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Nummer 615. März 2009bis 28. März 2009Pfarreiblatt der Bistumskantone Schaffhausen und ThurgauFastenFröhlich auf dem Weg


FastenzeitEditorialGanz ehrlich: Auch ich bin übereine dieser neu-modischen Fastenformenauf den Geschmack gekommen.Es waren nicht etwa dieTexte geistvoller Kirchenväter, sonderndie Erläuterungen von Dr. Buchingerund seiner Methode vom«Obsttag» mit «Entschlackungswirkung»,die eine einfache Erkenntnisreifen liessen, dass eine massvollezeitliche Entsagung zur Bereicherungwerden kann.Mit dem Fasten für Leib und Seele beschäftigt sichder Benediktinermönch Anselm Grün seit vielen Jahren.Er knüpft an die Traditionen der Kirche an, interpretiertsie für die heutige Zeit – und schenkt Impulse,wie das Fasten heute wieder zu einer spirituellenErfahrung für Christinnen und Christen werdenkann. Dabei darf nicht vergessen werden: Wer fastet,ist unterwegs auf einem Weg – und soll dies fröhlichtun!«Wenn ihr fastet, macht keinVon den Grundlagen des christlichen FastensTitelbild: Fastenzeit – Sich auf das Wesentliche beschränken und Freude am Leben finden. Bild: Harald Oppitz, KNA-BildDas Fasten hat eine Renaissancevon säkularer Seite erlebt. Werheute fastet, tut dies meist dem innerenGleichgewicht, dem Friedenoder der schlanken Linie zuliebe.Aber wie so oft steht die Kircheauch bei diesem Thema in Wechselwirkungmit der Aussenwelt.Vielleicht mag es auch das eindrucksvolleBeispiel islamischerFrömmigkeit im Fastenmonat Ramadansein, das Christen wiederauf die eigenen Traditionen besinnenlässt. In Klöstern und Pfarreienwird das Fasten wieder-belebt. Mitder religiösen Praxis wird auch diespirituelle Bedeutung des körperlichenFastens neu ins Bewusstseingerufen.Fasten ist leichter gesagt als getan.Klar kann man Schokolade von derEinkaufsliste streichen. Aber schonwenn nicht alle anderen Haushaltsmitgliederam gleichen Strang ziehen,wird’s schwierig. Oder wenndie beste Freundin zum Nachtesseneinlädt. Oder wenn eine Prüfung/wichtigerTermin/stressigerTag ins Haus steht. Kurz: wer fas -ten möchte, dem bleibt gar nichtsanderes übrig, als sein Alltagslebenwirklich unter die Lupe zu nehmen,und schon in der Vorbereitungszeitseine Sinne zu schärfen.Wer fastet, gewinnt – und zwar vorallem Zeit. Hier gibt der FastenexperteAnselm Grün einen schönenRat: Die gewonnene Zeit soll demnützen, was hinter der Idee des Fastenssteht. Der Besinnung aufsZentrum der religiösen Spiritualität,im christlichen Glauben ist es dieAusrichtung auf das Osterfest.Warum sind der Kirche ihre Fastentraditionen abhandengekommen? Vor dem Konzil begnügte sich die Kirche miteiner Reihe von Fastengeboten, ohne auf Sinn und Zielder Entsagung einzugehen. In den letzten Jahrzehntendagegen setzte sich die Trennung zwischen geistiger undkörperlicher Sphäre immer stärker durch. KörperlichesFasten wurde verächtlich abgetan. Wenn Fasten aber reingeistig verstanden wird – als innere Freiheit gegenüberDingen –, ist der Schritt zur gänzlichen Entleerung derTradition nicht mehr weit.Das Fasten ist das Leben der Engel, dasjene, die sich ihm hingeben, ins Reich derEngel versetzt. ATHANASIUSDabei ist der Kirche ein Traditionsschatz von Fastenformeneigen. Im Judentum war der Versöhnungstag alsverpflichtender Fasttag bekannt. Weiter galt es als Zeichender Frömmigkeit, montags und donnerstags zu fas -ten. Im Neuen Testament wird Jesu Auseinandersetzungmit der jüdischen Praxis sichtbar: In der Bergpredigt wirddavon ausgegangen, dass die Menschen fasten – abersie sollen sich von den Pharisäern unterscheiden. Fastensoll im Verborgenen geschehen, vor dem Vater statt vorden Menschen, und mit frohem Gesicht (Mt 6,16-18).Von Jesus wird erzählt, dass er 40 Tage in der Wüste gefastethabe – aber im Umgang mit den Menschen trinktund isst er mit Freuden. Fasten als Zeichen der Trauerhat in der Botschaft Jesu keinen Platz: In ihm selbst istdie Zeit des Heils angebrochen.Die frühe Kirche steht bei diesem Thema vor einem Dilemma:Obgleich der Messias gekommen ist, setzen sichSünde und Tod fort. Alsdann wird Fasten mit einemneuen Sinn versehen: Es dient der Erwartung des Herrnund soll die Sehnsucht nach der Vollendung ausdrücken.Vom Judentum übernimmt die frühe Kirche die Fastenpraxisder zwei Wochentage, besetzt sie aber anders: AlsErinnerung an die Gefangennahme und Kreuzigung Jesuruft sie den Mittwoch und den Freitag als Fastentageaus. Bald schon wird in der Vorbereitungszeit auf Osterngefas tet, anfangs wohl nur drei Tage, später dann währendder Karwoche und schliesslich 40 Tage, oft bis zurneunten Stunde (15 Uhr) am Nachmittag.Sei freundlich zu deinem Leib, damit deineSeele Lust hat, darin zu wohnen.TERESA VON AVILAIm Kloster Münsterschwarzach organisiertBenediktiner-Pater Anselm GrünSeminare: «Fasten und Schweigen –Beten mit Leib und Seele»Nicht nur der jüdische Glaube hatEinfluss auf das Fasten der Kirche:Weit verbreitet ist die antike Vorstellung,dass bestimmte Speisen einedämonische Wirkung entfalten. Meinendie Pythagoreer, dass man mitdem Fleisch eines getöteten Tieresauch seine Seele zu sich nehme,glauben die Magier, dass im Ziegenfleischein Krankheitserreger sitze,der Epilepsie verursache. Fastenschützt also in erster Linie, kannaber in der Medizin auch stärkendeWirkung besitzen.Die Kirchenväter fördern das Thema,in den Orden verschärft sich diechristliche Fastenpraxis: Cassianmeint, dass die Menge der Speisendas Herz abstumpft und «wenn derGeist zugleich mit dem Leibe fettwird, den schädlichen Zündstoff derSünde entfacht.» Athanasiusschreibt: «Es heilt die Krankheiten,trocknet die überschüssigen Säfte2forumKirche | 6-2009


Fastenzeitfinsteres Gesicht!»im Körper aus, vertreibt die bösen Geister, verscheuchtverkehrte Gedanken, macht das Herz rein, heiligt denLeib (…) eine grosse Kraft ist das Fasten.»Das Fasten gibt dem Beten Zuversicht undmacht es glühend. HL. BERNHARDFür Juden wie für Christen und auch in anderen Religionenist das Fasten ein Element der drei «frommen Werke»– neben dem Gebet und dem Almosengeben. Die engeVerbindung zwischen Fasten und Beten zeigt sich darin,dass im Gebet mehr steckt als lediglich ein geistigesZwiegespräch mit Gott. Im letzten Jahrhundert war es vorallem Gandhi, der hier Akzente gesetzt hat: «Meine Religionlehrt mich, dass man in einer Not, die man nicht lindernkann, fasten und beten muss,» Er fastete immer,wenn er spürte, dass Worte nichts nützen und er mit Verhandlungennicht weiter kam. Fasten als politische Aktion,als Zeichen der eigenen Ohnmacht, nicht aber alsErpressung oder Anklage: «Mein Fasten ist eine Sachezwischen Gott und mir», ist von Gandhi überliefert. Gleichzeitigist es ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen,die sich für Frieden einsetzen und für Gewaltlosigkeit.Wenn aber alle Völker den Rat des Fastensannähmen (…) würde nichts mehr ver -hindern, dass tiefster Friede in der Weltherrsche. BASILIUS DER GROSSEFastenzeit als Zeit der Ruhe im Gebet.Bilder: Harald Oppitz, KNA-BildWie kann das Fasten heute für Christen wieder zugänglichwerden? Anselm Grün will dabei zuerst das Fasten inder Gemeinschaft aus der Versenkung holen. Schon eintägliches Treffen zum Gebet kann dem Einzelnen helfen,das Fasten in seiner alltäglichen Umgebung einzuhalten.Die Bindung an die kirchlichen Zeiten mag auch davonabhalten, das Fasten als etwas Selbstgenügsames anzusehen.Fasten ist dann auf Gott hinausgerichtet, dient der Vorbereitungauf ein Fest und verbindet den Einzelnenmit anderen Gläubigen. Danebenplädiert Anselm Grün auch dafür,Fasten als Praxis der Sühne undVersöhnung zu reaktivieren. Für eineklösterliche Gemeinschaft oder einePfarrei könnte ein gemeinsamesFas ten ein Weg sein, wenn Problemeauftauchen oder Spannungen zwischenGruppen nicht gelöst werdenkönnen. Fasten in der Gemeinschaftmag die Atmosphäre reinigen undgleichzeitig zum Ausdruck bringen,dass die menschlichen Mechanismennicht ausreichen und es GottesEingreifen braucht. Ein ungewöhnlicherAnsatz – für die heutige Situationin der Kirche mit ihren oftmalsverhärteten Fronten –, aber vielleichtüber legenswert.Das Fasten demütigt denKörper und das Wachenreinigt den Geist.ABBA LONGINUSGeschieht das Fasten als Mittel derpersönlichen Askese, so tut der Fas -tende gut daran, eine durchgehendpositive Grundhaltung ernst zu nehmen.Mit Selbstbestrafung hat christlichesFasten nichts zu tun; alsKampf gegen das eigene Ich kannes schnell verbissen und lieblos machen.Gelassenheit und Freundlichkeit,auch gegenüber den eigenenUnvollkommenheiten und Schwächen,stehen fastenden Christen gutan. Nicht zuletzt ist Fasten untrennbarmit Demut verbunden. Wer stolzauf die Leistung des Fastens ist, hatdas Wesen des Fastens nicht verstanden.Fasten konfrontiert mit deneigenen Sehnsüchten und Begierden,Gefühlen und Gedanken, deneigenen Grenzen – auch mit den eigenenSchattenseiten. Die Sehnsuchtnach Erfüllung kann die Sehnsuchtnach Gott freilegen.Ann-Katrin GässleinQuelle: Anselm Grün, Fasten, Vier-Türme-Verlag Münsterschwarzach 2006.News■ Konzil abgelehntDie vier Bischöfe der Pius-Bruderschaftlehnen die Entscheide desZweiten Vatikanischen Konzils(1962–65) ab. Dies haben sie auchPapst Benedikt XVI. geschrieben.Es handle sich bei den Konzilsentscheidenum «Doktrinen, die imGegensatz stehen zum immerwährendenLehramt der Kirche.»■ Anerkennung gefordertDie kirchenkritische «Petition VaticanumII» ist den katholischen deutschenBischöfen überreicht worden.Die Erklärung «Für die uneingeschränkteAnerkennung der Beschlüssedes Zweiten VatikanischenKonzils» wendet sich gegen die Aufhebungder Exkommunikation vonvier Traditionalisten-Bischöfen.Rund 36 300 Personen habenunterschrieben.■ «Dies Iudaicus» ab 2011Die Erinnerung an die jüdischenWurzeln soll in der katholischenKirche der Schweiz jährlich einenfesten Gedenktag erhalten. DieSchweizer Bischofskonferenz(SBK) hat beschlossen, ab 2011 inder Schweiz einen jährlichen «DiesIudaicus» einzuführen. Offen ist, umwelchen Tag es sich dabei handelnsoll und wie dieser Gedenktag konkretausgestaltet wird.■ Gemeinsam zu Pius XII.Die Rolle von Pius XII. (1939–58)im Zweiten Weltkrieg steht imMittelpunkt der Tagung, die gemeinsamvon der Holocaust-GedenkstätteJad Vashem und derkatholischen Hochschule «StudiumTheologicum Salesianum» in Jerusalemeröffnet wurde. Dabei solldie historische Aufarbeitung desPontifikates von Pius XII. im Zentrumstehen.■ PreisverleihungDer ehemalige Bundesrichter GiusepNay und die beiden TheologenHermann Häring und Leo Karrerwurden mit dem diesjährigen Preisder Herbert-Haag-Stiftung ausgezeichnet.Im Festvortrag wurdendas Nebeneinander von hierarchischerund synodaler Kirche sowiedie Bedeutung der Menschen -rechte gewürdigt.forumKirche | 6-2009 3


Fastenzeit · Christkatholische Kirche40 Tage sind kein ZufallDie Fastenzeit im Christentum steckt voller SymboleObwohl die vier Eier für das Weltumspannende und der Kranzfür das Vollendete stehen, war zeitweise in der 40-tägigenFastenzeit das Essen von Eiern als «flüssiges Fleisch» verboten.Bilder: Ruth Jung40 Tage dauert die Fastenzeit von Aschermittwochbis Ostern. Dabei werden die Sonntage nicht mitgezählt,da an ihnen nicht gefastet werden musste. DieZahl 40 hat in der jüdischen und christlichen Überlieferungeine hohe Symbolkraft.Immer wieder findet sie sich in den Schriften des Altenund des Neuen Testaments: So ergoss sich der Regender Sintflut 40 Tage und 40 Nächte auf die Erde. Auchwartete Noah, nachdem die ersten Berge wieder sichtbarwurden, 40 Tage. Erst dann öffnete er das Fenster derArche, um den Raben heraus zu lassen. Das Volk Israelwanderte nach dem Auszug aus Ägypten 40 Jahre durchdie Wüste und durchlief damit eine Zeit der Läuterung.Moses war Gott auf dem Berg Sinai 40 Tage nahe. DieStadt Ninive hatte 40 Tage, um ihre Sünden zu bereuen.Und auch Jesus ging 40 Tage in die Wüste, um sichdurch Gebet und Fasten auf seine Sendung vorzubereiten.Zwischen seiner Auferstehung und Himmelfahrt lagenlaut Lukas-Evangelium 40 Tage.Kombination von 4 und 10Für Theologen steht die Zahl 40 damit für einen Zeit -raum, der zu Busse und Besinnung auffordert, derWende und Neubeginn ermöglicht. Sie wird gebildet ausdem Produkt von 4 und 10. Die 4 steht dabei üblicherweisefür das Weltumspannende, Irdische und Vergängliche.Sie symbolisiert die Himmelsrichtungen, die ElementeFeuer, Erde, Wasser, Luft, die Lebensphasen Kindheit,Jugend, Erwachsensein, Alter und die menschlichenTemperamente. Die 10 gilt als Zahl des in sich Vollendeten,Ganzen: Sie ist die Summe der ersten vier Ziffern 1+ 2 + 3 + 4, bezeichnet die Zahl der Finger und gilt alsSymbol des Kreises. Sie dokumentiert ihren ganzheitlichenAnspruch nicht zuletzt in der biblischen Zahl derZehn Gebote.150 Fasttage im MittelalterAllerdings beschränkte sich das Fastender Christen zumindest imMittelalter nicht auf die 40 Tage vorOstern: Auch der Advent war eineBuss- und Fastenzeit, dazu fast alleFreitage und je nach Region der Mittwochoder Samstag sowie die dreiBettage vor Christi Himmelfahrt unddie Vorabende der Heiligenfeste.Unterm Strich waren zeitweise anrund 150 Tagen im Jahr nur