Jahresbericht 2012 - WBI Freiburg

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Jahresbericht 2012 - WBI Freiburg

Nano | Micro | MacroStaatliches Weinbauinstitut FreiburgJahresbericht 2012STAATLICHES WEINBAUINSTITUT FREIBURG


GliederungAbteilung Thema SeiteBiologie Drosophila suzukii – Ein neuer Schädling im Fokus 4Biologie Trinationales INTERREG-Projekt 6Biologie Einblicke in das Infektionsgeschehen beim Echten Mehltau 8Biologie Beratungs- und Forschungsprojekt zu Wasserschutz und Bodenpflege im Weinbau 10Oenologie Mikrovinifizierung in der Versuchskellerei 12Oenologie Weinvermarktung im Anbaugebiet Baden 14Weinbau Tafeltrauben – Züchtung und Erzeugung am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg 16Weinbau Bodenbearbeitung im Unterstockbereich 18Staatsweingut Ausbildung im Staatsweingut Freiburg 20Zentrale Dienste Tage der offenen Tür beim WBI am 7. & 8. September 2012 22Direktion Organisation 24Zentrale Dienste Personal & Finanzen 26Zentrale Dienste Baumaßnahmen 28Zentrale Dienste Veranstaltungen in 2012 29HinweisDie Kurzbeschreibungen der laufenden und abgeschlossenen Projekte stehen Ihnenals Tätigkeitsbericht auf unserer Homepage unter www.wbi-freiburg.de als PDF-Dateizur Verfügung.Fotos TitelseiteGroßes Foto: Kirschessigfliege Drosophila suzukii auf Weinbeere, stark vergrößertUnten links: Befallssymptome von ESCA. Flyer des INTERREG-Projekts BACCHUSUnten Mitte: Hauptgebäude WBIUnten rechts: pilzwiderstandsfähige Tafeltraubensorten in Hoch- und SpaliererziehungFotos RückseiteLinks: Staatsweingut Freiburg, Gutsbetrieb Blankenhornsberg, IhringenMitte: Staatsweingutleiter und Kellermeister vom Blankenhornsberg: Bernhard Huber und Philipp IseleRechts: Rebfläche an der Wonnhalde, mit Blick auf den Schönberg


VorwortDas Jahr 2012 war besonders geprägt vom erstmaligen Auftreten der Kirschessigfliege in Baden.Dieser neue, wärmeliebende Schädling zeigt deutlich, dass wir uns mit den klimatischen Veränderungenzunehmend auf neue Herausforderungen einstellen müssen. Lesen Sie dazu mehr inunserem Leitartikel.Ebenfalls neu ist das INTERREG-Projekt BACCHUS – mit dem Weinbauinstitut als Projektleitung.Das Projekt intensiviert die bestehende langjährige Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungenin der Schweiz, dem Elsass und der Pfalz. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass dieaktuellen Forschungsergebnisse an die Winzer und die breite Öffentlichkeit weitergegeben werdenund damit wichtige Informationen über die Notwendigkeit von Pflanzenschutz im Weinbautransportiert werden.Liebe Leserinnen und Leser, im vorliegenden Jahresbericht haben wir für Sie weitere Arbeitsschwerpunkteund die wichtigsten Zahlen und Fakten des Jahres 2012 zusammengestellt. Ich freuemich, wenn Sie sich nicht nur ein Bild über die Aktivitäten des WBI machen können, sondernwenn Ihnen diese Lektüre zahlreiche Anregungen bieten kann.Mein besonderer Dank gilt dem gesamten Personal des WBI für das große Engagement und die imJahr 2012 geleistete hervorragende Arbeit.IhrDr. Rolf SteinerDirektor3


BIOLOGIEDrosophila suzukii – Ein neuer Schädling im FokusDie Kirschessigfliege Drosophila suzukii (Abb.1) ist ursprünglichin weiten Teilen Asiens verbreitet. Durch denExport von Früchten konnte sie ihre natürlichen Barrierenüberwinden und großräumig in alle Welt verschlepptwerden. Im Jahr 2008 traten erste Individuen auch in Europaauf. In den Folgejahren breitete sich das Tier überSpanien, Italien, Frankreich, Slowenien, Österreich unddie Schweiz aus. Gegen Ende 2011 wurden erste Fundeaus Süddeutschland gemeldet. Die Kirschessigfliege istpolyphag und befällt somit ein großes Spektrum vonweichschaligen Früchten. Auch in Kelter- und Tafeltraubenwerden die Eier abgelegt. Durch die Eiablage ingesunde, reife Früchte und ein hohes Vermehrungspotentialgeht von diesem Schädling ein besonderes Risiko fürden Obst- und Weinbau aus. Die Larven schlüpfen bereitsnach einem Tag und beginnen die Früchte von innenzu fressen. Daraufhin faulen die gesunden, reifen Früchtesehr rasch und mindern so die Erntequalität.Monitoring in BadenAufgrund der Relevanz dieser Art hat das StaatlicheWeinbauinstitut (WBI) 2012 ein umfangreiches Monitoringbegonnen, um die Ausbreitung dieses neuenSchädlings in Baden zu verfolgen. Dazu wurden in derOrtenau, im Breisgau, am Kaiserstuhl und Tuniberg, imMarkgräflerland sowie am Bodensee insgesamt über 100Fallen (Abb. 2) ausgebracht und in der Regel im Wochenrhythmuskontrolliert. Dabei hat das WBI von derWeinbauberatung aber auch von zahlreichen Praktikern,denen an dieser Stelle herzlich gedankt sei, Unterstützungerhalten. Die Auswertung der Fallen erfolgte amWBI. Unter dem Binokular wurden die darin enthaltenenKirschessigfliegen ausgezählt. Die Bereiche nördlichvon Karlsruhe haben das Landwirtschaftliche TechnologiezentrumAugustenberg (LTZ) und das Julius-Kühn-Institut (JKI) Dossenheim betreut. Die Überwachungmit Fallen erfolgte in Obst- und Rebanlagen aber aucham Waldrand. Die meisten Fallen wurden in den Wintermonatenweiterbetreut, wobei nun der Fallenwechsel aufeinen 14tägigen Rhythmus geändert wurde.Auftreten ab 2012Die ersten Individuen traten ab Mitte Juli 2012 im südlichenMarkgräflerland auf. Ab Anfang August zeigtenauch Fallen am Kaiserstuhl Kirschessigfliegen. In denHerbstmonaten kamen viele weitere Gemarkungen hinzuund die Fangzahlen stiegen im Allgemeinen weiter an.Die Kirschessigfliege hat sich 2012 anscheinend in weitenTeilen Badens etablieren können. Besonders markantwaren die Fangzahlen im südlichen Markgräflerland undam nördlichen Kaiserstuhl.Abb.1: Kirschessigfliege (vergrößert)Abb. 2: Monitoringfalle in einer Brombeerhecke4


BIOLOGIEBefallene KulturenAufgrund des späten Auftretens der Kirschessigfliegewaren viele Kulturen (z.B. frühreifende Erdbeeren, Kirschen)nicht betroffen. Starker Befall wurde hingegen inBrombeere, Himbeere und Holunder ermittelt. Im südlichenMarkgräflerland kam es zur ersten Eiablage in Keltertrauben,besonders in Spätburgunder, Grauburgunderund Rotem Gutedel. Erstes Anzeichen war gewöhnlichSaftaustritt (Abb. 3) aus den mit Eiern belegten Beeren.Daraufhin begannen diese Beeren rasch zu faulen. UmfangreicheBonituren des WBI ergaben, dass es sich nurum ein lokales Befallsereignis handelte. Obwohl auch inanderen Gemarkungen Kirschessigfliegen in Fallen inRebbergen gefangen wurden, konnte trotz intensiver Suchekein weiterer Befall durch Kirschessigfliegen in Traubennachgewiesen werden.Viele Fänge im NovemberBesonders auffallend war der Anstieg der Fangzahlenim November an Waldrändern (Abb. 4), was wohl mitder Überwinterung in Zusammenhang gebracht werdenkann. Zurzeit ist noch unklar, wo die Kirschessigfliegendie kalten Monate verbringen. In wärmeren Periodenkönnten austretende Säfte von Bäumen oder Honigtauder überwinternden Fliege als Nahrung dienen.Das WBI untersucht zurzeit die Rolle der verschiedenenStrukturen als Winterquartiere und überwacht auchden Anteil der überwinternden Tiere. Dies ist besonderswichtig, um die Populationsentwicklung im Folgejahr zuprognostizieren und einen möglichen Befall in den verschiedenenKulturen abschätzen zu können.Dieser neue Schädling erfordert ein umsichtiges Vorgehen.Das WBI ist Mitglied in nationalen und internationalenArbeitsgruppen, die das Auftreten der Kirschessigfliegegenauestens verfolgen, Erfahrungen austauschenund Bekämpfungsstrategien erarbeiten.Dr. Michael Breuer, Felix BriemReferat Ökologie, Mittelprüfungmichael.breuer@wbi.bwl.deIndividuenzahlAbb. 3: Saftaustritt ist ein typisches Anzeichen bei Befall mitKirschessigfl iege (hier Spätburgunder)Abb. 4: Fangzahlen in einer Monitoringfalle am Wald an einem typischenStandort am Kaiserstuhl von August 2012 bis März 2013.5


