Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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88Naturbedürfnis nicht zu widerstehen, blieb aber stur, wasseinen neuen Freund Tomy anging.Tomy! Tomy! Wo war er nur? Marc kicherte, die ersten24 Stunden habe er ihn gehaßt, er habe ihn sogarabknallen wollen. Aber dann, nach der ersten Übernahme,habe er ihn verehrt. »Ist man schwul, wenn man einenMann verehrt?«, wollte er wissen. »Quatsch!«, entgegneteich wegwerfend. »Schon gar nicht im Falle von Tomy,der besaß besondere Qualitäten! Ich bewundere ihn auch«,beruhigte ich. »Zudem, Du hast nicht den Körper vonTomy verehrt, sondern das, was dahinter steckte.«»Erinnerst Du Dich an die erste Übernahme im Hotelzimmer?Damals, auf dem breiten Bett im Interconti?Weißt Du noch, wie wir uns nachher umarmten und umdas Bett herumtanzten?«Und ob ich mich erinnerte. Jetzt erklärte Marc, Tomyhabe damals nicht nur sein Ego übernommen, sondernihm einen winzigen Einblick in sein eigenes Wesen gegeben:»Es war phantastisch! Ich spürte eine unendliche Gutmütigkeitund ein berauschendes Gefühl von Glück, dazuetwas wie eine Computerladung voller Wissen, als ob ich10000 Bücher gleichzeitig verstanden hätte. Erich, es warunbeschreiblich. Ich würde es gerne nochmals erleben.«Ob ich wieder nach ihm gerufen hätte, drängte Marc.Natürlich hatte ich das, immer wieder, aber nie Antwortbekommen. Am anderen Abend las Marc am Kaminfeuermeine ersten 150 Seiten dieses Berichts. Es gab wenigErgänzungen. Dann unterhielten wir uns bis spät in dieNacht. Notizen waren unnötig, ich ließ ein kleines Tonbandgerätmitlaufen.

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