Curriculum - Pädagogische Hochschule Tirol

pht.tsn.at

Curriculum - Pädagogische Hochschule Tirol

Inhaltsverzeichnis1 Qualifikationsprofil ............................................................................................... 32 Curriculum ........................................................................................................... 52.1 Allgemeines ................................................................................................... 52.1.1 Umfang und Dauer des Lehrgangs ......................................................... 52.2 Kompetenzenkatalog ..................................................................................... 62.3 Zulassungsvoraussetzungen ....................................................................... 102.3.1 Allgemeine Voraussetzungen ............................................................... 102.3.2 Besondere Voraussetzungen ................................................................ 102.4 Reihungskriterien ......................................................................................... 102.5 Modulraster ................................................................................................. 112.6 Modulübersicht ............................................................................................ 112.7 Modulbeschreibungen ................................................................................. 132.8 Prüfungsordnung ......................................................................................... 182.8.1 Geltungsbereich .................................................................................... 182.8.2 Art und Umfang der Prüfungen ............................................................. 182.8.3 Generelle Beurteilungskriterien ............................................................. 192.8.4 Informationspflicht der/des Modulverantwortlichen ............................... 202.8.5 Bestellungsweise der Prüfer/-innen ...................................................... 202.8.6 Anmeldeerfordernisse und Anmeldeverfahren ...................................... 202.8.7 Art der Modulbeurteilung ....................................................................... 212.8.8 Prüfungswiederholungen ...................................................................... 212.8.9 Rechtsschutz bei Prüfungen ................................................................. 222.8.10 Nichtigerklärung von Beurteilungen ................................................... 222.9 Beendigung des Studiums ........................................................................... 222.10 Zertifizierung ............................................ Fehler! Textmarke nicht definiert.2.11 Inkrafttreten und allfällige Übergangsbestimmungen ................................... 224 Dokumente für das BMUKK .............................................................................. 254.1 Angaben zum Curriculum ............................................................................ 252


1 QualifikationsprofilAufgaben, leitende Grundsätze und BildungszieleStudien an der Pädagogischen Hochschule Tirol orientieren sich an den leitendenPrinzipien der Vielfalt und Freiheit wissenschaftlich-pädagogischer Theorien,Methoden und Lehrmeinungen gemäß § 40, Abs. 1, Hochschulgesetz 2005. Diesbezieht sich auf die Durchführung von Lehrveranstaltungen im Rahmen der zuerfüllenden Aufgaben und deren inhaltliche und methodische Gestaltung. Darüberhinaus kommen die Bestimmungen des § 19 Abs. 2 bis 4 der Hochschul-Curriculaverordnung 2006 zur Anwendung.Unter besonderer Berücksichtigung der leitenden Grundsätze und Bildungsziele der§§ 8 und 9 des Hochschulgesetzes 2005 sowie des § 3 der Hochschul-Curriculaverordnung 2006 werden die Studien so gestaltet, dass diese zuberufsfeldbezogenen Kompetenzen führen und das grundlegende Berufswissen demaktuellen Stand der Wissenschaft entspricht.Der berufsbegleitende Lehrgang „Berufsorientierung und Lebenskunde“ vermitteltnotwendige fachwissenschaftliche und –didaktische Kompetenzen zurProfessionalisierung des pädagogischen Handelns der Lehrer/-innen anPolytechnischen Schulen im Pflichtgegenstand „Berufsorientierung undLebenskunde“ und im Pflichtgegenstand „Berufsorientierung“ sowie einschlägigenverbindlichen oder unverbindlichen Übungen an der Sekundarstufe I.Berufsorientierung heißt Lebensorientierung und ist als Prozess zu verstehen, derüber die Pflichtschulzeit hinausgeht. Wesentlich ist die Fähigkeit, Entscheidungenvorbereiten, treffen und umsetzen zu können sowie über eigene Stärken undSchwächen Bescheid zu wissen, sich Ziele zu setzen und ergebnisorientiert zuverfolgen. Ebenso wichtig ist es, Wissen durch gezielte Informationssuche zuerweitern, Informationen und Angebote zu bewerten und auf persönliche Relevanzhin zu überprüfen.Die Studierenden werden im Rahmen dieses Lehrgangs zu Expert/-innen für dasUnterrichtsfach „Berufsorientierung und Lebenskunde“ qualifiziert. Die Absolvent/-innen sind offen für neueste Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse unter3


