L09Age (German News)

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K I R C H E J E S U C H R I S T I D E R H E I L I G E N D E R L E T Z T E N T A G E • A P R I L 2 0 0 9Nachrichten der KircheDiesen Monat ist es fünfzig Jahre her, dass Präsident David O. McKay jedesMitglied dazu aufforderte, ein Missionar zu sein.Seit 50 Jahren gilt die Aufforderung:„Jedes Mitglied ein Missionar!“Diesen Monat ist es fünfzig Jahreher, dass Präsident David O.McKay (1873–1970) anlässlichder 129. Frühjahrs-Generalkonferenzim Tabernakel in Salt Lake City zuden Mitgliedern gesprochen hat.Am Ende der Versammlung gab PräsidentMcKay Zeugnis vom wiederhergestelltenEvangelium und trugden Mitgliedern eine Verpflichtungauf, die auch heute noch gilt.Er zitierte zunächst eineAnweisung der führenden Brüder,die die Mitglieder 1923 erhaltenhatten, als im Gebiet der BritischenMission eine negative öffentlicheMeinung herrschte: „Im kommendenJahr 1923 soll jedem Mitglied derKirche die Verantwortung obliegen,ein Missionar zu sein. Jedes Mitgliedein Missionar! … Irgendjemand wirddurch Sie die frohe Botschaft derWahrheit erfahren.“„Und genau darum geht es heute“,sagte Präsident McKay und übertrugdie Verantwortung dann auch seinenZuhörern im Jahr 1959. „Jedes Mitglied– anderthalb Millionen insgesamt– ein Missionar!“Danach zitierte er Lehre und Bündnisse107:99: „,Darum lasst nun einenjeden seine Pflicht lernen und mitallem Eifer das Amt ausüben lernen,zu dem er bestimmt worden ist.‘Diese Verantwortung ruht aufjedem Mann, jeder Frau und jedemKind, die gehört haben, was aufdieser großartigen Konferenz gesagtworden ist“, fügte Präsident McKayhinzu. „Möge Gott uns helfen, unsererVerantwortung und Berufungtreu zu sein.“ (Frühjahrs-Generalkonferenz1959.)Die Anzahl der Mitglieder, dieMissionsarbeit tun, ist inzwischenvon anderthalb Millionen auf über13 Millionen angestiegen, und diePropheten des Herrn haben dieseAufforderung unablässig wiederholt.„Seit Jahren denken wir immerwieder an die Worte von PräsidentDavid O. McKay: ,Jedes Mitglied einMissionar‘“, sagte Präsident Henry B.Eyring, Erster Ratgeber in der ErstenPräsidentschaft, bei der Frühjahrs-Generalkonferenz 2008. „Ich binüberzeugt, dass der Tag kommt, andem wir erleben, dass dank desGlaubens der Mitglieder immermehr Menschen eingeladen werden,das Wort Gottes zu hören, und sichder wahren und lebendigen Kircheanschließen.“ („Die wahre undlebendige Kirche“, Liahona,Mai 2008, Seite 20.) ■Die Mitglieder derKirche sollen vollGlauben nach demFinanzplan desHerrn lebenAllie Schulte, WohlfahrtsdienstAls Jason Hanna seine Arbeitsstelleverlor, machten er und seine FrauAlanea sich große Sorgen, wovon sieleben sollten. Sollten sie umziehenund anderswo Arbeit suchen? Odersollten sie bleiben, wo sie waren,und dort eine Stelle finden? Siegingen verschiedene Möglichkeitendurch und stellten sich dann diewichtigste Frage: „Was erwartet derHerr von uns?“„Wir lasen Ansprachen vonden Propheten und Aposteln überThemen wie Schulden, Haushaltsplanungund Sparsamkeit durch,weil wir wissen wollten, was der Herrvon uns möchte“, erklärt Alanea. „Wirwussten, dass es keinen besserenNACHRICHTEN DER KIRCHE APRIL 2009N1


Plan gibt als den des Herrn und dasses uns Segnungen einbringt, wennwir uns daran halten.“Nachdem sie darüber gebetet undnachgedacht hatten, beschlossenJason und Alanea, noch einmalaufs College zu gehen und ihrenBachelor-Abschluss nachzuholen. Sienahmen ein kleines Studiendarlehenauf, um ihre Ausbildung bezahlenzu können, und arbeiteten beideganztags, um den übrigen Lebensunterhaltzu bestreiten. Sie stimmtenihre Arbeitszeiten so aufeinanderab, dass immer einer von ihnen zuHause bei den Kindern sein konnte.Sie stellten einen exakten Haushaltsplanauf, kauften nur nochdas Nötigste und verzichteten aufFastfood, Kabelfernsehen und neueKleidung. Jason fuhr sogar mit demFahrrad zur Schule und zur Arbeit,um die Kosten für Benzin und Autoversicherunggering zu halten.Heute ist Jason Ingenieur. AuchAlanea hat ihren Abschluss gemachtund kommt derzeit ihren Pflichtenals Vollzeitmutter von fünf Kindernnach. Die beiden leben nach wie vornicht über ihre Verhältnisse, planenihr Haushaltsgeld genau ein, zahlenihren Zehnten und befolgen denRat ihrer kirchlichen Führer, wieman mit Geld umgeht. „Wir sinddankbar für die Prüfung und dieErfahrungen, die wir gewonnenhaben“, sagt Alanea. „Letztendlichhaben wir davon sehr profitiert underkannt, dass der Herr uns immersegnet, wenn wir gehorsam sind.“kann man sich sicher fühlen, solangeman sich von weltlichen Ansichtenabwendet und auf das EvangeliumJesu Christi und den Rat der Führerder Kirche baut.In der Broschüre Bereitet allesvor, was nötig ist: die Familienfinanzenfordert die Erste Präsidentschaftalle Mitglieder dazu auf, ihreFinanzen zu überprüfen und sich umgeistige und zeitliche Unabhängigkeitzu bemühen: „Wo in der Welt Sieauch zu Hause sind: Wir legen Ihnenans Herz, sich auf schwere Zeitenvorzubereiten, indem Sie daraufachten, wie es um Ihre Finanzensteht. … Wenn Sie Ihre Schuldenbezahlt und sich eine finanzielleReserve geschaffen haben, … fühlenSie und Ihre Familie sich sichererund haben größeren Frieden imHerzen.“ 1In der Broschüre werden fünfGrundsätze angesprochen: Zehnterund sonstige Spenden, wie manSchulden vermeidet, einen Haushaltsplanaufstellt, Reserven zurücklegtund wie man seinen Kindernden richtigen Umgang mit Geldbeibringt. Nach diesen Grundsätzenzu leben, erfordert zwar Geduld,Selbstbeherrschung und Opferbereitschaft,doch wer den Finanzplandes Herrn befolgt, erlangttieferen Frieden und größereFreude, als er auf die Weise derWelt für sich allein oder in derFamilie je erlangen könnte.Zahlen Sie den Zehntenund die übrigen SpendenAls Richard Moyer seine Arbeitsstelleverlor, ernährte sich seineFamilie von ihrem Lebensmittelvorrat,beglich Rechnungen aus denErsparnissen und zahlte weiterhintreu den Zehnten. Obwohl BruderMoyer arbeitslos war, stellte er überraschtfest, dass seine Einkünfte indiesem Jahr genau einen DollarDer Finanzplan des HerrnDer Herr hat seiner Kirche gesagt:„Ihr [stammt] nicht von der Welt,sondern … ich [habe] euch aus derWelt erwählt.“ (Johannes 15:19.)Auch wenn man als Mitglied derKirche finanziell in Not geraten mag,Wer sich nach dem Finanzplan des Herrn richtet, braucht Geduld,Selbstbeherrschung, Opferbereitschaft und Gehorsam.FOTO VON STEVE BUNDERSONN2


