Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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22Marc und ich werden das Geschehen nie mehr ausunserem Gedächtnis tilgen können. Es fing damit an, daßMarc mit den Zähnen klapperte und 39 Grad Fieber hatte.Mit Mineralwasser schluckte er fiebersenkende Tablettenund Antihistamine aus der Bordapotheke. Damiter auf den Vordersitzen Platz hatte, um sich mit demganzen Körper hinzulegen, richtete ich mich auf demAutodach ein. Die Hintersitze waren ohnehin mit Gepäckvollgestopft. Vereinzelt wehte eine kühle Brise überdie Wüstennacht, trieb mehlstaubartigen Sand in Augen,Nase, Ohren und Mund, drang durch die Wolldecke hindurch.Über mir ein Sternenhimmel, wie es ihn nur überder Wüste gibt. Klarer und brillanter als in jedem Planetariumschienen die fremden, himmlischen Welten zumGreifen nahe. Trotz der lähmenden Müdigkeit blieb ichwach. Unter mir hustete Marc. Jede seiner Bewegungenübertrug sich über die Autoreifen auf die Karosserie desWagens. Nach Mitternacht schlief ich ein, wachte aberschon eine Stunde später wieder auf: Es war kalt geworden.Ich starrte zu den funkelnden Brillanten am Nachthimmelund begann zu träumen. Irgendwo in den Weitendes Alls kurvten fremde Raumschiffe von Planet zu Planet,brachten Post und Güter von bizarren Welten inabgelegene Zonen der Milchstraße, gab es Kriege zwischenPlaneten und Sonnensystemen. Vielleicht jagtenjetzt überlichtschnelle Informationen zwischen dem Sternbildder Plejaden und Planeten des Polarsterns hin undher, und wir Menschen, wir mikroskopischen Winzlingeda unten, erfuhren von nichts. Nie habe ich das Sternbildder Leier so deutlich gesehen wie in dieser Nacht. VomHauptstern, der Wega, wußte ich, daß er 50 Mal leuchtkräftigerist als unsere Sonne, doch erst in dieser Nacht

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