Fischund Gemüse erlaubt, teilweise sogarMilch und Eier «als flüssiges Fleisch»verboten.Zuwiderhandlungen gegen die mittelalterlichenFastengebote wurden bestraft:Von Stockschlägen über Einsperrenbei Wasser und Brot bis zumAusreissen der Zähne reichte dasSpektrum. «Es war damals üblich,den Körperteil, der gesündigt hatte,zu bestrafen», weiss der Kirchenhis -toriker Klaus Unterburger von derUniversität Münster. Die armenLeute, die Kraut- und Rübenfresser,wie man sie nannte, dürfte das allerdingskaum gestört haben. Herrenspeisenwie Fleisch oder Wild kamenbei ihnen ohnehin fast nie auf denTisch.Christoph Arens/KipaDie Zahl 40 steht für eine Zeit der Busseund Besinnung und ermöglicht eineWende und einen Neubeginn.In Bern, im Botschaftsviertel, liegtder Bischofssitz der christkatholischenKirche, wo Fritz-René MüllerBilanz seiner siebenjährigenAmtszeit zieht. Seine Nachfolgewird an der christkatholischenSynode im Juni bestimmt.In der christkatholischen Kirche gibtes verheiratete Priester, eine synodaleStruktur und die Frauenweihe,sogar Bischöfinnen sind möglich.Zieht sie damit enttäuschte römisch-katholischeGläubige an? -«Nicht wirklich», meinte Bischof Fritz-René Müller in einem Interview mitder Presseagentur Kipa.Kipa: Herr Bischof, Ende Februarhaben Sie sich zurückgezogen…Fritz-René Müller: Nicht vollständig.Ich bin auch für die französischeund italienische christkatholischeGemeinschaft zuständig, im Auftragder altkatholischen Bischofskonferenzder Utrechter Union. BeideFunktionen werde ich noch eineWeile ausüben, denn in beiden Länderngibt es keine eigene Diözese.Wie sind denn die aktuellen Zahlenfür die Schweiz?Die Mitgliederzahlen bei uns sinkenkonstant, wie auch bei allen anderenin der Schweiz anerkannten Kirchen,vor allem weil unsere Gemeindenüberaltert sind. Austritte undKonversionen halten sich dieWaage, aber wir haben ein deutlichesDefizit bei den Taufen im Vergleichzu den Todesfällen. Zudemhaben wir im Gegensatz zur orthodoxenund römisch-katholischen Kirchekeinen Zuwachs durch Immigranten.«Man wird in eine Kirchegeboren und getauftund bleibt»Wie finanziert sich Ihre Kirche?In Kantonen, in denen wir öffentlichrechtlichanerkannt sind, erhebenwir eine Kirchensteuer. In den anderenKantonen zahlen unsere Mitgliedereinen freiwilligen Beitrag.4forumKirche | 6-2009


Christkatholische Kirche«Kirche bedeutet Heimat»Der christkatholische Bischof Fritz-René Müller zieht BilanzEtliches von dem, was viele römisch-katholischeGläubige wünschen,ist in der christkatholischenKirche Realität: Verheiratete Priester,Frauenweihe, synodale Strukturen.Kommen deshalb viele Enttäuschtezu Ihnen?Das kommt vor, aber es sind wenige.Ich denke, viele Gläubige empfindenin ihrer Kirche so etwas wie Heimat.Man wird in eine Kirche geboren undgetauft und man bleibt, auch wennsie nicht den Erwartungen entspricht.Diejenigen, die aus Enttäuschunggehen, treten selten in eineandere Kirche ein.Für den christkatholischen TheologenUrs von Arx ist die Zeit noch nicht reif,im Juni eine Frau als Nachfolgerin vonBischof Fritz-René Müller zu wählen.Bild: Andrea Krogmann/KipaDer nächste Bischof eine Frau?Im Juni wählt die christkatholischeKirche der Schweiz den Nachfolgervon Bischof Fritz-René Müller. Odereine Nachfolgerin? Eine Frage, dieder christkatholische Theologe Ursvon Arx spontan mit Nein beantwortet.Er steht der Wahl einer Frauskeptisch gegenüber: «Wenn wir jetzteine Bischöfin wählen, dann werdenmöglicherweise die von ihr geweihtenLeute nicht als wirklich geweihtanerkannt, sowohl von römischkatholischerSeite als auch vonden Orthodoxen. Da fragen wir unsschon: «Wollen wir das?»Die christkatholische Synode tagtim Juni wieder. Was sind ihre wichtigstenHerausforderungen?Der wichtigste Punkt ist natürlich dieWahl des neuen Bischofs. Ein weitererAkzent liegt auf der Beteiligungvon Jungen, die über die Pfarreieneingeladen werden. Wir hoffen, dasswir ebenso viele junge Teilnehmerzwischen 18 und 24 Jahren habenwerden wie gewählte Synodale. Siewerden volles Mitspracherecht haben,aber kein Stimmrecht. DieseIni tiative entstammt aus der Idee derErneuerung, die mein Vorgänger,Bischof Hans Gerny, lanciert hat. Ichhabe sie aufgegriffen, mit einem Akzentauf die spirituelle Einheit unsererGemeinschaften. Dies ist angesichtssinkender Mitgliederzahlenund geringerer finanzieller Möglichkeitenbesonders wichtig.«Der Papst müsste alsBischof von Rom an -gesehen werden»Zusammen mit den Verantwortlichender anderen christlichen Kirchenin der Schweiz haben Sie2005 die europäische Charta Oecumenicaunterzeichnet. Welche Impulsesind daraus hervorgegangen?Die ökumenischen Beziehungen inder Schweiz haben sich gefestigt.Wir arbeiten zusammen, wenn esdarum geht, zu einer AbstimmungPosition zu beziehen. In diesemPunkt ist die christkatholische Kircheder römisch-katholischen und der reformiertenKirche sehr dankbar. Siemachen die Hauptarbeit und schlagenTextentwürfe zur Approbationvor. Das Gleiche gilt für das Materialder Fastenkampagnen, das vom römisch-katholischenFastenopfer undvom reformierten Brot für alle bereitgestellt wird, mit denen unser HilfswerkPartner sein zusammengeschlossenist.In der Schweiz anerkennen Katholiken,Reformierte und Christkatholikengegenseitig die Taufe.Dies ist seit mehr als 30 Jahrenselbstverständlich so.Nach sieben Jahren im Amt als Bischof schaut Fritz-RenéMüller auf die Entwicklungen der christkatholischen Kirche inder Schweiz zurück.Bild: Hannes Dirk Flury/KipaChristkatholische Kirche SchweizDie christkatholische Kirche zählt in der Schweiz rund13'500 Mitglieder, verteilt auf 34 Pfarreien. Von den28 aktiven Priestern sind 4 Frauen; dazu gibt es vierDiakoninnen und zwei Diakone. Sie ist entstanden ausdem Protest gegen die vom Ersten Vatikanischen Konzil1870 verkündeten Dogmen der päpstlichen Unfehlbarkeit.Eine wesentliche Rolle spielte die BernerChristkatholische Fakultät (seit 2001 Departement fürChristkatholische Theologie). Mit vier Lehrstellen warsie wichtigste Ausbildungsstätte und weltweit die einzigemit Promotionsrecht. Derzeit sind beide Professurenvakant, das Departement hofft auf eine Neubesetzungim Herbst.Halten Sie nach mehr als 130 Jahren Trennung die Einheitvon römisch-katholischen und christkatholischenChristen für denkbar?Ich persönlich bin davon überzeugt. Aber ich glaube,zuerst müssen wir den offiziellen Dialog pflegen. Bedingungeiner Einheit wäre unsererseits, dass der Papst alsBischof von Rom angesehen wird. Oder als «Primus interpares». Eine Unterordnung der Bischöfe und der Nationalkirchenunter den Papst ist für uns nicht vorstellbar, denndas Dogma über die päpstliche Unfehlbarkeit, hat uns jadazu gezwungen, uns von der römisch-katholischen Kirchezu trennen.Interview mit Bischof Müller: Bernard Bovigny/KipaforumKirche | 6-2009 5