mehr als im Vorjahr betrugen.„Dieses Wunder habe ich immerder Tatsache zugeschrieben, dasswir den Zehnten gezahlt haben“,berichtet er. „Man wird vom Herrnimmer gesegnet, wenn man macht,was er möchte.“Die Segnungen, die sich auseiner soliden Finanzlage der Familieergeben, brauchen ein Fundament:Man muss ehrlich den Zehnten zahlenund großzügig Fastopfer spenden.Die Mitglieder der Kirche, die ja demHerrn einen Teil ihres Einkommenszurückgeben können, wissen, dassdieser Beitrag verwendet wird, umdas Reich Gottes zu errichten:Es werden Gemeindehäuser undTempel gebaut, Menschen versorgt,denen es nicht so gut geht, unddas Evangelium wird in aller Weltverkündet.Als Mitglied erlangt man einZeugnis von diesem Grundsatz,wenn man danach lebt. Wenn mandarum betet, die Bedeutung diesesGrundsatzes zu erkennen, und mehrdarüber erfährt, wie die Spendenanderen zugutekommen, wird einemallmählich bewusst, dass es ein Segenist, den Zehnten und die übrigenSpenden zu zahlen. Wenn man essich erst einmal angewöhnt hat, denZehnten und die übrigen Spendenzur Seite zu legen, sobald das Gehalteintrifft, hat diese Regelung ein Lebenlang Vorrang in allen finanziellenAngelegenheiten.Präsident N. Eldon Tanner(1898–1982) von der Ersten Präsidentschaftwies darauf hin, dassder Zehnte ein Gebot ist, das miteiner Verheißung einhergeht: „WennSie diese Verpflichtung, die SieIhrem Schöpfer gegenüber haben,erfüllen, so wird Ihnen unermesslichesGlück zuteilwerden, wie esnur Menschen kennen, die imIn der Broschüre Bereitet alles vor, wasnötig ist: die Familienfinanzen wirdder Finanzplan des Herrn erklärt.Halten dieses Gebotes treu sind.“ 2Wer dieses Gebot befolgt, findetFrieden und Sicherheit. Wenn dieMitglieder der Kirche den Zehntenund die übrigen Spenden zahlen,werden sie genau wie FamilieMoyer Wunder erleben.Vermeiden Sie SchuldenFinanzielle Sicherheit ist nurmöglich, wenn man weniger Geldausgibt, als man einnimmt. ElderJoseph B. Wirthlin (1917–2008) vomKollegium der Zwölf Apostel haterklärt, Verbraucherschulden stellteneine Art Gefangenschaft dar, diesich sowohl zeitlich als auch geistigauf den Betreffenden auswirke. Ersagte: „Wir glauben, dass wir dieSachen besitzen, doch in Wirklichkeitbesitzen sie uns.“ 3 Aus diesem Grundhält die Erste Präsidentschaft die Mitgliederder Kirche dazu an, höchstensdann Schulden zu machen,wenn sie sich ein bescheideneseigenes Heim zulegen oder ihreAusbildung finanzieren möchten.Familie Kloosterman hat erlebt,welch ein Segen es ist, aus derKnechtschaft der Schulden freizukommen.Als Kevin Kloostermanin seiner Gemeinde in Illinois alsBischof berufen wurde, hatte seineFamilie noch einige Verbraucherkrediteabzuzahlen. Nachdem seinPfahlpräsident ihn im Interview an denRat der Ersten Präsidentschaft erinnerthatte, war Bischof Kloosterman festentschlossen, die Schulden loszuwerden.„Wir waren immer …bestrebt gewesen, den Herrn an dieerste Stelle zu setzen“, berichtet er.„Allein in dieser Hinsicht nicht.“Familie Kloosterman studiertedie heiligen Schriften, las auch diezeitgenössischen Ratschläge zuFinanzen und Schulden und unternahmdie notwendigen Schritte, umihr Ziel zu erreichen. Schon baldstellte sich heraus, dass der Herrsie dafür segnete, dass sie den Ratseiner Diener beherzigten. „Es gibtim Leben keine Not, die der Erlösernicht beheben kann“, sagt BischofKloosterman. „Wenn er uns aus derGefangenschaft von Sünde und Todbefreien kann, dann kann er unsgewiss auch aus finanzieller Knechtschaftbefreien.“Wenn ein Mitglied der KircheSchulden hat, soll es sie so schnellwie möglich abzahlen. Ein Kalenderfür die Rückzahlung von Schuldenist sehr hilfreich, wenn man einenkonkreten Plan aufstellen will, umschuldenfrei zu werden. Wenn derPlan steht, können die erforderlichenRückzahlungen nach Abzug desZehnten und der übrigen Spendensogar zur Hauptsache werden. Manmuss jedoch vor allem Geduldhaben, denn es kann eine Weiledauern, bis man schuldenfrei ist. Eswird aber geschehen, wenn man aufdie Hilfe des Herrn baut und sichbemüht, die Gebote zu halten.Stellen Sie einen Haushaltsplan aufWas einem ebenfalls dabei hilft,dass man nicht über seine Verhält-NACHRICHTEN DER KIRCHE APRIL 2009N3


nisse lebt, ist ein Haushaltsplan.Manch einer meint, seine finanzielleSicherheit hinge davon ab, wie vieler verdient. Präsident Tanner jedochsagte, in finanzieller Hinsicht sei dieQuelle wahren Friedens und Glücks,seine Ausgaben im Griff zu haben –sei das nun viel oder wenig. „VieleMenschen sind der Meinung, einHaushaltsplan beraube sie ihrerFreiheit. Im Gegenteil: Wer es zuetwas gebracht hat, der weiß, dassein Haushaltsplan wahre Freiheit inwirtschaftlicher Hinsicht überhaupterst möglich macht“ 4 , sagte er.Familie Jeffrey aus Illinois hatgespürt, wie befreiend es ist, dieFinanzen mithilfe eines Haushaltsplanszu verwalten. Als ihre Kindernoch klein waren, zeichnete sichschon ab, dass drei von ihnen einmalzur gleichen Zeit auf Missionsein würden. Olga, der Mutter,wurde klar, wie sehr dies dieFamilie finanziell belasten würde,und so führte sie einen striktenHaushaltsplan ein. Schwester Jeffreyentrichtete vom Einkommen derFamilie zehn Prozent als Zehntenund legte weitere zehn Prozent fürdie künftigen Missionare auf diehohe Kante. „Mir wurde bewusst,dass das Geld einmal ein Stolpersteinwerden könnte und dass wiruns vorbereiten mussten, wennunsere Kinder die Mittel bekommensollten, dem Herrn zu dienen“,sagt Schwester Jeffrey.Als die Kinder nach und nach aufMission gingen, waren ihre Elternfinanziell darauf vorbereitet undwurden vom Herrn gesegnet.Genau wie Familie Jeffrey kannjedes Mitglied der Kirche seine Ausgabenverwalten, indem es einenHaushaltsplan aufstellt. Mit einemBudget-Arbeitsblatt bekommt maneine Übersicht über die Einnahmenund Ausgaben der letzten Wocheoder des letzten Monats. Wennman sieht, wohin das meiste Geldgeflossen ist, kann man sich auchüberlegen, wo man sparen könnte.Dann kann man einen Haushaltsplanaufstellen: Man schätzt die Einnahmender nächsten Woche oderdes nächsten Monats voraus undlegt fest, wofür man Geld ausgebenmöchte. Hat man seine Ausgabennotiert, so kann man nachprüfen,ob man sein Budget eingehaltenhat, und es dann in der nächstenWoche oder im nächsten Monatentsprechend anpassen.Legen Sie etwas Geld zurückSelbst wenn man meint, finanziellgerüstet zu sein, können unerwartetePrüfungen wie Krankheit, Arbeitslosigkeitoder größere Reparaturenfinanzielle Belastungen mit sichbringen. Die Erste PräsidentschaftZusätzliche QuellenDie Kirche hat im InternetMaterial auf Englisch, Deutsch,Portugiesisch und Spanisch zurVerfügung gestellt, das den Mitgliedernhelfen soll, besser mitihrem Geld umzugehen. So gibtes unter anderem Ansprachenvon Führern der Kirche, einenRechner für die Finanzen, Materialfür die Lektion beim Familienabendund sogar einen Internet-Finanzkurs. Näheres erfahren Sieauf ProvidentLiving.org.Ein Exemplar der BroschüreBereitet alles vor, was nötig ist:die Familienfinanzen ist imInternet unter ProvidentLiving.org/content /display/0,11666,7587-1-4087-1,00.html in 24Sprachen zu finden. ■fordert die Mitglieder der Kircheauf, sich auf solche Umständevorzubereiten und Geld zurückzulegen,das nur im Notfall angerührtwird. Wenn man regelmäßigetwas Geld spart, besonders inZeiten des Wohlstands, ist maneher vorbereitet, wenn es finanziellknapp wird oder unerwartet eineNotlage eintritt.Elder L. Tom Perry vom Kollegiumder Zwölf Apostel hat gesagt: „Nachdemman dem Herrn die zehn ProzentZehnten gezahlt hat, zahlt maneinen vorher festgelegten Betragdirekt auf sein eigenes Sparkontoein. … Es erstaunt mich, dass so vieleMenschen ihr Leben lang für denLebensmittelhändler, den Vermieter,den Stromversorger, den Autohändlerund die Bank arbeiten und doch ihreeigenen Anstrengungen so geringbewerten, dass sie sich selbst nichtszahlen.“ 5Wenn man einen Haushaltsplanaufstellt, kann man auch einenbestimmten Betrag des Einkommensfestlegen, den man als Sparbeitragzur Seite legt. Es muss kein großerBetrag sein. Wenn man regelmäßigetwas zur Seite legt, sammelt essich schnell an. Gewöhnen Siesich an, sofort, nachdem Sie IhrenZehnten und die übrigen Spendenentrichtet haben, Geld auf ein Sparkontozurückzulegen und Rückzahlungenvon Schulden vorzunehmen.Geben Sie der Versuchung nichtnach, Ihre Ersparnisse für Überflüssigesauszugeben. Heben Siesie lieber für die Not auf. Wennman sich Mühe gibt und diszipliniertist, ist man gegen finanzielleEngpässe gewappnet. Hat man sicherst einmal eine finanzielle Reservegeschaffen, kann man noch mehr fürdie Zukunft sparen, beispielsweisefür eine Mission, die Ausbildung,N4


