Pennergame goes Deluxe

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Armenblatt Seite 2ElbmetropoleSchanzenfest als FlaschenkillerIm Juli fand auf St. Pauli das mittlerweilelegendäre Schanzenfest statt.Bereits bei den vergangenen Festenkam es im Laufe des Abends und derNacht immer wieder zu Auseinandersetzungenzwischen Autonomen undPolizei. So auch dieses Mal, nachdemdas Schanzenfest bis dahin einensehr friedlichen Verlauf nahm. Gegen22 Uhr entbrannte eine Schlachtzwischen den beiden Gruppen, manbekämpfte sich mit Flaschen, Wasserwerfernund was noch sonst so rumlag.„Da ging plötzlich die Luzi ab! Daswar nich mehr feierlich, was da abging! Die ganzen schönen Flaschenhaben die einfach zertrümmert!“, berichtetWilfried Wohmann, einer derortsansässigen Penner, aufgebracht. „Das is bares Geld, was die da zerdepperthaben, die Deppen!“Wilfrieds Meinung teilen viele seinerMitpenner, die die wahllose Zerstörungswutder Beteiligten nicht nachvollziehenkönnen.Traurig schlendern am Tag nach denKrawallen die hiesigen Penner überdie Schanze und schauen den Räumarbeitenzu, haufenweise Scherbenund Glas, dass zusammengekehrt undweggeschmissen wird. Zwar bedeutetGlasflaschen zu sammeln viel mehrSchleppaufwand als die federleichtenPET‘s, allerdings ist dieser Aufwandan manchen Tagen gerne in Kauf genommen,wenn es bedeutet, dass esdann was warmes zu Essen gibt.Aus aller WeltElefantöses ParkproblemWelcher Hamburger Penner kenntdas nicht, man rennt mal schnell inden Kiosk um sich ne neue Buddel zubesorgen und lässt seinen Elefantenkurz am Straßenrandstehen. Problemlosmöglich, und wenndas liebe Vieh danngehorcht, wartet erbrav und legt kurzzeitigden Verkehrlahm. Wie gut esuns in Deutschlandgeht, sieht man erst,wenn man weiß, mitwelchen Problemensich unsere amerikanischenFreunderumschlagen müssen.Unsere Pennerkollegenin Florida werdenböse abgezockt,denn jedes Mal,wenn sie ihren treuenDickhäuter kurzam Straßenrand parken, müssen sieihre mühsam erschnorrten Münzen ineine Parkuhr stecken, denn sonst kannes passieren, dass ihr Dickerchen vonder Polizei beschlagnahmt wird. Nachfloridanischem Recht muss für einenElefanten nämlich die gleiche MengeMünzen in eine Parkuhr eingeworfenwerden, wie fürein Auto. Naja,für uns HamburgerPennerwäre das ja nocheine ganz andereFrage, denn wokriegt man inHamburg schonnen Parkplatzund das 2. Reihe-Parkenist indiesem Gesetzja noch nicht mitdrin, aber wirhalten besser denMund, wer weißauf welche Ideenunsere Politikersonst noch kommen.


Armenblatt Seite 5LebenDr. Homeless berät euch gerneProbleme? Rita Rumpel klärt das!Ex-Pennerin Rita Rumpel hat ihre Berufunggefunden: Sie ist Dr. Homeless.Mit viel Herzblut berät sie Menschen,die keinen Job und kein Dach über demKopf haben. Egal was euch auf der Seelebrennt – sei es die Angst vor dem erstenKuss oder der Wunsch nach einemneuen Leben – ihr könnt euch vertrauensvollan die Expertin wenden. Ritahat selbst Jahre lang auf der Straße gelebtund versteht, was euch da draußenbeschäftigt. Eure Fragen an Rita sendetihr an zeitung@farbflut.de.LebenDie Leser fragen, Dr. Homeless rät:Hier werden die kleinen Probleme des Alltags gelöstSozialesImmer ein Herzfür die StrasseDank der Hilfe von mehr als 400 engagiertenSpielern konnten wir im Juniüber unser Betterplace-Team wiederzwei Projekten zugunsten Obdachloserunter die Armen greifen. So entstehtdurch eure Unterstützung derzeit einGarten mitten in Hamburg, um densich Obdachlose und Bedürftige imCaFèe mit Herz kümmern und endlichwieder etwas auf die Beine stellen.Und im schönen Berlin kann die Vorbereitungdes Berliner Integrationslaufin Angriff genommen werden, der gemeinsamvon der Berliner GEBEWOund dem Diakonischen Werk (DWBO)durchgeführt wird.Damit sind insgesamt schon mehr als12.000 Euro über unser Betterplace-Team an Obdachloseneinrichtungen inHamburg und Berlin gegangen.Pennerin Hella Wahnsinn aus Hamburg schreibt:Liebe Rita, du musst mir helfen. Ich hab mich in den Freund meiner Schwesterverliebt. Immer wenn ich netterweise bei den beiden Zuhause duschen durfte,hab ich Achim gesehen und ganz weiche Knie gekriegt. Er fährt auch total aufmich ab und wir treffen uns seit einem Monat regelmäßig hinterm Rückenmeiner Schwester. Nun hab ich voll das schlechte Gewissen. Was soll ich bloßmachen?Lieber Hella, du steckst in einer schwierigen Situation und dein schlechtes Gewissenkann ich sehr gut nachempfinden. Deshalb kann ich dir nur einen sinnvollenTipp geben: Du und dein Lover müsst es ihr beichten. Sucht das Gespräch, auchwenn es euch verständlicherweise unangenehm ist. Deine Schwester hat es nichtverdient, von euch weiterhin belogen und betrogen zu werden. Darüber hinaus solltestDu eine Entscheidung treffen, ob dich diese Beziehung auf Dauer glücklichmachen kann.Penner Eric van Hinten aus Köln schreibt:Liebe Rita, mit meinem neuen Partner Sascha hab ich super viel Spaß. Egal wowir sind, ob im Park oder unter der Brücke, es ist wie ein Traum. Aber meineKumpels verarschen mich die ganze Zeit, nennen mich Schwuchtel und Hinterlader.Warum können die mich nicht einfach so nehmen wie ich bin? Hastdu einen Tipp für mich?Lieber Eric, die Hauptsache ist, dass du glücklich bist und wenn du auf Männerstehst, ist das völlig in Ordnung. Gib nichts auf die Meinung deiner Freunde undrede mit ihnen darüber, dass dich ihre Äußerungen verletzen. Wenn sie ihr Verhaltennicht ändern, hast du definitiv bessere Kumpels verdient. Homosexualität ist etwasganz Normales, also bleib so wie du bist!Der bereits finanzierte Fußballvereindes CaFèe mit Herz kickt sich derweilweiter in Form. Wer Interesse hat, dieJungs dabei zu unterstützen, kann sicham Sonntag, 19. Juli auf dem SportplatzSternschanze einfinden. Dort ertöntum 11:00 Uhr der Anpfiff gegenSC Concordia. Die Mannschaft freutsich über moralische Unterstützung amSpielfeldrand!


Armenblatt Seite 5SportERL startet durch!Einkaufswagen auf der PisteRasant ist die ERL in ihre erste Saisongestartet. „Jau, da war wahnsinnigStimmung angesagt, auf der Piste undam Rand“, teilt uns Karl Klax fröhlichmit. Mit insgesamt 45 Fahrern istdas erste Rennwochenende am 27./28.Juni gestartet, nachdem es fünf weitereFahrer im Training doch zu sehrwissen wollten und durch fehlende Sicherheitskleidungzwar die Aerodynamikauf ihrer Seite hatten, aber leiderdie Trainingseinheit „Abbremsen undclever Stürzen“ ausgelassen hatten.„Die Jungs hat es böse von der Pistegefegt, die müssen den Rest der Saisonfür Stimmung auf der Tribüne sorgen“,merkt Klax mit ein bißchen Wehmutan.Pro Rennwochenende werden Punktein drei Disziplinen verliehen. Nebendem Rasanz-Rennen, bei dem alleinedie gemessene GeschwindigkeitSieger und Verlierer bestimmt, gibtes noch das Barriere-Bollern und dasCrazy Cruisen. Beim Barriere-Bollerngilt es möglichst elegant und schnellum verschiedene Hindernisse wie Fässer,Leitern und allerlei Gerümpel zukurven, während beim Crazy Cruisenfür besonders einfallsreiche Movesund Turns Noten in Technik und Ausdruckvergeben werden.Die Nase vorn hatte in Geschwindigkeitund Geschicklichkeit StefanSchlawiner, der seinen Penny-Wagensouverän im Griff hatte. „Toll, wasder Stefan da geleistet hat, der hat sicheinfach nicht aus der Ruhe bringenlassen“, lobt ihn sein Trainer HorstSchreckhase. Beim Crazy Cruisen allerdingsmusste sich Schlawiner demLidl-Fahrer Rainer Klöters geschlagengeben, der vor allem im Ausdruckvon der Jury mit hohen Noten bedachtwurde.Damit führt Stefan Schlawiner die Gesamtwertungknapp vor Rainer Klötersan, doch schon beim nächsten Rennenwerden die Karten neu gemischt.Kurz abgelachtFritzchen und Erna sitzen in der Badewanne!Erna fragt Fritzchen „Sag mal, was hastdu denn da zwischen deinen Beinen?