Quadratmeter : Semesterzeitung der FH Erfurt

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Quadratmeter : Semesterzeitung der FH Erfurt

m 2Im Portrait:Unsere BibliothekGEWÄHLT:HochschulleitungSeite 1GEREIST:ExkursionenweltweitSeite 28GEWOHNT:QuartierforschungSeite 34QUADRATMETERSemesterzeitung der Fachhochschule ErfurtHeft 34 I April 2013


HOCHSCHULPOLITIK m 2 I 1Neue KöpfeDie Fachhochschule Erfurt hat ein nahezu neues PräsidiumBereits in der Oktober 2012-Ausgabe des Quadratmeters hatte sich Präsidentin Prof. Dr. sc. agr. Kerstin Wydra ineinem Interview den Lesern vorgestellt. Damals „nur“ mit Doktortitel, erhielt sie inzwischen im November einenRuf für die Professur „Pflanzenproduktion im Klimawandel“ an der Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau undForst.Im Mai 2012 hatte der (inzwischen alte) Hochschulrat Frau Wydra als Präsidentin gewählt. Sie hatte sich in denFolgemonaten in Fakultäten und Einrichtungen vorgestellt und sich ein Bild von der Hochschule gemacht. Am 19.November erhielt sie aus den Händen von Wissenschaftsstaatssekretär Prof. Dr. Thomas Deufel ihre Ernennungsurkundeals Präsidentin der FH Erfurt. Nach dem Gründungsbeauftragten Prof. Heribert L. Jünemann (1991-1993),Rektorin Prof. Dr. Gisela Rauschhofer (1993-1997), Rektor Prof. Dr.-Ing. habil. Wolfgang Storm (1997-2001), RektorProf. Dr. rer pol. habil. Wolf Wagner (2001-2005) und Rektor sowie Präsident Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Heinrich H. Kill(2005-2012) ist sie das sechste Oberhaupt der FH. Ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre.Am 19. Dezember 2012 wählte der Senat auf Vorschlag der Präsidentin drei Vizepräsidenten für eine dreijährigeAmtszeit. Es sind die Professoren Dr. Frank Bohlander (Studium und Lehre, zugleich 1. Stellvertreter, bislang DekanLandschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst), Dr. Volker Zerbe (Forschung und Kooperation, FR. Gebäude- und Energietechnik)und Dr. Ronald Lutz (Qualität und Kommunikation, bislang Dekan Angewandte Sozialwissenschaften).Damit war das neue Präsidium der FH komplett, zu dem auch Kanzlerin Dr. Heike Klemme gehört, die seit 1. August2010 in dieser Funktion ist. Die neuen Aufgaben des Präsidiums umriss Präsidentin Wydra mit den SchwerpunktenErhöhung der Drittmittelaquise, Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit, weitere Internationalisierungund Weiterentwicklung als „nachhaltige Hochschule“. Professorin Wydra dankte den bisherigen VizepräsidentenProf. Dr. Andreas Naumann sowie Prof. Dr. Matthias Gather für ihre mehr als sieben- bzw. einjährige Tätigkeit ander Seite von Amtsvorgänger Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Heinrich Kill.Gute zwei Monate nach Amtsantritt, während der feierlichen akademischen Amtseinführung von Präsidentin Wydraam 21. Januar 2013, galt letzterem der Dank für die geleistete, über siebenjährige Tätigkeit als Rektor, Präsidentund Leiter der FH. Die ihm dankten, waren sowohl seine Amtsnachfolgerin als auch Thüringens WissenschaftsministerChristoph Matschie (SPD). In Prof. Kills Amtszeit fielen u.a. die Übernahme der forstwirtschaftlichen Ausbildungvon der FH Schwarzburg oder die Neustrukturierung der Hochschule mit sechs Fakultäten und 13 Fachrichtungen.Von links: Thüringens Wissenschaftsminister Christoph Matschie (SPD), FH-Präsidentin Kerstin Wydra undAltpräsident Heinrich Kill bei der feierlichen Investitur (Foto: Maik Ehrlich)


CAMPUS m 2 I 3Studienpreisträger Lydia Messerschmidt (3.v.li.) und Martin Papenfuß (3.v.re.), ganz rechtsFördervereinsvorsitzender Wolfgang Reisen (Foto: Kristin Thieme)Förderer mit Fazit und Zielen,Lehr- und Studienpreis verliehenAktionsplan „FH Erfurt –Hochschule der Inklusion“Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Fachhochschule Erfurte.V. hat in ihrer Jahresmitgliederversammlung am 3. Dezemberim Studentenzentrum Engelsburg erneut ein positives Fazit ziehenkönnen. Zugleich wurden die Aufgaben für 2013 festgelegt. Dieneue Präsidentin der FH, Prof. Dr. Kerstin Wydra, gehört kraft ihresAmtes zum Vorstand des Fördervereins und stellte sich den Vereinsmitgliedernvor.Vereinsvorsitzender Dipl.-Ing. Wolfgang Reisen konnte berichten,dass der Förderverein erneut den Lehrpreis verliehen hatte, in diesemJahr an Prof. Dr. Friso Ross (Angewandte Sozialwissenschaften).Für den am 11. Dezember verliehenen Studienpreis hatte esneun Nominierungen von qualitativ sehr hochwertigen Studienabschlussarbeitengegeben, der Preis ging an Lydia Messerschmidt(Konservierung und Restaurierung) sowie Martin Papenfuß (AngewandteInformatik). Finanziell unterstützt hatte der Verein z.B. auchein Deutschland-Stipendium, die Neugestaltung des Juri-Gagarin-Denkmal-Standortes, die Unterbringung des Schülerlabors an derFH oder die 8. Internationale Summer School.Zu Aufgaben im Jahr 2013 hat sich der Verein erneut die Vergabevon Studien- und Lehrpreis und des Deutschlandstipendiums gemacht.Neben der Unterstützung von Summer School und Ringvorlesungsoll die Kooperation mit den Fördervereinen der Fakultätengepflegt und der Unternehmenskontakttag der FH wiederbelebtwerden. Verstärkt will man sich der Mitgliederwerbung sowie derPropagierung der praktischen Ergebnisse der Studienpreisarbeitenwidmen. Der Vorschlag, sich mit der Initiative ‚Fremde werdenFreunde‘ zwecks Zusammenarbeit auszutauschen und an Alumniaktivitätenzu beteiligen, wurde positiv aufgenommen. Erstmals wirdsich der Förderverein am 25. Mai 2013 beim Erfurter Hochschulstraßenfestim alten Universitätsviertel der Öffentlichkeit vorstellen.www.fh-erfurt.de/feh/fachhochschule/freunde-und-foerdererMit dem Thüringer Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Konventionüber die Rechte von Menschen mit Behinderungen vom Juli2012 sind auch für die Hochschulen des Landes zahlreiche Maßnahmenvorgesehen, um eine gleichberechtigte und selbstbestimmteTeilhabe aller Menschen auch im Hochschulwesen sicherzustellen.Aufgrund der hohen fachlichen Kompetenz der FH Erfurt im Bereichdes Design für Alle sowie inklusiver Bildungsansätze sieht sich dieFHE in besonderem Maße gefordert hier einen Aktionsplan zu entwickeln,der richtungsweisend für die Thüringer Hochschulen stehenkann.Vor diesem Hintergrund wird in einem zweistufigen Verfahren ineinem ersten Schritt zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellt, umdarauf aufbauend einen Aktionsplan zu entwickeln, in dem Handlungsfelderund Maßnahmen für einen Zeitraum von fünf Jahrenfestgelegt werden sollen. Das Projekt soll die Basis für eine zielgerichteteEntwicklung der FH Erfurt zu einer möglichst inklusivenHochschule bilden.Die Projektleitung liegt beim Institut Verkehrund Raum in Person von Dr. Markus Rebstock,der auch die Vertrauensperson schwerbehinderterBeschäftigter an der FH ist.Daneben ist Prof. Dr. Karl-Heinz Stange, ander FH auch Leiter einer Studentenband bekannt,in seiner Funktion als Beauftragter derFH Erfurt für behinderte Studierende beteiligt.(Text: Institut Verkehr- und Raum)


4 I m 2 CAMPUSZiel- und Leistungsvereinbarungen für den Zeitraum 2012 bis 2015zwischen dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft undKultur und der Fachhochschule ErfurtSo lautet die Überschrift eines wichtigen, 35-seitigen Dokumentes, das in den Gremien und der Hochschulleitung lange beraten und Ende2012 unterzeichnet worden ist. In der Präambel heißt es: „Die Thüringer Hochschulen und das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaftund Kultur (TMBWK) schließen Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit dem Ziel ab, die Umsetzung der hochschulplanerischen Zieledes Landes sowie die Entwicklungsziele der Hochschulen sicherzustellen. In den Ziel- und Leistungsvereinbarungen werden die konkretenEntwicklungs- und Leistungsziele festgelegt. Sie verbinden die strategischen Planungen des Landes und der Hochschulen als Ergebnis einesAbstimmungs- und Aushandlungsprozesses über gemeinsam angestrebte Entwicklungsziele.“ Hier, wegen der Fülle der Inhalte, einigeEckpunkte daraus.Profil und strategische Ausrichtung der HochschuleDie Entwicklungsstrategie bis 2015 beinhaltet den Ausbau der trans- und interdisziplinären Studienangebote, die Optimierung der FH-internenKooperation und der FH-externen Kooperation im Campus Thüringen, insb. mit den Unis Erfurt und Weimar sowie mit der Wirtschaftund Region. Dazu sollen die Weiterbildung und kooperative Studiengänge mit Unternehmen und Verbänden ausgebaut werden. WeiterePunkte: Stärkung der anwendungsorientierten Forschung und engere Vernetzung mit der Wirtschaft und außeruniversitären Forschungseinrichtungen,Erweiterung der regionalen Funktion der FH im Bereich Bildung und Forschung, Ausbau der internationalen Kooperation mitstrategischen Partnerhochschulen und Fortführung der inhaltlichen Schwerpunkt- und Profilbildung.Quantitative Zielstellungen für 2015:• Studienanfänger (1. HS-Semester): 1.050• Studierende in Regelstudienzeit: 87%• Weiterbildungsstudierende: 50• Erfolgsquote: 80 %• kooperative Promotionen: 9 (2012-2015)• Drittmittel je Professor: 20.000 €• Anteil Professorinnen: 20 %• Anteil Frauen am wiss. Personal: 45 %• Anteil Frauen an Promotionen: 50%• Anteil ausländ. Studienanfänger (1. Fachsem.): 5 %• Anteil ausländische Studierende: 5 %• Anteil ausländische Absolventen: 4 %Wissenschafts- und hochschulpolitische Ziele des Landes für die FH Erfurt, Studium und Lehre:• Weiterentwicklung eines attraktiven, ausgewogenen und aufeinander abgestimmten Studienangebots, inkl. der Einführung gemeisamerStudienangebote mit anderen Hochschulen,• Sicherung guter Studienbedingungen und Verbesserung der Studienorientierung,• Effizienzsteigerung der Lehre mit dem Ziel der Senkung der Studienabbrecherquoten, der Erhöhung der Absolventenquoten insgesamtsowie innerhalb der Regelstudienzeit sowie der Sicherung und Steigerung der Qualität,• Evaluation und Weiterentwicklung der Maßnahmen im Rahmen des Bologna-Prozesses zur Schaffung eines europäischen Hochschulraumes,• Fortentwicklung interner und externer Evaluationsverfahren unter Einbeziehung der Frage nach der Akzeptanz der Hochschulabsolventenin Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur sowie fortlaufender Rückkoppelung mit dem Arbeitsmarkt und den Alumni.Forschung:• Stärkung der Forschungskompetenz der FH Erfurt sowie nachhaltige Unterstützung im Wettbewerb um nationale wie internationaleExzellenz,• weiterer Ausbau der Forschungsinfrastruktur der FH Erfurt inkl. verstärkter Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen, Forschungs- undKultureinrichtungen und Unternehmen,• aktive Unterstützung des Forschungstransfers und Förderung der anwendungsnahen Forschung sowie der praxisbezogenen Kunst,• Erhöhung von Drittmittel- und Lizenzeinnahmen, insbesondere auch von EU-Drittmitteln.Dokument im Intranet der FH Erfurt unter: www.fh-erfurt.de


CAMPUS m 2 I 5Uni-Campus:Grundstein für Max-Kade-HausMussten sich mit Helm und Maurerkelle wappnen: FH-Prosidentin Kerstin Wydra und Uni-Präsident Kai Brodersen. (Foto: Christiane Bähr)Geschützte DächerSeit Herbst 2011 glänzen riesige Solarflächen auf den Campusdächern. Sie schützen zumindestdie darunter befindlichen Dachziegel, aber mehr auch nicht. Die Anlage gehört einemInvestor. Bei der Bauplanung wurde die Rechnung ohne den Brandschutz gemacht. DieSolarflächen sind nicht auf die im Haus darunter liegenden Brandschutzabschnitte ausgerichtet,überlappen diese also. Und das darf nicht sein. Die 2.200 m 2 mit einem geplantenStromertrag von 299.500 kWh/a sind somit nicht nur aufs Dach, sondern (vorerst) auch inden Sand gesetzt.Ganz geschützt sind die Dächer allerdings nicht. Der viele, an den glatten Flächen leichtabrutschende Schnee im März hat etliche Schneefangzäune einfach weggedrückt.Am 17. Dezember 2012 legte das StudentenwerkThüringen auf dem Campus derUni Erfurt den Grundstein für den Bau desMax-Kade-Hauses mit Wohnungen für Studierendeund einer KiTa. Das dritte Hausdieser Art in Thüringen soll im Wintersemester2013/14 fertig werden. Mit dem Bauwird dem wachsenden Bedarf an Wohnraumfür Studierende in Erfurt noch besser entsprochen.Die Baukosten von ca. 4,7 Mio. €unterstützt der Freistaat Thüringen mit 1,25Mio. €, 1,0 Mio. € kommen von der StadtErfurt und die New Yorker Max-Kade-Stiftungstellt 500.000 $ zur Verfügung. Damitentsteht im Studentenwerk Thüringen nun- nach Jena und Weimar - in Erfurt bereitsdie dritte von der Max-Kade-Stiftung geförderteWohnanlage.Das Gebäude wird dann 50 Studierende inEinzelappartements und Einzelzimmern in2-er, 3-er und 4-er WGs beherbergen. Fahrradkeller,einen Gemeinschaftsraum und einigeStellplätze ergänzen das Angebot.Die Kita kann 80 Kinder -vor allem von Studierendenund Hochschulangehörigen- abdem ersten Lebensjahr aufnehmen.Info: A. Uebel/ StWEinzugSchneelast (Foto: Roland Hahn)Anfang März hat die Fachrichtung Forstwirtschaftihr Provisorium im Haus 11 desCampus verlassen und ist in den Neubaudes Hörsaal- und Laborgebäudes auf demgrünen Campus Leipziger Straße 77 gezogen.Eineinhalb Jahre dauerte der Verzug,da es Probleme mit dem Innenausbau gab.Modern hell und klimatisiert gibt sich derNeubau.Jetzt fehlt nur noch die Fertigstellung derAußengeländes. Die „Grünen“ behelfensich derzeitig mit einem „Knüppeldamm“aus Paletten, um den Zugang matschfrei zuhaben.


6 I m 2 CAMPUSWas ist eigentlich der StuRa?Der neue StuRa der FH Erfurt mit Sprecher BjörnSchröter (am Banner, 3 v.li., Foto: Kristin Thieme)Der Studierendenrat ist das höchste studentische Selbstverwaltungsgremiuman der FH Erfurt. Obwohl das trocken klingt, ist erdie beste Möglichkeit, um sich aktiv als Student/-in an der FH Erfurtzu beteiligen.Er kümmert sich um aktuelle hochschulpolitische Themen, die Interessenaller Studierenden der FH und um die Vernetzung innerhalbder FH zu allen Gremien und der Hochschulleitung. Nach außen hinkoordiniert er den Kontakt zu anderen Hochschulen und der Landes-und Bundesregierung. Aktuell wird z.B. über die Erhöhung desSemestertickets durch die EVAG trotz Einschränkungen durch dieGroßbaustelle am Fischmarkt diskutiert. Außerdem bietet der StuRaBeratungen für Studierende zu den verschiedenen Themen des Studiumsan, wie BAföG und Stipendien, Wohnen, Familie, Prüfungsrecht,Studentenwerk etc. Aber auch kulturelle Aktivitäten wie dasSommerfest am 12. Juni 2013 und die Unterstützung studentischerProjekte gehören zur StuRa-Arbeit.Kurzum: Wer sich aktiv einbringen und etwas bewegen will, ist hiergenau richtig. Der StuRa bietet ein breites Aufgabenspektrum, dieMöglichkeit zum effektiven Handeln, vielfältige Sozialkompetenzen,einen umfassenden Einblick in die Hochschule und BAföG-Vergünstigungen.Florian Kämmerer und Christian Holubek(Referat für Öffentlichkeitsarbeit des Studierendenrates)Interesse geweckt?Hochschulöffentliche Sitzungen:jeden Mittwoch um 16.30 Uhr im Haus 11Internet: www.fh-erfurt.de/sturaFacebook: www.facebook.com/StuRa.FH.ERFURTaE-Mail:stura@fh-erfurt.deAG NachhaltigkeitBereits 2004 befasste sich eine Projektgruppe der studentisch organisiertenLehrveranstaltung „Sind wir noch zu retten? – Nachhaltigkeitals Konzept für die Zukunft“ mit sozial-ökologisch verträglichenLebens- und Handlungsweisen. Die heute existierende „AGNachhaltigkeit“ ist die Fortführung dieser Projektgruppe.Die AG Nachhaltigkeit sieht sich als „Plattform für Träumer undTräumerinnen sowie Menschen mit Visionen von einer nachhaltigenZukunft“. Das Team besteht aus Studierenden aller Fachsemesterund Studienrichtungen und legt auf einen praktischen Bezug zurNachhaltigkeit wert. So werden Schreibwaren aus recyceltem Papierverkauft, biologisch produzierte T-Shirts können mit eigenenMotiven bedruckt werden und auch Samenbomben sind hier zu erwerben.Die daraus entstehenden Erlöse kommen einem Schulprojektin Indonesien zu Gute.Ein besonderer Höhepunkt ist der „Kost-Nix-Markt“. Hier werdenDinge, die nicht mehr benötigt werden, abgegeben und können voneiner anderen Person kostenlos mitgenommen werden. Stöbern istin der Semesterzeit täglich (außer Dienstag und am Wochenende)von 14 bis 16 Uhr im Büro der AG Nachhaltigkeit möglich.Die AG freut sich über jeden Gast, egal ob zum Stöbern auf dem„Kost-Nix-Markt“ oder einfach zum Quatschen und Kaffee trinken.Ihr Büro befindet sich am Campus der FH Erfurt in der AltonaerStraße 25, Haus 11, Raum 11.E.19. Im Internet findet man die „AGNachhaltigkeit“ unter http://www.ag-nachhaltigkeit.de/.Christine Zinke


