M ELK ER M ELK ER - Melker Pioniere

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MELKERTruppenzeitung des Pionierbataillons PioniereWinter32013PioniereBundespräsident zu GastÜbung CornucopiaDas Colpro Zeltsystemm e l k e r - p i o n i e r e . a t


MELKERTruppenzeitung des Pionierbataillons 3Gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“des ÖsterreichischenUmweltzeichens, UW-Nr. 943PioniereHerzlich Willkommen in der letztenAusgabe dieses Jahres. Dasbeinahe vergangene Quartal wargenauso spannend wie die Monatezuvor. Als Höhepunkt desJubiläumsjahres möchte ich denBesuch des Bundespräsidenten,gemeinsam mit dem Bundesministerund dem Generalstabschefnennen (Seiten 6 und 7). Auch dieTatsache dass sich die Herren in derSonderausstellung sichtlich beeindrucktzeigten, freut mich. Rückblickendund in Summe betrachtet warfür unser Führungsgrundgebiet dasJubiläumsjahr eine der größten Herausforderungender letzten Jahre. Wirwerden jetztv e r s u c h e ndas Buch zum100jährigenJubiläum zufinalisieren,um im erstenQuartal damit in Druck gehen zu können.In der nächsten Ausgabe berichtenwir unter anderem über den Abbauder Ersatzbrücke im oberösterreichischenGosau und den Neubau einerFachwerkbrücke für das Amt derOÖ Landesregierung. Auch den Ausbaudes Hafens und den Beginn derErdarbeiten am Erweiterungsgebietdürfen wir im kommenden Jahr erwarten.Zudem steht die Übernahmeder neuen Arbeitsboote ins Haus.Bleibt mir noch, Ihnen werter Leserfür Ihre Treue zu danken und schöneFeiertage zu wünschen. Gleiten Siegut ins neue Jahr und bleiben sie gesund.Übersicht Termine Angelobungen 201414. Februar 16 Uhr in Tautendorf25. April um 18 Uhr in Hürm8. August um 18 Uhr in Texingtal26. Oktober in Wien am HeldenplatzWenn Sie unsere Truppenzeitungabonnieren oder nicht mehr erhaltenwollen, oder Änderungen an IhrerAnschrift vorliegen, teilen Sie uns dasbitte telefonisch oder per Email mit.Des Weiteren freuen wir uns natürlichüber Leserreaktionen und sind auchgerne bereit, diese zu veröffentlichen.Herzlichst, der Chefredakteur.Winter 2013C H E F f. hoebarthR E D A K T E U RInhalt:Seite 4Vorwort des KommandantenSeite 5Die ersten hundert JahreSeiten 6 & 7Allerhöchster Besuch in MelkSeiten 8 & 9Übung Cornucopia 2013Seiten 10 & 11Das neue Colpro ZeltsystemSeiten 12 & 13Sicherheitspolizeilicher EinsatzSeite 14Pioniersprenggruppe MelkSeiten 15 bis 18Die 70er JahreSeite 19News und mehrIMPRESSUM: Amtliche Publikation der Republik Österreich/Bundesminister für Landesverteidigung und SportMedieninhaber, Herausgeber und Hersteller:Republik Österreich/Bundesminister fürLandesverteidigung und Sport, BMLVS,Roßauer Lände 1, 1090 WienRedaktion:BMLVS, Pionierbataillon 3, Prinzlstrasse 223390 Melk, Tel.: 050201/ 3631501Email:pib3.oea@bmlvs.gv.atChefredakteur & Redaktion:Felix Höbarth, VzltErscheinungsjahr: (seit 2004)2013Fotos:Archiv PiB3, BMLVS,Druck:Heeresdruckerei, Kaserne ArsenalObjekt 12, Kelsenstraße 4, 1030 WienInternet:www.melker-pioniere.atLayoutgestaltung:f. hoebarthBeiträge:Reinhard Koller, Johann Linsberger, DanielaBacher, Johann Wagner, Herbert R., PeterLechner, Severin Ganglberger, Bernd Buber,Florian Zierhofer, Karl Stierschneider, ThomasKranawetter.Titelfoto: Cornucopia 2013www.bundesheer.at


Pioniere der Übersetzkompanie rücktenin der 46. Kalenderwoche aus, um imInneren Salzkammergut eine knapp 35Meter lange Ersatzbrücke abzubauen.Zudem verlangte der Auftrag eine weitereErsatzbrücke (knapp 20 Meter lang)neu aufzubauen.Well doneBilder links: Zeigen die Bemühungenbeim Abbau der im September 2012 gebauten,schweren Systembrücke über denGosaubach. Nach Abschluss der Sanierungder bestehenden Straßenbrücke musste eineWeitere in Gosau Mittertal gebaut werden.Wir berichten ausführlich in der nächstenAusgabe unserer Truppenzeitung.JahresabschlussRückblick, Vorschau und EhrungenAm 4. Dezember lud der Kommandant gemeinsam mit unserem Partner, derRaiffeisenbank Region Melk (RRM), ins Kilber K4 zur Barbarafeier. Die heiligeBarbara ist unter anderem die Schutzpatroninder Pioniere und ihr Gedenktag wird zum Anlassgenommen dem Kader einen würdigen Jahresausklangzu bieten.Bei dieser Gelegenheit zog Oberst Reinhard Kollereine durchaus positive Bilanz und nannte fürdas folgende Jahr seine Ziele. Zudem durften sichdie Pioniere über Gastgeschenke der HauptschuleBlindenmarkt freuen. Dort hatten die Kinder Lesezeichenmit der Lebensgeschichte der heiligenBarbara gebastelt (Bild rechts).


