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sIe schreIBen,wIr erledIgen den restFP ― das Beste Fürihre kommunikationGeschäftsbericht 2012


Recht und JustizFinanzwesenGesundheitswesen


Kennzahlenwerte gemäß Konzernabschluss in Mio. euR 2012 2011Veränderungin %umsatz 165,6 159,4 3,9wiederkehrende umsätze 132,1 125,0 5,8eBItda 19,0 13,1 45,0in Prozent vom umsatz 11,5 8,2Betriebsergebnis eBIt 9,1 -1,3 n/ain Prozent vom umsatz 5,5 n/aJahresüberschuss /-verlust 4,0 -4,6 n/ain Prozent vom umsatz 2,4 n/aFree cashflow -7,0 2,4 n/ain Prozent vom umsatz n/a 1,5grundkapital 16,2 14,7eigenkapital 23,2 15,9 46,2in Prozent der Bilanzsumme 17,2 11,9eigenkapitalrendite in Prozent 17,2 n/a n/aFremdkapital 112,8 117,2 -3,8nettoschulden 33,3 30,0 11,0nettoverschuldungsgrad in Prozent 143,5 188,7Bilanzsumme 136,0 133,1 2,2aktienkurs zum Jahresende (in eur) 2,48 2,11 17,5gewinn je aktie (in eur) 0,27 -0,27 n/amitarbeiter (zum stichtag) 1.093 1.136 -3,8zahlen und FaKten zum geschäFtsJahr 2012POstBase10.000Frankiersystemeund mehr wurden seit März 2012durch FP verkauft oder vermietet.weLtMaRKtanteiL10,4ProzentFP ist der drittgrößte Frankiermaschinen-herstellerweltweit.de-MaiL-anBieteR1.Anbieter2012 wurde FP als ersteranbieter akkreditiert.VeRtRieBsGeseLLschaFten11Vertriebsgesellschaftender weltweite Vertrieb erfolgtüber eigene FP-Gesellschaften ...weLtweit VeRtReten40Länder mit Händlern... und über ein dichteshändlernetzwerk.KOnsOLidieRunG190Mio. Briefehat FP rund gerechnet 2012konsolidiert und aufgeliefert.


Sie schreiben, wir erledigen den Rest.FP - das Beste für Ihre Kommunikation.Von links nach rechts: Andreas Reinwaldt, Systemberater / Account-ManagerAntje Gellert, Systemberaterin / Account-ManagerinSteffen Borgmeier, Systemberater / Account-ManagerU6


inhaltsverzeichnisfür den FP Geschäftsbericht 20124 Vorwort des Vorstands4 Mitglieder des Vorstands8 FP ― das Beste für Ihre KommunikationBranche > Recht und Justiz12 Bericht des Aufsichtsrats17 Mitglieder des Aufsichtsrats18 FP ― das Beste für Ihre KommunikationBranche > Finanzwesen22 Erklärung zur Unternehmensführunginkl. Corporate Governance28 FP ― das Beste für Ihre KommunikationBranche > Gesundheitswesen32 Investor Relations / Die Aktie36 Konzernlagebericht37 Geschäft und Rahmenbedingungen50 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage62 Nachtragsbericht62 Risiko- und Chancenbericht70 Prognosebericht73 Sonstige Angaben82 Konzernabschluss83 Konzern-Gesamtergebnisrechnung84 Konzernbilanz86 Konzern-Kapitalflussrechnung87 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung88 Konzernanhang158 Versicherung der gesetzlichen Vertreter(Bilanzeid)159 Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfer160 Service160 Glossar164 Finanzkalender / ImpressumMehrjahresübersicht


Vertriebsgesellschaftenweltweit111.093Beschäftigte in allen wichtigenMärktenDer FP-Konzern bietet hervorragende Produkte undDienstleistungen an. Eine wesentliche Rolle haben hierbeidie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihre Identifikationmit der FP und ihr Engagement für die Unternehmenszieleleisten einen entscheidenden Beitrag zum langfristigenUnternehmenserfolg.3


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Vorwort des VorstandsDie VorständeAndreas Drechsler (links)Vorstand derFrancotyp-Postalia Holding AG, CSOHans Szymanski (rechts)Vorstandssprecher derFrancotyp-Postalia Holding AG,CEO und CFOJahrgang 1968, Diplom-Kaufmannund Bankkaufmann, verantwortlichfür die Bereiche Vertrieb Internationalund Deutschland, Geschäftsent wicklungund Produktmanagement, InterneRevision, Marketing und CorporateCommunications.Jahrgang 1963, Diplom-Ökonom,verantwortlich für die BereicheFinanzen, Rechnungswesen,controlling, Personal, Recht,Compliance, Informations technik,Forschung und Entwicklung,Qualitäts management, Produktion,Einkauf, Logistik und strategischeGeschäftsentwicklung.4


Ob Bescheide, Gutachten oderSchreiben an Mandanten undGerichte: Juristen verschicken undempfangen täglich zahl reichewichtige Dokumente. Die Branchevertraut schon seit Langem aufdie Erfahrung und Professionalitätdes FP-Konzerns.


FP ― das Beste für Ihre KommunikationBranche > Recht und JustizEin Fall für FPIn der Arbeit von Anwälten und Notaren spielt derSchriftverkehr eine zentrale Rolle. Der FP-Konzernverfügt über ein passendes Komplettangebot.Für kaum eine Berufsgruppe ist Verlässlichkeit beim Schriftverkehrso wichtig wie für Juristen. Sie müssen sich daraufverlassen können, dass ihre Dokumente auch wirklichankommen. Denn für die Wirksamkeit einer erklärung istder Zugang beim Empfänger entscheidend.Hier spielt die De-Mail eine wichtige Rolle. Anwälte undNotare können ihre Gutachten, Bescheide oder Gerichtsschreibenvollelektronisch und rechtsverbindlich verschicken.Denn die De-Mail ermöglicht den verbindlichen,vertraulichen und rechtsverbindlichen Austausch elektronischerDokumente über das Internet. Die herkömmlicheKommunikation über das Internet per E-Mail birgt Risiken.Die Kommunikation mittels De-Mail findet zwischeneindeutig identifizierten Nutzern und über verschlüsselteKommunikationskanäle statt. Dabei ist die Nutzerfreundlichkeitdas entscheidende Kriterium. Die De-Mail kombiniertdie Sicherheit und Vertraulichkeit von Briefen mitder Flexibilität und Schnelligkeit von E-Mails.Im März 2012 ist die FP-Tochter Mentana-Claimsoft alserster De-Mail-Anbieter durch das Bundesamt für Sicherheitin der Informationstechnik (BSI) akkreditiert worden.In den nächsten Jahren wird die rechtsverbindliche, vollelektronischeÜbertragung von Dokumenten an Bedeutunggewinnen. Denn nicht nur Kanzleien können dabeierhebliche Zeit- und Kostenvorteile nutzen.viel, denn sie können weiter hin ihre gewohnten Mailprogrammeverwenden; das PostBase Gateway passt die E-Maildem gewünschten Format an. Zusätzlich leitet das Gatewayeingehende de-Mails an das Mailprogramm weiter und ermöglichtsomit auch den Austausch mit dem elektronischenGerichts- und Ver waltungspostfach (EGVP).Gerichtspost und MandantenschreibenDie De-Mail spielt für die Kommunikation der Zukunfteine wichtige Rolle. Doch noch fallen in Kanzleien zahlreicheSchreiben an, die auf dem klassischen Weg alsPapierbriefe verschickt werden, etwa Gerichtspost oderMandantenschreiben. Für das schnelle Frankieren derBriefe ist die PostBase ein ideales System. Die Maschinehat nur einen Einschaltknopf, die weitere Bedienungerfolgt einfach und intuitiv über einen 4,3 Zoll großenTouchscreen. Die PostBase überzeugt nicht nur mit ihremneuartigen Bedienkonzept, sie verbindet auch die analogeund die digitale Welt der Briefkommunikation. Alleklassischen Funktionen einer Frankiermaschine könnenmithilfe des eigenen selbsterklärenden Betriebssystemsauch vom PC aus bedient werden. Die Wahl des korrektenPortowerts, des Absenderklischees oder die Abrechnungauf eine wählbare Kostenstelle sind über das angeschlossenePC-Programm zu steuern.Austausch von DokumentenEine hervorragende Ergänzung für die tägliche Arbeit vonAnwälten und Notaren bietet das PostBase Gateway an, eineSoftware zur Integration aller De-Mail-Funktionalitäten.Damit können Anwälte ihre Dokumente je nach Wunsch entwederdigital als De-Mail oder hybrid verschicken. Bei derhybriden Variante übernimmt FP iab das komplette Handling.Das Unternehmen druckt die Daten aus und verschicktsie als klassische Briefe. Für die Kunden ändert sich nicht11


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Bericht des Aufsichtsratsder Francotyp-Postalia Holding AG (FP-Konzern)Mit diesem Bericht informiert der Aufsichtsrat gemäß § 171Abs. 2 AktG über seine Tätigkeit. Der Aufsichtsrat hat imGeschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz, Satzung undGeschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommenund die damit in Zusammenhang stehenden Entscheidungengetroffen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand regelmäßigbei der Leitung des Unternehmens beraten, seine Arbeitüberwacht und sich kontinuierlich mit dem Geschäftsverlaufund der Lage des FP-Konzerns befasst. In alle Entscheidungenvon grundlegender Bedeutung wurde der Aufsichtsratunmittelbar und frühzeitig einbezogen. Der Vorstand hatdie Mitglieder des Aufsichtsrats regelmäßig, zeitnah undumfassend über die Lage des Unternehmens informiert.Sofern zu Einzelmaßnahmen des Vorstands Entscheidungendes Aufsichtsrats erforderlich waren, hat der Aufsichtsratdarüber – gegebenenfalls auch im schriftlichen Verfahren– Beschlüsse gefasst. Insgesamt fanden im vergangenenJahr elf Sitzungen, davon vier ordentliche und siebenaußerordentliche, statt. Davon wurden vier Sitzungen imWege einer Telefonkonferenz durchgeführt. Neun Sitzungenwurden gemeinsam von Aufsichtsrat und Vorstand durchgeführt.An zwei Sitzungen nahm der Vorstand nicht teil.In den Sitzungen wurden folgende Themen schwerpunktmäßigbehandelt:• Aufbau der neuen Produktion in Wittenberge undSchließung der Produktion in Birkenwerder• Strategische Projekte, insbesondere die Markteinführungder PostBase in den Ländern Deutschland und USA sowiedie geplante Einführung der PostBase in weiterenLändern• Produktentwicklung auf dem Gebiet der physischen undder elektronischen Briefkommunikation, insbesondere dieFortschritte in der Einführung der De-Mail in Deutschland• Maßnahmen zur Organisation des Vertriebs• Finanz-, Vermögens- und ErtragslageDie gemeinsamen Sitzungen von Aufsichtsrat und Vorstandfanden am 31. Januar, 23. März (Telefonkonferenz), 29.und 30. März (Sitzung über zwei Tage), 18. April (Telefonkonferenz),26. Juni, 31. Juli, 7. September (Telefonkonferenz),27. September und 6. Dezember (Budget-Sitzung)statt. Am 19. April (Telefonkonferenz) und am 27. Juni 2012(konstituierende Sitzung) hat der Aufsichtsrat ohne Teilnahmedes Vorstands getagt.Zusammenwirken von Vorstand undaufsichtsrat im kontinuierlichen DialogDas Geschäftsjahr 2012 war im Bereich des operativenGeschäfts durch vier wesentliche Ereignisse geprägt:• Markteinführung des neuen Frankiersystems PostBasein den zwei großen Hauptmärkten des FP-Konzerns,Deutschland und USA• Erteilung der Akkreditierung als erster De-Mail-Anbieterin Deutschland• Schließung des alten Produktionsstandorts Birkenwerderund Eröffnung des neuen Produktionsstandorts Wittenberge• Maßnahmen zur Organisation des VertriebsNach mehrjähriger Entwicklungszeit konnte am 6. März 2012auf der CeBIT in Hannover der Startschuss zur Markteinführungder PostBase im deutschen Markt gegeben werden.Einen Monat später folgte die Markteinführung der Post-Base in den USA. Seitdem wurden allein im deutschen undus-amerikanischen Markt rund 10.000 PostBase bei Kundeninstalliert. Das neue Frankiersystem wird von den Kundendes FP-Konzerns sehr gut angenommen. Dies ist umsowichtiger, als zum Ende des vergangenen Geschäftsjahresdurch die USPS eine mit dem 1. Januar 2013 beginnendeDezertifizierung bekannt gegeben wurde. Die angekündigteDezertifizierung alter noch im Markt befindlichen Frankiermaschinenbetrifft genau die im Segment der PostBaseliegenden alten Frankiermaschinen. Über den Fortschritt derMarkteinführung, über die angekündigte Dezertifizierung inden USA und die damit verbundenen Konsequenzen für denFP-Konzern sowohl auf vertrieblicher Seite als auch auf derSeite der Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage ist der Aufsichtsratvom Vorstand regelmäßig informiert worden.Ebenfalls am 6. März 2012 konnten der Vorstand derFrancotyp-Postalia Holding AG und der Geschäftsführerder Mentana-Claimsoft GmbH als erstes Unternehmen dieakkreditierung als De-Mail-Anbieter in Deutschland durchdas Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnikentgegennehmen. Auch über die Fortschritte in diesemstrategisch für den FP-Konzern wichtigen Produktbereichhat der Vorstand den Aufsichtsrat kontinuierlich informiert.Ins besondere die Sitzungen vom 18. und 19. April 2012 wurdenzu einem intensiven Informationsaustausch genutzt.12


FP ― das Beste für Ihre KommunikationVorwort des Vorstands // Bericht des AufsichtsratsErklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht Investor RelationsZum 31. März 2012 wurde planmäßig die Produktion amStandort Birkenwerder geschlossen. Hatte es zu Beginndes Aufbaus der neuen Produktion in Wittenberge noch soausgesehen, dass Neuaufbau und Schließung ohne größereProbleme bewerkstelligt werden könnten, stellte sich mitnahendem Schließungstermin für die alte Produktion inBirkenwerder heraus, dass ein erhöhter Krankenstand inder alten Produktion und eine damit verbundene schnellereÜbernahme der Produktion in Wittenberge zu Verzögerungenin der Produktion führten. Die eingeleiteten Maßnahmenkonnten die Verzögerungen allerdings nicht in dergewünschten Schnelligkeit und dem gewünschten Umfangauffangen, sodass die neue Produktion erst im Verlauf desSommers 2012 in den gewünschten eingeschwungenen Zustandkam. Das Thema Aufbau der neuen Produktion istfokussiert in den Sitzungen vom 29. und 30. März, 26. Junisowie 31. Juli 2012 erörtert worden. In diesen Sitzungen istzudem über den Stand der gerichtlichen Anfechtung desBeschlusses der Einigungsstelle vom 23. August 2011 und dieMöglichkeiten der Ausschöpfung aller rechtlichen Schrittegesprochen worden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat inzwischendarüber informiert, dass nunmehr alle gerichtlichenInstanzen durchlaufen worden sind und auch dieeingereichte Nichtzulassungsbeschwerde durch das Bundesarbeitsgerichtmit Beschluss vom 22. Januar 2013 zurückgewiesenworden ist. Der Aufsichtsrat ist weiterhin darüberinformiert worden, dass der Spruch der Einigungsstellerechtskräftig geworden ist und mit der Entgeltabrechnungfür Februar 2013 deshalb die noch offenen Abfindungszahlungenan die anspruchsberechtigten ehemaligen Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter geleistet worden sind.In den Sitzungen vom 7. September, 27. September und6. Dezember 2012 haben Aufsichtsrat und Vorstand spezielldas Thema Vertrieb und Vertriebsorganisation im FP-Konzernerörtert. In dem vom Vorstand vorgestellten Konzept bildenMaßnahmen zum Ausbau des Händlernetzes, zur Steigerungder Vertriebsaktivitäten, die neue Ansprachestrategie zurGewinnung von Neu- und Wettbewerbskunden und diebessere Ausnutzung von Vertriebskapazitäten den Fokus.Finanz-, Ertrags- und VermögenslageAm 23. März 2012 hat der Vorstand mit Zustimmung desAufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaftunter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bareinlagendurch eine teilweise Ausnutzung des genehmigtenKapitals gemäß Ziffer 4 Abs. 3 der Satzung um 1.460.000Euro durch Ausgabe von 1.460.000 neuen, auf den Inhaberlautenden Stückaktien mit voller Dividendenberechtigungab 1. Januar 2012 mit einem anteiligen Betrag am Grundkapitalvon 1,00 Euro je Aktie zu erhöhen. Damit wurdedas Grundkapital der Gesellschaft von 14.700.000 Euro auf16.160.000 Euro erhöht. Die Ermächtigung gemäß § 4 Abs. 3der Satzung beruht auf einem Hauptversammlungsbeschlussvom 30. Juni 2011. Die neuen Aktien wurden unmittelbarnach Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen eines PrivatePlacements durch die 3R Investments Ltd., Zypern gezeichnet.Damit war die Kapitalerhöhung erfolgreich platziert.Die Kapitalerhöhung wurde durch die Hauck & AufhäuserPrivatbankiers KGaA begleitet. Der Ausgabebetrag betrug2,66 Euro je Aktie. Aus der Kapitalerhöhung floss der Gesellschaftein Bruttoemissionserlös in Höhe von 3.883.600 Eurozu. Die Lieferung der neuen Aktien fand am 28. März 2012statt. Die neuen Aktien wurden prospektfrei zum Handel imRegulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse sowiezum Teilbereich des Regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten(Prime Standard) an der FrankfurterWertpapierbörse zugelassen. Die Einbeziehung der Aktienin den Handel erfolgte zum 29. März 2012.Das Geschäftsjahr 2012 hatte den FP-Konzern in Bezugauf die Restrukturierung wie beschrieben vor große Herausforderungengestellt. Diese Herausforderungen konnteder FP-Konzern im zweiten Halbjahr 2012 meistern. Die Umsatz-und Ergebniseinbußen aus dem zweiten Quartal 2012konnten jedoch nicht so schnell kompensiert werden. Darüberhaben Aufsichtsrat und Vorstand insbesondere in derSitzung vom 31. Juli 2012 beraten. Vor diesem Hintergrundpasste der Vorstand seine Ergebnis-Prognose am 23. August2012 für das Gesamtjahr an. Der Vorstand korrigierte dieEBITDA-Prognose auf 19 bis 21 Mio. Euro statt des zuvorerwarteten EBITDA von mindestens 25 Mio. Euro, und dieEBIT-Prognose auf 8 bis 10 Mio. Euro anstelle eines EBIT vonmindestens 12 Mio. Euro.In jeder Sitzung hat der Vorstand dem Aufsichtsrat überdie Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage des FP-KonzernsBericht erstattet. Themen von besonderer Bedeutungwurden zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ausführlichbesprochen.13


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Insgesamt steigerte der FP-Konzern den Umsatz 2012 um3,9 Prozent auf 165,6 Mio. Euro nach 159,4 Mio. Euro imJahr zuvor. Die Restrukturierung der Produktion zeigte diegeplanten Einsparungen, sodass der FP-Konzern im Jahresverlauf2012 den Personalaufwand deutlich um 11,5 Prozentauf 53,3 Mio. Euro senken konnte (Vorjahr 60,2 Mio. Euro).Dagegen stieg der Materialaufwand im gleichen Zeitraumumsatzbedingt um 15,6 Prozent von 62,8 Mio. Euro auf72,7 Mio. Euro, wobei vor allem das wachstumsstarke, abermargenschwache Konsolidierungsgeschäft die Kostenbasiserhöhte. Dessen ungeachtet steigerte der FP-Konzern 2012das EBITDA-Ergebnis um 45,0 Prozent auf 19,0 Mio. Eurogegenüber 13,1 Mio. Euro im Jahr zuvor. Das Konzernergebnisverbesserte sich auf 4,0 Mio. Euro nach -4,6 Mio. Euro imJahr 2011.Der Aufsichtsrat ist gemeinsam mit dem Vorstand deransicht, dass der FP-Konzern auf dem richtigen Weg ist.Nach der Überwindung großer Herausforderungen im Jahr2012 kehrt der FP-Konzern wieder auf die Erfolgsspur zurück.Das geschaffene Fundament bildet die Grundlage für einenachhaltige Steigerung der Ertrags- und Finanzkraft desFP-Konzerns.In der Sitzung vom 6. Dezember 2012 haben Aufsichtsrat undVorstand ausführlich das jährlich vom Vorstand aufzustellendeBudget für die Folgejahre erörtert. Der Aufsichtsrathat das aufgestellte Budget genehmigt.Besetzung von Aufsichtsrat und VorstandAufsichtsratWährend der Vorbereitung der Hauptversammlung 2012 wardurch die Aktionärin LRI Invest S.A. ein Ergänzungsantraggemäß § 122 Abs. 2 AktG gestellt worden. Mit diesem Ergänzungsantragwurde die am 18. Mai 2012 im elektronischenBundesanzeiger veröffentliche Agenda zur ordentlichenHauptversammlung der Francotyp-Postalia Holding AGdurch folgende Tagesordnungspunkte ergänzt:TOP 5 Abberufung des AufsichtsratsmitgliedsProf. Dr. Michael HoffmannDie LRI Invest S.A. schlägt vor, folgenden Beschluss zu fassen:Das Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Michael Hoffmann wirdmit Wirkung zum Ende der Hauptversammlung abberufen.TOP 6 Wahl in den AufsichtsratInsoweit die Hauptversammlung gemäß Beschlussvorschlag5 das bisherige Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Hoffmannabberufen hat, schlägt die LRI Invest S.A. vor, folgendenBeschluss zu fassen: Herr Felix Hölzer, wohnhaftFrauenlobstr. 29, D-60323 Frankfurt am Main, Diplom-Kaufmann,derzeit tätig als geschäftsführender Gesellschafterdes Investmentunternehmens Novum Capital BeratungsgesellschaftmbH, Frankfurt am Main, wird in den Aufsichtsratgewählt. Die Wahl erfolgt mit Wirkung ab dem Ende derHauptversammlung, die über die Wahl beschließt, bis zumAblauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung desAufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 entscheidet. HerrHölzer ist derzeit kein Mitglied in gesetzlich zu bildendenAufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischenKontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.Die am 27. Juni 2012 durchgeführte Hauptversammlung hatdie Tagesordnungspunkte 5 und 6 angenommen.Am gleichen Tag erklärte das Aufsichtsratsmitglied christophWeise seinen Rücktritt zum 27. Juli 2012. Nach dem Ausscheidendes bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden hat derAufsichtsrat unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlungam 27. Juni 2012 eine konstituierende Aufsichtsratssitzungabgehalten, in der Herr Dr. Claus Gerckens zumVorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt worden ist.Mit Wirkung zum 28. Juli 2012 wurde Herr Robert Feldmeierauf Antrag des Vorstands als Aufsichtsratsmitglied gerichtlichbis zur ordentlichen Hauptversammlung 2013 bestellt.In der im Anschluss an die gerichtlichen Bestellung einberufenenaußerordentlichen Sitzung Aufsichtsratssitzung vom31. Juli 2012 wurde Herr Felix Hölzer zum stellvertretendenAufsichtsratsvorsitzenden gewählt.14


FP ― das Beste für Ihre KommunikationVorwort des Vorstands // Bericht des AufsichtsratsErklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht Investor RelationsDem Antrag auf gerichtliche Bestellung von Herrn RobertFeldmeier als Aufsichtsratsmitglied war ein ausführlichesAuswahlverfahren vorangegangen. Dabei waren nicht nurdie gesetzlichen Bestimmungen zu beachten, sondern auchdie durch den Corporate Governance Kodex gegebenenEmpfehlungen zu bedenken. Dies heißt im Einzelnen, dassdie Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt über die zur ordnungsgemäßenWahrnehmung der Aufgaben erforderlichenKenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.Des Weiteren ist darauf zu achten, dass dem Aufsichtsrateine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahlunabhängiger Mitglieder angehört sowie eine angemesseneBeteiligung von Frauen vorgesehen ist. Gegenwärtigist keine Frau im Aufsichtsrat der Gesellschaft vertreten.Der Aufsichtsrat sieht sich aber selbstverständlich denempfehlungen des Corporate Governance Kodex verpflichtetund hat im durchgeführten Auswahlverfahren fachlichgeeignete Kandidatinnen berücksichtigt.Herr Robert Feldmeier ist Diplom-Betriebswirt (FH). Er warvon 1984 bis 1995 in führenden Positionen bei der IBMDeutschland GmbH tätig, zuletzt als Vertriebschef der Personalcomputer Division. Von 1996 bis 2010 entwickelte Feldmeierdie damalige TA Triumph-Adler AG von einer breit diversifiziertenMittelstandsholding zum deutschen Marktführer imDocument Business, ab 2001 zunächst als Marketing- undVertriebsvorstand, ab 2005 dann als Chief Executive Officer(CEO) des Gesamtkonzerns. Er sicherte so den Fortbestand desTraditionsunternehmens. Das Wirtschaftsmagazin impulseund die BDO AG Wirtschaftsprüfungs gesellschaft würdigtenseine Verdienste bei der erfolgreichen Neupositionierungund werteorientierten Entwicklung des börsennotiertenUnternehmens 2007 mit der Auszeichnung „Turnarounderdes Jahres“. Herr Feldmeier verfügt über besondere Erfahrungund Expertise in den Bereichen Strategische Allianzen,Finanzierungsstrukturen, Export und Markenführung sowieim Vertrieb. Er verfügt über mehrere Beratermandate fürnamhafte börsennotierte Unternehmen.Vorstand und Aufsichtsrat waren einhellig der Überzeugung,dass Herr Robert Feldmeier die FP insbesondere in vertrieblichenThemen und durch seine Erfahrung aus 10 JahrenVorstandstätigkeit unterstützen kann.Mit Datum vom 19. Februar 2013 hat Herr Felix Hölzer alsAufsichtsratsmitglied und stellvertretender Vorsitzenderdes Aufsichtsrats sein Mandat mit Wirkung zum 31. März2013 niedergelegt. Für die Übergangsphase bis zur Wahlvon Aufsichtsratsmitgliedern der FP in der kommendenHauptversammlung am 27. Juni 2013 haben Vorstand undAufsichtsrat den Antrag auf Bestellung von Herrn KlausRöhrig als neuem Aufsichtsratsmitglied beim AmtsgerichtNeuruppin gestellt. Herr Klaus Röhrig hatte bereits im Januardieses Jahres, nachdem er die Schwelle von 10 Prozentüberschritten hatte, das Interesse bekundet, einen Sitz imAufsichtsrat und damit Verantwortung für die Gesellschaftübernehmen zu wollen. Vorstand und Aufsichtsrat begrüßendie Entscheidung von Herr Klaus Röhrig und freuen sich aufdie Zusammenarbeit.Keines der jetzigen Mitglieder des Aufsichtsrats war jemalsVorstand oder Geschäftsführer der Francotyp-PostaliaHolding AG oder einer ihrer Tochtergesellschaften.Gemäß Ziffer 5.5.2 des Corporate Governance Kodex habenMitglieder des Aufsichtsrats über mögliche Interessen konfliktezu berichten. Im vergangenen Geschäftsjahr hat ein Mitglieddes Aufsichtsrats Interessenkonflikte offengelegt.Arbeit in AusschüssenWegen der Unternehmensgröße der Francotyp-PostaliaHolding AG und der durch die Satzung auf drei bestimmtenAnzahl der Mitglieder des Aufsichtsrats wurde auf dieBildung von Ausschüssen oder Gremien verzichtet. Solangeder Aufsichtsrat lediglich aus drei Personen besteht, nimmtder Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit auch die Aufgabe einesPrüfungsausschusses (Audit Committee) wahr.Insofern prüft und überwacht der Aufsichtsrat den Rechnungslegungsprozessgenauso wie die Wirksamkeit desinternen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystemsund des internen Revisionssystems. Die Prüfung und Überwachungberuht auf den regelmäßigen Berichten von Seitendes Vorstands.15


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Jahres- und Konzernabschlussprüfungausführlich erörtertDer Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlussund Lagebericht sowie den Konzernabschlussund Konzernlagebericht zu prüfen. Gleiches gilt für denBericht und die Feststellungen des Abschlussprüfers bzw.des Konzern-Abschlussprüfers. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,Berlin, hat den Jahresabschluss undden Lagebericht der Francotyp-Postalia Holding AG zum 31.Dezember 2012 sowie den Konzernabschluss und den Konzernlageberichtzum 31. Dezember 2012 geprüft und jeweilsmit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.Gemäß § 315a HGB wurden der Konzernlagebericht und derKonzernabschluss auf der Grundlage der internationalenRechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt. Der Abschlussprüferhat die Prüfungen unter Beachtung der vom Institutfür Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätzeordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.Da der Aufsichtsrat keinen eigenen Prüfungsausschuss gebildethat, hat der gesamte Aufsichtsrat die Prüfung dergenannten Unterlagen vorgenommen. Diese sind zusammenmit den Prüfungsberichten der KPMG AG vom Vorstandrechtzeitig dem Aufsichtsrat zugesandt worden.In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 9. April 2013wurden in Gegenwart des Abschlussprüfers, der über diewesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen berichtete, derJahresabschluss 2012, der Konzernjahresabschluss 2012und die jeweiligen Lageberichte unter Einbeziehung derPrüfungsberichte umfassend behandelt. Der Aufsichtsratstimmt mit der vom Vorstand in seinen Berichten undJahresabschlüssen ausgeführten Darstellung der Situationdes Unternehmens und den Ergebnissen der Abschlussprüfungenüberein. Dementsprechend hatte der Aufsichtsratkeine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat dievom Vorstand aufgestellten Abschlüsse mit Beschluss vom9. April 2013 gebilligt. Damit sind diese gemäß § 172 AktGfestgestellt.Corporate GovernanceVorstand und Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärungzum Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) gemäߧ 161 AktG, die nunmehr entsprechend § 289a HGB Bestandteilder Erklärung zur Unternehmensführung ist, abgegebenund machen diese den Aktionären auf der Websiteder Francotyp-Postalia Holding AG dauerhaft zugänglich.Vorstand und Aufsichtsrat entsprechen in weiten Teilen denAnregungen und Empfehlungen des Kodex. Die Erklärungzur Unternehmensführung, die auch im Geschäftsbericht2012 zu finden ist, und die Entsprechenserklärung erläuternim Detail, wo Vorstand und Aufsichtsrat von denEmpfehlungen und Anregungen des Kodex abweichen.Erstmalig hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2009 eineEffizienzprüfung durchgeführt. Planmäßig sind jährlichkleinere durch die Gesellschaft selbst und alle drei Jahredurch einen externen Berater durchgeführte Effizienzprüfungenvorgesehen. Demnach wäre für das Jahr 2012 eineEffizienzprüfung durchzuführen gewesen. Bedingt durchden Wechsel im Aufsichtsrat wurde die jährliche Effizienzprüfungauf 2013 verschoben.Entsprechend den 2011 weltweit eingeführten Compliance-Richtlinien wird dem Aufsichtsrat regelmäßig zum ThemaCompliance im FP-Konzern berichtet. Hier ist es im Geschäftsjahr2012 zu keinen Vorkommnissen gekommen.16


FP ― das Beste für Ihre KommunikationVorwort des Vorstands // Bericht des AufsichtsratsErklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht Investor RelationsDanksagungDer FP-Konzern hat große Herausforderungen gemeistertund ist auf einem guten Weg. Die PostBase wurde in denHauptmärkten des FP-Konzerns, Deutschland und USA,erfolg reich eingeführt. Es folgten Ende 2012 Österreich undAnfang 2013 Großbritannien und Kanada. Mit einer kostengünstigenund flexiblen Fertigung kann jetzt schnell auf dieAnforderungen des Vertriebs reagiert werden. Die De-Mailfindet zunehmende Akzeptanz im Markt. Somit hat der FP-Konzern wichtige Weichen für die Zukunft und das profitableund nachhaltige Wachstum des Unternehmens gestellt.Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen AufsichtsrätenHerrn Prof. Dr. Michael Hoffmann und Herrn Christoph Weisefür ihre langjährige und konstruktive Zusammenarbeit zumWohle der Gesellschaft. Ferner dankt er den Vorständen,allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Betriebsratfür ihr Engagement. Ebensolcher Dank gilt denAktionären, die dem Unternehmen ihr Vertrauen entgegengebrachthaben.9. April 2013Der AufsichtsratFrancotyp-Postalia Holding AGDr. Claus GerckensAufsichtsräteDr. Claus GerckensJahrgang 1950Dr. rer. soc., Vorsitzender desaufsichtsrats vom 27. Juni 2012 bis9. April 2013. Seit 9. April 2013stellvertretender VorsitzenderRobert FeldmeierJahrgang 1957Diplom-Betriebswirt FH, Mitglied desAufsichtsrats seit 28. Juli 2012Klaus RöhrigJahrgang 1977Magister in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften,Vorsitzender des Aufsichtsratsseit 9. April 2013, Mitglieddes Aufsichtsrat seit 1. April 201317


FP ― das Beste für Ihre KommunikationBranche > FinanzwesenIm Versicherungsbereich brauchen wir beider Verarbeitung des täglich anfallendenSchriftverkehrs einen flexiblen und zuverlässigenPartner.Passende Kommunikationswege für VersicherungenOb Bank, Versicherung oder Finanzdienstleister: Jedes Unternehmen im Finanzwesennutzt schriftliche Dokumente. Der FP-Konzern bietet allen Beteiligten indem zunehmend regulierten Markt den richtigen Kommunikationsweg – vomneuen Frankiersystem PostBase über den hybriden Versand bis zur De-Mail.QR-Code einscannen undmehr über die FP-Lösungenfür das Finanzwesen erfahren:Mitarbeiter von Versicherungen versenden und erhalten täglich Post. Der FP-Konzernbietet für die gesamte Finanzbranche maßgeschneiderte und umfassende Lösungen.


In puncto Briefkommunikation gehen wirkein Risiko ein. Unsere Lösungen für denFinanzsektor sind sicher und effizient.Andreas ReinwaldtSystemberater / Account-Manager19


Anträge, Verträge, Kontoständeund Rechnungen: Versicherungenverschicken ebenso wie andereFinanzdienstleister täglich ZehntausendeSchriftstücke an ihreKunden. Der FP- Konzern bietetUnternehmen jeder Größenordnungdie passende Lösung für eineprofessionelle Briefkommunikation– sowohl für ausgehende alsauch die täglich eingehende Post.


FP ― das Beste für Ihre KommunikationBranche > FinanzwesenAuf Nummer sicher mit FPFür Versicherungen bietet der FP-Konzern diesichere und perfekte Kommunikation aus einer Hand.Das Leben ist voller Risiken – und entsprechend vielfältigist das Leistungsspektrum der Versicherer: Es reichtvon der Altersvorsorge bis zur Zahnzusatzversicherung.Für jeden Versicherungsvorgang benötigen die Unternehmenden richtigen Kommunikationsweg. Und hierbietet der FP-Konzern ein umfassendes Produkt- undLeistungsspektrum.Dank der langjährigen Erfahrung mit Kunden aus denBereichen Finanzen und insbesondere der Versicherungsbranchewissen die FP-Experten, wie wichtig eine effizienteund professionelle schriftliche Kommunikation istund welche Anforderungen insbesondere Versicherungenhaben. Nicht von ungefähr vertrauen viele Versicherungenauf das Branchen-Know-how des FP-Konzerns. Das Komplettangebotumfasst optimale Lösungen für die physischeund vollelektronische Kommunikation.Vollelektronischer Versand vonVertraulichen Dokumenten und DatenVersicherungen können Sozialdaten, Gutachten und Schadendokumentevollelektronisch verschicken. Die de-Mailermöglicht den vertraulichen und rechtsverbindlichenAus tausch elektronischer Dokumente über das Internet.Die FP-Tochtergesellschaft Mentana-Claimsoft ist akkreditierterDe-Mail-Anbieter und überzeugt immer mehrUnter nehmen von den Vorzügen der rechtsverbind lichen,elektronischen Briefkommunikation.Langzeitspeicherung von DokumentenVersicherungsunternehmen haben täglich nicht nurgroße Mengen an Ausgangspost, sondern erhalten auchviele Briefe ihrer Kunden. Die eingehende Post sowiedie laufende Kundenkommunikation können Versicherungsunternehmen digitalisieren und archivieren, undzwar so, dass sie immer gefunden und weiterverarbeitetwerden kann. Hier bietet der FP-Konzern Lösungenfür die Lang zeitspeicherung. Neben der Digitalisierunggehört eine sichere und übersichtliche Archivierung zumLeistungsspektrum.Dies gilt auch für Dokumente, die über einen längerenZeitraum aufbewahrt werden müssen. Zur Sicherungder Integrität und Authentizität der Dokumente müssendiese in Deutschland gemäß der Verordnung zur elektronischenSignatur (SigV) erneut signiert und mit einemqualifizierten Zeitstempel versehen werden. Da sich dieDaten bestände jedoch im Durchschnitt jährlich verdoppeln,ist eine erneute Signatur jedes einzelnen Dokumentsweder kostenmäßig tragbar noch technisch in adäquaterZeit zu realisieren. Daher hat der FP-Konzern eine Lösungentwickelt, die bereits während des Archivierungsprozessesalle Signaturdatenbestände konsolidiert.Versand von Anträgen und PolicenAnträge und Policen werden nach wie vor auch über denklassischen Weg versandt. Hier ermöglicht das FrankiersystemPostBase eine einfache und professionelle Frankierung.Die PostBase überzeugt mit ihrem neuartigenBedienkonzept über einen Touchscreen. Damit wird dasArbeiten noch einfacher und komfortabler. Das Frankierenmit Maschinen spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten.Beitragsrechnungen und InformationenFür Beitragsrechnungen und den Versand von Informationsmaterialist FP BusinessMail die perfekte Lösung. DasStichwort heißt Outsourcing. Denn die Versicherer könnenihre Ausgangspost an FP iab auslagern. Die FP-Tochtergesellschaftübernimmt das komplette Handling: von derDatenübernahme über den personalisierten Druck, dierevisionssichere Kuvertierung und Freimachung bis hin zurportooptimierten Übergabe an den gewünschten Zustelldienstleister.Die Kunden profitieren von Kosteneinsparungenund effizienter Postverarbeitung. Ganz gleich,ob die Unternehmen größere oder kleinere Mengen anBriefen versenden möchten.21


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Erklärung zur Unternehmensführung undcorporate-Governance-BerichtVorstand und Aufsichtsrat berichten jährlich im Corporate-Governance-Bericht über die Corporate Governance desunternehmens. Dieser ist ebenso wie die EntsprechenserklärungBestandteil der Erklärung zur Unternehmensführungder Gesellschaft gemäß § 289a Abs. 1 HGB.Mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex sollendie in Deutschland geltenden Regeln für Unternehmensleitungund -überwachung für nationale wie internationaleInvesto ren transparent gemacht werden. In seinenBestimmungen und Regeln geht der Kodex auf die BereicheAktionärsinteressen, Vorstand und Aufsichtsrat, Durchsichtigkeitder Unternehmensführung und die Aufgabendes Abschlussprüfers ein. Vorstand und Aufsichtsrat derFrancotyp-Postalia Holding AG sehen sich den Interessender Aktionäre und damit den Empfehlungen und Anregungendes Deutschen Corporate Governance Kodex („Kodex“)verpflichtet. Ebenso sorgen Vorstand und Aufsichtsrat imEinklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaftfür den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltigeWertschöpfung. Über mögliche Abweichungen von denEmpfehlungen des Kodex berichten Vorstand und Aufsichtsratsowohl in der Entsprechenserklärung als auch in denfolgenden ausführlichen Erläuterungen bezogen auf denKodex in seiner Fassung vom 15. Mai 2012.Entsprechenserklärung zum CorporateGovernance KodexGemäß § 161 Aktiengesetz erklären Vorstand und Aufsichtsratder Francotyp-Postalia Holding AG mit der Entsprechenserklärung,welchen Empfehlungen des vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischenBundesanzeigers bekannt gegebenen „Deutschen CorporateGovernance Kodex“ in der Fassung vom 15. Mai 2012entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungennicht angewendet wurden oder werden.2.3.1 Die Einberufung sowie die vom Gesetz für dieHauptversammlung verlangten Berichte und Unterlageneinschließlich des Geschäftsberichts sind fürdie Aktionäre leicht erreichbar auf der Internetseiteder Gesellschaft zusammen mit der Tagesordnungzugänglich. Die Satzung der Francotyp-Postaliaholding AG sieht nicht die Möglichkeit einer Briefwahlvor. Die Gesellschaft wird bei ihrer nächstenHauptversammlung von einer Briefwahl absehen.2.3.4 Die Gesellschaft wird aufgrund des hohen Verwaltungsaufwandsden Aktionären die Verfolgung derHauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien,z. B. Internet, nicht ermöglichen können.5.3.1 Solange der Aufsichtsrat nur aus drei Personen besteht,werden keine Ausschüsse gebildet, in denender Aufsichtsratsvorsitzende oder ein anderesMitglied des Aufsichtsrats einen weiteren Vorsitzinnehaben könnten, da die Besetzung der Gremiengleich der Besetzung des Aufsichtsrats wäre.5.3.2 Solange der Aufsichtsrat lediglich aus drei Personenbesteht, nimmt der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheitdie Aufgaben eines Prüfungsausschusses (AuditCommittee) wahr.5.3.3 Für die Bildung eines Nominierungsausschusses geltendie gleichen Bedingungen wie für die übrigenAusschüsse.5.6 Der Aufsichtsrat überprüft in einem dreijährigen Turnusdie Effizienz seiner Tätigkeit unter Zuhilfenahmeeines externen Beraters. Jährlich wird die effizienzmit internen Mitteln überprüft. Turnusmäßig hätteim Frühjahr des abgelaufenen Geschäftsjahrs 2012eine Effizienzprüfung erneut erfolgen müssen. Aufgrundder Neubesetzung des Aufsichtsrats wurde dieEffizienzprüfung um ein Jahr verschoben. Somiterfolgt die nächste interne Effizienzprüfung 2013.22


FP ― das Beste für Ihre KommunikationVorwort des Vorstands Bericht des Aufsichtsrats// Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht Investor Relations7.1.2 Der Konzernabschluss wird aufgrund des umfangreichenKonsolidierungsaufwandes innerhalb vonvier Monaten nach Geschäftsjahresende erstellt. DieQuartalsberichte und der Halbjahresbericht werdenebenfalls aufgrund des hohen Konsolidierungsaufwandesentsprechend der Börsenordnung und desTransparenzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes spätestensinnerhalb von zwei Monaten nach Ende desBerichtszeitraums veröffentlicht.Birkenwerder, 9. April 2013Für den AufsichtsratDr. Claus GerckensVorsitzender des AufsichtsratsFür den VorstandHans Szymanskiandreas Drechsler23


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Grundsätzliche Informationen über denAufbau der Unternehmensführung unddie zugrunde liegenden RegelnDie Francotyp-Postalia Holding AG hat ihren Sitz in Birkenwerderund untersteht damit als deutsche Gesellschaft demdeutschen Aktienrecht. Sie verfügt über die Organe Vorstand,Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Die Unternehmensführungbasiert auf einer engen und vertrauensvollenZusammenarbeit aller Organe sowie einem regen und stetigenInformationsfluss zwischen ihnen. Insbesondere aufder Hauptversammlung können die Aktionäre Fragen an dieUnternehmensleitung stellen und ihr Stimmrecht ausüben.Verantwortung zu übernehmen, gehört zum Selbstverständnisdes FP-Konzerns. Das Unternehmen übernimmt Verantwortungfür Produkte und Prozesse, Mitarbeiter, Kundenund Partner genauso wie für Umwelt und Gesellschaft.Dabei pflegt das Unternehmen einen offenen Umgang undbefindet sich in einem kontinuierlichen Dialog mit seinenStakeholdern.Für deutsche Aktiengesellschaften ist ein duales Führungssystem,zusammengesetzt aus Vorstand und Aufsichtsrat,gesetzlich vorgeschrieben. Satzungsgemäß besteht der Aufsichtsratder Francotyp-Postalia Holding AG aus drei von derHauptversammlung zu wählenden Mitgliedern. Aus der Mittedes Aufsichtsrats werden der Vorsitzende und ein stellvertretenderVorsitzender gewählt. In der Geschäftsordnungdes Aufsichtsrats, die sich das Gremium selbst gegeben hat,wird dessen Arbeitsweise geregelt.Satzungsgemäß finden kalenderjährlich vier Sitzungen desAufsichtsrats der Francotyp-Postalia Holding AG statt, wobeizwei Sitzungen kalenderhalbjährlich stattzufinden haben.Außerordentliche Sitzungen werden vom Aufsichtsratsvorsitzendennach Bedarf und pflichtgemäßem Ermesseneinberufen.Der Aufsichtsrat kann entsprechend der Satzung eine odermehrere Personen zum Vorstand der Gesellschaft berufen.Zurzeit setzt sich der Vorstand der Francotyp-Postaliaholding AG aus zwei Vorständen zusammen. Der Vorstandleitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfungin eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse,also unter Berücksichtigung der Belangeder Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen demUnternehmen verbundenen Gruppen. Gemäß der vom Aufsichtsraterlassenen Geschäftsordnung führt der Vorstanddie Geschäfte der Gesellschaft nach einheitlichen Plänenund Richtlinien, dabei trägt der Vorstand gemeinsam dieVerantwortung für die gesamte Geschäftsführung der Gesellschaft.Im Rahmen der Gesamtverantwortung für dieGeschäftsführung haben die beiden Vorstände in ihremjeweils zugewiesenen Aufgabenbereich kollegial und vertrauensvollzum Wohle des Unternehmens zusammenzuarbeiten.Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung desUnternehmens und stimmt diese mit dem Aufsichtsratab. Neben der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungenund der unternehmensinternen Richtlinien auch in denKonzernunternehmen sorgt der Vorstand ebenso für einangemessenes Risikomanagement und -controlling imUnternehmen. Näheres beschreibt der Risiko- und Chancenberichtim Konzernlagebericht. Sitzungen des Vorstandsfinden in regelmäßigen Abständen, nach Möglichkeit zweiwöchentlich,statt.Ausschüsse des AufsichtsratsWegen der Größe des Unternehmens und der durch dieSatzung bestimmten Anzahl der Mitglieder des Aufsichtsratswird in der Regel auf die Bildung von Ausschüssenoder Gremien verzichtet. Aus diesem Grund beschließt undüberprüft der Aufsichtsrat als Ganzes Fragen zum Themades Vergütungssystems für den Vorstand einschließlich derwesentlichen Vertragselemente. Ebenso nimmt der Aufsichtsratin seiner Gesamtheit die Aufgabe eines Prüfungsausschusses(Audit Committee) wahr. Damit übernimmtder Vorsitzende des Aufsichtsrats zugleich die Aufgabendes Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Ein Mitglieddes Aufsichtsrats verfügt über die geforderten besonderenKenntnisse im Bereich der Rechnungslegung.Zusammenwirken von Vorstand undaufsichtsratDie nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ist dasgemeinsame Ziel der engen Zusammenarbeit von Vorstandund Aufsichtsrat. In regelmäßigen Abständen erörternVorstand und Aufsichtsrat den Stand der abgestimmten24


FP ― das Beste für Ihre KommunikationVorwort des Vorstands Bericht des Aufsichtsrats// Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht Investor Relationsstrategischen Ausrichtung des Unternehmens. Über alle fürdas Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung,der Risikolage, des Risikomanagements,der internen Rechnungslegung und der Compliance informiertder Vorstand den Aufsichtsrat ebenfalls regel mäßig.Der Vorstand berichtet über eventuelle Abweichungen desGeschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielenund begründet diese. Die Art und Weise, wie der Vorstandinformieren und berichten muss, hat der Aufsichtsrat in derGeschäftsordnung für den Vorstand festgelegt. Für Entscheidungenoder Maßnahmen, die die Ertrags-, Finanz- undVermögenslage des Unternehmens grundlegend verändern,und über Geschäfte von wesentlicher Bedeutung sind in derGeschäftsordnung des Vorstands Zustimmungsvorbehaltezugunsten des Aufsichtsrats bestimmt.Die Francotyp-Postalia Holding AG hat gemäß den Bestimmungendes Deutschen Corporate Governance Kodex für dieMitglieder des Aufsichtsrats wie auch des Vorstands eineD & O-Versicherung abgeschlossen, die einen Selbstbehaltvon 10 % des Schadens enthält.Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDie Francotyp-Postalia Holding AG entspricht den Empfehlungendes Kodex, die Vergütungen für den Vorstand undden Aufsichtsrat individualisiert offenzulegen. Die Grundzügeder Vergütungssysteme und die Vergütung sind imVergütungsbericht, der Teil des Konzernabschlusses und desEinzelabschlusses ist, dargestellt.InteressenkonflikteVorstand und Aufsichtsrat sind dem unternehmensinteresseverpflichtet und dürfen bei ihren Entscheidungen undim Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönlicheInteres sen verfolgen noch anderen Personen Vorteile gewährenoder Geschäftschancen, die dem Unternehmenzustehen, für sich nutzen. Jedes Vorstandsmitglied legtInteressenkonflikte dem Aufsichtsrat offen und informiertdie übrigen Mitglieder des Vorstands. Ebenso legt jedesAufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte dem Aufsichtsratgegenüber offen. Über aufgetretene Interessenkonflikte undderen Behandlung informiert der Aufsichtsrat in seinemBericht an die Hauptversammlung.DiversityDer Aufsichtsrat hat im Hinblick auf seine künftige Zusammensetzungdie vom Corporate Governance Kodex empfohleneZusammensetzung des Aufsichtsrats aus männlichen undweiblichen Mitgliedern zu bedenken. Gegenwärtig befindetsich noch keine Frau im Aufsichtsrat der Gesellschaft. Beiinsgesamt drei Aufsichtsratsmitgliedern wird mindestensein weiblicher Aufsichtsrat als angemessen angesehen. Beider für die Hauptversammlung 2013 vorgesehenen Wahldes Aufsichtsrats wird vorerst keine Kandidatin zur Wahldurch den Aufsichtsrat gestellt. Bei Wahlvorschlägen an dieHauptversammlung berücksichtigt der Aufsichtsrat selbstverständlichdas Thema Diversity. Maßgebliche Leitlinie fürden Wahlvorschlag bleibt dabei das Unternehmensinteresse,sodass der Aufsichtsrat die am besten geeigneten Kandidatinnenbzw. Kandidaten vorschlagen wird. Das ThemaDiversity wird der Aufsichtsrat bei der Suche nach fachlichgeeigneten Kandidaten für neu zu besetzende Vorstandspositionenebenfalls berücksichtigen.Weiterhin soll mindestens ein Aufsichtsratsmitglied dasKriterium der Internationalität erfüllen. Bereits heute verfügtmindestens ein Mitglied über die geforderten Eigenschaften.Aktionäre und HauptversammlungDer Vorstand beruft mindestens einmal im Jahr die Hauptversammlungein. Die Aktionäre nehmen auf der Hauptversammlungden festgestellten Konzern- bzw. Jahresabschlussund die entsprechenden Lageberichte entgegen, beschließengegebenenfalls über die Verwendung des Bilanzgewinnsund über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats unddes Vorstands. Ebenfalls wählen die Teilnehmer der ordentlichenHauptversammlung in jedem Geschäftsjahr neu denAbschlussprüfer.In der Hauptversammlung nehmen die Aktionäre derFranco typ-Postalia Holding AG ihre Mitverwaltungs- undKontrollrechte wahr. Sie haben die Möglichkeit, ihre Stimmrechteselbst auszuüben oder es durch einen Bevollmächtigtenihrer Wahl – auch durch eine Vereinigung von Aktionären– ausüben zu lassen. Zudem wird den Aktionären die persönlicheWahrnehmung ihrer Rechte erleichtert, indem dieGesellschaft einen Stimmrechtsvertreter zur Verfügung stellt,der auch während der Hauptversammlung zu er reichen ist.25


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Die Gesellschaft veröffentlicht die für die Hauptversammlungverlangten Unterlagen zusammen mit der Tagesordnungfür die Aktionäre leicht zugänglich auf der Internetseite.darüber hinaus wird allen in- und ausländischen Finanzdienstleistern,Aktionären und Aktionärsvereinigungenangeboten, ihnen die Einberufung der Hauptversammlungmitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischemWege zu übermitteln, sofern der Francotyp-Postalia die Zustimmungdazu vorliegt. Selbstverständlich liegt es im Interesseder Gesellschaft und auch im Interesse der Aktionäre,die Hauptversammlung zügig abzuwickeln. Satzungsgemäßsteht dem Versammlungsleiter entsprechend die Möglichkeitzur Verfügung, das Frage- und Rederecht der Aktionärezeitlich angemessen zu beschränken. Bedingt durch einenhohen organisatorischen Aufwand ist eine komplette Internet-Übertragungder Hauptversammlung weiterhin nichtvorgesehen.TransparenzCorporate Governance bedeutet für die Francotyp-PostaliaHolding AG eine verantwortungsbewusste und transparenteFührung und Kontrolle des Unternehmens. Dazu gehörtinsbesondere die Gleichbehandlung der Aktionäre bei derWeitergabe von Informationen. Allen Aktionären, Finanzanalystenund vergleichbaren Adressaten werden sämtlicheneuen Tatsachen unverzüglich zur Verfügung gestellt. Diesbeinhaltet sowohl die Verbreitung der Informationen inDeutsch und in Englisch auf der Internetseite der Francotyp-Postalia Holding AG als auch die Nutzung von Systemen, dieeine gleichzeitige Veröffentlichung von Informationen imIn- und Ausland gewährleisten. Wesentliche wiederkehrendeVeröffentlichungen und Termine werden im Finanzkalendermit ausreichendem Zeitvorlauf publiziert.Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben informiert dieFrancotyp-Postalia Holding AG auf ihrer Internetseite, wennMitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie ihnennahe stehende Personen FP-Aktien oder sich darauf beziehendeDerivate erworben oder veräußert haben. Laut§ 15a des Wertpapierhandelsgesetzes sind diese Personenverpflichtet, Transaktionen offenzulegen, wenn der Wert imKalenderjahr 5.000 € erreicht oder überschreitet.RechnungslegungAnteilseigner und Dritte werden vor allem durch denKonzern abschluss und – während des Geschäftsjahres –zusätzlich durch die Quartalsberichte und den Halbjahresberichtinformiert. Abweichend von der Empfehlung desKodex wird der Konzernabschluss der Francotyp-PostaliaHolding AG aufgrund des umfangreichen Konsolidierungsaufwandesinnerhalb von vier Monaten nach Geschäftsjahresendeerstellt. Die Quartalsberichte und der Halbjahresberichtwerden ebenfalls aufgrund des hohenKonsolidierungs aufwandes entsprechend der Börsenordnungund des Transparenzrichtlinien-Umsetzungsgesetzesspätestens innerhalb von zwei Monaten nach Ende desBerichtszeitraums veröffentlicht.Der Konzernabschluss und die Zwischenberichte werdennach den International Financial Reporting Standards (IFRS)aufgestellt. Der gesetzlich vorgeschriebene und für die Besteuerungund Dividendenauszahlung maßgebliche Einzelabschlusswird nach den Vorschriften des HGB erstellt.Ein internes Kontrollsystem und einheitliche Bilanzierungsgrundsätzestellen sicher, dass ein angemessenesBild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie derZahlungsströme aller Konzerngesellschaften wiedergegebenwird. Darüber hinaus stellt der Vorstand ein angemessenesRisiko management- und Kontrollsystem im Unternehmensicher. Zeitnah und regelmäßig unterrichtet er den Aufsichtsratüber bestehende Risiken und ihre Entwicklung.Der Aufsichtsrat berät über das Risikomanagement und istvor dem Hintergrund des § 107 Abs. 3 AktG in der Fassung desBilanzrechtsmodernisierungsgesetzes BilMoG explizit mit derÜberwachung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems,der internen Kontrollsysteme und Revisionssysteme,des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung,insbesondere deren Unabhängigkeit, befasst.Eine Aufstellung der Beziehung zu Aktionären, die im Sinnedes IAS 24 als nahe stehende Personen zu qualifizieren sind,veröffentlicht die Gesellschaft innerhalb ihres Konzernabschlusses.26


FP ― das Beste für Ihre KommunikationVorwort des Vorstands Bericht des Aufsichtsrats// Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht Investor RelationsAbschlussprüfungDer Aufsichtsrat hat, dem Beschluss der Hauptversammlung2012 folgend, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,Berlin, mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses2012 beauftragt. Mit dem Abschlussprüfer wurde gemäß denEmpfehlungen des Kodex vereinbart, dass er den Aufsichtsratsvorsitzendenunverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründeunterrichtet, die während der Prüfungauftreten, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden.Zudem berichtet der Abschlussprüfer sofort über alle fürdie Aufgabe des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungenund Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfungergeben. Falls der Abschlussprüfer Tatsachenfeststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsratabgegebenen Compliance zum Kodex nach § 161AktG ergeben, wird er den Aufsichtsrat informieren bzw.dies im Prüfungsbericht vermerken.Compliance2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen,die bestehenden Compliance-Regelungen zu aktualisierenund zusätzlich neue, für alle Gesellschaften desFP-Konzerns geltende verbindliche Regelungen einzuführen.Entsprechende Maßnahmen wurden 2011 umgesetzt.Nach erfolgreicher Einführung der weltweit geltendenCompliance-Richtlinien hat der Vorstand einen neuenCompliance-Officer benannt. Der Aufsichtsrat überwachtdie Compliance-Aktivitäten des Vorstands und beschäftigtsich intensiv mit dem Compliance-Regelwerk.Die Unternehmenskultur des FP-Konzerns ist geprägt vonVertrauen und gegenseitigem Respekt sowie dem Willenzur strikten Einhaltung von Gesetzen und internen Regelungen.Dennoch sind Rechtsverstöße durch individuellesFehlverhalten nie ganz auszuschließen. Das Unternehmensetzt alles daran, dieses Risiko so weit wie möglich zu minimierenund Fehlverhalten aufzudecken und konsequentzu verfolgen. Von zentraler Bedeutung ist die Beachtungrechtlicher und ethischer Regeln und Grundsätze. Festgeschriebensind sie, wie auch der verantwortungsbewussteUmgang mit Insiderinformationen, in der Compliance-Richtlinie. Allen Mitarbeitern dient sie zur Orientierung fürein integres Verhalten im Geschäftsverkehr.27


FP ― das Beste für Ihre KommunikationBranche > GesundheitswesenFür uns Ärzte gehört die tägliche Papier arbeitzu den ungeliebten Pflichten. Wie gut, dasswir uns dabei auf einen starken Partner verlassenkönnen.Vertrauensvolle Briefkommunikation für Arzt und PatientÄrzte wissen, wie wichtig Vertrauen ist. Patienten verlassen sich auf ihren Arzt –sowohl bei der Diagnose als auch beim Umgang mit medizinischen Daten. Daherist eine sichere und vertrauensvolle Briefkommunikation ein absolutes Muss.Der FP-Konzern kennt die Anforderungen an die vertrauliche schriftliche Briefkommunikationund bietet ein entsprechendes Leistungsspektrum.QR-Code einscannen undmehr über die FP-Lösungen fürdas Gesundheitswesen erfahren:Jede Behandlung und jede Überweisung bedingt schriftliche Korrespondenz. Der FP-Konzern bietetspeziell auf die Anforderungen des Gesundheitswesens abgestimmte Produktpakete.


Wir haben das richtige Rezept.Weltweit gehören Ärzte zu unseren Kunden.Antje GellertSystemberaterin / Account-Managerin


Der FP-Konzern sorgt für dieoptimale Versorgung rund um dieBriefkommunikation für Arztpraxenebenso wie für Apotheken oderKrankenkassen. Manche habenihre Prozesse schon voll digitalisiert,manche leben noch in derhybriden Welt zwischen analogerund digitaler Kommunikation.In beiden Welten bietet der FP-Konzern optimale Lösungen.


