Häuser ür Familien Wohnen mit Kindern

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Häuser ür Familien Wohnen mit Kindern

Die Besten der BestenSandra HofmeisterHäuser für FamilienWohnen mit Kindern


copyrighted materialSTEPHAN WALTER, F64 ARCHITEKTEN» Neben der großzügigen Wohnküche gibt es eigene Rückzugsmöglichkeitenfür Eltern und Kinder. Der flexible Grundrissermöglicht das Zusammenleben verschiedener Generationenin unterschiedlichen Lebenssituationen. «40AUSZEICHNUNGFLEXIBLE WOHNKONSTELLATIONHaus L15 in KemptenFür die junge Bauherrenfamilie hat sich die mehrjährige Suchenach einem geeigneten Grundstück in Kempten rundherumgelohnt. Ihr neues Haus befindet sich in einer ruhigen Seitenstraßemit Blick auf die Allgäuer Berge. Die Innenstadt ist ebensowie Kindergarten und Schule zu Fuß erreichbar. Im weitläufigenGarten steht eine große Blutbuche, die Schatten spendetund ihr natürliches Flair bis in die Wohnräume verbreitet.Stephan Walter von F64 Architekten nutzte die Qualitäten des1.114 Quadratmeter großen Hanggrundstücks für einen zweigeschossigenBaukörper, der sich in Winkelform um den großenBaum legt und die Innenräume mit Glasflächen und vorgelagertenTerrassen zum Garten öffnet. Auf Wunsch der Bauherrenist das Gebäude als offenes Haus konzipiert und bietet unterschiedlicheOptionen für die Zukunft. Der Grundriss konzentriertden Alltag mit drei Kindern – demnächst sind es vier – in einemgroßzügigen Zentralraum, der sich mit 3,80 Metern Deckenhöheüber zwei Geschosse erstreckt. »Im Winter lodert hier das Feuerim Kamin und im Sommer nutzen wir die Terrasse als weiteresWohnzimmer«, beschreibt die Bauherrin ihren Lieblingsraum,in dem sich die ganze Familie regelmäßig versammelt wie ineiner großzügigen Wohnküche. »Trotz der Größe des Hausesist man nie allein – sondern immer in ständigem Kontakt undAustausch.« Die Galerie haben die Kinder in Besitz genommen.Sie nutzen ihr eigenes Reich in Rufweite zur Küche und zumEssbereich zum Malen, Puzzeln oder Autospielen. Ihre Spielsachendürfen sie abends liegen lassen, denn vom tiefer gelegenenWohnraum aus bleibt die Spielzone unsichtbar.Westlich und östlich der Galerie erschließen jeweils eigene Fluredie Rückzugsräume für die Eltern und Gäste sowie die Kinderzimmer.Solange die Kinder klein sind, bleiben diese Bereiche,die als eigene Gebäudetrakte konzipiert sind, akustisch undräumlich miteinander verbunden. Später können sie durch Türenvom zentralen Wohnbereich getrennt und zu eigenständigenEinheiten umfunktioniert werden. Sowohl der Gästebereich alsauch die Kinderzimmer haben einen ebenerdigen Zugang zumRECHTS OBEN: Die Fassaden sind durch den Wechsel aus Betonflächenund großzügigen Verglasungen rhythmisiert. Zur Südseite legtsich der L-förmige Grundriss um eine alte Blutbuche. Bis in die Innenräumehinein bleibt die Farbenpracht des Baumes präsent.RECHTS UNTEN: Hohe Decken geben dem zentralen Wohnbereichviel Licht und Luft. Die Fensterflächen lassen sich zur Terrasse öffnen.Diese ist in den Baukörper eingeschnitten und als überdachte Pufferzonezwischen Garten und Innenraum konzipiert.