Der KommandantTruppenbesuch des Herrn Bundespräsidenten -Vorführung und Wirklichkeit:Am 12. September besuchte der Oberbefehlshaber des Bundesheeres,Bundespräsident Dr. Heinz Fischer in Begleitung des HerrnBundesministers, Mag Gerald Klug und dem Generalstabschef GeneralMag. Othmar Commenda die Melker Pioniere. In einer fastdrei stündigen Vorführung konnten wir unser Einsatzspektrum undLeistungsvermögen, sowie die Geräteausstattung des Verbandeseindrucksvoll präsentieren. In unserem Gästebuch finden sich dieEinträge des Herrn Bundespräsidenten mit: „Sehr eindrucksvoll,Verdient volles Vertrauen, ich gratuliere“ sowie des Herrn Bundesministersmit: „Überwältigend – Gratuliere, Alles erdenklichGute“.Das wir unser Können zur Pionierkampfunterstützung durch Schaffenvon Gassen und Übergängen wenige Tage später in einer etwasabgewandelten Form, erstmals in dieser Art, bei einem sicherheitspolizeilichenAssistenzeinsatz, gemeinsam mit Cobra - Kräften derPolizei praktisch anwenden und erfolgreich ausführen konnten, warauch für uns völlig überraschend und eine Novität. Spontan undohne Verzug wurde der Auftrag zur Unterstützung geplant, umgesetztund ausgeführt, wofür allen Beteiligten durch den Herrn Bundesminister,sowohl für den Truppenbesuch des Herrn Bundespräsidenten,als auch für die Ausführung des Einsatzes höchstes Lobund Anerkennung ausgesprochen wurde. Es ist uns auch dabei wiedergelungen unsere Professionalität unter Beweis zu stellen, denAuftrag erfolgreich auszuführen und wohlbehalten in die Garnisonzurückzukehren, sodass am Ende dieser Aktion die Meldung an dasvorgesetzte Kommando lautete: Mannschaft und Gerät wohlbehaltenund vollzählig eingerückt, Auftrag ausgeführt!Angelobung in MelkVorgestaffelt zur Angelobung legten wir am Vorabend von Allerheiligen,in pietätvollem Gedenken an unsere gefallenen, verunglücktenund verstorbenen Kameraden am Pioniergedenkstein einen Kranznieder und gedachten damit den einzigartigen Leistungen und Wirkenunserer Vorgänger. Mit der nachfolgenden Angelobung am Rathausplatz,welche in Erinnerung an die erste Angelobung von Soldatenim November 1913 stattfand, beendeten wir symbolisch unsergemeinsames Festjahr zum 100-jährigen Bestand der Garnison. Inwürdevollem Ambiente legten 250 Rekruten lautstark ihr Treugelöbnisab und unterstrichen damit einmal mehr den Fortbestand derengen Verbundenheit zwischen der Bevölkerung und seinem ÖsterreichischenBundesheer im Geiste der Volksabstimmung vom 20.Jänner dieses Jahres. Ein herzliches Dankeschön der Stadt Melk,den erschienenen Ehrengästen, den vielen Besuchern sowie allenSoldaten und verantwortlichenHelfern der StadtgemeindeMelk die entscheidend zumguten Gelingen dieser Ausrückungbeigetragen haben.Aktueller Stand derBauaktivitäten:Das Projekt Pionierhafenerweiterungauf unserem Wasserübungsplatzsteht, gemäßAussage der VerantwortlichenDer KommandantOberst Reinhard Koller, MSD(MSZ 6), auf Schiene, die letzten Eckdaten sind finalisiert, in wenigenTagen kann es losgehen und die ersten Eigenleistungen durchuns Pioniere werden abgerufen. Ich erwarte mir vollen Einsatz, sowieeine tadel- und verzugslose Ausführung. Alles andere ist inakzeptabelund unzulässig.Fast gleichzeitig wurden am 11. und 12. November, durchacht unterschiedliche Bauanbieter (bautechnische Arbeitsgemeinschaften),die jeweiligen Vorschläge zur Erweiterung um einenWerkstätten- und Garagenbezirk einer fünfköpfigen Bewertungskommissionpräsentiert und vorgestellt.Die Bewertungskommission hat ihre Arbeit erledigt und abgegeben.Nun werden die Beurteilungen zusammengezählt und es wirdhoffentlich in den nächsten Tagen einen eindeutigen Sieger geben,dessen Angebot so bald als möglich auch den Zuschlag der verantwortlichenStellen im BMLVS erhält. Damit ist ein markanterMeilenstein zum Ausbau der Biragokaserne gesetzt und der nachfolgendenDetailplanung für den prognostizierten Baubeginn imHerbst 2014 dürfte somit nichts mehr im Wege stehen. Im Zugedieser Detailplanungen ist es erforderlich unsere pioniertechnischenMöglichkeiten zur Zielerreichung anzubieten und gegebenenfallszum Einsatz zu bringen.Jetzt heißt die Parole für die Jahre 2014/15 mit allen unserenKräften: Pioniere an die Last – erhebt! Bauangriff - Marsch!Mit diesen, mehr als hoffnungsvollen Aussichten, wünsche ich Allenein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest, Zeit zur unbedingterforderlichen Entschleunigung, einen freudigen Jahreswechselmit einem kräftigen Prosit 2014, verbunden mit der festen Überzeugung,dass Sie die Melker Pioniere auch weiterhin in Gedankenbehalten werden.Ihr BataillonskommandantOberst Reinhard Koller


Pioniere im JubiläumsjahrAngelobung in der Garnisonsstadt MelkDonnerstag, 31. Oktober 2013. Pünktlich um 18 Uhr erklang das Ankündigungssignalzum militärischen Festakt. 220 Rekruten der Melker Pioniere undweitere 35 Soldaten vom Truppenübungsplatz Allentsteig leisteten daraufhinihren Treueeid auf die Republik Österreich.Vor mehr als 1300 Fest- und zahlreichen Ehrengästen beeindruckten die Pioniere gemeinsammit der Militärmusik Niederösterreich durch einen präzisen Festakt zur Angelobung derGrundwehrdiener. Vor dem malerischen Ambiente der Melker Innenstadt erklärte Mag. KarlWilfing in Vertretung des Landeshauptmannes den jungen Soldaten: “Ihr könnt stolz sein, beieinem der erfolgreichsten und kaderstärksten Verbände des Bundesheeres dienen zu dürfenund ich danke euch im voraus für die Bereitschaft, bei Unwetterereignissen der betroffenenBevölkerung zur Seite zu stehen. Gerade die Ereignisse im fast vergangenem Jahr habendie Notwendigkeit und die Sinnhaftigkeit der Pioniere in Melk mehr als bewiesen.“ AuchGastgeber Bürgermeister Thomas Widrich unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung derPioniere für die Garnisonsstadt. Im Anschluss an den großen Zapfenstreich lud die StadtgemeindeMelk zu Kostproben aus der Truppenküche in die Wachauarena.Mit diesem Festakt endet auch der Zyklus der Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr (1913 bis2013). Herzlichen Dank an die Stadtgemeinde Melk, an die Partner Raiffeisenbank RegionMelk (RRM), dem Stift Melk und den 40 Gemeinden des Bezirkes.Im Norden des Kosovos, an der Grenze zu SerbienPioniere im Auslandseinsatz, ein quasi Livebericht von Herbert R.Seit 25. September ist das Pionierbootelement (KFOR 29), bestehend aussieben Soldaten, im Norden des Kosovos, an der Grenze zu Serbien, eingesetzt.Dazu schreibt der Kommandant vor Ort:„Der Auftrag verlangt von uns, die dort eingesetzten Nationen (Deutschland,Frankreich, Marokko und USA), am Gazivoda Stausee bei Patrouillenfahrtenzu unterstützen. Im Schichtdienst zu zwei Teams erledigen wir unseren Dienstund finden dazu in einem angemieteten Haus eines einheimischen Serben Quartier.Nach Erfüllung der Aufträge wechseln wir und verlegen für einen Tag indas Camp Novo Selo zurück. Dieses Camp wird von Franzosen geführt undbeherbergt etwa 1000 Soldaten verschiedenster Nationen. In diesem Zeitraumversieht das zweite Team seinen Dienst am See. Die beiden Teams bestehenmit Masse aus Melker Pionieren. Mit dabei sind auch eine Frau Wachtmeisteraus Salzburg (PiB2) und ein Korporal aus der Miliz. In der Regel dauert derEinsatz des Pionierbootelementes drei Monate, jedoch wird sich dieser Einsatzüber die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage erstrecken. Wir rechnen mit unsererAblöse Mitte Jänner 2014.“Bild oben (v.l.n.r.):Herbert R., Roland H., Friedrich K., Walter W., ClemensH., Nathalie A.