FP ― das Beste für Ihre KommunikationBranche > GesundheitswesenDie richtige Behandlung für die PostDas Gesundheitswesen hat unterschiedlicheBedürfnisse in puncto Briefkommunikation. DerFP-Konzern bietet Rezepte für jede Anforderung.Im Gesundheitswesen finden sich ambulante undstationäre Leistungserbringer. So differenziert wie dieBranche ist auch die schriftliche Kommunikation. DerFP-Konzern bietet Produkte und Dienstleistungen fürniedergelassene Ärzte, Zahnärzte oder Kranken häuser.Arzneimittelversorger und der große Bereich der HeilundHilfsmittel, der Pflegeeinrichtungen oder der alternativenMedizin dürfen auch nicht vergessen werden.FP bietet allen Beteiligten im Gesundheitswesen dasrichtige Rezept für die Briefkommunikation – physischund vollelektronisch.VerschlüsselungstechnologieJe mehr sensible, personenbezogene Daten online überbreitbandige Leitungen versandt werden, desto höher sinddie Anforderungen an die Datensicherheit: Eine digitaleVerschlüsselung sichert die Lesbarkeit der ausgetauschtenDaten für den vorher bestimmten Empfänger und schließtEinblicke Unbefugter aus. Gerade in der Medizin ist derEinsatz von Verschlüsselungstechnologien unverzichtbar.Mit der FP-Technologie können medizinische Daten sicherund datenschutzkonform an andere Ärzte, Krankenkassenoder sonstige Einrichtungen versandt werden.Der sogenannte Office-Cryptor ist die Standardsoftwarefür die Verschlüsselung sensibler Abrechnungs- undPatientendaten in einem Verbund. Der Office-Cryptorwird automatisch in das Windows-Explorer-Kontextmenüintegriert und lässt sich dort nutzen. Außerdemkann er in MS-Outlook zur Verschlüsselung der Mailanhängegenutzt werden.Postorganisationen einen Rabatt bei der Freimachungdurch Frankiermaschinen gewähren. Kuvertiermaschinenfalzen die Dokumente, stecken diese in Kuverts und verschließenden Brief. Solche Maschinen für die Postbearbeitungsparen Zeit und Geld. Das FP-Produktangebotumfasst Maschinen für das kleine bis mittlere Postaufkommen.Das neue Frankiersystem des FP-Konzernsheißt PostBase, ein nicht nur technologisch führendesFrankiersystem, sondern zugleich ein Terminal für alleMöglich keiten der Postbearbeitung.Vertrauliche Dokumente und NachrichtenAuch im Gesundheitswesen wird die De-Mail in Zukunftan Bedeutung gewinnen. Mit der De-Mail können Ärzteund Krankenhäuser vertraulich, rechtsverbindlich undsicher vollelektronisch Dokumente verschicken, z. B.Röntgenbilder oder ärztliche Befunde.Seit der Akkreditierung als erster De-Mail-Provider aufder CeBIT 2012 konnte der FP-Konzern bereits viele Unternehmenvon den Vorzügen der rechtsverbindlichenelektro nischen Briefkommunikation überzeugen. In dennächsten Jahren werden auch immer mehr Ärzte undKrankenkassen den Dienst in Anspruch nehmen. In einerstark vernetzten digitalen Gesellschaft kann sich diede-Mail zum neuen Standardbrief mit erheblichen ZeitundKostenvorteilen entwickeln.Patientenbriefe und weitere PostViele Ärzte versenden nach wie vor Briefe und andereschriftliche Dokumente an Krankenkassen und Einrichtungendes Gesundheitswesens. Hier sind FrankierundKuvertiersysteme gefragt. Frankiermaschinen übernehmendas Wiegen und Frankieren der täglichen Post.Sie laden das Porto elektronisch auf und frankierendie jeweiligen Briefe automatisch. In einigen Ländernspart der Kunde zusätzlich Porto, da die nationalen31


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012AktieKurserholung an den Märkten2012 war ein gutes Börsenjahr: Der deutsche Leitindex DAXgewann im Jahresverlauf 29 % hinzu, der US-LeitindexDow Jones legte um 9 % zu. Nach einem guten Start vermochtenlediglich im zweiten Quartal 2012 die schwelendeEurokrise sowie die nachlassende Konjunktur in vielenIndustrie staaten die Stimmung an den Märkten zu trüben.Fortschritte beim Europäischen Stabilitätsmechanismus sowiedie Bekundungen der Europäischen Zentralbank, ihreNiedrigzinspolitik fortzusetzen, beruhigten die Situation. Zurpositiven Entwicklung im zweiten Halbjahr 2012 trugen auchSignale bei, dass sich die Konjunktur in wichtigen Märktenbesser als ursprünglich erwartet entwickeln könnte.FP-Aktie gewinnt 19 Prozent hinzuDer Kurs der FP-Aktie entwickelte sich 2012 ebenfalls positiv.Er startete bei einem Jahrestiefststand von 2,09 Euro in dasBörsenjahr 2012 und stieg bis Ende März auf ein Jahreshochvon 3,04 Euro. Ähnlich dem Gesamtmarkt musste die FP-Aktieangesichts der Verschärfung der Eurokrise danach im zweitenQuartal 2012 einen deutlichen Rückschlag hinnehmen.Im zweiten Halbjahr konnte sich die Aktie zunächst wiederpositiv entwickeln, ehe Ende August aufgrund der angepasstenErwartungen für das Gesamtjahr eine starke Korrekturerfolgte. Kurze Zeit später fassten die Anleger aber wiederVertrauen; innerhalb eines Monats konnte die Aktie deutlichzulegen. Ende 2012 notierte die Aktie bei 2,48 Euro.Performance der Francotyp-Postalia-Aktie (2.1.2012 – 28.12.2012)Verlauf in Euro, Volumen in Stück44,033,022,011,000Jan. 2012 Feb. März April Mai Juni Juli August Sept. Okt. Nov. Dez. 2012800.000700.000600.000500.000400.000300.000200.000100.0000Jan. 2012 Feb. März April Mai Juni Juli August Sept. Okt. Nov. Dez. 2012800000700000600000500000400000300000200000100000 320


FP ― das Beste für Ihre KommunikationVorwort des Vorstands Bericht des AufsichtsratsErklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht // Investor RelationsInsgesamt stieg der Kurs der FP-Aktie im Jahr 2012 um 18,7 %.Der deutsche Nebenwerte-Index SDAX legte im gleichenZeitraum um 18,9 % zu. Mit ihrem Kursplus konnte sich dieFP-Aktie von ihren börsennotierten Wettbewerbern abheben:Die Aktie der französischen Neopost verlor 2012 rund25 % und die US-amerikanische Pitney Bowes sogar 44 %.Im Vergleich zum Vorjahr vergrößerte sich das Handelsvolumender FP-Aktie um rund 6.000 Aktien pro Tag.Durchschnittlich wechselten 2012 auf Xetra pro Handelstagrund 42.000 Aktien den Besitzer. In der Spitze wurden rund278.000 FP-Aktien an einem Tag gehandelt.Breite AktionärsbasisDas höhere Handelsvolumen zeigt das wachsende Interessevon Investoren an der FP-Aktie. Zum 31. Dezember 2012befanden sich 82,4 % der insgesamt 16,16 Millionen Aktienim Streubesitz; 10,3 % der Aktien hielt 3R Investments und5,0 % Eric Spoerndli, ein in der Schweiz ansässiger Privatinvestor.2,3 % der FP-Aktien befanden sich im Besitz desUnternehmens selbst. Diese 370.444 FP-Aktien sind gemäßdem Hauptversammlungsbeschluss vom 30. Juni 2011 zurAusübung der an Führungskräfte ausgegebenen Aktienoptionenzu verwenden.hatte zuvor mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen,das Grundkapital der Gesellschaft um 1,46 Mio. Eurozu erhöhen. Hierzu gab das Unternehmen 1.460.000 neue,auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligenBetrag am Grundkapital von 1 Euro je Aktie aus. Von diesemZeitpunkt an hielt 3R Investments 9,0 % aller ausgegebenenFP-Aktien, bevor sie ihren Anteilsbesitz kurz vor Jahresendenoch einmal auf 10,3 % aufstockte. Am 18. Januar 2013 teiltedie Gesellschaft der FP mit, dass ihr Erwerb von Stimmrechtenzum Zwecke eines längerfristigen Investments erfolgeund der Umsetzung strategischer Ziele diene. Sie erklärtedarüber hinaus, dass sie innerhalb der nächsten zwölf Monatebei geeigneten Marktkonditionen weitere Stimmrechtean der Francotyp-Postalia Holding AG durch Erwerb oder aufsonstige Weise erlangen wolle.Aktionärsstruktur (Stand Dezember 2012)in ProzentAus dem Streubesitz lagen zum 31. Dezember 2012 Mitteilungenfolgender Investoren vor:• LRI Invest S.A., Munsbach, Luxemburg (8,7 %)• Amiral Gestion, Paris (9,0 %)• Internationale Kapitalanlagesellschaft mbH, Deutschland(3,3 %)• Argos Funds SICAV, Luxemburg (3,1 %)• Alceda Fund Management SA, Luxemburg (3,1 %)• Rudolf Heil, Deutschland (3,0 %)2,35,010,3StreubesitzEric Spoerndli, Schweiz3R Investments Ltd.Eigene Aktien82,4Nach Ende des Geschäftsjahres meldeten Amiral Gestionund LRI Invest das Unterschreiten der 5-Prozent-Schwelle.Amiral Gestion hielt laut Meldung vom 28. März 2013 noch2,7 % der FP-Aktien. LRI hält 2,5 %. Im Gegenzug erklärtedie Hansainvest GmbH, Hamburg, am 6. Februar 2013, dasssie an diesem Tag 3,4 % der FP-Aktien besaß.Der zurzeit größte Anteilseigner des FP-Konzerns ist3R Investments. Die Fondsgesellschaft hat am 23. März 2013im Rahmen eines Private Placements eine Kapitalerhöhungdes Unternehmens vollständig gezeichnet. Der FP-VorstandVerstärkter Dialog mit InvestorenDie Unternehmensstrategie des FP-Konzerns ist auf einelangfristige Wertsteigerung ausgerichtet. Deshalb ist einekontinuierliche, offene und transparente Kommunikationmit allen Kapitalmarktteilnehmern sehr wichtig. Vorstandund Investor-Relations-Team nutzen Einzelgespräche,Inves torenkonferenzen und Roadshows, um das Geschäftsmodelldes Unternehmens zu erläutern und die Potenzialedes Konzerns aufzuzeigen. Regelmäßig veröffentlichen mitHauck & Aufhäuser und Warburg Research zwei deutsche33


Installierte PostBase Systeme inDeutschland 20122.6008.000Installierte PostBase Systeme inden USA 2012Die PostBase überzeugt FP-Kunden nicht nur durch eineinnovative Technologie. Sie überzeugt auch durch ihrneues, preisgekröntes Design. Mittlerweile wurde die Post-Base nicht nur in den USA und Deutschland eingeführt,sondern auch in Österreich, Großbritannien und Kanada.2013 werden weitere Länder folgen.KonzernlageberichtKonzernabschluss35


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Konzernlageberichtfür das Geschäftsjahr 201237 Geschäft und Rahmenbedingungen37 Geschäftstätigkeit43 Unternehmenssteuerung und Strategie47 Forschung und Entwicklung49 Rahmenbedingungen50 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage50 Ertragslage54 Geschäftsverlauf nach Segmenten56 Finanzlage59 Vermögenslage und Vermögensstrukturanalyse60 Vergleich des tatsächlichen mit demprognostizierten Geschäftsverlauf61 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf62 Nachtragsbericht70 Prognosebericht70 Ausrichtung des Konzerns in den folgendenzwei Geschäftsjahren70 Künftige Entwicklung der Segmente71 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen undKonzernentwicklung in den folgenden zweiGeschäftsjahren72 Gesamtaussage zur künftigen Geschäftsentwicklung73 Sonstige Angaben73 Erläuternder Bericht des Vorstands gemäߧ 315 Abs. 4 HGB79 Vergütungsbericht gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4Satz 1 HGB62 Risiko- und Chancenbericht62 Risiko- und Chancenmanagementsystem62 Marktbezogene Risiken64 Unternehmensstrategische Risiken64 Leistungswirtschaftliche Risiken65 Finanzrisiken67 Sonstige Risiken68 Gesamtaussage zur Risikosituationdes Konzerns68 Internes Kontroll- und Risikomanagement systembezogen auf den Rechnungs legungsprozess36


Konzernlagebericht// Geschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige AngabenGeschäft und RahmenbedingungenGeschäftstätigkeitDie Francotyp-Postalia Holding AG (FP-Konzern oder dasUnternehmen) mit Hauptsitz in Birkenwerder bei Berlinist ein Komplettdienstleister für die Briefkommunikation.angesichts der sich wandelnden Postmärkte hat sich dasUnternehmen von einem Hersteller von Frankiermaschinenzu einem Multi-Channel-Anbieter entwickelt. Der FP-Konzernkann damit alle Versandkanäle rund um den Brief bedienen– vom Frankieren und Kuvertieren eines physischenBriefs über die Konsolidierung bis hin zur Hybrid-Mail unddem vollelektronischen Versand über De-Mail. Zielgruppesind Unternehmenskunden jeder Größenordnung, die beiFrancotyp-Postalia sämtliche Produkte sowie Dienstleistungenfür eine einfache und kostengünstige Briefkommunikationfinden.Seine Geschäftstätigkeit unterteilt das Unternehmen in dreiProduktbereiche: Frankieren und Kuvertieren, Mail Servicessowie Softwarelösungen.ProduktbereicheProduktbereich Frankieren und KuvertierenIn seinem Produktbereich Frankieren und Kuvertierenkonzentriert sich der FP-Konzern auf die Entwicklung, dieFertigung, den Vertrieb sowie die Vermietung von FrankierundKuvertiermaschinen.Mit Frankiermaschinen können Kunden ihre Post in kurzerZeit automatisiert frankieren. Die Effizienz der Verarbeitungder Ausgangspost steigt erheblich, da das jeweilige Portoelektronisch in die Maschine geladen wird und die Frankierungmit dem jeweils richtigen Wert erfolgt. In einigenLändern spart der Kunde zusätzlich Porto, da die nationalenPostorganisationen einen Rabatt bei der Freimachung durchFrankiermaschinen gewähren. Alle Frankiermaschinen sindvon den nationalen, gesetzlich autorisierten, öffentlichenoder privaten Postgesellschaften zertifiziert. Diese Zertifikateschließen auch die unterschiedlichen von den Postorganisationengeforderten Tinten als Verbrauchsmaterialien ein.Das Produktspektrum des Unternehmens reicht von derkleinen Frankiermaschine MyMail bis zur großen MaschineCentorMail, die bis zu 150 Briefe pro Minute frankiert. DieseFrankiermaschine ermittelt in einem Arbeitsgang sämtlicheSendungsdaten, bringt zeitgleich individuelle Aufdrucke anund speichert alle Daten für die Weiterverarbeitung in anderenAnwendungen.Das Frankiersystem PostBase verbindet die analoge mit derdigitalen Postwelt. Das 2012 eingeführte neue Produkt verfügtüber zahlreiche Innovationen im Bereich der Mechatronikund Softwaresteuerung. Über ein Touchdisplay kann derNutzer die PostBase sehr einfach und intuitiv handhaben.Mit dem FP Navigator – einer Softwarelösung zur Bedienungdes Frankiersystems – kann die PostBase auch direkt übereinen PC gesteuert werden.Wichtigster Umsatzträger im Bereich Frankiermaschinen istdas sogenannte After-Sales-Geschäft mit seinen wiederkehrendenUmsätzen. Dazu zählen das Teleportogeschäft,der Verkauf von Verbrauchsmaterialien, die Erstellung vonKlischees, Servicedienstleistungen und Softwarelösungenfür die Kostenstellenverwaltung. Im Einzelnen ist darunterFolgendes zu verstehen: Jede Frankiermaschine kann automatischmit einem Guthaben für das notwendige Brief portoaufgeladen werden. Für diese Dienstleistung erhält derFP-Konzern eine Servicegebühr, das sogenannte Teleporto.Zu den Verbrauchsmaterialien gehören im Wesentlichendie unterschiedlichen Tinten für die Frankiermaschinen.Diese werden, abhängig vom Frankiermaschinenmodell,in Form einer Farbbandkassette oder als Kartusche geliefert.Zu den Verbrauchsmaterialien zählt auch die Erstellungvon kunden spezifischen Klischees, die den Frankieraufdruckdurch werbende bzw. informierende Texte und Bilder ergänzen.Im Bereich der Servicedienstleistungen bietet derFP-Konzern – je nach Land und Kundensegment – unterschiedlichgebündelte Wartungs- und Serviceverträge.Produktbereich SoftwarelösungenDie innovativen Softwarelösungen des FP-Konzerns funktioniereneinfach und schnell. Mit einem Mausklick kann einBrief über das Internet und unter Gewährleistung höchsterSicherheitsstandards verschickt werden. Dabei gibt es für dieKunden grundsätzlich zwei verschiedene Varianten: die Hybrid-Mailund die vollelektronische Lösung über De-Mail.Der Spezialist für Hybrid-Mail ist die FP-Tochter internet accessGmbH lilibit Berlin Gesellschaft für Kommunikation undDigitaltechnik, Berlin (iab). Nach dem Börsengang erwarbder FP-Konzern bereits Ende 2006 eine Mehrheits beteiligungKonzernabschluss37


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012an der iab. Unter Hybrid-Mail versteht man eine Mischungaus elektronischer und physischer Post. Der Brief wird vomAbsender digital verschickt, der Empfänger erhält einennormalen Brief. Der FP-Konzern übernimmt den gesamtenHerstellungsprozess dazwischen – vom Ausdrucken,Frankieren und Kuvertieren bis zur Übergabe der Briefe aneinen Zustelldienstleister. Da der Brief digital verschicktwird, entfallen für den Kunden die hohen Aufwendungenfür Papier, Umschlag und Drucker sowie Wegekosten zurPost beziehungsweise zum Briefkasten. Die Vorteile vontraditionellen Briefen bleiben dennoch erhalten. Gleichzeitigermöglicht Hybrid-Mail die Schonung der Umwelt,da sich der physische Transportweg vom Absender zumEmpfänger durch die elektronische Übermittlung deutlichverringert. Für kleine Unternehmen und Freiberufler eignetsich die Einstiegslösung FP WebMail, große Unternehmensetzen auf FP BusinessMail. Beide Lösungen funktionierenwie ein virtueller Drucker, d. h., Dokumente aus Windows-Umgebungen lassen sich per Mausklick verschicken.Den Einstieg in die vollelektronische Kommunikation sichertesich der FP-Konzern im Frühjahr 2011 durch die mehrheitlicheBeteiligung an der Mentana-Claimsoft GmbH. Das Unternehmenist auf elektronische Signaturen spezialisiert undbietet neben Produkten zur Langzeitarchivierung auch Produktezur Absicherung elektronischer Dokumente und zurrechtsverbindlichen Kommunikation. Im März 2012 erhieltMentana-Claimsoft als erstes Unternehmen die De-Mail-Akkreditierung. Auf der CeBIT überreichte das Bundesamt fürSicherheit in der Informationstechnik (BSI) der FP-Tochterdie entsprechende Akkreditierungsurkunde.Die De-Mail ist eine rechtsverbindliche und sichere Kommunikations-Infrastrukturfür Deutschland. Bei der vollelektronischenLösung verschicken die Kunden ihre Briefe digital,vertraulich, sicher und rechtsverbindlich. Verbindlich wirddie De-Mail dadurch, dass sich sowohl Absender als auchEmpfänger im Rahmen der erstmaligen Registrierung identifizierenmüssen, bevor sie die Technologie nutzen können.Die Vertraulichkeit wird über eine besonders leistungsstarkeVerschlüsselung sichergestellt. Das De-Mail-Gesetz definiertdie Sicherheitsanforderungen und schafft so die rechtlicheGrundlage dafür, dass die De-Mail die gleiche Rechtswirkunghat wie ein klassischer Brief.Mentana-Claimsoft nutzte 2012 ihre Pionierrolle im deutschenDe-Mail-Markt für die Konfigurierung maßgeschneiderterLösungen für Unternehmen und Behörden. Mit demDe-Mail-Gateway schuf sie eine Software zur Integrationaller De-Mail-Funktionalitäten. Sie wird einmal in die bestehende,interne E-Mail-Infrastruktur der Kunden implementiertund ermöglicht danach den Versand von De-Mailmit dem gleichen Komfort wie beim E-Mail-Versand. Privatpersonenund Kleinunternehmen können von der einfachenPortal-Lösung fp-demail.de profitieren. Sie loggensich einfach in das Portal der Mentana-Claimsoft ein undmüssen keine weitere Hard- oder Software installieren.Der FP-Konzern hat damit 2012 den Produktbereich Softwarelösungenkonsequent erweitert, um den Kunden eineMulti-Channel-Kommunikation anzubieten. Der FP-Konzernist der erste Komplettdienstleister für die Briefkommunikation,der sämtliche Versandkanäle bedienen kann.Produktbereich Mail ServicesDer Produktbereich Mail Services umfasst die Konsolidierungvon Geschäftspost, die durch die Liberalisierung desPostmarktes möglich geworden ist. Nach dem Börsengangerwarb das Unternehmen Ende 2006 die freesort GmbH.freesort zählt mit neun Niederlassungen im Bundesgebietzu den führenden unabhängigen Konsolidierern von Geschäftspostam deutschen Markt. Die Dienstleistung derKonsolidierung umfasst die Abholung von Briefen in denUnternehmen, die Sortierung der Briefe nach Postleitzahlenund die Auflieferung bei einem Briefzentrum der DeutschenPost oder alternativen Postzustellern.Wesentliche Absatzmärkte undwettbewerbspositionMit seinen Frankiermaschinen ist der FP-Konzern weltweit inden wichtigsten Märkten vertreten, darunter Deutschland,USA und Großbritannien sowie seit 2011 auch Frankreich.Mit insgesamt rund 243.000 installierten Frankiermaschinenliegt der globale Marktanteil des Unternehmens bei 10 %;damit ist der FP-Konzern weltweit der drittgrößte Anbieter.In Deutschland und Österreich ist das Unternehmen miteinem Marktanteil von rund 42 % bzw. 47 % Marktführer.38


Konzernlagebericht// Geschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige AngabenSeit 2011 verantwortet die Francotyp-Postalia Vertriebs- undService GmbH sämtliche Vertriebsaktivitäten in Deutschland.Der weltweite Vertrieb erfolgt über zehn eigene Tochtergesellschaftenin den wichtigsten Märkten sowie ein dichtesHändlernetzwerk in rund 40 Ländern. Auf dem wachstumsstarkenasiatischen Markt agiert das Unternehmen seitanfang 2009 mit der Tochtergesellschaft Francotyp-PostaliaAsia Pte. Ltd.,Singapur. Von dort aus baut der FP-Konzernsein Vertriebsgeschäft sowie die Präsenz in Asien mit neuenPartnern und Kunden aus. In den Bereichen Mail Servicesund Software konzentriert sich der FP-Konzern zur Zeit aufden deutschen Markt.KonzernstrukturDie Francotyp-Postalia Holding AG ist die Obergesellschaftdes FP-Konzerns und nimmt im Wesentlichen die Funktioneiner Holding wahr. Die Gesellschaft hält 100 % der Geschäftsanteilean der Francotyp-Postalia GmbH. In diesersowie in ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaftenist das operative Geschäft des FP-Konzernsim Bereich Frankieren und Kuvertieren gebündelt. Zudemhält die Francotyp-Postalia Holding AG 100 % der Anteilean der freesort GmbH, 51 % an der iab und 51 % an derMentana-Claimsoft GmbH. Die drei letztgenannten Gesellschaftenbieten die Produktbereiche Mail Services und Softwarelösungenan.Die FP InovoLabs GmbH wurde 2009 als 100%ige Tochterder FP Holding AG gegründet. Weitere Informationen zuden Forschungsaktivitäten des FP-Konzerns finden sich imKapitel Forschung und Entwicklung.Konzernabschluss39


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Die Beteiligungsverhältnisse zum 31. Dezember 2012 sind inder folgenden Übersicht zur Konzernstruktur dargestellt:Francotyp-PostaliaHolding AGFP Systems India Private Limited 99,99 %Francotyp-Postalia Sverige AB 100 %Francotyp-Postalia France SARL 100 %Francotyp-Postalia International GmbH 100 %Francotyp-Postalia N.V. / S.A. 99,97 %FP Direct Ltd. 100 %Francotyp-Postalia Ltd. (UK) 100 %Ruys Handels-Vereniging B.V.100 %Italiana Auditions S.r.l. 100 %Francotyp PostaliaGmbH 100 %Francotyp-Postalia GmbH (A) 100 %Francotyp-Postalia Inc. (USA) 100 %FP Direkt Vertriebs GmbH 100 %Francotyp-Postalia Vertriebs- und Service GmbH 100 %Francotyp-PostaliaCanada Inc. 100 %FP Hanse GmbH 100 %Francotyp-Postalia Asia Pte. Ltd., Singapur 100 %FP Data Center Inc., Japan 49 %Francotyp-Postalia Unterstützungseinrichtung GmbH 100 %Kara Technologies Inc. (USA) 15 %Frankierversand UG (mit beschränkter Haftung) 100 %FP ProduktionsgesellschaftmbH 100 %freesort GmbH 100 %FP InovoLabs GmbH 100 %Mentana-ClaimsoftGmbH 51 %iab GmbH 51 %Print & Mail Beteiligungsgesellschaft bürgl. Rechts 20 %iabV GmbH 63,01 % 36,99 %40


Konzernlagebericht// Geschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige AngabenWesentliche StandorteHauptsitz des Unternehmens und größter Standort desFP-Konzerns ist Birkenwerder bei Berlin. Hier sind zentraleUnternehmensbereiche wie Rechnungswesen, Einkauf undKonzernsteuerung angesiedelt. Außerdem erfolgt dort dieEntwicklung der Frankiermaschinen. Der weltweite Vertriebder Frankier- und Kuvertiermaschinen erfolgt über zehneigene Tochtergesellschaften in den wichtigsten Märktensowie über ein dichtes Händlernetzwerk. Eine Übersicht zuden Tochtergesellschaften findet sich im Konzernanhang.2011 errichtete der FP-Konzern eine neue Produktion imbrandenburgischen Wittenberge zur Montage seiner Frankiersysteme.Am Ende des ersten Quartals 2012 schloss derFP-Konzern die bisherige Fertigung in Birkenwerder. Bereitsim Frühjahr 2011 hatte das Unternehmen die Produktionin Singapur beendet. Die Fertigung der Frankiermaschinenerfolgt damit seit Frühjahr 2012 ausschließlich am neuenStandort Wittenberge.Leitung und KontrolleMitarbeiterZum 31. Dezember 2012 beschäftigte der FP-Konzern weltweit1.093 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vergleichzu 1.136 Arbeitnehmern ein Jahr zuvor. Dieser Rückgang istim Wesentlichen auf die Schließung der Produktion amStandort Birkenwerder zum 31. März 2012 und den darausresultierenden Abbau von 91 Arbeitsstellen zurückzuführen.Zum Jahresende 2012 zählte der neue Produktionsstandort50 Beschäftigte. Demnach waren Ende 2012 insgesamt687 Mitarbeiter (Vorjahr 740) bei den deutschen Gesellschaftenund 406 Beschäftigte (Vorjahr 396) bei den ausländischenTochtergesellschaften angestellt.In Deutschland zählten 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterzum Bereich Frankieren und Kuvertieren (Vorjahr473) und 257 zum Bereich Softwarelösungen und Mail Services(Vorjahr 267). Ende 2012 waren bei der freesort GmbH170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr183). Bei der iab GmbH lag die Zahl der Beschäftigten bei58 (Vorjahr 56). Die Mentana-Claimsoft GmbH beschäftigte29 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2012 (Vorjahr 28).Die Geschäfte des FP-Konzerns führt ein zweiköpfigerVorstand. Hans Szymanski ist Vorstandssprecher und fürFinanzen, Rechnungswesen, Controlling, Personal, Rechtund Compliance, IT, Forschung und Entwicklung, Qualitätsmanagement,Produktion, Logistik und Business Developmentzuständig. Sein Vorstandskollege Andreas Drechslerverantwortet die Bereiche Vertrieb Deutschland und International,Business Development und Produkt-Management,Interne Revision, Marketing und Corporate Communications.Beide arbeiten eng mit einem Team von Führungskräftenzusammen, das auch regelmäßig zu Sitzungen zusammenkommtbzw. sich in Telefonkonferenzen austauscht.Ein dreiköpfiger Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit desVorstands und berät diesen. Innerhalb des Aufsichtsratskam es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Veränderungen,über die der Bericht des Aufsichtsrats sowie der Corporate-Governance-Bericht näher informieren. Zum 31. Dezember2012 gehörten dem Aufsichtsrat die folgenden Mitglieder an:Dr. Claus Gerckens (Vorsitzender), Felix Hölzer (stellvertretenderVorsitzender), Robert Feldmeier.120010008006004002000Mitarbeiterentwicklung1.2001.00080060040020001.1211.0411.1131.1361.0932008 2009 2010 2011 2012Konzernabschluss41


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Umweltbericht und QualitätsmanagementBereits 2010 hat die Francotyp-Postalia Holding AG ihr integriertesManagementsystem um das Umweltmanagementsystemerweitert und nach ISO 14001 erfolgreich zertifizierenlassen. Diese Erweiterung erfolgte insbesondere auch inBezug auf die nichtfinanziellen Ziele, die sich der FP-Konzerngesetzt hat. Zum Jahresende 2012 wurde ergänzend dasArbeits- und Gesundheitsschutzsystem nach OHSAS 18001zertifiziert. Der FP-Konzern ist danach stets bestrebt, seinUmwelt- und Arbeitsschutzmanagement weiter zu verbessernund so den Nachhaltigkeitsgedanken in allen Geschäftsbereichenzu verankern.Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz sind für denFP-Konzern wichtige Führungsaufgaben. Mit einem integriertenManagementsystem wird sichergestellt, dass dieseAufgaben in allen betrieblichen Funktionen und Ebenenumgesetzt werden. Ein Managementsystem kann nur mitHilfe engagierter und überzeugter Mitarbeiter mit Lebenerfüllt werden. Deshalb schafft und erhält der FP-Konzerndurch geeignete Informationen und Schulungen das nötigeUmwelt- und Sicherheitsbewusstsein seiner Mitarbeiter.Das Umwelt- und Arbeitsschutzmanagementsystem legt dieVerantwortlichkeiten, die entsprechenden Verfahren sowieAbläufe zur kontinuierlichen Verbesserung aus betrieblicherTätigkeit fest. Es soll die Abläufe in ökologischer und humanerHinsicht optimieren und ein Bewusstsein für einenverantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sowie einentsprechendes Handeln bei allen Mitarbeitern schaffen.Dies sind wesentliche Maßnahmen im Sinne der durch denFP-Konzern selbst gesetzten nichtfinanziellen Ziele.Insofern spielt auch das Thema Umweltschutz und Schonungder Ressourcen in der Produktentwicklung eine großeRolle. Bereits 2009 brachte der FP-Konzern das erste Frankiersystemmit GOGREEN-Funktionalität auf den Markt undunterstützt damit das Klimaschutzprogramm der DeutschenPost; letztere erfasst kundenindividuell die cO 2 -Emissionen,die beim Transport einer GOGREEN-Sendung entstehen. Auchdas neue Frankiersystem PostBase entspricht in vielerleiHinsicht modernsten Ansprüchen an das umweltbewussteFrankieren. Zu nennen sind hier ein um 8 % reduziertesGewicht, die Möglichkeit, Bauteile wieder zu verwenden,oder die Kennzeichnung der verwendeten Kunststoffe.Insbesondere im Bereich des Energieverbrauchs erfülltdie PostBase bereits die strengeren Anforderungen desEnergyStars in der Version 1.2. Schließlich wurde im Bereichder Verbrauchsmaterialien ein neues Recycling-Konzeptentwickelt, sodass der Kunde seine verbrauchten Tintenkartuschenumweltfreundlich entsorgen kann.Als herstellender Betrieb sieht sich der FP-Konzern einemhochwertigen Qualitätsmanagement verpflichtet. Die einzelnenUnternehmen des FP-Konzerns konnten zum Jahresende2012 das System nach ISO 9001 für weitere dreiJahre rezertifizieren. Dabei bescheinigten die Auditoren denGesellschaften insbesondere eine positive Entwicklung desManagementsystems und registrierten Verbesserungen inBereichen wie Entwicklung, Beschaffung und Produktion.Im Rahmen der Auditierung wurde darüber hinaus ein Vergleichder Prozesse mit denen ähnlich gestellter Industriendurchgeführt. Bei dieser Benchmark-Analyse erzielte derFP-Konzern speziell im Bereich der Kundenorientierung Bestnoten.Im summarischen Vergleich konnte das Unternehmenebenfalls überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen.Die Qualitätssysteme unserer Unternehmenstöchter freesort,iab und Mentana-Claimsoft sind von externen Akkreditierungsstellennach ISO 9001 zertifiziert. Die freesort ist nachDIN ISO 9001:2008 im Fachbereich Postdienstleistungen zertifiziert.Die Zertifizierung ist gültig bis November 2013. ImNovember 2012 erfolgte bei der iab GmbH eine erfolgreicheRezertifizierung nach ISO 9001 über alle relevanten Unternehmensprozesse.Die Mentana-Claimsoft ist akkreditierterDe-Mail-Anbieter mit allen dazugehörenden Zertifikaten.Zudem ist die Mentana-Claimsoft nach DIN EN ISO 9001:2008zertifiziert und hat das ISO-27001-Zertifikat auf der Basisdes IT-Grundschutzes.Gesellschaftliche VerantwortungDer FP-Konzern ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortungbewusst und unterstützt beispielsweise Mitmenschenmit Beeinträchtigungen. So achtet die Tochtergesellschaftfreesort seit ihrer Gründung auf Barrierefreiheit und Behindertenfreundlichkeit.Das Unternehmen beschäftigt zahlreicheTaubstumme und Gehörlose und wurde dafür bereitswiederholt ausgezeichnet.42


Konzernlagebericht// Geschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige AngabenIn den USA unterstützt der FP-Konzern zudem die NationalBreast Cancer Foundation (NBCF). Die NBCF engagiertsich im Kampf gegen den Brustkrebs und versucht, durchAufklärungs kampagnen und die Bereitstellung von mammografischenUntersuchungen für die Betroffenen dasRisikobewusstsein zu erhöhen. Gleichzeitig unterstütztdie Stiftung Frauen in ihrem Kampf gegen den Brustkrebs.(www.nationalbreastcancer.org)Unternehmenssteuerung und StrategieUnternehmensinternes SteuerungssystemDer Vorstand nutzt das konzernweite Reporting-Systemsowie die strategische Konzernplanung als Steuerungsinstrumente.Die strategische Planung umfasst drei Jahreund wird jährlich während des Budgetprozesses aktualisiertsowie gegebenenfalls auch unterjährig angepasst.Der Umsatz dient der Messung des Erfolgs am Markt. Mitdem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen(EBITDA) misst der Konzern die operative Leistungskraft undden Erfolg der einzelnen Geschäftseinheiten. Daneben verwendetder Konzern auch noch die Kennzahl EBITDA-Marge,die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz darstellt.Das Net Working Capital errechnet sich aus den Vorrätenzuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglichVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.Mit der Berücksichtigung des Free Cashflows wird sichergestellt,dass die finanzielle Substanz des Konzerns erhaltenbleibt. Der Free Cashflows ergibt sich aus dem Saldo vonMittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglichvorgenommener Investitionen.Die folgenden Komponenten gewährleisten im Wesentlichendie Einhaltung des konzerninternen Steuerungssystems:Monatlich berichten alle Geschäftseinheiten und Tochterunternehmenim Rahmen des konzernweiten Reportingsüber ihre Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die konsolidiertin die Quartals- und Geschäftsberichte des Konzernseingehen. Zudem geben die Segmente monatlich eine Einschätzungder aktuellen und voraussichtlichen Geschäftsentwicklungab.Die Steuerung des Konzerns erfolgt über die folgendenKennzahlen:• regelmäßige Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen• regelmäßige Sitzungen aller internationalen und nationalenFührungskräfte• Risiko- und Chancenmanagement• Liquiditätsplanung• Monatsberichte der Segmente• Interne Revision• QualitätsmanagementFinanzielle Ziele• Umsatz• EBITDA• Net Working Capital• Free Cashflow• Jahresergebnis beziehungsweise Monatsergebnis• Stückzahl der auf den Markt gebrachten FrankiermaschinenDamit stellt der FP-Konzern sicher, dass Entscheidungenimmer das Spannungsfeld zwischen Wachstum, Profitabilitätund Liquidität ausreichend berücksichtigen.Das unternehmerische Handeln des FP-Konzerns ist aufdie nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes undprofitables Wachstum ausgerichtet. Zentrale Ziele sind diemittel- und langfristige Steigerung des Umsatzes, des EBITDAund des Jahresgewinns sowie eine Verbesserung des FreeCashflows und des Net Working Capitals.Der FP-Konzern arbeitet konzentriert daran, die strategischenWettbewerbsvorteile auszubauen und die Erfolgsfaktorendes Geschäftsmodells systematisch zu stärken.Hierzu verfolgt das Unternehmen einen Steuerungsansatz,der neben den Interessen der Stakeholder auch nichtfinanzielleWerte berücksichtigt.Konzernabschluss43


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Nichtfinanzielle ZieleEs gibt wesentliche nichtfinanzielle Ziele, die für denerfolg eines jeden Unternehmens und damit auch für denFP-Konzern wichtig sind:Optimaler Service für die Kunden KundenzufriedenheitFairness gegenüber den Lieferanten QualitätEngagement der Mitarbeiter MotivationSchonung der Ressourcen UmweltbewusstseinVerantwortung für das gesellschaftliche Umfeld VertrauenNeben einer effizienten und gut geführten Organisationhaben die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren einenwichtigen Anteil am nachhaltigen Erfolg des gesamtenUnternehmens. Für den FP-Konzern spielt die Kundenzufriedenheiteine zentrale Rolle. Die Mitarbeiter sollen dieKunden des Unternehmens in bestmöglicher Weise beratenund maßgeschneiderte Lösungen anbieten. Mit dem NamenFrancotyp-Postalia verbinden Kunden eine hervorragendeBetreuung sowie einen einwandfreien und schnellen Service.Solche Einschätzungen spiegeln sich auch in regelmäßigenKundenbefragungen wider, in denen das Unternehmenstets sehr gut abschneidet. Für das Unternehmen und dieMitarbeiter ist es eine besondere Motivation, dieses hoheNiveau zu halten und weiter zu verbessern.Voraussetzung für eine hohe Kundenzufriedenheit ist einehohe Qualität der Produkte. Der FP-Konzern bietet hervorragendeProdukte und Dienstleistungen an. Eine wesentlicheRolle spielen hierbei auch passende Lieferanten. Eineintensive Zusammenarbeit mit den Lieferanten leistet dabeieinen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeitdes FP-Konzerns. Die Auswahl der Zulieferer erfolgtnach wichtigen Kriterien wie etwa Kosteneffizienz, wirtschaftlicheStabilität und technologisches Potenzial.Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen wesentlichzum Erfolg des FP-Konzerns bei. Ihre Identifikation mitdem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Zieleleisten einen entscheidenden Beitrag zum langfristigenUnternehmenserfolg. Die Potenziale der Mitarbeiter werdendurch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordertund gefördert.Ein weiteres wichtiges nichtfinanzielles Ziel des FP-Konzernsist der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcenund der Schutz der Umwelt. National wie internationalspielt der Umwelt- und Ressourcenschutz eine immer größereRolle. Für den FP-Konzern ist dies nicht nur Pflichtaufgabe,sondern Teil der Verantwortung, die er für Mitarbeiter,Kunden, Partner und Nachbarn übernimmt.StrategieAls weltweit tätiger Dienstleister und Experte für die Briefkommunikationverfolgt der FP-Konzern eine Wachstumsstrategiemit vier Schwerpunkten:1. Ausbau des Frankier- und Kuvertiermaschinengeschäftsin traditionellen Märkten2. Einstieg in neue, wachstumsstarke Märkte in denSchwellenländern3. Ausbau des Outsourcing- und Konsolidierungsgeschäftsin Deutschland4. Neue Wachstumschancen durch vollelektronischeBriefkommunikationMärktetraditionell neuExpansion inSchwellenländerWachstum intraditionellenMärktentraditionellNeue WachstumsmöglichkeitendurchvollelektronischeBriefkommunikationAusbau desOutsourcing- undKonsolidierungsgeschäftsDer FP-Konzern antizipiert mit seiner strategischen Ausrichtungdie Veränderungen in den Märkten und nutzt die darausresultierenden Wachstums- und Entwicklungspotenziale.neuProdukte44


Konzernlagebericht// Geschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige AngabenDie Globalisierung führt zu einer zunehmenden Vernetzungvon Unternehmen über Ländergrenzen hinweg underöffnet neue Möglichkeiten für Dienstleister in der Briefkommunikation.Neue Märkte und große Wachstumspotenzialeentstehen zugleich durch die Industrialisierung derSchwellenländer.Die technologischen Veränderungen, allen voran die Digitalisierung,ermöglichen ganz neue Optionen in der Kommunikation.Mit dem Wandel vom Frankiermaschinenspezialistenzum Experten für die physische und elektronische Briefkommunikationbietet der FP-Konzern seinen Kunden einzukunftsorientiertes Lösungsportfolio, das die Verbindungzwischen analoger und digitaler Kommunikation schafft.Die elektronische Kommunikation tritt dabei immer stärkerin den Vordergrund, ohne jedoch die bewährten physischenLösungen zu ersetzen. Vielmehr wandeln sich dieKundenanforderungen immer stärker zu einem Multi-Channel-Bedarf,der durch den richtigen Mix von traditionellenund innovativen physischen und elektronischen Lösungengedeckt wird. Mit der Akkreditierung als erstem De-Mail-Anbieter in Deutschland ist dem FP-Konzern der Einstieg indie rechtsverbindliche, sichere elektronische Kommunikationgelungen und ergänzt das bewährte Portfolio im Bereichphysischer und hybrider Lösungen.Frankiermaschinen für kleineres bis mittleresBriefvolumenDer FP-Konzern hat sich von einem Frankiermaschinenherstellerzu einem Multi-Channel-Anbieter für die Briefkommunikationentwickelt. Das Herzstück des Unternehmensbildet nach wie vor das Geschäft mit Frankier- und Kuvertiermaschinen,das konsequent weiter ausgebaut wird unddamit die Wachstumspotenziale in den Märkten nutzt.In diesem traditionellen Produktbereich produziert undvertreibt die FP Frankier- und Kuvertiermaschinen fürdas kleinere bis mittlere Postaufkommen. Mit insgesamtrund 243.000 installierten Frankiermaschinen und ca. 10 %Marktanteil ist die FP weltweit der drittgrößte Anbieter. InDeutschland und Österreich ist das Unternehmen mit einemMarktanteil von 42 % bzw. 47 % der Marktführer.In den größten Märkten USA, Deutschland, Großbritannienund seit 2011 auch Frankreich ist der FP-Konzern mit eigenenTochtergesellschaften präsent und dank des Fokusauf das Segment der kleineren und mittleren Maschinenhervor ragend aufgestellt. Während im Bereich der großenBriefmengen zunehmend digitale Lösungen verwendetwerden und die traditionellen Frankiermaschinen in diesemSegment einen deutlichen Rückgang erfahren, ist derMarkt für kleinere Briefvolumina, in dem die FP mit ihrenTraditionsprodukten tätig ist, sehr stabil.Mit der Einführung des neuen innovativen FrankiersystemsPostBase 2012 hat die FP die Basis gelegt, um die Erfolgsgeschichteihrer Frankier- und Kuvertiermaschinen fortzuschreiben.Zugleich hat das Unternehmen damit aberauch die Verbindung zwischen analoger Welt und neuendigitalen Kommunikationsmöglichkeiten geschaffen.Wachstumspotenziale in Schwellenländernund BRIC-StaatenMit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den Schwellenländernund BRIC-Staaten sind auch erhebliche Wachstumspotenzialeim Bereich der schriftlichen Kommunikationverbunden.Ein kurzer Vergleich macht es augenfällig: Während inindustrieländern wie den USA pro Einwohner mehr als500 Briefe pro Jahr versandt werden, sind es in Ländern wieIndien, China oder Malaysia gerade einmal 10 bis 20 Briefepro Jahr. Dies macht die mit steigendem Wirtschaftswachstumverbundenen Potenziale für die Brief kommunikationdeutlich. In diesen Ländern werden aber durch die raschetechnologische Entwicklung die Anforderungen an eineprofessionelle Briefverarbeitung in gleichem Maße steigen,sodass es auch hier auf ein innovatives zukunftsorientiertesAngebot zur Verbindung von physischer und analoger Weltankommen wird.Dieses Potenzial muss der FP-Konzern für sein Wachstumnutzen. Wir arbeiten deswegen in Singapur mit einer100 %igen Vertriebstochter, um die Marktstellung im Asien-Pazifik-Raum zu steigern. Aber auch in Osteuropa konntedie FP durch den Abschluss des Geschäfts mit der RussischenPost die Basis für einen weiteren Ausbau legen.Konzernabschluss45


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Ausbau des Outsourcing- und KonsolidierungsgeschäftsMit der Liberalisierung der Postmärkte haben sich für Kundenzahlreiche neue Möglichkeiten entwickelt, ihre Postprozesseeffizienter und kostensparend abzuwickeln. Der FP-Konzernbietet z. B. mit seinem Tochterunternehmen freesort dieKonsolidierung von Geschäftspost an. Dies umfasst dieabholung von Briefen beim Kunden, die Sortierung derBriefe nach Postleitzahlen und die Auflieferung bei einemBriefzentrum der Deutschen Post oder alternativen Postzustellern.Dadurch können auch kleinere Kunden von Rabattenprofitieren, die sie alleine nicht realisieren könnten.Die freesort zählt mit neun Niederlassungen im Bundesgebietzu den führenden unabhängigen Konsolidierern vonGeschäftspost im Deutschen Markt.Der Ausbau des Outsourcing- und Konsolidierungsgeschäftswird vor allem auch durch das integrierte Angebot von derphysischen bis hin zur vollelektronischen Welt vollzogen.Damit können Kunden ganz nach ihren individuellen Bedürfnissendie Möglichkeiten des Multi-Channel-Angebotesdes FP-Konzerns nutzen.Neue Optionen für die BriefkommunikationDer FP-Konzern bietet seinen Kunden seit Anfang 2012 vollelektronischeLösungen für die Briefkommunikation an. Damithat er sein Leistungsspektrum erweitert und ist nun dererste Multi-Channel-Anbieter für die Briefkommu ni kation.Mit den neuen Lösungen können Unternehmenskundenjeder Größenordnung ihre Briefe per Mausklick digital sicherversenden. Der Empfänger erhält einen rechtsverbindlichenvollelektronischen Brief. Um den Kunden diesen Serviceanbieten zu können, hat sich der FP-Konzern Anfang 2011mehrheitlich an der Mentana-Claimsoft GmbH beteiligt.Die Mentana-Claimsoft ist auf elektronische Signaturenspezialisiert und bietet zudem Produkte zur Absicherungelektronischer Dokumente und zur rechtsverbindlichenKommunikation an. Als erster De-Mail-Anbieter ermöglichtMentana-Claimsoft den absolut vertraulichen und zuverlässigenVersand von Dokumenten und Nachrichten überdas Internet.Mit diesem neuen Angebot kann der FP-Konzern seineMarktstellung weiter ausbauen und moderne Lösungen fürdie Zukunft anbieten, die in Kombination mit den Produktender iab sein Leistungsspektrum abrunden.Auf europäischer Ebene realisierte die FP-TochtergesellschaftMentana-Claimsoft 2012 im Rahmen des PilotgroßprojektesSPOCS der EU-Kommission die Anbindung von De-Mailan die EU-weite SPOCS-Kommunikationsplattform. Damitwird die grenzüberschreitende Verbindung und technischeZusammenarbeit von nationalen, qualifizierten elektronischenZustelldiensten vorangetrieben, um den Aufbau einesNetzwerkes für den grenzüberschreitenden elektronischenDatenaustausch zu unterstützen. Am IT-Projekt SPOCS sind16 EU-Länder beteiligt, mit dem Ziel, technische Bausteinefür ein sicheres, reibungsloses und grenzüberschreitendesE-Government-Angebot für Unternehmen zu entwickelnund zu pilotieren. Mit dem Projekt SPOCS wird eine bürokratiearme, unkomplizierte und grenzüberschreitendeGeschäftsumgebung für Unternehmen geschaffen. GeradeVerwaltungsvorgänge, Genehmigungsverfahren undGeschäftsabläufe sollen auf gesicherte elektronische Artdurchzuführen sein.Die FP-Tochtergesellschaft iab hat sich bereits vor vielenJahren auf die Entwicklung von innovativen Softwarelösungenspezialisiert. So bietet das Unternehmen die Hybrid-Mailan. Bei dieser Mischung aus elektronischer und physischerPost wird ein Brief vom Absender digital verschickt undder Empfänger erhält einen normalen physischen Brief.Die iab übernimmt das Ausdrucken und Frankieren sowiedie Kuver tierung und Übergabe der Briefe an einen Zustelldienstleister.Da der Brief digital verschickt wird, entfallen fürden Kunden die hohen Aufwendungen für Papier, Umschlagund Drucker sowie der Gang zur Post beziehungsweise zumBriefkasten. Die Vorteile von traditionellen Briefen bleiben injedem Fall erhalten. Gleichzeitig schont der hybride Versandvon Briefen — ganz im Sinne der von der FP selbst gesetztennichtfinanziellen Ziele — die Umwelt, da nur noch ein Teildes Transportweges physisch erfolgt.Im letzten Jahr hat die FP nicht nur die vertriebliche Inte grationin Deutschland mit der Bündelung und Neuausrichtungsämtlicher Vertriebsaktivitäten vollzogen, sondern auch mitder zunehmenden Integration der Produkte und Lösungenein Portfolio geschaffen, aus dem Kunden indivi duelle,46


Konzernlagebericht// Geschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige Angabenmaßgeschneiderte Lösungen für ihre Kommunikationsbedarfewählen können. Unterstützt wird dies durch denAusbau der Consulting-Aktivitäten, bei dem unsere Kundenvon unserer langjährigen Erfahrung sowie unserem Branchen-und Produkt-Know-how profitieren.IndustrialisierungEntwicklung derSchwellenländerWeltweites NetzwerkgrenzüberschreitenderKommunikationGlobalisierungMentana-Claimsoft GmbHEin weiterer Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit wardie Weiterentwicklung der De-Mail-Systeme. Dies geschahteils aufgrund von Auflagen aus der Zertifizierung und desjährlichen Überwachungsaudits, teils auch marktgetrieben.Innerhalb der De-Mail-Produkte wurde ein neues De-Mail-Gateway für Geschäftskunden entwickelt, das jetzt viele imMarkt angefragte Erweiterungen wie hybride Schnittstelle(zur Internet Access Berlin), Kostenstellenabrechnung undMandantenfähigkeit enthält. Neben der Entwicklungstätigkeitim Bereich De-Mail wurden auch die Langzeitarchivierungslösungenund Signaturprodukte weiterentwickelt.TechnologieBedürfnis nachhohen Sicherheitsstandardsundalter nativenFrankier methodenForschung und EntwicklungFrancotyp-Postalia GmbHLiberalisierungund Deregulierungder MärkteRegulierungEin Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeitwar die Internationalisierung der Frankiersystem-PlattformPostBase einschließlich der zugehörigen postalischen Zulassungen.Das PostBase-System besteht aus einem Grundgerät,das in drei Geschwindigkeitsvarianten angebotenwird, einer automatischen Briefzuführung sowie An- undAblage und einer PC-Software (Navigator), mit der ein Nutzerdas PostBase-System komfortabel vom PC aus konfigurierenund bedienen kann. Dieses PostBase-System wurde2012 für die Postmärkte in Deutschland, den USA, Österreichund Großbritannien zugelassen.Die Fertigungsüberleitung versetzte die Fertigungsliniein die Lage, die Serienproduktion des PostBase-Systemsbeginnend mit April 2012 schneller hochzufahren als jedesfrühere Hardware-Produkt des FP-Konzerns. Durch gezieltemontagestabilisierende und qualitätssichernde Maßnahmenvor Ort wurden 2012 bereits mehr als 7.500 Systemegefertigt und ausgeliefert.Internet Access Berlin (iab)Das beherrschende technische Innovationsthema bei der iabwar das Implementierungs- und Customizing-Projekt desmodernen Output-Management-Systems „StreamServe“ derFirma OpenText bei einem großen Bestandskunden sowieeines adäquaten Input-Management-Systems namenssmartREPLY der Firma ISR. Die erlangten Kenntnisse undexpertise sollen auch bei weiteren Kunden eingebracht undvertrieblich genutzt werden. Ein weiteres technisches Projektwar die Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Mentana-Claimsoft zur Ausstattung des De-Mail-Gateways mit einerelektronischen Weiche zur automatisierbaren Übergabe vonBriefdokumenten an die iab („Hybrid-Bridge“).Aktivitäten und ErgebnisseFür die Frankiersystemmodelle MyMail, OptiMail30, UltiMail,CentorMail und PostBase, deren begleitende PC-Applikationensowie Server-Applikationen ihrer IT-Infrastrukturenwurden insgesamt 75 neue Softwarepakete für insgesamt21 Märkte freigegeben. Die Modellpalette wird dadurchbeständig in neue Märkte hinein erweitert und in bestehendenMärkten auf neue Anforderungen ausgerichtet.Dies gilt zum Beispiel auch für die PostBase. Das Entwicklungsteamarbeitet an einer Softwareversion, die die notwendigenProduktmerkmale für den US-Markt enthält undso die Produkterwartung der Kunden trifft, und damit dieWettbewerbsfähigkeit des Produkts deutlich erhöht.Konzernabschluss47


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Eine erfreuliche Entwicklung zeigte wie im Vorjahr dascentorMail-System in seiner Ausprägung für private Briefdienstleister.Das System wurde im Berichtszeitraum fürmehr als 10 zusätzliche regionale deutsche Briefdienstleisterkonfiguriert und freigegeben.Freigabe Ländervarianten BetriebsSoftwareausgerichtet, die sich wandelnden Kundenprozesse besserzu bedienen, als es mit bestehenden Produkten gelingt,und dadurch einen Beitrag zur Steigerung der Produktivitätunserer Kunden zu leisten. Mit der Weiterentwicklung zueinem Komplettanbieter gewinnen hierbei die Integrationvon Software- und Serverkonzepten sowie die Entwicklungvon Schnittstellen für das Outsourcing an Bedeutung.Nr.Frankiersystem /Produkt Anzahl Releases Anzahl Märkte1 MyMail 0 02 OptiMail30 1 13 UltiMail 1 14 CentorMail 1 15 PostBase 23 46 Softwareprodukte 22 97 IT-Infrastruktur 27 5Summe 75 21In den Märkten USA, Großbritannien und Frankreich setztendie Postgesellschaften ihre Arbeit der vergangenen Jahrefort, neue Spezifikationen mit verschärften Sicherheitsanforderungenfür das automatisierte Freimachen zuentwickeln. Sie erfüllten dabei die zunehmenden Sicherheitsanforderungeneinschlägiger Standards der amerikanischenund europäischen Behörden für die IT-Sicherheit(bspw. NIST, BSI). Zusätzlich wurde gefordert, die Freimachungender Absender den Postgesellschaften möglichstunverzüglich und automatisiert mitzuteilen. Bei der Weiterentwicklungpostalischer Spezifikationen berät der BereichForschung und Entwicklung viele Postgesellschaften.Die beschriebenen Trends beantwortet der FP-Konzern miteiner zunehmend leistungsfähigeren, sichereren und globalisierterenServer-Infrastruktur. Dabei kommen moderne,hoch sichere und unter eigener Kontrolle gehostete Serversystemezum Einsatz, nicht jedoch Public-Cloud-Technologien,weil sie die hohen Sicherheitsanforderungen und Postanforderungennicht erfüllen. Im Berichtszeitraum wurden27 Server-Software-Releases für 5 Postmärkte freigegeben.Die Vorentwicklung fokussiert IT-Sicherheit / Krypto grafie,Mobile Computing, moderne Internettechnologien, dynamischesWiegen und digitalen Druck, um Produkt innovationenvorzubereiten. Alle Produktinnovationen sind daraufBei der Mentana-Claimsoft stand das Jahr 2012 im Zeichender De-Mail. Schwerpunkte der Entwicklungstätigkeit wardie Weiterentwicklung der De-Mail-Systeme im Backend(Rechenzentrum) und auf der Kundenseite. Aufgrund vonAuflagen aus dem Zertifizierungsprozess und des jährlichenÜberwachungsaudits wurden das Sicherheitskonzept, dieSoftware und Hardwareplattform erweitert. Zudem wurdedie Voraussetzung für die Veräußerbarkeit der De-Mail-Lösungan Dritte erarbeitet und das Produkt so weit weiterentwickelt,dass Mentana-Claimsoft am 6. März 2012 alserster De-Mail-Anbieter akkreditiert werden konnte. DasISO-Überwachungsaudit wurde im Dezember 2012 erfolgreichabgeschlossen.Innerhalb der De-Mail-Produkte wurde ein neues De-Mail-Gateway für Geschäftskunden entwickelt, das jetzt viele imMarkt angefragte Erweiterungen, wie z. B. Kostenstellenabrechnungund Mandantenfähigkeit, enthält und auch diesichere Gerichtskommunikation (EGVP) unterstützt.Ein weiterer Schwerpunkt war die Weiterentwicklung derLangzeitarchivierungslösungen sowie der Signaturprodukte.Hierbei spielten neue Entwicklungen auf dem Markt undgesetzliche Regelungen eine treibende Rolle. Hervorzuhebensind die Normen TR-ResiScan (Rechtssicheres Scannen)und TR-ESOR (Beweiswerterhaltende Langzeitarchivierung)des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechniksowie die EU-Vorschriften zum Format von elektronischenSignaturen. Die entsprechenden Anforderungen wurden inden Signaturprodukten umgesetzt.MitarbeiterEnde 2012 waren in den Bereichen Forschung und Entwicklung(FuE) des Konzerns (einschließlich Tochtergesellschaften)80 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterbeschäftigt; dies entspricht rund 7,3 % (Vorjahr 8,5 %)48


Konzernlagebericht// Geschäft und Rahmenbedingungen // Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige Angabender Konzernbelegschaft. Für bestimmte Projekte werdenbei Bedarf zusätzliche externe Mitarbeiter eingesetzt.Ende 2012 betrug deren Anteil 2,5 % der festangestelltenFuE-Belegschaft.Die FuE-Bereiche übernehmen alle Neuentwicklungs-,Weiterentwicklungs- und Produktpflegeaufträge des FP-Konzerns. Der FuE-Bereich der FP-GmbH besteht aus fünfFachabteilungen: Entwicklung Mechanik und Elektronik,Fertigungsüberleitung, Entwicklung Software und Projektleitung/ Controlling / Lifecycle-Management / Compliance.Investitionen in Forschung und EntwicklungIm abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich die ForschungsundEntwicklungskosten auf insgesamt 10,3 Mio. Euround lagen damit um 5 % unter dem Niveau des Vorjahres(10,8 Mio. Euro). Diese Werte sind bereits gemindert umFördergelder in Höhe von -0,1 Mio. Euro (im Vorjahr 1,5 Mio.Euro). Hiervon wurden 5,2 Mio. Euro nach IAS 38 aktiviert imVergleich zu 4,8 Mio. Euro im Vorjahr. 5,2 Mio. Euro flossenin den Aufwand gegenüber 5,9 Mio. Euro im Jahr zuvor.Die Forschungs- und Entwicklungsquote (einschließlichProduktpflege), gemessen am Umsatz, sank 2012 auf 6,3 %(Vorjahr 6,6 %).RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche EntwicklungIm vergangenen Jahr schwächte sich das Wachstum derKonjunktur weltweit etwas ab. Nach Angaben des InternationalenWährungsfonds (IWF) lag das globale Wirtschaftswachstum2012 bei 3,2 % im Vergleich zu 3,9 % imVorjahr. Wachstumsmotor waren erneut die SchwellenundEntwicklungsländer mit einem Zuwachs von 5,1 %. Dieindustrieländer konnten ihr Bruttoinlandsprodukt (BIP) um1,3 % steigern.In den USA, dem größten Auslandsmarkt des FP-Konzerns,stieg die Wirtschaftsleistung 2012 um 2,3 %, in den Eurostaatenhingegen verminderte sich das Bruttoinlandsproduktim Vergleich zum Jahr 2011 um 0,4 %. Während insbesonderedie südeuropäischen Staaten unter der Eurokriselitten, entwickelte sich 2012 die deutsche Konjunktur positiv.Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamteserhöhte sich das BIP in Deutschland, dem Heimatmarktdes FP-Konzerns, im vergangenen Jahr um 0,7 %. Allerdingserreichte die Konjunktur bereits in der ersten Jahreshälfteihren Zenit und kühlte sich danach ab; im vierten Quartal2012 schrumpfte die deutsche Wirtschaft um 0,5 % im Vergleichzum Vorquartal.1210864Forschungs- und Entwicklungskostenin Mio. Euro121086410,78,97,910,810,3Für den Export des FP-Konzerns spielt das Wechselkursverhältniszwischen Euro und US-Dollar eine wichtige Rolle;es war im vergangenen Jahr von einer hohen Volatilität gekennzeichnet.Der Höchstkurs lag im März 2012 bei 1,34 US-Dollar, ehe in den folgenden Monaten eine deutlicheabwärtsbewegung einsetzte. Der Tiefstkurs lag im Juli bei1,21 US-Dollar. Zum Jahresende 2012 kostete 1 Euro 1,32 US-Dollar und lag damit nur geringfügig über dem Niveau desVorjahres von 1,29 US-Dollar.Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen20202008 2009 2010 2011 2012Die Konjunkturabschwächung im zweiten Halbjahr beeinflusste2012 die Investitionsneigung der Unternehmen unddamit auch die Nachfrage nach Frankier- und Kuvertiermaschinen.Allerdings ist der FP-Konzern traditionell aufdas A- sowie das B-Segment für Maschinen mit kleineremKonzernabschluss49


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012bis mittlerem Briefaufkommen spezialisiert. Diese Märktezeigen eine vergleichsweise stabile Entwicklung, auch weilUnternehmen vermehrt größere Frankiermaschinen durchkleinere Geräte ersetzen.A- Segment B-Segment C-Segment1-200 Briefe / Tag 200-2000 Briefe / Tag > 2000 Briefe / TagDie Zahl der weltweit beförderten Geschäftsbriefe liegt unterBerücksichtigung verschiedener Poststatistiken 1) bei rund380 Milliarden pro Jahr. Der Großteil des Weltpostverkehrsfindet derzeit noch in den Volkswirtschaften Europas undNordamerikas statt.Nach aktuellen Angaben der Weltpostunion war das weltweiteBriefvolumen im Jahr 2011 mit 3,3 % rückläufig. Datenfür 2012 sind noch nicht verfügbar. Das Briefvolumenent wickelt sich dabei regional sehr unterschiedlich. Insbesonderein aufstrebenden und sich entwickelnden Län-160180dern ist nach Angaben der Weltpostunion ein Wachstum140des Briefvolumens zu beobachten. In Lateinamerika undin Asien stieg das Volumen beispielsweise um 1,0 % bzw. 1201,1 %. Für den FP-Konzern ergeben sich hieraus Chancen inneuen Märkten.100806040200Neue Impulse ergeben sich im Markt für Briefkommunikationdurch innovative Softwarelösungen. Nach Angabender Bundesnetzagentur in Deutschland wird die weitereMarktentwicklung durch den Übergang auf die elektronischunterstützte Abwicklung von Briefdienstleistungenbeeinflusst werden; sie sieht strukturelle Veränderungenam Markt. Die gesetzlichen Grundlagen hierfür wurdenmit dem De-Mail-Gesetz geschaffen. Die De-Mail soll denverbindlichen und vertraulichen Austausch elektronischerDokumente über das Internet ermöglichen. In diesemzukunftsmarkt zählt der FP-Konzern mit seinen Lösungenzu den Vorreitern. Der FP-Konzern schätzt nach eigenenBerechnungen, dass der De-Mail-Markt ein Umsatzpotenzialvon etwa 150 bis 200 Mio. Euro erreichen kann.Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageUmsatzentwicklungIm Geschäftsjahr 2012 erwirtschaftete der FP-Konzern einenGesamtumsatz in Höhe von 165,6 Mio. Euro im Vergleichzu 159,4 Mio. Euro im Vorjahr. Dabei stieg der Umsatz inDeutschland auf 86,6 Mio. Euro nach 83,8 Mio. Euro imVorjahr. Die ausländischen Umsätze stiegen auf 79,0 Mio.Euro gegenüber dem Vorjahresniveau von 75,6 Mio. Euro.180160140120100806040200Konzernumsatzin Mio. Euro142,4129,0147,3159,4165,62008 2009 2010 2011 2012Die Umsätze erhöhten sich 2012 in allen drei Produktbereichen.Im Wesentlichen resultiert das Wachstum aus einemstarken Dienstleistungsgeschäft: Im Bereich Mail Servicesstieg der Umsatz 2012 auf 39,1 Mio. Euro, im Vergleich zu34,7 Mio. Euro im Jahr zuvor, infolge einer Steigerung desBriefvolumens von 167 Mio. Sendungen im Jahr 2011 auf189 Mio. Sendungen im Jahr 2012. Dieser Umsatzanstiegwurde allerdings begleitet von einem Anstieg der Materialkostenin vergleichbarer Höhe, da auch entsprechend mehrPorto abgerechnet wurde. Im Software-Geschäft stieg derUmsatz ebenfalls und lag 2012 bei 11,4 Mio. Euro gegenüber10,1 Mio. Euro im Jahr 2011.1)Weltpostunion, Poststatistiken und eigene Annahmen50


Konzernlagebericht// Geschäft und Rahmenbedingungen // Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige AngabenDie wiederkehrenden Umsätze, die neben dem Mail-Services-und Software-Geschäft auch Umsätze aus Serviceverträgen,dem Mietgeschäft, dem Teleporto und dem Verkaufvon Verbrauchsmaterialien für die weltweit rund 243.000Frankiermaschinen enthalten, erhöhten sich damit 2012deutlich auf 132,1 Mio. Euro; im Jahr 2011 lagen sie nochbei 125,0 Mio. Euro.Aufteilung der Umsatzerlöse 2012in Prozentin Deutschland daher wieder die persönliche Anspracheund verzeichnet seitdem steigende Absatzzahlen. In derzweiten Jahreshälfte zeigte die erfolgreiche Einführung derPostBase erste Wirkung, insbesondere vor dem Hintergrunddes Charakters des US-Mietmarktes sind hier aber keineSprünge in der Umsatzentwicklung zu verzeichnen.Umsatzerlöse nach Produkten und Dienstleistungen *in Mio. EUR 2012 2011Wiederkehrende Erträge 132,1 125,0Vermietung 24,4 21,5Service / Kundendienst 24,9 26,220,2Verbrauchsmaterial 20,1 20,3Teleporto 12,2 12,2Mail Services 39,1 34,7Software 11,4 10,1Erträge aus Produktverkäufen 33,5 34,4Frankieren 25,4 26,579,8Kuvertieren 6,3 7,0Sonstige 1,8 0,9Gesamt 165,6 159,4Wiederkehrende Erträge132,1 Mio. Euro (79,8 %)2011: 125,0 Mio. Euro (78,4 %)Umsatz gesamt 165,6 Mio. Euro2011: 159,4 Mio. EuroErträge aus Produktverkäufen33,5 Mio. Euro (20,2 %)2011: 34,4 Mio. Euro (21,6 %)Wiederkehrende Umsatzerlöse 79,8 % 78,4 %Nicht wiederkehrende Umsatzerlöse 20,2 % 21,6 %* Umsätze nach IFRS ohne IntersegmentumsätzeDer Umsatz aus Produktverkäufen mit Frankier- und Kuvertiermaschinenblieb mit 33,5 Mio. Euro leicht unter demVorjahresniveau von 34,4 Mio. Euro. Der FP-Konzern mussteam neuen Standort Wittenberge anfängliche Herausforderungenin der Prozess- und Lieferkette bewältigen, wodurches zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Frankiermaschinenkam. Zudem richtete das Unternehmen im vergangenenJahr den Vertrieb im Heimatmarkt Deutschland neuaus. Der FP-Konzern setzte hier wie zuvor schon in denUSA und Großbritannien bei Frankiermaschinen verstärktauf den Vertriebskanal Telesales. Doch anders als in diesenbeiden telesalesstarken Märkten blieb die Reaktion derKunden auf die Ansprache per Telefon in Deutschland verhalten.Ab der zweiten Jahreshälfte verstärkte der VertriebErgebnisentwicklungDas operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen,das EBITDA, erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahrauf 19,0 Mio. Euro gegenüber 13,1 Mio. Euro im Jahr zuvor.Die abgeschlossene Restrukturierung der Produktion sowiedie höhere Effizienz des neuen Produktionsstandorts undder gesunkene Personalaufwand trugen maßgeblich zurSteigerung des EBITDA bei.Das EBIT lag 2012 bei 9,1 Mio. Euro nach -1,3 Mio. Euro imVorjahr. Das Konzernergebnis betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr4,0 Mio. Euro im Vergleich zu -4,6 Mio. Euroim Jahr zuvor.Konzernabschluss51


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 20123025201510530252015105EBITDAin Mio. Euro18,220,625,513,119,0Andere aktivierte EigenleistungenDie anderen aktivierten Eigenleistungen erhöhten sich 2012auf 12,1 Mio. Euro im Vergleich zu 8,7 Mio. Euro im Vorjahr.Sie resultieren aus einem Anstieg der hergestellten Frankiersystemefür das Mietgeschäft. Der FP-Konzern aktiviertdiese Mietmaschinen und schreibt sie über die Nutzungsdauerab. Eine im Herbst 2012 in den USA angekündigteDezertifizierung sorgt für einen Nachfrageschub beim FrankiersystemPostBase, da viele Kunden in diesem Mietmarktdiesen bis 2015 laufenden Prozess für einen Austausch ihrerFrankiermaschine nutzen. Die in den aktivierten Eigenleistungenenthaltenen Entwicklungsleistungen erhöhten sichgegenüber dem Vorjahr leicht von 4,8 Mio. Euro auf 5,2 Mio.Euro im Jahr 2012.002008 2009 2010 2011 2012Entwicklung wesentlicher Posten derKonzern-GesamtergebnisrechnungAngaben zur Konzern-Gesamtergebnisrechnungin Mio. EUR 2012 2011Veränderungin %Umsatzerlöse 165,6 159,4 3,9Bestandsveränderungen -0,2 -0,3 n/aAndere aktivierteeigenleistungen 12,1 8,7 39,1Gesamtleistung 177,5 167,8 5,8Sonstige betriebliche Erträge 1,4 5,6 -75,0Materialaufwand 72,5 62,8 15,4Personalaufwand 53,3 60,2 -11,5Abschreibungen undwertberichtigungen 9,9 14,4 -31,3Sonstige betrieblicheaufwendungen 34,1 37,3 -8,6Betriebsergebnis vorbesonderen Erträgenund Aufwendungen 9,1 -1,3 n/aZinsergebnis -2,7 -2,6 n/aSonstiges Finanzergebnis -0,3 -0,5 n/aSteuerergebnis -2,1 -0,2 n/aMaterialaufwandIm Geschäftsjahr 2012 erhöhte sich der Materialaufwand auf72,5 Mio. Euro im Vergleich zu 62,8 Mio. Euro im Vorjahr.Ein Grund hierfür sind die auf 40,5 Mio. Euro gegenüber36,3 Mio. Euro im Vorjahr gestiegenen Aufwendungen fürbezogene Leistungen. Dieser Anstieg lässt sich in erster Linieauf den höheren Umsatzanteil des Konsolidierungsgeschäftszurückführen. In der Folge stieg auch die Materialaufwandsquotedeutlich an (43,8 % nach 39,4 % im Vorjahr).Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erhöhtensich 2012 ebenfalls deutlich auf 32,0 Mio. Euro im Vergleichzu 26,5 Mio. Euro im Jahr 2011. Grund hierfür ist die deutlicheSteigerung der Zahl der hergestellten Frankiersysteme nachder Überwindung der temporären Herausforderungen in derProzess- und Lieferkette am neuen Standort Wittenberge imzweiten Halbjahr 2012. Die gestiegenen aktivierten Eigenleistungenfür vermietete Erzeugnisse ziehen ebenfalls einenAnstieg des Materialaufwands nach sich.PersonalaufwandDer Personalaufwand verminderte sich im Geschäftsjahr2012 auf 53,3 Mio. Euro im Vergleich zu 60,2 Mio. Euro imVorjahr. Die Restrukturierung der Produktion führte zu einersignifikanten Entlastung. Im Jahr zuvor hatten die Restrukturierungsmaßnahmennoch zu einmaligen Belastungen inHöhe von 5,6 Mio. Euro geführt.Jahresergebnis 4,0 -4,6 n/aEBIT 9,1 -1,3 n/aEBITDA 19,0 13,1 45,052


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen // Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige AngabenSonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen vermindertensich 2012 auf 34,1 Mio. Euro gegenüber 37,3 Mio. Euro im Vorjahr.Eine detaillierte Darstellung der Struktur der sonstigenbetrieblichen Aufwendungen findet sich im Konzernanhangunter Ziffer 6. Die in diesen Positionen enthaltenen Sonderaufwendungenim Rahmen der Restrukturierung hatten2011 noch bei 3,1 Mio. Euro gelegen, wohingegen 2012 keinRestrukturierungsaufwand ausgewiesen worden sind.EBITDADer FP-Konzern schloss im Jahr 2012 seine Restrukturierungerfolgreich ab und konnte von erheblichen Kostenvorteilenprofitieren. In der Folge erzielte der FP-Konzern im abgelaufenenGeschäftsjahr ein EBITDA, also einen Gewinn vorZinsen, Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen, inHöhe von 19,0 Mio. Euro im Vergleich zu 13,1 Mio. Euro imVorjahr. Die abgeschlossene Restrukturierung der Produktionsowie die höhere Effizienz des neuen Produktions standortsund der gesunkene Personalaufwand trugen maßgeblichzur Steigerung des EBITDA bei. Vor Restrukturierungskostenwurde 2012 ebenfalls ein EBITDA von 19,0 Mio. Euro erwirtschaftetnach 21,8 Mio. Euro im Vorjahr. 2012 sind keineweiteren Aufwendungen als Restrukturierungskosten ausgewiesenworden.Allerdings kam es zu einer Belastung des Sonstigen betrieblichenAufwands infolge einer Schätzungsänderung bezogenauf die 2011 gebildeten Restrukturierungsrückstellungen fürden Leerstand der Produktionshalle in Birkenwerder in Höhevon 0,5 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich hiereine Ergebnisbelastung aus dem vorübergehenden Parallelbetriebvon zwei Produktionsstandorten und verzögertenAuslieferungen im Rahmen der Produktionsverlagerung.Abschreibungen und WertminderungenIm abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 verringerten sich die Abschreibungenund Wertminderungen planmäßig auf 9,9 Mio.Euro gegenüber 14,4 Mio. Euro im Vorjahr. Hierbei machtesich der Wegfall der Abschreibungen auf Vermögenswerte,die im Rahmen des Erwerbs der iab und der freesort aktiviertwurden, bemerkbar, für die im Jahr 2011 noch 2,5 Mio. Euroangefallen waren. Darüber hinaus sind 2011 Abschreibungenauf ältere Entwicklungsprojekte ausge laufen; die Abschreibungenauf aktivierte Entwicklungsleistungen gingen deutlichzurück, da Abschreibungen auf Entwicklungsleistungender PostBase erst seit Mitte 2012 erfolgen.ZinsergebnisIm Jahr 2012 betrug das Zinsergebnis -2,7 Mio. Euro gegenüber-2,6 Mio. Euro im Jahr zuvor. Wegen des rückläufigenZinsniveaus fielen die Zinseinnahmen leicht auf 1,0 Mio.Euro gegenüber 1,2 Mio. Euro im Jahr 2011. Aus dem gleichenGrund sanken auch die Zinsaufwendungen um -0,1 Mio.Euro auf 3,7 Mio. Euro.FinanzergebnisDer FP-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2012 ein Finanzergebnisin Höhe von -0,3 Mio. Euro. Dies entspricht einerleichten Verbesserung im Vergleich zu -0,5 Mio. Euro imVorjahr. Die Effekte im Finanzergebnis hängen von der Stichtagsbewertungzu unterschiedlichen Wechselkursen ab.SteuerergebnisDas Steuerergebnis setzt sich aus einem Steuerertrag von10,1 Mio. Euro sowie laufenden Steueraufwendungen inHöhe von 12,2 Mio. Euro zusammen. In der Summe beläuftsich das Steuerergebnis auf 2,1 Mio. Euro, während imVorjahr noch ein steuerliches Ergebnis von -0,2 Mio. Euroangefallen war. Das Steuerergebnis ist belastet durch Effekteaus einer Betriebsprüfung für die Jahre 2005 bis 2008 inHöhe von 0,5 Mio. Euro und entspricht ansonsten weitestgehenddem vor dem Hintergrund einer Konzernsteuerquotein Höhe von 28,08 % erwarteten Steueraufwand.Konzernabschluss53


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012-5-10KonzernergebnisDie abgeschlossene Restrukturierung ermöglichte 2012 eineRückkehr in die Gewinnzone. 2011 wurden Restrukturierungsaufwendungenvor Steuern in Höhe von 8,7 Mio. Euroausgewiesen, wohingegen 2012 bereits Einsparungen ausder Restrukturierung realisiert werden konnten. Der FP-Konzern erwirtschaftete ein Konzernergebnis von 4,0 Mio.Euro nach -4,6 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis pro Aktielag bei 0,27 Euro im Vergleich zu -0,27 Euro im Jahr 2011.5050-5-10Konzernergebnisin Mio. Euro2,7-4,64,0100806040200Die in diesem Abschnitt dargestellten Umsatzwerte entsprechenjeweils den Umsatzerlösen mit externen Drittendes Segmentberichts.100806040200Umsatzerlöse nach Segmenten 1)in Mio. Euro85,986,9Vertrieb Deutschland70,874,2Vertrieb International1)nach local gaap 2011 20124,85,2Produktion-15-20-15-20-15,7-16,62008 2009 2010 2011 2012EBITDA nach Segmentenin Mio. EuroGeschäftsverlauf nach Segmenten1512151212,913,4Das Unternehmen ist in die vier Segmente Produktion,Vertrieb Deutschland, Vertrieb International sowie ZentraleFunktionen aufgeteilt. Die Segmentierung entspricht deminternen Berichtswesen des FP-Konzerns.Da die Segmente nach lokalen Rechnungslegungsvorschriftenberichten, werden in der Überleitung auf den Konzernabschlusssowohl die Anpassungsbuchungen nach IFRS alsauch die Konzern-Konsolidierungsbuchungen aufgenommen.Die Konzern-Konsolidierungsbuchungen umfassendie Konsolidierungen von Geschäftsbeziehungen zwischenden Segmenten. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zuMarktpreisen. Da die Zahlen aus den Einzelabschlüssen zueinem Gesamtsegmentergebnis aufsummiert werden, enthaltendie Segmentgesamtbeträge auch Intrasegmentzahlensowie Zwischengewinne.9630-3-69630-3-66,25,0Vertrieb Deutschland2011 2012Vertrieb International-5,53,7Produktion54


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen // Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige AngabenSegment Vertrieb DeutschlandInsgesamt erzielte der FP-Konzern in seinem deutschenHeimatmarkt 2012 einen Umsatz von 86,9 Mio. Euro mitexternen Dritten im Vergleich zu 85,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.Dabei stieg im Bereich Mail Services mitdem Konsolidierungsspezialisten freesort der Umsatz auf39,1 Mio. Euro gegenüber 34,7 Mio. Euro im Jahr zuvor.positiven Währungseffekten in Bezug auf die USA und Großbritannien.In den USA stieg der Umsatz auf 32,9 Mio. Eurogegenüber 30,1 Mio. Euro im Jahr zuvor, wobei der Wechselkurseffekt2,5 Mio. Euro beträgt. In Großbritannien stieg derUmsatz auf 15,0 Mio. Euro im Vergleich zu 13,0 Mio. Euro imJahr zuvor. Hier liegt der Wechselkurseffekt bei 1,0 Mio. Euro.Insgesamt verzeichnete der FP-Konzern positive Währungseffektein Höhe von 4,1 Mio. Euro.Im Bereich Softwarelösungen verbesserte sich der Umsatzebenfalls auf 11,4 Mio. Euro im Vergleich zu 10,1 Mio. Euroim Jahr 2011.Die Francotyp-Postalia Vertriebs- und Service Gruppe (VSG),die für den Bereich Frankieren und Kuvertieren verantwortlichist, erzielte einen Umsatz von 36,5 Mio. Euro nach41,1 Mio. Euro im Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr 2012 musstedas Unternehmen Herausforderungen in der Prozess- undLieferkette am neuen Standort Birkenwerder und in derebenfalls neuen Zentrale für Ersatzteile in der Nähe vonBremen meistern. Damit verzögerte sich auch das Aufholender Lieferrückstände, die vor Schließung der Fertigung inBirkenwerder aufgelaufen waren. Diese Engpässe trafen denFP-Konzern insbesondere im größten Markt Deutschland, indem die Kunden direkt vom Werk beliefert werden.Der FP-Konzern erzielte daher 2012 in Deutschland eineBITDA-Ergebnis von 5,0 Mio. Euro gegenüber 6,2 Mio. Euroim Vorjahr.Das Unternehmen konnte in Deutschland mit einemMarktanteil von 42,2 % seine Marktführerschaft im Frankiermaschinengeschäftuntermauern. Impulse für das Produktgeschäftbrachte die Teilnahme an der für die FP wichtigenCeBIT in Hannover. Der FP-Konzern stellte dort das neueFrankiersystem PostBase aus und erhielt die Akkreditierungals De-Mail-Anbieter in Deutschland.Segment Vertrieb InternationalIn seinem Segment Vertrieb International, in dem sämtlicheAkti vitäten der ausländischen Tochtergesellschaftenzusammen gefasst werden, erwirtschaftete der FP-Konzernim Geschäfts jahr 2012 einen Umsatz von 74,2 Mio. Euromit externen Dritten im Vergleich zu 70,8 Mio. Euro in derVorjahresperiode. Der Umsatzanstieg resultiert auch ausIm Segment Vertrieb International erwirtschaftete der FP-Konzern ein EBITDA-Ergebnis von 13,4 Mio. Euro gegenüber12,9 Mio. Euro im Jahr zuvor. Hier lag der Wechselkurseffektbei 0,9 Mio. Euro.Segment ProduktionIm Segment Produktion fasst der FP-Konzern seine Aktivitätenim Rahmen der Produktion in Deutschland zusammen.Der Umsatz in diesem Segment lag 2012 bei 5,2 Mio. Euronach 4,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.Die Schließung der Produktion in Birkenwerder erfolgte zumEnde des ersten Quartals 2012. Seit Anfang April 2012 produziertder FP-Konzern seine Frankiermaschinensystemeausschließlich am neuen Standort Wittenberge. Es dauerteaber länger als ursprünglich erwartet, bis sich die Prozess-und Lieferkette an diesem neuen Standort und inder ebenfalls neuen Zentrale für Ersatzteile in der Nähevon Bremen eingespielt hatte. Damit verzögerte sich auchdas Aufholen der Lieferrückstände, die vor Schließung derFertigung in Birkenwerder aufgelaufen waren. Es bedurfteNachschulungen und des Einsatzes von erfahrenen Mitarbeitern,bevor die Produktion in Wittenberge im Sommer2012 den eingeschwungenen Zustand erreichte.Während in der Produktion im Jahr 2011 aufgrund derRestrukturierungsaufwendungen noch ein EBITDA von-5,5 Mio. Euro erzielt worden war, wies das Unternehmenim abgelaufenen Geschäftsjahr für dieses Segment ein positivesEBITDA von 3,7 Mio. Euro aus. Hier lag der Wechselkurseffektbei 1,6 Mio. Euro.Konzernabschluss55


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Zusammenfassung der Ergebnisse pro Segmentin Mio. EUR Umsatz 1) EBITDA2012 2011Veränderungin % 2012 2011Veränderungin %Vertrieb Deutschland 86,9 85,9 1,2 5,0 6,2 -19,4Vertrieb International 74,2 70,8 4,8 13,4 12,9 3,9Produktion 5,2 4,8 8,3 3,7 -5,5 n/aFP-Konzern 2) 165,6 159,4 3,9 19,0 13,1 45,01)Umsatzerlöse mit externen Dritten2)In der Segmentberichterstattung wird das Segment „Zentrale Funktionen“zusätzlich ausgewiesen. Das Segment erzielt keine Umsätze mit externen Dritten.Umsatzerlöse wurden aus Dienstleistungen für Tochter gesellschaften generiert.Weitere Infor mationen zu diesem Segment und zur Konzernüber leitung finden sichim Konzernanhang.FinanzlageGrundsätze und Ziele des FinanzmanagementsZentrales Ziel des Finanzmanagements ist es, finanzielleRisiken zu vermeiden und die finanzielle Flexibilität desFP-Konzerns zu sichern. Das Unternehmen erreicht diesesZiel durch den Einsatz verschiedener Finanzierungsinstrumente.Bei deren Auswahl werden die Flexibilität, die Artder Kreditauflagen, das bestehende Fälligkeitsprofil unddie Kosten der Finanzierung berücksichtigt. Die längerfristigeLiquiditätsprognose erfolgt auf Basis der operativenPlanung. Grundsätzlich stammt ein wesentlicher Teil derLiquidität des FP-Konzerns aus der operativen Geschäftstätigkeitder Segmente mit dem daraus resultierendenMittelzufluss. Ergänzend nutzt das Unternehmen Finanzierungsleasingund Kredite von Finanzinstituten. Eine wichtigeSteuerungsgröße für die Kapitalstruktur des FP-Konzerns istder Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus dem Verhältnisvon Nettoschulden und Eigenkapital. Diese Kennzahlverbesserte sich zum 31. Dezember 2012 auf 143 %; im Vorjahrlag die Quote noch bei 189 %.LiquiditätsanalyseDer Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vermindertesich im Geschäftsjahr 2012 auf 7,3 Mio. Euro gegenüber17,1 Mio. Euro im Jahr zuvor. Ursächlich für den Rückgang desCashflows aus betrieb licher Geschäftstätigkeit sind vor allemdie gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Inanspruchnahmenvon Rückstellungen, wobei allein auf die Auszahlung bezogenauf Restrukturierungsrückstellungen ein Effekt von-5,6 Mio. Euro auf den Cashflow entfallen. Das EBITDA vorRestrukturierungskosten ist von 21,8 Mio. Euro (2011) auf19,0 Mio. Euro (2012) zurückgegangen, woraus ein weitererEinfluss auf den Cashflow von -2,8 Mio. Euro resultiert.Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit verringerte sich imGeschäftsjahr 2012 leicht auf 14,3 Mio. Euro nach 14,7 Mio.Euro im Vorjahr. Bezüglich der Veränderung wird auf denPunkt „Investitionsanalyse“ verwiesen.Der Free Cashflow, der Saldo von Mittelzufluss aus der Geschäftstätigkeitund dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit,lag damit bei -7,0 Mio. Euro gegenüber 2,4 Mio.Euro in der Vorjahresperiode.2012 lag der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit bei 6,3 Mio.Euro nach -9,5 Mio. Euro im Jahr zuvor. Dieser resultiertinsbesondere aus Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkreditenin Höhe von 4,1 Mio. Euro und einem positiven Saldofür die Tilgung und Aufnahme von Finanzierungsleasingin Höhe von 2,5 Mio. Euro sowie Einzahlungen aufgrundder Aktienemission in Höhe von 3,7 Mio. Euro und Einzahlungenaus der Aufnahme von Bankkrediten und unechtenPensions geschäften in Höhe von 4,2 Mio. Euro. Da absehbarwurde, dass insbesondere die finanziellen Belastungenaus der Inanspruchnahme der 2011 gebildeten Restrukturierungsrückstellungenzusätzliche Mittel bedingen würden,wurden im Rahmen des Konsortialdarlehens zusätzlicheInanspruchnahmen beziehungsweise Stundungen vereinbart.Der Konzern konnte allen Zahlungsverpflichtungennachkommen.56


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen // Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige AngabenDer dargestellte Finanzmittelfonds ergibt sich aus denBilanzpositionen „Liquide Mittel“ zuzüglich „Wertpapiere“abzüglich „Teleportogelder“.Liquiditätsanalysein Mio. EUR 1.1.- 31.12.2012 1.1.- 31.12.20111. Mittelzuflüsse und -abflüsseaus laufender GeschäftstätigkeitCashflow aus laufenderGeschäftstätigkeit 7,3 17,12. Mittelzuflüsse und -abflüsseaus InvestitionstätigkeitCashflow aus der Investitionstätigkeit -14,3 -14,73. Mittelzuflüsse und -abflüsseaus FinanzierungstätigkeitCashflow aus derFinanzierungstätigkeit 6,3 -9,5FinanzmittelbestandZahlungswirksame Veränderungdes Finanzmittelfonds -0,7 -7,1Wechselkursbedingte Änderungendes Finanzmittelfonds 0,0 0,0Finanzmittelfonds am Anfangder Periode 6,3 13,4Finanzmittelfonds am Endeder Periode 5,6 6,34,2 Mio. Euro (Vorjahr 1,7 Mio. Euro). In die Finanzmittelwerden neben den liquiden Mitteln auch die eigenenanteile in Höhe von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 1,8 Mio. Euro) unddie Wertpapiere in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr 0,7 Mio.Euro) einbezogen, wobei die Portoguthaben in Höhe von21,1 Mio. Euro (Vorjahr 20,2 Mio. Euro), die vom FP-Konzernverwaltet werden, herausgerechnet werden.Der daraus resultierende Nettoverschuldungsgrad wirdlaufend überprüft. Er stellt sich zum Jahresende im Vergleichzum Vorjahr wie folgt dar:Entwicklung der Nettoschuldenin Mio. EUR 31.12.2012 31.12.2011Schulden 40,7 38,2Finanzmittel -7,4 -8,2Nettoschulden 33,3 30,0Eigenkapital 23,2 15,9Nettoverschuldungsgrad 143 % 189 %Entwicklung der Nettoschuldenin Mio. EuroFinanzierungsanalyseIm abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der FP-Konzern dasNiveau seiner Finanzkraft halten. Dabei nutzte er zu seinerFinanzierung in erster Linie den Cashflow aus betrieblicherGeschäftstätigkeit sowie bestehende Kreditvereinbarungenmit Finanzinstituten. Diese Verbindlichkeiten blieben zum31. Dezember 2012 annähernd auf Vorjahresniveau. Bezüglichmöglicher Auswirkungen veränderter Zinsniveaus undKreditkonditionen wird auf den Abschnitt „Sicherungspolitikund Risikomanagement“ des Konzernanhangs verwiesen.Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Jahresende2012 bei 26,0 Mio. Euro im Vergleich zu 25,9 Mio. Euro zum31. Dezember 2011.6050403020100605040302010051,841,131,830,033,32008 2009 2010 2011 2012Der Nettoverschuldungsgrad für die weiteren Analysen istim nachfolgenden Absatz erläutert.Zu den Schulden zählen die Kreditverbindlichkeiten inHöhe von 36,5 Mio. Euro (Vorjahr 36,4 Mio. Euro) sowie dieVerbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe vonDer FP-Konzern schloss 2011 eine neue Konzernfinanzierungmit einem Bankenkonsortium unter Führung der Commerzbankfür drei Jahre ab. Er löste damit die ursprünglich bisEnde November 2011 laufende Finanzierung in Höhe von38,9 Mio. Euro und 6,9 Mio. US-Dollar vorzeitig ab undleistete eine Sondertilgung von 5 Mio. Euro.Konzernabschluss57


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 201220151050Das Gesamtvolumen des neuen Konsortialkredits teilt sichauf in 30,1 Mio. Euro und 12,0 Mio. US-Dollar. Der Kreditenthält im Verhältnis zum bisherigen Kreditengagementteilweise verbesserte Konditionen, die auch die Erfordernisseder operativen Gesellschaften berücksichtigenund ein erhöhtes Maß an Flexibilität gewährleisten. Fürden neuen Konsortialkredit wurden Arrangierungs- undBeteiligungsprovisio nen in Höhe von 0,6 Mio. Euro fällig,die als Zinsaufwand über die Laufzeit bis zum Februar 2014abgegrenzt werden.Im Jahr 2012 beliefen sich die Tilgungen auf 4,1 Mio. Euro.Gegenläufig hat die FP ein Darlehen in gleicher Höhe aufgenommen.Nähere Erläuterungen finden sich im Anhangunter Tz. 21, der Bestandteil des Jahresabschlusses ist, sowieim Risikobericht.Investitionsanalyse20151050Entwicklung der Investitionssummenin Mio. Euro15,87,712,714,714,32008 2009 2010 2011 2012Der FP-Konzern verfolgt eine fokussierte Investitionsstrategieund konzentriert sich insbesondere auf Investitionen,die der Weiterentwicklung des Unternehmens zu einemKomplettanbieter für die Briefkommunikation dienen. DieInvestitionen blieben 2012 mit 14,3 Mio. Euro nach 14,7 Mio.Euro im Vorjahr nahezu stabil. Die Aktivierung von Entwicklungskostenerhöhte sich 2012 auf 5,2 Mio. Euro gegenüber4,8 Mio. Euro im Vorjahr, da der FP-Konzern seine Entwicklungsleistungfür das Projekt Phoenix, in dessen Rahmendas neue und innovative Frankiersystem PostBase und Post-Base 2.0 entwickelt wurde, erhöhte.Die Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerteerhöhten sich 2012 auf 0,7 Mio. Euro im Vergleich zu 0,4 Mio.Euro ein Jahr zuvor. Bei den Investitionen in Sachanlagenohne vermietete Erzeugnisse gab es im vergangenen Jahreine Abnahme auf 2,4 Mio. Euro nach 4,6 Mio. Euro im Jahr2011, als noch hohe Aufwendungen für die Anschaffungvon neuen Werkzeugen für die neue Produktlinie PostBaseund den Aufbau des neuen Produktionsstandorts in Wittenbergeangefallen waren. Investitionen in vermieteteErzeugnisse lagen aufgrund der Einführung der PostBasein den US-amerikanischen Mietmarkt und dem großenerfolg, den der FP-Konzern dort mit der PostBase hat, bei6,5 Mio. Euro im Vergleich zu 4,2 Mio. Euro ein Jahr zuvor.Von diesen Zugängen in vermietet Erzeugnisse finden sich2,5 Mio. Euro (im Vorjahr 0,0 Mio. Euro) unter den Anlagenin Finanzierungsleasingverhältnissen, da diese Maschinenauch über Sale-and-Lease-Back oder Sale-and-Mietkauf-Back refinanziert werden. 4,0 Mio. Euro (im Vorjahr 4,2 Mio.Euro) werden im Anlagenvermögen direkt als vermietete Erzeugnisseausgewiesen. 2012 erfolgten keine Investitionenin Unternehmenserwerbe. Aufgrund der mehrheitlichenÜbernahme der Mentana-Claimsoft GmbH hatten die Investitionenin Unternehmenserwerbe 2011 noch bei 1,0 Mio. Eurogelegen.Angaben zu wesentlichen Investitionsverpflichtungen werdenim Konzernanhang unter Abschnitt IV., Tz. 23, gemacht.58


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen // Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige Angaben1501209060300Investitionenin Mio. EUR 2012 2011Aktivierung von Entwicklungskosten 5,2 4,8Investitionen in sonstigeimmaterielle Vermögenswerte 0,7 0,4Investitionen in Sachanlagen(ohne vermietete Erzeugnisse) 2,4 4,6Investitionen in vermieteteerzeugnisse 6,5 4,2Investitionen inunternehmenserwerbe 0,0 1,0Einzahlungen aus Abgängendes Anlagevermögens -0,5 -0,3Investitionen 14,3 14,7Vermögenslage und VermögensstrukturanalyseBilanzstrukturin Mio. Euro133,170,862,3136,066,170,0133,115,970,946,3136,023,273,539,32011 Aktiva 2012 2011 Passiva 2012Langfristige VermögenswerteKurzfristige VermögenswerteLangfristige SchuldenKurzfristige SchuldenEigenkapitalDie Bilanz zum 31. Dezember 2012 ist durch eine Zunahmeder langfristigen Vermögenswerte geprägt. Die langfris tigenSchulden sanken um ca. 15 %. Die kurzfristigen Vermögenswertesanken um ca. 7 %, wohingegen die kurzfristigenSchulden um ca. 4 % stiegen.Im Vergleich zum 31. Dezember 2011 erhöhte sich die Bilanzsummeum 3,0 Mio. Euro auf 136,0 Mio. Euro. Der Anteilder langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme erhöhtesich dabei von 46,8 % auf 51,4 %. Die kurzfristigenVermögenswerte deckten die kurzfristigen Schulden zum31. Dezember 2012 zu 89,9 % im Vergleich zu 99,8 % einJahr zuvor.Lang- und kurzfristige VermögenswerteInnerhalb der langfristigen Vermögenswerte erhöhten sichdie immateriellen Vermögenswerte auf 33,9 Mio. Euro imVergleich zu 31,3 Mio. Euro im Vorjahr. Hierin enthaltenePositionen sind Firmenwerte mit 10,0 Mio. Euro (Vorjahr10,0 Mio. Euro), immaterielle Vermögenswerte einschließlichKundenlisten mit 17,7 Mio. Euro (Vorjahr 10,4 Mio. Euro)und noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte mit6,1 Mio. Euro (Vorjahr 10,9 Mio. Euro).Zum 31. Dezember 2012 erhöhten sich die Sachanlagen auf21,2 Mio. Euro gegenüber 19,7 Mio. Euro im Vorjahr. Dabeierhöhten sich insbesondere die Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissenaufgrund des anziehenden Mietgeschäftsauf 5,9 Mio. Euro gegenüber 3,8 Mio. Euro ein Jahrzuvor. Der FP-Konzern nutzt das Finanzierungsleasing zurFinanzierung von Mietmaschinen (USA). Bei Grundstücken,grundstücksgleichen Rechten und Bauten gab es aufgrunddes Aufbaus der neuen Produktion in Wittenberge einendeutlichen Zuwachs von 1,1 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro. Diegeleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau reduziertensich infolge der Inbetriebnahme der neuen Fertigung imGegenzug von 2,7 Mio. Euro auf 0,0 Mio. Euro zum 31. Dezember2012. Bei den vermieteten Erzeugnissen gab es einenleichten Rückgang von 8,5 Mio. Euro auf 7,7 Mio. Euro.Konzernabschluss59


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Die aktiven latenten Steueransprüche verringerten sich von9,3 Mio. Euro auf 6,5 Mio. Euro. Im Rahmen einer für dieJahre 2005 bis 2008 vorgenommenen Außenprüfung wird eshöchstwahrscheinlich zu Anpassungen bei den noch nichtbestandskräftigen steuerlichen Veranlagungen in Bezug aufdie Verrechnungspreise kommen. Die wesentliche Folgeangepasster Verrechnungspreise wären Gewinnverlagerungenaus dem Ausland nach Deutschland. Im Rahmenvon Schieds- oder Verständigungsverfahren sollte es aberzu entsprechenden Anpassungen im Ausland kommen, diezu Steuerentlastungseffekten führen sollten.Bei den kurzfristigen Vermögenswerten blieb der Wert derVorräte zum 31. Dezember 2011 mit 11,0 Mio. Euro gegenüber10,8 Mio. Euro am Bilanzstichtag nahezu unverändert. DieForderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen auf17,6 Mio. Euro im Vergleich zu 16,6 Mio. Euro ein Jahr zuvor.Die Wertpapiere in Höhe von 0,7 Mio. Euro dienen derfreesort GmbH als Barhinterlegung eines Avals gegenüberder Deutschen Post AG. Die liquiden Mittel erhöhten sichleicht von 25,9 Mio. Euro auf 26,0 Mio. Euro. Die sonstigenkurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich von 9,2 Mio.Euro im Vorjahr auf 8,2 Mio. Euro.EigenkapitalAufgrund des positiven Konzernergebnisses erhöhte sichdas Eigenkapital zum 31. Dezember 2012 auf 23,2 Mio. Eurogegenüber 15,9 Mio. Euro Ende 2011.Zum 31. Dezember 2012 betrug das Grundkapital derFranco typ-Postalia Holding AG 16,2 Mio. Euro, eingeteiltin 16.160.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohneNennbetrag. Am 23. März 2012 erhöhte der FP-Konzern dasGrundkapital der Gesellschaft um 1,46 Mio. Euro. Hierzu gabdas Unternehmen neue, auf den Inhaber lautende Stückaktienmit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von1 Euro je Aktie aus. Der Ausgabebetrag der Aktien lag bei2,66 Euro; der Gesellschaft floss damit ein Bruttoemissionserlösin Höhe von 3,9 Mio. Euro zu. Den über 1 Euro je Aktiehinausgehenden Betrag verbuchte der FP-Konzern in derKapitalrücklage.Zum Jahresende 2012 hielt das Unternehmen insgesamt370.444 Stück eigene Aktien; dies entspricht 2,29 % desGrundkapitals. Weitere Angaben zu genehmigtem undbedingtem Kapital sowie zu Wandel- und Optionsrechtenkönnen dem erläuternden Bericht des Vorstands gemäߧ 315 Abs. 4 HGB i. V. m. § 120 Abs. 3 Satz 2 AktG entnommenwerden.Lang- und kurzfristige SchuldenDie kurzfristigen Schulden erhöhten sich zum 31. Dezember2012 auf 73,5 Mio. Euro im Vergleich zu 70,1 Mio. Euro einJahr zuvor. Dabei reduzierten sich die Verbindlichkeiten ausLieferungen und Leistungen auf 8,3 Mio. Euro gegenüber10,2 Mio. Euro am 31. Dezember 2011. Die Rückstellungenverringerten sich im gleichen Zeitraum von 11,0 Mio. Euroauf 4,4 Mio. Euro. Diese Rückstellungen sind im Konzernanhangunter Abschnitt IV., Tz. 20 erläutert. Die sonstigenkurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen von 40,4 Mio. Euroauf 41,9 Mio. Euro, wovon 0,9 Mio. Euro auf höhere Verbindlichkeitenaus Teleporto entfielen. Die kurzfristigenFinanzverbindlichkeiten erhöhten sich auf 16,8 Mio. Eurogegenüber 7,8 Mio. Euro am 31. Dezember 2011.Die langfristigen Schulden verringerten sich im abgelaufenenGeschäftsjahr von 46,3 Mio. Euro auf 39,3 Mio. Euro am31. Dezember 2012. Das Verhältnis der Nettoschulden zumEigenkapital verbesserte sich zum Jahresende 2012 auf 143 %nach 189 % im Vorjahr.Vergleich des tatsächlichen mit demPrognostizierten GeschäftsverlaufBei der Vorstellung der Geschäftszahlen am 19. April 2012legte der FP-Konzern eine erste quantitative Prognose fürdas Gesamtjahr 2012 vor. Die Planungen sahen einen Umsatzvon mindestens 161 Mio. Euro sowie ein EBITDA vonmindestens 25 Mio. Euro vor.Diese Prognose revidierte der FP-Konzern am 23. August 2012aus den folgenden Gründen: Im ersten Halbjahr 2012 hattensich die Herausforderungen in der Prozess- und Lieferkettein den alten und neuen Produktionsstätten Birkenwerder60


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen // Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige Angabenund Wittenberge langsamer als gedacht gelöst. Die dadurchentstandenen Lieferrückstände ließen sich nicht schnell genugbeheben und wirkten sich insbesondere im deutschenGeschäft negativ aus. Auf der Umsatzseite führte dies zueiner temporären Verschiebung der Umsatzstruktur in Richtungdes wachstumsstarken, aber margenschwachen Konsolidierungsgeschäfts.Vor diesem Hintergrund erwarteteder FP-Konzern für das Gesamtjahr 2012 zwar unveränderteinen Umsatz von mindestens 161 Mio. Euro, ging aber nunmehrvon einem EBITDA von 19 bis 21 Mio. Euro und einemEBIT von 8 bis 10 Mio. Euro aus.Diese Ziele erreichte der FP-Konzern. 2012 stieg der Umsatzauf 165,6 Mio. Euro, das EBITDA lag bei 19,0 Mio. Euro unddas EBIT bei 9,1 Mio. Euro.Die Abschreibungen lagen erwartungsgemäß unter demVorjahresniveau, da Abschreibungen auf Kundenlistenund Software, die im Zusammenhang mit dem Erwerb derfreesort und der iab aktiviert worden waren, planmäßigausgelaufen sind. Des Weiteren liefen Ende 2011 Abschreibungenauf aktivierte FuE-Projekte aus und der Abschreibungsbeginnfür aktuell aktivierte FuE-Projekte lag erst inder Mitte des Jahres 2012.Der Geschäftsverlauf 2012 lag damit insgesamt unter denursprünglichen Erwartungen. Diese Erkenntnis äußerte sichin der geänderten Prognose, die mit der Veröffentlichungdes Halbjahresfinanzberichts bekannt gegeben wurde.diese revidierte Einschätzung konnte dann allerdings bestätigtwerden.Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufFür den FP-Konzern war 2012 ein sehr herausforderndesGeschäftsjahr. Das Unternehmen schloss die Restrukturierungseiner Produktion ab, eröffnete eine neue zentrale Fertigungim brandenburgischen Wittenberge, löste anfänglicheHerausforderungen in der dortigen Prozess- und Lieferketteund richtete den Vertrieb im Heimatmarkt Deutschland neuaus. Zudem forcierte der FP-Konzern die Weiterentwicklungzu einem Multi-Channel-Anbieter. Zu den zentralenMaßnahmen zählten die Einführung des neuen FrankiersystemsPostBase sowie der Einstieg in die vollelektronischeBriefkommunikation, den Markt für die De-Mail. Trotz allerHerausforderungen und Investitionen in künftiges Wachstumkonnte das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahrden Umsatz leicht steigern, das Ergebnis deutlich verbessernund die Rückkehr in die Gewinnzone schaffen.2012 konnten rund 3 Mio. Euro an Personalkosten infolge derRestrukturierung realisiert werden. Einmalkosten infolge derSchließung der Produktion in Birkenwerder und des Aufbauseiner neuen Fertigung in Wittenberge belasteten das Ergebnismit 1,5 Mio. Euro stärker als erwartet. Im Jahr zuvor war dasErgebnis zusätzlich durch Restrukturierungsauf wendungenin Höhe von 8,6 Mio. Euro belastet worden. Dem wirkte 2011noch der ausgelaufene Standortsicherungsvertrag mit einerEinsparung in Höhe von 1,0 Mio. Euro positiv entgegen.Konzernabschluss61


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012NachtragsberichtDer stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Felix Hölzer hatsein Mandat im Aufsichtsrat der FP Holding zum 31. März 2013gemäß Ziffer 10 (5) der Satzung der Gesellschaft niedergelegt.Felix Hölzer war seit Juni 2012 Mitglied des Aufsichtsrats der FP.Für die Übergangsphase bis zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedernder FP Holding in der kommenden Hauptversammlungam 27. Juni 2013 wurde von Vorstand und Aufsichtsratder Antrag auf Bestellung von Klaus Röhrig als neuem Aufsichtsratsmitgliedbeim Amtgericht Neuruppin gestellt. HerrRöhrig hatte bereits im Januar dieses Jahres, nachdem seinAktienanteil die Schwelle von 10 % überschritten hat, dasInteresse bekundet, einen Sitz im Aufsichtsrat und damitVerantwortung für die Gesellschaft übernehmen zu wollen.Das Amtsgericht Neuruppin hat mit Wirkung vom 1. April 2013Herrn Röhrig als Aufsichtsratsmitglied bestellt.2012 hatte die FP die Deutsche Postbank AG mandatiert, einsyndiziertes Darlehen über 45 Mio. Euro mit einer Laufzeitvon dreieinhalb Jahren zu arrangieren, mit dem die bestehendeKonsortialdarlehensfinanzierung vor deren eigentlichenLaufzeitende im Februar 2014 bereits im erstenHalbjahr 2013 abgelöst werden soll. Per 22. März 2013 lagendie hierzu benötigten schriftlichen Darlehenszusagen vor.Diese stehen unter Dokumentationsvorbehalt. Die Gesellschaftgeht jedoch davon aus, dass ein finaler Vertragsschlussunter diesen Bedingungen zustande kommt.Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zuberichten wäre, gab es nicht.Risiko- und ChancenberichtRisiko- und ChancenmanagementsystemDer FP-Konzern machte 2012 bedeutende Fortschritte aufdem Weg zum ersten Multi-Channel-Anbieter für Briefkommunikation.Eine entscheidende Voraussetzung hierfürwar ein gut funktionierendes Chancen- und Risikomanagementsystem,das es ermöglicht, Chancen frühzeitigzu erkennen und wahrzunehmen bzw. Risiken ebensofrühzeitig zu erkennen und einzugrenzen. Grundsätzlichist die Risikopolitik des FP-Konzerns darauf ausgerichtet,den Bestand des Unternehmens nachhaltig zu sichern unddie Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern.Das Risiko- und Chancenmanagement ist in die wertorientierteSteuerung und die bestehenden Strukturen desFP-Konzerns eingebunden. Es ist aus den strategischenZielen abgeleitet, um ein angemessenes Chancen-Risiko-Verhältnis zu erreichen. Für die frühzeitige und regelmäßigeIdentifizierung, Bewertung und Organisation von Chancen istdas operative Management in den Geschäftsbereichen und inden Tochtergesellschaften verantwortlich. Der Chancenerkennungdienen unter anderem detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysenund Prognoseszenarien sowie die intensiveAuseinandersetzung mit relevanten Kostentreibern.Ein Überwachungssystem nach § 91 Abs. 2 AktG ist eingerichtet.Dieses System dient der (Früh-)Erkennung bestandsgefährdenderRisiken für den FP-Konzern. Einmal im Jahrwerden alle rechtlichen Risiken, Geschäftsrisiken, Betriebsrisikenund Finanzrisiken im FP-Konzern inventarisiert. Alleerfassten Risiken werden nach Maßgabe der möglichenSchadenhöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit danachbeurteilt, ob sie bestandsgefährdend sind. Die bestandsgefährdendenRisiken werden gesondert festgehalten undweiter beobachtet. Nachfolgend sind diejenigen Risikennäher erläutert, die der FP-Konzern aus heutiger Sicht alswesentlich für die Geschäftstätigkeit einstuft.Marktbezogene RisikenGesamtwirtschaftliche RisikenWesentliche Risiken für den FP-Konzern ergeben sich ausder konjunkturellen Entwicklung sowie aus Wechselkursrisiken.Der FP-Konzern ist, je nach Konjunkturlage, teilweise einemzyklischen Investitionsverhalten der Kunden ausgesetzt.Die fast 90-jährige Historie des Unternehmens hat jedochimmer wieder gezeigt, dass die Risiken der Konjunkturzyklenbeherrschbar sind. Darüber hinaus sind mehr alsdrei Viertel der Umsätze des FP-Konzerns wiederkehrendeerträge aus Serviceverträgen, dem Mietgeschäft, dem Verkaufvon Verbrauchsmaterialien sowie den Postdienstleistungenund Softwarelösungen. Die wiederkehrenden Erträge sinderheblich weniger von konjunkturellen Schwankungenbetroffen als das Neugeschäft. Insgesamt sind aus heutigerSicht keine bestandsgefährdenden Risiken aus der gesamtwirtschaftlichenEntwicklung heraus zu erkennen.62


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage // Nachtragsbericht// Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige AngabenWährungsrisiken ergeben sich daraus, dass der FP-KonzernUmsätze teilweise in anderen Währungen erzielt, die Kostenjedoch größtenteils in Euro anfallen. Das Unternehmenerwirtschaftet etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes in denUSA, Kanada und Großbritannien. Einige Tochterunternehmendes FP-Konzerns bilanzieren in Fremdwährungen. Insbesondereder Euro / US-Dollar-Kurs ist für das Ergebnis desFP-Konzerns von Bedeutung. Ein schwacher US-Dollar wirktsich beispielsweise nachteilig auf die in Euro ausgewiesenenUmsatzerlöse und den Cashflow aus. Der FP-Konzernbegegnet den Währungsrisiken mit Hedgegeschäften amFinanzmarkt (siehe auch den Abschnitt „Währungsrisiko“)und begrenzt das Risiko.nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowiedie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmenshaben, da z. B. die Attraktivität des Geschäftsmodells fürKunden, die nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind, sinkt.In diesem Zusammenhang ist genau zu beobachten, wiesich der Bereich der privaten Postdienstleister entwickelt.Die Einführung des Mindestlohns für Zusteller hatte denWettbewerbsdruck im Briefgeschäft verringert. Im Januar2010 entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig,dass dieser Mindestlohn unwirksam ist. Mittlerweile gibt esnun Überlegungen im politischen Raum, einen allgemeinenMindestlohn einzuführen. Die weitere Entwicklung ist offen.Branchenspezifische RisikenVeränderte MarktstrukturDie Gesetzgeber haben den europäischen Briefmarkt für denWettbewerb geöffnet, dies regelt die EU-Richtlinie (Richtlinie2002 / 39 / EG) zur weiteren Liberalisierung des Marktesfür Postdienste. Die laufende Umsetzung dieser Richtliniein nationales Recht wird voraussichtlich dazu führen, dasskünftig mehrere Anbieter von Postdienstleistungen in dennationalen Postmärkten tätig sein werden.Der deutsche Postmarkt ist bereits seit dem 1. Januar 2008vollständig liberalisiert. Die Bundesnetzagentur für Elektrizität,Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen(„Bundesnetzagentur“) hat mittlerweile mehrere HundertLizenzen an verschiedene Anbieter von Postdienstleistungenausgegeben. Es ist möglich, dass die neuen Anbieterihre Leistungen ausweiten, Marktanteile gewinnen und ihrePost ohne Freimachung befördern, wodurch sich der Bedarfan Frankiermaschinen insgesamt verringern könnte.Einen großen Einfluss auf die Entwicklung des liberalisiertenPostmarktes in Deutschland hat auch die gesetzliche Anpassungder Umsatzsteuerpflicht für Postdienstleistungen. Nachmehreren Anläufen beschlossen Bundestag und Bundesratim März 2010 eine Änderung des Umsatzsteuergesetzes. DieDeutsche Post AG bleibt weiterhin für Universaldienstleistungenvon der Umsatzsteuer befreit, wird aber bei anderenProdukten umsatzsteuerpflichtig. Die Neuregelung trat zum1. Juli 2010 in Kraft. Diese Entwicklung kann auch in andereneuropäischen bzw. internationalen Postmärkten eintreten,in denen der FP-Konzern tätig ist. Dies könnte wesentlicheZurzeit werden diverse Mindestlohnoptionen diskutiert, diedie Situation der privaten Briefdienstleister unterschiedlichbeeinflussen könnten. Grundsätzlich ist zu sagen, dass eineallgemeine Mindestlohnregelung, wenn sie nicht zu hochausfällt, die Chancen der privaten Briefdienstleister am wenigstenbeeinflusst, da sie für alle Unternehmen in gleichemMaße gelten. Am ungünstigsten wären branchenbezogeneMindestlöhne für die Zustelldienste, die deutlich über demgegenwärtigen Lohnniveau lägen. Dies würde die Chancender privaten Dienstleister beeinträchtigen. Damit wären auchGeschäftsmöglichkeiten mit den privaten Briefdienstleisternweniger aussichtsreich für den FP-Konzern. Je nachdem, wiesich der Markt an dieser Stelle entwickelt, müssten gegebenenfallsstrategische Initiativen beim Ausbau traditionellerMärkte mit neuen Produkten angepasst werden.Verändertes NutzerverhaltenDurch den Einsatz neuer, insbesondere digitaler Technologienim Postausgangsmarkt und durch die Zunahmevon privaten Briefdienstleistern kann sich der Bedarf anFrankiermaschinen verringern. Dies kann die Nachfragehin zu kleineren Frankiermaschinen verschieben sowieMarktanteile und Preise verändern. Diesem Risiko stehteine Chance gegenüber, denn der FP-Konzern partizipiertmit innovativen Angeboten mittlerweile sowohl an derLiberalisierung als auch am technologischen Fortschritt. AlsKomplettdienstleister für die Briefkommunikation hat derFP-Konzern eine Basis geschaffen, um auch künftig von denVeränderungen der Postmärkte und dem sich veränderndenNutzerverhalten profitieren zu können.Konzernabschluss63


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Darüber hinaus zeigen Marktbeobachtungen, dass insbesonderedie Gruppe der großen Frankiermaschinen aus demC-Segment mit Nachfragerückgängen zu kämpfen hat. Häufigist ein Zurückstufen von großen auf kleinere Maschinen ausdem A-Segment zu beobachten. Hierin besteht eine Chancefür den FP-Konzern, der im Bereich der Frankiermaschinenausschließlich im A-Segment tätig ist und im Bereich desC-Segments alternative Technologien anbietet.Im Bereich der Sammelkommunikation, also der individualisiertenTagespost, die durch Hybrid-Mail-Lösungen (iab)verarbeitet wird, sowie im Bereich der Konsolidierung (freesort)beobachtet der Konzern in zunehmendem Maße dasAufkommen von Mitbewerbern. Der FP-Konzern begegnetdiesem Risiko durch eine Verzahnung der Bereiche „Frankierenund Kuvertieren“ sowie „Softwarelösungen und MailServices“. Der Konzern bündelt seine Potenziale als Dienstleisterfür die gesamte Briefkommunikation. Angesichts dersich daraus ergebenden Chancen beobachtet der FP-Konzerndie branchenwirtschaftlichen Risiken sehr genau, da sieAuswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslagedes Unternehmens haben könnten. Bestands gefährdendeRisiken sind derzeit aber nicht zu erkennen.Unternehmensstrategische RisikenDer FP-Konzern strebt profitables und nachhaltiges Wachstuman. Dieses Kriterium ist grundsätzlich auch die entscheidendeMaßgabe für Investitionen und Akquisitionen bzw.Beteiligungen an Unternehmen. UnternehmensstrategischeRisiken beinhalten im Wesentlichen Fehleinschätzungen beiEntscheidungen zu Investitionen und möglichen M & A-Aktivitäten. Ebenso können Risiken daraus resultieren,dass sich Erwartungen, die beispielsweise in Investitionengesetzt wurden, nicht erfüllen. Der FP-Konzern unterziehtdie in der Konzernbilanz aktivierten Firmenwerte seinerTochtergesellschaften regelmäßig einem Werthaltigkeitstest.Die Notwendigkeit einer Abschreibung hätte zwar keineAuswirkung auf das EBITDA, jedoch auf das Eigenkapital.Darüber hinaus könnte das Engagement in neuen Märkten(wie zuletzt Frankreich) unter Umständen nicht zu dem angestrebtenErfolg führen.Ebenso besteht die Möglichkeit, dass die PostBase nichtden gewünschten Erfolgsbeitrag liefert. Zum 31. Dezember2012 sind hierfür 17,7 Mio. Euro (im Vorjahr 10,4 Mio. Euro)unter den selbst erstellten immateriellen Vermögenswertenaktiviert. Auf Basis der aktuellen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungwird mit EBIT-Beiträgen gerechnet, die die aktiviertenEntwicklungskosten deutlich überschreiten.Der Erfolg der De-Mail am Markt hängt von unterschiedlichenFaktoren wie zum Beispiel der Akzeptanz durch denEndkunden ab. FP geht wie auch andere Marktteilnehmer(Telekom, United Internet) von einem Erfolg dieses Produktsaus, jedoch ist dieser nicht abgesichert und muss in denfolgenden Perioden erst realisiert werden.Generell begrenzt der FP-Konzern mit frühzeitigen ChancenundRisikoanalysen und dem Einsatz interner und gegebenenfallsauch externer Experten solche unternehmensstrategischeRisiken. Derzeit sieht das Unternehmen keinestrategischen Risiken, die zu einer Bestandsgefährdungführen könnten.Leistungswirtschaftliche RisikenBeschaffungs- und EinkaufsrisikenDer FP-Konzern ist in einigen Bereichen der Rohstoffversorgungsowie bei der Bereitstellung von Dienstleistungenvon Lieferanten und Drittanbietern abhängig. Lieferantenausfälle,Qualitätsprobleme und Lieferengpässe bei speziellenRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffen könnten zu poten ziellenBeschaffungsrisiken führen. Mit gezielter Lieferantenauswahl,langfristigen Liefervereinbarungen und Qualitätsstandardsminimiert der FP-Konzern diese Risiken. DasUnternehmen schätzt das Beschaffungsrisiko insgesamtals gering ein.Produktionstechnische RisikenGrundsätzlich erkennt das Unternehmen mögliche Produktionsrisikenfrühzeitig durch den Einsatz von Überwachungs-und Kontrollsystemen. Mit zahlreichen Maßnahmenzur Qualitätssicherung, Zertifizierungen und durch64


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Nachtragsbericht// Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige Angabendie ständige Weiterentwicklung der Anlagen und Produktewerden die Risiken verringert. Aufgrund der Vorsorgemaßnahmenstuft das Unternehmen mögliche Produktionsrisikenals moderat ein.Informationstechnische RisikenDas Unternehmen begegnet möglichen IT-Risiken durchden Einsatz moderner Hard- und Software nach aktuellenSicherheitsstandards. Um Geschäftsprozesse sicherabzu wickeln, überprüft das Unternehmen regelmäßig dieIT-Systeme. Der FP-Konzern minimiert solche Risiken zudemdurch den Einsatz ausgebildeter Experten und durchprofessionelles Projektmanagement. Das Unternehmenschätzt mögliche Gefahren im Zusammenhang mit derInformationssicherheit oder Risiken aus der verwendetenInformationstechnologie als gering ein.Durch die Akquisition der Mentana-Claimsoft GmbH ist derFP-Konzern zusätzlichen IT-Risiken ausgesetzt, die sich ausdem Betrieb der Systeme für seine Kunden ergeben. Es könnenSchäden daraus entstehen, dass die Systeme nicht zurVerfügung stehen oder dass die Sicherheitsvorkehrungennicht ausreichend vor dem Zugriff Unbefugter schützen.Da Mentana-Claimsoft die für ihr Geschäftsfeld relevantenZertifizierungen besitzt, wird von einer Beherrschbarkeitdieser Risiken ausgegangen.PersonalrisikenDer Erfolg des Unternehmens ist maßgeblich vom Engagement,der Motivation und den Fähigkeiten seiner Mitarbeiterabhängig. Es bestehen Risiken, Leistungsträger füroffene Stellen nicht finden bzw. nicht halten zu können. DerFP-Konzern begrenzt diese Risiken durch leistungsgerechteVergütungen und flexible, an den Interessen der Beschäftigtenorientierte Arbeitsbedingungen. Wichtige Positionenwerden regelmäßig im Hinblick auf eine vorausschauendeNachfolgeplanung analysiert und geeignete Kandidatenauf diese Aufgaben vorbereitet. Dabei ist die schriftlicheDokumentation von Wissen von Vorteil. Insgesamt sind diePersonalrisiken als gering einzustufen.FinanzrisikenDer FP-Konzern ist im Rahmen seines Geschäfts bestimmtenfinanziellen Risiken ausgesetzt, die Währungsschwankungen,Zinsänderungsrisiken, Liquiditätsengpässe und Forderungsausfälleumfassen. Das Risikomanagementsystem desKonzerns berücksichtigt die Unvorhersehbarkeit der Finanzmärkteund soll negative Auswirkungen auf die Ertragslagedes Konzerns minimieren. Um dieses Ziel zu erreichen,bedient sich der Konzern bestimmter Finanzinstrumente.Diese werden generell zur Absicherung bestehender Grundgeschäfteoder geplanter Transaktionen eingesetzt. DerHandlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten, die finanzwirtschaftlicheBerichterstattung und die Kontrollmechanismenfür Finanzinstrumente sind durch konzerninterneRegelungen festgelegt. Hierzu gehört eine Funktionstrennungvon Erfassung und Kontrolle der Finanz instrumente.Die Risiken der Finanzinstrumente sind im Konzernanhangdetaillierter dargestellt. Die Währungs-, ZinsänderungsundLiquiditätsrisiken des FP-Konzerns werden zentralgesteuert. Das Unternehmen stuft die Finanzrisiken alsbeherrschbar ein.WährungsrisikoAufgrund seiner internationalen Ausrichtung ist derFP-Konzern Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. So befindensich die Tochtergesellschaften in Großbritannien, Schweden,Singapur, Kanada und den USA außerhalb des Eurowährungsraums.Um die Währungsrisiken zu begrenzen, ist derEinsatz von derivativen Finanzinstrumenten vorgesehen.Die Währungsrisiken aus den zu erwartenden Zahlungseingängenin US-Dollar werden teilweise abgesichert, indemdiese zur Tilgung eines am 21. Februar 2011 aufgenommenenDarlehens verwendet werden, das ebenfalls in US-Dollarausgewiesen ist. Darüber hinaus bestehen Sicherungsgeschäftefür Konvertierungen von US-Dollar in Euro sowievon Britischem Pfund in Euro für das Jahr 2012. DasUnter nehmen schätzt mögliche Risiken in diesem Bereichals beherrschbar ein.Konzernabschluss65


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012ZinsänderungsrisikoDas Risiko durch Schwankungen der Marktzinssätze resultiertüberwiegend aus den langfristigen Verbindlichkeitenmit einem variablen Zinssatz. Die Struktur der Zinsmargendes neuen Konsortialkreditvertrags ist bis Ende 2013 festgeschrieben.Am 30. und 31. August 2011 wurden zwei Zins-Swap-Geschäftein USD mit einem anfänglichen Bezugsbetrag voninsgesamt 5.600 TUSD und drei Zins-Swap-Geschäfte inEUR mit einem anfänglichen Bezugsbetrag von insgesamt16.130 TEUR und einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2013abgeschlossen. Der Bezugsbetrag reduziert sich über dieLaufzeit in Höhe der gemäß dem Konsortialdarlehensvertragplanmäßig vorzunehmenden Tilgungen. Im Rahmen derZins-Swap-Geschäfte tauscht der Konzern variable 3-Monats-Libor-Zinszahlungengegen einen Festzinssatz in derBandbreite von 0,78 % bis 0,80 % p. a. (USD-Darlehen) bzw.1,53 % bis 1,56 % p. a.(EUR-Darlehen). Der Marktwert dieserInstrumente beträgt -0,1 Mio. Euro (im Vorjahr -0,2 Mio.Euro in Bezug auf die damals vorhandenen Finanzinstrumente).Der Swap wird vierteljährlich ausgeglichen.Die Konditionen der Verträge sowie die Marktwerte zum31. Dezember 2012 sind im Konzernanhang unter Abschnitt I.,TZ. 2 ersichtlich. Insgesamt sind die Risiken aus Zins än derungenals beherrschbar einzustufen.LiquiditätsrisikoDer FP-Konzern hat gemäß dem mit den Banken abgeschlossenenKonsortialdarlehensvertrag zwei bestimmteFinanzkennzahlen (Covenants) einzuhalten. Zum einen dürfendefinierte Eigenmittel des FP-Konzerns zum jewei ligenQuartalsende nicht unterschritten werden. Zum anderenist ein bestimmter Nettoverschuldungsgrad nicht zu überschreiten.Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis von Nettoverschuldungzu EBITDA, wobei diese beiden Werte gemäßKreditvertragsdefinition bezogen auf bestimmte Positionenin geringem Umfang korrigiert werden.Die zum 31. Dezember 2012 maßgeblichen Finanzkennzahlenwurden eingehalten. Bei einer Nichteinhaltung der Finanzkennzahlenhätte das Bankenkonsortium das vertraglicheRecht gehabt, den Kredit fällig zu stellen.Nach aktuellem Stand wird davon ausgegangen, dass dieseFinanzkennzahlen auch weiterhin eingehalten werden.Sollte künftig eine Finanzkennzahl nicht eingehalten werdenkönnen, wird davon ausgegangen, dass mit den beteiligtenBanken auf dem Wege von Nachverhandlungeneine Einigung bezüglich der Fortführung des Kredits erzieltwerden kann. Dies kann jedoch gegebenenfalls zu höherenFinanzierungsaufwendungen führen. Insgesamt hält derFP-Konzern das Liquiditätsrisiko für überschaubar.Der Konzern hatte neben den vertraglich vereinbartenZins- und Tilgungszahlungen im Zeitraum von März 2012bis Juni 2012 auch Zahlungen im Zusammenhang mit demSozialplan (Abschnitt IV., Tz. 20) zu leisten. Hier lag eineRisikokonzentration hinsichtlich der Liquidität vor. Umdieses Risiko auszusteuern, hat das Unternehmen im März2012 eine zusätzliche Kreditlinie bzw. die teilweise zeitlicheVerschiebung von Tilgungen mit dem bestehenden Bankenkonsortiumvereinbart. Die aktuelle Konsortialfinanzierunghat eine Laufzeit bis Februar 2014. Aktuell werdenVerhandlungen über eine neue Konsortialfinanzierung zurvorfristigen Ablösung der bestehenden geführt, deren Erfolgswahrscheinlichkeitals hoch eingeschätzt wird. Soferndiese Verhandlungen scheitern, besteht das Risiko, dassmit dem bestehenden Konsortium oder einem alternativenKonsortium keine Anschlussfinanzierung vereinbart werdenkann, oder dass dies nur zu deutlich ungünstigeren Konditionenmöglich ist.Der FP-Konzern erhält zur Förderung von Entwicklungsprojektenals Anteilsfinanzierung Zuwendungen zur Deckungder zuwendungsfähigen Kosten. Die Zuwendungen sind miteinigen Auflagen verbunden, die nach jetzigem Kenntnisstanderfüllt werden. Allerdings kann es dazu kommen,dass in Zukunft ein nicht unwesentlicher Teil der Zuwendungenvor dem Hintergrund der Schließung der Produktionin Birkenwerder und dem Aufbau der neuen Produktionin Wittenberge widerrufen bzw. zurückgefordert wird. DieUnternehmensleitung geht zurzeit davon aus, dass es hierzunicht kommen wird.AusfallrisikoBei Vertragspartnern können finanzielle Probleme auftreten,die sich auf die Forderungen des FP-Konzerns auswirken.Vor Vertragsabschlüssen werden daher potenzielle Risikenbeurteilt und mögliche Sicherungsmaßnahmen festgelegt.66


