Verkaufsprospekt publity Performance Fonds Nr. 6

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Verkaufsprospekt publity Performance Fonds Nr. 6

Verkaufsprospektder publity Performance Fonds Nr. 6GmbH & Co. KG vom 12.06.20132


1 VorwortSehr geehrter Anleger,während ein Großteil der europäischen Staaten nochimmer mit den Folgen der Staatsschuldenkrise zu kämpfenhat, erweist sich Deutschland weiterhin als stabil. Gegenden weltweiten Trend zur Konjunkturschwäche und zuhoher Arbeitslosigkeit wird in Deutschland ein nachhaltigesWachstum prognostiziert. Trotz stetigen Rückgangsder Arbeitslosenzahlen und zunehmenden Wirtschaftswachstumshat sich der Bestand an Problemkreditendeutscher Banken nicht verringert. Banken kündigennotleidende, leistungsgestörte Immobilienfinanzierungenund müssen Sicherheiten, insbesondere Immobilien,verwerten. Das Volumen gekündigter Kredite und verwertbarerImmobilien wird auch in den Jahren 2013und 2014 weiter steigen.Das Marktvolumen der „Immobilien aus Bankenverwertung“in Deutschland schätzen Analysten aufmehrere Hundert Milliarden Euro, das sich im Zuge derandauernden Finanzmarktkrise und als Folge strengererKapitalmarktregeln deutlich erhöhen wird.Die derzeitige Situation des Finanzmarktes ermöglichteinen Immobilienerwerb zu besonders lukrativenKonditionen. Die publity-Finanzgruppe besitzt Erfahrungim Fonds-Management und hat exklusiven Zugangzu diesem Experten- und Nischenmarkt mit erhöhtemErtragspotential. Die Fondsgesellschaft wird „deutscheImmobilien aus Bankenverwertung“ weit unter Marktpreiserwerben, um sie zügig und mit Gewinn wiederzu veräußern. Mit den zusätzlichen Einnahmen aus derBewirtschaftung können beachtliche Renditen erzieltwerden. Die Fondsgesellschaft investiert nur, wenn Qualität,Standort und Renditeerwartung der Immobilienstimmen. Sie investiert in ein breites Spektrum hauptsächlichgewerblich genutzter Qualitätsimmobilien,bevorzugt in Ballungsräumen mit Entwicklungspotentialwie in den Regionen Frankfurt am Main, Düsseldorf,Hamburg, Berlin oder München.Grundlage jeder Investitions- bzw. Kaufentscheidungsind mehrstufige Due Diligence Prozesse, die von unabhängigenRechtsanwälten und Immobiliensachverständigendurchgeführt werden. Gegenstand der Prüfungenist die Einhaltung der festgelegten Investitionskriterienund die Feststellung, dass die klar definierten Ausschlusskriterieneingehalten werden. Für jede einzelne Immobiliewird eine Entwicklungs- bzw. Verwertungsstrategieerarbeitet, mit dem Ziel, den Wert der Immobilie undden Verkaufserlös nachhaltig zu erhöhen.Mit der unternehmerischen Beteiligung am publityPerformance Fonds Nr. 6 haben Sie die Möglichkeit, alsAnleger von den Investitionen in Wohn- und Geschäftshäusersowie Gewerbeimmobilien zu partizipieren.Die publity Finanzgruppe hat seit dem Jahr 2009insgesamt sieben geschlossene Fonds aufgelegt und bisheute über 100 Immobilien erfolgreich verwertet.Der Markt der geschlossenen Fonds in Deutschlandist derzeit von starken Veränderungen geprägt. MitWirkung zum 1. Juni 2012 hat der Gesetzgeber Anteilean geschlossenen Fonds zu Finanzinstrumenten erkorenund sie damit anderen Wertpapieranlagen gleichgestellt.Die Umsetzung der „AIFM-Richtlinie“ im neuen „Kapitalanlagegesetzbuch“,das spätestens am 22. Juli 2013 inKraft treten wird, wird eine weitgehende Neuordnungdes „grauen Kapitalmarktes“ mit sich bringen. Dasbedeutet für Anleger in der Praxis mehr Sicherheit undTransparenz und stellt zugleich höhere regulatorischeund administrative Anforderungen an die Initiatoren,das Management und die Vertriebe.Die publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co.KG wird all diese Anforderungen – soweit möglich – vorwegnehmenund schon zum jetzigen Zeitpunkt erfüllen.Mit den Merkmalen wie Sicherheit, Transparenz,Werterhalt, Renditestärke, kurze Laufzeit und Inflationsschutzwurde die Produktqualität weiter verbessertund ein attraktives Angebot für Ihre private Kapitalanlagegeschaffen.Leipzig, den 12. Juni 2013Christoph BlachaFrederik MehlitzGeschäftsführer der publity Performance GmbHAnbieterin und ProspektverantwortlicheThomas OlekStanley BroniszGeschäftsführer der publity Emissionshaus GmbHPersönlich haftende Gesellschafterin derpublity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG5


Emissionskapital40 Millionen EuroZeichnungssummeab 10.000 Euro26 6


2 Beteiligungsangebot im ÜberblickDie Anleger beteiligen sich mittelbar als Treugeber überdie Treuhandkommanditistin an der publity PerformanceFonds Nr. 6 GmbH & Co. KG. Die Fondsgesellschaft –im Folgenden auch „publity Performance Fonds Nr. 6“oder „Gesellschaft“ genannt – ist die Emittentin derangebotenen Vermögensanlage. Die Gesellschaft wurdeam 03.05.2013 gegründet.Der Gesamtbetrag der angebotenen Vermögensanlagebeträgt 39.989.000 Euro (exklusive Agio). Hierbeihandelt es sich ausschließlich um Kommanditkapital.Die Gründungskommanditistin hält zusammen mit derTreuhandkommanditistin zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungweitere 11.000 Euro.Unter Berücksichtigung des Mindestzeichnungsbetragespro Anleger in Höhe von 10.000 Euro beträgt diemaximale Anzahl der noch zu begebenden Anteile 3.998.Die Fondsverwaltung ist jedoch berechtigt, das Gesellschaftskapitalinsgesamt auf bis zu max. 80.000.000Euro (ohne Agio) zu erhöhen.Die Vermögensanlage wird in der Form von mittelbarenKommanditanteilen angeboten. Anleger können abeiner Zeichnungssumme von 10.000 Euro mittelbar alsTreugeber über die Treuhandkommanditistin zur Fondsgesellschaftbeitreten. Geringere Zeichnungssummenkönnen im Einzelfall von der Fondsverwaltung zugelassenwerden. Die Beteiligungsbeträge müssen durch 1.000ohne Rest teilbar sein. Neben der Zeichnungssumme istein Agio in Höhe von 5 % auf die in der Beitrittserklärungeingetragene Zeichnungssumme zu leisten.Für den Fall, dass es der Emittentin innerhalb der Zeichnungsphasenicht gelingt, mindestens eine Zeichnungssummein Höhe von insgesamt 2.000.000 Euro („Mindestbetrag“)einzuwerben, hat die publity EmissionshausGmbH gegenüber dem dann rückabzuwickelnden publityPerformance Fonds Nr. 6 die Garantie übernommen, denpublity Performance Fonds Nr. 6 insoweit finanziell mitKapital auszustatten, dass der rückabzuwickelnde publityPerformance Fonds Nr. 6 grundsätzlich in der Lage wäre,den bereits beigetretenen Anlegern ihre Einlage zum Nominalbetragder Einlage (inklusive Agio) zurückzuzahlen.Die von der publity Emissionshaus GmbH gegenüber dempublity Performance Fonds Nr. 6 übernommene Garantieist auf einen Maximalbetrag in Höhe von insgesamt2.000.000 Euro beschränkt.Die Laufzeit der Fondsgesellschaft ist auf den31.12.2018 begrenzt, sofern die Gesellschafterversammlungnicht eine Verlängerung der Laufzeit beschließt. Diemit der Kommanditbeteiligung verbundenen Hauptmerkmaleder Anteile der Anleger, d. h. Rechte und Pflichten,insbesondere Rechte auf Gewinnbeteiligungen undAusschüttungen, Übertragungs-, sowie Mitwirkungs-und Kontrollrechte, sind im Abschnitt 7.3 „Kapital derEmittentin“ auf Seite 44, detailliert beschrieben.Das Beteiligungsangebot richtet sich an unternehmerischorientierte Anleger, die über einen langfristigenAnlagehorizont verfügen und auch bei einer negativenwirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligung gegebenenfallseinen Totalverlust ihres investierten Kapitalsin Kauf nehmen können (siehe Kapitel 4 „Risiken derBeteiligung“ ab Seite 13 ff.).Ziel der Gesellschaft ist der Erwerb, die Bewirtschaftungund die anschließende Veräußerung von Immobilien,in der Regel Immobilien aus Bankenverwertung. DieGesellschaft ist auch berechtigt, Anteile an Immobilienhaltenden Objektgesellschaften („Objektgesellschaften“)zu erwerben. Die Gesellschaft wird sich jedochnur dann an Objektgesellschaften beteiligen, wenndamit mittelbar der Erwerb der von der Objektgesellschaftgehaltenen Immobilie(n) bezweckt wird („MittelbarerImmobilienerwerb“; soweit im Nachfolgendeneine Differenzierung nicht geboten ist, wird einheitlichvon „Immobilien“ oder „Anlageobjekten“ gesprochen).Im Vorgriff auf die Umsetzung der AIFM-Richtlinie(Richtlinie 2011/61/EU des europäischen Parlamentsund des Rates vom 8. Juni 2011 über die Verwalteralternativer Investmentfonds „AIFM Richtlinie“) indas nationale Recht wird u. a. die Portfolioverwaltungder Fondsgesellschaft durch die publity PerformanceGmbH als zukünftige Kapitalverwaltungsgesellschaftwahrgenommen. Im Zuge dessen wird die publity PerformanceGmbH die Immobilien im Namen und fürRechnung der Fondsgesellschaft erwerben.Die Kaufentscheidungen erfolgen auf Grundlageeiner „Immobilien Due Diligence“ durch unabhängigeImmobilien-Sachverständige sowie auf Grundlage einer„Legal Due Diligence“ von überregional tätigen undunabhängigen Rechtsanwaltskanzleien („unabhängigeRechtsanwälte“). Darüber hinaus kann die publity PerformanceGmbH jederzeit selbst bzw., sofern gesetzlichzulässig, durch Dritte eine Due Diligence im Rahmen derrechtlichen und steuerlichen Transaktion durchführen.„Fonds-zu-Fonds-Transaktionen“ innerhalb der publityFinanzgruppe sind ausgeschlossen.Demzufolge kann die Fondsgesellschaft keine Anlageobjekteerwerben, die sich bereits im wirtschaftlichenEigentum eines Unternehmens der publity Finanzgruppebefunden haben.Darüber hinaus sind ebenfalls jegliche Transaktionenhinsichtlich des Erwerbs bzw. der Verwertung vonAnlageobjekten mit den in diesem Prospekt genanntenPersonen unzulässig.7


Anbieterin/Prospektverantwortliche:publity Performance GmbHHandelsregister: HRB 28356Geschäftsführer:Christoph Blacha und Frederik MehlitzSitz und Geschäftsanschrift:Landsteinerstraße 6, 04103 LeipzigTelefon: +49 (0) 341 / 26 17 87 – 13E-Mail: info@publity-performance.deDatum der Prospektaufstellung:12.06.201310


3 Übernahme der ProspektverantwortungSämtliche Zahlen, unternehmerischen Plandaten, Darstellungen,Gewinnprognosen und sonstigen Angabendieses Prospektes wurden sorgfältig und nach bestemWissen zusammengestellt. Sie beruhen auf dem gegenwärtigenStand der Planung, den zugrunde liegendenVerträgen und den derzeit geltenden gesetzlichen Bestimmungen.Dieser Verkaufsprospekt enthält zukunftsgerichteteAussagen, die mit Unsicherheiten und Risikenverbunden sind. Hierzu wird auf Kapitel 4 „Risiken derBeteiligung“ ab Seite 13 ff. dieses Verkaufsprospektesverwiesen. Für das Erreichen der wirtschaftlichen Ziele,die mit der Kommandit- bzw. Treuhandbeteiligung ander publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGverfolgt werden, wird daher keine Haftung übernommen.Steuerliche Auswirkungen und Ziele der Anlegersind keine Geschäftsgrundlage der abzuschließendenVerträge und werden von der Prospektverantwortlichennicht gewährleistet. Insbesondere ist die Möglichkeitder Verlustverrechnung abhängig von der persönlichenSteuersituation des Anlegers. Hierzu sollte sichder Anleger von seinem Steuerberater beraten lassen.ProspektspracheDa die Vermögensanlage vorzugsweise im Gebiet derBundesrepublik Deutschland angeboten wird, ist dervorliegende Verkaufsprospekt vollständig in deutscherSprache gehalten. Auf die Erstellung einer in deutscherSprache gefassten Zusammenfassung i. S. d. § 2 Abs. 1Satz 5 VermVerkProspV wurde daher verzichtet.Prospektverantwortliche & Anbieterin:publity Performance GmbHFirmapublity Performance GmbHHandelsregister AG Leipzig HRB 28356Gründung 23.05.2012Stammkapital150.000 EuroGesellschafter publity AG (100 %)VertretungChristoph Blacha (Geschäftsführer),Frederik Mehlitz (Geschäftsführer)AufsichtsratWP, StB Joachim Hürter (Aufsichtsratsvorsitzender),RA, WP, StB WolfgangFaillard (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender),Mario Linkies (Aufsichtsrat)Geschäftsanschrift/-sitz Landsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigTelefon +49 (0) 341 / 26 17 87 – 13Telefax +49 (0) 341 / 26 17 87 – 31E-Mailinfo@publity-performance.deMehr Info unterwww.publity-performance.deBei fehlerhaftem Verkaufsprospekt können Haftungsansprüchegemäß § 20 Vermögensanlagengesetz nurdann bestehen, wenn die Vermögensanlage währendder Dauer des öffentlichen Angebots, spätestens jedochinnerhalb von zwei Jahren nach dem ersten öffentlichenAngebot der Vermögensanlage im Inland, erworben wird.Datum der Prospektaufstellung:12. Juni 2013Inhaltliche ProspektverantwortungDie Anbieterin ist identisch mit der Prospektverantwortlichen.Die Anbieterin/Prospektverantwortliche, die publityPerformance GmbH, vertreten durch die GeschäftsführerChristoph Blacha und Frederik Mehlitz, übernimmtdie Verantwortung für den Inhalt dieses Verkaufsprospektesund erklärt hiermit, dass nach ihrem Wissendie Angaben in diesem Verkaufsprospekt richtig undkeine wesentlichen Umstände ausgelassen worden sind.Christoph BlachaFrederik MehlitzGeschäftsführer der publity Performance GmbH11