Allerhöchster Besuch bei den Melker PioOberbefehlshaber des Heeres zu GastMelk, 12. September 2013Der Oberbefehlshaber des Österreichischen Bundesheeres, BundespräsidentHeinz Fischer, Verteidigungsminister Gerald Klug und GeneralstabschefOthmar Commenda besuchten am Donnerstag die Pioniere in Melk.Hohes KönnenDie Melker Pioniere präsentierten bei mehreren Vorführungen ihre vielseitigenAufgabenbereiche und Einsatzmöglichkeiten, wie am Wasserübungsplatz,wo eine Pionierbrücke errichtet wurde und Pioniertaucher ihrhohes Können demonstrierten. Dabei zeigten sich Fischer und Klug vonder Kompetenz der Truppe beeindruckt. Dass die Soldatinnen und Soldatendes Pionierbataillons 3 nicht nur beim „Trockentraining“ sehr guteLeistungen bringen, bewies der letzte Hochwassereinsatz, als Teile desBezirkes Melk von der Flut stark getroffen wurden.Pionierbataillon 3Das Bataillon, bei der Bevölkerung besser bekannt unter dem Namen„Melker Pioniere“, kann auf eine traditionsreiche Geschichte im gesamtenDonauraum zurückblicken. Die Melker Pioniere stehen der Bevölkerungbei Katastrophen und Unglücksfällen mit vielfältigen Hilfeleistungen zurSeite. Neben Katastropheneinsätzen und Unterstützungsleistungen imInland liegt beim Pionierbataillon 3 auch die Kompetenz im Feldlagerbau.Dies wurde unter anderem beim Auslandseinsatz des Bundesheeres imTschad unter Beweis gestellt.Vielseitige AufgabenDie Aufgaben des Bataillons sind vielseitig und umfassen die Ausbildungvon Kaderpräsenzsoldaten für Auslandseinsätze, die Teilnahme anMaßnahmen zur Friedenssicherung, den Feldlagerbau, Katastrophen- undhumanitäre Hilfe im In- und Ausland, sowie die pioniertechnische Unterstützungder Kampftruppen durch den Bau von Behelfsbrücken, dieInstandsetzung von Straßen und Wegen, sowie die Räumung von Sperren„und Hindernissen.(Quelltext: bmlvs.at, Bilder: Peter Lechner, f. hoebarth)„Ich habe mich sehr wohl gefühlt, dieStimmung scheint sehr gut zu sein,es hat alles bestens geklappt.(Der Bundespräsident)MELKER PIONIERE


nierenEs hat schon was, wenn der Oberbefehlshaber des Bundesheeresgemeinsam mit dem Bundesminister für Landesverteidigungund dem Chef des Generalstabes einenBesuch abstatten. Und so ist es auch nicht verwunderlich,wenn sich die Melker Pioniere entsprechend einsatzbereit und glaubhaft präsentierten.Geplant war nach der Begrüßung ein umfangreiches Briefing zu denLeistungsparametern, sowie der personellen, materiellen und infrastrukturellenSituation des Verbandes.Während Bundesminister Mag. Gerald Klug und der Generalstabschef, GeneralMag. Othmar Commenda, pünktlich empfangen werden konnten, ließ der Bundespräsidentverkehrsbedingt auf sich warten. Dies hatte zur Folge, dass das oben bereitserwähnte Briefing kurzerhand abgesagt wurde und die Pioniere unverzüglichmit der Präsentation des Verbandes beginnen konnten. Schon bei der ersten Stationerwarteten die Soldaten der Pionierbaukompanie den Präsidenten mit topmodernerAusrüstung zum Thema Feldlagerbau. Besonders erstaunt waren die Gäste überdas Handwerkszeug der Schlosser und Installateure. Danach präsentierten derFeldlagerbauzug, der Straßenbauzug, der schwere Pioniermaschinenzug und dieSpezialisten der Energieversorgungsgruppe mit einer Vielzahl an schweren Maschinenund Geräten ihre Fähigkeiten.Der Bundespräsident und der Bundesminister zeigten sich dabei gleichermaßen beeindruckt.Besonderes Interesse erfuhren die Kadersoldaten und Grundwehrdienerder Brückenzüge.Im Anschluss daran, stand eine Einweisung in die Aufgaben der Pionierkampfunterstützungauf dem Programm. Deshalb verlegten die Besucher kurzerhand mitSchützenpanzern auf den nahen Wasserübungsplatz. Dazwischen wartete eine eindrucksvollePräsentation der Faltstraßensysteme, um danach die Fähigkeiten derÜbersetzkompanie und der Pioniertaucher zu erfahren. Die Vorführung eines Panzersder Panzerpionierkompanie beim Räumen von Sperren und die Präsentation des Telemanipulationsrobotersder Kampfmittelabwehrspezialisten fanden ebenfalls großesInteresse. Dann warteten, als die beiden letzten Programmpunkte, das neue ColproZeltsystem und eine Vorführung der Milizpionierkompanie zur raschen Verfügungdes MilitärkommandosN i e d e r ö -sterreich.„Überwältigend, ich gratuliere.Alles erdenklich„Gute.(Der Bundesminister)Bild links:Den Abschluss bildete ein Besuch der Sonderausstellung zur 100jährigen Geschichtedes Verbandes. Bundespräsident, Bundesminister und Generalstabschefzeigten sich sichtlich beeindruckt.MELKER PIONIERE


Cornucopia 20133. Panzergrenadierbrigade übt im WaldviertelDas Cornucopia oder Füllhorn entstammt der griechischen Mythologieund ist ein Trichter oder tütenförmiger Flechtkorb, der zur WeinleseVerwendung gefunden haben dürfte. In der Kunst wird es als Glückshorn,gefüllt mit Blumen und Früchten, dargestellt und symbolisiertReichtum. Im Kreislauf der vier Jahreszeiten wird es vor allem demHerbst zugeordnet.Im Herbst, genau genommen in der 40sten und 41sten Kalenderwoche, fand diejährliche Verbandsübung der 3. Panzergrenadierbrigade im nördlichen Waldviertel,die Übung Cornucopia, mit einer Gesamtstärke von etwa 1800 Soldaten undinternationaler Beteiligung statt. Die Melker Pioniere nahmen mit einer Übersetzkompanie,Leitungspersonal, Sonderfahrzeugen und einer Pionierpanzergruppedaran teil. Zudem stellten die Pioniere die Verpflegung für mehr als 600 Übungsteilnehmersicher.ÜbungszweckDieser zielte klar darauf ab, die Fähigkeiten im Kampf der verbundenen Waffen zuerhalten. Dazu wurde in der ersten Übungswoche eine mechanisierte Kampfgruppeformiert, die den Angriff und somit Maßnahmen zur Friedensdurchsetzung zuüben hatte. Während in der ersten Übungswoche Gefechtsausschnitte bis EbeneKompanie auf den Plänen standen, formierten sich die mechanisierten Kampftruppenfür die zweite Übungswoche. Ab Dienstag, dem 8. Oktober, begann dann dieheiße Phase der Übung. Der erste Kampftag des Trainings stand im Zeichen desAufeinandertreffens der internationalen Kampfgruppe und ihrer Gegner.Erste KampfhandlungenBegonnen hatten die Kampfhandlungen gegen 10 Uhr 30, nachdem die Soldatenerste Aufklärungsergebnisse ausgewertet hatten. Dabei stellten sie Feindkräfte imGebiet von Mannshalm (Truppenübungsplatz Allentsteig) fest. Gegnerische Panzergrenadierewaren dort in Stellung gegangen und versuchten die Ortschaft zubesetzen, um für mögliche Verhandlungen mit der UNO entsprechende Druckmittelzu besitzen. Deutsche Soldaten vom Panzergrenadierbataillon 371 aus Sachsengriffen ebenfalls erfolgreich ins Übungsgeschehen ein. Sie attackierten diegegnerischen Kräfte, ebenso wie eine zusätzliche Infanteriekompanie. Zeitgleichdrangen weitere gepanzerte Kräfte in andere Gebiete vor und bewahrten damit dieBevölkerung vor einem Eindringen und einer möglichen Unterdrückung.Der gesamte Übungsablauf und die Darstellung von Waffenwirkungen durch Duellsimulatoren wurden in Echtzeit auf die Bildschirme undLeinwände in das Operationszentrum der Übungsleitung übertragen. Hier wurden die eingehenden Informationen mit dem FührungsinformationssystemPhönix gekoppelt. Für die Kommandanten ergab sich durch das Zusammenführen dieser unterschiedlichen Systeme eingemeinsames Lagebild über alle Kampf- und Versorgungsabläufe der Übung Cornucopia 2013 (Quelltext Kdo3.PzGrenBrig).MELKER PIONIERE


Übersetzkompaniebei der CornucopiaDie Übersetzkompanie unseres Verbandes ist innerhalbdes Österreichischen Bundesheeres eine der wenigenEinheiten, die aufgrund ihrer Ausstattung befähigtist, Arbeiten im, am und unter dem Wasser zuerledigen. Umso weniger verwunderlich, dass dieses Elementmit etwa 110 Soldaten an der Übung im nördlichenWaldviertel teilnahm. Zu den Hauptaufgaben gehörte dasHerstellen der Übersetzbereitschaft und das darauffolgendeÜbersetzen der mechanisierten Kampftruppen überden Ottensteiner Stausee.Bilder oben:Panzergrenadiere der Deutschen Bundeswehr werden indie Ablauforganisation Übersetzbetrieb aufgenommenund übersetzt, um nach dem Entladen den Entlasspunktzu erreichen. Erst danach verlassen sie den Verantwortungsbereichder Pioniere. Im Bild der deutsche SchützenpanzerMarder. Er zählt zu den Hauptwaffensystemender Panzergrenadiere.Jahrgang Hackher zu Hart ausgemustertAn der Theresianischen Militärakademiein Wiener Neustadt erhielten am Freitag,dem 27. September, 62 Berufsoffizieredes Ausmusterungsjahrganges „Hackherzu Hart“ nach drei intensiven und forderndenJahren des militärischen Studiumsden akademischen Grad „Bachelorof Arts in Military Leadership“ verliehen.Im Verband dürfen wir zwei neue Offizierebegrüßen.Bild unten: Ausgemustert als Pionieroffizier undals Kommandant Kampfmittelabwehrzug, in derTechnischen Kompanie, verwendet. LeutnantAndreas Edlinger (geb. 26. Dezember 1986).Bild unten: Besetzt den Arbeitsplatz des stellvertretendenKommandanten der Übersetzkompanie,Leutnant Benjamin Polt (geb. 17. Mai1990).Herzlich Willkommen im Verband.MELKER PIONIERE


Mehr als ein Dach über dem KopfDie Spezialisten der Pionierbaukompanie verfügen nunmehr über ein hochmodernesKreuzzeltmodul, das zudem Schutz gegen biologische und chemische Kampfstoffe bietet.Die Rede ist hier von dem, beim ÖsterreichischenBundesheer für Auslandseinsätze neu eingeführten,Colpro Zeltsystem der Firma Schall aus Deutschland.Es handelt sich dabei um ein luftgestütztesZeltsystem, welches aufgrund seiner Bauweise undAusstattung, seinen Nutzern Schutz gegen biologischeund chemische Kampfstoffe bietet.Systembeschreibung:Das Kreuzzeltmodul ist ein hochmobiles ABCgeschütztesZeltsystem. Die Zelte (bestehend auseinem Kreuzzelt und vier luftgestützten Zelten Typ7) werden mit elektrischen Gebläseeinheiten aufgerichtetund nachträglich mit einem Aluminiumgerüstversehen. Jedes Zelt ist mit einer gasdichten Innenhülleausgestattet. Kontaminierte Außenluft wirddurch ABC-Filtrationsanlagen gereinigt und ins Zeltinneregeleitet. Durch die eingeleitete Luft entstehtein Überdruck imArbeitsbereich. Dieser Überdruck kann durch einstellbareVentile gesteuert werden. Um dasSystem ohne Druckverlust betreten und verlassen zukönnen sind jeweils ein Personen- und ein Mehrstufenairlockangebaut die als Druckschleuse dienen.Bild Mitte:Zeigt das fertig aufgebauteKreuzzeltmodulim betriebsbereitenZustand.Die einzelnen Zeltekönnen beliebigmiteinander kombiniertwerden. Dadurchsind Pionierekünftig in der Lage,die vorherrschendenPlatzverhältnisseoptimal zu nutzen.Zu Ausbildungszweckenwurde den Spezialisten derPionierbaukompanie einkomplettes System zugewiesen.Das Modul bestehtaus mehr als 2600 Einzelteilen,welche in zwei Containern(20 ft) Platz finden.Nach Aufbau der Anlageund Fertigstellung des Systemsbietet es Raum fürdie Unterbringung von biszu 32 Soldaten samt Ausrüstungund Bewaffnung.Die Zelte können nach allenRichtungen miteinanderverbunden werden. Damitsind der Kreativität bei derPlanung eines Feldlagerskeine Grenzen gesetzt.10 MELKER PIONIERE


Das gesamte Zeltsystem wird auf einem etwa 50 cm hohen Podest aufgebaut.Die Zelte können durch Zeltklimaanlagen klimatisiert, bzw. durch die Heizmodulein der kalten Jahreszeit beheizt werden. Im Sommerbetrieb werden Sonnensegelaufgezogen um die Wärmeentwicklung durch Sonneneinstrahlung zureduzieren. Um das Material vor „Fallout“ zu schützen kann im Bedarfsfall einegegen chemische und biologische Kampfmittel beständige Schutzhülle überdas System gezogen werden.Erfahrungswerte:Die Erstschulung durch die Herstellerfirma fand in der 28. Kalenderwoche beimPionierbataillon 2 in Salzburg statt. Des Weiteren wurde das Zeltmodul anlässlichdes Besuches des Herrn Bundespräsidenten in der Kalenderwoche 37 aufgebautund betrieben.Die beiden Aufbauten wurden nicht zuletzt aufgrund der sehr guten Firmenschulungohne Probleme durchgeführt. Um Klima-, Heizungs- und ABC-Anlagenimmer im Auge zu behalten ist jedoch die ständige Anwesenheit eines Systembetreuersnotwendig.Alles in allem handelt es sich bei dem neu beschafften System um ein, in derHandhabung bei Auf – und Abbau beherrschbares, jedoch im Betrieb sehr sensiblesGerät.BOXINFOHersteller: M. Schall GmbH & Co. KG (D)Kosten pro Modul: etwa 750.000 EuroAufbaufläche: ca. 27 x 35 MeterTemperaturbereich: -32°C bis zu +49°CAufbauzeit: 1 Tag (8 Mann)Unterkunft: bis zu 32 PersonenAutor: Oberstabswachtmeister Bernd BuberKommandant FeldlagerbauzugBilder oben:Zeigen das Innere des luftgestützten Zeltes. Dieseswird mit elektrischen Gebläseeinheiten aufgerichtetund nachträglich mit einem Aluminiumgerüstversehen. Das System bietet Schutz gegen ABC-Kampfstoffe und kann bis zu 32 Soldaten samtAusrüstung beherbergen.MELKER PIONIERE11


