Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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144»Habt Ihr etwa Sex gehabt ?«»So ein Quatsch«, schoß ich zurück. »Ich war nieschwul und Tomy schon gar nicht.« Und dann, mit einembefreiten Lachen: »Oder kannst Du Dir vorstellen, daßich es mit meinem eigenen Bruder treibe? Ich bitte Dich!«»Wieso tust Du denn so geheimnisvoll? Schließlichhatte Tomy mich auch mal übernommen, ich hab' Dir's jabeschrieben.«Gott sei Dank konsumierten wir heute keinen Alkohol.Ich begann meine Erinnerungen zu sortieren, michzurückzuversetzen in jene Nacht im Sheraton in Ankara,als Marc und Chantal das Allzumenschliche fühlten undTomy und ich uns in schweren Ledersesseln gegenübersaßen.Auf Tomys Lippen immer noch dieses unbeschreiblicheLächeln wie von einer anderen Wolke, als er michfragte, ob ich es immer noch wünsche. Auf mein Nickenmeinte er, ich könne getrost hier sitzen bleiben, doch fürihn sei es wohl besser, er lege sich hin, so würde derKörper nicht umkippen. Was dann geschah, ist im Sinnedes Wortes unbeschreiblich, und wenn ich es dennochversuche, dann mit sprachlichen Krücken, mit Worthülsen,die Gefühle niemals erreichen, mit einem gelähmten Verstand,der mir verwundet vorkommt. Ich versuche etwaszu be-schreiben, das sich nicht mal um-schreiben läßt,das unfaßbar bleibt, auch wenn ich es immer wieder ausder Erinnerung hervorhole. Der Verstand bleibt ohnmächtigangesichts dessen, was während Tomys Übernahmein meinem Bewußtsein geschah.»Stell Dir vor«, sagte ich zu Marc, »Du wärst in einerQuizsendung vor einem Millionenpublikum. Und Duhättest die unglaubliche Fähigkeit, alles zu wissen, wasMenschen je in Büchern veröffentlichten. Der Quizmasterwürde Dir ein dickes Buch reichen und Dich fragen,

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