03-2013 - BMUKK News - Bundesministerium für Unterricht, Kunst ...
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www.bmukk.gv.atZ E I T S C H R I F T F Ü R M I T A R B E I T E R I N N E N U N D M I T A R B E I T E R<strong>BMUKK</strong>>NEWS
2> INHALT
SEITE DER MINISTERIN < 3LIEBE LESERINNEN UND LESER!LIEBE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER!Unsere Arbeit 2007 bis <strong>2013</strong> – das ist daszentrale Thema dieser Ausgabe der MitarbeiterInnen-Zeitungvor den Nationalratswahlenam 29. September <strong>2013</strong>. DasErscheinen dieser <strong>BMUKK</strong>-<strong>News</strong> markiertdamit auch das Ende meiner zweiten Legislaturperiode,in der wir vieles erfolgreichauf den Weg gebracht haben, wasunser Land nachhaltig und positiv prägenwird. Die Jahre 2007 bis <strong>2013</strong> waren guteJahre. Einen Überblick über das, was wirim Bildungs-, <strong>Kunst</strong>- und Kulturbereichseit 2007 geleistet haben, finden Sie indieser „Sonderausgabe“ der <strong>BMUKK</strong>-<strong>News</strong>. Der eigens da<strong>für</strong> erweiterte Umfangspricht <strong>für</strong> sich.Im Bildungsbereich haben wir die NeueMittelschule erfolgreich weiterent wickelt.In diesem Schuljahr gibt es in Österreich946 Standorte mit mehr als 118.000 SchülerInnen.Sie alle werden ihre Schulzeit ineiner neuen, leis tungsorientierten LehrundLernkultur verbringen, in der individuellesFördern aller Talente und damitder Gedanke der Chancengleichheit imVordergrund stehen.Mit einer hoch qualitativen Ausbildungmuss es gelingen, die SchülerInnen aufeinen österreichweit hohen Lernstandardzu bringen. Das ist ein Gebot der Fairnessgegenüber allen Jugendlichen. Bildungsstandardsund die standardisierte kompetenzorientierteReifeprüfung sind wesentlicheSchritte dorthin. Damit ist auchein wichtiges Instrument der Qualitätssicherungan unseren Schulen geschaffen.Pioniere bei der Matura Neu sind dasStiftsgymnasium St. Paul im Lavanttalund die Liese Prokop Privatschule <strong>für</strong>Hochleistungssportler, die bereits in diesemSchuljahr die komplette neue Reifprüfungdurchführen. Ab dem Schuljahr2014/15 sind die standardisierten Prüfungendann <strong>für</strong> alle AHS verpflichtend. DieBHS folgen ein Jahr später.Im <strong>Kunst</strong>- und Kulturbereich bin ich stolzdarauf, dass es uns gelungen ist, die Ausgabenvon 402 Millionen Euro im Jahr2008 auf 442 Millionen Euro im Jahr <strong>2013</strong>zu erhöhen. Das ist in einer Phase derKürzungen schon eine Leistung. Aber natürlichmüssen in der nächsten Legislaturperiodedie Kulturausgaben erhöhtwerden, sonst leidet die Qualität.Zu unseren zentralen Aufgaben im <strong>Kunst</strong>undKulturbereich gehört es, Kulturins titutionenwie Museen und Theatern, Förderbereichenwie Denkmalschutz, Volkskultursowie Kulturvermittlung eintrag fähiges Fundament <strong>für</strong> ihre Arbeitzu geben. Zu den Highlights 2007 – <strong>2013</strong>sind sicher die Eröffnung der <strong>Kunst</strong>kammerim <strong>Kunst</strong>historischen Museum unddie Fertigstellung des 21er Hauses zu zählen,das seit 2012 auch die Artothek desBundes beheimatet.Neben großen, ,,institutionellen“ Investitionenhaben wir in den vergangenenJahren auch zahlreiche Initiativen gesetzt,die eine chancengerechte Teilnahme an<strong>Kunst</strong> und Kultur in Österreich ermög lichenund fördern. Mit Erfolg: Rund 3,3Millionen BesucherInnen unter 19 Jahrehaben den „Freien Eintritt bis 19 in dieBundesmuseen“ seit seiner Einführungim Jänner <strong>2013</strong> genützt, die Bundesmuseensorgen mit mehr als fünfzig verschiedenenVermittlungsinitiativen jährlich<strong>für</strong> Abwechslung.Im Zentrum steht der Mensch. Wie im Bildungsbereichsetzen wir uns auch im<strong>Kunst</strong>- und Kulturbereich <strong>für</strong> mehr Chancengerechtigkeitein. Ein Beispiel da<strong>für</strong>ist das Mentoringprogramm <strong>für</strong> Künstlerinnen.Weibliche <strong>Kunst</strong>schaffende sindnach der Studie zur sozialen Lage derKünstlerinnen und Künstler in Österreichnach wie vor in vielen Bereichen benachteiligt.Ziel des Mentorings ist der Knowhow-Transfervon erfahrenen Künstlerin-Foto: <strong>BMUKK</strong>/Repolusknen zu jüngeren Künstlerinnen. Damitentspricht diese Maßnahme der Idee desEmpowerment von Frauen ebenso wie dergrundsätzlichen Förderung von jungenMenschen und dem Wissen, dass Netzwerkenein unabdingbarer Bestandteileines heutigen KünstlerInnenlebens ist.Es sind das nur wenige Beispiele. Wir habendas und viel mehr in den letzten Jahrenerfolgreich entwickelt und umgesetzt.Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,ich danke Ihnen <strong>für</strong> Ihren erfolgreichenEinsatz und Ihre Kreativitätzugunsten eines Wissens-, Bildungs- undKulturraums Österreich. Danke <strong>für</strong> IhreLoyalität und Wertschätzung! Die Berichteder Sektionen sind beeindruckende Doku -mente unserer Arbeit.NEWS
4> BILDUNGSMASSNAHMEN
BILDUNGSMASSNAHMEN < 5Die Oberstufe NeuDie Allgemein bildenden höheren Schulen (AHS), dieBerufsbildenden mittleren Schulen (BMS) sowie dieBerufsbildenden höheren Schulen (BHS) werden miteinem neuen Kurssystem weiter entwickelt. Ab 1. September2017 profitieren alle Schulen österreichweit vonder Oberstufe Neu. Im Zentrum steht eine kontinuierlicheLeistungserbringung während des gesamten Schuljahres,eine Verbesserung der Lern atmosphäre (kleinere Lern -pakete) durch die Einteilung in Kompetenzmodule sowieeine verbesserte Vorbereitung auf eine universitäre Ausbildung.An rund 50 Standorten wird derzeit im Schulversuchdie neue Oberstufe getestet – mit Erfolg: Durch gezielteFörderung sank die Zahl der SchulabbrecherInnenan einzelnen Standorten um bis zu 50 %. DirektorInnen,LehrerInnen und SchülerInnen berichten von einemneuen Schulklima, das Spitzenleis tungen fördert und dasGesamtniveau der schulischen Leistungen spürbar anhebt.www.bmukk.gv.at/oberstufeneuSchulische TagesbetreuungDie schulische Tagesbetreuung ist eine der wichtigstenMaßnahmen <strong>für</strong> ein chancengerechtes, qualitativ hochwertigesBildungssystem. Sie garantiert, dass jede Schülerin,jeder Schüler optimal betreut werden und unterstütztdie Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie kann inallen allgemein bildenden Pflichtschulen (Volksschulen,Sonderschulen, Neue Mittelschulen, Hauptschulen, PolytechnischeSchulen) und in der AHS-Unterstufe durchgeführtwerden und ist als Nachmittagsbetreuung oder inder verschränkten Form, der Ganztagsschule, möglich.Die Bundesregierung investiert bis 2014 insgesamt 320Mio. Euro <strong>für</strong> schulische Tagesbetreuung. Ab 2014 sollenjährlich bis zu 160 Millionen Euro investiert werden.www.bmukk.gv.at/tagesbetreuungLehre mit Matura – kostenfrei!Österreich verfügt laut OECD-Studie „Education at aGlance/Bildung auf einen Blick <strong>2013</strong>“ über das im OECD-Vergleich am stärksten ausgebaute beruflich orientierteBildungssystem, um das wir in ganz Europa, ja weltweit,beneidet werden. Österreich weist bei der Jugendarbeitslosigkeit den drittbesten Wert der EU aus. Die 2008vom <strong>Bundesministerium</strong> <strong>für</strong> <strong>Unterricht</strong>, <strong>Kunst</strong> und Kultur(<strong>BMUKK</strong>) gestartete Initiative Lehre mit Matura bietet dieBasis <strong>für</strong> jeden weiteren Bildungsweg – und das kostenfrei!Sie berechtigt wie jede andere Matura zum Studiumund verbessert die Chancen jedes Einzelnen am Arbeitsmarkt.Immer mehr Menschen entscheiden sich nochwährend der Lehre, mit den Lehrgängen zur Vorbereitungauf die Matura zu beginnen. Seit Beginn des ProjektesLehre mit Matura nützen mehr als 10.400 Menschen dieChance, kostenfrei die Reifeprüfung neben der Lehreabzuschließen – rund 700 haben bereits die Lehre mitMatura erfolgreich absolviert.www.bmukk.gv.at/berufsmatura<strong>Kunst</strong> macht Schule – <strong>Kunst</strong> macht LehreMit <strong>Kunst</strong> macht Schule/Lehre entsteht ein Dialogzwischen jungen Menschen und Kulturschaffenden.Diese Zusammenarbeit trägt zur Umsetzung des kreativenPotenzials von SchülerInnen und Lehrlingen bei und eröffnetallen Beteiligten neue Sichtweisen. Kompetenzenwie Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit und Eigenverantwortungwerden gefördert. Die Leitprojekte sind:Macht|schule|theater (seit 2007), Freier Eintritt in alleBundesmuseen bis 19 (seit 2010) in Kombination mit zahlreichenVermittlungsprogrammen in den Museen, cultureconnected (seit 2011) und Programm K3.www.bmukk.gv.at/kunstmachtschulewww.bmukk.gv.at/kunstmachtlehreNachholen von BildungsabschlüssenPflichtschulabschluss – BasisbildungBildungsinhalte müssen in jeder Lebensphase kostenfreierworben und bei Bedarf aufgefrischt werden können.Um das zu gewährleisten, können Menschen in ganzÖsterreich seit 1. September 2012 zum Beispiel denPflichtschulabschluss erwachsenengerecht und kostenfreinachholen. In jedem Bundesland gibt es kostenfreieKursangebote und Beratungsgespräche.www.bmukk.gv.at/basisbildungSprachförderungSprachförderkurse wurden im Schuljahr 2006/07 als zusätzlicheFördermaßnahme <strong>für</strong> außerordentliche SchülerInnenmit anderer Erstsprache als Deutsch eingeführt.Im Schulorganisationsgesetz (SchOG) wurde die Maßnahmebis Ende des Schuljahres 2011/12 begrenzt, 2012gelang eine Verlängerung dieser Maßnahme um weiterezwei Jahre. Ziel der derzeit laufenden Sprachförderkurseist es, den außerordentlichen SchülerInnen an VS, HS,NMS, AHS-Unterstufe und PTS jene Sprachkenntnisse zuvermitteln, die sie befähigen, dem <strong>Unterricht</strong> zu folgen.Sprachverständnis und Kommunikationsfähigkeit sindSchlüssel <strong>für</strong> schulische Leistungen. Deshalb dienen dieSprachförderkurse der nachhaltigen Sicherung der<strong>Unterricht</strong>squalität.Verpflichtendes KindergartenjahrAlle Kinder in Österreich haben das Recht auf faire undgleichwertige Startbedingungen in der Schule. Besondersim Jahr vor Schuleintritt sind Anreize und Impulse,zum Beispiel zum Sozialen Lernen und zur Sprachentwicklung,wichtig. Bund und Länder legten im Rahmeneiner Vereinbarung gemäß 15a B-VG fest, dass abSeptember 2010 der halbtägige Kindergartenbesuch imletzten Jahr vor Schuleintritt kostenfrei ist.www.sprich-mit-mir.atSchulbau – 1,662 Milliarden Euro werden bis2018 investiertZu einem innovativen Bildungssystem gehören eine moderneInfrastruktur und Schularchitektur. Sie verbessernden Arbeits- und Lebensraum <strong>für</strong> SchülerInnen undLehrerInnen und schaffen auch Raum <strong>für</strong> die Umsetzungpädagogischer Konzepte – wie der schulischen Tagesbetreuung.Von den im Schulentwicklungsprogramm(SCHEP) veranschlagten 1,662 Mrd. Euro wurden bisherbereits 577,3 Mio. Euro verbaut, aktuell in Bau sind Projektemit einem Investitionsvolumen von 379,85 Mio. Euro.Im Zeitraum von 2008 bis 2018 werden 270 Bauprojektean Bundesschulen im Gesamtwert von 1,662 Mrd. Euroumgesetzt. Im Jahr 2018 ist damit jeder dritte Schulstandortbei den Bundesschulen entweder erweitert,generalsaniert oder neu errichtet.www.bmukk.gv.at/schulbau
6> KUNST & KULTUR
5 Punkte, die wir erreichen wollen:> KUNST & KULTUR < 71. Weiterhin verlässlicher Partner der <strong>Kunst</strong>schaffenden und Kultureinrichtungen• Klares Bekenntnis zur Freiheit der <strong>Kunst</strong>, Wertschätzung der KünstlerInnen undöffentlichen Finanzierung von <strong>Kunst</strong> und Kultur• Verantwortung des Staates in der Kulturfinanzierung mit stabilen und transparentenRahmenbedingungen <strong>für</strong> KünstlerInnen und Institutionen• Erhöhungen und Wertsicherungen im <strong>Kunst</strong>- und Kulturbudget2. Schaffung „Kulturinvestitions-Konto“• 10 Mio. Euro pa. <strong>für</strong> Investitionen im <strong>Kunst</strong>- und Kulturbereich• Ziel: Weiterentwicklung der lebendigen <strong>Kunst</strong>- und Kulturwelt und Impulse zurKonjunkturbelebung in Österreich3. Stärkung des österreichischen Films• Weitere Erhöhung ÖFI-Budget und Förderungen <strong>für</strong> innovativen Film• Ausbau der Filmvermittlung und Verbreitung des österreichischen Films (Programmkinos,Festivals)4. Fokus zeitgenössische <strong>Kunst</strong>• Stärkung der regionalen Kulturinitiativen als „Motor der Vielfalt des kulturellenAngebots in ganz Österreich“• Ausbau der Förderungen <strong>für</strong> zeitgenössische <strong>Kunst</strong> in allen Sparten, insbesondere<strong>für</strong> künstlerischen Nachwuchs• Sicherung des Einkommens von KünstlerInnen durch gerechte Vergütung kreativerLeistungen (Urheberrecht), Mindeststandards der Entlohnung und Anpassungen beisozialen SicherungssystemenFoto: VBKMichael Goldgruber | Platform construction, 2009Foto: Marc Altmann5. Ausbau Kulturvermittlung• „<strong>Kunst</strong> <strong>für</strong> alle“: Zugang zu <strong>Kunst</strong> und Kultur <strong>für</strong> alle Menschen in Österreich,unabhängig von ihrer sozialen oder gesellschaftlichen Stellung• Fortsetzung des Freien Eintritts bis 19 Jahre und Intensivierung derVermittlungsinitiativen in allen Bereichen• Stärkung der Verschränkung von Bildung, <strong>Kunst</strong> und Kultur, z. B. Kulturpartnerschaftenim Rahmen der ganztägigen gemeinsamen Schule• Stärkung der Öffentlichen Büchereien zur österreichweiten Versorgung derBevölkerung mit Information, Literatur und Medien21er HausWiedereröffnung der <strong>Kunst</strong>kammerFoto: KHM/APA-Fotoservice/Schedl Foto: Natascha UnkartDie <strong>Kunst</strong>- und Kulturberichte der einzelnen Jahre bieten einenfundierten Überblick über die <strong>Kunst</strong>- und Kulturinitiativen und-förderungen unseres Hauses:www.bmukk.gv.at/kulturberichtwww.bmukk.gv.at/kunstbericht
SEKTION IA < 9mit dem BMASK – im Rahmen der EU Strategie<strong>für</strong> den Donauraum (EUSDR) im Jahr2011 die Koordination des Prioritätsbereichs„Investitionen in Menschen undQualifikationen“ übernommen. Rund 40grenzüberschreitende Projekte und Netzwerkelaufen hier zusammen.Eine weitere Aufgabe der Sektion ist dieGestaltung und Förderung des gesellschaftlichenund internationalen Dis kursesüber Nationalsozialismus und Holocaustim Bildungsbereich. Wir trugenwesentlich dazu bei, dass sich das im Jahr2000 gegründete Holocaust Education Institut_erinnern.at_ des <strong>BMUKK</strong> seit 2007zu einer national und international renommiertenBildungsorganisation entwickelnkonnte.Als oberste Kultusbehörde ist es auch Aufgabeder Sektion, die staatlichen religionsrechtlichenVorschriften zu vollziehen.In den letzten Jahren konnte die gesetzlicheAnerkennung zahlreicher Religionsgemeinschaften(Zeugen Jehovas, Aleviten,Freikirchen) abgeschlossen werden.Es gelang außerdem mit der Änderungdes Orthodoxen-Gesetzes eine OrthodoxeBischofskonferenz zu schaffen. Nach 120Jahren wurde mit einer umfassenden Novellierungdes Israeliten-Gesetzes dieRechtsgrundlage der Beziehungen zwischenÖsterreich und Menschen jüdischenGlaubens auf eine völlig neue, moderneBasis gestellt.Das Auslandsschulwesen erhielt mit derBündelung der Aktivitäten in einer eigenenAbteilung im Jahr 2008 einen besonderenStellenwert. Schulneugründungenwie die HTL Shkodra (2007) unddas Colegio Austriaco Mexicano in Querétaro(2010) sowie die Grundsteinlegung<strong>für</strong> den Neubau des ÖsterreichischenGymnasiums in Prag (<strong>2013</strong>) waren Highlightsder letzten Jahre. In der eigens eingerichtetenServicestelle <strong>für</strong> Mobilitätsprogrammein KulturKontakt Austriawerden der Webauftritt und die Facebookseitealler Mobilitätsprogramme des<strong>BMUKK</strong> betreut (www.weltweitunterrichten.at).Im Bereich der Beauftragten <strong>für</strong> Bildungskooperationkam es auf Basis der „Strategiezur Auslandsbildungsarbeit des<strong>BMUKK</strong>“ 2012 zur strategischen Weichenstellung<strong>für</strong> eine Neuausrichtung der Bildungsbeauftragten-Standorte.Eine neueinhaltliche Schwerpunktsetzung sowie regionaleKooperationen stehen nunmehrim Vordergrund – ab Mitte 2014 werdenzwei Regionalbüros in Sarajewo und Tiranaeinen breiteren geografischen Raumabdecken.Das Jahr 2007 hat der kulturellen Zusammenarbeitin Europa frischen Schwung gebrachtu. a. durch die neue Strategie zurFörderung des Kultursektors („EuropäischeKulturagenda“) und die <strong>für</strong> Österreichäußerst erfolgreiche Förderperiode2007-<strong>2013</strong> <strong>für</strong> die EU-Programme „Kultur“und „Europa <strong>für</strong> Bürgerinnen und Bürger“,wobei allein im Kulturprogramm 91 österreichischeProjekte rund 23 Mio. Euro anEU-Geldern lukrieren konnten. Die Nachfolgeprogramme„Kreatives Europa“ und„Europa <strong>für</strong> BürgerInnen“ im Zeitraum2014–2020 befinden sich bereits in denStartlöchern und sollten erwartungs gemäßzum 1. Jänner 2014 in Kraft treten.2008 war das <strong>BMUKK</strong> <strong>für</strong> die Umsetzungdes Europäischen Jahres des interkulturellenDialogs verantwortlich. Im gleichenJahr startete auch die europäische digitaleBibliothek „Europeana“, die den Zugangzu bereits über 29 Mio. digitalisiertenBüchern, Landkarten, Fotografien,Archivdokumenten, Gemälden, Tondokumenteund Filmen ermöglicht.Mit „Linz09“ kam dann die KulturhauptstadtEuropas nach Österreich, die derBund mit 20 Mio. Euro unterstützte. Einesich lohnende Investition: Linz09 giltweithin als „Best Practice“, zieht einedurchwegs positive Bilanz in inhaltlicherund finanzieller Hinsicht und konntelangfristige, positive Stadtentwicklungsprozessein Gang setzen. Seit 2010 genießenauch die EU-Strukturfonds im <strong>BMUKK</strong>hohe Priorität, denn eine beachtlichegroße Anzahl an <strong>Kunst</strong>- und Kulturprojektenwerden im Rahmen der EuropäischenSEKTIONFÜR INTERNATIONALEANGELEGENHEITENUND KULTUSSC Mag. Hanspeter HuberStruktur- und Regionalpolitik gefördert.Ausgerüstet mit überzeugenden Zahlenund Statistiken konnte BM Schmied inÖsterreich (u.a. gemeinsam am 10. 11. 2011mit EU-Kommissar Johannes Hahn inWien), aber auch auf EU-Ebene (z. B. am20. 3. 2012 im Europäischen Parlament mitMEP Pack und MEP Kadenbach) wesentlichBewusstsein da<strong>für</strong> schaffen, welcheBedeutung Kultur <strong>für</strong> das (wirtschaftliche)Zusammenwachsen in Europa hat.23 Ausstellungen zeitgenössischer <strong>Kunst</strong>aus der Sammlung des Bundes wurden von2007 bis <strong>2013</strong> in 18 Ländern in internationalenMuseen gezeigt. Unsere Sektionsetzt sich wesentlich <strong>für</strong> die Entwicklungder Potenziale junger zeitgenössischerKünstlerInnen ein – wir bieten daher imRahmen von Artist-in-Residence Programmenoder durch Teilnahme an internationalenAusstellungen und Biennalenwichtige Plattformen und Chancen <strong>für</strong>KünstlerInnen.Mit der Ratifizierung der UNESCO Konventionüber den Schutz und die Förderungder Vielfalt kultureller Ausdrucksformensowie der UNESCO Konvention zurErhaltung des immateriellen Kulturerbeskonnte die Grundlage <strong>für</strong> die Implementierungdieser Rechtsinstrumente inÖsterreich geschaffen werden.Zu guter Letzt sei noch das EuropäischeKulturerbe-Siegel genannt, an dem sichÖsterreich erstmals <strong>2013</strong> beteiligt undCarnuntum sowie das Lied „Stille Nacht!Heilige Nacht!“ als Bewerber ins Rennengeschickt hat. Die Entscheidung auf europäischerEbene soll Anfang 2014 gefälltwerden.NEWS
10> BUDGETSEKTION
BUDGETSEKTION < 11Caroline Jäger-Klein,Sabine Plakholm-Forsthuber,Schulbau in Österreich 1996 –2011 Wege in die ZukunftBUDGETSEKTIONOrganisationsangelegenheitender Zentralstelle; Budget, Raum,Öffentlichkeitsarbeit, Approbationvon <strong>Unterricht</strong>smitteln; zentraleFörderkoordinationSC Dr. Helmut Mosergen der HHRR II zu entsprechen, musstedie bestehende Inventarverwaltung aufein Modul der SAP-Familie umgestelltwerden (FIAA).Die nächste Herausforderung steht bereitsunmittelbar bevor: Ab 1. Jänner 2014sind alle Vertragspartner des Bundes imWaren- und Dienstleistungsverkehr verpflichtet,ihre Leistungen ausschließlichin Form der e-Rechnung zu fakturieren.Das neue Haushaltsrecht brachte nichtnur eine neue Struktur unseres Budgets,sondern auch die Einführung der Doppik.Damit besteht die Vorgabe, nicht nur alseinfacher Einnahmen-Ausgabenrechnerdie Zahlungsflüsse zu dokumentieren, zusätzlichzu diesem Finanzierungshaushaltsind Abschreibungen durchzuführen undein gesetzlich beschlossener Ergebnishaushaltzu berücksichtigen. All das sicherein Eldorado <strong>für</strong> Steuerberater, Wirtschaftsprüferund Betriebswirte, <strong>für</strong> sehrviele unserer MitarbeiterInnen aber eineProblemstellung, die weitab von ihremKerngeschäft liegt.Ich möchte bei dieser Gelegenheit allen,die diesen Umstellungsprozess unterstützthaben, recht herzlich Danke sagen.Zu einem innovativen Bildungssystem gehören eine moderne Infrastruktur und Schularchitektur. Sie schaffen Raum<strong>für</strong> die Umsetzung pädagogischer Konzepte – wie der schulischen Tagesbetreuung.Foto: <strong>BMUKK</strong>/Hertha HurnausNEWS
12> SEKTION I
SEKTION I < 13Gleichzeitig muss auch in der Ausbildungder Lehrenden sichergestellt werden, dassdie erforderlichen Kompetenzen erworbenwerden können. Mit dem Beschlussdes Bundesrahmengesetzes zur Einführungeiner neuen Ausbildung <strong>für</strong> Pädagoginnenund Pädagogen wurde die gesetzlicheBasis zum bildungspolitischenKernprojekt „PädagogInnenbildung NEU“geschaffen. Unter anderem wurde damitauch ein Kompetenzkatalog <strong>für</strong> PädagogInnenfestgeschrieben, der grundsätzlicheErfordernisse wie z. B. Vermittlungs-,Diagnose- und Förderkompetenz alsGrundlage <strong>für</strong> Individualisierung und innereDifferenzierung beinhaltet. Der imSommer bestellte und ebenfalls gesetzlichverankerte Qualitätssicherungsrat istein Garant <strong>für</strong> die Berücksichtigung dieserKompetenzen in den zukünftigen Ausbildungscurricula.Darüber hinaus wird die Weiterentwicklungder Pädagogischen Hochschulen unddie professionelle Qualifizierung von Lehrendenan Pädagogischen Hochschulen,vorangetrieben, beides unterstützt durchdas ab 1.10.<strong>2013</strong> geltende neue Dienstrecht<strong>für</strong> Lehrende.Die Umsetzung unserer Reformen benötigtweiters ein wirksames Instrument derQualitätssicherung und -entwicklung. DieProjekte SQA (Schulqualität Allgemeinbildung),QIBB (Qualität in der Berufsbildung)und die gezielte Qualifizierung vonFührungskräften im Rahmen der PädagogInnenbildungNEU sowie über die LEA(Leadership Academy) unterstützen dieUmsetzung der großen Vorhaben unterBerücksichtigung der individuellen schulischenund unterrichtlichen Gegebenheitenam jeweiligen Standort. Es geht indiesem Zusammenhang um den systematischenAufbau von Steuerungskompetenzenmit dem Fokus auf System- undStandortentwicklung. Gefragt sind nebenden Kompetenzen <strong>für</strong> Organisations- und<strong>Unterricht</strong>sentwicklung auch Führungsinstrumente<strong>für</strong> dialogische Führung, klareEntscheidungen und Aussagen, authentischesAuftreten, Übernahme von Verantwortung,Schaffen von Verbindlichkeitsowie die Förderung von Teamarbeit.Fragen standortbezogener Fördermodelle,flexiblen Ressourceneinsatzes, gezielterPersonalentwicklung, effektiver Teambildung,sinnvoller Schwerpunktsetzungsowie der Analyse von Stärken undSchwächen stellen sich auf allen Sys -temebenen. Die Entwicklungspläne aufallen Ebenen und die Bilanz- und Zielvereinbarungsgespräche (BZG) zwischenden Ebenen tragen dieser Tatsache Rechnung.SEKTION IAllgemein bildendes Schulwesen,Qualitätsentwicklung u. -sicherung;BIFIE; Pädagogische HochschulenSC Kurt Nekula, MAEine unterstützende Struktur innerhalbder Sektion I ist eine wesentliche Voraussetzung<strong>für</strong> die Wirksamkeit und Effektivitätunserer Aktivitäten. Leitbild, Projektgruppenmit klaren Verantwortlichkeitenund konkrete Projektpläne sind wesentlicheVoraussetzungen <strong>für</strong> die erfolgreicheImplementierung der Vorhaben der Bildungsreform.Die Bündelung der Kräfteauf die zentralen Schwerpunkte erfolgtim Rahmen der Budget- und Personal planung.Dazu werden jährliche Planungsgesprächemit allen Organisationseinheitensowie MitarbeiterInnengesprächedurchgeführt. Gleichzeitig dienen Klausurender Führungsebene sowie derGesamtsektion der inhaltlichen undstrategischen Planung und der Qualifi zierung– etwa <strong>für</strong> Fragen der Steuerung,der Qualitätsentwicklung usw. Regelmäßigadaptierte Umsetzungsplänestellen sicher, dass alle erforderlichenMaßnahmen zeitgerecht durchgeführtwerden und Nachjustierungen rechtzeitigerfolgen. Landes koordinatorInnen –etwa <strong>für</strong> Bildungsstandards, neue Reifeprüfungund SQA – haben eine wichtigeBrückenfunktion zwischen Schulpraxisund Fortbildung und unterstützen dieschrittweise Einführung in enger Abstimmungmit dem Ressort, der Schulaufsicht,den Pädagogischen Hochschulen unddem BIFIE.Der laufende Reformmotor und die Erfolgesind deutlich sichtbar. Es liegen jedochnoch viele weitere Schritte vor uns, diekonsequent gegangen werden müssen.Fotos: Fotolia, Höfinger, iStockphoto, RinghoferNEWS
14> SEKTION II
SEKTION II < 15gegenstände vieler Fachrichtungen. Die„technischen“ Arbeiten werden von Überlegungenzum „kompetenzorientierten<strong>Unterricht</strong>en und Prüfen“ publizistisch undin Diskussionsveranstaltungen ergänzt.2010Bildungsstandards und Lehrplanentwicklunglaufen nun parallel: Die Kompetenzdeskriptorenaus den Lehrplänen bildendie Grundlage <strong>für</strong> die „Bildungs- und Lehraufgabe“in den Lehrplänen – und damitspäter auch <strong>für</strong> eine neu gefasste Leis -tungsbeurteilung. Das übergreifendeKonzept der „Kompetenzbasierung“ gehtnun voll auf und bestimmt alle BMHS-Formen.Die Berufsschulen agieren in ähnlicherArt und Weise, auch „Bewegung undSport“ erhält ein Kompetenzmodell undeinen neuen Lehrplan. Vom Zweitablaufgibt es die ersten kompetenzorientiertenCurricula in der Erwachsenenbildung: DieLehrgänge <strong>für</strong> die Teilprüfungen der Berufsreifeprüfung(BRP) bekommen 201022 Curricula verordnet; die BMHS-Lehrplänefolgen dann ab 2011.In der Erwachsenenbildung wächst dasengmaschige System zum zweiten Bildungswegmit der Basisbildung, demPflichtschulabschluss, der Lehre mit Matura,der Berufsreifeprüfung und denSchulen <strong>für</strong> Berufstätige zu einem Gesamtsystem des „Nachholens aller Bildungsabschlüsse“zusammen. Die Schulen<strong>für</strong> Berufstätige werden 2010modularisiert.20112011 wird die „Oberstufenreform“ (modulareOberstufe) verhandelt und im Jänner2012 beschlossen. Vorarbeiten zur Modularisierungder Lehrpläne, zur Entwicklungeines neuen EDV-SchülerInnnenverwaltungssystems und zur Einrichtung einerAusbildung zur individuellen Lernbetreuungbeginnen. In einer Gesamtkonferenzder Schulaufsicht im Jänner 2012 werdendiese Entwicklungen dargestellt. Aus denKompetenzmodellen der Bildungsstandardssind „handfeste“ Lehrpläne undpraktische Aufgaben zur Umsetzung geworden,die ab September 2011 sukzessivein Kraft treten.2012 bis heuteAuch wenn in internationalen Benchmarksdie OECD PISA-Ergebnisse 20<strong>03</strong>und 2009 im mittleren Bereich liegen,können die österreichischen Lehrlingebei den europäischen und weltweitenBerufswettbewerben („Worldskills“) tolleErfolge erzielen. 2012 in Spa/BelgienSEKTION IIBerufsbildendes Schulwesen;Erwachsenenbildung;SchulsportSC Dr. Christian Dorninger(„Euroskills“) ist das österreichische Teamdas bei weitem beste von allen.Auch bei der neuen Matura geht es gutvoran: BHS-SchülerInnen treten im Mai<strong>2013</strong> bereits in allen standardisiertenFächern an (auch in „angewandter Mathematik“)und schneiden hervorragendab.Zukünftig werden wir QIBB konsequentweiterentwickeln und die kompetenzbasierteReife- und Diplomprüfung, die EQR-NQR Einstufung, das LLL-Konzept und diemodulare Oberstufe qualitativ hochwertigund konsequent umsetzen. Unser Zielist, die Chancenvielfalt aller Absolven tInnenberufsbildender Schulen auf demArbeits-, Bildungs- und Ausbildungsmarktlaufend zu erweitern.Lehre mit MaturaErwachsenenbildungBewegung und Sport in der Schule Pflichtschulabschluss kostenfrei nachholen <strong>Kunst</strong> macht LehreFotos: Fotolia, iStockphoto, KKANEWS
16> SEKTION III
SEKTION III < 17Ablegen kleinerer Lehrstoffpakete, Wiederholender Schulstufe ab dem negativenAbschluss in zwei Pflichtgegenständen.Die Klassenkonferenz kann einmaldas Aufsteigen mit drei Nicht genügendermöglichen.Teilzentrale Reifeprüfung <strong>für</strong> AHS undBHSDie neue standardisierte und kompetenzorientierteteilzentrale Reifeprüfung anAHS wird zum Haupttermin 2014/15, imBMHS-Bereich 2015/16 in Kraft treten. Dieneue Reifeprüfung erforderte auch intensiveVerhandlungen mit der Gewerkschafthinsichtlich der Prüfungsgebühren.Rahmen der Fort- und Weiterbildung derSektion III professionelle und praxisnaheAngebote zur fachlichen als auch persönlichenWeiterentwicklung der Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter der Zentralstellesowie der nachgeordneten Dienstbehördenorganisiert und damit ein wichtigerBeitrag zur Motivation und Arbeitszufriedenheitgeleistet.Ein herzliches Dankeschön allen Mitarbeiterinnenund Mitarbeitern <strong>für</strong> den engagiertenEinsatz bei der Umsetzung derzahlreichen Projekte der Sektion III.SEKTION IIIPersonal- und Schulmanagement;Recht und LegistikSC Mag. Wolfgang StelzmüllerSprachförderung, Deutschförderkurse,mehr muttersprachlicher <strong>Unterricht</strong>Seit dem Schuljahr 2006/07 wurde dasSystem der Sprachförderkurse gemäß § 8eSchOG <strong>für</strong> außerordentliche SchülerInnenmit einer anderen Erstsprache als Deutschkontinuierlich ausgebaut. Neben der legis -tischen Umsetzung war die Sektion IIIauch im Vollzug durch die Controllingabteilungenmaßgeblich beteiligt. Aufgrundneuer, mit dem <strong>Bundesministerium</strong><strong>für</strong> Finanzen vereinbarter Sondervertragsrichtlinienim Pflichtschulbereich, wurdendie Einstufungen <strong>für</strong> Lehrkräfte im mutter -sprachlichen <strong>Unterricht</strong> verbessert.Berufsreifeprüfung – Modularisierung derAbendschuleMit den Änderungen des Bundesgesetzesüber die Berufsreifeprüfung wurde derZugang zur Berufsreifeprüfung geöffnet,stärker auf die besondere Situation vonLehrlingen Bedacht genommen, der Vortragendenkreiserweitert und die teilzentralestandardisierte Reifeprüfungverankert. Schulrechtlich wurden dieseMaßnahmen in der Umsetzung begleitet.Die modulare <strong>Unterricht</strong>sorganisation <strong>für</strong>Schulen <strong>für</strong> Berufstätige wurde legistischgeschaffen und es gibt erstmals die Möglichkeit,einen Bildungsabschluss – altersgerechtund abgestimmt auf die persönlichenBedürfnisse – nachzuholen.Fort- und WeiterbildungNeben der Grundausbildung wurden imZAHLEN UND FAKTEN14 Abteilungen,169 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sektion IIIBudget- und Personalcontrolling <strong>für</strong> etwa 43.000 Bundeslehr -personen mit rund € 3,1 Mrd./JahrLandeslehrerInnen-Controlling <strong>für</strong> etwa 76.000 Landeslehrpersonenmit rund € 3,7 Mrd./JahrPersonalangelegenheiten <strong>für</strong> etwa 8.500 Verwaltungsbedienstete ander Zentralstelle, nachgeordneten Dienstbehörden und DienststellenPersonalangelegenheiten des Lehrpersonals an allgemein bildendenSchulen, berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, derPädagogischen Hochschulen sowie der Schulaufsicht61 Bundesgesetzliche Maßnahmen74 Verordnungen aufgrund SchOG, SchUG, SchUG-B, Hochschulgesetz,Studienförderungsgesetz37 Lehrplanverordnungen170 Ministerratsvorträge mit Ressortbezug/Jahr1.699 Parlamentarische Anfragen seit 2007200 fremdlegistische Begutachtungen/JahrInternationale Rechtsfragen, Rechtssetzungsvorhaben derEuropäischen Union100 Amtshaftungsverfahren/Jahr70 Volksanwaltschaftsfälle/JahrSchülerInnenbeihilfen- und Ermäßigungsverfahren ab 2012verpflichtend über SHB-OnlineNEWS
18> SEKTION IV
SEKTION IV < 19Schützen, Forschen und Pflegen nun auchdie Vermittlung explizit vor, um die Bedeutungder Erhaltung unseres kulturellenErbes einer breiten Bevölkerung zugänglichzu machen. Gleichzeitig sorgt diekomplette Überarbeitung der IT-Landschaft<strong>für</strong> zukunftsweisende Verbesserungender Arbeitssituation der Mitar beiterInnendes Denkmalamts im Dienst derÖffentlichkeit.Im Rahmen der Neuregelung der Museumsförderungwurde auch ein Beirat <strong>für</strong>Museumsförderung eingerichtet, um dieProfessionalität und Transparenz der Entscheidungsfindungzu erhöhen. Um densich laufend verändernden Bedingungeninnerhalb der österreichischen MuseumslandschaftRechnung zu tragen, wurdenund werden die Richtlinien <strong>für</strong> dieFörderung der österreichischen Museenpermanent weiterentwickelt.korrekten Umgang mit der Vergangenheitmit ein. Dabei wurden 2009 dierechtlichen Grundlagen entsprechendden Erfahrungen der Kommission <strong>für</strong> Provenienzforschungund des <strong>Kunst</strong>rückgabebeiratesverbessert und ermöglichennun eine umfassende Arbeit der Provenienzforschungauf einer klaren gesetzlichenBasis.SEKTION IVKulturSC Dr. Michael P. FranzDieses erfreuliche Resümee ist nicht zuletztErgebnis des großartigen Engagementsder MitarbeiterInnen der Kultursektion,mit dem diese als verlässlichePartner <strong>für</strong> Kulturinstitutionen zur Sicherungund Vermittlung vielfältiger kulturellerAktivitäten und Inhalte sowie zurUmsetzung innovativer Konzepte im Kulturbereichbeitragen.Die öffentlichen Büchereien profitiertenvon einer Neuordnung des Förderwesensund einer Reihe von Maßnahmen zu ihrerAbsicherung und Stärkung, wie etwaeiner erhöhten Bücherei-Förderung undösterreichweiten Zielstandards <strong>für</strong> dasöffentliche Büchereiwesen. Zur Weiterentwicklungdes öffentlichen Büchereiwesensund der flächendeckenden Versorgungwurde in den letzten Jahren einBüchereientwicklungsplan erarbeitet.Dabei wurde in einer „Büchereilandkarte“das Netz der Bibliotheken in Österreichanalysiert, die Aufgaben der Büchereienkonkretisiert und Empfehlungen <strong>für</strong> dieweitere Verbesserung formuliert.Im Jahr 2010 wurde eine Neustrukturierungdes Förderwesens <strong>für</strong> den BereichVolkskultur vorgenommen, mit welcherauch eine Aufstockung der Budgetmittel<strong>für</strong> die Volkskultur erfolgte. Im Mittelpunktstand dabei neben der verläss lichenBasisförderung <strong>für</strong> die österreichweitaktiven Dachverbände die Förderungbilateraler und internationaler Kontakte.Novelliert wurde auch das <strong>Kunst</strong>rück gabegesetz– denn die Pflege der kulturellenWerte schließt selbstverständlich einenEin Jahr 21er Haus: Kulturministerin Claudia Schmied und Direktorin Agnes Husslein-ArcoBundesministerin Claudia Schmied und Direktorin Sabine Haag bei der Wiedereröffnung der<strong>Kunst</strong>kammer im <strong>Kunst</strong>historischen Museum WienFoto: KHM Foto: Natascha UnkartNEWS
20> SEKTION V
SEKTION V < 21gramms <strong>Kunst</strong>schaffende aus dem Auslandeingeladen – die Resonanz auf dieletzte Ausschreibung war bemerkenswert:850 Einreichungen aus 80 Ländernweltweit – und andererseits wird österreichischen<strong>Kunst</strong>schaffenden der Aufenthaltin insgesamt 20 Bundesateliers inÖsterreich und 19 Auslandsateliers in 14Städten weltweit ermöglicht.Ebenso garantiert die Unterstützung derregelmäßigen Teilnahme österreichischer<strong>Kunst</strong>schaffender an den <strong>Kunst</strong>- und Architektur-Biennalenin Venedig, Sao Paulosowie an anderen internationalen Ausstellungenund <strong>Kunst</strong>messen, dass diePräsenz österreichischer Künstlerinnenund Künstler im Ausland deutlich verstärktwird und ein reger Austausch aufinternationaler Ebene stattfindet.Um die Internationalisierung speziell imTanz- und Performancebereich zu erhöhen,wurde gemeinsam mit dem BMeiAund dem TanzQuartier Wien das ProjektINTPA – Internationales Netz <strong>für</strong> Tanz undPerformance Austria – entwickelt. Veranstaltendeim Ausland können <strong>für</strong> die Präsentationösterreichischer PerformerInnenüber INTPA eine anteilige finanzielleUnterstützung erhalten.<strong>2013</strong> riefen wir zudem mit dem Tour support<strong>für</strong> die freie Theaterszene ein neuesProgramm ins Leben. Dieses Förde rungsinstrumentermöglicht es Theatern inden Bundesländern, ihre Produktionenauch außerhalb ihrer Heimat region aufzuführen.Im Filmbereich, der aufgrund der zahlreichenErfolge der letzten Zeit besonders imFokus stand, konnten die Rahmenbedingungennachdrücklich verbessert werden.So wurden die Mittel des ÖsterreichischenFilminstituts seit 2007 auf das heutigeJahresbudget von 20 Mio. Euro verdoppelt.2011 und 2012 hat das <strong>BMUKK</strong> zudemrund 1 Mio. Euro in die Digitalisierung vonProgramm- und Regionalkinos investiert,um die filmkulturelle Nahversorgung zugewährleisten. Außerdem widmen wiruns dem Filmnachwuchs, neuen Film formaten,beschäftigen uns verstärkt mitFilm-Festivals als Verwertungsplattformenund haben verschiedenste Projekte zurFilm vermittlung durchgeführt, darunterein Wanderkino, das durch Österreich tourt.Sehr wichtig ist auch das Zusammenspielder nationalen <strong>Kunst</strong>- und Kulturförderungmit Förderungsstrukturen auf dereuropäischen Ebene. So konnten wir zuletztmit 3,1 Mio. Euro die bisher höchstenRückflüsse aus dem MEDIA-Programm,das die Filmwirtschaft unterstützt, verzeichnen.Um auf EU-Ebene eine optimalePerformance zu garantieren, ist es weiterhinnotwendig, heimische Strukturengezielt mit der euro päischen Ebene abzustimmenund zu optimieren.Abschließend soll die Integration derArtothek des Bundes in den Verwaltungsbereichdes 21er Hauses ErwähnungSEKTION V<strong>Kunst</strong>angelegenheitenSC Mag. Andrea Eckerfinden. Mit dieser Maßnahme konntenicht nur eine optimale wissenschaftlicheund restauratorische Betreuung sichergestellt,sondern auch die Zugänglichkeit,die Nutzung, aber auch die Repräsentationder seit 1945 wachsenden Bundessammlung(derzeit über 36.000 Werkeösterreichischer KünstlerInnen) deutlicherhöht werden.Ja, wir haben schon viel erreicht und umgesetzt,aber es gibt noch viel zu tun!Ein kürzlich erworbenes Exponatder Artothek:„David Hockney”Edgar Honetschläger2011Öl auf Leinwand180 × 120 cmEigentum der Artothek des BundesFoto: Edgar Honetschläger,copyright VBK, Wien, <strong>2013</strong>Die Artothek des Bundes sammelt, verwaltet und betreut die seit 1948 im Rahmen der<strong>Kunst</strong>förderungsankäufe erworbenen <strong>Kunst</strong>werke. 2011 wurde die Verwahrung undVerwaltung der bundeseigenen <strong>Kunst</strong>werke der Österreichischen Galerie Belvedereübergeben. Seit September 2012 werden die Ankäufe im 21er Haus gelagert und betreut.NEWS
22> BEREICH IT, BILDUNGS-STATISTIK, GENDER
BEREICH IT, BILDUNGS-STATISTIK, GENDER
WEBTIPPSDie Nationalratswahl im TV | In der TVthek des ORF können Sie die aktuelle Berichterstattung undältere Beiträge, darunter auch die TV-Konfrontationen der Spitzenkandidaten, ansehen.http://tinyurl.com/orf-wahl<strong>2013</strong>Die Sonntagsfrage | Die aktuellen Umfrageergebnisse der Meinungsforschungsins titute zurSonntagsfrage werden auf dieser Website übersichtlich zusammengestellt. politspiegel.atParlament | Grundsätzliche Informationen und historische Fakten werden im Wahl-Extra <strong>2013</strong> aufder Website des Parlaments präsentiert. http://tinyurl.com/parlament-wahl<strong>2013</strong>Orientierungshilfen | In der Wahlkabine und in der Politikkabine erfahren Sie nach Beantwortungeiniger Fragen zu politischen Themen, welche Partei Ihren Erwartungen am ehesten entspricht.www.wahlkabine.at , www.politikkabine.atDemokratie zwischendurch | Wer nach der Wahl nicht wieder fünf Jahre darauf warten will, seinenpolitischen Willen zu äußern, kann auf mehreren Ebenen Bürgeranliegen online unterstützen.Ihr Reisepass oder der Personalausweis genügt, um eine der Europäischen Bürgerinitiativen onlinezu unterstützen. ec.europa.eu/citizens-initiativeAuch im österreichischen Parlament können Sie Bürgerinitiativen und Petitionen ganz einfachonline zustimmen. tinyurl.com/parlament-bbZur Unterstützung von Petitionen bei der Stadt Wien benötigen Sie eine Bürgerkarte oder dieHandy-Signatur. www.wien.gv.at/petition/onlineWahlkalender | Der Wahlkalender des Meinungsforschungsinstitutes SORA bietet einen schnellenÜberblick über zukünftige Wahltermine in Österreich. tinyurl.com/sora-wahlkalenderPraktisches | Auf der Website der Stadt Wien werden Sie mit allen wichtigen Informationen zurStimmabgabe in Wien versorgt. www.wien.gv.at/politik/wahlen/nr/<strong>2013</strong>HELP.gv.at bietet ebenfalls umfangreiche Informationen zum Thema Wahlen in Österreich an.http://tinyurl.com/helpwahlenZusammengestellt von Eva Wimmer (B/7)IMPRESSUM – Offenlegung gem. § 25 Mediengesetz<strong>BMUKK</strong> >NEWS