Ein Jahr Energiewende - wie geht die Reise weiter? - KKV

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Ein Jahr Energiewende - wie geht die Reise weiter? - KKV

Lehrstuhl für EnergiewirtschaftProf. Dr. Christoph WeberEin Jahr Energiewende- wie geht die Reise weiter?19. KKV-HerbstforumEnergiewendeTechnische Herausforderung – soziale und wirtschaftliche FolgenEssen5.11. 2012Volker Eickholt / Prof. Dr. Christoph Weber


Lehrstuhl für EnergiewirtschaftProf. Dr. Christoph WeberFinancial Times Deutschland, 18.10.20122


Lehrstuhl für EnergiewirtschaftProf. Dr. Christoph WeberEnergiewende – wo stehen wir heute?• Energiewende: bereits 1980 Titel eines Buches des Öko-Instituts• Seit 1990:Staatliche Förderung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien• Energiekonzept 2010:– Gesamtkonzept zu Energieversorgung und Klimaschutz– Ziel: Emissionsreduktion um mind. 85 % bis 2050,– Laufzeitverlängerung Kernreaktoren bis max. 2036• Energiewende 2011:wesentliche Änderung: beschleunigter Ausstieg aus der Kernenergie• 2011: Anteil der erneuerbaren Energien an Stromerzeugung erstmals 20 %3


Lehrstuhl für EnergiewirtschaftProf. Dr. Christoph WeberBeitrag der erneuerbaren Energien zurStrombereitstellung in Deutschland140.000120.000WasserkraftBiomasse *WindenergiePhotovoltaikEEG:Januar 2009100.000EEG:April 2000EEG:August 2004[GWh]80.00060.000Novelle BauGB:November 199740.000StromEinspG:Januar 1991 - März 200020.00001990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011* Feste und flüssige Biomasse, Biogas, Deponie- und Klärgas, biogener Anteil des Abfalls; 1 GWh = 1 Mio. kWh;Aufgrund geringer Strommengen ist die Tiefengeothermie nicht dargestellt; StromEinspG: Stromeinspeisungsgesetz; BauGB: Baugesetzbuch; EEG: Erneuerbare-Energien-Gesetz;Quelle: BMU-KI III 1 nach Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat); Hintergrundbild: BMU / Christoph Edelhoff; Stand: März 2012; Angaben vorläufig4


Bandbreite der Erneuerbaren-Vergütungen undaktueller Strompreis (in ct./kWh)Lehrstuhl für EnergiewirtschaftProf. Dr. Christoph WeberDurchschn. StrompreisGroßhandel 2010/2011Quelle: BDEW 20125


Lehrstuhl für EnergiewirtschaftProf. Dr. Christoph WeberMilchmädchenrechnung & ein genauerer Blick30,0Mehrwertsteuer25,0Konzessionsabgaben20,0Ökosteuer15,0EEG (& KWKG)10,0Vertrieb5,00,0Kosten WindstromStrompreisHaushalteZusammensetzungStrompreisAbrechnung, Messungund MessstellenbetriebNetznutzung (einschl.Regelenergie)Erzeugungskosten6


Lehrstuhl für EnergiewirtschaftProf. Dr. Christoph WeberErneuerbare-Subventionen (genauer: EEG-Differenzkosten)7


Lehrstuhl für EnergiewirtschaftProf. Dr. Christoph WeberStichwort: Arbeitsplatzeffekte in der deutschen Industrie• Aktuelle Entwicklung: Solarindustrie baut Arbeitsplätze ab• Generell: EEG als Industriepolitik funktioniert nur, wenn man davonausgeht, dass der Staat besser weiß als die Privatwirtschaft, woinvestiert werden sollte• Außerdem:Arbeitsplatzeffekte werden in der Regel als Bruttozahlen angegeben –entscheidend ist aber Netto: Vergleich mit einer Situation, bei der diegleichen Milliarden-Beiträge andersweitig verwendet werden• Netto-Arbeitsplatzeffekte sind sehr begrenzt• Auch Förderung der Exportstärke fraglich8


Lehrstuhl für EnergiewirtschaftProf. Dr. Christoph WeberZusammenfassung und entscheidende Kriterien für dieZukunft• Die Energiewende in Deutschland kann als Experiment bezeichnetwerden, das bislang in der Welt einzigartig ist• Ungewissheit in Bezug auf den Erfolg und vor allem auf die damitverbundenen Kosten– Energiewende impliziert tiefgreifende Transformation derEnergiewirtschaft irgendjemand muss die Kosten tragen• Zentrale Weichenstellungen notwendig im Hinblick auf– Beschleunigung des Netzausbaus– Begrenzung des Photovoltaik-Zubaus– Verzicht auf absolute Abnahme- und Vergütungsverpflichtung fürErneuerbare– Verstärkte Marktintegration der Erneuerbaren– Klarheit über Kapazitätsmechanismen9


Lehrstuhl für EnergiewirtschaftProf. Dr. Christoph WeberBruttostromerzeugung nach Energieträgern180TWh160Bruttostromverbrauch 2011: 608,5 TWh140120100806040KernenergieBraunkohlenSteinkohlenErdgasWindkraftBiomasseWasserkraft (inkl. PSW)Photovoltaik[ohne Müll, Öl, Geothermie, sonstige]2001990 1993 1996 1999 2002 2005 2008 2011Quelle: BMWi 201210


Lehrstuhl für EnergiewirtschaftProf. Dr. Christoph WeberVielen Dank für dieAufmerksamkeit!11

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