CAMPUS m 2 I 7Links: Klaus Steiner am Schnittmodell(Foto: Roland Hahn)rechts: Student JohannesFielitz mit der Gleissperre(Foto: Ronald Glembotzky)QueErfurtRegelmäßig trifft sich eine Gruppe Studierenderan der FHE, um sich über lesbische,schwule, bisexuelle und transgender (LSBT)Lebensweisen auszutauschen. Sie sind Teildes studentischen FH-Projektes „QueErfurt“,das das Thema (Nicht-)Heterosexualitätaufgreifen und es in das Bewusstseinvon SchülerInnen, Studierenden und Lehrendenrücken will. QueErfurt beklagt dieunzureichende Aufklärung in Erfurt und regtselbst zum Perspektivwandel an.Das Teilprojekt QueErfurt@FH fördert z.B.die Integration der LSBT-Lebensweisenan der FH, bietet Diskussions- und Austauschmöglichkeitenund fördert Toleranzsowie freie Entfaltungsmöglichkeiten überFilmabende, Gesprächsrunden, Vorträgeetc.An Schulen will das Teilprojekt QueErfurt@School Schüler/-innen für LSBT-Lebensweisensensibilisieren, führt Workshops undProjekte an Erfurter Schulen durch undfördert so Toleranz und Gewaltprävention.Studierende, die Probleme mit ihrer sexuellenOrientierung haben und mehr über LSBT-Lebensweisen erfahren möchten, könnenindividuelle Beratungen im QueErfurt. Büronutzen. Interessierte und Hilfesuchende(Hetero- und Nicht-Heterosexuelle) könnensich während des Semesters mittwochs von10 - 12 Uhr im Büro (Altonaer Str. 25, Haus11, 11.E.15) melden.www.queerfurt.de.vu/Christine ZinkeIdeen umsetzen:Vieles ist realisierbarWenn ein Forschungsprojekt angegangen wird oder technische Dinge für Studium und Lehrebenötigt werden, dann ist das Zentrum für wissenschaftlichen Gerätebau und Service(ehemals Zentralwerkstatt) der richtige Ansprechpartner. Eine Frau und sieben Männer umMeister Gerd Tröstrum können vieles möglich machen, sprich bauen. Hier einige Beispiele:Für den Studiengang Eisenbahnwesen wurde eine Gleissperre aufgearbeitet. Die mechanischeSchutzvorrichtung verhindert das unbeabsichtigte Befahren (ggf. auch Abrollen vonWagen) von Gleisen, sichert Nebengleise in Bahnhöfen, die in Hauptgleise münden undZugfahrten gefährden könnten. Jetzt dient sie in der Lehre als anfassbares Praxisobjekt.Für die Fachrichtung Verkehrs- und Transportwesen entstand im Wintersemester dasSchnittmodell einer Erdgasanlage für PKW-Motoren, das in der Lehre im Bereich Fahrzeugtechnikgenutzt wird.Für die Fachrichtung Gebäude- und Energietechnik wurde ein Zeolith-Wärmespeicher miteiner Brennwerttherme sowie einer Solaranlage kombiniert. Das System arbeitet äußersteffizient in der Ausnutzung der Gasenergie. Dabei speichert das Zeolithgranulat die solargewonnene Energie, so lassen sich Bedarfsspitzen ausgleichen.Die Palette der Projekte ist sehr vielfältig und umfasst u.a. die elektronische Steuerung vonModellbahnen (Cargo-Net, Professor Kortschak), eine Demonstrationsanlage für logistischeAbläufe (Verkehrs- und Transportwesen, Professor Wagner), eine kardanische Aufhängungzum gefahrlosen Testen eines Oktokopters (Projekt Zerbresel, Angewandte Informatik),eine Messeinrichtung zum Belasten für den Wettbewerb „Türme für Erfurt“ (Bauingenieurwesen,Professor Schmidt) oder den Bau eines Messestandes für die Fakultät Wirtschaft-Logistik-Verkehr.


8 I m 2 FAMILIE UND GLEICHSTELLUNGKinderladen wieder offenNewsletterBabette Lautenschläger vom Koordinierungsbürofür Gleichstellung undFamilie hat zum Semesterstart einenNewsletter mit aktuellen Informationenund Terminen.Neben der Neubesetzung des Koordinierungsbürosim vergangenen Semestersind diesmal die Wiedereröffnung des „Kinderladens“ sowiedie Ergebnisse einer hochschulweiten Studierenden-Befragung zurFamilienfreundlichkeit an der FH Erfurt Thema. Darüber hinaus stehenim Sommersemester 2013 verschiedene Veranstaltungstermineauf dem Programm.Studierende mit Kind können seit Beginn des Sommersemesterswieder aufatmen: Das Angebot der temporären, flexiblen Kinderbetreuungim „Kinderladen“ auf dem Campus Altonaer Straße, dasauch Hochschulbeschäftigten und Gästen offen steht, kann wiedergenutzt werden.Im Wintersemester hatte der „Kinderladen“ vorübergehend schließenmüssen, da seine Organisation grundsätzlich neu verhandeltwurde. Um künftig ein abgesichertes, ergänzendes Betreuungsangebotan beiden Erfurter Hochschulen gewährleisten zu können,haben die FHE, die Universität und das Studentenwerk Thüringeneinen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Wie schon seit 2009 inder „Räuberhöhle“ an der Universität Erfurt hat das Studentenwerkden Betrieb des „Kinderladens“ an der FH übernommen. Dadurchkönnen die Mitglieder beider Erfurter Hochschulen das Betreuungsangebotder „Räuberhöhle“ und des „Kinderladens“ in Anspruchnehmen.Mit bis zu zehn Stunden wöchentlich ergänzt der „Kinderladen“ dasreguläre Betreuungsangebot. Die Anmeldung und die Reservierungerfolgen vorläufig noch wie gewohnt per E-Mail an kinderladen@fherfurt.de.Mit dem Betreiberwechsel entstehen künftig Kosten fürdie Betreuung: Für einen zweistündigen Block zahlen Studierende 4€ und Hochschulbeschäftigte 6,50 € – externe NutzerInnen könnendie Betreuung für 10 € in Anspruch nehmen. Die Bezahlung erfolgtvorher an der Kasse der Mensa. Gegenwärtig suchen Hochschulleitungund StuRa nach Lösungen, um Studierende dabei finanziell zuunterstützen.Babette LautenschlägerLet´s talk about sexOb offensichtlich oder verdeckt: Geschlechterstereotype prägen den Alltag, auch an derHochschule. Um für Genderaspekte im (Hochschul-)Alltag zu sensibilisieren, hatte sich derGleichstellungsbeirat zum Ziel gesetzt, durch regelmäßige Veranstaltungen die Diskussionan der FHE anzuregen. Den Auftakt bildete am 05.12.2012 ein Vortrag von Prof. Dr. GesineSpieß (ehemals Soziale Arbeit / FHE). Unter dem Titel „Werbung, Menschen, Bilder! HeißeVerführung, kalte Berechnung?“ widmete sie sich dem brisanten Thema Sexismus in derWerbung und griff damit eine aktuelle Debatte an der FH auf. In den vergangenen Semesternhatte es immer wieder Auseinandersetzungen um Flyer und Plakate für Fachschaftspartiesgegeben, deren visuelle Gestaltung für Provokation sorgte. Der vom Gleichstellungsbeiratinitiierte Vortrag lud dazu ein, die Wirkung von Bildern und eigene Vorstellungen kritisch zureflektieren, und bezog dabei das Publikum ein.Zur Vertiefung der Diskussion lud der Gleichstellungsbeirat der FHE gemeinsam mit derUniversität Erfurt am 10.04.2013 zu einer Infotainment-Veranstaltung mit dem ehemaligenProfi-Fußballer und Diversity-Berater Marcus Urban und der Diplom-Pädagogin undQueer-Aktivistin Kathrin Schuchardt ein. Unter dem Motto „Let’s talk about sex“ lotetendie beiden auf humorvolle Weise gängige Klischees, Vorurteile und Tabus im ThemenfeldGeschlecht und Sexualität aus und suchten dabei den Austausch mit dem Publikum. DerEintritt war, wie bei solchen Veranstaltungen üblich, frei.Babette Lautenschläger


PERSONALIA m 2 I 9ProfessoralesNeu- und WiedereinstellungenAm 14. Dezember2012 hat Dr.-Ing.Wolfgang Rid seineErnennungsurkundezum Professor mit demLehrgebiet „Stadt- undRegionalökonomie“an der Fakultät Architektur und Stadtplanungerhalten. Er war zuvor an der UniversitätStuttgart in der Forschungsgruppe Stadt| Mobilität | Energie des Lehrstuhls Stadtplanungund Entwerfen am Städtebau-Instituttätig.Mit Wirkung vom01.03.13 wurde Dr.Frank Setzer zumProfessor ernannt. Erlehrt in der FachrichtungForst. Sein Lehrgebietsind „Forstpolitikund Umweltrecht“. Er kommt von derDeutschen Landwirtschaftsgesellschaft e.V.Frankfurt/Main (DLG), wo er Fachgebietsleiterfür Forstwirtschaft und Bioenergie war.Mit dem 01.03.2013ging Prof. BernhardEisele, Fakultät Architekturund Stadtplanungin den Ruhestand.Architektur und Stadtplanung: Gabriel Schlemme, Viola I. Schulze Dieckhoff ; Bauingenieurwesenund Konservierung /Restaurierung: Ronny Sorge; Landschaftsarchitektur,Gartenbau und Forst: Karsten Hoffmann, Gerd Tschersich; Gebäudetechnik und Informatik:Felix Bischoff, Susanne Friedemann, Vincent Reichelt, Antje Kerstin Römhild; AngewandteSozialwissenschaften: Silvia Garus, Wirtschaft-Logistik-Verkehr: Martin Arnold,Anne Gertrud Grothmaak, Philipp Michael Kosok, Sprachenzentrum: ; Verwaltung: LudwigFinster, Marie-Mirjam TetzelJubiläen40 Jahre im Öffentlichen Dienst war am21.02.13 Doris Zeuner, Hochschulbibliothek.Auf ihr 25-jähriges Dienstjubiläum konntenzurückblicken:01.10.12: Prof. Dr. Ralf Lippomann, Bauingenieurwesen;16.10.2012: Claudia Lindenlaub,Verwaltung; 04.01.13: Dr. ThomasSchwager, Verwaltung; 14.02.13: Prof. Dr.Karl-Heinz Stange, Soziale Arbeit; 22.02.13:Prof. Dr. Thomas Berndt, Verkehrs- undTransportwesen.Allen Jubilaren herzlichen Glückwunsch!NachrufAusgeschieden sind:Architektur und Stadtplanung: AndreasKopp, Susanne Wartzeck; Gebäudetechnikund Informatik: Dr. Peter Alberti, ChristophOhl; Landschaftsarchitektur, Gartenbauund Forst: Antje Dill-Hock, ValeskaKrebs, Oliver Thaßler; Wirtschaft-Logistik-Verkehr: Sandra Franz, Alexander Keller;Werkstatt für wissenschaftlichen Gerätebau:Danilo Stüwe; Verwaltung: FriederikeThon, Anita Görbing, Ewa Klär, FranziskaNicolausEbenfalls ab 01.03.2013hat Prof. Dr. TobiasHüttche, Fakultät Wirtschaft-Logistik-Verkehr,seine Tätigkeitan der FH Erfurt beendet.Er übernahm eine Professur an der FHNordwestschweiz. Hierfür hatte er bereitsseit 01.09.2009 Sonderurlaub.GastdozentinIm Sommersemester 2013 lehrt die LeipzigerRechtsanwältin Sybille Vosberg (KanzleiKreidekreise, Leipzig) in der Fakultät AngewandteSozialwissenschaften vorwiegendin Rechtsveranstaltungen in den BA-Studiengängen„Bildung und Erziehung von Kindern“und „Soziale Arbeit“.Prof. h.c. Hans-Rudolf Kehrl06.01.1934 - 22.10.2012Erinnerung: Professor Kehrl (r.)während der Förderpreisvergabe2000.seit Januar 2000 Honorarprofessor für Baurecht, Bauvertragswesen an der Fakultät Bauingenieurwesenund Konservierung /Restaurierung, ist am 22.10.2012 im Alter von 78Jahren verstorben. Er war von 1995 bis 2005 ununterbrochen als Lehrbeauftragter inder Fakultät tätig. Der Rechtsanwalt war auch Hauptgeschäftsführer des BauindustrieverbandesHessen-Thüringen e.V.


10 I m 2 PORTRAITVorgestellt: Heiko LachmannVielen am Campus ein bekanntes Gesicht: Heiko Lachmann (Foto: Kristin Thieme)Jeden Tag sind sie vor Ort, ob morgens, mittags oder zum Feierabend, immer mit einem freundlichen Gruß auf den Lippen. Sie sitzen in derPforte der Häuser 7 und 8 oder befinden sich gerade auf ihrer Schließrunde am Abend. Die Rede ist von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiternder WSI Security GmbH. Bereits seit 2003 ist WSI für den Empfangsdienst, die Schließung der Häuser und Räumlichkeiten, für dieSchlüsselausgabe und -annahme sowie die Rundgänge zur Schadensvorbeugung zuständig.Seitdem ist auch Heiko Lachmann als einer von inzwischen fünf Kolleginnen und Kollegen neben anderen Einsatzorten vor allem an derHochschule tätig, seit 2004 als Objektverantwortlicher. Damit ist der gebürtige Erfurter Ansprechpartner für das Haus und verantwortlichfür die Dienstplanungen sowie Abrechnungen. Heiko Lachmann kam erst über Umwege zu dieser Tätigkeit als „IHK-geprüfte Werkschutzfachkraft“.Ursprünglich lernte er „Teilefertiger“ im VEB Optima Büromaschinenwerk in Erfurt und war zunächst dort sowie anschließendfür einige Jahre in einem Farbengroßhandel beschäftigt. Aber so, wie es kam, hätte es für ihn nicht besser kommen können.„Ich mache diese Arbeit sehr gerne, denn ich habe Kontakt zu unterschiedlichsten Personen mit zum Teil gänzlich verschiedenen Belangen.Die Tätigkeit ist durch unseren Einsatz an der Pforte, in Tag- und Nachtschichten oder bei Veranstaltungen sehr abwechslungsreich.“,erklärt er. Besonders gern ist er in Nachtschichten tätig. „Denn dann habe ich eine noch größere zeitliche Flexibilität und es besteht keineNotwendigkeit, die Pforte dauerhaft zu besetzen.“ Allerdings kommt es hin und wieder auch zu Situationen, in denen er auf seinemRundgang über den Campus auch brenzlige Situationen zu meistern hat. „Zum Beispiel kam es schon vor, dass ich auf eine größere Gruppealkoholisierter Jugendlicher aus der Nachbarschaft getroffen bin. Diese muss ich freundlich, aber bestimmt, vom Gelände verweisen.Und um ehrlich zu sein, bin ich in solchen Momenten angespannt und sehr achtsam.“ Das ist auch verständlich, denn ein zweiter Kollegeist in der Nachtschicht nicht vor Ort. „Damit ist natürlich auch die Schadensvorbeugung, zum Beispiel durch Graffiti-Sprayer, nur schwersicherzustellen“, erläutert er weiter. Was ihm wirklich Sorge bereitet, ist die freie Zugänglichkeit des Geländes und im Besonderen dieder Räumlichkeiten. „Zum Teil stehen Seminarräume und sogar Computerpools bis spät in den Abend für jedermann offen. Damit wirdDiebstählen oder Vandalismus Tür und Tor geöffnet. Eine Regelung, dass Nutzer die Schlüssel bei Bedarf bei uns abholen und anschließendwieder abgeben, finde ich da besser.“Auf die Frage, ob er sich in Zukunft auch eine andere Tätigkeit vorstellen könnte, antwortet er mit einem klaren: „Nein. Ich würde mich sehrfreuen, wenn ich auch zukünftig hier vor Ort meine Schichten ableisten könnte.“Der Hochschule würde dies in keinem Fall schaden.Luise Puffert


WEB m 2 I 11Screenshots: Facebook-Fanseite der FHEund die Beiträge „Rudi, der Schneemann“,„Fahrradwerkstatt“ und „Campuseulen“Fachhochschule Erfurt im Netz - Gefällt mir!An einem verschneiten Dezembermorgen gehe ich über den Campus, vergeblich suche ichden Innenhof nach Schneemännern ab. Es muss einer her! Mit zwei Kolleginnen baue ichin kurzer Zeit eine Schneemann-Miniaturausgabe namens Rudi. Eine FHE-Tasse als Hut, die„I Love FHE“-Buttons als Mantelknöpfe. Noch ein paar Fotos und ab geht’s zur Bildbearbeitungin mein Büro. Ich suche das schönste Foto aus, schneide es zu und schreibe denpassenden Text, fertig ist unser Beitrag auf Facebook. So kann mein Arbeitsalltag an der FHschon mal sein. Wenn es Neues zu berichten gibt, gehe ich sofort online und twittere, posteund kommentiere als Social Media-Beauftragte im Web. Schon wenige Minuten nach demEintrag hat „Rudi, der Schneemann“ 60 „Likes“. Damit drücken unsere Fans ihr Interessemit anderen „geteilt“. Manch wesentlich nützlichere Beiträge erhalten deutlich wenigerResonanz, etwa die Ankündigung von Veranstaltungen, Workshops etc.Seit 2009 ist die FH bei Facebook, Twitter, YouTube und Flickr aktiv und informiert überNeuigkeiten, Veranstaltungen sowie aktuelle Tipps zum Studium. Vor allem die FH-Facebook-Seiteist wichtiger Bestandteil der Hochschulkommunikation, besonders für das Studierendenmarketing.Soziale Netzwerke bieten auch uns die Chance, auf uns aufmerksamzu machen, mit unseren Studierenden zu kommunizieren und sie stärker an uns zu binden.Wir nutzen dies, um uns auch zukünftig erfolgreich den Herausforderungen im Bildungsbereichzu stellen. Für unsere Social Media-Aktivitäten gilt: Die FH Erfurt ist dort, wo ihreStudierenden sind.Anfang März überstieg die Zahl unserer Facebook-Fans die 2000-er Marke. Werden auch SieFollower unserer Tweets, schauen Sie sich Videos und Bilder an oder abonnieren Sie unsereNews! Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Co.Mirjam TetzelDie Fachhochschule Erfurt im NetzWebseite:Facebook:Twitter:Flickr:Youtube:www.fh-erfurt.dewww.facebook.com/fachhochschuleerfurtwww.twitter.com/fh_erfurtwww.youtube.com/user/FachhochschuleErfurtUnd bald auch noch als App...Apps haben längst an deutschen Hochschulen Einzug gehalten – So auch an der FachhochschuleErfurt. Derzeit entwickeln Studierende der Fachrichtung Angewandte Informatikunter der Leitung von Prof. Dr. Herwig eine App, die das vorhandene Webangebotder Fachhochschule für mobile Endgeräte unterstützt. Mit dieser Hochschul-Appkönnen Nutzer auf ihrem Smartphone Informationen abrufen wie aktuelle Neuigkeiten,das Mensaangebot, anstehende Veranstaltungstipps und vieles mehr.


12 I m 2 AKTUELLE TERMINEGut zuwissen...HOCHSCHULINFOTAG27. April 20139 – 14 Uhr | Universität + Fachhochschule ErfurtInformiert euch zu Studienaufbau und -inhaltenSprecht mit Dozenten und StudierendenErlebt Experimente und SchnuppervorträgeErhaltet Einblicke in Labore und AteliersInformiert euch übers Wohnen und FinanzierenBesichtigt Campus und StadtAußerdem: Vortrag für Elternwww.hit-erfurt.deHochschulinfotag: Gut zu wissenAm 27. April 2013 laden FH und Uni Erfurt zum Hochschulinfotag ein. Warumgemeinsam? Die Veranstaltung wird weiträumig beworben und beideHochschulen bauen gemeinsam mit dem Stadtmarketing auch auf den HochschulstandortErfurt. Denn mit der Landeshauptstadt lässt sich mit guter Lagein Deutschland und einem guten Studienumfeld punkten. So hat sich in denangrenzenden „alten“ Bundesländern und auch weiter entfernt herumgesprochen,dass es sich an der Gera zwischen Thüringer Wald und Kulturstadt Weimargut studieren lässt. Organisiert wird der HIT von der Hochschulkommunikation.Die Marketingbereiche beider Hochschulen organisieren u.a. wenigeTage vor dem 27. April eine „Studienplatz-Aktion“ auf dem Erfurter Anger.Gemacht wird der HIT jedoch von weit über 100 Aktiven aus den Fakultäten,die ihre Studienangebote und -möglichkeiten -oft mit viel Herzblut- vorstellen.Auch Teile der Verwaltung und zentraler Einrichtungen wie der Bibliothek sindvor Ort, um den Tag effektiv und vor allem besucherfreundlich zu gestalten.Was wird es geben? Ab 9 Uhr stehen im Audimaxgebäude Studierende, Mitarbeiterund Lehrende an Informationsständen bereit, um Auskunft zu geben.Die Studienberatung ist vor Ort und man könnte theoretisch auch gleich dieBewerbung fertig machen. Mit dabei ist das Studentenwerk Thüringen, dasnicht nur über Studienfinanzierung und Wohnen informiert, sondern auch diekulinarische Betreuung übernimmt. Die Präsidentin der FH eröffnet offiziellum 9:15 Uhr im Audimax, bevor es 09:20 Uhr ein Podium über die Studienangebotegibt. Um 11 Uhr gibt es Tipps und Hinweise Rund um Studium, Finanzierung und Wohnen. Angebote der Fachrichtungen sind z.B.Angewandte Informatik: Wie arbeitet ein HDTV-Video-Studio?; Architektur: Führungen durch die Studios und Werkstätten; Bauingenieurwesen:Offene Versuchslabore; Forstwirtschaft: Vorstellung forstlicher Arbeitsgeräte; Gartenbau: Präsentationen des Versuchsbetriebesim Gewächshaus; Gebäude- und Energietechnik: im Stundentakt Führungen durch die Labore; Konservierung und Restaurierung: ständigeFührungen durch alle Werkstätten und Vorträge; Landschaftsarchitektur: Besichtigung Botaniklabor und PC-Pools mit Schnupperkurs Photoshop;Stadt- und Raumplanung: Schnuppervorlesung; Verkehrs- und Transportwesen: die Fachschaft übernimmt Führungen; Wirtschaftswissenschaften:Schnuppervortrag.www.hit-erfurt.deRingvorlesung von FH und UniDie gemeinsamen Ringvorlesung von Fachhochschule und Universität Erfurt hatte sich imWintersemester mit „Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Fremdenfeindlichkeit – Spurensuchein Geschichte und Gegenwart“befasst. Da es an der Uni eine sehr große Nachfragegab, dort kann im Studium Fundamentale die Ringvorlesung als Lehrveranstaltung gewähltwerden, mussten die Organisatoren vom Rathausfestsaal mit seinen “nur“ 200 Plätzen aufdas Audimax der Uni ausweichen. Insgesamt hatte es an der Uni über 400 Interesentengegeben, die sich in die Liste eingeschrieben hatten.Die FH wird unter Leitung von Prof. Dr. Doron Kiesel im nächsten Wintersemester die Organisationübernehmen. Im Sommersemester 2013 hat die Uni den „Hut auf“. Die Organisatorenum Silke Adamitza haben zum Thema „Migration. Integration. Inklusion - Chancen,Herausforderungen, Perspektiven“ ein interessantes Programm zusammengestellt. (SieheVeranstaltungskalender). Los geht es am 18. April mit Aiman Mazyek, Vorsitzender desZentralrats der Muslime in Deutschland, zum Thema „Integration, Inklusion und Partizipation“.Veranstaltungsort ist das Collegium maiu in der Michaelisstraße 39 (sonst meist imRathausfestsaal).Kooperationspartner der Ringvorlesung: Stadt Erfurt, Universitätsgesellschaft Erfurt e.V.,Verein der Freunde und Förderer der Fachhochschule Erfurt, Volkshochschule Erfurt, Friedrich-Ebert-Stiftungsowie DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.Die Ringvorlesung findet dienstags, 18 Uhr, statt, der Eintritt ist frei. Programm aufwww.uni-erfurt.de/ringvorlesungen


VERANSTALTUNGSKALENDER m 2 I 13Veranstaltungen im Sommersemester 2013APRIL10. April, 17 UhrLet’s talk about sexAudimax der FHE, Altonaer Str. 2511. April, 20 UhrQueerCampus-Kino: „Auf der Suche“D/F 2011Café Duckdich, Allerheiligenstr. 20/2118. April, 18 UhrRingvorlesung: „Integration, Inklusion undPartizipation“Collegium Maius, Michaelisstraße 3920. April, 14 UhrWas sind Deine Hürden im Studienalltag?„Arbeiterkinder“ an der HochschulePodiumsdiskussionAltonaer Straße 25, HS 4.1.0423. April, 18 UhrRingvorlesung: „Flucht und Migration –Hintergründe und Aspekte einer ökonomisiertenWanderbewegung“Rathausfestsaal27. April, 09:00-14:00 UhrHochschulinformationstagAltonaer Straße 2530. April, 18 UhrRingvorlesung: „Europäische und deutscheFlüchtlingspolitik im Blickfeld der UN-Flüchtlingskonvention “RathausfestsaalMAI7. Mai, 18 UhrRingvorlesung: „Wie Demokratien Ausnahmeräumeschaffen. Über die Grenzen rechtlichintegrierter Gemeinschaften.“Rathausfestsaal14. Mai, 18 UhrRingvorlesung: „Freiwillige“ Rückkehrals dauerhafte Lösung für Flüchtlinge?Rückkehrprogramme in den Irak und nachAfghanistan“Rathausfestsaal16. Mai, 20 UhrQueerCampus-Kino: „Saving Face“USA 2004Café Duckdich, Allerheiligenstr. 20/2121. Mai, 18 UhrRingvorlesung: „Das Recht auf Asyl“Rathausfestsaal25. Mai, ab 13 Uhr23. HochschulstraßenfestAllerheiligenstraße/ Altes Uni-Viertel28. Mai, 18 UhrRingvorlesung: „Deutsche, britische undniederländische Stimmen des Aufbruchs inEuropa: ‚Neu‘ BürgerInnen jenseits nationalerBegrenzungen“RathausfestsaalJUNI4. Juni, 18 UhrRingvorlesung: „Zur Problematik desIntegrationsparadigmas: eine genealogischethnographischeRekonstruktion“Rathausfestsaal11. Juni, 18 UhrRingvorlesung: „Von der Unmöglichkeitanzukommen. Kunsttherapie mit Asylsuchenden.“Rathausfestsaal12.06.2012Sommerfest der FH ErfurtAltonaer Straße 2513. Juni, 20 UhrQueerCampus-Kino: „Tomboy“ F 2012,Café Duckdich, Allerheiligenstr. 20/2118. Juni, 18 UhrRingvorlesung: „Zur Selbstorganisationund Partizipation von Migrant_innen“Rathausfestsaal25. Juni, 18 UhrRingvorlesung: „Rechtliche Anerkennungdes Anderen oder institutionalisierteAusgrenzung des Fremden? Der double-talkdes Zuwanderungsrechts “RathausfestsaalJULI2. Juli, 18 UhrRingvorlesung: „Interkulturelle Öffnungals neue Politik der Differenz: Perspektivenund Paradoxien eines vielbeachtetenKonzeptes.“Rathausfestsaal9. Juli, 18 UhrRingvorlesung: „Wie zentral ist Migrationfür die Stadtentwicklung? Von urbanerMarginalität zur marginalen Urbanität“Collegium Maius, Michaelisstraße 3916. Juli, 18 UhrRingvorlesung: „Podiumsdiskussion: MigrantischeLebenswelten in Thüringen “Rathausfestsaal19. JuliGartenfestLeipziger Straße 77AUGUST / SEPTEMBER24.08. - 07.09.20139. International Summer SchoolAltonaer Straße 25Weitere Termine auf :www.fh-erfurt.de/fhe/fachhochschule/aktuelles/veranstaltungskalender/


14 I m 2 RÜCKBLICK - WAS WAR LOS?Bewerbungsmappencheck mit Elke Lange(ThAFF, li.) und Student Markus Zech(Foto: Uta Brinkmann)Hürden imStudienalltagC OMcompanyE SmeetsstudentFirmenkontaktmesse Wirtschaft-Logistik-VerkehrErneut: Kontakt-MesseDie Fakultät Wirtschaft-Logistik-Verkehr lud ihre Studierenden sowie alle Interessierten am3. April zur Messe „CoMe‘S - Company Meets Student“ auf den Campus ein. Nach derFirmenkontaktmesse schloss sich ab 16 Uhr eine Workshop-Phase an. Bereits am 26. Märzfand zur Vorbereitung ein Seminar zum Erstellen von Bewerbermappen für solche Messenstatt.Die Liste der beteiligten Unternehmen und Einrichtungen war ansehnlich: Agentur für ArbeitErfurt, Automotive Lighting Brotterode, BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,Bosch Solar Energy AG, Dachser GmbH & Co. KG, DB International GmbH, Fiege LogistikStiftung & Co. KG, GeAT AG, Jobaholic, Jugendrechtshaus Erfurt e.V., Koch, Neff & VolckmarGmbH, Konsumgenossenschaft Weimar e.G., Lehrmann + Partner GmbH, MLP FinanzdienstleistungenAG, MSC Schwarzer Albus GmbH, MyBrands Zalando elogistics, N3 EngineOverhaul Services GmbH & Co. KG, PwC, Prodinger OHG, Robert Bosch FahrzeugelektrikEisenach GmbH, Sparkasse Mittelthüringen, SWE Service GmbH, Thüringer Agentur fürFachkräftegewinnung (ThAFF), sowie Werra-Blitz Transportgesellschaft GmbH.www.fh-erfurt.de/comesDie FHE hatte am 10. April zusammen mitder gemeinnützigen Initiative ArbeiterKind.de zu einer Podiumsdiskussion „Was sindDeine Hürden im Studienalltag? „Arbeiterkinder“an der Hochschule“ mit Katja Urbatsch(Gründerin ArbeiterKind.de), Prof.Dr. Ronald Lutz (Vizepräsident FHE) sowieMentorinnen und Mentoren von Arbeiter-Kind.de eingeladen. Die Veranstaltung richtetesich an interessierte Studierende undLehrende.Die ersten Schritte im Studienalltag könnenkompliziert sein. Es kommen viele Fragenauf: Wo meldet man sich für was an? Wiefinanziert man sein Studium? Wen kannman ansprechen, wenn man einmal Hilfebraucht? Wenn zudem keiner in der Familievorher studiert hat, ist es umso schwieriger,Antworten auf diese Fragen zu finden.Katja Urbatsch: „Wer in seiner Familie deroder die Erste an der Hochschule ist, stehtvor vielen Herausforderungen, zum Beispielden Studienalltag allein zu finanzieren“.Die gemeinnützige Initiative ArbeiterKind.de unterstützt Schüler und Studierende ausFamilien, in denen noch niemand oder kaumjemand studiert hat, auf dem Weg zumHochschulabschluss. In Deutschland lässtsich die Wahrscheinlichkeit, ob ein Kindstudieren wird, am Bildungsstand der Elternablesen. Laut der aktuellen Sozialstudie desDeutschen Studentenwerks nehmen von100 Akademikerkindern 71 ein Studium auf.Dagegen studieren von 100 Nichtakademikerkindernlediglich 24, obwohl doppelt soviele die Hochschulreife erreichen.


VERANSTALTUNGEN m 2 I 15Lebensmittel TrinkwasserFoto: www.clearlens-images.de_pixelio.deDie jüngsten Vorfälle in Jena, der Nachweis von Legionellen im Trinkwasser mehrerer Haushalte (TA am 27.02.2013), waren „wie bestellt“für das Trinkwasser-Kolloquium am 20. März 2013. Es wird seit einigen Jahren vom Bereich Gebäude- und Energietechnik mit demDeutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW), der ThüringenWasser GmbH (ThüWa), dem Gesundheitsamt Erfurt und mit Unterstützungvon Branchenunternehmen durchgeführt. Thematisiert wird dabei immer die Erhaltung der Trinkwasserqualität bis zur letztenZapfstelle im Gebäude.Am 20.03.2013 gab es Hinweise zur hygienebewussten Planung von Sanitäranlagen in Gebäuden sowie auch dazu, was zu tun ist, wenndie Beprobung positiv bzw. für den Betreiber negativ ausgefallen ist. Gesundheitsamt, ThüWa und ein akkreditiertes Labor stellten ihre Arbeitvor. In der Trinkwasserverordnung werden u.a. bestimmte Grenzwerte für Wasserinhaltsstoffe, die eine Schädigung der menschlichenGesundheit besorgen lassen, festgelegt sowie Pflichten für Inhaber und Betreiber von Trinkwasseranlagen vorgegeben. Es ist verpflichtendfestgelegt, dass in Anlagen, in denen Trinkwasser im Rahmen einer öffentlichen oder gewerblichen Tätigkeit bereitgestellt wird, innerhalbbestimmter Untersuchungsintervalle beprobt und von einem akkreditierten Labor untersucht werden müssen. Unter Anderem gibt es fürden Befall mit Legionellen einen sogenannten Maßnahmewert. Wird dieser überschritten, sind besondere Maßnahmen einzuleiten. Dieselegt das zuständige Gesundheitsamt fest.Trinkwasserhygiene rückt immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. In diesem Zusammenhang wurden zahlreiche Regelwerke überarbeitetund die Trinkwasserverordnung mehrfach novelliert. Ein wichtiger Aspekt bei der Vermeidung der Vermehrung von Keimen ist, in allenLeitungsabschnitten für einen ausreichenden Wasseraustausch zu sorgen und ungünstige Temperaturbereiche zu vermeiden.Prof. Dr.-Ing. Cornelia KönigWasser-Erfahrungen ausgetauschtIn Kooperation mit der Landesgruppe Mitteldeutschland des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und des Bundesverbandesder Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sowie der ThüringenWasser GmbH (ThüWa) der Stadtwerke Erfurt lud die Fak. Bauingenieurwesenund Konservierung/Restaurierung am 07.03.2013 das 18. Mal zum Thüringer Wasserkolloquium ein. Dabei wurden aktuelleAufgaben und Problemstellungen der Wasserversorgung in Mitteldeutschland erörtert.Zum Auftakt war bewusst ein kontrovers diskutiertes Thema gewählt – Hydraulic Fracturing oder kurz Fracking. Auch wenn in Thüringendie Aktivitäten ruhen, ist diese unkonventionelle Förderung von Gas aktuell in der bundesweiten und auch europäischen Diskussion. Die Risikenfür die Wasserversorgung sind bekannt, gleichzeitig müssen aber auch die Herausforderungen der sich weltweit verknappenden fossilenEnergien bewältigt werden. Die jüngste Einigung des Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministeriums, die das Fracking prinzipiell- aber nur unter strengen Auflagen - zulässt, bekräftigt die Notwendigkeit zum weiteren Dialog. Diese Diskussion wurde im Teilnehmerkreisdes Kolloquiums durch zwei fundierte Fach- und Positionsvorträge zum Thema angestoßen. Darüber hinaus beleuchtete die Veranstaltungaber auch Fragen der Rehabilitation von Rohrleitungen, der Brunnenregenerierung und des Risikomanagements in Wassereinzugsgebieten.Ca. 150 Teilnehmer und 30 Fachaussteller aus der Industrie - auch weit über die Landesgrenzen hinaus – kamen zum Forum.Mit dem Programm ist es den Veranstaltern wieder gelungen, eine hochinteressante Konferenz zu gestalten. Das Thüringer Wasserkolloquiumhat sich zu einer guten und geschätzten Größe im Dialog zwischen Politik, Behörden, Ver- und Entsorgungsunternehmen und Planern inMitteldeutschland entwickelt. Auch von der 18. Auflage gingen wieder neue Impulse für die Wasserwirtschaft von Erfurt aus.Prof. Dr.-Ing. Volker Spork