FOTO VON JOHN LUKEDie Grundlage eines soliden Finanzplans für die Familie besteht darin, dass manzuerst dem Herrn zahlt.den Ruhestand oder das, was mansonst noch unbedingt braucht.Lehren Sie Ihre KinderOft halten Eltern sich zurück,wenn es darum geht, ihre Kinderin finanzielle Belange einzubeziehen.Wenn man Kindern jedoch denrichtigen Umgang mit Geld beibringtund sie mit einbezieht, wenn Budgetsaufgestellt und finanzielle Zielegesetzt werden, bereitet man sieauf die Zukunft vor. Elder M. RussellBallard vom Kollegium der ZwölfApostel hat erklärt: „Eltern müssenihren Kindern schon von kleinauf beibringen, dass eine solidefinanzielle Grundlage für eine glücklicheFamilie ein sehr wichtigerPunkt ist.“ 6 Mitglieder der Kirche, diegebeterfüllt die Broschüre Bereitetalles vor, was nötig ist: die Familienfinanzenlesen und darüber nachdenken,sollten auch überlegen,wie sie andere Familienmitgliederdarauf ansprechen und ihnen helfenkönnen, nach den darin enthaltenenGrundsätzen zu leben.So können Eltern beispielsweiseihre Kinder einbeziehen, wennein Haushaltsplan erstellt wirdund Ziele für die Familienfinanzengesetzt werden. Sie können ihnenbeibringen, wie wichtig es ist, fürsein Einkommen zu arbeiten, wiesie bei ihren Ausgaben Prioritätensetzen und wie sie für sich selbst einBudget aufstellen, um ihre Ausgabenim Auge zu behalten. Außerdemkönnen sie ihnen zeigen, wie sie denZehnten zahlen und Geld für ihre Mission,ihre Ausbildung und andereszurücklegen können. Beim Familienabendkann man sich ausgezeichnetüber finanzielle Belange unterhalten.Jeder kann zur Unabhängigkeit derFamilie beitragen und so dafür sorgen,dass die ganze Familie den Segenerfährt, der sich einstellt, wenn manbei der finanziellen Planung den Ratdes Herrn befolgt.Wenn man mit den Familienfinanzenrichtig umgeht, wird man gesegnetDie Botschaft, dass man finanziellvorbereitet sein soll, ist nicht neu.In unserer Evangeliumszeit habendie Führer der Kirche die Mitgliederdazu angehalten, sich vorzubereiten,indem sie klug mit Geld umgehen,und sie haben verheißen, dass mangesegnet wird, wenn man diesenRat befolgt. Die Erste Präsidentschafthat gesagt: „Den Heiligen derLetzten Tage wird seit vielen Jahrengeraten, sich für schwere Zeiten zurüsten, indem sie etwas Geld zurücklegen.Wenn man das tut, genießtman wesentlich größere Sicherheitund fühlt sich wohler.“ 7In der Vergangenheit wie inheutiger Zeit hat schon so manchererleben können, dass man mitFrieden gesegnet wird, wenn mandiesem Rat folgt. Wenn die Mitgliederder Kirche die konkretenRichtlinien in der Broschüre DieFamilienfinanzen befolgen und sichden Rat der Kirche in finanziellenFragen zu Herzen nehmen, werdenauch sie diesen Segen erfahren. ■ANMERKUNGEN1. Bereitet alles vor, was nötig ist: dieFamilienfinanzen (Broschüre, 2007)2. „Constancy amid Change“, Tambuli,Februar 1982, Seite 463. „Schulden auf Erden, Schulden imHimmel“, Liahona, Mai 2004, Seite 414. Tambuli, Februar 1982, Seite 465. „Becoming Self-Reliant“, Ensign,November 1991, Seite 646. „Providing for Our Needs“, Ensign,Mai 1981, Seite 857. Bereitet alles vor, was nötig ist: dieFamilienfinanzenDVD überdas Leben vonPräsident Monsonnun erhältlichIm Auftrag des Herrn, eine neueDVD über das Leben und Wirkenvon Präsident Thomas S. Monson, istnun in 14 Sprachen über den Versandder Kirche erhältlich. In diesem einstündigenFilm, der zwischen den Versammlungender Herbst-Generalkonferenz2008 ausgestrahlt wurde, sindGespräche mit Präsident Monson,seinen Angehörigen, Kollegen undFreunden zu sehen. Man kann denFilm unter anderem in folgendenSprachen anschauen: AmerikanischeGebärdensprache, Cebuano, Deutsch,Englisch, Französisch, Italienisch,Japanisch, Kantonesisch, Koreanisch,Mandarin, Portugiesisch, Russisch,Spanisch und Tagalog. ■NACHRICHTEN DER KIRCHE APRIL 2009N5


Tugendhaftigkeit ist nun ein weiteresIdeal der Jungen DamenDie Erste Präsidentschaft derKirche gab vor kurzem bekannt,dass die Eigenschaft „Tugendhaftigkeit“mit in den Leitgedanken unddie Ideale der Jungen Damen aufgenommenwurde.„Diese Ergänzung wird den JungenDamen helfen, hohe sittliche Wertezu entwickeln“, hieß es in einemSchreiben der Ersten Präsidentschaftvom 28. November 2008. „Wirmöchten die Eltern und Führungsbeamtenbitten, die Lehre von derKeuschheit und sittlichen Reinheitzu vermitteln, damit es den Mädchenleichter fällt, tugendhaft und würdigzu sein, heilige Bündnisse einzugehenund die heiligen Hand-Haltet die Tugend hoch!Elaine S. Dalton, Präsidentin der Jungen DamenVor mehreren Jahren unternahmich mit einer Gruppe JungerDamen eine Rucksacktour imTeton-Gebirge in Wyoming. Eswar eine schwierige Wanderung,und am zweiten Tag kamen wirzum gefährlichsten Teil.Wir mussten am Hurricane-Passentlang – der seinen Namen zu Rechtträgt, da dort fast ständig heftigeWinde wehen. Wir wurden von einemRanger angewiesen, in der Mittedes Weges zu bleiben, uns auf demungeschützten Teil der Strecke soweit wie möglich zu ducken, alles inunseren Rucksäcken zu sichern undzügig zu gehen. Dies war keine Stelle,um Fotos oder Rast zu machen. Ichwar erleichtert, als jede Junge Damediese Stelle erfolgreich passierthatte. Und wisst ihr was: Keinelungen des Tempels zu empfangen.“Zum JD-Leitgedanken gehören nundiese Ideale: „Glaube, göttliches Wesen,Selbstwertgefühl, Wissenserwerb,Eigenverantwortung, gute Werke,Redlichkeit und Tugendhaftigkeit.“Die JD-Führungskräfte wurden aufgefordert,„Tugendhaftigkeit“ umgehendmit in den Leitgedanken aufzunehmen,wenn sie ihn mit denJungen Damen aufsagen.Auch das Programm MeinFortschritt wird demnächst umErfahrungen und Projekte zumThema „Tugendhaftigkeit“ erweitert.Anweisungen dazu, wie man dieseÄnderung umsetzen soll, gehenden Führungsbeamten noch zu. ■Elaine S. Daltoneinzige von ihnen fragte, wie nah siedem Abgrund kommen konnte!Manchmal möchten wir uns aufunserem Pfad des Lebens an gefährlichenOrten herumtreiben; wirglauben, dass das lustig und aufregendist und dass wir alles im Griffhaben. Manchmal glauben wir, dasswir am Abgrund leben und unsdennoch unsere Tugendhaftigkeitbewahren können. Aber das ist einriskanter Aufenthaltsort. Wie der ProphetJoseph Smith uns sagte: „Glücklichzu sein ist der Zweck und dieAbsicht unseres Daseins, und diesesZiel wird auch erreicht werden, wennwir dem Pfad folgen, der dahin führt.Dieser Pfad heißt Tugend.“ (Historyof the Church, 5:134f.)Im Buch Lehre und Bündnissegibt der Herr einer seiner kostbarenTöchter – Emma Smith – einen Rat,nämlich treu zu sein und „auf denPfaden der Tugend vor mir [zuwandeln]“ (LuB 25:2).Der Rat des Herrn an Emma Smithrichtet sich ebenso an alle anderenseiner kostbaren Töchter. Was sindalso diese Pfade und was bedeutetTugendhaftigkeit?Tugendhaftigkeit ist eine Denk- undVerhaltensweise, die auf hohen moralischenGrundsätzen beruht. Darinsind Keuschheit und sittliche Reinheiteingeschlossen. Zur Tugendhaftigkeitgehört die Schicklichkeit in Gedanken,Ausdrucksweise, Kleidung und Benehmen.Die Tugendhaftigkeit ist einAnker auf dem Pfad in die Gegenwartunseres himmlischen Vaters. Der Pfadder Tugend führt sowohl in diesemals auch im künftigen Leben ins Glück.Der Pfad der Tugend führt zu einerstarken Familie. Im Pfad der Tugendsind die Grundsteine für die Segnungender Ewigkeit eingebettet.Dieser Pfad führt zum Tempel. Es istalso kein Wunder, dass der ProphetJoseph Smith gesagt hat: „Wenn esetwas Tugendhaftes oder Liebenswertesgibt, wenn etwas guten Klanghat oder lobenswert ist, so trachtenwir danach.“ (13. Glaubensartikel.)N6