permanenter Berücksichtigung von forschendem Weiterentwickeln der eigenenProfessionalität im Rahmen des lebenslangen Lernens, um die aktuellen erziehungsundunterrichtwissenschaftlichen Anforderungen bestmöglich an PolytechnischenSchulen und an der Sekundarstufe I erfüllen zu können.Die Studienangebote werden wissenschaftlich fundiert und berufsfeldbezogengestaltet, sodass die Studierenden befähigt werden, unter Beachtung dergesellschaftlichen, pädagogischen und bildungspolitischen Entwicklungen ihrenUnterricht zu planen, durchzuführen und zu reflektieren.Inhaltliche Schwerpunkte wie integrative/inklusive Pädagogik, Gender und Diversity,Förderdidaktik, Stärkung sozialer und personaler Kompetenzen sind ein integrierterBestandteil des Lehrgangs.Das Kompetenz-Strukturmodell für „Berufsorientierung und Lebenskunde“ ist derLeitfaden für die Gestaltung des Lehrgangs. Schülerinnen und Schüler in ihrerBildungs-, Berufs- und Lebensorientierung zu unterstützen und Grundkompetenzenzu fördern, ist Aufgabe der Schule und kommt sowohl in den allgemeinenLehrplanbestimmungen und grundlegenden Bildungszielen der Schulen als auch inden Lehrplänen zum Ausdruck.4


2 Curriculum2.1 Allgemeines2.1.1 Umfang und Dauer des LehrgangsDer Lehrgang „Berufsorientierung und Lebenskunde“ umfasst 18 ECTS-Punkte, setztsich aus drei Modulen zu je 6 ECTS-Punkte zusammen und dauert mindestens dreiSemester. Der Lehrgang wird berufsbegleitend angeboten.2.1.1.1 StudienfachbereicheHumanwissenschaften:Fachwissenschaften:Schulpraktische Studien:Ergänzende Studien:Abschlussarbeit:0,00 ECTS-Punkte14,50 ECTS-Punkte0,00 ECTS-Punkte3,50 ECTS-Punkte0,00 ECTS-Punkte2.1.1.2 StundenausmaßDer Workload des Lehrgangs umfasst 450 Echtstunden (18 ECTS-Punkte). Dieser istdurch betreute Studienanteile (Präsenzstudium und betreute Studienanteile gem. §37 HG 2005) und im Rahmen des unbetreuten Selbststudiums zu erbringen.Betreute Studienanteile:Unbetreute Studienanteile:231 Echtstunden219 Echtstunden5


2.2 KompetenzenkatalogDie Entwicklung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und von der Bereitschaft orientiert sichan folgenden Grundkompetenzen („Career Management Skills“):- Berufliche und lebensorientierte Handlungskompetenz: BildungsundBerufsentscheidungen sind wichtige Lebensentscheidungen. DieEinbeziehung der gesamten Persönlichkeit, das Gewinnen einermöglichst klaren Vorstellung von dem, wofür oder wogegen sich einePerson ausspricht, führt zu gut reflektierten ganzheitlichenEntscheidungen, die Erfolg versprechend sind. Es geht um dieFähigkeit, Fertigkeit und Bereitschaft, die eigene Position in beruflichenund lebensorientierten Fragen zu formulieren und zu artikulieren undEntscheidungen zu treffen. Handlungskompetenz schließt dieBereitschaft zum Einholen von Information, den Kompromiss, dieFähigkeit zur Kommunikation und eine kritische (Selbst)Reflexion ein.- Berufs- und lebensorientierte Methodenkompetenz: Es geht um dasBeherrschen von (Verfügen können über) Verfahren und Methoden, diees erlauben, Jugendliche auf ihrem Weg zu begleiten und sie mittelsEntscheidungshilfen zu coachen. Dies umfasst auch die Kompetenzzum Entschlüsseln der eigenen Zukunftsvorstellungen. Damit sollen dieStudierenden über Verfahrensweisen verfügen, die es ihnenermöglichen, in einen Diskurs mit verschiedenenKommunikationspartnern zu treten und die Grundlagen vonInformationen zu reflektieren und diese Kompetenzen auf derGrundlage neuester erziehungswissenschaftlicher / pädagogischerErkenntnisse und Verfahren ihren Schüler/-innen zu vermitteln.- Berufs- und lebensorientierte Sachkompetenz: Darunter ist einKompetenzenbündel zu verstehen, das Fähigkeiten, Fertigkeiten unddie Bereitschaft mit einschließt, Prozesse der Berufsentscheidung zuverstehen, über sie zu verfügen sowie sie kritisch weiter entwickeln zukönnen.6