16 I m 2 RÜCKBLICK - WAS WAR LOS?Technik findet bei jungenFrauen und MädchenInteresse (Foto: ThüKO)CampusTour und Girls-Day10. Kinder-Uni ErfurtEine Ferienwoche „Hochschulen kompakt“. Dies erfuhren über20 Schülerinnen Thüringens auf der CampusThüringenTour in denOsterferien. Auf dem Plan standen alle Hochschulen Thüringens mitStudienangeboten im MINT-Bereich. Am 26.03.2013 öffneten dieDiplomingenieure Simone Müller, Kai Gottschall und Christian Häuslerdie Labore der Fachrichtung Verkehrs.- und Transportwesen.Praktisch modellierbar und nachvollziehbar wurden logistische Fragestellungenin Bezug auf Materialflüsse, KfZ – Technik auf demPrüfstand und Vorgänge in der Verkehrstelematik dargestellt. KatharinaLeib stellte die Arbeitsfelder einer Hochschulabsolventin derForstwirtschaft dar.Warum Bauingenieurwesen gerade richtig ist für die StudentinnenA. Heurich und I. Goetz, erklärten die jungen Frauen den Studieninteressiertenselbst.Besonders bewegt ging es bei der Vorstellung des Multimedia-ExponatesCargo NET durch Prof. Dr. Dr. Kortschak zu.Babette Lautenschläger und Dipl.-Ing. Jana Klingner vom Gleichstellungsbeirathielten in der Vorbereitung und Durchführung dieserVeranstaltung die Fäden in der Hand. Durch die BegrüßungsworteProf. Dr.-Ing. VolkerZerbes war der Start in den Tag an der FHE besondersmotivierend.Am 25. April kommen erneut Schülerinnen an die Hochschule. Eshandelt sich dabei um die Teilnehmerinnen des Girls-Day 2013. Dasist ein Tag extra für Mädchen, an dem sie die Studienmöglichkeitenkennen lernen und sich und ihre Fähigkeiten ausprobieren können.Auch hier ist der Gleichstellungsbeirat aktiv.Jana KlingnerMit 49 Vorlesungen, Workshops und Exkursionen und insgesamtmehr als 2200 begeisterten jungen Besuchern ging im Dezember die10. Kinder-Uni Erfurt, ein gemeinsames Projekt von HELIOS KlinikumErfurt, Fachhochschule und Universität Erfurt, zu Ende.Den größten Zulauf hatten mit 1324 begeisterten Kindern die 16Veranstaltungen das HELIOS Klinikum Erfurt. 23 Veranstaltungenfür ca. 650 Kinder bot die Universität Erfurt. An der FH gab es zehnVeranstaltungen mit rund 390. „Mathe im Wald“ wurde mehrfachwiederholt. Katharina Leib, Biologin an der Fak. LGF: „Im Wald findenwir viele Möglichkeiten, Mathematik ganz praktisch und anwendungsbewusstumzusetzen. Spielerisch verpackt und mit Bewegungan frischer Luft können wir vermitteln, dass Wissenschaft auch inunserem täglichen Leben eine Rolle spielt. Wenn wir beispielsweiseeinen Baum vermessen und aus dem Holzvolumen berechnen, wieviele Kinderschreibtische daraus entstehen können. Es freut mich,dass die Kinder Gefallen an der Wissenschaft gefunden haben“.Nach Ende der Kinder-Uni gab es einen Wettbewerb, bei dem diedie Teilnehmer ihre Eindrücke aus den jeweiligen Vorlesungen beschrieben.Es gab Bücherkisten im Wert von 300, 200 bzw. 100 Euroals Preise.Die Organisatorinnen, danken allen beteiligten Wissenschaftlerinnen,Wissenschaftlern und Helfern. Und schon bald beginnenwieder die Planungen für die 11. Kinder-Uni Erfurt, die Anfang Oktober2013 starten wird. Informationen sind zum Ende der Sommerferienim Internet zu finden und gehen per Brief bzw. Mail an Schulenund weitere Interessierte.www.kinderuni-erfurt.deCarmen Voigt (gekürzt)


VERANSTALTUNGEN m 2 I 17Türme für Erfurt 3.0Die Fachrichtung Bauingenieurwesen suchte gemeinsam mit der Ingenieurkammer Thüringenund dem Verband Beratender Ingenieure – Landesverband Thüringen 2013 zum drittenMal die besten Turmbauer unter den Thüringer Schülern der Klassen 10 bis 12. Die Preisgelderstifteten die Ingenieurkammer Thüringen (500 €) und der Verband Beratender Ingenieure– Landesverband Thüringen (250 €).Es ging darum, mit selbst gebauten, möglichst stabilen und kreativ gestalteten Türmen ausPappe und Papier (!) teilzunehmen. Der Turm sollte im Verhältnis zum Eigengewicht diegrößtmögliche Last tragen können. Dazu stellten die Erfurter Bauingenieure um ProfessorSchmidt und die Ingenieurkammer Thüringen eine „Turm-Box“ zur Verfügung, die sämtlicheLehr- und Baumaterialien für den Turmbau enthielt. Am 25. Januar gab es für Schüler undbetreuende Lehrer eine Einführungsvorlesung zum Turmbau durch Prof. Dr.-Ing. Holger Schmidt,Laborvorführungen von Simone Franke und Wolfgang Hezel sowie zahlreiche Eindrückedurch die MA-Studenten Erik Volkholz und Matthias Schmitt zum Bauingenieurstudium.Am 15. März stellten sich fünf Gruppen der Jury, wobei die gebauten Türme einer (zerstörenden)Belastungsprobe unterzogen wurden. Bewertungskriterien waren der ermittelteQuotient aus der gemessenen Drucklast und dem Eigengewicht des Turms (70%), die Dokumentation(10%), die Bewertung der kreativen Idee (10%) und die Qualität der Ausführung(10%).Es gewann das Team der Walter-Gropius-Schule Erfurt, dessen Turm bei 2012 Gramm Eigengewichtdie beindruckende Last von mehr als einer Vierteltonne (254,1 kg) Kilogramm trug.Auf den Plätzen folgten die Teams des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Erfurt und des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Lengenfeld unterm Stein. Zwei Preise für besondere Kreativität gingenan das Lerchenberggymnasium Altenburg und das zweite Team des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Lengenfeld unterm Stein.Auch 2014 wollen die Organisatoren wieder einen Wettbewerb ausschreiben, dann soll esum Brücken gehen.WeihnachtsvorlesungSie hat Tradition: die Weihnachtsvorlesungzur Experimentalphysik von Prof. Dr. ChristianZylka. Doch 2012 war der beliebte Dozentleider erkrankt.So sprang Dr. Thomas Schwarick (Foto:Mirjam Tetzel) mit seinem Mitarbeiter JensAdam in die Bresche. „Weihnachtliches ausdem Zentrallabor Chemie“ war eine Alternativezur Experimentalphysik und bot interessantechemische Versuche und schöneoptische Effekte.ForschertageDas Siegerteam der Erfurter Walter-Gropius-Schule mit seinem Turm, der eine 126-facheLast trug (Foto: Jana Klingner)Am 18./19. Februar 2013 fanden im Rahmendes Stipendiatenprogramms der StiftungBildung für Thüringen zwei Forschertagean der FHE statt. Insgesamt nahmen12 hochmotivierte, naturwissenschaftlichund technisch interessierte Jugendlichean verschiedenen Angeboten aus denBereichen Bauingenieurwesen, GebäudeundEnergietechnik sowie Verkehrs- undTransportwesen teil. Sie erhielten einenkurzen Überblick über die Studienmöglichkeitenan der FH und gewannen inverschiedenen Workshops zu Themen wie„Spektroskopie und Analytik – TechnischeNutzung elektromagnetischer Strahlung“(Bauingenieurwesen, Dipl.-Ing. Klingner)oder „Leistungs - und Wirkungsgrad-bestimmungan Kollektoren solarthermischerAnlagen“ (Gebäude- und Energietechnik,Dipl.-Ing. Stang) Einblicke in die praxisnahenForschungsmöglichkeiten. Sowohlvon Seiten der Fachhochschule als auchvon der Stiftung Bildung für Thüringenbesteht der Wunsch, die erfolgreiche Zusammenarbeitdurch wiederkehrende Angeboteweiter auszubauen.


18 I m 2 RÜCKBLICK - WAS WAR LOS?Professor Herwig am Messestandauf der CeBiT (Foto: privat)Theorie traf PraxisMobile ComputingUnter Leitung von Prof. Dr. Volker Herwig (AI) war die FH Erfurt mit zwei Exponaten auf derCeBIT vom 5.-9. März 2013 in Hannover präsent. Am Gemeinschaftsstand „Forschung fürdie Zukunft“ stellten die Erfurter Informatiker mit zwei mobilen Webangeboten Projektevor, die die permanente mobile Internetnutzung mit der inzwischen üblich gewordenenNutzung einfacher Fingernavigation via Smartphone (Android und Apple Endgeräte) oderTablet-PC praktisch umgesetzt haben. Die Projekte „meinKiTa.de“ sowie „mobiler Friedhofsgärtner“zeigen das Spektrum und Einsatzpotenzial für ganz unterschiedliche Bereiche.Als erfolgreiches Ergebnis in Form einer Hochschulausgründung wird auch pepperbill alsKassensystem für die Gastronomie gezeigt (Foto oben).meinKiTa.de ermöglicht seit 2011 die Bewertung von Kinderbetreuungseinrichtungen. Dieentwickelte mobile Lösung bringt diese Möglichkeiten auf das Apple iPhone als mobilesEndgerät. Die 2011 pilotierte mobile Lösung mobiler Friedhofsgärtner unterstützt FriedhofsgärtnerInnenbei der täglichen Arbeit. Die Funktionen reichen vom Import von Arbeitslisten,der Navigation zur nächsten Arbeitsstelle, der Erstellung von Fotos für die Angehörigen bishin zur Dokumentation der Arbeitszeit. Die Anwendung deckt wesentliche Prozesse dieserBranche ab und konnte ihren Nutzen bereits praktisch beweisen.Dünn besiedelte RäumeInteresse in Frankreich - Vier französische Studentinnen des Masterstudienganges „Urbanismusund Verkehrswegebau“ der Pariser Sorbonne-Universität waren am 25. und 26.Februar 2013 Gäste am Institut Verkehr und Raum (IVR) der FH Erfurt. Die Studentinnenbesuchten Thüringen im Rahmen ihrer Studienarbeit zur „nachhaltigen Entwicklung vonGebieten mit geringer Bevölkerungsdichte“ und machten sich eine Woche lang vor Ort miteinem gemieteten Auto ein Bild über die hiesige Situation.Mitarbeiter des IVR unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Gather begleiteten die Gäste am25. Februar in den Kyffhäuserkreis und trafen dort mit Vertretern des Landratsamtes undder Stadt Sondershausen zusammen.Die Kernfrage des Projektes lautet: „Wie können dünn besiedelte Regionen nachhaltigbewohnt werden?“ Die Studentinnen untersuchen verschiedene Beispielregionen in ganzEuropa und möchten gute Lösungen und Herangehensweisen in den Bereichen Land- undForstwirtschaft, Alterung der Bevölkerung, Daseinsvorsorge und Landesplanung auf diezentral-französische Projektregion Limousin übertragen. In Thüringen haben sie sich insbesondereüber das EU-Projekt EURUFU (European Rural Futures) informiert, an dem das IVRals eines von elf europäischen Partnern beteiligt ist.Attila LüttmerdingIm Wintersemester 2012/13 gelang es demInstitut proTUL, die Regenersis (Sömmerda)GmbH als neuen Praxispartner für angewandteIndustrieprojekte des MasterstudiengangesMaterialfluss und Logistik zugewinnen. In Kooperation mit den Regeneris-Mitarbeiternund unter der Leitungvon Christian Fiedler (Logistics ManagerRegenersis) sowie Boris Harenberg (proTUL)entwarfen sechs Studenten Konzepte für Optimierungsmöglichkeiteneines definiertenArbeitssystems in Bezug auf Produktivität,Arbeitsgestaltung und Arbeitsbelastung.Durch die intensive Nutzung von MTMwurde nicht nur die Ist-Situation detailliertaufgenommen und beschrieben, sonderndarauf basierend auch ein optimiertes Arbeitssystementwickelt, das nachhaltigdie Produktivität erhöht, den Handling-Aufwand reduziert und die Arbeitsplatzergonomieverbessert. Dabei sammelten dieStudierenden neue praktische Erfahrungenund konnten die gelernte Theorie in diePraxis umsetzen. Regenersis selbst eröffnetsich durch die Umsetzung dieses Projektesdie Möglichkeit, von neuen wissenschaftlichenAnsätzen zu profitieren, die interdisziplinäreAusbildung zu fördern sowie neuepotenzielle Fachkräfte zu gewinnen.Regenersis ist ein strategischer Partner fürTechnikunternehmen mit dem SchwerpunktAfter-Sales-Services am Standort Sömmerda.Neben diesem neuen Praxispartnerwerden verschiedene Industrieprojekte mitetablierten Partnern in Ichtershausen undMühlhausen fortgeführt.Die Studierenden sowie proTUL-Leiter Prof.Prof. h.c. mult. Dr.-Ing. Michael H. Wagnerbedanken sich bei der Regenersis (Sömmerda)GmbH für die gute Zusammenarbeit.Boris Harenberg


EXKURSIONEN UND KOOPERATIONEN m 2 I 19Theorie-Praxis-TransferBotschafter gewonnenSeit Jahren pflegen Praktikumsausschuss und -büro neben der organisatorischenKooperation und Netzwerkarbeit für die studienbegleitetenPraktika einen vertieften inhaltlichen Austausch mit denunterschiedlichen Berufsfeldern der Sozialen Arbeit. Hintergrundist die spezifische staatliche Anerkennung als SozialarbeiterIn/SozialpädagogIn bzw. als KindheitspädagogIn, die mit den BA-Abschlüssen von der FH vergeben wird. Zur Intensivierung des Theorie-Praxis-Transfersstartete am 16.01.13 mit der 1. Fachtagungüber „Netzwerke für Menschen mit psychischer Erkrankung in Erfurt“die Reihe „Praxis trifft Hochschule“. In einer Podiumsdiskussionstellten VertreterInnen von sechs Einrichtungen ihre Angebote,Aufgaben und Anforderungen an PraktikantInnen vor. Studierendekonnten Tätigkeitsfelder und Netzwerke kennen lernen, anerkanntePraktikumsstellen kontaktieren und Ideen für Praxisprojekte und-forschung, Haus- und Thesisarbeiten entwickeln. Die überaus positivenRückmeldungen von Studierenden und ProfessorInnen bestärkenuns, diese Reihe fortzuführen. Eine 2. Fachtagung widmet sichEnde Juni der „Bedeutung von Supervision in der Sozialen Arbeit“.Das Symposium mit SozialarbeiterInnen/ SozialpädagogInnen, diebei uns studierten und unterschiedliche berufliche Erfahrungen mitSupervision haben, reflektiert 20 Jahre Supervision in Hochschuleund Praxis in Thüringen.Am 10. April richtete sich unser 18. AnleiterInnentag mit dem Thema„Männer auf dem Weg in soziale Berufsfelder?!“ an PraktikerInnen,Studierende und ProfessorInnen. Seit einigen Jahren verbinden wirbei diesen Veranstaltungen durch die Wahl eines Vortragsthemas,das in beiden Studiengängen und Berufsfeldern von Interesse ist,thematisch die Fachrichtung „Soziale Arbeit“ sowie „Bildung undErziehung von Kindern“ und bieten im Anschluss spezifische Arbeitsgruppenan. Hauptredner war ein auf diesem Gebiet ausgewiesenerGastreferent. Auch 2013 gibt es in Kooperation mit dem Zentrumfür Weiterbildung eine AnleiterInnen-Qualifikation, die sichan den bundesweit geltenden Vorschlägen zur Zertifizierung vonPraxisstellen in der Sozialen Arbeit orientiert. Die Organisation allerAngebote erfolgt durch Susanne Paton, Leiterin des Praktikumsbürosder Fakultät, der ich im Namen des Praktikumsausschusses fürihre Fachkompetenz und ihr Engagement herzlich danke.Prof. Dr. Marlene BockIn Zusammenarbeit mit der Landesentwicklungsgesellschaft ThüringenGmbH und der IHK Erfurt fand Ende Februar an der FH eine besondereForm der Weiterbildung von Erfurter Touristenführern undGästebegleitern statt. Prof. Dr. Christian Juckenack hatte zu einemersten Bildungs- und Wissensforum dieser Art an die FH eingeladenund als Unterstützung Birgit Schröder (LEG) sowie Detlef Reuter(IHK) gewinnen können. Ziel war es, die Touristenführer und Gästebegleitermit möglichst viel aktuellem Wissen über die historischenund neu entstandenen Potentiale Thüringens als Hochschul-, Wirtschafts-und Innovationsstandort auszustatten.Denn Thüringen wird gerne auf seinen Kultur- und Naturreichtumreduziert, Entdeckerfreude und Wissensdurst der Gäste gehen aberoftmals weit über diese klassischen Informationen hinaus, sei es dieFrage nach Studienmöglichkeiten in Thüringen und in Erfurt währenddes Ganges über die Krämerbrücke oder nach Firmen, die sichhier neu angesiedelt haben. Vieles, was Thüringen früher und heuteausmacht, ist noch immer unzureichend bekannt.Die etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Erfurt Tourismusund Marketing GmbH waren daher nicht ohne Grund von dieserkompakten Wissensvermittlung begeistert. Neben ihrem „klassischen“Repertoire können sie zukünftig auch Informationen zurVielzahl der in Thüringen neu angesiedelten Weltunternehmen, zumbesonderen Profil des Campus Thüringen wie auch zu den Meilensteinendes Strukturwandels in den letzten Jahren weitergeben.Mit diesem Angebot macht die Fachhochschule Erfurt deutlich, dassmoderne Hochschulen heute vielseitige Dienstleister der Bildungsvermittlungsind und weit mehr als „nur“ das klassische Studiumermöglichen können und wollen. Für kommende Weiterbildungsveranstaltungenkommen neben dem Bereich Touristik und Hotelgewerbeauch Unternehmen in Betracht, die ebenfalls regelmäßignationale und internationale Kunden als Gäste in Thüringen willkommenheißen.Thüringen steht eben für mehr als nur für Wurst, Wald, Wartburgund Weimar, es sind mindestens zwei weitere „W“: für Wirtschaftund Wissenschaft.Prof. Dr. Christian Juckenack


20 I m 2 RÜCKBLICK - WAS WAR LOS?Forstakademiker im PlusNach Jahren deutlicher Zurückhaltung der öffentlichen Arbeitgebertreffen die AbsolventInnen der fünf FH und Hochschulen für AngewandteWissenschaften (HAW) mit forstwirtschaftlichen Studiengängenauf eine sehr gute Nachfrage am Arbeitsmarkt. Die etablierten,akkreditierten und teils reakkreditierten Studiengänge sindam forstlichen Arbeitsmarkt sehr gut angekommen und geschätzt.Die fünf HAW im Forstbereich werden auch ihrer Verantwortunggerecht und boten angesichts gestiegener Studierendenzahlen unddoppelter Abiturjahrgänge 2011 und 2012 etwa 100 zusätzlicheStudienanfängerplätze an.Beim „Forstlichen Dekanetag 2012“ Mitte Dezember stand die allgemeineArbeitsmarktlage nicht wie bisher Mittelpunkt. Die praxisnahund fundiert ausgebildeten AbsolventInnen behaupten sichausgezeichnet am öffentlichen sowie immer wichtigeren privatenArbeitsmarkt. Dies gilt besonders für die Konkurrenzkraft der Bachelor,auch gegenüber den MitbewerberInnen von Universitäten.Die Dekanetags-Mitglieder freuen sich, dass auch andere Akteurewie der Bund Deutscher Forstleute die Zeichen der Zeit erkennenund die Hochschulen unterstützen. „Wer morgen gute neue Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter braucht, muss sich heute schon in derAusbildung mit engagieren“, betonte Prof. Frank Bohlander, damalsDekan an der FHE. Im Wettstreit um die Besten seien die Arbeitgebergefragt, nicht die Hochschulen.Im Fokus des Fachaustausches standen die Forschung, der AusundAufbau von Masterprogrammen sowie die Konsolidierung undfinanzpolitische Absicherung des Erreichten. So sieht man die Anstrengungeneiniger Landesregierungen zur Stützung und Stärkungder anwendungsorientierten Forschung an FH und HAW zwar positiv, ist sich aber andererseits der Problematik des zunehmenden Anteilsbefristeter und projektorientierter Anteile in der Hochschulfinanzierung sehr bewusst. Weitere Themen des Treffens waren die Qualitätssicherungder Ausbildung, die Organisation des Zusammenwirkens von Forschung und Lehre im Interesse der späteren Berufsfähigkeit derStudierenden und der Aktualität der Lehrenden sowie Überlegungen zur weiteren Internationalisierung der Hochschulen und Studiengänge.Obwohl die KollegInnen der früheren FH Schwarzburg erst seit 2007 in die FHE integriert wurden und bis heute noch nicht auf die gesamte,dringend notwendige räumliche und personelle Ausstattung zurückgreifen können, sind sie in der FH längst eine wichtige und tragfähigeSäule geworden.Prof. Dr. Frank BohlanderNeuer Glanz für alte Büste1778 war Johann Heinrich Voß Rektor der später nach ihm benannten Johann-Heinrich-Voß-Schule in Otterndorf geworden. 100 Jahre später wurde seine Büste an der Schule aufgestellt.Doch die Bronzeskulptur, einer Galvanoplastik mit geringer Wanddicke, hatte im Laufder Jahre gelitten. Zu gut, sprich falsch, war geputzt worden. Rektor Peter Hoppe hatteerfahren, dass Professor Bernhard Mai (Kunstgut aus Metall) mit seinen Studierenden derKonservierung und Restaurierung derartige Restaurierungen aus praktischen Übungsgründenvornimmt.Und die Erfurter nahmen vor und unterstützten die Schule an der Elbemündung bei Cuxhaven!Die Studierenden konnten sich im Wintersemester am Objekt verwirklichen, das seitFebruar 2013 wieder, geschützt von einer Vitrine, an der Schule steht. Und bald geht dieBüste wieder auf Reisen, zu einer Ausstellung in Potsdam über die Entwicklung der Galvano-Plastik.(nach: Niederelbe-Zeitung)


STUDIUM m 2 I 21Das studentische Team vonProf. Raimo Michaelsen brachtedie Anzeigen eines Fahrdienstleiterarbeitsplatzesauf einen einzigenMonitor (Foto: Fachrichtung Verkehrs-und Transportwesen)Buchproduktion von A-ZMonomonitorIm Wintersemester 2011/12 haben die Master- Studenten der Angewandten Informatik ThomasFilbry, Frank Geyer, Matthias Laufer, Sebastian Renker, Stefan Skouti unter Leitung vonProf. Dr. Rossak ein Lehrbuch über Datenintegration mit Hilfe der Software Talend OpenStudio verfasst. Das Autorenteam greift darin typische Herausforderungen auf, vor denenviele Unternehmen und Institutionen heute stehen - die über Jahre enorm gewachsenen undimmer weiter verteilten Datenbestände zu konsolidieren. Als Software kam Talend OpenStudio zum Einsatz, eine Lösung der Firma Talend – einem weltweit führenden Anbieter vonOpen-Source-Software. Sie bietet einen großen Funktionsumfang, ist intuitiv zu bedienenund kann selbst weiter entwickelt werden. Die Idee zum Buch mit theoretischen Grundlagenund einem praktischen Beispiel zur Aufgabenlösung und möglichen Schwierigkeitenentstand ursprünglich in Vorlesungen und Seminaren zu integrierten, analyseorientiertenDatenbanken. Die Studierenden gingen mit Feuereifer an die Konzeption des Buches, dochschon bald zeigte sich, dass „ein Buch schreiben“ doch mehr ist als ein typisches Projekt imStudium. Allein die Auswahl eines geeigneten Beispiels verursachte sehr intensive Diskussionen- alles musste komplex, realitätsnah, gleichzeitig verständlich und überschaubar wiemöglich sein. Schnell wurde deutlich, dass manchmal doch nicht alles bedacht wurde undsich auch bekannte Schwierigkeiten als äußerst komplex erweisen können, wenn Realitätauf Theorie trifft. Folglich führten viele Wege doch nur zurück an den Anfang und musstenmehrfach beschritten werden. Eine große Herausforderung war es, die eigenen Erkenntnisse,Überlegungen und Vorgehensweisen methodisch und didaktisch so aufzubereiten,dass künftige Studierende in das Thema einsteigen können, eine praktische Anleitung bekommenund zur selbstständigen Aufgabenlösung angeregt werden. Hier stellten die Studierendenfest, dass es schwieriger sein kann als gedacht, eine Welt, die dem eigenen Kopfentspringt, für Dritte verständlich zu beschreiben, vor allem, wenn neben theoretischenGrundlagen und Vorgehensweisen auch noch die Software zur Umsetzung erklärt werdenmuss. Unzählige stundenlange Meetings, diverse Diskussionen, Stapel an Pizzakartons undliterweise Kaffee später war es trotzdem vollbracht, die erste Version des Buches konnteim Juli 2012 präsentiert werden. Es folgten noch einige Wochen Überarbeitungen und Verbesserungen,dann war es endlich soweit – im Januar 2013 kam das Buch in den Verkauf.Es hat das Autorenteam viel Arbeit, Schweiß und Nerven gekostet, aber auch viel Freudebereitet, dieses Buch zu schreiben. Alle waren sehr stolz, „ihr Buch“ bei diversen Buchhändlernzu sehen. Wie inzwischen die Firma Talend mitteilte, freut sie sich über das ersteFachbuch zum Thema Datenintegration auf Basis von Talend Open Studio. Die Publikationist offensichtlich weltweit das erste Fachbuch, das Studierenden, Unternehmen und Interessiertendie Thematik Datenintegration sowohl theoretisch nahebringt als auch an einemdurchgehenden praktischen Beispiel die konkrete Umsetzung demonstriert.Prof. Dr. Ines RossakWie muss ein Fahrdienstleiterarbeitsplatzgestaltet sein, wenn man nur einen einzigenMonitor zur Anzeige verwenden will? Mitdieser Frage haben sich vom 12.10.2012bis zum 08.02.2013 sechs Studierendedes Eisenbahnwesens in einem Gemeinschaftsprojektmit dem Institut für Verkehrssystemtechnikdes Deutschen Zentrums fürLuft und Raumfahrt (DLR) befasst.Der Arbeitsplatz eines Fahrdienstleiters amelektronischen Stellwerk (ESTW) ist heutemeist mit acht Monitoren ausgestattet, dievon verschiedenen Systemen gespeist werden.Neben den Monitoren für die eigentlicheSteuerung des Bahnbetriebs gibt esweitere Monitore für Leitsysteme, Telekommunikation,Störungsanzeigen sowie weiteretechnische Komponenten. Die Reduzierungder Monitore bezieht sich somit nichtnur auf das eigentliche Bediensystem, sondernauch auf den Transfer und die Integrationder anderen Systeme in eine gesamtheitlicheDarstellung. Die Aufgabe bestandgrundsätzlich darin, ein neues Systemdesignzu kreieren. Zudem sollte der Designprozesszu Gunsten der zukünftigen Nutzer gestaltetsein, die am besten auch direkt in den Entwicklungsprozessmit einbezogen werden.Viel Wert wurde ferner auf intuitive Benutzbarkeitund Benutzerfreundlichkeit gelegt.Nach wochenlanger intensiver Arbeit zeigtdas Ergebnis des Projektes, dass eine Reduzierungauf einen Monitor durch Einsparungdoppelter Inhalte, Umgestaltung vonAnzeigen und Bündelung von Informationenmachbar ist.Prof. Dr. Raimo Michaelsen


22 I m 2 RÜCKBLICK - WAS WAR LOS?Mit Urkunden:Die Preisträger/-innender FH Erfurt.(Foto: Roland Hahn)STIFT-Preis 2012Aus dem LandtagAm 22. November wurden 14 Bachelor- undMaster-Absolventen mit dem STIFT-Preis2012 ausgezeichnet worden. Die Stiftungfür Technologie, Innovation und ForschungThüringen (STIFT) würdigte damit Studierendeund WissenschaftlerInnen aus denNatur- und Ingenieurwissenschaften fürdie Anwendungsorientierung ihrer Arbeitensowie für deren Verbindung zu ThüringerTechnologiepotenzialen.Gewürdigt wurden Philip G. Depner undMarkus Beer (Architektur), Martin Papenfuß(Angewandte Informatik), Natalia Stieben,André Stephan und Wolfram Bauer (Bauingenieurwesen),Thorsten Schreck undDenise Walther (Gebäude- und Energietechnik),Tino Braun, Janine Bühring und SebastianDietrich (Forstwirtschaft), StephanHelmholz (Stadt- und Raumplanung) sowieManuel Obstfelder und Yvonne Dreßler(Verkehrs- und Transportwesen).Die Preise überreichten Kerstin Heimannvon STIFT, FH-Präsidentin Prof. Dr. sc. agr.Kerstin Wydra und FH-Vizepräsident Prof.Dr. Andreas Naumann.Die Mitglieder des Ausschusses für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz imThüringer Landtag waren am 4. Februar an der Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbauund Forst zu Gast und informierten sich über das für Thüringen einzigartige Studienangebotmit den BA- und MA-Studiengängen Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forstwirtschaftund Ökosystemmanagement sowie dem interdisziplinären Master Renewable EnergyDesign. Erfreut zeigten sie sich über die gegenwärtig guten Arbeitsplatzchancen der Absolventinnenund Absolventen. Vor allem die Studierenden des Gartenbaus werden derzeitstark nachgefragt. Am Markt herrscht ein großer Mangel an qualifizierten Absolventinnenund Absolventen für die Leitung von Gärtnereien und Pflanzenproduktionsbetrieben sowiein der Forschung, erläuterte der Studiendekan Gartenbau, Prof. Dr. Winfried Mann. Sehr zufriedenwaren die Abgeordneten über den großen Zuspruch für Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement,aus dem ehemaligen verwaltungsinternen Studium der FH Schwarzburghervorgegangen und seit der Einführung mit einem NC. Wegweisend sehen die Abgeordnetendie Einführung eines Masters Forstliches Betriebsmanagement. Die deutsche holzverarbeitendeIndustrie fragt zunehmend nach forst- und betriebswirtschaftlich qualifiziertemPersonal, auch nach Geschäftsführern für private und kommunale forstliche Zusammenschlüsse,so Prof. Dr. Erik Findeisen von der Fachrichtung Forstwirtschaft.Breiten Raum nahm die Diskussion über die Einführung eines landwirtschaftlichen Studiengangesein, der an der FHE angesiedelt werden soll. Damit wäre die FHE einer von bundesweitvier Standorten mit einer Gesamtpalette „grüner Studiengänge“. Die Vertreterinnenund Vertreter von CDU, SPD und Die Linke begrüßten dieses Vorhaben nachdrücklich. Dievorhandenen Professuren der Fakultät können zahlreiche Grundlagenvorlesungen erbringenund die Kosten lassen sich durch Synergienutzung reduzieren. Außerdem finden sichim breiten Gesamtangebot der FHE zahlreiche interdisziplinäre Lehrveranstaltungen für dieWahlbereiche. Grundsätzlich problematisch wurde von Abgeordneten und Fakultät die Lehrefür Tierproduktion, Haltung und Zucht gesehen. Hier sind in Thüringen keine Kapazitätenan den Hochschulen vorhanden. Aus diesem Grund sieht die Hochschule bei der insgesamtangespannten Haushaltssituation keine Möglichkeiten, die zusätzlich notwendigen Stellenaus ihrem Budget dauerhaft zu finanzieren. Es erging an die Abgeordneten nachdrücklichdie Bitte, die Finanzierung abzusichern.Prof. Dr. Frank Bohlander


PREISE, WETTBEWERBE UND CO. m 2 I 23Deutschland-StipendienGründerpreis ThüringenErstmals Deutschlandstipendien verliehen (Foto: Roland Hahn)Prof. Naumann überreichte am 22. NovemberUrkunden über die Förderung durch einDeutschlandstipendium an die StudierendenTina Frühauf (Gebäude- und Energietechnik),Daniel Matt (Wirtschaftswissenschaften),Olga Liashenko (Konservierungund Restaurierung), Eric Toussaint, AnnePietzsch, Felix Scharbert und Christina Hutschenreuther(Stadt- und Raumplanung),Florian Bienhaus (Verkehrs- und Transportwesen)sowie Maria May und Axel Frost(Bauingenieurwesen).Förderer sind die jobs in time ThüringenGmbH, die Gesellschaft der Freunde undFörderer der FH Erfurt e.V., die Ernst-Abbe-Stiftung, die LEG - LandesentwicklungsgesellschaftThüringen mbH (3 Stipendien), dieStiftung Lebendige Stadt (2 Stipendien), dieBAUWI Bau und Beton GmbH sowie die BauerBauunternehmen GmbH. Die Stipendienumfassen monatlich je 300 €, die jeweils zurHälfte von den Förderern und vom Bund finanziertwerden.Das Tech-Startup pepperbill, das ein mobiles iOS-basiertes Kassensystem für die Gastronomie entwickelt hat, wurde in Erfurt mit dem 1.Platz des „Gründerpreises Thüringen“ ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld von 10.000 Euro.Professor Dr. Volker Herwig, Mentor und Teil des Gründerteams aus Absolventen der Angewandten Informatik, zur Ehrung mit dem Gründerpreises:„Eine tolle Anerkennung der harten Arbeit des Gründerteams, die zur weiteren Arbeit ansport.“Das Team war mit Hilfe eines EXIST-Stipendiums gestartet und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie denEuropäischen Sozialfonds gefördert worden. pepperbill ist ein vollständiges mobiles Kassensystem für iPhone, iPod touch und iPad. Übereine verschlüsselte WLAN-Verbindung speichert pepperbill alle Daten sicher in der Cloud und stellt eine drahtlose Verbindung zum Bondruckerher. Gastronomen haben mitpepperbill ein voll funktionsfähigesKassensystem, das bis zu 90% der Anschaffungskosteneinspart. Die Appvon pepperbill erfüllt bereits heutedie verschärften finanzrechtlichen Anforderungen,die ab 2017 verpflichtendfür alle gastronomischen Kassensystemegelten. Sie wird bereitserfolgreich in Restaurants undBars in ganz Deutschland eingesetzt.Das Unternehmen wurde im Juni 2012von Geschäftsführer Marcel Mansfeldsowie Andreas Stein und Prof. Dr. VolkerHerwig in Erfurt gegründet.Die bm-t beteiligungsmanagagementthüringen gmbh finanziert das jungeUnternehmen seit Herbst 2012 mit einersechsstelligen Summe.www.pepperbill.comProfessor Volker Herwig