Aus dem BistumMeine Hoffnung? Sie ist in Gott!Was mich bewegt: ein Beitrag von Weihbischof Denis Theurillates nicht gut geht, die ein schweresSchicksal zu tragen haben. MeineGedanken führen mich besondersauch zu den Jugendlichen: Mögensie ihr Leben nicht verschwenden,mögen sie nicht am Leben verzweifelnoder in Anbetracht vieler Problemeresignieren. Es liegt an uns,ihnen Hoffnung zu machen und ihnenPerspektiven für einen sinnvollenLebensentwurf aufzuzeigen.Der Monat März 2009 steht im Zeichendes Weltjugendtags. Aus diesemGrund finden drei Begegnungenstatt:Jugendliche in der Schweiz: Es liegt an uns, ihnen Hoffnung zu machen und ihnen Perspektiven für einensinnvollen Lebensentwurf aufzuzeigen.Bild: akgNeulich traf ich jemanden, der zu mirsagte: «Legen sie Zeugnis von ihrerHoffnung ab!» Diese Person machteauf mich einen mut- und hoffnungslosenEindruck. Ich hatte Mühe, dasLicht, die Hoffnung, nach der sie sichsehnte, auf ihrem Gesicht zu ent -decken.WeihbischofDenis Theurillat Meine Hoffnung? Mit einigen Beispielenantwortete ich spontan, umBild: Bistum Baselmeine Sicht zu erklären:• Ich hoffe, dass sich die Menschen in der gegenwärtigenKrise nicht allzu viele Sorgen um ihre Arbeit machen.• Ich hoffe, dass in der Kirche immer weniger Konflikteausgetragen werden, im Gegenteil, die Kirche vielmehrTag für Tag zum Ort des Friedens und der Versöhnungwerden möge.• Ich hoffe, dass sich alle Menschen bewusst für die Bewahrungder Schöpfung einsetzen gemäss dem Mottoder diesjährigen Kampagne des Fastenopfers: «Weildas Recht auf Nahrung ein gutes Klima braucht».Wer hofft, der weiss, dass aus dieser Hoffnung oft eineneue Lebenssituation entstehen kann. Hoffnung kann sogarzu einem «radikalen» Wechsel in unserem Leben führen.Wer aus und von dieser Hoffnung lebt, der sehntsich nach einem «Mehr» und einem «Besser» in seinempersönlichen Leben. Dahinter steht auch die Überzeugung,dass das Licht in die Dunkelheit hineinreicht. Fürmich drückt sich die Hoffnung im Gebet aus. Das kannMenschen helfen, aus der Dunkelheit des Tunnels einenAusgang zu finden.Gott ist HoffnungÜberdies möchte ich schliesslich voneiner weiteren Ausdrucksform derHoffnung sprechen. Für mich gibt eseine Hoffnung, die alle anderen Hoffnungenwie von innen beseelt: Es istdie Hoffnung, die von Gott kommt,vielmehr: Gott ist meine Hoffnung!Benedikt XVI. drückt es in seiner Enzyklika«Über die christliche Hoffnung»(Spe Salvi) wie folgt aus: «Wirbrauchen die kleineren oder grösserenHoffnungen, die uns Tag um Tagauf dem Weg halten. Aber sie reichennicht aus ohne die grosse Hoffnung,die alles andere überschreitenmuss. Diese grosse Hoffnung kannnur Gott sein» (Spe Salvi, Nr. 31).Die Heilige Schrift spricht von diesemGott wie von einem Schatz, inden ich meine Hoffnung setze. Eshandelt sich dabei nicht um einenunzugänglichen, sondern um einenganz nahen Gott, der sich in JesusChristus für uns offenbart.Diese Hoffnung ist es, die meinemHerzen innewohnt, und ich wünschtemir, die gleiche Hoffnung würde allunsere Herzen erfüllen. Meine Gedankensind in diesem Zusammenhangbei all den Menschen, denen• in Pruntrut am 21. und 22. März2009 für die Französischsprachigen,• in Grenchen vom 27. bis zum 29.März 2009 für die Deutschsprachigenund• in Lugano, am 4. April 2009, amSamstag vor Palmsonntag, für dieItalienischsprachigen.An diesen Veranstaltungen werdendie Jugendlichen folgende Bibelstellemeditieren: «Wir haben unsere Hoffnungauf den lebendigen Gott gesetzt»(1 Tim 4,10). Als Jugendbischofbitte ich alle, die Jugendlichenmit ihrem Gebet zu begleiten.Meine Hoffnung ruht in Gott: Ichschliesse mich den Worten von Laurent,einem Jugendlichen, an: «DieHoffnung ist nicht wie eine passiveHaltung einer Illusionswelt, sonderndiese Hoffnung lädt zu einer positiven,konstruktiven Veränderung ein.Diese Hoffnung kann Anlass für eineninneren Gesinnungswandel sein.Diese grosse Hoffnung! Verändertsie nicht unser Leben, wenn wir unsauf sie einlassen und an sie glauben?»Ich bin davon überzeugt: Geben wirder Hoffnung eine Chance!+ Denis Theurillat,Weihbischof der Diözese6forumKirche | 6-2009


Kirche weltweitKein gutes HändchenKonflikte um Bischofsernennungen in ÖsterreichBischof Kurt Krenn, der von seinem Amtzurückgetreten ist, während eines Pilgergottesdienstesim Jahre 2003 in Rom.Bild: Barbara Beyer/KNA-BildTheologieprofessor in Regensburg,zum Weihbischof in Wien ernannt.Der Weihe gingen scharfe Protestegegen den sich streng konservativäussernden Krenn voraus. Am Tagder Weihe legten sich Katholiken aufdie Erde und versuchten vergeblich,ihn am Betreten des Doms zu hindern.1991 wechselte Krenn auf Geheissdes Papstes als Diözesanbischofnach St. Pölten. Nach einemSex-Skandal im Priesterseminar vonSt. Pölten musste Krenn 2004 vonder Leitung der Diözese zurück -treten.Der von Papst Benedikt XVI. zumWeihbischof von Linz ernanntePfarrer Gerhard Maria Wagner verzichtetauf sein Amt – was nunauch der Vatikan offiziell bestätigte.Zahlreiche Proteste warenseinem Schritt vorausgegangen. InÖsterreich erhält dieser Vorfalleine besondere Brisanz – weil ereine Station in einer Reihe vonKonflikten um frühere Bischofs -ernennungen markiert.1950 wurde Franz Jachym (1910-1984), Professor der Moraltheologiein Wien, zum Koadjutor des WienerKardinals Theodor Innitzer bestimmt.Unmittelbar vor seiner Weihe verliessJachym den Stephansdom aus nieganz geklärten Gründen. Die Zeremoniewurde einen Monat späternach einem persönlichen Gesprächmit Papst Pius XII. in Rom nachgeholt.Ein Präzedenzfall für die «CausaWagner».Weitere Probleme folgtenDer Benediktiner Hans HermannGroer wurde 1986 von Papst JohannesPaul II. zum Wiener Erzbischofernannt und 1988 zum Kardinal erhoben.Eine Ernennung, die 1995 zuProblemen führte, als ein ehemaligerSchüler von Kardinal Groer schwereVorwürfe wegen sexuellen Missbrauchsgegen ihn erhob. Groermusste den Vorsitz der Bischofskonferenzund bald darauf seinen Rücktrittals Kardinal bekannt geben.Im März 1987 wurde Kurt Krenn,Weihbischof Gerhard Maria Wagner gabdem Druck nach und lehnte die Berufungin das Amt des Bischofs ab.Bild: Haijes Diözese Linz/KNA-BildNeueste Ernennung scheitertePapst Benedikt XVI. ernannte EndeJanuar 2009 Gerhard Maria Wagner,Pfarrer von Windischgarsten in Oberösterreich,zum Weihbischof in Linz.Diese Nachricht löste erneut eineProtestwelle