PlanungskompetenzModuleModul1,2,3Modul 1Modul2,3Die Studierenden• planen eine Unterrichtseinheit unter besonderer Berücksichtigung derindividuellen Lernvoraussetzungen der Schüler/-innen, führen diesedurch und reflektieren kritisch Planung, Verlauf und Ergebnis.• setzen die Vorgaben der Rahmen- und Landeslehrpläne, IBOBBMaßnahmen (IBOBB steht für Information, Beratung und Orientierungfür Bildung und Beruf) um und berücksichtigen die Vorgaben desRundschreibens Nr. 17/2012 BMUKK bei der Planung von Unterricht inBezug auf individuelle Bedürfnisse von Lernenden.• setzen IKT in der persönlichen Planung, Organisation und beimRecherchieren von Ressourcen ein.• planen Unterrichtseinheiten unter besonderer Berücksichtigung derHandlungsorientierung und Individualisierung und führen diesereflektiert durch.MethodenkompetenzModuleM 1,2,3M 1,3M 3Die Studierenden• planen eine Unterrichtseinheit unter besonderer Berücksichtigung derindividuellen Lernvoraussetzungen der Schüler/-innen, führen diesedurch und reflektieren kritisch deren Planung, Verlauf und Ergebnis.• weisen Kennnisse über wissenschaftliche Methoden zeitgemäßenLehrens und Lernens nach.• integrieren und reflektieren Methoden und Strategien zur Selbstfindungund reflektieren über wichtige Themenbereiche von Menschen mitMigrationshintergrund und berücksichtigen diesen in ihrerUnterrichtsplanung.• planen Unterrichtseinheiten unter besonderer Berücksichtigung derHandlungsorientierung und der Individualisierung und führen diesereflektiert durch.Individualisierung und Differenzierung des UnterrichtsModuleModul 1Modul 2Die Studierenden• setzen die Vorgaben der Rahmen- und Landeslehrpläne bei derPlanung von Unterricht in Bezug auf individuelle Bedürfnisse vonLernenden um.• planen eine Unterrichtseinheit unter besonderer Berücksichtigung derindividuellen Lernvoraussetzungen der Schüler/-innen, führen diesedurch und reflektieren kritisch Planung, Verlauf und Ergebnis.7


Modul 3• stellen Leistungen der Schüler/-innen fest und geben Rückmeldungüber Lernergebnis und Lernprozess.• unterstützen die Schüler/-innen mit dem Instrument derBerufsorientierungsmappe „My future“ (AK Tirol) bzgl. von Maßnahmender Selbsterfahrung.• planen eine Unterrichtseinheit unter Berücksichtigung der individuellenBedürfnisse der Lernenden, führen diese durch und reflektieren siekritisch.• stellen Leistungen von Schüler/-innen trotz heterogenerVoraussetzungen fest berücksichtigen diese im leistungs- undverhaltensniveauangepassten Unterricht.EvaluationskompetenzModuleDie StudierendenModul 1 • planen Unterrichtseinheiten hinsichtlich des Berufsfindungsprozessesunter besonderer Berücksichtigung der Handlungsorientierung undIndividualisierung und führen diese reflektiert durch.• bereiten verschiedene Materialien zielorientiert auf und setzen diese imUnterricht reflektiert ein.Modul 1 • planen eine Unterrichtseinheit unter besonderer Berücksichtigung derindividuellen Lernvoraussetzungen der Schüler/-innen, führen diesedurch und reflektieren kritisch Planung, Verlauf und Ergebnis.• stellen Leistungen der Schüler/-innen fest und geben Rückmeldungüber Lernergebnis und Lernprozess.• evaluieren Unterrichtssituationen auf Basis der Aktionsforschung undgeben konstruktives Feedback.Modul 3 • analysieren und reflektieren ihre Lernerfahrungen in einemProzessportfolio.Lebenslanges LernenModuleModul 2Modul 3Die Studierenden• entwickeln Methoden und Strategien für den eigenen lebenslangenLernprozess sowie Fähigkeiten und Bereitschaft sich diesem im Sinnedes Professionalisierungskontinuums zu stellen.• setzen zeitgemäße Lernmethoden im Sinne des lebensbegleitendenLernens und der Nachhaltigkeit des Lernens ein.Kulturelle und interkulturelle KompetenzModuleM 2,3Die Studierenden• stellen verschiedene Kulturen in ihrer Unterschiedlichkeit dar.8


