Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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38ne stieg beängstigend, und an einen Fußmarsch von 90 Kilometernwar gar nicht zu denken.»Meine Gegenwart ist schuld«, sagte Tomy leise. Bedauernklang in seiner Stimme. »Die Flüssigkeiten wurdenfür meinen Körperaufbau – äh – verwendet.«Ich sagte nichts, und auch Marc schwieg vorerst. Erschien Tomy gar nicht zu mögen, und seine Gegenwartbrachte ihn durcheinander. Ich merkte, daß er jederKörperberührung auswich. Dann, nach einer Weile, meinteer resigniert:»Wirklich toll. Du wirst ein kurzes Leben auf unsererErde erdulden, und verdursten soll sehr qualvoll sein.«Wir öffneten alle Autotüren, blieben aber sitzen. DerWagen war der einzige schattige Ort. Ein zarter Lufthauchdrückte die Innentemperatur ins Erträgliche. Tomyberührte von hinten meine Schulter, reichte mir unerwartetdie rechte Hand, als wolle er sich entschuldigen undverabschieden. »Paßt auf meinen Körper auf«, sagte ernoch, »auch wenn Marc mich nicht leiden kann. Bitte!«Dann kippte er unerwartet wie ein Mehlsack auf ein Gepäckstück.»Ist er tot ?« Marc sagte es emotionslos, es schien ihmziemlich egal zu sein.Ich stellte einen schwachen Puls fest und wußte augenblicklich,was geschehen war. Tomy holte Hilfe. Hatte ernicht gesagt, er könne andere Körper übernehmen? Einkleines Laternchen der Hoffnung begann zu glimmern.»Und wenn er uns im Stich läßt ?«»Tut er nicht, Marc. Er ist wie ich, und ich hätte als22-Jähriger Freunde nie im Stich gelassen.«»Sind wir denn Freunde?«, fragte Marc.»Vermutlich mehr als das. Und wenn Tomy ist, was ersagt, könntest auch Du es werden.«

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