aus; der konservativeWagner hatte mehrfach mit umstrittenenÄusserungen für Schlagzeilengesorgt. In einem ungewöhnlichenSchritt sprach sich die Dechantenkonferenzder Diözese mit grosserMehrheit öffentlich gegen eine WeiheWagners aus. Zudem lancierten dieoberösterreichischen Pfarrer eineUnterschriftenaktion gegen dieWeihe. Daraufhin liess Wagner mitteilen,er habe den Papst um Rücknahmeseiner Ernennung gebeten.Am 2. März nun bestätigte der Vatikan,dass Papst Benedikt XVI. denAmtsverzicht Wagners angenommenhabe.kipa«No sms day»: Am Freitag soll das Handy schweigen.Freitags keine SMSFastenkampagne in ItalienBild: josupewo, Der Anruf, pixelio.deDie Kirche in Italien legt ihren Gläubigen einen buntenStrauss von Fastenvorschlägen ans Herz: So ruft das BistumModena junge Katholiken auf, an den Freitagen bisOstern keine SMS-Botschaften zu versenden. Im norditalienischenTrient erging der Appell, an Sonntagen wechselweiseauf Auto, Internet, Müllproduktion oder Alkoholverzichten.Ein Priester in Rivoli bei Turin schenkte laut der Tageszeitung«La Repubblica» den Jugendlichen seiner Pfarreischwarze Tücher: Damit sollten sie ihre heimischen Fernseherzuhängen. Der in Modena ausgerufene «No SMSday» soll nach Bistumsangaben den Wert konkreter Beziehungengegenüber virtuellen Kontakten bewusst machen.Ausserdem erinnert die Diözese auf ihrer Homepagean den Bedarf des seltenen Koltan-Erzes für Handys,der in Afrika für Raubbau und bewaffnete Konflikteverantwortlich sei.Ökologisch motiviert ist auch die traditionelle Fastenempfehlungdes Patriarchats Venedig, Trinkwasser aus demHahn statt aus Plastikflaschen zu verwenden. Klassischerfällt hingegen eine Fastenaktion in Rom aus: Laut «Repubblica»hat die Schulbehörde an den kommenden FreitagenFleisch vom Speiseplan aller Schulkantinen derStadt verbannt. Dabei verweist das Blatt darauf, dass diekatholische Kirche Kinder und Jugendliche bis 14 vonden Fastengeboten ausnimmt.kipaforumKirche | 6-2009 7


Inserate · Schweizer Bischöfe · DiversesKATHOLISCHE KIRCHGEMEINDE ERMATINGENInfolge Kündigung der bisherigen Stelleninhaberin suchen wirper 1. April 2009 oder nach Vereinbarung einePfarreisekretärinim Nebenamt (Arbeitspensum 30%)Zu Ihren Aufgaben gehören:• Sekretariatsarbeiten• Führen der Pfarreibücher• Redaktionelle Mitarbeit PfarrblattIhr Profil:• Offen für die Anliegen der katholischen Kirche• Kaufmännische oder gleichwertige Ausbildung• Gute EDV-Kenntnisse• Selbständiges und kreatives Arbeiten gewöhntWir bieten:• Entlöhnung gemäss Besoldungsverordnung der katholischenLandeskirche• Interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit• Moderne ArbeitsumgebungWeitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne: Georg Töppel, Pfarrer,Poststrasse 12, 8272 Ermatingen, Tel. 071 660 00 34Mobile 076 592 99 87Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, welche Sie mit denüblichen Unterlagen an folgende Adresse senden:Theres Götsch, Kirchenpräsidentin, Wisegrundstr. 16,8564 Wäldi, Tel. 071 657 19 23, Mobile 079 727 28 42«Gefährliches Spiel»Ablehnung der Minarett-InitiativeDie Anti-Minarett-Initiative, am 4. März vom Nationalrat mit deutlicherMehrheit abgelehnt, wird auch von den Schweizer Bischöfenmit deutlichen Worten verworfen. Sie geben allerdings derzeit keineNein-Parole heraus, sondern meinen laut Medienmitteilung bloss:«Am besten wäre es, dass die Initiative zurückgezogen würde, sonstbleibt nur die Ablehnung.» Noch könnten die Initianten aus Kreisender Schweizerischen Volkspartei (SVP) und der Eidgenössisch-DemokratischenUnion (EDU) mit einem Rückzug des Begehrens verhindern,dass es im Vorfeld einer Volksabstimmung über die Anti-Minarett-Initiativezu einer «ganz schlimmen Schlammschlacht» komme.Noch mehr Probleme provozierenDie Initiative sei ein absolut untaugliches Mittel, um durchaus vorhandeneProbleme bei der Integration von Muslimen zu lösen,meinte SBK-Präsident Kurt Koch vor den Medien: «Eine Annahmeder Initiative würde noch mehr Probleme provozieren und also völligkontraproduktiv sein!» Das Volksbegehren betrachte alle hier lebendenMuslime gleichsam als gefährliche «Islamisten». Und deshalbstelle es in einem «gefährlichen Spiel» die Schweizer Präsenz vonMuslimen überhaupt in Frage. Eine solche Sicht aber sei eine erheblicheGefahr für den Religionsfrieden: «Diese Initiative führt uns inden Morast!» warnte Koch. Not tue aber auf jeden Fall, mit den Gläubigenüber ihre diesbezüglichen Ängste ins Gespräch zu kommen.kipaDas Abendmahl – dargestellt von Schwarzenberger Figuren.Erzählte Passions- undOstergeschichteBiblische Figuren in FrauenfeldIn der Rüpplinschen Kaplanei in Frauenfeld findet vom21. März bis 19. April eine Ausstellung von biblischen Szenender Passions- und Ostergeschichte statt.Die Arbeit mit biblischen Figuren eröffnet Erwachsenen und Kinderneinen neuen Zugang zur Botschaft des alten und neuen Tes -tamentes sowie zur christlichen Kultur. Die sichtbar gemachtechristliche Botschaft kann in die Familie, in den Religionsunterrichtoder Gottesdienst getragen werden. Biblische Figuren ermöglicheneinen bildhaften Zugang zur biblischen Geschichte. SzenischeDarstellungen mittels der Figuren können dem Betrachter Identi -fikationen mit biblischen Gestalten erleichtern.Die biblischen Figuren sind ca. 30 cm gross und aufgrund ihresSisaldrahtgestells beweglich. Dank ihren Bleifüssen sind sie in jederPosition standfest und können vielfältige Körperhaltungenein nehmen und Gebärden ausdrücken.AusstellungIn der Ausstellung werden biblischen Szenen der Passions- undOstergeschichte mit Schwarzenberger Figuren, die von Kursleiterinnender VKBFS gestaltet wurden, gezeigt.Ausstellung: 21. März bis 19. April 2009Vernissage: 21. März 2009, 16.00 UhrÖffnungszeiten: Montag – Freitag: 16.00 – 18.30 UhrSamstag: 14.00 – 17.00 UhrSonntag: 11.00 – 17.00 UhrKarfreitag: 11.00 – 17.00 UhrOstermontag: 11.00 – 17.00 UhrBild: zVgHinweis: Kursleiterinnen der VKBFS (Vereinigung Kursleiterinnenbiblische Figuren nach Schwarzenberg) geben ihr Wissen in Werkkursenweiter. Es wird in Gruppen bis zu 8 Personen gearbeitet.Adressen von Kursleiterinnen sind unter «www.vkbfs.ch» zu finden.Die Teilnehmenden können ihre Figuren eigenständig und individuellgestalten.8forumKirche | 6-2009