24 I m 2 RÜCKBLICK - WAS WAR LOS?Made in ThuringiaEröffnung der Projektschau in der Galerie, Schlüter Straße 1(Foto: Johannes Binder)Am 29.01.2013 fand erstmals die Projektschau aller fünf Jahrgänge der Fachrichtung Stadt- und Raumplanung statt. Das Spektrum der ca.50 ausgestellten Projektarbeiten illustrierte die vielfältigen Aufgabengebiete von komplexen städtebaulichen und freiraumplanerischenAufgabenstellungen, wie dem Nachnutzungskonzept für den Berliner Flughafen Tegel oder dem Konzept für die Entwicklung der ErfurterSeenlandschaft, bis hin zu kommunikations- und ökonomieorientierten Fragestellungen. Umfassend behandelt wurden auch klassischeDauerthemen der nachhaltigen Stadtentwicklung, wie die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme durch die Wiedernutzung von brachgefallenen Flächen oder die Ermittlung von Potenzialen für die Innenentwicklung der Städte.„Die Spannweite der bearbeiteten Projekte ist beeindruckend und füllt das Profil und die Schwerpunkte der Fachrichtung Stadt- und Raumplanung‚Nachhaltige Entwicklung durch integrierte Sichtweisen unter besonderer Berücksichtigung des Stadtumbaus’ mit Leben“, sagteProf. Dr. Reinhold Zemke.Für gute Stimmung sorgte auch das durch Ministerialrat Wilm Dühring vertretene Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umweltund Naturschutz (TMLFUN). Zur Veranschaulichung der Ergebnisse eines Seminars über regionale Nahrungsmittelketten hatte dasTMLFUN kulinarische Kostproben gesponsert und damit die Versorgung der rund 200 Studierenden sichergestellt – ausschließlich mit Speisund Trank „made in thuringia“.Prof.-Dr. Doris Gstach / Prof. Dr. Reinhold ZemkeRot-WeißV.li.: Andre Ockenfels (RWE), David Sell (StuRa), Konstantin Egert (StuRa), Jens-ChristianPorsch (RWE), Roland Hahn (FHE) (Foto: RWE)Der Erfurter Traditionsverein FC Rot-WeißErfurt e.V. hatte am 1. Dezember die Studierendender FH zum Dritt-Liga-Spiel gegenSV Wehen Wiesbaden eingeladen. AndréOckenfels (Leiter Marketing SponsoringVertrieb) und Jens-Christian Porsch (OrgaundSpieltagsleiter) übergaben Freikartenan Konstantin Egert und David Sell vom Studierendenratder FH. Der FC Rot-Weiß Erfurtwill die Einladung insbesondere an dieneuen Studierenden zur Tradition werdenlassen und die Erstsemester zukünftig beideren Auftaktveranstaltungen mit einemTicket in der Ersti-Tüte begrüßen.


STUDIUM m 2 I 25abgeerntetProfessorin Maier an einem Teil des KöthenerEpitaphs (Foto: Roland Hahn)Sisyphos-ArbeitSeit rund zehn Jahren wird in der FR. Konservierung und Restaurierungin der Werkstatt von Prof. Dr. Sabine Maier ein Epitaph ausdem Jahr 1681 aus der St. Jakobskirche in Köthen/Anhalt restauriert.Es klingt fast kurios und erinnert an Hallervordens „Kuh Elsa“:Als das Epitaph aus gut 4 Metern von der Kirchenwand fiel, nurdas zentrale, steinerne ovale Motiv verblieb am Platz, zerbrach dasSchnitzwerk aus Lindenholz in viele Stücke. Zudem war es sehr starkvon Schädlingen befallen. Die „Krönung“ kam aber noch: BeimTransport zur Restaurierung von Köthen nach Erfurt setzte eineglimmende Zigarette die Plane in Brand, auf der die Bruchstückelagerten. Das Wasser und die Chemikalien des folgenden Löscheinsatzesführten zu weiteren Schädigungen. „Eine solch aufwändigeRestaurierung habe ich noch nicht erlebt,“ so Professorin Maier.Momentan zeigt sich das Epitaph als Puzzle, dem immer noch Teilefehlen bzw. ist der Platz der Puzzleteile nicht klar. Die zerstörtenHolzteile wurden mit hohem Aufwand mit Balsaholz stabilisiert. DieRestaurierung des barocken Stückes wurde zumeist in BachelorundMasterarbeiten oder durch Tutorien realisiert und durch Spendenüber die ev. Kirchengemeinde St. Jakob finanziert.In zwei Jahren, so die Zielstellung, soll die Restaurierung beendetsein. Dann feiert die Stadt Köthen ihren 900. Geburtstag. Die Doppeltürmeder Stadt- und Kathedralkirche St. Jakob sind übrigens,aus allen Richtungen in die Stadt kommend, weithin sichtbar.Acht Masterstudierende der Vertiefung „Bildung für nachhaltigeEntwicklung“ der Sozialen Arbeit haben sich mit Fragen der Welternährungund globalen Landwirtschaft auseinandergesetzt. Anlasswar die von der Lokalen Agenda 21 initiierte Wanderausstellung„abgeerntet. Wer ernährt die Welt?“ des INKOTA-Netzwerkes imJanuar 2013 im Rathaus Gotha.Ausgangspunkt der Kooperation mit der Stadtverwaltung Gothawar eine Anfrage von Frau Maschke aus dem Agenda-Büro Gotha zuAusstellungsführungen für Schulklassen und die interessierte Bürgerschaftdurch Studierende. Im Seminar „Bildung für nachhaltigeEntwicklung“ wurden neben den inhaltlichen Dimensionen auchFragen der Gestaltung von Ausstellungsführungen zur Vermittlungvon Inhalten der nachhaltigen Entwicklung bearbeitet. Als Fazit desSeminars hat jede/r der Studierenden ein bis drei Ausstellungsführungenmit Lernenden von 6. bis hin zu 11. Klassen, Auszubildendenklassenund interessierten Bürgern der Stadt gestaltet. Dabeisammelten sie wertvolle Erfahrungen bei der Leitung von Gruppenund vermittelten ihre Erkenntnisse aus den Lehrveranstaltungen zurnachhaltigen Entwicklung. Dies hat allen Studierenden ein sehr hohes,anerkennenswertes Engagement abverlangt. Deshalb möchteich den Studierenden Jonte Hömig, Mandy Herrmann, Eileen Bornkessel,Kerstin Brückner, Kristin Koch, Linda Kulke, Maria Wedtsteinund Mathias Bickel für ihren außerordentlichen Einsatz danken.Zur Auswertung der Erfahrungen fand mit der Stadtverwaltung Gotha,dem Agenda-Büro und den Studierenden ein Treffen statt, ausdem eine kontinuierliche Zusammenarbeit des Agenda-Büros derStadtverwaltung Gotha und der Fakulät ASW entstehen könnte.Prof. Dr. Michaela RißmannStudentin Mandy Herrmann bei einer Ausstellungsführung(Foto: Jonte Hömig)


26 I m 2 STUDIUMSemesterticketerweitertThilo Fiegler und Dörte Peter von der Basic School (Foto: Kristin Thieme)Studienerfolg mit Basic SchoolOft haben Studierende während der ersten Semester Schwierigkeiten, das Studium zu bewältigen.Nicht wenige scheitern an den fakultätsspezifischen Anforderungen des WissenschaftlichenArbeitens, an geforderten Präsentationstechniken und an vorausgesetzterTeamfähigkeit. An diesen Stellen setzen seit dem Wintersemester 2011/12 die Lehrangeboteder Basic School der FHE an. Schlüsselqualifikationen wie Zeitmanagement, Konfliktlösungsstrategien,Rhetorik oder Studienplanung sind erlernbar und das lebenslang. InteraktiveÜbungen in kleinen Gruppen als auch Raum zur eigenen Reflexion bietet die BasicSchool mit ihren Angeboten. „Mit mehr Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit der Studierendensteigt das Studieninteresse und der Studienerfolg wird gesichert“- so Tilo Fiegler,Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Wir freuen uns auf weitere Anregungen und einen vertieftenfachlichen Austausch.www.fh-erfurt/zentraleeinrichtungen.deTilo Fiegler (Dipl.Päd.) 0361 6700-548, fiegler@fh-erfurt.deDörte Peter (Dipl.Soz.arb.) 0361 6700-558, doerte.peter@fh-erfurt.deSeit 1. März 2013 profitieren FHE-Studierendevom erweiterten Semesterticket. Mitdem vom Verkehrsverbund Mittelthüringen(VMT) entwickelten „Baustein VMT-Semesterticket“ können sie verbundweitmit allen Verkehrsmitteln der am VMT beteiligtenVerkehrsunternehmen fahren. Studierendenausweise,die die Nutzung desBausteins enthalten, sind mit dem Aufdruck„Semesterticket + VMT“ versehen. Semesterticketsoder andere Studierendenausweiseohne diesen Aufdruck gelten nichtals Fahrtberechtigung für die verbundweiteNutzung.Der Inhaber eines Semestertickets der FHEhat folgende zusätzliche Vorteile und Nutzungsmöglichkeiten:Stadtverkehre: Fahrten in Gera, Jena, Apolda,Eisenberg, Erfurt, Gotha und weiteren;Regionalverkehre: Überlandfahrten mit denRegionalbussen in den Landkreisen Gotha,Weimarer Land und Saale-Holzlandkreis;Stadt- und Regionalverkehre: Kombinationvon Stadt- und Regionalverkehrsunternehmenmit den Eisenbahnen.Für die Buslinien 113, 114, 810 und 964der Omnibusverkehr Saale-Orla-RudolstadtGmbH (OVS) wird auf den Linienabschnittenim Verbundgebiet der VMT-Tarif anerkannt.Weitere Städte und Regionen im VMT sindim Tarifzonenplan aufgeführt und abrufbarunter www.vmt-info.deFahrtbeispiel: Der Studierende kann z.B. mitseinem Studierendenausweis der FHE (BausteinVMT-Semesterticket) mit dem Bus zumHauptbahnhof Erfurt fahren, von dort mitdem Zug weiter bis Jena Hbf. und von dortmit der Stadtbahn weiter bis zu einer Haltestelleseiner Wahl. Bei Kontrollen genügtdas Vorzeigen des Semestertickets. Wichtig:Studierendenausweise ohne Lichtbild geltennur in Verbindung mit einem amtlichen Ausweismit Lichtbild als Fahrtberechtigung.www.vmt-info.deEs ist wieder soweit:Am 8. November startet die 4.Wissenschaftsnacht. Mitwirkende werdenab sofort von der Pressestelle der FH gesucht:presse@fh-erfurt.de


ZENTRUM FÜR WEITERBILDUNG m 2 I 27Erfolgreich: Sozialbetriebswirte/-innenAm 7. März schlossen 20 Teilnehmer/-innen erfolgreich ihre Weiterbildung zum/zur„Sozialbetriebswirt/-in (FH)“ ab. Vier von ihnen absolvierten zusätzlich die Heimleiterqualifikationund erhielten die fachliche Anerkennung als „Heimleiter/-in (HeimPV)“.Der berufsbegleitende Studienkurs „Sozialbetriebswirt/-in (FH)“ umfasst BWL und Rechtmit 290 Stunden sowie Sozialmanagement und Personalführung mit 250 Stunden. Die ErweiterungsmöglichkeitHeimleiterqualifikation (HeimPV) orientiert sich über 260 Stundenan den Anforderungen des TMSFG sowie der Heimaufsicht des Landes Thüringen. Aufbauund Inhalt des Studienkurses entsprechen auch den Rahmenvereinbarungen der LIGA derFreien Wohlfahrtspflege auf Bundesebene.Aufgrund der großen Nachfrage startete im Oktober 2012 bereits ein Folgekurs„Sozialbetriebswirt/-in (FH)“. Die Erweiterungsmöglichkeit Heimleiterqualifikation (HeimPV)beginnt am 3. September 2013, Bewerbungen können noch bis zum 31. Juli 2013 am Zentrumfür Weiterbildung der FH Erfurt eingereicht werden.www.fh-erfurt.de/weiterbildungSteffi SchmidtErfolgreiche KooperationAm 28. Januar startete mit 21 Teilnehmer/-innen aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt,Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen und Niedersachsen der 11.Durchgang des Studienkurses „Gastechnik und Gasversorgung (FH)“ des Zentrums für Weiterbildungunter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Jens Mischner. Sie werden in ca.neun Monaten sieben Blockwochen zu Gasversorgung, Gasversorgungsnetzen, Gasinstallationsanlagen,Rohrleitungsbau Praxis, Betrieb von Gasversorgungsnetzen, GasdruckregelundGasmessanlagen sowie Arbeitssicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz absolvieren.Seit Herbst 2006 angeboten, haben den Kurs ca. 240 TeilnehmerInnen erfolgreich abgeschlossen.Ursprünglich für Mitarbeiter der E.ON Thüringer Energie AG konzipiert, findet erbundesweit Resonanz bei Energiedienstleistern und Versorgungsunternehmen.Für bisherige Absolventen und interessierte Fachleute ist am 22.08.2013 ein Workshop zumThema „Gastechnik/Gasversorgung – Update 2013“ geplant, die wissenschaftliche Leitunghat Prof. Dr. Jens Mischner (Gebäude- und Energietechnik). Der Workshop wendet sich anMitarbeiter/-innen von Energieversorgungsunternehmen, Gasversorgungsunternehmen/Netzbetreibern, Ingenieurbüros sowie an Fachleute aus der Energiewirtschaft, die in denBereichen Planung und Betrieb von Netzen tätig sind. Insbesondere werden Absolventendes Studienkurses „Gastechnik und Gasversorgung (FH)“ angesprochen.www.fh-erfurt.de/weiterbildung sowie www.eon-thueringerenergie.com.Steffi Schmidt/ Dr. Brit ArnoldDie erfolgreichen Sozialbetriebswirte/-innen(Foto: Nadine Weißenborn)Erste CaseManager/-innenAm 26. Januar2013 schlossenerstmalig dieTeilnehmer/-innen des Studienkurses„CaseManagement“erfolgreich ihreWeiterbildungzum/zur „CaseManager/-in“ab. Der berufsbegleitende Studienkursist ein Kooperationsprodukt des Zentrumsfür Weiterbildung und der PARI-TÄTISCHEN Akademie Thüringen (parisatgGmbH). Über Thüringen hinaus zeigten23 Berufstätige im Sozial- und Gesundheitswesensowie in der BeschäftigungsförderungInteresse an der Professionalisierungihrer Arbeit und entschiedensich für eine Teilnahme an diesem Kursmit dem Ziel, die Integration von CaseManagement in den Berufsalltag zu initiierenund zu begleiten. Mit der Orientierungan den Standards und Richtliniender Deutschen Gesellschaft für Care undCase Management (DGCC) erfüllt derStudienkurs einen hohen Qualitätsstandard.Ein Folgekurs „Case Management“ist für das Wintersemester 2013/14 geplant.www.fh-erfurt.de/weiterbildungSteffi Schmidt


28 I m 2 INTERNATIONALZwischen Wirbelsturm und ElectionsIm Rahmen der seit nunmehr sechs Jahren bestehenden Kooperation der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften mit der School ofSocial Work der Temple University in Philadelphia fand Anfang November eine zehntägige Studienreise in die USA statt. Hurrikan Sandykonnte uns nicht davon abhalten, Professor Dr. Helmut Janssen, unseren Super Guide, schlussendlich auf US-amerikanischen Boden in dieArme zu schließen.In Kooperation mit Link Martin, Assistant Dean der School of Social Work der Temple University, besuchten wir verschiedene soziale Einrichtungen,wie z.B. das Nationality Services Center, das Achieving Independence Center, den Drug Prevention Point und das Youth StudyCenter, ein Jugendgefängnis, in Philadelphia. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, an Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Dadurch wurdeuns ein Einblick in das soziale System des Bundesstaates Pennsylvania gewährt.Gewöhnt an unsere „familiär-kuschlige“ FH-Atmosphäre, kam uns die Temple University mit ihren 35.000 Studenten wie eine Stadt vor. DieCampustour beinhaltete u.a. die hochschuleigene Polizei, das Campus-Hotel und ein Computergebäude mit mehr PCs, als unsere FakultätStudentInnen besitzt. Weitere Highlights waren ein sechsstündiger Washington-Rundgang mit unserem durchtrainierten Stadtführer ProfessorDr. Janssen. Dabei wurden die National Archives mit der Original Verfassung der USA, das Lincoln Memorial und das White Housebesucht. Wir konnten einen Einblick in das Leben der Amish People in Lancaster gewinnen, hatten die Möglichkeit der Besichtigung desCapitols in Pennsylvanias Hauptstadt Harrisburg und die Teilnahme an einer Feier zur Election Night in der Temple University.FAZIT: Die Sache hat sich total gelohnt und Philadelphia wird uns definitiv wieder sehen!Anna Jost, Natalie Schaub, Christin Schönfuß, Inkje Sachau, Lisa LeipoldPräsentation der Entwurfsideen (Foto: J. Behrens)Solar Decathlon 2014In Kooperation mit der amerikanischen Partnerhochschule „RhodeIsland School of Design (RISD) und der Brown University (Ivy Leageder amerikanischen Hochschulen auch in Providence Rhode Island)ist die Fakultät Architektur und Stadtplanung im TeamwettbewerbSolar Decathlon 2014 im französischen Versailles vertreten. Die Erfurtergehören damit zu den 22 ausgewählten Teams von 40 Bewerbern.Ausgewählt wurden sie u.a., weil die FH Erfurt deutschlandweiteinzigartig zertifizierte Passivhausplaner ausbildet.Im Januar war ein Team von 14 Studierenden der RISD in Erfurt,um gemeinsam mit 14 Erfurter Kommilitonen den Startschuss fürden Wettbewerb setzen. Unter Leitung der Professoren Laura Briggsund Jon Knowles (RISD) sowie Ludwig Rongen und Rolf Gruber (FHE)hatten sie das Thema energieeffiziente Experimentalbauten imBlick. Dabei sollen solche 50-75 Quadratmeter große Gebäude vonden Studierenden geplant und dann 1:1 gebaut und in Versaillesvorgestellt werden. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich überDrittmittel und Sponsoren.Die Erfurter Workshopergebnisse wurden am 18. Januar in derSchlüterstraße 1 vorgestellt.Professor Rolf Gruber