4 Risiken der Beteiligung4.1 AllgemeinesEine Beteiligung an der publity Performance Fonds Nr. 6GmbH & Co. KG ist eine mit Risiken behaftete unternehmerischeBeteiligung. Die tatsächliche zukünftigeEntwicklung kann von den in den Prognoserechnungenzugrunde gelegten Angaben abweichen. Eine Anlageentscheidungsollte deshalb erst nach Abwägung allerwesentlichen Risiken sowie nach genauer Prüfung desAngebotes getroffen werden.Die Entwicklung dieser Fondsbeteiligung hängt imWesentlichen von der allgemeinen wirtschaftlichenEntwicklung, den durch die Fondsgesellschaft erworbenenVermögensgegenständen und den erzielbarenErlösen, der Entwicklung der Kapitalmarktzinsen undder Immobilienpreise, den steuerlichen Entwicklungenund von den Entscheidungen der mit der Fondsverwaltungbeauftragten Personen ab.Abweichungen mehrerer Eckdaten können zu einerdeutlichen Verschlechterung des Gesamtergebnisses fürden Anleger oder sogar zum Totalverlust der investiertenZeichnungssumme führen.Das maximale Risiko der Anleger besteht in einemVerlust der Einlage und des Agios sowie aller im Zusammenhangmit dem Erwerb, der Verwaltung und der Beendigungder Vermögensanlage gezahlten Kosten. Fallsder Anleger seine Beteiligung fremdfinanziert, erhöhtsich dieses Risiko um die aus der Finanzierung entstandenenbzw. entstehenden Zinsen und Kosten sowie dasRisiko, den Darlehensbetrag aus seinem übrigen Vermögenzurückzahlen zu müssen, wenn die Emittentindas eingezahlte Kapital nicht zurückzahlen kann.Zudem kann die Haftung des Anlegers gegenüber denGläubigern der Gesellschaft wiederaufleben, falls Entnahmenbzw. Ausschüttungen dazu geführt haben, dassdas Kapitalkonto des Anlegers unter den Betrag seinerHaftsumme absinkt oder weiter absinkt. Damit bestehtdas maximale Risiko in der Privatinsolvenz des Anlegers.Interessierten Anlegern wird empfohlen, sich vorihrer endgültigen Anlageentscheidung durch einen fachkundigenDritten ihres Vertrauens, beispielsweise durcheinen Rechtsanwalt oder Steuerberater, beraten zu lassen.4.2 Klassifizierung der RisikenDie mit der Vermögensanlage verbundenen wesentlichen,tatsächlichen und rechtlichen Risiken können inanlegergefährdende, anlagegefährdende und prognosegefährdendeRisiken unterteilt werden. AnlegergefährdendeRisiken können über den Verlust der Zeichnungssummehinaus auch das weitere Vermögen des Anlegersgefährden. Anlagegefährdende Risiken können zu einemteilweisen oder vollständigen Verlust der Gesamtzeichnungssummeeinschließlich Agio führen, während prognosegefährdendeRisiken zu einem, verglichen mitder Prognose, schwächeren wirtschaftlichen Ergebnisund somit zu geringeren Auszahlungen führen können.Prognosegefährdende Risiken können je nach Art undAusmaß auch, wenn mehrere von ihnen gleichzeitig eintreten,anlagegefährdend wirken. Aus diesem Grundwird im Folgenden auf eine weitere Unterteilung nachprognose- und anlagegefährdenden Risiken verzichtet.4.3 LiquiditätsrisikenRisiken, die zu einer Situation führen, in der der Emittentinnicht genügend frei verfügbare Zahlungsmittel(z. B. Bankguthaben, verfügbare Kreditlinien) zur Verfügungstehen, um ihre fälligen Verpflichtungen zu erfüllen,sind Liquiditätsrisiken. Solche Situationen treteninsbesondere auf, wenn Zahlungsmittel zweckwidrigverwendet werden, Einnahmen niedriger als prognostiziertanfallen oder ganz ausfallen, unerwartete namhafteAusgaben entstehen, nicht oder unzureichend versicherteSchäden auftreten, wesentliche Vertragspartnerausfallen oder ihre Verpflichtungen gegenüber der Emittentinnicht erfüllen oder mehrere Anleger gleichzeitigvon ihrem Kündigungsrecht gem. § 2 Ziffer 8 des GesellschaftsvertragesGebrauch machen wollen. Wenn sichsolche Risiken in einem Umfang oder in Kombinationrealisieren, dass sie durch eine Inanspruchnahme einerLiquiditätsrücklage oder durch den Verzicht auf oderdie Reduzierung von Auszahlungen an den Anleger oderdurch Fremdmittelaufnahme nicht beherrscht werdenkönnen, gerät die Emittentin in eine existenzbedrohendeSituation. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit sind diegesetzlichen Vertreter gemäß § 15a Insolvenzordnungverpflichtet, ohne schuldhaftes Zögern, spätestens aberbinnen drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit,den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrenszu stellen. Liquiditätsrisiken begründen stets dasRisiko eines Totalverlustes des eingesetzten Kapitalseinschließlich Agio für den Anleger.4.4 Anlegergefährdende Risiken4.4.1 HaftungDie Anleger beteiligen sich als Treugeber mittelbar überdie Treuhandkommanditistin an der publity PerformanceFonds Nr. 6 GmbH & Co. KG. Die Haftung eines Kommanditistengegenüber Dritten ist in den §§ 171 ff. HGB13


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG4 Risiken der Beteiligunggeführt wird. Sofern die Immobilie für eine bestimmteMietergruppe konzipiert wurde bzw. nutzbar ist, so spieltauch die wirtschaftliche Entwicklung dieses Mietersegmentsbzw. die allgemeine konjunkturelle Lage eineentscheidende Rolle. Ferner kann sich auch die positiveEntwicklung von Konkurrenzstandorten nachteilig aufdie Werthaltigkeit der jeweiligen Immobilienstandorteder Fondsgesellschaft auswirken. Folgen einer nachteiligenEntwicklung bzw. Beurteilung des Standortesbestehen insbesondere in Einbußen hinsichtlich der Vermietungseinnahmenoder auch in einer Veräußerung derjeweiligen Immobilien zu einem Preis, der unterhalb desErwerbspreises liegt. Dies verschlechtert das Fondsergebnisund führt damit auch zu einer Verringerung derAusschüttung an den einzelnen Anleger.B. Qualität der ImmobilieIm Rahmen der von Immobilien-Sachverständigen vorgenommenenImmobilien Due Diligence wird grundsätzlichdie Beschaffenheit der zu erwerbenden Immobiliengeprüft. Anhand der dort festgestellten Kriterienwird entschieden, ob die Qualität der Immobilie mit derAnlagestrategie und der Anlagepolitik der Fondsgesellschaftübereinstimmt. Im Rahmen der Immobilien DueDiligence bzw. als Folge dessen kann es zu Fehleinschätzungenkommen, sodass die erworbene Immobilie unterUmständen nicht die beim Erwerb angenommene Qualitätaufweist. Das kann unerwartete Instandhaltungskostenbzw. einen erhöhten Reparaturstau zur Folge haben.Im Falle von Sanierungsmaßnahmen an den erworbenenImmobilien sowie beim Erwerb von Neubautenkann es zu Kostenüberschreitungen kommen. Zudemkann nicht ausgeschlossen werden, dass die zuständigenBehörden Auflagen in Bezug auf das jeweilige Anlageobjektstellen oder von der Fondsgesellschaft beantragteGenehmigungen nicht erteilen. Ferner kann es hinsichtlichvon Anlageobjekten die sich in einer Bauphase befindenzu Verzögerungen in der Fertigstellung kommen.Daneben ist nicht auszuschließen, dass etwaige Baumängelunentdeckt bleiben oder Gewährleistungsansprüchenicht im umfassenden Maße geltend gemachtwerden bzw. durchgesetzt werden können. Ferner ist imZusammenhang mit Baumaßnahmen grundsätzlich mitunkalkulierbaren Kostenrisiken sowie Leistungsverzögerungen,ggf. sogar mit der Eröffnung von Insolvenzverfahren,im Hinblick auf die beauftragten Unternehmerzu rechnen.Der Eintritt dieser vorgenannten Umstände sowiedie Behebung dieser nicht einkalkulierten Mängel bzw.die generelle Abweichung in der Qualität der Immobiliekann zu Verzögerungen sowie zu Einschränkungenin der Vermietbarkeit oder der Verwertung der jeweiligenImmobilie führen. Dies schmälert das Fondsvermögenund verringert das Ergebnis der Beteiligung fürden Anleger.C. Reparaturbedarf/Unterhaltung der ImmobilieMöglicherweise fällt der Bedarf einer Immobilie fürInstandhaltung, Instandsetzung bzw. Sanierung („Unterhaltung“)höher aus als von der Fondsgesellschaft prognostiziert,sodass die Kosten der entsprechenden Maßnahmendie kalkulierte Investitionsrücklage bzw. dieentsprechende Liquiditätsreserve übersteigen. Ein erhöhterUnterhaltungsaufwand der Immobilie kann daraufberuhen, dass im Rahmen der Immobilien Due Diligencenicht alle Mängel wiedergegeben wurden, unerwarteteSchäden an der Immobilie aufgetreten sind, seitens derentsprechenden Behörde Auflagen gestellt wurden oderes generell zu einem nicht vorhersehbaren Kostenanstieghinsichtlich der Unterhaltung der Immobilie kam.Eine Erhöhung der Kosten in Bezug auf die Unterhaltungder jeweiligen Immobilie führt zu einer ungeplantenErhöhung der Unkosten für die Fondsgesellschaftund reduziert demnach das Ergebnis für den Anleger.D. VerwertungEs ist geplant, dass die Fondsgesellschaft spätestenszum Ende der Fondslaufzeit sämtliche von ihr erworbenenImmobilien verwertet. Dabei kann nicht ausgeschlossenwerden, dass aufgrund von wirtschaftlichen(konjunkturellen), steuerlichen oder sonstigen Faktorendie gewünschten Verkaufspreise nicht erzielt werdenkönnen oder die erworbenen Immobilien sogar unterdem Anschaffungspreis verkauft werden müssen. Fernerkann es sein, dass Immobilien z. B. aus strategischen oderwirtschaftlichen Gründen nicht zu dem ursprünglichangestrebten Zeitpunkt verwertet werden können undes dadurch zu einer Verwertung zu einem nicht idealenZeitpunkt kommt.Aufgrund von konjunkturellen Schwankungen odereiner Veränderung der branchenspezifischen Gewohnheitenkann es sein, dass auf ein spezielles Mietersegmentkonzipierte Immobilien nicht zu dem gewünschtenZeitpunkt bzw. nicht zu dem angestrebten Verkaufspreisoder gar nicht mehr veräußert werden können.Dies kann zu einer Reduzierung des Ergebnisses fürden Anleger führen.Darüber hinaus ist nicht sichergestellt, dass dieErwerber der Immobilien ihren Zahlungsverpflichtungenfristgerecht nachkommen oder etwaige Gewähr-15


leistungsrechte gegenüber der Fondsgesellschaft geltendgemacht werden. Die vorgenannten Umstände könnenzu einer Verringerung des Verkaufspreises führen bzw.den Verkauf als solchen unmöglich machen. Dies führtzu einer Verringerung der Ausschüttung an den Anleger.E. VermietungEs ist nicht auszuschließen, dass die erworbenen Immobiliennicht den gewünschten Mietertrag erbringen bzw.der Mietertrag sogar ganz ausfällt. Dies kann unteranderem darauf beruhen, dass die jeweiligen Mieterihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht fristgerechtnachkommen, vorzeitig ausscheiden oder es zuungeplanten Leerständen hinsichtlich der Immobilienkommt. Ferner ist nicht auszuschließen, dass die wirtschaftlicheEntwicklung oder der geltende Mietspiegeleine Senkung der Mieten bzw. Zugeständnisse hinsichtlichder Miet-Konditionen bei der Vermietung erfordernwird. Möglicherweise werden im Rahmen der Vermietungbzw. der Neuvermietung bauliche Veränderungenan den Immobilien gefordert, deren Kosten die Fondsgesellschaftzu tragen hat. Darüber hinaus kann nichtausgeschlossen werden, dass die Fondsgesellschaft dieihr zustehenden Rechte aus den jeweiligen Mietverträgennicht durchsetzen kann und es dadurch zu unerwartetenund nicht einkalkulierten Zusatzkosten kommt.Des Weiteren kann es auch zu einer unvorhersehbarenbzw. nicht einkalkulierten Belastung mit Nebenkostenkommen, die nicht an die jeweiligen Mieter durchgereichtwerden können. Hinsichtlich des Ankaufs vonbereits vermieteten Objekten ist nicht auszuschließen,dass es zu einem ungeplanten Mieterwechsel kommt,sich die geplanten Projekte nicht realisieren lassen oderdie kalkulierte Ausschüttung aufgrund diverser Faktorennicht erwirtschaftet werden kann. Weiterhinkönnen auch durch häufige Mieterwechsel, unerwarteteoder erhöhte Makler- sowie Marketingkosten die Einkünfteund damit das Vermögen der Fondsgesellschaftals solches geschmälert werden.Bei einem Auftreten, insbesondere bei einem kumulativenAuftreten, der vorgenannten Risiken kann dieszu erheblichen Verlusten in Bezug auf das Vermögender Fondsgesellschaft führen. Zudem verringert derEintritt solcher Risiken auch das Ergebnis der Beteiligungfür den Anleger.F. Etwaige Belastungen der Immobilie mit AltlastenSofern die Fondsgesellschaft fertiggestellte Immobilienerwirbt, wird es in der Regel nicht möglich sein,etwaige Altlasten oder Grundstücksbelastungen vollumfänglichzu untersuchen bzw. abzuschätzen. Dochauch beim Erwerb von unbebauten Grundstücken kannes zu einer im Vorhinein nicht absehbaren Belastung desGrundstücks mit Altlasten kommen. Ferner ist nichtauszuschließen, dass es im Rahmen der durchgeführtenImmobilien Due Diligence zu einer Fehleinschätzungder jeweiligen Grundstücksbelastung kommt. Zudemist davon auszugehen, dass die Verkäufer der Anlageobjekteihre Haftung diesbezüglich üblicherweise ausschließenwerden.Die für die weitere Nutzung des Grundstücks erforderlicheMängelbehebung oder aber eine behördlicheAnordnung zur Sanierung des Grundstücks werden dasVermögen der Fondsgesellschaft zusätzlich belasten unddie Ausschüttung an den Anleger mindern.G. Untergang der Immobilie – VersicherungenSelbst im Rahmen von Investitionen in Immobilien istnicht auszuschließen, dass Immobilien untergehen bzw.es zu starken Beschädigungen kommt, die einem Untergangder Immobilie gleichkommen. In diesem Zusammenhangist nicht sichergestellt, dass etwaig bestehendeVersicherungen den entstandenen Schaden ganz oderteilweise erstatten.Daneben kann es aufgrund äußerer bzw. nicht absehbarerFaktoren zu einer wirtschaftlichen Wertlosigkeitder erworbenen Immobilien kommen.Die Realisierung nur eines der vorgenannten Risikenwürden sich gravierend auf das Vermögen der Fondsgesellschaftauswirken und das prognostizierte Ergebniszu großen Teilen verringern. Dies führt zudem zueiner Verringerung der Ausschüttung an den Anleger.Kalkulierter PlatzierungszeitpunktIn den Prognoserechnungen wurde unterstellt, dass dasGesellschaftskapital bis zum 31.12.2013 in Höhe von40.000.000 Euro eingeworben und vollständig eingezahltist. Sollte eine Einwerbung in der vorgesehenen Höhenicht gelingen, verändert sich die Wirtschaftlichkeit derFondsgesellschaft. Es können dann nur in geringeremUmfang Anlageobjekte erworben werden, was zu nachteiligenKonsequenzen für die geplante Gesamtwerthaltigkeitder Fondsgesellschaft führen kann. Insgesamtkönnen sich dadurch die Auszahlungen an die Anlegerverringern und zeitlich verschieben.RückabwicklungsrisikoSollte weder ausreichend Beteiligungskapital eingeworbenwerden und auch zusätzliches Fremdkapital nicht16


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG4 Risiken der Beteiligungaufgenommen werden können, ist eine Rückabwicklungder Fondsgesellschaft nicht auszuschließen. Die Entscheidungüber die Rückabwicklung trifft die Fondsverwaltung.Für den Fall, dass es der Emittentin innerhalbder Zeichnungsphase nicht gelingt, mindestens eineZeichnungssumme in Höhe von insgesamt 2.000.000Euro einzuwerben, hat die publity Emissionshaus GmbHgegenüber der dann rückabzuwickelnden Fondsgesellschaftdie Garantie übernommen, die Fondsgesellschaftfinanziell insoweit mit Kapital auszustatten, dass dierückabzuwickelnde Fondsgesellschaft grundsätzlich inder Lage wäre, den bereits beigetretenen Anlegern ihreEinlage zum Nominalbetrag der Einlage (inklusive Agio)zurückzuzahlen. Die von der publity EmissionshausGmbH gegenüber der Fondsgesellschaft übernommeneGarantie ist auf einen Maximalbetrag in Höhe von insgesamt2.000.000 Euro beschränkt. Abgesehen davonsteht dem Anleger im Falle einer Rückabwicklung derFondsgesellschaft kein Anspruch auf vollständige Rückzahlungseines eingezahlten Beteiligungskapitals zu.Es besteht das Risiko, dass die geleisteten Einlagen nurteilweise oder gar nicht zurückgezahlt werden können,da bereits Kosten in der Fondsgesellschaft angefallensind und ggf. Schadensersatzzahlungen an Vertragspartneroder Dritte zum Zeitpunkt der Rückabwicklungfällig werden.4.5.2 BetriebsphaseErlöse aus der Verwertung von AnlageobjektenKauft die Fondsgesellschaft Anlageobjekte an und könnendie erwarteten Erlöse bei der Veräußerung nicht realisiertwerden, führt dies zu geringeren Einnahmen derFondsgesellschaft und damit zu verringerten Auszahlungenan die Anleger. Dadurch kann es zum gänzlichenWegfall der Auszahlungen an die Anleger kommen. EineHaftung der Fondsgesellschaft gegenüber den Anlegernfür die Werthaltigkeit der angekauften Immobilien bestehtnicht. Können einzelne Anlageobjekte nicht oder nichtvollständig verwertet werden, ist die Rückzahlung derZeichnungssummen an die Anleger gefährdet. Darüberhinaus besteht die Möglichkeit, dass bei Beendigung derFondsgesellschaft der Restbestand an Anlageobjektennicht bzw. nicht zu dem prognostizierten Wert (Kaufpreis)veräußert werden kann. Dies würde ebenfalls eineVerringerung der Auszahlungen an die Anleger nach sichziehen, wenn diese nicht durch eine Verlängerung derLaufzeit teilweise kompensiert werden können.BetriebsausgabenDie Prognose der Betriebsausgaben, insbesondere derKosten der Bewirtschaftung der Anlageobjekte fußt aufabgeschlossenen bzw. abzuschließenden Verträgen derpublity Performance GmbH (z. B. Management-Fees,Vergütung der Treuhandkommanditistin, Vergütungder Verwahrstelle, Kosten für sonstige Beratung etc.)sowie kalkulierten Kostenpositionen (z. B. Instandhaltungsmaßnahmen,Leerstandskosten, Zinsen desFremdkapitals etc.). Es können Überschreitungen einzelnerPositionen oder mehrerer Positionen eintreten.Eine Überschreitung dieser Positionen führt zu einemschlechteren wirtschaftlichen Ergebnis der Fondsgesellschaftund damit zu verringerten Auszahlungen andie Anleger.Sonstige VertragspartnerAlle Vertragspartner der Fondsgesellschaft müssen ihreVerträge ordnungsgemäß erfüllen. Es besteht das Risiko,dass ein oder mehrere Vertragspartner ihre Verpflichtungenaus geschlossenen Verträgen nicht oder nichtvollständig erfüllen. Bei einem Ausfall von Vertragspartnernoder bei Vertragsablauf müssen neue Vertragspartnergebunden werden. Hieraus können höhere Aufwendungenentstehen. Es kann auch zum Ertragsausfallkommen, was die Auszahlungen an die Anleger negativbeeinflussen kann.FremdfinanzierungsrisikoDie Prognoserechnung sieht eine Fremdkapitalaufnahmein Höhe von bis zu 50 % des Wertes der investierten Vermögensgegenständevor. Es besteht daher das Risiko,dass von der Fondsgesellschaft für die Finanzierungeiner Immobilie oder zur Überbrückung kurzfristigerLiquiditätsengpässe dringend benötigte Kontokorrentmittelvon den Kreditinstituten nicht bewilligt werden,was zur Verringerung bis zum gänzlichen Wegfall derAuszahlungen an die Anleger führen kann.Aufgrund einer nicht ausreichenden Bewilligung vonKreditmitteln sowie einer nicht vorhersehbaren konjunkturellenEntwicklung ist nicht auszuschließen, dass dieangestrebten Hebeleffekte seitens der Fondsgesellschaftnicht realisiert werden können.Dies kann zu erheblichen Einbußen hinsichtlich derprognostizierten Ergebnisse der Fondsgesellschaft führenund damit zu einem Teil- oder Totalverlust der Einlagesowie des Agios beim Anleger führen.17


InsolvenzrisikoEs ist nicht auszuschließen, dass Umstände (z. B. Umsatzausfälle)eintreten, die die Finanz-, Vermögens- undErtragslage der Fondsgesellschaft in einer Weise beeinträchtigen,dass es zur zwangsweisen Liquidation derFondsgesellschaft, zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrensüber ihr Vermögen oder zu anderen insolvenzrechtlichenMaßnahmen bzw. Gläubigermaßnahmen kommt,was zur Verringerung bis zum gänzlichen Wegfall derAuszahlungen an die Anleger führen kann.InteressenkonfliktrisikoDie publity AG ist 100 %-ige Gesellschafterin der publityEmissionshaus GmbH, der publity Performance GmbH,der publity Immobilien GmbH sowie der publity VertriebsGmbH. Das Interessenkonfliktrisiko ist dadurchgegeben, dass der Vorstand der publity AG über diegesellschaftsrechtliche Stellung Einfluss auf diese Gesellschaftenausüben kann. Diese Gefahr besteht gegenüberder publity Emissionshaus GmbH, der geschäftsführendenGesellschafterin der Fondsgesellschaft, derpublity Performance GmbH, die für die Fondsverwaltungverantwortlich ist, und der publity ImmobilienGmbH, die als Dienstleister für die publity PerformanceGmbH fungiert. Der Vorstandsvorsitzende der publityAG hat zudem die Geschäftsführung der publity VertriebsGmbH übernommen, die für die Einwerbungdes Emissionskapitals verantwortlich ist. Zudem istnicht auszuschließen, dass beauftragte Partner in ähnlicheInvestmentprogramme in diesem Marktsegmentinvolviert sind. Interessenkollisionen insbesondere imZusammenhang mit dem Erwerb von bzw. dem Handelmit den Anlageobjekten können nicht ausgeschlossenwerden. In solchen Fällen besteht das Risiko, dass sichdie getroffenen Entscheidungen negativ auf die Fondsgesellschaftauswirken, und dementsprechend die Auszahlungenan die Anleger negativ beeinflusst werden.4.5.3 Steuerliche RisikenSteuerlicher VorbehaltBei der steuerlichen Konzeption der Vermögensanlagewurden die aktuelle Rechtsprechung der Finanzgerichtezum Zeitpunkt der Prospektaufstellung, die veröffentlichteAuffassung der Finanzverwaltung sowie die zumZeitpunkt der Prospektaufstellung geltenden Steuergesetzeberücksichtigt. Die endgültige Anerkennung der steuerlichenErgebnisse ist jedoch dem rechtskräftig abgeschlossenenSteuerveranlagungsverfahren vorbehalten. Auchkönnen sich die Steuergesetzte (ggf. auch rückwirkend)ändern oder sich Auffassungen in der Rechtsprechungund/oder der Finanzverwaltung ändern. So kann es zuVeränderungen der prognostizierten steuerlichen Ergebnisseund der Auszahlungen an die Anleger kommen.Die Anbieterin weist darauf hin, dass sich die Darstellungder steuerlichen Risiken lediglich auf natürliche Personenals Anleger konzentriert. Bei der Beteiligung durchbeschränkt Steuerpflichtige, juristische Personen oder fürAnleger, die ihre Beteiligung im steuerlichen Betriebsvermögenoder über eine Kapitalgesellschaft halten, kommenweitere Risiken in Betracht. Zu einer ausführlichen Aufklärungüber diese Risiken wird eine individuelle steuerlicheBeratung durch einen versierten Experten empfohlen.Steuerliche ErgebnisverteilungNach dem Gesellschaftsvertrag der publity PerformanceFonds Nr. 6 GmbH & Co. KG wird das Ergebnis unabhängigvom Beitrittszeitpunkt gleichmäßig auf alle biszum Jahresende beigetretenen Anleger verteilt. Dies kannunter dem Gesichtspunkt der Kapitalbindung anfänglichzu einer faktischen Ungleichbehandlung im Verhältnis derAnleger untereinander führen. Dieser vertraglich geregelteVerteilungsmaßstab wird grundsätzlich auch für dieZuweisung des steuerlichen Ergebnisses zugrunde gelegt.Sollte diese Ergebniszuweisung vonseiten der Finanzverwaltungnicht anerkannt werden, könnte dies bei einzelnenAnlegern zu steuerlichen Mehrbelastungen führen.UmsatzsteuerSoweit der Unternehmensgegenstand der Fondsgesellschaftim Erwerb bzw. der Bewirtschaftung von Immobilienbesteht, ist zu berücksichtigen, dass gemäß § 4 Nr. 9 bzw.Nr. 12 Umsatzsteuergesetz („UStG“) Umsätze im Zusammenhangmit der Veräußerung bzw. der Bewirtschaftungvon Immobilien grundsätzlich umsatzsteuerfrei sind.Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Fondsgesellschaftin Bezug auf eine Grundstückslieferungbzw. eine Grundstücksvermietung oder -verpachtungzur Umsatzsteuer gem. § 9 UStG optieren, um eineAbzugsberechtigung hinsichtlich damit zusammenhängenderVorsteuern zu erlangen. Bei Veräußerung einesGrundstücks kann im Einzelfall unter bestimmten Voraussetzungenauch eine bereits nicht umsatzsteuerbareGeschäftsveräußerung im Ganzen vorliegen, welche zurumsatzsteuerlichen Sonderrechtsnachfolge des Erwerbersführen kann (§1 Abs. 1a, § 15a Abs. 10 UStG).Da die umsatzsteuerliche Behandlung einer Grundstückslieferungbzw. Grundstücksvermietung oder -verpachtungvom jeweiligen Einzelfall abhängt und bei derumsatzsteuerlichen Behandlung Unsicherheiten verbleibenkönnen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es18


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG4 Risiken der Beteiligunginsoweit – insbesondere auch infolge von Betriebsprüfungen– zu nachteiligen umsatzsteuerlichen Folgen fürdie Fondsgesellschaft, etwa in Form nicht abziehbarerVorsteuern, kommen kann. Insoweit ist nicht gänzlichauszuschließen, dass derartige nachteilige umsatzsteuerlicheFolgen beim Anleger auch zum Totalverlust derEinlage sowie des Agios führen könnten.GrunderwerbsteuerDas Grunderwerbsteuergesetz („GrEStG“) sieht vor,dass eine Grunderwerbsteuerpflicht nicht nur mit derÜbertragung von Grundstücken („Asset Deal“), sonderninsbesondere auch bei der Übertragung von Anteilenan grundbesitzenden Gesellschaften („Share Deal“)und infolge von Umwandlungsvorgängen ausgelöstwerden kann. Ein grunderwerbsteuerbarer Vorgangkann insbesondere auch dann vorliegen, wenn sich beieiner grundbesitzenden Personengesellschaft innerhalbvon fünf Jahren der Gesellschafterbestand unmittelbaroder mittelbar dergestalt ändert, dass mindestens95 % der Anteile am Gesellschaftsvermögen auf neueGesellschafter übergehen (§ 1 Abs. 2a GrEStG). Auchein Rechtsgeschäft, das den Anspruch auf Übertragungeines oder mehrerer Anteile der Gesellschaft begründet,wenn durch die Übertragung unmittelbar oder mittelbarmindestens 95 % der Anteile der Gesellschaft in derHand des Erwerbers oder in der Hand von herrschendenund abhängigen Unternehmen oder abhängigen Personenallein vereinigt werden würden, oder auch die Vereinigungunmittelbar oder mittelbar von mindestens 95 %der Anteile der Gesellschaft, kann einen grunderwerbsteuerbarenVorgang begründen (§ 1 Abs. 3 GrEStG).Insbesondere sofern es während der Dauer der Fondsgesellschaftzu einem Gesellschafterwechsel entsprechendden vorstehenden Ausführungen kommt, kann daher –unabhängig einer etwaigen Übereignung von Grundstücken– eine Grunderwerbssteuerpflicht der Fondsgesellschafteintreten (§ 1 Abs. 2aGrEStG). Diese möglichezusätzliche steuerliche Belastung wurde im Rahmen derPrognoserechnungen nicht berücksichtigt. Daher kanndies das Gesamtergebnis der Fondsgesellschaft zusätzlichbelasten und zu einer weiteren Verschlechterung derprognostizierten Ausschüttung für den Anleger führen.AIFM-SteueranpassungsgesetzFerner ist nicht auszuschließen, dass es aufgrund dervoraussichtlichen Einführung des AIFM-Steueranpassungsgesetzes(AIFM-StAnpG) zu Änderungen desanwendbaren Besteuerungsregimes in Bezug auf dieFondsgesellschaft bzw. hinsichtlich der Anleger kommenkann (s. a. Abschnitt „Risiken aus der geplanten Regulierungdes Kapitalmarkts“ auf Seite 21 und Abschnitt5.1 „Informationen über die beabsichtigte Implementierungder regulatorischen Rahmenbedingungen durchdas KAGB-E“ auf Seite 23).Aufgrund der Durchführung eines Veranlagungsverfahrensbzw. einer steuerlichen Außenprüfung oder einessteuerrechtlich relevanten Gerichtsverfahrens kann es zueiner Abweichung hinsichtlich der in diesem Prospektdargestellten steuerrechtlichen Einschätzung kommen.Dies kann in Bezug auf die Vermögensanlage zu einerVerschlechterung der steuerlichen Beurteilung führenund damit einen Teilverlust oder je nach Intensität derzusätzlichen steuerlichen Belastung sogar einen Totalverlustder Einlage samt Agio auslösen.4.5.4 Weitere RisikenAusschluss aus der FondsgesellschaftEin Anleger kann bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungengemäß z. B. § 15 Ziffer 1b), 1c), 2 und 3 desGesellschaftsvertrages aus der Fondsgesellschaft ausscheidenbzw. ausgeschlossen werden. Dies ist z. B. derFall, wenn in die Kommandit- bzw. Treuhandbeteiligungoder in einzelne Ansprüche aus dem Gesellschaftsverhältnisaufgrund eines nicht nur vorläufig vollstreckbarenTitels die Zwangsvollstreckung betrieben wirdund die Zwangsvollstreckungsmaßnahme nicht innerhalbvon drei Monaten aufgehoben wird, über sein Vermögendas Insolvenz- oder das gerichtliche Vergleichsverfahreneröffnet oder die Eröffnung mangels Masseabgelehnt wurde. Ein Ausschluss droht ferner, wenn erseine Kommanditeinlage bzw. Treuhandbeteiligung trotzMahnung unter Setzung einer Nachfrist mit Ausschließungsandrohungnicht oder nicht rechtzeitig leistet oderbei grober Verletzung der sonstigen Verpflichtungen ausdem Gesellschaftsverhältnis. Scheidet ein Kommanditist/Treugeber aus der Fondsgesellschaft aus, so erhält er eineAbfindung, die sich nach den Salden seiner Gesellschafterkontenrichtet. Für den Fall, dass die Anlageobjektenicht mehr werthaltig sind, erhält er ein geringes odergar kein Abfindungsguthaben.FungibilitätEs besteht für Anteile an geschlossenen Fonds kein mitfrei handelbaren Wertpapieren vergleichbarer Markt.Die Fungibilität von Fondsanteilen hängt von der Entwicklungder Beteiligung und einer entsprechendenNachfrage ab. Anleger sollten berücksichtigen, dassein vorzeitiger Verkauf einer Beteiligung wahrscheinlichmit Preisabschlägen auf den Wert der Beteiligung19


oder unter Umständen überhaupt nicht zu realisierenist. Die Höhe der erzielbaren Veräußerungserlöse hängtvor allem von der zukünftigen Marktsituation, insbesonderevon der Werthaltigkeit der Anlageobjekte ab.Dies kann zur Verringerung bis zum gänzlichen Wegfallder Auszahlungen an die Anleger führen.Gesellschafterversammlung/StimmrechtJedem Kommanditisten steht das Recht zu, sich an derBeschlussfassung im Rahmen der Gesellschafterversammlungoder am schriftlichen Abstimmungsverfahren zubeteiligen. Die Treugeber sind von der Treuhandkommanditistinbevollmächtigt, Stimmrechte sowie sonstigeMitgliedschaftsrechte bei der Gesellschaft entsprechendihren treuhänderisch gehaltenen Beteiligungen insoweitselbst auszuüben, wie ihre treuhänderisch gehaltenenBeteiligungen berührt sind. Soweit Treugeber ihrediesbezüglichen Rechte nicht selbst, sondern durch dieTreuhandkommanditistin oder durch Dritte ausüben,nimmt die Treuhandkommanditistin diese gemäß denihr erteilten Weisungen, ansonsten entsprechend denVorgaben des Gesellschafts-/Treuhandverwaltungsvertragesnach bestem Wissen und Gewissen im Interessealler Anleger wahr. Es kann zu Beschlüssen kommen,die von allen Anlegern mitgetragen werden müssen, wasdie Interessen einzelner Anleger einschränken kann.Darüber hinaus besteht das Risiko, dass sich die Willensbildungim Rahmen der Beschlussfassung der Fondsgesellschaftnicht mit den Interessen einzelner Anlegerdeckt. Weiterhin ist die Möglichkeit gegeben, dass dieFondsgesellschaft durch einen oder wenige Anleger, diedie Mehrzahl der Anteile erwerben, beherrscht wird(Majorisierung).ManagementrisikenIm Rahmen der Geschäftsführung der Fondsgesellschaftbestehen nicht auszuschließende Risiken in Bezug aufunternehmerische Falsch- oder Fehlentscheidungen vordem Hintergrund von Interessenkollisionen, In-sich-Geschäften,dem Missbrauch der Vertretungsmacht etc.Dies kann dazu führen, dass die Fondsgesellschaft inAnlageobjekte investiert, die faktisch nicht der Anlagestrategieentsprechen oder generell Entscheidungenzulasten der Anleger getroffen werden. Ferner ist nichtauszuschließen, dass bei einem Ausscheiden/Wechselvon Führungspersonen oder wichtiger Vertragspartnerder Fondsgesellschaft ein Wissensverlust entsteht bzw.keine geeigneten Nachfolger gefunden werden könnenoder diese nur für eine erhöhte Vergütung tätig werden.Darüber hinaus besteht das Risiko, dass die dargestelltenVerflechtungen hinsichtlich der Führungspersonenzu einem Missmanagement der Fondsgesellschaftführen. Eine Realisation der genannten Risiken kanndas Gesamtergebnis der Fondsgesellschaft verringernund für den Anleger kann dies den teilweisen oder vollständigenVerlust seiner Einlage samt Agio bedeuten.SchlüsselpersonenrisikoDie Fondsgesellschaft unterliegt nicht nur generell denmit unternehmerischen Entscheidungen verbundenenRisiken, sondern ist auch maßgeblich vom Fachwissenseines Managements/seiner Geschäftsführung und derVertragspartner abhängig. Der Ausfall einer Schlüsselpersonkann dazu führen, dass den Verpflichtungen nichtmehr mit der erforderlichen Sachkunde nachgekommenwerden kann. Der Umfang der tatsächlich erzielbarenErlöse hängt wesentlich vom Ergebnis der von der publityPerformance GmbH im Namen und auf Rechnung derFondsgesellschaft beauftragten Immobilien-Sachverständigenund unabhängigen Rechtsanwälten durchgeführtenDue Diligence Prüfungen ab.Beim unmittelbaren oder mittelbaren Ankauf vonImmobilien erfolgt eine „Immobilien Due Diligence“,im Rahmen derer auf Grundlage von ggf. vorliegendenVerkehrswertgutachten, sonstigen Bewertungen undVorortbesichtigungen eine individuelle Prüfung undBewertung der Anlageobjekte vorgenommen wird.Durch diese wird der zu erwartende Verwertungserlösermittelt bzw. prognostiziert.Zudem wird eine „Legal Due Diligence“ durch unabhängigeRechtsanwälte vorgenommen.Des Weiteren kann durch die publity PerformanceGmbH bzw., soweit gesetzlich zulässig, ebenso durchDritte eine „Due Diligence im Rahmen der rechtlichenoder steuerlichen Transaktion“ durchgeführtwerden. Im Rahmen dessen werden insbesondere dieKaufverträge über die zu erwerbenden Anlageobjekteerstellt bzw. geprüft. Auch insofern besteht einSchlüsselpersonenrisiko.Eine Fehlbewertung des Werts bzw. der Verwertbarkeitder Anlageobjekte kann die wirtschaftlichen Ergebnisseder Fondsgesellschaft negativ beeinflussen undzu verringerten Auszahlungen an die Anleger führen.Die publity Performance GmbH ist nicht nur Anbieterinund Prospektverantwortliche der Vermögensanlage,sondern auch mit der externen Fondsverwaltung derFondsgesellschaft beauftragt. Aufgrund ihrer Positionund der Wahrnehmung der damit verbundenen Aufgaben,insbesondere der Fondsverwaltung, ist die publityPerformance GmbH für alle maßgeblichen Entscheidungender Fondsgesellschaft verantwortlich. Aus diesemGrund können sich Falsch- bzw. Fehlentscheidungen der20


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG4 Risiken der Beteiligungpublity Performance GmbH in gravierendem Maße aufdie wirtschaftlichen Ergebnisse der Fondsgesellschaftnegativ auswirken und zu einer Verschlechterung derprognostizierten Ausschüttungen an die Anleger führen.Zukunftsgerichtete AussagenDieser Prospekt enthält zukunftsgerichtete Aussagen,insbesondere subjektive Zielvorstellungen/Prognosen zurkünftigen Entwicklung der publity Performance FondsNr. 6 GmbH & Co. KG, die naturgemäß mit Unsicherheitenverbunden sind. Diese subjektiven Zielvorstellungen/Prognosen geben die Einschätzungen und Erwartungender publity Performance GmbH wieder. Es handelt sichbei diesen subjektiven Einschätzungen/Prognosen nichtum wissenschaftlich gesicherte Annahmen und Vorhersagenoder feststehende Tatsachen.Es wird darauf hingewiesen, dass eine Vielzahl vonFaktoren dazu führen kann, dass die tatsächliche Entwicklungder Vermögens-, Finanz- und Ertragslage derFondsgesellschaft erheblich von den in diesem Prospektdargestellten Zielvorstellungen/Prognosen abweicht.Dies könnte für den Anleger zu geringeren Auszahlungenbis zum Totalverlust seiner Einlage samt Agio führen.RechtsänderungsrisikoÄnderungen (auch rückwirkend) von Rechtsvorschriften,der Rechtsprechung und/oder der Verwaltungspraxis, insbesondereder für den Vertrieb und (zukünftig) die Beaufsichtigungder Verwalter alternativer Investmentfonds zuständigenAufsichtsbehörde, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht(BaFin), können sich zum Nachteil der Fondsgesellschaftauswirken und die Erträge aus der Vermögensanlageoder ihre Werthaltigkeit vermindern.Risiken aus der geplantenRegulierung des KapitalmarktsAufgrund der notwendigen Umsetzung der AIFM-Richtlinie(Richtlinie 2011/61/EU des Europäischen Parlamentsund des Rates vom 8. Juni 2011 über die Verwalter alternativerInvestmentfonds) in das nationale Recht bis zum22. Juli 2013 bedarf die Verwaltung und der Vertrieb vonFondsgesellschaften wie der publity Performance FondsNr. 6 GmbH & Co. KG zukünftig einer Erlaubnis nachdem Kapitalanlagegesetzbuch. Dieses wurde am 16./17.Mai 2013 vom Bundestag verabschiedet und am 7. Juni2013 ohne Änderungen vom Bundesrat beschlossen. Soferndie publity Performance GmbH, die zur umfassenden,externen Verwaltung der Fondsgesellschaft bestellt ist,keine Lizenz als Kapitalverwaltungsgesellschaft erhält,besteht das Risiko der Rückabwicklung der Fondsgesellschaft.In diesem Fall hat die Abwicklung innerhalbvon drei Monaten nach Ablauf der Erlaubnisantragsfristam 21. Juli 2014 bzw. nach Versagung der Erlaubnis zuerfolgen. Eine Abwicklung der Fondsgesellschaft kann indiesem Fall nur abgewendet werden, wenn die Anleger imRahmen einer Gesellschafterversammlung mit mehrheitlicherZustimmung entsprechend ihrer Kapitalbeteiligungbeschließen, dass die Fondsverwaltung auf eine gem. den§§ 20, 22 KAGB-E lizenzierte Kapitalverwaltungsgesellschaftübertragen wird und sich diese zur Übernahme derVerwaltung bereit erklärt.Mit Anwendbarkeit des KAGB-E sind die Fondsgesellschaftsowie deren Verwaltung an die jeweiligen Vorgabendes Aufsichtsrechts anzupassen, es sei denn, die Fondsgesellschaftkann eine der Ausnahme- bzw. Übergangsbestimmungendes KAGB-E in Anspruch nehmen. Es istnicht auszuschließen, dass die Bestimmungen des Gesellschaftsvertragesder Fondsgesellschaft nicht die Implementierungaller nach dem KAGB-E notwendigen Maßnahmenabdecken und die erforderlichen Gesellschafterbeschlüsseentweder gar nicht oder nicht rechtzeitig eingeholt werdenkönnen. Dies kann gegen die Fondsgesellschaft gerichteteaufsichtsrechtliche Maßnahmen zur Folge haben. Die durchdie Einführung des KAGB-E notwendigen Umstellungsmaßnahmenkönnen zu einer zusätzlichen, bei Prospektaufstellungteilweise noch nicht kalkulierbaren Kostenbelastungder Fondsgesellschaft führen. Diese erweiterteKostenbelastung kann die prognostizierten Ergebnisse fürdie Anleger verschlechtern, was zu einem Teil- oder je nachIntensität der Kostenbelastung sogar zu einem Totalverlustder Einlage sowie des Agios führen kann. Auf die Fondsgesellschaftsind die jeweils einschlägigen Bestimmungendes KAGB-E mit Inkrafttreten der nach dem KAGB-Eerforderlichen Anlagebedingungen bzw. spätestens mitdem 22. Juli 2014 anwendbar. Es besteht grundsätzlichdie Gefahr, dass für die Fondsgesellschaft u. a. ein zusätzlicherVerkaufsprospekt nach den Vorschriften des KAGB-Eerstellt werden muss. Sofern die regulierungsrechtlichenAnforderungen im Rahmen der Umsetzung der AIFM-Richtlinie sowie im Zusammenhang mit der Einführungdes Kapitalanlagegesetzbuchs nicht fristgerecht umgesetztwerden, besteht das Risiko, dass die Fondsgesellschaft rückabgewickeltwerden muss. Dies kann für den Anleger zumTotalverlust seiner Einlage samt Agio führen.Gelingt es der publity Performance GmbH nicht,innerhalb der genannten Frist einen geeigneten Erlaubnisantragzu stellen oder wird ein entsprechender Antragabgelehnt, besteht das oben erwähnte Abwicklungsrisiko.Nach Kenntnis der publity Performance GmbHbestehen zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung keineweiteren rechtlichen und tatsächlichen Risiken im Zusammenhangmit der angebotenen Vermögensanlage.21


5.1.3 Liquiditätsmanagementder FondsgesellschaftDie publity Performance GmbH wird als zukünftigeKapitalverwaltungsgesellschaft ferner dafür Sorge tragen,dass die Fondsgesellschaft im Wege der Umsetzung derVorgaben aus dem KAGB-E über ein angemessenes Liquiditätsmanagementverfügt. Dieses Liquiditätsmanagementsieht unter anderem Verfahren zur Überwachungvon Liquiditätsrisiken sowie die Durchführung vonregelmäßigen (mindestens jährlichen) Stresstests unterZugrundelegung von normalen und außergewöhnlichenBedingungen vor. Die Überwachung von Liquiditätsrisikenumfasst die Überwachung der Liquiditätsrisikenauf der Ebene der Fondsgesellschaft, der Anlageobjektesowie auf der Ebene der Gesellschafter bzw. Anleger. ImRahmen der Liquiditätsrisikoüberwachung und -steuerungwird eine angemessene Liquiditätshöhe sichergestellt.Daneben wird die publity Performance GmbHdas Liquiditätsprofil der Fondsgesellschaft überwachen.Hierzu werden bestimmte Liquiditätsmessvorkehrungenund -verfahren festgesetzt sowie Instrumente/Verfahrenzur Liquiditätssteuerung bestimmt. Dazu gehörtauch die Einrichtung eines Limitsystems. Das implementierteLiquiditätsmanagement wird im Einklang mit derAnlagestrategie und dem Liquiditätsprofil sowie deraufgezeigten Grundsätze im Falle von vorzeitigen Auseinandersetzungenstehen. Im Falle seines vorzeitigenAusscheidens erhält der betroffene Anleger ein nach Buchwertenbestimmtes Auseinandersetzungsguthaben, dasgeringer sein kann, als die von ihm geleistete Einlage/Einzahlung. Die Härtefallregelung ist auf maximal 1 %des Kommanditkapitals beschränkt. Eine Rücknahmeoder der Umtausch von Anteilen ist nicht vorgesehen.Andere Rückgaberechte sind unter normalen oder außergewöhnlichenBedingungen nicht vorgesehen.5.1.4 VerwahrstelleDer Anbieter beabsichtigt, die CACEIS Bank DeutschlandGmbH (Geschäftsanschrift: Lilienthalallee 34–36,80939 München) („CACEIS“) mit der Funktion der Verwahrstellefür die Fondsgesellschaft entsprechend §§ 80ff. KAGB-E zu beauftragen. Die Implementierung einerVerwahrstelle ist im Rahmen der AIFM-Umsetzungund der damit verbundenen Einführung des Kapitalanlagegesetzbuchsgesetzlich vorgeschrieben. In diesemZusammenhang wird CACEIS auf Grundlage eines nochabzuschließenden Verwahrstellenvertrages tätig werden.In dieser Funktion wird CACEIS u. a. prüfen, obdie Fondsgesellschaft Eigentum an den erworbenenAnlageobjekten erlangt hat. Die Beurteilung für denEigentumserwerb soll auf Informationen und Unterlagenberuhen, die CACEIS von der publity PerformanceGmbH zur Verfügung gestellt werden. Darunter falleninsbesondere die im Rahmen der durchgeführten Immobilienund Legal Due Diligence erstellten Dokumentesowie die Kaufverträge über die jeweiligen Anlageobjekte.Bei der Prüfung der Vermögensaufstellung ist zuberücksichtigen, dass CACEIS die Vermögensaufstellungjeweils zum Bewertungszeitpunkt überprüfen soll.Ferner ist geplant, dass CACEIS Aufzeichnungenführen wird, die darlegen hinsichtlich welcher Anlageobjektesie den Eigentumserwerb durch die Fondsgesellschaftgeprüft hat. Im Rahmen dieser Aufzeichnungensoll CACEIS Anlageobjekte, bei denen sie dieEigentümerstellung der Fondsgesellschaft geprüft hat,mit Angabe des jeweiligen Nominalwertes verbuchen.Zudem soll CACEIS in diesem Zusammenhang jederzeitein umfassendes und aktuelles Verzeichnis der Vermögenswerteder Gesellschaft mit Angabe des jeweiligenNominalwerts vorlegen können. Daneben ist vorgesehen,dass CACEIS Verfahren implementiert, die sicherstellen,dass verbuchte Vermögensgegenstände nicht zugewiesen,übertragen, ausgetauscht oder übergeben werdenkönnen, ohne dass CACEIS über eine solche Transaktionvorab informiert wird.Insbesondere soll CACEIS für die Überwachung bzw.Überprüfung der Eigentumsverhältnisse und der damitverbundenen Aufzeichnungspflicht verantwortlich sein.In diesem Zusammenhang ist geplant, dass CACEISsicherstellt, dass die publity Performance GmbH übergeeignete Verfahren verfügt, um überprüfen zu können,ob Verfügungen über die Vermögensgegenstände derFondsgesellschaft verbucht wurden und dies seitensCACEIS auf Richtigkeit überprüft werden kann.Im Rahmen ihrer Überwachungsfunktion soll CACEISentsprechend den jeweiligen Risiken im Zusammenhangmit Art, Umfang und Komplexität der Strategieder Fondsgesellschaft und der Organisation der publityPerformance GmbH angemessene Aufsichts- sowie entsprechendeEskalationsverfahren entwickeln.Ferner soll CACEIS sicherstellen, dass die Ausgabevon Anteilen an der Fondsgesellschaft sowie die Ermittlungdes Wertes von Anteilen an der Fondsgesellschaftden Vorschriften des zukünftigen Kapitalanlagegesetzbuchessowie dem Gesellschaftsvertrag und den etwaigenAnlagebedingungen der Fondsgesellschaft entspricht.Daneben ist beabsichtigt, dass CACEIS für die Überwachungder Zahlungsflüsse der Gesellschaft zuständigist. In diesem Zusammenhang soll CACEIS Zugang zuallen Informationen hinsichtlich der Geldkonten der24


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG5 Implementierung der regulatorischen Rahmenbedingungen durch das KAGB-EFondsgesellschaft gewährt werden. Des Weiteren sollCACEIS die Verantwortung für die Überwachung desgesamten Cashflows der Fondsgesellschaft tragen. Diesumfasst zum Beispiel die Sicherstellung der korrektenVerbuchung der Geldmittel der Fondsgesellschaft, dieImplementierung angemessener Abgleichverfahren allerCashflows sowie die regelmäßige Überprüfung solcherAbgleichverfahren.Zudem ist geplant, dass CACEIS durch geeigneteMaßnahmen gewährleistet, dass die erwirtschaftetenErträge der Fondsgesellschaft entsprechend den Vorschriftendes zukünftigen Kapitalanlagegesetzbuchessowie dem Gesellschaftsvertrag und den etwaigen Anlagebedingungender Fondsgesellschaft verwendet werden.Nach Erklärung der publity Performance GmbH sollCACEIS zudem die Vollständigkeit und Korrektheitvon Ausschüttungen bzw. sonstigen Auszahlungen andie Anleger überprüfen. Falls der Rechnungsprüfer derFondsgesellschaft Vorbehalte hinsichtlich des Jahresabschlussesäußert, soll CACEIS ebenso geeignete Maßnahmentreffen. Ferner soll CACEIS sicherstellen, dassbei Erwerbs- bzw. Veräußerungsvorgängen der Gegenwertder für die Fondsgesellschaft getätigten Geschäftean die Fondsgesellschaft bzw. von der Fondsgesellschaftinnerhalb der üblichen Fristen überwiesen wird.Darüber hinaus wird die Zeichnungssumme sowiedas Agio in Höhe von 5 % der Zeichnungssumme auf dasfür die Fondsgesellschaft geführte Konto der publity PerformanceGmbH bei der CACEIS eingezahlt. In diesemZusammenhang soll CACEIS sicherstellen und regelmäßigüberprüfen, dass die Fondsverwaltung geeigneteVerfahren implementiert und anwendet,• die die Zeichnungsanträge mit den Zeichnungserlösen(geleistete Einlagen) und die Höhe der von derTreuhandkommanditistin jeweils übernommenenAnteile mit den von der Fondsgesellschaft erhaltenenZeichnungserlösen abgleicht; sowie• die Eignung dieses Abgleichverfahrens regelmäßigüberprüft.Des Weiteren soll CACEIS prüfen, ob eine ordnungsgemäßeBewertung durch die Fondsgesellschaft entsprechendder gesetzlichen Vorgaben sichergestellt ist.Bei Vorliegen eines Verstoßes soll CACEIS die Ergreifungentsprechender Abhilfemaßnahmen sicherstellen.Ferner soll CACEIS mithilfe von angemessenen Verfahrenüberprüfen, ob die Fondsgesellschaft sowie diepublity Performance GmbH die jeweiligen gesetzlichenBestimmungen sowie die Vorgaben des Gesellschaftsvertragesund der etwaigen Anlagebedingungen einhalten.Im Falle eines Verstoßes soll CACEIS verpflichtet sein,die für diesen Zweck von ihr implementierten Eskalationsverfahrenanzuwenden.Darüber hinaus soll sich CACEIS dazu bereits erklären,ihre Aufzeichnungen immer auf dem aktuellenStand zu halten.Die publity Performance GmbH soll auf Grundlagedes zwischen ihr, der CACEIS und zugleich des publityPerformance Fonds Nr. 6 geschlossenen Verwahrstellenvertragesfolgende Geschäfte nur mit Zustimmungvon CACEIS vornehmen:• Verfügungen über zur Fondsgesellschaft gehörendeAnlageobjekte;• die Aufnahme von Krediten, soweit es sich nichtlediglich um valutarische Überziehungen handelt;• die Anlage von Mitteln der Fondsgesellschaft inBankguthaben bei anderen Kreditinstituten sowieVerfügungen über solche Bankguthaben;• Verfügungen über die Anlageobjekte bzw.sonstige zur Fondsgesellschaft gehörendeVermögensgegenstände;• Belastungen bzw. Abtretungen von Forderungenin Bezug auf die Anlageobjekte bzw.über sonstige zur Fondsgesellschaft gehörendeVermögensgegenstände;• Verfügungen über Beteiligungen derFondsgesellschaft;• Änderungen des Gesellschaftsvertrages der publityPerformance GmbH.Die CACEIS soll den Verfügungen zustimmen, soferndiese den geltenden Voraussetzungen des Kapitalanlagegesetzbuchssowie dem Gesellschaftsvertrag bzw.den Anlagebedingungen der Fondsgesellschaft entsprechen.Daneben soll CACEIS bei Bedarf Klagen für dieAnleger (Drittwiderspruchsklagen gem. § 771 ZPO)erheben, wenn die Abwehr von Zwangsvollstreckungsmaßnahmenin Anlageobjekte durch Dritte zu besorgenist, sowie Ansprüche der Anleger gegenüber der publityPerformance GmbH oder auch gegenüber Erwerbernvon Anlageobjekten geltend machen.Um die Verfügungsbeschränkungen der Fondsgesellschaftin Bezug auf die Anlageobjekte zu überwachen,ist beabsichtigt, dass CACEIS zudem die Eintragungder Verfügungsbeschränkungen in die jeweiligenGrundbücher überwacht.Die Fondsgesellschaft soll CACEIS innerhalb einerangemessenen Zeitspanne alle Informationen zur Ver-25


fügung stellen, die CACEIS für die ordnungsgemäßeAusübung ihrer Funktion als Verwahrstelle benötigt.Zudem ist beabsichtigt, dass CACEIS der BaFinauf Anfrage alle Informationen zur Verfügung stellt,die CACEIS im Rahmen der Erfüllung ihrer Aufgabenerhalten wird und die die zuständige Aufsichtsbehördeder publity Performance GmbH benötigen kann. ImRahmen ihres Beitritts erklären sich die Anleger mit einerWeitergabe ihrer Daten durch CACEIS einverstanden.5.1.5 BewertungsverfahrenDie publity Performance GmbH wird im Namen undfür Rechnung der Fondsgesellschaft einen externenBewerter entsprechend den Vorgaben des Kapitalanlagegesetzbuchsmit den nach KAGB-E erforderlichenBewertungsaufgaben beauftragen. Nach erfolgter Beauftragungdes externen Bewerters wird dieser im Rahmeneines Prospektnachtrags bekannt gegeben.Die Bewertung wird dabei unter Anwendung derfolgenden Maßstäbe durchgeführt:In einer Anlage zur Vermögensaufstellung werdendie im Berichtszeitraum getätigten Käufe und Verkäufeangegeben.Ferner ist vorgesehen, dass der jeweilige Bewerteran einer Objektbesichtigung hinsichtlich des jeweiligenAnlageobjekts teilnimmt.Eine Bewertung der Anlageobjekte sowie des Nettoinventarwertsje Anteil erfolgt mindestens einmal jährlichbzw. auch für den Fall, dass das Gesellschaftsvermögender Fondsgesellschaft – im Anschluss an die Zeichnungsphase– erhöht oder herabgesetzt wird.Zwischen der Fondsgesellschaft und dem externenBewerter werden innerhalb einer angemessenen Zeitspannealle erforderlichen Informationen ausgetauscht,die für die Durchführung einer ordnungsgemäßenBewertung im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchesbenötigt werden.• Eine Berechnung des Nettoinventarwerts einesAnteils ergibt sich aus der Teilung des Wertes derFondsgesellschaft durch die Zahl der im Verkehrbefindlichen Anteile.• Der Wert der Fondsgesellschaft berechnet sich ausder Summe der jeweiligen Verkehrswerte der für dieGesellschaft erworbenen Anlageobjekte abzüglichaller Verbindlichkeiten.• Zur Bestimmung des Verkehrswerts wird einmarktübliches Verfahren zur Bewertung vonImmobilien zugrunde gelegt.• Bei schwebenden Verpflichtungsgeschäften wirdanstelle des von der publity Performance GmbHverwalteten Anlageobjekts die jeweils seitens derpublity Performance GmbH zu fordernde Gegenleistungunmittelbar nach Abschluss des Geschäftsberücksichtigt.Als Verkehrswert der Anlageobjekte ist für den Zeitraumvon zwölf Monaten nach dem Erwerb der Kaufpreisdes jeweiligen Anlageobjekts anzusetzen. Sofernder externe Bewerter der Auffassung ist, dass der Kaufpreisaufgrund der Änderung von wesentlichen Bewertungsfaktorennicht mehr sachgerecht ist, so wird derVerkehrswert neu berechnet. In diesem Fall wird derexterne Bewerter seine Entscheidungsgründe nachvollziehbardokumentieren.26


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG5 Implementierung der regulatorischen Rahmenbedingungen durch das KAGB-E5.2 FondsstrukturFondsverwaltung(zukünftige Kapitalverwaltungsgesellschaft)TreuhänderDue Diligencepublity PerformanceFonds Nr. 6AnlegerImmobilien ausBankenverwertungVerwahrstelle27


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6 publity Finanzgruppe6.1 UnternehmenFirmapublity AGHandelsregister AG Leipzig HRB 24006Gründung 14.07.1999Stammkapital5.000.000 EuroAktionäre Consus GmbH (94 %),Streubesitz (6 %)VertretungAufsichtsratGeschäftsanschrift/-sitzMehr Info unterThomas Olek (Vorstandsvorsitzender),RA Christoph Blacha (Vorstand)RA Frank Schneider(Aufsichtsratsvorsitzender),Thomas Backs (stellvertretenderAufsichtsratsvorsitzender),RA Sebastian Hanke(Aufsichtsratsmitglied)Landsteinerstraße 6 in 04103 Leipzigwww.publity.deDie publity AG wurde im Jahr 1999 in Leipzig in Partnerschaftmit verschiedenen Landesbanken gegründet.Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim AmtsgerichtLeipzig eingetragen und wird dort unter HRB 24006geführt. Das Grundkapital der publity AG beträgt heute5.000.000 Euro.Die publity AG ist Mitglied• im VGF Verband Geschlossene Fonds e. V.,• in der Bundesvereinigung Kreditankauf undServicing e. V. (BKS),• im Bankenfachverband e. V.,• im Votum – Verband Unabhängiger Finanzdienstleistungs-Unternehmenin Europa e. V. und• im AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e. V.Seit 2004 hat sich die publity-Finanzgruppe auf denBereich Kreditankauf und Servicing von titulierten,gekündigten Forderungen aus Immobilienfinanzierungenspezialisiert und gehört zu den führenden Wettbewerbernim deutschen Markt der Non-Performing Loans(NPL`s), d. h. von Krediten, die nicht mehr ordnungsgemäßbedient worden sind.Im Jahr 2009 hat die publity Investor GmbH denersten deutschen NPL-Publikum-Fonds aufgelegt.Bis heute wurden sechs Publikums-Fonds aufgelegt,die in Kreditforderungen aus in der Regel gekündigtenDarlehen investieren.Bei den seit 2012 aufgelegten publity PerformanceFonds Nr. 3 bis Nr. 5 lag der Schwerpunkt der Investitionenin noch oder nicht mehr grundpfandrechtlich (bzw.immobilien-)besicherten Kreditforderungen.Empfang der publity Finanzgruppeim publity Center LeipzigMitgliedschaften der publity AG:BKSBundesvereinigungKreditankauf und ServicingVGF Verband Geschlossene Fonds e. V.BankenfachverbandBundesvereinigung Kreditankauf und Servicing e. V. (BKS) Verband Unabhängiger Finanzdienstleistungs-Unternehmen in Europa e. V. AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e. V.29


Sämtliche Unternehmen der publity-Finanzgruppehaben ihren Geschäftssitz im „publity-Center“ in derLandsteinerstraße 6 in Leipzig. Datensicherheit, BrandundEinbruchsschutz wurden nach den neuesten Sicherheitsstandardsverwirklicht. Ein 24-h-Wachdienst schütztdas Gebäude und die Vermögenswerte rund um die Uhr.Organigramm der publity AG undihrer TochtergesellschaftenStreubesitzCONSUS GmbH94 %6 %Aktionärepublity AGTochtergesellschaftenpublity Vertriebs GmbHpublity Immobilien GmbHpublity Performance GmbHpublity Emissionshaus GmbHpublity Investor GmbHKomplementärpublity PerformanceFonds Nr. 6publity PerformanceFonds Nr. 5publity PerformanceFonds Nr. 4publity PerformanceFonds Nr. 3TASK FORCE NPLFonds Nr. 2TASK FORCE NPLFonds Nr. 130


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG6 publity Finanzgruppe6.2 publity FondsGesamtübersicht über die aktuellen Publikumsfonds der publity Finanzgruppe(Stand 30.04.2013)GründungsdatumEmissionsphaseEnde derFondslaufzeitProspektiertesEmissionskapital(Euro)GezeichnetesEmissionskapital(Euro)bisherigeAusschüttungen(Euro)Anzahl derZeichnerTASK FORCE NPL Fonds Nr. 130.06.2009 10.2009–12.2010 31.12.2013 25.013.000 7.419.000 7.450.400 469TASK FORCE NPL Fonds Nr. 215.09.2010 01.2011–12.2011 30.06.2015 22.020.000 24.765.000 5.384.350 1.856publity Performance Fonds Nr. 315.09.2011 01.2012–08.2012 30.06.2016 22.020.000 22.525.000 775.600 1.463publity Performance Fonds Nr. 425.05.2012 08.2012–02.2013 31.12.2016 22.010.000 34.092.000 – 2.249publity Performance Fonds Nr. 526.11.2012 02.2013–05.2013 31.12.2017 23.500.000 12.063.000 – 818publity Performance Fonds Nr. 602.05.2013 06.2013–12.2013 31.12.2018 40.000.000 – – –Gesamt 154.563.000 100.864.000 13.610.350 6.855Bei den bisherigen Publikumsfonds der publity Finanzgruppe(TASK FORCE NPL Fonds Nr. 1 GmbH &Co. KG bis publity Performance Fonds Nr. 5 GmbH& Co. KG) war die publity Investor GmbH jeweilsAnbieterin und Komplementärin. Beim publity PerformanceFonds Nr. 6 ist Anbieterin die publity PerformanceGmbH und Komplementärin ist die publityEmissionshaus GmbH. Sowohl bei der publity InvestorGmbH als auch bei der publity Performance GmbHund der publity Emissionshaus GmbH handelt es sichum Unternehmen der publity Finanzgruppe.Die Leistungsbilanz 2012 der publity Investor GmbHvom 8. April 2013 enthält eine umfassende Darstellungder publity Publikumsfonds und gewährt einenAusblick auf die zukünftige Entwicklung. Die mit derPrüfung beauftragte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,Hamburg, hat bescheinigt, dass die Untersuchungdie Übereinstimmung der Leistungsbilanz fürdas Jahr 2012 mit den zugrunde liegenden Unterlagensowie die Einhaltung der „Leitlinien zur Erstellungvon Leistungsbilanzen für geschlossene Fonds“ in deraktuellen Fassung, herausgegeben vom VGF VerbandGeschlossener Fonds e. V., in Berlin, ergeben hat. DieLeistungsbilanz enthält definitive Aussagen dazu,dass kein Fonds Forderungen erworben hat, die sichim wirtschaftlichen Eigentum eines Vorgänger-Fondsbefunden haben. Ausschüttungen wurden aus tatsächlicherzielten Umsatzerlösen vorgenommen. Seit 2009betrugen die Ausschüttungen an die Anleger insgesamt13.610.350 Euro. Das insgesamt von den publity Fondsbis zum 30. April 2013 eingeworbene Kommanditkapital(ohne Agio) beträgt 100.864.000 Euro.31


6.2.1 TASK FORCE NPL Fonds Nr. 1Die publity Investor GmbH hat die TASK FORCE NPLFonds Nr. 1 GmbH & Co. KG im Jahr 2009 aufgelegt undzum 31. Dezember 2010 geschlossen. Das Emissionskapitalsollte 25.013.000 Euro (einschließlich Gründungskapitalohne Agio) betragen. Der Fonds hat Kommanditkapitalin Höhe von 7.419.000 Euro eingeworben.Der TASK FORCE NPL Fonds Nr. 1 hat zwischen Mai2010 und Januar 2011 insgesamt drei Kreditportfolioszu einem Gesamtkaufpreis in Höhe von 5.790.000Euro erworben. Die Fondsgeschäftsführung hat den 1.Geschäftsbericht am 4. April 2011, den 2. Geschäftsberichtam 30. November 2011 und den 3. Geschäftsberichtam 3. April 2013 herausgegeben.Vom Beginn der Bearbeitung im Jahr 2010 konntenbis zum 31. Dezember 2012 aus der ForderungsverwertungErlöse in Höhe von insgesamt 12.014.110 Euroerzielt werden.An die betreffenden Anleger wurde am 7. Juli 2010ein Frühzeichnerbonus in Höhe von 10 % bzw. 31.400Euro ihrer Beteiligung (ohne Agio) ausgezahlt. Am 1.August 2011 erfolgte eine erste Ausschüttung in Höhevon 10 % bzw. 741.900 Euro, am 15. November 2011in Höhe von 40 % bzw. 2.967.600 Euro und am 15.Dezember 2012 in Höhe von 50 % bzw. 3.709.500 Eurodes gezeichneten Kommanditkapitals.Die publity Investor GmbH hat den Anlegern vorgeschlagen,auf Basis der Forderungsverwertung dieAuflösung zum 15.05.2013 zu beschließen. Die vorhandeneLiquidität soll, vorbehaltlich der Zustimmung derAnleger, als Vorabzahlung ausgeschüttet werden. Mitdieser Ausschüttung wird die Rendite mindestens 11 %vor Agio und Steuern betragen.RechtsformGmbH & Co. KGGründung 30.06.2009Handelsregister AG Leipzig HRA 15857Sitz der GesellschaftLeipzigKomplementärinpublity Investor GmbHGründungskommanditisten Thomas Olek, Jürgen SchulerTreuhandkommanditistin Rödl & Richter GmbHWirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaftProspektiertes Emissionskapital25.013.000 EuroGezeichnetes Emissionskapital7.419.000 EuroEigenkapital 100 %Agio 5 %Mindestzeichnung10.000 EuroEmissionsphase 10.2009 bis 12.201032


