden. DieSuisag wird nächstes Jahr mit dem Aufbaueiner genomischen Zuchtwertschätzungstarten. Zunächst steht die Edelschwein-Mutterlinieim Fokus. DiesesProjekt wird zwei Jahre dauern und direktin die Routineanwendung münden.Beim Aufbau einer genomischen Selektionmuss zuerst die DNA von weit übertausend (je mehr, desto besser) Tierenan 60000 Stellen abgelesen werden.Diese Tiere müssen schon möglichst genaugeschätzte Zuchtwerte haben. Deshalbsind die Anfangsinvestitionen sehrhoch. Die Mutterlinie KB-Eber der Suisagsind bereits im Rahmen anderer Forschungsprojektetypisiert worden. Abdiesem Winter werden zusätzlich Haarprobenvon Edelschweinsauen in Kernzuchtbetriebengesammelt.Schweizer Genetik: Sicherund gesund«Wir stehen zu Schweizer Genetik,Schweizer Gesundheit und SchweizerWertschöpfung», versicherte Anicom-Geschäftsleitungsmitglied Paul Steineran der UFA 2000 Kern- und Vermehrungszüchter-Tagung.Mit demAbschluss eines UFA 2000 Jungsauen -abos remontieren Ferkelproduzentenihren Sauenbestand zu besten Preisenund mit optimal auf die SchweizerBezahlungsmaske abgestimmter Genetik(«Premo» x «Primera»). Zudem lässt sichder Tier verkehr für Lieferant undAbnehmer planen. Um über dieneuesten Markt entwicklungen und dieArbeit der Anicom auf dem Laufendenzu sein, werden Anicom-Kunden künftigmit einem Newsletter bedient.Wendelin Strebel, Vorsitzender derUFA-Geschäftsleitung, stellte die UFA-Leistungen zu Gunsten der Schweineproduktionvor. Dazu gehört der Ver -suchs betrieb UFA-Bühl, Hendschiken,wo Futterzusätze und Fütterungsstrategienunter Schweizer Bedingungen undmit Schweizer Genetik getestet werden.Die Erkenntnisse fliessen laufend in dieBeratung und Futterrezepturen ein.Mit «Proforest» setzt die UFA AG auf dasNetzwerk für nachhaltige Soja (www.sojanetz.ch). «Ziel ist, den Anteilnachhaltig produzierte Soja auf 90 % zusteigern», erklärt Wendelin Strebel.Damit sind Mehrkosten verbunden.Dafür kann man sich in einem weiterenBereich vom preisgünstigen Fleisch ausdem Ausland abheben.UFA-RevueFazit Wie gross der Nutzen der genomischenSelektion in der Schweinezuchtpraktisch sein wird, ist derzeitnicht sicher zu beantworten. Potenzialhat das Verfahren zumindest. Deshalbbegibt sich auch die Suisag auf den Weg.Denn: «Wer zu spät kommt, den bestraftdas Leben».Autor Dr. Henning Luther, LeiterAbteilung Zuchtprogramm & Export,stellvertretender Geschäftsleiter, Suisag,6204 Sempach. www.suisag.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 1270 11 2012 · UFA-REVUE


Fortsetzungvon Seite 61LANDTECHNIKzu verkaufenSchälblatt, ausChromstahl, für jedeKreissäge passend,D 60 cm, neu, Fr. 300 079 713 95 05Kt. BEDoppelrad, zuBereifung 16.9 R 30 079 622 45 82Schneefräse Yard-ManYM5655DE, elektr.Anlasser, Arbeitsbreite56 cm, Neupreis Fr.2420, Vorführmodellfür Fr. 1800 055 440 34 64Glattwalze, 1.8 mbreit, Traktorzug,Fr. 200 079 687 21 06SchüttelzubringerLanker, guter Zustand,Fr. 400 052 680 18 58Diesel oder Heizöltanks,2 à 2000 l mitAuffangwanne 077 484 33 75AnsauggebläseZumstein, fahrbar,12 PS Fr. 950 031 741 03 07FliegenvernichterHeiniger Insektokill,elektrisch, 2 x 15 Watt,Verkauf infolgeBetriebsumstellung,NP. Fr. 295, VP. Fr. 150 079 713 95 05 BESchermesser fürHeiniger Viehschere 079 796 92 68Autoanhänger;Kassentresor gross 079 487 88 93Frontlader FendtCargo, 3 x /65, DW,fabrikneu, passend aufSerie 207-211 079 765 20 26PW-Militäranhänger,einachsig, weniggebraucht, robust, mitoder ohne Blachenaufbau,Ladefläche 1.6 x2.3 m, Fr. 590 079 810 43 53Kreiselegge Bärtschi,3 m, mit Packerwalze,sehr guter Zustand,Fr. 4200 079 356 88 13Motormäher AM52,mit gutem Motor und4 Messern, Fr. 1200 079 810 43 53Buttermaschine AlfaLaval, praktisch zureinigen, solideMaschine, wenigbenutz, wie neu,Fr. 900 079 713 95 05 BernLadewagen Claas K25,alt, für Ersatzteile Fr.300; Metallfass 600 l,Fr. 50 052 657 19 61Spritze Birchmeier,800 l, mit 15 m Balken,handklappbar, 5Sektoren; TränkebeckenSueiva; Einschienenkranmit Funk 079 243 75 25Sternhackgerät Haruwy 077 472 26 18Zu Rapid 505:Bandeingrasung,Ausleger, Mählbalkenmit Mulchfinger, BusatisMähbalken, Anhängevorrichtung,Preis nachAbsprache 079 450 98 03Motorrad KawasakiER5, schwarz, 20 KW,top Fr. 2000 052 657 19 61Rübenbröckler fahrbarmit el. Motor undSteinbruchsicherung;Rübenbröckler Burkartmit Korb für 3 Punkt anTraktor; StrohmühleVakumat mit el. Motor 079 678 81 49Schutzgasschweissanlage,neuwertig, Preisauf Anfragen 076 597 05 14Pneu-/Hoflader Kramer511 4x4 mit Deutzmotor,kl. Mängel aberfun ktionstüchtig undsofort einsatzbereit,günstiger Preis aufAnfrage 061 981 18 18 oder079614 41 40MarktplatzMilchfilter für Kanne,Ø 17cm, Käserei tauglich 034 431 27 61FortsetzungSeite 82RaufutterNassfutterTreber· lose· im Siloschlauch· in Silosäcken· gemischt mit Mais in Siloballen· gemischt mit Luzerne in SiloballenGratis-Infoline0800 808 850www.raufutter.chamw.ch GOF 4.4 | 12Besuchen Sie unsan der AGRAMAStand A 013Halle 2.0Partnerschaft,die Mehrwert schafft.Telefon 044 857 26 00www.bucherlandtechnik.chUFA-REVUE · 11 2012 71


NUTZTIEREDurchfall, aber welcher genau?IN SCHWEINESTÄLLEN gehört Durchfall zu den häufigsten Problemen.Wichtig ist eine genaue Abklärung der Ursachen, um die Tiere gezielt therapieren undprophylaktische Massnahmen ergreifen zu können. Welche Krankheitserreger am Werksind, zeigen die Farbe und Konsistenz des Kotes sowie das Alter der betroffenenSchweine.AnnaMüllerAn Durchfall können Schweine injedem Alter erkranken, am häufigstensind jedoch Ferkel und Absetzjagerbetroffen. Indem die Tiere,deren Verschmutzungsgrad, Kotkonsistenzund Kotfarbe sowie die Anzahl derKotabsatzstellen in der Bucht genau beobachtetwerden, lassen sich Durchfallsymptomeund -ursachen rasch erkennen.Je früher die Behandlung eingeleitetwerden kann, desto erfolgreicherist die Therapie und umso kleiner derwirtschaftliche Verlust.Saugferkeldurchfälle Abgängeim Saugferkelalter sind oft auf Durchfallerkrankungenzurückzuführen. Denneine gesteigerte Flüssigkeitsausscheidungund/oder eine Störung der Nährstoffaufnahmeführen zu einer raschenSchwächung. Ohne Behandlung folgtoft der Tod. Welche Erreger im Spielsein können, zeigt die Tabelle.Colibakterien Vor allem in den erstenLebenstagen verursachen Colibakterien,die Giftstoffe (Endotoxine) bilden,im Dünndarm der Saugferkel eine Sekretionsstörung,was einen wässriggelblichenDurchfall mit Austrocknungder Tiere zur Folge hat. Die Ansteckungerfolgt oral über ungenügend desinfizierteAbferkelbuchten, ältere Ferkeloder das Mutterschwein als Keimträger.Der Erreger kann am besten in einemfrisch getöteten, unbehandelten Ferkelnachgewiesen werden. Eine Typisierungder Escherichia coli und eine Resistenzprüfungwird in jedem Fall empfohlen.Es gibt auch die Möglichkeit, frischeKottupfer von drei bis vier unbehandeltenFerkeln bakteriologisch untersuchenzu lassen.Eine Therapie des ganzen Wurfes mitAntibiotika über mindestens drei Tagewird durch eine optimale Versorgungmit einwandfreiem Wasser und Elektrolytlösungensowie eine Temperatur von32bis36 °C im Ferkelnest unterstützt.Eine Schutzimpfung der Muttersau, einverbessertes Hygienemanagement sowieeine Einstallung nach dem Rein-Raus-Verfahren mit Waschen der Sauensind wichtige prophylaktische Massnahmen.Ebenfalls sollte die Kolostrumaufnahmeder Ferkel sichergestellt werden.Tabelle: Erreger von SaugferkeldurchfällenColidurchfall Clostridium Kokzidiose Rotavirenperfringens Typ CAlter der Ferkel Erste Lebenstage, 1. – 14. Lebenstag Ab 7. Lebenstag 7. – 20. Lebenstag3. LebenswocheKot Wässrig, gelblich Wässrig, braun-rot, Gelblich, cremig Hellgelb, breiigblutigbis grau-wässrigInfektionsquelle Sau, kontaminierte Sau, kontaminierte Kontaminierte KontaminierteAbferkelbuchten Abferkelbuchten Abferkelbuchten AbferkelbuchtenVorbeugung Mutterschutzimpfung, Mutterschutzimpfung, Baycox oral, Stallhygiene,Stall und Tierhygiene, Stall und Tierhygiene Stallhygiene ImmunglobulineImmunglobulineBehandlung Antibiotika Keine, übergangsweise Baycox oral keineAntibiotikabehandlungQuelle: SGD-Merkblatt für Schweineprofis «Saugferkeldurchfälle»Clostridiendurchfall – nekrotisierendehämorrhagische Enteritis. Einblutig-wässriger, stinkender, zum Teilschaumiger Kot ist typisch für den durchBakterien hervorgerufen Durchfall. DieToxinbildung setzt bereits wenige Stundennach einer Infektion ein, wodurchdie Dünndarmschleimhaut stark geschädigtwird. Teilweise sterben die Ferkel,bevor sie klinische Symptome zeigen.Erkrankte und tote Tiere sind sofortin ein Labor einzuschicken, damit derErreger mittels bakteriologischer Untersuchungund Typisierung des Toxinsnachgewiesen werden kann.Eine Behandlung aller Ferkel unmittelbarnach der Geburt und an den darauffolgenden zwei Tagen mit Antibiotikakann versucht werden, dieErfolgschancen sind aber eher klein. EineProphylaxe durch die Impfung derMuttersauen hat sich bewährt und bietetauch Schutz gegen den von Escherichiacoli ausgelösten Frühdurchfall. Einegründliche Reinigung und Desinfektionmit clostridienwirksamen Desinfektionsmittelnist zur Senkung des Infektionsdruckesdringend zu empfehlen,auch wenn die Sporen während Jahrenüberleben können.Eine Typisierung des Toxins ist wichtig,da in letzter Zeit neben Clostridiendes Typ C auch der Typ A eine klinischrelevante Rolle spielen kann. Auch fürdiesen Typ gibt es einen Impfstoff, derjedoch in der Schweiz bis jetzt nicht zugelassenist.Kokzidiose (Isospora suis) Abdem siebten Tag kann dieser Parasit mitseinen resistenten Oozysten einen gelblich-pastösen,später wässrig gelb-grauenDurchfall verursachen. Die Tiere ster-72 11 2012 · UFA-REVUE


Saugferkeldurchfällekönnen das Wachstumentscheidend hemmen.Bild: Suisagben selten, bleiben in der Entwicklungaber zurück. Mittels einer Sammelkotprobekönnen die Erreger nachgewiesenwerden.Eine einmalige Gabe von Baycox 5% ®am dritten Lebenstag hat sich bewährtund unterdrückt vor allem die Ausscheidungder Parasiten. Die Optimierungder Hygienemassnahmen senkt den Infektionsdruck.Rotaviren Hellgelb-breiiger Durchfallzwischen dem siebten und 20. Lebenstagkann durch Rotaviren verursachtwerden, welche die Dünndarmzellenbefallen. Das Absterben der Zellenund die anschliessende Verkürzungder Darmzotten führen zu grossen Flüssigkeitsverlusten.Die Diagnose erfolgtüber den Erregernachweis im Kot oderhistologisch.Elektrolytlösung als Tränke und Antibiotikagabeum Sekundärerreger zu unterdrückensind Therapieansätze. Prophylaktischkönnen Immunglobulin-Präparate so früh wie möglich verabreichtund mit einem optimierten Hygienemanagementder Keimdruck gesenktwerden.Durchfall bei Absetzjagern kannden Wachstumsknick in dieser ohnehinstressigen Phase zusätzlich verstärken.Auch hier gilt es, rasch zu reagieren, sobalderste Symptome auftreten.Coli-Durchfall EnterotoxinbildendeStämme von Escherichia coli sindnoch immer die häufigsten Durchfallverursacherbei Absetzferkeln, besondersin den ersten zwei Wochen nachdem Absetzen oder nach dem Einstallenin die Mast. Die Ansteckung erfolgt oralund führt wegen den Giftstoffen imDünndarm zu einer gesteigerten Absonderungvon Wasser und Elektrolytenschnell zu einer Austrocknung, Gewichtsverlustund Kümmern. Es sollenKottupfer von drei bis vier unbehandeltenTieren untersucht und anschliessendein Resistenztest gemacht werden.Eine Therapie mit Antibiotika lässtsich unterstützen mit zusätzlich anzubietendenElektrolytlösungen, eine Reduktiondes Futters, Einsatz von mit Colaoder Essig angesäuerter Wühlerdeoder zerkleinerter Holzkohle (nicht zusammenmit Fütterungsarzneimittel)und einer optimalen Stallhygiene.Lawsonien Besonders bei Stresssituationenwie Überbelegung, Kälte,Umgruppierung, Hygienemängel brichtdie Krankheit aus. Nach einer oralenAufnahme einer kleinen Erregermengezeigen die Schweine einen breiigen, zementfarbenenbis blutigen Durchfall,wachsen auseinander und kümmern. Esgibt eine sichtbare Verdickung derDarmwand des Ileums und daraus resultierendeResorptionsstörungen. Die Diagnoseerfolgt beim umgestandenenTier mit dem Nachweis der Lawsonienim Darm mittels Histologie oder PCR(Polymerase Chain Reaction).Empfohlene Massnahmen sind eineoptimale Hygiene und die Schluckimpfungder Saugferkel. Um den Bestandesdruckzu vermindern, kann eine erkrankteTiergruppe zeitlich limitiert mediziniertwerden.Brachyspiren Immer mehr an Bedeutungbei Tieren ab 30kg gewinnt derdurch die spiralförmigen Brachyspiren-Bakterien verursachte Durchfall. DieÜbertragung erfolgt via Kot von infiziertenTieren oder kontaminierter Gülle,aber auch Mäuse und Ratten spielen einewichtige Rolle als Vektoren. Infektionendurch Brachyspira hyodysenteriaeverursachen akut bis chronischen, blutigbis schleimigen Durchfall (Dysenterie),schlechte Tageszunahmen, eingefalleneFlanken, Abmagern, Kümmern undplötzliche Todesfälle. Infektionen mitBrachyspira pilosicoli verlaufen hingegenin der Regel milder (Spriochchäten-Durchfall). Nachgewiesen werden dieErreger via rektale Kotentnahme beidrei bis fünf Tieren mit typischemDurchfall.Blutiger und schleimiger Durchfallvon mehreren Tieren im Bestand mussdem Schweinegesundheitsdienst (SGD)gemeldet werden, um eine Verschleppungzu verhindern. Bei einem Nachweisvon Brachyspira hyodysenteriaewird in Zusammenarbeit mit dem SGDeine Sanierung des Bestandes angestrebt.Als Sofortmassnahme werdenbetroffene Tiergruppen mindestens dreiWochen mediziniert.Eine genaue Beo -bachtung der Tiere injeder Altersklasse undeine genaue Abklärungder Durchfallursachesind sehr wichtig, umein Problem rechtzeitigzu entdecken und ziel -orientiert zu beheben.Bild: agrarfoto.comAutorin Dr. AnnaMüller, Schweinegesundheitsdienst(SGD)Sempach-Zentralschweiz,6204 Sempach.www.suisag.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 73