M 2,3M 3M 3• weisen im Rahmen der Unterrichtsgestaltung und -durchführunginterkulturelles Verständnis im beruflichen und persönlichen Kontextnach.• integrieren Methoden und Strategien zur Kulturvermittlung in ihreUnterrichtsplanung und sind fähig, darüber zu reflektieren..• können Jugendliche mit Migrationshintergrund beim Reflektieren undDokumentieren individueller Lebensgeschichten unterstützen.Kenntnisse über das Berufsfeld (Betriebspraktikum)ModuleModul 3Die Studierenden• bereiten ein Betriebspraktikum vor, führen dieses durch und erstelleneine Nachbereitung.• analysieren ein Betriebspraktikum und dokumentieren diesesabschließend.• beschreiben die gesetzlichen Rahmenbedingungen für dieDurchführung eines Betriebspraktikums.• dokumentieren und präsentieren Prozesse des Betriebspraktikums ineinem Portfolio.• bereiten Voraussetzungen und Anforderungen unterschiedlicherBerufsfelder didaktisch auf und vermitteln diese schüler/-innengerecht.Gender MainstreamingModuleModul 3Die Studierenden• berücksichtigen eine geschlechtersensible Didaktik im Rahmen desUnterrichts.• zeigen Gender- und Sozialkompetenz bei Unterrichtsplanung und -durchführung.Wissenschaftliche DiskursfähigkeitModuleModul1,3Die Studierenden• wenden wissenschaftliche Forschungsmethoden zielorientiert an undanalysieren und interpretieren die Ergebnisse.9


2.3 Zulassungsvoraussetzungen2.3.1 Allgemeine VoraussetzungenGemäß den Bestimmungen des § 19 Abs. 1 Hochschul-Curricula-Verordnung 2006in Verbindung mit § 39 Abs. 1 Hochschulgesetz 2005 bauen Lehrgänge auf eineabgeschlossene Erstausbildung auf. Als Zulassungsvoraussetzung gilt daher einabgeschlossenes Lehramts- oder Diplomstudium oder ein Bakkalaureatsstudium fürdas Lehramt an Polytechnischen Schulen oder an Schulen der Sekundarstufe I.2.3.2 Besondere VoraussetzungenEs sind keine besonderen Voraussetzungen erforderlich.2.4 ReihungskriterienFür den Lehrgang werden maximal 30 Teilnehmer/innen zugelassen. Die Reihungder Teilnehmer/innen für die Aufnahme in den Lehrgang erfolgt nach dem Zeitpunktder Anmeldung. Lehrer/-innen von Schulen mit aktuellem Bedarf, können auf Antragder Schulleitung und im Einvernehmen mit der Dienstbehörde vorgereiht werden.10


