Brenta-Dolomiten-Trek - DerHuettenWanderer.de

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www.DerHuettenWanderer.deBrenta-Dolomiten-TrekTour IT5: September 201339km 6 Tage 3558hmDas Brenta Massiv liegt in der norditalienischenProvinz Trento, östlich der Adamellogruppe undnördlich vom Gardasee. Das Gestein besteht aus demHauptdolomit. Deshalb hat sich auch der BegriffBrenta-Dolomiten (Dolomiti di Brenta) verbreitet. DasGebiet wurde bereit 1967 zum Nationalpark erklärt.Aufgrund der natürlichen Verwitterung des Gesteinsentstanden die charakteristischen Felsbänder, dieentlang der senkrechten Felswände verlaufen und fürdie Bergsteiger großartige Ausblicke ermöglichen. Aufder Tour kann man auf die malerisch gelegenenHochtäler schauen, an deren Rändern viele Berghüttenerrichtet wurden. Sie bieten ideale Ausgangspunkte fürdie hochalpinen Wanderungen und Klettersteige. Aufunserer Dolomitentour konnten wir vom Santnerpassim Rosengarten die Brentagruppe erkennen underklärten diese für das Wanderziel des nächsten Jahres.Auf dem Brenta-Dolomiten-Trek umrundeten wir densüdlichen Teil der Brentagruppe. Als Startpunkt wählteich den Ort Molveno auf der östlichen Seite der Brenta.Dieser liegt traumhaft am Molvenosee, auf den wirbeim Aufstieg mit der Korbseilbahn hinunter schauenkonnten. Von der Pradelhochebene stiegen wir zurPedrotti Hütte auf. Über die Agostini Hütte und die zwölf Apostel Hütte gelangten wir amdritten Tag zur Brentei Hütte. Von der Brentei Hütte stiegen wir am Nachmittag zur AlimontaHütte auf, die im Herzen der Brenta errichtet wurde. Am nächsten Tag wanderten wir inRichtung Madonna di Campiglio. An der Vallesinella schauten wir uns die bekanntenWasserfälle an und stiegen zur Graffer Hütte auf, die allerdings in einem Skigebiet liegt. Vonder Graffer Hütte bestiegen wir dann den letzten Klettersteig der Tour, der uns zur TuckettHütte brachte. Am letzten Tag stiegen wir dann den langen Weg über die Tuckettscharte nachMolveno ab.Die Anreise erfolgte von Berlin nach München undweiter mit dem Auto über Innsbruck zurBrennerautobahn (A22). Den Brenner weiter bis Bozenund nach Trento Centro. Dann Richtung Madonna diCampiglio und in der Stadt Sarche abbiegen. Von dortder Strada Statale 421 über S. Lorenzo bis nachMolveno folgen. Ab der Autobahn dauert die Anfahrtca. 30 Minuten.Für die italienische Autobahn ist mit ca. 10 € Maut zurechnen. Weiterhin gilt Mautpflicht auf derBrennerautobahn (ca. 8 €) und Vignettenpflicht aufösterreichischen Autobahnen.


1. Tag: Aufstieg zur Tose und Pedrotti Hütte12,3km 4h 1125hm 0hm mittelAm Morgen trafen wir uns an der Korbseilbahn in (1) Molveno 864m. Das Outdoorfestival hattefür diesen Tag den Downhill-Workshop angesetzt. Es dauerte schon einige Zeit bis alleMountainbikes mit ihren Fahrern in den Körben verstaut und auf dem Berg waren. Erst imAnschluss kamen wir an die Reihe und fuhren im Stehen mit unseren Rucksäcken hinauf zum(2) Pradel 1364m. Es war Tempo beim Einsteigen gefordert, damit der Rucksack nicht alleinedie Auffahrt antrat. Auch das Aussteigen war noch einmal etwas schwieriger, aber die Betreibergriffen einem sofort unter die Arme und man hatte schnell festen Boden unter sich. Auf demPradel sammelten wir uns und mit Blick auf die Regenwolken, gingen wir auch sofort los. Biszur ersten Hütte war der Weg mit einer Stunde ausgeschildert. Auf relativ gleicher Höhewanderten wir auf dem Sentiero delle Grotte bis zur (3) Croz Altissimo Hütte (Rifugio Crozdell'Altissimo) 1438m. Auf dem Weg dorthin liefen wir bereits auf den ersten Felsbändern, diefür die Brenta typisch sind. Leider fing es hier schon zu regnen an. Der Wetterbericht hattediesen erst für einen späteren Zeitpunkt vorhergesagt. Von der Hütte war es ein recht kurzerAufstieg zur (4) Selvata Hütte 1642m. Auf der Hütte legten wir eine Pause ein und warteten denRegenschauer ab. Der Kamin war bereits angeheizt. Die kurze Zeit reichte aber nicht zumTrocknen unserer Sachen aus. Der Regen verzog sich etwas und wir setzten den Aufstieg fort.Endlich rissen die Wolken etwas auf und wir konnten hoch über uns die (5) Pedrotti Hütte2491m erkennen, die sich etwas schemenhaft zeigte. Der Weg zog sich zum Schluss inSerpentinen den Felsen hinauf und wir erreichten nach 2,5 Stunden die Hütte. Etwas unterhalbsteht die Tosa Hütte, welche gelegentlich noch benutzt wird. Am Abend zogen dann die Wolkenetwas höher und wir konnten nun auch die umliegenden Gipfel sehen.Die Hütte war recht voll. Am Abend wurde die Bestellung des Abendessens in dieser großenGruppe zu einer Herausforderung. Einige Wanderer nahmen das 3-Gänge-Menü aus derHalbpension, andere nur ein Hauptgericht. Erstaunlich war für uns, wie schnell alles serviertwurde. Zum Abschluss hatten wir dann die schwierige Aufgabe bekommen, für 14 Wandererdie Rechnung zu teilen und das Geld einzusammeln. Aber auch dafür hatten wir Spezialisten inder Gruppe. Ab jetzt stand fest, dass jede Bestellung sofort beglichen wird.Bildergalerie:1) Molveno 864m2) Pradel 1367m3) Croz Altissimo Hütte 1438m4) Selvata Hütte 1642m5) Tosa und Pedrotti Hütte 2491m


2.Tag: Übergang zur XII Apostel Hütte10,1km 5h 635hm 495hm schwerAm Morgen schien die Sonne und wir hatten einen ersten tollen Blick aus dem Zimmerfenster.Die Wolken lagen unter uns über dem Tal und die Gipfel ragten darüber hinaus. Aber dasWetter war weiterhin wechselhaft angesagt. Ein großer Teil der Gruppe entschied sich für denKlettersteig “ Sentiero Brentari“. Da aber auch am Nachmittag ein weiterer Klettersteig zubegehen war, entschieden wir uns für den Weg über die Forcolotta die Noghera Scharte.Von der (1) Pedrotti Hütte 2491m wanderten wir zuerst mit auf dem Aufstiegsweg zumKlettersteig und zweigten dann auf dem Weg 320 in den Talkessel ab. Der Weg “SentieroPalmieri“ senkte sich zuerst in Richtung des Talkessels “Poza Tramontana“, verlief aber etwasoberhalb der Talsohle und stieg dann steil zur (2) Forcolotta di Noghera Scharte 2415m an.Hinter der Scharte mussten wir einige Meter steil absteigen. Im Anschluss führte der Wegimmer weiter um den Berg herum. Dabei durchquerten wir das sogenannte Amphitheater desVal d‘ Ambiez. Zum Schluss gelangten wir auf einen Fahrweg, der uns wieder nach oben zur (3)Agostini Hütte 2410m hinauf führte. Pünktlich zur Mittagszeit waren wir hier und wärmten unsbei einer sehr guten Gemüsesuppe auf.Im Anschluss machten wir uns nun auf den Weg zum Klettersteig “Etore Castiglioni“, der unszur (5) XII Apostel Hütte 2489m bringen sollte. Von der Hütte führte der Weg in westlicheRichtung über ein Geröllfeld an die Felswände heran. Nach einer dreiviertel Stunde standen wiram Einstieg zum Klettersteig. Über uns befanden sich 3 Leitern, die erst senkrecht an derFelswand eingelassen waren. Die dritte Leiter war seitlich angebracht und führte auf einenersten Absatz. Wir legten das Klettersteigset an und begannen mit dem Aufstieg. Die Leiternteilten sich in mehrere Abschnitte und waren immer wieder über kurze Passagen auf denFelsbändern zu erreichen. Weiter oberhalb waren kurze Abschnitte leicht überhängend undhier zeigte sich, wie schwer der Rucksack wirklich war, als er etwas nach hinten zog. Dann nocheine kurze Leiter hinauf und wir standen auf der (4) Bocca die Due Denti (zwei Zähne) 2859m.Von der Scharte konnten wir bereits die XII Apostel Hütte sehen. Bis dahin war es aber noch einweiter Weg, der sich durch ein langes Felsgebiet zog. Hier ging es auf und ab und bald standenwir auf der letzten Felsplatte, die zur Hütte hinauf führte. Die Landschaft erinnerte etwas andas steinerne Meer. Von der Hütte konnten wir gut erkennen, warum die Scharte Due Dentihieß. Sie sieht aus, wie ein Gebiss mit den letzten zwei Zähnen. Auf der Hütte bekamen wir einneu eingerichtetes Zimmer im Erdgeschoss, welches sogar eine eigene Toilette hatte. Was für einLuxus.Den Nachmittag verbrachten wir auf der Terrasse und genossen den Sonnenschein. Die Sachenkonnten endlich richtig trocknen. Am Abend wurde der Kamin angeheizt und wieder wurdenwir mit einem 3-Gänge-Menü verwöhnt. Mit einer anderen Gruppe diskutierten wir denÜbergang für den nächsten Tag. Der Weg beinhaltete einen kleinen Gletscher und der Wirthatte von Steigeisen abgeraten. Das sahen die Wanderer anders, die sich nicht ohne Gerödel aufden Übergang gewagt hatten.Bildergalerie:


1) Pedrotti Hütte 2491m2) Forcolotta di Noghera Scharte 2415m3) Agostini Hütte 2410m4) Bocca die Due Denti 2859m5) XII Apostel Hütte 2489m3.Tag: Übergang zur Alimonta Hütte15km 5h 890hm 785hm schwerFür diesen Tag stand eigentlich eine leichte Tour an, aber die Überquerung des Gletschersmachte uns schon einige Sorgen. Aber zuerst genossen wir die tollen Blicke am Morgen, die wirüber die Gipfel der Adamellogruppe schweifen lassen konnten. Das Wetter war wiederwechselhaft angesagt und die ersten Wolken waren auch schon am Horizont zu sehen. DasFrühstück nahmen wir in großer Runde ein. Dann wollten wir los, um rechtzeitig den Übergangin das Valle di Brenta zu schaffen.Vor der (1) XII Apostel Hütte 2489m starteten wir auf dem großen Felsplateau, welches schonetwas an das steinerne Meer in Berchtesgaden erinnerte. Die Scharte war bereits zu sehen undder Weg schlängelte sich über die Felsen nach oben. Nach ca. einer Stunde standen wir dannoben auf der (2) Bocca di Camosci 2784m und sahen unter uns den Gletscher. Der markierteWeg führte direkt über das Eis und wurde von uns aufgrund der fehlenden Steigeisen nichtfavorisiert. Zuerst stiegen wir steil zum Camosci Gletscher hinunter und bewegten uns dann aufder linken Seite im Geröll zur Gletschersohle weiter. Hier konnten wir ganz gut gehen, musstenaber immer aufpassen, dass unter dem Geröll kein Eis lag, da wir sonst sofort wegrutschten. Miteinigen Umgehungen an der Gletscherkante kamen wir dann im unteren Teil auf dievorhandenen Schneefelder und konnten direkt queren. Allerdings benötigten wir auf dergegenüberliegenden Seite etwas Zeit, um den Abstiegsweg wieder zu finden. EinigeMarkierungen sorgten für etwas Verwirrung. Wahrscheinlich waren diese schon etwas älter.Dann standen wir vor einer kleineren Felskletterei, die sich etwas weiter unten als Klettersteigheraus stellte. Also legte ein Teil der Gruppe zur Sicherheit das Klettersteigset an, auch wenn esan der Felskante nicht allzu weit nach unten ging. So war es aber sicherer. Nun zogen dieWolken in den Talkessel hinein. Der Weg führte um die steilen Felswände des Crozozon diBrenta herum. Davon konnten wir nicht viel sehen. Nachdem wir diesen Teil überwundenhatten, fiel der Weg in das Val Brenta alta ab und führte durch die Talssohle zum Gegenanstieg,der sich noch einmal in die Länge zog. Irgendwann tauchte die (3) Brentei Hütte 2182m vor unsim Nebel auf.