NUTZTIEREHormone oder abdrücken?EIERSTOCKSZYSTEN sind eines der häufigsten Probleme,wenn Landwirte über die Fruchtbarkeitslage ihrer Herdeklagen. Was steckt hinter diesen Problemen und wie bekommtman sie wieder in den Griff?JuttaBergerEndstation Schlachthof wegen Zysten?Wie wichtig diese als Abgangsursachevon Milchkühen sind, zeigenUntersuchungen, die bei 4 bis15% der Schlachtkühe zystische Veränderungenan den Eierstöcken fanden.Zystenkühe sind Problemtiere, die jedermilchviehhaltende Betrieb kennt. Siesind länger güst, da sie schlechter aufnehmenals ihre Herdengenossinnen,ihre Trächtigkeitsrate ist vermindert.Schwierig und unwirtschaftlich wird dieSituation, wenn Eierstockszysten nichtmehr auf Einzeltiere beschränkt sind,sondern sich zum Bestandsproblem ausweiten.Eierstockszysten sind über ihreNormalgrösse hinausgewachsene,nichtgesprungene Eiblasen.Bild: SwissgeneticsUltraschall sichert die DiagnoseTierärzte unterscheiden verschiedeneArten von Eierstockszysten anhand ihresWandaufbaus. Alleine durch eine manuelleUntersuchung der Eierstöcke ist dieUnterscheidung des Zystentyps oftschwierig. Ein Verdacht kann mittels Ultraschalluntersuchungabgesichert werden.Je nachdem, welches Hormon vomZystengewebe vorherrschend produziertwird, unterscheiden sich die äusserlichsichtbaren Anzeichen. Die dünnwandigen«Follikelzysten» sind diehäufigste Zystenform. Produzieren sieÖstrogen (Brunsthormon) machen sieeine «klassische Zystenkuh» in Dauerbrunst,die nach einiger Zeit durch eingefalleneBeckenbänder, Hohlschwanzbildung,im Extremfall durch einenScheidenvorfall auffällt. Im Gegensatzzur weitverbreiteten Vorstellung blockierensie aber weit häufiger ganz unauffälligden Zyklus. Auch die dickwandigen,gelbkörpergewebe-enthaltendenZysten («Thekazysten») stoppen durchdas von ihnen produzierte Progesteron(Gelbkörperhormon) unbemerkt denZyklus. Egal, welche Zystenart zugrundeliegt: Kühe mit solchen «stillen Zysten»kommen nicht mehr in Brunst, fallen ansonstenaber nicht auf. Die Zyste wirdschliesslich durch eine tierärztliche Untersuchungder Eierstöcke entdeckt.Negative Energiebilanz Die hormonellenEntgleisungen, die zu Eierstockszystenführen, sind vielschichtig.In wissenschaftlichen Arbeiten kristallisiertsich immer mehr heraus, dass einenegative Energiebilanz und eine Ketosenach dem Kalben die wichtigsten Ursachensind. Kühe, die sich in einem Ener-Die manuelle Untersuchung, umwelche Zystenart es sich handelt,ist nicht einfach. Mit dem Ultraschallkann die Diagnose abgesichertwerden.Bild: M. Tischer, Vet-Consult74 11 2012 · UFA-REVUE


NUTZTIEREgiedefizit befinden, bilden nur noch zirkaein Drittel der normalen Menge desEisprungshormon LH – häufig zu wenig,um damit den Eisprung auszulösen. Wieschnell eine Kuh auf einen entgleistenStoffwechsel mit Zysten reagiert, ist individuellverschieden. Die Veranlagunghierzu ist allerdings erblich: Es gibt Kuhfamilien,in denen Zysten gehäuft vorkommen.Einen Energiemangel vor und nachdem Abkalben zu vermeiden, frühzeitigzu erkennen und im Erkrankungsfallschnell einzugreifen, ist daher (nichtnur) für die Zystenprophylaxe entscheidend.Da insbesondere verfettete Kühe,die zu Laktationsbeginn Körperfett mobilisieren,Risikotiere für Stoffwechselschieflagen,Ketosen und somit Zystensind, beginnt die Zystenvorsorge bereitsin der vorausgehenden Laktation. Sobalddie Tiere beginnen, Fettdepots anzulegenund an Körperkondition zunehmen,muss die Energiedichte reduziertwerden. Die Futteraufnahme soll währendder Galtzeit hoch bleiben, aberenergiearm sein. Wichtig ist weiter dieschrittweise Gewöhnung der Pansenmikrobenan die Startphasen-Ration zweiWochen vor dem Abkalben.Früherkennung Zu Laktationsbeginnist die Früherkennung von Zystender Schlüssel zum Erfolg. Der MilchfettundEiweissgehalt in den ersten 100Laktationstagen sowie das Fett-Eiweiss-Verhältnis können auf Problemkühehinweisen (Tabelle 1). Ein Ketontest zurDurchführung im eigenen Stall (egal obMilch- oder Harntest) gehört zur Überwachungvon Risikotieren. Einfach inder Anwendung liefert er rasch ein Ergebnis,bevor andere Ketosesymptomebemerkt werden können.Neben den fetten Kühen gehörenauch Mütter von Zwillingen und Kühemit einer gestörten Nachgeburtsphase,sprich mit Nachgeburtsverhaltung,Milchfieber, Lahmheiten, GebärmutteroderEuterentzündungen zu den Risikotieren,weil sie rund ums Abkalben zuwenig fressen. Eine ungenügende Wirkstoffversorgungund ungünstige Verhältnisseim Stall verschärfen diese Problematik.Überbelegung, eine hoheLuftfeuchtigkeit, ein zu geringer Luftaustauschund eine ungenügende Wasserversorgungsind Faktoren, welchedie Futteraufnahme jeder Kuh reduzierenkönnen.In der integrierten Bestandsbetreuungdurch den Tierarzt wird dieEierstocksfunktion der frischlaktierendenKühe routinemässig untersucht.Zysten, die hierbei innerhalb der ersten60 Tage nach dem Abkalben festgestelltwerden, müssen notiert und nachkontrolliertwerden. Sie bilden sich zu diesemZeitpunkt häufig noch von selbstzurück. Tritt keine Selbstheilung einoder werden Zysten im späteren Laktationsverlauffestgestellt, müssen sie behandeltwerden. Betriebe, die ohne tierärztlicheBestandsbetreuung arbeiten,sollten alle Kühe untersuchen lassen,die in den ersten 80 Tagen nach demAbkalben nicht von selbst in Brunstkommen. Nur so werden «stille Zysten»rechtzeitig entdeckt. Da Zysten durchihre zum Teil enorme Grösse stark aufdas umgebende Eierstocksgewebe drücken,kann es leicht geschädigt werden.Je schneller nach der Zystenentstehungeingegriffen wird, desto besser ist derBehandlungserfolg und umso geringerfällt die Schädigung des umliegendenEierstocksgewebes durch die Zyste aus.Welche Therapie angewandt wird, richtetsich beim Einzeltier nach der Konsistenzbeziehungsweise Zusammensetzungdes Zystengewebes.Tabelle 1: Risiken und SignaleErhöhtes Zystenrisiko WarnsignaleAbbau von Körperkondition > 1 Konditionspunkt abgebautEnergiemangel/Ketose Milcheiweiss < 3.2 %Fett-Eiweiss-Quotient zuLaktationsbeginn > 1.5Azetontest +Rohfasermangel/Azidose Milchfett < 3.6 %Fett-Eiweiss-Quotient < 1Eingeschränkte Pansentätigkeit:Kieferbewegungen < 55 pro BissenEiweissüberversorgung Harnstoffwerte > 300 mg/lMineralstoffdefizitMangel an Selen, Mangan, Kupfer, ZinkVitaminmangelMangel an Vitamin E und ß-CarotinPilzgifteHohe MykotoxingehalteHefebefall in der SilageUngünstige Stallverhältnisse ÜberbelegungHitzeHohe LuftfeuchtigkeitWassermangelVerklebung des Eierstocks DasAbdrücken von Eierstockszysten mit derHand wird kritisch gesehen. DickwandigeZysten unter Umständen mit vielKraftaufwand zu sprengen, heisst, Verklebungendes Eierstocks mit dem Eileiterzu riskieren, die häufig in Unfruchtbarkeitder Kuh enden. Eleganter ist,Eierstockszysten so früh wie möglichhormonell zu behandeln.Welche Hormonbehandlung zur Zystentherapieeingesetzt wird, ist Entscheidungdes Tierarztes. Eine Methodeist beispielsweise das Einsetzen progesteronhaltigerPräparate in die Scheideder Kuh, die dort für sieben bis maximalzwölf Tage stetig Gelbkörperhormon andie Scheidenschleimhaut abgeben unddadurch den Zyklus blockieren. Wirdder Progesteronträger wieder entnommen,läuft ein neuer Zyklus an, Brunstund Eisprung folgen. Das mechanischeEntfernen der Zyste ist überflüssig! Dagegenverbessert eine Prostaglandin -injektion 48 Stunden vor der Entnahmedes Progesteronpräparats den Behandlungserfolg.Zeigen sich die Kühe in dernachfolgenden Brunst deutlich, werdensie wie üblich zwölf bis 24 Stunden nachBeginn des Duldungsreflexes besamt.Verläuft die Brunst still, sollten sie für einenguten Trächtigkeitserfolg 56 Stundennach der Entnahme blind besamtwerden. Der häufig beobachtete eitrigeAusfluss nach einer vaginalen Progesteronbehandlungist die Folge der gereiztenScheidenschleimhaut und hat keinenegativen Auswirkungen auf den Besamungserfolg.In den letzten Jahren wurde das sogenannteOvSynch-Verfahren zur Zystenbehandlungerfolgreich eingeführt.Durch Modifikationen konnte der Behandlungserfolgimmer wieder verbessertwerden.Fazit Durch die hohe Bedeutung derZystenkühe ist ein schnelles Erkennenund Abstellen der Risikofaktoren nacheiner kompletten Analyse der Fütterungs-,Haltungs- und Managementfehler,die im Betrieb gemacht werden, unerlässlich.Der Hauptansatz liegt in• der Optimierung der Energieversorgungvor und nach dem Abkalben,• der Verbesserung der Futterqualität,• der bedarfsgerechten Versorgung mitMineralstoffen und Vitaminen sowie• dem Abschaffen von Faktoren, die dieFutteraufnahme bremsen. Autorin Dr. JuttaBerger, Swissgenetics,Team Reproduktion,3052 Zollikofen.www.swissgenetics.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 75


NUTZTIEREBerechnet, gemischt, gefressen?KÜHE FRESSEN SELEKTIV – je länger die Ration auf dem Futtertisch verbleibt,desto mehr. Eine Rolle spielt dabei die Häcksellänge der Raufutter. Insbesondere Erstkalbinnenmüssen in ihrem Verzehrsverhalten beobachtet werden. Auf dem BetriebBühlmann, dessen Kühe heute über 10 000kg Milch pro Laktation produzieren, wurdenbeste Erfahrungen mit dem automatisierten Futternachschub gemacht.HansruediWickiZu den wirkungsvollsten Massnahmenfür eine hohe Leistung und einegute Gesundheit der Milchkuhgehört die Förderung eines hohenVerzehrs. Dabei müssen das Management,das Tier, das Futter und die Haltungbetrachtet werden. Bekanntlich istdie berechnete, gemischte, gefresseneund effektiv verwertete Ration nichtdieselbe. Je nach Entwicklung dieser Parametermüsste der Futterplan an dieEinzelkuh angepasst werden. In der Praxisläuft es umgekehrt. Aufgrund derMilchleistung und -gehalte sowie derKuhgesundheit wird auf Optimierungsbedarfin der Ration geschlossen («UFAHerd Support»).Erstlingskühe verzehren im Vergleichzu ausgewachsenen Kühen beigleicher Leistung um die 2 bis 3kg wenigerGrundfutter in der Trockensubstanz(TS). Die Milchleistung steigt inden ersten Laktationswochen stark an.Das geringere Pansenvolumen erschwerteine genügende Futteraufnahme,zumal auch ausgewachsene Kühe inder Startphase nicht immer genug fressenkönnen, um ihren Bedarf zu decken.Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben,dass die Verzehrssteigerung pro KilogrammMehrmilch nur 300 bis 400gbeträgt. Eine möglichst hohe Nährstoffkonzentrationin der Ration lässt sichdurch den Einsatz von Konzentraten wieUFA top-form und qualitativ hochstehendeGrundfutter erreichen. Mit steigendemLebendgewicht nimmt dasPansenvolumen pro 100kg um rund1kg TS zu. Eine 590kg schwere Erstlingskuhsteigert ihr Gewicht je nachRasse noch um 150kg.Genetik und ProgrammierungDie Grundlage für ein hohes Futteraufnahmevermögenwird bei der Selektionund Stierauswahl gelegt. Nächster Meilensteinist die metabolische Programmierungdes Kalbes in der Hochträchtigkeitund innerhalb der ersten sechsLebensmonate (UFA-Revue 10/2012).Hohe Tageszunahmen bei jungen Kälbernzahlen sich mit höheren Lebensleistungenund längerer Nutzungsdauerbei der späteren Milchkuh aus.Auch das Management ums Abkalbenbeeinflusst das Verzehrsverhaltenmassgeblich. Die Erfolgsfaktoren sindbekannt: keine Verfettung Ende Laktation,hoher Verzehr in der Galtzeit,schrittweise Anfütterung «neuer» Futter,rechtzeitige Eingliederung in dieGruppe der laktierenden Tiere.Eine der wichtigsten Massnahmen zur Verzehrsförderungist die Ad-libitum-Fütterung und die mehrmalige Vorlage vonfrischem Futter.76 11 2012 · UFA-REVUE


NUTZTIEREDie Verdaulichkeit und Strukturdes Futters beeinflussen die Passagerateim Pansen. Mit gut abbaubarem Futterwird das begrenzte Pansenvolumen baldwieder frei. Doch zu schnell darf es nichtgehen. Zu wenig Fasern oder zu grosseMengen an leicht verdaulichen Kohlenhydratenlassen den pH-Wert im Pansen(ohne entsprechende Proteinergänzung)fallen, was zu tiefen Milchfettgehalten,Klauen- und Fruchtbarkeitsproblemenführen kann. Energie-, proteinundstickstoffhaltige, schwer- undleichtverdauliche Futtermittel sollenausgewogen über die ganze Fütterungszeitzur Verfügung stehen. BestimmteZusätze (z.B. Kräuter) können den Verzehr,auch unbeliebter Stoffe (z.B. Phosphor),zusätzlich fördern.Viel Wasser im Futter verringertden Gesamtverzehr. Von kurzgeschnittener,angewelkter Silage wird 1 bis 1.5kgTS mehr gefressen als von nasser, ungeschnittener.Der Verzehr sinkt aber auch,wenn die Kühe übers Futter und dieTränke zu wenig Wasser erhalten. In der«Blache brachte 1000 kg mehr Milch»Mit einem Laktationsschnitt von 10000kgMilch (4.25% Fett, 3.34 % Eiweiss) undEinzelkühen, die über 12 000 kg geben,stellt die Fütterung auf dem Betrieb vonXaver und Patricia Bühlmann, Römerswil(LU), höchste Anforderungen. Bemerkenswertist die durchschnittliche Lebensdauervon zehn Jahren pro Kuh.Beste Erfahrungen haben Bühlmanns mitdem automatischen Futternachschubmittels einer elektrisch regulierbarenBlache gemacht. «Um rund 1000 kg proLaktation nahmen die Milchleistungendadurch zu», erinnern sie sich. Die Kühekönnen 24 Stunden fressen pro Tag undweniger beliebte Futterbestandteile nichtungehindert wegschieben.Die Mischration aus Mais-, Grassilage,Luzerne, Rübenschnitzel und Mineralstoffenverteilt Xaver Bühlmann drei Maltäglich. Frühlings- und Herbstgras werdengemischt, um keine zu hohen Zuckergehaltezu riskieren. Über die Abrufstationerhalten die Kühe UFA 262 und 164F inder Startphase, das Proteinkonzentrat UFA248 in der Produktionsphase sowie Emd(2. oder 3. Schnitt) zur freien Verfügung.UFA 262 enthält Propylenglykol, Kräuterund – wie auch UFA 164F – Lebendhefenzur Förderung der Pansenaktivität. In denFutteranalysen nach UFA W-FOS werdendie Mineralstoffe berücksichtigt, um einebedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen.Alle 14 Monate ein KalbGute Kühe decken Bühlmanns mitgesextem Samen, so dass mit 90 %Sicherheit ein Kuhkalb resultiert, den Restmit Fleischrassen, um hohe Kälberpreisezu lösen. Das Ziel «ein Kalb pro Kuh undJahr» relativiert sich bei Hochleistungstierenmit guter Persistenz. «Zu lange, aberauch zu kurze Leer zeiten wirken sichnachteilig aus; alle 14 Monate ein Kalbgenügt», findet Xaver Bühlmann.Neben der Futter -zubereitung kümmertsich Xaver Bühlmannvorwiegend um die320 Mastschweineund das betriebs ei ge neLohnunternehmen,während seine FrauPatricia die 90 Milch -kühe betreut.Startphase säuft eine Kuh etwa 150lWasser pro Tag. Bei Dürrfutter-Rationenmuss die Flüssigkeit vorwiegend viaTränke aufgenommen werden können.Lange Fresszeiten und mehrmaligesVorlegen frischer Futter animierendie Tiere zum Fressen. Je besser dasGrundfutter und je günstiger die Haltungder Kühe, desto geringer fällt dieGrundfutter-Verdrängung durch Kraftfutteraus. Qualitätsmängel, etwa durchButtersäuregärung oder Verschmutzung,verringern den Appetit.Nicht zuletzt wird die Futteraufnahmeauch die Fressplatzgestaltung beeinflusst.Ideal ist eine glatte, säurefeste,eckenlose und saubere Oberfläche derKrippe. Ein Tier-Fressplatz-Verhältnisvon 1:1 erleichtert rangniederen Kühenden Zugang zum Futtertisch.So kommt alles weg Jetzt frisstdie Kuh viel. Aber nimmt sie alle Komponentenso auf, wie sie es gemäss Futterplansollte? Je länger die Ration aufdem Futtertisch verweilt, desto häufigertritt selektives Fressen auf. Das bestätigenErhebungen der VersuchszentrenFutterkamp und Triesdorf, wo Rationenmittels Schüttelbox analysiertwurden (gemäss «Elite»). Kühe bevorzugendie Feinanteile der Ration, währendlange Partikel zurückbleiben. Ausden Versuchen wurden für Mischrationeneinige Tipps formuliert:• Weniger beliebte Futter wie Strohkurz häckseln und gut untermischen.(Luzerne eignet sich wegen höherenGehalten grundsätzlich besser).• Bei homogenen Horizontalmischer-Rationen ist die Selektionsgefahr tieferals mit Haspelmischern. Freifallmischerhaben ein Problem, wennbeispielsweise lange Grassilage mitMischfutter gemixt werden muss.• 38 bis 45 % TS in der Ration.Fazit Kurzfristig lässt sich ein hoherVerzehr aller nötigen Futterkomponentendurch eine ausgeglichene, sorgfältigzubereitete, qualitativ hochstehendeRation fördern, die auf kuhgerechte, hygienischeKrippen mehrmals pro Tagfrisch vorgelegt wird. Mittel- und längerfristigspielen auch das Managementder Aufzucht, rund ums Abkalben sowiedie Zuchtstrategie eine Rolle. Autor HansruediWicki, UFA-Beratungsdienst,6210 Sursee,berät Kunden derLANDI Oberseetal, NidundObwalden.Neue UFA-Ratgeberzeigen die Kriterien fürpansensynchroneMilchviehrationen auf.Fragen Sie in IhrerLANDI oder beim UFA-Beratungsdienst.www.ufa.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 77


