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Bufu-News武風onlineHôken Mutô DoriBei meiner diesjährigen Japanreise malteHatsumi, Masaaki Sôke mir die folgendeKalligraphie zum Jahresthema des Bujinkan Dôjô.Das Tsurugi soll ähnlich wie bei den Methodendes Mutô Dori angewandt werden. Dabei sollenbei den Übungen beide Partner möglichstentspannt und ohne große Kraft miteinander dieMöglichkeiten der Waffe erforschen.Das Tsurugi kann wie ein Drache das gegnerischeSchwert einwickeln oder mit natürlichemKörperschwung, wie in der Sanshin no Katageübt, eingesetzt werden um empfindlicheStellen zu treffen.Das Bujinkan Budô ist ein lebendiges System, dasvon den Fähigkeiten seiner Praktizierenden zurvollen Blüte entwickelt werden muss.Die Bedeutung ist Hôken 宝 剣 , das kostbareSchwert oder auch das heilige Schwert des Tennound Mutô Dori 無 刀 禽 , die waffenlosenTechniken.Das Tsurugi oder Ken ist das chinesische Schwert,es ist eine Urform des Schwertes eine gerade,zweischneidige Klinge. Wie Hatsumi Sôke sagte,gibt es keine überlieferten Formen wie dasTsurugi genutzt wird. Die Techniken und Ideenwerden von den Erfahrungen mit anderenWaffen des Bujinkan und den Möglichkeiten derspeziellen Waffe kreiert.3Mutô Dori Hidenaus „Japanischer Schwertkampf“ von SôkeHatsumi, Masaaki.Viele glauben, Mutôdori bedeutet, ohne Schwerteinem Angreifer mit Schwert gegenüberzustehen,aber das stimmt nicht. Auch wenn man einSchwert in Händen hält, beginnt mit derwaffenlosen Haltung die Bildung einer innerenHaltung, dem Gegner entgegentreten zu können.Wenn man aber sein Taijutsu nicht ausreichendtrainiert hat, kann man die geheimnisvolleTechnik des Mutôdori nicht verstehen.


Bufu-News武風onlineJapan – Ein Reiseberichtvon Martin WürfelEs ist der 12.05.2013 - meine erste Japanreisesteht bevor. Nach 20 Jahren Training im BujinkanBudo geht ein Traum in Erfüllung. Dank derUnterstützung meiner Frau und dem Verständnismeiner Kinder kann ich ruhigen Gewissens fahrenund mich für die nächsten Tage aus dem Alltagausklinken.Der Koffer ist gepackt, das Trainingszeug nochmal gecheckt – es kann losgehen. Mit allennötigen Dokumenten und einer Hand vollErwartungen trete ich die 14-stündige Reise an.Der Flug ist lang und für größere Menschen mitSicherheit keine Freude, ich sag nur…Beinfreiheit.Trotzdem angekommen und etwas müde, abervon Vorfreude getrieben, mache ich mich aufnach Kashiwa. Hier werde ich mich mit Michaelim Kashiwa Plaza Annex Hotel treffen.Jetzt kann es losgehen: mich erwarten ungefähr20 Std. Training, Kultur pur und einmultikultureller Erfahrungsaustausch. Ein 7-Tage-Powerpaket.Das Hotel ist preisgünstig, sauber, und voll inOrdnung. Die Verkehrsanbindung ist top unddank Michaels guter Planung wird keine Zeitverschwendet.Tag 1 – Asakusa und mein erster ( Sensoji )TempelAuf in die Bahn und nach Asakusa. Michaelserster AGENDA Punkt wird angegangen. Nacheiner kurzen Fahrt und einigen fußläufigenMetern erreichen wir Asakusa. Japaner undTouris soweit das Auge reicht. Nach vielenGeschäften und Krimskramsläden baut sich einTempel auf, der die Fotofunktion meines IPhonesendlich mal ausnutzt.Tag 2 – Kaisergarten und Training im HonbuDojo und im Budokan in Ayase25 Grad und Sonne, auf zum westlichenKaisergarten. Zu Fuß von der Tokyo Station einKlacks. Ein sauberes Stück Grün in einer Wüsteaus Beton und Glas.Nach ein paar Stunden und einem halbenSonnenstich geht es auf zum Training.Mein erster Tag im Honbu Dojo. Ein Raum, denich bis jetzt nur aus Büchern und Videos kanntewird real. Empfangen von Shiraishi Sensei, einemca. 