Einzelhandel 2013

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Einzelhandel 2013

EinzelhandelVerkäuferinnen/Verkäufer, Kaufleute im EinzelhandelEinzelhandel 2013Inhalt: lehrplan- und prüfungsrelevanteInhalteübersichtlich undverständlich aufbereitet kurze Einstiegsimpulse zujedem Kapitel viele Aufgaben inSchülerbuch undArbeitsbüchern (Best.-Nr.5504 und 5505) Binnendifferenzierungmithilfe vonKompetenzrasternEinzelhandelVerkäuferinnen/VerkäuferKaufleute im Einzelhandel1. + 2. Ausbildungsjahr1. Aufl age, 2013440 S., vierfarbig978-3-8045-5501-329,95 €Winklers • Postfach 33 20 • 38023 Braunschweigservice@winklers.de • www.winklers.de✆ 0531 708-8592 • 0531 708-664


EditorialFlügelstiftBeiträge für die kaufmännische Aus- und Weiterbildungin Schule und BetriebLiebe Leserin, lieber Leser,durch die halbherzige Konstruktion der Währungsunion und die hohen Schuldeneiniger EU-Mitgliedsstaaten ist der Euro ins Wanken geraten. In Wege ausder Euro-Krise? diskutiert Viktor Lüpertz wichtige Maßnahmen zur Rettungder europäischen Gemeinschaftswährung, die zum Teil bereits praktiziert undmiteinander kombiniert werden. Ob Austritt schwacher oder starker Staatenaus der Eurozone, Ankauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank(EZB) oder Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) – der Autor erörtertunterschiedliche Lösungsversuche und legt zentrale Argumente von Kritikerndar (S. 4).Die neu entwickelte Lehr- und Lernplattform des Oberstufenzentrums (OSZ)Bürowirtschaft und Dienstleistungen in Berlin basiert auf der Zusammenarbeitmit dem Softwareanbieter SAP: Die Auszubildenden lernen anhand der praktischenArbeit mit dem Programm „erp4school“ die betriebswirtschaftlichenProzesse in einem Modellunternehmen kennen und erwerben somit Qualifikationen,die in einer Erstausbildung sonst kaum geboten werden können. DerBeitrag Logistik-Prozesse mit SAP zeigt, wie der Einsatz mit dem ERP-Systemim Berufsschulunterricht gelingen kann (S. 10).Kompetenzorientierung – ein Begriff, der anlässlich der aktuellen Reformenin Schule und Lehrerausbildung in aller Munde ist. Im Zuge der Diskussionum das Bemühen, Unterricht und Lernen zu mehr Qualität zu verhelfen, stößtman jedoch häufig auf einen unpräzise verwendeten Kompetenzbegriff. InKompetenzorientierter Unterricht nimmt Manfred Bönsch eine klare Bestimmungdes Kompetenzbegriffs vor und erläutert die Relevanz des kompetenzorientiertenUnterrichts für das selbstständige Lernen der Schülerinnenund Schüler (S. 16).Ihre RedaktionFlügelstift 1/20131


ImpressumRedaktion: Eva Maroske und Kirsten Friedrichs; Satz: Hülya Sözer. „Winklers Flügelstift, Beiträge fürdie kaufmännische Aus- und Weiterbildung in Schule und Betrieb“ erscheint zweimal jährlich als Hauszeitschriftvon Winklers. Über die Veröffent lichung ein gesandter Manuskripte entscheidet der Verlag.Nachdruck und auszugsweise Veröffentlichung nur mit Genehmigung des Verlages.© Bildungshaus SchulbuchverlageWestermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbHBerufliche Bildung Winklers · Postfach 33 20 · 38023 BraunschweigTelefon 0531 708 85 92 · Telefax 0531 708 664 · service@winklers.de · www.winklers.deKaufleute im Groß- und AußenhandelPrüfungsvorbereitungNeuesLayout!Prüfung bestanden!Die aktuelle Auflage:... im bewährten Frage-Antwort-Stil,... deckt den gesamten Prüfungsstoff ab,... gibt Tipps zum Vorbereiten und Bestehender Prüfung,... umfasst die Lernbereiche AllgemeineWirtschaftslehre, Betriebslehre undRechnungswesen,... enthält zahlreiche Multiple-Choice-Aufgaben zujedem Lernbereich.PrüfungsbuchGroß im HandelKaufleute im GroßundAußenhandel2., überarbeitete Aufl age, 2012560 Seiten, zweifarbig978-3-8045-5570-929,95 €Winklers • Postfach 33 20 • 38023 Braunschweig✆ 0531 708-8592 • 0531 708-664 • service@winklers.de • www.winklers.de


InhaltSeite 4Aus der PraxisWege aus der Euro-Krise?Bestandsaufnahme verschiedenerLösungsvorschläge zur Rettung derGemeinschaftswährungVIKTOR LÜPERTZDruckfrischSeite 24 EINZELHANDELAusbildung für Verkäuferinnen und Verkäuferund Kaufleute im EinzelhandelSeite 26 IndustriekaufleuteSpezielle und Allgemeine WirtschaftslehreSeite10 Logistik-Prozesse mit SAPProzessorientierter BWL/KSK-Unterricht unterVerwendung eines ERP-SystemsSTEFAN MARIEN UND MARIO KLEINMANNSeite 28 IT-HandbuchIT-Systemkaufmann/-frau,Informatikkaufmann/-frauSeite 16 Kompetenzorientierter UnterrichtMehr Erfolg durch differenziertes LernenMANFRED BÖNSCHFür den UnterrichtDaten & FaktenSeite 20 Wichtige Sozialversicherungsdaten 2013Seite 30 Der Deutschlotse – PrüfungsarbeitsheftThema: Arbeitsschritte für eine VisualisierungSeite 21 Neue Steuergesetze 2013Was? Wann? Wo?Aus Schule und WirtschaftSeite 22 UNESCO-Weltbildungsbericht 2012:Mehr Investitionen in berufliche QualifikationSeite 36 TerminübersichtFebruar bis September 2013Lehrerausbildung:Berufliche Mobilität soll gestärkt werden„Bildungsferne“ Jugendliche:Buch soll politisches Interesse fördernPublikation bpb:Auch das Berufliche ist politischBundesagentur für Arbeit:Gute Situation auf dem AusbildungsmarktSeite 23 Verlagsgruppe Westermann:Mit digitalen Unterrichtsmaterialien in dieZukunftGeorg-Eckert-Institut:Rezensionen: Schulbücher unter der LupeBIBB-Untersuchung:Berufswünsche junger Migranten sindvielfältigWeitere Informationen zu unserem Verlag finden Sie unter:www.winklers.deFlügelstift 1/20133


Wege aus der Euro-Krise?IBestandsaufnahme verschiedener Lösungsvorschlägezur Rettung der GemeinschaftswährungVIKTOR LÜPERTZDie europäische Gemeinschaftswährung befindet sich in einer Krise:Fehler bei der Konstruktion der Währungsunion und damit zusammenhängendehohe Schulden einiger Mitgliedsstaaten haben den Euro inGefahr gebracht. Es mangelt nicht an höchst unterschiedlichen Vorschlägenzur Euro-Rettung. Der Beitrag verschafft einen Überblick über diskutierteund praktizierte Lösungsversuche.Durch die 2008 in den USAausgebrochene Finanz- undBankenkrise mussten dieteils hoch verschuldeten Euro-Staatenerhebliche Mittel aufbringen, umsystemrelevante Banken zu retten,die sich verspekuliert hatten. EineBank gilt als systemrelevant, wennihr Zusammenbruch für die Volkswirtschaftteurer wäre als die Rettungvor Insolvenz auf Staatskosten(„too big to fail“). Ohne die Rettungsolcher Banken hätte aufgrund möglicherKettenreaktionen die Gefahr desZusammenbruchs für den gesamtenFinanzsektor bestanden.Im Zuge von Bankenrettung und kreditfinanziertenKonjunkturprogrammenzur Ankurbelung der Wirtschaftstieg die Staatsverschuldung sprunghaftan. In Deutschland erhöhtensich die Schulden um rund 300 Mrd.€. Die Verschuldung der als instabilgeltenden Länder wie Griechenland,Portugal, Irland, Spanien, Italien istinzwischen so hoch, dass Anlegereine Zahlungsunfähigkeit nicht ausschließen.Das veranlasste Rating-Agenturen, deren Kreditwürdigkeitherabzustufen. Um am Kapitalmarktneue Kredite zur Ablösung fälliger Altkrediteaufnehmen zu können (Umschuldung),hätten Krisenstaaten Zinsenin auf Dauer nicht tragbarer Höheals Risikoprämie zahlen müssen (z. B.Griechenland). Daher benötigten sieab 2010 Finanzhilfen zur Vermeidungeiner Staatsinsolvenz (vgl. Abb. 1).Vor diesem Hintergrund lässt sichargumentieren, dass die Staatsschuldenkrisein manchen Euro-Staatenin nicht unerheblichem Maße durchBankenkrise und -rettung (mit-)verursachtworden ist. Strittig bleibt auch,ob die gegenwärtige Euro-Krise eineFolge der Staatsschuldenkrise oderdie Staatsschuldenkrise ihrerseits dieFolge der Gemeinschaftswährung mitihren zur übermäßigen Verschuldungeinladenden niedrigen Zinsen undnicht funktionierenden Sanktionsmechanismenist.Lösungsansätze zurKrisenbewältigungNeben den Versuchen, durchSparprogramme eine Haushaltskonsolidierungzu erreichen undStrukturreformen für mehr Wirtschaftswachstumeinzuleiten, werdenderzeit folgende Lösungsansätzediskutiert, teilweise praktiziert undmiteinander kombiniert.1. Austritt aus der Eurozone1.1 Austritt schwacher MitgliedsstaatenEin Austritt schwacher Mitgliedsstaaten,wie z. B. Griechenland, ausder Eurozone würde eine massiveAbwertung der neuen Währung indiesen Ländern mit sich bringen. Dadurchkönnten zwar die internationaleWettbewerbsfähigkeit verbessertund die Exportmöglichkeiten erhöhtwerden, gleichzeitig würden aber dieImporte erheblich teurer. Den Wertihrer Auslandsschulden könnten dieseStaaten zudem nicht durch eineAbwertung senken, weil es sich umEuro-Schuldverschreibungen handelt.Da diese Euro-Schulden vermutlichnicht getilgt werden können, wäreeine Staatsinsolvenz (Staatsbankrott)die unausweichliche Folge. Außerdemwürde es zu einer Kapitalfluchtin Staaten mit stabilen Währungenkommen. Das könnte zum Zusammenbruchdes inländischen Bankensystemsführen, wodurch wiederumdie Lohn- und Rentenzahlungen gefährdetwären. Soziale Unruhen bishin zur Gefährdung der Demokratiesind daher nicht ausgeschlossen. Fürdie Eurozone bestünde die Gefahreines sogenannten Domino-Effekts,4 Flügelstift 1/2013


Aus der Praxisindem durch eine Kettenreaktionweitere instabile Mitgliedsstaatenbetroffen wären.1.2 Austritt starker MitgliedsstaatenAuch für starke Mitgliedsstaaten,wie z. B. Deutschland, wäre einAustritt aus der Eurozone mit erheblichennegativen Folgen verbunden.Es würde zu einer starkenAufwertung der neuen Währung,z. B. D-Mark, kommen. Das hätte einenmassiven Einbruch der Exporteund damit einhergehend einen Anstiegder Arbeitslosigkeit zur Folge.Gleichzeitig würde der Wert der aufEuro lautenden Forderungen der Austrittsländerentsprechend abnehmen.2. UmschuldungBei einer „sanften“ Umschuldung gewährendie Gläubiger den Schuldnerländernmehr Zeit für die Schuldentilgung(Tilgungsstreckung) und/oderräumen ihnen nachträglich einenniedrigeren Zinssatz ein. Eine „harte“Umschuldung ist dagegen mit einemSchuldenerlass (Schuldenschnitt) verbunden.In diesem Fall verzichten dieGläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen.Das bringt schlagartig einesinkende Schuldenlast für das umschuldendeLand mit sich. Ein solcherSchuldenerlass wurde im März 2012teilweise für Griechenland vereinbart.3. HaushaltskonsolidierungAn der fehlenden Haushaltsdisziplineiniger Mitgliedsstaaten setzt dersogenannte Europäische Fiskalpakt(Europäische Fiskalunion) an. DieserPakt wurde im März 2012 von allenEU-Mitgliedern mit Ausnahme vonGroßbritannien und Tschechien unterzeichnet.Dadurch soll eine verstärkteZusammenarbeit aller EU-Mitgliedsstaatenin Bezug auf öffentlicheAusgaben, Steuern und Abgaben bishin zu einer in der Verfassung verankertenSchuldenbremse ermöglichtwerden. Staaten, die sich nicht andie Haushaltsdisziplin halten und dengemeinsam vereinbarten StabilitätsundWachstumspakt verletzen, sollenneben Strafzahlungen auch einenTeil ihrer souveränen Hoheitsrechteverlieren.4. Ausgabe von EurobondsDurch die Einführung von Eurobondsmüsste sich nicht mehr jedesEWU-Mitglied am Kapitalmarkt zuhöchst unterschiedlichen Zinssätzenverschulden. Vielmehr würdendie Staaten gegen Ausgabe von gemeinsamenSchuldverschreibungen,den Eurobonds, Kredite zu einemeinheitlichen Zinssatz aufnehmen,die benötigten Kreditmittel untereinanderzuteilen und gesamtschuldnerischfür die Zahlung von Zinsenund Tilgung haften. Da in diesemFall Staaten mit hoher Kreditwürdigkeitwie Deutschland für Staaten mitniedriger Kreditwürdigkeit wie Portugalhaften, würde sich der Zinssatzfür solche Euro-Bonds zwischen denExtremen einpendeln. Er wäre höherals der für deutsche staatliche Schuldverschreibungen(Mai 2012: 0 %) undniedriger als der für portugiesischeSchuldverschreibungen (Januar 2012:15 %). Neben Zinserhöhungen für kreditwürdigeEWU-Mitglieder wird andiesem Vorschlag insbesondere kritisiert,dass die Krisenstaaten durch dieVergemeinschaftung von Schuldenund Zinsen keinen Anreiz zur Sanierungihrer Staatsfinanzen hätten. EineEinführung von Eurobonds müsste dahermit verstärkten EU-Kontrollen zurEinhaltung von Verschuldungsgrenzenbis hin zur Möglichkeit, in die jeweiligennationalen Staatshaushalte einzugreifen,verbunden sein.5. Ankauf von Staatsanleihendurch die EZB5.1 Verbotene StaatsfinanzierungEine direkte Finanzierung von Euro-Staaten wie der Kauf von neu ausgegebenenStaatsanleihen eines Krisenstaatesoder direkte Kreditvergabeist der EZB verboten (Art. 21 ESZB-Satzung). Dieses strikte Verbot solldie Unabhängigkeit von staatlicherEinflussnahme wahren und die Inflationsgefahr,die mit einer Erhöhungder (Zentralbank-)Geldmenge einhergehenkann, abwenden. WichtigsteAufgabe der EZB ist es, mit geldpolitischenMitteln für die Stabilität desPreisniveaus zu sorgen.5.2 Umstrittener Ankauf vonStaatsanleihenZwischen Mai 2010 und September2012 hat die EZB am Sekundärmarkt(Umlaufmarkt) oder direkt von gefährdetenGeschäftsbanken in Umlaufbefindliche Staatsanleihen vonKrisenstaaten im Wert von rund 209Mrd. € gekauft. Am 6. September 2012kündigte die EZB an, bei Bedarf Staatsanleihender Krisen-Staaten in unbegrenzterHöhe am Sekundärmarkt zukaufen. Voraussetzung dafür soll abersein, dass das betreffende Land unterden Euro-Rettungsschirm schlüpft unddie Auflagen des Europäischen Stabilitätsmechanismus(ESM) erfüllt (vgl.Pkt. 6, S. 8).Der Ankauf von Anleihen am Sekundärmarktist der EZB grundsätzlicherlaubt, wenn dies der Erreichungihrer Ziele und Aufgaben dient. Auchdie ehemalige Deutsche Bundesbankhat im Rahmen der Offenmarktpolitikmehrfach Staatsanleihen am Sekundärmarktgekauft. Die EZB verteidigtdiese Maßnahme daher mit dem Hinweis,dass der Ankauf von Anleihenlaut Art. 18 der ESZB-Satzung zumgeldpolitischen Instrumentarium gehörtund der Vereinheitlichung desZinsniveaus in der Eurozone dient.Um Rezessions- und Deflationsgefahrenmit geldpolitischen Mitteln zubekämpfen, kann eine solche Maßnahmeim Rahmen einer expansivenGeldpolitik tatsächlich sinnvoll sein.Im vorliegenden Fall ist aber strittig,ob es sich wirklich um eine geldpolitischeMaßnahme zur Erreichung derEZB-Ziele (vorrangiges Ziel: Preisniveaustabilisierung)oder um eine (unzulässige)finanzpolitische Maßnahmezur Staatsfinanzierung handelt.Der Ankauf von Anleihen durch die EZBam Sekundärmarkt bewirkt zwar keinenGeldzufluss an die Krisenstaaten,allerdings sinken dadurch die Zinsenam Anleihenmarkt, sodass die Ausgabeneuer Staatsanleihen zu günstigerenZinsen erfolgen kann. Außerdemsoll den Anlegern durch die Ankündi-Flügelstift 1/20135