ZeitgeschichteSicherheitspolizeilicher Assistenzeinsatz im Raum MelkIn der Nacht vom 16. auf 17. September um 0 Uhr 4 Minuten erfolgte im Zugeeiner Fahndung zur Klärung von Eingriffen in fremdes Jagd- und Fischereirechtim Bezirk Lilienfeld ein Täterkontakt im Zuge dessen der Tatverdächtige von derSchusswaffe Gebrauch machte und flüchtete.Der Artikel 79 des Bundes- Verfassungsgesetzes und in Folge der § 2 des Wehrgesetzes regeln die Aufgaben und dasHandeln des Bundesheeres, vereinfacht dargestellt. So ist es auch legitim, dass den Verband am 17. September vormittags,eine Anforderung auf sicherheitspolizeiliche Assistenzleistung ereilte. Die Landespolizeidirektion NÖ forderte darin denEinsatz gepanzerter Fahrzeuge durch das Bundesheer mit folgender Begründung (inhaltlich).Anforderung - UmständeDer flüchtende Täter fügte einem Beamten des Einsatzkommandos Cobra (EKO Cobra) eine tödliche Verletzung zu. Inweiterer Folge verletzte er einen Notfallsanitäter durch einen Schuss ebenfalls tödlich. Im Zuge seiner Flucht brachte ereinen Polizeistreifenwagen in seine Verfügungsgewalt und tötete einen weiteren Beamten. Der Verbleib des zweiten Streifenbeamtenwar bis dahin unklar und es musste von einer Geisellage ausgegangen werden. Die Fahndung konzentriertesich auf die Wohnadresse des Täters inGroßpriel bei Melk. Das Objekt wurdevon Kräften des EKO Cobra umstelltund gesichert. Für die einigermaßengefahrlose Annäherung an das Objektwurde um Bereitstellung von gepanzertenFahrzeugen ersucht (der Täterhatte zuvor mehrmals mit großkalibrigerMunition auf die Einsatzkräftegeschossen). Imagebild PionierpanzerZeitgeschichteMit dem folgenden Panzereinsatz zur Unterstützung der Einsatzkräfte schreiben die Melker Pioniere Zeitgeschichte. DieseForm der Zusammenarbeit hat es demnach seit Ende des Zweiten Weltkrieges noch nicht gegeben. Etwa 200 Polizistenriegelten das Anwesen des Täters hermetisch ab. Eine taktische Annäherung an das Gebäude war jedoch nicht möglichund so entschied die Einsatzleitung Panzer des Bundesheeres anzufordern. „Um etwa 11 Uhr 20 rief mich der Chef desStabes des Militärkommandos NÖ an und befahl mir die Sicherstellung der gepanzerten Fahrzeuge. Daraufhin setztensich die in Mautern stationierten Gefechtsfahrzeuge unverzüglich in Marsch und trafen kurze Zeit später in Melk, mit demAuftrag einen Zugang zum Objekt zu schaffen, ein. Bis zum Zugriff, etwa um 18 Uhr trainierten wir den Einsatz gemeinsammit den Cobrakräften, zwei- bis dreimal. Dabei war vorgesehen, dass der Pionierpanzer mit seinem Räumschildeine große Öffnung in das Gebäude schuf, während die Schützenpanzer die Einsatzkräfte nahe heranführten“, erklärt derKommandant der Melker Pioniere, Oberst Reinhard Koller, der den Zugriff auf einem Bildschirm verfolgte. Die Bilderdazu wurden von einem Hubschrauber des Innenministeriums live übertragen. „Zudem war geplant, dass die Panzer alsDeckung für einen geordneten Rückzug in einer Warteposition verblieben“, führt Koller weiter aus.Der Täter, er richtete sich selbst, konnte erst Stunden später in einem Geheimversteck gefunden werden. Die Abschlussmeldungzum sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz verweist auf ein Einsatzende des Bundesheeres am 18. Septemberum 1 Uhr 45. In Summe waren drei Panzerfahrzeuge, ein LKW und ein Kraftfahrzeug mit gesamt 14 Pionieren im Einsatz.Für diesen Einsatz sprach der Bundesminister für Landesverteidigung den Melker Pionieren seine Anerkennung aus.12 MELKER PIONIERE


„Ich habe mit großer Betroffenheit die Ereignisse anlässlichder unfassbaren Tat im Raum Lilienfeld verfolgt und binso wie viele Menschen in unserem Land sehr bestürzt überdas Geschehene. Umso mehr ist die Entschlossenheit, derMut und die Einsatzbereitschaft der Soldaten,die sich spontan und freiwillig bereit erklärthaben, am sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzdes Österreichischen Bundesheeresmitzuwirken, hervorzuheben.Ich konnte mir im Zuge des Besuches unseresHerrn Bundespräsidenten am 12. Septemberselbst ein Bild über die Fähigkeitenund das Leistungsspektrum des Pionierbataillons 3 machen. Fürmich ist es daher auch keine Überraschung, dass Ihr Verband indiesem Einsatz hervorragende Arbeit geleistet hat.Es ist mir ein persönliches Bedürfnis, Ihnen Herr Oberst, stellvertretendfür alle Soldaten, die an diesem Einsatz mitgewirkt haben,meinen Dank und höchste Anerkennung für die professionelle Umsetzungder gestellten Aufgabe auszusprechen.„Damit verbleibe ich mit Respekt und getreu dem Wahlspruch unsererPioniersoldatinnen und Pioniersoldaten„Pioniere wie immer!“Mit freundlichen GrüßenMag. Gerald Klug„Wenn ich an die letzten Einsätze denke,fallen mir dazu immer wieder die Pioniereder Panzerpionierkompanie und derenschweres Gerät ein. Beim Hochwassereinsatzim Juni räumten die Kameraden sicher undzielgerichtet die Verklausung der Brücke inGrimsing, danach waren es die Besatzungender Pionierpanzer, die durch den Einsatzdreier Seilwinden die Bergung des gesunkenenSchiffes in der Gemeinde Neustadtlerst möglich machten und sicher spieltenoben genannte eine entscheidende Rollebeim hier beschriebenen sicherheitspolizeilichenEinsatz vor der Haustüre. Hut ab voreurem Know How, eurer Einsatzbereitschaftund eurem Leistungswillen.“Der Chefredakteur.Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt denHinterbliebenen, der bei diesem Einsatzverstorbenen Einsatzkräfte.Die Melker Pioniere.„Die in Mautern stationierte Panzerpionierkompanie bekam am 17. September den überraschendenAuftrag für einen sicherheitspolizeilichen Einsatz im Raum Melk. Der Entschluss desBataillonskommandanten ergab die sofortige Aktivierung der Panzerfahrzeuge, mit der Zusatzinformationan das Kaderpersonal, dass die heranstehenden Anforderungen mit Risiken für Leib und Lebenbehaftet sein würden. Die Ernsthaftigkeit des Auftrages spornte die Pioniere der Kompanie zu Höchstleistungenan. Dies zeigte sich insbesonders durch ein schnelles Erfassen von Sofortmaßnahmen und Vorbefehlen,welche durch eine makellose Umsetzung und Koordinierung zu einer raschen Abmarschbereitschaftführten. So kam es, dass bereits um 12 Uhr 30 alle Panzerkommandanten gefechtsbereit in der Biragokasernezur Befehlsausgabe schritten. Nach einer gediegenen Einweisung in die prekäre Situation wurde ein Konvoi aufgestellt und inden Einsatzraum geführt. Dort wurde die Expertise der Panzerpioniere benötigt, um eine splittergeschützte Annäherung und einenmaschinellen Einbruch in das Wohnhaus, welches durch die Zielperson als Zufluchtsort genutzt wurde, zu schaffen. Danach verändertedie Meldung, dass die Geisel tot aufgefunden wurde, die Priorität von Schnelligkeit auf Sicherheit beim Zugriff.Nach sechs nervenaufreibenden Stunden war die Lage der Zielperson klar und die Situation entspannte sich zunehmends. Für diePanzerpionierkompanie kann die Erfüllung dieser Aufgaben eine weitere Bestätigung ihrer Einsatztauglichkeit sein, indem Kaderpersonalohne Rücksicht auf persönliche Belange den Auftrag über eigenes Wohlbefinden stellt und den Soldatenberuf mit diesemVerhalten alle Ehre erweist. Auch die anfangs„nicht eindeutig feststehende Bedrohungslage trübte diese Einstellung nicht. So kannich als stellvertretender Kompaniekommandant mit Stolz sagen, dass es mich ehrt mit dieser Einheit weitere Einsätze bewältigen zudürfen. (Oberleutnant Florian Zierhofer).MELKER PIONIERE13


Ruumms..da geht die Türe aufGemeinsames Training der Einsatzverbände im SprengdienstUnter Federführung der Pionierbaukompanie wurde die zweitägige Kaderfortbildung amTruppenübungsplatz Allentsteig geplant und durchgeführt. Das Schwergewicht lag dabei inder Umsetzung von Lehrbuchbeispielen aus der zivilen Sprengtechnik bzw. in der Anwendungder neu eingeführten Schneidladungen.Im theoretischen Teil der Veranstaltung veranschaulichte Vizeleutnant Christian Enz von der Sektion III des Bundesministeriumsfür Landesverteidigung und Sport (BMLVS) die Abläufe der Muntionsversorgung im ÖsterreichischenBundesheer. Weiters gewährte uns der Ausbildungsverantwortliche des Einsatzkommandos Cobra(EKO COBRA) einige Einblicke über die Sprengtechniken der Spezialeinsatzkräfte und VizeleutnantHarald Hopf, vom Referat Schieß- und Ausbildungsanlagen im Lager Kaufholz, informierte über diespeziellen Techniken bei der Blindgängersuche. An dieser Stelle herzlichen Dank an die oben genanntenHerren für ihre äußerst informativen und professionellen Vorträge.Im Praxisteil ging es wie bereits erwähnt um die Anwendung von Lehrbuchbeispielen aus derzivilen Sprengtechnik. So wurde unter anderem das sprengtechnische Masten setzen erprobt.Diese Technik wird angewandt, wenn der Einsatzort für eine schwere Pioniermaschine mithydraulischem Erdbohrer nicht erreichbar ist. Dabei wird das zylinderförmige Loch fürdie Aufnahme des Mastens mittels Sprengstoff ausgeformt (siehe Skizze links). DesWeiteren wurde Starkholz sprengtechnisch gespalten. Durch den gezielten Einsatz derSprengschnur konnte ein Stamm mit zirka 1 Meter Durchmesser halbiertwerden. Im Katastropheneinsatz ist die Anwendung dieses Verfahrensdurchaus denkbar.Ebenfalls zum Einsatz kamen die bereits erwähnten, neu eingeführten,biegsamen Schneidladungen vom Typ Semtex Razor. Diese dienen zurlinearen Durchtrennung von Stahl und haben eine Schneidleistung vonbis zu 40mm Materialstärke. Als Abschluss des Praxisteils wurde ein Panzergraben, unter Einsatzdes gewerblichen Sprengstoffes Lambrit, und ein Brückenausschnitt, bestehend aus zwei Jochenund einem Stahlüberbau, gesprengt. Die gewonnenen Erfahrungen gilt es nun zu vertiefen, weiterzugebenund letztendlich bei möglichen Einsätzen anzuwenden.(Autor: Oberstabswachtmeister Bernd Buber)14 MELKER PIONIEREBild: Teilnehmer der Melker Pioniersprengtage am Truppenübungsplatz Allentsteig.


Woher wir kommen (1913 - 2013) Teil XVBild oben: Im September 1972 erprobten Pioniereder 1. Kompanie in Korneuburg dieseKrupp-Trogbrücke. Das Profil, aus koppelbarenModulen mit Rampenteilen, ähnelte bereits damalseiner modernen Faltfestbrücke. DiesesSystem (mit Ausnahme der Pendelunterstützung)war beim Bundesheer aus verschiedenenGründen nie eingeführt und das Bild gilt daherals echte Rarität (Archiv PiB3).Flower Power (die 70er Jahre)Die Unwetter in Kärnten und Osttirol wurden in den Jahren 1956/66 erfolgreichabgearbeitet und mehr als 595 Laufmeter an Ersatzbrücken gebaut.Eine weitere Reihe von Hochwassereinsätzen findet sich rückblickend in diesemZeitraum. Der Prager Frühling, der nicht nur die Pioniere in strengeBereitschaft zwang, sondern viele Verbände und Führungsebenen des Bundesheeresbeanspruchte, war Geschichte. Wir nähern uns den 70er Jahrenund es soll nicht verschwiegen werden, dass die sogenannte 68er RevolutionEinfluss hatte auf die vorwiegend jugendliche Bevölkerung Österreichs.Am 7. Jänner 1970 rückten 154 Grundwehrdiener ein. Diese absolvierten, wie damalsüblich, ihre Schieß- und Sprengausbildung am Truppenübungsplatz Bruckneudorf.Drei Monate später standen dieselben Pioniere in der MarktgemeindeYspertal im Einsatz um die von Schneemassen eingeschlossenen Menschen regelrechtfreizuschaufeln.Des Weiterenstanden Anfang der70er Jahre immer wieder Pioniere im Einsatz um durch gezielte Sprengarbeitenin Göstling/Hochkar die Voraussetzungen für die Erweiterungder bestehenden Liftanlage zu schaffen.Bild: Das damals brandneue Alu-Gerät beimBau über die Ybbs. Im Oktober 1971 bestanddie Pontonbrücke ihre Feuertaufe. Darauserwuchsen bis heute mannigfaltige Verwendungsmöglichkeiten.Bild: Österreichisches Gerät wird in Skopje/Mazedonien auf Frachtschiffe verladen. Mitdabei der damals 18-jährige Franz Fichtinger.Bundesminister Dr. Georg Prader übergab am 22.April seine Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger, BrigadierJohann Freihsler, und die Wehrgesetznovellevon 1970 über Organisation und Kompetenzen desLandesverteidigungsrates legte die Dauer des Grundwehrdienstesmit sechs Monaten und der AbleistungBild: Brigadier Johann von 60 Tagen Truppenübung fest. Bei den MelkerFreihsler. Bundesministervon 21. April 1970 Änderungen ein.Pionieren traten fast zeitgleich auch entscheidendebis 4. Februar 1971.Mit dem Zulauf, des auf zerlegbaren Pontons beruhenden,Alu-Gerätes gelangen, hinsichtlich deren Verwendung, mannigfaltigeEinsatzmöglichkeiten. Die Feuertaufe bestand das koppelbare System im Oktober1971. Dort bauten die Pioniere eine 16 Tonnen Pontonbrücke über die Ybbs beiGreinsfurth/Winklarn in der Nähe von Amstetten. In einem ausführlichen Zeitungsberichtwird die Übung wie folgt dargestellt: „Innerhalb von 30 Minutenkonnte der schwere Kran den ersten Ponton zu Wasser lassen und mit dem Zusammenbaubegonnen werden. Die in der Ortschaft Winklarn gut getarnt und abrufbereitabgestellten Ponton- und Gerätefahrzeuge trafen, durch Kradmelder herangeholt,in 15 Minuten-Intervallen an der Brückenbaustelle ein, und Teil für Teilwurde durch die präzise arbeitenden Pioniere zusammengebaut und eingefahren.Nach etwa zwei Stunden Bauzeit konnte der Kompaniekommandant dem ebenfallsanwesenden Bataillonskommandanten, die 57 Meter lange und drei Meterbreite Brücke als fertig melden. Die anschließende Belastungsprobe durch schwereKraftfahrzeuge bestand die Brücke ohne Probleme. Die Nacht verbrachten diePioniere in, der Brückenbaustelle benachbarten, Gehöften.“MELKER PIONIERE 15


Woher wir kommen (1913 - 2013) Teil XVBild:OberstleutnantFranz Rieger.KommandantHPiB1 von 7. März1973 bis 31. Oktober1975. Im Bildbereits als Oberst.Geschichte und Geschichten aus 100 Jahren Garnison MelkVergangenheit und Gegenwart eines Verbandes1972 flog das Vorkommando des österreichischen UN-Bataillons nach Zypern ab.Es bezog Kriegsruinen und hielt stets den Kopf tief unten, da Schüsse zwischenGriechen und Zyprioten auf der Tagesordnung standen. Mit dabei war der damals18-jährige Pionier Franz Fichtinger. Die Truppe hieß United Nations EmergencyForce und hatte den Auftrag die Streitparteien zu überwachen. Nach der Mission imKongo (1960) der erst zweite Einsatz des Bundesheeres im Ausland und der Erstemit Beteiligung eines Melker Pioniers.Im März 1972 war der Einsatz des Verbandes in Schwechat notwendig. Um einenSpezialtransport der Voest sicher über die Liesingbrücke zu bringen, rückten damalsSoldaten der 1. und der 2. Kompanie aus, um das Tragwerk mit Kriegsbrückengerätzu überbauen und geeignete Rampen zu schaffen. Zu dieser erfolgreichabgelaufenen Aktion titulierten die Zeitungen: „Schwertransport mit mehr als 120Tonnen über den Bach gebracht - Glanzleistung der Pioniere aus Melk“.Bild: Im Mai 1973 errichteten die Pionieredie Traunfellnerbrücke über die Erlauf beiScheibbs. Am Bild eine M2 Spurtafelbrückemit vier Böcken, dabei leisteten früher wieheute schwere Pioniermaschinen einen entscheidendenAnteil.Bild: Als im Jahre 1945 die Deutsche Wehrmachtkapitulierte und der Krieg zu Ende gingblieben mehr als 32 Tausend Giftgasgranatenzurück. Es waren Melker Pioniere, die mithalfen,der drohenden Gefahr einen Riegel vorzuschieben.Jahre später wurden die an dieser Aktionbeteiligten Pioniere dafür ausgezeichnet.Neuer Kommandant in MelkAm 5. März 1973 übergab Oberst Wilfried Klein das Kommando an seinen NachfolgerOberstleutnant Franz Rieger. Rieger diente von 1942 bis 1945 in der DeutschenWehrmacht und geriet gegen Kriegsende in britische Gefangenschaft. Erging bereits im Jänner 1974 als Kommandant des österreichischen UN-Bataillonsnach Zypern.Die Aktion GelbkreuzHinter diesem einfach klingenden Arbeitstitel steckt eine Aktion von besonders anhaltenderTragweite. Als im Jahre 1945 die Deutsche Wehrmacht kapitulierte undder Krieg zu Ende ging blieben mehr als 32 Tausend Giftgasgranaten zurück. Diehalbverrosteten Relikte waren in Großmittel zwischengelagert und mussten gegenEnde der 60er Jahre abtransportiert und entsorgt werden. Dazu standen Pioniere mitschweren Maschinen im Einsatz, die besonders vorsichtig mit den Giftgasgranatenumzugehen hatten. Falsche Handhabung hätte möglicherweise chemische Kampfstoffefreisetzen können. Insbesondere waren die Pioniere Emil Ullmann und AdolfJanisch eingesetzt. „Wir hatten täglich mehrmals das Szenario der Dekontaminationüber uns ergehen zu lassen. Der Bau der 3. Wiener Hochquellwasserleitungwar ausschlaggebend dafür, dass wir gemeinsam mit Spezialisten des Innenministeriumsdie Kriegsrelikte in speziell vorbereiteten Bunkern, gerüstet gegen denZahn der Zeit, dauerhaft lagerten. Der Einsatz war fordernd und gefährlich. Dafürerhielten wir eine Tagesprämie von 500 Schilling, das war im Vergleich zu denLöhnen Anfang der 70er Jahre täglich ein kleines Vermögen“. Es waren MelkerPioniere, die mithalfen, der drohenden Gefahr einen Riegel vorzuschieben. Jahrespäter wurden die an dieser Aktion beteiligten Pioniere dafür ausgezeichnet. InSumme finden sich beinahe 10 Tausend Arbeitsstunden zur Beseitigung von chemischenKampfstoffgranaten in den Aufzeichnungen des Verbandes.16 MELKER PIONIERE


Eine wesentliche Änderung und Verbesserungim Erscheinungsbild des österreichischenSoldaten wurde 1975 eingeführt,der Kampfanzug 75, für damalige Verhältnisseein quantensprung in der Uniformierung.Im selben Jahr wurde im Zuge einerUmorganisation das Heerespionierbataillonder neuen Panzergrenadierdivisionunterstellt und am 1. Dezember übernahmOberstleutnant Anton Wessely das Kommandoüber den Melker Verband.Einsätze Mitte der 70er JahreEntlang der Donau und der Zubringerflüssekam es erneut zum Hochwasser. Pionierewurden alarmiert und rückten aus, umin Freiland, Rabenstein und Pöchlarn intensiveRettungs- und Bergungsarbeit zuleisten. Die Versorgung, der von den Wassermassenabgeschnittenen PöchlarnerBevölkerung, konnte nur mehr mit Bootenund amphibischen Fahrzeugen sichergestelltwerden.EinleitungDie Reichsbrücke hatte eine Gesamtlängevon 1255 Meter. Sie besaß zweiPylonen aus Stahl mit einer Höhe von30 Metern über Fahrbahnoberkante, dieauf zwei Strompfeilern standen und zweiStahlketten mit den Brückenüberbaulastentrugen. Die Brücke war als Symbolfür den Reichtum und die Größe Wiensinszeniert.Der EinsturzAm Sonntag, dem 1. August 1976 ereignete sich das Unfassbare. EinAugenzeuge berichtete damals: „Erst hat sich die Brücke plötzlich aufihrer vollen Länge gehoben und danach sackte sie laut krachend ein“.Die Radiomeldungen von 5 Uhr Morgens klangen schier unglaublich:„Reichsbrücke eingestürzt, in den Fluten der Donau versunken“.DieF o l g e nwaren gravi e r e n d .1976 - Einsatz nach Einsturz derWiener ReichsbrückeEin 22jähriger PKW-Lenker verstarb, ein passagierloser Gelenkbusder Wiener Verkehrsbetriebe stürzte ebenfalls ab, der Fahrer konnteunverletzt geborgen werden. Die Reichsbrücke war an einem Durchschnittstagmit knapp 20 Tausend Fahrzeugen pro Stunde nicht nurBild:OberstleutnantAnton Wessely.Kommandantvon 16. Dezember1975 bis 31.August 1983.Bild oben: Alvis-Stalwart aus den 60erJahren mit achtzylinder Rolls Royce Ottomotor.Insgesamt wurden nur 1100dieser schwimmfähigen und robustenNachschubfahrzeuge gebaut. Nur wenigedavon fanden bei den Melker PionierenVerwendung.Darüber hinaus setzte ein Sturm dem Zeltdes Österreichischen Nationalzirkus dermaßenzu, dass es schwer beschädigt wegflog.Pioniere eilten nach Ybbs an der Donau,um zu retten was noch zu retten war.Bergung und Schadensbegrenzung standdabei im Vordergrund. Insgesamt findensich 1975 knapp 46 Tausend Arbeitsstundenim Hilfs- und Katastropheneinsatz.eines, der am meisten befahrenen Straßenstücke Wiens, sie über-Bild oben: Zeigt die Wiener Reichsbrücke nach dem Einsturz. Eswar sehr schnell klar, dass das Bundesheer zum Einsatz kommenmusste.querte auch eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten Mitteleuropas.Ihr Einsturz wirkte sich daher sowohl auf den Straßen-, als auch aufden Schiffsverkehr aus. Kaisermühlen war mit einem Schlag abgeschnittenund die Wasserstraße Donau nachhaltig gesperrt. Darausergaben sich auch enorme Rohstoffprobleme für die Voest. Schiffewurden angewiesen, vor Budapest bzw. vor Passau zu ankern.MELKER PIONIERE17