70 Jahre alten, höchst sympathischen Japaner,starten wir mit einem recht sensitiven Training.Nach einer Mittagspause und einem Big Macmachen wir uns auf den Weg ins Tokyo Budokanin Ayase. Mein erstes Training bei Hatsumi Sokesteht bevor.Im Tokyo Budokan angekommen, zeigen sich dieMassen an Buyu, die bei Hatsumi trainierenwollen. Buyu aus der ganzen Welt: große - kleine,alte – junge, talentierte – engagierte, schlechte –und gute. Ein Spiegel der Gesellschaft, vereint imBujinkan Dojo - und wir mittendrin.4Geballte Budo Power, so würde ich Hatsumibeschreiben - hoffentlich kann ich mich mit 83Jahren auch noch so bewegen.Auf jeden Fall verfolge ich seinen Unterricht mitInteresse und Respekt. Obwohl ich zugebenmuss, teilweise nicht immer seinen schnellenPräsentationen folgen zu können, wirken seine


Bufu-News武風onlineIdeen jedoch nach und geben mir eine Inspirationfürs eigene Training.Nach dem Training stelle ich mich meinem ersten„Godan Test“. Diesen bestehe ich leider nicht. Daich damit nicht alleine war, tröstet es mich überden Misserfolg hinweg. Etwas gelernt habe ichtrotzdem … keep going!Tag 3 - Training im Honbu DojoDie erste Trainingseinheit für heute gab NoguchiSensei. Noguchi strahl mit 70 Jahren eineLebensfreude und Dynamik aus, von der sich somancher 30-jährige eine Scheibe abschneidenkönnte. Dies spiegelte sich auch in seinemTraining wieder - wir „tanzten“ mit ihm durch dieKoto Ryu. Seine Henka füllten den Raum mitLeben und spornten unsere Kreativität an.Tag 4 – Meiji Schrein, Training im HonbuDojoAuf zum Meiji Schrein Richtung Shibuya und daszur Rushhour. Rushhour in einer japanischenBahn ist keine Freude – aber ein Erlebnis. Wennich mir vorstelle die Größe einesdurchschnittlichen Japaners zu haben, wäre ichwahrscheinlich in Panik ausgebrochen. Der MeijiSchrein ist nicht nur für uns Ausländer einMagnet, auch die Japaner fühlen sich in Scharendavon angezogen.Hier lerne ich die Grundlagen des Shinto kennenund folgte den bebilderten Anweisungen desReinigungsrituals und des richtigenGebetsablaufes (allerdings in der Touristen-Schnellvariante). Nach einem lohnenden Besuchgestaltet sich die Rückfahrt mit der Bahn wenigereng.Und wieder zwei Trainingseinheiten: die erste mitNoguchi und die zweite mit Nagato.Jetzt durfte ich auch noch Nagatos Uke sein undkonnte so seinen Ausführungen direkt folgen. Erging recht sanft mit mir um. Dennoch kam ich indieser Trainingseinheit an die Grenzen meinerKondition. Die 28 Grad und eine gewisseLuftfeuchtigkeit gaben mir den Rest. Zum erstenMal war ich froh, dass das Training zu Ende war.Die zweite Einheit an diesem Tag hielt Nagato.Sachlich, fachlich fundiert und mit der richtigenMischung aus Ernst und Spass führe Nagatodurch sein Training.Die Pausen zwischen den Trainingseinheitenhaben wir meist beim Italiener verbracht unddort unseren Akku mit Getränken und Speisenwieder aufgeladen.Martin noch ganz geschafft mit Nagato Shihan5