In einer weiteren Offenbarungverheißt uns der Herr, dass wir Vertrauenhaben werden, wenn wirTugend immerfort unsere Gedankenzieren lassen. Er verheißt uns, dassunser „Vertrauen … stark werden[wird]“ und wir den Heiligen Geistals ständigen Begleiter haben werden(siehe LuB 121:45,46). Einem jedenvon uns fällt es leichter, auf dem Pfadder Tugend zu bleiben, wenn wir nachden Grundsätzen der Kirche leben.Immer wenn wir würdig sind, denHeiligen Geist als ständigen Begleiterzu haben, können wir darauf vertrauen,dass unsere täglichen Entscheidungenrichtig sind – selbstwenn sie schwierig sind.In aller Welt führen Junge Damenein tugendhaftes und reines Leben.Man sieht es in euren Augen. EuerGesicht strahlt dieses Licht aus. Dochkann es in einer Welt, die uns mitAnblicken, Klängen, Musik und Botschaftenumgibt, die ganz und garnicht tugendhaft sind, schwierig sein,an der Tugendhaftigkeit festzuhalten.Wie steht es mit denen, die auf ihremWeg Fehler begangen haben?Präsident Monson hat gesagt:„Wenn einer von Ihnen auf demWeg ausgerutscht ist, dann gibt esMenschen, die Ihnen helfen werden,wieder rein und würdig zu werden.Ihr Bischof oder Zweigpräsident istgern bereit zu helfen und wird, vollVerständnis und Mitgefühl, alles inseiner Macht Stehende tun, um Sieauf dem Weg der Umkehr zu unterstützen,damit Sie wieder in Rechtschaffenheitvor dem Herrn stehenkönnen.“ („Ein Vorbild an Rechtschaffenheit“,Liahona, Mai 2008,Seite 65.)Noch nie in der Weltgeschichtehat es eine Zeit gegeben, die Tugendhaftigkeitdringender benötigt hätte.Die Segnungen und Verheißungen,die damit einhergehen, wenn mantugendhaft ist, machen euch frei,glücklich und würdig, den heiligenTempel des Herrn zu betreten. Ausdiesem Grund haben wir „Tugendhaftigkeit“in den Leitgedankenund in die Ideale der Jungen Damenaufgenommen. Wenn ihr jede Wocheden Leitgedanken aufsagt, hoffe ich,dass ihr euch daran erinnert, wases bedeutet, die Tugend hochzuhalten.■Die Mitglieder können im Internet in 16 Sprachen nach Gemeindehäusern suchen.Das neue LDS Maps steht in 16 Sprachenzur VerfügungDas GemeindehaussuchsystemLDS Maps, das unter LDS.org,Mormon.org und maps.lds.org aufgerufenwerden kann, steht nun in16 Sprachen zur Verfügung.Mit diesem Programm kannjeder im Internet nach dem nächstgelegenenGemeindehaus derKirche suchen. Es ist auf Chinesisch,Dänisch, Deutsch, Englisch, Finnisch,Französisch, Italienisch,Japanisch, Koreanisch, Niederländisch,Norwegisch, Portugiesisch,Russisch, Spanisch, Schwedischund Tschechisch vorhanden.Über die derzeitigen Suchoptionenkann ein Besucher nach dem nächstgelegenenGotteshaus und nach Versammlungszeitensuchen, indem ereine Adresse eingibt oder den gesuchtenOrt auf einer Karte markiert.Zusätzliche Kontaktinformationen,beispielsweise Telefonnummern,Angaben zur Einheit und Wegbeschreibung,sind ebenfalls über Linkszu eigenen Internetseiten der Einheitenabrufbar.Außerdem kann man nach näherenAngaben zu anderssprachigenGemeinden und Zweigen sowie Studentengemeindenund Einheiten fürJunge Alleinstehende Erwachsenesuchen.Das Gemeindehaussuchsystemim Internet stand in den VereinigtenStaaten und Kanada erstmals imMai 2001 zur Verfügung. Seit August2008 ist es überall verfügbar, unddie Übersetzung in 16 Sprachen liegtseit Dezember 2008 vor. ■NACHRICHTEN DER KIRCHE APRIL 2009N7


ZusätzlicheAnregungen fürdas Miteinander,April 2009§Hier finden Sie zusätzlicheAnregungen für das Miteinander.Die PV-Führungskräftekönnen sie zusätzlich zudem Material verwenden, das indieser Ausgabe des Liahonas abgedrucktist. Das entsprechendeThema und die dazugehörigenAnleitungen und Aktivitäten findenSie unter „Jesus Christus ist meinErretter“ auf Seite KL4 und KL5 imKleinen Liahona.1. Ich habe ein Zeugnis, dass JesusChristus mein Erretter ist. Bitten Siezwei oder drei ältere Kinder einigeTage im Voraus, sich darauf vorzubereiten,in der PV ihr Zeugnis überJesus Christus zu geben. SchreibenSie an die Tafel: „Im vorirdischenLeben habe ich mich entschieden,_____ _____ _____.“ Erinnern Siedie Kinder an das Thema der letztenWoche und welche Entscheidungsie im vorirdischen Leben getroffenhaben (Jesus Christus nachzufolgen).Sagen Sie den Satz gemeinsam auf.Erklären Sie den Kindern, dass ihreEntscheidung, Jesus Christus nachzufolgen,zeigt, dass sie schon imvorirdischen Leben ein Zeugnisvon Jesus Christus hatten und dassdieses Zeugnis wächst, je mehr siein diesem Leben über ihn erfahren.Besprechen Sie mithilfe der Tafelden zweiten Vorschlag im Abschnitt„Zur Vertiefung“ aus Lektion 30 imPV-Leitfaden 7. Verdeutlichen Sieanhand von Johannes 14:6, dass mannur durch Jesus Christus zum ewigenLeben gelangen kann, genau wie manDAS MITEINANDERnur über die Leiter aus der Grubeherauskommt. Geben Sie jedem Kindeinen Zettel und einen Bleistift oderBuntstift. Lassen Sie die Kinder einBild davon zeichnen, wie sie JesusChristus nachfolgen können. BetonenSie, dass die heiligen Schriften, guteMusik und das Zeugnis anderer ihnendabei helfen können, ihr Zeugnis vonJesus Christus zu stärken. Bitten Siedann die Kinder, die Sie im Vorausdamit beauftragt hatten, ihr Zeugniszu geben.2. Wenn wir Jesus Christus nachfolgen,können wir einst wiederbeim himmlischen Vater und beiJesus leben. Die Kinder sollen versuchen,etwas zu zeichnen, wassie nicht kennen (beispielsweiseein seltenes Tier oder eine selteneBlume). Zeigen Sie dann ein Bilddavon und lassen Sie sie es noch einmalzeichnen. Sprechen Sie darüber,inwiefern eine Vorlage hilfreich ist.Erklären Sie dann, dass im Bürovon Präsident Thomas S. Monsoneines seiner Lieblingsgemälde vomErretter hängt. Präsident Monsonhat einmal gesagt: „In schwierigenSituationen sehe ich oft zu diesemBild und frage mich: ‚Was würdeer tun?‘ Und dann versuche ich,demgemäß zu handeln.“ (Jeffrey R.Holland, „Präsident Thomas S.Monson: in den Fußstapfen desMeisters“, Sonderbeilage zumLiahona, Juni 2008, Seite 2.)Geben Sie jeder Klasse eine odermehrere Schriftstellen, die das Beispieldes Erretters verdeutlichen. DieSchüler sollen die Schriftstellen lesenund feststellen, was Jesus getan hat,um ein Beispiel zu geben, und dannIdeen äußern, wie sie diesem Beispielfolgen können. Mögliche Schriftstellen:Johannes 19:26,27 (er sorgtsich um seine Mutter); Johannes13:14,15 (er diente anderen); Apostelgeschichte10:38 (er zog umherund tat Gutes); Matthäus 4:23 (erlehrte das Evangelium); Markus 1:9(er wurde getauft); Lukas 2:52(seine Weisheit nahm zu); Markus10:14-16 (er liebte die Kinder);3 Nephi 17:15-17 (er betete).Für kleinere Kinder: Bilder, aufdenen zu sehen ist, wie Jesus einBeispiel gibt, sollen anderen Bildernzugeordnet werden, auf denenKinder zu sehen sind, die diesemBeispiel folgen. Mögliche Bilderpaare:Von den Bildern zum EvangeliumNr. 206 (Die Kindheit JesuChristi) und aus dem Bildersatz zumPV-Leitfaden 2 Nr. 2-23 (Ein Kindfolgt den Fußspuren seines Vaters);von den Bildern zum EvangeliumNr. 242 (Jesus und seine Mutter)und aus dem Bildersatz zum PV-Leitfaden 1 Nr. 1-46 (Kinder, dieihrer Mutter Blumen schenken); vonden Bildern zum Evangelium Nr.212 (Die Bergpredigt) und Nr. 607(Ein Mädchen hält eine Ansprache inder Kirche); von den Bildern zumEvangelium Nr. 208 (Johannes derTäufer tauft Jesus Christus) und ausdem Bildersatz zum PV-Leitfaden 2Nr. 2-20 (Ein Junge wird getauft);von den Bildern zum EvangeliumNr. 205 (Der junge Jesus im Tempel)und Nr. 617 (In den Schriftenforschen); von den Bildern zumEvangelium Nr. 216 (Christus unddie Kinder) und aus dem Bildersatzzum PV-Leitfaden 2 Nr. 2-49 (ZweiJungen teilen sich einen Keks); vonden Bildern zum Evangelium Nr.225 (Das Abendmahl) und Nr. 604(Das Abendmahl austeilen); ausdem Bildersatz zum PV-Leitfaden1 Nr. 1-64 (Jesus betet mit denNephiten) und Nr. 1-9 (DasMorgengebet). ■N8


REGIONALE UMSCHAU DEUTSCHLAND – ÖSTERREICH – SCHWEIZBOTSCHAFT VON DER GEBIETSPRÄSIDENTSCHAFTOstern – das Fest der FesteElder Robert C. Oaks, GebietspräsidentJeder freut sich über einenFeiertag – einen Tag, an demman nicht zur Schule oderArbeit muss. Vielleicht gibt es sogarGeschenke oder ein besonderesFestessen mit einigen Lieblingsgerichten.Kein Wunder also, dass wir unsauf einen Feiertag alle freuen. Aberes gibt viele verschiedene Feiertagezu begehen. Die meisten gebenauf die Frage, welches Fest sie amliebsten feiern, Weihnachten an;andere wiederum mögen ganzbesonders Feste, bei denen dieFamilie im Mittelpunkt steht, wiebeim Erntedankfest in den USA.Jeder aber hat ein Fest, das erganz besonders gern mag.Ich selbst schätze das Osterfestam meisten. Zunächst einmal habeich die Jahreszeit sehr gern, in derwir Ostern feiern. Frühling – waskann schöner sein als ein Fest, beidem man feiert, dass der Wintervorbei ist und an den Bäumen undBüschen die Knospen der Blätterund Blüten aufspringen und wiederschönes grünes Gras sprießt? Außerdemsieht man neugeborene Lämmer,Zicklein und Kälber auf der Weideoder im Pferch, die uns daran erinnern,dass neues Leben in unsereWelt kommt. Ich kann sogar schonetwas Sommerkleidung hervorholenund die dickeren Wintersachen wegpacken.Aber die wahre Freude an Osternist doch der Anlass, weswegen wires letztlich feiern, nämlich die Auferstehungdes Herrn Jesus Christusaus dem Grab, worin er drei Tage langgelegen hatte, nachdem er am Kreuzgestorben war. Sein entsetzlicherLeidensweg war ruhmreich vollendet.Die Mission, zu der er vorherordiniertwar, war erfüllt. Die Seelen derer, diein vergangenen Zeitaltern verstorbenwaren, und derer, die als künftigeGenerationen noch geboren werdensollten, konnten überglücklichjauchzen: „Grab, wo ist dein Sieg?Tod, wo ist dein Stachel?“Der vollkommene Sohn Gottes,unseres ewigen Vaters, war tatsächlicham Hof von Pilatus gegeißeltund auf Golgota gekreuzigt worden,nachdem er in Getsemani qualvollgelitten hatte. All das bedeutete,dass das Sühnopfer des makellosenLammes Gottes vollbracht war.Allen Menschen sollte nun aufewig der großartige Segen gewisssein, an dem Tag, der ihnen zurAuferstehung bestimmt war, ausdem Grab auferweckt zu werden.Niemand war dazu verdammt, dasssein Geist auf ewig von seinemKörper getrennt bliebe. Das wareine der beiden erhabenen Gaben,die durch das Sühnopfer JesuChristi und seine Auferstehung andiesem ersten Ostermorgen allenzugute kommen. Das allein istschon Grund genug, Ostern überalle anderen Feste zu stellen.Aber das Beste kommt erst noch.Weil der Herr uns so liebevoll gedienthat, wie es sich im Sühnopfer widerspiegelt,hat jeder Mensch die unschätzbareAussicht darauf, dass ihmdie Sünden vergeben werden, soferner glaubt, umkehrt, sich taufen lässtund gehorsam ist. Dank dieser Aussichtauf Vergebung können alle,die wahrhaft umkehrwillig sind, indie Gegenwart des Vaters und desSohnes zurückkehren und für immerbei ihnen leben – als celestiale, vollkommeneWesen innerhalb einerewigen Familie. Das ist die zweiteElder Robert C. Oaksgroße Verheißung, die aus dem SühnopferJesu Christi vor fast 2000 Jahrenfolgt. Das Geschehen gipfelte darin,dass die Engel den Stein beiseiterollten, der den Zugang zum Grabversperrte, sodass Christus herauskommenkonnte, nachdem sein Geistund sein Körper am herrlichen Ostermorgenauf ewig wiedervereintworden waren.Diese beiden unvergleichlichenGaben, die Auferstehung und dieChance auf Vergebung, erhalten wirals unmittelbare Folge des LeidensChristi. Diese Gaben sind herrlich,aber das entsetzliche Leiden ist fürden menschlichen Verstand unbegreiflich.Daher bleibt uns nichtsanderes übrig, als das alles zutiefstdankbar anzunehmen und uns nachbesten Kräften zu bemühen, unserLeben so vom Geist prägen zu lassen,dass man sieht, wie aufrichtig unsereDankbarkeit ist.Elder Neal A. Maxwell (1926–2004) brachte das auf den Punkt,NACHRICHTEN DER KIRCHE APRIL 2009N9