BIOLOGIETrinationales INTERREG -ProjektAm 02. Juli 2012 war es soweit: BACCHUS zog ins Weinbauinstitutein und damit war weder der römische Gottnoch die weiße Rebsorte gemeint. Vielmehr fiel derStartschuss für ein wissenschaftliches Netzwerk, das dieForschung zu nachhaltigen Strategien im Weinbau voranbringensoll. Gemeinsam mit Forschergruppen der Oberrheinregionund gefördert durch die Europäische Union.BACCHUS dient der grenzüberschreitenden Zusammenarbeitund ist ein Projekt des INTERREG IV OberrheinProgramms. Die finanziellen Mittel stammen aus demEuropäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).ProjektpartnerUnter der Projektträgerschaft des Weinbauinstituts wirdBACCHUS zunächst bis zum 31.12.2014 gefördert und mitPartnern der deutsch-französisch-schweizerischen Grenzregionumgesetzt. Zu den kofinanzierenden Partnern gehörendas CNRS Strasbourg, das JKI Siebeldingen, dieALU Freiburg, das DLR Neustadt a. d. Weinstraße, dasKIT Karlsruhe, die INRA Colmar und die UHA Colmar.Wissenschaftliche ZieleUm die Anwendung von Fungiziden zu reduzieren undum neue nachhaltige Lösungen für die Bekämpfung wirtschaftlichrelevanter Pilzkrankheiten (Falscher Mehltau,Esca/Black Dead Arm disease) zu entwickeln, werden imRahmen von BACCHUS die frühen Ereignisse des Infektionsprozessesuntersucht. Diese sind für die Besiedelungdes Weinstocks durch die Pathogene besondersrelevant und daher Ansatzpunkt für neue Bekämpfungsstrategien.Ausgangspunkte für die Forschung finden sichin amerikanischen und asiatischen Vitis-Wildarten. Hierwurden mehrere Resistenzen gegen den Falschen Mehltaubeschrieben. Darüber hinaus wurden im WeinbergUnterschiede im Ausmaß der Anfälligkeit von V. viniferaKultursorten für Falschen Mehltau und Holzkrankheitenbeobachtet.Resistenzmechanismen von V. vinifera könnten für dieVerbesserung von stark anfälligen Sorten verwendet werdenoder durch Kombination mit Resistenzgenen aus Vitis-Wildartenzu neuen Varietäten mit einer dauerhaftenResistenz führen. Es ist Ziel des BACCHUS Projekts, Resistenzmechanismenausgewählter Resistenzquellen undGründe für die unterschiedliche Anfälligkeit verschiedenerV. vinifera-Sorten aufzuklären.Ein weiteres Forschungsobjekt im BACCHUS Verbundist das Grapevine Fanleaf Virus (GFLV). Dieses Virus ver-Kofinanzierende PartnerALU - Albert-Ludwigs-Universität FreiburgCNRS - Centre national de la recherche scientifique StrasbourgDLR - Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum RheinpfalzINRA - Institut national de la recherche agronomique ColmarJKI - Julius Kühn Institut, Institut für RebenzüchtungKIT - Karlsruher Institut für TechnologieWBI - Staatliches Weinbauinstitut FreiburgUHA - Université de Haute-Alsace6Nicht-kofinanzierende PartnerRP FR - Regierungspräsidium FreiburgZMB - Zentrum für Mikroskopie Universität BaselFIBL - Forschungsinstitut für biologischen LandbauACW - Forschungsanstalt Agroscope Changins-WädenswilIFV - Institut Français de la vigne et du vinAlsace Vitae - ColmarEPLEFPA - Etablissement public local d‘enseignement et de formationprofessionnelle agricole de RouffachDas gemeinsame Logo in deutscher oder französischerSprache repräsentiert das BACCHUS Netzwerk.


BIOLOGIEursacht die Reisigkrankheit, und in Weinreben ist bisherkeine natürliche Resistenz bekannt. Unter natürlichenBedingungen wird GFLV spezifisch und ausschließlichdurch den Fadenwurm Xiphinema index übertragen.Dieser sticht Rebwurzeln mit einem Mundstachel an undüberträgt dabei das GFL-Virus. Als Folge entsteht an denWurzelspitzen spezialisiertes Nährgewebe (sogenannteGallen). Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass die Umbildungdes Zellskeletts und Änderungen der Konzentrationdes Phytohormons Auxin eine wichtige Rolle bei derGallbildung und GFLV Infektion spielen. Ziel im BAC-CHUS Projekt ist ein besseres Verständnis der frühenEreignisse der GFL-Virusübertragung.ÖffentlichkeitsarbeitEin besonderes Augenmerk wird im BACCHUS Projektauf die Information der Öffentlichkeit gelegt. Weinbauist eine hochentwickelte Technologie und zeigt hervorragend,wie Anwendung und Forschung zusammenhängen.Um sicherzustellen, dass die aktuellen Ergebnisse derForschung auch Eingang in die weinbauliche Praxis finden,werden gezielt die relevanten Multiplikatoren (Winzergenossenschaften,INTERREG-Netzwerk BioRhi’n,weinbauliche Beratungsstellen, regionale Institutionen,die in Bildung, dualer Ausbildung und Fortbildung tätigsind, ebenso wie kleine und mittelständische Unternehmen)angesprochen.Die verschiedenen Aktivitäten zum Projekt werden aufeinem gemeinsamen Internetportal zusammengeführt.Unter www.bacchus-science.eu werden Informationenzielgruppengerecht (Öffentlichkeit, Winzer, Schulen, dualeAusbildung, Industriepartner, Verbraucherorganisationen)aufbereitet. Regelmäßige Pressemitteilungen an regionaleund überregionale Druckmedien, Rundfunk- undFernsehstationen werden genutzt, um die breite Öffentlichkeitzu erreichen. Eine Postkartenserie soll Einblickin die Wissenschaft geben und Faszination wecken. Jederhat so die Möglichkeit Grüße vom BACCHUS Projekt umdie ganze Welt zu schicken. Sie haben Interesse? SprechenSie uns an!Prof. Dr. Hanns-Heinz Kassemeyer, Dr. Henriette GruberReferat Pflanzenschutz, Phytopathologiehanns-heinz.kassemeyer@wbi.bwl.dehenriette.gruber@wbi.bwl.deEine Postkartenserie dient als Flyer und soll Lust machen auf Wissenschaft.7


BIOLOGIEEinblicke in das Infektionsgeschehen beim Echten MehltauDer Echte Mehltau war im Jahr 2012 in allen Weinbauregionenpräsent und er ist vor allem im Kraichgau und ander Bergstraße in einem größeren Ausmaß in Erscheinunggetreten. Nach unseren umfangreichen Untersuchungenaus den Jahren 1991 -1995 beginnt eine Mehltauepidemieim Frühjahr zwischen dem 3- und 6-Blattstadium. In derAnfangsphase ist der Befall mit bloßem Auge nicht zuerkennen. Dies verleitet dazu, die Gefahr einer schwerenEpidemie zu unterschätzen und sie mit unzureichendwirksamen Mitteln oder zu spät zu stoppen. Für einewirksame Bekämpfung der Krankheit ist es unumgänglich,das Infektionsgeschehen bereits in einem frühenStadium zu unterbinden und damit den Verlauf der Mehltauepidemieabzuschwächen. Für eine effektive Bekämpfungsstrategiedes Echten Mehltaus war es daher erforderlich,dessen Überwinterungsverhalten zu kennen undEinblicke in die frühen Infektionsstadien zu gewinnen.Überwinterung in zwei FormenDer Erreger des Echten Mehltaus, Erysiphe necator, istein biotrophes Pathogen der Weinrebe, das die Oberflächeder Wirtspflanze besiedelt. Das Myzel von E. necatorkann in den Knospen überwintern und von dortim Frühjahr auf den Austrieb überwachsen. Eine zweiteÜberwinterungsform sind die Ascosporen, die sich imLaufe des Spätsommers in schlauchförmigen Organen,den Asci, bilden. Diese Asci werden von einem sehrwiderstandsfähigen Hyphengeflecht umgeben, das kugelförmigeFruchtkörper bildet. Diese Cleistothecien sindauf stark befallenen Blättern und Beeren im Herbst alskleine gelbe oder schwarze Punkte zu sehen (Abb. 1).Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass beide Überwinterungsformenin den Weinbauregionen von Baden-Württemberg vorkommen. Im Frühjahr öffnen sich dieCleistothecien und aus den Asci werden die Ascosporenaktiv ausgeschleudert. Die aus den gekeimten Ascosporenwachsenden Hyphen bilden ein Mycel, an dem sichKonidienträger mit Konidien bilden. Das in den Knospenüberwinterte Mycel wächst beim Austrieb auf diejungen Blätter und Triebe über, wo sich ebenfalls Konidienträgermit Konidien bilden.Etablierung auf der WeinrebeDie Konidien heften sich unmittelbar nach der Landungaktiv auf der Wirtsoberfläche an. Innerhalb von zweiStunden tritt am distalen Ende der Konidie eine Keimhypheaus, die anschwillt und sich nach 8 Stunden zueinem Appressorium entwickelt (Abb. 2). Unterhalb desAppressoriums wird die Cuticula und Epidermiszellwanddurch eine Penetrationshyphe perforiert. Aus der Penetrationshyphebildet sich ein Haustorium, über das E. necatorder Wirtszelle Nährstoffe entzieht. Mit diesem Vorganghat sich der Erreger auf dem Wirtsgewebe etabliertund er beginnt mit der Besiedelung der Pflanze.Abb. 1: Im Myzel des Echten Mehltaus bilden sich im Sommer undHerbst Cleistothecien. Unreife Cleistothecien sind hellgelb bis orangegefärbt; im Laufe der Reife werden sie immer dunkler.8Abb. 2: Konidien des Echten Mehltaus (Erysiphe necator) keimen innerhalbweniger Stunden und heften sich mit einem Appressorium auf der Oberflächeder Wirtspflanze an.


