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BRANDSCHUTZ-RatgeberDas richtige Verhalten bei Brand kann über Leben und Tod entscheiden sowie Sachschäden verhindern.Oft wird die Feuerwehr erst nach misslungenem Löschversuch alarmiert. Vermeiden Sie bei einem Brandfall jede Artvon Panik und handeln Sie ruhig und überlegt. Bei Brandausbruch gilt stets der Grundsatz:Alarmieren – Retten – Löschen!1. AlarmierenAlarmieren Sie zuallererst die Feuerwehr:Telefon-Nr. 118 (Ort, Strasse und Ereignis sowieName und Adresse des Anrufers angeben).Informieren Sie die Hauszentrale und allfälligeLeute, die durch den Brand gefährdet werdenkönnten.2. RettenRetten Sie Menschen und Tiere aus dembrennenden Raum. (Personen mit brennendenKleidern in Decken oder Mäntel hüllen und aufdem Boden wälzen, mit Wasser kühlen.)Schliessen Sie Fenster und Türen.Verlassen Sie die Brandstelle über Fluchtwege(Ausgänge, Treppen, Notausstiege). Benutzen Sieauf keinen Fall den Aufzug.Bei verrauchten Treppenhäusern und Korridorenim Zimmer bleiben, Türen abdichten und amFenster auf die Feuerwehr warten.3. LöschenBrand mit geeigneten Mitteln bekämpfen(Handfeuerlöscher, Innenhydranten).Brände von Öl Fett mit feuchtem Tuch ersticken,niemals Wasser verwenden!Bei brennenden Elektrogeräten sofort Steckerrausziehen und Sicherungen ausschalten.Eintreffende Feuerwehr einweisen.Gehen Sie keine Risiken ein2


Rauchmelder – ein erster SchutzIn der Schweiz brechen drei von vier Bränden inWohnhäusern aus.Brand im HausDie Verletzungs- und Erstickungsgefahr ist gross –besonders schlafende Menschen sind gefährdet. Esentstehen hohe Sachschäden, bei denen unersetzbare,persönliche Sachen zerstört werden. DieBeratungsstelle für Brandverhütung empfiehltzusätzlich zu den üblichen Vorsichtsmassnahmen dieBrandsicherheit durch Einbau von Brandmeldern injeder Wohnung zu verbessern.Haushalt-Rauchwarnmelder sind autonome, mithandelsüblicher Einzelbatterie gespeisteRauchwarnmelder. Oft werden sie auch mit demenglischen Ausdruck «Home-Melder» bezeichnet.Rauch-Aerosolen) in der Luft an und geben einakustisches Alarmsignal ab.Der Einsatz von Haushalt-Rauchwarnmeldern ist in derSchweiz freiwillig. Die korrekte Installation und derBetrieb ist Voraussetzung für die Verbesserung derBrandsicherheit. Sie richten sich nach den Angaben desHerstellers.Haushalt-RauchwarnmelderStandardmodelle übermitteln Brandalarme oderStörungsmeldungen nicht an eine externe Stelle (zumBeispiel: Feuermeldestelle).Aber auch Systeme mit Alarmübermittlung sind aufdem Markt erhältlich.Die meisten auf dem schweizerischen Markterhältlichen Haushalt-Rauchwarnmelder arbeiten nachdem fotoelektrischen Prinzip; sie sprechen bei einerbestimmten Konzentration von Schwebeteilen (z. B.3


Bei der fachkundigen Prüfung durch denKundendienst eines Brandschutz-Fachbetriebes oder des Herstellers wirdder Feuerlöscher geöffnet, dasLöschmittel entnommen und dessenEinsatzfähigkeit kontrolliert.Schaum sollte spätestens nach zehnJahren komplett ausgetauschtwerden. Nach dieser Zeit reduzieren sichdie Löscheigenschaften.Bei der fachkundigen Prüfung wirdausserdem das Treibmittel kontrolliertund der Feuerlöscher auf möglicheBeschädigungen und Materialermüdungenuntersucht. Nach der rund 15-minütigenPrüfung ist der Feuerlöscher wieder dreiJahre einsatzbereit.Feuerlöscher und Löschdecken: klein,handlich und leicht bedienbar6