Sprüche der ProphetenNahumNun gehe ich gegen dich vor –Spruch des Herrn der Heere.Ich lasse deine Wagenin Rauch aufgehen,deine jungen Löwenfrisst das Schwert.Ich mache deinem Raubenauf der Erde ein Ende,nie mehr hört man den Rufdeiner Boten.Nahum 2,14Ninive war eine altmesopotamischeStadt, im heutigen Irak. Ihre Überrestefinden sich am linken Ufer desTigris. Die Stadt war die dritte undletzte Hauptstadt Assyriens, hatteum 700 vor Christus ihre Hochblüteund wurde 612 vor Christus von denMedern und Babyloniern zerstört.Nahum aus Elkosch lebte zu einerZeit, in der die Völker Vorderasiensunter dem Druck der Assyrer zu leidenhatten. In Nahum 2,14 erhebtder Prophet sein Wort und sagt dermächtigen Stadt ihren Untergangvoraus.Auch der Prophet Nahum aus Elkoschleidet unter dieser politischenSituation und erhebt sein Wort, d.h.er wird durch seine Visionen zumSprachrohr Gottes.Oft haben Menschen das Gefühl,wenn sie persönlich oder gesellschaftlichin Schwierigkeiten ste -cken, dass diese Unheilsituationenewig dauern werden. Dieser Eindrucktäuscht: Ausser Gott selber istalles geschaffen, so auch vergänglichund relativ – von Gottes Erhaltenwerdenabhängig. Ein Blick in dieHeilsgeschichte zeigt, dass dieGrossmächte der Vergangenheit kamenund gingen. Kurt Marti hatdiese Erfahrung in Sprache ver -dichtet:Das könnte den Herren der Weltja so passen,wenn erst nach dem TodeGerechtigkeit käme,erst dann die Herrschaft der Herren,erst dann die Knechtschaftder Knechtevergessen wäre für immer.Das könnte den Herren der Weltja so passen,wenn hier auf der Erde allesso bliebe,wenn hier die Herrschaft der Herren,wenn hier die Knechtschaft derKnechteso weiterginge wie immer.Doch der Befreier vom Tod istauferstanden,ist schon auferstanden,und ruft uns jetzt allezur Auferstehung auf Erden,zum Aufstand gegen die Herren,die mit dem Tod uns regieren.Wie steht es nun mit den HerrenWirtschaftskrise, Militärmacht, ungelösteKonflikte, persönlicher Streit,Krankheit, ja selbst Tod? Auch siewerden in Rauch aufgehen. Auch siehaben nicht ewig Bestand.Text und Bild: Adrian MüllerforumKirche | 6-2009 25


Kirchendemo1500 für eine offene Kirche GanzeKundgebung in Luzern: «Auftreten statt austreten»Die kroatische TanzgruppeAbt Martin Werlen: Nach seiner Ansprache vor den Demonstrantenbesuchte er noch die Anhänger der KatholischenVolksbewegung «Pro Ecclesia», die sich zum Gebet getroffenhatten, um ein Gegenzeichen zur Kirchendemo zu setzen.Bilder: Benno BühlmannMehr als 1500 Personen haben an der nationalen Kirchendemonstrationin Luzern den Aufruf «Auftretenstatt austreten: Wir sind eine offene Kirche» unterstützt.Die Veranstalter zeigen sich gemäss einer Medienmitteilungmit dem Aufmarsch überaus zufrieden.Sie sehen darin ein Zeichen, dass die Anliegen eineroffenen, an Demokratie und Menschenrechten orientiertenKirche im Schweizer Katholizismus breit abgestütztsind.Die Rednerinnen und Redner unterstrichen die Hauptforderungendes Aufrufs. Der Kapuzinerpater Anton Rotzetterverlangte vom Papst und den Bischöfen, die «Oekumeneund das Kirche-Sein anderer Kirchen für unverhandelbar»zu erklären. Rosmarie Koller-Schmid vomVorstand des Schweizerischen Katholischen Frauenbundesversprach, dass ihr Verband auch weiter für eine geschwisterlicheKirche eintreten werde, in der die Fraueneinen gleichberechtigten Platz einnehmen könnten.«Das ganze Kirchenvolk mit einbeziehen»Karin Stalder vom Jugendverband Blauring/Jungwachtforderte aufgrund ihrer Erfahrung in der Jugendarbeiteine Kirche, die offen ist für Meinungsvielfalt und Kritik.Alt Nationalrätin Rosemarie Zapfl schliesslich plädierte fürmehr Demokratie in der Kirche: «Will sie in Zukunft nochglaubwürdig bleiben, muss sie die Machtstrukturen ändern,muss sie sich öffnen, muss sie das ganze Kirchenvolkmit einbeziehen in den Prozess der Veränderung.»Die Demonstrierenden trugen Transparente mit sich, zumBeispiel «Papa-Mobil!». Zudem waren Bilder von fortschrittlichenTheologinnen und Theologen (LeonardoBoff, Teresa Berger) aus verschiedenen Weltgegendendabei, die vom Vatikan ausgegrenzt wurden und werden.«We shall overcome»Alois Metz, Theologe und Gemeindeleiterder Pfarrei St. Johannes in Luzern,forderte die Teilnehmenden imNamen der Initianten auf, die Ideeder Demonstration in die verschiedenenRegionen zu tragen und konkreteInitiativen zu starten, um eineoffene Kirche zu fördern. Als Gästenahmen an der Demonstration imAuftrag der Bischofskonferenz auchAbt Martin Werlen und GeneralsekretärFelix Gmür teil. Sie hörten denRednerinnen und Rednern aufmerksamzu und suchten das Gesprächmit den Demonstrierenden. «Wir allesind herausgefordert, aufzutretenstatt auszutreten», erklärte der Abtsowohl an der Kundgebung wie am«Gebetsnachmittag für die katholischeKirche und den Heiligen Vater»in der Peterskirche. «Und nicht, damitwir Recht bekommen, sondern damitGottes Wille geschehe. Die Kirche istdann eine wirklich offene Kirche,wenn sie offen ist für das, was Gottheute von ihr will.»Die Demonstration endete gemässden Veranstaltern hoffnungsvoll mitdem gemeinsam gesungenen Gos -pel und Bürgerrechtslied «We shallovercome».KipaFür eine «offene» und «geschwisterliche»Kirche demonstrierten am vergangenenSonntag mehrere Hundert Reformkatholikenin Luzern – die erste öffentlicheKundgebung seit der Protestdemonstrationgegen Bischof Haas.Ivan Tominac (20), Choreograph «Fala»,wird von Renata Turkovic und derPräsidentin Ruža Studer unterstützt.Es ist kurz vor 18.15 Uhr, ich sitzeauf einer Bank im Keller unter derSt. Peter Kirche in Schaffhausen.Es ist kalt. Der Raum ist hellerleuchtet. An jeder Wand hat esSitzbänke, an einer hängt ein rie -siger Spiegel und die Mitte desRaumes bildet eine grosse Tanzfläche.Der Raum sieht wie einrichtiger Tanzraum aus.Kinder zwischen 4 und 13 Jahrenstürmen in den Raum und laufenzum Choreographen, um ihn zu begrüssen.Diese Kinder sind die jüngstenMitglieder des Folklorevereins«FALA» Schaffhausen.Frankja Pavić(27) stammt ausLivo (Bosnien-Herzegowina). Sieist SchweizerBürgerin und lebtseit 1998 inFrauenfeld. Nach dem Betriebswirtschaftsstudiumarbeitet Sie alsProjekt leiterin bei der Firma BerninaInternational AG in Steckborn.26 forumKirche | 6-2009


