WAGEN statt WIEGEN.pdf - Frauengesundheitszentrum Graz

fgz.co.at

WAGEN statt WIEGEN.pdf - Frauengesundheitszentrum Graz

was ich tun kann ...

… für mich

sie können überlegen, was sie an sich mögen, die

Waage verbannen und ihrem spiegelbild hin und

wieder etwas nettes sagen. Wichtig ist Zeit für ihre

ganz persönlichen Genüsse.

rezept: Essen sie, wenn sie hunger

haben. Genießen sie, was sie essen.

hören sie auf, wenn sie satt sind.

sind sie von einem Essproblem betroffen?

Ein Beratungsgespräch, persönlich oder per telefon,

kann entlastend und hilfreich sein. Jedenfalls ist es ein

erster, wichtiger schritt.

… für meine TochTer, freundin,

schwesTer, schülerin

Wenn sie ihr sagen, was sie wahrnehmen, vermeiden

sie lieber Vorwürfe und Ratschläge. Bieten sie an,

die Betroffene zu einer Beratungsstelle zu begleiten.

Wichtig ist, dass sie sich unterstützung holen und auf

ihre eigenen Grenzen achten!

„Eine Tochter mit Magersucht ist mehr als ihre

Krankheit, und ihre Mutter auch nur ein Mensch.“

(Maria, 45)

Österreichische Post aG

info.mail Entgelt bezahlt

Foto: istockphoto.com

impressum

herausgeberin

Referat Frauen & Gleichstellung

stadt Graz | www.frauen.graz.at

autorinnen

Felice Gallé | Veronika Graber

Frauengesundheitszentrum | www.fgz.co.at

für ihr feedback danken wir

sophia Ebner

stefanie Gruber

Maria stubenschrott

grafische gestaltung

achtzigzehn agentur für

Marketing und Vertrieb Gmbh

wagen

statt

wiegen

unterstützung bei Essproblemen

guT

informierT

liebe grazerin

Zu dick, zu dünn, gerade richtig? Diese Frage füllt seitenweise

Frauenzeitschriften, ist Gesprächsthema zwischen Freundinnen

und Ziel von untersuchungen. Übermäßig werden unsere Maße

beobachtet und beurteilt. auch von uns selbst. Besonders häufig

sind Mädchen in der Pubertät, aber auch Frauen in ihren Wechseljahren

mit sich unzufrieden. Viele quälen sich mit Diäten.

Doch Diäten sind oft der Einstieg in Essprobleme.

Ess-sucht, Bulimie, Magersucht sind keine „weiblichen ticks“

sondern krankheiten mit suchtcharakter. immer wieder bezahlen

Frauen den schönheitswahn unserer Gesellschaft mit dem

Leben. auch das Gewinnstreben der nahrungsmittelindustrie,

stress durch Mehrfachbelastung, der steigende Druck in der

arbeitswelt und Gewalterfahrungen fördern Essprobleme.

Der Einsatz für Gerechtigkeit ist deshalb ein wichtiger teil des

kampfes gegen Essstörungen. Ein weiterer ist, dass wir über das

thema reden.

Dieser Folder will sie informieren und ihnen Mut machen zu

Gelassenheit und Genuss!

ihre

martina schröck

Stadträtin für Soziales,

SeniorInnen und Frauen


wieviel gewichT geben

siE ihREM GEWicht?

Essen ist ein Grundbedürfnis wie schlafen – manchmal

aber auch Belohnung, trost, anlass zu Geselligkeit, ein Mittel,

um aufmerksamkeit zu erregen. immer seltener bringt Essen

Genuss, immer öfter wird es zum Problem.

„Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich der Schokolade

nicht widerstehen kann.“

(Christa, 28)

Dicksein bedeutet, nicht den gängigen schönheits- und

Gesundheitsidealen zu entsprechen. Übergewicht alleine

ist kein Gesundheitsrisiko. Doch Modebranche, kosmetik-,

Diät- und Wellnessindustrie formen unseren Blick für schönheit

– und verdienen daran.

