Geschäftsbericht 2012 der Stadtwerke Porta Westfalica GmbH

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Geschäftsbericht 2012 der Stadtwerke Porta Westfalica GmbH

Geschäftsbericht 2012der Stadtwerke Porta Westfalica GmbH


InhaltVorwort 4Porträt 6Lagebericht 8Meilensteine 17Presseecho 18Mitarbeiter 20Kurz notiert 22Organe 24Bericht des Aufsichtsrates 25Gewinn- und Verlustrechnung 26Aktiva 2012 28Passiva 2012 29Bilanz 30Entwicklung des Anlagevermögens 32Anhang 34


4Vorwort | Wasserversorgung ist VertrauenssacheNeubau Trinkwasserspeicher am LohfeldWasserversorgung istVertrauenssacheLiebe Kunden, liebe Geschäftspartner,seit dem letzten Jahr bewegt uns das Thema Trinkwasserauf besondere Weise. Die EU diskutiert Gesetzesänderungen,die die Hürden für eine Privatisierung der Trinkwasserversorgung,die bisher in kommunaler Hand war,abbauen und diesen Markt damit für internationale Konzerneöffnen können. Wir meinen: Trinkwasser ist ein hoheswertvolles Gut, das besonderen Schutz braucht und überdas rein profitorientierte Konzerne nicht entscheidensollten.Zusammen mit der regionalen Arbeitsgemeinschaft fürTrinkwasserversorgung und Landbewirtschaftung OWLund der Wasserkooperation Minden-Lübbecke organisierenwir zusätzliche Präventionsmaßnahmen, um den Eintragvon Nitraten und Pflanzenschutzmitteln ins Grundwasserweiter zu verringern.UnterirdischeGrundwasserscheide/Grenze desEinzugsgebietes50 Tage LinieDie Gewährleistung der Versorgungssicherheit unter Einhaltunghöchster Qualitätsstandards ist unser Anliegen alslokaler Wasserversorger. Ein nachhaltiger Umgang mit derwertvollen Ressource Trinkwasser ist für uns als Unternehmen,aber auch als Bürger dieser Stadt selbstverständlich.In Porta werden rund 90 % des Trinkwassers aus demTiefbrunnen am Wasserwerk Veltheim gewonnen. Bei derFörderung halten wir strengste Auflagen ein, wie sie durchdie Trinkwasserverordnung und das DVGW-Regelwerkvorgegeben werden. Rund um den Brunnen gelten verschiedeneSchutzzonen, um eine Verunreinigung des Grundwassersim Einzugsgebiet (siehe Abbildung) zu verhindern.Zone IZone IIZone IIIFliessrichtungdes GrundwassersDrei Schutzzonen stellen sicher, dass im Einzugsgebiet des Brunnens keine Schadstoffein den Boden gelangen. Zone I gilt bis 20 Meter um den Brunnen, Zone II in einem Umkreisvon mindestens 100 Metern und Zone III umfasst das gesamte Einzugsgebiet.Wir sind ständig im Einsatz, um das Wassernetz auf demneuesten Stand zu halten. Unsere Techniker tauschen injedem Jahr rund 1,5 % des Rohrnetzes aus, damit das


Vorwort | Wasserversorgung ist Vertrauensache 5Wasser immer frisch und zuverlässig zum Kunden kommt.Die Trinkwasserversorgung fordert neben diesen dauerndenSanierungsarbeiten immer wieder auch größere Investitionen.Im letzten Jahr haben wir mit dem Bau eines neuenTrinkwasserspeichers begonnen, der in diesem Jahr inBetrieb genommen wird. Durch den Neubau ist die sichereVersorgung der Portaner mit bestem Trinkwasser auch fürdie kommenden Jahrzehnte gewährleistet. Es liegt nahe,dass im Falle einer Privatisierung an der Instandhaltung derNetze und dem Neubau von Anlagen zuerst gespart wird.Unser Trinkwasser wird regelmäßig streng kontrolliert.Die Ergebnisse der bakteriologischen Untersuchungenkönnen jederzeit online eingesehen werden. Bisher konntedas Veltheimer Wasser die gesetzlichen Grenzwerte fürunerwünschte Inhaltsstoffe immer deutlich unterschreiten.Mit verschiedenen Kampagnen zum Thema Wassersparenhaben wir darüber hinaus dazu beigetragen, dassder Pro-Kopf-Wasserverbrauch in unserer Region in denletzten Jahren deutlich gesunken ist. Im Rahmen des freiwilligenProjektes „Benchmark Wasserversorgung NRW“haben wir viele Prozesse optimiert und unseren Servicekontinuierlich verbessert. Das erfolgreiche Benchmarking-Projekt macht aus unserer Sicht auch die kartellrechtlicheÜberprüfung der Wasserpreise, wie sie derzeit diskutiertbzw. bereits durchgeführt wird, überflüssig. Eine solchePrüfung ist ohnehin nicht sehr aussagekräftig, da Parameterwie die Netzlänge die Preiskalkulation beeinflussen unddaher schon der Preisvergleich zwischen zwei benachbartenKommunen schwierig sein kann.haben sich in anderen Ländern nicht die gewünschtenEffekte eingestellt: Empirische Beweise dafür, dass eineprivatisierte Wasserwirtschaft effektiver oder kostengünstigerfunktioniert, fehlen bisher.Wir versorgen unsere Kunden seit 85 Jahren zuverlässigmit Wasser und Energie. Als lokales Stadtwerk sehen wirdie Daseinsvorsorge für die Bürger unserer Stadt als unserezentrale Aufgabe, die wir auch in Zukunft gerne übernehmen.Gemeinsam mit starken Partnern aus Wirtschaft undGesellschaft setzen wir uns für einen nachhaltigen Umgangmit natürlichen Ressourcen und die zukunftsfähigeEntwicklung unserer Region ein. Der vorliegende Geschäftsberichtermöglicht allen Interessierten einen umfassendenEinblick in unsere Geschäftsfelder, Bilanzen und Vorhaben.Denn Transparenz schafft Vertrauen.Dafür sorgen wir.Randulph NoackWir warnen davor, dass die geplante Neufassung derEU-Gesetzgebung alle beschriebenen Errungenschaftennegativ beeinflussen könnte. Wenn Konzessionen fürdiesen Bereich frei ausgeschrieben werden, drängeninternationale Konzerne auf den Markt, die sich kauman dieselben strengen Selbstverpflichtungen haltenwerden und den Preis für eine lebensnotwendige Ware freibestimmen können. In Portugal stieg nach der Privatisierungder Wasserpreis um 400 % bei rapiderAbnahme der Qualität. In Großbritannien zeigten sichnach der Privatisierung des Londoner Wassernetzes schnellerhebliche Mängel, die auch nach Aufforderung durch dieRegulierungsbehörden nicht behoben wurden. Zudem


6Porträt | Wirtschaftliche und technische GrunddatenPorträtWirtschaftliche & technischeGrunddaten der StadtwerkePorta Westfalica GmbH


Porträt | Wirtschaftliche und technische Grunddaten 7Einheit 2012 2011 2010Bilanz und GuVBilanzsumme T€ 24.233 24.751 24.901Anlagevermögen T€ 19.771 19.317 19.619Gezeichnetes Kapital T€ 3.405 3.405 3.405Eigenkapital T€ 7.272 6.669 6.369Eigenkapitalquote % 30 27 26Umsatzerlöse T€ 13.391 12.775 13.790Investitionen T€ 1.883 1.147 1.411Abschreibungen T€ 1.384 1.424 1.508Jahresüberschuss T€ 0 0 0PersonalPersonalaufwand T€ 1.800 1.712 1.573Mitarbeiter 32 32 28ErdgasversorgungErdgasabgabe GWh 162 155 199Mittlere Tagesabgabe MWh 443 424 545Verteilungsnetz m 198.625 197.087 194.668Hausanschlüsse St. 4.518 4.417 4.327Zähler St. 4.129 4.892 4.804TrinkwasserversorgungWasserabgabe Mio. m 3 1,52 1,52 1,62Verteilungsnetz m 302.428 298.426 297.644Speicherraum m 3 6.300 6.300 6.300Mittlere Tagesabgabe m 3 4.150 4.170 4.433Hausanschlüsse St. 9.718 9.692 9.652Zähler St. 11.328 9.903 9.796NahwärmeversorgungWärmeabgabe MWh 5.526 4.878 6.418Stromerzeugung BHKW MWh 703 576 617Eigene Heizzentralen St. 24 26 26


8 Lagebericht | AuszugLagebericht AuszugGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Geschäftsjahr 2012 wurde durch die Eurokrise geprägt.Die Öl- und Gasmärkte reagierten unterschiedlich. DerÖlpreis ging zurück. Der Gaspreis sank durch Überkapazitätenim zweiten Quartal und stieg bis Jahresende leicht, aberstetig an. Der Wettbewerb im Gasmarkt hat weiter zugenommen.Es haben 63 Händler in unserem VersorgungsgebietGaslieferungen aufgenommen und betreiben diese mitunterschiedlichen wirtschaftlichen Zielen. Die notwendigenPreissteigerungen wurden in der Festpreiskalkulation berücksichtigtund so an die Kunden weitergegeben.ErtragslageIm Geschäftsjahr 2012 konnte die Stadtwerke PortaWestfalica GmbH einen Umsatz abzüglich Energiesteuervon 13.391 T€ erzielen. Das Ergebnis der gewöhnlichenGeschäftstätigkeit für das Jahr 2012 beträgt 1.254 T€ undübertraf den Ansatz des Wirtschaftsplanes. Es konnte auchim Geschäftsjahr 2012 mit 578 T€ die volle Konzessionsabgabeerwirtschaftet werden. Das wirtschaftliche Ergebnis(Jahresergebnis vor Steuern und Abführungen einschließlichKonzessionsabgabe) beträgt 1.831 T€.Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der BadezentrumPorta Westfalica GmbH führen die Stadtwerke dasJahresergebnis 2012 von 425 T€ nach Steuern an diese ab.Den Mitgesellschaftern E.ON Westfalen Weser AG undRWE Deutschland AG stehen vertraglich festgelegteAusgleichszahlungen zu, die für beide Minderheitsgesellschafterzusammen 186 T€ betragen.


Lagebericht | Entwicklung Stromversorgung 9EntwicklungStromversorgungDie Stromsparte erzielte im Geschäftsjahr 2012 ein Ergebnisder gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 175 T€ . Es konntenüber 1.250 Haushalts- und fünf Gewerbekunden gewonnenwerden. Es wurden 7. 715 MWh geliefert. Davon wurden703 MWh aus den eigenen BHKW bereitgestellt.Kundenanzahl 2010–2012Stromabgabe 2010–20122.0006.0001.8001.6001.4001.2001.0008006004002000Anzahl2010201120125.0004.0003.0002.0001.0000Mengein MWh201020112012


10Lagebericht | Entwicklung ErdgasversorgungEntwicklungErdgasversorgungGasnetzIm Geschäftsjahr 2012 wurde dem Gasnetz im Januar undFebruar aufgrund einer extremen Kältelage das Maximaleabverlangt. Die Monate Oktober bis Dezember warenmit sehr milden Temperaturen unterdurchschnittlich imGasabsatz. Mit einer Menge von 190 GWh wurde insgesamteine durchschnittliche Gasmenge transportiert. Dabeiwurden 37 GWh für andere Lieferanten ausgespeist. DieMaximalleistung im Ortsverteilnetz betrug am 07. Februar2012 1.767 MWh/d. Die Benutzungsstruktur der StadtwerkePorta Westfalica GmbH in 2012 betrug 144 Benutzungstagegegenüber 2011 mit 135 Benutzungstagen. Durch dieAnstrengungen zur Penetration des Erdgasnetzes konnten75 Umsteller und 28 neue Hausanschlüsse hinzugewonnenwerden. Die Erlösobergrenze wurde nicht erreicht.Es konnte die volle Konzessionsabgabe von 220 T€abgeführt werden.GasvertriebIm Gasvertrieb stieg der Erdgasabsatz gegenüber der Vorjahresmengevon 155 GWh um 5 % auf 162 GWh, einschließlichder in fremde Netze abgegebenen Mengen. Das ist aufdie deutlich höhere Gradtagzahl (GTZ) von 3.338 gegenüberder vorjährigen GTZ von 3.132 zurückzuführen. Die Bezugskostenbetrugen in 2012 5.848 T€ und stiegen um 1.449 T€gegenüber 2011 mit 4.718 T€. Das wirtschaftliche Ergebnisder Erdgassparte verminderte sich trotz des witterungsbedingtenhöheren Absatzes von 710 T€ um 562 T€ auf 148 T€.Im Gebiet der Stadtwerke Porta Westfalica GmbH wurdenzwei Fahrzeuge auf Erdgasbetrieb umgerüstet bzw. neuals Erdgasfahrzeug gekauft und von der Stadtwerke PortaWestfalica GmbH gefördert. Die Abgabe der Erdgastankstellesank von 154.998 kg in 2011 auf 127.445 kg in 2012durch eine am Autohof neu eingerichtete und vonE.ON-Ruhrgas betriebene Tankstelle.


Lagebericht | Entwicklung Erdgasversorgung 11Hausanschlüsse 2008–20124.8004.7004.6004.5004.4004.3004.2004.1004.0003.9003.8003.7003.6003.500Anzahl20082009201020112012WasserabgabeGasabgabe (einschl. Eigenbedarf) 2008–2012225.000200.000175.000150.000125.000100.00075.00050.00025.0000Mengein MWh20082009201020112012Eigene HeizzentralenErdgasrohrnetzentwicklungErdgasrohrnetzentwicklung 2008–2011210.000205.000200.000195.000190.000185.000180.000175.000170.000165.000160.000155.00020082009201020112012Rohrnetzin m


12Lagebericht | Entwicklung TrinkwasserversorgungEntwicklungTrinkwasserversorgungDer Trinkwasserabsatz blieb im Geschäftsjahr 2012 mit1,52 Mio. m 3 gegenüber 2011 mit 1,52 Mio. m 3 gleich. DieErlöse aus dem Verkauf des Trinkwassers erhöhten sich von3.238 T€ um 207 T€ auf 3.445 T€. Es ist festzustellen, dassdie Kunden nicht zuletzt aufgrund der hohen Abwassergebührensparsam mit Wasser umgehen.Die Stadt Porta Westfalica erhält im Geschäftsjahr 2012für die Trinkwassersparte, wie in den letzten Geschäftsjahren,die volle Konzessionsabgabe in Höhe von 357 T€.Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für dieTrinkwassersparte beträgt insgesamt 91 T€ und vermindertesich gegenüber dem Ergebnis 2011 mit 305 T€ um 214 T€.Das ist hauptsächlich den gestiegenen Lohn- und Materialkostengeschuldet, sowie der fehlenden Verrechnung derAbrechnungskosten aufgrund der nicht mehr praktiziertengemeinsamen Abrechnung mit Schmutz- und Oberflächenwasser.Wasserrohrnetzentwicklung 2008–2012302.500300.000WasserabgabeWasserabgabe 2008–20121.7501.5001.2501.000750500250297.500295.000292.500290.000287.500285.000282.5000Mengein Tm 320082009201020112012280.000Rohrnetzin m20082009201020112012


Lagebericht | Entwicklung Wärmeversorgung 13EntwicklungWärmeversorgungDie Nahwärmesparte erzielte im Geschäftsjahr 2012 einpositives Ergebnis. Durch zwei weitere ContractinganlagenWärmeabgabe 2008–201210.000erhöhte sich die Wärmeabgabe von 4,9 GWh in 2011 auf9.0005,5 GWh in 2012. Die Erlöse aus dem Wärmeverkauf in 2012betrugen 657 T€ im Vergleich zu 2011 mit 553 T€.8.0007.000Die BHKW konnten einen Wirkungsgrad von 98 % erreichen6.000und produzierten 703 MWh Strom, sodass daraus 2012 inder Stromerzeugung Erlöse von 81 T€ erwirtschaftet werdenkonnten.5.0004.000Wärmein MWh20082009201020112012Die hohen Abschreibungen für die getätigten Investitionenund die anfallenden Zinsbelastungen werden durch dieErlöse vollständig ausgeglichen. Trotz der hohen Kosten fürHolzhackschnitzel und Erdgas hat die Sparte Wärmeversorgungein Gesamtergebnis von 29 T€ erbracht.Eigene Heizzentralen 2008–2012282726252423222120Anzahl20082009201020112012