Aus der Praxisgung eines Ankaufs in unbegrenzterHöhe signalisiert werden, dass für siekein Ausfallrisiko besteht, das einenerhöhten Zinssatz (Risikozuschlag)rechtfertigt. Wenn aber die Krisenstaatentatsächlich am Fälligkeitstagdie von der EZB aufgekauften Anleihennicht oder nicht in vollem Umfangtilgen können (oder bereits vorher einSchuldenerlass/-schnitt vereinbartwurde), erleidet die EZB Verluste, dader Wert der aufgekauften Anleihengesunken ist und im Extremfall 0 € beträgt.Diese Verluste müssen von dennationalen Zentralbanken (Deutschland:Deutsche Bundesbank) entsprechendihrem Anteil am Eigenkapitalder EZB getragen werden (DeutscheBundesbank: 27,15 %). Dadurch könnendie nationalen Zentralbankenentsprechend weniger oder keineGewinne an den jeweiligen Staatshaushaltabführen. Letztlich werdendadurch die Bürger der Euro-Staatenbelastet, da diese Einnahmeausfälledurch sinkende staatliche Ausgabenund/oder Steuererhöhungen ausgeglichenwerden müssen.In dem geplanten Vorgehen, nurStaatsanleihen solcher Krisenstaatenanzukaufen, die die Bedingungen desESM erfüllen, sehen Kritiker zudemeinen Verstoß gegen die in Art. 7 derESZB-Satzung festgelegte Unabhängigkeitder EZB, die dann ihre Entscheidungennicht mehr frei treffenwürde, sondern von der Erfüllung derAuflagen des ESM und den finanzpolitischenMaßnahmen der Schuldnerstaatenabhängig sei.Ob der Ankauf von Staatsanleihender Krisenstaaten am Sekundärmarktdurch die EZB tatsächlich ein geldpolitischesInstrument zur Zinsglättungoder aber eine unzulässige Art derStaatsfinanzierung darstellt, wirdmöglicherweise auf Initiative desBundesverfassungsgerichts vom EuropäischenGerichtshof geklärt.5.3 Drohende Inflationsgefahr?Im Zusammenhang mit den Anleihekäufender EZB am Sekundärmarktwird häufig auf die damit einhergehendenInflationsgefahren hingewiesen.Wenn die EZB Anleihen kauft,steigt im Gegenzug die Zentralbankgeldmenge,auf deren Basis die Geschäftsbankenweiteres Geld in Formvon Krediten schaffen können. Durchdie für die Anleihen anfallenden ZinsundTilgungszahlungen an die EZBsinkt die Zentralbankgeldmenge zueinem späteren Zeitpunkt aber wieder.Nur wenn zwischenzeitlich die erhöhteGeldmenge nachfragewirksamverwendet wird und dadurch die Preisefür Güter des Warenkorbs, der demVerbraucherpreisindex zugrunde liegt,steigen, führt die Geldmengenerhöhungtatsächlich zu inflationärenTendenzen. Allerdings ist in vergangenenJahren die Geldmenge in derEurozone zeitweise erheblich gestiegen,ohne dass es zu übermäßigenPreisniveausteigerungen kam. Daswar einerseits dadurch bedingt, dassdie Produktionskapazitäten im Euro-Raum nur unterdurchschnittlich ausgelastetwaren und somit eine Mehrproduktionohne Preissteigerungenmöglich war. Andererseits wurde dieerhöhte Geldmenge nicht vorrangigfür Güter des Warenkorbs, sondern fürKapitalanlagen verwendet. Es mussdaher zwischen den Preisen für Güter10. 12.1991 01.01.1999 01.01.2001 20.03.2005In der holländischen Stadt Maastricht wirdder Maastricht-Vertrag durch die EU-StaatsundRegierungschefs geschlossen. Er enthältBestimmungen für eine „unwiderrufliche“Währungsunion. Bestimmungen für ein zentralesFinanzministerium fehlen ebenso wie dieRegelungen zum Verlassen der Währungsunion.Einführung des Euro in elf EU-Staaten,obwohl z. B. Italien und Belgien dieBeitrittskriterien („Maastricht-Kriterien“)nicht erfüllen.Griechenland tritt der Eurozonebei, obwohl das Land die Maastricht-Kriteriennicht erfüllt.Auf Druck der deutschen Regierunglockern die EU-Finanzminister dieRegelungen des im Dezember 1996beschlossenen Stabilitäts- undWachstumspakts.1991 1999 2001 200526./27.10.2011 09.12.2011 21.12.2011 29.02.2012Die EU-Regierungschefs einigen sich darauf, die Kreditvergabemöglichkeitdes Euro-Rettungsschirms durcheine auf Aufnahme zusätzlicher Mittel von Kapitalanlegernberuhende sogenannte Hebelwirkung auf biszu 1 Bio. € zu erhöhen. Außerdem wird ein zweitesRettungspaket für Griechenland in Höhe von 130Mrd. € beschlossen. Auf die von Geschäftsbankengehaltenen griechischen Staatsanleihen wird einAbschlag von 50 % auf den Nennwert vereinbart(= Schuldenschnitt von 50 %).Alle EU-Mitglieder mit Ausnahme vonGroßbritannien und Tschechien einigensich auf einen Fiskalpakt. Außerdem sollder ständige Rettungsschirm (ESM) bereits2012 in Kraft treten.Die EZB bietet denGeschäftsbanken Kreditezu extrem günstigenBedingungen an (rund 500Mrd. €).Die EZB bietet den Geschäftsbankenerneut Kredite zu extremgünstigen Bedingungenan (Gesamtvolumen ca. 1 Bio.€).Ziel: Die Geschäftsbanken sollen wieder verstärkt europäischeStaatsanleihen kaufen und so die Zinslast derKrisenstaaten verringern.2011Abb. 1: Euro-Krise und Euro-Rettung im Gesamtzusammenhang (in Anlehnung an Handelsblatt Nr. 178 vom 13.9.2012)6 Flügelstift 1/2013


Aus der Praxismaximales Kreditvolumen 500 Mrd. € =200 Mrd. „Übersicherung“) soll gewährleistetwerden, dass der ESMvon den Ratingagenturen die höchsteBonitätsstufe AAA erhält und sich somitim Bedarfsfall durch die Ausgabeeigener Anleihen zinsgünstige Finanzierungsmittelauf dem Kapitalmarktbeschaffen kann. Allerdings hat dieRatingagentur Moody‘s dem ESM AnfangDezember 2012 bereits die Spitzenbonitätentzogen.Ungeklärt ist derzeit noch, ob der ESMwie eine Geschäftsbank Kredite beider EZB aufnehmen und zusätzlicheMittel privater Investoren beschaffenkönnen soll.6.3 Voraussetzungen und Formender HilfenEin Krisenstaat kann unter bestimmtenVoraussetzungen Hilfe beim ESMbeantragen. Ein Gremium aus Vertreternder EU-Kommission, der EuropäischenZentralbank und des InternationalenWährungsfonds beurteilt, obeine solche Hilfe möglich bzw. nötigist und überwacht ggf. die Einhaltungder Bedingungen wie Ratifizierungdes Fiskalpakts mit Schuldenbremse,Reform- und Anpassungsmaßnahmenund Strukturreformen.Die Hilfe des ESM kann in folgenderForm erfolgen:direkte Kredite an Krisenstaaten:Den Krisenstaaten wird – ähnlichwie bei einem Dispositionskreditfür Privatpersonen – vorsorglichein Kreditlimit eingeräumt, ohnedass zwingend auf diesen Kreditzugegriffen wird. Damit sollen dieAnleger beruhigt werden, indemihnen signalisiert wird, dass eineZahlungsunfähigkeit dieses Staatesunwahrscheinlich ist. Gelingt dieBeruhigung, wird der Kredit im Idealfallnie abgerufen.Finanzhilfen an einzelne Bankender Krisenstaaten. Die bisherigeFassung des ESM-Vertrags sieht vor,dass diese Hilfen nicht direkt denbetroffenen Banken zufließen, sondernals Kredite an den jeweiligenKrisenstaat (mit entsprechenderErhöhung der Staatsverschuldung)gewährt werden. Durch Änderungvon Art. 19 des ESM-Vertrags istaber später eine direkte Unterstützungder Banken nicht ausgeschlossen.Die Bundesregierungwill solchen Direkthilfen erst zustimmen,wenn die beschlosseneeuropäische Bankenaufsicht funktionsfähigist.Kauf von Staatsanleihen der Krisenstaatenzu niedrigen Zinsen amPrimärmarkt.in Ausnahmefällen: Kauf vonStaatsanleihen der Krisenstaatenam Sekundärmarkt zur Zinsberuhigungund Senkung des Zinsniveaus.6.4 Kritik am ESMDie Möglichkeiten, durch einen solchenRettungsschirm die Krise zu beheben,werden höchst unterschiedlicheingeschätzt. Kritiker vermuten, dassweder der bisherige Rettungsfondsnoch weitere Bürgschaften ausreichen,um die Probleme zu lösen. Sie sehenvielmehr die Gefahr, dass sich durchdiese Maßnahmen (wie auch durchden Ankauf von Staatsanleihen durchdie EZB) die Währungsunion in eineTransferunion mit deutlich höherenNettozahlungen der Geberländer alsbisher verwandelt. Aus ihrer Sichtwird durch den ESM insbesonderedas Grundproblem nicht gelöst, dasseinzelne Staaten immer neue Mittelund Wege finden, um die Verschuldungsregelnzu umgehen.Der AutorProf. Dr. Viktor Lüpertz ist Bereichsleiteram Seminar für Didaktik und Lehrerbildung(Berufliche Schulen) in Freiburgim Breisgau.■LiteraturUrsachen und Folgen der Euro-Krise werden ausführlichdargestellt in der Neuauflage des vonProf. Dr. Viktor Lüpertz verfassten Buches:Problemorientierte Einführung in die Volkswirtschaftslehre,Winklers Verlag, BN 6300Auf einen Blick• Ein Austritt aus der Eurozone würde für die betroffenen Länder erheblichewirtschaftliche Schwierigkeiten und unkalkulierbare Risiken fürdie übrigen Länder mit sich bringen.• Bei einem Verbleib in der Eurozone besteht für die Krisen-Staaten trotzaller ins Auge gefassten Hilfsmaßnahmen das Hauptproblem in derHaushaltskonsolidierung.• Ob der von der EZB angekündigte unbeschränkte Ankauf von Staatsanleihender Krisen-Staaten am Sekundärmarkt ein geldpolitischesMittel der Zinspolitik oder eine unerlaubte Staatsfinanzierung darstellt,ist strittig.Abb. 2: Der neue Krisenmechanismus soll den Euroab 2013 absichern• Die Funktionsfähigkeit des dauerhaften Rettungsfonds ESM ist umstritten.8 Flügelstift 1/2013


Wirtschaftsgymnasien, FOS/BOS, HHS, Sek II, FHVolkswirtschaftslehreProblemorientierte Einführungin die VolkswirtschaftslehreInhalt: alle grundlegenden Bereiche dermodernen VWL und der aktuellenWirtschaftspolitik die Aufgaben dienen sowohl der Stofferschließungals auch der Aneignungvon Fach- und Methodenkompetenz Bearbeitung themenübergreifenderFallstudien mit zahlreichen Tabellen,Grafiken und Schaubildern zusammenfassende Übersichtenam Ende eines jeden Kapitels dienender Veranschaulichung von StrukturzusammenhängenProblemorientierte Einführungin die Volkswirtschaftslehre7., überarbearbeitete Aufl age, 2013540 Seiten, vierfarbigISBN: 978-3-8045-6300-1 28,95 €erscheint im März 2013Winklers • Postfach 33 20 • 38023 Braunschweigservice@winklers.de • www.winklers.de✆ 0531 708-8592 • 0531 708-664


Aus der PraxisHier kann erst weitergearbeitet werden,wenn aus dem Lager das Okayfür die sachliche Richtigkeit kommt.Ist die Ware im Lager gebucht, kannder Kundenauftrag entsprechendkommissioniert, beliefert und fakturiertwerden. Selbstverständlichbegleichen wir unsere Verbindlichkeitengegenüber dem Lieferantenund erfassen den Zahlungseingangdes Kunden. So oder ähnlich wird derProzess in der Praxis ablaufen.Wie werden nun diese Prozesse inSAP abgebildet und wie kann dasSystem für den BWL/KSK-Unterrichteingesetzt werden?3 Stammdaten steuern Prozesseund umgekehrtERP-Systeme basieren auf relationalenDatenbanken. Ein wesentlichesGrundprinzip ist dabei, dass Daten,die über einen längeren Zeitraumunverändert bleiben, als Stammdatenerfasst werden. Diese stehen dann imProzess zur Verfügung. Dabei könnenStammdaten einen Einfluss auf denVerlauf des Prozesses haben. Damithaben die Stammdaten betriebswirtschaftlicheBedeutung und man kannentsprechende Sachverhalte beispielhaftdarstellen.Für die betrachteten Prozesse werdendrei verschiedene Stammdatenbenötigt: Kunden, Lieferanten undMaterial.Betrachten wir die Materialstammdatenein wenig genauer. UnserMaterial ist Kopierpapier, ein Paketá 500 Blatt, das wir normalerweisezu einem Einstandspreis von 2,29 €beziehen. Diesen Preis finden wir inden Stammdaten wieder. Nun könnenüber Verhandlungen mit demLieferanten und durch Nutzung vonSonderangeboten unterschiedlicheEinstandspreise je Einkauf realisiertwerden. Der Durchschnittspreis wirdim Beispiel als gleitender Preis dokumentiertund zugleich als Bewertungsgrundlagefür den Lagerbestandgenutzt (vgl. Abb. 2).Über das Merkmal Preissteuerung(V) wird diese Eigenschaft eingestellt.Eine andere Möglichkeit, diedort eingestellt werden kann, ist dieAbb. 2: Materialstammdaten – Buchhaltung 1 mit gleitendem Preis (© SAP AG)Steuerung über den Standardpreis(S). Mit entsprechender Simulationder Prozesse können z. B. folgendeSachverhalte mit den Schülern thematisiertwerden: Welchen Einflusshat mein Einkaufsprozess auf denWert meiner Ware? Wie wird dergleitende Preis im System ermittelt?Welchen Einfluss hat der Preis aufmeinen Lagerwert und auf meinenWareneinsatz? Welche Bewertungsollte in meinem Unternehmen oderbeim entsprechenden Artikel zu Grundegelegt werden? Welche Bedeutunghat das für die Bilanz und die GewinnundVerlustrechnung (GuV) meinesUnternehmens?An den unterschiedlichen Fragestellungenkann man erkennen, dass esin der Betrachtung über die operativeEbene des Sachbearbeiters hinausgeht und wir grundlegende Aspekteder strategischen Ebene einbeziehen.Betrachtet man ein weiteres Merkmalder Materialstammdaten, nämlich dieArt der Disposition, ist es relativ einfach,über Lagerhaltung sowie Vorteileund Nachteile des Just-in-Time-Verfahrens mit den Schülerinnen undSchülern zu reflektieren. Dazu bietetdas System u. a. die Möglichkeit, nachdem konkreten Bedarf die Beschaffungsmengezu bestimmen. Beschaffeich nur die Ware, die im Planungszeitraumbenötigt wird oder fülle ichmein Lager auf einen festgelegtenHöchstbestand auf? Wie verhaltensich meine Lagerkosten? Wie werdenLieferfähigkeit und Kundenorientierungdavon beeinflusst?4 Terminauftrag und DispositionNachdem man mit den Schülern ausführlichdie Stammdaten behandelthat, kann man nun anhand einesexemplarischen Verkaufs- und Einkaufsprozessessehr viele Aspektedes Logistik-Curriculums fächerübergreifendbehandeln. Dabei gehen wirimmer von dem Verkaufsprozess aus,da dieser in der Praxis auch den Ausgangspunktdarstellt. Warum soll maneinkaufen, wenn gar keine Aufträgevorliegen?Geht nach entsprechenden Vorverhandlungenmit dem Kunden überAnfrage und Angebot ein Kundenauftragein, so wird dieser zunächstim System erfasst (vgl. Abb. 3). Dieserkann vom Sachbearbeiter angelegt,aber auch durch Umwandeln des Angebotserzeugt werden, wenn dieseszuvor im System erfasst wurde.Anhand der Debitorennummer werdendie Stammdaten in den Auftragübernommen, darunter die ZahlungsundLieferbedingungen. Mein Netto-Flügelstift 1/201311


Aus der PraxisAbb. 3: Terminauftrag des Kunden (© SAP AG)Abb. 4: Bedarf für den Kundenauftrag und die erfolgte Bestellung (© SAP AG)verkaufspreis kann ebenfalls aus eingepflegtenStammdaten (Konditionen)gezogen werden. Auf Grundlage derAngaben zu Werk (meine Betriebsstätte)und Lagerort (mengenmäßige Bestandsführungmeiner Ware) wird nunvom System ermittelt, zu welchemZeitpunkt der Auftrag ausgeführt werdenkann. Berücksichtigt werden Lagerbestände,Wiederbeschaffungszeit,Warenbereitstellungszeiten (z. B. fürdie Kommissionierung) und die Lieferzeitenan den Kunden.Im Unternehmen gehen täglich vieleverschiedene Kundenaufträge ein.Daher wird der Disponent mit einemPlanungslauf zu einem bestimmtenZeitpunkt des Tages ermitteln, welcheWaren zu beschaffen sind. Das Ergebnisdes Planungslaufs sind sogenannteBestellanforderungen. Diese müssendann vom Einkäufer noch in Bestellungenumgewandelt werden. Wovonist das abhängig? Auch hier lässt sichan ein neues betriebswirtschaftlichesThema anknüpfen – Liquidität. Was istder Grund für die 14-tägige Skontofristfür den Kunden? Was habe ichmit meinem Lieferanten ausgehandelt?Was kosten mich Kredite, umkurzfristige Liquiditätsprobleme zubeseitigen? Und was würde der entgangeneGewinn bedeuten, wenn ichden Auftrag nicht annehme?Diese Themen wurden auch im traditionellenbetriebswirtschaftlichenUnterricht behandelt. Der Unterschiedist aber darin zu sehen, dass dieseThemen nun genau zu dem Zeitpunktunterrichtet werden, zu dem sie sichaus dem Prozess heraus ergeben. Dieshat motivierende Wirkung auf dieAuszubildenden, da sie merken, dasssie die Antworten auf diese Fragenwirklich benötigen.5 Beschaffung der WareIn unserem Beispiel gehen wir nundavon aus, dass wir den Auftrag annehmen,aber nicht genügend Warenauf Lager haben. Daher werden wirdie Bestellanforderung des Systemsin eine Bestellung umwandeln undan unseren Lieferanten schicken. Dazuhaben wir als Stammdaten dasOrderbuch (Bei welchem Lieferantenbeziehe ich meine Ware?) und den Infosatz(Zu welchen Konditionen liefertmir der Lieferant die Ware?) angelegt.Hier lassen sich Fragen zum ThemaVor- und Nachteile von Stammlieferantenund Konditionsarten gut einbauen.Auch an den qualitativen undquantitativen Angebotsvergleich kannhier gut angeknüpft werden.Meine aktuelle Bedarfssituation kannich dann u. a. in der aktuellen Bedarfs-und Bestandsliste überprüfen(vgl. Abb. 4). Das ist eine dynamischeDispositionsliste, aus der ich den aktuellenBestand und die geplantenZu- und Abgänge mit den Terminenersehen kann. Im Beispiel findet manden Kundenauftrag (K-Auf) und dieBestelleinteilung (BS-Ein) in der Liste.Je nach Fortschritt des Prozesseswerden die geplanten Positionen nachdem Wareneingang bzw. -ausgangnicht mehr angezeigt. In der Praxisentnimmt der Verkäufer dieser Liste,wann der Kunde die Ware voraussichtlichbekommen kann.Verfolgen wir nun den Beschaffungsprozessweiter. Unsere Ware wirdgeliefert, wir führen die Wareneingangskontrolledurch und buchen imSystem den Wareneingang. Es werdenzwei Belege erzeugt: ein Materialbelegund ein Buchhaltungsbeleg.Damit wird der Lagerbestand erhöhtund die Ware zum gleitenden Durchschnittspreisbewertet. Neben derschon angesprochenen Aktualisierungder Bedarfs- und Bestandsliste wirdauch der Prozess in der Bestellentwicklung(vgl. Abb. 5) dokumentiert.Es ist also jederzeit nachvollziehbar,wie weit mein Beschaffungsprozessbereits erledigt ist und welche Schrittenoch offen sind.6 WarenauslieferungDa die Ware nun eingelagert ist, kannder Verkäufer die Ware für den Warenausgangbereitstellen. Dazu musser im SAP-System zunächst eine Auslieferunganlegen. Dadurch ist die ein-12 Flügelstift 1/2013