NUTZTIEREGENETIKEine Kuh, zwei BewertungenDIE ZUKUNFT REGIONALER VIEHSCHAUEN ist ungewiss. Ernst Thomet nutztAusstellungen, um seine Red-Holstein-Genetik für den Verkauf zu positionieren und sichmit Züchtern auszutauschen. Nicht optimal findet er, dass die Kuhgrösse bei derLinearen Beschreibung und der Punktierung unterschiedlich beurteilt wird. Differenzengibt es auch in der Bewertung des Milchcharakters und der Substanz.Gudrun, die über 108000kg Milchauf dem Buckel hat, kalbt jedenMoment. Das Kleine kommt in Hinterendslage.«Geht ruhig in die Stubefür das Gespräch, ich schaue zu Gudrun»,meint Sohn Gerhard Thomet, derden Betrieb leitet, sich die Arbeiten imMilchviehstall mit Vater Ernst teilt und– mit Unterstützung seiner Mutter Therese– die Legehennen betreut.Das Beste für Top-KüheDer Futterplan auf dem Betrieb Thomet wird nach UFA W-FOSberechnet. Dieses Fütterungssystem berücksichtigt die Fermentationsgeschwindigkeitenund –anteile der eingesetzten Futter im Pansen. DieErgänzungsfutter können dadurch gezielt ausgewählt werden. Anhandder Resultate aus den Milchkontrollen wird die Ration überprüft undbei Bedarf optimiert.Die Winterration setzt sich auf dem Betrieb Thomet aus Gras-, Maiis -silage, Zuckerrübenschnitzel und Dürrfutter zusammen. Ausgeglichenwird mit dem Eiweisskonzentrat UFA 248, ergänzt mit dem MilchleistungsfutterUFA 242. Während der Vegetationsperiode gehen die Kühehalbtags auf die Weide.Die Mineralstoffergänzungerfolgt – neben Viehsalz – mit dem Vitamin-Spurenelement-KonzentratUFA 990 und während der Laktation mit Minex 976. Minex 976 enthältorganische Spurenelemente (besser verfügbar) und Biotin (Klauen-,Eutergesundheit). Dank spezifischem Rezept und Expanderstruktur istes besonders schmackhaft und wird also nicht nur verabreicht, sondernauch gefressen.Mit seinem tiefen Kalziumgehalt eignet sich UFA 990 für die Galtzeit.Es füllt den Speicher mit wertvollen Spurenelementen (Jod, Kobalt,Kupfer, Mangan, Selen, Zink) und reduziert die Gefahr eines Mankosnach dem Abkalben. Die wichtigen Vitamine A und E stärken dasImmunsystem. Vitamin D wirkt Milchfieber entgegen.Um Ketose (Azeton) zu vermeiden,füttert der Betrieb Thomet vor und nach demAbkalben UFA-Ketonex. UFA-Ketonexenthält 30% Propylenglykol und ist in Würfelformver fügbar. Dadurch entfällt dasmühsame Einschütten von Propylenglykol.Martin Ruchti, Milchviehspezialist imUFA-Beratungsdienst, 3052 ZollikofenMit Simmentaler begonnen Sogleichfällt die Diskussion auf die Genetik.Ernst Thomet ist ein begeisterterZüchter. Im 1972 hatte er den Betriebübernommen und mit Simmentalernbegonnen. Im Lauf der Zeit erhöhte erden Holstein-Blutanteil. Heute stehennoch drei Fleckviehkühe im Stall, derRest gehört der Red-Holstein-Rasse an.«Stadel hat mir viel gebracht»,sagt Ernst Thomet. Weniger überzeugthat ihn Rubens. Dieser Stier vererbezwar aussenordentlich starke Euter, aberauch suboptimale Becken. Dennoch:Miss Mittelland 2012 (Zollikofen undWorben), Erlanda, hat Rubens zumGrossvater. Rekordkuh des Betriebs istEsmeralda mit einer Lebensleistung von120000kg. Der Herdenschnitt beläuftsich auf 9555kg Milch pro Laktation.Aktuell favorisiert Ernst Thomet Stierewie Acme, Bental, Ralstorm, Red-Boyoder Savard. Angestrebt wird eine ausgeglicheneKuh, die sowohl exterieuralsauch leistungsmässig überzeugt.Vorteil für Verkauf Seit der Betriebsübernahme1972 ist Ernst Thometan Viehschauen dabei. Nachdem derViehzuchtverein Wangental 2010 mitder Schaudurchführung aufgehört hatte,präsentiert er seine Kühe im Frühlingund Herbst als Gast beim ZuchtvereinNiederbottigen. Als Zuchtbetrieb könneman so die Bekanntheit steigern, was fürden Tierverkauf von Vorteil sei. Darüberhinaus schätzt Ernst Thomet den Austauschunter Züchtern und den traditionellenCharakter der Schauen.Pro Jahr werden rund sechs Kühe anAuktionen verkauft. Dazu ist unter anderemdas Scheren der Kühe (inklusiveBetriebsspiegelThomet Gerhard und Claudia, Yannickund Michelle, 3176 NeueneggNutzfläche: 17.5 ha, TalzoneTiere: rund 22 Milchkühe (Red Holstein,Swiss Fleckvieh), Jungvieh; 2200Legehennen (Freiland)Pflanzenbau: Wintergerste und -weizen,Silomais, Zuckerrüben, Kunst- undNaturwiesenArbeitskräfte: Gerhard, Ernst undTherese ThometErnst, Therese, Michelle, Claudia,Gerhard und Yannick Thomet (v.l.).Kopf und Ohren) sowie eine Auffuhrgebührvon 50Fr. pro Tier erforderlich.Unterschiedliche Systeme Nichtganz glücklich ist Ernst Thomet über dieunterschiedliche Beurteilung bei derPunktierung (Viehschau) und der LinearenBeschreibung: «Mir scheint, die LinearAG bevorzugt grössere Red-Holstein-Küheein bisschen». Zudemwürden scharfe Milchtypen tendenziellbesser beurteilt (siehe Kasten).Die Revision der Tierzuchtverordnungbringt die Finanzierung vonViehschauen in Gefahr. Gemäss Bundes-78 11 2012 · UFA-REVUE


GENETIKNUTZTIEREErlanda ist Miss Mittelland 2012 geworden. Die Blitz-Tochter hat in derersten Laktation 8144 kg Milch bei 4.38 % Fett und 3.52 % Eiweiss gegeben.Erna ist die Muttervon Erlanda. DieRubens-Tochtererreichte in der drittenLaktation eineMilchleistung von11 771 kg.Milchcharakter undSubstanzIn der Linearen Beschreibung (LBE) von(Red-)Holstein-Kühen fliesst derMilchcharakter in den Block «Formatund Kapazität» ein. «Milchtypen habenmehr Volumen bei gleicher Grösse, Tiefeund Breite und zeigen oft höhereLeistungen», erklärt Timothée Neuenschwandervon der Linear AG, welchedie LBE durchführt. Der Milchcharaktersei eine Beschreibung der Rippen in vierDimensionen: Winkel (Schräge, seitlichgesehen), Öffnung (Wölbung, vonhinten gesehen), Abstand (zwischen denRippen) und Qualität (flache Knochen).Bei der Punktierung an Schauen wirdder Milchcharakter nicht erfasst, kannjedoch in der Beurteilung der Körperpartien,ein Kriterium für die Position«Rahmen», eine Rolle spielen.Die Substanz einer Kuh wird bei der LBEals BCS (Body condition score)gemessen, um die Stoffwechselstabilitätzu beurteilen. Das Resultat fliesst in dieZuchtwertschätzung ein, beeinflusst aberdie Einstufung nicht. Bei der Schaupunktierungwird die Bemuskelung innerhalbder Position «Rahmen» bewertet.amt für Landwirtschaft (BLW) sind in derVernehmlassung rund 100 Stellungnahmeneingegangen. Viele würden die Erhaltungbisheriger Massnahmen oderneue Beiträge, etwa für eine Leistungsprüfung«Gesundheit» im Rindvieh -bereich oder «Ebergeruch» im Schweinebereichfordern. Das BLW hat denZuchtorganisationen signalisiert, dass füralle Betragsänderungen Übergangsfristenvorgesehen werden, damit genügendZeit für die Vorbereitung bleibt. Den definitivenBeschluss fällt der Bundesrat.«Vergisst das Essen» MancheZüchter möchten Viehschauen nichtmissen. Aber lohnt sich der damit verbundeneAufwand? Freude an der Sachesei schon wichtig, räumt Ernst Thometein, der gern Zeit mit den Kühen verbringt.«Manchmal vergisst er sogar dasEssen», ergänzt seine Frau Therese. Ausder Präsenz im Stall ergibt sich eine guteTierbeobachtung. Störungen werdenrasch erkannt, Behandlungen rechtzeitigeingeleitet. Das wirkt sich positiv auf dieHerdengesundheit aus.«Milchfieber und Azidose sindbei uns kaum ein Thema», stellt ErnstThomet fest. Ketose komme ebenfallsnur selten vor. Das lässt sich dadurch erklären,dass die Empfehlungen der Fütterungsberatunggenau umgesetzt wer-den (siehe Kasten). Auf eine korrekteKlauenpflege zwei Mal pro Jahr wird hoherWert gelegt, auch bei Rindern.Zukunftsfragen Gerhard Thometmag Kühe ebenfalls, ist aber je nachMilchpreisentwicklung auch für andereBetriebszweige offen. Seine Frau Claudiaarbeitet 60% als Krankenschwester.Mit den kleinen Kindern, der Milchviehzuchtund der Legehennenhaltung fälltviel Arbeit an, wenn die Eltern mal nichtmehr wie heute mitarbeiten können.«Zur Abweidung der Hügel macht dieRindviehhaltung auf unserem Betriebaber sicher Sinn», hält Gerhard fest.«Glück ist nötig» Nach dem Interviewverrät ein Blick in den Stall sogleich:Die Geburt ist erfolgreich verlaufen.Gudrun hat zum elften Mal gekalbt.Es ist ein gesundes Ralstorm-Kuhkalbzur Welt gekommen. Sei es bezüglichZucht oder Tiergesundheit – «etwasGlück ist nötig», sagt Ernst Thomet zufrieden,während er Gudrun eine Portionfrisches Futter verabreicht. Autor Matthias Roggli,UFA-Revue, 3360Herzogenbuchsee.INFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 79


NUTZTIERESTALLBAU & -TECHNIKTrend zu SystemlösungenAN DER EUROTIER 2012 gibt es zahlreiche Neuigkeiten zubewundern. Mit Gold ausgezeichnet wurden ein innovativesMelkmodul, ein Kuhaktivitäts-Erfassungssystem sowie ein automatischesVerfahren zur Messung von Tiergewichten und derKörperkondition.Weitere NeuheitenVom 13. bis 16. November findet inHannover die EuroTier statt. Mitüber 2300 Ausstellern aus 51 Ländern– davon 20 aus der Schweiz –meldet die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft)einen Anmelderekord.Die Veranstalter führen dies daraufzurück, dass der Agrarwirtschaftlangfristig gute Perspektiven prognostiziertwerden. Auf der gewachsenenAusstellungsfläche der EuroTier (24ha)werden rund 160000 Besucherinnenund Besucher erwartet.Um bei Aufzuchtkälbern die Gewebeentwicklung (Leber, Euter usw.) inden ersten 40 Lebenstagen mit einer intensiven Fütterung zu unter -stützen, hat Förster-Technik das «CalfRail»-System entwickelt, welchesdie vollautomatische Ernährung von Kälbern in Einzel haltung ermöglicht.Eine servounterstützte Schlauchpumpe fördert die Tränke vomVario-Automat bis in den Nuckel. Bis zu 32Einzelhaltungskälber können mit einerSaugstelle versorgt werden. Ein in derAntenne eingebauter Sensor misst dieUmgebungstemperatur. Liegt die gemesseneTem peratur unter dem im Kälbertränkeautomateneingegebenen Sollwert, wirddem Kalb entweder eine höhere Tränkemengeoder eine höhere Tränkekonzentrationverabreicht.Trioliet hat die Strohgebläse an den Futtermischwagen «Solomix P»optional mit einem Wassersprinkler aus gestattet. Der Sprinklerreduziert die Staubbelastung beim Einstreuen.Bei der Innovation «Flexible Green Feeding» von Cow-welfare handeltes sich um biegsame Abtrennungsrohre am Futtertisch. Das Risiko fürDruckstellen und Verlet zungen sinkt. Schon länger wird das flexible,aber – wie die Hersteller betonen – «stabile» Material auch fürLiegeboxenabtrennungen angeboten.Die Heiniger AG lanciert auf den Saisonstart 2012 die Rinderschermaschine«Xperience», die mit einem Permanentmagnetmotor derneuesten Generation ausgestattet ist. Die 1.2 kg leichte Maschine mitSoft-Grip-Oberfläche sei kräftig, leise, passe dank spezieller Ergonomiegut in die Hand und weise dank glasfaserverstärktem Gehäuse einehohe Langlebigkeit auf.300 Erfindungen Für den Innovationswettbewerbsind 300 Erfindungeneingereicht worden. Laut Eberhard Hartung,dem Vorsitzenden der EuroTier-Neuheitenkommission, ist ein Trend zuSystemlösungen erkennbar. Produkteund Verfahren werden miteinander verknüpft,Prozesse nachvollziehbar dargestellt– mit dem Ziel, das Tiermanagementzu verbessern und Energie zusparen. Im Folgenden wird eine Auswahlaus den fünf gold- und 19 silberprämiertenInnovationen präsentiert. Erfahrungsgemässsetzen sich etwa 80% derprämierten Neuheiten am Markt durch.Das Melkplatzmodul «Dairy-ProQ» (Gold) von GEA Farm Technologiesübernimmt alle Schritte desMelkprozesses vollautomatisch: vomAnsetzen über die Zitzenreinigung, dieVormelkprobe, das Melken bis hin zumZitzendippen und zur Abnahme derMelkbecher. Grössere Milchviehanlagenkönnen diese Technik als Schritt in dieAutomatisierung der schweren Melkarbeitnutzen, ohne die geregelten Arbeitsprozesseund sonstigen Verfahrenumstellen zu müssen.Zur schnellen Mastitisdiagnosehat die Frim Tec GmbH den «eProCheck2.0» (Silber) entwickelt. Mit dem neuenElisa-Test kann der Landwirt selbst dieRohmilch analysieren. Das Protein Haptoglobinreagiert schon zu Beginn vonentzündlichen Reaktionen. Der Schnelltestliefert wertvolle Zusatzinformationenfür die Gesundheitsüberwachung,zum Beispiel bei frischmelkenden Kühen.Das «RumiWatchSystem» (Gold)dient zur Gesundheitsüberwachung beiDer «DairyProQ» passt inverschiedenste Melkstandtypen.Milchkühen. Es zeigt Veränderungender Wiederkau-, Fress- und Wasseraufnahmeaktivitätsowie der Lokomotionund des Ruheverhaltens schnell undverständlich auf. Beispielsweise kanndurch Erkennen einer reduziertenAnzahl Kauschläge auf Verdauungsstörungenoder Fehler in der Ration geschlossenwerden. Die gemeinsame Entwicklungvon Agroscope und Itin &Hoch besteht aus einer Halfter mit Nasenbandsensor,einem Pedometer amBein und einem Sender- und Empfängercomputer.Der geringe Energieverbrauchermöglicht eine Einsatzdauervon bis zu zwei Jahren mit einem Batteriesatz.Automatisches Body conditionscoring «optiCOW» (Gold) ist einvollautomatisches Modul zur 3D-Vermessungvon Milchkühen. Mit dieserbildverarbeitenden Technik der FirmaHölscher + Leuschner kann die Fettbildungund -mobilisierung jeder einzelnenKuh über die gesamte Laktation objektivdargestellt werden.Bei der iVET-Geburtsüberwachungfür Rinder (Silber) wird zu Beginnder Geburt ein Sensor in der Scheidedurch die Fruchtblase und das darinbefindliche Kalb nach aussen gedrückt.Die Lageänderung des Systems wirddurch den Licht- und Temperatursensor80 11 2012 · UFA-REVUE