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG6 publity FinanzgruppeLeistungsbilanz 2012 (Ist-Zahlen)InvestitionsphaseMittelverwendung per 31.12.20121. Kaufpreis der Forderungen 5.790.0002. Umsatzsteuer 92.4463. Due-Diligence-Prüfung 57.9004. Konzeption, Prospektaufstellung 260.8405. Eigenkapitalbeschaffung 1.057.4246. Prüfungskosten 07. Vorfinanzierung, sonstige Kosten und liquide Mittel 484.620Gesamtinvestitionskosten 7.743.230Mittelherkunft per 31.12.20128. Kommanditkapital 7.419.000davon Gründungskapital 13.000davon Zeichnungskapital 7.406.000Agio 324.230Gesamtkapital 7.743.230IST(Euro)BetriebsphaseLeistungsbilanz per 31.12.2012Summe 2009–2012 IST(Euro)1. Umsatzerlöse 12.014.1102. Bestandsveränderung 5.267.0993. Servicingpauschale 3.604.2324. Aktenverwaltung 155.0005. nicht abziehbare Vorsteuer 855.8076. Fondsverwaltung, vorb. Buchhaltung 387.0007. Mittelverwendung, Jahresabschluss, etc. 117.4148. Prüfungskosten 09. Vergütung Treuhandkommanditist 34.45710. Haftungsvergütung 5.00011. Reserve/sonstiger Aufwand 14.423Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 1.573.67812. Gewerbesteuer 452.038Jahresfehlbetrag/-überschuss 1.121.640Ausschüttungen per 31.12.2012DatumAnteilig am Emissionskapital(Prozent)Frühzeichnerbonus (10 %) 1 07.07.2010 0,42 31.400Ausschüttung 1 01.08.2011 10,00 741.900Ausschüttung 2 15.11.2011 40,00 2.967.600Ausschüttung 3 15.12.2012 50,00 3.709.500Gesamt 100,42 7.450.4001Der Frühzeichnerbonus bezieht sich nicht anteilig auf das gesamte Emissionskapital.Betrag(Euro)33


6.2.2 TASK FORCE NPL Fonds Nr. 2Die publity Investor GmbH hat die TASK FORCE NPLFonds Nr. 2 GmbH & Co. KG im Januar 2011 aufgelegtund bis zum 31. Dezember 2011 geschlossen. DasEmissionskapital sollte 22.020.000 Euro (mit Gründungskapitalohne Agio) betragen.Der Fonds hat in der Zeit von Januar bis Dezember2011 Kommanditkapital in Höhe von 24.765.000 Euro(ohne Agio) eingeworben. Der TASK FORCE NPL FondsNr. 2 hat zwischen April 2011 und August 2012 insgesamtzwölf Kreditportfolios zu einem Gesamtkaufpreisin Höhe von 20.170.000 Euro erworben; vgl. 1.Geschäftsbericht vom 18. Juni 2012. Der Fonds hat am17. September 2012 eine Reinvestition vorgenommenund ein weiteres Kreditportfolio zu einem Kaufpreisvon 2.500.000 Euro erworben.Der Fonds hat keine Kreditforderungen erworben,die sich im wirtschaftlichen Eigentum des TASK FORCENPL Fonds Nr. 1 befunden haben.Vom Beginn der Bearbeitung im III. Quartal 2011konnten bis zum 31. Dezember 2012 aus der ForderungsverwertungErlöse in Höhe von insgesamt 12.707.068Euro erzielt werden.An die betreffenden Anleger wurde am 6. Dezember2011 und am 1. März 2012 ein Frühzeichnerbonusin Höhe von 5 % bzw. 431.350 Euro ihrer Beteiligung(ohne Agio) ausgezahlt. Ab dem 3. Dezember 2012erfolgte eine erste Ausschüttung in Höhe von 20 % bzw.4.953.000 Euro des gezeichneten Kommanditkapitals.RechtsformGmbH & Co. KGGründung 15.09.2010Handelsregister AG Leipzig HRA 16236Sitz der GesellschaftLeipzigKomplementärinpublity Investor GmbHGründungskommanditisten Wolfgang Lein, SebastianPfeiferTreuhandkommanditistin Rödl & Richter GmbHWirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaftProspektiertes Emissionskapital22.020.000 EuroGezeichnetes Emissionskapital24.765.000 EuroEigenkapital 100 %Agio 5 %Mindestzeichnung10.000 EuroEmissionsphase 01.2011 bis 12.201134


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG6 publity FinanzgruppeLeistungsbilanz 2012 (Ist-Zahlen)InvestitionsphaseMittelverwendung per 31.12.20121. Kaufpreis der Forderungen 20.170.0002. Umsatzsteuer 322.0423. Due-Diligence-Prüfung 201.7004. Konzeption, Prospektaufstellung 340.0005. Eigenkapitalbeschaffung 3.472.6236. Marketing 300.0007. Vorfinanzierung, sonstige Kosten und liquide Mittel 981.503Gesamtinvestitionskosten 25.787.868Mittelherkunft per 31.12.20128. Kommanditkapital 24.765.000davon Gründungskapital 20.000davon Zeichnungskapital 24.745.000Agio 1.022.868Gesamtkapital 25.787.868IST(Euro)BetriebsphaseLeistungsbilanz per 31.12.2012Summe 2009–2012 IST(Euro)1. Umsatzerlöse 12.707.0682. Bestandsveränderung 18.269.7533. Servicingpauschale 3.812.1194. Aktenverwaltung 330.0005. nicht abziehbare Vorsteuer 610.0356. Fondsverwaltung, vorb. Buchhaltung 364.5007. Mittelverwendung, Jahresabschluss, etc. 36.1988. Prüfungskosten 09. Vergütung Treuhandkommanditist 74.23410. Haftungsvergütung 10.00011. Reserve/sonstiger Aufwand 42.168Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit -10.841.93912. Gewerbesteuer 0Jahresfehlbetrag/-überschuss -10.841.939Ausschüttungen per 31.12.2012DatumAnteilig am Emissionskapital(Prozent)Frühzeichnerbonus 1 (5 %) 1 06.12.2011 1,36 337.650Frühzeichnerbonus 2 (5 %) 1 01.03.2012 0,38 93.700Ausschüttung 1 03.12.2012 20,00 4.953.000Gesamt 21,74 5.384.3501Der Frühzeichnerbonus bezieht sich nicht anteilig auf das gesamte Emissionskapital.Betrag(Euro)35


6.2.3 publity Performance Fonds Nr. 3Die publity Investor GmbH hat die publity PerformanceFonds Nr. 3 GmbH & Co. KG im Januar 2012 aufgelegtund die Emissionsphase vor dem Ende der bis zum 31.Dezember 2012 prospektierten Zeichnungsfrist, bereitsim August 2012, geschlossen. Das Emissionskapitalsollte 22.020.000 Euro (einschließlich Gründungskapitalohne Agio) betragen. Tatsächlich hat die Fondsgesellschaftvon Januar bis August 2012 Kommanditkapitalin Höhe von 22.525.000 Euro eingeworben.Der publity Performance Fonds Nr. 3 hat seit März2012 in den Ankauf von insgesamt zwölf Kreditportfolioszu einem Gesamtkaufpreis in Höhe von 17.668.000Euro investiert.Der Fonds hat keine Kreditforderungen erworben,die sich im wirtschaftlichen Eigentum der TASK FORCENPL Fonds Nr. 1 oder Nr. 2 befunden haben.Seit Beginn der Bearbeitung konnten bis zum 31.Dezember 2012 aus der Forderungsverwertung Erlösein Höhe von insgesamt 1.777.685 Euro erzielt werden.An die betreffenden Anleger wurde bis zum 20.November 2012 ein Frühzeichnerbonus in Höhe von5 % bzw. 775.600 Euro ihrer Beteiligung (ohne Agio)ausgezahlt.RechtsformGmbH & Co. KGGründung 15.09.2011Handelsregister AG Leipzig HRA 16451Sitz der GesellschaftLeipzigKomplementärinpublity Investor GmbHGründungskommanditisten Wolfgang Lein,Sebastian PfeiferTreuhandkommanditistin Rödl & Richter FondstreuhandGmbHProspektiertes Emissionskapital22.020.000 EuroGezeichnetes Emissionskapital22.525.000 EuroEigenkapital 100 %Agio 5 %Mindestzeichnung10.000 EuroEmissionsphase 01.2012 bis 08.201236


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG6 publity FinanzgruppeLeistungsbilanz 2012 (Ist-Zahlen)InvestitionsphaseIST(Euro)Mittelverwendung per 31.12.20121. Kaufpreis der Forderungen 18.368.0002. Umsatzsteuer3. Due-Diligence-Prüfung 206.9094. Konzeption, Prospektaufstellung 404.6005. Eigenkapitalbeschaffung 3.187.5106. Marketing 357.0007. nicht abziehbare Vorsteuer auf Anschaffungskosten8. Reserve/Vorfinanzierung 960.496Gesamtinvestitionskosten 23.484.515Mittelherkunft per 31.12.20129. Kommanditkapital 22.525.000davon Gründungskapital 20.000davon Zeichnungskapital 22.505.000Agio 959.515Gesamtkapital 23.484.515Betriebsphase Summe 2011–2012 IST 1(Euro)Leistungsbilanz per 31.12.20121. Umsatzerlöse 1.777.6852. Bestandsveränderung 8.819.0413. Servicingpauschale 634.6334. Aktenverwaltung 133.8755. nicht abziehbare Vorsteuer 06. Fondsverwaltung, vorb. Buchhaltung 214.2007. Mittelverwendung, Jahresabschluss, etc. 43.4748. Prüfungskosten 09. Vergütung Treuhandkommanditist 52.66710. Haftungsvergütung 5.95011. Reserve/sonstiger Aufwand 29.614Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit -8.155.76912. Gewerbesteuer 0Jahresfehlbetrag/-überschuss -8.155.769DatumAnteilig am Emissionskapital(Prozent)Betrag(Euro)Ausschüttungen per 31.12.2012Frühzeichnerbonus (5 %) 2 15.11.12 3,44 775.600Gesamt 3,44 775.6001Die IST-Zahlen beinhalten nach der neuesten Rechtsprechung die geleistete Umsatzsteuer.2Der Frühzeichnerbonus bezieht sich nicht anteilig auf das gesamte Emissionskapital.37


6.2.4 publity Performance Fonds Nr. 4Die publity Investor GmbH hat die publity PerformanceFonds Nr. 4 GmbH & Co. KG im August 2012 aufgelegt.Das Emissionskapital sollte bis zum Ende der Emissionsphaseam 30. Juni 2013 insgesamt 22.010.000 Euro(einschließlich Gründungskapital ohne Agio) betragen.Bis zum 31. Dezember 2012 wurde ein Emissionskapitalin Höhe von 22.516.000 Euro gezeichnet.Da die Fondsgesellschaft bis zum 31. März 2013 Kommanditkapitalvon insgesamt 34.067.000 Euro eingeworbenhat, wurde die Emissionsphase vorzeitig beendet.Der publity Performance Fonds Nr. 4 hat seit September2012 fünf Kreditportfolios zu einem Gesamtkaufpreisin Höhe von 21.500.000 Euro erworben. Über denKauf des sechsten Portfolios für 7.000.000 Euro wirdderzeit endverhandelt.Bis zum 31. Dezember 2012 wurden keine Erlöse ausder Forderungsverwertung erzielt.Der Fonds hat keine Kreditforderungen erworben,die sich im wirtschaftlichen Eigentum der TASK FORCENPL Fonds Nr. 1 oder Nr. 2 sowie des publity PerformanceFonds Nr. 3 befunden haben.RechtsformGmbH & Co. KGGründung 25.05.12Handelsregister AG Leipzig HRA 16681Sitz der GesellschaftLeipzigKomplementärinpublity Investor GmbHGründungskommanditist Wolfgang LeinTreuhandkommanditistin Rödl & Richter FondstreuhandGmbHProspektiertes Emissionskapital22.010.000 EuroGezeichnetes Emissionskapital22.516.000 Euro1Eigenkapital 100 %Agio 5 %Mindestzeichnung10.000 EuroEmissionsphase 08.2012 bis 02.20131zum 31.12.201238


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG6 publity FinanzgruppeLeistungsbilanz 2012 (Ist-Zahlen)InvestitionsphaseIST(Euro)Mittelverwendung per 31.12.20121. Kaufpreis der Forderungen 7.000.0002. Due-Diligence-Prüfung 83.3003. Konzeption, Prospektaufstellung 404.6004. Eigenkapitalbeschaffung 3.141.8445. Marketing 208.2506. nicht abziehbare Vorsteuer auf Anschaffungskosten7. Reserve/Vorfinanzierung/liquide Mittel 12.591.756Gesamtinvestitionskosten 23.429.750Mittelherkunft per 31.12.20128. Kommanditkapital 22.516.000davon Gründungskapital 10.000davon Zeichnungskapital 22.506.000Agio 913.750Gesamtkapital 23.429.750Betriebsphase Summe 2011–2012 IST 1(Euro)Leistungsbilanz per 31.12.20121. Umsatzerlöse 02. Bestandsveränderung 3 3.754.6943. Servicingpauschale 04. Aktenverwaltung 05. nicht abziehbare Vorsteuer 06. Fondsverwaltung, vorb. Buchhaltung 107.1007. Mittelverwendung, Jahresabschluss, etc. 14.8198. Prüfungskosten 09. Vergütung Treuhandkommanditist 72.31110. Haftungsvergütung 5.95011. Reserve/sonstiger Aufwand 721Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit -3.955.59512. Gewerbesteuer 0Jahresfehlbetrag/-überschuss -3.955.5951Die IST-Zahlen beinhalten nach der neuesten Rechtsprechung die geleistete Umsatzsteuer.39


6.2.5 publity Performance Fonds Nr. 5Die publity Investor GmbH hat die publity PerformanceFonds Nr. 5 GmbH & Co. KG im Januar 2013 aufgelegt.Die Emissionsphase der Fondsgesellschaft soll am31. Mai 2013 enden. Sie kann durch Erklärung derGeschäftsleitung einmalig bis zum 30. Juni 2013 verlängertwerden.Der Gesamtbetrag der angebotenen Vermögensanlagebeträgt 23.500.000 Euro (ohne Agio).Die Fondsgesellschaft hat bis zum 30. April 2013ein Kommanditkapital in Höhe von 12.063.000 Euro(ohne Agio) eingeworben.Die vorgesehenen Investitionen in den Ankauf notleidenderKreditportfolios sollen bis zum 30. Juni 2013abgeschlossen sein.Bis heute wurden noch keine Forderungsportfolioserworben und dementsprechend noch keine Erlöse ausder Forderungsverwertung erzielt.An die betreffenden Anleger soll spätestens bis zum15. Dezember 2013 ein Frühzeichnerbonus in Höhe von5 % oder 3 % der jeweiligen Zeichnungssumme (jeweilsohne Agio) ausgezahlt werden.RechtsformGmbH & Co. KGGründung 26.11.12Handelsregister AG Leipzig HRA 16784Sitz der GesellschaftLeipzigKomplementärinpublity Investor GmbHGründungskommanditist Stanley BroniszTreuhandkommanditistin Rödl & Richter FondstreuhandGmbHProspektiertes Emissionskapital23.500.000 EuroEigenkapital 100 %Agio 5 %Mindestzeichnung10.000 EuroEmissionsphase 02.2012 bis 05.201340