Aus der Praxisgetroffene Ware für diesen Auftragreserviert und kann kommissioniertwerden. Durch den Transportauftrag(die Ware wird im Warenausgangsbereichbereitgestellt) und das Buchendes Warenausgangs verlässt die Warenun auch physisch das Unternehmen.Diese drei Schritte machen den Auszubildendendeutlich, dass die Warein einem Unternehmen auch transportiertwerden muss, bevor sie dasWerk wieder verlässt. Ein nicht zuunterschätzender Vorteil, wenn manüberlegt, dass nicht alle Auszubildendentatsächlich einen realen Lagerbetriebkennen lernen.Auch auf der Verkaufsseite kann sichder Verkäufer den Stand des Prozessesanhand des Belegflusses bis zum Warenausganganschauen (vgl. Abb. 6).Abb. 5: Bestellentwicklung (© SAP AG)7 Rechnungseingang undZahlungAbb. 6: Belegfluss bis Warenausgang (© SAP AG)Nun verlassen wir den Bereich derWare und wenden uns dem monetärenBereich zu.Die Rechnung für den Wareneingangtrifft in der Einkaufsabteilung ein. Esist für die Auszubildenden immer wiederschwer zu erkennen, ob wir unshier im Einkaufs- oder Verkaufsprozessbefinden. Die Veranschaulichunganhand von Prozessketten kann hierAbhilfe schaffen.Wenn der Einkäufer das Okay hat, dassdie Ware ordnungsgemäß im Lagereingetroffen ist, kann er nach rechnerischerPrüfung die Rechnung bezahlen.Auch hier hilft die Realisierungim SAP-System bei der Veranschaulichung,indem in der Wareneingangsmasketatsächlich der Haken für denWareneingang hinter jeder Positiongesetzt werden muss. Nur diese Bestätigungermöglicht das fehlerfreieErfassen der Eingangsrechnung undführt danach zu den Verbindlichkeitengegenüber dem Lieferanten.Die Schritte der Beschaffung sindalle über den zentralen Beleg – dieBestellung – miteinander verknüpft.Dadurch wird der Mitarbeiter bei dersachlichen und rechnerischen Prüfungunterstützt.Die Rechnung wird nun natürlich nichtmehr komplett eingegeben, sondernder Verkäufer bekommt über dieAuftragsnummer alle notwendigenDaten (vgl. Abb. 7) zur Verfügunggestellt und muss nur den Betrag derEingangsrechnung einsetzen. Anhandeiner grünen (oder roten) Ampel kanner erkennen, ob der Betrag stimmt.Die rechnerische Kontrolle vollziehtsomit das System selbstständig, essollte natürlich im Berufsschulunterrichtnachvollzogen werden.Beim Zahlungsausgang muss derSachbearbeiter in der entsprechendenMaske den Zahlbetrag (vom Kontoauszug)eintragen und erhält Rückmeldungvom System, ob der richtigeBetrag (auch unter Berücksichtigungvon Skonto) überwiesen wurde. Dieentsprechenden Daten zieht sich SAPauch hier aus den Stamm- und Bestelldaten.Wenn alles okay ist, wandeltSAP den offenen Posten für den entsprechendenKreditor in einen ausgeglichenenum und bucht automatischden Zahlungsausgang (vgl. Abb. 8).Alle notwendigen Buchungen in denHaupt- und Nebenbüchern werdenbei SAP im Hintergrund ausgeführt,sind aber stets abrufbar und könnenfür den Unterricht nutzbar gemachtwerden. Es zeigt sich, dass nicht mehrdie Buchung an sich im Mittelpunkteines modernen BWL/KSK-Unterrichtsstehen sollte, sondern die Interpretationder Zahlen. Entscheidend ist nichtmehr das Bilden des Buchungssatzes,sondern dessen betriebswirtschaftlicheInterpretation. Welche Wertzugängeund -abgänge gibt es im Prozess?Wo findet eine Wertschöpfungstatt? Was bedeuten Forderungen undVerbindlichkeiten? Welche Werte mussich mit dem Finanzamt verrechnen?8 Rechnungsausgang undZahlungseingangUm den Verkaufsprozess fortzuführen,muss nach dem erfolgten Warenausgangdie Ausgangsrechnung erstelltwerden, die dazugehörige Buchungerfolgt wieder im Hintergrund.Als letzter Schritt bleibt der Zahlungseingang,Beleg ist wieder der Kontoauszug.SAP unterstützt dabei, indemdurch die Verknüpfung mit dem Terminauftragder Zahlungsbetrag unterBerücksichtigung von Skontobetragund -zeitraum geprüft wird.Nachdem der Prozess abgeschlossenist, ist die Reflexion des Prozesses entscheidend.Wie hoch ist der Deckungsbeitrag,den wir durch diesen Prozesserwirtschaftet haben? Wir können dieFlügelstift 1/201313


Aus der PraxisAbb. 7: Eingangsrechnung (© SAP AG)Abb. 8: Zahlungsausgang (© SAP AG)Kalkulation für diesen Auftrag aufrufenund ihn mit den Auszubildendenbesprechen. An welchen Stellschraubenmüsste das Unternehmen drehen,um den Deckungsbeitrag zu erhöhen?Welche Probleme könnten dadurch fürdas Unternehmen auftreten? Was istder Verrechnungspreis?An dieser Maske kann man sich natürlichdie Frage stellen, ob SAP nichtzu viele Informationen zur Verfügungstellt, die die Auszubildenden leichtüberfordern könnten. Hier muss aberdie Gegenfrage erlaubt sein, wann dieAuszubildenden sonst lernen sollen,die wesentlichen Informationen vonden unwesentlichen Informationen zuunterscheiden.9 ZusammenfassungFür den Einsatz von SAP im Berufsschulunterrichtspricht sicherlich dieenorme Praxisnähe. Weiterhin arbeitetSAP sehr direkt an den Geschäftsprozesseneines Unternehmens. Eskönnen die unterschiedlichsten Zusatzinformationenzu dem Prozessaufgerufen werden, müssen abernicht. Diese Entscheidung bleibt inder Hand des Lehrers. Entscheidendfür den Unterricht ist die Reflexion derEinkaufs- und Verkaufsprozesse unddie Interpretation der unterschiedlichenAngaben in den Masken desSAP-Programms. So können vieleThemenfelder der Logistik für denBerufsschulunterricht anschaulichaufbereitet werden.Problematisch bleibt nach wie vor diehohe Komplexität des Systems. Manbenötigt klare Strukturen, um mitdem System umgehen zu können undAuf einen Blicksich nicht in der Fülle der Informationenzu verlieren.Das Oberstufenzentrum Bürowirtschaftund Dienstleistungen in Berlinhat in den letzten Jahren eine LehrundLernplattform entwickelt, in derdie Auszubildenden z. B. anhand desLogistikprozesses prozessorientiert dieArbeit mit dem SAP-System erlernenkönnen (www.erp4school.de). Zusätzlichwerden in dem Szenario auch Personal-und Produktionsprozesse abgebildet,um die Kostenrechnung besserveranschaulichen zu können. Im Mittelpunktstehen dabei die selbstständigeErarbeitung des Wissens und diebetriebswirtschaftlichen Sachverhalte,die sich hinter den Bildschirmmaskenverbergen – nicht das Erlernen einesSoftwareprogrammes. Für das Handlingstehen in allen Bereichen Anleitungenin Form von kleinen Filmenzur Verfügung. In der Zwischenzeitwerden in Kooperation mit der MultimediaschuleHannover gut 60 Schulenauf diesem Weg unterstützt.Weitere Informationen erhalten Interessentenunter: erp4school@oszbwd.de.Die AutorenStefan Marien ist Schulleiter am OSZBürowirtschaft und Dienstleistungenin Berlin. Mario Kleinmann ist Bildungsgangleiterfür die vollzeitschulischeBerufsausbildung, u. a. zur/mBürokauffrau/mann.• ERP-Programme sind notwendiger Bestandteil jeder kaufmännischenAusbildung, da fast alle Auszubildenden als spätere Mitarbeiter solcheProgramme bedienen müssen.• Bei der Einführung von ERP-Software sollte es nicht um eine Softwareschulung,sondern um die Darstellung der betriebswirtschaftlichenProzesse gehen, bei denen das Programm ein Instrument und keinSelbstzweck ist. • Aufgrund der Komplexität der Software sollten die Prozesse, die sichhinter den Bildschirmmasken verbergen, für die Auszubildenden didaktischaufbereitet werden.14 Flügelstift 1/2013


IndustriekaufleuteSpezielle WirtschaftslehreNeu.Strukturiert.Fachbezogen.Aus dem Inhalt: Umfeld, Aufbau und Steuerungeines Unternehmens Beschaffung Leistungserstellung Absatz/Marketing Personal Investition und FinanzierungDieses neue Lehrbuch deckt dieInhalte zum Fach Geschäftsprozessefür Industriekaufleute gemäßKMK-Rahmenlehrplan (Lernfelder 2,5, 6, 7, 10, 11) und gemäß Prüfungskatalogab.IndustriekaufleuteSpezielle Wirtschaftslehre1. Aufl age, 2013ca. 624 Seiten, vierfarbigISBN: 978-3-8045-6101-427,95 €Winklers • Postfach 33 20 • 38023 Braunschweigservice@winklers.de • www.winklers.de✆ 0531 708-8592 • 0531 708-664


KompetenzorientierterUnterrichtMehr Erfolg durch differenziertes LernenIIIMANFRED BÖNSCHDer Begriff Kompetenz ist gegenwärtig so etwas wie eine klingende Münzein der Didaktik-Diskussion (1). Damit es ihm nicht so geht wie vielenanderen klingenden Münzen (offener Unterricht, kooperatives Lernenetc.), nämlich in der Münzsammlung als Erinnerungsstück zu verschwinden,ist es wichtig, eine klare Begriffsbestimmung vorzunehmen, denKompetenzbegriff didaktisch-methodisch zu verorten und seine Relevanzfür das Lernen der Schülerinnen und Schüler deutlich zu machen.Die Erörterung ist im Spannungsverhältnisvon gesellschaftlichenAnforderungen(Bildungsstandards) und der Rettungdes Begriffs der Bildung zu führen.Einerseits spielt der Utilitarismus (Verwendungsfähigkeitdes Menschen)eine große Rolle, andererseits zieltder Bildungsbegriff auf eine Verfasstheitdes Menschen, dem sich die Weltaufschließt und der gleichzeitig derWelt gegenüber aufgeschlossen ist,das heißt, sein Selbst findet und denAnforderungen seiner Umwelt standhaltenkann.Der KompetenzbegriffWenn man versucht, die gegenwärtigeDiskussion nachzuvollziehen,stößt man auf die Bemühung, mit derFavorisierung des KompetenzbegriffsUnterricht und Lernen einen qualitativenSchub zu geben. Gleichzeitigfindet man aber bemerkenswerteUnschärfen bei seiner Verwendung.AnnäherungenSo findet man in behördlichen Ausführungenzu Kerncurricula etwa folgendeDefinition (2):Kompetenzen umfassen Fähigkeiten,Kenntnisse und Fertigkeiten, auchBereitschaften, Haltungen und Einstellungen,über die Schülerinnenund Schüler verfügen müssen, umAnforderungssituationen gewachsenzu sein. Kompetenzerwerb zeigt sichdarin, dass zunehmend komplexereAufgabenstellungen gelöst werdenDie Konzeptelemente1. Kompetenzraster 2. Checkliste mit ÜbungsmöglichkeitenInhaltsbereicheKompetenzstufenIch kann/Ich kann nichtz. B. Nomen erkennenund sie in die Einzahl oderMehrzahl setzenIch übe und wiederhole– Schülerarbeitsbuch, S. …– Werkstattheft, S. …– Arbeitsblätter …– Kartei, S. …4. LernstandskontrollenJederzeit verfügbar:Überprüfungsmöglichkeiten(keine Bewertung)Hilfreiche Unterstützungselemente1. Selbstlernzeiten neben gemeinsamem Unterricht2. Planungskompetenzen: Plan erstellen und verfolgen3. Buchführung individuell und/oder gemeinsam4. Beratung vom Lehrern/pädagogischen Assistenten/MitschülernAbb.1: Das Konzept des kompetenzorientierten Unterrichts16 Flügelstift 1/2013


Aus der Praxiskönnen. Deren Bewältigung setztgesichertes Wissen und die Kenntnisund Anwendung fachbezogener Verfahrenvoraus.Hier liegt eine recht umfassende,aber eben auch globale Definitionvor. Sie beinhaltet im Grunde genommeneinen weiten Begriff von Lernen.Sowohl kognitive, psychomotorischeals auch motivationale und affektiveElemente gehen in die Definition ein.Aber der Kompetenzbegriff ist auchzunächst erst einmal inhaltlich „leer“und könnte vielerlei meinen wie z. B.:Ich kann die Ursachen, den Verlauf,die Ergebnisse und die Folgen desersten Weltkrieges beschreiben,und ich will das auch.Ich weiß, dass ich mir morgens immerdie Zähne putzen muss, undmeistens tue ich das auch.Um aus zu großer Allgemeinheit herauszukommen,wird die Bindung anein Ziel vorgenommen. Man mussüber Kompetenzen verfügen, umAnforderungssituationen gewachsenzu sein. Dies könnte hilfreich sein,wenn man wüsste, an welche Anforderungssituationengedacht wird:Wiederholungsfragen in der nächstenDeutschstunde, die nächste Klassenarbeit,die Abiturprüfung? Oder gehtes darum eine Grabrede zu halten, einenZeitungsbeitrag zu schreiben odereinen Wasserhahn zu reparieren?Bis hierhin ist festzustellen, dass miteinem sehr weit gefassten Kompetenzbegriffnicht viel anzufangen ist.Man muss ihn wohl präziser fassen,sprich operationalisieren.Ein zweiter Annäherungsversuch:Man könnte sich z. B. von Deutsch-Didaktikern eine größere Präzisionerhoffen. In der Zeitschrift „PraxisDeutsch“ ist im Jahr 2007 die Kompetenzdes Schreibens in fünf Teilkompetenzenbeschrieben worden:Assoziatives Schreiben: Die Schülersollen aufschreiben, was ihneneinfällt (Ideenfindung).Normbewusstes Schreiben: DieKonventionen, Spielregeln (Rechtschreibung,Satzmuster, Stilvarianten,Textarten) werden beachtet.Kommunikatives Schreiben: Ein Leserwird in den Blick genommen(kommunikativer Aspekt).Vereinigtes Schreiben: Der Textwird selbstkritisch mit Anderenanalysiert, Schreiben wird als gestaltbarerProzess erfahren.Epistemisches Schreiben: Es trägtzum eigenen Erkenntnisgewinnbei; die Suche nach Bedeutungführt zum Schreiben als Bestandteildes Denkens.Sind hier Kompetenzen dargestelltoder einfach verschiedene Schreibartenbzw. Schreibanlässe? Nachwelchen Gesichtspunkten eine qualitativeBestimmung vorgenommenwerden könnte, bleibt völlig offen.Das assoziative Schreiben z. B. könntesehr mager ausfallen, das normbewussteSchreiben noch sehr fehlerhaftsein. Es deutet sich ein weiteresSchärfungsmoment an: Eine Kompetenzmüsste wohl mit einem Gütemaßstabverbunden sein, wenn siehinreichend genau beschrieben wird.Bisher sind die Ausführungen wirklichnur Annäherungen.BezugsrahmenMit zwei sogenannten Bezugsrahmensoll der Weg zu einer genaueren Bestimmungdes Kompetenzbegriffsweitergeführt werden. Erstens kannman sich an die Diskussion um dieOperationalisierung von Lernzielenerinnern, die in den 1960er/70erJahren im Anschluss an die Publikationvon Mager geführt worden istund viele entsprechende Exerzitieninitiiert hat (3). Der Autor sagte bekanntlich,wenn man nicht wüsste,wohin man will, dürfe man sich nichtwundern, wenn man ganz woanderslande. Er sprach demgegenüber vonder Notwendigkeit der Operationalisierungvon Lernzielen, die folgendenAnforderungen genügen müssten:Mit einem Lernziel wird das beabsichtigteErgebnis des Unterrichtsbeschrieben.Ein Lernziel ist in dem Maßebrauchbar, wie es das erwarteteEndverhalten eines Lerners beschreibt/definiert.Das Endverhalten wird durch dreiKriterien definiert:a. Die Bestimmung und Beschreibungdes beobachtbaren Verhaltens,das als Zeichen dafürgelten kann, dass der Lernendedas Lernziel erreicht hat.3. WochenplanTagesziele Mo. Di. Mi. Do. Fr.Dazu arbeite icham/in/mitTagesbilanzEtwas Besonderes:ErkenntnisKomplimentAha-Erlebnisnoch offene Fragennichterreichterreichtz. T.erreichtDefinition: Eine Kompetenz beschreibt hinreichendgenau das Verhalten, Können oder Wissen, das jemandrealisieren kann. Drei Kriterien müssen erfüllt sein:Operationalisierung, Bedingungen und Gütemaßstab.Flügelstift 1/201317


Aus der Praxisb. Die Festlegung der Bedingungen,unter denen das Verhalten geäußertwerden soll (welcheHilfsmittel dürfen benutzt werden,welche nicht?).c. Die Fixierung des Beurteilungsmaßstabsfür das als zielerreichtgeltende Verhalten.Ein kleines Beispiel mag diesen Ansatzveranschaulichen:1. Schüler sollen das schriftliche Malnehmenlernen. Dies wäre nichtsweiter als eine Intentionserklärung.Der Zielbereich ist nur ungefähr angegeben.2. Die Schüler sollen Aufgaben vonder Art 1635 ⋅ 346 = ausrechnenkönnen. Damit ist jetzt das beobachtbareVerhalten angegeben.Man weiß von der Art und demAnspruch der Aufgabe.3. Die Schüler sollen Aufgaben vonder Art 1635 ⋅ 346 = allein undohne jedes Hilfsmittel ausrechnenkönnen. Damit sind die Bedingungenbestimmt: allein – alsoohne Hilfe eines Mitschülers, ohnejedes Hilfsmittel – also nicht denTaschenrechner benutzen.4. Die Schüler sollen vier Aufgabenvon der Art 1635 ⋅ 346 = in zehnMinuten ohne jede Hilfe ausrechnenkönnen. Damit ist der Beurteilungsmaßstabdurch Umfang undZeitlimit für die optimale Leistungbeschrieben.Nimmt man diesen Operationalisierungsansatz,hat man einen erstenBezugsrahmen für die genauere Bestimmungvon Kompetenzen.Der zweite Bezugsrahmen zielt aufdie Kompetenzrasterentwicklung imZusammenhang des European LanguagePortfolios, dem europäischenSprachreferenzrahmen. Dort istmeines Wissens zum erstenmal einKompetenzraster entwickelt worden.Seine Konstruktionselemente könnenals verallgemeinerungswürdigbezeichnet werden. In der Senkrechtenwerden die für ein Fach/einenLernbereich gehörenden Teilbereicheaufgeführt (für Sprachen also das Verstehenbeim Hören, Lesen, Sprechen,Schreiben – ich füge hinzu: Spracheanalysieren, Sprache gestalten). Inder Waagerechten werden in aufsteigenderLinie (sechs Kompetenzstufen)Kompetenzen in der Formulierung vonIch-kann-Sätzen beschrieben, z. B.:A1: Ich kann einzelne vertrauteNamen, Wörter und ganz einfacheSätze verstehen, z. B. auf Schildern,Plakaten oder in Katalogen.A6: Ich kann praktisch jede Art vongeschriebenen Texten mühelos lesen,auch wenn sie abstrakt oderinhaltlich und sprachlich komplexsind, z. B: Handbücher, Fachartikel,und literarische Werke.Dazwischen sind unterschiedlich anspruchsvolleKompetenzen formuliert(A1, A2/B1,B2/C1,C2). Die Grundideensolch eines Kompetenzrasters sindzweifach: Einmal soll das, was einLerner in aufsteigender Linie lernenund schließlich beherrschen soll, klarbenannt sein. Zweitens soll mit demKompetenzraster die Möglichkeit eröffnetwerden, dass sich ein Lernerselbst einschätzen lernt: Was kann ich,und was kann ich noch nicht?Es kann jetzt versucht werden, denKompetenzbegriff genauer zu fassen.Definition einer KompetenzEine Kompetenz ist das erworbene/gelernte Vermögen, eine möglichstgenau formulierte Aufgabein einem inhaltlichen Bereich wie z.B. Sprache, Mathematik, Geschichteund Sport so zu lösen, wie siedurch die drei Kriterien Beobachtbarkeit,Bedingungen, Gütemaßstabfestgelegt worden ist.Eine Kompetenz zeigt sich in derAusführung/Lösung einer Aufgabe,also als Lernbesitz, der jederzeit zuaktivieren ist.Eine Kompetenz ist immer bestimmtdurch inhaltliche und prozessuraleMomente. Das, was einLerner als Kompetenz besitzt, istimmer auf Lerninhalte bezogen.Wissen und Denkoperationen wiepsychomotorische Fertigkeiten geheneine Einheit ein.Die Ich-Kann-Formulierungen dienendazu, das Darstellungsniveaueiner Kompetenz möglichst genauzu bestimmen.Eine Kompetenz hat unterschiedlicheQualitätsstufen. Sie kannzunächst einfach, fast rudimentärvorhanden sein und sich späteranspruchsvoll und komplex entwickeln(Kompetenzstufen).Ein Kompetenzraster ist zunächsteine wesentliche Hilfe für Lehrer/Lehrerinnen, um den Unterrichtgenauer zu planen, es soll abergrundsätzlich in die Hand derLernenden gegeben werden, umselbstbestimmtes Lernen (Selbstreferentialitätals Orientierung anKompetenzansprüchen) Stück fürStück zu ermöglichen und zu erweitern.Konzept des kompetenzorientiertenUnterrichtsIn der Verfolgung dieser Grundgedankenhat sich das Konzept deskompetenzorientierten Unterrichtsentwickelt. Ziemlich am Anfang zeigtees sich in der Arbeit der Beatenberg-Schule in der Schweiz unter der Leitungvon Andreas Müller (4), inzwischenaber ist eine Verbreitung zubeobachten. Die Max-Brauer-Gesamtschulein Hamburg (5) sowie andereGesamtschulen, Entwicklungen inGrundschulen Nordrhein-Westfalens(1) und Bremerhaven zeigen, dass dasKonzept offensichtlich attraktiv ist. Sokann man heute von einem im Prinzipgut ausgearbeiteten Unterrichtskonzeptsprechen, das in aller Kürzefolgendermaßen zu beschreiben ist(vgl. Abb. 1).Wenn die Arbeit zu genaueren Beschreibungvon Kompetenzen vorangekommenist, lässt sich der Unterrichtnoch einmal anders denken. VierKonzeptelemente sind zu beschreiben.Sie werden ergänzt durch vier Unterstützungselemente,die kompetenzorientiertenUnterricht ermöglichensollen.KompetenzrasterDas zentrale Konzeptelement ist wieschon beschrieben das für das jeweiligeFach/ den jeweiligen Lernbereichentwickelte Kompetenzraster (Matrix)mit der stets gleich bleibenden18 Flügelstift 1/2013


