Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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44terhosen herum. Unser Zeltdach entwickelte eine unerwarteteWirkung. Obschon die Sonne unaufhaltsam höherkroch, blieb es angenehm im Auto.In meinen täglichen Entscheidungen zu Hause war ichein impulsiver Mensch. Ich wußte immer, was ich wollte,und ärgerte mich über die Unschlüssigen, die am Fleischtresenin der Metzgerei immer noch zögerten. Noch einbißchen von dem, darf's ein Stück von jenem sein, wiewär's mit etwas Leberwurst oder Sülze? Himmel nochmal! Sie trieben mich zum Wahnsinn, diese Nörgler, Zweifler,Bedenkenträger, Unschlüssigen, die auch an der Kasseim Supermarkt nach ihren Geldbeuteln grabschen mußten,die im Parkhaus ihre Münzen nicht fanden und sichim Schuhladen 20 verschiedene Paare vorführen ließen,um am Ende keines zu kaufen. Für einen Autokauf brauchteich gerade mal zehn Minuten, und in Schuhläden verkehrteich seit Jahren nicht mehr. Und jetzt? Wir nähertenuns der Mittagszeit. Es blieb das Schwappwasser in derKühlbox. Irgendwo im Wagen fand ich eine Rolle Alufolie.Wir wickelten sie ab und legten sie kreuzweise aus.Als Zeichen für Flugzeuge, dachten wir. Von meinenPfadfinderzeiten her erinnerte ich mich an die meistenBuchstaben des Morsealphabetes. Punkt Punkt Punkt,Strich Strich Strich, Punkt Punkt Punkt bedeutete SOS(... – – – ...). Wir legten Kleidungsstücke in der Morseformneben unser Alukreuz. (Später fragte mich mal einer,wieso wir kein Handy benutzten. Mann! In der Wüstevon Belutschistan funktionieren keine Handys. Zudemschreibe ich über ein Ereignis aus dem Jahre 1987.Handys waren selten, und Sender erst recht. In der Wüstegibt's selbst heute keine.)Wo blieb Tomy ? Marc sprach die Zweifel aus, und siefingen an, in mir zu nagen. War etwas geschehen, das

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