ohne einen bestimmungsgemässen Herd entstanden istoder ihn – unkontrolliert – verlassen hat, und sich auseigener Kraft auszubreiten vermag. Herd kann hierjedes Objekt sein, welches dafür bestimmt ist, Hitze(Backofen, Bügeleisen) oder Feuer zu erzeugen (Kerze,Gas- oder Kohleofen und andere).Um ein Feuer zu entzünden, also einen brennbarenStoff oder ein brennbares Material anzuzünden, bedarfes mehrerer Faktoren, nämlich:● Brennstoff● Sauerstoff● richtiges Mengenverhältnis(von Brennstoff zu Sauerstoff)● Initialzündung, um Zündtemperatur zu erreichenFeuer und BrandDas Feuer ist eine Form der chemischen Verbrennungmit Flammenbildung, bei der Licht und Wärmeabgegeben werden.Eine unkontrollierte Verbrennung wird als Brandbezeichnet, eine Verbrennung ohne Flammenbildungals Glut. Als Brand gilt ein mit einer Lichterscheinung(Feuer, Flamme, Glut, Glimmen, Funken) verbundenerVerbrennungs-, Seng- oder Schmelzvorgang, derMan unterscheidet grundsätzlich zwischen Zweck- undSchadfeuer.Das Zweckfeuer ist ein beabsichtigtes undkontrollierbares Feuer, das zum Erwärmen oderVerbrennen von Gegenständen oder anderem gedachtist, zum Beispiel das Kaminfeuer, das Lagerfeuer oderdas Grillfeuer.Das Schadfeuer, Brand genannt, ist einzerstörerisches, meist unbeabsichtigtes Feuer.7


Die BrandklassenCBrände von Gasen, z. B. Methan, Acetylen,Propan, Erdgas, Wasserstoff, StadtgasJe nach Beschaffenheit werden alle Brennstoffe insogenannte „Brandklassen“ eingeordnet.D Brände von Metallen, z. B. Aluminium, Natrium,Magnesium, Kalium, Lithium und deren LegierungenWie entsteht ein Brand?Die Ursachen, die zur Entstehung eines Brandesführen, können verschiedener Natur sein. Grundsätzlichmüssen jedoch für die Entstehung eines Brandes dieVoraussetzungen einer Verbrennung erfüllt sein.Eine Verbrennung ist eine Oxidation, die unterFeuererscheinung verläuft.A Brände fester Stoffe, hauptsächlich organischerNatur, die normalerweise unter Bildung von Glutverbrennen, z.B.: Holz, Kohle, Papier, Autoreifen,Stroh, TextilienB Brände flüssiger oder flüssig werdender Stoffe, z.B. Benzine, Lacke, Alkohol, Benzol, Teer, Stearin,Öle, Äther, Paraffin, FetteDie Verbrennung ist ein chemischer Vorgang, beidem sich brennbarer Stoff unter Freisetzung vonEnergie (Wärme und Licht) mit Sauerstoff verbindet.Die Verbrennung ist damit ein Sonderfall der (langsamverlaufenden) Oxidation; Feuer ist eine sichtbareBegleiterscheinung der Verbrennung. Eine Verbrennungfindet jedoch nur dann statt, wenn folgende dreiVoraussetzungen (im richtigen Mengenverhältnis)gegeben sind:8


Umständen zu einem Brand. Durch das Übergreifenvon Flammen benachbarter Brandstellen auf einnebenstehendes Wohnhaus oder nach einer Explosion(Gas) treten ebenfalls Brände als Folgewirkung auf.Mutwillig oder vorsätzlich gelegte Brände werdenin der Regel durch die Verwendung einfacherZündmittel wie Streichhölzer, Feuerzeug oder Kerzenverursacht, aber oft auch unter Zuhilfenahme vonBrandbeschleunigern oder Brandsätzen. Manche Stoffekönnen sich durch Sauerstoffzutritt von selbstentzünden. Auch in der Natur vorkommendeZündquellen wie Blitzschläge können einen Brandauslösen.Brandursachen können technische Brandursachen,natürliche Brandursachen und sonstige Einwirkungenvon Zündquellen auf brennbare Stoffe sein, wobei beiletzteren der Mensch die hauptsächliche Rolle spielt.Ein Brand kann aus Unachtsamkeit beim Hantierenmit brennenden Gegenständen entstehen, wieZigaretten, Feuerwerkskörpern und Kerzen oder austechnischen Gründen, beispielsweise durch Überhitzungvon elektrischen Kabeln. Auch der Kontrollverlustüber Nutzfeuer, beispielsweise beim Abbrennen vonLaub oder beim Schweissen, führt unter negativenAusgangspunkt für einen Brand ist die Entzündungvon brennbaren Stoffen durch eine Zündquelle. Indieser ersten Phase (bis ca. zur 4. Minute) entsteht einsogenannter „Initial- oder Schwelbrand“, dessen Dauervon der Sauerstoffkonzentration des Raumes abhängt.In der zweiten Phase (ca. 4. bis 9. Brandminute)entwickelt sich ein lokaler Brand, der die Luft im Raumimmer mehr aufheizt. Die Gaskonzentration erreichtetwa ab der 3. Minute Werte, welche dieHandlungsfähigkeit von Menschen beschränken – undab der 5. Minute Werte, die für Menschenlebensbedrohlich sind.9