Grundkonstruktion: In der Senkrechtensind die Inhaltsbereiche, in derWaagerechten die Kompetenzstufenin einer Dreier- oder Sechser-Formationdargestellt. Dieses Raster sichertjederzeit Übersicht und Transparenz inBezug auf die Lernanforderungen undauch die Identifikation des Erreichtenbzw. noch nicht Erreichten durch dieSchüler oder stellvertretend durch dieLehrer.Literatur(1) Manfred Bönsch u. a., KompetenzorientierterUnterricht, Braunschweig 2010(2) Informationen zu den niedersächsischenKerncurricula des Niedersächsischen Kultusministeriums(3) Robert Frank Mager, Lernziele und programmierterUnterricht, Weinheim 1969, 4. Aufl.(4) Andreas Müller, Nachhaltiges Lernen. Oder:Was Schule mit Abnehmen zu tun hat, Beatenberg1999(5) Barbara Riekmann, Die neue MBS, Hamburg2008, 4. Aufl.Auf einen BlickDer AutorProf. Dr. Manfred Bönsch ist als Professorfür Pädagogik an der UniversitätHannover, Fachbereich Erziehungswissenschaften,tätig.■• Der Kompetenzbegriff wird häufig ungenau verwendet. Um mitdem Begriff arbeiten zu können, muss er operationalisierbar gemachtwerden.• Das Konzept des kompetenzorientierten Unterrichts ermöglicht Chancenzum effektiven und selbstständigen Lernen.• Zentrales Element eines kompetenzorientierten Unterrichts ist einKompetenzraster.Bürokaufmann/BürokauffrauAllgemeine WirtschaftslehreNeues Format –neues Layout!Die aktuelle Auflage ...• verbindet die Vermittlung von Fachwissen mithandlungsorientierter Unterrichtsgestaltung• stellt durch aktuelle und umfangreiche MaterialienBezug zum wirtschaftspolitischen Tagesgeschehenund der Arbeitswelt her• fördert Verständnis für fächerübergreifendeZusammenhänge• trainiert Methoden- und Sozialkompetenz mittelsProjekten, Fallstudien und RollenspielenNEU: Jetzt in neuem Layout und größerem Format!Wirtschaftslehrefür Büroberufe6., überarbeitete Aufl age, 2012504 Seiten, vierfarbig978-3-8045-3940-237,95 €Winklers • Postfach 33 20 • 38023 Braunschweig✆ 0531 708-8592 • 0531 708-664 • service@winklers.de • www.winklers.deFlügelstift 1/201319


Daten & FaktenWichtige Sozialversicherungsdaten 2013Gesetzliche RentenversicherungWestOstBeitragsbemessungsgrenze jährlich 69.600,00 € 58.800,00 €monatlich 5.800,00 € 4.900,00 €Beitragssatz 18,9 %Höchstbeitrag AG (9,45 %) monatlich 548,10 € 463,05 €AN (9,45 %) monatlich 548,10 € 463,05 €Gesetzliche ArbeitslosenversicherungBeitragsbemessungsgrenze jährlich 69.600,00 € 58.800,00 €monatlich 5.800,00 € 4.900,00 €Beitragssatz 3,0 %Höchstbeitrag AG (1,5 %) monatlich 87,00 € 73,50 €AN (1,5 %) monatlich 87,00 € 73,50 €Gesetzliche PflegeversicherungVersicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) jährlich 52.200,00 €monatlich 4.350,00 €Beitragsbemessungsgrenze jährlich 47.250,00 €monatlich 3.937,50 €Beitragssatz 2,05 %Zusatzbeitrag für kinderlose AN (ab Geburtsjahrgang 1940) ab dem Monatnach Vollendung des 23. Lebensjahrs. Diesen Beitrag trägt der AN allein.0,25 %Höchstbeitrag AG mit Kindern (1,025 %) monatlich 40,36 €AN mit Kindern (1,025 %) monatlich 40,36 €Höchstbeitrag AG ohne Kinder (1,025 %) monatlich 40,36 €AN ohne Kinder (1,275 %) monatlich 50,20 €Sonderregelung für Sachsen: AG-Anteil 0,525 %, AN-Anteil 1,525 % (mit Kindern)AG-Anteil 0,525 %, AN-Anteil 1,775 % (ohne Kinder)Gesetzliche KrankenversicherungVersicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) jährlich 52.200,00monatlich 4.350,00Arbeitnehmer, die über der Versicherungspflichtgrenze verdienen, können in die private Krankenversicherung wechseln.Beitragsbemessungsgrenze jährlich 47.250,00 €monatlich 3.937,50 €Beitragssatz 15,5 %Höchstbeitrag AG (7,3 %) monatlich 287,44 €AN (8,2 %) monatlich 322,88 €20 Flügelstift 1/2013


Daten & FaktenNeue Steuergesetze 2013Elektronische LohnsteuerkarteSeit dem 1. Januar 2013 ersetzt das ELStAM-Verfahren die alte Lohnsteuerkarte aus Papier. ELStAM steht für „elektronischeLohnsteuerabzugsmerkmale“ und soll die Kommunikation zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern undFinanzämtern erleichtern. Steuerliche Daten von Arbeitnehmern wie Kinderfreibeträge, Steuerklassen und Religionszugehörigkeitkönnen künftig elektronisch gespeichert und übermittelt werden. Um die Arbeitgeber in Wirtschaft undVerwaltung nicht zu überlasten, kann der Lohnsteuerabzug noch bis Ende 2013 nach dem alten Verfahren erfolgen.Zudem haben Arbeitgeber die Wahlmöglichkeit, sofort mit sämtlichen Arbeitnehmern oder zu Beginn nur mit einemTeil der Arbeitnehmer in das ELStAM-Verfahren einzusteigen. Spätestens mit der Lohnabrechnung für Dezember 2013muss das ELStAM-Verfahren jedoch für alle Arbeitnehmer angewendet werden.Bis zur Umstellung gelten die vorhandenen Papierbescheinigungen der Arbeitnehmer (Lohnsteuerkarte 2010 odereine vom Finanzamt ausgestellte Ersatzbescheinigung) mit allen Einträgen weiter. Mit Abschluss der Umstellunggehören Bescheinigungen in Papierform endgültig der Vergangenheit an.Steuerlicher GrundfreibetragDas steuerfreie Existenzminimum soll schrittweise angehoben werden. Der steuerliche Grundfreibetrag steigt 2013zunächst um 126,00 € auf 8.130,00 €. 2014 ist eine weitere Steigerung um 224,00 € auf 8.354,00 € vorgesehen. NachBerechnungen des Bundes der Steuerzahler werden die Bürger durch den höheren Grundfreibetrag 2013 um maximal25,00 € entlastet und 2014 nochmals um 42,00 €.ElektromobilitätReine Elektrofahrzeuge aller Fahrzeugklassen werden künftig für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Die erweiterteSteuerbefreiung greift nicht nur für neue Fahrzeuge, sondern rückwirkend für alle Erstzulassungen ab dem 18. Mai2011. Dasselbe gilt auch für auch Brennstoffzellenfahrzeuge. Bisher fahren Elektro-und Brennstoffzellen-Pkws nurfür fünf Jahre steuerfrei. Ab dem 1. Januar 2016 soll die Befreiung wieder fünf Jahre dauern.Steuerliche Veranlagung für EhepaareIn 2013 werden die durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 eingeführten Maßnahmen für eine verbesserteÜbersicht bei den steuerlichen Veranlagungs- und Tarifvarianten für Ehepaare wirksam. Ehegatten können künftigzwischen der Zusammenveranlagung oder einer Einzelveranlagung wählen, die die getrennte Veranlagung ablöst.Folgende Veranlagungsvarianten sind möglich:Einzelveranlagung mit Grundtarif, „Verwitweten-Splitting“ oder „Sonder-Splitting“ im Trennungsjahr undZusammenveranlagung mit Splitting-Verfahren für Ehegatten.Auch das Verfahren für den Wechsel der Veranlagungsarten wird gestrafft. Während Eheleute bisher die mit Abgabeder Steuererklärung getroffene Wahl der Veranlagungsart bis zur Bestandskraft des betreffenden Steuerbescheidsund auch im Rahmen von Änderungsveranlagungen beliebig oft ändern konnten, ist ein nachträglicher Wechsel derVeranlagungsart nach Eintritt der Unanfechtbarkeit künftig nur noch in bestimmten Fällen möglich.SteuerberatergebührenDie neue Steuerberatervergütungsverordnung löst die bisherige Steuerberatergebührenverordnung ab. Sie soll sowohlfür Mandanten als auch für Steuerberater das Fundament für eine rechtlich getragene, den Kosten angemessene undtransparente Abrechnung bilden. Die Anpassung der Steuerberatergebühren ist aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklungder letzten Jahre notwendig geworden. Die letzte grundlegende Anpassung erfolgte im Jahr 1998. Seitdem istder Preisindex um mehr als 22 % gestiegen. Im Einzelfall erhöhen sich die Kosten für Leistungen der Steuerberateraufgrund der Neuregelung um durchschnittlich etwa 5 %.Flügelstift 1/201321


Aus Schule und WirtschaftUNESCO-Weltbildungsbericht 2012Mehr Investitionen in beruflicheQualifikationLaut UNESCO-Weltbildungsbericht2012 ist jeder achte Jugendliche arbeitslos,über ein Viertel aller Jugendlichenübt eine Tätigkeit aus, die ihnan bzw. unter der Armutsgrenze lebenlässt. 250 Mio. Kinder im Grundschulalterkönnen weder lesen nochschreiben, 71 Mio. Teenager besuchenkeine Sekundarschule. In den Industrieländernsind 160 Mio. Erwachsenenicht in der Lage, eine Zeitungzu lesen oder sich für eine Stelle zubewerben. Es sei dringend notwendig,mehr Mittel für die QualifikationJugendlicher bereitzustellen, heißtes. Der Bericht schätzt, dass jederUS-Dollar, der für die Bildung einesMenschen ausgegeben wird, währenddessen Arbeitslebens zwischen10 und 15 US-$ Wirtschaftswachstumerbringt. Das duale Berufsbildungssystemin Deutschland wird positivbewertet. Es habe dazu beigetragen,dass die Jugendarbeitslosenquoteim Januar 2012 bei 8 % lag – im Vergleichzu 23 % in Frankreich und 22 %in Großbritannien. Der Weltberichtliefert einen Zwischenstand zur Umsetzungdes Programms „Bildung füralle“, wonach sich 164 Länder verpflichtethaben, bis zum Jahr 2015sechs Bildungsziele zu erreichen:Ausbau der frühkindlichen Erziehung,Grundschulbildung, Absicherung derLernbedürfnisse, Halbierung der Analphabetenrate,Gleichberechtigungder Geschlechter und Verbesserungder Bildungsqualität.Weitere Informationen unter:www.unesco.deLehrerausbildungBerufliche Mobilität sollgestärkt werdenDie Kultusministerkonferenz (KMK)will die berufliche Mobilität von angehendenLehrkräften weiter vereinfachen.Im Frühjahr 2013 sollengemeinsame Umsetzungsrichtlinienvorliegen, nach denen die Anerkennungverbindlich im jeweiligenLandesrecht umgesetzt wird. Spätestensbis zum Ende 2014 sollendie landesrechtlichen Regelungenund Verfahren angepasst sein. „Dasdeutsche Bildungssystem ist auf gutausgebildete Lehrkräfte angewiesen,zumal in den nächsten Jahren vieleältere Kollegen aus dem Schuldienstausscheiden. Die KMK hat bereits dieLehramtsstudiengänge und Referendariatealler Bundesländer bundesweitanerkannt. Jetzt geht es darum,Einstellungs- und Beförderungshindernisseim Verwaltungshandeln abzubauen“erklärte der Präsident derKMK, Ties Rabe. „Von beruflicher Mobilitätim Lehrerberuf kann nach wievor nicht die Rede sein. Es scheint, alsob die Kultusminister endlich ausgeschlafenhaben“, äußerte unterdessenUdo Beckmann, Bundesvorsitzenderdes Verbands Bildung und Erziehung(VBE). „Die Situation für Lehrer inDeutschland ist geradezu grotesk.Ein Wechsel zwischen Bundesländerngestaltet sich oft schwieriger als derWechsel eines Lehrers aus der EUnach Deutschland.“Weitere Informationen unter:www.bildungsklick.dePublikation bpbAuch das Berufliche ist politischPolitische Bildung ist in den Stundentafelnvieler Ausbildungsberufe festverankert, führt aber dennoch oftein Schattendasein. Dabei birgt siegerade an Berufsschulen ein erheblichespolitikdidaktisches und pädagogischesPotential. Erfahrungen in derArbeitswelt können im Politikunterrichtmit Hilfe sozialwissenschaftlicherInhalte aufgearbeitet, reflektiert undeingeordnet werden. Die Berufswahlund der Übergang in den Beruf ist einebiographisch sensible Phase. DieLernenden werden mit einer Vielzahlneuer Eindrücke konfrontiertund müssen neuen sozialen Rollenbzw. Rollenerwartungen gerechtwerden. Die 272-seitige Neuerscheinungliefert Unterrichtsanregungenunterschiedlichster Niveaustufen undwendet sich an Lehrkräfte aller Berufsschulformen.Sie unterstützt beider Umsetzung von lernfeldorientiertemUnterricht und ist für 7,00 €bei der Bundeszentrale für politischeBildung (bpb) erhältlich. Eine beiliegendeCD-ROM bietet die Texte undAbbildungen der Printversion als PDF-Dateien an.Weitere Informationen unter:www.bpb.deBundesagentur für ArbeitGute Situation auf demAusbildungsmarktIm Berufsberatungsjahr 2012 wurdenbei den Agenturen für Arbeitund Jobcentern insgesamt 517 100Ausbildungsstellen gemeldet (-0,5 %gegenüber 2011). Bei den betrieblichenAusbildungsplätzen betrugder Zuwachs 2,1 %, die Zahl der außerbetrieblichenAusbildungsplätzesank hingegen erheblich. Die Zahlder Bewerber stieg, auch als Folgedoppelter Abiturjahrgänge, auf559 900 (+3,1 %), dadurch konnte derdemographische Effekt kompensiertwerden. Die Zahlen nicht-studienberechtigterSchulabgänger sind nachwie vor rückläufig (-1,6 %). Ende September2012 waren erneut mehr unbesetzteAusbildungsplätze (33 300)als unversorgte Bewerber (15 700)vorhanden. In Industrie und Handelwurden 322 806 Ausbildungsverträge(-1,7 %) geschlossen, im Handwerk137 646 (-2,9 %) und in den FreienBerufen 42 703 (-1,0 %). Insgesamtwurden von Kammern und Verbänden59 500 neue Ausbildungsplätzeeingeworben, 35 300 Betriebe konntenerstmalig für eine Ausbildung gewonnenwerden. Die Zahl der Jugendlichen,die sich bereits in früherenJahren um eine Ausbildung bemühthaben, sank um 3,3 %.Weitere Informationen unter:www.arbeitsagentur.de22 Flügelstift 1/2013


Aus Schule und WirtschaftVerlagsgruppe WestermannMit digitalen Unterrichtsmaterialienin die ZukunftDie Schulbuchverlage Westermann,Schroedel, Diesterweg, Schöninghund Winklers bieten ihre wichtigstenLehrwerke jetzt auch in digitalerForm an. Unter dem Titel „Rund um… Ihr digitaler Arbeitsplatz“ werdendie Inhalte von rund 150 Lehrwerkenonline zur Verfügung gestellt. Dazupassende Zusatzmaterialien wieHörverstehensübungen, Kurzfilme,Animationen, Differenzierungsmöglichkeitenoder didaktisch-methodischeTipps ergänzen das Angebot.Lehrkräfte können sich dort einepersönliche Arbeitsumgebung mitallen digitalen Materialien einrichten,diese mit Lesezeichen versehenund im Unterricht aufrufen. NützlicheFunktionen wie Schreib-, MarkieroderZoomfunktion ermöglichen es,direkt in den Lehrwerken zu arbeiten.Die Unterrichtsergebnisse lassen sichdann online speichern. Noch bis zum28. Februar 2013 können sich Lehrerinnenund Lehrer eine kostenloseTestlizenz sichern.Weitere Informationen unter:www.in-zukunft-digital.deAkteuren aus Praxis und Wissenschaftzu schlagen: Der verlagsunabhängigeBlick kann die Auswahlgeeigneter Schulbücher erleichtern,Wissenschaftlern Anstöße bei derSchulbuchforschung vermitteln unddie Gestaltung durch Autoren undVerlage verbessern. Die Rezensionensind eine Säule des KommunikationsportalsEdumeres.net, das zudemüber Neuigkeiten aus der Welt derBildung und der Bildungsmedienforschunginformiert.Weitere Informationen unter:www.edumeres.netBIBB-UntersuchungBerufswünsche jungerMigranten sind vielfältigProbleme junger Migranten bei derSuche nach einer betrieblichen Ausbildungsstellesind nicht, wie oft behauptet,auf einseitige Berufswünschezurückzuführen. Eine Analysedes Bundesinstituts für Berufsbildung(BIBB) zeigt: Die Interessen sind ebensovielfältig wie die von Jugendlichenohne Migrationshintergrund. Der Untersuchungliegt eine Befragung vonausbildungsreifen Menschen zugrunde,die bei der Bundesagentur fürArbeit (BA) gemeldet waren. Demnachgibt es Unterschiede im Hinblickauf favorisierte Ausbildungsberufe.So möchten Migranten häufiger zuEinzelhandelskaufleuten ausgebildetwerden (vgl. Abb. 1). Ein etwagleich großes Interesse besteht beibeiden Gruppen an Organisations-,Verwaltungs- und Büroberufen. DerAnteil der bei der Ausbildungssucheerfolgreichen Bewerber unterscheidetsich jedoch erheblich, wobei die Aussichtenjunger Migranten fast immergeringer sind. So münden bei Jugendlichenmit Migrationshintergrund mitInteresse an Organisations-, Verwaltungs-und Büroberufen nur 31 %in eine betriebliche Ausbildung ein,während es bei denjenigen ohne Migrationshintergrund51 % sind. Unterschiedein den Erfolgsaussichtenbestehen auch bei der Berufsgruppeder Waren- und Dienstleistungskaufleute(21 bzw. 29 %).Weitere Informationen unter:www.bibb.deGeorg-Eckert-InstitutRezensionen: Schulbücher unterder LupeUm den Austausch zwischen Bildungsforschernund -praktikern zustärken, hat das Georg-Eckert-Institut(GEI) eine Plattform für Rezensionenvon Schulbüchern ins Leben gerufen.Wissenschaftler, Lehrer, Studentenund Schüler können Lehrwerke begutachten– die Initiative ermöglicht sodie unterschiedlichsten Perspektivenauf eine Vielzahl von Schulbüchern.Mit einem Beitrag von Studenten derUniversität Gießen ist nun die 200.Schulbuchrezension online gegangen.Ziel ist es, eine Brücke zwischen denAbb. 1: Interesse von Stellenbewerbern an stark besetzten Ausbildungsberufen (Quelle:Bundesinstitut für Berufsbildung)Flügelstift 1/201323


