ist es ein hustender haubentaucher? - Kulturinitiative Warstein

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ist es ein hustender haubentaucher? - Kulturinitiative Warstein

BDerWesten.deMontag,WESTFALENPOSTWarstein, Rüthen, das MöhnetalPWB_116. Januar 2012 • Nr. 13-Theater-Premiere-Laienspielschar Waldhausensorgt für viele Lacher. Seite 3-Stolze Bilanz -102 Einsätze hatte die Feuerwehr2011 zu bewältigen. Rüthen-VfS feiert Arbeitssieg -Warsteins Landesliga-Handballer28:22 gegen Wetter. HeimatsportWarsteinRedaktion:Warstein: 02902 802025Rüthen: 02902 802023Soest/Möhne: 02902 802028Sport: 02902 802024Telefax: 02902 802022E-Mail:warstein@westfalenpost.dewarstein-sport@westfalenpost.deLeserservice: 01802 404078*Telefax: 01802 404088**6 Cent proAnruf aus dem Festnetz,Mobilfunk max.42Centpro MinuteGutenMorgenwünschtArminObalskiSachen gibt es,die lasseneinen staunen. So musste dieRüthener Feuerwehr im Vorjahrzu zwei Kaminbrändenausrücken. An sich nichts Besonderes.Nur in einem Kaminbrannte es bei 20 Grad Lufttemperatur.Manchemögen esja bekanntlich heiß, aber so,dass sie gleich den Ofen anmachen?Oder waresein eiskalterTyp, der sich nach ein bisschenmehr Wärme sehnte?KompaktCFrAN bereitenFrauenkarnevalvorAllagen/Niederbergheim.Die Mitarbeiterinnen derCFrAN Allagen/Niederbergheimtreffen sichammorgigenDienstag, 17. Januar, um 19Uhr im Pfarrheim Allagen. DieGeneralversammlung wirdnoch einmal vorbereitet, dieam 1. Februar nachgeholtwird. Weiter werden an diesemAbend die Karten für denFrauenkarneval verteilt, derunter dem Thema „Apres Ski“am Mittwoch, 8. Februar, inder Möhnetalhalle in traditionellerWeise gefeiert wird. ImAnschluss an die Versammlungproben die Akteure imPfarrheim für den „Mütterkarneval“.InteressanteStudienreisenWarstein. Zwei interessanteStudienreisen in deutscheZielgebiete finden im erstenHalbjahr 2012 mit demDEPB/SPD-Seniorenprogrammstatt. Vom 7.bis 12.Mai geht es zur Ostseeküstenach Fischland/Darß. Es werdenLübeck, Wismar, Rostockund Stralsund besucht. DerSpreewald mit Cottbus undLübbenau sind vom 17. bis 21.Juni das Ziel. Die Teilnahmeist für alle Interessierten offen.Information und Anmeldungbei Heinz Cramer unter 02925/2345 oder per Emailan .Volles Haus,volle Bühne: Am Ende des Programms verabschieden sich alle Mitwirkenden sowie die heimischen Pressevertreter als Gastgeber vomPublikum in der Theateraula.Es herrschtEinigkeit beim JahresempfangKlares „Nein“ zur Schließung der Theateraula Belecke/450 Besucher bei vierter Gemeinschaftsveranstaltung der Warsteiner TageszeitungenVonMikeFiebigBelecke.Dieses Projekt darfganz einfachnichtvom Zahlenwerkzur Unmöglichkeit verdammtwerden.Beim Neujahrsempfangder beidenWarsteiner Tageszeitungenin der Theateraula in Beleckegaben rund 450 Besucherein hochemotionales Bekenntniszu ihrem „Theater“ab.Als Michael Römer das hoffnungsvolleZiel der Kulturinitiativein das Mikrofon sprach,brandete langer Applaus vonKulturschaffenden, Bürgern,Rat und Verwaltung auf:„320 000 Euro für die nötigstenMaßnahmen, wir könnendas schaffen!“Es bedurfte keiner namhaftenProminenz aus Show undUnterhaltung. Es waren Warsteiner,lokaleKulturverliebte,die mit ihren Talenten undihrem Esprit für den zauberhaftenGlanz sorgten, den dieAula seit so vielen Jahren ihresBaus versprüht. Die talentierteHauptschulband, der charmanteDieuviel Malonga, dieim Rampenlicht so bescheidenauftretende Berna Enste, ZaubererCarsten Risse und nichtzuletzt der weit über WarsteinsStadtgrenzen hinaus bekannte„Rio“.Das weltweit beste Elvis-Double, das seit einigen Jahrenin Warstein lebt, setzt imRettungskampf für die Aulaauf regionale Talente und denam Beispiel der Aula aufflammendenZusammenhalt, derin so vielen politischen Diskussionenin Warstein leidervermisst wird: „Lasst uns alleein Zeichen setzen. Ichtue fürdieses schöne Theater was ichkann. Ich bin gerne bereit,noch einmal hier aufzutreten.Was sollen wir in Las Vegas,wenn wir diesen Ort haben, andem sichjunge Talente wie dasOrchester der Hauptschulepräsentieren können?“ Derbeliebte Show-Man erhieltlangen und warmen Applaus.Es braucht Aushängeschilderwie „Rio“, um die Existenz derAula zu retten.Die beiden TageszeitungenWESTFALENPOST und WarsteinerAnzeiger hatten eingleichsam grundlokales wieemotionales Programm zumvierten Presse-Neujahrsempfangauf die Beine gestellt. DieRedaktionsleiter Hans-AlbertLimbrock (WP) und ReinholdGroßelohmann (Anzeiger)führten witzig und charmantdurch das bunte Programm.Bei aller gesunden Konkurrenzzwischen den beiden Tageszeitungen:„Auchsie symbolisierenEintracht bei derUnterstützung für mehr „Platzfür Kultur“. Es war das Mottodes Neujahrsempfangs.Lasst uns alle einZeichen setzen.„Rio“Bürgermeister ManfredGödde hielt kurz nach Veranstaltungsbeginnseine Neujahrsansprache.Er dankte denvielen Ehrenamtlichen aufWarsteiner Stadtgebiet, ohnederen freiwilligen Einsatz dieAufrechterhaltung vieler Kulturangebotegar nicht mehrmöglich wäre. Angesichts derleeren Stadtkasse ein riesigerVerdienst, den man, wie Göddesagte, „gar nicht hoch genuganerkennen kann.“Emotional war auch derAuftritt von Berna Enste. Seit50 Jahren gibt Enste der klassischenMusik in Warstein einenPlatz. Als Kammermusik fürviele hier noch Neuland war,knüpfte sie enge Kontakte,über die es ihr noch heute regelmäßiggelingt, hochklassigeKünstler in das Haus Kupferhammerzu holen. „Ichbin derStadt Warstein sehr dankbar,dass ich das machen durfte.Ichhabe klassische Musik einfachimmer geliebt.“Die Auftritte der Poetry-Slammer Fabian Navarro undBenedikt Heppe, zweier jungerWarsteiner Gesichter, erhelltendie Aula mit jugendlichemEsprit. Genau wie dieGesangseinlagen von DieuvielMalonga, der den Neujahrsempfangmit dem Hildegard-Knef-Hit „Für mich soll’s roteRosen regnen“ eröffnete –begleitetam Keyboard von PastorVolkert Bahrenberg.Große Zuversicht verbreiteteder Auftritt von Michael Römer(Kulturinitiative). Als diebeiden Redaktionsleiter Römerzum Interview auf dieBühne baten, nutzte der wieein Löwe um das Gebäudekämpfende Werbefachmanndas Rampenlicht und appelliertean Bürger, Politik abervor allem an die Wirtschaft.„Wenn wir alle zusammen aneinen Tisch kommen, dannschaffen wir es auch die320 000 Euro für die Erfüllungder Brandschutzauflagen unddie nötigste Instandsetzungaufzubringen. Das hier ist keineAula und keine Halle. Dashier ist ein richtiges kleinesTheater. Wir brauchen jetztIdeen, um die Finanzierungauf die Beine zu stellen.“Die 450 Zuhörer unterbrachenRömer immer wieder mitApplaus und Zustimmungsrufen.Es herrscht ein fühlbarerKonsens darüber, dass es keinFoto: GeorgGiannakis„Nein“ in Sachen Aula gebenkann.Nach dem Programm ginges zu vielen Gesprächen insFoyer der Aula. Sascha Rottkevon Rottke-Catering aus Beleckehatte für das leiblicheWohl aller Gäste gesorgt.Mehr zum Neujahrsempfangaufden Seiten 4und 5IST ES EINHUSTENDERHAUBENTAUCHER?


