Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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St. Moritz ein. Er bezog sein Quartier neben mir, und wirschlenderten gleich zum Apero in Marios Bar. »Ich habeschon 150 Seiten«, sagte ich stolz und bat Marc, morgenalles zu lesen und mich wissen zu lassen, was ich vergessenhätte. Er wollte zuerst auf die Piste, was ich bei demtiefblauen St. Moritzer Himmel und den Pulverschnee-Verhältnissen gut verstand. Nachher würde er gerne Lektorspielen.»Und weißt Du noch, wie sie uns umbringen wollten,diese Dreckskerle?«, fragte Marc nach dem vierten Glaseines trockenen Weißweins. Obwohl inzwischen über22 Jahre alt, war er derselbe spontane Jugendliche geblieben.Die stets heisere Stimme mit seiner fröhlichen Mimikblieben unverwechselbar. »Als ob man so etwas vergessenkönnte!«, gab ich zurück. »Ohne Tomy würdenwir nicht hier sitzen!«»Und dieses Luder Chantal«, schimpfte Marc vor sichhin, »das berechnendste, kaltblütigste, verlogenste Weibsbild,das mir je unter die Augen kam ...«»... Du bist ja noch jung ...«, unterbrach ich.Er ballte die Fäuste: »Sie hat mich mißbraucht, zumEsel gemacht ...«»Über Tote soll man nur Gutes sagen – oder gar nichts«,erwiderte ich, während ich Chantal in Gedanken genausohätte erwürgen können.»Ich weiß nichts Gutes!«, trotzte Marc.»Außer dem Sex ...«»... Zweimal nur, Erich, glaub's mir. Damals imSheraton in Ankara. Heute könnte ich mich in den eigenenArsch beißen!«Ich hatte es immer gewußt. Chantal hatte versucht,Marc auf die Seite der Dienste zu bringen. Und Tomy ansMesser zu liefern. Marc vermochte dem menschlichen87

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