“Fritzchen antwortet „Das ist meinSchniedelwutz!“ „Hey toll“, ruftErna, „darf ich den mal anfassen?“Fritzchen springt auf und ruft: „Nein aufkeinen Fall, du hast deinen ja schon kaputtgemacht!“Fritzchen geht in ein Restaurantund bestellt sich 18 Biere.„Aber warum denn so viele?“,fragt die Kellnerin.Fritzchen antwortet: „Weil draußen aufdem Schild steht: ‚Unter 18 keine Bedienung‘!“Geht Fritzchen in eine Drogerieund fragt: „Habt ihr Bier?“Darauf antwortet die Verkäuferin: „Nein,wir sind eine Drogerie, wir führen kein Bier!“Am nächsten Tag kommt er erneutund fragt: „Habt ihr Bier?“Die Verkäuferin sagt erneut: „Nein!Wir sind eine Drogerie, wir führen keinBier! Kommst du am nächsten Tagwieder, nagel ich dich an die Wand!“Am nächsten Tag kommt Fritzchenwieder und fragt: „Habt ihr Nägel?“„ N e i n ! “„Habt ihr Bier?“Penner RudiVerbrechen aufder Spur - Teil 2Einleitung:Penner Rudi ist selbst ernannter Privatdetektiv.Sein Revier ist der HamburgerKiez – ein gefährliches Pflaster. Ob Prügeleien,Banküberfälle oder Morde: Rudideckt alles auf. Bei seinem aktuellen Fallnimmt er die Kiezbeulen ins Visier. Innerhalbder brutalen Bande gibt es einenheftigen Streit. Rudi vermutet, dass BandeführerIwan, Kassenwart Hansi giftigeKlotabs ins Bier gemischt hat. Und dannkommt die Schreckensnachricht: EinPenner wird tot aufgefunden.Fortsetzung:… Rudis Herz rast. Er kann es nichtglauben. „Was? Du meinst Hansi, denKassenwart“, fragt er aufgebracht. „Jagenau der, voll krass. Komm Rudi, lassuns zum Tatort laufen, da ist was los“,ruft sein Kumpel. Ohne zu Zögern machtsich Rudi auf den Weg in den Schanzenpark.Erschöpft erreicht er die Fundstelledes Toten, drei Polizisten und zahlreichePassanten stehen um eine Parkbank herum,darauf der leblose Hansi. Die Bullenhaben Mühe, die Schaulustigen wegzudrängeln,der Notarzt schiebt sich durchdie Masse.Hansi sieht schrecklich aus. Er hat nochne Buddel Bier in der Hand, seine Zungehängt aus dem Mund, sein Bart ist mitweißem Schaum verklebt. Der Arzt bestätigtden Tod und teilt den Ermittlernseinen Verdacht auf Vergiftung mit. „Daswaren diese Klotabs, hab ich es dochgewusst“, ist Hobbydetektiv Rudi überzeugtund erzählt den Polizisten, waser ein paar Stunden zuvor beobachtethat: Der heftige Streit unter den Kiezbeulen,das ohnehin schon angespannteVerhältnis zwischen Bandenführer Iwanund Kassenwart Hansi und diese Toilettentabs.„Mach, dass du wegkommst, du bist jatotal betrunken“, antwortet einer derPolizisten. „Aber Herr Wachtmeister, eswar Mord, das weiß ich ganz genau“,betont er mit lauter Stimme. Ein Raunengeht durch die Menschenmasse, die Po


Armenblatt Seite 5fortsetzung romanuser artikelPeterJensMonfaat: „Der frühe Vogelkann mich mal!“lizisten drehen ihm nur den Rücken zu.Enttäuscht beschließt Rudi, den brutalenIwan auf eigene Faust aufzuspüren.„Aber diesmal benutze ich für die Ermittlungenmeinen Glücksfund, die Digitalkamera,dann hab ich auch Beweismaterial.