Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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70sum mit Schriftzügen und einer eingeklebten Marke inseiner Sprache. Ohne meinen Paß aus der Hand zu geben,wies er auf Marc, der hinter dem Fahrersitz auf einerKiste hockte. Marc tat, als suche er etwas, und strecktedem Offizier den Führerschein hin. Der runzelte die Stirne,schüttelte den Kopf und fragte: »Your Visa?« Mir schwanteübles. Marc gab ihm seinen Paß – der nächste war wohlTomy. Plötzlich ein Pfiff aus einer Trillerpfeife. Irgendwoherwurde etwas gerufen. Unser Offizier schritt aufeinen dunklen Mercedes zu, unsere Pässe und Marcs Führerscheinschien er nicht mehr hergeben zu wollen. Erklemmte sie wie eine Trophäe fest zwischen den Fingern.Wir hätten ohnehin nicht losfahren können, denn dieKolonne vor und hinter uns ließ keinen Spielraum, umauszuscheren. Zudem waren da noch die Soldaten mitden Maschinenpistolen. Oh Gott, was würde rauskommen,wenn die den Rover zerpflückten und unsere Pistolefanden? Ich entsann mich an die Visitenkarte von »Ali«,suchte sie in sämtlichen Taschen. Sie war nicht zu finden,und ich begann aus allen Poren zu schwitzen. KonnteTomy uns helfen?Da schritt der Offizier mit einem sehr ernsten Gesichtsausdruckwieder auf unseren Wagen zu. Er drücktemir die Pässe und Marcs Führerschein in die Hände,brüllte einige Kommandos, und der Kleinlaster vor unssetzte sich einen halben Meter in Bewegung. Dann wedelteder Offizier wie ein Verkehrspolizist mit den Armen.Tomy begriff, kurvte aus der Kolonne heraus. Ich sahnoch, wie der Offizier mit einem strammen militärischenGruß salutierte. Uns dreien war klar, was geschehen war.Irgendwo in der Kolonne lauerten unsere Bewacher. Diemußten mit der Zentrale in Verbindung stehen. Der iranischeGeheimdienst funktionierte.

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