CLAIRLIEU - Canons Regular Blog
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<strong>CLAIRLIEU</strong>TIJDSCHRIFT GEWIJD AAN DEGESCHIEDENISDER KRUISHERENTWINTIGSTE &EENENTWINTIGSTE19 6 2-1963JAARGANGLICHTLAND — Di
ox<strong>CLAIRLIEU</strong>TIJDSCHRIFT GEWIJD AAN DEGESCHIEDENISDER KRUISHERENTWINTIGSTE &EENENTWINTIGSTE1962-1963JAARGANGLICHTLAND — DIEST
UITGEGEVEN IN OPDRACHTVAN DE GESCHIEDKUNDIGE KRING<strong>CLAIRLIEU</strong>DIEST-NIJMEGEN
DIEKREUZHERREN IN WESTFALENvonHaas Ulrich WEISS
DIE KREUZHERREN IN WESTFALENVORWORTDer niederlandische Orden der <strong>Regular</strong>kanoniker vom HeiligenKreuz geht auf den Kanoniker Theodor von Celles zuruck, der imersten Driftel des 13- ]ahrhunderts unter dem Einfluss des religiosmystischenKreises um die Begine Maria von Oignies mit einigenGleichgesinnten in der Ndhe von Huy an der Maas (DiozeseLuttich) die vita communis begann. Einer ersten Ausbreitung in denNiederlanden, Frankreich, England und Nordwestdeutschlandfolgte, durch das grosse Schisma seit 1378 begiinstigt, ein innererVerfall, der den Bestand des Ordens gefahrdete. Aus eigener Kraftuberwanden jedoch die Kreuzbruder die Krise mit ihrer 1410 begonnenenReform an Haupt und Gliedern und fuhrten allmahlichim Geiste der Devotio Moderna die Blutezeit des Ordens herauf}die mit Luthers Reformation ein Ende fand.Der Aufschwung des Ordens zeigte sich, vornehmlich in derzweiten Halfte des 15. Jahrhunderts, schon rein ausserlich in derbetrachtlichen Vermehrung der Konvente \ Um 1500 bildeten die 21deutschen Ordenshauser ungefahr den vierten Teil des gesamtenKlosterverbandes.Robert Haass hat die Geschichte der deutschen Kreuzherrenklosterin den Rheinlanden z geschrieben und den in Deutschlandfast in Vergessenheit geratenen Orden wieder in Erinnerung gebracht.Unbearbeitet blieben fiinf Konvente, die fur Haass quellenmassigschwieriger zu erschliessen waren : die westfalischen KlosterOsterberg (bei Osnabruck), Bentlage (bei Rheine) und Glindfeld(bei Medebach), das lippische Kloster Falkenhagen (zwischenHoxter und Pyrmont) und das waldeckische Kloster Hohnscheid(bei Freienhagen). Die vorliegende Arbeit soil diese Lucke schliessenund einen neuen Beitrag zur Geschichte des Kreuzherrenordensliefern. Die hier behandelten Kloster sind in der Zeit von 1427 bis1499 gegrundet worden. Sie bildeten im Klosterverband keine1 In der Zeit von 1410 bis 1510 wurden nach einer Aufstellung aus dem Jahre1532 sechsunddreissig Kloster gegrundet. Vgl. Hermans (siehe Literaturubersicht)2. Bd. S. 192.2 Siehe Literaturubersicht.
6 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENbesondere Gruppe fur sich, sondern standen teils untereinander,teils mit niederldndischen und rheinischen Konventen in Beziehung.In den Jahrzehnten von 1460 bis zum Beginn der Reformation, indenen der Orden seine grosste Kraft bewies, zdhlten die Priorenvon Osterberg, Bentlage und Falkenhagen zu den einflussreichstenPrioren des Generalkapitels. Ihre Konvente nahmen mit derGrilndung von Tochterhdusern tdtigen Anteil an der Bemiihungdes Ordens um die Wiederbelebung klosterlichen Lebens. Als dieKreuzherren im 17. Jahrhundert eine Nachbliite erlebten, erwarbensich auch die Kanoniker von Glindfeld und Bentlage fiber dieKlostermauern hinaus Verdienste um die Erhaltung ihres Glaubens.Im allgemeinenTeil sind die wesentlichen Ergebnisse der neuerenForschung fiber den Gesamtorden mitgeteilt und, dem engerenRahmen dieser Untersuchung entsprechend, fur die Zeit nach 1410zum Teil ergdnzt und bestdtigt. Der besondere Teil enthdlt dieEinzeldarstellung der im Zusammenhang mit der Ordensgeschichtenoch nicht behandelten Kloster. Dort finden sich auch weitereNachrichten fiber rheinische Konvente, Die Ausffihrlichkeit derBentlager Quellen gestattete die Aufnahme einer besonderen statistischenUebersicht in den Anhang.Herrn Staatsarchivdirektor Prof. Dr. Bauermann, der diese Arbeitanregte, danke ich ganz besonders ffir die hilfsbereite Forderung,die er mir durch seinen Rat und manchen Quellenhinweis hat zuteilwerden lassen. Mein Dank gilt auch den anderen Herren Direktorenund Beamten der von mir benutzten Archive, die die Benutzungder Archivalien gestatteten und bereitwillig Auskfinfte erteilten.Ebenso bin ich Herrn Professor Dr. Grundmann ffirAnregungen und Literaturhinweise zu Dank verpflichtet. Nichtzuletzt bin ich Herrn Pater Dr. Antonius van de Pasch O.S.C. ffirdie Ueberlassung schwer zugdnglicher Literatur und ffir viele wertvolleMitteilungen sehr verbunden8.Schliesslich danke ich der Redaktion von Clairlieu ffir mancherleiHinweise und Verbesserungsvorschldge, ganz besonders aber auchffir die Aufnahme der Arbeit in die Ordenszeitschrift (1962/63)und ffir die Uebernahme des Sonderdruckes.8 Die vorliegende Arbeit ist der in einigen wenigen Punkten iiberarbeitete Abdruckeiner unter gleichem Titel erschienenen phil. Diss. (Masch.-Schr.), Miinster 1958.
INHALTSUEBERSICHTSeiteVorwort ........... 5Literatures) 9Archivalien 10I. ALLGEMEINER TEIL 111. Abschnitt. Enstehung, Wesensart und Verfassung des Ordens 132. Abschnitt: Verhaltnis zu den Landesherren . . . . 313. Abschnitt: Verdienste um die kirchliche Reform ... 434- Abschnitt : Geistiges Leben 465. Abschnitt: Handarbeit 586. Abschnitt: Grundbesitz 617. Abschnitt: Kapitalvermogen 63II. BESONDERER TEIL 671. Osterberg (gegr. 1427) (b) 692. Falkenhagen (gegr. 1432) 913. Bentlage (gegr. 1437) 1174. Hohnscheid (gegr. 1468) 1665. Glindfeld (gegr. 1499) 177III. ANHANG 1931. Ordensdefinitoren (1429-1340) 195 -2. Visitationsliste 1993. Zu Osterberg :1. Griindungsurkunde . . . . . . . 2102. Mitgliederlisten 2123. Klostersiegel 218(a) Literaturnachweise zum besonderen Teil siehe eingangs der Einzeldarstellungen.(b) Als Griindungsjahr ist das Jahr der Erwerbung durch den Orden angegeben.Der Zeitpunkt der oifiziellen Inkorporation und damit der Anerkennung alsvollberechtigter Konvent ist nur fik Hohnscheid (1461) und Glindfeld (1501)bekannt.
8 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN4. Zu Falkenhagen :1. Grundungsurkunde 2192. Mitgliederlisten 2223. Totenbuch 2234. Klostersiegel 2295. Zu Bentlage :1. Quellen und Literatur 2302. Archiv ......... 2313. Bibliothek 2314. Die Prioren . . . . . . m 2325. Subprior, Prokurator, Senior 2346. Ordensgeistliche, Laienbriider und Donaten . . . 2357. Mitgliederlisten 2388. Bediente ......... 2509. Eigenhorige und Wachszinsige 25110. Gottesdienst 25311. Abhangige Kirchen 26912. Geistiges Leben 27213. Ortsregister des Grundbesitzes . . . . 27314. Vermogen und Verwaltung der Einkunfte . . . 27915. Klostergebaude . . 28316. Kirchenschatz 28517. Klostersiegel 2866. Zu Hohnscheid :1. Grundungsurkunde ....... 2872. Mitgliederliste 2893. Klostersiegel 2907. Zu Glindfeld :1. Mitgliederlisten # . 2912. Klostersiegel 295- Register 296LANDKARTEN :Kreuzherrenkloster in Westfalen 32Osterberg ........... 70Falkenhagen .......... 92Bentlage 118Hohnscheid ........ 167Glindfeld ! . 178Kreuzherrenorden (1210-1814) 340
10 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENH. van Rooijen OSC, Tbeodorus van Celles, een tiids- en levensbeeld (Cuvk)1956 y '~ De stand der Geschiedschrijving van de orde, in : Clair-Lieu a.a.O. 9. Jg. (1951)S. 67-74.— De Oorsprong van de Orde der Kruisbroeders of Kruisheren. De Geschiedbronnen.(Diest) 1961.H. Chr. Scheeben, Die Konstitutionen des Predigerordens unter Jordan von Sacbsen,in : Quellen und Forscbungen zur Gescbicbte des Dominikanerordens inDeutscbland. (Koln) 38. Bd. (1939).M. ViNKEN OSC, De eigen Spritualiteit van een Kloosterinstelling. In : Rond inbouden beleving ...a.a.O. S. 15-46.~ De Spiritualiteit der Kruisheren. Antwerpen 1953.ARCHIVALIENDie dentschen Handschrijten mit den Beschliissen der Generalkapitel(Diffinitiones) :1. Landesarchiv Detmold, HS Slg 6 (1410-1568) aus dem Kloster Falkenhaeen(Diff. Falkb.). &2. Staatsarchiv Dusseldorf, Koln, Kreuzbriider, HS XI 3 (1410-1591) aus demKloster Schwarzenbroich (Diff. Schwbr.).3. Historisches Archiv der Stadt Koln, Depositum, Koln-Kreuzbruder, Repert undHS Nr. 1 (1410-1583) aus dem Kloster Koln (Diff. Koln).4. Universitatsbibliothek Tubingen, Berliner Handschriften ms lat. quart 103(1449-1591) aus dem Kloster Wickrath (Diff. Wickr.).Urkunden und Akten aus folgenden Archiven :Staatsarchiv MiinsterStaatsarchiv MarburgStaatsarchiv DusseldorfStaatsarchiv OsnabriickStaatsarchiv WiirzburgLandesarchiv DetmoldStadtarchiv KolnStadtarchiv RheineArchief der Gemeente GroningenGutsarchiv Rentei BentlageErzbischofliches Diozesanarchiv KolnErzbischofliches Diozesanarchiv PaderborrtBischofliches Diozesanarchiv MunsterBistumsarchiv TrierPfarrarchiv Ludgeri MunsterPfarrarchiv Uberwasser MunsterPfarrarchiv Jakobi WinterbergPfarrarchiv Medebach
ALLGEMEINER TEIL
1. ABSCHNITTENTSTEHUNG, WESENSART UND VERFASSUNGDESORDENSDie Anfange des niederlandischen Kreuzherrenordens sind in,wie es scheint, undurchdringliches Dunkel gehiillt. Theodor vonCelles, der mutmassliche Griinder des Ordens, hat keine Aufzeichnungenhinterlassen. Daher bleibt es ungewiss, ob er iiberhaupteinen Orden grunden wollte und ob der spatere Orden seinenErwartungen entsprach. Gesicherten Boden betreten wir erst mitder Bestatigung des Ordens durch Innozenz IV im Jahre 1248 \zwolf Jahre nach dem Tode Theodors. Das Andenken an ihnscheint bei den Kreuzherren lange Zeit gar nicht lebendig gewesenzu sein. Mehrere Handschriften des 15. und 16. Jahrhunderts2geben nur die zu dieser Zeit offizielle (d.h. : legendare) Versioniiber die Entstehung des Ordens wieder und fiihren ihn auf dieHeilige Helena zuriick8, ohne Theodor von Celles im Zusammenhangmit der spateren Neugriindung zu erwahnen4.Vielleicht ist durch das Generalkapitel des Jahres 1410, das im1 Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 68.a Der Nachweis der Handschriften bei van de Pasch, De tekst... a.a.O. S. 2Anm. 1.8 Demnach ging Helena, die Mutter Konstantins des Grossen, im Jahre 333 oder336 nach Jerusalem, um das Kreuz Christi zu suchen. Als sie es gefunden hatte,liess sie es teilen und schickte eine Halfte ihrem Sohn. Die andere Halfte iibergabsie in einer silbernen Kapsel ausgewahlten, frommen Mannern zur Aufbewahrung.Aus diesem Kreis bildete sich unter Papst Eusebius I. (309 bis hochstens 310 !)der ,,ordo sanctae et vivificae crucis". Unter Kaiser Julian (361-363) gingen mitdem Jerusalemer Bischof Quiriacus alle Ordensbriider zugrunde. 1212 soil PapstInnozenz III. den Orden wiederhergestellt haben zum Dank dafiir, dass die Albigenser,,per crucesignatos" niedergerungen waren. Urkundliche Belege fiir dieseDarstellungen fehlen.4 DE Moreau a.a.O. versucht das Fehlen zeitgenossischer Berichte uber Theodorvon Celles mit der Vermutung zu erklaren, Theodor sei ein von der Umwelt garnicht beachteter Einsiedler gewesen, der nicht daran gedacht habe, sich unter dasPatronat einer alten Institution zu stellen.
14 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENZuge der Reform befahl, samtliche friiheren Generalkapitelbeschlussezu vernichten5, eine altere Ordenstradition unterbrochenworden. Erst 1635 berichtet H. Russelius in seiner Kreuzherrenchronik6von Theodor von Celles. Diese Chronik, der sehr alte,nicht mehr erhaltene Quellen zugrunde liegen, ist fur uns dieHauptquelle. Dr. Henry van Rooijen O.S.C. entwarf 1936 zur 700.Wiederkehr des Todestages des ,,Vaters des Ordens" ein Zeit- undLebensbild7, das in alien wesentlichen Punkten einer Rechtfertigungder Chronik des Russelius gleichkommt.Demnach stammte Theodor von Celles aus dem gleichnamigenOrt bei Dinant (Provinz Namur) und gehorte einem altadligenGeschlecht an. Er begleitete den Lutticher Bischof auf dem drittenKreuzzug (1189-1191) und brachte von den Kreuztragern zu Jerusalem, die nach der Augustinerregel lebten, bleibende Eindruckemit nach Hause. Ein zweites Mai nahm er das Kreuz gegen dieAlbigenser und kehrte zuruck mit dem Auftrag des papstlichenLegaten, das Kreuz gegen die Ketzer zu predigen. Er sollte sichGefahrten suchen, die ihm bei der Predigt behilflich waren, undwahlte vier ehemalige Kreuzfahrer, die wohl aus der DiozeseLiittich stammten. Unter dem Einfluss des religios-mystischen Kreisesurn Maria von Oignies (f 1213) legte Theodor sein Kanonikatan der Kathedrale zu Liittich, das er zwolf Jahre hindurch bekleidethatte, nieder und begann urn 1211 auf dem Hugel Clair Lieu (Huy)mit einigen Gleichgesinnten die Vita communis.Mit Recht hat man darauf hingewiesen, dass den Gemeinschaftennicht anders als den Individuen in der Kindheit das Bewusstseinvon der eigenen Existenz noch fehle8.Nahere Einzelheiten iiber die Entstehung des Ordens sind nichtiiberliefert9. Theodor von Celles starb am 18. August 1236.8 Vgl. van Rooijen, Theodorus van Celles... a.a.O. S. 151. Nur ira HauptklosterHuyblieb erne alte Sammlung erhalten ; das Archiv ist spurlos verschwunden.H. Russelius, Chronicon cruciferorum she synopsis memorabilium sacri etcanontci ordtnts sanctae cruets. Koln 1635. Abgedruckt bei Hermans a.a.O. 1. Bd.1. S. 27 iff.c T VSwrAnT* 1 Und : VAN RooiJEN» De st*"d der Geschiedschrijving... a.aO5>. 70 ,,Wat de oorsprongsgeschiedenis betreft staat alles nog volledig in de kinderschoenen"(1951).| van Rooijen, Theodorus van Celles... a.a.O. S. 131.B Anlasslich des 750jahrigen Bestehens des Ordens veraffentlichte Dr H vanRooijen im Jahre 1961 eine ausfuhrliche Arbeit iiber den Ursprung der Kreuzherren,in der er die Chronik von Russelius einer strengen Kritik unterzieht und inmehreren Punkten widerlegt. Er zieht sowohl den Besuch Theodors bei den Kano-
ENTSTEHUNG, WESENSART UND VERFASSUNG 15Sein Nachfolger Petrus de Walcourt hat das noch nicht scharfausgepragte Gebilde, das Theodor hinterliess, zu einem straff geleitetenOrden ausgebildet10, wie die von ihm entworfenen Statutenzeigen.Weniger deutlich erkennbar als die Organisation des Ordens,von der noch zu sprechen sein wird, ist sein geistlicher Charakter,seine Spiritualitat11. Juristisch gesehen war der Kreuzherrenordenvon Anfang an ein ordo canonicus. Der formelhafte Text derBestatigungsbulle ist der gleiche wie der der Praemonstratenser undDominikaner : ordo canonicus secundum Deum et beati Augustiniregulam constitutus. Uebereinstimmend lautet die Bezeichnung desOrdens in papstlichen oder bischoflichen Urkunden : Ordo sanctiAugustini canonicorum regularium cum cruce oder Ordo SanctaeCrucis canonicorum regularium sub regula 5. Augustini. Wenn auchdiese Titel nicht immer einer juristischen Bestatigung durch dieKurie oder den Bischof gleichkommen - oft iibernahmen die Kanzleiendie Terminologie der eingereichten Bittschriften - so ist docherwiesen, dass sich der Kreuzherrenorden als Kanonikerorden aufgefassthat13. Nach den genannten Statuten des Jahres 1248 werdenentweder Kanoniker oder Laienbriider (canonici oder conversi,nicht etwa clerici oder conversi) aufgenommen14. Die ausdriicklicherwahnten cappae15 waren ein charakteristisches Erkennungszeichender Kanoniker ! Auch alle spateren Redaktionen der Statuten (1498,nikern vom Heiligen Kreuz in Jerusalem als auch die Teilnahme am Albigenserkreuzzugin Zweifel. Ausserdem soil Theodor mit seiner Griindung nicht in Huysondern in Seyil begonnen haben. So heisst der erste Grundbesitz, der in der Urkundevon Papst Innozenz IV vom 1 Oktober 1248 genannt wird, warscheinlich ist esdie ungefahr 12 Km von Huy entfernte Ortschaft Seilles an der Maas. Dieses ersteKloster, Clairlieu genannt, hat nur eine kurze Zeit bestanden, so dass mit der Zeitseine Rechte und sein Name auf das Kloster von Huy iibergegangen sind. Vgl.VAN RooijEN, De Oorsprong der Kruisbroeders of Kruisheren. Diest 1961, odereine Zusammenfassung hiervon durch den gleichen Verfasser : Les Origines desCroisiers, in : Bulletin de la Societe d'Art et d'Histoire du Diocese de Liege(Luttich) XLII 1961, S. 87-113.10 Haass, Die Kreuzberren in den Rhetnlanden. a.a.O. S. 8, dort ist der Ordenfreilich noch als ein Monchsorden bezeichnet.u Vgl. Vinken, De eigen Spiritualiteit van een Kloosterinstelling a.a.O.12 Ramaekers, De Kruisherenorde als ,,ordo canonicus*' a.a.O. S. 41 flf.13 Ramaekers a.a.O. S. 56 f.14 Constitutiones (Textkritische Ausgabe : v. d. Pasch, De tekst... a.a.O.) 1. Dist.13. Kap. : ,,Nullus Prior aliquem recipiat in canonicum vel conversum nisi delicentia Prioris Huyensis".M A.a.O. 2. Dist. 10. Kap. (betr. Kleidung der conversi) ,,Indumenta tot habeantquot et ceteri fratres praeter cappas". Vgl. Ramaekers a.a.O. S. 56.
16 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN1660, 1868 und 1925) beweisen den Kanonikerstand16. Freilichweicht im 15. und 16. Jahrhundert in lokalen Quellen der Sprachgebrauchvon der ofBziellen Bezeichnung canonki regulares nichtselten ab. Die Bentlager Chronik (vgl. S. 51 ff.), die von einemOrdensangehorigen geschrieben wurde, bezeichnet die Konventualendurchweg mit clerki und monachl Gleichzeitige Quellen ausder Stadt Rheine bestatigen dies. Spater werden die BentlagerKreuzherren allgemein als canonki regulares, ihr Kloster alsCanonie bezeichnet.Mit dieser Feststellung ist iiber die geistige Orientierung derKreuzherren und ihr Frommigkeitsideal wenig genug gesagt. Dieim 12. Jahrhundert auftretenden <strong>Regular</strong>kanoniker vertraten neue,aber doch sehr voneinander abweichende Formen des Klosterlebens.Neue religiose Krafte verbanden sich mit altbewahrten Elementendes Monchtums. Die Kirche zogerte jedoch, Orden als religiosanzuerkennen, die apostolische oder caritative Zwecke zum Hauptzielhatten. Nach ihrer Auffassung mussten apostolisches Wirken,Liebeswerke und kulturelle Arbeit untergeordnet sein unter die dreiGelubde und die Vita communis17.Die Sorge, die Verschiedenartigkeit der geistlichen Lebensformenkonnte Verwirrung stiften, fiihrte auf dem 4. Laterankonzil 1215zu der Anordnung, dass eine neue Ordensgrundung an die bishervon der Kurie bestatigten Ordensregeln gebunden sein sollte18.Doch schon das Beispiel des Dominikanerordens, der 1216 bestatigtwurde, zeigt, dass sich auch in konservativen Formen ein neuerGeist entwickeln konnte. Dominikus, der die Augustinerregel unddie Konstitutionen des Praemonstratenserordens zugrunde legte,musste sein Ideal des Predigerordens in das Schema des Kanonikerordenszwingen18. Durch die Umwandlung der stabilitas loci in diestabilitas in ordine brach er aber mit der Tradition aller religioserOrden. Freilich hat Dominikus seinen friiheren Stand als canonicusregularis damit nicht aufgegeben, er hat ihn nur erweitert20.w Ramaekers a.a.O.£ Vinken, De etgen Spritualiteit van een Kloosterinstelling a.a.O. S. 29.,,Ne nimia religionum diversitas gravem in ecclesiam Dei confusionem inducat,firmiter prohibemus, ne quis de caetero novam religionem inveniat ; sed quicumquead religionem converti voluerit, unam de approbatis assumat". (Kap 9 X 3 36Zitiert nach : v. d. Pasch, De Tekst... a.a.O. S. 11 Anm. 1.). » » •39 Ramaekers a.a.O. S. 55 Anm. 8.80 Denifle a.a.O. S. 169.
ENTSTEHUNG, WESENSART UND VERFASSUNG 17Der Dominikanerorden hat den <strong>Regular</strong>kanonikern vom HeiligenKreuz in bemerkenswertem Masse zum Vorbild gedient21, dochwahrten die Kreuzbriider ihre Eigenstandigkeit. Beiden Ordengemeinsam waren die Merkmale des ordo canonicus22 : 1. eincollegium clericorum mit der Sorge fur den liturgischen Ehrendienst,2. die vita apostolica und 3. die stabilitas, nur verband manmit diesen Prinzipien zum Teil verschiedene Auffassungen.Die Liturgie der Kreuzbruder ist zum grossten Teil wortlich vonden Dominikanern iibernommen23. Mit Recht hat man aber daraufhingewiesen, dass dem Glanz der liturgischen Feierlichkeit mehrRaum als bei den Dominikanern eingeraumt worden sei24. Dieskommt z.B. in der exakteren Verrichtung des Chorgebetes25 zumAusdruck. Ein ,,fundamentaler Unterschied"26 zwischen beidenOrden ist damit aber wohl nicht gegeben, zumal der handschriftlichgesicherte Zusatz zu der Bestimmung iiber das Chorgebet: hoctamen magis et minus pro tempore observetur27 zeigt, ,,dass dieKreuzherren geneigt waren, je nach Bediirfnis das Chorgebet ihrensonstigen Aufgaben anzupassen" 2S.Ein weiterer Unterschied in der Geisteshaltung beider Orden zeigtsich in der Auffassung der vita apostolica29. Dieser Begriff hat einendoppelten Inhalt. Urspriinglich umfasste er das Gemeinschaftslebenin Armut. Alle <strong>Regular</strong>kanoniker erstrebten dieses Ideal, sie wahltendie Augustinerregel, da sie als bester Kommentar apostolischenLebens gait. Spater kam als neues Element die cura animarum,21 t)ber die Beziehungen zwischen den Konstitutionen der Dominikaner und denender Kreuzherren vgl. v. D. Pasch, De tekst... a.a.O. S. 11-16. Eine personlicheBegegnung zwischen Dominikus und Theodor von Celles ist denkbar, aber nichtmit Sicherheit nachzuweisen. a.a.O. S. 11.22 Ramaekers a.a.O. S. 47 iff.28 Bis 1625 benutzten die Kreuzherren das Brevier der Dominikaner. Vgl. Haass,Spatmittelalterlicbe Reformbestrebungen... a.a.O. S. 49.* Ramaekers a.a.O. S. 67.55 Wahrend es bei den Dominikanern heisst : ,,horae omnes breviter et succinctetaliter dicantur, ne fratres devotionem amittant, et eorum studium minime impediatur"lautet der entsprechende Text bei den Kreuzbriidern : ,,horae omnes tractimcum devotione dicantur". Dist. 1, Kap. 1. Vgl. v. d. Pasch, De tekst.., a.a.O.S. 47 Anm. 6.38 Ramaekers a.a.O. S. 65 „... juist deze kleine details wijzen op het fundamenteleverschil in geesteshouding".27 Dist. 1, Kap. 1.28 Haass, Spdtmittelalterliche Reformbestrebungen... a.a.O. S. 54.29 Ramaekers a.a.O. S. 80 ff.
18 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENgewohnlich in Form der Predigt, hinzu. Nicht alle <strong>Regular</strong>kanonikerhaben diese weitere Aufgabe iibernommen.Predigt, Seelsorge und Studium haben auch im Leben der Kreuzbriiderihren Raum30 - Theodor von Celles war Kreuzprediger -doch hat die Predigt, wie die Konstitutionen zeigen, bei den erstenKreuzbriidern keine beherrschende Stellung eingenommen 31. In derEinleitung zu den Konstitutionen haben die Kreuzbriider den Hinweis,dass der Orden insbesondere (specialiter) zur Predigt, Seelsorge und zum Studium gegriindet set, nicht von den Dominikanerniibernommen 32. Ebenso fehlt das Kapitel de praedicatoribus. DasKapitel de studenttbus ist nur auszugsweise und in einer anderenAnordnung iibernommen33. So urteilt Haass zu recht: ,,Das Ideal,das dem Griinder der Kreuzherren vorschwebte, war nicht das desheiligen Dominikus, sondern die Verbindung von mystisch-beschaulichemLeben und apostolischer Tatigkeit, wie wir sie aus demKreise der Maria von Oignies kennen84". Aus dem ,,inneren Gegensatzzwischen dem Ideal des Chorherren und dem des Bettelmonches(des Dominikaners)"35 hat sich der Orden allmahlich im15. Jahrhundert zu einem vorwiegend kontemplativen Ordenentwickelt36.Wahrend das Arbeitsfeld des Dominikaners die ganze Welt seinsollte37, blieb die Wirksamkeit der Kreuzherren auf die Ordenshauserbeschrankt. Schon bald nach der Reform verbot das Generalkapiteldes Jahres 1412 38 alien Ordensmitgliedern, Kirchen, Kapellenoder Altare zu bedienen, die nicht dem Orden einverleibt waren.80 Z. B. Dist. 1, Kap. 14 ,,diligenter libros... custodiant", Kap. 16 ,,lectionemstatuto tempore praevidere", ,,studentes" und ,,scriptores", Kap. 18 ,,officium praedicationis",Dist. 2, Kap. 8 ,,in libris gentilium et philosophorum non studeant...sed tan turn libros theologicos ...legant".81 Haass a.a.O. S. 57.82 In der Einleitung der Konstitutionen beider Orden heisst es : ,,in conventu suopraelatus dispensandi cum fratribus habeat potestatem, cum sibi aliquando videbiturexpedire". Der folgende, bei den Kreuzbrudern fehlende Zusatz lautet : ,,in iispraecipue, quae studium vel praedicationem vel animarum fructum videbunturexpedire, cum ordo noster specialiter ob praedicationem et animarum salutem abinitio noscatur institutus fuisse, et studium nostrum ad hoc debeat principaliterintendere, ut proximorum animabus possimus utiles esse". Vgl. v. D. Pasch a a.O.S. 14.83 Dist. 2, Kap. 8 (De cellis).34 Haass a.a.O. S. 57.85 A.a.O. S. 49.28 van Rooijen, Theodorus van Celles... a.a.O. S. 170.87 Denifle a.a.O. S. 175.88 Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 207.
ENTSTEHUNG, WESENSART UND VERFASSUNG 19Diese Bestimmung kehrte 1466 in den neuen Konstitutionen wieder39.Aehnlich wie im Rheinland haben die Kreuzherren auch inWestfalen im Zeitalter der Glaubenskampfe verschiedentlich ausserhalbihrer Konvente gepredigt und Gottesdienst gehalten 40.Zur vita apostolica der friiheren Kreuzbriider gehort auch diestrenge Armutsrichtung der <strong>Regular</strong>kanoniker (ordo novus). WennTheodor von Celles und seine ersten Nachfolger die Armut suchten,so geschah dies unter dem Einfluss der strengen Armutsbewegung,die schon vor dem Auftreten der Dominikaner und Franziskanerim Bistum Liittich nachweisbar ist41. Die ausdriickliche Erlaubnisgemeinschaftlichen Besitzes42 unterscheidet die Kreuzbriider trotzmancher Gemeinsamkeiten doch deutlich von den Dominikanernund erlaubt kaum, sie zu den Bettelorden zu zahlen. Das Geliibdeder Armut und der Verzicht auf Besitz ist sicherlich charakteristischerfur den Bettelmonch als die Predigt und die Beichte, aberwohl nicht charakteristischer als das Terminieren43. Mit der Erlangungdieser drei Rechte durch das Privileg Papst Johanns XXII.vom Jahre 1318 44 vollzog der Kreuzbruderorden freilich eine deutlicheAnnaherung an die Mendikanten. Die Frage ist nur, ob dasPrivileg eine bisher ofter geiibte Praxis bestatigte 45, oder ob mitdem Jahre 1318 ein neuer Abschnitt in der Ordensgeschichtebegann46. Fest steht, dass die Kreuzbriider von dem Recht, Almosenzu sammeln, bis zum Beginn der Reformation Gebrauch gemachthaben47. Die Nachrichten iiber den Bettelgang werden durch dieBentlager Chronik erganzt48.89 A.a.O. 2. Bd. S. 307.40 Vgl. S. 156 iff. (Bentlage) ; S. 183 ff. (Glindfeld).41 Ramaekers a.a.O. S. 84.42 In der Bulle, mit der Innozenz IV. 1248 den Bischof von Luttich bevollmachtigt,die Konstitutionen der Kreuzbriider zu bestatigen, heisst es, dass dieseleben ,,secundum Regulam S. Augustini et quasdam institutiones fratrum Praedicatorum,ita tamen, quod alium habitum deferre valeant ac possessiones recipere".Vgl. v. d. Pasch a.a.O. S. 12.43 Cruciferana, a.a.O. Nova Series Nr. 13, Handschriften op de Universiteitsbibliotheekte Luik (L. Heere OSC) S. 21.44 Ramaekers, De Privileges... a.a.O. S. 48.45 Haass, Spatmittelalterlicbe... a.a.O. S. 55.48 Ramaekers a.a.O. S. 48 f. ,,Van toen af zijn de kruisheren hun uitwendigapostolaat begonnen... zodat we gerust kunnen zeggen, dat vanaf 1318 de zielzorgder Kruisheren een aanvang neemt". Aufschlussreich ware die Bittschrift desOrdens, die nicht bekannt ist.47 Ramaekers a.a.O. S. 78.48 Kloster Beyenburg terminierte um 1430 in der Pfarre Rheine (Ems), s, S. 119,Kloster Bentlage in der Umgebung von Emmerich (S. 129).
20 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENDie Abwendung von dieser Gewohnheit steht im Zusammenhangmit der seit Ende des 14. Jahrhunderts ganz allmahlich beginnendenUmwandlung der ,,Kreuzbriider" zu ,,Kreuzherren" 49. Derwachsende Reichtum der Kloster und das Eindringen des Humanismusmachten die Ordensmitglieder im Laufe eines Jahrhundertsauch in der allgemeinen Schatzung allmahlich zu Chorherren. Durchdie wahrend der Reformationszeit weit verbreitete Abneigung gegendas Monchtum trat das Terminieren mehr und mehr in den Hintergrund,dafiir setzte sich der Charakter der Chorherren durch. Inder Zeit der katholischen Restauration nach dem Konzil von Trientwar diese Entwicklung abgeschlossen 50.Das Frommigkeitsideal der religiosen Orden spiegelt sich in denverschiedenen Christusvorstellungen wider : Fiir die Benediktinerist Christus der liturgische Gottkonig, fiir die Franziskaner das Kindvon Bethlehem und der Heiland am Kreuz, fiir die Jesuiten dergeistliche Welteroberer und fiir die Augustiner das Haupt derErlosten51. Fiir die Kreuzherren ist Christus der triumphierendeLeidende am Kreuz52. Die Kreuzverehrung, die besonders in derLiturgie und in den Fasten am Freitag ihren Ausdruck findet, warneben dem Kanonikerstand das zweite geistliche Wesensmerkmaldes KreuzherrenordensM. Die Erfiillung der Forderung, ,,eentrouwe geschiedschrijving van de kanunniken... zou tevens een geschiedschrijvingder Liturgie zijn" 54, ginge iiber den Rahmen dieserArbeit hinaus.Die Kreuzbriider wahrten ihren eigenen Charakter gegeniiber denDomikanern nicht nur durch die besondere Pflege der Liturgie unddurch ihren Sinn fiir Kontemplation, sondern durch ihre andereAuifassung der stabilitas. Fiir die Dominikaner war stabilitas imhergebrachten Sinn der Ortsbestandigkeit unvereinbar mit ihremojficium praedicationis55. Statt der stabilitas versprachen die Dominikaner ihrem Ordensgeneral - nicht dem Vorsteher des Einzelklos-° Haass, Kreuzbriider - Kreuzherren... a.a.O.80 A.a.O. S. 129.51 Zumkeller, Das Monchtum des Heiligen Augustinus. (Wurzburg) 1950,S. 128 Anm. 6.w Vinken, a.a.O. S. 27.M J. van den Bosch OSC, De ,,cultus Cruets" in de Kruisherenorde, in : Rondinhoud,... a.a.O. S. 101-121.M Ramaekers a.a.O. S. 68.65 Vgl. v. d. Pasch... a.a.O. S. 13.
ENTSTEHUNG, WESENSART UND VERFASSUNG 21ters ! - oboedientia (vgl. Hofmeister a.a.O. S. 219 : ,,Die Professdem General gegemiber verlieh diesem das Redht, die Kanoniker ineinen anderen Konvent zu versetzen") und damit wurde, wennauch nicht dem Begriff, so doch der Sache nach im Predigerordendie stabilitas loci in die stabilitas in ordine umgewandelt56. DieKreuzbriider haben die Profess von den Dominikanern iibernommen,ohne jedoch - zumindest in der Zeit vom 15. bis 19. Jahrhundert67- in der Praxis die stabilitas loci preiszugeben. Nur imAuftrag des Generalkapitels (z.B. bei Visitationen oder bei elocationespro augmento disciplinae) durften Ordensmitglieder ihrenKonvent verlassen.Die aussere Organisation ihres Ordens haben die Kreuzbriiderals einzige von alien Kanonikern5S den Dominikanerstatuten entnommen.Es ist verstandlich, dass in den Konstitutionen derKreuzbriider vom Jahre 1248 Bestimmungen iiber Ordensprovinzenfehlen5t). Aber auch nach der Ausbreitung hat es im Ordo SanctaeCrucis Provinzen im Sinne des kanonischen Rechtes nicht gegeben60,da die Ordensleitung stets auf zentrale und moglichst unmittelbareLenkung des Klosterverbandes bedacht war. Nie hatz.B. ein Ordensprovinzial die Vollmacht besessen, die Kloster seinesBereiches auf dem Generalkapitel zu vertreten. Der Ordensgeneralwar zugleich Prior des Mutterklosters Huy. Dieses wichtige Elementder Verfassung ist der Mutterverbandsverfassung der monastischenOrden entnommen (vgl. Hofmeister a.a.O. S. 223). Er wurde vonden Ordensdefinitoren auf Lebenszeit gewahlt61. Die tatsachlicheVerteilung von Rechten und Pflidhten in der Ordensleitung vor58 Denifle a.a.O. S. 179.57 v. D. Pasch a.a.O. S. 14 : ,,Nu is het wel merkwaardig, dat wij tot de vorigeeeuw wel een zekere 'stabilitas loci' hebben bewaard". Vgl. dagegen Hofmeister,a.a.O. S. 219.88 Ramaekers a.a.O. S. 65.59 v. d. Pasch a.a.O. S. 13. Von den 15 Kapiteln der ,,secunda distinctio" derDominikaner wurden fiinf nicht iibernommen Kap. 3 (De electione prioris provincialis),Kap. 7 (De capitulo provinciali), Kap. 9 (De solemni celebratione capituli),Kap. 10 (De capitulo generalissimo) und Kap. 12 (De praedicatoribus).60 Ceyssens, Regie des Croisiers a.a.O. Spalte 802.C1 Vgl. Dist. 1, Kap. 3 (De electione Prioris Generalis). Urspriinglich wahltenvier Definitoren und der ganze Konvent von Huy, gegen Ende des 15. Jh. sinddie doppelte Anzahl Definitoren und z.T. nur vier oder acht wahlberechtigteKonventualen von Huy bezeugt. Vgl. v. d. Pasch a.a.O. S. 80 Anm. 8. DieErhohung der Zahl der Definitoren auf acht scheint nur fur die Wahl des Generalsvorgesehen gewesen zu sein.
22 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN1410 ist nicht recht ersichtlich. In der Folgezeit ubte der Generalgemeinsam mit dem Generalkapitel ein Aufsichtsrecht iiber denKlosterverband aus. Durch die Forderung eines Rechenschaftsberichtesauf den jahrlichen Generalkapiteln in Huy und durchregelmassige Visitationen wurden Klosterzucht und finanzielle Verhaltnisseeines jeden Ordenshauses iiberwacht Die Wahl einesPriors und die Annahme eines Novizen bedurften der Genehmigungdurch den General. Als sich im Orden innere Schwierigkeiten beider Durchfiihrung der Reform bemerkbar machten, erweitertePapst Martin V. 1424 die Strafbefugnis des Generals durch dasPrivileg62, widersetzliche Ordensmitglieder gefangen zu nehmen,einzukerkern und zu exkommunizieren. Weitere besondere Strafbefugnissehat der General spater nicht mehr erhalten.Gegeniiber dem General bildete das von dem Generalkapiteljahrlich neu gewahlte Kollegium der vier Definitoren m gewissermassenein parlamentarisches Gegengewicht. Wie schon der NameDefinttores (auch Diffinitores) andeutet, setzten diese Vertrauensleutenach allgemeiner Beratung zusammen mit dem General dieBeschliisse des Generalkapitels fest und legten sie in einer besiegeltenUrkunde nieder. Beschliisse, die von zwei weiteren Generalkapiteln bestatigt wurden, erhielten endgiiltige Gesetzeskraft underganzten die Statuten. Diese sinnvolle Regelung schiitzte dieVerfassung vor iiberstiirzten Aenderungen und gewahrleistete zugleicheine kontinuierliche Gesetzgebung, die mit den wachsendenAufgaben des Ordens Schritt hielt.Ueber die inneren Stromungen des von Prioren verschiedenerNationen zusammengesetzten Generalkapitels und iiber das Zustandekommender Definitorenwahlen und der Beschliisse - mandenke an Wahllenkung und Vorverhandlungen - wissen wir ausdem 15. und 16. Jahrhundert nichts. Die Akten der Generalkapitelkonnen nur zum Teil aus den in der Regel unvollstandigen Abschrifteneinzelner Konvente rekonstruiert werden64. Immerhinlassen die iiberlieferten Ergebnisse der Definitorenwahlen65 die61 Ramaekers, De Privileges... a.a.O. S. 68.68 Vgl. Dist. 2, Kap. 4 (De electione diifinitorum...).M Gedruckt bei Hermans a.a.O. Dazu : v. d. Pasch, Omissa quaedam in,,Annalibus" ex relictis capitulorum Generdium 1410-1664, in : Cruciferana a.a.O.Nova Series Nr. 8 S. 30 iff.65 Vgl. die Liste S. 195.
ENTSTEHUNG, WESENSART UND VERFASSUNG 23Bedeutung einzelner Ordenshauser erkennen. Die Tatsache, dassnach der Reform immer wieder die Prioren von Liittich, Roermond,Koln, Venlo, Asperen und Namur - um die wichtigsten zu nennen- das Amt eines Definitors erlangten, unterstreicht die Vorrangstellungder niederlandischen Konvente in der ersten Halfte des 15.Jahrhunderts. Zugleich sieht man, wie die Reformbestrebungen inden Rheinlanden am friihesten in Koln von Erfolg begleitet waren.In der zweiten Halfte des 15. Jahrhunderts riickten die KolnerTochterkloster Osterberg, Bentlage und Falkenhagen allmahlich zuden fiihrenden Konventen auf. So wurden die Prioren Johann vanBechem (Osterberg) und Henrick van Bockholt (Falkenhagen)nicht weniger als zehnmal, Hermann Herde (Osterberg) und EberhardKirskorif (Bentlage) siebenmal und Johannes Busche (Bentlage) sechsmal von den versammelten Prioren zum Definitor gewahlt66.Insgesamt stellte in der Zeit von 1460 bis 1520 Osterberg19, Bentlage 14 und Falkenhagen 10 Definitoren. Fur den gleichenZeitraum haben Koln 22, Hohenbusch 12, Marienfrede 10, Aachen5 und andere Hauser 3 und 2 Definitoren aufzuweisen. Wahrendvon 1430 bis 1460 36 Trager dieser Wiirde, also knapp ein Viertelder Gesamtzahl, aus deutschen Ordenshausern stammten, waren esvon 1460 bis 1520 mit 110 fast die Halfte. Mit anderen Worten :Es gehorten in dem spateren Zeitraum meist zwei Prioren deutscherKloster dem vierkopfigen Definitorenkollegium an.Wie man sieht, haben die Prioren von Osterberg, Bentlage undFalkenhagen den Einfluss der deutschen Kloster im Orden vermehrt.Angesichts dieser Krafteverschiebung und der Tatsache, dassdamals in gleicher Weise Prioren niederlandischer wie deutscherKonvente Ordensgenerale wurden67, lasst sich die Ansicht, derSchwerpunkt des Ordens habe zu alien Zeiten in den Niederlandengelegen M, fur die Zeit von 1460 bis 1520 nicht aufrecht erhalten.Vielmehr erscheint es richtiger, fur jene Zeitspanne von zweiSchwerpunkten zu sprechen. Demgegeniiber hatten die franzosi-66 Vgl. die Priorenlisten S. 212, 222, 238.OT Georgius de Brugis (Huy) Prior in Hohenbusch, 1452-58 ; Theodericus abHall (Koln) in Koln, 1459-63 ; Peregrinus a Kampis (Luttich) in Luttich, 1463-73 ;Nicolaus Harlemius (Koln) in Koln, 1473-82 ; Everhard ab Orsoy (Bentlage) inBentlage, 1482-92 ; Gerbrandus Angeli (Sneek) in Hoorn, 1494-00 ; Corneliusa Clotingen ..., 1500-12 ; Wilhelmus a Rivo (Huy) in Luttich, 1512-20 ; LaurentiusGladbachius in Koln, 1521-28. Die Klammer bezeichnet den Heimatkonvent.Haass, Die Kreuzherren in den Rheinlanden a.a.O. S. 1.
24 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENschen Kloster, an der Zahl der Deiinitoren gemessen, einen verschwindendgeringen, die englischen gar keinen Einfluss.Im Zeitalter der Reformation ging dann freilich der Anteil derdeutschen Konvente an der Ordensleitung stark zuriick. Von denhier besonders zu behandelnden Ordenshausern stellten nach 1520nur noch Osterberg und Bentlage im ganzen sieben Deiinitoren.1538 wurde der Osterberger Prior Henricus a Daventria Ordensgeneral,er starb aber bereits im gleichen Jahr. Die Generalkapitelfanden zunachst noch mit grosser Regelmassigkeit statt, seit 1564mussten sie wegen widriger Zeitverhaltnisse verschiedentlich ausfalien*9. Seit 1614 wurden sie offiziell nur noch alle drei Jahreabgehalten.Der Nachteil dieser Verminderung der Ordensaufsicht zeigte sichbald in dem Absinken der Klosterzucht. Daher bildete man imJahre 1630 die Ordensprovinzen Rhein und Maas mit eigenenProvinzialkapiteln 70. Die Bezeichnung provincia taucht schon friiherin den Akten der Generalkapiteln auf 7\ doch handelte es sichhier, soweit man sieht, lediglich um Visitations- und Betreuungsbezirkeder Generalvikare ohne eigene Verwaltungsorganisation72.General Neerius hat 1631 jener Neuordnung nur mit Widerstrebenzugestimmt, weil er eine Spaltung des Ordens befiirchtete78. Tatsachlichkrankte die Provinzialverwaltung ,,oifenbar an den starkzutage tretenden Tendenzen der Prioren, sich vom Ordensgeneralmoglichst unabhangig zu machen" 74.In den Jahren, in denen kein Generalkapitel stattfand, solltennunmehr die vereinigten Provinzialkapitel Rhein und Maas zusammentreten.Die Provinzialen wurden fur drei Jahre von Generalund Definitoren aus den Prioren der betreffenden Provinz gewahlt,sie besassen die gleichen Vollmachten in ihrem Gebiet wie derGeneral. Die Kapitel beider Provinzen tagten jeweils gemeinsam.69 Vgl. S. 207.70 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 180 S. Vgl. Haass a.a,O. S. 24 iflF.71 2.B. war der Osterberger Prior Henricus a Daventria 1533 Generalvikar undProvinzial ,,per Westphaliam et Frisiam". Bereits 1394 wird eine deutsche Provinzerwahnt, die aber nach 1410 und im Zeitalter der Reformation ,,nur in ganz unklarenUmrissen in die Erscheinung" tritt. (Haass a.a.O. S. 23).72 Vgl. S. 21.73 Hermans a.a.O. 1. Bd. 2, S. 43.74 Hofmeister a.a.O. S. 218.
ENTSTEHUNG, WESENSART UND VERFASSUNG 25Sie sind bis 1681 nachweisbar und haben zu der Nachbliite desOrdens wesentlich beigetragen.Die westfalischen Kloster Bentlage, Osterberg, Glindfeld undauch Hohnscheid wurden der Rheinprovinz zugeteilt75, besondershervorgetreten sind sie dort nicht. Lediglich der Bentlager PriorChristianus Burensis bekleidete gleich 1630 die Wiirde einesdiscretus Rhenanae provinciae76 und scheint damit an der Neuordnungmassgeblich beteiligt gewesen zu sein. Als Teilnehmerder spateren Provinzialkapitel sind mit Sicherheit nur noch dieBentlager Prioren Anthonii (1646 Koln) 77 und Balckhaus (1672Koln) nachweisbar.Wenig spater wurden bereits Anzeichen des Niederganges sichtbar.Seit 1682 traten die Provinzialkapitel der Rhein- und Maasprovinznicht mehr zusammen, nach 1686 fand das nachsteGeneralkapitel 1698, das iibernachste erst 1715 statt. Die Griindefiir diese ungewohnlichen Unterbrechungen sind, wie mit Rechtbetont worden ist , im Orden selber zu suchen, zumal die damaligeZeit mit dem Pfalzischen Krieg (1688-1697) und dem SpanischenErbfolgekrieg (1701-1714) kaum ein grosseres Hindernis fiir dieAbhaltung von Generalkapiteln bot als der Dreissigjahrige Krieg.1765 fiihrte der Versuch des Generals de Fisen (1741-1778),durch eigenmachtige Aenderungen der Statuten die Entscheidungiiber die Beschliisse des Generalkapitels auf die Definitoren zubeschranken und den iibrigen Prioren das Mitspracherecht zu nehmen,zu langwierigen Schwierigkeiten. Unter den 11 Prioren, diesich in einer Bittschrift an Rom wandten, urn ihre Rechte zu wahren,befand sich auch der Bentlager Prior80. Nach einer Aufzeichnungim Kloster St. Agatha protestierten samtliche deutschen Prioren,die in dem Streit Stellung nahmen (15), gegen die neuen Statuten,darunter ausser dem Kloster Bentlage auch der Glindfelder Prior75 Zur Rheinprovinz gehorten ausserdem die deutschen Konvente Koln, Diisseldorf,Beyenburg, Marienfrede, Duisburg, Ehrenstein, Emmerich und Helenenberg sowiedie niederlandischen Hauser Ter Apel, Sneek, Franeker und Schermer.78 Der Begriif ,,discretus" ist in der Oberlieferung nicht definiert. 1630 besassdie Maasprovinz 2, die Rheinprovinz 3 Discreti, einer von ihnen wird zusatzlicbals Visitator bezeichnet. Vgl. Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 186.77 A.a.O. 3. Bd. S. 218.78 A.a.O. 3. Bd. S. 344.79 Haass, Die Kreuzberren in den Rheinlanden, a.a.O. S. 36 f.80 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 502.
26 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENmit seinem Konvent81. 1768 erklarte die Kardinalskongregation dieAenderung der Statuten fiir ungiiltig 82.Uneinigkeit herrschte auch iiber den Beschluss vom Jahre 1752,nur alle sechs Jahre das Generalkapitel zusammentreten zu lassen!Massgebend fiir diese neue Regelung waren wohl nicht nur finanzielleUeberlegungen, sondern gewiss auch die Opposition derPrioren gegen die absolutistischen Neigungen des Generals 83. Dieserliess die genannten Beschliisse 1756 aufheben84, da sie einerBulle Innozenz' XI. vom Jahre 1677 widersprachen. Seine Widersacherliessen aber nicht locker und erreichten 1774 vorlaufig und1779 endgiiltig ihr Ziel.Im Hinblick auf die westfalischen Kreuzherrenkloster bleibt nurnoch zu erwahnen, dass der Glindfelder Prior Heinrich Kohle1730 85 und 1749 8* Definitor war. Der Bentlager Prior Lucas Stiivewurde 1733 Generalvikar super Rhenum67, 1736 wahlte man ihnzum Definitor S8. 1786 war der Bentlager Prior Heinrich Buchholtzzusammen mit dem Prior von Wickrath Generalvikar89. Im gleichenJahr trat das letzte Generalkapitel vor der Sakularisation zusammen.Die Klosterzucht und die einheitliche Durchfiihrung der Beschliisse des Generalkapitels uberwachte der Orden durch Visitationen.Nach den Statuten des Jahres 124890 war der Generalverpflichtet, innerhalb dreier Jahre personlich oder durch einenBeauftragten den ganzen Orden zu visitieren. Ausserdem visitiertejedes Mutterkloster jahrlich ihre Tochtergriindungen. In drei Tagensollte die Visitation eines Klosters beendet sein. In jedem Fallehatten die Visitatoren miindlich oder schriftlich dem Generalkapiteliiber die Zustande in den Konventen Bericht zu erstatten. DieDurchfiihrung der Visitation vor der Reform von 1410 soil hiernicht untersucht werden.Nach der Reform anderte sich mit der Vermehrung der Konvente81 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 503.82 Haass a.a.O. S. 37 f.83 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 45484 A.a.O. S. 455-456.85 A.a.O. 3. Bd. S. 437.83 A.a.O. 3. Bd. S. 451.87 A.a.O. 3. Bd. S. 439.88 A.a.O. 3. Bd. S. 445.89 A.a.O. 3. Bd. S. 572.80 Dist. 2, Kap. 7 (De visitatoribus).
ENTSTEHUNG, WESENSART UND VERFASSUNG 27der Personenkreis und die Zahl der Visitatoren 91. Schon bald warder General einer regelmassigen Visitation per totum ordinem nichtmehr gewachsen. 1452 erhielt er fiir lange Zeit zum letzten Maieinen Visitationsauftrag fiir den gesamten Klosterverband. In steigendemMasse wurden Jahr fiir Jahr bewahrte Prioren mit derVisitation verschiedener Konvente beauftragt92. Grundsatzlichwurde ihnen ein anderer Prior als socius beigegeben, verschiedentlichstellte man dessen Wahl dem General oder dem Visitator frei.Oft liess man die Prioren erst als socii Erfahrungen sammeln, bevorman sie als Visitatoren bestellte. Bei der Auftragserteilung spielteweder die Filiation (wie bei den Zisterziensern) noch die Gliederungdes Ordensgebietes in festumrissene Provinzen (wie bei denDominikanern) eine Rolle. Nach den jeweiligen Bediirfnissen undnatiirlich auch nach geographischen Gesichtspunkten wurden diegemeinsam zu visitierenden Konvente jahrlich neu benannt.Eine Einteilung in tres partes she turnos setzte sidh nicht durch 93.Statt dessen wurden z.B. die westfalischen Kloster entweder namentlichaufgefiihrt oder mit anderen Klostern (Diisseldorf, Marienfrede,Beyenburg und auch Koln) zum Visitationsbezirk transRhenum zusammengefasst, der von 1447 bis 1494 nachweisbar ist.Haufig war auch die Bezeichnung conventus Westphaliae ac Frisiae,die seit 1482 begegnet und bis 1575 nachweisbar ist. Der BezirkWestphalia umfasste die Kloster Bentlage, Osterberg, Falkenhagen,Hohnscheid, Glindfeld und Beyenburg; 1512 erhielt er in demKolner Prior einen eigenen Generalvikar. Wahrend des Zeitaltersder Reformation standen diese Ordenshauser, nach den Auftragendes Generalkapitels zu schliessen, durch gegenseitige Visitationenuntereinander wie mit den friesischen Konventen Ter Apel, Schermer,Franeker und Sneek und von den rheinischen Klostern besondersmit Koln und Diisseldorf in Verbindung.Im 17. Jahrhundert gehorten die noch bestehenden Klosterper Westphaliam zur neugebildeten deutschen Rheinprovinz 94. DerProvinzial oder ein Beauftragter sollte dort jahrlich, der GeneralM Vgl. im Ganzen die Visitationsliste S. 199 #•88 Die Prioren von Osterberg erhielten seit 1459, von Bentlage seit 1472 undvon Falkenhagen seit 1474 regelmassig Visitationsauftrage.M Vgl. S. 200 (1441). Zum 3. Turnus gehorten Maastricht, Roermond, Hohenbusch,St. Agatha, Asperen und Bentlage.94 Vgl. S. 25.
28 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENalle drei Jahre visitieren. Nachdem die Provinzialeinteilung hinfalliggeworden war, hat wohl der General den gesamten Ordenwieder visitiert95. Sind auch kaum Visitationsakten erhalten, sobleibt doch die Bemiihung des Ordens bemerkenswert, im 15. und16. Jahrhundert die Aufsicht iiber den Klosterverband und seineninneren Zusammenhang zu wahren. Im 17. und 18. Jahrhundertging dagegen die Zahl der Visitationen merklich zuriick. Die wohlvollstandigen Aufzeichnungen im Kloster Bentlage ergeben fiirdiesen Zeitraum ungefahr nur alle vier bis funf Jahre eine Visitation.Die Befugnisse der Visitatoren sind in den Statuten von 1248nicht naher erlautert. Man darf aber schliessen *6, dass die Visitatoren gegebenenfalls von sich aus Massnahmen zur Wiederherstellungder Klosterzucht ergreifen durften, die nachtraglich vomGeneralkapitel gut geheissen werden mussten. In der Zeit nach derReform von 1410 hatten die Visitatoren oifenbar unterschiedlicheVollmachten. In den Akten tragen die Visitationsauftrage zuweilenden Zusatz: auctoritate capituli generalis, nomine et auctoritatepatris nostri generalis, cum (sic !) plenaria auctoritate oder auchcum(l) auctoritate solita. Bei den meisten Auftragen fehlen dieseZusatze. Deutlicher zeigt der Visitationsauftrag fiir den BentlagerPrior (1521) cum tali auctoritate et commissione, prout habent anobis discriptam, dass es verschiedene Befugnisse bei der Visitationgegeben hat. So mussten beispielsweise Visitatoren selbstandigdaruber entscheiden, ob die Griindung eines Ordenshauses moglichwar oder nicht97. 1602 erhielt der Dusseldorfer Prior HermannHasius fur die Visitation des Bentlager Konvents die Vollmacht,selbstandig Offiziale ein- und abzusetzen, Versetzungen in andereHauser anzuordnen und geeignete Briider aus anderen Konventenherbeizurufen98. Seine Rechte waren in den sogenannten litteraecommissoriales verbrieft, eine solche Regelung diirfte der Normalfallgewesen sein. Seitdem ausser dem General nur noch Provinzialeund Generalvikare mit der Befugnis des Generals visitieren sollten(seit 1630), erubrigte sich eine nahere Bestimmung der Befugnisse.* Vgl. S. 208 f.w Dist. 2, Kap. 7 ,,si qua autem gravia et periculosa invenerint, licet correctatuennt, nihilo minus... generali capitulo studeant nuntiare"m Vgl. S. 169 Anm. 4.88 Vgl. S. 148.
ENTSTEHUNG, WESENSART UND VERFASSUNG 29In einem Sonderfall sind schriftliche Aussagen der einzelnenKonventualen gegeniiber den Visitatoren bezeugt". Nach derVisitation handigten die Visitatoren dem Prior ein Relikt (Protokoll)aus, das bei der folgenden Visitation verlesen werdenmusste1.Abschliessend bleibt zu erganzen, dass Papst Eugen IV. 1432dem Ordensgeneral und den Visitatoren das Recht verlieh 10\ denMitgliedfrn und Bediensteten (familiares) fiir alle Siinden dieAbsolution zu erteilen, soweit dies nicht dem Papst vorbehaltenwar. Audi konnten die Ordensleute aus besonderen Griinden, wieAlter und Krankheit, vom Chorgebet und anderen geistlichen Verpflichtungenentbunden werden. Ausserdem durften General undVisitatoren alien Ordensmitgliedern und Dienstleuten fiir dreiJahre die Absolution von jeder Exkommunikation und Suspensionerteilen. Papst Innozenz VIII. gestattete 1488 dem Orden, von demzuletzt genannten Recht Gebrauch zu machen, so oft es notig sei.Um die Kreuzbriiderkloster in ihren Rechten zu schiitzen, erwirkteder Orden mehrfach beim Papst die Ernennung von Ordenskonservatoren.1413 bestatigte der Kolner Ofiizial als conservatoriurium des Kreuzherrenordens die Rechte des Generals zur Hebungder Klosterzucht in den deutschen Konventen1C2. 1488 waren derAbt von S. Victor von Paris und die Dekane der Kirchen St. Apostelnzu Koln und St. Paul zu Liittich Ordenskonservatoren103. Audiwestfalische Ordenshauser haben diese Moglichkeit in Ansprudigenommen. 1476 wurden der Abt zu Corvey, der PaderbornerOffizial und die Dechanten der Domkirche zu Paderborn zu Subkonservatorenernannt fiir den Falkenhager Konvent104. GegenEnde des 15. Jahrhunderts war der Abt des Klosters FlechtdorfKonservator der Kloster Falkenhagen und Hohnscheid105. Wahrenddes Dreissigjahrigen Krieges suchte der Osterberger PriorHilfe bei Erzherzog Albrecht, ,,Beherrscher der Niederlande", dergleichzeitig Protektor des Kreuzherrenordens warlt>6.99 Vgl. S. 162 f. (Kloster Bentlage 1772).100 Vlg. S. 164.101 Ramaekers, De Privileges... a.a.O. S. 70 f.102 A.a.O. S. 21.103 A.a.O. S. 23.304 Vgl. S. 99.105 Vgl. S. 169.106 Vgl. S. 87.
30 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENAudi die Kenntnis der inneren Verfassung107 der Einzelklosterkann durch Nachrichten aus westfalischen Konventen erweitertwerden. Ein Offizial, der in den Statuten nicht ausdriicklich erwahntwird, war der Rektor. Rektoren waren kommissarische Leiter vonOrdenshausern, die mehrfach bei der Einrichtung eines Konventes108oder in besonderen Notfalien109 von der Ordensleitung biszur Wahl eines Priors eingesetzt wurden. Wahrscheinlich rechneteman ein Ordenshaus erst nach vollzogener Priorenwahl zu denvollberechtigten Konventen. Aus dem Kloster Glindfeld verdientdie Tatsache Beachtung, dass der erste dort gewahlte Prior (1501)nicht nur von den Glindfelder Konventualen, sondern auch vondenen des Mutterklosters Falkenhagen gewahlt wurde110. Ein solcherVorgang ist in den Statuten nicht vorgesehen. Ueber die Durchfiihrungder Priorenwahl in Bentlage 1772 sind nahere Einzelheitenbekannt111. Dort versuchte der Visitator als Wahlleiter die Wahlzu lenken. Der Bentlager Exprior, nunmehr Weihbischof zu Miinster,behielt als Kapitular das Recht, den Prior zu wahlen. Fiir das1633 unter Zwang vom Orden verlassene Kloster Osterberg wurdenbis 1766 vom Generalkapitel Titularprioren bestellt112. Das Verfahrendes Ordens bei der Absetzung eines Priors (1772) ist inder Bentlager Klostergeschichte ausfiihrlich behandelt113.3OT S. 232 if. (Statistische Obersicht).108 1432 hatte Osterberg, 1437 Bentlage, 1468 Hohnscheid und 1499 Glindfeideinen Rektor.109 1494 erhielt das verwaisteals Rektor (S. 137).Kloster Schermer einen Bentlager Ordensceistlichenas110 S. 180.111 S. 163, Anm. 223.112 S. 213.113 S. 162 if.
2. ABSCHNITTVERHAELTNIS ZU DEN LANDESHERRENAnnahernd die Halfte der deutschen Kreuzbriiderkloster verdanktihre Entstehung der Stiftung oder massgebenden Forderung ihrerLandesherren \ Das Verhaltnis der Landesherrschaft zu den hierzu behandelnden Konventen wurde durch die Reformation zumTeil entscheidend gewandelt. Wahrend damals in den Rheinlandennur Kloster Pedernach aus personellen und wirtschaftlichen Griindeneinging2, traf im Gebiete per Westphaliam die HauserHohnscheid, Falkenhagen und Osterberg das gleiche Schicksal.OsterbergGraf Otto von Tecklenburg genehmigte am 6. Juni 1427 auf denRat seines Schwagers, des Ravensberger Grafen Wilhelm van denBerge, die Uebertragung des Gutes Osterberg (Ksp. Lotte) durchdie Fraterherren an den Kreuzbriiderorden8. Die beabsichtigteKlostergriindung begiinstigte der Landesherr, indem er seine Rechtean dem Gut an das neue Ordenshaus abtrat, ihm den gleichenSchutz wie den iibrigen Klostern seines Landes gewahrte und denBau und die Benutzung einer Miihle erlaubte. Die Erwerbung vonGrundbesitz und Renten machte er von seiner Genehmigung ab-1 Graf Adolf V. von Berg (1259-1298) grundete Beyenburg. 1438 rief HerzogGerhard von Jiilich und Berg den Orden nach Diisseldorf. 1479 grundete GrafVinzenz von Moers und Saarwerden Kloster Briiggen, im gleichen Jahre beteiligteer sich an der Errichtung des Diilkener Ordenshauses. Kloster Pedernach wurde1479 von dem Trierer Erzbischof Johann von Baden gestiftet, er wirkte ebenfallsbei der Griindung von Helenenberg (1485) mit. Wickrath war eine Grundung desRitters Heinrich Hompesch, Herrn zu Wickrath (1491). Ebenso liess Graf Berndder Altere zu Lippe das verlassene Kloster Falkenhagen durch den Orden wiederherstellen.Mit dem gleichen Auftrag iibergab 1468 Graf Wolfram von Waldeckden Kreuzbriidern das wiiste Kloster Hohnscheid.2 Haass a.a.O. S. 261 f.8 Vgl. im ganzen die Einzeldarstellung S. 71 tff.
32 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENhangig, zudem trug er den Kreuzbriidern auf, durch gute Werkeund Fiirbitte dem Frieden von Land und Leuten und dem Seelenheilder graflichen Familie zu dienen.Das Einverstandnis des Osnabriicker Bischofs kann bei allerUnsicherheit der Ueberlieferung 4 aber doch wohl vorausgesetztwerden. Hervorzuheben ist in der Griindungsurkunde das ausdriicklichanerkannte Recht des Ordens, soviele Briider in Osterbergeinzusetzen, wie von den Giitern leben konnten, um dort ,,toewigen Dage to syne unde to blyvene sunder yemans Hindernisseoffte Wedersprake ..."5.Dieses Recht ist den Osterberger Kreuzbriidern spater - sehrwahrscheinlich bereits vor der Reformation - von den TecklenburgerGrafen bestritten worden. Von diesen scheint Graf Ottonach den vorliegenden Nachrichten der einzige Gonner des Konventsgewesen zu sein. Freilich wissen wir nicht, wie der Landesherrin der zweiten Halfte des 15. Jahrhunderts zu ihm gestanden hat.Dem Kloster wurde das gewalttatige Vorgehen Graf Konrads(1524-1557) zum Verhangnis. Nachdem es 1522 zu wirtschaftlichenStreitigkeiten zwischen der Landesregierung und den Monchengekommen war6, beschuldigte Konrad 1531 den Konvent,gegen ein sonst nicht bekanntes Verbot seines Vaters verstossen undohne Genehmigung des Landesherrn Klosterbriider aufgenommenzu haben. Demnach ist es bereits vor dem Beginn der Reformation,oiffenbar aus wirtschaftlichen Griinden, zu ernsteren Spannungenmit dem Kloster gekommen, das mit annahernd fiinfzig KreuzbriidernT iiber entsprechend grossen Grundbesitz verfiigte.Graf Konrad gab sich vorerst mit 100 Goldgulden zufrieden,behielt aber die Beschlagnahme des Klosters im Auge. Seit 1527war er unter dem Einfluss des Landgrafen Philipp von Hessen,dessen Base er heiratete, als erster der westfalischen Grafen bemiiht,in seinem Lande die Reformation einzufiihren. Nachdem erdas Kloster Schale 1535 an sich gebracht hatte, suchte er auch dasim Grenzgebiet seiner Herrschaft liegende Kloster Osterberg demEinfluss des Osnabriicker Bischofs zu entziehen. 1536 verbot er den4 Vgl. S. 72.5 Vgl. S. 210.8 Vgl. S. 81.T 1478 sind in Osterberg ausser dem Prior 18 Geistliche, 1538 26 Laienbriidernachweisbar. Vgl. S. 79 und S. 83.
TERBERG(1427)MUns.terg
VERHAELTNIS ZU DEN LANDESHERREN 33Kreuzbriidern das Lesen der Messe, die alten Zeremonien, dieAnrufung der Heiligen und jeden Hinweis auf das Fegefeuer,lediglich die Stundengebete durften beibehalten werden8. DieKreuzbriider sind diesem Gebot, wenn auch widerwillig, nachgekommen.Dass es dem Grafen aber mehr urn die Klostergiiter alsum die Religion zu tun war, zeigte sich bald.Als 1538 aus der Reihe der Konventualen ein neuer Prior gewahltwurde, nahm Graf Konrad die Wahl zum Anlass, sich desKlosters gewaltsam zu bemachtigen9. Obwohl die Kreuzbriider inguter Zucht lebten und auch dem Grafen Gehorsam erwiesen,beschuldigte dieser sie erneut, das genannte Verbot seines Vatersiibertreten zu haben. Wahrend der Graf behauptete, jede Personalveranderungim Kloster miisse von ihm genehmigt werden, entgegnetendie Kreuzbriider, dies sei nur bei Neuaufnahmen der Fallund eine solche lage nicht vor.Den Wortlaut jener Weisung kennen wir nicht, es ist aber nichtzweifelhaft, dass der Graf nur einen Vorwand suchte, um zu seinemZiel zu kommen. In despotischer Weise - er liess sogar einenGalgen im Kloster errichten - zwang er die Kreuzbriider zur Herausgabeihres Vermogens und zu einer Busse von 1000 Goldgulden.Aus Furcht vor weiteren Willkiirakten verliessen die Kreuzbriiderihr Kloster, erst 14 Jahre spater konnten sie zuriickkehren. Nachlangwierigen Verhandlungen, die schliesslich der Ausgang desSchmalkaldischen Krieges beeinflusste, einigte sich der Graf 1552mit dem Prior und seinem Konvent auf den Rechtsspruch desvermittelnden Grafen Arndt zu Bentheim und Steinfurt10. DieKreuzbriider erhielten ihr durch Abbruch von Gebauden entwertetesKloster zuriick und erkannten den Grafen als Landesherren an, derihnen ein gnadiger Herr zu sein versprach.Von dem Riickschlag, den das Kloster Osterberg durch denGrafen Konrad erlitt, hat es sich nicht wieder erholen konnen.Graf Adolf von Bentheim und Tecklenburg sah 1618 in demVersuch des Ordens, den inzwischen entarteten Konvent zu reformieren,eine Verletzung des Religionsfriedens, der den unmittelbarenReichsstanden die Verfiigungsgewalt iiber die ihnen gehorensVgl. S. 82.0 Vgl. S. 83.10 Vgl. S. 84.
34 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENden Kloster zugestanden hatte u. Er verhinderte jeden Versuch einerOrdensvisitation, nahm personlich vom Kloster Besitz, setztePrediger und Konventualen ein und bestellte einen Amtmann undRentmeister. Die Kreuzbriider blieben im Kloster und erhielten vomGrafen ihren Unterhalt auf Lebenszeit. Ueber die innere Neuordnungwissen wir nichts, sie war auch nicht von langer Dauer.Nach dem Tode des Grafen Adolf versuchte der Orden, dasKloster von der Witwe Margarete und dem Grafen HeinrichWilhelm zu Bentheim, dem damaligen Administrator und Kuratorder Grafschaft Tecklenburg, zuruckzuerhalten12. Der ablehnendeBescheid brachte die offenbar streitbare Ordensleitung dahin, ihraltes Kloster auf eigene Faust wieder in Benutzung zu nehmen. Aufdie Klage der graflichen Witwe bedrohte der Kolner Offizial denGeneral, den Provinzial und den Prior von Osterberg mit einerStrafe von 1000 Goldgulden. Erst ein Mandat Kaiser Ferdinands II.vom 20. Mai 1624 fiihrte allmahlich zur Wiederherstellung desOrdenshauses. Als die Kreuzbriider 1633 vor den Schweden fliichteten,zog Graf Moritz zu Bentheim - Tecklenburg die verlassenenKlostergiiter ein und verwandte sie zum Unterhalt der TecklenburgerPrediger18.FalkenhagenNach nicht gesicherter Ueberlieferung rief Graf Bernd der Altezu Lippe im Alter von 90 Jahren gemeinsam mit seinem BruderGraf Simon, dem spateren Bischof von Paderborn, die Kreuzbriiderin die Herrschaft Schwalenberg, um das seit 1407 verlassene ZisterzienserinnenklosterFalkenhagen seiner Bestimmung zuriickzufiihren14.1432 iibertrug es der Kolner Erzbischof Dietrich von Moersals Administrator des Stiftes Paderborn dem Kreuzbriiderorden,wegen widriger Verhaltnisse konnte mit der Neueinrichtung einesKonvents aber erst ein Jahrzehnt spater begonnen werden. Am 22.Januar 1446 bestatigte Bernhard VIII., Herr zu Lippe, die altenPrivilegien und Freiheiten der Klosterinsassen aus dem Jahre124415. Da die Stiftung ein Siihneakt des Grafen Volkwin von11 Vgl. S. 86.12 Vgl. S. 87.33 Vgl. S. 89.* Vgl. S. 93.M Vgl. S. 95.
VERHAELTNIS ZU DEN LANDESHERREN 35Schwalenberg wegen seiner Beteiligung an der Ermordung desErzbischofs Engelbert von Koln (1225) gewesen war, besassen dieLandesherren keinerlei Rechte gegeniiber dem Konvent. Ob sie andem recht schwierigen Wiederaufbau Anteil genommen haben,wissen wir nicht. Erst fiir den Beginn der Reformation besitzen wireine Nachricht iiber das Verhaltnis der weltlichen Obrigkeit zu denKreuzbriidern. Der Falkenhager Nekrolog nennt den GrafenSimon V. zu Lippe (1511-36), der ein Gegner der neuen Lehrewar, einen besonders frommen Freund und Beschiitzer aller Religiosenund besonders des Kreuzbriiderkonvents16. Dieser stellte um1524 dem Grafen mit Genehmigung des Ordensgenerals einenZiegelmeister aus Liittich zur Verfiigung der in Lippe das Ziegelbackenund -brennen einfiihrte.Mit dem Tode Simons schwand die Zeit des guten Einvernehmenszwischen dem Prior und Konvent und der Landesherrschaft.Fiir Simons unmiindigen Sohn Bernd VIII. traten Landgraf Philippvon Hessen, Graf Adolf von Schaumburg und Graf Jobst zu Hoyadie vormundschaftliche Regierung an. 1538 erliessen sie mit Billigungder Reformatoren Jonas, Luther, Bugenhagen und Melanchthoneine neue Lipper Kirchenordnung17. Demnach sollten dieKreuzbriider in Falkenhagen sich der Reformation anschliessen, dasLesen der Messe in althergebrachter Weise einstellen und aus denKlostergiitern einen lutherischen Prediger und Seelsorger unterhalten.Antonius Corvinus, der bekannte Reformator Hessens undWaldecks, auf Veranlassung von Philipp von Hessen zum erstenLippischen Generalvisitator berufen, visitierte 1542 auch denFalkenhagener Konvent. Die Neuordnung setzte sich jedoch nichtin der gewiinschten Weise durch, da sich die weltliche Obrigkeitund der Paderborner Bischof im Verein mit der Ordensleitung mitwechselndem Erfolg um das Kloster bemiihten. Auf ernsthafteMahnungen (1546, 1547) unterwarfen sich die Kreuzbriider, wiees scheint, dem Grafen und hielten sich so im Besitz ihrer Klostergiiter.Die im Konvent verbliebenen Kreuzbriider leisteten demLandesherrn aber noch lange Zeit passiven Widerstand. Der 1589verstorbene Ordensgeistliche Christoph a Dart war der letzte18 Vgl. S. 228 (Sept. 26)." Vgl. S. 103.
36 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENFalkenhager Prior, der nachweislich zur katholischen Lehre gehaltenund ihre Wiedereinfiihrung im Kloster erhofft hat18.Seit 1558 teilten sich der Graf zu Lippe und der PaderbornerBischof in die Jurisdiktion des Landes19. Dieser ,,sambt oder verteilteGebrauch" knupfte landesherrliche Entscheidungen an dieGenehmigung des Mitlandesherren. Die geistliche Rechtsprechungblieb bei dem Bischof, im Kloster Falkenhagen sollten ohne seinVorwissen keine Veranderungen vorgenommen werden. DieserRegelung hat der Bischof doch wohl nur unter dem Zwang derVerhaltnisse zugestimmt. Noch 1555 hatte er eine SchmalerungFalkenhagener Klosterrechte vereitelt und den Vorschlag GrafBernhards, das Ordenshaus gemeinsam zu verwalten, zuriickgewiesen20.Erst nachdem Graf Bernhard eine eigene Synode abhielt undKircheninspektoren und Visitatoren einsetzte, kam es schliesslichzu dem genannten Vergleich.In der Lage des Klosters trat allerdings keine Aenderung ein, dadas Amt Schwalenberg 1559 (bis 1583) als Paragium an diePyrmonter Linie gelangte und Graf Simon sich nicht an die genannten Bestimmungen hielt. So wirkten nach wie vor der Graf undder Bischof im entgegengesetzten Sinne auf den Konvent ein21.Der Graf behielt die Oberhand, 1582 entwarf Prior Agricola gemeinsam mit dem Pyrmontischen Kanzler ein Statut, das den strenglutherischen Standpunkt betonte und nur das Augsburgische Bekenntniszuliess 22. Mit Billigung des Priors war Falkenhagen damitnur noch dem Namen nach ein Glied des Kreuzherrenordens, inWirklichkeit eine Einrichtung der protestantischen Landeskirche.Eine Restitution durch den Orden wahrend einer kurzen Abwesenheitdes Grafen wurde unverziiglich riickgangig gemacht. Seitdemblieb die Lippische Kirchenordnung im Kloster in Kraft, der Versuchder Kreuzbriider, sich 1585 einer Visitation zu widersetzen,endete mit dem Uebergang der Klosterverwaltung auf die LippischeRegierung. Angesichts der Schuldenlast von 1000 Goldgulden undder Zuchtlosigkeit des Konvents kamen die beiden Landesherren18 Vgl. S. ill.39 Vgl. S. 109.20 Vgl. S. 108.21 Vgl. S. 109.22 Vgl. S. 110.
VERHAELTNIS ZU DEN LANDESHERREN 371596 iiberein, das Kreuzherrenkloster aufzuheben und die Klostergiiteruntereinander zu teilen 23.BentlageAm 2. Marz 1437 iibertrug Heinrich von Moers, Bischof vonMinister, den Kreuzbriidern die Bentlager Gertrudenkapelle underteilte seine Genehmigung, sie in ein Ordenshaus umzuwandeln **.Der Orden erhielt die freie Disziplinargewalt iiber das neue Kloster.Streitsachen zwischen den Konventualen und Diozesanen durftennach dem Synodalstatut nur vor dem Bischof oder seinem Offizialausgetragen werden. Die Zahl der <strong>Regular</strong>e wurde auf acht beschranktEine solche Massnahme ist noch fur drei weitere Kreuzbriiderkonventebezeugt25, sie lasst sich mit wirtschaftlichen Erwagungenerklaren, wie z.B. bei der Griindung des Ordenshauses in Diisseldorf.Weder damals noch spater hat ein Fiirstbischof die schon baldfolgende Vergrosserung des Konvents 26 iiber das festgesetzte Massverhindert, eine offizielle Aufhebung jener Bestimmung ist nichtbekannt.Einen weiteren Vorbehalt machte Bischof Heinrich mit derVerpflichtung, den Erwerb von Grundbesitz, Ertragen und Einkiinftenjeder Art von ihm vorher genehmigen zu lassen. Auchdiese Anordnung ist dem Aufstieg des Klosters nicht hinderlichgewesen. Es ist kein Fall bekannt, in dem die Genehmigung verweigertworden ware, nachgesucht und erteilt wurde sie ausschliesslichbei grosseren Vermogenswerten. Kurz nach der GriindungBentlages waren viele Unterhandlungen und Geschenke an dieHerren des Domkapitels notwendig, bis diese sich zum Abschlusseines fiir sie recht eintraglichen Geschaftes herbeiliessen 27. Ueberdie Beziehungen Heinrichs von Moers zu den Kreuzbriidern wissenwir noch, dass er sich als Wohltater des Klosters Osterberg verdientmachte und dafiir wie ein Bruder teilhaftig wurde an Gebetenund guten Werken des Ordens28. Vielleicht fiel die Unterstiitzung28 Vgl. S. 114-115.34 Vgl. S. 121.28 Vgl. S. 121 Anm. 15.28 Vgl. S. 125.27 Vgl. S. 124 Anm. 35.28 Vgl. S. 74-75.
38 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENder Osterberger Kreuzbriider in das Jahr 1441, in dem sie von derPest heimgesucht wurden. 1444 gestattete Heinrich den Augustinerinnenzu Marienfrede propter eiusdem loci debilem fundationem... den Abzug aus dem Kloster und die Abtretung desselbenan den Kreuzbriiderorden 29. Die Bentlager Wohltaterliste nenntBischof Heinrich nicht.Als nach seinem Tode die Miinstersche Stiftsfehde um seineNachfolge entbrannte, schlossen sich die Bentlager KreuzbriiderWalram von Moers an, den Papst Nikolaus V. 1450 bestatigte,wahrend Miinster, Rheine und andere Stadte fur Graf Hoya eintraten.Da die Miinstersche Mutterkirche in den Bann geriet, setztendie Bentlager Kreuzbriider fiinf Jahre lang mit dem cantus officiidivini aus und schickten die jiingeren Briider in andere Ordenshauser,damit sie dort ausserhalb der Diozese ihre Weihen empfangenkonnten. Mit dem Ende der Fehde (1457) waren die ausserenVoraussetzungen fur die Aufwartsentwicklung des Klosters gegeben.Dass in den folgenden Jahrzehnten ein gutes Einvernehmen mitder Landesregierung bestanden hat, zeigt die Wohltaterliste desKonvents30. Von den 28 Dekanen, Vikaren und Kanonikern amDom zu Miinster, die dort genannt sind, lassen sich 21 aus der Zeitvon 1471 bis 1535 nachweisen. Ein Jahresgedachtnis hielten dieBentlager Kreuzbriider ebenfalls fiir den 1496 verstorbenen BischofHeinrich von Schwarzburg31. Die Chronik bezeichnet ihn als einensingularis fautor et amator nostri conventus, der haufiger mit50 bis 60 Reitern im Kloster Bentlage zu Gast gewesen sei und fiirdie Verpflegung seiner Begleitung selber gesorgt habe, um denKonvent nicht zu beschwerenB2. Audi Bischof Erich erscheint inder Wohltaterliste als specialis amicus et singularis benefactor33.1550 schenkte Bischof Franz von Waldeck (1532-1553) den Kreuzbriiderneine Wiese, weil sie bei der Errichtung eines Staudammesin der Ems tatkraftig mitgeholfen und einen Teil des Baumaterialsgeliefert hatten34. Unter Bernhard von Raesfeld (1557-1566) und29 Vgl. Kloster Marienfrede Urk. 69 (1444 Juni 19).81 S. 269 (Dez. 24).33 Grosebld a.a.O. S. 62 f.83 S. 267 (Nov. 7).34 Westfdlische Zehschrtjt, Zeitschrift fur Vaterlandische Geschichte und Altertumskunde37 (1879) (Regensberg) Miinster (= WZ) S. 134.
VERHAELTNIS ZU DEN LANDESHERREN 39Johann von Hoya (1567-1574) fanden wichtige Amtshandlungender Bischofe im Kloster Bentlage statt35, fiir das Jahr 1573 ist dieeinzige bischofliche Visitation bezeugt, der sich Prior Berninck freiwilligund unbeschadet der Rechte des exemten Klosters unterwarf!8€. Das Kloster erfreute sich offenbar des Vertrauens derbischoflichen Regierung.Im Zuge der Gegenreformation unter Bischof Ferdinand vonBayern (1612-1650) beanspruchte 1623 eine Kommission desLandesherrn die Hilfe des Konvents bei der Neuordnung in derStadt Rheine37. Zu dieser Zeit war die Klosterzucht, wie wir auseiner anderen Quelle wissen88, in Bentlage freilich an einem Tiefpunktangelangt. Nachdem die Klostergebaude 1647 durch dieSchweden vernichtet worden waren, spendete die Regierung inMiinster mit 100 Goldgulden den hochsten Betrag fiir den Wiederaufbaudes Ordenshauses39. Wahrscheinlich hat der Bentlager Priormit dem nachsten Landesherrn, dem Bischof Christoph Bernhardvon Galen, in einer Ordenssache verhandelt. Als Ludwig XIV., vonden Truppen des Bischofs von Miinster unterstiitzt, 1672 seinenEroberungskrieg gegen Holland begann, hofften die Kreuzherrennoch einmal auf Wiederherstellung der dort vor einem Jahrhundertverloren gegangenen Ordenshauser. Der Prior von Bentlage undder Titularprior von Osterberg gehorten zu den ausgewahltenKreuzherren, die praehabito regis aut eius locum tenentis placitoconsensu die Besitzergreifung der ehemaligen Kloster und derenGiiter betreiben sollten40, aber diese Hoflfnung erfiillte sich nicht.1677 hielt sich der Bischof fiir kurze Zeit im Kloster Bentlageauf41. Der 1706 verstorbene Friedrich Christian von Plettenberg istder letzte Fiirstbischof, der in der Wohltaterliste erscheint42. 1743sah sich Weihbischof Franz Egon von Fiirstenberg veranlasst, denKonvent wegen der nachlassigen Bedienung einer Vikarie zurRechenschaft zu ziehen43. Zweiffellos war die miinstersche Regie-35 S. 145 f.* S. 146.31 S. 148.38 S. 149.89 S. 154 Anm. 178.40 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 340.41 WZ 52 (1894) S. 187.42 S. 260 (Mai 5).^ S. 160.
40 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENrung iiber die mangelhafte Disziplin in Bentlage wahrend derspateren Zeit unterrichtet **, zum Einschreiten des Bischofs, daswahrscheinlich geplant war, ist es dann aber doch nicht mehr gekommen.Unter dem Herzog von Looz und Corswarem, der alsHerr des neugebildeten Fiirstentums Rheina - Wolbeck seineResidenz in das Kreuzherrenkloster legte, wurde der Konvent 1803aufgelost. Einige Ordensgeistliche blieben an ihrer Wirkungsstatteals Hofkaplane *5.Hohnscheid1468 iibertrugen Graf Walram von Waldeck, sein Vetter Ottound Walrams Sohne Philipp der Aeltere und der Jiingere das verlasseneAugustinerinnenkloster Hohnscheid den Kreuzbriidern zuFalkenhagen zur Griindung eines Konvents46. Ebenso wie bei derNeugriindung von Falkenhagen erhielten die Kreuzbriider samtlicheRechte ihrer Vorganger, der Landesherr nahm sie fiir ihreFiirbitte in seinen Schutz und verzichtete auf alle Dienste undPflichten, namentlich von der lastigen Einlagerung von Gefangenen.Lediglich das Gericht zu Hohnscheid behielten sich die Stifter vor,versprachen aber, es nicht zum Schaden des Klosters zu gebraudhen.Eine besondere Genehmigung fiir den Erwerb von Grundbesitz warnicht notwendig, sofern es sich um ehemalige (verkaufte oderverpfandete) Klostergiiter handelte. In der Uebertragungsurkundesind bereits samtliche Landesherren genannt, mit denen die HohnscheiderKreuzbriider in der kurzen Zeit ihres Daseins zu tun gehabthaben. Bis zur Auflosung des Konvents scheint nach den wenigeniiberlieferten Nachrichten ein gutes Einvernehmen geherrscht zuhaben. So gaben 1483 Graf Otto von Waldeck und seine zweiteGemahlin Elisabeth von Tecklenburg dem Kloster einen Hof zuAlveringhausen als Memorienstiftung. Fiir den gleichen Zweckschenkte Heinrich von Erminckhusen, Landdrost der GrafschaftWaldeck, einen Hof zu Deringhausen.Soweit bekannt, hat vor der Reformation mit Graf Philipp demAelteren die Landesregierung nur einmal in die inneren Verhalt-44 Prior d'Alhaus wurde 1759 zum Weihbischof geweiht und legte sein Priorat1762 nieder. Vgl. S. 161.45 S. 165.48 S. 168.
VERHAELTNIS ZU DEN LANDESHERREN 41nisse des Konvents eingegriifen. Nach Ausschreitungen unter denLaienbriidern im Jahre 1503, die von der Ordensleitung geahndetwurden, mahnte Philipp die Kreuzbriider, tiichtige Personen anzunehmenund mit grosserem Eifer als bisher den Gottesdienst zuversehen47. Sein Bruder Philipp der Jiingere fiihrte 1527 die Ordnungdes Fiirstentums Hesse im Kloster ein, nahm die Giiter ansich und loste den Konvent auf4*. Hohnscheid war das erstedeutsche Kloster, das dem Orden verloren ging.GlindfeldAm 29. September 1499 iibertrug Erzbischof Hermann von Kolndas in spiritualibus et temporalibus heruntergekommene AugustinerinnenklosterGlindfeld dem Kreuzherrenorden 49. Auch beidieser Neugriindung gingen die Rechte der Vorganger auf dieKreuzbriider iiber. Hinzu kam die Befreiung von der Bindung andas Kloster Grafschaft, dem es bisher vorbehalten war, den Propstin Glindfeld zu stellen.Vermutlich hat der Orden das fur alle Kreuzbriiderkonventeselbstverstandliche Recht der freien Priorenwahl zur Vorbedingungfiir den Reformversuch gemacht Beachtenswert ist, dass sich derErzbischof plenam authoritatem visitandi vorbehielt, si tarn enormisexcessuum jama ad aures nostras percrebuerit, quam dissimularenequiremus. Die Ordensleitung hat offenbar im Vertrauen auf diegute Zucht in ihren Klostern in dem so formulierten Vorbehaltdes Erzbischofs keinen Eingriff in ihre Exemtion gesehen. DieGeschichte des Konvents hat dieser Auffassung Recht gegeben,soweit man sieht, ist das Kloster Glindfeld nur kurz vor seinerAuflosung durch bischofliche Kommissare visitiert worden. In derZeit der religiosen Wirren hat Glindfeld als weit vorgeschobenerAussenposten Kurkolns im Einflussgebiet der benachbarten TerritorienWaldeck und Hessen den katholischen Glauben vor allemin der Grafschaft Diidinghausen bewahrt. Zum Dank dafiir wurde1638 das Dekanat Medebach vorlaufig, 1682 durch Erzbischof MaxHeinrich endgiiltig mit dem Glindfelder Priorat verbunden50.47 S. 172.48 S. 174.49 S. 179.60 S. 187.
42 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENDabei muss beriicksichtigt werden, dass der Konvent gegen Endedes Dreissigjahrigen Krieges wiederholt von durchziehenden Truppengepliindert wurde und auch von den Kolnischen Raten inWestfalen die erbetene Unterstiitzung nicht erhalten konnte. 1654sprach Max Heinrich dem Prior seine besondere Anerkennung fiirdie geleistete Arbeit in der Seelsorge aus 51. Nachdem der genannteErzbischof 1663 den Monchen seines Stiftes, die Pfarren bedienten,befohlen hatte, innerhalb eines Monats in ihre Kloster zuriickzukehren,wurden die Glindfelder Kreuzbriider, wenn auch erstnach einem Rechtsstreit mit der Stadt Winterberg, von dieser Massnahmeausgenommen. Freilich mussten die Monche lange urn dieBehauptung ihres Rechtes kampfen, seitdem Erzbischof ClemensAugust, von den Glindfeldern als Feind der <strong>Regular</strong>kanoniker(osor regularium) bezeichnet, das erwahnte Dekret Max Heinrichserneuerte52. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts veranlasste der bedenklicheVerfall der Klosterzucht in Glindfeld den FurstbischofMax Franz, in die inneren Verhaltnisse des Konvents einzugreifen5S.Dieser Reformversuch aber war vergeblich.51 S. 186.52 S. 187-18888 S. 190.
3. ABSCHNITTVERDIENSTE UM DIE KIRCHLICHE REFORMDie Reform des Kreuzbriiderordens stand in ideellem Zusammenhangmit der zur gleichen Zeit versuchten Kirchenreform undbegann mit der Abdankung des unfahigen Generals im Jahre 1410.Die bewusste Distanzierung von dem Vergangenen lasst erkennen,dass damals wie auch spater die Riickkehr zur Klosterzucht als einneuer Anfang, ja gleichsam als Neugrundung empfunden wordenist. Samtliche vor 1410 gefassten Generalkapitelbeschliisse verlorenihre Giiltigkeit, 1489 ordnete die Ordensleitung an, die Namenaller nach der Reform verstorbener Generale in die Memorienbiicherder Konvente aufzunehmen.Dank der zentralen Fiihrung durch das jahrliche Generalkapitelund der mit grosser Regelmassigkeit durchgefiihrten Visitationenkonnte die Klosterzucht zunachst im Gebiet der Maas, seit demzweiten Jahrzehnt des Jahrhunderts auch in den Rheinlanden wiederhergestelltwerden. Einen friihen und untriiglichen Beweisfiir die erfolgreiche Reform bietet der Kolner Konvent mit derGriindung von Osterberg (1427), Falkenhagen (1432 versucht,1443 endgiiltig begonnen) und Bentlage (1437) \ Der damaligeKolner Prior Johannes ter Borch2, ein als mehrfacher Definitorund Reformator verdienter Westfale, hat damit die Erschliessungeines neuen Raumes angebahnt, aus dem dem Orden bedeutendeKrafte erwachsen sind.An der Ausbreitung der Kreuzbriider waren die genanntenKloster massgebend beteiligt. 1462 griindete Osterberg mit Hilfevon Bentlage ein Kloster in Hoorn (Westfriesland), 1464 ein1 Das erste nach der Reform gegriindete Ordenshaus war Roermond (1422), vgLHaass a.a.O. S. 13.2 Nicht bei Haass.
44 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENweiteres in Sneek (Friesland). 1465 errichtete Bentlage einen Konvent in Ter Apel (Groningen), 1494 grundete es den durch diePest vollig ausgestorbenen Konvent in Schermer (Friesland) neu.1468 entsandte Falkenhagen die ersten Kreuzbruder nach Hohnscheid,1499 nach Glindfeld.Der Anteil der Kloster an der Ordensleitung ist an anderer Stellebereits nachgewiesen. Im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts warenausser dem um die Vermehrung des Klosterbestandes verdientenOrdensgeneral Bentlager Konventualen Prioren in den Ordenshausernin Woudrichem (Provinz Nordbrabant), Ter Apel, Emmerich, Brandenburg und London8.Damals wurde der in Bentlage eingetretene Henricus de Montevicarius generalis Franciae, sein Mitbruder Henricus de Tyla reformiertedie Konvente in England. Ebenso bezeugen die elocationesder Generalkapitelbeschlusse4, dass eine ganze Reihe von Kreuzherrenaus Osterberg, Bentlage und Falkenhagen in andere Hauserversetzt wurden, um die Zucht zu heben. So waren die hier zubehandelnden Kloster ein Refugium fiir viele Briider, aber auchfiir manche der Ausgangspunkt verantwortlicher Tatigkeit. Auchausserhalb des Ordensbereiches forderten die Kreuzherren dasmonastische Leben. 1466 holte sich der DeutschherrenkomturSuederus Cobbink Kreuzbruder aus Bentlage, um seinen Konventin Minister zu reformieren5. Um die gleiche Zeit gewann dieAebtissin Sophia von Stromberg Kreuzbruder aus Osterberg fur dieReform ihres Klosters in Herzebrock6. Von 1448 bis 1556 war derPrior von Osterberg standiger Visitator des Augustinerinnenkonventszu Wiedenbriick \ Wahrscheinlich hat der Prior von Falkenhagen an der Reform der Augustinerinnen zu Lemgo, Detmold,Herford, Ludge und Brakel mitgewirkt8. Gemeinsam mit demPrior von Blomberg inspizierte er seit 1481 das neueingerichteteMarienkloster Segenthal in Liigde9. 1499 ubernahmen die FalkenhagenerKreuzbruder eine Kommende, die sie gemeinsam mit den3 S. 138 f.4 S 77 (Osterberg), S. 97 (Falkenhagen), S. 139 (Bentlage), S. 170 (Hohnscheid).B S. 127.6 S. 78.7 S. 78.8 S. 98.6 S. 98.
VERDIENSTE UM DIE KIRCHLICHE REFORM 45Schwestern in Liigde bedienten10. Die grosse Zahl der Schenkungenund Memorienstiftungen"■ deutet darauf hin, dass der Klosterdienstder Kreuzbriider iiber die Klausur hinaus bei der Bevolkerungim Sinne der Devotio moderna wirksam geworden ist. DurchGottesdienst und Seelsorge in einzelnen Pfarrgemeinden habenKreuzbriider ebenfalls zur kirchlichen Reform beigetragen, grundsatzlichdurften Ordensangehorige aber nur solche Kirchen bedienen,die ihren Konventen einverleibt waren12. So war diesesWirkungsfeld beschrankt, in der Bliitezeit des Ordens blieb dieHebung der Klosterdisziplin das Hauptanliegen der Kreuzbriider.Mit dem Glindfelder Priorat war von Anfang an die Pfarre inMedebach verbunden1S. Die Uebernahme des Falkenhagener Pastoratsdurch die dortigen Kreuzbriider steht affenbar im Zusammenhangmit der Veroffentlichung der neuen Lipper Kirchenordnungim Jahre 153814. 1569 inkorporierten kurkolnische Kommissaredem Kloster Glindfeld die Pfarre zu Winterberg15. Den BentlagerKreuzbriidern iibertrugen 1590 Georg von Asbeck zum Goer undBerge und seine Ehefrau Jodoca von Diepenbrock ihr Patronatsrechtiiber eine Vikarie in der Rheiner Pfarrkirche, in der die Kreuzherrenzunachst selber die Messe zelebrierten, spater aber damit die Franziskanerin Rheine beauftragten16. Urn 1630 iibernahm der Glindfelder Konvent die Betreuung des Dekanats Medebach, das zunachstvorlaufig, 1682 endgiiltig durch Erzbischof Max Heinrich mit demGlindfelder Priorat verbunden wurde17. 1684 ubertrug der katholischgewordene Graf Ernst Wilhelm von Bentheim sein Patronatsrecht iiber die Pfarrkirche in Salzbergen dem Kloster Bentlage18.10 S. 100.11 S. 253 f. (Bentlage).12 S. 18 Anm. 38, S. 19 Anm. 39.13 S. 179.14 S. 103.13 S. 183.16 S. 269 iff.17 S. 187.18 S. 271.
4. ABSCHNITTGEISTIGESLEBENReform und Entfaltung des Kreuzbriiderordens im 15. Jahrhundertvollzogen sich in fruchtbarer Zusammenarbeit mit den Briidernvom gemeinsamen Leben. Diese von Geert Groote (f 1384) ausgegangenereligiose Bewegung hat mit ihrem Anliegen der Bildung,insbesondere der Vermehrung der Bibliotheken, das geistige Lebender Kreuzbriider beeinflusst. Vielfach traten Manner aus denFraterhausern, die weder Klausur noch Geliibde kannten, in denKreuzbriiderorden ein, urn dort Kanoniker zu werden. Hierfiiriindet sich ein bemerkenswertes Zeugnis bei dem Augustiner-ChorherrnThomas van Kempen, der fiber Johann Cele, einen rectorscholarum der Schule bei ZwoUe (gest 1417) schreibt: ...quaeenim religio vita vel nomine clara ex scholaribus eius monachos nonhabuit ? Praecipue tamen <strong>Regular</strong>es cum Cruciferis et cisterciensibusnon paucos ex eius studentulis habuere sui ordinis professores:quorum quidam virtutis gratia praediti monasteriorum patres etrectores ecclesiarum sunt effecti1. Mit ihrer Hinwendung zumJenseits, einer grossen Liebe zum Gottesdienst und dem Eifer, religiose Werke abzuschreiben, brachten jene Scholaren gute Voraussetzungenmit fur die beginnende Reform des Kreuzbriiderordens.Dass Angehorige der Bruderhauser zu Koln, Deventer und Zwolleoft und gern bei den Kreuzbriidern eintraten, bezeugt auch das* Thomae Hemerken a Kempis opera omnia. Hrsg. v. M. J. Pohl, Freiburg(Herder) 1922, 7. Bd S 510. Die dort folgenden Satze bezeichnen trkend da!Anliegen der Devotio Moderna : ,,Didicerunt enim a bono magistro subiecti discipulinanc fugitivam mundi gloriam propter Christum spernere : nee quidquam foremehus et sanctius in mortalitatis voragine quam spretis mundi illecebris caelestiDomino mihtare... ad scribendum sententias sanctorum fortiter animavit Docuitinsuper eos sal. discipulos regulariter cantare, ecclesias sedule visitare, sacerdote*honorare rehgionem amare, cum devotis et doctis conversari, saepius orare acdivmis hbenter laudibus interesse."
GEISTIGES LEBEN 47Empfehlungsschreiben, das General Helmicus Amoris de Zutphen1424 den Fraterherren ausgestellt hat. Darin lobt er deren virtuosaet laudabilis conversatio und erklart, des ofteren kamen Mannerzum Orden, die bei den Fraterherren prima melioris vitae incitamentaperceperunt2. Wohl zum Dank dafiir, dass der Ordensgeneraldie Briider vom gemeinsamen Leben in dem genannten Schreibengegen Angriife und Beschuldigungen in Schutz genommen hatteund urn sich den Orden weiter zu verpflichten, traten die Fraterherren 1427 ihre Osterberger Griindung an die Kreuzbriider ab3.Es waren sicherlich keine Einzelfalle, dass Absolventen jenerSchulen, an denen die Devotio Moderna der Fraterherren massgebendwar, von den Kreuzbriiderkonventen iibernommen wurden.Wegen der ausserst mangelhaften Ueberlieferung kann Haass abernur zwei soldier Falle nachweisen4. Um so wertvoller sind dieNachrichten der Bentlager Klosterchronik5 fiir dieses Ordenshaus.1438 trat dort Johannes Wisse, ein Kleriker aus Deventer, ein. 1450folgte der schon genannte Everhardus ab Orsoy, er hat nachweislichin Deventer studiert6 und brachte von dort Henricus de Tyla7 mit.Fast gleichzeitig kam aus Deventer Nicolaus de Alimaria, erstaunlicherweiseiibernahm er noch im gleichen Jahr das BentlagerPriorat. Mit ziemlicher Sicherheit hat auch er mit den iibrigenstudiert. Dasselbe trifft fiir Henricus de Monte zu, den spaterenGeneralvikar in Frankreich, der ebenfalls 1450 in Bentlage Kreuzbruderwurde. Vielleicht geht der Eintritt des Johannes Busche ausMiinster (1450), der spater ein tiichtiger Bentlager Prior wurde,auf den Einfluss der munsterschen Fraterherren zuriick. Diese hattenschon den ersten Bentlager Prior Johannes ter Borch veranlasst, indas Kolner Kreuzbriiderkloster einzutreten, 1437 waren sie an derUmwandlung der Bentlager Gertrudenkapelle in einen Kreuzbriiderkonventbeteiligt gewesen.Den genannten Mannern ist der Aufstieg Bentlages zu verdan-2 Haass a.a.O. S. 14 f.8 Klemens Loffler, Neues iiber Heinrich von Ahaus, WZ 74 (1916) S. 238.4 A.a.O. S. 173, dort wird ausser dem General Everhardus ab Orsoy noch einPastor genannt, der 1536 die dem Konvent in Briiggen inkorporierte Pfarre verwaltete.6 St. A. Miinster, Territorialarchiv Rheine-Wolbeck, Akten I D 1 (Abschrift),abdruck bei : P. Grosfeld, Beitrdge zur Gesch. der Pfarrei und Stadt Rheine. Nebstein em Chronicon Bentlacense und Urkunden (Miinster 1875).6 Hermans a.a.O. 1. Bd. 1, S. 143.7 Spater war er Prior in London.
48 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENken, durch sie nahmen zunachst Disziplin im Konvent und Schreibtatigkeitder Monche plus solito zu8, spater erscheinen sie als dienamhaftesten Personlichkeiten, die dieses Ordenshaus hervorgebrachthat. Ihr fast gleichzeitiger Eintritt in Bentlage ist schwerlichein Zufall, die Mitteilung des Chronisten zum fraglichen Jahr 1450fratres confisi in domino cogitabant de clericis recipiendis • berechtigenzu der Vermutung, dass die Kreuzbriider bei den Fraterherrenum geistlichen Nachwuchs nachgesucht haben. Jedenfalls hat dieDevotio Moderna das geistliche Leben in Bentlage entscheidendbeeinflusst, gleichzeitig diirften mit der ausdriicklich bezeugtenZunahme der Schreibtatigkeit die von den Fraterherren gefordertenhunxanistischen Studien Eingang gefunden haben.Im einzelnen sind die Belege fiir die Geistesrichtung der hier zubehandelnden Konvente sehr viel sparlicher als bei den rheinischenOrdenshausern. Von diesen konnte Haass wenigstens fur Koln,Hohenbusch, Marienfrede und Diisseldorf aufschlussreiche Biicherbestandenachweisen. Es liegt nahe, dass der um seine Klosterbibliothekverdiente Kolner Prior ter Borch10 die Liebe zu denBiichern in seine Tochtergriindungen Osterberg, Bentlage undFalkenhagen verpflanzt hat. Im Kloster Osterberg, dessen Griindungauf einer Schenkung der Fraterherren beruhte, entstand zur Erbauungund zur Gewissenserforschung der Briider eine devoteErzahlung iiber die Erscheinungen des 1450 verstorbenen OrdensgeistlichenCornelius a Siebenberg11. In der UniversitatsbibliothekGroningen befinden sich fiinf Bande (1472) Raynerii Pisani pantheologiatorn III-IV, ein Band tragt den Besitzvermerk vonOsterberg12. Die Handschrift, die Valentin Rose in seinem Verzeichnisder Koniglichen Bibliothek zu Berlin13 dem KlosterFalkenhagen zuschreibt, ist aber offensichtlich in Osterberg entstanden(sie tragt den Vermerk montis orientis) und erst spater8 Grosfjeld a.a.O. S. 54.9 A.a.O., S. 53.10 Vgl. S. 122 iff.11 Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 271.M Es war ein Geschenk von Hermann von Langen. Vgl. Paul Lehmann, HollandischeReisefruchte I-III, Sitzungsbertchte der Bayerischen Akademie der Wissenschaft,philosophisch-philologische und bistortsche Klasse, Jahrgang 1920, 13.Abhandl. (Miinchen 1921) S. 19.13 Valentin Rose, Die Handschriften - Verzeichnisse der Koniglichen Bibliotbek zuBerlin, 13 Bd., Verzeichnis der Lat. Handschriften, Berlin 1905, 2. Bd., 3. Abt.,Nr. 924.
GEISTIGES LEBEN 49nach Falkenhagen gelangt, zur Zeit befindet sie sich in der WestdeutschenBibliothek zu Marburg. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundertund enthalt neben dem Speculum stultorum (Brunellus)noch andere Traktate ermahnenden und erbaulichen Inhalts (Ausziigeaus Kirchenvatern). Von einigem Interesse ist der in derHandschrift enthaltene Liber de moribus et vita philosophorum etvita poetarum veterum. Aus verschiedenen Biichern hat hier einOsterberger Kreuzbruder Ausspriiche beriihmter Manner des Altertumszusammengestellt und nach den Autoren alphabetisch geordnet(von Aristoteles bis Zenon). Seine Vorlagen hat der Schreiberunverandert iibernommen, sie dienten ihm zum Trost und zurErbauung, stolze Gelehrsamkeit war ihm fremd14. Bei der Diirftigkeitder Ueberlieferung ist diese Abschrift aus dem 15. Jahrhundertein beachtenswertes Zeugnis fur das Interesse an antiken, nichtchristlichenAutoren in Osterberg.Weitere Angaben iiber den Biicherbestand fehlen, Verluste entstandenwahrscheinlich wahrend der zeitweiligen Beschlagnahmedes Klosters durch den Landesherrn (1538-1552) und zu Beginndes 17. Jahrhunderts, als Zuchtlosigkeit um sich griff und Klosterbesitzveraussert wurde. Der letzte Osterberger Prior Heuwerusschrieb eine Klosterchronik, die jedoch verlorengegangen ist. Vermutlichverbrannten Reste der Osterberger Bibliothek 1647 in demNachbarkloster Bentlage, in das sich die Kreuzherren 1633 vor denSchweden gefliichtet hatten.Von der Bibliothek der Kreuzbruder in Falkenhagen wissen wirnur wenig. Vielleicht hat ein Konventual jene Erzahlung iiber dendevoten Mitbruder Gerlacus verfasst, die im speculum exemplorumdes Ordens Aufnahme fand. 1479 entstand im Kloster eineAbschrift der Corveyer Traditionen, die wegen ihrer in einemVorwort und in Zwischen- und Randbemerkungen vertretenenMethode als ,,beinahe modern-wissenschaftlich" 1S bezeichnet wordenist. Fur den Beginn des 16. Jahrhunderts ist eine Buchbindereides Klosters nachweisbar. Zur Zeit der Reformation fanden Werke14 A.a.O. „... Plurima quoque eorum responsa notabilia et dicta elegancia huiclibro inserui, quae ad legentium consolationem et morum informationem conferrevalebunt. Vgl. die Hexameter ebendort : ,,Quis sis, quis fueris, licet omnia scis,morieris, Nescis eras an te mors sit raptura vel ante."15 WZ 79 (1921) II S. 6.
50 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENLuthers Eingang in den Konvent16. Wahrend in den Rheinlandeneinige Klosterschulen der Kreuzbruder die katholische Jugenderziehungforderten1T, sind mit den hier zu behandelnden Ordenshausernkeine Schulen verbunden gewesen. Die 1582 geplanteFalkenhagener Klosterschule, die bereits 1592 wieder eingegangenwar, kann in diesem Zusammenhang nicht genannt werden. Siewar von der protestantischen Landesregierung eingerichtet, denUnterricht fur die Monche und ,,anderer guter Leute Kinder" bestrittzunachst ein Ordensgeistlicher, nach seiner Wahl zum Priorberief er zu seiner Entlastung einen reformierten Lehrer, der inWittenberg studiert hatte18. Bei der Aufhebung des Klosters(1596) besass die Bibliothek 72 Exemplare. Damals nahm derBischof von Paderborn die noch vorhandenen Schriften des Augustinan sich.Die Bibliothek in Bentlage wird bereits 1438 erwahnt19, zu ihrerBereicherung trugen Burger der Stadt Munster durch Stiftungen bei.Spater (1484) schenkte Hermann von Langen, Dekan am Dom zuMunster, den Kreuzbrudern an die 70 Biicher 20. Urn die Wendezum 16. Jahrhundert befand sich in Bentlage eine ganze Reihe vonIncunabeln, vornehmlich handelte es sich urn erbauliche Werkeder Predigtliteratur. Darunter befinden sich einige fiir Kreuzbriiderbibliothekencharakteristische Werke, so von Bernhard von Clairvaux(sermones super cantica canticorurn), Bonaventura, Thomasvon Aquin, Ludolphus de Saxonia (meditationes vitae fesu Christi),Jacobus de Voragine (Legenda Sanctorum) und die im Orden weitverbreiteten Postillen des Nicolaus de Lyra, hinzu kommt AugustinsDe chitate Dei. In den Jahren 1461, 1469 und 1470 schrieb derBentlager(?) Bruder Henricus de Werdenborch vier Bande BibelkommentareGregors des Grossen ab und versah sie mit Buchschmuck21.Von einem Bentlager Konventual stammt vermutlicheine erbauliche Schilderung, nach der der Bentlager Donat Lubber-16 S. 107.17 Wickrath bereits vor 1560 ; Briiggen im 16. Jahrhundert nach UnterbrechungNeuemffnung 1606 ; Helenenberg 1633.18 S. 114.16 Vgl. Grosfeld a.a.O. S. 43 und S. 51.Z AaO-21 Joseph STaNDER, Catalogus chirographorum in Regia Bibltothecct Paulina Monastiensi.Vratislaviae 1889. Nr. 61 „... fuerunt conventus Bentlagensis. Hi codicesscnpti sunt a fratre Henrico de Werdenborch OSC annis 1461, 1469, 1470. Litteraeinitiales rubrae vel caeruleae nitideque pictae sunt, inscriptiones rubrae".
GEISTIGES LEBEN 51tus bei seinem Tod im Jahre 1481 die heiligen Engel gehort habensoil*2.Um 1500 schrieb ein unbekannter, schreibgewandter Kreuzbruderdie Bentlager Klosterchronik. Sie ist nur abschriftlich mit spaterenMitteilungen in einer Handschrift des 18. Jahrhunderts erhalten23,beginnt mit der Stiftung der Gertrudenkapelle unter Bischof Siegfried (1022-1033), behandelt ausfiihrlich die Klostergriindung undreicht in streng chronologischer Anordnung bis zum Jahre 1500.Die Niederschrift erfolgte sehr wahrscheinlich in einem Zuge24und scheint, wie Grosfeld zu Recht bemerkt25, in die letzten Jahredes 15. oder in den Anfang des 16. Jahrhunderts zu fallen. DenVerfasser kennen wir nicht, er beschrankt sich im wesentlichen aufden Bereich des Klosters und des Ordens und tragt einiges zurLokalgeschichte bei. Aufschlussreich ist die Geisteshaltung, die sichin den Aufzeichnungen des Kreuzbruders wiederspiegelt.Er kennt die Chronik des Thietmar von Merseburg und die Vitades Meinwerk von Paderborn26, mehrfach weist er auf seine Hauptquelle,das Klosterarchiv, hin, das er im allgemeinen zuverlassigbenutzt hat27. Wundererscheinungen, die angeblich der Kloster-22 Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 384 f.28 Rh. Wolb. I D 1. Der Anfang dieser Handschrift fehlt, das jetztige Deckblattstammt von Joseph Niesert, ein weiteres Blatt ,,Zur Erganzung der vorliegendenNachrichten" enthalt einen Hinweis auf seine im Jahre 1827 erschienene Urkundensammlung.Der Abdruck von Grosfeld ist teilweise fehlerhaft : S. 52 Zeile 34fehlt nach „... generalis capituli" : ,,qui confirmatus fecit, ut melius potuit suoanno. Caeterum..." S. 58 Zeile 31 nach ,,Elisa" fehlt : ,,Swarten Waldes". S. 65Zeile 27 ist hinter ,,templum" ein ganzer Abschnitt ausgelassen. In der gleichenZeile lies statt ,,die ipso S. Augustini" : ,,die 28. Augusti". In der Handschr.folgen noch weitere Bauangaben, die schliesslich in eine chronologisch ungeordneteZusammenstellung von Nachrichten verschiedenen Inhalts ubergehen. Bei der PriorenlisteS. 66 f. hat Grosfeld die Angabe der Konvente fortgelassen, aus denen diePrioren hervorgegangen sind. Von den 21 Urkunden bei Grosfeld sind 19 imOriginal erhalten, Grosfeld hat nur das Copiar benutzt.24 Der Chronist setzt bei der Behandlung des Jahres 1438 (Grosfeld S. 43)aedificia fur die fratres des Klosters voraus, die sich auf den Ostfliigel (Bauzeit1463-1466) oder auch auf den Nordfliigel (Bauzeit 1499-1504) beziehen. Die Stelle,an der von dem Untergang des Lastschiffes auf der Ems im Jahre 1463 (a.a.O.S. 57) die Rede ist ,,fratribus tamen... evadentibus pericula corporis usque nunc..."besagt doch wohl, dass seitdem einige Zeit vergangen ist. 1474 verstarb der ersteOrdensangehorige seit der Griindung Bentlages in diesem Kloster (a.a.O. S. 58).28 Grosfeld a.a.O. S. III.26 A.a.O. S. 36.27 A.a.O. S. 36 „... ut patet in litteris authenticis..." ; S. 39 „... conventusobtinuit bullam, uti est hodie cernere". - S. 41 „... et de his satis patet in litteris!bene ifirmatis" ; S. 47 „... prout plenius habetur in libro memoriarum conventusnostri".
52 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENgriindung vorausgingen, gibt er nur als Berichte anderer wieder28,auf Erbauung seiner Leser ist er nicht bedacht, ihm geniigt derHinweis einer wunderbaren Fiigung20. Von mystischer Versenkungfindet man bei dem Autor keine Spur, ihn kennzeichnet vielmehrein praktischer Sinn. Deutlich wird dies vor allem an seiner unterschiedlichenBeurteilung des Priors Ter Borch und des DeutschherrenkomtursSuederus Cobbinck. Der Prior erscheint als bonus etadmodum religiosus und als vorragender Seelsorger, seiner fideshatte man die Leitung des Ordens anvertrauen konnen80. Als eraber ex imprudenti regimine das Kloster in wirtschaftliche Notbrachte, musste er gestehen, se nescire auxilium vel consilium, sedin sola miseratione divina sperandum*1. Dagegen erscheint derKomtur bezeichnenderweise als ein vir totius prudentiae, weil ernicht auf die Hilfe des Himmels wartete, sondern den Kreuzbriiderneinen Rat gab, der das Uebel an der Wurzel packte32.Frommigkeit und Umsicht in zeitlichen Dingen schliessen einandernicht aus, als Ideal schwebt dem Chronisten ein Mensch vor,der devot ist und zugleich mit beiden Beinen im Leben steht. Diedevotio ist inhaltsgleich mit der religio, in der Chronik bezeichnetsic allgemein den Gott ergebenen Lebenswandel, bei den Monchenbesonders die Unterwerfung unter die Ordensregel83. Beide Formenfinden nebeneinander Verwendung34, der moderne Begriff devotio(oder devotus) wird indes viel haufiger verwandt und ist bezeichnendfiir den Versuch einer geistlichen Erneuerung im 15. Jahrhundert.Als besonderes Wesensmerkmal der Devotio erscheint in derChronik eine emsige Betriebsamkeit, nichts kennzeichnet die Kreuzbriidertreffender als ihre alacritas laborandi. Devot sind die Laienbriider,die simplicitate contenti im Schweisse ihres Angesichts beim28 Grosfeld a.a.O. S. 37.A.a.O. S. 38 „... quamvis omnes loci huius ordinationes sint mirabiles, tamenad duos respectus possunt retorqueri, scilicet ad mirabilem ordinationem rerum etmirabilem ordinationem personarum..."30 A.a.O. S. 46 und 49.31 A.a.O. S. 50.82 A.a.O.88 A.a.O. S. 53 ,,fratres devoti et subiecti in debita observatione regulari".M Z.B. a.a.O. S. 37 „... divina celebrare et alia devotionis et religionis exercitiaperagere".
GEISTIGES LEBEN 53Klosterbau oder in der Landwirtschaft korperliche Arbeit leisten85.Ebenso ist von der Devotio der Ordensgeistlichen und der Gonnerdes Klosters die tatkraftige Bemiihung pro profectu conventus nichtzu trennen. Nach der Ueberzeugung des Chronisten gehort zueinem devoten Mann sollicitudo, ein mit Vorliebe verwandtes Wort,das auch durch die Verbindung mit cura und industria verdeutlichtwird36. Diese sollicitudo richtet sich auf Spiritualia wie au£ Temporalia,allerdings nehmen in diesem Zusammenhang die zeitlichenGiiter einen grosseren Raum ein. So hat sich in Bentlage aus demGeiste der Devotio ein ausgepragtes Arbeitsethos herausgebildet.Bei aller Hinwendung zu den praktischen Dingen des Lebenslasst der Autor aber auch literarische Neigungen erkennen, seineChronik ist mehr als eine niichterne Zusammenstellung meist wirtschaftlicherNachrichten. Er weiss durchaus mit der Feder umzugehen,schreibt ein gut lesbares, ungekiinsteltes Latein ohne erkennbareVorbilder und gefallt durch seine natiirliche Frische. Diemehrfach in die Darstellung eingeflochtenen Ausrufe87 unterstreichen,welch lebhaften Anteil er an der Geschichte seines Konventsnimmt. Durch fingierte Gesprache hebt er die Gemiitsbewegunghandelnder Personen hervor und veranschaulicht sobeispielsweise die Verzweiflung des Priors Ter Borch, die gedriickteStimmung der Monche oder das Gottvertrauen Ribbekes88. Dieletzten Seiten der Chronik sind freilich weniger sorgfaltig durchgearbeitet,einzelne Tatsachen werden aufgezahlt, aber kaum mehrin Beziehung zueinander gesetzt und darunter leidet die Gedankenfiihrung.Bei der Darstellung der Klostergeschichte ermahnt der Chronistseine Konventualen mehrfach zur Disziplin, er hat die Gefahr wohl85 A.a.O. S. 61 ,,anno vero 1489 solita devotione et alacritate fratres collegeruntlapides laboriose comportando erexeruntque muros claustri, novi cellarii et refectorii".S. 57 : ,,aediiicia tantis sudoribus et fatigationibus a devotis fratribus... praeparata".S. 44 „... fratres laid... devote laborantes colligerunt iumenta et alia necessariaad agriculturam...".88 A.a.O. S. 46 „... interminans se subtrahere ab omni cura et sollicitudine conventus..." S. 53 „... prioris... sollicitudine et industria pratum... per sudores fratrumreclusum et fossis et dumetis".87 A.a.O. S. 42 ,,Quantus ergo luctus et maeror omnium, quanta praecipue lamentamonachorum et devoti patris, qui se submiserat ad tanta onera debitorum". S. 46,,quod utinam factum fuisset, fortassis conventus ad miserias non devenisset". S. 49,,Heu qualis tentatio !" S. 50 ,,Heu quanta miseria erat videre et audire de Bentlagequerelas..." S. 51 ,,quid multis ?"38 A.a.O. S. 48 f. und S. 46.
54 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENerkannt, die dem reichgewordenen Ordenshaus drohte. Darumstellte er den Briidern Vorbilder vor Augen und fordert von ihnenGehorsam, Genugsamkeit und Einfachheit89. Hier wie iiberallnimmt der Autor seine Anregungen nicht aus der Bibel40, sondernaus dem praktischen Leben. Um die Konventualen zur Beachtungder Regel zu verpflichten, genugt es ihm, das Gefiihl der Dankbarkeitdenen gegeniiber zu wecken, die friiher unter Entbehrungen denAufbau des Klosters vollbrachten. Wohl kehrt der Gedanke, derKonvent habe in Notzeiten unter Gottes Schutz gestanden, verschiedentlichwieder41, der religiose Gehalt der Klostergeschichtebleibt aber gering.Die im Jahre 1506 verstorbenen Bentlager Presbyter LambertusPetike und Bernardus Huelsen schrieben Chorbiicher, die zum Teilnoch im 18. Jahrhundert benutzt wurden 42. Die bischofliche Visitation im Jahre 1573 fand in Bentlage eine geordnete Bibliothekvor4S. 1693 besorgte der Prior von Marienfrede fiir den BentlagerKonvent mehrere Biicher de actis sanctorum4*. 1823 wurde dieKlosterbibliothek (iiber 900 Bucher) offentlich versteigert45.Aus dem Kloster Hohnscheid befindet sich in der Herzog AugustBibliothek zu Wolfenbuttel" eine Handschrift des 15. Jahrhunderts" Grosfeld a.a.O. S. 38 : ,,Ita hie locus Bentlage domus J>ei est, gratus benevolismalevohs vero tembihs, quia saepe experientia probatum est, quod, qui inifideliteregerunt in loco isto persistere non potuerunt." S. 42: „... fratres... ad penuriaminstituebantur ut boni cruciferi fierent". S. 53 : ,,Attendant hie fratres conventus nostn,quantam diligentiam et singularem caritatem exhibuerunt patres et conventusordinis pro domo ista... et grati sint et subiecti in debita observantia regulari".S. 57 : ,,Attendant hoc fratres, ut inhabitent decenter ac devote aedificia tantissudoribus et fatigationibus a devotis fratribus eis praeparata". S. 57 (Zur GriindungTer Apels) „... Talis nimirum fructus consequitur ex bonis primiceriis, quandoprimum optimi et selecti mittuntur ad nova loca".40 Einmal wird die Bibel zitiert (S. 38) ,,secundum quod scriptura dicit : creavitomnia simul..." Anklange an Bibelzitate sind ganz selten.41 So beim glucklichen Ausgang eines Rechtsstreites (S. 48), bei der Verringerungder zu zahlenden Pensionen durch die Pest ,,Deo permittente" (S. 53), beim Neuemtrittvon Briidern (S. 54), beim Ende der MUnsterschen Stiftsfehde (S. 56) undbeim Kirchenbau (S. 58).42 Rh.-Wolb. I D 1.S. 147.44 Rh.-Wolb. I C 21.S. 231.HS 1833 Aug 4^. Beschreibung bei Otto Heinemann, 2. Abt ,,Die AugustinischenHandschriften", IV (Wolfenbuttel 1900) Nr. 3165. Die Handschrift vereimgtoffenbar zwei ursprunglich selbstandige Bucher in sich. Den ersten Teilscnenkte Johannes Hegelmeyer de Immenhusen, Plebanus zu Landau, 1498 denKreuzbrudern ,,in sui et suorum parentum memoriam". Den zweiten Teil ,,Procuravitnobis frater Hennigus Pannensmet, prepositus noster" im Jahre 1502.
GEISTIGES LEBEN 55mit erbaulichen Traktaten, Predigten und Bibelauslegungen. Beider Auflosung des Konvents 1527 rettete ein Monch die Werke desChrysostomus und brachte sie in die Niederlande4T.Aus Glindfeld sind uns einige Wiegendrucke bekannt48, so dievon Nicolaus de Lyra glossierte Bibelausgabe, Gratians Decretum,Gregors Decretales und die Sententiae des Petrus Lombardus. Bemerkenswerterist der Nachweis einer eigenen Buchbinderei. ZuBeginn des 15. Jahrhunderts, also kurz nach der Griindung desOrdenshauses, kaufte der Prokurator regelmassig Leim, Schniire,Leder und verschiedene Instrumente ad libros ligandos ein 49. Dassdie Glindfelder Kreuzbriider auch Freude am Buchschmuck hatten,zeigen die Ausgaben ad emendum tynobrum et alios colores adilluminandos libros50. Man darf hier den Einfluss des Kolner Ordenshauses vermuten, mit dem Glindfeld in enger Verbindungstand. In Koln kauften Glindfelder Konventualen verschiedentlichBucher51.Ein Triumphgedicht, das 1750 aus Freude iiber einen gewonnenenRechtsstreit in Glindfeld entstand52, zeigt immerhin einige Fertigkeitim lateinischen Versbau. 1786 setzte General Dubois auf einerVisitation einen Bibliothekar ein, der gleichzeitig als Lektorfungierte. Dieses Amt iibernahm im nachsten Jahr ein Franziskaneraus Aachen, nach dessen Urteil die Bibliothek nicht gross, aber imguten Stand war53. Teile der Glindfelder Biicherbestande gelangten,als das Kloster an die Hessisch-Darmstadtische Regierung kam,in die Darmstadtische Bibliothek. Andere Biicher wurden nach 1815zunachst der Arnsberger Regierungsbibliothek und 1874 der BibliothecaPaulina einverleibt54. Nach einer anderen Mitteilung55 soildie umfangreiche Klosterbibliothek korbeweise an die benachbartenPfarreien verschenkt worden sein.47 Vgl. S. 174.48 Universitatsbibliothek Miinster, Inc. 280 (Baseler Bibelausgabe 1492), Inc. 64{Gratians Decretum). Nach freundlicher Mitteilung des Herrn Bibliotheksdirektorsi. R. Dr. Rother sind wahrscheinlich auch die Inc. 56, 139, 141 und 175 aus demKloster Glindfeld.49 StA Munster Msc VII, 5702, fol. 90.91.50 A.a.O. fol. 104.51 A.a.O. z.B. fol. 88.52 S. 188.63 S. 190.84 A. Bohmer, Aus dem geistigen Leben und Schaffen in Westfalen. 1906 S. 90 ff.55 Grosche a.a.O. S. 82 (ohne Beleg).
56 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENWeitere Riickschliisse iiber das geistige Leben gewahren dieNachrichten iiber die philosophischen und theologischen Lehrgange,die der Orden seit 1624 einrichtete. Philosophic wurde anfangs inBriiggeri, Diisseldorf und Roermond gelehrt, Theologie in Emmerich, Diisseldorf und vor allem in Koln. Jedes Ordenshaus zahltezunachst 10 Reichstaler Studienbeihilfe, fiir jeden Studierenden, denes entsandte, ausserdem 9 Reichstaler. 1633 besuchten 23 fratresstudiosi und Novizen die Kurse, von den hier zu behandelndenOrdenshausern befand sich darunter nur ein Kreuzherr aus Glindfeld56.1661 war die Zahl der Studierenden besonders gross, das Generalkapitel ordnete Kurse fiir Theologie in Diisseldorf, fiir Philosophiein Briiggen, Emmerich und auch in Bentlage an. Hier wirkteder Lektor Caspar Diemerbrock57. In Bentlage sind offenbar nochmehr Kurse abgehalten worden, 1672 wurde dort wie auch in Kolnund Briiggen ein Theologiekursus verlangert58. Im nachsten Jahrwurde die Verlangerung erneut ausgesprochen, hinzu kamen einTheologiekursus in Diisseldorf und ein Philosophiekursus in Glindfeld,dort war Petrus Rulandt Lektor59. Seit 1675 durfte niemandim Orden die Beichte horen oder predigen, der nicht zwei JahreTheologie studiert hatte60. Damals gingen vereinzelt BentlagerBriider zum Studium nach Diisseldorf, Koln und Marienfrede61,1687 war der Kolner Konventual Buschmann Lektor in Bentlage62.Spater erhohte sich die Zahl der Konvente, an denen Kreuzherrenihre Studien betrieben, betrachtlich. 1730 werden 15 Kloster genannt,darunter auch Bentlage und Glindfeld63. 1733 liess dasGeneralkapitel das Studium der Theologie in Bentlage und in elfanderen Ordenshausern fortsetzen w. Die Verteilung der Kurse aufeine so grosse Zahl von Klostern scheint sich nicht bewahrt zu66 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 201.57 A.a.O. 3. Bd. S. 250 (Gen. Kap.).88 A.a.O. 3. Bd. S. 343 (Prov. Kap.).69 A.a.O. 3. Bd. S. 256 (Gen. Kap.). 1682 erhielt dieser Lektor den Auftrag,einen Theologiekursus in Roermond zu beginnen (a.a.O. 3. Bd. S. 358).80 A.a.O. S. 351 (Prov. Kap.).81 1667 nahmen Johannes Hellinckhausen und Paschasius de Ryck aus Bentlageam Theologiestudium in Marienfrede teil (Hist. Archiv der Stadt Koln, Marienfrede,Liber annotationum). 1674 studierte Theodor Wessel aus Bentlage in Diisseldorf(Klosterarchiv St. Agatha, D b 19), 1707 in Marienfrede (Rh.-Wolbeck I c 21).82 Rh.-Wolbeck I c 21.M Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 439.M A.a.O. 3. Bd. S. 440.
GEISTIGES LEBEN 57haben, im gleichen Jahrzehnt erhielt nur noch jede Provinz einentheologischen und einen philosophischen Kurs zuerteilt.Der gelehrte Kreuzherr Johannes Reynders scheint der letzteOrdensgeneral (1735-1741) gewesen zu sein, der in der gleichmassigenForderung des geistigen Lebens im gesamten Klosterverbandseine Hauptaufgabe gesehen hat. Nach seinem Tode ging imOrden die Bemiihung um das Studium immer mehr zuriick.
5. ABSCHNITTHANDARBEITNach den Statuten der Kreuzbriider kommt der Handarbeitentsprechend den Zwecken des Ordens keine besondere Bedeutungzu und bleibt auf die Laienbriider beschrankt. Von mehreren 1450in Bentlage eintretenden Klerikern berichtet freilich die Chronik :...digiti eorum apprehenderunt pennas, et multi ex his scripseruntpro conventu et pro pretio fueruntque devoti, fideliter laborantes inoperibus disciplinae, etiam in exterioribus sudantes pro perseverantia*.Zu den opera disciplinae gehorte also ebenso geistige wiekorperliche Arbeit. Jene Manner waren treu, indem sie sogar ausserhalbder Klostermauern nach Kraften im Schweisse ihres Angesichtesarbeiteten.Fur das 17. Jahrhundert ist eine Bentlager Visitationsakte ausdem Jahre 1631 bemerkenswert, die die Mahnung des Visitatorsenthalt: Quotidianum manuale exercitium in hortis claustro contiguispel alibi (prout dictamen V.P. prioris aut fratris, cut commissumfuit) ad otium vitandum, corpus exercendum et statui paupertatisconformandum non neglegatur2. Demnach verlangte derOrden damals von samtlichen Konventualen ein freilich nicht naherbestimmtes Mass an taglicher Handarbeit, der Zusammenhang deszitierten Auszuges bezieht sich auf omnes fratres, die sich nach dergleichen Quelle aus sieben Priestern und einem Laienbruder zusammensetzten.Der Wert jener Arbeit liegt nicht so sehr in seinempraktischen Nutzen als vielmehr in der Erziehung und gesundheitlichenForderung der Monche. Damals bemuhte sich der Orden umeine Reform, der dann auch in der zweiten Halfte des 17. Jahr-1 Grosfeld a.a.O. S. 54.St A«atha (CuVk)- Nach frdl. Mitteilung von Dr. A. v. d.Pasch OSC.
HANDARBEIT 59hunderts der Erfolg beschieden wurde. Vielleicht griff man bei derHinzuziehung von Priestern zur Handarbeit au£ eine bereits in derBliitezeit des Ordens bewahrte Praxis zuriick.In erster Linie oblagen in der Klosterwirtschaft anfallendeArbeiten aber den Laienbriidern, die bei den Kreuzbriidern seit dem15. Jahrhundert entweder conversi oder donati waren3. MitBeginn des 17. Jahrhunderts scheinen allmahlich beide Arten vonLaienbriidern im Orden mehr und mehr durch besoldete Dienstleuteersetzt worden zu sein 4. Die folgende Betrachtung beschrankt sichauf die Handarbeit, die von Ordensangehorigen geleistet wordenist.Mehrfach ist das Bestreben der Kreuzbriider zu erkennen, dieBauarbeiten zur Errichtung ihrer Ordenshauser moglichst mit eigenenKraften durchzufiihren. 1449 entsandte das Generalkapiteleinen Donaten nach Osterberg, um den Konventualen bei derErrichtung ihrer Klosterkirche zu helfen5. Fiir die neue Kirche desKlosters Bentlage (Bauzeit 1463-1484) hauten die eifrigen Kreuzbriider selber die Steine und brachten sie mit Lastkahnen auf derEms an die Baustelle. Diese nicht ungefahrliche Arbeit wurde wederin den Fasten noch im Advent unterbrochen6. Eine beachtlicheLeistung war die Fertigstellung des Bentlager Tochterklosters TerApel (Groningen), wegen der besonderen Schwierigkeiten, diedurch Rodung und Trockenlegung von Siimpfen bedingt waren,ermutigte der Stifter des Grundstiicks die Konventualen durch dieSchenkung eines Hofes 7.Im 16. Jahrhundert iiberwachte im Kloster Falkenhagen einKonventual als Baumeister die Instandhaltung des Klosters mitseinen mehr als zwanzig Wirtschaftsgebauden. Von Petri bisMichaelis betrieben die Kreuzbriider unter eigenen Ziegelmeisterneine Ziegelei in ihrem Ziegelhof Holtmann. Zwei Laienbriiderhatten als Former ,,Befehl und Meisterschaft", zwei Knechte bereitetendie Erde und ein Junge trug die Steine. Offenbar habenhier die Briider die Ziegelei iiber den Eigenbedarf hinaus als finan-8 S. 235 if. Dass sich unter den Donaten auch Priester fanden, die nicht ,,aufdiese Weise fiir ein Vergehen bussten" (so Haass, Die Kreuzherren in den Rheinlandena.a.O. S. 7) zeigt das Beispiel S. 124.4 Dies trifft jedenfalls fur Bentlage zu. Vgl. S. 237.0 S. 76 Anm. 29.fl S. 283.7 S. 135 ff.
60 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENzielle Einnahmequelle genutzt. Urn 1524 iiberliess der Ordensgeneraldem Grafen Simon zur Lippe den Falkenhagener ZiegelmeisterJan Kerle aus Liittich, um einen Diener des Grafen ,,das Ziegelwerk"zu lehren, bis ihn der Falkenhagener Prior zuriickrufe.Wahrscheinlich haben so die Kreuzbriider das Ziegelbacken und-brennen in Lippe eingefiihrt*.Ihre Fertigkeiten im Bauhandwerk bewiesen die Bentlager Kreuzherren,als sie 1550 dem Landesherrn halfen, einen Steindammdurch die Ems anzulegen®. Der Wiederaufbau ihres 1647 vernichtetenKlosters stand von 1651-1653 unter der Leitung des italienischenLaienbruders Albertus de Tyrano aus dem KreuzherrenklosterMarienfrede10. An handwerklichen Besonderheiten sei die Herstellungvon Leinen und Tuch in Bentlage X1 und die Ledergerberei imSchuhhaus in Hohnscheid hervorgehoben. Eine Buchbinderei ist inFalkenhagen12 und in Glindfeld13 nachweisbar. Falkenhagen14 undHohnscheid15 besassen eine Schmiede; Backerei und Schlachtereisind auch in jenen Hausern anzunehmen, fiir die sie nicht besondersbezeugt sind. Wahrend in Falkenhagen und Hohnscheid die Zuchtvon Gross- und Kleinvieh iiberwog, waren in Bentlage viele Briiderund Knechte bei Fischzucht und Fischfang in der Ems und bei derBienenzucht auf besonderen ,,Immenhofen" eingesetzt16. Auch inFalkenhagen hat es einen Teichmeister gegeben. In der Antwortdes Klosters Glindfeld auf mehrere Fragen des GeschichtsschreibersAegidius Gelenius heisst es (1647): Fratres numerosam familiamalere et media sustentationis suae rusticando acquirere debent^.8 Lipp. Regesten, 4. Bd. Nr. 3117.8 S. 38.10 S. 154.11 S. 250.12 S. 49.M S. 5X14 S. 102.16 S. 173.16 S. 250.17 Generalvikariat Paderborn, Archiv, 245 blau (Medebach, Dekanat) Bl. 42 £F.
6. ABSCHNITTGRUNDBESITZUeber den Grundbesitz des Klosters Osterberg sind wir nurteilweise unterrichtet. Mittelpunkt der Klosterwirtschaft wareneinige Hofe in der Bauerschaft Leye, die man zu einem Wirtschaftshofzusammengelegt hatte1. Die Kreuzbriider liessen diesen Besitzdurch ihre Laienbriider bewirtschaften. In Leye befand sich aucheine Kapelle, zeitweise iibten Ordensgeistliche in den BauerschaftenLeye und Atter die Seelsorge aus. Der Versuch, auch in dem GutEyckholt die Eigenhorigen durch Laienbriider zu ersetzen, scheitertean dem Widerstand des Landesherrn2. Die erste Erwerbung Osterbergsscheint das Gut Tolborch (Ksp. Hamminkeln) 1444 gewesenzu sein3. Spater werden noch die Hofe Niemann, Schwaberg undTammen (Ksp. Bippen) genannt \ Nach der Auflosung des Klosters (1633) bildete der Orden aus den Osterberger Klostergiitern,die im Bistum Miinster lagen, eine Propstei, zu der vier namentlichnicht bekannte Hofe gehorten5.Recht luckenhaft sind auch die Nachrichten iiber den FalkenhagenerGrundbesitz, vor allem wissen wir nicht, in welchemUmfang die Kreuzbriider die von den Vorgangern verlorenen Giiterzuriickerworben haben. Die erste grossere Stiftung nach Uebernahmedurch den Orden war offenbar ein Meierhof zu Stale(1469) *. Dreissig Jahre spater kaufte der Konvent sechs Meierhofebei Beverungen, weitere Hofe sind nicht nachweisbar7. DerVgl. S. 81.A.a.O.S. 75.A.a.O. Anm. 23.S. 89.S. 99.S. 100.
62 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENSchwerpunkt scheint in Falkenhagen auf der Viehzucht und in derWeidewirtschaft gelegen zu haben.Zunachst wurde auch in Falkenhagen die Landwirtschaft durchOrdensangehorige betrieben. Wegen haufiger Besitzstomngen gingman aber seit dem 16. Jahrhundert dazu iiber, die Klosterlandereienzu verpachten. 1555 waren iiber 2500 Morgen auf 72 Kolonateaufgeteilt8.Vollstandige Unterlagen liegen fiir das Kloster Bentlage vor. Inder Zeit von 1437 bis 1536 erwarben die Kreuzbriider nicht wenigerals 21 Hofe durch Kauf und Schenkung*. Kurz vor und wahrenddes Dreissigjahrigen Krieges kamen neun Hofe hinzu10. Wahrscheinlichuberwog von Anfang an die Zinswirtschaft der mittelalterlichenGrundherrschaft. Die Zahl der Laienbriider diirfteschon bald nicht mehr ausgereicht haben. Eigenhorige sind in dem,,Wesselbuch" des Konvents bis in das auslaufende 16. Jahrhundertnachweisbaria.Fur das Kloster Hohnscheid, das in den sechs Jahrzehnten seinesBestehens im Orden kaum hervorgetreten ist, sind folgende Erwerbungenan Hofbesitz bezeugt: ein Hof zu Leckeringhausen(1475), ein Hof zu Alveringhausen (1483), der vierte Teil einesLehnsgutes bei Sachsenhausen (1485) und ein Hof zu Deringhausen(1512),12. Ueber die Art des Besitzes wissen wir nichts6Hunecke (s.S. 81) S. 26.|- 13^ S- VS!- das Ortsregister des Bentlager Grundbesitzes S. 273 ff.s! 25l!S. 171.
7. ABSCHNITTKAPITALVERMOEGENDie hier behandelten Kreuzbriiderkonvente hatten in den erstenJahren ihres Bestehens durchweg mit finanziellen Schwierigkeitenzu kampfen. Osterberg besass anfangs keine Renten und musstesich von fahrender Habe und schwerer Arbeit ernahren \In Falkenhagen war es offenbar Mangel an Kapital, der diebeabsichtigte Einrichtung eines Konvents fast urn zehn Jahreverzogerte.Bentlage musste ein Jahrzehnt nach der Griindung die Hilfe desgesamten Klosterverbandes in Anspruch nehmen, um eine Schuldenlastvon 7000 rheinischen Gulden abtragen zu konnen 2. Um dieJahrhunderthalfte besserten sich die Lebensbedingungen allmahlich,die devote Lebensweise der Kreuzbriider brachte dem Klosterin steigendem Masse Schenkungen an Geld und Grundbesitz ein.Im Laufe von 30 Jahren sammelte ein Bentlager Kleriker allein2000 Gulden an Almosen3. 1466 hatten die drei genannten Klosterbereits einen gewissen Wohlstand erreicht: Mit zwei Goldkronenzahlten sie die hochste Visitationsgebiihr im Orden, von den iibrigendeutschen Ordenshausern entrichteten nur Koln, Beyenburg undMarienfrede die gleiche Summe4. Nach den sparlichen Berichtenzu schliessen erlebte auch das 1468 von Falkenhagen gegriindeteKloster Hohnscheid eine allmahliche Aufwartsentwicklung, die nurvoriibergehend um 15225 kurz unterbrochen gewesen zu seinscheint. Bei der Auflosung des Klosters im Jahre 1527 betrug der1 S. 71.2 S. 127.8 S. 129. Besondere Geldzuwendungen vgl. S. 134 f.4 Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 317.5 S. 173.
64 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENWert der unbeweglichen Giiter 24 000 Goldgulden, der derbeweglichen Outer 2 400 Goldgulden6.Wie bei den rheinischen Konventen 7 hielten auch bei den Kreuzbriiderklosternin Westfalen die recht guten wirtschaftlichenVerhaltnisse in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts nochan. Eine Ausnahme machte vielleicht das erst 1499 gegriindeteKloster Glindfeld. In den Jahren 1511 bis 1526 konnte KlosterOsterberg 2 600 Goldgulden bei der Stadt Zwolle in Jahresrentenanlegen *. Ebenso hat Bentlage in den Niederlanden sein angewachsenesKapital in Rentenkaufen angelegt 9. Das reiche Kloster Falkenhagenwurde 1555 von dem Markgrafen von Brandenburggepliindert, bei seiner Auflosung im Jahre 1596 beliefen sich seineSchulden auf 1000 Goldgulden10. Eine aufschlussreiche Vergleichsmoglichkeitder finanziellen Leistungsfahigkeit bietet die Besteuerungder Ordenshauser durch das Generalkapitel im Jahre1622, die der Bestatigung von Privilegien in Rom diente. Mit je100 Reichstalern erscheinen das Zentralkloster Huy und Bentlageals die bei weitem reichsten Kloster. Namur, Luttich, Koln, Hohenbuschund Marienfrede folgten mit 60 Rt, Diisseldorf mit 50 Rt.,Venlo mit 35 Rt. u.s.f., Glindfeld hatte nur 20 Reichstaler zuentrichtenu. 1633 waren infolge der Kriegswirren Glindfeld,Osterberg, H6hnscheid(!) und auch nicht Bentlage in der Lage, dieStudienbeitrage zu zahlen12. Im gleichen Jahr befreite das Generalkapitel Glindfeld wegen grosser Armut von dieser Abgabe, Osterberg und Bentlage hatten aber mit 111/4 Reichstalern ebensoviel zuzahlen wie Koln, den weitaus hochsten Beitrag leistete Emmerichmit 47 14 Reichstalern18.Als 1640 die Finanzierung des Studiums endgultig geregelt unddie Konvente in drei Steuerklassen eingeteilt wurden, erschienenBentlage u.a. mit Koln, Marienfrede und Dusseldorf in der erstenKlasse (31 ]/2 Rt.), Glindfeld u.a. mit Briiggen und Emmerich inder zweiten Klasse (20 y4 Rt.) und Osterberg, aus dessen geretteten6 Vgl. S. 173.7 Haass, Die Kreuzherren in den THheinlanden a.a.O. S. 298 S. 80.8 S. 141.10 S. 114.11 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 159.33 Nach Mitteilung des Dusseldorfer Priors. a.a.O. S. 200.18 A.a.O. S. 201.
KAPITALVERMOEMOEGEN 65Gutern nach der Aufhebung des Klosters eine Propstei gebildetworden war, u.a. mit Beyenburg und Duisburg in der drittenKlasse (10 y2 Rt.) 14. Durch die Vernichtung des Klosters Bentlage1647 erlebte dieser Konvent einen wirtschaftlichen Riickschlag,1649 wurde er von einer Ordenstaxe ausdriicklich ausgenommen15.Spater erholte sich das Kloster, als 1675 in der Rhein- und Maasprovinzeine einmalige Steuer fur allgemeine Bediirfnisse ausgeschriebenwurde, zahlte Bentlage ebenso wie Koln, Diisseldorf,Beyenburg und Emmerich mit 6 Reichstalern den hochsten Satzim Orden. Glindfeld hatte 4 Rt. aufzubringen, in der Rheinprovinzzahlten weniger die Hauser Helenenberg (3 Rt.) und Duisburg(1 Rt.) 16. Vergleichsmoglichkeiten fiir die spatere Zeit fehlen.Fiir das Kloster Bentlage wird auf den Anhang verwiesen, derEinzelheiten iiber den Kassenstand im 17. und 18. Jahrhundertmitteilt17.14 A.a.O. S. 213.16 A.a.O. S. 229.18 A.a.O. 3. Bd. S. 351.17 S. 279.
IIBESONDERER TEIL
1. OSTERBERG(Conventus Montis Orientis)SPEZIELLELITERATURZur Gescbichte des Klosters Osterberg, der tecklenburgischen Reformation und desGuts Leye bet Osnabruck, in : Mitteilungen des Historischen Vereines zuOsnabruck (Osnabruck, i. Selbstvlg. d. Vereines) 9. Bd. (1870) S. 244-279.F. Grosse-Dresselhaus, Die Einjiihrung der Reformation in der Grafschaft Teck>lenburg A.a.O. 41. Bd. (1917), darin uber Osterberg S. 64-68.R. V. Bruch, Die Rittersitze des Furstentums Osnabruck. (Osnabruck, Schoningh)1930, darin uber das Osterberger Gut Leye S. 73 ff.ARCHIVALIENStaatsarchiv Munster : Akten des Reichskammergerichts. Fiirstentum Rheine-Wolbeck(Depositum), (Bentlager) Urkunden u. Akten. Archiv Haus Ruhr. Akten.Grafschaft Tecklenburg (1 Urkunde). Annunciatenkloster Wiedenbrikk(1 Urkunde).Staatsarchiv Osnabruck : Akten des Histor. Vereins (Depositum). Stift St. JohannOsnabruck (Urkunden). Kloster Marienstatte (1 Urkunde).Staatsarchiv Marburg : Kloster Hohnscheid (Urkunden). Irrungen mit Osnabruck(Akten).Staatsarchiv Diisseldorf : Kloster Marienfrede (Urkunden).
SCHALEBRAMSCHELEYE•IBBENBUREN.LOTTE• ATTERmOSNABRUCKYo Stift JohannOSTERBERGKlosterMarienstaTECKLENBURG
OSTERBERG 71In der ehemaligen Grafschaft Tecklenburg lag auf halbem Wegevon dem gleichnamigen Ort nach Osnabriick im Kirchspiel Loddedas Erbgut ,,ton Oesterberge" mit dem ,,Nobbenhove ton Hagenberge".1410 gelangte dieser Besitz durch Kauf an einen devotenKreis1, auf dessen Zugehorigkeit zu den Fraterherren Barnikolaufmerksam gemacht hat2. 1427 loste sich die kleine, offenbar nichtlebensfahige Kongregation auf und iibergab Osterberg dem Generalkapiteldes befreundeten Kreuzbriiderordens. Nach der FrenswegenerChronik geschah dies durch Heinrich von Ahaus, denStifter der Fraterherren in Deutschland3. Wir besitzen jedoch nurdie Abschrift einer Urkunde vom 6. Juni 1427, in der Graf Ottovon Tecklenburg auf den Rat seines Schwagers Wilhelms II.,Grafen von Berg und Ravensberg, die genannte Uebertragunggenehmigt4. Dieser Wilhelm war von 1399 bis 1415 Bischof vonPaderborn gewesen und hatte dann Adelheid von Tecklenburg, dieNichte des Kolner Erzbischofs, geheiratet. ,,Er nahm nach Bielefeldein reges Interesse an der Reformation des kirchlichen Lebensmit" 5, seine Beziehungen zu dem Kolner Erzbischof Dietrich -seinem Oheim - diirften die Uebergabe Osterbergs an den KolnerKreuzbriiderkonvent erleichtert haben.Nach der erwahnten Urkunde sollte der Orden in dem genanntenErbgut ein Kloster errichten und es mit so viel Briidern versehen,wie von den Gutern leben konnten. Dem zukunftigen Konventwurden gute Werke und Fiirbitte fur den Frieden von Land undLeuten und fiir die ganze Christenheit wie auch fiir die Familiedes Landesherrn aufgetragen. Der Graf gewahrte wiederum demneuen Gotteshaus den gleichen Schutz wie den iibrigen Klosternseines Landes. Da die Kreuzbriider aus den Gutern keine Rentebezogen und sich von fahrender Habe und von schwerer Arbeiternahren mussten, durften sie eine Miihle bauen und benutzen. Alle1 Am 3. Januar 1410 verkaufen Fye van Langen, ihr Sohn Roleiff und ihre TochterLenike, Jungfrau zu Schildesche, die genannten GUter dem Priester Johann Heverneund seinen geistlichen Briidern. St. A. Munster, RKG Anhang O, Nr. 9 (zitiert :RKG) b, fol. 57* if. Diese Akten (RKG a und b) hat der genannte Anonymusbenutzt, ohne sie hinreichend zu zitieren.2 Barnikol, Studien zur Geschichte der Briider vom gemeinsamen Leben. (Tiibingen)1917, S. 46 if.3 Quellen zur Geschichte des AugustinerchorherrensUfts Frendswegen. Hrsg. v.Klemens Loffler (Soest) 1930, S. 104.4 RKG, b, fol. 59* ff. Vgl. Anhang S. 210 if.5 WZ 1, S. 60.
72 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENRechte des Grafen an dem Osterberg gingen auf die Briider iiber,namentlich das Markenrecht, in Wald und Feld das Vieh zu treiben.Den Verpflichtungen der iibrigen Markgenossen bei Landfriedensbruchwaren sie nicht unterworfen, doch konnten sie ohne Genehmigungdes Landesherrn weder Grundbesitz noch Renten erwerben.Ob auch der Bischof von Osnabriick, in dessen Diozese Osterberglag, Rechte geltend gemacht hat, ist nicht iiberliefert 6.Auf dem nachsten Generalkapitel des Kreuzbriiderordens (4. Mai1428) erhielten zwei Kreuzbriider den Auftrag, die Verhaltnisse inOsterberg zu untersuchen. Die lateinische Form Mom Oriens vonOsterberg begegnet hier erstmalig, scheint aber als bekannt vorausgesetztzu sein. Der Name des Berges und des Gutes ging nun baldauf das Kreuzbriiderkloster iiber und hat sich bis heute in derBezeichnung der Bauerschaft Osterberg erhalten, die offenbar ausehemaligen Giitern des Klosters gebildet worden ist. Die genanntenBriider standen unter der Aufsicht des derzeitigen Definitors undPriors des Kolner Ordenshauses Johannes ter Borch \ Bereits imfolgenden Jahr begann dieser Prior auf Weisung der Ordensleitungmit der Errichtung eines Konvents*. Offenbar hat wenigspater das der Windesheimer Kongregation angeschlossene KlosterFrenswegen (bei Nordhorn) irgendwelche Anspriiche hinsichtlichder Osterberger Klostergriindung geltend gemacht. 1431 baten derOrdensgeneral und der Kolner Prior Papst Eugen IV., den Prior zuFrenswegen mit der Griindung des Klosters ad Montem Orientis zu8 Die Iburger Klosterannalen (Osnabr. Gesch. Quellen Bd. 3 S. 48) berichtenebenfalls iiber die Klostergriindung. Sie stiitzen sich auf die verloren gegangeneOsterberger Chronik, die Prior Howerus (Heuwerus) im 17. Jh. niederschrieb.,,Eine best bezeugte Uberlieferung" (so Barnikol a.a.O. S. 51) ist damit keineswegserwiesen. Der Chronik nach haben zwei Briider auf eigenem Grund undBoden ein devotes Leben begonnen und sich und ihren Besitz mit Genehmigungdes Grafen und des Bischofs den Kreuzbrudern unterstellt. Der Text bezieht sichungenau auf das Jahr 1429, Barnikol erkennt in ihm, aber erst mit Hilfe eineranderen Quelle, den Anfang des devoten Kreises zu Osterberg 1410.7 DifT. Koln ,,1428... Item frater Helias de Coten Coloniensis cum JacoboAmsterdam negotium Montis Orientis exequentur et prior Coloniensis cum suoconventu sicut superiores eorundem hoc anno ad perscrutandum negotium".8 Diff. Falkenhagen, Schwarzenbroich und Koln : ,,1429... Item dispositionemdomus Montis Orientis tam personarum quam aliorum negotiorum commisimus etcommittimus priori Coloniensi. Et frater Helyas Coloniensis stabit ibidem per annumpro erectione et fundatione domus Montis Orientis cum socio sibi per prioremColoniensem associando et frater Arnoldus conversus Coloniensis stabit nihilominusin Monte Orientis usque ad revocationem sui prioris". Der 1439 verstorbene FrenswegenerPrior Heinrich Loeder war mit Heinrich von Ahaus personlich befreundet.Loeder brachte seinen eigenen Vater im Kloster Osterberg unter. (Barnikol S. 52).
OSTERBERG 73beauftragen. Darauf befahl der Papst dem Frenswegener Prior,diesen Antrag zu priifen und gegebenenfalls die Fundation zugenehmigen*. Eine solche nachtragliche Genehmigung hatte aberwohl nur formelle Bedeutung.In der Regel vergingen mehrere Jahre, bis eine neue Pflanzstatteals vollberechtigter Konvent in den Ordensverband aufgenommenwurde. Vorerst entsandte das Generalkapitel fur die Dauer einesJahres oder bis auf Widerruf besonders geeignete Kreuzbriider nachOsterberg10. So hatte der Kolner Priester Helias de Coten bereits1425 bei der Reform des Aachener Konvents mitgewirkt. DerLaienbruder Johannes Lunen, ebenfalls aus dem Kloster Koln, warspater noch an der Errichtung der Kloster Bentlage und Falkenhagenbeteiligt. 1432 erhielt die Neugriindung in Joannes Werdaus dem Kloster Namur einen Rektor.Wahrscheinlich endete damit die besondere Aufsichtspflicht desKolner Priors. Beziehungen zwischen Mutter- und Tochterklostersind auch iiber den Rahmen der wenigen Zeugnisse hinaus anzunehmen.Wie die Diffinitiones deutlich erkennen lassen, hat aber zukeiner Zeit die Filiation einen Einfluss auf die Organisation deszentral geleiteten Klosterverbandes ausgeiibt.Joannes Werd diirfte dann bald der erste Osterberger Priorgewesen sein, die Bentlager Chronik nennt ihn zum Jahre 1448olim prior Montis Orientis a\ Den genauen Beginn des Priorats inOsterberg, der zugleich die endgiiltige Aufnahme des Klosters inden Orden bedeutete, kennen wir nicht. Der zuerst erwahnte Priorist Wilhelm van Collen, vermutlich stammte er aus dem Mutterkloster.1437 veranlasste er die Familie Hoberch zu der Erklarung,keine Anspriiche an das Kloster zu stellen12. Die Versetzung einesKolner Monches nach Osterberg im gleichen Jahr pro erectione noviconventus zeigt, dass auch jetzt noch der Konvent auf fremde Hilfeangewiesen war. Immerhin besassen die Osterberger Kreuzbriiderbereits Ansehen genug, um die Griindung eines Ordenshauses in9 Rob. Arnold, Repertorium Germanicutn, Regesten aus den papstlichen Archivenzur Geschichte des deutschen Reiches... 1. Bd. (Berlin, 1897) Nr. 524 u. 1890 Anm.10 Im Folgenden beziehen sich nicht besonders nachgewiesene Ordensnachrichtenauf die Diffinitiones der betreffenden Jahre.n Grosfeld a.a.O. S. 52.u RKG, b fol. 62 ff.
74 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENBentlage zu erleichtern13. 1438 ging der Priester Henricus ausHorstmar pro augmento disciplinae zunachst fiir drei Jahre nachBentlage und ansdiliessend nach Falkenhagen, wo er starb14. DieBeteiligung des Osterberger Konvents an dem Wiederafbau desverlassenen Klosters Falkenhagen wird durch eine Urkunde ausdem Jahre 1440 bestatigt. Damals iibergab das Paderborner Kapiteldem Prior Wilhelm und seinem Konvent Kleinode, Kelche, Ornamente,Biicher und andere Gebrauchsgegenstande des ehemaligenKlosters Falkenhagen, um die Neugriindung dieses Hauses durchden Kreuzbriiderorden zu unterstiitzen. Die Empfanger versprachen,das ihnen anvertraute Gut zuriickzugeben, falls die neue Ansiedlungwiederum zugrunde gehen sollte15.1441 wahlten die Bentlager Konventualen Lambertus Ribbeckeaus Minister, der 1436 von Koln nach Osterberg beordert wordenwar, zum Prior. Ribbecke gehorte zu den Geistlichen des fiihrendendeutschen Kreuzbriiderklosters, die in Osterberg die Devotio Modernaheimisch machten. Mit seiner Charakteristik kennzeichnetder Bentlager Chronist zugleich das Anliegen der Kreuzbriider.Ribbecke erscheint als vit multum devotus, in spiritualibus beneinstitutus, satis doctus et collator (= terminarius ?) egregius1€. DieSorge fiir das Seelenheil steht im Mittelpunkt des klosterlichenLebens. Geistige Arbeit hat keinen Selbstzweck, sondern steht imDienst der Erbauung.Bald nach der Wahl Ribbeckes zum Bentlager Prior brach inOsterberg die Pest aus. Als er seinen friiheren Konvent besuchte,waren dort vier Briider, darunter der Subprior, erkrankt. Auf Bittender Konventualen iibernahm Ribbecke die Vertretung des zur Zeitabwesenden Priors, starb jedoch in der gleichen Woche17. Werdamals den Osterberger Konvent leitete, ist nicht bekannt. BischofHeinrich machte sich zu jener Zeit als Beschutzer tribulatorumfratrum conventus Montis Orientis verdient, aus diesem Grunde13 Grosfeld a.a.O. S. 39 : ,,Quidam etiam aiius sollicitator intervenit dictusClevorn de spectabili genere et civitate Monasteriensi, qui aiffectus ad ordinemcruciferorum ex notitia fratrum Montis Orientis coepit praedictum negotium vehementerurgere".14 A.a.O. S. 43.16 St. A. Munster, Fst. Paderborn, Urkunde Nr. 1693 (1440 Apr. 8).18 Grosfeld a.a.O. S. 45." A.a.O. S. 45 f.
OSTERBERG 75liess ihn Ordensgeneral Henricus de Noviomago (H. v. Nymwegen)teilhaftig werden an den Gebeten der Kreuzbriider18.Der nachste bezeugte Prior war Thomas de Aquis aus demKloster Koln. Er iibernahm am 6. Juni 1444 das Haus des Augustinerkonventsin Marienfrede, das ihm der dortige Prior wegenfinanzieller Schwierigkeiten iibertrug19. Offenbar machte die Umwandlungdieses Hauses in ein Kreuzbriiderkloster keine rechtenFortschritte, 1448 ging die Aufsicht auf den Prior von Roermondiiber20. Aus der Zeit, in der Thomas Prior war, erfahren wir erstmaligvon einer jener Schenkungen, die fur die wachsende Beliebtheitder Kreuzbriider sprechen21. 1444 schenkte Henrica, dieWitwe des Heinrich von Orsoy, Eingesessenen zu Dingden, demKloster Osterberg ihr Gut zu Tolborch mit zugehorigen Liegenschaftenin der Bauerschaft ,,in den Loedinchen" (Kirchspiel Hamminkeln)2Z. Zweifellos sind damals und in den folgenden Jahrzehntenauch die anderen Hofe erworben worden, deren Zugehorigkeitsum Kloster erst zur Zeit seiner Aufhebung bezeugt ist23. Die Urkundeiiber die genannte Uebertragung unterstreicht zugleich dieZusammenarbeit der Briider vom gemeinsamen Leben mit denKreuzbriidern : Hermann von Werne, Rektor des miinsterschen Fraterhauses,tritt dort als Zeuge auf. Der gleichzeitig genannte PriorThomas de Aquis war nur kurze Zeit in Osterberg. Das Generalkapitelhatte ihn mehrfach, zuletzt im Mai 1443, als Priester nachBentlage versetzt. Im Juni 1445 wurde er dort zum Prior gewahlt*\Sein Nachfolger Theodericus aus Warburg war der ersteOsterberger Prior, der massgebenden Einfluss auf die Ordensleitunggewann. Unter seinem langjahrigen Priorat riickte das Kloster zuden fiihrenden Ordenshausern auf. Diese Stellung hat Osterbergu Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 547. Die Bezeichnung ,,participans ut frater" bedeutetnicht die Zugehorigkeit zu einer Gebetsbriiderschaft oder Gebetsgemeinschaft,denn der Wohltater iibernahm keine Verpflichtungen (Nach freundlicher Mitteilungvon Dr A. v. d. Pasch OSC).38 Kloster Marienfrede a.a.O. Urk. Nr. 68 (1444 Juni 6).20 Vgl. Haass, Die Kreuzherren in den Rheinlanden a.a.O. S. 133.21 Osnabr. Geschichtsquellen, Bd. 3 S. 48 ,,qui locus Osterberg postmodum obsanctam eorum conversationem iidelium oblationibus crevit".22 Kloster Marienfrede a.a.O. Urk. Nr. 71 (1444 Okt. 2).23 Haus Ruhr a.a.O. A 167 nennt die Hofe Niemann, Schwaberg, Tammen (Ksp.Bippen). Uber Hof Leye vgl. S. 61.24 Grosfeld a.a.O. S. 50.
76 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENbis zu seiner vorubergehenden Aufhebung im Jahre 1538 behauptenkonnen.Voraussetzung fur die Aufwartsentwicklung war der Zuzug, dender Konvent seit jener Zeit aus der engeren und weiteren Umgebungerhielt. Soweit Urkunden und Totenlisten einen Riickschlusszulassen25, kamen die Osterberger Kreuzbriider vorwiegend ausdem Raum Lingen - Quakenbriick - Osnabriick - Warendorf -Hamm - Borken. Hin und wieder begegnen in Osterberg Kreuzbriider aus Oldenzaal, Deventer, Zutfen und Utrecht, sie erinnernan die niederlandische Herkunft des Ordens.Prior Theoderich ist erstmalig 1445 nachweisbar26,1446 erscheinter als Visitator von Bentlage27. Das Generalkapitel vertraute ihmnoch mehrfach die Visitation der Konvente Koln, Beyenburg,Marienfrede, Falkenhagen, Bentlage und Ter Apel (Groningen)an. Audi spater unterhielt Osterberg durch haufige VisitationenBeziehungen zu den Ordenshausern in Westfalen und Friesland2S.Zur Zeit des Priors Theoderich konnte mit Unterstiitzung desOrdens mit dem Bau der Osterberger Klosterkirche begonnen werden29. Die Kapellen und Kirchen der Kreuzbriiderkloster sind dersichtbare Ausdruck dessen, was die Ordenshauser in erster Liniesein wollten : Statten der Einkehr und Besinnung. Die Sorge furdie Erneuerung klosterlichen Lebens gebot aber hin und wiederbefahigten Konventualen, die Stille der Kontemplation zu verlassen.So begleitete 1456 der Osterberger Ordensgeistliche Christianuszusammen mit dem Bentlager Subdiakon Wilhelmus und anderenKreuzbrudern den Generalvikar auf einer Reise nach England, urndie dortigen Kreuzbriiderkonvente zu reformieren80.In diesem Zusammenhang ist im ganzen auf die BeziehungenOsterbergs zu anderen Ordenshausern hinzuweisen, die sich aus25 Vgl. die Mitgliederlisten Anhang S. 212 iff.28 Stift Johann a.a.O. Urk. Nr. 867 (1445 Sept. 11)27 Grosfeld a.a.O. S. 52.28 Vgl. die Visitationsliste S. 199 tff." Diff. ,,(1449) ... Item mittimus fratrem Symonem donatum conventus Hoyensisin adiutormm et auxilium fratrum nostrorum conventus Montis Orientis propterstructuram ecclesiam eorum". * F* Diff. ,,(1456) ... Item cum reformatio conventuum nostrorum regni Angliaecordi nobis sit pro dei honore ac ordinis profectione et animarum salute dimnimuset ordinamus, ut frater Wilhelmus de Zutphania vicarius generalis per nos institutusplena auctontate dictam reformationem promoveat eamque sollicitus exequatur etad eiusdem reformationis profectum eidem assignamus in coadiutores fratresChnstianum presbyterum Montis Orientis et Wilhelmum subdiaconum in Bentlage'7
OSTERBERG 77der Versetzung von Konventualen ergaben. Der Konvent nahm,besonders in der ersten Zeit seines Bestehens, Briider aus Koln,Huy, Aachen, Marienfrede und spater aus Sneek und Schiedam(Siidholland) bei sich auf. Osterberger Konventualen wurden nichtnur in die genannten Kloster, sondern dariiber hinaus auch in die-Konvente in Dusseldorf, Ivoix (Frankreich, einst Luxemburg, DiozeseTrier), Maaseik (an der Maas), Brandenburg (im StadtkreisAachen), Watenis (Diozese Cambrai) und Novus Fundus (St.Annaland in Seeland) gesandt81.Viermal erlangte Prior Theoderich die Wiirde eines Ordensdefinitors(1460, 1462, 1465 und 1469). An der Ausbreitung desOrdens war auch der Osterberger Konvent beteiligt. 1462 iibertrugihm das Generalkapitel das von den Franziskaner-Tertiariern iibernommeneHaus Vallis Sancti Petri in Hoorn (Westfriesland), umdort mit eigenen Briidern ein Kloster einzurichten32. Der erste dortgewahlte Prior (1462) wurde Nicolaus Harlemius aus dem KlosterKoln, der von 1473 bis 1482 Ordensgeneral war. Die OsterbergerNeugrundung bestand iiber hundert Jahre und ging dann in denGlaubenskampfen ein83.1464 griindete Osterberg in Sneek ein weiteres Kloster, das81 Nach Osterberg wurden versetzt aus den Klostern : Koln : Helias de Coten(1428-31); Jacobus de Amsterdam (1428); Arnoldus, conversus (1429); Lambertus(1430-32, 1436-37); Johannes Lunen, conversus (1431); Hinricus, donatus (1431).Huy: Theodoricus Brunen (1444); Symon, donatus (1449). Aachen: Nicolaus,presbyter (1445). Namur : Johannes Werd (1432). Marienfrede : Arnoldus Sonsbeke(1450); Engelbertus Farsevelt (cum interdictione collationis ob certas causas1559). Kolen : Henricus Verpinxten (1490)! Sneek: Hinricus Worchen (1503).St. Agatha: Wilhelmus Horst laicus (1562). - Von Osterberg wurden versetzt indie Kloster : Marienfrede : Johannes aus Kdln (1446). Dusseldorf : Christianus,presbyter (1448). Aachen : Johannes aus Koln (1449, 1450); Johannes Gerbrandus(1501). Ivoix : Paulus, presbyter (1452, 1453). Schiedam : Christianus (1454*1455). Huy : Rudolphus (1476, 1477). Maaseik: Rudolphus (1480). Sneek:Matheus aus Miinster (1481); Arnoldus Duesborch (1538, 1540). Novus Fundus:Jacobus Tungerlo (1485, 1487). Brandenburg: Theoderich aus Oldenzaal (1490).Watenis: Wolterus aus Bocholt (1494). St. Anna: Gosvinus, laicus (1501).Falkenhagen: Petrus, donatus (1539); Paulus presbyterus (als Prediger, 1544).Glindfeld : Gosvinus, donatus (1539). Schermer : Henricus Mollendinus (1560).32 Diff. Falkenhagen : ,,(1462) ... Item pro augmento divini cultus et honorisatque animarum salute ordinisque nostri profectu recipimus et acceptamus in conventumnostri ordinis domum Vallis Sancti Petri in oppido de Horn provinciaeWestfrisiae committentes eandem domum specialiter priori Montis Orientis respiciendamac de personis tarn praesidentis quam aliorum fratrum disponendam etordinandam cum plenaria nostra auctoritate in omnibus et per omnia usque adrevocationem nostram specialem".33 Vgl. Hermans a.a.O. 1. Bd. 1. S. 118 if.
78 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENbereits im nachsten Jahr dem Orden einverleibt wurde34. Der 1465in der Totenliste genannte Prior Hinricus war vermutlich Osterberger Konventual. Aus dem Kloster Sneek ist der OrdensgeneralGerbrandus Angeli (1494-1500) hervorgegangen, den gleichenRang bekleidete Theodor Ubachius (1539-1561), der zuvor diesesKloster gefiihrt hatte. Sneek bestand bis zum Jahre 1580, in demder Konvent aufgelost und das Kloster in ein Waisenhaus umgewandeltwurde35.Die knappen Angaben der Diffinitiones, denen allein wir dieseNachrichten uber Osterberg verdanken, lassen auf eine ansehnlicheZahl von Kreuzbriidern und auf entsprechenden Grundbesitzschliessen. 1468 iiberliess das Generalkapitel dem Theoderich unddem Prior von Falkenhagen die Entscheidung iiber die Annahmedes dem Orden angebotenen Klosters Hohnscheid86.Die Wirksamkeit Osterbergs beschrankte sich nicht auf denBereich des Ordens. Als die Augustinerinnen zu Osnabriick 1458ein Schwesterhaus in Wiedenbriick griindeten, wurden PriorTheoderich und seine Nachfolger im Amt zu Visitatoren diesesKlosters ernanntS7. Ein- bis zweimal im Jahr hatten die Schwesternvor dem visitierenden Prior Rechenschaft abzulegen, seine Anordnungenwaren fiir sie bindend. Die Wahl der Vorsteherin, desPriesters und der Prokuratesse erfolgte auf seinen Rat. Bis zumJahre 1556, in dem das Kloster zu Wiedenbriick dem Kloster Iburgubertragen wurde38, wird der dortige Priester wohl ein OsterbergerOrdensgeistlicher gewesen sein.Einen weiteren Beweis fur das Ansehen der Osterberger Kreuzherrenliefert die Herzebrocker Chronik39. Ihr zufolge gewann dieAebtissin Sophia von Stromberg die Hilfe von zwei OsterbergerKonventualen fiir die Reform ihres Klosters. Da Sophia 1426 zurAebtissin gewahlt wurde, ist diese Nachricht wohl spatestens fiirdas 5. Jahrzehnt des Jahrhunderts anzusetzen. Bei dem freilich miss-M Diff. Falkenhagen : ,,(1464) ... Item insuper pro divini cultus augmento etanimarum salute provisionem, curam et dispositionem ecclesiae et loci in Sneekepro novo monasteno ordinis erigendo oblatorum committimus priori Montis Orientisluxta commissionem per nos desuper traditam". - ,,(1465) ... ordini nostro incorporamuset asscribimus".35 Vgl. Hermans a.a.O. 1. Bd. 1. S. 125 iff36 Vgl. S. 169.87 Annuntiatenkloster Wiedenbriick a.a.O. Urk. Nr. 3 (1458 Sept 22)88 Osnabr. Gesch. Quellen Bd. 3, S 8089 WZ Bd. 26, S. 195.
OSTERBERG 79gluckten Versuch, das Kloster unter Aebtissin Gebba am 10.Februar 1462 zu reformieren, wahlte Bischof Conrad den Osterberger Prior zu seinem Beistand40.Im April 1472 gab die Ordensleitung den Tod des riihrigenPriors Theoderich bekannt.Sein Nachfolger Albertus van der Hamme war wahrscheinlichschon vor der Uebernahme des Priorats im gleichen Kloster. Es istnamlich eine Handschrift eines Osterberger Bruders Albertus Drihehanzede Hammone iiberliefer t *\ der mit diesem Prior identischsein diirfte. Man kann annehmen, dass in jener Zeit, in der Osterbergmit Erfolg bei der Neubelebung des Gottesdienstes mitwirkte,das Abschreiben von erbaulichen Schriften im Kloster eifrig betriebenwurde. Die in diesem Punkte besonders diirftige Ueberlieferungfindet in dem spateren Schicksal des Klosters ihre Erklarung.1472 und 1479 wurde Albertus zusammen mit dem BentlagerPrior zum Visitator der rechtsrheinischen Kloster ernannt. Erstmaligaus jener Zeit erhalten wir Aufschluss iiber die Grosse des Osterberger Konvents. Eine Urkunde aus dem Jahre 1478 nennt ausserdem Prior achtzehn weitere Briider mit Namen 42. Offenbar handeltes sich hier um die Kapitulare, die an der in der Urkunde erwahntenKapitelsitzung iiber einen Kaufvertrag beraten hatten. Abgesehenvon den summarisch genannten ,,gemeinen Briidern" wird mannoch Kleriker, Novizen, Konversen und Donaten hinzurechnenmiissen, um die Gesamtzahl schatzen zu konnen. Die Urkundebestatigt spater aufgezeichnete Mitteilungen iiber die ansehnlicheZahl der Kreuzbriider in Osterberg48.1480 wahlte man Prior Albertus zum Definitor. Bald darauf musser sein Priorat niedergelegt haben, die Totenliste von 1510 bezeichnetihn als Exprior. Bereits 1485 wird ein weiterer Prior, JoannesBodeker, als verstorben gemeldet. Von diesem Johannes wissenwir nur, dass er bereits vor seinem Priorat dem Osterberger Konvent
80 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENangehort hat44. Im zuletzt genannten Jahr beauftragte das Generalkapiteldas Kloster mit der Grundung eines Ordenshauses in terraMarkensi45. Das betreffende Grundstiick hatte ein Heinrich Knippingdem Orden zu diesem Zweck geschenkt. Der Auftrag kamaber nicht 2ur Ausfiihrung, weitere Nachrichten liegen nicht vor.Ein besonders angesehener Prior war Johann van Bechem. Inder Zeit von 1487 bis 1509 bekleidete er nicht weniger als zehnmaldas Amt eines Definitors. Ebensooft fuhrte er Ordensvisitationendurch, und zwar in den Klostern Koln, Diisseldorf, Marienfrede,Beyenburg, Bentlage, Falkenhagen, Hohnscheid und in den niederlandischenHausern Ter Apel, Sneek, Franeker und Schermer. 1499hatte Johann mit dem Prior von Falkenhagen den Nonnenkonventin Glindfeld zu inspizieren und anzunehmen. Die Prioren veranlassteneine Unterstiitzung dieses in Not geratenen Klosters durchdie Kreuzherren in Hohnscheid*6. Im genannten Jahr bestellteGeneral Gerbrandus Angeli die Prioren von Bentlage und Osterbergzu seinen Anwalten bei einem Rechtsstreit des Klosters Hohnscheidmit der Stadt Wolfhagen47. Wie lange Johann dem OsterbergerKonvent vorgestanden hat und wann er gestorben ist, wissen wirnicht. Gemessen an der haufigen Berufung zu grosseren Aufgabenzahlt er zu den tatkraftigsten Ordensprioren seiner Zeit.Sein Nachfolger Hermann Herde aus Minister stand ihm kaumnach. Siebenmal wurde er zum Ordensdefinitor gewahlt48. In denJahren 1511 bis 1526 legte er 2 600 Goldgulden, die aus ererbtenVermogen und Almosen herriihrten, beim Rat und einigen Biirgernder Stadt Zwolle in Jahresrenten an 49. Die Vermogensverhaltnissein Osterberg waren demnach giinstig, wirtschaftliche Beziehungenzu den Niederlanden sind auch bei den Bentlager Kreuzbriidernverschiedentlich bezeugt.Auf gute Klosterzucht lasst im allgemeinen die Bewirtschaftungdes Grundbesitzes durch Ordensangehorige schliessen. Die Kreuz-44 Stift St. Johann a.a.O. Urk. Nr. 1047 (1478 Jan. 20).* Diff. Falkenhagen : ,,(1485) ... Item locum pro novo monasterio oblatumordini per strenuum yirum Henricum Knipping in terra markensi duximus acceptandum,cuius provisionem in personis committimus priori et conventui MontisOrientis cum consilio prioris Domus Lapidee (Beyenburg)".40 Kloster Hohnscheid a.a.O. Urk. Nr. 8719 (1499 Marz 16).47 A.a.O. Urk. Nr. 8716 (1498 Mai 16, Huy).48 Vgl. Mitgliederlisten S. 212.49 Haus Ruhr, A 167 a.a.O.
OSTERBERG 81briider in Falkenhagen sorgten zunachst selber fiir ihre Landwirtschaft,seit dem 16. Jahrhundert iibertrugen sie sie wegen haufigerBesitzstorungen verschiedenen Pachtern. In Bentlage war die Entwicklungahnlich, im 17. Jahrhundert lag die Betreuung des umfangreichenKlostergutes ausschliesslich bei den zahlreichen Eigenhorigen. In Osterberg war man noch im 16. Jahrhundert bestrebt,die Eigenhorigen auf ihren Giitern durch Laienbriider zu ersetzen.Dies war in der Bauerschaft Leye gelungen, in der das Klostermehrere Hofe erworben hatte, die es zu einem Wirtschaftshofzusammenlegte50. Leye bildete so den Mittelpunkt der Klosterwirtsdhaft,dort befand sich auch eine Kapelle mit drei Glocken, zeitweisewaren Kreuzbriider zu Leye seelsorgerisch tatig und betreutenauch die Bauerschaft Atter.Der Versuch des Konvents, auch in dem Gut Eyckholt die Eigenhorigen zu entfernen, scheiterte. Als es zum Streit mit dem Grafenkam, der die Eigenhorigen in Schutz nahm, ernannten 1522 BischofErich zu Osnabriick und Graf Erwin zu Bentheim und Steinfurtfiir Bischof Erich zu Minister den Grafen Edzart zu Friesland zumSchiedsrichter. Dessen Entscheidung ist nicht bekannt, sie diirftedem bei der Ernennung ausgesprochenen Vorbehalt entsprochenhaben, dass der Graf die Kreuzbriider nicht in ihrem rechtmassigenBesitz storen und diese die Eigenhorigen nach Gewohnheit undSitte der Grafschaft behandeln sollten51. Spater wechselte Osterberg verschiedentlich Eigenhorige mit dem Osnabriicker StiftJohann52, auch mit dem Kloster Marienstatte in der gleichen Stadtunterhielten die Kreuzbriider wirtschaftliche Beziehungen53.Prior Hermann zahlte mit dem Abt zu Iburg zu den Freundenund Beschiitzern dieses Nonnenkonvents, der sich gegen den Widerstanddes Rates und der Stadtbevolkerung zu wehren hatte **.Wahrscheinlich vor seinem Osterberger Priorat, jedenfalls vorder Auflosung des Klosters Hohnscheid im Jahre 1527 durch denWaldecker Grafen war Herman Prior dieses Hauses. 1538 ist ernoch einmal in Osterberg als ,,olde Prior" bezeugt55. 1539 erscheint80 Vgl. v. Bruch a.a.O. S. 73 f.51 RKG, b fol. 71 ff.52 Stift St. Johann a.a.O. Urk. Nr. 1446 (1584 Dez. 5); Urk. Nr. 1459 (1587Juli 8); Urk. Nr. 1562 (1603 April 22).63 Kloster Marienstatte a.a.O. Urk. Nr. 28 (1549 Jan. 21).M Osnabr. Mitteilungen 45, (1922) S. 79 Anm. 1.88 RKG a.a.O., b, fol. 74.
82 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENer in der Totenliste des Generalkapitels als Jubilar, Exprior vonOsterberg und Prior von Hohnscheid.Der letzte bedeutende Prior in Osterberg war Henricus56. Erstammte aus Deventer, trat in Osterberg ein und legte dort dieProfess ab. Erstmalig begegnet er 1531 in einer Streitsache mit demGrafen Konrad von Tecklenburg (1524-57). Dieser beschuldigteden Konvent, gegen das Gebot seines Vaters Klosterbriider ohneGenehmigung des Landesherrn angenommen zu haben. Mit demAufkommen der Reformation gewann jenes Gebot eine besondereBedeutung. Graf Konrad stand seit Jahren in enger Beziehung mitdem Landgrafen Philipp von Hessen, dessen Base er heiratete. 1527hatte er als erster der westfalischen Grafen mit der Einfiihrung derReformation begonnen. Diesmal gelang es dem Prior ,,Hinryck"noch einmal, den Landesherrn durch Vermittlung des Hofmeistersmit 100 Goldgulden zufrieden zu stellen67.1532 wurde der Prior Ordensdefinitor, im Jahre darauf riickteer zum Generalvikar und Provinzial per Westphaliam et Frisiamauf. In jener kritischen Zeit oblag es ihm, die Klosterzucht derOrdenshauser seiner Provinz zu iiberpriifen. Eine unmittelbareBedrohung erwuchs aber seinem eigenen Konvent in dem TecklenburgerGrafen. Nachdem es diesem gelungen war, das KlosterSchale 1535 in seine Hand zu bekommen, suchte er das im Grenzgebietseiner Herrschaft liegende Osterberg dem Einfluss des OsnabriickerBischofs zu entziehen58. 1536 verbot er den Kreuzherrendie Messe zu lesen und die alten Zeremonien zu halten. Die kanonischenStundengebete durften dank der Fiirsprache des TecklenburgerPredigers Hermann Keller beibehalten werden. Die Anrufungder Heiligen und jeder Hinweis auf das Fegefeuer bliebenjedoch versagt. Im iibrigen verwies der gemassigte Pastor Kellerauf die Bestimmungen des Niirnberger Religionsfriedens vom Jahre1532, der den Protestanten Freiheit ihrer Meinung und Einrichtungenbis zum nachsten Konzil gewahrte. Drei Jahre mussten dieKreuzbriider, wie sie spater aussagten59, ,,mit betriibten Herzen"dem Grafen gehorchen.1538 erlangte Prior Henricus mit seiner Wahl zum General den06 Vgl. liber Henricus a Daventria : Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 19.87 RKG a.a.O., b, fol. 64 ff.68 Vgl. l Grosse-Dresselhaus a.a.O.69 RKG, b, fol. 17 (Punkt 13 der Venehmung).
OSTERBERG 83hochsten Rang im Orden. Diese Auszeichnung setzt voraus, dassdie Insassen seines Klosters zur katholischen Lehre hielten und sichnur unwillig dem Gebot des Grafen beugten. Am 16. Marz 1538erfolgte die Neuwahl eines Priors, sie fiel auf den KonventualenJohann aus Quakenbriick. Diese Wahl benutzte der Graf zumVorwand, sich des Klosters zu bemachtigen. Er berief sich dabeiauf das Verbot seines Vaters, der Konvent diirfe keine Personalveranderungenohne Wissen des Landesherrn vornehmen. EineNeuaufnahme war aber nicht erfolgt. Der Graf erschien personlichim Kloster und zwang die Monche, einen Brief zu siegeln, der ihrHab und Gut preisgab und sie zu 1000 Goldgulden Busse verpflichtete.Vergeblich suchten diese bei den Raten des Grafen und beimBiirgermeister von Osnabriick Unterstiitzung. Am 24. Marz protestiertender Prior, der ,,olde Prior*', der Subprior und vier weitereKonventsherren im Kapitelhaus vor einem Notar60.Seit 1478 ist dies der einzige Beleg fur die Zahl der Ordensgeistlichenin Osterberg. In ihrer betrachtlichen Verminderung zeigtsich die Wirkung der Reformation und der Massnahmen desGrafen. Zur gleichen Zeit befanden sich immerhin noch 26 Laienbriider im Kloster. Aus Furcht vor weiteren Willkiirakten begabensich die Priester zunachst auf ihren Hof Leye und wenig spater inein Haus des Klosters nach Osnabriick. Am 14. April setzte derGraf einen Befehlshaber in Osterberg ein und nahm alles in Besitz,nachdem die noch verbliebenen Laienbriider der Gewalt gewichenwaren.Die Osterberger Konventualen nahmen, wenigstens zu einemTeil, ihre Zuflucht zum Kloster Bentlage, die iibrigen warenzerstreut. Das im Mai zusammentretende Generalkapitel iibertrugden Prioren von Roermond und Beyenburg die Sorge fiir den Osterberger Konvent. Es fallt auf, dass bei dieser Aufgabe das benachbarteBentlage nicht beriicksichtigt wurde. 1539 wies der Orden denKlostern Falkenhagen und Glindfeld je einen Osterberger Konventualen zu. Am 24. Oktober 1540 sprach Ordensgeneral Ubach inseiner Bittschrift an das Osnabriicker Domkapitel von den confratresconventus... Montis Orientis... hinc inde per tota dispersos*1.Der Wortlaut eines Generalkapitelbeschlusses aus dem Jahre 1542," A.a.O. fol. 73 ff.63 A.a.O. fol. 93*.
84 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENder eine visitatio fratrum Montis Orientis anordnet, deutet in dieserungewohnlichen Formulierung ebenfalls darauf hin, dass zur Zeitkein Konvent mehr bestand. Ein soldier ersdieint dem Namen nacherst wieder in den Visitationsauftragen der Jahre 1545, 1546 und1550.Inzwischen war der Orden nicht untatig gewesen. Am 1. Mai1538 setzte Henricus a Daventria dem Grafen den wahren Sachverhaltder personellen Veranderung in Osterberg auseinander undbat ihn, die Monche wieder in ihr Kloster einzusetzen und sie vonihrem abgenotigten Versprechen zu entbinden62. Die Bittschrifthatte keinen Erfolg. Der General sollte die Wiederherstellung seines ehemaligen Konvents nicht mehr erleben, er starb bereits am23. Mai des gleichen Jahres.Sein Nachfolger Theoderich ab Ubach erwirkte beim Kaiserein Mandat zur Restitution Osterbergs. Er berief sich darauf ineinem Brief an das Osnabriicker Domkapitel vom 24. Oktober1540 (s.o.). Auf dem Schmalkaldischen Tag zu Naumburg (16.Januar 1541) liess Graf Konrad das kaiserliche Edikt fur unbilligerklaren, die dort Versammelten sagten ihm gegebenenfalls Hilfeund Unterstiitzung zu. So blieben die Bemiihungen des Ordensergebnislos. 1541 wurde beim Romischen Kaiserlichen Kammergerichtein Prozess anhangig gemacht, allein die Zeugenvernehmungschleppte sich ein Jahrzehnt lang bis zum Mai 1551 hin63.Erst das Ende des Schmalkaldischen Krieges 1546 bahnte dieWende an. 1548 erhielt der Graf ein Mandat, das Kloster binnenneun Tagen wiederherzustellen. Nach vergeblichen Verhandlungen1550 einigte sich der Graf endlich im Jahre 1552 mit dem Prior undKonvent auf den Rechtsspruch des vermittelnden Grafen Arndt zuBentheim und SteinfurtM.Dieser erkannte fiir Recht:... dat gedachte unse Vetter und Gefatter Graf Konrad berorte Hern Prior undConvent ton Oisterberge wederumb thon oeren Cloister und dessulvigen togehorigenErve und Guderen sampt aller Lenderye, nichts dar van uthgeschieden, dessgelykenoik in alle oere Vryheitt, Gerechticheit und Liberteet, woe sie de voer tydt oererentwykinge gehat, und mitte rechte besitlick gebruket heben, wederumb sailrestitueren...62 RKG, b, fol. 79 iff.63 RKG, b. Mit der Zeugenvernehmung wurde der Kanoniker der KollegiatkircheSt. Martini, Miinster, Dietrich Schaden als kaiserlicher Kommissar beauftragt.84 Grafschaft Tecklenburg a.a.O. Urk. Nr. 454 (1552 Juni 25).
OSTERBERG 85Die beiden Erbgiiter Schoenhorst und Eickholt kamen wieder andas Kloster, die derzeitigen Besitzer sollten die Erben mit ihrenKindern verlassen und vom Grafen entschadigt werden. Das Haus,das vom Grafen wahrend des Streites zwischen dem Kloster unddessen Miihle errichtet worden war, kam durch Tausch oder andereVergiitung an das Kloster. Der Graf lieferte Biicher, Glocken undnoch vorhandenen Besitz aus, im iibrigen verzichteten beide Parteienauf weitere Rechtsanspriiche. Die Monche erkannten ,,nha billicherbeboer geistlichs standes" den Grafen als ihren Landesherrn an, derihnen ,,eyn genediger her" zu sein verspradh.So kehrten die Kreuzherren wieder nach Osterberg zuriick, vondem erlittenen Riickschlag konnten sie sich jedoch nicht mehr erholen.Dazu war einmal die materielle Einbusse, darunter die vomGrafen abgebrochenen Klostergebaude, zu gross. Entscheidend war,dass der Augsburger Religionsfriede vom Jahre 1555 die Lage derMonche unter dem protestantischen Landesherrn noch weiter verschlechterte.Die Zahl der Ordensgeistlichen zu Osterberg war sogering, dass 1556 der Konvent keinen geeigneten Beichtiger in dasAgnetenkloster zu Wiedenbriick entsenden konnte und jenes Hausdem Kloster Iburg iibertragen werden musste. Die Iburger Klosterannalenfiihren diesen Umstand auf den Religionswechsel in derGrafschaft und auf mancherlei Bedriickungen zuriick, die Osterbergerleiden musste85.Bis zum Jahre 1618 blieb der Konvent im vollen Besitz derzuruckgegebenen Giiter und Einkiinfte *6. Aus diesen Jahrzehntenliegen nur wenige Nachrichten vor. 1566 war Herman vanOlthus Prior*7. Seit 1584 ist Prior Johannes bezeugt68. Er stammteaus Borken und war Bentlager Konventual. Nach der BentlagerTotenliste starb er am 15. Februar 1605. Obwohl er dort nicht alsExprior bezeichnet wird, muss er vorher sein Amt niedergelegthaben. Bereits 1602 wurde Johannes Averwettering, bislangw Osnabr. Gesch. Quellen, Bd. 3 (1895), S. 80. ,,Cum prior Oisterbergensis obmutatam in comitatu religionem variasque pressuras penuria fratrum laboraret, utcommisso sibi monasterio S. Agnetis in Wiedenbruck de utili confessario providerenon posset, episcopus noster Patroclo abbati nostro... dicti monasterii curam eodemhoc anno 1556 committit..."66 Haus Ruhr, A 167 a.a.O.87 StA Osnabriick, Histor. Verein (Depositum) B III Nr. 176, Vol. II, Bl. 178.Zietiert : Vol. II.M Stift Johann, a.a.O. Urk. Nr. 1446 (1584 Dez. 5).
86 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENKreuzbruder zu Osterberg, Prior dieses Hauses CT. Die Erwartungendie der Orden an seine Wahl kniipfte, erfiillten sich nicht. Mitseinen Konventualen missachtete er die Monchsregeln und dieWiirde des geistlichen Standes und fiihrte ein argerliches Leben.Zwar hielten sie Gottesdienst mit Singen, Beten und Predigen, dochwurde die Messe nicht mehr zelebriert. Auf das Gutachten und mitBeistand etlicher vornehmer Deputierter ermahnte OrdensgeneralHermann Hasius Prior und Konvent verschiedentlich zur Disziplin.Als dies nichts niitzte, die Konventualen vielmehr Klostergiiterverausserten, wurde Averwettering 1618 degradiert, er blieb jedochim Kloster70.Wie sehr dem Orden an der Reform Osterbergs gelegen war,zeigt die Einsetzung des Provinzialen Mathaeus Fabritius zumPrior71. Mit anderen Ordensangehorigen, die durch ihr Vorbild dieKlosterzucht wiederherstellen sollten, begab sich Fabritius nachOsterberg, urn den Konvent zu reformieren. Graf Adolf vonBentheim und Tecklenburg sah in diesem Versuch einen Verstossgegen den Religionsfrieden, der jedem unmittelbaren Stand desReiches die Disposition, Reformation, Inspektion, Defension unddie Bestallung der ministri der ihm gehorenden Kloster zugestandenhatte72. Durch aufgebotene Schiitzen und Bauern liess er den Fabritius und seine Begleiter vertreiben und verwehrte ihnen die Verwaltungder Klostergiiter. Der von dem Orden zugegebene zuchtloseLebenswandel und die Misswirtschaft der Monche boten demLandesherrn willkommenen Anlass, sich Osterbergs zu bemachtigen.Er visitierte den Konvent, setzte Prediger und Konventualen einund bestellte einen gewissen Anton Spenge zum Amtmann undRentmeister. Ohne sonderliche Hilfe bei den iibrigen Konventualenzu finden, verwaltete dieser drei Jahre lang das Kloster. Von denbeiden derzeitigen Kriegsparteien, den Spaniern und den Staatischen,erhielt er unter Miihen und Kosten einen Schutzbrief fur sich,fur die Briider und fur die Giiter des Klosters.Ueber die geistliche Neuordnung liegen keine weitere Nachrich-69 Dies und das Folgende : Vol. II, Bl. 78 ff.TO Haus Ruhr a.a.O. 1620 iibergab der Verwalter Osterbergs Spenge in Gegenwartdes Seniors Richter und des Johann Overwetter den Glaubigern des Klosters 21Morgen Land.71 Wie 69.n Vol. I, Bl. 75 ff.
OSTERBERG 87ten vor. Die bisherigen Insassen verblieben im Kloster, der Grafgewahrte ihnen Unterhalt auf Lebenszeit. Nach den Iburger Klosterannalenwaren sie alle vom alten Glauben abgefallen bis aufden Prokurator Johannes Richter73. Dieser war von zweifelhaftemCharakter, hielt eine Konkubine und wird von dem graflichen Amtmannals der argerlichste Monch bezeichnet. Offenbar lag demGrafen mehr an dem Klostervermogen als an einer Reform desgeistlichen Lebens. Audi weiterhin verhinderte er jeden Versuchdes Ordens, Osterberg zu visitieren und wieder in seine Hand zubekommen.Indessen setzte sich der abgewiesene Prior Fabritius nach Kraftenfiir die Durchfiihrung seines Auftrages ein 74. Die ungehorsamenMonche zu Osterberg liess er vor den bischoflichen Offizial laden,mit welchem Erfolg ist nicht bekannt. Wenig spater lebte von ihnennur noch der genannte Richter. Der Kanzler des Bischofs und seineRate iiberredeten ihn, den in ihrem Stift gelegenen Klosterbesitzan sie abzutreten. Bereits am Tag nach der Uebergabe widerriefRichter vor dem Notar seine unzulassige Verausserung. Fabritiustrat der drohenden Vermogensminderung entgegen und erwirktebeim Offizial einen Arrest iiber die in dessen Amtsbereich liegendenKlostergiiter. Als dem Grafen die Aufhebung dieses Arrestes gelungenwar, wandte sich Fabritius an den Offizial des Kolner Erzbischofs,der ihm ein Mandat erteilte. Erneut intervenierte der Grafund erklarte allein das Kaiserliche Kammergericht fur zustandig.Darauf gab der Prior den Prozess auf und erbat die Hilfe desErzherzogs Albrecht, Beherrschers der Niederlande, der gleichzeitigProtektor des Kreuzherrenordens war. Auch dessen Bemiihungenwaren ohne Erfolg75. Prior Fabritius hat sein Amt in Osterbergnicht antreten konnen. Er iibernahm schliesslich einen anderenKonvent, die Totenliste des Generalkapitels vom Jahre 1634 bezeichnet ihn als Exprior des Ordenshauses zu Liittich .Die Ordensleitung setzte dann Aegidius de Vreese zum Priorvon Osterberg ein77. Er stammte aus Deventer, legte die Professin Koln ab, war Lehrer in Venlo und ist als Dichter hervorgetreten.73 Osnabr. Gesch. Quellen Bd. 3 (1895) S. 100.74 Vol. II, Bl. 178.TO Vol. II, Bl. 178.TO Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 152.77 A.a.O. 3. Bd. S. 216.
88 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN1626 war er Prior des Klosters Marienfrede. Nach dem Tode desGrafen Adolf wurde der Orden bei der Witwe Margarete unddem Grafen Heinrich Wilhelm zu Bentheim, der Administrator undKurator des Grafschaft Tecklenburg war, erneut wegen der Restitution Osterbergs vorstellig. Dort erklarte man den Prozess vor demKolner Offizial, der nach Ansicht des Ordens erloschen war, als Uspendens und wies die Bittsteller ab. Daraufhin versuchten dieKreuzherren auf eigene Faust, ihr altes Kloster wieder in Besitz zunehmen. Auf die Klage der graflichen Witwe hin bedrohte derKolner Offizial den General Neerius, den Provinzial Reneri undden Prior de Vreese am 16. Marz 1624 mit einer Strafe von 1000rheinischenGoldgulden1S.Im gleichen Jahr erreichte der Orden von Kaiser Ferdinand ILverschiedene Mandate, die allmahlich zur Wiederherstellung desOrdenshauses fiihrten. Wahrenddessen fand Aegidius de VreeseUnterstiitzung in dem Bentlager Priester Gerardus Heuwerus, derihm 1624 als designates inspector in Osterberg und in dem HofLeye beigegeben wurde79. Seit 1626 lebten auf den Klostergiiternwieder Monche in veto exercitio catholicae religionis80. Es dauertefreilich noch geraume Zeit, bis die Kreuzherren iiber ihren Itesitzverfiigen konnten. Am 30. Juni 1627 erteilte der Bischof von Osnabriickdem Prior seinen obrigkeitlichen Schutz und liess ihm alleim Stift gelegenen Giiter anweisen. Er berief sich dabei auf einenkaiserlichen Befehl vom 20. Mai 162481.Aus der Zeit des Wiederaufbaus sind nur wenige Nachrichteniiberliefert. 1632 erscheint Gerardus Heuwerus, der vorher zumPrior designiert worden war, erstmalig als Vorsteher des Klosters.Fur die Wiederherstellung der Miihle hatte der Konvent von Johannes Grunfelt, Vikar an der Osnabriicker Domkirche, 50 Reichstalergeliehen82. Heuwerus schrieb eigenhandig eine Klosterchronik,wobei ihm alte Unterlagen aus dem Klosterachiv vorgelegen habenwerden. Der Iburger Abt Maurus Rost, ein Zeitgenosse desVol. II, Bl. 26.Vol. I, Bl. 92 ff. und Haus Ruhr a.a.O. A 167.Vol. II, BL 91*.Vol. II, Bl. 24.Vol. II, Bl. 100 (1632 April 30).
OSTERBERG 89Heuwerus (auch : Howerus) hat die Chronik gekannt, doch ist siespater verloren gegangen8S.Als 1633 die Stadt Osnabriick von den Schweden belagert wurderfliichtete der Prior mit seinen Konventualen in das nachste OrdensklosterBentlage 84. Seitdem sind die Kreuzherren nicht mehr nachOsterberg zuriickgekehrt. 1639 erhielt Heuwerus vom Generalkapitelden Auftrag, mit Hilfe der Prioren von Koln und Diisseldorfdie Riickgabe des Klosters zu versuchen. Diese und andereBemiihungen blieben ohne Erfolg85. Heuwerus starb am 21. Marz1643 wahrscheinlich in Bentlage. Bei der Zerstorung dieses Klostersdurch die Schweden im Jahre 1647 verbrannten die Register, dievon Osterberg dorthin geschafft worden waren86. Dabei werdenauch die iibrigen Bestande des Osterberger Archivs, soweit sie nachBentlage ausgelagert waren, mit vernichtet worden sein87.Das verlassene Kloster nahm Graf Moritz zu Bentheim-Tecklenburgin Besitz und verwandte es zum Unterhalt der TecklenburgerPrediger*8. Die nicht eingezogenen Osterberger Besitzungen imBistum Munster, zu denen vier Bauernhofe gehorten, wurden aufBefehl des Reichskammergerichts dem Orden zuerkannt. Aus diesemRestbestand bildete man eine Propsteifi9. Bis in die zweite Halftedes 18. Jahrhunderts hinein ernannten die Kreuzherren Titularpriorenvon Osterberg*0. An der kommissarischen Verwaltung derPropstei hatte Kloster Bentlage besonderen Anteil *\Die einstige Bedeutung Osterbergs klingt wieder in den iiberschwenglichenVersen des Priors Aegidius de Vreese (f 1652) 92:88 Osnabr. Gesch. Quellen Bd. 3 (1895) S. 48 : ,,sicut manuscriptum GerardiHoweri Prioris ibidem chronicon testatur".84 Vol. II, Bl. 92. , T f85 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 154 f. 1644 wurde dem Prior de Vreese das KlosterBentlage als Residenz zugewiesen, urn von dort aus die Wiedererlangung Osterbergszu versuchen, 1646 erneuerte das Provinzialkapitel diesen Auftrag (Haus Ruhra.a.O.), gleichzeitig ging eine Bittschrift an den Kaiser ab. Noch 1672 machte sichder Orden durch den Sieg des franzosischen Konigs und des Bischofs von MunsterHoffnungen, die vor einem Jahrhundert verlorengegangenen KLoster zuriickzugewinnen(Hermans 3. Bd. S. 340).88 Vol. I, Bl. 110.87 Das Klosterarchiv ist nicht erhalten, auch im Reichsarchiv Stockholm befindensich keine Osterberger Archivalien.88 Haus Ruhr a.a.O.89 Vol. II, fol. 339 if.60 Vgl. die Priorenliste S. 213 f.81 Kommissare von Osterberg waren die Bentlager Prioren Flaginck, Hoeter undDraper und der Konventual Beesten.82 Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 279-
90 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENMons Oriens quondam fueram splendente lucerna,Dum viguit Pietas enthea, prisca Fides.Area virtutis, statio tutissima mentisEt mons perfectae religionis eram.Cum quinquaginta et centum locus unus haberet,Credebam aetherii me quid habere chori.Cornelius®3 post fata redux, cum sancta moneret ;Grata Deo et superis, quam Domus ilia stetit ?Westphalia hanc cum susciperet Provincia sedemOrdinis eduxi non sine laude caput94.Quo decor abiit ? Quo gloria nostra recessit ?Heu cecidit capitis tanta corona mei.Pro Cruce salvivica, mihi crux subeunda prophana,Quam tolerare labor, qua caruisse dolor.w Ein Osterberger Konventual ; nach seinem Tode (1450) soil sein Geist einemNovizen erschienen sein und ihn aufgefordert haben, fiir ihn zu beten. Vgl.Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 271 f.°* General Henricus a Daventria.
2. FALKENHAGEN(Lilienthal, Conventus Vallis Liliorum)SPEZIELLE LITERATURChr. F. A. Schleicher, Griindlicbe Ausfiihrung der Befugnis des regierenden HerrnGrafen Simon August zu Lippe fiber das in Besitz genommene, den ehe~maligen Jesuiten zugehorig gewesene Kloster Falkenhagen zu disponieren,nebst gesetzlichem Beweis der Nicbtigkeit der Anspriicbe des Herrn Fu'rstBischofs zu Faderborn an dies em Kloster. Lemgo 1774.H. Clemen, Die Einfiihrung der Reformation zu Lemgo und in den ubrigen tippischenLanden nacb Hermann Hamelmann nebst Nachricbten uber HamelmannsLeben und Wirken. Lemgo (Wagener) 1847.Chr. Fr. Melm, Vom Kloster Falkenbagen. Ein Beitrag aus dem Lippischen zurGeschicbte und Beleuchtung des Verbaltens der rom. kath. Kircbe undBischbje gegen die ev. Kircbe und Landesfursten. Lemgo (Wagener) 1858.Uppiscbe Regesten. Aus gedruckten und ungedruckten Quellen, bearb. v. O. Preussund A. Falkmann, Lemgo und Detmold (Meyersche Hofbuchhandlung),3. Bd. (1866) und 4. Bd. (1867).A. Drewes, Gescbicbten der Kircben, Pfarren, geistlicben Stiftungen und Geistlichendes Lippischen Landes. Lemgo (Wagener) 1881. S. 277 iff.A. Falkmann, Beitrage zur Geschichte des Furstentums Lippe aus arcbhaliscbenQuellen. Detmold (Meyersche Hofbuchhandlung) 4. Heft (1882) S. 173 ff.W. Hunecke, Das Kloster Lilienthal und die Gemeinde Falkenbagen. Festschriftzur Feier der vollendeten Restauration und des 400jahrigen Jubilaums derehemaligen Klosterkirche zu Falkenhagen, 650 Jahre nach der Griindungdes Klosters. Detmold (Meyersche Hofbuchhandlung) 1897.W. Butterweck, Die Gescbichte der Lippischen Landeskirche. Schotmar in Lippe(Droge) 1926.H. Kiewning, Uppiscbe Geschichte. Sonderveroffentlichung des Naturu/issenschaftlichenVereins fur das Land Lippe. Detmold (Hammann) 1942.W. Hahn, Kircbe und Kloster Falkenhagen. Festdichtung zum 700jahrigen Klosterjubilaumund zum 450jahrigen Kirchenjubilaum der Kirche und des Klosterszu Falkenhagen im Sommer 1947. Falkenhagen, 1947.Pastor Hossius, Prediger der reformierten Gemeinde, Denk- und Sebensu/iirdigkeitenim ehemaligen Kloster Falkenhagen, mitgeteilt von ... (obne Datum).P. Tschackert, Briefwecksel des Antonius Corvinus^ Hannover, 1900.E. Kittel, Das Kreuzberrenkloster Falkenhagen, in Dona Westfalica, Festschrift furGeorg Schreiber, Miinster, 1963, S. 137-166.ARCHIVALIENLandesarchiv Detmold : Urkunden und Akten.Archiv der Jesuiten - Residenz in Falkenhagen : Stud. Fonds Paderborn : Urkundenund Akten.Bistumsarchiv Trier : HS 94 Codex Monasterii Falkenhagensis.Staatsarchiv Marburg : Kloster Hohnscheid, Urkunden.
iSAD—5—PYRMONTlfeDE^.^BLOMBERG^fc KlosterNonnen-KlostermFALKENHAGEN« SCKWALENBERGRISCHENAUBRENKHAliSEN^t KlosterHteRt'tt//Petrit St. Nicolat• BAD DRIBURGBRAm,*o'^Ionnenkloste!110 Km,Zu + sind Beziehungen nachweisbar.
FALKENHAGEN 93Im Regierungsbezirk und Kreis Detmold liegt halbwegs zwischenHoxter und Pyrmont in der ehemaligen Grafschaft Schwalenbergdas einstige Zisterzienserinnenkloster Falkenhagen. Graf Volkwinzu Schwalenberg hatte wegen seiner Beteiligung an der Ermordungdes Erzbischofs Engelbert von Koln das Siihnekloster Borckhagengestiftet1 und es wenig spater im Jahre 1247 nach Falkenhagenverlegt. Im Juli 1407 wurde das Kloster von Herzog Heinrich vonBraunschweig, der mit Lippe und Everstein in Fehde lag, verbrannt,die Nonnen fliichteten nach dem Kloster Brenckhausen (bei Hoxter) 2. So blieb ihre alte Heimstatte casibus fortuitis et malo statupatriae et incursu hostili intervenientibus iiber zwei Jahrzehnte wiistliegen3. Inzwischen bemiihten sich die Monche vom St. Wilhelmsordenzu Witzenhausen (an der Werra) urn die Wiederherstellungdes verwaisten Klosters, scheiterten aber an den wirtschaftlichenSchwierigkeiten. Ihrer Resignation stimmte der Erzbischof vonKoln, Dietrich von Moers, als Administrator des Stiftes Paderbornam 15. Februari 1432 zu und unterstellte Falkenhagen dem Kreuzbriiderorden4.Nach einer spateren Aufzeichnung haben Graf Bernd der Altezu Lippe im Alter von 90 Jahren und sein Bruder Graf Simon, derspatere Bischof von Paderborn, die Kreuzbriider in die GrafschaftSchwalenberg gebracht6. Jedenfalls ging seitens der Kreuzbriiderdie Initiative von dem Kolner Ordensgeistlichen Bartholdus Wulffund dem schon bei der Griindung Osterbergs beteiligten LaienbriiderJohannes Lunen aus dem gleichen Konvent aus. Es ist bemerkenswert,dass der Kolner Prior Johannes ter Borch und OrdensgeneralHelmicus Amoris ihre Genehmigung erteilten, die beidenBruder aber unmittelbar von dem Administrator des Bischofs indas verlassene Kloster eingesetzt wurden6. Diese Form der Uebertragungwar sonst im Orden nicht iiblich, in ahnlichen Fallenentschied das Generalkapitel iiber die Annahme eines Platzes undbetraute einen Konvent mit der besonderen Fiirsorge. Bei der1 Landesarchiv Detmold, HS Slg Nr. 5, S. 37. Urkunden und genauere Nachrichteniiber die Griindung lagen 1485 im Kloster nicht mehr vor. Vgl. HuNECKEa.a.O. S. 2 ; Melm a.a.O. S. 8.2 Lippische Regesten a.a.O. 3. Bd. S. 57 und 204.3 Landesarchiv Detmold, HS Slg Nr. 5, S. 27 iff. Vgl. S. 219 ff.4 A.a.O.5 Stud. Fonds Paderborn a.a.O. Akt. Pa S. 21.8 Die Darstellung dieses Vorganges bei Hunecke a.a.O. S. 16 ist unrichtig.
94 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENgenannten Uebertragung scheinen besondere Umstande mitgespieltzu haben, weder aus jener Zeit noch aus den nachstfolgenden Jahrenliegt ein Beschluss des Generalkapitels vor. Vielleicht sind gegenden Versuch, in dem abgelegenen und lange Zeit unbewohntenKloster einen Konvent einzurichten, im Orden berechtigte Bedenkenerhoben worden, die der General vorerst nicht entkraftenkonnte.Die Uebertragung Falkenhagens an die beiden Kreuzbriidererfolgte nach Priifung der Verhaltnisse durch den PaderbornerOffizial und auf vielfache Empfehlung vertrauenswiirdiger Manner.Falkenhagen, in den Ordensakten durchweg mit dem Namen VallisLiliormn bezeichnet, wurde dem General und dem Generalkapitelunterstellt, die Rechte der Paderborner Kirche, des Bischofs unddes Archidiakons blieben davon unberiihrt. Rechtsbeistand derFalkenhagener Prioren waren die Paderborner Bischofe oder derenBeauftragte.Die Schwierigkeiten, die bei jeder Neugriindung auftreten, miissenin Falkenhagen besonders gross gewesen sein 7. Fiir die Dauervon acht Jahren schweigen die Quellen, vermutlich wurde der Plander Kolner Kreuzbriider einstweilen zuruckgestellt. Erst 1440riickte seine Verwirklichung in greifbare Nahe. Bei der Einteilungder Ordenskloster in Visitationsbezirke im Jahre 1444 wirdFalkenhagen noch nicht genannt8. Dann aber griff der Orden mitder ihm eigenen Vorsicht und mit Gewissenhaftigkeit das alteVorhaben wieder auf. Im August 1442 erwirkte er nach langerenVerhandlungen auch noch vom Zisterzienserorden die Uebernahmedes Falkenhagener Klostergutes 9. Das nachste Generalkapitel (Mai1443) entsandte aus dem Kolner Kloster den Priester JohannesMakenberch und den schon genannten Laienbruder Johannes Lunennach Falkenhagen pro erectione novae domus. Nach Diff. Kolnwaren beide (ersterer erscheint dort als Johannes Mackeberge de7 Vgl. S. 34 f.8 In der Bentlager Chronik heisst es zu 1438 „... frater de Monte OrientiHenricus Horstmariae sacerdos deputatus pro augment© disciplinae... qui post tresannos missus ad Vallem Liliorum ibidem devote obiit". (Grosfeld a.a.O. S. 43)Das Vorhandensein eines Konvents in Falkenhagen ist damit noch nicht erwiesen,auch ist ein Irrtum in der Zeit in der um die Wende zum 16. Jh. niedergeschriebenenChronik moglich.9 Landesarch. Detmold, Registratura Diplomataria Originalium D Ecclesiastica,Section XI (zitiert : Section XI) Nr. 1, Urk. 1442 Aug. 28.
FALKENHAGEN 95Lippia) bereits 1431 mit dem gleichen Auftrag nach Osterbergentsandt worden. Der Orden griff also auch hier auf bewahrteManner zuriick. In den beiden folgenden Jahren (1444 und 1445)wurde der Auftrag erneuert.Die vordringlichste Aufgabe in Falkenhagen war die Durchsetzungalter, meist verkiimmerter Rechte. Gleichzeitig begann dortaber auch der Gottesdienst der Kreuzbriider. 1444 liessen sieJohann van der Lippe ihrer Gebete teilhaftig werden, nachdem erauf alle von ihm widerrechtlich an sich gebrachte Klostergiiterverzichtet hattea
96 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENihr Kloster nicht wieder aufbauen, da die ruchlosen DravantenKelche, Gewander und viele andere Dinge geraubt hatten. Beachtenswertist das Lob, das der Bischof den Falkenhagener Kreuzbriidernausspricht, er nennt sie ...fratres ordints cruciferorum vita£t moribus pie, in omni observantia regulari, ut multis liquet, ... deodevote et fideliter famulantes13.Wie lange der erste Falkenhagener Prior Makenberch im Amtwar, ist nicht iiberliefert.1457 iibernahm Heinrich die Leitung des Konvents, er stammteaus Bocholt und war der erste Prior zu Falkenhagen, der vorherdort Konventual gewesen war. An ihm hebt das FalkenhagenerTotenbuch die vaterliche Sorge fiir das Kloster hervor. Er hatwahrend seines 38 jahrigen Priorats den Konvent aus bescheidenenAnfangen einer Bliitezeit entgegen gefiihrt. Dariiber hinaus wurdeer im Orden eine bekannte Personlichkeit. 1467 wirkte er erstmaligbei der Visitation der rechtsrheinischen Kloster und des KolnerKonvents mit, ausser diesen Hausern visitierte er spater noch TerApel, St. Helena (Groningen) 14 und Emmerich. Seit 1471 bekleideteer zehnmal das Amt eines Definitors und nahm damit, wie nurganz wenige andere Prioren, tatigen Anteil an der Leitung desOrdens. Die Wiirde des Definitors teilte er 1471 und 1482 mit demPrior von Bentlage, 1487, 1491 und 1493 mit dem von Osterberg.Aus der Zeit seines Priorats erhalten wir auch naheren Aufsdhlussfiber Beziehungen Falkenhagens zu zahlreichen anderenOrdensklostern. Wahrend die erhaltenen Abschriften der Definitionendie Versetzung von Monchen zunachst nur in einzelnenFallen verzeichnen, scheinen sie, insgesamt genommen, von 1460bis in das erste Drittel des 16. Jahrhunderts hinein ein einigermassenvollstandiges Bild der Personalveranderungen zu bieten.Demnach stand Falkenhagen in Verbindung mit den deutschenKreuzbriiderklostern Koln, Aachen, Beyenburg, Hohenbusch,Schwarzenbroich, Wickrath und Dulken. Dabei f allt auf, dass Kolnbei den Versetzungen nur zur Zeit der Griindung Falkenhagens inErscheinung tritt. Weiterhin bestand ein Austausch mit den niederlandischenKlostern Schermer (St. Helena), Ter Apel, Schiedam,Novus Fundus, Herzogenbusch, Brandenburg, Huy und Namur,13 Sect. XI, Nr. 1. Urk. vom 22. Oktober 1447.14 Vielleicht ist auch Helenenberg gemeint.
FALKENHAGEN 97wie auch mit den franzosischen Konventen in Caen, Ivoix undToulouse. Aehnlich wie bei Osterberg wurden mehr Briider ausFalkenhagen versetzt als von anderen Klostern iibernommen.Einige Konventualen scheinen besonders geeignet gewesen zu sein,andere Konvente zu fordern. So wurde der Priester Tylmannusund Hinricus Steynhem haufig nach Beyenburg, letzterer auch einmalnach Hohenbusch versetzt. Den Conradus aus Hoxter schicktedas Generalkapitel in die Kloster Ter Apel, Schwarzenbroich undHuy. Freilich wurde 1464 Nicolaus Meppis ob rebellionem etexcessus nach Ivoix in Frankreich strafversetzt, doch das war einEinzelfalP5.1468 erhielt der Konvent von der Ordensleitung den Auftrag,das neue Ordenshaus Hohnscheid mit einem Rektor und geeignetenBriidern zu versehen. Seitdem haben personelle und wirtschaftlicheBeziehungen zwischen Falkenhagen und Hohnscheid bestanden16.Standiger Visitator von Hohnscheid, wie es Dersch anzunehmenscheint17, ist der Falkenhagener Prior aber nicht gewesen. In jenerZeit haben die Prioren von Falkenhagen und Osterberg haufig inOrdensangelegenheiten zusammengearbeitet. Die Annahme Hohnscheidswurde zuvor von beiden iiberpriift und entschieden. 1480erhielten sie Weisungsrechte iiber diesen Konvent. 1474 hattendie Prioren von Falkenhagen und Bentlage die nicht naherbezeichneten Giiter ad fontes sonantes zu besichtigen und demOsterberger Prior zu iibergeben. 1499 erhielten die Prioren vonOsterberg und Falkenhagen den Auftrag, die Verhaltnisse des15 Nach Falkenhagen wurden versetzt aus den Klostern : Koln : Johannes Makenberch,Presbyter (1443, 1444, 1445). Johannes Lunen, Conversus (1443, 1444,1445).Aachen : Arnoldus Deest, Presbyter (1460, 1461). Hermannus, Donatus(1496 ,,quod non obedivit decreto capituli generalis"). Gerhardus Zwollis, Donatus(1512). Namur: Johannes Sartor, Donatus (1461). Johannes (1493). Caen :Johannes, Subdiaconus (1464 ,,pro instructione disciplinae"). Schiedam : JohannesDeLfft (1476). Wickrath: Ludolphus (1481.) Arnoldus Arsen (1501). Du'lken :Matheus (1506). Schermer : Nicolaus (1512). Osterberg : Petrus, Donatus (1539).- Von Falkenhagen wurden versetzt in die Kloster : Aachen : Nicolaus Meppis(1461). Stephanus, Presbyter (1460). Beyenburg: Tylmannus, Presbyter (1463,1464, 1465). Hinricus Steynhem (1476, 1477, 1478, 1479, 1481, 1482). Ivoix:Nicolaus Meppis (1464 ,,ob rebellionem et excessus"). Hohenbusch : HenricusSteynhem (1480). Toulouse: Nicolaus Meppis (1466, 1470 ,,stabit in gravioriculpa"). Everhardus de Hammone (1484). Ter Apel : Conradus Huxarie (1481).Schwarzenbroich : Conradus Huxarie (1482). Huy : Conradus (1484). Brandenburg : Wynandus (i486). Wickrath : Cornelius Goes (1493). Novus Fundus :Baltazar (1523). Herzogenbusch : Hinricus Calcar, Donatus (1524).10 Vgl. S. 169-170.17 Dersch, Hessisches Klosterbuch S. 85.
98 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENNonnenkonvents Glindfeld zu untersuchen und ihn unter Umstandenanzunehmen. Der erste Prior und die ersten Briider warenFalkenhager Konventualen. Das Ein- und Ausgabebuch des GlindfelderProkurators bezeugt auch spater noch standige Verbindungenzu Falkenhagen 18.Unter Prior ,,Henrick van Bockolt" stellte 1479 der FalkenhagenerKreuzbruder Johann de quadam rotula vetusta paenequecorrupta eine Abschrift der Corveyer Traditionen her19. Ob er mitdem 1518 bezeugten Buchbinder und Schreiber des KonventsJohannes Tekemester aus Hoxter20 gleich zu setzen ist, kann nichtentschieden werden. Beachtenswert ist die ,,beinahe modern wissenschaftlichanmutende Methode", der sich der Schreiber bediente21.Es ist moglich, dass Falkenhagen an der Reform der AugustinerNonnenkloster zu Lemgo, Detmold, Liigde und Brakel mitgewirkthat. 1478 beauftragte Bischof Simon mit dieser Aufgabe den Priordes Klosters Blomberg. Unter den Klostern, aus denen er sich einenBeistand wahlen sollte, wird auch Falkenhagen genannt22. Seit1481 waren die Prioren von Blomberg und Falkenhagen Inspektorendes neugegriindeten Marienklosters Segenthal in Liigde, dasin einem dem Falkenhagener Konvent gehorenden Haus errichtetund vom Kloster Ramendal in Lemgo aus beschickt wurde23. Sohat Falkenhagen, ahnlich wie Osterberg, auch ausserhalb des Ordensan der Wahrung klosterlicher Zucht mitgewirkt. Fiir dasAnsehen des Konvents spricht auch seine Verbindung zu denMinderbriidern. Frater Guillermus Bartho, Generalvikar der Minderbriidercismontanarum partium, bescheinigte am 20. November1480 den Falkenhagener Kreuzbriidern ihre devote Lebensweiseund liess sie teilhaftig werden an den Messen, Predigten, Gebeten,Fasten, Nachtwachen und alien xibrigen guten Werken seinesOrdens. Gleichzeitig bat er um Benachrichtigung beim Tode einesFalkenhagener Konventuals24.38 Vgl. S. 180 Anm. 13.M WZ Bd. 36 II S. 165.20 HS Slg Nr. 5 a.a.O. S. 192.21 WZ Bd. 79 (1921) II S. 6. Dort urteilt Franz Schily : ,,Diese Abschrift mussals eine fiir damalige Verhaltnisse ganz ausserordentlich gute und getreue bezeichnetwerden".22 Lipp. Regesten a.a.O. Bd. 4, Nr. 2573 (1478 Febr. 6).23 A.a.O. Bd. 2 S. 166.** Sect. XI, Nr. 1. Urk. 1480 Nov. 20.
FALKENHAGEN 99Bereits in den ersten Jahren des Priors Heinrich aus Bocholtgelangten aus der biirgerlichen und bauerlichen Bevolkerung derUmgebung hin und wieder Schenkungen von Renten und Landereien,in der Regel als Memorienstiftung, an das Kloster. Dieerste grossere Stiftung scheint die Uebertragung des Meierhofes zuStale durch die Witwe Druchtleff (1469) gewesen zu sein. DasKloster liess die Stifterin der Gebete und guten Werke teilhaftigwerden25.Bei der Streulage des wachsenden Klosterbesitzes waren Grenzstreitigkeiten,insbesondere wegen der Markgerechtigkeit, keineSeltenheit, mehrfach konnten sie durch Schnadgange der Beteiligtenunter Vermittlung eines Schiedsgerichtes geschlichtet werden. DerOrdenskonservator Johann de Eyck ernannte 1476 den Abt zuCorvey, den Paderborner Offizial und die Dechanten der Domkirchezu Paderborn und von St. Petri in Hoxter zu seinen Subkonservatorenfiir das Kloster Falkenhagen26. Diesen Schutz nahm derKonvent verschiedentlich in Anspruch 27.1479 brannte durch Unachtsamkeit das Kloster mit der Kircheund samtlichen Wirtschaftsgebauden nebst Vorraten nieder28. Dieunermiidliche Tatkraft des Priors iiberwand diesen Riickschlag. MitGenehmigung des Bischofs Simon gewahrte der Paderborner Offizialalien, die den Kreuzbriidern Almosen zum Wiederaufbaubrachten, 40 Tage Ablass29. 1483 konnte das Chor der neuen Kirchedurch den Weihbischof eingeweiht werden, 1497 war der Kirchenbauvollendet80.Am 4. Mai 1495 starb Prior Heinrich, das Totenbuch sagt iiberihn : ...laudabiliter hum conventum per annos XXXVIII gubernavitet in prima paupertate rexit et multa bona sua patemaprovidentia conventui huk praestitit. Seine Personlichkeit verbandden abgelegenen Konvent eng mit der Fiihrung des Ordens. DieWiirde eines Definitors hat ausser ihm kein anderer FalkenhagenerPriorerreicht.Die Amtszeit seiner Nachfolger ist zum Teil unbestimmt, da88 Lipp. Regesten a.a.O. 3. Bd. Nr. 2156.28 Studienfonds Paderborn Urk. Nr. 88 (1476 Aug. 22).27 A.a.O. Urk. Nr. 103 (1488) und Nr. 116 (1502).88 Lipp. Regesten a.a.O. 3. Bd. S. 202 und 4. Bd. Nr. 2607.29 Sect. XI, Nr. 1, Urk. 1479 Okt. 27.30 Vgl. Anm. 28.
100 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENeinige von ihnen aus unbekannten Griinden ihr Priorat niederlegtenund nur ihr Todesjahr bekannt ist. Als nachster Prior ist durch eineDispositio Testamentaria aus dem Jahre 1498 ein sonst nicht bezeugterHermann bekannt31. Da sein Nachfolger als secundusprior de conventualibus bezeichnet wird82, muss Hermann vorUebernahme des Konvents in einem anderen Ordenskloster gelebthaben. Vielleicht ist er aber auch identisch mit dem Hermann ausDiilmen, der 1540 als Exprior verstorben ist. Die Konventslistevon 1518 verzeichnet ebenfalls einen Hermann aus Diilmen, freilichfehlt der zu erwartende Zusatz, quondam prior.Seit 1499 ist Prior Heinrich Lodewich bezeugt, er stammte ausHoxter und war in Falkenhagen eingetreten. Im genannten Jahrverpflichtete sich der Konvent, die von dem Priester HeinrichHoppe zu Liigde gestiftete Kommende zu ubernehmen und zubedienen. Die Kreuzbriider zelebrierten vier Messen wochentlich,die drei iibrigen Wochenmessen sollten die Schwestern zu Liigdelesen lassen und zwei Wachslichter stellen84. Im April 1499 erhieltder Prior den bereits erwahnten Auftrag beziiglich des KlostersGlindfeld. Im September und Oktober des gleichen Jahres erwarbFalkenhagen von dem Stift Corvey fiir 306 Gulden sechs Meierhofebei Beverungen85. Abgesehen von kleineren Stiftungen erbteder Konvent 1506 von Heinrich Krevetens zu Hoxter zu des Stiftersund seiner Familie Gedachtnis ein Haus mit dem Viehbestand beider Kirche St. NicolaiS6. Ein Streit mit der Stadt Liigde wegen derHudegerechtigkeit in den Wiistungen Wynckhausen, Dane, undHolthusen 87 zog sich sieben Jahre lang hin. Vor dem Bischof verlangtedas Kloster als Schadensersatz fiir 600 unrechtmassig gemasteteSchweine je einen Scheffel Gerste und fiir Hohn undVerdruss 50 Pfund Wachs. Da keine Einigung erzielt wurde, ludOrdensgeneral Cornelius a Clotingen die Beklagten mit einempapstlichen Mandat nach Koln, sein bevollmachtigter Prokuratorwar der Hohnscheider Prior Hermann. Falkenhagen behauptete31 Sect. XI, Nr. 2 (Instrument) 1498 Dez. 4.ffl HS 94, a.a.O. unter dem 10. Juni : Henricus Huxarie.88 HS Slg. Nr. 5, a.a.O. S. 192.84 Studienfonds Paderborn, Urk. 1499 Fbr. 10.35 Lipp. Regesten, 4. Bd. Nr. 2878 (1499 Sept. 27 u. Okt. 9).38 Sect. XI, Nr. 2 Urk. (1506 Sept. 21).37 Vgl. Mertens, Wiistungen des Hochstiftes Paderborn und der angren2endenGebiete, Codex Nr. 247 des Altertumsvereins Paderborn S. 43 ; 103 und 221.
FALKENHAGEN 101seine Rechte, das Kloster und der General erhielten fur SchadensundProzesskosten 24 Gulden88. Prior Heinrich Lodewich starbam 10. Juni 1507.Sein Nachfolger war vermutlich Prior Hermann, er begegnet1512 in dem Notizbuch des Prokurators Vreese39. Fur ihn treffendie gleichen Vermutungen zu, die bereits iiber den gleichnamigenPrior 1498 geaussert wurden. 1508 beauftragte das Generalkapitelden Falkenhagener Prior mit der Visitation der Kloster per Westphaliam.1513 iibernahm Conradus Tulke, gebiirtig aus Steinheim, dieLeitung des Konvents. Aus der Zeit seines Priorates liegt eineaufschlussreiche Mitgliederliste vor, die der Prokurator Vreese1518 aufgestellt hat40. In diesem Jahr gehorten 27 Ordensgeistliche,44 Donaten mit und 18 ohne Profess, insgesamt also 89 Personenzum Konvent. In der Aufstellung sind drei Geistliche, die in Glindfeldweilten (einer als Prior, einer als Prokurator, und einer, der inSchiedam war) enthalten. Aeltere Belege iiber die Zahl der Kreuzherrenliegen nicht vor. Nur von einigen wenigen deutsdben Kreuzherrenklosternkonnen Zahlen zum Vergleich herangezogenworden41, die Zahl von 71 Ordensangehorigen in Falkenhagendiirfte aber wohl von keinem anderen Ordenshaus erreicht wordensein.Die Falkenhagener Briider stammten iiberwiegend aus denBistiimern Paderborn, Miinster und Osnabriick und aus der GrafschaftTecklenburg (davon 14 aus Hoxter, 6 aus Bocholt und 4aus Steinheim). Ein Kreuzbruder kam aus dem Stift Hildesheim,sonst sind keine Konventualen aus dem Gebiet ostlich der Weserbezeugt. Als siidliche Grenze des Einzugsgebietes erscheint Brilonim Sauerland, das freilich nur durch einen Bruder vertreten ist. ImRheinland waren nur drei Bruder beheimatet (2 in Kalkar undeiner in Kleve), aus den Niederlanden dagegen stammten acht88 Lipp. Regesten, 4. Bd. Nr. 2905. Sect. XI, Nr. 3, Urk. 1503 April 4.39 HS Slg. Nr. 5 a.a.O. S. 182.40 A.a.O. S. 192 ff.41 Ungefahr zur gleichen Zeit besass Osterberg 26 Laienbriider, die hochstenachweisbare Zahl der Ordensgeistlichen betrug 18 (1478). 1490 zahlte Bentlage26 Geistliche und 28 Laienbriider (Grosfeld a.a.O. S. 61). In Ehrenstein erfolgte1506 eine Stiftung fiir den Unterhalt des 11. Priesters (Haass a.a.O. S. 184). ZuBeginn der Reformationszeit lebten in Hohenbusch 30 Professen, Priester undLaienbriider (a.a.O. S. 63). Dagegen zahlte Diilken 1533 nur sechs Kreuzbruder(a.a.O. S. 150).
102 FALKENHAGEN(2 aus Liittich, je einer aus Mecheln, Gelderland oder Gelria,Utrecht, Nymegen, Hoorn und Beverwick). Ein Vergleich mit denTotenlisten zeigt, dass die landsmannschaftliche Zusammensetzungdes Konventes im Jahre 1518 charakteristisch fiir dieses Kreuzherrenklosterist.Unter den Priestern und Klerikern werden ausser dem Prior anOffizialen genannt: Subprior, Prokurator, Senior, Kelner, Kantor,Buchbinder und Schreiber, Krankenmeister, Wandscherer undTeichmeister. Bei den Geistlichen wird auch einer aufgefiihrt, derbisher lediglich die Profess abgelegt hatte, zwei andere warenDiakone, drei weitere wurden spater Prioren von Falkenhagen.Die Laienbriider waren in der ausgedehnten Klosterwirtschaftals Handwerker und bei der Wartung des Viehes eingesetzt. Untereigenen Ziegelmeistern betrieben sie eine Ziegelei42. Wahrscheinlichist ein Kreuzbruder aus Falkenhagen der erste Ziegelmeister inLippe gewesen43.Zur Instandsetzung des Klosters und seiner iiber 20 Wirtschaftsgebaudehielt man einen Baumeister, andere Laienbriider warenBottcher, Schlachter, Schmiede, Schneider, Molkenmeier, Backer,Kiichenmeier, auch ein Hopfenbauer wird genannt. Hinzu kamendie Dienstleute, die mithalfen, das Vieh zu betreuen 44.Bei allem materiellen Wohlstand machten sich wenig spater imFalkenhagener Konvent Entartungserscheinungen bemerkbar, diedurch die Donaten hervorgerufen wurden. Bereits 1498 hatte dasGeneralkapitel energisch gegen die Donaten einschreiten miissen,die die Gunst, im Orden aufgenommen zu werden, missbrauchten,Zwietracht in den Konventen stifteten und die Leitung an sich zureissen suchten 45. Aehnliche Auswiichse in Falkenhagen veranlasstedie Ordensfiihrung 1522 zu dem Verbot, kiinftig nicht mehr Donaten zur Profess zuzulassen, als Kleriker im Konvent seien *6. Vielleichtstehen die Amtsniederlegungen der Prioren Konrad Tulcke(gestorben 1537) und Hermann aus Diilmen (gestorben 1540) imZusammenhang mit inneren Unstimmigkeiten.42 HS Slg. Nr. 5, a.a.O. S. 87.48 Hunecke a.a.O. S. 26, vgl, S. 59 f.44 Vgl. S 6048 Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 454.48 ,,(1522) ... propter suorum donatorum excessus conventus Vallis Lilioruminhibemus de cetero donatos in maiori numero ad professionem recipi quam sitnumerus clericorum".
FALKENHAGEN 103Am 22. Oktober 1534 starb Prior Dietrich, er kam aus Bocholtund erscheint 1518 in der genannten Mitgliederliste als Geistlicher.Ueber seine Amtszeit wissen wir nichts. Sein Nachfolger wurde derbewahrte Falkenhagener Konventual Arnold, er stammte ebenfallsaus Bocholt. Seit 1501 war er als Prior in Glindfeld gewesenund hatte die schwierige Aufgabe, dort einen Konvent aufzubauen,mit Geschick gelost. Nach der Uebernahme des FalkenhagenerKonvents bestimmte ihn das Generalkapitel 1535 zum Sozius desOsterberger Priors Heinrich von Deventer fiir die Visitation derfriesischen und westfalischen Kloster.Wie haufig die Klosterzucht in Falkenhagen durch den Ordenzu dieser Zeit iiberpriift worden ist, lasst sich nicht mehr feststellen.Die Visitationsakten werden um so mehr vermisst, als damals dieReformation ihren Eingang im Lipper Land fand. Nach dem Todedes Grafen Simon V. zu Lippe (1511-1536), der ein Gegner derneuen Lehre gewesen war, gelangten Landgraf Philipp von Hessen,Graf Adolf von Schaumburg und Graf Jobst zu Hoya zur vormundschaftlichenRegierung fiir Simons unmiindigen Sohn Bernd VIII.1538 veroifentlichte diese Regierung eine neue Lipper Kirchenordnung,die zuvor von den Reformatoren Jonas, Luther, Bugenhagenund Melanchthon mit wenigen Abanderungen gebilligtworden war47.Ueber das Kloster Falkenhagen wurde bestimmt4S:,,So schollen die Monche thorn Valckenhagen aller ergerlichenunehrliche Lerenth affstellen, und alle affgodderyn affdon, sich derOrdination gemess halten, und Christliche rechte Ceremonien anthonemmen,in alien welcher der gottlichen Schrift gemass, in Singen,lesen und dergleichen, und sich in eren Closter erhalten.Es willen auch unsere genedige Herren gehadt hebben, das dasthorn (sic) Falkenhagen in der Pfarr mit einem gelerden Christlichenfrommen Mann, der sich in alien nach der Ordnunge in denKirchen Diensten gebiirlich halte, die armen Kirchspiels Leutheversorget werden, welcher Person uth der Monche Giiter und upkumpftsine erliche Besoldung und Underhaltung hat".Wie man sieht, beabsichtigte die Lippische Kirchenleitung, den47 Hunecke a.a.O. S. 33 f.48 Schleicher a.a.O. S. 13.
104 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENKonvent zu iibernehmen und die Monche der lutherischen Lehre zuzufuhren.Die Formulierung der Kirchenordnung war massvoll, liessaber keinen Zweifel dariiber, dass man von den Kreuzherren verlangte,die Messe in althergebrachter Form einzustellen und ausihrem Vermogen einen lutherischen Prediger und Seelsorger zuunterhalten. Es ist nun die Frage, wie der Konvent diese Neuordnungaufnahm.Nach einer spateren Nachricht hat er bis zum Jahre 1536 denkatholischen Gottesdienst eifrig ausgeiibt**. Dies bestatigt dasFalkenhagener Totenbuch durch einen kurzen Nachruf auf denam 26. Oktober verstorbenen, katholisch gesinnten Grafen Simon,der ein Beschiitzer aller Religiosen und besonders der FalkenhagenerMonche gewesen sei50. Die zuvor genannte Quelle fahrt dann fort,bei den Religionsveranderungen im benachbarten Land und beiden daraus entstehenden Unruhen und Wirren seien die Kreuzbriiderdann mitbetroffen worden und hatten viele Anfechtungenausstehen mxissen. Immerhin setzt die Kirchenordnung von 1538voraus, dass bis dahin das exercitium catholicae religionis inFalkenhagen noch keineswegs erloschen war.Vor der offiziellen Einfiihrung der Kirchenordnung im Jahre1514 erscheint mit dem ehemaligen Prior Hermann erstmalig einKreuzherr als Pastor in Falkenhagen. Es liegt nahe, die Amtsiibernahmeauf die propagierte Neuregelung zuriickzufiihren, einUebertritt des genannten Hermann, der iiber fiinfzig Jahre langPriester war, ist freilich unwahrscheinlich. Hier durfte ein Kompromissvorliegen, das Generalkapitel nennt ihn bei der Bekanntgabeseines Todes 1541 pastor, das Falkenhagener Totenbuchpastor fidelis et zelosus. Auch genoss der damalige, verdienstvoUePrior Arnold nach wie vor das Vertrauen der Ordensleitung, 1540wurde er mit der Visitation der westfalischen Kloster beauftragt.Wahrscheinlich ist wahrend der Amtszeit dieses Priors derGottesdienst im Kloster auf althergebrachte Weise gefeiert worden.Freilich konnen die nachweisbaren Austritte von Konventualenbereits damals eingesetzt haben (vgl. unten). Arnold starb am 25.September 1541, die Abschrift der Diffinitiones aus dem Kloster49 Hunecke a.a.O. S. 33 f.50 Schleicher a.a.O. S. 13.
FALKENHAGEN 105Schwarzenbroich bezeichnet ihn als ehemaligen Prior dieses Hauses(olim Prior Vallis S. Mathie), doch findet diese Angabe sonst keineBestatigung51.Sein Nachfolger war Georg Blomberg aus Blomberg, auch ergehorte seit vielen Jahren dem Konvent an, 1518 ist er dort alsTeichmeister bezeugt52. Von den Erschiitterungen, die dem KlosterFalkenhagen wahrend seines Priorats widerfuhren, hat es sich niewieder erholen konnen.Im Zuge der neuen Kirchenordnung kam es 1542 in der GrafschaftLippe zur Visitation der Pfarren und Kloster. In Falkenhagen weigerten sich die Kreuzherren, die Reformation anzunehmen,bevor sie den Rat des Kolner Erzbischofs gehort hatten.Darauf liess sich der Visitator Antonius Corvinus, der bekannteReformator Hessens und Waldecks53, nicht ein und erwiderte, erwerde ihnen in Kiirze die Reformation bringen 54. Mit der ablehnendenHaltung gegeniiber dem massvollen Visitator - er liess dielateinische Messe bestehen 56 - bewies der Konvent seine konservativeEinstellung. Falls die Berufung auf den Kolner Oberhirtenkein Vorwand war, scheint man aber dessen Billigung der Reformfur nicht unmoglich angesehen zu haben.Bemerkenswert ist eine Aufzeichnung des Corvinus fiber diePfarrgeistlichkeit der Grafschaft Lippe, in der es heisst: In Falkenhagen monachi sunt. Et ibidem est parochialis ecclesia 56. Die Kreuzherren haben also tatsachlich die Seelsorge in Falkenhagen ausgefibt,wann die Klosterkirche zur Pfarrkirche erhoben ist und obdiese bereits voile Rechte besass, ist nicht uberliefert. Die evangelischePfarre zu Falkenhagen durfte aber wohl auf die LippischeKirchenordnung von 1538 zuruckzufuhren sein. Ausser dem bereits61 Vielleicht liegt eine Verwechselung mit ,,Vallis S. Mariae" (Glindfeld) vor.Vgl. S. 291.52 HS Slg. Nr. 5 a.a.O. S. 192.53 Auf Veranlassung Philipps von Hessen war er aus dem Braunschweigischenzum ersten Lippischen Generalvisitator berufen worden.54 Tschackert a.a.O., Corvinus, Nr. 148 S. 125 geheimes lateinisches Kirchenvisitationsprotokoll.85 Johannes Bauermann, Die katholische Visitation Lippes im Jabre 1549. EinBeitrag zur Geschichte des Interims in Westfalen. In : Jahrb. d. Vereins f. WestfdLKirchengescbichte Jahrg. 44 (Bethel 1951), S. 138, Anm. 84.68 Tschackert a.a.O. Nr. 147.
106 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENerwahnten Exprior Hermann aus Diilmen haben folgende Ordensgeistlichedas Pfarramt versehen 67:Johannes Wantscerer aus Osnabriick, gestorben am 7. Sept. 1541als Priester und pastor ecclesiae.Henricus aus dem Kloster Hohenbusdi, seit 1555 in Falkenhagenut capitularis, erscheint in der Totenliste des Generalkapitelsals Pastor in Falkenhagen.Henricus Venlo, gestorben am 24. Juni 1566 als Subprior, antepastor ecclesiae fidelis et zelosus.Gerhard Venlo, gestorben am 19. Dezember 1576 als Pastor.Wann in Falkenhagen die Neuerungen eingefiihrt wurden, istnicht iiberliefert, ihre Annahme war die einzige Moglichkeit fiirden Konvent, sich im Besitz der Klostergiiter zu erhalten. Dass dieMonche der Landesregierung mit passiven Widerstand begegneten,zeigt wohl deren Mahnung noch in den Jahren 1546 und 1547,sich der Reformation anzuschliessen 53. So sah sich der Ordensgeneralam 11. Mai 1547 zu der Bitte veranlasst, den Prior undKonvent bei der alten Religion und den Zeremonien zu belassen,die nicht gegen Gott und seine Lehre sein konnten 59.Diese Bitte fand kein Gehohr, inzwischen war man im Klostermehr oder freiwillig von den alten Gebrauchen abgewichen. Daherversuchte der Orden im September 1548 die Wiederherstellung derkatholischen Zeremonien in Falkenhagen. Die visitierenden Priorenvon Bentlage und Osterberg erreichten, dass die Monche wiederihre Stundengebete verrichteten, ebenso wurde seitdem das Messopferwieder dargebracht und das ewige Licht von neuem entzundet60.Im folgenden Jahr setzte Bischof Rembert bei dem GrafenBernhard die Einfiihrung des Augsburger Interims durch undverhinderte so - nach spaterer Auffassung der Jesuiten -61 vorerstdie vollige Reformation in Lippe. Das Interim gestand den Protestantendie Priesterehe und das Abendmahl in beiderlei Gestalt zu.Sonst aber entsprachen die dogmatischen Erklarungen im wesent-67 Die Pastorenliste bei Butterweck a.a.O. S. 396 konnte erganzt werden.Zudem wurde 1544 der Priester Paulus aus dem Kloster Osterberg als ,,praedicator"nach Falkenhagen versetzt.68 Hukecke a.a.O. S. 36.69 Lipp. Regesten a.a.O. Bd. 4 Nr. 3155.60 Bauermann a.a.O. S. 141.61 Studienfonds Paderborn a.a.O. II, Akt. Nr. 5 und Nr. 17.
FALKENHAGEN 107lichen der katholisdien Lehre. Fiir den Falkenhagener Konvent warangesichts der zum grossten Teil gelungenen Reform durch denOrden das Interim ohne Belang, aufschlussreich ist aber diebischofliche Visitation vom Jahre 1549, die in Verbindung mit demInterim durchgefiihrt wurde.Im Kloster befanden sich zu dieser Zeit nur noch vier Priesterund elf Laienbruder62. Von den 71 Monchen (27 Priester, 44 Laienbriider),die 1518 dem Konvent angehorten
108 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENganze Dorf Holthusen und die Besitzungen zu Dane, Brakerfeldund Ludenbergk ab, „welches nit zu verwundern" - fahrt diekatholische Ueberlieferung fort - ,,dieweil er Luthers gewest" 6S.1553 liess Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach,der wegen der Zahlung von Hilfsgeldern an seinen Feind,den Herzog von Braunschweig, mit Graf Bernhard zu Lippe inStreit geraten war, das Kloster Falkenhagen pliindern und mehrereHauser in der Umgebung in Brand stecken 69. Spater versudhte dieLippische Regierung, die Abgaben der den Kreuzherren zinspflichtigenDorfer teilweise der lutherischen Kirche zukommen zu lassen.Dagegen nahm Bischof Rembert den Konvent in Schutz, auf demReichstag zu Augsburg 1555 erreichte sein Domkapitular JodocusDinklage vom Grafen das Versprechen, die Rechte und Giiter desKlosters nicht anzutasten .Am 30. Juli des genannten Jahres teilte Graf Bernhard zu Lippedem Bischof Rembert mit, das Ordenshaus sei von der Pest heimgesuchtund bis auf zwei Monche ausgestorben71. Da der Konventdurch verderbliche Haushaltung in grosse Schulden geraten sei,schlage er vor, bis zur weiteren Ordnung die Aufsicht iiber dasKloster einem oder zwei Verwaltern in seinem und des BischofsNamen zu iibertragen. Ohne Vorwissen der beiden Wiirdentragersollte keine: ,,auslandische Person" bestellt werden. Offenbarwollte der Graf das Kloster dem Einfluss des Ordens entziehen.Dies lag aber nicht in der Absicht des Bischofs. Auf seine Veranlassungbeauftragte General Ubach die Prioren Johannes Bongart(Koln) und Kylianus aus Hoxter (Glindfeld) mit der Sorge fiirden Falkenhagener Konvent, vor allem mit der Einsetzung einesPriors, da Georg Blomberg am 26. Juni an der Pest gestorben war.Sein Nachfolger wurde wahrscheinlich Hermannus Stenym(aus Steinheim). Der Orden betrieb den Wiederaufbau des Konventsnach Kraften. Bereits vor Auftreten der Pest hatte das Generalkapitelim Mai 1555 je einen Bruder aus den Klostern Roermondund Hohenbusch zur Verstarkung entsandt, wohl zur gleichen Zeit68 Stud. Fonds Paderborn, II, Akt. Pa. 12 Bl. 66.89 Kiewning a.a.O. S. 176.70 Hunbcke a.a.O. S. 36.71 Stud. Fonds Paderborn, II, Akt. Nr. 2. Ausserdem lebten damals noch 8Laienbriider im Kloster (vgl. Hukecke a.a.O.), nach dem Nekrolog sind sie EndeJuni und Anfang Juli an der Pest gestorben.
FALKENHAGEN 109wurde ein Kreuzbruder aus dem Kloster Beyenburg nach Falkenhagenbeordert. Wahrend bisher unser Kloster im Orden meistVallts Liliorum genannt wurde, erklarte das Generalkapitel 1556das deutsche ,,Falkenhagen" zur einzigen offiziellen Bezeichnungdes Konvents.Ein Jahr nach dem Religionsfrieden entzog sich Graf Bernhardder bischoflichen Jurisdiktion, gegen den Widerstand des Bischofshielt er zu Brake eine Synode ab und liess Kircheninspektoren undVisitatoren einsetzen. Vorerst scheint das Kloster nicht behelligtworden zu sein. 1558 kam es zwischen dem Grafen und demBischof zum Vergleich zu Ostschlangen, der in spateren Jahrendurch weitere Rezesse befestigt wurde72. Demnach lag die weltlicheJurisdiktion iiber die Grafschaft Schwalenberg bei beiden Herrengemeinsam (,,sambt oder verteilter Gebrauch"), Entscheidungenkonnten nur mit Einwilligung des Mitlandesherrn getroffen werden.Die geistliche Rechtsprechung wurde dem Bischof zugestanden,ohne sein Vorwissen sollten im Kloster Falkenhagen keine Aenderungenvorgenommen werden.An diese Bestimmung hielt sich Graf Symon nicht, 1559 lud eram Sonntag Laetare die Falkenhagener Kreuzbruder in die StadtLemgo und hielt ihnen mit Ernst vor, von der alten Religion abzustehen.Prior Bongart teilte dies in seiner Eigenschaft als Generalkommissardes Ordens dem Bischof mit73. Darauf ermahnte derBischof den Konvent in einem Brief vom 10. Marz, es solle niemandvom alten Glauben abweichen und eine neue Lehre, die der katholischenLehre ungemass sei, gebrauchen oder annehmen74. GrafBernhard lies aber auch im gleichen Jahr den Bischof wissen, dieMonche wiirden bei ihrem Hab und Gut und bei ihrem Ordenshabitgelassen werden, miissten sich jedoch in der Religion nach derLippischen Kirchenordnung richten75.Bezeichnend fur die Verhaltnisse im Konvent ist das Verhaltender Prioren. Damals muss Johannes Albersloe eine unbestimmteZeit lang den Konvent gefuhrt haben76. Er lebte friiher in Bentlageund kam vermutlich nach 1555 nach Falkenhagen. Als langjahriges72 1567 zu Lippspringe, 1569 zu Steinheim und 1579 zu Schwalenberg.n Stud. Fonds Paderborn, II, Akt. Nr. 5.74 Stud. Fonds Paderborn II, Akt. Nr. 2.75 Falkmann a.a.O. S. 174.76 Grosfeld a.a.O. S. 66.
HO DIE KREUZHERREN IN WESTFALENOrdensmitglied konnte er sich wohl nicht mit der dortigen Ordnungabfinden, 1564 iibernahm er das Kloster Bentlage, wo er 1572 alsJubilar und Exprior von Falkenhagen starb77. 1567 verliess PriorHermann Wegge den Falkenhagener Konvent und verheiratetesich nach Liigde7S.Sein Nachfolger wurde Wilhelm Agricola oder Huismann,zur Hebung der Klosterzucht stellte ihm der Orden den tiichtigenPriester Christopherus a Dart aus dem Kloster Roermond als Subpriorzur Seite79. Wie wenig dieser Prior den Erwartungen seinerOrdensoberen entsprach, zeigt das Statut, das er am 25. Oktober1582 gemeinsam mit dem Pyrmontischen Kanzler Schneidewind80fiir den Konvent entwarf. Demnach sollte nur das AugsburgischeBekenntnis im Kloster Giiltigkeit haben. Massgebend fiir Predigt,Seelsorge und Austeilung der Sakramente wurde die Kirchenordnungvon 1571 *\ die den strengen lutherischen Standpunkt betonte.Nach wie vor liess man Ordenspersonen von ehrbarem Wandelzu, dabei war man auf Erganzung durch Einheimische bedacht.Die Monche durften nach Belieben lange Haare und ,,lange ehrlicheRocke" tragen und auf dem Chor ihre exercitia, boras undpreces halten, sofern sie nicht der Bibel zuwider waren. Im iibrigenwaren deutsche Psalmen vorgeschrieben. Es folgten allgemdneBestimmungen iiber die Klosterzucht und die Guterverwaltung;bemerkenswert war der Plan, eine Klosterschule zu griinden82!Oifenbar gab es eine solche vorher nicht, auch bei den iibrigenwestfalischen Ordenshausern ist sie nicht nachweisbar. Ueber unbedeutendeAnfange ist der Falkenhagener Plan aber nicht herausgekommen83.Diese Entwicklung konnte der Ordensleitung nicht gleichgiiltigsein. Zwei Prioren, die 1582 zur Visitation des Klosters entsandtworden waren, kamen nur bis Paderborn, da ihnen der Graf zurLippe den Zutritt verwehrte 8\ Als der Graf sich gegen Ende des77 Vgl. S. 145.78 Falkmann a.a.O. S. 175TO A.a.O.Para Turn ^^ ^ 1583 beSESS diC Pyrmonter Linie das Amt Schwalenberg als81 Butterweck a.a.O. S. 141 f.82 Falkmann a.a.O. S. 157 f.88 A.a.O. S. 174.84 A.a.O.
FALKENHAGENHIgleichen Jahres im Auftrag des Kaisers in Briissel aufhielt, gelanges dem Ordensgeneral Wilhelm von Heinsberg, personlich zu visitieren85.Er blieb dort drei Wochen, schaffte das AugsburgerGlaubensbekenntnis wieder ab86 und enthob den Prior Agricolaseines Amtes. Zu dessen Nachfolger bestimmte er den bisherigenSubprior Christopherus a Dart.Christopherus stammte aus Geldern, er war der einzige FalkenhagenerPrior vornehmer Abstammung87, von ihm erhoffte sich derOrden eine erfolgreiche Weiterfiihrung der vom General begonnenenReform in spiritualibus et temporalibus.Der neue Prior war guten Willens, der Zuchtlosigkeit undMisswirtschaft konnte er jedoch nicht Herr werden. Daher veranlassteder General im Friihjahr 1583 den Abt von Corvey, derLehnsherr von Schwalenberg war, sich beim Grafen zu verwenden,urn den drohenden Untergang des Klosters zu verhindern88. Am4. Marz sah sich der Graf genotigt, nach einer Priigelei im Klostereine Abordnung dorthin zu schicken und die Ruhe wieder herzustellen.An einer weiteren Inspektion am 6. Oktober nahmen auchVertreter des Bischofs Heinrich teil, der die neue Lehre unterstiitzte.Die Kommission hob die Massnahmen des Generals auf,stellte den Agricola wieder an die Spitze des Konvents und ermahntedie Monche von neuem, es mit der Augsburgischen Konfessionzu halten89.So musste Christopherus seine bisherigen Bemiihungen um denkatholischen Gottesdienst aufgeben und sich gegen seine Ueberzeugungfiigen. Am 17. August iibergab er dem Domdechantenund dem Kapitel von Paderborn eine Monstranz im Werte von5 Pfund Silber, fur die ihm 18 vollgoldene Taler ausgehandigtwurden. Von den Paderbornern liess er sich versprechen, die Monstranz gegen Riickzahlung der genannten Summe wieder herauszugeben,falls durch die Schickung des Allmachtigen die katholischeReligion wieder in dem Kloster eingefuhrt wiirde. Durch diesen" Stud. Fonds Paderborn, II Akten Nr. 2 (Bericht des Grafen Simon an denKaiser vom 3. Sept. 1597).80 A.a.O.87 Vgl. S. 223.88 Schleicher a.a.O. S. 36.89 Falkmann a.a.O. S. 176.
112 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENScheinkauf entzog Christopherus die Monstranz dem ZugrifF derLippischen Regierung, noch hoifte er auf eine spatere Riickkehr desKonvents zum alten Glauben. In der betrdfenden Urkunde tritt erals Prior auf, seine Absetzung war demnach wieder aufgehobenoder von ihm nicht anerkannt90.Im Januar 1585 visitierte Graf Simon, der inzwischen das AmtSchwalenberg wieder selber iibernommen hatte, das Kloster undlud den gesamten Konvent vor das Konsistorium zur Kirchenvisitation,urn ihn wegen der Misswirtschaft zur Rechenschaft zu ziehen.Dort erschien nur Wilhelm Agricola, der Versuch des Grafen, nunseinen Anspruch auf die Jurisdiktion durchzusetzen, scheiterte amWiderstand Paderborns. Als nach dem Tode des Bischofs Heinricheine Lippische Kirchenvisitation angesetzt wurde, erhob der PriorEinspruch und weigerte sich, die daraufhin dem Kloster auferlegteBusse von hundert Goldgulden zu entrichten. Die Lippische Regierung setzte sich schliesslich in den Besitz des Klosters, nahm denMonchen die Sdhliissel ab und untersagte ihnen die Verwaltungihrer Giiter. Dabei kam es zu Tatlichkeiten, die Vorgange wurdenin dem folgenden Prozess unterschiedlich dargestellt*1.Jedenfalls erreichte der Landesherr sein Ziel. Am 22. November1585 erklarte der Prior in Blomberg vor den Abgeordneten desKonsistoriums, im Kloster wurden keine papistischen Messen mehrzelebriert, an die Stelle der Lektionen, Kantionen und Kollekten,die mit der neuen Lehre nicht iibereinstimmten, seien Bibellesungengetreten. Mit den Feiertagen verhalte man sich der LippischenKirchenordnung gemass, der Konvent sei bereit, den kiinftigenLippischen Visitationen Folge zu leisten. So unterwarf sich auchPrior Christopherus in aller Form der protestantischen Landeskirche,auf die Fiirsprache des Superintendenten wurden vorgeseheneStraf- und Zwangsmassnahmen daraufhin nicht durchgefiihrt92.Freilich notigte Graf Simon der Aeltere im nachsten Jahr vierBauern, ihm das laudemium (Gebiihr bei Pachtwechsel an denEigentiimer) zu entrichten und von ihm die Investitur der Kirchen-00 Stud. Fonds Paderborn II, Akten Nr. 5.91 Falkmann a.a.O. S. 178.92 A.a.O.
FALKENHAGEN 113giiter zu erbittenM. Mit dem Ergebnis der nachsten Visitation am16. September 1587 konnte der Landesherr zufrieden sein. UnterBerufung auf ihre Kirchspielsleute erklarten die Monche, derLippischen Kirchenordnung nachgekommen zu sein. Die Kreuzherrenwaren also im Sinne des Grafen seelsorgerisch tatig, aneinen passiven Widerstand gegen die Augsburgische Konfessionwird man jetzt nicht mehr denken.Ausser dem Prior befanden sich im Kloster noch zwei Geistlicheund drei Kleriker, die vor den Weihen standen, die iibrigen, wohlLaienbriider, waren zur Zeit nicht anwesend94. Wilhelm Agricolawar inzwischen verstorben, im Mai 1586 erschien er als Exprior inder Totenliste des Generalkapitels. Dagegen verzeichnet ihn dasTotenbuch des Konvents nicht - oder nicht mehr. Es erhebt sichder Verdacht, dass sein Name zusammen mit den Namen andererKreuzherren, die nicht mehr unbedingt der alten Lehre anhingen,von einem Heisssporn spater geloscht worden ist. Nach Lage derDinge ist es erstaunlich, dass damals iiberhaupt noch Eintritte indas Kloster erfolgten.Prior Christoph a Dart starb am 16. Marz 1589. Er war derletzte Prior, der die Wiedereinfiihrung der katholischen Lehre imKloster Falkenhagen versucht hat. Darauf bezieht sich wohl auchdie Mitteilung des Nekrologs, er habe das Kloster cum laude etmaximis laboribus gefiihrt. Seinem Beispiel ist freilich kaum jemandim Konvent gefolgt. Es bleibt aber bemerkenswert, dass dieser zurReform Falkenhagens auserwahlte Ordensgeistliche auch dann nochdort verblieb und das Augsburgische Bekenntnis gelten liess, alseine Aenderung in spiritualibus nicht mehr zu erhoffen war. Nachdem Nekrolog wurde Christoph,von vielen beweint, in Falkenhagenbeerdigt95. Eine andere Mitteilung, der zufolge er von eigenenKonventualen vergiftet worden sein soil - ut jama fert - ®6 verdientkeinen Glauben, zeigt aber doch, in welchen Ruf das Kloster geratenwar.88 Stud. Fonds Paderborn Akten Pa 12, Bl. 56.M Schleicher a.a.O. S. 35.* Vgl. S. 224 (16. Marz).96 Stud. Fonds Paderborn, Akten Pa Bl. 57 „... Alexander Bachus qui fratriChristophero a Dart medicata potione a Monachis, ut fama fert, interfecto successerat..."
114 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENDas verwaiste Priorat iibernahm Alexander Backhausen, erwar bisher Subprior, Prediger und Schulmeister in Falkenhagengewesen. Vom katholischen Glauben wollte er nichts wissen, zuseiner Entlastung berief er einen reformierten Lehrer, der in Wittenberg studiert hatte. Dieser sollte ausser den jungen Monchen auchanderer guter Leute Kinder unterrichten, welche die Kost mitbrachten.Wenig spater gab es in Falkenhagen keine Schule mehr. Eswird berichtet, aus diesem Grunde habe Backhausens Nachfolgerim Predigeramt (Stephan Jacobi 1592-1597) die Leichenfeiern ohneGesang abhalten miissen97. Wahrend der Amtszeit Alexandersgewahrte der Konvent zwei Mannern gegen Entgelt lebenslanglichenUnterhalt im Kloster M. Diese Art der Versorgung weltlicherPersonen ist fur Falkenhagen sonst nicht bezeugt, nur nennt dasTotenbuch zum Jahr 1520 eine praebendaria Aleydis Sartoris.Inzwischen hatte das Kloster nur noch einige materielle Bedeutung.1592 verliess Alexander Backhusen den Konvent und heiratete eineBurgermeisterstochter zu Hoxter.An seine Stelle trat der bisherige Subprior Henricus ab Alfhuse,er war der letzte Prior zu Falkenhagen **\ 1596 kamen der PaderbornerBischof und der Graf zu Lippe iiberein, das Kreuzherrenklosteraufzuheben und die Klostergiiter untereinander zu teilen.Seitdem der Bischof nicht mehr hoffen konnte, die katholischeReligion jemals wieder in Falkenhagen einzufiihren, nahm er lediglichAnteil an den Klostergiitern, iiber die er die Landeshoheit zueinem Viertteil ausiibte. Andererseits war der entartete und mittausend Goldgulden verschuldete Konvent fur die Lippische Landeskirchenur eine Belastung, seit Jahren hatten die Monche denGottesdienst vernachlassigt und durch ihre Zuchtlosigkeit dffentlichesAergernis erregt. Unter diesen Umstanden konnte der Grafspater mit gutem Gewissen behaupten, nicht aus Privatnutzen, son^dern zum allgemeinen Besten, ,,auch zu Gottes Ehre" gehandeltzu haben100.Am 14. Oktober 1596 wurde der Teilungsvertrag unterzeich-OT Buttekweck a.a.O. S. 296.88 Stud. Fonds. Paderborn Urk. Nr. 185 (1590 Juni 3); Akten Nr. 5.98 A.a.O. Akt. Pa Bl. 57.100 A.a.O.
FALKENHAGEN 115net101, dabei fielen dem Grafen das Geholz des Liidenberges unddie Miihle mit dem Miihlenteich zu Sabbenhausen ganz zu. DerBischof behielt wie bisher den vierten Teil der Landeshoheit, dieiibrigen Giiter und die kiinftig anfallenden Schatzungen wurdenzur Halfte geteilt. Vor der Teilung wusste der Graf in geheimerVerhandlung einen Fonds fiir die Unterhaltung eines lutherischenPfarrers und Rusters wie auch fiir die Kosten des Kirchenbaueszu sichern. Nur so lasst sich sein Entgegenkommen bei der Teilungerklaren. Wie schon Falkmann betont, stand die Errichtung einesneuen Kirchspiels fiir den Grafen stets im Vordergrund. Gleichzeitigwurde die Auflosung des Konvents beschlossen, die nochverbliebenen Kreuzherren sollten in anderen Ordenshausern untergebrachtwerden oder das Kloster verlassen. Dort befanden sichnoch 6 Ordensgeistliche, 3 Laienbruder, 3 Prabendarier und 24Dienstleute. Die Monche protestierten gegen die Auflosung ,,sintemalwir der Religion halber und keiner anderen Ursache jetzo vonden Paderbornern bedrangt werden". Die Konventualen betrachtetensich selber nicht mehr als Katholiken102, in ein anderes Kreuzherrenklosterist niemand von ihnen eingetreten. Katholisch bliebennur 2 Laienbriider, alle iibrigen lehnten das Angebot, in dasJesuitenkolleg aufgenommen zu werden, in concubinatu ac haeresiobdurati ab, obwohl man ihnen versprach, auch fur ihre Kinder zusorgen. Von den Priestern wurden Pastor (Calviniani verbl magister)Casparus und Stephanus, der erstere in Talle, der andere inAlverdissen. Antonius Frobose verwaltete spater als Vater von 12oder noch mehr Kindern das Kiisteramt zu Wobbel, der ProkuratorPetrus Kissingius wurde Schankwirt in Rischenau. Prior Henricusstarb in Blomberg als haereticus caetera simplicior et reliquis nonnihilmelior1Q3.Die Auflosung des Klosters hatten schon friiher die Jesuiten inErwagung gezogen104, sie waren 1580 nach Paderborn gekommenund hatten nicht die notwendigen Einkiinfte. Nach mancherleiStreitigkeiten aller Beteiligten schenkte zunachst der Bischof von101 A.a.O. Urk. Nr. 193 (1596 Okt. 14).102 Falkmann S. 181.103 Stud. Fonds Pad. Pa S. 57 f.104 A.a.O. II Nr. 2.
116 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENPaderborn 1604 seinen Anteil dem Jesuitenkollegium, 1620 gabGraf Hermann zur Lippe die ihm zustehende Halfte dazu. 1628verzichteten der General und die Definitoren des Kreuzherrenordensgegen eine Ablosung von 6240 Brabantischen Gulden aufihre Rechte auf das Kloster Falkenhagen zugunsten der Jesuiten inPaderborn105. Dieser Verzicht hat im Orden zu Streitigkeiten gefiihrt106,die Ablosungssumme verwandten die Kreuzherren in mumstudiorum1OT.105 Stud. Fonds Paderborn Urk. Nr. 246 + 247 (beide : 1628 Aug. 10).108 Nach Russelius (Hermans a.a.O. 1. Bd. 2. S. 43) handelte General Neerius,,non praehabito S. Ordinis Patrum suffidente assensu", der Streit der Definitorenmit ihm dauerte fast 20 Jahre lang bis zu seinem Tode.*" Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 152.
3. BENTLAGE(Conventus Sanctae Gertmdis)SPEZIELLE LITERATUR*F. von Raet, Stiftung der reguldren Canonie Bentlage, der jetzigen Residenz desHerrn Herzogs von Looz. In : Der Unbejangene. Burgsteinfurt, 21. Oktober1808, 5. Jahrg., 41. Stuck, S. 321 ff.P. Grosfeld, Beitrdge zur Geschichte der Pfarrei und Stadt Rheine. Nebst einemChronicon Bentlacense und Urkunden. Festschrift zu der Feier des zweihundertjahrigenBestehens des Gymnasiums in Rheine. (Munster, Regensberg)1875.Fr. Darpe, Zur Geschichte der Stadt Rheine. In : Zeitschrift jiir vaterlandischeGeschichte und Altertumskunde (= WZ) 38. Bd. (Munster 1880) S. 82 ff.W. E. Schwarz, Die Akten der Visitation des Bistums Munster aus der ZeitJohannes von Hoya (1571-1373), herausgegeben und erlautert von... In :Die Geschichtsquellen des Bistums Munster (Munster, Theissing) 1913,Bd. 7, S. 229 f.Magdalene Murdfield, Beitrdge zur munsterldndischen Wirtschaftsgeschichte. WZ83. Bd. (1925).Fr. Kolck, Das Kreuzherrenkloster Bentlage bet Rheine. In : Katholische Wacht.Wochenschrift zur Forderung des kirchlichen Gemeinde- und Vereinslebens(Rheine, Vienerius) 1925 1. Jahrgang Nr. 1-3.A. FiiHRER, Geschichte der Stadt Rheine. Von den dltesten Zeiten bis zur Gegenwart.Rheine (Ricke Nachf. Rieping) 1927.A. Henze, Die Gottesgabe von Bentlage. In : Westfalenspiegel. Hrsg. v. WestfalischenHeimatbund und Landesverkehrsverband Westfalen (ArdeyverlagDortmund, Ausgabe B 1953, 7. Heft).J. Tonsmeyer, Die Geschichte des Kreuzherrenklosters Bentlage. Die Aufhebungdes Kreuzherrenklosters. In : Das Landesfurstentum Rheina-Wblbeck, Rheine1962, S. 56-78.ARCHIVALIENStaatsarchiv Munster : Fiirstentum Rheine-Wolbeck (Depositum) Territorialarchiv.Urkunden (zitiert : Bentl. Urkunden) und Akten (zitiert : Rh.Wolb.).Ratsprotokolle der Stadt Rheine. Hofkammer des Fiirstentums Munster.Fiirstentum Munster, Landesarchiv. von Raet'sche Sammlung. Lehen.Stadtarchiv Rheine : Urkunden und Akten,Bischofliches Diozesanarchiv Munster : Verwaltungs- und Visitationsakten.Staatsarchiv Diisseldorf : Kloster Marienfrede, Visitationsakten.Staatsarchiv Marburg : Kloster Hohnscheid, Urkunden.Archiv Haus Ruhr : Akten (z.Zt. zur Ordnung im Staatsarchiv Munster).Gutsarchiv der Rentei Bentlage : Akten.Archief der Gemeente Groningen : klooster Ter Apel, Urkunden **.* Vgl. S. 230.** Das Archiv stellte bereitwilligst Regesten zur Verfiigung.
In den unterstrtchenen Orten haben Bentlager Kreuzherrenzeitu/eiUg den Gottesdienst versehen.
BENTLAGE 119Eine halbe Wegstunde nordwestlich der Stadt Rheine liegt inder alten Bauerschaft Bentlage am linken Ufer der Ems das ehemaligeKreuzherrenkloster. Dort hatten die edle Frau Reinmod undBischof Siegfried von Minister (1022-1032) eine Seelsorgestelle(basilica, monasterium) als Eigenkirche gestiftet1, deren Schutzpatronindie Heilige Gertrud wurde. Das Gotteshaus erlangte voriibergehenddie Stellung einer Pfarrkirche2, sank aber dann, wohldurch den Widerstand der Rheiner Pfarre, zur Kapelle herab. 1437resignierte ihr letzter Rektor Ludolfus Fabri propter malevolentiamRhenensium taedio affectus zugunsten des Kreuzbriiderordens8.Die Anregung, die Gertrudenkapelle vom Orden zu iibernehmenund in einen Konvent umzuwandeln, ging von dem KreuzbruderWilhelmus de Werdena aus dem Kloster Beyenburg4 aus, der umdas Jahr 1430, vielleicht auch etwas spater, in der Rheiner PfarreAlmosen sammelte5. Von der landschaftlichen Schonheit Bentlages6 beeindruckt wiinschte er, die Kreuzbruder dorthin zu fiihren.1 Die Urkunde (Erhard, Reg. hist. Westfaliae I Cod. dipl. S. 81 Nr. 103 b) istundatiert und nur in Abschriften uberliefert. Vgl. Bauermann in : Festgabe furSckmitz-Kallenberg (Minister, Regensberg 1927) S. 104 Anm. 125. Uber die AbstammungReinmods vgl. Stephan Schnieder, Cappenberg (Miinster, Regensberg1949) S. 19 iff.2 Fur 1181 ist die ,,parochia Bentlage" urkundlich belegt. (Erhard a.a.O. Cod.dipl. Nr. 417). Die Behauptung der Bentlager Chronik, die Kirche in Bentlage seiseit ihrer Griindung viele Jahre lang eine ,,ecclesia parrochialis" geblieben(Grosfeld a.a.O. S. 36), auf die sich auch Fuhrer (a.a.O. S. 9) beruft, stiitzt sichlediglich auf die Bezeichnung ,,wedem" (Pfarrhaus) in einem alten Transsumpt. -L. Schriever, Geschichte des Kretses Ungen (Lingen, van Acken 1905) I. TeilS. 164 hat seine Ansicht, 1254 habe in Bentlage eine klosterliche Genossenschaftbestanden, nicht belegt.3 Im ganzen : Grosfeld a.a.O. S. 38.4 Im Stadtgebiet des heutigen Wuppertal. Uber Beyenburg vgl. Haass, DieKreuzherren in den Rheinlanden S. 42 iff.5 Im Zuge der Reform des Beyenburger Konvents bestimmte das Generalkapitel1436 „... quod de cetero tantum tres fratres terminos visitent", genannt wird u.a.Bruder Wilhelm. (Nicht bei Haass).6 Vgl. Grosfeld a.a.O. S. 38 : ,,quis locus similis... in omni circumcirca regionetam temperatus et amoenus ad omnia... ut merito praesago nomine quasi bonussitus vulgariter et apposite Bentlage nuncupetur ?" - Die gleiche Etymologie vonBentlage findet sich in dem Gedicht des Paters Aegidius de Vreese (t 1652):,,Commoditate loci citrei prope fluminis oramBentlagen bene seu rite locata vocor.Splendida structuris, spatiosa superbaque temploet numero quondam et religione frequens.Apta domus servire Deo est, favet aura salubris,Navifer hie Amasis, pascua, rura, nemus.Gertrudis Patrona loci, quam BELGICA Virgo
120 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENDie Absicht des Rektors, die personliche Bedienung der Kapelleaufzugeben und annehmbare wirtschaftliche Voraussetzungen warenseinem Plan giinstig7. Einen Heifer fand er in dem angesehenenmiinsterschen Burger Henricus Clevorn, der den Kreuzbriidernaufgrund seiner Bekanntschaft mit den Konventualen zu Osterbergwohl geneigt war. Clevorn bat in einem Brief den schon um dieGriindung Osterbergs verdienten Kolner Prior Johannes ter Borch,das Vorhaben Wilhelms zu unterstiitzen. Gelegentlich einer Visitstionsreise nach Osterberg8 iiberzeugte sich der genannte Prior vonder Moglichkeit, die Kapelle zu iibernehmen und entsandte nachseiner Riickkehr den Kolner Konventualen Hermannus Dorsten,der aufgrund seiner alten Beziehungen zu Bischof Heinrich vonMoers besonders geeignet war, die Verhandlungen vorwarts zubringen.Am 5. Februar 1437 beauftragte Ludolphus Fabri drei Prokuratoren,die Kapelle in die Hande des Bischofs zuriickzugeben. DieUrkunde* wurde im Hause des Heinrich von Ahaus, des Stiftersder Fraterherren in Deutschland, ausgestellt und von ihm alsZeugen bekraftigt. Die Bestellung dreier Prokuratoren ita tamen,quod specialitas generalitati non deroget nee econtra, sed quod unuseorum inceperit, id alter eorundem prosequi valeat mediate et finireerinnert an die Grundsatze des miinsterschen Fraterhauses10. Mitjenem Amt wurden beauftragt der Subprior des Kolner KreuzbriiderkonventsConradus de Andernaco, Wilhelmus de Werdenaund Bernardus de Borchorst, Vikar zu Munster. Dieser Bernarduserscheint ebenso wie zwei andere Zeugen in der Wohltaterliste derLegit : Belgica erat, bellica facta modo.Tempora quid culpem, mihi CRUX sors : aspice turrisCrux mihi summa tenet, me tenet ORDO CRUCIS."(Hermans a.a.O. 1. Bd. 1, S. 109). - ,,Bent" - bedeutet soviel wie Binse, steifhalmigesGras, aus dem Besen gebunden werden ; ,,-lage" eine freie, affene Flachezwischen Waldern (vgl. H. Jellinghaus, Die westfdlischen Ortsnamen nach ihrenGrundwortern. Osnabriick, Schoningh, 1923).7 Die Natur liefert in Bentlage Holz, Steine, Sand, Kalk und Lehm, begiinstigtAckerbau, Vieh-, Bienen- und Fischzucht und unterhalt salzhaltige Brunnen. DieGertrudenkapelle war gehorig (satis competenter) mit Ackerland, Gutern und Einkiinftenausgestattet und von den Rektoren getreulich in ihren Rechten bewahrtworden. Vgl. Grosfeld a.a.O. S. 3.8 Vielleicht 1435, vgl. die Visitationsliste S. 199.8 Bentl. Urk. 1437 Febr. 5, Druck bei Grosfeld a.a.O. S. 79.10 Vgl. dessen Stiftungsurkunde, Druck in : Hist. JabrL (Munchen 1909) 30. Bd.S. 792 ff.
BENTLAGE 121Fraterherren ", ein weiterer war bei ihnen Presbyter12. Die Uebernahmeder Verhandlungen durch die Fraterherren geht wohl aufdie personlichen Verbindungen des Kolner Priors zuriick, seitlangem war ter Borch mit ihnen bekannt, auf ihre Veranlassungwar er bei den Kolner Kreuzbriidern eingetreten13.Am 2. Marz iibergab Heinrich von Moers den Kreuzbriidern dieGertrudenkapelle und gestattete ihnen, ein Kloster einzurichten14.Bemerkenswert ist die ausdriickliche Beschrankung des kiinftigenKonvents auf acht <strong>Regular</strong>e1B, aber schon bald hielt man sich nichtmehr daran. Mit der gubernatio, visitatio, correctio, reformatio, inspiritualibus et temporalibus administratio atque prioris sen subpriorisinstitutio et destitutto iiberliess der Bischof dem Orden dieallgemein zugestandene, freie Disziplinargewalt iiber das Kloster.Andererseits waren die Briider an das miinstersche Synodalstatutgehalten, demnach Streitigkeiten mit Angehorigen der DiozeseMunster nur vor den Bischof oder seinen Offizial gezogen werdendurften. Einen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung behieltsich der Landesherr vor, indem er dem Konvent untersagte, innerhalbdes Bistums und von seinen Untertanen Grundbesitz undErtrage oder Einkiinfte jeder Art ohne seine Genehmigung zu erwerben.Diese Regelung betraf in der Praxis nur grossere Vermogenswerte,auch sie ist dem spateren Aufschwung des Klostersnicht hinderlich gewesen.Nach der Uebergabe der Kapelle durch den Bischof sandtenWilhelmus de Werdena und seine Freunde auf Kosten des kiinftigen Konvents einen berittenen Boten zur romischen Kurie16, umdort die schriftliche Bitte des Ordensgenerals um papstliche Besta-M WZ Bd. 6 (1843) S. 117 : ,,Dominus Bernardus Borchorst, Officiates Monasteriensis.S. 122 : Wolterus de Alen, vicarius maioris ecclesiae. S. 114 : JohannesHuker et Arnoldus Frater eius presbyteri Monasterienses.12 A.a.O. S. 93 : Johannes Emeshus de Bilevelt, presbyter.18 Grosfeld a.a.O. S. 40 : ,Johannes zur Borch... familiaris etiam et notuscanonicis ad Fontem Salientem, a quibus transmissus ad conventum cruciferorumColoniae".14 Bentl. Urk. 1437 Marz 2 (Ottenstein), Druck : Grosfeld a.a.O. S. 81.M Im Kloster Dusseldorf wurde 1438 die Zahl der Priester auf 4 festgesetzt, beiVerbesserung der Vermogenslage sollte sie erhoht werden (Haass a.a.O. S. 120).Kloster Brandenburg war (1477) fur 12 Monche gestiftet (a.a.O. S. 166). Seit 1508durfte der Orden im Kloster Duisburg nicht mehr als 13 Priester halten (a.a.O. S.219). Dies sind die einzigen Beschrankungen, die bei deutschen Ordenshausern bekannt sind.38 Grosfeld a.a.O. S. 39.
122 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENtigung vorzulegen. Bereits am 24. April stellte Eugen IV. diegewiinschte Urkunde in Bologna aus17. Der Papst liess den Konventaller Vorrechte, Freiheiten und Exemtionen teilhaftig werden, diedem Orden vom Apostolischen Stuhl bisher gewahrt worden waren.So ging auch die Befugnis, einen Glockenturm und einen eigenenFriedhof zu gebrauchen, von der Gertrudenkapelle auf das Klosteriiber, unbeschadet der Rechte der Pfarrkirche.Damit hatte der Orden seine Rechte in Bentlage weitestgehendgesichert, mit der gleichen Vorsicht ging er nun an die Griindungdes Klosters. Hiermit beauftragte das Generalkapitel im Juni deslaufenden Jahres aus dem Kolner Ordenshaus den bisherigenSubprior Conradus de Andernaco, den Priester Thomas de Aquisund den Laienbruder Arnoldus. Nach Gewohnheit des Ordensunterstanden diese Konventualen, deren Benennung noch nicht endgiiltigwar, dem Ordensgeneral oder dessen Beauftragtem18.Im Winter 1437 iibernahm Johannes ter Borch, nachdem ersein Priorat in Koln niedergelegt hatte, die Leitung der neuenPflanzstatte und fiihrte dort die vita monastica ein. Die Chronikbetont, er sei nicht als Prior, sondern als Rektor nach Bentlagegekommen19 und dies entspricht dem im Orden iiblichen Verfahren.Aber schon seit Dezember 1437 ist ter Borch als BentlagerPrior urkundlich bezeugt20, wohl aufgrund seiner friiheren Verdienstemuss er von der Ordensleitung in dieses Amt eingesetztworden sein, eine Priorenwahl wurde erstmalig bei seinem Nachfolgervorgenommen21. Der ungewohnlich friihe Beginn des Prioratsist urn so erstaunlicher, als der Orden 1438 noch keine endgiiltigeEntscheidung iiber die Einrichtung eines Konvents getroffenhatte22 und ter Borch nach den freilich nicht immer genauenZ ^2rtL U|k> 1437 APril 24 (Bologna), Druck : Grosfeld a.a.O. S. 83.Diiff. Falkenhagen ,,Item fratres Conradus de Andernaco et Thomas de Aquispresbyten et Arnoldus conversus conventus Coloniensis stabunt pro erectione novaedomus m Bentlaghen Monasteriensis dioecesis vel alii ad ordinationem priorisgeneralis vel cui ipse commiserit".19 Grosfeld a.a.O. S. 40.20 Bentl. Urk. 1437 Dez. 13.21 Grosfeld a.a.O. S. 45.. 45.V4!?8^ "Item de nostris Processis licentia et consensu, quod fratres Joannester Borch, Thomas de Aquisgranis presbyteri et Joannes Lunen conversus conventusColoniensis stent in domo de Bentlagen ad agenda negotia domus illius, donee ordodeliberat, quid facere velit super acceptationem eiusdem domus pro novo inibiengendo conventu".
BENTLAGE 123Abschriften der Generalkapitelbeschliisse 1439 und 1441 nodi alsPresbyter fur ein Jahr nach Bentlage versetzt wurde23.Prior Johannes stammte von dem Hofe tor Borch in Nottuln24.In seinem Heimatdorf war er zunachst Priester, spater trat er, wieerwahnt, auf Betreiben der Fraterherren zu Minister25 bei denKolner Kreuzbriidern ein und wurde dort <strong>Regular</strong>kanoniker. ImKloster erlebte Johannes die allmahliche Auswirkung der 1410 begonnenenOrdensreform, die besonders in Koln das geistliche Lebenbefruchtete26. Unter den uns bekannten Konventualen, die dortdurch Abschreiben von Handschriften die Bibliothek vermehrten.ist auch sein Name vertreten 27. Durch seine devote Lebensweise,die spater an ihm geriihmt wird28, erwarb er sich das Vertraueninnerhalb und ausserhalb des Konvents. Er wurde Prokurator undPrior », 1428, 1430, 1432, 1434 und 1436 war er Ordensdefinitor,seine Beteiligung an der Griindung der Kloster Osterberg undFalkenhagen wurde bereits erwahnt80, 1436 reformierte er dasKlosterBeyenburg81.Dieser vielfach bewahrte Westfale war dank seiner mystischasketischenNatur besonders geeignet, das neue Kloster zu einerPflegestatte der Devotio moderna zu machen32. Bald stiessen zuden Kolner Kreuzbriidern, die an der Ems in grosser Diirftigkeit* Vgl. Anm. 122.M Vgl. Heinr. Donner, Beitrdge zur Geschichte des adligen Damenstiftes Nottuln(Phil. Diss. Miinster 1931) S. 106.25 Vgl. Anm. 13.38 Vgl. Haass, Die Kreuzherren in den Rheinlanden S. 79.27 Jos. Theele, Aus der Bibliothek des Kolner Kreuzbriiderklosters, m : MitteldterlicheHandschriften. Festgabe zum 60. Geburtstag von Hermann Degering.Hrsg. Alois Bohmer, Joachim Kirchner (Leipzig, Hiersemann 1926), S. 259 : DerVerfasser nennt u.a. als Schreiber ,Johannes Caborch (sic !) Prior in Bentlaget 1445". Nach E. Barnikol a.a.O. befindet sich in einer Handschrift der KolnerStadtbibliothek, die Traktate enthalt und aus dem Kolner Kreuzherrenkloster stammt,Fol. 115 v. die Bemerkung : „... hec que sequuntur sunt de libris fratris nostriJohannis Taborch (sic /) qui prior obiit in Bentlage Monasteriensis dioecesis annoDomini M°CCCC°XLV°.28 Grosfeld a.a.O. S. 40 ,,devote conversabatur... homo mirae suavitatis et magnaebenignitatis, mansuetus inter prospera et adversa, abiectiora eligens in victu etvestitu, paupertatis amator, invitari ad prandium saecularium formidabat, et humillimedegens inter fratres omnes etiam adventantes sua relieiositate aedificabat".29 A.a.O. S. 40.30 Vgl. S. 72 und S. 93.31 Diifinitiones und Grosfeld a.a.O. S. 40.32 Vgl. Anm. 28.
124 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENleben mussten, die ersten Kleriker aus Deventer, Alkmaar, Miinsterund Meppen33. Ebenso glaubte Johannes de Holsten, Kirchherr zuBevergern, in Bentlage zu finden was er suchte, als er 1440 resignierteund sich mit seinem auf sieben Karren verladenen Vermogen,eine brennende Kerze in der Hand, dem Kloster als donatus anbot.Johannes de Holsten gelang es wiederum nach und nach, mehrereWeltgeistliche zum Eintritt zu bewegenS4.Bei der Wirtschaftsfiihrung hatte ter Borch freilich eine unglucklicheHand. Auf diesem Gebiete war er keineswegs unerfahren,wie seine friihere Verwendung zeigt, doch scheint er infortgeschrittenem Alter nicht mehr die notwendige Tatkraft undEntschlossenheit aufgebracht zu haben. Die Initiative lag vielmehrbei dem jiingeren Wilhelmus de Werdena und bei einigen Gonnerndes Klosters. Wilhelm war es dann auch, der gegen die Bedenkendes Priors und der iibrigen Briider den voreiligen Kauf des bischoflichenSchultenhofes zu Niederbentlage und der beiden dazugehorigenKotten Salthuis und Sunderhuis durchsetzte. Fiir die Errichtungder Klostergebaude war bei der Streulage der Kapellengiiterder Erwerb des genannten Besitzes unumganglich, Wilhelmunterschatzte aber die finanziellen Schwierigkeiten. So gerieten dieKreuzbruder in Schulden, die den Fortbestand des Ordenshausesernstlich bedrohten.Die Kaufsumme von 2600 rheinischen Goldgulden35 lieh sichder Konvent gegen jahrliche Schuldverpflichtungen von insgesamt150 Goldgulden, Bruder Wilhelm gedachte 1000 Goldgulden durchKollekten aufzubringen und der bereits erwahnte Henricus Clevornversprach, sein Vermogen im Werte von 2000 Goldgulden nachdem Tod seiner Mutter dem Kloster zu iibergeben. Desgleichenbewog Clevorn in Miinster Burger zu Stiftungen, neben Hausgeratwurden den Briidern Biicher geschenkt oder leihweise iiberlassen.Im Sommer 1438 verloren sie durch einen Brand das Haus des28 Grosfeld a.a.O. S. 43 : 1438 Kleriker Johannes Wisse aus Deventer ; a.a.(XS. 44 : 1439 die Kleriker Ludolphus Ruwe aus Munster, Johannes aus Meppenu. Nicolaus de Alimaria.84 A.a.O.35 A.a.O. S. 41. Mit jener Summe erwarb der Bischof eine Miihle bei Bocholt, diejahrlich 100 Goldgulden einbrachte, wahrend der Hof in Bentlage nur 30 rh.Gulden abwarf.
BENTLAGE 125ehemaligen Rektors und mit ihm ihre gesamte Habe, so dass sie inHiitten leben mussten more antiquorum patrum B*. Prior Johannesuberwand die Notlage mit Hilfe seiner Freunde in der Stadt Rheine,zunachst wurde die Kuche und das Refektorium wieder aufgebaut,im nachsten Jahr folgte ein Holzgebaude, dessen Erdgeschoss demGottesdienst diente, das Obergeschoss nahm die acht Monchszellenauf. Oifenbar waren sie fiir die Ordensgeistlichen bestimmt, da dieLaienbriider sich im Haus des Schulte zu Niederbentlage eigeneZellen einrichteten. So scheinen sich die Kreuzbriider bereits imAnfang iiber die Beschrankung des Konvents auf acht Personende regula et ordine hinweggesetzt zu haben.Gegen Ende des Jahres 1438 musste das zahlungsunfahige Klosterneue Schuldverschreibungen besiegeln, Wilhelm de Werdenahatte keinen Erfolg mit seinen Kollekten und kiimmerte sich fortannicht mehr urn die Klosterwirtschaft. Die standig wachsende Verschuldungrief bei den Konventualen Unzufriedenheit hervor. Dasie zudem iiber die finanzielle Lage nicht ordnungsgemass unterrichtetwurden, bemiihten sie sich um eine Ordensvisitation. Einesolche hatte bisher wohl wegen des Ansehens des Priors noch nichtstattgefunden.Ordensgeneral Henricus de Noviomago visitierte im Februar1441 personlich die Kloster Osterberg und Bentlage und gewahrteJohannes ter Borch Entlastung von seinem Amt, worum diesergebeten hatte turn propter subiectionis desiderium, turn propteronus debitorum, turn etiam considerans fratres amarescere.Anschliessend erfolgte die erste Wahl eines Priors in Bentlage,die der General sogleich bestatigte. Sie fiel auf den Ordensgeistlichen Lajmbertus Ribbecke aus Miinster, der 1436 von dem KolnerKonvent nach Osterberg versetzt worden war. Eine Lenkung derWahl durch den General ist wahrscheinlich, doch wird Lambertus,der nicht zugegen war, im Nachbarkloster Bentlage kein Unbekanntergewesen sein. Nach dem Chronisten37 war er ein sehrdevoter Mann, in geistlichen Dingen wohl unterwiesen, hinreichend88 Grosfeld a.a.O. S. 43. Alle folgenden Nachrichten, die nicht im einzelnenfeelegt sind, stammen aus der Chronik.* Grosfeld a.a.O. S. 45.
12,collator" als ,,terminarius"39 Vgl. S. 74.40 Grosfeld a.a.O. S. 46.
BENTLAGE 127Riesenbeck, Bsch. Horstel) 41 wurde sie aber nur grosser. DasAngebot des Komturs der Deutschherren zu Munster, die Biirgschaftfiir 3000 Gulden zu iibernehmen, falls die Bentlager Monchein seinen Orden eintraten, lehnte ter Borch ab. Als der Konvent aufBetreiben der Glaubiger exkommuniziert wurde 42, folgte der Priordem Rat des Komturs und deckte im April 1445 vor dem Generalkapiteldie Schulden seines Klosters in Hohe von 7000 Gulden auf.Ter Borch erhielt eine scharfe Zurechtweisung, zur UnterstiitzungBentlages konnten ihm keine Mittel zur Verfiigung gestellt werden43.Voller Verzweiflung begab sich der Prior auf die Heimreise, erkam nur bis Munster. Dort legte er sich in dem Haus der Fraterherrenkrank nieder, liess noch einige Bentlager Briider zu sichkommen und starb in der Fronleichnamsoktav (27. Mai bis 3. Juni).So endete der erste Bentlager Prior, von dem die Chronik sagt, manhabe ihn allgemein fiir wiirdig befunden, die Leitung des gesamtenOrdens zu iibernehmen44. Als er nach Bentlage kam, lag die Zeitseiner grossten Wirksamkeit bereits hinter ihm. An der VerschuldungBentlages, dessen Sorge seine letzten Lebensjahre gewidmetwaren, ist er nicht schuldlos. Das geistliche Leben in seinerNeugrundung hat er aber zu einigem Ansehen gebracht und dafiirist ihm auch die Anerkennung nicht versagt worden. Dies bezeugennicht nur friihzeitige Stiftungen Aussenstehender an den Konvent45,sondern auch der Versuch des Deutschherrenkonvents, mit Bentlager Kreuzbriidern eine Reform des eigenen Hauses durchzufiihren46.41 Bentl. Urk. 1444 Juli 13 ; Grosfeld a.a.O. S. 48. - Vgl. tiber Rythaus :Bentl. Urk. 1490 juli 7 ; Cop. Bentl. S. 242.42 Vgl. eine solche ,,excommunicatio ob debita non soluta interdum inflicta" beiDu Cange a.a.O. Bei der angefuhrten Belegstelle (1356) empfehlen die Glaubigerden Offizialen die Absolution der Schuldner, da das Geld bezahlt sei.48 Grosfeld a.a.O. S. 49.44 A.a.O.45 1443 stiftete der begiiterte Nicolaus Cleyse, Vikar in Bentheim, unter anderemeinen Altar mit reichlichen Einkiinften und eine Jahresrente von 50 Goldgulden.(Grosf. a.a.O. S. 46 f.) Ober Cleyse vgl. WZ Bd. 6 S. 155, Cleyse verbrachte seinenLebensabend ebenso in Bentlage wie die Wohltater des Klosters Johannes Specking(,,satis providit conventui in vita et in morte") Grosfeld a.a.O. S. 47 - u.Johannes Brandlicht, der den Kreuzbriidern iiber 300 rhein. Gulden vermachte(a.a.O. S. 53).48 Dieser Plan kam 1446 zur Ausfuhrung, den Auftrag erhielten der ehemaligePrior Thomas u. Bruder Theodericus, beide sollten zum Orden zuruckkehren, falls siekeinen Erfolg hatten. tJber das Ergebnis des Reformversuches liegen keine Nachrichtenvor. (vgl. Grosfeld a.a.O. S. 52).
128 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENWahrend der Exequien trafen die Visitatoren in Bentlage ein,unter ihrer Leitung wahlte der Konvent, wohl in der ersten Woche
BENTLAGE 129Wilhelm seine Briider Almosen sammeln, wie er es vom KlosterBeyenburg gewohnt war60. Der Bentlager Kleriker Adrianus Mytveltsammelte im Laufe von fast 30 Jahren 2000 Gulden im terminus des Klosters Asperen in der Umgebung von Emmerich 51. Hiererscheint der Bettelgang als eine standige Einrichtung, andere Beispielefur die hier behandelten Kreuzbriiderkloster sind nichtbezeugt52. Bereits 1450 wurde der eifrige Prior Wilhelm, dessensollicitudo und industria der Chronist hervorhebt, von den Visitatorenseines Amtes enthoben. Wilhelm kehrte nach Beyenburgzuriick58, 1460 entsandte ihn das Generalkapitel von dort nachdem Kloster Asperen, 1463 erscheint er in der Totenliste desOrdens als Beyenburger Presbyter.Vielleicht erklart sich seine friihzeitige und von der Chronik nichtbegriindete Absetzung als Bentlager Prior durch das Bestreben desOrdens, moglichst gebildete Monche an die Spitze der Konvente zustellen. Wilhelms Nachfolger Nicolaus de Alimaria war erst imgleichen Jahr in Bentlage eingetreten, kam aber aus Deventer undhatte wahrscheinlich dort die beriihmte Schule der Fraterherrenbesucht. Nach der Bemerkung des Chronisten zum gleichen Jahr,fratres confisi in domino cogitabant de clericis recipiendis M hat sichder Bentlager Konvent urn jungen geistlichen Nachwuchs bemiiht.Es ist gewiss kein Zufall, dass 1450 mehrere Manner aus Deventerin Bentlage eintraten, die spater die namhaftesten Vertreter diesesOrdenshauses gewesen sind.Eberhard ab Orsoy wurde Bentlager Prior und spater Ordensgeneral,Henricus de Monte wurde erster Prior der BentlagerTochtergriindung Ter Apel und Generalvikar in Frankreich, Henricus de Tyla iibernahm das Ordenshaus in London. Auch bei demgleichzeitigen Eintritt des spateren Bentlager Priors JohannesBusch aus Miinster kann ein Einfluss des dortigen Fraterhausesangenommen werden. Die genannten Novizen haben den Aufstiegdes Klosters vorbereitet, sie brachten die Disziplin zu noch hoherer60 Vgl. Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 318 (aus dem Erganzungsstatut 1466) ,,Nullusquoque de caetero frater ab aliquibus Prioribus et conventibus ad terminos visitandosde novo ordinetur sine licentia generalis capituli sub poena privationis suoruraterminorum". Ebenda und S. 389 (1492) iiber die Pflichten des Terminarius.61 Grosfeld a.a.O. S. 55.62 Vgl. die Sonderfalle S. 95 f. und S. 154.63 St.A. Dusseldorf, Kloster Beyenburg (Urk.).84 Grosfeld a.a.O. S. 54.
130 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENGeltung. ,,Die Finger der Monche bekamen Fliigel" und vieleschrieben fiir den Konvent und fur Geld55. Getreulich iibten sichdie devoten Briider in den Werken der Disziplin, scheuten sichaber auch nicht vor korperlicher Arbeit.Nicolaus wurde nach dem Generalkapitel im Mai 1450 von denVisitatoren ordiniert, sein ebenfalls nur kurzes Priorat war iiberschattetvon der miinsterschen Stiftsfehde um die Nachfolge desverstorbenen Bischofs Heinrich von Moers56.Aus Furcht vor drohender Brandstiftung und Plunderung vergrubendie Bentlager Kreuzbriider ihre Biicher und Kostbarkeitenoder brachten Wertsachen anderswo in Sicherheit57.1453 wurde Prior Nicolaus aus uns unbekannten Griinden vonseinen Amtspflichten entbunden, zu seinem Nachfolger wahlte derKonvent den ehemaligen Prior Theodericus de Noviomagoaus dem Kloster Koln. Angesichts der Fehde lebten die Moncheweiterhin in standiger Furcht vor den Uebergriffen ihrer Gegner.Theodoricus sorgte nach Kraften fiir den Konvent, wegen seineshohen Alters legte er aber im Mai 1457 sein Amt auf dem Generalkapitel zu Huy nieder. Mit ihm trat die erste Bentlager Priorengenerationab, ihr Verdienst war es, im Laufe von zwanzig Jahrenunter Miihen und Enttauschungen die grossten Schwierigkeiten fiirdas junge Ordenshaus aus dem Wege geraumt zu haben.Am 25. Juli bestatigte auf einer Visitation General Georgius deBrugis, ein besonderer Gonner des Bentlager Klosters58, den einstimmiggewahlten Prior Eberhard Kirskorff (Kerskorff). DerPersonlichkeit dieses hervorragenden Mannes und spateren Ordensgeneralsverdankt Bentlage in erster Linie seinen Aufstieg.Eberhard, im Orden allgemein nach seinem Heimatort Everhardusab Orsoy genannt, war der einzige Sohn vornehmer Eltern5®.Um ihm eine griindliche Bildung zu vermitteln, schickten sie ihnauf die bereits mehrfach erwahnte Schule der Fraterherren inDeventer. Wahrend seiner Studien entschloss er sich gegen denWillen seiner Angehorigen, Kreuzbruder zu werden. 1450 trat er85 Grosfeld a.a.O. S. 54.66 Vgl. S. 37 f.67 A.a.O.68 Grosfeld a.a.O. S. 55 f. „... P. Generalis Georgius de Brugis... qui singularifavore et sollicitudine promovit conventum nostrum".69 Vgl. die Biographie bei Hermans a.a.O. 1. Bd. 1 S. 143 iff. sie stammt ausdem 17. Jh. u. fusst auf friiheren Unterlagen.
BENTLAGE 131zusammen mit Henricus de Tyla in Behtlage ein. In dem Jahr, indem Eberhard diesen Konvent iibernahm, ging die Stiftsfehde zuEnde. 26 Jahre lang hat Prior Eberhard, von seinem Subprior undspateren Nachfolger Johannes Busch unterstiitzt, erfolgreich ander Vermehrung des Gottesdienstes und des Klostervermogensgearbeitet.Fur sein Kloster beanspruchte Eberhard einige kirchliche Befugnisse,die durch Vergleich mit den Rheiner Pfarrern TheodericusHerdicke (1459) &0 und Macharius van der Hint (1473) zur Anerkennunggebracht wurden.Nach dem zuletzt genannten Vergleich, den Bischof Heinrichvon Schwarzburg am 24. Mai 1473 ratifizierte, durften die Kreuzbriiderihren standigen oder zeitweiligen Gasten die kirchlichenSakramente austeilen und Beerdigungen vornehmen, soweit dieToten nicht der Rheiner Pfarre angehorten. Wiinschte jemand ausdieser Pfarre ein Begrabnis im Kloster, so kamen dem Pfarrer dieZelebration der Exequien und der vierte Teil der Einkiinfte rationefuneralium ac exequiarum zu. Alle anderen Zuwendungen solltenden Kreuzbriidern ohne Schmalerung durch die Rheiner Pfarrebleiben, dafiir hatte das Kloster jahrlich zwei rheinische Goldguldenoder deren Gegenwert infra octavas Paschae zu zahlen61.Diese Abgabe ist noch im 18. Jahrhundert nachweisbar.Die Zahl der Kreuzbriider in Bentlage wurde bald nach derWahl Eberhards zum Prior um viele vortreffiche Kleriker vermehrt62.Mit den beachtlichen Stiftungen aus der biirgerlichen undbauerlichen Bevolkerung waren haufig Verpflichtungen zu Seelmessenund Jahrgedachtnissen verbunden, die den Gottesdienst desKonvents bereicherten. Nach der Tabula Obligationum Missarumwurden im 18. Jahrhundert in Bentlage drei Tages-, eine Wochenundzwolf Jahresmessen gelesen. Bis auf acht Jahresmessen stammendiese Verpflichtungen aus der Zeit vor der Reformation. Indie gleiche Zeit fallt die Stiftung von 5 Monats- und mindestens60 Jahresgedachtnissen 63. Mit dieser Zahl iibertrifft Bentlage den60 Bentl. Urk. 1459 Sept. 4 (Miinster, im Haus der Fraterherren).81 Bentl. Urk. 1473 Mai 24.62 Grosfeld a.a.O. S. 56 ,,Tunc (1459) successive advenerunt multi et notabilesclerici, etiam aliqui bonae prosapiae.03 Vgl. S. 254 ff.
132 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENalteren und bekannteren Konvent zu Koln, fiir den Haass M mindestens15 Memorienstiftungen aus dem 15. und aus dem Anfangdes 16. Jahrhunderts nennt.Der allgemeine Aufschwung des Ordenshauses an der Emsmachte die Erweiterung des Klostergebaudes ** und den Neubauder Kirche notwendig. 1463 begannen die Arbeiten unter dereifrigen Mithilfe der Konventualen. Wie uns der Chronist berichtet,hauten die Monche selber die Steine und brachten sie mit demSchiff zur Baustelle und liessen auch nicht in der Fastenzeit und imAdvent von der Arbeit66. In der 1484 geweihten neuen Klosterkirchestanden neun Altare*7 fiir den Gottesdienst zur Verfiigung.Auch die Vermehrung des Grundbesitzes stand haufig in Beziehungmit frommen Stiftungen. 1453 schenkten Hinricus Kreyenribbeund seine Ehefrau Greta dem Kloster ihr Haus in Rheinepro salute animarum suarum suorumque parentum 68. 1459 verkauftender Knappe Lambertus von Langen, seine Ehefrau Nese undbeider Kinder dem Prior Evert und ,,den gemeynen Heren undBroderen" ihr Gut Niederklafeld an der Ems gegeniiber demKloster gelegen*59. Im gleichen Jahr kaufte der Konvent das GutVasterding (Ksp. Neuenkirchen, Bsch. Landersum) von demKnappen Ludeke Hake und seiner Ehefrau Gertrud70. 1471 kamder Hof Kempenhuis (bei Mesum) durch den KonventualenWilhelm van Mytvelt an das Kloster71. 1472 erbten die Moncheden ,,Hakenhove" (Ksp. Altenberge, Bsch. Kump) von dem miin-54 Haass a.a.O. S. 75.68 Vgl. S. 283.88 Qrosfeld a.a.O. S. 56.67 Vgl. S. 285.68 Bentl Urk. 1453 Juni 12 (Druck : Grosfeld S. 105 iff.), vgl. uber dasKreyenribben-Haus : Cop. Bentl. S. 128. (Druck : Grosfeld a.a.O. S. 107 f.)u. Bentl. Urk. 1512 Januar 7. Am 31. Okt. 1585 wurde das Haus an Claves Stein,Scharfrichter zu Rheine, und seine Ehefrau Anne verkauft (Cop.).69 Bentl. Urk. 1459 Aug. 17. Vgl. uber Niederklafeld : Bentl. Urk. 1459 Okt.10 ; 1460 Okt. 9 ; 1541 Nov. 10. Zu 1459 bemerkt die Chronik : „... coepimusextendere ifiniculos terminorum nostrorum". (Grosfeld a.a.O. S. 56).TO Bentl. Urk. 1459 Mai 18. Der Hof gehorte vordem zur Bentlager Gertrudenkapelleund war von dem Rektor Hermann Daniels dem t Ludike Hake verkauftworden. Vgl. iiber Vasterding : Bentl. Urk. 1358 Aug. 14 ; 1428 Sept. 14 ; 1563Marz 26.71 Bentl. Urk. 1471 Sept. 20. Vgl. uber Kempenhuis : Bentl. Urk. 1469 Marz 27 ;1470 Januar 5 ; 1478 Mai 15 (b); i486 Juli 27 ; 1515 Januar 18.
BENTLAGE 133sterschen Domherrn Hinrick Fransoys72. 1473 kaufte Prior Kirkskorfvon Matheus van Munster den Hof Helminck (Ksp. Plantliinne,Bsch. Spelle) 73. 1474 schenkte Lysa, Witwe des seligenCordes van Beversen, den Hof Tepenhuis zu Detlage (Ksp. Lengerich,Bsch. Langen) ,,angeseen ewyge salicheyt erer eres seligenhuesheren vorschreven erer vaders und moders seelen und vort alleder genre de van erch geslechte verstorven synt und vort verstervenmogen". Gleichzeitig verpflichtete sie die Briider, ihr Anniversariumzu zelebrieren 74. 1474 vermachte Henricus van Egher, Kanonikerin Bonn, den Kreuzbriidern sein Gut Tabenhelmiges Erbe (Tabe,Ksp. Schapen, Bsch. Borken, Amt Lingen) T5. 1476 schenkte dieWitwe des Symon Busschen, die in den KreuzbriiderkonventenBentlage und Osterberg je einen Sohn hatte, beiden Klostern einHaus in Munster in der Martinipfarre bei dem Kirchhof76.Im gleichen Jahr kaufte Prior Kirskorf den Hof Beil (Bsch.Bentlage) von dem Coesfelder Burger Engelbert Poppe, seinerEhefrau Konne und beider Kinder ,,vor eyne genochlycke summevan Gulden"77. 1483 schenkte Gerhardus Volker, Praebendariusund ein grosser Wohltater des Klosters, dem Prior Busch denHof Frohues (Ksp. Rheine, Bsch. Hauenhorst) 7S. Im gleichen Jahrschenkte Borneer Gruter dem Konvent um Gottes und seiner wieseiner Familie Seligkeit willen sein Erbgut Kallickule an demOsterwolde (Ksp. Schapen, Amt Bevergen), damit im Kloster allezeitfur ihn gebetet werde79. 1488 erwarb das Gotteshaus an derEms den NienhoiF (Ksp. Salzbergen, Bsch. Holsten) kauflich vonn Cop. Bentl. S. 73. - Vgl. uber Hakenhove : Bentl. Urk. 1461 Marz 28 ; am2. Mai 1602 mit Genehmigung des Ordensgenerals dem Rutger von Asbecke, Domherrzu Munster, iibertragen (Cop. Bentl. S. 385 ff.).73 Cop. Bentl. S. 62 f. - Vgl. uber Helminck : Cop. Bentl. S. 61 f. ; S. 64 ;S. 240 £f.74 Cop. Bentl. S. 51 ff. (14 April). - Vgl. uber Detlage : Bentl. Urk. 1502 Juni 5.75 Bentl. Urk. 1474 Mai 18 (a). - Vgl. uber Tabenhelmigs Erbe : Bentl. Urk.1448 Febr. 1 ; 1448 Juni 1 ; 1456 Febr. 27 ; 1473 Juli 19 ; 1474 Mai 18 (b);1474 Mai 20 ; 1480 Mai 27 ; i486 Marz 10 ; 1487 Januar 18 ; 1498 Marz 19 :1499 Sept. 30 ; 1662 Juni 2.78 Cop. Bentl. S. 228 (22. Januar). Vgl. fiber dieses Haus a.a.O. S. 229 iff.1775 fur 800 Reichstaler verkauft (a.a.O. S. 231).77 Bentl. Urk. 1476 Aug. 7. Vgl. iiber Beil : Bentl. Urk. 1476 Aug. 9 ; 1476Aug. 20 ; 1480 Marz 9 ; 1483 Marz 4.78 Bentl. Urk. 1483 Juli 14. Vgl. uber Frohues : Bentl. Urk. 1482 Juli 24 ;1482 Aug. 13 ; 1483 Juli 14 ; 1497 Febr. 3 ; 1500 Sept. 15 ; 1535 Dez. 7.79 Bentl. Urk. 1483 Sept. 2. Laut Notiz Cop. Bentl. S. 65 im Jahre 1772 fur425 Reichstaler an Bussmann in Ostenwalde verkauft.
134 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENGraf Everwyn zu Steinfurtso. 1489 vermachte Ludike Hake denKreuzbriidern testamentarisch den Hof Wolterdinck (Woltermann,Ksp. Emsbiiren, Bsch. Bexten) 81. 1490 tauschte der Konvent seinRythues (Ksp. Riesenbeck) gegen den Hof Oberklafeld (Bsch.Bentlage) S2. 1495 erbten die Briider den Hof Hinnerking mit demWyschkotten (Bsch. Altenrheine) von dem bereits erwahntenGerhardus Volker*3.So gelangten in der zweiten Halfte des Jahrhunderts acht Hofeund zwei Hauser durch Schenkung und fiinf weitere Hofe durchAnkauf an den Konvent. Fur den gleichen Zeitraum seien folgendeGeldzuwendungen hervorgehoben :1457 schenkte der Rheiner Burger Ludolphus Poppe jahrlich100 rheinische Goldgulden54. Wenig spater zogen die Eltern desAdrianus Mytveld in das Kloster und brachten tausend Goldguldenein, wovon sie die Mittel fur einen bescheidenen Lebensunterhaltfur sich behielten85. 1473 schenkte ein alter Mann namensDethardus 200 Goldgulden88. 1484 erhielten die Briider vonHenricus Morlage, Vikar zu Metelen, 100 Goldgulden fiir ihreBekostigung87. 1485 gab der spater in Bentlage gestorbene undbegrabene Johannes Boese, Vikar zu Sdmttorf, 300 Goldgulden undeinen Kelch fiir seine Seelenmesse88. 1492 vermachte LubbertusGrever den Kreuzbriidern iiber 100 Goldgulden 89. 1499 empfingendie Konventualen 200 Goldgulden von dem Patrimonium ihresSubpriors90. 1500 vermachte die honorabilis domina Gertrudis Hake80 Bentl. Urk. 1488 Nov. 8 (a). Vgl. iiber Nienhoiff : Bentl. Urk. 1488 Nov. 8(b); 1488 Nov. 8 (c); 1488 Nov. 10 ; 1490 Januar 1 ; 1491 Sept. 26 ; 1492Mai 23 ; 1576 Juli 4 ; Cop. Bentl. S. 91 f. S. 93 f.81 Bentl. Urk. 1489 Juli 7 (a). Vgl. iiber Wolterdinck : Bentl. Urk. 1440Januar 26 ; 1489 Juli 7 (b); 1515 Marz 21 ; 1533 Dez. 13 ; 1606 Dez. 8 (b).82 Bentl. Urk. 1490 Juli 7. Vgl. iiber Obercraemvelt : Bentl. Urk. 1449 Dez. 27 ;1460 April 23 (b); 1490 Juli 25 (a und b); 1490 Juli 7 (a und b); 1490 Juli 8 ;1500 Marz 13 ; 1524 Marz 21 ; 1529 Nov. 11 ; 1530 Aug. 30 ; 1545 Juni 5 ;1590 Mai 14 ; Cop. Bentl. S. 113 f.83 Bentl. Urk. 1495 Apr. 3. Vgl. iiber Hinnerking : Bentl. Urk. 1471 Nov. 7 ;1490 Dez. 4 ; 1492 Dez. 31 (a und b); 1493 Okt. 5 ; 1494 Apr. 30 ; 1495 Mai 8 ;1529 Aug. 26 ; 1628 Febr. 10 ; 1650 Marz 14 ; 1674 Januar 25.84 Grosfeld a.a.O. S. 55.85 A.a.O.88 A.a.O. S. 58.81 A.a.O. S. 60.88 A.a.O.89 A.a.O. S. 61.80 A.a.O. S. 63.
BENTLAGE 135dem Kloster bei ihrem Tode 300 Goldgulden91. Das Patrimoniumdes Bruders Henricus Wese betrug wenigstens 300 Goldgulden 92.Audi im Ordensverband gelangte das aufstrebende Kloster zuAnsehen. Seit 1466 zahlte Bentlage mit zwei Goldkronen regisFranciae Visitationsgebiihr den hochsten Satz der deutschen Klosterim Orden, ebensoviel mussten beispielsweise auch die Kloster Koln,Marienfrede, Herzogenbusch, Osterberg und Falkenhagen entrichten93.Seit 1463 wurde Prior Everhard immer wieder zu Ordensvisitationenzugezogen94, in den Jahren 1466, 1471, 1474, 1476,1478, 1481 und 1482 nahm er als Definitor personlichen Anteil ander Ordensleitung, Bereits im Mai 1465 iibertrug ihm das Generalkapiteldie Griindung eines Ordenshauses in Ter Apel (Westerwolde,Provinz Groningen, Diozese Osnabriick) 95.Im Vorjahre hatte Jacobus Wyltingh, Curatus zu Gerlesswerdund Loppersum, einen wiisten Hof, den er von dem Pramonstratenserklosterzu Schildwolde erworben hatte, zu Ehren Gottes undfiir seiner Seele Seligkeit dem Kreuzbriiderorden geschenkt, damitein neues Kloster errichtet wurde. Um die Monche zu dem schwierigenWerk 96 zu ermutigen, schenkte er dazu seinen Hof Wyltinghervezu Onstwedde und seinen Grundbesitz bei Loppersum undGerlesswerd. Fur die beiden ersten Jahre versprach der Stifter seineHilfe, doch sollte die Dotation ungiiltig sein, wenn es nicht zurKlostergriindung kame. Bei der Ausstellung der Urkunde®7 wardas Kloster bereits im Bau und bewohnt. Der erste Prior des neuenOrdenshauses Novae Lucis wurde der bisherige Prokurator inBentlage Hindrick van den Berge (Henricus de Monte), SeniorLudolphus, Kleriker Gerardus de Horn, ein weiterer OrdensgeistwA.a.o.92 A.a.O.83 Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 317. 1458 zahlten Bentlage und Falkenhagen zweiRh. Gulden, Osterberg drei Gulden (a.a.O. S. 282).M Vgl. die Visitationsliste S. 199 iff.08 Diff. Falkenhagen : ,,(1465) Item locum dictum Apel per venerabilem DominumJacobum Wiltinck, curatum in Geltesweert, iam Nova Lux vocatum ordininostro pro novo monasterio erigendo oblatum terrae monasteriensis, dioecesisOsnaburgensis acceptamus ac ordini nostro incorporamus, curam, gubernationem acdispositionem personarum ac rerum dilectis nobis in Christo priori et conventui inBentlaghen committentes, ut ipse eidem loco de priore et fratribus ibidem ponendisprovideat diligenter".88 Da ,,de stede wonderlicken sere ist verwoest und verkommen, waar umme daersere groet arbeit ot horet".97 Archief der Gemeente Groningen, klooster Ter Apel, Regest Nr. 11 (1464Febr. 22).
136 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENlicher und einige Laienbriider aus Bentlage unterstiitzten ihn M. DieBriider konnten am 21. Juli 1465 die neue Statte endgiiltig iibernehmen**9.Man sieht auch an diesem Beispiel, wie vorsichtig derOrden bei Neugrundungen vorging. Zur Zeit der offiziellen Auftragserteilungwaren die Kreuzbriider 114 Jahr, vielleicht schonlanger, bei der Aufbauarbeit.1466 gestattete der Pastor der Pfarrkirche zu Sellingen denBriidern, die Sakramente auszuteilen, Beerdigungen mit Ausfahrtfeierlichkeitenvorzunehmen und Vermachtnisse und Geschenkeanzunehmen100. Als 1472 durch Brandstiftung eines fliichtigenDonaten die Kirche, das Dormitorium, das Refektorium und dieKiiche des Klosters abbrannten, unterstiitzte der Bentlager Konventdas in Not geratene Tochterkloster nach Kraften101. Schon 1473wurde im Kloster Ter Apel eine Kirche mit fiinf Altaren gegriindet102.1485 beauftragte das Generalkapitel das Kloster NovaeLucis, einen Platz in Lottersen anzunehmen und dort einige Personeneinzusetzen10B. Um einen Konvent scheint es sich aber nichtgehandelt zu haben.Wie die Visitationslisten zeigen, bestanden auch im 16. Jahrhundertenge Beziehungen zwischen Bentlage und Ter Apel. ,,Entigde der spaansche beroerten" fliichteten die Kreuzherren von TerApel in ein Ordenshaus nach Westfalen, vermutlich nach Bentlage.1619 wurde Ter Apel sakularisiert104.Nach der Bentlager Chronik hat der Konvent nicht nur nachTer Apel, sondern auch nach Sneek und Hoorn die ersten Kreuzbriider entsandt105. 1470 xibertrug das Generalkapitel den Priorenvon Bentlage und Ter Apel die Entscheidung daruber, ob auf einemnicht naher bezeichneten Platz mit einer Kirche und Hausern ein88 Vgl. Guosfeld a.a.O. S. 57 f.09 Archief... Regest Nr. 13 (1465 Juli 21).300 A.a.O. Regest Nr. 18 (1466 Okt. 26).101 Grosfeld a.a.O. S. 58.302 Archief... Regest Nr. 31 (1473 Aug. 29).103 Diff. Falkenhagen ,,(1485) Item locum cum eius attinentiis ordini nostroexhibitum in Lothersen committimus priori Novae Lucis cum visitatoribus transrhenum ordinate acceptandum et in personis providendum".104 Vgl. im ganzen Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 493-512.106 Grosfeld a.a.O. S. 59 ,,(Everhardus ab Orsoy) fuit etiam praecipuus inreceptione novorum conventuum Novae Lucis in Apel, in Sneekis et in Hoorn,quibus in locis fuit primus introductor fratrum".
BENTLAGE 137Ordenskloster errichtet werden konne106. Offenbar ist es aber nichtzu einer Griindung gekommen.1488 wurde auf einem von vielleichtdemselben Stifter geschenkten Platz bei Groningen das KlosterSchermer gegriindet107. In drei weiteren Fallen wurde der BentlagerPrior mit der Inspektion von dotierten Platzen und gegebenenfallsmit der Einrichtung von Konventen beauftragt108. Die Quellenberichteten jedoch nichts iiber Klostergriindungen, die mit denfraglichen Stiftungen in Verbindung stehen.1494 entsandte das Kloster Bentlage ex speciali commissionereverendi P. Generalis einen Rektor mit zwei Konventualen in dasKloster Schermer, weil dort der Prior und samtliche Briider an derPest gestorben waren109.1483 ubernahm Everhard Kirskorf als Ordensgeneral das MutterklosterHuy, unter seiner Leitung kam es zu der Griindung derKloster Emmerich (1483), Briiggen (1484), Brandenburg (1484),Ehrenstein (1487), Helenenberg (1488), Viridarium (Angers inFrankreich 1490), Wickrath (1490), Dinant (Diozese Luttich1490)' und Schermer (1490). Kein anderes Ordensoberhaupt warerfolgreicher bei der Ausbreitung der Kreuzbriider. An innerenSpannungen hat es freilich nicht gefehlt. Wohl wegen seiner108 Generalkapitel 1470 ,,Item inquisitionem et curam loci et ecclesiae et domorumper nobilem venerabilem Johannem Richer de Poste (Diff. Schwarzenbroich : Rynkarde post) ordini nostro oblatorum pro novo monasterio erigendo prioribus inBentlaghen et Novae Lucis committimus et, si eis videtur expedire, eandem oblationemacceptant ac de priore et fratribus provideant".307 Generalkapitel 1488 ,,Item locum ordini oblatum circa Groninghen per strenuumdominum Johannem Renghers, militem capitaneum in Schermer, committimus dilectis nobis priori et fratribus Novae Lucis ad acceptandum..."108 Generalkapitel 1474 ,,Item praedia, antiquitus ad fontem sonantem dicta,oblata ordini per strenuum virum Conradum Hachtmeyster pro augmento gloriaeDei et ordinis promotione per dilectos nobis priores Vallis Liliorum et Bentlageconventuum duximus inspicienda et per eos dilectis nobis priori et fratribus conventusMontis Orientis committenda, si visum fuerit ipsis, ad ordinandum pro novomonasterio inibi de suis personas congruentes". - Generalkapitel 1475 : ,,Itempriores de Bentlaghen, Schydam et de Galilea prope Worrichem visitabunt et videbuntlocum per venerabilem D. Theodoricum Rome oblatum in Avisato prope Tyel(Avezaath bei Tiel, Prov. Gelderland) pro erigendo novo monasterio et si qisvisum fuerit, tune conventus S. Agathae acceptabit et providebit de personis etnecessariis". •- Generalkapitel 1488 : ,,Item locum et conventum oblatum pervenerabilem dominum Ottonem de Langhen, canonicum Magunt. committimus prioriin Bentlaghen ad inspiciendum et providendum illo loco de fratribus idoneis, sacerdotibuset laicis recepta fundatione secundum bullam sedis apostolicae".109 Grosfeld a.a.O. S. 62. Das Generalkapitel meldet 1495 den Tod des Priors,des Prokurators und vier weiterer Bruder in Schermer.
138 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENausgedehnten Visitationsreisen blieb Everhard einmal dem Mutterkloster14 Monate fern und hielt, angeblich wegen ungiinstigerVerkehrsverhaltnisse, das Generalkapitel 1489 im Kloster St.Agatha ab. Auf Protest der Kreuzbriider von Huy verpflichtetePapst Innozenz VIII. Everhard und seine Nachfolger zu dem Eid,das Generalkapitel nur in Huy zu zelebrierenlia. Everhard starbam 18. Dezember 1493 und wurde vor dem Hochalter in derKlosterkirche zu Huy begrabenlia.Sein Nachfolger in Bentlage, Johannes Busch, stammt ausMunster, er war 1450 in Bentlage eingetreten und iibernahm 1483nach 26jahriger Amtstatigkeit als Subprior die Leitung des Klosters.Auch dieser Prior genoss Ansehen im Orden, in den Jahren i486,1490, 1494, 1495, 1496 und 1498 wahlte ihn das Generalkapitelzum Definitor.Verdienste um den Orden erwarb sich ebenfalls der bereitsgenannte erste Prior von Ter Apel, Henricus de Monte. Nach seinerWahl zum Definitor im Jahre 1485 hielt ihn der damalige GeneralTheodericus ab Hall proper certam famam suae religiositatis etdisciplinae in Huy zuriick, wenig spater entsandte er ihn als vicariusFranciae nach Frankreich. Dort hat er das Kloster Paris und vorallem das Kloster Caen (conventus Cadomensis) reformiert112. Eskann als ein Erfolg der Reform angesehen werden, dass der zuletztgenannte Konvent erstmalig 1491 und dann noch einmal in denJahren 1500 und 1502 einen Ordensdefinitor stellte. Bereits vor derBerufung des Henricus de Monte zum Generalvikar in Frankreichwirkte der Bentlager Presbyter Cornelius viele Jahre in den OrdenshausernParis, Ivoix und Goes (Provinz Seeland) 118.Um das Jahr 1484 leitete der Bentlager Konventual AdrianusMytfeld aus Dordrecht das Kloster Woudrichem (Provinz Nordbrabant)114. Theoderich Rabbert, Prokurator und seit 1483 Subpriorin Bentlage, iibernahm i486 das Kloster Emmerich. 1490,130 Hermans a.a.O. 1. Bd. 1, S. 143 if. und St. A. Diisseldorf, Kloster Marienfrede,Akten.111 Hermans a.a.O. 1. Bd. 1, S. 146.m Grosfeld a.a.O. S. 57.113 Vgl. Anm. 122.134 Grosfeld a.a.O. S. 59. Mytfeld war 1457 in Bentlage eingetreten.
BENTLAGE 139mitten in erfolgreicher Aufbauarbeit, wurde er wieder nach Bentlagezuriickgerufen115.Als sechsten der Bentlager Ordensgeistlichen, die damals Kreuzbriiderkonventeleiteten, nennt die Chronik Hermannus Wessaliae,ihm war das Kloster in Brandenburg anvertraut116. 1493 wurdeder Bentlager Konventual Zeno Renger zum Prior von Maaseik(Diozese Liittich) gewahlt117. Im gleichen Jahr iibernahm derbisherige Subprior Henricus de Tyla, der zusammen mit EberhardKirskorf in Bentlage eingetreten war, das Kreuzbriiderkloster inLondon118. Zuvor hatte ihn das Generalkapitel mit der Reform derOrdenshauser in England beauftragt. Bei dieser Aufgabe wirktebereits 1456 der Bentlager Subdiakon Wilhelmus als einer derKoadjutoren des Generalvikars Wilhelmus de Zutphania mit119.Vermutlich sind auch spater noch Kreuzbriider von der Ems nachEngland gesandt worden, 1497 starb dort der Bentlager Presbyterund Donat Joannes Warendorp 12°. Im Gegensatz zu den franzosischenKlostern haben die englischen Konvente bis zu ihrerAuflosung unter Kdnig Heinrich VIII. keinen besonderen Einflussauf die Ordensleitung genommen, ein Definitor aus einem englischen Ordenshaus ist nicht bekannt.1481 starb der Bentlager Ordensgeistliche Johannes Edam alsSubprior des Klosters Franeker (Provinz Friesland) 12\ Von deniibrigen Briidern, die in anderen Konventen zur Hebung derKlosterzucht eingesetzt wurden, sei Johannes de Meppis hervorgehoben,er wirkte in Namur und Tournai.Die Entsendung bewahrter Manner nach deutschen, niederlandischen,franzosischen und englischen Konventen122 spricht ebenso115 Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 397. Rabbert erscheint Bentl. Urk. 1501 Dez. 20als Senior und langjahriger Prokurator. 1484 kaufte Bentlage bei Emmerich Weideland(Cop. Bentl. S. 167, ebenso 1550, a.a.O. S. 169 f.)> spater wurde dieserGrundbesitz dem Kreuzbriiderkloster Emmerich verkauft (Rh. Wolb. I D 2).118 Grosfeld a.a.O. S. 59.117 A.a.O. S. 61.118 A.a.O.119 Vgl. unter Osterberg S. 76 Anm. 30.120 Grosfeld a.a.O. S. 63, vgl. S. 249.121 A.a.O. S. 58.122 Von Bentlage wurden versetzt in die Kloster : Namur : Johannes Meppen(1447). Koln : Nicolaus (1447). Tournai: Joannes de Meppis (1448). Goes:Gerardus, Presbyterus (1452); Cornelius, Presbyterus (1452, 1453, 1457, 1458);Christianus (1528, ,,voce et loco privatus propter verbum dictum prioribus temporevisitationis"). England: Wilhelmus, Subdiaconus (1456). Condren : Cornelius,Presbyterus (1459 ,,ad dispositionem prioris Tornacensis per annum"). Paris :
140 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENfiir die Bedeutung Bentlages wie fur den inneren Zusammenhangdes Ordens. Bei der Weihe der Bentlager Klosterkirche im Jahre1484 zahlte der Chor einschliesslich mehrerer Ordensgaste an die40 Kreuzbriider123, sechs Jahre spater lebten an der Ems 52 Monche(24 Ordensgeistliche und 28 Laienbriider) 154. Diese Nachricht derChronik ist die einzige konkrete Angabe iiber die Grosse des Konventsim 15. Jahrhundert, jene ansehnliche Zahl stellt wohl dendamaligen Hochststand dar und ist wahrscheinlich auch spater nichtmehr iibertroffen worden. Damals war das Kloster nicht nur einestille und abgeschiedene Statte der {Contemplation125, durch vielfacheBande war es zugleich mit dem weiten Ordensbereich verkniipft.Fiir viele Konventualen ein Refugium, fur manche derAusgangspunkt verantwortlicher Tatigkeit, hat Bentlage einen beachtenswertenBeitrag zur Forderung des gesamten Ordens geleistet.Der Schwerpunkt dieser Bemiihung lag bis in das 16. Jahrhunderthinein in den Niederlanden. Die Hinwendung zum westlichenNachbarn erscheint als eine Riickwirkung jener entscheidendenImpulse, die Bentlage um die Mitte des 15. Jahrhunderts vonDeventer empfangen hat. Kaum in einem anderen deutschen Konventdiirfte der niederlandische Charakter des Ordens ausgepragtergewesen sein. Nach den vom Generalkapitel verfiigteri Personalveranderungenzu urteilen war der Austausch mit den niederlan-Wilhelmus, Presbyterus (1460); Cornelius (1462, 1463, 1464, 1465, 1466, 1467).Ivoix : Cornelius (1468, 1469 ,,ad dictamen prioris nostri generalis vel visitatorum").Beyenburg : Henricus de Tyla (1470, 1471). Hohenbusch : Johannes ten Wolde,donatus (1483 ,,ad dictamen prioris nostri generalis"). Brandenburg : HinricusColoniensis (1485 ,,per annum ut conventualis"). Scbwarzenbroich : Henricus Hoge(1510). Hoorn : Hermannus Coloniensis, sacerdos (1522 ; 1524 zuriickgerufen).Huy : Bernardus Mensinck (1528). Sneek : Christianus (1529); Egbertus (1542capitularis et praedicator ibidem mansurus); Joannes Borcken, Presbyter (1554).Dilsseldorf : Joannes (1534). Franeker : Egbert Vennis (1550 ut praedicator);Theodor (1558). Marienjrede : Gerardus Rhenis (ut Subprior et magister noviciorum).- Nach Bentlage wurden versetzt aus den Klostern : Koln : Conradus deAndernaco, Presbyter (1437); Thomas de Aquis, Presbyter (1437, 1438, 1439, 1440,1443); Arnoldus, conversus (1437); Johannes ter Borch (1438, 1439, 1441);Johannes Lunen, conversus (1438, -1441, 1449). Osterberg : Henricus Horstmariae,sacerdos (1438). Beyenburg : Joannes Wede (1447). Scbwarzenbroich : GerardusRenen (1447). Hohenbusch : Gerardus Harlemius (1447). Aachen : Everhardus,Presbyter (1449). Duisburg : Hinricus Schult, conversus (1503). Sneek: Nicolaus(1527). Goes : Bonifatius (1528). Marienjrede : Engelbertus, Subdiaconus (1558).Schiedam : Wilhelmus (1558). Namur : Johannes Birfes (1631).123 Grosfeld a.a.O. S. 60.1W A.a.O. S. 61.125 So Henze a.a.O. S. 34.
BENTLAGE 141dischen Klostern reger als der mit den deutschen Ordenshausern,In der Provinz Frisia visitierten die Bentlager Prioren, seitdem siezu dieser Aufgabe herangezogen wurden, ebenso haufig wie imGebiet rechts des Rheins. Dort gelang die Griindung von Ter Apel.Die Visitationslisten bezeugen einen regelmassigen Verkehr zwischenMutter- und Tochterkloster, dies scheint nach den ausdriicklichenVisitationsauftragen, zumindest im 16. Jahrhundert, nichtselbstverstandlich gewesen zu sein.Ausserdem pflegte Bentlage wirtschaftliche Beziehungen mit denNiederlanden, dort erwarb das Kloster einigen Grundbesitz, meistWeideland126, und legte, vornehmlich im 16. Jahrhundert, seinangewachsenes Kapital in Rentenkaufen an127. Spater hat derKonvent die Renten, die wahrend des Niederlandischen Freiheitskampfes(1568-1648) unregelmassig oder gar nicht gezahlt wurden,ablosen lassen128.Nachrichten iiber Beziehungen Bentlages zu den iibrigen deutschen Ordenshausern in dem bisher behandelten Zeitraum beschrankensich fast ausschliesslich auf die bereits mitgeteilten Beschliisseder Generalkapitel. Gegenseitige Visitationen verbanden den Konvent, der geographischen Lage entsprechend, vor allem mit denw 1460 : 23 Morgen Acker und Weiden bei Woudrichem (Grosfeld a.a.O.S. 56 ; vgl. Cop. Bentl. S. 225 f.)- 1498 : 5 Morgen Land bei Woudrichem (Cop.Bentl. S. 227). 1510 : 5 Morgen Land zu Tienhoven (a.a.O. S. 227). 1519 : 46Gras Land bei Groningen (a.a.O. S. 223 f.). 1539 : ein Stuck Land bei Koevorden(a.a.O. S. 177). 1555 : 10 1/2 Morgen Land in Longeroick (a.a.O. S. 227).127 1500 lieh der Konvent 300 Goldgulden in Deventer aus (Grosfeld a.a.O.S. 63). An Jahresrenten kaufte das Kloster in Groningen : 1508 (im benachbartenBenediktinerkloster Silva) 5 Rhein. Goldgulden (Cop. Bentl. S. 435 f.). 1517 :15 Rhein. Goldgulden (a.a.O. S. 439 f.); 1527: 21 Rhein. Goldgulden (a.a.O.S. 443 f.); 1533 : 10 Rh. Goldgulden (a.a.O. S. 445 f.); 1539 : 15 Rhein. Kurfurstengulden(a.a.O. S. 449); 1559: 10 Rhein. Goldgulden (S. 454); 1561:20 Karolusgulden (a.a.O. S. 455); 1574: (Konvent Warsum bei Groningen) 18dicke Taler (a.a.O. S. 511). - Ausserdem in Oldenzaal: 1511 : 15 Gulden (a.a.O.S. 433). Kloster Aedwerth : 25 Rhein. Goldgulden (a.a.O. S. 446). Im Gebiet vonTienhoven : 1539 : 3 Kurfiirstengulden (Pacht, a.a.O. S. 429). 1547 : 30 Rhein.Gulden (a.a.O. S. 431); 1549 : 30 Goldgulden (a.a.O. S. 429); 1588 : 10 Goldgulden(a.a.O. S. 432). In Koevorden : 1542 : 10 Rhein. Gulden (a.a.O. S. 461). InFriesland : 1556 : 10 Rhein. Gulden (a.a.O. S. 452). In Garmerwolde : 1559 : 16Rhein. Gulden (a.a.O. S. 453); Ksp. Middelstum : 1563 : 20 Joachimstaler (a.a.O.S. 456).128 So wurde 1594 die 1549 gekaufte Rente abgelost, da sie seit 1576 nicht mehrausgezahlt worden war (Cop. Bentl. S. 429). Eine andere 1547 gekaufte Rentewurde 1605 fur 800 Gulden eingelost, da seit Jahren wegen Uberschwemmung undKrieg keine Zahlungen eihgingen (a.a.O. S. 431). 1613 verkaufte Bentlage Weidelandbei Koevorden (Rh.-Wolb. I D 2), 1630 die Liegenschaften bei Groningen(O)
142 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENrechtsrheinischen Klostern Osterberg, Falkenhagen und Marienfrede.Das Bentlager Archiv enthalt dariiberhinaus lediglich einigewirtschaftliche Nachrichten, die zugleich Osterberg betreffen***.Angesichts des allgemeinen Aufschwungs, den der Konvent unterden Prioren Kirskorf und Busch (1467-1501) nahm, erhebt sichdie Frage nach dem geistigen Leben in Bentlage. Es liegt nahe, dasszunachst der Kolner Konvent die Tochtergrundung auch in dieserHinsicht betreut hat. In Bentlage gab es bereits 1438 eine kleineBibliothek, die Biicher waren zum Teil von frommen Mannernausgeliehen oder geschenkt worden130. Dass spater mit der Zahlder Briider auch der Bucherbestand wuchs, ist selbstverstandlich M1.Prior ter Borch, der im Kolner Konvent eigenhandig Biicherkopiert hat132, diirfte auch in Bentlage die Konventualen zurSchreibtatigkeit angehalten haben. Ausdriicklich wird sie erwahntzum Jahre 1450, in dem die disciplina regularis durch den Eintrittmehrerer Kleriker und anderer Novizen besonders gefordert wurde.Hier wird bestatigt, dass das Schreiben zur devoten Lebensweiseder Ordensgeistlichen gehorte, in Bentlage waren es viele Briider,die sich diesem opus disciplinae zuwandten. Ihre Arbeit pro conventubezieht sich fraglos auf die Vermehrung der Bibliothek, danebenlegte die damalige Notlage des Konvents den Brudern nahe, sichmit schriftlichen Arbeiten, wohl auch profaner Art, Geld zu verdienen.Wenn auch weitere Nachrichten iiber Bildungsbemuhungenin Bentlage nicht auf uns gekommen sind, so muss doch der Konvent am geistigen Leben des gesamten Ordens zumindest Anteilgenommen haben, anders hatte er sich kaum das so oft bezeugteVertrauen der Ordensleitung erwerben konnen. Die Tatsache, dassnur ein einziges literarisches Erzeugnis, die mehrfach erwahnteBentlager Chronik, iiberliefert ist, mag in dem Klosterbrand desJahres 1647 ihre Erklarung finden.1291472 uberhess die Witwe Busche (vgl. S. 133 f.) den Prioren von Osterbergund Bentlage als vaterlichen Anteil ihrer Sohne ein Haus mit zwei Garten inMonster, i486 erhielten beide Kloster den Zehnten iiber Helmiges Erbe (KspSchapen, Bsch. Borcken) von dem f Heinrich van Egher Kanoniker 211 Bonn undKirchherr zu Schapen (Bentl. Urk. i486 Marz 10). Im folgenden Tahr verkaufteOsterberg semen Anteil an diesem Zehnten an Bentlage (Bentl. Urk 1487Januar 18). • 0/g50.Vgl. Anm. 27.' »bibliotheca" wifd 1446 erwahnt (a.a.O. S. 51).
BENTLAGE 143Mit dem Beginn des 16. Jahrhunderts bricht die Chronik unvermitteltab. Dies ist um so bedauerlicher, als wir nur sparlicheAnhaltspunkte besitzen fiir die Beurteilung des Klosterlebens imZeitalter der Reformation.Auf den 1501 verstorbenen Johannes Busch folgten fiinf Priorenmit kurzer Amtsdauer: Johannes de Wesalia (1501-1504),Gerlacus Horneken (1504-1506), Hinric van Laer (1506-1511), Elbert van Schuettorp (1511-1520) und Bernd vanSchuettorp (1520-1529). Diese Manner waren ohne Ausnahme inBentlage eingetreten, gelangten aber wohl erst im vorgeriicktenAlter zum Priorat, nach wenigen Jahren nahm ihnen der Tod dieLeitung des Klosters aus der Hand. Ihre Aufnahme in die Wohltaterlistedes Konvents lasst auf einen gewissen Wohlstand ihrerFamilien schliessen.Aus den wirtschaftlichen Nachrichten jener Jahre ist dieSchenkung zweier Hofe hervorzuheben, fiir lange Zeit blieben siedie letzten Stiftungen, die an das Kloster iielen. Von kleinerenLiegenschaften abgesehen vermehrte sich der Bentlager Grundbesitzim 16. Jahrhundert nur noch durch den Kauf einer Miihle und einesweiteren Hofes.1501 verkaufte Ludeke Vinke ten Ostenvelde, zugleich im Namenseiner Ehefrau Agnes und beider unmiindiger Tochter Magnes demPrior Busch ihre Miihle zu Plantliinne mit der Fischerei ober- undunterhalb der Miihle und die Halfte eines benachbarten Hofes133.1514 schenkten Dyderick Ketteler und seine Ehefrau Jutte zu ihremSeelenheil ihr Erbe de Dene off Denemans Erve (Dennemann, Ksp.Ohne, Bsch. Samern) 134. 1520 schenkte Bernt van Drolshagen zuseinem und seiner Eltern Seelenheil ein Erbe mit einer Wassermiihle,die Nyemole genannt, (Ksp. Beesten, Bsch. Wilsten) 135. 1546 verkauftenMester Godders Rodde, Vikar von St. Lamberti zu Munsterund seine Schwester Anna, Witwe des f Johann Swellings, Biirger-138 Bentl. Urk. 1501 Febr. 15. Vgl. iiber diese Miihle : a.a.O. 1513 Sept. 23 ;1518 Nov. 1 ; Cop. Bentl. S. 42 ff.134 Bentl. Urk. 1514 Apr. 30. Vgl. uber diesen Hof : a.a.O. 1514 Juni 23 ; 1545Mai 1 ; 1589 Aug. 18 ; 1610 Juli 30 ; 1610 Juli 10 ; 1664 Sept. 28 ; Cop. BentLS. 284 f. u. 584.135 Cop. Bentl. S. 49 ff. (1520 Nov. 18). Jahrlich sollen vier Memorien gehaltenwerden. Vgl. iiber diese Miihle : Cop. Bentl. S. 46 if.
144 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENmeisters zu Coesfeld, ihr Erbe Sveveninckhoff (Schwefing Ksp.Salzbergen) an die Kreuzbriider1S6.Wahrend der Amtszeit des nachsten Priors Ludolph vanDelden (1529-1564)= gewann die Reformation wie im iibrigenMunsterland so auch in der Umgebung von Rheine und in der Stadtselbst wachsenden Einfluss187. Urn 1550 war ein grosser Teil derRheiner Bevolkerung, besonders der Magistrat und die Gilden, derreformatorischen Bewegung zugewandt. Besondere Forderung erhieltsie durch den 1557 zuriickgetretenen Fiirstbischof Wilhelmvon Kettler, der zeitweise mit seinem ehemaligen Hofkaplan Johannes Hammaker138 in Rheine weilte. Dort verkehrten beide mit dengleidhgesinnten Adeligen Engelbert von Langen und Wilhelm vonMorrien. Einige Zeit spater predigte Johann von Miinster319 aufder Surenburg in der Nahe von Rheine seinem Gesinde den evangelischenGlauben und verteidigte ihn durch eigene Streitschriftengegeniiber dem Jesuiten Brillenmacher. Die Bemiihungen desBischofs Johann von Hoya, die katholische Lehre bei der Geistlichkeitund der Bevolkerung wieder zur vollen Anerkennung zubringen, fielen in Rheine auf keinen fruchtbaren Boden. Dortbegann die Gegenreformation erst im Jahre 1623, als spanischeTruppen mit Wissen und Willen des Bischofs Ferdinand in dasMunsterland einriickten.Es ist nun zu fragen, wie sich der Bentlager Konvent in seinerveranderten Umgebung verhalten hat. Dass die protestantischeLehre nicht vor der Klosterpforte halt machte, sondern manchenMonch bewog, den Konvent zu verlassen, wird niemand bezweifeln.Es sind zwar nur zwei soldier Falle fiir das Jahr 1573 ausdriicklich188 Bentl. Urk. 1546 Juli 19 ; vgl. iiber Schwefinghof : a.a.O. 1513 Aug. 12 ;1546 Juli 15 ; 1546 Juli 19 ; 1596 Juli 29 ; 1657 Jan. 31 ; 1696 Marz ; 1709Sept. 10, 1720 Juli 6 ; 1750 Marz 20 ; 1754 Sept. 14 ; 1754 Okt. 6 in : 1754Okt. 9 ; 1754 Okt. 26 ; 1763 Juli 8 ; 1765 Juni 15 ; 1784 Dez. 11.13T Hieriiber zuletzt : Friedr. Brune, Der Kampf um eine evangelische Kirche imMunsterland 1520-1802. Vgl. die dort angegebene Literatur.1S8 Friedr. Brune, Johannes Hammaker, ein Prediger des Evangeliums im Munsterlande15??-1613, in : Jabrb. des Vereins fiir westj. Kircbengescb. AA. Jahrg. 1951,S. 147 ff.339 Vgl. WZ 46 (1888) S. 18 : ,,Der Junker Joh. v. Miinster zu Surenburg undHerr zu Vortlage im Tecklenburgischen unweit Rheine ging sogar so weit, dass erauf seinem Gute um 1574-1580 ,,bei Weib und Kind und Gesinde predigweisreformatorische Lehren vortrug und durch Westfalen ausstreute", letzteres in seinerum 1580 erschienen Schrift : ,,Erklarung der ganzen Lehr vom Abendmahl Christiverfasset in Form etlicher Vermahnungen oder Predigten".
BENTLAGE 145bezeugt 1M> die starke Verminderung des Konvents spricht aber fiirsich. 1631 lebten in Bentlage ausser dem Prior und dem Prokuratornur noch vier Priester und ein Laienbruder141, aus der Zwischenzeitseit 1490 liegen keine Zahlenangaben vor. Die im Kloster verbliebenenBriider scheinen aber das Vertrauen der Ordensleitungbesessen zu haben. Mit grosser Regelmassigkeit vergab das Generalkapitelin den ersten sechs Jahrzehnten Visitationsauftrage an dieBentlager Prioren, 1544 wurde Ludolph van Delden Ordensdefinitor.Damals konnte der Konvent befahigte Monche an andereKloster abgeben, der Presbyter Egbert kam als Prediger nach Sneek(1542) und Franeker (1551), der Presbyter Joannes Borcken wurdegleichfalls nach Sneek (1554) und spater nach Osterberg als Prior(1584) versetzt. An der Betreuung der Osterberger Briider wahrendihres Exils (1538-1552) und an dem schwierigen Wiederaufbaudes Konvents wird auch Bentlage beteiligt gewesen sein,wenngleich nahere Nachrichten dariiber nicht vorliegen.Die Uebernahme Bentlages durch Joannes ab Albersloe (1564-1570) lasst eine Vermutung iiber die inneren Verhaltnisse des Konvents zu. Bisher war Joannes eine unbekannte Zeit lang Prior vonFalkenhagen gewesen. Wenn es zutrifft, dass er sich als altes Ordensmitgliedmit den dort eingefuhrten Neuerungen nicht abfindenwollte142, muss er von Bentlage eine bessere Meinung gehabt haben.Den Eindruck, Bentlage habe am katholischen Glauben festgehalten,bestatigen die Mitteilungen iiber die Beziehungen desKonvents zum fiirstbischoflichen Landesherrn. Zur Niederringungder Wiedertaufer trug Bentlage hundert Goldgulden bei148, wieandere Kloster der Umgebung schenkte auch Bentlage dem ausgeraubtenDom zu Miinster eine Chorkappe und ein Messgewand144.Wichtige Amtshandlungen der Miinsterschen Bischofe,die in spateren Jahren verschiedentlich in Bentlage vorgenommenwurden, sprechen gegen ein Abweichen der Kreuzbriider von derkatholischen Lehre. Am 25. Marz 1561 verhandelte Bischof Bernhardvon Raesfeld (1557-1566) in dem Kreuzbriiderkloster mit dem140 Schwarz a.a.O. S. 229 f. Joannes Rosth ging zu den Nonnen nach Schiittorf,von Gerhardus Wesselinck sagt das Visitationsprotokoll ,,nescitur ubi ipse sit".141 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 193.142 Vgl. S. 110.148 WZ 24. Bd. (1864) S. 300.144 A.a.O. 17. Bd. Neue Folge (1856) S. 337.
146 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENpapstlichen Nuntius iiber die Beschickung des wieder zu eroffnendenKonzils zu Trient145. Am 5. Oktober 1567 erhielt der NachfolgerBischof Bernhards, Johann von Hoya, in Bentlage durch denWeihbischof Johann Kriedt unter Assistenz der drei Benediktinerabtevon Abdinghof, Liesborn und Iburg die Weihe146. Am gleichenOrt leistete zwei Tage spater Werner Kemener, der als Pfarrer fiirdas von wiedertauferischen Ideen erfiillte Dorf Wiillen bei Ahausvorgesehen war, vor dem Weihbischof und den genannten Aebtenden Eid auf das Tridentinum147. Im August desselben Jahres warBentlage Ausgangspunkt fiir die Visitation des ArchidiakonatsFriesland14*. Im Zuge der von Johann von Hoya begonnenenKirchenreform im Bistum Miinster erschienen am 9. September1572 die Pfarrer von Rheine, Mesum, Emsdetten und Bevergern imKloster Bentlage vor der bischoflichen Visitationskommission149.Wiederum im Ordenshaus der Kreuzbriider endete die Bistumsvistation,am 8. September 1573 unterwarf sich Prior NicolausBerninck (1570-1617) freiwillig salvis suis avitis privilegiis, immunitatibus,consuetudinibus et statutis der Kommission150. Zufalligam gleichen Tage hatte der Ordensgeneral schriftlich angefragt, obeine Visitation notwendig sei, andernfalls wiirde er sie diesesmalausfallen lassen.Die iiberlieferten Visitationsakten sind die altesten des Klosters,die auf uns gekommen sind, sie bieten das Bild eines disziplinierten,regeltreuen Konvents. Gottesdienst, Stundengebete und Messverpflichtungenwurden piinktlich eingehalten. Die tagliche Lesungder Heiligen Schrift oblag dem Subprior oder einem anderenGeistlichen, auch bei Tisch las man die Bibel und die Homilien derKirchenvater, die Augustinerregel verlas man wochentlich. DerPrior erfiillte seine Pflichten, Geistliche und Laienbriider lebten inFrieden und Eintracht. Gegeniiber diesen Feststellungen fallt dieerwahnte unerlaubte Entfernung zweier Briider wahrend der dreijahrigenAmtszeit des Priors weniger ins Gewicht151. Wieviel Kon-145 FiiHRER a.a.O. S. 113.148 HiisiNG, Der Kampf urn die katholische Religion im Bistum Miinster 1535-1585, vgl. WZ 67 II (1909) S. 121. WZ 46. Bd. (1888) 1. Abt. S. 14.148 A.a.O. 74. Bd. (1916) S. 307.149 Schwarz a.a.O. S. 229 f.160 A.a.O.381 Vgl. Anm. 140.
BENTLAGE 147ventuale die Kommission gefragt hat, ist nicht iiberliefert. Ob dieVisitation in Bentlage als letzter Station mit der notwendigenGriindlichkeit durchgefiihrt worden ist, steht dahin152, der katholischeRitus war jedenfalls erhalten.Ueber das geistige Leben erfahren wir, dass fiir die Ordnung undAusstattung der Bibliothek gesorgt wurde (bibliotheca instruitur),die Versetzung begabter Konventualen in andere Kloster zur theologischenund philosophischen Weiterbildung blieb dem Ordensgeneralvorbehalten. Die wirtschaftliche Lage des Konvents scheintauskommlich gewesen zu sein, grossen Aufwand konnten die Kreuzbriidernicht treiben wegen der haufigen fremden Besucher, dieeine grosse Belastung darstellten.Das Zeugnis guter Klosterzucht, das uns die Visitationsakteliefert, findet durch eine friihere Bentlager Urkundenabschrift seineBestatigung. Im Jahre 1563 nahm das Kapitel einen Bedienten, derein uneheliches Kind hatte, nur unter der Bedingung auf, dass er,,sick oick vortan in Kuisheyt und Eynsamheyt de Tyt synes Leventzholden" wolle. Das Versprechen der Kreuzbriider, fur seinen Unterhaltzu sorgen, gait nur, ,,so vern he dat noch myt Handen nodimyt Munde noch myt Wercken nicht ehebreckt"153. Die Verpflichtungeines Dienstmannes zur Keuschheit ware zu der gleichenZeit in Falkenhagen kaum mdglich gewesen.Am 6. Dezember 1590 iibertrugen Georg von Asbeck zum Goerund Berge und seine Ehefrau Joest (sonst Jodoca genannt) vonDiepenbrock dem Bentlager Prior ihr Patronatsrecht iiber dieVikarie Beatae Mariae Virginis in der Pfarrkirche St. Dionysii inRheine mit den dazugehorigen Temporalien154.Die Sorge des Priors fiir eine abundans cautela seiner neuenRechte, deren Beeintrachtigung der Offizial mit der hohen Strafevon 300 Goldgulden bedrohte, deutet auf eine Opposition gegendie Uebertragung der Vikarie hin. Nach der Stiftungsurkundekonnten Pastor und Magistrat von Rheine das Patronatsrecht beanspruchen,wegen ihrer protestantischen Gesinnung wollte manihnen dieses nicht einraumen, wie schon Fiihrer mit Recht be-1W Das Protokoll ist offenbar in Eile niedergeschrieben, mehrfach entsprechen dieNummern der Antworten nicht den der Fragen.183 Rh.-Wolb. I C 3 Fol. 11 f.364 Vgl. S. 269 ff.
148 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENmerkt165. Dass man auf die Kreuzbriider zuriickgriff, beweist zumindestihre ablehnende Haltung gegeniiber der evangelischenLehre. Eine zeitlang haben dann Ordensgeistliche, wenigstens zuBeginn des 17. Jahrhunderts, in ihrer sogenannten BentlagerVikarie die Messe zelebriert, spater beauftragten sie damit auch dieFranziskaner in Rheine. Bei der allgemeinen Unsicherheit der neunzigerJahre des 16. Jahrhunderts war den Kreuzbriidern die Vikariezugleich als Zufluchtsort in der ummauerten Stadt willkommen156,in jener Zeit pliinderten spanische Soldaten einmal das Klosterusque ad pecus157. Aus den ausserordentlichen Vollftiachten, die1602 der Diisseldorfer Prior fiir die Visitation des Klosters Bentlageerhielt15S, muss geschlossen werden, dass dort Unregelmassigkeitenvorgefallen waren.Zu Beginn des Dreissigjahrigen Krieges verhalfen spanischeTruppen dem Miinsterschen Bischof Ferdinand von Bayern (1612-1650) zur Aufrichtung seiner absolutistischen Herrschaft. Nebenanderen Stadten verweigerte auch Rheine die Aufnahme derSpanier, musste sich jedoch am 21. Februar 1623 ergeben und verlormit der Freiheit auch seine evangelische Gemeinde. Zunachst suchteman die Leitung der Stadt in katholische Hande zu legen, spaterfolgte die Ausweisung derjenigen Burger, die nicht zur katholischenKirche zuriickkehren wollten.Am Sonntag, dem 15. Oktober 1623, begab sich eine bischoflicheKommission nach Bentlage zum Gottesdienst und rief anschliessendden Prior und den Prokurator herbei ,,um zu vernehmen, was vorcatholische innerhalb Rheine vorhanden, welche zur Ersetzung desRhatsstandtz zu gebrauchen item welche die principalen Tumultuantengewesen..." 1S*.Man kann hierin einen erneuten Vertrauensbeweis einer reformeifrigen,bischoflichen Regierung sehen. Die Annahme, der Bentlager Konvent habe in jener Zeit katholischen Anforderungenentsprochen, erweist sich aber als ein Trugschluss. Im Kreuzherren-185 FiiKRER a.a.O. S. 97.168 Bentl. Urk. 1594 Aug. 1. Prior und vormalige Patrone erklaren dem papstlichenKardinallegaten Madrutius, die t)bertragung der Vikarie sei fiir die Moncheschon deswegen notwendig, ,,ut habeant refugium aliquod, quo se aliquandoingruentibus periculis et iniuriis redpere possint".357 Nach Rh.-Wolb. I D 2 am 31. Mai 1594.358 Vgl. S. 28.159 Furstentum Munster a.a.O. Landesarchiv, Akten 432 Nr. 19 fol. 15*.
BENTLAGE 149kloster St. Agatha (bei Cuyck, Nordbrabant) befindet sich dasKonzept eines aufschlussreichen Visitationsrelikts, das die Priorenvon St. Agatha (Henricus Waltheri) und Marienfrede (ChristianusBurensis) am 27. September 1623 in Bentlage ausstellten 16°.Demnach gab es dort keine vita religiosa mehr, wie weit dieVerweltlichung vorgeschritten war, zeigen schon die fiir notwendiggehaltenen Ausfiihrungen, was eigentlich unter wahrer Religion zuverstehensei161.Kraft besonderer Vollmacht mahnten die Visitatoren besondersden Prior an seine vielfachen Pflichten162. Haufige und kostspieligeFahrten in die Stadte, Aufwand in der Kleidung, multo autemmaxime levitatem in moribus sollten er und alle iibrigen meiden.Die argsten Missstande, Trunkenheit und Tanzereien, wurden mitKarzer bedroht. Si quis veto deinceps enormiter se inebriaverit etforis aut intus cum feminis tripudiaverit, poenae gravis culpaesubiacebit. Die zahlreichen Gaste des Konvents gaben Anlass zuDisziplinlosigkeiten, bis in die tiefe Nacht tranken Monche mitihnen und liessen sich von der Teilnahme am gemeinsamen Stundengebetabhalten. Durch Anordnungen iiber die Klausur sowieiiber das Betreten der Gastkammern und der Kiiche suchten dieVisitatoren zunachst die aussere Ordnung wiederherzustellen.Nach Ueberpriifung des Gottesdienstes hielten sie die Geistlichenan, die Messe etiam solemniori ritu und mit den erforderlichen160 Klosterarchiv St. Agatha. Ein ganz kurzer Auszug bei Hermans a.a.O. 3. Bd.S. 162 f.361 St. Agatha „... Quandoquidem vos a religiosae vitae tramite ad abusum etvitiorum devia deflexisse, ut fragilitatis humanae est, ex inquisitione desuper factacognovimus, hinc pro officii nostri ratione in actu visitationis constituti haec rursusadminicula dare et proscribere visum est, quibus viae domini rectae restituamini. Adquod imprimis iuvabit intueri, quae sit religio seu status, quem proifitemur, sane abApostolo Jacobo cognoscimus : religionem veram nihil aliud esse apud Deum quamexercitium omnium bonorum operum tarn corporalium quam spiritualium, uno Deoadhaerere et immaculatum se custodire ab hoc saeculo. Quod utique facit, quimoribus saecularibus omnino renuntiat et tam carnalia quam spiritualia peccata, inquantum potest, devitat, insistendo praeceptis atque consiliis Domini nostri JesuChristi et Sanctorum Apostolorum et Patrum nostrorum vestigiis".382 A.a.O. ,,Cuius proinde vitae domini cum specialis director esse conveniatvenerabilis pater prior vester, ipsum imprimis pro authoritate nobis in hac partedelegata serio monemus, ut in omnibus deinceps semetipsum bonorum operumpraebeat exemplum fratribus, in conversatione, in solitudine quoque et contemptusaeculi, sanctis meditationibus, ferventibus desideriis et orationibus, in vigiliis,ieiuniis, sobrietate et abstinentia, quantum valetudo permittit sicque commissos sibifratres non solum verbis doctrinae, sed maxime eruditionis exemplo ad Auctorisomnium Dei gratiam studeat convertere..."
no DIE KREUZHERREN IN WESTFALENMessdienern abzuhalten. Die Zeremonien entsprachen offenbarnicht der vom Orden geforderten Uniformitas oder dem romischenRitus163, um welche Abweichungen es sich handelte, lasst dieQuelle offen. Nicht ex consuetudine sola, wit es wohl zu geschehenp£egte, sondern nur nach gehoriger Vorbereitung sollten diePriester cum timore et amore zur Zelebration schreiten. Es warsogar notwendig, die Monche bei der Messe an das Aufstellen einesKruzifixes in der Mitte des Altars zu erinnern 16*\ Ohne besondereErlaubnis durfte von nun an kein Geistlicher mehr das Lesen derMesse einstellen, ausserdem wurde es wieder unzulassig, dieBeichte iiber acht Tage hinauszuschieben. Um die Gedanken derBriider auf das Jenseits zu lenken, bestimmten die Visitatorentaglich nach der Matutin eine einstiindige mentalis oratio, der einegemeinsame Schriftlesung vorausgehen konnte unde materia hauriaturpro minus paratis. Abends nach der Komplet sollte, ebenfallsin der Kirche, eine Viertelstunde der recollectio gewidmet sein. Fiirdie Stundengebete blieben die Ordensstatuten massgebend.Die Zahl der in Bentlage lebenden Kreuzbriider nennt dasVisitationsrelikt nicht, auf die Ausbildung der Novizen legten dieVisitatoren besonderen Wert, ut tamquam novellae plantationessursum recte ad caelum et non curve ad tenam crescant... Der Subprioroder ein anderer Magister wurde angewiesen, sie taglich eineStunde vor oder nach der Vesper zu unterweisen. Um quies undsolitudo der Novizen zu gewahrleisten, sollten weltliche Personen,vor alien Frauen, moglichst von ihnen ferngehalten werden. Imiibrigen entsprachen die Forderungen den Statuten. Ebenso verhieltes sich bei den Bestimmungen fiir die Laienbriider, ihnen wurdeaufgegeben, taglich die Messe zu horen und nach Moglichkeit anden Stundengebeten, vor allem an der Komplet, teilzunehmen. DasKonzept schliesst mit der Mahnung ad sedulam antmorum vigilantiam.Die Visitationsakte bestatigt, dass der Kreuzherrenorden zuBeginn des Dreissigjahrigen Krieges um die Zucht in seinen103 Klosterarchiv St. Agatha. ,,Deinceps etiam solemniori ritu et secundum decretaordinarii summum maxime celebretur cum necessariis ministris et uniformitas inmissae ceremoniis observetur, quod fiet, si omnes ordinario se accomodant, aut etiam,quod licitum est, romanum usum in missis imitentur".164 A.a.O. „... cureturque, ut in medio altaris celebranti semper imago Christicrucifixi obvia sit".
BENTLAGE 151Klostern bemiiht war und auch iiber befahigte Visitatoren verfiigte.Wenigstens fiinf Tage weilten sie in Bentlage, am 23. Septemberwar die Feststellung des Vermogensstandes165, am 27. des Monatsdie iibrige Visitation abgeschlossen. Die Ordensvisitatoren verschafftensich einen griindlicheren Einblick in die Verhaltnisse desKonvents als die bischofliche Kommission des Jahres 1573. MitBestimmtheit forderten sie die Abstellung der bis in die Einzelheitenaufgedeckten Mangel, aber sie wollten nicht strafen, sondernhelfen und bewiesen Einsicht in die fragilitas humana.Den Konvent leitete damals Johannes Busaeus. Er hatte imKloster Koln seine Profess abgelegt und spater die Leitung diesesOrdenshauses erlangt und war geistigen Dingen gegeniiber sehraufgeschlossen : neben einem Band Predigten verfasste er eineAnzahl Aristoteleskommentare1&6. Zur Fiihrung eines Konventswar er aber nach der Visitationsakte wenig geeignet. Diesen Eindruckbestatigt die Mitteilung von Haass, unter seiner Fiihrunghabe spater im Kolner Ordenshaus die Klosterzucht nicht aufbesondere Hohe gestanden, iiberhaupt scheint Busaeus ein sehreigenwilliger Mensch gewesen zu sein167. Wielange er Prior inBentlage war, ist nicht mit Sicherheit festzustellen. Nach der nichtunbedingt zuverlassigen Bentlager Priorenliste, die Grosfeld veroffentlichthat, begann sein Priorat 1620, nach Haass iibernahm seinVorganger Christianus Burensis erst 1623 das Kloster Marienfredeanstelle des dort abgesetzten Johann Fucht168.Gibt man der letzteren Meinung den Vorzug, so ware Busaeuszur Zeit der Visitation des Jahres 1623 kaum langer als ein halbesJahr in Bentlage gewesen. In jedem Falle ist es unwahrscheinlich,dass die argen Missstande in Bentlage bereits unter dem tiichtigenChristianus Burensis aufgetreten sind. Christian, der im KlosterSchwarzenbroich die Profess abgelegt hatte und in Bentlage Subpriorwurde, muss sich dort seit 1617 als Prior bewahrt haben, daman ihm den entarteten Konvent in Marienfrede anvertraute. AlsLeiter dieses Konvents wurde er mehrfach als Visitator eingesetzt,1155 Vgl. S. 279 f.106 Haass a.a.O. S. 22.107 A.a.O. S. 86 und S. 26.168 A.a.O. S. 144.
152 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN1624 wahlte man ihm zum Definitor. Im nachsten1*59 oder iibernachstenJahr kehrte er als Prior nach Bentlage zuriick.Aus dem zweiten Bentlager Priorat des Christian liegt die Abschrifteines Visitationsrelikts vom 18. Juni 1631 vor, die Visitatorensind nicht genannt, der eine von ihnen wird wiederum derPrior von St. Agatha gewesen sein, da in seinem Kloster die Kopieaufbewahrt wird1T0. Wenngleich es auch diesmal an Ermahnungennicht fehlt, so ist doch eine Verbesserung der Klosterzucht gegeniiberdem Jahre 1623 unverkennbar. Schwerwiegende Verfehlungenhatte die Kommission den Konventualen nicht vorzuwerfen, aberman war ihrer doch nicht sicher. Damit die weniger standhaftenBriider bei ihrem Aufenthalt in Rheine nicht zu Regelwidrigkeitenverleitet werden konnten, sollte die Messe in der Bentlager Vikariewie friiher durch andere Priester gelesen werden 17\ Diese Anordnungging ebenfalls auf die geringe Belegung des Konvents zuriick,ihm gehorten ausser dem Prior und dem Prokurator, wie bereitserwahnt, nur vier Geistliche und ein Laienbruder an. Dem offiaumdtvinum gait die besondere Aufmerksamkeit der Visitatoren, sieforderten grossere Ehrfurcht und Punktlichkeit. Auf den romischenRitus der Messe und die Neuordnung des Ordensbreviers, die offenbarnoch keinen rechten Eingang gefunden hatten, mussten dieBriider erneut hingewiesen werden. Ebenso sollten sie die Beichtenicht iiber acht Tage hinausschieben.Das Verhalten des Priors gab im Unterschied zu dem seinesVorgangers zu keinen besonderen Beanstandungen Anlass. Bemangeltwurde, dass die Konventualen nicht die vorgeschriebeneWollkleidung trugen und in Federbetten schliefen. Den wundenPunkt der Klosterzucht bildeten heimliche Zusammenkiinfte beiSpeise und Trank, mit Entschiedenheit erklarte dies die Kommissionfiir unzulassig. An den gelegentlichen Spaziergangen sollten alleBriider gemeinsam teilnehmen und dabei niitzliche Gesprachefiihren. Schliesslich erinnerten die Prioren an die tagliche Hand-169 1625 drangen die Kriegswirren bis nach Bentlage, 500 staatische Reiter und100 Mann Fusstruppen statteten dem Kloster einen unwillkommenden Besuch ab(s. FiiHKER a.a.O. S. 164).aT0 Klosterarchiv St. Agatha, ein nur kurzer Auszue bei Hermans a.a.O. 3. Bd.S. 193.171 A.a.O. ,,Quoniam autem licentia et consuetudo Rhenae celebrandi molesta estdomui et imperfectioribus posset esse occasio distractionis et peccati, consulimusillud officium potius per exteros sacerdotes... exsequendum".
BENTLAGE 153arbeit in den Klostergarten, um den Miissiggang zu vertreiben unddem Stand der Armut zu entsprechen. So liess das Leben derKreuzbriider noch einiges zu wiinschen iibrig, immerhin ist es demOrden gelungen, den 1623 durch Sittenlosigkeit drohenden Niedergangvon Bentlage abzuwenden.Die Zahl der Konventualen erhohte sich, als 1633 wiederum derKrieg nach Westfalen getragen wurde und die Osterberger BriiderSchutz vor den Schweden suchten. Ihr Prior Gerhardus Heuwerushatte in Bentlage die Profess abgelegt, von ihm stammte die verlorengegangene Osterberger Chronik172. Auch an der Ems warendie Kreuzherren nicht sicher, nach der Einnahme der Stadt Rheineim gleichen Jahr wurden sie zweimal gefangen genommen. Miteiner schweren Kontribution und Einbussen durch Holzschlagkamen sie noch einmal glimpflich davon173.In dieser bedrohlichen Zeit kam den Kreuzherren die BemiihungBischof Ferdinands zugute, mit Hilfe der geistlichen Orden denkatholischen Glauben im Bistum Munster zu starken. 1635 liessensich die Franziskaner in Rheine nieder, am 19. August konnten dieFratres Minores favente vicino monasterio ordinis crucigerorum inBentlage in die Stadt einziehen174.Von Anfang an bestanden zwischenbeiden Konventen freundschaftliche Beziehungen, dies wirdfiir den erneuten Aufschwung der Bentlager Kreuzherren nach derKatastrophe des Jahres 1647 nicht ohne Bedeutung gewesen sein.1637 verliess Christianus Burensis Bentlage, wahrscheinlichiibernahm dieser tatige Prior das Kloster Schwarzenbroich, 1655erscheint er in der Totenliste des Generalkapitels als Exprior diesesKonvents. Sein Nachfolger wurde Henricus Anthonii (1637-1659). Er stammte aus Venlo, war in das Kloster Diisseldorf eingetretenund hatte kurze Zeit das Ordenshaus in Diilken geleitet176.In Bentlage musste er nach zehnjahriger Amtszeit die Zerstorungseines Klosters erleben. Am 20. September 1647 riickte der schwedisdheGeneral Konigsmark mit vielem Kriegsvolk und den Hessenunter Rabenhaupt gegen die Stadt Rheine, wo sich der kaiserliche Vgl. S. 49.178 Rh.-Wolb. I D 2.174 Anton FiiHRBR, Geschichte des Gymnasiums Dionysianum in Rheine. Festschrift zur Feier seines 250jahrigen Bestehens. Munster (Aschendorif) 1909 S. 155.175 Hugo Doergens, Chronik der Stadt Diilken, Diilken 1925, S. 319 f (Priorenlistevon Diilken).
154 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENGeneral Lamboy auf dem Thieberg verschanzt hatte. Des Abendsschoss Konigsmark die Stadt in Brand, am folgenden Tag liess erdas Kloster, in das Lamboy sein Hauptquartier gelegt hatte, durch30 Soldaten anstecken. Bis auf die Kiiche und einige Nebengebaudewurde alles eingeaschert. Auch in Rheine verloren die Konventualenihr Haus am Kirchhof durch Brand. In ihrer Not begaben sie sichnach Lingen, dort hielten sie sich mehrere Wochen lang beiChristian Pottgieter auf. Am 3. November kehrten sie nach Rheinezuriick und trafen die ersten Vorbereitungen fur den Wiederaufbau.Prior Heinrich und der Subprior richteten sich behelfsmassig in denRuinen ein, die iibrigen gingen taglich zum Schlafen nachRheine176. Im Dezember des gleichen Jahres wies die Nassau-Oranische Regierung in Lingen die Pastore und Vogte des Landesan, die Eingesessenen zur Hilfeleistung fur die Bentlager Patresanzuhalten177. Unverdrossen sammelten die Kreuzherren in denStadten und Dorfern des Munsterlandes und des Ruhrgebietes Geldund Baumaterial. In den Jahren 1648 und 1649 kamen 500 Reichstalerzusammen 17*. Bereits 1648 konnte die Klosterkirche iiberdachtwerden, die Arbeiten standen in den Jahren 1651 bis 1653 unterder Leitung des italienischen Laienbruders Albertus de Tyrano ausdem Kreuzherrenkloster Marienfrede179 und waren 1657 abgeschlossen.Die Zeit kurz vor und wahrend des Dreissigjahrigen Kriegesbrachte dem Konvent noch einmal eine betrachtliche Vermehrungseines Grundbesitzes. Zum Kloster kamen 9 Erbgiiter, 3 Kotten undein Haus in der Stadt Rheine.1610 verkauften Rudolph von Minister zu Herzford (Ksp. Lingen) und seine Ehefrau Elzeke Monniken dem Prior Berninck ihrenVogelkotten (Gericht Schiittorf, Ksp. Ohne, Bsch. Samern)180.1611 iiberliessen Johann Morrien zum Falkenhofe in Rheine undseine beiden Bruder dem Kloster ihr Conermanserbe (Ksp. Rheine,178 Rh.-Wolb. I D 2. Bentl. Urk. 1647 Dez. 18 (Lingen).m Rh.-Wolb. I D 4. Die namhaftesten Betrage spendeten : Fiirstl. munstersch.Kanzler und Rate (100 Goldgulden); Ernst Wilhelm, Graf zu Bentheim (40Reichstaler); Domkapitel und Rat der Stadt Munster (je 25 Reichstaler); GrafMontz zu Bentheim Gericht Nordhorn und der Drost zu Velen (je 20 Reichstaler)2 Verstarb am 17. Febr. 1675 im Kloster Marienfrede als ,,murarius"Bentl. Urk. 1610 Juni 30. Vgl. uber Vogelkotten a.a.O. 1545 Mai 1.
BENTLAGE 155Bsch. Fernrodde) 181. 1614 verkauften Johann und Elisabeth vonder Recke, Herr und Frau zu Steinfurt, dem Prior und seinen Konventualenfur eine sichere Summe Goldes ihren Schultenhof zuDalen im Emsland (Ksp. Hesepe, Bsch. Dalum) 182. 1615 erwarbendie Kreuzherren von Albrecht von Langen und seiner EhefrauCornelia von Rutenberg kauflich die Erben Eidinck, Bredelage, undFuncke sowie den Eixelerskotten (Ksp. Rheine, Bsch. Rodde) 188.1616 kaufte Prior Berninck von Lubbert de Wendt zu Hoitfeld,Drost zum Ravensberge und Johann Stevenningk, Frau von Heedezu Heede die Erben Schule, Averwetterings Hof und Eilerding(Ksp. Rheine, Bsch. Rodde) 184. 1627 erwarb Prior Burensis fur denKonvent von dem Rheiner Burger Walrab Krechtingh und seinerEhefrau Christine Kremer kauflich deren Haus, Hof und Garten inRheine bei dem Friedhof185. 1631 verkaufte Conradt Gruter zumUlenkotten (Ksp. Nienberge) dem Kloster sein Bertholst Erbe(Amt und Gogericht Rheine, Ksp. Neuenkirchen, Bsch. Landersum)186. Im gleichen Jahr kaufte schliesslich Prior Burensis vondem graflichen Rentmeister zu Tecklenburg Jost Gildemeister undseiner Ehefrau Gerdruit Rodde das Gerdingserbe und Gebben BernsKotten (Ksp. Rheine, Bsch. Katenhorn) 187.Wegen des Bentlager Hausbesitzes in Rheine kam es nach derVertreibung der Hessen im Jahre 1635 zwischen dem Konvent undder Stadt zu Streitigkeiten. Die Kreuzherren beanspruchten weiterhinBefreiung ihrer Hauser von jeder Einquartierung, die sie sichvon den Hessen erkauft hatten. Audi weigerten sie sich, fur zweiihrer Hauser Stadtdienste zu leisten, da die dort wohnenden Konventualensich ,,nicht von der Biirgerei ernahrten" und taglich dort- ,,ohne Ruhm zu melden" - andachtig das sacrificium missae zelebrierten188.Ebenso war auch sonst das gegenseitige Verhaltnis nichtgerade freundschaftlich. Im gleichen Jahr (1635) betrachteten Biir- Bentl. Urk. 1611 Nov. 11. Vgl. iiber Conermanserbe Cop. Bentl. S. 555 ff.182 A.a.O. 1614 Jan. 27. Vgl. iiber diesen Hof : Cop. Bentl. S. 557.183 A.a.O. 1615 April 7.184 A.a.O. 1616 Dez. 4. Vgl. iiber Averwettering : a.a.O. 1626 Nov. 23 und1627 Mai 4.185 A.a.O. 1727 Juni 16. Vgl. iiber dieses Haus : a.a.O. 1569 Aug. 9 ; 1593Juli 27. Laut Notiz Cop. Bentl. S. 571 1733 f*iir 1000 Reichstaler an BiirgermeisterWesseling verkauft.m Bentl. Urk. 1631 Juni 28.187 A.a.O. 1631 Juli 11.188 Stadtarchiv Rheine, Akten I 1081. Vgl. Fuhrer a.a.O. S. 106 f.
156 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENgermeister und Rate Zehntforderungen des Klosters an zweiundzwanzigBurger iiber eine ,,geringe und teils nicht gestandeneSchuld" als eine unverantwortliche Unbescheidenheit1S*. Ein Streitwegen der Vitusfischerei in der Ems fiihrte sogar zu Tatlichkeitenmit den Klosterleuten und konnte erst nach Jahrzehnten (1660)durch einen Vergleich beigelegt werden190.Das 1650 beginnende Ein- und Ausgabenbuch des ProkuratorsPaul Rongs191 gibt einen aufschlussreichen Einblick in die taglicheArbeit der Klosterleitung. Der Prior war haufig unterwegs, 1652fiihrte ihn die Reise zum Generalkapitel iiber Stadtlohn, Venlo,Maastricht und Liittich nach Huy, die Strecke legte er mit demWagen und zu Schiff nach dreimaliger Uebernachtung zuriick. Vonden Ordensklostern erscheint nur Marienfrede in dem Rechnungsbuch,Beziehungen sind mit den Augustiner-Chorherren zu Frenswegenund Nordhorn sowie mit den Benediktinerinnen zu Wiethmarschennachweisbar. Verschiedentlich wurde der Bentlager Priorauch von den Franziskanern in Rheine ad Prandium oder ad jestumPortiunculae eingeladen.In der zweiten Halfte des 17. Jahrhunderts muss die Klosterzuchtin Bentlage gut gewesen sein. Unter der mehrfach wechselndenLeitung ihrer Prioren wirkten Konventualen fiir die Erhaltung deskatholischen Glaubens in der Umgebung. Noch zu Lebzeiten desPriors Anthonii unterstiitzten die Kreuzherren die Seelsorge in derGrafschaft Lingen. Am 10. Marz 1659 nahmen mehrere BentlagerKreuzherren an der Wiedereroffnung des lange Zeit unterbrochenenGottesdienstes in Plantliinne teil. Die Feier, die auf dem Buthof inMoorlage in der Scheune des Kolonen Butmeyer stattfand, wurdevon einem Priester aus Rheine und dem Bentlager OrdensgeistlichenHermann Becker abgehalten m2. Auf Bitten des Erzpriesters HeidenricusStodtbrock hat dieser Becker dreizehn Monate lang in Plantliinne als Seelsorger und Priester gewirkt193. Als der tatkraftige189 A.a.O.lfl0 Darpe a.a.O.191 Rh.-Wolb. I C 34.192 Ludwig Schriever, Gesch. des Kreises JJngen. Lingen (van Acken) 1905,1. Bd. S. 261 und 2. Bd. S. 286.aM Rh.-Wolb. I D 2 S. 56. Aschermittwoch 1661 erhielt Plantliinne einen eigenenPfarrer. Im Sommer 1662 hielt sich der Erzpriester in Bentlage auf. Vgl. ScHRIEVERa.a.O. 2. Bd. S. 390 f. : ,,ehemals assistierte bei der Prozession in Salzbergen einGeistlicher aus Bentlage."
BENTLAGE 157Prior Henricus Anthonii am 23. Juli 1659 starb, war offenbar diemiihevolle Zeit des Wiederaufbaus mit Erfolg abgeschlossen.Auch in Lingen hat Bentlage den vom Landesherrn bedrangtenKatholiken geholfen. Dass dieser Dienst nicht leicht war, bezeugteine Notiz zum Jahre 1662 von unbekannter Hand1*4 : ... a mensejebruario usque ad ]ulium inclusive administravi oppidanis Lingensibusdivina in defectu sacerdotum, quorum duo ob intempestivumzelum occupandi templa hactenus catholicis clausa publico Geusiorumedicto e tota ilia ditione proscripti erant.1673 war der Bentlager Konventual Mathaus Arnold Pastor inVierlingsbeek in Nordbrabant195. Schliesslich haben BentlagerKreuzherren noch in der Grafschaft Bentheim im Sinne der Gegenreformationgewirkt. Bereits im 30jahrigen Krieg hielt sich die altekatholische Adelsfamilie von Ubbena im Dorfe Esche (4,5 km vonNeuenhaus entfernt) einen Kreuzherrn aus Bentlage als Hauspriester1*6,dieser war zugleich als Seelsorger in der Umgegendtatig. In Neuenhaus selbst, wo es seit 1629 keine Katholiken mehrgab, bildete der Bentlager Konventual Johannes Casselt eine kleineGemeinde, die er vom Kloster Frenswegen aus betreute107. 1676stellte Graf Ernst Wilhelm, der 1668 katholisch geworden war, einNebengebaude des Schlosses Dinkelrode bei Neuenhaus fiir denGottesdienst zur Verfiigung und gab dem Missionspriester eineWohnung. Dieser war seitdem abwechselnd ein Kreuzherr ausBentlage, ein Augustiner-Chorherr aus Frenswegen oder ein Franziskaneraus Rheine. Die gleiche Regelung wurde in der PfarreBentheim getroffen198. In Neuenhaus war damals der BentlagerOrdensgeistliche Johannes Schilgen, ein Bruder des spateren Priorsvon Marienfredeim, tatig, dort starb er im Jahre 1690.194 A.a.O. S. 54 f.lt8 Hist. Archiv der Stadt Koln, Kloster Marienfrede, Liber Annotationum 1656-1718 : ,,8. Nov. (1673) studio opera Rdi. P. Matthaei Arnoldi conventualisBentlagensis pastoris pro tempore in Vierlinxbeeck comparavit conventus sibi omniaopera Cornelii a Lapide probe compacta satisfaciendo per celebrationes missarum".196 Joh. Casp. Moller, Gescb. der vormaligen Grafschaft Bentheim. Lingen (vanAcken) 1789 S. 377.1OT A.a.O. S. 378.198 A.a.O. S. 375. , f ,1TO Der Stammbaum der Familie Schilgen befindet sich in der Bibhothek desStaatsarchivs Miinster (3 S. 54). Vgl. Liber Annotationum a.a.O. ,,Anno 1690pridie Michaelis obiit in Nienhuis civitate comitatus Benthemiensis P. JohannesSchilgen Coloniensis huius domus conventualis et pastor ibidem, sepultus estBentlaci in ambitu".
158 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENAuf Bitten des Bentlager Konvents iibertrug der bereits genannteGraf Ernst Wilhelm von Bentheim am 30. September 1684 demKloster sein Patronatsrecht iiber die Pfarrkirche zu Salzbergen. DieKreuzherren erklarten dem miinsterschen Weibischof, in dieserKirche fortan zwei Messen zu lesen oder lesen zu lassen, da nichtalle Pfarreingesessenen am Gottesdienst teilnehmen konnten, wennwie bisher nur eine Messe zelebriert wiirde200. Auch hier haben dieBentlager Konventualen zur Vermehrung des Gottesdienstes beigetragen20\Auf Prior Anthonii folgte zunachst Gerhard Hintertinck(auch : Hindertingh) (1659-1668) aus dem Kloster Marienfrede.Die unsichere politische Lage im Verbreitungsgebiet des Ordensmachte sich damals auch in Bentlage bemerkbar. Im Mai 1664brachte der Prior oh tumultum belli das Klosterarchiv und Ornamentenach Osnabriick in Sicherheit202. Veranlassung waren vielleichtdie Rustungen des Bischofs Christoph Bernhard von Galen,der bald darauf wegen Grenzstreitigkeiten den sogenannten Miinsterschen Krieg (1665-1666) gegen die Hollander fiihrte. Mit demhaufigen Ausfall der sonst jahrlichen Generalkapitel und denseltener werdenden Visitationen ging der Einfluss der Ordensleitungauf die einzelnen Konvente zuruck, der Zusammenhang im Klosterverbandging aber nicht verloren208.Der nachste Prior Johannes Viegh204 (1668-1670) gehorteursprunglich ebenfalls dem Marienfreder Konvent an, 1658 leiteteer dort als Lektor das Studium Philosophicum, 1659 wurde er Subprior.Am 10. September 1666 siedelte er in den Duisburger Konvent iiber, zu dessen Prior der Provinzial ihn ernannt hatte. 1668iibernahm Viegh das Bentlager Ordenshaus. Schon bald opponierte -f?w!iuUik> -168^ Sept 3°- Am 29' August Ie^e der Neffe des Grafen> ArnoldMonte Wilhelm, in Gegenwart des Bischofs von Miinster in Bentlage das katholischeGlaubensbekenntnis ab.** Diese Zeugnisse iiber die geistliche Tatigkeit hat Fuhrer iibersehen, der zudem Urteil kommt : ,,Vergeblich suchen wir in der fast 400jahrigen Geschichtedieses Klosters der Kreuzherren nach Beweisen, dass sie fordernd auf das relieioseS SuiST ra^ 8eistigeKn.-Wolb. I C 34.Leben der Umgebung eingewirkt haben" (S. 108).203 A.a.O. So schickte z. B. das Kloster dem Kolner Prior 10 Reichstaler fur denverarmten Konvent in Diilken."* Liber Annotationum a.a.O. (auszugsweise in : Cruciferana, Collectanea historicaFratrum Ordmis S. Crucis, Bibliotheca Manuscripta II Nova Series Nr 14 StAgatha (1951). Dort. S. 55 ff. die mitgeteilten Nachrichten uber diesen BentlaeerPrior.
BENTLAGE 159der dortige Konvent und verweigerte dem Prior 4 Monate langdas Hausrecht Die Ordenskommissare setzten Viegh wieder in seinAmt ein, doch dieser resignierte und iibernahm das Lektorat. Alser auch hiermit keinen Erfolg hatte, kehrte er nach Marienfredezuruck205.Prior Arnold Hertzworms (1670) ist im Orden durch seineerbaulich-asketischen Schriften bekannt geworden206. Er war inWeisweiler (Kr. Duren) geboren und im Kloster Schwarzenbroicheingetreten. 1655 ist er als Lektor der Theologie in Briiggen, 1669als Prior zu Schwarzenbroich nachweisbar. Auf den BentlagerKonvent hat er keinen Einfluss ausiiben konnen, schon nach einigenMonaten wurde dort Michael Balckhaus (1670-1677) gewahltDie Griinde fur Hertzworms friihzeitige Abberufung sind nichtbekannt, vielleicht wiinschte man in Bentlage einen einheimischenPrior. Spater war Hertzworms Prior von Maaseik, 1693 starb er alsPrior von Venlo. Sein Nachfolger in Bentlage stammte aus Rheineund hatte in dem Ordenshaus an der Ems die Profess abgelegt.Unter seinem Priorat dauerte die aussere Unsicherheit an. AlsLudwig XIV. 1672 im Bunde mit England, dem Kurfiirsten vonKoln und dem Bischof von Miinster einen Feldzug gegen Hollandunternahm, hinterlegten die Bentlager Kreuzherren bei den Schwesterndes Klosters Marienstatte zu Osnabriick ein scrinium cumregistris201. Im folgenden Jahr schickte der Prior Konventuale ausanderen Ordenshausern ob angustias belli208 in ihre Heimatkonventezuriick. Nach einer Aufzeichnung im Rheiner Stadtarchiv hatteRheine und damit auch Bentlage damals viel unter Truppendurchmarschenund Einquartierungen zu leiden209. 1672 iibernahm derbisherige Bentlager Subprior Langenbergh die Leitung des KlostersWickrath 210.206 Cruciferana a.a.O. ,,Hoc anno (1668) in Martio postulate in priorem Bentlacensemconfrater noster P. Joes Viegh tune temporis prior Duisbergensis existens".- ,,1670 Mai 21 : Joes Viegh prior Bentlacensis conventualis vero noster a FFBentlacensibus coactus fuit exulare in quartum usque mensem, sed tandem percommissarios Rdissimi Patris Generalis restitutus resignavit prioratum et suscepitlectoratum ibidem, de quo tamen nullus successus subventus fuit, sed rursus declinavitad nos". - Im Bentlager Archiv finden sich hieriiber keine Nachrichten.208 Vgl. iiber Werke u. Leben Hertzworms, Haass a.a.O. S. 101 f.w Rh.-Wolb. I C 34.208 A.a.O.209 Vgl. Fuhrer a.a.O. S. 190.210 Rh.-Wolb. I C 20.
160 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENAuch die beiden nachsten Bentlager Prioren stammten aus Westfalenund waren in Bentlage eingetreten : Willebrandus FRiDERia(1677-1681) stammte aus Miinster, Heinrich Suhling (1681-1699) aus Klein-Reken (Krs. Borken). Zu jener Zeit war Bentlagebesonders mit Marienfrede durch gegenseitige Visitationen unddurch Austausch von Konventualen verbunden. Vereinzelt gingenBentlager Kreuzherren zum zweijahrigen Studium nach Koln oderDiisseldorf. Nach den stichwortartigen Aufzeichnungen des Prokuratorsstammte der Bentlager Lektor 1687 aus dem Kloster Koln.1684 wurde ein namentlich nicht bekannter Bentlager OrdensgeistlicherPrior von Beyenburg 21\ Sieht man von Hertzworms ab, soist keiner der sieben Prioren, die in der zweiten Halfte des 17.Jahrhunderts den Bentlager Konvent leiteten, im Orden besondershervorgetreten.Im 18. Jahrhundert verfiel in Bentlage wie auch sonst im Ordendie Klosterzucht. Nach dem Priorat des Jodocus Hoeter ausMiinster (1699-1710) 212 bemiihte sich Prior Nicolaus Flaginckaus Lingen (1710-1727) 212 im Auftrag des Ordens urn die Wiederherstellungdes Klosters Osterberg 21B, aber auch dieser Versuch warerfolglos. Einige Bedeutung hatte der nachste Prior Lucas Stueveaus Rheine (1727-1755), 1730 wurde er Generalvikar superRhenum, 1736 wahlte man ihn zum Definitor. Gerade in seineAmtszeit fallen die ersten Anzeichen fiir ein Sinken der Klosterzucht. 1743 forderte Weihbischof Franz Egon von Fiirstenberg vondem Prior Rechenschaft iiber die Bedienung der Bentlager Vikarieund drohte, die Einkiinfte einzuziehen, falls der Konvent seinenVerpflichtungen nicht nachkame214. 1746 und 1747 kam es imKonvent zu Streitigkeiten, als alle Konventualen das Recht beanspruchten,den Pfarrer zu prasentieren, obwohl dies bisher denKapitularen vorbehalten war. Durch kluges Nachgeben und Aufteilender 150 Reichstaler, die der neue Pfarrer dem Prior und denKapitularen geschenkt hatte, auf alle Konventualen konnte die211 A.a.O. zum 21. Nov. : ,,novo priori domus lapideae electo a nobis discedentipro novo habitu et viatico 10 imperiales." - 1678 war dieses Kloster niedergebrannt(Haass a.a.O. S. 53). 1684 stiftete Bentlage 4 Reichst. fiir neue Fenster, 1685eine kleinere Summe fiir die kath. Kirche in Schwelm, die von Beyenburg auspastorisiert wurde.212 Vgl. die Priorenliste S. 238.213 Archiv Haus Ruhr, a.a.O. Akten A 167.214 Vgl. S. 271.
BENTLAGE 161Eintracht wiederhergestellt werden215. Grossere Schwierigkeitenmuss Prior Joannes Wilhelm d'Alhaus (1756-1762). gehabthaben, vielleicht konnte er sich wegen seiner Wahl zum Weihbischofnicht geniigend um seinen Konvent kiimmern. 1760 erbater vom Orden eine ausserordentliche Visitation ad effectum sopiendidiscordias216, nahere Einzelheiten sind nicht bekannt. 1762 resignierteder Weihbischof sein Priorat.Sein unfahiger Nachfolger Dominicus Arnoldus Draper{1762-1772) gebardete sich wie ein Despot und brachte das Klosterin Verruf. Das Studium der umfangreichen Akten aus seiner Amtszeit217lasst Zweifel an der Zuredinungsfahigkeit dieses Mannesaufkommen. Als starrsinniger Dickschadel lebte er mit den alterenKonventsherren in standigem Streit und betrieb die meisten Geschaftedes Klosters ohne ihr Wissen. Deswegen machte ihm 1765der General anlasslich einer Visitation ernste Vorhaltungen. Wiemehrere schriftliche Beschwerden von Konventualen iiber die ,,irregulareDespotie des Priors" zeigen, hielt sich Draper nicht an dieAnordnungen der Ordensleitung. 1769 ergab eine Visitation, dieauf Betreiben der Bentlager Senioren und unter Protest ihres Priorsdurchgefiihrt wurde, Irrtiimer, Missbrauch und Nachlassigkeit inder Verwaltung. Da man sich aber von einer Neuwahl nichts versprach,und Draper schliesslich gehorchte, blieb er im Amt.Bald darauf drohte er dem General, sich an andere Richter zuwenden, falls nicht die Visitationsakten fur ungiiltig erklart wiirden.In der Tat versuchte er bei der papstlichen Nuntiatur dieAbsetzung der ihm unbequemen Offizialen zu erreichen. Von denMachenschaften des Draper seien nur noch seine freilich vergeblichenBemiihungen erwahnt, vor dem Generalkapitel 1770 mehrere Prioren zu veranlassen 218, ihn gegen den Willen des Generalszum Definitor zu wahlen. Nach mancherlei Widersetzlichkeitenwurde Draper im Dezember 1770 vom Gottesdienst suspendiert.Nachdem er dennoch die Messe weiterlas, wurde er 1772 anlasslichciner Visitation fur irregular erklart.215 Rh.-Wolb. I A 9-218 Diozes. Archiv. Miinster. Rheine A 89.817 A.a.O. Rheine A 87 und A 89. Kloster Marienfrede a.a.O. Aus Akten Nr. 1fasc. 2.2M So den Prior von Wegberg, der 1771 ,,propter malam suam administrationem"abgesetzt wurde. (Haass a.a.O. S. 230).
162 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENUm jedoch der zu erwartenden Einmischung des Bischofs vorzubeugen,schlugen Visitatoren und Konvent dem Draper, der sich inRheine im Hause des Richters aufhielt, ihre Bedingungen vor,ut cum aliquali honore posset reszgnare. Sie forderten : Auslieferungsamtlicher Biicher, Register und Dokumente, die er aus dem Klostergeschafft hatte und Unterwerfung unter die Visitation, Rechenschaftiiber die Klosterrechnungen seit der letzten Visitation vorden Visitatoren und Senioren und die Benennung der Prozesse, dieer sine consilio capitularium unterhielt und deren Kosten. Schliesslichsollte er in einem beliebigen Kloster des Ordens im Austauschfiir eine vom Konvent aufzubringende Pension pacifice et regulariterleben. Wollte er dies nicht, so sollte er von dem Konvent eineseinem Unterhalt angemessene Pension fordern, die jedoch imOrden aufzubrauchen sei.Als Draper sich auf Vorladungen nicht riihrte, wurde er durcheine Sentenz der Visitatoren seines Amtes enthoben und der Konvent vom Gehorsam entbunden. Die Begriindung nennt: Anhaufungvon Schulden, verbotene Verringerung des Kapitals ohneWissen der Interessenten, eigenmachtiges Prozessieren, fehlerhafteAbrechnungen, Vernichtung einer von Visitatoren und Kapitelunterschriebenen Urkunde, Ungehorsam gegeniiber dem Generalkapitel,bewusste Irrefiihrung seiner Vorgesetzten und der Richtersowie Verstosse gegen die Ordensregel.Am 9. Juli 1772 lasen die Visitatoren den capitulariter versammeltenKreuzherren das Urteil vor und schlugen es angesichts derFlucht des Priors im Refektorium an. Am gleichen Tage wurdedem Draper die Absetzung eroffnet.Aufschlussreich ist das Scrutinium der Visitatoren219, bei demder Subprior und die iibrigen neun Konventualen je 23 Fragen zubeantworten hatten. Durch Gegenzeichnung des ProtokoUs erklartesich jeder bereit, seine Aussagen zu beeiden. Diese stimmten imwesentlichen iiberein und sprechen fiir sich. Beim Gottesdienst, voralien bei den Chorgebeten, liess man es an dem notigen Ernstfehlen, einige pflegten dabei zu lesen, andere kamen spater oderentfernten sich vorzeitig. Niemand beachtete die jahrlichen Exerzitien.219 Klosters Marienfrede a.a.O. Akten Nr. 1, fasc. 2, fol. 3 ff.
BENTLAGE 163Der Prior hatte seine Konventualen nicht mehr in der Hand.Ausgange bis in die spate Nacht waren keine Seltenheit, jeder verwahrtesein Geld selber, Ausschweifungen scheinen aber im Klosternicht vorgekommen zu sein. Wie gross die Erbitterung gegeniiberdem Prior war, zeigt der Vorwurf, er behandele die Konventualenwie Sklaven. Draper beklagte sich dagegen, man wolle ihn vergiften(!).Die Landwirtschaft des Klosters befand sich in schlechtestemZustand, selbst bei der Verpflegung und Bekleidung derKlosterinsassen traten Mangel zutage.Wahrend gegen Ende des Jahrhunderts in den Rheinlanden wieauch in Glindfeld die bischofliche Gewalt verschiedentlich in dieinneren Verhaltnisse der Ordenshauser eingegriffen hat220, ist einsolches Vorgehen in Bentlage nicht nachweisbar *21. Im FiirstbistumMunster war man zunachst vor allem auf die Forderung der Weltgeistlichkeitund des Schulwesens bedacht. Als diese BestrebungenErfolg versprachen, wandte man sich in zunehmendem Masse derOrdensgeistlichkeit zu 222. Es ist moglich, aber nicht erwiesen, dassdie Wiederherstellung der Klosterzucht in Bentlage dadurch gefordertwurde.Am 10. Juli 1772, am Tage nach der Absetzung des Draper,wahlte der Konvent unter Vorsitz des Marienfreder Priors denGeistlichen Josephus Henricus Bucholtz (1772-1799) zumPrior **. Er stammte aus Haseliinne, war Sohn eines Arztes und820 Vgl. S. 190 f. und Haass, Die Kreuzherren... S. 41.221 Es ist nur eine bischofliche Visitation (1573) bekannt. Vgl. S. 146 f.*° Vgl. Furstentum Munster a.a.O. Kab. Reg. E I Nr. 3. 1778 ordnete derFiirstbischof an, in Zukunft sollten alle Ordensgeistliche ohne Ausnahme ihrenBildungsstand in einer Priifung nachweisen.223 Kloster Marienfrede a.a.O. Bl. 38. tlber die Wahl liegen Einzelheiten vor.Vorbereitung und Leitung der Wahlhandlung lagen bei dem visitierenden Prior vonMarienfrede. Er zitierte den Exprior d'Alhaus, den Weihbischof, der jedoch schriftlichauf die Ausiibung des ihm zustehenden Wahlrechtes verzichtete. Der Ausgangder Wahl war vorberaten und stand fiir den Visitator fest, an einen unbekanntenAdressaten schrieb er (fol. 67) „... interea habeo honorem notificandi, quod electiosuccessoris sit futura unanimis in personam R.D.B. nobis grati et iuxta vestrumconsilium R.D.D. in procuratorem et K. in cellerarium simus denominaturi".Bucholtz hatte erklart, gegebenenfalls die Wahl anzunehraen. Ein Konventual wurde,,ob apostasiam aliaque discrimina" vom aktiven und passiven Wahlrecht ausgeschlossenund das Kapitel am Vortage zur Wahl aufgefordert. (a.a.O. Bl. 18).Am Wahltag wurden die kanonischen Wahlbestimmungen angeschlagen. Nachfeierlicher Messe schritten die Kreuzherren unter dem Vorsitz der Visitatoren zumScrutinium. Einzeln wurden die Wahler gefragt und die Entscheidung oifenbar indie iiberlieferte Wahlliste durch Anstreichung des betreffenden Namens eingetragen.Von den 10 Stimmen erhielten Bucholtz 8, Subprior Meyer und Bruder Driever
164 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENhatte 1757 in Bentlage die Profess abgelegt. Im Orden erreichte ereiniges Ansehen, auf dem Generalkapitel des Jahres 1786 erscheinter als einer der beiden Generalvikare224. Ihm ist es auch gelungen,den heruntergekommenen Konvent zu reformieren. 1789 konnteGeneral Dubois in das Visitationsrelikt schreiben: Summo cumgaudio percepimus R.R.D.D. confratres sub regimine AmplissimiD. prioris ac vicarii generalis vivere in optima pace, unione perfectaac harmonia laudabili, nihil etiam nobis relatum, quod aliquam intemporalibus aut spiritualibus denotat negligentiam, ita ut meritoconfidere possimus utraque debite curari... 225.Diese letzte iiberlieferte Aeusserung eines Visitators in Bentlageist recht bemerkenswert, sie bestatigt, dass selbst in der Zeit einesallgemeinen Niedergangs der Sinn fur ein geistliches Leben imOrden noch nicht ganz erloschen war226.Die Reihe der Bentlager Prioren beschloss Georg Overmannaus Rheine (1799-1803), auch er hatte in Bentlage die Professabgelegt. Am 31. Januar 1803, kurz vor dem Reichsdeputationshauptschluss(25. Febr.), nahm der Herzog von Looz und Corswaremals Entgelt fur seine Verluste in den Niederlanden die ihmzugedachten Gebiete227 in Besitz, aus denen er das FiirstentumRheine-Wolbeck bildete. Seine Residenz legte er in das Kreuzherrenkloster.Am 28.Februar baten der Prior und sieben Konventualenden Herzog um eine billige und angemessene Pension. Sieerklarten, so gerne sie auch im Kloster zu leben und zu sterbenwiinschten, so reichten die Einkiinfte weder fiir ihren personlichenUnterhalt noch fur die Erhaltung der Gebaude und der Wirtschaft.Ihre letzte Einnahmequelle, der Verkauf von Holz, sei versiegt228.Der Herzog gab diesem Gesuch am 1. Marz statt und befahl denje 1 Stimme. Darauf erklarte der Wahlleiter Bucholtz zum Prior und iibertrugihm die Leitung des Klosters. Visitatoren und Wahler erklarten schriftlich demGeneral, dass sie die Wahl anerkannten, da Bucholtzens Tugenden und sein Alterden Anforderungen entsprachen und erbaten die Bestatigung (fol. 38). tJbrigenswurde die Wahl als einstimmig bezeichnet.224 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 572.225 Rh.-Wolb. I B 8 (29. Juli).226 Ajn 13. Juli 1789 visitierte der General das Kloster St. Agatha : „... laetantercognovimus sub Amplissimo... priore... pacem bonam inter D.D. confratres servari,spiritualia quoque ac temporalia bene curari..." (Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 581).227 Die Stadt Rheine und die Orte Mesum, Emsdetten, Nordwalde, Altenberge,Neuenkirchen, Salzbergen, Schepsdorf und Emsbiiren. Vgl. FiiHRER a.a.O. S. 333und Darpe a.a.O. S. 117.228 Rh>Wolb. VI 10 a und b.
BENTLAGE 165Kreuzherren, die Verwaltung der Klostergiiter niederzulegen. Ausder herzoglichen Kasse bewilligte er dem Prior eine Jahresrente von500 Reichstalern, die iibrigen erhielten 250 Reichstaler229. Derneue Landesherr behielt sich kirchliche Dienste vor, die von demeinen oder anderen gefordert werden diirften. Exprior Overmannund die Ordensgeistlichen Kerssenbrock und Masius waren eineunbestimmte Zeit lang Hofkaplane des Herzogs. Overmann hat biszu seinem Tode (1818) die Bentlager Vikarie in Rheine bedientNach WZ 33 (1875) S. 124 erhielt der Prior 400, die iibrigen Kreuzherrenje 300 ift "Rpirh Reichstaler.
4. HOEHNSCHEID(Conventus Vallis Sancti Anthonii)SPEZIELLELITERATURL. Curtze, Geschichte und Beschreibung des Furstentums Wdldeck, Arolsen 1850.J. A. Th. L. Varnhagen, Grundlage der Wdldeckischen Landes- und Regentengeschichte*Arolsen, 1853.V. Schultze, Waldeckische Reformationsgeschichte. Leipzig 1903.W. Dersch, Die Flechtdorfer Chronik des Priors LJborius Daniel aus Heiligenstadt.Marburg, 1914. (Chroniken von Hessen und Waldeck, VerofFentlichungender hist. Kommission fur Hessen und Waldeck VII, 2).Bau- und Kunstdenkmdler im Regierungsbezirk Kassel. N. F. Bd. 2. Kreis derTwiste. Kassel, 1938. Bearb. von G. Ganssauge, W. Kramm, W. Medding.Die Arbeit von Chr. Paul, Das ebemalige Kloster Hohnscheid (Waldeckische Landeszeitung1922, S. 73 f) war nicht zuganglich.ARCHIVALIENStaatsarchiv Marburg : Fiirstl. Waldeckisches Archiv. Abt. 16, Kloster Hohnscheid(Hohnscheider Urk.). 133 f. 1-4 Akten (Hohnsch. Akten).Slaatsarchiv Miinster : Msc. VII, 6821 (aus dem Kloster Glindfeld) Urkunden undAkten.Staatsarchiv Wiirzburg : Mainzer Regierungsarchiv (M.R.A.) Akten.Hofbibliothek Arolsen : Msc I ,,Waldeckischer Helden- und Regentensaal" vomfiirstl. Kanzler und 1. Geh. Rat Klettenberg (1738).
VOLKM&RSEN •AROLSEN «SCHTDGRF•TWISTE•LANDAU•WOLFHAGEN•LECKRINGHAUSEN•KORBACH•FREIENHAGENHOHNSCHEID^• IPPINGHAUSEN• SACHSENHAUSEN#NAUMBURG#WALDECKiO Kirv^
168 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENIn der friiheren Grafschaft Waldeck lag in der Nahe von Freienhagen(Reg.-Bez. Kassel, Kreis der Twiste, Diozese Paderborn)das ehemalige Kloster Hohnscheid. Seine Griindung geht auf der*Abt Ludolph des Augustinerinnenklosters Arolsen zuriick, 1235-erlaubten ihm die Grafen Volkwin III und Adolf II. zu Schwalenbergund Waldeck \ die von ihnen zu Hohnscheid erbaute Kircheseinem Stifte unter der Bedingung einzuverleiben, dass er in Hohnscheid ein Nonnenkloster seines Ordens errichte. Grundbesitz undAusstattung fiir das neue Gotteshaus stellte der Abt von Corveyzur Verfugung, daher standen ihm seitdem die Investitur desPropstes und jahrlich zwei Wachskerzen zu. Patron des Klosters:wurde im 15. Jahrhundert Sankt Anthonius2.Zweihundert Jahre lebten die Augustinerinnen in Hohnscheid,.bis der Konvent in der zweiten Halfte des 15. Jahrhunderts entarteteund schliesslich nur noch zwei Jungfrauen iibrig blieben. 1468:iibergaben Graf Walram von Waldeck, sein Vetter Otto und WalramsSohne Philipp der Aeltere und der Jiingere das Kloster denKreuzbrudern zu Falkenhagen mit dem Auftrag, geistliche Herrer*und Briider dorthin zu senden und den Gottesdienst wieder aufzunehmen,damit viele Seelen selig werden mochten. Sie verpflichtetendie Ordensleute, fiir sich, ihre Voreltern und Nachkommen wieauch fiir das Land zu beten und nahmen dafiir die Kreuzbriider inihren besonderen Schutz. Sie gewahrten ihnen samtliche Rechte, dievor ihnen die Nonnen besessen hatten und befreiten sie von alienDiensten und Pflichten gegeniiber dem Landesherrn, so auch von:der lastigen Einlagerung von Gefangenen. Klostergiiter, die inzwischenverkauft oder verpfandet waren, durften wieder erworber*werden, nur das Gericht zu Hohnscheid behielten sich die Stiftervor, versprachen aber, es nicht zum Schaden des Klosters zu ge~brauchen 8.Wie man sieht, legte der Graf auf die Riickkehr klosterlicherZucht nach Hohnscheid grossen Wert, sein Entgegenkommenspricht fiir das Vertrauen, das er in die Falkenhagener Kreuzbriidersetzte. Im Mai des gleichen Jahres liess der Orden die Verhaltnisse1 Vgl. die Griindungsgeschichte des Klosters Falkenhagen S. 93 ff.2 Der Oberlieferung nach soil im 4. Jahrhundert eine Kongregation dieses Heiligeain Hohnscheid bestanden haben. Vgl. Klettenberg a.a.O.8 Hohnsch. Urk. (1468, ohne Monats- und Tagesangabe).
HOEHNSCHEID 169in Hohnscheid durch die Prioren von Osterberg und Falkenhageniiberpriifen und wies den Prior von Falkenhagen an, gegebenenfallseinen Rektor und geeignete Briider einzusetzen 4. Am 10. September1468 iibergab Erzbischof Adolf von Mainz das Kloster demOrdensgeneral Peregrinus und dem Generalkapitel ut congregationem,prout facultas suppetit, convenientem eius ordinis inibi constituant*.In seinem Bemiihen um die Reform klosterlichen Lebenskniipfte auch der Erzbischof an die Uebergabe keine besonderenBedingungen. Kurz darauf genehmigte Abt Hermann vom BenediktinerklosterFlechtdorf in seiner Eigenschaft als erzbischoflicherKommissar, dass die letzte Hohnscheider Priorin Dydeke, die er beisich aufgenommen hatte, ihr Kloster dem Falkenhagener PriorHeinrich iiberantwortete6. Noch 1490 ist Abt Hermann vonFlechtdorf iudex et conservator iurium et privilegiorum rerum etbonorum7 der Kreuzbriiderkonvente Falkenhagen und Hohnscheid.Die Aufbauarbeit des Ordens versprach Erfolg, bereits im folgendenJahr konnte Hohnscheid offiziell als vollberechtigter Konvent aufgenommen werden8. Schliesslich bestatigte 1473 Abt Hermann vonCorvey die erzbischofliche Uebertragung und verzichtete auf dieInvestitur der Hohnscheider Prioren, nur die Lieferung des Wachsesbehielt er sich vor9.Das neue Ordenshaus ist wahrend seines 60jahrigen Bestehensunter den Kreuzbriiderkonventen nicht hervorgetreten. Auf dieLeitung des Klosterverbandes hat es keinen Einfluss genommen,nur zweimal erhielt ein Hohnscheider Prior einen Auftrag zurVisitation im Orden. Als Tochterkloster von Falkenhagen hatHohnscheid zu diesem Konvent die engsten Beziehungen gepflegt,* Diff. 1468 ,,Item locum ordini per illustrem Walramum comitem de Woldeggenoblatum an recipi debeat et iudicio et discretioni priorum Montis Orientis et VallisLiliorum committimus, quern, si dignum iudicaverint acceptatione prior VallisLiliorum de rectore et fratribus idoneis ex suo conventu eidem provisionem faciatiniungimus diligenter".B Hohnsch. Urk. 8654 (1468 Sept. 10).6 A.a.O. 8655 (1468 Okt. 6).7 Flechtdorfer Chronik a.a.O. S. 301 Anm. 92.8 Diff. 1469 ,,Item conventum quendam monialium dictum antiquitus Hoensceden,nunc autem Vallis S. Anthonii in comitatu Waldecken maguntinensis dioecesis aWalramo nobili comite eiusque heredibus ordini nostro oblatum ac a monialibusresignatum et per archiepiscopum maguntinensem ad ordinem nostrum translatum etconfirmatum eidem ordini incorporamus".9 Hohnsch. Urk. 8666 (1473 Juni 28).
170 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENaus ihm sind auch die ersten drei Hohnscheider Prioren10 hervorgegangen:Wilhelmus Culenborch (f 1472), Hinrich Ovenhusenaus Hoxter (f 1507 als Prior von Falkenhagen) undJohannes aus Hoxter (f 1496). Die beiden iibrigen noch bezeugtenPrioren Hermann Herde (f 1539 als Exprior von Osterberg) undHeinrich Grone (f 1540 als Exprior) haben vermutlich in Hohnscheid ihre Profess abgelegt. Der bedeutendste von alien war Herde,als Prior von Osterberg erwarb er sich vielfache Verdienste in derOrdensleitung X1.Im Auftrag des Generalkapitels haben besonders die Prioren vonFalkenhagen und Osterberg dem Hohnscheider Konvent Weisungenerteilt12. 1499 veranlassten sie, dem in Not geratenen Nonnenkonventzu Glindfeld mit Getreide, Geld und anderen notwendigenDingen auszuhelfen. Man hatte bereits die Umwandlung Glindfeldsin ein Kreuzbriiderkloster ins Auge gefasst, der dortige Propstmusste sich verpflichten, die gewahrten Unterstiitzungen zu erstatten,falls es nicht zu der beabsichtigten Uebergabe seines Klostersan Hohnscheid kame13. Bei der Einsetzung von Kreuzbriidern inGlindfeld griff der Orden aber doch lieber auf die grossere Erfahrungder Prioren von Falkenhagen und Osterberg zuruck, ohneweitere Mitwirkung Hohnscheids wurde Glindfeld die zweiteFalkenhagener Tochtergriindung. Wahrscheinlich war Hohnscheidnicht in der Lage, fiir diesen Zweck Konventualen abzugeben. Dieim Vergleich zu anderen Ordenshausern sparlichen Personalnachrichten,die die Generalkapitelbeschliisse iiber Hohnscheid enthalten,deuten allgemein auf eine geringe Mitgliederzahl des Konventshin14.Ueber Schenkungen und Memorienstiftungen ist folgendes10 Vgl. die Priorenliste S. 289.11 Vgl. S. 80.12 Vgl. Diff. 1480 ,,Item de fratribus Vallis Sancti Anthonii priores VallisLiliorum et Montis Orientis disponant uti eis commissa".13 Hohnsch. Urk. 8719 (1499 Marz 16).14 Die Totenlisten enthalten insgesamt nur 13 Namen von Hohnscheider Konventualen. Von Hohnscheid wurden versetzt in die Kloster : Aachen : TheodericusUden, Embricensis (1503 ,,ob certa per eundem inter laicos Vallis S. Anthoniicommissa... stabit privatus voce et in graviori culpa"); Wilhelm Gangelt, sacerdos(1522). Ter Apel : Johannes (1524). St. Annaland : (Novus Fundus, Seeland);Johannes (1526). Hohenbusch : Wilhelm Gangelt (?). Sneek : Wilhelm Gangelt(1537, 1539). Glindfeld : Johannes (1540). - Nach Hohnscheid wurden versetztaus den Klostern : Marienfrede : Joh. Wonden (1505). Ter Apel : Michael (1524).
HOEHNSCHEID 171bekannt: 1476 schenkte der Priester Johannes Bodecker seinVermogen dem Kloster15. 1478 vermachte Johannes Smoize denKreuzbriidern den halben Zehnten zu Menseler zu seinem Jahrgedachtnis16.1483 schenkten Graf Otto von Waldeck und seinezweite Gemahlin Elisabeth von Tecklenburg den Hof zu Alveringhausenmit der Verpflichtung, jahrlich in der Oktav des S. Vitusfur ihre Vorfahren, Nachkommen und aller Christen Seelen eineMemorie mit Vigilien und Seelenmesse abzuhalten ". 1485 iibertrugAbt Hermann von Corvey seine Rechte in Alveringhausen und je2wei Hufen in Dodenhausen und Avenhausen fiir eine Memorie18.Im gleichen Jahr schenkte Tipel Haken's Bruder Hermann den 4.Teil eines Lehngutes bei Sachsenhausen19. 1488 gaben Hans undAlbrecht Scholer den Kreuzbrudern einen Acker bei Ippinghausen20.1491 schenkten die Witwe Grete von Lonn eine Wiese beiNauenburg21, Hans Fiddeler eine Wiese zu Ippinghausen22.Das ,,gude gotlike levent" der Priester und Bruder bewog 1497Johann Helgemeyer, Kirchherrn zu Landau, und seine Magd AlheytSwarten, ihre samtlichen Giiter dem Kloster zu iibergeben, urn derGebete der Kreuzbriider teilhaftig zu werden23. 1512 vermachteHenrich von Erminckhusen, Landdrost der Grafschaft zu Waldeck,in seinem Testament dem Ordenshaus einen Hof zu Deringhausenund verpflichtete sie zu einer jahrlichen Memorie. Das Wiederkaufsrechtmit 24 Goldgulden blieb vorbehalten, diese Summesollte wieder zu einem ewigen Gedachtnis angelegt werden24.Schliesslich schenkten 1514 Anna Druckelois und ihr Sohn Lorenzzu Kassel eine Wiese am Swickenberg25.Gegeniiber diesen Zeugnissen sind zwei Falle mangelnderKlosterzucht iiberliefert. Einmal handelt es sich um den BruderJohann von Venlo, der den Konvent verliess, spater aber mit dem15 Hohnsch. Urk. 8673 (1476 Sept. 21).18 A.a.O. 8675 (1478 Marz 3).17 A.a.O. 8684 (1483 Mai 5).18 A.a.O. 8688 (1485 Jan. 14); 8692 (i486 Marz 15).19 A.a.O. 8689 (1485 Mai 6).20 A.a.O. 8695 (1488 Mai 1).w A.a.O. 8704 (1491 Juli 13).12 A.a.O. 8705 (1491 Aug. 14).28 Hohnsch. Akten a.a.O. (1497 Dez. 23).24 St. A. Munster, Msc VII, 6821 (Urk. 1512 Jan. 17).25 Hohnsch. Urk. 8738 (1514 Juni 26).
172 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENVersprechen, sich zu bessern, urn Wiederaufnahme bat26. Zumanderen wurde ein Burger von Wolfhagen von einem HohnscheiderKlosterbruder erschlagen. In dieser Sache kam es 1500 zueinem Vergleich mit dem Landgrafen Wilhelm dem Mittleren vonHessen, das Kloster sollte mit Fleiss fur die Seele des Erschlagenenim gemeinsamen Gebet bitten 27. Im Jahre 1503 kam es im Konventzu Disziplinlosigkeiten unter den Laienbriidern, die Ordensleitunggriff durch und versetzte und bestrafte den Urheber 28. Audi GrafPhilipp der Aeltere sah sich veranlasst, das Kloster zu mahnen,tiichtige Personen anzunehmen und den Gottesdienst mit grosseremEifer als bisher zu halten29. Anzeichen fiir Regellosigkeiten zuBeginn des 16. Jahrhunderts sind also nicht zu leugnen80.Bei der Wiederaufrichtung der verkommenen Klosterwirtschafthatten die Kreuzbriider Widerstande zu iiberwinden. Wegen desHofes Leckringhausen fiihrten sie einen jahrelangen Streit mit denNonnen zu Arolsen. 1475 sprach endlich Graf Otto von Waldeckden Kreuzbriidern den Hof zu, das Kloster Arolsen musste dieUrkunden herausgeben, behielt aber das Vorkaufsrecht81. Langwierigerwaren die Streitigkeiten mit der Stadt Wolfhagen wegendes Pfandrechtes an dem genannten Hof und der Klostergiiter inAlveringhausen. Mit Hilfe des Ordens gelang es 1500, eineEinigung iiber die Grenze und die Hutegerechtigkeit bei Hohnscheid,Leckringhausen und Alveringhausen herbeizufiihrenB2. 1512nahm der Ordensgeneral auf einer Visitation in Hohnscheid einenStreit mit der Gemeinde Neuenburg wegen Gewalttatigkeiten undWegnahme von Schafen seitens des Ordens an 83, iiber den Ausgangist nichts bekannt.Von den iibrigen Klostern der Grafschaft scheint Hohnscheidnur mit Flechtdorf in Beziehung gestanden zu haben. Als in jener28 Hohnsch. Urk. 8681 (1481 Aug. 10)27 A.a.O. 8721 (1500).28 Vgl. Anm. 14.29 Schultze a.a.O. S. 42 f.80 Klettenberg a.a.O.3)' Heinrichj Prior von Falkenhagen, siegelt- Aa.O. 8722 (1500) 1492 bat der Konvent den Ordensgeneral, den Prior von£alkenhagen mit der Wahrnehmung seiner Interessen zu beauftragen, da der eicenePrior alt und schwach sei (a.a.O. 8706); 1498 ernannte General Gerbrandus Ancelit s: stiEH&iSiSF*"2u seinen Mhea bei der schiichtun§33 Hohnsch. Akten a.a.O.
HOEHNSCHEID 173Zeit Flechtdorf durch Bergwerkspekulationen in Not geriet, versuchteein Monch, sein Kloster den Kreuzherren auszuliefern. Diesehatten schon Vieh und Dienstleute dorthin gebracht, das Vorhabenscheiterte aber an dem Widerstand des Bursfelder Jahreskapitels84.Ueber die Vermogenslage des Konvents besitzen wir nur wenigeZeugnisse. i486 verkauften Prior und Konvent zu Leibgeding anJohann und Eyla Dorner in Niederwildungen 12 Gulden fiir 150Gulden36. 1487 verkaufte Philipp von Gudenberg dem Klostereinen Teil der wiisten Mark Goppenhage und den dortigen Zehntenfur 300 Gulden 36. 1503 verkaufte die Stadt Sachsenhausen 15 Markjahrliche Rente fiir 200 Gulden37. 1516 verkaufte Egbert vonGudenberg wiederkauflich an Hohnscheid den Halsberg fiir 400Gulden38. Voriibergehend kam dann der Konvent in Geldverlegenheit,1521 verkauften die Briider mit Genehmigung der Visitatorenzur Behebung eines nicht naher bezeichneten Notstandes wiederkauflich 4 Gulden jahrlicher Zinsen aus Klostergiitern fiir 100Gulden an den Altarist Johann Liphardt in Fritzlar39. 1524 verkaufte Eberhard von Gudenberg wiederkauflich das Geholz ,,derkleine Sunder" fur 50 Gulden40.1527 betrug der Wert des unbeweglichen Klosterguts 24 000Goldgulden, des beweglichen Gutes 2400 Goldgulden 41. Aehnlichwie das Mutterkloster Falkenhagen betrieb der Konvent eine umfangreicheWirtschaft, an Nebengebauden befanden sich in Hohnscheid ein Backhaus, ein Viehhaus, ein Melkhaus, ein Waschhaus,ein Schuhhaus, in dem Leder geloht wurde, eine Schmiede, einGasthaus und ein Kosthaus. Zu dem ansehnlichen Viehbestandgehorten 19 Zuchtpferde, 15 Mutterpferde und Fohlen, 60 Milchkiiheund Sterken (junge Kiihe), 47 Borklinge, 10 jahrige Kalber,22 junge Kalber, 600 Schafe, 240 Ziegen und 63 Schweine, ausserdembetrieb der Konvent die Bienenzucht42. Die Zahl der Laienbriiderund Dienstleute muss dementsprechend gross gewesen sein.34 Dersch, Flechtdorfer Chronik a.a.O. S. 275 + 303 Anm. 109.35 Hohnsch. Urk. 8691 (i486 Januar 6).38 A.a.O. 8693 (1487 Dez. 4).37 A.a.O. 8727 (1503 Mai 3)." A.a.O. 8742 (1516 Okt. 4).39 A.a.O. 8744 (1521 Aug. 25).40 A.a.O. 8747 (1524 Januar 25).41 Hohnsch. Akten a.a.O.42 M.R.A. a.a.O. 738/ Stift 2729-
174 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENGleich 2u Beginn der Reformationszeit wurde das Klosteraufgehoben. 1527 befahl Graf Philipp der Jiingere den Kreuzbriidern,sich in alien Dingen nach der Ordnung des FiirstentumsHessen zu halten. Wer nicht bereit sei, die in der Heiligen Schriftnicht bezeugten Zeremonien abzulegen und den rechten Gottesdienstanzunehmen, sollte das Kloster verlassen43. Diese Forderungstiess bei dem Prior auf Widerstand, mag er auch gegeniiber demLandesherrn mit seiner wahren Meinung zuriickgehalten haben.Zunachst beschwerte er sich iiber ihn bei der Ordensleitung undbei dem Abt von Corvey. Als dann Philipp den Konvent personlichvisitierte und die Klostergiiter an sich nahm, verliessen der Priorund einige Konventualen des Nachts heimlich das Kloster undnahmen alle Briefe und Siegel mit. Von dem eingezogenen Vermogenverkauften sie Waldungen und Wiesen an den HofmarschallHermann von der Malsburg.Im Herbst 1527 war der Konvent praktisch aufgelost. EndeSeptember erklarte der Prior dem Landesherrn, er habe seine confratresnicht mehr beieinander. Sicher trifft die spatere BehauptungPhilipps zu, etliche Messpriester und Laienbriider hatten dasKloster verlassen, weil sie ihren Irrtum erkannten oder weil siedurch weltliche Geliiste und Anfechtungen dazu bewegt wordenseien. Bereits Anfang September liess sich Bruder Isken von Brilonvom Grafen abfinden. Es gab aber auch Kreuzbriider, die Wertdarauf legten, als katholisch zu gelten und fur ihren Glauben Entbehrungenin Kauf nahmen. Bevor Bruder Jodocus Awel mitGenehmigung des Priors zu seinen Eltern nach Sachsenhausen zog,schiitzte er sich vor falschem Verdacht und liess sich in einembesiegelten Brief bescheinigen, dass der Konvent beurlaubt sei unddass er sich tiichtig, ehrlich und fromm gehalten habe **. HermannRandelraedt fliichtete secum portans opera omnia S. Chrysostomi indie Niederlande, wo er spater im Kloster Maaseik verstarb45. Eingleiches Verhalten kann auch von vier weiteren Konventualenangenommen werden. Nach der Aufhebung des Klosters hielt sichWilhelm Gangelt zunachst im Kloster Hohenbusch auf und wurdeauf eigenen Wunsch 1539 endgiiltig dem Sneeker Konvent ein-43 Dies und das Folgende, sofern nicht anders zitiert, Hohnscheider Akten a.a.CX** Hohnsch. Urk. 8750 (1527 Sept. 25).* Hermans a.a.O. 1. Bd. 1, S. 131.
HOEHNSCHEID 175verleibt46. 1537 starb Johannes Landowe professus et presbyterusquondam S. Anthonii im Kloster Helenenberg bei Trier als Pastorder Pfarre Mekkel (Krs. Bitburg). 1538 meldete das Generalkapitelden Tod des Seniors Hermannus Renis ; ein Bruder Johannes (?) aus Hohenbusch wurde 1540 nach Glindfeld versetzt47.Eine Partikel des heiligen Kreuzes aus Hohnscheid gelangte damalsnach Glindfeld, wo sie bis zur Auflosung dieses Ordenshauses(1804) jahrlich an den Festtagen Kreuzauffindung (3. Mai) undKreuzeserhohung (14. Sept.) ,,unter allmoglicher Feierlichkeit undGewinnung vollkommenen Ablasses" verehrt wurde48. Prior Heinrichdagegen hat die Grafschaft Waldeck nicht verlassen. Er begabsich nach Corbach49, nach seinem Testament war er an der Vermogensverwaltungdes ehemaligen Konvents beteiligt50.Schliesslich verglich sich 1529 Graf Philipp mit dem Prior undden iibrig gebliebenen Konventualen51. Etliche alte Bruder, dienoch im Kloster wohnten, erhielten Unterhalt auf Lebenszeit, dieanderen wurden abgefunden. Die Urkunden des Klosters nahm derRat der Stadt Corbach in Verwahrung, der auch fiir die Konventualen siegelte. Dass ihnen der Graf einraumte, nach Hohnscheid zuriickzukehren, falls sie ihm seine Unkosten erstatteten undein geistliches - aber eben doch kein katholisches - Leben fiihrten,hatte keine praktische Bedeutung. Freilich erreichte 1630 der GlindfelderPrior im Auftrag des Ordens bei den eben damals ernanntenReformationskommissaren die Riickgabe des Klosters52. Hohn-* Vgl. Anm. 14.47 Vielleicht ist er identisch mit Job HeubtreifT von Sudensberg, der bis zumSchluss in Hohnscheid blieb u. dann nach Glindfeld ging.* Kath. Pfarrkirche Medebach, Urk. 1806 April 12 (F. J. H. Gerwin, Priorder ehemaligen Kanonie Glindfeld, Landdechant der Christianitat Medebach, iiberfuhrtdie Partikel in die Stadtkapelle St. Andreae und verkiindet die Erneuerung desAblasses durch Papst Pius VIII).49 Angeblich konnte er das Schreien der Arbeitsknechte nach Lohn nicht langerertragen. Er klagte, verstossen und beraubt zu sein, fand aber nichts dabei, in einemBittbrief zugunsten seiner Klosterleute den Grafen fiir einen frommen und ehrlichenMann zu halten.60 St. A. Miinster Msc. VII 6821. An Hohnscheider Kirchengeraten werden genannt: ein silbernes Kreuz vergoldet im Werte von 150 Gulden, drei silberneKelche vergoldet, 5 silberne Ringe, ein silberner Becher. Alle Becher die das KlosterGlindfeld von ihm empfangen hatte, solten zur Halfte nach Falkenhagen gegebenwerden, silberne Kelche wurden Glindfeld zugesprochen, nach des Priors Tod solltesie der General bekommen.61 Honsch. Urk. 8756 (1529 Marz 2).52 Klettenberg a.a.O. S. 772.
176 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENscheid erschien auf der Konventsliste der rheinischen Ordensprovinzss,Johannes Fronhoven wurde als Prior eingesetzt, zusammenmit dem Glindfelder Priester Hemmingii hielt er im KlosterGottesdienst ab. 1631 sahen sie sich aber ingruente hello Hassianoet propter deficientia alimentia gezwungen, Hohnscheid zu verlassen.Seitdem sind die Kreuzherren trotz mancher Bemiihungen nichtmehr dorthin zuriickgekehrt.Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 229.
5. GLINDFELD(Conventus vallis Beatae Mariae Virginis)SPEZIELLELITERATURBau- und Kunstdenkmaler von Westfalen. Kreis Brilon, Munster 1952. GeschichtlicheEinleitungen von Franz Herberhold (B.u.K.).A. van de Pasch OSC, Het Kruisberenklooster van Glindfeld 1499-1804, in :Clairlieu, Tijdschrift gewijd aan de Geschiedenis der Kruisheren, Jg. 10(1952), biz. 41-53.A. Fuhrer, Der Dekanat Medebach in den Farragines Gelenii, Miinchen-Gladbach(Selbstverlag des Verf.) 1951.A. Grosche, Geschichte des Klosters Glindfeld, Bigge/Ruhr (Josefs-Druckerei)ohne Datum (1958 ersch.).ARCHIVALIENStaatsarchiv Munster : Kloster Glindfeld, Urkunden (Glindf. Urk. und Akten (Akt.).Msc. VII 5702, Copiarium des Klosters Glindfeld (Cop.). Msc. VII, 6821Herzogtum Westfalen, Landesarchiv, Akten (LA). Regierung Arnsberg,Kirch- und Schulabteilung, Akten, (Reg. Arnsberg. Eccl.).Staatsarchiv Marburg : Kloster Hohnscheid, 1 Urk. (Hohnsch. Urk.) und Akten(Hohnsch. Akten).Erzbischofliches Generalvikariatsarchiv Paderborn : 245 (blau) = Akten betr.Dekanat Medebach ; 246 (blau) = Akten betr. Pfarrei Medebach I ;247 (blau) = Akten betr. Pfarrei Medebach II ; Handschriften XVIII b18/20 (Visitationsakten betr. Dekanat Medebach).
NIEDERSFELD• HILDFELD• DEIFELD• DUDINGHAUSEN"1• OBERSCHLEDORN» GRONEBACHSILBACH «^CUSTELBERGHILLERSHAUSEN»GLINDFELD> WINTERBERGASTENBERG •DEBACHKahler AstenoscHESBORN»DREISLARLIESEN.NEUKLRCHEN• HALLE NBERGlOKm,r% i w » i i• KORBACHFURSTE NBERG• FRANKENBERG
GLINDFELD 179Im Jahre 1297 wurde das Augustinerinnenkloster Kiistelberg(gegr. 1177), mit dem seit 1220 das Patronatsrecht iiber die Pfarrkirchezu Medebach verbunden war, wegen Unterhaltsschwierigkeitennach Glindfeld a (Reg. Bez. Arnsberg, Krs. Brilon) verlegt.Gleichzeitig iibernahm das Benediktinerkloster Grafschaft die Sorgefur den Konvent, der sich dafiir verpflichtete, den Propst aus jenemKloster zu wahlen. 200 Jahre spater waren Zucht und Wirtschaftin Glindfeld verfallen.Dass schon 1425 einmal ein Kreuzherr das Kloster Glindfeldgeleitet haben soil2, ist ganz unwahrscheinlich. 1499 veranlasstendie Prioren von Falkenhagen und Osterberg als Visitatoren vonHohnscheid dieses Ordenshaus, ,,etzliche ehrbare Herren undBriider" mit Roggen, Gerste, Hafer, Geld und anderen notwendigenDingen nach Glindfeld zu schicken. Damals war die Uebernahmedes in Not geratenen Klosters durch Hohnscheid beabsichtigt,falls es nicht dazu kommen wiirde, hatte der Nonnenkonventdie gewahrte Unterstiitzung zu erstattens. Im April des genanntenJahres beauftragte das Generalkapitel die Prioren von Osterbergund Falkenhagen, Glindfeld zu inspizieren und anzunehmen4.Schliesslich xibertrug Erzbischof Hermann von Koln am 29. September auf Bitten des Propstes und der beiden noch iibrig gebliebenenNonnen zu Glindfeld wie auch der Burgerschaft vonMedebach das Kloster dem Ordensgeneral Gerbrandus Angeli unddemGeneralkapitel5.Wirtschaftliche oder personelle Beschrankungen wurden denKreuzherren nicht auferlegt, samtliche Rechte, die die Nonnenbesessen hatten, vor allem das Patronatsrecht iiber die Medebacher1 Das Kloster lag eine halbe Stunde von Medebach, eine Stunde von der waldeckischen,drei Stunden von der hessischen Grenze entfernt in einer massig fruchtbarenGegend, ,,fast ringsum von hohen Bergen (!) eingeschlossen". Vgl. LA IXNr. 104. Der Name Glindfeld kommt, wie viele andere Namen jener Gegend, ausdem Keltischen (,,gleann" : rinnendes Wasser ; ,,"ffoldd" = Hag oder Verpfahlung)und ist mit ,,Talwasserburg" gedeutet worden. Vgl. Grosche a.a.O. S. 14.2 B. u. K. S. 300, von v. D. Pasch a.a.O. S. 3 ubernommen. Vgl. die Diffinitiones2u 1412 (Hermans a.a.O. 2 Bd. 207). Gffensichtlich bezog sich Herberhold aufGlindfeld. Urk. 90 a (1525 Mai 20), die im Repertorium fruher falschlich auf1425 datiert war.8 Hohnsch. Urk. 8719 (1499 Marz 16).4 Hermans a.a.O. 2 Bd. S. 443 ,,Item conventum ordini oblatum per praepositumet moniales ordinis regularium in Glintvelt prioribus Montis Orientis et VallisLiliorum inspiciendum et acceptandum committimus."B Glindf. Urk. 122 (1499 Sept. 29.) Abschrift.
180 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENPfarre, gingen auf sie iiber. Ausserdem verzichtete das KlosterGrafschaft, wie es scheint, mit einigem Widerstreben *, auf seinRecht, den Glindfelder Propst zu stellen. Der Erzbischof behieltsich lediglich plenum authoritatem visitandi1 bei Unregelmassigkeitenim Kloster vor. So konnte nach Falkenhagen und Hohnscheidmit Glindfeld der dritte Kreuzbriiderkonvent an die Stelle einesverfallenen Nonnenklosters treten.Der Hauptanteil an der Aufbauarbeit fiel nicht Hohnscheid,sondern dem finanziell leistungsfahigeren und auch starker besetztenFalkenhagen zu. Am 13. Dezember 1499 setzte der dortigePrior Heinrich vier seiner Geistlichen in Glindfeld ein, von ihnenwurde Hermannus Dulmanie Rektor8. Nach Priifung der Verhaltnisse,die ausser der Verpfandung der Klostergiiter9 250 GoldguldenSchulden ergab10, beschloss das Generalkapitel 1501 dieInkorporation Glindfelds11. Im gleichen Jahr wahlten die Konventualennicht nur von Glindfeld, sondern auch vom MutterklosterFalkenhagen Arnoldus Bocholdiae (1501-1534) zum erstenPrior12.Von den Ordenshausern Falkenhagen, Hohnscheid und Kolnunterstiitzt18 gelang es der besonnenen Leitung dieses Priors, dieArmut seines Hauses wahrend dreier Jahrzehnte in einen gewissenWohlstand zu verwandeln. Uebernahme von Rentenverpflichtungen14,der Ertrag aus der Arbeit der Briider15, zu der auch die8 Vgl. Akt. I, 5. Die Patres von Grafschaft mussten die Translationsurkundemitbesiegeln (1500) „... sicuti fecerunt, sed tamen cum magna gravitate".7 Wie Anna. 5 „... si tarn enormis excessuum fama ad aures nostras percrebuerit,quam dissimulare nequiremus".8 LA IX Nr. 104. Die iibrigen Ordensgeistlichen waren Gerlacus Wesalia,Nicolaus Galen und Henricus Surner Grone.8 Akt. Ill, 1 vgl. van de Pasch a.a.O. S. 4, Anm. 8.10 A.a.O. zu 1500 (Juli 2): Debita antiqua ex tempore monialium rectori etfratribus nota facta 250 ggl.11 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 2.12 LA IX Nr. 104.13 Diese Kloster erscheinen haufig im Registrum receptorum et reddituum AktenIII, 1.14 Von den Nonnen des Konvents Nazareth ,,in platea Sancti Gereonis" zu Kolnkaufte der Konvent 250 rh. Gulden fur eine Jahresrente von 10 Gulden. AndereKolner Nonnen liehen 125 einfache Gulden gegen jahrliche Ruckzahlung von1 Goldgulden und 4 einfachen Gulden. Berthold Tylken, Archidiakon zu Hoxter,gab 50 Goldgulden fur eine Jahresrente von 3 Goldgulden. Die Vermittlung derKloster Koln und Falkenhagen liegt nahe.15 Akt. Ill, 1 ,,accepta pecunia ex labore fratrum et elemosyniis christi fideliumdesiderantium orationes fratrum" kauften die Monche viele Guter zuriick. Ausgabenfiir Buchbinderarbeiten sind regelmassig verbucht.
GLINDFELD 181Schreibtatigkeit zu rechnen ist, und fromme Stiftungen ermoglichtendem Konvent, ehemaligen Grundbesitz seiner Vorganger undEinkiinfte an Geld und Kornfriichten nach und nach zuriickzukaufen.So gab Johannes Niedensteen in Gudensberg 1504 fur ein Anniversarium18 Goldgulden, mit denen ein bonum in Filden wiedererworbenwurde. 1505 gab Johannes Pipardes in Fritzlar fur einAnniversarium 17 Goldgulden, mit der Summe kauften die Briiderein weiteres bonum in Morsbach zuriick16. Kurze Notizen imRegister des Prokurators deuten auf den Zuwachs einer ganzenReihe von kleineren Bauernstellen und Kotten in der Folgezeit hin.Urkundlich ist aus dem Jahre 1512 der Kauf eines Hofes in undvor Medebach von Claus Fischbach bezeugt17. 1518 baten derDekan zu Medebach und Prior Arnold alle Glaubigen, fur dieErhaltung der Klostergebaude zu spenden und versprachen, dieStifter in die Fraternitat des Ordens aufzunehmen18.Im folgenden Jahr schenkten die Amtleute Philipp Schenk zuSchweinsberg und Philipp von Viermunden dem Kloster zweiHufen Land, um der guten Werke der Kreuzherren teilhaftig zuwerden M. Wohl mit Recht kam kurz vor der Auflosung Glindfeldsein Visitator nach dem Studium der Unterlagen zu dem Urteil,bereits der erste Prior habe das Kloster zur Bliite gebracht20.Innerhalb des Ordensverbandes ist Prior Arnold ebensowenig wieseine Nachfolger im 16. und 17. Jahrhundert hervorgetreten. DieUebernahme von Sonderaufgaben verbot zunachst der schwierigeAufbau des Klosters, mit dem Beginn der Reformationszeit drohteohnehin der Zusammenhang der abgelegeneren Ordenshauser mitdem iibrigen Verband verloren zu gehen. Die Nachrichten, die iiberdas geistliche Leben der Glindfelder Kreuzherren Aufschluss geben,beziehen sich fast ausnahmslos auf die Seelsorge in den ihnenanvertrauten Kirchen.Die Inkorporation der Pfarrkirche zu Medebach wurde 1502 auchseitens der Stadt Medebach durch einen Vertrag mit dem Klosteranerkannt, den Erzbischof Hermann und Ordensgeneral Cornelius18 A.a.o.17 Glindfl. Urk. 129 a (1512 Mai 6).38 A.a.O. 130 (1518 Sept. 20).39 A.a.O. 132 (1519 Febr. 22).20 LA IX Nr. 104.
182 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENvon Clotingen bestatigten. Ausdriicklich erhielt Glindfeld dasRecht, den Pfarrer einzusetzen, bei Klagen seitens der Stadt unddes Kirchspiels wegen Ungebiihrlichkeit des Geistlichen sollten dieKreuzherren einen anderen bestimmen. Dieser hatte sich mit Driften,Hude, Garten und allem Gut so zu halten wie die iibrigenEinwohner21. Prior Arnoldus war der erste Kreuzherr, der Pfarrerzu Medebach wurde, 1508 investierte ihn der Propst von S. PatrokliSoest. Bis zur Auflosung des Klosters haben in der Regel Ordensgeistlichediese Pfarre bedient22.Mit der Pfarre Medebach war ein dem Heiligen Andreas geweihtesBeneficium verbunden, dessen Rektoren vom Glindfelder Priorinvestiert wurden». Der Prior war gleichzeitig Patron, Kollatorund Provisor des Katharinenaltars in Winterberg**, bei der Besetzungder Winterberger Pfarrkirche besass der Konvent dasPrasentationsrecht25.1534 iibernahm Prior Arnold die Leitung seines HeimatkonventesFalkenhagen *6, er ist der einzige Glindfelder Prior, von dem wirwissen, dass er nicht in Glindfeld die Profess abgelegt hat. Wahrscheinlichkonnte seitdem der Konvent den Prior aus den eigenenReihen stellen, andererseits ist kein Glindfelder Konventual bekannt,der Prior eines anderen Kreuzherrenklosters geworden ist.21 Akt. I, 5.83 Als Pfarrer von Medebach sind bezeugt : (bei denjenigen, die nach ihrerInvestitur als Pfarrer Prior wurden, erscheint der Priortitel in Klammern) ArnoldusBocholdiae, Prior, Glindf. Urk. 127 (1508 Jan. 1); Johannes Mulle, Prior, a.a.O.146 (1541 Marz 3); Kilianus Huxarie, Prior, a.a.O. 156 (1551 Nov. 23); MartinHeyband (1556) Cop. S. 55 ; Johannes Pasell (Prior), Glindf. Urk. 162 (1562Nov. 11); Georg Lindemann (Prior), a.a.O. 167 (1575 Marz 2); Johannes Planck(Prior), a.a.O. 168 (1576 Juni 16); Jacob Calmerius (Prior), a.a.O. 175 (1596Mai 28); Johannes Leimborg, Prior, a.a.O. 177 (1606 Dez. 20); Abraham Frisenius(Prior), a.a.O. 179 (1612 Juni 25); Aegidius Morus, Prior, a.a.O. 183 (1621Nov. 11); Everhard Braunard, Prior, a.a.O. 184 (1629 Nov. 2). - Eine Pfarrlistea.a.O. 231 (1734 Mai 30) fuhrt noch auf : Petrus Menning (vgl. Priorenliste),Johannes Synesius OSC, Everhardus Sijn OSC, Anton Wilhelmi OSC. *- LA IXnennt : Johannes Henricus Carneim OSC (1787), Laurentius Padberg OSC (1794).23 1507 bestatigte der Glindfelder Konvent das Privileg des Rektors, auch ausserhalbWinterbergs seinen Wohnsitz zu nehmen (CR. S. 58).24 A.a.O. S. 70, das Prasentationsrecht lag beim Burgermeister und Rat vonWinterberg. Vgl. im Ganzen iiber Ernennungsrechte und Ernennungen van dePasch a.a.O. S. 5 iff.28 1527 prasentierte der Prior den Konrad Bernds zum Pfarrer in Winterberc.Glindf. Urk. 137 (1527 Aug. 24).28 Akt. Ill, 1 zu 1534 ,,Prior fratribus valedicens exhinc ad vallem Liliorumproficiscens prioratus ibidem functurus officio pauperes ac desolatos deseruit filios.Quern tandem Deus omnipotens feliciter ac longaeve conservare dignetur".
GLINDFELD 183Fiir die Zeit der Reformation und Gegenreformation beschrankensich die Nachrichten iiber die Glindfelder Kreuzherren auf dieSeelsorge in den ihnen anvertrauten Kirchen. Um die Mitte desJahrhunderts machten sich auch im Betreuungsbereich des Klostersdie religiosen Wirren bemerkbar. Bereits 1541 und dann wieder1551 wurden die Kreuzherren in ihren Rechten gestort27, 1552erneuerte der Konvent die Rechte einer 1465 zu Winterberg gestiftetenFriihmesse, deren ehrlichem und christlichem GebrauchAbbruch getan werde, seitdem sich der Unglaube vermehrt habeund die Liebe bei vielen Menschen erloschen sei28. 1554 musstenpropter sacerdotum inopiam die Pfarrechte in Winterberg einemScholastikus iibertragen werden M, schon bald zeigte es sich, dassdieser an der Rechtmassigkeit seines Glaubens zu zweifeln begann.Prior Kilian30 ermahnte ihn im folgenden Jahr ebenso liebevollwie bestimmt, standhaft zu bleiben (non decet verbum ancepsproferre)31. Zum Jahr 1556 wird von der Beeintrachtigung derPrivilegien des Klosters in Medebach berichtet32, 1564 entsetzteder Kreuzherrenprior dort den Priester Hermann Haverstroh seinesAmtes ob tergiversationem et dejectionem a catholica et orthodoxaecclesia. 1569 schrieben Biirgermeister und Rat von Winterbergden Kurfiirstlich Kolnischen Kommissaren in Sachen der Religion,sie konnten keinen Pastor finden, nachdem ihrem Pfarrer JohannesGeek das Predigen verboten worden sei. Gegen die Bitte, den obengenanntenfriiheren Scholasticus einzusetzenS4, inkorporierten dieKommissare die Pfarrkirche zu Glindfeld 35. Die Kreuzherren besassenalso damals, als ,,an diesen Orden die Rottirer viel zuschaifen" 36 machten, das voile Vertrauen des Erzbischofs. An diew Akt. X, 3. Am 16. Marz 1551 richtete der Konvent an einen nicht genanntenAdressaten die Bitte, ihn bei dem alten Gebrauch zu lassen, den er vor demlutherschen Aufruhr gehabt habe. Es handelt sich um Bedegeld, das der Herr vonBuren von den Kohnen der dienst- und bedefreien Giiter zu Morsbecke erhobenhatte. Ebendort der Hinweis auf die Klage der Glindfelder auf der Kolner Synode1541 iiber Ubergriffe seitens Waldeckischer Untertanen.28 Cop. S. 61.29 A.a.O. S. 74.30 Von den Prioren ist ausser der Wahrnehmung ihrer Presentations- und Investiturrechtekaum etwas bekannt. Vgl. die Priorenliste S. 291.31 Cop. S. 76.81 A.a.O. S. 47.88 A.a.O. S. 49.34 Glindf. Urk. 165 a (1569).* A.a.O. 165 b (1569 Dez. 12).48 Wie Anm. 34.
184 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENStelle des abgesetzten Geek, der das vorgeschriebene geistlicheExamen nicht bestanden hatte, war bereits seit dem 15. Septemberein Ordensgeistlicher getreten. Da Geek sich weigerte, das Pfarrhauszu raumen und der Kreuzherr in Winterberg keine Herbergefand, wurde er durch die taglichen Wege zur Winterszeit ,,miideund verdrossen", so dass ihn der Prior Mittfasten 1570 von dieserMiihe entband37. Erstaunlicherweise wurde Geek 1597 vom Kon~vent als Pfarrer in Winterberg bestatigt88. Weitere Schwierigkeitenergaben sich fiir die Kreuzherren, als 1579 der Sazellan von derStadt Winterberg an der Ausiibung seines Amtes gehindert wurdeB9..Bei den truchsessischen Wirren traten 1583 auf dem Landtag inArnsberg u.a. auch die Stadte Winterberg und Medebadh auf dieSeite des Truchsess, der das Kolner Kurfiirstentum auf die Seiteder Protestanten bringen wollte40. Als Truchsess am 15. Februar1584 in Medebach weilte, war seine Sache schon verloren, imgleichen Jahr huldigten neben anderen Stadten auch Medebach undWinterberg den Raten des katholischen Ernst v. Bayern, der dieNachfolge des Truchsess antrat41. Dessen geringe Erfolge sindauch der Tatigkeit der Kreuzherren zuzuschreiben. Die mitgeteilter*Nachrichten zeigen, dass die Leitung des Klosters den katholischenGlauben und ihre geistlichen Privilegien mit Entschiedenheit behauptethat.Ob der Konvent durch die Ausbreitung der Reformation personelleEinbussen erlitt, wissen wir nicht, liber die Zahl der Kreuzherren in Glindfeld liegen nur unvollstandige Unterlagen vor. Ii*der ersten Halfte des Jahrhunderts legten 21, in der zweiten 15*Konventualen die Profess in Glindfeld ab (vgl. 17. Jh. im ganzen36, 18. Jh.: 48). Schon der spate Zeitpunkt der Griindung und dieschweren Jahre des Aufbaus, die bis kurz vor den Beginn derReformation reichen, lassen vermuten, dass die Mitgliederzahl nichtgross gewesen ist.Im 17. Jahrhundert sind die Glindfelder Kreuzherren mit Erfolg;87 Akt. I i a.88 Akt. I 1 a.89 A.a.O.40 B. u. K. S. 21. Vgl. Akt. I, 12 Bl. 87 ,,Zur Zeit des Luthertums" sei die-Stadt und die Pfarrkirche in Medebach hart betroffen, die katholischen Geistlicheitseien verjagd und lutherische Praedicanten eingesetzt, die Hauser gepliindert unddie Pfarrkirche schier ganz verwiistet.41 WZ 49 II, S. 31.
GLINDFELD 185fiir die katholische Religion eingetreten. Wie gross der Mangel angeeigneten Pfarrern war, zeigt die Wiedereinsetzung eines friiherwegen seines Konkubinats abgesetzten Pfarrers zu Winterberg. Dadieser die Hoffnung auf Besserung nicht erfiillte und sich auch inder Seelsorge unwissend zeigte, befahl die geistliche Regierung demPrior, einen qualifizierten Priester nach Winterberg zu entsenden,urn dort den Gottesdienst sicherzustellen42. Im gleichen Jahr(1613) fiihrte der Graf zu Waldeck, nachdem dem Kloster vondieser Seite laufend bedeutender Schaden zugefiigt worden war43,lutherische Prediger in die Freigrafschaft Diidinghausen. Wennauch nahere Angaben fehlen, so hat wahrscheinlich dieses Vorgehendie Kreuzherren veranlasst, ihre Seelsorge auch auf die genannteGrafschaft auszudehnen. Der katholische Glauben war gefahrdet>die Darstellung der Glindfelder, die lutherischen Prediger hattennicht iiber das Stichjahr 1624 hinaus offentlich wirken konnen44,ist nicht wahrscheinlich und hat auch spater keine Anerkennunggefunden45. Urn 1630 betraute der Erzbischof die Kreuzherreneinstweilen mit dem Dekanat Medebach **, zu dem elf Pfarreiengehorten47. In die gleiche Zeit fallt die freilich vergebliche Bemuhungdes Glindfelder Konvents, das aufgehobene OrdensklosterHohnscheid zu restituieren 48. Als damals der siidliche Teildes Dekanats immerfort durch Kriegsunruhen und franzosischeTruppen belastigt wurde49, geriet auch das Kloster in grosse Not,1634 befreite deswegen das Generalkapitel den Konvent von denStudienbeitragen50. Noch 1650 bat Prior Brunhard die KolnischenRate in Westfalen um finanzielle Unterstiitzung, da die Feinde dasKloster so oft aller Habe beraubt haben, dass die Confratres kaummit dem Notwendigsten versorgt werden und nur mit grosser42 Akt. I. la.48 Akt. IV, 9, 1582 fielen die Grafen von Waldeck mit 300 Wagen in ein demKloster liegendes Geholz zwischen Brilon und Medebach und schlugen Holz. 60 bis70 Obergriffe verzeichnet die Akte. 1619 begingen 300 Knechte der Grafen Holzdiebstahleund Landfriedensbruch.44 A.a.O. X, 3.45 Vgl. S. 186.48 Bei der endgultigen Ubertragung 1682 bezeugt der Erzbischof, das Klosterhabe seit 50 und mehr Jahren das Dekanat treulich verwaltet.47 Die Pfarreien Medebach, Hallenberg, Winterberg, Zuschen, Gronebach, Deifeld,Diidinghausen, Astenberg, Hesborn, Silbach und Eppe.48 Vgl. Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 154 und 216 f.49 Reg. Arnsb. Eccl. a.a.O. Tit. 2 Sect. Ill A b speciali 33.50 Vgl. Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 201.
186 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENBeschwernis die Pastorate Deifeld und Eppe in der Freigrafschaftbedienen konnten. Es standen aber keinerlei Mittel zur Verfiigung51.Besonders verdient machte sich Prior Petrus Henning(ius), 1654sprach ihm Erzbischof Max Heinrich Anerkennung aus iiber dievorbildliche Seelsorge des Glindfelder Ordensgeistlichen Voemershausenin Diidinghausen. Die Differenzen mit dem Grafen Waldeckkonnten, wie Max Heinrich mitteilt, beseitigt und die Ausiibungdes katholischen Gottesdienstes gesichert werden. Gleichzeitigforderte der Erzbischof den Prior auf, in jener Grafschaft dasMessopfer, Predigten, Prozessionen und katholische Jugenderziehungendgiiltig wieder einzufiihren62. 1663 schreibt der Prior :Praedicantes lutheranos... superiores nostri mandatis strictissimis ettandem via carceris amoverunt5i3. In jenen Jahren plante der Konvent,eine eigene Residenz in Medebach zu errichten, weil zwei vonden vier Benefizien ausserhalb der inkorporierten Pfarrkircheohnehin an die Kreuzherren iielen64. Zu diesem Zweck iibertrugder Glindfelder Konventual Georg von Eyschen im September 1656in Gegenwart des Ordensgenerals und samtlicher Definitorenseinem Kloster seine Landereien zu Dormagen55, der Plan ist aberoffenbar nicht zur Ausfiihrung gelangt.1663 kam es zwischen Kurkoln und Waldeck zu einem Hauptrezess; durch Tausch gelangten die Dorfer Eppe und Hillershausenzum Kurfiirstentum, Oberschledorn und Diidinghausen mit denPfarrechten zur GrafschaftM. Alle Einwohner bis auf zwolf warenin Oberschledorn katholisch, sie mussten anderswo zur Kirchegehen. Zuweilen feierte dort ein Glindfelder Ordensgeistlicher anFesttagen die Messe67. In Eppe erhielten beide Konfessionen freieReligionsausiibung58. 1669 stiftete dort Prior Henning eine katho-^ Akt. I, l.vyl* AaO* X' 4# Welch^s Vertrauen der Prior beim Erzbischof genoss, zeigt dieUbertragung der ,,gratia taxandi majores excessus" wegen der grossen Entfernunezum Werler Offizialsgericht.63 Generalvikariat Paderborn, Archiv, 245 blau Bl. 52M B. u. K. a.a.O. S. 299.66 Akt. I, 10.66 LA II, 166.87 Generalvikariat Paderborn a.a.O.88 Akt. I, 5. Der katholische Gottesdienst wurde auf die Zeit von 8-10 Uhr und14-15 Uhr oder 16 Uhr, der evangelische auf 10-11 und 13-14 Uhr festgelegt.Weihnachten, Ostern und Piingsten hielt der ev. Pastor die Nachmittagspredigtvon 13-15 Uhr, beide Pfarrer durften sich der Altare bedienen. Weihnachten
GLINDFELD 187lische Pfarre59. Als der genannte Erzbischof 1663 den Monchendes Stiftes, die Pfarren bedienten, befahl, innerhalb eines Monatsin ihre Kloster zuriickzukehren, widersetzten sich die WinterbergerBurger den Kreuzherren und verlangten einen Weltgeistlichen zumPfarrer, zumindest beanspruchten sie das Recht, einen <strong>Regular</strong>enaus dem Konvent zu prasentieren. 1669 entschied der Erzbischofzunachst im Sinne der beschwerdefiihrenden Biirgerschaft60, vierWochen spater erlaubte er dem Prior, einen Ordensgeistlichen zumPfarrer in Winterberg zu bestellen61.Am 21. April 1682 vereinigte Maximilian Heinrich in Anerkennungder Verdienste, die sich die Kreuzherren seit iiber fiinfJahrzehnten erworben hatten, das Dekanat Medebach endgiiltigmit dem Priorat. Die Urkunde82 bescheinigt den Kreuzherren dietreue Administration des Dekanats, ut persecutiones Waldecensiumet Hassorum fortiter sustinentes rerum ac vitae suarum periculumsubire quam haereticorum voluntatt ecelestas sibi... commendatascedere maluerint... Daher kam der Erzbischof gern dem Wunschder Kreuzherren nach und bestimmte, dass ein geeigneter Prior auchstets Dekan sein sollte68.Im 18. Jahrhundert ist mit dem Prior Henricus Kohle erstmaligein Glindfelder Kreuzherr im Orden hervorgetreten, 1730 und 1749wahlte ihn das Generalkapitel zum Definitor64.In jener Zeit war es Brauch, dass am Sonntag vor Fastnacht«inige bediirftige Schuljungen mit ihrem Lehrer in das Klosterkamen und Wiirste sammelten, um sie in den Fastentagen gemeinsamzu verzehren. Bei dieser Fastnachtsbewirtung kam es 1736 im.gehorte den Katholiken die Kirche bis 3 Uhr in der Nacht, dann folgten dieEvangelischen.69 LA IX Nr. 104.80 Akt. I 3. Bd. 1.61 A.a.O. Die Opposition der Stadt gegen die Regelung 1669 (Akt. I, la) und1698 (a.a.O. I 3) blieb ohne Erfolg. Folgende Ordensgeistliche bekleideten diePfarre zu Winterberg : Kilianus Ecberti, spater Prior ; Rotgerus Schulten ; GeorgiusLindemann, spater Prior ; Henricus Kruper ; Joannes Conradi, spater Prior ; BernhardusStrieker ; Jodocus Schenne ; Casparus Fabri ; Rudolphus Weller ; HenricusKohle, spater erneut Prior ; Josephus Spancken (t 1743 Febr. 28); FabriciusBecker (f 1745 Febr. 1).62 Glindf. Urk. 197 (1682 April 21).83 Folgende Geistlichen erhielten die erzbischofliche Bestatigung als Dekan vonMedebach: Winandus Vest (1686 Jan. 2); Petrus Cramer (1689 Okt. 4) Prior;Joannes Liessen (1710 Nov. 5); Henricus Kohle (1719 Sept. 10) Prior ; RudolphusLefarth (1762 April 14) Prior.64 Vgl. S. 26.
18S DIE KREUZHERREN IN WESTFALENKloster zu Missbrauchen. Handwerksgesellen und ,,anderes Gesindel",mit abscheulichen Larven mit Kuhschwanzen angetan undin Schafsfelle gekleidet, drangen 2ur Zeit der Messe in das Klosterein, trieben allerlei Unfug, bescholten die Bedienten und riefen :,,Wir sind nicht gekommen wegen Essen und Trinken, sondern diePfaffen zu vexieren". Man tanzte mit den Magden und richteteSachschaden in den Anlagen an. Daraufhin wurde dieser Brauchvon Clemens August ein fur alle Mai abgeschafft. Dafur sollte derGlindfelder Konvent anstatt der Bekostigung jahrlich 5 Reichstaleran den Schulmeister abgeben65.Nachdem Erzbischof Clemens August, von den Glindfeldern alsosor regularium bezeichnet, 1740 das erwahnte Dekret MaxHeinrich67 erneuert hatte, versuchten die Winterberger nach derBeerdigung des Pastors Becker (1745), gewaltsam die Amtsiibernahmedes neuernannten Ordensgeistlichen zu verhindern. Esdauerte fiinf Jahre, bis die Kreuzherren beim Official zu Werl ihrRecht erhielten. Aus Freude iiber diesen Erfolg verfasste ein Konventualein Triumphgedicht, das Geschick im lateinischen Versbauund humanistische Studien verrat68. 1761 ermahnte der Ordensgeneralde Fisen den Glindfelder Prior in einem Schreiben, energischgegen einen aufsassigen Konventualen vorzugehen und ihnnotfalls mit Kerker zu bestrafen 69. Vielleicht stehen die auch spaterauftretenden Disziplinlosigkeiten mit dem ,,vollig abgehendenVorrat und grossem Geldmangel" des Klosters zusammen. 1760 warder Konvent durch Kontribution und andere Kriegslasten so armgeworden, dass kaum das tagliche Brot reichte (cuncta hie fermefunditus sunt eversa) . 1759 musste Glindfeld iiber 200 Reichstaler Kriegsbeisteuer nach Arnsberg zahlen, Prokurator und Subpriorwurden als Geisel festgehalten. Im folgenden Jahr iiberstiegdie Abgabe von Hafer, Stroh und Heu den Wert von 1000 Reichstalern.1760 wurde das Kloster gezwungen, iiber 13 Wochen langeinen Kapitan mit seiner Gattin, zwei Magde, zwei Knechte, einensigillifer mit famulis, 15 Pferde und 3 Knechte zu unterhalten. 176285 Generalvikariat Paderborn, Archiv, 245 blau* Akt I, 3. Bd. 1.67 Vgl. S. 42.88 Akt. I, 3. Bd. 1.89 A.a.O. I, 6.70 A.a.O. Brief des Priors an den Generalvikar vom 25. April 1760.
GLINDFELD 189erlaubte der General, von den Carmelitern in Koln 1600 Reichstalerzu 4 y2 Prozent aufzunehmen ad deponenda debita hoc calamitosobelli tempore ob exactiones et contributiones turn Gallorum turnHannoveranorum apud catholicos contracta71.Der 1762 gewahlte Prior Rudolf Lefahrt hatte sehr iiber dieschlechte Zucht im Kloster zu klagen („... bereits geraume Zeit herhaben sich meine anscheinlich mit der Seuche dieses Jahrhundertsbefallenen jungen Geistlichen einfallen lassen, zu tun, wie und wassie wollen. Kurzum hier ist die alte Disciplin nicht mehr, keinStudium, kein ordentliches Chor etc. ..." Alles Bestreben, Skandalbeim Volk zu vermeiden, sei fruchtlos geblieben). Daher fragte derPrior bei der geistlichen Regierung an, ob er nicht bei der OrdensleitungZuflucht nehmen sollte72.Bei der Visitation Glindfelds im September 1765, musste Generalde Fisen bedenkliche Mangel riigen. Der Chorgesang entsprachnicht seinen Anspriichen, die Exerzitien waren ganz ausser Gebrauchgekommen, die Konventualen iibertrieben den Weingenuss undliessen es am Gehorsam fehlen73.Fur den Prior war es schwierig fiir die Zucht zu sorgen, da einTeil der ihm anvertrauten Priester auf den Seelsorgebereich desKlosters verteilt war. Ebenso erschwerte die grosse Entfernung zuden iibrigen Ordenshausern der Ordensleitung die Aufsicht, 1779erneuerte das Generalkapitel den Konventen Glindfeld und Helenenbergaus dem erwahnten Grunde ein Privileg, die Priorenwahlauch ohne Anwesenheit des Generals oder seines Vertreters durchzufiihren74.Die nachste Ordensvisitation ist fiir das Jahr 1786 bezeugt.Besondere Missstande scheint der General Dubois nicht aufgedecktzu haben. Vor allem legte er Wert auf die Bibliothek, er ernannteeinen Bibliothekar 75, der zu einer Zeit, die der Prior bestimmen71 A.a.O. IX, 1.73 Generalvikariatsarchiv Paderborn 245 (blau) a.a.O. Demgegeniiber konnteLefahrt 1763 von der Visitation in seinem Dekanat berichten : ,,Inveni •- Deo sintlaudes - omnia circa ecclesias parochiales suo in statu salva, repperi tamen nonnullos abusus, qui in populo per iniurias temporum irrepserant...".73 LA IX, 104.74 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 569.76 LA IX, 104. ,,Attendentes quod vel debita librorum cura soleat excitare ad eorumamorem et lectionem, in bibliothecarium denominamus Rdum Dominum Gerwinmandantes eidem, ut bibliothecam servet mundam et nitidam, libros debite secundumordinem conficiat".
190 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENsollte, als Lektor aus der Moraltheologie vorzulesen hatte. Imnachsten Jahr war in Glindfeld ein Franziskaner aus Aachen Lektor,nach dessen Urteil76 war im Kloster ein mittelmassiger Vorrat anBfichern vorhanden, das fehlende sollte angeschafft werden. DieBibliothek sei in einem guten Stand, taglich las der Lektor eineStunde fiber die Heilige Schrift und fiber Pastoraltheologie, zweiNovizen horten taglich eine Stunde Philosophie. Ausser dem Priorbefanden sich 1787 zwolf Kreuzherren im Konvent, bis auf einenwaren es Geistliche, darunter die Pastoren von Dfidinghausen,Medebach, Winterberg und Eppe sowie ein Sacellan in Medebach!1789 drohte Kurffirst Max Franz, den Pastor in Winterberg inseinen Konvent zurfickzuschicken, weil er in der Kirche fur dieWiedereinffihrung verbotener Missbrauche, namlich weltlicherAufzfige mit Junggesellen, Fahnen und Soldatenspiel eingetretensei und dadurch zu Missachtung der Kurfurstlichen Befehle aufgereizthabe77. Anlasslich der Priorenwahl 1796 erklarte derGeneralvikar den Pastor von Eppe fiir unwfirdig, dieses Amt zubekleiden, weil er seine Kochin geschwangert hatte78. Die Wahlfiel auf Johann Heinrich Gerwin, seinerzeit Pfarrer zu Winterberg,dem ein erbaulicher Lebenswandel nachgesagt wurde.Die klosterliche Zucht und Ordnung war nach den Feststellungender erzbischoflichen Kommission aber sehr schlecht. Die Kreuzherren tranken Branntwein, plauderten fiberall und zu jeder Zeitund gingen auch zur Unzeit auf die Jagd. Die Studien waren ganzvernachlassigt. Die frfiher fibliche wechselweise Predigt derjungen Geistlichen an Sonn- und Feiertagen in der Klosterkirchewar seit Jahren unterblieben. Seit 8 oder 9 Jahren war keineRechnung abgelegt worden. Wegen der Aufnahme von Geld furden Winterberger Kirchenbau war es zur Zwietracht im Konventgekommen. Die Kasse wies einen Passivbestand von 4000 Reichstalernauf. Die Konventualen kamen aus dem kolnischen Sauerlandund aus dem Paderbornschen. Die Annahme eines Bewerbers, derdie ,,Paderborner Partei" schwachte, ffihrte zu Streitigkeiten imKonvent. Ohne das Eingreifen des Erzbischofs, so ffirchtete der inla ix, 104.Akt. I 1 a.LA IX, 104.
GLINDFELD 191dessen Auftrag 1796 visitierende Abt von Grafschaft, werde Glindfeldganz zugrunde gehen79.Der Visitationsbericht®° des Kommissars und Geistlichen RatesFreusberg, der sich vom 28. Juni bis zum 11. August 1802 imKloster Glindfeld aufhielt, bietet das Bild volliger Entartung.Demnach waren die Insassen ohne Scheu und Scham Ausschweifungenergeben und es gab keinen Unfug, den sie nicht angestellthatten81. So war das Kloster ein Aergernis fiir die ganze Gegendgeworden, die Hauptschuldigen verliessen den Konvent, die iibrigenscheuten sich, die Stadt Medebach aufzusuchen, da dort die Missstandebekannt waren. 1804 erfolgte die Aufhebung, 1824 wurdendie Klostergiiter verkauft.TO LA IX, io4.80 A.a.O.81 A.a.O. Ein Konventual hatte nachts die Klostermeierin auf der Zelle, sie sprang,als der Prior die Tiir gewaltsam offnen liess, ein Stockwerk tief aus dem Fenster.Nachdem der Prior Ordensstatuten vorgelesen hatte, schossen Konventualen mitJagdilinten in sein Fenster. Der Pastor zu Dudinghausen gait als Holz- und Wilddieb,,,auf seine personliche Ertappung" waren 80 Reichstaler gesetzt. Der Prokuratorwurde abgesetzt, ein anderer Frater ein Jahr vom Empfang der hoherenWeihen zuruckgehalten, ein weiterer von alien priesterlichen Obliegenheiten suspendiert.
IllANHANG
1. ORDENSDEFINITOREN (1429-1540)Sett der Grundung Osterbergs bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts tvahltedas GeneralkapHel die Definitoren aus folgenden Klostern :1429143014311432143314341435143614371438143914401441144214431444144514461447144814491450145114521453145414551456Asperen, St. Agatha (bei Cuyk, Niederland), Schwarzenbroich,VenloLiittich, Aachen, Koln, Huy1Roermond, Beyenburg, Venlo2, SchwarzenbroichLiittich, Aachen, Koln, VenloSchwarzenbroich, Hohenbusch, Roermond, VenloAsperen, Liittich, Koln, VenloSt. Agatha, Roermond, Paris, Aachen2Koln, Liittich, Namur, HohenbuschRoermond, Venlo, Aachen, SchwarzenbroichSt. Agatha, Koln, Liittich, NamurRoermond, Aachen, Asperen, VenloSt. Agatha, Venlo, Koln, TournaiRoermond, Aachen, Liittich, NamurSt. Agatha, Venlo, Liittich, AsperenRoermond, Namur, Koln, VenloVenlo, BENTLAGE, Liittich, AsperenParis, Roermond, Namur, KolnHohenbusch, Liittich, Asperen, VenloRoermond, Goes, St. Agatha, KolnNamur, Liittich, Asperen, TournaiRoermond, Goes, Hohenbusch, KolnVenlo, Namur, Liittich, AsperenRoermond, Goes, Hohenbusch, KolnNamur, Liittich, Tournai, AsperenParis, Roermond, Koln, MarienfredeAachen, Liittich, Asperen, NamurRoermond, Tournai, Koln, LiittichAachen, Asperen, Namur, Marienfrede1 Definitor war der Subprior.2 Definitor war der Procurator.
196 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN1457 : Paris, Roermond, Tournai, Luttich1458 : Aachen, Asperen, Namur, Marienfrede1459 : Roermond, Tournai, Luttich, Venlo1460 : St. Agatha, Namur, Koln, OSTERBERG1461 : Tournai, Asperen, Luttich, Schwarzenbroich1462 : Roermond, Koln, OSTERBERG, Maastricht1463 : Tournai, Asperen, Namur, Diisseldorf1464 : Roermond, Koln, Maastricht, BENTLAGE1465 : Luttich, Asperen, Koln, OSTERBERG1466 : Diisseldorf, Hoorn, Maastricht, BENTLAGE1467 : Luttich, Asperen, OSTERBERG, Venlo1468 : Namur, Hoorn, Maastricht, BENTLAGE1469 : Luttich, Goes, OSTERBERG, Aachen1470 : Namur, Hoorn, Maastricht, Hohenbusch1471 : Goes, FALKENHAGEN, Aachen, BENTLAGE1472 : Namur, Hoorn, Maastricht, Hohenbusch1473 : Diisseldorf, FALKENHAGEN, Liittich, Koln1474 : Namur, Maastricht, BENTLAGE, Hohenbusch1475 : Venlo, Beyenburg, Roermond, Koln1476 : Luttich, BENTLAGE, Hohenbusch, Maastricht1477 : Venlo, FALKENHAGEN, Beyenburg, Roermond1478 : BENTLAGE, Hohenbusch, Maastricht, Luttich1479 : Namur, Venlo, FALKENHAGEN, St. Agatha1480 : Asperen, Maastricht, OSTERBERG, Luttich1481 : Aachen, Hohenbusch, Luttich, Koln1482 : FALKENHAGEN, BENTLAGE, Maastricht, Luttich1483 : Lannoy, Venlo, Aachen, Hohenbusch1484 : FALKENHAGEN, Diilken, Koln, Maaseik1485 : Hohenbusch, TER APEL, Venlo, Lannoy1486 : Diilken, BENTLAGE, Koln, Goes1487 : FALKENHAGEN, Hohenbusch, OSTERBERG, Provincialis Franciae1488 : Diilken, Sneek, Namur, Goes1489 : FALKENHAGEN, Hohenbusch, Koln, St. Agatha1490 : Venlo, BENTLAGE, Namur, Goes1491 : FALKENHAGEN, OSTERBERG, Caen, St. Agatha1492 : Venlo, BENTLAGE, Hohenbusch, Goes1493 : FALKENHAGEN, Koln, OSTERBERG, Asperen1494 : BENTLAGE, Hohenbusch, Namur, Goes1495 : Venlo, OSTERBERG, Asperen, Paris1496 : BENTLAGE, Koln, Schiedam, Goes
ANHANG 1971497 : OSTERBERG, Asperen, Namur, Liittich1498 : BENTLAGE, Koln, Maastricht, Lannoy1499 : OSTERBERG, Asperen, Schiedam, Huy (praesidens) B1500 : Caen, Verger-Ste-Croix, Maastricht, St. Agatha1501 : OSTERBERG, Asperen, Koln, Schiedam1502 : Caen, Marienfrede, Maastricht, St. Agatha1503 : Asperen, Koln, Schiedam, Liittich1504 : OSTERBERG, Marienfrede, Maastricht, St. Agatha1505 : Koln, Lannoy, Liittich, Namur1506 : OSTERBERG, Marienfrede, Maastricht, Dinant1507 : Aachen, Liittich, Koln, Namur1508 : Marienfrede, Maastricht, Dinant, Liittich1509 : OSTERBERG, Emmerich, Wickrath, Koln1510 : Venlo, Marienfrede, Maastricht, Liittich1511 : Emmerich, Lannoy, Koln, Namur1512 : Marienfrede, Maastricht, Liittich, Wickrath1513 : Lannoy, OSTERBERG, Marienfrede, Koln1514 : Marienfrede, Maastricht, Briiggen, Liittich1515 : OSTERBERG, Koln, Sneek, Schiedam1516 : Marienfrede, Maastricht, Liittich, Wickrath1517 : Briiggen, Koln, Schiedam, Namur1518 : Marienfrede, Liittich, OSTERBERG, Sneek1519 : Briiggen, Asperen, St. Agatha, Namur1520 : OSTERBERG, Sneek, Dinant, Kolen1521 : Liittich, Marienfrede, St. Agatha, Koln1522 : OSTERBERG, Dinant, Kolen, Namur1523 : Liittich, Marienfrede, St. Agatha, Koln1524 : OSTERBERG, Venlo, Dinant, Kolen1525 : Liittich, Marienfrede, St. Agatha, Koln1526 : OSTERBERG, Venlo, Sneek, Kolen1527 : Liittich, Marienfrede, St. Agatha, Namur1528 : Venlo, Sneek, Diisseldorf, Kolen1529 : Liittich, Marienfrede, St. Agatha, Namur1530 : Venlo, Brandenburg, Diisseldorf, Goes1531 : Liittich, St. Agatha, Namur, Koln1532 : Venlo, Brandenburg, Diisseldorf, OSTERBERG1533 : St. Agatha, Namur, Liittich, Koln1534 : Venlo, Diisseldorf, OSTERBERG, Hohenbusch1535 : Brandenburg, St. Agatha, Namur, Liittich3 Der praesidens von Huy leitete das Zentralkloster bei Abwesenheit des Ordensgenerals.
198 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN1536 Venlo, OSTERBERG, Koln, Hohenbusch1537 Brandenburg, Diisseldorf, St. Agatha, Namur1538 Venlo, Liittich, Koln, Roermond1539 St. Agatha, Namur, Hohenbusch, Verger-Ste-Croix1540 : Liittich, Koln, Roermond, MaastrichtVon 1430 bis 1460 stellte : Von 1460 bis 1520 stellte :LiittichRoermondKolnVenloAsperenNamur16 Definitoren1513131111KolnMaastrichtLiittichOsterbergBentlageHohenbusch22 Definitoren2120191412Asperen12Falkenhagen10Marienfrede10Venlo10Spater haben die hier behandelten Kloster nur ausnahmsweise etnenDefinitor gestellt :1544 : Bentlage1730 : Glindfeld1736 : Bentlage1749 : Glindfeld
ANHANG 1992. VISITATIONSLISTEFolgende Visitationsauftrdge betrafen die Kloster Osterberg, Falkenhagen,Bentlage, Hohnscheid und Glindjeld.Quellen1 Jahr*FSKFSKFSKSKFSKFSKFSKFSKFFSFSK1429April1430Mai1431April1432?1433Mai1434April1435Mai1436Mai1437Juni1438Mai1439Es visitierten die Priorenvon :KolnVenloKolncum socio sibi a general*deputandoVicarius generalisv cnioLiittichRoermondKolnVenloHuyVenloHohenbuschKolnAachenNamurHuyAachenRoermondLiittichVenlo4die Klosterper Alemaniam auctoritate capituligeneralisvisitabit hoc anno 3per Alemaniamper Alemaniamhoc anno visitabunt cum auctorttatesoliia8visitatores sper Alemaniamper AlemaniamperAlemaniamper Alemaniamper Alemaniam1 F = Diff. FalkenhagenS = DiflF. SchwarzenbroichDass diese HS aus dem Kloster Koln stammt (so Haass a.a.O. S. 10), ist nichtsicher. Aus der HS ist lediglich zu schliessen, dass sie im 16. Jh. dem KlosterSchwarzenbroich gehorte ; fol. 61 fehlen die elocationes zu 1543 causa brevitatis, vonanderer Hand ist am Rand vermerkt frater noster Hermannus de Derichswilerjunior omnino locatus fuit ad Erensteyn eo petente et laborante ... Diff. Falkenhagenbringt zu 1543 : fratrem Hermannum VaJHs sancti Mathie (= Schwarzenbroich)iransferimus in Erensteyn.K = DiflF. KolnW = Diff. WickrathDie Zugehorigkeit ergibt sich aus Unterstreichungen und Notizen am Rand vonanderer Hand, die sich auf Wickrath beziehen (fol. 86 zu 1531, fol. 89 zu 1533fol. 107 zu 1542).2 Auftragserteilung durch das Generalkapitel.3 Offenbar wurde der gesamte Orden visitiert.4 Ausnahmsweise war dieser Visitator (Johannis Scholle) kein Prior, wohl aberDefinitor.
200 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENFSKFSKSKFSKFSKF8FSKFSKFSKFFSKFSKFSKFSKFSKFSKFSKFSKFSKMai assumpto etiam sibi socioconvenienti et ad hoc idoneo1440April1441Mai1442Juni1443Mai1444Mai1445April1446Mai1447Mai1448April1449Mai1450Mai1451Mai1452Mai1453Juni1454Mai1455Mai1456April1457Tkyf-JMai1458AprilHuyper se vel per alium si commode non potest assumptoetiam socio sibi convenientiKolncum socioHuycum socioHuyVenloRoermondHohenbuschHuyTHuyHohenbuschOsterbergHohenbuschOsterbergHuy6per se vel per aliumHohenbuschMarienfredeKolenMarienfredeHuyPer se vel per alium cumsociis sibi convenientibusHuyMarienfredeAachenLiittichSchwarzenbroichHohenbuschHuyLiittichHuyAsperenMarienfredeper ordtnemhoc anno visitabunt in primo turno...generalis... in tertio priorcoloniensisBper Alemaniamhoc anno visitabit... generalisper AlemaniamOsterberg, Falkenhagen, Bentlage9hoc anno visitabit venerabilis paternoster generalis*trans Kbenumtrans Rhenum : Beyenburg, Osterberg, Bentlage10, Marienfredeper ordinemultratransRhenumaiRhenumper totum ordinemKoln und trans Rhenumtrans Rhenumtrans Rhenum : Koln, Dusseldorf,.Marienfrede, Beyenburg, Osterberg,,Bentlage, FalkenhagenKoln, Beyenburg, Dusseldorf, Marienfrede,Osterberg, Bentlage, Falkenhagenultra Rhenum12Koln und trans RhenumB Dagegen Grosfeld a.a.O. S. 45 : 1441 in septuagesima R.P. Generalis Henricusde Noviomago personaliter visitav'tt conventus Montis Orientis et Bentlage.8 S u. K : Sicut anno peracto.I Socius war Presbyter Thomas.8 Grosfeld bezeugt S. 50 Visitation in Bentlage.9 Nach Grosfeld a.a.O. S. 52 visitieren in Bentlage die Prioren von Hohenbuscbund Osterberg.10 Grosfeld a.a.O. S. 52 bezeugt Visitation in Bentlage.II Ebenso a.a.O. S. 54.12 Ebenso a.a.O. S. 56f.
ANHANG 201FSKFSKFSKFSK1459 OsterbergApril Huy181460 HuyMai Koln1461 DiisseldorfMaiOsterberg1462 MaastrichtMaiBeyenburgKoln und trans RhenumtransRhenumKoln und trans RhenumKoln und trans Rhenum, nomine etauctoritate patris nostri generalisFSKFSKFSKFSKFSKFK14FSK18FSKFK18FKMFSKFKFKFKFKKolnOsterberg1463 DiisseldorfMaiBentlage1464April1465Mai1466Mai1467April1468Mai1469April1469Oktober1470Mai1471Mai1472April1473MaiKolnVenloHuy1474 FalkenhagenMai Beyenburg1475 BentlageApril Ter Apel1476MaiDusseldorfBentlageVenloFalkenhagenOsterbergBentlageHuyper se vel aliumOsterbergBentlageHuyper se vel aliumHoornVenloBentlageOsterbergHuy17HuycumsoctoBentlageTer Apel1477 FalkenhagenMaiMarienfredeHohenbusch, Roermond, Venlo, St.Agatha, Asperen, Goes, Schiedam,Hoorn (mit der gleichen Befugnis)Koln, Beyenburg, Bentlage, Falkenhagen, Osterberg, Marienfrede, DiisseldorfKoln und trans RhenumtransRhenumSchwarzenbroich, Koln und transRhenumKoln und trans RhenumBentlage, Osterberg, Falkenhagen,Ter Apeltrans RhenumMarienfredetransRhenumnisi de aliquo... generalis aliter disposuerit...trans Rhenumultra Rhenumper se vel alium, Roermond, Hohenbusch,Koln und trans RhenumKoln und trans Rhenumtrans Rhenum : Marienfrede, TerApel, Bentlage, Osterberg, Falkenhagen, Hohnscheidtrans RhenumAsperen, Herzogenbusch, Workum,Goes, Schiedam, Hoorn, SneekKoln und trans Rhenum13 Socius war der Subprior von Huy.S. : hoc anno visitabtt pater noster Generalis per se vel alium.38 St. A. Dusseldorf, Kloster Marienfrede, Urk. Nr. 148. Auftragserteilung durchGeneralkapitel nicht bekannt.16 S. : hoc anno visitabit pater noster generalis per se vel alium.17 Der derzeitige General Peregrinus a Campis starb im gleichen Jahr am 23. Juni.
202 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENFKFKFKFKFKFKFKFFKFKFKFKFKFKFKFKFKFKFKFKK1478April1479Mai1480April1481Mai1482Mai1483April1484 MMai1485Mai1486April1487Mai1488Mai1489Mai1490Mai1491Mai1492Mai1493Mai1494April1495Mai1496Mai1497April1498MaiHuycum socioBentlageOsterbergHuyMaastrichtMarienfredeBentlageTer ApelHuyper se vel per aliumFalkenhagenMaaseikHuyMHuycum socioBentlagecum socioHuycum socioBentlageOsterbergSchwarzenbroichBeyenburgFalkenhagenSt. AgathaOsterbergMarienfredeBeyenburgDiisseldorfOsterbergTer ApelBentlageOsterbergHuyper se vel aliumAsperenMarienfredeHuyBentlageOsterbergsupra Mosam et trans RhenumtransRhenumsupra Mosam et trans RhenumtransRhenumtrans Rhenum, conventus Frisiae acWestfalie(F : Westfrisiae)per WestphaliamKoln und trans RhenumtransRhenumu.a. : in Westphalia... si vero facultasgenerali non attulit, committetaliisBeyenburg, Koln, Dusseldorf, Marienfrede, EmmerichKoln und trans RhenumKoln und trans RhenumBentlage, Ter Apel, Osterberg, Falkenhagen, HohnscheidHohnscheid, Falkenhagen, Osterberg, Bentlage, Ter Apel, St. Helenae(Friesland), EmmerichBentlage, Osterberg, Falkenhagen,Hohnscheid, Ter Apel, Schermer,Beyenburg, Dusseldorf, MarienfredeBentlage, Osterberg, Ter ApelSchermer (St. Helenae), Falkenhagen, Hohnscheid20Westphaliam et Frisiam visitabunttransRhenumde ceteris conventibus visitandisprovidebit generalisEmmerich, Bentlage, Osterberg, Falkenhagen, Hohnscheid, Ter Apel,Marienfrede, Schermerde ceteris providebit... generalisOsterberg, Bentlage, Falkenhagen,Hohnscheid, Ter Apel, Sneek,Schermer, Franeker18 Nach Grosfeld a.a.O. S. 60 nahmen in diesem Jahr General Kerskorf undmehrere Ordensprioren in Bentlage an der Weihe der Klosterkirche teil.19 Socius war der Praesidens von Huy, der diesen Konvent wahrend der Abwesenheitdes Generals leitete.20 General Kerskorf in Bentlage bezeugt (Bentl. Urk. 1492 Mai 25).
ANHANG203FKFKKWWwFKWKWKFKFKFKFKFKFKFKFFKFKKFK1499April1500Mai1501Mai1502April1503Mai1504Mai1505April1506Mai1507Mai1508Mai1509Mai1510April1511Mai1512Mai1513April1514J.Vld.1 Mai1515Mai1516April1517lVJ.d.1 MaiHuyper se vel per oliosOsterbergcum socioOsterbergBentlageSt. Agathacum socioOsterbergcum socioLuttichWickrathOsterbergcum socioAachenLuttichHohnscheidFalkenhagenOsterbergcum socioHohnscheidBentlageSchwarzenbroichBrandenburgKoln26cum socioHuyper se vel per aliumHuyHuyper se vel per aliumVisitationsauftrage nur fiirReliquos ulteriores conventusde ceteris conventibus ordinis disponet...generalis et ipse visitabitwie 1499MBentlage, Osterberg, Falkenhagen,Hohnscheid, Glindfeld, Ter Apel,Schermerper Westphaliam ausser Emmerichund Schermerper Westphaliam28perWestphaliamDiisseldorf, Duisburg, Hohenbusch,Wickrath, Emmerich, Marienfrede,Osterberg, Bentlage, Falkenhagen,Glindfeld, Hohnscheid, Beyenburgper WestphaliamperperWestphaliamWestphaliamper Westphaliam, et in Schermerwie im Vorjahrwie im Vorjahr und Ter Apel26omnes conventus circa Rhenum, Emmerich und Marienfredede visitationibus ordinis disponetpater reverenduswie im Vorjahrde reliquis providebit pater reverendusEngland und Frankreich25provincialicommittimusFK1518Huywie 1515FK1519Huywie 1515FK1520MaiHuywie 151521 In Glindfeld Visitation durch Falkenhagen und Hohnscheid durchgefiihrt.Nachrichten iiber Visitationen in Glindfeld stets St. A. Minister, Kloster GlindfeldAkten III, 1.22 K : reliquos autem conventus visitabit Magister noster generalis.23 K u. W : Schermer, Ter Apel, Emmerich, Marienfrede, Wickrath, Hohenbusch.24 Durchfuhrung in Glindfeld bezeugt.28 In Glindfeld visitierte der General.28 Gleichzeitig wurde der Kolner Prior Johannes Bongart zum Vicarius Generalisper totam Westphaliam ernannt
204 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENFKFKFKFSKWFSKFSKFSKSK82FSKSKFSKFSSKFSKWFSKW1521April1522Mai1523Mai1524April1525iVldl Mai1526April1527Mai1527Mai1528Mai1529April1530Mai1530Mai1530Mai1531Mai1532AprilBentlageTer ApelHuyper se vel per aliumHuyHuyOsterbergBentlageKolencum socioHuyBentlagecum socioOsterbergBentlageBentlagecum socioTer ApelOsterbergTer ApelBentlageOsterbergBentlageHuyper se vel aliumTer ApelBentlagein Schermer et per Westphaliamcum tali auctoritate et commissione,prout habent a nobis discriptam atceteros vero conventus generalis.,.visitabitwie im Vorjahr28wie im Vorjahr29perWestphaliamper Westphaliam cum plenaria auctoritate ade reliquis conventibus visitandis etfratribus elocandis seu revocandisdisponet... generalisOsterberg, Falkenhagen,Hohnscheid, Glindfeld %per Westphaliam Ter Apel, Schermer33per Westphaliam : Glindfeld, Hohnscheid, Falkenhagenin Schermer et Ter Apel totamWestphaliam MOsterbergTer Apelreliquos conventus visitabit ... generaitsper Westphaliam SchermerOsterbergBentlageTer Apel cum auctoritate capituligeneralisFSKWFSKWFSKW1533Mai1534Mai1535AprilTer ApelOsterbergOsterbergTer ApelOsterbergcum socioOsterbergFalkenhagenBentlageper Westphaliam et Frisiamper Westphaliam et Frisiammper Frisiam et WestphaliamFalkenhagenBentlageOsterberg27 Durchfuhrung in Glindfeld bezeugt.28 In Glindfeld visitierten die Prioren von Osterberg und Bentlage.29 Durchfuhrung in Glindfeld bezeugt.30 Durchfuhrung in Glindfeld bezeugt.81 In Glindfeld visitierten die Prioren von Kolen und Beyenburg.32 F : item conventus per Westphaliam visitabunt venerabiles priores Montis Orientiset Bentlagensis.83 K : ohne Schermer.34 Durchfuhrung in Glindfeld bezeugt.35 Durchfuhrung in Glindfeld bezeugt.
ANHANG205FSWFSKWFSW1536Mai1537April1538MaiOsterbergBentlageHuyper se vel aliumOsterbergTer ApelHuyper se vel alium she oliosFalkenhagenreliquos conventus visitabit genera-Usper Westphaliam et Frisiam*wie 1536FSKWFSKW1539Mai1540AprilBentlageTer ApelSchermerTer ApelFalkenhagenTer ApelFalkenhagen, Glindfeld cum plenariaauctoritate capituli generalisper Westphaliam et FrisiamperWestphaliamBentlagecum socioTerApelFSKW1541MaiBentlageT*TerA fApelTer Apelcum socioFalkenhagenBentlage, Sneek, Franeker, SchermerFSKWFSKWFKWFKW1542Mai1543April1544Mai1544MaiBentlageBeyenburgSt. AgathaBeyenburgHuyTer ApelOsterbergBentlageTer ApelFalkenhagen, Glindfeld, Osterberg,Ter ApelMarienfrede, Bentlage, Ter Apel,Schermer, Osterberg, cum auctoritate capituli generalisde ceteris vero omnibus conventibusordinis visitandis... committimus...generaliBentlageOsterberg,SchermerKWSKW1544Mai1545MaiBentlageSchermerBeyenburgDiisseldorfTer Apelcum socioTer ApelFalkenhagen,BentlageGlindfeldBentlageTer ApelSchermer,OsterbergKWSKW1545Mai1546MaiBentlagecum socioBeyenburgcum socioBentlageOsterbergTer ApelGlindfeldper Westphaliam, SchermerBentlageTer ApelOsterbergTer ApelOsterbergBentlage
206 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENKWSKWKW1546Mai1547Mai1548AprilBeyenburgFalkenhagenSt. Agathacum socioBentlageTer ApelGlindfeld86per Westphcdiamin Frisia, Schermer, Osterberg81BentlageOsterbergTer Apel, Falkenhagen88FSKWFSKW1549Mai1550MaiTer ApelOsterbergHuyper se vel alium seu oliosBentlagecum socioBentlagereliquos conventus ordinis visitabitTer ApelOsterbergTer ApelBentlageBentlageTer ApelFW : Schermer, OsterbergK : Sneek, OsterbergKWFSKW1551AprilKolnDusseldorfTer ApelOsterbergO . OIlCCKFalkenhagen, Glindfeld, Ehrenstein,Beyenburg, PedernachBentlageSKWSKWKW891552Mai1553April1554AprilBentlagecum socioHuySt. Agathacum socioDusseldorfDuisburgTer Apel, Schermer, Falkenhagen,Glindfeldceterorum autem conventuum nostrorumvisitationes commitimus dis~cretioni et arbitrio R.P. nostri generalisper WestphaliamBeyenburg, Bentlage, Osterberg,MarienfredeFSKWSKWKWFSKW1554April1555Mai1555Mai1556MaiKolncum socioBentlageGlindfeldOsterbergcum socioDusseldorfDuisburgKolncum socioBentlageOsterbergGlindfeld,FalkenhagenBentlageEhrensteinKoln, Beyenburg, Ehrenstein, Glindfeld cum plenaria auctoritateGlindfeld, Falkenhagen, Osterberg,Bentlage cum plenaria auctoritatecapituli generalisTer Apel83 Durchfuhrung in Glindfeld bezeugt.87 S : conventus Frisiae et Schermer et per Westphaliam.88 Durchfuhrung in Falkenhagen bezeugt.89 S : conventus vero Schidamensis, Hornensis et Bentlakensis visitabunt ven erabilespriores Asperensis et Workomensis, doch ist hier ofTensichtlich Bethleem, dasF, K und W haben, mit Bentlage verwechselt.
ANHANG207FKFSKKFKWKWFKWFKWKWFKWFKWKWFKKFKKWKW1557Mai1557Mai1557Mai1558Mai1559April1560Mai1561Mai1561Mai1562April1563Mai1563lVLal1565 40Mai1565Mai1568Mai1570April15721575MaiDusseldorfKolnBentlagecum socioGlindfeldFalkenhagenKolncum socioTer Apelcum socioBentlagecum socioDusseldorfDuisburgGlindfeldKolnDuisburgDusseldorfTer ApelKolnDuisburgHuyper se vel per alium seuoliosTer Apelcum socioBeyenburgHuyBeyenburgGlindfeldDusseldorfMarienfredeMarienfredeEmmerichHuyBeyenburgEmmerichcum socioOsterberg, Bentlage, Marienfredecum plenaria auctoritate capituligeneralisTer ApelFalkenhagenGlindfeldin Westphalia : Beyenburg, Glindfeld, Falkenhagen, Osterberg, Bentlage ; Dantes eidem plenariam auctoritatemBentlage,TerApelOsterbergGlindfeld, Beyenburg, EhrensteinFalkenhagenconventus Westphdiae, nempe :Bentlage, Osterberg, Falkenhagen,Glindfeld, Beyenburg ; cum plenaria auctoritateBentlage, Osterberg, Falkenhagen ;cum plenaria auctoritate capituli generalisBeyenburg, Glindfeld, Ehrenstein,Helenenbergceteros conventus visitabif.,. generalisFalkenhagen, Osterberg, Bentlage,Schermer ; cum plenaria auctoritatepatris nostri generalisGlindfeldceteros ordinis conventus committimus,dum videbitur R.P. nostrogenerali visitandos. Visitationemporro conventuum ordinis anno futurocommittimus R.P. nostro generalidisponendamGlindfeldFalkenhagenBentlage. Zusatz fur das nachsteJahr wie 1565Bentlage, Osterberg. Zusatz wie1565ceteros ordinis conventus committi^mus dispositioni R. patris nostrigeneralisGlindfeld, Falkenhagenper Frisiam, Schermer, Ter Apel,Bentlage, Osterberg, Falkenhagen40 In den nicht aufgefuhrten Jahren fand kein Generalkapitel statt.
208 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENFur die Folgezeit sind die Visitationsauftrage mit einer Ausnahme allgemeingehalten :'SW 1585 Bentlage Falkenhagen, Osterberg, INr A.pel,Schermer cum plenaria aucfor**tteK 1585 Ter Apel BentlageMit dem Aufhoren der Vberlieferung deutscher Kloster (FSKW) sind witzunachst auf durftige Angaben bei Hermans angewiesen. Bis 1630 sindfolgende Visitationen bezeugt:-1602161116201623KolnHuyHuyRoermondSt. AgathaMarienfredecon ventus Germaniae 41Bentlage42omnes conventus Germaniae43Bentlage **Ab 1630 visitierten die jewettigen Provinzialen oder Vikare jahrlich mitder Befugnis des Generals, jedes dritte Jahr visitierte der General personlich45.Besondere Visitationsauftrage erscheinen daher in den Diffinitionesbei Hermans nicht mehr.In spaterer Zeit ist die Durchfiihrung folgender Ordensvisitationen nachweisbar:b.d.d.d.d.d.d.1631(Juli)16391652(September)1659(September)1670(Marz)1672(Mai)1675(Mai)1677(Juni)1681(April)1684(Juni)1687(Juni)St. AgathaMarienfredeEmmerichMarienfredeHuy(Ordensgeneral)Huy (General)Marienfrede, DuisburgKoln(Provinzial)Koln (Provinzial)BeyenburgKoln (Provinzial)DiisseldorfKoln (Provinzial)EmmerichKoln (Provinzial)Koln (Provinzial)(Prokurator)Huy (General)BentlageBentlage,Duisburg,BentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageOsterberg,Beyenburg41 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 129.42 General Hermann Hasius tritt in Bentlage als Zeuge auf. Bentl. Urk. 1611Mai 31.48 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 135.44 Am 22. September. a.a.O. 3. Bd. S. 162.45 A.a.O. 3. Bd. S. 181 und Klosterarchiv St. Agatha D b 9 (1639).
ANHANG209■e.f.f.f.f.f.f.f.f.S-h.t1.I1.m.1694(Juli)1695(Mai)1699(Juni)1703(Juni)1710(Juni)1716(Tuni)\j *""/1722(Mai)1725(Mai)1728(April)1731(Juni)1737(Mai)1740(Mai)1744(Juli)1750(Mai)1760176517651769(Mai)17721786(Juni)1789(Juli)1799(August)EmmerichKolnHuy (General)Huy(General)Emmerich (Provinzial)DuisburgHuy (General)LiittichHuy (General)HuyHuyHuyHuyHuyHuyHuyHuy(General)(General)(General)(General)(General)(General)(General)(General)UdenHuy (General)Huy (General)Marienfrede (Definitor)Osterberg (titularprior)MarienfredeOsterberg (Titularprior)Roermond (Subprior)Huy (General)Huy (General)Schwarzenbroich (Definitor)MarienfredeOsterberg (Titularprior)BentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageBentlageGlindfeldBentlageBentlageGlindfeldBentlageBentlagea. Klosterarchiv St. Agatha, auch : Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 162.b. Nur Auftragserteilung bekannt, Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 155.c. Rh.-Wolb. I C 34.
210 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN3. ZU OSTERBERG1. GRtrNDUNGSURKUNDE1427 Juni 61,,Wy Otto, Greve to Tekeneborch, doen Kundich alle Luden, bekennenund betuigen in dessen openen Breve vor uns, vor unse rechten Erven,Anerven und Nakomelinge, also alse dat Erve und Guet, geheiten toenOesterberge und de Nobbenhove ten Hagenberge, de beyde in unsen Landeund in dem Kerspele van Lote belegen syn, Hern Johanne, den honerenPrester, und synen geistliken Broderen, de do weren unde nagekommen syn,in Voryaren vercoft worden, Gode und syner leven Moder Marien daerup to denen, so hebbe wy by Rade und Anbrencgene des hoichgebornenEdelen Wylhelms van den Berge, Greven to Ravensberge, unses levenZwagers, und myt Wytschap und Vulbort unse leven getrouwen Borchmannenund Undersaten to Teckeneborch und wy oeck van Grunde unsesHerten begeren, dat de Denst Godes ghebreidet und gemeeret werde inunsen Lande und sunderlyncge ten Oesterberge vorgeschreven, so hebbe wygelevet und vulbordet, dat Her Lambert ten Venne, Prester, und synegestliken Brodere, de nu syn Besitters und Gebrukers der vorgeschrevenErve und Gude, dat de myt unsen Wyllen und Gunsten de selven voergeschrevenErve und Gude myt Moedtwyllen in godliker Leve overgegevenunde upgedregen hebben den ersamen gastliken(!) Liuden, dem Prior undCanoniken des gemainen Capittels der Reguleren des hilligen Cruces Ordentho Hoye in dem Gestichte van Ludeke gheleggen und all eren Nakommelingen,also dat se aldaer in dem selven Oesterberge vorgeschreven sollen mogeneyn Cloester tymmeren und maken und sollen dat besetten und behaldenmyt eynen ersamen prior und myt andere guden geistliken Manspersonen,also vele, alse van den vorgeschreven Erven und guden redeliken leven undsich beholden mogen na Insettynge eres Orden, ere Regule alincklike undvollencomelike to holden, under gehoirsamheit und correction eres gemeinenCapittels to ewigen Dagen to syne unde to blyvene sunder yemans Hinder-1 Abschrift : St. A. Munster, RKG, Anh. O, Nr. 9 b, fol. 59' ff. Gross- undKleinschreibung, haufiges nn (z.B. ,,unnd") und Interpunktion wurden demheutigen Gebrauch angepasst.
ANHANG 211nisse offte Wedersprake und unses Heren Goddes Denst und syner levenModer Marien myt singen und myt lessen, Dages und Nachtes, alze byllichys und myt anderen gude wercken to vulbrengen, voer uns, voer unseOlderen und Vorfaren und oeck voer unse Erven unde Nakommelincgeund vor gemeinen Vrede und Gemack unser Lande und Lude und dergheheler Christenheit trouweliken to bydden.Und up dat se dat te rastliker myt Vreden unde ungehyndert doen mogen,so hebbe wy dat tokomende Cloester und Convent der Canoniken deshilligen Cruces Oerden ten Oesterberge vorgeschreven myt all eren Personen,beyde, van Canoniken und anderen Broderen, Deneren und Gesynnesamentlich und bysunder in unse Beschermynge unde Vordeghedincgenghenomen und untfangen. Also dat wy se gerne trouweliken vorbyddenund verdeghedincgen wyllen gelick anderen unss Cloesteren in unse Landeghelegen na all unsen Vermogen, unde wend se ghene Renthe en hebbenund syck van varender Haeb und zuren Arbeyde voden und ghenerenmoten, so geben wy en Orieflf unde ys myt unsen guden Wyllen, dat seeyne Molen in dem vorgeschrevenen Oesterberge tymmeren unde der gebrukento Nutticheit, de em daer aff comen mach, wat Herlicheit undRechtes, wy oeck wend an desse tydt in dessen voergeschreven Erve undeGuden gehadt hebben, de geve wy Godde und syner lever Moder Mariento behoeff des voergeschreven Conventes und to kommenden Cloesters tenOesterberge.Also dat se der vorgeschreven Erve und Gude myt all erer Tobehorincgenunde Rechte in der Marcken myth Uthdryfft unde Indryfft in Holte undein Velde vredeliken myt all erer eghenen Have na Wondheit der Marckegebruken mogen unbesproken sunder yenigerleye Ghebuerdwanck, also mytNamen naiacht dem vianden to done, den Hilligen to volgene und vortvan alre Kunne anderer Last und Beswernysse unde des gelikes vry to syne.Oeck sullen de vorgeschreven Canonike und Convent nynerleye Erve, Gudeedder Guide in unsen Lande und Herschap kopen edder hebben ; id engeschee und sy myt unser Witschap und Wyllen, und up dat dese yegenwordigeunse Gyffte und Volbart stantafftich unde ungebroken to ewygenDagen bliven moge, so hebbe wy Otto Greve to Teckeneborch to Orkundeund to Tuge vor unss, vor alle unse rechte Erven, Anerven unde Nakomelingeunse Ingesegel an diesen Brieff doen hangen. Hier weren an undeover de Hoichgeborne Edle Wylhelm van den Berge, Greve tho Ravensberch,unse leve Swager ; Wylhelm van dem Wolde ; Her Gerdt Wellinck,Kercher to Lynge ; Her Peter Bolt van Ratincgen, Lambert Bevesen ; Cordtvan Home ; Arnt, de Gogreve, Wigger van Bramesche unde ander gudeLude ghenoch. Ghescheen und gegeven int Jaer unses Heren Dusent veerhondertseven unde twyntich up Vincentius Dach des hilligen Martelers".
212 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN2. MITGLIEDERLISTEN1. Joannes Werd.PriorenAus dem Kloster Namur. 1432 Rektor in Osterberg, spater dort Prior.1447 Prior in Bentlage.2. Wilhelm van Collen.StA. Miinster, Fst. Paderborn, Urk.Nr. 1693 (1440 April 8).1437 als Prior bezeugt.3. Thomas de Aquis.StA. Dusseldorf, Kloster Marienfrede, Urk.Nr. 68 (1444 Juni 6), Urk.Nr.71 (1444 Okt. 20).Aus dem Kloster Koln. 1443 als Priester in Bentlage.1444 Prior in Osterberg, Juni 1445 Prior in Bentlage.4. Theodoricus de Warburg.StA. Osnabriick, Stift Johannis, UrkJNfr. 867 (1445 Sept. 11).StA. Miinster, Annunciatenkl. Wiedenbrikk, Urk.Nr. 3 (1458 Sept. 22).StA. Dusseldorf, Kloster Marienfrede, Urk.Nr. 148 (1469 Okt. 1).1445 Prior ; 1460, 1462, 1465 und 1469 Definitor, erscheint inTotenliste 1472.5. Albertus van der Hamme.StA. Osnabriick, Stift Johannis, Urk.Nr. 1047 (1478 Jan. 20).Wahrscheinlich in Osterberg eingetreten, 1478 Prior, 1480 Definitor,erscheint in Totenliste 1510 als Exprior.6. Joannes Bodeker.1478 in Osterberg nachweisbar, erscheint 1485 in der Totenliste alsPrior.7. Johann van Bechem.StA. Miinster, Bentl. Urk. : 1487 Jan. 18.1487 Prior ; 1487, 1491, 1493, 1495, 1497, 1499, 1501, 1504, 1506und 1509 Definitor.8. Herman Herde.1513, 1515, 1518, 1520, 1522, 1524, 1526 Prior und Definitor.Erscheint 1539 in der Totenliste als Jubilar und Prior von Hohnscheid.9. Henricus a Daventria.StA. Miinster, Grafsch. Tecklenburg, Urk.Nr. 409 (1537 Marz 12).In Osterberg eingetreten. 532 Prior und Provincialis per Westphaliamet Frisiam. 1538 Ordensgeneral. Im gleichen Jahr am 23. Mai gestorben.10. Johan van Quackenbriigge.Osterberger Konventual. 1538 zum Prior gewahlt. 1551 als olde Priorbezeugt. Erscheint in der Totenliste 1557 als quondam prior.
ANHANG 21311. Johan Voss aus Herzogenbusch.StA. Osnabriick, Kloster Marienstatte, Urk.Nr. 28 (1549 Jan. 21).1538 Subprior in Osterberg, 1549 Prior. Erscheint 1560 in derTotenliste.12. Herman van Olthus.1566 Prior.13. Johannes van Borcken.StA. Osnabruck, Stift Johannis, Urk.Nr. 1446 (1584 Dez. 5) ; Urk.Nr. 1459(1587 Juli 8).Aus dem Kloster Bentlage. Prior in Osterberg 1584. Amtsniederlegungspatestens 1602. Gestorben 1605 Februar 15.14. Johannes Averwetteringh.StA. Osnabriick, Stift Johannis, Urk.Nr. 1562 (1603 April 22) ; Rep. KlosterOsterberg, Urk.Nr. 1 (1616 Dez. 14).Osterberger Konventual. 1602 dort Prior. 1618 abgesetzt.15. Mathaeus Fabricius.1618 vom Orden als Prior eingesetzt, im gleichen Jahr Provinzial.Konnte wegen Besitznahme des Klosters durch den Grafen vonTecklenburg sein Amt nicht antreten. 1627 mit der Fiihrung eiriesanderen Konvents beauftragt. Erscheint 1634 in der Totenliste alsExprior von Luttich.16. Aegidius de Vreese.Stammt aus Deventer, Profess in Koln. 1626 Prior in Marienfrede,1627 Prior in Osterberg, 1634 Prior in Ehrenstein. 1644 Kommissarin Bentlage pro recuperando conventu nostro Montis Orientis. Erscheint 1652 in der Totenliste als Titularprior von Osterberg.17. Gerardus Heuwerus.Bentlager Konventual. 1624 designates inspector in Osterberg, 1632Prior dort. Gestorben 1643 Marz 2. in Bentlage.Weitere Titularprioren waren :(18.) Paulus Rongs.Prokurator in Bentlage, 1650 designierter Prior von Osterberg1.1675 Subprior von Helenenberg2.(19.) Henrich Holthusen.1646 Prior von Helenenberg8. 1666-1674 Prior von Osterberg4.1675 Subprior von Helenenberg5.Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 163, 193 ; Osn. ... Vol. II, Bl. 145.Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 352.Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 218.A.a.O. 3. Bd. S. 346 ; Osn. ... Vol. II, Bl. 145.Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 352.
214 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN(20.) Michael Balkhaus (aus Rheine).Profess in Bentlage 1653, dort Prior 1670. April 1682 vom Ordenzum Prior von Osterberg ernannt8. Gestorben : 1686 Okt. 20.(21.) Trambaldus Neesen.Aus dem Kloster St. Agatha. 1701 Prior von OsterbergT. 1709 Marz17. als Exprior von Osterberg gestorben8.(22.) Joannes Reynders (aus Maaseik).Profess in Roermond, Professor der Philosophic und Theologie inRoermond und Huy. 1724 Prior von Osterberg9. 1727 und 1733Definitor und Prior zu Wegberg10. 1735-1741 General. Gestorben1741 November 1.(23.) Lambertus Engelbert de Fisen (aus Luttich).Profess in Huy. S. Theologiae lector, Prior von Osterberg u. Dinant.1741-1778 General11.(24.) Henricus Seulen.1744 Prior von Osterberg12. 1746-1771 Prior zu Luttich. Gestorben1771 Sept. 2913.(25.) Joannes Lambertus Meyers.Konventual zu Huy, Kapitular zu Luttich, am 4. Dez. 1766 zumPrior von Osterberg ernannt14. S. Theologiae lector, ProtonotariusApostolicus. 1773 Definitor.1. Johann von Osnabriick.Stift St. Johann, Urk.Nr. 867 (1445 Sept. 11).2. Dietrich Themme.Stift St. Johann, Urk.Nr. 1047 (1478 Jan. 20).3. Johann van s'Hertogenbusche.Grafschaft Tecklenburg, Urk.Nr. 409 (1537 Marz 12).Subprioren1. Johann von Koln.Stift St. Johann, Urk.Nr. 867 (1445 Sept. 11).2. Heinrich Stoeve.Stift St. Johann, Urk.Nr. 1047 (1478 Jan. 20).Prokuratoren6 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 358.7 Osn. ... Vol. II, Bl. 114.8 Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 137.9 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 43310 A.a.O.11 Hermans a.a.O. l. Bd. 2. S. 132.12 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 465.13 A.a.O. S. 544.14 A.a.O. 3. Bd. S. 577.
ANHANG 2153. Hermannus Heerde, (Presbyterus).Totenliste des Gen. Kap. 1535.4. Hermann van Miinster.Osn., ... Vol. II, Bl 60, Urk. 1537 Marz 12.5. Johannes de Hagen (Presbyterus).Kloster Marienstatte, Urk. Nr. 28 (1549 Jan. 21).Totenliste des Gen. Kap. 1554.6. Arnoldus Halvensis (Presbyterus).Totenliste des Gen. Kap. 1572.7. Nicolaus Lodingh (aus Rheine).Stift St. Johann, Urk.Nr. 1446 (1584 Dez. 5) ; Osn. Mitt. 9, S. 266 (1600).S. Joannes Richter.StA. Munster, Rep. 27, Kl. Osterberg Nr. 1 Urk. (1616 Dez. 14).Osn., ... Vol. II, Bl 64 (1621).1. Paulus Mensinck.Kl. Marienstatte, Urk.Nr. 28 (1549 Jan. 21).2. Joannes Richter15.Senioren1. Johannes Coverth.Osn., ... Vol. II, Bd. 64, Urk. (1616 Dez. 14).Cornelius (1451) 16 Joannes Vortmann, JubilariusWilhelmus Ruden (1465) (1506)Johannes Oetmersen (1466) Joannes Rodenbecke (1507)Stephanus de Huyo (1471) Matheus (1509)Johannes (1475) Henricus (1513)KelnerPresbyteriPetrus (1475) Henricus (1517)Smederus (1476) Johannes (1517)Johannes Warendorp (1478) Theodoricus (1517)Bernardus Corneli (1478) Henricus (1517)Johannes Hostmarie (1481) Henricus Prant (1518)Christianus Colonie (1484) Conradus (1533)Bernhardus Monasterii (1484) Joannes de nova ecdesia (1539)Gerhardus Ebdecamp (1485) Hinricus, Jubilarius (1540)Rudolphus (1493) Gerardus Odenzall, Senior, Jubila-Hermannus Holtappel (1504) rius (1540)16 Vgl. unter : Prokuratoren Nr. 8.18 Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr, in dem das Gen. Kap. den Todbekannt gab.
216 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENThilmannus, Cellarius (1541)Wolterus (1541)Joannes Cappelmann, Senior, ]ubilarius(1559)Joannes Koster (1559)Gerhardus v. Schoerbeck (1559) 17Kersten von KolnJohannes von BocholtJohannesVoertmannJohannes BlasiiJohannes RodenbergBernd CorneliiJohannes BodekerBernd RochwoltJohannes von WarburgHeinrich von KolnMathaus PotgheterHeinrich PammeSimon BuscheJohannes RhenisHeinrich PrantHeinrich von CappelnDiacontTheodoricus (1521)SubdiaconrJacobus Hoern (1468)Johannes de Aquis (1474)Johannes (1479)DonattHenricus Monasterii (1461)Gosschalcus (1462)Hermannus (1462)Egbertus, donatus et professus(1463)Hermannus Faber (1466)Hermoldus (1468)Johannes Scobkalk (1471)Conradus (1474)Henricus (1474)Johannes (1475)Hinricus (1474)Lubertus (1479)Arnoldus (1481)Ludolphus (1482)Lambertus (1482)Joannes (1483)Joannes Notteln (1483)Hermannus Grutkamp (1484)Hermannus (i486)Fredericus (1491)Wernerus (1491)Paulus (1491)Gerhardus (1492)Joannes Nartwolt (1493)Wolterus (1495)Joannes Lychtenwort (1496)Theodiricus de Bocholdia (1497)Christianus (1499)Hermannus Nodeken (1499)Gerhardus (1501)Johannes (1501)Goswinus (1502)Jacobus (1503)Tobias (1503)Hinricus de Horst (1503)Johannes Groll (1504)Diricus (1506)Hinricus Kolins (1508)Ludolphus (1509)Joannes Forden (1509)Laurandus Zutphanie (1511)Gerardus (1512)Petrus (1514)17 Ausserdem verzeichnet die Urkunde Nr. 1047 (1478) Stift St. Johann nockfolgende Namen.
ANHANG 217Henricus (1515)Hermannus (1515)Sergius (1515)Bernardus (1516)Gerhardus (1516)Johannes (1516)Bernardus (1516)Michael (1517)Henricus Faber (1517)Hermannus Molendinarius (1519)Joannes Porthus (1522)Joannes (1524)Henricus Daventrie (1525)Joannes Frohus (1526)Joannes Pelster (1526)Hermannus Karmann (1528)Gerhardus Kneest (1528)Henricus Stenfordie (1528)Joannes Hager (1529)Joannes Ebbers (1529)Henricus (1530)Henricus Ubbing (1530)Joannes Bruwer (1531)Lambertus Heckmann (1532)Joannes (1532)Hermannus de Stenvordia, portarius(1534)Gobelinus Attendorn, faber (1534)Diricus Kuper (1534)Hermannus Honscheit (1535)Joannes Dreger1* (1537)Joannes Detthen (1537)Joannes Wyn/d?/man (1537)Joannes, sartor (1540)Gerhardus (1544)Gerhardus Egelinck (1549)Hermannus (1551)Cornelius (1551)Henricus (1553)Joannes (1557)Joannes Cappelen (1557)Hermannus de lingen (1560)Wesselus (1561)Joannes Cordes (1561)Andreas (1561)Goswinus (1562)Joannes de nova ecclesia (1563)Everhardus Mettyngen (1563)Ludolphus Rhenis (1572) 19Hinricus Stove (1478)Bernardus (1518)Gerhardus (1518)Hermannus (1518)Henricus (1533)Theodoricus (1533)Gerhardus (1533)Laid18 Diff. Wider. : Dryel.19 So Diff. Koln. Di#. Wickr. : Walterus Rhenis.
218 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN3. KLOSTERSIEGELa. Siegel des Priors. - Oval: Kruzifix, rechts davon Strahlensonne, linkslinksoffene Mondsichela, darunter Wappenschild der Grafen von Tecklenburg: drei Seeblatter2.Umschrift: S. PRIORIS, MONTIS ORIENTIS. ORDINIS. SCE.CRUCIS.b. Siegel des Konvents. - Spitzoval: (15. Jh.), spater rund, die gekronteHeilige Helena8, in der Rechten ein Antoniuskreuz, in der Linken einKirchenmodell, stehend auf einem Podest iiber einem Schild mit denTecklenburger Seeblattern.Umschrift :(15. Jahrh.) : CRUCIFEROR. COVETS. MONTIS. ORIENTIS.(16. Jahrh.) : S: CONVENTUS: MONT ORIENTIS: ORDINIS:SCE: CRUCIS4.1 Vgl. Klostersiegel Bentlage.2 Vgl. v. Spiessen, Wappenbuch des Westf. Adels, Tafel 316.3 Sie war die Mutter Konstantins des Grossen und soil der Legende nach inJerusalem das Kreuz Christi aufgefunden haben.4 Der Siegelstempel der neueren Fassung befindet sich im ProvinzialmuseumMiinster. Vgl. : Westf. Siegel des MA, Siegel der geistl. Corporationen III. Heft,Tafel 122, Nr. 10.
ANHANG 2194. ZU FALKENHAGEN1. GRONDUNGSURKUNDEErzbischof Dietrich v. Moers ubertragt das Kloster Falkenhagen demKreuzbruderorden.1432 Febr. 14 *Theodoricus Dei et apostolicae sedis gratia archiepiscopus Coloniensis acadministrator Paderbornensis ecdesiarum ad perpetuam rei memoriam. Etsiex debito pastoralis officii humeris meis incumbente quibuslibet ecclesiasticiset praesertim religiosis personis pia humanitatis suffragia impendere teneamur,Nos tamen potissime obnoxios esse recognoscimus Deo devotis etreligiosis, et his praecipue, qui spreta mundi gloria ac terrenorum oblectationibuscontemptis sub rigore ecclesiastico ac monastica disciplina virtutumDomino iugiter famulantur, quosque libentius favore prosequimur ampliori,ut per illorum merita et pietatis opera, quae per illos fiunt, crescat multipliciternostra salus et divinus cultus per amplius et salubrius nostris temporibusaugeatur et licet etiam non solum nova erigere, sed etiam veteramonasteria reficere et reparare valde sit laudabile, ut ibi priora innoventurbeneficia, ubi priora fuerunt repetita obsequia. Sane igitur nuper pro parteDeo devotorum religiosorum virorum Bartholdi Wulff, presbyteri et JohannisLunen, conversi Ordinis Sanctae Crucis sub regula Sancti Augustinidegentium de domo conventuali Cruciferorum civitatis Coloniensis existentiumexhibita petitio continebat, quod cum ipsi zelo Dei et devotionisaccensi monasterium in Valle Liliorum, alias Valkenhagen, nostrae Paderbornensis dioecesis, per bonae memoriae quondam nobilem Volckwynumcomitem in Schwalenbergh, prout et quemadmodum veterum testimoniadidicimus, in honorem Domini Nostri Jesu Christi atque intemeratae BeataeMariae Virginis eius Matris gloriosae de bonis et rebus suis a Deo sibicollatis fundatum atque pro religiosis puellis et sanctimonialibus OrdinisCisterciensium ad Deo serviendum ibidem in ordine monastico institutum,collatum et assignatum, tune habitabile, nunc vero, quod dolenter referimus,1 Die Urkunde ist nur abschriftlich iiberliefert. Am besten : L. A. Detmold HS.Slg 5 S. 27 >iF (Anfang 16. Jh.) Ausserdem : Studienfonds Paderborn Pa 12 S. 1 ff(urn 1560).
220 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENcasuibus fortuitis et malo statu patriae ac incursu hostili intervenientibuspenitus desolatum et dirutum existat, reficere et reparare necnon inibi subregulari habitu signo viviiicae crucis assumpto iuxta regulam et institutavivere sui ordinis Creatori omnium et suae Matri gloriosissimae toto possedivinae opitulante gratia famulari proponant.Cum itaque sic accepimus ipsum monasterium quondam per liberam resignationemsororum et monialium ipsius monasterii et de consensu illorum,quorum tune intererat, derelictum et resignatum, ac deinde per Nos religiosisviris Conrado Molitoris, Rolando Hinrico Bischopp, Conrado Hellemanac Hinrico Vresen laico converso Ordinis Sancti Wilhelmi de domoconventuali in Witzenhusen Moguntinensis dioecesis tune existentibus etinibi Deo famulari procedentibus sub habitu et regula eorundem committatum,collatum, traditum et assignatum.Qui quidem fratres utpote per prius ipsae sorores terram etiam fructiferamin qua dictum monasterium existit situatum, tamquam ds versam in salsuginem,perhorrescentes atque perpendentes animis anxiis et dolorosis, saepedictum monasterium in Valkenhagen ad tantam egestatem et inopiam ultimate pervenisse, quod facultates et reditus ipsius pro sustentatione et necessariorumadministratione tarn quondam sororum per prius ac fratrum perposterius, minime sufficere possunt, propterea quod ipsae quondam sororesdudum et ex post nunc proximi ipsi fratres pie moti et ad alia monasteriasui Ordinis, ubi quietius et devotius omnipotenti Deo obsequium praestarevaleant, iam ingressi, saepe dictum monasterium cum suis iuribus, fructibus,redditibus, proventibus et obventionibus uniusque non vi aut metu repulsi,quovis modo non circumventi seu subornati, quoquumque etiam pacto illicitosecluso marura deliberatione inter se praehabita, ne divinus cultus in eodemmonasterio penitus exstinctus et ipse locus sacratus permaneat desolatus pureet simpliciter in manus nostras coram notario et testibus ad hoc vocatisresignaverunt et quilibet eorum resignavit.Unde Nos ad supradictorum monasterii et loci reformationem pro dictidivini cultus restauratione pietate curae pastoralis, ut praefertur, allecti, etattentis desideriis ad id aspirantibus, ne ficulnea infructuosa deinceps terramperniciosius occupet, Nos igitur diligenti inquisitione de et super praemissishabita et de veritate ipsorum nobis per devotum Gerhardum Scuddenkromenofficialem curiae nostrae Paderbornensis et capellanum nostrum ac aliospersonas fide dignos debita relatione facta invenimus vera.Ideo huiusmodi resignationem per dictos fratres Conradum, Rolandum,Conradum et Hinricum conversum maximeque Priorem ex conventu praedictimonasterii in Witzenhusen factam, ut praemittitur, per Nos receptamet admissam, ratam et gratam habentes, cum venerabilibus viris praeposito,decano et capitulo dicto nostrae ecclesiae Paderbornensis tractatu capitulari
ANHANG 221ac matura deliberatione praehabitis ac pleno consensu omnium illorum,quorum consensus merito ad id fuerat requirendus, accedente, uti dignarelatione praesens factum prosequentium didicimus,monasterium saepe dictum per huiusmodi liberam resignationem vacans,cum omnibus iuribus, praerogativis, privilegiis, libertatibus, emunitatibus,bonis ac rebus mobilibus et imobilibus : terris, agris cultis et incultis, pratis,pascuis, silviSy aquis, aquarum decursibus, viis et inviis ac pertinentiis suisuniversis, quibus hactenus dictum monasterium gaudebat, praenominatisreligiosis viris apud Nos de vitae et morum honestate aliisque laudabilibusprobitatis et virtutum meritis per religiosum fratrem Johannem de Borch,priorem domus cruciferorum Coloniensis ordinis praedicti totumque conventumibidem ac a nonnullis aliis personis fide dignis multipliciter recommendatis,petita et obtenta dicti prioris licentia favore etiam et plenoconsensu venerabilis fratris Wilhelmi2 generalis totius ordinis praedicti,prout Nobis de omnibus et singulis praemissis plenaria fides facta exstitit,tradimus, concedimus, assignamus et conferimus, atque dictos fratres perJibri traditionem, quern tune in manibus tenebamus, investivimus et investimusde eodem.ita quod ipsi dicto monasterio, prout eis facultas suppetit, reformato,congregationem congruentem et convenientem virorum Deo devotorumfratrum sui ordinis conformatam et iuxta eiusdem religionis exigentiamibidem instituant vel alter eorum, cui hoc virtute competit, instituat. Cuiusquidem monasterii regimen et gubernatio ipsorumque fratrum visitatio,inquisitio et correctio, atque totius monasterii tarn in spiritualibus quamtemporalibus administrate nee non ibidem praelati sub nomine priorisinstitutio et destitutio apud eosdem fratres et eorum successores ac superioreslibere permaneat.Qui prior dictae domus in Hoye pro tempore existenti ac eorum capitulogenerali, quoad visitationem, inquisitionem et correctionem secundummodum et formam ordinis eorum et statutorum subiectus existat, iuribustamen dictae nostrae ecclesiae Paderbornensis et nostris ac archidiaconi lociipsius atque ordinis ipsorum fratrum in praemissis omnibus salvis. Neetamen praelatus, qui eidem monasterio praefuerit, coram aliis quam coramNobis et successoribus Nostris Paderbornensibus episcopis aut illo, cui Nosseu successores Nostri episcopi Paderbornenses per Nostras patentes litterashoc specialiter duxerimus committendum, vel saltern sede vacante coramcapitulo ecclesiae Nostrae Paderbornensi praedicto quovismodo valeat trahiaut conveniri.Sicque monasterium in Valkenhagen supradictum de statu fratrum Ordinissancti Wilhelmi praedicti ad observantiam fratrum regularium dicti Ordinis* Helmicus Amoris de Zutphania (1415-1433).
222 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENSanctae Crucis de consilio, consensu et beneplacito praepositi, decani etcapituli ecclesiae Nostrae Paderbornensis praedictorum in Dei nomini duxerimustransferendum et transferimus per praesentes.Ut autem omnia praemissa et singula obtineant robor, firmitatem et inconvulsapermaneant perpetuo, praesentem paginam sigilli maioris officialatuscuriae Nostrae Paderbornensis quo ad praesens utimur, munimine, una cumsigillo capituli supradicti, quo utuntur ad causas, iussimus corroborare. EtNos praepositus, decanus et capitulum ecclesiae Paderbornensis praedictaein signum nostri consensus omnium praemissorum praesentem literam nostrisigilli, quo utimur ad causas, fecimus appressione muniri.Datum Anno Domini MCCCCXXXII crastinoBeati Valentini martiris.2. MITGLIEDERLISTEN1. Johannes Makenberch1.PriorenAus dem Kloster Koln. 1443, 1444 und 1445 als Presbyter nachFalkenhagen versetzt. 1447 dort als Prior von den Bohmen gefangengenommen.2. Henrick van Bockholt. (1457-1495).Urk.Nr. 942 (1480 Januar 26)Profess in Falkenhagen. Priorwahl 1457. Definitor : 1471, 1473, 1477,1479, 1482, 1484, 1487, 1489, 1491, 1493. Gestorben 1495 Mai 4.3. Hermann8.Nur einmal bezeugt. 1498. Amtszeit ist unsicher4.4. Hinricus Lodwich.Aux Hoxter. Profess in Falkenhagen. Priorwahl 1498 oder 1499.Gestorben 1507 Juni 10. Nachfolger ist unbestimmt.5. Conradus Tulcke.Urk.Nr. 126 (1516 Juli 15) Nr. 127 (1517 Okt. 15).Priorwahl 1513. Amtszeit unbekannt. Gestorben 1537 als Exprior.6. Dirik van Bocholt.Urk.Nr. 139 (1534 Nr. 8).Als Prior gestorben 1534 Okt. 22.7. Hermann.Aus Diilmen. Gestorben als Jubilar und Exprior 1540 Nov. 22.1 Auch : Malincberch.2 Die Nummern der Urkunden beziehen sfch auf Stud. Fonds Paderborn a a O8 Vgl. Nr. 7 ' " "4 Vgl S. 100.
ANHANG 2238. Arnoldus.Aus Bocholt. Profess in Falkenhagen. 1500 nach Glindfeld versetzt,1501 dort zum Prior von Glindfeld gewahlt. Seit Dezember 1534 Priorin Falkenhagen. Gestorben 1541 Sept. 25.9. Georg Blomberg.Aus Blomberg. 1518 Teichmeister des Konvents. Subprior, Prokurator.Gestorben 1555 Juni 26 an der Pest.10. Hermann.Aus Steinheim. Senior. Subprior. Gestorben als Exprior und Jubilar1562 Nov. 25.11. Johannes Albersloe.Profess in Bentlage. Wohl nach 1555 Prior in Falkenhagen.1564-1570 Prior in Bentlage. 1572 Sept. 14 als Jubilar und Expriorvon Falkenhagen gestorben.12. Hermann Wegge.Verliess 1567 als Prior den Konvent und verheiratete sich nach Liigde.13. Wilhelm Agricola 5.Nachfolger des vorigen. 1582 von den Ordensvisitatoren seines Amtesenthoben. 1583 von einer landesherrlichen Kommission wieder eingesetzt.1586 vom Generalkapitel als verstorbener Exprior von Falkenhagen in der Totenliste aufgefuhrt.14. Christopherus a Dart.Urk.Nr. 181 (1568 Apr. l).Aus Gelderland. Stammte aus vornehmer Familie. Profess im KlosterRoermond. Sparer Subprior in Falkenhagen. 1582 Prior. Gestorben 1589Marz 16.15. Alexander Backhausen.Subprior, Prediger und Schulmeister zu Falkenhagen. 1589 Prior. Erverliess 1592 den Konvent und heiratete nach Hoxter.16. Henricus ab Alfhuse.Prior 1592. Begab sich nach der Aufhebung des Klosters nach Blonvberg.3. TOTENBUCHJANUAR1 Gerlacus Wezalie, Donatus (1542).11 Hugo Wescappel, Subprior et antea Procurator (1500).12 Joannes Borchorst, Laicus (1536).5 Oder Huismann.
224 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN13 Theodericus Hervordie, Donatus (1446).17 Johannes Arnem, Subdiaconus (1461).18 Franziscus Mechilinie, Presbyterus (1531).24 Johannes Blomenberch, Presbyterus (1493).Johannes Bredenback, Donatus, Conventualis et Professus Vallis S.Anthonii (1551).25 Johannes Kosters, Donatus (1514).29 Diricus Hoxarie, qui fuit sartor huius conventus annos multos conversionissue XLVIII (1532).Johan Tellgeth (1555).31 Johannes Ludis, Donatus (1504).Johannes Meel, Donatus (1559).FEBRUAR2 Reynerus Hervordie, Donatus (1466).5 Everhardus Hammonis, Presbyterus (1485).Johannes Monasterii, Donatus (1498).Johan Bentlage (1555).6 Ludolphus Linge, diu pastor omnium vaccarum et vitulorum et iubilariususque ad crepitum (1548).9 Hinricus Bocoldie, Presbyterus et senior (1532).Peter Lynberch (1555).20 Theodoricus Wesalie, Donatus (1475).21 Theodiricus Ruremundensis, Donatus (1498).Hermannus Beckem, Donatus Professus (1527).24 Conradus Detmoldie, Donatus (1482).Florinus Huxarie, Donatus (1489).MARZ3 Joannes Bentlagensis, Donatus (1555).7 Hermannus Nortwolte (1516).9 Hinricus Bocholdie, Donatus (1516).Theodiricus de Rade, Donatus (1517).12 Nycolaus Meppis, Presbyterus (1483).14 Arnoldus Huxarie, Donatus (1512).Gerhardus Bocoldie, Donatus (1524).15 Ludolphus Beverwijk, Sacerdos et diu praefectus pullorum et Senior(1546).16 Christopherus a Dart, ex nobilium genere in geltria natus, conventualisRuremundensis, pater et prior huius domus Falckenhage, cum loco
ANHANG 225huic per aliquos annos summa cum laude et maximis laboribus praefuissetex hac lacrimarum valle pie et devote concessit (sic !) (1589).18. eiusdem cum multorum gemitu sepultus, requiescat in pace.17 Johannes Bilrebeke, Donatus (1483).20 Bertoldus Scroder, magnus fautor et hospes in Steynhem (1507).23 Ludolphus Huxarie, Procurator (1482).30 Bernardus Monasterii, Donatus (1461).31 Johannes Straesberch, Donatus (1461).Johannes de Helmershusen, Donatus (1461).APRIL2 Cornelius Goes, Presbyterus (1493).Jordanus Frese, Pistor (1535).4 Johannes Dulmanie, Cocus (1507).Conradus Mugge, senior et jubilarius (1531).8 Johannes Bose, Professus et agricola huius domus ultra 30 annos,conversionis sue anno XIL (1525).9 Albertus Faber, Donatus (1512).10 Conradus Stynem, Donatus (1496).11 Tilmannus Faber, Donatus (1505).Nicolaus Wyls, in Conventu Glintfelt et ibidem ad tempus subprior,hie conventualis (1529).14 Godfridus Berck, Clericus (1492).15 Borchardus Heerde, Donatus (1499).16 Hinricus Kalker, Donatus Professus (1525).17 Alberth Busker, Jubilarius, quondam Pistor, cocus et Molkenmeyer,diu et bonus frater (1552).22 Johannes Ludis, Donatus (1509).23 Johannes Lenep, Donatus (1461).Gosschalcus van Enttorpe (1552).24 Arnoldus Dornen, Donatus (1517).25 Egbertus Bocholdie, Donatus (1499).26 Wolterus Iserloen, Donatus (1496).29 Hinricus Dorsten, Subdiaconus (1462).30 Johannes Lemgo, Presbyterus (1469).MAI4 Hinricus de Bocholdia, primus huius conventus Prior laudabiliter huncconventum per annos XXXVII gubernavit et in prima paupertate rexitet multa bona sua paterna providencia conventui huic praestitit, cuiusmemoria sit in laude et anima in sancta requiescat pace (1495).6 Hinricus de Home, Faber et Donatus (1546).
226 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN7 Henningus Bodeker, Donatus (1477).Hinricus Meybom, Donatus (1540).10 Mychael de Myddelborch, Presbyterus (1484).12 Johannes Sutor, Donatus (1484).13 Johannes Stenvordie, Donatus (1463).19 Hermannus Lemgo, Donatus (1463).24 Engelbertus de Asbecke, Donatus octogenarius (1531).26 Ludolphus Linghe, Donatus (1499).Wynandus Huxarie, Subprior (1503).JUNI1 Hinricus Osnaburgis, Procurator (1510).2 Arnoldus de Bercka, erat ex conventu Domus Lapidee Beyenburgtransmissus in conventum Vallis-liliorum. Ibidem et sepultus est (1566).9 Johannes de Leden, Donatus (1541).10 Hinricus Huxarie, Prior, secundus pater de conventualibus, antea PriorVallis S. Anthonii (1507).11 Johannes Nottelen, Donatus (1493).13 Lambertus Rurimundis, Donatus (1484).20 Hinricus de Home, Donatus (1500).Lodewycus de Lude, Donatus (1517).21 Ludolphus Schutmer, Donatus (1483).22 Hermannus Altena, Laycus (1526).23 Hermannus Sutloen, Presbyterus (1484).24 Henricus Venlo. Subprior, ante pastor ecclesiae fidelis et zelosus(1566).25 Hermannus de Leyden, Laicus, qui fuit senior omnium laicorum etipse surdus et multum fidelis et conscientiosus (1548).26 Theodericus Bocholdie, Donatus, Senior et professus (1534).Georgius Blomberg, Prior, Quondam Subprior et Procurator (1555peste).28 Johannes Reedis, Donatus (1484).Johan Lotten, Laicus, Jubilarius (1555 peste).29 Hinricus Vluten, Presbyterus (1484).30 Johannes Bocoldie, Presbyterus, qui fuit primus procurator in glintfeldeet fuit in officio 28 annos (1528).Motwoldus Beverungen, Presbyterus (1539).JULI3 Joannes Ottenstein, Sacerdos, sacrista (1555 peste).4 Adolphus Bysscop, Conversus (1484).5 Grande van Ippenbiiren, Donatus et Jubilarius (1555).
ANHANG 22713 Johannes Osnaburgensis, Presbyterus (1484).14 Wolterus Gesmer, Donatus (1540).15 Quintinus, Subdiaconus (1484).Hermannus Holderen, Donatus (1484).18 Johannes Steynem, Presbyterus (1484).19 Johannes Steynem, Donatus (1484).Hans Hundertmarck, Donatus (1540).20 Petrus Venlo, Donatus (1484).Bertoldus Asbeke, Donatus (1500).22 Hinricus Steynem, Presbyterus (1484).Wylhelmus Tremonie, Donatus (1484).25 Joannes Bodeker, Donatus (1461).Hermannus Oldenberghe, Donatus (1484).Hermannus Bocholdie, Donatus (1484).30 Joannes de Alen, Donatus (1484).31 Joannes de Nym, Donatus et Infirmarius (1544).Joannes Remberti Huxariensis, Donatus (1576).AUGUST1 Hinricus Dornen, Donatus (1484).2 Nicolaus Bocholdie, Subprior (1484).Wylbrandus Hervordie, Donatus (1484).8 Jodocus Hamelensis, Presbyterus, Qui fuit custos per 40 annos acmultum fidelis in suo officio, obiit in senectute bona, cuius anima insancta pace requiescat (1552).9 Johannes Dornen, Donatus (1484).10 Goswynus Bocholdie, Donatus (1484).11 Johannes Rade, Donatus (1484).17 Johannes Steynem, Donatus (1484).18 Arnoldus Oldensael, Donatus (1484).21 Tylmannus Brilen, Procurator (1473).22 Johannes Tekemester, Presbyterus (1540).24 Bemardus Bocholdie, Donatus professus (1517).SEPTEMBER2 Henricus Nyehem, Donatus, Cocus (1558).3 Hoppen Cordt, Donatus (1507).5 Johannes Stenfordie, Donatus (1541).6 Petrus Rate, Donatus (1484).Joannes Wynter, Donatus (1484).7 Johannes Wantscerer de Osnabriick, Presbyterus et Pastor ecclesiae(1541).
228 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN8 Johannes de Leyden, Donatus (1484).9 Hinricus Breuvort, Donatus (1470).12 Johannes Engelbrechter de Hoxaria (1541).13 Hinricus Huxarie, Donatus (1504).18 Johannes Gordes, Donatus (1517).21 Jacobus de Prusen, Donatus (1483).22 Egbertus Osenbruge, Donatus (1578).24 Hinricus Hervordie, Subprior Vallis S. Anthonii, conventualis Vallisliliorum.25 Hermannus Bocholdie, Donatus, Sutor in Glyntfelt, hie professus(1511).Arnoldus Bocoldie, Prior, et antea Prior in Glintfeldt (1541).26 Comes et dominus Simon de Lippia, piissimus amicus et protectoromnium religiosorum et potissime huius conventus (1536).27 Joannes Kobrinck de Osnabruck, Presbyterus, Subprior et Vestiarius etProcurator et fidelis in officinis et zelosus (1541).28 Johannes Vresa de Hoxaria, Procurator et postea Infirmarius (1541).29 Henricus Wedemeyger de Stenhem, Donatus (1535).Johannes Bevergerne, Ostiarius et Donatus (1541).30 Hermannus Enger, Donatus (1534).Joannes Bocoldie, Donatus (1536).OKTOBER1 Wylhelmus Culenborch, Prior Vallis S. Anthonii et hie conventualis(1472).Conradus Tulcke, quondam Prior huius conventus (1537).4 Menisse Ludis, Donatus (1454).6 Johannes Lemgo, Diaconus (1553).8 Brandanus Osnaburgensis, Donatus (1505).13 Johannes Krevet, Sartor (1523).14 Johannes Huxarie, Prior Vallis S. Anthonii et hie conventualis (1496).15 Hermannus Osnaburgensis, Donatus (1505).18 Petrus Myddelsborch, Donatus (1490).20 Hinricus Gronde, Presbyterus (1541 morbo epidemie).21 Johannes Barbitonsor, Donatus (1475).Johannes Melzer, Subprior (1544).22 Hinricus de Lude, Molendinarius (1525).Theodoricus Bocoldie, Prior (1534).Hermannus Warendorp, Donatus (1534).25 Bernardus Osenbrugensis, Donatus (1461).
ANHANG 229NOVEMBER1 Johannes Bocholdie, Presbyterus (1465).3 Wilhelmus Bocoldie, Donatus (1507).Hinricus Bennickhuss, Donatus (1542).5 Yasperus Bilveldie, Presbyterus (1509).8 Hinricus Helmershusen, Donatus (1464).10 Albertus Asbecke, Donatus (1517).11 Gerlacus Wesalie, Presbyterus, Quondam subprior (1522).22 Hermannus Dulmannie, Jubilarius et quondam Prior, Subprior etProcurator et in ultimo vitae suae tempore pastor ;fidelis et zelosus huiusecclesiae (1540).25 Hermannus Stenym, Senior et Jubilarius, Subprior, quondam Prior(1562).26 Florinus de Lude, Donatus et Hospitularius (1532).27 Renerus de Esschershusen, Donatus (1522).29 Johan Vader, 'Donatus (1458).DEZEMBER1 Hinricus Lutherinchusen, Donatus professus (1517).11 Johannes Nahus, Donatus (1452).12 Hermannus Detmer, Donatus (1507).17 Johan Kenkers van Lude (1455).19 Gerhardus Venlo, Pastor (1576).24 Aleydis Sartoris Prebendaria (1520).25 Hartmannus Osnaburgensis, Donatus professus (1521).Jodocus Osnaburgensis, Presbyterus et Cellerarus (1541).27 Bernardus Sceper, Donatus (1523).31 Henricus Bevergern, Donatus (1536).4. KLOSTERSIEGELa. Siegel des Priors, 1475 Nov. 23 * - Oval: Kruzifix (Kleeblattkreuz) aufWappenschild mit sechsstrahligem Stern.Umschrip: SIGILLUM - PRIORIS - VALLISLILIORUM - .b. Siegel des Konvents. (1517 Okt. 15) Or. 127. - Rund : Auf derMondsichel stehende Madonna mit Kind in Mandorla. Darunter Wappenschild mit sechsstrahligem Stern.Umschrip : S. CONVENTUS - FRATRUM - SANCTE CRUCIS - IN- VALKENHAGEN.1 Vgl. S. 172, Anm. 31.
230 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN5. ZU BENTLAGE1. QUELLEN1 UND LITERATURDie friiheste Veroffentlichung iiber das Kloster stammt von F. W. Raetaus dem Jahre 1808 2, sie umfasst jedoch nur zwei Seiten und geht kaumiiber zeitgenossische Mitteilungen iiber den Zustand der ehemaligen Canoniehinaus. In seinen 1875 erschienenen Beitragen zur Geschichte der Pfarreiund Stadt Rheine behandelt Paul Grosfeld auf 10 Seiten das KlosterBentlage, im Anhang druckt er das Chronicon Bentlacense und einige Urkundenab, die dem Copiarium Bentlacense entnommen sind. Sonst hat erdas Klosterarchiv nicht benutzt. Die Abhandlung zur Geschichte der StadtRheine von Fr. Darpe (1880) enthalt Nachrichten aus dem Rheiner Stadtarchiviiber das Verhaltnis der Kreuzherren zu dieser Stadt.Die Akten der Visitation des Bistums Miinster aus der Zeit Johanns vonHoya (1571-1573), 1913 von Wilh. Eberhard Schwarz herausgegeben,betreffen auch das Kloster Bentlage. Die 1925 von Fr. Kolck in einerWochenschrift erschienene Artikelserie iiber das Kreuzherrenkloster fusstim wesentlichen auf Grosfeld. Die Beitrage zur Miinsterschen Wirtschaftsgeschichteaus dem gleichen Jahr von Magdalena Murdfield behandeln mitden Salzvorkommen in Bentlage einen kleinen Ausschnitt der Kiostergeschichte.Schliesslich widmet Anton Fiihrer in seiner Geschichte der StadtRheine (1927) dem Kreuzherrenkloster Bentlage ein Kapitel (7 Seiten).Er teilt weitere Nachrichten aus dem genannten Copiarium Bentlacensesowie aus dem Rheiner Stadtarchiv iiber die Kreuzherren mit. Zu unrechtund einseitig urteilt Fiihrer ungiinstig iiber das Wirken der Kreuzherren.Gegen eine solche Auffassung wendet sich Anton Henze in seinem Artikeliiber die Gottesgabe zu Bentlage (1953), ohne freilich neue Tatsachen zubringen.Einzelne bemerkenswerte Mitteilungen iiber die Tatigkeit der BentlagerKreuzherren bringen bereits Moller in seiner Geschichte der vormaligenGrafschaft Bentheim (1779)8 und Schriever in seiner Geschichte desKreises Lingen (1905) 4. Verstreute Nachrichten iiber die Stellung Bent-1 S. 117.3 Literaturangaben siehe S. 117.8 Vgl. S. 157.4 Vgl. S. 156.
ANHANG 231lages im Ordensverband finden sich bei Hermans6, dessen Annales sichauf niederlandische Handschriften der Generalkapitelbeschliisse (bis 18.Jh.) stiitzen und die deutschen Handschriften6 erganzen.2. ARCHIVDas Archiv befindet sich als Depositum im Staatsarchiv Minister7. Esenthalt 340 Urkunden vorwiegend iiber Besitz- und Vermogensverhaltnissedes Konvents, davon fallen zwei Drittel auf das 15. und 16. Jahrhundert8.Aus der Zeit vor der Vernichtung des Klosters 1647 sind ausser 199Urkunden erhalten : ein Pachtregister (1615 ff), ein Zehntregister (1632ff), das Copiarium Bentlacense (1633 'ff), ein Kornregister (1643 S) und,,Dat nye Wesselboick" (1644 tff), das wegen seiner familiengeschichtlichenNachrichten bemerkenswert ist. Eine Handschrift des 18. Jahrhunderts-enthalt die Abschrift der BentLager Chronik9.3. BIBLIOTHEKDie Klosterbibliothek mit noch 914 Biichern1 wurde 1823 auf Befehldes Herzogs Joseph Arnold von Looz-Corswarem in Rheine versteigert2,der Erlos betrug 162 Reichstaler. Werke von Thomas von Kempen undBonaventura sowie andere Biicher in niederlandischer Sprache erinnern andie Zugehorigkeit des Klosters zum Kreuzherrenorden. Da die Abrechnungslistenur die Anfangsworter der Titel verzeichnet, konnen sie in vielenFallen nicht oder nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Jedoch bietet dieFiille von Werken der Predigtliteratur, der Moraltheologie und der Philosophic das allgemeine Bild einer Klosterbibliothek jener Zeit. KostbareExemplare — ein auf Pergament geschriebenes Gebetbuch in altdeutscherSprache ausgenommen - scheinen nicht dabei gewesen zu sein. Soweit iiber-6 Hermans a.a.O. 4. Bd. (Registerband).6 Vgl. S. 199 Anm. 1.7 Fiirstentum Rheine-Wolbeck (Depositum) Territorialarchiv.8 Im Einzelnen : 14. Jh. : 11 ; 15. Jh. : 141 ; 16. Jh. : 105 ; 17. Jh. : 68 ;18. Jh. : 15. Regesten von den Urkunden des 14 Jh. siehe lnventare der nichtstaatlichenArchive des Kreises Steinjurt. Hrsg. Hist. Kommission. Bearb. von L.Schmitz-Kallenberg (Miinster, AschendoriF, 1907), S. 369 ff.9 Vgl. S. 117 ff.1 Nach Haass betrug der Biicherbestand in Hohenbusch allerdings nach einerTvohl unvollstandigen Angabe, (1801) 265, in Ehrenstein (1814) 496, in Duisburg(1804) 750, in Bruggen (1795) 1400 Biicher. - Vgl. Haass a.a.O. S. 68, 181,192, 224).1 Rentei Bentlage, Gutsarchiv, Akten XVIII, 36.
232 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENhaupt die alteren und wertvolleren Biicher den Klosterbrand 1647 iiberstandenhaben, diirften sie in der Notzeit gcgea Ende des 18. Jahrhundertsverkauft worden sein3. Von den antiken Autoren sind Plutarch, Euklid,Caesar, Cicero, Horaz, Ovid, Sallust, Rufus, Gellius und Florus vertreten.Handschriften erscheinen in der Liste nicht.4. DIE PRIORENDie Helmut der Bentlager Prioren lag, soweit feststellbar, vorwiegendim Miinsterland und im Raum Lingen. Es stammten aus :MiinsterNottulnKlein-Reken 2RheineLingenEmsburenHaseliinneBocholtGroningenBienburgRibbeke (2) \ Busche (11), Friderici (28), Hoeter (30)ter Borch (1)Suhling (29)Balkhaus (27), Stuve (32), Overmann (37)Flaginck (31)Lethmathe (33)Bucholtz (36)Berninck (19)Draper (35)d'Alhaus (34).Die meisten Namen der ubrigen Prioren deuten auf die Herkunft ausdem westfalischen, niederlandischen und rheinischen Raum :Johannes ab Albersloe (18)Hinric van Laer (14)Elbert van Schiittorp (15)Bernd van Schiittorp (16)Thomas de Aquis (5)Johannes de Wesalia (12)Everhardus ab Orsoy (10)Nicolaus de Alimaria (8)Theodericus de Noviomago ( 9)AlberslohLaer Kr. Steinfurt (?)SchiittorfSchiittorfAachenWeselOrsoyAlkmaar (?)Nymwegen 8.Die sozide Herkunft ist nur bei einigen wenigen, meist aus spaterer Zeit3 Das gleiche nimmt Haass (a.a.O. S. 192) fur Ehrenstein an.1 Die eingeklammerte Zahl bezeichnet die Nummer der Priorenliste (S. 238 &)„auf die im ganzen verwiesen wird.2 Kr. Borken.8 Grosfeld a.a.O. S. 26 nennt ihn ohne ersichtlichen Grund Theoderich vonSpeyer.
ANHANG 235bekannt. Es bestatigt sich die Feststellung von Haass 4, dass die Ordensleutenicht den hoheren Standen und nur sehr selten ritterlichem Geschlechtangehorten. Die Nennung von 7 Prioren als Wohltater des Konvents inder Memorienliste5 lasst auf einen gewissen Wohlstand schliessen. VornehmeHerkunft ist nur fur Prior Kirskorf (Nr. 10) bezeugt, eine Biographienennt ihn nobilibus natus parentibus 6. Johannes Lucas Stiive (Nr. 32)stammte aus einer angesehenen Rheiner Kaufmannsfamilie. Der Vater desPriors Letmathe (Nr. 33) war Richter, Prior Flaginck (Nr. 31) warvermutlich Sohn eines causarum Patronus, Biirgermeisters und Kirchherrenzu Lingen. Die Prioren Draper (Nr. 35) und Buchholtz (Nr. 36) stammtenaus Arztfamilien, Prior Overmann (Nr. 37) sehr wahrscheinlich aus derbekannten Brauer- und Wirtsfamilie in Rheine.Die Heimatkonvente der Bentlager Prioren, in denen sic ihre Professablegten, sind mit wenigen Ausnahmen bekannt. Von 1450 haben — miteiner kurzen Unterbrechung7 - bis 1617s und dann wieder von 1670 biszur Aufhebung des Klosters9 insgesamt 22 Prioren das Kloster geleitet,die auch in Bentlage eingetreten sind. Die iibrigen kamen, soweit iiberliefert,aus folgenden Kreuzbriiderkonventen :K61n : ter Borch (Nr. 1), Ribbeke (Nr. 2), Theodericus (Nr.3), Thomas (Nr. 5)Schwarzenbroich Burensis (Nr. 20), Hertzworms (Nr. 26)BeyenburgWilhelmus (Nr. 7)DiisseldorfAnthonii (Nr. 23)MarienfredeHintertinck (Nr. 24), Viegh (Nr. 25)NamurWerdt (Nr. 6)Besonderen Einfluss auf die Ordensleitung gewannen :als General : Everhard Kirskorf (1483-1492)als Generalvikar : Lucas Stiive (1730) ; Henricus Buchholtz (1786)als Definitor : ter Borch (1436, 1444) ; Everhard Kirskorf (1466,1471, 1474, 1476, 1478, 1481, 1482) ; JohannesBusche (1486, 1490, 1494, 1495, 1496, 1498) ; Ludolphvan Delden (1544)als Discretus der Rheinprovinz : Burensis (1630).4 Haass a.a.O. S. 14 Anm. 19.5 Rh.-Wolb. I D 1 nennt samtliche Prioren, die von 1457 bis 1529, also in derBliitezeit des Klosters, Bentlage geleitet haben (Priorenliste Nr. 10-16).8 Hermans a.a.O. 1. Bd. 1. S. 143.7 Priorenliste Nr. 9 (1453-1457).8 A.a.O. Nr. 10-19.0 A.a.O. Nr. 27-37.
234 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN5. SUBPRIOR, PROKURATOR, SENIORDer Subprior* war der Gehilfe des Priors in ,,spiritualibus". Bei Abwesenheitdes Priors versah er an dessen Stelle die officia divina. Er iiberwachteden Lebenswandel der Konventualen und kiimmerte sich um dieNovizen, sofern diese nicht einem besonderen Magister zugeteilt waren.Den Klosterinsassen nahm er die Beichte ab, in schweren Fallen 2 verwieser sie an den Prior. Der Prior setzte den Subprior ein, er liess sich von denSenioren beraten, war aber nicht an ihre Zustimmung gebunden8.Der Prokurator4 war der Gehilfe des Priors in ,,temporalibus". ImAuftrage des Priors leitete er die Klosterwirtschaft und versorgte die Konventualen mit dem Lebensnotwendigen. So oft der Prior und der Konventes verlangten, zumindest einmal im Jahr, hatte er vor dem Prior, demSubprior und den Senioren Rechenschaft iiber Einnahmen und Ausgabenabzulegen. An und fiir sich waren Prokuratoren nur in den Ordenshausernmit starker Belegung (,,ubi copia est fratrum") vorgesehen. In Bentlagekonnte bei geringer Zahl von Konventualen wegen der ausgedehntenKlosterwirtschaft eher der Subprior als der Prokurator entbehrt werden 6.Die Einsetzung des Prokurators erfolgte auf die gleiche Weise wie die desSubpriors.Der Senior war ebenfalls Gehilfe und Ratgeber des Priors, hatte aberkeinen von vornherein festgelegten Pflichtenkreis. 1488 legte das Generalkapitelden Einfluss der Senioren auf die Leitung ihres Klosters naher fest.Demnach sollten Massnahmen des Priors, die sich auf das consilium desSubpriors, des Prokurators und von vier Senioren stutzten, die gleicheRechtsgultigkeit erhalten wie Entscheidungen, die durch Mehrheitsbeschlussdes Klosterkapitels zustandegekommen waren. Die in den Diifinitionesverschiedentlich begegnende Vierzahl der Senioren scheint in Bentlagekeine Rolle gespielt zu haben. Auf den Urkunden erscheint durchweg nichtmehr als ein Senior.1 Vgl. die Statutenerganzungen von 1466 (Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 313) und1660 (a.a.O. 3. Bd. S. 298).2 A.a.O. 3. Bd. S. 298 wird erklart, was darunter zu verstehen sei, z.B. Ketzerei,Meineid, Diebstahl. u.a.m.3 Ein Vergleich der in Anm. 1 genannten Statutenerganzungen lasst die Absichtder Ordensleitung im 17. Jahrhundert erkennen, die Stellung des Priors zu festigen,1466 heisst es statt electio suppriorum nun imtitutio suppriorum, vor allem wirdder Begriff cum consilio seniorum verdeutlicht durch das licet non de consensu.4 Vgl. die Statutenerganzungen von 1466 (Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 313) und1660 (a.a.O. 3. Bd. S. 298).8 Vgl. S. 147. 1631 besass der Konvent ausser dem Prior einen Prokurator,4 Geistliche und einen Laienbruder, aber keinen Subprior.
ANHANG 2356. ORDENSGEISTLICHE, LAIENBRODER UND DONATENDie Bentlager Konventualen waren :1. Ordensgehtlkhe (presbyteri, canonici1). Entweder waren sie bereitsbeim Eintritt ins Kloster Kleriker2 oder sie empfingen nach der Professdie Weihen. Die Klosteramter wurden praktisch nur von ihnen bekleidet.Sie trugen ein Habit aus ungeschorener Wolle, auf dem schwarzen Scapulariumund der ebenfalls schwarzen Cappa (Mantel) war ein Kreuz mitweissem Querbalken und roten Langsbalken (mystische Deutung : Blut undWasser aus der Seite Christi) aus Tuch eingenaht8.2. Laienbruder (conversi, ,,geschworene Laienbriider"). Sie legten ebensowie die Ordensgeistlichen das Ordensgelubde ab. Am Kapitel derKleriker nahmen sie nicht teil. Ihre gottesdienstlichen Verpflichtungenwaren ihrem Laiencharakter angepasst, sie sollten weder den Psalter habennoch in den Buchern lesen. An Stelle der Cappa trugen sie ,,scapularia lataet longa nigri colons''4.In einem kleinen copiarium des Klosters5 sind mehrere besiegelte Briefeiiber die Annahme von Laienbriidern abschriftlich erhalten, so zum Beispielaus dem Jahre 1573 :,,Wy Nicolaus Bernynck, Prior, Diricus Dreyer, Subprior, HenricusHardenacke, Procurator, Adolphus Ottenstein, Senior und vort semtlickeconvent to Bentlage Ordens dess hilligen Cruces bekennen und betuigenvermitz dessen apenen besegelden Breve vor uns und unsen Nakommelingen,dat wy captulariter vergaddert eindrechtliken myt rypen Raede wollvorbedachtes Moedes den Ersamen Johan Rolevinck van Ochtorpe to eynenLeybroder by uns in unserm conventi to wonnen, denselvigen my Kost,Kledinge und sunst andere behoerlicke Lyves nottrufft gelyck unse andereconvents Leybrodere to versorgen und to verpflegen hebben acceptert undangenommen ; und dewyle bemelte Johan ein Deel Geldes an unsem Convent gebracht, hebben wy bewyllet und believet, wie wy dan noch in Kraftdeses Breves bewyllen und believen vor uns und unsen Nakommelingen,dat Johan ... nicht thorn swarsten Arbeide als grasmeyen soil behafftet aderverbunden syn. Averst se sail uns thon Besten so lange he jummer kan,1 Wahrend des 17. Jahrhunderts setzte sich im Orden diese Bezeichnung durch ;dementsprechend wird auch fiir Bentlage die Bezeichnung canonia neben monasteriumiiblich. Vgl. Haass a.a.O. S. 17.2 Der erste Kleriker, der in Bentlage aufgenommen wurde (1438), war Joh. Wisseaus Deventer.3 Vgl. die Ordensstatuten von 1245 (Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 38), 1660 wurdendie gleichen Bestimmungen iiber die Kleidung in die Statutenerganzung aufgenommen (1438) (a.a.O. 3. Bd. S. 274).4 Vgl. a.a.O. 2. Bd. S. 59.5 Rh.-Wolb. IV Nr. 3.
236 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENunsen Hoppen Gaerden thom Kraemvelde myt den Immen verwaeren unddatt Schaepeschott aldair bey den Hoppen Gaerden streyen und de Schaepedess Wynters foeren und in unsen Backhuise dat Broet helpenn macken.Aber he sail durch uns to anderen lichten Arbeyde und Wercke verordnetund gesatt werden. He sail oick alle Tytt unse Conventi gehoirsam undtruwe syn unse beste vorwenden und dat ergeste, so velle em moegelickaffkeren, dess laven wy em wedderumb, desse unse Tosage hofrte undUnderholdinge (so vern he dat myt Handen, Munde edder myt Werckennicht verbreckt) stede, vast und unverbrocken to holden und laven em dessock also guede Warschap to doen sunder alle Argelyst. In Tuichnisse deroWairheit hebben wij ..." 6.Diese beurkundete Annahme eines Laienbruders ist dem Verpflegungsbriefgleichzusetzen, den Bediente (also keine Ordensmitglieder) desKlosters zu erwerben pflegten7. In beiden Fallen erkennt der Konventeinen Rechtsanspruch an, der durch Geldzuwendungen und Arbeitsleistungerworben wird. Im mitgeteilten Beispiel kommt der Eintritt in den Monchsstandhinzu, aber der griindet sich auf eine andere, hier nichterwahnteUrkunde, auf die eigenhandig gegengezeichnete Profess.3. Donaten (donati, soviel wie oblati). Es waren meist Laien, vereinzeltauch Geistliches, die das Gelubde auf das Donatenstatut der Kreuzbriiderabgelegt hatten. Von den Laienbriidern unterschieden sie sich dadurch,dass sie die Treue dem Einzelkloster, nicht dem Orden versprachen undnach freiem Willen wieder austreten konnten. Gegeniiber den Laienmonchenwurden ihnen manche Erleichterungen gewahrt®. Dagegen wur-6 Rh.-Wolb. I c Nr. 3 fol. 10.7 Vgl. S. 250.8 Vgl. Grosfeld a.a.O. S. 44 : ... 1440 honorabilis plebanus in Bevergern dominusJohannes de Hoist en ... venit in Bentlage laudabili spiritus fervore cumcereo accenso offerens se Deo in hostiam vivam ... perseveravit donatus fidelis usquead mortem ...9 1433 bestatigte der Bischof von Liittich im Namen Eugens. IV. das Donatenstatut der Kreuzbriider (vgl. Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 237 iff). Die Aufnahmeerfolgte nach ungefahr einem Probejahr consensu totius vel saltern sanioris partiscapituli, der Bewerber musste ledig, frei, unverschuldet und gesund sein und durftenoch keine andere Profess abgelegt haben. Die Profess lautete : Ego N. promittoDeo omnipotenti, beatae Mariae Virgini, beato Augustino et tibi Priori N., quodero obediens tibi tuisque successoribus, general'i capitulo, et visitatoribus Ordinissecundum institutionem donatorum Ordinis Stae. Crucis, eroque fidelis huic Domuiusque ad mortem. - An Sonn- und Festtagen sollten sie die Messe horen, an dentaglichen horis canonicis - dum commode possunt - teilnehmen, alle 14 Tage einmalbeichten und wenigstens vier Mai im Jahr das Abendmahl nehmen. In ihrem Kapitelwaren sie den Laienbriidern gleichgestellt. Fasten, Wachen, Abstinenz und Gebetebestimmte der Prior habito respectu ad labores eorum quotidianeos. Waren siePresbyter, so hatten sie die gleichen Verpflichtungen wie die Ordensgeistlichen.Ungehorsam wurde mit milderen Strafen als bei den Laienmonchen bedroht. DasGeneralkapitel von 1433 (a.a.O. 2. Bd. S. 281) erliess weitere Bestimmungen iibereinheitliche Kommunion und Fasten der Donati.
ANHANG 237den sie wahrend der Visitation nicht zum Scrutinium zugelassen10. NachVorbild der Karthauser trugen sie ein einfarbiges graues oder schwarzesOberkleid, das iiber die Knie reichte.Spater gefahrdete die Disziplinlosigkeit der Donaten die Eintracht inden Kreuzbriiderklostern und veranlasste die Ordensleitung bereits 1498zu energischeri Dekreten11. Seit 1453 konnten die Donaten nicht mehr ausdem Orderi austreten. ,,quamdiu arctioris professionis religionem nonassumpserint" 12. Unerfreuliche Erfahrungen und wohl auch die wachsendeOberzeugung vom Wert der geistlichen Bildung fiihrten allmahlich zurBeschrankung der Donaten auf die Ordensgeistlichen. Nach den BentlagerUnterlagen ist dort der letzte Donatus 1592, der letzte laicus novicius 1610gestorben.4. Die Aufnahme der Novizen musste das Klosterkapitel genehmigen,wahrend eines Probejahres wurden sie unter der Anleitung des Subpriorsoder eines besonderen Magister mit dem Leben im Konvent vertrautgemacht. Hielt das Kapitel den Novizen fur wiirdig18 zur Profess zugelassen zu werden, so holte es die Genehmigung des Ordensgenerals ein. Im18. Jahrhundert waren in Bentlage bei der Profess wie auch bei der Einkleidungbesondere Abgaben iiblich14.10 Ihre Anliegen konnten jedoch iiber den Prior, den Subprior oder den Prokuratordem Visitator iibermittelt werden. A.a.O. 3. Bd. S. 2 (1502).u Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 454. Von den laid und donati sagt der Beschlussdes Generalkapitels : ... qui abutentes gratia incorporationis ordinis praetextu verb/,quod habetur in statutis, quod erunt domui fideles usque ad mortem, volunt v'tgereet praesumere frontose contra priorem, manijesta rebellione ordinare de coquina, depane vel potu, de aedzficiis et consequents de aliis.13 A.a.O. 2. Bd. S. 281.13 1779 wurde in Bentlage die Entscheidung auf spatere Zeit verschoben, einanderes Mai wurde der Bewerber abgewiesen non tantum propter suam stupiditatem,multo magis ob defectum (uti ipsemet coram uno vel altero conjratre conjessus est)verae et perfectae vocattonis ad ordinem nostrum. — (Rh.-Wolb. I c 43).34 z.B. versprach H. M. Mulert 1741 angesichts der bevorstehenden Einkleidungseines Bruders :1. ein neues Ordenskleid, ein Superpelliceum, ein Biretum und Brevtarium, einebessere Mahlzeit mit Weinbekostigung und die Einrichtung des Schlafzimmers.2. Erstattung des Kostgeldes, 50 Reichstaler jahrlich, falls sein Bruder als Novizestirbt oder sonst nicht zur Profess gelangt.3. Im Falle der Profess : eine bessere Mahlzeit, bei der Einkleidung : 12 RT. fiirden General, ein neues Habit, geniigende Unterkleidung, einen inwendig vergoldetenBecher, einen silbernen Loffel, ein Dutzend zinnerne Teller, sechszinnerne Schiisseln, zwei bessere Tischlaken mit zwolf Servietten, zwei Paar guteBettlaken mit dazugehorigen Kissenbeziigen fiir Fremde, schliesslich 450 Rt.pro dote.4. Bei der Primiz des Bruders : eine Albe mit Spitzen und ein Ahm Wein zurMahlzeit, die das Kloster stellt. Der Bruder setzt sein Hab und Gut zumUnterpfand und verzichtet auf alle Ausfliichte und Einreden. - Rh.-Wolb. I B 24).
238 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN7. MITGLIEDERLISTEN1. Johannes ter Borch (1437-1441) a.PrtorenBentl. Urk. : 1437 Juni 22 (als Prior von Koln), 1437 Dezember 13. 1438August 23. 1439 Marz 4. 1440 September 3.Aus Nottuln, Kolner Konventual, Prokurator und Prior. 1428, 1430,1432, 1434 und 1436 Definitor. Winter 1437 Prior in Bentlage, freiwilligerRucktritt Februar 1441.2. Lambertus Ribbeke (1441).Aus Miinster, Kolner Konventual, 1436 nach Osterberg versetzt. Februar 1441 erster gewahlter Prior in Bentlage. Mai 1441 in Osterbergbei einem Besuch an der Pest gestorben.3. Theodoricus de Noviomago (1441-1442).Kolner Konventual. 4. Juni 1441 Prior in Bentlage, 1442 air Zeit desGeneralkapitels abgesetzt.4. Johannes ter Borch (1442-1445) 2.Annahme seiner Wahl 28. August 1442. 1444 Definitor. 1445 auf derRiickkehr vom Generalkapitel in Miinster im Haus der Fraterherrengestorben.5. Thomas de Aquis (1445-1446).Bentl. Urk. 1439 Januar 24.Kolner Konventual. Juni 1445 Prior in Bentlage. Juni 1446 abgesetzt.- Visitator Georgius de Brugis, Prior von Hohenbusch, blieb dengrossten Teil des Jahres als Kommissar in Bentlage.6. Johannes Werdt (1447-1448).Konventual1 zu Namur, Prior in Osterberg, 1447 Prior von Bentlage,1448 Rucktritt, wird Subprior in Goes (Seeland). 1449 versetzt nachMaastricht (Diozese Liittich).7. Wilhelmus de Werdena (1448-1450).Staatsarchiv Dusseldorf, Kloster Beyenburg. Urkunde Nr. 36 a (1454 Juli 1)und Nr. 43 (1462 Sept. 11).Beyenburger Konventual, Primus sollicitator conventus, 1448 Prior inBentlage, 1450 abgesetzt. 1460 nach Asperen versetzt, erscheint 1463in der Totenliste als verstorbener Presbyter zu Beyenburg.8. Nicolaus de Alimaria (1450-1453).1450 von Deventer kommend in das Kloster Bentlage eingetreten. Imgleichen Jahr Prior, 1453 abgesetzt.9. Theodoricus de Noviomago (1453-1457) 8.1453 Prior in Bentlage, 1457 zuriickgetreten.1 Siehe auch Nr. 4.* Der gleiche wie Nr. 1.8 Der gleiche wie Nr. 3.
ANHANG 23910. Everhard Kirskorff (1457-1483).Bentl. Urk. : 1458 Mai 25. 1459 August 17. 1459 September 4. 1460 April 23-1461 Juli 6. 1461 November 18. 1465 April 2. 1465 August 11. 1466 Juni 26.1466 Juni 28. 1466 Oktober 11. 1467 Mai 11. 1467 Dezember 9. 1470 September 24. 1473 Mai 24. 1473 Juli 19. 1474 Mai 18. 1474 Mai 18 (2 Urk.gleichen Datums). 1474 Mai 20. 1476 August 7. 1477 Oktober 12. 1483September 2. 1492 Mai 25 (als General).Staatsarchiv Diisseldorf Kloster Marienfrede Urk.Nr. 148 (1469 Oktober 1).Stadtarchiv Rheine VII, 12 (Urk. 1473 Mai 24).Audi Everhardus ab Orsoy genannt, Studium in Deventer, 1450 Eintrittin Bentlage, dort am 25. Juli 1457 zum Prior gewahlt. Wohltater desKlosters. 1466, 1471, 1474, 1476, 1478, 1481 und 1482 Definitor.1483-1493 Ordensgeneral. Gestorben am 18. Dezember 1493, begrabenin der Klosterkirche zu Huy.11. Johannes Busche (1483-1501).Bentl. Urk. : 1483 April 30. 1483 Juli 14. 1488 November 8. 1490 November27. 1491 April 28. 1491 Juni 7. 1493 November 19. 1494 April 3. 1497 Februar3. 1500 November 10. 1501 Februar 15.Stadtarchiv Rheine VII, 12 (Urk. 1495, Oktober 27).Aus Minister, 1450 in Bentlage eingetreten. Am 25. Juli 1457 Subprior,1483 Prior, i486, 1490, 1494, 1495, 1496 und 1498 Definitor. Am23. April 1501 gestorben als Jubilar und Wohltater des Klosters.12. Johannes de Wesalia (1501-1504).Bentlager Konventual. Gestorben am 12. Mai 1504 als Wohltater desKlosters.13. Gerlacus Hornice (1504-1506).Bentl. Urk. : 1504 August 19.Bentlager Konventual, 1504 Prior. Gestorben am 4. Mai 1506 alsWohltater des Klosters.14. Hinric van Laer (1506-1511).Bentl. Urk. : 1497 Februar 3 (als Prokurator).Stadtarchiv Rheine VII, 46 (Urk. 1506 September 1).Bentlager Konventual, Prokurator. 1506 Prior. Gestorben am 12.Januar 1511 als Wohltater des Klosters.15. Elbert van Schuttorp (1511-1520).Bentl. Urk. : 1517 August 19. 1518 November 12. 1518 November 10.Stadtarchiv Rheine I, 72 (Urk. 1517 Juli 1).Bentlager Konventual, 1511 Prior. Gestorben am 19. Januar 1520 alsWohltater des Klosters.16. Bernd van Schuttorp (1520-1529).Bentl. Urk. : 1525 April 8. 1529 August 26.Bentlager Konventual, Prokurator. 1520 Prior. Gestorben am 28.August 1529 als Wohltater des Klosters.
240 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN17. Ludolph van Delden (1529-1564).Bentl. Urk. : 1541 November 10 (a und b). 1548 Juni 9.Bentlager Konventual. 1513 Primiz in Bentlage. 1529 Prior. Gestorbenam 11. Dezember 1564 als Jubilar.18. Johannes ab Albersloe (1564-1570).Konventual1 und Prior in Falkenhagen. 1564 Prior in Bentlage. Gestorben am 14. September 1572 als Jubilar.19. Nicolaus Berninck (1570-1617).Bentl. Urk. : 1570 August 17. 1579 Mai 15. 1585 April 30. 1590 Juli 17.1592 Juli 27. 1593 April 3. 1599 August 12. 1599 September 25. 1599 November 23. 1599 Dezember 2. 1601 November 3. 1603 August 4. 1604 Marz 3.1604 April 8. 1606 Dezember 8. 1610 Juni 30. 1610 Juli 10. 1611 Juni 11.1611 Oktober 31. 1612 Januar 21. 1612 Oktober 20. 1613 Januar 15.1614 Januar 27. 1615 April 7. 1616 Dezember 4.Stadtarchiv Rheine I, 104 (Urk. 1572 Mai 18) I, 128 (Urk. 1592 Februar 20)II, 117 (Urk. 1585 April 30).Aus Bocholt, Bentlager Konventual, 1570 Prior in Bentlage. Gestorbenam 13. November 1617.20. Christianus Burensis (1617-1620).Konventual in Schwarzenbroich. Subprior in Bentlage. 1617 dort Prior.1620 als Prior nach Marienfrede fiir den dortigen abgesetzten PriorJohannes Fucht versetzt4.21. Johannes Busaeus (1620-1625).Kolner (?) Konventual, Prior in Koln schrieb Aristoteleskommentare.Prior in Bentlage 1620.22. Christianus Burensis (1625-1637) 6.1630 Discretus Rhenanae Provinciae. Erscheint 1655 in der Totenlistedes Generalkapitels als Exprior von Schwarzenbroich.23. Henricus Anthonii (1637-1649).Aus Venlo, Diisseldorfer Konventual. 1630 Prior in Diilken, 1637Prior in Bentlage. 1646 Teilnehmer am Kapitel der Rhein- und Maas-Provinz in Koln. Gestorben 1659 Juli 23 in Bentlage.24. Gerhardus Hintertinck (1659-1668).Bentl. Urk. : 1660 Oktober 23. 1662 Juni 2.Aus Venlo, Konventual in Marienfrede. Subprior, 1659 im SeptemberPrior in Bentlage. Gestorben 1668 Marz 23.25. Johannes Viegh (1668-1670).Bentl. Urk. : 1668 August 18.Profess in Marienfrede, 1658 dort Lektor fiir Philosophiestudium, 1659Subprior ; 1666 Prior in Duisburg, 1668-1670 Prior in Bentlage,Resignation, Lektor daselbst. 1670 Riickkehr nach Marienfrede. 16814 Vgl. auch Nr. 22.s Derselbe wie Nr. 20.
ANHANG 241als Prokurator von Marienfrede auf dem Provinzialkapitel in Koln zumDefinitor gewahlt. 18. November 1698 Priesterjubilaum, gestorben am19. Februar 1700 als Jubilar und Senior.26. Arnold Hertzworms (1670).Aus Weisweiler (Krs. Diiren), Profess in Schwarzenbroich. 1655 Lektorder Theologie zu Briiggen, 1669 Prior von Schwarzenbroich und Definitor. Priorwahl in Bentlage 1670 Marz 7. Im gleichen Jahr abberufen,wird Prior von Maaseik, 1693 als Prior von Venlo gestorben. Erverfasste erbauliche Schriften und eine Ordensgeschichte.27. Michael Balkhaus (1670-1677).Bentl. Urk. : 1671 Juli 15. 1674 Jan. 25.Aus Rheine. 1653 Profess in Bentlage, Subprior, Wahl- zum Prior 1670Juli 21. 1677 Titularprior von Osterberg. Gestorben 1688 Okt. 26.28. Willebrandus Friderici (1677-1681).Aus Munster. 1646 Okt. 20 als Sohn des Gerhardus Friderici und derElizabetha Jonas getauft6. Profess in Bentlage 1668. Gestorben 1681Marz 23.29. Henricus Suhling (1681-1699).Bentl. Urk. : 1692 Februar 1.Aus Klein-Reken (Krs. Borken). Profess in Bentlage 1662. Prokurator.1681 Prior, 1699 zuriickgetreten. Gestorben 1703 Dezember 8 alsExprior.30. Jodocus Hoeter (1699-1710).Aus Munster. 1646 Okt. 24 als Sohn des Bernhard Hoters und seinerEhefrau Maria zum Kampe getauft7. Profess in Bentlage 1674. Prokurator. Priorwahl 1699 Juni 18. Amtsniederlegung 1710. Gestorbenam 15. August 1713 als Exprior und Kommissar fur Osterberg.31. Nicolaus Flaginck (1710-1727).Aus Lingen. Profess in Bentlage 1668. Prior 1710. 1727 auf demGeneralkapitel als verstorben gemeldet.32. Johannes Lucas Stiive (1727-1755).Aus Rheine. 1709 Profess in Bentlage. 1727 Prior, 1730 Vicar/us generalissuper Rbenum, 1736 Definitor. Gestorben 1755 Dezember 25.33. Jacobus Letmathe (1756).Aus Emsbiiren. Altester Sohn des Joannes Christopherus Letmathe,Richter, und seiner Ehefrau Joanna. 1727 Profess in Bentlage. 1756Prior. Gestorben 1756 April 8.34. Joannes Wilhelm d'Alhaus (1756-1762).Aus Bienburg. Profess in Bentlage 1735. Prokurator, 1756 Prior. ZumWeihbischof von Munster geweiht am 4. Februar 1759. Resignation* Pfarrarchiv Liebfrauen Uberwasser Kirchenbuch I.7 Pfarrarchiv Aegidii Kirchenbuch I.
242 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENdes Priorats 1762 April 16. Gestorben 1794 Mai 26. EinstweiligerNachfolger : Commissarius Breyl, Prior von Emmerich.35. Dominicus Arnoldus Draper (1762-1772).Aus Groningen. 1729 Oktober 5 mit seiner Schwester Johanna Theklaals Sohn des medicinae Doctor Hermannus Draper und seiner EhefrauAnna Althink getauft. Profess in Bentlage 1751 September 21. Prior1762, abgesetzt 1772 Juli 9.36. Josephus Henricus Buchholtz (1772-1799).Aus Haselunne. 1737 als zweites Kind des Franciscus Caspar Buchholtz, medicinae Doctor und seiner Ehefrau Carolina Gertrud Ricciusgeboren. Profess in Bentlage 1757 August 29. Priorwahl 1772 Juli 10.Gestorben 1799 Juli 4.37. Heinrich Georg Overmann (1799-1803).Aus Rheine. Sehr wahrscheinlich aus der bekannten Brauer- und Wirtsfamilie.Profess in Bentlage 1778 Oktober 19. Priorenwahl 1799. NachAuflosung des Konvents Hofkaplan des Herzogs zu Looz-Corswaremim bisherigen Kloster. Bis zu seinem Tode bediente er die BentlagerVikarie in Rheine. 1818 Januar 1 in Rheine im Alter von 66 Jahrengestorben.Konventualende Ahlen, Heinrichde Albersloe, Johannd'Alhaus, Johann Wilhelmde Alimaria, NicolausAllering, BernhardAnthonii,Heinrichde Aquis, ThomasAriacus, BernhardArnoldi, MatthausAverwettering, GerhardBalck,FranzBalkhaus, MichaelBanneke, HermannBecker,JohannBeeckink, EberhardBeen, ArnoldBeerlinck de Emmelkamp,xj.criiid.iiiiL18.34.8.L23.5.LPrLKl27.LPrDDDt 1561 Nov. 25Prior (1564-1570)Prior (1756-1762)Prior (1450-1453)t 1558 Aug. 18Prior (1637-1649)Prior (1445-1446)t 1579 Mai 3j 1687 Dez. 23f 1595 Jan. 7t 1712 April 17Prior (1670-1677)f 1598 Aug. 22t 1663 Aug. 5t 1516 Juli 20t 1592 Juli 23j 1553 Dez. 28Berninck,Nicolaus19.Prior (1570-1617)8 Abkiirzungen : Pr = Priester ; Kl = Kleriker ; L = Laienbruder ; Sen= Senior ; Prof = Profess ; D = Donatus ; eingeklammerte Zahlen geben dieJahre an, in denen der Konventual nachweisbar ist.
ANHANG 243Beming,LudgerBerntzen, Hermannaus Schapenten Bertekenhues, TheodorBirchten, ChristianBlancke, HermannBloemen, HeinrichBramesche, HermannBockholt, HermannBoncken, Lambertter Borch, JohannBorchering, AntonBorchorst, Conrad, Engelbert, Johann, Johannde Borcken, Johann, SartorBordewick, Heinrich, Josephaus MunsterBorghorst,JohannBraunhagen, Konrad HeinrichBrinck, BernhardBrinck, HeinrichBrunsing,centenartusHeinrichBuchholtz, Josef HeinrichBucholt, Bernhardaus MetelenBurensis, ChristianBusaeus, Johannde Busco, Johannten Busche, AdolfBusche,Hermann, Johannton Bussche, AdolfCalde, HermannCassel, JohannausCniper,Colonie,DorstenJohannHermann, HeinrichConinck, GerhardCordes, Heinrichaus RheineCoesfeldiae, BernhardL f 1597 Mai 26Prof 1726Pr f 1753 April 30L f 1592 Jan. 3Subprior, Jubilar f 1723 Febr. 9L f 1519 Aug. 28Prof 1781, Pr f 1803 Juni 10L f 1506 Juni 10D j 1505 Dez. 1Pr f 1535 Sept. 31. Prior (1437-1441)L f 1570 Aug. 9L f 1491 Sept. 1L j 1474 Febr. 28L f 1488 Jan. 2D j 1573 Juli 12L j 1506 Mai 15Sen (1754, 1760)Prof 1725, Subpriort 1761 Aug. 17Sen D f 1529 Aug. 5Pr f 1715 Aug. 20D f 1502 Mai 23D j 1517 Marz 20D j 1568 Marz 1536. Prior (1772-1799)Prof 1729Pr f 1740 Jan. 820. Prior (1617-1620)21. Prior (1620-1625)Pr f 1532 Sept. 23Pr f 1584 Nov. 19Pr j 1484 Febr. 2211. Prior (1483-1501)Sen Pr f 1614 Febr. 20D f 1546 Dez. 26Prof 1660, Pr Sen, jubilarius per 16annos f 1725 Okt. 4Pr f 1516 Marz 29Pr j 1527 Jan. 25Pr f 1518 Dez. 25D j 1500 Aug. 4Prof 1687, Pr, Jubilart 1745 Nov. 25Subprior, Sen f 1542 Mai 8
244 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENCoesfeldiae,Johann, Michaelde Crater, HeinrichDalen, Lubertde Dalsten, HeinrichDarvelt,TheoderichDaventriae, JohannDelden, Lambertvan Delden, LudolfDotichen, EgbertDraper, Dominikus ArnoldDreyer,Dreyhaus,DietrichTheodoraus MunsterDriver, Johann Josefaus VechtaDuvonck, BernhardEgberting, TheodorEising, BernhardElbering, Heinrichde Epa, WilhelmFischer,OttoFlaginck, NicolausFlucht, GerhardForstmann, Hermannaus KrefeldFriderici, WillebrandusFryse, HermannFuncke, LambertGeisinck,Gellers,HermannTheodoraus Munsterde Genderich, EgbertGendering, Johanna Gent, GerhardGeorgii,HieronymusGerding, Hermannde Graeff, JakobGrooteman, Heinrichde Grootfeld, Gerhardaus MunsterGrotenhuis, Agidiusaus DeventerHagehues, BernhardHagemann, FriedrichPr f 1506 Juni 8Pr f 1555 April 13olim Canonkus BechemensisPr D f 1465 Jan. 10D f 1522 Marz 7L f 1^10 April 18D f 1496 April 7Pr Sen f 1528 Dez. 18Pr Sen f 1568 Marz 2317. Prior (1529-1564)D f 1532 Juni 635. Prior (1762-1772)Subprior f 1584 Juli 28Prof 1644, Sen f 1673 Jan. 27Prof 1763, Pr f 1777 Mai 3D f 1557 Sept. 5L f 1583 Febr. 17L j 1587 Sept. 15L f 1519 Aug. 28L f 1558 Sept. 4D f 1514 Nov. 431. Prior (1710-1727)D t 1530 April 9Prof 1653, Pr, Sen f 1689 Jan. 1828. Prior (1677-1681)L f 1559 Okt. 3L j 1559 Mai 13D f 1517 Marz 26Kl, Prof 1712, f 1736 Jan. 26D f 1506 Juni 5LKljj15051678Febr.Sept.121Subprior (1619, 1620)L f 1598 Febr. 19Pr f 1710 Febr. 10D f 1522 Aug. 2Prof 1740, Pr, f 1750 Mai 4Pr f 1732 Marz 26L f 1573 Marz 27Pr f 1682 Sept. 15
ANHANG 245Hagemann, MartinHarding, Ferdinandaus ElberfeldHeckmann, Johannvan den Heetwelden, AntonHeghe, JohannHellinckhaus, JohannHelmich, Heinrichaus RheineHermelinck, LubertHertzworms, ArnoldHesseling, Christianaus WarendorfHinkamp, GottfriedHintertinck, GerhardHobpsten, JohannHodegins, JakobHoeter, JodocusHoge, ChristophHolte, GottfriedHornice, GerlacusHorstel, LudolfHosius, Johann Nikolausaus MunsterHuessen, Bernhard, JohannHummeldorp, HeinrichJohannaning, JohanKannegiesser,Adolf, Franzaus RheineKarper de Boscho, LorenzKetteler, BernhardKirskorff, EberhardKiskring, BertoldKniper,BernhardKoster, Bernhardaus RJoeineKrampe, HermannKrechter, Heinrichaus MunsterKroelmann, JohannKrumkamp, GerhardKuhlmann, Antonvan Laer, Heinrichde Langen, EgbertPr f 1506 Mai 9Prof 1758, Pr, f 1786 Sept. 23D f 1506 Mai 11Pr f 1^91 Okt. 22Pr j 1507 April 11Pr Jubilar, f 1716 Juli 19Prof 1718, Pr, f 1734 Marz 16D f 1546 Nov. 2726. Prior (1670)Prof 1738, Pr, f 1771 Aug. 18Subprior f 1665 Dez. 2424. Prior (1659-1668)D f 1521 Jan. 14Subprior (1612)30. Prior (1699-1710)Pr, Sen, f 1557 Aug. 13D f I480 Aug- 2813. Prior (1504-1506)Pr f 1535 Jan. 24Prof 1753, Pr, f 1768 April 17Pr t 1506 Juni 6Pr, Sen, f 1500 Sept. 10D f 1557 Aug. 13L f 1492 Okt. 10Pr j 1700 Juni 28Prof 1725, Pr, f 1735 Nov. 25Subprior f 1549 April 19L f 1595 Mai 2210. Prior (1457-1483)L f 1493 Nov. 22D f 14^8 Jan. 15Prof 1721, Pr, f 1733 Nov. 7L f 1598 Jan. 5Prof 1681, Subprior, f 1731 Marz 6Pr, Sen, f 1659 Febr. 13L f 1579 Febr. 20Pr f 1723 April 1114. Prior (1506-1511)Pr f 1521 Juni 14
246 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENLangenhorst, GerhardLetmathe, JakobLeuchtermann, Bernhardzur Linden, Gerhardvon Lintelen, HeinrichdeLippiaLockem,HermannLoer, Johannde Loon, GerhardLordeman, Ignazaus HertzebrockLugering, LudgerMagnus, Heinricha Malsen, HubertMeinardusMeinerdinck, HermannMenkemann, MeinardMensinck, Bernhardde Meppis, JohannMesem, GerhardMesumb, AlardusMeyer, Johann, Gottfriedaus RheineMoerling, JohannMolemann, Hermannde Molendino, HeinrichMollors, TheodorMoy, BernhardzurMuhlen,Mulert,Wilhelmaus MeppenMilliner, Bernharda Miinster, JohannMunstermann, Adriande Mytfelt, AlardusNiehaus, Joachim" , JohannNiehoff, Bernhardvan der Nienborg, HeinrichNienkerck, JohannNordinck, Johannde Noviomago, DietrichNoy, Rotgeraus Borkende Ochtrupe, JohannPr f 1504 Juli 933. Prior (1756)Pr f !725 Marz 19Molitor, D, f 1527 Juli 8Sen (1573, 1583)D f 1501 Sept. 16D f 1505 Dez. 1D j 1494 Nov. 19D f 1517 Juni 8Prof 1711, Pr, f 1748 Juni 27L f 1592 Sept. 24Pr f 1492 Sept. 9Pr f 1706 Febr. 16D f 1492 April 20D j 1552 April 26D j 1553 Aug. 5Pr j 1529 Aug. 28Pr, Jubilar, f 1495 Sept. 9D f 1515 Mai 24D f 1521 Febr. 6Prof 1757, Subprior, f 1788 Marz 30L f 1560 Nov. 25D j 1488 Juni 10Subprior, f 1517 Juni 24Sartor, D, f 1558 Okt. 21Pr f 1526 Juni 21Prof 1765, Pr, Capitular,t 1792 Sept. 12Prof 1742Pr f 1701 Jan. 19L f 1600 Sept. 6Pr, Sen, f 1625 sept. 17Pr f 1504 Nov. 7Pr f 1680 Nov. 4Pr f 1682 Nov. 19Pr f 1636 Sept. 22L f 1569 Jan. 20L j 1519 Aug. 18Pr j 1519 Okt. 173. Prior (1441-1442)L f 1578 Mai 20L f 1575 Mai 16
ANHANG 247de Ochtrupe, Theodor, WesselOchtrup, Lambertde Oen, LambertOesterick de Velen, JoachimOpilio, ArnoldOthmarsen, Lambert, GerhardOttenstein, Arnoldvon Ottenstein, AdolfOttmarsen, LudolfOvermann, Heinrich GeorgPapa, HeinrichPelckmann, JohannPeticke, LambertPlaynck, GerhardPoll,Heinrichaus MiinsterPuppe, JohannRabbert, Dietrichvon Raet, -de Raett et Bogelskamp, JakobRemis, GisbertRemmerswaldt, RudolfRengers, ZenoRevinck, HermannRibbeke, LambertRiesenbeck, HeinrichRillius, Karl Ferdinandaus BentheimRodde> StephanRolevinck, Johannaus OchtrupRongs, PaulRuwe, Rudolfde Ryck, PaschasiusSartor, ArnoldzumScheven, Johannvan Schevinckhusen, WinandSchleboum, Bernhardaus IbbenburenSchlechter, HermannSchletbrug, JohannSchlymer, HermannSchmah, BernhardD f 1515 Juni 7D f 1501 Mai 8D j 1522 Febr. 16D f 1511 April 23L f 1567 Dez. 1D f 1517 April 11D f 1554 Juni 30D f 1554 Jan. 14Pr f 1551 Okt. 3Sen (1573, 1582)opilio, D, f 1551 Juli 637. Prior (1799-1803)D f 1494 Nov. 16Pr j 1564 Febr. 17Pr f 1506 Mai 12L j 1578 Juli 30Prof 1694, Pr, \ 1738 Marz 1L f 1548 Juli 31Subprior, Sen, Jubilar, f 1514 Mai 1Sen (1769)Prof 1736, Pr, f 1779 Aug. 24Pr, Sen, Jubilar, f 1556 Juli 13L f 1509 Juni 10Pr f 1503 April 12L j 1592 Sept. 32. Prior (1441)L f 1519 Aug. 28Prof 1759, Pr, f 1771 April 22Pr, Sen, f 1560 Mai 2L f 1582 Sept. 6Sen, designierter Prior in Osterberg,t 1666 Jan. 7Pr, Sen, f 1472 Aug. 24Pr f 1688 Marz 18D f 1533 Febr. 1D j 1459 Jan. 22Subprior (1601, 1609)Prof 1733, Pr, f 1752 Jan. 14D f 1548 Marz 16Pr j 1641 Mai 26L j 1569 Dez. 25L f 1561 Okt. 11
248 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENSchmitz, Hermann Prof 1736, Pr, f 1767 Sept. 9aus WerneSchuel, Lubert D f 1480 Juli 6Schuermann, Alexander Pr j 1723 Aug. 17Schulte, Wilhelm Kl f 1671 Dez. 29Schulteti, Bernhard L j 1484 Dez. 11Schuringh, Johann L j 1564 Dez. 11Schurmann, Franz Prof 1713, Prokurator, Senaus Amsterdam f 1752 April 5van Schiittorp, Bernd 16. Prior (1520-1529)> Elbert 15. Prior (1511-1520)Schuttorpiensis, Christian D f 1529 Nov. 24Schuttorpf, Hermann D f l494 Nov. 9, Hermann D { 1551 Marz 29Schuttorph, Hermann D f 1559 Dez. 6Sieverdes, Gustav Prof 1699, Pr, f 1747 Sept. 11aus SassenbergSievers, Johann Judocus Prof 1749, Pr, f 1775 Jan. 29aus RheineSnider, Gerhard D f 1523 Jan. 6Steen, Arnold D f 1512 Juli 23" , Bernhard D j 1500 Juli 28" , Johann L f 1581 Mai 1aus SchuttorfSteinfordiae, Heinrich Pr f 1555 Jan. 26, Heinrich L j 1565 Mai 1Steinhorst, Bernhard Pr f 1708 Aug. 7Stockbeck, Johann D f 1559 Jan. 6Stocken, Friedrich Pr, Sen, f 1667 Sept. 12Stoeve, Walter D f 1546 Nov. 17Stove, Johann D f 1451 April 11Stuecer, Johann L f 1584 Sept. 17aus OldenzaalStiive, Johann Lucas 32. Prior (1727-1755)Suevinck, Berthold D f 1539 Marz 31, Theodor D f 1521 Jan. 24Suhling, Heinrich 29. Prior (1681-1699)Sutor, Arnold D f 1525 Sept. 26" , Ludolf D f 1526 Mai 26aus OttmarsenSwollis, Anton Pr f 1529 Aug. 28Taber, Gerhard D f 1517 April 19" , Johann D f 1517 Febr. 21Tenhovel, Gerhard L j 1595 Jan. 15Terhorst, Lubert D \ 1506 Mai 29Test, Lambert Pr j 1504 April 10
ANHANG249sTheodorius, -Thesinck, Lubertusde Thye, Johannde Tunen, Gerhardde Tyla, Heinrichde Udem, JohannUdinck, TheodorausMilnsterUding, JohannUhlenbrock, NicolausVasterdinck, LambertVeltmann,Antonaus RheineVennis, EgbertViegh, JohannVinck, Ludolfaus DeventerVloetmann,Vorstmann,JohannJohannWalborg, HeinrichzumWalde, Heinrich" " , Johannde WarendorfF, HeinrichWarendorp, Johannes2ur Weer, LubertWelp, Gerhardde Werdena, WilhelmWerdt,Johannde Wesalia, JohannWese,Wesseling,Wessels,HeinrichHermannDietrichWessels, Theodor, WesselusWilde,Hermannten Wische, MartinWisse,HermannWissing, JohannWordemann, EngelbertWorcham,Wulff,HeinrichHeinricha Wyck, JohannXoxsing,JohannD f 1485 Febr. 8D f 1504 Juli 3Pr f 1483 Marz 19Kl f 1506 Mai 9Subprior, f 1499 Jan. 24Koch, D, f 1506 Juni 16Prof 1719, Pr, t 1732 Okt. 18Pr f 1679 Aug- 2ipistor, D, f 1500 Okt. 25L f 1582 April 13Prof 1736, Pr, f 1766 Sept. 14Subprior, f 1558 Sept. 1725. Prior (1668-1670)Pr f !529 Aug. 27L f 1540 Juli 7L f 1569 Sept. 27D f 1494 April 24L f 1506 April 19D j 1506 Juni 9D j 1483 Dez. 9Pr, D, f 1497 Juli 16D f 1529 Juni 11D f 1534 Dez. 307. Prior (1448-1450)6. Prior (1447-1448)12. Prior (1501-1504)Pr, Sen, Jubilar, f 1510 Marz 31L f 1583 Juli 9Prof 1702, Subprior, f 1760 Jan. 4als Jubilar im 79. LebensjahrPr f 1680 Sept. 1Pr f 1709 Marz 10D f 1540 Aug. 23L j 1502 Sept. 22Pr j 1474 April 7sartor, D, f 1502 Sept. 21Pr f 1697 April 8Pr f 1506 Juni 4Sen (1592, 1593)L f 1471 Marz 12L f 1595 Febr. 9
250 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN8. BEDIENTEFiir die im Kloster und in den Klostergutern anfallenden Arbeiten warenneben den Laienbriidern seit dem 15. Jh. Bediente beschaftigt. Einigeerwarben durch Geld2uwendung, Naturalleistung und Arbeitsverpflichtungeinen Verpflegungsbrief auf Lebenszeit. Aus der zweiten Halfte des 16.Jahrhunderts sind mehrere solcher Falle bekannt. 1563 nahm z.B. derKonvent den Schoe Hinrick in seine Hausgemeinschaft auf und versprachihm lebenslanglichen Unterhalt1. Er erhielt im Kloster eine gute Schlafkammer,die Mahlzeiten konnte er gemeinsam mit den Dienstknechten inder Gastkammer einnehmen. Jahrlich auf Michaelis stand ihm ein neuesHemd aus Linnen und zwei Ellen Tuch zu, das im Kloster fiir die Monchehergestellt wurde. Im Krankheitsfall sollte er wie ein Laienbruder gepflegtwerden. Als Gegenleistung gab Hinrick eine nicht genannte Summe Geldes,dafiir wurde er nicht zu den schwersten Arbeiten verpflichtet. Wie bisherhat er das Heu fiir die Stalle zu mahen, wenn er das nicht mehr kann, soiler eine leichte Beschaftigung erhalten. Der Konvent bedang sich aber vonHinrick, der ein uneheliches Kind hatte, aus, Zeit seines Lebens Keuschheitund Einsamkeit zu halten.Dieses Beispiel ist bezeichnend fiir die Behandlung der Bedienten. Esspricht fur die soziale Fiirsorge, die auf die nachlassende Arbeitskraft desalteren Menschen Riicksicht nimmt2. Es spricht aber auch fiir die Verantwortungfiir den Lebenswandel des Arbeitnehmers. Schliesslich gibt esAufschluss uber eine bemerkenswerte Einzelheit der Eigenwirtschaft, dieHerstellung von Tuch ist nur aus den Verpflegungsbriefen bekannt. Einegrosse Rolle hat auch die Bienenzucht gespielt, mehrfach erhielten Bedientedie Aufgabe, die Immenhofe des Klosters zu versorgen8. Diener auf Lebenszeitsind noch im Anfang des 18. Jahrhunderts in Bentlage nachweisbar4.Kloster Bentlage beschaftigte 1759 folgende Lohnarbeiter (domestici) 6 :Im Wirtscbaftshaus (domus agriculturae) : 1 Magister agriculturae ; 6Dienstleute (darunter 1 Kutscher und 1 Schweinehirt, 2 waren Leibeigene); ausserdem, 6 Magde.1 Rh.-Wolb. I C 3 fol. n'f.3 Diese Riicksichtnahme ist allgemein ublich im Kloster.3 Hermann Venne vom Helminks Erbe in Spelle, der dem Konvent Bienen geschenkthatte, durfte iiber den Honig dieser Bienen zur Halfte verfugen, von demErlos musste er sich kleiden, a.a.O. fol. 151 f.4 A.a.O. fol. 91 f. ist zu 1718 Joan Elmer aus Rodde ais servus ad dies vhaebezeugt. Er vermach,te dem Kloster 200 Rt. und 20 Schafe5 A.a.O. I C 40.
ANHANG 251Im Brauhaus6 : 1 Braumeister ; 2 Gehilfen.Im Garten : 1 Gartner ; 1 Gehilfin.In der Knche : 1 Koch ; 2 Gehilfen.Die Lohnarbeiter wurden teilweise nur fur bestimmte Jahreszeiten verpflichtetund wechselten haufiger. Friiher lag ihre Arbeit in den Handender Laienbriider, bereits im 17. Jahrhundert scheint es kaum mehr Laienbriidergegeben zu haben7.9. EIGENHORIGE UND WACHSZINSIGEDas neue ,,Wesselbuch" * berichtet ausfiirlich iiber die Eigenhorigen, dieauf den dem Kloster gehorigen Erben, Kotten und Wohnungen gesessenhaben, dort geboren und durch Tausch oder Eigengebung hinzugekommensind. Prokurator Paulus Rongs hat es 1644 begonnen und die Angabendes nicht mehr vorhandenen alten Wechselbuches mit eingetragen. Sobeginnt diese familiengeschichtlkh aufschlussreiche Quelle gegen Ende des16. Jahrhunderts und reicht durch spatere Nachtrage bis zum Anfang des19. Jahrhunderts.Da sich die dort vermerkten Personalveranderungen und ,,landsgebruichlicheWesselinge" nach bekanntem Eigentumsrecht Vollzogen, geniigt es, dieGmndherren zu nennen, mit denen das Kloster Eigenhorige gewechselt hat :Amtleute der Burg Steinfurt (1573) 2.Frederich van Lymborch, Rentmeister zu Lingen (1573) 8.Godertus van Raesfeld, Domdekan zu Minister (1573) 4.Gerlichus de Bever (1575) 5.Pelcke van Scharpenberch, Witwe des Edlen Johann von Beveren (1576) 6.Johan Wilhelm, Administrator des Stiftes Minister (1581) 7.Ernst Mulerdt, Drost und Hauptmann zu Lingen (1581) 8.Diderich von Plettenberg, Drost zu Steinfurt (1581) *.6 Rh.-Wolb. I C 40. - Ein Gehilfe erscheint als dolanus, ein sonst nicht nachweisbaresWort, vielleicht war er ein Kiifer (vgl. dolium = Fass). Um die Mittedes 18. Jahrhunderts wurde, soweit man sieht, regelmassig alle drei Wochen imKloster gebraut.T Vgl. S. 237.1 Rh.-Wolb. I C 7.2 Rh.-Wolb. I C 3 fol. 8.3 A.a.O. fol. 8' und fol. 9.4 A.a.O. fol. 9'.8 A.a.O. fol. 18'.* A.a.O. fol. 29.7 A.a.O. fol. 36'.8 A.aXX fol. 37'.9 A.a.O. fol. 37' f.
252 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENWilhelm Morrien vom Valckenhofe zu Rheine (1581) 10.Gerdt Ledebur der Jiingere to Langenbruggen (1581) 11.Gerhard Dudinck, Vicarius und Verwalter des Neuen Hospitals in Rheine(1582) 12.Everhart Grotthauss, Rentmeister in Lingen (1590) 1B.Wilhelm Morrien zum Valckenhofe (1590) 14.Everhart Grothuiss, Rentmeister in Lingen (1592) 15.Adeliches freiweltliches Stift Metelen (1592) 16.Kgl. Majestat in Spanien (1592) 17.Beamte der Burg Steinfurt (1593) 18.Stift Langenhorst (1593) 19.Graf von Steinfurt (1596) 20.Wennemar von Aschebroick, Domkellner 2u Miinster (1602) 21.Junker Balthazar Ripperda torn Vennehuiss (1602) 22.Vogt des Stiftes Metelen (1603) M.Otto Schade tor Jhorst und Hange, Drost zu Vechta (1605) **.Junker Wilhelm Groithuiss, Rentmeister zu Lingen (1605) 25.Bernhard Boncamp, Rentmeister der Stadt Lingen (1605) 26.Otto Schaden zur Jhorst und Hange, Drost zu Vechta (1650) 27.Junker Munster to Saurenburg (Surenburg) (erste Halfte des 17. Jahrhunderts)2S.Das Kloster nahm auch verschiedentlich2e Freigelassene als Wachszinspflichtigeauf. Die Einschreibung bei dem ,,Beschutzherrn" erfolgte gegendas Versprechen, jahrlich zwei Leibdienste zu leisten und auf Michaeliszwei Hiihner abzuliefern. Die Einschreibegebuhr betrug 1 Dukaten, beiTodesfall oder sonstigem Ausscheiden war ebenfalls ein Dukaten fallig.10 A.a.O. fol. 39.11 A.a.O. fol. 38'.12 A.a.O. fol. 40'.13 A.a.O. fol. 56'.14 A.a.O. fol. 56'.36 Aa.O. fol. 57'.18 A.a.O. fol. 58.17 Rh.-Wolb. I C 7 S. 19.18 A.a.O. I C 3 fol. 59.M I C 7 S. 7.20 Aa.O. S. 177.21 A.a.O. S. 16.22 I C 3 fol. 62.23 I C 7 S. 27.24 I C 3 fol. 63.28 Aa.O. fol. 65.* A.a.O. fol. 74." I C 7 S. 23.28 A.a.O. S. 204.29 Rh.-Wolb. I C 7 S. 138 f.
ANHANG 25310. GOTTESDIENSTAm Gottesdienst am Tage und bei Nacht (Matutin, Messe, Stundengebete)hatte jeder Monch teilzunehmen, alteren Konventualen konnte derPrior Erleichterung, besonders zur Nachtzeit, verschaifen. Die Ordensleitungachtete sehr auf die Einheitlichkeit der Zeremonien, die Visitatoren sahenin der Beachtung des ,,metrum cum pausa" beim officium divinum einenbesonderen Priifstein der Klosterzucht.Nach der tabula obligationum missarum aus dem 18. Jahrhundert1 wurdenin Bentlage folgende Messen zelebriert :I. Tdglkhe Messen.1. fur den 1443 im Kloster verstorbenen Presbyter Nicolaus Cleyse2.2. fiir die Presbyter Joannis Spekinck (1450 in Bentlage gestorben), WesselusRoveles, Herwordus Monyck, Hermannus Nabbe sowie fiir Gertrudisde Bevern (Mutter und Tochter), Mathaus de Monster, Knappeund seiner Ehefrau Jutta (beide in Bentlage begraben) und die, fiir diesie gebeten hatten. Die Genannten hatten diese Messe reichlich dotiert.3. fiir die Toten. Nach dem Geliibde des Gerhard Volker (1483 undmehrfach bezeugt) sollte dabei eine Memorie ,,pro omnibus iidelibusdefunctis" gehalten werden.11. Wochenmesse.7m Ehren der Jungfrau Maria, dotiert von Aleidis Herbertz ,,hospitaenostrae in Rene".III. Sonstige Messen.1.-4. Aus der Stiftung des Bernard Drolshagen (1520) 81. nach Welhnachten fiir seinen Vater,2. nach Ostern fiir seine Mutter,3. nach Pfingsten fiir seine Grosseltern vaterlicher- und miitterlicherseits,4. nach Maria Himmelfahrt fiir den Stifter und seine Sippe.5. am 20. August fiir Bernard Helmich, Pastor zu Emsbiiren.6.-7. am 13. December und 19. Marz fiir Vikar Bannier.8. am 5. Dezember fur Nikolaus Flaginck und seine Ehefrau AdelheidePott. Wohl die Eltern des Priors (1710).1 Rh.-Wolb. I D 1 S. 92 if.3 Cleyse war ein vermogender Vikar in Bentheim und stiftete fiir die Kreuzbriidereinen Alter mit reichen Einkiinften. Vgl. S. 285, Anm. 3.8 Vgl. S. 143, Anm. 135.
254 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN9. am 9. Marz fiir Martinus Eysenblaiser, aus Pommern, Koch inBentlage.10.-13. ,,omni trimestri" beginnend an seinem Todestage (3. Mai 1777)von dem Konventual Joseph Driver gestiftet.Verpflichtungen 2u standigen Messen bedurften der Genehmigung desGenerals 4. Ob der Bentlager Konvent seinen Messverpflichtungen, vor allemden im 15. Jahrhundert gestifteten Tagesmessen, immer nachgekommen ist,erscheint zumindest fiir die erste Halfte des 17. Jahrhunderts fraglich. Ausder beigefiigten Wohltaterliste des Konvents5, die ebenfalls aus dem 18.Jahrhundert stammt, geht hervor, dass zu dieser Zeit fast taglich ein odermehrere Jahrgedachtnisse gehalten werden mussten. Der Zeitpunkt derStiftungen lasst sich nur zu einem Teil erschliessen.CATALOGUSBenefactorum Canoniae Bentlagensis, qui sunt notati in Martyrologionostro et pro quibus menstrue fit anniversarium.Dies :JANUARIUSJoannis de Wederden, famuliMathaei de Monster, famuliJoannis Gruter et Suorum8.1 Anniversarium Mgri Bernardi Werninck, decani ad S. Martinum etMgri Bernardi Werninck, decani Veteris Ecdesiae Monsis et D. HerbordiWerninck in Borchorst.2 Anniv. Margaretae Menckens, viduae Pots in Lingen et Haeredum1688.3 Anniv. Margaretae Kersenbrokes, canonisse in Freckenhorst et proquibus desideravit.4 Anniv. Geseken Soeten et D. Joannis van Alen presbyteri.6 Anniv. D. Joannis Boeze, presbyteri hie defuncti 7.4 Hermans a.a.O. 2. Bd. S. 212 (Generalkapitel 1419, vgl. die Erganzungsstatutendes Jahres 1660 a.a.O. 3. Bd. S. 264).5 Rh.-Wolb. I D 1.6 Dekan zu St. Martini Miinster, vgl. Staatsarchiv Minister S. Martini, Urkunde596 (1517 Juni 3) und Urkunde 604 (1518 Juli 31).7 Vgl. Grosfeld a.a.O. S. 60 (zum Jahre 1485).
ANHANG 2557 Anniv. Ghertrudis Conradi et parentum suorum et pro quibus desideravit.8 Anniv. Locke ten Sturloe.10 Anniv. D. Joannis Proninck presbyteri.Anniv. D. Gerhardi Vogel presbyteri.11 Anniv. D. Brunoldi Bruens canonici Lubecensis et suorum.12 Anniv. Joannis Radeker et Fenne uxoris.Anniv. Venerabilis P. F. Henrici de Laer prioris huius conventus.13 Anniv. Mathaei de Monster famuli et Juttae uxoris hie sepultorum.Anniv. Nobilis D. Bernardi Gulich Pastoris in Tekenbrock parentumet consanguineorum et omnium benefactorum.Anniv. Joannis Elmer.14 Anniv. Symonis in de Zwane et Lamae uxoris, Sygeri Husinge etuxoris ; Theodori Lambertz et Lyze uxoris.18 Anniv. D. Joannis Brantlecht presbyteri hie sepulti8 item Egberti deLangen famuli et Jutmodis uxoris eius.19 Anniv. D. Joannis Struk presbyteri et pro quibus desideravit.Anniv. Venerabilis P. F. Eleberti de Scuttorp prioris.20 Anniv. D. Engelberti canonici in Borchorst, parentum et benefactorumeius.21 Anniv. Joannis de Rechede famuli et Rotgherae uxoris.22 Anniv. D. Joannis Hageboke pastoris in Kinderhusen pro se et proparentibus suis.Anniv. Wemcke Gebbe in Bevergern.25 Anniv. D. Joannis Difigis presbyteri.Anniv. Honorabilis D. Friderici de Wulfften Vicarii in Rene.28 Anniv. Aleydis de Langen famulae.Anniv. venerabilis D. Rotgeri Dobbe Scholastici Majoris Eccl. Monasterii9.29 Anniv. Bernardi Morlage et uxorum10.Anniv. Honorabilis D. Mgri Gerardi Bodde Vicarii in Rene, parentumet omnium de progenii.30 Anniv. Gerardi Botmester. item D. Joannis Bispinck Decani EccLTransaquas Monasterii et pro quibus desideravit.31 Anniv. D. Nicolai Plebani in Lengerke.Anniv. D. Theodoricii de Heyden, canonici et cellerarii Majoris. EccLMonasteriensis11.f 1449 Grosfeld a.a.O. S. 53.t 1531 August 8.9 Vgl. Grosfeld a.a.O. S. 60 (zum Jahr 1484).1 f 1508 Januar 31.
256 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENFEBRUARIUSJoannis de Wederden, famuliMathaei de Monster, famuliJoannis Gruter et Suorum.1 Anniv. Everhardi de Baclo famuli parentum et uxorum.2 Anniv. Joannis Everhardi, Alheydis uxoris et Ludgardis sororis.3 Anniv. Margarethae Broechagen virginis.5 Anniv. Gerardi Dircmans et uxoris eius.10 Anniv. honorabiiis D. Engelberti Koennen canonici in Borchorst,parentum eius et benefactorum.Item Gerhardi Werninck quondam Rectoris scholae Rhenensis.11 Anniv. honorabiiis D. Hermanni Kolbrant pastoris in Anholt.Anniv. Gese ten Sturloe.12 Anniv. Gertrudis de Beveren dictae van de Kecke.13 Anniv. Joannis Stude et Mechthildis uxoris et suorum.14 Anniv. D. Engelberti de Wulfften canonici monasteriensis12.15 Anniv. Elisabeth Zedelers, Wilhelmi eius mariti Wulfardi Vosses etGertrudis uxoris.Anniv. honorabiiis D. Joannis Hoveman vicarii Ecd. TransaquasMonasterii.16 Anniv. Wybbe Boevinges, Theodoricii Bovinges, Agnetis uxoris, Ermgardissororis sue, Engelberti de Dollinchen, Juttae uxoris.17 Anniv. D. Hermanni Schenkinch canonici Maioris Eccl. Monasteriensis1B.Item Joannis de Beveren14.18 Anniv. Joannis Herbordi.20 Anniv. D. Joannis Spekinck presbyteri hie defuncti15.22 Anniv. Rudolphi de Berntvelt. Gerhardi Amelinchoff.23 Anniv. D. Hinrici Drenhusen in Bonna canonici.Anniv. D. Joannis Sartoris vicarii in Lingen.24 Anniv. egregii D. Hermanni de Langen decani Monasteriensis1€.Anniv. Israelis Pollmann donati benefactoris.25 Anniv. Nobilis Nicolai comitis in Tekenebrock, Mechthildis uxoriseius, Nicolai filii comitis et Evae de Nassove cum prolibus.12 f 1478 Marz 5.13 t 1489 Februar 16.14 f 1473 Juli 28 als miinsterscher Domherr.15 f 1450, vgl. Grosfeld a.a.O. S. 47 und 53.18 Bekannt sind die Domdechanten Hermann I. (f 1484 Februar 21) undHermann III. (t 1508 November 20) und der Domherr Hermann II. (f 1491Oktober 20).
ANHANG 25726 Anniv. D. Bernardi de Linthelen canonici et celarii Maioris Eccl.Monasterii et omnium de progenie sua17.27 Anniv. Rudolphi de Metelen et Hylle uxoris et Joannis filii eorum(NB notatur 19. huius in libro memoriarum).28 Anniv. D. Hermanni Danielis presbyteri et pro quibus desideravit.Anniv. benefactorum et eorum qui legeverunt in testamentis in terminoEmbricensi.Anniv. Beneri et Swederi Gruter fratrum.MARTIUSJoannis de Wederden, famuliMathaei de Monster, famuliJoannis Gruter et Suorum.1 Anniv. Henrici Koddeken et pro quibus desideravit.Anniv. Joannis Ther Hake, Gebbeken uxoris, parentum et omniumde progenie et pro quibus desideraverunt.2 Anniv. Symonis in der Zwane et Lamme uxoris. Sigeri Husingen etuxoris. Theodorici Lambertz et Lyse uxoris.3 Anniv. D. Brunoldi Bruens canonici Lubicensis et suorum.4 Anniv. parentum Alheidis Herbertz hospitae nostre in Renis.Anniv. D. Gerhardi Ludolphi presbyteri.6 Anniv. Nicolai de Beveren canonici Maioris Eccl. Monasteriensis18.7 Anniv. Ludolphi Poppen19.9 Anniv. D. Joannis Diligis plebani in Wettringen et D. LambertiBuchorst presbyteri. Item Martini Eisenbleiser coqui hie pie defuncti1760.10 Anniv. dilectae Margarethae Kersenbrokes canonisse in Freckenhorstet pro quibus desideravit.Anniv. Sophiae ter Straten.11 Anniv. venerabilis D. Joannis Gruter decani ad S. Martinum Monasterii et parentum, consanguineorum et benefactorum suorum.13 Anniv. Conradi de Beveren famuli et Elyzabeth Swartenwoldes uxoriseius parentum eius et sororis 20.14 Anniv. Stypien Eichmans.15 Anniv. nobilis Arnoldi Domini de Stenfordia et uxoris.17 t 1511 Februar 27.18 f 1484 Marz 7.19 Vgl. Grosfeld a.a.O. S. 55 (zum Jahre 1457).380 Vgl. Grosfeld a.a.O. S. 58 (zum Jahre 1473).
258 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN16 Anniv. D. Friderici de Snetlagen.Anniv. Wolteri Smedes et Christinae uxoris eius et omnium pro quibusdesideraverunt. Item D. Joannis Vossing quondam pastoris in Tunen.17 Anniv. D. Hermanni Pistoris presbyteri, plebani in Oldenzaal.Anniv. D. Ludolphi Keteler decani in Nottelen.18 Anniv. Gertrudis de Besten.Anniv. D. Conradi Loezeken pastoris in Amelinckburen et pro quibusdesideravit.19 Anniv. Chyselen Langen. Item R.D. Gerhardi Jodoci Bannier, vicariiin Schepsdorf benefactoris nostri 1742, pro quo hodie legitur sacrum..20 Anniv. D. Hinrici Morlage, presbyteri.Anniv. honesti Arnoldi Bever satrape in Bentheim et Engelinae uxoris*parentum et omnium de progenie.Anniv. D. Henrici Dobbenberg, commensalis nostri.21 Anniv. D. Joannis Wilkini decani veteris Ecclesiae. D. Hermanni Terweyde.Item Gerardi van de Kemenade.Anniv. honorabilis D. Joannis Luninck vicarii et senioris ad S. LambertumMonasterii.22 Anniv. Aleydis Essvoylers et Mgri Gerardi Mariti eius.23 Anniv. honorabilis D. Henrici de Keppel canonici Maioris EcclesiaeMonasterii21.24 Anniv. Joannis Pelsers, civis Renensis22 et uxoris et omnium de progenie et benefactorum.25 Anniv. honorabilis D. Hinrici Heerde vicarii in Haseliinne et praquibusdesideravit.26 Anniv. Joannis de Wederdcn famuli et Sophiae uxoris eius. Item D.Henrici Schenkinck canonici et thesaurarii maioris Eccl. Monasterii 28..27 Anniv. D. Henrici Mensinck civis Monasteriensis et Gertrudis uxoriseius.28 Anniv. Ludolphi Vyncken famuli et pro quibus desideravit.Anniv. D. Joannis Meyerman vicarii maioris Eccl. Monasteriensis et D.Wennemari Voet canonici maioris Eccl. Monasteriensis, et ViceDomini24.29 Anniv. Henrici Jacobi Alsepseder civis Busaducensis et Sophiae uxoriseius.30 Anniv. Ludolphi Hake famuli et Gertrudis uxoris eius et parentum 25.21 f 1476 Mai 31.22 f 1534 ; bis 1555 Amtmann des Hospitals zum hi. Geist.23 t 1518 Marz 26.24 t 1509 Mai 19.v Vgl. Grosfeld a.a.O. zum Jahre 1489.
ANHANG 25931 Anniv. Engelberti de Langen et Nicolae uxoris, parentum eorum etomnium de eorum progenie26.APRILISJoannis de Wederden, famuliMathaei de Monster, famuliJoannis Gruter et suorum.2 Anniv. Volemodis van den Rodenleween.3 Anniv. D. Venemari van der Horst canonici maioris Eccl. et scholasticus27.5 Anniv. Locke Reetlage.Anniv. honorabilis D. Gerardi Dreyer van den Weerde vicarii maiorisEccl. Monasteriensis.6 Anniv. D. Reineri Spergel presbyteri.8 Anniv. Hermanni Volker et Gertrudis uxoris eius28.12 Anniv. D. Joannis Bentlage presbyteri et Hillegundis sororis eius.13 Anniv. Gertrudis de Aken.14 Anniv. Dethardi de Haren hie sepulti.15 Anniv. Gertrudis Wyssen.16 Anniv. Gerlaci de Beveren famuli.17 Anniv. Henrici Vogel et suorum. Wesseli Bocker et uxoris. JoannisRadeker et Fenne uxoris. Lamberti Richterinck et Ludgardis uxoris.18 Anniv. D. Arnoldi Becker plebani in Losser.19 Anniv. Kyne Berent. Bernardi et Aleydis parentum eius et omniumde Progenie.23 Anniv. Hinrici Kreyenribbe famuli29.Anniv. Hinrici Schade30 famuli et Metre uxoris.Anniv. venerabilis P. Joannis Buessche prioris nostri et jubilarii31.24 Anniv. venerabilis D. Bertoldi Biscopinck canonici ad S. Mauritium,parentum et omnium benefactorum suorum.25 Anniv. D. Lubberti de Lynge presbyteri. D. Hermanni Sudarto. JoannisHuesman, Diderici eius fratris Hinrici et Ludgardis matris.26 Anniv. Helmici ten Lusterhues et suorum. Item Henrici Kernebecket parentum eius.27 Anniv. Rotgerae de Rechede viduae et Joannis de Rechede famuli eiusmariti.26 Vgl. Bentl. Urk. 1518 November 1.27 t 1501 Marz 3.28 Vgl. Bentl. Urk. 1483 Juli 14.29 Vgl. Bentl. Urk. 1453 Juni 12.30 Vgl. Bentl. Urk. 1498 Juli 24.31 t 1501 Febr. 15.
260 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN29 Anniv. D. Gerardi Trippenmacher vicarii maioris ecclesiae Monasteriensis,parentum, benefactorum et pro quibus desideravit.30 Anniv. Wilhelmi Sedelers, Elyzabeth uxoris, Wulhardi Vosses etGertrudis uxoris. Item Alheydis to Overweterinck.Anniv. honorabilis domini ac magistri Joannis Sartoris de Thunenutriusque iuris doctoris decani Osnabrugae ad S. Joannem ac parentumsuorum.MAJUSJoannis de Wederden, famuliMathaei de Monster, famuliJoannis Gruter et suorum.1 Anniv. dilectae Gertrudis de Mytvelt et Arnoldi de Weyborch patriseius et matris.Anniv. D. Alberti Wede, capellani in Gravenhorst, hie sepulti82. ItemLudolphi Hagen.2 Anniv. D. Petri de Merode canonici ad S. Severinum coloniae33.Anniv. Bernardi Nyeman.3 Anniv. magistri Bernardi Werninck decani veteris ecclesiae et parentum.Anniv. Gerlaci Horneken prioris huius conventus 34.Anniv. venerabilis D. Wilhelmi Stael (von Holstein) canonici maiorisecclesiae Monasteriensis 85.Anniv. R.D. confratris Joannis Josephi Driver Vechtensis, qui cumlicentia superioris pro 210 imperialibus annue fundavit 4 sacra sibiapplicanda anno 1777.4 Anniv. Alarde de Weze in Noviomago et Rudolpho mariti.5 Anniv. D. Brunoldi Bruens canonici Lubicensis et suorum.Anniv. celsissimi principis et episcopi Monasteriensis D. FridericiChristiani de Plettenberg benefactoris nostri 1706.6 Anniv. Theodorici Rovers presbyteri.8 Anniv. Hinrici Steenportener et Christinae uxoris eius.Anniv. D. Brunonis de Detten presbyteri.9 Anniv. Joannis Warendorp in Anglia defuncti36.Anniv. D. Hermanni Sigilliferi. Item anniv. Theodori Affting et omnium de familia anno 1712.83 Vgl. Bentl. Urk. 1521 April 4.88 t 1451 (Haass a.a.O. S. 96).84 t 1506.85 t 1535 Mai 3.88 t 1497 (Grosfeld a.a.O. S. 63).
ANHANG 26110 Anniv. D. Helmici Gruter presbyteri.12 Anniv. D. Bernardi Tymmerman presbyteri.Anniv. venerabilis P. Fr. Joannis de Wesalia prioris nostri87.14 Anniv. honesti Joannis de Langen famuli et Joannae uxoris eius.16 Anniv. Symonis in de Zwane et Lamme uxoris ; Sygeri Husingenuxoris Theodorici Lambertz et Lyse uxoris.18 Anniv. honorabilis D. Wenemari Voet canonici maioris ecclesiaeMonasteriensis et vice domini88.Anniv. Gertrudis de Bielveldia.19 Anniv. Hermanni Belen et Styne uxoris.Anniv. Gerardi Sassen famuli, Catharinae Stael uxoris eius.22 Anniv. Joannis Bisschopes.23 Anniv. D. Theodorici Sorbeke presbyteri.Anniv. Gerardi Rudolphie et suorum et D. Gerardi presbyteri.25 Anniv. D. Richwini Kerzebrock canonici maioris ecclesiae MonasteriensiS9.26 Anniv. Hermanni Ruters et Alheidis uxoris.27 Anniv. D. Joannis Mesmaker pastoris in Saltesberge et suorum.31 Anniv. Joannis Monyck, Bernardi Wintering Rotgheri maritorumAleydis Wintering et liberorum Mette Wyntering Bernardi eius mariti.JUNIUSJoannis de Wederden, famuliMathaei de Monster, famuliJoannis Gruter et suorum.1 Anniv. Lamberti de Langen famuli, Agnetis uxoris, parentum et filiorumsuorum40.2 Anniv. Johannis Ghote.4 Anniv. Hermanni Breder et Zwenae uxoris eius.5 Anniv. Gertrudis Vosses, Wulfardi eius mariti, Wilhelmi Zedelerset Elizabeth uxoris.Anniv. Kunnegundis Dudinck.8 Anniv. D. Hermanni Danielis et suorum41.9 Anniv. D. Conradi Knip presbyteri.11 Anniv. D. Henrici Koerde presbyteri, vicarii maioris ecclesiae Monasteriensis.97 t 1504 Mai 12.38 t 1509 Mai 19.89 f 1498 Marz 25.Amtmann in Rhei, vgl.Vgl. Grosfeld S. 50 f.
262 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN13 Anniv. D. Gerhardi Werninck, quondam pastoris in Middelstun.15 Anniv. D. Henrid Rennenberch presbyteri.19 Anniv. eorum, qui tertiam partem debitorum conventui nostro defalciarunt42.21 Anniv. Hinrici Papen.22 Anniv. D. Bernardi de Bentlage presbyteri.23 Anniv. Bernhardi Maick in Scapen, Margaretae et Sophiae uxorum.26 Anniv. dilectae Sophiae ter Straten et pro quibus desideravit.27 Anniv. D. Luberti Wantscher.29 Anniv. D. Henrici de Wytenhorst canonici maioris ecclesiae Monasteriensis48.30 Anniv. parentum et fratrum D. Volberti Schuktinck presbyteri.Anniv. Geze Berhermek et mariti.JULIUSJoannis de Wederden, famuliMathaei de Monster, famuliJoannis Gruter et suorum.1 Anniv. honestae Gertrudis Mesems.2 Anniv. B. Joannis Warendorp vicarii in Rene44.3 Anniv. Laurentii Rydt et uxoris Conradi Polman.4 Anniv. Mechtildis Stude et Joannis mariti et suorum.Anniv. venerabilis Henrici Verinck sigilliferi.5 Anniv. D. Brunoldi Bruens canonici Lubicensis et suorum.6 Anniv. matris nostrae Symonsche et Symonis Busche45.7 Anniv. Symonis in de Zwane et Lamme uxoris, Sygeri Husinge etuxoris, Theoderici Lambertz et Lyse uxoris.9 Anniv. Mechtildis et Gertrudis Vighes sororum.10 Anniv. Joannis Holsten uxorum et filiorum.Anniv. Borchardi Heerde et Haseken uxoris eius.12 Anniv. Metgildis de Drehusen et Juttae eius filiae.13 Anniv. Friderid de Vulfen famuli et Lysbet uxoris.Anniv. D. Joannis de Drunten presbyteri et canonid Oldenzaliensis.17 Anniv. Lubberti Grever47 et uxoris Margaretae ten Holthues.43 A.a.O.43 t 1517.44 Bentl. Urk.* Vgl. Cop. Bentl. S. 228 (1476' Januar 22) u. Bentl. Urk. 1472 Juli 17.47 Vgl. Grosfeld a.a.O. S. 61 zu 1492.
ANHANG 26319 Anniv. R.D. Joannis Krythe, episcopi Aconensis et suffraganei Monasteriensis48.20 Anniv. Wulfardi Vosses, Gertrudis uxoris Wilhelmi Zedelers et Elisabeth uxoris.21 Anniv. Lubberti Dayen. Item Joannis Radeker et Fenne uxoris.22 Anniv. D. Joannis ten Thorne presbyteri vicarii Oldenzaliensis 49.Anniv. honorabilis D. Joannis de Drunthen canonici Olden2aliensis etpastoris in Rene 50.23 Anniv. D. Joannis Kerckering presbyteri et parentum, eius fratris,sororum et suorum Margaretae Kerckerinck.25 Anniv. Detmari Valken famuli et Heylken sororis. Item Rudolphi deLangen, famuli et Ghoste uxoris eius et Theodorici eorum iilii.Anniv. Christinae Schortinckhues.28 Anniv. dominorum Joannis 51 et Wenemari52 de Beveren canonicorumecclesiae maioris Monasteriensis. Item D. Lamberti Buchorst presbyteri.Anniv. Margaretae Leppers et parentum. Item honorabilis D. Johannisten Haken quondam pastoris ad S. Lambertum Monasterii.31 Anniv. D. Hermanni ten Dicken presbyteri.AUGUSTUSJoannis de Wederden, famuliMathaei de Monster, famuliJoannis Gruter et suorum.1 Anniv. Johannis Boemhouver hie sepulti.3 Anniv. D. Joannis Penthenck canonici ecclesiae Monasteriensis53.7 Anniv. R.D. Jacobi Plbegmaker quondam praesidii Bevergernensiscurati anno 1680.8 Anniv. Theodorici de Drunten et Gertrudis uxoris.10 Anniv. D. Gerardi Vogel presbyteri. Item Fyae Netmans uxoris.14 Anniv. honorabilis Gertrudis Haken viduae.16 Anniv. Bernardi Winterich et Mette uxoris.18 Anniv. Alberti Langlo et Margaretae uxoris.19 Anniv. dilectae Margarethae Kersenbrokes canonisse in Freckenhorstet pro quibus desideravit.48 t 1575 Juli 9.49 f 1495/96, vgl. Grosfeld a.a.O. S. 62.50 1493-1520.61 f 1473 Juli 28.82 t 1475.** t I486 Marz 16.
264 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN20 Anniv. Everhardi Vlucht in Renis54.Anniv. R.D. Bernardi Helmich pastoris in Emsbiiren55 cum obligationemissae privatae hodie legendae, pro qua dedit conventui 4aimperiales et sagenas.21 Anniv. Joannis ter Haer, Elizabeth uxoris, parentum et omnium deprogenie.22 Anniv. Wibbeken van Heeck, Joannis Crampen, Elizabeth Hoetwelkens,Lamberti Thesinck et Wybbe uxoris,23 Anniv. D. Joannis Strucker presbyteri.24 Anniv. D. Brunoldi Bruens canonici Lubicensis et suorum.Anniv. Margarethae Broechagen virginis, parentum et pro quibusdesideravit.25 Anniv. Azelage et suorum.26 Anniv. honorabilis de Wachtendonck, domicellae.27 Anniv. Aleydis Staels in Borchorst.28 Anniv. Joannis de Thune, Aleydis uxoris et prolium eorundem.Anniv. venerabilis P.Fr. Bernardi de Scuttorp prioris nostri*6.30 Anniv. Heymonis Boezen, Henrici filii, Tibbeler Agnetis Wybben etD. Joannis Boeze presbyteri hie defuncti et suorum.SEPTEMBERJoannis de Wederden, famuliMathaei de Monster, famuliJoannis Gruter et suorum.1 Anniv. D. Herbrordi Werninck presbyteri. Magistri Bernardi Werninckdecani veteris ecclesiae et parentum.2 Anniv. Symonis in de Zwane et Lamme uxoris, Sygeri Husinge etuxoris, Theodorici Lambertz et Lyse uxoris.4 Anniv. Elizabeth Sudarto, Ghyselen Langen, Bernardi Morlage etuxorum.5 Anniv. Goswini Hoernken et Dyr uxoris.6 Anniv. Gerardi Reninck et uxorum.7 Anniv. D. Wilkini plebani in Bavinckel 57.8 Anniv. Wobbe Dyricmans.9 Anniv. D. Hermanni Hacfort vice curati in Nova ecclesia et parentumet benefactorum.M Vgl. Bentl. Urk. 1507 Januar 24.K 1660 bezeugt bei Schriever, Geschichte des Kreises Lingen, II S. All58 t 1520. *87 Fur 1460 bezeugt bei Schriever, Gesch. d. Krs. Lingen, II S. 123.
ANHANG 26510 Anniv. D. Henrici Danckelmans presbyteri.11 Anniv. Rudolphi de Matelen, Hylle uxoris et Joannis filii eorunuItem Alheydis de Ryswick domicellae natae de Weyborch.12 Anniv. honorabilis D. Bernardi Dreyer, pastoris ad S. Jacobum monasterii.13 Anniv. Rudolphi de Langen.Anniv. dilectae Aleydis Herberts hospitae nostrae in Rene 5S.14 Anniv. Bernardi Nyeman.Anniv. Hermanni Forstman et Aleydis Averwettering coniugum etvilicorum.15 Anniv. dilectissimorum Wilhelmi de Mytvelt et Gertrudis uxoris,parentum fratrum Adriani et Alardi hie sepultorum59.16 Anniv. D. Hermanni Danielis et suorum. Item honestae AlheydisSchuermans ac parentum eius et pro quibus desideravit.17 Anniv. Jutte de Wilfem.18 Anniv. D. Gervini Lauslinckloe vicarii maioris Ecclesiae Monasteriessis.19 Anniv. D. Nicolai Kleysen presbyteri de Bentheim hie defuncti60.20 Anniv. Elizabeth Smedes in Renis.21 Anniv. D. Henrici Rabbertinch uxoris et parentum.Anniv. Henrici de Greven et Ghese uxoris et omnium de eorumprogenie.22 Anniv. Jutte van den Dorneborch.Anniv. Joannis Stafdreger.Anniv. Schoherman in Ochtrup et uxoris et suorum.23 Anniv. dilectae Gertrudis Pelfers et pro quibus desideravit.24 Anniv. Gertrudis Hake famulae61.25 Anniv. Burchardi Heerde proconsulis in Rene62.27 Anniv. D. Joannis Diligis pfebani in Wetteringe.28 Anniv. D. Theodorici Rovers presbyteri.Anniv. D. Bernardi Tegeder scholastici ad S. Mauritium et Henricifilii sui naturalis. Item de Henrici Tehagen.30 Anniv. Magistri Henrici de Keppel canonicus Maioris Ecclesiae Monasteriensis6S.58 Bentl. Urk.D9 Vgl. Grosfeld a.a.O. S. 56 zu 1460.60 t 1443 in Bentlage, vgl. Grosfeld a.a.O. S. 46 f.61 t 1500 (a.a.O. S. 63).62 Nicht bei Fuhrer.63 t 1476 Mai 31.
266 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENOCTOBER1 Anniv. Michaelis de Holsten.Joannis de Wederden, famuliMathaei de Monster, famuliJoannis Gruter et suorum.3 Anniv. Joannis, Theodorici et Hinrici Huesman et Lutgardis matris.4 Anniv. D. Herbordi Monich presbyteri.5 Anniv. Hinrici Wedege et Fenne uxoris eius.6 Anniv. D. Brunoldi Bruens canonici Lubicensis et suorum.7 Anniv. Joannis et Mechtildis de Langenhorst.8 Anniv. Conradi de Beveren famuli et Elizabeth uxoris eius et proquibus ilia desideravit64.9 Anniv. D. Gerhardi de Horstel capellani in Rene65.Anniv. D. Joannis Wesselinck pastoris in Lengerke upper Wallage(Lengerich).10 Anniv. D. Gerhardi Swelde presbyteri.Anniv. Christinae de Wulffen famulae6*.H Anniv. Gerardi Volker hie mortui et sepulti.12 Anniv. Lamberti Zweerten et Elizabeth uxoris.Anniv. venerabilis D. Bernardi Mumme decani ad S. LudgerumMonasterii.13 Anniv. Bernardi Blomen.14 Anniv. Gertrudis Bevers, Godeken matris eius,Anniv. Gerardi Kremer et Margaretae uxoris 67.15 Anniv. Engelberti de Langen senioris famuli et uxoris,Anniv. D. Hermanni Stacfort vicarii ad S. Mauritium prope Monasterium.16 Anniv. Joannis Glenr et uxoris et suorum.17 Anniv. Lamberti de Langen famuli, Agnetis uxoris, parentum etlibrorum6S.19 Anniv. strenui Ludolphi Haken famuli, parentum, suorum et haeredum.20 Anniv. Elizabeth Wyntherinck, Ludgardis uxoris et D. magistriTheodoricifilii.21 Anniv. Hermanni Kockes in Groningen et Aleydis uxoris.64 Vgl. Cop. Bentl. S. 51 (1474 April 14).65 Vgl. Fuhrer a.a.O. S. 95 (zum Jahr 1523).66 Vgl. Bentl. Urk. 1490 Juni 4.87 Vgl. Bentl. Urk. 1468 Juli 5.88 Amtmann zu Rheine, vgl. Bentl. Urk. 1499 Dezember 27.
ANHANG 26722 Anniv. Joannis Bredenbeke, Jutmodis uxoris et Beken filiae.Anniv. D. Joannis Teelken presbyteri.23 Anniv. Henrici Vogel et suorum.26 Anniv. D. Joannis Voet famuli et uxoris.27 Anniv. D. Goswini Klencke canonici Maioris Ecclesiae Monasteriensis6*.28 Anniv. D. Joannis Henrici van Scapen.29 Anniv. Vastardi Bennynck et uxoris.NOVEMBERJoannis de Wederden, famuliMathaei de Monster, famuliJoannis Gruter et suorum.1 Anniv. D. Joannis Kerckhoff vicarii ad S. Mauritium, parentum etomnium de progenie et benefactorum eius.5 Anniv. D. Nicolai de Beveren famuli et uxoris Telen Bochhus.6 Anniv. D. Hermanni Langenhorst pastoris in Scuttorp.7 Anniv. illustris principis ac domini Erici ducis Saxonis, Angariae etWestphaliae ac episcopi Monasteriensis, specialis amici ac singularisbenefactoris conventus.9 Anniv. D. Gerardi de Bocholdia presbyteri. Item Joannis Radeker etuxoris.10 Anniv. Hinrici Kreser et uxoris.Anniv. honorabilis D. Bernardi de Messchede decani Ecclesiae MaiorisMonasteriensis 70.11 Anniv. honestae Agathae de Eerch.12 Anniv. dilectae Margarethae Kersenbrokes canonisse in Freckenhorstet pro quibus desideravit.13 Anniv. Assele Wysscherinck. Item D. Joannis Schwevinck, quondamvicarii Ecclesiae Maioris Monasteriensis.14 Anniv. honestae Ludgardis Hundenberges.Anniv. Joannis Elmer famuli et benefactoris.15 Anniv. Symonis in de Zwane et Lamme uxoris, Sygeri Husinge etuxoris, Theodorici Lambertz et Lyse uxoris.19 Anniv. Gertrudis de Beveren senioris.20 Anniv. D. Henrici Kluten. Item Hermanni Belen et uxoris et proquibus desideraverunt. Item D. Bernardi Bentlage, quondam commendatorisconventus in Wester.69 t 1480 Oktober 20.70 t 1503 November 10.
268 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN21 Anniv. Helmitii Schulteti in Scapen, Fenne uxoris, Helmiti et Joannisfiliorum eorundem.23 Anniv. D. Conradi Deganer, Gebbeken uxoris et suorum.25 Anniv. D. Henrici de Besten, canonici in Olden2aal.26 Anniv. D. Henrici Fransoys canonici Maioris Ecclesiae Monasteriensis71.27 Anniv. Elizabeth van den Drumckenmolle.28 Anniv. D. Joannis Dyckmann qui dedit nobis 20 florenos aureos.DECEMBERJoannis de Wederden, famuliMathaei de Monster, famuliJoannis Gruter et suorum.2 Anniv. nobilis virginis Annae von Althaus canonisse in Wittmarschen.4 Anniv. Christinae Schortinchues.Anniv. R.D. Joannis Schulte pastoris in Salzbergen.5 Anniv. D. Joannis Custos plebani in Buren.Anniv. D. Nicolai Flaginck causarum patroni in Lingen et AldelheydisPott coniugum 1788.9 Anniv. dominorum Bernardi et Johannis de Bentlage presbyterorum.Item D. Luberti Buchorst presbyteri.Anniv. D. Godfridi Sleuss pastoris in Bramesche et parentum eius.11 Anniv. D. Joannis Warendorp vicarii in Renis.13 Anniv. Margaretae Staels.Anniv. honorabilis D. Joannis Volker vicarii in Lengerke up deWallage (Lengerich) 72.15 Anniv. magistri Rodolphi de Berworde, famuli.16 Anniv. D. Hermanni Danielis presbyteri et suorum.17 Anniv. Joannis Holt et uxoris.18 Anniv. R.P. Everhardi Orsoy noni magistri ordinis post reformation em,olim conventualis et prioris nostri73.19 Anniv. honorabilis dominae Hillegundis de Keppel viduae74.20 Anniv. venerabilis D. magistri Rodolphi de Langhen praepositi veterisecclesiae et canonici Maioris Ecclesiae Monasteriensis 75.21 Anniv. D. Joannis Lozeken presbyteri, parentum et benefactorum.22 Anniv. Lumme Wissen.23 Anniv. Ludolphi Haken famuli in Lengerke, uxoris et parentum." t 1471 November 26.72 Vgl. Bentl. Urk. 1482 Mai 6.73 t 1492.74 t 1496, vgl. Grosfeld a.a.O. S. 62.75 t 1519 Dez. 24.
ANHANG 26924 Anniv. R.D. Henrici de Zwartzenburch episcopi Monsteriensis.Anniv. Telcken Holsschers uxoris Mathaei de Monster.28 Anniv. Joannis Gruter officiati in Renis.29 Anniv. D. Joannis Custos pastoris in Mesum.31 Anniv. reverendissimi et perillustris D. Maximiliani Baroni de Veverencanonici Maioris Ecclesiae Monasteriensis parentum et omnium deprogenie.11. ABHANGIGE KIRCHEN1. Die Bentlager Vikarie in Rheine (1590-1818)Am 6. Dezember 1590 iibertrugen Georg von Asbeck zum Goer undBerge und seine Ehefrau Joest (sonst Jodoca genannt) von Diepenbrockdem Bentlager Prior ihr Patronatsrecht iiber die Vikarie B. Mariae Virginisin der Pfarrkirche Sancti Dionysii in Rheine mit den dazugehorigen temporalia1.Die Stifterin dieser Vikarie2 Christina Wulfen, ,,castrensis inReine" hatte seinerzeit in der Griindungsurkunde8 dem Bentlager Priormit der Aufbewahrung der Urkunden iiber die Einkiinfte der Vikarie einMitspracherecht eingeraumt.Nun erhielit der Prior die Berechtigung, bei einer Vakanz der Vikarieeinen rector oder vicarius vorzuschlagen. Dieser musste ein saecularis presbyter oder ein clericus sein, der innerhalb eines Jahres die Priesterweiheempfing. Er schuldete dem Pfarrer (plebanus) den Treueid, eine andereVikarie durfte er nicht besitzen. Es war ihm standige Residenz aufgetragen,eine Resignation war nur in die Hande des Patrons moglich. Es wurdeihm auferlegt : jeden Sonntag, Montag und Freitag fur das Seelenheil derStifterin und deren Angehorige eine Messe zu lesen, an den exequiae desJoannis Gruters, die einmal im Monat in der Rheiner Kirche zelebriertwurden, teilzunehmen und sich schliesslich gemeinsam mit den iibrigencapellani und vicarii an den Antiphonis cantandis (,,salve Regina ..." inder Kirche, ,,O Crux ..." auf dem Friedhof) zu beteiligen.Zur Vikarie gehorten das Gut (mansus) Jording im Kirchspiel Rheine,Bauerschaft Hauenhorst, ein Kotten im gleichen Kirchspiel, BauerschaftAstrup4, ein Haus der sogenannte Hohenhorster Hof, in Rheine6, 2 MoltGerstensaatland auf dem Rheiner Stadtberge und ein guter Garten.1 Bentl. Urk. 1590 Dez. 6 (a).2 Vgl. im ganzen : FuHRER a.a.O. S. 95 fT. Der vollstandige Name : ad HonoremCommendationis B. Mariae Virginis beatorum apostolorum Petri et Pauli et S.Lamberti episcopi et martyris.3 Bentl. Urk. 1490 Juni 4.4 Seit Stiftung der Griinderin. Bentl. Urk. 1490 Juni 4.5 Vermachtnis des Vikars Johannes Warendorp. - Bentl. Urk. 1518 November 10.
270 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENHinzu kamen folgende Einkiinfte : Jahrlich 3 Malt Winterroggen RheinerMass und ein fettes Pachtschwein ,,infra festa martini et Nativitatis Christi"aus dem Gut Hinrekinck (Ksp. Rheine, Bsch. Elte), in der Stadt Rheineabzuliefern 6. Zwei Jahresrenten von je 2 Gulden aus den Giitern desf Lambert van Langen zur Surenburg und aus dem Haus Albert Sundermansauf dem Thieberg7.Jahrlich ,,infra festa Gregorii et Martini" durfte der Vikar 2 Kuhe aufden Wiesen der Stifterin vor der Stadt weiden. Besass er keine eigenenKuhe, so konnte er zwei fremde Kuhe gegen Entgelt dort weiden lassen 8.Schliesslich hatte die Vikarie nodi aus einer Stiftung 9 die Nutzniessung,jahrlich auf ,,commendationis Mariae virginis na Paschen" und auf Lambertitagzwei Wachskerzen auf den Altar Zu stellen und monatlich fureinen Schilling Brot an die Armen zu verteilen.1593 erteilte der miinstersche Gffizial Johannes Lethmate dem PriorBerninck die approbatio der Ubertragung der Vikarie10. Die confirmatiodes papstlichen Kardinallegaten Ludovicus Madrutius erfolgte im nachstenJahr «.Der Prior und die vormaligen Patroni hatten ihrem Gesuch bei demgenannten Legaten mit der Erklarung Gewicht verliehen, der Konventbrauche bei den unsicheren Zeiten eine Zufluchtsrnoglichkeit in der ummauertenStadt Rheine12.Nach dem Tode des Vikars Heinrich de Wulfen wurde der BentlagerPrior am 12. August 1599 durch den Notar der miinsterschen Kurie,Arnoldus Volbier ,,in realem et actualem possessionem" eingefiihrt18. AufBitten des Priors bestatigte der Official Hermannus Bispinck - ,,cum abundanscautela nemini noceat" - die vollzogene Besitzergreifung. Ebensobefahl er den Magistraten, unter deren Jurisdiction die bona beneficiistanden, unter Strafandrohung von 300 rh. Goldgulden den Prior in seineRechte einzufiihren und ihn darin zu bewahren 14.Fur die spateren Zeiten liegen nur noch wenige Nachrichten vor. EineZeitlang hahen Ordensgeistliche des Klosters in ihrer Vikarie zu Rheine6 Stiftung der Griinderin. - Bentl. Urk. 1490 Juni 4.7 Schenkung des Vikars Johannes Warendorp. - Bentl. Urk. 1516 Januar 4.8 Stiftung der Styna von Wulfen von 2 Molt-Saat im Grauckes an die Priesterder Kirche zu Rheine. - Bentl. Urk. 1496 Sept. 14.0 Rh.-Wolb. I D 2, S. 15 (Handschrift 18. Jh.) bezeichnet als 2ur Vikariegehorig : die Giiter Jording und Astrup, 1 Haus, die erwahnten 2 Molt Saat aufdem Stadtberg, 2 Kuhweiden, und an jahrlichen Einkunften 3 Molt Roggen aus demGut Hintering in Elte und ein Schwein.10 Bentl. Urk. 1593 April 3 (Minister) vgl. die Anm. Cop. Bentl. S. 371.11 Bentl. Urk. 1594 August 1 (Regensburg) a.a.O.12 A.a.O.18 Bentl. Urk. 1599 August 12.14 Bentl. Urk. 1599 Sept. 25.
ANHANG 271die Messe gelesen15. Audi wurden die Franziskaner in Rheine von denKreuzherren mit dem Messelesen in der Vikarie beauftragt16. Die Aktender Synodalvisitation des Jahres 1661 missbilligten die Abtretung derVikarie und wiinschen ihre Riickkehr in die Rheiner Kirche17.1743 warf der Weihbischof Franz Egon von Furstenberg dem PriorStiiwe vor, seit der Inkorporation der Vikarie glaubten Prior und <strong>Regular</strong>eszu Bentlage, von den onera, die die Stiftungsurkunde enthalt, frei zu sein.Unter der Androhung, die Einkunfte einzuziehen und einen anderenadministrator mit einer angemessenen Zuweisung ex fructibus beneficii einzusetzen,befahl er dem Prior, seinen Verpflichtungen nachzukommen18.Zur gleichen Zeit fochten Magistrat und Pfarrer von Rheine in einemProzess die Abtretung der Vikarie an das Kloster Bentlage an, da dieseim Widerspruch mit der Stiftung stande. Eine Entscheidung ist jedochnicht gefallen. Nach der Aufhebung des Klosters ubertrug der Herzogvon Looz dem letzten Prior Georg Overmann die Vikarie. Nach dessen Tod(1818) wies das Oberlandesgericht in Munster die Anspriiche des Herzogszuriick und erkannte das Patronatsrecht der Pfarrkirche in Rheine zu1"9.2. Das Patronatsrecht uber die Pfarrkirche in Salzbergen (1684-1803) 20Am 30. September 1684 ubertrug Graf-Ernst Wilhelm von Bentheimdem Kloster Bentlage vorbehaltlich der Zustimmung des Bischofs vonMunster sein Patronatsrecht iiber die Pfarrkirche zu Salzbergen. Nach derUrkunde21 geschah dies auf Bitten des Konvents. Die Kiirze und Niichternheitdes Textes ist bemerkenswert. OfFenbar wollte der 1668 katholischgewordene Graf dem Heimfall des Patronats an die reformierte Linievorbeugen.15 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 193 (Visitationsakte 1631).18 Fuhrer a.a.O. S. 97.17 Diozes. Archiv Munster Archidiakonat Borken A 99 S. 12. Monachi Bentlacenseshabent vicariam Divae Virginis praepinguem, quae, cum its dem ob egestatemcollata nunc vero cessante hac causa merito ad gremium foret reducenda ... cumgravi ecclesiae praeiudicio a quondam Madrutio Nuntio Apostolico dispensationemimpetraverint atque idem beneficium ut ab Ecclesia Renensi separatum su'ts permixtumbonis et quodammodo mortificatum habeant.18 (14. Dezember) Rh.-Wolb. I B 8. - ... constitutus administrator hue usquechorum non frequentavit et in audiendas confessiones sub praetextu non datae sibiadhoc comissionis laborem poenitus nullum contulerit ... In acht Tagen soil derPrior Rechenschaft ablegen.19 Fuhrer a.a.O. S. 97.20 Vgl. Schriever, Geschicht des Kreises Lin gen II, S. 372 if.21 Bentl. Urk. 1684 September 30. Beziehungen des Klosters zu diesem Grafenund ein Einfluss auf seine Konversion sind nicht bekannt. Im Testament des Grafen(1685) erscheint Bentlage nicht, wohl aber Kloster Frenswegen und das Franziskanerklosterin Rheine. - Vgl. Joh. Casp. Moller, Gescb. d. vorm. Grafsch.Bentheim (Lingen) 1879, S. 526 ff.
272 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENDie Obertragung des Patronatsrechts bestatigten Bischof MaximilianHeinrich von Miinster22, der Apostolische Nuntius Hercules23, der miinsterscheWeihbischof Joannes Rotgerus a Torck24, der Archidiakon vonRheine und Salzbergen Conradus Gaudentius a Ketteler25 und schliesslichdas Domkapitel zu Minister126.In einem Reversale27 an den Weihbischof gelobten Prior Suhling unddie Kapitulare, an Sonn- und Feiertagen 2 Messen in der SalzbergenerKirche zu lesen oder durch andere lesen zu lassen28, alle Pfarrpflichten zuerfiillen, die Einkiinfte und den Schatz der Kirche zu erhalten und nachVermogen zu vermehren. Ebenso werde der jeweils prasentierte Kandidatfiir die Pfarrstelle dem Archidiakon bei der Investitur debita jura praestierenund dem Weihbischof Gehorsam leisten.Bei Vakanz der Pfarre schlug der Konvent dem Archidiakon in einemformlichen Schreiben einen Nachfolger vor 29. Dem Kandidaten wurde einePrasentationsurkunde (originales literae praesentationis) iihersandt, diegleichzeitig die Bitte des Konvents an den Archidiakon um Investitur-enthielt Erstmalig hat der Konvent sein Prasentationsrecht am 1. Februar1692, zum letzten Mai am 3. April 1798 ausgeiibt30.12. GEISTIGES LEBENGeistige Anregungen diirfte Kloster Bentlage von dem Kolner Mutterklosterempfangen haben, das schon bald nach der Ordensreform von 1410mit mehreren Neugriindungen seine innere Kraft bewies und im 15. Jahrhundertein reges geistiges Leben entwickelte x. Aus diesem Konvent kamendie ersten Bentlager Prioren, freilich war ihre Amtszeit kurz (1437-1446) 2.22 Bentl. Urk. 1685 Jan. 1 (Bonn).28 Bentl. Urk. 1685 Jan. 16 (Bonn).M Bentl. Urk. 1685 Juli 30 (Miinster).25 Bentl. Urk. 1685 Nov. 6.26 Bentl. Urk. 1686 Okt. 6 (Miinster).27 Bentl. Cop. S. 699 f. (1685 o.D.).28 Cop. Bentl. S. 699 f. cum alias die bus Dominic is et Festivis unicum sacrumMissae officium celebratum sit et eidem omnes parochiani interesse et praeceptosanctae Ecclesiae satisfacere non vacant. Bei der jahrlichen Grossen Prozession amTage Maria Himmelfahrt assistierte ein Ordensgeistlicher aus Bentlage. Schrievera.a.O. II. S. 390 f.29 Vgl. Rh.-Wolb. I B 8 (Konvent an Archidiakon de Wenge).30 Henricus Kreymeyer erhielt wegen Erkrankung einen Cooperator cum spesuccessions (Balthasar Godefridus Koch). Der Erstere stiftete eine Vikarie ; erstarb am 4. Mai 1716. - Pastor Bernhard Hermann Hinterding starb am 7. Dezember1757, Pastor Henricus Gelsing 1798, Pastor Karl Anthonius Bothe nach derAuflosung des Klosters. Das Prasentationsrecht erlosch.1 Haass a.a.O. S. 79.2 Vgl. die Priorenliste S. 238 if.
ANHANG 273Entscheidend fiir den Aufschwung und die geistige Haltung des Klostenwurde die mystisch-asketische Richtung der Fraterherren, die auch diehumanistischen Studien forderten. Beziehungen zwischen den Fraterherrenund den Bentlager Briidern haben seit der Klostergrundung bestanden8.Die ungewohnliche Zunahme der Disziplin und der Schreibtatigkeit imKonvent seit 1450 fiihrt die Klosterchronik ausdriicklich auf den Eintrittmehrerer Monche zuriick, die sehr wahrscheinlich alle in Deventer im Geisteder Devotio moderna studiert haben. Die Tatsache, dass ausser der Chronik 4keine literarischen Erzeugnisse und Handschriften aus Bentlage iiberliefertsind, erklart sich wohl durch den Brand 1647. Ohne eine Teilnahme amgeistigen Leben hatte der Konvent in der Bliitezeit des Ordens nicht eineso geachtete Stellung unter den Kreuzbruderhausern einnehmen konnen. Inder zweiten Halfte des 17. Jahrhunderts gehorte Bentlage zu den Ordenshausern,in denen fiir die Kreuzherren Philosophie-Studienkurse abgehaltenwurden 5.13. ORTSREGISTER DES GRUNDBESITZESALTENBERGE (i= Kirchspiel), Kump (;= Bauerschaft).- Hof Hackenhove. Testamentarische Schenkung des f Hinrick Fransoys,Domherrn zu Miinster (1772 Jan. 11).EMSBUEREN, Bexten- Erbe Woltermann. Testamentarische Schenkung des f Ludeke Hake,Knappe. (1489 Juli 7).EMSBUEREN, Listrup und Bexten- Ein Oertchen Torfvenn. Gekauft von den Markgenossen (1548 Juni 9).HESEPE, Dalum- Schultenhof. Gekauft von Johann und Elisabet von der Recke, Herrnund Frau zu Steinfurt (1614 Jan. 27).LENGERICH, Langen- Erbe Tepenhuys to Dedelage. Schenkung der Lysa van Beveren, Witwedes Cord van Beveren (1474 April 14).NEUENKIRCHEN, Landersum- Erbe Vasterding. Gekauft von Knappe Ludike Hake (1459 Mai 18).- Bertholst Erbe. Gekauft von Conrad Gruther zum Ulenkotten (1631Juni 28).3 Dies und das Folgende S. 120 f. S. 123, S. 130 f.4 Vgl. S. 51 iff.6 Vgl. Allg. Teil S. 56 f.
274 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENNEUENKIRCHEN, Sutrum- Die Hellebrede. Zwei Moltsaat am Buhren Berg. Gekauft von JohannKruese und Geisse Schwarte, Eheleute, Burger und Wandfarber zu Schiittorf(1654 Marz 5).MESUMr- Besitz der Gheze van Mesum, Witwe, nicht spezifiziert, iibergeben 1476Juni 26.- Kempen Erbe. Gekauft von Johan de Bare (Sohn des Ludike) und seinerEhefrau Metteke (1478 Mai 15).MUENSTER, Martini- Ein Haus mit zwei Garten bei dem Kirchhof. Den Klostern Bentlageund Osterberg geschenkt von der Witwe des Symon Busschen (1476 Jan.22) 1775 fur 800 Rt. verkauft.OHNE, Samern- Erbe Denneman. Vermachtnis des Dyderick Ketteler und seiner EhefrauJutte (1514 April 30).- Vogelkotten. Gekauft von Rudolph von Miinster zu Herzford (Krs.Lingen) und seine Ehefrau Elzeke Monikes (1610 Juli 10).PLANTLUENNE, Spelle- Erbe Helmynch. 1502 Juni 5 als dem Kloster gehorig bezeugt. Vogtist Knappe Wolter von Snetlage.- Eine Miihle, den halben Hof nachst der Miihle und den Kirchhof, Gartenund Land, das Hocker und Koster zu Plantliinne innehaben. Gekauft vonLudeke Vinke ten Oestenfelde (1501 Febr. 15).RHEINE, Stadt- Ein Haus mit Garten, hinter den Hausern des Johannes Boden und dessogenannten Slinchhannen. Schenkung des Hinricus Kreyenribbe und seinerFrau Greta (1453 Juni 12).- Ein Haus mit Hof, Garten und einem halben Fahrweg zwischen demKirchhof und Meister Heinrich Schliiters Haus einerseits und Gerdt WesselingsHaus andererseits. Gekauft von Walrahb Krechtingh und ChristinaKremer, Eheleute (1627 Juni 16).- Das Orstmans Erbe. Mitgift und Schenkung des Bentlager KonventualenAntonius Veltmann aus Rheine (1736).- Ein halber Garten, genannt Huls Gesen Garten, vor dem Rheiner Tor.Gekauft von Godele Molkenbuir (1558 Jan. 27).- Ein Stuck Land bei St. Johans Kamp von zwei Scheffel Saat, 1466 Okt.11 gegen einen Garten zwischen den Garten vom Kokenhues eingetauschtvon dem stiftmunsterschen Eigenhorigen Koke Gerde und seiner EhefrauGebbeke als Besitzern des Kokenhauses.
ANHANG 275- Ein Stuck Land ,,dat frye Stuck" von acht Scheffel Saat Geschenkt vonGerhardus van Lyngh, Burger zu Rheine fiir eine jahrliche Memorie (1468Juli 5).- Ein Drittel eines Stiickes Landes ,,buten der Monsterporten" geschenktvon Hinrich Zedelers, Burger zu Steinfurt (1480 Juni 2).- Ein Stiick Land ,,an den Kreyenesche". Geschenkt von Bernd Krysser,Burger zu Steinfurt (1497 Marz 17).- Ein Gartenstiick von zwei Scheffel Saat und das Hakedestuck von dreiScheffel Saat auf dem Stadtberg. Gekauft von Roloff Plughe, Burger zuRheine (1518 Febr. 6).- Eine Brede Land von einem Molt Gerste auf dem Thieberg ,,achter derLynden". Gekauft von Hinrick Remensnyder und seiner Ehefrau Alyke(1518 Nov. 12).- Sieben Scheffel Saatland vor dem Thietor (1570 Aug. 17) eingetauschtgegen vier Scheffel Saatland auf dem Aekamp am Bentlager Land undvier weitere Scheffel von Wilhelm Morien eingetauscht.- Drei Stiick Land von acht, drei und einem Scheffel Saat auf dem Wytesch.Pachtverzicht des Diederich Krane, Biirgermeister zu Rheine und seinerEhefrau Alike (1572 Marz 29).- Ein Stiick Bauland von drei Scheffel Saat auf dem Rheinerberg ,,achterder Lynden" gekauft von Hinrich Remensnyder und seiner Ehefrau Alyke(1577 August 19).- Ein Stiick Land von zwei Scheffel Saat auf dem Thieberg von WilhelmMorrien zu Rheine und seiner Ehefrau Elizabeth van der Recke eingetauscht(1582 Aug. 11).- Ein Stiick Land von fiinf Scheffel Saat auf dem Mollenkamp gegen einStiick Land von fiinf Scheffel Saat zwischen Astrups Stege und des altenHospitals Anwende vom alten Hospital getauscht (1585 April 30).- Einunddreissig Scheffel Saatland auf dem Thieberg gegen den Garbenund Blutzehnten iiber Morssgreve und Eilckers Erbe Bsch. Hauenhorst vonJacobus Muntz, Bentheimischer Sekretar und Landschreiber und seinerEhefrau Elsscke getauscht (1592 Juli 27).- Zwei Stiicke Land von vier und zwei Scheffel! Saat auf dem Thieberg.Gekauft von Johanne Storcks, Witwe des Jorgh Bestelinck und Biirgerinzu Rheine (1631 Marz 15).- Ein Stiick Land von sechs Scheffel Saat auf dem Thieberg. Gekauft vonWilhelm Linteln, Burger und Schuhmacher zu Rheine und seinem alterenSohn Gerdt (1630 Mai 3).RHEINE, Altenrheine- Erbe Hinnerking und der Wyschkotten und der gesamte Besitz desGerhard Volker. Schenkung von 1495 April 3.
276 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN- Gut Disselmyers fiir 625 Rt. gekauft von Joannis Engelbertus Gahmenund Hedwig Helmich (1744).- Eine Brede Landes von ein Molt Gerstensaat },buten der Emesporten"und eine Heuwiese im Altenrheiner Wald. Schenkung des Gerhardus Volker(1484 Aug. 4).- Drei Scheffel Saatland am Altenrheiner Berg. Schenkung der Hille vanBentlage und Ihres Bruders Engelbaert (1496 Okt. 20).- Ein Oertchen Zuschlag ,,belegen ter Roer achter an der Soltmanswysche".Gekauft von Holzrichter, Bauern und Markgenossen der Altenrheiner Mark(1545 April 22).- Ein ,,Deel" Landes. An der Saltmannswiese in der Altenrheiner Mark.Gekauft von den Markgenossen (1547 Dez. 9).- Ein Ort wilden Markengrundes. Zwischen dem Bentlager Tebbenkampund der Holstermark. Gekauft von Bauerrichter, Hausleuten und Markgenossen (1604 April 8).- Ein Ort wilder Grasgrund am Poggenpohl im Altenrheiner Broich beider Schneedtlage. Gekauft von Bauerrichter und Bauermannern (1651 Juli15).- Einen mit Erlen und Stubben bewachsenen Ort. Bei der Saltmannswiese.Gekauft von den Markgenossen (1574 Dez. 13).RHEINE,Bentlage- Erbe Niederbentlage und die dabei gelegenen Kotten Salthues und Sunderhues.Fiir 2.500 schwere rhein. Gulden von Heinrich von Moers, Bischofvon Minister gekauft (1437 Dez. 13).- Erbe Niederklafeld an der Ems gegeniiber dem Kloster. Gekauft vonKnappe Lambert van Langhen (1549 Aug. 17).- Erbe Oberklafeld, gegen das Rythus Ksp. Riesenbeck, Bsch. Horstel vonder Abtissin zu Herford eingetauscht (1490 Juni 25).- Erbe Beil. Gekauft von Engelbert Poppe, Burger zu Coesfeld und seinerEhefrau Conne und beider Kinder Gheze und Johan. (1476 Aug. 7 zurHalfte, 1480 Marz 9 ganz).- Das Lobbenhues. Schenkung des Engelbert van Bentlage (1504 Aug. 27).- Eine Wiese und ,,mahd" in der Briider Wrechte und am Haferland desoberen Schulte. Gekauft von Priester Bernhardus von Bentlage (1458Mai 25).- Ein Stuck Land ,,up der Hove by Johans Kampe ut das Vlasstucke".Gekauft von Ghyse Schepeler und seiner Ehefrau Ermeke (1460 April 23).- Eine Brede Land von einem Molt Einsaat beim Hof des oberen Schultezu Bentlage. Gekauft von Bernd van Langhen und seinen Sohnen Hermannund Johann (1493 Nov. 19).
ANHANG 277- Acht Scheffel Saatland ,,up der Ellinchhorst". Sieben Scheffel Saatlandbei Hof Smedynck, geschenkt von Hylle van Bentlage (1495 Juni 20).- Sechs Scheffel Saatland bei Smedynck. Drei Scheffel Saatland ,,boven denPoelhues", geschenkt von Hylle van Bentlage (1500 Nov. 15).- Ein Stuck Weideland ,,upt Nyhe Broick in der Cruysbrueder Meithevan Bentlaecken" gelegen, gekauft von Anna Kyspenninckz, ihrem VormundFrederik Berck und dessen Ehefrau Hilleke (1530 Mai 10).- Ein Kamp und ein Molt Saatland auf der Ellinghorst, gekauft aus denGiitern der Eheileute Deitert Joannings und Beilen Keppers, Burger zuRheine (1628 Mai 5).- Sechs Scheffel Saatland auf der Ellinghorst eingetauscht gegen SechsScheffel Saatland vor Rheine ,,aufr Hore" vom Neuen Hospital (1631Marz 22).- Ein Stiick Land auf der Ellinghorst gegen einen Ort Landes am Thiebergeingetauscht von Berndt Beckeringh und Ehefrau Anna, Burger und Wandmacherzu Rheine.- Ein Molt Gerstsaat auf dem Kreynesch und vier Scheffel Roggensaat aufdem Hulzkamp, ersteigert aus den Giitern des Diethrich Sandtmann (1660Dez. 29).RHEINE, Eschendorf- Erbe Spythues. Schenkung des Engelbert van Bentlage (1504 Aug. 27).RHEINE, Fernrodde- Konermans Erbe. Gekauft von Johan Morien zum Valkenhof in Rheine(1611 Nov. 11).RHEINE, Hauenborst- Erbe Frohues. Schenkung des Gerhardus Volcker (1483 Juli 14).RHEINE, Katenhorn- Hof Gerding und Kotten Gebeker. Gekauft von Jost Gildemeister, grafilichemRentmeister zu Tecklenburg und seiner Frau Gerdruit Rodde (1631Juli 11).RHEINE, Rodde- Die Erben Schulte Overwettering und Eilerding. Gekauft von der WitweJohanna de Went von Diesingk zum Berentrup und der Anne MargareteSteveningk, Frau van Heede zu Heede (1616 Dez. 4).RHEINE, Rodde, Elte und Hohe- Die Erben Eiding, Bredelage und Funcke und den Eixelerskotten. Gekauft von Albrecht van Langen, Erbgesessenem zum Rodenleuwen undseiner Ehefrau Cornelia von Rotenbergh (1615 April 7).
278 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENRIESENBECK, Horstel- Erbe Rythues. Gekauft von Knappe Dyderick van Grolle 1444 Juli 13.Vertauscht mit Erbe Klafeld Bentlage 1490 Juni 25.- Der KoDlickkamp. Geschenkt von Albert Wede, Kaplan zu Grevenhorst(1516 Sept. 11).SALZBERGEN, Hummeldorf- Hof Schwefing. Miinstersches Lehnsgut. Gekauft von Magdalena Agnesvon Dorsten, Witwe des Cornelius Tyson zu Ahlen fiir 300.— Rt (1754Okt. 9).- Gut Stoveren. 1479 Mai 10 als sum Kloster gehorig bezeugt.- Zwei Scheffel Saatland im Hummeldorfer Esch zwischen Varwikkensund Overmanns Land. Gekauft von Rempe Nortmeier (1631 Sept. 3).SALZBERGEN, Holsten- Erbe Nienhoff. Gekauft von Everweyn Herrn zu Steinfurt (1488 Nov. 8).- Hof Lolving. Gekauft von Margareta Bestfort Witwe Rasing und vonJohanna Margareta von Raessing fiir 1500 Rt. 1738.- Ein Ortchen Torfvenn an dem Moor beim Kloster-Dyck. Gekauft vonBauerrichter, Bauern und Markgenossen der Holster Mark (1541 Nov. 10).- Kuschenkamp langs der Beelwisch zwischen Beelkamp und nach Hopstenzu ,,up de Hengemollle". Gekauft von den Markgenossen der Holster Mark(1555 Jan. 15).SALZBERGEN, Holsten und Niederbexten- Ein Garten mit einigen ,,ruren" Landes zwischen dem Land des KlostererbesNyrhoff und der Ems. Gekauft von den Markgenossen der Holsterund Niederbexter Mark (1576 Juli 4).- Ein Ort wilden Markengrundes am Bentlager Puschehkamp gelegen.Gekauft von den Markgenossen der Holster und Niederbexter Mark (1604Marz 3).SCHAPEN, Barken- Hof Tabe. Gekauft von Henricus van Egher, Kanoniker zu Bonn (1474Mai 18).- Erbgut Kallickulen an dem Osterwolde. Geschenkt von Borneer Gruter.1483 Sept. 2. An Bussmann in Ostenwalde 1772 fiir 425 Rt. verkauft.SCHUETTORF, Sudendorf- Kamp ,,kokenbeckers Hach" zwischen den Kampen des Johan Rolewinckund des Cord Werner, dem ,,Wolde" und der ,,susteren" Kamp. Gekauftvon Hermann Cylies und seiner Frau Ode und beider Kinder Hermann,Trudeke und Metteke (1525 April 8).
ANHANG 279- Der grosse Kamp zwischen dem genannten Hachkamp und Hermansvan Wullen Kamp. Gekauft von Antonius zum Vorbrock, gt. Perisonius,Pastor in der Grafschaft Lippe (1611 Okt. 31).- Zwei Kampe zwischen den beiden genannten Bentlager Kampen. Gekauftvon den Vormiindern der fiinf Kinder des f Burgers Berndt Sumbecken(1612 Jan. 21).- Ein Kamp zwischen der Stegge gt. Vlake und des Priors Kamp. Gekauftvon Antonius Perizonius, gt. Vorbrock, Pastor zu Cappeln (1612 Okt. 26).- Ein Kamp zwischen der Stegge und dem Bentlager Hach ; ein StuckGarten vor Schuttorf, nachst der Grafin Garten ; ein Stuck Land vor derSteinforten. Gekauft von Anne Munnichs, Witwe des Jorg von Loden,Biirgerin der Stadt Schuttorf (1613 Januar 13).SPELLE- Zuschlag im Speller Wald als Heuwiese. Geschenkt von Franz, Bischofvon Munster.THUNEN- Erbe Tesinck, 1518 August 30, als dem Kloster gehorig bezeugt.14. VERMOEGEN UND VERWALTUNG DER EINKUENFTEIn den Anfangen des Klosters hatte der Konvent mit grossen finanziellenSchwierigkeiten zu kampfen. Nach der Chronik betrug 1445 die Schuldenlast7.000 rheinische Gulden1. Unter Prior Kirskorif (1457-1483) war dieKrise iiberwunden. Der Aufschwung des Klosters spiegelt sich in derbetrachtlichen Vermehrung des Grundbesitzes wieder. Ausfuhrliche Nachrichteniiber das Klostervermogen sind erst aus der Zeit des DreissigjahrigenKrieges iiberliefert.1622 legte der Orden seinen Klostern eine einmalige Abgabe fur dieBestatigung von Privilegien in Rom auf. Huy und Bentlage erschienenmit der geforderten Summe von 100 Reichstalern als die bei weitem zahlungsfahigstenHauser des ganzen- Verbandes. Namur, Luttich, Koln,Hohenbusch und Marienfrede folgen mit 60 Reichstalern, Diisseldorf mit50, Venlo mit 35 Reichstalern 2.1623 ergab die Visitation3 in Bentlage folgenden Vermogensstand :1 Grosfeld a.a.O. S. 49.2 Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 158 f. Die Gesamtsumme, die aufgebracht werdenmusste, betrug 1003 Rt. Die einzelnen Betrage waren fallig innerhalb dreier Monatesub poena suspensionis a dhinis atque officium ipso facto privationis. Bentlagezahlte an den Kolner Prior.8 Klosterarchiv S. Agatha, bei Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 163 nur im Auszug.
280 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENEinnahmen : 1.567 Imperiales, 26 Solidi, 8% DenariiAusgaben : 1.383 Imperiales, 2 Solidi, 1 DenariusKassenbestand :(,,in bursa") 184 Imperiales, 24 Solidi, iy2 DenariiGuthaben : 754% Imperiales, 30 Solidi,Schulden : 213% Imperiales, ausgenommen die Summe, dieder Graf in Styrum dem Konvent wegen der Vergiinstigungauferlegt hatte, das Kloster und dessenGiiter nicht zu verbrennen.In dieser Verlegenheit verkauften die Bentlager Monche ihre Wiese inEmmerich den dortigen Kreuzbriidern fiir 950 Reichstaler, von denen zurZeit der Visitation 323 Thlr., 18 Solidi und 2% Denare bezahlt waren.Aus dem gleichen Grund loste der Konvent 790 Reichstaler ab, die anverschiedene Personen auf Rentenbasis abgetreten waren.Im ganzen betrugen die Schulden 1327 Imperiales, 2% Solidi und2% Denarii.An Kornfurchten standen noch aus :Weizen : 1 Molt 8 Scheffel - - -Winterweizen . . . . : 32 Molt 5 Scheffel 2% SpintGerste : 16 Molt - Scheffel 3 SpintHirse : 3 Molt 11 Scheffel - - -Hafer : 3 Modt 7 Scheffel - - -An Vorrat besass das Kloster :Weizen : - - _ 6 Scheffel - - -Winterweizen . . . . : 6 Molt 1 Scheffel 1 SpintEin kleiner Kornrest konnte noch ausgedroschen werden. Da vom Verwalter,,ob devastationem" nichts zu erhoffen war, musste der Konvent100 Molt Winterweizen und 20 Molt Gerste ankaufen.Ueber die Einnahmen und Ausgaben des Klosters im 17. und 18 Jahrhundertliegen ausfuhrliche Unterlagen vor.Zum Beispiel :Von Mai 1675Einnahmen Ausgaben Kassenbestand4bis Okt. 1675 368 355 32bis Jan. 1677 2.177 2.170 7bis Juni 1677 484 418 66bis Mai 1678 1.920 1.889 31* Die Zahlen beziehen sich auf Reichstaler, kleinere Munzeinheiten werden nichtberiicksichtigt.
ANHANG281bisbisbisbisbisApr.Nov.Apr.Apr.Sept.167916801681168216835921.4504461.0061.6895821.4183989691.673931473615 6vonApr.bis Juni172517263.4042.2591.145bisApr.17273.1011.9751.125bisApr.17283.2352.922313bisbisbisbisbisbisApr.MaiApr.Sept.MaiApr.1730173117331735173717394.2583.8613.7074.8394.1545.7633.9473.6193.5384.6024.0665.6943102411692378868 6voriApr.bis Apr.bis Maibis Julibis Marzbis Junibis Aug.bis Aug.bis Aug.1785178617871789179617991800180118022.9503.3514.50119.04510.8313.0652.3043.0364.08118.9109.2652.8006463154201351.5662652.982 2.937 443.527 3.453 747Diese Beispiele veranschaulichen zugjeich, wie oft der Prokurator denKapitularen Rechenschaft iiber seine Amtsfiihrung ablegte. In den iibrigenJahren war es ganz ahnlich. Durch geschickte Verrechnung wurde einDefizit in den Biichern stets vermieden. Die steigende Geldentwertung wirddeutlichsichtbar.An Einkiinften erhielt das Kloster :PachtJahr Geld Schweine Huhner16158 334 3/4 Rt. 8 fette 24(Hausheuer 2 1/2) (anstelle eines weiteren(Gartenheuer 17 3/4) 4 Mark)(Landheuer 314 Rt.)stehende Pacht : 1/2B Rh.-Wolb. I C 20.6 Rh.-Wolb. I C 22.7 Rh.-Wolb. I C 24.
282 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN1678 9 183 1/2 Rt.1715 9 278 Rt.(Haus- und Gartenheuer84 Rt.Landheuer 72 Rt.,Wiesenheuer 27 Rt,stehende Pacht 1/2)(Haus-, Garten-, Wiesen-und Landheuer)180310 535 Rt.(Landheuer 297,Gartenheuer 26,stehende Pacht 174,verpachtete Zehnte 36 Rt.)7 feiste 523 magere(von Eicheln noch ein feistes,sonst ein mageres)8 feiste 583 magere(von Eicheln noch ein feistes,sonst ein mageres)6 fette11 188 magere(von Eicheln noch ein fettes,sonst ein magers)JahrDienstel6lT*2 Dienstgeld : 18 Rt.1678ia Dienstgeld : 23 Rt.Von Eigenhorigen :16 Leibdienste,Von Wachszinsern :6 Hiihner1715 13 Dienstgeld : 24 Rt.Von Eigenhorigen :52 Hand- und33 Spanndienste,Zehntestehender Zehnt : 1 1/2Rt. wechselnder Zehnt :102 Rt.24 1/2 Rt.(stehender Zehnt :1 1/2 Rt.Blutzehnt : 23 Rt.)20 1/2 Rt.(stehender1 1/2 Rt.ZehntRenten361 Rt.14 Tonne Salz(Renteverpflichtungen:35 2/3 Rt.2 Pfd. Wachs)425 Rt.1514 Tonnen Salz(Rentenverpflichtungen:60 Rt.3 Pfd. Wachs)540 Rt.14 Tonn. Salz8 Rh.-Wolb. I C 14.9 Rh.-Wolb. I C 17.10 Rh.-Wolb. VI 10 d.n Ein fettes Schwein muss 100 Pfund halten, die Pfunde, die daran fehlen,miissen mit Geld nach Markpreis ersetzt werden. 1803 wurden anstelle eines magerenSchweines 5 Reichstaler abgeliefert. Rh.-Wolb. I C 19.32 Rh.-Wolb. I c 14.13 Rh.-Wolb. I C 17.14 Rh.-Wolb. VI 10 d.15 Die Riickstande aus fruheren Jahren betrugen 1647 Reichstaler.
ANHANG 283Grasmahd fur 1/2 Blutzehnt : 20 Rt.)Tonne bier.Von Wachszinsern : Garbenzehnt : 46 Molt.32 Dienste undSchafschur.180314 Dienstgdd : 45 Rt. 26 Rt.Von Eigenhorigen : (Blutzehnt : 26 Rt.)45 Hand- und36 Spanndienste,Von Hovesaten : Zehntroggen : 37 Molt.15 Hand- und40 Spanndienste.Im Jahre 1803 ergaben Kapitalien in Hohe von 11.162 Rt. jahrlich 374Rt. Zinsen. Geldeinnahmen von der Hovesat : 383 Rt., von wiisten Erben :100 Rt., an Gewinn- und Freibriefen : 86 Rt., an Dachstroh : 62 Bund.15. KLOSTERGEBAEUDE1Die erste Bleibe der Kreuzbriider zu Bentlage, das Haus des einstigenRektors der Gertrudenkapelle, brannte im Sommer 1438 nieder. Die Briiderhausten in ,,casulis more antiquorum patrum" 2, auf der Tenne des Schuiltenhofeszu Niederbentlage richteten die Laienbriider Zellen ein. Der Wiederaufbaubegann mit der Kiiche und dem Refektorium, im Sommer 1439baute man ein Holzgebaude, in dessen Erdgeschoss Gottesdienst abgehaltenwurde, das obere Stockwerk diente mit acht Zellen zum Dormitorium.In der Zeit von 1463 bis 1466 entstand unter tatkraftiger Mithilfe derBriider der spatere Ostfliigel des aus Stein gebauten Klostergebaudes8. Inihm waren die Sakristei, das Kapitelhaus, die Kammern des Priors und desProkurators sowie das dormitorium majus untergebracht.Die mit einem seitlichen Anbau versehene Klosterkirche, mit deren Bau1468 begonnen wurde4, erhielt 1484 am Sonntag nach Michaelis im Beiseindes Ordensgenerals und mehrerer Ordensprioren ihre Weihe. In der bisherigenHolzkirche fanden nun die Kammern fur den Ordensgenerall undden Bischof Platz, die Zellen des oberen Stockwerks raumte man den No-1 Vgl. neben der Bentlager Chronik die ebenfalls bei Grosfeld abgedrucktechrono taxis aedificati : et post incendium reaedificati con vent us Bentlage und BautindKunstdenkmaler des Kreises Steinfurt.2 Grosfeld a.a.O. S. 43.s A.a.O. S. 56 f.4 Grundsteinlegung 1468 Juni 25. WZ 55 II (1897 S. 48).
284 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENvizen ein. Im gleichen Jahr wurden die Mauern und die Kammern desFrauengemachs langs der Ems fertiggestellt.Der Nordfliigel entstand in den Jahren 1499 bis 1504 und enthielt imErdgeschoss die Vorratsraume, in der Mitte das neue Refektorium, zweiKammern fur angesehene Gaste, eine weitere fiir Frauen mit einem Eingangvon aussen durch den Gemiisegarten und ein calefactorium.Der Westfliigel wurde nach Abbruch zweier baufalliger Lehmhiitten5aus quadratischen Steinen errichtet, bis zum Kreuzgang vorgezogen, 1645waren die Arbeiten zum grossten Teil beendet.Ausserdem sind noch bezeugt die Walkerei und Stopferei : (domus fulloniset farciminariae) 6 und des Klosters ,,Zeykenhus" und das ,,armeludeHues by der porten" 7.Als 1647 der kaiserliche General Lamboy sein Hauptquartier in dasKloster legte, wurde dieses am 21. September von einer Abteilung desschwedischen Generals Konigsmark in Brand gesteckt8. Bis auf die Kiichemit dem Brauhaus, den alten Schafstall und das Portal wurde alles vernichtet.Voriibergehend hielten sich die Monche in Lingen auf. Bei ihrerRiickkehr - gleiches Jahr - fanden Prior und Prokurator beheilfsmassigUnterschlupf in den Ruinen, die iibrigen Monche gingen taglich zumSchlafen nach Rheine.Der Wiederaufbau begann bereits 1648, die Arbeiten standen von 1651-1653 unter der Leitung des italienischen Laienbruders Albertus de Tyranoaus dem Kreuzherrenkloster Marienfrede, sie waren 1657 abgeschlossen9.Spater ist noch ein domus agriculturae nachweisbar1
ANHANG 28516. KIRCHENSCHATZIm Jahre 1484 wurden in der neu errichteten Klosterkirche durch WeihbischofJohannes (episcopus Teffelicensis) folgende Altare geweiht1 :1. Der Hochaltar zu Ehren der Gottlichen Dreieinigkeit, des heiligenKreuzes, der heiligen Jungfrau Gertrud und aller heiligen Apostel undEvangelisten 2.2. Ein Altar ,,ante Chorum ad meridiem" zu Ehren des heiligen Kreuzesund des heiligen Bischofs Nicolaus3.3. Ein Altar ,,ad aquilonem" zu Ehren der seligen Mutter Maria4.4. Ein Altar ,,ad meridiem" zu Ehren des seligen Bischofs Augustin undaller heiligen Bekenner.5. Ein Altar ,,econtra" zu Ehren der heiligen Schutzpatronin Gertrud undaller heiligen Jungfrauen.6. Ein Altar zu Ehren der heiligen Jungfrau Helena, der seligen Anna undaller heiligen Witwen.7. Ein Altar zu Ehren der heiligen Jungfrau und Martyrerin Odilia undallerMartyrer.8. Ein Altar zu Ehren aller Engel.9. Ein Altar zu Ehren aller Heiligen.Aus der Zeit vor der Zerstorung des Klosters (1647) ist die Stiftungeines Kreuzes aus vergoldetem Kupfer, einiger Kelche, Ornamente undSilbergerate (1485) 5, sowie eines silbernen Weihrauchfasses (1496) 6 be-1 Bentl. Urk. 1484, Okt. 3.2 Dieser Hauptaltar stammt offenbar aus der alten Kapelle und war urspriinglichder heiligen Gertrud geweiht. Nach seiner Oberholung weihte ihn WeihbischofJohannes (episcopus laricensis) am 20. August 1458 zu Ehren sanctae et individuaeTrinitatis, gloriosae virginis Mariae ac omnium anglorum et specialties sanctaeCrucis ordinis patrone, sanctorum Joannis baptistae, omnium apostolorum et evangelistarum,quattuor doctor urn, Nicolai et Martini pontificum et Mariae Magdalenae(Bentl. Urk. 1488 November 24). - 1499 schmuckten die Nonnen aus BersenbruckReliquien pro summo altari (Grosfeld a.a.O. S. 63). - 1513 erhielt der Hochaltarein neues Bild, das alte wurde in drei Teile zerlegt und diese den Altaren desh. Augustin, der h. Gertrud und der Engel zugeteilt (Rh.-Wolb. I D 2, S. 55).3 1443 von Nicolaus von Cleyse, Vikar in Bentheim, gestiftet (vgl. Grosfelda.a.O. S. 46). 1458 (vgl. Anm. 2) wurde ein Altar geweiht zu Ehren sancti Nycolaiepis co pi, sanctorum quattuor doctorurn, sancti Martini episcopi, sancti Ignacii,martyris, santorum Dominici, Francisci, Benedicti, Bernardi, Thomae de Aquino acomnium confessorum.4 1458 wurde ebenfalls in aquilonari ecclesiae parte ein Altar geweiht zu Ehrensanctae Gertrudis ... ecclesiae patronae, sanctae Mariae Magdalenae et Marthaesanctorum Agathae, Luciae, Agnetis, Ceciliae, Katherinae, Barbarae, Odiliae, Ursulaeet undecim milium ac omnium sanctarum virginum necnon omnium sanctorum.Ein Stifter ist ebenso wie bei den iibrigen Altaren nicht bekannt. - Einem bereitsgeweihten Altar wurden 1458 zugeschrieben gloriosa ... virgo Maria, Sancti Stephynus,Laurencius, Vincencius, Paulus et Johannes, Sanctus Petrus ordinis praedicatorumac Ignatius et omnes sancti et sanctae, quorum quarumque reliquiae in dictaecclesia continentur.6 Grosfeld a.a.O. S. 60. Das erwahnte sogenannte Bentlager Kreuz mit Partikeln
286 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENzeugt. Eine wertvolle spatgotische Altartafel, den heiligen Nikolaus darstellend,stammt vielleicht aus dem Kloster Bentlage7.Im Jahre 1656 weihte Bischof Christoph Bernhard van Galen den Hochaltarzu Bentlage zu Ehren aller Heiligen, des heiligen Kreuzes und der11.000 Jungfrauen®. An wertvaMen Geraten aus dem Kirchenschatz istnodi eine Monstranz zu nennen 9. Neben zwei Steinreliefs, einem Antependiumund einigen gotischen Figuren ist noch ein Vortragskreuz aus derselbenZeit bekannt. Es ist aus Holz geschnitzt und mit Masswerk und Evangelistensymbolenverziert10.17. KLOSTERSIEGELa. Siegel des Priors1 - Kruzifix auf dem Rheiner Stadtwappen : einemBalkenschild mit drei Sternen 2. Zur Rechten des Kruzifixes eine Strahlensonne,zur Linken eine Mondsichel.Umschrijt: SIGILLUM PRIORIS BENTLAGENSIS.b. Siegel des Conventss - Die Heilige Gertrud, in der Rechten ein Kreuz,in der Linken ein Kirchenmodell. Darunter das Rheiner Stadtwappen.Umschrift: CONVENTO FRM SCE CRUCIS ECCLE SCE GERTRU-DIS IN BENTLAGE.des heiligen Kreuzes befindet sich in der Rheiner Pfarrkirche. Vgl. Kolck a.a.O.c Grosfeld a.a.O. S. 62.7 Vgl. Westjcden, Hefte fur Geschichte, Kunst und Volkskunde (Miinster,Aschendoitff) 1952 Bd. 30, Heft 2 (= Katalog des Landesmuseums Miinster, Westf.Maler der Spatgotik) Nr. 22, Tafel 12. Vielleicht hangt sie mit der Stiftung deserwahnten Nikolaus Cleyse zusammen.8 Bentl. Urk. 1656 Juli 27.9 Im Wert von 67 Reichstalern, 1675 von dem Verwalter Hermann Fortsmannund seiner Ehefrau geschenkt (Rh.-Wolb. I D 2, S. 43 f.) Die Monstranz wurde1743 mit einem Weinkelch zusammen gestohlen.10 Bau und Kunstdenkmdler des Kreises Steinfurt (Miinster 1904) S. 106 undTafeln 83-85. Ein weiteres Kreuz befand sich in der Familie des letzten PriorsOvermann (vgl. Kolck a.a.O.).1 Ein Siegelstempel (18. Jahrh.) wird im Staatsarchiv aufbewahrt. 1655 verfiigtedas Gen. Cap. Quisque conventus habeat sigillum rotundum, praeter sigillum priorisoblongum, Hermans a.a.O. 3. Bd. S. 247. Das Bentlager Priorsiegel ist jedochrund.2 Vgl. August Roth, Die Stadtewappen der Provinz Westfalen, in : Westjalen,Mitt. d. Vereins f. Gescb. u. Altertumskunde und des Landesmuseums der ProvingWestjalen, 4. Sonderheft (Wattenscheid, Busch 1924) S. 122 f. ,,Rheine ... In Gelbein mit drei gelben Sternen belegter roter Balken. Der Balken ist das Wappen desBistums Miinster. ... Man deutete die drei Sterne als drei ,,r" und bildet daraufden Wahlspruch : Rheine richte recht !"3 z.B. Bentl. Urk. 1592 Juli 27. - Vgl. Grosfeld a.a.O. S. 45 : ... P. Generalisinstituit in visitatione ilia (1441) fieri cistam conventus tribus distinctis seriisfirmatanz pro conversazione litterarum et praecipue sigilli conventus, quod eatenusincaute servatum fuit. Sed quia hoc statutum non plena, obedientia servabatur, juitcausa multarum confusionum ...
ANHANG 2876. ZU HOEHNSCHEID1. GRUENDUNGSURKUNDEUebertragung des Klosters Hohnscheid an den Kreuzherrenorden dutchErzbischof Adolf von Mainz.1468 Sept. 10 aAdolfus dei gracia sancta Maguntinensis sedis Archiepiscopus sacriRomani Imperil per Germaniam Archicancellarius ac princeps elector neenon sancte Apostolice sedis legatus.Ad futuram rei memoriam. Etsi ex debito pastoralis officii humeris nostrisincumbente quibuslibet ecclesiasticis et presertim religiosis personis piahumanitatis suffragia impendere tenemur, potissimum tamen nos obnoxiosfore recognoscimus Deo devotis et religiosis, his precipue, qui spreta mundigloria et terrenorum oblectationibus contemptis sub rigore ecclesiastico incastimonia et monastica disciplina virtutum domino iugiter famulantur eosquelibencius favore prosequimur ampliori, ut per ipsorum merita et caritatisopera multipliciter nostra crescat salus divinusque cultus per amplius etsalubrius nostris temporibus adaugeatur cedatque aliis in devotionis exemplummemoriale.Sane uti accepimus iida relatione nobilis consanguinei et iidelissimi dilectiWalrami comitis in Waldecke, qualiter cenobium sive monasterium monialiumin Hoenscheyden nostre diocesis in districtu sui comitatus, quod abolim longe retroactis temporibus pro pueliis sanctimonialibus sub regulariobservancia ordinis sancti Augustini in monastica disciplina et castimoniaDeo creatori nostro et eiusque genetrici precelse semper virgini Marietotique celesti Jerarchie die noctuque religiose famulando fundatum, institutum,erectum et assignatum, fortuitis casibus propter hostiles incursusmalicia hominum ac eciam, quia a religionis decore et monastica disciplinacorruit illiusque moniales inibi. Deo dicate pudicicis abiectis habenis propriesalutis et sue professions immemores votis Deo emissis postergatis (sic !)in religionis fervore miserabiliter tepuerunt a tramite regulari deviandomoribus et actibus inordinatis lascivire non formidarunt, nunc, quod dolenter1 St. A. Marburg, Fiirstl. Waldeck Archiv, Urkunden : Abt i. Kl. Hohnscheid,Nr. 8654.
288 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENcum gravi animi nostri amaritudine referimus, tarn in spiritualibus quamtemporalibus penitus dirutum, depressum et desolatum existit,sic quod illiussolum due supersunt moniales et sorores, quarum una inibi adhuc deget,altera vero vagatur in mundo nee est spes, quod cenobium sive monasteriumipsum adeo pene funditus collapsum per sexum muliebrem, qui fragilis est,in statum pristinum reponi possit, dicteque due illius conventua'les superstitesparate sunt, idem relinquere monasterium omnique juri et administrationieis in illo competenti libere cedere et renunciare ac ad loca alia, ubi commodosiussustentari possint, se transferre alionimque, quorum interest, consensusad id accedit,quapropter idem consanguineus noster comes Walramus suppliciter anobis postulavit, ut cenobium sive monasterium in Hoenscheyden praedictumin ordinem virorum fratrum sancte Crucis sub regula sancti AugustiniDeo militancium transferre et eosdem fratres in illo instituere dignaremur.Unde nos, qui diu concupivimus summo affectu nostris temporibus, utreligio refloreat desertaque iam dudum et sterilis terra vomere spiritualisulcata ad culturam uberrime eveniat, fertilitatur ac ecclesie et monasteriasingula nobis subiecta in spiritualibus et temporalibus salubria in diessuscipiant incrementa, quod tune potissimum efficere animadvertimus, cumnon solum nova erigimus, sed et vetera innovamus et reparamus eorumqueoccurramus dispendiis et profectibus intendamus, huiusmodi piis peticionibusdicti comitis annuemus auctoritate metropolica et ex certa scientiaeasdem cessionem renundationem et resignationem, dum per dictas superstites conventuales sepedicti monasterii in manibus religiosi devoti nobisin Christo dilecti Hermanni abbatis monasterii in Flechtorpp paderburnensisdiocesis ordinis sancti Benedicti, cui hac vice dumtaxat facultatem concedimusillas recipiendi auctoritate nostra, libere ut prefertur facte fuerint,admittimus eas ratas et gratas habentes.Monasterium predictum in Hoenscheiden, quod abolim mulierum ordinissancti Augustini extitit, in virorum fratrum sancte Crucis ordinis eiusdemsancti Augustini transferimus ac illud cum omnibus et singulis suis iuribus,iurisdictionibus, praerogativis, privileges, libertatibus, emunitatibus, praediis,possessionibus, decimis, domibus, curiis, agnis, pratis, pascuis, ortis,silvis, nemoribus, virgultis, terris, aquis, aquarum decursibus, piscariis,molendinis, fructibus, redditibus, censibus, obvencionibus, clenodiis, pertinenciis,rebus et bonis aliis mobilibus et immobilibus, cultis et incultis, quibusidem monasterium usque hue gaudebat et quolibet de jure vel1 consuetudinegaudere debuit et potuit, tradimus, concedimus, conferimus etassignamus religiosis nobis in Christo devotis dilectis fratro Peregrino
ANHANG 289magistro et capitulo generali praefati ordinis eorumque successoribus deregulari observancia.ita ut ipsi priorem, fratres officiates et congregacionem, prout facultassuppetit, convenientem eius ordinis inibi instituant, eligant, destituant tarnin spiritualibus quam in temporalibus gubernent, visitent, deformata reforment,vicia exstirpent, virtutes monastice vite plantent et corrigenda emendentaliaque ordinent et disponant secundum formam et observanciam regule«t statutorum ipsius ordinis ac prior et fratres sic instituendi eorumquesuccessores omnibus et singulis juribus, jurisdictionibus, praerogativis, privileg},isylibertatibus, emunitatibus, prediis, possessionibus, decimis, curiis,domibus, agnis, pratis, pascuis, ortis, silvis, nemoribus, virgultis, terris,aquis, aquarum decursibus, piscariis, molendinis, fructibus, redditibus, censibus,obvencionibus, clenodiis, pertinenciis, rebus et bonis aliis supradictislibere gaudeant et fruantur praefatisque magistro et capitulo in hiis, queregularis observancie et ordinis sunt, subsint perpetuis futuris temporibus,juribus tamen nostris ecclesie nostre ac loci ipsius Archidyaconi in hiisomnibus semper salvis, quibus nullatenus intendimus per praemissa inaliquo praeiudicare.In cuius rei testimonium sigillum nostrum presentibus est appensum.Datum in civitate nostra maguntinensi die decima mensis Septembris Annodomini millesimoquadringentesimosexagesimo octavo.2. MITGLIEDERLISTE1. Wilhelmus Culenborch (1469-1472)PriorenProfess in Falkenhagen, erster Prior in Hohnscheid, gestorben 1472,Okt 1.2. Hinricus Ovenhusen (1472-1496)Hohnsch. Urk. 8669 (1475 Nov. 23), 8691 (i486 Jan. 6).Aus Hoxter, Profess in Falkenhagen, gestorben 1496 Okt. 14.3. Hermann HerdeHohnsch. Urk. 8717 (1498 Okt. 22), 8724 (1501 Juni 29), 8729 und 8730(1508 Febr. 16).Vom Generalkapitel 1539 als Exprior von Osterberg und Hohnscheidals verstorben gemeldet.4. Heinrich GroneHohnsch. Urk. 8750 (1527 Sept. 25).Vom Generalkapitel 1540 als Exprior von Hohnscheid als verstorbengemeldet.
290 ANHANG3. KLOSTERSIEGELa. Siegel des Priors. - Rund : Der Heilige Antonius mit Rost, auf Wappenschildmit dem Kreuz des Kreuzherrenordens.Umschrift: S. PRIORIS. IN. HOENSCHEID1b. Siegel des Konvents. - Oval: Gekronte Maria mit dem Kinde.Umschrift: SIGILLUM + CONVENTUS + SCE + MARIAE -f-FRATRUM + SCE + CRUCIS IN + VALLE + SCI+ ANTHONII + ALIAS + HOENSCHEID21 1527 Sept. 21. St. Arch. Marburg, Fiirstl. Waldeckisches Archiv 133 f. KlosterHohnscheid.a 1475 Nov. 23, Hohnsch. Urk. 8669, vgl. S. 172 Anm. 31.
ANHANG 2917. ZU GLINDFELD1. MITGLIEDERLISTEN1. Arnoldus Bocholdia (1501-1534) \PriorenGlindf. Urk. 90 a (1$25 Mai 20), 127 (1508 Januar 1), 128 (1509 Dez. 12),129 (1509 Mai 3), 130 (1518 Sept. 20)> 135 (1523 Sept. 9), 137 (1527 Aug.24), 139 (1531 Januar 22).Aus Bocholt. Profess wahrscheinlich in Falkenhagen. Priorwahl 1501in Glindfeld. 1508 Pfarrer in Medebach. Seit Dezember 1534 Prior inFalkenhagen. Dort gestorben 1541 Sept. 25.2. Johann Walt (1534-1545) 2.Glindf. Urk. 146 (1541 Marz 3).Aus Attendorn. Profess in Glindfeld 1509 Juni 24. Gestorben 1545Januar 15 als Prior.3. Johann Mulle (1545-1551).Glindf. Urk. 152 (1548 Juni 26).Aus Attendorn. 1545 Marz 19 vom Offizial in Soest bestatigt als Prior.Auf der Visitation 1551 abgesetzt.4. Kilian Ecberti (1551-1562).Glindf. Urk. 156 (1551 Nov. 23).Aus Hoxter. Profess in Glindfeld 1516 Febr. 16, 1551 Pfarrer inMedebach, vom Gen. Kap. 1563 als verstorben gemeldet.5. Johann Pasel (1562-1574).Glindf. Urk. 161 (1562 Nov. 2), 163 (1564 Dez. 20).Aus Attendorn, Profess in Glindfeld 1556 Aug. 16, 1562 Pfarrer vonMedebach. Todestag nicht bekannt.6. Georg Lindemann (1575-1576).Glindf. Urk. 167 (1575 Marz 2).Aus Hamm. Profess in Glindfeld 1552 Marz 6. 1575 Pfarrer in Medebach. Resignierte wahrscheinlich. Vom Gen. Kap. 1578 als verstorbengemeldet.Vor seinem Amtsantritt wurde der Falkenhagener Ordensgeistliche HermannDulmanie am 13. Dez. 1499 von seinem Prior als Rektor in Glindfeld eingesetzt.* Die Amtsdauer dieses Priors ist nicht sicher. Anlasslich der Visitation derPrioren von Osterberg und Beyenburg 1537 wird der Tod des namentlich nichtgenannten Glindfelder Priors erwahnt. Nach Grosche a.a.O. S. 70 war dieserPrior 9 Jahre Leiter des Glindfelder Konvents.
292 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN7. Johann Planke (1576- ? ).Glindf. Urk. 161 (1562 Nov. 2), 162 (1562 Nov. 11), 168 (1576 Juni 16).Aus Attendorn. Profess in Glindfeld 1558 April 5. 1576 Pfarrer zuMedebach.8. Johann8 Calmetius (?).Profess in Glindfeld 1557. 1596 Pfarrer von Medebach.9. Johann Limburg (1609- ? ).10. Johann Argilori ( ? -1612).Aus Dorlar, Profess in Glindfeld 1560, 1620 als Exprior von Glindfeldvom Gen. Kap. als verstorben gemeldet.11. Abraham Frisenius (1612-1621).Aus Hildfeld. Profess in Glindfeld 1599, 1612 Pfarrer zu Medebach.12. Aegidius Moms (1621-1629).Glindf. Urk. 183 (1621- Nov. 11).Profess nicht in Glindfeld, 1621 Pfarrer zu Medebach.13. Everhard Brunhardt (1629-1653).Aus Wormbach. Profess in Glindfeld, 1629 Pfarrer in Medebach. 1633Dekan von Medebach, gestorben 1653 April 30 im Alter von 60 Jahren.14. Petrus Henning (1653-1667).Aus Grafschaft, Profess in Glindfeld, 1618, 1667 Resignation, 1668-1676 Pastor von Medebach4.15. Johann Bonaventura Volmershausen (1667-1668).Aus Brilon, Profess in Glindfeld 1629, 1636 Pfarrer in Medebach.16. Johann Conradi (1668-1676).Aus Buerke.17. Petrus Henning (1677-1682) 5.18. Winandus Vest (1682-1689).19. Petrus Cramer (1689-1710).Glindf. Urk. 201 (1689 Okt. 4).Aus Schledorn. Profess in Glindfeld 1672 Dez. 21. 1689 Dechant vonMedebach.20. Johann Leifert (Leiferen) (1710-1719).Aus Westernkotten. Profess in Glindfeld 1696, 1710 Dechant zuMedebach.21. Heinrich Kohle (1719-1762).Glindf. Urk. 225 (1723 Aug. 27), 232 (1732 April 30), 245 a (1747 Juni 27).Aus Fleckenburg *. 1730 und 1749 Ordensdefinitor.3 Auch : Jakob.4 Vgl. Nr. 17.5 Der gleiche wie Nr. 14.6 Grosche a.a.O. S. 79, 1700 legte ein Heinrich Kohle aus Schmalenberg inGlindfeld Profess ab.
ANHANG 29322. Rudolf Lefarth (1762-1796).Glindf. Urk. 250 (1762 Mai 22).Aus Medelon. Profess in Glindfeld 1753 Mai 20, Priorwahl 1762 Jan.26. 1762 Dechant zu Medebach, Protonotar des apostolischen Stuhls,1765 mit dem Vorrecht durch den Ordensgeneral ausgestattet, iiber demSkapulier ein goldenes Brustkreuz und einen Fingerring im Dekanat zutragen. Gestorben 1796 Oktober 11.23. Heinrich Gerwin (1796-1804).Aus Hoingen, Pfarrei Bremen bei Werl, Profess in Glindfeld 1768April 10. Gestorben als Dechant von Medebach 1812 Juni 22.Konventualen TNAMEVORNAMEHEIMATORTPROFESSdeAngularisArgiloriBalmansBalveBeckerBeckerBochBockskopfBoemBombergBrewerBrunhardCalmetiusCarneimCarpeConradiCramerCramerCranenburgCrevetCusterDauberDiderichDorfeldEcbertiFaberFaberFaberFischerFriseniusGerlingGerwinHeinrichJohannAugustKasparFranzFranzJohann (laicus)KonradJohann (laicus)Gobelin (laicus)FranzEberhardJakobHeinrichAloisJohannJodokusPetrusJohann (laicus)FerdinandEmericus (laicus)PeterFranzJohannKilianAndreasHermannKasparJustitianusAbrahamGeorgJohann(laicus)DorlarBodefeldFurstenbergWinkhausenFuldaAttendornMedebachAttendornHusbergWormbachMedebachPaderbornSchledornSchledornWarburgEslohe (?)8EversbergWarburgHoxterHillershausenMedebachNiedersfeldMedebachHildfeldHornBremen b. Werl1517 Marz 815601655 Dez. 81690 Nov. 251718 Nov. 2517411525 Jan. 117001552 Jan. 11507 Febr. 91688 Okt. 311599 (?)1557176817841684 Juli 2217071672 Dez. 21166017841525 Jan. 117321799 Juli 141510 Juni 121516 Febr. 1617181678 Juli 251657 Sept. 17171815991780 Nov.1768Die in Glindfeld die Profess abgelegt haben ; nach der chronologischen Listebei Grosche a.a.O. S. 86 if. alphabetisch geordnet.8 ,,de es Levi" a.a.O. S. 88.
294 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENGilsbachGrekenGrevenHalberstadtHarbeckeHelmundHelwigHengesbachHenningiiHenningiiHense (oderHonkampJakobiJakobide Kalbergde KimpisKleinsorgeKleinsorgeKlugKnipschildKohleKruperKiilenbachHenle)LefarthLeifern (oder Lerfert)LimburgLindemannLuttekeMedelonMumprowOlrogiOpitioPadbergPadbergPadbergPadbergPalhuberPaselPepiferPilstickerPlankiPohlmannRangeReinarzRorenRundeRustigiSartorSartoriusSchelhaseSchennenSchmidSchnellenSchungelHeinrichLukasNikolausWilhelmFranzJohannKonradJohannAndreasPeterFranzFriedrichJohannKonradJoseph (laicus)Gottfried (laicus)FranzPhilippFranzRudolfHeinrichHeinrichWilhelmRudolfJohannWilhelmGeorgHermannHermannHermannHermann (conversus)Hermann (laicus)BernhardHeinrichJodokusLaurentiusJohannJohannHeinrich (laicus)EberhardJohannKasparPeter (conversus)JohannKarlKasparKasparArnold (laicus)KasparEberhardJodokusLudwigGerhardGerhardSchmallenbergAttendornAttendornLiesenMedebachFversbergGrafschaftGrafschaftWesternkottenHolhoffGrafschaftHornErwitteRietbergFuldaMedebachSchmalenbergBrilonMedelonWesternkottenHammSilbachDelbriickGronebachKiistelbergKustelbergKiistelbergAttendornAttendornMarsbergAttendornHallenbergWinterbergKolnWarburgDillenburgErwitteSchmallenbergPaderbornMedebachFuldaMedebachMedebach16801552 Marz 61616168817991503 April 317591741 Nov. 171660161817151753 Mai 20159917121502 Juli 21502 Juli 21691 Juli 1017031743 Okt. 281698170016181507 Dez. 121753169615701552 Marz 6178415591778 Juli 1816391502 Juli 21672 Juni 31799 Juli 141696 Juli 281773 Dez. 121541 Dez. 211556 Aug. 161504 Aug. 1517591558 April 5171516741660 Dez. 4177817001759 Febr. 41504 Aug. 151732 Juli 2217841637 April 617431673 Juli 261784
ANHANG29SchiingelSchulteSchultorSchungelSimisiusSontagSpankeStrackeStriekerSynHeinrichAntonRotgerHermannDavidAnton (conversus)RudolfJodokusArnoldEberhardMedebachEiwitteAttendornDreislarHallenbergSchmallenbergMeschedeDonoggePaderbornArnsberg177516981509 Juni 241715 Nov. 31674 Juli 261684 Juni 2117081768 April 101642 Mai 231698Tile (Tielke?)TilemannusTrippeVernholzVogtVogtVolmershusenWilhelmJakob (laicus)ThomasAntonAntonJohannMedebachAttendornMedebachErwitteWormbachRonighausenBrilon171815651502 Juli 217121712 Okt. 1617451629WaldWeberWeberWeberWeddemannWieseWieseWieshauptWilhelmiWilierWinterschottJohannFranzJakobJohannManitiusAntonWinnimarHeinrichAntonRudolfJohannAttendornAmoneburgBrilonArnsbergMedebachBrilonArnsbergBrilonArnsbergBrunskappel1509 Juni 241745 April 2716421655169817841718166016961690 Nov. 251553 Dez. 18ZumbuschHermann1718 Juli 20??p??Anton (laicus)ArnoldArnold (laicus)JohannWilhelmFreienhagenKolnLiittringhausen(b. Medebach)Koln1502 Juli 21504 Aug. 101502 Juli 21504 Aug. 151554 Dez. 202. KLOSTERSIEGELa. Siegel des Priors. — Der Heilige Laurentius, in der Linken ein Rost, inder Rechten ein Buch.Umschrift: SIGILLUM PRIORIS - IN GLINTFELD.3b. Siegel des Konvents. - Maria vor gesterntem Himmel auf einer Banksitzend mit dem Jesuskind auf dem Schoss. Unten Wappen mit demKreuz der Kreuzherren.Umschrift: S. CONVENTUS - IN - GLINTFELD - ORDINIS :SANCTE - CRUCIS.
REGISTERAachen, 55, 77, 128, 232. - Kloster,s. Franziskaner, Kreuzherren.Aachen, Aquis, Aken, (Joannes de),OSC, 216. - (Gertrudis de), 259. -(Thomas de), OSC, 75, 122, 127,128, 140, 212, 232, 233, 238, 242.Abdinghof, Krs Paderborn. - Kloster,s. Benediktiner.Abeck, s. Asbeck.Accon (Bischof von), s. Kriedt.Achter der Lynden, zu Rheine, 275.Adolf II, von Nassau, Erzbischof vonMainz, 169, 287, 288, 289.Adolf, Graf von Bentheim und Tecklenburg,33, 34, 86, 87, 88.Adolf V, Graf von Berg, 31.Adolf, Graf von Schaumburg, 35, 103.Adolf II, Graf von Schwalenberg undWaldeck, 95, 168.Aduard, Aedwertb, Niederlande, Prov.Groningen. - Kloster, s. Zisterzienser.Aedwertb, s. Aduard.Aekamp, zu Rheine, 275.Affting (Theodoricus), 260.Agatha (Heilige), 285.Agatba-kloster, s. St.-Agatha.Agnes (Heilige), 285.Agneten, Kloster zu Wiedenbriick, 85.Agricola, s. Huismann.Ahaus, Krs A., 146.Ahaus (Henrich von), 71, 72, 120.Ahlen, Krs Beckum, 278.Ahlen (Henricus de), OSC, 242.Aken, s. Aachen.Albersloe (Joannes), OSC, 109-110,145-146, 223, 232, 240, 242.Albersloh, Ort, 232.Albert, s. Albrecht.Albigenser, 13, 14, 15.Albrecht, Albert, Erzherzog von Oesterreich,Beherscher der Niederlande,.29, 87. - Graf von Schwalenberg, 95.Albrecht Alcibiades, Markgraf vonBrandenburg-Kulmbach, 108.Alcmaria, s. Alkmaar.Alen (Joannes de), OSC, 227. - (Joannes van), Priester, 254. - (Wolterusde), Vikar, 121.Alhaus (Joannes Wilhelmus D'), OSC,Weihbischof von Miinster, 40, 161,163, 209, 232, 241, 242.Alfhuse (Henricus ab), OSC, 114-115,223.Alimaria, s. Alkmaar.Alkmaar, Niederlande, Prov. Nord-Holland, 124, 232.Alkmaar, Alcmaria, Alimaria (Nicolausde), OSC, 47, 124, 129-130, 232,238, 242.Allering (Bernardus), OSC, 242.Alsepseder (Henricus Jacobus), 258. -(Sofia), 258.Altena (Hermannus), OSC, 226.Altenberge, bei Rheine, 132, 164,273 ; s. a. Kump.Altenrheine, zu Rheine, 134, 275,276 ; s. a. Disselmeyers Gut, Hin-NERKING, SALTMANNSWIESE, WYSCHkotten.-, Berg, 276. -, Broich, 276.-, Mark, 276. -, Wald, 276.Althaus (Anna von), Canonissa, 268.Althink (Anna Draper-), 242.Alverdissen, Krs Lemgo, 115.Alveringhausen, Hof, 40, 62, 171,172.1 I, IJ und Y sind unter I zusammengefasst. Abkttrzungen : Bsch = Bauerschajt- Dept = Departement - Krs = Kreis - Ksp = Kirchspiel »- OSC = Kreuzherren.
REGISTER 297Amelinchoff (Gerardus), 256.AmelsbuREN, Amelinckburen, Krs Miinster,258.Amoeneburg, Krs Marburg, 295.Amoris von Zutphen (Helmicus),OSC, 47, 93, 221.Amsterdam, Niederlande, 248.Amsterdam (Jacobus), OSC, 72, 77.An den Kreyenesche, zu Rheine, 275.Andernaco (Conradus de), OSC, 120,122, 140.Andreas (Heilige), 182.Andreas, OSC, 217.Angariae, s. Engern.Angeli (Gerbrandus), OSC, 23, 78, 80,172, 179.Angers, Frankreich, Dept Maine-et-Loire, 137, s. a. Viridarium Crucis.Angularis (Henricus), OSC, 293.Anholt, Krs Borken, 256.Anna (Heilige), 285.Annunciaten, Kloster zu Wiedenbriick,69, 78.Anthonii (Henricus), OSC, 25, 153-158, 233, 240, 242.Antonius (Heilige), Abt, 168, 290 ;s. a. Vallis S. Anthonii.Antonius, OSC, 295.Apel, s. Apel (Ter).Apel (Ter), Apel, Niederlande, Prov.Groningen, 135. - Kloster, s. NovaLux(OSC).Aquis, s. Aachen.Argilori (Joannes), OSC, 292, 293.Ariacus (Bernardus), OSC, 242.Aristoteles, Autor, 49, 151, 240.Arndt, Arnt, Graf zu Bentheim undSteinfurt, 33, 84. -, de Gogreve, 211.Arnem (Joannes), OSC, 224.Arnold, Arnoldi, Arnoldus, (Matthaeus),OSC, Bentlage, 157, 242. -, OSC,Koln, 72, 77, 122, 140. -, OSC, Osterberg(1481), 216. -, OSC, Glindfeld(1502), 295. -, OSC, Glindfeld(1504), 295.Arnold Moritz Wilhelm, Neffe desGrafen zu Bentheim, 158.Arnsberg, Krs A., 55, 179, 184, 188,295. - Bibliotheca Paulina, 55. -Regierungsbibliothek, 55, 177.Arnt, s. Arndt.Arolsen, Krs Waldeck, 168, 172. -Hofbibliothek, 166. - Kloster, s.AUGUSTINERINNEN.Arsen (Arnoldus), OSC, 97.Asbach, Krs Neuwied, s. Ehrenstein.Asbeck, Abeck, Asbeke (Georg von),zum Goer und Berge, 45, 147, 269.- (Albertus), OSC, 229. - (Bertoldus),OSC, 227. - (Engelbertus de),OSC, 226. - (Jodoca), s. DiEPENbrock.- (Rutger von), 133.Asbeke, s. Asbeck.Aschebroick (Wennemar von), 252.Asperen, Niederlande, Prov. Siid-Holland.- Kloster, s. Kreuzherren.Asseldonk (Anton van), OSC, Autor, 9.Astenberg, Krs Brilon, 185.Astrup, zu Rheine, 269, 270, 275.Attendorn, Krs Olpe, 291, 292, 293,294, 295.Attendorn (Gobelinus), OSC, 217.Atter, Krs Osnabriick, 61, 81.Augsburg, Krs A., 108. - Bekenntnis(Konfession), 36, 110, 111, 113. -Interim, 106. - Religionsfriede, 85.Augustiner, Chorherren, 20, 46. -Kloster zu Frenswegen, 71, 72, 73,156, 157, 271, s. a. Loeder (H.), zuNordhorn, 156.Augustinerinnen, 98, 287. - Klosterzu Arolsen, 168, 172, s.a. Ludolph ;zu Brakel, 44, 98 ; zu Detmold, 44,98 ; zu Glindfeld (Kiistelberg), 41,80, 98, 170, 179, 180 ; zu Herford,44, 276 ; zu Hohnscheid, 40, 168,169, 287, 288, s. a. Dydeke ; zuIburg, 72, 78, 81, 85, 87, 88, s. a.Patroclus ; zu Kiistelberg, s. zuGlindfeld ; zu Lemgo, 44, 98 ; zuLiidge, 44, 98, 100 ; zu Marienfrede,38, 75 ; zu Osnabriick, 78 ; zu Wiedenbriick,44, 78.Augustinus (Heiliger), 9, 14, 15, 16,19, 50, 51, 219, 236, 285, 287, 288.Avenhaus(en), Ort bei Detmold (?),171.Averwettering(h) (Aleidis Forstmann-),265. - (Gerardus), OSC,242. - (Joannes), OSC, 85-86, 213.Averwetteringshof, zu Rodde beiRheine, 155.
298 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENAvezaath, Avhatum, zu Zoelen, 137.Avisatum, s. Avezaath.Awel (Jodocus), OSC, 174.Azelage, 264.Backhausen, Bachus (Alexander),OSC, 113, 114, 223.Baclo (Everardus de), 256.Baden (Johann von), s. Johann vonB.Bayern (von), s. Ernst, Ferdinand,Max.Heinrich.Balck (Franciscus), OSC, 242.Balckhaus (Michael), OSC, 25, 159,214, 232, 241, 242.Balmans (Augustus), OSC, 293.Baltazar, OSC, 97.Balve (Casparus), OSC, 293.Banneke (Hermannus), OSC, 242.Bannier (Gerardus Jodocus), Vikar,253, 258.Barbara (Heilige), 285.Barbitonsor (Joannes), OSC, 228.Bare (Joannes de), 274. - (Ludekede), 274. - (Metteke de), 274.Barnikol, Autor, 71, 72.Bartho (Guillermus), Minderbruder,98.Bauermann, Staatsarchivdirektor, 6.Bavinckel, Krs Lingen, 264.Bechem, Kollegialstift, 244.Bechem, Beckem (Johann van), OSC,23, 80, 212. - (Hermannus), OSC,224.Becker (Arnoldus), Plebanus, 259. -(Fabricius), OSC, 187, 188. - (Franciscus), OSC, aus Winkhausen, 293.- (Franciscus), OSC, aus Fulda, 293.- (Hermann), OSC, 156. »- (Joannes), OSC, 242.Beckeringh (Anna), 277. - (Bernardus),277.Beeckink (Eberhardus), OSC, 242.Beelkamp, zu Holsten, 278.Beelwisch, zu Holsten, 278.Been (Arnoldus), OSC, 242.Beerlinck (Hermann), OSC, 242.Beesten, Krs Grafschaft Bentheim, 143;s. a. Wilsten.Beesten, OSC, 89.Beyenburg, Bienburg, Krs. Wuppertal,232, 241. - Kloster, s. Steinhaus(OSC).Beil, Bsch. Bentlage, 133, 276.Belen (Christina), 261. - (Hermannus), 261, 267.Benedictus (Heilige), 285.Benediktiner, 2O.-Abtei : zu Abdinghof,146, zu Bursfeld, 173 ; zu Corvey,29, 49, 98, 99, 100, 111, 168,169, 174, s. a. Hermann ; zu Flechtdorf,29, 166, 169, 172, 173, 288,s. a. Hermann, Liborius (D.); zuGrafschaft, 179, 180, 191 ; zu Groningen,s. Silva ; zu Iburg, 81, 85,146, s. a. Patroclos, Rost (M.);zu Liesborn, 146.Benediktinerinnen, -Abtei: zu Wiethmarschen,156.Bennickhuss (Henricus), OSC, 229.Bennynck (Vastardus), 267.Bentheim, Grafschaft, 157, 230. »-Graf, s. Adolf, Arndt, ArnoldMoritz W., Ernst W., Erwin,Heinrich W., Margareta, Moritz.Bentheim, Krs Grafschaft Bentheim,127, 247, 253, 258, 265, 275, 285.Bentlage, Bentlaecken, Krs Steinfurt,119, 133, 134, 275, 276, 277 ; s. a.Beil, Brueder Wrechte, Cruysbruedermeithe, ellinchhorst,hulzkamp, johans kampe, kla-FELD, KREYNESCHE, LOBBENHUES,NlEDERKLAFELD, NYHE BROICK, O-BERKLAFELD, POELHUES, PUSCHEN-KAMP, SMEDYNCK, TEBBENKAMP. -Gutsarchiv Rentei, 10, 117. - Kirche,S. SANKT GERTRUDENKAPE LLE. -Kloster, s. Kreuzherren.Bentlage (Bernardus), 267. •- (Bernardusde), Priester, 262, 268, 276. *-(Engelbertus van), 276, 277. - (Hillegundisvan), 259, 276, 277. -(Joannes de), Priester, 259, 268. -(Joannes), OSC, 224.Berck, Bercka, (Arnoldus de), OSC,226. - (Fredericus), 277. - (Godefridus),OSC, 225. - (Hildegonda),277.Berent (Aleydis), 259. - (Bernardus),259. - (Kyna), 259.
REGISTER 299Berg, ehemaliges Herzorgtum. - Graf :s. Adolf V. Gerhard.Berg (Engelbert I von), s. Engelbertvon B.Berge (Hindrick van den), s. Monte(H.de).Berhermek (Geza), 262.Berlin. -Bibliothek (Konigliche), 48.Bernardus, s. Bernhard.Bernds (Konrad), Priester, 182.Bernhard, Bernardus, Vorname.Bernhard von Raesfeld, Bischoj vonMinister, 38, 145, 146.Bernhard (Heilige), Abt von Clairvaux,50, 285.Bernhard der Alte, Graf zu Lippe,31, 34, 93.Bernhard III, Herr zu Lippe, 34.Bernhard VII, Herr zu Lippe, 95.Bernhard VIII, Graf zu Lippe, 34, 35,36, 103, 106, 108, 109.Bernhard, OSC Osterberg (1516), 217,- OSC Osterberg (1518), 217.Berninck, Bernynck (Nicolaus), OSC,39, 146-151, 154, 155, 232, 235, 240,242, 270.Berning (Ludgerus), OSC, 243.Berntvelt (Rudolfus de), 256.Berntzen (Hermann), OSC, 243.Bersenbrueck, Frauenkloster, 285.Bertekenhues (Theodorus), OSC, 243.Bertholst Erbe, Bsch. Landersum,155, 273.Berworde (Rodolfus), 268.Bestelinck (Jorgh), 275. - (Johanna),s. Storcks.Besten (Gertrudis de), 258. - (Henricusde), canonicus, 268.Bestfort (Margareta Rasing-), 278.Bethleem, Frauenkloster bei Hoorn(?),206.Bethlehem, Palastina, 20.Bever (Arnoldus), 258. - (Engelina),258. - (Gerlichus de), 251.Beveren, Bevern (Conradus), 257, 266,273. - (Elisabeth), s. Swartenwoldes.- (Elisabeth de), 266, 273. -(Gerlachus de), 259. - (Gertrudisde), 253. - (Gertrudis de), dictaVan de Kecke, 256, 267. - (Joannes van), 251, 256. (Joannes de),canonicus, 263. - (Nicolaus de), canonicus, 257. - (Nicolaus), 267. -(Pelcke van), s. Scharpenberch. -(Telen), s. Bochus. - (Wennemarusde), canonicus, 263.Bevergen, Amt, 133.Bevergern, Krs Tecklenburg, 124, 146,236, 255, 263.Bevergern(e) (Henricus), OSC, 229.- (Joannes), OSC, 228.Bevern, s. Beveren.Bevers, (Gertrudis), 266. - (Godeken),266.Beversen (Cordes van), 133. - (Lysavan), 133.Beverungen, Krs Hoxter, 61, 100.Beverungen (Motwoldus), OSC, 226.Beverwijk, Niederlande, Prov. Nord-Holland, 102.Beverwijk (Ludolphus), OSC, 224.Bevesen (Lambertus), 211.Bexten, Bsch zu Emsburen, 134, 273.Bielefeld, Krs. B., 71, 121.Bielveldia, Bilveldie (Gertrudis de),261. - (Jasperus), OSC, 229.Bienburg, s. Beyenburg.Bigge, s. Bippen.Bysscop (Adolfus), OSC, 266.Bilevelt (Joannes Emeshus de), s.Emeshus de B.Bilrebeke (Joannes), OSC, 225.Bilveldie, s. Bielveldia.Bippen, Bigge, Krs Brilon, 61, 75 ; s. a.NlEMANN, SCHWABERG, TAMMEN.Birchten, (Christianus), OSC, 243.Birfes (Joannes), OSC, 140.Bischopp (Roland Henricus), Wilhelmiter,220.Biscopinck (Bertholdus), Canonicus, 259.Bispinck (Hermannus), Officialis, 270.- (Joannes), Decanus, 255.Bisschopes (Joannes), 261.Bitburg, Krs B., 175.Blancke (Hermannus), OSC, 243.Blasii (Joannes), OSC, 216.Bloemen, Blomen (Bernardus), 266. -Henricus, OSC, 243.Blomberg, Krs Detmold, 44, 98, 105,107, 112, 223.Blomberg (Georg), OSC, 105-108, 223,226.
300 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENBlomenberch (Joannes), OSC, 224.Boch (Joannes), OSC, 293.Bochus (Telen Beveren-), 267.Bocholdia, s. Bocholt.Bocholt, Krs. B., 101, 103, 124, 223,232, 240, 291.Bocholt, Bocholdia, Bockholt, Bocoldia,Buch(h)olt(z) (Arnoldus von),OSC Falkenhagen, 103-105, 180-182,223, 228, 291. - (Bernardus von),OSC, 227. - (Bernardus), OSC Bentlage,243. - (Carolina Gertrud), s.Riccius. - (Egbertus von), OSC, 225.- (Franciscus Caspar), MedicinaeDoctor, 242. - (Gerardus de), Priester,267. - (Gerardus von), OSC,224. - (Goswynus), OSC, 227. -(Heinrich aus), OSC, 23, 96-99, 169,172, 175, 180, 222, 225. - (Henricusvon), OSC Falkenhagen, 224. - (Henricus von), OSC, Donatus Falkenhagen, 224. - (Hermannus), OSC Donatus Bentlage, 243. - (Hermannus),OSC Donatus Falkenhagen, (1884),227. - (Hermannus), OSC DonatusFalkenhagen, (1511), 228. - (Joannes), OSC Falkenhagen (1465), 229.(Joannes), OSC Falkenhagen(1528), 226. - (Joannes), OSC DonatusFalkenhagen, 228. - (Joannesvon), OSC Osterberg, 216. >- (JosephusHenricus), OSC, 26, 163-164,232, 233, 242, 243. - (Nicolaus),OSC, 227. - (Theodoricus), OSC,103, 222, 228. - (Theodoricus), OSCDonatus Falkenhagen, 226. *- (Theodoricus de), OSC Donatus Osterberg,216. - (Wilhelmus), OSC, 229. -(Wolterus), OSC, 77.Bocker (Wesselus), 259.Bockholt, s. Bocholt.Bockskopf (Conradus), OSC, 293.Bocoldia, s. Bocholt.Bodde (Gerardus), Vikar, 255.Bodeker, Bodecker (Henningus), OSC,226. - (Joannes), Priester, 171. >-(Joannes), OSC Falkenhagen, 227. -(Joannes), OSC Prior Osterberg,79-80, 212. - (Joannes), OSC Osterberg, 216.Boden (Joannes), 274.Boedefeld, Krs Meschede, 293.Boehmen, Land der Tschechoslowakei,-Soldaten, 222, s. a. Dravanten.Boem (Joannes), OSC, 293.Boemberg (Gobelinus de), OSC, 293.Boemhouver (Joannes), 263.Boese, Boeze(n) (Heymon), 264. •-(Henricus), 264. ^ (Joannes), VikarSchiittorf, 134. - (Joannes), Priester,264. - (Joannes), Priester, 254.Boevinges, s. Bovinges.Boeze(n), s. Boese.Bologna, Italien, 122.Bolt (Petrus), 211.Bonaventura (Heilige), 50, 231.Boncamp (Bernardus), 252.Boncken (Lambert), OSC, 243.Bongart (Joannes), OSC, 108, 109,203.Bonifacius, OSC, 140.Bonn, 133, 142, 256, 278.Borch (Hof tor), 123.Borch, Caborch, Taborch (Joannes ter),OSC, 43, 47, 48, 52, 53, 72, 93, 120,121, 122-125, 126-127, 128, 140,142, 221, 232, 233, 238, 243.Borchering (Antonius), OSC, 243.Borchorst, Krs Steinfurt, 254, 255,256, 264.Borchorst, Borghorst (Bernardus de),Vikar, 120, 121. - (Conrad), OSC,243. - (Engelbert), OSC, 243. -(Joannes), OSC, 243. - (Joannes),OSC Laicus Bentlage (1488), 243.
REGISTER 301Bose (Joannes), OSC, 225.Bothe (Carolus Antonius), Pastor, 272.Botmester (Gerardus), 255.BoviNGES, Boevinges (Agnes), 256. -(Ermgardis), 256. - (Theodoricus),256. - (Wybba), 256.Brake, Krs Lemgo, 109.Brakel, Krs Hoxter, 98. - Kloster : s.AUGUSTINERINNEN.Brakerfeld, Krs Hoxter(?), 108.Bramsche, Bramesche, Krs Bersenbriick,268.Bramesche (Hermannus), OSC, 243. -(Wigger van), 211.Brandenburg, Stadtkreis Aachen (friihergemeinde Raeren). - Kloster : s.Kreuzherren.Brandenburg (Markgraf von), 64.Brandenburg-Kulmbach,Markgrafschaft.- Markgraf, s. Albrecht Al-CIBIADES.Brantlecht, Brandlicht (Joannes),Priester, 127, 255.Braunard (Everhard), OSC, 182, 185.Braunhagen (Conradus Henricus),OSC, 243.Braunschweig, Herzogtum, 105, 108.- Herzog, s. Heinrich.Braunschweig (Erich von), s. Erichvon B.Bredelage Erbe, Bsch. Rodde, 155,277.Bredenback (Joannes), OSC, 224.Bredenbeke fBeken), 267. - (Joannes), 267. - (Jutmodis), 267.Breder (Hermannus), 261. - (Zwena),261.Breyl, OSC, 242.Bremen, bei Werl, 293.Brenckhausen (Kloster), bei Hoxter,93.Breuvort (Henricus), OSC, 228.Brewer (Franciscus), OSC, 293.Brilen (Tylmannus), OSC, 227.Brillenmacher, Jesuit, 144.Brilon, Krs. B., 101, 177, 185, 292,294, 295.Brilon (Isken von), OSC, 174.Brinck (Bernardus), OSC, 243. -(Henricus), OSC, 243.Broechagen (Margareta), 256, 264.Bruch (R. v.), Autor, 69.Brilder des Gemeinsamen Lebens, s.Fraterherren.Brueder Wrechte (die), Land zuBentlage, 276.Brueggen, Krs Kempen-Krefeld. - Kloster : s. Kreuzherren.Brueggen (Georgius von), OSC, 23,128, 130, 238.Breuns (Brunoldus), Canonicus, 255,257, 260, 262, 264, 266.Brunelles, Autor, 49.Brunen (Theodoricus), OSC, 77.Brunhard(t) (Everardus), OSC, 185,292, 293.Brunsing (Henricus), OSC, 243.Brunskappel, Krs Brilon, 295.Bruessel, Belgien, 111.Bruwer (Joannes), OSC, 217.Bucholt(z), s. Bocholt.Buchorst (Lambertus), Priester, 257,263. - (Lubertus), Priester, 268.Biiren, s. BuREN.Bue(eur)ke, Krs Meschede, 292.Buessche, s. Busch.Bugenhagen, Reformator, 35, 103.Buhrenberg, Bsch Sutrum, 274.Buren, Biiren, Krs B., 268. - (Herrvon), 183.Buren (Christianus van), OSC, 25,149, 151-153, 155, 233, 240, 243.Bursfeld, Abtei bei Gottingen, s.Benediktiner.Busaducensis, s. 's Hertogenbosch.Busaeus (Joannes), OSC, 151, 240,243.Busch, Biisscbe, Buscbe, Busco, Bussche(n),- Witwe, 142, 274. -(Adolf ten), OSC Bentlage (t 1584),243. - (Adolf ton), OSC Bentlage(t 1614), 243. - (Hermannus), OSC,243. - (Joannes), OSC, Prior Bentlage, 23, 47, 129, 131, 133, 138-143,232, 233, 239, 243, 259. - (Joannesde), OSC Bentlage, 243. - (Simon),OSC, 216. - (Simonscha), 262. -(Symon), Maritus, 133, 262, 274.Buschmann, Bussman, OSC, 56. -, ausOstenwalde, 133, 278.Busker (Albert), OSC, 225.Bussche(n), s. Busch.
302 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENBussmann, s. Buschmann.Buthof, zu Moorlage, Plantliinne, 156.Butmeyer, 156.Butterweck (W.), Autor, 91, 106.Caborch, s. BoRCH (ter).Caen, Frankreich, Dept. Calvados. -Kloster : s. Kreuzherren.Caesar (Julius), Autor, 232.Calde (Hermann), OSC, 243.Calmerius, Calmetius (Jakob, oderJohann), OSC, 182, 292, 293.Calviniani, 115.Cambrai, Frankreich, Dept. Nord. -Bistum, 77.Campis (a), s. Kampen.Cappelmann (Joannes), OSC, 216.Cappeln, Ort bei Cloppenburg (Oldenburg ?), 279.Cappel(e)n (Henricus von), OSC, 216.- (Joannes), OSC, 217.Carignan, Ivoix, Frankreich, Dept.Ardennes. - Kloster : s. Kreuzherren.Carmeliter, s. Karmeliten.Carneim (Henricus), OSC, 293. *-(Joannes Henricus), OSC, 182, 293.Carpe (Aloysius), OSC, 293.Casparus, OSC, 115.Cassel, s. Kassel.Catharina (Heilige), 182, 285.Cecilia (Heilige), 285.Ceyssens (A.), OSC, Autor, 9.Cele (Johann), 46.Celles, Belgien, Prov. Namur, 14.Celles (Theodor von), OSC, 5, 10, 13,14, 17, 18, 19.Christianus, OSC Bentlage, 139, 140.-, OSC Donatus Osterberg (1499),216. -, OSC Osterberg, 76, 77.Christoph Bernhard von Galen,Bischof von Munster, 39, 158, 284,286.Christus (Jesus), 20, 149, 150, 218,219, 235, 270, 288, 295.Cicero, Autor, 232.Cylies (Hermannus), Senior, 278. •-(Hermannus), Junior, 278. - (Metteke),278. - (Oda), 278. - (Trudeke),278.Clairlieu, Hauptkloster OSC zu Huy,9, 14, 15, 21, 22, 23, 64, 16, 77,96, 97, 130, 137, 138, 140, 156, 195,196, 197, 199, 200, 201, 202, 203,204, 205, 206, 207, 208, 209, 210,214, 221, 239, 279. - Mitglieder, s.Brunen (Th.), Meyers (J. L.),Russelius (H.), Simon; s. a. Kreuzherren(General).Cleyse, Kleysen (Nicolaus), Vikar, 127,253, 265, 285, 286.Clemen (H.), Autor, 91.Clemens August, Erzbischof von Koln,42, 188.Clevorn (Henricus), 74, 120, 124, 126,128.Cloppenburg, s. Cappeln.Clotingen (Cornelius van), OSC, 23,100, 182.Cniper, s. Kniper.Cobbink, Cubbinck (Suederus), Deutschherr,44, 52, 128.Coesfeld, Krs C, 133, 144, 276.Coesfeld, Coesfeldiae (Bernardus),OSC, 243. - (Joannes), OSC, 244. -(Michael), OSC, 244.Coevorden, s. Koevorden.Collen (van), s. Koeln (Van).Coloniensis, s. Koeln.Condren, Frankreich, Dept. Aisne(P),s. Kreuzherren.Conermanserbe, Konermans Erbe, BschFernrodde, 154, 155, 277.Coninck (Gerardus), OSC, 243.Conrad (i), s. Konrad.Conradus, s. Konrad.Coppenhage, Mark, 173.Corbacb, s. Korbach.Cordes (Henricus), OSC, 243. - (Joannes), OSC, 217.Cordt (Hoppen), OSC, 227.Corneli(i) (Bernardus), OSC Osterberg, 215. - (Bernd), OSC Osterber,216.Cornelius, OSC Bentlage, 138, 139,140. -, OSC Osterberg (1451), 215.-, OSC Donatus Osterberg (1551),217. -, von Clotingen, s. Clotingen.CORSWAREM, S. LOOZ-CORSWAREM.Corvey, Krs Hoxter. - Kloster : s.Benediktiner.
REGISTER 305Corvinus (Antonius), Reformator, 35,91, 105.Coten (Helyas de), OSC, 72, 73, 77,s. a. Koeln (Helyas).Coverth (Joannes), OSC, 215.Cramer (Jodocus), OSC, 293. - (Petrus),OSC, 187, 292, 293.Cram pen, s. Krampe.Cranenburg (Joannes), OSC, 293.Crater (Henricus de), OSC, 244.Crevet, s. Krevet.Cruysbruder, s. Kreuzherren.Cruysbreuder Meithe, in Bentlage,277.Cubbinck, s. Cobbinck.Cuyk, Niederlande, Prov. Nord-Brabant,149, 195. - Kloster : s. St-Agatha(OSC).Culenborch (Wilhelmus), OSC, 170,228, 289.Curtze (L.), Autor, 166.Custer (Emericus), OSC, 293.Custos (Joannes), Pastor, 269. - (Joannes), Plebanus, 268.Dayen (Lubertus), 263.Dalen, Bsch. Dalum, 155.Dalen (Lubertus), OSC, 244.Dalsten (Henricus de), OSC, 244.Dalum, Ksp Hesepe, 155, 273 ; s. a.Dalen.Dane, Wiister Ort, Krs H6xter(?), 100,108.Daniel (Liborius), s. Liborius.Danielis (Hermann), Priester, 132,257, 261, 265, 268.Danckelmans (Henricus), Priester,265.Darmstadt, Krs D., 55. - Bibliothek,55.Darpe (Fr.), Autor, 117, 230.Dart (Christoph a), OSC, 35, 110,111-113, 223, 224.Darvelt (Theodoricus), OSC, 244.Dauber (Petrus), OSC, 293.Daventria (a), s. De venter.Dedelage, s. Detlage.Deest (Arnoldus), OSC, 97.Deganer (Conradus), 268. - (Gebbeken),268.Dehringhausen, Krs der Twiste, 40,62, 171.Deifeld, Krs Brilon, 185, 186.Delbrueck, Krs Paderborn, 294.Delden (Lambertus), OSC Bentlage,244. - (Ludolphus), OSC Prior Bentlage, 144-145, 233, 240, 244.Delfft (Joannes), OSC, 97.Dene (de), s. Denemans.Denemans Erbe, de Dene, BschSamern, 143, 274.Denifle (H.), Autor, 9.Dennemann, Ksp Ohne, 143.Derichswiler (Hermannus de), OSC,.199.Deringhausen, Hof, 40, 62, 171.Dersch (W.), Autor, 97, 166.Dethardus, 134.Detlage, Dedelage, Krs Lengerich, 133,273 ; s. a. Tepenhuis.Detmer (Hermannus), OSC, 229.Detmold, Krs D., 93, 98, s. a. Avenhausen.- Kloster : s. Augustinerinnen.- Landesarchiv, 10, 91.Detmold(ie) (Conradus), OSC, 224.Dett(h)en (Bruno de), Priester, 260.- (Joannes), OSC, 217.Deutscher Orden, Deutscbherren, Ritterordendes MA, s. Cobbinck. •-Haus : zu Munster, 44, 52, 127, 128 ;zu Wester, 267.Deutschland, 5, 71, 120, 287. -Dreissigjahrigen Krieg, 25, 29, 42,62, 148, 150, 154, 157, 279. >- RomischesKaiserlich Kammergericht, 84,87, 89. - Schmalkaldischer Krieg, 33,84. - Schmalkaldischer Tag, 84.Deventer, Niederlande, Prov. Overijsel,46, 47, 76, 82, 87, 124, 129,130, 140, 141, 213, 235, 238, 239,244, 249, 273.Deventer, a Daventria (Henricus van),.OSC, 24, 82-83, 84, 90, 103, 212.- (Henricus van), OSC Donatus Osterberg,217. - (Joannes van), OSC,244.D'Horn, Krs Diiren. Kloster : s..SCHWARZENBROICH ( OSC ).Dicken (Hermannus ten), Priester, 263-Diderhh, s. Dietrich.Diemerbrock (Caspar), OSC, 56.
304 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENDiepenbrock (Jodoca Asbeck- von),zum Goer und Berge, 45, 147, 269.Dietrich, Diderich, Diricus, Tbeoderich,Theodericus, Theodoricus, Vorname.Dietrich, OSC Bentlage (1446), 127.-,
REGISTER 305Duelmen, Krs Coesfeld, 222.Duelmen, Dulman(n)ie (Hermannaus), OSC, 100, 101, 102, 104, 106,180, 222, 229, 291. - (Joannes), OSC,225.Dueren, Krs D., 159, 241.Diisborch, s. DuiSBURG.Duesseldorf, Krs D. Kloster : s.Kreuzherren. - Staatsarchiv, 10, 69,117.Duisburg, Diisborch, Krs D. Kloster :s. Kreuzherren.Duisburg (Arnoldus), OSC, 77.Dulman(n)ie, s. Duelmen.Duvonck (Bernardus), OSC, 244.Ebbers (Joannes), OSC, 217.Ebdecamp (Gerardus), OSC, 215.Ecberti (Kilian), OSC, 187, 291, 293.Edam (Joannes), OSC, 139.Edzart, Graf zu Friesland, 81.Eerch (Agatha de), 267.Egberting (Theodorus), OSC, 244.Egbertus, OSC Bentlage, 140, 145, 249,s. a. Vennis (Egbertus). -, OSCDonatus Osterberg, 216.Egelinck (Gerardus), OSC, 217.Egher (Henricus van), Canonicus, 133,142, 278.Ehrle (F.), Autor, 9.Ehrenstein, bei Asbach. - Kloster : s.Kreuzherren.Eichmans (Stypien), 257.Eidinck Erbe, Bsch Rodde, 155, 277.Eyck (Johann de), 99.Eyckholt, Gut bei Osnabriick(?), 61,81, 85.Eyschen (Georg von), OSC, 186.Eysenblaiser, Eisenbleiser (Martinus),254, 257.Eilerding Erbe, Bsch Rodde, 155, 277.Eilckers Erbe, zu Rheine, 275.Eising (Bernardus), OSC, 244.Eixelerskotten Erbe, Bsch Rodde,155, 277.Elberfeld, Krs Wuppertal, 245.Elbering (Henricus), OSC, 244.Elisabeth, Grafin von Waldeck undTecklenburg, 40, 171.Ellinchhorst, Ellinghorst, Hof inBentlage, 277.Elmer (Joannes), 250, 255, 267.Elte, bei Rheine, 270, 277 ; s. a.HlNREKINCK.Emeshus de Bilevelt (Joannes), Priester,121.Emesporten, zu Rheine, 276.Emmelkamp, Ort, 242.Emmerich, Krs Rees, 19, 129, 139,170, 257, 280. - Kloster : s. Kreuzherren.Ems, Fluss, 19, 38, 51, 59, 60, 119,123, 132, 133, 139, 140, 153, 156,159, 276, 278, 284. - Vitusfischerei,156.Emsbueren, Krs Lingen, 134, 164, 232,241, 253, 264, 273 ; s. a. Bexten,Ljstrup,Woltermann.Emsdetten, Krs Burgsteinfurt, 146,164.Emsland, 155.Engelbert I, (Heilige), Graf von Berg,Erzbischof von Koln, 35, 93.Engelbertus, Canonicus, 255. - OSC,140, s. a. Farsevelt (Engelbertus).Engelbrechter (Joannes), OSC (?),228.Enger (Hermannus), OSC, 228.Engern, Angariae, Teilgebiet von Sachsen,267.England, Grossbritannien, 5, 44, 76,139, 159, 203, 260.Enttorpe (Gosschalcus), OSC, 225.Epa (Wilhelmus de), OSC, 244.Eppe, Krs Waldeck, 185, 186, 190.Erich, Herzog von Sachsen, Bischof vonMunster, 38, 81, 267.Erich von Braunschweig, Bischof vonOsnabriick, 38.Erminckhusen (Heinrich von), Landdrost,40, 171.Ernst, Prinz von Bayern, Erzbischofvon Koln, 184.Ernst Wilhelm, Graf von Bentheim,45, 154, 157, 158, 271.Erwin, "Everwijn, Graf zu Bentheim undSteinfurt, 81, 134, 278.Erwitte, Krs Lippstadt, 294, 295.Esche, Krs Grafschaft Bentheim, 157.Eschendorf, bei Rheine, 277 ; s. a.Spythues.Eslohe, Eslevi, Krs Meschede, 293.
306 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENEsschershusEN (Renerus de), OSC,229.Essvoylers (Aleidis), 258. - (Gerardtis),258.Euclides, Autor, 232.Eugenius IV, Papst, 29, 72, 122, 236.Eusebius I, Papst, 13.Everhardi (Aleydis), 256. - (Joannes), 256. - (Ludgardis), 256.EVERHARDUS, OSC, 140.EvErsberg, Krs Meschede, 293, 294.EversteiN, ehemalige Herrschaft, 93.Everwijn, s. Erwin.Faber, Fabri (Albertus), OSC, 225. -(Andreas), OSC, 293. - (Casparus),OSC, 187, 293. - (Henricus), OSC,217, - (Hermannus), OSC Osterberg,216. - (Hermannus), OSC Glindfeld,293. - (Ludolphus), Rektor, 119,120. - (Tilmannus), OSC, 225.Fabritius (Matthaeus, oder Mathias),OSC, 86-87, 213.Falkenhagen, Krs Detmold, 91. -Kloster : s. Lilienthal (OSC).Falkenhof(e), Val(c)kenhof(e), zuRheine, 154, 252, 277, s. a. MoRRlEN.Falkman (A.), Autor, 91, 115.Farsevelt (Engelbertus), OSC, 77, s. a.Engelbertus.Ferdinand II, Kaiser, 34, 88.Ferdinand, Herzog von Bayern, Bischofvon Miinster, 39, 144, 148, 153.Fernrodde, bei Rheine, 155, 277 ; s. a.CONERMANSERBE.Fiddeler (Hans), 171.Filden, Ort, 181.Fischbach (Claus), 181.Fischer (Justinianus), OSC, 293. -(Otto), OSC, 244.Fisen (Lambertus Engelbertus de), OSC,25, 188, 189, 214.Flaginck (Adelheid), s. Pott. - (Nicolaus),OSC, 89, 160, 232, 233,241, 244. - (Nicolaus), 160, 253,268.Flechtdorf, Flechttorpp, Krs Waldeck.Abtei : s. Benediktiner.Fleckenburg, Krs Meschede, 292.Florus, Autor, 232.Flucht, s. Vlucht.Fons SALiENs, Kloster, 121.Fons Sonans, Landgut, 137.Forden (Joannes), OSC, 216.FORSTMANN (Aleidis), S. AVERWETTEring.- (Hermann), OSC, 244. -(Hermannus), 265, 286.Francia, s. Frankreich.Francino (J.), OSC, Autor, 9.Franciscus, s. Franz.Franeker, Niederlande, Prov. Friesland,Kloster : s. Kreuzherren.Frankreich, Franaa, Gallia, 5, 44, 47,77, 97, 129, 137, 138, 196, 203. -Konig, s. Ludwig XIV. - Soldaten,185, 189.Franz, Franciscus, Vorname.Franz (Heilige), von Assisi, 285.Franz von Waldeck, Bischof vonMiinster, 38, 279.Franz Egon von Fuerstenberg,Weihbischof von Miinster, 39, 160,271.Franziskaner, Minderbruder, 19, 20,55, 98, 148, 153, 190. - s. a. Bartho.- Kloster : in Aachen, 55, 190 ; inRheine, 45, 148, 153, 156, 157, 271.- Portiuncula, 156. •- Tertiarier inHoorn, 77.Fransoys (Henricus), Canonicus, 133,268, 273.Fraterherren, Bruder des gemeinsamenLebens, 31, 46, 47, 48, 71, 75,120, 273. - Kloster : s. Fons Saliens; zu Alkmaar, 124 ; zu Deventer,46, 47, 124, 129, 130, 238, 239,273 ; zu Koln, 46 ; zu Meppen, 124 ;zu Miinster, 47, 75, 120, 121, 123,124, 127, 129, 131, 238 ; zu Osterberg, 47, 48 ; zu Zwolle, 46.Freckenhorst, Kloster Krs Warendorf,254, 257, 263, 267.Fredericus, s. Friedrich.Freienhagen, Krs der Twiste, 5, 168,295.Frenswegen, bei Nordhorn. Kloster :S. AUGUSTINER.Frese, s. VresE.FrensBerg, Kommissar, 191.Rriderici (Elisabeth), s. Jonas. - (Gerardus),241. - (Willebrandus), OSC,160, 232, 241, 244.
REGISTER 307Friedrich, Fredericus, Vorname.Friedrich, OSC, 216.Friedrich Christian von Plettenburg,Bischof von Minister, 39, 260.Friesland, Frisia, Niederlande, Prov.F. und ehemalig Grafschaft, 24, 26,27, 43, 44, 76, 77, 82, 103, 139,141, 202, 204, 205, 206, 207, 212. -Archidiakonat, 146. — Graf, s. Edzart.Frye Stuck (Dat), Ackerland inRheine, 275.Fryse (Hermannus), OSC, 244.Frisenius (Abraham), OSC, 182, 292,293.Frisia, s. Friesland.Fritzlar, Krs F., 173, 181.Froboese (Antonius), OSC(?), 115.Frohues, Hof, Bsch Hauenhorst, 133,277.Frohus (Joannes), OSC, 217.Fronhoven (Joannes), OSC, 176.Fucht (Joannes), OSC, 151, 240.Fuehrer (Anton), Autor, 117, 119,158, 177, 230.Fuerstenberg, Krs Paderborn( ?), 293.Fuerstenberg (Franz Egon von), s.Franz Egon.Fulda, Krs F., 293, 294.FUNCKE Erbe, Bsch Rodde, 155, 277.Funcke (Lambertus), OSC, 244.Gahmen (Joannes Engelbertus), 276.Galen (Christoph Bernhard von), s.Christoph Bernhard. - (Nicolaus),OSC, 180.Galilea, Kloster OSC in Woudrichem,44, 137, 138, 201, 206.Gallia, s. Frankreich.Gangelt (Wilhelm), OSC, 170, 174.Garmerwolde, zu Ten Boer, 141.Gebba, Abtissin, 79.Gebbe (Wemcke), 255.Gebben Berns Kotten, Bsch Katenhorn,155.Gebeker Kotten, Bsch Katenhorn,.277Geck (Joannes), Pfarrer, 183, 184.Geert Groote, Autor, 46. - Devotiomoderna, 5, 45, 46y 47, 48, 52, 74,123.Geisinck (Hermannus), OSC, 244.Geist (Heilige) s. Heilige Geist.Gelderland, Gelder, Gelre, Gelria,(Provinz), Niederlande und ehemaligGrafschaft, 102, 137, 222, 224.Geldern, Krs G., 111.Gelenius (Aegidius), Autor, 60, 177.Gellers (Theodorus), OSC, 244.Gellius, Autor, 232.Gelsing (Henricus), Pastor, 272.Geltesweert, s. Gerlesswerd.Genderich (Egbert de), OSC, 244.Gendering (Joannes), OSC, 244.Gent (Gerardus a), OSC, 244.Georgii (Hieronymus), OSC, 244.Gerardus, s. Gerhard.Gerbrandus (Angeli), s. Angeli.Gerde (Gebbeke), 274. - (Koke), 274.Gerhard, Gerardus, Vorname.Gerhard, Herzog von Jiilich und Berg,31.Gerhard, Priester, 261. -, OSC Bentlage,139. -, OSC Donatus Osterberg(1492), 216. -, OSC Donatus Osterberg (1501), 216. -, OSC DonatusOsterberg (1512), 216. ~, OSC Donatus Osterberg (1516), 217. -, OSCLaicus Osterberg (1518), 217. -,OSC Laicus Osterberg (1533), 217.-, OSC Donatus Osterberg (1544),217.Gerding (Hermannus), OSC, 244.Gerdingserbe, Bsch Katenhorn, 155,277.Gerlachus, OSC, 49.Gerlesswerd, Geltesweert, Niederlande,Prov. Groningen, 135.Gerling (Georgius), OSC, 293.Gertrudis (Heilige), von Nivelles, 117,119, 285, 286, s. a. Sankt Geertru-DENKAPELLE.Gerwin (Joannes Henricus), OSC, 175,189, 190, 293.Gesmer (Wolterus), OSC, 227.Geuzen, Soldaten, 157.Ghote (Joannes), 261.Gildemeister (Gerdruit), s. Rodde. -(Jost), 155, 277.Gilsbach (Henricus), OSC, 294.Gladbach (Laurentius von), OSC, 23.Glenr (Joannes), 266.
308 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENGlindfeld, Glyntjelt, Glintjeldt, KrsBrilon, 41, 163, 179. - Kloster : s.AUGUSTINERINNEN, VALLIS BEATAEMariae Virginis (OSC).Goer und Berge, s. Asbeck.Goes, Niederlande, Prov. Seeland, 138,139. - Kloster : s. Kreuzherren.Goes (Cornelius), OSC, 97, 225.GOETTINGEN, Krs G., S. BURSFELD.Gogreve (Arnt de), s. Arndt.Goppenhage, Wiister Ort, 173.Gordes (Joannes), OSC, 228.Gosschalcus, osc, 216.Gosvinus, Goswinus, OSC Laicus Osterberg(1501), 77. -, OSC DonatusOsterberg (1502), 216. -, OSC Donatus Osterberg (1539), 77. -, OSCDonatus Osterberg (1562), 217.Graeff (Jacobus de), OSC, 244.Graefin Garten, in Schiittorf, 279.Grafschaft, Niederlande, Prov. Gelderland(?),292, 294. - Kloster: s.Benediktiner.Gratianus, Autor, 55.Grauckes, Ort, 270.Gravenhorst, Grevenhorst, Krs Steinfurt,260, 278.Gregor der Grosse (Heilige), Papst,50, 270.Gregor IX, Papst, 55.Greken (Lucas), OSC, 294.Greven (Ghesa de), 265. - (Henricusde), 265. - (Nicolaus), OSC, 294.Grevenborst, s. Gravenhorst.Grever (Lubbertus), 134, 262.Grever (Margareta), s. Holthues.Groenebach, Krs Brilon, 185.Groithuuss, Grothuiss, s. Grotenhuis.Groll (Johannes), OSC, 216.Grolle (Theodoricus van), 278.Gronde (Henricus), OSC, 228.Grone (Henricus), OSC, 170, 289, s.a. Surner Grone.Gronebach, Krs Meschede, 294.Groningen (Provinz), Niederlande, 44,59, 76, 96, 135.Groningen, Niederlande, Prov. G.,137, 141, 232, 242, 266. - Gemeentearchief,10, 117. - Kloster : s.Silva (Benediktiner), Warsum. •-Universitatsbibliothek, 48.Groote (Geert), s. Geert Groote.Grooteman (Henricus), OSC, 244.Grootfeld (Gerardus de), OSC, 244.Grosche (A.), Autor, 177.Grosfeld (Paul), Autor, 51, 117, 151*230.Grossbritannien, s. England.Grosse-Dresselhaus (F.), Autor, 69.Grotenhuis, Groithuus, GroithuisstGrothuiss, Grotthauss, (Aegidius),.OSC, 244. - (Everardus), 252. »-(Wilhelmus), 252.Gruether, Gruter(s) (Borneer), 133^278. - (Benerus), 257. - (Conradus),.273. - (Conradus), zum Ulenkotten,.155. - (Helmicus), Priester, 261. >-(Joannes), Decanus, 254, 256, 257,.259, 260, 261, 262, 263, 264, 266,267, 268, 269. - (Joannes), Oificiatus^269. - (Swederus), 257.Grundmann, Professor, 6.Grunfelt (Joannes), Vikar, 88.Grutkamp (Hermannus), OSC, 216.Gudenberg (Egbert von), 173. -(Eberhard von), 173. - (Philipp),.173.Gudensberg, Krs Fritzlar, 181.Gulich (Bernardus), Pastor, 255.Haarlem (Gerardus van), OSC, 140. —(Nicolaus van), OSC, 23, 77.Haas, Hasius (Herman), OSC, 28, 86*208.Haass, (Robert), Autor, 5, 9, 18, 47,.48, 119, 132, 151, 231, 232, 233.Hachkamp, Ackerland bei Schuttorf,.279.Hachtmeyster (Conradus), 137.Hacfort (Hermannus), Vice-curatus,.264.Hackenhove, Landgut, Bsch Kump,.132, 133, 273.Haer (Elisabeth ter), 264. - (Joannester), 264.Hageboke (Joannes), Pastor, 255.Hagehues (Bernardus), OSC, 244.Hagemann (Fredericus), OSC, 244. —(Martinus), OSC, 245.Hagen (Joannes de), OSC, 215. —(Ludolphus), 260.
REGISTER 309Hagenberge, 71, 210.Hager (Joannes), OSC, 217.Hahn (W.), Autor, 91.Hakedestueck, Ackerland in Rheine,275.Hake(n), (Gebbeken ther), 257. -(Gertrudis), 132, 134, 258, 263, 265.- (Joannes ten), Pastor, 263. - (Joannes ther), 257. - (Ludeke), 132, 134,273. - (Ludolphus), 258, 266, 268.- (Hermann), 171. - (Tipel), 171.Helberstadt (Wilhelmus), OSC, 294.Hall (Theodoricus ab), OSC, 23, 138.Hallenberg, Krs Brilon, 185, 294, 295.Halsberg, Ort, 173.Halvensis (Arnoldus), OSC, 215.Hamelensis (Jodocus), OSC, 227.Hamelmann (Hermann), 91.Hamm, Krs H., 76, 291, 294.Hammaker (Joannes), Hofkaplan, 144.Hamme (Albertus van der), OSC, 79,212, s. a. Drihehanze de Hammone.Hamminkeln, Krs Rees, 61, 75 ; s. a.LOEDINCHEN.Hammonis (Everardus), OSC, 97, 224.Hannover, ehemaliges Furstentum. -Soldaten, 189.Harbecke (Franciscus), OSC, 294.Hardenacke (Henricus), OSC, 235.Harding (Ferdinand), OSC, 245.Haren (Dethardus de), 259.Haseluenne, Krs Meppen, 163, 232,258.Hasius, s. Haas.Hauenhorst, Bsch bei Rheine, 133,269, 275, 277 ; s. a. Frohues.Haverstroh (Hermann), Priester, 183.Heeck (Wibbeken van), 264.Heede, 155, s. a. Steveningh (AnnaMargareta).Heerdb (Borchardus), OSC, 225. -(Borchardus), 262, 265. - (Haseken),262. - (Henricus), Vikar, 258. -(Hermannus), OSC, 215, s. a. Herde.Heere (L.), OSC, Autor, 19.Heetwelden (Antonius van den), OSC,245.Hegelmeyer de Immenhusen (Joannes), Plebanus, 54.Heghb (Joannes), OSC, 245.Heyband (Martin), OSC, 182.Heyden (Theodoricus de), Canonicus,255.Heiligen Geist, Hospital zu Rheine,258.Heiligenstadt, Krs H. (Erfurt), 166.Heimbucher, (M.), Autor, 9.Heinrich, Heidenricus, Henricus, Hinri(j)ck,Hinricus, Vorname.Heinrich, Bischof von Osnabriick, 74.Heinrich von Lauenburg, Erzbischofvon Paderborn, 111, 112.Heinrich II von Moers, Bischof vonMUnster, 37, 38, 120, 121, 130, 276.Heinrich III von Schwarzburg, Bischof von Minister, 38, 131, 269.Heinrich VIII, Konig von England,139.Heinrich, Herzog von Braunschweig,93.Heinrich, OSC Falkenhagen (1475),172, 180. -, OSC Hohnscheid (1527),175. -, OSC Hohenbusch, 106. ~,OSC Koln, 77. -, OSC Osterberg(1465), 78. -, OSC Donatus Osterberg (1474), 216. -, OSC DonatusOsterberg (1474), 216. -, OSC Osterberg (1513), 215. -, OSC DonatusOsterberg (1515), 217. -, OSC Osterberg (1517), 215. -, OSC DonatusOsterberg (1530), 217. -, OSC LaicusOsterberg (1533), 217. ^, OSC Osterberg (1540), 215. -, OSC DonatusOsterberg (1553), 217. -, Famulus,250.Heinrich Lod(e)wich, OSC, 100-101,222.Heinrich Wilhelm, Graf zu Bentheim,34, 88.Heinsberg (Wilhelmus von), OSC, 111.Heckmann (Joannes), OSC, 245. -(Lambertus), OSC, 217.Helena (Heilige), 13, 218, 285, s. a.Helenenberg (OSC), Sankt Helena(OSC).Helenenberg, Kloster OSC in Welschbillig,25, 31, 50, 65, 96, 137, 175,189, 207, 213. - Mitglieder, s. Holt-HUSEN (H.), RONGS (P.).Helgemeyer (Heinrich von), 171.Hellebrede (Die), Gut, Krs Steirifurt;274.
310 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENHelleman (Conradus), Wilhelmiter,220.Hellinckhaus(en) (Joannes), OSC,56, 245.Helmershusen (Henricus), OSC, 229.- (Joannes de), OSC, 225.Helmich (Bernardus), Pastor, 253, 264.- (Hedwigis), 276. - (Henricus),OSC, 245.Helmigeserbe, Bsch Borcken, 142.Helmicus Amoris, s. Amoris.Helmi(j)nck, Bsch Spelle, 133, 250,274.Helmund (Joannes), OSC, 294.Helwig (Conradus), OSC, 294.Hemmingii (Joannes), OSC, 176, 186,s. a. Henning (Petrus).Hengemolle (up de), s. up de H.Hengesbach (Joannes), OSC, 294.Henle, s. Hense.Henning(ii), Menning (Andreas), OSC,294. - (Petrus), OSC, 182, 186,292, 294, s. a. Hemmingii.Henrici (Joannes), 267.Henricus, s. Heinrich.Hense, Henle (Franciscus), OSC, 294.Henze (Anton), Autor, 117, 230.Herberhold (Franz), Autor, 117, 179.Herbertz (Aleidis), 253, 257, 265.Herbordi (Joannes), 256.Hercules, Nuntius Apostolicus, 272.Herde (Hermannus), OSC, 23, 80-82,100, 170, 212, 289. s. a. Heerde.Herdicke (Theodoricus), Pastor, 131.Herford, Krs H., 276. - Kloster : s.AUGUSTINERINNEN.Herman (n), Herman (n) us, Vorname.Hermann IV von Hessen, Erzbischofvon Koln, 41, 179, 181.Hermann, Abt von Corvey, 169, 171.- Abt von Flechtdorf, 169, 172, 173,288. -, Graf zu Lippe, 116. -, OSCDonatus Aachen, 97. -, OSC DonatusOsterberg (1462), 216. -, OSC Donatus Osterberg (i486), 216. -, OSCDonatus Osterberg (1515), 217. -,OSC Laicus Osterherg (1518), 217.-, OSC Donatus Osterberg (1551),217.Hermans (C. R.), Autor, 9, 208, 231.Hermelinck (Lubertus), OSC, 245.Hermoldus, OSC, 216.Hertogenbosch ('s), Busaducensis,Buscoducensis, Herzogenbusch, Niederlande,Prov. Nord Brabant, 213,258. - Kloster : s. Kreuzherren.Hertogenbosch (Joannes van 's), OSC,214.Hertzworms (Arnold), OSC, 159, 160,233, 241, 245.Hervordie (Henricus), OSC, 228. -(Reinerus), OSC, 224. - (Theodoricus), OSC, 224. - (Wylbrandus),OSC, 227.Herzebrock, Krs Wiedenbriick, 44,78, 79, 246.Herzford, Krs Lingen, 154, 274.Herzogenbusch, s. 's Hertogenbosch.Hesborn, Krs Brilon, 185.Hesepe, Krs Bersenbriick, 155, 273.s. a. Dalum.Hesseling (Christianus), OSC, 245.Hessen, ehemalige Grafschaft, 35, 41,55, 105, 166, 174, 176, 179, 187. -Graf, s. Philipp, Philipp der Aelte-RE, LUDWIG, WlLHELM DER MlTTLE-RE. - Soldaten, 153, 155, 176.Hessen-Darmstadt, 55.Heubtreiff (Job), OSC, 175.Heuwerus, Howerus (Gerardus), OSC,49, 72, 88-89, 153, 213.Heverne (Johann), Priester, 71, 210(?)Hildesheim, Krs H. - Bischof, s.Magnus. - Stift, 101.Hildfeld, Krs Meschede, 292, 293.Hillershausen, Krs Waldeck, 186,293.Hinderting, s. Hinterding.Hinkamp (Godefridus), OSC, 245.Hinnerking, Hof Bsch Altenrheine,134, 275.Hinrekinck, Hintering, Gut, Bsch Elte,270.Hint (Macharius van der), Pastor, 131.Hinterding, Hindertingh, Hintertinck,(Bernardus Hermannus), Pastor, 272.- (Gerhard), OSC, 158, 233, 240,245.Hintering, s. Hinrekinck.Hoberch (Familie), 73.Hobsten (Joannes), OSC, 245.Hodegins (Jacobus), OSC, 245.
REGISTER 311Hoehe, Ort bei Rheine, 277.Hoehnscheid, Honscheijden, Krs derTwiste, 168, 287, 288. - Kloster :S. AUGUSTINERINNEN, VALLIS SANCTIAnthonii(OSC).Hoeingen, Krs Soest, 293.Hoern (Jacobus), OSC, 216.Hoernken (Dyr), 264. - (Gosewinus),264.Hoerstel, Bsch, Krs Tecklenburg, 127,276, 278 ; s. a. Rythus.Hoeter, Hoter(s) (Bernardus), 241. -(Jodocus), OSC, 89, 160, 232, 241,245. - (Maria), 241.Hoetwelkens (Elisabeth), 264.Hoexter, Krs H., 5, 93, 98, 100, 101,114, 170, 180, 222, 223, 227, 228,289, 291, 293. - Kirche, s. SanktPetri, Sankt Nicolai. - Kloster :s. Brenckhausen.Hoexter, Huxart (a) e, (Arno ldus),OSC, 224. - (Conradus aus), OSC,97. - (Florinus), OSC, 224. - (Henricus),OSC Prior, 226. ■- (Henricus),OSC Donatus Falkenhagen, 228. -(Joannes aus), OSC, 170. - (Joannes), OSC Prior, 228. - (Kylianusaus), OSC, 108, 182, 183. - (Ludolphus),OSC, 225. - (Theodoricus),OSC, 224. - (Winandus), OSC, 226.Hofmeister (M.), Autor, 9, 21.Hoge (Christoforus), OSC, 245. -(Henricus), OSC, 140.Hohenbusch, Kloster OSC in Doveren,23, 27, 48, 64, 96, 97, 101, 108, 128,140, 170, 174, 175, 195, 196, 197,198, 199, 200, 201, 203, 231, 238,279. - Mitglieder : s. Haarlem (G.van), Heinrich, Johann (1540).Hohenhorster Hof, in Rheine, 269.Hoya, Grafschaft, 35, 38.Hoya (Johann von), s. Johann IIIvonHoya.Hoye, s. Huy.Holderen (Hermannus), OSC, 227.Holhoff, Krs Lippstadt, 294.Holland, s. Niederlande.Holsschers (Telcken de Monster-),269.Holstein, Land, 260.Holsten, Bsch zu Salzbergen, 133, 278,s. a. Beelkamp, Beelwisch, Kloster-Dyck,Kuschenkamp, Lolving,Nienhoff, Up de Hengemolle.Holsten (Joannes), 262. - (Joannesde), OSC, 124, 236. - (Michael de),266.Holstermark, Bsch zu Salzbergen, 276,278.Holt (Joannes), 268.Holtappel (Hermannus), OSC, 215.Holte (Godefridus), OSC, 245.HOLTFELD, 155.Holthues (Margareta GREVER-ten),262.Holthusen (Henricus), OSC, 213.Holtmann, Ziegelhof des KlostersFalkenhagen, 59.Holzhausen, Holthusen, Krs Hoxter(?), 100, 108.Hompesch (Heinrich), Herr zu Wickrath,31.Honkamp (Fredericus), OSC, 294.Honscheit (Hermannus), OSC, 217.Hoorn, Niederlande, Prov. Nord Holland, 102. - Kloster : s. a. Bethleem,Vallis Sancti Petri (OSC).Hoppe (Heinrich), Priester, 100.Hopsten, bei Rheine, 278.Horatius, Autor, 232.Hore (Aufr), 277.Horn, Ort, 293, 294.Horn(e) (Cordt van), 211. - (Gerardus),OSC, 135. - (Henricus de),OSC Donatus Falkenhagen (1500),226. - (Henricus de), OSC Falkenhagen (1546), 225.Horneken, Hornice (Gerlacus), OSC,143, 239, 245, 260.Horst (Henricus de), OSC, 216. -(Venemarus van der), Canonicus, 259-- (Wilhelmus), OSC, 77.Horstel (Gerardus de), Vikar, 266. •-(Ludolfus), OSC, 245.Horstmar(iae), Hostmarie (Henricusaus), 74, 94, 140. - (Joannes), OSQ215.Hosius (Joannes Nicolaus), OSC, 245.Hossius, Autor, 91.Hostmarie, s. Horstmar.Hoter (s), s. Hoeter.Hoveman (Joannes), Vikar, 256.
312 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENHowerus, s. Heuwerus.Hoxariae, s. Hoexter.Huelsen (Bernardus), OSC, 54.Huesman, Agrkola, Huismann (Henricus),259, 266. - (Joannes), 259,266. - (Lutgardis), 259, 266. -(Theodoricus), 259, 266. - (Wilhelm),OSC, 36, 110-111, 112,113, 223.Huessen (Bernardus), OSC, 245. -(Joannes), OSC, 245.Huy, Hoye, Belgien, Prov. Liittich, 5,14, 15, 156. - Kloster : s. Clairlieu(OSC).Huyo (Stephanus de), OSC, 215.Huismann, s. Huesman.Huker (Arnoldus), Priester, 121. -(Joannes), Priester, 121.Huls Gesen Garten, in Rheine, 274.Hulzkamp, in Bentlage, 277.Hummeldorf, Bsch zu Salzbergen, 278.Hummeldorfer Esch, in Hummeldorf,278.Hummeldorp (Henricus), OSC, 245.Hundenberges (Ludgardis), 267.Hundertmarck (Hans), OSC, 227.Hunecke (W.), Autor, 91.Husberg, Krs Altena, 293.Husinge (Sigerus), 255, 257, 261, 262,264, 267.Huxariae, s. Hoexter.Ibbenbueren, Krs Tecklenburg, 247.Iburg, Krs Osnabriick, 72. - Abt, 81 ;s. a. Patroclus. - Abtei : s. Benediktiner.- Kloster : s. Augustine-RINNEN.Ignatius (Heilige), Martyr, 285.Immenhusen, s. Hegelmeyer de I.Innozenz III, Papst, 13. - IV, Papst,13, 15, 19. - VIII, Papst, 29, 138. -XI, Papst, 26.Ippenbueren (Grande van), OSC, 226.Ippinghausen, Krs Wolfhagen, 171.Iserloen (Wolterus), OSC, 225.Ivoix, s. Carignan.Jacobi Jakobi, (Conradus), OSC, 294.- (Joannes), OSC, 294. - (Stephan),Prediger, 114.Jacobus (Heilige), 149.Jacobus, OSC, 216.Jacobus de Voragine, Autor, 50.Jan, s. Johann.Jerusalem, Palastina, 13, 14, 15, 218.Jesuiten, Klosterorde, 20, 91, 94, 106,115, 116, 144.Jesus Christus, s. Christus.Joannes, s. Johann.Joannings (Deiter), 277.Jobst, Graf zu Hoya, 35, 103.Joerding, Jording, 269, 270.Johann, Jan, Joannes, Hans, Vorname.Joannes Baptista (Heilige), 285.Joannes Chrysostomus (Heilige), Autor, 55, 174.Joannes XXII, Papst, 19.Johann II, Markgraf von Baden, Erzbischofvon Trier, 31.Johann III, Graf von Hoya, Bischofvon Minister, 39, 117, 144, 146, 230.Johann, Episcopus Laricensis, 285.Johann, Episcopus TefTelicensis, 285.Johann, Priester (1427), 210. -, OSCBentlage, 140, -, OSC Namur (1493),97. -, OSC Caen, 97. -, OSC Falkenhagen,98, s. a. Tekemester. -,OSC Donatus Osterberg (1475), 216.-, OSC Osterberg (1475), 215. -,OSC Osterberg (1479), 216. -, OSCDonatus Osterberg (1483), 216. -,OSC Donatus Osterberg (1501), 216.-, OSC Glindfeld (1504), 295. -,OSC Donatus Osterberg (1516), 217.-, OSC Osterberg (1517), 215. -,OSC Donatus Osterberg (1524), 217.-, OSC Hohnscheid (1524), 170. -,OSC Hohnscheid (1526), 170. -,OSC Donatus Osterberg (1532), 217.-, OSC Laicus Hohenbusch (1540),175. -, OSC Hohnscheid (1540),170. -, OSC Donatus Osterberg(1540), 217. -, OSC Donatus Osterberg (1557), 217.Johann Gerbrandus, OSC, 77.Johannaning (Joannes), OSC, 245.Johans Kampe, in Bentlage, 276.Jonas, Reformator, 35, 103. - (Elisabeth Friderici-), 241.Jordan von Sachsen, s. Sachsen.Joseph Arnold, Herzog von Looz-Corswarem, s. Looz-Corswarem.
REGISTER 313Juelich, ehemalig. Herzogtum. - Herzog,s. Gerhard.Julian, Kaiser, 13.Kalberg (Josef de), OSC, 294.Kalkar, Krs Kleve, 101.Kalker (Henricus), OSC, 97, 225.Kallickule, Erbgut a. dem Osterwolde,133, 278.Kampe, (zum), Familie, 241.Kampen, Cajnpis (Peregrinus van),OSC, 23, 169, 201, 288.Kannegiesser (Adolf), OSC, 245. -(Franciscus), OSC, 245.Karmann (Hermannus), OSC, 217.Karmeliter. - Kloster : zu Koln, 189.Karper de Boscho (Laurentius), OSC,245.Karthaeuser, 237.Kassel, Krs K., 166, 168, 171.Kassel, Cassel(t), (Joannes), OSC,157, 243.Katenhorn, bei Rheine, 155, 277 ; s.a. Gebben Berns Kotten, GebekerKOTTEN,GERDINGSERBE.Katharina, s. Catharina.Kecke (Gertrudis van de), s. Beveren.Keller (Hermann), Pastor, 82.Kemenade (Gerardus van de), 258.Kemener (Werner), Pastor, 146.Kempenhuis, Hof bei Mesum, 132.Kempen Erbe, Bsch Mesum, 274.Kenkers (Joannes), OSC(?), 229.Keppel (Henricus de), Canonicus, 258,265. - (Hillegundis de), 268.Keppers (Beilen), 277.Kerckering, Kerckerinck (Joannes),Priester, 263. - (Margareta), 263.Kerckhoff (Joannes), Vikar, 267.Kerle (Jan), OSC, 60.Kernebeck (Henricus), 259.Kerniel, Belgien, Prov. Limburg. -Kloster: s. Kolen (OSC).Ker(s)senbrock, Kerzebrock, Kersenbrokes,OSC, 165. - (Margaretha),Canonissa, 254, 257, 263, 267. -(Rembert von), Erzbischof von Paderborn,s. Rembert. - (Richwinus),Canonicus, 261.Kerskorf, Kirskorff (Everhard), vonOrsoy, OSC, 23, 47, 129, 130-138,139, 142, 202, 232, 233, 239, 245,268, 279.Ket(t)eler, Kettler (Bernardus), OSC,245. - (Conradus Gaudentius), Archidiaconus,272. - (Dyderick), 143,274. - (Jutta), 143, 274. - (Ludolphus),Decanus, 258. - (Wilhelmvon), Bischof von Miinster, 144.Kiewning (H.), Autor, 91.Kyspennincks (Anna), 277.Kimpis (Godefridus de), OSC, 294.Kinderhusen, Krs Muster, 255.Kirskorff, s. Kerskorf.Kiskring (Bertoldus), OSC, 245.Kissingius (Petrus), OSC, 115.Kittel (Erich), Autor, 91.Klafeld, Erbe in Bentlage, 278.Kleine Sunder (der), Ort, 173.Klein-Reken, Krs Borken, 160, 232,241.Kleinsorge (Filippus), OSC, 294. -(Franciscus), OSC, 294.Kleysen, s. Cleyse.Klencke (Goswinus), Canonicus, 267.Klettenberg, Autor, 166.Kleve, Krs K., 101.Klevorn, s. Clevorn.Kloster-Dyck, Ort in Holsten, 278.Klug (Franciscus), OSC, 294.Kluten (Henricus), 267.Knappe, 253. - (Jutta), 253.Kneest (Gerardus), OSC, 217.Knip (Conradus), Priester, 261.Kniper, Cniper (Bernardus), OSC, 245.- (Joannes), OSC, 243.Knipping (Heinrich), 80.Knipschild (Rudolfus), OSC, 294.Kobrinck (Joannes), OSC, 228.Koch (Baltasar Godefridus), Pastor,272.Kockes (Aleidis), 266. - (Hermannus),266.Koddeken (Henricus), 257.Koeln, 463 55, 100, 123, 294, 295. -Erzbistum, 29, 34, 41, 71, 86, 87, 88,93, 105, 159, 183, 184, 186, 219. -Erzbischof, s. Clemens August,Dietrich von Moers, Engelbert,Ernst von Bayern, Hermann IV,Max Franz, Max Heinrich,
314 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENTruchsess (Gebhard). - Erzbisch.Diozesanarchiv, 10. - historisches Archiv,10. - Kirche : s. Sankt Aposteln,Sankt Severinus. - Kloster :s. Karmeliter, Kreuzherren, Nazareth. - Strasse: s. Sankt Gereonstrasse.Koeln, Collen, Colonie(nsis) (Helyasvon), OSC, s. Coten (Helyas de). -(Henricus von), OSC Bentlage, 140,243. - (Henricus van), OSC Osterberg,216. ~ (Hermannus von), OSC,140, 243. - (Joannes aus), OSC, 77,214. - (Kersten von), OSC, 215,216. - (Wilhelm van), OSC, 73-74,212.Koenigsmark, schwedischer General,153, 154, 284.Koennen (Engelbertus), Canonicus,256.Koerde (Henricus), Priester, 261.Koevorden, Coevorden, Niederlande,Prov. Drente, 141.Kohle (Henricus), OSC, 26, 187, 292,294.Kokenbeckers Hach, Kamp in Schuttorf,278.Kokenhues, in Rheine, 274.Kolbrant (Hermannus), Pastor, 256.Kolck (Fr.), Autor, 117, 230.Kolen, Kloster OSC in Kerniel, 77,197,200, 204. s. a. Verpinxten (H.).Kolins (Henricus), OSC, 216.Kollickkamp (Der), Erbe in Riesenbeck,278.Konermans Erbe, s. Conermanserbe.Konrad, Conrad (i), Conradus, Cord,Vorname.Konrad III, von Rietberg(P), Bischofvon Osnabriick, 79.Konrad, Graf von Tecklenburg, 32, 33,82, 84.Konrad, OSC Falkenhagen, 97. -, OSCDonatus Osterberg, 216. -, OSC Osterberg,215.Konrad (Gertrudis), 255. - (Joannes),OSC, 187, 292, 293.Konstantin der Grosse, Kaiser, 13,218.Korbach, Corbach, Krs Waldeck, 175.Koster(s) (Bemardus), OSC, 245. -(Joannes), OSC Osterberg, 216. -(Joannes), OSC Donatus Falkenhagen,224.Kraemvelde, Ort, 236.Krampe, Crampen (Hermann), OSC,245. - (Joannes), 264.Krane (Alike), 275. - (Diederich),275.Krechter (Henricus), OSC, 245.Krechtingh (Christina), s. Kremer. -(Walrahb), 155, 274.Krefeld, Krs K., 244.Kreyenribbe (Greta), 132, 274. -(Henricus), 132, 259, 274.Kreymeyer (Henricus), Pastor, 272.Kreynesch(e), Bsch Bentlage, 277. -(An den), s. an den K.Kremer (Christina Krechtingh-), 155r274. - (Gerardus), 266. - (Margareta),266.Kreser (Henricus), 267.Kreuz (Heilig), 285, 286.Kreuzherren, Cruysbruder, Kreuzbriider,Ordo S. Cruets, s. a. Asseldonk.A. van), Bosch (J. van den),Ceyssens (A.), Drihehanze de H.(A.), Duesborch (A.), Francino(J.), Hamme (A. van der), Heerb(L.), Pasch (A. van de), Pannen-SMET, RAMAEKERS (A.), ROOIJEN(H. van), Thomas, Vinken (M.).- Definitoren (1429-1540), s. 195-198.- General, s. Amoris (H.), Angelt(G.), Brueggen (G. von), Celles(Th. von), Clotingen (C. van),Deventer (H. van), Dubois (J.),Fisen (L. E. de), Gladbach (L.von), Haarlem (N. van), Haas(H.), Hall (Th. ab), Heinsberg(W. von), Kampen (P. van),Kerskorf (E.), Neerius (A.),Nijmegen (H. von), Reynders(J.), Rivo (W. a), Ubach (Th.von), Walcourt (P. de).- Kloster in Aachen, 23, 73, 77, 96,97, 140, 170, 195, 196, 197, 199,200, 203 ; s. a. Deest (A.), Everhardes,Hermann, Joannes Gerbrandus,nlcolaus, zwolle (g~van).
REGISTER 315Kloster in Asperen, 23, 27, 129,195, 196, 197, 198, 200, 201, 202,206, 238.Kloster in Bentlage, 5, 6, 7, 8, 16,19, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 30,37-40, 43, 44, 45, 47, 48, 49,50-54, 56, 58, 59, 60, 62, 63, 64,65. 69, 73, 74, 75, 76, 79, 80, 81,83, 85, 88, 89, 95, 96, 97, 101,106, 107, 109, HO, 117-165, 172,195, 196, 197, 198, 199-209, 212,213, 214, 218, 223, 230-286 ; s. a.Sankt Gertrudenkapelle. - Chronicon Bentlacense, 16, 19, 38, 47,48, 51-54, 58, 73, 74, 94, 117, 119,122, 125, 126, 127, 129, 132, 136,139, 140, 142, 143, 230, 231, 273,279, 283. - Kreuz, 285 ; Mitglieder,238-249 ; s. a. Aachen (Th.von), Ahlen (H. von), Albersloe(J.), Alhaus (J. W. d'), Alkmaar(N. van), Allering (B.),Anthonii (H.), Ariacus (B.),Arnold (M.), Averwettering(G.), Balck (F.), Balckhaus(M.), Banneke (H.), Becker(H.), - (J.), Beeckink (E.),Been (A.), Beerlinck (H.),Beesten, Berninck (N.), - (L.),Berntzen (H.), BertekenhuesTh.), Birchten (Chr.), Blancke(H.), Bloemen (H.), Bocholt(B.), - (Herm.), - (J. H.),Boncken (L.), Borch (J. ter),BORCHERING (A.), BORCHORST(C), - (E.), - (J.), id., id.,BORDEWICK (H.), - (J.), BORKEN(J. aus), id., Bramesche (H.),Braunhagen (C. H.), Brinck(B.), - (H.), Brunsing (H.),Buren (Chr. van), Busaeus (J.),Busch (A. ten), id., - (H.), -(J.), id., Calde (H.), Christia-NUS, COESFELD (B.), - (J.), «-(M.), CONINCK (G.), CORDES(H.), Cornelius, Crater (H. de),Dalen (L.), Dalsten (H. de),Darvelt (Th.), Delden (L.), -(Lud. van), Deventer (J. van),Dotichen (E.), Draper (D. A.),Dreyer (Th.), Dreyhaus (Th.),Driever (J. J.), Duvonck (B.),Edam (J.), Egberting (Th.),Egbertus, Eising (B.), Elbering(H.), Epa (W. de), Fischer (O.),Flaginck (N.), Forstmann (H.),Friderici (W.), Fryse (H.),Funcke (L.), Geisinck (H.),Gellers (Th.), Genderich (E.de), Gendering (J.), Gent (G.a), Georgii (H.), Gerhard, Gerding(H.), Graeff (J. de),Grooteman (H.), Grootfeld (G.de), Grotenhuis (Aeg.), Hagehues(B.), Hagemann (Fr.), -(M.), Hardenache (H.), Harding (F.), Heetwelden (A. vanden), Heghe (J.), Heckmann(J.), Hellinckhausen (J.), Helmich(H.), Hermelinck (L.),Hertzworms (A.), Hesseling(Chr.), Heuwerus (G.), Hin-KAMP (G.), HlNTERTINCK (G.),HOBPSTEN (J.), HODEGINS (J.),Hoeter (Jod.), Hoge (Chr.), -(H.), Holsten (J. de), Holte(G.), HORNE (G. de), HORNEKEN(G.), Horstel (L.), Hosius (J.N.), HUELSEN (B.), HUESSEN (B.),- (J.), HUMMELDORP (H.), JO-HANN, JOHANNANING (J.), KAN-NEGIESSER (A.), - (F.), KARPERDE BOSCHO (L.), KASSEL (J.),Kerskorf (E.), Kerssenbrock,Kettler (B.), Kiskring (B.),Kniper (B.), - (J.), Koeln(Henr. von), - (Herm. von), Kos-TER (B.), KRAMPE (H.), KRECHter(H.), Kroelmann (J.), Krum-KAMP (G.), KUHLMANN (A.),Laer (H. van), Langen (E. de),Langenbergh, Langenhorst (G.),Lethmate (J.), Leuchtermann(B.), Linden (G. zur), Ljntelen(H. von), Ljppe (de), Loer (J.),Lockem (H.), Loon (G. de),LORDEMAN (I.), LUBBERTUS, LU-DOLPHUS, LUGERING (L.), MAGNUS(H.), Malsen (H.), Masius,Meyer (J. G.), Meinardus, Mei-NERDINCK (H.), MENKEMANN (M.),Mensinck (B.), Meppen (J. aus),
316 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENid., Mesum (A.), - (G.), Mytvelt(A.), - (Al.de), r- (W.van),MOERLING (J.), MOY (B.), MOLE-MANN (H.), MOLENDINO (H. de),Mollors (Th.), Monte (H. de),MUEHLEN (zur), MUELLNER (B.),MUENSTER (J. a), MULERT (W.),MUNSTERMANN (A.), NlEHAUS(J.), - (Joh.), NlEHOFF (B.),Nienborg (H. van der), Nienkerck(J.), Nijmegen (Th. van),NlCOLAUS, NOY (R.), NORDINCK(J.), Ochtrupe (J. de), ~ (L.),- (Th. de), - (W. de), Oen (L.de), Oesterick de Velen (J.),OOTMARSUM (G.), - (L.), -(Lud.), Opilio (A.), Ottenstein(A. von), - (Arn.), Overmann(H. G.), Papa (H.), Pelckmann(J.), Petike (L.), Playnck (G.),Pollmann (I.), Poll (H.), Puppe(J.), Rabbert (Th.), Raet(von), Raet u. B. (J. de), Remis(G.), Remmerswaldt (R.), Rengers(Z.), Revinck (H.), Rhenis(G.), RlBBEKE (L.), RlESENBECK(H.), Rijck (P. de), Rillius (CF.), RODDE (S.), ROLEVINCK (J.),Rongs (P.), Ruwe (L.), - (R.),Sartor (A.), Scheven (J. zum),SCHEVINCKHUSEN (W. van), SCHIL-GEN (J.), SCHLEBOUM (B.),SCHLECHTER (H.), SCHLETBRUG(J.), SCHLYMER (H.), SCHMAH(B.), SCHMITZ (H.), SCHUEL (L.),SCHUERMANN (Al.), - (F.),Schuettorf (B. van), - (Chr.),- (Elb. van), - (H.), id. id.,SCHULTE (W.), SCHULTETUS (B.),SCHURINGH (J.), SCHWEFING (B.),- (Th.), SlEVERDES (G.), SlEVERS(J. J.), Snider (G.), Steen (A.),- (B.), - (J.), Steinfurt (H.),id., Steinhorst (B.), Stockbeck(J.), Stocken (Fr.), Stoeve (J.),- (J. L.), - (W.), Stuecer (J.),SUHLING (H.), SUTOR (A.), -(L.), Taber (G.), - (J.), Tenhovel(G.), Terhorst (L.),Thesinck (L.), Test (L.), Theodor,id., Thye (J. de), Thunen(G. de), Tyla (H. de), Udem (J.de), Uding (J.), - (Th.), Uhlenbrock(N.), Vasterdinck (L.),Veltmann (A.), Vennis (E.),VlEGH (J.), VlNCK (L.), VLOET-MANN (J.), FLUCHT (G.), VORST-MANN (J.), WALBORG (H.), WALde(H. zum), - (J. zum), Waren-DORFF (H.), - (J.), id., WEER(L. zur), Welp (G.),Werdt (J.),Werdena (W. de), Werdenborch(H. de), Wese (H.),Wesel (H. von), - (J. de), -(Th.), - (Theodoricus), - (W.),Wesseling (H.), - (G.), Wisse(H.), - (J.), Wische (M. ten),Wyck (J.), Wilde (H.), Wil-HELM, id., WlSSING (J.), WOERDE-MANN (E.), WOLDE (J. ten),WORCHAM (H.), WULFF (H.),XOXSING (J.), ZWOLLE (A.);Vikarie in Rheine, 165, 242, 269-271.- Kloster in Beyenburg, s. Steinhaus.- Kloster in Brandenburg, 44, 77,96, 97, 121, 137, 138, 139, 140,197, 198, 203.- Kloster in Briiggen, 31, 47, 50, 56,64, 137, 159, 197, 231, 241.- Kloster in Caen, 97, 138, 196, 197,s. a. Johann.- Kloster in Carignan, 77, 97, 138,140.- Kloster in Condren, 139.- Kloster in Cuyk, s. St-Agatha.- Kloster in D'Horn, s. Schwarzenbroich.- Kloster in Dinant, 14, 137, 197,214.- Kloster in Dingden, s. Marien-FREDE.- Kloster in Doveren, s. Hohen-BUSCH.- Kloster in Dulken, 31, 96, 97, 101,153, 158, 196, 240 ; s. a. Anthonii,(H.), Matheus.- Kloster in Diisseldorf, 25, 27, 28,31, 37, 48, 56, 64t 65, 77, 80, 89,121, 140, 148, 153, 160, 196, 197,198, 200, 201, 202, 203, 205, 206,
REGISTER 317207, 208, 233, 240, 279 ; s. a.Anthonii (H.).Kloster in Duisburg, 25, 65, 121,140, 158, 159, 203, 206, 207, 208,209, 231, 240, 279 ; s. a. Schult(H.), Viegh (J.).Kloster in Ehrenstein, 25, 101, 137,199, 206, 207, 213, 231, 232, 291 ;s. a. Vreese (Aeg. de).Kloster in Emmerich, 25, 44, 56,64, 65, 96, 129, 137, 138, 139,170, 197, 202, 203, 207, 208, 209,242, 280 ; s. a. Breyl, Uden(Th.).Kloster in Falkenhagen, s. Ljlienthal.Kloster in Franeker, 25, 27, 80,139, 140, 145, 202, 205.Kloster in Glindfeld, s. Vallis B.MariaeVirginis.Kloster in Goes, 138, 139, 140,195, 196, 197, 201, 238 ; s. a.BONIFACIUS.Kloster in 's Hertogenbosch, 96,97, 135, 201; s. a. Fabritius (M.).■ Kloster in Hohnscheid, s. VallisSanctiAnthonii.- Kloster in Hoorn, s. Vallis SanctiPetri.- Kloster in Huy, s. Clairlieu.■ Kloster in Kerniel, s. Kolen.- Kloster in Koln, 10, 23, 25, 26,27, 43, 47, 48, 55, 56, 63, 64, 65,71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 79, 80,87, 89, 93, 94, 96, 97, 108, 120,121, 122, 123, 125, 128, 130, 132,135, 139, 140, 142, 151, 157, 158,160, 180, 195, 196, 197, 198, 199,200, 201, 202, 203, 206, 207, 208,209, 212, 213, 219, 221, 222, 233,238, 240, 241, 272, 279 ; s. a.Aachen (Th. de), Amsterdam (J.de), Andernaco (C. de), Arnold,Bongart (J.), Borch (J. ter),BUSAEUS (J.), BUSCHMANN, CO-TEN (H. de), DORSTEN (H.),Heinrich, Koeln (W. von),Lambertus, Lunen (J.), Maken-BERCH (J.), NlJMEGEN (Th. VOn),Ribbeke (L.), Vreese (Aeg. de),WULFF(B.).- Kloster in Lannoy, 196, 197.- Kloster in London, 44, 47, 129,139.- Kloster in Liittich, 23, 35, 60, 64,87, 195, 196, 197, 198, 199, 200,203, 209, 213, 214, 279 ; s. a.Fabricius (M.),1 Kerle (J.),Seulen(H.).- Kloster in Maaseik, 77, 139, 159,174, 196, 202, 214, 241 ; s. a.Hertzworms(A.).- Kloster in Maastricht, 27, 196, 197,198, 201, 202, 238.- Kioster in Namur, 23, 64, 73, 77,96, 97, 128, 139, 140, 195, 196,197, 198, 199, 212, 233, 238, 279 ;S. a. BlRFES (J.), JOHANN, SARTOR(J.), SONSBEKE (A.), WERD (J.),Zutfen (W. van).- Kloster in Osterberg, 5, 6, 7, 23,24, 25, 26, 27, 29, 30, 31-34, 37,38, 39, 43, 44, 47, 48-49, 59, 61,63, 64t 69-90, 93, 94, 95, 96, 97,98, 101, 103, 106, 120, 123, 125,126, 128, 133, 135, 137, 140, 142,145, 153, 160, 169, 170, 172, 179,195, 196, 197, 198, 199-209, 210-218, 238, 241, 247, 274, 289, 291 ;Mitglieder, 212-218 ; s. a. Aachen(J. von), Andreas (1561), Arnoldus(1481), Attendorn (G.),AVERWETTERING (J.), BECHEM (J.van), Bernhard (1516) und(1518), Blasii (J.), Bocholt (J.von), - (Th. von), - (W.), Bodeker(Prior J.),-(J.),Bruwer (J.),Busch (S.), Cappelmann (J.),Cappeln (H. von), - (J.), Chris-TIANUS, id., CORDES (J.), CORNELII(Bernardus), - (Bernd), Cornelius (1451), - (1551), Coverth(J.), Detthen (J.), Deventer(H. van), Dietrich (Prior), -(1506), - (1517), - (1521), -(1533), Dreger (J.), Duisburg(A.), Ebbers (J.), Ebdecamp (G.),Egbertus (1463), Egelinck (G.),Faber (Henricus), - (Herm.),FORDEN (J.), FRIEDRICH, FROHUS(J.), Gerhard (1492), - (1501),- (1512), - (1516), - (1518), -
318 DIE KREUZHERREN IN WESTFALEN(1533), - (1544), Gosschalcus,Gosvinus (1501), - (1502), -(1539), - (1562), Groll (J.),Grutkamp (H.), Hagen (J. de),Hager (J.), Halvensis (A.),Hamme (A. van der), Heerde(H.), Heinrich (1465), - (1474),id., - (1513), - (1515), - (1517),- (1530), - (1533), - (1540), -(1553), Heckmann (L.), Herde(H.), Hermann (1462), - (1486),- (1515), - (1518), - (1551),Hermoldus, Hertogenbosch (J.van 's), Hoern (J.), Holtappel(H.), HOLTHUSEN (H.), HON-SCHEIT (H.), HORST (H. de),HORSTMARIAE (H. aus), - (J.),Huyo (S. de), Jacobus, Johann(1475), id., - (1479), - (1483),- (1501), - (1516), - (1517), -(1524), - (1532), - (1540), -(1557), Johann Gerbrandus,Karmann (H.), Kneest (G.),Koeln (H. von), - (J. aus), - (K.von), Kolins (H.), Konrad(1474), - (1533), Koster (J.),Kuper (D.), Lambertus, Lych-TENWORT (J.), LlNGEN (H. de),LODINGH (N.), LUBERTUS, lUDOLphus(1482), - (1509), Matheus,Mensinck (P.), Mettyngen (E.),Michael, Molendinarius (H.),MOLENDINO (H.), MUENSTER (B.von), - (Henr. von), - (Herm.von), - (Matheus aus), Nartwolt(J.), Neuenkirchen (J. de), >-(Donatus J. de), Nodeken (H.),NOTTELN (J.), ODENZALL (G.),Oldenzaal (Th. aus), Olthus(H. van), Ootmarsum (J.), Os-NABRUECK (J. von), PAMME (H.),Paulus (1452), - (1491), -(1544), Pelster (J.), Petrus, -(1475), - (1514), Porthus (J.),POTTGIETER (M.), PRANT (H.),id., QUAKENBRUECK (J. aus),Rhenis (J.), - (L.), - (W.),RlCHTER (J.), ROCHWOLT (B.),RODENBECKE (J.), RODENBERG (J.),RUDEN (W.), RUDOLPHUS,(1493), Schoerbeck (G. von),SCOBKALK (J.), SERGIUS, SlEBEN-BERG (C. a), SMEDERUS, STEINFURT(Henr.), - (Herm. de), Stoevb(H.), id., Themme (D.), Thilmannus,Tobias, Tungerlo (J.),Ubbing (H.), Voertmann (J.),VORTMANN (J.), VOSS (J.), WARBURG (J. von), - (Th. aus), Wa-RENDORP (J.), WERDT (J.), WER-NERUS, WESEL, WYN(D ?)MAN(J.), Wolterus (1495), •- (1541),Zutfen (L. van).- Kloster in Paris, 138, 139, 140,195, 196.- Kloster in Pedernach, 31, 206.- Kloster in Roermond, 23, 27, 43,56, 75, 83, 108, 110, 195, 196,198, 199, 200, 201, 208, 209, 214,223, 224 ; s. a. Dart (Chr. a),Reynders (J.), Reneri (P.).- Kloster in Scharmer, s. SanktHelena.- Kloster in Schiedam, 77, 96, 97,101, 137, 140, 196, 197, 201, 206 ;S. a. DELFFT (J.), WlLHELM.- Kloster in Seiches, s. ViridariumCrucis.- Kloster in St-Annaland, s. NovusFundus.- Kloster in Sneek, 23, 25, 27, 44977, 78, 80, 136, 140, 145, 170,174, 196, 197, 201, 202, 205, 206 ;s. a. Nicolaus, Worchen (H.)*- Kloster in Ter Apel, s. Nova Lux.- Kloster in Toulouse, 97.- Kloster in Tournai, 139, 195, 196.- Kloster in Uden, 209.- Kloster in Venlo, 23, 64, 87, 159,195, 196, 197, 198, 199, 200, 201,241, 279 ; s. a. Hertzworms (A.),Scholle(J.).- Kloster in Waten, 77.- Kloster in Wegberg, 161, 214.- Kloster in Welschbillig, s. Hele-NENBERG.- Kloster in Wickrath, 10, 26, 31,50, 96, 97, 137, 159, 197, 199,203 ; s. a. Arsen (A.), Ludolphus.- Kloster in Woudrichem, s. Galilea.
REGISTER 319- Provinz : in Frankreich, 44, 47,129, 138, 139, 196, 203 ;in Friesland, 141, 212 ; s. a. Friesland;an der Maas, 24, 25, 43, 65, 202,240 ;am Rhein (Germaniae, super Rhenum)y24, 25, 26, 27, 64t 65, 79,95, 96, 141, 160, 176, 199, 200,201, 202, 203, 208, 233, 240, 241.- Visitationsliste, 199-209.Krevet, Crevet (Ferdinandus), OSC,293. - (Joannes), OSC, 228.Krevetbns (Heinrich), 100.Kriedt, Krytbe (Joannes), Weihbischofvon Miinster, Bischof von Accon,146, 263.Krysser (Bernardus), 275.Krythe, s. Kriedt.Kroelmann (Joannes), OSC, 245.Kruese (Geisse), s. Schwarte. - (Joannes), 274.Krumkamp (Gerardus), OSC, 245.Kruper (Henricus), OSC, 187, 294.Kuelenbach (Wilhelmus), OSC, 294.Kuestelberg, Krs Brilon, 294. - Kloster,S. AUGUSTINERINNEN.Kuhlmann (Antonius), OSC, 245.Kulmbach, s. Brandenburg K.Kump, Bsch, Ksp. Altenberge (Ems),132, 273 ; s. a. Hackenhove.Kuper (Diricus), OSC, 217.Kuschenkamp, in Holsten, 278.Laer, Krs Steinfurt (?), 232.Laer (Henricus van), OSC, 143, 232,239, 245, 255.Lambertus (Heilige), 269, 270.Lambertus, OSC Koln, 77. -, OSCdonatus Osterberg, 216.Lambertz (Elisabeth), 255, 257, 261,262, 264, 267, - (Theodoricus), 255,257, 261, 262, 264, 267.Lamboy, Kaiserliche General, 154, 284.Landau, Krs der Twiste, 54, 171.Landersum, Bsch, Krs Steinfurt, 132,155, 273 ; s. a. Bertholst Erbe,Uhlenkotten.Landowe (Joannes), OSC, 175.Langen, Bsch(?), 133, 273.Lang(h)en (Agnes von), 261, 266. -(Albrecht von), 155, 277. - (Aleydisde), 255. - (Bernardus van), 276. -(Cornelia), van Rutenberg, 155, 277.- (Egbertus de), 255. - (Egbertusde), OSC, 245. - (Engelbert von),144. - (Engelbertus de), 259, 266. -(Fye van), 71. - (Ghyselen), 258,264. - (Ghosta de), 263. - (Hermannusvan), 276. - (Hermannusvon), Decanus, 48, 50, 256. - (Joanna de), 261. - (Joannes de), 261,276. - (Jutmodis), 255. - (Lambertus von), 132, 261, 266, 270, 276. -(Lenike von), 71. - (Nese von), 132.- (Nicola de), 259. - (Otto de),Kanoniker, 137. - (Roleff), 1410,71. - (Roleff van), 263, 265. -(Rodolphus), Canonicus, 268. -(Theodoricus de), 263.Langenbergh, OSC, 159.Langenbrueck, Langenbrueggen, KrsTecklenburg, 252.Langenhorst, Stift, 252.Langenhorst (Gerardus), OSC, 246.- (Hermannus), Pastor, 267. - (Joannes), 266. - (Mechtildis), 266.Langerak, Longeroich, Niederlande,Prov. Siid Holland, 141.Langlo (Albertus), 263. *- (Margareta),263.Lannoy, Frankreich, Dept Nord. -Kloster : s. Kreuzherren.Lapide (Cornelius a), Autor, 157.Laricensis (Episcopus), s. Johann.Lateran, Konzil IV (1215), 16.Lauenburg (Heinrich von), s. Heinrich von L.Laurentius (Heilige), 285, 295.Lauslinckloe (Gervinus), Vikar, 265.Leckeringhausen, Hof in Wolfhagen,62, 172.Ledebur (Gerardus), Junior, 252.Leden (Joannes de), OSC, 226.Lefarth (Rudolfus), OSC, 187, 189,293, 294.Leifert, Leifer(e)n (Joannes), OSC,292, 294.Leyden (Hermannus de), OSC, 226. -(Joannes de), OSC, 228.
320 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENLeye, Krs Osnabriick, 61, 69, 75, 81,83, 88.Leimborg, s. Limburg.Lemgo, Krs Herford, 91, 98, 109. -Kloster, s. Augustinerinnen, Ra-MENDAL.Lemgo (Hermannus), OSC, 226. - (Joannes), OSC, 225. - (Joannes), OSCDiaconus Falkenhagen, 228.Lenep (Joannes), OSC, 225.Lengerich, Lengerke, Krs Tecklenburg,255, 266, 268, 273.Lengerke Upper Wallage, Up deLengerich, 266, 268.Leppers (Margareta), 263.Lethmate (Jacobus), OSC, 232, 233,241, 246. - (Joanna), 241. - (Joannes), OfHcialis, 270. - (Joannes Christopherus),241.Leuchtermann (Bernardus), OSC, 246.Liborius (Daniel), Prior in Flechtdorf(?), 166.Liesborn, Krs Beckum, s. Benedik-TINER.Liesen, Krs Brilon, 294.Liessen (Joannes), OSC, 187.Lychtenwort (Joannes), OSC, 216.Lymborch, s. Limburg.Lynberch (Peter), OSC, 224.Lynge, s. Lingen.Lynge, Lyngh (Gerardus van), 275. -(Lubbertus de), Priester, 259.Lilienthal, Vdllis LiUotum, KlosterOSC in Falkenhagen, 5, 6, 7, 8, 10,23, 26, 27, 29, 30, 31, 34-37, 40, 43,44t 45, 48, 49-50, 59, 60, 61-62, 63,64f 72, 73, 74, 76, 77, 78, 80, 81,83, 91-116, 123, 135, 137, 139, 142,145, 147, 168, 169, 170, 172, 173,175, 179, 180, 182, 196, 198, 199,200-209, 219-229, 240, 289, 291, s. a.Hottmann. - Mitglieder, 222-229 ;s. a. Albersloe (J.), Alen (J. de),Alfhuse (H. ab), Altena (H.),Arnem (J.), Asbecke (A.), - (B.),- (E. de), Backhausen (A.), Bal-TAZAR, BARBITONSOR (J.), BECKEM(H.), Bennickhuss (H.), Bentlage(J.), Berck (A. de), - (G.), Bever-GERNE (H.), - (J.), BEVERUNGEN(M.), Beverwyk (L.), Bieleveld(J.), BYSSCOP (A.), BlLREBEKE (J.),Blomberg (G.), Blomenbergh (J.),Bocholt (A. von), - (B. von), •-(E. von), - (G. von), >- (Gosw.von), - (H. von), id., id,, - (Herm.von), id., - (J. von), id., id., *- (N.von, - (Th. von), id,, -- (W. von),BODEKER (H.), - (J.), BORCHORST(J.), Bose (J.), Bredenback (J.),Breuvort (H.), Brilen (T\), Busker (A.), Casparus, Cordt (H.),COTTEN (J.), CULENBORCH (W.),Dart (Chr. a), Detmer (H.)} Detmold(K. von), Dornen (A.), -(H.), - (J.), Dorsten (H.), Dortmund (W. von), Duelmen (H.aus), - (J.), Engelbrechter (J.),Enger (H.), Enttorpe (G.), Es-SCHERSHUSEN (PI. de), FABER (A.),- (T.), Froboese (A.), Galen(N.), Gesmer (W.), Gerlachus,Goes (C), Gordes (J.), Grondb(H.), Hamelensis (J.), Hammonis(E.), Heerde (B.), Heinrich, id.,Heinrich Lodewich, Helmershusen(H.), - (J. de), Hervordib(H.), - (R.), - (Th.), ^ (W.),Hoexter (A.), - (C. aus), - (Fl.),- (H.), id., - (J. aus), id.., - (L.),- (Th.), - (W.), HOLDEREN (H.),HORNE (H. de), id., HUISMANN(W.), HUNDERTMARCK (H.), IPPENbueren(G. van), Iserloen (W.),JOHANN, KALKER (H.), KENKERS(J.), KlSSINGIUS (P.), KOBRINCK(J.), KONRAD, KOSTERS (J.), KREVET(J.), Leden (J. de), Leyden (H.de), - (J. de), Lemgo (H.), - (J.),id., Lenep (J.), Lynberch (P.),Linghe (L.), id., Lude (Fl. de), *-(H. de), ^ (J.), id., - (L. de), -(M.), LUTERINCHUSEN (H.), MA-KENBERCH (J.), MeCHILINIE (F.),Meel (J.), Meybom (H.), Melzer(J.), Meppen (N.), Myddelsborch(M. de), - (P.), Muenster (B.von, - (J. von), Mugge (C), Nahus(J.), Nyehem (H.), Nym (J. de),NORTWOLDE (H.), NOTTULN (J.),Oldenberghe (H.), Oldenzaal(A.), Osnabrueck (B. von), •-
REGISTER 321(Brand, von), - (E.), - (Hartmannvon), - (Heinr. von), - (Herm.),- (J. von), - (Jod.), Ottenstein(J.), OVENHUSEN (H.), PRUSEN (J.de), Quintinus, Rade (J.), - (P.),- (Th. de), Reedis (J.), Remberti(J.), Roermond (L. van), - (Th.van), Sceper (B.), Schutmer (L.),Steinfurt (J.), id., Steinheim (H.von), - (C), - (H.), - (Herm.),- (J.), id., Stephanus, id., Straes-BERCH (J.), SURNER GRONE (H.),SUTLOEN (H.), SUTOR (J.), TEKE-MESTER (J.), TELLGETH (J.), THIL-MANNUS, TULCKE (C), VADER (J.),Venlo (G.), - (H.), - (P.), Vluten(H.), Vreese, - (J.)} - (Jord.),Wantscerer (J.), Warendorp (H.),Wedemeyger (H.)5 Wegge (H.),Wesel (G.), id., - (Th. von),Wescappel (H.), Wyls (N.), Wy-NANDUS, WYNTER (J.).Limburg, Leimborg, Lymborch (Fredericusvan), 251. - (Joannes), OSCPrior Glindfeld, 292. - (Joannes),OSC Glindfeld, 182. - (Wilhelmus),OSC, 294.Lindemann (Georgius), OSC, 182,187, 291, 294.Linden (Gerardus zur), OSC, 246.Lingen (Kreis), 76, 133, 156, 230,232, 268, 274.Lingen, Lynge, Krs L., 154, 156, 157,160, 211, 232, 233, 241, 251, 252,254, 256, 268, 284.Linge(n), Linghe (Hermannus de),OSC, 217. - (Ludolphus), OSC Donatus Falkenhagen (1499), 226. - (Ludolphus), OSC Falkenhagen (1548),224.Lintel(e)n, Linthelen (Bernardus),Canonicus, 257. - (Gerardus), 275.- (Henricus von), OSC, 246. •-(Wilhelmus), 275.Liphardt (Johann), Priester, 173.Lippe, ehemalige Grafschaft, 35, 36,45, 60, 91, 93, 95, 102, 103, 105,106, 109, 110, 112, 113, 114, 279 ;s. a. Bernhard der Aeltere, BernhardIII, VII u. VIII, Hermann,Simon III, V u. der Aeltere, SimonAugust.Lippe, Ltppia (de), OSC, 246. - (Joannes van der), 95.Lippspringe, Krs Paderborn, 109.Listrup, Bsch zu Emsbiiren, 273.Lobbenhues (Das), in Bentlage, 276.Lodde, Lotte, Krs Tecklenburg, 31, 71,210.Loden (Anna von), s. Munnichs. -(Georgius von), 279.Lodingh (Nicolaus), OSC, 215.Lodewich, s. Heinrich L.Loeder (Heinrich), Prior von Frenswegen,72, 73.Loedinchen, Ksp Hamminkeln, 75.Loer (Joannes), OSC, 246.Loezeken (Conradus), Pastor, 258.Lockem (Hermannus), OSC, 246.Lolving, Hof in Holsten, 278.London, Grossbritannien. - Kloster : s.Kreuzherren.Longerokh, s. Langerak.Lonn (Grete von), 171.Loon (Gerardus de), OSC, 246.Looz-Corswarem (Joseph Arnold von),Herzog, 40, 117, 164, 231, 242, 271.Loppersum, Lottersen, Lothersen, Niederlande,Prov. Groningen, 135, 136.Lordeman (Ignatius), OSC, 246.Losser, Niederlande, Prov. Overijssel,259.Lo(t)te, s. Lodde.Lotten (Johan), OSC, 226.Lottersen, s. Loppersum.Lozeken (Joannes), Priester, 268.Lub(b)ertus, OSC Donatus Bentlage,50. -,OSC Donatus Osterberg (1479),216.Lucia (Heilige), 285.Lude, 229.Lude, Ludis (Florinus de), OSC, 229.- (Henricus de), OSC, 228. - (Joannes), OSC Donatus Falkenhagen(1504), 224. - (Joannes), OSC Donatus Falkenhagen (1509), 225. •-(Ludovicus de), OSC, 226. - (Menisse),OSC, 228.Ludeke, s. Luettich.Ludenbergk, s. Luedenberg.Ludolphi (Gerardus), Priester, 257.
322 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENLudolph(us), Abt zu Arolsen, 168. -,OSC Bentlage, 135, -, OSC DonatusOsterberg (1482), 216. -, OSC Donatus Osterberg (1509), 216. -, OSCWickrath, 97.Ludolphus de Saxonia, Autor, 50.Ludwig XIV, Konig von Frankreich,39, 89, 159.Ludwig, Landgraf von Hessen, 95.Luebeck, Krs L., 255, 257, 260, 262,264, 266.Luedenberg, Ludenbergk, 108, 115.LUEDGE, S. AUGUSTINERINNEN.Luegde, Krs Hoxter, 44, 45, 98, 100,110, 223. - Kloster : s. Segenthal.Luettich, Ludeke, Belgien, Prov. Liittich,35, 60, 102, 156, 214. - Bistum,5, 14, 19, 137, 139, 210, 236, 238.- Kirche: Kathedrale, 14, s. a. SanktPaul. - Kloster : s. Kreuzherren.- Universitatsbibliothek, 19.Luettringhausen, bei Medebach, 295.L^ugering (Ludgerus), OSC, 246.Lunen (Joannes), OSC, 73, 77, 93, 94,97, 122, 140, 219.Luninck (Joannes), Vikar, 258.Lusterhues (Helmicus ten), 259.Luther (Martin), 5, 35, 50, 103, 108.Lutherinchusen (Henricus), OSC,229.Lutteke (Hermannus), OSC, 294.Luxemburg, ehemaliges Herzogtum, 77.Maas, Fluss, 5, 15, 77.Maaseik, Belgien, Prov. Limburg, 214.- Kloster : s. Kreuzherren.Maastricht, Niederlande, Prov. Limburg, 156. - Kloster : s. Kreuzherren.Mackeberge, s. Makenberch.Madrutius (Ludovicus), Kardinal, 148,270, 271.Magnus van Sachsen-Lauenburg,Bischof von Hildesheim, 95.Magnus (Henricus), OSC, 246.Maguntium, s. Mainz.Maick (Bernardus), 262. - (Margareta),262. - (Sofia), 262.Mainz, Maguntium, 137, 289. - Erzbischof,s. Adolf. - Erzbistum, 169,220, 287. - Regierungsarchiv, 166.Makenberch, Mackeberge, Malincberch(Joannes), OSC, 94-96, 97, 222.Malsburg (Hermann von der), 174.Malsen (Hubertus), OSC, 246.Marburg, Krs M. - Staatsarchiv, 10,69, 91, 117, 166, 177. - WestdeutscheBibliothek, 49.Margareta, Gr-aifin von Bentheim, 34,88.Maria, Mutter Gottes, 147, 210, 211,219, 236, 253, 269, 270, 272, 285,287, 290, 295.Maria von Oignies, s. Oignies.Maria Magdalena (Heilige), 285.Marienfrede, Kloster OSC in Dingden,23, 25, 26, 27, 38, 48, 54, 56, 60,63, 64, 69, 75, 76, 77, 80, 88, 117,135, 140, 142, 149, 151, 154, 156,157, 158, 159, 160, 161, 163, 170,195, 196, 197, 198, 200, 201, 202,203, 205, 206, 207, 208, 209, 213,233, 240, 241, 279, 284. - Mitglieder: s. Bueren (Chr. van), Engel-BERTUS, FARSEVELT (E.), FUCHT(J.), HlNTERTINCK (G.), HORSTMAR(H.), Koeln (J.), Tyrano (A. de),Viegh (J.), Vreese (Aeg. de),WONDEN(J.).Marienfrede, Frauenkloster in Dingden, S. AUGUSTINERINNEN.Marienkloster, s. Segenthal.Marienstaette, Frauenkloster in Osnabriick,69, 81, 159.Markensis (Terra), 80.Marsberg, Krs Brilon, 294.Martha (Heilige), 285.Martinus (Heilige), 270, 285.Martinus V, Papst, 22.Masius, OSC, 165.Matelen (Hylla de), 265. - (Joannesde), 265. - (Rudolphus de), 265.Matheus, OSC Diilken, 97. - OSCOsterberg (1509), 215.Max Franz von Oesterreich, Erzbischofvon Koln, 42, 190.Max Heinrich von Bayern, Erzbischofvon Koln, 41, 42, 45, 186, 187,188, 272.Mechelen, Ort, 102.Mechilinie (Franz), OSC, 224.
REGISTER 323Mechtildis, Grafin von Tecklenburg,256.Medebach, Krs Brilon, 5, 175, 179,181, 183, 184, 186, 191, 293, 294,295 ; s. a. Luettringhausen. >- Dekanat,41, 45, 175, 177, 181, 185,187 ; s. a. Cramer (P.), Kohle(H.), Lefarth (R.), Liessen (J.),Vest (W.). - Pfarrarchiv, 10. -Pfarre, 45, 177, 179, 181, 182, 190,291, 292 ; s. a. Sankt Andreaekapelle.- Pfarrer : s. Bocholt (A.von), Braunard (E.), Calmetius(J.), Carneim (J. H.), Cramer(P.), Ecberti (K.), Frisenius (A.),Gerwin (H.), Heyband (M.),Hoexter (C), Lefarth (R.), Lei-FERT (J.), LlMBURG (J.), LlNDE-MANN (G.), MORUS (Aeg.), MULLE(J.), Padberg (L.), Pasell (J.),Planke (J.), Syn (E.), Synesius(J.), VOLMERHAUSEN (J. B.), WlL-HELMI (A.).Medelo(h)n, Krs Brilon, 293, 294.Medelon (Hermannus), OSC, 294.Meel (Joannes), OSC, 224.Meybom (Henricus), OSC, 226.Meyer (Joannes Godefridus), OSC,163, 246.Meyerman (Joannes), Vikar, 258.Meyers (Joannes Lambertus), OSC,214.Meinardus, OSC, 246.Meinerdinck (Hermannus), OSC, 246.Mekkel, Krs Bitburg, 175. - Pfarrer,s. Landowe (J.).Melanchton, Reformator, 35, 103.Melm (Chr.), Autor, 91.Melzer (Joannes), OSC, 228.Menckens (Margareta Pots-), 254.Menkemann (Meinardus), OSC, 246.Menning, s. Henning.Menseler, Ort, 171.Mensinck (Bernardus), OSC, 140, 246.- (Gertrudis), 258. - (Henricus),258. - (Paulus), OSC, 215.Meppen, Krs M., 124, 246.Meppen, Meppis (Joannes aus), OSCBentlage, 124, 139. - (Joannes de),OSC Bentlage, 246. - (Nicolaus),OSC, 97, 224.Merode (Petrus de), Canonicus, 260.Merseburg (Thietmar von), Chronist,51.Meschede, Krs M., 295.Meschede, Messchede (Bernardus de),Decanus, 267.Mesem, s. Mesum.Mesmaker (Joannes), Pastor, 261.Messchede, s. Meschede.Mesum, Krs Steinfurt, 132, 146, 164,268, 274 ; s. a. Kempenhuis, Kem-PENERBE.Mesum, Mesem(s), Mesumb (Alardus),OSC, 246. - (Gheze von), 274. -(Gerardus), OSC, 246. - (Gertrudis),262.Metelen, Krs Steinfurt, 134, 243. -Stift, 252.Metelen (Hylla), 257. - (Joannes),257. - (Rudolfus), 257.Mettyngen (Everardus), OSC, 217.Michael (Heilige), 283.Michael, OSC Ter Apel, 170. -, OSCDonatus Osterberg, 217.Middelstum, Niederlande, Prov. Groningen,141, 262.Myddel(s)borch (Michael de), OSC,226. - (Petrus), OSC, 228.Mytvelt (Adrianus), OSC, 129, 134,138, 265. - (Alardus de), OSC, 246,265. - (Gertrudis de), 265. - (Gertrudis de WEYBORCH-de), 260. -(Wilhelmus), 265. - (Wilhelm van),OSC, 132.Minderbriider, s. Franziskaner.MoellER, Autor, 230.Moerling (Joannes), OSC, 246.Moers, Krs M. - Graf, s. Vinzenz.Moers (Dietrich von), s. Dietrichvon M. - (Heinrich von), s. Hein-RICH II von M. - (Walram von), s.Walram von M.Moy (Bernardus), OSC, 246.Molemann (Hermannus), OSC, 246.Molendinarius (Hermannus), OSC,217.Molendino, Mollendinus (Henricusde), OSC Bentlage, 246. - (Henricus), OSC Osterberg, 77.Molitoris (Conradus), Wilhelmiter,220.
324 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENMolkenbuir (Godela), 274.Mollenkamp, in Rheine, 275.Mollors (Theodorus), OSC, 246.Monasterii, s. Muenster.Monyck, Monich (Herwordus), Priester,253, 266. - (Joannes), 261.Monniken (Elzeke von Muenster-),154, 274.Mons Oriens, s. Osterberg.Monster, s. Muenster.Monsterporten, in Rheine, 275.Monte, van den Berge (Henricus de),OSC, 44, 47, 129, 135, 138.Moorlage, Grafschaft Bentheim, 156 ;s. a. Buthof.Moreau (E. de), Autor, 9.Moritz, Graf zu Bentheim und Tecklenburg,34, 89, 154.Morlage (Bernardus), 255, 264. »-(Henricus), Priester, 134, 258.Mor(r)ien (Elisabeth), s. Recke. -(Johann), zum Falkenhofe, 154, 277.- (Wilhelm von), von Falkenhofe,144, 252, 275.Morsbach, Morsbecke, Krs Remscheid,181, 183.MORSSGREVE, 275.MORUS (Aegidus), OSC, 182, 292.Muehlen (zur), OSC, 246.Muellner (Bernardus), OSC, 246.Mugge (Conradus), OSC, 225.Mulert (H. M.), 237. *- (Wilhelmus),OSC, 246.Mulle (Joannes), OSC, 182, 291.Muenster, 38, 39, 44, 47, 50, 54, 74,80, 117, 124, 125, 127, 129, 130,138, 142, 154, 160, 218, 232, 238,239, 241, 243, 244, 245, 247, 249,251, 252, 255, 256, 258, 271, 278.- Bischof : s. Bernhard von Raesfeld,Christian Bernhard vonGalen, Erich von Braunschweig,Ferdinand von Bayern, Franz vonWaldeck, Friedrich Chr. von Plettenburg,heinrich von moers,Heinrich von Schwarsburg, ]ohannvon hoya, siegfried vonWalbeck, Wilhelm von Kettler.- Bistum, 30, 39, 61, 89, 101, 117,120, 121, 122, 145, 146, 153, 158,159, 163, 230, 241, 251, 260, 263,270, 271, 274, 286. - Diocesanarchiv,10, 117. - Domkapittel, 37, 38, 50,133, 154, 251, 252, 255, 256, 257,258, 259, 260, 261, 262, 263, 265,267, 268, 269, 272, 273, 274, 284.- Kirche : Dom, 145, s. a. SanktJacobi, Sankt Lamberti, SanktLudgeri, Sankt Martini, SanktMauritii, Trans-Aquas, Vetus Ecclesia.- Kloster : s. Deutschherren,Fraterherren. - Krieg, 158.- Land, 144, 154, 232. - Pfarrarchiv:Ludgeri, 10 ; Ueberwasser, 10. -Staatsarchiv, 10, 69, 117, 157, 166,177, 231. - Universitatsbibliothek,55. - Weihbischof, s. Alhaus (J.W. d'), Fuerstenberg (F. E. von),Muenster, Monasterii, Monster,Munster (Bernardus von), OSC Osterberg, 215. - (Bernardus von), OSCDonatus Falkenhagen, 225. - (Elzekevon), s. Monniken. - (Henricusvon), OSC, 216. - (Hermannus von),OSC, 215. - (Joannes a), OSC LaicusBentlage, 246. - (Joannes von), OSCDonatus Falkenhagen, 224. - (Johannvon), Herr zu Vortlage, Reformator,144. - (Jutta de), 255. - (Mattheusaus), OSC, 77. - (Mattheus von),133. - (Matheus de), 253, 254, 255,256, 257, 259, 260, 261, 262, 263,264, 266, 267, 268, 269. - (Rudolfvon), 154, 274. - (Telcken de), s.HOLSSCHERS.Mulerdt (Ernestus), 251.Mulle (J.), OSC, 182, 291.Mumme (Bernardus), Decanus, 266.Mumprow (Hermannus), OSC, 294.Munnichs (Anna von Loden-), 279.Munster, s. Muenster.Munstermann (Adrianus), OSC, 246.Munster to Saurenburg, 252.Muntz (Elisabeth), 275. - (Jacobus),275.Murdfield (Magdalena), Autor, 117,230.Nabbe (Hermannus), Priester, 253.Nahus (Joannes), OSC, 229.Namur, Belgien, Prov. N., 14. - Kloster : S. KREUZHERREN.
REGISTER 325Nartwold (Joannes), OSC, 216.Nassau, Nassove, s. Adolf. - (Evavon), 256.Nassau-Oranien, 154.Nauenburg, Ort, 171.Naumburg, Krs Wolfhagen (Hessen),84.Nazareth, Kloster in Koln, 180.Neerius (Augustinus), OSC, 24, 88,106, 116.Neesen (Trambaldus), OSC, 214.Netmans (Fya), 263.Neuenburg, 172.Neuenhaus, Nienhuis, Krs GrafschaftBentheim, 157 ; s. a. Dinkelrode.Neuenkirchen, Nova Ecclesia, KrsSteinfurt, 132, 155, 164, 264, 273,274 ; s. a. Vasterding.Neuenkirchen (Joannes de), OSCOsterberg (1539), 215. - (Joannesde), OSC Donatus Osterberg, 217.Niedensteen (Joannes), 181.Niederbexten, Bsch in Salzbergen, 278.- Mark, 278.Niederbentlage, Krs Steinfurt, 124,276, 283 ; s. a. Salthuis, Schul-TENHOF, SUNDERHUIS.Niederklafeld, Landgut zu Bentlage,132, 276.Niederlande, Holland, 5, 23, 29, 39,55, 64, 80, 87, 101, 140, 141, 158,159, 164, 174, 195, 232 ; s. a.Albrecht. - Spaansche Beroerten,136. - Statische Soldaten, 86, 152,s. a. Geuzen.Niedersfeld, Krs Brilon, 293.Niederwildungen, Krs Waldeck, 173.Niehaus (Joachim), OSC, 246. - (Joannes), OSC, 246.Niehoff (Berardus), OSC, 246.Niemann, Hof in Bippen, 61, 75.Nienberge, Krs Miinster-Land, 155.Nienborg (Henricus van der), OSC,246.Nienhoff, Hof in Holsten, 133, 134,278.Nienhuis, s. Neuenhaus.Nienkerck (Joannes), OSC, 246.Niesert (Joseph), Autor, 51.Nyhe Broick, in Bentlage, 277.Nyehem (Henricus), OSC, 227.Nyeman (Bernardus), 260, 265.Nyemole, Bsch Wilsten, 143.Nym (Joannes de), OSC, 227.Nijmegen, Nymwegen, Noviomagus,Niederlande, Prov. Gelderland, 102,232, 260.Nijmegen (Henricus von), OSC, 75,125, 200. - (Theodoricus van), OSC,126, 127, 130, 232, 233, 238, 246.Nicolaus (Heilige), 285, 286.Nicolaus V, Papst, 38.Nicolaus I, Graf von Tecklenburg,256.Nicolaus II, Graf von Tecklenburg,256.Nicolaus, Plebanus, 255. -, OSC Aachen, 77. -, OSC Bentlage, 139. -,OSC Scharmer, 97. -, OSC Sneek,140.Nicolaus de Lyra, Autor, 50, 55.NOBBENHOVE, 71, 210.Nodeken (Hermannus), OSC, 216.Noy (Rutgerus), OSC, 246.Nord-Brabant (Provinz), Niederlande,44, 138, 149, 157.Nordhorn, Krs Grafschaft Bentheim,72, 154. - Kloster : s. Augustiner,Frenswegen.Nordinck (Joannes), OSC, 246.Nordwalde, Krs Steinfurt, 164.Nortmeier (Rempe), 278.Nortwolte (Hermannus), OSC, 224.Nottuln, Nottel(e)n, Krs Minister,123, 232, 238, 258Nottuln (Joannes), OSC Donatus Falkenhagen,226. - (Joannes), OSCDonatus Osterberg, 216.Nova Ecclesia, s. Neuenkirchen.Nova Lux, Kloster OSC in Ter Apel,25, 27, 44, 54, 59, 76, 80, 96, 97,117, 129, 135, 136, 137, 138, 141,170, 196, 201, 202, 203, 204, 205,206, 207, 208. - Mitglieder : s.Michael (1524).Noviomagum, s. Nijmegen.Novus Fundus, Kloster OSC in Sint-Annaland, 77, 96, 97, 170.Nuernberg. - Religionsfrieden, 82.Oberklafeld, Obercraemvelt, Hof inBentlage, 134, 276.
326 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENOberschledorn, Krs Brilon, 186.Ochtorpe, Ochtrup, Krs Steinfurt, 235,247, 265 ; s. a. Schoeherman.Ochtorpe (Joannes de), OSC, 246. -(Lambertus), OSC, 247. - (Theodorusde), OSC, 247. - (Wessel de),OSC, 247.Odenzall (Gerardus), OSC, 215.Odilia (Heilige), 285.Oen (Lambertus de), OSC, 247.Oestenjelde, s. Ostenfelde.Oesterberge, s. Osterberg.Oesterick de Velen (Joachim), OSC,247.Oesterreich (Albrecht von), s. Al-BRECHT.Oetmersen, s. Ootmarsum.Ohne, Ksp, Krs Grafschaft Bentheim,143, 154, 274 ; s. a. Dennemann,VOGELKOTTEN.Oignies (Maria von), 5, 14, 18.Oldenberghe (Hermannus), OSC, 227.Oldenzaal, Niederlande, Prov. Overijssel,76, 141, 248, 258, 262, 263,268.Oldenzaal, Oldensael (Arnoldus),OSC, 227. - (Theodoricus aus), OSC,77.Olrogi (Hermannus), OSC, 294.Olthus (Herman van), OSC, 85, 213.Onstwedde, Niederlande, Prov. Groningen,135 ; s. a. Wyltingherve.Ootmarsum, Oetmersen, Othmarsen,Ottmarsen, Niederlande, Prov. Overijssel,248.Ootmarsum (Gerardus), OSC, 247. »-(Joannes), OSC, 215. - (Lambertus),OSC, 247. - (Ludolphus), OSC, 247.Opilio (Arnoldus), OSC, 247.Opitio (Hermannus), OSC, 294.Ordo Sanctae Cruets, s. Kreuzherren.Ordo Sancti Wilhelmi, s. Wilhelmi-TEN.Orsoy, Krs Moers, 232.Orsoy (Everardus von), s. Kerskorf.- (Henrica von), 75. - (Henricusvon), 75.Orstmans Erbe, 274.Osenbruge(nsis), s. Osnabrueck.Osnabrueck, Krs O., 5, 69, 71, 76,83, 89, 106, 158, 227, 228 ; s. a.Eyckholt. - Bischof : s. Conrad-III, Erich von Braunschweig,.Heinrich. - Bistum, 32, 72, 82, 87,88, 101, 135. - Domkapittel, 83, 84.- Fiirstentum, 69. - Kirche: s. SanktJohann. - Kloster : s. Augustinerinnen,Marienstaette. - Staatsarchiv,10, 69.Osnabrueck, Osenbruge(nsis), Osnaburgls(Bernardus von), OSC, 228. —(Brandanus von), OSC, 228. - (Egbertus),OSC, 228. - (Hartmannvon), OSC, 229. - (Henricus von),OSC, 226. - (Hermannus), OSC,228. - (Joannes von), OSC Falkenhagen,227 ; - (Joannes von), OSCOsterberg, 214. - (Jodocus), OSC,229.Osterberg, Oesterberge, Mons Oriens,Krs Osnabriick, 71. - Kloster : s.Kreuzherren.Ostenfelde, Oestenjelde, Krs Osnabriick,143, 274.Ostenwalde, Krs Tecklenburg, 133,.278.Osterwolde, bei Schapen, 133, 278 ;s. a. Kallickule.Ostschlangen, Krs Detmold, 109.Othmarsen, s. Ootmarsum.Ottenstein (Adolf von), OSC, 235*247. - (Arnoldus), OSC, 247. -(Joannes), OSC, 226.Ottmarsen, s. Ootmarsum.Otto, Graf von Tecklenburg, 31, 32,71, 210, 211.Otto, Graf von Waldeck, 40, 168, 171r172.Ovenhusen (Henricus), OSC, 170,289.Overmann, 278. - (Henricus Georgus),OSC, 164-165, 232, 233, 242r247, 271, 286.Overwetterinck (Aleydis to), 260,S. a. SCHULTE OVERWETTERING.Overwetter (Johann), 86.Ovidius, Autor, 232.Padberg (Bernardus), OSC, 294. -(Henricus), OSC, 294. - (Jodocus),OSC, 294. - (Laurentius), OSC, 182,294.
REGISTER 327Paderborn, Krs P., 91, 110, 115, 116,190, 293, 294, 295. - Erzbischof : s.Heinrich von Lauenburg, Rembertvon kerssenbroch, slmonIII, Wilhelm II. - Erzbistum (Hochstift),29, 34, 35, 36, 50, 91, 93,94, 99, 100, 101, 112, 114, 116, 168,190, 219, 220, 221, 222, 288. -Diozesanarchiv, 10. - General Vikariatsarchiv,177. - Domkapittel, 74,99, 111.Paderborn (Meinwerk von), 51.Palhuber (Joannes), OSC, 294.Pamme (Henricus), OSC, 216.Pannensmet (Hennigus), OSC(?), 54.Papa (Henricus), OSC, 247.Papen (Henricus), 262.Paris, Frankreich. - Kloster : s. Kreuz-HERREN, SANKT VICTOR.Pasch (Ant. van de), OSC, Autor, 6,9, 58, 75, 126, 177, 182.Pasel(l) (Joannes), OSC, 182, 291,294.Patroclus, Abt von Iburg, 85.Patrokles (Heilige), 182.Paul (Chr.), Autor, 166.Paulus (Heilige), 269, 284.Paulus, OSC Osterberg (1452), 77. -,OSC Osterberg (1544), 77, 106. *-,OSC Donatus Osterberg (1491), 216.Paulus und Joannes (Heilige), 285.Pedernach, Krs St. Goar. *- Kloster s.Kreuzherren.Pelfers (Gertrudis), 265.Pelckmann (Joannes), OSC, 247.Pelsers (Joannes), 258.Pelster (Joannes), OSC, 217.Penthenck (Joannes), Canonicus, 263.Pepifer (Henricus), OSC, 294.Perizonius, Perisonius, s. Vorbrock(A. zum).Peti(c)ke (Lambertus), OSC, 54, 247.Petrus (Heilige), 269, 284.Petrus (Heilige), Dominikaner, 285.Petrus, OSC Osterberg (1475), 215.-, OSC Donatus Osterberg, 77, 97,-, OSC Donatus Osterberg (1514),216.Petrus Lombardus, Autor, 55.Pfalz, ehemaliges Kurfurstentum. -Krieg, 25.Philipp, Landgraf von Hessen, 32, 35,82, 103, 105, 107, 168, 172, 174,175.Philipp der Aeltere, Landgraf vonHessen, 172.Philipp der Aeltere, Graf von Waldeck,40, 41, 168, 172.Philipp der Juengere, Graf von Waldeck,40, 41, 168, 174, 175.Philipp, Graf von Spiegelberg, 107.Pyrmont, Krs Hameln-P., 5, 36, 93,110.Pilsticker (Everardus), OSC, 294.Pipardes (Joannes), 181.Pisanus (Raynerus), Autor, 48.Pistor (Hermannus), Priester, 258.Pius VIII, Papst, 175.Playnck, Planck, Planke, Planki, (Gerardus),OSC, 247. - (Joannes), OSCPrior Glindfeld, 292, 294. »- (Joannes), OSC Glindfeld, 182.Plantluenne, Krs Lingen, 133, 143,156, 274 ; s. a. Buthof, Spelle.Plettenberg (Friedrich Chr. von), s.Friedrich Christian von P. -(Theodoricus von), 251.Ploegmaker (Jacobus), Curatus, 263.Plughe (Rudolphus), 275.Plutarchus, Autor, 232.Poelhues, in Bentlage, 277.POGGENPOHL, 276.Pohlmann, Pol(l)man(n) (Caspams),OSC, 294. - (Conradus), 262. *-(Israel), OSC, 256.Poll (Henricus), OSC, 247.Pommern, ehemalige preuss. Provinz,254.Poppe(n) (Engelbert), 133, 276. •-(Ghese), 276. - (Joannes), 276. -(Konne), 133, 276. - (Ludolphus),134, 257.Porthus (Joannes), OSC, 217.Poste (Richer de), s. Richer de P.Potgheter, s. PoTTGiETER.Pots (Margareta), s. Menckens.Pott (Adelheid Flaginck-), 253, 268.Pottgieter, Potgheter (Christian), 154.- (Matthaeus), OSC, 216.Praemonstratenser, 15, 16. — Abteiin Schildwolde, 135.
328 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENPrant (Henricus), OSC Osterberg(1518), 215. - (Henricus), OSC Osterberg, 216.Preuss (O.), Autor, 91.Priors Kamp, in Schiittorf, 279.Proninck (Joannes), Priester, 255.Prusen (Jacobus de), OSC, 228.Puppe (Joannes), OSC, 247.Puschenkamp, in Bentlage, 278.Quakenbrueck, Krs Bersenbriick, 76.Quakenbrueck, Quackenbriigge (Joannes aus), OSC, 83-85, 212.Quintinus, OSC, 227.Quiriacus (Heilige), 13.Rabbert (Theodoricus), OSC, 138, 139,247.Rabbertinch (Henricus), 265.Rabenhaupt, General, 153.Rade, Rate (Joannes), OSC, 227. -(Petrus), OSC, 227. - (Theodoricusde), OSC, 224.Radeker (Fenna), 255, 259, 263. -(Joannes), 255, 259, 263, 267.Raeren, Belgien, Prov. Liittich, s.Brandenburg.Raesfeld (Bernhard von), s. Bernhardvon R. - (Godertus von),Domdekan, 251.Raessing, s. Rasing.Raet (F. von), Autor, 117, 230. -(von), OSC, 247.Raet und Bogelskamp (Jacobus de),OSC, 247.Ramaekers (A.), OSC, Autor, 9.Ramendal, Kloster in Lemgo, 98.Randelraedt (Hermann), OSC, 174.Range (Petrus), OSC, 294.Rasing, Raessing (Johanna Margaretavon), 278. - (Margareta), s. Bestfort.Rate, s. Rade.Ratingen, Krs Dusseldorf-Mettmann,211.Ravensberg, ehemalig Grafschaft, 155.- Graf, s. Wilhelm II.Rechede (Joannes de), 255, 259. -(Rotgera), 255, 259.Recke (Elisabeth Morrien- von der),155, 273, 275. - (Johann von der),155, 273.Reedis (Joannes), OSC, 226.Reetlage (Locke), 259.Reynders (Joannes), OSC, 57, 214.Reinarz (Joannes), OSC, 294.Reinmod, Frau, 119.Rembert von Kerssenbrock, Erzbischofvon Paderborn, 106, 108.Remberti (Joannes), OSC, 227.Remensnyder (Alyke), 275.. - (Henricus), 275.Remis (Gisbertus), OSC, 247.Remmerswaldt (Rudolphus), OSC,247.Rene, s. Rheine.Renen, s. Rhenis.Reneri (Paulus), OSC, 88.Reng(h)er(s) (Joannes), 137. - (Zeno),OSC, 139, 247.Reninck (Gerardus), 264.Rents, s. Rhenis.Rennenberch (Henricus), Priester,262.Revinck (Hermann), OSC, 247.Rheine, Rene, Krs Steinfurt, 5, 16, 19-38, 39, 45, 117, 119, 125, 131, 132,133, 134, 144, 146, 148, 152, i53,154, 155, 156, 159, 160, 162, 164,214, 215, 230, 231, 232, 233, 241,242, 243, 245, 246, 248, 249, 252,253, 255, 256, 257, 258, 261, 262,263, 264, 265, 266, 268, 269, 270,271, 272, 274-277, 284, 286. -S. a. ACHTER DER LYNDEN, AlTEN-BERGE, ALTENRHEINE, An DEN KREY-NESCHE, ASTRUP, ElLCKERS ERBE,Elte, Emesporten, Eschendorf,Falkenhof, Fernrodde, Frye Stuck,Gesen Garten, Hakedestueck,Hauenhorst, Hoehe, Huls, Ho-HENHORSTER HOF, HOPSTEN, KATEN-HORN, KOKENHUES, MOLLENKAMP,MONSTERPORTEN, RODDE, SANKT JO-HANSKAMP, STADTBERG, THIEBERG,Thietor, Wytesch. ~ Hospital : s.Heilige Geist. - Kirche : s. SanktDionysius. - Kloster : s. Franziskaner,Kreuzherren (in Bentlage).- Stadtarchiv, 10, 16, 117, 159, 230.- Tor, 274, s. a. Thietor.
REGISTER 329Rheine-Wolbeck, Furstentum, 40, 69,117, 164.Rheinlanden, 5, 9, 19, 23, 31, 43, 50,101, 163, 232.R(h)enis (Gerardus), OSC Bentlage,140. - (Gerardus), OSC Schwarzenbroich,140. - (Hermannus), OSC,175. - (Joannes), OSC, 216. - (Ludolphus),OSC, 217. - (Walterus),OSC, 217.Ribbeke (Lambertus), OSC, 53, 74-75,125-126, 232, 233, 238, 247.Richer de Poste, Rynkar de Post (Joannes), 137.Richter (Joannes), OSC, 86, 87, 215.Richterinck (Lambertus), 259. - (Ludgardis),259.Riccius (Carolina Gertrud Buch-HOLTZ-), 242.Riesenbeck, Krs Tecklenburg, 127,134, 276, 278 ; s. a. Kollickkamp.Riesenbeck (Henricus), OSC, 247.Rietberg, Krs Wiedenbriick, 294.Rijck (Paschasius de), OSC, 56, 247.Rydt (Laurentius), 262.Rynkar de Post, s. Richer de P.Ryswick (Aleidis de), s. Wyeborch.Rythus, Rythaus, Rythus, Landgut inHorstel, 126, 127, 134, 276, 278.Rillius (Carolus Ferdinandus), OSC,247.Ripperda Tom Vennehuis (Baltazar),252.Rischenau, Lippe, 115.Rivo (Wilhelmus a), OSC, 23.Rochwolt (Bernardus), OSC, 216.Rodde, Bsch bei Rheine, 155, 250, 277;s. a. averwetteringshof, bredelageErbe, Eidinck Erbe, EilerdingErbe, Eixelerskotten Erbe, FunckeErbe, Schule, Schulte Overwettering.Rodde (Anna), s. Swellings. - (GerdruitGildemeister-), 155, 277. -(Goddes), Vikar, 143. - (Stefanus),OSC, 247.Rodenbecke (Joannes), OSC, 215.Rodenberg (Joannes), OSC, 216.Rodenleuwen, Erbe, 277.Rodenleween (Volemodis van den),259.Roer (ter), 276.Roeren (Carolus), OSC, 294.Roermond, Niederlande, Prov. Lin>burg. - Kloster : s. Kreuzherren.Roermond, Ruremundensis (Lambertusvon), OSC, 226. - (Theodoricusvon), OSC, 224.Rolevinck, Rolewinck (Joannes), OSC,235, 247. - (Joannes), 278.Roma, Italien. - Heilige Stuhl, RomischeKurie, 25, 64, 121, 279, 287,293.Rome (Theodoricus), 137.Rongs (Paulus), OSC, 156, 213, 247,251.Ronighausen, Ort, 295.Rooijen (H. van), OSC, Autor, 10, 14.Rose (Valentin), Autor, 48.Rost(h) (Joannes), OSC, 145. -(Maurus), Abt von Iburg, 88.Rotenbergh, s. RuTENBERG.Rother, Bibliotheksdirektor, 55.Roveles (Wesselus), Priester, 253.Rovers (Theodoricus), Priester, 260,265.Ruden (Wilhelmus), OSC, 215.Rudolphia (Gerardus), 261.Rudolphus, OSC Osterberg, 77. -,OSC Osterberg (1493), 215.Rufus, Autor, 232.Ruhr (Archiv Haus), 69, 117.RUHRGEBIET, 154.Rulandt (Petrus), OSC, 56.Runde (Casparus), OSC, 294.Ruremundensis; s. Roermond.Russelius (Henricus), OSC, Autor, 14,116.Rustigi (Casparus), OSC, 294.Rutenberg, Rotenbergh, s. Langbn(Cornelia).Ruters (Aleidis), 261. - (Hermannus),261.Ruwe (Ludolphus), OSC, 124. - (Rudolphus), OSC, 247.Saarwerden, ehemalige Grafschaft. -Graf, s. Vinzenz.Sabbenhausen, Krs Detmold, 115.Sachsen, ehemalig. Herzogtum, s. a.Engern. - Herzog, s. Wilhblm.Sachsen (Jordan von), Autor, 10.
330 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENSachsen Lauenburg (Magnus von),s. Magnus.Sachsenhausen, Krs Waldeck, 62,171, 173, 174.Sallustius, Autor, 232.Salzbergen, Saltesberge, Krs GrafschaftBentheim, 45, 133, 144, 156, 158,164, 261, 268, 271-272, 278 ; s. a.HOLSTEN, HOLSTERMARK, HUMMEL-DORF, NlEDERBEXTEN, STOVEREN.Salthuis, Sdthues, in Niederbentlage,124, 276.Saltmannswiese, Soltmanswysche, Altenrheine,276.Samern, Bsch, Krs Grafsch. Bentheim,143, 154, 274 ; s. a. DenemansErbe.Sandtmann (Theodoricus), 277.Sankt Agatha, s. Sint A.Sankt Andreaekapelle, in Medebach,175, 182.Sankt Annaland, s. Sint A.Sankt Aposteln, Kirche in Koln, 29.Sankt Dionysii, Kirche in Rheine,147, 152, 154, 160, 165, 269.Sankt Gereonsstrasse, in Koln, 180.Sankt Gertrudenkapelle, in Bentlage,37, 47, 51, 119, 120, 121, 122,132, 283.Sankt Helena, Kloster OSC in Scharmer,25, 27, 30, 44y 77, 80, 96, 97,137, 202, 203, 204, 205, 206, 207,208 ; s. a. Nicolaus.Sankt Jacobi, Kirche in Minister, 265.Sankt Johann, Kirche in Osnabriick,69, 81, 260.Sankt Johanskamp, in Rheine, 274.Sankt Lamberti, Kirche in Miinster,143, 258, 263.Sankt Ludgeri, Kirche in Miinster,266.Sankt Martini, Kirche in Miinster,84, 133, 254, 257, 274.Sankt Mauritii, Kirche in Miinster,259, 265, 266, 267.Sankt Nicolai, Kirche in Hoxter, 100.Sankt Patrokli, Kirche in Soest, 182.Sankt Paul, Kirche in Liittich, 29.Sankt Petri, Kirche in Hoxter, 99.Sankt Severini, Kirche in Koln, 260.Sankt Victor, Kloster in Paris, 29.Sartor (is), Sartorius (Aleydis), 114,229. - (Arnoldus), OSC DonatusBentlage, 247. - (Arnoldus), OSCLaicus Glindfeld, 294. - (Casparus),OSC, 294. - (Joannes), Decanus,260. - (Joannes), Vikar, 256. - (Joannes), OSC Donatus Namur, 97.Sassen (Catharina), s. Stael. - (Gerardus),261.Sassenberg, Krs Warendorf, 248.Sauerland, 101, 190.Saurenburg, s. Surenburg.Scapen, s. Schapen.Sceper (Bernardus), OSC, 229.Schade(n) (Dietrich), Canonicus, 84.- (Henricus), 259. - (Metta), 259.Schade Tor Horst und Hange (Otto), 252.Schale, Krs Tecklenburg. - Kloster, 32,82.Schapen, Scapen, Krs Lingen, 133, 142,243, 262, 267, 268, 278 ; s. a. Osterwolde,Tabe, Tabenhelmiges Erbe.Scharmer, Scbermer, Niederlande, Prov.Groningen, 137. - Kloster : s. SanktHelena(OSC).Scharpenberch (Pelcke van Beverenvan),251.Schaumburg, ehemalig Grafschaft. -Graf, s. Adolf.Scheeben (H. Chr.), Autor, 10.Schelhase (Everardus), OSC, 294.Schenk (Phiiipp), 181.Schenkinck (Henricus), Canonicus,258. - (Hermannus), Canonicus, 256.Schenne(n) (Jodocus), OSC, 187, 294.Schepeler (Ermeke), 276. - (Ghyse),276.Schepsdorf, Krs Lingen, 164, 258.Schermer, s. Scharmer.Scheven (Joannes zum), OSC, 247.Schevinckhusen (Winandus van),OSC, 247.Schiedam, Niederlande, Prov. Siid Holland. - Kloster : s. Kreuzherren.Schildesche, Krs Bielefeld, 71.Schildwolde, Niederlande, Prov. Groningen. - Kloster : s. Praemonstra-TENSER.Schilgen, Familie, 157. - (Joannes),OSC, 157.
REGISTER 331Schily (Franz), Autor, 98.Schleboum (Bernardus), OSC, 247.Schlechter (Hermannus), OSC, 247.Schledorn, 292, 293.Schleicher (Chr.), 91.Schletbrug (Joannes), OSC, 247.Schlymer (Hermannus), OSC, 247.Schlueter (Heinrich), 274.Schmah (Bernardus), OSC, 247.Schmal(l)enberg, Krs Meschede, 292,294, 295.Schmid (Ludovicus), OSC, 294.Schmitz (Hermannus), OSC, 248.Schneedtlage, Ort, 276 ; vgl. Snetlage(n).Schneidewind, Kanzler, 110.Schnellen (Gerardus), OSC, 294.Schoe (Hinrick), 250.Schoeherman, in Ochtrup, 265.Schoeler (Albrecht), 171. - (Hans),171.Schoenhorst, Erbgut, 85.Schoerbeck (Gerardus von), OSC, 216.Scholle (Joannes), OSC, 199.Schortinghues (Christina), 263, 268.Schriever, Autor, 230.Schuel (Lubertus), OSC, 248.Schuengel (Gerardus), OSC, 294. -(Henricus), OSC, 295.Schuermans, Schu(e)rmann (Aleidis),265. - (Alexander), OSC, 248. -(Franciscus), OSC, 248..Schuettorf, Krs Grafschaft Bentheim,134, 145, 154, 232, 248, 267, 274,278. 279 ; s. a. Graefin Garten,Hachkamp, Kokenbeckers Hach,Priors Kamp, Steinforten, SusterenKamp, Vlake. - Kloster, 145.Schuettorf, Schiittorp(h), Scuttorp(Bernardus von), OSC, 143, 232,239, 248, 264. - (Christianus), OSC,248. - (Elbertus von), OSC, 143,232, 239, 248, 255. - (Hermannus),OSC Donatus Bentlage (f 1494),248. - (Hermannus), OSC DonatusBentlage (f 1551), 248. - (Hermannus), OSC Donatus Bentlage (t1559), 248.Schuktinck (Volbertus), Priester, 262.•Schule, Erbe zu Rodde, 155.Schult, Schulte(n) (Antonius), OSC,295. - (Hinricus), OSC, 140. -(Joannes), Pastor, 268. - (Rotgerus),OSQ 187. - (Wilhelmus), OSC, 248.Schultenhof, in Niederbentlage, 124,155, 273, 276(?), 283.SCHULTE OVERWETTERING, Erbe ZURodde, 277 ; s. a. Overweterinck(A.to).Schultetus (Bernardus), OSC, 248. -(Fenna), 268. - (Helmitus), Junior,268. - (Helmitus), Senior, 268. -(Joannes), 268.Schultor (Rotgerus), OSC, 295.Schultze (V.), Autor, 166.Schungel (Hermannus), OSC, 295.Schuringh (Joannes), OSC, 248.Schutmer (Ludolphus), OSC, 226.Schwaberg, Hof zu Bippen, 61, 75.Schwalenberg, Krs Detmold, 34, 35,36, 93, 109, 110, 111, 112. - Graf:s. Adolf, Albrecht, Simon, Volkwin.Schwarte (Geisse Kruese-), 274.Schwarz (Wilhelm Eberhard), Autor,117, 230.Schwarzenbroich, Kloster OSC inD'Horn, 10, 72, 96, 97, 105, 140,151, 153, 159, 195, 196, 199, 200,201, 202, 203, 209, 233, 240, 241.- Mitglieder : s. Buren (Chr. von),Derichswiler (H. de), Hertzworms(A.), Renen (G.).Schwarzburg, Zwartzenburch (Heinrich von), s. Heinrich III.Schweden, Konigreich, 89. - Soldaten,34, 39, 49, 153. - s. a. Koenigsmark.Schwefing, Sveveninckhoff, Hof inSalzbergen, 144, 278.Schwefing, Scbwevinck, Suevinck (Bertoldus),OSC, 248. - (Joannes), Vikar,267. - (Theodor), OSC, 248.Schweinsberg, Krs Herford, 181.Schwelm, Krs S., 160.Schwevinck, s. Schwefing.Scotkalk (Joannes), OSC, 216.Scroder (Bertoldus), 225.Scuddenkromen (Gerardus), Officialis,220.Scuttorp, s. Schuettorf.Sedelers, s. Zedelers.
332 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENSeeland (Provinz), Niederlande, 138,170, 238.Segenthal, Kloster in Liigde, 44, 98.Seiches, Frankreich, Dept Maine-et-Loire. - Kloster : s. ViridariumCruqs(OSC).Seilles, Seyil, Belgien, Prov. Liittich,15.Sellingen, Niederlande, Prov. Groningen,136.Sergius, OSC, 217.Seulen (Henricus), OSC, 214.Siebenberg (Cornelius a), OSC, 48, 90.Siegfried, Graf von Walbeck, Bischofvon Minister, 51, 119.Siederdes (Gustavus), OSC, 248.Sievers (Joannes Judocus), OSC, 248.Sigilliferi (Hermannus), 260.Symon, s. Simon.Sijn (Verhardus), OSC, 182, 295.Synesius (Joannes), OSC, 182.Silbach, Krs Brilon, 185, 294.Silva, Benediktinerkloster bei Groningen,141.Simisius (David), OSC, 295.Simon der Aeltere, Graf zu Lippe,112, 228.Simon III, Graf zu Lippe, Bischof vonPaderborn, 34, 93, 98, 99.Simon V, Graf zu Lippe, 35, 60, 103,104, 112.Simon, Graf von Schwalenberg, ^t>, 109,111, 112.Simon, Symon, OSC, 76, 77.Simon August, Graf zu Lippe, 91.Sint Agatha, Kloster OSC zu Cuyk,25, 27, 77, 137, 138, 149, 152, 164,195, 196, 197, 198, 201, 202, 203,205, 206, 208, 214. - Mitglieder : s.Horst (W.), Neesen (T.), Ver-HEYEN (H. W.).Sint Annaland, Niederlande, Prov.Seeland. - Kloster : s. Novus Fundus(OSC).Sleuss (Godefridus), Pastor, 268.Slinckhannen, 274.Smederus, OSC, 215.Smedes (Christina), 258. - (Elisabeth),265. - (Wolterus), 258.Smedynck, Hof in Bentlage, 277.Smoize (Joannes), 171.Sneek, Niederlande, Prov. Friesland. -Kloster : s. Kreuzherren.Snetlage(n) (Fredericus), 258. -(Wolterus von), 274. Vgl. Schneedt-LAGE.Snider (Gerardus), OSC, 248.Soest, Krs S., 95, 291. - Fehde, 95. -Kirche : s. Sankt Patrokli.Soeten (Geseken), 254.Soltmanswysche, s. Saltmannswiese.Sonsbeke (Arnoldus), OSC, 77.Sontag (Antonius), OSC, 295.Sorbeke (Theodoricus), Priester, 261.Spanien, Konigreich. - Erbfolgekrieg,25. - Konig, 252. - Soldaten, 86,144, 148.Spancken, Spanke (Josephus), OSC,187. - (Rudolphus), OSC, 295.Speyer (Theodoricus von), 232.Spekinck, Specking (Joannes), Priester,127, 253, 256.Spelle, Bsch in Plantlunne, 133, 250,274, 279 ; s. a. Helmijnck.Speller Wald, 279.Spenge (Anton), 86.Spergel (Reinerus), Priester, 259.Spiegelberg, S. Philipp.Spythues, Erbe in Eschendorf, 277.Stadtlohn, Krs Ahaus, 156.Stadtberg, in Rheine, 269, 270, 275.Stael(s) (Aieidis), 264. - (CatharinaSassen-), 261. - (Margareta), 268.- (Wilhelmus), Canonicus, 260.Stafdreger (Joannes), 265.Stacfort (Hermanus), Vikar, 266.Stale, Stable, Krs Hoxter, 61, 99.Steen (Arnoldus), OSC, 248. - (Bernardus),OSC, 248. - (Joannes),OSC, 248.Steenportener (Christina), 260. -(Henricus), 260.Stefanus, s. Stephanus.Stein (Anna), 132. - (Claves), 132.Steynem, s. Steinheim.Steynbe?n, s. Steinheim.Steinjordia, s. Steinfurt.Steinforten, in Schuttorf, 279.Steinfurt (Bentheim und), s. Bent*heim.
REGISTER 333STEINFURT, Krs S., 155, 232, 251, 252,273, 275. - Graf, 252, s. a. ARNDT,Erwin.Steinfurt, Ste(i)njordia, Stenvordia(Arnoldus de), 257. - (Henricus),OSC, 248. - (Henricus), OSC LaicusBentlage, 248. - (Henricus), OSCDonatus Osterberg, 217. - (Hermannusde), OSC, 217. - (Joannes),OSC Donatus Falkenhagen, 227. -(Joannes), OSC Donatus Falkenhagen (1463), 226.Steinhaus, Domus Lapidea, KlosterOSC in Beyenburg, 19, 25, 26, 27,31, 63, 65, 76, 80, 83, 96, 97, 109,119, 123, 126, 128, 129, 140, 160,195, 196, 200, 201, 202, 203, 204,205, 206, 207, 208, 226, 233, 238,291. - Mitglieder : s. Bercka (A.de), Wede (J.), Werdena (W de).Steinheim, Steynhem, Steynem, KrsHoxter, 101, 108, 109, 223, 225, 228.Steinheim, St(e)yn(h)em, Stenym, Stynem(Conradus), OSC, 225. - (Henricus), OSC, 97, 227. - (Hermannus),OSC, 108-109, 223, 229. - (Joannes),OSC Falkenhagen, 227. - (Joannes),OSC Donatus Falkenhagen, 227.Steinhorst (Bernardus), OSC, 248.Stenfordia, s. Steinfurt.Stenym, s. Steinheim.Stenvordia, s. Steinfurt.Stephanus (Heilige), 285.Stephanus, Stefan us, OSC Falkenhagen(1460), 97. -, OSC Falkenhagen(1596), 115.Steven (n)dstgk (Anna Margareta), Frauvon Heede zu Heede, 155, 277. -(Johann), 155.Stynem, s. Steinheim.Styrum (der Graf in), 280.Stockbeck (Joannes), OSC, 248.Stocken (Fredericus), OSC, 248.Stockholm, Schweden. - Reichsarchiv,89.Stodtbrock (Heidenricus), Priester,156.Stoeve, Stove, Stuve, Stuwe (Henricus),OSC Osterberg (1478), 214. - (Henricus), OSC Laicus Osterberg (1478),217. - (Joannes), OSC, 248. - (Joannes Lucas), OSC, 26, 160, 232, 233,241, 248, 271. - (Walterus), OSC,248.Storcks (Johanna Bestelinck-), 275.Stove, s. Stoeve.Stoveren, Gut in Salzbergen, 278.Stracke (Jodocus), OSC, 295.Straesberch (Joannes), OSC, 225.Straten (Sofia ter), 257, 262.Stricker (Arnoldus), OSC, 295. -(Bernardus), OSC, 187.Stromberg (Sophia von), Aebtissin,44, 78.Strucker (Joannes), Priester, 264.Struk (Joannes), Priester, 255.Stude (Joannes), 256, 262. - (Mechtildis),256, 262Stuecer (Joannes), OSC, 248.Stuve, Stil we, s. Stoeve.Sturloe (Gesa ten), 256. - (Locketen), 255.Stutz (U.), 9.Sudarto (Elisabeth), 264. - (Henricus),259. - (Hermannus), 259. -(Ludgardis), 259. - (Theodoricus),259.SUDENSBERG, Ort, 175.Sudendorf, Bsch, Krs Grafschaft Bentheim,278.SUEDERUS COBBINK, S. COBBINK.Sued-Holland (Provinz), Niederlande,.77.Siivinck, s. Schwevink.Suhling (Henricus), OSC, 160, 232,241, 248, 272.Sumbecken (Bernardus), 279.Sunderhuis, Sunderbus, in Niederbentlage,124, 276.Sunderman (Albert), 270.Surenburg, Saurenburg, Krs Steinfurt,.144, 252, 270 ; s. a. Munster TO S.Surner Grone (Henricus), OSC, 180.Vgl.Grone.Susteren Kamp, zu Schiittorf, 278.Sutloen (Hermannus), OSC, 226.Sutor (Arnoldus), OSC, 248. - (Joannes), OSC, 226. - (Ludolphus), OSQ248.Sutrum, Bsch, Krs Steinfurt, 274 ; s. a.BUHRENBERG.Sveveninckhoff, s. Schwefing.
334 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENSwarten (Alheyt), 171.Swartenwoldes (Elisabeth Beveren-),257.Swelde (Gerardus), Priester, 266.Swellings (Anna Rodde-), 143. -(Johann), 143.Swickenberg, Krs Kassel, 171.Swollis, s. Zwolle.Tabe, Hof in Schapen, 133, 278.Tabenhelmiges Erbe, Landgut in Schapen, 133.Taber (Gerardus), OSC, 248. - (Joannes), OSC, 248.Taborch, s. Borch (ter).Talle, Krs Lemgo, 115.Tammen, Hof in Bippen, 61, 75.Tebbenkamp, in Bentlage, 276.Teelken (Joannes), Priester, 267.Teffelicensis (Episcopus), s. Johann.Tegeder (Bernardus), Canonicus, 265.(Henricus), 265.Tehagen (Henricus), 265.Tekemester (Joannes), OSC, 98, 227.Tecklenburg, Te(c)keneborch, Teken(e) brock, ehemalig Grafschaft, 32,34, 69, 71, 88, 89, 101, 144, 155,210, 213, 218, 255, 256, 277 ; s. a.Bentheim. - Graf : s. Adolf, Konrad,Moritz, Otto, Nicolaus I u.II.Tecklenburg (Adelheid von), 71. -(Elisabeth von), 40, 171. - (Mechtildisvon), s. Mechtildis.Tellgeth (Joannes), OSC, 224.Ten Boer, Niederlande, Prov. Groningen.s. Garmerwolde.Tenhovel (Gerardus), OSC, 248.Tepenhuis, Hof in Detlage, 133, 273.Ter Apel, s. Apel (Ter).Terhorst (Lubertus), OSC, 248.Terweyde (Hermannus), 258.Tesinck, Erbe in Thunen, 279.T(h)esinck (Lambertus), 264. - (Lubertus), OSC, 249. - (Wybbe), 264.Test (Lambertus), OSC, 248.Themme (Dietrich), OSC, 214.Tbeodericus, s. Dietrich.Theodor von Celles, s. Celles.Theodor(ius), OSC Donatus Bentlage,249. -, OSC Bentlage (1558), 140.Tbeodoricus, s. Dietrich.Thieberg, in Rheine, 154, 270, 275,277.Thietor, in Rheine, 275.Thye (Joannes de), OSC, 249.Thilmannus, Tylmannus, Tilemannus,OSC Osterberg, 216. -, OSC Falkenhagen,97. -, OSC Glindfeld, 295.Thomas, OSC, 200.Thomas von Aquinen (Heilige), 50,285.Thomas von Kempen, Autor, 46, 231.Thorne (Joannes ten), Priester, 263.Thune(n), 258, 260, 264, 279 ; s. a.Tesinck.Thune(n), Tune(n) (Aleydis de),264. - (Gerardus de), OSC, 249. -(Joannes de), 264.Tibbeler (Agnes Wybben), 264.Tiel, Tyel, Niederlande, Prov. Gelderland,137.T'telke, s. Tyla.Tienhoven, Niederlande, Prov. Utrecht,141.Tyel, s. Tiel.Tyla, Tile, Tielke (Henricus de), OSC,44, 47, 129, 131, 139, 140, 249, -(Wilhelmus), OSC, 295.Tylken (Berthold), Archidiaconus, 180.Tylmannus, s. Thilmannus.Tymmerman (Bernardus), Priester, 261.Tyrano (Albertus de), OSC, 60, 154,284.Tyson (Cornelius), 278. - (MagdalenaAgnes), s. Doersten.Tile, s. Tyla.Tilemannus, s. Thilmannus.Tobias, OSC, 216.Toensmeyer (J.), Autor, 117.Tolborch, 61, 75.Torck (Joannes Rotgerus a), Weihbischofvon Minister, 272, 284.Toulouse, Frankreich, Dept Haute-Garonne. - Kloster : s. Kreuzherren.Trans Aquas, Ueberwasser, Kirche inMinister, 255, 256.Tremonie, s. Dortmund.Trient, Trento, Italien. - Konzil, 9,20, 146.
REGISTER 335Trier, 175. - Erzbischof, s. Johannvon Baden. - Erzbistum, 77. - Diozesanarchiv,10, 91.Trippe (Jacobus), OSC, 295.Trippenmacher (Gerardus), Vikar,260.Truchsess (Gebhard), Erzbischof vonKoln, 184.Tschackert (P.), Autor, 91.Tuebingen. - Universitatsbibliothek, 10.Tulkce (Conradus), OSC, 101-102,222, 228.Tune(n), s. Thunen.Tungerlo (Jacobus), OSC, 77.Twiste (Kreis der), 166, 168.Ubach (Theodoricus von), OSC, 78,83, 84, 108.Ubbena, Familie, 157.Ubbing (Henricus), OSC, 217.Uden, Niederlande, Prov. Nord Brabant.- Kloster : s. Kreuzherren.Uden, Udem (Theodoricus), OSC, 170.- (Joannes de), OSC, 249.Uding, Udinck (Joannes), OSC, 249. -(Theodorus), OSC, 249.Ueberwasser, s. Trans Aquas.Uhlenbrock (Nicolaus), OSC, 249.Ulenkotten, zu Landersum, 155, 273.Up de Hengemolle, in Holsten, 278.Ursula (Heilige), 285, 286.Utrecht, Niederlande, Prov. U., 76,102.Vader (Joannes), OSC, 229.Val(c)kenhoj(e), s. Falkenhof.VALENTINUS (Heilige), 222.Valken (Detmarus), 263. - (Heylken),263.Vallis Beatae Mariae Virginis, Kloster OSC in Glindfeld, 5, 6, 7, 8,19, 25, 26, 27, 30, 41-42, 44, 45,55, 56, 60, 64t 65, 77, 80, 83, 98,100, 101, 103, 105, 108, 163, 166,170, 175, 177-191, 198, 199-209,223, 225, 228, 291-295. - Mitglieder(alphabetisch geordnet), 291-295;s. a. Becker (Fabricius), Bocholt(J. von) (1528), Braunard (E.),Carneim (J. H.), Eyschen (G.von), Heyband (M.), Hemmingh(J.), Hoexter (Kyi. aus), Liessen(J.), Limburg (Prior J.), - (J.),Morus (Aeg.), Mulle (J.), Playnck(J.), RULANDT (P.), SCHULTEN (R.),Synesius (J.), Spancken (J.),Stricker (B.), Vest (W.), Walde(J.), Weller (R.), Wyls (N.).Vallis Liliorum, s. Lilienthal.Vallis Sancti Anthonii, Kloster OSCin Hohnscheid, 5, 7, 8, 25, 26, 27,29, 30, 31, 40-41, 44, 54-55, 60, 62,63, 64, 69, 78, 80, 81, 82, 91, 97,100, 117, 166-176, 177, 179, 180,185, 199-209, 212, 224, 226, 228,287-290. - Mitglieder, 289 ; s. a.Awel (J.), Bocholt (A.), Brilon(I. von), CULENBORCH (W.), FRONhoven(J.), Gangelt (W.), Grone(H.), Heinrich, Herde (H.), Her-VORDIE (H.), HEUBTREIFF (J.),Hoexter (H.) und (J.), Johann(1524), - (1526), - (1540), Landowe(J.), Randelraedt (H.), Renis(H.), Uden (Th.), Venlo (J. von).Vallis Sancti Matthiae, s. SchwarzENbroich.Vallis Sancti Petri, Kloster OSC inHoorn, 23, 43, 77, 136, 140, 196,201, 206.Varnhagen (J.), Autor, 166.Varwikken, 278.Vasterding, Landgut in Neuenkirchen,132, 273.Vasterdinck (Lambertus), OSC, 249.Vechta, Krs V., 244, 252, 260.Velen (Drost zu), 154.Veltmann (Antonius), OSC, 249,274.Venlo, Niederlande, Prov. Limburg,153, 156, 240. - Kloster : s. Kreuzherren.Venlo (Gerardus), OSC, 106, 229. -(Henricus), OSC, 106, 226. - (Johann von), OSC, 171. - (Petrus),OSC, 227.Vennis, Venne (Egbertus), OSC, 140,145, 249 ; s. a. Egbertus. - (Hermann), 250. - (Lambertus ten),Priester, 210.Vennehuiss, Ort, 252 ; s. a. RipperdaTom V.
336 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENVerger-Sainte-Croix, s. Viridarium Cruas.Verheyen (Henricus Walteri), OSC,149, 152.Verinck (Henricus), 262.Vernholz (Thomas), OSC, 295.Verpinxten- (Henricus), OSC, 77.Vest (Winandus), OSC, 187, 292.Vetus Ecclesia, Kirche in MUnster,254, 258, 260, 264, 268.Veveren (Maximilianus de), Canonicus,269.Victor (Heilige), s. Paris.Viegh (Joannes), OSC, 158-159, 233,240, 249.Vierlingsbeek , Niederlande, Prov.Nord Brabant, 157.Viermunden (Philipp von), 181.Vighes (Gertrudis), 262. - (Mechtildis),262.Vincentius (Heilige), 211, 285.Vineken, s. Vinke(n).Vinke(n), Vyncken, V'tnck (Agnes),143. - (Ludeke), 143, 274. - (Ludolphus),OSC, 249. - (Ludolphus),258. - (Magnes), 143. - (M.), OSC,Autor,10.Vinzens, Graf von Mors und Saarwerden,31.Viridarium Crucis, Verger-Sainte-Croix,Kloster OSC in Seiches, 137, 197,198.Vrrus (Heiliger), 171 ; s. a. Ems.Vlake, Stegge, Flurbezeichnung inSchuttorf, 279.Vloetmann (Joannes), OSC, 249.Vlucht, Flucht (Everardus), 264. -(Gerardus), OSC, 244.Vluten (Henricus), OSC, 226.Voemershausen, OSC, 186 ; s. a.VOLMERSHAUSEN (J. B.).Voertmann (Joannes), OSC, 216.Voet (Joanes), 267. *- (Wennemarus),Canonicus, 258, 261.Vogel (Gerardus), Priester, 255, 263.- (Henricus), 259, 267.Vogelkotten, Gut, Ksp Ohne, 154,274.Vogt (Antonius), OSC Glindfeld(1712), 295. - (Antonius), OSCGlindfeld (1745), 295.Volbier (Arnoldus), 270.Vol(c)ker (Gerardus), Praebendarius,133, 134, 253, 266, 275, 276, 277.- (Gertrudis), 259. - (Hermannus),259. - (Joannes), Vikar, 268.Volkwin, Graf von Schwalenberg, 34,93, 168, 219.Volmersh(a)usen (Joannes Bonaventura),OSC, 292, 295; s. a. Voembrs-HAUSEN.Vorbrock, Perizonius (Antonius zum),Pastor, 279.Vorstmann (Joannes), OSC, 249.Vortlage (Herr zu), s. MuENSTER(Joh.von).Vortmann (Joannes), OSC, 215.Voss (Joannes), OSC, 213.Vosses (Gertrudis), 256, 260, 261,263. - (Wulfardus oder Wulhardus),256, 260, 261, 263.Vossing (Joannes), Pastor, 258.Vreese, Frese, Vresa, Vresen, OSCProcurator Falkenhagen, 101. - (Aegidiusde), OSC, 87-88, 89, 119,213. - (Joannes), OSC, 228. - (Jordanus),OSC, 225. - (Henricus),Wilhelmiter, 220.Vulfen (Elisabeth de), 262. - (Fredericusde), 262.Wachtendonk (Domicella de), 264.Walbeck (Siegfried von), s. Siegfriedvon W.Walborg (Henricus), OSC, 249.Wald(e), Walt (Henricus zum), OSC,249. - (Joannes), OSC Prior Glindfeld, 291. - (Joannes), OSC Glindfeld, 295. - (Joannes zum), OSCDonatus Bentlage, 249.Waldeck, Woldeggen, Krs W. - EhemaligGrafschaft, 35, 41, 81, 105,166, 168, 171, 175, 179, 183, 185,186, 187 ; s. a. Schwalenberg. •-Graf : s. Philipp der Aeltere,Philipp der Jungere, Otto, Walram,Wolfram.Waldeck (Elisabeth von), s. Elisabeth.Walcourt (Petrus de), OSC, 15.Wallage (Lengerke up de), s. Lengerich.
REGISTER 337Walram, Graf von Mors, Bischof vonMunster, 38.Walram, Graf von Waldeck, 40, 168,169, 287, 288.Walt, s. Wald(e).Waltheri (Henricus), s. Verheyen(H. W.).Wantscerer, Wants cher (Joannes),OSC, 106, 227. - (Lubertus), 262.Warburg, Krs W., 293, 294.Warburg (Joannes von), OSC, 216. -(Theodoricus aus), OSC, 75-79, 212.Warendorf, Krs W., 76, 245.Warendorff, Warendorp (Henricus),OSC, 249. - (Hermannus), OSC, 228.- (Joannes), 260. - (Joannes), Vikar,262, 268, 269, 270. - (Joannes),OSC Donatus Bentlage, 249. - (Joannes), OSC Osterberg, 215. - (Joannes), OSC Donatus Bentlage (t1497), 139.Warsum, Kloster bei Groningen, 141.Waten, Frankreich, Dept ...?. - Kloster : s. Kreuzherren.Weber (Franciscus), OSC, 295. - (Jacobus), OSC, 295. - (Joannes), OSC,295.Weddemann (Manitius), OSC, 295.Wede (Albertus), Vikar, 260, 278. -(Joannes), OSC, 140.Wedege (Fenna), 266. - (Henricus),266.Wedemeyger (Henricus), OSC, 228.Wederden (Joannes de), 254, 256,257, 258, 259, 260, 261, 262, 263,264, 266, 267, 268. - (Sofia), 258.Weer (Lubertus zur), OSC, 249.Wegberg, Krs Erkelenz. - Kloster : s.Kreuzherren.Wegge (Hermann), OSC, 110, 223.Weyborch (Aleydis de RYSWiCK-de),265. - (Arnoldus de), 260. - (Gertrudisde), s. Mytvelt.Weisweiler, Krs Duren, 159, 241.Weller (Rudolphus), OSC, 187.Wellinck (Gerardus), 211.Welp (Gerardus), OSC, 249.Welschbillig, Krs Trier. - Kloster : s.Helenenberg(OSC).Wendt (Lubert de), 155.Went von Diesingk zum Berentrop(Joanna de), 277.Werd(t) Joannes, OSC, 73, 77, 128,210(?), 212, 233, 238, 249.Werdena (Wilhelmus de), OSC, 119,120, 121, 124, 125, 128-129, 233,238, 249.Werdenborch (Henricus de), OSC,40.Werl, Krs Soest, 186, 188, 293 ; s. a.Bremen.Werne, Krs Liidinghausen, 248.Werne (Hermann von), 75.Werner (Cord), 278.Wernerus, OSC, 216.Werninck (Bernardus), Decanus VetusEcclesia, 254, 260, 264. - (Bernardus), Decanus Sankt Martini, 254. -(Gerardus), Rector Scholae, 256. -(Gerardus), Pastor, 262. - (Herbordus),Priester, 254, 264.Werra, Fluss, 93.Wesalta, s. Wesel.Weze, Wese (Alarda de), 260. - (Henricus), OSC, 135, 249. - (Rodolphusde), 260.Wesel, Krs Rees, 232.Wesel, We(s)salia, Wessels, Wessel(us),OSC Donatus Osterberg(1561), 217. - (Gerlacus von), OSCFalkenhagen, 229. - (Gerlacus von),OSC Donatus Falkenhagen, 180, 223.- (Hermannus von), OSC, 139. •-(Joannes de), OSC, 143, 232, 239,249, 261. - (Theodor), OSC, 56,249. - (Theodoricus), OSC Bentlage,249. - (Theodoricus von), OSC Donatus Falkenhagen, 224. - (Wesselus),OSC, 249.Weser, Fluss, 101.Wescappel (Hugo), OSC, 223.Wessaliae, Wessel, s. Wesel.Wesseling, Wesselinck, Burgermeister,155. - (Gerardus), 274. - (Hermannus), OSC, 249. - (Gerardus), OSC,145. - (Joannes), Pastor, 266.Wessel(u)s, s. Wesel.Wester, Krs Munster. - Kloster : s.Deutschherren.Westernkotten, Krs Lippstadt, 292,294.
338 DIE KREUZHERREN IN WESTFALENWesterwolde, Niederlande, Prov. Groningen,135.Westfalen, Westphalia, 19, 24, 26,27, 31, 42, 43, 64, 16, 79, 82, 101,103, 136, 153, 160, 177, 185, 202,203, 204, 205, 206, 207, 212, 232.Wettringen, Wetteringe, Krs Steinfurt,257, 265.Wickrath, Krs Erkelenz. - Graf : s.Hompesch (H.). - Kloster : s.KREUZHERREN.Wiedenbrueck, Krs W. - Kloster : s.Agneten, Annuntiaten, Augusti-NERINNEN.WlEDERTAEUFER, 145, 146.Wiese, Wyssen, Wische, Wisse(n)(Antonius), OSC, 295. - (Gertrudis),259. - (Hermannus), OSC, 249. -(Joannes), OSC, 47, 124, 235. -(Lumma), 268. - (Martinus ten),OSC, 249. - (Winnimar), OSC, 295.Wieshaupt (Henricus), OSC, 295.Wiethmarschen, s. Witmarsum.Wybben (Tibbeler Agnes), s. Tibbeler.Wyck (Joannes), OSC, 249.Wyls (Nicolaus), OSC, 225.Wyltingh, Wiltinck (Jacobus), Pfarrer,135.Wyltingherve, in Onstwedde, 135.Wynandus, OSC, 97.Wyn(d ?)man (Joannes), OSC, 217.Wynter (Joannes), OSC, 227.Wynterich, s. Wintering.Wyssen, s. Wiese.Wyschkotten, Hof in Altenrheine,134, 275.Wysscherinck (Assela), 267.Wytenhorst (Henricus de), Canonicus,262.Wytesch, bei Rheine, 275.Wilde (Hermannus), OSC, 249.Wilfem (Jutta de), 265.Wilhelm, Herzog von Sachsen, 95.Wilhelm II, Graf von Berg und Ravensberg,Bischof von Paderborn, 31,71, 210, 211.Wilhelm der Mittlere, Landgraf vonHessen, 172.Wilhelm, OSC Bentlage (1460), 140.-, OSC Subdiakon Bentlage, 76, 139--, OSC Schiedam, 140. -, OSC Glindfeld,295.Wilhelm (Joannes), 251.Wilhelmi (Antonius), OSC, 182, 295.Wilhelmiten, Ordo S. Wilhelmi, 93,220, 221 ; s. a. BlSSCHOPP, HELLEman(C), Molitoris (C), Vreese(Henricus). - Kloster in Witzenhausen,220.Wilkini, Plebanus, 264. - (Joannes),Decanus, 258.Willer (Rudolphus), OSC, 295.Wilsten, Ksp Beesten, 143 ; s. a.Nyemole.Wiltinck, s. Wyltingh.Winckhausen, Krs Meschede, 100,293.Windesheim, Niederlande, Prov. Overijssel.- Kongregation, 72 ; s. a.GeertGrote.Winterberg, Krs Brilon, 42, 45, 182,183, 184, 294. - Pfarrarchiv Jacobi,10. - Pfarre, 45, 182, 183, 184, 185,187, 188, 190. - Pfarrer : s. Becker(F.), CONRADI (J.), ECBERT (K.),Fabri (C), Kohle (H.), Krupen(H.), LlNDEMANN (G.), SCHENNE(J.), SCHULTEN (R.), SPANCKEN(J.), Stricker (B.), Weller (R.).Wintering, Winterich, Wynterinck,Wyntering (Aleidis), 261. - (Bernardus),261, 263. *- (Bernardus),261.- (Elisabet), 266. - (Ludgardis),266. - (Metta), 261, 263. - (Rotgerus),261. - (Theodoricus), 266.Winterschot (Joannes), OSC, 295.Wische, Wisse(n), s. WiESE.Wissing (Joannes), OSC, 249.Witmarsum, Wiethmarschen, Wittmarschen,Niederlande, Prov. Friesland,268. - Kloster : s. Benediktinerin-NEN.Witzenha(u)sen, Krs W., 93. -Kloster : s. Wilhelmiten.Wittenberg, Krs W., 50, 114.Wittmarschen, s. Witmarsum.Woebbel, Krs Detmold, 115.Woerdemann (Engelbertus), OSC,249.Wolde (Joannes ten), OSC, 140. -(Wilhelmus van dem), 211.
REGISTER 339Wbldeggen, s. Waldeck.Wolfenbuettel, Krs W. - Herzog-August-Bibliothek, 54.Wolfhagen, Krs W., 80, 172 ; s. a.Leckeringhausen .Wolfram, Graf von Waldeck, 31.Wolterdinck, Hof in Emsbiiren, 134.Woltermann, Erbe in Emsbiiren, 134,273.Wolterus, OSC Donatus Osterberg(1495), 216. -, OSC Osterberg(1541), 216.Wonden (Joannes), OSC, 170.Worcham (Henricus), OSC, 249.Worchen (Hinricus), OSC, 77.Workum, s. Woudrichem.Wormbach, Krs Meschede, 292, 293,295.Woudrichem, Workum, Worricbem,Niederlande, Prov. Nord Brabant,137, 141. - Kloster : s. Galilea(OSC).Wuellen, Krs Ahaus, 146.Wuellen, Wullen (Hermannus van),279.Wuerzburg, Krs W. - Staatsarchiv,10, 166.Wulff (Bartholdus), OSC, 93, 219. »-(Henricus), OSC, 249.Wulf(f)en (Christina de), 266. -(Christina), de Rheine, 269, 270. -(Henricus de), Vikar, 270.Wulfften (Engelbertus de), Canonicus,256. - (Fredericus de), Vikar,255.Wullen, s. Wuellen.Wuppertal, 119.Xoxsing (Joannes), OSC, 249.Zedelers, Sedelers (Elisabeth), 256,260, 261, 263. - (Hinrich), 275. -(Wilhelmus), 256, 260, 261, 263.Zenon, Autor, 49.Zisterzienser, 27, 94, 219. •- Klosterin Aduard, l4l.Zisterzienserinnen, 34. - Kloster inFalkenhagen, 93, 94, 219.Zoelen, Niederlande, Prov. Gelderland,s. Avezaath.Zueschen, Krs Brilon, 185.Zumbusch (Hermannus), OSC, 295.Zutphania, s. Zutfen.Zutfen, Niederlande, Prov. Gelderland,76.Zutfen (Helmicus Amoris de), OSC,s. Amoris. - (Laurandus von), OSC,216. - (Wilhelmus van), OSC, 76,139.Zwane (Lamma oder Lama In de),255, 257, 261, 262, 264, 267, -(Simon In de), 255, 257, 261, 262,264, 267.Zweerten (Elisabeth), 266. - (Lambertus),266.Zwolle, Niederlande, Prov. Overijssel,46, 64, 80.Zwolle, Swollis (Antonius), OSC,248. - (Gerardus), OSC, 97.
Oruk Ni V. Vonksteen. Langemark
• Blakelowe in Farndak- SS^SSSS^^^^^SSESSRoermond L», Bulk. DiisasIdorlMaaseik . / • Wegberg q• Wickratli
<strong>CLAIRLIEU</strong>Tijdscbrift gewijd aan de geschiedenisdetKruisheienVerschifnt iuteetpgal per jaar op ■ iden ju.-v numpof vi'iiniaal op len.Artikels ■ ' :;,'>? ie zemlfn aanOf, A. R ■. Peiiileu! , .dewerkhiyde Yiibm I ,,Teksten'.' m ' . A. van Asseldnnk, PP.Cro/s/ers,Geschiedkundige Rrmg ..<strong>CLAIRLIEU</strong>"Voor BELGIE :II. Veriappenplein 12, DIESTPoslrekening 1226 79Vonr NEDERLAND :18, NIJMEGEN■ ■■■.'.-i/i,iic/ir Chihlit'u HI6 444Cum penni-ssu Sujicriorum et Onliiiani