BIOLOGIEAuf der entgegengesetzten Seite tritt eine sekundäre Hypheaus, bei der ein rasches Längenwachstum einsetzt.Etwas verzögert zu diesem Vorgang wächst aus dem Appressoriumeine zweite Hyphe aus, manchmal eine dritteaus der proximalen Seite der Konidie. Sobald das Längenwachstumeinsetzt verzweigen sich die Hyphen undes entstehen in kurzer Folge sekundäre Appressorien undHaustorien. Das Temperaturoptimum für Wachstum undEntwicklung von E. necator liegt bei 24° C (Abb. 4). Unterdiesen Bedingungen haben die Hyphen drei Tage nachder Inokulation eine Länge von 4 mm erreicht, so dassKolonien bis zu 8 mm im Durchmesser entstehen können.Die Ausbildung eines dichten Myzels beginnt bei24° C nach drei Tagen und am 4. Tag setzt die Konidienbildungein. Die Konidien, die sich auf den primärenKolonien von E. necator bilden, führen zu sekundärenInfektionen und können die Keimzelle einer Epidemiebilden. In dieser ersten Ausbreitungsphase müsste nachunseren Überlegungen die Menge der keimbereiten Konidiennoch relativ gering sein. Daher dürfte zu diesemStadium der Epidemie der Einsatz eines hocheffizientenWirkstoffs zum maximalen Erfolg führen. Für die Entwicklungvon Strategieen zur gezielten Applikation vonfungiziden Wirkstoffen bilden Kenntnisse des Keimprozesseseine unentbehrliche Grundlage.Förderung von Botrytisund EssigsäurebakterienAb Mitte August 2012 waren in allen WeinbaugebietenTrauben mit Befall durch den Echten Mehltau zu finden.Teilweise war der Mehltaubefall der Beeren durch Botrytisoder Essigfäule überdeckt. Feldbonituren ergaben,dass ein Zusammenhang zwischen Befall durch EchtenMehltau und Beerenfäule, verursacht durch Botrytis oderEssigbakterien besteht. Auf reifen Beeren haben wir Läsionender Beerenhaut nachgewiesen, die durch Erysiphenecator verursacht wurden. Detaillierte Analysen habengezeigt, dass sich Erysiphe necator auch auf reifen Beerenmit einer ausgeprägten Schutzschicht aus epicuticulärenWachsen entwickeln kann (Abb. 3). Aus den Läsionen tretenZucker aus, die einen idealen Nährboden für Botrytisund Essigbakterien bilden.BekämpfungsstrategieDurch die Einblicke in das Infektionsgeschehen des Erregersdes Echten Mehltaus konnten wir die Bekämpfungsstrategiean die biologischen Vorgänge anpassen.Die wichtigste Erkenntnis aus diesen Untersuchungen ist,dass sich Erysiphe necator anfangs nahezu unbemerkt entwickelt.In dieser Anfangsphase der Epidemie ist der Pilzkaum zu entdecken, bildet aber schon in großer MengeKonidien und breitet sich stark aus.Prof. Dr. Hanns-Heinz KassemeyerReferat Pflanzenschutz, Phytopathologiehanns-heinz.kassemeyer@wbi.bwl.deAbb. 3: Die reife Beere ist durch eine dichte Schicht aus epicuticulärenWachsen geschützt. Erysiphe necator kann, diese Wachsschicht mechanischund enzymatisch durchdringen.Abb. 4: Temperaturen um 24 °C fördern das Wachstum des echten Mehltaus,während der Pilz unter 20°C verlangsamt wächst.9


BIOLOGIEBeratungs- und Forschungsprojekt zu Wasserschutzund Bodenpflege im WeinbauDem Wasserschutz wird durch die Wasserrahmenrichtliniein allen Staaten der EU flächendeckend ein einheitlicherRechtsrahmen gegeben. Oberflächengewässer und Grundwassermüssen geschützt, nachhaltig bewirtschaftet und beiBedarf saniert werden. Bis zum Jahr 2015 soll der „gute Zustand“erreicht werden. Zum guten Zustand gehört, dass derNitratgehalt im Grundwasser 50 mg/l nicht überschreitet.Umsetzung der WasserrahmenrichtlinieIn Baden-Württemberg wurden „gefährdete Grundwasserkörper“(gGWK) abgegrenzt, in denen die Ziele der Wasserrahmenrichtlinievoraussichtlich nicht bis zum Jahr 2015erreicht werden. Für den Wasserschutz sind hier Maßnahmenerforderlich. Wegen zu hoher Nitratgehalte im Grundwasser,gemessen an weinbaulich beeinflussten Messstellenam Kaiserstuhl und Tuniberg, wurde ein Beratungs- undForschungsprojekt „Standort- und witterungsabhängige Bodenpflegeund Stickstoffdüngung im Weinbau“ ins Lebengerufen. Dieses ist am Staatlichen Weinbauinstitut in Freiburgangesiedelt. Im Jahr 2010 wurden zusammen mit derWeinbau- und Wasserschutzberatung 12 Weinbaubetriebein den gGWK Kaiserstuhl-Breisgau und Freiburger Buchtausgewählt. Je Betrieb wurden 2 bis 4 Rebflächen von 2010bis 2012 untersucht. Maßnahmen zur Optimierung der Bodenpflegeund Stickstoffdüngung wurden in 2 Betrieben,ausgehend vom jeweils betriebsüblichen Bodenmanagement,in den Jahren 2011 und 2012 in mehreren Versuchengeprüft. Zusätzlich wurde zur Optimierung der Bodenpflegein Neuanlagen in 8 Betrieben am Kaiserstuhl ein Streulagenversuchdurchgeführt. Zur Abschätzung des potenziellenNitrataustrags wurden die aktuelle Bewirtschaftung und dieNitratstickstoffgehalte im Boden ermittelt.Geringes Nitratauswaschungsrisikoin ErtragsanlagenIn Ertragsanlagen wurden in der Regel nur geringe Nitratstickstoffgehaltegemessen. Im Mittel von 16 betriebsüblichbewirtschafteten Ertragsanlagen, welche über drei Jahre(Oktober 2010 bis 2012) konsistent beprobt wurden, betrugder Nitratstickstoffgehalt in der Bodenschicht bis 90 cm Tiefein der Regel weniger als 50 kg/ha (Abb. 1). Von den 16Flächen wurden 6 ökologisch bewirtschaftet.In Junganlagen sind die Nitratstickstoffgehalte, bedingtdurch die Rodung der Altanlage und intensive Bodenbearbeitung,meist erhöht. Im Mittel von 13 betriebsüblich bewirtschaftetenNeuanlagen (jeweils im Oktober 2010, 2011und 2012 beprobt), wurden 107 kg/ha Nitratstickstoff in 0bis 90 cm Bodentiefe gemessen. In zwei- und dreijährigenAnlagen waren die Nitratstickstoffgehalte mit 61 bzw. 70 kg/NO 3 -N (kg/ha)140120100806040404500 - 30 cm30 - 60 cm60 - 90 cm53NO 3 -N (kg/ha)1401201008060401076100 - 30 cm30 - 60 cm60 - 90 cm7020200Oktober 2010 Oktober 2011 Oktober 20120n = 13 n = 15 n = 131-jährige 2-jährige 3-jährigeAbb. 1: Mittelwerte der Nitratstickstoff gehalte (kg/ha) im Boden(0-90 cm) aus 16 betriebsüblich bewirtschafteten Ertragsanlagen.Fehlerbalken = Standardabweichung10Abb. 2: Mittelwerte der Nitratstickstoff gehalte (kg/ha) im Boden(0-90 cm), gemessen in der Gassenmitte, für die Monate Oktober2010, 2011 und 2012 in Junganlagen.


OENOLOGIEMikrovinifizierung in der VersuchskellereiKein Jahrgang ist wie der vorhergehende. Die Vegetationder Rebe und somit die Voraussetzung der Weinbereitungverhält sich jedes Jahr unterschiedlich, weshalb dieForschungs- und Versuchstätigkeit flexibel auf die unterschiedlichenBedingungen reagieren muss. Mit aktuellenFragestellungen aus der Praxis und den technologischenWeiterentwicklungen in der Oenologie befasst sich dieVersuchskellerei nicht nur rein theoretisch, sondern inerster Linie praktisch. Schon seit rund 40 Jahren ist sieder Dreh- und Angelpunkt für das oenologische Versuchswesendes Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg(WBI).Ziel der Forschung ist die Sicherung und die Verbesserungder Weinqualität. Über das Jahr hinweg werdenhierfür von den einzelnen Abteilungen des WBI´s Freilandversuchedurchgeführt. Im Herbst wird deren Lesegutdann in der Versuchskellerei zu Wein ausgebaut.Neben den erhobenen Daten aus dem Freiland werdendie Versuche so mit analytischen und sensorischen Ergebnissenvervollständigt.ArbeitsbereicheWas bewirkt die Temperatur während der Gärung? Wiesetzt man das neu zugelassene Behandlungsmittel ein?Kann man den Alkoholgehalt im Wein reduzieren?Die Versuchskellerei ist organisatorisch ein Teil der AbteilungOenologie, sodass zunächst kellertechnischeVersuche im Vordergrund stehen. Geprüft werden neuetechnologische Verfahren, Behandlungsmittel, Enzympräparate,Hefen- und Bakterien-Starterkulturen. Dabeisteht z. B. deren Einfluss auf den Weinstil im Mittelpunkt.Als weiteres werden Varianten von Klonen- und Rebsortenversuchen,weinbaulichen Versuchen, wie Erziehungsformenund Ertragsregulierung oder Düngungs- undBodenpflegeversuchen ausgebaut. Ein weiterer wichtigerArbeitsbereich ist die Untersuchung des Einflusses vonPflanzenschutzmitteln auf Most und Wein. Hier wird getestet,ob die Mittel sich auf die Gärung oder auf denGeschmack des Weins auswirken.MikrovinifikationJährlich bauen die Mitarbeiter/innen der Versuchskellereiinsgesamt rund 650 Versuche aus. Mit den wissenschaftlichnotwendigen Wiederholungen ergeben sich somitca. 1300 Gebinde, die im Herbst bearbeitet, analysiertund verwaltet werden müssen. Die Menge der auszubauendenTrauben ist abhängig vom jeweiligen Versuchund variiert zwischen 1,5 kg bei den Kleinausbauten fürdie Rebenzüchtung und 280 kg für Versuche im Technikums-Maßstab.Diese Vielzahl an Versuchsvariantenund deren Mengen erlauben keinen Weinausbau in praxisüblichenFässern oder Tanks. Die Versuchskellerei istzwar technologisch ausgestattet wie eine „normale“ Kel-Die Weinlese für Kleinstmengen im Versuchswesen ist nach wie vorHandarbeit.Die tägliche Kontrolle aller Gefäße gewährleistet einen optimalenGärverlauf.12


