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KONSUMENTENINFO

www.ak-konsumenten.info

RATGEBER HAUSBAU


RATGEBER HAUSBAU


Medieninhaberin und Herausgeberin:

Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich

Volksgartenstraße 40,vorübergehend Gruberstaße 4042

4020 Linz

Satz: new typeshop, Linz

Druck: Trauner Druck, Linz

Text: Mag. Gerhard Augustin, Dr. Edith Brösl, Dr. Johann Kriegner,

Mag. Michael Kronlachner, Ing. Helmut Schafrath

Stand: August 2008


VORWORT

Die vorliegende Broschüre soll allen, die

Bau- und Sanierungsarbeiten vornehmen

müssen, bei der Auswahl der Baufirma, der

Planung ihres Projektes und der

Vertragsgestaltung helfen. Neben grund -

Dr. Johann Kalliauer

legenden technischen Fragen wird in ver-

AK-Präsident

ständlicher und kurzer Form über unbedingt

erforderliche Vertragsbestandteile und

ungünstige Vertragsklauseln informiert. Außerdem werden

verschiedene Finanzierungsvarianten und Versicherungsmöglich -

keiten erläutert. Damit sollten Sie in die Lage versetzt werden,

folgenschwere Fehler bei der Vertragsgestaltung und der Auftragsvergabe

zu vermeiden.

Dr. Hermann Kepplinger

Wohnbau-Landesrat

Qualitatives Verbessern und Schaffung

leistbaren Wohnraumes sind die erklärten

Ziele der Wohnbaupolitik in Oberösterreich.

Im vergangenen Jahr 2006 konnten

wieder rund 5.300 Wohneinheiten im

mehrgeschossigen Wohnbau und im

Eigenheimbereich bewilligt werden,

wodurch die Wohnbauförderung als größter

Auftraggeber der Bauwirtschaft zur Sicherung

der Beschäftigung in Oberösterreich

einen großen Beitrag leistete. Auch im 21. Jahrhundert hat die

Wohnbauförderung nichts an Notwendigkeit verloren. Daher ist es

mir wichtig, dass die BürgerInnen Oberösterreichs auf eine

Wohnbauförderung zurückgreifen können, die qualitativ hoch -

wertigen und leistbaren Wohnraum sicherstellt.

3


Inhaltsverzeichnis

1. Grundkauf. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Möglichkeiten der Bebauung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Grundbucheinsicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

2. Planung, Ausschreibung, typische Verträge. . . . . . . . . . . . 8

2.1. Detaillierter Leistungskatalog

(Bau- und Leistungsbeschreibung) . . . . . . . . . . . . . 8

2.2. Auswahl der Firmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

2.3. konventionelle Eigenheimerrichtung, Fertighaus

oder Generalunternehmer? . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

2.4. Bauträgervertrag (BTVG). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

3. Angebot Kostenvoranschlag

Pauschalpreisvereinbarung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

entgeltlicher, unentgeltlicher Kostenvoranschlag. . . . . . . 14

verbindlicher, unverbindlicher Kostenvoranschlag . . . . . . 15

Pauschalpreisvereinbarung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

4. Finanzierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Gesamtkosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Eigenmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Haushaltsplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Finanzierungsalternativen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Baukonto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Bauspardarlehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Fremdwährungskredit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Wohnbauförderung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Bankgarantie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

5. Vertrag wichtige Vertragsbedingungen . . . . . . . . . . . . . 21

4


6. Rücktrittsmöglichkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

Der Rücktritt vom Immobilienvertrag (§ 30a KSchG) . . . . 26

Der Rücktritt gemäß § 3a KSchG. . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Der Rücktritt nach § 5 Bauträgervertragsgesetz. . . . . . . . 28

7. Lieferverzug (Leistungsverzug) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29

Verschulden Schadenersatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29

8. Übernahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31

9. Baumängel: Gewährleistung, Schadenersatz . . . . . . . . . . 33

Definition der Gewährleistung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

Fristen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

Dokumentation, Beweismaterial sichern. . . . . . . . . . . . . 35

Schadenersatz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

Eigenleistungen des Bauherrn. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

10. „Versichern beruhigt“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

Bauherrn-Versicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

Rohbauversicherung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

Bauwesenversicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Bauhelfer-Unfallversicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Eigenheim-Versicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39

5


1. GRUNDKAUF

Zeitungsinserate, private Empfehlungen oder Anfragen bei

Gemeinden bieten die Möglichkeit, ein geeignetes Baugrundstück

ohne Kostenaufwand zu finden.

Natürlich kann auch ein Makler mit der Suche beauftragt werden,

im Erfolgsfall ist aber eine vom Kaufpreis abhängige Provision zu

bezahlen. Die Obergrenze für die Vermittlungsprovision bei einem

Kaufpreis unter € 36.336,42 beträgt 4 % des Kaufpreises. Liegt

der Kaufpreis zwischen € 36.336,43 und € 48.448,51 macht

die höchst zulässige Provision € 1.453,46 aus. Bei einem darüber

liegenden Kaufpreis kann der Makler maximal 3 % des Kaufpreises

an Provision verrechnen. Zu den angeführten Beträgen

kommt noch die Mehrwertsteuer in Höhe von derzeit 20 % dazu.

Bloße Grundstücksbesichtigungen mit einem Makler sind grundsätzlich

kostenlos!

Möglichkeiten der Bebauung

Es ist ratsam vor dem Kauf des Grundstückes in den bei der Baubehörde

(Gemeinde oder Magistrat) aufliegenden Bebauungsplan

Einsicht zu nehmen.

Der Bebauungsplan gibt z.B. vor, welche Gebäudehöhe, Bebauungsweise

etc. einzuhalten ist oder auch welche Abstände von

den Grundgrenzen zu wahren sind.

Bedingt durch einen hohen Grundwasserspiegelstand kann auch

ein „Kellererrichtungsverbot“ oder eine Anordnung, eine ganz

spezielle Baukonstruktion („Weiße Wanne“) auszuführen, vorgeschrieben

sein.

Wesentlich ist es auch zu erfragen, welche Ver- und Entsorgungsleitungen

bereits verfügbar sind (Kanal, Wasser, Strom- bzw. Erdgasversorgung,

Telekommunikation, Fernwärme) und welche Kosten

die allenfalls noch nicht entrichtete Aufschließung des

Grundstückes bzw. der Anschluss des Hauses an die Ver- und Entsorgungsleitungen

verursachen wird.

Die Kenntnis der Lage und Einmündungstiefe in den öffentlichen

Kanal ist maßgebend dafür, ob Abwässer auch vom Keller unter

6


normalen Bedingungen (ohne Abwasserhebeanlage) entsorgt werden

können.

Erkundigen Sie sich bei den Nachbarn und der Gemeinde nach

der Bodenbeschaffenheit und holen Sie im Zweifelsfall ein

Bodengutachten ein (Felsboden, hoher Grundwasserspiegel,

Hanglage, kontaminiertes Erdreich usw. können zu einer enormen

Verteuerung der Baukosten führen).

Grundbucheinsicht

Vor dem Kauf eines Grundstückes müssen Sie unbedingt Einsicht

in das Grundbuch beim örtlich zuständigen Bezirksgericht

nehmen (Grundbuchauszug). Damit können Sie sicherstellen,

dass der Verkäufer Sie über alle mit dem Grundstück verbundenen

Lasten, wie z.B. Hypotheken, Wege- und Leitungsrechte,

informiert hat.

7


2. PLANUNG, AUSSCHREIBUNG,

TYPISCHE VERTRÄGE

2.1 Detaillierter Leistungskatalog

(Bau- und Leistungsbeschreibung)

Haben Sie das Raumprogramm erstellt, stehen also Anzahl,

Widmung und Größe der Räume fest, kann ein Experte mit der

Planung beauftragt werden. Vor der Planung sollte noch der Kostenrahmen

abgesteckt werden und das Planungshonorar besprochen

bzw. schriftlich fixiert werden. Die Honorarordnungen der

Baumeister bzw. Architekten wurden außer Kraft gesetzt, die für

Planungsarbeiten anfallenden Kosten sind somit schwer abzuschätzen.

Es ist daher empfehlenswert, schriftlich ein pauschales

Planungsentgelt zu vereinbaren.

Um die Kosten des Bauvorhabens eruieren zu können, sollte von

einem Fachmann (z.B. Architekt oder Baumeister) ein Leistungskatalog

(Leistungsverzeichnis), getrennt nach Professionistenleistungen,

erstellt werden, wenn eigene Fachkenntnisse fehlen. Je

detaillierter die Leistungsbeschreibung ausfällt, umso geringer ist

die Gefahr, dass das Angebot der Handwerker zu geringe Mengenangaben

oder qualitativ schlechtes Material enthält.

Der Leistungskatalog kann anschließend an mehrere Fachbetriebe

gesandt werden (Ausschreibung), um Angebote einzuholen.