14Lagebericht | Entwicklung AllgemeinEntwicklungAllgemeinFinanz- und Liquiditätslage 2012 in T€ 2011 in T€Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 425 958Cashflow 1.416 1.958Mittelzufluss/Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 2.136 2.828Mittelzufluss/Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -1.876 -1.145Mittelzufluss/Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit - 713 -650Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds - 453 1.033Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.015 982Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.015 2.015MitarbeiterTätigkeitsabschlüsseIm Geschäftsjahr 2012 setzt sich das Personal aus einemGeschäftsführer, 21 Angestellten (davon fünf Teilzeit) undzehn gewerblichen Arbeitnehmern zusammen. Über einPrämiensystem werden die Mitarbeiter motiviert und ambetrieblichen Ergebnis beteiligt. Ständige Weiterbildungensichern die Aktualität des Fachwissens im kaufmännischensowie im technischen Bereich.Vermögens- und FinanzlageDie Investitionen in immaterielle Vermögensgegenständeund Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 aufrund 1,8 Mio. € und betrafen Schwerpunkte im Wassernetz.Die Abschreibungen betrugen insgesamt rund 1,4 Mio. €.Die Bilanzsumme verminderte sich um 0,5 Mio. auf24,2 Mio. €. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 27 %auf 30 %. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsummeerhöhte sich um 4 % Punkte auf 82 %.Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeitin der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zeitnahzu erfüllen.Am 30. Juni 2011 verabschiedete der Deutsche Bundestagdie Novelle des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung(Energiewirtschaftsgesetz – ENWG), die am3. August 2011 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde.Um Diskriminierung zu vermeiden, haben vertikal integrierteVersorgungsunternehmen jeweils getrennte Kontenzu führen und für jede ihrer Tätigkeiten nach § 6 b Abs. 3EnWG einen gesonderten Tätigkeitsabschluss aufzustellen.Zu diesen Tätigkeiten zählen auch die Elektrizitätsverteilungund die Gasverteilung. Die Tätigkeitsabschlüsse sindmit dem geprüften Jahresabschluss beim elektronischenBundesanzeiger zur Veröffentlichung einzureichen.Mit den Tätigkeitsabschlüssen erfüllt die Stadtwerke PortaWestfalica GmbH ihre Berichtspflicht nach § 6 EnWG. Eswurden getrennte Konten für Tätigkeiten innerhalb undaußerhalb des Energiesektors geführt und eine GewinnundVerlustrechnung sowie eine Bilanz erstellt. In derGasverteilung wurden Erträge von 3.406 T€, im Vorjahr2.860 T€, erwirtschaftet und ein Ergebnis der gewöhnlichenGeschäftstätigkeit von 689 T€ gegenüber dem Vorjahr von337 T€ erzielt. Die Bilanzsumme lag in 2012 bei 9.822 T€ gegenüber2011 mit 14.311 T€. Dabei sind die Sacheinlagen mitBuchwert 9.343 T€ (Rohrnetz) der wesentliche Bestandteil.Die Investitionen in 2012 betrugen 469 T€.


Lagebericht | Entwicklung Allgemein 15Chancen und RisikenDerzeit werden 1.030 Kunden (21 %) durch andere Händlerversorgt. Die Prognosen gehen von einer Wechselbereitschaftim liberalisierten Markt von 20 % bei Haushaltskundenaus. Es ist aber eine Kundenrückgewinnung durchverlässliche Preise und besseren Service zu verzeichnen.Deshalb blicken die Stadtwerke Porta Westfalica GmbHaufgrund ihrer Kundenstruktur optimistisch in die nächstenJahre. Die Stadtwerke Porta Westfalica GmbH ist zudemdarauf bedacht, eine gute Kundenbindung über ständigeKontaktaufnahme zu erhalten. Die Stadtwerke haben 2010den Stromhandel aufgenommen und werden diesen in 2013weiter bewerben.Für unsere Sonderkunden wurden für die Gaswirtschaftsjahre2013/2014/2015 Teilmengen von jeweils 130 MWh mitBezugskosten von 3.753 T€ beschafft und vertraglich gebunden.Die Residualmenge wurde für 2012/13 zu marktgerechtenPreisen eingedeckt, was uns wettbewerbsfähige Preiseauch im Tarifkundenbereich ermöglicht. Aufgrund deraufgetretenen Preis- und Mengendifferenzen der Mehr-/Mindermengenabrechnung haben wir in 2012 eine Rückstellungvon 247 T€ gebildet. Für 2013 ist auf der Basis desJahresabschlusses 2010 ein neues Netzentgelt beantragtund beschieden worden.Den Schwerpunkt im Trinkwasserbereich bilden wie auchin den letzten Jahren die Reduzierung der Wasserverlustedurch Leckortung und die Auswechslung von bruchgefährdetenLeitungen. Für die künftige Versorgung der OrtsteileNammen, Wülpke und Kleinenbremen erfolgte der Baueines Trinkwasserhochbehälters. Der Schwerpunkt für 2013liegt in der Netzeinbindung und Inbetriebnahme des neuenBehälters sowie in der Stilllegung der nicht mehr benötigtenAltbehälter.Mit dem weiteren Ausbau sowie der permanenten Instandhaltungder Verteilungsanlagen erfüllt die Gesellschaftihre öffentliche Zwecksetzung, die Versorgungssicherheitlangfristig zu gewährleisten.Entwicklung der Konzessionsabgabe (KA)von Wasser und Erdgas der Jahre 2008–201268064060056052048044040036032028024020016012080400T€KA Wasser20082009KA Erdgas201020112012Entwicklung der wirtschaftlichen Gesamtergebnisseaus Jahresergebnis und Konzessionsabgaben von 2008–20121.6501.5401.4301.3201.2101.1009908807706605504403302201100T€Konzessionsabgabe20082009Jahresergebnis201020112012Wir setzen uns weiter für die Nutzung erneuerbarer Energienein und bauen das Wärmeversorgungsnetz aus. Mit der


16Lagebericht | Entwicklung AllgemeinFörderung und Nutzung von Mikro-BHKW, einer modernenBrennstoffzelle und effizienter Wärmepumpen werden wirunserer ökologischen Verantwortung gerecht.Für die nächsten beiden Geschäftsjahre sind in den SpartenGasnetz, Wasser und Wärme keine Veränderungen zuerwarten. Der Gasabsatz wird 2013 mit 175 GWh prognostiziert.Die Sparte Strom wird weiter ausgebaut.Diese gilt es auch außerhalb unseres Netzgebiets in denSparten Gas, Strom und Wärme sowie durch Kosteneinsparungdurch optimierten Energiebezug zu kompensieren. Sowird für 2014 ein Umsatz von 13,0 Mio. € und ein Ergebnisder gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1.250 T€ geplant.Damit soll die von dem Hauptgesellschafter (Stadt PortaWestfalica) geforderte Ausschüttung, einschließlich Verlustvortragvon 600 T€, erfüllt werden.Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichenEinfluss auf die Lage der Gesellschaft haben, sind nachdem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.Porta Westfalica, den 30. März 2013Für das Geschäftsjahr 2013 werden die im Wirtschaftsplangesetzten Ziele, der Umsatz von rund 13,5 Mio. € und dasErgebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 1.317 T€,vorrausichtlich erreicht. Die Umsatzerlöse im Gasnetz werdennach dem neuen Netzentgeltbescheid höher ausfallen.Im Gasvertrieb wird es durch den scharfen Wettbewerb zuUmsatzverlusten kommen.Dipl.-Ing. Randulph NoackGeschäftsführer


Meilensteine 17Meilensteine der vergangenen Jahre> 2008> 2010> 2011> 2012Die sogenannteDie Stadtwerke PortaAm GänsemarktDer Bau des neuen Trink-„Südspange” mitWestfalica bietennehmen die Stadtwerkewasserhochbehälters in33 Kilometer neu ver-erstmals auch eineine Brennstoffzelle inLohfeld beginnt. Ab 2013legten ErdgasleitungenStromprodukt an:Betrieb. Die Testanlageersetzt der Speicher dieist fertig gestellt. NunPORTA-STROM stammtsoll Installateuren undälteren Behälter amsind auch die Ortsteilezu 100 % aus Wasser-Ingenieuren die Gelegen-gleichen Ort und gewähr-Costedt, Holzhausen,kraft und wird von denheit geben, die moderneleistet so die sichereHoltrup, Möllbergen undKunden äußerst positivTechnik in der Praxis zuVersorgung der PortanerVeltheim am Netz.angenommen.erproben.mit frischem Trinkwasser.


