REISEN INS DEUTSCHE MITTELALTER - Fahrtziel Kultur

fahrtziel.kultur.de

REISEN INS DEUTSCHE MITTELALTER - Fahrtziel Kultur

EDITORIAL | Fahrtziel Kultur 03Mein Magdeburger PrivilegJa, ich bin ein Privilegierter. Das merke ich immer dann,wenn mein Blick von meinem Arbeitsplatz im MagdeburgerMDR-Funkhaus hinüber zum anderen Elbufer geht.Nein, nicht geht, sondern magisch angezogen wird vom DomSt. Mauritius und Katharina.Sofort beflügelt dieser Blick meine Fantasie, beginnt in mir eine Reise auf denDomplatz der heutigen Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, auf dem genau diemittelalterlichen Gräben und Wälle im Pflaster nachvollzogen sind, die die karolingischeHandelsfestung Magdeburg unter Karl dem Großen schützten. Hierverteidigte das Imperium der Karolinger seine erkämpfte Ostgrenze an der Elbegegen die Slawen. Karl der Große persönlich sorgte per Dekret dafür, dass derkulturelle Vorsprung, so auch der sensationelle Kettenbrustpanzer der KarolingischenGrenztruppen, nicht schmuggelnd an die Feinde verhökert wurde.Dr. Winfried Bettecken,HörfunkchefMDR Sachsen-AnhaltNur gut hundert Jahre später, im hohen Mittelalter des 10. und 11. Jahrhundertsentstand die Architektur der Romanik. Brennpunkt der Ottonen ist Magdeburg,im 10. Jahrhundert als Rom des Nordens ausgestattet, als LieblingspfalzOttos des Großen, seiner ersten Frau Editha - und seiner Nachfolger. Halberstadtund Quedlinburg, Memleben und Merseburg, Naumburg und Tilleda prägen dasBild eines einzigartigen „Freilichtmuseums“ aus der glanzvollen Ottonenzeit.Von diesen Orten aus schrieben die Ottonen nicht nur deutsche Geschichte. InQuedlinburg fand der erste „EU-Gipfel“ statt, damals nannte Otto der Große diesnoch Hoftag. Von dort aus wurde nicht nur Prag zum wichtigen Bischofssitz, vonQuedlinburg aus legte Otto I. auch die Basis für die Königskrönungen in Polenund Ungarn.Die jetzt vorliegende dritte Ausgabe von „Fahrtziel Kultur“ habe ich mitVergnügen und Interesse gelesen. Bei der Lektüre hatte ich vor Augen, wie dasMittelalter bis heute Spuren in der ganzen Bundesrepublik hinterlässt, die jedesErlebnis wert sind. Gleich einem Füllhorn, voll mit Bildern und Geschichten, sollenwir mit bestem Gewissen verführt werden zu einer Schatzsuche in Mannheimund Mainz, Braunschweig und Eisenach, in Aachen und Regensburg, Speyer undWorms. Wir sollten uns darauf einlassen, das strahlende Mittelalter mit seinenProtagonisten in großen Ausstellungen neu zu entdecken, zum Beispiel in Mannheim„Die Wittelsbacher am Rhein“, in Aachen „Karl der Große“ und in Regensburg„Kaiser Ludwig der Bayer“. Für mich besonders spannend, weil neu, ist allesrund um das jüdische mittelalterliche Leben in Mainz, Speyer und Worms.Und sollte ihnen das fränkische Schloß Wernsdorf als Zentrum mittelalterlicherMusik oder die Leuchtenburg, wo Mittelalter Porzellan trifft, noch einBuch mit 7 Siegeln sein, dann ist allein das eine Reise wert.MagdeburgerReiterWas mich wirklich fasziniert: wohin Sie Ihre Reise ins deutsche Mittelalterauch führt, an welchen authentischen Ort, in welche grandioseAusstellung – Sie werden dort immer Spuren eines Europas finden, so,wie wir es heute kennen. Folgen Sie ihnen, es lohnt sich.Dr. Winfried BetteckenHörfunkchef MDR Sachsen-Anhalt


Faszinierendes MITTELALTER | Fahrtziel KulturVon fast unglaublicher Faszinationsind die weltberühmtenDomschätze in Halberstadt, Quedlinburg,Merseburg und Naumburgin Sachsen-Anhalt. Sie künden seitfast 1000 Jahren von der Pracht, derKunstfertigkeit und dem Glaubender Menschen. Viele der damals hergestelltenKunstschätze sind mit solcherPräzision und großer Materialkenntnisgefertigt, dass es heutigenHandwerkern nicht mehr gelingthinter die Raffinesse des Herstellungsprozessesdieser Meisterwerkezu kommen. Wer weiß denn heutenoch, wie aus Gold Filigran gefertigtwird oder mit welcher Technik schonim 9. Jahrhundert einzigartige Emaille-Beschichtungenauf Silber undGold aufgetragen wurden? Elfenbeinwar damals noch seltener wie heute,war fast unbezahlbar und wurdedoch mit solcher Detailgenauigkeitzu Reliquienkästen, Kämmen mitunglaublich dünnen Zähnen, Musikinstrumentenund sogar Kelchenverarbeitet, das es dem heutigenBetrachter größten Respekt vordieser Genialität verlangt. Edelsteinefaszinierten damals wie heute, wurdenin Kronen und Zeptern, inPokale und Schmuckkästcheneingelassen, mit Goldfiligranan teuersten Stoffen befestigtund zierten sogar den einenoder anderen Schwertknauf.Wir sindbeeindrucktvon derSchlichtheit,die den KaiserthronimAachener Dom erst zur Wirkungbringt. Beeindruckt zeigenwir uns von der Emotionalitätund Bildsprache derherausragenden Bildhauergruppendes Mittelalters, welchedie Lettner im Mainzerund Naumburger Dom sowiemit den Stifterfiguren inNaumburg Kunstwerke vonWeltrang schufen. Romantischleuchtend zeichnete WilliamTurner die Ruine des Wittelsbacher-Schlosses über Heidelberg. DieseKünstler lassen die Epochen der Romanikund Gotik ebenso unsterblichwerden, wie die Kaiser und Königeder hier regierenden Ottonen,Salier, Staufer und Wittelsbacher.Kaiser und Könige ließen nichtnur für den liturgischen Gebrauchwertvollste Gegenstände und Materialienaus ganz Europa und demOrient nach Deutschland kommen,es entstand auch ein damals einmaligerTransfer von Kunst und Kulturan die Höfe der Herrscher undihrer Gemahlinnen. Die Kaiserinnenvom Schlage einer Theophanu, einerKunigunde von Luxemburg, dieheiligen Frauen wie Elisabeth vonThüringen und Hildegard von Bingen,konnten damals nicht nur besserlesen und schreiben wie IhreMänner, sie nahmen es auch inRhetorik und Disput mit Äbten undPäpsten auf.Die über ganz Deutschland verteiltenKaiserpfalzen dienten denRegenten im Mittelalter als kurzzeitigerRegierungssitz, als Ort umRecht zu sprechen, wichtigeVerhandlungen mit Verbündeten,aber auch Gegnern zuführen und Ihre Macht gegenüberdem anwesendenVolk zu repräsentieren. Sowie sich diesesNetzder PfalzendurchDeutschlandzog, sofacettenreich stellt sich heutefür die Kulturreisenden dasNetzwerk von Fahrtziel Kulturdar. Hunderte von Jahren jungund immer noch so faszinierend,wie im Mittelalter.Das Lothar kreuz ausdem Aachener Domschatz.MITTELALTERAUSSTELLUNGEN2013 - 2014058.9.2013 - 2.3.2014MannheimDie Wittelsbacher am Rhein.Die Kurpfalz und Europa.Ausstellung der LänderBaden-Württemberg, Rheinland-Pfalzund Hessen in denReiss-Engelhorn-Museen undim Barockschloss Mannheimwww.wittelsbacher2013.de20.6. - 21.9.2014AachenKarl der Große.Macht Kunst Schätze.3 Ausstellungen zum1200. TodestagKrönungssaal AachenerRathaus, Centre Charlemagne,Domschatzkammerwww.karldergrosse2014.de16.5. - 2.11.2014RegensburgBayerische Landesausstellung„Kaiser Ludwigder Bayer“.DiözesanmuseumSt. Ulrich, Domkreuzgang,MinoritenkircheVeranstalter: Haus derBayerischen Geschichte,Stadt Regensburgwww.hdbg.dewww.fahrtziel-kultur.deLiteraturtippBernd SchneidmüllerDie Kaiserdes MittelaltersVon Karl dem Großenbis Maximilian I.VERLAG C.H.BECKPaperback 8,95 EURISBN 978-3-406-53598-7Bernd Schneidmüller /Stefan Weinfurter(Hrsg.)Die deutschenHerrscher desMittelaltersHistorische Portraitsvon Heinrich I.bis Maximilian I. (919-1519)VERLAG C.H.BECK34,90 EURISBN 978-3-406-50958-2


INHALT | Fahrtziel Kultur07Bad Wimpfen | B512BRAUNSCHWEIG | C316EISENACH | B42014 DIE BurgenstraSSe15 Schloss Guttenberg19 Braunschweiger Land 22 DIE WartburgMANNHEIM | B538NAUMBURG | C446QUEDLINBURG | C350 7040 „Die Wittelsbacher am Rhein –Die Kurpfalz und Europa“42 Die WittelsbacherregionRhein-Neckar44 Pfälzer burgenlandschaft48 Saale-unstrut49 DIE NEUENBURG51 Landkreis HarzKUNST UND KULTUR | C468SERVIcE72 IMPRESSUM73 Gewinnspiel68 SCHLOß WERNSDORF70 LEUCHTENBURGGewinnen sie mitfahrtziel kultur!Barrierefrei: Bitte informieren Siesich direkt bei den Tourist-Informationen,den Stadtmarketinggesellschaften,den Museen und Ausstellungensowie den Hotels vor Ort über die barrierefreieZugänglichkeit. ZusätzlicheInformationen zum barrierefreienTourismus erhalten Sie unter:www.natko.deMit freundlicherUn terstützung von:


08Fahrtziel Kultur | AACHENAACHENStadt der 30 Königskrönungen. Zwei Kaiser mit Visionen.In der Inszenierung seiner Krönung im Jahr 936 legt der junge Otto I. seinRegierungs programm offen: Er sieht sich in der Tradition Karls des Großen.Er will Kaiser in der Nachfolge des römischen Reiches werden. 936 beginntin Aachen Europa.Aachener Dommit St. FollianINFOSaachen tourist service e.v.Postfach 102251D-52022 AachenTel. +49 (0) 241.18029-60 / -61Fax +49 (0) 241.18029-30info@aachen-tourist.dewww.aachen-tourist.deAachen kommt von Ahha!Der mehr als 1200 Jahre alteAachener Kaiserdom gehörtzum UNESCO-Welterbe und stellteines der bedeutendsten BauwerkeEuropas dar. Das gotische Rathausmit dem Krönungsfestsaal im 1.Stockwerk wurde auf den Grundmauerndes karolingischen PalastbausKarls des Großen errichtet.Der angrenzende Granusturmstammt in Teilen noch aus demJahr 788 und ist das älteste erhalteneBauwerk Aachens.30 Königskrönungen wurdenin Aachen zwischen 936 und 1531vollzogen. Das kann keine andereStadt in Europa aufweisen! DerReigen beginnt mit der Krönungeines ganz Großen: Otto I. suchtesich Aachen als Krönungsort aus.


aachen | Fahrtziel Kultur09Der erste Kaiser des später so genanntenHeiligen Römischen ReichesDeutscher Nation lässt sichhier in Aachen vor den Großen desReiches zum König krönen. DasWerk der beiden wichtigsten deutschenKaiser ist mit dem NamenAachens verbunden.An Karl den Großen erinnern dermarmorne Thron und auch die originalgetreuenKopien der Reichskleinodien,die im Original seit den NapoleonischenKriegen in der WienerSchatzkammer präsentiertsind: Reichskrone, Reichsapfel,der Säbel Karls des Großen,das Reichsevangeliar.MarmorthronKarls des Großenim Aachener DomAhha. Das ist das germanischeWort für Wasser. Die heißen undheilenden Quellen schätzten schondie Römer und Karl der Große nichtminder. Später kurte in Aachen diefeine Welt und heute sorgen dieCarolus Thermen Bad Aachen fürRuhe und Entspannung.TIPPDomschatzkammer AachenDie Aachener Domschatzkammergilt als die bedeutendstekirchliche Schatzkammernördlich der Alpen. Auf über600 qm beherbergt sie sakraleKulturschätze aus spätantiker,karolingischer, ottonischer,staufischer und gotischer Zeit.Darunter sind einzigartige Exponatewie das „Lotharkreuz“,die „Karlsbüste“ und der „Proserpinasarkophag“ausgestellt.Die Domschatzkammer undder Aachener Dom gehörenzu den absoluten Highlightsin Aachen – unentbehrlich fürjeden Aachen-Besucher undKulturliebhaber.www.aachendom.deAachenaachen tourist service e.v.ab65,00EURp.P.Aachen vielfältig – Faszination WeltkulturerbeDer Aachener Dom ist Ausgangspunkt für Ihren Aufenthalt inAachen. Bewundern Sie die einzigartigen Exponate gesammelterKirchenkunst in der Domschatzkammer, besuchen Sie dieinteressanten Museen und flanieren Sie auf den Spuren Karlsdes Großen durch die malerische Altstadt.Leistungen: 1 oder 2 ÜN inkl. Frühstücksbuffet, Begrüßungsgetränkim Hotel, Teilnahme an der öffentlichen Führungim Dom sowie der öffentlichen Stadtführung, Eintritt in dieDomschatzkammer inkl. Kurzführer, Eintritt in ein AachenerMuseum, ein Aachen-Infopaketab 65,00 EURpro Person im DoppelzimmerAachen entspanntErleben Sie in den Wellness Welten der Carolus Thermen eineneue Dimension der Entspannung: Eine Vielfalt von Saunen,Dampfbädern, Pools und Ruhebereichen in orientalischemoder baltischem Flair erwartet Sie in der Saunawelt. Die Thermalweltbietet Entspannung pur mit dem Thermalwasser derAachener Quellen.Leistungen: 1 oder 2 ÜN inkl. Frühstücksbuffet, Begrüßungsgetränkim Hotel, 1 Tagesaufenthalt p.P. in den CarolusThermen inkl. Saunawelt, ein Aachen-Infopaketab 75,00 EURpro Person im DoppelzimmerKontakt:aachen tourist service e.v.Postfach 10 22 51, D-52022 AachenTel. +49 (0) 241.18029-50 oder -51Fax +49 (0) 241.18029-30incoming@aachen-tourist.de, www.aachen-pauschal.de


10Fahrtziel Kultur | AachenKarlsjahr 2014Karlsjahr 2014www.karldergrosse2014.dewww.karldergrosse2014.deKarlcharlemagnecharlemagneDEr GrOssEDEr GrOssEMacht Kunst schätze3 ausstellungen in aachenMacht Kunst schätze320.06.–21.09.2014ausstellungen in aachen20.06.–21.09.2014


Aachen | Fahrtziel Kultur111200. Todestag Karls des GroSSen – am28. Januar 814 stirbt Kaiser Karl der Große in Aachen. Inder Aachener Pfalz residierte er die letzten Jahre seinesLebens. Zum 1200. Todes jahr präsentiert die Stadt dreiherausragende Aus stellungen: „Orte der Macht“, „KarlsKunst“ und „Verlorene Schätze“. Der Europarat ist offizieller Unterstützer der Ausstellung, ihr Schirmherr istder Bundespräsident.Orte der Machta habe ich gesehen alle herrlicheKöstlichkeit ...“ schreibt„DAlbrecht Dürer, der 1520 anlässlichder Krönung Karls V. in Aachen weilte,tief beeindruckt von den Bauwerkender Stadt, den Kunstschätzen, denKrönungszeremonien. Hier befandsich die anerkannte Lieblingspfalz desKaisers, „Aquispalatium“. Im Krönungssaaldes Aachener Rathauseswerden in einer großartigen Schaudie Pfalzen als Orte der Macht präsentiert,insbesondere die neuestenErgebnisse der Pfalzenforschung.Karls KunstDas „Centre Charlemagne“entstand auf dem Gebiet derehemaligen Pfalz Karls des Großen.Das moderne Museum, Ausgangsortdes Innenstadt-Parcours „RouteCharlemagne“, zeigt die Kunstgeschichteder Karolingerzeit unterbesonderer Berücksichtigung der„Aachener Hofschule“. Die rund 30erlesensten Meisterwerke aus denAachener Hofwerkstätten sind heuteüber ganz Europa verstreut undwerden in dieser Ausstellung erstmalswieder vereint zu sehen sein.Auch der Vatikan hat Kunstwerkeaus der karolingischen Blütezeit alsLeihgaben zugesagt.Verlorene SchätzeDie Aachener Domschatzkammerwird aus Anlass desKarlsjahres 2014 Exponate ausstellenkönnen, die ursprünglich zumAachener Domschatz gehörten, imLaufe der Geschichte aber in andereHände gerieten. Der „MythosKarl“ wird anhand der Einmaligkeitder Objekte für den Betrachterhöchst lebendig.Route CharlemagneDurch die Innenstadt Aachens verbindet dieRoute Charlemagne die Themen „Geschichte“,„Wissenschaft“, „Europa“, „Religion“, „Macht“,„Wirtschaft“ und „Medien“ mit der GeschichteKarls des Großen. Anlaufstelle für Informationenzur Route ist ab 2014 das neu entstandene„Centre Charlemagne“, in welchemsich die Geschichte Karls mit der GeschichteAachens trifft. www.route-charlemagne.euINFOSKARL der GROSSECharlemagneMacht Kunst Schätze3 Ausstellungen in Aachen20.06.-21.09.2014Krönungssaal AachenerRathaus, Markt; CentreCharlemagne, Katschhof;Domschatzkammer,Johannes-Paul II. Str.AusstellungsbüroKulturbetriebder Stadt AachenMozartstr. 2-10D-52058 AachenTel. + 49 ( 0) 241.4324902info@karldergrosse2014.dewww.karldergrosse2014.deBuchung und Informationaachen tourist service e.v.Tourist Info ElisenbrunnenFriedrich-Wilhelm-PlatzD-52062 AachenTel. + 49 ( 0) 241.18029-60oder -61Fax + 49 ( 0) 241.18029-69tour@aachen-tourist.dewww.aachen-tourist.deKatschhofFibel ausDorestad, um 800


12 Fahrtziel Kultur | Bad WimpfenBad WimpfenVergangenheit fühlen –Gegenwart genießenBad Wimpfen: ehemaligeKaiserpfalz undmodernes Sole-Heilbad.Moderne Kurstadt mit groSSer Geschichte.Der Name der Stadt ist vermutlich keltischen Ursprungs. Ein römischesKastell ist nachweisbar an der Stelle wo heute die Ritterstiftskirche unddas Kloster Bad Wimpfen stehen. 1182 besucht Kaiser Friedrich I. Barbarossaerstmals Wimpfen. Die einstmals größte staufische Kaiserpfalznördlich der Alpen entsteht. Aus der Reichsstadtzeit sind prachtvolle Fachwerkhäusererhalten. Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam der Wiederaufstiegmit der Sole. Mit der Heilkraft der Solebäder beginnt nach 1817der Aufschwung. Die restaurierte und sehenswerte Altstadt trifft heute aufeine moderne Kurstadt. Faszinierend anziehend!


Bad Wimpfen | Fahrtziel Kultur13v. l. n. r.:Staufische Hofdamenführen durch diehistorische Altstadt;Arkaden desstaufischen PalastesWo Kaiser und KönigeHof hielten: Bad WimpfenNoch heute prägt die von KaiserFriedrich I. Barbarossa begründetegrößte Kaiserpfalz nördlich derAlpen die Stadtsilhouette.In der Stadt Bad Wimpfen, hervorgegangenaus einem römischenKastell am ObergermanischenLimes, begegnen Sie mittelalterlichenBauzeugnissen auf Schrittund Tritt. Die kleinen Gässchen undStraßen erinnern an die Zeit, als hiernoch Weltgeschichte geschriebenwurde. Vom Blauen Turm eröffnetsich ein Blick über die Altstadt unddas Neckartal. Hier oben wohntauch die noch einzige TürmerinDeutschlands, Blanca Knodel.Dramatisch ging es hier seinerzeitzu, nachdem Kaiser Friedrich I. Barbarossasich vom Wormser Bischof mitWimpfen belehnen ließ. Sein Aufenthaltvon 1182 ist der erste beurkundeteim Ort. Das Reich damals kanntekeine Hauptstadt. Ein Netz vonPfalzen ermöglichte dem Hof Rast,Rechtsprechung und Unterkunft.Kaiser Heinrich VI. war dreimalin Wimpfen. Auch Kaiser Friedrich II.hielt sich dreimal hier auf. 1235 nahmer hier den aufrührerischen Sohn gefangenund brachte ihn nach Italien,wo er 1242 verstarb.Im etwa 1200 erbauten Steinhausbefindet sich das HistorischeMuseum der Stadt, das neben derstaufischen Geschichte Blicke bis inden Beginn Wimpfens bietet, als dieKelten und später die Römer hier siedeltenund das Land besetzten. DiePfalzkapelle präsentiert die wertvollenKirchenschätze der WimpfenerKlöster und Kirchen, die ebenfallseinen Besuch wert sind. DerKreuzgang des Klosters Bad Wimpfenneben der RitterstiftskircheSt. Peter zeigt mit seinem Skulpturenreichtumdie Entwicklung vonder Früh- bis zur Spätgotik. Das AlteSpital mit dem ReichsstädtischenMuseum veranschaulicht die reichsstädtischeGeschichte der Stadt mitden Schwerpunkten Stadtrecht, Territorium,Zünfte und Handwerk. Am8. und 9. Juni 2013 findet das WimpfenerReichsstadtfest statt.Traditionelle Feste wie der übertausendjährige Talmarkt oder derZunftmarkt am letzten Augustwochenendelassen das Mittelalterwieder lebendig werden.TippStadtgeschichteJeden Sonntag um 14.00 Uhrerwartet Sie die staufischeHofdame vor dem Rathaus. Siewird Ihnen aus der Geschichteder Stadt erzählen, währendSie Ihnen die Original-Schauortezeigt. Weitere öffentlicheStadt-, Museen- und Kirchen -führungen werden angeboten.Abends zieht der Nachtwächterdurch die engen Gassen.Für Kinder gibt es MISS W.,die Mittelalterlichen Spielein der Kaiserpfalz Wimpfenzu erleben. Man kann sichaber auch auf die Spuren vonKaiser, Bürger und Bettelmannbegeben und dabei dieVergangenheit spüren.Vielfältige Angebote zum ThemaStaufer sind in Bad Wimpfenbuchbar, wie zum Beispieldas Tagesprogramm Burgenund Schlösser im Neckartal.Oder man entdeckt bei einemgeselligen Wochenende RotbartsGe heim nis – mit Planwagenfahrt,Weinprobe undvielem mehr.Tourist-InformationCarl-Ulrich-Straße 1D-74206 Bad WimpfenTel. + 49 (0) 7063.9720-0info@badwimpfen.orgwww.badwimpfen.de


14Fahrtziel Kultur | Die BurgenstraSSeDie BurgenstraSSe: Von Mannheim bis PragNürnberg – Stadtpanorama mit KaiserburgTIPPSZum Radeln von Burg zu Burgist das neue Bikeline-Radtourenbuchaus dem VerlagEsterbauer, das die Radelroutevon Mannheim bis nachPrag im Kompaktformatabbildet, der ideale Begleiter– erhältlich in der Geschäftsstelleund im Buchhandel.Besonders gut aufgehobensind Sie in den Premium PartnerHotels der Burgenstraße.Was sie mit der Ferienstraßein besonderer Weise verbindet,wofür sie stehen undwas sie bieten unterwww.hotels-burgenstrasse.deRomantische Zeitreiseauf der BurgenstraßeAls eine der traditionsreichstenund bekanntesten Ferienstraßenverbindet die vor 60 Jahrengegründete Burgenstraße heutemehr als 90 Burgen und Schlösserauf ihrem Weg von Mannheim indie „Goldene Stadt“ Prag.Sie führt auf einer Gesamtlängevon fast 1.200 Kilometerndurch touristische Kleinode und berühmtegeschichtsträchtige Städte.Die kurpfälzischen SchlösserMannheim, Heidelberg und Schwetzingenbilden den Auftakt der Reise,die zu den Ritterburgen im Neckartal,nach Sinsheim, in die StauferstadtBad Wimpfen und schließlichnach Heilbronn führt. Über SchwäbischHall geht es weiter über Rothenburgo.d.T. und die RokokostadtAnsbach nach Nürnberg mit seinerKaiserburg und in die UNESCO-Welterbe stadt Bamberg. Die beeindruckendenFestungen in Coburg,Kronach und Kulmbach sind wei-tere Stationen, bevor die WagnerstadtBayreuth erreicht wird. Nacheiner Entdeckungsreise durchfünfzehn böhmische Burgen undSchlösser findet die Burgenstraßentourihren fulminanten Schlusspunktin der glanzvollen tschechischenHauptstadt.Der romantische Reiseweg durchein gutes Stück deutscher Geschichteberührt gleichzeitig reizvolle Landschaften– vom Neckartal bis hinübernach Böhmen reiht sich eine großeKulturlandschaft an die nächste.Bayreuth – Sonnentempelin der Eremitage


Die BurgenstraSSe| Burg guttenberg | Fahrtziel Kultur 15Lebendig wird die Vergangenheitin dentraumhaften BurgundSchlosshotelsoder -restaurants amWegesrand. Übernachtenin alten Burgmauernoder Speisen imbarocken Ambienteeines Schlosses ist einbesonderes Erlebnisan der Burgenstraße.Das ganze Jahr lädteine Vielzahl von Veranstaltungenvon Freilichtaufführungen vor historischerKulisse über Burg- undSchlossfeste, traditionelle Märkte,Musikfestivals und Ausstellungenbis hin zu romantischen Weihnachtsmärkten.Nicht zuletzt ist eine Reise aufder Burgenstraße immer auch einekulinarische Genießertour, angefangenbei den badischen undwürttembergischen Weinen undSchlemmereien über fränkischeBiervielfalt und deftige Brotzeitenbis hin zur viel gepriesenen böhmischenKüche.Die vielfältigen Eindrücke, dieFülle der Sehenswürdigkeiten undErlebnisse auf der Burgenstraße ermöglichenes ohne weiteres, dieTraditionsroute in mehreren Abschnittenzu bereisen. Eine reizvolleAlternative zum Auto ist deshalbdas Fahrrad, denn auch für Urlauberauf zwei Rädern ist die Burgenstraßeausgeschildert.v. l. n.r.:Hotel Burg Rabensteinin der Fränkischen Schweiz;Heidelberg – SchlossINFOSDie Burgenstraße e.V.Allee 28, D-74072 HeilbronnTel. +49 (0) 7131.56-4028Fax +49 (0) 7131.56-4029info@burgenstrasse.dewww.burgenstrasse.deStauferburg,Mittelalter undNatur„Mittelalter und Natur mit allenSinnen“ Über dem romantischenNeckartal gelegen, wurdedie seit 800 Jahren kontinuierlichbewohnte Stauferfeste nie zerstört.Sie spüren den authentischen Ortder Stauferzeit, wenn Sie unter demmächtigen Bergfried und innerhalbder imposanten Mauern weilen. Aufder Burg hat die Deutsche Greifenwarte,haben Burgmuseum undBurgschenke sowie die Heuherbergeihre Angebote für die Gästeparat: Spektakulär sind die täglichenFlugvorführungen der Greifvögel.Einzigartig ist die Sammlung derHolzbibliothek auf der Burg. DasMuseum erzählt lebendig über dasLeben zur Stauferzeit. Das RestaurantBurgschenke bietet „herrlicheSpezereyen“ einschließlich derbeliebten Rittermahle. Die BurgGuttenberg: Der authentische Ort,das Mittelalter heute zu erleben.INFOsv. l. n. r.: staufischeAnsicht der BurgGuttenberg;Seeadler imLandeanflug aufBurg GuttenbergBurg GuttenbergD-74855 NeckarmühlbachTel. + 49 ( 0 ) 6266.388info@burg-guttenberg.dewww.burg-guttenberg.de


16 Fahrtziel Kultur | BRAUNSCHWEIGBraunschweigDer Generationen übergreifende Dauerstreit zwischenWelfen und Staufern gehört zu den spannendsten Geschichten des deutschenMittelalters. Er kulminiert in den Personen Heinrichs des Löwen (1129 – 1195) undFriedrich Barbarossas (1122 –1190) und endet erst nach dem Tod Ottos IV., SohnHeinrichs, der als einziger Welfe zum Kaiser gekrönt wird. Die Stadt Braunschweigbezieht aus der Person Heinrichs und den Bauwerken des mächtigen Welfen bisheute einen Großteil ihrer Identität – und ist gleichzeitig eine attraktive Kultur- undEinkaufsstadt und Zentrum einer der forschungsintensivsten Regionen Europas.Dom St. Blasii am BurgplatzINFOSBraunschweigStadtmarketing GmbHTouristinfo BraunschweigVor der Burg 1D-38100 BraunschweigTel. + 49 ( 0 ) 531.4702040Fax + 49 ( 0 ) 531.4702044touristinfo@braunschweig.dewww.braunschweig.de/touristinfoDie Löwenstadt!Das Mittelalter wird hier inden verwinkelten Gassen desMagniviertels mit kleinen Fachwerkhäusernoder auf dem Burgplatzmit seinen historischen Gebäudenebenso erlebbar wie das urbaneLebensgefühl in der pulsierendenEinkaufsstadt. Auf kurzen Wegenist alles zu erreichen, was eineGroßstadt ausmacht – genauso wiedie herrlichen Park- und Naturlandschaften,die entlang des FlussesOker in der Innenstadt für Ruhe undAusgleich sorgen. Mit der günstigenLage zum Harz und zur LüneburgerHeide ist Braunschweig auch idealerAusgangsort für Ausflüge in einebemerkenswerte Kulturregion.


BRAUNSCHWEIG | Fahrtziel Kultur17HochgeschätzteKunst und KulturAls ältestes Museum Kontinentaleuropasmit rund 170.000Kunstwerken bereichert das HerzogAnton Ulrich-Museum seit 1754das Leben von Generationen vonMenschen. Mit ausgewählten Meisterwerkenvon Giorgione, Rubensund Rembrandt zeigt es aktuell in derBurg Dankwarderode einen Überblicküber die umfangreichen Sammlungsbestände.Ebenso bedeutend ist dieumfangreiche Sammlung des StädtischenMuseums, das zu den größtenkunst- und kulturgeschichtlichenMuseen Deutschlands gehört. Nichtzu vergessen das BraunschweigischeLandesmuseum, das ab 1. September2013 in der Niedersächsischen Landesausstellung„Roms vergessenerFeldzug“ einen Jahrhundertfundzeigt. Dazu gesellen sich in Braunschweigzahlreiche kleine Museenund Galerien, die hervorragendenationale und internationale Gegenwartskunstzeigen. Seit über 150Jahren erfindet sich das StaatstheaterBraunschweig mit bewegenden Inszenierungenbeständig neu, ebensoüberraschen zahlreiche private Bühnenmit Stücken auf hohem Niveau.Einzigartige Veranstaltungen wie dasBurgplatz Open Air, die Feste alterMusik „Soli Deo Gloria“, das alle zweiJahre in Braunschweig stattfindendeinternationale Festival „Theaterformen“und das „Internationale filmfestBraunschweig“ bieten attraktiveKulturerlebnisse zu jeder Jahreszeit.TIPPBraunschweigerKulturprojekt 19132013 ist ein Jahr mit besonderemErinnerungspotenzial.Braunschweig nimmt dieHochzeit des WelfenprinzenErnst August mit der KaisertochterVictoria Luise zumAnlass, die Bedeutung desJahres 1913 und die damiteinhergehenden Umbrüchezu betrachten. Es erwartenSie zahlreiche Veranstaltungen,Konzerte und Ausstellungen.Ab 24. Mai 2013Reiseangebot unterTel. +49 (0) 531.4702040oderwww.braunschweig.de/1913-angeboteBraunschweigerResidenzschlossBraunschweiger LandZeitOrte – Expeditionen ins Zeitreiselandab99,00EURp.P.Erlebnisse zum Reiseangebot: Gehen Sie auf eine Expeditionins Zeitreiseland und tauchen Sie ein in das Mittalter, zumBeispiel im Kaiserdom in Königslutter, bei einer Führung imKloster Isenhagen oder der Burg Dankwarderode in Braunschweig.Auch der bunte Schalksnarr Till Eulenspiegel wirdIhnen über den Weg laufen.Reiseangebot ZeitOrte zum KennenlernenLeistungen: 2 Nächte in einem Partnerhotel nach Wahl, inklusiveFrühstück, Reise- und Freizeitführer „Merian live! ZeitOrteim Braunschweiger Land, Heide und Harz“Preis: ab 99 EUR p. P. im Doppelzimmer in einem MittelklassehotelBuchbarkeit: *ganzjährig, auf Anfrage und nach Verfügbarkeit,früheste Anreise: Freitag, Späteste Abreise: MontagLage: Angebot buchbar in Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg,der Südheide Gifhorn, im Landkreis Helmstedt, imPeiner Land und Wolfenbütteler Land.Hotelauswahl: Sie übernachten in einem der vielen Hotels imBraunschweiger Land – von Standard bis Luxus, vom urigenLandgasthof bis hin zum trendigen Designhotel. Lassen Siesich von uns beraten!Bausteinangebote, Preise pro Person:Führung im Kaiserdom Königslutter ab 2,50 EUREintritt Kloster Isenhagen3,00 EUREintritt Till Eulenspiegel-Museum Schöppenstedt 2,00 EURepochal-Ausstellung in der Burg Dankwarderode 4,00 EURKontakt:TourismusRegion BraunschweigerLAND e. V.Willy-Brandt-Platz 3, D-38440 WolfsburgTel. +49 (0) 5361.89993-33, Fax +49 (0) 5361.89993-39reisen@ZeitOrte.dewww.ZeitOrte.de


Deutschlands Natur: unvergleichlich.Unberührte Natur. Aber wo? Amazonas? Oder wie wär´s mit Deutschlands Alten Buchenwäldern? Fünfdeutsche Schutzgebiete verfügen über diese einzigartige Natur, die von der UNESCO-Kommission alsWelterbe ausgezeichnet wurde. Und wenn Sie genug frische Natur geatmet haben, entdecken Sie auchdie anderen 36 UNESCO-Highlights. Voller Charme, voller Tradition und Geschichte, die Sie sicherlich restlosbegeistern werden. Gewusst wo: www.germany.travel© JOCHEN KNOBLOCH, www.aeroverde.eu


Braunschweiger LandBraunschweiger Land | Fahrtziel Kultur19v. l. n. r.: Kaiserdom Königslutter Illumination im Langhaus.Der Burglöwe auf dem Braunschweiger Burgplatz. Schalksnarr Till Eulenspiegel.Kaiser Krone Klunkerkram:Willkommen im ZeitreiselandGehen Sie auf anregendeExpeditionen durch die Zeitin unseren Burgen und Schlössern– wussten Sie, dass das Herrschergeschlechtder Welfen über JahrhunderteWurzeln und Lebensmittelpunktehier hatte? Kaiser LotharIII. wurde in Süpplingenburg geborenund wählte den sehenswertenKaiserdom zu Königslutter als seineGrablege. Heinrich der Löwe hinterließeinzigartige Kulturschätze,z. B. sein berühmtes Evangeliar, dasals eines der teuersten Bücher derWelt in der Herzog August Bibliothekin Wolfenbüttel aufbewahrtwird. Und noch weitere herausragendePersönlichkeiten des Mittelalters:Der Reformpapst ClemensII. aus dem FachwerkstädtchenHornburg und der gebürtigeBraunschweiger Otto IV, Kaiser desHeiligen Römischen Reiches.Zauberhafte Schlösser undHerrenhäuser reihen sich hier imZeitreiseland an imposante Burgen,Kirchen und Klöster. Entdecken Siestrahlende Schätze und Paramentez. B. im Kloster Isenhagen und inder Burg Dankwarderode. Dennhier am Burgplatz inmitten der lebendigenGroßstadt Braunschweigist die Atmosphäre mittelalterlich.Man könnte fast meinen, gleichwürden die Welfen mit Gefolge umdie Ecke galoppieren. Im Kontrastzu den Herrschern seiner Zeit standein Zeitzeuge, der ebenso zum Mittelaltergehört wie zur Region: derbuntscheckige, aber alles andere alsharmlose Spaßmacher und SchalkTill Eulenspiegel.Noch mehr Urlaubs- und Ausflugszieleaus dem Mittelalter undfünf weiteren Epochen bieten dieüber 90 Attraktionen der Region:die ZeitOrte. Gehen Sie auf Expeditionenins Zeitreiseland von derUrzeit & Steinzeit in Mittelalter &Renaissance, Barock & Aufklärung,Industrialisierung & Moderne bishin zu Gegenwart & Zukunft.INFOSZeitOrte – Expeditionenins ZeitreiselandTourismusRegionBraunschweigerLAND e. V.Willy-Brandt-Platz 3D-38440 WolfsburgTel. +49 (0) 5361.89993-33Fax +49 (0) 5361.89993-39reisen@ZeitOrte.dewww.ZeitOrte.dePerlstickerei ausdem Kloster Isenhagen.


20 Fahrtziel Kultur | EISENACHEISENACHGeorgenkirche aufdem MarktplatzParthekenhengste und Bachtörtchen. „Ich bin auchein solcher Parthekenhengst gewesen und habe das Brot vor den Häuserngenommen, sonderlich in Eisenach, in meiner lieben Stadt“, erzählt Lutherüber seine Eisenacher Zeit als Schüler. Sie sangen damals am Abendvor den Bürgerhäusern und erhielten dafür Essen und Trinken. In Eisenachlernte der Reformator das Flötenspiel und zählte die drei Schuljahrehier zu den glücklichsten seines Lebens. Ein anderer Schüler der hiesigenLateinschule war ein gewisser Johann Sebastian Bach. Eisenach und seineGeschichten!


EISENACH | Fahrtziel Kultur21v. l. n. r.: Nikolaitorund -kirche;Lutherhaus mitBibelcaféStadt mit Weltkultur„Die Gegend ist überherrlich“,schwärmte Goethe gegenüberCharlotte von Stein. 1777 hatteer zum ersten Mal die Wartburgbesucht. Spuren berühmter Leutefinden Sie sowohl auf der Burgals auch in der Stadt: In EisenachsGeorgenkirche schloss die vierzehnjährigeElisabeth den Bund der Ehemit Landgraf Ludwig IV. Nach ihrerHeiligsprechung wurde die Predigerkircheihr zu Ehren geweiht.Nicht nur als Junker Jörg weilteer auf der Wartburg: Martin Lutherverbrachte drei der prägendstenJahre seiner Schulzeit in der Stadt.Das Lutherhaus, eines der ältestenFachwerkbauten Thüringens, erinnertan diese Zeit.In Eisenach befinden Sie sichauch auf den Spuren europäischerMusikgeschichte: In der GeburtsstadtJohann Sebastian Bachswirkten vier Organisten der Familiean der Georgenkirche. Pachelbelsaß 1677 auf der Orgelbank dieserKirche. Der damals schon weltläufigeHofkapellmeister Georg PhilippTelemann führte Anfang des 18.Jahrhunderts seine sakralen Werkein der Eisenacher Georgenkirche auf.Im Bachhaus, dem weltweit erstenMuseum, das Johann SebastianBach gewidmet wurde, gibt es fürSie einen Live-Musikvortrag aufhistorischen Instrumenten. Immodernen Neubau können Sie einbegehbares Musikstück erleben.Die weltweit zweitgrößte Wagner-Sammlung finden Sie in der EisenacherReuter-Villa.Die „automobile welt eisenach“dokumentiert im authentischenWerksgebäude O2 von 1935 dieüber hundertjährige AutomobilbautraditionEisenachs.Wanderfreunde lädt der 168 kmlange Rennsteig zum Wandern undRadwandern ein. Wasserwandererfinden auf der Werra ihr Wasserparadies.Mit einem Wort: „Die Gegendist überherrlich“ für Wandererund Naturfreunde.Bachhausund -museumINFOSEisenach-WartburgregionTouristik GmbHMarkt 24D-99817 EisenachTel. +49 (0) 3691.7923-0Fax +49 (0) 3691.7923-20Tickets +49 (0) 3691.7923-23info@eisenach.infowww.eisenach.infoArrangementWartburg und Hainich –UNESCO-Welterbe in derMitte DeutschlandsLeistungen: 2x Übernachtunginkl. Frühstück ineinem der teilnehmendenHotels, 1x Abendessen,ThüringenCard „3 in 365Tagen“ für freien Eintritt im„UNESCO-Welterbe Wartburg“inkl. Führung, auf demBaumkronenpfad und imWildkatzendorf im „WeltnaturerbeHainich“ und in vielenweiteren Einrichtungenin ganz ThüringenPreis pro Person:z.B. im DZ 149,00 EURin einem 4-Sterne-HotelBuchung unterTel. + 49 ( 0 ) 3691.79230 oderwww. eisenach.infoINFOSMit dem Thüringen-Ticket aufTour durch Thüringen, Sachsenund Sachsen-Anhalt. Allein, zufünft oder als Familie.www.bahn.de/thueringen


22 Fahrtziel Kultur | EISENACH | DIE WARTBURGDIE WARTBURG„Wart, Berg, du sollst mir eine Burg werden!“ DerSage nach rief Graf Ludwig der Springer (gest. 1123) dies, als er um 1067im Thüringer Wald des Wartbergs ansichtig wurde. Er ahnte nicht, dasser mit dieser Entscheidung dem Land Thüringen einen Besuchermagnetpar excellence schenkte, die deutscheste aller Burgen und das Traumbildeines jeden Jungen, der sich als edler Ritter nach getanem Tagwerk nachHause reiten sieht, direkt in die Arme des Burgfräuleins, welches in diesemFalle natürlich eine echte Landgräfin gewesen sein muss.


EISENACH | DIE WARTBURG | Fahrtziel Kultur23v. l. n. r.: Triforiuman der Ostwandder Burgkapelle;ElisabethkemenateUNESCO-Welterbe WartburgIn Deutschland ist es die einzige,in Europa gibt es mit derpolnischen Marienburg eine zweiteBurg, die als Einzeldenkmal in dieListe der UNESCO-Welterbestättenaufgenommen wurde. In derBegründung heißt es, sie sei invieler Hinsicht „die ideale Burg“.Diese ideale Burg ist der Stolz einerganzen Nation.Weniger hört man bei derWartburg von ausgetragenen Zweikämpfenund Burgerstürmungen,sondern eher von Sängerkrieg,Sandsteinkapitell, 12. Jh. –sog. „Eifersuchtskapitell“dem Leben einer Heiligen und demfrommen Mann aus Wittenberg,Dr. Martin Luther. Mit anderenWor ten: Was hier auf das deutscheGemüt schlägt, hat etwasmit Charme, Dichtkunst, sozialemGewissen, Ehrlichkeit und wissenschaftlicherArbeit zu tun. Das istdoch ein hocherfreuliches Image!Wie mögen die Gespräche obenauf der Wartburg verlaufen sein?„Nimmer wirds gelingen, Zucht mitRuten zu erzwingen: Wer zu Ehrenkommen mag, dem gib Wort sovielals Schlag.“ Das zeigt einen Walthervon der Vogelweide, der pädagogischseiner Zeit durchaus vorausist.Richard Wagner ist es zu verdanken,dass durch den „Tannhäuser“alle Welt vom Sängerkrieg auf derWartburg weiß, welcher der Sagenach im Jahre 1206 stattgefundenhaben soll. Moritz von Schwindschuf das berühmte große Freskozu diesem frühen kulturellen Wettstreit.In der Elisabethkemenate sehenSie in Mosaiken das Leben der Heiligen,die sich dem Armutsideal desFranz von Assisi verpflichtet wusste.Für eine kurze Zeit war die Wartburgauch dem Junker Jörg, Luther,ein Zuhause. Unter dem Schutzseines Kurfürsten übersetzte er dasNeue Testament aus dem Griechischenins Deutsche.Der älteste Burgteil der Wartburgist der romanische Palas, dererste seines Bautyps. Er blieb einfür allemal der künstlerisch sowiearchitektonisch bedeutendste romanischeProfanbau zumindest imdeutschsprachigen Raum.INFOSDas Wartburgmuseumzeigt Kunstschätze aus achtJahrhunderten: Gemäldedes Lutherfreundes LucasCranach, Plastiken TilmanRiemenschneiders, denDürerschrank von 1515,Bildteppiche, Möbel undKunsthandwerk aus der Zeitder Renaissance.Burgführungen April bisOktober täglich 8.30 Uhrbis 17.00 Uhr, November bisMärz von 9.00 Uhr bis 15.30Uhr. Die Burgführungenumfassen einen Rundgangdurch den romanischen Palasund enden mit dem Besuchdes Wartburgmuseums.Eintritt: 9 EUR, Schüler5 EUR, Gruppen ab 25 Personen8,00 EUR p. P.Gruppen- und Veranstaltungsticketserhalten Sie beider Wartburg Stiftung,D-99817 EisenachTel. +49 (0) 3691.2500www.wartburg.deVeranstaltungstipps: DerFestsaal der Wartburg isteinzigartige Kulisse fürzahlreiche Konzerte und Veranstaltungen.Hier kann manbeispielsweise Richard Wagners„Tannhäuser“ am wohlauthentischsten Ort erleben.Wohnen Sie Gottesdienstenin der Kapelle bei oder besuchenSie im Dezember denzauberhaften historischenWeihnachtsmarkt auf denBurghöfen.www.wartburg.de


24 Fahrtziel Kultur | MAGDEBURGMAGDEBURGMittelschiff desMagdeburger DomsAN DER WIEGE DES HEILIGEN RÖMISCHEN REICHESDEUTSCHER NATION: Entdecken Sie den ersten auf gotischemGrundriss erbauten Dom auf deutschem Boden in einer der grünstenStädte Deutschlands. Wer sich auf Magdeburg einlässt, dem erschließtsich eine der faszinierendsten Städte des Landes, die ihr kulturelles Erbebewahrt hat und mit der Lebendigkeit einer Großstadt vereint. Willkommenin der Stadt Ottos des Großen – der Lieblingspfalz des Kaisers, der amBeginn des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation steht.


MAGDEBURG | Fahrtziel Kultur25v. l. n. r.: der MagdeburgerDom, dasKunstmuseum KlosterUnser Lieben FrauenKaiser Ottos MorgengabeWussten Sie, dass Magdeburgdie Lieblingspfalz KaiserOttos des Großen war? Editha, dieenglische Prinzessin, erhielt vonihrem Mann, dem späteren Kaiser,den Ort am Strom als Morgengabe.Die Lage Magdeburgs an der Elbeerinnerte Editha an ihre Heimatan der Themse. Beide, Kaiser Ottowie Editha, haben ihre Grablegeim Magdeburger Dom St. Mauritiusund St. Katharina. Regelmäßigwerden dort bei Ausgrabungenneue archäologische Kostbarkeitengefunden – wie der entdeckte Bleisarkophagder Königin Editha.Der ottonische Dom branntebeim großen Stadtbrand von 1207nieder. 1209 ließ der amtierendeErzbischof Albrecht II. gegen denWiderstand der Magdeburger Bürgerschaftden Grundstein legen fürden ersten, nach französisch-gotischemGrundriss in Deutschlandgebauten Dom. Der Erzbischof warder neuen Bauweise und der Ideeder Gotik in Frankreich begegnetund griff sie als einer der ersten auf.In auffallenden Farben erstrahlt„DIE GRÜNE ZITADELLE VON MAG-DEBURG“, ein Architekturprojektvon Friedensreich Hundertwasser.Nicht ein Fenster gleicht demanderen. Verwinkelte Innenhöfeund eine Vielzahl interessanter Geschäfteladen ein in eine Oase derMenschlichkeit inmitten der Stadt.Vom Alltag abzuschalten fälltin der Elbmetropole leicht: In einerder grünsten Städte Deutschlandsbilden die rund 20 zum Teil historischenParkanlagen und Gärteneinladende und anregende Oasender Erholung. Neben dem StadtparkRotehorn, einem der am schönstengelegenen englischen Landschaftsparksin Deutschland, kann manauch im Elbauen- oder Herrenkrugparkin herrlicher Umgebung demAlltag entfliehen.INFOSVeranstaltungstipps 201321.6.-20.7. DomplatzOpen-Air – Theater Magdeburgpräsentiert das Musical „LesMisérables“ auf dem MagdeburgerDomplatz; 23.6.Größtes Otto-Treffen allerZeiten in der Ottostadt Magdeburg!;30.5.-2.6. M a g -deburger Domfestspiele;25.11.-30.12. MagdeburgerWeihnachtsmarktwww.magdeburg-tourist.deTourist-InformationMagdeburgErnst-Reuter-Allee 12D-39104 MagdeburgTel. +49 (0) 391.8380402Fax +49 (0) 391.8380430info@magdeburg-tourist.dewww.magdeburg-tourist.deInformation, Zimmervermittlung,Stadtführung,Souvenirs, Pauschalen,Kongress- und RahmenprogrammeINFOSMit dem Sachsen-Anhalt-Ticketauf Tour durch Sachsen-Anhalt,Sachsen und Thüringen. Allein,zu fünft oder als Familie.www.bahn.de/sachsen-anhaltGrablegeKaiser Ottosdes Großenim Dom


26Fahrtziel Kultur | MagdeburgAusstellung „Umsonst ist der Tod!“Sterbender Nikolaus,Detail Nikolausaltar„St. Marien“, um 1485,Mühlhausen.


Magdeburg | Fahrtziel Kultur27v. l. n. r.: Das Testament des Leipziger BürgersAndreas Lanther, Domstiftsarchiv Naumburg.Christus in der Vorhölle, Detail vom Kreuzaltar derWallfahrtskirche Grimmenthal, heute in derEvangelischen Pfarrkirche Gräfentonna.„Umsonst ist der Tod!“Das Kulturhistorische MuseumMagdeburg zeigt eine große Sonderausstellungzur Frömmigkeitspraxisder VorreformationAlltag und Frömmigkeitam Vorabend der Reformationm Vorabend der Reformation“– unter dieser Über-„Aschrift werden für gewöhnlich dievermeintlichen Missstände in derchristlichen Kirche am Ausgangdes Mittelalters aufgezeigt, die dieReformation als einschneidendeWende erscheinen lassen. Tatsächlichaber ist seit gut 30 Jahrenin der Wissenschaft unbestritten,dass die Reformation Ergebniseiner Intensivierung der kirchlichenFrömmigkeit um 1500 gewesen ist,die alle Bereiche des öffentlichenund privaten Lebens durchdrang.Auf der Suche nach Antworten aufdrängende religiöse Fragen fülltensich Kirchenräume mit frommenStiftungen, fanden Wallfahrtenregen Zulauf, wurden Andachtsbilderund Heiligenfiguren in Seriehergestellt.In der im Rahmen der Lutherdekadegemeinsam vom KulturhistorischenMuseum Magdeburg,von den Mühlhäuser Museen unddem Stadtgeschichtlichen MuseumLeipzig präsentierten Ausstellung„Umsonst ist der Tod! Alltagund Frömmigkeit am Vorabendder Reformation“ sollen diese inMitteldeutschland weithin vergessenenFormen religiöser Alltagspraxisnun wiederentdeckt werden.Auf 500 Quadratmetern Ausstellungsflächewird der Blick auf dieZeit vor der Reformation von populärenZerrbildern befreit und einembreiten Publikum vermittelt. Gezeigtwerden dabei insbesonderebisher kaum bekannte Schätze,die von den traditionellen musealenSammlungsrastern abweichenund oft inkognito ein halbes Jahrtausendüberdauerten, so für denStandort Magdeburg Exponate u. a.aus Stolberg, Pötewitz und Prettin,aber auch aus den so bedeutendenDomschätzen von Halberstadt undQuedlinburg.Die ab Herbst 2014 in Magdeburgzu sehende Ausstellung lieferteinen Schlüssel zum Verständnisspätmittelalterlicher religiöserDenkweisen sowie ein faszinierendesund aus heutiger Sicht zugleichwohl befremdliches Bild derreligiösen Lebenswelt jener Zeit,in der Martin Luther aufgewachsenist.INFOSMuseum am LindenbühlMühlhausen29.09.2013 - 13.04.2014Stadtgeschichtliches MuseumLeipzig28.05. 2014 - 07.09.2014Kulturhistorisches MuseumMagdeburg07. 11.2014 - 15.02.2015Weitere Informationenerhalten Sie auf der Homepagezur Ausstellung:www.umsonstistdertod.de


28Fahrtziel Kultur | Strasse der romanikMittelalter erleben am authentischen OrtBesuchermagnet: Die Stiftskirche St. Servatius Quedlinburg mit ihrem Domschatz.INFOSMehr zur Straße derRomanik erhalten Sie hier:tourismus@imgsachsen-anhalt.deTel. + 49 (0) 391.56283820www.strasse-der-romanik.deDie Straße der Romanik –eine einzigartigeKulturreiseroute entdecken.Die „Straße der Romanik“ lädt2013 zum „Rendezvous mitKultur“ ein. Mit 1200 KilometernLänge, 80 einzigartigen romanischenObjekten an 65 Orten feiert sie 2013als besonderes Kulturreiseziel den20. Geburtstag. Auf keiner anderenKulturreiseroute in Europa bildenKunstschätze von Weltrang, Domschätzemit wertvollen Kunstwerken,Schauplätze europäischer Geschichte,Meisterwerke und Kleinodienromanischer Baukunst, Klöster mittausendjähriger Geschichte, Orte besonderenkulinarischen Genusses undmalerische Landschaften den Anlassfür eine unvergessliche Kulturreise.Hier treffen wie an keinem anderenOrt in Deutschland Kunst auf Kultur,Geschichte und Geschichten aufeinander,nur hier schaffen Romanikund Romantik den Rahmen für einenden besonderen Kulturgenuss.Die Plünderungen heiliger Stätten,das zähe Ringen um Macht, einKrug voller Wunder und kriminelleKunsthändler bieten nicht nurreichlich Stoff für eine spannendeKrimistory. Hier aber liefern dieseKomponenten den Stoff zu vier einzigartigenKirchenschätzen, jeneSammlungen liturgischer Gegenständealso, die Besucher bedeutenderBischofskirchen mit ihrerganzen Prachtentfaltung und einzigartigenKunstschätzen in ihrenBann ziehen.Die vier Domschätze an derStraße der Romanik bieten ein weltweiteinzigartiges Kunst- und Kulturensemble.Die QuedlinburgerStiftskirche St. Servatius, UNESCO-


strasse der romanik | Fahrtziel Kultur29Zuwachs erhielt er durch die Beute,die der Halberstädter Bischof Konradvon Krosigk während des viertenKreuzzugs 1204 in Konstantinopelzusammengeraubt hatte. Darunterauch so hochrangige Reliquienwie Schädelpartikel und eine Elledes Erzmärtyrers Stephanus, Patrondes Halberstädter Doms. Weltweiteinzigartig sind die monumentalenWandteppiche aus dem 12. Jahrhundert:der „Abraham-Engel-Teppich“und der „Christus-Apostel-Teppich“.Die kunsthistorisch außergewöhnlichenStücke gelten als die ältestenerhaltenden Bildwirkereien des Mittelalters.Diese Domschätze bilden nichtnur ein magisches Dreieck in Sachsen-Anhalt,sie sind auch der Mittelpunktund das Herzstück dieser besonderenund kulturreichenReiseroute.Ob man nun aus dem Nordenkommend von Havelberg nachSchönhausen, Jerichow und Pretzienfährt, oder aus dem Süden vonNaumburg, Merseburg, Petersberg,Ballenstedt, Bernburg und Gernrodenach Halberstadt reist, man durchquerteine Kulturlandschaft, die esweltweit kein zweites Mal gibt. EineKulturregion voller großartiger Bauv.l.n.r.:Der Halberstädter Dom gehört zu den schönsten Kathedralen Deutschlands. Der Magdeburger Dom mit der Grabbeilegevon Otto I. und seiner Frau Editha. Die Kaiserpfalz Memleben.Weltkulturerbe, birgt weltweit einender bedeutendsten Kirchenschätzedes Mittelalters, derHalberstadter Dom den umfangreichstenund prachtvollsten. Dieehemals auch reich bestücktenSchatzkammern der Bischofskirchenvon Merseburg und Naumburg habenherbe Verluste durch Kriege erlitten,beeindrucken aber trotzdemdurch kostbare Einzelstücke und kuriosanmutende Exponate wie heidnischeZauber sprüche in einem heiligenBuch und eine mumifizierteKönigshand. Von kaum überbietbarerQualität sind die Reliquienkästen,Schmuckbibeln und Bildteppiche,die im so genannten „Zitter“,der Schatzkammer der QuedlinburgerStiftskirche, staunen lassen. AlsReliquie allerhöchsten Ranges galtin der damaligen Zeit der Kana-Krugdes Stiftsschatzes. Der antike Alabasterkrug(1. Jahrhundert) soll einesder Gefäße sein, in denen Christusbei der Hochzeit von Kana Wasser inWein verwandelt hat.Mit mehr als 650 beweglichenKunstwerken gilt der HalberstädterDomschatz als der größte mittelalterlicheKirchenschatz Europas, deran seinem ursprünglichen Ort erhaltengeblieben ist. BedeutendenLiteraturtippsLudwigSchumannGroße Zeitstarker FrauenUnterwegsauf der Straßeder RomanikBuchVerlag für die Frauca. 128 S., 12 x 16,5 cm,durchgehend farbig,gebunden, ca. 12,90 EURISBN 978-3-89798-380-9Henrik BollmannSchlösser undBurgen inSachsen-AnhaltBild-Text-BandMitteldeutscherVerlag19,90 EURab 15.03.2013: 12,95 EURISBN 978-3-89812-502-4Michael PanteniusBurgen inSachsen-AnhaltReise- undErlebnisführerMitteldeutscherVerlag12,90 EURISBN 978-3-89812-741-7


AUSFLUGSZIELE AN RHEIN UND NECKARStrasse der Romanik | Fahrtziel Kultur 31v. l. n. r.:Kraft schöpfen amFuße der Neuenburgbei Freyburg (Unstrut);Stiftskirche Gernrodeturorte aneinandergereiht auf zweifast kreisförmigen Reiserouten – eineim Norden und eine im Süden Sachsen-Anhalts.Besuchern Sie die Juwelendieser imaginären Schatzkette,lassen sie sich von den Kunstwerkenbezaubern und erliegen sie demCharme mehr als 1000 Jahre kunstreicherHandwerkskunst. Keine RegionDeutschlands bietet als Reisezielmit dieser Dichte an Kunst und Kultur,das Erscheinungsbild einer so facettenreichenKulturlandschaft.Die „Straße der Romanik“ feiert2013 ein Jubiläum: 20 Jahre wird siealt, die Reiseroute Richtung Mittelalter.Vier der insgesamt 80 Stationen ladenzur Entdeckung von vier kostbarenDomschätzen ein, mit weltweit einzigartigenKunstgegenständen.Weitere Informationen unterwww.strasse-der-romanik.deLiteraturtippsHeiko Brandl,Christian ForsterDer Dom zuMagdeburgBand 1:Architektur,Band 2:AusstattungVerlag Schnell und Steiner169,00 EURISBN 978-3-7954-2462-6KulturpartnerMuseen /annheim2.03.2014ändererg,nd HessenReiss-Engelhorn-Museen Mannheim · Staatliche Schlösser und GärtenBaden-Württemberg durch Alfried Wieczorek · Bernd Schneidmüller ·Alexander Schubert · Stefan Weinfurter · Eike Wolgast (Hrsg.)Alfried Wieczorek · Michael Hörrmann (Hrsg.)in Verbindung mit Bernd Schneidmüller, AlexanderSchubert, Stefan Weinfurter und Eike WolgastDie Wittelsbacher am Rhein.Die Kurpfalz und Europa2 Bände1. Auflage 2013, ca. 860 S., zahlreiche Abb.,24 x 28 cm, Hardcover, fadengeheftetISBN 978-3-7954-2644-6Subskriptionspreis bis 30.11.2013:ca. € 49,95Ab 01.12.2013: ca. 59,–Erscheint im September 2013Bestellen Sie als Paket und profitierenSie von bis zu 21% Rabatt!Paket I* (ISBN 978-3-7954-2644P)Katalog – Tagungsband Mittelalter–Tagungsband Neuzeitca. € 95,– statt € 119,85Paket II* (ISBN 978-3-7954-2645P)Katalog – Tagungsband Mittelalterca. € 65,– statt € 79,90Paket III* (ISBN 978-3-7954-2662P)Katalog – Tagungsband Neuzeitca. € 75,– statt € 89,90* Lieferung nach Erscheinen aller BändeVerlag Schnell & Steiner GmbH · Leibnizstraße 13 · D-93055 RegensburgTel.: +49 (0) 941-7 87 85-26 · Fax: +49 (0) 9 41-7 87 85-16www.schnell-und-steiner.de · bestellung@schnell-und-steiner.deJörg Peltzer · BerndSchneidmüller · StefanWeinfurter · AlfriedWieczorek (Hrsg.)Die Wittelsbacherund die Kurpfalz imMittelalterEine Erfolgsgeschichte?1. Auflage 2013, 408 S., ca. 150 Abb.,17 x 24 cm, Hardcover, fadengeheftetISBN 978-3-7954-2645-3ca. € 29,95Wilhelm Kreutz ·Wilhelm Kühlmann· Hermann Wiegand(Hrsg.)Die Wittelsbacherund die Kurpfalz inder NeuzeitZwischen Reformationund Revolution1. Auflage 2013, 752 S., zahlreiche Abb.,17 x 24 cm , Hardcover, fadengeheftetISBN 978-3-7954-2662-0ca. € 39,95Erscheint im Frühsommer 2013AUF DEN SPUREN DEREva-Maria GüntherAuf den Spuren derWittelsbacherAusflugsziele an Rheinund Neckar1. Auflage 2013, ca. 200 S., zahlreicheFarbabb., 13 x 21 cm, Klappenbroschur,fadengeheftetISBN 978-7954-2668-2ca. € 14,95Erscheint im Sommer 2013


32Fahrtziel Kultur | ExperteninterviewExperteninterviewDie Kirche desKlosters Huysburg –1121 als romanischesGotteshaus geweiht,heute mit einer spätbarockenInneneinrichtung– ermöglichtEinkehr und MußeKultur hat Zukunftwenn sie emotional vermitteltund vernetzt wirdGespräch mit Prof.Dr. Christian AntzFZK fragt: Herr Prof.Dr. Antz, kulturtouristischeRouten wie dievon Ihnen konzipierteStraße der Romanikoder die Burgenstraßemachen auf mittelalterlicheSehenswürdigkeitenin Deutschlandaufmerksam.Welchen Vorteil hat es für den interessiertenReisenden, solch einer Routefolgen, statt individuell ein einzelnestouristisches Ziel anzusteuern?Prof. Dr. Antz: Der Besucher erfährtnicht nur eine, eine einzelneArchitekturgeschichte. Wenn dasNetzwerk funktioniert, wird er viel-mehr einbezogen ineine Gesamtdramaturgieeines Themas, erfährthistorische undauthentische Vielfalt,taucht ein in einen mittelalterlichenKosmos.FZK fragt: DerDeutschland-Tourismusverzeichnet seit Jahrenkontinuierliches Wachstum.Historische SehenswürdigkeitenundAusstellungen stehen hierbei besondersim Fokus des Besucherinteresses.Was macht die Faszination aus,Geschichte vor Ort zu erleben?Prof. Dr. Antz: Viele der Kulturanbieterhaben es geschafft, sichauf den kommenden Kulturtouristeneinzustellen, der sich vom Bil-


(THÜRINGEN)(BAYERN)(BAYERN)(SACHSEN)(BAYERN)Experteninterview | Fahrtziel Kultur33dungsbürger früherer Prägung unterscheidet.Der Besucher ist es leid,von Daten und Fakten in Menge undSchnelligkeit überhäuft zu werden.Er will vielmehr emotional angesprochenwerden, Zusammenhängeintuitiv verstehen, inszenierte Geschichtenachvollziehen, vermittelteGeschichten mit nach Hause nehmen,Teil der erlebten authentischenKultur werden. Wer dies schafft, bindet,wie die großen Mittelalterausstellungender letzten Jahre zeigen,Besucher an Orte und Themen.FZK fragt: Die Organisatorengroßer kulturgeschichtlicher Ausstellungenkonkurrieren heute nichtmehr um Besucher, sondern arbeitenviel stärker in Netzwerken zusammen,loben gar gemeinsame, länderübergreifendeThemenjahre, wieetwa das Wittelsbacherjahr 2013/14in Baden-Württemberg, Hessen undRheinland-Pfalz aus. Ist das ein Erfolgsmodell?Prof. Dr. Antz: Wie die interdisziplinäreKooperation und die innerkommunaleVernetzung, die beidenicht immer einfach sind, aberden Erfolg einer Ausstellung künftigausmachen, ist die länderübergreifendeZusammenarbeit ein arbeitsintensivesTerrain. Wer sich hier aufden Weg gemacht hat, Museen,Kommunen und Länder an einemErzählstrang drehen zu lassen, demdanken es auch die Besucher. DennLändergrenzen interessieren diemeist wenig, wenn es um kulturelleLandschaften geht. Deshalb führtinhaltliche Vernetzung bei Kultureinrichtungen,-städten und -regionenzu nachhaltiger emotionalerBindung und damit zum wirtschaftlich-touristischenErfolg.FZK fragt: Wie beurteilen Siedas Konzept des deutschlandweitenStädtebundes „Fahrtziel Kultur– Reisen ins deutsche Mittelalter“?Welche Vorteile haben Kulturinteressierte,wenn sich DeutschlandsTop-Destinationen zum ThemaMittelalter zusammenschließen?FAHRTZIEL KULTUR | STEMPELFELDERAACHEN(NORDRHEIN-WESTFALEN)EISENACHMANNHEIM(BADEN-WÜR TEMBERG)REGENSBURGBAMBERGGÖRLITZNÜRNBERGBRAUNSCHWEIG(NIEDERSACHSEN)MAGDEBURG(SACHSEN-ANHALT)QUEDLINBURG(SACHSEN-ANHALT)Weitere Infos unter: www.fahrtziel-kultur.deProf. Dr. Antz: Mit der Idee „FahrtzielKultur“ wurde nicht nur Neulandbetreten, sondern mit demrichtigen Fuß die richtige Tür aufgestoßen.Die kommenden Kulturreisendensind flexibel und mobil,Kurzurlaub und Städtereise affin,verknüpfen verschiedene Reiseanlässemit Kulturhighlights undplanen über das Jahr hinweg Kultur-wie Bekanntenbesuche. Kultureinrichtungenmit Kundenbindungsetzen mit Fahrtziel Kultur aufnachhaltigen Erfolg.FZK fragt: Zum Abschluss Ihrpersönlicher Tipp. Welche Veranstaltungenzum Thema Mittelalter dürfenGeschichtsinteressierte 2013/14keinesfalls verpassen?Prof. Dr. Antz: Aus der Vielzahlder spannenden und hochkarätigenKulturreiseangebote aus allenRegionen Deutschlands kannich schwerlich eines besonders herausgreifen.Fahrtziel Kultur mit seinerVielfalt bewegt mich zuerst zuHause im Sessel beim Durchblättern,bis es dann kribbelt und ichmit Bahn oder Auto ein oder mehrereZiele ansteuere – und das dannmehrmals übers Jahr hinweg. Soanregend und effektiv wie „FahrtzielKultur“ sind wenige Kulturzeitschriften.www.fahrtziel-kultur.de · www.deutschland-tourismus.de · 2009/2010REISEN INS DEUTSCHEMITTELALTERForschung für die Gesundheit braucht Ausdauer.Am besten, man fängt schon früh damit an.STÄDTE · AUSSTELLUNGEN · REGIONEN · ARRANGEMENTSFür Boehringer Ingelheim ist der Erfolg als pharmazeutischesUnternehmen seit mehr als 125 Jahrengleichbedeutend mit der Einführung innovativerPräparate. In Forschung und Entwicklung neuerTherapien und Darreichungsformen investierte dasUnternehmen a leine 2011 rund 2,5 Milliarden Euro.Diese Investition in die Zukunft hat eine langeTradition. Nicht umsonst ist Boehringer Ingelheimeines der 15 erfolgreichsten Unternehmen in derPharmazie weltweit.Forschung ist unsere treibende Kraft. Rund 44.000Mitarbeiter weltweit, davon mehr als 12.000 inDeutschland, arbeiten daran, die Aussichten auf eingesünderes Leben zu verbessern.www.boehringer-ingelheim.de15876_160x230_4c_090707.indd 1 10.07.2009 9:16:01 UhrGeschichte_160x230_4c:Fahrtziel Kultur 16.01.2013 17:14 Uhr Seite 1Werte schaffen durch InnovationAACHEN BAMBERG BRAUNSCHWEIG EISENACH-WARTBURG GÖRLITZMAGDEBURG MANNHEIM NÜRNBERG QUEDLINBURG REGENSBURGwww.fahrtziel-kultur.de · www.deutschland-tourismus.de · 2010/2011REISEN INS DEUTSCHEMITTELALTERSTÄDTE · AUSSTELLUNGEN · REGIONEN · ARRANGEMENTSDer Chemiker und Nobelpreisträger Prof. HeinrichWieland (r.) baute in den 1920er Jahren die erstewi senschaftliche Abteilung des Unternehmens auf.Forschung für die Gesundheit braucht Ausdauer.Am besten, man fängt schon früh damit an.Für Boehringer Ingelheim ist der Erfolg als pharmazeutischesUnternehmen seit mehr als 125 Jahrengleichbedeutend mit der Einführung innovativerPräparate. In Forschung und Entwicklung neuerTherapien und Da reichungsformen investierte dasUnternehmen alleine 2011 rund 2,5 Mi liarden Euro.Diese Investition in die Zukunft hat eine langeTradition. Nicht umsonst ist Boehringer Ingelheimeines der 15 erfolgreichsten Unternehmen in derPharmazie weltweit.Forschung ist unsere treibende Kraft. Rund 44.000Mitarbeiter weltweit, davon mehr als 12.000 inDeutschland, arbeiten daran, die Au sichten auf eingesünderes Leben zu verbessern.www.boehringer-ingelheim.deGeschichte_160x230_4c:Fahrtziel Kultur 16.01.2013 17:14 Uhr Seite 1Werte schaffen durch InnovationDer Chemiker und Nobelpreisträger Prof. HeinrichWieland (r.) baute in den 1920er Jahren die erstewi senschaftliche Abteilung des Unternehmens auf.AACHEN BAMBERG BRAUNSCHWEIG EISENACH-WARTBURG GÖRLITZ MAGDEBURG MANNHEIMNAUMBURG NÜRNBERG QUEDLINBURG REGENSBURG ROTHENBURG OB DER TAUBERSTÄDTE · AUSSTELLUNGEN · REGIONEN · ARRANGEMENTSAACHEN BAD WIMPfEN BRAUNSCHWEIG EISENACH-WARTBURG MAGDEBURG MAINZ MANNHEIMNAUMBURG (SAALE) QUEDLINBURG REGENSBURG ROTHENBURG OB DER TAUBER SPEyER WORMSwww.fahrtziel-kultur.de · 2013/2014REISEN INS DEUTSCHEMITTELALTERVitaProf. Dr. Christian AntzBundesweite Vortrags-,Jury- und BeiratstätigkeitZahlreiche Buch- und Aufsatzveröffentlichungenin denBereichen Kulturgeschichteund -marketing, SpirituellerTourismus, Slow Tourism, u. a.Begründer und Herausgeber derReiseführerreihen Kulturreisenin Sachsen-Anhalt, Naturreisenin Sachsen-Anhalt und KulinarischeReisen in Sachsen-Anhalt,Begründer und Bearbeiter derTourismus-Studien Sachsen-Anhalt. Bd. 1-25.2011 ff. HonorarprofessorSlow Tourism an der FachhochschuleWestküste in Heide,1992 ff. Mitarbeiter im WirtschaftsministeriumSachsen-Anhalts in Magdeburg.1992-2006 Aufbau der touristischenMarkensäulen Straße derRomanik ® , Blaues Band ®und Gartenträume ® .2000 ff. Entwicklung der neuenTourismusfelder SpirituellesReisen und Slow Tourism.Kontakt: antz@fh-westkueste.deLiteraturtippsRose-Marie KnapeStraße derRomanikEine Entdeckungsreiseins deutscheMittelalterKulturreisen in Sachsen-Anhalt,Band 1, 275 S., 14 x 21 cm,Verlag Janos Stecovics12,80 EURISBN 978-3-929330-89-2Stefan BeierKlosterlandschaftSachsen-AnhaltKulturreisen inSachsen-Anhalt,Band 12, 256 S.,14 x 21 cm,Verlag Janos Stecovics18,90 EURISBN 978-3-89923-247-9


34Fahrtziel Kultur | Hotels an der strasse der romanikBAUHAUS-Architektur mit 4 SternenHOTEL RATSWAAGE • Ratswaageplatz 1–4 • 39104 Magdeburg • Tel. +49 391 5926-0 • hotel@ratswaage.dewww.ratswaage.deS„Genießen Sie das barocke Ambienteim Herzen Sachsen -Anhalts.“Das 1617 erbaute Stadtschloss bildet mit der weltberühmten Basilika St. Georg und Pankratiusdirekt an der Straße der Romanik gelegen ein imposantes und unvergessliches Ensemble. DasStadtschloss war etwa 350 Jahre Sitz der Familie von Trotha und verfügt über einen Barockflügel,der mit seinen Deckengemälden und Skulpturen ein einzigartiges Ambiente für den Festsaal desStadtschlosses bildet. Das Stadtschloss verfügt heute neben dem Festsaal über 19 gemütlicheZimmer, ein Restaurant mit Kaminzimmer und einen historischen Garten.Übernachten Tagen Feiern HeiratenHugo-Gast-Siedlung 4 39444 Hecklingen Tel.: 0 39 25 / 9 89 26 10 Fax: 0 39 25 / 9 89 26 28Email: stadtschloss@bonvoyagehotel.deInternet: www.stadtschloss-hecklingen.de


TRANSROMANICATRANSROMANICA | Fahrtziel Kultur35v. l. n. r.: Dom zu Gurk; Kloster Santo Domingo de Silos; Kloster SopocaniAuf dem Wegezur Romanik in EuropaAcht Länder Europas erinnernsich ihrer gemeinsamenWurzeln. Was sie verbindet, istdie Romanik, die noch heute dasBild sakraler Bauten und Burgenzwischen Ostsee und Mittelmeerprägt.Die Regionen Kärnten inÖsterreich, Modena in Italien, Tâmega-Sousain Portugal, Sachsen-Anhalt in Deutschland sowie dasLand Serbien gehören zur TRANS-ROMANICA. Zudem sind einzelneStandorte wie Paray-le-Monial inFrankreich, Santo Domingo de Silosin Spanien, Pavia in Italien undKarlsburg in Rumänien Teil diesereuropäischen Kulturstraße, einervon 24 durch den Europarat anerkannteneuropäischen Kulturrouten,die sich dem gemeinsamenErbe gewidmet hat.Ihr Ziel ist, die Faszination, welchedie Romanik als eine europäischeStilepoche heute noch ausübt,einem breiten Publikum nahezu bringen.Zu den herausragenden Bauwerkenan der „Straße der Romanik“in Sachsen-Anhalt gehörender Magdeburger Dom St. Mauritiusund Katharina, der 2009 seinachthundertjähriges Jubiläum feierte,der Havelberger Dom St. Marien,die St. Servatius Stiftskirche inQuedlinburg, die mit der QuedlinburgerAltstadt zusammen eine derinsgesamt sechs UNESCO-Welterbestättenauf der TRANSROMANI-CA darstellt, der Dom St. Peter undPaul in Naumburg mit den herausragendenWerken des NaumburgerMeisters, der Halberstädter DomSt. Stephanus mit dem größten, beieiner Kirche verbliebenen, mittelalterlichenDomschatz in einer außerordentlicheindrucksvollen, modernenPräsentation.Und auch außerhalb Deutschlandslassen sich bedeutsame romanischeBauten erkunden: Voneiner österreichischen Kirchenhalbinselüber noch bewohnte Klosteranlagenin Serbien bis hin zurromanischen Route Portugals gibtes Außergewöhnliches zu bestaunen.Sie ahnen, die Aufzählung istlängst noch nicht vollständig – aufden Spuren der Romanik in Europableibt viel zu entdecken!TIPPSpectaculum, ÖsterreichIn der Burgenstadt Friesachfindet alljährlich das großeMittelalterfest „Spectaculum“statt.www.friesach.atFesta do Caldo, PortugalIn Quintandona wird allsommerlichdie traditionelle Musikund lokale Küche mit einemgroßen Fest gefeiert.www.caldodequintandona.comFestival Filosofia, ItalienRund um Modena werden dreiTage lang Werke europäischerPhilosophen auf öffentlichenPlätzen vorgestellt.www.festivalfilosofia.itINFOSÜbersichts- undProspektanfragenTRANSROMANICA e.V.Danzstraße 1D-39104 MagdeburgTel. +49 ( 0) 391.7384350info@transromanica.comwww.transromanica.com


36 Fahrtziel Kultur | AnhaltMittelalterliches Anhalt von Ballenstedt bis DessauDie Wiege Anhalts:Schloss BallenstedtINFOSMehr Informationenzu Anhalt:Tel. + 49 ( 0 ) 391.56283820tourismus@img-sachsen-anhalt.dewww.sachsen-anhalttourismus.deDer Eulenspiegelturmauf Schloss Bernburg.Anhalt Entdeckernannte sich der1212 Askanier Heinrich I.erstmals Fürst von Anhalt. Da hatteaber die Geschichte der Anhaltiner alsGrafen von Ballenstedt längst begonnen.Ihre Burgen Ballenstedt, Anhaltund Aschersleben (Ascharia) warenbereits bedeutende Herrschersitze,die dem Geschlecht die Namen Askanierund Anhaltiner gegeben hatten.Mit Albrecht dem Bären trat im 12.Jahrhundert eine Herrscherpersönlichkeitvon nationaler Größe hervor.Albrecht, erster Markgraf der MarkBrandenburg, Intimfeind Heinrichsdes Löwen, hatte seine und seinerFrau Grablege in der Burgkapelle desBallenstedter Schlosses bestimmt,heute Station auf der „Straße derRomanik“.Die nächste Überraschung:Uta von Ballenstedt, Stifterfigur imNaumburger Dom, war die Schwesterdes Stammvaters der Anhaltiner,des Grafen Esico IV. (990-1059).Er und sein Nachfolger ließen dieBurg Anhalt 150 Meter über demSelketal bauen, von der aus dasFlusstal der Selke zu kontrollierenwar. Nach ihrer ersten Zerstörung1140 ließ Albrecht der Bär die Burgunter Verwendung eines völlig neuenBaumaterials in dieser Gegendneu errichten: Eine Burg entstand,ganz aus Ziegelstein. Die Burg, diedem Geschlecht den Namen gab,ist heute über dem Selketal nochals Ruine zu besichtigen.Im Selketal trifft man auf dieeinzige Harzer Burg, die nie zerstörtworden ist, die Burg Falkenstein.Hier oben soll der BurgherrHoyer von Falkenstein den RitterEike von Repgow ermuntert haben,den „Sachsenspiegel“, ausdem Lateinischen ins Deutsche zuübersetzen. So entstand mit demRechtswerk zugleich das erste deutscheProsawerk. Eike von Repgowstammte von einem Hof im anhaltischenDorf Reppichau in derNähe Köthens. Wer heute nach


Anhalt | Fahrtziel Kultur37Reppichau fährt, spaziert durchein Bilderbuch mit Figuren aus denHandschriften des Sachsenspiegelsan den Häuserwänden oder als freistehende kunstschmiedene, farbigeFiguren.Aber wir waren ja noch im Harz!Ballenstedt. Der kleine Ort mit demLenné-Park, der zum touristischenNetzwerk „Gartenträume – HistorischeParks in Sachsen-Anhalt“gehört, bietet vom Schloss einenwunderbaren Blick auf Städtchenund Landschaft. Und nicht zu vergessen:Im nahen Gernrode ist dieam besten erhaltene Kirche ausottonischer Zeit zu besichtigen, dieSt. Cyriakus-Stiftskirche mit demHeiligen Grab. Das restaurierte HeiligeGrab ist die einzige Kopie desJerusalemer Heiligen Grabes vordessen Zerstörung im Jahr 1009.Einem tollkühnen Narren begegnetman auf der „Krone Anhalts“,auf dem Bernburger Schloss: Hieroben, auf dem Eulenspiegelturm,ebenfalls einer Station auf der„Straße der Romanik“, soll er weilanddurch einen Grafen von Anhaltals Turmwächter angestellt wordensein – und üblen Schabernack mitseinem Dienstherrn getrieben haben.Welchen, erfahren Sie ganz bestimmtauf dem Bernburger Eulenspiegelturm,dem ältesten Teil desprachtvollen Renaissanceschlosseshoch über der Saale.Die älteste Stadt Sachsen-Anhalts ist Aschersleben, latinisiertascharia, wovon sich der Name derAskanier ableitete. Die Stadt hatnoch eine vollständig erhalteneStadtmauer mit teils beeindruckendenFestungsbauten, verfügtmit den Gartenträume-Gärteninmitten der Stadt über ein erstaunlichesErholungspotential. DieAltsstadt kann auf Häuser verweisen,die bis auf die Gotik zurückgehen.Sehenswert ist hier auch diegotische Hallenkirche St. Stephani.Da man unter den Anhaltinerndas Recht der Primogenitur nichtkannte, sondern nach altem germanischenRecht das Erbe aufteilte,gingen Macht und Bedeutung derAnhaltiner nach ihrer großen Gestalt,Albrecht dem Bären, verloren.Zum Glück, möchte man heutesagen, denn die entstehenden FürstenhöfeAnhalts, Anhalt-Bernburg,Anhalt-Köthen, Anhalt-Dessau undAnhalt-Zerbst, wurden die Musenhöfein Mitteldeutschland, an denenein Bach arbeiten konnte, woLeopold III. Friedrich Franz als Anhalt-DessauerFürst die Landesverschönerungzum Programm erhebenkonnte und ein Juwel wie derWörlitzer Park entstand. In Anhaltgibt es viel zu entdecken. Da liegtdie UNESCO-Welterbestätte Bauhausund Meisterhäuser in Dessauunweit der UNESCO-WelterbestätteGartenreich Dessau Wörlitz –und dieses wiederum eingebettetin eine der schönsten LandschaftenDeutschlands, das UNESCO-Bios phärenreservat Mittelelbe, dieFlussauenlandschaft an der Elbe.ElbeZerbst/AnhaltAschersleben mit Promenadenringund Turm am MarsfeldLiteraturtipp800 Jahre Anhalt:Ludwig SchumannerzähltVerblüffendes,Anekdotischesund Wissenswertesundlässt die reiche Geschichteder mitteldeutschen RegionAnhalt lebendig werden. Utavon Ballenstedt, Albrecht derBär, Buro als Deutsch-Ordens-Ritterkommende, Eike vonRepgows Sachsenspiegel undAschersleben als älteste StadtSachsen-Anhalts sind diemittelalterlichen Themen desBuches.224 Seiten, zahlreiche farbigeFotografien,ISBN 978-3-89923-294-3Preis: 16,80 EURCoswig(Anhalt)A 9Stolberg/SüdharzBallenstedtGernrodeAlexisbadHarzgerodeAscherslebenMeisdorfSaaleBernburg(Saale)A 14Köthen(Anhalt)ReppichauDessau-RoßlauMuldeWörlitzOranienbaum


38Fahrtziel Kultur | MANNHEIMMANNHEIMBarockschlossMannheimMannheim – Kultur. im Quadrat. Kennen Sie eine Stadt, inder man sich nicht verirren kann? Mannheim. Genau. Kurfürst FriedrichIV. von der Pfalz ließ sie nach den Idealstadtentwürfen der Renaissancebauen: eingeteilt in Quadrate. Wo man sich nicht anstrengen muss, etwaszu suchen, bleiben die Kräfte der Potenziale erhalten. Nationaltheater,Wasserturm, Kunsthalle, Reiss-Engelhorn-Museen, bereits im 18. Jahrhunderthieß es das „Paradies der Tonkünstler“. Mannheim ist Kulturstadt.Will sagen: pulsierend, trendig, tiefgründig, tolerant.


MANNHEIM | Fahrtziel Kultur39v. l. n. r.: Paradeplatz,ChristuskircheMannheim erleben!Nach der Gründung kam derDreißigjährige Krieg (1618-1648), die Zerstörung. An Aufgabedachte kein Mannheimer. Ein Geniestreichmusste her.1652 lockte man Zuwandereraus ganz Europa nach Mannheim,indem man die Stadtprivilegien indrei Sprachen übersetzte, verschickteund hoffte, dass die Leute dieIdee, „alle ehrliche Leut und allenNationen hiezu zu beruffen und einzuladen“,auch annehmen. Sie nahmenan. In Mannheim, in der Stadtzwischen Rhein und Neckar, ist dieWelt aus Tradition zu Hause – undinfolgedessen auch die Toleranz.Es war die Zeit des Barock. DasMannheimer Schloss ist mit seiner600 Meter langen Stadtfront einesder größten Barockschlösser Europas,in dem das berühmte Herrschergeschlecht,die Wittelsbacher,regierten. Das Schloss ist derSchlüssel zum System Mannheim:Die Stadt nach dem Muster einesSchachbretts gebaut, beginnen dieMannheimer Quadrate mit demBuchstaben A und enden am Neckarmit K. Rechts vom Schloss wirddas Alphabet mit L fortgesetzt undendet mit U.Natürlich war Mozart in Mannheim.Er bekam zwar keine Anstellung– aber er lernte eine Mengeüber moderne Musik und MannheimerTöchter. „Gott, Lob und Dank,dass ich wieder in meinem liebenMannheim bin“, schreibt er demVater. Stamitz komponierte hier,Joy Fleming brachte den Blues,Xavier Naidoo und die „SöhneMannheims“ unterstrichen denRuf der Musikstadt, im Musikclub„milk!“ war erstmals in DeutschlandDrum’n’Bass zu hören, „Marieand the Red Cat“ gehören bereitszur nächsten Generation.Mannheim im Quadrat bleibtseit dem 18. Jahrhundert Musikstadt,Shopping-, Kultur- und Stadtgroßer Ausstellungen: In Mannheimbekommen Sie alles, sogar im Quadratund von basic bis extravagant!Der Wasserturm,das WahrzeichenMannheims.INFOSTourist InformationMannheimWilly-Brandt-Platz 3D-68161 MannheimTel. + 49 ( 0 ) 621.293-8700Fax + 49 ( 0 ) 621.293-8701www.tourist-mannheim.deArrangementKurfürstlicher Aufenthaltin MannheimLeistungen pro Person:1x Übernachtung inkl.Frühstück im 3- oder4-Sterne-Hotel,1x Eintritt zu den Ausstellungen„Die Wittelsbacheram Rhein. Die Kurpfalzund Europa“,1x kurpfälzisches Menü imtraditionellen Weinrestaurant„Kellers“,1x exklusives Wittelsbacher-Willkommensgeschenk,1x Mannheim Info-PaketPreis pro Person:DZ: ab 95,00 EUREZ: ab 129,00 EURDas Angebot gilt nur aufAnfrage und nach Verfügbarkeitsowie außerhalb vonKongress- und Messezeiten.Buchung unterwww.tourist-mannheim.deoder telefonisch unter+49 (0) 621.2938700.


40Fahrtziel Kultur | MannheimDie Wittelsbacher am Rhein – Die Kurpfalz und EuropaWer die Wittelsbacher, die weiß-blauen Rautenund die bedeutenden Fürstenschlösser ausschließlich mitBayern in Verbindung bringt, irrt gewaltig. Fast 600 Jahrelang, von 1214 bis 1803 regierte die berühmte Herrscherdynastieauch das wichtigste weltliche Kurfürstentum im HeiligenRömischen Reich Deutscher Nation – die Kurpfalz. In derreizvollen Landschaft im Südwesten Deutschlands regiertensie als Pfalzgrafen bei Rhein. Sie schrieben eine einzigartigeAufsteigergeschichte, wurden Kurfürsten,Könige, Kaiser. Die historische Kurpfalz, dieseseinzigartige Fürstentum,das die Wittelsbacheram Rhein errichteten,ging mit demReichsdeputationshauptschluss1803 unter. ImBewusstsein derMenschen lebtsie jedoch fort.Großartige KunstundKulturschätzekünden vondieser Zeit. ImWittelsbacherjahr2013 kehrendiese für begrenzteZeit insschöne Mannheimzurück.Der Pfalzgraf bei Rhein vomMainzer Kurfürstenzyklus


Mannheim | Fahrtziel Kultur41v. l. n. r.: Barockschloss Mannheim; Pfalzgraf bei Rhein. Überlingen, Historischer RathaussaalKurfürsten, Könige und KaiserZum zweiten Mal nach2010 sind die kurfürstlicheResidenzstadt Mannheimund die Rhein-Neckar-RegionGastgeber fürGeschichtsinteressierteaus ganz Deutschlandund dem benachbartenAusland. Nachder großen Staufer-Ausstellung wird inder 2. Ausstellungder Länder Baden-Würt temberg,Rheinland-Pfalzund Hessen diemächtige Adelsdynastieder Wittelsbachervorgestellt. „Die Wittelsbacheram Rhein“ – dassind 600 Jahre europäischeKultur, der Glanz einer derbedeutendsten Herrscherfamiliendes Mittelalters und derNeuzeit und deren Wirken in einerbesonders geschichtsträchtigenRegion beiderseits des mittlerenund oberen Rheins.Der genius loci, der „Geist desOrtes“ ist am AusstellungsortMann heim wahrhaft spürbar. Gezeigtwird die große Doppel-Schau in Mannheim an den Orten,an denen die Wittelsbacher tatsächlichwirkten: Der mittelalterlicheZeitabschnitt von 1214 bis 1504 istim Museum Zeughaus der Reiss-Engelhorn-Museenzu sehen, die neuzeitlicheEpoche bis 1803 wird imnur wenige Gehminuten entfernten,kurfürstlichen Barockschloss derStaatlichen Schlösser und GärtenBaden-Württemberg präsentiert.Aus über 600 Jahren Kulturgeschichtehaben sich zahlreiche Pretiosenerhalten, die an den Ausstellungsortenzu einem einmaligenEnsemble zusammengeführt werden.Die Ausstellung erzählt davon,wie die Wittelsbacher am Rhein zuKurfürsten und Stellvertretern desKaisers aufstiegen, wie sie sich vonHeidelberg aus mit den maßgeblichenFamilien des europäischenHochadels verbanden, wie sie dieWirrungen von Reformation unddreißigjährigem Krieg prägten undüberstanden, wie sie Mannheimzum geistigen und kulturellenZentrum Europas ausbauten undwie sie schließlich kurpfälzischeErrungenschaften, von der Gartenbaukunstbis zum Leberkäse, nachBayern importierten.INFOSReiss-Engelhorn-Museen (rem)Museum Zeughaus, C5D-68159 MannheimBarockschloss MannheimBismarckstraße 1D-68161 MannheimFührungen buchen:Tel. + 49 ( 0) 621.3806118buchungen.rem@mannheim.dewww.wittelsbacher2013.deÖffnungszeiten: 8. September2013 bis 2. März 2014, MuseumZeughaus und BarockschlossMannheim täglich (außer 24.und 31.12.) 11.00 bis 18.00 UhrFür angemeldete GruppenEinlass ab 9.00 Uhr auf AnfragemöglichÖffentliche Führungen: So13.00 und 15.00 Uhr 5,00 EUR(p. P. zzgl. Eintritt), ermäßigt2,00 EUR (p. P. zzgl. Eintritt)Eintritts- und Führungspreise:Der Eintritt berechtigt zumBesuch der Ausstellungsteileim Museum Zeughaus und imBarockschloss.Erwachsene 14,00 EUR, Begün -s tig te 12,00 EUR, Kinder u. Ju -gendliche (6 bis 18 Jahre) 5,00EUR, Familien 24,00 EUR, AngemeldeteGruppenführungenbis 20 P. zzgl. Eintritt 70,00 EUR,angemeldete Kurzführungen(60 Min.) bis 20 P., zzgl. Eintritt55,00 EUR


42Fahrtziel Kultur | Die Wittelsbacherregion Rhein-NeckarDie Wittelsbacherregion Rhein-Neckarv. l. n. r.: Portraitstatue des Kurfürsten Carl Theodor 1756-1758; Schloss Heidelberg;Gemälde des Kurfürsten Carl Phillip, Schlichten um 1733Winand von Steeg überreichtKurfürst Ludwig III. seintheologisches Werk Adamascolluctanium aquilarumDer Aufstieg einer mächtigen DynastieAls der Staufer Friedrich II. im Jahre1214 die Pfalzgrafenwürdean Herzog Ludwig I. von Wittelsbachübertrug, ahnte noch niemand, wiesehr dies die Identität und Traditionder Region im Südwesten Deutschlandsprägen und die politischeLandkarte in der Mitte Europas bestimmensollte. Fast 600 Jahre langwurde die Pfalz ununterbrochen vonden Wittelsbachern regiert.Mit der Verleihung der Pfalzgrafenwürdehatte Friedrich II. dieWittelsbacher für ihre Treue belohnt.Sie hielten sich in der Näheder staufischen Herrscher auf, bliebenauch nach deren Ende wichtigeGlieder des Reiches und stiegenals Kurfürsten zu dessen tragendenSäulen auf.Über die gesamte Zeitspanneführten sie die Titel Pfalzgrafen beiRhein und Herzöge von Bayern. DasPfalzgrafenamt stand dabei häufigim Vordergrund, denn aus diesemkonnten die Wittelsbacher dasVorrecht ableiten, im Kreis der siebenKurfürsten den König zu wählenund mit ihm gemeinsam diePolitik im Heiligen Römischen Reichzu gestalten.Mit der Wahl des PfalzgrafenRuprecht III. zum Römischen Königstiegen die Wittelsbacher imJahre 1400 schließlich selbst indas höchste Amt des Heiligen RömischenReichs auf. Bis zum Endedes Mittelalters blieb der Pfalzgrafbei Rhein aus dem Hause Wittelsbachdie bestimmende Kraft imSüdwesten Deutschlands.Aufstieg in höchsten Rang undein tiefer Sturz kennzeichnen die RegierungszeitFriedrichs V. – der Kurfürstaus der Pfalz, der mit der englischenPrinzessin Elizabeth Stuartverheiratet war und 1619 zum Königvon Böhmen gekrönt wurde. SeineHerrschaft blieb Episode und so ginger mit dem Spottnamen „Winterkönig“in die Geschichte ein.1720 verlegte Kurfürst KarlPhilipp seinen Hof von Heidelbergnach Mannheim und begann denBau des Mannheimer Schlosses.Mannheim wurde Residenzstadtder Kurpfalz und für die Stadt beganneine glanzvolle Epoche.


Die Wittelsbacherregion Rhein-Neckar | Fahrtziel Kultur 43Die Region der KurfürstenVon der historischen Kurpfalzgeht ein ganz besondererCharme aus. Sie ist vor über zweihundertJahren untergegangen –und doch ist ihr Geist in den Ortenund Städten links und rechts desRheins noch heute fast mit Händenzu greifen. Von kaum einer historischenRegion des Mittelalters gehteine vergleichbare, fortdauerndeIdentität aus. Kurpfälzische Lebensarthat bis heute deutschlandweiteinen guten Klang und steht fürkulturellen Reichtum, Geselligkeitund Lebensfreude. Wo sonst inDeutschland findet man im Umkreisvon 20 Kilometern vier hochkarätigeKurfürstenschlösser unterschiedlichsterBauweise. Die Kurpfalzbietet dies mit den prachtvollenResidenzanlagen der Wittelsbacherin Heidelberg, Mannheim, Schwetzingenund Weinheim.Wer 2013 die Region von Rheinund Neckar bereist, wird den Glanzund Reichtum vergangener Epochenan vielen Orten wiederentdecken.Am Wittelsbacherjahr beteiligensich über 40 Orte und Städteaus dem ehemaligen Herrschaftsgebietder Kurfürsten und Pfalzgrafenbei Rhein. Sie erinnern mitBegleitausstellungen, Konzerten,Vorträgen, Führungen und Festenan die Zeit der Kurfürsten und Könige.Jeder der Orte stellt seine Bedeutungfür die Wittelsbacher vorBeeindruckende Bauwerke, Klosteranlagen,Burgen, historischeStadtteile und Schlösser habensich aus der Zeit der Wittelsbacherin Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalzund Hessen erhalten.Es lohnt sich, eine Reise zur MannheimerAusstellung „Die Wittelsbacheram Rhein. Die Kurpfalz undEuropa“ mit dem Besuch weitererauthentischer Wittelsbacher-Ortein der Region zu verbinden. VonAlzey und Bacharach, über Heidelberg,Lauterecken und Mosbachbis Schwetzingen, Weinheim undZweibrücken reicht der Reigenwittelsbachischer Residenzorte inder alten Kurpfalz – weltbekannteSehenswürdigkeiten ebenso wieunentdeckte Kleinode. Die Regionder Kurfürsten!Stadt LindenfelsTIPPDie kurfürstlichen Schenkenvon Erbach – Eine Dynastieim Dienste der WittelsbacherSonderausstellung vonMai 2013 bis März 2014Am originalen Schauplatz aufSchloss Erbach im Odenwaldwird von Mai 2013 bis März2014 in einer Sonderausstellungdas Adelsgeschlecht derSchenken von Erbach in ihrenwechselvollen Beziehungenzu den wittelsbachischenKurfürsten vorgestellt. Dieengen Beziehungen zu denPfalzgrafen bei Rhein, denendie Schenken von Erbach auchals Richter am Hofgericht undnicht zuletzt als Finanziersdienten, lassen sich in prachtvollenExponaten zeigen.Die Ausstellung kann ausschließlichim Rahmen einerFührung besucht werden.Betriebsgesellschaft SchlossErbach gGmbHSchlosshof (Alter Bau)Marktplatz 7D-64711 Erbachim OdenwaldTel. +49 (0) 6062.809360Fax +49 (0) 6062.8093615info@schloss-erbach.dewww.schloss-erbach.dewww.wittelsbacher2013.deSchloss undSchlossgarten Erbachim Odenwald


44Fahrtziel Kultur | Pfälzer BurgenlandschaftPfälzer BurgenlandschaftBurg TrifelsINFOSGeneraldirektion Kul tu rel lesErbe Rheinland-PfalzBurgen, Schlösser, AltertümerSchloss- undFestungsruine HardenburgD-67098 Bad DürkheimTel. + 49 ( 0 ) 6322.7530Burg TrifelsD-76855 AnnweilerTel. + 49 ( 0 ) 6346.8470Schloss Villa LudwigshöheVillastraße 64D-67480 EdenkobenTel. + 49 ( 0 ) 6323.93016bsa@gdke.rlp.dewww.burgen-rlp.deLiteraturtippsAlexander Thon,Hans Reither,Peter PohlitBurgen in derNord pfalz „WieSchwalben Nesteran den Felsen geklebt...“,ISBN 978-3-7954-1674-4und Burgen in der Südpfalz„... wie eine gebannte,unnahbare Zauberburg“,ISBN 978-3-7954-2073-4Verlag Schnell und SteinerMacht, Mythos und große GeschichteZahlreiche Sonnenstunden,die rosarote Mandelblüte imzeitigen Frühjahr, üppig behangeneWeinberge und grüne Wälder,so weit das Auge reicht: die Pfalzgilt nicht umsonst als die ToskanaDeutschlands. Doch ebensounverwechselbar wie die reizvolleLandschaft sind die unzähligenBurgen, Burgruinen und Schlösserder Pfalz, die als steinerne Zeitzeugenvon der großen historischenBedeutung dieser Region erzählen.Auf Sandsteinklippen und schroffenFelsen thronen die mächtigen Verteidigungsanlagen,die den Betrachterbinnen weniger Momente in dassagenumwobene deutsche Mittelalterzurückversetzen.So erfahren Sie bei einem Besuchder Burg Trifels, warum der legendäreKönig Richard Löwenherzim 12. Jahrhundert hier in Kerkerhaftsaß und können in der Ausstellung„Macht und Mythos“ u. a.die Nachbildungen der Reichsklein-odien Krone, Zepter und Reichsapfelbewundern, deren Heimstattdie „sicherste“ Burg des HeiligenRömischen Reichs einst war. Strategischgünstig liegt sie hoch aufeinem Felsenriff, ihr zu Füßen erstreckensich Queichtal und Annweiler,nach Osten die Rheinebene,nach Westen Täler und Höhendes Pfälzer Waldes. Der Trifelswar eine der mächtigsten Burgender Salier und Staufer und in derZeit zwischen 1088 und 1330 alsReichsburg Mittelpunkt politischerEreignisse.Nahe Bad Dürkheim lädt dieSchloss- und Festungsruine Hardenburgdazu ein, sich in die Lage derBesatzung dieser gewaltigen Anlagezu versetzen, die zur Verteidigungder streitsüchtigen Grafenvon Leiningen zahlreiche Fehdenausfechten musste. BescheidenenAnfängen als Höhenburg im 13.Jahrhundert folgte im 16. Jahrhundertder Ausbau zur wehrhaften Re-


Pfälzer Burgenlandschaft | Fahrtziel Kultur45v.l.n.r.: Schloss Villa Ludwigshöhe; Schloss- und Festungsruine Hardenburg; Schloss Villa Ludwigshöhe, Loggianaissance-Residenz, die sich übervier Terrassen über dem Isenachtalerstreckte. Heute findet man Resteder großzügigen Wohntrakte undprächtigen Saalbauten, des imposantenWestbollwerks, riesige Gewölbekellerund die Renaissancegärten.Als „Festes Schloss“ überstanddie Hardenburg den DreißigjährigenKrieg unbeschadet, den PfälzischenErbfolgekrieg jedoch nicht.Die Besetzung durch französischeRevolutionstruppen 1794 besiegelteschließlich ihr Ende.König Ludwig I. von Bayern ließsich 1846 das Schloss „Villa Ludwigshöhe“bei Edenkoben an derWeinstraße bauen. Weithin sichtbarthront die Villa als Zeichen königlicherHerrschaft dort, wo die Rebflächendes Pfälzer Weins enden undder dichte Pfälzer Wald beginnt.Zahlreiche Vorträge, stimmungsvolleKonzerte im ehemaligenSpeisesaal, das jährlich stattfindendeSchlossfest und nichtzuletzt zwei Museen laden den Besucherzum Verweilen in der VillaLudwigshöhe ein, so auch das LandesmuseumMainz mit der Max-Slevogt-Galerie. Neben Liebermannund Corinth gilt Slevogt als einerder bedeutendsten deutschen Vertreterdes Impressionismus. NachAnmeldung ist im historischen Gewölbekellerdie einzigartige SammlungHinder/Reimers des LandesRheinland-Pfalz zu besichtigen,die moderne Keramikkunst des 20.Jahrhunderts präsentiert.Ab dem 30. August 2013 wirdSchloss Villa Ludwigshöhe zum attraktivenSchauplatz und größtenObjekt der Ausstellung „Die Königezu Besuch – Kunstsinn und Kulturpflegeder Wittelsbacher in derPfalz“. Im Fokus stehen dabei bisheute sichtbare Zeugnisse: Bauwerke,die im klassizistischen StilMünchner Ausprägung überall inder Pfalz entstanden.Ein weiterer dem Wittelsbacherjahr2013 gewidmeter Ausstellungsortliegt im UNESCO Welterbe„Oberes Mittelrheintal“: Wie einsteinernes Schiff thront die BurgPfalzgrafenstein malerisch aufeinem Felsenriff im BacharacherEngtal des Rheins. Der WittelsbacherKönig Ludwig der Bayer, Pfalzgrafbei Rhein, ließ bereits 1327 an dieserStelle einen fünfeckigen Bergfriederrichten. In Einheit mit der Burg Gutenfelsund der Stadt Kaub sicherteder Pfalzgrafenstein den Wasserwegund die Erhebung der Zölle. Für dieStadt und den Römischen König einäußerst lukratives Geschäft, dennkein Schiff konnte die Kauber Zollburgunbemerkt passieren.ArrangementAuf den Spuren der Leiningerund Wittelsbacher…Besuchen Sie die Schloss- undFestungsruine „Hardenburg“in Bad Dürkheim, eine dereindrucksvollsten Wehranlagendes Landes, und dieAusstellung „Die Wittelsbacheram Rhein“ in Mannheim(08.09.2013 bis 02.03.2014).Entdecken Sie die prachtvolleHardenburg und tauchenSie ein in die spannendeGeschichte.Leistungen: 2 Übernachtungenim Kurpark-Hotel(4 Sterne), pfälzisches undbayerisches 4-Gang-Menü,Führungsheft und EintrittinklusivePreise pro Person:im DZ ab 204,00 EURim EZ ab 236,00 EURBuchung unterTourist InformationBad DürkheimKurbrunnenstraße 14D-67098 Bad DürkheimTel. +49 (0) 6322.935140Fax +49 (0) 6322.935149info@bad-duerkheim.dewww.bad-duerkheim.com


46 Fahrtziel Kultur | NAUMBURGNaumburgStifterfigurenUta und EkkehardUmberto Eco wollte mit ihr essen gehen, gefragtnach einer Frau, die seinem Ideal von Schönheit entspräche. Gemeint ist Utavon Ballenstedt, eine der zwölf Stifterfiguren, deren Grazie und Schönheitdie Menschen im Naumburger Dom verzaubert. Der mit ausstellerischerEleganz präsentierte Domschatz, der trauliche, mittelalterliche Stadtkernmit seinem reizvollen Ensemble farbenprächtiger Bürgerhäuser und Kulturdenkmalenerzählen allein schon von der einstmaligen Bedeutung der Stadt,einge bettet in das hochmittelalterliche Herrschaftsland zwischen Saale undUnstrut, deren Weinberge auf eine lange Tradition zurückblicken können.


NAUMBURG | Fahrtziel Kultur47v. l. n. r.:Marktplatz mitWenzelskirche,Naumburger DomDomstadt Naumburg –Meisterwerke von WeltrangMeisterhände schufen in Naum -burg Kunstwerke von Weltrang.Hier im Naumburger Domsetzte sich der aus Frankreich kommendeWerktrupp von Bildhauernund Steinmetzen ein Denkmal fürdie Ewigkeit. Den Meisterwerken ausStein: den Passionsreliefs am Lettnerund den Stifterfiguren im Westchor,am bekanntesten dabei die Stifterfigurder Markgräfin Uta, verdanktdie fast 1000-jährige DomstadtBekanntheit wie Bedeutung.Mit den von Neo Rauch gestaltetenFenstern, auf denen Szenenaus dem Leben der Heiligen Elisabethabgebildet sind, und den vonLucas Cranach geschaffenen Altarflügelnbefinden sich weitere kostbarsteKunstschätze in Dom undDomschatzgewölbe. Zusammenmit der 2012 eröffneten Sonderausstellung„Weg und Werke desNaumburger Meisters“ in der Domklausurund dem neugestaltetenDomgarten findet der Besucher einherausragendes Kulturreiseziel miteiner Angebotsvielfalt, die kaumWünsche offen lässt.Naumburg hat mehr als nur denDom zu bieten. Die liebevoll restaurierte1000-jährige Domstadt mitihrem prachtvollen Marktplatz, dervon Bürgerhäusern aus der Zeitder Renaissance und des Barockgesäumt wird, liegt im Zentrumder mitteldeutschen Burgen- undWeinregion Saale-Unstrut.Museen und Kultureinrichtungenladen den Besucher zumVerweilen ein. Die StadtpfarrkircheSt. Wenzel, einst als Gegenstückzum Dom erschaffen und mit kostbarenGemälden von Lucas Cranachd. Ä. ausgestattet, beherbergt auchnoch ein musikalisches Meisterwerkder Orgelbaukunst. In ganz Europabekannt und geschätzt ist dieHildebrandt-Orgel Mittelpunkt vielerhochkarätig besetzter Konzerte.Das kleinste StadttheaterDeutschlands, das Stadtmuseum„Hohe Lilie“, das Nietzsche-Dokumentationszentrumund das Max-Klinger-Haus ergänzen das kulturelleAngebot der Stadt.Höhepunkte im Jahreskreissind die „Neun Naumburger Nächte“,das „Hussiten-Kirschfest“, dasWeinfest mit dem Töpfermarkt sowiedie Advents- und Weihnachtsmärkte.INFOSTourist-InformationNaumburgMarkt 6D-06618 NaumburgTel. + 49 ( 0) 3445.273125info@naumburgtourismus.dewww.naumburgtourismus.deNaumburger DomDomplatz 16/17D-06618 NaumburgTel. + 49 ( 0) 3445.2301-133oder 120fuehrung@naumburger-dom.dewww.naumburger-dom.deTIPPNaumburg erfahrenDie Naumburger nennen ihreKleinbahn gern mal die „WildeZicke“. Jahrzehntelang war siedie einzige Ringbahn Europas.Seit Frühjahr 2007 verkehrtdie Bahn in Oldtimerwaggonshalbstündlich zwischen Bahnhofund Innenstadt. www.naumburger-straßenbahn.deINFOSMit dem Sachsen-Anhalt-Ticketauf Tour durch Sachsen-Anhalt,Sachsen und Thüringen. Allein,zu fünft oder als Familie.www.bahn.de/sachsen-anhalt


NEUENBURG | Fahrtziel Kultur49Die Neuenburg –Zentrum höfischer KulturINFOSSie war auch ein Lebensortder Thüringer LandgräfinElisabeth, die wir als dieHeilige Elisabeth kennen.Um 1185 vollendete Heinrich vonVeldeke den Eneasroman, das ersteritterlich-höfische Versepos inmittelhochdeutscher Sprache auchhier oben, auf der Schwesterburg derWartburg, der Neuenburg über Freyburg.Die um 1090 durch den GrafenLudwig den Springer gegründeteAnlage wurde unter seinen Nachfolgern(ab 1130/31 Landgrafenvon Thüringen) prachtvoll um- undausgebaut. Die gewaltige Burg hattegegen 1230 dann eine umbaute Flächevon ca. 30.000 m 2 erlangt undwar damit ungefähr dreieinhalb Malso groß wie die Wartburg.Noch heute sind die zentralenBauten gut zu erkennen und in dermodernen Ausstellung „Burg undHerrschaft“ anschaulich dokumentiert.In den Kernburgbereichen untergebracht,gewährt sie Einblicke indie Bau-, Dynastie- und Herrschafts-geschichte, in die Welt von Literaturund Musik, in adliges Leben, Religiositätund Frömmigkeit und präsentiertseltene authentische Baubefundesowie einzigartige Originale,wie beispielsweise den NeuenburgerPferdeschmuckanhänger. Das architektonischeKleinod ist zweifellosdie romanische Doppelkapelle mitihrer einmaligen Bauzier und höchstqualitativen Kapitellornamentik. DieNeuenburg kam nach dem Aussterbender Ludowinger an MarkgrafHeinrich den Erlauchten von Meißen,den Enkel des kunstsinnigenLandgrafen Hermann I. Auch Heinrichwar Dichter und Mäzen.Ein Hof der Musen ist die Neuenburgbis in unsere Tage geblieben:Alljährlich findet am 3. JuniwochenendeEuropas führendesFestival zur Musik des Mittelaltersstatt, „montalbâne“.Die Neuenburg istganzjährig geöffnet.Stiftung Dome undSchlösser in Sachsen-AnhaltMuseum Schloss NeuenburgD-06632 Freyburg (Unstrut)Tel. +49 ( 0) 34464.35530,info@schloss-neuenburg.dewww.schloss-neuenburg.deDas prachtvolle Obergeschossder Doppelkapelle.INFOSStiftung Dome undSchlösser in Sachsen-AnhaltMuseum Schloss NeuenburgD-06632 Freyburg (Unstrut)Tel. +49 ( 0) 34464.35530,info@schloss-neuenburg.dewww.schloss-neuenburg.deÖffnungszeiten:Kernburg Apr. – Okt. täglich10.00 – 18.00 Uhr, Nov. – MärzDi – So 10.00 – 17.00 Uhrromanischer Bergfried„Dicker Wilhelm“: Apr. – Okt.Di – So 10.00 – 18.00 UhrThront über der Unstrut:Die Neuenburg


50Fahrtziel Kultur QUEDLINBURGQUEDLINBURGSchlossbergUNESCO-Welterbestadt Quedlinburg. Die QuedlinburgerAltstadt gilt mit gut 1.300 Fachwerkhäusern als ein Bilderbuch deutscher Fachwerkkunst.In einem der letzten Ständerbauten Deutschlands (um 1340) ist dasFachwerkmuseum untergebracht. Der Schlossberg mit Stiftskirche, der Grablegedes „ersten deutschen Königs“ Heinrichs I. und seiner Frau Mathilde und demQuedlinburger Stiftsschatz sowie ein fast komplett erhaltener mittelalterlicherStadtgrundriss bilden den Kern der Einzigartigkeit der Altstadt. Jetzt wissen Sie,weshalb Quedlinburg UNESCO-Welterbe ist.


52 Fahrtziel Kultur | QUEDLINBURGQuedlinburgerWeihnachtsmarktDie Stiftskirche auf dem Schloss -berg ist ein rein romanischer Bauund beherbergt den QuedlinburgerStiftsschatz, darunter wertvolle Stückebyzantinischer Handwerkskunst ausKaiserin Theophanus Brautgabe.Auf dem Münzenberg könnenheute wesentliche Teile des ehemaligenMarienklosters im Rahmeneines privaten Museums besichtigtwerden. Im Laufe der Jahrhundertebauten die Anwohner ihre Fachwerkhäuserauf die Keller des im16. Jh. brachgefallenen Klosters. DerBlick von der neuen Café-Terrasseauf Schlossberg und Altstadt ist derbeste in Quedlinburg.Unweit befindet sich mit derWipertikirche ein weiteres Bauwerkan der „Straße der Romanik“.„Deutschland ist tausend Jahrealt und Quedlinburg sein Sagenbuch“,begann der ZEIT-JournalistChristoph Dieckmann einen Artikelüber Quedlinburg. Recht hat er.Quedlinburg gehört mit seinem Stiftsschatzzu den vier Glanzlichtern an der80 Stationen umfassenden „Straßeder Romanik“. Mit dem Brühlpark unddem Abteigarten gehört die Stadt zumtouris tischen Netzwerk „Gartenträume –Historische Parks in Sachsen-Anhalt“.TIPPSDie Lyonel-Feininger-Galeriein Quedlinburg beherbergtdie weltweit bedeutendsteund größte Sammlung derDruckgrafik Feiningers,außerdem Aquarelle, Zeichnungenund einige Gemälde.Friedrich Gottlieb KlopstocksGeburtshaus präsentiert sichheute als Museum.VeranstaltungenJuni-September: QuedlinburgerMusiksommerEnde Juli (2 Wo.): Theateraufführung‚Der Name derRose‘ in der Stiftskirche.Markt mitRathaus (von 1310)


Landkreis Harz | Fahrtziel Kultur 53Landkreis Harz: Auf den Spuren des kulturellen ErbesBenediktiner-Kloster Huysburg; Halberstädter Domschatz – Perlenmitra (Detail); Kloster Michaelstein (Blankenburg)Kirchen und Klösterim Landkreis HarzErleben Sie im Landkreis Harzeine bezaubernde Kulturlandschaftin einer ursprünglichen Natur.Hier können Sie auch auf spirituellenWegen zur inneren Ruhe finden. DieKirchen und Klöster im Harz gehörenzu den ältesten in Deutschland.Zwischen Thale und Goslarführt der Harzer Klosterwanderwegüber eine Länge von 64 Kilometern.Das Kloster Wendhusen bei Thaleentstand bereits 825; heute findenSie hier das „Zentrum für lebendigeGeschichte“. Weiter über dasidyllisch gelegene Kloster Michaelsteinnahe Blankenburg mit seinemInstrumentenmuseum, dem Klostergarten,den bewirtschaftetenFischteichen samt guten Restaurantskommen Sie über Wernigerodenach Ilsenburg. Am Wanderweggelegen sind die Klöster Ilsenburgund Drübeck. Das Kloster Drübeckist heute Evangelisches Zentrumund gehört mit seinen wunderschönenKlostergärten zum touristischenNetzwerk „Gartenträume– Historische Parks in Sachsen-Anhalt“.Das Kloster Ilsenburg bildete,wie auch die Stiftskirche „St. Cyria-kus“ Gernrode, die authentische Kulissefür den Film „Die Päpstin“. DerWanderweg führt über die Ländergrenzenhinaus zum Kloster WöltingerodeVienenburg und endet ander Stiftskirche St. Georg Grauhofbei Goslar.Viele der Kirchen und Klösterim Landkreis Harz gehören zur Südrouteder „Straße der Romanik“.Ebenfalls eine Station dieser Themenstraßeist die Huysburg. 1080gegründet und seit 1972 der internationalen„Benediktinerkongregationvon der Verkündigung“ als Prioratder Abtei St. Matthias in Trierangeschlossen. Hier finden Sie spirituelleAufnahme in zeitgemäßenUnterkünften.Bewundernswert: Der in seinermodernen Präsentation gezeigteHalberstädter Domschatz als dergrößte mittelalterliche, bei einer Kircheverbliebene Schatz. Schatz undDom erzählen von Macht, Reichtumaber auch von der Ergriffenheit undFrömmigkeit der Menschen.Auch die freiweltlichen Damenstiftezu Quedlinburg und Gernrodesind einen Ausflug wert.INFOSLandkreis HarzFriedrich-Ebert-Straße 42D-38820 HalberstadtTel. + 49 (0) 3941.5970-0Fax + 49 (0) 3941.5970-4333info@kreis-hz.dewww.kreis-hz.deTIPPPilgerwegeDer Sankt Jakobus Pilgerwegim Landkreis Harz: Schwanebeck– Kirche zum AllerheiligstenAltarssakrament, Huysburg– Benediktiner-Kloster,Halber stadt – Dom St. Stephanus,Quedlinburg – St. JohannisKapelle, Gernrode – StiftskircheSt. Cyriakus, Ballenstedt –Kirche St. ElisabethZur Straße der Romanik gehörenim Landkreis Harz: KlosterMichaelstein in Blankenburg,Klosterkirche St. Vitus Drübeck,Klosterkirche St. Peter undPaul Ilsenburg, Burg Falkenstein,Stiftskirche St. CyriakusGernrode, Kloster KonradsburgErmsleben, Klosterkirche Ballen -stedt, Stephanikirche Osterwieck,Benediktiner-KlosterHuysburg bei Dingelstedt,Westerburg bei Dedeleben,Liebfrauenkirche Halberstadt,Dom St. Stephanus und DomschatzHalberstadt, StiftskircheSt. Servatii mit Domschatz undWipertikirche Quedlinburg


54Fahrtziel Kultur | REGENSBURGREGENSBURGSteinerne Brückeund Dom St. PeterDie Stadt mit dem Donaufaktor. Sandra Paretti ist dieDichterin der „Regensburg-Formel“: „Diese schöne Stadt hat zwei Gesichter,eines aus Stein, das andere aus Wasser, nur von der Donau aus betrachtetverschmelzen beide zu einem Ganzen.“ Die Stadt der Türme kann auf1.200 historische Bauwerke verweisen, die in Regensburgs Altstadt dichtbeieinander stehen. Patrizierpaläste künden von vergangenem Reichtum,das Alte Rathaus erinnert an die Zeiten, in denen die Kaiser des HeiligenRömischen Reiches nach Regensburg zum Reichstag riefen. In Regensburgist Geschichte nicht Vergangenheit.


REGENSBURG | Fahrtziel Kultur55v. l. n. r.: Reichssaalim Alten Rathaus.DiözesanmuseumSt. UlrichUNESCO-Welterbe an der DonauNatürlich war unser immerreisender Dichterfürst auch inRegensburg. Goethe sah die Stadtauf dem Wege nach Italien – undschwärmte: „Regensburg liegt garschön. Die Gegend musste eineStadt herlocken.“ Die fast vollständigerhaltene Altstadt steckt mitihren vielen kleinen verwinkeltenGässchen, den Türmen und denPatrizierpalästen voller Romantik.Im Alten Rathaus der einstFreien Reichsstadt Regensburgkönnen Sie die langen Bänke bewundern,auf die manche längstfälligen Beschlüsse auch heutenoch geschoben werden. Der Dom,die romanischen Sakralbauten, diegotischen Bettelordenskirchen,die Jahrhunderte alte SteinerneBrücke, die zu den Hauptwerkeneuropäischer Brückenbaukunst imMittelalter gehört: RegensburgsAltstadt und Stadtamhof zählt zuRecht zum UNESCO-Welterbe. Hierfinden Sie auf wenigen Quadratkilometernein Bilderbuch deutscherGeschichte: Reste der Festungswerkeder Römer, Residenzen derHerrscher, Paläste der Patrizier,Kirchen und Klöster der Bischofsstadt,Zeugnisse des Judentumsund das Rathaus mit dem „immerwährendenReichstag“. Wie damals,als die Handelsleute Regensburgsbis Kiew oder Venedig zogen, liegtRegensburg auch heute wieder imHerzen Europas.Wo einst die alten Kaiser zuHause waren und heute FürstinGloria von Thurn und Taxis lebt,da sagt einer, den Sie heute allekennen: „In Regensburg bin ichwirklich daheim.“ Hier, wo seinBruder Georg Leiter der weltberühmtenDomspatzen gewesen ist,wo die Eltern begraben sind undin Pentling sein Privathaus steht:Papst Benedikt XVI.Ja, Sie haben große Vorbilder,die vor Ihnen bereits dem RegensburgerCharme erlegen sind.INFOSTourist-InformationAltes Rathaus, Rathausplatz 4Tel. + 49 ( 0 ) 941.507-4410Fax + 49 ( 0 ) 941.507-4418tourismus@regensburg.dewww.regensburg.deTIPPSHistorisches MuseumAbteilung Regensburgim MittelalterDachauplatz 2-4D-93047 RegensburgTel. + 49 ( 0 ) 941.507-2448Reichstagsmuseumim Alten RathausAltes RathausD-93047 RegensburgTel. + 49 ( 0 ) 941.507-3442Fürst Thurn undTaxis MuseenSchloss und KreuzgangSt. Emmeram, Emmeramsplatz5, D-93047 RegensburgTel. + 49 ( 0) 941.5048-242DomschatzmuseumKrauterermarkt 3D-93047 RegensburgTel. + 49 ( 0 ) 941.57645Museumsvielfalt:www.regensburg.deRegensburger Domspatzenim Dom St. Peter.


56Fahrtziel Kultur | RegensburgKaiser Ludwig der BayerIn Bayern hat er Heldenstatus: Kaiser Ludwig IV. hat als erfolg ­reicher bayerischer Herzog, als erster Wittelsbacher auf dem Kaiserthron, als Fördererder Städte und als standhafter Kämpfer gegen päpstliche Machtansprüche großen Ruhmerlangt. Ludwig IV., der 1314 zum römisch-deutschen König und vierzehn Jahre später inRom zum Kaiser gekrönt wurde, gilt als Identifikationsfigur der bayerischen Geschichte undist eine Ausnahmegestalt der mittelalterlichen Geschichte. Der ursprünglich despektierlichgemeinte Zusatz, „der Bayer“, den ihm der Papst gab, ist längst zur ehrenvollen Auszeichnunggeworden. Das Haus der Bayerischen Geschichte nimmt das 700-jährige Jubiläumder Königswahl Ludwigs des Bayern im Jahr 1314 zum Anlass, seine Herrschaft und derenGrundlagen in den Mittelpunkt einer großen Geschichtsschau in Regensburg zu stellen.Blick in den Kreuzgangmit MortuariumDer Kaiser aus Bayernund der Wandel der WeltDas Land Bayern und seineBewohner: Vielfältig sind dieThemen, denen sich das Haus derBayerischen Geschichte in seinenerfolgreichen Landesausstellungenseit 1983 zuwendet. 2014 stehtmit Kaiser Ludwig dem Bayern eineHerrscherpersönlichkeit im Mittelpunkt,die nicht nur bayerischeoder deutsche Geschichte schrieb,sondern deren Wirkungskreiseganz Europa umspannten. LudwigsHerrschaftsbereich erstreckte sichvon Brandenburg über Tirol bisNorditalien und von Holland bisan die ungarische Grenze. In seinerRegierungszeit lag Bayern im BlickpunktEuropas.Die Zeitspanne, in der Ludwigauf verschiedenen Ebenen Herr-


58Fahrtziel Kultur | Rothenburg ob der tauberRothenburg ob der tauberDie Romantik des Mittelalters. „Ich glaubte, plötzlich insMittelalter versetzt zu sein ...“ Ludwig Richter staunte 1826 beim Anblick derGassen und mittelalter lichen Häuser in Rothenburg ob der Tauber. Viele Menschentaten es ihm nach. Hier ist er, der Ort für die Romantiker in dieser Welt.Blick von der Hohen loher Ebene auf Rothenburg o. d. T.INFOSRothenburg TourismusServiceMarktplatzD-91541 Rothenburg o. d. T.Tel. +49 (0) 9861.404-800info@rothenburg.dewww.tourismus.rothenburg.deTIPPSFahrradurlaub in Rothenburgob der TauberDie Fahrradtour durch dasliebliche Taubertal mit demHohenloher Residenzweglockt den klassischen Radwandererebenso wie den sportiven.Der Altmühlradweg, derTauber-Jagst-Weg und Radfahren im Steigerwald gehörengleichfalls, neben etlichenanderen Radwanderangeboten,zu den Lieblingstourenaktiver Urlauber.Wanderungen ins TaubertalDie Rothenburger WanderwochenApril und Oktober lockenalljährlich viele Wanderer an.Neues aus dem „fränkischen Jerusalem“Ein Kleinod des deutschen Mittelalters.Das ist Rothenburgob der Tauber. Das ist keine neueNachricht. Das wird auch so bleiben.Rothenburg will ja angenehmüberraschen. Mit Entdeckungen.Bereits im Mittelalter begrüßteRothenburg, das Schnittpunkt von 5Jakobswegen ist, eine Unzahl an Pilgern,die sich auf den Weg nach Santiagode Compostela machten. Heuteist das „fränkische Jerusalem“ wiederstärker denn je mit dem Pilgergedankenverwoben. Lohnende Ziele sindallemal die mächtige Jakobskircheund der Heilig-Blut-Altar des großenTilman Riemenschneider. Die Weinberge,die 14 Mühlen auf nur 2 Kilometerim Taubertal laden zu inspirierendenWanderungen ein.Eine der letzten, gut erhaltenenmittelalterlichen Judengassen ist inRothenburg zu finden. Viele Wohngebäudestammen aus der Zeit um1400. Seit 1180 ist in Rothenburg jüdischesLeben nachweisbar. RabbiMeir von Rothenburg (1215-1293)lehrte vierzig Jahre in der Stadt undzog Schüler aus ganz Europa an dieTauber. Das Rabbi-Meir-ben-Baruch-Gärtchen am Judentanzhaus erinnertan ihn. Auf 11 Stationen wird beimRundgang durchs jüdische Rothenburghör- und sichtbar eindrucksvollauf die jüdische Geschichte Bezug genommen.Einen wunderbaren Blick auf dieAltstadt erhält, wer auf der kompletterhaltenen und teilweise begehbarenStadtmauer steht. Von 42 Tor- undMauertürmen aus konnten die RothenburgerBürger ausspähen, ob einFeind anrückte. Dass die Wehrmauerin diesem guten Zustand ist, hat dieStadt einem eigentlich bedauernswertenUmstand zu verdanken: DieStadt war über Jahrhunderte zu arm,sie abzureißen und zu expandieren!Ab 2014 wird der Turmweg informativausgeschildert sein.


Rothenburg ob der tauber| Fahrtziel Kultur59Rothenburg o.d.T.Hotel EisenhutKurzurlaub im Mittelalter …Zwei Übernachtungen in der Superior-Kategorieinklusive reichhaltigem Frühstücksbuffet. Begrüßungscocktailam Anreisetag. Ein 3-Gang und ein 4-GangMenü. Einen besonderen Stadtführer von Rothenburg.Eintrittsgutschein für das Kriminalmuseum, dasHistoriengewölbe und die St. Jakobs Kirche. Rundgangmit dem Nachtwächter auf seinem Weg durch dashistorische Rothenburg.221,00 EUR 261,00 EURpro Person im Doppelzimmerpro Person im EinzelzimmerMittelalter trifft auf Moderne … Vier Patriziergebäudeaus dem 15. und 16. Jahrhundertbilden das heutige 4-Sterne Hotel. Jedes Zimmerist individuell mit Stilmöbeln eingerichtetund bietet mit modernen Annehmlichkeiteneine herrliche Mischung aus Vergangenheitund Heute. Genießen Sie einen traumhaftenBlick über die Altstadt oder das Taubertal.ab50,00EURp.P.Lage: Das Hotel liegt im Zentrum der mittelalterlichen Altstadtvon Rothenburg.Ausstattung Zimmer: Jedes Zimmer ist ausgestattet mit Badoder Dusche und WC, Fön, Kosmetikspiegel, Minibar, Telefon,Flatscreen-TV. WLAN ist im gesamten Hotel kostenfrei!Ausstattung Hotel: Restaurant, Panoramaterrasse mit Blicküber das Taubertal, Wintergarten, Pianobar und Biergarten,8 Tagungs- und Banketträume für bis zu 160 PersonenPreise pro Person:EinzelzimmerDoppelzimmerin der Kategorie Classic, Superior u. DeluxeJunior Suite und SuiteKontakt:HOTEL EISENHUTHerrngasse 3-5/7, D-91541 Rothenburg o.d.T.Tel. +49 (0) 9861.7050, Fax +49 (0) 9861.70545hotel@eisenhut.comwww.eisenhut.comab 80,00 EURab 50,00 EURab 200,00 EUR


60Fahrtziel Kultur | SCHUM-GEMEINDENSchuM: Jerusalem am RheinDie drei jüdischen Zentren des mittleren Rheingebiets,Mainz, Worms und Speyer, sind seit dem Hochmittelalter unter demAkronym SchUM bekannt und gelten als „Wiege der Gelehrsamkeit“ für das mittelalterlicheJudentum in Aschkenas. Das Wort SchUM setzt sich aus den Anfangsbuchstabenihrer mittelalterlichen, auf das Latein zurückgehenden hebräischenNamen zusammen: Schin (Sch) für Schpira, Waw (U) für Warmaisa und Mem (M)für Magenza. In den Städten entstanden seit dem 11. Jahrhundert bedeutendeTalmudschulen. Aus dem intensiven Austausch der nahe beieinanderliegendenKathedralstädte erwuchs die Trias der „Kehillot SchUM“. Die religiös-kulturelleFührungsrolle, die diese Städte damals erlangten, wirkt bis heute fort.Die neue Synagogein Mainz.Die SchUM-GemeindenSpeyer – Worms – MainzSeit dem 10. Jahrhundert entstanden mit Förderung der Bischöfejüdische Gemeinden in dendrei Kathedralstädten – zunächstin Mainz, um 1000 in Worms undspätestens 1084 in Speyer. Zu Beginnwaren es vor allem Fernkaufleuteaus Italien und Frankreich,die sich dort niederließen. Dochschon im 10. Jahrhundert lebtenbedeutende Gelehrte in Mainz, wiedie Angehörigen der berühmtenFamilie Kolonymos oder RabbiGerschom ben Jehuda (um 960-1028/40). Die Lehrhäuser derSchUM-Gemeinden zogen über


SCHUM-GEMEINDEN | Fahrtziel Kultur 61v. l. n. r.:Jüdischer Friedhof„Heiliger Sand“ in Worms;Judenhof Treppenhausder Mikwe in SpeyerJahrhunderte Schüler von nah undfern an.Im Jahr 1146 hat eine Versam m -lung in Troyes den Rabbinaten die -ser drei Städte am Rhein die höchsteAutorität in religiös-kultischenund rechtlichen Fragen zugesprochen.Die hier erarbeiteten Vorschriftengalten als verbindlich undwurden 1220 nach einer weiterenVersammlung in Mainz im „Takkanot-Schum“verschriftlicht. Mit diesenErlassen und den Talmudschulenerlangten die SchUM-StädteAnfang des 13. Jahrhunderts eineführende Rolle im aschkenasischenJudentum. Die Geschichte der mittelalterlichenGemeinden endetenach wiederholten Vertreibungenin Mainz und Speyer im 15. Jahrhundert.Allein die Wormser jüdischeGemeinde bestand weiter,die damit zum Überlieferungs- undErinnerungsort des mittelalterlichenAschkenas wurde.Von ganz außergewöhnlicherBedeutung sind die materiellenÜberreste, die in den drei SchUM-Städten erhalten geblieben sind.In Worms befindet sich mit demJüdischen Friedhof Heiliger Sanddas älteste erhaltene Denkmal derSchUM-Tradition. Das ehemals jüdischeViertel mit der Judengasse,der 1961 wieder aufgebauten mittelalterlichenSynagoge und demJüdischen Museum im Raschihausist von der Struktur her noch gut erkennbar.In Speyer können die Reste derSynagoge von 1104 und des nach1230 angefügten Frauenbetraumsbesichtigt werden. Sie gelten als ältesteZeugnisse jüdischer Sakralarchitekturnördlich der Alpen. Dasvor 1128 erbaute jüdische Ritualbadist als älteste erhaltene Mikwe inMitteleuropa ein Kulturdenkmalersten Ranges.In Mainz stehen auf dem 1926eingerichteten „Denkmalfriedhof“etwa 180 wieder aufgestellte Grabsteine.Einige stammen aus dem 11.Jahrhundert, unter anderem die desJehudah ben Senior aus dem Jahr1049. Der Stein ist das älteste jüdischeGrabmonument, das bisherin Europa gefunden wurde. An RabbiGerschom ben Jehuda, dem wesentlicheTeile des Takkanot-Schumzugeschrieben werden, erinnertauf dem alten jüdischen Friedhofbis heute ein Gedenkstein aus demMittelalter.LiteraturtippPia Heberer,Ursula Reuter,GeneraldirektionKulturelles ErbeRheinland-PfalzDie SchUM-GemeindenSpeyer - Worms - MainzAuf dem Weg zum WelterbeVerlag Schnell und Steiner49,95 EURISBN 978-3-7954-2594-4


62Fahrtziel Kultur | MainzMainzMainzer DomINFOsmainzplusCitymarketing GmbHBereich Tourismus,Rheinstr. 66, D-55116 MainzTel. + 49 ( 0 ) 6131.2862128Fax + 49 ( 0 ) 6131.2862155tourist@mainzplus.comwww.touristik-mainz.deRomantisches Mainzim Wechsel der JahreszeitenVor allen anderen Deutschensind die Mainzer für Freudenvorzüglich offen“, wusste schonder viel gereiste Georg Forster.Und machte dafür neben demmilden Klima „die schöne lachendeGegend“ und natürlich die edlenWeine verantwortlich.Mainz und der Wein, das gehörtin der Tat untrennbar zusammen.Wenn die Trauben schweran den Reben hängen, entfaltetdie Stadt am Rhein ihren ganzenCharme. Und lebt ihre jahrhundertealteWeintradition auf unzähligenWeinfesten und Winzerhöfen.Höhepunkt ist alljährlich derMainzer Weinmarkt am letztenAugust- und ersten Septemberwochenende.Von nah und fernkommen dann Winzer und Weinfreundein Volkspark und Rosengartenzusammen. Unter freiemHimmel bietet sich hier die vielleichtschönste Gelegenheit, denSommer noch einmal so richtig zugenießen.Im Herbst und Winter verlagertsich das Leben der Mainzermehr und mehr in die vielen gemütlichenWeinstuben der Altstadt.Hier schlägt das wahre Herzder Stadt!Wie eng Wein und Kultur seitJahrhunderten miteinander verknüpftsind, erlebt der Mainz-Besucherauf Schritt und Tritt – und dasin einer Landschaft, die für Künstlerund Dichter einst zum Inbegriffder Rheinromantik wurde. Die Stadtblickt aber nicht nur auf eine langeWeintradition zurück. Sie gehörtauch zu den ältesten StädtenDeutschlands. Überragt wird sievom 1000-jährigen Dom St. Martin.In der Adventszeit verwandelt sich


Mainz | Fahrtziel Kultur 63v.l.n.r.:Gutenbergstatue;Altstadt mitDom St. Martinder historische Marktplatz vor St.Martin in ein einziges Lichtermeer.Dann laden zahlreiche bunt geschmückteStände zum traditionsreichenMainzer Weihnachtsmarkt.Stimmungsvoll zu jeder Jahreszeitist ein Bummel durch die romantischenGassen der MainzerAltstadt. Zahlreiche Kirchen, darunterSt. Stephan mit seinen einzigartigenChagall-Fenstern sowiebedeutende Museen und Sammlungenladen zur Besichtigung einund machen bekannt mit 2000Jahre Stadtgeschichte.Im Frühling bevölkern sich wiederdie Plätze der Altstadt unddie Ufer entlang des Rheins. Undwenn im Mai das Sektfest am Höfchendie Gläser klingen lässt, wirdendlich wieder auf die neue Weinsaisonangestoßen. Feiern Sie mitund lassen Sie sich begeistern vomromantischen Mainz am Rhein!Mainzmainzplus Citymarketing GmbHab66,00EURp.P.Leben Sie Mainz – Die Weinhauptstadt am RheinMainz hat viel zu bieten und ist immer eine Reise wert!Lebensfreude, Geselligkeit und – nicht zu vergessen – einelange bewegte Geschichte – prägen die charmante Stadt amRhein und Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz.Lernen Sie die Vielfältigkeit von Mainz kennen und buchenSie z. B. unsere beliebte Pauschale „Leben Sie Mainz“:Leistungen: 1 Übernachtung inkl. Frühstück, geführter Stadtrundgang,Mainz Card, 3-Glas WeinprobeTermine: : außer Messetermineganzjährig Freitag - Sonntag, im Juli und August Anreisetäglich, Verlängerungsnacht auf AnfrageGern beraten wir Sie individuell und freuen uns auf IhreAnfrage.Preise pro Person je nach Hotelkategorie:Einzelzimmer (inkl. Frühstück) 93,00 – 200,00 EURDoppelzimmer (inkl. Frühstück) 66,00 – 125,00 EURKontakt:mainzplus Citymarketing GmbHBereich Tourismus, Rheinstr. 66, D-55116 MainzTel. +49 (0) 6131.2862128, Fax +49 (0) 6131.2862155tourist@mainzplus.comwww.touristik-mainz.de


64Fahrtziel Kultur | SpeyerSPEYERAusblick vom Dom nach OstenINFOsTourist-Information SpeyerMaximilianstraße 13D-67346 SpeyerTel. +49 (0) 6232.142392Fax +49 (0) 6232.142332touristinformation@stadt-speyer.deTIPPSWein am Dom.Das Weinforum der Pfalz.Verschiedene Veranstaltungsortein der Innenstadt13.04.-14.04.2013Kulturbeutel –TheaterfestivalDomgarten07.06.-23.06.2013BrezelfestFestplatz11.07.-16.07.2013Kaisertafel SpeyerMaximilianstraße09.08.-11.08.2013Oldtime Jazz FestivalRathaus-Innenhof22.08.-25.08.2013Macht Euch auf nach Speyer!Die Dom- und Kaiserstadt Speyerbietet ihren Besuchern historischesFlair und ein weltbekanntesFotomotiv: den Dom. Der im 11. Jahrhundertgeweihte Dom St. Maria undSt. Stephan wurde 1981 in die Listedes UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.Er ist eines der Hauptwerkeder romanischen Architekturin Deutschland, der größte Bau dieserEpoche in Europa. Die Kaiser der Saliermachten den Dom zu ihrer letztenRuhestätte und damit zum Kaiserdom– darunter auch der berühmteCanossagänger Heinrich IV.Eine Umfrage der DeutschenZentrale für Tourismus hat ergeben,dass der Speyerer Dom zu denbeliebtesten Sehenswürdigkeitenin Deutschland zählt. Ab April 2013wartet das Gotteshaus mit neu geschaffenenund erstmals zugänglichenAttraktionen auf: die Aussichtsplattformim Westturm mitgrandiosem Blick über die Stadtund der neu gestaltete Kaisersaalmit den monumentalen Schraudolph-Fresken.Aber nicht nur der Dom macht dieStadt einzigartig. Auf dem Reichstag1529 traten 6 deutsche Fürsten und14 Reichsstädte öffentlich für ihreÜberzeugung ein. Ihrem Protest verdankendie Protestanten Ihren Namen.Fortan setzte sich das Prinzipder Glaubens- und Religionsfreiheitallmählich in Deutschland durch.Die neugotische Gedächtniskirche inSpeyer wurde zur Erinnerung an dieseProtestation errichtet. Ihr Turmist mit 100 m der höchste Kirchturmder Pfalz und einer der höchstendeutschen Kirchtürme.Daneben beherbergte Speyerim Mittelalter eine der bedeutendstenjüdischen Gemeindennördlich der Alpen. Von den Gebäudendes Judenhofes sind heutenoch die Ostwand der Frauenschulund die Westwand der Männersynagogeerhalten. Die unterirdischeMikwe stellt – als ältestes erhaltenesRitualbad – ein Kulturdenkmalersten Ranges dar.Aber Speyer bietet mehr als nurhistorische Atmosphäre. Kunst und


Speyer | Fahrtziel Kultur 65v.l.n.r.: Straßencafeam alten Marktplatz;Südansicht derDreifaltigkeitskircheKultur nehmen einen besonderenStellenwert ein und zahlreiche Museenwie das Historische Museumund das Technik Museum lockenmit außergewöhnlichen Ideen.Ein attraktiver Besuchermagnet istauch das Großaquarium „Sea Life “.Was in Speyer ganz wichtig ist:Genießen! Nicht ohne Stolz erzählendie Pfälzer jedem, der es hörenwill: „In Speyer fängt die Pfalzan, Italien zu werden“. Hundertevon Sitzplätzen im Freien; Eiscafés,Weinstuben und Bistros reihensich wie Perlen auf einer Schnurzwischen Dom und Altpörtel, undselbst „Vater Rhein“ wird von zahlreichenLokalen eingerahmt – überallduftet es verführerisch nachköstlichen Spezialitäten – besondersdann, wenn die großen undkleinen sommerlichen Feste dieStraßen und Plätze der Stadt in einegroße Open-Air-Party verwandeln.TIPPJudenhof mit Mikweund Museum SchPIRADie mittelalterliche Gemeindein Speyer gehörte zu denbedeutendsten in Mitteleuropa.Von weit her kamen Juden, umsich von den Weisen von Speyerunterweisen zu lassen. Das Frauenbethausund das Ritualbadgehören zu den ehrwürdigstenDokumenten jüdischer Kultur inEuropa. Nicht versäumen: DasMuseum SchPIRA.Speyeribis StylesSpeyerab62,50EURp.P.SchUM-Städte auf dem Weg zur UNESCO-WelterbestätteAls „Jerusalem am Rhein“ erlangten die jüdischen Gemeindenvon Speyer, Worms und Mainz im Mittelalter ein hohesAnsehen in Europa. Bis heute sind in den sog. SchUM-Städtenherausragende Zeugnisse jüdischen Lebens und Kultur erhaltengeblieben. In Speyer die Reste der um 1104 eingeweihteSynagoge sowie das nahezu unverändert erhalten gebliebeneRitualbad (hebr. Mikwe), das zu den ältesten und bedeutendstennördlich der Alpen zählt.Besuchen Sie außergewöhnliche Zeugnisse jüdischer Kulturder Stadt Speyer und gewinnen Sie Einblicke in jüdischeGeschichte, Traditionen und Zeugnissen sowie dem Wirken derdamaligen Gelehrten.Leistungen: 1x Übernachtung mit Frühstück, 1x Führungim Judenhof und Museum SchPIRA, 1 x freier Eintritt in denKaisersaal und in den Westturm des DomsSonstiges: Gültig: April – Oktober 2013Preise pro Person:Einzelzimmer (inkl. Frühstück) 92,00 EURDoppelzimmer (inkl. Frühstück)62,50 EURKontakt:ibis StylesSpeyerKarl-Leiling-Allee 6, D-67346 SpeyerTel. +49 (0) 6232.2080H8668@accor.comwww.ibisstyles.com


66Fahrtziel Kultur | WormsWormsNibelungen-Festspiele, Dom St. Peter, NordseiteINFOsTourist Information WormsNeumarkt 14D-67547 WormsTel. + 49 (0) 6241.8537306Fax + 49 (0) 6241.8537399touristinfo@worms.dewww.touristinfo-worms.deTIPPSSpectaculum WormsMittelalterlicher Markt imGrünen, Lagerleben, Bühnenprogrammund Feldschlachten31. Mai – 2. Juni 2013www.spectaculum-worms.deNibelungen-FestspieleHebbels Nibelungen „Bornto die“, Dieter Wedel u. seinhoch karätiges Ensemble zeigenHebbels „Nibelungen“ als spek -takuläres Fantasy-Märchenam Originalschauplatz derHeldensage5. – 21. Juli 2013,18. Juli - 3. August 2014www.nibelungen-festspiele.deJüdische KulturtageAusstellungen, Führungen,Konzerte, Lesungen1. – 30. September 2013www.worms.deWorms begeistert!In Worms, der alten Hauptstadtder Nibelungen, ist Geschichtehautnah und allgegenwärtig.Neben dem imposanten Dom, demWahrzeichen der Stadt, trifft manauf historische Denkmäler, Zeugnisseverschiedener Kulturen undbeeindruckende Bauten der Neuzeit,wie das multimediale Nibelungenmuseum.Worms besitzt ein außerordentlichhohes Alter, denn dasheutige Stadtgebiet ist seit mehr als7000 Jahren besiedelt. Eine langeZeit, in der die Stadt zum historischenund lebendigen Mittelpunktdes Wonnegaus wurde.Unweit des romanischen DomsSt. Peter, der als kleinster der drei„Kaiserdome“ am Rhein gilt, zeugender älteste jüdische FriedhofEuropas, der „Heilige Sand“ mit erhaltenenGrabsteinen aus dem 11.Jahrhundert und das ehemalige jüdischeViertel vom reichen kulturellenErbe der Stadt. Die erste überlieferteSynagoge wurde im Jahre1034 erbaut, hier studierte um1060 einer der bedeutendsten Gelehrtendes abendländischen Judentums,Rabbi Salomon ben Isaakaus Troyes (Frankreich), genanntRaschi.Die einst von Kelten gegründeteStadt war im Mittelalter Schauplatzvon zahlreichen Reichs- undHoftagen. Hier stritten sich Königinnen,heirateten Kaiser undwurden Thesen verteidigt. Im Jahr1521 ließ Karl V Martin Luther nachWorms zum Reichstag laden, umseine kritischen Schriften zu widerrufen.Doch Kirchenbann undReichsacht konnten den Siegeszugder Reformation nicht aufhaltenund die lutherische Lehre setztesich auch in Worms immer stärkerdurch. Mit dem Lutherdenkmalals größtem Reformationsdenkmalder Welt, würdigte der BaumeisterErnst Rietschel 1860 die vonDeutschland ausgehende Reformationsbewegung.Spuren der spannenden Geschichteder Nibelungenstadt gibt


