Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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103Spionin, aber umbringen hätten sie uns im Iran können.Weshalb die Komplikation über die Türkei? Chantal hatsich ein bißchen in mich verliebt – ist doch o. k. – oder?«Nachdenklich begannen wir mit den Messungen. DerTiefensensor spuckte an vier Stellen grelle Töne. Irgendetwas Metallisches lag mindestens drei Meter hinter derSchotterwand. Wir hatten nicht die geringste Chance, daranzukommen.Gegen 11 Uhr, die Sonne stach jetzt grell ins Gesicht,begannen wir den Abstieg zum Auto. Außer uns keineMenschenseele weit und breit. Nachdem wir das Gepäckverstaut hatten, drückte ich dreimal das Pedal der Fußbremse.Alles war in Ordnung. Ich löste die Handbremseund zog sie mehrmals wieder an, auch hier alles bestens.Ich blickte unter den Wagen, suchte nach irgendwelchenÖlspuren. Nichts. Dann kontrollierte ich den Luftdruckder Reifen. Der Rover war perfekt. Tomy saß neben mirauf der Bergseite, hinter ihm Marc. Ich startete und nahmim ersten Gang vorsichtig die erste Kurve. Immer wiedermußte ich kurz auf die Bremse, denn selbst der ersteGang war für die Motorenbremse über das Getriebe zuschnell. Wir hockten wie in einer Bergbahn, die extremnach unten führte.Dann passierte alles gleichzeitig. Plötzlich gab dasBremspedal nach. Rasch drückte ich das Pedal mehrfachhintereinander, um Bremsflüssigkeit in den Bremszylinderzu pumpen. Ohne Reaktion. Ich zerrte am Hebel derHandbremse. Keine Wirkung. Normalerweise hätte ichin einer gleichen Situation blitzschnell den tiefsten Ganghineingeworfen – in dem war ich schon. Durch das Schwergewichtauf dem steilen Abhang begann das Getriebe zuheulen. Mir jagten Gedanken durch den Kopf: Also doch!Sie wollen uns umbringen! Wie kamen wir aus der Situa-

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