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Nummer 1528. Juli bis 17. August 20133 WochenPfarreiblatt der Bistumskantone Schaffhausen und ThurgauPHermann der LahmeBehindert und begnadet


VatikanEin Dokument aus zwei FedernÜber die Enzyklika «Lumen fidei»Bild: KNA-BildWährend alle von der geplanten Kurienreformdes Papstes sprechen, sprichtFranzis kus selbst von dem, was für ihnden eigentlichen Kern der Kirche ausmacht:dem Glauben. «Lumen fidei» (Lichtdes Glaubens) lautet der lateinische Titelseines ersten Rundschreibens, das am5. Juli veröffentlicht wurde. Es ist dieerste Enzyklika von Franziskus und dieletzte von Benedikt XVI. Eine «Enzyklikavon vier Händen», wie Franziskus selbstformulierte.Anders als ihre Vorgänger richtet sie sichnur an alle «Christgläubigen» und nicht an«alle Menschen guten Willens». Das in einemmeditativen Grundton gehalteneSchreiben richtet sich offenbar an Katholiken,die sich über ihren Glauben im 21.Jahrhundert Rechenschaft ablegen wollen.Die 27 Seiten (deutsche Version) bestätigenden ersten Eindruck vieler Beobachter:In den grundsätzlichen theologischen Fragenpasst kaum ein Blatt zwischen Franzis -kus und Benedikt XVI., ungeachtet des unverkennbarneuen Stils.Der Papst weist auch in der Enzyklikaselbst ausdrücklich auf deren doppelteAutorenschaft hin: Benedikt XVI. habe eine«erste Fassung» schon «nahezu fertiggestellt»,schreibt er in seinem Vorwort. «Inder Brüderlichkeit in Christus» habe er die-se «wertvolle Arbeit» übernommen und denText durch «einige weitere Beiträge» ergänzt.Was in dem Schreiben Originaltonvon Franziskus ist, bleibt offen. Das Themader Enzyklika lässt allerdings kaum Zweifeldaran, dass die wesentlichen inhaltlichenAusführungen von Benedikt XVI. stammen:Es geht vor allem um das Verhältnis vonGlauben und Vernunft, um den Nachweis,dass sich beide nicht widersprechen, ja derGlaube selbst vernünftig ist. Dies war einesder – wenn nicht das theologische Herzensanliegenvon Benedikt XVI.Ungewöhnliches EndeAuch ohne eingehende exegetische Untersuchungenmeint man oft zu erkennen, woder einstige deutsche Theologieprofessorspricht, und wo der langjährige Seelsorgeraus Buenos Aires. Vor allem im vierten Kapitelfindet sich unverkennbar die Handschriftvon Franziskus. Sein Thema sind dieKonsequenzen des Glaubens für Familieund Gesellschaft. Das Licht des Glaubenserleuchte nicht nur das «Innere der Kirche,noch dient er allein der Errichtung einerewigen Stadt im Jenseits», heisst es etwadarin. Vielmehr helfe der Glauben «Gesellschaftenso aufzubauen, dass sie einer Zukunftvoll Hoffnung entgegensehen». Er entfernesich nicht von der Welt und «stehtdem konkreten Einsatz unserer Zeitgenossennicht unbeteiligt gegenüber». Aussagenwie diese klingen eher nach Santa Martaals nach päpstlichem Appartement. Insbesonderedie letzten vier der insgesamt 60Abschnitte der Enzyklika unterscheidensich in ihrem Predigtton deutlich vom übrigenText. Sie erwecken den Eindruck, alshabe Franziskus sie komplett hinzugefügt.Der programmatische erste Satz dieserPassage lautet: «Das Licht des Glaubenslässt uns nicht die Leiden der Welt vergessen».Es folgt ein Hinweis, dass es oft geradedie Leidenden gewesen seien, die Männerund Frauen wie Franz von Assisi undMutter Teresa, die das Licht des Glaubensvermittelt hätten. Die Enzyklika endetschliesslich – höchst ungewöhnlich für einsolches Schreiben – mit einem Mariengebet.Auch hier spricht einiges für jenenPapst als Autor, der am ersten Tag nachseiner Wahl im März dieses Jahres die Marienikonein der römischen Basilika SantaMaria Maggiore aufgesucht hat.Kontinuität und VerzichtAuch in puncto Heiligsprechungsprozessezeigte sich am Freitag eine Kontinuität zwischenFranziskus und seinem Vorgänger:Benedikt hatte das Verfahren für JohannesPaul II. unter Aussetzung der sonst üblichenVorschriften schon drei Monate nachdessen Tod eröffnet. Franziskus will nun JohannesXXIII. (1958-1963) heiligsprechen,ohne dass das vorgeschriebene zweite aufseine Fürsprache hin gewirkte Wundernachgewiesen werden muss. Bemerkenswertist dies auch deshalb, weil es zeigt,dass Franziskus entgegen anfänglicherMutmassungen, er verstehe sich eher alsBischof von Rom denn als Papst, durchausnicht grundsätzlich auf seine päpstlichenVollmachten verzichten will. Worauf dieserPapst hingegen verzichten kann, zeigte ermit seinem Besuch auf der MittelmeerinselLampedusa: auf grosses Gefolge, auf das,was bisweilen als «vatikanischer Hofstaat»bezeichnet wird. KardinalstaatssekretärTarcisio Bertone und manch andere frühermitreisende Kurienvertreter blieben zuHause, während der Papst am südlichstenZipfel Italiens eine «Globalisierung derGleichgültigkeit» anprangerte.Thomas Jansen/KipaOb die beiden Päpste bereits beiihrem Treffen am 23. März über diegemeinsame Enzyklika gesprochen haben?4forumKirche | 15-2013


Burkina FasoEs fehlt an Regen, aber nicht am GlaubenPriester aus Burkina Faso stellt sein Land vorBilder: Kirche in NotSeminaristen bestellen das Feld des Priesterseminars und Abbé André Ouahigouya erzählt in der Schweiz von seinem Leben.Das internationale katholische HilfswerkKIRCHE IN NOT lädt Abbé André Ouedraogovom 29. Juli bis 4. August 2013 in dieSchweiz ein. Abbé André ist Regens desPriesterseminars «Notre Dame de Nazareth»im Bistum Ouahigouya. Er informiertüber die Unterstützung des Hilfswerks vorOrt und berichtet über das Leben in demwestafrikanischen Land.Das Bistum Ouahigouya liegt in der Sahelzoneim Norden des Landes und grenzt an Mali.Die Mehrheit der Menschen in dieser Gegendist muslimisch. Dennoch gibt esgemäss Abbé André viele Priesterberufungen.Sogar ehemalige Muslime treten indas Priesterseminar ein. Im Gegensatz zurSchweiz, wo die Universitäten der Theologieschwach besucht sind, stellt sich in BurkinaFaso das Problem, dass nicht alle Interessentenaufgenommen werden können.Knapp zwei Drittel der Seminaristen kommenaus Bauernfamilien, die sehr arm sind.Ein Ausbildungsjahr kostet rund 600 CHF,was sich viele nicht leisten können.Aufgaben der KircheDie Kirche ist sehr aktiv im Land. Sie kümmertsich um Personen, die an Aids leidenund fördert die Rechte der Frauen, indemsie sich gegen Zwangsheiraten ausspricht.