Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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121fahren. Die Strecke betrage rund 300 Kilometer, und inNevsehir gebe es hervorragende Hotels.»Wieso?«, erkundigte sich Marc, »liegt das an einemStrand? Ich habe noch nie etwas von Nevsehir gehört.«Ercan erklärte, gleich daneben liege das Tal von Görememit seinen wunderbaren Felskirchen. Die Gegend sei touristischerschlossen.Also gingen wir einkaufen. Wir brauchten Filme, Batterien,dünne Gummihandschuhe und für Tomy andereKlamotten. Ercan besorgte zwei Zimmer in einem Hotel,das wie die Garage den Namen Central führte. Tomy,Marc und ich wollten gemeinsam in einem Zimmer übernachten,die innere Unruhe machte uns ängstlich. Ercanund Chantal bezogen ein Doppelzimmer. Nach einemfrühen Abendessen legten wir uns in die blitzsauber bezogenenBetten. Bevor ich in einen Tiefschlaf versank,fragte ich Tomy noch, ob er jetzt Ercan übernehme.»Erst wenn beide schlafen.«Nicht einmal der nächtliche Ramadan-Lärm vermochteuns zu wecken. Die Strapazen des Sabotageaktes, desFußmarsches und anderer Widerlichkeiten hatten uns ausgezehrt.Sofort nach dem Aufwachen blickte ich zu Tomy.Der lag gekrümmt im Doppelbett neben Marc. Beideschnauften tief und gleichmäßig. Nach der erfrischendenMorgentoilette – endlich eine Dusche, die funktionierte –weckte ich die beiden. Tomy war sofort hellwach, setztesich im Bett auf, schüttelte den Kopf und konstatierte:»Verdammt – ich hab's versaut! «»Was hast Du versaut ?« Marc hatte sich zu Tomygedreht.»Ich bin eingeschlafen! Schlicht eingeschlafen!«»Das gibt's nicht«, mischte ich mich ein. »Du bist docheine Energieform, und die schläft nicht.«

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