2.7 Modulbeschreibungen13


2.8 PrüfungsordnungZusätzlich zu dieser Prüfungsordnung sind die in den einzelnen Modulbeschreibungenformulierten Studienanforderungen als Leistungsnachweise für die einzelnenLehrveranstaltungen der jeweiligen Module zu beachten.2.8.1 GeltungsbereichDiese Prüfungsordnung gilt für den dreisemestrigen Lehrgang „Berufsorientierungund Lebenskunde“ an der Pädagogischen Hochschule Tirol.2.8.2 Art und Umfang der PrüfungenDie Prüfungsanforderungen der Module sind auf die für das jeweilige Modul bzw. denLehrgang gültigen (Teil)Kompetenzen abgestimmt und entsprechen somit der in § 3Abs 1 der HCV 2006 genannten Kompetenzorientierung des Lehrganges.Die Arten der Leistungsfeststellung lassen eine differenzierte Einschätzung derKompetenzentwicklung der einzelnen Studierenden zu.2.8.2.1 Art der Prüfungen bzw. LeistungsnachweiseDer erfolgreiche Abschluss eines Moduls kann durch eine mündliche oder schriftlichekommissionelle Prüfung oder einen anderen Leistungsnachweis über das gesamteModul erfolgen.Die mündliche kommissionelle Prüfung ist öffentlich. Die/Der Prüfer/-in bzw. die/derVorsitzende der Prüfungskommission hat jedoch das Recht, einzelne Zuhörer/-innenauszuschließen, wenn dies aus räumlichen Gründen erforderlich ist oder wenn dieAnwesenheit der Zuhörer/-innen das Prüfungsgeschehen beeinträchtigt.2.8.2.2 Umfang der PrüfungenSchriftliche Prüfungen über Module dürfen eine Dauer von 45 Minuten nicht unterundeine Dauer von 135 Minuten nicht überschreiten.Mündliche Prüfungen über Module dürfen eine Dauer von 20 Minuten nicht unterundeine Dauer von 30 Minuten nicht überschreiten.Präsentationen von Abschlussarbeiten dürfen einschließlich Diskussion eine Dauervon 20 Minuten nicht unter- und eine Dauer von 30 Minuten nicht überschreiten.18


2.8.3 Generelle Beurteilungskriterien2.8.3.1 Grundlagen für die LeistungsbeurteilungGrundlage für die Leistungsbeurteilung sind die Anforderungen des Curriculumsunter Berücksichtigung der in den Modulen ausgewiesenen (Teil)Kompetenzen.Die Leistungsfeststellung kann je nach Festlegung in den einzelnen Modulanforderungendurch Beobachtung der Leistungen in den einzelnen Lehrveranstaltungen,durch Kontrolle der Erfüllung von Arbeitsaufträgen, durch Beurteilung vonSeminar-, Projektarbeiten, Portfolios etc. und / oder durch mündliche und schriftlichePrüfungen im Sinne dieser Prüfungsordnung erfolgen.Für Studierende mit Behinderungen sind gemäß § 63 Abs. 1 Z 7 Hochschulgesetz2005 sowie § 4 Abs. 5 Hochschul-Curriculaverordnung unter Bedachtnahme auf dieForm der Behinderung beantragte abweichende Prüfungsverfahren zu gewähren,wobei der Nachweis der zu erbringenden Teilkompetenzen gewährleistet sein muss.2.8.3.2 Kriterien für die LeistungsbeurteilungDer positive Erfolg von Prüfungen oder anderer Leistungsfeststellungen ist mit "Sehrgut" (1), "Gut" (2), "Befriedigend" (3) "Genügend", der negative Erfolg ist mit „Nichtgenügend“ (5) zu beurteilen. Zwischenbeurteilungen sind nicht zulässig.Bei der Heranziehung der fünfstufigen Notenskala für die Beurteilung vonLeistungsnachweisen gelten in der Regel folgende Leistungszuordnungen:- Mit „Sehr gut“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen die beschriebenenAnforderungen in weit über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfülltund eigenständige adäquate Lösungen präsentiert werden.- Mit „Gut“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen die beschriebenenAnforderungen in über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüllt undzumindest eigenständige Lösungsansätze angeboten werden.- Mit „Befriedigend“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen die beschriebenenAnforderungen in den wesentlichen Bereichen zur Gänze erfüllt werden.- Mit „Genügend“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen die beschriebenenAnforderungen in den wesentlichen Bereichen überwiegend erfüllt werden.- Mit „Nicht genügend“ sind Leistungen zu beurteilen, die die Erfordernisse füreine Beurteilung mit „Genügend“ nicht erfüllen.Weiters ist eine davon abweichende Beurteilungsform (positive Beurteilung „mitErfolg teilgenommen“, negative Beurteilung „ohne Erfolg teilgenommen“) möglich,welche in der Rubrik „Leistungsnachweise“ der einzelnen Modulbeschreibungen zuvermerken ist.Werden Leistungen mit der Beurteilung „mit Erfolg teilgenommen“ oder „ohne Erfolgteilgenommen“ zertifiziert, wird „mit Erfolg teilgenommen“ beurteilt, wenn die in denModulen beschriebenen Anforderungen in den wesentlichen Bereichen überwiegend19


erfüllt werden. Die negative Beurteilung „ohne Erfolg teilgenommen“ erfolgt dann,wenn Leistungen die Erfordernisse für eine Beurteilung „mit Erfolg teilgenommen“nicht erfüllen.2.8.4 Informationspflicht der/des ModulverantwortlichenDie/Der Modulverantwortliche hat die Studierenden nachweislich zu Beginn derersten Lehrveranstaltung eines Moduls über die Ziele, die inhaltlichen Schwerpunkte,die zu erwerbenden Kompetenzen und die zu erbringenden Leistungsnachweise undBeurteilungskriterien zu informieren.Den Studierenden ist auf Verlangen Einsicht in die Beurteilungsunterlagen zugewähren. Die Studierenden sind berechtigt, von diesen Unterlagen Kopienanzufertigen.2.8.5 Bestellungsweise der Prüfer/-innenIst über ein Modul eine kommissionelle Prüfung vorgesehen, hat die Institutsleitungeine Prüfungskommission zu bilden, die aus der/dem Modulverantwortlichen undzwei weiteren im Modul Lehrenden besteht.Den Vorsitz führt die/der Modulverantwortliche.Jedes Mitglied der Kommission hat bei der Beschlussfassung über die Benotung eineStimme. Stimmenthaltung ist unzulässig. Die Beschlüsse werden mitStimmenmehrheit gefasst.2.8.6 Anmeldeerfordernisse und AnmeldeverfahrenDie/Der Studierende hat sich rechtzeitig – spätestens eine Woche vor demPrüfungstermin – zur Modulprüfung in PH-Online anzumelden und im Falle derVerhinderung auch wieder rechtzeitig abzumelden.Die Zulassung zur Modulprüfung setzt die Erfüllung aller Studienanforderungengemäß Modulbeschreibung und die Anwesenheit bei allen Lehrveranstaltungen desjeweiligen Moduls voraus. Bei Vorliegen von berücksichtigungswürdigen Gründen(z.B. Krankenhausaufenthalt) kann eine besondere Vereinbarung (z.B.Studienauftrag) zum Ersatz von höchstens 25 Prozent der tatsächlich entfallenenStudienveranstaltungseinheiten getroffen werden.Abgabetermine sind so festzulegen, dass den Studierenden die Einhaltung derfestgelegten Studiendauer ermöglicht wirdModulprüfungen oder andere Leistungsnachweise für den Abschluss eines Modulssind studienbegleitend zeitnah zu den Lehrveranstaltungen, in denen dieprüfungsrelevanten Inhalte erarbeitet worden sind, abzulegen. Der Abschluss eines20