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Nachtragsbericht// Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige AngabenDie bilanzierte Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibtungeachtet der bestehenden Sicherheiten das maximaleAusfallrisiko dafür an, dass Kontrahenten ihren vertraglichenZahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Füralle den originären Finanzinstrumenten zugrunde liegendenLeistungsbeziehungen gilt: Um das Ausfallrisiko zu minimieren,verlangt der FP-Konzern – in Abhängigkeit vonArt und Höhe der jeweiligen Leistung – Sicherheiten undKreditauskünfte. Zusätzlich werden Referenzen eingeholtoder historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehungherangezogen.Das erkennbare Ausfallrisiko einzelner Forderungen ausLieferungen und Leistungen sowie das allgemeine Kreditrisikodes Konzerns werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungenabgesichert. Grundsätzlich werdenunkalkulierbare Geschäftsabschlüsse vermieden, sodassder FP-Konzern diese Risiken für überschaubar und beherrschbarhält.Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns,wie liquiden Mitteln, zur Veräußerung verfügbarenFinanzinvestitionen und bestimmten derivativen Finanzinstrumenten,entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfalldes Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (vgl. Konzern anhangAbschnitt I. Annahmen und Schätzungen des Managements).In Bezug auf die angestrebte Reorganisation und Schließungdes Produktionsstandorts liefen rechtliche Auseinandersetzungenmit betroffenen Mitarbeitern. Diese sindalle abgeschlossen und bergen keine Risiken mehr für denFP-Konzern.Francotyp-Postalia GmbH sieht sich als Marktteilnehmerauf einem umkämpften Markt naturgemäß mit einer Reihevon Rechtsstreitigkeiten konfrontiert. Betroffen sind insbesonderedie Francotyp-Postalia Vertriebs- und ServiceGmbH und die Francotyp-Postalia GmbH, die jeweils inmehrere außergerichtliche und gerichtliche Wettbewerbs-,Marken- und Patentstreitigkeiten mit Konkurrenzunternehmenverwickelt sind und dabei sowohl als Anspruchstellerals auch Anspruchsgegner auftreten. Inhalt dieserStreitigkeiten sind Werbemethoden gegenüber Kunden,Weiter belieferungspflichten gegenüber einem ehemaligenHandelsvertreter, das Auftreten am Markt sowie möglicheVerstöße gegen Marken- und Patentrechte. Diese Verfahrenhaben nach Einschätzung der Rechts- und Fachabteilungenkeine wesentliche wirtschaftliche Bedeutung.Sonstige RisikenUmweltrisikenDer Konzern unterliegt im Rahmen seiner Geschäftstätigkeitbestimmten Umweltschutzvorschriften. Insbesondere in derFertigung kann es bei einer Verschärfung der Auflagen zuzusätzlichen Investitionskosten kommen. Themen wie Umweltschutzund Nachhaltigkeit haben für den FP-Konzerneine zunehmende Bedeutung. Das Unternehmen schätzt dieRisiken in diesem Bereich insgesamt als gering ein.Rechtliche und steuerrechtliche RisikenGesetzesänderungen könnten die internationale Wettbewerbsfähigkeitdes Konzerns und der Tochtergesellschaftenbeeinträchtigen. Die hieraus resultierenden Belastungenschätzt das Unternehmen als moderat ein. Darüber hinausbestehen bezüglich Verrechnungspreisen und allgemeinen(steuer-)rechtlichen Risiken aus Betriebsprüfungen für dieZeiträume nach dem Jahr 2002 möglicherweise Einflüsse aufWesentlich könnte allerdings die Klage der SBW VermögensverwaltungsGmbH vom 9. März 2011 sein, in der sie Ansprüchegegenüber der Francotyp-Postalia Holding AG geltendgemacht hat. Die angeblichen Ansprüche resultieren ausdem von der Francotyp-Postalia Holding AG geschlossenenKaufvertrag über Anteile an der iab-Gruppe. Eingeklagt werden1.518.750,00 Euro. Die Forderung wird mit Ansprüchenauf den erhöhten Kaufpreis aus dem Unternehmenskaufvertragsowie der angeblichen Unzulässigkeit der teilweisenZahlung mit Aktien der Beklagten begründet. Mit Urteilvom 8. November 2011 hat das Landgericht Neuruppin dieKlage abgewiesen. Gegen das Urteil hat die SBW VermögensverwaltungsGmbH fristgerecht Berufung eingelegt undbegründet. Über die Zulässigkeit der Berufung hat das BrandenburgischeOberlandesgericht noch nicht entschieden.Das Prozessrisiko wird seitens des Konzerns weiterhin alsgering eingeschätzt.Ergänzend auch zu den weiteren Rechtsstreitigkeiten wirdauf Tz. 26, „Eventualschulden und -forderungen“, des Konzernanhangsverwiesen.Konzernabschluss67


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012OrganisationsrisikenDas Unternehmen sieht keine Risiken aus Steuerungs- undKontrollsystemen sowie Organisations- und Führungs risiken.Compliance-RisikenBei Compliance-Risiken handelt es sich um Risiken, die sichaus der möglichen Missachtung von unternehmensinternenRichtlinien bzw. dem Verstoß gegen gültige Gesetzeund Vorschriften durch Führungskräfte oder Mitarbeiterdes Unternehmens ergeben. Besonders kritische Bereichesind der Einkauf und die Vertriebsorganisation. Betroffensind zudem Mitarbeiter, die in Bereichen eingesetzt sind, indenen der Schutz geheimer Dokumente und Informationeneine wesentliche Rolle spielt. Mitarbeiter, die mit vertraulichenoder sogenannten Insiderinformationen umgehen,verpflichten sich, die entsprechenden Vorschriften, etwadie des deutschen Anlegerschutzverbesserungsgesetzes,einzuhalten und mit den Informationen verantwortungsvollumzugehen. Zur Risikominimierung und zur Sicherungder Compliance setzt das Unternehmen konzernweit gültigeVerhaltensgrundsätze ein und bietet entsprechende Schulungender Mitarbeiter in den relevanten Bereichen an.Grundsätzlich kann das Eintreten eines compliancerelevantenSachverhalts nicht ausgeschlossen werden. Das Unternehmenstuft die Risiken allerdings als beherrschbar ein.Gesamtaussage zur Risikosituation des KonzernsUnter Berücksichtigung möglicher Schadensausmaße undEintrittswahrscheinlichkeiten sind derzeit keine Risikenerkennbar, die zu einer dauerhaften, wesentlichen Beeinträchtigungder Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage desFP-Konzerns führen könnten. Insgesamt sind die Risikenbeherrschbar; der Fortbestand des Konzerns ist aus heutigerSicht nicht gefährdet. Grundlegende Änderungen derRisikolage erwartet der FP-Konzern derzeit nicht. Organisatorischhat das Unternehmen alle Voraussetzungen dafürgeschaffen, frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiertzu sein und schnell reagieren zu können.Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den RechnungslegungsprozessVorstand und Aufsichtsrat des FP-Konzerns legen größtenWert auf die Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit, Richtigkeitund Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung. Vordiesem Hintergrund ist das rechnungslegungsbezogeneinterne Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) integralerBestandteil eines umfassenden unternehmensweitenKontroll- und Risikomanagementsystems.Das Ziel des IKS für den Rechnungslegungsprozess ist es,durch die Implementierung von Kontrollen hinreichendesicherheit für die Erstellung eines regelkonformen Abschlusseszu gewährleisten. Das IKS des FP-Konzerns stützt sichdabei überwiegend auf ein funktionierendes internes Steuerungssystemauf der Basis effizienter Prozesse sowie auf prozessintegrierte,organisatorische Sicherungsmaßnahmen wiebeispielsweise Zugriffsbeschränkungen im IT-Bereich oderZahlungsrichtlinien. Prozessintegrierte Kontrollen verminderndie Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Fehlern bzw.unterstützen das Aufdecken von aufgetretenen Fehlern.Der Aufsichtsrat berät über das Risikomanagement und überwachtdie Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, desinternen Kontrollsystems, des Rechnungslegungsprozessessowie die Abschlussprüfung und deren Unabhängigkeit.68


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Nachtragsbericht// Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Sonstige AngabenDie wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystemsund des Risikomanagementsystems im Hinblick auf denRechnungslegungsprozess können wie folgt beschriebenwerden:Die Francotyp-Postalia Holding AG stellt als Mutterunternehmenden Konzernabschluss des FP-Konzerns auf. DiesemProzess vorgelagert ist die Finanzberichterstattung der inden Konzernabschluss einbezogenen Konzerngesellschaften.Beide Prozesse werden durch ein stringentes internesKontrollsystem überwacht, das sowohl die Ordnungsmäßigkeitder Rechnungslegung als auch die Einhaltung der relevantengesetzlichen Bestimmungen sichert. Die bereichsübergreifendenSchlüsselfunktionen werden zentralgesteuert, wobei die einzelnen Tochtergesellschaften überein definiertes Maß an Selbstständigkeit bei der Erstellungihrer Abschlüsse verfügen.Wesentliche Regelungen und Instrumentarien bei der Erstellungdes Konzernabschlusses sind:• Bilanzierungsrichtlinien auf Konzernebene• klar definierte Aufgabentrennung und Zuordnung von Verantwortlichkeitenzwischen den am Rechnungslegungsprozessbeteiligten Bereichen• Einbeziehung externer Sachverständiger, soweit erforderlich,wie zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen• Verwendung geeigneter IT-Finanzsysteme und Anwendungvon detaillierten Berechtigungskonzepten zur Sicherstellungaufgabengerechter Befugnisse und unterBeachtung von Funktionstrennungsprinzipien• systemseitig implementierte Kontrollen und weitere Prozesskontrollender Rechnungslegung in den Gesellschaften,Konsolidierung im Rahmen des Konzernabschlusses sowieanderer relevanter Prozesse auf Konzern- und Gesellschaftsebene• Berücksichtigung von im Risikomanagementsystem erfasstenund bewerteten Risiken in den Jahres abschlüssen,soweit dies nach bestehenden Bilanzierungsregeln erforderlichistFür die Umsetzung dieser Regelungen und die Nutzungder Instrumentarien ist in den Konzerngesellschaften derverschiedenen Länder die jeweilige Leitung des BereichsFinanzen verantwortlich. Der Konzernabschluss liegt inder Verantwortung des für Finanzen zuständigen Mitgliedsdes Vorstands der Francotyp-Postalia Holding AG. Das Vorstandsmitgliedwird dabei unterstützt durch den BereichsleiterFinanzen, Controlling und Rechnungswesen sowie denAbteilungsleiter Finanzen und Rechnungswesen bzw. denAbteilungsleiter Controlling.Durch die Beschäftigung von Fachpersonal, gezielte undregelmäßige Fort- und Weiterbildung sowie Beachtung desVieraugenprinzips gewährleistet der FP-Konzern die strikteEinhaltung der lokalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriftenim Jahres- und Konzernabschluss.Alle wesentlichen Jahresabschlüsse von Konzerngesellschaften,die Eingang in die Konzernkonsolidierung finden,unterliegen der Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer.Durch die Verpflichtung aller Tochtergesellschaften, ihreGeschäftszahlen monatlich in einem standardisierten Reportingformatan die Konzernholding zu berichten, werdenunterjährige Soll-Ist-Abweichungen zeitnah erkannt, umentsprechend kurzfristig reagieren zu können.Konzernabschluss69


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012PrognoseberichtAusrichtung des Konzerns in den folgendenzwei GeschäftsjahrenGeplante Änderungen in der GeschäftspolitikDie Märkte, in denen der FP-Konzern tätig ist, werden sichin den kommenden Jahren weiter verändern, da zum einendie Liberalisierung der Postmärkte voranschreitet und zumanderen der technologische Fortschritt anhält. Daher hatdas Unternehmen die strategische Ausrichtung zu einemKomplettanbieter für die Briefkommunikation konsequentvorangetrieben. Hierbei verzahnt der FP-Konzern zunehmendseine Bereiche Frankieren und Kuvertieren mit denBereichen Softwarelösungen und Mail Services, sodass dieKunden Produkte und Dienstleistungen aus einer Handerhalten können.Der FP-Konzern hatte Anfang 2011 seine Konzernfinanzierungvorzeitig für die kommenden Jahre auf eine sichereBasis gestellt. Eine vorfristige Refinanzierung dieser bisFebruar 2014 laufenden Konzernfinanzierung wurde verhandelt,deren Umsetzung zu einer entsprechenden Neustrukturierungführen wird. Wesentliche Änderungen in derrechtlichen Unternehmensstruktur sind nicht geplant.Künftige AbsatzmärkteZur Erschließung weiterer Wachstumspotenziale ist derFP-Konzern Ende 2011 in den französischen Markt eingestiegen.Frankreich ist der größte europäische Frankiermaschinenmarktmit ca. 230.000 installierten Maschinen. DasUnternehmen sieht hier Chancen, in den kommenden Jahrenneue Umsatzpotenziale zu erschließen. Der Geschäftsverlaufder Tochtergesellschaft in Frankreich 2012 lag überden Erwartungen, sodass hier weiterhin von einer positivenEntwicklung ausgegangen wird.Darüber hinaus will das Unternehmen in den kommendenJahren sein Geschäft in Asien ausbauen, um an dem zuerwartenden Wachstum in der Region zu partizipieren. Auchin anderen Märkten wie Russland hat das Unternehmeneine gute Basis gelegt, um die globale Expansion seinerTechnologie weiter voranzutreiben.Künftige Produkte und DienstleistungenDer FP-Konzern hat 2012 das neue Frankiersystem PostBasesowie die De-Mail auf den Markt gebracht. Weitere Länderwerden bei der Einführung der PostBase 2013 folgen. Insbesonderein der Vermarktung der De-Mail sieht der FP-Konzernmittel- bis langfristig ein neues Umsatzpotenzial. DerUmsatzeffekt wird im Wesentlichen davon abhängen, wieschnell der Markt die neue Technologie annehmen wird.Eine weiterentwickelte Infrastruktur, wie sie heute im Rahmendes SPOCS-Projekts für EU-weite digitale Kommunikationerarbeitet wird, sorgt dafür, dass der sichere elektronischeVersandweg auch über die Grenzen Deutschlandshinaus technisch möglich und rechtlich fundiert wird. Wiebei der De-Mail ist der FP-Konzern auch hier von Beginnan dabei, um weiteres Umsatzpotenzial in der Zukunft generierenzu können.Künftige Entwicklung der SegmenteSegment Vertrieb DeutschlandIn Deutschland ist der FP-Konzern im Bereich Frankier- undKuvertiermaschinen Marktführer. Hier soll der Marktanteilvon rund 42 % zumindest gehalten beziehungsweise im Rahmender Möglichkeiten ausgebaut werden. Neue anreize fürKunden bietet hierbei die Markteinführung der PostBase.Perspektiven sieht der FP-Konzern in seinem Heimatmarktunverändert in den Bereichen Mail Services und Softwarelösungen.Dies gilt insbesondere für die De-Mail, die 2012eingeführt wurde.Segment Vertrieb InternationalNeben den traditionellen europäischen Ländern sind in ersterLinie die USA für den FP-Konzern ein wichtiger FrankierundKuvertiermaschinen-Markt, wo er seinen Marktanteilsteigern und neue Umsatzpotenziale erschließen kann. ImApril des vergangenen Jahres hat das Unternehmen mit derEinführung der PostBase im US-Mietmarkt begonnen. SeitJanuar 2013 sorgt die durch die US-amerikanische Post im70


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht // Prognosebericht Sonstige AngabenHerbst 2012 angekündigte Dezertifizierung für zusätzlichenSchwung. Dezertifizierungen werden von Post gesellschaftendurchgeführt, wenn ältere Frankiersysteme durch einentechnologisch neuen Standard ausgetauscht werden sollen.Die neue Dezertifizierung konzentriert sich auf Frankiersystemeim unteren Segment und soll bis Ende 2015 laufen.Der Absatzmarkt Frankreich, in dem Frankiersysteme nur vermietetwerden dürfen, soll sich in den kommenden Jahrenzu einem neuen Markt für den FP-Konzern ent wickeln.Während in den klassischen westlichen Märkten der Einsatzvon Frankiermaschinen etabliert ist, stehen viele Schwellenländernoch am Anfang der Entwicklung. In Indienbemüht sich der FP-Konzern weiterhin um die Zulassungseiner Frankiermaschine UltiMail. Im Vertrieb arbeitet dasUnternehmen mit einer lokalen und traditionsreichen Firmazusammen.Segment ProduktionDie Entwicklung des Segments Produktion hängt im Wesentlichenvon der Entwicklung der vorgenannten Segmente ab.Mit der Einführung der neuen Produktlinie PostBase hat dasUnternehmen die Produktion neu ausgerichtet. Ende 2011hatte der FP-Konzern am neuen Standort in Wittenberge dieProduktion aufgenommen. Die Schließung der Produktionin Birkenwerder erfolgte zum Ende des ersten Quartals 2012.Seit dem zweiten Quartal 2012 werden alle Frankiersystemein Wittenberge hergestellt. Das Segment wird aus den Ergebnissender Restrukturierung Nutzen ziehen.Wirtschaftliche Rahmenbedingungen undKonzernentwicklung in den folgenden zweiGeschäftsjahrenKünftige gesamtwirtschaftliche SituationDas Wachstum der Weltwirtschaft wird sich 2013 leicht verbessern.Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) dürftedie Weltwirtschaft im Jahr 2013 um 3,5 % wachsen. Im Vorjahrlag das Wachstum noch bei 3,2 %. Für 2014 sagt der IWFsogar eine globale Wachstumsrate von 4,1 % voraus.Für Deutschland rechnet der Währungsfonds im laufendenGeschäftsjahr mit einem Wachstum von lediglich 0,6 %und für 2014 mit einem Plus von 1,4 %. Die Wirtschaft inder Euro zone dürfte dem IWF zufolge im laufenden Jahrum 0,2 % schrumpfen. 2014 dürfte dann europaweit wiederein Wachstum von 1,0 % einkehren. In den USA, demwichtigsten Auslandsmarkt des FP-Konzerns, wird mitWachstumsraten von 2,0 % bzw. 3,0 % in den Jahren 2013bzw. 2014 gerechnet. In den Industriestaaten befinden sichdamit wichtige Märkte des FP-Konzerns zu Jahresbeginn ineiner schwächeren Konjunkturphase, die eine nachlassendeInves titionsneigung der Unternehmen erwarten lässt.Wesentlich dynamischer dürften sich 2013 und 2014 dieSchwellenländer entwickeln. Deren Wachstum wird fürbeide Jahre vom IWF auf 5,5 % bzw. 5,9 % veranschlagt.Für Indien und China erwarten Konjunkturexperten einnoch höheres Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. Damitwächst die wirtschaftliche Bedeutung der Schwellenländer,insbesondere in Asien, weiter. Der FP-Konzern wird, gemessenan seinen Möglichkeiten, versuchen, an dem dortzu erwartenden Wachstum zu partizipieren.Künftige BranchensituationDas konjunkturelle Umfeld sowie die Regulierung bestimmendie zukünftige Branchenentwicklung. Entsprechendder dritten EU-Postrichtlinie hat die Mehrheit der EU-Mitgliedsstaatendie vollständige Marktöffnung im Jahr 2011umgesetzt. Neun neue Mitgliedstaaten sowie Griechenlandund Luxemburg haben die Möglichkeit, die Marktöffnungbis 2013 zu verschieben. In der EU soll die Liberalisierungdann vollendet sein. Und auch weltweit wird sich in denkommenden Jahren die zunehmende Öffnung der Postmärktefortsetzen.Der deutsche Markt ist zwar bereits seit Anfang 2008 vollständigliberalisiert, aber es sind noch Hürden zu überwinden.Im Jahr 2010 verbesserten die Abschaffung derUmsatzsteuer-Befreiung für Leistungen der Deutschen Postsowie eine Neuregelung des Postmindestlohnes die Rahmenbedingungenfür alternative Anbieter.Konzernabschluss71


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Die Konjunkturentwicklung beeinflusst den Markt in zweierleiHinsicht: Eine schwächere wirtschaftliche Lage der Unternehmenführt zu einer nachlassenden Investitionsneigung,was sich auf das Frankier- und Kuvertiermaschinengeschäftniederschlagen könnte. Zugleich ist der Kostendruck in denUnternehmen weiter hoch. Damit dürfte die Bereitschaft derGeschäftskunden steigen, bei der Briefkommunikation aufkostensparende Lösungen umzustellen und auf diesem Gebietmit professionellen Dienstleistern wie dem FP-Konzernzusammenzuarbeiten.Insgesamt rechnet das Unternehmen damit, dass sich derMarkt für Briefkommunikation weiter verändern wird. NeueAngebote wie De-Mail haben langfristig das Potenzial, eineneue Wachstums- und Wettbewerbsdynamik in den Postmarktzu bringen sowie alte Strukturen aufzureißen.Der FP-Konzern geht davon aus, dass in drei bis fünf Jahrenetwa zehn Prozent des relevanten Briefpotenzials perde-Mail versandt werden. Das entspricht einer Menge vonrund 540 Millionen Sendungen. Mittel- bis langfristig strebtder FP-Konzern an, zehn Prozent des De-Mail-Marktes zuerreichen.Mit der Einführung elektronischer Lösungen hat derFP-Konzern gute Voraussetzungen geschaffen, um seineKompetenz in der physischen und elektronischen Kommunikationvoll ausschöpfen zu können.Künftige KonzernentwicklungDer FP-Konzern dürfte in den kommenden beiden Jahrenvon der Entwicklung der gesamt- und branchenwirtschaftlichenRahmenbedingungen profitieren und erwartet dahereinen Anstieg des Umsatzes. Da das Unternehmen zugleichan seiner Kostendisziplin festhalten wird, dürfte sich dasEBITDA verbessern. Allein der Neuaufbau der Produktiondürfte zu Einsparungen in Höhe von etwa 3 Mio. Euro proJahr führen. In den nächsten Jahren wird die Restrukturierungder Produktion damit einen wichtigen Beitrag zur Steigerungder Ertragskraft leisten. Daher geht der FP-Konzerndavon aus, dass es ihm bei dem geplanten Geschäftsverlaufgelingen wird, 2013 seine operative Ertrags- und Finanzkraftzu stärken. Im Geschäftsjahr 2013 dürfte der FP-Konzernetwa genauso viele Mitarbeiter beschäftigen wie 2012.Gesamtaussage zur künftigengeschäftsentwicklungDie nachfolgenden Ausführungen basieren auf dem Kenntnisstanddes Jahresanfangs 2013. Wir weisen darauf hin,dass die angegebenen Plandaten von den später tatsächlicherreichten Werten abweichen können.Die starke Position im traditionellen Frankiermaschinenmarktund die Wachstumschancen in den beiden jungenGeschäftsfeldern bieten gute Voraussetzungen für dasweitere Wachstum und eine anhaltende Stärkung der operativenFinanz- und Ertragskraft des FP-Konzerns. Für dasGeschäftsjahr 2013 prognostiziert das Unternehmen einenUmsatz von mindestens 168 Mio. Euro, ein EBITDA von mindestens22 Mio. Euro sowie ein EBIT von 9 Mio. Euro. Dabeiist zu berücksichtigen, dass der FP-Konzern im Sommer 2012erklärt hat, dass er die zwischenzeitlichen Einbußen infolgeder temporären Herausforderungen 2012 erst nach und nachkompensieren könne.In den nächsten beiden Jahren dürfte das Unternehmenvon der Weiterentwicklung zu einem Komplettanbieter rundum die Briefkommunikation profitieren. Für den ProduktbereichFrankieren und Kuvertieren geht das Unternehmenvon einer stabilen Entwicklung in den angestammten Märktenund positiven Wachstumsimpulsen in neuen Märktenaus; so sieht der FP-Konzern auch für das Jahr 2014 weiteresWachstumspotenzial und ein organisches Umsatzwachstum.Entsprechend werden sich das EBITDA und das EBIT positiventwickeln.Mittel- und langfristig sieht das Unternehmen im Bereich derdigitalen Kommunikation großes Potenzial; der FP-Konzernzählt hier zu den Vorreitern und bietet schon heute entsprechendeSoftwarelösungen.72


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht // Prognosebericht // Sonstige AngabenSonstige AngabenErläuternder Bericht des Vorstands gemäSS§ 315 Abs. 4 HGBNachstehend informiert der FP-Konzern über die verpflichtendenAngaben nach § 315 Abs. 4 HGB i. V. m. § 120 Abs. 3Satz 2 AktG. Es handelt sich dabei insgesamt um Regelungen,die bei börsennotierten Unternehmen üblich sind undnicht dem Zweck der Erschwerung etwaiger Übernahmeversuchedienen.Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB(Gezeichnetes Kapital)Am 31. Dezember 2012 betrug das Grundkapital der Francotyp-PostaliaHolding AG 16.160.000 Euro. Es ist in 16.160.000Stückaktien eingeteilt.Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB(Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung)Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB(Gesetzliche Bestimmung der Satzung über dieErnennung und Abberufung der Mitglieder desVorstands und über die Änderung der Satzung)Gemäß Ziffer 6 Abs. 2 der Satzung der Francotyp-PostaliaHolding AG erfolgen die Bestimmung der Anzahl der Vorstandsmitglieder,deren Bestellung sowie der Widerruf ihrerBestellung durch den Aufsichtsrat. Nach Ziffer 6 Abs. 3 derSatzung kann der Aufsichtsrat einem Aufsichtsratsausschussden Abschluss, die Änderung und Beendigung von Anstellungsverträgender Vorstandsmitglieder übertragen.Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 2 HGB(Beschränkungen, die Stimmrechte oder dieÜbertragung von Aktien betreffen)Jede Aktie berechtigt zur Abgabe einer Stimme in der Hauptversammlung.Beschränkungen betreffend der Stimmrechteoder deren Übertragung bestehen nicht. Zum 31. Dezember2012 lag der Bestand an eigenen Aktien bei 370.444 Stücken.Dies entspricht einem Anteil von 2,3 % des Grundkapitals.Bei eigenen Aktien werden keine Stimmrechte ausgeübt.Etwaige Beschränkungen, die sich aus Vereinbarungen zwischenGesellschaftern ergeben könnten, sind dem Vorstandder Francotyp-Postalia Holding AG nicht bekannt.Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB(Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital,die 10 % der Stimmrechte überschreiten)Zum 31. Dezember 2012 hielt 3R Investments mit Sitz aufZypern 10,03 % am Grundkapital der Francotyp-PostaliaHolding AG. Dies entspricht 1.660.000 Aktien.Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 4 HGB(Aktien mit Sonderrechten)Die Francotyp-Postalia Holding AG hat keine Aktien mitSonderrechten ausgegeben.Die Satzung schreibt in Ziffer 23 Abs. 1 vor, dass die Hauptversammlungihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit derabgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer derStimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mitder einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenenGrundkapitals, falls das Gesetz oder die Satzungnicht zwingend eine größere Mehrheit vorschreiben, fasst.Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen.Darüber hinaus kann der Aufsichtsrat gemäß Ziffer 15 Abs. 2der Satzung Satzungsänderungen vornehmen, die nur dieFassung betreffen.Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB(Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit,Aktien auszugeben oder zurückzukaufen)Genehmigtes KapitalDer Vorstand war gemäß Ziffer 4 Abs. 3 der Satzung ermächtigt,das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 15. Oktober2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuerauf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oderSachein lagen einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu6.000.000 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2006). Vondieser Ermächtigung ist kein Gebrauch gemacht worden. Umder Verwaltung den bisherigen Handlungsspielraum über den15. Oktober 2011 hinaus zu erhalten, hat die Hauptversammlungam 30. Juni 2011 beschlossen, das Genehmigte Kapital2006 aufzuheben und durch ein neues Genehmigtes Kapital2011 zu ersetzen. Dieses wurde zudem leicht erhöht.Konzernabschluss73


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Der Vorstand wurde ermächtigt, das Grundkapital derGesell schaft bis zum 29. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsratsdurch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenderStückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen, einmaloder mehrmals, insgesamt um bis zu 7.350.000 Euro zuerhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Den Aktionären stehtgrundsätzlich ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Gemäߧ 186 Abs. 5 AktG können die neuen Aktien auch voneinem oder mehreren Kreditinstituten oder einem Konsortiumaus Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommenwerden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.Der Vorstand ist ermächtigt, einmalig oder mehrmalig mitZustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäreauszuschließen:• für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnissesergeben• soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von bereitszuvor ausgegebenen Schuldverschreibungen mit OptionsoderWandlungsrechten oder Options- oder Wandlungspflichtenein Bezugsrecht in dem Umfang gewähren zukönnen, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oderWandlungsrechte bzw. nach Erfüllung der Options- oderWandlungspflichten zustehen würde• soweit die neuen Aktien gegen Sacheinlagen ausgegebenwerden sollen, um Unternehmen, Unternehmensteileoder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben, undsofern der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligungim wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt• soweit die neuen Aktien gegen Bareinlagen ausgegebenwerden und der auf die neu auszugebenden Aktien insgesamtentfallende anteilige Betrag des Grundkapitals10 % des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabepreisder neu auszugebenden Aktien den Börsenpreisder bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zumZeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreisesnicht wesentlich unterschreitet. Für die Berechnungder Grenze von 10 % des Grundkapitals ist die Höhe desGrundkapitals im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigungoder – falls dieser Wert geringer ist – zumZeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigungmaßgebend. Auf diesen Höchstbetrag ist der anteiligeBetrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf neue oderauf zuvor erworbene eigene Aktien entfällt, die währendder Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschlussdes Bezugsrechts in unmittelbarer, sinngemäßer oderentsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktGausgegeben oder veräußert werden, sowie der anteiligeBetrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die zurBedienung von Options- oder Wandlungsrechten oderzur Erfüllung von Options- oder Wandlungspflichten ausSchuldverschreibungen ausgegeben werden bzw. auszugebensind, sofern die Schuldverschreibungen währendder Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss desBezugsrechts in sinngemäßer Anwendung des § 186 Abs. 3Satz 4 AktG ausgegeben werden.• für einen Anteil am genehmigten Kapital in Höhe von biszu insgesamt 1.470.000 Euro, um die neuen Aktien anMitarbeiter der Gesellschaft oder Mitarbeiter einer ihrerunmittelbaren oder mittelbaren Konzernunternehmenim Sinne des § 18 AktG auszugeben, wobei die Ausgabeder Belegschaftsaktien auch zu einem Vorzugspreis erfolgenkannÜber den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigenBedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstandmit Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsratist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend demUmfang der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapitalzu ändern.Am 23. März 2012 hat der Vorstand der Francotyp-PostaliaHolding AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen,das Grundkapital der Gesellschaft um 1,46 Mio. Euro zu erhöhen.Hierzu gab das Unternehmen neue, auf den Inhaberlautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag amGrundkapital von 1 Euro je Aktie aus. Das Grundkapital derGesellschaft beträgt nun 16,16 Mio. Euro. Die neuen Aktienwurden unmittelbar nach Zustimmung des Aufsichtsrats imRahmen eines Private Placements durch die 3R InvestmentsLtd., Zypern, gezeichnet. Damit ist die Kapitalerhöhungerfolgreich platziert. Der Ausgabebetrag lag bei 2,66 Euroje Aktie; der Gesellschaft floss ein Bruttoemissionserlös inHöhe von 3,9 Mio. Euro zu.Bedingtes KapitalAm 30. Juni 2011 hat die Hauptversammlung beschlossen,das Grundkapital der Gesellschaft um einen Betrag von biszu 6.305.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 6.305.000neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einemauf jede Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitalsvon 1,00 Euro je Aktie bedingt zu erhöhen (BedingtesKapital 2011).74


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht // Sonstige AngabenDas bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien an dieInhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen,Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen(bzw. Kombinationen dieser Instrumente),die bis zum 29. Juni 2016 von der Gesellschaft oder durchein unmittelbares oder mittelbares Konzernunternehmender Gesellschaft im Sinne des § 18 AktG begeben werden.Sie wird nur insoweit durchgeführt, als von Options- oderWandlungsrechten aus den vorgenannten SchuldverschreibungenGebrauch gemacht wird oder Options- oder Wandlungspflichtenaus solchen Schuldverschreibungen erfülltwerden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zurBedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuenAktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehendenErmächtigung jeweils zu bestimmenden Options- bzw.Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginndes Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung vonWandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung vonWandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil.Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsratsdie weiteren Einzelheiten der Durchführung derbedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsratwird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend derDurchführung der bedingten Kapitalerhöhung zu ändern.Wandel- und OptionsrechteDer Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlungvom 30. Juni 2011 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsratsbis zum 29. Juni 2016 einmalig oder mehrmalig, insgesamtoder in Teilbeträgen, Options- oder Wandelschuldverschreibungen,Genussrechte oder Gewinn schuldverschreibungenbzw. Kombinationen dieser Ins trumente (zusammen„Schuldverschreibungen“) im Gesamt nennbetrag von bis zu200.000.000 Euro zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern(zusammen im Folgenden „Inhaber“) der jeweiligenTeilschuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechteauf den Erwerb von auf den Inhaber lautenden Stückaktiender Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitalsvon insgesamt bis zu 6.305.000 Euro nach nähererMaßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zugewähren und entspre chende Options- oder Wandlungspflichtenzu begründen. Die Schuldverschreibungen sowiedie Wandlungs- und Optionsrechte bzw. -pflichten dürfenmit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren oder ohne Laufzeitbegrenzungbegeben werden. Die Ausgabe von Schuldverschreibungenkann insgesamt oder teilweise auch gegenErbringung einer Sachleistung erfolgen.Die einzelnen Emissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigteTeilschuldverschreibungen eingeteilt werden.Die Schuldverschreibungen können in Euro oder – im entsprechendenGegenwert – in der gesetzlichen Währungeines OECD-Landes begeben werden. Sie können auch durchein unmittelbares oder mittelbares Konzernunternehmender Francotyp-Postalia Holding AG im Sinne des § 18 AktGbegeben werden; in einem solchen Fall wird der Vorstandermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Garantiefür die Schuldverschreibungen zu übernehmen und denInhabern Options- bzw. Wandlungsrechte auf neue, auf denInhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft zu gewährenoder entsprechende Options- oder Wandlungspflichten zubegründen.Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungenwerden jeder Teilschuldverschreibung ein oder mehrereOptionsscheine beigefügt, die den Inhaber berechtigen,nach Maßgabe der vom Vorstand mit Zustimmung desAufsichtsrats festzulegenden Optionsanleihebedingungenauf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft zubeziehen. Die Optionsanleihebedingungen können vorsehen,dass der Optionspreis ganz oder teilweise auch durchÜbertragung von Teilschuldverschreibungen erbracht werdenkann, soweit diese auf Euro lauten. Das Bezugsverhältnisergibt sich in diesem Fall aus der Division des Nennbetrageseiner Teilschuldverschreibung durch den festgesetztenOptionspreis für eine auf den Inhaber lautende Stückaktieder Gesellschaft. Der anteilige Betrag des Grundkapitals, derauf die je Teilschuldverschreibung zu beziehenden Aktienentfällt, darf den Nennbetrag der einzelnen Teilschuldverschreibungnicht übersteigen. Die Laufzeit des Optionsrechtsdarf die Laufzeit der Optionsschuldverschreibung nichtüberschreiten.Im Falle der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungenerhalten die Inhaber der Teilschuldverschreibungen dasRecht, diese nach näherer Maßgabe der vom Vorstand mitZustimmung des Aufsichtsrats festzulegenden Wandelanleihebedingungenin auf den Inhaber lautende Stückaktien derGesellschaft umzutauschen. Das Umtauschverhältnis ergibtsich aus der Division des Nennbetrages oder des unter demNennbetrag liegenden Ausgabebetrages einer Teilschuldverschreibungdurch den festgesetzten Wandlungspreis füreine auf den Inhaber lautende Stückaktie der Gesellschaftund kann auf eine volle Zahl auf- oder abgerundet werden.Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf dieKonzernabschluss75


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012bei wandlung auszugebenden Aktien entfällt, darf denNennbetrag der einzelnen Teilschuldverschreibung nichtübersteigen.Die Bedingungen der Schuldverschreibungen können aucheine Options- oder Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeitoder zu einem früheren Zeitpunkt begründen.Die Bedingungen der Schuldverschreibungen können dasRecht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der miteinem Options- oder Wandlungsrecht verbundenen Schuldverschreibungenden Inhabern der Schuldverschreibungenganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen GeldbetragesAktien der Gesellschaft zu gewähren. Ferner kannvorgesehen werden, dass die Gesellschaft den OptionsoderWandlungsberechtigten oder -verpflichteten nicht aufden Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft gewährt,sondern den Gegenwert in Geld zahlt.Soweit die Ausübung des Options- oder Wandlungsrechtsoder die Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht zurechnerischen Bruchteilen von Aktien führt, werden diesegrundsätzlich in Geld ausgeglichen. Die Bedingungen derSchuldverschreibungen können jedoch vorsehen, dass keinAusgleich für rechnerische Bruchteile von Aktien zu erfolgenhat. Die Gesellschaft kann in den Bedingungen der Schuldverschreibungenberechtigt werden, eine etwaige Differenzzwischen dem Nennbetrag der Teilschuldverschreibung unddem Produkt aus dem Options- bzw. Wandlungspreis unddem Bezugs- bzw. Umtauschverhältnis ganz oder teilweisedurch Zahlung in Geld auszugleichen.Die vorstehenden Vorgaben gelten entsprechend, wenn Optionsscheineeinem Genussrecht oder einer Gewinnschuldverschreibungbeigefügt werden oder wenn das Options- oderWandlungsrecht oder die Options- oder Wandlungspflichtauf einem Genussrecht oder einer Gewinnschuldverschreibungberuht.Der jeweils festzusetzende Options- oder Wandlungspreismuss, auch wenn er oder das Bezugs- oder Umtauschverhältnisvariabel ist, mindestens 80 % des gewichtetendurchschnittlichen Börsenkurses der Francotyp-Postalia-Holding-AG-Aktie in der Schlussauktion im vollelektronischenHandel an der Frankfurter Wertpapierbörse, Frankfurtam Main, auf der Basis des Handelssystems Xetra (oder einesan dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbarenNachfolgesystems) betragen, und zwar• während der zehn Börsentage der Frankfurter Wertpapierbörse,Frankfurt am Main, vor dem Tag der Beschlussfassungdurch den Vorstand über die Begebungder Schuldverschreibungen bzw. über die Erklärung derAnnahme durch die Gesellschaft nach einer öffentlichenAufforderung zur Abgabe von Zeichnungsangebotenoder• für den Fall der Einräumung eines Bezugsrechts auf dieSchuldverschreibungen, vom Beginn der Bezugsfrist biseinschließlich des Tages vor der Bekanntmachung derendgültigen Festlegung der Konditionen gemäß § 186Abs. 2 Satz 2 AktG.§ 9 Abs. 1 AktG bleibt unberührt.Sofern während der Laufzeit von Schuldverschreibungen,die ein Options- oder Wandlungsrecht bzw. eine OptionsoderWandlungspflicht gewähren bzw. bestimmen, Verwässerungendes wirtschaftlichen Werts der bestehendenOptions- oder Wandlungsrechte eintreten (beispielsweisedurch Begebung weiterer Schuldverschreibungen oder Kapitalerhöhungenaus Gesellschaftsmitteln) und dafür keineBezugsrechte als Kompensation eingeräumt werden, werdendie Options- oder Wandlungsrechte – unbeschadet § 9Abs. 1 AktG – wertwahrend angepasst, soweit die anpassungnicht bereits durch Gesetz zwingend geregelt ist. In jedemFall darf der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf dieje Teilschuldverschreibung zu beziehenden Aktien entfällt,den Nennbetrag der einzelnen Teilschuldverschreibungnicht übersteigen.Statt einer wertwahrenden Anpassung des Options- bzw.Wandlungspreises kann nach näherer Bestimmung derBedingungen der Schuldverschreibungen in allen diesenFällen auch die Zahlung eines entsprechenden Betragesin Geld durch die Gesellschaft bei Ausübung des OptionsoderWandlungsrechts oder bei Erfüllung der Options- oderWandlungspflicht vorgesehen werden.Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf dieSchuldverschreibungen zu. Die Schuldverschreibungen könnenauch von einem oder mehreren Kreditinstituten odereinem Konsortium aus Kreditinstituten mit der Verpflichtungübernommen werden, sie den Aktionären zum Bezuganzubieten (mittelbares Bezugsrecht).76


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht // Sonstige AngabenDer Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung desAufsichtsrats, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungenauszuschließen:• für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnissesergeben• soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern von bereitsausgegebenen Schuldverschreibungen mit Options- oderWandlungsrechten oder Options- oder Wandlungspflichtenein Umtausch- oder Bezugsrecht in dem Umfanggewähren zu können, wie es ihnen nach Ausübung desOptions- oder Wandlungsrechts oder bei Erfüllung derOptions- oder Wandlungspflicht zustehen würde• soweit Schuldverschreibungen gegen Sachleistungen ausgegebenwerden sollen und der Wert der Sachleistung ineinem angemessenen Verhältnis zu dem nach anerkanntenfinanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischenMarktwert der Schuldverschreibungen steht• soweit Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechtoder Options- oder Wandlungspflicht gegenBarleistung ausgegeben werden sollen und der Ausgabepreisihren nach anerkannten finanzmathematischenMethoden ermittelten theoretischen Marktwert nichtwesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschlussgilt nur insoweit, als auf die zurBedienung der Options- und Wandlungsrechte bzw. beiErfüllung der Options- oder Wandlungspflichten ausgegebenenbzw. auszugebenden Aktien insgesamt einanteiliger Betrag des Grundkapitals von nicht mehr als10 % des Grundkapitals der Gesellschaft entfällt. Für dieBerechnung der 10 %-Grenze ist die Höhe des Grundkapitalszum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlungüber diese Ermächtigung oder – fallsdieser Wert geringer ist – zum Zeitpunkt der Ausübungder vorliegenden Ermächtigung maßgebend. Auf diesenHöchstbetrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitalsanzurechnen, der auf Aktien entfällt, die während derLaufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer, sinngemäßeroder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenoder veräußert werden.Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung desAufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe undAusstattung der Schuldverschreibungen festzusetzen bzw. imEinvernehmen mit den Organen der die Schuldverschreibungenbegebenden Gesellschaften, an denen die Gesellschafteine unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligunghält, festzulegen. Dies betrifft insbesondere Volumen,Zeitpunkt, Zinssatz, Art der Verzinsung, Ausgabekurs, Laufzeitund Stückelung, Options- bzw. Wandlungszeitraum,Festlegung einer Zuzahlung in bar, den Ausgleich oder dieZusammenlegung von Spitzen sowie die Barzahlung stattLieferung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien.Bedingtes Kapital zur ausschließlichen Erfüllung vonBezugsrechtenAm 1. Juli 2010 hat die Hauptversammlung beschlossen, dasGrundkapital der Gesellschaft um bis zu 1.045.000,00 Eurodurch Ausgabe von bis zu 1.045.000 auf den Inhaber lautendeStückaktien bedingt zu erhöhen. Die bedingteKapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung vonBezugsrechten, die bis zum 30. Juni 2015 aufgrund der imBeschluss der Hauptversammlung vom gleichen Tag formuliertenBedingungen (siehe Konzernanhang, Abschnitt IV,Tz. 17) gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wirdnur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenenBezugsrechte von ihrem Recht zum Bezug von Aktiender Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft zurErfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien gewährt.Die Ausgabe der Aktien aus dem bedingten Kapital erfolgtzu den folgenden von der Hauptversammlung beschlossenenBedingungen: „Der Ausübungspreis eines Bezugsrechtsentspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs (Schlusskurs)der Inhaber-Stückaktie der Gesellschaft im elektronischenXetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem)der Deutsche Börse AG in Frankfurt am Main an den letzten90 Kalendertagen vor der Gewährung des Bezugsrechts. Mindestausübungspreisist jedoch der auf die einzelne Stückaktieentfallende anteilige Betrag am Grundkapital der Gesellschaft(derzeit Euro 1,00) (§ 9 Abs. 1 AktG).“Die neuen Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahresan, für das zum Zeitpunkt der Ausübung der Bezugsrechtenoch kein Beschluss über die Verwendung desBilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil.Ermächtigung zum Erwerb sowie zur Veräußerungeigener AktienAuf der ordentlichen Hauptversammlung der Francotyp-Postalia Holding AG vom 1. Juli 2010 wurde der Vorstandermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigeneaktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt dieserBeschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben.Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktiendürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche sichKonzernabschluss77


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr gemäß den§§ 71d und 71e Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinemZeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen,einmal oder mehrmals ausgenutzt werden. Die Ermächtigunggilt bis zum 30. Juni 2015.Der Erwerb eigener Aktien kann auf der Grundlage der neuenErmächtigung entweder über die Börse oder mittels einesöffentlichen Kaufangebots erfolgen.Sofern bei einem öffentlichen Kaufangebot die Anzahl derangedienten Aktien die zum Erwerb vorgesehene Aktienanzahlübersteigt, kann der Erwerb unter Ausschluss desAndienungsrechts der Aktionäre nach dem Verhältnis derangedienten Aktien erfolgen, um das Erwerbsverfahrenzu vereinfachen. Dieser Vereinfachung dient auch die bevorrechtigteBerücksichtigung geringer Stückzahlen bis zu100 Stück angedienter Aktien je Aktionär.Die Ermächtigung sieht vor, dass die erworbenen eigenenAktien über die Börse oder im Wege eines an alle Aktionäregerichteten Angebots wieder veräußert werden können.darüber hinaus soll der Vorstand allerdings auch ermächtigtwerden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats• eigene Aktien ohne einen weiteren Hauptversammlungsbeschlusseinzuziehen• eigene Aktien als Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssenoder als Gegenleistungbeim Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen darananzubieten und zu übertragen. Die aus diesem Grundvorgeschlagene Ermächtigung soll die Gesellschaft imWettbewerb um interessante Akquisitionsobjekte stärkenund ihr ermöglichen, schnell, flexibel und liquiditätsschonendauf sich bietende Gelegenheiten zum Erwerbvon Unternehmen oder Beteiligungen daran zu reagieren.Dem trägt der vorgeschlagene Ausschluss des Bezugsrechtsder Aktionäre Rechnung. Die Entscheidung, ob im Einzelfalleigene Aktien oder Aktien aus einem genehmigtenKapital genutzt werden, trifft der Vorstand, wobei er sichallein vom Interesse der Aktionäre und der Gesellschaftleiten lässt. Bei der Festlegung der Bewertungsrelationenwird der Vorstand sicherstellen, dass die Interessen derAktionäre angemessen gewahrt werden. Dabei wird derVorstand den Börsenkurs der Aktie berücksichtigen; eineschematische Anknüpfung an einen Börsenkurs ist indesnicht vorgesehen, insbesondere damit einmal erzielteVerhandlungsergebnisse durch Schwankungen des Börsenkursesnicht wieder infrage gestellt werden können.Konkrete Pläne für das Ausnutzen dieser Ermächtigungbestehen derzeit nicht.• eigene Aktien auszugeben, um die Aktien der Gesellschaftan einer ausländischen Börse einzuführen, an der dieAktien bisher nicht notiert sind. Auf diesem Wege solldie Gesellschaft die Flexibilität erhalten, soweit dies ausGründen der besseren langfristigen Eigenkapitalfinanzierungnotwendig erscheint, Zweitnotierungen an ausländischenBörsen aufzunehmen. Konkrete Pläne für dasAusnutzen dieser Ermächtigung bestehen derzeit nicht.• eigene Aktien gegen Barleistung unter Ausschluss desBezugsrechts an Dritte zu veräußern, z. B. an institutionelleInvestoren oder zur Erschließung neuer Investorenkreise.Voraussetzung einer solchen Veräußerung ist, dassder erzielte Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) den amHandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurseiner Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbarenNachfolgesystem) der Deutsche Börse AG in Frankfurt amMain nicht wesentlich unterschreitet. Durch die Orientierungdes Veräußerungspreises am Börsenkurs wird demGedanken des Verwässerungsschutzes Rechnung getragenund das Vermögens- und Stimmrechtsinteresse der Aktionäreangemessen gewahrt. Die Verwaltung wird sich beiFestlegung des endgültigen Veräußerungspreises – unterBerücksichtigung der aktuellen Marktgegebenheiten –bemühen, einen etwaigen Abschlag vom Börsenkurs soniedrig wie möglich zu bemessen. Die Aktionäre habengrundsätzlich die Möglichkeit, ihre Beteiligungsquotedurch Kauf von Aktien über die Börse aufrechtzuerhalten,während der Gesellschaft im Interesse der aktionäreweitere Handlungsspielräume eröffnet werden, um kurzfristiggünstige Börsensituationen auszunutzen. KonkretePläne für das Ausnutzen dieser Ermächtigung bestehenderzeit nicht.• einzelnen Mitgliedern des Vorstands anstelle der von derGesellschaft geschuldeten Barvergütung eigene aktienanzubieten. Hintergrund dieser Ermächtigung sind Überlegungendes Aufsichtsrats, bereits fällige oder noch fälligwerdende Gehaltsbestandteile des Vorstands nicht in bar,sondern in Aktien der Gesellschaft zu vergüten. Der Vorteileines solchen Vorgehens läge nicht nur in der Schonungder Liquiditätsreserven der Gesellschaft, sondern auch in78


KonzernlageberichtGeschäft und Rahmenbedingungen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage NachtragsberichtRisiko- und Chancenbericht Prognosebericht // Sonstige Angabender Schaffung eines weiteren Anreizes für den Vorstand,den Unternehmenswert durch besondere Leistungen zusteigern und damit im Interesse der Aktionäre und derGesellschaft eine nachhaltige Kursentwicklung zu fördern.Einer wertmäßigen Verwässerung der bestehenden Aktienbeteiligungenwird dadurch entgegengewirkt, dass derPreis, welcher bei der Ermittlung der Zahl der zu übertragendeneigenen Aktien zugrunde gelegt wird, den am Tagder Angebotsunterbreitung durch die Eröffnungs auktionermittelten Kurs einer Aktie im elekt ronischen Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) derDeutsche Börse AG in Frankfurt am Main nicht wesentlichunterschreiten darf (ohne Erwerbsnebenkosten).• eigenen Aktien zur Bedienung von Bezugsrechten, dieunter dem Aktienoptionsplan 2010 der Gesellschaftordnungsgemäß ausgegeben und ausgeübt wurden, zubedienen. Der Vorteil der Bedienung von Bezugsrechtenunter dem Aktienoptionsplan 2010 mit eigenen Aktienliegt darin, dass die Gesellschaft nicht unter Ausnutzungdes Bedingtes Kapitals neue Aktien ausgeben muss,mithin den damit für die bestehenden Aktionäre verbundenenVerwässerungseffekt vermeiden kann.Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB(Wesentliche Vereinbarungen des Mutterunternehmens,die unter der Bedingung einesKontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotsstehen)Wesentliche Vereinbarungen der KonzernmuttergesellschaftFrancotyp-Postalia Holding AG, die unter der Bedingungeines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotsstehen, wurden weder mit Dritten noch mit Tochterunternehmengetroffen.Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 9 HGB(Entschädigungsvereinbarung des Mutterunternehmensfür den Fall eines Übernahmeangebots)Eine solche Vereinbarung bestand zum Stichtag 31. Dezember2012 nicht.Vergütungsbericht gemäSS § 315 Abs. 2 Nr. 4Satz 1 HGBDie Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder umfasst diemonetären Vergütungsteile, die Versorgungszusagen unddie sonstigen Zusagen, insbesondere für den Fall der Beendigungder Tätigkeit, sowie Nebenleistungen jeder Art undLeistungen von Dritten, die im Hinblick auf die Vorstandstätigkeitzugesagt oder im Geschäftsjahr gewährt werden.Entsprechend den Empfehlungen des Corporate GovernanceKodex umfassen die monetären Vergütungsteile sowohl fixewie auch variable Bestandteile.Durch Beschluss der Hauptversammlung wird die Vergütungder Aufsichtsratsmitglieder in der Satzung festgelegt. DieAufsichtsratsvergütung trägt der Verantwortung und demTätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder Rechnung undberücksichtigt sowohl den Vorsitz und den stellvertretendenVorsitz wie auch die mögliche Mitgliedschaft in einem Ausschussdes Aufsichtsrats. Eine erfolgsorientierte Vergütungist dabei nicht vorgesehen.Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsratin angemessener Höhe auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilungfestgelegt. Kriterien für die Angemessenheit derVergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligenVorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistungdes Vorstands insgesamt sowie die wirtschaftliche Lage, derErfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unterBerücksichtigung seines Vergleichsumfelds. In den mit denVorständen abgeschlossenen Dienstverträgen sind ein festesJahresgehalt und ein erfolgsabhängiger Bonus, abhängigvom erzielten Cashflow und EBITA, festgelegt.Die direkte Vergütung des Vorstands betrug insgesamt755.000 Euro, wovon 602.000 Euro auf das feste Jahresgehaltinklusive der Zuschüsse zur Altersvorsorge und33.000 Euro auf Sachbezüge entfielen. Die Sachbezüge bestehenim wesentlichen aus den nach steuerlichen Vorgabenanzusetzen den Werten aus der Dienstwagennutzung sowieden individuellen Versicherungsbeiträgen. Bei den angegebenenBoni handelt es sich um die in dem Geschäftsjahrgezahlten Beträge. Bei den unter Boni (Rückstellung) ausgewiesenenWerten handelt es sich um die im Geschäftsjahrerfolgten Veränderungen der Rückstellungen.Konzernabschluss79


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Die ordentliche Hauptversammlung der Francotyp-PostaliaHolding AG vom 1. Juli 2010 hat beschlossen, an Mitgliederder Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen imSinne des § 15 AktG und an Führungskräfte des FP-KonzernsBezugsrechte auszugeben, die die Inhaber dazu berechtigen,insgesamt maximal 1.045.000 Aktien gegen Zahlungdes Ausübungspreises zu beziehen (Aktienoptionsplan). Ausdiesem Aktienoptionsplan sind dem Vorstand je 180.000 –insgesamt 360.000 Aktienoptionen – gemäß Beschlussder Hauptversammlung zugeteilt worden. Im Berichtsjahrbetrug der Personalaufwand für die in der Vergangenheitausgegebenen Aktienoptionen 120.000 EUR.Die Bezüge stellen sich wie folgt dar:TEURFixes EntgeltSachbezüge /ZuschüsseBoniBoni(Rückstellung)Aktienoptionen(Personalaufwand)GesamtvergütungHans Szymanski 2012 316 15 30 -30 60 3912011 279 11 140 -96 51 385Andreas Drechsler 2012 286 18 30 -30 60 364Gesamtbezüge fürdas Geschäftsjahr2011 253 15 140 -96 51 3632012 602 33 60 -60 120 7552011 532 26 280 -192 102 748Das fixe Entgelt enthält Zuschüsse zur Altersvorsorge inHöhe von TEUR 76 (im Vorjahr TEUR 76) für Herrn Szymanski,TEUR 76 (im Vorjahr TEUR 76) für Herrn Drechsler.Im Geschäftsjahr 2012 wurden für den Vorstand Boni inHöhe von jeweils TEUR 30 für Herrn Szymanski und für HerrnDrechsler ausgezahlt (im Vorjahr TEUR 140). Hierfür waren imGeschäftsjahr 2012 je Vorstandsmitglied Rückstellungen inHöhe von TEUR 30 (im Vorjahr TEUR 96) in Anspruch genommenworden. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichenaus den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Wertenaus der Dienstwagennutzung sowie den individuellenVersicherungsbeiträgen.Für Pensionsverpflichtungen gegenüber den aktiven Vorstandsmitgliedernsind wie im Vorjahr nur unwesentlicheBeträge zurückgestellt (2012: TEUR 2; 2011: TEUR 2).Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedernder Francotyp-Postalia Holding AG undehemaligen Geschäftsführern (sowie deren Hinterbliebenen)der deutschen Francotyp Postalia GmbH sind insgesamtTEUR 1.147 (im Vorjahr TEUR 1.172) zurückgestellt (für die ehemaligenVorstandsmitglieder der Francotyp-Postalia HoldingAG: 31. Dezember 2012: TEUR 536; 31. Dezember 2011:TEUR 511). Den Rückstellungen wurden im Berichtsjahr 2012TEUR 54 (im Vorjahr TEUR 61) zugeführt. Davon entfallenTEUR 0 auf Service Cost und TEUR 54 auf Interest Cost.Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatzseiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeitetwa zur Last fallenden Umsatzsteuer geschäftsjährlicheine feste im letzten Monat des Geschäftsjahreszahlbare Vergütung in Höhe von TEUR 30. Für den Vorsitzendenbeträgt die feste Vergütung ab dem Geschäftsjahr2009 150 % und für seinen Stellvertreter 125 % der Vergütungfür das normale Aufsichtsratsmitglied.Die Festvergütung des Aufsichtsrats betrug für das Geschäftsjahr2012 TEUR 113 (im Vorjahr TEUR 112).80


Weltmarktanteile10,4%243.000bei Kunden installierteFrankiermaschinen weltweitMit seinen Frankiermaschinen ist der FP-Konzern in denwichtigsten Märkten vertreten, darunter Deutschland,USA und Großbritannien sowie seit 2011 auch Frankreich.Mit insgesamt rund 243.000 installierten Frankiermaschinenliegt der globale Marktanteil bei 10 %; damit ist derFP-Konzern der drittgrößte Anbieter.Konzernabschluss81


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Konzernabschlussfür das Geschäftsjahr 201283 Konzern-Gesamtergebnisrechnung84 Konzernbilanz86 Konzern-Kapitalflussrechnung87 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung88 Konzernanhang89 Grundlagen114 Segmentberichterstattung119 Erläuterung zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung123 Erläuterung zur Konzernbilanz146 Sonstige Angaben158 Versicherung der gesetzlichen Vertreter159 bestätigungsvermerk der Abschlussprüfer82


Konzernabschluss// Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung KonzernanhangKONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR bis 31.DEZEMBER 2012in TEUR Anhang 1.1. - 31.12.2012 1.1. - 31.12.2011Umsatzerlöse (1) 165.640 159.361Minderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen -182 -286165.458 159.075Andere aktivierte Eigenleistungen (2) 12.128 8.744Sonstige Erträge (3) 1.349 5.567Materialaufwand (4)a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 32.048 26.460b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 40.505 36.30972.553 62.769Personalaufwand (5)Löhne und Gehälter 44.449 51.452Soziale Abgaben 7.883 8.099Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 930 63953.262 60.190Abschreibungen und Wertminderungen (10) 9.945 14.424Andere Aufwendungen (6) 34.115 37.316Zinsergebnis (7)a) Zinsen und ähnliche Erträge 977 1.231b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.696 3.814-2.719 -2.583Sonstige Finanzergebnisse (7)a) Sonstige Finanzerträge 679 1.886b) Sonstige Finanzaufwendungen 954 2.337-275 -451Steuerergebnis (8)a) Steuererträge 10.103 7.675b) Steueraufwand 12.208 7.885-2.105 -210Konzernergebnis 3.961 -4.557Sonstiges ErgebnisFremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten -485 659davon Steuern 186 16davon umgegliedert in das Konzernergebnis -272 -158Absicherung von Zahlungsströmen 0 21davon Steuern 0 0davon umgegliedert in das Konzernergebnis 0 21Sonstiges Ergebnis nach Steuern -485 680Gesamtergebnis des Geschäftsjahres 3.476 -3.877Konzernergebnis, davon: 3.961 -4.557- auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Konzernergebnis 4.120 -3.838- auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis -159 -719Gesamtergebnis, davon: 3.476 -3.877- auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Gesamtergebnis 3.635 -3.158- auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis -159 -719Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert, in EUR): (9) 0,27 -0,27Konzernabschluss83


KonzernabschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz // Konzern-Kapitalflussrechnung// Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung KonzernanhangKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungfür den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012in TEURGezeichnetesKapitalKapitalrücklageStock-Options-RücklageEigeneAnteileBilanzergebnisWährungsumrechnungsrücklageNettoinvestitionenin ausländischeGeschäftsbetriebeDerivativeFinanzinstrumenteFP HoldingzuzuordnendesEigenkapitalNichtbeherrschendeAnteileGesamtesEigenkapitalStand am1. Januar 2011 14.700 45.708 89 -1.829 -39.860 -1.306 673 -21 18.154 1.431 19.585Konzernergebnis1.1. - 31.12.2011 0 0 0 0 -3.838 0 0 0 -3.838 -719 -4.557Fremdwährungsumrechnungvon AbschlüssenausländischerTeileinheiten 0 0 0 0 0 699 -40 0 659 0 659Absicherung vonZahlungsströmen 0 0 0 0 0 0 0 21 21 0 21Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 0 699 -40 21 680 0 680Gesamtergebnis 0 0 0 0 -3.838 699 -40 21 -3.158 -719 -3.877Kapitalerhöhungaus Aktienoptionen 0 0 257 0 0 0 0 0 257 0 257Veränderungen imKonsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0 0 0 0 -78 -78Verrechnung nach§ 150 Abs. 4 AktG 0 -12.527 0 0 12.527 0 0 0 0 0 0Stand am31. Dezember 2011 14.700 33.181 346 -1.829 -31.171 -607 633 0 15.253 634 15.887Stand am1. Januar 2012 14.700 33.181 346 -1.829 -31.171 -607 633 0 15.253 634 15.887Konzernergebnis1.1. - 31.12.2012 0 0 0 0 4.120 0 0 0 4.120 -159 3.961Fremdwährungsumrechnungvon AbschlüssenausländischerTeileinheiten 0 0 0 0 0 -737 252 0 -485 0 -485Absicherung vonZahlungsströmen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 0 -737 252 0 -485 0 -485Gesamtergebnis 0 0 0 0 4.120 -737 252 0 3.635 -159 3.476Kapitalerhöhung 1.460 2.131 0 0 0 0 0 0 3.591 0 3.591Kapitalerhöhungaus Stock-Options 0 0 290 0 0 0 0 0 290 0 290Veränderungen imKonsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0Stand am31. Dezember 2012 16.160 35.312 636 -1.829 -27.051 -1.344 885 0 22.769 475 23.244Die Veränderungender Eigenkapitalbestandteilewerdenim Konzernanhangunter den folgendenTextziffern erläutert (17) (17) (17) (17) (17) (17) (17) (17) (17) (17)87


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Konzernanhangfür das Geschäftsjahr 201288 Konzernanhang89 I. Grundlagen114 II. Segmentberichterstattung119 III. Erläuterung zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung123 IV. Erläuterungen zur Konzernbilanz146 V. Sonstige Angaben88