INTERNATIONAL m 2 I 2910 Jahre „Fremde werden Freunde“Etwa 400 Gäste feierten am 2. November im Audimax derUni den 10. Geburtstag der Initiative „Fremde werdenFreunde“. Der Präsident der Uni begrüßte neben Patenund ausländischen Studierenden auch zahlreiche Gäste,darunter FH-Präsidentin Wydra. Marion Walsmann, ThüringerMinisterin für Bundes- und Europaangelegenheitenund Chefin der Staatskanzlei, berichtete über ihr ganzpersönliches Engagement im Projekt. Auch einige ehemaligeausländische Studierende waren gekommen, andereschickten ihre Grußbotschaft per Skype oder E-mail, PatenfamilieAngermann stand live mit ihrem chinesischenStudenten Kai Jin auf der Bühne. Alle gratulierten denKooperationspartnern Universität, Fachhochschule, Stadtverwaltungund TIAW zum Jubiläum und wünschten nochviele erfolgreiche Jahre. Projektleiterin Petra Eweleit gabeinen Rückblick des Erreichten, Dr. K. Langer dankte allenBeteiligten und Förderern für ihr unermüdliches Engagementund gab einen Ausblick auf die weiteren Aufgaben.Für kulturelle Leckerbissen sorgten das Thüringer Folklore Ensemble Erfurt e.V., das Kosakenensemble „Wolniza“ und einige ausländischeStudierende. 244 ausländische Studierende aus 64 Ländern machen zurzeit bei „Fremde werden Freunde“ mit. Tendenz: steigend …www.fremde-werden-freunde.dePetra EweleitExkursion nachBruxellesVom 18. - 20. Februar besuchten 14 Studierendeunter Leitung von Thüringens Ex-EuropaministerGerold Wucherpfennig (MdL)und Prof. Dr. Norbert Müller (FHE) die EuropäischeKommission in Brüssel. In der ThüringerLandesvertretung diskutierten sie mithochrangigen EU-Vertretern die Fragestellungen:Wie viel Geld fließt ab 2014 nachThüringen? Wie unterstützt die EU die Landwirtschaft?Wie kann Thüringens Naturerbeerhalten werden? Wie kann sich Thüringenauf den Klimawandel vorbereiten? Wiekönnen Thüringer Interessen in Brüssel vertretenwerden? Da ab 2014 in der EU eineneue Förderperiode beginnt, sind derzeitnoch keine endgültigen Entscheidungengetroffen, aber der Trend geht zu deutlichweniger EU-Fördermitteln zur Sicherung derKulturlandschaft und des Naturerbes zurVerfügung stehen.Der FHE-Masterstudiengang Landschaftsarchitektur in der Vertiefung EU-Umweltrichtlinien ist bislang einzigartig in Europa. Er eröffnet imwachsenden Berufsfeld der EU Berufsaussichten für leitende Positionen. Mit Prof. Müller fahren die Studierenden im Sommersemester 2013nach Tirol, um in einem einwöchigen Workshop zu prüfen, wie erfolgreich die Umsetzung der EU-Umweltrichtlinien ist. Dies steht im engenZusammenhang mit der Ringvorlesung im Wintersemester, wo evaluiert wurde, wie erfolgreich in Thüringen die EU-Umweltrichtlinien derzeitangewendet werden.


30 I m 2 INTERNATIONALBandung - ErfurtVon Erfurt nach HawaiiFoto: Jakob MüllerIm November waren sechs indonesische BA-Studierende der PartnerhochschuleInstitut Teknologi Bandung (ITB) unter der Leitungvon Prof. Dr. Made Suarjana und Prof. Dr. Herlien D. Setio zu Gastan der Fachrichtung Bauingenieurwesen. Der einwöchige Besuchermöglichte einen intensiven Austausch und Zusammenarbeit zwischenden Studierenden beider Hochschulen. Mit den Gästen fandein Workshop zur Wasserversorgung ländlicher Gebiete sowie einAustausch über aktuelle Forschungs- und Abschlussarbeiten statt.Exkursionen wie zum Pumpspeicherwerk Goldisthal und zur KläranlageErfurt Kühnhausen dienten dem Wissenserwerb. Durch denBesuch der Studienabschlussfeier der Erfurter Bauingenieure unddie tägliche Arbeit auf dem Campus bekamen die Indonesier einenEinblick in das studentische Leben Erfurts. Zum Rahmenprogrammgehörten für die Gäste zudem Stadtbesichtigungen von Erfurt undWeimar sowie ein eintägiger Besuch der Bundeshauptstadt Berlin.Der Einladung nach Erfurt ging eine 7-jährige Kooperation mitzahlreichen Besuchen und gemeinsamen Projekten bis hin zu einsemestrigenStudierendenaustauschen voraus. Ziel ist es, auf beidenSeiten den Bildungshorizont zu erweitern und ein besseresVerständnis für unterschiedliche ingenieurtechnische Lösungswegeund Normen zu entwickeln und gleichzeitig sich mit landestypischenkulturellen Eigenheiten und Mentalitäten auseinanderzusetzen.Prof. Dr. Volker SporkFoto (Mandy Hoernlein-Wagner): Erfurter Studierende und Lehrendevor dem Danziger Werfttor.Prof. Dr. rer. nat. habil. Sergey Dashkovskiyvon der FR. Bauingenieurwesen hat MitteDezember an der 51. IEEE Conference onDecision and Control auf der Insel Maui,Hawaii, USA, teilgenommen. Der Mathematikerreferierte vor mehr als tausend Teilnehmernüber die Forschungsergebnisse,die er und seine Doktoranden in den letztenzwei Jahren erzielt haben. Er hielt insgesamtsechs Vorträge.Seit seinem Ruf an die FH hat der Mathematiker im Juni 2011 dreiPromotionen erfolgreich betreut, die in Kooperation mit Universitätenzu Ende geführt wurden.An der Wiege von Solidarnosc15 Studierende der Sozialen Arbeit besuchten im November 2012Gdánsk und absolvierten im Austausch mit dortigen Studierendenein deutsch-polnisches Seminar. Unter der Fragestellung, welcheBedeutung Gdánsk für die Entwicklung europäischer Menschenrechtehabe, konzipierten Prof. Dr. Jörg Fischer und Prof. Dr. FrisoRoss die binationale wie interdisziplinäre Lehrveranstaltung mittelsunterschiedlicher methodischer Zugänge.In Kooperation mit dem „Museum Zweiter Weltkrieg – Westerplatte“und dem „Europäischen Zentrum Solidarnosc“ wurden den Studierendenmannigfaltige Perspektiven der Diskussionen um die Menschenrechtein Europa vermittelt. Im Zentrum der Exkursion standendie Fragen nach der Aufarbeitung deutsch-polnischer Geschichte,den Zielen und Erfahrungen der Menschenrechtsbewegung „Solidarnosc“und den heutigen Möglichkeiten von Menschenrechtsbildungfür junge Bürgerinnen und Bürger im vereinten Europa. Dassman an historischen Stätten, der Westerplatte als Ausgangspunktdes 2. Weltkriegs und auf der Gdánsker Werft als Ausgangspunktzur Überwindung europäischer Teilung, weilen und arbeiten konnte,werteten die Teilnehmenden als Gewinn.„Für die europäische Integration ist es ein Muss, dass Nachbarn sichkennen und verstehen lernen. Deswegen kommen solche Kenntnisseden angehenden SozialabeiterInnen insbesondere bei ihrer späterentagtäglichen Arbeit mit Kindern und jungen Erwachsenen zu Gute.“,resümierte Prof. Dr. Jörg Fischer die Auslandsaktivität der FakultätAngewandte Sozialwissenschaften. Prof. Dr. Friso Ross unterstreichtdabei „die herausragende Bedeutung der Menschrechtsbildung.Mit ihr kann es gelingen, die Vielfalt der Menschen als Reichtumder Menschheit in das Bewusstsein zu bringen. Unsere Hoffnungenliegen deswegen sowohl auf einem vermehrten Austausch jungerMenschen und als auch auf einem Ausbau der Menschenrechtsbildung.“Prof. Dr. Friso Ross


SPORT UND GESUNDHEIT m 2 I 31Foto vorn v.li.: Marian Hartwig (Mitarbeiter Geschäftsstelle), Torsten Wolf,Robert Oemus, Christina Sonnenfeld (Geschäftsführerin), Gudrun Hoch,Frank Becker, Clemens Kühn (ausgeschieden), Frank Prescher, hinten v.li.:Jens Panse, Thomas Kämmler, Siegfried Schippel, Prof. Dr. Heinrich Kill, esfehlt Andrea BorrisUSV hat Weichen gestelltDer Universitätssportverein (USV) hat auf seiner Delegiertenversammlungam 28.11.2012 die Weichen für die Zukunft gestellt undeinen neuen Vorstand für die Dauer von drei Jahren gewählt. An derSpitze steht als Präsident Jens Panse (46), der den Verein seit 13Jahren führt. Den geschäftsführenden Vorstand gehören außerdemerneut Torsten Wolf und Prof. Dr. Heinrich Kill als Vizepräsidentensowie Frank Prescher als Schatzmeister an. Neu ist Andrea Borris,die im Bereich Mutter-Vater-Kind-Turnen sportlich aktiv ist. DenVorstand komplettieren Siegfried Schippel (Karate), Frank Becker(Leichtathletik), Robert Oemus (Hochschulsport), Thomas Kämmler(Aikido) und Gudrun Hoch (Yoga/Seniorentanz).„Wir wollen gemeinsam die überaus erfolgreiche sportliche Vereinsentwicklungder letzten Jahre fortschreiben“, sagte Panse. Künftigkönnten weitere Angebote hinzukommen, wie Ju-Jutsu, Floorballoder Ultimate Frisbee. Geplant ist 2013 ein neues Familiensportangebotfür 2- bis 4-jährige Kinder sowie Mutter-Baby-Gymnastik.Der Präsident ehrte die Karateka Sabine Schneider, Franziska Krieg(FHE) und Denis Pawlowsky für ihre zahlreiche Erfolge in den letzteneineinhalb Jahren.Der USV Erfurt verzeichnet aktuell 1.331 Mitglieder. Er organisierteim Wintersemester 120 verschiedene Sportkurse für rund 2.700Studierende und Mitarbeiter von Uni und FH. Der USV war mit demOrganisationsteam der Deutschen Karate-Meisterschaften 2012 mitdem Titel Sportorganisator des Jahres 2012 ausgezeichnet worden.Info: Jens PanseTeamgesundheitGesunde Teams sind keine Selbstverständlichkeit.Arbeitsverdichtung, Anpassungs-/Veränderungsprozesse,erhöhteAnforderungen sowie Erfolgsdruckstellen für Teams zusätzliche Herausforderungendar. Der Erfolg von Teamshängt stark von der Gesundheit jedeseinzelnen Teammitglieds und auch derGesundheit des gesamten Teams ab. Esliegt im Verantwortungs- und Gestaltungsbereicheiner Führungskraft, seinTeam gesund zu halten und damit einewesentliche Voraussetzung für den Teamerfolgzu schaffen.Welche Möglichkeiten hat eine Führungskraft,seine Teammitglieder, sich selbstund das gesamte Team gesund zu halten?Diese Frage war Anlass zur Entwicklungdes Studienkurses „Teamgesundheitdurch Gesundheitsmanagement“.Das Zentrum für Weiterbildung bietet imSommersemester 2013 in Kooperationmit der Jenaer Akademie LebenslangesLernen e. V. (JenALL) an der FakultätWirtschaft-Logistik-Verkehr diesen Kurserstmalig an. „Unser Kursprogramm zieltdarauf ab, die Teilnehmer/-innen mitentlastenden und die Gesundheit erhaltendenMaßnahmen vertraut zu machenund sie zu befähigen, das Gelernte in dieArbeitsabläufe und -gestaltung zu implementieren,“so Prof. Dr. Hofmeister(wissenschaftlicher Studienkursleiter).Der kostenpflichtige Studienkurs ist berufsbegleitendkonzipiert und richtet sichan Personen mit Personalverantwortung.Anmeldeschluss ist am 1. Juni 2013.Dr. Brit ArnoldDHM im TrampolinturnenAm 3.Februar 2013 fanden an der PH Weingarten die DeutschenHochschulmeisterschaften im Trampolinturnen statt. Drei ErfurterStudenten, Andrea Uhlig, Sebastian Werner (beide Uni) und ErikBlankenhagen (FH Erfurt), nahmen daran teil. Sebastian Werner reisteals Titelverteidiger an, erreichte jedoch nur Platz 14.Andrea Uhlig erreichte im Einzelwettkampf der internen Wertungeinen guten 17. Platz (von 30). Erik Blankenhagen erturnte sich beiseiner ersten Teilnahme bei einer DHM in der internen Wertung den29. Rang.Info: Susanne Oswald


32 I m 2 FORSCHUNGUnter Druck und WasserDie Werkstatt-Kollegen Hartwig Unbehau(li.) und Klaus Steiner (re.) mit denStudenten Maxim Zhuravlev (2. v.li.) undAlexander Golubov an der Druckkammer.(Foto: Roland Hahn)Am Forschungsprojekt zum Verhalten von Druckreglern in Gasleitungen unter Hochwasserbedingungenhaben unter Leitung von Prof. Dr. Jens Mischner die Masterstudenten derGebäude- und Energietechnik Maxim Zhuravlev, Alexander Golubov und Maxim Ksenzovgearbeitet. Entstanden ist dabei eine Druckkammer, in der das Verhalten eines handelsüblichenDruckreglers unter einem Wasserdruck von bis zu 5 Metern Wassersäule getestetwerden kann. Die Studenten setzen hier eine im vergangenen Jahr im Auftrag der MitgasGmbH, Kabelsketal, begonnene Arbeit fort. Für die aktuellen Arbeiten war es nötig, dendamals errichteten Versuchstand anzupassen und umzubauen. Das erfolgte in enger Zusammenarbeitmit der Werkstatt für wissenschaftlichen Gerätebau, die an der FH Lehrenden undForschenden praktisch zur Seite steht.In hochwassergefährdeten Gebieten kommt es immer wieder dazu, dass Gas-Hausanschlüsseund die dazugehörigen Armaturen und Einrichtungen geflutet werden. Druckregler undSicherheitsabsperrventile für Gasleitungen funktionieren jedoch nach dem Prinzip, dassüber eine Membran der Atmosphärendruck der Umgebungsluft eine wichtige Steuerungsfunktionhat. Unter Wasser und in Abhängigkeit von der Wassertiefe ändern sich jedochdas Regelverhalten der Druckregler sowie die Ansprechdrücke der Sicherheitsventile (SAV).Diese verstellen sich gewissermaßen unter dem Einfluss der Wassersäule. Das Forschungsprojektgeht auf wissenschaftlicher Basis der Frage nach, wie die vom Wasser beeinflusstenÄnderungen im Ansprechverhalten der Regler und SAV vorausberechnet und ggf. sicherkompensiert werden können.UsabilityQuelle: KoNUSAm 29.01.2013 wurde an der FR. Angewandte Informatik das Forschungsprojekt KoNUS mit einem Workshop abgeschlossen. In diesemgab es Informationen, Präsentationen und Diskussionen, darunter einen kurzen Rück- und Ausblick auf das KoNUS-Projekt, Impulsvorträgezu den Themen „Usability in Geschäftsprozessen – Mensch und Software“, „Usability Trends und neue Herausforderungen“ sowie dieKurzvorstellung studentischer Arbeiten, geplanter Kooperationen mit Thüringer IT-Unternehmen und der Förderprogramme der ThüringerAufbaubank.KoNUS steht für Kooperations- und Netzwerkbeziehungen zum Themenbereich Usability interaktiver Systeme. Es soll die rein wissenschaftlichenPerspektiven in der Usability-Forschung auf praxisrelevante Problemstellungen zu erweitern. Dazu wurden Kooperations- und Netzwerkbeziehungenmit IT-Unternehmen aufgebaut.konus-projekt.de bzw. http://goo.gl/GXMKzChristoph Ohl


FORSCHUNG m 2 I 33Links: Voller Hörsaal zur Abschlusstagung des Forschungsprojektes(Foto: Kristin Thieme)Von der KiTa in die GrundschuleLeitete den Workshop: Urbio-Aktivist Professor Norbert Müller (li.,Foto: URBIO)Nachhaltiges GrünEnde Februar 2013 veranstaltete die Fakultät Angewandte Sozialwissenschaftenals Abschluss des vom BMBF geförderten Forschungsprojektes„Den Übergang von KiTa zur Grundschule gemeinsamgestalten – eine Thüringer Bestandsaufnahme“ die Fachtagung„Übergang verbindet!?“ Im Mittelpunkt stand die Diskussion derForschungsergebnisse, die vor über 300 Teilnehmenden präsentiertund in sieben Workshops mit Themen wie „Multiprofessionalität imTeam“, „Pädagogische Professionalität von Erzieherinnen im Übergang“oder „Formen der Übergangsgestaltung“ vertieft wurden.Ergänzend gab es einen Fachvortrag von Prof. Dr. Silvia Oehlmannzu „Kindbildern pädagogischer Fachkräfte“.Der Übergang von der KiTa zur Grundschule stellt Kinder, Eltern undPädagogen vor große Herausforderungen. Etwa 15.000 ThüringerKinder meistern jährlich diesen Übergang. Derartige Statuspassagensind besonders sensible Phasen und je besser sie gelingen, destogünstiger ist es für die weitere Persönlichkeitsentwicklung.Der Fokus des zweijährigen Forschungsprojektes richtete sich aufinstitutionelle Kooperationen, das eigene Handeln der Fachkräfteund ihre Haltungen zum Übergang. Auch Eltern wurden zu ihrenWahrnehmungen der pädagogischen Einrichtungen sowie ihren Erwartungenund Wünschen befragt. Darüber hinaus wurden die Zieleund Vorgehensweisen bei der Erstellung von Bildungsdokumentationen,die Partizipation der Kinder in diesem Prozess, die Haltungender Pädagoginnen und Pädagogen sowie die der Eltern zu den Bildungsdokumentationenin den Blick genommen.www.fh-erfurt.de/soz/forschung/projekt-uebergang-kitagrundschule/Die Fachrichtung Landschaftsarchitektur, das URBIO-Büro an der FHund der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten in Thüringen hattenam 20. März zu einem Workshop über Nachhaltigkeit in der Grünflächengestaltungeingeladen. Dabei ging es um Zertifizierungssysteme,die in der Architektur schon lange angewendet werden undin der Landschaftsarchitektur noch in den Anfangsstadien sind.Die Fachleute aus Wissenschaft und Praxis befassten sich damit,wie Nachhaltigkeit in der Landschaftsarchitektur und speziell in derGrünflächengestaltung umgesetzt werden kann. Vorgestellt wurdevon Prof. Dr. Norbert Müller der URBIO-Index als ein Bewertungssystemzur Nachhaltigkeit von öffentlichen Grünflächen. MA Studierendeder Vertiefung EU-Umweltrichtlinien berichteten über eineEvaluierung von Gartenschauen in Deutschland, die sie im Wintersemestermit Hilfe des URBIO-Index durchgeführt hatten. Des weiterenging es auch um die Bewertung des nachhaltigen Bauens vonAußenanlagen an öffentlichen Einrichtungen wie dem UmweltbundesamtDessau, dem Bundesamt für Naturschutz und dem Landschaftslehrparkder Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbauund Forst sowie weiteren Best Practise-Beispielen aus Berlin (Parkam Nordbahnhof) und Augsburg (Außenanlagen des BayerischenLandesamtes für Umweltschutz).


34 I m 2 FORSCHUNGElektromobiles ThüringenZukunft von WohnquartierenFür den 11. April 2013 hatte das Institut für Stadtforschung, Planungund Kommunikation (ISP) in Kooperation mit dem VerbandThüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V. (vtw.), demInformationskreis für Raumplanung (IfR) sowie der Vereinigung fürStadt-, Regional- und Landesplanung (SLR) zur Fachtagung „Wohnquartierezukunftsfähig gestalten. Integrierte Aufwertungsstrategienin Forschung und Praxis auf dem Prüfstand“ eingeladen.Die Tagung für Interessierte aus Stadtentwicklung, Wohnungswirtschaftund Wissenschaft behandelte Anforderungen an zukunftsfähigeWohnquartiere, Wohnumfeldmaßnahmen, die Teilhabe Bewohnerinnenund Bewohner, die Aktivierung und Unterstützungvon Mietern durch Wohnungsunternehmen, den Imagegewinn benachteiligterQuartiere und die folgende Verdrängung durch energieeffizienteSanierung, Wohnqualitäten für alle durch gemischteQuartiere sowie kommunale Steuerungsmöglichkeiten. Sie knüpftean die BMBF- geförderten ISP-Forschungsprojekte „Images innenstadtnaherWohnquartiere (ImiWo)“ und „Wohnen in Plattenbausiedlungen.Wohnqualität bei niedrigen Kosten – Konzepte, Strategienund Handlungsansätze auf dem Prüfstand (WiP)“ an.Anlass war u.a., dass Aufwertungsmaßnahmen in Quartieren häufigzu weitreichenden Veränderungen, u.a. in der Bewohnerstruktur,führen. Dabei spielen die steigende Konzentration von Armutin der Stadt und Gentrifizierung eine große Rolle. Neben einem Einführungsvortragdurch Dr. Gerd Kuhn (Uni Stuttgart) über „SozialeMischung als Herausforderung für Wohnen und Stadtentwicklung“dienten vier thematische Arbeitsgruppen dazu, sich anhand vonPraxisbeispielen den Themen „Wohnumfeldmaßnahmen mit Bewohnern“,„Kommunale Steuerungsmöglichkeiten für gemischte Quartiere“,„Energieeffiziente Sanierung in benachteiligten Quartieren“und „Das Quartier als Marke“ anzunähern und diese zu diskutieren.Es wurden acht Praxisbeispiele u.a. aus Frankfurt a.M., Würzburg,Leipzig und Erfurt vorgestellt.Fachtagung im Web: www.fh-erfurt.de/ispElektromobilität in Thüringen erlebbar machen, insbesondere auchin den ländlichen Regionen, ist eines der Ziele des Ende 2012 gestartetenForschungsprojektes „Elektromobiles Thüringen in der Fläche(EMOTIF)“. Erforscht und erprobt wird die Leistungsfähigkeit elektrischerFahrzeuge in einem Systemverbund öffentlich zugänglicherFahrzeugflotten und öffentlichem Verkehr im ländlichen Umlandvon Städten. Erstmals arbeiten im Projekt die DB Rent GmbH, dieEisenacher Versorgungs-Betriebe GmbH, die Erfurt Tourismus undMarketing GmbH, das Institut Verkehr und Raum der FHE, die StadtwerkeWeimar Stadtversorgungs GmbH sowie die Stadtwerke EnergieJena-Pößneck GmbH zusammen. Unterstützt werden sie von denTourismusorganisationen Eisenachs, Weimars und Jenas. Gefördertwird das Forschungsvorhaben vom Bundesministerium für Verkehr,Bau und Stadtentwicklung mit Mitteln des Programmes „Innovationenfür eine nachhaltige Mobilität, Elektromobilität“ von 720.000€. Die Programmkoordination verantwortet die Nationale OrganisationWasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH).Den Anstoß für EMOTIF, das eine Gesamtlaufzeit von 2 Jahren hat,gab das TMBLV.Ausgangspunkte des Einsatzes der Elektrofahrzeuge sind dieBahnhöfe von Eisenach, Erfurt, Weimar und Jena mit 8 Autos imCarsharing-Angebot der DB AG. Die Nutzer können sich entlang einervollständig elektromobilen Wegekette bewegen und nach derBahnanreise mit einem Elektromobil weiterreisen. Dieses Angebotrichtet sich auf ausgewählte touristische Attraktionen im ländlichgeprägten Umland der Städte, die mit ÖPNV schlecht oder gar nichterreichbar sind. Durch die neue Elektroflotte können sie verlässlicher,schneller und umweltschonend erreicht werden. Lademöglichkeitenin direkter Nähe der touristischen Sehenswürdigkeitensollen die Reichweitensicherheit erhöhen und so einen weiteren Anreizsetzen, diese Tagungs- und Ausflugsziele zu besuchen.Mit dem Angebot werden nicht nur Bahnreisende, Tagungsbesucher,Touristen und bereits aktive Carsharing-Nutzer angesprochen,sondern auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Städte und derRegion. Insbesondere letztere können so e-Fahrzeuge testen undauf das eigene Auto verzichten.Die Partner wollen Thüringen als innovative und nachhaltige Zukunftsregionetablieren. Die ländlichen Regionen Thüringens werdendurch die Umsetzung des Projektes frühzeitig in die Entwicklungvon Elektromobilität eingebunden und in Hinblick auf die Erreichbarkeitmit kollektiv genutzten Verkehrsmitteln gestärkt. Gegenstandder Begleitforschung ist insbesondere, ob der Systemverbundvon öffentlich zugänglichen Fahrzeugflotten und dem öffentlichenVerkehr technisch und organisatorisch funktioniert, tatsächlichnachgefragt wird, mit der Anbindung an den ÖV, besonders an denFernverkehr, angenommen wird, die infrastrukturellen Voraussetzungenintegrierbar sind und sich auskömmliche Geschäftsmodelleorganisieren lassen.Sebastian Sommer/ Luise PuffertEMOTIF Projektbudget: 1,1 Mio. EURFördersumme: 720.000 EURLaufzeit: 01.10.2012 bis 30.09.2014Zentraler Ansprechpartner: Sebastian Sommer, FHEE-Mail: sommer@fh-erfurt.de


FORSCHUNG m 2 I 35Interdisziplinär forschenDas von August 2012 bis Juli 2015 laufende, BMBFgeförderteForschungsprojekt ImiWo des Institutsfür Stadtforschung, Planung und Kommunikation(ISP) der FHE nimmt innerstädtische Stadtteile unterdie Lupe mit dem Ziel herauszufinden, wodurchdas Image eines Wohnquartiers positiv oder negativbeeinflusst und geprägt wird. Dabei betrachtetdas Forschungsteam die Wirkmechanismen derThemen Gesundheitsförderung und Energieeffizienzbesonders.Die GEWOBAG aus Berlin und Stadtbau aus Würzburgsind als kommunale Wohnungsunternehmenin das interdisziplinäre Projekt eingebunden. AmMehringplatz in Berlin-Kreuzberg mit ca. 5.400Bewohnern verwaltet die GEWOBAG 1033 Wohnungen.Von den 11500 Bewohnern im WürzburgerStadtteil Zellerau wohnen mehr als ein Drittelin den 2000 Wohnungen der Stadtbau.Der soziale, demografische und wirtschaftlicheWandel verändert das Image von Quartieren. Prof.Dr.-Ing. Heidi Sinning: „Die betroffenen Quartiere mit einem negativen Außenimage haben überwiegend ganz ähnliche Probleme. Dazu gehörenbauliche und städtebauliche Mängel, das wenig attraktive Wohnumfeld mit geringem Anteil an Grünflächen, Spielplätzen und vielenLeerständen, eine wachsende Verarmung der Bewohner und zunehmende soziale Konflikte.“GEWOBAG-Vorstand Hendrik Jellema: „Aus Sicht der Wohnungswirtschaft ist das Image eines Wohnstandortes ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor.Gerade in den innerstädtischen Wohnquartieren besteht großes Potenzial, durch gezielte Strategien und Maßnahmenpakete auf einbestehendes negatives Image erfolgreich einzuwirken. Wir sind stolz, ein Partner dieses wichtigen Forschungsprojekts zu sein und versprechenuns viele wertvolle Impulse für unsere Arbeit vor Ort.“ Die Ergebnisse des Forschungsprojekts ImiWo können später in die Praxis derWohnungswirtschaft implementiert werden. Dazu gehören gesundheitsfördernde Projekte für Senioren und Netzwerke von Engagierten,die das Image aktiv mit gestalten, wie auch baulich-energetische Veränderungen im Wohnungsbestand und Wohnumfeld. Dabei verändertsich auch die die Innensicht der Bewohner auf ihr Wohnquartier und es wir Engagement initiiert.www.fh-erfurt.de/fhe/isp/forschung/projekte/imiwoKalter AsphaltFoto: Jakob Ehrhardt_pixelio.deAm 28.01.2013 trafen sich Experten aus ganz Deutschland und den Niederlanden unterder Leitung von Prof. Dr.- Ing. Steffen Riedl an der Fachrichtung Bauingenieurwesen, umbei der Tagung des Arbeitskreises 7.5.2 der Forschungsgesellschaft für Straßen- und VerkehrswesenFGSV e.V. über das aktuelle technische Regelwerk der Straßenerhaltung im Zusammenhangmit „Dünnen Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise (DSK)“ zu beraten. DieTeilnehmer kamen aus Straßenbaubehörden, Prüfstellen sowie Baufirmen. Neben der Arbeitam Regelwerk wurden interessante und zukunftsweisende Tendenzen diskutiert und übermögliche Forschungstätigkeiten im Rahmen der Auftragsforschung des Bundesministeriumsfür Verkehr, Bau und Stadtentwicklung beraten. Dazu rundete eine Besichtigung des Straßenbaulaborsdie Sitzung ab. Die während der Sitzung besprochenen Details sollen in dastechnische Regelwerk mit eingehen.Die Bauweise DSK stellt eine innovative, schnelle, wirtschaftliche und ökologische Bauweisezur Erhaltung von tragfähigen, standfesten, aber dennoch geschädigten Verkehrsflächenbefestigungeninsb. im kommunalen Bereich dar.Prof. Dr. Steffen Riedl


36 I m 2 PUBLIKATIONENPublikation in ChinaDie Architekten Ulf Hestermann und Ludwig Rongen, beides Professorenan der Fakultät Architektur und Stadtplanung, sind Mitherausgeberbzw. Autoren eines in der V.R. China in chinesischer Spracheerschienen Fachbuches mit dem Titel „Energiesparendes Bauenin der Volksrepublik China - Eine umfassende Darstellung anhandeuropäischer und deutscher Technologien und Projektbeispiele“.(ISBN 978-7-5641-2588-2).Auch der Erfurter Landschaftsarchitekt Stephan Dittrich gehört zumsiebenköpfigen Autorenteam aus chinesischen und deutschen Fachleuten.Das Buch untersucht die Auswirkungen der dynamischenWirtschafts- und Bauentwicklung in China auf den Weltenergieverbrauchund die ökologischen Veränderungen sowie Möglichkeitendes Beitrags von Bauherren, Investoren sowie Architekten und Ingenieurein China zum energie- und ressourcensparenden, ökologischvertretbaren Bauen.Repro des Titels: HestermannAngewandtes MarketingProf. Dr. Norbert Drees von der Fak. Wirtschaft-Logistik-Verkehr hatweitere „Erfurter Hefte zum angewandten Marketing“ herausgegeben.Die Hefte können beim Herausgeber gegen Schutzgebühr bezogenwerden. Heft 35 (2012) beinhaltet zu „Markenmanagement“die Beiträge „West-Ost-Markenstudie 2012 (WOM 2012) – Unterschiedein Kaufverhalten, Markenbewusstsein und Werbewirkung inOst und West“ von Niels N. von Haken und Sören Schiller, „CorporateBranding – Möglichkeiten und Grenzen der Unternehmensmarke“von Elias Roßner sowie den „Literaturservice – Marketing-Neuerscheinungen2. und 3. Quartal 2012“ von Andreas Tröger. Heft36 (2012) hat zu „Corporate Management“ den Beitrag „CorporateSocial Responsibility – Das Grundkonzept und beispielhafte Anwendungenin der Wohnungswirtschaft“ von Claudia Poltermann zumInhalt.DatenintegrationIntegrationsansätze, Beispielszenarien,Problemlösungen,Talend Open Studio.Ines Rossak (Hrsg.), Verlag Carl Hanser,ISBN 978-3-446-43221-5, 29,99 €Fachbuch von Professorin RossakSurf-TippProf. Dr. Ines Rossak von der Fachrichtung Angewandte Informatikhat ein Lehrbuch „Datenintegration: Integrationsansätze, Beispielszenarien,Problemlösungen, Talend Open Studio“, erschienenim Carl Hanser Verlag, herausgegeben. Das Autorenteam, zu demneben Professorin Rossak Studierende und Absolventen des MasterstudiengangsAngewandte Informatik gehören, greift in dem Buchtypische Herausforderungen auf, vor denen Unternehmen stehen,die ihre Datenbestände konsolidieren müssen.Weitere Informationen hier im Heft auf Seite 21Die Datenbank Web of Science ist im Campusnetz der FH Erfurtab sofort verfügbar. Sie ist eine umfangreiche, multidisziplinäre,bibliografische Datenbank mit Artikelnachweisen ausZeitschriften, Büchern sowie Konferenz- und Tagungsberichtenu.a. aus Naturwissenschaften und Technik, Sozialwissenschaften,Kunst- und Geisteswissenschaften. Wenn vorhanden, wirdzu den elektronischen Volltexten verlinkt, die teilweise kostenfreizur Verfügung stehen. Wichtig: Englische Begriffe in dieSuchfelder ein: z.B. „Thuringian Forest“ statt „Thüringer Wald“eingeben.


2012Prof. Dr. Friso RossSoziale ArbeitBedingung:Prämiiert werden hervorragende Lehrveranstaltungen,Seminare, Vorlesungen, Übungen. Wenneine Veranstaltung des SoSe 12 und des WiSe12/2013 besonders gut gefallen hat, so kann diesebeim Präsidenten für den Lehrpreis vorgeschlagenwerden. Eine Begründung muss enthalten sein,die spezielle Vorzüge und Merkmale der Veranstaltungnennt.Einreichungsfrist:Nominierungen im verschlossenen Umschlag mitVermerk „Nominierung für den Lehrpreis“ bis zumFreitag, 17. Mai 2013an die Präsidentin Prof. Dr. Kerstin WydraPreisverleihung:Eine Jury (3 Professoren, 4 Studierende) wähltden/die Gewinner/in.Die Verleihung erfolgt zurImmatrikulationsfeier am11.10.2013Die bisherigen Preisträger:2002Prof. Dr. Hans-Heinrich MeyerLandschaftsarchitektur2003Prof. Dr. Ronald LutzSozialwesen2004Prof. Dr. Peter van TreeckKonservierung und Restaurierung2005Dr. Günter MeynGebäude- und Energietechnik2006Prof. Dr. Karl-Heinz StangeSozialwesen2007Dr. Jörg SahmAngewandte Informatik2008Prof. Dr. Christian ZylkaGebäude- und Energietechnik2009Prof. Dr. Bernd SchwandtWirtschaftswissenschaften2010Prof. Dr. Cäcilia RentmeisterSoziale Arbeit2011Anja HaußenAngewandte informatik


ImpressumHerausgeber:Die Präsidentin der Fachhochschule ErfurtAltonaer Str. 25, 99085 ErfurtRedaktion:Roland Hahn (V.i.S.d.P.), namentlich gekennzeichneteBeiträge müssen nicht die Meinung der Redaktionwiedergeben. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.Telefon: 0361 6700-704, E-Mail: presse@fh-erfurt.deGestaltung:Fotos/GrafikTitelfoto:Druck:Kristin ThiemeAus dem Archiv der FH Erfurt, siehe BildunterschriftenJens HauspurgDruckhaus Gera GmbH, GeraErscheint einmal pro Semester, Auflage: 2.000 Exemplare.Redaktionsschluss: 5.4.2013www.fh-erfurt.de

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