Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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151Haß empfinde, sei ich in einem früheren Leben schonzusammengewesen. Jede Lebensform besitze ihren eigenen,unverwechselbaren Nukleus, der von Leben zu Lebenweiterlaufe. Die Liebe sollte ich pflegen und den Haßüberwinden. Ich sollte für alle Menschen, die mir Üblesgetan hätten, beten und den grandiosen Geist des Universumsum Vergebung für ihre Taten bitten. Auch nachihrem Tod.«»Und das hilft denen?«, fragte Marc und zog ungläubigdie Augenbrauen hoch.»Offenbar nicht nur denen, sondern in einer anderenRunde auch uns. Und da ich Tomy jedes Wort glaube,müssen auch wir zwei, Marc, in einem früheren Lebenschon miteinander zu tun gehabt haben. Und auch Elisabethund ich, und alle anderen, die ich liebe oder meinetwegenverabscheue. Tomy erklärte noch, ich sollte mirdas gesamte Universum wie eine ineinander verschachtelteHolographie vorstellen. Alles sei mit allem verbunden,und die Zeit existiere nur für die Materie und die Schwingungaus ihr.«Unser Abschiedsessen in St. Moritz sollte ohne Alkoholverlaufen, doch ich war innerlich derart aufgewühlt, daßmein Körper nach einem guten Rotwein gierte. Der Weinkellnerbrachte eine Flasche Château Mouton Rothschild,reichte mir den Korken zum Schnuppern und dekantierteden schweren Wein über dem Kerzenlicht. Während ichzusah, wie die purpurne Flüssigkeit langsam von der Flascheins bauchige Dekantiergefäß hinüberfloß, schien mir,als ob sich im Schein des Kerzenlichtes eine Milchstraßemit Milliarden Glitzerpunkten bewegte. Wir prostetenuns zu, und Marc wollte wissen, ob sich Tomy auch übermeine Theorien mit den Außerirdischen geäußert habe.

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