STALLBAU & -TECHNIKNUTZTIEREregistriert. Anschliessend geht einSignal per Sprachnachricht und SMSan bis zu zwei vorprogrammierteMobilfunknummern.Prozess- und EnergieffizienzMit «DairyProView» (Silber) hatGEA eine Software entwickelt, diealle Bereiche und Arbeitsprozessedes Michviehbetriebs (Stall-, Treibe-und Melkbereiche) in Echtzeitvisualisiert, um das Herdenmanagementzu erleichtern. Beim «BarnSystem Controller» (Silber) von De-Laval handelt es sich um eine Systemlösungzur Steuerung elektrischangetriebener Aggregate, wie zumBeispiel für Windschutznetze, Ventilatoren,Befeuchtungskühlung,Entmistung und Beleuchtung. ZurOptimierung der Verfahrensabläufelassen sich die Aggregate aufeinanderabstimmen, so dass zum Beispielbei starker Querlüftung die Befeuchtungskühlungautomatischdeaktiviert wird.Der «Farm Power Manager»(Silber) ist eine Software zur Überwachungund Steuerung des Energieverbrauchs.Leistungsdaten elektrischerGeräte werden von einemzentralen Computer anschaulichdargestellt.Bequeme Bugschwelle DieElastizität von Gummi und die Geschmeidigkeitvon Wasser sind im«Aqua Board» (Silber) kombiniert.Die wassergefüllte Bugschwellegestattet es der Kuh, das Vorderbeinin der Liegebox zu strecken.Die SowCheck-Detektion(Silber) von Big Dutchman erkenntrauschige Sauen in Gruppenhaltung.Das «RumiWatch System» ist ein wert volle Entscheidungsgrundlagefür Tierhalter, Berater und Bestandstierärzte.Weltweit das Top-Event für Tierhaltungs-ProfisDie neue Silofolie «Polydress®O2 Barrier 2» (Silber) kombinierterstmals die zur Abdeckung vonFahrsilos üblicherweise eingesetzteUnterziehfolie mit der darauf abgelegtenSilofolie. Beide Folien sindmiteinander verbunden und trennensich erst nach der Aufbringung durchdie Feuchtigkeit des Siliergutes.Die selbstfahrenden Mischwagen«Verti-Mix» (Silber)von Strautmann verfügen über einneuartiges Entnahmekonzept.Während die Silage strukturschonendmit einem Schneidschild ausdem Silo gelöst und ohne mechanischeBelastung über eine stumpfe,mit Schneckensegmenten bestückteFörderwalze zum Elevatorbandbefördert wird, können durch Abklappendes Schneidschilds loseSchüttgüter mit der Förderwalze direktaufgenommen werden.Innovative Ideen –ausgezeichnete TechnikMessegelände Hannover13. – 16. November 2012AGRAR REISENTabea Käser, Tel.: 062 834 71 51, E-Mail: groups@agrar-reisen.chwww.eurotier.dewww.eurotier.comUFA-REVUE · 11 2012 81includinginklusiveDecentral


NUTZTIERESTALLBAU & -TECHNIKDas «OptiScan»-Gerätermöglicht eine genauegewichts bezogeneVermarktung und einenschnellen und tierschonendenWiegevorgang.Zu belegende Tiere werden überdie Futterstation ausselektiert.Das Softwaretool «BigFarmNet»(Silber) unterstützt die Gesundheitskontrollein Sauengruppen. Die Softwaredokumentiert die Besuchsreihenfolgeund Fresszeitpunkte einzelnerTiere an der Abrufstation.Um ein mobiles Wägesystemmittels 3D-Kameratechnik für Mastschweinehandelt es sich beim «opti -Scan» (Gold). Das Handgerät wird zirkadrei Sekunden über das Mastschweingehalten. Eine 3D-Kamera misst dieKonturen des Schweinekörpers und berechnetdas Tiergewicht.Der Düsser Wühlturm (Silber) istein Beschäftigungsautomat für Schweinegruppen,mit dem beispielsweiseStroh, Heu oder Silage verabreicht werdenkönnen. Durch eine einfache Einstellmöglichkeitam Automaten ist einegezielte Mengensteuerung möglich.Verschiedene Mischungen proAbteil Weda hat für Flüssigfütterungen,die mit Stichleitungen arbeiten, eineneue Steuerung entwickelt. Ab einemTiergewicht von 55kg könnenhiermit nacheinander verschiedene Mischungenverfüttert werden. Für Einrohr-Trockenfütterungsanlagenbietetauch die Firma Lührs ein System an, dasdie Verabreichung unterschiedlicherMischungen in einem Abteil ermöglicht.Beide Neuheiten (Silber) sind kostengünstignachzurüsten.Bei Seilscheiben- und Kettenfördererndarf das Transportrohr nur zu zirka50% gefüllt sein, da sonst der Antriebswiderstandder Anlage zu hoch wirdund allenfalls die Anlage zum Stillstandkommt. Mit dem Futteraufnahmetrichter«Batch» (Silber) von Schauer Agrotronicentnimmt eine Schnecke nurdann Futter aus dem Silo, wenn keinFutter aus dem Rücklauf zurückkommt.Kotbandkorrektur Bei ungleichmässigerBeladung ist bei Kotbändernim Geflügelstall eine Korrektur der Vorspannungerforderlich, da beim Reibender Bänder an den Führungen Schädenentstehen. Mit einem neuen Verfahrenvon Big Dutchman (Silber) werden Unregelmässigkeitenautomatisch korrigiert,was die Gefahr der Kotbandbeschädigungdeutlich reduziert. Autor Matthias Roggli, UFA-Revue,3360 Herzogenbuchsee.Mehr zur EuroTier www.eurotier.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12MarktplatzFortsetzungvon Seite 71LANDTECHNIKzu verkaufenAbsauganlageWestfalia für 4 Melk -einheiten in Melkstand 079 710 07 71Mahl- und Mischanlage,Mischer 1000 kgInhalt 079 710 07 71Front-Mähwerke mitrotierenden Fingern280m 079 430 57 71PZ KreiselheuerEY500, hydr. SpritzeKrobath, 12.5 m, 600 l;Motormäher BucherM600, Balken 190;Heuraupe Pöttinger160; Oldtimer-TraktorBührer UNM 410, mithydr. Messerbalken,Verdeck 3-ScharpflugKverneland mit 6Scheiben 052 680 14 48Paloxenkippgerät,neu, für Grosskistenoder für 2 Europaloxen,mit Dosierschieber,Fernsteuerung,380 Volt, 052 745 11 49Hd-Reiniger KränzleTherm C15/150,Warmwasser, Jg. 2007,ab Service 055 440 34 64Laubbläser Husqvarna380BTS, Jg. 2010, 6Monate Garantie, NPFr. 1250, VP Fr. 600,ab Service 055 440 34 64RB-Wickler Tanco1514 Twin, Bauj. 07,Fr. 10500 079 672 94 13Tiba Kombiherd,Feuerung rechts, 4 el.Glaskeram.-Kochfelder,el. Umluftbackofen,Fr. 600 079 672 94 13Tränkefässer, 1000 lmit TB oder Trog, ver -zinkt, Handbremse,höhenverstellbareDeichsel, Stützfuss undSchwallwand abFr. 1150; Round-PanAkrion, 17 Panel 3 mFr. 2200; Laufhofabschrankungenin di ver -sen Ausführungen;Weidefutterraufen indiversen Ausführungen12 PL. 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Nutzen Sie diese aktuellen Adressenim neuen Branchenverzeichnis der UFA-Revue.BranchenLANDMASCHINENHOFTECHNIKTIERHALTUNG8207 Schaffhausen 052 631 19 00www.gvs-agrar.chDie Entstörung vonWasseradern und Erdstrahlenwie auch die Wasserbelebung für Ihre Gesundheit:Vitaltron · Huobstrasse 15 · CH-8808 Pfäffikon SZ 055 420 34 74 oder 079 436 36 04 · www.vitaltron.chBURGMERGeflügelzucht AG8570 Weinfelden 071 622 15 22, www.burgmer-ag.ch2942 Alle 058 434 04 102800 Delémont 058 434 04 201564 Domdidier 026 675 21 411470 Estavayer-le-Lac 026 663 93 703360 Herzogenbuchsee 062 956 62 253052 Zollikofen 058 434 07 901733 Treyvaux 026 413 17 44www.umatec.chBeratungVerkaufServiceReparaturenSCHNEIDERLANDMASCHINENEugen-Kolb-EntmistungsanlagenSCHNEIDERAGgrossesErsatzteillagerTelefon 052 376 16 95www.schneider-landmaschinen.ch9548 MATZINGENTARITRAL026 913 79 84www.lgc-sa.chONLINESHOPSuteragrosuter.ch079 672 76 25Kehren ohne Ärgermit unseren BambusbesenBAUENFUTTERMITTELPFLANZENBAUMELKTECHNIKNutzen Sie denMarktplatz in derUFA-Revue. Geben SieIhr Inserat per Telefon:058 433 65 20, perFax 058 433 65 35oder per Mail:info@ufarevue.ch auf!Wollen Sie immer aufdem Laufenden sein?Dann klicken sie sich indie Agro-News hinein:www.ufarevue.chStähler Suisse SA4800 Zofingen 062 746 80 00www.staehler.chINFORMATIKEDV-Komplettlösungenfür Produktion und Handelgünstig-schnell-gut: Comet Alpha 079 282 71 87HALLEN NACH MASSwww.cbt.ch 061 981 25 33Fortsetzungvon Seite 82LANDTECHNIKzu verkaufenDippmittelsprühgerätfür Doppel 6erMelkstand, weniggebraucht, Fr. 480 052 747 11 91Personenwagen VolvoV50 T5, topzustand,Jahrgang 2004,114‘000 km, silbermet., Sitzheizung, 4Winterräder komplett,Fahrzeug wird vonPrivat aus GesundheitlichenGründen verkauftund steht ab ca. 15.Dezember 2012 zurVerfügung, Preis11‘600, Kanton BL, 079 324 12 36Reform Metrac G5,1900 Std, mit Kabine,Doppelräder vorne undhinten,Fr. 49‘000 079 318 93 07Div. Elektromotoren,0.5 – 1 PS, 380 und220 Volt 079 318 93 07Aluautoräder, 16 Zoll,Fr. 200 079 318 93 07Ladewagen HamsterSenior, Jg. 64, Kurmann-Achse,eingebauteTrio-Schwinge, Fr.1500; HäckselgebläseEberl 2200 Original,Motor BBC 7.5 KWoder Zapfwellenantrieb,div. Rohre, Fr. 2000 077 410 67 38Email-Silo GB 450m 3 ,Ø 6.1m, H 15.5 m,Marktplatzganze Siloanlage mitSilofräse, Kranbahn undSteigleitung, ab EndeNov. leer, ab Platz,könnte aber auch vonuns demontiert werden 079 569 10 20Milchkühltank, 800 l,fahrbar, Fr. 4000 071 385 50 39FortsetzungSeite 91UFA-REVUE · 11 2012 83


NUTZTIEREEffizienz in der GrossviehmastTORO W-FOS Hohe Qualitätsanforderungen und das wirtschaftliche Umfeldführen dazu, dass die Munimast immer spezialisierter und professioneller wird.Moderne Managementinstrumente wie das neue Fütterungssystem Toro W-FOShelfen, die Futterkosten zu senken und die Verkaufsmargen zu erhöhen.AlexBarencoMichelDromardDrei Stunden für 110 MuniSeit Jahren werden die UFA-Milchviehrationenmit Hilfe des FütterungssystemsW-FOS (wahr fermentierbareorganische Substanz)berechnet. Aktuell testen einige Grossviehmast-Betriebeden Toro W-FOS Rationenplan.Neben bekannten Wertenwie NEV, RP, APDE, APDN und RP/NEV,welche die Basis für die Berechnung undden Ausgleich der Ration bilden, werdendabei auch die Fermentationsprozesseberücksichtigt.Der alljährlich stattfindende Swiss Beef Anlass gibt Rindviehmästernfachliche Impulse, vermittelt neue Ideen und fördert den Austauschunter Branchenkennern. Dieses Jahr wurde diese Veranstaltung in derRomandie durch die UFA Puidoux organisiert. Rund 200 Personenfanden sich anfangs September in Nuvilly auf dem Betrieb «Au Coutset»von Nicole und Sepp Rupper ein.Die Familie Rupper hat in der Munimast einen Erfahrungsschatz von 40Jahren. Der Betrieb «Au Coutset» umfasst diverse Aktivitäten:• 110 Munimastplätze, Terra Suisse (Abtränken, Mast und einigeRemonten)• Pouletmast-Halle mit 850 m 2• Arbeiten für Dritte im Rahmen einer Maschinengemeinschaft (=Hauptaktivität bezüglich Zeitaufwand)• Pflanzenbau: Brotweizen, Gerste, Zuckerrüben, Silomais, Zwischenkulturen,ÖkoflächeDie Familie Rupper strebt eine hohe Arbeitsproduktivität an. EinePerson setzt pro Tag ein limitiertes Zeitfenster von drei Stunden für dieKälberaufzucht und die Mastmuni ein. Dazu ist ein zielgerichtetesManagement unerlässlich. Das UFA-Toro-Programm, welches Futteranalysen,Fütterungspläne, einen Wägedienst sowie jährliche Betriebsauswertungenumfasst, bietet hierbei eine willkommene Hilfestellung.Die Fermentationsprozesse imPansen spielen in der Bereitstellung derNährstoffe für die Tiere eine sehr bedeutendeRolle. Ein Grossteil des EnergieundProteinbedarfs wird durch Substanzenaus der Pansenfermentation gedeckt.Flüchtige Fettsäuren und Mikrobenmasse,die im Pansen produziertwerden, stellen wichtige Energie- undProteinquellen dar.Die Rationszusammensetzungbeeinflusst die Fermentierung entscheidend.Anhand des W-FOS-Systems werdendiese Einflüsse beschrieben undkönnen in der Rationsberechnung einbezogenwerden. Von jedem Futtermittelwerden die Fermentationsdynamikenvon Kohlenhydraten und Proteinenim Detail dargestellt:Was wird fermentiert?• Wahre fermentierbare organischeSubstanz (WFOS)– Wahr fermentierbares Rohprotein(WFRP)– Wahre fermentierbare Kohlenhydrate(WFKH).Wie schnell wird fermentiert?• Schnell fermentierbar (12 Stunden) (LFKH, LFRP)Damit der Pansen korrekt funktioniert,sind insbesondere die WerteSFKH und SFRP bedeutend. Bei zuhohen SFKH-Gehalten besteht die Gefahreiner Pansenübersäuerung. Enthältdie Ration dagegen zu viel SFRP, steigendie Harnstoffwerte im Blut. Ein Teil desgefütterten Stickstoffs wird ausgeschiedenstatt verwertet. Das ist ökonomischund physiologisch ungünstig.Wichtig ist auch das Verhältnis zwischenSFRP und SFKH. Anhand diesesVerhältnisses wird die Synchronität undStabilität des Pansens beurteilt.Gut für Mast- und SchlachtleistungNach W-FOS ausgeglichene Rationenführen zu einer verbesserten Fut-84 11 2012 · UFA-REVUE


