EXtra_Magazin_05_2013_web - peersuna

peersuna.ch

EXtra_Magazin_05_2013_web - peersuna

EditorialSmall is beautifullAnleger, die vergangenes Jahr in deutsche Smallcaps, also Aktien kleinerer mittelständischerUnternehmen, investierten, hatten kein großes Glück. Mit plus 19Prozent erzielte der SDAX zwar eine recht gute Performance, gegenüber dem Blue-Chip-Barometer DAX brachte das dem Investor jedoch ganze zehn Prozentpunkteweniger Rendite ein. Im Jahr 2010 sah das Bild noch ganz anders aus. Hier hängteder SDAX mit einer Jahresperformance von 45 Prozent den DAX ganz deutlichab. Auch dieses Jahr prophezeien Anlageexperten Smallcaps ein ordentliches Aufholpotenzial.Das scheint sich bis jetzt auch zu bewahrheiten. Während der DAXinzwischen seine gesamten Gewinne des Jahres eingebüßt hat und im Minus liegt,ist der SDAX noch mit knapp acht Prozent im Plus. Auch Aktien japanischer und USamerikanischermittelständischer Unternehmen haben die Nase vorn.Viele Anleger meiden jedoch das vermeintlich hohe Risiko von Smallcaps. Dochin Wahrheit ist das Verlustrisiko keinesfalls größer als bei Blue-Chips, weiß Prof.Dr. Christoph Kaserer, Lehrstuhl der TU München für Finanzmanagement undKapitalmärkte, zu berichten. „Der sogenannte Size-Effekt, also der Umstand, dassRenditen bei Smallcaps wegen des größeren Risikos höher ausfallen, ist keinesfallsein robuster, über verschiedene Länder und verschiedene Zeitperioden zu beobachtender Effekt.Wenn man Smallcaps aus verschiedenen Regionen über eine lange Zeit analysiert, gibt es keinenstarken Zusammenhang zwischen Marktkapitalisierung und Risiko. Eher schwach ist dieser Zusammenhangübrigens in Deutschland ausgeprägt“, so der Finanzmarktexperte. Zudem seien viele dieser Unternehmeninhabergeführt und diese handelten oftmals langfristiger und nachhaltiger. Allein entscheidendseien die Finanzierung und die Stärke der Bilanz.Immer verlockender erscheinen angesichts der niedrigen Zinsen auch die an deutschen Börsen gehandeltenMittelstandsanleihen. Inzwischen sind davon 74 Anleihen am Markt. Teilweise erhält der Anleger dabeiZinskupons zwischen 7 und 10 Prozent. Allerdings gab es inzwischen auch erste Ausfälle. Das Problemist die oft mangelnde Transparenz. Ein aktiver ETF von der BayernInvest sorgt nun für Abhilfe, er versuchtdas Renditepotenzial für Anleger zu erschließen, indem das Management eine aktive Qualitätsauswahlbetreibt. Und wie jeder andere ETF ist er börsentäglich handelbar.Es lohnt sich also, auch einmal auf die kleinen Unternehmen zu schauen, sei es im Aktien- oder auch imRentenbereich – aufgrund der höheren Diversifikation und der Kosteneffizienz am besten über ETFs.Markus Jordan, Herausgeber EXtra-MagazinSeite 3 Mai 2013

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine