Psychosynthese im Lichte der Neurowissenschaft

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Psychosynthese im Lichte der Neurowissenschaft

Auftauchen der Spiegelneuronen signalisierte in seinerSicht den Übergangvon biologischer Evolution,die nur auf genetischer \üTeitergabe basiert, zu kulturellerEvolution, die wesentlich schneller ist undauf Kommunikation basiert. RauacHeNDM nenntdie Spiegelneuronen "Gandhineuronen", weil sie dieGrenzen zwischen mir und den anderen verwischen,und das nicht nur im übertragenen Sinn, sondernganz real, weil sie keinen Unterschied erkennen.RauncHnNDRA sagt voraus, dass die Spiegelneuronendas für die Psychologie sein werden, was die DNAftir die Biologie ist: Sie werden einen vereinendenRahmen bilden und dabei helfen, eine Fülle von geistigenFähigkeiten zu erklären, die bis heute in allenExperimenren mysreriös und unerklärlich blieben.Unglticklicherweise müssen wir aber auch erwähnen,dass die Neurowissenschaft einige ihrerEntdeckungen, einschließlich derer über die Empathie,unbeschreiblichem Leid, z.B. Craniotomie,Fingeramputation, Elektroschocks etc., das sie hochentwickelten Tieren, allen voran Primaten undSäugetieren, zugeftigt hat, verdankt. Das Paradoxeist, dass diese Operationen in manchen Fdllen imZusammenhang mit der Empathieforschung durchgeftihrtwurden; Forschung, um die Existenz derEmpathie zu beweisen, aber ohne jegliche Empathiedurchgeführt zu haben. Das wirft grundsätzlicheBewusstseins, neben der des strukturierten Be-Fragen über die ethischen Grenzen von Forschungauf und zeigt uns, dass Empathie nicht universellund nowendigerweise gegeben ist.PlastizitätBis vor Kurzem regierte das Dogma im Bereichder wissenschaftlichen Studien über das Gehirn:Nachdem das'Wachstum nach der Pubertät abgeschlossenist, bleibt das Gehirn das ganze Lebenlang gleich - bis die senile Degeneration anFingt.All das stand in krassem Gegensatz zu beobachtetenpsychotherapeutischen Erfolgen, nämlichder Möglichkeit defgreifender Veränderung immenschlichen Verhalten, in unserem Glauben, inunseren Werten und inunserer Lebensweise: derMöglichkeit viele unserer Grenzen und Krankheitenzu überwinden. Diese fundamentalen Unterschiedehaben nun nichts weiter bewirkt, als dieKommunikation und den Austausch zwischenNeurowissenschaft und Psychotherapie zv er-schweren.Im Kontext dieser entfremdeten Forschungsfeldersprach RosE,Rro Assnctoll ab 1909 vom"Plastischen Bewusstsein", mit anderen \Torten:dem Gebiet unseres Unbewussten, das wie eineFilmplatte ( Di gitalfotografie existierte damals nochnicht) geprägt oder beeindruckt werden kann unddamit. unsere Emotionen und Verhaltensweisenbeeinfussen kann. Das plastische Bewusstsein gibtuns eine unendliche Kapazität zum Lernen, zumDurchdenken und zum Gestalten.AssRclot-t formulierte eine Reihe von Gesetzen,die unsere Mtiglichkeiten bei der Prägung desplastischen Bewusstseins regeln und sie unserem\fillen entsprechend steuern. lJnter diesen Gesetzenfinden wir das Gesetz I, das besagt, dass Bilder undIdeen entsprechende physische und emotionaleReaktionen hervorrufen, das Gesetz VI, nach demdie Konzentration auf Bilder und Ideen eben jenestärkt, und Gesetz VII: Die \Wiederholung einerAktion intensiviert die Tendenz sie noch einmaldurchzuführen. Die Existenz eines plastischen

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