DEUTSCHE BAUZEITUNG

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DEUTSCHE BAUZEITUNG

, provisorische B au ten erg än zt w erden m ußten.^ Inzw ischen sind, einschließlich d er „V erkehrshallendeW erk b u n d au sstellu n g . 13 w eitere H allen hinzugekom ­m en. A n ihre Stelle w erden auf die D auer, schon ausG ründen d er W irtschaftlichkeit, w eitere grobeM a s s iv b a u te n tre te n m üssen, w enn sich die eingan g s b e g rü n d e te n H o ffn u n g en fü r die K ölner Messeerfüllen. M öchte es gelin g en , d a s G anze in großer, einheitlich er W irk u n g zusam m enzufassen zum A usdruckdes H an d clsleb en s d er S ta d t K öln! —Anhang:Mitarbeiter d e s M e s s e ­b a u a m ts :E ntw urfsbearbeitung:Stadtarch. P a d b e r g , späterdie Arch. F u c h s , L o n g e -richundWiss. R echnungswesen:Die Stadtarch. O h n ­dorf und B ux. Bauleiterder Südhalle: Stadtarch.Dresen; der W esthalle:Stadtarch. K ü h l; der Osthalle:Reg.-Bmstr. Dr. D rost;der Großen Halle: Reg.-Bmstr.W i c k o p , später Stadtarch.E b e l er. F ür die Installationim E ntw urfsbüro: Stadting.Dipl.-Ing. B e c k e r ; als Bauleiter:die Ing. W e b e r undJ a m a n n . —F ir m e n : Aus der großenZahl der an der A usführungbeteiligten Firmen, die wirnicht alle nennen können,seien die w ichtigsten herausgegriffen:E r d a r b e i t e n u n dE i s e n b e t o n a r b e i t e n .Große Halle. Ausschachtungund F undam ente: HeinzRoth, Köln. Eisenbeton:Redecke & C ie., Köln. Südhalleund Messehof: Eisenbeton:Redecke & C ie.,Köln. W esthalle: P a u lK u th .Osthalle: Lincke & C ie.Dachkonstruktionenin H olz.W esthalle: Meda - W erk,D arm stadt. O sthalle: StephansdachA.-G., Düsseldorf.Südhalle: nach Cabröl, Stutt-.......... — " .......m m . ■;*■ - • • v< -t H äJ 0 rAbb. 27 (oben). D ie Industrie von Prof. Grasegger.Abb. 28 (unten). Mittelstüek der Südfront..T ore: Aug. Z e rre s , Köln,K arl Bussenius, Köln-Lindenthal,Arnold Caster,Köln. Eiserne Fenster: Corn.Esser, Köln-Ehrenfeld. EiserneO berlichter: R h ein .Glasdach- S p ro s s en werkClaus M a y n , IsselburgerH ütte. D achentlüfter: Hürtgenu. Mönnig, Köln-Lindenthal.H e iz u n g s a n la g e n .H auptkesselanlage: Masch.-Bau A.-G. H u m b o ld t, Köln-Kalk. Große Halle, Feuerluftheizung:Mahr&Söhne,A achen. Große Halle, Be-undE ntlüftungsanlage: Fröhlichu. C ie., Köln. Dampfheizungsanlagen: David G r o-v e , Joh. H a a g , Phil. K atz,Gebr. Meckeleit, S u lz e rG. m. b. H., sämtlich in Köln.A u ß e n p u tz .^ Edelputzm aterial von denSteinputzwerken Kupferdreh.Ausführung durch10 K ölner Firmen.Elektrische I n s ta lla tio n .A llg e m . E le k tr.-G e s.;Filiale Köln, E l e k t r o t . In ­teressengemeinschaft,Gebr. Gibson, Land-undSeekabelwerk, N eum annu n d S a u r e , Oertel undPrümm, Pellenz u. Cie.,W e i t e r u. C ie., sämtlich inKöln.Aufzüge und H e b ezeu g e.L. Hoppmann, Köln.P e lle n z u. C ie., Köln,gart, P eter S ti e l, Köln-Mülheim. H aupthalle: K assettendeckeP eter S tie l, Köln-Mülheim.Dachkonstruktionen in E is e n .Große Halle u. Ehrenhof: Masch.-Bau-A.-G. Humboldt,Köln-Kalk. Messehof: Wilh. L ie s e g a n g , Köln-Bayenthal.Eisenfenster und S c h l o s s e r a r b e i t e n .T ürzargen: M a n n s tä d tw e r k e , Troisdorf. EiserneR h e in . Hebezeug A.-G., R odenkirchen.Bildhauer der Bauplastiken.Franz Albermann, W ilh. Albermann, Altmann,Barutzky, Prof. G r a s e g g e r , v. Mehring, Meller,Musch a r d , P a ß s t, S c h r e in e r , S c h m itz , S im o n ,Sperling, Stockheim, Professor W a l l n e r , säm tlich inKöln ansässig. —200 No. 25


Ausstellung farbiger Architektur und Deutscher Farbentag in Hamburgeberall in deutschen L anden und darüber hinaus ist ten das W ort redeten. So finden w ir denn jetzt in vielendie Freude an d er Farbe im Stadtbild w ieder erwacht. deutschen Städten farbigen Bauten. In erster Linie sind esDiese Freude gilt es, nicht nur w achzuhalten und zu die Städte, in denen der Sinn für die Farbigkeit nie ganz verlorenging, näm lich diejenigen, denen der Fachw stärken, sondern es gilt auch, die W ege zu zeigen, die dahinerkbauAbb. 29. Südgiebel der Osthalle. (W estg ieb el g leich artig , n u r andere F iguren.)führen, daß dieseFreude eine reineund allgemeine wird.Männer, wie K arlSchäfer, Friedrichv. Thiersch, Gabrielv. Seidl, H erm annPhi eps,Paul Clemen,Eibner, Schmid, Kanold,T aut, hattenschon lange erkannt,daß die F arbe alsG estaltung und Bestimm ungselem entder B aukunst w iederin w eitgehendemMaße dienstbargem acht werdenm üßte. Langsam nurkonnten diese MännerA nhänger gewinnen, und vondiesen w agten esnur wenige, einenkühnen S chritt v o r­w ärts zu tun.E rst in den letztenJah ren fandendiese M änner undfortschrittlicheK ünstler die Genugtuung,daß immerw eitere K reise fürdie B efreiung derS tädte von den eintönigen,grauen A n­strichen eintratenund einer B elebungdes Stadtbildesdurch farbige Behandlungder Bau-Abb. 30. Portal-Vorbau dereigen ist, z. B. Hildesheim,B raunschweig,Celle,F ran k fu rt am Main.A ber auch in denStädten, in denender Putzbau vorherrschte,h at derG edanke der farbigenB ehandlungschnell festen Fußgefaßt, so daß esdringend an derZeit ist, daß dieStadtverw altungenauf diese Bewegungihr A ugenm erk richten,dam it nichtdurch Mißgriffe dieS tädte neuen V erunstaltungenausgesetztw erden. Beispielesolcher verunstaltendenMißgriffesind schon reichlichvorhanden, sie sindz. T. hervorgerufenaus R eklam esuchtEinzelner, aus Unkenntnisder BedingnisseeinerS tad t und ihrer K ultur oder aus zustark er B etonungdes Program m atischen.H ier gilt es,aufklärend zu w irken,und zw ar inder R ichtung, daßes sich bei derFarbe im StadtbildW e s t h a 11 e.Rheinfront.28. März 1925. 201


vornehm lich um eine ästhetisch städtebauliche Angelegenheitvon größter Bedeutung handelt. Eine Angelegenheit,die in ihren A uswirkungen zu einer Gefahr für das v orhandeneoder von dem Städtebauer Geplante w erden kann,da die falsche farbige Behandlung von einzelnen Bautengeeignet ist, künstlerisch hervorragende oder eigenartigeStadtbilder in ihrer W irkung bis zur unerträglichen V ernnstaltungzu verändern. W enn auch der auf diese Weisedem Stadtbild entstehende Schaden nicht so schwer ist,wie der, der durch A usführung verunstaltender Bauten ihrzugefügt werden kann, da ein A nstrich wieder zu beseitigenist, so darf doch nicht übersehen werden, daß die W iedeientfemung einer V erunstaltung durch farbige Häuser nichtleicht ist, da z. Zt. gesetzliche Bestimmungen kaum eineHandhabe dazu bieten. Sache aller Stadtverw altungen mußes daher sein, hier einzugreifen, um eine gesetzliche Grundlagezu schaffen, die ihnen die M öglichkeit gibt, V erunstaltungendurch farbige Bauten zu verhindern und diean der Bemalung der Bauten beteiligten Gewerbe über diestädtebaulichen G esichtspunkte zu unterrichten.Das beste Mittel für jede Stadtverw altung w ird sein,ihre eigenen Bauten vorbildlich zu bemalen. Danebenmüßten W ettbew erbe ausgeschrieben werden; diese dürfenaber sich nicht nur auf die farbige Behandlung einzelnerBauten beziehen, sondern in erster Linie auf die farbigeBehandlung ganzer Straßenzüge oder bedeutender Plätze.In dieser Richtung zeigen Altona, Danzig, Frankfurt a. M.,Celle, Hamburg, Magdeburg und viele andere Städte beachtenswerte Anregungen. W as in diesen Städten erreichtist, ist erzielt worden z. gr. T. durch das Eingreifen einzelner,auf diesem Gebiet erfahrener Persönlichkeiten. Das,was geleistet worden ist, kann aber nur nach örtlicherInaugenscheinnahm e gew ürdigt werden. Dazu fehlt aberi. d. R. Zeit und Geld. Unter diesen U mständen muß esals eine verdienstvolle T at angesehen werden, daß dieBaupflegekommission zu Hamburg eine A usstellung farbigerA rchitektur veranstaltet, auf der ein Überblick aufdas bisher in D eutschland Geleistete gegeben werden soll.Diese Ausstellung findet vom 9. bis 19. April in Hamburgstatt und umfaßt:1. Darstellungen farbiger A rchitektur in historischen undneuzeitlichen Beispielen;2. Ergebnis eines öffentlichen W ettbew erbs für die farbigeHausbemalung des Gr. Burstak in Hamburg;3. Technische Abteilung für die Industrie, Handel undGewerbe;4. W issenschaftliche V orträge und Fachvorträge.Die hier erw ähnten vier P unkte stellen ein Program mdar. Die erste Abteilung soll erstens zeigen, wie in früherenZeiten das Problem der farbigen A rchitektur angefaßtworden ist und welchen Einfluß die Farbe auf das S tadtbildausgeübt hat; zweitens, wie öde und arm an erfrischendkünstlerischen Bildern unsere Städte gew orden sind durchdie A ngst vor der Farbe und durch die V erneinung derBarbe im Stadtbild; und drittens soll sie Versuche zeigen,das Verlorene wiederzugewinnen. Dabei w ird sich voraussichtlichergeben, daß diese neuen Versuche trotz hervorragenderEinzelleistungen solange mißglücken werden,als nicht das Farbenproblem als städtebauliches Problemangefaßt wird, denn ein solches ist es, und als solches aufgefaßt,kann unseren Städten nur geholfen werden, kannan Stelle der öden Monotonie des Grau in Grau die freudigekünstlerische Harm onie der Farben im Stadtbild treten.Diesem G edanken trä g t der 2. P unkt Rechnung. Beidiesem z. Zt. um laufenden W ettbew erb wird nur der alsSieger hervorgehen können, der das städtebauliche Problemder Farbw irkung erfaßt h at und farblich zu behandeln weiß.Bei der großen Beteiligung an diesem W ettbewerb verdienter daher besondere B eachtung. Das Ergebnis wirdz. T. ausgestellt w erden können. Es soll ausgestellt werdenin der A usstellungshalle für Industrie, Handel undGewerbe. Daß gerade diese Halle gew ählt ist, hat seinenSinn darin, daß die chem isch-technische Seite der Farbindustriedas R ückgrat bildet für die W iedergeburt derBarbe im Stadtbild und daß der W ettbew erb die Beachtungdieser chem isch-technischen Seite d. h. der Farbwirkungund F arb d a uerhaftigkeit erlangt.P u n k t 3: .,Technische A bteilung für die Industrie,Handel und Gewerbe“ ist daher m it d er wichtigste Teil!Die A usstellungsleitung hat geglaubt, hier kein Fabrikatausschließen zu sollen, das nach A nsicht des Ausstellersgeeignet ist für die farbige B ehandlung von Bauten. Fraglosw erden daher auch F abrikate zur Ausstellung kommen,die durchaus ungeeignet sind. H ier zu sichten, zu prüfenund zu kritisieren, ist Sache der Maler, A rchitekten, Wissenschaftlerund Fachleute. Mögen die G eister aufeinanderplatzen,mögen Laien sich nur führen lassen. Das bringtK lärung und E nttäuschung für Diejenigen, die klüger sindals die W issenschaftler und Fachleute.L etztere haben das W’o rt unter P u n k t 4. WissenschaftlicheVorträge und Fachvorträge.Bei der Unsicherheit und U nklarheit, die heute fast überallnoch herrscht, wenn es sich um die farbige Behandlungder A rchitektur und die A uswahl der Farbm ittel handelt,müßte dafür gesorgt werden, daß diese Unsicherheit undU nklarheit behoben wird. Dies glaubt die Ausstellungsleitungdadurch zu fördern, daß sie einen „DeutschenFarbentag“ gelegentlich der A usstellung veranstaltet. DieseT agung beginnt am 15. April m it einem V ortrag des Arch.Biuno Taut: „Wiedergeburt der Farbe“; am16. April sprechen Prof. P h 1 e p s , Danzig, über: ,.D i efarbige A ußenarchitektur bei den Römernund im M i 11 e 1 a 11 e r“ und Prof. Kanold. Hannover,über „W esen und Beispiele farbiger Architekturin der Zeit der Renaissance und desBarock“; am 17. April: Prof. Dr. E i h n e r , München,über: „Die für die Fassadenbemalung geeignetenFarben und Bindemittel“ und Dr. KurtSchmid, München, über: „Die Wiederbelebungder antiken Enkaustik und ihre Bedeutungfür die Gegenwart“.Bei der E rfahrung und B edeutung, die diese Männerauf dem Gebiete der Farbe im Stadtbild haben imd beider W ichtigkeit dieser Frage für die K ünstlerschaft unddie Stadtverw altungen, bedarf es kaum m ehr einer besonderenBetonung, daß diese Tagung so große Bedeutung hat,daß es angezeigt erscheint, zu versuchen, sie periodischin anderen S tädten zu w iederholen.Die A usstellungsleitung liegt in den Händen des Unterzeichneten.Die G eschäftsstelle befindet sich bis zum31. März im Baupflegebüro, Schopenstehl 15, Miramarhaus,vom 1. April ab im Baupflegebüro, Stadthausbrücke 8. —O berbaurat Dr.-Ing. W erner H e 11 w e g , Hamburg.Zur Poelzig-Ausstellung im Architektur-Museum zu Charlottenburg.202n diese Ausstellung ging man, nach dem, was man,0 e^w a gemeinhin und oberflächlich von Poelzig weiß,und besonders in den letzten Jahren in Filmen, aufK unstausstellungen bruchstückw eise von seinen Arbeitengesehen hat,^ mit besonderen Erw artungen. Man dachtean einen Künstler, der, mit seltener Phantasie begabt,die ebenso seltene F ähigkeit besitzt, dieser Phantasiein seinen Arbeiten uneingeschränkt A usdruck zu geben, aneine K ünstlernatur, die sich, wie zufällig, verm öge einerihr innewohnenden um fassenden K raft, auch der Möglichkeitdes architektonischen, räum lichen G estaltens bemächtigthat, als eines Mittels, um ihre bildhaft phantastischenGedanken in die W irklichkeit zu übertragen. Und so warm an denn zunächst nach flüchtigem Blick auf diese Ausstellungenttäuscht, bis man nach näherer B etrachtung zuder E rkenntnis durchdrang, daß Poelzig inerster Linieund ganz Architekt, Gestalter von Baumassenund Raumgedanken ist. Daß auch seinBildungs- und Entw icklungsgang das näher belegt, sei hiernicht w eiter ausgeführt. Aber etw a seine Industriebauten,oder etw a die bekannte U m gestaltung des Zirkus Schumann in Berlin, einer ehemaligen M arkthalle, zum „GroßenSchauspielhaus“ und nicht zuletzt das Salzburger» F estspielhausseien hier als B ew eisstücke herausgegriffen. Manmuß dazu, um gleich bei dem letztgenannten Beispiel zubleiben, G rundrisse und Schnitte studieren, um zu erkennen,daß beides gegenüber der Form nicht nachhinkt,sondern als das zuerst W ichtige nach Gesichtspunkteneiner gesunden, w ohldurchdachten, ja schöpferisch anmutenden Zw eckm äßigkeit geordnet ist.Der W ille der G egenw art ist in d er B aukunst bekanntermaßen auf den Zweckbau gerichtet (in einer Weise,die der Gefahr einer bedenklichen E inseitigkeit nahe zusein scheint) und wird es wohl ohne Zweifel bleiben. DerZweckbau soll aber nicht nur ein A usrechnen der bestenLösung durch m athem atisch veranlagte, m it dem nötigenpraktischen Blick begabte N aturen sein, das w äre zugleichNerzieht auf das innere Schauen d er endgültigen G estalt,wodurch allein bedeutende Lösungen in der B aukunst ge-1linden werden. W ie aus den program m atischen und technischenErfordernissen, dem, was w ir heute als Sachlichkeitbezeichnen und an die Spitze stellen, eine baulicheBonn sich nicht einfach ergibt, sondern geschaffen wird,das ist das W esen baukünstlerischer A rbeit, und Poelzigbeherrscht es in einer besonderen und — m an darf dasaussprechen — auch besonders vollkom m enen Art.No. 25.


So war, w enn auch natürlich die in der A usstellunggezeigten A rbeiten nicht säm tlich gleichw ertig sind, dievorgeführte Entw icklung in allen Teilen interessant. W asvon seinen früheren und frühesten A rbeiten gezeigt wurde,überragt noch nicht das Maß eines ziemlich wertvollenD urchschnitts, deutet aber doch in A nsätzen die späterausgeprägte A rt des Mannes schon an, die sich dann bezeichnenderweiseerstm alig in seinen Industriebauten auswirkt, den W assertürm en für H am burg und Posen, demD resdner Gasom eter u. a., vor allem auch in den ausgezeichnetenW erkanlagen der chemischen Fabrik in Lubanbei Posen. Es gelang ihm, dem Industriebau als einer derreinsten V erkörperungen des Zweckbaues, neben der inpraktischer Beziehung richtigen, eindeutigen und knappenForm, auch Bedeutung und eigenes Leben zu geben. Aberer ist zugleich, wie sein ferneres Schaffen beweist, alsMensch umfassend genug, um jede Bauaufgabe in ihremgeistigen Gehalt zu ergründen und auszudrücken,gleichgültig, um was es sich handelt. Deshalb packen seineArbeiten so stark, und daher, nicht lediglich aus einerreichen Phantasie, rü h rt zweifellos auch seine Begabungfür gehaltvolle T heaterdekoration. In Film gestaltungenh atte er mehrfach Gelegenheit, das zu zeigen, wie uns dasin Entw ürfen die A usstellung m it farbenglühenden P astellskizzenvor A ugen führte.K einesw egs leidet deswegen die Einheit seiner künstlerischenPersönlichkeit, sie ist im Gegenteil in seltenemMaße vorhanden und von so individueller Färbung, daßder K ünstler unter den heutigen einer der eigenartigstenund selbständigsten, vielleicht überhaupt der selbständigsteist und wir ihn zugleich auch als deutsch empfindenmüssen. E inheitlichkeit ist auch — und darin mag maneinen M aßstab für künstlerische Reife sehen —• eine Stärkejeder einzelnen seiner A rbeiten, wie sie etw a bei seinemW ettbew erbsentw urf für die Oper am K önigsplatz gegenüberanderen schon deutlich hervortrat.Manches von Poelzigs A rbeiten mag eigenwillig, jawunderlich erscheinen, aber es h at immer C harakter undBedeutung, m an m öchte sagen Stil, und zwar Stil nicht nurals die Sprache einer starken Einzelpersönlichkeit, sondernin dem höheren Sinne als A usdruck eines K ulturinhaltes.Der V ergleich m it den Spätzeiten anderer K ulturabläufe,etw a Roms, liegt hier nahe, das an Bauform en etwas absolutNeues nicht m ehr hervorbrachte, dagegen die Technikzu großartigen Leistungen entw ickelte und diesen eine vorhandeneForm ensprache in geschickten A bwandlungen anpaßte.Das Gesam tschaffen aller Zeitabschnitte der A ntikew ächst dam it für unseren Blick zu einer Einheit zusammen.In ähnlicher W eise sind auch unsere heutigen Bauschöpfungen,sow eit sie Anspruch m achen dürfen, zur „Baukunst“ zu gehören, immer irgendwie m it der V ergangenheitverbunden. Poelzigs Bauten tragen deutlich jenenGrundzug, der m it vorangegangenen Stilepochen die Gemeinsamkeit der K ultur und der Landschaft verrät, wasselbstverständlich für uns nicht W iederholung äußerlicherForm enelem ente bedeutet. In erster Linie muß das, weilgerade hier am w enigsten naheliegend, w ieder von seinenIndustriebauten gesagt werden, die über das rein Technischedurchaus hinausgehen. Sie unterscheiden sich da-Vermischtes.Dürers Schloßhofansichten*). Seit Ob.-BauamtmannDr.-Ing. J. Groß in diesen B lättern (Nr. 7/8 vom 26. J a ­nuar 1924) für die These des Dr. 0 . Mitius, die beidenSchloßhofansichten D ürers in der A lbertina in W ienstellten den Hof der fränkischen Cadolzburg dar, gegenProfessor M. D r e g e r s Bestimmung des Lokales als desHofes der Innsbrucker Hofburg Stellung genommen, hatD reger in einer eigenen kleinen Schrift „Dürer undInnsbruck“ seine ohnedies schon feste Position na-*) A n m e r k u n g der Schriftleitune:. Die v ie lu m s tr itte n e ns o g. S c b lo ß h o fa D sic h re n D ü re rs (O rig in a le in d e r A lb e rtin a in W i e 1) s in d imJ a h r g . 1922 d*-r „ D e u tsc h B z te .“ a u f S . 395 u. 401 w ie d e r g e g e b e n . F ü r u n s e reL e s e r sei z n r n ä h e re n E r lä u te r u n g b e m e rk t, d a ß d e g e le g e n tlic h d ie s e rV e rö ffe n tlic h u n g v e rtr e te n e A n s ic h t d e s R a ts b a u d ir . a. D . P ro f. M axB ischof, L e ip z ig , in d e n b e id e n B lä tte rn d e n e h e m a lig e n Z u s ta n d d esN a s c h m a r k te s in L e ip z ig zu s e h e n , in z w is c h e n v o n d ie se m s e lb s t aufg egeb« nist, u n d z w a r, w ie O b .-B a u a m tm a n n D r.-In g . Groß in E r la n g e n in N r 7/8d . J a h r g . 1924 a u s g e fü h rt, a u f G ru n d d e r U nt- rsu c h u n g ^ n d e s O b .-B ib lio ­t h e k a r s D r. O tto M itius, E r la n g e n , d e r d ie D ü r e r s c h e n Z e ic h n u n g e n ins e in e r S c h rift „D ürer® S c h lo ß b o fa n -ic h te n u n d d ie C a d o lz b u rg b e i N fir. b e ig “a ls A n s ic h te n e b e n d ie s e r B u rg d e u te t. D r. M itiu s tritt d a m it d e r A u f­f a s s u n g d e s P r o f D r . M oriz D r e g i- r in I n n s b r u c k e n tg e g e n , d e r D ü re rsZ e ic h n u n g e n a ls " W ie d e rg ab e n d e r I n n s b r u c k e r H o fb u rg f e s tg e s te llt h a t.D r . D re g e r g ib t s ic h n u n a b e r k ein esw * gs g e s c h la g e n , s o n d e rn w id e rle g ts e in e r s - i ts in e in e r e ig e n e n k le in - n S c 'r i f t : „ D ü r e r u n d I n n b ru c k , D oche in m a l D ü r e r s S c lo ß h o fz e ic h n u n g e n “ ( In n s b r u c k 1924, W a g n e r ’s c h e U n i-v e rs itä tN b u 'h b a n d lu n g ) n a c h d rü c k lic h u n te r H in z u z ie h u n g n e u e r lic h e r B e ­w e is e d ie D e u tu n g d e s D r. M itiu s, u n i d e r f rü h e re K u s to s d e r „ A lb e rtin a “in W ie n , R e g .-R a t D r. R ö ttin g e r , d e r a u f d e m G e b ie t d e r d e u ts c h e nK u n s t d e s X V . u n d X V I. J a h r h u n d e r ts e in e n s e h r g a c h te te n N a m e n b e s itz t,t r i t t m it d e r h e u tig e n Ä u ß e ru n g z u r S a c h e d em S ta n d p u u k t D r. D re g e rs b e i. —28. März 1925.mit von einer rein m echanistischen, am erikanischen Auffassung,der dieser K ulturzusam m enhang fehlt.W eiterhin ist daraus zu erklären, daß m an V erw andtschaftm it dem Barock in seinen A rbeiten sieht, oderGotisches in der A rt wie etw a das Große Schauspielhausin Berlin aus der engen Umschließung der umgebendenHäuserm assen sich herausarbeitet, obwohl gerade dieses B auwerk an sich in der verhaltenen K raft seiner äußeren Gestaltungund ebenso zahlreiche andere A rbeiten (Haus derFreundschaft, Festspielhaus Salzburg) m ehr an den M auermassenbau der rom anischen Zeit erinnern. Hier scheintder W eg zu liegen, der dem B aukünstler vorgezeichnet ist:Befreiung der gebundenen K raft in seinen A rbeiten imSinne einer gotischen Auffassung, die in Eisen und Betonin neuer und doch bekannter Sprache w ieder zu unsreden will.Dazu ist jedoch die A bkehr von einem zu stark betontenN aturalism us unumgänglich. In den E ntw ürfen zumSalzburger Festspielhaus geht die Einfühlung des B auwerkesin die Landschaft so weit, daß es seine Selbständigkeitverliert. Auf einen Berg ist ein zw eiter Berg gestellt.Der Innenraum des ersten Festspielhaus-Entw urfes ist eine,wohl ganz bew ußt m ärchenhafte H öhlenbildung (vonzweifellos herrlicher Raum w irkung), aber dam it schon nichtmehr architektonische R aum gestaltung. Die Börsein K öln ordnet sich vorbildlich dem Dom unter und steigertihn durch das Lagerhafte und U nbetonte in den wagerechtenLinien der Baumasse. Aber sie h at zugleich indem Fehlen von K anten und Ecken, in ihrer weichen Abrundung,etw as Landschaftsartiges, w irkt wie eine verkörperteStellungnahm e gegen die G roßstadt, in die deutlichfühlbar eine Bresche gelegt w erden soll.Poelzig steht als Baukünstler, gerade weil sein Schaffenauch im V ordringen bis zu dieser Linie immer schöpferischgeblieben ist, auf einer bem erkensw erten Höhe.Dabei ist kennzeichnend für ihn das Fehlen einer sogenanntenReife, A bgeklärtheit, sta tt dessen unruhvollesW eiterdringen, ungebärdiger Schöpferwille. Diese ungehemmteK raft verdankt er vielleicht dem Umstand, daßseinem W esen jener dualistische Zug fehlt, der bedeutendeD eutsche immer irgendwie m it dem Süden und m it derA ntike verband, zugleich eine große Gefahr w ar, oder eineBefruchtung zu genialer Leistung w urde (Schinkel, Messelin seinem Museumsbau). Doch sind unsere geschichtlichenEpochen in Bezug auf ihre Nähe oder F erne zur A ntikeverschieden geartet und die heutige scheint ein Zustandder F erne zu sein. Vor einer E rstarrung in der Form bleibtPoelzig damit b ew ah rt D er E m st, das ganz U nspielerischeseiner Arbeiten, von denen das Meiste leider bisher E n t­wurf blieb, ist norddeutsch, mag auch das Salzburger F estspielhausauf süddeutschem Boden stehen sollen. DieseArbeit, die in ihren verschiedenen Fassungen Zweck undSinn der beabsichtigten Anlage aufs beste trifft, sei Anlaßzu höchstem Vergleich, um einen Maßstab zu gewinnen:Wie ganz anders als das Salzburger Festspielhaus stehteine ägyptische Pyram ide, ein griechischer Tem pel odereine deutsche B urg in der Landschaft! Poelzig versprichtein Großer zu sein, aber er ist noch keineswegs ein Vollendeter.—Wohler.mentlich durch den Hinweis auf die Innsbrucker A nsichtdes Lorenz Strauch von 1614 w esentlich ausgebautMitius gab hierauf in seiner im N ovem berheft des Ciceroneerschienenen Erw iderung w ohl das unterkellerte „R entamt“ preis, die Cadolzburg aber will er halten. Ich bezweiflenach wie vor die Möglichkeit und rechne vorzüglichauf zwei Momente, deren Ü berzeugungskraft auchgegenüber Mitius bei beruhigter Stim m ung nicht versagenwird. Das eine ist in der K ontrolle gelegen, die die Abänderungdes von D ürer geschauten Z ustandes der InnsbruckerHofburg in den auf den späteren P länen festgehaltenendurch die Urkunden, die D reger einsehen konnte,erfährt. Es gibt keinen zweiten Fall, in dem schriftlicheund bildliche N achrichten so gleichlautende A ussagenüber die E ntstehung eines B auw erkes des deutschenM ittelalters machen, wie den Fall der Innsbrucker Hofburg.H ier wiegen Bild und W ort ungleich schw erer alsdie höchst problem atischen R este eines älteren Baues, dieaus der Cadolzburg hier und da hervorschauen sollenUnd dann vergesse m an nicht: die beiden W iener B lättersind nicht etw a die letzten erhaltenen Zeugnisse der E xistenzeines ansonsten ganz schem enhaften A nonym us —sie sind von Dürer, über dessen künstlerische Individualitätund künstlerische E ntw icklung w ir im ganzen rechtgut unterrichtet sind. E s hieße D ürers Persönlichkeitebenso verkennen, wollte man annehm en, er habe, w ennauch erst 18-jähng, so falsch gesehen, w ie er gesehenhaben müßte, stellten die beiden A quarelle die Cadolz-208


ürg dar, als die Entwicklung- des K ünstlers v a r a j 1« « ,wollte man die Schloßhofansichten, auch für den ¿ W a nrigen und 1494 ein W underwerk, d e m 18-Jah n g en zutrauen. Denn an dem Datum 1489 hält tur sie unbenrelieber W eise Mitius auch heute noch fest.-—-H. Rottinger.Gartenbau-Ausstellungen. Von Mai bis Oktober findetin Ludwigshafen, im Riedsaum park, eine „SüddeutscheG artenbau-Ausstellung“ statt. Im W ettbewerb um E ntwürfefür die Ausstellungsanlage erhielt G artenarchitektSiegloch (Mitarbeiter Ar'ch. W a c k er, beide in Stuttgart)den I. Preis; Geschäftsstelle der Ausstellung im Stadthaus„Nord“, Ludwigshafen. — Anläßlich des 90jährigen Bestehensdes G artenbauvereins Darm stadt findet vom15. A ugust bis 14. September d. J. daselbst im Rahmen des„D arm städter Sommer 1925“ eine „Hessische Gartenbau-Ausstellung 1925“ statt. Geschäftsstelle: Eichbergstraße 25.— Im September d. J. findet in Beuthen 0 . -S . eine„Ostdeutsche G artenbau-Ausstellung“ statt, deren Leitungin Händen des G artenbauinsp. Zeblin, daselbst, liegt. —Wettbewerbe.Ideen-W ettbewerb zur Erlangung von Entwürfen fürein Kursaalgebäude in Bad Mergentheim a. d. Tauber(W ürttemberg). Die in Nr. 20 gebrachte Notiz über dieAusschreibung ergänzen wir nachstehend durch Einzelheitenaus dem uns vorliegenden Programm, da es sichum einen „allen auf deutschem Boden tätigen und allenreichsdeutschen A rchitekten“ zugänglichen W ettbew erb(Frist 15. Mai d. J.) handelt.Das Bad Mergentheim liegt an dem rechten Ufer derTauber. Seine Quellen haben dieselbe H eilwirkung wiejene von K arlsbad in Böhmen, weshalb es seit Mitte desvorigen Jahrh. den Namen „das deutsche K arlsbad“ führt.Im Gegensatz zu der am ändern Ufer liegenden S tadt mitihrem Schloß und der beherrschenden, von B althasar Neumannstammenden Schloßkirche ist das Bad Mergentheimneueren Ursprungs. Der H auptbau nebst den langgezogenenFlügeln w urde 1853 von Leins als breitgelagerteAnlage unter klassizistischem Einfluß erbaut. Auch dieParkanlagen stammen aus seiner Hand. Die Zugänge vomBahnhof her führen bis jetzt für den Fußgängerverkehrausschließlich über den Badesteg, für den F ährverkehrüber die W olfgangsbrücke und die neu geschaffene Uferstraße.Es ist aber dam it zu rechnen, daß die im Plan alsvorl. projektierte Straße angegebene Eisenbahnüberführungspäterhin ausgeführt w ird und den V erkehr zum Bad zueinem Teil aufnehmen dürfte. Die Tauber-Ebene ist rechtsufrigziemlich schmal und durch den Vizinalweg Nr. 8, denFeldweg Nr. 17 und durch die neue U ferstraße begrenzt.Die hier ansteigenden Höhen w erden durch das engeTälchen geteilt, in dem sich die Löffelstelzerstraße steilbergauf hinanzieht.D er Verein für Bad Mergentheim, E. V., Stuttgart,,will nun in V erbindung mit der K urverw altung und derStadtgem einde das verlangte K ursaalgebäude auf einem imLageplan näher bezeichneten Gelände erbauen. Die W ettbewerbsunterlagenbestehen aus dem gedruckten Programm,zwei Lageplänen 1 :2500 und 1 :1000 und einem Fliegerbild,falls dies rechtzeitig geliefert werden kann. Das K ursaalgebäudesoll enthalten einen Theatersaal m it 800 Sitzplätzen,der gleichzeitig zu Konzert-, R estaurant-, V ortragundKinozwecken benutzbar ist, ein vertieftes Orchesterfür 30 Musiker, eine Bühne (10 m lg., 7 m tf.) nebst Zubehörin gegf. m ehreren Stockwerken, einen kleinen Saal intimerA rt von etw a 130 (im, ein R estaurant m it intim en Räumen(etwa 240 cim), das auch bei T heater oder. K onzerten betriebsfähig sein muß, eine Office nebst Buffet, eine Koch-,Spül- und Kaffeeküche, bedeckte T errassen m it rd. 250 (imGrundfläche, G arderoben und sonstige Nebenräume. W eitersind nötig und in beliebigen Stockw erken unterzubringen:eine Hausmeisterwohnung, Angestelltenräum e m it Zubehör,zwei K egelbahnen und die nötigen V orratsräum e.Der Theatersaal, der kleinere Saal und die bedecktenT errassen müssen gegf. zusammen benutzt w erden können,so daß bei R egenw etter auf der Bühne des Thatersaalesdie üblichen Prom enadenkonzerte abgehalten werdenkönnen. Ein bis zwei Spielsäle (zus. 100 qm), ein Lesesaal,ein Musiksaal, ein Schreibsaal (je etw a 60 cim) sind unabhängigvom W irtschaftsbetrieb verlangt. Bei der ganzenAnlage handelt es sich vorw iegend um Sommerbetrieb(Ostlage für Freiterrassen!); die Parkfläche ist bei Planungder K uranlagen möglichst zu schonen.Einzureichen sind der ergänzte Lageplan 1 : 1000, dieH auptgrundrisse und A nsichten 1 :200, zwei Schaubilder,E rläuterungsbericht und Baukostenberechnung. Das W ettbewerbsprogrammenthält die Bestimmung, daß der V erfasserdes zur A usführung gelangenden ausgezeichnetenEntw urfes m it der Planbearbeitung beauftragt wird. —204Zu der A usschreibung eines beschr. W ettbewerbes f. d.Bau eines H andelskam m er-, Verwalt.- u. Hotelgebäudes inStolberg (Rhld.) in Nr. 21, S. 168, die uns von privaterSeite zuging, erhalten wir noch Ergänzungen. Zu den Eingeladenengehörten auch die H erren Prof. Theod. Veilm Aachen, Emil Fahrenkam p in Düsseldorf. DieArch. K ö r f Q r und F u ß in Köln w aren nicht zusammen,sondern getrennt aufgefordert. Im Preisgericht waren dieH in Prof Ghrt. Sieben, Aachen, Elsässer, Köln,Körner’ Essen u. Reg.-Bmstr. Meyer, Düsseldorf. —Inzwischen ist der W ettbew erb w ie folgt entschieden:I Pr Prof Fritz Becker, D üsseldorf; II.P r. Arch. Fuß,Köln- erster III. Pr. Arch. Strunck & Wentzler, Dortmund:zw eiter III. Pr. Prof. Fahrenkamp, Düsseldorf.A ngekauft die E ntw ürfe von Prof. Theod. Veil, Aachen;Arch K ö r f e r , Köln. Das Preisgericht h at den mit dem1 Pr ausgezeichneten Entw urf zur A usführung empfohlen.Im W ettbewerb O rtskrankenkasse in Bielefeld erhieltenden I Preis von 4500 M. Arch. B. D. A. Ewald Krüger,Brackwede, je einen III. Preis von 2250 M. die Arch.B D A K arl Horn, Bielefeld, und H ans Ostermann,B rackw ede Zum A nkauf empfohlen für je 750 M. wurden'die E ntw ürfe der Arch. B. D. A. Alwin Haus, Bielefeld,und Arch. B. D. A. Dipl.-Ing. W ilh. Oldemeyer, ebenfallsin Bielefeld. —Im W ettbewerb Zentralschulhaus mit Turnhalle inW unsiedel w urden bei 185 eingegangenen Entwürfen diePreise, wie folgt, verteilt: Ein Preis von 2000 M. Arch.Dr.-Ing. Rob. Erdmannsdorff er, Lindau i. B.; je1000 M. Arch. Hans Holzbauer und Dipl.-Ing. F. B eh -lert. München; B auam tm ann Emil List, BauamtmannJul. Schneider und B auref. Ludw ig Wambsganz,Arnberg; Arch. Prof. Hans Niedermeyer, München;Bauamtmann K arl L o i b e und Reg.-Bmstr. HeinrichV o 11 b e h r , München; angekauft zu 300 M. die Entwürfevon B auam tm ann K onstantin G r u b e r , Passau; Arch.B D. A. Theo Lechner und F ritz Norkauer,München: Arch. B. D. A. Mich. Simon. München.Der P reisträger Dr.-Ing. Erdm annsdorffer hat auf dieHälfte seines Preises verzichtet, so daß daraus 4 weitereE ntw ürfe zu je 250 M. angekauft w erden konnten. Verfassersind: Arch. Dipl.-Ing. Alex. M a e c h 1 e r , Wiesbaden;Bauführer Jos. Mittelhammer. München; Arch. Dipl.-Ing. Hans Grimm, München; Bauref. Dipl.-Ing. Rud.5 t r a u b i n g e r , München. —Im W ettbew erb Tem pelbau in Sarajewo der dortigenisraelit.-sephard. K ultusgem einde, die im August v. J.fällig w ar (vgl. 1924, S. 278) w ird ums jetzt seitens derGemeinde auf A nfrage m itgeteilt, daß den Arch. Jakobs6 Bergen in W iesbaden die belobende Anerkennungseitens d er Ju ry zuerkannt wurde. Sollten danach die dreiPreise von 2500. 1500 und 1000 Schw eizer Fr. überhauptnicht verteilt sein? Das w ürde allen G rundsätzen im Wettbewerbsw esen w idersprechen. —Ein Ideen-W ettbewerb für ein Verw altungsgebäude derStadt Soltau w ird u nter den z. Zt. in der P rov. Hannoverund in den Städten H am burg und Bremen ansässigen odergeborenen A rchitekten m it F rist zum 4. Mai d. J. ausgeschrieben.Drei Preise von 2000. 1500, 1000 M. ZumA nkauf von vier w eiteren Entw ürfen je 500 M. Im Preisgericht:Prof. K a n o 1 d , H annover, Arch. B. D. A. KurtSiebrecht, H annover, Stadt-B rt. Schnah, Ülzen;Stellvertr. Prof. W i c k o p , H annover, Arch. B. D. A.H a. e s 1 e r , Celle. U nterlagen gegen 3 M., die zurückvergiitetwerden, vom M agistrat der S tadt Soltau. —Die Preisträger im Schinkelw ettbew erb 1925. Auf demGebiet des Hochbaues (Errichtung eines Landsitzes aufeiner Insel) h at R eg.-Bauführer Alfred R o wald aus Berlindie Schinkelplakette erhalten. Im Eisenbahnbau (Entwurfzu einer K leinbahn nebst B rücke über die Oder) ist demReg.-Bauführer G erhard Weiler aus Liegnitz die Plaketteund der Schinkelpreis zuerkannt w orden. Beide Arbeitensind auch vom T echnischen O berprüfungsam t als Baumeisterarbeiten angenom m en w orden. Auf dem Gebiet desW asserbaues (Seitenkanal zur Oder bei Crossen) habendie Schinkelplakette erhalten: Die R eg.-B auführer BernhardM ii h 1 m a n n aus H annover. H elm ut Fentzloff ausMünchen und W alter T h euer kauf aus Ottm achau. —Inhalt: Die Messebauten der Stadt Köln. (Schluß.)—A usstellungfarbiger Architektur und Deutscher Farbentag in Hamburg.— Zur Poelzig-Ausstellung im Architektur-Museum Charlottenburg.— Vermischtes. — W ettbewerbe. —Bildbeilage: Die Messebauten der Stadt Köln. Blick in dieWandelhalle der großen Halle. —Verlag der Deutschen Bauzeitung, G. m. b. H. in Berlin.Für die Redaktion verantwortlich: Fritz Eiselen in Berlin.Druck: W. Büxenstein, Berlin SW 48.No. 25.


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