Tomy und der Planet der Lüge - naturwesen11

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DIE JAGD BEGINNTIn einem kleinen Nest namens Dogubayazit am Fuße desBerges Ararat legten wir eine Mittagspause ein. Genaugenommenheißt der Berg Agri Dagi und ist mit seinen5165 Metern Höhe das ganze Jahr schneebedeckt. Derlegendenumwobene Gipfel liegt an einem politisch heiklenPunkt: im Dreiländereck Türkei, Iran und der damaligenSowjetunion. Ich fragte Tomy, ob er die Geschichteder Arche Noah kenne. Von der Bibel wisse er, was ich als22-Jähriger gewußt habe, meinte er, und was Noah mitdiesem Berg zu tun habe. So berichtete ich denn, daßNoah im 601. Lebensjahr am 27. Tag des zweiten Monatsmit seiner Arche auf genau diesem Berg Ararat gestrandetsei.»Und?«, erkundigten sich Tomy und Marc gleichzitig,»habt Ihr seine Arche gefunden?«»So einfach geht das hier nicht, nicht zuletzt wegen derpolitischen Verhältnisse«, belehrte ich die Runde. »JedesMal, wenn irgendeine Forschergruppe glaubt, Spuren derArche gefunden zu haben, verschwinden sie wieder imEis. Die Armenier halten den Ararat für einen heiligenBerg. Sie erzählen sich, ein kurdischer Hirtenjunge habedie Arche Noah einst gesehen. Der Knabe hatte ein verirrtesSchaf gesucht, und da er meinte, dessen Glöckleinweit oben an der Eisgrenze bimmeln zu hören, war erhinaufgeklettert. Die Nacht überraschte ihn, und er schliefin einer kleinen Felsgrotte, umspült vom Schmelzwasser

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