Eine professionelle Ausschreibung verursacht zwar Kosten, hat

aber den Vorteil, dass

der Vergleich zwischen mehreren Angeboten leicht fällt

die Gefahr unerwarteter Kostenerhöhungen gering ist

Privatpersonen versuchen häufig sich die Kosten einer professionellen

Ausschreibung zu ersparen. Meist werden mehrere Unternehmer

um Anbotslegung anhand des übermittelten Einreichplanes

ersucht, ohne einen konkreten Leistungskatalog vorzugeben.

Die Nachteile sind

ein Kostenvergleich zwischen mehreren Angeboten ist kaum

möglich,

8


geringe Einflussnahme auf Baustoffe,

erforderliche Nebenleistungen werden häufig nicht einkalkuliert,

die Mengenangaben sind meist zu gering, sodass es zu unerwarteten

Mehrkosten kommt.

2.2 Auswahl der Firmen

Eine sorgfältige Auswahl der Handwerker ist zwar keine Garantie

dafür, dass es keine Probleme bei der Abwicklung der Bauleistung

geben wird, minimiert aber zumindest das Risiko!

Ob der Unternehmer die erforderliche Gewerbeberechtigung

besitzt und ob der Betrieb schon länger existiert, erfährt man je

nach Firmensitz bei der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft

oder beim Magistrat.

Ortsansässige Unternehmen in ländlichen Gegenden kennen

die örtlichen Verhältnisse genau und sind bei allfälligen

Leistungsstörungen (Mängel, Verzug) rasch erreichbar.

Dieses „persönliche Naheverhältnis“ sollte aber nicht dazu

führen, in „Treu und Glauben“ alles mündlich zu regeln.

Zu geringer Wettbewerb zwischen wenigen ortsansässigen

Firmen kann sich jedoch negativ auf den Preis auswirken.

Unternehmen aus dem Umland oder aus den städtischen

Ballungszentren: Es empfiehlt sich nach Referenzprojekten

zu fragen und sich bei den Eigentümern nach ihrer Zufriedenheit

zu erkundigen.

Ob gegen ein Unternehmen bereits ein Insolvenzverfahren

anhängig ist, können Sie, wenn Sie einen Internetzugang haben,

selbst in der Ediktsdatei unter www.edikte.justiz.gv.at (einfache

Suche) nachprüfen. Es ist außerdem empfehlenswert, sich vor

Auftragsvergabe bei einem der Gläubigerschutzverbände über die

finanzielle Situation der beteiligten Unternehmen zu informieren.

Die Kosten hängen vom Rechercheaufwand ab und liegen

zwischen ca. 26 und 100 Euro. Möglicherweise ist auch Ihre

kontoführende Bank bereit, eine Bankauskunft, das ist eine

Information über die Kreditwürdigkeit des Unternehmers, einzuholen.

9


2.3 konventionelle Eigenheimerrichtung,

Fertighaus oder Generalunternehmer?

Sind die Fähigkeiten vorhanden, um die Schaffung des eigenen

Wohnraumes in hohem Maße in Eigenregie zu bewältigen, so müssen

doch zeitgerecht Kostenvoranschläge über Materiallieferungen

und Handwerksleistungen, welche vergeben werden müssen,

eingeholt und Beauftragungen durchgeführt werden. Zudem sind

die unterschiedlichen Leistungen termin- und zeitgerecht vom

Bauherrn zu koordinieren. Aufmaße müssen überprüft werden

(Aufmaßbuch), die erbrachten Leistungen sind auf Vertragskonformität

und auf Mangelfreiheit fortlaufend zu kontrollieren.

Fehlen die dazu notwendigen Kenntnisse oder ist Ihre Zeit entsprechend

knapp bemessen, kann man auf professionelle Anbieter

oder Angebote (Fertighaus, Generalunternehmer, Bauträger)

zurückgreifen.

Der Ankauf eines Fertighauses bringt z.B. folgende Vorteile mit

sich:

die Bau- und Fertigstellungszeiten sind sehr gering,

Fertighäuser können bei fast jedem Wetter aufgestellt

werden,

bei schlüsselfertiger Ausführung sofort beziehbar,

Bau- und Leistungserbringung zu einem Pauschalpreis,

im Regelfall eine Fixpreiszusage auf 12 Monate,

nur ein Ansprechpartner bei Problemen.

Selbstverständlich bindet Sie dieser Pauschalpreis aber auch an

die ursprünglich in der Bau- und Leistungsbeschreibung festgelegten

Baustoffe, Baukonstruktionen und Materialien. Die standardisierten

Leistungsbeschreibungen enthalten wohl eher mittlere

Qualität, um den Kaufpreis niedrig zu halten. Die

höherwertigen Ausstattungsmaterialien werden zumeist erst im

Zuge der Bemusterung, nach Vertragsabschluss, vorgestellt.

Dadurch kann es zu unerwarteten Mehrkosten kommen.

Ein entsprechender Nachteil, wie dies auch bei der Vergabe der

Leistungen an einen Generalunternehmer der Fall wäre, ist die

finanzielle Belastung. Mit einer Unterschrift verpflichtet man sich

10


über eine enorm hohe Summe. Dazu kommen noch die Kosten

von Fundamentplatte oder Keller, Anschlusskosten für die Verund

Entsorgungsleistungen und der Grundstückpreis.

Wenn der Abschluss nicht gut überlegt wurde, drohen bei einem

Vertragsrücktritt Stornogebühren in der Höhe von 10 % oder auch

mehr!

Wenn Sie sich nicht scheuen, selbst auch anzupacken, so können

Sie die Herstellungskosten erheblich reduzieren.

Fast alle Fertighaushersteller bieten Fertighäuser in unterschiedlichen

Baustufen an. Dadurch besteht die Möglichkeit, z.B. den

Innenausbau in Eigenregie zu erledigen. Im Regelfall wird vom

Unternehmer das Haus außen fertig, also mit Dach, Fenstern

und Fassade hergestellt. Auch so genannte, auf das Wohnhaus

abgestimmte „Ausbaupakete“ (Wärmedämmung, Dampfbremsen,

Trockenausbauplatten bis hin zu Parketten oder Laminatböden)

werden als Materiallieferung angeboten. Unser Rat: Ein Preisvergleich

vor dem Kauf lohnt sich auf alle Fälle.

Holzriegelbauten weisen durchschnittlich einen schlechteren

Schallschutz (bedingt durch die Leichtbauweise) und eine geringere

Wärmespeicherung auf. Der Brandschutz steht sicher nicht

auf der Stufe eines massiv errichteten Hauses. Es ist dadurch

möglicherweise davon aus zu gehen, dass der Wiederverkaufswert

eines Fertighauses in Holzriegelbauweise geringer sein wird als

von Massivfertighäusern oder konventionell errichteten, massiven

Eigenheimen.

Beim Hausbau unter Zuhilfenahme eines Generalunternehmers

(GU) zumeist Baumeister übernimmt dieser die Planung sowie

die Bauausführung. Ebenso wie beim Erwerb eines Fertighauses

hat der Bauherr nur einen Vertragspartner, somit auch nur einen

Ansprechpartner bei allfälligen Mängeln. Der GU verhandelt mit

den anderen Handwerkern, koordiniert und überwacht die zu

erbringenden Leistungen, zumeist vergibt er auch eigene zu

erbringende Leistungen an Subunternehmer.

Ein entscheidender Nachteil ist es, dass der Auftraggeber keinen

Einfluss auf die Auswahl der vom GU beauftragten Handwerker

und Subunternehmer nehmen kann.

11


Wie auch beim Fertighauserwerb liegen dem GU-Vertrag Bau- und

Leistungsbeschreibungen, die manchmal nicht ausreichend konkret

sind, zugrunde. Änderungswünsche nach dem Vertragsabschluss

kommen häufig teuer zu stehen. Mehrpreise für höherwertigere

Bauteile, bessere Materialien, aber auch zusätzliche

Honorarforderungen für den Mehraufwand (Änderung der Planung,

erhöhte Bauleitungskosten) werden zumeist „überzogen“ in

Rechnung gestellt.

TIPP:

Lassen Sie das dem Angebot der Baufirma zu Grunde gelegte

Leistungsverzeichnis von einem Bauexperten überprüfen,

wenn Sie selbst keine Fachkenntnisse haben. Leistungsänderungen

oder Zusatzaufträge sollten nur nach Einholung eines

schriftlichen Nachtragsangebotes erfolgen.

2.4. Bauträgervertrag

Ein Spezialfall des Generalunternehmervertrages ist der Vertrag

mit einem Bauträger. Ein Bauträgervertrag kommt zustande,

wenn von einem Unternehmer (Bauträger) ein bereits vorgeplantes

Haus (oder Wohnung) samt Grundstück erworben wird (z.B.

Reihenhaus oder Fertighaus) und vor Fertigstellung mehr als

150 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche zu bezahlen sind. Bei

der Berechnung dieser Wertgrenze müssen nun auch Entgelte

für Sonder- und Zusatzleistungen einbezogen werden (z.B.