18Presseecho | Themen in der MedienlandschaftStadtwerkePorta Westfalicaheben Strompreise zuJahresbeginn anAnhebung erfolgt zum Jahresbeginn14.11.2012Porta Westfalica (mt/dh). Die Stadtwerke Porta Westfalicawerden die Strompreise zum Jahresbeginn anheben.Der kommunale Versorger erklärt dies mit derEEG-Umlage.Um die Ziele der Energiewende erreichen zu können,habe die Bundesregierung zum Januar 2013 einedeutliche Erhöhung der EEG-Umlage beschlossen. DieStromversorger seien verpflichtet, diese Umlage vonden Kunden einzuziehen und weiterzuleiten, teilendie Stadtwerke mit. »Wir können trotz steigenderEnergiepreise die Arbeitspreise konstant halten, dochleider ist es uns nicht möglich, die steigende EEG-Umlage für unsere Kunden auszugleichen«, erklärtVertriebsleiterin Christina Crepaz.Die Kunden werden in den nächsten Tagen über dieneuen Preise informiert – die Änderungen könnenauch online eingesehen werden und werden in denAmtlichen Bekanntmachungen der MT-Samstagausgabeveröffentlicht.Stadtwerke-Geschäftsführer Randulph Noack hältdie EEG-Umlage grundsätzlich für eine gute Sache,sieht jedoch Verbesserungsbedarf: »Die Kosten fürdie Energiewende könnten fairer verteilt werden«,findet er. Schließlich seien rund 700 Unternehmen inDeutschland, die besonders viel Energie verbrauchen,von der Umlage befreit. »Wir alle wünschen uns fürdie Zukunft eine sichere, bezahlbare und ökologischverträgliche Energieversorgung, deswegen sollteauch jeder seinen Beitrag dazu leisten.«Stadtwerke lassenZähler ablesen14.11.2012Porta Westfalica (mt/dh). Die Mitarbeiter der Stadtwerkebesuchen ab Donnerstag, 15. November, diePortaner Haushalte, um die Gas-, Strom- und Wasserzählerabzulesen. Alle Monteure der Stadtwerke könnensich ausweisen. Wer sich unsicher ist, ob er es mit einemMitarbeiter der Stadtwerke zu tun hat, kann unterder Rufnummer (0571) 97515-46 anrufen und um eineIdentifizierung bitten.PresseechoThemen in der MedienlandschaftPortaner Stadtwerkepachten BadezentrumNeuorganisation soll Steuervorteile und Tafelsilber erhalten / BürgermeisterBöhme: Dieses Bad hat PotenzialVON DIRK HAUNHORST, 28.12.2012Porta Westfalica (mt). DieStadtwerke Porta WestfalicaGmbH wird vom kommendenJahr an den Betrieb des Badezentrumsübernehmen. Damitbleibt der lohnende steuerlicheQuerverbund erhalten.Sind mit dem Pachtmodell zufrieden: Stadtwerke-GeschäftsführerRandulph Noack (l.) und Bürgermeister Stephan Böhme (hierMitte Dezember beim Richtfest am Hochbehälter).Die Neuanordnung der städtischenTöchterbetriebe hat denVerantwortlichen viel Kopfzerbrechenbereitet. BürgermeisterStephan Böhme, zugleichAufsichtsratsvorsitzender derBadezentrum GmbH, präsentiertegestern gegenüber demMT eine Lösung, mit der sowohldie Stadt als auch die Finanzbehördegut leben können. Demnach dürfen auch künftig die Erträge der Stadtwerkemit den Verlusten des Bades steuermindernd verrechnet werden. Das bringt imJahr bis zu 200.000 Euro.Vor allem aber bleibt das »Tafelsilber« der Stadt erhalten. Denn im Fall einer Insolvenzder angeschlagenen Badezentrum GmbH – sie ist in der bisherigen Konstruktiondie Mutter der Stadtwerke GmbH – wären die im Bad untergebrachten EonundStadtwerkebeteiligungen verloren gegangen und die Stadtwerke womöglich fürkleines Geld an die Minderheitsgesellschafter RWE/Eos gefallen.Künftig soll der städtische Versorger das Bad von der Stadt pachten, vermutlichgeschieht dies in der zweiten Jahreshälfte, nachdem die Tinte unter den entsprechendenJahresabschlüssen trocken ist. Bereits vom 1. Januar an übernehmendie Stadtwerke das operative Geschäft. Dazu wird ein Betriebsführungsvertraggeschlossen.Stadtwerke-Geschäftsführer Randolph Noack sieht den Änderungen gelassen undmit den Augen eines Technikers entgegen. »Im Keller des Bades gibt es Pumpen,die denen eines Wasserwerkes verwandt sind. Und um die Heizung dort kümmernwir uns längst.« Die Kunden des Bades werden von den Änderungen praktischnichts mitbekommen. Und die zwölf Badmitarbeiter seien »sehr gut abgesichert«,sagt Böhme. Sie werden nach Auflösung der GmbH und Rückübertragung des Badesauf den Kernhaushalt zu städtischem Personal und als solches den Stadtwerkenzur Verfügung gestellt.Stabilisierung nach unruhigen ZeitenDie Wiedereingliederung des Bades sollte bereits vor einem Jahr erfolgen. Dochmachte ein Wirtschaftsprüfer darauf aufmerksam, dass die Verankerung desBades als Betrieb gewerblicher Art innerhalb des Kernhaushaltes den Verlust desSteuervorteils nach sich zöge. So suchten die Verantwortlichen eine neue Lösung,die sie in dem Pachtmodell anscheinend gefunden haben.Das Portaner Badezentrum hatte in den vergangenen zwei Jahren häufig negativeSchlagzeilen gemacht. 2011 beschloss der Stadtrat eine Reduzierung von Personalund Öffnungszeiten, um jährliche Verluste von mehr als einer Million Euro zuverringern. Von ehemals 32 Mitarbeitern mussten 20 gehen, arbeitsrechtlicheAuseinandersetzungen folgten.»Inzwischen haben wir wieder eine gewisse Ruhe im Betrieb«, sagt Dieter Watermann,Geschäftsführer der Bad GmbH. Die Wiederaufnahme der zwischenzeitlichgeschlossenen Bistros wirke sich positiv auf den Besucherzuspruch aus.Bürgermeister Böhme glaubt, »dass dieses Bad Potenzial hat«. Er verstehe deshalbnicht die immer wieder aufkeimenden Gerüchte, denen zufolge die Personalreduzierungender Anfang vom Ende dieser Einrichtung seien. Das Bad solle für Vereine,Schulen und die Bürgerschaft insgesamt erhalten werden, betont das Stadtoberhaupt.Allerdings sind dabei Grenzen, die der marode städtische Haushalt setzt, zu beachten.So werden auch die Stadtwerke im Zuge ihrer kaufmännischen und technischenBetriebsführung darauf achten müssen, die verordnete Defizitgrenze desBades in Höhe von 800.000 Euro nicht zu überschreiten.Hilfreich dabei wäre besseres Wetter als im vergangenen Sommer.


Presseecho | Themen in der Medienlandschaft 19Gaspreise steigen leicht – Ab Januar neue Tarife bei Portaner StadtwerkenPorta Westfalica (mt/hy). Ab dem 1. Januar 2013 gelten neue Tarife bei den Stadtwerken, die Gaspreise steigen leicht an.23.11.2012Die früheren Tarife Single, Family und Special heißen nun Porta-Gas Mini, Porta-Gas Maxi und Porta-Gas Spezial. Darüber hinaus wurden zwei neue Tarifoptionengeschaffen: Wer sich mit Porta-Gas Mini 365 oder Porta-Gas Maxi 365 für zwölf Monate an das Angebot der Stadtwerke bindet, wird mit einem Preisnachlass belohnt. Dieneuen Porta-Gas-Tarife sind für die nächsten zwölf Monate garantiert, der Kunde geht also kein Risiko ein, wenn er sich für einen Jahresvertrag entscheidet.Übrigens können Kunden zusätzlich noch sparen, wenn sie die Jahresvorauszahlung in Anspruch nehmen – insgesamt ist so eine Ersparnis von bis zu5,7 % möglich. Das macht für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 25.000 Kilowattstunden etwa 111 Euro aus. Auf diese Weise kann dieleichte Erhöhung der Gaspreise, die ebenfalls ab Januar 2013 wirksam wird, ausgeglichen werden.Böhmes Baustellen-TriathlonGrundsteinlegung für Trinkwasser-Hochbehälter gerät zur sportlichenHerausforderungVON DIRK HAUNHORST, 02.06.2012Porta Westfalica-Lohfeld (mt). EineGrundsteinlegung hat durchaus sportlichenCharakter. Vor allem, wenn siemitten im Wald stattfindet. BürgermeisterStephan Böhme absolviertegestern den Baustellen-Triathlon:Laufen-Schrauben-Tragen. Am Ende entwickeltesich daraus gar ein Fünfkampf.Die Portaner Stadtwerke GmbH feiertegestern den offiziellen Auftakt zumBau eines neuen Trinkwasser-Hochbehälters.Dazu mussten Gastgeber undGäste zunächst einen ordentlichen Anstiegbewältigen. Hinter der ehemaligenGaststätte »Mettwurst-Möller« ging esauf rutschigem Untergrund steil bergaufzum Kreuzplatz. Hier errichtet derstädtische Versorger einen Hochbehältermit einem Fassungsvermögen von2.000 Kubikmetern.Die Investition in Höhe von einer MillionEuro sichert die Trink- und Löschwasserversorgungfür 11.000 Einwohnerin den Orten Nammen, Wülpke,Kleinenbremen, Eisbergen und Lohfeld.Emsige Schrauber: Unter den interessierten Blicken der Gäste verschlossen Stadtwerke-GeschäftsführerRandulph Noack (l.) und Bürgermeister Stephan Böhme den Behälter für die Grundsteinlegung.Ende dieses Jahres sollen die erstenLiter aus den Brunnen hoch in den Behältergepumpt werden und von dortins Leitungsnetz gelangen. Nach einerÜbergangs- und Umstellungsphase werdendann vier alte sanierungsbedürftigeBehälter vom Netz genommen, sagteStadtwerke Geschäftsführer RandulphNoack.Er nahm gemeinsam mit Stephan Böhme,zugleich Aufsichtsvorsitzender derStadtwerke, die Grundsteinlegung vor.In einer schweren Zeitkapsel wurdenMindener Tageblatt, Pläne, Urkundeund Münzen versenkt.Unter den neugierigen Blicken der Gästedemonstrierten Böhme und Noack,dass sie mit dem Schraubenschlüsselumgehen können. Angesichts der sorgfältigenArbeit gewannen Beobachterden Eindruck, dass es der Nachweltschwerfallen dürfte, den Behälter jemalswieder zu öffnen.Diesen trugen Böhme und Noack anschließendzum Verbuddeln in dieBaugrube und wurden nicht müde, dieWünsche der Fotografen zu erfüllen:Mehrmals legten sie die Kapsel ab undnahmen sie wieder auf.Für den Bürgermeister war es gewissermaßenein Vierkampf, denn zuvor hatteer in seiner Ansprache einen Blick indie Geschichte der Portaner Wasserversorgunggeworfen. Ein Meilenstein wardabei eine Entscheidung, die mehr als40 Jahre zurückliegt: 1970 beschlossder Haupt- und Finanzausschuss die»Verbesserung der Wasserversorgungim Amt Hausberge«.Die Planungen für den neuen Hochbehälterbegannen 2008. An derStandortwahl im Jahr 2010 war ErichSteinbrecher maßgeblich beteiligt. Fürden Wasserwirtschafts-Ingenieur, derim Laufe der Jahrzehnte mit seinemBüro etliche Bauprojekte in der Regionbetreut hatte, war der Hochbehältereine seiner letzten beruflichen Herausforderungen:Erich Steinbrecher starbAnfang 2011 nach schwerer Krankheit.Die fünfte Disziplin an diesem Vormittagdurfte Stephan Böhme übrigens imSitzen absolvieren: Die Stadtwerke serviertenan der Baustelle einen stärkendenImbiss.Getrennte RechnungExtra-Konto für AbwassergebührPorta Westfalica (mt/dh). Getrennte Betriebe, getrennte Abrechnung: Künftigerhalten die Bürgerinnen und Bürger eine Wasserrechnung der Stadtwerke unddavon unabhängig einen Gebührenbescheid des Wirtschaftsbetriebes für dieAbwasserentsorgung. Die Erhebung der Abwassergebühren erfolgt für das Jahr2011 letztmalig mithilfe der Stadtwerke. Ab dem Abrechnungsjahr 2012 wirddies getrennt.17.01.2012Wie die Stadtverwaltung mitteilt, sind rechtliche Gründe für die Neuerung ausschlaggebend,danach ist die Rechnung des Versorgers vom Gebührenbescheid desEntsorgers zu trennen. Jeder Kunde erhält für die Überweisung der Abwassergebühreneine neue Kontonummer. Es ist geplant, im Februar die Gebührenbescheidefür Abwasser zu versenden, teilt die Stadtverwaltung mit. In diesem Bescheid wirdauf Basis des Frischwasserverbrauchs 2011 die Höhe der Abwassergebühr ermittelt.Die Abgabe für die Entsorgung von Regenwasser ergibt sich aus den aktuellenAngaben infolge der Flächenerfassung.Mit dem Gebührenbescheid wird eine Einzugsermächtigung versandt. Es bestehtaber auch die Möglichkeit, einen Dauerauftrag einzurichten (oder bestehendeDaueraufträge entsprechend zu ändern). Die Zahlung der Abschläge erfolgt in derRegel quartalsweise. Nähere Hinweise stehen in dem Gebührenbescheid.Die Stadt weist außerdem darauf hin, dass Abwassergebühren an das jeweiligeGrundstück gebunden sind, (geregelt ist dies im Kommunalabgabengesetz, Paragraf6). Privatrechtliche Vereinbarungen zwischen dem Mieter und Vermieterseien für die Abwassergebührenerhebung nicht wirksam. Der Grundstückseigentümermuss also für die Abwassergebühren aufkommen, wenn sich der Mieter andie privatrechtliche Vereinbarung nicht hält. Die Gebühr werde daher von diesemJahr an ausschließlich gegenüber dem Eigentümer geltend gemacht.Wer Fragen zu den Änderungen hat, kann sich an die Stadtverwaltung wenden,Telefon: (0571) 791-588.


20Mitarbeiter | Personalentwicklung und -aufwandEin starkes Teamfür unsere KundenBei den Stadtwerken sind derzeit sieben Mitarbeiter imVertrieb und dazugehörigem Datenaustausch beschäftigt.Sie haben zusammen mit den anderen Abteilungen auch indiesem Jahr dafür gesorgt, dass wir die gesetzten wirtschaftlichenZiele erreichen und übertreffen konnten. UnsereKunden wissen: Kompetente, freundliche Beratung, einezügige Bearbeitung von Anfragen und Anträgen sowie diegemeinsame Suche nach individuellen Lösungen sind beiunserem Team selbstverständlich. Dieser ausgezeichneteService unterscheidet uns von vielen anderen Energieanbieternund soll auch in Zukunft unser Markenzeichen bleiben.Ab dem nächsten Jahr gehen wir einen weiteren Schrittin der Mitarbeiterentwicklung: Zwei junge Auszubildendewerden ihre Ausbildung zum Industriekaufmann beginnen.Auch in anderen Bereichen unseres Unternehmens sollenAusbildungsplätze geschaffen werden. Denn nur mit gutausgebildetem Nachwuchs können wir die Herausforderungender nächsten Jahre meistern.Aufteilung der Mitarbeiter 31.12.2012Angestellte 22Lohnempfänger 10Mitarbeiter zusammen 32Lebensalter der Mitarbeiter 31.12.2012bis 30 Jahre 631 bis 40 Jahre 641 bis 50 Jahre 1051 bis 60 Jahre 10über 60 Jahre 0Durchschnittsalter der Belegschaft 43


Mitarbeiter | Personalentwicklung und -aufwand 21Die Zahlen immer im Blick:Marcel BuchholzWenn Sie PORTA-STROM beziehen möchten oder einen Förderantragbei den Stadtwerken stellen, landen Ihre Unterlagen wahrscheinlichauf dem Schreibtisch von Marcel Buchholz: „Ich bin hier für dieLieferantenwechsel, die Vertragsabschlüsse mit Transportkundenund die Erdgasförderanträge zuständig“, erklärt der23-Jährige. Beim Jahresabschluss unterstützt er das Team, indem erStatistiken erstellt und die Absatzzahlen berechnet. „Zahlen warenschon immer mein Ding. Ich freue mich, dass ich bei denStadtwerken so vielseitige und spannende Aufgaben übernehmenkann – und das in einem tollen Team.“ Teamworkist dem Industriekaufmann auch privat wichtig: Er spielt im offensivenMittelfeld beim Fußballverein TSV Eintracht Exten.Im Servicecenter für Sie da:Jessica MauJessica Mau (23) arbeitet seit 2,5 Jahren bei denStadtwerken. „Ich bin im Servicecenter undam Telefon Ansprechpartner für die Kundenund dafür zuständig, ihnen bei allenFragen und Anliegen rund um ihr Vertragskontobehilflich zu sein.“ Dazu gehören unteranderem die An- und Abmeldung, die Erklärung derRechnung oder die Vereinbarung von Ratenplänen.„Die Arbeit macht mir viel Spaß. Vor allemder persönliche Kontakt zu den Kundenund die Möglichkeit, ihnen mit meiner Leistungweiterzuhelfen, sind mir sehr wichtig.“ Ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit,sich in den Kunden hineinzuversetzen, sind für ihre Aufgabe unverzichtbar. Der Job kann auch stressig werden.„Zur Jahresendabrechnung müssen wir alle auf Hochtouren arbeiten, um den reibungslosen Ablaufzu gewährleisten.“ Privat erholt sich die Industriekauffrau am liebsten in der Natur: „Wenn ich mit meinem Hundund meinem Pferd draußen unterwegs bin, kann ich prima abschalten und neue Kraft tanken.“


22Kurz notiertKurz notiertMai: Das Bewerbungsverfahren für zweiAusbildungsplätze für Industriekaufleute bei denStadtwerken beginnt. 60 interessierte Jugendlichebewerben sich – am Ende freuen sichMarius Westermann und Karl Neitmannüber die Zusage.Februar: In Lerbeck findet der GOV-Erdgas-Cupstatt, bei dem die E-Jugend-Mannschaftender Region gegeneinander antreten.Von zahlreichen Fans umjubelt setzen sichdie Nachwuchs-Kicker vom Vfl Mennighüffenam Ende gegen die Konkurrenz durch.Juni: Der TUS Möllbergen richtet zum zehntenMal den beliebten Jedermann-Triathlon aus,den die Stadtwerke seit Jahren unterstützen.Beim Quiz gewinnt die 12-jährige Laura Rose,die sich über einen Gutschein fürs „RambaZamba“ in Luhden freut.Juni: Bürgermeister Stephan Böhme undStadtwerke-Geschäftsführer Randulph Noack legenzusammen den Grundstein für den neuen Trinkwasserhochbehälterin Lohfeld, der die älterenBehälter an gleicher Stelle ersetzen soll.


Kurz notiert 23August: Die Stadtwerke verlosen beim Tag derOffenen Tür am Flughafen Vennebeck unterallen Besuchern, die an ihrem Quiz teilnehmen,einen Rundflug. Frau Hölling aus Rinteln wirdals Gewinnerin gezogen und freut sich riesigüber den ersten Preis.Oktober: Die EEG-Umlage wird erhöht. Ab demJanuar 2013 beträgt sie 5,277 statt zuvor 3,592 Centpro Kilowattstunde. In diesem Zusammenhang geratenvor allem die Rabatte für rund 700 stromintensiveUnternehmen in die Kritik, die durch die Haushalteindirekt subventioniert werden.September: Auch auf dem Stadtfest sind dieStadtwerke vor Ort und laden die Besucher zumQuiz und zum Mitmachen am Shuffle Board ein.Peter Franken und Nicole Holdt räumen denersten Preis – ebenfalls ein Rundflug – ab.Dezember: Die Stadtwerke vereinbaren mitihren Mitarbeitern die Ziele für das Jahr 2013: DieZukunft der regionalen Energieversorgung, eine rundumkompetente Beratung der Bürger in allen Energiefragenund der gemeinsame Einsatz für dasBadezentrum stehen dabei im Zentrum. Danebenwird ein Vorschlagswesen eingerichtet.November: Die Stadtwerke informieren die Kundenüber eine leichte Erhöhung der Gaspreise zum 1. Januar 2013und geben die Umbenennung der Tarife bekannt. Ab sofortheißen die Gastarife PORTA-GAS Mini, PORTA-GAS Maxiund PORTA-GAS Spezial. Daneben werden zwei neue Tarifoptioneneingeführt: Wer sich mit PORTA-GAS Mini 365 oderPORTA-GAS Maxi 365 für zwölf Monate an das Angebot derStadtwerke bindet, wird mit einem Preisnachlass belohnt.


24Organe | Der Aufsichtsrat und seine MitgliederDer Aufsichtsrat undseine MitgliederRatsmitglieder· Stephan Böhme Bürgermeister Vorsitzender· Rolf-Dieter Klocke selbst. Kaufmann stellv. Vorsitzender· Dirk Rahnenführer Elektromeister· Michael Temme selbst. Bauunternehmer· Reinhard Fromme Studiendirektor· Peter Klenke Geschäftsführer· Jörg Möller Landwirt· Holm Schrader Controller· Roland Kwiedor SteuerberaterRWE Deutschland AG, Essen· Jörg Klein Key-Account-Manager· Walter Roppes Leiter Regional-CenterOsnabrück Netzservice GmbHE.ON Westfalen Weser AG, Paderborn· Dipl.-Ing. Dieter Kaiser Prokurist· Michael Heidkamp VorstandArbeitnehmervertreter· Jörg Redeker Vorhandwerker· Sebastian Brand kfm. AngestellterZum Geschäftsführer war im Berichtsjahr bestellt:· Dipl.-Ing. Randulph Noack, Porta WestfalicaDie Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Berichtsjahr Vergütungen von 1,5 T€.Porta Westfalica, den 30. März 2013 Stadtwerke Porta Westfalica GmbHDipl.-Ing. Randulph NoackGeschäftsführer


Bericht des Aufsichtrates 25Bericht des AufsichtsratesIm Geschäftsjahr 2012 hat der Aufsichtsrat sämtliche ihmnach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.Er hat die Geschäftsführung bei der Leitungdes Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführungsmaßnahmenüberwacht. Dabei war er in alleEntscheidungen eingebunden, die für das Unternehmenvon grundlegender Bedeutung waren. Die Geschäftsführunginformierte den Aufsichtsrat in schriftlichen undmündlichen Berichten regelmäßig, umfassend und zeitnahüber alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung,die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragender zukünftigen Geschäftsführung sowie über wichtigeGeschäftsvorfälle. Im Berichtsjahr kam der Aufsichtsrat zuvier ordentlichen Sitzungen zusammen. Beratungsschwerpunkteder Aufsichtsratssitzungen bildeten vor allem:• der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011• die Entwicklung der einzelnen Sparten im laufendenGeschäftsjahr 2012• Preisanpassungen und Bezugsverträge 2012• die Unternehmensplanung und der Wirtschaftsplan 2013Über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutungoder Dringlichkeit wurde der Aufsichtsrat auch zwischenden Sitzungen zeitnah informiert.Der von der Geschäftsführung aufgestel lte Jahresabschlussder Gesellschaft wurde von der WirtschaftsprüfungsgesellschaftEversheimStuible Treuberater GmbH unterEinbeziehung der Buchführung geprüft und mit demuneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüferwar durch den Aufsichtsrat am 06. Dezember2012 gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung desJahresabschlusses beauftragt worden. Die Jahresabschlussunterlagen,der Geschäftsbericht sowie der Prüfungsberichtdes Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsratsrechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am31. Mai 2013 zugeleitet worden. Die Geschäftsführung unddie Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EversheimStuible TreuberaterGmbH haben die Unterlagen in der Bilanzsitzungdes Aufsichtsrats zusätzlich auch mündlich erläutert. Diefür die Abschlussprüfung zuständigen Wirtschaftsprüferberichteten in dieser Sitzung zudem über die wesentlichenErgebnisse ihrer Prüfung und standen für ergänzendeAuskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den von derGeschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss seinerseitseingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben.Er hat dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfersund dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012, der damitfestgestellt ist, zugestimmt sowie der Gesellschafterversammlungdie entsprechende Beschlussfassung empfohlen.Auf Basis der Berichte und Beschlussvorschläge derGeschäftsführung fasste der Aufsichtsrat in seinenSitzungen entsprechende Beschlüsse, soweit dies nachGesetz oder Gesellschaftsvertrag erforderlich war. Fallsnotwendig, wurden Entscheidungen im Umlaufverfahrengetroffen.Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsratsin ständigem Kontakt mit der Geschäftsführung. Ereignissevon außerordentlicher Wichtigkeit für die Lage undEntwicklung der Gesellschaft konnten somit unverzüglicherörtert werden.Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung sowieallen für die Gesellschaft tätigen Mitarbeiterinnen undMitarbeitern für ihr großes Engagement.Porta Westfalica, den 14. Juni 2013Der AufsichtsratVorsitzender des AufsichtsratesBürgermeister Stephan Böhme