DruckfrischEINZELHANDELAusbildung für Verkäuferinnen und Verkäufer undKaufleute im EinzelhandelEINZELHANDELVerkäuferinnen / Verkäufer, Kaufleuteim Einzelhandel, 1. + 2. AusbildungsjahrSchülerbuch, 440 SeitenISBN: 978-3-8045-5501-329,95 €Der Lehrplan für die Ausbildung imEinzelhandel stammt aus dem Jahr2004. Im Jahr 2009 wurde die Prüfungsordnungnovelliert. Seitdem gibtes die erste gestreckte Abschlussprüfungin einem großen kaufmännischenAusbildungsberuf.Was ist in den fast zehn Jahren seitdem „neuen“ Lehrplan passiert? DieZahl der Auszubildenden im Einzelhandelist zunächst angestiegen undhat sich dann auf einem hohen Niveaustabilisiert. Zurzeit werden imEinzelhandel ca. 60 000 neue Ausbildungsverträgepro Jahr abgeschlossen.Knapp die Hälfte davon beinhalteteine Ausbildung zur Verkäuferinbzw. zum Verkäufer. Oft werden dieseVerträge später noch um das 3. Ausbildungsjahrverlängert.Betrachtet man die Schulabschlüsseder Berufsanfänger, stellt man fest,dass sie insgesamt zu ca. 45 % übereinen Hauptschulabschluss und zu ca.EINZELHANDEL – Arbeitsbuch 11. Ausbildungsjahr, Lernfelder 1 bis 5Arbeitsbuch, ca. 200 SeitenISBN: 978-3-8045-5504-415,95 €EINZELHANDEL – Arbeitsbuch 22. Ausbildungsjahr, Lernfelder 1 bis 5Arbeitsbuch, ca. 200 SeitenISBN: 978-3-8045-5505-115,95 €43 % über einen Realschulabschlussverfügen. Jedoch haben auch ca. 2,5 %aller neuen Auszubildenden im Einzelhandeldie (Fach-)Hochschulreifeerworben. Nach wie vor sprechenwir also von einer sehr heterogenenGruppe von Auszubildenden. Vorkenntnisseund Motivation der Auszubildendenscheinen heute jedochmehr kritisiert zu werden als noch vorzehn Jahren.Alle diese Überlegungen spielten eineRolle, als der Winklers-Verlag undeine Gruppe von zehn Lehrerinnenund Lehrern zu der Erkenntnis kamen,dass die Inhalte der Einzelhandelsausbildungnoch einmal neu geschriebenund an die heutigen Gegebenheitenangepasst werden sollten.Ergebnis sind zunächst ein Schülerbuch,das die Inhalte des 1. und 2.Ausbildungsjahres umfasst, sowiezwei Arbeitsbücher: für das 1. Ausbildungsjahrbzw. das 2. Ausbildungsjahr.Lehrbuch und Aufgabenbuch fürdas 3. Ausbildungsjahr der Kaufleuteim Einzelhandel erscheinen im Frühjahr2013.Die Bücher sind selbstverständlichübersichtlich, zeitgemäß und ansprechendgestaltet. Sie enthalten Einstiegsimpulsezu jedem Kapitel undsowohl im Schülerbuch als auch inden Arbeitsbüchern viele Aufgaben.Das Besondere an der Reihe sind dieKompetenzraster, die den Schülernhelfen, zu erkennen, ob sie alle wesentlichenInhalte bereits gelernt haben.Je nachdem, welchen Wissensstanddie Auszubildenden feststellen,werden sie zu den Förderaufgabenbzw. zu den Forderaufgaben des Arbeitsbuchesgeführt und haben Gelegenheit,ihre Kenntnisse zu festigenoder zu vertiefen. Die Arbeitsbücherenthalten außerdem Lernsituationenzu jedem Lernfeld.24 Flügelstift 1/2013


DruckfrischEinstiegsimpulse zu Beginn jedes KapitelsAufgaben am Ende jedes Kapitels1Das Einzelhandelsunternehmen repräsentieren2Verkaufsgespräche kundenorientiert führen1.5 Tarifverträge im EinzelhandelJonas kann heute nicht mit der Straßenbahn zur Arbeit fahren – im öffentlichen Nahverkehr wirdgestreikt. Jonas möchte auch gern streiken. Er würde dann eine höhere Ausbildungsvergütung verlangen.KaufmotiveKaufmotive beim Kunden können rational und emotionalbestimmt sein:n Rationale Kaufmotive nennen die Kunden häufigzur Spezifizierung ihrer Bedürfnisse, diesesprechen sie gegenüber dem Verkaufspersonaldeutlich aus (sozusagen die Spitze des Eisbergs,siehe Modell, Kapitel 2.3.1).Bei rationalen Kaufmotiven lassen sich Problemlösungendurch die Ware herbeiführen. Das Verkaufspersonalverweist beispielsweise auf die Haltbarkeit,Bequemlichkeit, Sicherheit, Pflege, den Geschmacksowie das Ansehen oder die Wirkung der Ware. Auchdas Angebot von Serviceleistungen sollte erwähntwerden. Emotionale Kaufmotive können oft dadurchunterstützt werden, indem alle Sinne der Kunden beider Warenvorführung und -argumentation aktiviertwerden.UmweltbewusstseinOft ist es hilfreich, die umweltschützenden Eigenschafteneines Produkts in den Vordergrund zu stellen.Die Kunden werden damitn sowohl rational (energiesparende Eigenschaftenund lange Nutzungsdauer)n als auch emotional („etwas Gutes für die Umwelttun“)angesprochen. Eine Aktivierung des Umweltbewusstseinsbeim Kunden fördert den Absatz umweltverträglicherProdukte und Dienstleistungen undschützt somit die Umwelt.Geht es um Löhne oder Arbeitsbedingungen, kannder Staat keine Regelungen treffen. In einer sozialenMarktwirtschaft werden Verträge über Löhne und Arbeitsbedingungenvon den Sozialpartnern, den Interessenverbändender Arbeitnehmer und Arbeitgeber,ausgehandelt (vgl. Abb. 1).n Die Interessen der Arbeitnehmer im Einzelhandelwerden von verschiedenen Gewerkschaften vertreten.Die von der Mitgliederzahl stärkste Gewerkschaftim Einzelhandel ist die VereinteDienstleistungsgewerkschaft (ver.di, vgl. Abb. 2).n Die Interessen der Unternehmer im Einzelhandelvertritt als Arbeitgeberverband der HandelsverbandDeutschland (HDE).Durch Tarifverträge werden wichtige Arbeitsbedingungengestaltet. Nach ihnen richtet sich z. B. derUrlaubs- oder Gehaltsanspruch der Arbeitnehmer.Gäbe es keine Tarifverträge, müsste jeder Arbeitgebermit jedem Arbeitnehmer einen neuen Arbeitsvertragverhandeln.Abb. 1: Sozialpartner im EinzelhandelAbb. 2: Rationales Kaufmotivn Emotionale Kaufmotive sind einigen Kunden unangenehmoder vielleicht gar nicht bewusst, sodasssie selten im Verkaufsgespräch geäußertwerden (der unter Wasser liegende Teil des Eisbergs,siehe Modell, Kapitel 2.3.1).Abb. 3: Emotionales KaufmotivBeispiele:n „Sie suchen eine energiesparende Energiequellefür Ihre Digitalkamera? Da kann ich Ihnen diesenAkku empfehlen. Er weist eine deutlich längereNutzungsdauer als herkömmliche Akkus auf. Under ist vollständig biologisch abbaubar und mussnicht im Sondermüll entsorgt werden.“n „Wenn Ihnen dieses T-Shirt aus biologisch angebauterBaumwolle nicht mehr gefällt, lässt es sichhervorragend als Poliertuch für besondere Oberflächenverwenden.“AufgabenW Unterscheiden Sie warenbezogene und kundenbezogeneArgumente. Erläutern Sie IhreAbgrenzung mithilfe von Beispielen.X Diskutieren Sie die Aussage: „Wenn ich miteinen Fachmann ein Verkaufsgespräch führe,dann kann ich endlich meine Fachaus drückenutzen!“Y Finden Sie sich in Kleingruppen zusammenund entwickeln Sie eine Verkaufsargumentationfür ein Produkt Ihrer Wahl. Erstellen Sieeinen Gesprächsleitfaden und führen Sie IhrErgebnis im Rollenspiel vor.40550140106 55011065501_40.indd 40 04.01.13 16:055501_065-127.indd 106 04.01.13 16:15Arbeitsbücher (Best.- Nr. 5504 und 5505) enthalten neben Lernsituationen …1Das Einzelhandelsunternehmen repräsentieren1.1 Ausbildung und Berufstätigkeit im Einzelhandel1d) Es kommt häufig zur Überlastung der Instanzen.e) Eine untergeordnete Stelle kann Weisun-genvon mehreren übergeordneten Stellen bekommen.] Betrachten Sie Abb. 7. Erläutern Sie, was dieDarstellung zur Aufbauorganisation und zur Rolleder einzelnen Instanzen in einem Unternehmenaus Ihrer Sicht aussagen soll.1.1 Ausbildung und Berufstätigkeit im EinzelhandelErarbeitungsaufgaben1. Im Rahmen Ihrer Ausbildung sind Sie an verschiedenen Orten tätig.a) Nennen Sie die Orte, an denen Ihre Ausbildung stattfindet und geben Sie an, welche Inhalte Sie dortjeweils lernen.Berufsschule: theoretisches WissenAusbildungsbetrieb: praktisches WissenLernsituationErarbeitungZusatzForderAbb. 7: Karikatur, vgl. Aufgabe 7b) Erläutern Sie, warum die Ausbildung zur Verkäuferin bzw. zur Einzelhandelskauffrau auch eine „dualeBerufsausbildung“ genannt wird.… Erarbeitungsaufgaben, die parallel zur Erarbeitung des Unterrichtsstoffsbearbeitet werden,„dual“ ist vom lateinischen Wort für „zwei“ abgeleitet; es bedeutet, dass die Ausbildung an zwei Ausbildungsortenstattfindet: Berufsschule und BetriebKompetenzraster, Kapitel 1.1 bis 1.3Kapitel Ich kann … neinunsicherrechtsicherja1Das Einzelhandelsunternehmen repräsentieren2. Beschreiben Sie die konkreten Aufgaben der Berufsschule, des Ausbildungsbetriebs und der berufsständischenKammern im Rahmen der Ausbildung.1.1 n die Struktur der Ausbildung im Einzelhandel erläutern.n die für meine Ausbildung wichtigen rechtlichen Grundlagen nennen underläutern (Berufsbildungsgesetz, Ausbildungsverordnung).n die Rechte und Pflichten aus meinem Ausbildungsvertrag nennen und erläutern.n die für meine Ausbildung wichtigen Inhalte des Jugendarbeitsschutzgesetzesdarstellen.n die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten nach Abschluss meinerBerufsaus bildung aufzeigen.1.2 n unterschiedliche Arten von Bedürfnissen nennen und bestimmen.n die Unterschiede zwischen Bedürfnissen, Bedarf und Nachfrage erklären.n Arten von Gütern benennen und unterscheiden.n die Notwendigkeit ökonomischen Handelns und die ökonomischen Prinzipienerläutern.n Produktionsfaktoren benennen und unterscheiden.n den einfachen Wirtschaftskreislauf zwischen Unternehmen und Haus haltendarstellen.n die Produktionsstufen in der Gesamtwirtschaft nennen und erläutern.n den Zusammenhang von Angebot, Nachfrage und Preis sowie dieMarktpreis bildung erklären.1.3 n unterschiedliche Zielsetzungen von Unternehmen erläutern.n die Aufgaben und Bedeutung des Einzelhandels im Rahmen der Gesamtwirtschaftbeschreiben.n die Aufbau- und Ablauforganisation meines Ausbildungsbetriebs erklären.32 5501325501_40.indd 32 04.01.13 16:13Kompetenzraster zu jedem KapitelLernsituationErarbeitungZusatzForderZusatzaufgabenAufgaben …der Berufsschule des Ausbildungsbetriebs der berufsständischen1. Erläutern Sie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem BerufsbildungsgesetzKammern, z. B. IHKund der Verordnungüber vermittelt die Ausbildung die im im Im Einzelhandel Ausbildungsbetrieb (Ausbildungsverordnung). werden die Die berufsständischen Nutzen Sie dabei Kammern die folgendenDie BerufsschuleAusbildungsrahmenplan Stichpunkte. festgelegtentheoretischen Inhalte.te vermittelt.Sozialpartnern den Ausbildungs-fachpraktischen Ausbildungsinhal-legen in Zusammenarbeit mit dengesetzliche Grundlage – gilt nur für den Einzelhandel – sachliche undrahmenplanzeitlichefestGliederungund nehmen– Vorschriftendiefür AusbildungsvertragZwischen- bzw. Abschlussprüfungenvor.Das Berufsbildungsgesetz und die Verordnung über die Ausbildung im Einzelhandel beinhalten VorschriftenzurAusbildung in den Einzelhandelsberufen (Verkäufer/in, Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel). Das BBiG ist diegesetzliche Grundlage für alle Ausbildungsberufe in Deutschland und enthält auch Vorschriften für die Inhalte3. Für Ihre Ausbildung gibt es verschiedene Rechtsvorschriften. Entscheiden Sie und kreuzen Sie an, welcheInhalte und in den welchen Abschluss Rechtsvorschriften eines Ausbildungsvertrags. geregelt werden. Die VO gilt nur für den Einzelhandel. Die enthält die sachliche… Zusatzaufgaben, die im Sinne von Förderaufgaben einer nochmaligen Erschließungdes Stoffs dienen, undund zeitliche Gliederung der Ausbildungen im Einzelhandel. BerufsbildungsgesetverordnunrahmenplanAusbildungs-Ausbildungs-InhalteVorschriften für die Inhalte des BerufsausbildungsvertragsX1Das Einzelhandelsunternehmen repräsentierensachliche und zeitliche Gliederung der Fertigkeiten undXKenntnisse2. Bezeichnung Ergänzen des Sie Ausbildungsberufsden folgenden Text zum Ausbildungsvertrag.XLernsituation ForderaufgabenAusbildungsdauerXErarbeitungNach dem Berufsbildungsgesetz wird der Ausbildungsvertrag zwischen dem Auszubildenden und demAusbildungsberufsbildX1. Prüfen Sie in den folgenden Fällen, ob und wann das Berufsausbildungsverhältnis beendet ist bzw. obZusatzAusbildenden abgeschlossen. Der Vertrag muss schriftlich geschlossenAusbildungsrahmenplaneine Kündigung möglich ist.XForderwerden und ist von beiden Vertragsparteien zu unterschreiben. Ist der Auszubildende noch nicht volljährig,PrüfungsanforderungenXmüssen seine Fall gesetzlichen Vertreter unterschreiben. LösungEine Ausfertigung derUmfang der zu beherrschenden Kenntnisse und Fähigkeitenfür Niederschrifta) XDer Berufsausbildungsvertragdie Zwischen­ ist dem und AuszubildendenläuftAbschlussprüfung bzw.bis zumseinen31.gesetzlichenDas BerufsausbildungsverhältnisVertretern unverzüglichendetauszuhändigen.am 3. Juli mitJuli. Am 3. Juli wird das Bestehen der AbschlussprüfungAusbildungsvertrag durch den Prüfungsausschuss muss Angaben zu bekannt folgenden Punkten ausschuss. enthalten:der Bekanntgabe des Bestehens durch den Prüfungs-Dergegeben.– Art, zeitliche und sachliche Gliederung, Ziel der Ausbildung550411 11– Beginn und Dauer der Ausbildung5504_005_050.indd 11 – Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Arbeitsstätte04.01.13 16:10b) Die Auszubildende Sarah besteht am 17. Juli die Das Berufsausbildungsverhältnis endet mit Ablauf der– Dauer Abschlussprüfung der regelmäßigen nicht täglichen und wünscht Ausbildungszeit auch keine Ausbildungszeit am 31. Juli.Wiederholungsprüfung. Der Berufsausbildungsvertragder läuft Probezeit bis zum 31. Juli.– Dauer– Dauer des Urlaubs… Forderaufgaben, denen sich die Schülerinnen und Schüler widmen können, dieden Lernstoff bereits beherrschen.– KündigungsvoraussetzungenFlügelstift 1/2013c) – Hinweis Sarah möchte auf geltende nun doch Tarifverträge die Abschlussprüfungund BetriebsvereinbarungenBestehen Azubis die Abschlussprüfung nicht, verlängertsich das Berufsausbildungsverhältnis auf ihrwiederholen. Die nächsten Termine sind Mitte– VergütungJanuar und(HöheAnfangundJuliFälligkeit)des nächsten Jahres. Wie Verlangen bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung,höchstens aber um ein Jahr. Hier: Mitte ist die Rechtslage?Januar25