Son derwünsche, Aufschließungskosten, Vertragserrichtungsge -

bühren, ...). Auch wenn der Grundstückskauf vom Bauträger nur

vermittelt wird, liegt ein Bauträgervertrag vor. Die Konsumentenschutz

bestimmungen im Bauträgervertragsgesetz sehen eine

Absicherung der vereinbarten Vorauszahlungen durch verschiedene

Sicherungsmaßnahmen vor, um den Erwerber im Falle einer

Insolvenz des Bauträgers vor großen finanziellen Verlusten zu

bewahren.

Die Sicherung der Vorauszahlungen kann durch schuldrechtliche

Sicherung (z.B. eine vom Bauträger übergebene Bankgarantie),

durch eine grundbücherliche Sicherstellung des Rechtserwerbes

12


in Verbindung mit einer Zahlung nach Ratenplan (siehe Seite 24

und 25) oder durch eine pfandrechtliche Sicherstellung (Hypothek)

erfolgen.

Es ist ein Alarmzeichen, wenn der Bauträger seinen gesetzlichen

Informations- und Sicherungspflichten nicht nachkommt. Gravierende

Verletzungen seiner gesetzlichen Pflichten können ein

Grund für eine kostenlose Vertragsauflösung sein (siehe Seite 26

Rücktrittsrecht). Lassen Sie sich in diesem Falle umgehend rechtlich

beraten.

Weitere Besonderheiten:

Ein Haftungsrücklass zur Sicherung von Schadenersatz- und

Gewährleistungsansprüchen aufgrund mangelhafter Leistung ist

für die Dauer von drei Jahren in Höhe von mindestens 2 % vorzusehen.

Die Grunderwerbssteuer wird vom gesamten Kaufpreis (Grundstückspreis

und Preis des Hauses oder der Wohnung) berechnet.

Ist die Durchsetzung von Gewährleistungs- oder Schadenersatzansprüchen

gegen den Bauträger auf Grund mangelhafter Leistung

wegen seiner Insolvenz oder aus anderen Gründen unmöglich oder

erheblich erschwert, kann die Abtretung der dem Bauträger zustehenden

Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüche gegen

Dritte, also z.B. die von ihm beauftragten, ausführenden Unternehmen,

beantragt werden. Schon mit dem Einlangen des Abtretungsverlangens

beim Bauträger kann sich die Käuferin/der Käufer

direkt an den Subunternehmer wenden.

13


3. ANGEBOT KOSTENVOR -

ANSCHLAG PAUSCHALPREIS-

VEREINBARUNG

Kostenexplosionen bei Bauleistungen können vermieden werden,

wenn vor Auftragsvergabe verbindliche Kostenvoranschläge, die

ein detailliertes Leistungsverzeichnis beinhalten sollten, oder

ebensolche Angebote eingeholt werden. Geht es um kostenintensive

Bauvorhaben (Neubau, umfangreiche Sanierung eines Altbaues

u.ä.), sollte die Einholung von Angeboten und Kostenvoranschlägen

in Form einer Ausschreibung (siehe Seite 8) erfolgen.

Manche Unternehmer versuchen aber, den für die Erstellung

eines Kostenvoranschlages oder Angebotes benötigten Zeitaufwand

zu verrechnen.

Das ist meist nicht gerechtfertigt.

Angebote (Offerte) sind nach der Rechtssprechung ohnehin kostenlos,

weil sie im Interesse des Unternehmers, der eine bestimmte

Leistung zu einem bestimmten Betrag anbietet, erstellt werden.

Entgeltlicher oder unentgeltlicher

Kostenvoranschlag

Beim Kostenvoranschlag berechnet der Unternehmer nur allgemein,

welche Kosten er für eine bestimmte Leistung verrechnen

würde. Er bietet dem Interessenten damit nicht zwangsläufig die

tatsächliche Ausführung an. Wird der Kostenvoranschlag für eine

Privatperson erstellt, ist er ebenfalls gratis, wenn nicht im Vorhinein

auf die Kostenpflicht hingewiesen wurde.

TIPP:

Fordern Sie vom Unternehmer im Zweifelsfall statt eines

Kostenvoranschlages ein Angebot an.

Beachten Sie, dass Planungsaufträge, die keine Kostenberechnung

enthalten, entgeltlich sind, wenn nicht ausdrücklich

Gratisleistungen vereinbart wurden.

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Verbindlicher oder unverbindlicher Kosten -

voranschlag

Im Zweifelsfall ist der vom Unternehmer für einen Konsumenten

erstellte Kostenvoranschlag verbindlich und darf nicht überschritten

werden.

Dass ein unverbindlicher Kostenvoranschlag vorliegt, kann sich

aus „Zirka-Beträgen“ bei Preis- und Mengenangaben ergeben. Oft

weisen auch Vermerke wie z.B. „Abrechnung erfolgt nach tatsächlichem

Aufwand (Aufmaß usw.)“ auf mögliche Mehrkosten hin.

Überschreitet der Unternehmer den unverbindlichen Kostenvoranschlag

beträchtlich (also nach der Rechtssprechung um mehr als

1015 %), ohne den Auftraggeber unverzüglich von der Verteuerung

zu informieren, ist der Auftraggeber nur verpflichtet, den

ursprünglich veranschlagten Betrag zu bezahlen.

Weist der Unternehmer aber umgehend auf die drohenden Mehrkosten

hin, hat der Auftraggeber nur die Wahl, die Verteuerung zu

akzeptieren, oder die Arbeiten abzubrechen. Die bislang ordnungsgemäß

erbrachten Leistungen sind zu bezahlen und ein

anderer Unternehmer kann mit der Fortführung der Arbeiten

beauftragt werden. Nach Beginn der Bauarbeiten ist es aber

schwierig, einen anderen Bauunternehmer zu finden, der die

Arbeiten zu akzeptablen Kosten fertig stellt.

TIPP:

Bestehen Sie daher auf einem verbindlichen Kostenvoranschlag

oder Angebot.

Pauschalpreisvereinbarung

Bei einer Pauschalpreisvereinbarung dürfen keine Mehrkosten

verrechnet werden.

Der Unternehmer trägt die Gefahr der Verteuerung, muss aber

auch eine Verringerung der kalkulierten Kosten nicht an den Auftraggeber

weitergeben.

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VORSICHT:

Bei Bauverträgen sind Kostenerhöhungen häufig auf äußerst

ungenaue Leistungsverzeichnisse und Zusatzaufträge zurückzuführen.

Wird der Leistungsinhalt im Vertrag nur vage festgelegt z.B.

„Lieferung von 16 Kunststofffenstern laut Plan“ könnte der

Bauunternehmer an Stelle des vom Auftraggeber erwarteten

Markenfensters ein billiges no-name Produkt liefern.

Besteht der Konsument nach Auftragsvergabe dennoch auf

dem Markenfenster, ist mit zusätzlichen Kosten zu rechnen.

Ein Beispiel aus der Bauberatung:

Eine Konsumentin ersuchte mündlich mehrere Unternehmer

um Übermittlung eines Angebotes über die Errichtung eines

Kellers für ein Fertighaus. Im „billigsten“ Angebot wurde die

Lieferung von Baumaterial für einen Keller mit „Bauherrenmithilfe“

offeriert. Es enthielt nur eine Materialliste und den Vermerk,

dass 50 Arbeitsstunden für einen Schalungsfacharbeiter

inkludiert sind. Wesentliche Nebenleistungen wie z.B. der

Erdaushub und der Abtransport des nicht benötigten Aushubmaterials

waren in der Kalkulation nicht enthalten. Aus Mangel

an Fachkenntnissen erteilte die Konsumentin dem vermeintlichen

Billigstbieter den Auftrag. Die vom Unternehmer

übermittelte Rechnung enthielt auch die im Angebot „vergessenen“

Nebenleistungen und überschritt das Angebot um fast

50 %. In einem Gerichtsverfahren muss die Konsumentin mit

erheblichen Beweisschwierigkeiten rechnen.

16


4. FINANZIERUNG

Gesamtkosten

Eine realistische Ermittlung der gesamten Kosten des Bauprojektes

bildet die Grundlage für einen maßgeschneiderten Finanzierungsplan.

Hilfreich sind in diesem Zusammenhang Checklisten,

wie sie etwa von Banken oder im Internet angeboten werden.

Damit stellen Sie sicher, dass auch anfallende Nebenkosten (z.B.

Steuern, Gebühren, Aufschließungskosten, Maklerprovisionen

usw.) berücksichtigt werden. Vergessen Sie auch nicht auf die

Kosten für die Einrichtung. Empfehlenswert ist es zudem, einen

zusätzlichen Finanzpolster einzuplanen, um für eventuelle Überschreitungen

bei den Baukosten vorgesorgt zu haben.