NUTZTIEREterverwertung. Die Produktion vonflüchtigen Fettsäuren und mikrobiellemProtein wird erhöht, Nährstoffverluste(Stickstoff) nehmen ab.Von der höheren Fütterungseffizienzprofitieren die Mastleistung und dieSchlachtqualität. Gegenüber tiefer klassiertenTieren sind C- und H-Muni deutlichwirtschaftlicher, wie die Auswertungenauf dem Betrieb Rupper (Kasten,Grafik) verdeutlichen:• Plus 60g Tageszuwachs• 16 Tage kürzere Umtriebsdauer, wasdie Marge pro Mastplatz und Jahr um9Fr. erhöhtSepp Rupper, Nuvilly,strebt in der Munimasteine hohe Arbeits -produktivität an.Grafik: CH-Tax106 Muni des BetriebsRupperHT+CTT–AGewichte:≤ 280 – 300 kg = 54 %,300 – 310 kg = 21 %> 310 kg = 25 %Deckungsgrad:3 = 70.8 %, 2 = 27.4 %Remonten oder Tränker zukaufen?Auf dem Betrieb Rupper wird die beste Bruttomarge pro Platz und Jahr mit abzutränkendenKälbern erzielt, wie die Auswertung zeigt. Allerdings ist der unterschiedliche Zeit -aufwand zwischen Ausmast und Abtränken zu berücksichtigen. Remonten erreichen inder Regel gute Zunahmen, kurze Umtriebszeiten und hohe Differenzen zwischen Ver -kauf- und Kaufpreis pro Masttag. Mit Blick auf diese Kriterien sind Remonten wirtschaftlicher.Noch genauer lässt sich die Rentabilität beurteilen, indem der Tagesverzehr unddie Futtereffizienz hinzugezogen werden. Remonten mit hohem Ankunftsgewicht fressenviel. Wenn sie das Futter aber dank W-FOS effizient in Zuwachs umwandeln, hat daskeinen negativen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit.Tabelle: Wirtschaftlichkeit pro BuchtKälberMastmunifürs Abtränken bei Tränker- bei RemontenzukaufzukaufDifferenz «Verkauf – Kauf»pro Tier (Abgänge einkalkuliert) 408 Fr. 1381 Fr. 962 Fr.Differenz «Verkauf – Kauf» pro Tag 5.59 Fr 4.62 Fr 4.74 FrGrund- und Kraftfutterkosten(Abgänge einkalkuliert) 3.10 Fr 3.39 Fr 3.72 FrBruttomarge pro Tier 1 138 Fr 450 Fr 264 FrBruttomarge pro Platz und Jahr 692 Fr 549 Fr 475 Fr1Bruttomarge = Verkaufserlös – Direktkosten (Futter, Tierarzt, Stroh, Diverses)• Plus 11kg Schlachtgewicht pro Muni• Plus 0.57Fr. pro Masttag, also plus214Fr. pro MuniFazit Anhand des W-FOS Systemskönnen Grossviehmast-Rationen wiefolgt verbessert werden:• Finanzielle Optimierung der Mischungen= bessere Nutzung der Ressourcen• Vollständigere Verwertung von KraftundRaufutter = Senkung der Futterkosten• Reduzierter N-Verlust = Senkung derFutterkosten, Steigerung der Düngewirkung• Weniger Pansenazidose = bessereFutterverwertung und Tiergesundheit• Höhere Mast- und Schlachtleistungen= mehr Arbeitsproduktivität undWirtschaftlichkeit.Autoren Alex Barenco, UFA-Marketing,3360 Herzogenbuchsee. MichelDromard, Ressortleiter Rindvieh -fütterung im UFA-Beratungsdienst,1070 Puidoux. www.ufa.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 85


NUTZTIEREIst jedes satt?DAS MANAGEMENT DER GITZI gehört zu den wichtigsten Schrauben, mit denendie Wirtschaftlichkeit in der Ziegenhaltung verbessert werden kann. Viel über denGesundheitszustand der Einzeltiere sagt ihr Appetit aus. Beim Tränken mit der Flascheoder auch bei Tränkeautomaten mit Einzeltiererkennung lässt sich die Milchaufnahmeeinfach kontrollieren.MartinBaumelerAlfredErniZiegenmilch ist eine wachsende Nische.Auch Gitzifleisch hat Potenzial,enthält es doch nur wenig Fettund ist cholesterinarm. Zu den Herausforderungenin der Ziegenzucht gehörtdas Management der Jungtiere.Eine erfolgreiche Aufzucht undMast beginnt bei der bedarfsgerechtenFütterung der Mütter. Stresssituationenum die Geburt sind zuminimieren durch das rechtzeitige Umstallenin eine Bucht ohne Zugluft, wennmöglich mit Blickkontakt zur bekanntenUmgebung, und eine schrittweise Anfütterungder Startphasenration. Zu beachtenist auch die Selen- und Vitamin-E-Versorgung.Kontrolle der TränkeaufnahmeAm besten erhält das Gitzi bereits innerhalbder ersten Lebensstunde eine Kolostrumgabe.Am ersten Lebenstag wirddas dreimalige Vertränken von je 50mlKolostrum empfohlen. Die Kontrolle derTränkeaufnahme gehört zu den wichtigstenMassnahmen. Eine ungenügendeMineralstoffversorgung der Mutter, Sauerstoffmangelwährend der Geburt oderVerletzungen können den Saugreflex beeinträchtigen.Wo die Gitzi nach der Geburtbeim Muttertier verbleiben, solltedas Euter kurz angemolken werden, umeingedickte Biestmilch zu entfernen undeine Verstopfung der Zitzen zu vermeiden.Mit Vorteil werden Gitzi früh von ihrenMüttern getrennt, um Zitzenverletzungenvorzubeugen.Wie einfrieren? Für den Fall, dasses an Kolostralmilch fehlt, soll auf eingefroreneReserven zurückgegriffen werdenkönnen. Für das Einfrieren eignetsich Kolostralmilch aus gesunden Euternvon älteren Tieren. Die Biestmilch wirdin Joghurtbecher à 150ml abgefüllt undin einem verschlossenen Gefrierbeutel(gegen Gefrierbrand) eingefroren. DasAuftauen erfolgt im Wasserbad (maximal40°C) und keinesfalls mittels Mikrowellenherd,weil Teile der Milch dadurch zustark erhitzt und zerstört werden können.Zur Not bieten Tierärzte auch Kolostrum-Ersatzproduktean.Unterkühlungsalarm Eine zu späteKolostrumgabe wirkt sich auf das Immunsystemund die Darmtätigkeit negativaus und es kann ein Energiedefizitentstehen. Fehlt es den Gitzi an Energie,kühlt sich ihr Körper ab. Vorbeugenkann das Ansetzen ans Muttertier oderdas Schöppeln von Kolostrum sowie einegut eingestreute, zugluftfreie Buchtmit Ferkellampe. Haben sie kalt, liegendie Gitzi aufeinander und es besteht Erdrückungsgefahr.In schlimmeren Fällen(Körpertemperatur unter 37.5°C) mussein Gitzi langsam aufgewärmt und vomTierarzt mit Glukose versorgt werden.Vital undgesunddank einerangepasstenFütterungund Haltung.Kuhmilch und Pulver Ab demzweiten Lebenstag erfolgt der schrittweiseWechsel von Ziegen- auf Kuhmilchund Milchpulver oder Wasser undMilchpulver. Für Milchpulver sprechenKostengründe. Mit der Ablieferung derZiegenmilch resultiert eine höhere Wirtschaftlichkeit.Ein Drittel der SchweizerZiegenmilchproduzenten ziehen Gitzimit Milchpulver auf. Je nachdem, obund wie viel Kuhmilch eingesetzt wird,erfolgt die Wahl einer entsprechend rezeptiertenErgänzungsmilch.Exakt dosiert Der Einsatz vonMilchpulver muss fachgerecht erfolgen.Insbesondere ist auf die richtige Dosierungzu achten (Tabelle), um Durchfall86 11 2012 · UFA-REVUE


NUTZTIEREund Blähungen zu vermeiden. Soll dieTränke der Ziegenmilch entsprechen,muss sie 11 bis 13% Trockensubstanzenthalten. «130g/l Wasser» bedeutet130g Pulver plus ein Liter Wasser.Durch Verdünnen kann keine Milch gespartwerden. Die Gitzi kompensierenden tieferen Trockensubstanz-Gehalt,indem sie mehr saufen.Bei Schoppen-/Eimertränke wird dasPulver in 60°C heissem Wasser gut umgerührt,vollständig aufgelöst und mitWasser und/oder Vollmilch so ergänzt,dass eine Tränketemperatur von 41°Cerreicht wird. Zu hohe Tränkemengen,knollige Tränke und Luftsaugen erhöhendas Bläh- und Durchfallrisiko. Milchoder Milchpulver sollten nicht länger alseine Stunde im Stall stehen bleiben undübriggebliebene Milch nicht mehr verwendetwerden.Schoppen, Bar und AutomatWird die Milch mit einer Flasche verabreicht,ist darauf zu achten, dass dasSaugloch klein und der Nuggi ausreichendlang ist, um den Saugreflex auszulösen.An einer Tränkebar mit drei bissechs Nuggi können mehrere Gitzi trinken.Allerdings besteht das Risiko, dasseinzelne Tiere zu viel, andere zu wenigMilch aufnehmen.Ab zehn Gitzi rechnet sich der Einsatzeines Tränkeautomaten mit verlässlichem365-Tage-Service und im Idealfallmit Einzeltiererkennung, um den Konsumjedes Gitzis analysieren zu können.Am Tränkeautomat verteilen die Gitzidie Milchaufnahme über den ganzenTag, was das Durchfallrisiko senkt (sieheKasten) und die Zunahmen erhöht. Ausserdemlässt sich viel Arbeit sparen.Bei allen Systemen ist auf maximaleHygiene zu achten. Tränkeeimer, Flaschen,Milchbecher, Schläuche undNuggi müssen täglich gereinigt, wöchentlichdesinfiziert und regelmässigauf ihre Beschaffenheit geprüft werden.Fazit Der Erfolg in der Gitzihaltunglässt sich wie folgt steuern:• Bedarfsgerechte Fütterung, MineralundWirkstoffversorgung der Muttertiere• Kolostrumgabe, früh und reichlich• Sorgfältiges Umsetzen der Tränkpläne• Kontrolle der tierindividuellen TränkeaufnahmeAutomat macht Durchfall und Blähungenzur Seltenheit«Mit einer fachgerechten Automatenfütterung treten in der Regelweder Durchfall noch Blähungen auf», stellt Bruno Huber fest. Dankpermanentem Zugang zum Automat verteilen die Gitzi ihre Milchaufnahmeauf den ganzen Tag – so wie sie es auch in der freien Wildbahntun würden. Die optimale Tränketemperatur von 41 °C ist garantiert.Voraussetzung ist ein funktionierender Automat. «Hierbei hat sich dieZusammenarbeit mit dem UFA-Automatenservice bestens bewährt»,rühmt Bruno Huber.Um die Vitalität und Widerstandskraft neugeborener Gitzi zu beeinflussen,legt der Ziegenzüchter besonderen Wert auf eine bedarfsgerechteMineral- und Wirkstoffversorgung der Galtziegen über Lecksteine undMineralstoffwürfel. Zusätzlich erhalten die Gitzi in der ersten Lebenswocheeine Extra-Dosis Selen, Spurenelemente und Vitamine. DieKolostralmilch wird erst via Flasche verabreicht, bevor später eineTränkebar mit mehreren Nuggi zum Einsatz kommt. «Die erste Wocheist entscheidend», betont Bruno Huber. Für den Fall, dass eine Ziegekeine oder zu wenig Kolostralmilch gibt, friert er Kolostralmilch ein.Bewährt habe sich auch Kolostralmilch von Kühen, die je doch mit rund10 % Wasser ergänzt werden müsse.Hungrige Gitzi lernen schnellerAb fünf Lebenstagen wird eine erste Gruppe mit 50 % Kuh- und 50 %Ziegenmilch am Automat angetränkt. «Damit die Gitzi den Automatrasch nutzen lernen, sollen sie beim Wechsel hungrig sein», erklärtJacqueline Huber. Über den Zudosierer wird UFA top-start ergänzt(2 g/Gitzi und Tag). Damit und weil die Mast auf dem eigenen Betrieberfolgt, kann auf eine Medizinierung verzichtet werden. Ab der drittenLebenswoche besteht die Ration aus 80 % Kuhmilch und UFA 201. DerMilchpulveranteil wird in Abhängigkeit von der Flüssig keitsaufnahmelangsam von 20 auf 40 g pro Liter angerührte Milch gesteigert. Mit fünfbis sechseinhalb Wochen werden die Gitzi zur Schlachtung geführt. Diebesten Preise resultieren vor Ostern oder Weihnachten.«Manchmal ersetze ich die Nuggi täglich»Im Alter von fünf bis sechs Wochen haben Gitzi bereits spitze Zähne,mit denen sie die Nuggi beschädigen. «Manchmal müssen die Nuggitäglich ersetzt werden», stellt Bruno Huber fest. Wird zu langegewartet, droht Durchfall, weil die Gitzi zu viel auf einmal saufen.Separater Plan für AufzuchttiereDie Aufzuchtgitzi verfügen über einen eigenen Tränkeplan (sieheTabelle). Ab der zweiten Lebenswoche erhalten sie Heu und Aufzuchtfutterzur freien Verfügung. Je nach Gewicht erfolgt das schrittweiseAbsetzen von der Milch mit drei bis dreieinhalb Monaten. Bei einemGewicht von 28 bis 32 kg und einem Alter zirka acht Monaten könnendie Jungziegen belegt werden.Tabelle: Tränkeplan Wasser-PulverPro AufzuchtgitziPro MastgitziTage Flüssig- UFA 200 od. Tage Flüssig- UFA 200keitsauf- UFA 207 plus keitsauf- (g/l)nahme (l) (g/l) nahme (l)1. 1.5 Kolostrum 1. 1.5 Kolostrum2. – 7. 1.6 130 2. – 7. 1.6 1308. – 14. 1.7 130 8. – 14. 1.7 14015. – 42. 1.8 130 15. – 21. 1.8 15043. – 49. 1 130 ab 22. 2 15050. – 60. 0.5 130• Kolostrum, 3x täglich.• 2 bis 3x tränken pro Tag. Automatentränke ad libitum in der Mast.• Mengen schrittweise anpassen.• Ab der 2. Lebenswoche: Dürrfutter, Wasser und in der Aufzucht auchUFA 763/864 Bio zur freien Aufnahme.BetriebsspiegelBruno und Jacqueline Huber,Grosswangen (LU)Nutzfläche: 6.5 haTiere: 75 – 80 Toggenburger, GemsfarbigeZiegen und Saanenzigen plus ein Bockpro Rasse, Gitzimast und -aufzuchtLeistungen: Toggenburger geben 800 –850 kg, Gemsfarbige Ziegen 850 – 900 kgund Saanenziegen bis 1200 kg Milch proLaktation. Dafür verfügt die Milch derersten beiden Rassen über höhere FettundEiweissgehalte (total rund 6 bzw.7.6 %).Pflanzenbau: 1.5 ha Silomais und Gerste,Kunst- und NaturwiesenArbeitskräfte: Betriebsleiter-Ehepaar.Bruno arbeitet zusätzlich 80 % imMetallbau.Bruno und Jacqueline Hubermit ihren Milchziegen.• Einsatz eines Tränkeautomaten beigrösseren Tierzahlen• Vertränkung von Kuhmilch undMilchpulver aus Kostengründen• Mineral- und Wirkstoffergänzung abdem fünften Tag• Bei schwächelnden Gitzi den Tierarztfrühzeitig beziehenAutoren Martin Baumeler, UFA-Beratungsdienst,6120 Sursee. Alfred Erni,Bereichsleiter, UFA AG, 9501 Wil.Neue UFA-Ratgeber informierenüber die erfolgreiche Haltung undFütterung von Ziegen, Schafen, Gitzi undLämmern. Fragen Sie in Ihrer LANDIoder beim UFA-Beratungsdienst.www.ufa.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 87


NUTZTIEREEine nachhaltige LösungNEBENPRODUKTE IM MISCHFUTTER In der Lebensmittelherstellung fallenProdukte an, die in Nahrungsmitteln keine Verwendung finden. Eine Veredlung viaMischfutter macht Sinn. Einzelne Nachteile der Nebenprodukte, beispielsweiseunerwünschte Effekte oder ein ungünstiges Aminosäuren-Muster, lassen sich mit einergezielten Rezeptur und über das Mischfutter-Produktionsverfahren korrigieren.ElleenBergerJacquesEmmeneggerIm Vordergrund der Nutztierhaltungsteht die Produktion gesunderund nahrhafter tierischer Lebensmittel.Daneben besitzt das Nutztier,vor allem der Wiederkäuer, die Fähigkeit,Rohstoffe zu nutzen, die derMensch schlecht verwerten kann oderals Nahrung ablehnt. Im Kontext derNachhaltigkeit und des Ressourcenschutzesist es sinnvoll, Nebenprodukteder Lebensmittelerzeugung über dasNutztier zu veredeln und dadurch wiederder menschlichen Nahrung zuzuführen.Nebenprodukte nennt man alles,was bei der Herstellung einesHauptproduktes zusätzlich anfällt. Eshandelt sich nicht um Abfall, sondernoftmals um hochwertige, nährstoffreicheKomponenten.Aus der Brotmühle Nach der Annahmevon Getreideposten in einerMühle wird das Getreide gereinigt undgegebenenfalls geschält oder entspelzt.Die Schalen und Spelzen, die dabei anfallen,lassen sich als Rohfaser-lieferndeKomponenten für alle Tierarten einsetzen.Durch das Mahlen und Sieben desGetreides entsteht nicht nur das Brotmehl,sondern auch Futtermehl undKleie. Futtermehle enthalten überwiegendTeile des Mehlkörpers sowie feineSchalenteile. Damit sind sie energetischvergleichbar mit dem Ausgangsgetreide,weisen aber einen höheren Proteingehaltauf. Kleie, auch bekannt alsKrüsch, setzt sich vor allem aus Schalenteilen,einem Teil der Keimlinge undanderen, vom Mehlkörper befreitenKornbestandteilen zusammen undweist einen höheren Rohfaser- undRohproteingehalt als Futtermehl auf.Einzelne Mühlen mischen die anfallendenNebenprodukte aus der Verarbeitungvon Brotgetreide zusammen undbieten das Ganze als Mühlennachprodukte-Gemisch(MNG) an. Zum Grossteilaus Krüsch bestehend, ist der Nährstoffgehaltdes MNG mit dieserKomponente vergleichbar, aber energetischhochwertiger, da es Teile desMehlkörpers und damit Stärke enthält.Der Nährstoffgehalt variiert in Abhängigkeitvom Anteil der einzelnen Nebenproduktfraktionenund der Getreideart,aus der sie stammen.Schrote und Kuchen Ein andererIndustriezweig, aus dem hochwertigeNebenprodukte stammen, ist die Herstellungvon Pflanzenölen. Es gibt zweiVerfahren, die unterschiedliche Nebenproduktehervorbringen: Das Extraktionsschrot,ein Produkt mit 1 bis 3 %Restfett, entsteht durch die Ölgewinnungmit Hilfe der Extraktion. Dabeiwird dem Produkt nach dem Abpressenmit einem Lösungsmittel zusätzlich Fettentzogen. Im Bio-Sektor ist das Extraktionsverfahrennicht zugelassen. Kuchenbeziehungsweise Expeller fälltbeim Pressen der Ölsaaten an. Da beidiesem Prozess weniger Öl gelöst wirdals beim Extrahieren, ist das Nebenproduktentsprechend fett-und energiehaltiger.Je nach Pressverfahren kann einsolches Produkt Restfettgehalte zwischen5 und 15 % enthalten. Dies mussbei der Bewertung des Produkts berücksichtigtwerden.Besonders bekannt ist das Sojaextraktionsschrot.Es entstammt dem Extraktionsverfahren,bei dem Sojaölaus Sojabohnen gewonnen wird. Sojaextraktionsschrotstellt in der Nutztierfütterung,aufgrund seines hohenProteingehalts und des günstigen Aminosäure-Musters,eine wichtige Eiweissquelledar. Weitere bedeutendeKomponenten, die in der Ölmühle anfallen,sind Rapsextraktionsschrot beziehungsweise–kuchen sowie Sonnenblumenschrot/-kuchen.Der Einsatz vonRapsprodukten wird begrenzt durch antinutritiveSubstanzen, wie Glucosinolate(Senfölverbindungen), die auch bei00-Sorten in geringem Masse vorhandensind. Senföle und Senfölverbindungenkönnen je nach Gehalt dieSchmackhaftigkeit und die Leistung derTiere beeinträchtigen (= antinutritiv).Maiskleber Für die Tierernährungnutzbare Nebenprodukte entstehen zudembei der Stärkeherstellung. Hier istder bekannteste Rohstoff der Maiskleber.Er entsteht durch das Separierenvon Stärke und Protein, das nach dervollständigen Entfernung der Keimestattfindet. Aufgrund seines hohen Anteilsan Bypass-Protein eignet sichMaiskleber für die Milchviehfütterung,wobei das Aminosäuen-Muster einesAusgleichs bedarf.DDGS – ein neues Produkt? Einanderer wichtiger, proteinliefernderRohstoff ist Getreideschlempe, auchProtigrain oder DDGS genannt. Dieheute häufig verwendete AbkürzungDDGS, Dried Distillers Grains with Solubles,steht für «getrocknete Schlempelösung».Getreideschlempe entstehtbei der Gewinnung von Alkohol aus Getreide.Mit zunehmender Verbreitunggrosser Bioethanolanlagen gewinnt diesesProdukt mengenmässig immer mehran Bedeutung. Da bei der alkoholischenGärung die Kohlenhydrate des Getrei-88 11 2012 · UFA-REVUE


NUTZTIEREdes zu Alkohol und CO2 umgesetzt werden,weist Protigrain einen höheren Faser-,Protein- und Fettgehalt auf als dasAusgangsgetreide und enthält zudemeinen Anteil der bei der Vergärung gebildetenHefebiomasse. Die Qualitäthängt stark vom verwendeten Ausgangssubstratab. Zudem können sichauch unerwünschte Stoffe wie Fusarientoxinein der Schlempe akkumulieren.Weitere Nebenprodukte derBrauereien und Brennereien sind Malzkeime,Biertreber und Bierhefe.Vielseitige Rübe Auch aus demBereich der Zuckerherstellung stammenNebenprodukte, die sich in der Nutztierfütterunggut einsetzen lassen. Aus100 kg Zuckerrüben erhält man etwa13.5 kg Zucker, 50 kg Zuckerrübenschnitzel(nass) und 2.5 kg Melasse; derRest ist Wasser. Getrocknet lassen sichZuckerrübenschnitzel im Mischfutterals faserliefernde, fermentierbare Komponenteneinsetzen. Da die Rohfaserder Trockenschnitzel zum Hauptteil ausPektinen und Hemizellulosen besteht,ist sie gut verdaulich und unterstütztbei Rohfaser-reichen Rationen die Entwicklungzellulotischer Bakterien imPansen. Insgesamt wird also die Faserverdaulichkeitim Pansen erhöht. Melassehingegen ist eine zuckerhaltigeKomponente, die sich bei allen Tierartenmit geringem Anteil einsetzen lässtund die Schmackhaftigkeit des Mischfutterserhöht. Begrenzend wirkt derMineralstoffgehalt.Andere Zweige der Nahrungsmittelindustrie,wie beispielsweise Molkereien,liefern auch wertvolle Nebenprodukte,die aber aufgrund ihres tiefenTrockensubstanz-Gehaltes nicht für dieMischfutterproduktion geeignet sind.Grafik: Kreislauf Lebens- und FuttermittelproduktionFazit Die aufgeführten Nebenproduktelassen sich gut im Mischfuttereinsetzen und kombinieren. Im Gegensatzzum Einsatz von Einzelfutter mittelnlässt sich die Wirkung antinutritiverSubstanzen einzelner Rohkomponentenim Mischfutter gezielt minimieren unddie Schmackhaftigkeit erhöhen. Mischfuttermittelhaben zudem den Vorteil,dass sie, neben der Hygienisierung imHerstellungsprozess, garantierteGehalte aufweisenund mit Mineralstoffen,Spurenelementen und Vitaminenangereichert sind.Der Einsatz von Nebenprodukten erhöhtdie Rohkomponenten-Auswahlfür Mischfutterrezepturen und reduziertden Anteil lebensmitteltauglicherRohkomponenten. Durch die Nutzungim Tierfutter, deren Alternative oftmalsdie Vernichtung dieser wertvollenNährstoffe wäre, schliesst sich derlandwirtschaftliche Kreislauf. Die Mischfutter -industrie veredeltwertvolle Produkte,die in der Lebens -mittelherstellungnicht verwendetwerden können.Autoren Elleen Bergerund Jacques Emmen -egger, TechnischerDienst, UFA AG, 3360Herzogenbuchsee.www.ufa.chINFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 89


LANDLEBENKURZMELDUNGENLID-VerlosungGeschenkband zugewinnenSelbstgemachtes vom Bauernhofauf Weihnachten hin zu verschenken,bereitet Freude. Nun könnenmit dem Edelweiss-Geschenkbandauch Cellophansäckchenmit Guetzli, Konfitüren, Sirup undHonig passend verschnürt werden.Eine Rolle (25 m × 1.5 cm)des in der Schweiz hergestelltenGeschenkbandes kostet 25 Fr. Darininbegriffen ist eine Rolle mit50 Klebeetiketten «Gut, gibt’s dieSchweizer Bauern», in deutscher,französischer oder italienischerSprache. Zum Jubiläumsjahr «75Jahre LID» verlost die UFA-Revuefünf mal ein Geschenkband imEdelweisslook.Schreiben Sie eine SMS an 880(90 Rp.) mit KFL Band NameAdresse und gewinnen Sie ein Geschenkband.Einsendeschluss istder 15. November 2012.GewinnerUFA-Revue 10/2012Caroline Charmillot aus Mont -melon, Monika John aus Plons,Maja Lisser aus Oberentfelden,Maria Rohrer-Omlin ausSachseln und WilhelmSigner aus Gonten gewanneneinen Farmer Cap imSennenlook. Wer Pechgehabt hat, kann diese orginelleKopfbedeckung auch beim LIDbestellen. Preis 12 Fr. plus Versandkosten.LID, Weststrasse 10,3000 Bern, 031 359 59 77,www.lid.ch.Tagesaktuelle Neuigkeitenwww.ufarevue.chFoodwaste soll im Herzen weh tunAuf dem Land werden weniger Lebensmittelverschwendet als in derStadt, berichtete der Regisseur undAutor Valentin Thurn (Bild) an einerTagung zum Welternährungstag derFachhochschule Nordwestschweizund er fuhr fort, das komme daher,weil auf dem Land der Bezug zurProduktion enger sei. ValentinThurn hatte mit seinen Dokumentarfilmen«Frisch auf den Müll» und«Taste the Waste» sowie dem Buch«Die Essensvernichter» wesentlichdazu beigetragen, Lebensmittelverschwendungaufzudecken. LautFAO gelangen weltweit ein Drittelaller Lebensmittel zwischen Ackerund Gabel in den Müll. Der Geschäftsführerdes Konsumentenfo-Karins KräutertippsGemüsesalz-Bouillon«Angeschlagenes» oder aus einemanderen Grund nicht mehrzum Verkauf geeignetes Gemüse,kann wie folgt verwertet werden:Rüebli, Sellerie, Lauch, Petersilienwurzel,getrockneteTomaten und Wild- oder Gartenkräuterdurch den Fleischwolfdrehen (oder im Cutter hacken)und mit der gleichenMenge Salz mischen. In Gläserfüllen und gut verschliessen. Biszum Verbrauch kühl aufbewahren.Bleibt mehrere Monatefrisch. Die Menge der einzelnenZutaten richtet sich nach demAngebot, so unterscheidet sichjede Bouillon im Geschmack.Eignet sich zum Salzen und Aromatisierenvon Teigwarenwasseroder kann wie Gemüsebouillon(eher salzig!) verwendet werden.Karin Näfwww.kraeuterkurse.chrums (KF), Michel Rudin, sieht alsUrsache der Verschwendungssucht,die mangelnde Wertschätzung gegenüberLebensmitteln. Der Wertder Lebensmittel dürfe aber nichtüber die Finanzen (höhere Lebensmittelpreise)aufgebaut werden,sondern es brauche BewusstseinsundVerhaltensänderungen. Das KFwill mit Kampagnen und Merkblätterndazu beitragen. Wichtig sei vorallem bei Jugendlichen die Stärkungder Alltagskompetenzen - ein Thema,dem sich intensiv auch derschweizerische Bäuerinnen- undLandfrauenverband widmet.Jeder Privathaushalt kann dazubeitragen, dass weniger Lebensmittelweggeworfen werden. EineZibelemärt und AdventszeitAm 26.11.2012 istin Bern Zibelemärit.Das sei der Auftaktzur Adventszeitschreibt UeliTobler. Der SeeländerPfarrer brachte in berndeutscherMundart Weihnachtsgeschichtenaufs Papier, darunter jene vom Zibelemärit,wo sogar am Weihnachtsbaumein Zwiebelzopf hängt. Buch«Füfefüfzg mal Zibelemärit u witeribärndütschi Wienachts-Gschichte»,14 Fr. Blaukreuz-Verlag, Lindenrain5a, 3012 Bern, 031 300 5866, www.blaukreuzverlag.chKostenloserOnline-MarktplatzSeit kurzem ist die neue Version vonswissfarm online, darin steht denNutzern ein kostenloser Online-Marktplatz zur Verfügung. swissfarm-Nutzerkönnen nun Produkteund Dienstleistungen verkaufen.Der Marktplatz ist für alle swissfarm-Nutzerkostenlos.www.swissfarm.chWWF-Studie zeigte nämlich auf,dass in der Schweiz rund 45 % allerweggeworfenen Lebensmittel ausPrivathaushalten stammen. «Dasmuss einem im Herzen weh tun»,brachte es der Wissenschafter JoaoAlmeida auf den Punkt.Hofpfosten heissenWillkommenBauernfamilien können sich bis 15.Dezember 2012 über www.lockpfosten.chanmelden und sich einenHofpfosten sichern. Der Preis beträgt250 Fr. Der SchweizerischeBauernverband finanziert die darüberhinaus gehenden Kosten imRahmen der Imagekampagne «Gutgibt’s die Schweizer Bauern». Gernenimmt der landwirtschaftliche Informationsdienstdie Anmeldung auchper Mail oder Telefon entgegen.LID, Ingrid Flückiger, 3000 Bern 6, 031 359 59 77, www.lid.ch,ingrid.flueckiger@lid.chCopyright: SRF/Merly Knörle90 11 2012 · UFA-REVUE


Fortsetzungvon Seite 83LANDTECHNIKzu verkaufenRohrmelkanlage De Laval27 Pl. Fr. 3500 071 385 50 39Mulchbalken von RapidEuro 3, mit Ausleger,neuwertig; Elektromotor,10 PS, auf Karren;Bodenfräse, Simar, älter;2 Maurerkarretten,gebraucht 079 696 72 49 Kt. ZHFederzahnegge Zaugg,2 Krümmler, 1 FlachwalzeFr. 800 031 859 41 63Kuhlift, zum Aufstellenfestliegender Kühe;Schlagfessel, amerikanisch 079 710 07 71Doppelräder, 9.5 x 32 m,Schaad-Kopplung Fr 250;Räder ohne Scheibe,12.4 x 28 Fr 100 079 672 94 13Bindemäher Fella (Stab-heber) Bodenantr. Fr 200 079 672 94 13Holzherd Tiba, Feuerunglinks, Keramikkochfeld,Umluftofen, Fr 500 079 672 94 13Kartoffelvollernter SamroSC, mit Noppenband undKippbunker, fahrbereit,läuft gut, Fr 1000 079 675 40 39Stapler-TCM FG15, 1860Std., Hubhöhe 3.5 m, Hub -kraft 1.5 t, Servo, Seitenschieber,zus. Hydr. 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LU 079 707 99 21Diverse Förderbänder 079 426 06 35Auto PW Volvo 850 GLT,Jg. 93, grün, metallisiert,Stationswagen, 2.4 l,Preis nach Absprache 052 747 12 71MarktplatzMistzange, für Hofladerca. 1 m breit, neu 079 778 10 87Traktor Fendt Farmer 309,Jg. 96, 21/21 Wendegetriebe,Fronthydraulik,Frontzapfwelle, Frontlader,3 DW 1 EW Hydraulikventile,Zapfwellle 540/ 750/1000, Rockinger, Schnellkuppler,Getriebe totalrevidiert, Fr. 30'000 052 747 12 71Kühlvitrine Occ., vorneoffen, mit Rollon, Tablareund Beleuchtung,100 x 90, 44 x 190, Fr. 500 079 466 73 60Schutzgasschweissanlage,wassergekühlt, 350Ampere; Div. Ersatzteile,von Nodet, neuwertig,Verhandlungspreis;Getreidesämaschine;Kompoststreuwerk, zuMuli, Kirchner oderPöttinger Mistzetter 076 597 05 14 /079 243 75 25Motor Honda, 13 PS,zu Motormäher 079 245 11 392 Pneu, 14.9 R30 079 622 45 822 Pneu, 300-70 R20 079 622 45 82Förderband Blaser, 9 m,Gummi, top Zustand 079 426 06 35Traktor John Deere 6830Premium, 1750 h, Jg.2009, ab MFK, 175 PS,Autopower, Klimaauto, TLSVorderachse, mit Bremseusw., CH Auslieferung,interessanter Preis 079 407 93 54Aufbauladegerät Aebi LD30, 19 m 3 , guter Zustand,Fr. 2500 076 583 62 91Motor Maag, 11 PS 079 622 45 82Einhandsäge Efco, 132 S-301, 6 PS, 30 cm Schwert,Ausstellungsmodell, Fr. 450anstatt Fr. 550, 2 JahreGarantie 055 440 34 64Traktor John Deere 6330Premium, 40 h, Jg. 2011,128 PS, Eco Shift, TLSVorderachse, Klimaanlge,usw. Vor führtraktor, neu,mit 13.20 Formular, CHAuslief., NettoFr. 88'000 079 407 93 54Siloverteilgerät, defekt,Marke Eigenbau, Preis abPlatz, Fr. 400 079 466 73 60SchwenkschwaderNiemeyer 395DH Twin,Tandem + Stützrad, topZustand, Fr. 5000 079 466 73 60Bucher TM 850, Jg. 1988,mit Mähwerk Mörtel, Jg.2005, top Zustand 079 356 37 69Traktor John Deere 6320Premium, Jg. 2006, 2200h, Eco Shift, Klima, TLSVorderachse, gefederteKabine usw., NettoFr. 62'000 079 407 93 54Rotormäher PZ CM 185 H,mit Knickzetter TK 185, ca.Jg.1985, top Zustand,Fr. 500, hubmannfarm@bluewin.ch 052 336 18 56Ladeaggregat, repariert,zu Ladewagen PöttingerTop 2 bis 5 oder Entewagen2/3, neue Ketten,Gussräder und Rollen undFöderkämme auchbearbeitet, Ersatzteilehaben einen Wert von überFr. 3000, Verkaufspreis kpl.Fr. 1600; div. Tractorpulling-Material 041 458 19 44ab 18 UhrVW Bus T4 Jg. 5.97140 000 km, 9 Plätzer blauab MFK 079 563 82 41Traktor John Deere 6900,Jg. 1997, 5500 h, FrontzapfwelleFront hydraulik,HMS, Klima anlage usw.,aus 1 Hand, Netto Fr.30'000 079 407 93 54Milchkannen, 20 l +30 l, Fr. 160/Stk., 40 l + 50l, Fr. 200/Stk., sind Milchtauglich 079 575 25 52Tränkefässer, 1000 l mitTB oder Trog, verzinkt,Handbremse, höhenverstellbareDeichsel,Stützfuss und Schwallwandab Fr. 1150; Round-PanAkrion, 17 Panel 3 m Fr.2200; Laufhofabschrankungenin diversenAusführungen; Weidefutterraufenin diversenKompetent in Versicherung und Landwirtschaft.In Zusammenarbeit mitNatürlichGutVersichertPrämien undweiteren Vorteilen!Für Bauernfamilien!AgrisanoLaurstrasse 10FortsetzungSeite 945201 BruggTel. 056 461 71 11info@agrisano.chUFA-REVUE · 11 2012 www.agrisano.ch 91


LANDLEBENFrauen in der LandwirtschaftSOZIALBERICHTERSTATTUNG DES BUNDESAMTES FÜR LANDWIRTSCHAFTDie Frauen in der Landwirtschaft sehen sich heute mehrheitlich als gleichwertigePartnerinnen in der Betriebsleitung. Insgesamt schätzen sie ihre Lage positiver ein alsnoch vor zehn Jahren, auch wenn die Agrarpolitik, die allgemeine Wirtschaftslage, derZeitdruck und die Arbeitsbeanspruchung als arge Belastung erfahren werden.RuthRossierIm Rahmen der Sozialberichterstattunghat das Bundesamt fürLandwirtschaft (BLW) in Zusammenarbeitmit der ForschungsanstaltAgroscope Reckenholz-Tänikon(ART) 2012 nach zehn Jahren zumzweiten Mal die aktuelle Situation derFrauen in der Landwirtschaft untersucht.Im Zentrum standen Fragen zuRollen und Status auf dem Betrieb, zuEinkommen und sozialer Absicherungsowie zur allgemeinen Befindlichkeitund Belastung der Frauen. Die repräsentativeschriftliche Umfrage anfangs2012 sowie die Gruppendiskussionenzeigen ein allgemein positives Bild derFrauen in der Landwirtschaft, deckenaber auch Mängel auf und weisen aufoffene Fragen hin.Erwerbstätigkeit steigt DasRollenverständnis der Frauen in derLandwirtschaft hat sich in den letztenzehn Jahren verändert. Die Rolle derHausfrau und Mutter betrachten dieFrauen zwar nach wie vor als ihre wichtigsteRolle, doch auch die Erwerbstätigkeitinnerhalb und ausserhalb derLandwirtschaft hat an Bedeutung gewonnen.Beinahe die Hälfte der Frauenist inzwischen ausserbetrieblich erwerbstätig.Die Motivation für die Erwerbstätigkeitist primär das zusätzlicheEinkommen. Fast ebenso wichtigsind den Frauen aber auch Kontakteausserhalb der Landwirtschaft und dieFreude am Beruf. Die Frauen wollen zudemüber eigenes Geld verfügen undden Anschluss im erlernten Beruf nichtverlieren.Gemeinsame BetriebsleitungDreiviertel der Frauen geben an, dasssie den landwirtschaftlichen Betriebgemeinsam mit ihrem Partner leiten.Dabei sind für die Frauen die Erfahrungund das gemeinsame Arbeiten auf demDas Rollen -ver ständ nis hatsich geändert.Hof massgebend, weniger das reinelandwirtschaftliche Fachwissen oderdie konkreten Arbeiten auf dem Hof.Als Mit-Betriebsleiterin fühlen sie sichinsbesondere dann, wenn sie mit ihremPartner den Betrieb aufgebaut und jahrelangmitgearbeitet haben.In der Agrarstatistik werden allerdingsnur 4 % Betriebsleiterinnen ausgewiesen.Eine gemeinsame Betriebsleitungwird nicht festgehalten,sondern in der Regel den Männern zugeschrieben.Der Begriff «Betriebsleiterin»dient in der Statistik lediglich derAbgrenzung von Angestellten und Familienmitgliedernauf dem Betrieb,während in der Praxis die gemeinsameArbeit und der Aufbau des Betriebes imZentrum stehen.Bewirtschafterinnen Als Synonymfür Betriebsleiterin wird in der Praxisoft auch der Begriff Bewirtschafterinverwendet. Den Status der Bewirtschafterinhat jedoch nur jene Frau, dieden Betrieb auf eigene Rechnung undGefahr führt und in der Steuererklärungein Einkommen aus selbstständiger Tätigkeitdeklariert. Der Status der Frauenauf dem Betrieb hat weitreichendeKonsequenzen. So berechtigt der Sta-tus Bewirtschafterin zum Bezug von Direktzahlungen.Eigentümerinnen Einschränkungengibt es auch bei der Kreditvergabe:Nur ins Grundbuch eingetragene Eigentümerinnenkönnen Investitionskrediteerhalten. Tatsächlich sind abernur wenige Frauen tatsächlich als Eigentümerinoder Miteigentümerin imGrundbuch registriert. Trotzdem gebenknapp zwei Drittel der Frauen in derUmfrage an, dass sie Miteigentümerinoder alleinige Eigentümerin des Hofesseien. Viele gehen davon aus, dass dernormale Güterstand der Errungenschaftsbeteiligungautomatisch zu Eigentumoder Miteigentum am Betriebführt, was aber nicht der Fall ist. Es istdeshalb wichtig, dass sich die Frauenüber ihre Position auf dem Betrieb undderen Konsequenzen im Klaren sind.Verantwortung Wenn auch meistnicht als offizielle Bewirtschafterin, soträgt doch beinahe ein Viertel der Frauendie Verantwortung für einzelne Betriebszweige,am häufigsten für die Direktvermarktung.Je jünger die Frauensind, desto häufiger ist dies der Fall.War 2002 erst ein Fünftel der Frauenfür eine landwirtschaftsnahe Aktivitätverantwortlich, so sind es heute bereitsdoppelt so viele. Ohne diese Frauenständen wohl viele Angebote im landwirtschaftsnahenProduktionsbereichder nichtbäuerlichen Bevölkerungnicht zur Verfügung. Das Einkommender Frauen aus diesen Betriebszweigenfliesst meist auf das Betriebskonto.Soziale Absicherung Die befragtenFrauen haben häufig eine private92 11 2012 · UFA-REVUE


LANDLEBENVorsorge (42 %), eine eigene AHV-Abrechnung(38 %), und/oder sind alsSelbständige bei der AHV angemeldet(23 %). 20 % haben eine zweite Säuleaus der unselbständigen Erwerbstätigkeit.Frauen ohne ausserbetrieblicheErwerbstätigkeit und mit einem bäuerlichenfamiliären Hintergrund sind häufigerohne soziale Absicherung als dieübrigen. Alarmierend ist, dass jedeneunte Frau in der Landwirtschaft sichnicht im Klaren darüber ist, wie siesozial abgesichert ist. Die Mehrheit derFrauen arbeitet als mitarbeitendes Familienmitgliedauf dem Betrieb undgilt daher als nichterwerbstätig. VerheirateteFrauen, die als mitarbeitendesFamilienmitglied auf dem Betriebarbeiten, sind ebenso wie nichterwerbstätigenichtbäuerliche Hausfrauendurch ihren Ehemann versichert. Sohaben diese Frauen zumindest eine minimalesoziale Absicherung.Belastung und BefindlichkeitDie Frauen schätzen ihre Lage besserein als noch vor zehn Jahren. Sie bewertenihre Gesundheit als gut undzwei Drittel der Frauen sind mehrheitlichzufrieden mit ihrem Leben.Belastend finden die Frauen in derderzeitigen Situation jedoch die Agrarpolitik,die allgemeine Wirtschaftslage,den Zeitdruck und die Arbeitsbeanspruchung.Laut Umfrage sind es die Arbeiten imHaushalt, in Stall und Feld, welche dieFrauen am meisten belasten. Für gut einenViertel der Frauen (28 %) stellt derHaushalt eine eher starke bis äusserststarke Belastung dar und für knapp einenViertel (24 %) sind die Arbeiten imStall und Feld belastend, gefolgt vonden administrativen Arbeiten auf demBetrieb (18 %). Am wenigsten be -lastend erfahren die Frauen die Freiwilligenarbeitund die Pflege von Fa -milienan gehörigen. Je nach Alter undFamilienphase der Frauen können sichdie Arbeitsbelastungen jedoch starkunterscheiden – wie zum Beispiel beider Kinderbetreuung.Fazit Die Frauen in der Landwirtschaftschätzen ihre Lage positiver einals noch vor zehn Jahren. Dennochzeigt die Umfrage, dass die Frauen beträchtlicheBelastungen erfahren. Geradedas zunehmende berufliche Engagementinnerhalb und ausserhalb desDie Hälfteder Bäuerinnenarbeitenauswärts.Betriebs kann sich neben Haushalt,Kinderbetreuung und den Arbeiten aufdem Betrieb in einer verstärkten Belastungniederschlagen, die oft von Frauenaus mehr als einer Generation aufgefangenwird.Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse,dass vertiefte Abklärungen zu Eigentumsverhältnissenund zur Versicherungslageder Frauen in derLandwirtschaft unbedingt notwendigsind. Obwohl die meisten Frauen mitihrer Lage zufrieden sind und sich alsgleichwertige Partnerinnen in der Betriebsleitungsehen, haben nur wenigeFrauen den Status einer Bewirtschafterinund damit Zugang zu Direktzahlungen.Im Hinblick auf schwierige Situationenwie beispielsweise Ausfall desBewirtschafters, Krankheit oder Trennungist es für die Frauen äusserstwichtig, Klarheit über ihre Rechte undPflichten zu haben.Fast ein Viertel derFrauen trägt dieVerantwortung füreinzelne Betriebs -zweige. Je jünger dieFrauen sind, destohäufiger ist dies derFall.Bilder: Manuela Brand,GempenachAutorin Ruth Rossierist Mitarbeiterin derForschungsgruppeSozioökonomie an derForschungs anstaltAgroscope Reckenholz-Tänikon in Ettenhausenund war Co-Projekt -leiterin der BLW-Studie.www.agroscope.admin.chQuelle Agrarberichtdes Bundesamts fürLandwirtschaft BLW2012, Bern, S. 50 ff.INFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12UFA-REVUE · 11 2012 93


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Sieist im Detailhandel mit Volg, LANDI sowie dem Tankstellennetz AGROLA tätig.Zur Verstärkung der Redaktion LANDI-Medien (UFA-Revue, LANDI Contact) suchen wir mitArbeitsort Winterthur per sofort oder nach Vereinbarung Sie alsLandwirtschafts-Redaktor (m/w) mit Web-Know-howSie engagieren sich in der Redaktion der führenden Schweizer Agrarfachzeitschrift «UFA-Revue», betreuen deren neues Online-Portal und redigieren einen wöchentlich erscheinendenNewsletter. Sie recherchieren und verfassen zudem Beiträge für das Mitgliedermagazin«LANDI Contact» und sind mitverantwortlich für den Agrar-Newsticker auf verschiedenenOnline-Portalen der fenaco-LANDI Gruppe.Wir freuen uns auf die Bewerbung einer internet-affinen Persönlichkeit mit einerhöheren landwirtschaftlichen Ausbildung (Fach- oder Hochschule) und Erfahrungen imFachjournalismus.Wenn Sie mehr über diese herausfordernde Aufgabe im Team der fenaco-LANDI Medienerfahren wollen, erwartet Roger Schuhmacher, Bereich Personal, gerne Ihre Bewerbung mitden üblichen Beilagen.fenaco Genossenschaft, Bereich Personal, Postfach, 8401 Winterthur, Telefon 058 433 50 30.E-Mail roger.schuhmacher@fenaco.com. Weitere Stellenangebote: www.fenaco.com.94 11 2012 · UFA-REVUE


REZEPTHelle Sauce – heller Essig.Dunkle Sauce – dunkler Essig.LANDLEBENBRÜNDLERS FRUCHTESSIG peppt die Gerichte auf, bringt Aroma undGeschmack in die Bauernküche. Astrid Bründler weiss, wie feiner Essig hergestellt wird,wie er verwendet wird und wie damit Lebensmittel haltbar gemacht werden.Kartoffelcremesuppe400 g Kartoffeln (Agria, Charlotte)1 EL Butter1 Zwiebel, fein gehackt½ Lauch, in Streifen7.5 dl Gemüsebouillon3 dl Rahm oder HalbrahmPfeffer, wenig Muskat1 EL WilliamsessigDie Kartoffeln in Würfel schneiden. Butterin einer Pfanne warm werden lassen.Zwiebeln und Lauch leicht andämpfenund die Kartoffeln beifügen. Gemüsebouillondazu giessen, weich kochen,pürieren (Kochzeit ca. 30 Minuten).Rahm und Gewürze dazu geben undnochmals aufkochen. Williamsessig beifügen,aber nicht mehr aufkochen lassen.Garnieren mit Schnittlauch odersonstigen Gartenkräutern.Randen Carpaccio2 kleine, rohe Randen (300 g)2 KL Rohzucker1 EL Kirschenessig0.5 dl GemüsebouillonZwiebelringli, rohSchnittlauch2 EL Raps- oder Nussöl1 KL KirschenessigFrischkäseDie Randen rüsten, in 2 bis 3 mmdünne Scheiben direkt in Pfannehobeln. Rohzucker über die Randenstreuen. Kirschenessig und Bouillondazugeben. 10 Minuten knackig garen,mit Salz und Pfeffer würzen. DieRandenscheiben auf einem vorgewärmtenTeller verteilen, mitÖl und Kirschen -essig beträufeln,mit Schnittlauchund rohenZwiebelringlisowieFrischkäsebröselgarnieren.Astrid Bründler verfeinert dieKar toffelcremesuppe mit Williams -essig. Der Carpaccio wird mitKirschen essig beträufelt. Dafürverwendet Astrid einen Zerstäuber.Bild linksDie RezeptbäuerinAstrid Bründler (47)bewirtschaftet zusam -men mit ihrem MannJoe und den SöhnenLukas (18) und Philipp(15) einen Betrieb inWitt nau (AG). Bründ -lers haben sich aufObstbau spezialisiert.Äpfel, Birnen, Kirschen,Zwetschgen und Apri -kosen werden regionalund im Hofladen ver -kauft. Einzigartig ist dieEssig produktion derBründlers: Sie ver ar -beiten Fruchtweine zuwertvollem Frucht essigund verkaufen ihnunter dem Label «Jura -park». Zudem werdenHofläden und Gastro -betriebe beliefert. WieApfel-, Kirschen-,Williams- und Quitten -essig produziert wer -den, ist auf BründlersHome page zu sehen.www.bruendler-obstbau.chUFA-REVUE · 11 2012 95


LANDLEBENRARITÄTEN & NOSTALGIEAppenzell – China«LANDLEBEN, GEMALT» Die Ernst Hohl-Kulturstiftung zeigt im HausAppenzell an der Bahnhofstrasse 43 in Zürich eine einzigartige Ausstellung,die Gemeinsamkeiten und Gegensätze zwischen der Volkskunst verschiedenerProvinzen Chinas und derjenigen der Säntis region aufzeigen.Was ist das?Bügeleisen oder Maronibrater?Schreiben Sie dieAnt wort an:info@ufarevue.ch oderper Post: UFA-Revue,Theaterstr. 15a,8401 Winterthur.Verlost wird ein LANDI-Gutschein im Wert von 20 Fr.Einsendeschluss 14. 11. 2012.Winterlandschaftenvon Albert Manser (l.)und von Ma ZengFu.Auf dem Land werden Brauchtumund Tradition noch grossgeschriebenund es gibt unzählige Sujets,die gemalt werden wollen. Das giltsowohl für die ländlichen GegendenChinas wie auch für das Appenzellerland.Die Landbevölkerung, die langeZeit fast ausschliesslich aus Bauern bestand,malte und malt noch heute ihrLeben, ihre Welt. Ernst Hohl, Stiftungspräsidentder Kulturstiftung Haus Appenzell,und Yu Hao, chinesische Autorinund Filmemacherin und Kuratorinder Ausstellung, haben mit «Landleben,gemalt» eine Bauernmalerei-Ausstellungmit rund 170 Werken aus Chinaund der Säntisregion geschaffen.Obwohl zwischen den gemalten Szenerientausende Kilometer liegen, sindin den Werken aus einem der grösstenund einem der kleinsten Ländern dieserWelt verblüffende Parallelen auszumachen.Die Ausstellung «Landleben, gemalt»ist vom 26. Oktober 2012 bis zum2. März 2013 im Haus Appenzell an derZürcher Bahnhofstrasse zu sehen. DerEintritt ist frei. Führungen werden aufAnfrage angeboten.Das Haus Appenzell hat sich in denvergangenen Jahren mit hochkarätigenund gleichzeitig unkonventionellenKunstausstellungen, die weder in eineGalerie noch in ein Museum passen, einenNamen gemacht. Zu erinnern ist andas archaische Lebenswerk des WildhauserBauern Niklaus Wenk, aber auchdie Scherenschnittausstellung «WennOst und West sich begegnen», dieFreunde des chinesischen Scherenschnittesaus halb Europa ins Haus Appenzellpilgern liessen.www.hausappenzell.chMetzgete in der Ajoiewww.juratourisme.chFrüher mästeten viele Leute denSommer über eine Sau und schlachtetensie im Herbst. Daraus entstand einedeftige Fleischplatte mit Wädli, Hamme,Gnagi, Haxen, Speck, Rippli, Blut- undLeberwürsten mit Sauerkraut undKartoffeln. Heute findet diese kulinarischeTradition in Landgasthöfen statt.Meistens sind die Restaurants vollausgebucht und man muss sich weit zumVoraus anmelden. Speziell bekannt fürdie Metzgete ist die Ajoie. In diesemnördlichen Teil des Kanton Juras rundum das Städtchen Porrentruy heisst dieMetzgete «Cochonnaille». Aufgetischtwird das «Schweinische» zu Hause, aberauch in den Restaurants. Zur Verdauungder opulenten Tafel ist der lokaleDamassinenschnaps zu empfehlen. Mitder «Cochonaille» verbunden sind in derAjoie die St. Martin-Festivitäten mitzahlreichen Unterhaltungsangebotenund Marktständen.www.porrentruy.chMartins Markt in Porrentruyam 17. und 18. November 2012.RARITÄTENzu verkaufenBauernbuffet Schwaller;Einbauküche komplettmit Geräten, guterhalten, Granitabdeckung;KombiherdSitzofen, muss selberausgebaut werden 079 734 94 69Worbmaschine Agrar,4 Radb. Neu, Anhänger;Holzharassen 70 St.;Schlepprechen 2 St.;antike Holzräder;Heulüfter Siemens 055 410 13 69Ein Kontaktformular fürKlein anzeigen stehtauf www.ufarevue.chzur Verfügung.Sie können auch einfachanrufen (058 433 65 30) oderfaxen (058 433 65 35).LANDI-Mitglieder inserieren gratis!Auflösung «Was ist das»!Das Rätsel der letzten UFA-Revue lösteVerena Glauser aus Olten (SO).Der gesuchte Gegenstand war eineBettflasche.96 11 2012 · UFA-REVUE


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Ran an den Spaten!GARTENSEITELANDLEBENPFLANZZEIT ist mit Vorteil im Herbst: Im noch warmen Bodenbewurzeln Rosen, Gehölze und Stauden schnell und sind damitfür den Start im Frühjahr perfekt gerüstet. Zudem ist dieAus wahl an langlebigen Gewächsen jetzt besonders gross. Eslohnt sich also, nochmals kräftig in die Hände zu spucken.Exotisches Flair: Winterharter Strauch-Eibisch (Hibiscus syriacus)eignet sich sogar als Blütenhecke.Bild: Lizzi Tewordt/pixelio.deEdithBeckmannIm Herbst gepflanzt,haben Rosen wie die«Pomponella» einenperfekten Frühstart indie neue Saison.Bild: HauensteinEin weit verbreiteter Irrtum: Wennim Herbst das Laub von den Bäumenfällt, macht die Natur eineWachstumspause und beginnt denWinterschlaf. Richtig ist: Die Pflanzenschliessen zum Saisonausklang ihr oberirdischesWachstum ab; unter der Erdesind sie jedoch umso aktiver.Das Wurzelwachstum steht erst still,wenn die Bodentemperatur – nicht zuverwechseln mit der Lufttemperatur! –unter 4 Grad Celsius fällt. Ein im Herbstgesetztes Gewächs hat also reichlichZeit, richtig «Fuss zu fassen», bevor imFrühling der Austrieb erfolgt. Auch dieherbstlichen Temperaturen, die hoheLuftfeuchtigkeit und die häufigen Niederschlägebegünstigen den Wachstumsstart.Grüne Tipps für den Nutz- und Ziergarten• Trockenes Laub auf Wegen und Treppen in Säcken sammeln unddamit im Laufe des Winters matschige Küchenabfälle auf demKomposthaufen abdecken.• Schnittlauch zum Treiben im Winter samt Wurzelballen ausgrabenund liegen lassen, damit er vor dem Eintopfen durchfriert.• Nistkästen säubern, mit einer Fackel aus Zeitungspapier ausbrennenund als Schlafplatz für Vögel erneut aufhängen.• Blumenzwiebeln von Begonien, Dahlien und Canna ausgraben, wenndas Laub abgefroren ist. Knollen gut abtrocknen lassen, dann frostfreieinlagern.• Gartengeräte und -werkzeuge vor dem Einräumen gründlich reinigen,vorbeugend gegen Rost mit Maschinenöl behandeln.• Sind die Wasseranschlüsse im Freien abgestellt, die Leitungenentleert?Aus dem Vollen schöpfen: Im Herbst ist die Auswahl beilanglebigen Gewächsen am grössten. Bild: PdMRegel für Rosen Ausserdem sinddie Eindrücke im Herbst noch frisch. Etwadie serbelnde Rose, die ersetzt werdensoll. Aber aufgepasst: Neue Rose,neuer Boden! heisst eine wichtige Regel.In diesem Fall muss die Erde einenhalben Meter tief und in gleichem Umfangdurch frischen Humus ausgetauschtwerden.Gehölze sind nicht so anspruchsvoll,solange man ihre Vorliebe für saurenoder neutralen Boden sowie sonnigenoder halbschattigen Standort berücksichtigt.Wesentlich ist jedoch, den vorgeschriebenenAbstand zum Nachbargrundstückund zur Strasse einzuhalten!Erkundigen Sie sich bei Ihrer Wohn -gemeinde, um späteren Ärger zu vermeiden.So wird gepflanzt Für alle Gewächsegilt: Die Pflanzgrube grosszügigausheben, den Untergrund gut lockern.Für Bäumchen zuerst einen Pfahl alsStütze einschlagen. Aushuberde mitverrottetem Kompost oder neuem Substratanreichern und ins Loch schaufeln.Den Wurzelballen auflockern, oder fallser kompakt ist, mit einem Messer mehrmalseinritzen. Diese Massnahme regtneues Wurzelwachstum an.Den Wurzelballen nicht verlochen,sondern bündig zur Erde setzen. Bei Rosenmuss die Veredelungsstelle, erkennbaran der Verdickung beim Wurzelhals,fünf Zentimeter tief im Boden sitzen.Nach dem Pflanzen tüchtig giessen, damitsich die Erde satt um die Wurzelnschliesst.Autorin Edith Beck mann, FreieJournalistin BR aus Frauenfeld (TG),leidenschaftliche Gärtnerin mit Wurzelnin der Landwirtschaft.INFOBOXwww.ufarevue.ch 11 · 12101


SCHWEIZER BAUERN: WOHER – WOHIN?LANDLEBENImmer eine gute LösunggefundenErnst und Cornel Gähwiler bewirtschaftenden Eichenhof in Zihlschlacht (TG).Bis am 1. Mai 2010 hatte dabei ErnstGähwiler das Sagen, seitdem sein SohnCornel.1996 gab es in der Schweiz die Geflügelmastbereits seit vielen Jahren. Dochvon der Massenproduktion im heutigenStil war sie weit entfernt. Vater ErnstGähwiler interessierte sich dafür und alsihn ein Futtermittelvertreter fragte, ober nicht damit anfange wolle, liess erkurzerhand die Berater auf seinen Hofkommen. «Sie überzeugten mich undwir bauten einen Stall für 6000 Hühner»,erzählt er. Sie hätten 1996 als ersteim weiten Umkreis mit der Geflügelmastangefangen, fügt der innovative Landwirtan. Das war auch der Zeitpunkt, andem Gähwilers Sohn Cornel mitredendurfte. Er war damals zwölf Jahre alt.Heute sind Vater und Sohn ein harmonierendesTeam. «Wir sind nicht immergleicher Meinung», sagen sie. «Doch wirstritten uns bis jetzt noch nie, sondernredeten miteinander und fanden immereine gute Lösung. Das hat mit gegenseitigemVertrauen zu tun.»Ernst Gähwiler hat auf dem Eichenhofeine lange Reihe an Veränderungen erlebt:Neben den baulichen gehören jeneim Umgang mit den Hühnern zu dengrössten. «Es gab keine Betonböden»,erinnert er sich. «Ausgemistet und ge-waschen wurde der Stall vielleicht nachjeder dritten Mast. Ausgestallt wurdendie Hühner in Kisten wie heute. Allerdingsbekamen wir diese an einem Tag.Am nächsten wurden sie gefüllt wiedergeholt.» Heute ist es anders: So verlässtzum Beispiel kein Tier den Hof ohne einProtokoll und die Rückverfolgbarkeit istüber einen Strichcode gewährleistet.Die Geflügelmast macht Freude. Vaterund Sohn sind überzeugt, dass auchin Zukunft die produzierende Landwirtschaftim Vordergrund stehen müsse.«Wir hoffen, dass der Konsument auchin Zukunft bereit ist, für Schweizer Geflügeleinen etwas höheren Preis zu bezahlen.»Martin BrunnerGenerationengesprächein der LandwirtschaftDer LandwirtschaftlicheInformationsdienstLID ist in -zwischen 75 Jahrealt. Aus diesemAnlass tauschensich jeden Monatzwei Bauern -generationen aus,blicken zurück undin die Zukunft.Was war besser,was schwierigerund wohin steuertdie Landwirtschaft?Einen umfassendenBericht diesesGenerationen -gesprächs findenSie auch auf derWebsitewww.lid.ch.75 Jahre Kommunikationzwischen Stadt und Land102 11 2012 · UFA-REVUE


Fortsetzungvon Seite 94TIEREzu verkaufenca. 100 Mastgitzi, abAnfang Oktober 076 583 62 91Rind gekalbt, 28 - 30kg, Red Holstein, mitHorn, Fr. 2500 078 685 45 25Schafe SBS und BFSmit und ohne Papiere 032 351 23 58Junge SF-Kuh, sechsMonate, trächtig vonSI-Stier; 10 Monatealtes Mastrind 034 435 11 70Dexter Stier mitAbstammungsausweissowie linearer Beschreibung,Preis auf Anfrage 079 636 12 64Milchkühe mitAbstammungsausweisFT 2. Laktation 079 636 12 64Simmentaler-Kuh mitHorn, geeignet auch alsMutterkuh, Mutterkuhanerkannt, VerhandlungspreisFr. 3500, vonmehreren die Wahl, 079 445 49 40Wasserbüffelkühe undträchtige Rinder zumMelken oder alsMuttekühe 034 493 32 40OB-Mutterkühe, horn -los, hoch trächtig, vonLimousin oder Charol -lais, oder mit Kalb 041 980 62 65Schwarzkopf-Widder,2 1/2 Jahre alt 078 825 11 88Simmentaler Rind undErstmelk, MutterkuhSchweiz i.O., 7-9Monat trächtig, zahmund super im Umgang;Charolais BraunviehStier Halfter undLaufstall gewohnt 18Mte. alt ohne Abstammungsausweis 079 445 49 40Junge gute Jerseykuh 079 245 25 02Appenzellerziegen,Raum OstschweizInnerschweiz 079 245 25 02Kuh oder Rind,Simmentaler Code60+70, F1 oderLimousin, evtl. mitWährschaft 079 857 80 09TIEREgesuchtFreie Plätze fürAufzuchtrinder oderWinterfütterung 031 781 27 09RAUFUTTERzu verkaufenMaiswürfel, ganzePflanze, sehr schön abFr. 45/100 kg,BE/Konolfingen 079 454 59 86Heu, ab Stock, belüftet,Grasssiloballen, allestop Qualität und zuinteressanten Preisen 079 390 72 60Maisballen, 100 Stk.,top Qualität, Ernte2012, Gewicht 900 kg+-5%, 8-lagig gewickelt,Mantelfolie,Transport gegenAufpreis ev. möglichFr. 105/Stk 079 293 97 35Siloballen, 26 Stk.,Öko 2012, 2. & 3.Schnitt 079 796 92 68Ökoheu undBelüftungs-Emd, plusca. 35 Siloballen,Ernte 11 + 12 079 680 63 87Grassiloballen, guteQualität 044 833 04 76Heu und Emd ab Stock,belüftet, blackenfrei 079 422 30 55 TG10 Grassilageballen fürPferde, Preis pro Stk. 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Modelldes Feldhäckslers «Jaguar»produziert. Ein Blick aufdie Entwicklung diesesMaschinentyps von Claas.Sortenwahl beiZuckerrübenEin wichtiges Kriterium fürdie Sortenwahl bei Zucker -rüben ist der Zuckerertrag.Wichtig ist es aber auchdie Krankenheitsresistenzmit zu berücksichtigen.Ertrag um 400 Fr.pro Tier erhöhtInsbesondere bei mässigerGrundfutterqualität undspätreifen Rassen lohnt essich, Mutterkuhkälberindividuell zuzufüttern, wieBerechnungen zeigen.Ordnung in derHinterlassenschaftMit dem Tod eines Ange -hörigen müssen die Hin -ter bliebenen rechtlicheund organisatorische Fra -gen regeln und ent schei -den, wie es weiter geht.ImpressumUFA-RevueDie Mitglieder-Fach zeit schriftder fenaco-LANDI Gruppe.Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8,9 und 11 erscheinen mit imAbonne ment inbe grif fenerBeilage des LANDI-Contact.ISSN 1420-5106Herausgeberfenaco Genossenschaft,Erlachstrasse 5, 3001 BernHans Peter Kurzen,Publizistische LeitungMitherausgeberLV-St. Gallen, GVS Schaffhausen.Die Beteiligungen der Heraus -geber an anderen Unter neh -mungen sind in den gültigenGeschäfts berichten auf ge führt.Erhältlich beim Verlag.RedaktionTel. 058 433 65 30Fax 058 433 65 35Theaterstrasse 15a,8401 WinterthurDr. Roman Engeler (Chefredaktor),Daniela Clemenz, ChristianHirschi, Gaël Monnerat, Cyril dePoret und Matthias Roggli.Anne-Marie Trümpi (Redaktionsassistentin).Anzeigen/AbonnementeTel. 058 433 65 30Fax 058 433 65 35UFA-RevueAnzeigenberatungTheaterstrasse 15a8401 WinterthurMartina Bernet, Alex Reimann,Anja RickenbachAnnahmeschluss20 Tage vor ErscheinenVerlagTel. 058 433 65 20Fax 058 433 65 35Verlag LANDI-Medien,ein Bereich der fenaco,Postfach, 8401 WinterthurMartina Bernet, VerlagsleiterinAuflageMitgliederabonnemente 74’956davon deutsch 61’948davon französisch 13’008(WEMF/SW beglaubigt 2011)Druckauflage 76’650BezugspreisFür Mitglieder landwirtschaftlicheGenos sen schaften gratis.UFA-Revue-Abonnentenakzeptieren die Nutzung undWeitergabe ihrer Post-Adressefür den Versand von zielgerichtetenMailings. Ist diesnicht erwünscht, kann dieAdresse beim Verlag gesperrtwerden.PrepressNatalie Schmid, Stephan Rüegg,AMW, Winterthur;Mattenbach AG, Winterthurinfo@ufarevue.chwww.ufarevue.chDruckPrint Media Corporation,8618 Oetwil am SeeDie Weiterverwendung vonBeiträgen und Inseraten,insbesondere für Online-Dienste,ist nur mit Ge nehmigunggestattet.Beiträge in der Rubrik«Know-how» sind PR oderPublireportagen über Firmenund ihre Produkte.PapierLeipa 60 g/m 2 Papier mitFSC- und PEFC-ZertifizierungUFA-REVUE · 11 2012 103


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