Woher wir kommen (1913 - 2013) Teil XVGeschichte und Geschichten aus 100 Jahren Garnison MelkVergangenheit und Gegenwart eines VerbandesBild: Das Heer musste zum Einsatz kommen.Brückenreste wurden mit Bergepanzerngeborgen, große Teile mit Sauerstofflanzenzerschnitten oder einfach gesprengt.Die UrsacheBereits kurz nach dem Einsturz erklärte die Wiener Stadtregierung eine Fremdeinwirkungfür höchst unwahrscheinlich. Zugleich gab die Stadtregierung bekannt,dass die Brücke im Jahr der Katastrophe insgesamt sieben mal überprüft wordenwar, wobei keine erheblichen Mängel festgestellt werden konnten. Eine umgehendeinberufene Expertenkommission aus Universitätsprofessoren der TechnischenUniversitäten in Wien und Graz legte am 9. August ihren ersten Zwischenbericht1976 - Einsatz nach Einsturz derWiener Reichsbrückevor, in dem die Einsturzursache grob eingegrenzt wurde. So schieden laut UntersuchungskommissioneineSprengung,Erdbeben,generelle Instabilität, einAbreißen der Ketten oderHänger, ein Ausreißen der Verankerungen aus den Widerlagern und die Korrosioneines tragenden Bauteiles als Ursachen eindeutig aus. Sechs Monate später präsentiertedie Kommission einen 400 Seiten umfassenden Bericht, der sinngemäßdasselbe aussagte.Bild: Mit den Vorbereitungen zum Bau derErsatzbrücken wurde sofort begonnen. Dasnotwendige Gerät konnte durch logistischeGlanzleistungen aus dem gesamten Bundesgebietantransportiert werden. Knapp 45 TonnenGerät kamen aus Deutschland.Bild: Zeigt die Ersatzbrücken für den Straßenbahnverkehr.Mehr als 40 Tausend Arbeitsstundenleisteten die Melker Pioniere bis zumDezember 1976.18 MELKER PIONIEREHeer im EinsatzDer Einsatz des Bundesheereszur Bergung der Brückeund zur Errichtung derprovisorischen Brücken giltbis heute als Paradebeispieleines gelungenen Assistenzeinsatzesbei Katastrophen.Insgesamt 5.500 Soldatenhalfen in 130.312 Mannstundenbei der Räumungder Brückenreste, führtenSprengungen durch und unterstütztendie Errichtungder Behelfsbrücke. Die MelkerPioniere standen dazumehrere Monate im Einsatz.Hauptaufgaben waren nebenBergung, Wasserrettungsdienst und Logistik, die beiden jeweils 103,70 Meter langenAuffahrtsbrücken am rechten Ufer und zwei Brücken mit je 39,65 Meternam linken Ufer zu bauen. Letztere wurden dazu mit einem 200 Tonnen Autokraneingehoben.Quellen: 50 Jahre Pioniere in Melk (2006), wikipedia.org, Archiv PiB3Bilder: Archiv PiB3, bmlvs.at, Emil UllmannAutor: Felix Hoebarth


DIn der 27. Kalenderwoche 2013 befahl die 3. Panzergrenadierbrigadeihre jährliche Sportwoche. Da Sport imVerband groß geschrieben wird und zur Erhaltung derkörperlichen Leistungsfähigkeit, bekamen die Verbändeder „3ten“ den Auftrag zur Durchführung einesoder mehrerer unterschiedlicher Bewerbe.Pionierchallengehard - harder - hardestie Melker Pioniere boten mit ihrer großartigen Infrastruktur nicht nur den Platzfür das Fußballturnier und das Beachvolleyballturnier, sondern richteten vor allemdie Pionierchallenge aus. Ein Bewerb, der die teilnehmenden Teams an ihre persönlichenGrenzen bringen sollte. 12 Gruppen bestritten mit eiserner Härte folgende Aufgaben: DasÜberqueren der Donau, Ausgangspunkt Emmersdorf, rudernd , anschließend ein Sprung inseiskalte Wasser um dann schwimmend das Innere des Hafens zu erreichen. Ohne Zeit zumVerschnaufen musste die Gruppe gleich darauf einen Baumstamm mit der Zugsäge zerteilenum dann einen Weiteren über eine Entfernung von 500 Metern zu tragen. Dieser wurde abgelegt um letztendlich einen LKW über dieselbeDistanz zurück zu ziehen und in Folge mit der gesamten Gruppe über die Ziellinie zu gelangen. Die Erschöpfung war den Teilnehmern insGesicht geschrieben, und auch den Stolz, diese schwierigen Aufgaben bewältigt zu haben, strahlten die schweißtriefenden Männer aus.Teamgeist, Motivation und ein fairer Wettbewerbsgedanke führten zu einem unvergesslichen Event. Wir gratulieren allen Teilnehmerndieser Challenge.Beförderungen:Zum Oberleutnant: Helmut LutschounigZum Offiziersstellvertreter: Nikolaus Willhalm40 jähriges Dienstjubiläum:Vizeleutnant Erich LangPersonalVersetzung:Wachtmeister Mario Kostal zum Militärkommando OÖOberstabswachtmeister Ferdinand Kopatz zur HeerestruppenschuleHauptmann Bernhard Weingartmann zum Jägerbataillon 19Hauptmann Siegfried Heiligenbrunner zurFührungsunterstützungsschuleRuhestandsversetzung:Vizeleutnant Othmar WeberVizeleutnant Herbert MalliMELKER PIONIERE19


Jobs 4 you050201/ 3631316melker-pioniere.atbmlvs.atBild: Zeigt das Übersetzen deutscherPanzergrenadiere während der ÜbungCornucopia am Ottensteiner Stausee.40 Gemeinden desBezirkes MelkStadtgemeindePostgebühr bar bezahlt Nr. 08Z037760MelkVerlagspostamt 3390 Melk, Medieninhaber: BMLVS, AG RossauRossauerlände 1, 1090 WienStift MelkUnserE PARTNER20 MELKER PIONIEREwww.bundesheer.at

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