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG6 publity Finanzgruppe6.2.6 publity Performance Plus Fonds Nr. 1Die publity Investor GmbH hat die publity PerformancePlus Fonds Nr. 1 GmbH & Co. KG im Februar 2012 aufgelegt.Die Emissionsphase dieses Aufbaufonds endeteam 31. Dezember 2012.Gegenstand des publity Performance Plus Fonds Nr. 1sollten Investitionen in geschlossene Zielfonds wie diepublity Performance Fonds Nr. 3 und Nr. 4 sein, diegekündigte, titulierte Bankforderungen erwerben undaus der Verwertung der Forderungen Einkünfte erzielen.Das Kommanditkapital sollte nach dem Gesellschaftsvertragund den Prognosen im Verkaufsprospekt bis zum31. Dezember 2012 in Höhe von 22.520.000 Euro eingeworbenund in Höhe von 6.920.000 Euro eingezahltsein. Die weiteren Einzahlungen sollten planmäßig biszum 31. Dezember 2017 geleistet werden.Bis zum 31. Dezember 2012 wurde ein Emissionskapital(einschließlich Gründungskapital ohne Agio) inHöhe von 3.375.000 Euro gezeichnet.Die Geschäftsführung des publity Performance PlusFonds Nr. 1 hat sämtlichen Anlegern die vorzeitige Auflösungder Fondsgesellschaft zum 31.03.2013 mit derBegründung vorgeschlagen, dass das zur Verfügung stehendeKommanditkapital und die notwendige Umsetzungder regulatorischen Anforderungen des neuenKapitalanlagegesetzbuches die Annahme rechtfertige,dass die Fondsgesellschaft die geplanten Renditen nichterwirtschaften wird.Da die Anleger diesem Vorschlag im schriftlichenBeschlussverfahren zugestimmt haben, hat sich diepublity Finanzgruppe verpflichtet, den publity PerformancePlus Fonds Nr. 1 von sämtlichen Aufwendungenund Zahlungsverpflichtungen freizustellen und jedemGesellschafter/Treugeber die von ihm geleistete Einlageinklusive Agio zurückzuzahlen.Den Gesellschaftern/Treugebern wurden am 28. März2013 ihre geleisteten Einlagen und das Agio vollständigzurückgezahlt.Nach Verteilung des Gesellschaftsvermögens solldas Erlöschen der Gesellschaft von der Liquidatorin,der publity Investor GmbH, zum Handelsregister angemeldetwerden.RechtsformGmbH & Co. KGGründung 07.01.2011Handelsregister AG Leipzig HRA 16323Sitz der GesellschaftLeipzigKomplementärinpublity Investor GmbHGründungskommanditist Stanley BroniszTreuhandkommanditistin Rödl & Richter FondstreuhandGmbHProspektiertes Emissionskapital22.520.000 EuroEigenkapital 100 %Agio 5 %Mindestzeichnung10.000 EuroEmissionsphase 02.2012 bis 12.201241


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7 publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG7.1 Fondsgesellschaft/Emittentin7.1.1 Firma und SitzDie Firma der Fondsgesellschaft lautet:publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG.Der Sitz der Fondsgesellschaft befindet sich in Leipzig,Postanschrift Landsteinerstraße 6, 04103 Leipzig. Diesist gleichzeitig die Geschäftsanschrift der Emittentin.7.1.2 Rechtsform, Handelsregister,RechtsordnungDie publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGwurde am 03.05.2013 gegründet und am 07.05.2013unter der Nr. HRA 16872 im Handelsregister beim AmtsgerichtLeipzig eingetragen. Die Emittentin ist eine demdeutschen Recht unterliegende Kommanditgesellschaft.Die Emittentin ist keine Aktiengesellschaft oder Kommanditgesellschaftauf Aktien. Das Geschäftsjahr ist dasKalenderjahr. Die Gesellschaft endet am 31.12.2018,sofern nicht die Gesellschafter eine längere Laufzeitbeschließen. Somit beträgt die Laufzeit der Gesellschaftmindestens 5 Jahre.7.1.3 Organe und Verwaltungder EmittentinDie Organe der publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH& Co. KG sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung.Ein Beirat zur Unterstützungund Beratung der Geschäftsführung und andere Aufsichtsgremienwurden zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungnicht gebildet und sind auch nicht vorgesehen.Gesellschafterbeschlüsse werden mit einfacher Mehrheitder Stimmen gefasst, wobei jeder Kommanditistfür je 1.000 Euro eingezahltes Kommanditkapital eineStimme hat. Die Treugeber sind von der Treuhandkommanditistinbevollmächtigt, Stimmrechte entsprechendihren treuhänderisch gehaltenen Beteiligungenselbst auszuüben. Soweit Treugeber ihre Stimmrechtenicht selbst ausüben, ist die Treuhandkommanditistinberechtigt, die auf den jeweiligen Kommanditanteil entfallendenStimmrechte in Abhängigkeit der ihm von denTreugebern erteilten Weisungen auszuüben. Dabei kanndie Treuhandkommanditistin die Stimmrechte entsprechendden Weisungen der Treugeber auch unterschiedlichausüben (gespaltenes Stimmrecht). Gesellschafterbeschlüssewerden grundsätzlich im schriftlichenBeschlussverfahren herbeigeführt. Eine Gesellschafterversammlungwird nur in Ausnahmefällen einberufen.Weitere Details zur Gesellschafterversammlung sowiezum schriftlichen Beschlussverfahren werden im Kapitel14 „Rechtliche Grundlagen“ auf Seite 97 sowie in § 5des Gesellschaftsvertrags dargestellt.Die persönlich haftende Gesellschafterin der Emittentin,die publity Emissionshaus GmbH, ist zur Alleinvertretungder Fondsgesellschaft unter Befreiung derBeschränkungen des § 181 BGB (In-sich-Geschäft)berechtigt. Alleinige Gesellschafterin der publity EmissionshausGmbH ist die publity AG. Die Komplementärinist handelsrechtlich zur Geschäftsführung derFondsgesellschaft befugt und alleinvertretungsberechtigt.Die gemeinschaftlich zur Vertretung der Komplementärinberechtigten Geschäftsführer, Thomas Olekund Stanley Bronisz (Geschäftsanschrift: Landsteinerstraße6 in 04103 Leipzig) sind zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungdie einzigen Mitglieder der Geschäftsführungder Emittentin im handelsrechtlichen Sinn. DasStammkapital der publity Emissionshaus GmbH in Höhevon 25.000 Euro ist in voller Höhe eingezahlt. Grundsätzlichhaftet die Komplementärin einer Kommanditgesellschaftunbeschränkt. Da es sich bei der publityEmissionshaus GmbH jedoch um eine dem deutschenRecht unterliegende GmbH handelt, ist deren Haftungauf ihr Gesellschaftsvermögen beschränkt.Mit dem im Anhang zu diesem Verkaufsprospektabgebildeten Geschäftsbesorgungsvertrag hat die publityEmissionshaus GmbH als persönlich haftende Gesellschafterinder Fondsgesellschaft in deren Namen imVorgriff auf die neuen rechtlichen Rahmenbedingungendurch das KAGB-E und auf Grundlage des Gesellschaftsvertragesdie publity Performance GmbH, eingetragenbeim Amtsgericht Leipzig unter HRB 28356, gegründetam 23.05.2012 mit Sitz in 04103 Leipzig, Landsteinerstraße6, mit der umfassenden Verwaltung der Fondsgesellschaftbeauftragt und bevollmächtigt („Fondsverwaltung“).Die publity Performance GmbH wird im Zugeder AIFM-Umsetzung die Funktion und die Aufgabeneiner externen Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinnedes Kapitalanlagegesetzbuchs wahrnehmen. Mit Erhaltder Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb einer Kapitalverwaltungsgesellschaftwird die publity Performance GmbHinsbesondere, jedoch nicht ausschließlich, das Portfoliosowiedas Risikomanagement gemäß den Vorgaben desKapitalanlagegesetzbuchs für die Gesellschaft wahrnehmen.Das Stammkapital der publity Performance GmbHin Höhe von 150.000 Euro ist in voller Höhe eingezahlt.Die jeweils zur Einzelvertretung berechtigenGeschäftsführer der publity Performance GmbH sindChristoph Blacha und Frederik Mehlitz.43


7.1.4 Gesellschaftsvertrag der EmittentinDer Gesellschaftsvertrag der Emittentin ist in Abschnitt14.1 „Gesellschaftsvertrag“ auf Seite 97 erläutertund in Abschnitt 17.1 „Gesellschaftsvertrag der publityPerformance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG“ auf Seite115 vollständig abgedruckt.Die Emittentin hat die Rechtsform einer Kommanditgesellschaftnach deutschem Gesellschaftsrecht. DieHaftung der persönlich haftenden Gesellschafterin weichtvon den gesetzlichen Regelungen insofern ab, als diepersönlich haftende Gesellschafterin eine Gesellschaftmit beschränkter Haftung (GmbH) ist. Gegenüber denGläubigern haftet sie nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen.Von den gesetzlichen Regelungen weicht der Gesellschaftsvertragder Emittentin im Übrigen ab, indem dieBeteiligungen der Anleger hier treuhänderisch durch dieTreuhandkommanditistin gehalten werden und die Mitgliedschaftsrechtedurch die Treuhandkommanditistinausgeübt werden. Schließlich wurden für die Beteiligungam Gewinn und Verlust, für die Entnahmerechte, für denBeitritt und das Ausscheiden sowie für die Beendigungder Gesellschaft Sonderregelungen getroffen. Einzelheitenhierzu ergeben sich aus dem Kapitel 14 „RechtlicheGrundlagen“ auf Seite 97 und aus dem in Kapitel 17„Anhang“ abgedruckten Gesellschaftsvertrag sowiedem Treuhand- und Verwaltungsvertrag.7.2 Geschäftstätigkeitder EmittentinGegenstand der Gesellschaft ist die gemeinsame Anlagedes von Anlegern eingezahlten Kommanditkapitals einschließlicheines etwaigen Fremdkapitals und die Erzielungvon Einkünften zum Nutzen der Anleger durch denErwerb, die Bewirtschaftung und die anschließendeVeräußerung von Immobilien. Die Gesellschaft ist auchberechtigt, Anteile an Immobilien haltenden Objektgesellschaftenzu erwerben. Die Gesellschaft ist fernerberechtigt, sämtliche Geschäfte vorzunehmen und alleMaßnahmen zu ergreifen, die mit dem Gegenstand desUnternehmens zusammenhängen oder ihm mittelbaroder unmittelbar förderlich sind.Detailinformationen zur Geschäftstätigkeit der Emittentinfinden sich auch in Kapitel 7 „publity PerformanceFonds Nr. 6 GmbH & Co. KG“ auf Seite 43 und imKapitel 10 „Immobilienmarkt“ auf Seite 63.7.3 Kapital der EmittentinDie publity Emissionshaus GmbH (Komplementärin)ist zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung nicht amKapital der publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH &Co. KG beteiligt. Der Gesamtbetrag des gezeichnetenKommanditkapitals der Gründungsgesellschafter undder Gesellschafter zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungbeträgt 11.000 Euro.Davon wurden 10.000 Euro von der Gründungskommanditistin,der HF Treuhand GmbH, zum Zeitpunktder Prospektaufstellung bereits gezeichnet und eingezahlt.Darüber hinaus hat die Gesellschafterin zum Zeitpunktder Prospektaufstellung, die als Treuhandkommanditistinfungierende Rödl & Richter FondstreuhandGmbH, eine Kommanditeinlage in Höhe von 1.000Euro gezeichnet. Diese Einlage ist zum Zeitpunkt derProspektaufstellung noch nicht eingezahlt. Weitere Einlagenstehen nicht aus. Somit beträgt der Gesamtbetragder gezeichneten Einlagen der Gesellschafter zum Zeitpunktder Prospektaufstellung 11.000 Euro, wovon10.000 Euro bereits eingezahlt wurden. Bis zum Zeitpunktder Prospektaufstellung wurden keine weiterenKommanditanteile gezeichnet.Hauptmerkmale der Anteile der AnlegerFolgende Rechte und Pflichten ergeben sich aus der Vermögensanlage:Die als Kommanditisten/Treugeber beteiligtenAnleger verfügen über die mit einer Kommanditbeteiligungverbundenen Informations-, Kontroll-, Entnahme-,Stimm- und Gewinnverteilungsrechte und sind mit denjeweiligen Einlagen am Vermögen der publity PerformanceFonds Nr. 6 GmbH & Co. KG nach den handelsrechtlichenBestimmungen und steuerlichen Grundsätzensowie am Ergebnis der publity Performance Fonds Nr. 6GmbH & Co. KG nach Maßgabe des Gesellschaftsvertragesmit der Maßgabe beteiligt, dass die entsprechendenRechte und Pflichten im Innenverhältnis über dieunmittelbar beteiligte Treuhandkommanditistin abgeleitetwerden. Die Treuhandkommanditistin hält undverwaltet die Beteiligungen der Treugeber entsprechendden Bestimmungen des abgeschlossenen Treuhandverwaltungsvertragesfür Rechnung und zulasten der Treugeber.Der im Jahresabschluss ausgewiesene Gewinnoder Verlust eines Geschäftsjahres ist den Anlegern abdem Zeitpunkt ihres Beitritts entsprechend der gezeichnetenAnteile zuzuweisen.Aus den gezeichneten Einlagen ergeben sich die Stimmrechte,wobei auf jeweils 1.000 Euro Pflichteinlage eineStimme entfällt. Im Falle der vollständigen Zeichnungdes Kommanditkapitals bestehen insgesamt 40.00044


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG7 publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGStimmen. Das Kommanditkapital (Pflichteinlage) istin Höhe der in der Beitrittserklärung übernommenenZeichnungssumme auf das in der Beitrittserklärunggenannte und für die Fondsgesellschaft geführte Kontoder publity Performance GmbH bei der CACEIS einzuzahlen.Der Beteiligungsbetrag und das Agio werdenzwei Wochen nach Unterzeichnung der Beitrittserklärungfällig. Nach Erbringung der im Handelsregistereingetragenen Haftsumme in Höhe von 10 % der jeweiligenZeichnungssumme durch den Anleger, beschränktsich die Haftung der Anleger grundsätzlich auf diesenBetrag und es besteht nach Erbringung dieser Einlagekeine weitere Nachschusspflicht. Soweit jedoch Ausschüttungenbzw. Entnahmen dazu führen, dass die verbleibendeEinlage unter die im Handelsregister eingetrageneHaftsumme sinkt, lebt die Haftung der Anleger wiederauf. Ferner sind die als Treugeber beteiligten Anlegerverpflichtet, die Treuhandkommanditistin über allebedeutsamen Veränderungen, insbesondere Wohnort,Personenstand, Erbfolge und steuerliche Änderungenunverzüglich zu unterrichten.Abweichende Rechte der Gesellschafterder Emittentin zum Zeitpunktder ProspektaufstellungDie Geschäftsführung und Vertretung der Emittentinwird grundsätzlich durch die persönlich haftendeGesellschafterin, die publity Emissionshaus GmbH,wahrgenommen. Diese ist alleinvertretungsberechtigtund von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.Im Vorgriff auf die Umsetzung der AIFM-Richtlinie istdie persönlich haftende Gesellschafterin ermächtigt,die im Geschäftsbesorgungsvertrag (siehe Abschnitt17.2) zugewiesenen Befugnisse und Kompetenzen aufdie publity Performance GmbH als zukünftige Kapitalverwaltungsgesellschaftzu übertragen.Für die Übernahme der Geschäftsführungsaufgaben,soweit diese nicht an die publity PerformanceGmbH übertragen sind, erhält die publity EmissionshausGmbH die unter Abschnitt 7.4.1 „Komplementär(Persönlich haftender Gesellschafter)“ aufgeführtenVergütungen.Ansonsten bestehen hinsichtlich der Hauptmerkmaleder Anteile der Gesellschafter der Emittentinzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung bestehen keineUnterschiede zu den Hauptmerkmalen der Anteile derzukünftig beitretenden Anleger. Ehemaligen Gesellschafternder Emittentin stehen keine Ansprüche ausihrer Beteiligung an der Emittentin zu.7.4 Gesellschafter7.4.1 Komplementär (Persönlichhaftender Gesellschafter)Firmapublity Emissionshaus GmbHHandelsregister AG Leipzig HRB 28806Gründung 07.09.2012Stammkapital25.000 EuroGesellschafter publity AG (100 %)VertretungThomas Olek (Geschäftsführer),Stanley Bronisz (Geschäftsführer)Geschäftsanschrift/-sitz Landsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigTelefon +49 (0) 341 / 26 17 87 – 15Telefax +49 (0) 341 / 26 17 87 – 31E-Mailinfo@publity-emissonshaus.deFunktionenKomplementärinMehr Info unterwww.publity-emissonshaus.deGründungsgesellschafterin und persönlich haftende Gesellschafterinder Fondsgesellschaft zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungist die publity Emissionshaus GmbH.Die publity AG hält 100 % der Gesellschaftsanteilean der publity Emissionshaus GmbH.Zu den PersonenNameGeboren amGeschäftsanschriftThomas Olek12.06.1968 in Essen/NRWLandsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigThomas Olek, geboren am 12.06.1968 in Essen/NRW,begann seine selbstständige Tätigkeit im Jahr 1991.Von 1998 bis 2002 war er als selbstständiger Beraterder Sächsischen Landesbank in enger Zusammenarbeitmit den damaligen Vorständen tätig. Am 08.04.2003wurde Thomas Olek Mehrheitsaktionär der publityAG; am 09.10.2003 wurde er zum Vorstand der publityAG bestellt. Unter seiner Führung ist die publity AGseit 2004 im deutschen Immobilien-NPL-Markt tätig.Thomas Olek ist seit dem 08.10.2010 persönliches Mitgliedim „International Bankers Forum (IBF)“. Darüberhinaus engagierte er sich von März 2010 bis Juni 2012als Beisitzer des Präsidiums in der „BundesvereinigungKreditankauf und Servicing e. V. (BKS)“ und ist seitMai 2012 Mitglied in der Arbeitsgruppe „DeutscheKreditmarkt-Standards“.45