Eigenmittel

Ohne Eigenmittel wird eine Finanzierung nur in Ausnahmefällen

möglich sein. Eine Faustregel besagt, dass die Eigenmittel mindestens

ein Drittel der Gesamtkosten betragen sollten. Bei der

Kreditvergabe gehen die Banken nämlich vom vermutlichen

Marktwert im Falle eines Verkaufes aus (dem so genannten Beleihungswert),

der in der Regel niedriger (mit rund 60 % bis 80 %

der Investitionssumme) angenommen wird.

Haushaltsplan

Stellen Sie in einem Haushaltsplan Ihre Einnahmen und Ausgaben

gegenüber, um Ihr monatlich frei verfügbares Einkommen zu

ermitteln. Als Faustregel gilt, dass Sie höchstens zwei Drittel des

monatlich frei verfügbaren Einkommens zur Rückführung der Kredite

verwenden sollten. Das schafft Ihnen einen kleinen finanziellen

Spielraum, um auch für unvorhergesehene Ereignisse (z.B.

Kosten für Autoreparatur) gerüstet zu sein. Bedenken Sie, dass

Wohnbaufinanzierungen sehr langfristig sind (20 Jahre und mehr)

und Ihr Lebensstandard bei sehr engen Finanzierungen auf Dauer

erheblich eingeschränkt wird. Checklisten von Banken oder Rechner

im Internet unterstützen Sie bei der Ermittlung Ihres Haushaltsbudgets.

17


Finanzierungsalternativen

Holen Sie mehrere gleichartige Finanzierungsangebote ein und

bewerten Sie diese vor allem nach folgenden Kriterien:

Kosten (effektiver Jahreszinssatz, Gesamtbelastung, Bearbeitungs-

und Kontoführungsgebühren, Kosten für Risikoversicherung

usw.)

Vertragsbedingungen (z.B. Zinsanpassungsklausel, Pönalebestimmungen

im Falle von vorzeitigen Kreditrückzahlungen,

verlangte Sicherheiten usw.)

Wohnbaufinanzierungen werden häufig durch eine Hypothek (=

Pfandrecht auf einer Liegenschaft) bzw. durch eine hinterlegte

Pfandbestellungsurkunde besichert. Da hypothekarisch besicherte

Kredite ein geringeres Ausfallsrisiko haben, sind sie günstiger als

andere Kredite (z.B. Schalterkredit für Autokauf).

Meistens ist im Finanzierungsplan eine Kombination der einzelnen

Finanzierungsalternativen vorgesehen (z.B. Wohnbauförderung

und Bankkredit oder Bauspardarlehen).

Baukonto

Zu Beginn eines Bauvorhabens wird häufig ein Baukonto zur

Bezahlung von Rechnungen und Gebühren eingerichtet. Dabei

handelt es sich um ein günstig verzinstes Girokonto (Rahmenkre -

dit ohne Kreditvertrag). Der Zinssatz ist im Schalteraushang geregelt

oder wird mit der Bank individuell vereinbart. Das Baukonto

dient hauptsächlich zur Zwi schenfinanzierung (etwa bis beantragte

Mittel aus Wohnbauförderung ausbezahlt werden). Nach Eingang

der erwarteten Gelder wird ein eventueller Restsaldo zumeist

in einen Bankkredit umgewandelt.

Bankkredit

Wohnbaukredite der Banken sind üblicherweise in monatlichen

Raten zurückzuzahlen und haben Laufzeiten zwischen 20 und 30

Jahren. Es können fixe oder variable Zinsen vereinbart werden.

Mit jeder Ratenzahlung verringert sich die Kreditschuld und damit

die Berechnungsbasis für die Zinsen. Endfällige Euro-Darlehen,

bei denen während der Kreditlaufzeit nur die Zinsen beglichen

werden, sind selten. Achten Sie darauf, welcher Zinssatz nach

18


Ablauf einer allfälligen Fixzinsperiode bzw. nach einem kurzfristig

gültigen Einstiegszinssatz zum Tragen kommt.

Bauspardarlehen

Der grundlegende Vorteil eines Bauspardarlehens ist die Zinsenobergrenze

(derzeit 6 % p.a.). Pro Person kann ein Bauspardarlehen

von derzeit höchstens € 150.000, gewährt werden. Für ein

Bauspardarlehen sind Eigenmittel erforderlich, die entweder

angespart oder bei sofortigem Bedarf auch vorfinanziert werden

können. Die Zeit bis zur konkreten Zuteilung des Darlehens kann

durch ein Zwischendarlehen überbrückt werden.

Fremdwährungskredit

Fremdwährungskredite sind eine besondere Form der Währungsspekulation.

Dem günstigeren Zinssatz mancher Währungen im

Vergleich zum Euro steht das Wechselkursrisiko gegenüber. Steigt

der Kurs der Fremdwährung, so erhöht sich auch Ihre Kreditschuld

(umgerechnet in Euro). Fremdwährungskredite werden

meistens als endfällige Darlehen mit Tilgungsträger gewährt. In

der Regel gibt es keine Garantie, dass das angesparte Kapital aus

dem Tilgungsträger (häufig fondsgebundene Lebensversicherung

oder Investmentfonds) ausreichen wird, um den Kredit am Ende

der Laufzeit abdecken zu können. Fremdwährungskredite sind im

Vergleich zu Euro-Krediten mit höheren bzw. zusätzlichen Gebühren

und Kosten verbunden.

Wohnbauförderung

Die Bedingungen der Wohnbauförderung werden von den Bundesländern

geregelt. Die Förderung besteht hauptsächlich in Form

von zinsgünstigen Darlehen oder Zuschüssen. Die Vergabe ist an

bestimmte Auflagen gebunden (z.B. österreichische Staatsbürgerschaft,

Einkommensobergrenze, Größe des Objektes usw.). Die

Möglichkeiten der Wohnbauförderung sollten jedenfalls in Ihre

Finanzierungsüberlegungen einfließen.

19


Bankgarantie (Avalkredit)

Manche Firmen verlangen vor Projektbeginn eine Bankgarantie

(Zahlungsgarantie). Dabei handelt es sich um ein unwiderrufliches

Zahlungsversprechen einer Bank. Für den Unternehmer

bedeutet eine Zahlungsgarantie die Sicherheit, für seine erbrachten

Leistungen Zahlung zu erhalten (siehe auch Seite 23). Aus

banktechnischer Sicht gewährt Ihnen die Bank einen Haftungskredit

(die Bank haftet für Ihre Zahlungsverpflichtungen, prüft

jedoch nicht, ob eine Bankgarantie zurecht in Anspruch genommen

wird oder nicht!). Dafür müssen Sie eine Haftungsprovision

sowie einmalige Gebühren für die Ausfertigung der Bankgarantie

bezahlen.

20


5. VERTRAG

Sind die Vorbedingungen geklärt, steht einem Vertragsabschluss

eigentlich nichts im Wege. Doch Vorsicht: die Vertragsformulare

der Fertighausanbieter und vieler Bauunternehmer enthalten

umfangreiche Vertragsbedingungen (Allgemeine Geschäftsbedingungen,

AGB).

Lesen Sie die Vertragsbedingungen vor Vertragsunterzeichnung

durch und bestehen Sie bei Ihnen ungünstig erscheinenden Klauseln

auf einer Streichung oder Änderung. Lassen Sie sich im

Bedarfsfall rechtlich beraten. (Zuvor mit dem Rechtsanwalt oder

Notar schriftliche Kostenvereinbarung treffen). Der endgültige

Vertragstext sollte schriftlich (z.B. in Form einer Auftragsbestätigung)

fixiert werden.

Sollte noch keine Baubewilligung bzw. noch keine Finanzierungszusage

vorliegen oder die Höhe der Wohnbauförderung noch nicht

feststehen, kann der Bauvertrag prinzipiell auch unter der (aus

Beweisgründen schriftlichen!) Bedingung abgeschlossen werden,

dass diese Voraussetzungen eintreten.

Zahlreiche Beispiele zeigen aber, dass die beteiligten Firmen versuchen,

den entstandenen Planungsaufwand zu verrechnen oder

Schadenersatzansprüche zu begründen, wenn Konsumenten

wegen des Nichtzustandekommens einer Vertragsbedingung den

Vertrag als hinfällig betrachten.

TIPP:

Unterzeichnen Sie einen Bauvertrag erst, wenn der Leistungsinhalt

feststeht und geklärt ist, ob das Projekt von der Baubehörde

bewilligt wird und finanzierbar ist.

Ö-Normen werden vom österreichischen Normungsinstitut erlassen.

Es gibt Vertragsnormen und technische Normen, die einen

vertraglichen oder technischen Mindeststandard sichern sollen.

Sind die geltenden Ö-Normen Vertragsbestandteil, wird die Position

der Konsumentin/des Konsumenten somit verbessert.

21


Um die geltenden Ö-Normen zum Vertragsbestandteil zu machen,

könnte z.B. folgende Klausel in den Vertragstext aufgenommen

werden: „Die technischen und vertraglichen Ö-Normen in ihrer

derzeitigen Fassung sind Vertragsbestandteil. Geschuldet wird

daher eine dem Stand der Technik, mindestens aber den anzuwendenden

technischen Ö-Normen entsprechende Leistung.

Anders lautende Vertragsklauseln, die die Position des Auftraggebers

(Bauherrn, Konsumenten) verschlechtern, sind ungültig.“

Um die Beachtung der Sicherheitsvorschriften und eine reibungslose

Koordination der Arbeiten zu gewährleisten, muss ein „Baustellenkoordinator“

bestellt werden, sobald die Arbeitnehmer von

zumindest zwei Unternehmern auf der Baustelle tätig sind.

Vereinbaren Sie schriftlich, dass der Bauunternehmer (Architekt,

Bauleiter) diese Funktion, möglichst ohne dafür ein zusätzliches

Honorar zu verrechnen, übernimmt.

Werden Eigenleistungen, wie z.B. die Beistellung von Hilfskräften

oder Material, vereinbart, ist der Umfang der Eigenleistungen und

die Qualifikation des Hilfspersonals konkret zu beschreiben. Es ist

ratsam sich die von den Helfern geleisteten Arbeitsstunden auf

der Baustelle vom Polier bestätigen zu lassen (z.B. durch einen

Vermerk im Bautagebuch), um Streitigkeiten bei der Abrechnung

zu vermeiden.

Wenn Sie Regiearbeiten, deren Abrechnung nach tatsächlichem

Aufwand erfolgt, in Auftrag geben, unterschreiben Sie die Ihnen

zur Unterschrift vorgelegten Arbeitsbestätigungen nur, wenn Sie

mit dem Inhalt einverstanden sind! Es kommt bei fast jedem Bauprojekt

zu kleineren Zusatzaufträgen, lassen Sie sich daher vorsichtshalber

die Kosten einer Arbeitsstunde für Facharbeiter und

Helfer anbieten.

Die in Verträgen vielfach enthaltene Klausel „Abrechnung erfolgt

nach tatsächlichem Aufwand“ (nach Aufmaß, nach Naturmaßen

usw.) bedeutet, dass eine Überschreitung des Angebotes möglich

ist. Eine derartige Vereinbarung ist nur bei einer professionellen

Ausschreibung sowie einer begleitenden Bauüberwachung durch

einen Fachmann (z.B. Architekten oder planenden Baumeister)

22


sinnvoll. Dann kann es nämlich unter Umständen sogar billiger

werden als veranschlagt (siehe Ausschreibung Seite 8).

Vereinbaren Sie einen Fixpreis (Festpreis), also einen Gesamtpreis,

der auch bei einer Änderung der Materialpreise oder Kollektivvertragslöhne

unverändert bleibt, und streichen Sie eventuelle

Indexklauseln (Bindungen des Preises an den Baukostenindex

oder Verbraucherpreisindex) in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Ein Skonto, also ein Preisnachlass (von meist 25 %) für eine

Zahlung innerhalb kurzer Frist, muss ausdrücklich vereinbart und

aus Beweisgründen schriftlich fixiert werden.

Halten Sie den Baubeginn und vor allem den Fertigstellungstermin

präzis und schriftlich fest. Angaben wie z.B. „ Baubeginn

Frühjahr 2006, Fertigstellung Herbst 2006“ sind meist zu ungenau,

um Schadenersatz zu verlangen, wenn der Unternehmer seine

Leistung zu spät erbringt.

Wurde eine Pönale (Vertragsstrafe) vereinbart, erhalten Sie eine

pauschale Abgeltung für die im Falle eines Leistungsverzuges entstehenden

Schäden ( üblich sind z.B. 500 € pro Woche oder ein

vereinbarter Prozentsatz der Auftragssumme pro Woche). Versuchen

Sie die Höhe so festzusetzen, dass zumindest die tatsächlichen

Folgekosten eines verspäteten Umzuges, wie z.B. zusätzliche

Mietkosten, abgedeckt sind. Wurde die Vertragsnorm B 2110

Vertragsinhalt, ist die Pönale mit maximal 5 % der Auftragssumme

begrenzt. Kann der Unternehmer beweisen, dass weder er

noch seine Subunternehmer ein Verschulden an der Verspätung

tragen, z.B. weil schlechtes Wetter Arbeiten im Außenbereich verhindert

hat, muss keine Vertragsstrafe bezahlt werden. Andere

Vereinbarungen sind aber möglich.

Vermeiden Sie Vorauszahlungen wegen des Verlustrisikos im Insolvenzfall

oder bestehen Sie auf einer Absicherung der Anzahlung

(z.B. in Form einer Bankgarantie, siehe unten). Oft verlangt der

Bauunternehmer vom Auftraggeber an Stelle einer Anzahlung eine

Bankgarantie über einen bestimmten Teilbetrag oder den vereinbarten

Gesamtpreis. Mit dieser verpflichtet sich die garantiege-

23


ende Bank unter den im Garantievertrag festgelegten Voraussetzungen

an den Unternehmer Zahlung zu leisten. Räumen Sie dem

Bauunternehmer keinesfalls eine abstrakte unwiderrufliche Bankgarantie

ein, die es diesem ermöglicht, Zahlungen abzurufen,

bevor die Leistung vollständig und mangelfrei erbracht wurde.

Akzeptabel sind Vereinbarungen nach denen die Bank zur Auszahlung

nur mit Ihrer ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung

berechtigt ist.

Bietet der Bauunternehmer aber seinerseits eine Bankgarantie als

Absicherung für eine Anzahlung des Auftraggebers, sollten Sie auf

einer abstrakten und unwiderruflichen Bank garantie bestehen.

Achtung: Die Bank verrechnet für die Bankgarantie Kosten.

Vielleicht genügt dem Unternehmer auch eine einfache Bestätigung

der Bank, wonach Sie in der Lage sind die Auftragssumme

zu begleichen.

Zahlungen sollten nach Fertigstellung oder nach Baufortschritt

geleistet werden. Legen sie die einzelnen Bauetappen, nach

denen Teilzahlungen zu leisten sind, konkret fest. Bei Bezahlung

der Schlussrechnung sollte noch ein höherer Betrag offen sein

(siehe Zurückhaltungsrecht bei Leistungsstörungen Seite 32).

Auch der schriftliche Vermerk, dass mit Teilzahlungen keine rechtliche

Übernahme der jeweiligen Teilleistung verbunden ist, ist

sinnvoll.

Ist das Bauträgervertragsgesetz anzuwenden (siehe Seite 12), und

sollen die Vorauszahlungen durch eine grundbücherliche Sicherstellung

in Verbindung mit einer Zahlung nach Ratenplan abgesichert

werden, dürfen die Teilzahlungen die gesetzlich festgelegten

Raten nicht übersteigen. Für die Vereinbarung eines Ratenplanes

stehen nun zwei Varianten zur Auswahl:

Ratenplan A

15 % bei Baubeginn aufgrund einer rechtskräftigen Baubewilligung,

35 % nach Fertigstellung des Rohbaues und des Daches,

20 % nach Fertigstellung der Rohinstallationen,

24


12 % nach Fertigstellung der Fassade und der Fenster einschließlich

Verglasung,

12 % nach Bezugsfertigstellung oder nach vereinbarter vorzeitiger

Übernahme,

4 % nach Fertigstellung der Gesamtanlage.

Rest nach Ablauf von drei Jahren.

Zusätzlich muss der Bauträger eine schuldrechtliche Sicherheit

(z.B. Bankgarantie) für alle finanziellen Nachteile, die durch den

Konkurs des Bauträgers entstehen können, in Höhe von mindestens

10 % des Preises vorlegen.

Ratenplan B

10 % bei Baubeginn aufgrund einer rechtskräftigen Baubewilligung,

30 % nach Fertigstellung des Rohbaues und des Daches,

20 % nach Fertigstellung der Rohinstallationen,

12 % nach Fertigstellung der Fassade und der Fenster einschließlich

Verglasung,

17 % nach Bezugsfertigstellung oder nach vereinbarter vorzeitiger

Übernahme,

9 % nach Fertigstellung der Gesamtanlage.

Rest nach Ablauf von drei Jahren.

Auch wenn Sie keinen Bauträgervertrag schließen, sollten Sie

einen Haftungsrücklass von zumindest 3 5 % der Auftragssumme

vereinbaren. Der Haftungsrücklass dient als Absicherung im Falle

von Baumängeln und kann während der 3-jährigen Gewährleistungsfrist

einbehalten werden. Tritt kein Mangel auf, ist der einbehaltene

Betrag nach Ablauf der Gewährleistungsfrist an das

Bauunternehmen zu bezahlen.

Manchmal bietet der Unternehmer dem Auftraggeber statt dessen

die Ausstellung einer Bankgarantie in Höhe des üblichen Haftungsrücklasses

an. Achten Sie darauf, dass diese im Bedarfsfall

durch bloße Aufforderung an die Bank, auch im Falle eines Konkurs-

oder Ausgleichsverfahrens gegen die Baufirma, in Anspruch

genommen werden kann.

25


6. RÜCKTRITT

Im Bereich der Immobiliengeschäfte gibt es grundsätzlich drei

gesetzliche Rücktrittsrechte: §§ 3, 3a und 30a Konsumentenschutzgesetz

(wobei ein Immobiliengeschäft selten im Wege eines

Haustürgeschäftes abgeschlossen wird und deshalb auf § 3

KSchG nicht näher eingegangen wird). Allen Rücktrittsrechten ist

gemein, dass es zur rechtswirksamen Ausübung der Schriftform

und der Einhaltung bestimmter Fristen bedarf. Für die Wahrung

der Frist genügt das fristgerechte Absenden spätestens am letzten

Tag der Frist (aus Gründen der Beweisbarkeit am besten mittels

eingeschriebenen Brief). Wird ein gesetzliches Rücktrittsrecht

ausgeübt, erhält der Makler keine Provision!

Der Rücktritt vom Immobilienvertrag

(§ 30a KSchG)

Das Rücktrittsrecht bei Immobiliengeschäften dient dem Schutz

des Verbrauchers vor Überrumpelung anlässlich der ersten

Besichtigung. Voraussetzung für einen Rücktritt ist:

Die Abgabe einer Vertragserklärung, die auf den Erwerb des

Eigentums an einer

Wohnung,

oder einem Einfamilienhaus

oder an einer Liegenschaft, die zum Bau eines Einfamilienhauses

geeignet ist,

am selben Tag, an dem er das Vertragsobjekt das erste Mal

besichtigt hat

und sofern der Erwerb der Deckung des dringenden Wohnbedürfnisses

des Verbrauchers oder eines nahen Angehörigen

dienen soll.

Liegen diese Voraussetzungen vor, so kann ein Verbraucher vom

Vertrag binnen 1 Woche nach der Vertragserklärung des Verbrauchers

zurücktreten. Wurde keine Zweitschrift der Vertragserklärung

sowie keine schriftliche Belehrung über das Rücktrittsrecht

ausgehändigt, verlängert sich die Frist auf einen Monat, gerechnet

ab dem Tag der ersten Besichtigung.

26


Im Unterschied zum Rücktritt nach § 3a KSchG, ist es in diesem

Fall nicht erforderlich, dass dem Verbraucher ein Unternehmer

gegenübersteht; das Rücktrittsrecht gilt auch bei Verträgen zwischen

Verbrauchern.

Der Rücktritt gemäss § 3a KSchG

Ein Verbraucher soll grundsätzlich (wenn im Einzelnen ausgehandelt,

kann Rücktrittsrecht ausgeschlossen werden) ein Rücktrittsrecht

für den Fall haben, dass sich bestimmte Vorstellungen, die

der Unternehmer im Zuge der Vertragsverhandlungen geweckt hat,

im Nachhinein als unzutreffend herausstellen.

Bei dieser Bestimmung wird dem Verbraucher daher das Recht

eingeräumt, von seinem Vertragsantrag bzw. Vertrag zurückzutreten,

wenn ihm bestimmte maßgebliche Umstände, in Aussicht

gestellt worden sind, die nicht oder nur in erheblich geringerem

Ausmaß eingetreten sind. Maßgebliche Umstände sind:

die Erwartung der Mitwirkung oder Zustimmung eines

Dritten, die erforderlich ist, damit die Leistung des Unternehmers

erbracht werden kann (z.B. Bescheide der Baubehörde);

die Aussicht auf steuerliche Vorteile (z.B. Abschreibemöglichkeiten

für Sanierungs- oder Energiesparmaßnahmen);

die Aussicht auf öffentliche Förderungen (z.B. Wohnbauförderungen);

die Aussicht auf einen Kredit (z.B. Bankkredite aber auch

die Kreditierung durch Lieferanten.

Dabei ist der Rücktritt nach § 3a KSchG aber nur dann zulässig,

wenn der Unternehmer im Zuge der Vertragsverhandlungen verstärkt

auf den Willensbildungsprozess des Verbrauchers einwirkt.

Der bloße Hinweis auf Förderungsmöglichkeiten reicht für das

Entstehen des Rücktrittsrechts daher nicht aus!

Weiters ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Rücktritt, dass

der Verbraucher den Nichteintritt der in Aussicht gestellten Vorteile

nicht selbst veranlasst hat (unterlassen einer erforderlichen

Mitwirkung z.B. eines Antrages). Der Rücktritt kann binnen einer

Woche erklärt werden. Die Frist beginnt zu laufen, sobald für den

27


Verbraucher erkennbar ist, dass die maßgeblichen Umstände

nicht oder nur in erheblich geringerem Ausmaß eintreten und er

eine schriftliche Belehrung über dieses Rücktrittsrecht erhalten

hat. Das Rücktrittsrecht erlischt jedoch spätestens einen Monat

nach der vollständigen Erfüllung des Vertrages durch beide Vertragspartner.

Der Rücktritt nach § 5 Bauträgervertrags -

gesetz

Auch im Bauträgervertragsgesetz wurden zwei Rücktrittsrechte

verankert. Der Rücktritt ist möglich, wenn entweder

der Interessent nicht eine Woche vor seiner Vertragser -

klärung alle gesetzlich aufgelisteten Unterlagen erhält (die

wesentlichen Informationen über den Vertraginhalt sowie die

ausgewählte Sicherungsvariante der Zahlung des Erwerbers,

im Falle einer Bankgarantie deren Wortlaut);

oder wenn eine dem Vertrag zugrundegelegte Wohnbauförderung

ganz oder in erheblichem Ausmaß aus nicht im

Bereich des Erwerbers gelegenen Gründen unterbleibt (vgl.

oben Rücktritt nach § 3a KSchG).

Der Rücktritt ist im ersten Fall bis zum Zustandekommen des Vertrages

und danach binnen 14 Tagen schriftlich (am Besten mit

Einschreibebrief) zu erklären. Die Rücktrittsfrist beginnt mit dem

Tag, an dem der Erwerber den Vertragsinhalt, die Mitteilung über

die Sicherstellung der vom Erwerber geleisteten Zahlung sowie

eine Belehrung über das Rücktrittsrecht schriftlich erhält. Das

Rücktrittsrecht erlischt aber jedenfalls spätestens 6 Wochen nach

Zustandekommen des Vertrages.

Der Rücktritt ist auch im zweiten Fall binnen 14 Tagen schriftlich

zu erklären. Die Rücktrittsfrist beginnt, sobald der Erwerber vom

Unterbleiben der Wohnbauförderung informiert wird und gleichzeitig

oder nachher eine schriftliche Belehrung über das Rücktrittsrecht

erhält. Das Rücktrittsrecht erlischt jedenfalls spätes -

tens 6 Wochen nach Erhalt der Informationen über das

Unterbleiben der Wohnbauförderung.

28


7. LIEFERVERZUG

(LEISTUNGSVERZUG)

Wenn der Unternehmer die vereinbarte Leistung nicht zum vereinbarten

Zeitpunkt erbringt, kann der Auftraggeber entweder auf

ordnungsgemäßer Fertigstellung (Vertragserfüllung) bestehen oder

unter Setzung einer angemessenen Nachfrist vom Vertrag zurücktreten.

Entscheidet sich der Auftraggeber für den Rücktritt, sollte er den

Sachverhalt, am Besten in einem Einschreibebrief, zusammenfassen

und dem Unternehmer mitteilen z.B. „Wenn Sie die von mir

bestellten Kunststofffenster (Auftragsnummer …) nicht innerhalb

einer Frist von 14 Tagen, also bis zum …, vereinbarungsgemäß

liefern und montieren, erkläre ich schon jetzt meinen Rücktritt

vom Vertrag.“

Die eingeräumte Nachfrist muss angemessen sein, dem Unternehmer

also die Möglichkeit geben, die bereits begonnenen Vorbereitungen

zu Ende zu führen. Wurde sie zu kurz bemessen,

kann der Unternehmer eine Verlängerung verlangen. Eventuelle

Vertragsbestimmungen zur Nachfrist sollten daher berücksichtigt

werden. Verstreicht die Frist ungenützt, ist der Vertrag aufgelöst.

Der Auftraggeber kann somit eine eventuelle Vorauszahlung samt

4 % gesetzlicher Zinsen vom Unternehmer zurückverlangen, muss

aber auch Zug um Zug bereits geliefertes Material zurückgeben.

Verschulden Schadenersatz

Liegt ein Verschulden des Unternehmers, seiner Mitarbeiter oder

seiner Subunternehmer am Leistungsverzug vor, ist er zum Ersatz

des entstandenen Schadens verpflichtet. Als Verschulden ist ein

sorgfaltswidriges Verhalten zu werten (z.B. die verspätete Vergabe

eines Auftrages an einen Subunternehmer oder mangelhafte Ausführung

der in Auftrag gegebenen Arbeiten).

Wenn der Auftraggeber auf Vertragserfüllung besteht, kann er

Ersatz für die finanziellen Nachteile der Verspätung verlangen

(z.B. Kosten der „Stehzeit“ bei anderen Handwerkern).

29


Tritt der Auftraggeber wegen eines vom Auftragnehmer verschuldeten

Leistungsverzuges zurück und muss er nun einen anderen

Unternehmer mit der Fertigstellung beauftragen, kann er von seinem

früheren Vertragspartner den Ersatz dadurch entstehender

Mehrkosten verlangen.

TIPP:

Berücksichtigen Sie vor einem Rücktritt, wie die bei Fertigstellung

durch einen Fremdbetrieb oft anfallenden Mehrkosten

abgedeckt werden können.

Können Sie die Zusatzkosten nicht oder nur zum Teil mit der

Restforderung des Erstbetriebes aufrechnen und müssen Sie

die Kostendifferenz notfalls gerichtlich einklagen?

Bei einem Teilrücktritt sind die bereits erbrachten Leistungen

zu bezahlen!

30


8. ÜBERNAHME

Der Unternehmer/Werkhersteller hat nach Fertigstellung der

beauftragten Arbeiten die „Fertigstellung“ (Vollendung der zu

erbringenden Leistungen) dem Auftraggeber im Sinne der

getroffenen Vereinbarung anzuzeigen. In den meisten Fällen

erfolgt die Übergabe/Übernahme stillschweigend oder durch die

Nutzung des „Werkes“ (z.B.: Bezug des Hauses). Es empfiehlt

sich bei Arbeiten größeren Umfanges in jedem Fall, die Abnahme/Übernahme

der Leistungen in Schriftform zu vereinbaren und

eine entsprechende „Niederschrift“ (Protokoll mit Mängelliste) zu

vereinbaren (Muster für Übernahmeprotokoll auf unserer Home -

page www.ak-konsumenten.info).

Die Abnahme (Übernahme/Übergabe) der vereinbarten Bauleistung

ohne Vorbehalt löst den Übergang der Preis- und Leistungsgefahr,

den Lauf der Gewährleistungsfrist und wenn keine

besondere Zahlungsvereinbarung getroffen wurde die Verpflichtung

zur Zahlung aus.

Beispiel:

Bei der Hochwasserkatastrophe im Jahre 2002 wurden viele in

Bau befindliche Wohnhäuser beschädigt. Die Furcht der

betroffenen „Häuselbauer“ die Kosten für die Reparaturen und

die Trockenlegung selbst tragen zu müssen, war meist unbegründet.

Nach dem Gesetz trägt der Werkunternehmer bis zum

vereinbarten Übernahmetermin oder bis zur tatsächlichen

Übergabe die Gefahr für den Untergang oder die Beschädigung

seines Werkes und muss bis zu diesem Termin daher auch die

erforderlichen Reparaturen kostenlos durchführen.

Wird die vereinbarte Bauleistung mangelhaft oder vereinbarungswidrig

angeboten, kann der Auftraggeber die Übernahme verweigern

und auf Verbesserung bestehen.

Für offensichtliche Mängel, die auch einem Laien auffallen müssen,

kann der Auftraggeber nachträglich keine Gewährleistungsansprüche

geltend machen, wenn er die Bauleistung vorbehaltlos

übernommen hat.

31


Wenn eine förmliche Übernahme vereinbart wurde, werden die

dabei festgestellten Mängel schriftlich, z.B. in Form eines Protokolls,

festgehalten (Muster des Übergabeprotokolls auf unserer

Homepage www.ak-konsumenten.info).

Besteht bei der Abnahme keine Möglichkeit zur eingehenden

Überprüfung, sollte schriftlich, z.B. auf dem Lieferschein oder

Arbeitsnachweis, vermerkt werden, dass die Übernahme nur mit

dem Vorbehalt der Überprüfung erfolgt. Eine eingehende Überprüfung

sollte aber rasch nachgeholt und entdeckte Mängel per Einschreibebrief

so schnell als möglich mitgeteilt werden.

Bis zur ordnungsgemäßen Fertigstellung bzw. bis zur Verbesserung

kann der Auftraggeber die offene Zahlung vorläufig zurückhalten,

um den Unternehmer zu einer möglichst raschen und vertragsgemäßen

Leistungserbringung zu veranlassen.

32


9. BAUMÄNGEL:

GEWÄHRLEISTUNG, SCHADEN-

ERSATZ

Sollte eine erbrachte Leistung oder ein Produkt nicht den Vereinbarungen

entsprechen, haben Sie von Gesetzes wegen auch nach

Übernahme bestimmte Ansprüche. Berufen können Sie sich dabei

auf Gewährleistungs- bzw. Schadenersatzrecht.

Definition der Gewährleistung

Die Gewährleistung ist das gesetzlich verankerte und vertraglich

nicht beschränkbare Recht des Übernehmers (= Werkbesteller),

vom Übergeber (= Werkunternehmer) die kostenlose Behebung

von Mängeln an einer Sache oder Dienstleistung zu verlangen.

Der Werkbesteller muss für Mängel Gewähr leisten, die zum Zeitpunkt

der Übergabe des fertiggestellten Werkes bereits vorhanden

gewesen sind, aber erst später innerhalb der Gewährleistungsfrist

erkannt werden. Tritt ein Mangel innerhalb der ersten sechs

Monate ab Übergabe auf, gilt die Vermutung, dass der Mangel

bereits bei Übergabe vorhanden war. Nach Ablauf von sechs

Monaten trifft die Beweislast immer den Übernehmer. Der

Gewährleistungsanspruch ist unabhängig davon, ob den Auftragnehmer

ein Verschulden trifft (im Gegensatz zum Schadenersatz).

Gewährleistungsbehelfe

Der Werkbesteller hat zunächst nur Anspruch auf Verbesserung

bzw. Austausch, also das Recht, die Herstellung des vertragsgemäßen

Zustandes zu verlangen. D.h. man muss dem Werkunternehmer

eine „zweite Chance“ zur Erfüllung seiner Leistungspflicht

einräumen. Hat der Gewährleistungsberechtigte primär nur

das Recht auf Verbesserung, so kann er doch in gewissen Fällen

sofort Preisminderung oder Wandlung (Auflösung des Vertrages)

verlangen. Diese Behelfe stehen zu wenn:

nicht innerhalb angemessener Frist verbessert bzw. repariert

wird (dies ist nach den Umständen des Einzelfalles zu beurteilen)

33


die Verbesserung bzw. Reparatur durch den Unternehmer

verweigert wird

die Verbesserung für den Werkunternehmer mit einem

unverhältnismäßigen Aufwand verbunden wäre

oder die Verbesserung bzw. die Reparatur für den Verbraucher

mit erheblichen Unannehmlichkeiten verbunden ist

(z.B. umfangreiche Stemm- und Maurerarbeiten samt den

damit einhergehenden Schmutz- und Lärmbelästigungen

oder Misslingen der Reparatur).

die Verbesserung aus triftigen, in der Person des Werkunternehmers

liegenden Gründen dem Auftraggeber nicht zumutbar

ist (wenn die Fähigkeit des Auftragnehmers zur Mangelbehebung

zweifelhaft ist)

die Verbesserung nicht möglich ist.

Handelt es sich dabei um einen nicht geringfügigen Mangel, so

kann der Gewährleistungsberechtigte zwischen beiden Rechtsbehelfen

wählen. Bei einem geringfügigen Mangel steht ihm nur das

Preisminderungsrecht zu.

Wenn der Unternehmer der Aufforderung zur Reparatur nicht oder

nicht in angemessener Frist nachkommt, kann der Verbraucher

einen Dritten mit der Verbesserung beauftragen und die Kosten

gegenüber dem ursprünglichen Unternehmen verrechnen (Ersatzvornahme)

(Musterbrief auf unserer Homepage www.ak-konsumenten.info).

Fristen

Die Gewährleistungsfrist beträgt bei unbeweglichen Sachen (oder

Arbeiten an unbeweglichen Sachen) drei Jahre, bei beweglichen

Sachen zwei Jahre. Die Unterscheidung in bewegliche und unbewegliche

Sachen kann im Einzelfall schwierig sein. Als Richtschnur

gilt: Alles, was ohne Beschädigung und ohne größeren

technischen Aufwand wieder getrennt werden kann, gilt als

beweglich. Damit gehören Möbel zu den beweglichen Sachen, ein

Bauwerk samt allen Installationen, Verfliesungen usw. hingegen

zu den unbeweglichen Sachen.

34


Dokumentation, Beweismaterial sicherstellen

Das Sammeln bzw. Dokumentieren von Beweismitteln ist im Falle

eines gerichtlichen Rechtsstreites von entscheidender Bedeutung.

Das Führen eines Bautagebuches ist eine wichtige begleitende

Kontroll- und Dokumentationsmaßnahme. Im Bautagebuch sollte

daher jeder Vorgang auf der Baustelle vermerkt werden. Sammeln

Sie daher Fotos, Videos und schriftliche Unterlagen aller Art.

