Wenn Kinder unfreiwillig Verantwortung - Cornelius-stiftung.de

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T O P S e r i eAngebote der Cornelius StiftungFerienfahrten für suchtkranke Frauen und ihreKinder an die NordseePräventivangebote für Schülerinnen und SchülerTherapeutische Wochenendkurse für Kindersuchtkranker ElternBaby- und Beratungskurse im Cornelius-HausNachbetreuung von ehemaligenBewohnerinnen und ihrer KinderBetreuung von inhaftierten Schwangerendurch Hebammen in der JustizvollzugsanstaltAngebote der Cornelius Stiftungin Kooperation mit Partnern»Nur etwa 5 %aller Suchtberatungsstellenbieten Angebote für Kindersuchtkranker Eltern.«Mit Schrecken liest sich die Geschichtedes sieben jährigen Jonas,der völlig verängstigt mit der Bahnin den hinteren Teil eines Kölner Bahnhofesfährt, um dort, wo Drogendealer ihrenGeschäften nachgehen, Heroin für seinesuchtkranke Mutter zu kaufen. Fest umklammerthielt er das Geld, welches ihmseine Mutter gab in der Hand und war außersich vor Angst das etwas schief gingeund er seiner Mutter nicht helfen könne –sie lag zitternd und vor Schmerzen gekrümmtzuhause in der Diele. Jonas wolltezu Anfang Hilfe holen, aber seine Mutterdrohte ihm sich umzubringen, falls eretwas verrät und ihr nicht den benötigtenStoff besorgt. Die Angst um seine kleineSchwester, Versteckspiele vor dem Jugendamtund niemand der sich um ihnkümmerte - was da in einem sieben jährigenJungen vorgeht, kann sich kaum jemandvorstellen. Fünf Jahre später begannJonas das Heroin, das er kaufte,selbst zu nehmen, nicht mehr in die Schulezu gehen und sich auf der Straße herumzu treiben. Es folgte der Vollabsturzmit fünfzehn Jahren. Heute mit achtzehnlebt Jonas in einer Therapie-Einrichtungund versuchtdas erlebte zu verarbeiten.Er wünscht sichspäter einmal selbst Kinderzu haben.Die Cornelius Stiftungmacht sich stark für die Kinder suchtkrankerEltern und solche, die in sozialschwachenoder schwierigen Verhältnissenaufwachsen. Oft ist dieGeburt eines Kindes für die Betroffeneneiner der erhofften Wege aus derSuchterkrankung heraus zu kommen.Der Wunsch nach Stabilität und einerzweiten Chance endet jedoch oft darin,dass die Eltern mit der Fürsorgeund Erziehung ihre Schützlinge völligüberfordert sind. Hier setzt die Hilfeder Cornelius Stiftung ein. Durch dieArbeit mit Schwangeren und jungenMüttern werden bereits die Jüngstengefördert und ihre Entwicklungschancenerheblich verbessert – dennKinder, die in solch schwierigem Umfeldaufwachsen, haben ein sechsfachhöheres Risiko später selbst drogenabhängigzu werden. Durch Ferienfahrtenfür suchtkranke Frauen und ihreKinder, ermöglicht die Stiftung Urlaubean der Nordsee, sie bietet Präventivangebotefür Schülerinnen und Schüler, veranstaltettherapeutische Wochenendkurseund viele weitere Maßnahmen im Cornelius-Haus.Auch die Nachbetreuung vonehemaligen Bewohnerinnen und ihrerKindern, sowie die Betreuung von inhaftiertenSchwangeren durch Hebammen inder Justizvollzugsanstalt sindProgramm der Stiftung. WichtigstesHilfsprojekt war die Eröffnungdes Corneliushausesin Köln. Das Clearing-Wohnprogrammhilft suchtkrankenMüttern der Abhängigkeit zuentkommen und gemeinsam mit ihrenKindern in einer achtzehn monatigenTherapie zurück in ein suchtfreies eigenständigesLeben zu finden.Die Corpus Sireo, die Hauptsponsorder Cornelius Stiftung ist, zeigt mit ihrerUnterstützung ein Beispiel für unternehmerischeVerantwortung der Gesellschaftgegenüber. Im Rahmen der CSR(Corporate Social Responsibility), wasübersetzt als „Unternehmerische sozialeVerantwortung“ zu verstehen ist, greifenUnternehmen da ein, wo staatliche Angebotean ihre Grenzen stoßen und ist somitauch Vorbild für weitere unternehmerischeEngagements im sozialen Bereich.Auf die Frage hin, wie es zur Gründungder Cornelius Stiftung kam, welcheAmbitionen hinter dem Engagementder Familie Zimmer und ihres Unternehmensstecken, antwortet die Vorsit-Mitfinanzierung der Kurse von FreD/„Frühintervention für erstauffälligeDrogenkonsumenten“ (Kooperationsprojektmit der Stadt Köln)Realisierung des Mina-Enders-Hauses,Wohnhaus für Mütter mit Kindern undJugendliche mit Suchtproblematik (inKooperation mit Kaiserswerther Diakonie)Unterstützung des Wohnprojekts „Wohnenüben“ für junge Frauen mit Suchtproblemen(Kooperation mit dem Sozialdienst katholischerMänner in Düsseldorf)Initiierung der wissenschaftlichen Evaluationdes „Clearing Wohnens“ (in Kooperation mitder Uniklinik Köln und der HeilpädagogischenFakultät)Ambulante Betreuung suchtkranker Frauenmit Kindern und die wissenschaftlicheBegleitung (Kooperation mit der Charité Berlin)TOP 00


