dd_technik_gruber schofu/AK/sis - SHOFU Dental GmbH
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TECHNIK<strong>dd</strong>Abb. 1 Die Ausgangsmundsituation von frontal…Abb. 2 … und von lateralAbb. 3 Zahnfarbenbestimmung der Zähne 12 bis 22 in derFarbe Vita A3, seitliche Schneidezähne in A 3,5Abb. 4 Die Ba<strong>sis</strong> für den Erfolg: Ein perfekt vorbereiteterAbdrucklöffel für den ImpregumabdruckAbb. 5 Die einartikulierten SituationsmodelleAbb. 6 Hier die Situation nach der Fadenlegung. Bereit für denAbdruck.Das Praxisteam – ein GlücksfallZum Glück können wir einen Zahnarzt und seinPraxisteam zu unseren Kunden zählen, die ihrenBeruf als Berufung verstehen und uns entsprechendeArbeitsunterlagen zur Verfügung stellen(Abb. 4 und 5).Im Folgenden werde ich Ihnen das weitere Vorgehengenau dokumentieren.Zeitlicher Ablauf der Behandlung undHerstellung der ZirkondioxidkronenNach der Präparation der sechs Frontzähne 13 bis 23erfolgte die Abdrucknahme. Bei dieser Sitzung dokumentierenwir auch die Fadenlegung und das Anlegendes Gesichtsbogens mit der Digitalkamera (Abb.6 und 7). Der wichtigste und für die weitere Versorgungentscheidendste Teil ist gelungen: Eine perfektePräparation und zwei Impregumabdrücke mit klarerkennbaren Präparationsgrenzen, auf deren Grundlagesich perfekte Modelle erstellen lassen.© 8. JAHRGANG 2007 dental dialogue 95
<strong>dd</strong> TECHNIKAbb. 7 Der Patient mit angelegtem GesichtsbogenAbb. 8 Der ausgegossene ZahnkranzAbb. 9 Die lagerichtige Position des OK-Modells wird mit Hilfedes Gesichtsbogens auf den individuellen Artikulator übertragen.Abb. 10 Die Modelle werden mittels Zentrikregistrat eingestellt.Abb.11 Wax-up von frontalAbb.12 Wax-up in LateralansichtVorbereitung der MeistermodelleAm darauffolgenden Tag werden die Abdrücke ausgegossen,ein Sägemodell hergestellt, die Präparationsgrenzenfreigelegt sowie die Zahnfleischmaskeangefertigt. Die Modellherstellung sowie das Einartikulierender Situations- und Meistermodelle dauertedreimal so lange wie üblich, da wir jedenSchritt ausführlich dokumentierten (Abb. 8 bis 10).Wax-upDer Patient wünschte keine besondere Veränderungder Ausgangssituation, daher achteten wirdarauf, die Form der natürlichen Frontzähne weitestgehendzu erhalten. Da die Zähne von Natur ausetwas protrudiert standen, stellten wir sie etwassteiler (Abb. 11 und 12).96 dental dialogue 8. JAHRGANG 2007 ©
TECHNIK<strong>dd</strong>Abb. 13 Silikonschlüssel zur Kontrolle der PlatzverhältnisseAbb. 14 Ausblocken der StümpfeAbb. 15 Modellieren der KäppchenAbb. 16 Die modellierten KunststoffkappenAbb. 17 Eine einzelne Kunststoffkappe von basalAbb. 18 Die modellierten Käppchen werden in einen Kunststoffrahmeneingeklebt…Herstellung der ZirkondioxidkäppchenAnschließend fertigten wir über das Wax-up einenSilikonschlüssel an. Mit Hilfe dieses Schlüsselsmodellierten wir die Kunststoffkäppchen, da sichdadurch sicherstellen lässt, dass die Keramik spätereine gleichmäßige Schichtstärke aufweist (Abb. 13).Vor dem Modellieren der Gerüstkäppchen blocktman die Stümpfe mit Wachs aus (Abb. 14). DasModellieren und anschließende Lichthärten dersechs Käppchen gelingt bei etwas Übung in etwaeiner Stunde. Anschließend werden die Kappen ineinen individualisierten Kunststoffrahmen eingeklebtund der Fräsvorgang kann beginnen (Abb.15 bis 21).© 8. JAHRGANG 2007 dental dialogue 97
<strong>dd</strong> TECHNIKAbb. 19 … und anschließend mit dem Tastarm des Kopierfräsersmanuell abgetastet.Abb. 20 Zeitgleich werden über einen „Storchenschnabel” dieabgetasteten Informationen auf einen Zirkondioxidbraunling(fälschlicherweise oft Grünling genannt) übertragen und dieabgetastete Information herausgefräst.Abb. 21 Die fertig gefrästen ZirkondioxidkäppchenAbb. 22 Mit der Diamantscheibe abgetrennte GerüsteAbb. 23 Die ungesinterten Gerüste sind um 25 Prozent größerund müssen erst noch dichtgesintert werden, hier zum Vergleichmit dem Originalstumpf.Abb. 24 Hier im Vergleich die um 25 Prozent zirkulärgeschrumpften GerüsteMeiner Meinung nach hat Enrico Steger mit derMarkteinführung seines einfachen Kopierfräsgerätsgerade kleineren <strong>Dental</strong>labors einen großen Gefallengetan, da mit diesem relativ schnell und einfachGerüste und Brücken aus Zirkondioxid hergestelltwerden können. Zudem kann mit diesem Gerät derfinanzielle Aufwand überschaubar gehalten werdenund die Wertschöpfung bleibt im Labor.Das manuelle Abtasten und parallele Fräsen des Zirkondioxidblock<strong>sis</strong>t dem Modellieren sehr ähnlichund nimmt auch nicht mehr Zeit in Anspruch. Nachdemdie Gerüstkappen fertig gefräst wurden, trenntman diese mit einer Diamantscheibe ab und bringtsie mit einer Hartmetallfräse in die endgültige Form(Abb. 22 und 23). Auch die Wandstärke kann man indiesem Zustand anpassen und verändern.Ich finde es jedesmal faszinierend, wenn ich die umetwa 25 Prozent größeren Gerüste in den Händenhalte. Den Schrumpfungsprozess (das Sintern)übernimmt für etwa zwölf Stunden unser Sinterofenbei 1.500 °C. Das Resultat sind hochdichte und-feste Gerüstkappen (Abb. 24).98 dental dialogue 8. JAHRGANG 2007 ©
TECHNIK<strong>dd</strong>Abb. 25 Aufpassen der gesinterten Gerüstkappen mit Hilfe vonMajesthetik-TexturpuderAbb. 26 Die Hälfte der Zirkondioxidgerüste wurde bereits aufgepasst.Abb. 27 Die aufgepassten Gerüste auf dem ungesägtenModellAbb. 28 Zur Kontrolle der Platzverhältnisse wird vorder Schichtung nochmals der Silikonschlüssel angelegt.Abb. 29 Gerüsteinprobe ohne MaskierungseffektAbb. 30 Vorbereitungen zur BissnahmeAufpassen und Ausarbeiten der GerüsteFür das Aufpassen der noch handwarmen Käppchenkommen ein Mikroskop und eine Wasserturbine zumEinsatz. Um eventuelle Störstellen sichtbar zu machen,hatten wir alle möglichen auf dem Markt erhältlichenHilfsmittel ausprobiert – vom Kontaktspray biszum Lippenstift. Durch Zufall sind wir dabei auf einenTexturpuder gestoßen, der all unsere Anforderungenerfüllt. Der Puder zeichnet sich durch seine Schuhcreme-ähnlicheKon<strong>sis</strong>tenz aus, wodurch er sich leicht aufden Gipsstumpf applizieren lässt. Die graue Farbeschimmert hervorragend durch das Zirkondioxidgerüst.Das Beste daran ist, dass die Störstellen selbstunter Wassereinwirkung sichtbar bleiben (Abb. 25).Ich habe festgestellt, dass man für das Aufpassen derZirkondioxidgerüste nicht mehr Zeit benötigt als fürdas Aufpassen von Metallgerüsten, die mit einer guteingestellten Einbettmasse gegossen wurden (Abb. 26bis 28).Gerüsteinprobe und BissnahmeBei der Gerüsteinprobe werden die Kronenränder aufihre Passgenauigkeit kontrolliert. Anschließend fertigtder Behandler zwei Wachsbisse an.Ich finde Routine sinnvoll, und zwar unabhängigdavon, ob es sich um eine kleine oder große Versorgunghandelt. Mit einer konstanten Vorgehensweiseist man vor Überraschungen sicher (Abb. 29 bis 32).© 8. JAHRGANG 2007 dental dialogue 99
