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Würziger Tellerling - Tintling

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Klasse: StänderpilzeBasidiomycetesFam. Rötlingsverwandte EntolomataceaePorträt Nr. 11Ordn.: Blätterpilze AgaricalesFäulniszersetzer Saprobiontenmglw. auch MykorrhizapilzWürziger TellerlingRhodocybe gemina (Fr.) Kuyper et Noordeloos 1987eßbarSporenpulverfarbe: rosabräunlichHabitus, Kurzbeschreibung: Mittelgroßer,kompakter Pilz mit typisch blaßrötlichemHut und kurzem, unberingtem Stiel.Beschreibung: Hut 3 - 9 cm ø, jung gewölbt,später flach ausgebreitet,alt eingedrücktoder mit flachem Buckel. Oberflächeblaßrötlich bis fleischbräunlich, auch mitleicht gelblicher Komponente, glatt, trockenmatt filzig bis fein schuppig,nicht hygrophan,Hutrand jung kurz und scharf eingerollt,alt stark unregelmäßig wellig verbogenund eingekerbt. Lamellen weißlich, cremeweiß,alt mit rosa-bis beigebräunlichenTönen, ziemlich engstehend, einige zumStiel hin gegabelt, breit angewachsen oderkurz herablaufend, Schneiden gleichfarbigoder fein schartig. Stiel 3 - 7 x 1 -2 cm, ±zylindrisch, weißlich mit blaß rötlichemHauch, jung fest, alt innen schwammig-wattig,ganzer Stiel fein mehlig-flockig behangen.Basis mit Myzelsträngen, kurz ausspindelnd.Fleisch in der Hutmitte dick, zumRand ausdünnend, weißlich, alt cremerötlich,Geruch mehlig-würzig, Geschmackmild oder schwach bitter.Abgrenzung: Gelbbräunliche Farbvariantendes Maipilzes Calocybe gambosa könnensehr ähnlich sein und riechen ebenfalls nachMehl. Sie erscheinen aber im Frühjahr.Krempentrichterlinge (Leucopaxillus) habenamyloide Sporen und z.T. sehr bitterschmeckendes Fleisch.Der Veilchen-Rötelritterling Lepista irinakann verblüffend gleich aussehen, riechtaber intensiv nach Veilchenwurzel. EinigeRötlinge und Ritterlinge können habituelleÄhnlichkeit aufweisen, haben aber andereMikromerkmale.Bild- und Textautor: Fredi Kasparek


Sporen höckerig, rauh, u. Mikroskop gelblichSporen-Volumen 50 µm3, L/B-Quotient 1,511Rhodocybe geminaAuffälligstes Merkmal:Höckerige, feinwarzige SporenDerzeit gültiges Binomen: Rhodocybe gemina(Fr.) Kuyper & Noordel., in Noordeloos & Kuyper,Persoonia 13(3): 379 (1987)Basionym: Agaricus geminus (Paulet) Fr., Epicr.syst. mycol. (Upsaliae): 38 (1838) [1836-1838]Synonyme: Hypophyllum geminum Paulet;Rhodocybe subvermicularis (Mre.) Ballero &Contu; Rhodocybe truncata sensu auct.; Rhodopaxillustruncatus Mre., Bull.; TricholomageminumErklärung des Artnamens: geminus: doppelt,zweifach, Zwilling, truncatus: abgestutztWeitere Volksnamen: Fleischrötlicher Tellerling(D), Rhodocybe tronqué (F), Vleeskleurigezalmplaat (NL), Kødfarvet troldhat (DK), Storvæpnerhatt (N), Pluggmusseron (S), Isomyyränlakki(FIN), Machovec obycajný (SK), tchampiondes forires (Wal).Funddaten der hier beschriebenen Kollektion:22.9.95, Alme, Hochsauerland, am Wegrandvon Viehweiden unter Roßkastanien (Aesculushippocastanum)Anmerkung: Die Rötlinge (Entoloma) und dieRötelritterlinge (Lepista) stehen den TellerlingenRhodocybe sehr nahe. Alle haben rosabräunlichesSporenpulver. DieSporen der Tellerlinge sindjedoch alle ± cyanophil.Während Rötlinge deutlich bisausgeprägt polygonale Sporenbesitzen, sind die der Rötelritterlingeoval und warzig. Die Artender letztgenannten Gattunghaben außerdem Schnallen.Somit lassen sich Arten dieserGattungen mikroskopisch einwandfreizuordnen.Der Würzige Tellerling Rhodocybegemina gehört zu denArten, die nicht nur in der Vergangenheitdes öfteren fehlgedeutetwurden.Innerhalb seiner Gattung ist derWürzige Tellerling nicht zu verwechseln;alle anderen Artenhaben einen anderen Habitusund sind zumeist wesentlichschmächtiger.Mikromerkmale: Sporen breitelliptisch, schwach eckig-höckerig, cyanophil,rauh bis fein warzig, gelblich, 5 - 7 x 3 - 5 µm,das entspricht einem Volumen-Schnitt vonrund 50 µm 3 . Basidien 4sporig, 20 - 30 x 6 - 8µm, schlank keulig. Cheilozystiden schmal,fädig, zylindrisch, wellig, 15 - 46 x 2 - 6 µm.Pleurozystiden ähnlich, nur kleiner und vereinzeltvorkommend. HDS aus unregelmäßigverflochtenen, parallel liegenden Hyphen,ziemlich kurzgliedrig, z.B. 20 - 45 x 3 - 10 µm,Septen ohne Schnallen, vereinzelte Hyphenfein pigmentiert.Vorkommen: In Laub- und Nadelwäldern, anWeg- und Waldrändern, in Gebüschen.Erscheinungszeit nach Lieratur: Frühsommerbis Herbst.Verbreitung: In Süddeutschland gut verbreitet,nach Norden wesentlich seltener. In vielenLändern Europas nachgewiesen.Literatur:BREITENBACH, J. UND KRÄNZLIN, F. (1995): Pilzeder Schweiz Band 4MICHAEL - HENNIG - KREISEL (1987): Handbuchfür Pilzfreunde Band III.RYMAN, S. UND HOLMÄSEN, J. (1992): PilzeHDSCheilo zystidenPleurozystidenSporenBasidien

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