Minimax-Feuerlöscher im Test10


●Rauchdurchzündung (engl. roll over, dasplötzliche Durchzünden und Abbrennensogenannter Pyrolysegase)Dieses Gasgemisch entsteht durchHitzeeinwirkung oder Verbrennung. Bei einerRauchgasdurchzündung, primär in dediziertenRäumen, ist genug Sauerstoff für die Zündungvorhanden. Dies unterscheidet dieRauchdurchzündung von der Rauchgasexplosion(Backdraft), für dessen Entzündung demRauchgas zunächst weiterer Sauerstoff zugeführtwerden muss. Hauptbestandteile des Rauchgasessind Pyrolysegase.Entstehungsphase: Es entwickelt sich ein Feuerund heizt, bei ausreichend vorhandenemSauerstoff, den Raum und seine Bestandteile auf,sodass sich Pyrolysegase bilden (Holz undKunststoffe „gasen brennbare Stoffe aus“). Diesewerden thermisch aufbereitet.Vollbrandphase: Hier kann es bei Erreichen desZündpunkts zur Rauchgasdurchzündung und imAnschluss zur Vollbrandphase, u.a. mitFlammenschlag aus den Fenstern, kommen.Abnahmephase: Dann kommt es oft nach demersten Vollbrand zu einem Hitzeauftrieb des sichansammelnden Rauchs. Dieser füllt den Raum biszum Boden und verdrängt den Sauerstoff. DieFolge ist eine Abnahme der Brandintensität.Durch die unvollständige Verbrennung wird mitdem Rauch das brennbare Kohlenmonoxidgeneriert. Für eine Verbrennung sind nun wiederdie notwendigen Voraussetzungen Energie undBrennstoff vorhanden. Wird nun wiederSauerstoff zugeführt, etwa durch das Öffneneiner Tür, kann es zu einerRauchgasexplosion kommen.)GefahrenDie Hauptgefahr bei einem Brand stellt der giftigeRauch dar. Die in ihm enthaltenen Atemgifte (z. B.Kohlenstoffmonoxid, Cyangase, u.v.m.) führen bereitsnach wenigen Atemzügen zur Bewusstlosigkeit undkönnen toxische Lungenödeme verursachen. Der Todtritt meist durch Ersticken ein.Die hohe Temperatur stellt eine weitere Gefahr dar.Sie kann einen Organismus sehr schnell zumAustrocknen oder Verkohlen bringen.Hautverbrennungen sind die Folge, wenn man mit denFlammen in Berührung kommt.12


Es brennt, was tun?Als Erstes überhaupt: Panik vermeiden! Und dannsind folgende Massnahmen zu ergreifen:Alarmieren, meldenOberstes Gebot: Ruhe und Besonnenheit!Alarmieren – retten – halten – löschen● Grundsatz: Menschen sind immer vor Sachen zuretten.●●●●●●●Feueralarm auslösen (entweder mittelsHandalarmtaster oder Tel. 118): Wer meldet?Was brennt? Wo brennt es?Personen in der näheren Umgebung des Brandeswarnen und aus der Gefahrenzone weisen.Türen (v. a. Brandschutz- undRauchabschnittstüren) und Fenster schliessen.Elektrische Geräte abschalten. Gas- undDruckluftzufuhr abstellen.Niemals den Aufzug, sondern immer diemarkierten Fluchtwege benützen und alle Türenhinter sich zuziehen. (Aufzüge werden wegenLebensgefahr im Brandfall ausser Betriebgesetzt.)Sofern zumutbar, Personen bei der Evakuationoder beim Warnen vor dem Brand einsetzen.Personen auffordern, den vorgesehenenSammelplatz aufzusuchen und auf weitere13


BrandbekämpfungEinsatz, Eignung und WirkungLöschmittel haben die Aufgabe, brennende Stoffeunter Berücksichtigung ihrer Brandklasse undvorherrschender Umfeldbedingungen (beispielsweisePersonengefährdung oder Raumgrösse) zu löschen. Siewerden zur Brandbekämpfung von den Feuerwehrenoder in automatischen Feuerlöschanlageneingesetzt oder zur Selbsthilfe in tragbarenFeuerlöschern oder mobilen Feuerlöschgeräten.Jedes Löschmittel besitzt eine Hauptlöschwirkungund eventuell Nebenlöschwirkungen. Die falscheAuswahl des Löschmittels kann fatale Folgen haben. Z.B. reagieren einige chemische Stoffe mit Wasser(mögliche Folge: Explosionsgefahr) und die Moleküleeiniger chemischer Löschmittel werden bei hohenTemperaturen aufgebrochen und gehen neueVerbindungen ein (mögliche Folge: Säurebildung).WasserDas Löschmittel Wasser ist geeignet für dieBrandklasse A. Das Löschmittel hat gegenüber anderenLöschmitteln Vorteile: es ist preisgünstig, nicht giftig,pH-neutral, nicht ätzend, meistens ausreichendvorhanden und einfach zu fördern.Wasser darf nicht bei brennenden Metallen benutztwerden, da die enorme Hitze das Wasser chemischaufspalten würde – der enthaltene Sauerstoff würdedas Feuer explosionsartig anfachen und derWasserstoff verbrennen; unter Umständen kann esauch durch die Mischung des Wasserstoffes mitSauerstoff zur Bildung von hochexplosivem Knallgaskommen.Bei Schornsteinbränden würde Wasser wegen der imSchornstein sehr beengten Raumverhältnissen untergrossem Druck verdampfen (1 Liter Wasser ergibt1700 Liter Wasserdampf) und den Schornsteinzerstören. Bei Bränden von Fetten und Ölen mitTemperaturen über 100 C ist zu beachten, dass einÖlnebel entsteht, der explosionsartig verbrennt, da beiKontakt das Wasser verdampft und das brennendeÖl/Fett verspritzt und es zur gefürchtetenFettexplosion kommt. Die elektrische Leitfähigkeitvon Wasser birgt die Gefahr, mit Hochspannung inKontakt zu kommen und einen elektrischen Schlag zuerleiden.Hauptlöschwirkung: AbkühlenNebenlöschwirkung: Ersticken15


Handhabung:In der Löschdecke sind zwei Taschen oben rechts undlinks eingenäht. In diese Taschen greifen Sie, um IhreHände vor Verbrennungen zu schützen. Legen Sie dieDecke über das brennende Objekt und beseitigen Siealle Luftlöcher. Die Löschdecke muss flach auf demBrandherd aufliegen! Ziehen Sie die Löschdecke nichtsofort wieder aus dem Brandherd, da sich noch kleineGlutnester unter der Löschdecke befinden könnten!Eine brennende Person sollte möglichst von vorneangegangen werden (wenn nicht anders möglich, auchvon hinten). Die Löschdecke muss der Person so dichtwie möglich um den Hals geschlungen werden, um zuverhindern, dass ihr aufgrund der Kaminwirkungzwischen Körper/Kleidung und Löschdecke dieFlammen zu sehr ins Gesicht schlagen. Anschliessendwird die Person auf den Boden gelegt und die Flammenvom Gesicht weg ausgeklopft (so zumindest in derTheorie).Nicht alle Löschdecken sind zum Löschen vonFettbränden – dafür werden sie in der Küche häufigaufbewahrt – geeignet, da sie durch das hohe"Hitzepotenzial" durchbrennen können. Bei älterenModellen kommt es durch kondensierte Fettdämpfe zueiner Entzündung der Decke. Es sollten nurbeschichtete Decken verwendet werden.Bestens geeignet sind die Decken, wenn sie beiArbeiten mit offener Flamme (z. B.Schweissarbeiten) vorsorglich ausgebreitet werden, umGeräte und tiefer liegende Gebäudeteile vorherabfallenden Funken und Schweissschlacke zuschützen.Eine Löschdecke sollte immer nur als Ergänzung zueinem Feuerlöscher gesehen werden, denn nur wasman ganz mit einer Löschdecke abdecken kann, kannman auch löschen! Für grössere Brände ist eineLöschdecke ungeeignet.Eine Löschdecke ist (auch nach Gebrauch) stets sozusammenzulegen, dass die erwähnten Grifftaschenaussen liegen!Alternative LöschmittelBehelfsmässig können bei Metallbränden auchZementpulver, Streusalz, trockener Sand oderGraugussspäne als Löschmittel eingesetzt werden.17


HandfeuerlöscherKohlenstoffdioxid(CO2)Eignung auf Brandklassen bezogen18


HandfeuerlöscherKohlenstoffdioxid(CO2)Eignung auf Objekte bezogen19


Korrekte BrandbekämpfungHandfeuerlöscher-EinsatzgrundsätzeSchon bei der Ausschaltung einer derGrundvoraussetzungen ist die Oxidationgestoppt und das Feuer gelöscht.In der Praxis werden folgendeBrandbekämpfungsmethoden – allein oderkombiniert – angewendet:Vorausgesetzt, dass ein Feuer – also eine Verbrennungmit Flammenbildung – nur dann zustande kommt, bzw.weiterbesteht, wenn die genannten dreiVoraussetzungen zusammenwirken, so fällt die Antwortleicht:● Entfernen der Brennstoffes● Trennen des Sauerstoffes vomBrennstoff● Erstickung durch Überlagerungen vonBrenn- und Sauerstoff● Abkühlen des Brennstoffes unter derZündtemperatur● Antikatalyse: Hemmung einerchemischen Reaktion. Die Brennstoff-Bestandteile werden durch Reaktion mit denLöschmitteln oder Kontakt mitPulverpartikeln unbrennbar und sowirkungslos gemacht.20


Wichtige TippsMit ein paar einfachen Sicherheitsmassnahmenund Verhaltensregeln können viele Unfälle undSchäden vermieden werden.Brennende Kerzen, Blitzschläge, Strom, Cheminées undBrandstiftungen verursachen jährlich vieleFeuerschäden.Elektrische InstallationenFür Elektroarbeiten immer den Fachmannbeiziehen.Defekte Schalter, Stecker, Steckdosen, Lampenund Kabel umgehend reparieren oder ersetzenlassen.Nicht mehrere Doppelstecker aneinanderreihen,bei Wackelkontakt besteht Brandgefahr.Die Betriebswärmevon elektrischenGeräten mussentweichen können, dasonst ein Wärmestauentsteht. Fernseher,Heizgeräte und Lampendeshalb nie zudecken.DurchgebrannteSicherungenersetzen, nichtüberbrücken.Bei längerer Abwesenheit elektrische Apparateausschalten oder den Stecker herausziehen.Bügeleisen auf einem Rost abstellen und vorVerlassen des Raumes immer den Steckerherausziehen. In den Nasszonen wieWaschküche, Bad/WC sowie beiAussensteckdosen muss ein Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter) installiert werden.Die Installation ist grundsätzlich für das ganzeHaus sinnvoll (Schutz vor Elektrounfällen).21


BlitzschlagBei Gewitter Kabel von elektrischen Gerätenund Antennen herausziehen.BrandstiftungTüren, Nebenräume, Parterrefenster sowie KellerundEstrichtüren auch tagsüber abschliessen.Das Gebäude zur Abschreckung nachts wennmöglich beleuchten.Brennbares Material wie Altpapier in einemseparaten, abschliessbaren Raum lagern.Keine brennbaren Gegenstände in Hausflureoder Treppenhäuser stellen.Polizei benachrichtigen, wenn im Haus oderdavor unbekannte, sich verdächtig verhaltendePersonen gesehen werden.KücheHerdplatten nach Gebrauch immer ausschalten.Brennbares Material vom Kochherd fernhalten.Wer auf einer Herdplatte Fett oder Öl erhitzt:dabei bleiben, Küche nicht verlassen.Nie Brennsprit in heisses Rechaud nachfüllen.Kerzenwachs, Paraffine und andere leichtentzündbare Stoffe im Wasserbad erwärmen.Fettfilter in Dampfabzügen regelmässig reinigen.22


Gefahrenstoffe im Haushalt Enthalten Produkte Kohlenwasserstoffe wie z.B. Alkohol, sind sie leicht brennbar. Nagellack, Nagellackentferner und Mottenkugelngeben Dämpfe ab, die sich entzünden können. Boden- oder Möbelpolitur und Fleckenentfernerkönnen brennen. Flaschen und Behälter immer dichtverschliessen, wenn sie nicht in Gebrauch sind,und von Wärmequellen oder Flammen fernhalten.Gilt auch für Kleider, die bei der Anwendung vonGefahrenstoffen getragen wurden! Bei der Verwendung von gefährlichen Stoffen nierauchen!Gefahrenstoffe in der WerkstattSicherstellen, dass Dämpfe von verschüttetenFlüssigkeiten wie Ölfarbe, Pinselreiniger, Lacke,Terpentin und andere Lösungsmittel nicht durchdie Wärme von Heizöfen oder anderen Gerätenentzündet werden können.Nur geringe Mengen an Gefahrenstoffen lagernund diese möglichst ausserhalb des Hauses(Schuppen, Garage, geeignete Schränke)aufbewahren. Dazu nur Originalbehälter odergeprüfte Sicherheitsbehälter benutzen.Darauf achten, dass Verschlüsse dicht sind.Keine Gläser oder Glasflaschen verwenden, diezerbrechen können.Mit Öl oder Verdünner getränkte Putzlappen vordem Wegräumen ganz austrocknen lassen.Putzlappen und -fäden, die mit organischen Ölengetränkt sind (z. B. Leinöl), können sich selbstentzünden. Nur in dafür dicht schliessenden undnicht brennbaren Behältern entsorgen!Gefahrenstoffe zur Entsorgung an denentsprechenden Sammelstellen abgeben.Niemals mit dem Hausmüll entsorgen oder in dasAbwasser leiten!Viele Sprühdosen (z. B. Haarsprays, Deodorantsoder Farbsprays) enthalten leicht brennbareStoffe. Leere Sprühdosen nie in ein Cheminée,einen Ofen oder ein anderes offenes Feuerwerfen. Explosionsgefahr!Weitere Brandgefahrenstellen sindCheminée und ähnliche offene Feuer, Feuerwerk,Weihnachtsbaum, Zigaretten, elektrische Gerätealler Art, Feueranzünder, Streichhölzer(Kinder…), Holzlager in der Wohnung …23


Checkliste BrandGefährdungsbeurteilung zu Brandschutz und Explosionsgefahrim Betrieb (ebenfalls Schulen / Behörden / Anlagen)Ja /NeinGefährdungen/BelastungenOrganisationSind die Zuständigkeit und die Vertretung des Verantwortlichen für den Brandschutz im Organigramm geregelt?Werden alle technischen Einrichtungen zum Brandschutz (z. B. Alarmierung, Feuerlöscheinrichtungen,Rauchabzugseinrichtung, Brandmeldeeinrichtungen und Einrichtungen im Verlauf von Flucht- undRettungswegen) regelmässig überprüft? Feuerlöscher mind. alle 3 Jahre Steigleitungen (Wandhydranten „nass„ und „nass/trocken„) mind. jährlich Steigleitungen „trocken„ mind. alle 3 Jahre?Wird die Blitzschutzanlage mind. alle 5 Jahre überprüft?Ist der Standort von Feuerlöschern in einem Fluchtwegeplan dargestellt?Wurden alle Mitarbeiter in die Verwendung von Feuerlöschern ausgebildet?24


Wird die Informationsvermittlung zum Brandschutz für Kader, Abwart, Mitarbeiter, für Freelancer etc.(Fluchtwege, Verhalten im Alarmfall) dokumentiert?Sind die Feuerwehrzufahrten (Mindestbreite 3,0 m) gekennzeichnet, ausreichend tragfähig und ständigfreigehalten? Ist die Einweisung der Feuerwehr im Brandfall organisiert?Ist im Betrieb ein Alarmplan vorhanden?- Feuerwehrplan (soweit von der Feuerwehr gefordert) und Fluchtwegeplan- BrandschutzordnungTeil A als Aushang, z. B. in der Eingangshalle, in Caféteria, Kantine, AufenthaltsräumenTeil B als Aushang mit den wichtigsten Verhaltensregeln für jedes Büro, jeden Werkstattbereich etc.Teil C als Anweisung für Personen mit besonderen Aufgaben im BrandschutzWerden die Mitarbeiter regelmässig über das Verhalten im Alarmfall unterrichtet?Wird mindestens einmal jährlich eine Evakuierungsübung (Probealarm) durchgeführt?Unterscheidet sich das Alarmsignal deutlich von anderen, täglichen Signalen und ist es überall wahrnehmbar?Sind Sammelplätze festgelegt und bekannt?Ist klar erkennbar, wann das Gebäude wieder betreten werden kann?25


Brandschutz- FluchtwegeSind aus jeder Etage zwei voneinander unabhängige Flucht- und Rettungswege vorhanden, mit der Feuerwehrabgestimmt, allen bekannt, frei und unverstellt und ordnungsgemäss (lang nachleuchtend oder mitRettungszeichenleuchte, auf Augenhöhe) gekennzeichnet?Sind alle Einrichtungen im Verlauf von Flucht- und Rettungswegen (z. B. Türen, Rauchabzugseinrichtungen usw.)gekennzeichnet, bestimmungsgemäss installiert und ständig funktionsfähig?Sind Aufzüge mit dem Schild versehen: „Nicht im Brandfall benutzen“?Sind Türen im Verlauf von Rettungswegen als solche gekennzeichnet und schlagen sie in Fluchtrichtung auf?Lassen sich die Türen von innen ohne fremde Hilfsmittel (keine Schlüssel und Schlüsselkästen!) während derBetriebszeit leicht öffnen?Sind selbst schliessende Rauch- und/ oder Brandschutztüren im Verlauf der Flucht- und Rettungswege ständigfunktionsfähig/nicht blockiert?Sind auch Flure und Treppenräume frei von vermeidbaren Brennstoffen (z. B. Kartons, Mobiliar o. ä.)?26


Brandschutz raumbezogenWerden bei der Planung von Projekten frühzeitig Brandschutzaspekte berücksichtigt, z. B. im Hinblick aufGestaltung von Dekorationen?Sind alle Arbeitsräume, in denen brennbare Materialien verarbeitet werden (z. B. Holz, hoch- oderleichtentzündliche Flüssigkeiten) mit Schildern die das Rauchen und den Umgang mit offenem Feuer oder Lichtverbieten ausgestattet?Sind für alle Räume je nach Art und Umfang der Brandgefährdung ausreichend Feuerlöscheinrichtungen bereitgestellt, gekennzeichnet und leicht zugänglich? (Geeignete Feuerlöscher, Feuerlöschdecken)Wird gewährleistet, dass brennbare / entzündliche Stoffe nicht mit Zündquellen in Berührung kommen?Sind für gefährliche Stoffe Betriebsanweisungen erstellt und ausgehängt?Werden diese Stoffe vorschriftsmässig gelagert? (Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten gekennzeichnet undsachgerecht max. 20 l pro Sammlungsraum, davon max. 5 l in zerbrechlichen Behältern)Werden nur soviel leicht entzündliche Stoffe im Arbeitsbereich gelagert wie pro Tag verbraucht werden?27


Werden brennbare / entzündliche Stoffe (s. Gefahrensymbole durch weniger brisante Stoffe ersetzt?Falls Lackreste oder ähnliche Abfälle anfallen (z. B. Leinöl- oder Lösemittel getränkte Lappen): SindAbfallbehälter aus unbrennbarem Material mit selbst schliessendem Deckel vorhanden?Entspricht Volumen und Werkstoff von Lager- und Sammeleinrichtungen für Späne und Schleifstaub denVorschriften?Können Späne und Schleifstaub staubfrei entsorgt werden?Sind ortsfeste und mobile Sammel- und Lagereinrichtungen bzw. Entstaubungsanlagen mit den notwendigenFeuer- und Explosionsschutzeinrichtungen ausgerüstet? (Prüfzeichen)Sind in einem Umkreis von 2,50 m um Arbeitsbereiche, in denen mit hoch oder leicht entzündlichen Werkstoffengearbeitet wird, die elektrischen Betriebsmittel Explosion geschützt ausgeführt?Wird von der Möglichkeit, batteriebetriebene Rauchmelder einzusetzen gebraucht gemacht?Ist die Lage von Feuerlöscheinrichtungen durch Piktogramme angebracht über Augenhöhe gekennzeichnet?Liste mit anderen betriebsspezifischen Gefährdungen ergänzen!28


NotizenWichtige Adressen__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________www.minimax.ch, Tel: 043/833’44’55________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________29

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