Bufu-News武風onlineTag 5 – Noda Schrein „wir kommen“ und wiesoll es anders sei, ab ins Honbu DojoEine Fahrt nach Noda hält den nächsten Schreinfür uns bereit. Eingebettet in eine kleine Oase derRuhe, zeigt sich das kulturelle Shinto-Gut inseiner ganzen Pracht. Gott sei Dank sind wir unterder Woche dort und weitere Touristen sind kaumzu sehen.Nach etwas Kultur geht es wieder ab ins HonbuDojo - weiter schwitzen und viel lernen.Noguchi tanzt weiter die Koto Ryu und bringt unsweitere Ideen nahe. Nach einer relativ kurzenPause schließt sich direkt die Einheit von HatsumiSoke an. Auch hier gibt es wieder ein Paket anIdeen und einen wundervollen Großmeister zusehen.Anschließend steht der „Godan Test“ an.Nachdem erst mal alle Prüflinge mehr oderweniger vom Schwert getroffen wurden,bekommen wir eine zweite Chance. NakadaiShihan holt zum Schlag aus und prüfte uns.Ich muss sagen, dass ich mir den Godan Testeinfacher vorgestellt habe. Doch es ist eineHerausforderung, vor einem ca. 50-köpfigenPublikum, dem Schwert im Nacken und unter denAugen von Hatsumi Soke in sich zu ruhen und sichzu konzentrieren.Hinzu kommt noch, dass das ZDF Aufnahmenmacht, was nicht gerade zu einer entspanntenAtmosphäre beiträgt.Martin mit Nakadai ShihanTag 6 – NationalmuseumDie Pause - mehr als nötig und verdient. Michaelund ich machen uns auf ins Nationalmuseum.Hier besuchen wir die Shinto-Sonderausstellungund streifen innerhalb von vier Stunden durch dieExponate japanischer Geschichte.Mit platten Füßen und diversen körperlichenSchmerzen wieder im Hotel angekommen,machte ich mich auf zur Shiatsu-Massage. 2895Yen, ein Spottpreis für 60 Minuten Entspannung.Hätte ich gewusst, dass mir ca. 500 Boshiken inden Rücken gedrückt werden, hätte ich es mirvielleicht noch mal überlegt. Spaß beiseite,nachdem ich wieder bei mir war, setzte auch dieEntspannung ein.Tag 7 – Letztes Training im Honbu DojoWir geben uns zum vorerst letzten Mal die Ehreund trainieren bei Noguchi Sensei und HatsumiSoke. Ein abschließendes Abendessen mitMichael gibt mir die Möglichkeit, das Erlebte zurekapitulieren und als gut zu bewerten.Tag 8 – AbreiseKoffer gepackt, letzten McMuffin gegessen undauf zum Narita Airport. Sayonara Japan –Düsseldorf wir kommen.Diese Reise hielt mehr für mich bereit als einenbestandenen „Godan Test“. Rückwirkendbetrachtet war er nur das i-Tüpfelchen auf einemSchatz an unschlagbaren Erfahrungen undEindrücken, die mich weiter geprägt haben unddie ich in guter Erinnerung behalten werde.Nochmals Danke an meinen Lehrer MichaelWedekind, der diesen Trip mit seiner langjährigenTrainings- und Japanerfahrung zu einemunvergessenen Erlebnis gemacht hat.6Keep going!!!


Bufu-News武風online„Do nothing and nothing will be leftundone.“Diesen Satz haben Lena und ich während desYuro Shi Tenno Taikai vom 12. - 14. Juli 2013 inParis in den verschiedensten Variationen zuhören bekommen. Thema des Taikai war MutoDori & Tsurugi. Somit haben sich die drei ShihanArnaud Cousergue, Sveneric Bogsätter und PeterKing redlich Mühe gegeben, uns Teilnehmer anden Erkenntnissen aus ihren Japanaufenthalten indiesem Jahr teilhaben zu lassen. Stattgefundenhat das Taikai im Cercle Chr. Tissier an der Rue deFontennay in Paris. Das Dojo war mit seinen dreiRäumen und dem freundlichen Empfangsbereichmit Innenhof ein optimaler Austragungsort undhat mit seiner angenehmen Atmosphäresicherlich das Seine zum Gelingen derVeranstaltung beigetragen.Nicht nur ich habe es sehr bedauert, dass PedroFleitas aus persönlichen Gründen die Teilnahmekurzfristig absagen musste und es sprach für denGeist dieses Taikai, dass jeder der AnwesendenVerständnis dafür hatte. Insgesamt fiel mir7besonders die sehr freundschaftliche und auf dasLernen konzentrierte Atmosphäre während derdrei Tage auf. Es wurde während des Trainingsder Techniken kaum gesprochen und dennochviel gelacht, so dass keinerlei Verbissenheitaufkam. Stattdessen hat jeder seinemTrainingspartner über seine Bewegung das nötigeFeedback gegeben, damit dieser sich verbessernkonnte.Inhaltlich hatte es das Training in sich. Immerwieder wurden wir Schüler darauf hingewiesen,unserem Körper und der Klinge zu vertrauen, unslocker und im natürlichen Fluss zu bewegen statteine feste Technik abzuspulen und – vor allem –den Mut dazu zu haben, in die Angriffehineinzugehen. „Do nothing...