26Gewinn- und VerlustrechnungAngaben zu den Posten derGewinn- und VerlustrechnungAngaben zum JahresergebnisDas Jahresergebnis ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertragesan die Badezentrum Porta WestfalicaGmbH abzuführen.Ergänzende AngabenFür den Abschlussprüfer, die EversheimStuible TreuberaterGmbH, sind in der Gewinn- und Verlustrechnungfolgende Aufwendungen erfasst:· Abschlussprüfungsleistungen 18 T€· Steuerberatungsleistungen 5 T€Im Jahresdurchschnitt waren (ohne Geschäftsführung)21 Angestellte, davon fünf Teilzeitkräfte, sowie zehngewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt.Umsatzerlöse Umsatzerlöse nach Betriebszweigen in T€2012 2011Stromversorgung 969 614Gasversorgung 8.320 8.141Wasserversorgung 3.445 3.467Nahwärmeversorgung 657 55313.391 12.775


Gewinn- und Verlustrechnung271. Umsatzerlöseabzüglich Energie- und Stromsteuer2012 in € 2011 in T€14.339.941,85-948.951,52 13.390.990,3313.667-8922. andere aktivierte Eigenleistungen 111.539,20 1113. sonstige betriebliche Erträge 774.296,43 4504. Materialaufwand:a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- undBetriebsstoffe und für bezogene Waren -6.908.177,84 -5.650b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -495.848,98 -7.404.026,82 -3025. Personalaufwanda) Löhne und Gehälter -1.425.165,93 -1.337b) soziale Abgaben und Aufwendungen fürAltersversorgung und für Unterstützung, -374.368,37 -1.799.534,30 -375davon für Altersversorgung: 103.328,58 1046. Abschreibungenauf immaterielle Vermögensgegenständedes Anlagevermögens und Sachanlagen -1.384.449,42 -1.4247. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.986.631,82 -2.0298. Erträge aus Beteiligungen 32.631,34 179. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.312,34 1910. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -492.428,13 -43011. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.253.699,15 1.82512. AuSSerordentliche Erträge 0,00 013. Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschafter -185.906,88 -26214. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -34.856,25 -4715. Steuerumlage -316.243,43 -50116. sonstige Steuern -88.940,08 -5717. Einstellung in Gewinnrücklagen -202.523,42 018. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertragsabgeführte Gewinne-425.229,09 -95819. Jahresüberschuss 0,00 0


28Aktiva 2012Aktiva2012 in € 2011 in T€A. anlagevermögenI. Immaterielle VermögensgegenständeKonzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte undWerte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.482,97 20II. Sachanlagen1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauteneinschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.023.335,83 1.0982. technische Anlagen und Maschinen 17.525.810,71 17.7053. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 347.139,49 2954. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 836.739,18 188III. FinanzanlagenBeteiligungen 11.343,71 11B. UmlaufvermögenI. VorräteRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 72.162,95 89II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.536.916,62 3.1202. Forderungen gegen Gesellschafter 136.767,96 623. sonstige Vermögensgegenstände 154.686,85 143III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.562.036,69 2.015C. Rechnungsabgrenzungsposten 0 324.233.422.96 24.750


Passiva 2012 29Passiva2012 in € 2011 in T€A. EigenkapitalI. Gezeichnetes Kapital 3.405.258,00 3.405II. Kapitalrücklage 3.401.849,88 3.002III. Gewinnrücklagenandere Gewinnrücklagen 464.819,87 262IV. BilanzgewinnJahresüberschuss 0,00 0B. Empfangene Ertragszuschüsse 3.615.813,24 3.745C. Rückstellungen1. sonstige Rückstellungen 2.837.839,25 1.557D. Verbindlichkeiten1. Genussrechtskapital 417.879,46 2972. Anleihen 2.002.000,00 2.9373. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.357.628,08 4.7004. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17.699,79 365. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.322.416,22 8626. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 927.379,40 1.7217. sonstige Verbindlichkeiten(davon aus Steuern: 203.913,36 €; Vorjahr: 147.551,29 €)1.462.839,77 2.22524.233.422.96 24.750


30Bilanz | Angaben zu Posten der BilanzBilanzAngaben zu Posten der BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügtenAnlagenspiegel dargestellt. Bei den Beteiligungen(Finanzanlagen) handelte es sich um denGeschäftsanteil an der Arbeitsgemeinschaft ostwestfälischerVersorgungsunternehmen (AOV GbR) inGütersloh. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständehaben eine Restlaufzeit vonweniger als einem Jahr. Die Forderungen gegenGesellschafter betreffen überwiegend Forderungenaus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Rückstellungenbetreffen im Wesentlichen noch ausstehendeRechnungen sowie energiewirtschaftlicheVerpflichtungen.Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutensind 3.721 T€ durch Bürgschaften der StadtPorta Westfalica gesichert. Die sonstigen Verbindlichkeitenbetreffen mit 238 T€ Verbindlichkeiten ausSteuern und Sonstige Steuern.Latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischenhandels- und steuerrechtlichen Wertansätzen vonVermögensgegenständen und Schulden sind beimOrganträger zu berücksichtigen.Aus einem Leasingvertrag ergibt sich eine kurzfristigesonstige finanzielle Verpflichtung von 2 T€.Für unsere Gaskunden wurden für den ZeitraumOktober 2012 bis September 2015 Teilmengen von164 GWh mit Bezugskosten von 4.843 T€ beschafftund vertraglich gebunden. Es wurden für 2013 und2014 jeweils rund 3 GWh Strom zu Beschaffungskostenvon rund 200 T€ bestellt.Verbindlichkeiten Gesamt T€ bis 1 Jahr T€ über 5 Jahre T€Genussrechtskapital 418 0 418Anleihen 2.002 0 2.002Verbindlichkeitengegenüber Kreditinstituten 4.358 467 2.321erhaltene Anzahlungenauf Bestellungen 18 18 0Verbindlichkeiten ausLieferungen und Leistungen 1.322 1.322 0Verbindlichkeitengegenüber Gesellschaftern 927 927 0sonstige Verbindlichkeiten 1.463 1.463 010.508 6.293 4.741


Bilanz | Angaben zu Posten der Bilanz 31


32Anlagevermögen | EntwicklungAnlagevermögenEntwicklung des Anlagevermögenszum 31. Dezember 2012Anschaffungs- und HerstellungskostenPosten des Anlagevermögens in € Stand 01.01.2012 ZugangI. Immaterielle VermögensgegenständeEntgeltlich erworbene Konzessionen,gewerbliche Schutzrechte und ähnlicheRechte und Werte sowie Lizenzen an solchenRechten und Werten 131.049,05 13.983,00II. Sachanlagen1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechteeinschließlich der Bauten auf fremdenGrundstücken 3.392.628,40 02. technische Anlagen und MaschinenGasversorgungWasserversorgungNahwärmeversorgung21.607.111,0229.074.199,991.260.346,40412.808,49557.693,2589.097,313. andere Anlagen, Betriebs- undGeschäftsausstattung 1.251.619,94 129.522,874. Anlagen im Bau 188.367,03 679.987,7656.774.272,78 1.869.109,68III. FinanzanlagenBeteiligungen 11.343,71 0Anlagevermögen insgesamt 56.916.665,54 1.883.092,68