Nr. 13 · WESTFALENPOST PWB_5 Zeitung für Warstein und das Möhnetal Montag, 16. Januar 2012„Platz für Kultur“ Presse-Neujahrsempfang 2012Rückenwind für Aula nutzenErhalt lebenswichtig für Kultur in Warstein /Auch jungeKünstler brauchen entsprechende BühneVonMikeFiebigBelecke.Es wardas GesprächsthemaNummer eins nach demNeujahrsempfang im Foyerder Theateraula in Belecke.Wiekönnen die 320 000Eurofür die nötigsten Sanierungsarbeitenfür die Aulagestemmtwerden? MichaelRömer (KulturinitiativeKi)hatte bereits während desProgramms angedeutet, dasses an potentiellen Unterstützernnichtmangele.WP-Redaktionsleiter Hans-AlbertLimbrock hatte auf derBühne noch gescherzt: „Es istja vielleicht ein Tipp für dieSteinindustrie. In den Steinbrüchengibt es ja genug Platzfür ein kleines Theater.“ Aucher wünschte sich natürlichnicht, dass es jemals eine Alternativezur beliebten Aula gebenmuss.Limbrockund Kollege ReinholdGroßelohmann vomWarsteiner Anzeiger hieltenwährend des Programms natürlichauch nicht mit ihrerMeinung hinter dem Berg. DieAula auch weiterhin als Spielstättefür vielerlei kulturelleAngebote zu nutzen, ist auchein Wunsch der beiden WarsteinerTageszeitungen.Im Aula-Foyer kam anschließendhäufig die Frageauf, ob man nicht auf das einoder andere Projekt in derStadt gänzlichverzichten könne.Beispielsweise auf denAusbau mancher Straße. BürgermeisterManfred Göddehatte in seiner Neujahrsansprachedarauf hingewiesen:„Wenn man finanziellen Platzfür Kultur schaffen will, mussman an anderen Stellen sparen.“Kultur ist –genau wie inden großen Metropolen derRepublik – ein Zuschussgeschäft.Und in Warstein einDauerkampf mit Sparbeschlüssen.„Aber ein Fischspürt erst dann, dass er dasWasser zum Leben braucht,wenn er nicht mehr darinschwimmt. Wir leben und atmendurch unsere Kultur“,sagte Gödde.Gödde hob all jene Einrichtungenund Menschen hervor,die sich in Warstein um dieKultur verdient machen. DieMusikschule, die Volkshochschule,die Stadtbücherei, dasTheaterprogramm, die Konzertangebote,das Museumsangebot,das Stadtarchiv, diebildende Kunst, Brauchtum,Kirchen, Laienarbeit, Literatur–vieles durch ehrenamtlicheArbeit. All das seien Orteund Einrichtungen, in denenKultur gelebt werde.„That’s allright“. Mit dieserElvis-Interpretation brachte es„Rio“ wohl treffend auf denPunkt. Nachdem Hans-AlbertLimbrockihn scherzhaft gebetenhatte, trotz aller Sanierungsbedürftigkeitder Aulaauf „In the Ghetto“ zu verzichten,stimmte „Rio“ den Songtrotzdem an. „Wenn die Leutenicht mehr rausgehen undKultur erleben, dann verarmtdie Welt. Ohne diese Aula istdie Stadt tot“, sagte Rio.Mit dem ansteckenden Lachenvon Dieuviel Malonga,der einst aus dem Kongo nachWarstein kam, ist hoffentlich„Ohne diese Aula istdie Stadt tot.„Rio“so mancher Funke übergesprungenauf jene Menschenim Saal, die sicheine tatkräftigeund wirkungsvolle Unterstützungbei der Aula- Rettungvorstellen können. Millionenmüssten laut Michael Römerdabei vorerst gar nicht gestemmtwerden: „Wir brauchenkeinen Porsche, wennwir auch mit einem Golf ganzgut fahren.“Das Programm des Neujahrsempfangstraf mit Ortund Inhalt ins Schwarze. Dererfrischende Auftritt von FabianNavarro und BenediktHeppe zeigte, dass der Kreis jener,die sich eine Bühne wünschenund brauchen, auchjungeKünstler einschließt. Siepräsentierten Elemente dessen,was junge Nachwuchs-Dichter sich bei Poetry-Slamsum die Ohren hauen.Jenen Nachwuchs vermisstBerna Ernste übrigens im Bereichklassische Musik. „Aberdas ist kein Warsteiner Problem.“Ein Warsteiner Problemaber ist, den entstanden Rückenwinddurch die engagierteArbeit der Kulturinitiativeund die riesige Resonanz desNeujahrsempfangs nicht abebbenzu lassen. Bis allerspätestensJuni bleibt Zeit, die Finanzierungzu realisieren. „Wir habenUnterstützer und wir wollender Stadt die Hand reichen“,so Michael Römer.Für die Tatsache, dass dieDiskussion aktuell so heiß geführtwerde, machten viele Anwesendeauch das lange Zurückhaltender Ergebnisse derMachbarkeitsstudie für dieAula verantwortlich. Für ZaubererCarsten Risse, der alsLetzter die Bühne betrat,kommt es darauf letztlichnicht mehr an. „Es gibt dreiBuchstaben, die alle Beteiligtensich jetzt ganz genau merkensollten: T-U-N.“ Dem warnichts mehr hinzuzufügen.SponsorenDiese Unternehmen ausdem Stadtgebiet trugen mitihrer finanziellen Unterstützungzum Gelingen des Neujahrsempfangbei:AEG PowerSolutionsDelta Business ServiceElektroMüllerEsser-WerkeInfineon Technologies AGRottkeCateringSauerland-GetränkePrinzSiepmann WerkeSparkasse LippstadtSpritzgießwerk RisseVolksbank HellwegWestkalk

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