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangI. GrundlagenAllgemeine AngabenDie Francotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder (nachfolgendauch „FP-Holding“ genannt), besteht in derRechtsform der Aktiengesellschaft und ist im Handelsregisterdes Amtsgerichts Neuruppin unter HRB 7649 eingetragen.Der Sitz der Gesellschaft befindet sich im Triftweg 21 – 26,16547 Birkenwerder, Deutschland. Der Konzernabschlussder FP-Holding für das zum 31. Dezember 2012 endendeGeschäftsjahr umfasst die FP-Holding und ihre Tochtergesellschaften(nachfolgend auch „FP-Konzern“ oder„FP-Gruppe“ genannt).Der FP-Konzern ist ein international tätiges Unternehmenim Bereich der Postausgangsverarbeitung mit einer 90-jährigenGeschichte. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeitliegt in dem traditionellen Produktgeschäft, welches aus derEntwicklung, Herstellung und dem Vertrieb insbesonderevon Frankiermaschinen, aber auch Kuvertiermaschinen unddem After-Sales-Geschäft besteht. Durch ihre Tochtergesellschaftfreesort und ihre Mehrheitsbeteiligungen an der iabund der Mentana-Claimsoft GmbH bietet die FP-Gruppe ihrenKunden in Deutschland zudem auch Sortier- und Konsolidierungsdienstleistungensowie Hybrid-Mail-Produkteund Produkte zur vollelektronischen Kommunikation an.Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat denKonzernabschluss am 28. März 2013 zur Weitergabe an denAufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe,den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob erdiesen billigt.ÜbereinstimmungserklärungDie FP-Holding hat ihren Konzernabschluss zum 31. Dezember2012 nach den International Financial Reporting Standards(IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie denergänzend nach § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendendenhandelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.Grundlagen der RechnungslegungDie Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft,unter der die FP-Gruppe konsolidiert wird.Die Geschäftsjahre entsprechen für sämtliche Konzerngesellschaftendem Kalenderjahr.Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FP Holdingzum 31. Dezember 2012 wurden gemäß § 315a Abs. 1 HGBnach den am Abschlussstichtag in der EU gül tigen, verpflichtendanzuwendenden International Financial ReportingStandards (IFRS) aufgestellt und werden beim elektronischenBundesanzeiger eingereicht und veröf fentlicht.Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträgewerden – soweit nicht anders dargestellt – zum Zweckder Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlichin tausend Euro (TEUR) angegeben. Durch kaufmännischeRundungen von Einzelpositionen und Prozentangaben kannes zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt in Anwendung vonIAS 1 nach dem Prinzip der Fristigkeit. Die Bilanzposten werdendeshalb in langfristige und kurzfristige Vermögenswertebzw. Schulden aufgeteilt. Vermögenswerte und Schuldenwerden grundsätzlich dann als kurzfristig eingestuft, wennsie eine Restlaufzeit oder einen Umschlag im Rahmen dergewöhnlichen Geschäftstätigkeit von weniger als einemJahr haben. Entsprechend werden Vermögenswerte undSchulden dann als langfristig klassifiziert, wenn sie längerals ein Jahr im Unternehmen verbleiben.Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahrenaufgestellt.Stetigkeit der Bilanzierungs- undBewertungsmethoden sowie Anpassungenvon Anhangangaben für das VorjahrDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethodensind gegenüber denen des Vorjahres unverändert.Anwendung neuer und überarbeiteterIFRS-VorschriftenGrundsätzlich wendet der FP-Konzern neue und überarbeiteteIFRS-Vorschriften erst ab dem Zeitpunkt an, ab dem sieverpflichtend anzuwenden sind. Zu bestimmten neuen oderüberarbeiteten IFRS-Vorschriften nimmt der FP-Konzernnachfolgend Stellung.89


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Amendments to IFRS 7 – Disclosures –transfers of Financial AssetsDie Änderungen an IFRS 7 betreffen erweiterte Angabepflichtenbei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte.Damit sollen die Beziehungen zwischen finanziellen Vermögenswerten,die nicht vollständig auszubuchen sind,und den korrespondierenden finanziellen Verbindlichkeitenverständlicher werden. Weiterhin sollen die Art sowieinsbesondere die Risiken eines anhaltenden Engagements(continuing involvement) bei ausgebuchten finanziellenVermögenswerten besser beurteilt werden können. Mit denÄnderungen werden auch zusätzliche Angaben gefordert,wenn eine unverhältnismäßig große Anzahl von Übertragungenmit „continuing involvement“, z. B. rund um dasEnde einer Berichtsperiode, auftritt.Der FP-Konzern ist den erweiterten Angabepflichten nachgekommen(siehe Ausführungen in Abschnitt IV., Tz. 21).Angabepflichtige Vorschriften nachIAS 8.30Für die folgenden neuen oder geänderten Standardsund Interpretationen, die verpflichtend erst in späterenGeschäftsjahren anzuwenden sind, plant der FP-Konzernkeine frühzeitige Anwendung. Soweit nicht anders angegeben,werden die Auswirkungen auf den FP-Konzernabschlussderzeit geprüft.a) EU-Endorsement ist bereits erfolgtAmendments to IAS 1 – Presentation of Items ofOther Comprehensive IncomeDieses Amendment ändert die Darstellung des sonstigenErgebnisses in der Gesamtergebnisrechnung. Die Postendes sonstigen Ergebnisses, die später in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung reklassifiziert werden („recycling“), sindkünftig separat von den Posten des sonstigen Ergebnissesdarzustellen, die niemals reklassifiziert werden. Sofern diePosten brutto, d. h. ohne Saldierung mit Effekten aus latentenSteuern, ausgewiesen werden, sind die latenten Steuernnunmehr nicht mehr in einer Summe auszuweisen, sondernden beiden Gruppen von Posten zuzuordnen.Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren,die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen.IAS 19 – Employee Benefits (revised 2011)Neben umfangreicheren Angabepflichten zu Leistungen anArbeitnehmer ergeben sich insbesondere folgende Änderungenaus dem überarbeiteten Standard:Derzeit gibt es ein Wahlrecht, wie unerwartete Schwankungender Pensionsverpflichtungen, die sogenannten versicherungsmathematischenGewinne und Verluste, im Abschlussdargestellt werden können. Diese können ent wedera) ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung,b) im sonstigen Ergebnis (OCI) oderc) zeitverzögert nach der sogenannten Korridormethodeerfasst werden.Mit der Neufassung des IAS 19 wird dieses Wahlrecht füreine transparentere und vergleichbarere Abbildung abgeschafft,sodass künftig nur noch eine unmittelbare undvollumfängliche Erfassung im sonstigen Ergebnis zulässigist. Außerdem ist nachzuverrechnender Dienstzeitaufwandnunmehr im Jahr der Entstehung direkt im Gewinn oderVerlust zu erfassen.Zudem werden derzeit zu Beginn der Rechnungsperiodedie erwarteten Erträge des Planvermögens anhand dererwartungen des Managements über die Wertentwicklungdes Anlageportfolios ermittelt. Mit Anwendung des IAS 19(revised 2011) ist nur noch eine typisierende Verzinsung desPlanvermögens in Höhe des Diskontierungszinssatzes derPensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn zulässig.Der erwartete Betrag an Verwaltungskosten für das Planvermögenwurde bislang im Zinsergebnis berücksichtigt.Den Änderungen zufolge sind Verwaltungskosten für dasPlanvermögen als Bestandteil der Neubewertungskomponenteim sonstigen Ergebnis zu erfassen, während diesonstigen Verwaltungskosten im Zeitpunkt ihres Anfallensdem operativen Gewinn zuzuordnen sind.90


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangDie Änderungen an IAS 19 werden insgesamt zu folgendenwesentlichen Effekten führen: Da der FP-Konzern derzeitdie Korridormethode anwendet, wird die Änderung – beiAnwendung auf die Verhältnisse zum 31. Dezember 2012 –zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellung um TEUR 2.398führen. Die Finanzierungsaufwendungen werden um TEUR 70sinken. Mit dem Wechsel von der Korridormethode hin zurgeänderten Methode bleibt die Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns zukünftig frei von Effekten ausver sicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten(z. B.aufgrund von Zinssatzschwankungen), da diese dannzwingend im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind.Die geänderte Definition der Leistungen aus Anlass der Beendigungdes Arbeitsverhältnisses (termination benefits)wird sich auf die Bilanzierung der im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungenzugesagten Aufstockungsbeträgeauswirken. Bislang wurden die Aufstockungsbeträge alsLeistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnissesklassifiziert und demzufolge im Zeitpunkt der Vereinbarungeines Altersteilzeitvertrags mit ihrem Gesamtbetragzurückgestellt. Aufgrund der definitorischen Änderung derLeistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisseserfüllt der Aufstockungsbetrag bei Anwendung desIAS 19 (revised 2011) nicht mehr die Voraussetzungen für dasVorliegen von Leistungen aus Anlass der Beendigung desArbeitsverhältnisses. Es handelt sich vielmehr grundsätzlichum andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer,die über die betreffende Dienstzeit der Arbeitnehmer ratierlichanzusammeln sind.Infolge der geänderten Definition für Leistungen aus Anlassder Beendigung des Arbeitsverhältnisses stellen die imRahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträgenunmehr andere langfristig fällige Leistungenan Arbeitnehmer dar. Aufgrund der ratierlichen Ansammlungder Aufstockungsbeträge über die betreffendenaktiven Dienstjahre der altersteilzeitbegünstigten Arbeitnehmerergibt sich zum 31. Dezember 2012 eine um TEUR 72niedrigere Rückstellung und für die Folgeperioden eineBelastung des operativen Ergebnisses in Höhe von TEUR 85im Geschäftsjahr 2013 und in Höhe von TEUR 52 in 2014.Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren,die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.Amendments to IAS 27 – Separate FinancialStatementsIm Rahmen der Verabschiedung des IFRS 10 ConsolidatedFinancial Statements werden die Regelungen für dasKontrollprinzip und die Anforderungen an die Erstellungvon Konzernabschlüssen aus dem IAS 27 ausgelagert undabschließend im IFRS 10 behandelt (siehe Ausführungenzu IFRS 10). Im Ergebnis enthält IAS 27 künftig nur dieRegelungen zur Bilanzierung von Tochtergesellschaften,Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmenin IFRS-Einzelabschlüssen.Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren,die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.Amendments to IAS 28 – Investments inassociates and Joint VenturesIm Rahmen der Verabschiedung des IFRS 11 Joint Arrangementserfolgten auch Anpassungen an IAS 28. IAS 28 regelt –wie bislang auch – die Anwendung der Equity-Methode.Allerdings wird der Anwendungsbereich durch die Verabschiedungdes IFRS 11 erheblich erweitert, da zukünftig nichtnur Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, sondernauch an Gemeinschaftsunternehmen (siehe IFRS 11) nach derEquity-Methode bewertet werden müssen. Die Anwendungder quotalen Konsolidierung für Gemeinschaftsunternehmenentfällt mithin.Künftig sind auch potenzielle Stimmrechte und anderederivative Finanzinstrumente bei der Beurteilung, ob einUnternehmen maßgeblichen Einfluss hat, bzw. bei derBestimmung des Anteils des Investors am Vermögen derGesellschaft zu berücksichtigen.Eine weitere Änderung betrifft die Bilanzierung nach IFRS 5,wenn nur ein Teil eines Anteils an einem assoziierten Unternehmenoder an einem Joint Venture zum Verkauf bestimmtist. Der IFRS 5 ist dann partiell anzuwenden, wenn nurein Anteil oder ein Teil eines Anteils an einem assoziiertenUnternehmen (oder an einem Joint Venture) das Kriterium„zur Veräußerung gehalten“ erfüllt.91


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Die Änderung ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren,die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.Da der FP-Konzern derzeit keine Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmenhat, führt die Anwendung desIFRS 11 in Verbindung mit dem geänderten IAS 28 zu keinerÄnderung.Amendments to IAS 32 und IFRS 7 – OffsettingFinancial Assets and Financial LiabilitiesDiese Ergänzung zum IAS 32 stellt klar, welche Voraussetzungenfür die Saldierung von Finanzinstrumenten bestehen.In der Ergänzung wird die Bedeutung des gegenwärtigenRechtsanspruchs zur Aufrechnung erläutert und klargestellt,welche Verfahren mit Bruttoausgleich als Nettoausgleich imSinne des Standards angesehen werden können. Einhergehendmit diesen Klarstellungen wurden auch die Vorschriftenzu den Anhangangaben im IFRS 7 erweitert.Die Änderung des IAS 32 ist erstmals anzuwenden inGeschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014beginnen.Die Änderung des IFRS 7 ist erstmals anzuwenden inGeschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013beginnen.IFRS 10 – Consolidated Financial StatementsMit diesem Standard wird der Begriff der Beherrschung(„control“) neu und umfassend definiert. Beherrscht einUnternehmen ein anderes Unternehmen, hat das Mutterunternehmendas Tochterunternehmen zu konsolidieren.Nach dem neuen Konzept ist Beherrschung gegeben, wenndas potenzielle Mutterunternehmen die Entscheidungsgewaltaufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechtenüber das potenzielle Tochterunternehmen innehat, es anpositiven oder negativen variablen Rückflüssen aus demTochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüssedurch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.Aus diesem neuen Standard können Auswirkungen auf denUmfang des Konsolidierungskreises, u. a. für Zweckgesellschaften,entstehen.Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren,die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Wennfür ein Investment die Qualifizierung als Tochter unternehmenzwischen IAS 27 / SIC-12 und IFRS 10 abweichend festgestelltwird, ist IFRS 10 retrospektiv anzuwenden. Eine vorzeitigeAnwendung ist nur zeitgleich mit IFRS 11 und IFRS 12 sowiemit den in 2011 geänderten IAS 27 und IAS 28 zulässig.IFRS 11 – Joint ArrangementsMit IFRS 11 wird die Bilanzierung von gemeinschaftlichgeführten Aktivitäten (Joint Arrangements) neu geregelt.Nach dem neuen Konzept ist zu entscheiden, ob einegemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder einGemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) vorliegt. Einegemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn die gemeinschaftlichbeherrschenden Parteien unmittelbare Rechte anden Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Verbindlichkeitenhaben. Die einzelnen Rechte und Verpflichtungenwerden anteilig im Konzernabschluss bilanziert. In einemGemeinschaftsunternehmen haben die gemeinschaftlichbeherrschenden Parteien dagegen Rechte am Reinvermögensüberschuss.Dieses Recht wird durch Anwendungder Equity-Methode im Konzernabschluss abgebildet, dasWahlrecht zur quotalen Einbeziehung in den Konzernabschlussentfällt somit.Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren,die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.Für den Übergang z. B. von der Quotenkonsolidierung aufdie Equity-Methode bestehen spezifische Übergangsvorschriften.Eine vorzeitige Anwendung ist nur zeitgleich mitIFRS 10 und IFRS 12 sowie mit den in 2011 geänderten IAS 27und IAS 28 zulässig.Da der FP-Konzern derzeit keine Beteiligung an einemGemeinschaftsunternehmen hat, führt die Anwendungdes IFRS 11 in Verbindung mit dem geänderten IAS 28 zukeiner Änderung.IFRS 12 – Disclosure of Interests in Other EntitiesDieser Standard regelt die Angabepflichten in Bezug auf Anteilean anderen Unternehmen. Die erforderlichen Angabensind erheblich umfangreicher gegenüber den bisher nachIAS 27, IAS 28 und IAS 31 vorzunehmenden Angaben.92


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangDer neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren,die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.IFRS 13 – Fair Value MeasurementMit diesem Standard wird die Fair-Value-Bewertung inIFRS-Abschlüssen einheitlich geregelt. Alle nach anderenStandards geforderten Fair-Value-Bewertungen haben zukünftigden einheitlichen Vorgaben des IFRS 13 zu folgen;lediglich für IAS 17 und IFRS 2 wird es weiter eigene Regelungengeben.Der Fair Value nach IFRS 13 ist als Exit-Price definiert, d. h.als Preis, der erzielt werden würde durch den Verkauf einesVermögenswertes, bzw. als Preis, der gezahlt werdenmüsste, um eine Schuld zu übertragen. Wie derzeit ausder Fair-Value-Bewertung finanzieller Vermögenswertebekannt, wird ein 3-stufiges Hierarchiesystem eingeführt,das bezüglich der Abhängigkeit von beobachtbaren Marktpreisenabgestuft ist. Die neue Fair-Value-Bewertung kanngegenüber den bisherigen Vorschriften zu abweichendenWerten führen.Der neue Standard ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren,die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.IFRIC 20 – Stripping Costs in the ProductionPhase of a Surface MineMit dieser Interpretation soll die Bilanzierung von Abraumbeseitigungskostenim Tagebergbau vereinheitlicht werden.Wenn erwartungsgemäß aus der weiteren Nutzung von AbraumErlöse realisiert werden, sind die zuordenbaren Kostender Abraumbeseitigung als Vorrat gemäß IAS 2 zu bilanzieren.Daneben entsteht ein immaterieller Vermögenswert,der zusammen mit dem Vermögenswert Tagebergbau zuaktivieren ist, wenn der Zugang zu weiteren Bodenschätzenverbessert wird und die in der Interpretation definiertenVoraussetzungen erfüllt sind. Dieser Vermögenswert ist überdie erwartete Nutzungsdauer abzuschreiben.IFRIC 20 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, dieam oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.Amendments to IFRS 1 — Government LoansDie Änderung betrifft die Bilanzierung eines Darlehens deröffentlichen Hand zu einem unter dem Marktzins liegendenZinssatz durch einen IFRS-Erstanwender. Für im Übergangszeitpunktbestehende öffentliche Darlehen kann dieBewertung nach vorheriger Rechnungslegung beibehaltenwerden. Die Bewertungsregeln nach IAS 20.10A i. V. m. IAS 39gelten somit nur für solche öffentlichen Darlehen, die nachdem Übergangszeitpunkt eingegangen werden.Die Änderungen sind – vorbehaltlich einer noch ausstehendenÜbernahme in EU-Recht – erstmals anzuwendenin Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013beginnen.b) EU-Endorsement ist noch ausstehendImprovements to IFRS 2009 – 2011Im Rahmen des annual improvement project wurdenänderungen an fünf Standards vorgenommen. Mit deranpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eineKlarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden.Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf die Bilanzierung,den Ansatz, die Bewertung sowie auf Anhangangaben.Betroffen sind die Standards IAS 1, IAS 16, IAS 32,IAS 34 und IFRS 1.Die Änderungen sind — vorbehaltlich einer noch ausstehendenÜbernahme in EU-Recht — erstmals anzuwendenin Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2013beginnen.IFRS 9 — Financial InstrumentsDie Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumentennach IFRS 9 wird IAS 39 ersetzen.Finanzielle Vermögenswerte werden zukünftig nur noch inzwei Gruppen klassifiziert und bewertet: zu fortgeführtenAnschaffungskosten und zum Fair Value. Die Gruppe derfinanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskostenbesteht aus solchen finanziellen Vermögenswerten,die nur den Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen anvorgegebenen Zeitpunkten vorsehen und die zudem im93


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessenZielsetzung das Halten von Vermögenswerten ist. Alleanderen finanziellen Vermögenswerte bilden die Gruppezum Fair Value. Unter bestimmten Voraussetzungen kannfür finanzielle Vermögenswerte der ersten Kategorie – wiebisher – eine Designation zur Kategorie zum Fair Value („FairValue Option“) vorgenommen werden.Wertänderungen der finanziellen Vermögenswerte derKategorie zum Fair Value sind grundsätzlich im Gewinn oderVerlust zu erfassen. Für bestimmte Eigenkapitalinstrumentejedoch kann vom Wahlrecht Gebrauch gemacht werden,Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen; Dividendenansprücheaus diesen Vermögenswerten sind jedochim Gewinn oder Verlust zu erfassen.Die Vorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten werdengrundsätzlich aus IAS 39 übernommen. Der wesentlichsteUnterschied betrifft die Erfassung von Wertänderungen vonzum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten.Zukünftig sind diese aufzuteilen: Der auf das eigene Kreditrisikoentfallende Teil ist im sonstigen Ergebnis zu erfassen,der verbleibende Teil der Wertänderung ist im Gewinn oderVerlust zu erfassen.IFRS 9 ist – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahmein EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren,die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.Amendments to IFRS 9 and IFRS 7 – MandatoryEffective Date and Transition DisclosuresDie Änderungen ermöglichen einen Verzicht auf angepassteVorjahreszahlen bei der Erstanwendung von IFRS 9.Ursprünglich war diese Erleichterung nur bei vorzeitigerAnwendung von IFRS 9 vor dem 1. Januar 2012 möglich.Die Erleichterung bringt zusätzliche Anhangangaben nachIFRS 7 im Übergangszeitpunkt mit sich.Diese Änderungen sind analog zu den Regelungen desIFRS 9 – vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahmein EU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, dieam oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 27 –Investment EntitiesDie Änderungen enthalten eine Begriffsdefinition für Investmentgesellschaftenund nehmen derartige Gesellschaftenaus dem Anwendungsbereich des IFRS 10 ConsolidatedFinancial Statement aus.Investmentgesellschaften konsolidieren danach die vonihnen beherrschten Unternehmen nicht in ihrem IFRS-Konzernabschluss; dabei ist diese Ausnahme von den allgemeinenGrundsätzen nicht als Wahlrecht zu verstehen.Statt einer Vollkonsolidierung bewerten sie die zu Investitionszweckengehaltenen Beteiligungen zum beizulegendenZeitwert und erfassen periodische Wertschwankungen imGewinn oder Verlust.Die Änderungen haben keine Auswirkungen für einenKonzernabschluss, der Investmentgesellschaften umfasst,sofern nicht die Konzernmutter selbst eine Investmentgesellschaftist.Die Änderungen sind – vorbehaltlich einer noch ausstehendenÜbernahme in EU-Recht – erstmals anzuwendenin Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014beginnen.Amendments to IFRS 10, IFRS 11 and IFRS 12 –Transition GuidanceDie Änderungen beinhalten eine Klarstellung und zusätzlicheErleichterungen beim Übergang auf IFRS 10, IFRS 11und IFRS 12. So werden angepasste Vergleichsinformationenlediglich für die vorhergehende Vergleichsperiodeverlangt. Darüber hinaus entfällt im Zusammenhang mitAnhang angaben zu nicht konsolidierten strukturiertenunternehmen (structured entities) die Pflicht zur Angabevon Vergleichsinformationen für Perioden, die vor der Erstanwendungvon IFRS 12 liegen.Die Änderungen der IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 sind –vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme inEU-Recht – erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, dieam oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.94


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangKonzernkreisIn den Konzernabschluss der FP-Holding werden alle Unternehmeneinbezogen, bei denen die Möglichkeit besteht,die Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Tochterunternehmen).Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunktin den Konzernabschluss einbezogen, ab dem dieFP-Holding die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Endetdiese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaftenaus dem Konsolidierungskreis aus.Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011kam es im Berichtszeitraum zu keiner Veränderung desKonzernkreises.In den Konzernabschluss 2012 der FP-Gruppe sind neben derFrancotyp-Postalia Holding AG dreizehn (im Vorjahr dreizehn)inländische und zehn (im Vorjahr zehn) ausländischeTochterunternehmen einbezogen (siehe die nachfolgendeAufstellung).Ferner bestehen folgende vier Beteiligungen:Eine Beteiligung von 49 % an der FP Data Center Inc., Japan.Diese wird im Konzernabschluss 2012 zu Anschaffungskostenausgewiesen (wie im Vorjahr). Es handelt sich dabei umein Teleporto-Datenzentrum ohne eigenes Personal. EineBilanzierung at equity ist aufgrund von Unwesentlichkeitnicht erfolgt (wie im Vorjahr). Die finanziellen Eckdaten derFP Data Center Inc., Japan, stellen sich zum 31. Dezember2012 wie folgt dar: Vermögenswerte: TEUR 1.035 (im VorjahrTEUR 1.184), Verbindlichkeiten: TEUR 260 (im VorjahrTEUR 347), Umsatzerlöse: TEUR 254 (im Vorjahr TEUR 248) undJahresergebnis: TEUR 70 (im Vorjahr TEUR 72). Die Währungsumrechnungerfolgte zu einem Durchschnittskurs für dasJahresergebnis von EUR 1 zu 102,63 Yen und zu einem Stichtagskursfür die Bilanzkennzahlen von EUR 1 zu 113,49 Yen.Eine 99,99 %-Beteiligung an der FP Systems India PrivateLimited, Mumbai, Indien. Sie wird im Konzernabschluss2012 zu Anschaffungskosten ausgewiesen (wie im Vorjahr).Die Gesellschaft ist bisher noch nicht operativ tätig. EineBilanzierung at equity bzw. eine Vollkonsolidierung ist aufgrundder Unwesentlichkeit nicht erfolgt (wie im Vorjahr).Zum 31. Dezember 2012 beträgt das Eigenkapital TEUR 4. DieWährungsumrechnung erfolgte zu einem Stichtagskurs fürdas Eigenkapital von 0,0138 Euro zu 1 Indischen Rupie.Eine weitere 100 %-Beteiligung hält die Francotyp-PostaliaLtd., Dartford, Großbritannien, an der FP Direct Ltd., Dartford,Großbritannien. Sie wird im Konzernabschluss 2012zu Anschaffungskosten ausgewiesen (wie im Vorjahr). DieGesellschaft ist bisher noch nicht operativ tätig und erstelltebisher auch noch keinen Abschluss. Eine Bilanzierung atequity bzw. eine Vollkonsolidierung ist aufgrund der Unwesentlichkeitnicht erfolgt (wie im Vorjahr). Zum 31. Dezember2012 beträgt das Eigenkapital GBP 1 (EUR 1,22).Eine 20 %-Beteiligung der internet access GmbH lilibitBerlin Gesellschaft für Kommunikation und Digitaltechnik,Berlin, Deutschland, an der Print & Mail Beteiligungsgesellschaftbürgerlichen Rechts, Berlin, Deutschland, wird imKonzernabschluss 2012 zu fortgeführten Anschaffungskostenausgewiesen. Die Gesellschaft ist nicht operativ tätig.Die Vermögenswerte betragen gemäß dem letzten aufgestelltenAbschluss per 31. Dezember 2012 TEUR 0 (im VorjahrTEUR 226). Verbindlichkeiten bestehen zum 31. Dezember2012 in Höhe von TEUR 1 (im Vorjahr TEUR 1). Die Umsatzerlöse2012 betragen TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 0) und das JahresergebnisTEUR -225 (im Vorjahr TEUR 0).95


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Anteilsbesitzliste nach § 313 HGBLfd. Nr.Name und Sitz des UnternehmensKonsolidierte Unternehmen31.12.2012Beteiligungsanteil in %1 Francotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder, Deutschland2 Francotyp-Postalia GmbH, Birkenwerder, Deutschland (kurz: „FP GmbH“) 100,003 freesort GmbH, Langenfeld, Deutschland (kurz: „freesort“) 100,004 internet access GmbH lilibit Berlin Gesellschaft für Kommunikation und Digitaltechnik, Berlin, Deutschland (kurz: „iab“) 51,015 IAB Verwaltungs- und Vertriebs GmbH, Berlin, Deutschland (36,99 % gehalten von Nr. 1; 63,01 % gehalten von Nr. 4) 100,006 FP Direkt Vertriebs GmbH, Birkenwerder, Deutschland 100,007 Francotyp-Postalia Vertriebs- und Service GmbH, Birkenwerder, Deutschland 100,008 Francotyp-Postalia International GmbH, Birkenwerder, Deutschland 100,009 FP Hanse GmbH, Hamburg, Deutschland 100,0010 FP InovoLabs GmbH, Birkenwerder, Deutschland 100,0011 Frankierversand UG (haftungsbeschränkt), Birkenwerder, Deutschland 100,0012 Francotyp-Postalia Unterstützungseinrichtung GmbH, Birkenwerder, Deutschland 100,0013 FP Produktionsgesellschaft mbH, Wittenberge, Deutschland 100,0014 Mentana-Claimsoft GmbH, Spreenhagen, Deutschland 51,0015 Francotyp-Postalia N.V. / S.A., Zaventem, Belgien 99,9716 Francotyp-Postalia GmbH, Wien, Österreich 100,0017 Ruys Handelsvereniging B.V., Den Haag, Niederlande (kurz: „Ruys B.V.“) 100,0018 Italiana Audion s. r. l, Mailand, Italien 100,0019 Francotyp-Postalia Ltd., Dartford, Großbritannien (kurz: „FP Ltd.“) 100,0020 Francotyp-Postalia Inc., Addison, Illinois, USA (kurz: „FP Inc.”) 100,0021 Francotyp-Postalia Canada Inc., Markham, Kanada 100,0022 Francotyp-Postalia Asia Pte. Ltd., Singapur 100,0023 Francotyp-Postalia Sverige AB, Stockholm, Schweden 100,0024 Francotyp-Postalia France SARL, Rungis, Frankreich 100,00Nicht konsolidierte Unternehmen25 FP Data Center Inc., Osaka, Japan 49,0026 FP Systems India Private Limited, Mumbai, Indien (99,996 % gehalten von Nr. 2; 0,002 % gehalten von Nr. 1) 99,99827 Print & Mail Beteiligungsgesellschaft bürgerlichen Rechts, Berlin, Deutschland (20,0 % gehalten von Nr. 4) 20,0028 FP Direct Ltd., Dartford, Großbritannien (gehalten von Nr. 19) 100,0096


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangKonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Grundsätzendes IFRS 3 (2008). Im Rahmen der Erstkonsolidierungwerden sämtliche stillen Reserven und stillen Lastendes übernommenen Unternehmens aufgedeckt und alleidentifizierbaren immateriellen Vermögenswerte separatausgewiesen. Mithin erfolgt eine Neubewertung allerVermögens werte und aller Schulden zu beizulegenden Zeitwerten.Die anschaffungskosten der Beteiligungen werdensodann gegen das neu bewertete, anteilige Eigenkapitalverrechnet. Darüber hinaus gehende Beträge werden alsGeschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Anschaffungsnebenkostenbei Unternehmenszusammenschlüssen werdenaufwandswirksam erfasst.Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungssachverhaltezwischen den konsolidierten Gesellschaftenwerden eliminiert. Konzerninterne Umsatzerlöse und anderekonzerninterne Erträge sowie die entsprechenden Aufwendungenwerden eliminiert. Zwischengewinne aus demkonzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr werdenergebniswirksam bereinigt. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgängewerden latente Steuern angesetzt, die inihrer Höhe der durchschnittlichen Gewinnsteuerbelastungdes empfangenden Konzernunternehmens entsprechen.Zu weiteren Bilanzierungsgrundsätzen verweisen wir aufden Punkt „Grundlagen der Rechnungslegung“.WährungsumrechnungDie funktionale Währung der FP-Holding ist der Euro (EUR).Fremdwährungsgeschäfte in den Abschlüssen der FP-Holdingund der inländischen Tochtergesellschaften werdenjeweils mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälleumgerechnet. Zum Bilanzstichtag werdenmonetäre Posten in fremder Währung unter Verwendungdes Stichtagskurses angesetzt. Umrechnungsdifferenzenwerden jeweils in der Konzern-Gesamtergebnisrechnungder betroffenen Konzerngesellschaft erfolgswirksam erfasstund im Finanzergebnis ausgewiesen.Die zum FP-Konzern gehörenden ausländischen Gesellschaftensind selbstständige Teileinheiten und stellen ihreJahresabschlüsse jeweils in Landeswährung auf. Die Umrechnungdieser Abschlüsse erfolgt nach IAS 21. Im Rahmender Konzernabschlusserstellung werden Vermögenswerteund Schulden zum Abschlussstichtagskurs in Euro umgerechnet.Das Eigenkapital der nicht in Euro bilanzierendenTochterunternehmen wird jeweils zum historischen Kursumgerechnet. Auswirkungen aus der Währungsumrechnungdes Eigenkapitals werden im sonstigen Ergebnis erfasst.Die Positionen der Konzern-Gesamtergebnisrechnungwerden mit gewichteten Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.Währungsumrechnungsdifferenzen, die sich ausunterschiedlichen Umrechnungskursen für Bilanzpositionenund für Positionen der Konzern-Gesamtergebnisrechnungergeben, werden ins sonstige Ergebnis gebucht.Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Nettoinvestitionenin ausländische Geschäftsbetriebe darstellen,werden auf Konzernebene nach IAS 21.15 i. V. m. IAS 21.32im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Falle einer späteren Veräußerungder jeweiligen Nettoinvestition werden die betreffendenEigenkapitalbeträge über das Periodenergebnisgebucht.Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkursezugrunde:StichtagskursDurchschnittskurs1 Euro = 31.12.2012 31.12.2011 2012 2011US-Dollar(USD) 1,3185 1,2937 1,2858 1,3920BritischePfund (GBP) 0,8155 0,8369 0,8112 0,8678KanadischeDollar (CAD) 1,3116 1,3197 1,2849 1,3758Singapurdollar(SGD) 1,6110 1,6816 1,6061 1,7495SchwedischeKronen (SEK) 8,5844 8,9210 8,7077 9,0283Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeBei der Aufstellung des Konzernabschlusses 2012 ging derVorstand von der Unternehmensfortführung sämtlicher inden Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften aus.Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte mithin unter derGoing-Concern-Annahme.Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichenErträgen erfolgt dann, wenn die Leistung erbrachtbzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, der97


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Gefahrenübergang auf den Abnehmer stattgefunden hat.Weitere Voraussetzungen sind die Wahrscheinlichkeit, dassder wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird unddass die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässen,Kundenboni und Rabatten ausgewiesen. Umsatzerlöse ausDienstleistungen werden grundsätzlich über den Zeitraumder Erbringung realisiert; bei Verträgen mit pauschalen Entgeltenwie z. B. Serviceverträgen erfolgt die Umsatzrealisationlinear über die Laufzeit des Vertrages.Zuwendungen werden im Sinne von IAS 20.7 erfasst, wenndie ihnen zugrunde liegenden Bedingungen der Gewährungerfüllt sind und angemessene Sicherheit über die Gewährungder Zuwendung besteht. Zuwendungen werden grundsätzlichunter den sonstigen Erträgen ausgewiesen. Zuschüsse fürVermögenswerte werden buchwertmindernd erfasst. Zulagenfür Vermögenswerte werden hingegen ebenfalls erfolgswirksamunter den sonstigen Erträgen erfasst. Soweit es sich umZuwendungen für selbst erstellte Vermögenswerte handelt,mindern die Zuwendungen die aktivierten Eigenleistungenund den Buchwert in gleicher Höhe.Zinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist,dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Unternehmenzufließt und die Höhe der Erträge verlässlichbestimmt werden kann. Zinsaufwendungen werden unterBerücksichtigung etwaiger Transaktionskosten und Disagienperiodengerecht erfasst.Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschussder Anschaffungskosten der Unternehmenserwerbe überdie beizulegenden Zeitwerte der Anteile des Konzerns anden Nettovermögenswerten der erworbenen Unternehmenzu den jeweiligen Erwerbszeitpunkten dar. Die jeweiligenGeschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens jährlichenWerthaltigkeitstests (Impairment-Tests) unterzogen,bei denen die jeweiligen erzielbaren Beträge ermitteltwerden. Die Werthaltigkeitstests werden auf Ebene vonzahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorgenommen. ZurBestimmung des erzielbaren Betrages wird der höhere Wertaus Nutzungswert oder Zeitwert abzüglich Veräußerungskostenherangezogen. Ein einmal für den Geschäfts- oderFirmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird in dennachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt.Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werdenmit ihren Anschaffungskosten unter Berücksichtigungder Nebenkosten angesetzt und planmäßig linear über ihrewirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis sechs Jahren abgeschrieben.Kundenlisten und aktivierte Entwicklungskostenwerden ebenfalls über fünfzehn Jahre abgeschrieben.Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusseserworbenen immateriellen Vermögenswertenentsprechen ihrem beizulegenden Zeitwertzum Erwerbszeitpunkt. Die immateriellen Vermögenswertewerden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- bzw.Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungenund kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt.Kosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswertewerden mit Ausnahme von aktivierungsfähigen Entwicklungskostenerfolgswirksam in der Periode erfasst, in dersie anfallen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgenentsprechend den im Rahmen der Kaufpreisermittlungeruierten Nutzungsdauern.Die Bewertung von im Rahmen von Kaufpreisallokationenaktivierten Kundenlisten erfolgt durch einen ertragsorientiertenAnsatz (Residualwertmethode), wobei der Wertder Kundenlisten durch Diskontierung der aus ihnen resultierendenCashflows dargestellt wird. Von den durch dieKundenlisten erwarteten Mehrumsätzen werden die mit derUmsatzerbringung verbundenen Kosten in Abzug gebracht.Abschreibungsbedingte Steuervorteile aus einem fiktivenEinzelerwerb der Kundenlisten wurden bei den Berechnungenberücksichtigt.Entwicklungskosten für selbst erstellte immaterielle Vermögenswertewerden mit ihren Herstellungskosten aktiviert,sofern die Herstellung dieser Produkte technisch so weitrealisiert werden kann, dass diese genutzt oder verkauftwerden können, der Konzern die Absicht hat, den Wertfertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, derFP-Konzern fähig ist, den immateriellen Vermögenswert zunutzen bzw. zu verkaufen, die Art des Nutzenzuflusses nachgewiesenwerden kann, die technischen und finanziellenRessourcen zur Fertigstellung zur Verfügung stehen und diewährend der Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlichbewertet werden können. Die Entwicklungskosten umfassendabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbarenKosten. Erhaltene Zuschüsse zu Entwicklungskosten98


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // Konzernanhangwerden aktivisch abgesetzt. Falls die Voraussetzungen einerAktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungenim Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam verrechnet.Fremdkapitalkosten, die direkt einem Entwicklungsprojektzugeordnet werden können, werden für den Zeitraum derHerstellung als Teil der Herstellungskosten aktiviert. DerBetrag der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde durchAnwendung eines Finanzierungskostensatzes auf die Entwicklungskostenbestimmt. Der Finanzierungskostensatzentspricht dem gewogenen Durchschnitt der Fremdkapitalkostenfür die von Fremdkapitalgebern gewährten Kredite.In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden die Entwicklungsaufwendungenentsprechend dem Zugang zu aktiviertenEntwicklungskosten im Anlagevermögen als aktivierteEigenleistung ausgewiesen. Aktivierte Entwicklungskostenwerden mit Beginn der kommerziellen Ferti gung der entsprechendenProdukte linear über die Zeit ihres erwartetenNutzens, maximal über sechs Jahre, abgeschrieben. Währendder Entwicklungsphase wird jährlich ein Werthaltigkeitstestdurchgeführt, nicht mehr werthaltige aktivierteEntwicklungen werden außerplanmäßig abgeschrieben.Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwandausgewiesen.Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskostenvermindert um nutzungsbedingte planmäßigeAbschreibungen bewertet. Die Anschaffungskostenenthalten den Anschaffungspreis, die Nebenkosten sowienachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungenwerden abgesetzt. Die Herstellungskosten selbsterstellter Sachanlagen (vermietete / verleaste Frankiermaschinenund Zubehör) umfassen alle Einzelkosten sowiealle Gemeinkosten, die im Zusammenhang mit demHerstellungsvorgang anfallen. Finanzierungskosten fürden Zeitraum der Herstellung werden einbezogen, soweitqualifi zierte Vermögenswerte vorliegen. Kosten für Wartungund Reparatur von Gegenständen des Sachanlagevermögenswerden als Aufwand verrechnet. Aufbereitungskosten vonGegenständen des Sachanlagevermögens werden nach denKriterien der IAS 16.12 ff. als nachträgliche Herstellungskostenerfasst, wenn durch diese Kosten der zukünftige Nutzender Sachanlage erhöht wird (IAS 16.10). Auf Gegenstände desSachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist,werden planmäßige lineare Abschreibungen verrechnet.Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichenfolgende wirtschaftlichen Nutzungsdauern zugrunde:SachanlagevermögenGebäudeTechnische Anlagen und MaschinenBetriebs- und GeschäftsausstattungVermietete ErzeugnisseAnlagen in FinanzierungsleasingverhältnissenNutzungsdauer15 bis 40 Jahre13 bis 15 Jahre4 bis 10 Jahre5 Jahre4 bis 15 JahreWertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte undSachanlagen werden nach IAS 36 vorgenommen, wenn dererzielbare Betrag, d. h. der höhere Wert aus Nutzungswertdes betroffenen Vermögenswertes und beizulegender Zeitwertabzüglich der Verkaufskosten, unter den Buchwert gesunkenist. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnenVermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzungdes erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierendenEinheit, zu der der Vermögenswert gehört. Der Abgleichzwischen erzielbarem Betrag und Buchwert wird dannebenfalls auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheitvorgenommen. Sollten die Gründe für eine in Vorjahrenvorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen,werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen; diesgilt nicht für den Geschäfts- oder Firmenwert.Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.Gleiches gilt für das assoziierte Unternehmen FP Data CenterInc., Japan aus Unwesentlichkeitsgründen.Die Bewertung der Vorräte zum Bilanzstichtag erfolgt zumniedrigeren Betrag aus Anschaffungs- / Herstellungskosteneinerseits und dem realisierbaren Nettoveräußerungswertandererseits. Von Bewertungsvereinfachungsmethoden inForm von Durchschnittspreisbewertungen wurde Gebrauchgemacht.Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffesowie Waren enthalten den Anschaffungspreis und dieNebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen. DieHerstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnissebeinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkostenauch dem Produktionsprozess zuzurechnende Gemeinkosteneinschließlich angemessener abschreibungen auf99


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Fertigungsanlagen unter der Annahme einer Normalauslastung.Finanzierungskosten für den Zeitraum derHerstel lung werden nicht einbezogen, weil qualifizierteVermögenswerte nicht vorliegen. Der Nettoveräußerungswertist der geschätzte im normalen Geschäftsverlauf erzielbareVerkaufserlös abzüglich der noch notwendigenFertigstellungskosten sowie der Veräußerungskosten.Wertminderungen des Vorratsvermögens werden für Warensowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Materialaufwandund für fertige sowie unfertige Erzeugnisse in denBestandsveränderungen gezeigt.Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oderder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnetwerden können, werden als Teil der AnschaffungsoderHerstellungskosten dieses Vermögenswertes aktiviert.Bedeutung bei Francotyp-Postalia hat die Aktivierung vonFremdkapitalkosten ausschließlich bei der Aktivierung vonEntwicklungskosten. (Bei den aktivierten Entwicklungskostenhandelt es sich um Vermögenswerte, für die einbeträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihrenbeabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustandzu versetzen.)Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorienunterteilt:• erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Vermögenswerte,• Kredite und Forderungen,• zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertesowie• liquide MittelDie Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, zudem die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden.Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellenVermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüftdie Klassifizierung zu jedem Stichtag. Die Bewertungvon Finanzinstrumenten erfolgt beim erstmaligen Ansatzzum beizulegenden Zeitwert ggf. zzgl. Transaktionskosten.Für die Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskostenwird die Effektivzinsmethode zugrunde gelegt.Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zuHandelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerteund finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligenAnsatz und bei den folgenden Ansätzen als zum beizulegendenZeitwert bewertet eingestuft werden. FinanzielleVermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehaltenklassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in dernahen Zukunft erworben werden (bei der FP-Gruppe fallenhierunter ausschließlich zu Handelszwecken gehalteneanteile an einem thesaurierenden Fonds, der überwiegendin verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente undSichteinlagen investiert ist). Derivate werden ebenfalls als zuHandelszwecken gehalten eingestuft. Gewinne oder Verlusteaus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszweckengehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.Kredite und Forderungen sind nichtderivative finanzielleVermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen,die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. DieZugangsbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite undForderungen ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert bewertet(fortgeführte Anschaffungskosten abzüglich etwaigerWertberichtigungen). Bei der Bewertung der Forderungenwird allen erkennbaren Einzelrisiken durch angemesseneWertabschläge Rechnung getragen. Eine Wertberichtigungbei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Einzelbasiswird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafürvorliegen, dass die fälligen Forderungsbeiträge nicht vollständigeinbringlich sind (z. B. Eröffnung eines Insolvenzverfahrensoder erhebliche Zahlungsverzögerungen beimSchuldner). Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungenin Abschnitt IV., Tz. 13. Für die Wertberichtigungenwird ein gesondertes Wertberichtigungskonto genutzt; aufdiesem Konto erfasste Beträge werden ausgebucht, sobaldsich herausstellt, dass ein definitiver Wertausfall des Kreditsoder der Forderung vorliegt. Die Höhe der Wertberichtigungbemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwertder Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigenCashflows aus dieser Forderung. Gewinne und Verlustewerden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite undForderungen ausgebucht oder wertberichtigt sind oder imRahmen von Amortisationen.Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertesind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte, die alszur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eineder zwei vorstehend genannten Kategorien eingestuft sind.Im Konzern gehören hierzu die sonstigen Beteiligungen.Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung100


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // Konzernanhanggehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegendenZeitwert bewertet. Nicht realisierte Gewinne oderVerluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Wenn einsolcher finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird oderwertgemindert ist, werden die zuvor im sonstigen Ergebniserfassten Beträge über das jeweilige Periodenergebnis gebucht.Bei der Prüfung, ob eine Wertminderung bilanziellzu erfassen ist, werden entsprechende, objektiv erscheinendeHinweise berücksichtigt. Hinweise dieser Art sindetwa wirtschaftliches Umfeld, rechtliche Situation, Dauerhaftigkeitund Ausmaß von Wertverlusten u. Ä. Sofern derbeizulegende Zeitwert eines Eigenkapitalinstruments nichtverlässlich ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zuAnschaffungskosten.Kassageschäfte von finanziellen Vermögenswerten werdenzum Erfüllungstag erstmalig erfasst. Bei Derivaten richtetsich die buchmäßige Behandlung nach dem Handelstag(Tag des Kaufs bzw. Verkaufs).Die Liquiden Mittel umfassen alle flüssigen Mittel, d. h.Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten.Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Teil verpfändetin Zusammenhang mit verwalteten Portogeldern.In der Kapitalrücklage wird der Betrag von Zuzahlungen indas Eigenkapital ausgewiesen, die Anteilseigner geleistethaben. Aufwendungen, die unmittelbar durch die Ausgabeneuer Aktien im Rahmen des früheren Börsengangs der FP-Holding angefallen waren, wurden gemäß IAS 32.35 als Abzugvon der Kapitalrücklage bilanziert. Im Zusammenhangmit der am 23. März 2012 beschlossenen Kapital erhöhung,bei der 1,46 Mio. neue, auf den Inhaber lautende Stückaktienmit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von1 Euro je Aktie ausgegeben wurden, erhöhte sich die Kapitalrücklageum TEUR 2.131.Die Stock-Options-Rücklage weist im Personalaufwanderfasste Beträge aus dem Aktienoptionsprogramm 2010aus. Maßgabe hierbei ist der beizulegende Zeitwert dervoraussichtlich ausübbaren Aktienoptionen, der periodischverteilt wird.Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese direktvom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf sowie dieAusgabe oder die Einziehung von eigenen Anteilen berührennicht das Konzernergebnis.Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungenwerden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren(„Projected Unit Credit Method“) auf der Basis versicherungsmathematischerGutachten gemäß IAS 19 gebildet.Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Abschlussstichtagbestehenden Renten und erworbenen Anwartschaften,sondern auch künftig zu erwartende Steigerungenvon Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzungder relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. VersicherungsmathematischeGewinne und Verluste werden nachder Korridormethode erst dann über das Konzernergebnisverrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 %des Verpflichtungsumfangs liegen. In diesem Fall werdensie über die künftige durchschnittliche Restdienstzeit derBelegschaft verteilt. Die Aufwendungen aus der Aufzinsungvon Pensionsverpflichtungen werden unter den Zinsaufwendungenausgewiesen.Bei der Bewertung wurde zum Ende des Geschäftsjahres2012 von einem Rechnungszinsfuß von 3,00 % (im Vorjahr4,80 %) ausgegangen. Bei der Berechnung der Rückstellungenkamen die aufgrund des Rentenversicherungs-Altersanpassungsgesetzes geregelten Altersgrenzen zurAnwendung.Beiträge im Rahmen von beitragsorientierten Plänen sindAufwendungen der Periode, in der die betreffenden Leistungenerbracht werden.Rückstellungen und sonstige Rückstellungen werden fürungewisse Verpflichtungen gegenüber Dritten, deren Eintrittwahrscheinlich zu einer Vermögensbelastung führenwird, gebildet, wenn die Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrageszuverlässig schätzbar ist. Sie werden unterBerücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zumvoraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. LangfristigeRückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt.Wenn eine Anzahl gleichartiger Verpflichtungen besteht,wird die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung aufBasis der Gruppe dieser Verpflichtungen ermittelt.Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisseswerden gewährt, wenn ein Mitarbeiter vor demregulären Renteneintritt entlassen wird oder wenn einMitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig ausdem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasstAbfindungsleistungen, wenn er nachweislich verpflichtet101


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012ist, das Arbeitsverhältnis von gegenwärtigen Mitarbeiternentsprechend einem detaillierten formalen Plan, der nichtrückgängig gemacht werden kann, zu beenden, oder wenner nachweislich Abfindungen bei freiwilliger Beendigungdes Arbeitsverhältnisses durch Mitarbeiter zu leisten hat. Beider Italiana Audion s. r. l., Mailand, Italien, und der Francotyp-PostaliaGmbH, Wien, Österreich, werden entsprechendder Rechtslage in den jeweiligen Ländern planmäßigRückstellungen für Abfindungszahlungen gebildet, die beiAusscheiden der Mitarbeiter fällig werden.Eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen wirderfasst, wenn der Konzern einen detaillierten formalen Restrukturierungsplanaufgestellt hat, der bei den Betroffeneneine gerechtfertigte Erwartung geweckt hat, dass die Restrukturierungsmaßnahmendurch den Beginn der Umsetzungdes Plans oder die Ankündigung seiner wesentlichenBestandteile den Betroffenen gegenüber durchgeführt wird.Bei der Bewertung einer Restrukturierungsrückstellung findennur die direkten Aufwendungen für die RestrukturierungEingang. Es handelt sich dabei nur um die Beträge, diedurch die betreffende Restrukturierung verursacht sind undnicht in Zusammenhang mit den fortgeführten Geschäftstätigkeitendes Unternehmens stehen.Rückstellungen für Altersteilzeit wurden mit den jeweiligenBarwerten der Erfüllungsrückstände und Aufstockungsbeträgebewertet. Die Rückstellung wurde gemäß IAS 19.102 ff.mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögenin der Form einer zur Rückdeckung von Altersteilzeitzusageneingesetzten Versicherung saldiert.Der Konzern passiviert eine Rückstellung für Gewinnbeteiligungenund Boni in den Fällen, in denen eine vertraglicheVerpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxisder Vergangenheit eine faktische Verpflichtung ergibt.Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden nachder gemäß IAS 19 vorgeschriebenen Bewertungsmethode„Projected Unit Credit Method“ entsprechend dem Verfahrender Einmalprämienfinanzierung für den jährlichenAnwartschaftszuwachs unter Berücksichtigung von Trendannahmengebildet.Rückstellungen für Gewährleistungsaufwendungen werdenzum Verkaufszeitpunkt der betreffenden Produkte nachder besten Einschätzung des Managements hinsichtlich dererfüllung der Verpflichtung des Konzerns notwendigen Ausgabenangesetzt.Finanzielle Verbindlichkeiten werden in die folgendenKategorien unterteilt:• zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielleVerbindlichkeiten• erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle VerbindlichkeitenDie Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgt beim erstmaligenAnsatz zum beizulegenden Zeitwert ggf. zzgl.Transaktionskosten. Für die Ermittlung der fortgeführtenAnschaffungskosten wird die Effektivzinsmethode zugrundegelegt.Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielleVerbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassungmit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mitder Darlehensaufnahme direkt verbundenen Transaktionskostenbewertet. Die Darlehen werden nicht als erfolgswirksamzum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichenDarlehen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertetefinanzielle Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszweckengehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowieandere finanzielle Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligenAnsatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertet klassifiziert werden. Finanzielle Verbindlichkeitenwerden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert,wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunfterworben werden. Unter den erfolgswirksam zum beizulegendenZeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeitenwerden auch die Verbindlichkeiten aus Derivategeschäftengezeigt. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten,die zu Handelszwecken gehalten werden, werdenerfolgswirksam erfasst.Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mitdem Barwert der Leasingraten ausgewiesen.Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschuldenfür die laufende und die früheren Perioden werdenmit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattungvon der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die102


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangSteuer behörde erwartet wird. Der Berechnung des Betragswerden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt,die zum Abschlussstichtag gelten.Die Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern folgtgemäß IAS 12 der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethodeauf der Grundlage der zum Zeitpunkt der Realisationvoraussichtlich gültigen Steuersätze. Hiernach sindgrundsätzlich für sämtliche temporären Differenzen zwischenden steuerlichen Wertansätzen und den Werten inder Konzernbilanz latente Steuern zu bilden.Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang angesetzt,in dem es wahrscheinlich ist, dass ein positives zuversteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen dasdie temporäre Differenz verwendet werden kann. Aktivelatente Steuern wurden auf nutzbare steuerliche Verlustvorträgegebildet, wenn sie künftig wahrscheinlich realisiertwerden können. Soweit eine Identität der Steuergläubigerund Fristenkongruenz besteht, werden aktive latente Steuernmit passiven latenten Steuern verrechnet.Latente Steueransprüche und -schulden werden anhandder Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der einVermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlichGültigkeit erlangen werden. Dabei werden dieSteuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zumBilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungensind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielleWirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrenserfüllt sind.Steuerlatenzen, die im sonstigen Ergebnis gebuchteGeschäftsvorfälle betreffen, werden ebenso im sonstigenErgebnis erfasst.Bilanzierung von Leasingverhältnissen,bei denen Francotyp-Postalia als LeasinggeberauftrittIAS 17 definiert ein Leasingverhältnis als eine Vereinbarung,in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eineZahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an derNutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraumüberträgt. Hierbei wird in Finanzierungsleasingverträge(Finance Lease) und andere Leasingverträge (OperateLease) differenziert.Im Rahmen von Finance Lease werden die vermieteten Sachanlagennicht im Sachanlagevermögen aktiviert. Es erfolgtein Ausweis unter den Forderungen aus Finanzierungsleasing.Die betreffenden Voraussetzungen sind erfüllt,wenn die wesentlichen Chancen und Risiken, die sich ausder Nutzung ergeben, aufseiten des Leasingnehmers sind.Beim Finanzierungsleasing wird dann eine Forderung inHöhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen zum Zeitpunktdes Vertragsabschlusses aktiviert. Die zugehendenLeasingraten werden in einen Tilgungs- und einen Zinsanteilaufgeteilt. Der Tilgungsanteil vermindert ergebnisneutralden Forderungsbestand. Der Zinsanteil wird erfolgswirksamvereinnahmt. Für Finanzierungsleasingverträge wird derMarktzins mit Bezug auf vergleichbare Leasingvereinbarungenermittelt.Bei Vermietungen, bei denen das wirtschaftliche Eigentumbehalten wird, erfolgt die Behandlung als Operate Lease.Die Leasinggegenstände werden deshalb unter den langfristigenVermögenswerten im Sachanlagevermögen ausgewiesen,Leasingraten als Umsatz ausgewiesen.Die Vertragsgestaltungen bei der Vermietung von FrankierundKuvertiermaschinen als Leasinggeber werden insbesonderebei den deutschen FP-Gesellschaften und teils inden Niederlanden als Finance Lease qualifiziert.Die Vermietungen von Frankier- und Kuvertiermaschinendurch die übrigen FP-Gesellschaften werden überwiegendals Operate Lease eingestuft, da bei diesen Vertragsgestaltungendas wirtschaftliche Eigentum behalten wird.Im Rahmen des Finanzierungsleasings werden sowohl Neualsauch Gebrauchtmaschinen verleast.Bilanzierung von Leasingverhältnissen,bei denen Francotyp-Postalia als LeasingnehmerauftrittDas wirtschaftliche Eigentum an den von der freesort GmbHgenutzten Druckern, Fotokopiergeräten, Frankier-, SortierundKuvertiermaschinen wird teils der freesort GmbH zugerechnet.Sie erfüllt die Voraussetzungen als Leasingnehmerim Rahmen von Finance-Lease-Verträgen. Die geleastenVermögenswerte werden als Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissenunter den langfristigen Vermögenswertenausgewiesen. Der erstmalige Ansatz eines Leasinggegenstandeserfolgt in Höhe des niedrigeren Wertes aus seinem103


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012beizulegenden Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen.Die zusammenhängenden Verbindlichkeitensind unterteilt nach Fristigkeit passiviert.Vermietete Erzeugnisse wurden teilweise über Sale-and-Lease-Back-Verträge refinanziert. FP schloss hierzu Mietkaufverträgeab, die an einem vereinbarten Zeitpunkt, zueinem anfänglich festgelegten Rückkaufpreis, den Rückerwerbvorsehen. Diese Geräte werden als Anlagen in Finanzierungsleasingausgewiesen.Immobilien, Kraftfahrzeuge und Bürogeräte wurden teilsüber Operate-Lease-Verträge genutzt. Die Laufzeiten derLeasingverträge entsprechen nicht dem überwiegenden Teilder wirtschaftlichen Nutzungsdauer und beinhalten zumTeil Verlängerungsoptionen sowie Preisanpassungsklauseln.Diese Leasingverhältnisse werden als gewöhnliche Mietverträgebehandelt, wobei die Leasingraten als Aufwanderfasst werden.Sicherungspolitik und RisikomanagementDer FP-Konzern ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeitbestimmten finanziellen Risiken ausgesetzt, die insbesondereWährungsschwankungen, Zinsänderungsrisiken,Liquiditätsrisiken und Forderungsausfälle umfassen. Dasübergeordnete Risikomanagementsystem des Konzerns berücksichtigtdie Unvorhersehbarkeit der Finanzmärkte undist darauf ausgerichtet, negative Auswirkungen auf die Ertragslagedes Konzerns zu minimieren. Zur Erreichung diesesZieles bedient sich der Konzern bestimmter Finanzinstrumente.Diese werden generell zur Absicherung bestehenderGrundgeschäfte oder geplanter Transaktionen eingesetzt.Im Zusammenhang mit den Verpflichtungen aus dem Sozialplansind durch den FP-Konzern im ersten Quartal 2013voraussichtlich Zahlungen in Höhe von 1.221 TEUR zu leisten.Zusätzlich zu den vertraglich geschuldeten Tilgungs- undZinszahlungen ergibt sich daraus eine Risikokonzentration.Zu weiteren Informationen hinsichtlich qualitativer Angabenzum Risikomanagement und zu den Finanzrisiken verweisenwir auf den Risikobericht im Konzernlagebericht.Weitere wesentliche Risikokonzentrationen in Bezug auf dieFinanzinstrumente sind nicht erkennbar. Der Handlungsrahmen,die Verantwortlichkeiten, die finanzwirtschaftlicheBerichterstattung und die Kontrollmechanismen für Finanzinstrumentesind durch konzerninterne Regelungen festgelegt.Hierzu gehört eine Funktionstrennung zwischenErfassung und Kontrolle der Finanzinstrumente. Die Währungs-,Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken des FP-Konzerns werden zentral gesteuert.1. FremdwährungsrisikenAufgrund seiner internationalen Ausrichtung ist der FP-Konzern im Rahmen der gewöhnlichen GeschäftstätigkeitFremdwährungsrisiken ausgesetzt. Fremdwährungsrisikenresultieren aus Bilanzpositionen und aus schwebendenGeschäften in Fremdwährungen sowie aus allen Mittelzuflüssenund Mittelabflüssen in Fremdwährungen. Um dieseRisiken zu begrenzen, werden derivative Finanzinstrumenteeingesetzt.Wechselkursschwankungen können zu unerwünschten undunvorhergesehenen Ergebnis- und Cashflow-Volatilitätenführen. Jede FP-Gesellschaft ist Risiken im Zusammenhangmit Wechselkursänderungen ausgesetzt, wenn sieGeschäfte mit internationalen Vertragspartnern abschließtund daraus in der Zukunft Zahlungsströme entstehen, dienicht der funktionalen Währung der jeweiligen FP-Gesellschaftentsprechen. Das Unternehmen reduziert das Risiko,indem es Geschäftstransaktionen (Verkäufe und Zukäufe vonProdukten und Dienstleistungen sowie Investitions- undFinanzierungsaktivitäten) hauptsächlich in der jeweiligenfunktionalen Währung abrechnet. Außerdem gleicht es dasFremdwährungsrisiko zum Teil dadurch aus, dass es Güter,Rohstoffe und Dienstleistungen in der entsprechendenFremdwährung beschafft.Den operativen Einheiten ist es untersagt, aus spekulativenGründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmenund / oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oderInvestitionen werden bevorzugt in der jeweiligen funktionalenWährung durchgeführt. Die Unternehmensfinanzierungwird von dem Konzernsitz Birkenwerder aus organisiertund durchgeführt.Im Berichtsjahr wurden im Finanzergebnis Erträge ausumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 667 (im VorjahrTEUR 1.875) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 905(im Vorjahr TEUR 2.334) erfasst.104


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangDie Fremdwährungsrisiken aus den künftig erwarteten Zahlungseingängenin US-Dollar werden abgesichert, indemdiese zur Tilgung eines im Juni 2011 aufgenommenen Darlehensverwendet werden, das ebenfalls auf US-Dollar lautet.Im Dezember 2012 wurde zur Absicherung gegen Kursänderungsrisikenim Zusammenhang mit den erwartetenZahlungseingänge in Britischen Pfund (GBP) und US-Dollar(USD) insgesamt vier Devisentermingeschäfte abgeschlossen.Die Konditionen der Verträge sowie die Marktwerte zum31. Dezember 2012 sind aus folgender Tabelle ersichtlich:Lfd. Nr. Kontraktabschluss AbsicherungsbetragAbsicherungskurszum EURFälligkeitstag /AusübungsfristMarktwert1 21.12.2012 USD 500.000 1,3460 22.02.2013 -2.416,182 21.12.2012 USD 500.000 1,3460 24.04.2013 -1.193,203 21.12.2012 USD 500.000 1,3270 24.04.2013 4.616,514 21.12.2012 GBP 400.000 0,8190 30.04.2013 6.636,41Sämtliche Änderungen der Marktwerte der vorgenanntenKontrakte haben sich im Konzernergebnis niedergeschlagen.Die Nettorisiken der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeitenin Fremdwährungen stellen sich wie folgt dar:31.12.2012 31.12.2011Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Sensitivität des Konzernergebnissesvor Steuern und des Konzerneigenkapitalsin Abhängigkeit von möglichen Änderungen von für dieFP-Gruppe relevanten Wechselkursen (USD; GBP) – ceterisparibus. Als Bezugsgröße für die ermittelten Sensitivitätenwurden zum einen das US-Dollar-Darlehen und zum anderendie zugehörigen derivativen Geschäfte verwendet.TEUR EUR USD EUR USDUngesichertesBankdarlehen 0 -2.588 0 -3.690GesichertesBankdarlehen 0 -2.490 0 -4.560Festgeschäfte 8 0 -26 0Optionen 0 0 -11 0Nettorisikoin TEUR 8 -5.078 -37 -8.250TEUR2012Kursentwicklungder Fremdwährungin ProzentpunktenAuswirkung auf dasKonzernergebnisvor SteuernAuswirkung auf dasEigenkapitalUSD +5 % -282 -282-5 % 219 219GBP +5 % -35 -35-5 % 15 152011USD +5 % -465 -465-5 % 794 794GBP +5 % -342 -342-5 % 378 378105


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 20122. ZinsrisikenDas Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem derFP-Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus denlangfristigen Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz.Der Finanzbereich des Konzerns steuert die Zinsrisikenmit dem Ziel, das Zinsergebnis des Konzerns zu optimierensowie das gesamte Zinsänderungsrisiko zu minimieren. DerFinanzierungsbedarf von Unternehmen des FP-Konzernswird über konzerninterne Darlehen bzw. konzerninterneVerrechnungskonten gedeckt.Am 30. und 31. August 2011 wurden zwei Zins-Swap-Geschäftein USD mit einem anfänglichen Bezugsbetrag vonTUSD 5.600 und drei Zins-Swap-Geschäfte in EUR mit einemanfänglichen Bezugsbetrag von TEUR 16.130 und einer Laufzeitbis zum 31. Dezember 2013 abgeschlossen. Der Bezugsbetragreduziert sich über die Laufzeit in Höhe der gemäß demKonsortialdarlehensvertrag planmäßig vorzunehmendenTilgungen. Im Rahmen der Zins-Swap-Geschäfte tauschtder Konzern variable 3-Monats-Libor-Zinszahlungen gegeneinen Festzinssatz in der Bandbreite von 0,78 - 0,80 % p. a.(USD-Darlehen) bzw. 1,53 - 1,56 % p. a. (EUR-Darlehen). DerMarktwert dieser Instrumente beträgt TEUR -202 (im VorjahrTEUR -133). Der Swap wird vierteljährlich ausgeglichen.Die Konditionen der Verträge sowie die Marktwerte zum31. Dezember 2012 sind aus folgender Tabelle ersichtlich:Lfd. Nr. Abschlussdatum EnddatumAnfänglicherBezugsbetragBezugsbetrag zum31.12.2012 Festsatz Marktwert1 31.08.2011 31.12.2013 USD 4.280.000 EUR 1.900.000 0,78 % -5.120,862 30.08.2011 31.12.2013 USD 1.320.000 EUR 590.000 0,80 % -486,273 31.08.2011 31.12.2013 EUR 8.920.000 EUR 8.340.000 1,55 % -114.081,374 30.08.2011 31.12.2013 EUR 3.790.000 EUR 3.400.000 1,56 % -36.963,055 31.08.2011 31.12.2013 EUR 3.420.000 EUR 2.960.000 1,53 % -45.779,29Die beizulegenden Zeitwerte bestehender Zinsderivategeschäftelassen sich nachstehender Tabelle entnehmen:TEUR31.12.2012 31.12.2011SchuldenVermögenswerteVermögenswerteSchuldenZins-Swap-GeschäftbeizulegenderZeitwert 0 202 1 133Sämtliche Änderungen der beizulegenden Zeitwerte habensich im Konzernergebnis niedergeschlagen.Variabel verzinsliche finanzielle Schulden bestehen ausschließlichin Form der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivitätdes Konzernergebnisses vor Steuern und des Konzerneigenkapitalsgegenüber einer nach vernünftigem Ermessenmöglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Variablen106


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // Konzernanhangbleiben konstant. Als Bezugsgröße für die Sensitivität wurdeder durchschnittliche jährliche Darlehensbestand verwendet.Veränderung inProzentpunkten3. AusfallrisikenAuswirkung auf dasKonzernergebnisvor steuern in TEURAuswirkung aufdas Eigenkapitalin TEUR2012 +1 % -365 -365-1 % +365 +3652011 +1 % -404 -404-1 % +404 +404Die bilanzierte Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibtdas maximale Ausfallrisiko für den Fall wieder, dass Kontrahentenihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nichtnachkommen. Für alle den originären Finanzinstrumentenzugrunde liegenden Leistungsbeziehungen gilt, dass zurMinimierung der Ausfallrisiken in Abhängigkeit von Art undHöhe der jeweiligen Leistung Sicherheiten verlangt werden,Kreditauskünfte / Referenzen eingeholt werden oder historischeDaten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung (etwaBetrachtung des Zahlungsverhaltens) zur Vermeidung vonZahlungsausfällen genutzt werden. Den erkennbaren Ausfallrisikenvon Forderungen sowie den allgemeinen Kreditrisikenwerden durch entsprechende Einzel- und PauschalwertberichtigungenRechnung getragen. Eine Altersstrukturder Forderungen aus Lieferungen und Leistungen findet sichin Abschnitt IV., Tz. 13, des vorliegenden Anhangs. Aus dieserAltersstruktur sind auch die Überfälligkeiten erkennbar.Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (wie liquideMittel, zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumenteund derivative Finanzinstrumente) entspricht das maximaleKreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem jeweils ausgewiesenenBuchwert. Altersstrukturen für die sonstigenfinanziellen Vermögenswerte werden nicht angegeben, daes keine entsprechenden überfälligen, nicht wertberichtigtenVermögenswerte gibt.Im Übrigen verweisen wir auf unsere Angaben in AbschnittIV., Tz. 25, des vorliegenden Anhangs.4. LiquiditätsrisikenDie Liquiditätsrisiken des Konzerns bestehen darin, dassmöglicherweise finanziellen Verpflichtungen nicht mehrnachgekommen werden kann (etwa Tilgung von Finanzschulden,Bezahlung von Zulieferern oder Erfüllung vonVerpflichtungen aus dem Finanzierungsleasing und aus denRestrukturierungsmaßnahmen). Der FP-Konzern begrenztdiese Risiken durch ein Working-Capital- sowie Cash-Management. Den Liquiditätsrisiken wird weiterhin mit einerLiquiditätsvorschau für den gesamten Konzern und einerBetriebsmittellinie in Höhe von TEUR 1.000 begegnet (Erläuterungensiehe unten). Zusätzlich wird die Liquiditätssituationdurch den Verkauf von Forderungen aus Lieferungenund Leistungen verbessert, und Investitionen in vermieteteErzeugnisse werden über Sale-and-Lease-Back-Geschäftefinanziert.Ergänzend zu den oben genannten Instrumenten derLiquiditätssicherung verfolgt der FP-Konzern kontinuierlichdie sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten.Zentrales Ziel dabei ist, die finanzielle Flexibilitätdes Konzerns zu sichern und Finanzierungsrisikenzu begrenzen.Der Konzern hat neben den vertraglich vereinbarten ZinsundTilgungszahlungen bis zum Ende des ersten Quartals2013 auch Zahlungen im Zusammenhang mit demSozial plan (Abschnitt IV., Tz. 20) zu leisten. Hier liegt eineRisikokonzen tration hinsichtlich der Liquidität vor.Finanzverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Darlehenzur Finanzierung des Kaufpreises der FP-Gruppe. Seitdem Börsengang wurden die Akquisitionsdarlehen sowieeine Akquisitions- und Capex-Linie zu einer Fazilität zusammengefasst.Mit Datum vom 21. Februar 2011 wurde ein Konsortialdarlehensvertragüber EUR 30.149.665 und USD 12.000.000zwischen der Francotyp-Postalia Holding AG als Darlehensnehmerinund einem Bankenkonsortium als Darlehensgeberinabgeschlossen. Das Darlehen setzt sich auseinem Darlehen A 1 (Tilgungsdarlehen in Höhe von bis zuEUR 6.000.000), einem Darlehen A 2 (Tilgungsdarlehen inHöhe von USD 12.000.000), einem Darlehen A 3 (endfälligesDarlehen in Höhe von EUR 2.832.332,89) und einemDarlehen B (Darlehen in Höhe von bis zu EUR 21.317.332,11auf revolvierender Basis) zusammen. Dem Darlehensvertrag107


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012nach dienen die Darlehen A 1, A 2 und A 3 der Ablösung desalten Konsortialdarlehens; das Darlehen B dient zunächstder Ablösung des alten Konsortialdarlehens sowie anschließendder allgemeinen Betriebsmittelfinanzierung.Da die tatsächliche Darlehensgewährung bzw. Darlehensablösungzeitlich mit der ersten planmäßigen Tilgungszahlungzusammenfiel, wurde am 15. Juni 2011 eine Ergänzungsvereinbarungzum Konsortialdarlehensvertrag mit dem Ziel derVereinfachung der Abwicklung abgeschlossen. In dieser Vereinbarungwurden die Darlehen um die fälligen Tilgungsratenvermindert. Das Darlehen A 1 (Tilgungsdarlehen) wurdefestgesetzt in Höhe von bis zu EUR 5.000.000 und das DarlehenA 2 (Tilgungsdarlehen) in Höhe von USD 10.125.000.Zusätzlich wurde zum Konsortialdarlehensvertrag vom21. Februar 2011 – im Sinne von Klausel 5.1 des genanntenVertrages – ein ergänzender Vertrag über einen Darlehensrahmen(Betriebsmittellinie) in Höhe von TEUR 1.000 zum20. Juli 2011 abgeschlossen.In Ergänzung zum Konsortialdarlehensvertrag vom 21. Februar2011 (Abschnitt I, Tz. 4) wurde am 14. März 2012 eineErgänzungsvereinbarung getroffen, die der Finanzierungder Ansprüche von (ehemaligen) Arbeitnehmern aus demSozialplan dient, der für die im Zusammenhang mit derSchließung der Produktion am Standort Birkenwerderdurchgeführten Maßnahmen gilt.Über das bisher vereinbarte Kreditvolumen hinaus erhieltFP ein weiteres Darlehen C in Höhe von TEUR 4.107. Die Inanspruchnahmedes Darlehens ist in 10 monatlichen Ratenüber je TEUR 411 erstmals am 31. März 2013 zurückzuzahlen.Zusätzlich wurde von der am 30. Juni 2012 fälligen Tilgungsratefür das Darlehen A 1 in Höhe von TEUR 1.000 ein Teilbetragüber TEUR 308 gestundet. Dieser Teilbetrag ist in 10gleich hohen monatlichen Raten erstmals am 31. März 2013zurückzuzahlen.Pensionsgeschäfte und Factoring gegen Entgelt Forderungenaus Lieferungen und Leistungen an die Commerzbank AG.Zum Bilanzstichtag flossen dem Konzern finanzielle Mittelim Zusammenhang mit unechten Pensionsgeschäften inHöhe von TEUR 684 (im Vorjahr TEUR 1.353) und mit demFactoring in Höhe von TEUR 454 (im Vorjahr TEUR 30) zu. Hierwird auf die Angaben in Abschnitt IV., Tz. 21, verwiesen.Zu den Fälligkeiten der derivativen Verbindlichkeiten verweisenwir auf unsere Ausführungen zu den Zinsrisiken inAbschnitt I., „Sicherungspolitik und Risikomanagement“.Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, die Verbindlichkeitenaus Lieferungen und Leistungen sowie diesonstigen Verbindlichkeiten stammen hauptsächlich aus derFinanzierung von in den fortgeführten Aktivitäten genutztenoperativen Vermögenswerten (etwa Sachanlagen) und ausInvestitionen innerhalb des Working Capitals (zum BeispielVorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen).Der Konzern berücksichtigt diese Vermögenswerte bei dereffektiven Steuerung des gesamten Liquiditätsrisikos.Die folgende Tabelle zeigt die aus dem Konsortialdarlehensvertragresultierenden Cashflows einschließlich geschätzterZinszahlungen sowie die Zahlungen aus damit in Zusammenhangstehenden derivativen Finanzinstrumenten. Nebenden genannten Darlehen in Höhe von TEUR 34.416 (imVorjahr TEUR 34.527) bestanden weitere Verbindlichkeitengegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.128 (im VorjahrTEUR 1.915).TEURVertraglich fixierte CashflowsBuchwert per31.12.2012 2013 2014Darlehen -34.416 -14.403 -21.425Forward 8 8 0Swap -202 -202 0-14.598 -21.425Darüber hinaus wurde von der am 30. Juni 2012 fälligenTilgungsrate für das Darlehen A 2 in Höhe von TUSD 1.875ein Teilbetrag über TUSD 578 gestundet. Dieser Teilbetragwird in 10 gleich hohen monatlichen Raten erstmals am31. März 2013 zurückgezahlt.Um die Liquiditätssituation des Konzerns zu verbessern,veräußern Konzerngesellschaften im Rahmen unechterTEURVertraglich fixierte CashflowsBuchwert per31.12.2011 2012 2013Darlehen -34.527 -6.473 -30.983Forward -37 -37 0Swap -132 -132 0-6.642 -30.983108


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangIn Abschnitt IV., Tz. 21, sind auch die vertraglich fixiertenCashflows aus Finanzierungsleasing differenziert nach Restlaufzeitenzu entnehmen.Bei den sonstigen finanziellen Schulden (siehe Abschnitt IV.,Tz. 25) entspricht der ausgewiesene Buchwert jeweils demZahlungsmittelabfluss im Folgejahr.5. Bilanzierung derivativer FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden ausschließlich außerhalbvon Sicherungsbeziehungen im Sinne der IFRS eingesetzt.Die Bilanzierung erfolgt jeweils zum beizulegendenZeitwert, und zwar ergebniswirksam.KapitalsteuerungMaßgeblich für die Kapitalsteuerung des Konzerns ist dieKapitalstruktur. Die Steuerungsgröße für die Kapitalstrukturist der Nettoverschuldungsgrad. Dieser ergibt sich aus demVerhältnis der Nettoschulden zum Eigenkapital.Zu den ausgewählten Schulden zählen insbesondere dieKreditverbindlichkeiten (TEUR 36.544; im Vorjahr TEUR 36.442)sowie die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing(TEUR 4.202; im Vorjahr TEUR 1.721 ). In die in dem Zusammenhangdefinierten Finanzmittel werden die eigenenanteile (TEUR 1.829; im Vorjahr TEUR 1.829) und die Wertpapiere(TEUR 680; im Vorjahr TEUR 678) einbezogen sowiedie Portoguthaben, die von der FP-Gruppe verwaltet werden(TEUR 21.088; im Vorjahr TEUR 20.238), herausgerechnet.Der Nettoverschuldungsgrad wird fortlaufend überwacht.Dieser stellt sich wie folgt dar:TEUR 31.12.2012 31.12.2011Schulden 40.746 38.163Finanzmittel -7.449 -8.136Nettoschulden 33.297 30.027Eigenkapital 23.244 15.887Nettoverschuldungsgrad 143 % 189 %Mit der Kapitalsteuerung wird ein möglichst hohes Bonitätsratingangestrebt. Zudem soll Going Concern sichergestelltwerden.Im Berichtsjahr 2012 sind keine Änderungen bei den Zielen,Richtlinien und Verfahren für die Kapitalsteuerung zu verzeichnen.Der FP-Konzern hat gemäß dem mit den Banken abgeschlossenenKonsortialdarlehensvertrag zwei bestimmteFinanzkennzahlen (Covenants) einzuhalten. Zum einendürfen definierte Eigenmittel des FP-Konzerns zum jeweiligenQuartalsende nicht unterschritten werden. Zum anderenist ein bestimmter Verschuldungsgrad nicht zu überschreiten.Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis von Nettoverschuldungzum EBITDA, wobei diese beiden Werte gemäßKreditvertragsdefinition bezogen auf bestimmte Positionenin geringem Umfang korrigiert werden.Die zum 31.12.2012 maßgeblichen Finanzkennzahlen wurdeneingehalten. Bei einer Nichteinhaltung der Finanzkennzahlenhätte das Bankenkonsortium das vertragliche Rechtgehabt, den Kredit fällig zu stellen.Finanzielle SteuerungsgröSSenDie Steuerung des Konzerns erfolgt über die Kennzahlenumsatz, EBITDA, Net Working Capital, Free Cashflow, Konzernergebnisund die Stückzahl der in den Markt gebrachtenFrankiermaschinen, gewichtet nach Produkttyp. Damitstellt die FP-Gruppe sicher, dass Entscheidungen immerdas Spannungsfeld zwischen Wachstum, Profitabilität undLiquidität ausreichend berücksichtigen.Der Umsatz dient der Messung des Erfolgs am Markt. Mitdem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen(EBITDA) misst der Konzern die operative Leistungskraft undden Erfolg der einzelnen Geschäftseinheiten. Daneben verwendetder Konzern noch die Kennzahl EBITDA-Marge, diedas EBITDA im Verhältnis zum Umsatz darstellt.Das Net Working Capital errechnet sich aus dem Vorratsvermögenzuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungenabzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen undLeistungen. Mit der Berücksichtigung des Free Cashflowswird sichergestellt, dass die finanzielle Substanz des Konzernserhalten bleibt. Der Free Cashflow ergibt sich aus demSaldo von Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglichInvestitionen.109


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie das EBITDA-Ergebnissind der Segmentberichterstattung in Abschnitt II. zu entnehmen.Das Net Working Capital des FP-Konzerns erhöhte sich zum31. Dezember 2012 gegenüber dem Vorjahr um 15,7 % vonTEUR 17.406 auf TEUR 20.143.Annahmen und Schätzungen des ManagementsBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einemgewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen,die sich auf die Höhe und den Ausweis derbilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträgeund Aufwendungen der Berichtsperiode auswirken.Die Annahmen und Schätzungen beruhen auf dem jeweilsaktuellen Kenntnisstand. Insbesondere wurden bezüglichder erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zumZeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegendenUmstände ebenso wie die als realistisch unterstelltezukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenenUmfelds zugrunde gelegt.Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb desEinflussbereichs des Managements liegende Entwicklungendieser Rahmen bedingungen können die sich einstellendenBeträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.Wenn die tatsächlichen Entwicklungen von denerwarteten Entwicklungen abweichen, werden die Prämissenund, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffendenVermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.Im Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenenAnnahmen sowie die sonstigen wesentlichen Quellen vonSchätzungsunsicherheiten am Abschlussstichtag ange geben.EntwicklungskostenEntwicklungskosten werden gemäß der bereits dargestelltenBilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Dieerstmalige Aktivierung der Aufwendungen beruht auf derEinschätzung des Managements, dass die technische undwirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist; dies isti. d. R. dann der Fall, wenn ein Entwicklungsprojekt einenbestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projekt erreichthat. Für Zwecke der Beurteilung der Werthaltigkeit derzu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmenüber die Höhe der aus Vermögenswerten zu erwartendenCashflows, die anzuwendenden Abzinsungssätze und denZeitraum des Zuflusses von zu erwartenden zukünftigenCashflows, die die Vermögenswerte generieren.Die aktivierten Entwicklungskosten für selbst erstellte immaterielleVermögenswerte sind in der Konzernbilanz zum31. Dezember 2012 mit TEUR 11.840 (im Vorjahr TEUR 3.843)bzw. mit TEUR 6.135 (im Vorjahr TEUR 10.882) für noch nichtabgeschlossene Entwicklungsprojekte berücksichtigt.Ins gesamt sind im Berichtsjahr TEUR 10.362 (im VorjahrTEUR 10.794) Entwicklungskosten angefallen.Neubewertung immateriellerVermögenswerte bei der Abbildung vonUnternehmenszusammenschlüssenSchätzungen sind erforderlich bei Neubewertungen immateriellerVermögenswerte bei der Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssennach IFRS 3 (2008). Im Rahmenvon Kaufpreisallokationen sind immaterielle Vermögenswertebei den erworbenen Unternehmen zu identifizierenund zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen; von einemetwaigen (negativen) Geschäfts- oder Firmenwert werden siesepariert. Bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwertesind zwangsläufig diverse Schätzungen vorzunehmen.Geschäfts- oder FirmenwertZur Feststellung eines eventuellen Wertminderungsbedarfsdes Geschäfts- oder Firmenwerts ist es erforderlich, denNutzungswert des Assets wie den beizulegendem Zeitwertder zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu ermitteln.Hier wird geprüft, ob der Buchwert über dem erzielbarenBetrag liegt. Unter dem erzielbaren Betrag versteht manhierbei den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglichVeräußerungskosten und Nutzungswert. Der Unterschiedsbetragzwischen Buchwert und erzielbarem Betragist der Wertberichtigungsbedarf.110


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangDie Berechnung des Nutzungswerts und gegebenenfallsauch des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskostenbedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus derzahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeignetenAbzinsungssatzes für die Barwertberechnung.Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes beträgtzum Bilanzstichtag TEUR 10.016 (im Vorjahr TEUR 10.016).SachanlagenSchätzungen und Ermessensspielräume bestehen bei derFeststellung von Wertminderungen des Sachanlagevermögensund der Bemessung der Höhe ggf. festgestellterWertminderungen.Wertminderungen auf Sachanlagen werden nach IAS 36 vorgenommen,wenn der erzielbare Betrag, d. h. der höhereWert aus Nutzungswert des betroffenen Vermögenswertesund beizulegender Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten,unter den Buchwert gesunken ist. Kann der erzielbareBetrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätztwerden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags derzahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswertgehört. Der Abgleich zwischen erzielbarem Betragund Buchwert wird dann ebenfalls auf Ebene der zahlungsmittelgenerierendenEinheit vorgenommen. Solltendie Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßigeAbschreibung entfallen, werden entsprechendeZuschreibungen vorgenommen.Im Berichtsjahr wurden in Höhe von TEUR 0 (im VorjahrTEUR 0) Wertminderungen auf das Sachanlagevermögenvorgenommen.Aktive latente SteuernAktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten,steuerlichen Verlust- und Zinsvorträge in dem Maße erfasst,in dem es wahrscheinlich ist, dass diese Verlustvorträgezukünftig durch positives zu versteuerndes Einkommentatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlungder Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentlicheErmessens ausübung der Unternehmensleitung bezüglichdes erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftigenzu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigenSteuer planungsstrategien erforderlich.Zum 31. Dezember 2012 beläuft sich der Buchwert aktiverlatenter Steuern auf nicht genutzte steuerliche Verlust- undZinsvorträge auf TEUR 5.889 (im Vorjahr TEUR 6.946).Francotyp-Postalia hat im Jahr 2009 eine Studie über dieinternationalen Konzernverrechnungspreise in Auftraggegeben. Als erstes Ergebnis dieser Studie wurden dieVerrechnungspreise für das Jahr 2009 angepasst. Für dieGeschäftsjahre ab 2010 sind entsprechend überarbeitetePreislisten zur Anwendung gekommen.Im Jahr 2010 wurden bei mehreren deutschen FP-KonzerngesellschaftenBetriebsprüfungen im Ertragsteuerbereichfür die Jahre 2005 bis 2008 angeordnet. Die Prüfungenwurden im Berichtsjahr 2011 aufgenommen. Die Betriebsprüfungenwurden mittlerweile materiell beendet. Bisherwurde noch keine abschließende Einigung mit der Betriebsprüfunghinsichtlich der Betriebsprüfungsfeststellungenerzielt. Gegenstand der Prüfungen waren auch dieim Prüfungszeitraum angesetzten Verrechnungspreise beiTransaktionen mit ausländischen FP-Konzerngesellschaften.Zum Stichtag liegen weder Änderungsbescheide noch finaleBetriebsprüfungsberichte vor. Höchstwahrscheinlich wirdes jedoch vonseiten der Finanzverwaltung zu Anpassungenbei den noch nicht bestandskräftigen steuerlichen Veranlagungender Jahre 2005 bis 2008 in Bezug auf die Verrechnungspreisekommen. Als wesentliche Folge angepassterVerrechnungspreise ergibt sich eine Gewinnverlagerung ausdem Ausland nach Deutschland. Der Vorstand beabsichtigt,nach Vorlage belastender Änderungsbescheide infolge derBetriebsprüfung, die Einleitung von Schieds- oder Verständigungsverfahrennach der EU-Schiedskonvention und denDoppelbesteuerungs abkommen zu beantragen, um sich ergebendeDoppelbesteuerungen zu vermeiden.Des Weiteren wurde durch die Francotyp-Postalia HoldingAG festgestellt, dass möglicherweise auch für die Jahre 2009bis 2012 ein Anpassungsbedarf bei den Verrechnungspreisenfür einzelne Transaktionen mit ausländischen FP-Konzerngesellschaftenbesteht.111


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Für den wesentlichen Teil der in Deutschland infolge derAnpassung der Verrechnungspreise für die Jahre 2005bis 2012 zu versteuernden Gewinne könnten bestehendesteuer liche Verlustvorträge genutzt werden. Die Verminderungder aktiven latenten Steueransprüche der Francotyp-Postalia Holding AG auf Verlustvorträge zum 31. Dezember2012 um insgesamt TEUR 951 ist zum ganz überwiegendenTeil auf die Anpassung der Verrechnungspreise für die Jahre2009 bis 2012 zurückzuführen (im Vorjahr TEUR 4.432 für dieJahre 2005 bis 2008).Nach vorläufigen Einschätzungen wird in Deutschland miteiner laufenden Ertragsteuerbelastung für den Betriebsprüfungszeitraumaus der Mindestbesteuerung in Höhevon etwa TEUR 1.111 (im Vorjahr TEUR 796) zuzüglich Nachzahlungszinsenin Höhe von TEUR 289 (im Vorjahr TEUR 157)gerechnet. Die Anpassungen für die Jahre 2009 bis 2012können höchstwahrscheinlich vollständig mit Verlustvorträgenverrechnet werden; tatsächliche Steuernachzahlungenwerden nicht erwartet.Aufgrund der aus den Anpassungseffekten für die Jahre2005 bis 2012 im Ausland als Folge der o. g. Verständigungs-und Schiedsverfahren höchstwahrscheinlich resultierendenSteuerforderungen wurden im Konzernabschlussder Francotyp-Postalia Holding AG zum 31. Dezember 2012laufende Steuerforderungen in Höhe der aufgelösten latentenSteuer ansprüche sowie in Höhe der voraussichtlichenSteuernachzahlungen in Deutschland aktiviert. Zum 31.Dezember 2012 werden Steuerforderungen von insgesamtTEUR 6.689 ausgewiesen (im Vorjahr TEUR 5.228). Hinsichtlichder Höhe und des Realisationszeitpunktes bestehenjedoch Unsicherheiten, die aus den angestrebten Verständigungs-und Schiedsverfahren zwischen Deutschland undden Steuerbehörden im Ausland resultieren können.Für die Francotyp-Postalia Inc. (USA) wurde im Berichtsjahreine Betriebsprüfung im Ertragsteuerbereich für das Jahr2010 angeordnet. Die Prüfung wurde im Geschäftsjahr 2011aufgenommen und ist 2012 ohne Prüfungsfeststellungenbeendet worden.Für das Jahr 2012 wurden körperschaft- bzw. gewerbesteuerlicheVerlustvorträge in Höhe von TEUR 1.148 (im Vorjahr für2011 TEUR 718) bzw. TEUR 1.854 (im Vorjahr für 2011 TEUR 936)für die Verrechnung mit positiven steuerlichen Ergebnissenverbraucht. Für die nicht mit Verlustvorträgen verrechenbarensteuerlichen Ergebnisse ergab sich im Konzern einAufwand aus laufenden Ertragsteuern für 2012 in Höhe vonTEUR 709 (im Vorjahr für 2011 TEUR 2.078). Nach den aktuellensteuerlichen Planungen, die (analog zum Vorjahr) aus derUnternehmensplanung (Mittelfristplanung) abgeleitet wurden,werden die steuerlichen Verlust- und Zinsvorträge, fürdie aktive latente Steuern angesetzt wurden, bis zum Jahr2017 (im Vorjahr 2016) verbraucht sein. Diesem Verbrauchder Verlust- und Zinsvorträge bis zum Jahr 2017 liegt alswesentliche Annahme die erfolgreiche Marktplatzierung derProduktlinie PostBase zugrunde.Die Verlängerung des Zeitraums für die Nutzung der bei denKonzerngesellschaften vorhandenen steuerlichen Verlustvorträgevon 2016 auf 2017 gegenüber dem Vorjahr ist daraufzurückzuführen, dass bei der freesort GmbH die steuerlichePlanungsrechnung anzupassen war. Der Grund hierfürist, dass sich die neue Produktlinie nicht gemäß den zum31. Dezember 2011 getroffenen Annahmen und Planungenam Markt platzieren ließ.Forderungen aus Lieferungen und Leistungenund sonstige ForderungenDie Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasstEinschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen,die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, denaktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischerForderungsausfälle beruhen. Es kann notwendigwerden, dass die Höhe einer Wertberichtigung für eine bereitsbestehende Forderung aufgrund neuer Entwicklungenin Zukunft angepasst werden muss.Pensionen und Leistungen nach Beendigungvon ArbeitsverhältnissenVerpflichtungen für Pensionen und sonstige Leistungen nachBeendigung des Arbeitsverhältnisses und damit zusammenhängendeAufwendungen werden in Übereinstimmung mitversicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Dieversicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf derGrundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, künftigenLohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und112


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // Konzernanhangden künftigen Rentensteigerungen. Die angesetzten Abzinsungsfaktorenwerden auf der Grundlage der Renditen,die am Bilanzstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihenmit entsprechender Laufzeit und Währungerzielt werden, bestimmt. Entsprechend der langfristigenAusrichtung der Pläne unterliegen die Schätzungen wesentlichenUnsicherheiten. Die Rückstellung für Pensionen undähnliche Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2012TEUR 12.235 (im Vorjahr TEUR 12.146).RückstellungenDie Bestimmung von Rückstellungen für drohende Verlusteaus Aufträgen, von Gewährleistungsrückstellungen und vonRückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ist in erheblichemMaße mit Einschätzungen des Managements verbunden.Die FP-Holding bildet dann eine Rückstellung für drohendeVerluste aus Aufträgen, wenn die aktuell geschätzten Gesamtkostendie aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartendenUmsatzerlöse übersteigen. Diese Einschätzungen könnensich infolge neuer Informationen ändern.Die FP-Holding bildet eine Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten,wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zusammenhangmit diesen Verfahren eine Verpflichtung entstanden ist,die wahrscheinlich zu zukünftigen Mittelabflüssen führenwird und hinsichtlich ihrer Höhe verlässlich schätzbar ist.Rechtsstreitigkeiten liegen häufig komplexe rechtlicheFragestellungen zugrunde, weshalb sie mit erheblichenUnsicherheiten verbunden sind. Entsprechend liegt derBeurteilung, ob zum Abschlussstichtag eine gegenwärtigeVerpflichtung als Ergebnis eines Ereignisses in der Vergangenheitbesteht, ob ein zukünftiger Mittelabfluss wahrscheinlichund die Verpflichtung verlässlich schätzbar ist,ein erhebliches Ermessen des Managements zugrunde. DieFP-Holding beurteilt den jeweiligen Stand des Verfahrensregelmäßig auch unter Einbeziehung unternehmensexternerAnwälte. Eine Beurteilung kann aufgrund neuer Informationenzu ändern sein. Es kann notwendig werden,dass die Höhe einer Rückstellung für ein laufendes Verfahrenaufgrund neuer Entwicklungen in Zukunft angepasstwerden muss. Veränderungen von Schätzungen und Prämissenim Zeitablauf können wesentliche Auswirkungen aufdie künftige Ertragslage haben. In Abhängigkeit von demAusgang eines Verfahrens können der FP-Holding Erträgeoder Aufwendungen aus zuvor zu hoch oder zu niedrig dotiertenRückstellungen entstehen.Im Geschäftsjahr 2012 sind insbesondere Erträge aus derAuflösung von Rückstellungen im Personalbereich (Rückstellungenfür Jubiläen, Prämien, Sozialkasse) in Höhe vonTEUR 301 (im Vorjahr TEUR 163) und aus der Auflösung vonRückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 242(im Vorjahr TEUR 0) angefallen.Eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen wirderfasst, wenn der Konzern einen detaillierten formalenRestrukturierungsplan aufgestellt hat, der bei den Betroffeneneine gerechtfertigte Erwartung geweckt hat, dass dieRestrukturierungsmaßnahmen durch den Beginn der Umsetzungdes Plans oder die Ankündigung seiner wesentlichenBestandteile den Betroffenen gegenüber durchgeführt werden.Bei der Bewertung einer Restrukturierungsrückstellungfinden nur die direkten Aufwendungen für die RestrukturierungEingang. Es handelt sich dabei nur um die Beträge, diedurch die betreffende Restrukturierung verursacht sind undnicht in Zusammenhang mit den fortgeführten Geschäftstätigkeitendes Unternehmens stehen.Im Berichtsjahr 2012 wurden Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmenin Höhe von TEUR 506 (im VorjahrTEUR 7.413) zugeführt (Buchwert 31.12.2012: TEUR 2.900;Buchwert 31.12.2011: TEUR 8.656). Diese Zuführung ergab sichin erster Linie aus geänderten Annahmen hinsichtlich derWahrscheinlichkeit einer Untervermietung der stillgelegtenProduktionsanlagen am Standort Birkenwerder. Im Zusammenhangmit der Schließung der Produktion in Birkenwerderin 2012 wurden TEUR 2.900 (im Vorjahr TEUR 8.656)zurückgestellt. Darin enthalten ist ein Rückstellungsvolumenfür den festgesetzten Sozialplan in Höhe von TEUR 1.221(im Vorjahr TEUR 6.521) und für belastende Verträge in Höhevon TEUR 1.645 (im Vorjahr TEUR 1.635). Der überwiegendeAnteil der Mittel abflüsse betraf das erste Quartal 2013.Die Höhe der in Zukunft tatsächlich zu leistenden Abfindungszahlungenwird davon abhängen, welches Sozialplanvolumenschließlich rechtswirksam wird. Die Anfechtungdes durch Spruch der Einigungsstelle am 23. August 2011fest gestellten Sozialplans seitens der Francotyp-Postalia113


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012GmbH und der Francotyp-Postalia Vertriebs- und ServiceGmbH ist nach der Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerdedurch das Bundesarbeitsgericht am 22. Januar2013 endgültig erfolglos geblieben.Francotyp-Postalia hat im Laufe des ersten Quartals 2013 dienoch offenen Abfindungen bis auf die für einen noch in derBerufungsinstanz anhängigen Fall ausgezahlt.Die Beschwerde gegen diesen Beschluss hat das LandesarbeitsgerichtBerlin-Brandenburg zurückgewiesen undeine Revision nicht zugelassen. Hiergegen hat Francotyp-Postalia beim Bundesarbeitsgericht im September 2012Nichtzu lassungsbeschwerde eingelegt, die am 22. Januar2013 zurückgewiesen wurde. Nachdem nunmehr eines derZiele, nämlich das Verschieben des Fälligkeitszeitpunktesggf. noch zu leistender Abfindungszahlungen über das Endedes Jahres 2012, erreicht werden konnte, hatte Francotyp-Postalia im Laufe des ersten Quartals 2013 die noch zu leistendenAbfindungen zu zahlen.Nicht sicher prognostizierbar ist zudem, ob und in welcherHöhe über die Abfindungen hinaus eventuell zusätzlicheBelastungen als Ergebnis arbeitsrechtlicher Auseinandersetzungeninfolge des Mitarbeiterabbaus auftreten werden.Ermessensspielräume des ManagementsBei der Aufstellung des Konzernabschlusses bestehen zueinem gewissen Grad Ermessensspielräume des Managements;diese Spielräume wirken sich auf Ansatz, Bewertungund Ausweis von bilanzierten Vermögenswerten und Schuldensowie von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiodeaus. Die wesentlichen Ermessensspielräume beider Rechnungslegung der FP-Gruppe resultieren aus demLeasing von Gegenständen und der bilanziellen Behandlungvon Zuwendungen.In Abhängigkeit davon, wem das wirtschaftliche Eigentuman einem Leasinggegenstand zuzuordnen ist, wird zwischenFinanzierungsleasing und Operating-Leasing unterschieden.Dabei kann es in Einzelfällen schwierig sein, den wirtschaftlichenEigentümer zu identifizieren. Entscheidend für dieZuordnung ist dabei die Beurteilung, in welchem Umfangdie mit dem Eigentum eines Leasinggegenstandes verbundenenChancen und Risiken beim Leasinggeber und beimLeasingnehmer liegen.Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen wird anhandvon bestimmten Kriterien vorgenommen, die regelmäßig –einzeln oder in Kombination – auf ein Finanzierungsleasinghindeuten. Diese Kriterien sind jedoch nicht abschließendund haben eher Indizcharakter. Bei der Beurteilung bestehenteilweise große Ermessensspielräume.Zum 31. Dezember 2012 werden Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissenmit Buchwerten von TEUR 5.928 (imVorjahr TEUR 3.753), Forderungen aus Finanzierungsleasingin Höhe von TEUR 2.735 (im Vorjahr TEUR 3.347) und Verbindlichkeitenaus Finanzierungsleasing in Höhe von TEUR 4.202(im Vorjahr TEUR 1.722) ausgewiesen.Weiterhin bestehen zum Bilanzstichtag Verpflichtungenaus Operate-Lease-Verträgen in Höhe von TEUR 20.601 (imVorjahr TEUR 20.604).Ermessensspielräume mit möglicherweise erheblicher Auswirkungauf den Konzernabschluss bestehen bei der bilanziellenBehandlung von Zuwendungen im Hinblick auf dieeingeschätzten Wahrscheinlichkeiten zukünftiger Nutzenzuflüssebzw. Nutzenabflüsse. Im Übrigen verweisen wir aufunsere Ausführungen bei Abschnitt III., Tz. 2.II. SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung folgt den Regelungen vonIFRS 8. Danach sind Geschäftssegmente auf Basis derinternen Steuerung von Konzernbereichen abzugrenzen,deren Betriebsergebnisse regelmäßig von den Hauptentscheidungsträgerndes Unternehmens im Hinblick auf dieVerteilung von Ressourcen zu diesem Segment und derBewertung seiner Ertragskraft überprüft werden.114


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangFrancotyp-Postalia ist in die vier Segmente Produktion,Vertrieb Deutschland, Vertrieb International sowie ZentraleFunktionen aufgeteilt. Da die Segmente nach lokalenRechnungslegungsvorschriften berichten, werden inder Überleitung auf den Konzernabschluss sowohl dieAnpassungsbuchungen nach IFRS als auch die Konzern-Konsoli dierungsbuchungen aufgenommen. Die Konzern-Konsolidierungsbuchungen betreffen Geschäftsbeziehungenzwischen den Segmenten. Da die Zahlen aus den HB-I-Abschlüssenzu einem Gesamtsegmentergebnis aufsummiertwerden, enthalten die Segmentgesamtbeträge auch Intrasegmentzahlensowie Zwischengewinne. Die Konsolidierungerfolgt in der Überleitungsspalte.Das Segment Produktion beinhaltet im Wesentlichen dastraditionelle Produktgeschäft, das aus der Entwicklung,Herstellung und dem Vertrieb von insbesondere Frankiermaschinen,aber auch Kuvertiermaschinen und dem After-Sales-Geschäft an ausländische Handelspartner besteht.Weiterhin sind in diesem Segment zentrale Unternehmensbereichewie Rechnungswesen, Einkauf und Konzernsteuerungsowie die Aussteuerung des internationalenHändlernetzes angesiedelt. Im Berichtsjahr bestandenProduktionsstätten am Konzernsitz in Birkenwerder, die imGeschäftsjahr 2012 stillgelegt wurde, und in Wittenberge.Im Vertrieb Deutschland werden unter dem Namen „FP YourMail Management Company“ die inländischen Vertriebskräftegebündelt und gezielt eingesetzt. In diesem Segmentsollen Synergien gehoben und die Kundenpotenziale dereinzelnen Gesellschaften bestmöglich zugänglich gemachtund bearbeitet werden.Dem Segment Vertrieb International ist der weltweiteVertrieb der Frankier- und Kuvertiermaschinen über dieeige nen Tochtergesellschaften in den wichtigsten Märktenzugeordnet.Unter das Segment Zentrale Funktionen fallen die Francotyp-PostaliaHolding AG (HB-I-Abschluss), die FP InovoLabsGmbH (HB-I-Abschluss) und die Zwischenholding Francotyp-PostaliaInternational GmbH (HB-I-Abschluss), die dieBeteiligungen an der britischen, der niederländischen sowieder italienischen Tochtergesellschaft hält. Umsatz erlösewurden im Berichtsjahr aus Dienstleistungen für andereKonzerngesellschaften generiert.In der Spalte „Überleitung Konzern“ werden Intersegment-Beziehungen eliminiert sowie Anpassungen lokaler Bilanzierungan IFRS ausgewiesen. Detaillierte Aussagen dazusind unter dem Abschnitt „Überleitungen zu den Segmentinformationen“zu finden.Die vorgenannten Segmente sind berichtspflichtige Segmenteund Geschäftssegmente zugleich.Das EBITDA entspricht dem Betriebsergebnis vor Zinsen,Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielleVermögenswerte – vor Gewinnabführung bzw.Verlustübernahme. Das Segmentvermögen ergibt sich ausdem bilanziellen Gesamtvermögen, d. h. aus den aufsummiertenBilanzsummen der HB-I-Abschlüsse nach Berücksichtigungder Ergebnisabführungen. Hingegen errechnensich die Segmentschulden aus den Bilanzsummen abzüglichEigenkapital. Die Investitionen beinhalten die Zuführungenzu den langfristigen Vermögenswerten abzüglich derFinanz instrumente, der latenten Steuern und der Rechteaus Versicherungen sowie die Investitionen in Sachanlagenund immaterielle Vermögenswerte.Die Angaben zu Produkten und Dienstleistungen sowie zuden geografischen Bereichen sind den Erläuterungen zu denUmsatzerlösen in Abschnitt III., Tz. 1, zu entnehmen. EineAbhängigkeit von wichtigen Kunden im Sinne des IFRS 8.34besteht für Francotyp-Postalia nicht.115


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Segmentinformationen2012 A B C DTEURProduktionVertriebDeutschlandVertriebInternationalZentraleFunktionenÜberleitungKonzernGesamtUmsatzerlöse 69.309 91.277 76.164 3.569 -74.680 165.640- mit externen Dritten 5.166 86.903 74.184 0 -614 165.640- Intersegment-Umsätze 64.143 4.374 1.980 3.569 -74.066 0EBITDA 3.659 5.038 13.436 -2.487 -641 19.006Abschreibungen undwertminderungen 1.127 2.833 7.942 89 -2.046 9.945Zinsergebnis -955 -519 -210 -1.198 163 -2.719- davon Zinsaufwand 2.427 1.033 753 3.119 -3.637 3.696- davon Zinsertrag 1.472 514 543 1.922 -3.474 977Sonstiges Finanzergebnis 5.918 -48 93 6.249 -12.487 -275Steuerergebnis -208 -123 -2.269 -944 1.438 -2.105Ergebnisabführung -6.903 -2.018 -4 -652 9.577 0Nettoergebnis 424 -504 3.104 919 17 3.961Segmentvermögen 113.088 84.735 94.483 125.788 -282.090 136.005Investitionen 1.579 883 10.858 97 1.250 14.666Segmentschulden 112.058 76.893 75.433 63.955 -214.500 113.8392011 A B C DTEURProduktionVertriebDeutschlandVertriebInternationalZentraleFunktionenÜberleitungKonzernGesamtUmsatzerlöse 49.201 88.489 74.374 3.539 -56.242 159.361- mit externen Dritten 4.781 85.907 70.784 0 -2.111 159.361- Intersegment-Umsätze 44.420 2.582 3.590 3.539 -54.131 0EBITDA -5.463 6.225 12.867 -2.322 1.804 13.111Abschreibungen undwertminderungen 894 3.316 8.487 37 1.690 14.424Zinsergebnis -3.708 861 -357 4 617 -2.583- davon Zinsaufwand 5.667 1.063 1.064 2.140 -6.120 3.814- davon Zinsertrag 1.959 1.924 707 2.144 -5.503 1.231Sonstiges Finanzergebnis 6.729 36 158 -1.576 -5.798 -451Steuerergebnis 107 -226 -2.403 -2.253 4.566 -210Ergebnisabführung 2.806 -3.261 -2 -1.016 1.473 0Nettoergebnis -423 318 1.776 -7.199 970 -4.557Segmentvermögen 108.398 77.037 88.665 108.871 -249.914 133.057Investitionen 4.018 1.004 6.608 483 4.389 16.502Segmentschulden 107.791 68.691 68.738 51.841 -179.890 117.170116


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // Konzernanhang2012 A B C DTEURProduktionVertriebDeutschlandVertriebInternationalZentraleFunktionenÜberleitungKonzernRückstellungen fürRestrukturierung -4.692 -1.063 0 0 0 -5.755Erträge aus der Auflösungvon Rückstellungen 904 283 0 21 -1.208 0Gesamt2011 A B C DTEURProduktionVertriebDeutschlandVertriebInternationalZentraleFunktionenÜberleitungKonzernRückstellungen fürRestrukturierung 6.388 957 0 0 0 7.345Erträge aus der Auflösungvon Rückstellungen 209 84 12 23 0 328GesamtDie Abschreibungen enthalten in der ÜberleitungsspalteWertminderungsaufwendungen in Höhe von TEUR 0 (imVorjahr TEUR 0).Überleitungen zu den Segmentinformationenin TEURUmsatzerlöse 1.1. – 31.12.2012 2011Umsatzerlöse der Segmente A-C 236.750 212.064Umsatzerlöse des SegmentsZentrale Funktionen 3.570 3.539Effekte aus der AnpassungFinanzierungsleasing -614 -2.111239.706 213.492Abzüglich Intersegmentumsätze 74.066 54.131Umsatzerlöse laut Abschluss 165.640 159.361EBITDA 1.1. – 31.12.2012 2011EBITDA der Segmente A-C 22.134 13.629EBITDA des SegmentsZentrale Funktionen -2.487 -2.32219.647 11.307Effekte auf Konsolidierungsebene -3.921 -222Bewertungseffekte aus derüberleitung IFRS 3.280 2.025EBITDA Konzern 19.006 13.111Abschreibungen undwertminderungen -9.945 -14.424Zinsergebnis -2.719 -2.583Sonstiges Finanzergebnis -275 -451Konzernergebnis vor Steuern 6.067 -4.348Steuerergebnis -2.105 -210Konzernergebnis 3.961 -4.557117


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Abschreibungen 1.1. – 31.12.2012 2011Abschreibungen der Segmente A-C 11.903 12.698Abschreibungen des Segmentszentrale Funktionen 89 37Effekte aus der Umbewertung IFRSEntwicklungskosten 1.829 2.942Effekte aus der Umbewertung IFRSLeasing -677 -1.046Effekte aus der Abschreibung vonKundenlisten 296 1.471Effekte aus Abschreibungselbst erstellter Software 68 1.677Effekte Anpassung übrigeimmaterielle Vermögenswerte -790 -602Schulden 31.12.2012 31.12.2011Schulden der Segmente A-C 264.383 245.221Schulden des SegmentsZentrale Funktionen 63.955 51.841Effekte aus der AnpassungPensionsrückstellungen 2.391 2.637Effekte aus der Anpassungsonstige Rückstellungen -4.541 -3.662Übrige Überleitungen auf IFRS 13.295 11.621339.483 307.658Effekte auf Konsolidierungsebene(u. a. Schuldenkonsolidierung) -225.645 -190.488Schulden laut Abschluss 113.839 117.170Übrige Effekte aus Umbewertung IFRS -361 -27912.357 16.897Effekte auf Konsolidierungsebene -2.412 -2.474Abschreibungen laut Abschluss 9.945 14.424Investitionen 31.12.2012 31.12.2011Investitionen der Segmente A-C 13.319 11.631Investitionen des SegmentsZentrale Funktionen 97 483Effekte aus der Umbewertung IFRS 4.629 4.292Vermögen 31.12.2012 31.12.2011Vermögen der Segmente A-C 292.306 274.100Vermögen des SegmentsZentrale Funktionen 125.788 108.871Aktivierung Entwicklungskostennach IFRS 17.150 14.350Effekte aus der UmbewertungFirmenwerte 6.083 5.248Effekte aus Abschreibung vonKundenlisten -296 -1.471Effekte aus Abschreibungselbst erstellter Software -68 -1.677Übrige Überleitungen auf IFRS 4.642 4.739445.605 404.160Effekte auf Konsolidierungsebene(u. a. Schuldenkonsolidierung) -309.600 -271.103Vermögen laut Abschluss 136.005 133.05718.045 16.406Effekte auf Konsolidierungsebene -3.379 96Investitionen laut Abschluss 14.666 16.502Vermögen nach Regionen 2012 31.12.2012 kurzfristig langfristigDeutschland 323.612 157.774 165.838USA und Kanada 39.599 23.782 15.817Europa (ohne Deutschland) 41.989 33.456 8.533Übrige Regionen 12.895 12.847 48Effekte aus Umbewertung nach IFRS 27.873Effekte aus Abschreibung vonKundenlisten -296Effekte aus Abschreibungselbst erstellter Software -68Effekte auf Konsolidierungsebene(u. a. Schuldenkonsolidierung) -309.600418.095 227.859 190.236Vermögen laut Abschluss 136.005118


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangVermögen nach Regionen 2011 31.12.2011 kurzfristig langfristigDeutschland 294.307 151.942 142.365USA und Kanada 36.032 21.609 14.423Europa (ohne Deutschland) 40.480 32.290 8.190Übrige Regionen 12.152 12.070 82382.971 217.911 165.060Effekte aus Umbewertung nach IFRS 24.337Effekte aus Abschreibung vonKundenlisten -1.471Effekte aus Abschreibungselbst erstellter Software -1.677Effekte auf Konsolidierungsebene(u. a. Schuldenkonsolidierung) -271.103Vermögen laut Abschluss 133.057Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oderFirmenwert in Höhe von TEUR 10.016 (im Vorjahr TEUR 10.016)ist ausschließlich dem Segment Vertrieb Deutschland zugeordnet.Im Übrigen machen wir von den Erleichterungsmöglichkeitennach IFRS 8.33 Gebrauch.Die Angaben beruhen auf Zahlen aus den HB-I-Abschlüssen(nach jeweils lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen) der inden Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften.Für eine Aufgliederung der Umsatzerlöse verweisen wir aufAbschnitt III., Tz. 1.Francotyp-Postalia realisiert Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällenmit einer sehr breiten Kundenbasis. Dabei liegtder Umsatzanteil von jedem externen Kunden oder jederGruppe von Unternehmen, die als einziger externer Kundeanzusehen ist, unterhalb von 10 % der Umsatzerlöse vonFrancotyp-Postalia.III. Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung(1) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse des FP-Konzerns lassen sich wie folgtaufgliedern:TEUR 2012 2011Frankieren 25.445 26.535Kuvertieren 6.284 6.994Sonstige 1.783 885Erträge aus Produktverkäufen 33.512 34.414Mail Services 39.100 34.661Service / Kundendienst 24.917 26.236Vermietung 24.355 21.511Verbrauchsmaterial 20.115 20.250Teleporto 12.226 12.178Software 11.416 10.111Wiederkehrende Erträge 132.128 124.947Gesamt 165.640 159.361Nimmt man die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Verbrauchsmaterialzu den Erträgen aus Produktverkäufen, sohat der FP-Konzern im Jahr 2012 TEUR 53.627 (im VorjahrTEUR 54.664) Erträge aus dem Verkauf von Gütern erzielt.Aus dem Verkauf von Dienstleistungen (einschließlich Vermietung)wurden hingegen Erlöse in Höhe von TEUR 112.013(im Vorjahr TEUR 104.697) erwirtschaftet.Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt auf (dieregionale Zuordnung der Umsatzerlöse richtet sich hierbeinach dem Sitz der Kunden):TEUR 2012 2011Deutschland 86.622 83.797USA 32.934 30.086Europa (ohne Deutschlandund Großbritannien) 24.333 26.486Großbritannien 15.049 12.995Übrige 6.702 5.997Gesamt 165.640 159.361119


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012(2) Aktivierte EigenleistungenTEUR 2012 2011Aktivierte Entwicklungskosten 5.174 4.915Mietmaschinen 3.971 3.726Anlagen in Finanzierungsleasing 2.795 0Maschinelle Anlagen 97 55Sonstiges 91 48Gesamt 12.128 8.744Von den aktivierten Entwicklungskosten entfielen TEUR 1.124auf die Fertigstellung des neuen Maschinentyps PostBase,weitere TEUR 2.580 auf Entwicklungen von zusätzlichenLändervarianten und Zubehörkomponenten.Aktivierte Eigenleistungen auf Anlagen in Finanzierungsleasingbetreffen selbst erstellte, vermietete Erzeugnisse,die refinanziert wurden.Die aktivierten Entwicklungskosten sind um Zuwendungsrücknahmenzur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojektenin Höhe von TEUR 92 erhöht (im VorjahrTEUR 1.225 gekürzt). Die Zuwendungen wurden im Vorjahrals Förderung von Entwicklungsprojekten zur Deckung derzuwendungsfähigen Kosten als Anteilsfinanzierung gewährt.(3) Sonstige ErträgeTEUR 2012 2011Erträge aus dem Verkauf vonVorräten (RHB, UE) 523 1.489Nutzungsentgelte 256 262Aufwandszuschüsse und Zulagen 156 1.875Buchgewinne aus dem Verkauf vonAnlagevermögen 148 54Provisionseinnahmen 51 85Wertberichtigungen auf Forderungen/ Zahlungseingänge auf bereitsabgeschriebene Forderungen 4 288Ausbuchung von Verbindlichkeiten 0 502Schadenersatzzahlungen 0 467Übrige Erträge 211 545Gesamt 1.349 5.567Unter den Aufwandszuschüssen und Zulagen sind Zuschüssefür die Beschäftigung von Schwerbehinderten in Höhe vonTEUR 146 (im Vorjahr TEUR 352) enthalten.Im Zusammenhang mit der Auslagerung der Fertigung einerProduktlinie wurden im Vorjahr die im Konzern vorhandenenVorräte für diese Produktlinie (insbesondere unfertigeErzeugnisse) in Höhe von TEUR 523 (im Vorjahr TEUR 1.489)an den zukünftigen Zulieferbetrieb veräußert.In Höhe von TEUR 1.064 (im Vorjahr TEUR 328) wurden Erträgeaus der Auflösung von Rückstellungen in den jeweiligenAufwandspositionen verrechnet.(4) MaterialaufwandTEUR 2012 2011Aufwendungen für Roh-, HilfsundBetriebsstoffe 32.048 26.460Aufwendungen für bezogeneLeistungen 40.505 36.309Gesamt 72.553 62.769(5) PersonalaufwandTEUR 2012 2011Löhne und Gehälter 44.449 51.452Soziale Abgaben 7.883 8.099Aufwendungen für Altersversorgungund Unterstützung 930 639Gesamt 53.262 60.190Der Personalaufwand enthält TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 5.554)Aufwendungen für Abfindungen im Zusammenhang mit derRestrukturierung.In den Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützungsind TEUR 163 (im Vorjahr TEUR 165) Aufwand aus derZuführung zu Pensionsrückstellungen enthalten. Der gesamteAltersversorgungsaufwand für leistungsorientiertePensionszusagen setzt sich wie folgt zusammen:TEUR 2012 2011Laufender Versorgungsaufwandfür im Geschäftsjahr erbrachteLeistungen der Mitarbeiter 163 165Zinsaufwand (Finanzergebnis) 547 562Gesamt 710 727120


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangFür beitragsorientierte Pläne wurden im Berichtsjahr 2012TEUR 3.399 (im Vorjahr TEUR 3.439) als Aufwand erfasst. DieAufwendungen für beitragsorientierte Pläne umfassen Beiträgezur gesetzlichen Rentenversicherung. Darüber hinausbesteht bei unserer niederländischen Tochtergesellschaftein gemeinschaftlicher Plan, an dem mehrere Arbeitgeberbeteiligt sind. Dieser Plan wäre nach den Kriteriendes IAS 19 als leistungsorientierter Plan zu klassifizieren.Da der betreffende Pensionsfonds keine ausreichendenInformationen über die Pensionsverpflichtungen und dasPlanvermögen, soweit es unsere niederländische Tochtergesellschaftbetrifft, zur Verfügung stellen kann, wird der Planin Übereinstimmung mit IAS 19 wie ein beitragsorientierterPlan behandelt. Der im Berichtsjahr angefallene Aufwandbetrug TEUR 405. Der Fonds weist etwa Ende des Jahres 2012eine leichte Vermögensüberdeckung auf.(6) Andere AufwendungenTEUR 2012 2011Mieten / Pachten 7.352 8.592Provisionen 4.044 3.844Verpackung und Fracht 3.042 2.337Reparatur und Instandhaltung 2.489 2.841Marketing 2.389 2.107Gebühren, Honorare, Beratung 2.098 3.494Reisekosten 1.779 1.894Nachrichtenübermittlung und Porto 1.719 1.758Personalbezogene Kosten 1.462 1.483EDV-Fremdleistungen 1.243 1.208Forderungsbewertung 814 601Beiträge zu Berufsvertretungen 540 535Die größten Positionen in den übrigen Aufwendungen warenim Berichtsjahr 2012 Kfz-Kosten TEUR 532 (im VorjahrTEUR 529), Aufwendungen für Versicherungen mit TEUR 419(im Vorjahr TEUR 389), Aufwendungen für Schutzrechte undLizenzen TEUR 386 (im Vorjahr TEUR 372) sowie Bewirtungskostenmit TEUR 351 (im Vorjahr TEUR 278).(7) FinanzergebnisTEUR 2012 2011Sonstige Zinsen undähnliche Erträge 977 1.231davon aus Finanzierungsleasing 529 983davon aus Bankguthaben 381 209davon von Dritten 67 39Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.696 3.814davon aus Bankverbindlichkeiten 2.361 2.574davon Zinsen aus Zuführungen zuden Pensionsverpflichtungen 540 562davon aus Finanzierungsleasing 117 210Übrige 678 468Zinsergebnis -2.719 -2.583Sonstige Finanzerträge 679 1.886Sonstige Finanzaufwendungen 954 2.337Gesamt -2.994 -3.034Die sonstigen Finanzerträge und sonstigen Finanzaufwendungenresultieren wie im Vorjahr aus Fremdwährungsumrechnungen.In den Zinsaufwendungen sind Zahlungen aus Derivaten inHöhe von TEUR 201 (im Vorjahr TEUR 208) enthalten.Büromaterial 502 506Fremdbewachung und -reinigung 496 596Kosten des Geldverkehrs 491 518Aufwand aus dem Verkauf vonVorräten (RHB, UE) 447 1.412Aufwendungen aus dem Abgangvon Anlagevermögen 166 698Übrige 3.042 2.892Gesamt 34.115 37.316121


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012(8) SteuernDas Steuerergebnis stellt sich wie folgt dar:TEUR 2012 2011Tatsächlicher Steuerertrag -298 -2.307davon periodenfremd -1.568 -4.423davon Steuern der laufendenPeriode 1.270 2.116Latenter Steueraufwand 2.403 2.517davon periodenfremd 992 4.937davon latente Steuern derlaufenden Periode 1.411 -2.420Steueraufwand 2.105 210Die laufenden Steuererträge für Vorjahre in Höhe von insgesamtTEUR -1.568 resultieren fast ausschließlich (TEUR -1.461)aus der Aktivierung ausländischer Steuerforderungen aufgrundder Verrechnungspreisanpassungseffekte für die Jahre2005 bis 2012.Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden die amAbschlussstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätzeund Steuervorschriften herangezogen. Für die inländischenKapitalgesellschaften wurden zusammengefasste Ertragsteuersätzeaus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag undGewerbesteuer berücksichtigt. Die inländischen Steuersätzelagen bei 27,13 % bis 30,18 % (im Vorjahr 26,33 % bis30,18 %). Bei den ausländischen Gesellschaften wurdenländerspezifische Steuersätze von 17,0 % bis 38,11 % (imVorjahr 17,0 % bis 38,35 %) ermittelt.Von dem latenten Steueraufwand sind TEUR 1.346 (im VorjahrTEUR 437) auf die Veränderung temporärer Differenzen undTEUR 1.057 (im Vorjahr TEUR 2.080) auf die Veränderung deraktivierten latenten Steuern für Verlust- und Zinsvorträgezurückzuführen. Der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassteAufwand aus der Veränderung der latenten Steuern betrugin 2012 insgesamt TEUR -230 (im Vorjahr TEUR -108).Der Buchwert der berücksichtigten aktiven latenten Steuernauf nicht genutzte steuerliche Verlust- und Zinsvorträgebeträgt zum Abschlussstichtag TEUR 5.889 (im VorjahrTEUR 6.946). Die aktivierten Steuerlatenzen für Verlustvorträgeberuhen auf der Erwartung, dass die Verlustvorträgemit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werdenkönnen. Bei den zugrunde gelegten Planungen wird alsBetrachtungshorizont ein Zeitraum von maximal fünf Jahrenberücksichtigt.Es wurde in Höhe von TEUR 3.601 (im Vorjahr TEUR 4.251)ein Überhang von aktiven über passive latente Steuern fürUnternehmen angesetzt, die in der laufenden Periode oderder Vorperiode Verluste erlitten haben. Der Überhang deraktiven latenten Steuern kann voraussichtlich planmäßigdurch Gewinne aus dem laufenden Geschäft und aus Umstrukturierungenin Folgejahren realisiert werden.In Bezug auf die mit der Aktivierung der Steuerlatenzenfür Verlustvorträge verbundenen Schätzungsunsicherheitenverweisen wir auf unsere Ausführungen in Abschnitt I.,„Annahmen und Schätzungen des Managements“.In Höhe von insgesamt TEUR 1.167 (im Vorjahr TEUR 1.027) sindfür Verlustvorträge und abzugsfähige temporäre Differenzenkeine aktiven latenten Steuern angesetzt worden.Auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanzerfassten anteiligen Eigenkapital von Tochtergesellschaftenund den korrespondierenden steuerbilanziellenBeteiligungsansätzen, z. B. durch Gewinnthesaurierung, sindgrundsätzlich latente Steuern zu berechnen. Auf temporäreDifferenzen in Höhe von TEUR 527 (im Vorjahr TEUR 513) sindpassive latente Steuern nicht angesetzt worden, da eineRealisierung aus heutiger Sicht nicht geplant ist. Bei Veräußerungoder Ausschüttung würden der Veräußerungsgewinnbzw. die Dividende zu 5 % der Besteuerung in Deutschlandunterliegen.Der Aufwand aus Ertragsteuern von TEUR 2.105 laut Gewinnund-Verlust-Rechnung(im Vorjahr TEUR 210) steht einemerwarteten Ertragsteueraufwand von TEUR 1.703 (im VorjahrTEUR -1.221 Ertrag) gegenüber, der sich bei Anwendung desKonzernertragsteuersatzes auf das Konzernergebnis vorErtragsteuern ergeben würde. Als Konzernertragsteuersatzwurde der Steuersatz der wesentlichen inländischen Konzerngesellschaftenin Höhe von 28,08 % verwendet.122


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangTEUR 2012 2011Konzernergebnis vor Ertragsteuern 6.067 -4.347Erwarteter Steueraufwand(28,08%; im Vorjahr 28,08 %) 1.703 -1.221Steuersatzdifferenzen 240 515Steuereffekt der nichtabzugsfähigen Aufwendungenund steuerfreien Erträge 456 361Ertragsteuern für Vorjahre -1.568 -4.423Änderung des Ansatzes bzw.nichtansatz von aktiven latentenSteuern auf Verlustvorträge undabzugsfähige temporäre Differenzen 1.493 4.937Sonstige Abweichungen -219 41Tatsächlicher Steueraufwand 2.105 210Steuerbelastung in % 34,7 n/a(9) Ergebnis je AktieDer Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat am20. November 2007 auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlussesder Hauptversammlung der Gesellschaft vom16. Oktober 2006 die Durchführung eines Programms zumRückkauf von Aktien der Gesellschaft beschlossen. Es wurdeninsgesamt 370.444 eigene Aktien erworben.Zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie werden die gewichtetedurchschnittliche Anzahl der in der Berichtsperiode imUmlauf befindlichen Aktien sowie das auf die Anteilseignerder FP-Holding entfallende Konzernergebnis herangezogen.Die Anzahl der Aktien ist daher gemäß IAS 33.20 umdie zurückgekauften eigenen Aktien bereinigt. Zudem istdas Aktienoptionsprogramm 2010 bei der Berechnung derdurchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktienzu berücksichtigen.Die gewichtete durchschnittliche Zahl der Stückaktien beträgtfür das Geschäftsjahr 2012 somit 15.458.463 (im Vorjahr14.329.556) Aktien (verwässert und unverwässert).Bei einem Konzernergebnis (auf die Anteilseigner der FP-Holding entfallend) von TEUR 4.120 (im Vorjahr negativesKonzernergebnis in Höhe von TEUR 3.838) beträgt das ErgebnisEUR 0,27 (im Vorjahr EUR -0,27) je Aktie (verwässertund unverwässert).Das Aktienoptionsprogramm 2010 hat zum 31. Dezember2012 keinen Verwässerungseffekt für das Ergebnis je Aktie.IV. Erläuterungen zur Konzernbilanz(10) AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögensfür die Berichtsperiode ist im Anlagenspiegel in der Anlage 1zum Anhang dargestellt (Anlage 1a für 2011 sowie Anlage 1bfür 2012). Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswertewerden in der Bilanz zusammen mit den selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten, die ausschließlichaktivierte Entwicklungskosten betreffen, ausgewiesen.Im Anlagenspiegel erfolgt eine getrennte Darstellung.In den immateriellen Vermögenswerten mit Buchwertenin Höhe von TEUR 33.878 (im Vorjahr TEUR 31.317) sind u. a.entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mitTEUR 5.887 (im Vorjahr TEUR 6.576) und Entwicklungskostenfür selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte mitTEUR 11.840 (im Vorjahr TEUR 3.843) enthalten.Weiterhin werden unter den immateriellen Vermögenswertennoch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte mitBuchwerten von TEUR 6.135 (im Vorjahr EUR 10.882) gesondertausgewiesen.Im Rahmen der Neubewertung bei Entstehung des Konzernsim April 2005 wurde eine Kaufpreisallokation vorgenommen,wobei die Kundenlisten auf Konzernebene mitTEUR 38.703 bewertet worden waren. Bei der Allokation desKaufpreises für freesort und iab (Erwerb im Jahr 2006) wurdenfür die Kundenlisten Werte in Höhe von TEUR 2.670 bzw.TEUR 1.421 ermittelt. Bei der Allokation des Kaufpreises fürFranco Frankerings Interessenter AB, Stockholm / Schweden,2010 wurde den Kundenbeziehungen ein Wert in Höhe vonTEUR 4.751 zugeordnet. Die jeweiligen Kundenbeziehungenwurden aus vertraglichen Vereinbarungen aufgebaut undwaren jeweils zum Zeitpunkt unmittelbar vor Zusammenschlussnicht bilanziert.Zum 31. Dezember 2012 haben die genannten Kundenlistennoch einen Buchwert in Höhe von TEUR 3.614 (im VorjahrTEUR 3.692), der sich ausschließlich auf die Kundenbeziehungenim Zusammenhang mit dem Erwerb der FrancoFrankerings Interessenter AB bezieht. Die planmäßigenAbschreibungen auf diese Kundenlisten betrugen im Geschäftsjahr2012 TEUR 282 (im Vorjahr TEUR 1.479). Der nochverbleibende Amortisationszeitraum beträgt 12 Jahre und3 Monate.123


