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Schon bislang galt im

Schon bislang galt im Nachbarrecht, dassvom Nachbargarten hinüberfliegendeInsekten vom Grundstücksnachbarn geduldetwerden müssen, vgl. BGH, NJW 1995, 2633.Ebenso sah die Fachwelt den Laubfall undden Flug von Samen als ortsüblicheBenutzung des Grundstücks an, mit derFolge, dass kein Abwehranspruch desGrundstücksnachbarn bestand, vgl. Stadler,Das Nachbarrecht in Bayern, 6. Aufl., Kap.10C.Gartentipps:Ein Naturgarten setzt sich im Wesentlichenaus drei Elementen zusammen: Einmaleinem Bestand aus heimischen Sträuchern.Außerdem aus einer blumenreichenWildblumenwiese. Und bei ausreichendemPlatzangebot einem Bestand an heimischenLaubbäumen.Wildblumenwiese:Die Auffassungen zur Fragehinüberfliegender oder hinüberwandernderInsekten wurden jedoch in derRechtsprechung uneinheitlich beantwortet.So sah das LG Coburg für den Fall einer„Raupeninvasion“ einen Abwehranspruch alsgegeben an.Nach der erfrischend klaren Entscheidungdes LG Köln, welche dem Naturgarten denRitterschlag erteilt, dürfte endgültig klar sein:Weder Nachbar noch Vermieter können dieAnlage eines Wildgartens mit rechtlichenMitteln verhindern.Ob hinüberfliegende Falter,hinüberkriechende Raupen oder auf dasNachbargrundstück gewehte „Unkraut“-Samen: all das sind ortsübliche undhinzunehmende Begleiterscheinungen einesWild- oder Naturgartens.Ich persönlich freue mich ganz besonders,dass die Naturgartenidee nun auch Eingangin die Rechtsprechung gefunden hat. Wererfreut sich nicht lieber am Anblicknektarsaugender Falter und Hummeln als ander leblosen Ödnis eines englischenZierrasens.Foto: Hans-Joachim Köhn / pixelio.deBeim Kauf der Wildblumensamen sollte mandarauf achten, dass es sich um einemöglichst blütenreiche Mischung ausheimischen Wildblumenarten handelt. EineVielfalt an Samen kann im Gartenfachhandelbestellt werden. Adressen finden Sie unter:http://www.bund-naturschutz.de/fakten/landwirtschaft/ garten.htmlDie Wiese sollte allenfalls 1 - 2 mal jährlichgemäht werden.Beispiele für nektarreiche Wildblumen, dieHummeln und Schmetterlinge anlocken, sind:Wiesenflockenblume, Skabiosen-Flockenblume, Wiesensalbei, QuirlblütigerSalbei, Wiesen-Witwenblume, GewöhnlicherDost (= Wilder Majoran), Natternkopf,Teufelsabbiss, Tauben-Skabiose, Kornblume(Wildform), Lavendel, Blauer Ysop, WildeV.i.S.d.P.: Bund Naturschutz, Landesfachgeschäftsstelle, Bauernfeindstr. 23, 90471 Nürnberg 3

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