ThurgauDer Kirchenrat, vertreten durch Sabine Tiefenbacher undPeter Hungerbühler: Ideal, wenn sich finanzstarke und-schwache Gemeinden zusammenschliessen würden.Ohne Bezugspersonen können sich viele einen funktionierenden Pastoralraum nichtvorstellen.Keine Strategie für das PersonalproblemKirchenvorsteherschaften stehen kritisch zu den PastoralräumenDer Pastorale Entwicklungsplan PEP aus Sicht derKirchgemeinden stand auf der Agenda des Weiter -bildungstags für Kirchenvorsteherschaften in Weinfelden.Schon der Auftakt sorgte für Spannung: Kurz undknapp schilderten fünf Kirchgemeindepräsidenten,was sie von den Pastoralräumen nach dem Richtplander Bistumsleitung halten.Mit Fusionen hat Claus Ullmann Erfahrung: Erst vor kurzemschloss sich Stein am Rhein mit den PfarreienEschenz, Mammern und Klingenzell zu einem Seelsorgeverbandzusammen. Nun soll schon bald die nächste Erweiterungfolgen. Über diese will Claus Ullmann nochnicht nachdenken: «Im Moment haben wir unter einemDach vier eigenständige Kirchgemeinden, sechs politischeGemeinden, zwei Kantone und zwei Pfarrblätter, einSekretariat, 1,1 Seelsorgestellen, einen Pfarreirat, eineGottesdienstordnung, eine Musikkommission und zweiKirchenchöre». Dazu kämen verschiedene Steuerfüsseund Steuersysteme. Der geplante Pastoralraum 10würde den Organisationsaufwand enorm vergrössern.Stattdessen sollte sich die Seelsorge auf die Möglichkeitender Zusammenarbeit im Dekanat besinnen.Fusion von Kirchgemeinden selten ein ThemaGanz anders sieht es in der Kirchgemeinde Warth aus.Hier kennt man seit über zehn Jahren die «pfarrerlose»Situation und hat sich mit dem Zusammenschluss mitFrauenfeld arrangiert. Dem geplanten Pastoralraum wirdkaum Widerstand entgegengesetzt. Die Kirchenvorsteherschaftengehen sogar einen Schritt weiter: Verhandeltwird über verschiedene Modelle der Zusammenarbeit aufstaatskirchenrechtlicher Ebene, diskutiert werden vertraglicheZusammenarbeit, Verband oder Fusion. Damitbeschreitet der Verband neue Wege. Denn auf demWeiterbildungstag für Kirchenvorsteherschaften wurdeauch klar: Die Einrichtung eines Pastoralraums kann,muss aber nicht, auch einen Zusammenschluss staatskirchenrechtlicherGremien nach sich ziehen. KirchenrätinSabine Tiefenbacher äusserte hierzu allerdings denWunsch, dass sich bei Zusammenschlüssen finanzstarkeund -schwache Partner treffen sollten.Pastoralraumleitungen sind knappDie Personalfrage blieb das teilsausgesprochene, teils unausgesprocheneHauptthema in den Diskussionenum die Pastoralräume. Im BistumBasel kam eine interne Umfrageunter allen Priestern bis Jahrgang1946, Ständigen Diakonen und Laientheologenund -theologinnen beieiner Rücklaufquote von 63 Prozentzu einem aufschlussreichen Ergebnis:Insgesamt sollen sich 16 bis 20Personen nach eigener Einschätzung«fähig und bereit» erklärt haben, einenPastoralraum zu leiten. Diegrosse Gruppe von 115 bis 130 Personenschätzt sich als «bedingt fähigund bedingt bereit» ein, wobei diezögerliche Haltung unterschiedlicheGründe hat. Zusammengenommengeht die Bistumsleitung in vorsichtigenSchätzungen davon aus, dassfast alle der rund 130 geplanten Pastoralräumeim Bistum mit einer Leitungbesetzt werden können – wobeidie Zahlen eine klare Sprachesprechen: Spielraum bleibt, wennüberhaupt, nicht viel.Darüber hinaus bereitet der Personalnotstandauf allen Ebenen Kopfzerbrechen,die die Kirchenvorsteherschaftenstärker beschäftigt alsdie mancherorts finanziell kritischeLage: «Wir haben keine Garantie,dass es mit der Einführung von Pas -toralräumen besser wird», gab einKirchenpräsident zu bedenken.Wenn andere Unternehmen mit sodramatischen Nachwuchsproblemenzu kämpfen hätten, wie die katholischeKirche in der Schweiz, kämenStrategien wie Investitionen in dieAusbildung oder eine Imagekampagnefür das Berufsbild zum Einsatz.Vom Bistum wäre in dieser Hinsichtnicht viel zu sehen.Vision von zukünftiger SeelsorgefehltInsgesamt blieb der Eindruck, dasssich nur wenige Vorsteherschaftenmit der Idee der Pastoralräume identifizierenkönnen. Viele Verantwortlichedrückten ihre Frustration aus, eswerde bei der Einrichtung von Pastoralräumennur über geografischeGrenzen, nicht aber über Ziele undInhalte der Seelsorge der Zukunft gesprochen.Hierzu könnten sie als Vertreterder staatskirchenrechtlichenSeite aber nicht beitragen, wenngleicheinige dies wünschen undauch «Impulse von der Basis» fordern.Dazu gehört auch die Wiederaufnahmeeines Ausbildungskursesfür Bezugspersonen, ohne die sichkaum jemand einen Pastoralraumvorstellen will, der noch Spuren einer«lokal verorteten Kirche» tragen soll.Zuletzt wird es beim Engagement derKirchenvorsteherschaften gegenüberden Pastoralräumen um das Abwägenund Prüfen von Werten gehen:Will man möglicherweise Infrastrukturabbauen, um neues Personal zu finanzieren?Und will man die demokratischeMitbestimmung der Kirchgemeindemöglichst gross haltenoder sich gemeinsam mit anderenzusammenschliessen, um denbürokratischen Aufwand herunter -zufahren?Text und Bilder: Ann-Katrin GässleinforumKirche | 6-2009 29


Anderssprachige Missionen · Radio und FernsehenGottesdiensteAlbaner-MissionSonntag, 15. März 13.00 Uhr St. Nikolaus Wil/SGDienstag, 17. März 19.30 Uhr St. Antonius MünchwilenSamstag, 21. März 19.30 Uhr St. Stefan KreuzlingenSonntag, 22. März 13.00 Uhr St. Nikolaus FrauenfeldDienstag, 24. März 19.30 Uhr St. Antonius MünchwilenItaliener-Mission Kreuzlingen-WeinfeldenSamstag, 14. März 17.30 Uhr St. Jakobus Steckborn19.15 Uhr St. Peter und Paul SulgenSonntag, 15. März 10.05 Uhr St. Ulrich Kreuzlingen11.15 Uhr St. Johannes WeinfeldenSamstag, 21. März 19.00 Uhr St. Albin ErmatingenSonntag, 22. März 10.05 Uhr St. Ulrich Kreuzlingen11.15 Uhr St. Johannes WeinfeldenItaliener-Mission Frauenfeld-SirnachSonntag, 15. März 09.30 Uhr Klösterli Frauenfeld11.00 Uhr St. Remigius SirnachFreitag, 20. März 18.00 Uhr Bruder Klaus GachnangSonntag, 22. März 09.30 Uhr Klösterli Frauenfeld11.00 Uhr St. Remigius Sirnach19.00 Uhr St. Nikolaus FrauenfeldFreitag, 27. März 18.00 Uhr Bruder Klaus DiessenhofenItaliener-Mission AmriswilSonntag, 15. März 09.00 Uhr St. Stefan AmriswilDonnerstag, 19. März 19.00 Uhr Werktagskapelle AmriswilSamstag, 21. März 19.15 Uhr St. Stefan AmriswilSonntag, 22. März 15.00 Uhr St. Stefan AmriswilDonnerstag, 26. März 19.00 Uhr Werktagskapelle AmriswilSlowenische Mission AmriswilSonntag, 15. März 10.00 Uhr St. Stefan AmriswilKroaten-MissionSamstag, 14. März 17.00 – 20.00 Uhr St. Peter Schaffhausen (Einkehrtag)Sonntag, 15. März 09.30 Uhr Kirche Bernrain Kreuzlingen11.30 Uhr Klösterli Frauenfeld17.00 – 20.00 Uhr St. Peter Schaffhausen (Einkehrtag)Samstag, 21. März 19.00 Uhr St. Martin ArbonSonntag, 22. März 09.30 Uhr Kirche Bernrain Kreuzlingen11.30 Uhr Klösterli Frauenfeld17.00 Uhr St. Peter SchaffhausenDonnerstag, 26. März 18.00 Uhr St. Peter SchaffhausenRadio«Morgengeschichte». Impuls zum neuen Tag vom16. bis 21. März Paul Steinmann, vom 23. bis 28. MärzElisabeth Zurgilgen. &.40/8.50 Uhr DRS1.Samstag, 14. MärzZwischenhalt. Unterwegs zum Sonntag mit den Glockender röm.-kath. Kirche Oeschgen AG. 18.30 Uhr DRS1.Sonntag, 15. MärzRömisch-katholische Predigt. Pfr. Hanspeter Betschart,Olten. 