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Die mit dem Kauf der freesort und der iab erworbeneSoftware wurde im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung derfreesort und der iab mit einem beizulegenden Zeitwert inHöhe von TEUR 600 bzw. TEUR 9.238 angesetzt. Beim Kaufder Anteile an der Mentana-Claimsoft AG (seit 16.12.2011Mentana-Claimsoft GmbH) wurde die erworbene Software(Technologien) mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhevon TEUR 374 angesetzt. Die Bewertung erfolgte ebenfallsnach dem Ertragswertverfahren.Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 hat die erworbeneSoftware noch einen Buchwert in Höhe von TEUR 249 (imVorjahr TEUR 317) und entfällt nur noch auf Mentana-Claimsoft. Die Software wurde im Jahr 2012 mit TEUR 68 (imVorjahr TEUR 1.746) abgeschrieben. Der noch verbleibendeAmortisationszeitraum liegt zwischen 14 und 50 Monaten.Im Geschäftsjahr 2012 sind für Forschung und EntwicklungKosten in Höhe von TEUR 10.362 (im Vorjahr TEUR 10.794)angefallen, von denen TEUR 5.174 (im Vorjahr TEUR 4.915)aktiviert wurden und TEUR 5.188 (im Vorjahr TEUR 5.879)im Aufwand erfasst sind. In der Berichtsperiode wurdenTEUR 287 (im Vorjahr TEUR 245) Fremdkapitalkosten aktiviert.Dabei kam ein durchschnittlicher Finanzierungskostensatzvon 4,50 % (im Vorjahr 4,42 %) zur Anwendung.Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 10.016(unverändert zum Vorjahr) verteilt sich mit TEUR 5.851 (unverändertzum Vorjahr) auf die zahlungsmittelgenerierendeEinheit freesort, mit TEUR 2.643 (unverändert zum Vorjahr)auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit iab und mitTEUR 1.522 auf die zahlungsmittelgenerierende EinheitMentana-Claimsoft (unverändert zum Vorjahr). Die für denausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert kumuliertenWertminderungsaufwendungen betragen bei freesortTEUR 12.500 und bei iab TEUR 1.275 (jeweils unverändertzum Vorjahr).Zum Bilanzstichtag bestimmte der Konzern gemäß IAS 36 imRahmen von Impairment-Tests den erzielbaren Betrag derzahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen GeschäftsoderFirmenwert zugeordnet war. Der erzielbare Betrag istder höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglichVeräußerungskosten („Fair Value Less Cost to Sell“) undNutzungswert („Value in Use“).Bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags der entsprechendenzahlungsmittelgenerierenden Einheiten freesort,iab und Mentana-Claimsoft wurde auf den beizulegendenZeitwert abzüglich Veräußerungskosten abgestellt, da diesernach Einschätzung des Managements jeweils über demzugehörigen Nutzungswert liegt.Da eine Ableitung des beizulegenden Zeitwerts abzüglichVeräußerungskosten auf Basis von Informationen vonaktiven Märkten mangels erfolgter Transaktionen nichtmöglich ist, erfolgt eine Ermittlung auf Basis diskontierterCashflows. Grundlage sind Cashflow-Prognosen, die aufden Finanzplänen des Managements beruhen. Die hierbeiberücksichtigten Werte für diese Annahmen beruhenauf externen Untersuchungen zum Postmarkt und auf Erfahrungswertendes Managements. Die Finanzplanungenbestehen grundsätzlich aus Erfolgsplanung, Bilanz undKapitalflussrechnung und werden für die ersten drei Jahredetailliert auf Basis der Absatzplanung abgeleitet und unterpauschalierten Annahmen für die beiden folgenden Planjahreweiterentwickelt. Nach dem fünften Planjahr wirdjeweils bei freesort, iab und Mentana-Claimsoft von einerewigen Rente ausgegangen.Die Diskontierungssätze wurden gemäß den Vorgaben desIAS 36 unter Berücksichtigung einer Wachstumsrate für dieCashflows nach Ende des fünfjährigen Planungszeitraumsabgeleitet. Die Diskontierungssätze basieren auf demKonzept der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten(Weighted Average Cost of Capital – WACC).Die Ableitung des erzielbaren Betrags basiert zunächst aufeiner Diskontierung der Cashflows mit den Kapitalkostennach Steuern. Im Anschluss wurden die Kapitalkosten vorSteuern iterativ ermittelt.Im Rahmen der Berechnung des beizulegenden Zeitwertswerden Veräußerungskosten pauschaliert berücksichtigt.Bei dem mit den Geschäften der freesort verbundenenFirmenwert wurde im Rahmen des 2012 durchgeführtenImpairment-Tests keine Wertminderung festgestellt, da einbeizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten überdem Buchwert der Vermögenswerte ermittelt wurde. Der erzielbareBetrag bezogen auf den Gesamtunternehmenswert124


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // Konzernanhanglag um TEUR 2.367 über dem Buchwert (im Vorjahr TEUR 331).Sofern nur 79,6 % (im Vorjahr 97,5 %) des geplanten EBITerreicht werden, wäre der erzielbare Betrag gleich demBuchwert der Vermögenswerte.Für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglichVeräußerungskosten der freesort wurde ein Diskontierungssatz(WACC) nach Steuern von 9,52 % (im Vorjahr 11,1 %)herangezogen. Der entsprechende Diskontierungssatz vorSteuern beläuft sich auf 12,73 % (im Vorjahr 14,4 %). Diebei der freesort nach dem Betrachtungszeitraum von fünfJahren anfallenden Cashflows werden auf Basis des fünftenPlanjahres mit einer Wachstumsrate von 1,0 % (im Vorjahr1,0 %) fortgeschrieben.Bei folgenden Grundannahmen, die der Berechnung desbeizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten derfreesort zugrunde liegen, bestehen Schätzungsunsicherheitenmit Auswirkungen auf das EBIT und damit der zudiskontierenden Cashflows bzw. den Diskontierungssatz:• Sendungsvolumen: Die künftige Entwicklung der Cashflowsist abhängig von der Anzahl der Kundenbeziehungenbeziehungsweise der Anzahl der bearbeiteten Sendungen.Das Umsatzwachstum liegt in einer Bandbreitevon 2,0 % bis 3,1 %. Die angesetzten Werte beruhen aufder Evaluierung von Marktpotenzialen sowie aktuellenKunden kontakten und weisen eine steigende Tendenzauf. Die Annahmen beruhen auf externen Studien zumPostmarkt.• Bruttogewinnmargen: Die angesetzten Bruttogewinnmargenbasieren auf den aktuell realisierbaren Wertenund den Erfahrungen des Managements; es wurde voneiner sehr leicht steigenden Tendenz der Margen ausgegangen.Das EBITDA in % vom Umsatz steigt in einerBandbreite von 5,2 % bis 5,5 %.• Diskontierungssatz: Annahmen zu den einzelnen Bestandteilendes WACC sowie der nachhaltigen Wachstumsrate.Die zugrunde gelegten Planungen sind insgesamt moderaterim Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Geschäftsentwicklungvon freesort im Berichtsjahr.Eine Sensitivierung der wesentlichen Berechnungsparameterzeigt folgendes Bild (ceteris paribus):31.12.2012Diskontierungssatz 9,5 % 12,0 %Wertminderung – 0,4 Mio. EURSchwankung geplantes EBIT 100 % 75 %Wertminderung – 0,5 Mio. EURWachstumsrate 1,0 % -4,0 %Wertminderung – 0,5 Mio. EUR31.12.2011Diskontierungssatz 11,1 % 12,1 %Wertminderung – 1,0 Mio. EURSchwankung geplantes EBIT 100 % 90 %Wertminderung – 1,0 Mio. EURWachstumsrate 1,0 % 0,0 %Wertminderung – 0,5 Mio. EURBei dem mit den Geschäften der iab verbundenen Firmenwertwurde im Rahmen des 2012 durchgeführten Impairment-Testskeine Wertminderung festgestellt, da ein beizulegenderZeitwert abzüglich Veräußerungskosten überdem Buchwert der Vermögenswerte ermittelt wurde. Dererzielbare Betrag bezogen auf den Gesamtunternehmenswert(inkl. Minderheitenanteile von 49 %) lag um TEUR 354(im Vorjahr TEUR 5.010) über dem Buchwert. Sofern nur95,7 % (im Vorjahr 61,7 %) des geplanten EBIT erreicht werden,wäre der erzielbare Betrag gleich dem Buchwert derVermögenswerte.Für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglichVeräußerungskosten wurde ein Diskontierungszinssatz(WACC) nach Steuern von 10,78 % (im Vorjahr 11,6 %)herangezogen. Der entsprechende Diskontierungssatz vorSteuern beläuft sich auf 14,1 % (im Vorjahr 15,1 %). Die beider iab nach dem Betrachtungszeitraum von fünf Jahrenanfallenden Cashflows werden auf Basis des fünften Planjahresmit einer Wachstumsrate von 2,0 % (im Vorjahr 2,0 %)fortgeschrieben.125


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Bei folgenden Grundannahmen, die der Berechnung desbeizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskostenzugrunde liegen, bestehen Schätzungsunsicherheiten mitAuswirkungen auf das EBIT und damit die zu diskontierendenCashflows bzw. den Diskontierungszinssatz:• Sendungsvolumen: Die künftige Entwicklung der Cashflowsist abhängig von der Anzahl der Kundenbeziehungenbeziehungsweise der Anzahl der bearbeiteten Sendungen.Das Umsatzwachstum liegt in einer Bandbreite von 7,0 %bis 15 %. Die angesetzten Werte beruhen auf der Evaluierungvon Marktpotenzialen sowie aktuellen Kundenkontaktenund weisen eine steigende Tendenz auf.• Bruttogewinnmargen: Die angesetzten Bruttogewinnmargenbasieren auf den aktuell realisierbaren Wertenund den Erfahrungen des Managements; es wurde voneiner steigenden Tendenz der Margen ausgegangen. DasEBITDA in % vom Umsatz liegt in einer Bandbreite von4,8 % bis 8,3 %.• Diskontierungszinssatz: Annahmen zu den einzelnenBestandteilen des WACC sowie der nachhaltigen Wachstumsrate.Die zugrunde gelegten Planungen sind insgesamt moderatzurückhaltender im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund derGeschäftsentwicklung von iab im Berichtsjahr.Eine Sensitivierung der wesentlichen Berechnungsparameterergibt, bezogen auf den im Konzernabschluss ausgewiesenenGeschäfts- oder Firmenwert, folgendes Bild (ceteris paribus):31.12.2012Diskontierungszinssatz 10,8 % 11,8 %Wertminderung - 0,6 Mio. EURSchwankung geplantes EBIT 100 % 90 %Wertminderung - 0,5 Mio. EURWachstumsrate 2,0 % 1,0 %Wertminderung - 0,3 Mio. EUR31.12.2011Diskontierungszinssatz 11,6 % 17,6 %Wertminderung - 0,5 Mio. EURSchwankung geplantes EBIT 100 % 60 %Wertminderung - 0,2 Mio. EURWachstumsrate 2,0 % -10,0 %Wertminderung - 0,4 Mio. EURBei dem mit den Geschäften der Mentana-Claimsoftverbundenen Firmenwert wurde im Rahmen des 2012durchgeführten Impairment-Tests keine Wertminderungfestgestellt, da ein beizulegender Zeitwert abzüglichVeräußerungskosten über dem Buchwert der Vermögenswerteermittelt wurde. Der erzielbare Betrag bezogen aufden Gesamtunternehmenswert (inkl. Minderheitenanteilevon 49 %) lag um TEUR 268 (im Vorjahr TEUR 3.518) über demBuchwert. Sofern 94,7 % (im Vorjahr 45,6 %) des geplantenEBIT erreicht werden, wäre der erzielbare Betrag gleich demBuchwert der Vermögenswerte.Für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglichVeräußerungskosten wurde ein Diskontierungszinssatz(WACC) nach Steuern von 15,75 % (im Vorjahr 17,6 %)herangezogen. Der entsprechende Diskontierungssatz vorsteuern beläuft sich auf 19,9 % (im Vorjahr 23,3 %). Die beider Mentana-Claimsoft nach dem Betrachtungszeitraumvon fünf Jahren anfallenden Cashflows werden auf Basisdes fünften Planjahres mit einer Wachstumsrate von 2,0 %(im Vorjahr 1,5 %) fortgeschrieben.Bei folgenden Grundannahmen, die der Berechnung desbeizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskostenzugrunde liegen, bestehen Schätzungsunsicherheiten mitAuswirkungen auf das EBIT und damit die zu diskontierendenCashflows bzw. den Diskontierungszinssatz:• Sendungsvolumen: Die künftige Entwicklung der Cashflowsist abhängig von der Anzahl der Kundenbeziehungenbeziehungsweise der Anzahl der bearbeiteten Sendungen.Das Umsatzwachstum liegt in einer Bandbreitevon 22,5 % bis 52,8 %. Die angesetzten Werte beruhenauf der Evaluierung von Marktpotenzialen und weiseneine steigende Tendenz auf. Externe Informationsquellengehen von vergleichbaren Entwicklungen oder teils vonnoch höheren Potenzialen aus.• Bruttogewinnmargen: Die angesetzten Bruttogewinnmargenje transportierter De-Mail basieren auf den aktuellerwarteten Werten des Managements. Sie reflektieren Vergleichswertefür physische Briefsendungen unter Berücksichtigungvon Kostenvorteilen für die Marktteilnehmer.Es werden tendenziell steigende Margen unterstellt. DasEBITDA in % vom Umsatz liegt in einer Bandbreite von14,1 % bis 32,9 %.• Diskontierungszinssatz: Annahmen zu den einzelnenBestandteilen des WACC sowie der nachhaltigen Wachstumsrate.126


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangEine Sensitivierung der wesentlichen Berechnungsparameterzeigt, bezogen auf den im Konzernabschluss ausgewiesenenGeschäfts- oder Firmenwert, folgendes Bild (ceteris paribus):31.12.2012Diskontierungszinssatz 15,8 % 17,8 %Wertminderung – 0,5 Mio. EURSchwankung geplantes EBIT 100 % 90 %Wertminderung – 0,2 Mio. EURWachstumsrate 2,0 % 0,0 %Wertminderung – 0,3 Mio. EUR31.12.2011Diskontierungszinssatz 17,6 % 35,6 %Wertminderung – 0,2 Mio. EURSchwankung geplantes EBIT 100 % 40 %Wertminderung – 0,4 Mio. EURWachstumsrate 1,5 % -65,0 %Wertminderung – 0,1 Mio. EURIm Sachanlagevermögen werden auch vermietete Erzeugnissemit Buchwerten von TEUR 7.732 (im Vorjahr TEUR 8.525)sowie Anlagen aus Finanzierungsleasingverhältnissen (beidenen der FP-Konzern Leasingnehmer ist) mit Buchwertenvon TEUR 5.929 (im Vorjahr TEUR 3.753) ausgewiesen. Insbesonderefreesort und Francotyp-Postalia Inc. (USA) finanzierenüber Finanzierungsleasingverträge Sortieranlagen undvermietete Erzeugnisse.Im Berichtsjahr 2012 wurden bei den immateriellenVermögenswerten Wertaufholungen in Höhe von TEUR 0 (imVorjahr TEUR 35) vorgenommen. Auch bei den Sachanlagengab es – wie im Vorjahr – keine Wertaufholungen.Zum 31.12.2012 bestanden keine abgeschlossenen Verträgeüber die Lieferung von Werkzeugen zum neuen MaschinentypPostBase mehr (im Vorjahr TEUR 239).In den Herstellungskosten des Sachanlagevermögens sindin der Berichtsperiode aktivierte Eigenleistungen in Höhevon TEUR 12.128 erfasst worden (im Vorjahr TEUR 3.829). Entschädigungsbeträgevon Dritten für Sachanlagen, die wertgemindert,untergegangen oder außer Betrieb genommenworden sind, wurden in Höhe von TEUR 1 (im Vorjahr TEUR 0)vereinnahmt.Die in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter derPosition „Abschreibungen und Wertminderungen“ ausgewiesenenBeträge enthalten im Berichtsjahr 2012 keineWertminderungen (im Vorjahr TEUR 0).Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Angaben zusicherheiten unter Tz. 22 in diesem Abschnitt.(11) Forderungen aus FinanzierungsleasingDie Überleitung der zukünftigen Leasingeinzahlungen zuden Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen stelltsich wie folgt dar:Restlaufzeiten31.12.2012TEURGesamtbis 1 Jahr1 – 5 Jahreüber 5JahreZukünftigeMindestleasingzahlungen3.168 1.687 1.481 0Zinsanteil 433 345 88 0Forderungen ausFinanzierungsleasingverträgen(Barwert) 2.735 1.342 1.393 0Nicht garantierte Restwerte zugunsten des Leasinggebersliegen zum Stichtag nicht vor. Der Wert der Bruttoinvestitionenentspricht daher gemäß IAS 17.7 den angegebenenzukünftigen Leasingzahlungen in Höhe von TEUR 3.168 (imVorjahr TEUR 4.083). Nach Abzinsung in Höhe von TEUR 433(im Vorjahr TEUR 736) ergeben sich daraus Nettoinvesti tionenin Höhe von TEUR 2.735 (im Vorjahr TEUR 3.347), die demnoch nicht realisierten Finanzertrag als Differenz aus Brutto-und Nettoinvestitionen entsprechen. Wertberichtigungenfür uneinbringliche ausstehende Mindestleasingzahlungensowie in der Berichtsperiode 2012 als Ertrag erfasstebedingte Mietzahlungen existieren zum Stichtag nicht (imVorjahr dito).Restlaufzeiten31.12.2011TEURGesamtbis 1 Jahr1 – 5 Jahreüber 5JahreZukünftigeMindestleasingzahlungen4.083 2.341 1.742 0Zinsanteil 736 579 157 0Forderungen ausFinanzierungsleasingsverträgen(Barwert) 3.347 1.762 1.585 0127


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Die künftigen Mindestleasingeinzahlungen aus unkündbarenOperate-Lease-Vereinbarungen, die FP bei der Vermietungvon Frankier- und Kuvertiermaschinen als Leasinggebererhält, stellen sich wie folgt dar:31.12.2012TEUR(12) VorräteGesamtbis 1 JahrRestlaufzeiten1 – 5 Jahreüber 5JahreKünftige Mindestleasingzahlungenaus unkündbarenOperate-Lease-Vereinbarungen 38.545 19.867 18.217 46131.12.2011TEURGesamtbis 1 JahrRestlaufzeiten1 – 5 Jahreüber 5JahreKünftige Mindestleasingzahlungenaus unkündbarenOperate-Lease-Vereinbarungen 40.954 23.227 17.381 346TEUR 31.12.2012 31.12.2011Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.884 4.021Unfertige Erzeugnisse 760 996Fertige Erzeugnisse und Waren 5.128 5.988Gesamt 10.772 11.005Die Wertminderung auf das Vorratsvermögen auf den Nettoveräußerungswertbeträgt TEUR 1.302 (im Vorjahr TEUR 4.015).Die in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter der Position„Materialaufwand" ausgewiesenen Beträge enthaltendie im Berichtsjahr vorgenommenen Wertminderungen. Vondem gesamten Vorratsbestand entfallen Vorräte in Höhevon TEUR 1.342, die sich erst nach mehr als 12 Monatenrealisieren werden.(13) Forderungen aus Lieferungen undleistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzensich wie folgt zusammen:TEUR 31.12.2012 31.12.2011Forderungen aus Lieferungenund Leistungen – Inland 6.563 7.104Forderungen aus Lieferungenund Leistungen – Ausland 11.085 9.523Summe Forderungen auslieferungen und Leistungen 17.648 16.627Zum 31. Dezember 2012 werden Forderungen aus Lieferungenund Leistungen im Nennwert von TEUR 19.539 (im VorjahrTEUR 18.859) ausgewiesen.Die Wertberichtigungskonten berücksichtigen Einzelwertberichtigungensowie Wertberichtigungen auf Portfoliobasis.Mit den Einzelwertberichtigungen wird einzelfallbezogenkonkret erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Bei derErmittlung der Wertberichtigungen auf Portfoliobasis kommenindes pauschalisierende Verfahren zur Anwendung.Dabei werden auch die (Über-)Fälligkeiten der Forderungsbeständeberücksichtigt.Die Entwicklung der Wertberichtigungskonten stellt sich wiefolgt dar:TEURStand 1. Januar 2011 2.638Aufwandswirksame Zuführungen(Wertminderungsaufwand) 2.184Inanspruchnahmen 2.568Auflösungen 22Stand 31. Dezember 2011 2.232Fremdwährungseffekte -3Stand 1. Januar 2012 2.229Aufwandswirksame Zuführungen(Wertminderungsaufwand) 922Inanspruchnahmen 1.260Auflösungen 0Stand 31. Dezember 2012 1.891Wertminderungsaufwendungen für andere Klassen vonFinanzinstrumenten außer Forderungen aus Lieferungenund Leistungen bestehen nicht.128


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangDie Zuführungen zu den Wertberichtigungskonten werdenunter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.Zum 31. Dezember 2012 (sowie zum 31. Dezember 2011) stelltsich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen undLeistungen wie folgt dar:Davon nichtTEURNennwert SummeüberfälligDavon überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen0 bis 60 Tage 61 bis 120 Tage > 121 Tage31.12.2012Bruttobuchwert 19.539 11.522 4.905 1.407 1.705Wertminderung 1.891 105 383 392 1.01131.12.2011Bruttobuchwert 18.859 11.818 4.407 940 1.694Wertminderung 2.232 148 252 317 1.515Die weder überfälligen noch wertberichtigten finanziellenVermögenswerte werden als werthaltig angesehen.(14) WertpapiereBei den ausgewiesenen Wertpapieren mit einem Fair Valuevon TEUR 680 (im Vorjahr TEUR 678) handelt es sich um zuHandelszwecken gehaltene Anteile an einem thesaurierendenFonds, der überwiegend in verzinsliche Wertpapiere,Geldmarktinstrumente und Sichteinlagen investiert ist. Dieausgewiesenen Wertpapiere haben keine feste Fälligkeitund keinen festen Zinssatz.Unverändert zum Vorjahresbilanzstichtag sind in Höhevon TEUR 590 Wertpapiere aufgrund der Absicherung vonPortogebühren der DPAG durch ein Aval der Commerzbankverpfändet.(15) Sonstige kurzfristige VermögenswerteTEUR 31.12.2012 31.12.2011Abgegrenzte Zahlungen 3.319 2.316Erstattungsansprüche aus sonstigenSteuern 274 328Forderungen gegen nahestehendeUnternehmen 6 6Übrige finanzielle Vermögenswerte 4.561 6.519Gesamt 8.160 9.169Die Erstattungsansprüche aus sonstigen Steuern entfallenin Höhe von TEUR 171 (im Vorjahr TEUR 144) auf die iab undin Höhe von TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 46) auf freesort undbetreffen Umsatzsteuervorauszahlungen.Die übrigen finanziellen Vermögenswerte entfallen mitTEUR 187 (im Vorjahr TEUR 1.613) auf die Francotyp PostaliaGmbH und betreffen zum 31.12.2012 wie im Vorjahrüberwiegend finanzielle Hilfen. Mit TEUR 2.375 (im VorjahrTEUR 2.687) entfallen die übrigen Vermögenswerte auffreesort; zum 31.12.2012 betreffen sie mit TEUR 1.750 (imVorjahr TEUR 2.099) debitorische Kreditoren.(16) Liquide MittelTEUR 31.12.2012 31.12.2011Guthaben bei Kreditinstituten 25.850 25.539Schecks und Kassenbestand 178 328Gesamt 26.028 25.867Von den Guthaben bei Kreditinstituten unterliegenTEUR 21.088 (im Vorjahr TEUR 20.238) einer eingeschränktenVerfügbarkeit. Es handelt sich dabei um von Kunden eingenommeneTeleportogelder, die von den Kunden jederzeitabgerufen werden können. Ein korrespondierender Betragist in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.129


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenteist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.(17) EigenkapitalDie Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnungdargestellt.Bestandteile des KonzerneigenkapitalsDas Kapital der FP-Holding setzt sich zusammen aus demGrundkapital in Höhe von TEUR 16.160 sowie einer vonden Gesellschaftern erbrachten Kapitalrücklage in Höhevon TEUR 35.312. Die Differenzen aus der erfolgsneutralenWährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischerTochterunternehmen und die Abweichungen zwischenMonatsdurchschnittskursen in der Konzern-Gesamtergebnisrechnungmit den Stichtagskursen werden im sonstigenErgebnis ausgewiesen.Das Grundkapital ist eingeteilt in 16.160.000 auf denInha ber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag und mitantei liger Berechtigung am Gewinn der Gesellschaft. JedeStückaktie gewährt eine Stimme in der Hauptversammlungder Gesellschaft und dem Inhaber der Aktie jeweils eineDividendenberechtigung. Das Grundkapital ist vollständigeingezahlt.KapitalrücklageAm 30. November 2006 wurden sämtliche Aktien der FP-Holding zum amtlichen Markt mit gleichzeitiger Zulassungzum Teilbereich des amtlichen Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten(Prime Standard) an der FrankfurterWertpapierbörse zugelassen. Die FP-Holding erzielte beimBörsengang aus der Veräußerung von 2.700.000 Aktieneinen Bruttoemissionserlös in Höhe von TEUR 51.300. DieZuzahlungen der neuen Aktionäre in Höhe von TEUR 48.600wurden einer Kapitalrücklage zugeführt. Die Aufwendungendes Börsengangs betrugen insgesamt TEUR 4.603. Im Konzernabschlusswurden die Aufwendungen unter Berücksichtigungdes Steuereffekts in Höhe von TEUR 1.711 mit einemBetrag von TEUR 2.892 erfolgsneutral mit der Kapitalrücklageverrechnet.Im Geschäftsjahr 2011 wurde in Höhe von TEUR 12.527 einBilanzverlust mit der Kapitalrücklage verrechnet.Am 23. März 2012 beschloss der Vorstand mit Zustimmungdes Aufsichtsrats, das Grundkapital um TEUR 1.460 gegenBareinlagen durch Ausgabe von 1.460.000 auf den Inhaberlautenden Stückaktien zu erhöhen. Der Ausgabebetrag betrugEUR 2,66 je Aktie, womit ein Bruttoemissionserlös inHöhe von TEUR 3.884 erzielt wurde. Die Zuzahlung desneuen Aktionärs abzüglich der Kosten der Kapitalerhöhungnach Berücksichtigung des Steuereffektes wurde in Höhevon TEUR 2.131 in die Kapitalrücklage eingestellt.Kapitalgenehmigung für genehmigtes undbedingtes KapitalAm 30. Juni 2011 sind bei der FP-Holding Hauptversammlungsbeschlüsseüber die Schaffung von genehmigtemKapital in Höhe von TEUR 7.350 und entsprechende Satzungsänderungsowie über die bedingte Erhöhung desGrundkapitals um einen Betrag von bis zu TEUR 6.305 durchAusgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien miteinem auf jede Aktie entfallenden anteiligen Betrag desGrundkapitals von Euro 1,00 gefasst worden. Des Weiterenist der Vorstand ermächtigt worden, Options- und Wandelschuldverschreibungenmit der Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlussesnach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG auszugebensowie ein bedingtes Kapital und eine entsprechende Satzungsänderungzu schaffen.AktienrückkaufprogrammDer Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat am20. November 2007 auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlussesder Hauptversammlung der Gesellschaft vom16. Oktober 2006 die Durchführung eines Programms zumRückkauf von Aktien der Gesellschaft beschlossen, um Unternehmenoder Beteiligungen an Unternehmen mit eigenenAktien als Akquisitionswährung erwerben zu können.Es wurden im Zeitraum November 2007 bis April 2008insge samt 370.444 Aktien erworben, die in der Bilanz gemäßIAS 32.33 mit ihren Anschaffungskosten in Höhe vonTEUR 1.829 vom Eigenkapital abgesetzt wurden. Im Berichtsjahrwurden keine weiteren Aktien hinzugekauft.Die eigenen Anteile entsprechen zum 31. Dezember 2012einem Anteil von 2,29 % (im Vorjahr 2,52 %) des Grundkapitals,wobei sie einen Kurswert von TEUR 900 (im VorjahrTEUR 746) zum Abschlussstichtag hatten. Die Entwicklungder Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile geht ausfolgender Überleitungsrechnung hervor:130


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangBeschlussfassungen 2010Anzahl der im Umlaufbefindlichen AnteileAnzahl der Stückaktien 14.700.000Rückkauf eigener Anteile -370.444Stand 31.12.2011 14.329.556Kapitalerhöhung 1.460.000Stand 31.12.2012 15.789.556Die Hauptversammlung vom 1. Juli 2010 hat die Gesellschaftbis zum 30. Juni 2015 ermächtigt, mit Zustimmung desAufsichtsrats eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum1. Juli 2010 bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Aufdie nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfenzusammen mit anderen eigenen Aktien, welche sich im Besitzder Gesellschaft befinden oder ihr gemäß den §§ 71d und71e Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunktmehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmaloder mehrmals ausgenutzt werden. Die Ermächtigung giltbis zum 30. Juni 2015. Der Erwerb der Aktien erfolgt nachWahl des Vorstands als Kauf über die Börse oder mittelseines öffentlichen Kaufangebots.Der Vorstand bzw. – im unter lit. ee) genannten Fall – derAufsichtsrat wurde ermächtigt, die erworbenen eigenenAktien neben einer Veräußerung über die Börse oder überein Angebot an alle Aktionäre auch wie unter Punkt aa) biscc) aufgeführt zu verwenden. Die Ermächtigungen könneneinmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, ganz oderin Teilen ausgenutzt werden.(aa) Die eigenen Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsratseingezogen werden, ohne dass die Einziehungoder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlussesbedarf. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung.Die Einziehung kann auch im vereinfachtenVerfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung desanteiligen Betrags des Grundkapitals der übrigen Aktien gemäߧ 8 Absatz 3 Aktiengesetz (AktG) erfolgen. Der Vorstandist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktienin der Satzung entsprechend zu ändern.(bb) Die eigenen Aktien können mit Zustimmung des AufsichtsratsDritten gegen Sachleistungen, insbesondere imRahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beimErwerb von Unternehmen oder Beteiligungen daran, angebotenund auf diese übertragen werden, sofern der Erwerbdes Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenenInteresse der Gesellschaft liegt und sofern der für dieeigenen Aktien zu erbringende Gegenwert nicht unangemessenniedrig ist.(cc) Die eigenen Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsratsgegen Bareinlagen ausgegeben werden, um dieAktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse einzuführen,an denen die Aktien bisher nicht zum Handelzugelassen sind.(dd) Die eigenen Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsratsgegen Barzahlung an Dritte veräußert werden,wenn der Preis, zu dem die Aktien veräußert werden,den am Tag der Veräußerung durch die Eröffnungsauktionermittelten Kurs einer Aktie im elektronischen Xetra-Handel(oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der DeutscheBörse AG in Frankfurt am Main nicht wesentlich unterschreitet(ohne Erwerbsnebenkosten). Insgesamt dürfen die aufgrundder Ermächtigungen unter dieser lit. dd) verwendetenAktien, die in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3Satz 4 Aktiengesetz (unter Bezugsrechtsausschluss gegenBareinlagen nahe am Börsenpreis) ausgegeben wurden,10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt dieser Beschlussfassungund ihrer Verwendung nicht übersteigen. Auf dieseBegrenzung sind Aktien anzurechnen, die in direkter oderentsprechender Anwendung dieser Vorschrift während derletzten 12 Monate vor Ausnutzung dieser Ermächtigung biszu diesem Zeitpunkt ausgegeben oder veräußert wurden.(ee) Die eigenen Aktien können von dem Aufsichtsrat dazuverwendet werden, einzelnen Mitgliedern des Vorstandsanstelle der von der Gesellschaft geschuldeten Barvergütungeigene Aktien anzubieten. Voraussetzung hierfür istallerdings, dass der Preis, der bei der Ermittlung der Zahlder an Erfüllungsstatt zu übertragenden eigenen Aktien zugrundegelegt wird, den am Tag der Angebotsunterbreitungdurch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs einer Aktie imelektronischen Xetra-Handel (oder einem vergleichbarenNachfolgesystem) der Deutsche Börse AG in Frankfurt amMain nicht wesentlich unterschreitet (ohne Erwerbsnebenkosten).131


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012(ff) Die eigenen Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsratsdazu verwendet werden, Bezugsrechte, die unterdem Aktienoptionsplan 2010 der Gesellschaft ordnungsgemäßausgegeben und ausgeübt wurden, zu bedienen. DerAktienoptionsplan 2010 liegt der Hauptversammlung unterTagesordnungspunkt 8 zur Entscheidung vor.Das Bezugsrecht der Aktionäre auf erworbene eigene Aktienwird insoweit ausgeschlossen, als diese Aktien gemäß denvorstehenden Ermächtigungen unter (bb) bis (ff) verwendetwerden.Beschlussfassung 2012Mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschloss der Vorstandam 23. März 2012, das Grundkapital der FP-Holding AG vonEUR 14.700.000, eingeteilt in 14.700.000 auf den Inhaberlautende Stückaktien, um EUR 1.460.000 gegen Bareinlagenauf EUR 16.160.000 durch Ausgabe von 1.460.000auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit voller Gewinnberechtigungab dem 1. Januar 2012 zu erhöhen. Das gesetzlicheBezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. DerAusgabebetrag betrug EUR 2,66 je Aktie, womit ein Bruttoemissionserlösin Höhe von EUR 3.883.600 erzielt wurde.Die Zeichnung und Übernahme der 1.460.000 neuen, aufden Inhaber lautenden Stückaktien erfolgte durch die 3RInvestments Ltd., Limassol, Zypern. Die Bareinlagen zuzüglichAufgeld flossen im März 2012 zu.Bedingte Kapitalerhöhung undaktienoptionsplan 2010In 1.1 des Aktienoptionsplans 2010 der Francotyp-PostaliaHolding AG heißt es: „Die ordentliche Hauptversammlungder Francotyp-Postalia Holding AG […] hat am 1. Juli2010 beschlossen, (i) das Grundkapital der Gesellschaft inHöhe von bis zu 1.045.000,00 Euro durch die Ausgabe vonbis zu 1.045.000 Stück nennwertloser Inhaberaktien […]bedingt zu erhöhen und (ii) an Mitglieder des Vorstandsder Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung vonverbundenen Unternehmen im Sinne des § 15 AktG […]und an Führungskräfte der FP-Gruppe Bezugsrechte […]auszugeben, die die Inhaber dazu berechtigen, insgesamtmaximal 1.045.000 Aktien gegen Zahlung des Ausübungspreiseszu beziehen.“Der damit beschlossene Aktienoptionsplan sieht ausschließlichden Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten vor, undzwar vorrangig durch den Einsatz eigener Aktien, nachrangigim Wege einer bedingten Kapitalerhöhung.Zweck des Aktienoptionsplans ist gemäß 1.3 des Aktienoptionsplans„die nachhaltige Verknüpfung der Interessender Unternehmensführung und der Führungskräfte mit denInteressen der Aktionäre an der langfristigen Steigerung desUnternehmenswertes.“Zum 1. September 2010 wurden insgesamt 900.000 Aktienoptionenzugeteilt. Weitere 75.000 Aktienoptionen wurdenzum 27. April 2012 und zusätzlich 20.000 Aktienoptionenam 7. September 2012 zugeteilt. Eine Option hat gemäß 2.3des Aktienoptionsplans jeweils eine Laufzeit von 10 Jahrenab dem Zeitpunkt der Zuteilung. Die Optionen sind entsprechend2.4 des Aktienoptionsplans 2010 nicht verbrieft.Zuzahlungen waren bei der Zuteilung der Optionen entsprechend5.5 des Aktienoptionsplans 2010 nicht zu leisten. Vonden 900.000 zugeteilten Aktienoptionen entfallen jeweils180.000 Aktienoptionen auf die beiden Mitglieder des Vorstandsder Francotyp-Postalia Holding AG.Jede einzelne Aktienoption berechtigt gemäß 2.2 des Aktienoptionsplans2010 zum Erwerb einer Aktie der Francotyp-Postalia Holding AG. Für die Ausübung der Optionen müssenfolgende Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein:a) WartezeitSoweit sich gemäß 7.1 des Aktienoptionsplans aus denBedingungen des Aktienoptionsplans „nicht ausdrücklichetwas anderes ergibt, muss die Wartezeit abgelaufen seinund die Ausübung nicht innerhalb einer [bestimmten]Ausübungssperrfrist erfolgen. […] Die Wartezeit bis zurAusübung der Optionen beträgt 4 Jahre.“ Es handelt sichhierbei um eine Dienstbedingung.b) Erfolgsziel7.2 des Aktienoptionsplans bestimmt: „Das Erfolgszielmuss erreicht sein. Das Erfolgsziel für die ausgegebenenOptionen ist erreicht, wenn das EBITDA, wie im Konzernjahresabschlussfür das Geschäftsjahr der Zuteilung derOptionen ausgewiesen, gegenüber dem EBITDA, wie imKonzernjahres abschluss für das letzte Geschäftsjahr vor132


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // Konzernanhangzuteilung ausgewiesen, um 10 % gestiegen ist. […] Soweitdas Erfolgsziel nicht erreicht wurde, verfallen die Optionen.“Bei diesem Erfolgsziel handelt es sich um eine nichtmarkt bezogene Leistungsbedingung.c) Persönliche Ausübungsvoraussetzungen7.3 des Aktienoptionsplans bestimmt, dass der Optionsinhabersich im Zeitpunkt der Ausübung grundsätzlich in einemDienstverhältnis entweder mit der Francotyp-Postalia HoldingAG oder einem in- oder ausländischen Unternehmender FP-Gruppe befinden muss.Folgende beizulegende Zeitwerte wurden für die Optionenermittelt:Zuteilungszeitpunkt1.9.2010 27.4.2012 7.9.201231.12.2012Eine Option EUR 1,37 1,31 1,17Alle Optionen TEUR 1.067 85 2031.12.2011Eine Option EUR 1,37 n/a n/aAlle Optionen TEUR 1.038 n/a n/aDie Bewertung erfolgte mithilfe des Black-Scholes-Optionspreismodells,da ein öffentlicher Handel von Optionen aufFrancotyp-Postalia-Aktien mit gleichen Ausstattungsmerkmalennicht existiert.Der Bewertung liegt Folgendes zugrunde:Zuteilungszeitpunkt1.9.2010 27.4.2012 7.9.2012Kurs einer FP-Aktie 2,55 EUR 2,60 EUR 2,32 EURAusübungspreis 2,50 EUR 2,61 EUR 2,34 EURErwarteter Ausübungszeitpunkt 31.08.2015 26.04.2017 06.09.2017Erwartete Volatilität 74,48 % 70,8 % 71,3 %Jährliche Dividendenrendite 2 % 2 % 2 %Laufzeitäquivalenterrisikofreier Zinssatz 1,32 % 0,67 % 0,6 %Anzahl der ausübbarenaktienoptionen 780.462 65.039 17.344• Der Ausübungspreis der zugeteilten Aktienoptionen entsprichtgemäß Aktienoptionsplan dem durchschnittlichenBörsenkurs (Schlusskurs) der nennwertlosen Inhaberaktiender Francotyp-Postalia Holding AG im elektronischenXetra-Handel der Deutsche Börse AG in Frankfurt am Mainoder einem vergleichbaren Nachfolgesystem an den letzten90 Kalendertagen vor dem 1. September 2010, 27. April 2012bzw. 7. September 2012 in EUR, mindestens aber dem aufeine Aktie entfallenden Anteil am Grundkapital.• Die Optionsausübung erfolgt im Durchschnitt schätzungsweisenach 5 Jahren (erwartete durchschnittliche Haltedauer).• Die erwartete Volatilität wurde unter Rückgriff auf dieim Zeitraum 30.11.2006 bis 27.08.2010, 28. April 2007 bis27. April 2012 bzw. 8. September 2007 bis 7. September2012 gezeigte Kursvolatilität einer Francotyp-Postalia-Aktie bestimmt.• Bei der Schätzung der Dividendenrendite wurde das Ausschüttungsverhaltender FP-Gruppe in der Vergangenheitberücksichtigt.• Der laufzeitäquivalente risikofreie Zinssatz für die erwarteteOptionslaufzeit von 5 Jahren basiert auf Zinsstrukturdatenvom 31. August 2010, 27. April 2012 bzw.7. September 2012, wobei aus den Umlaufrenditen vonKuponanleihen der Bundesrepublik Deutschland hypothetischeZerobonds abgeleitet worden sind.Für die Ermittlung der Anzahl der ausübbaren Aktienoptionenzum Ende der Sperrfrist wurden folgende Annahmengetroffen:• Die jährliche Mitarbeiterfluktuation wurde auf 3,50 % (imVorjahr 4,17 %) geschätzt.• Die Wahrscheinlichkeit der EBITDA-Steigerung von über10 % wurde auf 100 % geschätzt.Bei Optionsausübung ist der Betrag von EUR 2,50 (EUR 2,61bzw. 2,34) je Aktie von dem jeweiligen Optionsinhaber zuentrichten, wobei es für die Mitglieder des Vorstands derFrancotyp-Postalia Holding AG eine bestimmte Begrenzunggibt. Punkt 9 des Aktienoptionsplans bestimmt: „Für denVorstand muss der Aufsichtsrat eine maximale Jahresgesamtvergütung(Kappungsgrenze) nach Maßgabe vonZiffer 4.2.3 des Corporate Governance Kodex vorsehen. Dieentsprechende Vereinbarung erfolgt in einer Ergänzungsvereinbarungzum Dienstvertrag der Vorstandsmitgliedervor Zuteilung der Optionen.“133


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Nachfolgende Tabelle stellt die Entwicklung der anteilsbasiertenVergütungsvereinbarung im Berichtsjahr gem.IFRS 2 dar:DurchschnittlicherAusübungspreisOptionenAnzahlin EURStand 31.12.2011 862.500 2,50Im Geschäftsjahr gewährt 95.000 2,55Im Geschäftsjahr verwirkt -30.000 2,50Im Geschäftsjahr ausgeübt 0 n/aIm Geschäftsjahr verfallen 0 n/aStand 31.12.2012 927.500 2,51Bandbreite des Ausübungspreises 2,34 – 2,61Durchschnittliche Restlaufzeitzum 31.12.201234 MonateAusübbar per 31.12.2012 0 n/aZum 31. Dezember 2012 wurden – aus dem Aktienoptionsplanresultierend – TEUR 290 (im Vorjahr TEUR 257) als Personalaufwanderfasst mit Gegenbuchung direkt im Eigenkapital(Stock-Options-Rücklage).Sonstiges ErgebnisIn den Konzernabschluss 2012 wurden auch Gesellschafteneinbezogen, die nicht zum Eurowährungsraum gehören.Da der Euro die funktionale Währung des FP-Konzerns ist,werden im Rahmen der Konzernabschlusserstellung dieAbschlüsse der betreffenden Landesgesellschaften in Euroumgerechnet. Umrechnungsbezogene Auswirkungen, dieentstehen, wenn sich der Wert der in Euro umgerechnetenNettovermögenspositionen wegen Wechselkursschwankungenändert, werden im sonstigen Ergebnis erfasst.Der Saldo der Umrechnungsdifferenzen, der im sonstigenErgebnis erfasst ist, hat sich wie folgt entwickelt:TEUR 2012 2011Saldo Beginn Berichtsperiode 26 -631UmrechnungsdifferenzenBerichtsperiode -485 657Saldo 31. Dezember -459 26Nicht beherrschende AnteileDie nicht beherrschenden Anteile beinhalten Ausgleichspostenfür Anteile fremder Gesellschafter am konsolidierungspflichtigenKapital aus der Kapitalkonsolidierung sowiedie ihnen zustehenden Gewinne und Verluste. Die nichtbeherrschenden Anteile in Höhe von TEUR 473 (im VorjahrTEUR 633) werden gemäß IAS 27.33 innerhalb des Konzerneigenkapitalsgetrennt vom Eigenkapital des Mutterunternehmensausgewiesen und entfallen auf die übrigenGesellschafter der iab und der Mentana-Claimsoft.Nettoinvestitionen in ausländischegeschäftsbetriebeDie FP GmbH hat ihrer kanadischen Tochtergesellschaft signifikanteGeldmittel zur Verfügung gestellt, um nach einerDezertifizierung neue Maschinen anzuschaffen und ihrenKunden zur Verfügung zu stellen. Dies stellt eine Nettoinvestitionin einen (kanadischen) Geschäftsbetrieb dar,deren Abwicklung in einem absehbaren Zeitraum wedergeplant noch wahrscheinlich ist. Die aus der Umrechnungresultierende Währungsdifferenz nach latenten Steuern inHöhe von netto TEUR -14 (im Vorjahr TEUR -58) ist gemäßIAS 21.32 f. im sonstigen Ergebnis erfasst.Die FP GmbH hat die Francotyp-Postalia Sverige AB in Zusammenhangmit dem Erwerb der Anteile an der FrancoFrankerings Intressenter AB (vormals: Carl Lamm PersonalAB) in erheblichem Maße refinanziert. Da mit einer Rückzahlungder betreffenden Mittel von der Francotyp-PostaliaSverige AB an die FP GmbH in nächster Zeit nicht zu rechnenist, wird die Refinanzierung der Francotyp-Postalia SverigeAB durch die FP GmbH als eine Nettoinvestition in einen(schwedischen) Geschäftsbetrieb angesehen. Die aus derUmrechnung resultierende Währungsdifferenz nach latentenSteuern in Höhe von netto TEUR 66 (im Vorjahr TEUR 18)ist gemäß IAS 21.32 f. im sonstigen Ergebnis erfasst.Ausschüttung einer DividendeIm Berichtsjahr 2012 erfolgte keine Dividendenausschüttung.Ein Ausschüttungsbeschluss kann auch derzeit nichtgetroffen werden, da es an der Ausschüttungsfähigkeit derFrancotyp-Postalia Holding AG mangelt. Die Gesellschaft erwirtschaftete,basierend auf den deutschen handelsrechtlichenBestimmungen, bis zum 31. Dezember 2012 folgenden(nicht) ausschüttbaren Betrag:134


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangEUR 31.12.2012Ausgegebenes Kapital 15.789.556,00Kapitalrücklagen 38.496.831,39Bilanzgewinn 907.495,81Eigenkapital 55.193.883,26./. Ausgegebenes Kapital -15.789.556,00./. Kapitalrücklage -38.496.831,39./. Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB -4.983.767,47Ausschüttungspotenzial -4.076.271,60Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werdenaufgrund von Versorgungszusagen auf Alters-, InvalidenundHinterbliebenenleistungen gebildet. Die Bildung vonRückstellungen erfolgt dabei ausschließlich für leistungsorientierteVersorgungszusagen, bei denen das Unternehmenden Arbeitnehmern einen bestimmten Versorgungsumfanggarantiert.Es wird von folgenden versicherungsmathematischen Annahmenausgegangen:(18) Rückstellungen für Pensionen undähnliche VerpflichtungenFür die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeiternbeste hen leistungsorientierte Versorgungszusagen (Defined-Benefit-Plans). Die Versorgungszusagen sind dabei abhängigvon den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichenVerhältnissen des jeweiligen Landes und basieren in derRegel auf Beschäftigungsdauer und Beschäftigungsentgeltder Mitarbeiter. Die Zusagen werden im Wege der Bildungvon Rückstellungen finanziert.Gemäß einer die inländischen Gesellschaften betreffendenBetriebsvereinbarung vom 9. Juli 1996 gehören alle Mitarbeiterzum Kreis der Begünstigten, deren Arbeitsverhältnisvor dem 1. Januar 1995 begonnen hat. Versorgungsleistungenwerden nur gewährt, wenn der Mitarbeiter zehnanrechnungsfähige Dienstjahre vollendet hat. Weiterhinhaben auch übertarifliche Angestellte nach Maßgabe der„Richtlinien für die Zahlung von Ruhegehalt an übertariflicheAngestellte“ in der Fassung vom Januar 1986 einenAnspruch auf Ruhegehalt, wobei die Begünstigten bereitsvor dem 1.1.1994 im Anstellungsverhältnis gewesen seinmussten. Sterbegeldverpflichtungen gegenüber den Hinterbliebenenvon Mitarbeitern bestehen auf der Grundlage derManteltarifverträge für Angestellte und Mitarbeiter sowieder Betriebsvereinbarung vom 30. Dezember 1975.Übertarifliche Angestellte haben gemäß der für inländischeGesellschaften gültigen „Richtlinie für die Zahlungvon Ruhegehalt an übertarifliche Angestellte" in der Fassungvom Januar 1986 einen Anspruch auf Ruhegehalt undHinterbliebenengeld für die nach dem Tode Begünstigten.Die Höhe des Ruhegehaltes wird individuell festgelegt. Eswird nur gewährt, wenn der Berechtigte mindestens zehnDienstjahre vollendet hat.in Prozent pro Jahr 31.12.2012 31.12.2011Rechnungszins 3,00 % 4,80 %Gehaltstrend 3,00 % 3,00 %Rententrend 2,00 % 2,00 %Erwartete Rendite desPlanvermögens 3,00 % 4,80 %Diese Annahmen beziehen sich auf die in Deutschlandbeschäftigten Mitarbeiter, für die der wesentliche Teil derPensionsverpflichtungen besteht.Die biometrischen Rechnungsgrundlagen für die Pensionen inDeutschland basieren unverändert auf den Richttafeln 2005 Gvon Prof. Dr. Klaus Heubeck, die zur Bewertung von betrieblichenPensionsverpflichtungen allgemein anerkannt sind.Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen hat sichin den Jahren 2012 und 2011 wie folgt entwickelt:TEUR 2012 2011Anwartschaftsbarwert derVersorgungszusagen am 1.1.der Berichtsperiode 11.880 11.452Laufender Versorgungsaufwandfür im Geschäftsjahr erbrachteLeistungen an Mitarbeiter 163 165Zinsaufwand 547 562Pensionszahlungen -580 -626VersicherungsmathematischeGewinne und Verluste 2.903 327Anwartschaftsbarwert derversorgungszusagen am31.12. der Berichtsperiode 14.913 11.880135


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich wiefolgt entwickelt:TEUR 2012 2011Beizulegender Zeitwert desPlanvermögens am 1.1.der Berichtsperiode 253 223Zuführung in das Planvermögen 30 30Beizulegender Zeitwert desPlanvermögens am 31.12.der Berichtsperiode 283 253Die im beizulegenden Zeitwert des Planvermögens enthaltenenBeträge für eigene Finanzinstrumente betragen TEUR 0(im Vorjahr TEUR 0) und für andere von FP genutzte VermögenswerteTEUR 283 (im Vorjahr TEUR 253). Das Planvermögensetzt sich aus Rückdeckungsversicherungen zusammen.Der Finanzierungsstatus stellt sich jeweils wie folgt dar:TEUR 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 283 253 223 0 0Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 14.913 11.880 11.452 11.034 10.226Finanzierungsstatus -14.630 -11.627 -11.229 -11.034 -10.226Bei durch Planvermögen finanzierten Plänen entspricht derFinanzierungsstatus von TEUR -215 (im Vorjahr TEUR -154)dem Saldo aus dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögensvon TEUR 283 (im Vorjahr TEUR 253) und demAnwartschaftsbarwert der Versorgungszusage in Höhe vonTEUR 498 (im Vorjahr TEUR 407). Bei nicht durch Planvermögenfinanzierten Plänen entspricht der Finanzierungsstatusvon TEUR -14.369 (im Vorjahr TEUR -11.473) dem Anwartschaftsbarwertder Versorgungszusagen in derselben Höhe(im Vorjahr TEUR -11.473) (Diese Aussage gilt auch für dasGeschäftsjahr 2011.).Die erfahrungsbedingten Anpassungen stellen sich wie folgtdar:TEUR 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008Anpassungen DBO -141.749 -218.185 192.360 -163.684 95.330136


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangDie tatsächlichen Erträge aus Planvermögen betragen imGeschäftsjahr TEUR 4 (im Vorjahr TEUR 4). Die tatsächlichenErträge aus Erstattungsansprüchen, die gem. IAS 19.104A alsVermögenswert angesetzt worden sind, sind in Höhe vonTEUR 0 (im Vorjahr TEUR 0) angefallen.Die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen für das Geschäftsjahr2013 werden voraussichtlich TEUR 24 betragen.Der Finanzierungsstatus leitet wie folgt auf die Rückstellungenfür Pensionen und ähnliche Verpflichtungen über:TEUR 2012 2011Finanzierungsstatus 14.630 11.627Saldo der noch nicht in der Bilanzerfassten versicherungsmathematischenGewinne und Verluste -2.396 519Rückstellungen für Pensionenund ähnliche Verpflichtungenam 31.12. der Berichtsperiode 12.235 12.146Die unsaldierten aktiven und passiven latenten Steuernverteilen sich wie folgt:TEURAktivelatenteSteuern31.12.2012PassivelatenteSteuern31.12.2012AktivelatenteSteuern31.12.2011PassivelatenteSteuern31.12.2011LangfristigeVermögenswerte 7.801 11.260 7.041 9.332ÜbrigeVermögenswerte 1.013 334 1.145 566Rückstellungen 2.918 159 3.274 107Verbindlichkeiten 1.597 1.924 1.618* 1.845SteuerlicheVerlustvorträge 5.889 0 6.946 0Summe 19.218 13.677 20.024* 11.850Saldierung -12.749 -12.749 -10.754 -10.754Konzernbilanzausweis6.469 928 9.270* 1.096* Die Angaben sind gegenüber dem Vorjahresbericht um eine Rundungsdifferenzangepasst.Soweit ermittelbar, stellen sich die erwarteten VersorgungsundZinsaufwendungen wie folgt dar:TEUR 2013 betreffend 2012 betreffendVersorgungsaufwendungen 161 122Zinsaufwendungen 432 540Summe 594 662Die latenten Steuern haben sich wie folgt verändert:TEUR 2012 2011Veränderung der latenten Steuern -2.633 -2.625davon erfolgswirksam -2.403 -2.517davon erfolgsneutral -230 -108(19) Steueransprüche und -verbindlichkeitenZum 31. Dezember 2012 werden Steuerforderungen voninsgesamt TEUR 6.689 ausgewiesen (im Vorjahr in Höhevon TEUR 5.228 unter den kurzfristigen Ertragsteuern ausgewiesen).Aufgrund der Tatsache, dass noch kein finalerBetriebsprüfungsbericht vorliegt, wurde die Einschätzunghinsichtlich der Fristigkeit gegenüber dem Vorjahr verändert.TEUR 31.12.2012 31.12.2011Latente Ertragsteuern 928 1.097Tatsächliche Ertragsteuern 1.874 1.245Sonstige Steuern 267 215Latente Steuerverbindlichkeiten(langfristig) und Steuerschulden(kurzfristig) 3.069 2.556137


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012(20) Sonstige Rückstellungen (kurzfristig)und Rückstellungen (langfristig)TEURStand1.1.2012VerbraucheWährungsdifferenzenZuführungenAuflösungenStand31.12.2012davonlangfristigdavonkurzfristigRestrukturierungen 8.656 0 506 -5.936 -326 2.900 808 2.092Rückstellungen im Personalbereich 3.184 -1 1.797 -2.292 -301 2.387 962 1.425Gewährleistungen 516 0 0 0 -242 274 0 274Prozesskosten 302 0 122 -202 -40 182 0 182Erfindervergütungen 115 0 125 -94 0 146 0 146Verluste aus Aufträgen 4 0 4 0 0 8 0 8Übrige Rückstellungen 451 1 233 -195 -155 335 52 283(Sonstige) Rückstellungen 13.228 0 2.787 -8.719 -1.064 6.232 1.822 4.410Sämtliche in der Konzernbilanz unter den langfristigenSchulden ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen habeneine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.Die Rückstellungen im Personalbereich enthalten im WesentlichenJubiläumsrückstellungen, Verpflichtungen ausAltersteilzeitregelungen sowie Tantiemen.Die Rückstellungen für Restrukturierungen betreffen Abfindungszahlungenund einen belastenden Vertrag imZusammenhang mit dem Leerstand der Produktionshallein Birkenwerder. In Bezug auf Schätzungsunsicherheitenverweisen wir auf unsere Ausführungen unter dem Punkt„Annahmen und Schätzungen des Managements“ in AbschnittI.Die Gewährleistungen beziehen sich im Wesentlichen aufveräußerte Produkte.Die Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhevon TEUR 1.064 (im Vorjahr TEUR 328) entfallen im Wesentlichenauf die Francotyp Postalia GmbH in Höhe von TEUR 780(im Vorjahr TEUR 209) und auf die Francotyp-Postalia Vertriebs-und service GmbH in Höhe von TEUR 185 (im VorjahrTEUR 74).138


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // Konzernanhang(21) VerbindlichkeitenTEURGesamt31.12.2012 31.12.2011Restlaufzeit< 1 JahrRestlaufzeit> 1 Jahr≤ 5 JahreGesamtRestlaufzeit< 1 JahrRestlaufzeit> 1 Jahr≤ 5 JahreVerbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten 36.544 15.227 21.317 36.442 6.767 29.675Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 4.202 1.602 2.600 1.721 986 735Finanzverbindlichkeiten 40.746 16.829 23.917 38.163 7.753 30.410Verbindlichkeiten aus Lieferungen undLeistungengegenüber fremden Dritten 8.184 8.184 0 10.226 10.226 0aus erhaltenen Anzahlungenauf Bestellungen 93 93 0 0 0 0Verbindlichkeiten aus Lieferungenund Leistungen 8.277 8.277 0 10.226 10.226 0Sonstige Verbindlichkeitenaus Steuern 1.540 1.540 0 1.482 1.482 0(davon aus Ertragsteuern) (0) (0) (0) (0) (0) (0)im Rahmen der sozialen Sicherheit 69 69 0 20 20 0aus Teleporto 21.088 21.088 0 20.238 20.238 0gegenüber Mitarbeitern 1.072 1.072 0 1.001 1.001 0aus Derivaten 206 206 0 228 228 0aus Rechnungsabgrenzungsposten 11.581 11.581 0 11.684 11.684 0übrige Verbindlichkeiten 6.688 6.312 376 6.199 5.758 441Sonstige Verbindlichkeiten 42.244 41.868 376 40.852 40.411 441Gesamt 91.267 60.665 30.602 89.241 58.390 30.851Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünfJahren sind zum Abschlussstichtag nicht zu verzeichnen (imVorjahr TEUR 0).Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehengegenüber einem Bankenkonsortium und umfassen primärDarlehen zur Finanzierung des geleisteten Kaufpreises fürdie FP-Gruppe im Jahr 2005. Zum 31. Dezember 2012 betrugendie Darlehen TEUR 30.565 (im Vorjahr TEUR 28.150)bzw. TUSD 5.078 (im Vorjahr TUSD 8.250). (Wir verweisenan dieser Stelle auf unsere Ausführungen zum Konsortialdarlehensvertragunter dem Punkt „Sicherungspolitik undRisiko management“, 4. Liquiditätsrisiken, in Abschnitt I.)Gemäß dem am 31. Dezember 2012 bestehenden Konsortialdarlehensvertragist für die einzelnen Darlehen einan den EURIBOR bzw. LIBOR gekoppelter Zins festgelegt.Diese Zinssätze wurden über verschiedene Derivategeschäfteabgesichert. (Wir verweisen an dieser Stelle auf unsereAusführungen zu Derivategeschäften unter dem Punkt „Sicherungspolitikund Risikomanagement“, 2. Zinsrisiken, inAbschnitt I.)Aus den 2011 und 2012 eingegangenen Finanzierungsvereinbarungenresultieren im Jahr 2013 voraussichtlichTEUR 13.099 aus der Rückführung des Gesamtkreditvolumens;diese Beträge werden entsprechend als mit einerRestlaufzeit von unter einem Jahr in der obigen Tabelleausgewiesen. Die übrige Kreditfinanzierung wird als miteiner Laufzeit von über einem Jahr angesehen.Ergänzend zu den genannten Darlehen A 1, A 2, A 3 und Bschloss die Francotyp-Postalia Holding AG mit der CommerzbankAG am 6. Juli 2011 im Sinne von Klausel 5.1 des Konsortialdarlehensvertrageinen ergänzenden Darlehensvertragüber einen Darlehensrahmen in Höhe von TEUR 1.000139