Anlagevermögen | Entwicklung 33AbschreibungenBuchwerteAbgang Umbuchungen Geschäftsjahr 2012 Stand 31.12.2012 Stand 31.12.2012 Stand Vorjahr0 0 7.208,74 118.549,08 26.482,97 19.708,710 0 74.303,69 2.369.292,57 1.023.335,83 1.097.639,5263.132,2685.785,4204.747,46026.868,15501.678,23661.961,5661.528,9212.916.392,4521.507.173,07934.578,169.045.142,268.038.934,75441.733,709.151.160,348.166.547,02387.297,1653.972,73 0 77.768,28 980.030,59 347.139,49 295.384,900 -31.615,61 0 0 836.739,18 188.367,03202.890,41 0 1.377.240,68 38.707.466,84 19.733.025,21 19.286.395,970 0 0 0 11.343,71 11.343,71202.890,41 0 1.384.449,42 38.826.015,92 19.770.851,89 19.317.448,39


34AnhangAnhangForm und Darstellung von Bilanz und Gewinn- undVerlustrechnungDer Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriftendes Dritten Buches des Handelsgesetzbuches(HGB) erstellt.Die Gliederung der Bilanz wurde gemäß § 265 Absatz 5 HGBum folgende Positionen erweitert:• Forderungen gegen Gesellschafter• Empfangene Ertragszuschüsse• Genussrechtskapital• Verbindlichkeiten gegenüber GesellschafternFür die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahrengewählt worden. Gesetzlich geforderteAngaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der GewinnundVerlustrechnung werden grundsätzlich im Anhanggemacht.Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständesind zu Anschaffungskosten, vermindert umplanmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Bewertungder Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskostenabzüglich planmäßiger Abschreibungen.Kapitalzuschüsse werden im Jahr des Zuganges abgesetzt.Bei den selbst erstellten Anlagen werden neben den Fertigungs-und Materialkosten Gemeinkosten im gefordertenUmfang aktiviert.Die Gasversorgungsanlagen ab Zugangsjahr 1999 und diegemeinsamen Anlagen werden entsprechend ihrer jeweiligenNutzungsdauer linear abgeschrieben, alle übrigenAnlagen soweit wie möglich degressiv zu den steuerlichzulässigen Höchstsätzen mit dem späteren Übergangauf die lineare Abschreibung zum günstigsten Zeitpunkt.Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2009 wurden ausschließlichlinear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter(151,00 € bis 1.000,00 €) werden ab dem Zugangsjahr 2008in einem Jahressammelposten erfasst und über fünf Jahrelinear aufgelöst. Für Sachanlagen, die bereits zu Beginndes Geschäftsjahres 2010 vorhanden waren und degressivabgeschrieben wurden, wird das Beibehaltungswahlrechtgemäß Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB ausgeübt und diedegressive Abschreibung fortgeführt. Die Beteiligungensind mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Vorrätewerden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung desNiederstwertprinzips bewertet; länger lagernde Vorrätesind abgewertet. Bei den Forderungen werden erkennbareEinzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Darüberhinaus wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch einePauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.Nach dem 01. Januar 2003 vereinbarte Baukostenzuschüssewurden 2009 unter dem Posten „Sonderposten für Investitionszuschüsse“ausgewiesen und über die Nutzungsdauerder bezuschussten Vermögensgegenstände zugunsten dersonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Ab dem 01. Januar2010 erfolgt der Ausweis der Baukostenzuschüsse einheitlichunter dem Posten „Empfangene Ertragszuschüsse“.Bei der Auflösung der Baukostenzuschüsse wurde grundsätzlicheine Gesamtdauer von 20 Jahren unterstellt. DieAuflösung wird hierbei linear über die Gesamtdauer bzw.über die verbleibende Restdauer zugunsten der Umsatzerlösevorgenommen. Die Rückstellungen berücksichtigen alleerkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. IhrAnsatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischerBeurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgenpassiviert. Die Gesellschaft ist Mitglied der Versorgungsanstaltdes Bundes und der Länder (VBL), Karlsruhe. Die Zusatzversorgungskassehat die Aufgabe, durch Versicherungder Arbeitnehmer ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alters-,Berufsunfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgungnach Maßgabe ihrer Satzung zu gewähren.Im Sinne der betrieblichen Altersversorgung handelt essich um eine Direktversicherung bei einer Pensionskasse.Gegenüber den Arbeitnehmern besteht für den Fall, dassdie Versorgungskasse ihren Verpflichtungen nicht mehrnachkommen kann, eine Einstandspflicht der Gesellschaft.Nach Auffassung des Hauptfachausschusses des Institutsder Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. liegt beidieser Art der Zusatzversorgung eine mittelbare Pensionsverpflichtungvor, für die nach Art. 28 Abs. 1 EGHGBein Passivierungswahlrecht besteht. Da es sich hierbei umein Wahlrecht ohne Rechtsverpflichtung handelt, hat dieGesellschaft für das Berichtsjahr von der Bildung entsprechenderRückstellungen keinen Gebrauch gemacht. DieVerpflichtung beträgt 3.016 T€.


Anhang 35Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz,Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unterEinbeziehung der Buchführung und den Lagebericht derStadtwerke Porta Westfalica GmbH, Porta, für das Geschäftsjahrvom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft.Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch dieEinhaltung der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschlussund Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichenVorschriften und den ergänzenden Bestimmungendes Gesellschaftsvertrages sowie die Einhaltung der Pflichtennach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung dergesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe istes, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfungeine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehungder Buchführung und über den Lagebericht sowieüber die interne Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWGabzugeben.Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGBunter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßigerAbschlussprüfung vorgenommen. Danach ist diePrüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeitenund Verstöße, die sich auf die Darstellung des durchden Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßigerBuchführung und durch den Lagebericht vermitteltenBildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslagewesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkanntwerden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteiltwerden kann, ob die Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG inallen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegungder Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über dieGeschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtlicheUmfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen übermögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfungwerden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogeneninternen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angabenin Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowiein der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWGüberwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. DiePrüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätzeund der wesentlichen Einschätzungender gesetzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellungdes Jahresabschlusses und des Lageberichts sowiedie Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung derKonten in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind undder Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind derAuffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichereGrundlage für unsere Beurteilung bildet.Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehungder Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungengeführt.Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenenErkenntnisse entspricht der Jahresabschluss dengesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungendes Gesellschaftsvertrages und vermittelt unterBeachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführungein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bildder Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage derGesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigenEntwicklung zutreffend dar.Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung inder internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG hatzu keinen Einwendungen geführt.Düsseldorf, den 24. Mai 2013EversheimStuible Treuberater GmbHWirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaftFaaschWirtschaftsprüferSchellhornWirtschaftsprüfer


ImpressumHerausgeber:Stadtwerke Porta Westfalica GmbHFähranger 1832457 Porta WestfalicaTelefon 0571 97515-0Telefax 0571 97515-99www.stadtwerke-porta-westfalica.deinfo@stadtwerke-porta-westfalica.deVerantwortlich für den Inhalt:Randulph Noack, GeschäftsführerStadtwerke Porta Westfalica GmbHKonzeption, Redaktion, Gestaltung und Druck:edler gestaltenDaniela Edlerwww.edlergestalten.deText und mehrHenrike Paulstichwww.textundmehr.com§ 328 Abs.2 S.4 HGB„Angabe zur Handelsregisterpublizität“:Wir haben den geprüften und mit demuneingeschränkten Bestätigungsvermerkversehenen Jahresabschluss zum 31. Dezember2012 und den Lagebericht beim Bundesanzeigeroffengelegt/eingereicht.Stadtwerke Porta Westfalica GmbHFähranger 1832457 Porta WestfalicaGeschäftsführer:Dipl.-Ing. Randulph NoackVorsitzender des Aufsichtsrates:Stephan Böhme,Bürgermeister der Stadt Porta WestfalicaSitz der Gesellschaft:Porta WestfalicaAmtsgericht Bad OeynhausenHRB 4929, St.-Nr. 335/5812/4277Meier Druck NammenRintelner Straße 134 · 32457 Porta WestfalicaTelefon 0571 9729628

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