9.30 Uhr DRS2.Sonntag, 22. MärzRömisch-katholische Predigt. Erich Häring, Bischofs -vikar, Kesswil. 9.30 Uhr DRS2.FernsehenSamstag, 14. MärzWort zum Sonntag. Rita Famos. 19.55 Uhr SF1.Mittwoch, 18. MärzSterbehilfe. Seit drei Jahren liegt die Mutter von Urs F.nach einem Suizidversuch im Koma. 23.30 Uhr ARD.Samstag, 21. MärzWort zum Sonntag. Alexandra Dosch. 19.55 Uhr SF1.Sonntag, 22. MärzKatholischer Gottesdienst. Aus der Alten Kapelle inRegensburg. 9.30 Uhr ZDF.FilmtippPortugiesen-MissionSamstag, 21. März 19.00 Uhr Klösterli FrauenfeldSonntag, 22. März 09.00 Uhr St. Stefan Kreuzlingen10.30 Uhr Michaelskapelle BischofszellSpanier-MissionSamstag, 14. März 19.00 Uhr St. Maria SchaffhausenSonntag, 15. März 10.30 Uhr Klösterli Frauenfeld12.15 Uhr St. Stefan KreuzlingenSamstag, 21. März 19.00 Uhr St. Maria SchaffhausenSonntag, 22. März 11.30 Uhr St. Stefan AmriswilRadio Top16. bis 21. März: Christian Randegger23. bis 28. März: Ingo BäckerMontag bis Samstag, ca. 6.45 UhrChilefenschter15. März: Andreas LangeSonntags nach den 8-Uhr-Nachrichtenbis 8.30 UhrSchaffhauser Fernsehen SHfGedanke zum Wuchenänd14. März: Birgit Wintzer21. März: Birgit WintzerJeden Samstag, ab 19.00 UhrRadio MunotNotizen zum Sonntag14. März: Martin Bühler21. März: Christoph CohenJeden Samstag, 18.50 UhrThe ReaderDer jugendliche Michael verliebt sich in die bedeutendältere Hanna. Neben der Liebe ist es das Vorlesenvon Büchern, was diese Beziehung prägt. Etliche Jahrespäter begegnet Michael Hanna wieder: Der Besuchdes Jura-Studenten im Gerichtssaal wird zum Drama:Hanna wird als ehemalige Wärterin eines Konzen -trationslager des 300-fachen Mordes angeklagt.Der Film wird dabei einem schwierigen Themagerecht. Die Erzählhaltung des Regisseurs zeigt eineeigenständige Sicht auf die Dinge.«The Reader». USA/Deutschland 2008. Regie: StephenDaldry. Besetzung: Kate Winslet, Ralph Fiennes,David Kross, Bruno Ganz.Kinostart: 5. MärzforumKirche | 6-2009 31


Kalenderblatt · Zum SchlussAZA 9403 GoldachPfarreiblatt der Bistumskantone Schaffhausen und ThurgauVeranstaltungenSonntag, 15. März, 19.30 UhrKath. Kirche HornÖkumenischer Abendgottesdienstmit Gesängen aus TaizéPfarrgemeinden HornMontag, 16. März, 20.15 bis 21.45 UhrHirschensaal NeunkirchMeditationstanz und MeditationstexteLeitung: Rösli KollerSamstag, 21. März, 14.30 UhrKirche St. Konrad SchaffhausenKirchenexkursion mit Architekt ChristophWeigele und Pfarrer Peter VogelsangerSonntag, 22. März, 9.30 UhrEvang. Kirche KreuzlingenGottesdienst für Chor, Alphörnerund Pauke von Franz SchüsseleKantonalchor der Thurgauer TrachtenvereinigungSonntag, 22. März, 10.15 UhrKath. Kirche BischofszellMusikalische Verschönerung des Gottes -dienstes mit Zithergruppe «Gartenhüsler»Nach dem Gottesdienst wird Mario St. Francis,ein US-amerikanischer Hollywood-Schauspielerund Top-Model erzählen, wie der Glaube seinemLeben Kraft und Halt gibt.Sonntag, 22. März, 16.00 UhrKath. Kirche FischingenKirchenkonzert the MessiahCollegium Vocale und CollegiumInstrumentale auf barocken InstrumentenAngela Göldi, Alt; Neal Barnejee, Tenor;Stefan Vock; BassLeitung: Domkapellmeister Hans EberhardWerke von Händel, Vivaldi, ZelenkaFür ein gutes Klima!Einige Jahre durfte ich ehrenamtlich in der TheologischenKommission der Hilfswerke Brot für alle, Fas -tenopfer, und Partner sein mitwirken. Ich habe nicht nurwache Leute kennen gelernt, sondern auch viele lebenswichtigeZusammenhänge zwischen Reichtum undArmut, zerstörerischen Bedingungen für Menschen undTiere, aber auch unglaublich ermutigende Initiativen fürmehr Gerechtigkeit gesehen. Ich habe miterlebt, wasHilfswerke Gutes bewirken, wie man eine Kampagnemacht, die Menschen einlädt, etwas für eine bessereWelt zu tun oder zu lassen: Mit Spenden, die notwendigeProjekte überhaupt ermöglichen, aber auch mitdem Willen, die Augen nicht vor unheilbringenden Mechanismenzu verschliessen.Wer etwas weiss, wird eher bewusster leben. Tausendevon Freiwilligen in Pfarreien und Gemeinden tragenauch heute noch die jährliche Fastenzeitkampagne, suchenProjekte aus, gestalten Gottesdienste, kochenSuppe, verkaufen Rosen, organisieren Vorträge und Aktionen.Diese ökumenische Zusammenarbeit, die Besinnenund Beten mit konkreten Taten für Menschenund Mitwelt und mancher Umkehr aus schlimmen Zusammenhängenverbindet, wird dieses Jahr vierzigJahre alt! Auch das ist Kirche, und zwar eine, die denKlimawandel von konfessioneller Enge und Ignoranzgegenüber den wirklich lebenswichtigen Zusammenhängenhin zu einer Reich-Gottes-verträglicheren Weltschon längst geschafft hat, und sich nicht entmutigenlässt zu sagen: Das Leben ist kurz, aber jeder hat Zeitgenug, etwas für ein gutes Klima zu tun, um zusammenmanches Leid zu lindern, so wieJesus es wollte und will.Gaby Zimmermann,Gemeindeleiterin inRomanshornBild: FastenopferBild: dfpIn der Reihe «Zum Schluss» kommen Ansichten undMeinungen zu Wort: Unser Team besteht aus achtPersonen, die abwechselnd unsere letzte Seite mitImpulsen, Berichten und Betrachtungen gestalten.Impressum · Arbeitszeiten Sekretariat: Mo, Di, Do: 09.00 bis 11.30 Uhr32 forumKirche | 6-2009An die Abonennten: Adressänderungen sindan das jeweils zuständige Pfarramt IhrerWohn gemeinde zu richten. – In der StadtSchaffhausen Wohnhafte an die KatholischeKirchenverwaltung, T 052 624 51 51.REDAKTION«forumKirche», Postfach 234, 8570 WeinfeldenT 071 626 11 71, F 071 626 11 70redaktion@forumkirche.ch, www.forumkirche.chAnn-Katrin Gässlein, leitende RedaktorinT 071 626 11 72Ruth Jung-Oberholzer, red. MitarbeiterinRedaktionssekretariat: Cécile LehmannT 071 626 11 73sekretariat@forumkirche.chBeiträge für den allgemeinen Teil sind bis13 Tage (Freitag) vor dem Erscheinungsdatumder leitenden Redaktorin zu senden.Erscheint alle 2 WochenHerausgeberKatholische Landeskirchen Thurgau undSchaffhausen · Pressverein GenossenschaftPfarreiblattkommissionPräsidentin: Ulrike Zimmermann, Regional -verant wortliche, Bischofsvikariat St.Viktor,Abendweg 1, 6006 LuzernT 041 419 48 45, F 041 419 48 29Druck: AVD Goldach, Sulzstrasse 109403 Goldach, T 071 844 94 44F 071 844 95 55Layout: dfp Kommunikation AGMarktstrasse 28, 8570 Weinfelden(Zustelladresse für Pfarreiteil)T 071 626 22 22, F 071 626 22 23,layout@dfp.chFür den Pfarreiteil ist das entsprechendePfarramt verantwortlich.INSERATE: Inserateverwaltung «forumKirche»Postfach, 8570 Weinfelden,T 071 626 11 73, F 071 626 11 70sekretariat@forumkirche.chInserate-Annahmeschluss: bis spätestens 8Tage (Donnerstag, 10 Uhr) vor dem Er schei -nungsdatum (Auflage: 44 000 Exemplare)

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