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012(Betriebsmittellinie). Am Bilanzstichtag ist dieser Darlehensrahmenfür einen Kontokorrentkredit und für Avalein Höhe von TEUR 189 (im Vorjahr TEUR 686) in Anspruchgenommen worden.Im Rahmen unechter Pensionsgeschäfte und Factoring, beidem Konzerngesellschaften gegen Entgelt Forderungen ausLieferungen und Leistungen an die Commerzbank AG übertragen,verschaffte sich der Konzern schneller Liquidität.Der Buchwert der veräußerten Forderungen aus Lieferungenund Leistungen beträgt zum Bilanzstichtag 2.521 TEUR (imVorjahr TEUR 1.383). In Höhe von 1.138 TEUR sind dem KonzernZahlungsmittel zugeflossen.Bei den unechten Pensionsgeschäften verbleiben beimKonzern aufgrund des Rückverkaufrechts des Pensionsnehmers(Commerzbank AG) Risiken wie z. B. das Ausfallrisikodes Forderungsschuldners. Daneben ergeben sichfür den Konzern aber auch Chancen aus dem Geschäft,da ihm Liqui dität deutlich früher zufließt. Es sind dahernicht alle Kriterien für eine Ausbuchung der finanziellenVermögenswerte gemäß IAS 39, §§ 15 – 37 erfüllt. Eine Ausbuchungder betroffenen Forderungen aus Lieferungen undLeistungen unterblieb daher. Zum Bilanzstichtag wurden diezugeflossenen finanziellen Mittel in Höhe von TEUR 2.037(im Vorjahr TEUR 1.353) auf der Aktivseite der Bilanz imBank bestand und auf der Passivseite unter den Verbindlichkeitengegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.Beim Factoring trägt die Commerzbank für die von ihr aufgekauftenForderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeitdes Forderungsschuldners (Delkrederefall). Der FP-Konzernist verpflichtet, die Zahlungen der Forderungsschuldner imbargeldlosen Zahlungsverkehr über von der Bank genannteKonten einzuziehen. Der FP-Konzern trat neben den verkauftenForderungen alle Ansprüche ab, die ihm zustehen ausa) den Forderungen zugrunde liegenden Vereinbarungenmit den Forderungsschuldnern, insbesondere auf Herausgabeoder Rückgabe gelieferter Waren, sowieb) aus evtl. Versicherungen in Bezug auf die abgetretenenForderungen und übereigneten Waren.Mit dem Verkauf der Forderungen sind beim FP-Konzernkeine wesentlichen Rechte und Pflichten verblieben. Diebetroffenen Forderungen wurden deshalb ausgebucht.Im Gegenzug flossen dem Konzern zum 31. Dezember 2012flüssige Mittel in Höhe des Buchwerts der ausgebuchtenForderungen (TEUR 484; im Vorjahr TEUR 30) zu.Für den Ankauf der Forderungen erhielt die Bank einenForfaitierungszins und für die Übernahme des Delkredererisikoseine Fortaitierungsgebühr. Beide Kostenbestandteileergaben 2012 einen Aufwand in Höhe von TEUR 20. Zudemverpflichtete sich der FP-Konzern, der Bank bzw. Commerz-Factoring alle Gerichts-, Anwalts- sowie eigenen Kosten zuerstatten, die der Bank bzw. CommerzFactoring dadurchentstehen, dass Forderungsschuldner ihre Zahlungspflichtzu Recht bestreiten. Kosten sind in diesem Zusammenhangnicht angefallen.Der Forderungsverkäufer übernimmt der Bank gegenüberdie Haftung für alle Schäden und Nachteile, die sich ggf.daraus ergeben, dass sich die Abtretung der angekauftenForderungen als unwirksam erweist oder dass Dritte Rechtean den angekauften Forderungen geltend machen.Die zukünftig zu leistenden Leasingzahlungen lassen sichfolgendermaßen auf die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgenüberleiten:Restlaufzeiten31.12.2012TEURGesamt < 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 JahreZukünftig zuleistendeMindestleasingzahlungen4.742 1.893 2.849 0Zinsanteil 540 291 249 0Verbindlich keitenaus Finanzierungsleasingverträgen(Barwert) 4.202 1.602 2.600 0Restlaufzeiten31.12.2011TEURGesamt < 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 JahreZukünftig zuleistendeMindestleasingzahlungen1.889 1.107 782 0Zinsanteil 168 121 47 0Verbindlich keitenaus Finanzierungsleasingverträgen1.721 986 735 0140


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangDie Laufzeiten der Leasingverträge betragen überwiegendbis zu 75 % der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Anschlussan die Grundlaufzeit besteht in der Regel die Möglichkeit,die Verträge zu verlängern oder die Gegenständegegen einen zuvor festgelegten Betrag zu übernehmen.Der Buchwert der an Dritte vermieteten Anlagen beträgtTEUR 2.549. Der Buchwert der geleasten Anlagen inklu siveder zuvor genannten Weitervermietungen beträgt zum31. Dezember 2012 TEUR 5.928 (im Vorjahr TEUR 3.753). ImZusammenhang mit den Leasingverhältnissen wurden Kautionenim Gesamtbetrag von TEUR 108 (im Vorjahr TEUR 207)geleistet. Insgesamt entfielen auf Leasingverhältnisse Zahlungenin Höhe von TEUR 1.111 (im Vorjahr TEUR 1.108), die inder Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurden.(22) SicherheitenTEUR 31.12.2012 31.12.2011Bürgschaftsverpflichtungen 1.615 1.296Verpfändung Wertpapiere 590 590Gesamt 2.205 1.886Die Bürgschaftsverpflichtungen beinhalten Mietbürgschaftenfür Büroflächen von Vertriebsniederlassungen, fürMietbürgschaften für Maschinen, Bürgschaften für Kontokorrentkredite,Portogebühren und eventuelle Erstattungsansprücheaus Subventionszahlungen.Für den Konsortialdarlehensvertrag sind durch die FP-Gesellschaftenfolgende Kreditsicherheiten bestellt:und Pfandrecht (still) am Umlauf- und Anlagevermögender Ruys B.V., Niederlande, und Security Agreement anbeweglichen Sachen und Forderungen der FP Inc., USA• Verpfändung aller Bankguthaben in Höhe des jeweiligenKontoguthabens der FP-Holding AG, der freesort GmbH,der FP GmbH, der FP Produktionsgesellschaft mbH, der FPInternational GmbH, Ruys B.V., Niederlande, der FP Ltd.,Großbritannien, der FP Inc., USA• Verpfändung der Markenrechte der FP GmbH• Von den vorgenannten Verpfändungen von Bankguthabensind Guthaben in Höhe von TEUR 590 ausgenommen,die bereits als Bardeckung für Avale dienen (Tz. 14,Abschnitt IV.)• Erstrangige Grundschuld auf das Betriebsobjekt in Wittenbergein Höhe von TEUR 1.000.Der Buchwert des zur Sicherung abgetretenen Vermögensbetrug zum Bilanzstichtag TEUR 80.138 (im VorjahrTEUR 73.184). Die Buchwerte verteilen sich wie folgt:TEUR 2012 2011Immaterielle Vermögenswerte 18.799 16.180Sachanlagevermögen 24.700 18.794Anteile an assoziierten Unternehmen 163 163Vorräte 9.730 9.422Forderungen 14.555 12.352Sonstige Vermögenswerte 8.691 12.195Bankguthaben 3.500 4.078Gesamt 80.138 73.184• Verpfändung sämtlicher Geschäftsanteile an der FP GmbH,freesort GmbH, iab Internet Access GmbH, FP InternationalGmbH, FP Vertriebs- und Service GmbH, FP Inc., USA,Ruys B.V., Niederlande, FP Ltd., Großbritannien, durchdie jeweilige Muttergesellschaft• Globalzession aller Kundenforderungen mit den AnfangsbuchstabenA-Z der FP-Holding AG, der freesort GmbH,der FP GmbH, der FP Produktionsgesellschaft mbH, derFranco typ-Postalia International GmbH, der FP Ltd., Großbritannien,der Francotyp-Postalia Vertriebs- und serviceGmbH sowie Pfandrecht an allen Kundenforderungen mitAnfangsbuchstaben A-Z der Ruys B.V., Niederlande• Sicherungsübereignung des Umlauf- und Anlagevermögensder freesort GmbH, der FP GmbH, der FP Produktionsgesellschaft mbH, der FP Ltd., GroßbritannienAlle gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche der Bankengegen die Kreditnehmer oder Garantiegeber aus dem Konsortialdarlehensvertragund dem bilateralen Darlehensvertragmit der Commerzbank werden durch die Sicherheitenbesichert. Die genannten Sicherheiten können in Anspruchgenommen werden, wenn seitens der FP Gesellschaftenunter dem Konsortialkreditvertrag fällige Zahlungen nichtgeleistet werden.Erhaltene Sicherheiten haben einen beizulegenden Zeitwertvon TEUR 1.251 (im Vorjahr TEUR 1.375) und stehen dem FP-Konzern im Berichtsjahr ausschließlich kurzfristig zur Verfügung(im Vorjahr ebenso). Die Sicherheiten bestehen im Wesentlichenaus Mietkautionsbürgschaften und Bürgschaftenfür Warenlieferungen von Banken und einer Versicherung.141


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012(23) Sonstige Angaben zu Operate-Lease-VerträgenDie Nominalwerte der finanziellen Verpflichtungen ausOperate-Lease-Verträgen betragen zum 31. Dezember 2012TEUR 20.601 (Vorjahr TEUR 20.603) und gliedern sich nachFristen wie folgt auf:(24) Sonstige Angaben zu Finance-Lease-VerträgenDie Nominalwerte der sonstigen finanziellen Verpflichtungenaus Finance-Lease-Verträgen betragen zum 31. Dezember2012 TEUR 1.751 (im Vorjahr TEUR 258) und gliedern sich nachFristen wie folgt auf:31.12.2012TEUR Gesamt < 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 JahreVerpflichtungenaus Miet-,Pacht- undLeasingverträgen 20.601 12.498 7.585 51831.12.2012TEUR Gesamt < 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 JahreVerpflichtungenaus Miet-,Pacht- undLeasingverträgen 1.751 298 1.453 031.12.2011TEUR Gesamt < 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 JahreVerpflichtungenaus Miet-,Pacht- undLeasingverträgen 20.603 10.799 9.804 031.12.2011TEUR Gesamt < 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 JahreVerpflichtungenaus Miet-,Pacht- undLeasingverträgen 258 101 157 0Aus den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgenwurden solche Mietverpflichtungen eliminiert,die bereits als Drohverlustrückstellung bilanziell unter densonstigen Rückstellungen abgebildet sind. Im Zusammenhangmit der Restrukturierung am Standort Birkenwerdersind per 31. Dezember 2012 TEUR 1.645 als Drohverlustrückstellungunter den sonstigen Rückstellungen erfasst(im Vorjahr TEUR 1.635).Auf Bestellobligo entfallen TEUR 5.459 (im VorjahrTEUR 3.963).142


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // Konzernanhang(25) FinanzinstrumenteDie folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegendenZeitwerte der im Konzernabschluss erfasstenFinanzinstrumente:Klassen von FinanzinstrumentenWerte in TEURBeizulegendeZeitwerte31.12.2012Beizulegendezeitwerte31.12.2011Buchwerte31.12.2012Buchwerte31.12.2011Zur Veräußerung verfügbare finanzielle VermögenswerteBeteiligungen Nicht verfügbar Nicht verfügbar 163 163Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle VermögenswerteWertpapiere 680 678 680 678Derivative Finanzinstrumente mit positiven Zeitwerten 11 59 11 59Kredite und ForderungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.648 16.627 17.648 16.627Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.749 6.686 4.749 6.686Forderungen aus Finanzierungsleasing 3.338 3.916 2.735 3.347Liquide Mittel 26.028 25.867 26.028 25.867Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertetefinanzielle VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33.575 32.770 36.554 36.442Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.277 10.226 8.277 10.226Sonstige finanzielle Schulden 27.187 25.778 27.187 25.778Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen 3.751 1.652 4.202 1.721Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwertbewertete finanzielle VerbindlichkeitenDerivative Finanzinstrumente mit negativen Zeitwerten -206 -228 -206 -228Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswertenbesteht zum Bilanzstichtag keine Veräußerungsabsicht.Der Buchwert entspricht dem zuletzt verlässlichbestimmbaren Zeitwert.Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden in derKonzernbilanz unter der Position „Sonstige Vermögenswerte“ausgewiesen.Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und dieVerpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen sindin der Konzernbilanz unter der Position „Finanzverbindlichkeiten“ausgewiesen. Die sonstigen finanziellen Schuldensowie die derivativen Finanzinstrumente mit negativen beizulegendenZeitwerten sind in der Konzernbilanz unter derPosition „Sonstige Verbindlichkeiten“ ausgewiesen.Die Beteiligungen der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbarefinanzielle Vermögenswerte“ werden zu Anschaffungskostenbewertet, da deren beizulegender Zeitwert nichtverlässlich bestimmbar ist.Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der notierten,zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswertewurde der jeweilige Marktpreis verwendet. Für diederivativen Finanzinstrumente wurden die beizulegendenZeitwerte durch das jeweilige Kreditinstitut mittels einesBarwertmodells ermittelt.Die Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die zufortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, entsprechenim Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten.143


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert angesetztenfinanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeitensind in eine dreistufige Fair-Value-Hierarchie einzuordnen.Die Hierarchie spiegelt die Bedeutung der fürdie Bewertung verwendeten Inputdaten wider und ist wiefolgt aufgebaut:Level 1 – auf aktiven Märkten notierte Preise für identischeVermögenswerte oder VerbindlichkeitenLevel 2 – für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeitentweder direkt (als Preis) oder indirekt (von Preisen abgeleitete)beobachtbare Inputdaten, die keine notiertenPreise gemäß Stufe 1 darstellenLevel 3 – für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeitherangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbarenMarktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten)2012TEUR Level 1 Level 2 Level 3Wertpapiere 680 – –Derivate mit positivem Marktwert – 11 –Derivate mit negativem Marktwert – –206 –2011TEUR Level 1 Level 2 Level 3Wertpapiere 678 – –Derivate mit positivem Marktwert – 59 –Derivate mit negativem Marktwert – -228 –Wie im Vorjahr gibt es keine Nettogewinne bzw. Nettoverlustein der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielleVermögenswerte“.Die Nettogewinne bzw. Nettoverluste in der Kategorie „ZuHandelszwecken gehaltene Finanzinstrumente“ setzen sichaus den Fair-Value-Änderungen sowie Zinszahlungen zusammen.Für das Jahr 2012 ergibt sich danach ein Nettogewinnin Höhe von TEUR 2 (im Vorjahr TEUR 6). Der gesamteNettogewinn schlägt sich wie im Vorjahr im Konzernergebnisnieder. Wertminderungen in dieser Kategorie betragen wieim Vorjahr TEUR 0.Die Nettogewinne bzw. Nettoverluste aus der Kategorie„Kredite und Forderungen“ setzen sich zusammen aus Wertminderungen,Wertaufholungen und Fremdwährungseffekten.Für das Jahr 2012 ergibt sich danach ein Nettoverlust inHöhe von TEUR 1.961 (im Vorjahr TEUR 914 Nettoverlust). ImÜbrigen verweisen wir auf Abschnitt IV., Tz. 13.Für die Kategorie der zu fortgeführten Anschaffungskostenbewerteten finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich dieNettogewinne bzw. Nettoverluste aus Fremdwährungseffektenund Abgangserfolgen zusammen. Für das Jahr 2012ergibt sich danach ein Nettoverlust in Höhe von TEUR 10 (imVorjahr TEUR 289).Gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen von Francotyp-Postaliabesteht bei Kauf ein Eigentumsvorbehalt ander Kaufsache bis zum Eingang aller Zahlungen. Befindetsich bei einer Vermietung einer Maschine ein Kunde in Zahlungsverzugoder verweigert ein Mieter trotz Fristsetzungdie Durchführung des Mietvertrags, so ist der Kunde nebender Zahlung eines Schadensersatzes verpflichtet, den Mietgegenstandan Francotyp-Postalia bei Vertragskündigungzurückzugeben.144


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // Konzernanhang(26) Eventualschulden und -forderungenDer FP-Konzern führt als Marktteilnehmer auf einem umkämpftenMarkt naturgemäß eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten.Betroffen ist insbesondere die Francotyp-PostaliaVertriebs- und Service GmbH, die mehrere außergerichtlicheund gerichtliche Wettbewerbsstreitigkeiten mit Konkurrenzunternehmenführt und dabei sowohl als Anspruchstellerals auch Anspruchsgegner auftritt. Inhalt dieser Streitigkeitensind Werbemethoden gegenüber Kunden sowie dasAuftreten am Markt. Diese Verfahren sind auf das Unterlassenvon wettbewerbswidrigem Verhalten gerichtet undhaben keine wesentliche wirtschaftliche Bedeutung. Im Falldes Unterliegens kann auf andere Werbemaßnahmen ausgewichenwerden. Auch die Francotyp Postalia GmbH führtmehrere Marken- und Patentrechtsverfahren, von denennach aktueller Einschätzung kein größeres Risiko für dieGesellschaft ausgeht.Wesentlich könnte allerdings die Klage der SBW VermögensverwaltungsGmbH vom 9. März 2011 sein, in der sieAnsprüche gegenüber der FP-Holding geltend gemacht hat.Die angeblichen Ansprüche resultieren aus dem von derFP-Holding geschlossenen Kaufvertrag über Anteile an deriab-Gruppe. Eingeklagt werden EUR 1.518.750,00. Die Forderungwird mit Ansprüchen auf den erhöhten Kaufpreisaus dem Unternehmenskaufvertrag sowie der angeblichenUnzulässigkeit der teilweisen Zahlung mit Aktien der Beklagtenbegründet. Mit Urteil vom 8. November 2011 hat dasLandgericht Neuruppin die Klage abgewiesen. Gegen dasUrteil hat die SBW Vermögensverwaltungs GmbH fristgerechtBerufung eingelegt und begründet. Über die Zulässigkeitder Berufung hat das Brandenburgische Oberlandesgerichtnoch nicht entschieden. Das Prozessrisiko wird seitens desKonzerns weiterhin als gering eingeschätzt.Die FP-Holding prüft Schadenersatzforderungen gegen denehemaligen Vorstand Dr. Heinz-Dieter Sluma. Der gegenüberHerrn Dr. Sluma erhobene Vorwurf lautet, dass er im Jahr2008 Verträge zur Supply Chain Optimization (SCO) und zumApplication Service Providing (ASP) mit einem Auftragswertvon mehreren Millionen Euro ohne die erforderliche Zustimmungdes Aufsichtsrats vergeben hat, obwohl sowohldas SCO-Projekt als auch der ASP-Vertrag nicht wirtschaftlichwaren und die Entscheidung zur Auftragsvergabe nicht aufBasis einer ordnungsgemäßen Informationsgrundlage erfolgte.Weiterhin gibt es Anhaltspunkte dafür, dass Herr Dr.Sluma Budgetüberschreitungen geduldet bzw. nachträglichgebilligt hat, obwohl im Ergebnis trotz Zahlungen von ca.2,5 Millionen Euro (netto) keine verwertbaren Arbeitsergebnissezustande kamen. Die Vorgänge werden durch eineWirtschaftsprüfungsgesellschaft und eine Rechtsanwaltskanzleiaufgearbeitet und hinsichtlich möglicher Organhaftungsansprüchegeprüft. Eine abschließende Bewertungsowie eine Entscheidung über die Geltendmachung vonSchadensersatzansprüchen steht noch aus.Die FP-Holding hat am 3. März 2011 eine Beteiligung von51 % an der Mentana-Claimsoft AG (jetzt Mentana-ClaimsoftGmbH) erworben. In dem Kaufvertrag über die Anteile isteine Eigenkapitalgarantie enthalten, nach der die Mentana-Gruppezum Zeitpunkt des Anteilserwerbes durchFP-Holding über ein konsolidiertes Eigenkapital in Höhevon TEUR 500 verfügen sollte. Es gibt Anhaltspunkte dafür,dass diese Garantie nicht eingehalten wurde. Aus dieserGaran tieverletzung können sich eventuell Forderungen derFP-Holding oder der Mentana-Claimsoft GmbH gegen dieVerkäufer ergeben.145


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012V. Sonstige AngabenErläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung des FP-Konzerns weist die Entwicklungder Zahlungsströme getrennt nach Mittelzuflüssenund Mittelabflüssen aus der betrieblichen Geschäfts-, Investitionsund Finanzierungstätigkeit aus.Aus dem Finanzmittelbestand wurden Portoguthaben, dievon der FP-Gruppe verwaltet werden, herausgerechnet. Dieentsprechende Gegenposition ist in den sonstigen Verbindlichkeitenenthalten. Die Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalentesowie die sonstigen Verbindlichkeitenwerden deshalb in der Kapitalflussrechnung saldiert ausgewiesen.Der Finanzmittelbestand errechnet sich daherwie folgt:TEUR 31.12.2012 31.12.2011Liquide Mittel 26.028 25.867Zuzüglich Wertpapieren 680 678Kurzfristige Verbindlichkeiten ausverwalteten Portoguthaben -21.088 -20.238Zahlungsmittel undzahlungsmitteläquivalente 5.620 6.307Im Geschäftsjahr 2012 sind TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 999)Mittelabflüsse in Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssenzu verzeichnen. Wir verweisen für Weiteresauf Abschnitt I., „Konzernkreis“.MitarbeiterDie durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter verteilt sichregional wie folgt:Land 2012 2011Deutschland 711 736USA 116 119Großbritannien 94 93Niederlande 53 57Kanada 38 37Belgien 24 26Italien 22 19Österreich 21 21Schweden 20 18Singapur 8 11Frankreich 4 2Gesamt 1.111 1.139Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter verteilt sichwie folgt auf die Segmente:Segment 2012 2011Vertrieb Deutschland 493 484Vertrieb International 391 392Produktion 211 253Zentrale Funktionen 16 10Gesamt 1.111 1.139146


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangVorstand und AufsichtsratDer Vorstand der FP-Holding bestand im Berichtszeitraum2012 wie auch im Vorjahr 2011 aus zwei Personen.Dem Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand der Francotyp-PostaliaHolding AG nach stellen sich die Zuständigkeitender Vorstandsmitglieder wie folgt dar:Name Bestellung Ende der Bestellung ZuständigkeitsbereicheHans Szymanski(Diplom-Ökonom)Andreas Drechsler(Diplom-Kaufmann)Dezember 2008 Dezember 2014 • Strategische Geschäftsentwicklung• Produktion / Logistik / Einkauf• Qualitätsmanagement• Entwicklung• Informationstechnik• Compliance• Personal / Recht• Finanzen / Controlling / RechnungswesenFebruar 2009 Februar 2015 • Geschäftsentwicklung• Produktmanagement• Marketing / Brand Management• Corporate Communication• Vertrieb Deutschland und International• Interne RevisionSeit dem 1.1.2011 ist Herr Szymanski Vorstandssprecher.Die Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2012 außerhalbdes FP-Konzerns in keinen gesetzlich zu bildendenAufsichtsräten oder vergleichbaren in- oder ausländischenKontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen vertreten.Folgende Übersicht zeigt die Mitglieder des Aufsichtsrats derFrancotyp-Postalia Holding AG mit ihren Tätigkeiten außerhalbder Gesellschaft und mit sonstigen Verwaltungs-,Management- oder Aufsichtsratsmandaten bzw. Mandatenbei vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremienvon Wirtschaftsunternehmen:147


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012NameDr. Claus C. R. Gerckens(Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 27. Juni 2012)Felix Hölzer(Mitglied des Aufsichtsrats vom 27. Juni 2012bis 31. März 2013, stellvertretender Vorsitzendervom 31. Juli 2012 bis 31. März 2013)Robert Feldmeier(Mitglied des Aufsichtsrats seit 28. Juli 2012)Prof. Dr. Michael J. A. Hoffmann(Vorsitzender und Mitglied des Aufsichtsratsbis 27. Juni 2012)Christoph Weise(stellvertretender Vorsitzender und Mitglieddes Aufsichtsrats bis 27. Juli 2012)Berufliche Tätigkeit• Gesellschafter-Geschäftsführer der GVGIndustrieverwaltungs GmbH, Augsburg• Geschäftsführer der VermögensverwaltungKönigsdorf GmbH, Augsburg• Gesellschafter-Geschäftsführer der ButenfeldVermögensverwaltungs GmbH, Augsburg• Geschäftsführender Gesellschafter desInvestmentunternehmens Novum CapitalBeratungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main• Geschäftsführer der Novum Capital BeteiligungsgesellschaftmbH, Frankfurt am Main• Geschäftsführer der ES-Plastic GmbH, Passau• Geschäftsführer der ES-Plastic VerwaltungsgesellschaftmbH• Geschäftsführer der E.S.-PlastikGrundstücksverwaltungs GmbH• Selbstständiger Berater• Geschäftsführender Gesellschafter der TMMTechnology Marketing Management GmbH,Dortmund (kurz „TMM“)• Geschäftsführer bei weiteren Gesellschaften,an denen TMM beteiligt ist• Unternehmensberater• Geschäftsführer der QCR 1 GmbHSonstige Verwaltungs- oder Aufsichtsratsmandatebzw. Mandate bei vergleichbaren in- und ausländischenKontrollgremien• Stellvertretender Vorsitzender desVerwaltungsrats der International SchoolAugsburg – ISA – gGmbH, Augsburg• Vorsitzender des Aufsichtsrats der inframationAG, Dortmund• Stellvertretender Beiratsvorsitzender derKST-Motorenversuch GmbH & Co. KG,Bad DürkheimAktionärsstrukturDie Francotyp-Postalia Holding AG hat im Geschäftsjahr 2012von ihren Anteilseignern gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendeMitteilungen erhalten und gemäß § 26 Abs. 1 WpHG und§ 26a WpHG veröffentlicht:Veröffentlichung vom 23. Februar 2012Financière de l'Echiquier, Paris, Frankreich hat uns gemäߧ 21 Abs. 1 WpHG am 22.02.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteilan der Francotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder,Deutschland am 17.02.2012 die Schwelle von 3 % derStimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,97 %(das entspricht 437.000 Stimmrechten) betragen hat.Veröffentlichung vom 29. März 2012Die 3R Investments Ltd., Limassol, Zypern hat uns gemäߧ 21 Abs. 1 WpHG am 29.03.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteilan der Francotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder,Deutschland am 28.03.2012 die Schwelle von 3 %und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesemTag 9,03 % (das entspricht 1.460.000 Stimmrechten von insgesamt16.160.000 Stimmrechten) betragen hat.Herr Klaus Röhrig, Österreich hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHGam 29.03.2012 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an derFrancotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder, Deutschlandam 28.03.2012 die Schwelle von 3 % und 5 % der Stimmrechteüberschritten hat und an diesem Tag 9,03 % (das entspricht1.460.000 Stimmrechten von insgesamt 16.160.000Stimmrechten) betragen hat.9,03 % der Stimmrechte (das entspricht 1.460.000 Stimmrechten)sind Herrn Röhrig gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1WpHG von der 3R Investment Ltd., Limassol, Zypern zuzurechnen.Veröffentlichung vom 30. März 2012Hiermit teilt die Francotyp-Postalia Holding AG mit, dassdie Gesamtzahl der Stimmrechte (ISIN: DE000FPH9000ISIN DE000FPH9018) am Ende des Monats März 2012 insgesamt16.160.000 Stimmrechte beträgt. Die Veränderungder Gesamtzahl der Stimmrechte ist seit dem 27. März 2012wirksam.148


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangVeröffentlichung vom 4. April 2012 – Korrektur derVeröffentlichung vom 29. März 2012Die 3R Investments Ltd., Limassol, Zypern hat uns gemäß § 21Abs. 1 WpHG am 02.04.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteilan der Francotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder,Deutschland am 27.03.2012 die Schwelle von 3 % und 5 % derStimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 9,03 %(das entspricht 1.460.000 Stimmrechten von insgesamt16.160.000 Stimmrechten) betragen hat.Herr Klaus Röhrig, Österreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHGam 2.4.2012 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an derFrancotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder, Deutschlandam 27.03.2012 die Schwelle von 3 % und 5 % der Stimmrechteüberschritten hat und an diesem Tag 9,03 % (das entspricht1.460.000 Stimmrechten von insgesamt 16.160.000 Stimmrechten)betragen hat.9,03 % der Stimmrechte (das entspricht 1.460.000 Stimmrechten)sind Herrn Röhrig gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1WpHG von der 3R Investment Ltd., Limassol, Zypern zuzurechnen.Veröffentlichung vom 4. April 2012Die Axxion S.A., Munsbach, Luxemburg hat uns gemäß § 21Abs. 1 WpHG am 02.04.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteilan der Francotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder,Deutschland am 27.3.2012 durch eine Veränderung der Gesamtzahlder Stimmrechte die Schwelle von 3 % der Stimmrechteunterschritten hat und an diesem Tag 2,78 % (dasentspricht 450.000 Stimmrechten) betragen hat.Veröffentlichung vom 4. Mai 2012Die Amiral Gestion, Paris, Frankreich hat uns gemäß § 21Abs. 1 WpHG am 2.5.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteilan der Francotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder,Deutschland am 27.4.2012 die Schwelle von 10 % der Stimmrechteunterschritten hat und an diesem Tag 9,00 % (dasentspricht 1.454.600 Stimmrechten) betragen hat.9,00 % der Stimmrechte (das entspricht 1.454.600 Stimmrechten)sind der Amiral Gestion gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1,Nr. 6 WpHG über die Sextant PEA (1.088.601 Stimmrechte,6,74 %), Sextant INC (122.480 Stimmrechte, 0,75 %) undSextant Grand Large (243.519 Stimmrechte, 1,50 %) zuzurechnen.Veröffentlichung vom 4. Mai 2012Die Tamlino Import & Advisory LP, Limassol, Zypern hat unsgemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.05.2012 mitgeteilt, dass ihrStimmrechtsanteil an der Francotyp-Postalia Holding AG,Birkenwerder, Deutschland am 26.04.2012 die Schwelle von3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesemTag 9,03 % (das entspricht 1.460.000 Stimmrechten derGesamtanzahl von 16.160.000 Stimmrechten) betragen hat.9,03 % der Stimmrechte (das entspricht 1.460.000 Stimmrechten)sind der Tamlino Import & Advisory LP gemäß § 22Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der 3R Investments Ltd., Limassol,Zypern zuzurechnen.Weiterhin hat uns die Tamlino Investments Limited, Limassol,Zypern gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.05.2012 mitgeteilt,dass ihr Stimmrechtsanteil an der Francotyp-PostaliaHolding AG, Birkenwerder, Deutschland am 26.04.2012 dieSchwelle von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschrittenhat und an diesem Tag 9,03 % (das entspricht 1.460.000Stimmrechten der Gesamtanzahl von 16.160.000 Stimmrechten)betragen hat.9,03 % der Stimmrechte (das entspricht 1.460.000 Stimmrechten)sind der Tamlino Investments Limited gemäß § 22Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der 3R Investments Ltd., Limassol,Zypern, über die Tamlino Import & Advisory LP, Limassol,Zypern zuzurechnen.Veröffentlichung vom 10. Mai 2012 – Korrektur vom4. Mai 2012Die Amiral Gestion, Paris, Frankreich hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG am 02.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteilan der Francotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder,Deutschland am 27.04.2012 die Schwelle von 10 % derStimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,00 %(das entspricht 1.454.600 Stimmrechten) betragen hat.9,00 % der Stimmrechte (das entspricht 1.454.600 Stimmrechten)sind der Amiral Gestion gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1,Nr. 6 WpHG zuzurechnen.149


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Veröffentlichung vom 3. September 2012Herr Rudolf Heil, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1WpHG am 30.08.2012 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteilan der Francotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder,Deutschland am 30.08.2012 die Schwelle von 3 % derStimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,03 %(das entspricht 490.000 Stimmrechten) betragen hat.Veröffentlichung vom 25. September 2012Die International Kapitalanlagegesellschaft mbH, Düsseldorf,Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am24.09.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an derFrancotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder, Deutschlandam 20.09.2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechteüberschritten hat und an diesem Tag 3,28 % (das entspricht530.000 Stimmrechten) betragen hat.Beziehungen zu nahestehenden Unternehmenund PersonenDem FP-Konzern nahestehende Unternehmen und Personenim Sinne von IAS 24 sind assoziierte Unternehmenund nicht konsolidierte Tochtergesellschaften einerseitsund andererseits Personen sowie Unternehmen, die einenmaßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitikdes FP-Konzerns ausüben können; nahestehende Personensind des Weiteren Personen, die in Schlüsselpositionendes berichtenden Unternehmens tätig sind (jeweilseinschließlich naher Familienangehöriger). Unternehmen,deren Finanz- und Geschäftspolitik von den vorgenanntennahestehenden Unternehmen und Personen mindestensmaßgeblich beeinflusst wird, gehören ebenfalls zu demKreis der Francotyp-Postalia nahestehenden Unternehmenund Personen.Ein maßgeblicher Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitikdes FP-Konzerns kann auf einem Anteilsbesitz ander FP-Holding von 20 % oder mehr, einem Sitz im Vorstandder FP-Holding oder einer anderen Schlüsselposition imFP-Konzern sowie auf vertraglichen oder satzungsgemäßenVereinbarungen beruhen.Nahestehende Unternehmen und Personen des FP-Konzernswaren – neben den Mitgliedern des Vorstands unddes Aufsichtsrats (sowie deren nahen Familienangehörigen)der FP-Holding – im Berichtsjahr:• das assoziierte Unternehmen FP Data Center Inc., Japan• das assoziierte Unternehmen Print & Mail Beteiligungsgesellschaftbürgerlichen Rechts, Berlin, Deutschland• die nicht konsolidierte Tochtergesellschaft FP SystemsIndia Private Limited, Indien• die GVG Industrieverwaltungs GmbH, Augsburg (über einMitglied des Aufsichtsrats)• Butenfeld Vermögensverwaltungs GmbH, Augsburg (überein Mitglied des Aufsichtsrats)• die Novum Capital Beratungsgesellschaft mbH, Frankfurtam Main (über ein Mitglied des Aufsichtsrats)• die CamTech GmbH, Berlin (über ein Mitglied des Vorstands)An den Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen,die einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- undGeschäftspolitik des FP-Konzerns haben, sind im Berichtsjahr2012 insgesamt TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 200) als Vergütungengezahlt worden. Sachverhalte im Sinne des IAS 24.18(b) bis (d) gab es im Berichtszeitraum nicht.Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Francotyp PostaliaGmbH in ein Vertragsverhältnis mit der abcfinance GmbH,Köln, eingetreten. Angabengemäß ist Frau Dr. BarbaraGerckens Gesellschafterin (Kommanditistin) der Muttergesellschaftder abcfinance GmbH, der Wilh. Werhahn KG,Neuss. Frau Dr. Gerckens ist die Ehefrau von Dr. ClausGerckens, Aufsichtsratsvorsitzender der FP-Holding. DasGeschäfts volumen belief sich 2012 auf rund TEUR 500. DieVerbindlichkeiten aus diesen Geschäften betragen per31. Dezember 2012 TEUR 9.Hinsichtlich der Gesamtbezüge des Vorstands und desaufsichtsrats verweisen wir auf den nachfolgenden Punkt„Gesamtbezüge von Vorstand und Aufsichtsrat“.150


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangGesamtbezüge von Vorstand und AufsichtsratDie Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsratin angemessener Höhe auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilungfestgelegt. Kriterien für die Angemessenheit derVergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligenVorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, dieLeistung des Vorstands sowie die wirtschaftliche Lage, derErfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unterBerücksichtigung seines Vergleichsumfelds. In den mit denVorständen abgeschlossenen Dienstverträgen sind ein festesJahresgehalt und ein erfolgsabhängiger Bonus, abhängigvom erzielten Cashflow und EBITA, festgelegt.In Bezug auf den Vergütungsbericht gemäß § 315 Abs. 2 Nr.4 Satz 1 HGB verweisen wir auf den Konzernlagebericht. DerVergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die fürdie Festlegung der Vergütung des Vorstands der FP-HoldingAnwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur derVorstandseinkommen. Außerdem werden Grundsätze undHöhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben sowieAngaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsratgemacht.Die Bezüge stellen sich wie folgt dar:TEURFixes EntgeltSachbezüge /ZuschüsseBoniBoni(Rückstellung)Aktienoptionen(Personalaufwand)GesamtvergütungHans Szymanski 2012 316 15 30 -30 60 3912011 279 11 140 -96 51 385Andreas Drechsler 2012 286 18 30 -30 60 364Gesamtbezüge fürdas Geschäftsjahr2011 253 15 140 -96 51 3632012 602 33 60 -60 120 7552011 532 26 280 -192 102 748Das fixe Entgelt enthält Zuschüsse zur Altersvorsorge inHöhe von TEUR 76 (im Vorjahr TEUR 76) für Herrn Szymanski,TEUR 76 (im Vorjahr TEUR 76) für Herrn Drechsler.Im Geschäftsjahr 2012 wurden für den Vorstand Boni inHöhe von jeweils TEUR 30 für Herrn Szymanski und für HerrnDrechsler ausgezahlt (im Vorjahr TEUR 140). Hierfür waren imGeschäftsjahr 2012 je Vorstandsmitglied Rückstellungen inHöhe von TEUR 30 (im Vorjahr TEUR 96) in Anspruch genommenworden. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichenaus den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Wertenaus der Dienstwagennutzung sowie den individuellenVersicherungsbeiträgen.Für Pensionsverpflichtungen gegenüber den aktiven Vorstandsmitgliedernsind wie im Vorjahr nur unwesentlicheBeträge zurückgestellt (2012: TEUR 2; 2011: TEUR 2).151


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedernder Francotyp-Postalia Holding AG undehemaligen Geschäftsführern (sowie deren Hinterbliebenen)der deutschen Francotyp Postalia GmbH sind insgesamtTEUR 1.147 (im Vorjahr TEUR 1.172) zurückgestellt (fürdie ehemaligen Vorstandsmitglieder der Francotyp-PostaliaHolding AG: 31.12.2012: TEUR 536; 31.12.2011: TEUR 511). DenRückstellungen wurden im Berichtsjahr 2012 TEUR 54 (imVorjahr TEUR 61) zugeführt. Davon entfallen TEUR 0 aufservice Cost und TEUR 54 auf Interest Cost.Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatzseiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeitetwa zur Last fallenden Umsatzsteuer geschäftsjährlicheine feste, im letzten Monat des Geschäftsjahreszahlbare Vergütung in Höhe von TEUR 30. Für den Vorsitzendenbeträgt die feste Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2009150 % und für seinen Stellvertreter 125 % der Vergütung fürdas normale Aufsichtsratsmitglied.Die Festvergütung des Aufsichtsrats betrug für das Geschäftsjahr2012 TEUR 113 (im Vorjahr TEUR 112).AbschlussprüferhonorarDie Hauptversammlung hat, basierend auf einer Empfeh lungdes Aufsichtsrats, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,Berlin, zur Abschlussprüferin für das Geschäftsjahr2012 gewählt. Das für Dienstleistungen der Abschlussprüferinim Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar stellt sichwie folgt dar:TEUR 2012 2011Abschlussprüfungsleistungen 276 215Andere Bestätigungsleistungen 7 7Steuerberatungsleistungen 86 133Sonstige Leistungen 188 91Gesamt 557 446Von dem im Berichtsjahr 2012 berechneten Honorar entfallenTEUR 68 (im Vorjahr TEUR 20) auf Vorjahre.In den für 2012 ermittelten Angaben ist nur die rechtlichselbstständige Einheit des bestellten Abschlussprüfers einbezogen.Wesentliche Ereignisse nach demaBschlussstichtagWechsel im Aufsichtsrat der Francotyp-PostaliaHolding AGDer stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Felix Hölzerhat sein Mandat im Aufsichtsrat der FP-Holding zum31. März 2013 gemäß Ziffer 10 (5) der Satzung der Gesellschaftniedergelegt. Felix Hölzer war seit Juni 2012 Mitglieddes Aufsichtsrats der FP.152


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangFür die Übergangsphase bis zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedernder FP-Holding in der kommenden Hauptversammlungam 27. Juni 2013 wurde vom Vorstand und Aufsichtsratder Antrag auf Bestellung von Herrn Klaus Röhrig als neuemAufsichtsratsmitglied beim Amtsgericht Neuruppin gestellt.Herr Röhrig hatte bereits im Januar dieses Jahres, nachdemsein Aktienanteil die Schwelle von 10 Prozent überschrittenhatte, das Interesse bekundet, einen Sitz im Aufsichtsratund damit Verantwortung für die Gesellschaft übernehmenzu wollen. Das Amtsgericht Neuruppin hat mit Wirkung zum1. April 2013 Klaus Röhrig als Aufsichtsratsmitglied bestellt.Neuer Konsortialvertrag2012 hatte FP die Deutsche Postbank AG mandatiert, einsyndiziertes Darlehen über 45 Mio. Euro mit einer Laufzeitvon dreieinhalb Jahren zu arrangieren, mit dem die bestehendeKonsortialdarlehensfinanzierung vor deren eigentlichemLaufzeitende im Februar 2014 bereits im erstenHalbjahr 2013 abgelöst werden soll. Per 22. März 2013 lagendie hierzu benötigten schriftlichen Darlehenszusagen vor.Diese stehen unter Dokumentationsvorbehalt. FP geht jedochdavon aus, dass ein positiver finaler Vertragsabschlussunter diesen Bedingungen zustande kommt.Bekanntmachungen im elektronischenBundesanzeigerDer Konzernabschluss 2012 der FP-Gruppe sowie der Jahresabschluss2012 der Francotyp-Postalia Holding AG werden imelektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die Bekanntmachungenwerden unter Beifügung von Abschlussunterlagenbeim Unternehmensregister eingereicht.Die Francotyp-Postalia GmbH, die Francotyp-Postalia Vertriebs-und Service GmbH, die FP Hanse GmbH, die FP DirektVertriebs GmbH, Francotyp-Postalia International GmbH, FPInovoLabs GmbH, Frankierversand UG (haftungsbeschränkt)sowie die Francotyp-Postalia UnterstützungseinrichtungGmbH sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB i. V. m. § 325 HGB jeweilsvon der Verpflichtung zur Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses2012 befreit. Die genannten Gesellschaften sindzugleich auch von der Verpflichtung zur Aufstellung einesLageberichts 2012 gemäß § 264 Abs. 3 HGB i. V. m. § 289 HGBbefreit.Die entsprechenden Beschlüsse wurden beim Betreiber deselektronischen Bundesanzeigers eingereicht, die jeweiligeBekanntmachung wurde veranlasst.Corporate GovernanceVorstand und Aufsichtsrat der Francotyp-Postalia HoldingAG haben eine Erklärung zum Corporate Governance Kodexnach § 161 AktG abgegeben und diese Erklärung auf der Internetseiteder Gesellschaft (www.fp-francotyp.com/unternehmen/investoren/corporate-governance/entsprechenserklaerung)dauerhaft zugänglich gemacht.Birkenwerder, 28. März 2013Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AGHans Szymanski(Vorstandssprecher)andreas Drechsler(Vorstand)153


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGENVOM 1. JANUAR bis 31. Dezember 2011Anschaffungs- bzw. HerstellungskostenTEURVortrag1.1.2011WährungsdifferenzenZugänge durchUnternehmenszusammenschlussSonstigeZugänge Abgänge UmbuchungenStand31.12.2011Immaterielle VermögenswerteSelbst erstellte immaterielleVermögenswerte 18.615 0 0 0 0 493 19.108Sonstige immaterielle Vermögenswerte 96.046 229 543 364 8.814 0 88.368Immaterielle Vermögenswerteeinschließlich Kundenlisten 114.661 229 543 364 8.814 493 107.476Geschäfts- oder Firmenwert 22.269 0 1.522 0 0 0 23.791Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekteund anzahlungen 8.790 0 0 5.006 1.421 -493 11.882Gesamt 145.720 229 2.065 5.370 10.235 0 143.149SachanlagenGrundstücke, grundstücksgleiche Rechteund Bauten 277 3 0 921 0 42 1.243Technische Anlagen und Maschinen 6.106 4 0 84 181 -310 5.703Andere Anlagen und Betriebs- undGeschäftsausstattung 33.360 275 104 1.038 2.072 367 33.072Vermietete Erzeugnisse 55.817 1.955 0 4.239 2.147 0 59.864Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen5.702 0 0 0 0 -15 5.687Geleistete Anzahlungen und Anlagenim Bau 109 0 0 2.681 0 -84 2.706Gesamt 101.371 2.237 104 8.963 4.400 0 108.275Anlagevermögen gesamt 247.091 2.466 2.169 14.333 14.635 0 251.424154


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangAbschreibungen und WertminderungenBuchwerteVortrag1.1.2011WährungsdifferenzenAbschreibungendesGeschäftsjahres Abgänge Umbuchungen ZuschreibungenStand31.12.2011 31.12.2011 1.1.201112.322 0 2.943 0 0 15.265 3.843 6.29385.874 188 4.489 8.724 0 35 81.792 6.576 10.17298.196 188 7.432 8.724 0 35 97.057 10.419 16.46513.775 0 0 0 0 13.775 10.016 8.4942.421 0 0 1.421 0 1.000 10.882 6.369114.392 188 7.432 10.145 0 35 111.832 31.317 31.328116 3 30 0 36 185 1.058 1614.784 4 230 179 -281 4.558 1.145 1.32230.389 171 1.533 1.843 260 30.510 2.562 2.97146.144 1.945 4.778 1.528 0 51.339 8.525 9.6731.528 0 421 0 -15 1.934 3.753 4.1740 0 0 0 0 0 2.706 10982.961 2.123 6.992 3.550 0 0 88.526 19.749 18.410197.353 2.311 14.424 13.695 0 35 200.358 51.066 49.738155


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGENVOM 1. JANUAR bis 31. Dezember 2012Anschaffungs- bzw. Herstellungskostenin TEURVortrag1.1.2012WährungsdifferenzenSonstigeZugänge Abgänge UmbuchungenStand31.12.2012Immaterielle VermögenswerteSelbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 19.108 1 2.433 0 8.408 29.950Sonstige immaterielle Vermögenswerte 88.368 128 655 1.067 147 88.231Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 107.476 129 3.088 1.067 8.555 118.181Geschäfts- oder Firmenwert 23.791 0 0 0 0 23.791Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte undanzahlungen 11.882 0 2.751 0 -8.498 6.135Gesamt 143.149 129 5.839 1.067 57 148.107SachanlagenGrundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.243 3 515 0 800 2.561Technische Anlagen und Maschinen 5.703 -2 225 2.390 197 3.733Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.072 37 1.265 4.876 1.641 31.139Vermietete Erzeugnisse 59.864 -887 3.984 14.939 11 48.033Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 5.687 0 2.835 0 0 8.522Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.706 0 3 0 -2.706 3Gesamt 108.275 -849 8.827 22.205 -57 93.991Anlagevermögen gesamt 251.424 -720 14.666 23.272 0 242.098156


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangAbschreibungen und WertminderungenBuchwerteVortrag1.1.2012WährungsdifferenzenAbschreibungendesGeschäftsjahres Abgänge UmbuchungenStand31.12.2012 31.12.2012 1.1.201215.265 2 1.843 0 1.000 18.110 11.840 3.84381.792 -18 1.475 909 4 82.344 5.887 6.57697.057 -16 3.318 909 1.004 100.454 17.727 10.41913.775 0 0 0 0 13.775 10.016 10.0161.000 0 0 0 -1.000 0 6.135 10.882111.832 -16 3.318 909 4 114.229 33.878 31.317185 3 89 0 0 277 2.284 1.0584.558 -2 326 2.316 15 2.581 1.152 1.14530.510 54 1.332 4.811 -19 27.066 4.073 2.56251.339 -556 4.212 14.694 0 40.301 7.732 8.5251.934 -9 669 0 0 2.594 5.928 3.7530 0 0 0 0 0 3 2.70688.526 -510 6.628 21.821 -4 72.819 21.172 19.749200.358 -526 9.946 22.730 0 187.048 55.050 51.066157


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012Versicherung der gesetzlichenVertreter (Bilanzeid)Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzender Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild derVermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Bericht über die Lage derGesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses unddie Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendesBild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichenEntwicklung des Konzerns beschrieben sind.Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzender Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild derVermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Bericht über die Lage derGesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses unddie Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendesBild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichenEntwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.Berlin, 28. März 2013Francotyp-Postalia Holding AGHans Szymanski(Vorstandssprecher)Andreas Drechsler(Vorstand)158


KonzernAbschlussKonzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-KapitalflussrechnungKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // KonzernanhangBestätigungsvermerkWir haben den von der Francotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder, aufgestellten Konzernabschluss– bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernanhang,Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung – sowie denKonzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellungvon Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwendensind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriftenliegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, aufder Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschlussund den Konzernlagebericht abzugeben.Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut derWirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungvorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeitenund Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung deranzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermitteltenBildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichenderSicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisseüber die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzernssowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werdendie Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweisefür die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis vonStichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschlusseinbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandtenBilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungender gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlussesund des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichendsichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprichtder Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach§ 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtungdieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss,vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stelltdie Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.Berlin, 9. April 2013KPMGWirtschaftsprüfungsgesellschaftDr. Großmann(Wirtschaftsprüfer)david(Wirtschaftsprüferin)159


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012GlossarUNTERNEHMENSSPEZIFISCHES GLOSSARA A-SegmentBezeichnung für das Frankiermaschinensegment für Kunden mitgeringem Postaufkommen (bis zu 200 Briefe am Tag).After-Sales-GeschäftDem Verkauf oder der Vermietung von Frankiermaschinennachgelager tes Geschäft, z. B. Service und Wartung sowie Verkaufvon Verbrauchs material.B B-SegmentBezeichnung des Frankiermaschinensegments für Kunden mitmitt lerem Postaufkommen (200 bis zu 2.000 Briefe am Tag).CBriefportoUnter Briefporto versteht man die Postgebühren und / oder diefür die Dienstleistungen erhobenen Gebühren. Die Bezahlungerfolgt durch den Kauf und das Aufkleben von Briefmarken,durch einen Aufdruck mit Frankiermaschinen oder per elektronischerBriefmarke – jeden dieser Vorgänge nennt man Frankierenoder Freimachen.C-SegmentBezeichnung des Frankiermaschinensegments für Kunden mithohem Postaufkommen (über 2.000 Briefe am Tag).CentorMailCentorMail ist eine Hightech-Frankiermaschine der FP-Gruppefür mittlere und große Postvolumen. Das Frankiersystem mitberührungsloser Inkjet-Technologie bietet ultimativen Frankierkomfortund umfangreiche Zusatzfunktionen.D De-MailDe-Mail ist ein Kommunikationsmittel, das den verbindlichenund vertraulichen Austausch elektronischer Dokumente überdas Internet ermöglichen soll. Mentana-Claimsoft ist Mitglieddes von der Bundes regierung ins Leben gerufenen De-Mail-Projekts.DigitalisierungMit den Dienstleistungen der FP iab GmbH kann die Postbearbeitungan bestimmten Punkten digitalisiert werden, d. h.Eingangspost kann eingescannt und elektronisch archiviertwerden. Ausgangspost kann zunächst elektronisch über deneigenen PC versandt und in Form eines klassischen Briefes zugestelltwerden.DIN EN ISO 9001:2008Die Qualitätsmanagementnorm beschreibt, welchen Anforderungendas Management eines Unternehmens genügen muss,um einem bestimmten Standard bei der Umsetzung des Qualitätsmanagementszu entsprechen.FFP BusinessMailFP BusinessMail ist wie FP WebMail eine Hybrid-Mail-Lösungder FP-Gruppe und arbeitet ähnlich wie FP WebMail. Die Lösungeignet sich für größere Unternehmen, da hier der Datenstromdirekt über eine Datenverbindung abgerufen und weiterverarbeitetwerden kann.FP NavigatorEine Softwarelösung für die komfortablere Bedienung der Post-Base über die PC-Tastatur oder optional über einen separaten22-Zoll-Touch-Screen.FP WebMailFP WebMail ist eine Hybrid-Mail-Lösung der FP-Gruppe. Bei derMischung aus elektronischer und physischer Post wird ein Briefvom Absender digital verschickt und der Empfänger erhält einenphysischen Brief. Die FP-Gruppe übernimmt das Ausdrucken beigleichzeitigem Frankieren sowie die Kuvertierung und Übergabeder Briefe an einen Zustelldienstleister. Die Softwarelösungfunktioniert wie ein virtueller Drucker, d. h. Dokumente ausWindows-Umgebungen können einfach per Mausklick verschicktwerden. Diese Einstiegslösung eignet sich insbesonderefür Einzel platz lösungen.G GoGreenGoGreen ist ein Klimaschutzprogramm für verantwortungsbewussteLogistik. Ziel ist es, CO2-Emissionen durch das Angebotder Möglichkeit, Sendungen CO2-neutral zu versenden, zu reduzieren.Mit der Anwendung von GoGreen-Produkten könnensomit auch Kunden gegen einen kleinen Zuschlag einen aktivenBeitrag zum Klimaschutz leisten.H Hybrid-MailOberbezeichnung für Lösungen, bei denen Briefsendungen zunächstdigital transportiert und anschließend gedruckt, gleichzeitigfrankiert, kuvertiert und als fertiger Brief in ein Briefverteilzentrumeingeliefert werden.I ISO 14001Die internationale Umweltmanagementnorm ISO 14001 legtweltweit anerkannte Anforderungen an ein Umweltmanagementsystemfest. Sie kann sowohl auf produzierende als auchauf dienstleistende Unternehmen angewendet werden.K KonsolidierungBezeichnung für die Sortierung von Briefen nach Postleitzahlenund der Einlieferung in entsprechend sortierter Form in einemBriefzentrum zum Erhalt von Portorabatten.LLändervarianteFrankiermaschinen werden in einem aufwendigen Zulassungsverfahrenfür ein jeweiliges Land durch die Postorganisationenzugelassen. Um eine Zulassung zu erhalten, müssen dieFrankiermaschinen den von den Postorganisationen gemachtenSpezifikationen entsprechen, wodurch für jedes Land, in demeine Frankiermaschine zugelassen ist, eine eigene Ländervarianteentsteht.160


SERVICELiberalisierungDie Liberalisierung ist ein politisch auf EU-Ebene angestoßenerProzess, der seit Anfang der 1990er-Jahre schrittweise in deneuro päischen Län dern vollzogen wurde. Deutschland ist einVorreiter in Europa.M Multi-ChannelFP bietet seinen Kunden Briefkommunikation über alle Kommunikationskanäle:physisch, hybrid und vollelektronischMyMailMyMail ist die Frankiermaschine der FP-Gruppe für kleineresPostaufkommen. Mit der Einstiegslösung können Kunden bis zudrei Werbemotive speichern und drei Kostenstellen verwalten.Eine optionale Waage findet zudem automatisch das richtigePorto.O Office-CryptorProdukt der FP. Der Office-Cryptor ist die Standardsoftware fürdie Verschlüsselung sensibler Abrechnungs- und Patientendatenin einem Verbund.OHSAS18001Die Norm OHSAS (Occupational Health and Saftey Assessment System)18001 ist die Grundlage eines Arbeitsschutzmanagementsystemsfür den betrieblichen Arbeitsschutz im Unternehmen.OptiMail30optimail30 ist eine Frankiermaschine der FP-Gruppe, die fürkleineres und mittleres Postaufkommen geeignet ist. Die Maschinemit sparsamem Thermotransferdruck speichert bis zusechs Werbemotive und bietet ein großes Display mit einfachsterBedienung.P PhoenixSiehe PostBaseSTPortoguthabenAuch restricted cash genannt. In manchen Ländern sind dieFrankiermaschinennutzer dazu angehalten, Portoguthabenim Voraus zu bezahlen. Diese Geldbeträge werden von derFP-Gruppe verwaltet und stellen Verbindlichkeiten gegenüberden Kunden dar. Diese Guthaben sind vom Teleporto zu unterscheiden.PostBaseNeuestes Frankiersystem der FP-Gruppe, das die analoge mit derdigitalen Welt der Briefkommunikation verbindet.SammelkommunikationIndividualisierte Tagespost, die zentral zusammengefasst wird.TeleportoAuch Fernwertvorgabe genanntes Verfahren, das das Laden derPorto werte über Telefon bzw. Modem in die Frankiermaschinenermöglicht.U UltiMailUltiMail ist eine Frankiermaschine der FP-Gruppe. Sie ist modularauf gebaut und bietet bis zu neun speicherbare Werbemotive,variable Textnachrichten im Frankierabdruck, optionales Differenzwiegenund bis zu 150 Kostenstellen.ZUSPSAbkürzung für United States Postal Service (USPS). Die USPS isteine unabhängige Behörde der Vereinigten Staaten und bietetPostdienstleistungen an und besitzt auf bestimmte Postdienstleistungenein Monopol. Damit ist sie mit Postgesellschaftenwie der Deutschen Post AG oder der Royal Mail vergleichbar. DerHauptsitz befindet sich in Washington, D.C. Er beschäftigt rund600.000 Arbeitnehmer.ZertifizierungErteilen der Betriebserlaubnis für Frankiermaschinen.ALLGEMEINES GLOSSARA AkkreditierungDer Begriff Akkreditierung (lat. accredere, Glauben schenken)wird in verschiedenen Bereichen benutzt, um den Umstandzu beschreiben, dass eine allgemein anerkannte Instanz eineranderen das Erfüllen einer besonderen (nützlichen) Eigenschaftbescheinigt.CAktiengesetz (AktG)Das deutsche Aktiengesetz (AktG) regelt die Errichtung, die Verfassung,Rechnungslegung, Hauptversammlungen und Liquidationvon Aktien gesellschaften sowie von Kommanditgesellschaftenauf Aktien. Darüber hinaus ist das deutsche Konzernrechtim Aktiengesetz geregelt.AvalDer Bankaval umfasst als Sammelbegriff sowohl Bürgschaftenund Garantien als auch Wechselbürgschaften, die ein Kreditinstitutim Auftrag eines ihrer Kunden gegenüber einem Drittenübernimmt.CashflowDer Cashflow (engl. für Geldfluss, Kassenzufluss) ist eine wirtschaftlicheMessgröße, die den aus der Umsatztätigkeit undsonstigen laufenden Tätigkeiten erzielten Nettozufluss liquiderMittel während einer Periode darstellt.CeBITDie CeBIT (Centrum für Büroautomation, Informationstechnologieund Telekommunikation) ist die weltweit größte Messe fürInformationstechnik und findet seit 1986 jedes Frühjahr aufdem Messegelände Hannover statt. Veranstalter der CeBIT istdie Deutsche Messe AG (DMAG).161


SERVICEN Net Working CapitalMit dem Nettoumlaufvermögen (Net Working Capital) lässt sichder Nettofinanzbedarf zur Finanzierung kurzfristiger Aktiva ermitteln;es wird definiert als das Kapital, das für ein UnternehmenUmsatz generiert, ohne Kapitalkosten im engeren Sinnezu verursachen.O OutsourcingEnglischer Begriff für die Ausgliederung von Produktions- oderDienstleistungen an Externe.SSlideShareBenutzer können Präsentationen in den Formaten PowerPoint,PDF, Keynote und OpenOffice hochladen. Die hochgeladenenDokumente können entweder als öffentlich zugänglich oder alsprivat markiert werden.SPOCS-ProjektSPOCS (Simple Procedures Online for Cross-Border Services) ist eingroß angelegtes Projekt, das im Mai 2009 gestartet wurde. SPOCSverfolgt das Ziel, die nächste Generation der Online-Portale zuentwickeln (Point of Single contact oder PSC), welches jedeseuropäische Land bereits installiert hat.W WKNAbkürzung für WertpapierkennnummerWpHGDas Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) reguliert in Deutschlandden Wertpapierhandel und dient insbesondere der Kontrollevon Dienstleistungsunternehmen, die Wertpapiere handeln,und Finanztermingeschäften, aber auch dem Schutz des Kunden.ZZins-SwapEin Zins-Swap ist ein Zinsderivat, bei dem zwei Vertragspartnervereinbaren, an bestimmten zukünftigen Zeitpunkten Zinszahlungenauf festgelegte Nennbeträge auszutauschen. Die Zinszahlungenwerden meist so festgesetzt, dass eine Partei einenbei Vertragsabschluss fixierten (festgesetzten) Festzinssatz zahlt,die andere Partei hingegen einen variablen Zinssatz („Plain VanillaSwap“).163


Francotyp-Postalia Holding AG Geschäftsbericht 2012FINANZKALENDER / IMPRESSUMBerichterstattung Gesamtjahr 2012 25. April 2013Präsentation Ergebnisse 1. Quartal 2013 23. Mai 2013Hauptversammlung 2013 27. Juni 2013Präsentation Halbjahresergebnisse 2013 28. August 2013Präsentation Ergebnisse 3. Quartal 2013 /Frankfurter Eigenkapitalforum 2013 November 2013redaktion und kontaktInvestor RelationsTriftweg 21 – 2616547 BirkenwerderDeutschlandTelefon: +49 (0)3303 52 57 77Telefax: +49 (0)3303 53 70 77 77E-Mail: ir@francotyp.comInternet: www.francotyp.comKonzeption und LayoutIR-One AG & Co., Hamburgwww.ir-1.comÜbersetzungEVS Translations GmbH, Offenbachwww.evs-translations.comFotosDaniel Möller, Hannoverwww.fotodanielmoeller.deDruckLD Medien- und Druckgesellschaft mbH, Hamburgwww.ldmedien.de164


mehrJahresüBersichtwerte gemäß Konzernabschluss in Mio. euR 2012 2011 2010 2009 2008umsatz 165,6 159,4 147,3 129,0 142,4umsatzzuwachs in Prozent 3,9 8,2 14,2 -9,3 -1,9wiederkehrende umsätze 132,1 125,0 111,8 95,5 96,6eBItda 19,0 13,1 25,5 20,6 18,2in Prozent vom umsatz 11,5 8,2 17,3 16,0 12,8Betriebsergebnis eBIt 9,1 -1,3 7,5 -15,7 -11,0in Prozent vom umsatz 5,5 n/a 5,1 n/a -7,7Jahresüberschuss /-verlust 4,0 -4,6 2,7 -16,6 -14,5in Prozent vom umsatz 2,4 n/a 1,8 n/a -10,2Free cashflow -7,0 2,4 9,4 9,8 3,5in Prozent vom umsatz n/a 1,5 6,4 7,6 2,5grundkapital 16,2 14,7 14,7 14,7 14,7eigenkapital 23,2 15,9 19,6 15,3 31,0in Prozent der Bilanzsumme 17,2 11,9 14,4 11,4 19,1eigenkapitalrendite in Prozent 17,0 n/a 13,8 n/a n/aFremdkapital 112,8 117,2 116,3 119,0 131,1nettoschulden 33,3 30,0 31,8 41,0 51,8nettoverschuldungsgrad in Prozent 143,5 188,7 162,2 268,0 167,0Bilanzsumme 136,0 133,1 135,9 134,3 162,1aktienkurs zum Jahresende (in eur) 2,48 2,11 3,15 1,62 0,85gewinn je aktie (in eur) 0,27 -0,27 0,23 -1,12 -0,96mitarbeiter (stichtag) 1.093 1.136 1.113 1.041 1.121zuKunFtsBezogene aussagendieser Geschäftsbericht enthält in die zukunft gerichtete aussagen, die auf annahmen und schätzungen der unternehmens leitung der Francotyp-Postalia holdingaG beruhen. auch wenn die unternehmensleitung der ansicht ist, dass diese annahmen und schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächlicheentwicklung und die künftigen tatsächlichen ergebnisse von diesen annahmen und schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. zu diesenFaktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in deutschlandund der eu sowie Veränderungen in der Branche gehören. die Francotyp-Postalia holding aG übernimmt keine Gewährleistung und keine haftung dafür,dass die künftige entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen ergebnisse mit den in diesem Geschäfts bericht geäußerten annahmen und schätzungenübereinstimmen werden. es ist von der Francotyp-Postalia holding aG weder beabsichtigt noch übernimmt die Francotyp-Postalia holding aG eine gesonderteVerpflichtung, zukunftsbezogene aussagen zu aktualisieren, um sie an ereignisse oder entwicklungen nach dem datum dieses Berichts anzupassen.der Geschäftsbericht liegt ebenfalls in englischer übersetzung vor und steht in beiden sprachen im internet unter http://www.francotyp.com zum downloadbereit. Bei abweichungen hat die deutsche Fassung des Geschäftsberichts Vorrang gegenüber der englischen übersetzung.


FrancotyP-PostalIa holdIng agtriftweg 21 – 2616547 Birkenwerdertelefon: +49 (0) 3303 52 57 77telefax: +49 (0) 3303 53 70 77 77e-Mail: ir@francotyp.cominternet: www.francotyp.com

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