Auf der Hütte legten wir eine längere Pause ein und probierten die Suppen der Tageskarte. DerKamin war noch nicht ganz auf Temperatur. Dadurch war es noch etwas kühl und durch diefeuchten Sachen froren die meisten von uns weiterhin.Der zweite Teil der Tagesetappe war nun der Aufstieg zur (4) Alimonta Hütte 2591m. Vor unskonnten wir schon die Felsformationen erkennen. Der Weg führte an den Felswänden vorbeiund stieg steil an. Zum Schluss war noch eine größere Felsstufe zu überwinden, dann standenwir schon vor der Hütte, die ebenfalls auf einem großen Felsplateau errichtet war.Die Hütte war sehr neu eingerichtet. Sogar eine warme Dusche war vorhanden und wirbekamen wieder ein schönes Zimmer zugewiesen. Am Nachmittag fing es dann kräftig an zuregnen. Zum Glück waren wir rechtzeitig auf der Hütte angekommen. Wir saßen am Abendgemütlich zusammen und schmiedeten Pläne für den nächsten Tag. Aber wir sahen nicht, dasses draußen bereits schneite und die hohen Übergänge damit ausschieden.Bildergalerie:1) XII Apostel Hütte 2489m2) Bocca di Camosci 2784m3) Brentei Hütte 2182m4) Alimonta Hütte 2591m4.Tag: Abstieg zur Graffer Hütte15km 5h 865hm 1195hm mittelÜber Nacht hatte es geschneit. Am Morgen standen wir vor der Hütte und hatten eineTraumkulisse vor uns. Die Hütte steht eingerahmt von Felsen auf einem Felsplateau. Vor unsöffnete sich, wie auch schon am Vortag, der Blick zur Adamellogruppe, deren höchster Gipfelweit herausragte. Heute teilte sich die Gruppe. Ein kleiner Teil wollte sich auf den verschneitenKlettersteig wagen. Andere Teilnehmer wanderten den Brenta-Dolomiten-Trek weiter. AlsHüttenwanderer wollte ich noch weitere Stempel sammeln und machte mich mit einigenBegleitern auf den Weg in das Tal zur Vallesinella Hütte und den bekannten Wasserfällen.


Von der (1) Alimonta Hütte 2591m stiegen wir auf gleichem Weg des Vortages zur (2) BrenteiHütte 2182m ab. Nach 45 Minuten standen wir schon vor der Hütte und wählten den Weg nachNorden in Richtung der Casinei Hütte. Der Weg verlief auf einem Felsband auf gleicher Höheund zu unserer linken Seite bot sich ein großartiger Blick auf die Tosa und dem danebenliegenden Gletscher. Auf diesem waren wir am Vortag abgestiegen. Dann bog der Weg in einenTunnel ein. Nachdem wir diesen verlassen hatten, bot sich ein Panoramablick auf Madonna diCampiglio. Weiter über das Felsband kamen wir an die Weggabelung zur Tuckett Hütte, dieunser Ziel des nächsten Tages war. Diese Gabelung lag zwischen zwei Bergkuppen. Von nun anführte der Weg steil in das Tal hinunter und tauchte in einen Wald ein. Bald zeigte sich zwischenden Bäumen die (3) Casinei Hütte 1825m. Hier gab es nur eine kurze Pause und schon warenwir auf dem Weg zur (4) Vallesinella Hütte 1513m unterwegs. Hier wollten wir die Mittagspauseeinlegen. Zu unserem erstaunen fanden wir aber nach einer weiteren Stunde nur eine großeBaustelle vor. Die Hütte war bereits abgerissen und ein Kran setzte gerade die ersten neuenElemente aufeinander. Ein Mitarbeiter des Nationalparks empfahl die (5) Cascate di MezzoHütte 1398m, die nur 10 Minuten weiter weg war und an den Wasserfällen lag. Schlecht für unswar, dass es noch weitere 100 Höhenmeter weiter runter ging, die wir im Anschluss wiederaufsteigen mussten. Aber die Aussicht auf eine Mittagssuppe überzeugte, diese auf sich zunehmen. Der Weg verlief weiter auf einem Fahrweg und mit einem Mal war der Wasserfall zusehen. Über eine breite Front fiel das Wasser über die Felsen hinunter. In diesem Ausmaß hatteich es noch nicht gesehen. Davor lag die Hütte mit ihrer großen Aussichtsterrasse. Aber leiderwar auch diese geschlossen und mit hungrigem Magen mussten wir den Aufstieg bewätigen.Von der Vallesinella Hütte führte der Weg weiter talaufwärts zur Vallesinella Alm. An dieserangekommen bog der Weg nach links ab und zog sich in Serpentinen eine Steilstufe hinauf. Überuns standen die hohen Gipfel der Brenta mit der Vallesinella. Auf dem Hochplateau, unterhalbdes Monte Spinale, windet sich der Weg durch eine hügelige Landschaft. Dann kam der ersteSessellift zum Vorschein und gleich dahinter tauchte die (6) Graffer Hütte 2261m auf. Diese liegtmitten in einem Skigebiet und direkt hinter der Hütte verläuft die Seilbahn hinauf zum Passodel Croste.Wir bekamen auf der nicht geheizten Hütte ein paar kleine Zimmer und nutzten erst einmal diewarmen Duschen. Im Anschluss bot der Hüttenwirt zum Kaffee leckere Torten an, die genau fürunseren Hunger das Richtige waren. Zum Abendessen wurden die Tische in einem separatenBereich eingedeckt. Es gab unter anderem Schweinshaxe. Solche Gerichte hatten wir noch nichtauf den Hütten bekommen. Den Abend ließen wir bei einem Bier oder Wein ausklingen. Amnächsten Tag wollten wir den letzten Klettersteig der Tour bewältigen.Bildergalerie:


1) Graffer Hütte 2261m2) Klettersteig 2650m3) Cima Falkner 2889m4) Tuckett Hütte 2272m6.Tag: Abstieg nach Molveno12,6km 5h 60hm 1350hm schwerNormaler Weise sind die Etappen am letzten Tag unserer Touren nicht mehr so schwierig, aberauf dieser Tour gab es keine andere Lösung, weil wir noch einmal über eine Scharte steigenmussten, um auf die östliche Seite der Brenta zu kommen. Wir hatten alle gut geschlafen und amMorgen trafen wir uns pünktlich zum Frühstück. Wieder der tolle Blick auf die Adamello- undOrtlergruppe, mit der Cevedale. Auf dieser habe ich bereits vor einigen Jahren schon gestanden.Von der (1) Tuckett Hütte 2272m ist die (2) Tucketscharte 2649m bereits zu sehen. Vor unshatten schon einige