Moduls muss spätestens zwei Wochen vor Beginn des Moduls im darauf folgendenSemester nachgewiesen werden.Die/Der Modulverantwortliche hat für die kommissionelle Modulprüfung für dasjeweilige Modul jedenfalls drei Prüfungstermine festzusetzen.2.8.7 Art der ModulbeurteilungDer erfolgreiche Abschluss eines Moduls erfolgt gemäß Modulbeschreibung durcheine mündliche oder schriftliche Prüfung oder einen anderen Leistungsnachweis überdas gesamte Modul.Umfang, Zeit und Art der Modulbeurteilung wird in den Modulbeschreibungenfestgelegt und den Studierenden zu Beginn des Moduls nachweislichbekanntgegeben.2.8.8 PrüfungswiederholungenBei negativer Beurteilung einer Modulprüfung durch „Nicht genügend“ oder „ohneErfolg teilgenommen“ stehen der/dem Studierenden gemäß § 43 Abs 5Hochschulgesetz 2005 insgesamt drei Wiederholungen zu, wobei auch die letzteWiederholung als kommissionelle Prüfung abzulegen ist. Auf Ansuchen der/desStudierenden sind bei der zweiten und dritten Wiederholung der Prüfung andereLehrende des jeweiligen Moduls als Prüfer/-innen einzusetzen, wenn diesorganisatorisch möglich ist.Eine negativ beurteilte Prüfung darf frühestens zwei Wochen nach Bekanntgabe derBeurteilung wiederholt werden.Die Prüfungskommission für die letzte Wiederholung besteht aus drei vom Rektoratunter Berücksichtigung von Abs. 1 bestellten Lehrenden im betreffenden Fachgebiet,wobei das Rektorat ein Mitglied für den Vorsitz der Prüfungskommission bestellt.Die Festlegung des Prüfungstermins dieser kommissionellen Prüfung obliegt der/demVorsitzenden der Kommission. Jedes Mitglied der Kommission hat bei derBeschlussfassung über die Benotung eine Stimme. Stimmenthaltung ist unzulässig.Die Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefasst.Eine nicht abgelegte Prüfung ist auch dann nicht auf die Zahl derWiederholungsmöglichkeiten anzurechnen, wenn keine fristgerechte Abmeldung vonder Prüfung erfolgt ist.21


Hat die/der Studierende jedoch die Prüfungsaufgaben übernommen, diese aber nichtbearbeitet, ist diese Prüfung jedenfalls zu beurteilen.In die Zahl der Wiederholungen ist gemäß § 59 Abs 2 Ziffer 4 und Z 6Hochschulgesetz 2005 auch die Zahl der Prüfungswiederholungen an anderenPädagogischen Hochschulen einzurechnen.2.8.9 Rechtsschutz bei PrüfungenBetreffend den Rechtsschutz bei Prüfungen gilt § 44 Hochschulgesetz 2005.2.8.10 Nichtigerklärung von BeurteilungenBetreffend die Nichtigerklärung von Prüfungen gilt § 45 Hochschulgesetz 2005.2.9 Beendigung des StudiumsDas Studium gilt als beendet, wenn alle Module positiv beurteilt sind. Die Gesamtdauerdes Studiums darf die doppelte Anzahl der im Curriculum vorgesehenenSemester nicht überschreiten. Anderenfalls erfolgt Exmatrikulation.Nach Abschluss des Lehrganges ist der/dem Studierenden ein Lehrgangszeugnisauszustellen.2.10 InkrafttretenDieses Curriculum tritt mit dem Studienjahr 2013/14 in Kraft.22


3. Kostenkalkulation: DARLEGUNG DER PERS.UND FINANZ. RESSOURCENBerufsorientierung und LebenskundeKalkulierte Studierendenzahl 20MBezeichnung der LVAArt der LVAGruppenGWStEinstufungLehrerSatz/StundeEinstufungLehrbeauftragteSatz/StundeLehrerstundenKostenLehrerKostenLehrbeauftragteGrundlagenwissen Berufskunde V 1 0,375 LPH72,94175,506 437,63 453,00Grundlagenwissen Lebenskunde V 1 0,375 LPH72,94175,506 437,63 453,00Kooperationspartner undVernetzungsmöglichkeitenS 1 0,750 L153,64254,0012 643,70 648,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,500 L2a246,94337,108 375,49 296,80Gesetzliche Grundlagen V 1 0,375 LPH72,94175,506 437,63 453,00Sozialisation in Klasse undSchuleS 1 0,375 LPH72,94175,506 437,63 453,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,250 L153,64254,004 214,57 216,00M1Arbeit und Beruf (Vorlesung) V 1 0,375 LPHArbeit und Beruf (Seminar) S 1 0,500 LPH72,9472,941175,5075,506 437,63 453,008 583,50 604,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,250 L153,64254,004 214,57 216,00Beschäftigungsverhältnisse V 1 0,250 L153,64254,004 214,57 216,00Firmenanalyse, Wirtschafts- undUnternehmensstrukturenV 1 0,250 LPH72,94175,504 291,75 302,00Soziales vs. dissozialesVerhaltenS 1 0,625 LPH72,94175,5010 729,38 755,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,375 L153,64254,006 321,85 324,00Konflikte, Konfliktfähigkeit,KonfliktbewältigungS 1 0,500 LPH72,94175,508 583,50 604,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,375 L153,64254,006 321,85 324,0023