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copyrighted material42Garten, der zum Eingang für unabhängige Wohnungen umfunktioniertwerden kann. Dank dieses flexiblen Grundrisses bleibenden Bauherren verschiedene Optionen offen, das Zusammenlebenmehrerer Generationen unter einem Dach zu organisieren.Die Betonwände der soliden Halbfertigkonstruktion prägen dasäußere Erscheinungsbild des Hauses. Um Installationen flexibelhandhaben zu können, wurden die Innenwände teilweise mitZiegeln gemauert und glatt verputzt. Zusammen mit den durchgehendenweißen Holzeinbaumöbeln und Innentüren ergibt sichso ein differenziertes optisches Wechselspiel an Farbtönen undMaterialien wie dem dunkel eingefärbtem Zement der Bödenim Gemeinschaftsraum und den warmen Eichendielen in denprivaten Bereichen.Zukunftsorientiert ist auch das Energiekonzept des Niedrigenergiehauses.Erdsonden mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpeversorgen die Wohnräume mit angenehmer Strahlungswärme.Die thermische Aktivierung der Betondecken wurde unter dieHalbfertigteilplatten gelegt und kann im Sommer zur Kühlunggenutzt werden. Durch die hochwärmegedämmte Gebäudehülleund eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmekrückgewinnungschrumpft der Primärenergiebedarf des Einfamilienhausesauf weniger als 40 kWh pro Quadratmeter und Jahr.


copyrighted materialOBEN LINKS: Im Sommer nutzen die Bewohner diegroße Terrasse als zweites Wohnzimmer. So bleibendie Kinder im Blick und können den Garten trotzdemauf eigene Faust erkunden.43OBEN: Die seitlichen Gänge der Galerieebene(hinten im Bild) öffnen sich mit Durchblickenzum zentralen Wohnraum. Bei Bedarf können dieFlächen aber auch abgetrennt werden, sodass zusätzlicheeigenständige Wohneinheiten entstehen.RECHTS: Die frei stehende Kochinsel fügt sich wieeine nüchterne Skulptur in den großzügigen Wohnraum.Über der rückwärtigen Küchenzeile verstecktliegt die Galerieebene. Sie ist optisch vom Wohnraumgetrennt und doch mit ihm verbunden.


copyrighted material44GANZ OBEN: Der Weg zu den Kinderzimmern isthell und einladend, denn auch die Flure können alszusätzliche Spielflächen genutzt werden.OBEN: Dem großen Bad im Obergeschoss sinddas Schlafzimmer und ein eigener Ankleideraumzugeordnet. Der gesamte Seitenflügel wird so zumruhigen Reich der Eltern.


copyrighted materialOBEN: Die Spielgalerie ist optisch vom Wohnbereichgetrennt und doch in Rufreichweite. Hier können sich dieKinder ausbreiten und müssen ihre Spielsachen abendsnicht aufräumen. Später einmal, wenn der Nachwuchsgrößer ist, können die Flächen der Galerie beispielsweiseals Arbeitsbereich genutzt werden.45


copyrighted materialBadGalerieKind 1WohnenTerrasseKind 2LuftraumFitnessKind 3FlurGard. BüroBadSchlafenLoggiaAnkleide46ObergeschossMüllHaustechnikFlur/AbstellKochen/Essen/WohnenGarageKellerTerrasseDieleWC Flur Gard.BadHWGast0 5 10 mErdgeschossKinderWohnenEssenKochenKellerGarageLängsschnitt


copyrighted material47GEBÄUDEDATENGrundstücksgröße: 1.114 m 2Wohnfläche: 333 m 2Zusätzliche Nutzfläche: 136 m 2Anzahl der Bewohner: 5Bauweise: Halbfertigteil-Betonwändeund massive ZiegelwändeHeizwärmebedarf: 16,3 kWh/m 2 aPrimärenergiebedarf: 42,4 kWh/m 2 aFertigstellung: 2011OBEN LINKS: Wenn die Sonne scheint, legt sich ein Spiel aus Lichtund Schatten auf die Fassaden. Die Konturen von Blättern, Ästen undBäumen verdichten sich dann zu einem bewegten Muster.OBEN RECHTS: Zur Straßenseite gibt sich das Haus zweckmäßigund schlicht. Der Hauseingang und die Tore der Doppelgarage sindzurückgesetzt und überdacht. Im Obergeschoss öffnet sich einschmales Fensterband, das die dahinterliegenden Räume mit Lichtversorgt.VORTEILE FÜR FAMILIENAuf der großen Galerie breitet sich das Reichder Kinder aus, in Rufweite zum Wohnbereichund dennoch als eigenständiger Bereich. Spätereinmal, wenn die Kinder groß sind, kanndie Galeriefläche als Lese- und Arbeitsbereichgenutzt werden.10 50 100 mLageplan

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