“ Wir sollten unsnicht im Vorhinein auf etwas festlegen, sondernmit offenen Sinnen den Angriff und Angreifererfassen, damit wir natürlich und angemessendarauf reagieren konnten. „...and nothing will beleft undone.“ Allein über das Spiel mit dereigenen Präsenz, der Beherrschung des Raumesund der leichten Manipulation des gegnerischenGleichgewichts wurde nicht nur der Angriffabgewehrt, sondern meist auch gleichzeitig derAngreifer derart durcheinandergebracht, dass einKonter ohne Mühe durchgeführt werden konnte.Lena


Bufu-News武風onlineSo sind die drei Tage bei schönstem PariserFeiertagswetter gleichsam verflogen. Und auchwenn ich das Yuro Shi Tenno Taikai 2013 in Parisallein schon wegen meines bestandenenSakkitests durch Arnaud im Gedächtnis behaltenwerde, so haben Lena und ich vor allem vielgelernt und interessante Kontakte zu anderenDojos auf der Welt knüpfen können. Ich bingespannt, wie die Ideen, die wir in Paris trainierthaben, in unser normales Training einfließenwerden. Denn auch der Aufruf zumWeitermachen steckt in dem oben zitierten Satz.In diesem Sinne - gambatte kudasaiGut! So sollte es zumindest sein. Irgendwann. Bisdahin würde bei den meisten – micheingeschlossen - noch viel Lernen und vielTraining nötig sein, aber zumindest die erste Ideedazu wurde uns sehr intensiv und eindringlichvermittelt. Umso mehr, da wir diese Ideen imLaufe der drei Tage aus den sehrunterschiedlichen Sichtweisen und in den sehrunterschiedlichen Umsetzungen von Arnaud,Sveneric und Peter gezeigt bekamen. EinOrganisationskonzept, welches eindeutig seineStärken hatte, da so die unterschiedlichstenMenschen die Möglichkeit hatten, das ihrerPersönlichkeit und ihrem Trainingsstandentsprechende für sich herauszuziehen. Auch,weil die Gesamtzahl der Schüler in Gruppenentsprechend ihrer Graduierungen aufgeteiltworden waren. Lediglich das erste und letzteTraining des Tages haben wir alle gemeinsamabsolviert.Shidôshi Cordula Bohl8


Bufu-News武風onlineSakkijutsu 殺 気 術Die Intention des Killers spürenvon Shidôshi Michael WedekindIm Bujinkan Budô von Sôke Masaaki Hatsumi, gibtes ein Phänomen, welches immer wieder zugroßem Erstaunen und Unglauben führt. Es istder Sakki-Test, bei dem der Schüler zeigen soll,dass er die Angriffsintention eines Killerserspüren kann.Dieser Test wird zur Erlangung des Godan (5.Meistergrad) im Bujinkan Budô durchgeführt. Esist der Augenblick, der entscheidet, ob man nunden Bereich der rein körperlichen Technikenverlassen hat und als „Shidôshi“ ( 士 道 師 ) Lehrerder Kampfkünste seinen Weg weiter beschreitendarf.Der Test läuft wie folgt ab:Der Schüler setzt sich vor den Prüfer, mit demRücken zu ihm gewandt, auf den Boden. DerSchüler schließt die Augen und versucht sich zuentspannen, während der Prüfer einBambusschwert hoch über dem Kopf hebt.Nach einiger Zeit des Wartens schlägt der Prüfer,ohne Vorwarnung auf den Kopf des Schülers.Dieser muss im Prinzip sofort wenn das Schwertniedersaust, sich zur Seite werfen und wegrollen.Wenn der Schüler im richtigen Momentausweicht und nicht getroffen wird, hat er diePrüfung zum Godan bestanden.Immer wieder kommt die Frage auf, wodurchkann man diesen Test bestehen. Hört