“,grübelt der selbsternanntePrivatdetektiv.Rudi schleicht sich langsam an den berühmtenPenny heran und versteckt sichim Gebüsch, um das Bandentreffen derKiezbeulen unbemerkt zu beobachten.Es ist mal wieder Stress angesagt. „Duhast Hansi in den Tod getrieben“, schreitder eine. „Genau, er war dir schon immerein Dorn im Auge“, brüllt der nächste.Die Stimmung kocht. Plötzlich gehtDorian, der stellvertretende Bandenchef,auf Iwan los und beschimpft ihn: „Duhast ihn sogar umgebracht, da bin ich mirsicher. Du hast ihm etwas ins Getränkgetan. Ich geh zur Polizei“. Iwan erwidertmit drohender Miene: „Überleg dirdas gut, mein Lieber, das kann schlimmfür dich enden“.Dank der Videofunktion seiner Kamerakann Hobbydetektiv Rudi das Streitgesprächin voller Länge aufnehmen.Mit dem Beweismaterial macht er sichschnell auf den Weg zur Davidwache.Aufgebracht zeigt er einem Polizistendas Video und berichtet von seinen Beobachtungen.Ein Glück nimmt ihn derBulle diesmal ernst. „Spitzen Einsatz,mein Freund, du bist uns eine großeHilfe“, sagt er und klopft ihm auf dieSchulter. In der Zwischenzeit wird auchder Wirkstoff in Hansis Blut festgestellt:Klotabs! Ein paar Tage später kommtIwan in Untersuchungshaft. Rudi istglücklich und ein wenig stolz. „Ich binRudi, der Straßendetektiv. Ich decke allesauf“, brummelt er vor sich hin undspaziert erhobenen Hauptes durch dieStraßen von St. Pauli.St. Pauli - Am 22. April diesen Jahresmachte sich PeterJensMonfaat auf denWeg, die Hansestadt zu erobern, aberbis zum 23. Juni – zwei Monate späteralso - konnte man sagen, hatte er eigentlichnoch gar nichts erreicht. „Der kannalles, aber nichts richtig.“, raunte es langeZeit durch die Fußgängerzone. DochMonfaat hat eine Bande im Rücken, dieeinfach Spaß macht – Die Kroners. DasMotto der Kroners lautet: „Wir könnenzwar auch ohne Alkohol lustig sein –aber sicher ist sicher.“Inzwischen haben alle Mitglieder derKroners das wunderschöne St. Paulierreicht und auf dem Kiez fühlen siesich pudelwohl. Und dieses Pudelwohlgefühltgipfelte nun im ersten Sieg, ineinem Bandenkampf mit einem 49:27gegen die Morchelbande.Doch bis dahin war es ein ganz schwererWeg für PeterJensMonfaat, den rüstigenEnddreißiger und seine Mannen.Der Kroner in einer seiner geistig hellsten,weil nüchternsten Sternstundengegenüber dem Armenblatt: „Der ersteBandenkampf gegen Borussia Bananawar ein Witz. Von sieben Bandenmitgliedernwaren die schwächsten vier imUrlaub.“ So waren viele Mitglieder derKroners zum Zuschauen verurteilt undder Bandenkampf ging mit 0:10 in dieHose.Am 20. Juni folgten dann innerhalb vonzwei Stunden zwei weitere bittere Niederlagengegen K-W-G und PCH-Gangbang.„Wutentfachung sei Dank, diewaren einfach besser als wir und habenuns echt den Draht aus der Mütze geprügelt“,so PeterJensMonfaat und fügtim gleichen Atemzug auch noch einepassende Ausrede hinterher, „Wir musstenaber auch mit BillyBoy06 und Adreas_Koritkezwei Leute mit durchziehen,die nicht gerade motiviert waren.“Das Pech mit Neuzugängen zieht sichaber auch wie ein roter Faden durch dieKarriere der Kroners. Was mit Tigergirly6schon grottenschlecht begann, fandnunmehr mit dem Rauswurf der beidenobengenannten Penner seinen vorläufigenHöhepunkt.Mitten im Bandenkampf gegen dieMorchelbande zog Banden-Chef BierbaronZdie Notbremse. „Wir könnennur Leute gebrauchen, die auch vollmitziehen; und zwar in zweierlei Bedeutung“,so BierbaronZ. Die beidenlustlosen Bandenmitglieder wurdenausbezahlt und auf die Straße gesetzt,wo sie ja eh schon wohnten. Der Erfolggab den Kroners recht. Mit 49:27 wurdedie Morchelbande abgeledert und damitkonnte sich PeterJensMonfaat die vierteAuszeichnung ans Revers heften. Beteiligtan dem Erfolg der Kroners waren:BierbaronZ, RookieShorty, FinTatze,vonhartzburg, HartzDeluxe, taexmaster,newkidintown, Herbert_Kroner, Berthold_Kronerund PeterJensMonfaat.Voller Stolz bedankte sich PeterJens-Monfaat dann auch im Rahmen einesUmtrunks bei seinen Bandenkollegen:„Ich sag’ nur ein Wort – Vielen Dank!“,und nahm dann lächelnd noch einenSchluck Lambrusco Marke „Pennergrinsen“.

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