OENOLOGIElerei und die Gerätschaften entsprechen dem aktuellenkellertechnischen Standard, sind aber an die geringenVerarbeitungsmengen angepasst. Eine Besonderheit sinddie Gärgebinde. Standardmäßig werden die Versuche in25-Liter-Glasballons ausgebaut. Bei den Kleinstmengenkann der Ausbau aber schon einmal in einer 1-Liter-Flascheerfolgen.VersuchswesenWie wird geforscht? Ein Versuch wird zunächst amSchreibtisch skizziert und zu einem Versuchsplan entwickelt.Dabei werden auch immer wieder Kontrollvarianteneingeplant, die bei der späteren Auswertung als Referenzendienen sollen. In den nächsten Schritten werdenalle wichtigen Arbeitsschritte eng mit den Versuchsanstellernabgesprochen und in einer speziellen Versuchsdatenbankdokumentiert. Kommt es dann im Herbst zurAnlieferung der Trauben, sind so bereits im Vorfeld alleBesonderheiten des jeweiligen Versuches abgeklärt worden.Der anschließende Ausbau erfolgt streng nach einemstandardisierten Ablauf. Dies ist notwendig, um die spätereVergleichbarkeit der einzelnen Varianten garantierenzu können. Um nun einen Versuch auswerten zu könnenbraucht man grundsätzlich eine Datengrundlage. Hierfürwerden alle Verarbeitungsschritte, bestimmte Parameter,Behandlungen und Laboranalysen zu jeder Versuchsvarianteelektronisch erfasst.Darüber hinaus werden die erzeugten Weine von geschultenPrüfern verkostet und sensorisch bewertet.WissenstransferDie aus den Versuchen gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnissefließen direkt in den Wissenstransfer zwischendem Institut als Forschungsstelle und der Praxis als Anwendermit ein. Dazu werden verschiedene Seminare undFortbildungsveranstaltungen für Oenologen und Winzerdurchgeführt. Auf diese Weise wird die Versuchstätigkeitdes WBI´s für den Praktiker „im Glase“ erlebbar und fürden eigenen Betrieb nutzbar gemacht.Katharina KohlReferat Mikrobiologie, Versuchskellereikatharina.kohl@wbi.bwl.deDie sensorische Prüfung der Weine ist ein wichtiges Instrument für dieAuswertung der Versuche.13


OENOLOGIEWeinvermarktung im Anbaugebiet BadenDie Europäische Union verpflichtet ihre Mitgliedstaatenzur Erfassung der jährlichen Weinproduktion zum Zweckder Marktregelung. Dies geschieht in Baden mittels derErnte- und Erzeugungsmeldung. Jeder traubenerzeugendeBetrieb mit mehr als 10 Ar Rebfläche oder 10 hlErntemenge ist verpflichtet, diese Meldung abzugeben.Für Winzer, die einer Winzergenossenschaft oder einersonstigen Erzeugergemeinschaft angeschlossen sind, wirddie Erntemeldung von dieser an das Staatliche Weinbauinstitutübermittelt.Erfasst werden folgende Merkmale: geographische Herkunft(Bereich), Rebsorte, Qualitätsstufe, Menge – dienach einer eventuellen Anreicherung und Abstich eingelagertwurde. Danach beträgt die Gesamternte 2012 inBaden 116,9 Mio. Liter Wein. Die Aufteilung auf die verschiedenenQualitätsstufen ist aus der Tabelle ersichtlich.Auf Basis der anrechenbaren Ertragsrebfläche i.S. derMengenregulierung - die Ertragsrebfläche ab dem zweitenStandjahr - ergibt sich für Baden 2012 ein durchschnittlicherErtrag von 75,5 hl/ha.Die im Diagramm dargestellte Aufteilung der Erntemengenach Betriebsarten zeigt die Dominanz der Winzergenossenschaftenin Baden. Diese erfassen den Großteilder Ernten.Schlüsselt man die Erntemenge nach Bereichen und Qualitätsstufenauf, werden regionale Unterschiede deutlich.Während der Bodensee einen Prädikatsweinanteil vonnur 12,1 % aufweist, liegen die Bereiche Kaiserstuhl undOrtenau zwischen 43,1 und 54,9 %. Unterschiede zeigensich auch bei der Aufteilung der Erntemenge nachRebsorten. Die höchsten Erträge brachte bei den Weißweinsortender Gutedel mit 108,5 hl/ha und bei den Rotweinsortender Dornfelder mit 95,5 hl/ha. Die geringstenErntemengen gab es beim Gewürztraminer (43,6 hl/ha)und beim Dunkelfelder mit 56,6 hl/ha.WeinerzeugungsmeldungKellereien, die Trauben, Most oder Jungwein kaufen, gebenzusätzlich eine Weinerzeugungsmeldung ab. Aus dererzeugten Menge Wein und den zugekauften Erzeugnissenwird die Ausbeute berechnet, die bei Trauben nur78 % betragen darf. Für Most und Jungwein gilt der Ausbeutesatzvon 100 %. Werden bei der Weinbereitung ausden zugekauften Erzeugnissen die Ausbeutesätze überschritten,muss diese Mehrmenge zu Industriealkoholdestilliert werden.Erntemenge 2012 im Anbaugebiet Baden, geordnet nach QualitätsstufenQualitätsstufe Menge in Liter Anteil in %Wein46.155


OENOLOGIEMengenregulierungAus den Flächendaten der Weinbaukartei und der angegebenenMenge in der Ernte- und Erzeugungsmeldung istjedes Jahr die zulässige Vermarktungsmenge bzw. Übermengeeines jeden Erzeugerbetriebes zu ermitteln. Erzeugerbetriebei.S. der Mengenregulierung sind Winzergenossenschaftenund Erzeugergemeinschaften andererRechtsform sowie Weingüter und sonstige Selbstvermarkter.Im Berichtsjahr 2012 gab es in Baden insgesamt 1.388Erzeugerbetriebe.In Baden wurde der zulässige Hektarertrag für Qualitätsweinunabhängig von der Rebsorte auf 90 hl/ha festgesetzt.Ausnahmen gab es in den Jahren 2011 und 2004,hier durfte 100 hl/ha geerntet werden. Bei der Eingruppierungals Landwein dürfen 110 hl/ha erzeugt werden. ImFalle der Vermarktung als Landwein ergibt sich somit einehöhere zulässige Gesamtmenge: Für jeden hl vermarktetenLandwein anstelle von Qualitätswein können zusätzliche20 l in den Verkehr gebracht werden.Übersteigt in einem Betrieb die Erntemenge den zulässigenHektarertrag um nicht mehr als 20 %, so darf dieMenge ins nächste Jahr überlagert, zu Trinkalkohol destilliertoder als Eigenverbrauch bzw. Traubensaft verwendetwerden. Die Erntemenge eines Betriebs, die den Hektarertragum mehr als 20 % überschreitet, muss in einer Verschlussbrennereizu Industriealkohol destilliert werden,was zusätzliche Kosten verursacht.Aufgrund der mengenmäßig unterdurchschnittlichen Ernte2012 konnten einige Betriebe die Übermengen aus denVorjahren ausgleichen. Insgesamt betrug die Übermenge,die überlagert werden durfte, im Jahrgang 2012 1,45 Mio.Liter (2011: 4,3 Mio. Liter), die sich auf die einzelnen Vermarktungsgruppenwie folgt verteilte:> Winzergenossenschaften 1,41 Mio. Liter> Erzeugergemeinschaften 0,01 Mio. Literanderer Rechtsform> Weingüter/Selbstvermarkter 0,03 Mio. LiterSieben Betriebe haben im Jahr 2012 mehr als 20 % deszulässigen Hektarertrages geerntet. Diese Betriebe müsseninsgesamt 4.250 Liter Wein zu Industriealkohol destillierenlassen. Somit besteht für die Betriebe kein Anreizextrem hohe Mengen zu produzieren.Herbert KrebsReferat Qualitätsweinprüfung, Weinbaukarteiherbert.krebs@wbi.bwl.deWeingüter und Selbstvermarkter16,4 %Winzergenossenschaften76,7 %Erzeugergemeinschaftenanderer Rechtsform6,8 %Erntemenge im b.A. Baden, geordnet nach Betriebsarten, 201215


WEINBAUTafeltrauben – Züchtung und Erzeugung am WBIDie Nutzung der Reben als Tafeltrauben stellt die ältesteForm der Nutzung der Art Vitis vinifera dar. Weltweitwird derzeit mehr als 1 Million Hektar Rebfläche zurErzeugung von Tafeltrauben genutzt. Neben den südeuropäischenLändern Italien, Spanien, Griechenland undder Türkei liegen die Schwerpunkte der Tafeltraubenerzeugunginsbesondere in verschiedenen Ländern Asiens,Amerikas und den mittelmeernahen Ländern Afrikas.Für Deutschland wurde die Tafeltraubenerzeugung seitAugust 2000 in Folge der Änderung der gemeinsamenMarktorganisation für Wein der Europäischen Union alsobstbauliche Nutzung ohne jegliche Pflanzbeschränkungen,wie diese bei Keltertraubennutzung bestehen, freigegeben.Mit einem jährlichen Tafeltraubenkonsum von350 000 - 400 000 Tonnen (entspricht ca. 4,5 - 5,0 kg proBundesbürger) stellt der Tafeltraubenabsatz eine erheblicheMarktgröße dar. Für Betriebe mit weinbaulicher bzw.obstbaulicher Ausrichtung kann die Erzeugung von Tafeltraubenals Nischen- bzw. Ergänzungsprodukt in derbetrieblichen Gesamterzeugung einen interessanten Stellenwerterreichen. Das WBI hat als Züchter pilzwiderstandsfähigerRebsorten für die Keltertraubennutzungüber Jahre hinweg verschiedene Genotypen/Sorten miteiner relativ hohen Resistenz archiviert, deren möglicheNutzung als Tafeltrauben aufgrund der Beerengröße, derbegrenzten Zuckerproduktion in den Beeren und der erhöhtenSäurewerte gegeben ist. Im Unterschied zu denklassischen Tafeltraubensorten weisen die in Prüfung befindlichenTafeltraubensorten i.d.R. eine geringere Beerengrößeund eine reduzierte Beerenschalenfestigkeit auf.Deutlich überlegene Aromenintensität und Frische sindim Gegenzug die Vorteile der vor Ort hergestellten Tafeltrauben.Das vergleichsweise sehr hohe Resistenzpotenzialgegenüber den Pilzkrankheiten Peronospora und Oidiumermöglicht die Nutzung entsprechender Sorten mitdeutlich reduzierter Pflanzenschutzintensität. Dabei mussjedoch entsprechend der hohen Kundenanforderung beiMarktware absolut einwandfreie Handelsklassenqualitätgeliefert werden, was i.d.R. 1-3 Behandlungen im Bereichkurz vor der Blüte bis etwa zur Erbsengröße der Beerenerforderlich werden lässt. Jährlich werden im aktuellenKreuzungsprogramm des WBI bis zu 10 verschiedeneTafeltraubenkreuzungen vorgenommen. Besonderes Augenmerkbesteht im Moment auf der Erzeugung pilzwiderstandsfähigerkernloser Tafeltraubensorten.Verkostung und Bewertungvon TafeltraubensortenDie Verkostungen werden jährlich im Rahmen des Tafeltraubentagesdes WBI durchgeführt.Hocherziehung der Tafeltrauben-Favoritensorten der Resistenz- und Klonenzüchtung des WBI(im Vordergrund mit Tröpfchenbewässerung) im Vergleich zur Spaliererziehung (im Hintergrund) und rechts die Tafeltraubensorte Garant.16


WEINBAUDie vorhandenen Favoriten-Sorten aus der FreiburgerResistenzzüchtung, Garant und Calastra als weiße undGalanth und Osella als rote Sorten, haben neben ihrerwesentlich höheren Pilzwiderstandsfähigkeit, die nicht inden Gesamteindruck mit einbezogen wurde, gute bis sehrgute Verkosterbeurteilungen erfahren. Die etwas früherreifenden Sorten Garant und Galanth übertreffen in derGesamtbewertung die bekannte, deutlich weniger pilzwiderstandsfähigeund sehr verrieselungsanfällige Sorte MuscatBleu leicht, die pilzwiderstandsfähigere Sorte Osellareicht nahe an Muscat Bleu heran. Die später reifendeCalastra zeigte zu diesem relativ frühen Verkostungszeitpunktnoch nicht das volle Aroma, hat aber bei der Verkostung2011 bei voller Reife ebenfalls die geschmacklicheBewertung von Muscat Bleu erreicht. Zur Entscheidungüber die Genussreife kann der Verlauf des Säureabbausherangezogen werden, wobei insbesondere der Äpfelsäurewertverantwortlich ist für den Eindruck von Frischeund Fruchtigkeit der entsprechenden Tafeltrauben.Alle vier Favoriten-Sorten der Freiburger Züchtung übertreffenin der Gesamtbewertung und in der geschmacklichenBeurteilung die im Handel befindlichen pilzanfälligenStandardtafeltraubensorten deutlich (z. B. Datal,Danan, Regina, Thompson seedless) und liegen auchbesser als die weniger pilzwiderstandsfähigen Sorten, diederzeit auf dem Markt gehandelt werden. Lediglich diesehr früh und rasch abreifende, aber wenig pilzwiderstandsfähigeSorte Palatina erfährt im Gesamteindruckder Struktur- und Geschmacksmerkmale noch ein wenigmehr Zuspruch. Die Kriterien Traubenstruktur, Beerengröße,Schalenfestigkeit und Fruchtfleischkonsistenz entscheidenbeim Konsumenten deutlich über das Maß derBevorzugung der verschiedenen Tafeltraubensorten. Dieswar der Grund der Einschränkung aus der Palette dervorhandenen Tafeltraubensorten auf die vier Favoriten-Sorten Garant, Calastra, Galanth und Osella.Anbau, Erziehungssystemund Verwertung von TafeltraubenNeben der Sortenfrage spielt das Anbausystem für Tafeltraubeneine bedeutende Rolle. Vor allem die Erntekostenwerden hierdurch stark beeinflusst. Die Spaliererziehungim Drahtrahmen ist den Winzern und Obstbauernvertraut. Sie ermöglicht Erntemengen bis zu 250 kg pro Arverkaufsfähige Tafeltrauben. Weitere rund 100 kg Erzeugunglassen sich für die Saftherstellung bzw. die Verwertungüber die Brennblase nutzen.Um die Erntekosten und die Qualität der Tafeltrauben zuoptimieren, lassen sich Erziehungssysteme mit horizontalwachsenden Trieben und hängenden Trauben anwenden.Hierbei sind Pflanzabstände in der Reihe von etwa 1 mund zwischen den Reihen von etwa 2,5 - 3 m zu wählen,die Erziehung erfolgt als Kordonarm mit flach auf denDrähten liegenden Trieben und darunter hängendenTrauben. Neben dem Vorteil der höheren Beerengesundheitresultiert aus einem solchen Erziehungssystem auchein höherer Äpfelsäuregehalt in den Beeren von Schattentrauben,was die Geschmacksbewertung positiv beeinflusst.Neben dem Frischverkauf von Tafeltrauben habendie Zusatzverwertungen in Form von Traubengelee,Traubensaft, Rosinen oder Traubenmaische zur Destilla-tion eine große Bedeutung. Der Haupterfolg resultiertjedoch aus der kurzfristigen, kontinuierlichenVermarktung frischer Trauben auf möglichstkurzem Weg, wozu im Erzeugerbetriebeine Kühlzelle vorhandensein muss. Hierdurch wirddie vorteilhafte Aromatikder vollreifen Trauben besserkonserviert und für denKunden erkennbar. IntensivesAroma und Frische stellenneben dem geringerenPflanzenschutzmittelaufwandden Hauptunterschied gegenüberder derzeit handelsüblichenStandardtraubenware dar.Tafeltraubensorte Galanth.Dr. Volker JörgerReferat Resistenz- und Klonenzüchtungvolker.joerger@wbi.bwl.de17


WEINBAUBodenbearbeitung im UnterstockbereichFür die Unterstockbodenpflege stehen den Weinbaubetriebenverschiedene Verfahren zur Verfügung. Es bestehtdie Möglichkeit, die Begrünung im Unterstockbereichbeispielsweise mit Kreiselmulchern und Stammputzernkurz zu halten oder den Boden im Unterstockbereich zuöffnen. Die Offenhaltung des Bodens kann durch denEinsatz von Herbiziden oder eine mechanische Unterstockbodenpflegeerreicht werden. Bei der Entscheidung,welches System der einzelne Weinbaubetrieb einsetzt,haben seit jeher die Kriterien Arbeitsgeschwindigkeit,-qualität, Verletzungsgefahr für die Rebstöcke, Verschleißund Störanfälligkeit des Geräts und Wirkung der Maßnahmeauf den Unterstockbewuchs die ausschlaggebendeRolle gespielt.Verfahren zur UnterstockbodenbearbeitungMit den Scheibenpflügen ist in den letzten zehn Jahrenein Verfahren in den Vordergrund gerückt, das die Bewertungskriterienin hohem Maß erfüllt. Die gekröpften undeingekerbten Scheiben haben einen Durchmesser von 30cm – 50 cm. Die Einkerbungen der Scheibe sorgen für einenzusätzlichen Vortrieb und ein sicheres Einziehen derScheibe auch in trockene Böden. Die Scheiben hinterlassenaufgrund ihrer Einkerbungen einen wellenförmigenArbeitshorizont, der zu einer verringerten Erosionsgefahrführt. Um den seitlichen Transport des Bodens zu gewährleisten,sind je nach Weinbergslage Fahrgeschwindigkeitenzwischen 6,5 km/h und 12 km/h möglich. Beiden bisher üblichen mechanischen Maßnahmen liegt dieArbeitsgeschwindigkeit zwischen 3 km/h und 5 km/h, lediglichbei dem Einsatz von Herbiziden im Bandspritzverfahrenwaren bisher Geschwindigkeiten von 5 km/hbis 7 km/h möglich.Um den Unterstockbereich während der Vegetationsperiodesauber zu halten, sollte möglichst im zeitigenFrühjahr bei guter Abtrocknung mit der Bearbeitung begonnenwerden und dann sollten je nach Bedarf weitereEinsätze durchgeführt werden. Aufgrund der verhältnismäßigstarken Durchlüftung des Boden ist mit einer höherenStickstoffverfügbarkeit für die Rebstöcke zu rechnen.Die Brechung der Bodenkapillaren führt zu einerVerringerung der Verdunstung von Bodenwasser.Anforderungen an den Aufbau der RebanlageEine möglichst dichte Vorbeifahrt an den Rebstöcken istallerdings nur dann möglich, wenn bei der Anlagenerstellungund –pflege mit großer Sorgfalt gearbeitet wird.Um hohe Fahrgeschwindigkeiten zu erreichen, ist es notwendig,dass die Rebstöcke und Drahtanlage in Fluchtstehen und die Rebstöcke einen geraden Stamm haben.Bei Junganlagen ist ein stabiler Pflanzstab notwendig, dergut mit dem Biegedraht verbunden sein muss. Um beiweiteren Bearbeitungsgängen ein Abrutschen des Schleppersoder Nachläufers in den Bodenbearbeitungsstreifenzu vermeiden, ist ein Mindestzeilenabstand von 1,80 meinzuhalten.Anbaumöglichkeiten am Schlepper und KostenGrundsätzlich ist der Anbau der Geräte im Front-, HeckundZwischenachsanbau möglich. Bei Rebanlagen mitgrößerer Steigung besteht im Frontanbau das Problem,Arbeitsqualität und GeräteeinstellungDie verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten des Scheibenpflugsermöglichen eine Standort angepasste Bewirtschaftungdes Unterstockbereichs. Auch im Bereich derRebstöcke ist bei dichter Vorbeifahrt eine gute Arbeitsqualitätzu erreichen, da der Bewuchs effektiv gestörtbzw. durch Bodenüberschüttung unterdrückt wird. AuchProblemunkräuter wie zum Beispiel Gemeine Quecke,Acker-Kratzdistel, Weidenröschen, Brennnessel, Ackerwinde,Amarant, Ampfer, Gänsefuß, Melde oder Kreuzkrautwerden wirkungsvoll bekämpft.Mit Scheibenpflug bearbeiteter Unterstockbodenbereich18


WEINBAUdass die Scheiben bei der Ausfahrt am Hangfuß tieferin den Boden eindringen und am Hangkopf nicht biszum Ende der Rebzeile bearbeitet werden kann. Im Zwischenachsanbaubesteht die Möglichkeit, die Scheibenauch in Kombination mit dem Laubschneider, Mulcheroder Grubber einzusetzen. Hier ist die Variabilität desEinsatzes am größten. Um bei hohen Fahrgeschwindigkeitenden Transport von Boden auf die Fahrspur derNachbargasse zu vermeiden, hat die Firma Rust Prallblecheentwickelt, die im Zwischenachsanbau den Transportvon Boden in die Nachbargasse verhindern. Am Heckist der Anbau am Vorgrubberrahmen möglich. Der Anschaffungspreishängt unter anderem davon ab, ob dieGeräte im Zwischenachs- oder Heckanbau laufen sollen,und welcher Vorgrubberrahmen bereits im Betrieb vorhandenist. Aufgrund der einfachen Bauweise der Gerätesind die variablen Kosten sehr gering, da in der Regel außerSchmierfett keine Unterhaltungskosten anfallen. DieKosten für die Scheiben selbst liegen derzeit im mittlerendreistelligen Bereich.UntersuchungszieleUm die Vor- und Nachteile der mechanischen Unterstockbodenbearbeitungsverfahrenzu vergleichen, solleine Umfrage bei Winzerbetrieben durchgeführt werden.Hier werden Einsatzbedingungen, Arbeitsqualität undtechnische Voraussetzungen abgefragt, die in den einzelnenBetrieben vorliegen. Weiterhin sollen die Auswirkungender Arbeit mit den Scheiben auf den Bewuchsim Unterstockbodenbereich dokumentiert und bewertetsowie eine betriebswirtschaftliche Gegenüberstellungverschiedener Verfahren zur Unterstockbodenbearbeitungdurchgeführt werden.Ernst WeinmannReferat Weinbau und Versuchswesenernst.weinmann@wbi.bwl.deScheibenpfl ug im Zwischenachsanbau mit Prallblechen19