man denAngriff, fühlt man etwas Bestimmtes oder wasgenau nimmt man wahr.Hatsumi Sôke fragt oft nach dem erfolgreichenTest, was hast Du gespürt, was hast Du gefühlt.Einige sagen, dass sie wie von selbst auswichen,andere fühlten etwas, das sie aber nicht in Wortefassen könnten.Ich möchte nun beschreiben, wie ich diesenAugenblick wahrgenommen habe. Auf dem Taikaiin Luxemburg, am 11. Juli 1992, stellte ich michdiesem Test. Zuvor, war ich von großem Zweifelergriffen, ob ich schon so weit wäre, diesenSchritt zu machen. Also fragte ich damals zuersteinen europäischen „Shihan“ ( 師 範 )Meisterlehrer, den ich damals sehr respektierte,was seine Meinung dazu wäre. Er antwortete,dass ich mich ruhig diesem Test unterziehenkönnte. Aber irgendwie blieben die Zweifel undich entschloss mich Hatsumi Sôke direkt zufragen. Ich erhielt tatsächlich die Möglichkeitmich für einen Moment mit ihm zu unterhalten.Nach einiger Überwindung schilderte ich ihmmeine Situation. Er legte seine Hände auf meineSchultern und sagte, dass ich keine Angst habenbräuchte, ich wäre so weit, ich hätte einenHeiligenschein und würde den Test sofortbestehen.So meldete ich mich, als die Prüflinge zur Godan-Prüfung aufgefordert wurden. Fünf anderePrüflinge hatten sich gemeldet und wir gingen ineinen anderen Raum. Dort wurde uns erklärt,dass diese Prüfung heute etwas Besondereswäre, da ein Fernsehteam von RTL, den Testfilmen würde. Da die Kameraleute erst nocheinige Vorbereitungen zu treffen hatten,warteten wir einen Augenblick.Als Hatsumi Sôke fragte, wer der Erste Prüflingseien möchte, sprang ich sofort auf. Ich setztemich vor Hatsumi Sôke auf den Boden undschloss die Augen. Es dauerte erst einige Zeit, da9


Bufu-News武風onlinedie Kameraleute noch mit einigen KabelnGeräusche machten. Dann legte Hatsumi Sôkedas Bambusschwert auf meinen Kopf und rief„Start“, wobei er das Schwert erhob. Ich zucktevor Aufregung ein wenig unkontrolliert, bevor ichspürte, dass Hatsumi Sôke Energie auf michübertrug. Ich wurde ruhiger und nahm HatsumiSôke fast so wahr, als ob ich ihn sehen könnte.Als er mit dem Schwert zuschlug, warf ich michzur Seite und bestand den Test auf Anhieb.Ich kann nicht sagen, dass Hatsumi Sensei beimeiner Godan-Prüfung mit der Intension einesKillers angriff. Vielmehr übertrug er eine starkepositive Energie auf mich, bevor er zuschlug.Hatsumi Sôke half mir, mein Bewusstsein fürseine Präsenz zu öffnen, es fand eine Verbindungstatt, die mir half zur rechten Zeit auszuweichen.察 知 術Satchijutsu - oder die WahrnehmungentwickelnBeim „Satchijutsu“ ( 察 知 術 ) des Togakure-ryûlernte ich die Absicht des Gegnerswahrzunehmen. Dazu begebe ich mich in einenZustand des „Mu“ ( 無 ) der am besten mit demBegriff „entspannte Achtsamkeit“ umschriebenwerden kann. Dabei kann ich die Absichten desTrainingspartners vorherahnen, da die bewussteoder auch unbewusste Absicht zu erspüren ist. Jestärker die Absicht und der Wille des Partnerausgeprägt ist, umso einfacher kann ich dieseswahrnehmen.Im Folgenden möchte ich einige Tipps geben, wieman seine Wahrnehmung entwickelt, umAngriffe vorher zu ahnen. Grundsätzlich gehe ichdavon aus, dass jeder Mensch, die Veranlagunghat, die Anwesenheit und die Intention vonanderen Menschen zu erspüren.Der erste Schritt, der getan werden muss, ist imeigenen Denken die Möglichkeit einzuräumen,10dass es eine persönliche Fähigkeit sein kann,andere Menschen wahrzunehmen, ohne unserebekannten Sinne zu nutzen. Denn wenn Du nichtoffen und neugierig diese andere Wahrnehmungerforschen willst, wirst Du genug Beweise fürDich finden, um Deinen Glauben zu untermauern.Der Verstand hat die Fähigkeit, Dir immer wiederdas zu beweisen, was Du eh schon glaubst undfür möglich hältst.Als nächstes brauchst Du einen oder bessermehrere Übungspartner. Du wirst mit der Zeitfeststellen können, dass manche Übungen mitdem einen oder anderen Partner besserfunktionieren.