DruckfrischIndustriekaufleuteSpezielle und Allgemeine WirtschaftslehreSpezielle Wirtschaftslehrefür IndustriekaufleuteSchülerbuch, ca. 624 SeitenISBN: 978-3-8045-6101-427,95 €Allgemeine Wirtschaftslehrefür IndustriekaufleuteArbeitsbuch, ca. 416 SeitenISBN: 978-3-8045-6100-724,95 €Im Frühjahr 2013 erscheinen diesebeiden neuen Lehrbücher für angehendeIndustriekaufleute. Sowohldie Spezielle als auch die AllgemeineWirtschaftslehre sind fachsystematischaufgebaut, sind aber auch ineinem lernfeldorientierten Unterrichteinsetzbar.Die Lehrbücher bieten zu allen prüfungsrelevantenInhalten der BereicheGeschäftsprozesse sowieWirtschafts- und Sozialkunde kompakte,gut strukturiert aufgebauteSachinformationen, eine VielzahlBeispiele und eine große Anzahl Aufgabenzur Übung und zur Vertiefung.In beiden Büchern wird durch eineEinführung und unterstützt durchje ein Beispiel in jeden Themenbereicheinleitet. Daran schließt sichder präzise informierende Sachtextan, unterstützt durch zahlreicheÜbersichten. Am Ende eines jedenUnterkapitels helfen Aufgaben, sichdie Inhalte zu erschließen. Am Endeeines Themenbereichs bieten Wiederholungsaufgabenneben der Übungauch eine Vertiefung und somit einegute Grundlage zur Vorbereitung aufPrüfungen und Klausuren.Das Autorenteam der SpeziellenWirtschaftslehre hat bei der Konzeptiondieses Lehrbuches ganz besonderenWert auf die Darstellungder Kernprozesse Beschaffung, Leistungserstellungund Absatz/Marketinggelegt und diese im Buch insachlogischer Abfolge angeordnet.Umrahmt wird dieser Teil von dennicht minder wichtigen Kapiteln Umfeld,Aufbau und Steuerung einesUnternehmens und den Kapiteln zuden unterstützenden Prozessen Personalwirtschaftund Investition undFinanzierung.Passend zum Lehrbuch Spezielle Wirtschaftslehreerscheint im Sommer2013 ein Arbeitsbuch, das durch Situationen,dazu passende handlungsorientierteArbeitsaufträge und vieleweitere Aufgaben auch unabhängigvom Lehrbuch umfassende Übungsmöglichkeitenbietet.Mit Hilfe des Lehrbuches zur AllgemeinenWirtschaftslehre erhaltendie Lernenden Wissen zu den rechtlichenRahmenbedingungen ihrer Ausbildungund für ihr Handeln in Berufund Privatleben. Sie erlangen grundlegendeKenntnisse zur Wirtschaft underfahren Systemzusammenhänge.Die Autoren bringen ihre fachlicheKompetenz und den großen Erfahrungsschatzals Lehrende nun auchin diese neue fachsystematisch aufgebauteReihe ein.Die beiden neuen Lehrbücher werdendurch die Lehrwerke zum Rechnungswesenvon Schmolke/Deitermann undDeitermann/Rückwart zu einem komplettenAngebot für die Ausbildung derIndustriekaufleute ergänzt.26 Flügelstift 1/2013


DruckfrischBuchteil und KapitelKapitelüberschriftA.4Umfeld, Aufbau und Steuerung eines UnternehmensUnternehmensorganisation zur ZielerreichungA.44Unternehmensorganisation zur ZielerreichungEinführungAufgabe der Unternehmensorganisation ist es, alle Teilaufgaben zu ermittelnund diese aufeinander abzustimmen. Das Ergebnis dieses Prozesses ist die Organisationsstruktur,die aufgrund interner und externer Einflüsse im ZeitablaufVeränderungen unterworfen ist. In der jüngeren Vergangenheit haben insbesonderedie Marktbedingungen (Käufermärkte) zu einer neuen Sichtweise derUnternehmensorganisation geführt. Vor allem klassische Organisationsstrukturenwerden vor große Herausforderungen gestellt, weil diese sich nur schwerfälligan die neuen Bedingungen anpassen können.Es lassen sich folgende vier Formen von Leitungssystemen (siehe I. bis IV.) unterscheiden:Eine untergeordnete Stelle erhält jeweils direkt von einer vorgesetzten Stelle ihre Anweisungen.Damit ist ein Dienstweg für Anweisungen und Kontrollinformationenvorgegeben. Horizontalen Verbindungen entfallen auf dem langen, vertikalen Dienstweg.I.EinliniensystemBeispielDie Heidtkötter KG produziert derzeit in vier Produktbereichen (Bürostühle, Bürotische,Konferenzsysteme und Sonderlösungen), die mit Handelswaren das Absatzprogrammergänzen. Die Hauptaufgabe des Unternehmens (das Sachziel) bestehtalso in der Herstellung von Büromöbeln. Um dieses Sachziel zu erreichen,müssen sehr viele und sehr unterschiedliche Teilaufgaben (z. B. Einkaufen vonHolz, Stahl, Kunststoff, Bezugsstoff u. a., Zuschnitt der Hölzer, Zu schnitt derStoffe, Montage der Bürostühle, Rechnungserstellung, Ange botserstellung usw.)von Mitarbeitern und Maschinen des Unternehmens im Sinne des Kundenwunscheserfüllt werden.Dieses Kapitel nähert sich den Aufgaben der Unternehmensorganisa tion auf zweiWegen: Zunächst wird die klassische Organisation vorgestellt, um wichtigeGrundbegriffe einzuführen (z. B. Aufbau-/Ablauforganisation, Stelle, Organigramm,Weisungssysteme). Anschließend wird die prozessorientierte Organisationals neue Sichtweise begründet. Danach erfolgt eine Charakterisierung vonGeschäftsprozessen, deren Darstellung mit Hilfe von z. B. ereignisgesteuertenProzessketten, sowie eine Darlegung für Möglichkeiten zur Prozessoptimierung.Dieses System findet seine Anwendung vorwiegend in Kleinbetrieben.Vorteile▪ keine Weisungskonflikte▪ klare Zuständigkeiten/Zuständigkeits abgrenzung▪ übersichtliches System▪ gute Kontrollmöglichkeit▪ Anweisungen dürfen nur innerhalb des eigenenFunktionsbereichs gegeben werden.Nachteile▪ lange Informationswege und langsame Übermittlung▪ Informationsverluste/-verfälschung▪ Gefahr der Überorganisation▪ fehlende Spezialisierung der Führungskräfte▪ keine Verständigung zwischen gleichgeordneten Instanzen▪ Schwerfälligkeit (Zeitverzögerung)▪ Überlastung der Vorgesetzten in sachlicher und quantitativerHinsicht4.1Klassische OrganisationDie Organisation eines Unternehmens ist eine künstlich geschaffene Ordnung, diefür eine gewisse Dauer besteht und die ein zielgerichtetes, wirtschaftliches Handelnerst ermöglicht. Jedes Unternehmen benötigt eine Organisation, um die betrieblichenProduktionsfaktoren optimal zu kombinieren und eine reibungslose Leistungserstellungzu ermöglichen.Organisation Unter einer Organisation wird das planvolle und zielorientierte Zusammenwirken organisatorischerEinheiten zur Zielerreichung verstanden, sodass sich eine unternehmensindividuelleOrganisationsstruktur ergibt. Sie wird durch organisatorische Hilfsmittel(z. B. Organigramm, Arbeitsablaufkarte) dargestellt und ergibt sich aufgrundder zielorientierten Ordnung durch Aufbau- und Ablauf organisation.AufbauorganisationAufgaben zu organisatorischen Einheiten bündeln(Stellen, Abteilungen)Schaffen von StrukturenAblauforganisationArbeitsprozesse nach zeitlichen, funktionalen undräumlichen Gesichtspunkten aufeinander abstimmenGestaltung von Prozessen innerhalb der StrukturDieses Leitungssystem geht davon aus, dass sehr komplexe Aufgabenbereiche auf geteiltwerden können und die entstehenden kleineren Teilaufgaben von entsprechen-Mehrlinien-II.den Spezialisten („Meister“) mit Weisungsbefugnis bearbeitet werden sollen. Eine systemuntergeordnete Stelle erhält von mehreren nach sachlichen Gesichtspunkten gebildetenund mit qualifizierten Personen besetzten Führungsstellen Weisungen und berichtetdorthin zurück. Vorgesetzte verschiedener Funktionen haben unmittelbaresfach liches Weisungsrecht. Die Einheitlichkeit der Auftragsvergabe wird zugunsten desPrinzips des kürzesten Weges ersetzt.5861015861016161Einführung in das Thema des KapitelsAusblick auf die UnterkapitelPraxisbezug durch ein Beispielgut strukturierte Übersichtendas Wesentliche auf einen Blickfordernde Aufgaben zum UnterkapitelA.4Umfeld, Aufbau und Steuerung eines UnternehmensUnternehmensorganisation zur ZielerreichungA.4Aufgaben› Kap. 4.21. Erläutern Sie, warum Industrieunternehmen ihre Aufgaben zunehmend prozessorientiertorganisieren.2. Beschreiben Sie kurz wesentliche Merkmale der prozessorientierten Organisationund führen Sie Vorteile gegenüber traditioneller Organisationsformen an.3. Definieren Sie, was allgemein unter einem Prozess verstanden wird. Geben Siewichtige Merkmale von Prozessen an.4. In Industrieunternehmen wird in der Regel nicht von Prozessen, sondern vonGeschäftsprozessen gesprochen. Erklären Sie, was ein Geschäftsprozess ist undunterscheiden Sie dabei zwischen Kern- und Unterstützungsprozessen.5. Beschreiben Sie kurz die Darstellungsmethoden „EPK“, „eEPK“ und „Vorgangskettendiagramm“.6. Erklären Sie, was bei einer EPK unter Knoten und Kanten eines Graphen zuverstehen ist.7. Bei der Hoffmann GmbH (Fensterbauer) wird die Beschaffungsdurchführungim Anschluss an die Beschaffungsplanung i. d. R. durch eine Bedarfsanforderungdes Lagers ausgelöst. Der Einkäufer überprüft, akzeptiert oder korrigiertdiese Bedarfsanforderung u. a. hinsichtlich möglicher Lieferanten, Mindestabnahmemengen,Sonderkonditionen, Preisnachlässen, Lieferfristen, Art, Mengeund Qualität der geforderten Materialien sowie bestehender Lieferantenverträge.Gibt es in den internen Quellen einen zuverlässigen Lieferanten, mit dem bereitsgute Geschäftsbeziehungen bestehen, wird eine Bestellung erstellt und die Lieferungder Ware beim Stamm lieferanten ausgelöst.a) Erstellen Sie mit Hilfe der Methode „erweiterte Ereignisgesteuerte Prozesskette“den o. g. Teilprozess der Beschaffungsdurchführung (Darstellung von der Bedarfsanforderungbis zur Erstellung der Bestellung an den Stammlieferanten).b) Beschreiben Sie den Nutzen, der aus Ihrer Arbeit für die Heidtkötter KGentsteht.c) Führen Sie den o. g. Beschaffungsprozess bis zur Kontrolle der eintreffendenLieferung in der Warenannahme fort. Berücksichtigen Sie dabei, dass in deninternen Quellen kein geeigneter Lieferant für die erforderlichen Materialiengefunden wurde.8. Begründen Sie, warum die Optimierung der Prozesse bei der prozessorientiertenOrganisation so wichtig ist.9. Nennen Sie Ansatzpunkte für die Optimierung von Prozessen und geben Siekonkrete Beispiele für die Heidtkötter KG (Büromöbelhersteller) an.10. Erläutern Sie kurz das Vorgehen der Instrumente „Schwachstellenanalyse“ und„PDCA-Zyklus“ beim Bemühen um Prozessoptimierung.3. Die Kölner Fahrrad-Manufaktur KFM wurde nach dem Gliederungsmerkmal„Verrichtung“ organisiert.a) Nehmen Sie die einzelnen Hauptabteilungen des Unternehmens unter dieLupe. Ordnen Sie diesen in dem obigen Unternehmensmodell die einzelnenTeilaufgaben schriftlich zu, die dort jeweils ausgeführt werden.b) Zeigen Sie anhand zweier selbst gewählter Funktionsbereiche, in welcherWeise diese zusammenarbeiten, um die angestrebten Unternehmensziele erreichenzu können.4. Erstellen Sie zu folgender Prozessbeschreibung (Urlaubsantrag) eine EreignisgesteuerteProzesskette (EPK):Nachdem ein Bedürfnis nach Urlaub entstanden ist, wird ein Urlaubsantrag ausgefüllt,der vom Vorgesetzten genehmigt werden muss. Wird der Antrag abgelehnt, erhältder Mitarbeiter keinen Urlaub und wird darüber informiert. Wird der Antrag genehmigt,muss der Mitarbeiter informiert und die Urlaubskartei aktualisiert werden.5. Welche der folgenden Strukturen sind nicht erlaubt? Bitte begründen Sie.(E = Ereignis; F = Funktion)Wiederholungsaufgaben› Kap. 41. Erstellen Sie das Organigramm eines Automobilherstellers, der auf der zweitenHierarchieebene nach dem Objektprinzip und auf der dritten Ebene nach demVerrichtungsprinzip gegliedert ist.a) Erläutern Sie Vor- und Nachteile dieser Gliederung und erklären Sie die Begriffe„Spartenorganisation“ sowie „Profitcenter“.b) Beschreiben Sie zwei weitere Möglichkeiten, wie dieser Automobilherstellerorganisiert werden könnte, und nennen Sie jeweils drei Vorteile sowie dreiNachteile dieser Organisationsformen.2. Erläutern Sie jeweils vier Vorteile einer Stellenbeschreibung für den Mitarbeiterbzw. die Unternehmensleitung.7661017661017777kapitelübergreifende WiederholungsaufgabenFlügelstift 1/201327


DruckfrischIT-HandbuchIT-Systemkaufmann/-frau, Informatikkaufmann/-frauIT-HandbuchIT-Systemkaufmann/-frau,Informatikkaufmann/-frauKunststoffeinband, 496 SeitenISBN: 978-3-14-235043-129,95 €Der Begriff Informationstechnik wirdals eine Art Sammelbegrifffür die vielfältigen technischen, theoretischenund praktischenDisziplinen aus den Bereichen Informationsgewinnung,Informationsverarbeitungund Informationsdarstellungverwendet.Eine wesentliche Arbeitserleichterungbietet das nunmehr in der 8. Auflageerschienene IT-Handbuch des WestermannVerlages.Auch diese Auflage bietet zielgerichtet,umfassend und wohl strukturiertdie gesamte Bandbreite des Wissenszum Thema Informationstechnik.Einen zweiten Schwerpunkt diesesHandbuchs bilden betriebswirtschaftlicheInhalte wie Vertrags- undUnternehmensrecht, Betriebsorganisation,Marketing und betrieblichesRechnungswesen/Controlling.Dabei werden sowohl Grundlagenwissenals auch Anwendungswissenverständlich und übersichtlich präsentiert.Die Inhalte decken generellden Informationsbedarf für Auszubildende,Lehrkräfte und Prüfungsabsolventender IT-Berufe ab.Darüber hinaus ist das IT-Handbuchhervorragend geeignet für Studierendeder Berufsakademien undHochschulen und für alle, die an derInformationstechnik interessiert sind.Die Auswahl und Aufbereitung derThemeninhalte erfolgte sowohl unterBerücksichtigung der mit denbisherigen Ausgaben gemachtenLehr- und Lernerfahrungen im Ausbildungsbereichals auch in der beruflichenArbeitsanwendung. Selbstverständlichwurden die ausgewiesenenLernfelder der Rahmenlehrpläne alsGrundlage für die Themenauswahlberücksichtigt.In der 8. Auflage präsentiert sichdas IT-Handbuch mit neuen, an denStand der Entwicklung angepasstenund aktualisierten Themen. Jedes der10 Teilkapitel behandelt thematischeSchwerpunkte und bietet somit dieMöglichkeit der konzentrierten Informationserfassungin dem jeweiligenFachthema.Damit ist dieses Buch unter anderemgeeignet fürden Fachunterrricht,die Prüfungsvorbereitung,die Weiterbildung,den betrieblichen Arbeitsrahmenunddas Selbststudium.Nachfolgend finden Sie eine Auswahlder neuen Inhalte:EntgeltabrechnungFranchisingLeitungssystemeChange ManagementZeitmanagementDisplayportUEFIAgile MethodenSrumProtokolleLTECloud ComputingRechenzentrum, EnergieeffizienzMultimedianetzeLineare BarcodesRechts- und GeschäftsfähigkeitErfolgskontenControlling28 Flügelstift 1/2013


DruckfrischInhaltsverzeichnis12345678910Der Betrieb und sein UmfeldGeschäftsprozesse undbetriebliche OrganisationInformationsquellen/ArbeitsmethodenElektrotechnikSystemkomponentenSoftwareKommunikationsnetzeProjekte, Sicherheit, QualitätMarkt- und KundenbeziehungenRechnungswesen/Controllingi5 … 4041 … 7273 … 9697 … 128129 … 174175 … 234235 … 304305 … 336337 … 408409 … 468Sachwortverzeichnis 472 … 496235043_001_004.indd 3 09.01.13 12:37aktuelle Entwicklungen aus Wirtschaft ...... und TechnikChange ManagementCloud ComputingBegriffn Mit Hilfe des Change Management (Veränderungsmanagement)werden Veränderungsprozesse in Betrieben geplantund gesteuert. Zu unterscheiden sind zwei Ansätze:– Das Transformationsmanagement plant und steuertdurchgreifende technologisch-betriebswirtschaftlicheVeränderungen von Produktions- und Geschäftsprozessen(Business Process Reengineering – BPR).– Die Organisationsentwicklung dagegen richtet ihrAugenmerk besonders auf die von Veränderungen betroffenenMitarbeiter (sozialwissenschaftlicher Ansatz).n Die Kombination beider Ansätze erscheint sinnvoll undnotwendig, da der Erfolg technologisch-betriebswirtschaftlicherVeränderungen immer auch von der Akzeptanz durchdie betroffenen Mitarbeiter abhängt.Phasen des Change ManagementsBeim sozialwissenschaftlichen (organisationalen) Ansatz des Change Management (nach Lewin/Schein) werden drei Phasenunterschieden:Unfreezing= Auftauen desbisherigen GleichgewichtsUnfreezing (Auftauphase) Moving (Bewegungsphase) Refreezing (Einfrierphase)n „Auftauen“ des bestehenden „eingefrorenen“Gleichgewichts, da derIstzustand vom Sollzustand negativabweichtn Überzeugung der betroffenen Mitarbeitervon der Notwendigkeit derUmgestaltungn Stärkung der veränderungsförderndenKräfte und Überwindung veränderungshemmenderKräfteEbenen und Umfang von VeränderungsprozessenMoving= Bewegen zumneuen Gleichgewichtn Planung und Umsetzung der Neuerungenhin zu einem neuen Gleichgewichtn Frühzeitige Einbindung der betroffenenMitarbeiter an der Mitgestaltungdes zukünftigen Zustands erhöht dieAkzeptanz der Veränderungn Einsatz geeigneter Interventionstechniken,um Veränderungswiderständeabzubauen bzw. Veränderungswünschezu stärkenn Implementierung der Neuerungenn Stabilisierung der Veränderungendurch „Einfrieren“ des neuen Gleichgewichtszustands,um einen Rückfallin den alten Zustand zu verhindernn Voraussetzung: Die Mitarbeiter erfahrenden neuen Zustand als positivDie Prozess(um)gestaltung und damit das Change Management findet auf unterschiedlichen Ebenen des Betriebes und inunterschiedlichem Ausmaß statt.Entsprechend einfach kann bzw. komplex und anspruchsvoll muss das Change Management ausgerichtet sein:n Ist Kaizen bzw. KVP erst einmal eingerichtet, finden ständigschrittweise Prozessänderungen weitgehend an der werden. Grundlage ist ein Critical Business Issue (CBI) alsderungen (Quantensprünge), die periodisch wiederholtUnternehmensbasis, insbesondere im Fertigungsbereich, kritischem Erfolgsfaktor, bei dem die Soll-Ist-Abweichungstatt. Der Veränderungsprozess ist eher evolutorischer so groß ist, dass ein genügend großer Leidensdruck entsteht,eine vom Management unterstützte (Executive Spon-Natur.sorship) Veränderung vornehmen zu wollen.n Die Optimierung von Geschäftsprozessen erfolgt auchständig und schrittweise, findet allerdings eher im mittlerenManagement statt.Change Agents oder Teams eingesetzt werden, die dien Zur Erfolgssicherung der Veränderungen können (externe)betroffenen Mitarbeiter frühzeitig umfassend informierenn Business Process Reengineering (BPR) geht dagegen von ( Change Communication). Die Fähigkeiten der Changeder Unternehmensspitze aus, führt zu umbruchartigen, Agents gehören heute allerdings zunehmend zu den Kompetenzender wesentlichen technologisch-betriebswirtschftlichen Verän-Führungskräfte.Merkmalen Cloud Computing (,Rechnen in der Wolke‘) bezeichnet das n Angebotene Dienstleistungen beinhalten das komplettedynamisch an den Bedarf angepassteSpektrum der Informationstechnik z.B.– Anbieten,– Rechenleistung, Speicherplatz,– Nutzen und– Plattformen und– Abrechnen von IT-Dienstleistungen– Software.über ein Netz.n Vorteile u.a.:n Angebot und Nutzung dieser Dienstleistungen erfolgen – Einsparungen bei eigener IT-Infrastruktur (z.B. beidabei ausschließlich überIT-Systemen, Energiekosten, Personal)– definierte technische Schnittstellen und– Ressourcen können auf Anforderung genutzt werden– Protokolle.n Nachteile u.a.:(Definition nach BSI [Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik])(insbesondere länderübergreifend)– Datenschutz und -kontrolle bei Speicherung von DatenCloud-ArtenPrivate CloudPublic CloudCommunity Cloud(Private Cloud)( Öffentliche Cloud)( Gemeinschafts-Cloud)n Cloud-Infrastruktur wird nur für eine n Die Services können von der Allgemeinheitoder einer großen Gruppe Institutionen geteilt, die ähnlichen Die Infrastruktur wird von mehrerenInstitution betrieben.n Sie kann von der Institution selbst (z.B. ganze Industriebranche) genutzt Interessen haben (z.B. öffentlicheoder einem Dritten organisiert und werden.Verwaltungen).gefühlt werden. Kann im Rechenzentrumder eigenen oder einer fremden ter (Provider) zur Verfügung gestellt. oder einem Dritten betrieben werden.n Die Services werden von einem Anbie-n Kann von einer dieser InstitutionenInstitution stehen.PrivatePublicCommunityCloudCloudCloudHybrid Cloud (Gemischte Cloud)n Mehrere Cloud-Infrastrukturen, die für sich selbst eigenständigsind, werden über standardisierte SchnittstellenBasis-ServicemodelleIaaS 1(Infrastructure as a Service: Infrastruktur als Service)n Hier werden IT-Ressourcen als Service zur Nutzung angeboten(z.B. Rechenleistung, Datenspeicher oder Netze).n Der Cloud-Kunde kauft bzw. mietet diese virtualisierten(in hohem Maß standardisierten Services) und baut daraufeigene Services zum internen oder externen Gebrauch auf(z.B. Betriebssystem mit Anwendungen).PaaS 2(Platform as a Service: Plattform als Service)n PaaS-Provider stellt komplette Infrastruktur bereit und bietetdem Kunden standardisierte Schnittstellen an, die vonden Services des Kunden genutzt werden.n Der Kunde hat keinen Zugriff auf die darunterliegendenSchichten (Betriebssystem, Hardware); kann aber auf derPlattform eigene Anwendungen laufen lassen.SaaS 3(Software as a Service: Software als Service)n Vom Kunden gewünschte Anwendungen werden vom Providerbereitgestellt, aktualisiert und gewartetn Beispiele: Finanzbuchhaltung, Textverarbeitunggemeinsam genutzt (z.B. private Cloud in Verbindung mitöffentlicher Cloud)Referenzarchitekturn Gibt eine Übersicht über die Komponenten, die vom ServiceProvider vorzuhalten und zu managen sind.n Zur Umsetzung der vielfältigen und komplexen Aufgabenwird die Anwendung von Vorgehensmodellen (z.B. ILTILoder COBIT) empfohlen.ManagementServicekonsumentDatenschutzInformationssicherheitRefreezing= Einfrieren desneuen GleichgewichtsIaaS 1ReportingPaaS 2SaaS 3SLAsAbstraktionsschichtAbrechnungMonitoringHardwareProvisionierungInfrastruktur1 2 3 Externe Service LeistungenReporting: Berichterstattung (u.a. Störungsstatistik)ALA (Service Level Agreement: Dienstgütevertrag)Monitoring: Überwachung des BetriebesProvisioning: Bereitstellung von Software und HardwareGeschäftsprozesse und betriebliche Organisation59Kommunikationsnetze295235043_041_072.indd 59 09.01.13 12:38235043_235_304.indd 295 09.01.13 12:40Flügelstift 1/201329


Für den UnterrichtFür den UnterrichtDer Deutschlotse – PrüfungsarbeitsheftThema: Arbeitsschritte für eine VisualisierungVisualisierung Visualisierungbrauch und kaputte Böden rund um die Blumenfarmenkratzen am Image der Rosen. Von Ausbeutung und Vergiftungder Arbeiter, gar von „Blutrosen“ für die Discounter(…) sprechen Menschenrechtsorganisationen (…).Einen anderen, sozial und auch ökologisch saubererenWeg versuchen die Plantagen zu gehen, die für den FairenHandel produzieren. Die meisten liegen in Kenia. Eine davonist Finlays, der Arbeitgeber von Ann. Seit 2007 arbeitetder britische Konzern, der mit 4500 Arbeitern auf drei Farmenin Kenia jährlich an die 120 Millionen Rosen produziert,nach den strengen Richtlinien von Fairtrade International.Das heißt: Finlays darf keine Kinder beschäftigen. DerKonzern muss angemessene Löhne zahlen. Das Wasser filtern.Den Einsatz von Pestiziden reduzieren. Dafür dürfenseine Fairtrade-zertifizierten Plantagen an jeden Stängel,der als faire Rose in den Export geht, das blau-grüne Siegelanbringen. Es zeigt dem Verbraucher: Diese Blume wurdefair erzeugt. Und es finden sich immer mehr solcher Blütenim Handel: Allein 2011 wurden nach Angaben von Trans-Fair, der Siegelorganisation in Deutschland, bundesweit81 Millionen fairer Schnittblumen gekauft – zwölf Prozentmehr als im Vorjahr. Blumen sind inzwischen das zweitwichtigsteFairtrade-Produkt – gleich nach Kaffee. (…)Für Ann bedeutet das Siegel auf den Rosen, die sieprüft und verpackt, dass sie mit 8730 Schilling im Monat,umgerechnet 80 Euro, fast doppelt so viel Lohn erhält wieArbeiter, die auf einer nicht zertifizierten Farm arbeiten.Dass sie und ihre Kinder krankenversichert sind, Ann eineRente bekommen wird. Dafür kontrolliert die Kenianerinacht Stiele pro Minute, acht Stunden am Tag, sechs Tagedie Woche – auf einer konventionellen Farm läge ihr Sollbei zehn bis zwölf Rosen pro Minute. Finlays stellt ihrauch mietfrei ein kleines Häuschen auf der Plantage.Als Arbeiterin auf einer Fairtrade-Plantage bekommtAnn nicht nur einen höheren Lohn und ihr Kollege, der imGewächshaus Pestizide versprüht, einen sicheren Schutzanzug.Ann profitiert auch von der Fairtrade-Prämie – fasteinen Cent pro verkaufter Rose. Allein durch die fairen Rosender Finlays-Farmen kamen in den vergangenen fünfJahren an die 836.000 Euro Prämien für die Finlays-Arbeiterzusammen. Nimmt man nur die Verkäufe fairer Blumenin Deutschland in 2011, liegt die erzielte Prämie bei766.000 Euro. Wie das Geld verwendet wird, darüber entscheidetein von Arbeitern gewählter Joint Body, eine ArtBetriebsrat. Es gibt nur eine Vorgabe: Das Projekt mussder Gemeinschaft dienen.Die Arbeiter auf Anns Farm haben mit der Prämie Gerätefürs Hospital und Schulbücher gekauft sowie hunderteKinder geimpft. Mit der Prämie finanzieren sie auchStipendien, Fahr- oder Nähkurse, „damit die Arbeiter einEinkommen haben, falls sie die Farm einmal verlassen“,sagt John Ongori von Fairtrade International. Er berät diePlantagen bei der Umstellung auf das faire System undweiß: „Bildung ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft.“„Die ersten jungen Menschen“, sagt Ongori, „sind40Visualisierung4550Martina HahnFaire Rosen gegen Armut556065Schwer liegt der betörende Duft über der riesigen Packhalle.Doch Ann Chapkirui sieht nicht das Meer voller Rosen,rot, gelb und rosé blühend, das die Besucherin ausDeutschland fasziniert. Ann hat nur Augen für ihren Job,der ihr und ihrer Familie das Brot sichert und den Kinderneine Zukunft verspricht. Die junge Frau zieht konzentrierteine Rose aus dem frisch geschnittenen und entdorntenHaufen vor ihr auf dem Pult. Legt den Stiel neben das Lineal.Kappt ihn bei 40 Zentimetern – der Kunde in Europawill es so. Prüft die Blätter der empfindlichen Köpfe. Legtdie Rose neben elf weiteren Stielen auf ein Stück Karton,klebt das blau-grüne Fairtrade-Etikett drauf und legt denStrauß auf das Förderband neben sich. Es muss schnellgehen, Schnittblumen verderben rasch. In wenigen Stundenwerden die Rosen per Lkw von der Finlays Plantagenach Nairobi, der Hauptstadt Kenias, transportiert. Werdennachts gen Norden fliegen. Und 48 Stunden später zueinem Preis zwischen 2,99 und 3,99 Euro irgendwo in Europain einem Eimer neben der Supermarktkasse oder beieinem Floristen stehen.Über drei Milliarden Euro geben die Bundesbürgerjährlich für Blumen aus; jeder vierte verkaufte Stiel ist eineRose. Was die meisten Verbraucher nicht wissen: DiePflanzen kommen schon lange nicht mehr aus der Heimatoder den Niederlanden, sondern immer öfter aus armenLändern. Die meisten Exportblumen wachsen heute in Keniaoder Kolumbien, Ecuador oder Tansania. Auch Chinaund Indien drängen auf den lukrativen Markt. (…)Doch das Produkt, das wie kaum ein anderes für Gefühleund Wohlstand steht, hat eine Schattenseite: Dasblühende Geschäft ist häufig auch ein schmutziges: MiserableLöhne für die Pflücker, im Pestizidnebel stehendeArbeiter mit kaputten Schutzmasken oder unbezahlteÜberstunden vor dem Mutter- oder Valentinstag sind aufvielen konventionell arbeitenden Blumenplantagen in Afrikaund Lateinamerika eher die Regel denn die Ausnahme.Auch überdüngte Gewässer, ein zu hoher Wasserver-1070157520802585309053531305271_030-038bearb.indd 30 22.12.12 15:42 5271_030-038bearb.indd 31 22.12.12 15:4230 Flügelstift 1/2013© Winklers, aus „Der Deutschlotse“, Prüfungsarbeitsheft, Deutsch für Berufsschulen in Baden-Württemberg“, 978-3-8045-5271-5


Für den UnterrichtDer Deutschlotse – PrüfungsarbeitsheftThema: Arbeitsschritte für eine VisualisierungVisualisierung Visualisierung Visualisierung Visualisierung95schon auf der Uni.“ Ihren Kindern dies ermöglichen zukönnen, mache die Arbeiterinnen stolz: „Sie haben sichdie Prämie ja selbst erwirtschaftet.“ Vielleicht ist diesesneue Selbstbewusstsein, mitentscheiden zu können, erstmalseine Chance zu bekommen, für die Blumenpflückerinnensogar noch wichtiger als der höhere Lohn, den siemit nach Hause nehmen.Aus: Erziehung und Wissenschaft 07–08/2012, S. 38 f.1Arbeitsschritte für eine VisualisierungArbeitsschritt 1: Genaues Lesen des TextesLesen Sie den Text genau durch und verschaffen Sie sich einen ersten Eindruck bezüglichdes behandelten Themas. Notieren Sie das Thema des Textes:Aufgabenstellung1. Visualisieren Sie die wichtigsten Aussagen des Textes.2. Kinderarbeit ist gängige Praxis in Schwellen- und Entwicklungsländern und wird vor allemin den Industrieländern abgelehnt und verurteilt. Das Engagement, Kinderarbeitweltweit abzuschaffen, war bisher allerdings wenig erfolgreich.1Arbeitsschritt 2: Texterschließung mit dem WörterbuchLesen Sie den Text ein zweites Mal, unterstreichen Sie unbekannte Wörter und schlagen Siediese Wörter in einem Wörterbuch (Duden zum Beispiel) nach.Welche Vorteile könnten andere aus Kinderarbeit ziehen und welchen Einfluss haben Sieals Verbraucher?2Erklären Sie, was die folgenden Begriffe bedeuten:Zeitvorgabe Berufsschule:120 Minutenlukrativ (Z. 28):InformationZur Aufgabenstellungvon VisualisierungsaufgabenDie Visualisierungsaufgabe besteht aus zwei Teilen:⦁ der grafischen Darstellung des Textinhaltes und⦁ einer kurzen Stellungnahme zu einem im Text angesprochenen Problem.Visualisieren heißt Inhalte „sichtbar darstellen“. Bei der Visualisierung von Textinhaltensollen Sie zeigen, dass Sie den Text verstanden haben und in der Lage sind, wichtige vonunwichtigen Informationen zu unterscheiden und Begründungszusammenhänge zu erfassenund darzustellen.In einer weiterführenden Fragestellung wird von Ihnen erwartet, dass Sie Ihre Meinung zueinem Sachverhalt schlüssig darlegen.Die erfolgreiche Bearbeitung der Visualisierungsaufgabe setzt voraus, dass Sie mit unterschiedlichenVisualisierungsformen vertraut sind und wissen, bei welchen Textinhaltendie jeweilige Darstellungsform angemessen bzw. passend ist (zum Beispiel passt einFluss diagramm zur Darstellung einer logischen Abfolge von Vorgängen oder das Fischgrätendiagramm,um den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung abzubilden).Die Entscheidung für eine bestimmte Form der Visualisierung können Sie erst treffen,nachdem Sie den Textinhalt unter Einsatz von Textmarkierungstechniken ausgewertet habenund wissen, welche Aussagen der Text macht und welche Informationen wichtig, welcheunwichtig sind. Für die Visualisierung wird der Textinhalt auf Stichworte oder kurzeSätze reduziert. Zur besseren Anschaulichkeit können Sie Farben, Symbole etc. verwenden.Die Stellungnahme zur weiterführenden Fragestellung verfassen Sie in vollständigenSätzen als Fließtext.miserabel (Z. 31 f.):konventionell (Z. 35):ökologisch (Z. 42):Pestizid (Z. 51):zertifiziert (Z. 52):betörend (Z. 1):kappen (Z. 9):das Soll (Z. 68):Prämie (Z. 74):3Finden Sie für die unten stehenden Begriffe eine für den Textzusammenhang passende bedeutungsgleicheFormulierung. Schlagen Sie im Zweifelsfall die Bedeutung im Wörterbuch nach.MethodeVorgehensweise bei derErstellung einer Visualisierungvon Sachtexten1. Schritt Genaues Lesen des Textes2. Schritt Texterschließung mit dem Wörterbuch3. Schritt Einsatz von Textmarkierungstechniken4. Schritt Entscheidung für eine passende Visualisierungsform5. Schritt Übertrag der Textinformationen in die Visualisierungsform6. Schritt Überarbeitung7. Schritt Bearbeitung der Zusatzfrage12Arbeitsschritt 3: Einsatz von TextmarkierungstechnikenUnterstreichen Sie – eventuell in verschiedenen Farben – die wichtigsten Informationen desTextes, die zum Thema bzw. zum behandelten Problem gehören. Unterstreichen Sie nicht zu viel!Ermitteln Sie aufgrund Ihrer Unterstreichungen die inhaltliche Gliederung des Textes,indem Sie die drei Hauptthemen kennzeichnen und am Rand des Textes markieren. FindenSie für jedes Hauptthema eine Art „Überschrift“ (s. nächste Seite).32335271_030-038bearb.indd 32 22.12.12 15:42 5271_030-038bearb.indd 33 22.12.12 15:42© Winklers, aus „Der Deutschlotse“, Prüfungsarbeitsheft, Deutsch für Berufsschulen in Baden-Württemberg“, 978-3-8045-5271-5Flügelstift 1/201331


Für den UnterrichtDer Deutschlotse – PrüfungsarbeitsheftThema: Arbeitsschritte für eine VisualisierungVisualisierung Visualisierung Visualisierung Visualisierung1. Hauptthema:2. Hauptthema:3. Hauptthema:Informationc) Kreis-, Säulen-/Balken- und Kurvendiagramme eignensich, um die Anteile an einem Ganzen, Größen im Vergleichoder die Entwicklung von Werten im Verlauf zuveranschaulichen:d) Ein Flussdiagramm (aus der Datenverarbeitung) stelltdie logische Abfolge von Schritten dar.12Arbeitsschritt 4: Entscheidung für eine passende VisualisierungsformEntscheiden Sie sich nun aufgrund Ihrer Textmarkierung bzw. Textbearbeitung für eine passendeVisualisierungsform. Entscheiden Sie für den vorliegenden Text:⦁ Es werden Entwicklungen über einen bestimmten Zeitraum hinweg beschrieben.⦁ Der Text beantwortet verschiedene Fragen, die im Text aufgeworfen werden.⦁ Der Text stellt etwas vergleichend gegenüber, zum Beispiel Vor- und Nachteile einesSachverhaltes.⦁ Es werden logische Abfolgen von Vorgängen beschrieben.Aus der Beschreibung der Textfunktion ergibt sich nun eine geeignete Visualisierungsform.Welche der folgenden Visualisierungsformen ist passend für den Text?⦁ Säulendiagramm⦁ Fischgrätendiagramm⦁ Tabelle⦁ FlussdiagrammKreisdiagramm:Erwerbstätige72,6 %Balkendiagramm:HinterzartenTodtmoosBad Herrenalb1,7 %25,7 %primärer Sektorsekundärer Sektortertiärer SektorGästezahlenBevölkerung0 20000 40000 60000 80000Start TelefonatHörer abnehmeneingehenderAnrufneinNummer wählenTeilnehmerhebt abneinHörer auflegenjajaGespräch führenInformationVisualisierungsformena) Die Mindmap ordnet – von einem zentralen Begriffausgehend – Oberbegriffe und jeweils zugehörige Unterpunkte:b) Ein Strukturbild zeigt die Zusammenhänge zwischenverschiedenen Elementen durch Verbindungslinien,Pfeile usw.Kurven- oder Verlaufsdiagramm:Feldberg/Schwarzwald 1486 m ü. M.˚C20100Ende(Oberbegriff/(Oberbegriff/These 3)These 4)–10J F M A M J J A S O N D(Thema)e) Fischgrätendiagramme bilden den Zusammenhang zwischen Ursache(n) und Wirkung ab.(Oberbegriff/(Oberbegriff/These 2)These 1)Einfluss/Ursache 1 Einfluss/Ursache 2(Unterbegriff)(Unterbegriff)Wirkung,Problemoder ZielEinfluss/Ursache 3 Einfluss/Ursache 434355271_030-038bearb.indd 34 22.12.12 15:42 5271_030-038bearb.indd 35 22.12.12 15:4232 Flügelstift 1/2013© Winklers, aus „Der Deutschlotse“, Prüfungsarbeitsheft, Deutsch für Berufsschulen in Baden-Württemberg“, 978-3-8045-5271-5