<strong>dd</strong> TECHNIKAbb. 31 Der Wachsbiss wird mit Tempbond eingestrichen.Abb. 32 Die eigentliche Bissnahme mit den Zirkondioxidgerüsten34Abb. 33 Zirkondioxidverblendkeramik Vintage ZRAbb. 34 Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme(kurz REM) einer auf Glas basierenden,niedrig schmelzenden Zirkondioxidkeramiknach dem zweiten DentinbrandAbb. 35Die REM-Aufnahme der hochschmelzendenVintage ZR nach dem zweiten Dentinbrandverdeutlicht die Prismenstruktur dieser auf Feldspatbasierenden Zirkondioxidkeramik35Eine perfekte Verbindung– das VerblendsystemEine gute Entscheidung trafen wir bei unserer Auswahldes Verblendkeramiksystems für Zirkondioxidgerüste.Wir verwenden Vintage ZR der Firma Shofu<strong>Dental</strong> (Abb. 33).Da wir sehr gute Erfahrungen mit der MetallkeramikVintage Halo sowie den Solidex und Ceramage Kompositsystemengesammelt haben, war es – als wirbegannen uns mit dem Thema Zirkondioxid zubeschäftigen – kein großer Schritt hin zum adäquatenProdukt von Shofu. Wir erhielten eines der ersten Sortimenteim Oktober 2005.Damals fertigten wir sofort Brennproben an undbrannten Probekronen. Die Brillanz und die simpleHandhabung sowie die rationelle Schicht<strong>technik</strong>begeisterten uns und unsere Wahl war getroffen.Das Geheimnis der intensiven Fluoreszenz der Margin-und Dentinmassen sowie die Prismenstruktur deropalisierenden Inzisal- und Effektmassen liegt wohlin der auf Feldspat basierenden mikrofeinen Partikelordnung(Abb. 34 und 35).Ganz wichtig waren uns die hohen Verbundwertezwischen dieser hochschmelzenden Verblendkeramikund dem Zirkondioxidgerüst sowie die Biegefestigkeit.Nach unseren Informationen sind dieseWerte gleichwertig mit hochschmelzenden Metallkeramiksystemen.100 dental dialogue 8. JAHRGANG 2007 ©
TECHNIK<strong>dd</strong>Abb. 36 Einmaliges Auftragen des ZR-OpaklinersAbb. 37 Mit dem Silikonschlüssel hat man eine sichere Methodefür die Schichtung.Abb. 38 Dentinschichtung in Anlehnung des Wax-upsAbb. 39 Cutback von labialVorbereitung der ZirkongerüsteNachdem die unverblendeten Zirkondioxidkäppchenwieder aus der Praxis kamen, wurden die Artikulationkontrolliert und die Gerüste leicht nachgearbeitet.Um die Gerüste für die Verblendung vorzubereiten,wurden diese bei zirka 2 bar mit Aluminiumoxid(50 µm) abgestrahlt bis eine seidenmatte Oberflächeentsteht. Anschließend muss die Oberfläche gründlichabgedampft und im Keramikofen ein atmosphärischer„Reparaturbrand“ bei 1150° C mit einer Haltezeitvon zehn Minuten durchgeführt werden.Dieses Prozedere schafft zwar keine Veränderungim kristallinen Gefüge der Zirkondioxidgerüste,führt aber zu einer Entspannung des „mit kinetischerEnergie aufgetankten Werkstoffs” nach dermanuellen Bearbeitung. Mittlerweile empfehlenviele Hersteller von Zirkondioxidgerüstwerkstoffendiese Vorgehensweise.Kein Telefon, kein Lärm, keine Störungen, schöneMusik – um die Kronen in Ruhe und konzentriertschichten zu können, wurde dieser Schritt auf denSamstag verlegt. Als Erstes wurde eine dünneSchicht des gebrauchsfertigen Opaque Liners in derFarbe A3, A3,5 mit zirka 5% Modifier Pink aufgetragen.Dadurch erscheint die Farbe der Gerüsteetwas wärmer.Mit Hilfe des vom Wax-up erstellten Silikonschlüsselsschichtet man nun Krone für Krone. Der Vorteildieser Methode ist der, dass man viel gezielter undsomit sehr schnell und sicher einen Zahn schichtenkann, ohne anschließend böse Überraschungen zuerleben (Abb. 36).Die SchichtungZunächst wird die Zervikalmasse AC im zervikalenBereich aufgetragen (Abb. 37).Hiernach folgt die Dentinschichtung in gewohnterWeise (Abb. 38). Von labial nimmt man ein Cutbackdes oberen inzisalen Drittels bis fast auf das Gerüstvor (Abb. 39).Anschließend werden im inzisalen Drittel dieMamelons mit einer Mischung aus 1/2 MamelonmasseYellow und 1/2 Dentin auftragen. Besondersgut gefällt mir die Standfestigkeit der Masse, die esmir erlaubt, sehr präzise zu schichten. Damit dieMamelons etwas diffuser erscheinen, wird dieseSchichtung leicht mit einem Gemisch aus 1/2 OpalInzisal und 1/2 Dentin bedeckt. Die individuelleSchneideschichtung erfolgt mit den Opal EffektMassen White Enamel (White-E), Opal Transluzenz(Opal-T) und der Effekt Masse Orange Transluzent(OT) (Abb. 40).© 8. JAHRGANG 2007 dental dialogue 101
<strong>dd</strong> TECHNIKAbb. 40 Dezente Mamelonschichtung für den individuellen InzisalbereichAbb. 41 Labiale, individuelle SchichtungAbb. 42 Cutback der mesialen und distalen InzisalkantenAbb. 43 Die reduzierten Anteile werden anschließend mitSuperlucent wieder ergänzt.Im mittleren Bereich des Zahnes wird mit der etwasweißlichen, „trüben” Keramikmasse „Opal White-E“ ein schmales Band angelegt. Um im Zervikalbereicheine größere Transluzenz zu erreichen, verwendenwir Cervical-Trans (CT-A). Das Besonderedieser Masse ist, dass sie einen niedrigeren Glaspunkthat und stärker fluoresziert als die Dentinmassen(Abb. 41). Der gezielte Einsatz von fluoreszierendenMassen im Zervikalbereich führt dazu,dass man sehr natürlich wirkende Schichtungenund Kronen erhält. An die glatte, homogene Oberflächedieser Keramik schmiegt sich das Zahnfleischförmlich an (siehe Abb. 61).Im Anschluss werden an der mesialen und distalenInzisalleiste kleine Facetten zurückgeschnitten(Abb. 42).Die leicht bläuliche, opaleszierende Superlucent-Masse (SL) erzeugt im Inzisalbereich eine natürlichwirkende Lichttransmission (Abb. 43). Nun wird dielabiale Schichtung mit Opal-Schneide 58, 59 undOpal Transluzent (OT) vervollständigt (Abb. 44).Anschließend wird die Schichtung palatinal reduziert(Abb. 45).In diesem Stadium werden die Mamelons von palatinalangelegt. Dabei bringt man mesial und distalOpal Superlucent und zervikal wieder CT-A an(Abb. 46). Die komplette Schichtung wird mit OpalInzisal 59 und WE ergänzt (Abb. 47). Nach demAbheben der Krone werden zervikale Bereiche mitCT-A und inzisale mit WE vervollständigt (Abb. 48).Ergebnis nach dem ersten BrandDie Spannung steigt! Es ist immer wieder ein aufregenderMoment. Der Keramikofen öffnet sich undoffenbart das Ergebnis nach dem ersten Brand. Hierzeigen sich die Stärken der Keramik. Dieser Momentlässt das Herz eines Zahn<strong>technik</strong>ers höherschlagen.Danach werden die Kontaktpunkte, die Länge undFunktion der Zähne überprüft und entsprechendkorrigiert. Bei den verbleibenden fünf Kronen wurdein gleicher Weise vorgegangen (Abb. 49).102 dental dialogue 8. JAHRGANG 2007 ©
TECHNIK<strong>dd</strong>Abb. 44 Die Schneide wird mit 58, 59 und Transpa Opal vervollständigt.Abb. 45 Cutback von palatinalAbb. 46 Mamelons werden von palatinal angelegt.Abb. 47 Die komplette palatinale SchichtungAbb. 49 So wird nun Zahn für Zahn geschichtet.Abb. 48 Der fertig geschichtete 2er ist bereit für den erstenBrand.© 8. JAHRGANG 2007 dental dialogue 103
<strong>dd</strong> TECHNIKAbb. 50 Zweite Schichtung nach dem ersten BrandAbb. 51 Approximal wurde mit WhiteEnamel, zervikal mit Transpa A ergänzt.Abb. 52 Der so genannte RohbrandAbb. 53 Lateralansicht des RohbrandsZweite SchichtungZu diesem Zeitpunkt nehmen wir nur noch kleineKorrekturen vor. Der Zervikalbereich wird nochmalsmit CT-A überschichtet, die Form mit opaleszierenderInzisalmasse und OT fertig gestellt (Abb.50 und 51).Nachdem alle Kronen fertig gebrannt sind, kann mitdem Ausarbeiten begonnen werden. Einem Kurs beiVolker Brosch habe ich es zu verdanken, dass ichdurch systematisches Beschleifen schnell und sichereiner Krone Form geben und diese konturieren kann(Abb. 52 und 53).Rohbrandeinprobe und Finish im LaborAllen Beteiligten ist die Anspannung anzusehen. Ichkann zwar nicht in die anderen hineinsehen, abermein Herz klopft deutlich. Wie sagt man so schön?Die Stunde der Wahrheit ist gekommen.Passt, und sieht richtig gut aus! Das Ergebnis lässtmich meine anfänglichen Sorgen vergessen. DieZähne fügen sich harmonisch in die Mundsituationein (Abb. 54).Für das Finish müssen nur noch kleine Korrekturen anden Eckzähnen vorgenommen und anschließend dieInterdentalräume farblich leicht betont werden.In unserem Labor bevorzugen wir eher einen mattenGlanzbrand, den wir anschließend noch mechanischpolieren (Abb. 55 bis 60).Provisorisches Eingliedern der KronenIn der Praxis werden bei der provisorischen Eingliederung(Abb. 61) der Zirkondioxidkronen die approximalenund okklusalen Kontakte kontrolliert sowie dieFunktion überprüft. Zum besseren Verständnis habeich erneut die Vorher-Nachhersituation gegenübergestellt (Abb. 62 und 63).KontrollterminNach einer Woche Tragezeit zeigte sich beim Recall,dass die Protrusion für eine hindernisfreie Bewegungleicht eingeschliffen werden musste, was nicht weitertragisch war.Setzt man alle zuvor genannten Arbeitsschritte konsequentum, ist der Erfolg einer harmonischen Eingliederungvorhersehbar. Unser Ziel ist es, einen lachendenund glücklichen Patienten vor uns zu haben.104 dental dialogue 8. JAHRGANG 2007 ©
<strong>dd</strong> TECHNIKAbb. 62 Zum Vergleich: Vorher…Abb. 63 …und nachherAbb. 64 und 65 Das weckt Emotionen: Schwarz-Weiß-Aufnahmen der fertigen Restauration in situFazitDas neue Gerüstmaterial Zirkondioxid in Verbindungmit der Verblendkeramik Vintage ZR gewährleistetuns für die Zukunft mehr Spaß amBeruf und die Zuversicht, respektable und vorallem funktionierende Ergebnisse erzielen zu können.Wir sprechen sicherlich vielen Zahn<strong>technik</strong>ernaus der Seele, wenn wir behaupten, dass dieVerblendung von Zirkondioxidkronen einen großenGewinn für unseren Beruf darstellt. Das Handlingmit dem Material bereitet viel Spaß. Vor allemaber sehen die Restaurationen im Mund des Patientensuper aus (Abb. 64 und 65).Abschließend möchten wir uns noch einmal ausdrücklichfür die perfekten Unterlagen und die angenehmeZusammenarbeit bei Herrn Dr. Vogler undseinem Praxisteam bedanken.❑IndikationModellgipsPolierpasteRotierende InstrumenteTexturpuderVerblendkeramikZahnfleischmaskeZirkondioxid-SystemProduktlisteNameElite RockDura-Polish DiaDura-Green, CeraMasterMajesthetik-TexturpuderVintage ZRMajesthetik-GingivaZirkon ZahnLiteraturShigeo Kataoka/Yoshimi Nishimura:Natürliche Morphologie,QuintessenzBibliothek.Hersteller/VertriebZhermackShofuShofupicodentShofupicodentZirkon Zahn(Enrico Steger)Zur PersonIhr besonderes Verhältnis zum Patienten begründet Carla Gruber damit, dass sie das zahntechnische Handwerk nach ihrer Ausbildungund mehrjährigen Tätigkeit als Zahnarzthelferin erlernt hat. Dies ist der Grund, warum für Frau Gruber immer derMensch im Vordergrund steht. Ein Mensch, der ziemlich viel auf sich genommen hat. Jede Versorgung – und sei sie noch soklein – wird somit zu einem persönlichen Erlebnis, für das man ein viel intensiveres Gefühl entwickelt. Carla Gruber ist Autorinfür zahlreiche Fachbeiträge und als Referentin für Shofu tätig. Die Neugier auf etwas Neues, der Wunsch nach vorne zu schauenund Innovationen, die begeistern, halten uns alle auf Trab. Entwicklung und Veränderung machen das Leben einzigartig undinteressant.KontaktadressenCarla Gruber • <strong>Dental</strong>labor Anton Gruber • Peter-Schuster-Weg 6 • 85716 UnterschleißheimBehandelnder Arzt: Dr. Johann Vogler • Landsberger Straße 18 • 82205 GilchingBil<strong>dd</strong>okumentationen: Ztm. Anton Gruber • Peter-Schuster-Weg 6 • 85716 Unterschleißheim106 dental dialogue 8. JAHRGANG 2007 ©