Übung - die Absicht des Partners wahrnehmenStelle Dich einem Partner gegenüber und schautEuch an. Ihr sollt etwa zwei Meter voneinanderentfernt stehen, so dass Ihr Euch komplett sehenkönnt. Entspannt Euch beide und lasst keinenWettkampf aus den Übungen werden.Der Partner kommt nun vor und versucht zu einerSchulter zu stoßen. Dabei macht er entwedereinen großen Schritt links oder rechts vor.In diesem Moment weicht Ihr mit der Seite aus,zu welcher der Partner stoßen will, indem Ihreinen Schritt nach hinten macht.Wichtig ist, dass Ihr Beide entspannt bleibt undeinen ruhigen Geist bewahrt.Als fortgeschrittene Übung könnt Ihr dies mitgeschlossenen Augen wiederholen.Euer Shidôshi wird noch weitere Übungen füreure persönliche Entwicklung der Wahrnehmungkennen.Herzlichen Glückwunsch an die neuenShidôshiDen neuen Shidôshi alles Gute für Ihre weitereEntwicklung, es gibt noch viel zu entdecken undzu studieren.Bufu-ikkan Michael Wedekind


Bufu-News武風onlineBujinkan Bufukai e. V.25.-jähriges VereinsjubiläumEin Rückblick von Michael Wedekind ShidôshiJa, es ist schon lange her, mein halbes Leben oderhalt 25 Jahre als wir am 3. November 1988 denNinpo Warrior Budo Club e. V. in Dortmundgründeten.Die Gründungsmitglieder waren Monika Olpe,Ralf Schauf, Frank-Peter Knapp, Oliver Knapp,Uwe Ehmke, Thomas Richter, Torsten Gaidies undMichael Wedekind. Ich hatte im Sommer auf demTaikai in Stockholm meinen 2. Kyu im BujinkanNinpo Taijutsu erhalten und war der höchstGraduierte in dieser Gruppe. Wir trainiertenschon zuvor zusammen im „New AgeMeditationszentrum“ in Dortmund, welches unsaber zu teuer wurde. Über Ralf Schauf kamen wiran einen Proberaum im alten Ceag-Gebäude inder Eisenstraße, schräg gegenüber demUnfallklinikum Nord. Durch die Vereinsgründunghofften wir, dass wir eine Trainingsmöglichkeit ineiner Turnhalle in Dortmund erhalten können.Seit Januar 1990 nutzen wir den Gymnastikraumin der Ketteler-Grundschule in Dortmund-Eving.Einige Buyu blieben etliche Jahre im Verein, diemeisten nur eine eherkurze Zeit.In den 90er Jahrengaben wir dem Vereineinen neuen Namen,Bujinkan Bufukai e. V.Im Rückblick habe ichüberwiegend schöneErinnerungen an die25 Jahre des Vereins.Meist hatten wir vielSpaß beim Trainingund es wurde vielgelacht.Bufu-ikkan11


Bufu-News武風onlineSeminartermin12./13. Oktober 201325jährigesVereinsjubiläumdesBujinkan Bufukai e. V.Synergien vonTakemusu AikidôundBujinkan BudôMitSensei Dr. Stefan Köck5. Dan Takemusu AikidôundShihan Michael Wedekind15. Dan Bujinkan Budô応 答 能 は 学 生 です(Kompetenz heißt Schüler sein)Je besser ich werde,desto mehr muss ich lernen.Je mehr ich weiß,desto wichtiger zu fragen.Je mehr ich trainiere,desto mehr gibt´s zu üben.Je sicherer ich bin,desto größer die Gefahr.Deshalblerne ich weiterfrage ich tiefertrainiere ich härterhinterfrage mich selbst.Undwerde ich dann besser,desto mehr will ich lernen...(Cordula Bohl)Offenes Seminar für alleInteressenten.Weitere Informationen anfordern!E-Mail: bujin@ninja.de12Cordula Bohl und Michael Wedekind beimTsurugi Training in Dortmund

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