Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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Tomy lächelte müde. Aus dem Laster schob sich einmächtiger Mann im beige-braunen Militärdreß, derschwarze, hochgebundene Schuhe trug. Ein wilderSchnurrbart und fünf Millimeter lange Bartstoppeln bedecktendie Hälfte des Gesichts. Unter den pechschwarzenHaaren und großen dunklen Augen mit struppigenAugenbrauen stach eine Adlernase aus der ledrigen Haut.Erst jetzt bemerkte ich zwei blasse Silbersterne an seinemHemd. Der Mann mußte ein niedriger Offizier sein. Tomyschälte sich aus dem Wirrwarr unserer Ladefläche undrief dem Fremden etwas zu. Es klang arabisch. Marc undich verstanden nichts. Machmud, so hieß der Bartstoppelige,kramte drei Plastikflaschen aus der Führerkabineund reichte sie uns wortlos. Bevor ich meine Flasche andie Lippen setzte, schaute ich zu Tomy hinüber, der jetzthinter unserer zersplitterten Rückscheibe stand. Er goßfast den ganzen Flascheninhalt über Haare und Körper,bevor er einige Schlucke runterwürgte. Dann redete erwieder auf arabisch mit Machmud. Der holte einen Kastenmit 24 Litern Mineralwasser aus dem Laster, 20 inKunststoff verschweißte Cola-Dosen und einen Zehn-Liter-Behälter mit destilliertem Wasser. Immer noch wortlosmachte er sich an meiner Verschnürung der Kühlerhaubezu schaffen, schraubte die Batterieverschlüsse abund begann fachmännisch, die Hauptbatterie zu füllen.Dann leerte er mehrere Wasserflaschen in den Kühler,warf die Flaschen zu Boden und begab sich zur kaputtenHeckscheibe. Tomy sagte irgend etwas auf arabisch undbat uns, dem Fremden zu helfen. Der zupfte die Glassplitteraus den Scheibenrändern, holte ein Wachstuch,und schnitt es mit seinem Armeedolch in die richtigeGröße. Marc und ich hielten das Tuch fest, Machmudschmierte mit einem Pinsel eine stinkige, klebrige Masse,47

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