Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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42den, daß jeder, der die Öffentlichkeit suchte, nicht nurZielobjekt von Lob, sondern auch von Tadel und oftgehässiger Kritik wurde. Auch hatte ich nie erwartet, vonder wissenschaftlichen Gemeinschaft mit Lorbeeren überhäuftund umarmt zu werden. Gegenmeinungen gehörendazu. Vor Jahren hatte mir der alte Herrmann Oberth,bekannt als der deutsche Vater der Weltraumfahrt, malgesagt: »Die ungerechte Kritik muß an Ihnen ablaufenwie Jauche an einer Marmorsäule!« Das hatte gesessen!Jetzt, wo unser Lebenswille wieder überhandnahm, erzählteich Marc eine Geschichte, die ich vor Jahren beieinem amerikanischen Fernsehsender erlebte. Ich saß damalsauf einem Ledersessel zwischen den ProfessorenAllan Hynek und Carl Sagan. Beide Astronomen. Es gingum Außerirdische, und Sagan hielt gar nichts davon. Erschloß zwar die Existenz von außerirdischen Lebensformennicht kategorisch aus, dozierte aber, derartige Wesenseien niemals menschenähnlich, und die lichtjahreweitenEntfernungen seien schon gar nicht überbrückbar. Freilichsah ich das anders – aus guten Gründen –, und ProfessorHynek unterstützte meine Position, wenn auchetwas zögerlich. Er sprach von Technologien außerhalbder Einsteinschen Realität und schloß gar keine Möglichkeitradikal aus, nicht mal die Existenz von UFOs. Dameinte Sagan gönnerhaft zu seinem professoralen Kollegen:»Wenn es so etwas wie außerirdische Intelligenz dadraußen gäbe, dann hätten die doch längst diplomatischeBeziehungen mit uns aufgenommen!«Hynek blickte zu mir und dann zu seinem Kollegenund antwortete:»Wir nehmen doch auch keine diplomatischen Beziehungenzu Hühnern auf!«

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