„Wenn ich all die Models sehe, finde ich meinen Bauch zu dick

und auch die Oberschenkel!“

(Lena, 16)

Jung, fit und dünn lautet das heutige schönheitsideal. Echte

Frauen sind vielfältig: groß, klein, dick, dünn, jung, alt, aus

unterschiedlichen Ländern, mit oder ohne Brille, auf zwei Beinen

unterwegs oder per Rollstuhl, mit Locken oder glattem haar.

„Problemzonen … sind die Modeseiten in den Frauenzeitschriften!“

(Maria, 47)

hunGER nach MEhR –

essprobleme

Bestimmt die sorge um ihr Gewicht ihren alltag? kreisen ihre

Gedanken um kalorien und Diäten? Essprobleme sind häufig,

die Übergänge zur krankheit fließend.

„Im Spiegel bin ich mir immer noch fett vorgekommen!“

(Sandra, 27)

Eine verzerrte körperwahrnehmung ist typisch für Frauen mit

magersucht (anorexie). sie sind stark abgemagert und essen

kaum. Die angst zuzunehmen, ist groß.

Betroffene von ess-sucht (Binge-Eating Disorder) erleben

Essanfälle, bei denen sie in kurzer Zeit große Mengen an

nahrungsmitteln zu sich nehmen. Meist essen sie heimlich.

„Ich schämte mich und ekelte mich vor mir selbst.“

(Anna, 50)

Frauen mit ess-brech-sucht (Bulimie) sieht man die krankheit

oft nicht an. nach außen hin scheint vieles perfekt.

„Ich will raus aus dem heimlichen Teufelskreis von Essanfällen und

Erbrechen!“

(Maria, 33)

Probleme mit dem Essen sind Bewältigungs-

versuche: Betroffene Mädchen und Frauen

versuchen so, mit belastenden situationen in

ihrem Leben umzugehen. Doch dies bringt

neue Probleme und Gefahren. der aussTieg

aus einer esssTörung isT möglich.

beraTung unD

begleiTung

Verschiedene Wege führen zurück zu Gesundheit und Genuss.

unterstützung finden sie etwa bei ihrer hausärztin oder ihrem

hausarzt, bei Psychotherapeutinnen, in einer selbsthilfegruppe.

in einem ersten Beratungsgespräch können sie herausfinden,

was für sie am besten passt.

b.a.s. beraTungssTelle

Dreihackengasse 1 | 8010 Graz

Tel.: +43 16/82 11 99 web: www.suchtfragen.at

drogenberaTungssTelle des landes sTeiermarK

Friedrichgasse 7 | 8010 Graz

Tel.: +43 316 32 60 44

web: www.drogenberatung.steiermark.at

frauengesundheiTszenTrum

Joanneumring 3 | 8010 Graz

Tel.: +43 316/83 79 98 web: www.fgz.co.at

mafalda für Mädchen und junge Frauen

arche noah 11 | 8020 Graz

Tel.: +43 316/33 73 00

web: www.mafalda.at

selbsThilfegruppe für angehörige von

magersüchTigen/bulimiKerinnen

Tel.: +43 699 16005050 (Mo. von 8.00 bis 18.00 uhr)

web: anette.kupfer@gmx.at; prasch_alex@hotmail.com

sTeir. landesverband für psychoTherapie (sTlp)

Elisabethstraße 38 | 8010 Graz

Tel.: +43 316/37 25 00 web: www.stlp.at

hoTlines

unD linKs

esssTörungs-hoTline

Tel.: 0800/20 11 20

Montag bis Donnerstag

12 bis 17 uhr

kostenlos

web: www.essstoerungshotline.at

raT auf drahT (orf)

Kinder und JugendhoTline

Tel.: 147

0 bis 24 uhr

kostenlos

web: www.rataufdraht.at

arge dicKe weiber

mit vielen Links

web: www.argedickeweiber.wordpress.com

vorbeugende angeboTe

ViViD Fachstelle für suchtprävention

Zimmerplatzgasse 13/i | 8010 Graz

Tel.: +43 316 823300

web: www.vivid.at

„Worum es eigentlich geht? Selbstachtung!“

(Yasmine, 51)

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