T O P S e r i e11. Teil: Cornelius Stiftungzende Karen Zimmer: „Wir haben 2001umfassende Recherche betrieben, umherauszufinden, wo der Bedarf, Kindernzu helfen, am größten ist. Es stellte sichheraus, dass nur etwa fünf Prozent allerSuchtberatungsstellen Angebote fürKinder suchtkranker Eltern vorhielten.Grund genug, sich für die betroffenenKinder einzusetzen, die sich unverschuldetin teilweise äußerst kritischen Situ-ationen befinden. Außerdem kommt dieSuchtabhängigkeit (insbesondere die Alkoholsucht)in allen gesellschaftlichenSchichten vor und kann bei Kindern zuschwerwiegenden Folgen und Problemenführen. Ein heikles Thema, dass weiteraufgearbeitet werden muss.“Der Name „Cor“-nelius Stiftung ist einfrei erfundener, der Bezug auf die „Cor“-pus Sireo nimmt.www.cornelius-stiftung.deVorstand Cornelius StiftungHilfefür KölnerGewalt- undUnfallopferMit Hoffnungin die Zukunft blicken.Die Kölner Opferhilfe unterstützt vertraulich,unbürokratisch und unentgeltlich durch:• Menschliche Zuwendung und persönlicheBetreuung• Gespräche und Hausbesuche für Be troffeneund deren Angehörige• Hilfe durch das Deutsche Institut fürPsychotraumatologie Köln• Unter bestimmten Voraussetzungen –finanzielle Soforthilfe um situationsbedingteNotlagen zu lindernSpeziell geschulte, ehrenamtliche und professionelleHelfer stehen den Opfern mit Ratund Tat zur Seite.Die Kölner Opferhilfe handelt schnell, flexibelund hilft den Betroffenen ihren schwierigenWeg aus der Verzweiflung zu meistern.Vorsitzende: Ulla SchrammaDr. Gerd Eldering warvon 1980 bis 2003 Chefarztder Frauenklinik und Direktordes Vinzenz Pallotti HospitalsBensberg. Dort ließ er Elementeder „alternativen“ Geburtshilfein das schulmedizinischeKonzept einfließen undmachte sich damit als Wegbereiterder modernen Geburtshilfein Deutschland einenNamenKaren Zimmer (Vorstandsvorsitzende)hat als Grundschullehrerinzahlreiche Kinder aussuchtbelasteten Familien kennengelernt und begleitet. Dabeimachte sie die Erfahrung, dassSuchtabhängigkeit in allen gesellschaftlichenSchichten vorkommtund dies bei den Kindernschwer absehbare Folgen undProbleme hervorruft. Die ungleichschwierige Ausgangslageund unverschuldete Not derKinder waren für Karen Zimmerder Anlass, sich mit der CorneliusStiftung für Kinder aus suchtbelastetenFamilien einzusetzenund sie zu unterstützen.Winfried Drewes lerntedie Arbeit der Cornelius Stiftungim Rahmen der Zusammenarbeitmit Corpus Sireo,während seiner aktiven Zeitals Vorstand der SparkasseKölnBonn, kennen. Er vertrittdie Meinung, dasserfolgreiche Wirtschaftsunternehmennicht den Blick fürMenschen verlieren dürfen,die eigen- oder unverschuldetauf der Schattenseite des Lebensstehen und daher hilfsbedürftigsind.Fon: 01805 988 96 1 *Fon: 0221 700 043 0Fax: 0221 700 043 21*12 Cent pro MinuteKölner Opferhilfe e.V.Robert-Perthel-Str. 71–7350739 Kölnwww.koelneropferhilfe.de©360° KOMMUNIKATION – www.360kom.deMitglieder des KuratoriumsJürgen Roters (Vorsitzender/Oberbürgermeister der Stadt Köln)Ralph Günther (Sprecher der Geschäftsführung Corpus Sireo Holding, Köln)Dr. Klaus Piehler (Notar, Köln)Martin Zimmer (Gründer der ehemaligen Corpus Immobiliengruppe)Michael Zimmer (Gesellschafter und Geschäftsführer Fair GmbH, Pulheim)SpendenkontenSparkasse KölnBonn Kölner Bank eGBLZ 370 501 98 BLZ 371 600 87Kto. 1 027 432 622 Kto. 827 732 00100 TOP

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