Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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Marc und ich hatten gestern bis nachts um zehn denWagen vollgepackt. Kartons mit Zwei-Liter-Flaschen Mineralwasser,voller Benzintank und zusätzlich 100 Literin vier Kanistern, eine Plastikflasche mit destilliertem Wasserfür die Batterien, falls diese austrocknen sollten. Dazuden Werkzeugkoffer, Reserveräder, Karte, Kompaß, unddie Pistole und ein Tränengasspray unsichtbar, aber griffbereit.Natürlich die Kamerakisten und ... und ... und.Nach getaner Arbeit gestattete uns der Hotelbesitzer, inseiner eigenen Küche Spaghetti mit Tomatensauce zuzubereiten.Wir kredenzten einen leichten Rotwein, der unsdas Aufwachen nicht allzu schwer machen sollte.Um 6.30 Uhr waren wir startbereit. Der Portier desLourdes, ein nobler alter Engländer mit langer Erfahrungim Lande, hatte die Hintertüre des Wagens zugeschlagen,stand nun da, winkte und rief: »Good Luck!«Ich startete den Anlasser und spöttelte: »Na, Marc,dann wollen wir mal! Christopherus möge uns beistehen!«»Den kenne ich nicht. Was kann der?«, fragte Marc.»Junge, Junge! Du mußt im Religionsunterricht öftermal gefehlt haben. Christopherus ist einer der 14 Nothelferunter den Heiligen. Er ist der Schutzpatron der Schiffer,Fuhrleute ... und, wie ich hoffe, auch der Wüstenfahrer.«Marc schlug unbeholfen ein Kreuz, er war nicht katholisch.»Christopherus möge mir verzeihen!« Der Heiligemuß Marcs Unkenntnis doch übel genommen haben.Das sollte sich bald zeigen.Bereits nach einer halben Stunde Fahrt steckten wir imGebirge. Kein Gebirge allerdings, wie ich es von derSchweiz kannte. Hier gab es weder Pflanzen noch Schneenoch grüne Halme oder Bergbäche, aber eine Eisenbahn,17

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