STAATSWEINGUTAusbildung im Staatsweingut FreiburgZu den zentralen Aufgaben des Staatlichen Weinbauinstitutsgehört die Ausbildung. Traditionell wurde in denBerufen Winzer und Weinküfer ausgebildet. ZahlreichePersönlichkeiten der Weinwirtschaft haben eine Winzer-Ausbildung im Versuchs- und Lehrgut Blankenhornsberg inIhringen absolviert, wie zum Beispiel Fritz Keller, Gastronom,Winzer, Weinhändler und Präsident des SportclubsFreiburg und Dr. Günter Bäder, Direktor der Lehr- und Versuchsanstaltfür Wein- und Obstbau in Weinsberg.Derzeit bietet das Staatsweingut in den beiden GutsbetriebenFreiburg und Blankenhornsberg zusammen 21 Ausbildungsstellenan:· 16 Stellen im Beruf Winzer incl. Winzer des dualenStudiengangs Weinbau und Oenolgie· 2 Stellen im Beruf Weinküfer· 2 Stellen im Beruf Einzelhandelskaufmann· 1 Stelle duales Studium Handels- und Dienstleistungsmanagement(Schwerpunkt Internetmarketing)geplant für 2013:· 1 Stelle Hauswirtschaft· 1 Stelle duales Studium Handels- und Dienstleistungsmanagement(Schwerpunkt Eventmanagement)Die Anzahl der Ausbildungsplätze wurde seit 2006 kontinuierlichausgeweitet. Das Staatliche Weinbauinstitut, Staatsweingut,hat damit der Ausbildungsinitiative des LandesBaden-Württemberg Rechnung getragen. Die Entwicklungist unten aufgeführter Tabelle zu entnehmen.Die Ausbildung muss sich fortlaufend an die Veränderungender Weinwirtschaft anpassen. Anpassungen sind u.a. durchtechnische Innovationen und neue wissenschaftliche Erkenntnissein Weinbau und Kellerwirtschaft bedingt, welchevom Staatsweingut in die Ausbildungsinhalte übernommenwerden. Die größten Anpassungen werden aber durchdie Anforderungen in der Weinvermarktung hervorgerufen.Für den wirtschaftlichen Erfolg eines Weinguts ist die Vermarktungvon zentraler Bedeutung und mit hohem Aufwandverbunden. In der Ausbildung hat das Staatsweingutdiesem Tatbestand mit mehreren Maßnahmen Rechnung getragen.Jeder Winzer- und Weinküferauszubildende wird einbis zwei Wochen pro Jahr im Weinverkauf in der Vinothekin Freiburg ausgebildet. Hier lernen die Auszubildendenneben dem Kundengespräch den Service am Kunden, denUmgang mit einer modernen Waren-Wirtschaft-Software,Führung einer Barkasse, Kommissionieren der Ware, Lagerhaltung,Pflege des Verkaufsraums und Pflege von Adressdaten.Darüber hinaus erlangen die Auszubildenden Kenntnissein der Vermarktung durch Mitarbeit bei Weinproben,Weinpräsentationen, Ausschankaktionen und Events wieAzubis 2012 und ihre Ausbilder20


STAATSWEINGUTzum Beispiel dem GutsFest Blankenhornsberg oder demTag der Offenen Tür des WBIs.Im Jahr 2009 richtete das WBI zwei neue Ausbildungsplätzeim Beruf Einzelhandelskaufmann ein, je eine Stelle in derVinothek am WBI und im Gutbetrieb Blankenhornsberg.Die Anerkennung als Ausbildungsbetrieb in diesem Beruferfolgte durch die Industrie- und Handelskammer SüdlicherOberhein. Durch diese beiden Ausbildungsplätze wird dasVerkaufsteam unterstützt und gleichzeitig werden hochwertigeWeinverkäufer/innen für die Weinwirtschaft ausgebildet.Ein Jahr später, im Jahr 2010, wurde das WBI Kooperationspartnerder Dualen Hochschule Lörrach und stellteeinen Studienplatz für die Berufsakademie im StudiengangHandels- und Dienstleistungsmanagement bereit. Schwerpunktder Arbeiten der Studenten/in beim Staatsweingut istdas Internetmarketing. Geplant ist im Jahr 2013 einen weiterenStudienplatz mit dem Schwerpunkt Eventmanagementeinzurichten. Ziel dieser Initiative ist das Know how derHochschule Lörrach ins Staatsweingut zu übertragen. Andererseitskönnen die Studenten die gelernte Theorie sofort inder Praxis anwenden.ein dualer Bachelor Studiengang mit einer integrierten Winzerausbildungangeboten. Das WBI ist Kooperationsbetriebund stellt drei von 16 Ausbildungsplätzen jährlich für diesenAusbildungsweg zur Verfügung.In Vorbereitung ist ein neuer Ausbildungsplatz in der Hauswirtschaft.Die Leiterin der Gutsküche und des Internats hat2012 die Meisterprüfung abgelegt und damit die Voraussetzungfür die Ausbildung in diesem Beruf. Die Anerkennungals Ausbildungsbetrieb ist in 2013 geplant. Damit soll, nebender Verpflegung der Internatsbewohner, die Weinvermarktungdurch hauswirtschaftliche Angebote bei Weinprobenund Veranstaltungen unterstützt werden.Mit unserem breiten Ausbildungsangebot stellen wir derWeinbranche vielfältige Möglichkeiten bereit, um die nächsteGeneration für die Zukunft zu rüsten.Bernhard HuberStaatsweingut Freiburgbernhard.huber@wbi.bwl.deDie nationale und internationale Weinwirtschaft benötigtimmer mehr praktisch und theoretisch sehr gut ausgebildeteFührungskräfte. Diese Forderung führte 2009 zur Gründungdes Weincampus in Neustadt an der Weinstraße. Hier wirdEntwicklung der Ausbildungsstellen am Staatsweingut seit 2005Betrieb FreiburgEinzelhandelskaufmannWinzerBetrieb BlankenhornsbergAusbildungsjahr WinzerWeinküferWeinküferEinzel-BAhandelskaufmannStudentenDualeDualeHDM 2) GesamtW+Oe 1)W+Oe 1)StudentenStudentenAnzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl2005/2006 8 4 1 132006/2007 7 1 6 1 152007/2008 7 1 6 2 162008/2009 10 1 6 1 182009/2010 9 1 1 1 5 1 1 192010/2011 6 2 1 1 5 1 1 1 1 192011/2012 7 1 1 1 4 1 1 1 172012/2013 8 2 1 1 6 1 1 1 211) W + Oe = Weinbau und Oenologie2) HDM = Handels- und Dienstleistungsmanagement21


ZENTRALE DIENSTETage der offenen Tür beim WBI am 7. & 8. September 2012Ein fester Bestandteil der wiederkehrenden Terminebeim Weinbauinstitut sind die Tage der offenen Tür, dieabwechselnd mit dem Gutsfest auf dem Blankenhornsbergein Jahreshighlight bilden. Diese Termine bietendie Möglichkeit, Einblicke hinter die Türen des Weinbauinstitutsals auch des Staatsweinguts zu bekommen.Für eine Vielzahl von Besuchern wird dabei am erstenSeptemberwochenende die praktische Arbeit der einzelnenForschungsabteilungen anschaulich gezeigt.So war auch 2012 bei den Tagen der offenen Tür in Freiburgwieder ein reichhaltiges und kurzweiliges Programmvon der Gesamtbelegschaft des Weinbauinstituts auf dieBeine gestellt worden, um dem interessierten Publikumdie Arbeit und das zukunftsweisende Engagement zumThema Weinbau und Weinbehandlung nahezubringen.Bei strahlendem Sonnenschein wollte der Besucherstromschier nicht abreißen, so dass nach zwei Tagen nur einResümee gezogen werden konnte: „Ein voller Erfolg“.Mit rotem Faden vom Sämling zum GaumenAnhand eines roten Fadens wurden die Besucher durchsHaus geführt, mit Elan durch einen Wissensparcours mitkurzweiligen Stationen geleitet und praxisorientiert zumMitmachen animiert. Mit dem Motto „Vom Sämling zumGaumen“ war natürlich ein breites Spektrum abzudecken,welches von den Referenten und Verantwortlicheneindrucksvoll und gut verständlich vermittelt wurde.Neben größeren Veranstaltungen mit Seminarcharakter,wurden auch spezielle Führungen angeboten, in denendie Forschung hautnah von A-Z zu erleben war.Für den Bereich der wissenschaftlichen Forschung wurdenneben wichtigen Themen, die sich in den vergangenenJahren als Dauerbrenner erwiesen haben, auchbrandneue und aktuelle Ergebnisse aus Untersuchungenund Projektarbeiten vorgestellt. Dabei war das Augenmerkgenauso auf die Pionierarbeit gerichtet, als auch aufdie Erweiterung der Grundlagen, um die weitreichendenneuen Möglichkeiten zum einen für die Bewirtschaftungauf der Fläche und zum anderen im Keller dem Publikumnahezubringen.Kinderprogramm, Gewinnspielund kulinarische GenüsseUm für den interessierten Besucher ein rundum gelungenesGesamtpaket bereitzustellen, war selbstverständlichein umfassendes Rahmenprogramm organisiert worden,welches für Groß und Klein die Möglichkeit bot, sichzwischen all dem Fachlichen auch ein wenig auf Abwegezu begeben. Ein Kinderprogramm, ein attraktives Gewinnspielund zum Schmunzeln anregende thematischeWeinproben stimmten ein, sich länger aufzuhalten undzum späteren Zeitpunkt in der angenehmen AtmosphäreWeinbergführung mit Walter Schmidt.Katharina Kohl präsentiert den Versuchskeller.22


ZENTRALE DIENSTEder Schlemmerinsel den zahlreichen durch regionale Einflüssebestimmten kulinarischen Genüssen hinzugeben,so dass auch dem leiblichen Wohl ein jeden Besuchersnichts im Wege stand.Ob es nun die Einblicke ins Labor mit wissenschaftlichemHintergrund waren oder eine Besichtigung desVersuchskellers, das Ausspannen bei Kaffee und Kuchenoder irgendeine andere Attraktion, ganz egal, für jedenGeschmack war schnell ein Thema gefunden, so dass fürdie meisten Besucher die Zeit bei uns viel zu schnellvorüber ging.Mit dem erfahrenen Lob im Rücken wird es für uns einAnsporn sein, beim Gutsfest 2013 und bei den Tagen deroffenen Tür 2014 mit noch mehr Engagement die Themenvorzubereiten und dem vielfältigen Publikum noch weitereinteressante Dinge rund um den Wein zu offenbaren.Ernst HoffrichterZentrale Diensteernst.hoffrichter@wbi.bwl.deDie eingefangene Meinung zahlreicher Gästezeigte eine durchweg positiveResonanz. Auch der Umfang unddie Qualität des Nachgefragtenspiegelte für die Organisatorendas breite Interesse der Besucheran wissenschaftlichen Dingenwieder.Motivation für die ZukunftAuch für Kinder hatte der Tag der off enen Tür Interessantes zu bieten.Verkostung badischer Profi lweine mit Dr. Jürgen Sigler.23


DIREKTIONOrganisationLeitbild WBIUnsere zentralen Aufgaben sind:> Praxisorientierte Forschung in Weinbau und Oenologie> Wissenstransfer durch Fachveranstaltungen, Führungenund Veröffentlichungen für die Praxis, die Weinbauberatungund andere Multiplikatoren> Bewertungen aktueller Themen für Weinwirtschaft,Verwaltung und Politik> Hoheitsaufgaben in den Bereichen Qualitätsprüfung,Weinmarktverwaltung, Weinfonds, Selektion undGesundheitsprüfung von Pflanzenmaterial sowie Prüfungvon Pflanzenschutzmitteln> Ausbildung (m/w) in den Berufen Winzer, Weinhandelsküferund Einzelhandelskaufmann, Ausbildung vonFachschülern, Betreuung von Praktikanten und wissenschaftlichenAbschlussarbeiten von Studenten undDoktoranden.Die Kernziele unserer Forschungsarbeit sind:> Optimieren der Weinqualität> Steigern der Wirtschaftlichkeit> Verbessern der NachhaltigkeitUnsere Schwerpunkte liegen in der Resistenz- und Klonenzüchtung,der Entwicklung und Prüfung neuer Verfahrendes Weinbaus, des Rebschutzes, der Rebenernährung,der Oenologie und der Analytik. Ein hohesForschungsniveau erreichen wir durch Kooperationenmit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen,effiziente innerbetriebliche Zusammenarbeitund moderne Organisationsstrukturen. Dabei stehen dieWünsche unserer Kunden im Mittelpunkt. Im StaatsweingutFreiburg bewirtschaften wir Versuchsflächen fürdie Forschung und erzeugen und vermarkten dabei Weinehoher Qualität.Wir bearbeiten heute die Themen für eine zukunftsfähigeund nachhaltige Weinwirtschaft von morgen.01DirektionDr. Rolf Steiner02Zentrale DiensteErnst Hoffrichter1BiologieProf. Dr. Hanns-Heinz Kassemeyer2OenologieDr. Jürgen Sigler3WeinbauDr. Volker Jörger11 Pflanzenschutz, PhytopathologieProf. Dr. Hanns-Heinz Kassemeyer21 Mikrobiologie, VersuchskellereiDr. Jürgen Sigler31 Resistenz- und KlonenzüchtungDr. Volker Jörger12Ökologie, Mittelprüfung22Weinchemie32Weinbau, VersuchswesenDr. Michael BreuerDr. Rainer AmannErnst Weinmann13 Rebenernährung, Bodenkunde23 Qualitätsprüfung, Weinbaukartei03Staatsweingut, MarketingDr. Monika RiedelHerbert KrebsBernhard HuberPersonalratsvorsitzende: Brigitte Ludewig & Beauftragte für Chancengleichheit: Gertrud Wegner-Kiß24


DIREKTIONBetriebliches GesundheitsmanagementDem Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg liegt die Gesundheitseiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter amHerzen. Um die Gesundheit aller zu fördern und zuerhalten wurde Mitte des Jahres der Arbeitskreis Gesundheitsmanagement,bestehend aus Kolleginnen undKollegen aus allen Abteilungen, gegründet. Dieser Arbeitskreisbefasst sich intensiv mit den gesundheitlichenBedürfnissen der Kolleginnen und Kollegen.Die erste Aufgabe des Arbeitskreises bestand darin, einedetaillierte Arbeitsumfeldanalyse durchzuführen, bei derjeder Arbeitsplatz auf psychische wie physische Risikenanalysiert wurde. Nach dieser Analyse stand fest, dass dasHauptthema für das Jahr 2012 und 2013 Rückenbelastungenam Arbeitsplatz sein wird. Dieses Themenfeld passtsowohl zu den körperlichen Belastungen im Außenbereichbei den Winzerinnen und Winzern, wie auch zuden hauptsächlich sitzenden Tätigkeiten im Büro.Um das betriebliche Gesundheitsmanagement einzuführenund dieses Themenfeld umzusetzen, wurde imNovember 2012 ein Gesundheitstag veranstaltet. Dasgesamte Personal des WBI hatte so einen ganzen Tagdie Möglichkeit sich durch unterschiedliche Vorträge,Kurse, Gesundheitschecks und Informationsstände mitdem Thema Rücken und weiteren gesundheitsrelevantenThemen theoretisch und praktisch auseinanderzusetzen.Gesunde Ernährung durch ein abgestimmtes Cateringangebotsowie die Bereitstellung von Obst und Wasserrundeten den Tag ab.Der Spaß und die Gruppenzusammengehörigkeit kamenbeim gemeinsamen Tischtennis- und Tischfußballspielennicht zu kurz. Die Resonanz aller Mitarbeiterinnen undMitarbeiter, sowie die anschließende Evaluierung derAngebote fielen durchweg positiv aus.Das Thema Rückenbelastung wird im Jahr 2013 durcheine zweimonatige Rückenschule und Massageangebotezum Ende des Jahres fortgesetzt. Das betriebliche Gesundheitsmanagement,zusammen mit dem Arbeitskreis,ist nun fester Bestandteil der inneren Organisation desWBI und gewährt so die nachhaltige Förderung der Gesundheitaller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.Dr. Rolf SteinerDirektorGesunde Ernährung und geselliger Spaß am Gesundheitstag, 19.11.2012Workout am WBI25


ZENTRALE DIENSTEPersonal FinanzenwqFür das Jahr 2012 weist der Staatshaushaltplan für das WBI59,5 Planstellen aus mit 46,5 Beschäftigten und 13 Beamten.Auf diesen Stellen werden zum Stichtag 31.12.2012insgesamt 72 Personen geführt. 39 % des Stammpersonals(28 Personen) sind weiblich und 61 % (44 Personen)männlich. Zwei Drittel (48 Personen) arbeiten Vollzeit,ein Drittel (24 Personen) hat Teilzeitverträge zwischen20 und 80 % der vollen Arbeitszeit. Inklusive den 26 Auszubildendenund 13 Mitarbeitern in Drittmittelprojektensind 111 Personen am WBI beschäftigt.Zum Stichtag 31.12.2012 bildete das WBI 26 junge Menschenin den Berufen Winzer, Weinküfer, Einzelhandelskaufmannund in den dualen Studiengängen Weinbau/Oenologie, BWL/Handel und BWL/Personalmanagementaus. Der Beruf des Winzers war dabei mit 65 % am häufigstenvertreten. Im Jahr 2012 schlossen 10 Winzer/innenund Weinküfer/innen ihre Ausbildung bei uns ab,18 neue Auszubildende wurden eingestellt. Im Laufedes Jahres absolvierten 39 Personen ein Praktikum beimWBI, darunter sieben, die anschließend eine Winzerausbildungam WBI begannen.Stammpersonal: 72 PersonenWeiblich: 24 Personen (39 %)Männlich: 44 Personen (61 %)Die Bilanzsumme des Landesbetriebes beträgt im Jahr2012 knapp 5,9 Millionen Euro und hat sich gegenüberdem Vorjahr um den Betrag der etwas gestiegenen Personalaufwendungenleicht erhöht. Dabei gliedern sich dieBilanzpositionen wie folgt:Die Erfolgsrechnung (Gewinn- und Verlustrechnung)zeigt eine Gegenüberstellung der Erträge und der Aufwendungen.Die Umsatzerlöse enthalten den Weinverkaufund die Kostenerstattung für die Unterkünfte derAuszubildenden. Die Position Gebühren und Entgeltezeigt die Summe der Züchterlizenzen, der Gebühren aushoheitlicher Tätigkeit sowie aus kleinen Projekten undaus Seminarbeiträgen. Die sonstigen Erträge zeigen Bestandsveränderungen,Auflösung von Rückstellungen sowieKostenerstattungen.Im Aufwandsbereich macht der Personalkostenanteil dengrößten Posten aus. Die übrigen Positionen teilen sich inbetrieblichen Aufwand (Mieten, Leasing, Büromaterial,Reisekosten, Marketing, Aushilfskräfte), Materialaufwand(Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe, Laborbedarf, Reparaturen,Strom, Wasser), Abschreibungen, bezogene Leistungen(Dienstleistungen, Honorare, Wartung, Fracht) sowie betrieblicheSteuern (Umsatzsteuer, Sekt- und Branntweinsteuer).Teilzeitarbeitsverhältnisse gesamt: 24 Personen (33 %)*Weiblich: 12 Personen (50 %)Männlich: 12 Personen (50 %)Aktiva - Verteilung des Vermögens 2012wqqwVollzeitarbeitsverhältnisse gesamt: 48 Personen (67 %)*Weiblich: 16 Personen (33 %)Männlich: 32 Personen (67 %)Mitarbeiter insgesamt: 111Stammpersonal: 72Ausbildungsverhältnisse: 26Personen in Drittmittelprojekten: 13Aktive RechnungsabgrenzungenSchutzrechte, Lizenzen1 % 1 %Schecks, Bank, KasseGrundstücke16 %7 %Forderungen5 %TechnischeAnlagen27 %Praktika: 39Betreute Promotionen: 4Betreute Abschlussarbeiten: 5* Anteil des StammpersonalsVorräte36 %Andere Anlagen5 %Geleistete Anzahlungen3 %26


ZENTRALE DIENSTEPassiva - Verteilung der finanziellen Mittel 2012Verbindlichkeiten11 %Rückstellung7 %Eigenkapital40 %Sonderposten42 %GuV-Erlöse, Erträge 2012Sonstige Erträge30 %Drittmittel20 %Gebühren und Entgelte19 %Umsatzerlöse31 %GuV-Aufwand 2012Personalaufwand61 %Abschreibungen7 %Sonst. betriebl. Aufwand18 %Materialaufwand(Energie, verwalt. Tätigkeiten)8 %Bezogene Leistungen7 %27


ZENTRALE DIENSTEBaumaßnahmenAus Rücklagen für Baumaßnahmen wurde im Frühjahr2012 kurzfristig ein Anzuchtgewächshaus neben demGewächshaus der Rebenzüchtung gebaut. Energieschirmenach neuesten technischen Erkenntnissen führenzu Energieeinsparungen. Direkt neben dem neuen Gewächshauswurde ein seitlich offenes Glasdach erstellt,das für die Anzucht von Versuchsreben den Regen abhält,ansonsten aber weitgehend natürliche Bedingungen fürdas Wachstum ermöglicht. Anstoß zum Neubau gab derVerkauf der Grundstücksfläche der alten Gewächshäuseran den Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband(BLHV). Im September 2012 konnte das Gewächshaus inBetrieb genommen werden.Ende 2012 wurde die neue Beschilderung des WBI inFreiburg als auch beim Staatsweingut auf dem Blankenhornsbergaufgestellt. Die Außenwahrnehmung konntedadurch deutlich verbessert werden. Insbesondere fürdie Weinverkaufsstelle Freiburg hat dies positive Effekte.Ernst HoffrichterZentrale Diensteernst.hoffrichter@wbi.bwl.deBereits Ende 2011 konnte der erste Abschnitt der Sanierungdes Hauptgebäudes des WBI auf den Weg gebrachtwerden: Das Finanzministerium beauftragte Vermögenund Bau Baden-Württemberg, Amt Freiburg, mit derkonkreten Planung für einen Anbau an das Hauptgebäudemit Phytolaboren und Arbeitsräumen. Die weiterePlanung wurde in 2012 fortgesetzt.STAATLICHES WEINBAUINSTITUTStaatsweinguTfreiburgFORSCHUNG UND ENTWICKLUNGFÜR DEN WEINBAU DER ZUKUNFTWeinverkaufWir schauen genau hinNeues Gewächshaus des WBINeue Beschilderung in Freiburg28


ZENTRALE DIENSTEVeranstaltungen in 2012 - eine AuswahlDatum Referat Art der Veranstaltung Teilnehmer Ort09.01. PR Personalversammlung100 WBIEine Veranstaltung des Örtlichen Personalrats des WBI19.01. 31 Verkostung pilzwiderstandsfähiger Sorten (Wertprüfung für20 WBIWein) mit Bundessortenamt und Verkostungsteilnehmern08.02. 31 Vorstellung von Ergebnissen der Ertragssicherungsversuche 2011 20 WBI10.02. 01, 31 Badischer Rebveredlertag150 BreisachEine Veranstaltung für Rebveredler verschiedener Länder01. - 02.03. 12 Meeting Prognosesystem VitiMeteo 12 WBI08.03. 11 16. Freiburger Rebschutztag 50 WBI09.03. 22 SchatzkammerweinprobeProbe von Archivweinen für interessierte Verbraucher/innen40 WBI15.03. alleAbt.Badischer WeinbautagEine Veranstaltung des Badischen Weinbauverbandes, WBI undder Regierungspräsidien Freiburg und Karlsruhe500 Offenburg21.03. 13 Seminar "Aktuelles zu Bodenmanagement und60 FR-TiengenWasserrahmenrichtlinie"28.03. 31 Verkostungsseminar mit dänischen Winzern 15 WBI29.03. 12 VitiMeteo - Seminar für Weinbauberater, Betreuer derörtlichen Wetterstationen, Rebschutzwarte und Winzer35 WBI30.03. und13.04.04.04. 31,3201 Workshop „Visuelle Kommunikation in Vorträgenmit PowerPoint-Folien“Probe von Weinen aus Rebsorten, Klonen und Weinbauversuchen fürVersuchsansteller, Weingüter und Winzergenossenschaftenje 17WBI40 WBI12.04. 23 Vorbereitungskurs/Sensorik-Übung für Winzermeisterprüfung 23 WBI16.04.,RPF Winzer-Meisterprüfung10 WBI20.04.Veranstalter: Regierungspräsidium Freiburg18.04. 23 Tagung der deutschlandweiten Qualitätsweinprüfstellen 16 BL19.04. und23.04. - 26.04.Abt. 2 Kellerwirtschaft und Sensorik -5 Tagesseminare für Kellerwirtinnen und Kellerwirte28.04. 03 Frühjahrsweinprobe für Endverbraucher/innen 700 BL13.06. 32 Maschinenvorführung „Heftarbeiten, Entblätterung, Laubschnitt“ 200 BL19.06. 03 Besuchergruppe Hotelfachschule Sylt, mit Weinprobe 60 BL18.06. / 25.06. Abt. 2 Grundlagen der Weinsensorik –je 40 WBI02.07. und19.06. / 26.06.03.07.2 dreiteilige Abendseminare für Weininteressierte26.06. 31 Weinprobe für Rebveredler und Kellermeister 25 WBI06.07. 03 Treffen der Rebpaten – Kooperation mit der Fördergesellschaft 250 BLForschung Tumorbiologie Freiburg09. - 10.07. 21 Weinseminar für Kochschüler der Liebfrauenschule Sigmaringen 11 WBI11.07. 31 Best of PiWi: Weinbewertung durch internationale Jury 40 WBI12.07. 31 Best of PiWi: Vorstellung und Verkostung der Siegerweine 75 WBIje 60WBI29


ZENTRALE DIENSTEDatum Referat Art der Veranstaltung Teilnehmer Ort07.08. RPF praktische Abschlussprüfung für externe Winzer-Auszubildende.Veranstalter: Regierungspräsidium Freiburg17. - 18.08 01, 03,22Vorträge und Weinproben im Rahmen der „German Wine Academy“des Deutschen Weininstituts (DWI)k.A.BL45 WBI; BL28.08. 01, 11 INTERREG-Projekt BACCHUS: Übergabe des Förderbescheids 20 WBIdurch Frau Regierungspräsidentin Schäfer05.09. - 06.09. 31 Freiburger Rebsorten- und Klonentage, mit Besichtigung und 65 WBIWeinprobe. Für Versuchsansteller, Weingüter und Winzergenossenschaften08. - 09.09. alle Tage der offenen Tür 800 WBIAbt.12.09. - 13.09. 31 Seminar Weinbau und Kellerwirtschaft für schwedische Winzer 20 WBI16.09. 03 Weinkrimi Grote - Buchpräsentation 100 BL19.09. 11 Besichtigung von Freilandversuchen zum Pflanzenschutz.Eine Veranstaltung für Weinbauberater, Landhandel undPflanzenschutzmittelindustrie50 WBI;Freiland20.10. 01, 03 Presseclub Baden-Baden 45 BL06.11. 03, 23 Informationen zur Oenologie für den Verband der agrargewerblichen20 WBIWirtschaft e.V. (VdAW)07.11. 11 Vortrag Tumorbio FRiEB, Ernährungsforum 11 WBI07.11. 31, Probe von Weinen aus Rebsorten, Klonen und Weinbauversuchen50 WBI32für Versuchsansteller, Weingüter und Winzer-genossenschaften13. - 14.11. 01 MLR-Arbeitstagung „Aktuelles aus Weinrecht, Weinbau und60 WBIOenologie“ für Angehörige der Weinbauverwaltung17.11. 03 Herbstweinprobe für Endverbraucher/innen 650 WBI19.11. alle Gesundheitstag im Rahmen des BetrieblichenGesundheitsmanagements im WBI100 WBI06.12. alleAbt.Besuch vom Land- und Forstwirtschaftlichen VersuchszentrumLaimburg, Südtirol. Austausch zur weiterenZusammenarbeit auf dem Gebiet der Weinbauforschung10 WBI13.12. 01, 32 Wintertagung der Arbeitsgemeinschaft Weinbau des Vereins60 WBIlandwirtschaftlicher Fachschulabsolventen19.12. alleAbt.Beiratssitzung WBI 16 WBI30


ImpressumHerausgeber:Staatliches Weinbauinstitut Freiburg (WBI)Merzhauser Str. 11979100 FreiburgTelefon +49 761 40165-0Telefax +49 761 40165-70poststelle@wbi.bwl.dewww.wbi-freiburg.dewww.staatsweingut-freiburg.deRedaktion:Ernst WeinmannDr. Rainer AmannKathleen BeckerDr. Monika RiedelGestaltung:Designstudio® Ralph Ihmsen, FreiburgBildnachweis:Designstudio® Ralph Ihmsen: Seite 7, Seite 28Gyula Gyukli: Seite 3, Rückseite (Mitte)Fototeam Vollmer: Seite 20 (rechtes Foto)Rückseite (linkes und rechtes Foto)Peter Kiefer: Seite 12/13 (alle Fotos)Alle weiteren Fotos: WBI-MitarbeiterDruck:Druckerei Furtwängler, DenzlingenISSN 0179-1680


Staatliches Weinbauinstitut FreiburgFORSCHUNG UND ENTWICKLUNG FÜR DEN WEINBAU DER ZUKUNFTWir schauen genau hinStaatliches Weinbauinstitut Freiburg · Merzhauser Str. 119 · 79100 Freiburg · Telefon +49 761 40165-0 · Telefax +49 761 40165-70poststelle@wbi.bwl.de · www.wbi-freiburg.de · www.staatsweingut-freiburg.de

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