IndustriekaufleutePrüfungsvorbereitungAuf Nummer sicher.NeuesLayout!Die 2012er Neuauflage:P effektive Vorbereitungauf Zwischen- undAbschlussprüfungP über 1700 Fragen; über200 weitere AufgabenP aktuell, gemäßAkA-StoffkatalogPrüfungsbuchIndustriekaufleute2., neu bearbeitete Aufl age, 2012680 SeitenISBN: 978-3-8045-9714-328,95 €Winklers • Postfach 33 20 • 38023 Braunschweigservice@winklers.de • www.winklers.de✆ 0531 708-8592 • 6 0531 708-664


Für den UnterrichtDer Deutschlotse – PrüfungsarbeitsheftThema: Arbeitsschritte für eine VisualisierungVisualisierung Visualisierung Visualisierung VisualisierungInformationf) Eine Tabelle ordnet Informationen in Spalten, evtl. zusätzlichauch in Zeilen, nach verschiedenen Kritierien.Die einfachste Form ist die Aufzählung zusammengehörigerPunkte in einer Spalte: in einer Liste (s. links).In der Regel hat eine Tabelle aber mindestens zweiSpalten.g) Ein Organigramm dient der Darstellung von Strukturenin Organisationen.PRUnternehmensleitung1Erstellen Sie eine Stoffsammlung für die Beantwortung der Zusatzfrage. Hier können dieW-Fragen nützlich sein:Wer arbeitet?Was arbeiten diese Kinder?Wozu arbeiten diese Kinder?To do:• …• …Zeile• …TabellenkopfSpalte 1............Spalte 2............Wie arbeiten diese Kinder?Beschaffung Fertigung Vertrieb PersonalWo arbeiten diese Kinder?A B C2 Überlegen Sie sich nun, wer welche Vorteile durch Kinderarbeit haben könnte.1Arbeitsschritt 5: Übertragung der Textinformationen in die gewählteVisualisierungsformNehmen Sie ein Blatt Papier und übertragen Sie nun die relevanten Textinformationen indie von Ihnen gewählte Visualisierungsform.34Notieren Sie einige Vorschläge, wie Sie als Konsument dazu beitragen können, Kinderarbeitzu verhindern.Verfassen Sie nun auf der Grundlage Ihrer Stoffsammlung die Stellungnahme zur Zusatzfrage.InformationEntscheidung für eineVisualisierungsform1Es kann nun sein, dass sich die von Ihnen gewählte Visualisierungsform als ungeeigneterweist. Das merken Sie daran, dass sich die Unterstreichungen aus dem Text nicht gutin die Visualisierung übertragen lassen.In diesem Fall müssen Sie Ihre Entscheidung bezüglich der Visualisierungsform überdenkenund eine andere Form der grafischen Darstellung wählen.Arbeitsschritt 6: ÜberarbeitungLesen Sie den Text nochmals und überprüfen Sie, ob der Textinhalt mit Ihrer Visualisierungübereinstimmt.ChecklisteCheckliste zurVisualisierung:⦁ Passt die von mir gewählte Visualisierungsform zum Inhalt des Textes?⦁ Habe ich eine passende Überschrift für meine Visualisierung gefunden?⦁ Haben alle wichtigen Informationen Eingang in meine Visualisierung gefunden?⦁ Ist meine Visualisierung übersichtlich und anschaulich?⦁ Sind die Zusammenhänge klar nachvollziehbar?⦁ Habe ich Farben, Symbole etc. verwendet?23Achten Sie bei der Überprüfung auf korrekte Rechtschreibung und Zeichensetzung.Denken Sie daran, das Thema Ihrer Visualisierung in der Überschrift zu nennen und unterIhrer Visualisierung Informationen über die Quelle, den Autor und das Erscheinungsdatumdes von Ihnen bearbeiteten Textes anzugeben.Arbeitsschritt 7: Bearbeitung der ZusatzaufgabeCheckliste zurZusatzfrage:⦁ Habe ich die Fragestellung der Zusatzfrage beachtet?⦁ Habe ich eine Stoffsammlung zur Fragestellung gemacht und deren Ergebnisse inmeiner Stellungnahme berücksichtigt?⦁ Habe ich meine Meinung durch Argumente und Beispiele untermauert?⦁ Habe ich meine Stellungnahme durch Abschnitte gegliedert und übersichtlich gestaltet?⦁ Habe ich das Präsens verwendet?InformationZusatzfrage (Aufgabe 2) Die Zusatzfrage bei der Visualisierung verlangt, dass Sie zu einem dem Text angelagertenProblem Stellung nehmen. Diese Stellungnahme muss nicht so ausführlich wie ein Erörterungsaufsatzsein, dazu wird Ihnen auch die Zeit fehlen. Dennoch sollten Sie auch ineiner kurzen Stellungnahme zeigen, dass Sie sich differenziert und begründet zu einemProblem äußern können und Ihre Meinung fundiert darlegen können.Checkliste zur Spracheund äußeren Form:⦁ Habe ich meine Arbeit auf Rechtschreib- und Zeichensetzfehler überprüft?⦁ Habe ich auf Sauberkeit der äußeren Form geachtet?⦁ Ist meine Schrift lesbar?⦁ Habe ich mich verständlich und nachvollziehbar ausgedrückt?⦁ Habe ich Schriftsprache verwendet?36375271_030-038bearb.indd 36 22.12.12 15:42 5271_030-038bearb.indd 37 22.12.12 15:4234 Flügelstift 1/2013© Winklers, aus „Der Deutschlotse“, Prüfungsarbeitsheft, Deutsch für Berufsschulen in Baden-Württemberg“, 978-3-8045-5271-5


Für den UnterrichtDer Deutschlotse – PrüfungsarbeitsheftThema: Arbeitsschritte für eine VisualisierungVisualisierung Visualisierung Visualisierung VisualisierungWeitereTrainingsmöglichkeitSie haben nun das Visualisieren von Texten und die Beantwortung der Zusatzfrage geübt.Nachfolgend finden Sie einen weiteren Text, an dem Sie die Visualisierung mit Zusatzfrageüben können.5Wer nicht auf die Hilfe von Nachbarn oder Freundenzurückgreifen kann oder will oder vielleicht noch einHaustier zurücklassen muss, der kann einen professionellenHaussitter mit diesen Serviceleistungen beauftragen.Entsprechende Firmen sind unter Stichworten wie Haussitter,Homesitter oder Hausservice im Branchenverzeichnisoder im Internet zu finden. Schmidt empfiehlt, einenHaushüter über eine professionelle Vermittlungsfirma,die dem Verband Deutscher Haushüter-Agenturen angehört,zu beschäftigen. Deren Prinzip lautet: Bewachendurch Bewohnen. „Die Mitarbeiter unserer Agenturensind zuverlässige, lebenserfahrene Rentner. Sie haben sichdurch polizeiliche Führungszeugnisse und durch Zeugnisseder letzten beruflichen Tätigkeit gegenüber derAgentur ausgewiesen. Die Agentur hat außerdem ihr persönlichesUmfeld in Augenschein genommen“, erklärtGünter Kratz, Verbandsvorstand aus Münster. Mit dem Bewohnerwerde detailliert geklärt, welche Aufgaben derHaushüter übernehmen soll. Der Service koste rund50 Euro pro Tag. Auch wenn es einen Haushüter gibt – dieNachbarn sollten über die Urlaubsdauer informiert werden.Eine Telefonnummer sollte ebenfalls hinterlassen werden.Darüber hinaus dürfen möglichst wenige von der Abwesenheitder Bewohner wissen. „Wenn der Anrufbeantworteransagt, dass der Bewohner bis zu einem bestimmtenZeitpunkt nicht erreichbar ist, erzählt er es allen weiter.Das gilt auch für die automatische Antwortfunktion einesMail-Accounts“, sagt Schmidt. Dass alle Wege verschlossensind, die Einbrechern den Zugang erleichtern, verstehtsich von selbst: „Ein gekipptes Fenster ist ein offenesFenster“, warnt Schmidt.Für Schlüssel ist kein Versteck im Garten sicher genug.Außensteckdosen sollten ausgeschaltet und Aufstiegshilfenim Garten beseitigt werden. Bewegungsmelder für dieAußenbeleuchtung tragen wesentlich zur Abschreckungbei – vor allem, wenn das Grundstück vom Nachbarn auseinsehbar ist.40451. Visualisieren Sie die wichtigsten Aussagen des folgenden Textes.Aufgabenstellung2. Über „Google Street View“ können wir uns gezielt am Computer Städte, Straßen, Häuseraussuchen und in brillanter Bildqualität anschauen.50Erläutern Sie Vor- und Nachteile dieser Informationstechnologie.Eva NeumannVolle Briefkästen ziehen Diebe an5560Der Schreck ist groß, wenn das eigene Haus von Einbrechernverwüstet ist. Während der Urlaubszeit werden zwarstatistisch gesehen nicht mehr Einbrüche als sonst verzeichnet.Aber die Bedingungen für Kriminelle sind besondersgünstig, wenn das Haus unbewohnt ist. „Ein Einbrecherwill unerkannt, schnell und risikoarm arbeiten“,erläutert Harald Schmidt von der Geschäftsstelle der PolizeilichenKriminalprävention der Länder und des Bundesin Stuttgart. Mit einigen Tricks lasse sich aber verhindern,dass mögliche Einbrecher überhaupt auf das leere Hausaufmerksam werden.„Alle sichtbaren Signale für die Abwesenheit der Bewohnersollten vermieden werden. Ganz oben auf der Listestehen überquellende Briefkästen“, rät Alexander Wiechvon der Eigentümergemeinschaft Haus & Grund Deutschlandin Berlin. Ist ein netter Nachbar bereit, die täglicheLeerung zu übernehmen, braucht er einen Briefkastenschlüsselund am besten auch eine Vollmacht. Dann kanner auch Sendungen in der Postfiliale abholen, wenn ereine entsprechende Nachricht vorfindet.„Bei der Post gibt es Vordrucke für Vollmachten“, sagtMaike Wintjen, Pressesprecherin der Deutschen Post inBonn. „Eine einfache schriftliche Vollmacht reicht jedochauch. Wichtig ist, dass darin genau aufgeführt ist, welcheArt von Sendungen der Bevollmächtigte in Empfang nehmendarf.“ Wer eine Zeitung abonniert hat, kann sich diesean den Urlaubsort nachsenden lassen. Die Alternativeist, die Lieferung für eine begrenzte Zeit zu unterbrechen.Viele Zeitungen bieten auch an, das abonnierte Exemplarwährend des Urlaubs an eine karitative Einrichtung oderan einen Freund zu übermitteln.Neben dem überquellenden Briefkasten sind geschlosseneFensterläden und allabendliche Dunkelheit ein häufigesZeichen für die Abwesenheit der Bewohner. „Hier könnenZeitschaltuhren für Rollläden oder die Beleuchtungpraktische Dienste leisten“, schlägt Wiech vor. Für die Gartenbewässerungbietet sich – auch im Interesse der Pflanzen– eine automatische Bewässerung an. Wichtig ist, dassnicht täglich die gleiche Uhrzeit programmiert wird.106515702075Eva Neumann, dpa, in: Stuttgarter Zeitung vom 29.5.2010, S. V19.25303539385271_030-038bearb.indd 38 22.12.12 15:42 5271_030-038bearb.indd 39 22.12.12 15:42© Winklers, aus „Der Deutschlotse“, Prüfungsarbeitsheft, Deutsch für Berufsschulen in Baden-Württemberg“, 978-3-8045-5271-5Flügelstift 1/201335


Was? Wann? Wo?Terminübersicht Februar bis September 201319. bis 23. Februar 2013Bildungsmesse didacta25. bis 27. April 201324. Deutscher Berufsschultag 2013Veranstaltungsort:VeranstalterKölnKoelnmesse GmbHwww.didacta-koeln.deVeranstaltungsort: PotsdamVeranstalter:Bundesleitung des Bundesverbandesder Lehrerinnen und Lehrer an beruflichenSchulen (BLBS)www.blbs.de1. bis 2. März 2013Messe Beruf & BildungVeranstaltungsort: HannoverVeranstalter:7. bis 9. März 2013Deutscher Schulleiterkongress –Schulen gehen in FührungVeranstaltungsort:Veranstalter:Beratung Messen Serviceleistungen GmbHwww.aus-und-weiterbildungsmarkt.deDüsseldorf13. bis 15. März 2013Verband Bildung und Erziehung (VBE)www.vbe.de29. bis 30. April 2013Kongress – Schule in der MigrationsgesellschaftVeranstaltungsort: BerlinVeranstalter:2. bis 7. Juli 2013Bundeszentrale für politische Bildungund das Sekretariat der Kultusministerkonferenz(KMK)www.bpb.de/veranstaltungenWorldSkills Leipzig 2013 – Die WM der BerufeVeranstaltungsort: LeipzigVeranstalter:WorldSkills Leipzig 2013 GmbHwww.worldskillsleipzig2013.com17. Hochschultage Berufliche Bildung 2013Veranstaltungsort:Veranstalter:Essen14. bis 17. März 2013Leipziger BuchmesseVeranstaltungsort: LeipzigVeranstalter:Universität Duisburg-Essenwww.uni-due.de/hochschultage-2013Leipziger Messe GmbHwww.leipziger-buchmesse.deMärz bis September 2013Azubi & StudientageVeranstaltungsort: Koblenz, 8. bis 9. März 2013Veranstalter:München, 15. bis 16. März 2013Magdeburg, 20. bis 21. April 2013Chemnitz, 27. bis 28. April 2013Stuttgart, 4. bis 5. Mai 2013Kassel, 6. bis 7. September 2013mmm message messe & marketing GmbHwww.azubitage.de25. April 2013Girls‘ Day/Boys‘ DayVeranstaltungsort: bundesweitVeranstalter:Bundesministerium für Familie,Senioren, Frauen und Jugendwww.girls-day.de www.boys-day.de36 Flügelstift 1/2013


BestellungFaxbestellschein:Kundennummer:Funktion:Fächer:Fachbereiche:Ausbildungsberufe:Schularten:E-Mail-Adresse:Berufliche BildungWinklersPostfach 33 2038023 BraunschweigTelefon: 0531 708 85 92service@winklers.dewww.winklers.deFax: 0531 708 664Meine Anschrift:Name:Titel:Straße:Die Bestelldaten werden für eigene Zweckeunter Beachtung des BDSG gespeichert.Mit der Angabe der Daten erteile ichdie jederzeit widerrufliche Zustimmungzum Erhalt von Informationen derVerlagsgruppe.PLZ:Meine Schulanschrift:Schule:Ort:Rechnung an:SchulanschriftPrivatanschriftLieferung an:SchulanschriftPrivatanschriftStraße:PLZ:Ort:zum Prüfstückpreis25 %ISBN Titel Preis978-3-8045-3640-2 Betriebswirtschaftslehre für Büroberufe, SB 37,95 € 1 Exemplar978-3-8045-5271-5 Der Deutschlotse, Prüfungsarbeitsheft für Berufsschule 7,95 € 1 Exemplar978-3-8045-5501-3 Einzelhandel. 1. + 2. Ausbildungsjahr im Einzelhandel: LF 1 bis 10, SB 29,95 € 1 Exemplar978-3-8045-5504-4 Einzelhandel. 1. Ausbildungsjahr im Einzelhandel, LF 1 bis 5, AB 15,95 € 1 Exemplar978-3-8045-5505-1 Einzelhandel. 2. Ausbildungsjahr im Einzelhandel: LF 6 bis 10, AB 15,95 € 1 Exemplar978-3-8045-5507-5 Einzelhandel. 1. Ausbildungsjahr im Einzelhandel: LF 1 bis 5, LOE 15,00 € 1 Exemplar978-3-8045-5508-2 Einzelhandel. 2. Ausbildungsjahr im Einzelhandel: LF 6 bis 10, LOE 15,00 € 1 Exemplar978-3-8045-5570-9 Prüfungsbuch Groß im Handel 29,95 € 1 Exemplar978-3-8045-6100-7 Allgemeine Wirtschaftslehre für Industriekaufleute, SB 24,95€ 1 Exemplar978-3-8045-6101-4 Spezielle Wirtschaftslehre für Industriekaufleute, SB 27,95 € 1 Exemplar978-3-8045-6104-5 Spezielle Wirtschaftslehre für Industriekaufleute, AB 17,95 € 1 Exemplar978-3-8045-6105-2 Allgemeine Wirtschaftslehre für Industriekaufleute, LOE 24,00 € 1 Exemplar978-3-8045-6106-9 Spezielle Wirtschaftslehre für Industriekaufleute, LOE 27,00 € 1 Exemplar978-3-8045-6108-3 Spezielle Wirtschaftslehre für Industriekaufleute, LOE zum AB 25,00 € 1 Exemplar978-3-8045-6300-1 Problemorientierte Einführung in die Volkswirtschaftslehre, SB 28,95 € 1 Exemplar978-3-8045-6301-8 Problemorientierte Einführung in die Volkswirtschaftslehre, LOE 15,00 € 1 Exemplar978-3-8045-6302-5 Problemorientierte Einführung in die VWL, Begleit-CD-ROM 14,95 € 1 Exemplar978-3-8045-6944-7 BWL mit Rewe für die Höhere Berufsfachschule Wirtschaft. Bd. 1, SB 29,95 € 1 Exemplar978-3-8045-6945-4 BWL mit Rewe für die Höhere Berufsfachschule Wirtschaft. Bd. 1, LOE 13,00 € 1 Exemplar978-3-8045-6946-1 BWL mit Rewe für die Höhere BFS Wirtschaft. Bd. 2, SB 35,50 € 1 Exemplar978-3-8045-6947-8 BWL mit Rewe für die Höhere BFS Wirtschaft. Bd. 2, LOE 29,00 € 1 Exemplar978-3-8045-9714-3 Prüfungsbuch Industriekaufleute 29,95 € 1 Exemplar978-3-14-235043-1 IT-Handbuch IT-Systemkaufmann/-frau Informatikkaufmann/-frau 29,95 € 1 ExemplarZeichenerklärung: SB = Schülerbuch, LH = Lehrerheft, AB = Arbeitsbuch, LOE = Lösungenvoller Preis wieangegeben


2-jährige BFS (HHS) NRWBWL + RechnungswesenNeuer Lehrplan.2-jährige HBFS Wirtschaftund Verwaltung in NRWDie 2013er Neuauflagendecken alle Inhalte desneuen, kompetenzorientiertenLehrplans ab.Bewährt fachsystematisch und schülergerechtvermitteln Band 1 und 2 die Inhalte.Querverweise zum jeweils anderen Bandund fächerübergreifende Aufgaben tragendazu bei, den Betrieb als Einheit in unseremWirtschaftssystem zu sehen.Die Aufgaben mit unterschiedlichenSchwierigkeitsgraden enthalten immerwieder entscheidungsorientierte Situationen,die bei den Lernenden die Handlungsfähigkeitfördern.Betriebswirtschaftslehremit Rechnungswesen für dieHöhere BerufsfachschuleWirtschaft, Band 1:Betriebswirtschaftslehre12., neu bearbeitete Aufl age, 2013ca. 400 Seiten, vierfarbigISBN: 978-3-8045-6944-7 29,95 €Betriebswirtschaftslehre mitRechnungswesen für dieHöhere BerufsfachschuleWirtschaft, Band 2: Rechnungswesen16., neu bearbeitete Aufl age, 2013ca. 460 Seiten, vierfarbigISBN: 978-3-8045-6946-1 35,50 €Winklers • Postfach 33 20 • 38023 Braunschweigservice@winklers.de • www.winklers.de✆ 0531 708-8592 • 0531 708-664

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