Älteren Frauen, die in der ländlich geprägtenGesellschaft der Hexerei bezichtigt werden,wird ein Obdach gegeben. Die Kirche nimmtsich auch der Einschulung der Kinder an,insbesondere der Mädchen. Sie bekämpftebenfalls die Beschneidung von Mädchen,die weit verbreitet ist. Des Weitern werdenkirchliche Krankenstationen betrieben, indenen sich Menschen für wenig Geld untersuchenund pflegen lassen können. Der islamisch-christlicheDialog ist ein weiteresAnliegen der Kirche. Rund die Hälfte derMenschen im Land sind Muslime, knapp einDrittel gehören Naturreligionen an und etwasüber 10 % sind Katholiken. Die Verfassunganerkennt das Recht auf Religionsfreiheit.Die Regierung schützt das Recht allerBürger auf Bekenntnisfreiheit. Im Alltagkommt es zu keinen Problemen zwischenden verschiedenen Religionsangehörigen,was der hohen religiösen Toleranz der Burkinerzugeschrieben wird.Eines der ärmsten Länder der WeltDas nordwestafrikanische Binnenland BurkinaFaso, das bis 1984 Obervolta hiess, erlangteam 5. August 1960 von Frankreichdie Unabhängigkeit. Der Name bedeutet soviel wie «Land der ehrenwerten Menschen»oder «Land der Aufrichtigen».Burkina Faso zählt zu den ärmsten Ländernder Welt, zeichnet sich aber durch eine gewisseStabilität und kulturelle Vielfalt derfriedlich zusammenlebenden Ethnien aus.Regelmässig wiederkehrende Dürreperiodensorgen oft für grosse Not unter der Bevölkerung,die hauptsächlich von der Landwirtschaftlebt. Auch dieses Jahr droht eineHungerkatastrophe. Da im Norden des Landeskaum Regen fiel, droht ein Ausfall derErnte. Zusätzlich verschlimmert ein jährlichesBevölkerungswachstum von 3.1 % dieVersorgungslage der Menschen stetig. Bisanhin ernährte sich das Land selbst, dochExperten gehen davon aus, dass dies in wenigenJahren nicht mehr der Fall sein wird.Die Kirche in Burkina Faso ist auf die Unterstützungvon Hilfswerken wie KIRCHE INNOT angewiesen.KIRCHE IN NOT/Red.Abbé André Ouedraogo feiert an folgendenOrten Eucharistie und wird in diesemRahmen über sein Land und sein Bistumberichten.Dienstag, 30.07.1319.30 Uhr Kapelle St. Jakob,Kaltenbrunnen bei AffeltrangenMittwoch, 30.07.1310.00 Uhr Kapelle Sunnewies,TobelSamstag, 03.08.1318.00 Uhr Kirche St. Martin,BasadingenSonntag, 04.08.1310.00 Uhr Kirche Bruder Klaus,DiessenhofenInteressierte sind herzlich eingeladen.forumKirche | 15-2013 5


DiversesProteste in Brasilien sind richtigKardinal stellt sich hinter jugendliche DemonstrantenDer brasilianische Kardinal Odilo Scherer hat die sozialen Protes -te in seinem Land befürwortet, solange sie friedlich blieben. Sieseien ein Zeichen für das politische Erwachen der Jugend, die dabeiin der ersten Reihe stehe, sagte der Erzbischof von São Paulo.Es ist gut, dass die Jugendlichen auf die Strasse gehen und friedlichdemonstrieren. Damit zeigen sie, dass sie sich auch in der täglichenWirklichkeit für ihre Forderungen einsetzen, und nicht nur inder digitalen Welt», sagte der Kardinal zum katholischen Weltjugendtag,der am 22. Juli in Rio de Janeiro begann.Bild: Frederico Vidal/Flickr.comStrukturelle ProblemeDas Problem der Armut in Brasilien werde von Europäern zwarmanchmal übertrieben, denn die Wirtschaft sei gewachsen. «Dochder Reichtum ist immer noch sehr konzentriert.» Für das Land bleibees eine grosse Herausforderung, allen Bürgern würdige Lebensbedingungenzu schaffen, betonte Scherer. Hinzu kommen nachseinen Worten «strukturelle Probleme» wie die Gewaltkriminalität,die Untätigkeit der Justiz und der Verfall der Städte. In dieser Situationsei die Kirche eine Hilfe und eine «lebendige und wirksameKraft», die zu einem Bewusstseinswandel beitragen könne.In den vergangenen Wochen hatten in Brasilien Hunderttausendefür eine bessere Sozialpolitik und mehr Investitionen in Bildungund Infrastruktur demonstriert. Inzwischen hat die Regierung vonPräsidentin Dilma Rousseff Entgegenkommen signalisiert.Entscheidung aufgeschobenKipa/Red.Brasilianische Jugendliche am Weltjugendtag in Rio. Werden sie dasTreffen dazu nutzen, um auf soziale Ungerechtigkeiten aufmerksam zumachen?Kirche in BrasilienMit rund 125 Millionen Katholiken ist Brasilien das grösste katholischgeprägte Land der Welt. Angesichts enormer sozialerGegensätze ist das Engagement der Kirche für Arme und Entrechteteweithin anerkannt; Brasilien ist einer der Ausgangspunkteder sogenannten Theologie der Befreiung. Dennochmacht der katholischen Kirche eine wachsende Zahl protestantischerund evangelikaler Kirchen und Sekten ihre Rolle streitig.Nach jüngsten Zahlen sank der Bevölkerungsanteil der Katholikenvon ehemals mehr als 90 auf etwa 65 Prozent. 2010 bezeichnetensich 42 Millionen der rund 195 Millionen Brasilianerals evangelikal. Die katholische Kirche bemüht sich in den vergangenenJahren, verstärkt junge Menschen zu erreichen und ihresozialen und pastoralen Aktivitäten in den rasch wachsendenGrossstädten auszubauen.Kürzung der Kirchenbeiträge kommt vors VolkDie Schaffhauser Regierung hat im Zuge ihrer Sparmassnahmenein Entlastungspaket von 25 Millionen Franken geschnürt. Betroffenvon den Kürzungen sind auch die Landeskirchen, die jährlich400 000 Franken weniger erhalten sollen. Die Entscheidung,ob gekürzt wird oder nicht, kommt nun vors Volk.Zwar war die Mehrheit des Kantonsrats bei seiner Sitzung für eineKürzung, eine Vierfünftelmehrheit wurde aber nicht erreicht, wie«Tele Top» berichtet. Die Schaffhauser Regierung hatte, ohne dieKirchen zu konsultieren, ursprünglich eine Beitragskürzung von 4,1Millionen auf 3,1 Millionen Franken vorgeschlagen – also um eineMillion Franken. Der Kantonsrat schwächte den Vorschlag indesab; der Kürzungsbeitrag wurde auf 400 000 Franken herabgesetzt.Die Kirchen wären mit diesem Vorschlag einverstanden gewesen,erwarteten aber eine Streichung der Indexierung, also einen Teuerungsausgleich.Diesem Wunsch wurde von Seiten des Kantonsratsnicht nachgekommen. Eine Mehrheit im Rat war für eine entsprechendeBeitragskürzung ohne Berücksichtigung der Teuerung –die Umsetzung scheiterte jedoch abschliessend an der fehlendenVierfünftelmehrheit. Deshalb kommt die Entscheidung über die Beitragskürzungenfür die Landeskirchen nun vors Volk.KipaGeschäftssitz verlegtBethlehem Mission Immensee zieht nach LuzernDas RomeroHaus Luzern ist seit jeher das Bildungszentrum derBethlehem Mission Immensee (BMI). Seit 15. Juli ist es nunauch ihr Geschäftssitz.Personaleinsätze im Dienste benachteiligter Menschen in Lateinamerika,Afrika und Asien und Sensibilisierung in der Schweiz sinddas Kerngeschäft der Bethlehem Mission Immensee (BMI). Die Bildungstätigkeitfindet vor allem im BMI-eigenen Bildungszentrum,dem RomeroHaus Luzern, statt. Dieses hat sich weit über die Zentralschweizhinaus einen Namen als Ort engagierter Veranstaltungen,insbesondere für entwicklungspolitische und spirituelle Themen,gemacht. Seit 15. Juli ist nun das RomeroHaus auchGeschäftssitz der Bethlehem Mission Immensee. Alle Arbeitsplätze,also auch jene, die sich bisher in Immensee befanden, werdenunter einem Dach konzentriert. Damit werden die Bereiche des Engagementsim globalen Süden und der Nord-Arbeit noch näher zusammengeführt.Bethlehem Mission Immensee/Red.8forumKirche | 15-2013


Weisheiten aus der WüsteJa kein Gutmensch sein!Ich habe seine Seele erweckt, damitdieser nicht in der Betrübnis ertrinke.SPRUCH DES ABBAS ACHILASDie Geschichte: Einst besuchten drei Alte den Abbas Achilas. Einervon ihnen hatte einen schlechten Ruf. Einer der Alten sprach nunzu Achilas: «Abba, mache mir ein Netz.» Der aber sagte: «Ich machees nicht.» Dann sagte der andere: «Tu uns ein Liebes, damitwir ein Andenken an dich in unserer Bleibe haben.» Achilas abersagte: «Ich habe keine Zeit.» Dann sprach zu ihm der andere, dereinen schlechten Ruf hatte: «Mach mir ein Netz, damit ich etwasvon deinen Händen habe, Abba.» Der aber antwortete sofort undsagte ihm: «Ich mache es dir.» Da sagten die zwei anderen Altenzu ihm: «Wir haben dich gebeten, und warum wolltest du nichts füruns tun? Zu diesem aber hast du gesagt: Ich mache es dir.» Dasagte ihnen der Alte: «Euch sagte ich, ich tue es nicht, und ihr wartnicht bekümmert, weil ich keine Zeit hatte. Wenn ich es aber diesemnicht gemacht hätte, hätte er gesagt: Weil der Alte von meinerSünde gehört hat, wollte er es nicht tun. So aber schneiden wirden Faden sofort ab. Ich habe also seine Seele erweckt, damitdieser nicht in der Betrübnis ertrinke.»Kommentar: Sowohl Matthäus (9,12), Markus (2,17) wie auchLukas (5,31) zitieren Jesus mit «nicht die Gesunden brauchen denArzt, sondern die Kranken». Bei körperlichen Krankheiten gibt eskeinen Zweifel, und wir sind schnell zur Hilfe bereit. Bei psychischenKrankheiten wird es schwieriger: Antriebslosigkeit, Depressionund Burnout lassen an der Krankheit oft zweifeln. Der ist jafaul und richtet es sich gemütlich ein, heisst es. Bei moralischerKrankheit – Sünde – greifen wir gerne energisch ein oder fragenuns sogar, ob es so etwas wie moralische Krankheit gebe. ImMarkusevangelium lässt Jesus daran keinen Zweifel aufkommen:«Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten»(2,17). Es ist zum Verzweifeln. Abbas Achilas begründet solchesHandeln wie folgt: Ich habe seine Seele erweckt, damit dieser nichtin der Betrübnis ertrinke.Adrian MüllerBild: Adrian MüllerforumKirche | 15-2013 25


Aus dem Bistum · Kirche ohne Grenzen – EnglischGlobalisierung der GleichgültigkeitWas mich bewegt: Ein Beitrag von Felix GmürUnterWie es zum Hindutempel unterBild: Vito Manzari/flickr.comDer Staat hat den Auftrag, das Wohlergehender Menschen auf seinem Gebiet zu fördernund zu schützen. Er setzt durch die Verfassungund die Gesetze einen Rahmen, derdas Zusammenleben der einzelnen Menschenund Gruppen regelt. Die Regelungengarantieren einerseits den Raum freier Entfaltung,setzen andererseits dieser Entfaltunggewisse Grenzen. Das System diesesGleichgewichtes ist allerdings nicht stabil.Zivilgesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelleund politische Prozesse halten dasSys tem auf Trab, welches sich so konstantweiterentwickelt und einen neuen Ausgleichsucht. Auch die Kirchen sind in diesem Gefügeeine markante Kraft. Denn ein Gross -teil der Menschen, die in unserem Land leben,gehört einer Kirche an. Auch wenn siekeine wirtschaftlichen Unternehmen undkeine politischen Parteien sind, können sichdie Kirchen den gesellschaftlichen und politischenEntwicklungen nicht entziehen. ImGegenteil: Sie müssen das, was in der Weltgeschieht, mit wachem Sinn im Auge behalten.Das müssen sie deshalb, weil es zu ihremureigenen Auftrag gehört, das Heil inJesus Christus den Menschen zu verkündigen,und zwar den Menschen von heute, diein dieser unserer konkreten Welt leben. Jesushat die Menschen nicht von ihrer Weltgetrennt, sondern sie in ihrer Welt gestärkt.Weltflucht ist kein Christenrezept; Weltgestaltungist Christenrezept. Darum werdensich die Kirchen zu den wirklich wichtigenVorgängen, die an die Substanz gehen undden Menschen in seiner Freiheit und seinerWürde betreffen, nicht neutral verhalten.Sie werden sich immer für gesellschaftlicheund politische Angelegenheiten interessierenund sich da und dort auch einbringen,sei es durch Zustimmung oder Ablehnung,durch Ermahnung oder Ermunterung. An-trieb ist dabei der Dienst an der Gesellschaftund der Dienst am Nächsten. Deshalbsagt Papst Paul VI: «Die Politik ist eineanspruchsvolle, aber nicht die einzige Art,die schwerwiegende Christenpflicht zu erfüllen,anderen zu dienen.» Die Kirchen weichenschwierigen Dossiers nicht aus. Deshalbreiste Papst Franziskus kürzlich nachLampedusa und machte die Weltöffentlichkeiteinmal mehr darauf aufmerksam, dassviele Menschen unter die Räder kommen.Es ist unmenschlich und unchristlich, hiereinfach die Augen zu verschliessen. Die«Globalisierung der Gleichgültigkeit», wie eres nennt, hilft der Welt nicht weiter. Gleichgültigkeitfördert weder das Wohlergehender Migrantinnen und Migranten – aus welchenGründen auch immer sie aus ihrer Heimatweggehen wollen oder müssen – nochfördert sie unser Wohlergehen. Denn dieMenschheitsfamilie ist eine einzige, und eskann uns nur gut gehen, wenn es möglichstallen gut geht. Nehmen wir wahr, wenn Menschenauf der Flucht umkommen? Weinenwir, wenn Frauen, Männer, Kinder, Mütter aufder Flucht sterben? Was kann unser Beitrag,der Beitrag der Schweiz sein, dass das nichtmehr oder zumindest weniger passiert? DerAppell des Papstes ist ein Hilfeschrei an dieChristinnen und Christen von heute, nichtwegzuschauen, sondern sich in die Politikeinzubringen, als Dienst am Menschen.+ Felix GmürBischof von BaselDas Schicksal der Bootflüchtlinge von Lampedusa kann Christen nicht gleichgültig sein.Die Kirche St. Karl in Luzern scheint vonaussen eine «normale» Kirche zu sein.Hinter ihren Mauern entdeckt man abereine weitere Religion: Tamilische Hindushaben sich in einem Raum untergemietetund einen Hindutempelraum eingerichtet.Ein Gespräch mit Hindupriester RamakrishnaSarma Saseetharen (43):Durch den Bürgerkrieg in Sri Lanka kamenviele Tamilen als Flüchtlinge in die Schweiz.Sie wollten ein Stück Heimat und suchtendeshalb einen Raum, in welchem sie einenhinduistischen Tempel einrichten konnten.«Es war nicht leicht, einen Raum zu finden,da die Leute Angst vor uns hatten», erklärtHerr Sarma. «Wir waren damals nochfremd, hatten eine andere Hautfarbe, eineandere Kultur und eine andere Religion.»Er selbst ist in Jaffna im Norden Sri Lankasgeboren und stammt aus einer Brahmanen(Priester)-Familie. Im Alter von zwölfJahren begann er das Studium zum Hindupriester.Aufgrund des ethnisch-politischenKonflikts in Sri Lanka flüchtete er 1992 indie Schweiz. Hier ist er seither als Hindupriesterder Tamilischen Hindu-Kultur-GemeinschaftLuzern tätig. «Unsere Raumgesuchewurden alle abgelehnt. Irgendwannkam die Idee auf, eine katholische Kirchefür einen Gebetsraum anzufragen», sagtder Hindupriester. 1991 bekamen die tamilischenHindus in der Kirche St. Karl in Luzerneinen Raum, in welchem sie ihren Hindutempeleinrichten durften. Herr Sarmaerinnert sich: «Es gab eine Abstimmung ineiner Kirchgemeindeversammlung, welchezu unserem Erfreuen positiv ausfiel. Wirsind der katholischen Kirche heute nochsehr dankbar dafür.»Viele FreiwilligeIm Hindutempelraum schmücken vieleBilder von diversen Göttern und farbigeTücher die Wände. Ein grosser goldenerAltar stellt das Herzstück dieses RaumesRomina Monferrini (24)stammt ursprünglich ausdem Dorf Monteroni diLecce im Süden von Italien.Neben ihrem Studium zurReligionspädagogin inLuzern arbeitet sie in der katholischenKirchgemeinde Hünenberg ZG.Bild: zVg26 forumKirche | 15-2013


Kirche ohne Grenzen – Englischeinem Dachder Kirche kamdar. «Die Statuen der verschiedenen Götterwurden aus Sri Lanka importiert», erklärtHerr Sarma. «Stühle gibt es nicht, oder nurwenige – für die Älteren und Schwachen.Ansonsten steht, geht, tanzt oder knietman in einem Gottesdienst, oder sitzt ganzeinfach auf Kissen am Boden.» Auf die Frageder Finanzierung erklärt der Hindupriester:«Finanziert wird die Miete durch freiwilligeSpenden der Gläubigen.» Sie sind esauch, denen der Hindutempel am Herzenliegt: Festangestellte gibt es nicht. Vielmehrverläuft alles auf freiwilliger Basis –so auch die liturgischen Angebote für dieGläubigen und die Unterweisung der Kinderund Jugendlichen.Bei ihren Gottesdiensten (Puja) opfern die Hindus ihren Göttern diverse Gaben.Herr Sarma: «Die Statuen der verschiedenen Götter wurden aus Sri Lanka importiert.»Bilder: Romina MonferriniBlumen, Räucherstäbchen, KerzenIm Altarraum finden sich viele verschiedeneGottheiten: Shiva, Ganesha, Durga, Kali,Parvati usw. Der Hindutempelraum wurdebewusst nicht einem einzigen Gott gewidmet.Herr Sarma erklärt: «Der Raum sollals allgemeiner Gebets- und Meditationsraumfür die Gläubigen der hinduistischenReligion dienen.» Bei ihren Gottesdiensten(Puja) opfern die Hindus ihren Göttern diverseGaben: mitgebrachte Blumen, Räucherstäbchen,Essen, Kerzen. Zudem werdenreligiöse Gesänge gesungen und Texteaus der zentralen Schrift Bhagavad Gita rezitiert.«Nach jedem Gottesdienst essen wirgemeinsam im selben Raum.»Nebeneinander und MiteinanderDas Verhältnis zur katholischen Kirche istgut und partnerschaftlich. «Wir laden unsbei speziellen Anlässen gegenseitig einoder feiern gemeinsam besondere Ereignisse.Die Katholiken helfen und unterstützenuns auch viel im Hintergrund; so auch,als es darum ging, dass wir für unsere Beisetzungendie Asche in der Reuss verstreuendürfen», bestätigt der Hindupriester. «ImJahr 2012 feierten wir gemeinsam das 20-Jahr-Tempeljubiläum. Auch die Gläubigenpflegen einen freundlichen Umgang miteinander.»Damit niemand gestört ist, feierndie beiden Religionen ihre Gottesdienstenicht zeitgleich. «Ich geniesse es», meintSarma, «dass zwei Religionen so friedlichunter einem Dach ihren Glauben auslebenkönnen, sich wenn nötig gegenseitig unterstützenund sich auf Augenhöhe und wertschätzendbegegnen können.»Romina MonferriniVorträge zum Hinduismus oder Tempelführungen unter: r.sasisarrma@bluewin.chUnder one roofHow did a Hindu temple came to live under a churchThe St. Karli Church in Lucerne seems to be a «normal» church from the outside, butbehind its walls one discovers another religion: Tamil Hindus rent a space in it andhave set up a Hindu temple room. «Kirche ohne Grenzen» spoke with Hindu priestRamakrishna Sarma Saseetharen (43), originally from Sri Lanka, and talked about theunique situation.Because of the civil war in Sri Lanka, many Tamils came as refugees in Switzerland.They wanted a piece of home and therefore sought a space in which they could set upa Hindu temple. «It was not easy to find a room because people were afraid of us.»,explains Mr. Sarma. «We were still foreign, had a different skin color, a different cultureand a different religion.» He himself was born in Jaffna in northern Sri Lanka and comesfrom a Brahmin (priest) family. At the age of twelve he began to study to become a Hindupriest. Due to the ethno-political conflict in Sri Lanka, he fled to Switzerland in 1992.He has since worked here as a Hindu priest of the Hindu Tamil community in Lucerne.«Our room requests were all rejected. Eventually, we came up with the idea of asking aCatholic Church for a prayer room.», the Hindu priest remembers. It was until 1991when the Tamil Hindus found in the St. Karli Church in Lucerne a space in which theywere allowed to set up their Hindu temple. Mr. Sarma recalls: «There was a vote in aparish meeting, which turnout was positive for us. We were grateful to the CatholicChurch then and we are still grateful today.»Übersetzung: Fabiola Santi-López BocanegraforumKirche | 15-2013 27


ThurgauSeit 50 Jahren hoch im KursDie Steckborner Jakobuskirche feiert GeburtstagDie katholische Jakobuskirche in Steckbornwird in diesem Jahr 50. Das ist einGrund zu feiern! In zahlreichen Anlässenwird dem Jubiläum gedacht. Die Erbauungder Kirche 1963 stellte einen Meilensteinfür die hiesige Pfarrei dar. Das neue Gotteshauswurde zum Zentrum einer lebendigenGemeinde, an der viele Personen aufunterschiedliche Weise einen Beitragleis ten.Seit 50 Jahren haben die Katholiken Steckbornseine eigene Kirche. Lange Zeit wardies anders. Nachdem sie seit der Reformationjahrhundertelang in derselben KircheGottesdienst feierten wie die reformierteGemeinde, wurde anfangs des 20.Jahrhunderts der Wunsch nach einer eigenenKirche immer grösser. «Nicht seltenkam es wegen der gemeinsamen Kirchennutzungzu kleineren Auseinandersetzungen»,erklärt Konrad Füllemann, der sichintensiv mit der Kirchengeschichte Steckbornsbeschäftigt. Vor allemFragen nach der Finanzierunganfälliger Reparaturen und derEinrichtung der Kirche, sowieauch die Reihenfolge der Nutzungdes Gebetshauses seienAuslöser der Unstimmigkeitengewesen. Diese hätten mitunterden Wunsch nach einereigenen Kirche gefördert. Sofasste man 1936 auf katholischerSeite den definitivenEntschluss, ein eigenes Gotteshauszu bauen. Die Bauplänefür die neue Jakobus -kirche konnten aber erst imJahr 1963 vollständig realisiertwerden, weil man sicheinerseits über den Standortdes Gebäudes uneinig warund andererseits der ZweiteWeltkrieg das Vorhabenverzögerte.ist. Seit dem Weggang des fest angestelltenPfarrers im Jahr 1996 organisieren dieFreiwilligen in kleinen Gruppen regelmässigWortgottes- und Kinderfeiern. Andere besuchenjunge Paare, die Eltern gewordensind, und unterstützen sie in ihrem Werdegang.Die fast hundert Helfer sind immerzur Stelle, wenn eine Arbeit für die Pfarreiansteht – ob beim Adventskranzbindenoder zum Apéroausschank.Die Koordination dieser Aktivitäten inSteckborn übernehmen Daniela Ullmannund Anita Wirtz in Berlingen. Judith Brüllhardtist für die Seelsorge und die Liturgiegestaltungzuständig. Die drei Frauen bringensich als Seelsorgemitarbeiterinnen inder Pfarrei ein und leiten gemeinsam dieGruppen von Freiwilligen an.Die Jakobuskirche in Steckborn steht 2013 im Fokus derAufmerksamkeit.Neben den Angeboten der Ehrenamtlichengibt es die Möglichkeit, zweimal im Monatsonntags eine Eucharistiefeier zu besuchen.«Wir sind zwar eine pfarrerlose Pfarrei,haben aber das grosse Glück, von zweisehr guten priesterlichen Mitarbeiternunterstützt zu werden», erklärt DanielaScherrer-Ullmann, die in Steckborn wohnt.Die beiden Priester übernehmen auch dieSakramentenspendungen für die Pfarrei.Die Zusammenarbeit funktioniere gut undwerde von allen Beteiligten sehr geschätzt.Trennung verbindetAuch wenn vor dem Auszug der Katholikenaus dem gemeinsamen Gebäude die interkonfessionelleZusammenarbeit schwierigwar, ist die Ökumene in den darauf folgendenJahren stetig gewachsen. «Als die Reformiertenihr Gotteshaus wegen Renovierungennicht nutzen konnten, luden dieKatholiken sie ein, in ihrer neu erbautenKirche Gottesdienst zu feiern. Das war einetolle Geste», bekennt Konrad Füllemann,der selbst reformiert ist. Diese Tat, so ister überzeugt, war der Grundstein für dieheutige, fruchtbare Zusammenarbeit derbeiden Konfessionen. Es scheint, als hättedie räumliche Trennung dazu geführt, dasssich das Klima zwischen den Katholikenund den Reformierten entspannte und einfreundschaftliches Verhältnis aufgebautwerden konnte.Diese Wahrnehmung teilen auch die Seelsorgemitarbeiterinnender Pfarrei. Auch siebetrachten die fruchtende Ökumene als eineder wichtigsten Errungenschaften derletzten 50 Jahre. «In den 25 Jahren meinerPfarreiarbeit wurde stets die Zusammenarbeitmit der reformierten Gemeinde gesucht»,erklärt Daniela Scherrer-Ullmann.Viele Anlässe für Senioren sowie das Fas -tenopfer werden jährlich gemeinsam durchgeführt.Es sei schön zu sehen, wie dasMiteinander in regelmässigen Begegnungenwächst und letztlich auch die eigeneGemeinde davon profitiert.Annabel MenetMit Leib und Seele dabeiDoch Kirche ist mehr als nurdas Gebäude aus Stein. Siebesteht aus der Gemeinschaftverschiedener Menschen:«Was die Pfarrei Steckbornsauszeichnet, ist das Engagementvieler Ehrenamtlicher»,sagt Judith Brüllhardt, die alsSeelsorgemitarbeiterin tätigBild: Detlef KissnerrDer Jubiläumsgottesdienst mit BischofFelix Gmür findet am 25. August 2013um 09.30 Uhr in der Jakobuskirche statt.Weitere Informationen zum Fest -programm finden Sie unter:www.kath-tg.ch/pfarreien/kirche-st- jakobus-steckborn28 forumKirche | 15-2013


SchaffhausenLangsam entwickeln und gedeihen lassenZum Abschied von Gemeindeleiter Christoph CohenNach 17 Jahren verabschiedet sich DiakonChristoph Cohen von der PfarreiSt. Konrad in Schaffhausen, um im Aargaueine neue Herausforderung anzunehmen.Zum Abschied erinnert er sich an seineAnfangszeit als erster Gemeindeleiter,spricht über das Zusammenrücken derstädtischen Pfarreien und outet sich alsFan von Printmedien.Bild: Claudia KochChristoph Cohen ist ein harmonieliebenderMensch. Sicher eine Eigenschaft, die esihm in den 17 Jahren als Gemeindeleitermöglich machte, mit einer gewissen Ruheund «Unaufgeregtheit» seinen Dienst auszuführen.Dabei hätte sein Start durchausschwierig ausfallen können, war er dochder erste Gemeindeleiter im DekanatSchaffhausen, der die Pfarrei St. Konradunter seine Fittiche nahm. «Ich wurde gutaufgenommen», erinnert er sich. Nicht zuletzt,da er viel Wohlwollen und eine guteVorbereitung von Pfarrer Walter Gut erfahrenhabe, der bis vor sieben Jahren alsPriester tätig war. Bald konnte er auf einebreite Unterstützung zählen und es habensich viele gemeinsame Anlässe angesammelt.Ihn stört es nicht, dass hier «jeder jedenkennt», und das auch über die Grenzender Pfarrei hinaus.Ökumene als «Steckenpferd»Als markanteste Veränderungen währendseines Wirkens nennt er das Zusammenrückender drei städtischen PfarreienSt. Konrad, St. Maria und St. Peter. Späterstiess Thayngen dazu und zählt seit 2003zum «Seelsorgeverband Stadt Schaffhausenund Thayngen». «Der wesentlicheUnterschied lag darin, dass die drei städtischenPfarreien je einen eigenen Pfarrerhatten. So pflegte jede ihre Eigenheit», sagtCohen. Doch allmählich sei die Zeit reif geworden,sich näherzukommen und sichüber die Pfarreigrenzen hinaus als «Katholisch-Schaffhausen»zu verstehen. Die Gottesdienstbesucherin der Stadt sind leichtrückläufig, doch kantonal gesehen ist dieAnzahl der Katholiken in den 17 Jahrenkonstant geblieben. «Die Kirche wird imKanton Schaffhausen respektiert, egal obkatholisch oder reformiert», sagt Cohen.Die ökumenische Zusammenarbeit bezeichnetCohen gar als sein «Steckenpferd».So wurden verschiedene ökumenischeKirchenfeste gefeiert. An derHerbstmesse waren die beiden Landes -Verlässt St. Konrad mit unzähligen eindrücklichen und positiven Erlebnissen: Diakon Christoph Cohen.kirchen zwei Mal mit einem gemeinsamenStand präsent. Als Höhepunkt bezeichnetCohen die 500-Jahr-Feier des KantonsSchaffhausen, die mit einem ökumenischenKirchenfest am Bettag begangenwurde.Eigenständigkeit bewahrenAb dem 1. August erwartet Cohen eineneue Herausforderung: Im aargauischenRohrdorferberg wird er einen Pastoralraumerrichten und leiten. «Es wartet viel Arbeit»,sagt Cohen. Denn es gilt, drei kleinere Pfarreienmit einer grösseren zusammenzuführen,die bislang noch keine Zusammenarbeitkannten. Das Wichtigste sei, einenAusgleich zu schaffen, damit sich allegleich behandelt fühlen. Auch er müssesich in die Pflicht nehmen, allen gerecht zuwerden – auf gut eidgenössische Art, wie erlachend anfügt. Ein Jahr rechne er, um dortanzukommen und zu wissen, was da seiund was noch benötigt werde. Der Gedanke,«miteinander in Eigenständigkeit» zuwirken, soll dabei oberstes Gebot sein.Deshalb möchte er weiterhin in jeder Pfarreiein Sekretariat belassen, auch wenndas für ihn aufwändiger ist und mehr Koordinationsarbeitbraucht. «Die Eigenständigkeitund die Präsenz vor Ort sollen bestehenbleiben», sagt er und fügt an:«Es ist ein Preis, der sich lohnt.»Persönlicher Kontakt wichtigChristoph Cohen war nicht nur als Gemeindeleitertätig, er war auch Synodenmitgliedund später Synodalrat. Zudem hatte er seitder Fusion des Schaffhauser Forums (demfrüher eigenständigen Pfarreiblatt) mit demThurgauer Pfarreiblatt Einsitz in der damaligenPfarreiblattkommission. «Ich war zuletztdas Fossil in der Kommission», sagt erlachend und betont die Wichtigkeit des gemeinsamenPfarreiblattes. Er ist ein Befürworterdes Prints, sieht jedoch auch dieNotwendigkeit, sich auf den Social-Media-Kanälen einzubringen. Dies überlässt ergerne der jüngeren Generation. Ihm ist einpersönliches Gespräch immer noch angenehmer.«Seiner» Pfarrei St. Konradwünscht er viel Energie und Engagementfür die kommende Zeit. Denn diesewird nicht nur durch Urs Elsener alsPfarradminis trator personell neu geprägtwerden, sondern auch strukturell: Auch hiersoll ein Pastoralraum entstehen. Als einvom Zweiten Vatikanischen Konzil Beseelterist er voller Hoffnung, dass die Zeit derNeuausrichtung sowohl in Schaffhausenwie auch an seinem neuen Wirkungsort gelingenwird. Langsam entwickeln und gedeihenlassen, dieses Motto bezieht sich beiChristoph Cohen nicht nur auf die Kircheallgemein, sondern auch auf die pastoraleArbeit vor Ort.Claudia KochforumKirche | 15-2013 29


Kurse · TagungenClub kbrFreizeit für SinglesBenediktinergemeinschaftKloster FischingenPeace BrigadesInternationalBild: Flavio Heggli/Daniel Christen■ Besuch der Höllgrotten bei Baar SZGemütlicher Bummel zu den Höllgrotten mitanschliessendem Bräteln an der Lorze.Datum: 4. AugustOrt: Treffpunkt 10.05 Uhr,Bahnhof BaarAuskunft: über Durchführung abSamstag 041 210 27 61Anmeldung: bis 30. Juli an info@kbr.choder T 041 210 16 53Bild: zVg■ Meditationstag für FrauenEin Tag der Achtsamkeit und des Rückzugsaus dem Alltag mit westlicher Zenmeditationnur für Frauen.Datum: 24. August, 8.30 Uhr–17 UhrOrt: Kloster FischingenLeitung: Br. Daniel PrandiniAnmeldung: bis 22. August beiwww.benediktiner-stille.choder T 071 978 72 60■ Begleiten und Schützen als Menschenrechtsbeobachter/inInformationsnachmittag zu Auslandeinsätzenvon freiwilligen Menschen als Rechtsbeobachter/innenin Guatemala, Honduras,Israel/Palästina, Kenia, Kolumbien undMexiko.Datum: 31. August, 13.30–16.30 UhrOrt: Katholisches HochschulzentrumAKI, Hirschengraben 86,ZürichAnmeldung: nicht notwendigInfo: Peace Brigades International,www.peacebrigades.ch oderT 031 372 44 44Zeitschriftentipp■ DO-DAYS 2013 im Dornier MuseumFriedrichshafen am BodenseeDas Museum erzählt in Bild und Ton diebewegte Geschichte der Firma Dornier im20. Jh.Datum: 11. AugustOrt: Treffpunkt 10.00 Uhr vordem Bahnhof RomanshornAnmeldung: bis 6. August an info@kbr.choder T 041 210 16 53Thurgauischer KatholischerFrauenbund■ FrauenzmorgeEinen feinen Zmorgen geniessen mit einerLesung unter dem Motto «Tage gibt’s … undandere witzige – launige Geschichten»Datum: 22. August, 9 Uhr bis 11 UhrOrt: Hotel Domicil,Oststrasse 51, FrauenfeldReferat: Barbara SaladinKosten: TKF Mitglieder 15 CHF,Nichtmitglieder TKF 30 CHFAnmeldung: bis 15. August ansekretariat@tkf.ch oderT 071 966 59 27Katholische LandeskircheKirchliche Erwachsenenbildung■ Was heisst christlich handeln?Seminar über Motiv, Weg und Ziel derchristlichen Ethik und des christlichenHandelns.hurgauDaten: Mittwochs, 9.00–11.15 Uhr28. Aug.,4./11./18./25. Sep.,23./30. Okt., 6./13./20. Nov.Ort: FrauenfeldLeitung: Bruno StrassmannKosten: 90 CHFAnmeldung: bis 13.08 an keb@kath-tg.choder T 071 626 11 51■ Eucharistie teilenAusbildungskurs für Kommunionspendendeim Gottesdienst oder zu Hause.Datum: 31. August, 9.00–16.45 UhrOrt: Etter-Egloff-Haus, WeinfeldenLeitung: Bruno StrassmannKurskosten: 80 CHF inkl. MittagessenAnmeldung: bis 16.08 an keb@kath-tg.choder T 071 626 11 51HILF DIR SELBSTStrategien, Ressourcen, SackgassenHelfen wollen und Hilfe brauchen ist etwaszutiefst Menschliches. Doch gerade dasWort Helfen hat seine Unschuld verloren.Dieser tiefgreifende Veränderungsprozesshat den WENDEKREIS interessiert. Im Windschattender Volksweisheit «Hilf dir selbst»hat er die Facetten einer neuen «Kultur desHelfens» ausgeleuchtet, welche die Kraft -ressourcen jedes Menschen in den Mittelpunktstellt. Welche Veränderungen hat dieserneue Ansatz hervorgebracht – in derEntwicklungszusammenarbeit, im Umgangder Menschen mit Krankheit, mit körperlichenoder seelischen Einschränkungen,aber auch in der ganz alltäglichen Bewältigungdes Lebens? Administration WENDE-KREIS, Postfach 62, 6405 Immensee.T 041 854 13 91 oder www.wendekreis.ch.Sonntagslesungen28. Juli – 17. Sonntag im JahreskreisErste Lesung: Gen 18,20-32,Zweite Lesung: Kol 2,12-14,Evangelium: Lk 11,1-134. August – 18. Sonntag im JahreskreisErste Lesung: Koh 1,2;2,21-23,Zweite Lesung: Kol 3,1-5.9-22,Evangelium: Lk 12,13_2111. August – 19. Sonntag im JahreskreisErste Lesung: Weish 18,6-9,Zweite Lesung: Hebr 11,1-2.8-19,Evangelium: Lk 12,32-4830 forumKirche | 15-2013


Anderssprachige Missionen · Radio & TVGottesdiensteAlbaner-MissionSonntag 11. August 13.00 Uhr St. Nikolaus FrauenfeldItaliener-Mission Frauenfeld-Sirnach-WeinfeldenSonntag 04. August 18.00 Uhr Klösterli FrauenfeldSonntag 11. August 09.15 Uhr Klösterli Frauenfeld11.15 Uhr St. Remigius SirnachDonnerstag 15. August 18.30 Uhr Klösterli FrauenfeldFreitag 16. August 17.30 Uhr Klösterli FrauenfeldSamstag 17. August 17.00 Uhr St. Johannes WeinfeldenItaliener-Mission Kreuzlingen-Arbon-RomanshornSonntag 28. Juli 09.30 Uhr St. Ulrich Kreuzlingen11.30 Uhr St. Martin ArbonKroaten-MissionSonntag 28. Juli 17.30 Uhr St. Peter SchaffhausenSonntag 04. August 17.30 Uhr St. Peter SchaffhausenSonntag 11. August 10.00 Uhr Kirche Bernrain Kreuzlingen12.00 Uhr Klösterli Frauenfeld17.30 Uhr St. Peter SchaffhausenDonnerstag 15. August 19.00 Uhr St. Peter SchaffhausenSamstag 17. August 19.00 Uhr St. Martin ArbonPortugiesen-MissionSamstag 17. August 19.00 Uhr Klösterli FrauenfeldSpanier-MissionSamstag 03. August 19.00 Uhr St. Maria SchaffhausenSonntag 04. August 09.00 Uhr St. Stefan Kreuzlingen10.30 Uhr Klösterli FrauenfeldSamstag 10. August 19.00 Uhr St. Maria SchaffhausenSonntag 11. August 09.00 Uhr St. Stefan Kreuzlingen10.30 Uhr Klösterli FrauenfeldSamstag 17. August 19.00 Uhr St. Maria SchaffhausenUngarn-MissionSonntag 28. Juli 17.00 Uhr St. Maria SchaffhausenSamstag 17. August 16.00 Uhr Klösterli FrauenfeldRadio TOPMontag bis Samstag, ca. 06.45 Uhr29. Juli bis 3. August: Jim Bühler5. bis 10. August: Markus Hediger12. bis 17. August: Ingo BäckerTOP ChurchGedanke zum Sunntigsonntags, 08.10 Uhr, 28. Juli: Andi Kleeli4. und 11. August: Markus HedigerLäbe mit Gottsonntags, 08.20 Uhr28. Juli: Andreas Lange4. und 11. August: Roland StollerAuch als Podcast unter:www.radiotop.ch/podcastsSchaffhauser Fernsehen SHfGedanke am WuchenändSamstag/Sonntag ab 18.20 Uhr,in stündlicher Wiederholung3. und 10. August: Britta Schönberger17. August: Andreas EgliRadio MunotGedanken zum TagMontag bis Freitag 06.50 Uhr29. Juli bis 2. August: Beat Wanner5. bis 9. August: Heinz Brauchart12. bis 16. August: Kathrin HaslerUnterwegs – ein kirchlichesMagazin aus SchaffhausenJeweils am letzten Sonntag im Monat,08.00 Uhr, Wdh. 22.00 UhrRadioMo bis Fr 08.40 Uhr, Sa 6.40 Uhr, Radio SRF 1«Morgengeschichte» Impuls zum neuen Tag29. Juli bis 2. August: Elisabeth Zurgilgen5. bis 9. August: Ferruccio Cainero12. bis 16. August: Linard BardillSonntag, 28. Juli, 08.05 Uhr, Radio SRF 2 KulturBlickpunkt Religion.Aktuelle Informationen aus den Bereichen Religion,Ethik, Theologie und KirchenSonntag, 4. August, 08.30 Uhr, Radio SRF 2Kultur, Wdh. Donnerstag, 15.00 UhrPerspektiven. Das Versagen der ReligionDas neue Buch von Theologe Frido MannSonntag, 4. August, 09.30, Radio SRF 2 KulturRöm.