als er sagte: „Das Schicksal dergesamten Menschheit hing vom CharakterChristi ab, und er schrecktenicht zurück.“ Dank sei Gott fürdie Größe seines einziggezeugtenSohnes, des Messias, des Erlösersund Erretters aller Menschen.Mögen wir immer bestrebt sein,seinen Sieg über den Tod und dasGrab, den er an jenem Frühlingswochenendein Jerusalem vor sovielen Jahren errang, zu feiern.Mögen wir immer bestrebt sein,unser Leben erneut dem christlichenDienst zu weihen, indem wir unsstets bemühen, seinem großartigenBeispiel nachzueifern. Dank seiGott für die größte aller Gaben –seinen Sohn Jesus Christus, unserenErretter und Erlöser. ■Kammerchor Vocalis besuchtMissionen in OsteuropaRolf und Gisela Metzner, Kammerchor VocalisPolen/Tschechien (MD): Eineeinzigartige Erfahrung stellte für denKammerchor Vocalis die Osteuropa-Tour unter der Leitung von ChristianWolfert und Sonja Sperling in dieMissionen Polen und Tschechiendar. Auf Einladung der Missionspräsidentschaftenund Weisung derGebietspräsidentschaft starteteder Chor seine zehntägige Reiseam 10. Oktober 2008 in Hannoverbeziehungsweise in Frankfurt.Krakau bot bei strahlend blauemHimmel und Sonnenschein eine herrlicheKulisse, um auf dem historischen„Rynek“ zwei Stunden zu singen. Wiehier in Krakau, hatten auch in denanderen Städten die Missionare allesgetan, um die Auftritte zu ermöglichen,was oft an ein Wunder grenzte.Gerne verweilten Passanten,Priester aus den nahe gelegenenMissionstreffenFür alle Hamburg-Harvester,die zwischen 1992 und 1995unter Präsident Dahlquist in derDeutschland-Mission Hamburggedient haben:30. Mai 200914:00 Uhrin HamburgWir möchten mit euch undeuren Familien einen gemütlichenNachmittag verbringen und freuenuns auf die gemeinsame Zeit!Bei der Organisation einer Übernachtungsmöglichkeitsind wirgern behilflich.Anmeldungen bittebis 1. Mai 2009 an:Stefanie Kube (geb. Fritz)Tel: 0231-700 22 67kubedo@dokom.net ■Der Kammerchor Vocalis singt auf der Karlsbrücke in PragFOTO VON JOSEF ÅKEBRANDN10


FOTO VON JOSEF ÅKEBRANDKirchen und Touristen, um derschönen Musik zu lauschen und sichmit den Missionaren und Chormitgliedernzu unterhalten. In Kattowitzsang der Chor am Sonntagmorgenwährend der Distriktskonferenz.Auf dem Marktplatz in der WarschauerAltstadt stellten die Chormitgliederwieder fest, dass die Musikder Kirche die Menschen einlädt,zuzuhören – nicht nur dem Gesang,sondern auch der Evangeliumsbotschaft.Nach dem Besuch einiger jüdischerGedenkstätten in Warschau fuhrder Chor am Abend zum Wohnsitzdes Missionspräsidenten Engbjerg.Ein herrlicher Geist herrschte dort,wunderbare Zeugnisse wurden gegeben,und die Musik des Choreserfüllte das Haus.Elder Hanzal, ein in seine tschechischeHeimat zurückgekehrterMissionar, begleitete den Chor vonBrünn aus, um bei der Übersetzungzu helfen. Auch hier erlebte manChormitglieder nach dem Konzert inKrakau im Gespräch mit katholischenPriesternwieder beim Singen in der Stadt einegroße Offenheit und Gesprächsbereitschaftder Passanten und Zuhörer.Im Zentrum Prags hatte der Choram Nachmittag die Gelegenheit, inder alten Hussitischen Kirche St.Mikulas bei herrlicher Akustik einBenefizkonzert zu geben. Der Chorwurde dort von dem Pfarrer offiziellals Kammerchor der Kirche JesuChristi der Heiligen der LetztenTage begrüßt.Auch auf der historischen Karlsbrückemit ihren vielen Passantengab es wieder eine gute Gelegenheit,die Kirche vorzustellen. Nach einerFireside im Gemeindehaus in Pragschloss der Chor seine Reise miteiner bewegenden und glaubensstärkendenZeugnisversammlung ab.Auf der Rückfahrt gestalteten dieSänger in der Gemeinde Erlangenmit ihren Liedern die Abendmahlsversammlung.Sie sind dankbar, wieder wohlbehaltenzu Hause angekommen zusein. Der Schutz des Herrn, seineFührung, Hilfe und Leitung währendder ganzen Reise und dass der Chorin seinem Auftrag unterwegs seindurfte, wird für viele Mitwirkendeeine unvergessliche Erfahrung undErinnerung bleiben. ■„Der kleine Tag“ – ein Musical zum PfahlballEva-Maria Bartsch, Redakteurin der Regionalen UmschauFreiberg: Am 3. Oktober 2008fand im Freiberger Ballhaus „Tivoli“der Ball des Pfahles Dresden statt.Über 500 Mitglieder und Gästehatten sich eingefunden, um à lacarte zu speisen und nach tollerLive- und Bandmusik zu tanzen.Dieser Anlass war der richtigeZeitpunkt für die Aufführung desMusicals „Der kleine Tag“ durchdie Jungen Damen und Männerdes Pfahles und den Kinder- undJugendchor der Gemeinde Dresden,und zwar auf Grundlage der Erzählungvon Wolfram Eicke und dermusikalischen Gestaltung von RolfZuckowski und Hans Niehaus. Aufder Eintrittskarte ist darüber zuDie Schulkinder, die gerne mal Tiere sein wolltenFOTO VON GERT HIRSCH, GEMEINDE COTTBUSNACHRICHTEN DER KIRCHE APRIL 2009N11


FOTO VON GERT HIRSCH, GEMEINDE COTTBUSAlle Mitwirkenden beim Musical „Der kleine Tag“lesen: „Im Lichtreich hinter denSternen und auf der Erde zeigt unsder kleine Tag, dass die Kleinenoft größer sind, als die Großen esdenken. So wie es jeden Tag nur einmalgeben kann, ist auch der kleineTag einmalig, und das erleben wirmit ihm auf seiner Reise auf demLichtstrahl zur Erde und zurück.“Schon im Januar 2007 wurdedie Idee von der JD-Pfahlleitunggeboren und zur Jugendtagungim Oktober 2007 den Jugendlichenvorgestellt. Das Projekt fand großenAnklang. Jeder konnte daran teilnehmen.Es waren nicht nur Sängerund Schauspieler gefragt, sondernauch Techniker und Bühnengestalter.Nachdem die Rollen verteiltwaren, wurde von allen Akteurenvoller Einsatz gefordert. Einzel- undGesamtproben ließen nicht nur dieverschiedenen Szenen entstehen,sondern auch ein Team zusammenwachsen,das sich gegenseitig halfund Mut machte. Unter der Leitungvon Schwester Ines Hirsch aus derGemeinde Cottbus, die von ihrerganzen Familie sehr engagiert unterstütztwurde, fanden an einem Wochenendeim September 2008 dieentscheidenden Proben statt. „Ja,es kann etwas werden!“, äußertesich optimistisch die Leiterin undspornte die „Künstler“ mit Liebeund Geduld an. Parallel dazu hatteder Dresdener Kinderchor, dersich mit großer Freude und demnötigen Lampenfieber ins Gesamtbildeinfügte, unter der Leitungvon Schwester Eva-Maria Bartschdie „Schulklassenszene“ und dieChorgesänge der Tage im Lichtreichgeprobt.Am Aufführungstag war im„Tivoli“ auf der großen Bühnemit voller Kulisse, Mikrofonen,Scheinwerfern und Kostümendie Generalprobe. Man brauchtekeine Schminke, denn alle glühtenvor Aufregung. Natürlich klapptenicht alles – das darf es ja auchnicht bei einer Generalprobe!Kurz nach 15:00 Uhr ging derVorhang auf. Wenn man genauhinhörte, vernahm man durchdie Mikros sogar das Klopfen derHerzen. Und dann – klappte alles wieam Schnürchen: Die Sänger fandenihre Einsätze und Töne, alle Regieanweisungenwurden umgesetzt, dieTechnik funktionierte, der Wechselder Mikros war schnell, und dasBeste: Das Publikum war begeistert.Lang anhaltender Applaus forderteeine Zugabe.Dieses Musical war nicht nur einErlebnis für den Pfahl, sondern dankeiner großartigen Führung auch eineaußerordentliche Herausforderungund Erfahrung für die Jugendlichen,die an Musikalität, Selbstwertgefühl,Teamgeist und Selbstvertrauengewonnen haben. ■Rettung für„Siegfrieds Tod“Eva-Maria Bartsch, Redakteurin derRegionalen UmschauDresden: Am Sonnabend, dem25. Oktober 2008, konnte man 36Männer, Frauen und größere Kindermit Spitzhacken, Spaten und Schaufelnim zentral gelegenen historischenPark, der Bürgerwiese vonDresden, arbeiten sehen. Durch dasdunkle Grün der dicht stehendenEiben leuchteten die gelben Westender fleißigen Arbeiter mit demMormon-Helping-Hands-Logo. Eswar das Ziel, den seit vielen Jahrenvernachlässigten Brunnen „SiegfriedsTod“, der anlässlich der Reichsgartenschauim Jahr 1936 vom DresdnerBildhauer Franz Weschke errichtetworden war, zum Sprudeln zubringen.Anlässlich des 20-jährigen Bestehensdes Pfahl- und Gemeindezentrumswar es gelungen, für dasgeplante Dienstprojekt einen Auftragzu bekommen, der der nachhaltigenVerschönerung Dresdensdienen sollte.Der Wochenkurier berichtetedarüber am 29.10.2008: „Der Siegfriedbrunnensteht ziemlich verstecktauf der Bürgerwiese und läuft schonlange nicht mehr. Das könnte vomnächsten Jahr an anders werden.Einen Grundstein dafür gelegt haben36 Mitglieder der Gemeinde derKirche Jesu Christi der Heiligen derLetzten Tage, indem sie der Stadt einGeschenk in Form des ,Einhundert-Stunden-Projektes‘ gemacht hat. …Bei der Maßnahme wurde von dembereits vorhandenen Wasserzählerschachtaus eine Gartenleitung biszum Brunnen verlegt. Dafür wurdeder Rohrgraben ausgehoben undN12


FOTO VON EVA-MARIA BARTSCHFOTO VON EVA-MARIA BARTSCHMit Spaten und Spitzhacke ganz bei der SacheStrahlende Gesichter nach getaner Arbeitanschließend wieder verfüllt. Sokonnte der Wasseranschluss für denSiegfriedbrunnen hergerichtet werden.… Weschke (der Bildhauer)greift das Thema von Siegfried, demDrachentöter, aus der Nibelungensageauf. Der Brunnen wurde vor Jahrendurch Rodung von Gehölzen freigelegt.… Eine Wiederinbetriebnahmescheiterte aus Kostengründen.“Die Entscheidung für das Projektfiel erst drei Tage vor dem geplantenTermin beim Amt für Denkmalpflege,was nicht nur große Freude bei denInitiatoren vom Brunnenförderverein,sondern auch bei den Organisatorender Kirche auslöste. Schon währendder Arbeit waren die Anwesendendes Vereins und der leitende Bauingenieurüber den Enthusiasmusder Helfer begeistert. Sie hattendie Aktion sehr gut vorbereitet, allebenötigten Materialien waren vorhanden.Selbst ein kleiner Imbissstandsorgte für kostenlose Getränkeund Bratwürstchen. Früher als geplantwar das Ziel erreicht. Der Fußweg,unter dem sich nun das Wasserrohrbefand, sah mit seinem frischen rotenKies schöner aus als zuvor. Den amBrunnen versammelten Teilnehmernerklärte der Brunnenbaumeisterdie Geschichte dieses Brunnens.Aus dem Lautsprecher seines Autoserklang ein Ausschnitt aus der Siegfriedsage,und in dem Moment, alses hieß: „… sprudelte das Wasseraus dem Fels“ spritzte mit einergroßen Fontäne das Wasser ausdem Brunnen. Freudiger Jubel!Im nächsten Frühjahr wird abernur ein kleiner Quell über SiegfriedsHand fließen und ein Schildchen andie Retter des Brunnens erinnern. ■Vierzig JahrePfahlhaus ZürichChristian Gräub, Leiter der JungenMänner der Gemeinde Zürich-Altstetten,Pfahl St. GallenZürich (EB): Am 5. Mai 1968wurde das Pfahl- und GemeindehausZürich durch Elder Ezra TaftBenson geweiht. Das war der Anlass,nach vierzig Jahren dieses Ereignisfeierlich zu begehen. Deshalb fandam 4. Mai 2008 in dem schönenBacksteingebäude unter der Leitungvom Bischof der GastgebergemeindeSchwamendingen, Urs Wichtermann,ein Sondergottesdienst statt.Anwesend waren die Mitgliederder Gemeinden Altstetten undSchwamendingen sowie desZweiges Dielsdorf. Seit einemJahr gehören die drei Gemeindenunterschiedlichen Pfählen an, dadie Grenze der Pfähle Zürich undSt. Gallen nun mitten durch dieStadt Zürich führt. Präsident MarkusAeschbacher, Zweiter Ratgeber inder Präsidentschaft des PfahlesSt. Gallen, brachte hierzu währendseiner Ansprache einen schönen Vergleichan: „Die Stadt wurde geteiltwie ein Apfel, den man in der Mittedurchschneidet; dadurch sind dieSamen freigelegt worden, die zuneuem Wachstum führen.“Da das Pfahlhaus für fast alleSchweizer Mitglieder mit persönlichenErlebnissen verbunden ist,waren auch die Mitglieder der dreideutschschweizer Pfähle eingeladen,sodass die Kapelle mit etwa 300Anwesenden sehr gut besucht war.Die Feier stand unter dem Motto:„Lasst Zion sich erheben und seineschönen Gewänder anlegen“ (LuB82:14) und wurde durch einengemischten Chor, einen PV-ChorNACHRICHTEN DER KIRCHE APRIL 2009N13


FOTO VON PETER KOCHFOTO VON CHRISTA AEBERLIDas Pfahl- und Gemeindehaus Zürich nach seiner Fertigstellung 1968und ein Orchester unter der Leitungvon Christian Gräub musikalischumrahmt.Die Veranstaltung begannmit einem Rückblick von BruderChristian Gräub, der einen Berichtvon der wechselvollen Geschichtedes damaligen Schweizer Pfahlesund der Entstehung des Gotteshausesgab. Danach berichtetePeter Koch, der den Bau als Baumissionar„Stein für Stein“ begleitet undeine umfangreiche Fotosammlungerstellt hatte. Dadurch konntenim Anschluss an seine Wortedie Versammelten bei Klängendes Tabernakelchores eine Fotopräsentationvon der Entstehungdes Gebäudes, vom Modell überden ersten Spatenstich bis hin zurVollendung betrachten.Patriarch Peter Gysler, der von1970 bis 1986 der Präsidentschaftdes Pfahles Zürich angehört hatte,sagte in seinem Rückblick: „Die Zeitdes Pfahlhausbaus ist eine Zeit gewesen,da Zion sich buchstäblichaus den Kellern in die Höhe erhobund für alle sichtbar wurde.“ Tatsächlichwaren bis in die Siebzigerjahreviele Gemeinden in schäbigen Kellerräumeneingemietet. Heute sinddie meisten Gemeinden in schönen,repräsentativen Gebäuden untergebracht,und weitere Gemeindehäusersind im Entstehen.Missionspräsident Dietmar Maternrief dazu auf, die Erinnerung dazu zunutzen, in der Gegenwart weiterhinschöpferisch tätig zu sein. PräsidentRobert Koch, der zwischen 1995 und2003 über den Pfahl Zürich präsidierteund bis zum 1. Mai 2008 als Gebietssiebzigerberufen war, sprach davon,Der gemischte Chor und der PV-Chor warten auf ihren Einsatz zum Lied „Gebeteines Kindes“dass die Mitglieder auch heute nochund oftmals im Stillen Pionierleistungenvollbringen. ■Ein Gotteshausmit 20-jährigerGeschichteEva-Maria Bartsch, Redakteurin derRegionalen UmschauDresden: Vor 20 Jahren, am 25.Oktober 1988, wurde in Dresdendurch Präsident Thomas S. Monsondas neu erbaute Pfahl- und Gemeindehausgeweiht. Das geschah dreiJahre nach der Weihung des Tempelsin Freiberg. Es war das dritte neuerbaute Kirchengebäude auf demTerritorium der DDR. Mit dem Baudieser Gotteshäuser wurden dieersten Vereinbarungen erfüllt, dieam 6. März 1978 zwischen PräsidentThomas S. Monson, damals ZweiterRatgeber in der Ersten Präsidentschaftder Kirche Jesu Christi derHeiligen der Letzten Tage, als Generalautoritätsowie weiteren Repräsentantender Kirche und dem Vorsitzendendes Staatsrates der DDR,Erich Honecker, sowie Vertretern derRegierung getroffen worden waren.Zwar dauerte es bis zur Weihungdes Dresdner Gemeindehausesüber zehn Jahre, trotzdem war dasErgebnis zu der damaligen Zeit einWunder.Die vielen Interessierten, die zurWoche des offenen Hauses kamen,waren erfreut über die Architekturdes Gebäudes, das sich dem einstprächtigen Villenviertel anpasst, understaunt über die gediegene Innenausstattung,die auf sakralen Prunkverzichtet.Auch wenn die Mitglieder und dieMissionare darüber aufklären, dassdieses Gebäude ein Pfahl- und Ge-N14


FOTO: ARCHIV DER GEMEINDE DRESDENOktober 1988: Während der Eröffnungswocheriss der Besucherstroman der „neuen Kirche“ nicht abmeindehaus ist, sprechen die Leuteweiterhin vom Mormonentempel.Unter der Überschrift: „DieserTempel ist kein richtiger Tempel“berichtete am 22.10.2008 der Wochenkurier:„Im Volksmund heißter Mormonentempel. Korrekt ist dieBezeichnung Gemeinde- und PfahlhausDresden der Kirche Jesu Christider Heiligen der Letzten Tage. EinTempel jedoch ist nach dem Glaubender Kirche … ein prächtiger, göttlicherOrt, in dem heilige Sakramenteund Bündnisse vollzogen werden.Im Pfahlhaus an der Tiergartenstraßewerden die Gottesdienste mit Abendmahlund die Religionsbelehrungendurchgeführt.“Es wird weiter sachlich richtigvon den Sakramenten berichtet,die im Gemeindehaus durchgeführtwerden. „In den ersten zehn Jahrennach Eröffnung des Gemeindezentrumsan dieser Stelle haben sich 338Gläubige taufen lassen.“ Die RedakteurinClaudia Dahlke schreibt überdie Taufe, das Wort der Weisheit, denZehnten und das Fastopfer und wasdamit getan wird, darüber, dass einProphet die Kirche und ein Bischofdie Gemeinde führen, und von derOrganisation und den Missionarender Kirche Jesu Christi der Heiligender Letzten Tage. „Als vor zwanzigJahren das Pfahlhaus nach Plänen desArchitekturbüros unter der Leitungvon Dr. Dieter Hantzsche eröffnetwurde, war dasöffentliche Interessegroß. Eva-MariaBartsch erinnertsich, dass 30 000Dresdner guckenkamen und sich überdie ,Mormonen‘ informierten. Dazubesteht wieder Gelegenheit amGeburtstagswochenende. So ist amSonntag, 26. Oktober, offene Kirche,wo Gemeindemitglieder für Führungenund Erklärungen zur Verfügungstehen oder Interessierte amGottesdienst teilnehmen können.Öffentlich ist auch der Liederabendam 23., 19 Uhr, mit Tenor Olaf Heller.Ein Dienstprojekt von 100 Stundenam 25. Oktober soll der Verschönerungder Landeshauptstadt dienen.Mit dem Ball der Fröhlichkeit am 24.Oktober beweist sich die Gemeindeeinmal mehr, dass Gläubigkeit undGottvertrauen nicht nur eine ernsteAngelegenheit sind.“Dieser Beitrag bewirkte, dass weitüber 100 Interessierte am angekündigtenSonntag in die Kirche kamen.Unter der Rubrik „DresdnerGeschichte“ veröffentlichte am 27.Offenbach (EB): Unter dem Motto:„Für Gott bist du nicht nur eine Nummer“lud Familie Ockruck die JungenAlleinstehenden Erwachsenen desZweiges Offenbach, Pfahl Frankfurt,vom 8. bis 10. August 2008 zu einemaußergewöhnlichen Wochenende inihr Heim nach Dietzenbach ein.Das Treffen begann am Freitag imWohnzimmer der Familie mit einerFireside, auf der der PfahlpatriarchGerd Amelong sprach. Er legte denBitte um Geschichten für KinderKennen Sie eine inspirierende, wahreBegebenheit für Kinder, die vonKindern handelt und die Sie anderenerzählen möchten? Der Liahona istinteressiert an solchen Geschichten,die dann vielleicht in der Zeitschrifterscheinen. Mögliche Themen: Vergebung,Dienen, das Abendmahl, dasZeugnis, der Zehnte, das Wort derWeisheit usw.Bitte senden Sie Ihren Beitrag perE-Mail an liahona@ ldschurch.org oderper Post an: Liahona, Children’s Stories,50 E. North Temple St., Rm. 2420, SaltLake City, UT 84150-3220, USA. ■Oktober 2008 die Sächsische Zeitungaus dem aktuellen Anlass einenBeitrag von der Öffentlichkeitsbeauftragtender Gemeinde Dresden,Eva-Maria Bartsch, unter dem Titel„Kirchenbau wird zur Attraktion“.In dem Artikel wird an die historischenHintergründe erinnertund wie es zum Bau eines neuenKirchengebäudes zur Zeit der nochsozialistischen DDR kam. Ein Farbfotozeigt die riesige Menschenschlange,die auf Einlass wartet.Heute nimmt das Gotteshauseinen geachteten Platz im Stadtbildein, ob nun als „Mormonentempel“oder als Pfahl- und Gemeindezentrumder Kirche Jesu Christi derHeiligen der Letzten Tage. ■„Für Gott bist du nicht nur eine Nummer“– ein JAE-WochenendeJasmin Ockruck, Erste Ratgeberin in der FHV, Zweig Offenbachjungen Leuten den PatriarchalischenSegen als wichtigen Bestandteil desEvangeliums ans Herz. Des Weiterengehörten zum Programm eineNachtwanderung und ein Seminarüber positives Denken, das BruderGrünwälder leitete.Der Höhepunkt des Treffens warein Dienstprojekt im OffenbacherWaldzoo. Dort musste ordentlichsauber gemacht und repariert werden.Die Einfassung des MisthaufensNACHRICHTEN DER KIRCHE APRIL 2009N15


FOTO VON JASMIN OCKRUCKDie Offenbacher Jungen Alleinstehenden Erwachsenen im Zoowurde ausgebessert, Tierhüttenwurden gestrichen, und der Teichwurde gereinigt. Am meisten beeindrucktedie jungen Leute der direkteKontakt mit den Tieren. Ob Schildkröten,Schweine, Ziegen, Esel,Aus der Geschichte der KircheDeutschland (RS): „Die Frauenvereinevon Berlin, Mannheim, München,Nürnberg und Scherli sindentweder gar nicht, oder nur mitMissionareAus dem deutschen Sprachraum wurden folgende Mitglieder auf Missionberufen:Marcel ArnoldGemeinde Bamberg,Pfahl Nürnberg:Deutschland-Mission BerlinJohannes BohnerGemeinde Feucht,Pfahl Nürnberg:Ungarn-Mission BudapestQuartalberichten versehen. Es dienehiermit zur Notiz, daß wir einen jährlichenBericht wünschen, ehe wirdieselben publizieren können.“(Aus Der Stern, 1. Februar 1888,Seite 47.) ■Tiffany L. StüssiZweig Interlaken,Pfahl Bern:Tempelplatz-MissionSalt Lake CityPferde, Kängurus oder Waschbären –alle wurden verwöhnt.Zur Abschlussversammlung amSonnabend waren der OffenbacherZweigpräsident Heinrich Schott unddie Pfahlbeauftragte für das Religionsinstitut,Schwester Ulla von Selchowgekommen. Ihre Zeugnisse wurdenzum geistigen Erlebnis.Der Gottesdienst am Sonntag gehörteden JAE. Ihre Zeugnisse zeigten,dass sie das Wochenende im Familienkreissehr positiv bewerteten. DieBeziehungen zum himmlischen Vaterund Jesus Christus wurden gestärktund die Freundschaften untereinandergefestigt.Die JAE haben sich über das Dienstprojekthinaus bereit erklärt, einmalim Monat im Zoo zu helfen. Eine großartigeFreundschaft zwischen dem Zoound dem Zweig Offenbach ist durchdieses Treffen entstanden. ■Impressum RegionaleUmschau Deutschland –Österreich – SchweizLeitender Redakteur:Reinhard Staubach (RS)Chefin vom Dienst:Françoise Schwendener (FS)Zentralredaktion:Ralf Grünke (RG)Redaktion Deutschland Nord:Marianne Dannenberg (MD),Hindenburgdamm 70, 25421 Pinneberg,Deutschland; md@tohuus.de; zuständigfür die Pfähle Berlin, Dortmund, Düsseldorf,Hamburg, Hannover, Neumünsterund die Distrikte Neubrandenburg,OldenburgRedaktion Deutschland Südund Schweiz:Eva-Maria Bartsch (EB), Pirnaer Landstr.316, 01259 Dresden, Deutschland;evamariabartsch@aol.com; zuständigfür die Pfähle Bern, Dresden, Frankfurt,Heidelberg, Leipzig, München, Nürnberg,St. Gallen, Stuttgart, Zürich und denDistrikt ErfurtRedaktion Österreich:Judith Hansen (JH), Am Wiesenhof3/27, A-4813 Altmünster, Österreich;judith.hansen@gmail.com; zuständigfür die Pfähle Salzburg, WienIhre Beiträge für die Regionale Umschausind uns stets willkommen. Die Redaktionbehält sich vor, die Artikel zu kürzen oderanzupassen. Die Veröffentlichung der Texteund Fotos hängt von deren Qualität,Angemessenheit und dem verfügbarenPlatz ab. ■EUROPE AREA (GERMAN)N16

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