Grundlagen Betriebs- undVolkswirtschaftS 1 0,375 LPH72,94175,506 437,63 453,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,125 L153,64254,002 107,28 108,00Bildungs- und Ausbildungswege S 1 0,375 L153,64254,006 321,85 324,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,125 L2a246,94337,102 93,87 74,20Informations- undBeratungsmöglichkeitenS 1 0,375 L153,64254,006 321,85 324,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,125 L2a246,94337,102 93,87 74,20Mobbing, Bullying unterJugendlichenS 1 0,875 LPH72,94175,5014 1021,13 1057,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,250 L153,64254,004 214,57 216,00Zivilcourage im Alltag S 1 0,500 L153,64254,008 429,14 432,00M2betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,125 L2a246,94337,102 93,87 74,20Berufswahl als Prozess undbestimmende FaktorenV 1 0,375 L153,64254,006 321,85 324,00Potenzanalysen undKompetenzenS 1 0,500 LPH72,94175,508 583,50 604,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,250 L153,64254,004 214,57 216,00Theoriemodelle und Ansätze beider BerufswahlV 1 0,500 LPH72,94175,508 583,50 604,00Jugend und Finanzkompetenzen V 1 0,375 L153,64254,006 321,85 324,00Schulden, Schuldenprävention Ü 2 0,375 L153,64254,0012 643,70 648,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,125 L2a246,94337,102 93,87 74,20Konsumverhalten Jugendlicher S 1 0,375 L153,64254,006 321,85 324,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,125 L2a246,94337,102 93,87 74,20Migrationshintergrund undAusbildungV 1 0,375 LPH72,94175,506 437,63 453,00M3Chancengleichheit in derAusbildungS 1 0,625 L153,64254,0010 536,42 540,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,250 L2a246,94337,104 187,75 148,4024


Genderkompetenz in Schule undBerufÜ 2 0,875 L153,64254,0028 1501,97 1512,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,250 L2a246,94337,104 187,75 148,40Lebenslanges Lernen,LerntechnikenÜ 1 0,625 L153,64254,0010 536,42 540,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,250 L2a246,94337,104 187,75 148,40Vorbereitung und Planung S 1 0,250 L153,64254,004 214,57 216,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,125 L2a246,94337,102 93,87 74,20Betriebspraktikum Ü 2 2,000 L2a246,94337,1064 3003,93 2374,40betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,250 L2a246,94337,104 187,75 148,40Dokumentation, Reflexion undPräsentation des PraktikumsÜ 2 0,250 L153,64254,008 429,14 432,00betreute Studienanteile dazu Ü 1 0,375 L2a246,94337,106 281,62 222,60Summen 19,2536420783,0620057,60Kosten pro Studierende/-r 1039,15 1002,884 Dokumente für das BMUKK4.1 Angaben zum CurriculumBeginn des Lehrgangs: Studienjahr 2013/14Zuordnung zum öffentlich-rechtlichen BereichDer Lehrgang führt zu einer zusätzlichen Qualifikation für den Unterricht imPflichtgegenstand „Berufsorientierung und Lebenskunde“ an PolytechnischenSchulen und für den Unterricht im Pflichtgegenstand „Berufsorientierung“ sowieeinschlägigen verbindlichen und unverbindlichen Übungen an Schulen derSekundarstufe I und ist daher dem öffentlich-rechtlichen Bereich zuzuordnen.Zum Bedarf25


Da ein Großteil der Lehrkräfte an der PTS diesen Pflichtgegenstand ungeprüftunterrichtet, soll durch diesen Lehrgang ein qualitätsvoller Unterricht anPolytechnischen Schule durch spezifisch qualifizierte Lehrer/-innen sichergestelltwerden.Ansprechperson: VRin Mag. Andrea Gandler-Pernlochner, MScPädagogische Hochschule TirolPastorstraße 76020 InnsbruckTel.: +43 512-59923-4000Email: andrea.gandler@ph-tirol.ac.at26

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine