Venous WindowTM Needle Guide (VWNG ... - Vital Access

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Venous WindowTM Needle Guide (VWNG ... - Vital Access

Vorstellung der VWNG TMGebrauchsanweisungDie Venous Window Needle Guide ist für den Einsatz alsZugangshilfe bei arteriovenösen Fisteln (AVF) im Rahmenvon Hämodialyseprozeduren mithilfe einer konstantenPunktionsstelle bzw. der „Knopflochtechnik“ (Buttonhole)für das Einführen der Kanüle vorgesehen.


Erforderliche ImplantationsergebnisseEine erfolgreiche Implantation ist entscheidend für eine optimaleProduktleistung. Obligatorische Merkmale der implantierten VWNG: Palpierbarkeit: Einfache Visualisierung der VWNG Hautinzision Implantatgröße Gewebefreilegung Ausrichtung und Orientierung: Direkte Kanülierung Gefäßstabilität Implantatplatzierung Wundverschluss Implantatstabilität Gefäßexposition Implantatfixation


Implantatgröße bestimmenDamit das Implantat die Lücke zwischen Gefäß und Haut ausfüllt, mussdie richtige Implantatgröße ausgewählt werden. Durchmesser und Tiefe der Fistel werden durch Ultraschall vermessen. Die folgende Tabelle enthält Empfehlungen für die Auswahl der richtigen Größe. Wenn das Implantat die richtige Größe hat, kann es durch den Punkteurpalpiert werden. Die Größe sollte während der Implantation überprüft werden, damit dieVWNG zwar palpierbar ist, jedoch keinen Druck auf das Gefäß oder dieHaut ausübt.GefäßtiefeImplantathöheGefäßdurchmesserImplantatdurchmesserImplantathöhe4 bis 6 mm 4 mm 5 bis 8 mm Ø 7 mm6 bis 8 mm 6 mm 8+ mm Ø 9 mm8 bis 10 mm 8 mmImplantatdurchmesser10 bis 15 mm 10 mm


Inzision und GefäßexpositionLagern Sie den Arm in einer Position, die der gewünschtenKanülierungsposition entspricht.Pro Implantat ist eine Inzision erforderlich. Durch dieseMaßnahme wird die Störung des umgebenden Gewebesminimiert und eine bessere Stabilität von Implantat und Gefäßerreicht. Ausrichtung und Orientierung bleiben somit erhalten. Das Gefäß sollte 1 cm über das Implantat hinaus gerade verlaufen,damit eine Punktion der Seitenwand in einem stark gewundenenGefäß vermieden wird.Lage und Form der Inzision: Führen Sie eine Inzision durch, deren Anfangspunkt 2 cm von derGefäßmitte entfernt liegt.• Keine Beeinträchtigung der vorgesehenen Hautpunktionsstelle• Keine Beeinträchtigung beim Palpieren des Implantats Eine adäquate Exposition, die eine sichere Fixation des Implantats ermöglicht,misst ~ 3 cm.• Alle Nahtlöcher müssen gut zugänglich sein, ohne dass das Gefäß mobilisiert wird.• Trägt dazu bei, dass das Implantat richtig ausgerichtet ist. Darf die endgültige Position oder Orientierung des Implantats nicht beeinflussen. Wenn eine gerade Inzision vorgenommen wird, sollte sie parallel zum Gefäßverlaufen, damit der Punkteur das Gefäß leichter lokalisieren kann.


GefäßexpositionLegen Sie nur ungefähr das obereFisteldrittel frei. Nehmen Sie am restlichenBindegewebe keine Manipulationen vor. Mobilisieren Sie die Fistel nicht. BelassenSie die VWNG an ihrer ursprünglichenPosition. Die Stabilität wird erhöht undeine unzureichende Ausrichtung, die zuKanülierungsproblemen führen kann,wird vermieden.Legen Sie durch stumpfe Präparation ca.3 cm Fistellänge bis zur Adventitia frei. Durch diese Freilegung wird sichergestellt,dass das Implantat sicher an der Gefäßwandund nicht an den Faszien anliegt. Dies isterforderlich, um im Gefäß eine einzelneKanülierungsstelle zu etablieren.


VWNG-Ausrichtung und FixationUm während des Vernähens die adäquate Ausrichtung beizubehalten, kann durcheinen Hautmarkierungsstift das hautseitige Fistelende markiert werden. Dies ist vorallem dann empfehlenswert, wenn es durch einen Retraktor zu einerGewebeverziehung kommt.Das Implantat sollte mit dem Gefäß ausgerichtet sein, parallel zur Haut liegen undzur gewünschten Kanülierungsrichtung orientiert sein. Durch Krümmung des Implantats müsste sich das Implantat ganz natürlich dem Gefäßanpassen. Durch Implantation parallel zur Haut lässt sich das Implantat leichter kanülieren.Die Orientierungsnähte müssen zuerst angelegt werden; dann werden die anderenNahtpunkte des Implantats fixiert. Dies trägt zur Stabilisierung der Implantatpositionbei.OrientierungsnahtOrientierungsnaht


Sichere Fixation der VWNGFahren Sie bei adäquat ausgerichtetem und orientiertem Implantatmit dem Vernähen der seitlichen Nahtlöcher fort. Legen Sieentweder eine fortlaufende Naht oder Einzelnähte an. Es solltenalle Nahtlöcher vernäht werden.Der Faden muss vollständig durch die Fistelwand geführt werden.Stellen Sie sicher, dass das Implantat NICHT verkippt ist.


Palpierbarkeit des Implantats undVerschluss der PunktionsstelleFür eine optimale Palpierbarkeit sollte dieVWNG direkt unterhalb der Haut implantiertwerden.Legen Sie ggf. eine kleine Tasche frei, indem Sie dasdirekt über dem Implantat vorhandene subkutaneGewebe entfernen.Verschließen Sie vorsichtig die chirurgischeInzision, damit Platzierung und Position desImplantats nicht versehentlich verändert werden.Wenn die Wunde nicht adäquat verschlossenwird, kann es zu einer Verkippung der VWNGkommen.Wenn eine große Inzision durchgeführt wirdoder Bedenken hinsichtlich einer möglichenSezernierung von Flüssigkeit bestehen, könnendurch Anlegen einer chirurgischen Drainagederartige periimplantäre Ansammlungenvermieden werden.Periimplantäre Flüssigkeitsansammlungen könnenzu einer Einbuße bei der erwarteten funktionellenLeistungsfähigkeit führen.


Nachbetreuung der Patienten:Bereit zur Kanülierung Etwa drei Wochen nach der Implantation sollteuntersucht werden, ob das Implantat des Patientenbereits kanüliert werden kann. Chirurgische Wunde ist verheilt und kann mit Lösungenzur Präparation der Punktionsstelle behandelt werden. Durch den chirurgischen Eingriff bedingte Schwellung istfast oder vollständig abgeklungen. Durch die Palpierbarkeit des Implantats kann diePalpationskante identifiziert werden. Wenn die VWNG zugangsbereit ist, markieren Siedie Fistelränder ober- und unterhalb des Implantats. Dies trägt dazu bei, dass Punkteure präzise dieHautpunktionsstelle definieren können.

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