Private Sachverständigengutachten sind in der Regel aber sehr

kostenintensiv und müssen vom Gericht nicht akzeptiert werden.

Treten während der Bauarbeiten Mängel oder Probleme auf, die

nach der Weiterführung der Arbeiten nicht mehr untersucht werden

können, kann ein gerichtliches Beweissicherungsverfahren

sinnvoll sein. Meist wird dabei vom Gericht ein Sachverständiger

mit der Besichtigung beauftragt.

Schadenersatz

Gemessen an der Lebensdauer eines Gebäudes ist auch eine dreijährige

Gewährleistungsfrist sehr kurz. Schadenersatz kann deshalb

innerhalb von drei Jahren, gerechnet ab bekannt werden des

Schadens und des Schädigens, gerichtlich geltend gemacht werden.

Insgesamt können Sie das Recht auf Schadenersatz maximal

30 Jahre nach der Übergabe der Sache in Anspruch nehmen. Der

Schadenersatz erstreckt sich übrigens auch auf Folgeschäden,

also wenn beispielsweise aufgrund einer mangelhaft erbrachten

Leistung andere Teile des Hauses Schaden nehmen. Voraussetzung

für den Anspruch auf Schadenersatz ist das Vorliegen eines

Verschuldens des Unternehmers.

Eigenleistungen des Bauherrn

Bei Vereinbarungen, wonach sich der Auftraggeber zur Mithilfe

verpflichtet, sollte vorsichtshalber auch eine Überwachung durch

den Polier der Baufirma schriftlich zugesichert werden. Die Baufirma

haftet nämlich für diese Eigenleistungen nicht automatisch.

Von Schwarzzahlungen an den Unternehmer oder „privater Entlohnung“

von Mitarbeitern des Unternehmers kann nur abgeraten

werden. Die Durchsetzung von Gewährleistungsansprüchen für

derartige Leistungen ist kaum möglich. Grundsätzlich hat aber

35


jeder Handwerker die Abnahme-, Warn- und Hinweispflicht bezüglich

bereits geleisteter Vorarbeiten, die seine weitere Tätigkeit

betreffen. Stellt er Mängel fest, unterlässt aber den Hinweis

darauf und führt seine Arbeiten aus, dann haftet er für etwaige

Folgeschäden.

36


10. „VERSICHERN BERUHIGT“

Dieser schon etwas strapazierte Slogan gilt auch für alle Bauherren,

die in Zusammenhang mit ihren Neu-, An- und Umbauten an

einen möglichen Versicherungsschutz denken. Schon beim

Grundstückskauf (Grundbesitz-Haftpflichtversicherung) ist es

sinnvoll über einen ausreichenden Versicherungsschutz nachzudenken.

Im Ablauf des Baufortschritts sollten folgende Versicherungen in

Betracht gezogen werden:

Vor Beginn der ersten Bauarbeiten

Bauherren-Haftpflichtversicherung

Versichert sind Personen- und Sachschäden an Außenstehenden

(z.B. Nachbarn, Passanten), die bei der Durchführung von Bauarbeiten

(auch Grabarbeiten) an dem zu errichtenden Bauwerk entstehen.

Sie schützt den Hausbauer vor Schadenersatzforderungen,

die aus der Planung und Errichtung des Hauses entstehen

können. Voraussetzung ist, dass die Bauausführung einem

behördlich konzessionierten Bauunternehmen übertragen wird.

Die Arbeiten von sog. Pfuscherpartien sind üblicherweise nicht

versichert.

Rohbauversicherung

Auch während der Rohbauphase kann ein Gebäude durch Feuer

oder durch andere Elementarereignisse zerstört oder beschädigt

werden. Für die finanziellen Folgen von Brand-, Blitzschlags- und

Explosionsschäden kann eine bis zur Fertigstellung des Gebäudes

prämienfreie Feuerversicherung abgeschlossen werden. Voraussetzung

ist, dass eine mindestens drei Jahre gültige Feuerversicherung

oder Eigenheimversicherung für das fertige Gebäude

vereinbart wird.

Bei einer Kreditaufnahme wird von den Banken oft eine Vinkulierung

(Sperrschein) der Feuerversicherung verlangt. Sobald ein

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Rohbau nach allen Seiten hin geschlossen ist, erstreckt sich der

Versicherungsschutz auch auf Schäden durch Sturm, Hagel,

Schneedruck, Felssturz, Steinschlag und Erdrutsch. Die Sparte

Leitungswasser gilt in der Regel erst ab Einzug als versichert und

erfährt keinen Schutz im Rahmen der Rohbauversicherung.

Eine Rohbaudeckung wird für die Dauer eines Versicherungsjahres

von sämtlichen Versicherungsgesellschaften dann prämienfrei

angeboten, wenn die anschließende, prämienpflichtige Eigenheim

Versicherung bei derselben Versicherungsgesellschaft abgeschlossen

wird. Sollten Verzögerungen in der Baufertigstellung

auftreten, wird die Rohbaudeckung ohne weiteres verlängert.

Der erfolgte Einzug sollte der Versicherungsgesellschaft unverzüglich

bekannt gegeben werden. Die Rohbaudeckung wird dann in

eine prämienpflichtige Eigenheim Versicherung umgewandelt.

Ansonsten ist der Versicherungsschutz in einem Schadenfall in

Gefahr.

Bauwesenversicherung

Sie bietet dem Hausbauer einen sehr weitreichenden Versicherungsschutz.

Es werden alle unvorhersehbaren Schäden und Verluste

an den versicherten Sachen, die während der Laufzeit der

Versicherung eintreten, ersetzt. Die Versicherung kann vom Bauherrn

oder vom Bauunternehmer abgeschlossen werden. Sie entspricht

im Wesentlichen einer Kaskoversicherung.

Die Versicherungssumme ist die vertragliche Bausumme zuzüglich

des Wertes der vom Hausbauer beigestellten Materialien

und/oder erbrachten Leistungen. Im Schadenfall werden die Aufwendungen

für die Wiederherstellung der versicherten Sachen,

abzüglich eines vereinbarten Selbstbehaltes und einer allfälligen

Wertminderung infolge Alters, ersetzt.

Bauhelfer-Unfallversicherung

Wenn der Hausbau nicht zur Gänze durch professionelle Handwerker

von konzessionierten Firmen durchgeführt wird, sondern

der Bauherr selbst und gemeinsam mit Freunden und Verwandten

auf der Baustelle Hand anlegt, sollte unbedingt der Abschluss

38


einer Bauhelfer-Unfallversicherung überlegt werden. Dabei handelt

es sich um eine private Unfallversicherung gegen die Risiken

dauernde Invalidität und Todesfall. Sie kann auch auf kürzere

Zeiträume, z.B. für einen oder mehrere Monate, abgeschlossen

werden.

Vor dem Bezug des Wohnhauses

Eigenheim-Versicherung

Deshalb ist vorgesehen, dass bei Bezug oder bei Erteilung der

Benützungsbewilligung die Rohbaudeckung nahtlos in die Eigenheim-Versicherung

übergeht. Standardgemäß bietet die Eigenheim-Versicherung

für folgende Risiken Schutz:

Feuer, Blitzschlag, Explosion

Sturm, Hagel, Schneedruck, Felssturz, Steinschlag

Erdrutsch

Austreten von Leitungswasser, Bruch- und Frostschäden an

Rohren

Haftpflicht für Haus- und Grundbesitz

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Stichwortverzeichnis

Abnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 1

Allgemeine Geschäftsbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 1

Angebot Offert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 4

Ausschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Bankgarantie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 0

Baukonto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 8

Bauspardarlehen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 9

Baustellenkoordination . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 2

Bebauungsplan. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Bauträgervertragsgesetz (BTVG) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 2

Eigenleistungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 2

Eigenmittel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 7

Fertighaus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 0

Festpreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 3

Finanzierung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 7

Fixpreis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 3

Fremdwährungskredit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 9

Generalunternehmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 1

Gewährleistung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 3

Gläubigerschutzverbände . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Grundbuch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

Grundkauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Haftungsrücklass . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 5

Indexklauseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 3

Kostenvoranschlag entgeltlich unentgeltlich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 4

Kostenvoranschlag verbindlich unverbindlich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 5

Kreditvertrag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 8

Leistungsbeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Leistungskatalog . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Leistungsverzug . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 9

Lieferverzug . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 9

Mängel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 3

Ö-NORMEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 1

Pauschalvereinbarung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 5

Planung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Planungshonorar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Pönale . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 3

Preisminderung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 3

Regiearbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 2

Rücktritt vom Vertrag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 6

Schadenersatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 5

Skonto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 3

Teilzahlung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 4

Übergabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 1

Übernahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 1

Verzug . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 9

Vorauszahlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 3

Wandlung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 3

Zurückhaltungsrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 2

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