Wanderer mit dem Aufstieg begonnen. Über Nacht war es sehr kaltgeworden und es hatte Frost gegeben. Dadurch war der Hagel liegen geblieben und gab uns aufdem Gletscher einen guten Halt. Ich glaube schon, dass im Sommer bei wenig Schnee derGletscher nicht ohne Hilfsmittel begehbar ist. Auch hier sollte man wenigstens Gerödel imRucksack bei sich haben. Aber wir stiegen zügig den Gletscher hinauf und standen nach einerStunde auf der Scharte. Die Sonne kam nun hinter den Gipfeln heraus und um uns herum waralles in das Sonnenlicht getaucht. Für den Abstieg waren wir unsicher, ob wir das Klettersetbenötigen. Am Bochette Weg, der vor uns steil abfiel und als Klettersteig eingezeichnet war,konnten wir Seile erkennen. Deshalb entschieden wir uns das Klettersteigset anzulegen. ImNachhinein war das verschenkte Zeit, denn die Seile waren beim Abstieg nicht gerade hilfreichund viel zu weit vom Weg entfernt. Ich denke, wenn hier viel Schnee an der Stelle liegt, dassdann die Seile wichtig sind. Unter uns konnten wir ein großes Geröllfeld sehen, welches sich ineiner Ebene befand. Hier trennten sich die Wanderwege. Wir stiegen weiter in RichtungMolveno ab. Etwa eine dreiviertel Stunde wanderten wir auf dem Weg weiter, bis wir an dernächsten Stufe standen und der Abstiegsweg in Richtung der (3) Croz Altissimo Hütte (RifugioCroz dell'Altissimo) 1438m begann. Hier hatten wir die Möglichkeit auf einen kleinen Gipfel zu


steigen und noch einmal das Panorama um uns herum zu genießen. Unter uns war bereits derMolvenosee zu erkennen. Bis zur Hütte waren es immer noch 1000 Höhenmeter und die solltenrichtig steil werden. Über mehrere Stufen stiegen wir nun weiter ab. Immer wieder gab esStellen, die mit Leitern gesichert waren. Bald standen wir auf einem großen Geröllfeld. Entlangdieses Gerölls kamen wir weiter hinunter in das Tal und trafen an der Croz Altissimo Hütte aufden Aufstiegsweg, den wir 6 Tage zuvor für den Aufstieg zur Pedrotti Hütte genutzt hatten. Hierschloss sich der Kreis.Auf der Hütte machten wir nach dem Abstieg eine längere Pause. Für den Abstieg gab esmehrere Alternativen. Über den Fahrweg konnte man direkt nach Molveno absteigen oder denFelsweg zurück zum Korblift gehen. Ich entschied mich für den Weg zur La Montanara Hütteum noch einmal den Blick in die Brenta und nach Molveno zu genießen. Zuerst wanderte ichweiter auf dem Weg zum Pradel. Auf der Hälfte des Weges zweigt der Sentirio delle Grotte eBrenta, der steil an den Felswänden nach oben anstieg. In Serpentinen gewinnt man schnell anHöhe. Immer wieder war die Tuckett Scharte zu erkennen. Dann wendete sich der Weg in einenWald, durch den ich die (4) La Montanara Hütte 1521m erreichte. Vor der Hütte war eine großeSchautafel mit dem Brenta Panorama aufgestellt und alle Gipfel ließen sich zuordnen. Mitdiesem Anblick fiel der Abschied aus der Brenta noch schwerer.Wir haben die Brenta auf den Felsbändern umwandert und sind über die steilen Schartengestiegen. Bei gutem Wetter hat man von dort traumhafte Ausblicke. Die wurden uns durch dieWolken zum Teil verwehrt, aber wir konnten immer wieder erahnen, welche Panoramen sichvor uns auftaten. Die Hütten waren alle modernisiert und sehr gemütlich. Selbst dieReservierung war bei allen per E-Mail möglich. Unsere Wanderung auf dem Brenta-Dolomiten-Trek hatte alle unsere Erwartungen erfüllt. Natürlich lässt sich diese Runde mit weiterenKlettersteigen kombinieren. Aus diesem Grund sind viele Wanderer hier unterwegs underkunden die Brenta, so wie wir es getan haben.Bildergalerie:1) Tuckett Hütte 2272m2) Tuckett Scharte 2649m3) Croz Altissimo Hütte 1438m4) La Montanara Hütte 1521m5) Molveno 864m

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