Worms | Fahrtziel Kultur 67es auch heute noch überall zuentdecken, hier wird Geschichtezum Erlebnis! Das mittelalterlicheWorms zeigt sich in erhaltenen Teilender alten Stadtmauer, die teilweisesogar begehbar sind undnoch heute genutzt werden. Besondersanschaulich erfährt mandies beim Besuch des multimedialenNibelungenmuseums: deralte Wehrgang an der staufischenStadtmauer ist Teil des Ausstellungsrundgangs!Ein besonderes Ereignisist das alljährliche SpectaculumWorms, ein Mittelalter-Eventim Wormser Wäldchen mit Präsentationenalter Handwerkskunst,Musik und Nachstellung von Feldschlachten.Worms ist untrennbar mit demim Mittelalter entstandenen Nibelungenliedverbunden, das Helden-Epos um Siegfried, Kriemhild undHagen war immer präsenter Teilder Stadtgeschichte, nicht nur inder Vergangenheit. Fulminante Erfolgefeiern die Nibelungen-Festspieleseit 2002 am Originalschauplatzder Nibelungensage vor demWormser Dom. Intendant DieterWedel gelingt es in jedem Jahr aufsNeue, ein hochkarätiges Ensemblemit Namen wie Maria Schrader,Mario Adorf oder Joachim Król undein ebenso erstklassig besetztesRahmenprogramm zu präsentieren.v.l.n.r.: Heiliger Sand;Hagenstandbild ander RheinpromenadeWORMSTourist Information WormsPaketreisenab55,00EUR p.P.Worms – sagenhaft genießenHier sind Sie ganz nah an den Nibelungen, dem mystischen Heldenvolkdes Mittelalters. Dem Drachentöter Siegfried und seinenMannen begegnen Sie in Worms auf Schritt und Tritt. Die Welttraf sich im Schatten des Doms: Luther verteidigte seine Thesenund Kaiser hielten Hochzeit. Die Geschichte ist überall spürbarund doch bietet Worms weit mehr: hier lässt sich’s leben, denndas milde Klima verwöhnt Mensch und Wein.Leistungen: eine Ü/F in einem *** oder **** Hotel , Reiseführer,Eintritt in das multimediale Nibelungenmuseumab 55,00 EURpro Person im DoppelzimmerWarmaisa – heilige Gemeinde am RheinWorms – im Hebräischen Warmaisa genannt – birgt einzigartigeZeugnisse aus einer bewegten Geschichte des Zusammenlebensvon Christen und Juden seit frühester Zeit. Bis heute als„Klein-Jerusalem“ in der jüdischen Welt bekannt, belegt diesbesonders beeindruckend der älteste jüdische Friedhof Europas,der „Heilige Sand“.Leistungen: zwei Ü/F in einem Wormser Hotel, Eintritt in dasjüdische Museum im Raschi-Haus, Stadtführung „Zu Fußdurch zwei Jahrtausende“, Reiseführerab 89,00 EURpro Person im DoppelzimmerKontakt:Tourist Information WormsNeumarkt 14, D-67547 WormsTel +49 (0) 6241.8537306, Fax +49 (0) 6241.8537399touristinfo@worms.dewww.touristinfo-worms.de


68Fahrtziel Kultur | Kunst und KulturSchloß Wernsdorf: Capella Antiqua BambergensisCapella Antiqua Bamber gensis mit den Solisten Arianna Savall-Figueras und Petter Udland Johansen.Schloß WernsdorfIdeal zu erreichen, nur 8 Kilometervom Unesco-WelterbeBamberg entfernt und westlichder Fränkischen Schweiz, liegtdas Kulturschloß Wernsdorf. Vormehr als eintausend Jahren warenMauer und Burganlage von SchloßWernsdorf ein Eckpunkt und dieGrenze des Abendlandes. An denHängen der Fränkischen Schweizbegann der Orient, „Francia orientalis“.Zum Schutz seiner UrpfarreiAmlingstadt ließ Karl der Großeum 790 Militärstützpunkte bauen.INFOsSchloß WernsdorfZur Schleifmühle 4D-96129 WernsdorfTel. + 49 ( 0 ) 951.54900Fax + 49 ( 0 ) 951.54913info@schloss-wernsdorf.dewww.schloss-wernsdorf.deAktuelle Konzerttermineund Kartenvorverkauf unter:www.capella-antiqua.deGruppenführungen undBesichtigungen nach vorherigerVereinbarung.Der Innenhof von Schloß Wernsdorf.


Kunst und Kultur | Fahrtziel Kultur Empfehlung 69Erstmals urkundlich erwähntwurde das heutige Schloß Wernsdorfum 1114. Der Burgherr wardamals der Bamberger Bischof. ImBoden verborgen befinden sichheute noch starke Rundtürme undein großangelegter Mauergürtelaus der Zeit des Mittelalters.1620 ließ Fürstbischof JohannGottfried von Aschhausen dieAnlage in den heutigen Zustandumbauen. Ab dieser Zeit war dasSchloss Jagdresidenz der Bischöfe.Seit 1994 ist es Sitz und Konzertstätteeines der renommiertestenEnsembles für die Musikdes Mittelalters: der CapellaAntiqua Bambergensis.Schloß Wernsdorf hat sich durchseine Konzertreihen mit renommiertenSolisten einen herausragendenRuf erarbeitet und ist alsKonzertort mit seinem wunderschönenhistorischen Konzertsaaleine feste Größe im süddeutschenKulturkalender.Durch internationale Künst -ler – wie Arianna Savall, PetterUdland Johansen, Murat Coskun,David Mayoral, Mohsen Taherzadeh,Marjam Hatef und JordiSava – werden mehr als 1.000Jah re Musik- und Zeitgeschichtezu einem außergewöhnlichenKultur erlebnis.Die mehr als 220 Exemplare umfassendeSammlung von Musikinstrumentenaus Mittelalter undRenaissance lässt die Musik derOttonen und Staufer, die Musikder Romanik und Gotik, ihrer Minnesängerund die Helden der Nibelungensagewieder lebendigwerden.Die großen Kulturthemen2013-2014 mit der Musik der Wittelsbacher,den Sonderkonzertenzur „Straße der Romanik“, derMusik aus den Epochen AlbrechtDürers, Lucas Cranachs, MartinLuthers und den musikalischenWinterreisen bilden den klangreichenMittelpunkt für das besondereKulturerlebnis in SchloßWernsdorf.TIPP„IN THE BLEAK MIDWINTER –a musicans journeyfrom norway to spain“Capella Antiqua BambergensisArianna Savall-FiguerasPetter Udland JohansenGesang, Harfe, Harding fele,Nyckelharpa, Cornetto Muto,Cister, Violen da Gamba,Cem balo, Colascione, Renaissance-Blockflöten,Violone,Dudel sack, Traversflöte,Barock-Klarinette, Chalumeau,Glocken spiel, RiqAuf historischen Musikinstrumenten,Harfe und Gesangbeginnt die musikalischeWinterreise im kühlen Norwegenund führt quer durch daswinterliche Europa bis nach Spanien.Arianna Savall und PetterUdland Johansen haben Liederihrer Heimatländer in ihrer unverwechselbarenArt und Weisearrangiert und winterliche Texteganz neu vertont. Beliebte, wieauch ganz unbekannte Weisenbringen die Musiker von ihrerReise durch ganz Europa mit, einHörgenuss für winterliche Tage– nicht nur Weihnachtszeit.I Denne Søte Juletid • UneVierge Féconde • Winter Song• In The Bleak Midwinter • Nola Devemos Dormir • StilleNacht, Heilige Nacht • LookingFor A Sunset Bird In Winter •Maria Durch Ein‘ DornwaldGing • Cançó de l‘Estrella • LaPastora Caterina • Es Ist EinRos Entsprungen • Ding Dong!Merrily On High • Bransle deNoël • HallelujaSchloß Wernsdorf –das Kulturschloss vorden Toren Bambergs.


70Fahrtziel Kultur | Kunst und KulturDie Leuchtenburg: Porzellan trifft mittelalterMalerisch überdem Saaletal throntdie Leuchtenburg.INFOsUnweit JenaDie LeuchtenburgLeuchtenburgDorfstraße 100D-07768 SeitenrodaTel. +49 (0) 36424.7133-00Fax +49 (0) 36424.7133-10info@leuchtenburg.dewww.leuchtenburg.deLiteraturtippDer Kulturführer:Die Leuchtenburg –Burg und MuseumKurzführer von Ulrike Kaiser,Stiftung LeuchtenburgVerlag Schnell + Steiner,ISBN: 978-3-7954-6949-8Auf der Thüringer Leuchtenburgtrifft Abenteuer auf WissenschaftEine Höhenburg, „deren Schönheitund anmutige Lage inDeutschland ihres Gleichen sucht.“Prof. Dr. Bernhard Vogel,Ministerpräsident a.D.Zwanzig Meterdurch den HimmelSie wurde 800 Jahre genutzt, niezerstört und gilt als die „Königindes Saaletals“: Die Leuchtenburg. Siediente als fürstliches Amt, als Zuchthaus,Armenhaus und Irrenhaus, wirdWanderziel der Jugendbewegung derzwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts,dient als Luxushotel, später alsJugendherberge, ausgestattet miteinem sehenswerten Museum: Eintouristischer Magnet!Hier sind die Baustile „aneinandergewachsen“:Romanik, Renaissance,Klassizismus – und nunauch ein Bau der Moderne: Dasneue Besucherzentrum: Eine gelungeneProvokation. Immer, wennauf der Leuchtenburg gebaut wurde,wurde im Stil der Zeit gebaut.So entstand dieses einzigartige Ensemble„Leuchtenburg“ aus Romanik,Renaissance, Klassizismus undModerne. Was für eine Überraschung,wenn Sie auf einem durchsichtigenSteg 20 Meter durch denHimmel gehen!Die Burg an der ThüringerPorzellanstraSSeAuf der „Porzellanstraße“ findenSie die interessantesten undwichtigsten Porzellanmanufakturenund Museen Thüringens. AltesHandwerk und innovatives Designkommen hier zusammen. Wir aufder Leuchtenburg haben, gemeinsammit einem internationalenArchitektenteam, darunter Michael


Kunst und Kultur | Fahrtziel Kultur TIPP 71Weißes Gold wird vom Grund des Meeresbodens geborgen.J. Brown, ehemaliger Mitarbeiterdes „Ground Zero“-ArchitektenDaniel Libeskind, aber noch eins„draufgesetzt“: Multimedial, mitallen Sinnen erlebbar, fremd undvertraut kommen sie uns entgegen:Die sieben PorzellanweltenIm Prolog erlebt man Porzellanmit dem Spiel von Kunst, Naturund Sprache.Das Fremde macht die Herkunftaus Asien deutlich. China und dasPorzellan – Geschichten, Gerücheund Töne.Das Rätsel wurde zuerst in Sachsen,dann in Thüringen gelöst: Wiestellt man das „weiße Gold“ her, Alchemieoder Chemie?Das Kostbare verziert die Säle derFürsten, später die Salons der Bürgerlichen.Oft unbemerktrealisiert es aber auch dentechnischen Fortschritt!Das Vertraute wirddurch verwirrende Anwendungenin Frage gestellt.Eine Klangwelt ausPorzellan!Das Visionäre scheintimmer das Ende des Porzellansankündigen zu wollen.Essen wir später wirklichnur noch von kompostierbaremGeschirr?Unterwasserarchäologieauf der HöhenburgZur Zeit des Kaisers Wanli, alsozu Beginn des 17. Jahrhunderts,ging vor Indonesien eine mit700.000 Porzellanen bestückteDschunke unter. Nun werden diekostbaren Stücke gehoben. Auf derLeuchtenburg können Sie Sucheund Bergung miterleben und dieersten Stücke sehen. Phänomenal!Und für den Kenner:Altthüringer Porzellan!Drei Jahrhunderte AltthüringerPorzellanherstellung dokumentierenwir in einer sehenswertenSammlung im modernen Schaumagazinder Burg. Eine Besonderheitbieten wir auch: Porzellanstücke, dieunsere Burg in Bildund Schriftzug alsBodenmarke haben.Porzellan, das seit1895 in Kahla hergestelltund uns vondem Bad SodenerSammler Hans Kurzzur Verfügung gestelltwurde.Eine der umfangreichstenSammlungenAltthüringer Porzellane.TIPPSWas noch zu sehen ist:Der MarterturmAuf zwei Etagen eine moderninszenierte Ausstellung zur mittelalterlichenGerichtsbarkeit.Luther 2017Seit dem Sommer 1523 machenin Orlamünde radikale,von Luthers Lehre abweichendeAnsichten die Runde.Melanchthon examiniert aufder Leuchtenburg mehrere inhaftierteWiedertäufer. LuthersDoktorvater Andreas Karlstadtgehört zu den Radikalen. Erwird des Landes verwiesen.Eine spannende Geschichte.ArrangementNächste AbfahrtLeuchtenburgDie Führung auf der Burg mitKurfürstin Sybille versetzt Siein längst vergangene Zeiten.Es geht bis ins tiefste Verließhinab und zum traumhaftemPanoramablick hinauf aufden Bergfried. Zum Anschlussan die Zeitreise bietet dieurige Burgschänke hausgebackenenKuchen.Leistungen: Führung,Pott Kaffee, Stück Kuchen(tgl., ganzjährig buchbar,ab 10 P., Busparkplätze amFuße der Burg frei, BF/RL frei.Preise pro Person:ab 19,00 EUR


72Fahrtziel Kultur | Kulturpartner | ImpressumStadt - App für iPhone und AndroidBEGEBEN SIE SICH AUF MODERNEN PFADEN IN DIE GEHEIMNISVOLLE WELTUNSERER VORFAHREN. REISEN SIE MIT UNS INS MITTELALTER UND ENTDE-CKEN SIE DEN EINDRUCKSVOLLEN HALBERSTÄDTER DOMSCHATZ VIA STADT-APP.„ “Nutzen Sie Ihre wertvollenWeb-Inhalte mobil als App & Co.!W www.stadt-app.deE info@brain-scc.dewww.fahrtziel-kultur.de wird betrieben von der brain-SCC GmbH aus Merseburg.IMPRESSUMHerausgeber: Tourismus-Marketing Sachsen-Anhalt GmbH Idee: Matthias Poeschel, Dr. Alexander Schubert, Thomas Spindler Projektmanagement:Matthias Poeschel Redaktionsteam: Dr. Alexander Schubert, Ludwig Schumann, Thomas Spindler Matthias Ulrich Konzept, Gestaltung: Hoffmannund Partner Werbeagentur GmbH, Magdeburg Druck und Weiterverarbeitung: Druckerei Mahnert GmbH, Aschersleben Bildnachweis: Titelbild:Domkapitel Aachen/Fotograf Andreas Herrmann; Editorial: S. 3 – Andreas Lander, Kulturhistorisches Museum Magdeburg; Faszinierendes Mittelalter: S.4/5 – cab-artis/Frank Boxler, Domkapitel Aachen/Ann Münchow; Aachen: S.8/9 – Andreas Herrmann/ats, aachen tourist service e.v./A. Herrmann; Karl derGroße: S. 10/11 – Stadt Aachen, Leiden/Rijksmuseum van Oudheden, Jörg Hempel; Bad Wimpfen: S. 12/13 – Stadt Bad Wimpfen; Burgenstraße: S. 14/15– Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg/Uwe Niklas, Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH, Heidelberg Marketing GmbH; Burg Guttenberg:S. 15 – B. Frhr. v. Gemmingen; Braunschweig: S. 16/17 – Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Gerald Grote; Braunschweiger Land: S.19 – BraunschweigStadtmarketing GmbH/Gerald Grote, Kaiserdom Königslutter SBK/A. Greiner-Napp, Elke Kräwer, Kloster Isenhagen; Eisenach: S. 20 – www.nestlers.com;S. 21 – Eisenach-Wartburgregion Touristik GmbH/André Nestler; Wartburg: S. 22/23 – Ulrich Kneise/Eisenach; Magdeburg: S. 24 – Archiv Investitions- undMarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG); S. 25 – Magdeburg Marketing und Kongress GmbH (MMKT) /A. Lander, MMKT/Rümmele, ArchivMMKT; „Umsonst ist der Tod“: S. 26/27 – Archiv Mühlhäuser Museen; Straße der Romanik: S. 28/31 – Archiv IMG/M. Bader, J. Liptàk, B. Breuer, StiftungKloster und Kaiserpfalz Memleben/Andreas Stedtler; Experteninterview: S. 32/33 – Hoffmann und Partner Werbeagentur GmbH, Archiv IMG/ Sam Ray;Transromanica: S. 35 – NTOS, Domkustodie 9342 Gurk, Kloster Santo Domingo de Silos; Anhalt: S. 36/37 – Archiv IMG/J. Liptàk, Kulturanstalt Aschersleben;Mannheim: S. 38 – Stadtarchiv Mannheim, Institut für Stadtgeschichte; S. 39 – Stadtmarketing Mannheim GmbH; „Die Wittelsbacher am Rhein“:S. 40/41 – Der Pfalzgraf bei Rhein vom Mainzer Kurfürstenzyklus/Landesmuseum Mainz, SSG Baden-Württemberg, Städtisches Kulturamt Überlingen;Wittelsbacherregion Rhein-Neckar: S. 42/43 – Reiss-Engelhorn-Museen, Curt-Engelhorn-Stiftung, Biblioteca Apostolica Vaticana, Cod. Pal. Lat. 412, fol.2r., Curt-Engelhorn-Stiftung/Cethegus, Klaus Johe; Pfälzer Burgenlandschaft: S. 44/45 – Ulrich Pfeuffer/GDKE, Andreas Spieß/GDKE, Tourist-InformationBad Dürkheim; Naumburg: S. 46/47 – Bildarchiv der Vereinigten Domstifter/ N. Rutkoski, Bildarchiv Stadt Naumburg; Saale-Unstrut: S. 48: Archiv IMG,Archiv SUT, Stadt Merseburg; Neuenburg: S. 49: Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt/Thomas Tempel; Quedlinburg: S. 50/52 – Quedlinburg-Tourimus-Marketing GmbH/Jürgen Meusel; Harz: S. 53 – Archiv IMG, J. Liptàk, FOTO-Design Werner Klapper; Regensburg: S. 54/55 – Clemens Mayer undAgentur Bauer.com/Regensburg, www.altrofoto.de; „Ludwig der Bayer“: S. 56/57 – Staatliches Bauamt Regensburg, Staatsarchiv Nürnberg; Rothenburgo.d.T.: S. 58 – Archiv Rothenburg Tourismus Service; SchUM-Gemeinden: S. 60/61 – Stadt Mainz; GDKE/Landesdenkmalpflege/Heinz Straeter, Karl Hoffmann;Mainz: S. 62/63 – Bischöfliches Dom- und Diözesanarchiv Mainz, Landeshauptstadt Mainz, Eva Boeder; Speyer: S. 64/65 – Klaus Landry/DomkapitelSpeyer, Dietlind Castor, Thomas Haltner; Worms: S. 66/67 – Stadtarchiv Worms, R. Uhrig; Schloß Wernsdorf: S. 68/69 – Frank Boxler/2012 by CAB Artis;Leuchtenburg: S. 70/71 – Stiftung Leuchtenburg, Stiftung Leuchtenburg/Urbandreams; Fotos der Arrangements und Anzeigen: Partner und LeistungsträgerRedaktionsschluss: 26. Februar 2013, 3. Auflage. Änderungen vorbehalten!Alle Inhalte, Angebotsdaten und -preise beruhen auf Angaben der Leistungsanbieter, Veranstalter und Partner/Stand Februar 2013.Der Herausgeber haftet nicht für die Richtigkeit der Angaben der Leistungsanbieter, Veranstalter und Partner. Kurzfristige Änderungen durch dieLeistungsanbieter, Veranstalter und Partner sind vorbehalten. Die Benutzung des Angebotsmaterials zum Zwecke der gewerbsmäßigen Adressveräußerungan Dritte oder des Nachdruckes – auch auszugsweise – ist nicht gestattet.


Kultur erleben, bequem reisenMit der Bahn das deutsche Mittelalterentdecken. Günstig unterwegs mit denattraktiven Tarifangeboten der DB RegioAG – bequem und staufrei:0800.1507090(nur Fahrplanauskunft), kostenlos;01805.996633die Service-Nr. der Bahn:Buchung, Service, Auskunft(14 ct / Min. aus dem Festnetz,Tarife bei Mobilfunk ggf. abweichend);unterwegs informiert: m.bahn.deFahrplan online:Auskünfte im Internet unter:www.bahn.de > Bahnhof eingebenMobilitätspartner:Fahrtziel Kultur | NOTIZEN


Fahrtziel Kultur | STEMPELFELDERFahrtziel Kultur | NOTIZENAACHEN(NORDRHEIN-WESTFALEN)BAD Wimpfen(BADEN-WÜRTTEMBERG)BRAUNSCHWEIG(NIEDERSACHSEN)EISENACH(THÜRINGEN)MAGDEBURG(SACHSEN-ANHALT)MANNHEIM(BADEN-WÜRTTEMBERG)NAUMBURG(SACHSEN-ANHALT)QUEDLINBURG(SACHSEN-ANHALT)REGENSBURG(BAYERN)ROTHENBURGOB DER TAUBER(BAYERN)Mainz(Rheinland-Pfalz)Speyer(Rheinland-Pfalz)WORMS(Rheinland-Pfalz)Kunst undKulturWeitere Infos unter: www.fahrtziel-kultur.de


Rotkäppchenist eine Reise wert!•Erleben Sie Sekttradition seit über 150 Jahrenin einer der ältesten Sektkellereien Deutschlands•Täglich Führungen durch die historischen Kelleranlagenzum großen Cuvéefass im Gewölbe des Domkellers.•Prickelnde Konzerte im überdachten Lichthof.•Hier finden Sie das passendeAmbiente für Ihre Feier.•Unser Sektshop isttäglich für Sie geöffnet.Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH06632 Freyburg (Unstrut) · Telefon: (03 44 64) 34 - 0sektival@rotkaeppchen.de · www.rotkaeppchen.de

Ähnliche Magazine