-kath. Predigt. Li Hangartner, Theologin,LuzernSonntag, 11. August, 12.40 Uhr, Radio SRF 2Kultur, Musik für einen Gast. Willi Anderau,KapuzinermönchFernsehenSonntag, 28. Juli, 10.00 Uhr, SRF 1Sternstunde Religion. The Making of JesusChrist. Dokumentarfilm von Luke Gasser.Freitag, 2. August, 12.00 Uhr, 3sat, Schweizerentdecken Allah. Konvertiten in der Schweiz.Sonntag, 4. August, 10.45 Uhr, SRF 1Sternstunde Religion. Aus dem ArchivZum 85. Geburtstag von Hans Küng; einGespräch des Jubilars mit Margot Kässmannvon 2007.Samstag, 10. August, 20.00 Uhr, SRF 1Wort zum Sonntag. Tania Oldenhage,reformierte PfarrerinSonntag, 11. August, 17.30 Uhr, ARDGott und die Welt. Machtkampf im VatikanPapst Franziskus bringt neuen Wind in diekatholische Weltkirche.FilmtippThe Lone RangerEs war der Fortschritt, der den Westen wildmachte. So erzählt es der Disney-Sommerfilmüber zwei unfreiwillige Helden, denverrückten Indianer Tonto und den naivenJuristen John. Eine unterhaltsame Schicksalsgemeinschaftzur Rettung der Weltoder wenigstens des Westens. Getragenwird der Film von Johnny Depp in der schillerndenRolle des Tonto. Das ist unterhaltsamund lenkt von der unnötigen Brutalitäteiniger Szenen ab. Enttäuschend jedoch,dass in dem Spektakel die Seitenhiebe aufdie unselige Verquickung von Fortschrittund Gier unterzugehen drohen.USA 2013, Regie: Gore Verbinski.Kinostart: 8. August 2013Bild: Disney Enterprises, Inc. and Jerry Bruckheimer Inc.forumKirche | 15-2013 31


Kalenderblatt · Zum SchlussPfarreiblatt der Bistumskantone Schaffhausen und ThurgauVeranstaltungenSonntag, 28. Juli, 20.00 Uhr Insel Reichenau,Klosterhof beim Münster St. Maria und MarkusReichenauer Freilichtspiele 2013Hermann der LahmeFreilichtspiel zur 1000-Jahr-Feier des berühmtenReichenauer BenediktinermönchsVorverkauf: T 0049 (0)7534-9 20 70 oderT 0041 (0)71 672 38 40,info@reichenau-tourismus.de oderinfo@kreuzlingen-tourismus.chErsatzdaten: 29. und 30. JuliMittwoch, 31. Juli, 20.00 Uhr,Katholische Kirche AmriswilKonzert zum BundesfeiertagSchweizerisches und Erst(!)-Klassisches mitden Amriswiler Klangwurzeln & FreundenIm Anschluss Schweizer-Apéro im PfarreisaalEintritt frei, KollekteSonntag, 4. August, 17.00 UhrKlosterkirche MünsterlingenKonzert für Alphorn und Orgel, Emil Horvath,Horn und Alphorn; Karl Raas, OrgelSonntag, 11. August, 16.00 UhrKlosterkirche FischingenOrgel und PercussionChristoph Wartenweiler, Orgel, und Willi Forster,Percussion, spielen Werke von Händel,Bach, Mozart und KrolSonntag, 11. August, 17.00 UhrKlosterkirche MünsterlingenOrgelkonzert mit Kaspar WagnerSonntag, 11. August, 19.30 UhrKatholische Kirche AmriswilOrgelkonzertTrilogie «Internationaler Orgelsommer»Wolfgang Sieber zeigt unter dem Motto«sieberspace» sein KönnenEintritt frei, KollekteVon allen Seiten umgebenUnterdessen lebe ich gern in der Provinz. Aufgewachsenbin ich zwar mitten in der MillionenstadtKöln und hatte, wie bei Kölnern üblich, keine Lust,woanders zu leben. Gut, vor dreissig Jahren gab esweniger Autos, die mittlerweile selbst auf Strassenenorm im Weg sind. Die Stadt war sauberer, esgab noch Sperlinge und die Grünanlagen verdientenihren Namen. Wenn ich besuchsweise zurückkomme,vertreiben mich aber schon die im öffentlichenRaum allgegenwärtigen Aufforderungen zumErwerb von Versicherungen, Ferien, Vitaminpräparaten,Fertignahrung, Kleidungs- und Möbelstü -ck en, Zahnpasta … auf Plakatwänden und Bildschirmen.Permanent erklären mir glücklich wirkendeGestalten und Stimmen, wo wie zu profitierenist, was man sich nicht entgehen lassen darfund wie man sich schöner und besser fühlt. Vielleichtfragen sich ja in 1000 Jahren Archäologenund Theologinnen, so es sie noch gibt, was dasbloss damals für eine Religion war, die sich besondersin urbanen Räumen mit der Dauerbittezum Geldausgeben und Sammeln von Dingen undErlebnissen umgab, egal ob man sich’s leistenkann, darin untergeht oder schon die Seele verkaufthat. In einer Strassenbahn fand ich dannnoch zwischen allen Anpreisungen ein kleines Plakat,wo nur eine Frage draufstand: «Was nützt esdem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt,dabei aber sich selbst verliert und Schadennimmt?» (Lukas 9, 25).Gaby Zimmermann,Gemeindeleiterin inRomanshornBild: Adel/Pixelio.deMittwoch, 14. August, 19.00 UhrSt. Peter Schaffhausen, Raum der StilleÖkumenisches Taizé-AbendgebetIn der Reihe «Zum Schluss» kommen Ansichten undMeinungen zu Wort: Unser Team besteht aus achtPersonen, die abwechselnd unsere letzte Seite mitImpulsen, Berichten und Betrachtungen gestalten.Impressum · Arbeitszeiten Sekretariat: Mo, Di, Do: 09.00 bis 11.30 Uhr32 forumKirche | 15-2013ADRESS- UND ABOÄNDERUNGENsind an das Pfarramt der Wohngemeinde zurichten. Die Kontaktdaten sind im Innenteildieses Pfarreiblatts aufgeführt.REDAKTIONforumKirche, Postfach 234, 8570 WeinfeldenT 071 626 11 71redaktion@forumkirche.ch, www.forumkirche.chDetlef Kissner, leitender RedaktorT 071 626 11 72Claudia Koch, Red. MitarbeiterinT 071 626 11 74Redaktionssekretariat: T 071 626 11 73Susanna Keller-Cavicchiolosekretariat@forumkirche.chBeiträge für den allgemeinen Teil sind bis13 Tage (Freitag) vor dem Erscheinungsdatum andie Redaktion zu senden.Erscheint alle 2 Wochen · ISSN 1663-9537HerausgeberKatholische Landeskirchen Thurgau undSchaffhausen · Pressverein GenossenschaftRedaktionskommissionVorsitzender: Norbert Schalk,Puregass 5, 9565 Bussnang, T 071 620 12 85redaktionskommission@forumkirche.chDruck: AVD Goldach, Sulzstrasse 109403 Goldach, T 071 844 94 44F 071 844 95 55Layout: dfp Kommunikation AGMarktstrasse 28, 8570 Weinfelden(Zustelladresse für Pfarreiteil)T 071 626 22 22, F 071 626 22 23layout@dfp.chFür den Pfarreiteil ist das entsprechendePfarramt verantwortlich.INSERATE: Inserateverwaltung forumKirchePostfach, 8570 Weinfelden, T 071 626 11 73sekretariat@forumkirche.chInserate-Annahmeschluss: bis spätestens8 Tage (Donnerstag, 10 Uhr) vor demEr schei nungsdatum (Auflage: 46 957 Exemplare)

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