NameGeboren amGeschäftsanschriftStanley Bronisz22.09.1957 in Los Alamos/New Mexico, USALandsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigStanley Bronisz, geboren am 22.09.1957 in Los Alamos(New Mexico/USA), führte im Jahr 1989 Fidelity Investmentsin den deutschsprachigen Markt ein und arbeitetespäter als Europa-Chef für Pioneer Investments. StanleyBronisz ist heute tätig als Fondsadvisor für Anlage- undRisikostrategien mehrerer Investmentfonds, sowohl imoffenen als auch geschlossenen Bereich. Aufgrund seinerErfahrung in der Investmentfondsbranche ist StanleyBronisz seit 2010 in den Bereichen Marketing und Vertriebsleitungfür die publity Finanzgruppe tätig.Unternehmensgegenstand der persönlich haftendenGesellschafterin ist die Verwaltung eigenen Vermögens,die Beteiligung an anderen Unternehmen und diepersönliche Haftung als Komplementärin. Danebenumfasst der Unternehmensgegenstand die Entwicklungvon Fondskonzepten, die Erarbeitung wirtschaftlicherKonzeptionen sowie die Erstellung von Vermögensanlageverkaufsprospekten.Ferner ist auch das Anbieten vonUnternehmensanteilen an den konzipierten Fondsgesellschaftenund die Übernahme – soweit gesetzlich zulässig– der Anleger- und Fondsverwaltung vom Gegenstanddes Unternehmens erfasst.Abweichende Regelungen imGesellschaftsvertragDer Gesellschaftsvertrag der Komplementärin enthältvon den gesetzlichen Regelungen abweichende Bestimmungen.Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wirddie Gesellschaft entweder durch zwei Geschäftsführergemeinschaftlich oder durch einen Geschäftsführergemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Die Gesellschafterkönnen den oder die Geschäftsführer von denBeschränkungen des § 181 BGB befreien.Die Abtretung von Geschäftsanteilen bedarf abweichendvon § 15 GmbHG der Zustimmung aller Gesellschaftergemäß § 4 des Gesellschaftsvertrages. DerGesellschaftsvertrag der Komplementärin enthält keineweiteren, von den gesetzlichen Regelungen abweichendenBestimmungen.Für die Ausübung ihrer Pflichten als persönlich haftendeGesellschafterin erhält die publity EmissionshausGmbH ab Veröffentlichung des Verkaufsprospekts gem.§ 9 VermAnlG bis zum 31.12.2013 eine Vergütung(Management-Fee) in der Höhe von 150.000 Euro zzgl.gesetzlicher Umsatzsteuer. Diese Vergütung wird prorata in Teilbeträgen monatlich nachträglich zur Auszahlungfällig.Ab dem 01.01.2014 beträgt das jährliche Management-Fee0,5 % des tatsächlich von der Fondsgesellschaftim jeweiligen Geschäftsjahr investierten Kapitals (inkl.Fremdkapital und Erwerbsnebenkosten) zzgl. gesetzlicherUmsatzsteuer.Diese Vergütung für die Fondsverwaltung wird abdem 01.01.2014 bis zur Beendigung der Laufzeit derFondsgesellschaft in angemessenen Teilbeträgen (entsprechendeiner pro rata Auszahlung basierend auf demnach der Prognoserechnung von der Fondsgesellschaft zuinvestierenden Kapital) monatlich zur Auszahlung fällig.Etwaige Über- oder Unterzahlungen sind zum Endedes Geschäftsjahres auszugleichen. Für den Fall, dassdie prognostizierten Ausschüttungen der Fondsgesellschaftübertroffen werden, erhält die persönlich haftendeGesellschafterin 50 % der erwirtschafteten Mehrerlöse.Weitere Gewinnbeteiligungen, Entnahmerechte sowiesonstigen Gesamtbezüge, insbesondere Gehälter, Aufwandsentschädigungen,Versicherungsentgelte, Provisionenund Nebenleistungen jeder Art stehen der publityEmissionshaus GmbH zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungnicht zu.7.4.2 KommanditistFirmaHF Treuhand GmbHHandelsregister AG Köln HRB 78352Gründung 18.12.2003Stammkapital25.200 EuroVertretungManuela Hürter (Geschäftsführerin)Gesellschafter RA, WP Joachim Hürter (50 %),RA, WP, StB Wolfgang Faillard (50 %)Geschäftsanschrift/-sitz Salierring 47–53, 50677 KölnFunktionGründungskommanditistGründungsgesellschafter und Kommanditistin der Fondsgesellschaftzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung istdie HF Treuhand GmbH.Der Unternehmensgegenstand der HF TreuhandGmbH besteht in der betriebswirtschaftlichen Beratungvon Unternehmen sowie in der Übernahme undder Durchführung von Treuhandaufträgen.Die HF Treuhand GmbH erhält keine gesonderteVergütung. Der HF Treuhand GmbH stehen zum Zeitpunktder Prospektaufstellung Gewinnbeteiligungenausschließlich nach Maßgabe der auch für alle anderenKommanditisten maßgeblichen Regelungen, also nachdem Verhältnis der von ihr übernommenen Einlage46


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG7 publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGzum Gesamtbetrag aller Einlagen, zu. Im Übrigenstehen der HF Treuhand GmbH zum Zeitpunkt derProspektaufstellung keine Gewinnbeteiligungen, Entnahmerechtesowie keine sonstigen Gesamtbezügeinsbesondere Gehälter Aufwandsentschädigungen,Versicherungsentgelte, Provisionen und Nebenleistungenjeder Art zu.7.4.3 TreuhandkommanditistFirmaHandelsregisterGründung 28.01.2011StammkapitalVertretungRödl & Richter Fondstreuhand GmbHAG Berlin Charlottenburg HRB 132435B25.000 EuroDipl.-Jurist Ute Eller (Geschäftsführerin)GesellschafterRödl & Richter GmbHWirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaft (100 %)Geschäftsanschrift/-sitz Straße des 17. Juni 106, 10623 BerlinTelefon +49 (0) 30 / 20 62 79 18 – 0Telefax +49 (0) 30 / 20 62 79 18 – 10E-Mailberlin@roedl-richter-fondstreuhand.deFunktionTreuhandkommanditistMehr Info unter www.roedl.deMit Wirkung zum 06.05.2013 ist die Rödl & RichterFondstreuhand GmbH der Gesellschaft in der Funktionals Treuhandkommanditistin beigetreten (Im Prospektwerden die Begriffe „Treuhandkommanditistin“und „Treuhänderin“ synonym verwendet.). Es liegenkeine Umstände oder Beziehungen vor, die Interessenskonflikteder Treuhandkommanditistin begründen. Esexistiert kein Beirat oder Aufsichtsgremium bei derTreuhandkommanditistin.Die Aufgaben sowie die wesentlichen Rechte undPflichten der Treuhandkommanditistin werden nachfolgenddargestellt:Die Treuhandkommanditistin wird auf der Rechtsgrundlagedes Treuhand- und Verwaltungsvertragestätig, der in Abschnitt 17.3 „Treuhandverwaltungsvertragüber die Beteiligung an der publity PerformanceFonds Nr. 6 GmbH & Co. KG“ auf Seite 134 vollständigabgedruckt und in Abschnitt 14.3 „TreuhandundVerwaltungsvertrag“ auf Seite 103, mit den sichdaraus ergebenden wesentlichen Rechten und Pflichten,erläutert ist.Die Treuhandkommanditistin, die Rödl & RichterFondstreuhand GmbH, erwirbt im Auftrag des Treugebersund hält treuhänderisch im eigenen Namen, aberfür anteilige Rechnung des Treugebers einen Kommanditanteilan der Fondsgesellschaft. Insofern beteiligensich die Anleger mittelbar über die Treuhandkommanditistinan der publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH& Co. KG. Grundlage der Beteiligung ist neben demGesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft der Treuhandverwaltungsvertrag.Aufgrund des Treuhand- undVerwaltungsvertrages werden die Anleger im Innenverhältniswie Kommanditisten behandelt, das heißt durchentsprechende Regelungen im Treuhand- und Verwaltungsvertragund im Gesellschaftsvertrag ist festgelegt,dass die Anleger als Treugeber die gleichen Rechte wiezur Fondsgesellschaft beitretende Kommanditisten haben.Dies gilt insbesondere für die Beteiligung am Ergebnisund am Vermögen der Fondsgesellschaft sowie für dieStimmberechtigung in der Gesellschafterversammlung.Die Treuhandkommanditistin erhält gemäß § 9 Abs. 3des Gesellschaftsvertrages bis zum Ende der Emissionsphaseeine Vergütung in Höhe 0,25 % p. a. des eingeworbenenKommanditkapitals. Bei dem prognostiziertenKommanditkapital in Höhe von 40.000.000 Eurobeträgt die Vergütung 100.000 Euro zzgl. Auslagenund der gesetzlichen Umsatzsteuer. Nach Abschluss derEmissionsphase erhält die Treuhandkommanditistin eineVergütung in Höhe von 0,22 % p. a. des eingeworbenenKommanditkapitals. Bei dem prognostizierten Kommanditkapitalin Höhe von 40.000.000 Euro beträgt die Vergütung88.000 Euro. Hinzukommen jeweils Auslagenund die gesetzliche Umsatzsteuer. Bei einem gezeichnetenKommanditkapital in Höhe von 40.000.000 Eurobeträgt die Gesamtvergütung über die Fondslaufzeit biszum 31.12.2018 insgesamt 540.000 Euro, zzgl. Auslagenund gesetzlicher Umsatzsteuer. Zudem stehen derTreuhandkommanditistin zum Zeitpunkt der ProspektaufstellungGewinnbeteiligungen gemäß der für alleKommanditisten maßgeblichen Regelungen, also nachdem Verhältnis der von ihr übernommenen Einlage zumGesamtbetrag der Einlagen zu, wenn und soweit sie eineBeteiligung für eigene Rechnung (und nicht für Rechnungeines Treugebers) hält.Im Übrigen stehen der Treuhandkommanditistinzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung keine Gewinnbeteiligungen,Entnahmerechte sowie keine sonstigenGesamtbezüge insbesondere Gehälter Aufwandsentschädigungen,Versicherungsentgelte, Provisionen undNebenleistungen jeder Art zu.Daneben existieren zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungkeine weiteren Gesellschafter.47


7.4.4 Angaben zu denGründungsgesellschaftern und denGesellschaftern zum Zeitpunktder ProspektaufstellungDie Gründungsgesellschafter der Emittentin sind diepublity Emissionshaus GmbH als Komplementärin unddie HF Treuhand GmbH als Gründungskommanditistin.Gesellschafter zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungist die publity Emissionshaus GmbH als Komplementärin,die HF Treuhand GmbH als Gründungskommanditistinsowie die Rödl & Richter FondstreuhandGmbH als Treuhandkommanditistin für das vorliegendeBeteiligungsangebot.Die Gründungsgesellschafter und die Gesellschafterzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung erhalten über dieim Gesellschaftsvertrag vereinbarten und in den vorstehendenAbschnitten 7.4.1–7.4.3. erläuterten Gesamtbezügeund Gewinnbeteiligungen, keine weiteren Gewinnbeteiligungen,Entnahmerechte, sonstigen Gesamtbezüge,Gehälter, Aufwandsentschädigungen, Versicherungsentgelte,Provisionen oder Nebenleistungen jeder Art.Eintragungen in Bezug auf Verurteilungen wegeneiner Straftat nacha] den §§ 263 bis 283d des Strafgesetzbuchs (Straftatenwegen Betrug und Untreue, Urkundenfälschungund Insolvenzstraftaten),b] § 54 des Kreditwesengesetzes (verboteneGeschäfte und Betreiben von Bankgeschäftenoder Finanzdienstleistungen ohne erforderlicheGenehmigung),c] § 38 des Wertpapierhandelsgesetzes (Börsenstraftaten,insbesondere verbotene Insidergeschäfteund Marktmanipulation) oderd] § 369 der Abgabenordnung (Steuerstraftaten),die in einem Führungszeugnis enthalten sind, das zumZeitpunkt der Prospektaufstellung nicht älter als sechsMonate ist, bestehen hinsichtlich der Gründungsgesellschafterund den Gesellschaftern zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungnicht, denn für juristische Personen istdie Erstellung eines Führungszeugnisses nicht möglich.Eine ausländische Verurteilung wegen einer Straftat,die mit den vorgenannten Straftaten vergleichbar ist,besteht in Bezug auf die Gründungsgesellschaftern bzw.den Gesellschaftern zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungebenfalls nicht.Über die jeweiligen Vermögen der Gründungsgesellschafterund der Gesellschafter zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungwurde innerhalb der letzten fünf Jahre keinInsolvenzverfahren eröffnet oder mangels Masse abgewiesen.Innerhalb der letzten fünf Jahre war kein Gründungsgesellschafterund kein Gesellschafter zum Zeitpunkt derProspektaufstellung in der Geschäftsführung einer Gesellschafttätig, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahreneröffnet oder mangels Masse abgewiesen wurde.Es gibt betreffend der Gründungsgesellschafter undder Gesellschafter zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungkeine früheren Aufhebungen einer Erlaubnis zumBetreiben von Bankgeschäften oder zur Erbringungvon Finanzdienstleistungen durch die Bundesanstaltfür Finanzdienstleistungsaufsicht.Es gibt keine mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungender Gründungsgesellschafter oder der Gesellschafterzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung anUnternehmen, die mit dem Vertrieb der emittierten Vermögensanlagebeauftragt sind.Ferner gibt es keine mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungender Gründungsgesellschafter oder der Gesellschafterzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung an Unternehmen,die der Emittentin Fremdkapital zur Verfügung stellen.Es gibt auch keine mittelbaren und unmittelbarenBeteiligungen der Gründungsgesellschafter oder derGesellschafter zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung anUnternehmen, die im Zusammenhang mit dem Erwerbund der Herstellung der Anlageobjekte Lieferungen oderLeistungen erbringen.Die Gründungsgesellschafter und die Gesellschafterzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung sind in keinerArt und Weise für Unternehmen tätig, die mit dem Vertriebder emittierten Vermögensanlage beauftragt sind.Die Gründungsgesellschafter und die Gesellschafterzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung sind in keinerArt und Weise für Unternehmen tätig, die der EmittentinFremdkapital zur Verfügung stellen.Die Gründungsgesellschafter und die Gesellschafterzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung sind in keinerArt und Weise für Unternehmen tätig, die im Zusammenhangmit der Anschaffung und der Herstellung derAnlageobjekte Lieferungen oder Leistungen erbringen.Die Gründungsgesellschafter und die Gesellschafterzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung sind in keinerArt und Weise mit dem Vertrieb der emittierten Vermögensanlagebeauftragt.Die Gründungsgesellschafter und die Gesellschafterzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung stellen in keinerArt und Weise der Emittentin Fremdkapital zur Verfügungoder vermitteln es.Die Gründungsgesellschafter und die Gesellschafterzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung erbringenin keiner Art und Weise Lieferungen oder Leistungen48


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG7 publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGim Zusammenhang mit der Anschaffung und der Herstellungder Anlageobjekte.7.4.5 Angaben zu den Mitgliedernder Geschäftsführung oder desVorstands, Aufsichtsgremienund Beiräte der EmittentinDie Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterinder Emittentin und somit die Mitglieder derGeschäftsführung der Emittentin sind Thomas Olek undStanley Bronisz. Ihre Geschäftsanschrift lautet: Landsteinerstraße6 in 04103 Leipzig. Die Geschäftsführersind jeweils alleinvertretungsbefugt und zur Geschäftsführungder Emittentin entsprechend den Vorgaben desGesellschaftsvertrages ermächtigt. Aufsichtsgremienund Beiräte hat die Emittentin nicht.Für die Erbringung ihrer Geschäftsführertätigkeit beider Emittentin steht Thomas Olek und Stanley Broniszjeweils ein Jahres-Gesamtbetrag in Höhe von 120.000Euro zu. In Bezug auf die gesamte Dauer der Fondslaufzeitsteht Thomas Olek und Stanley Bronisz zusammen für dieErbringung ihrer Geschäftsführertätigkeit bei der Emittentinein Gesamtbetrag in Höhe von 1.440.000 Euro zu.Darüber hinaus stehen den Mitgliedern der Geschäftsführungder Emittentin weder Gewinnbeteiligungen,Entnahmerechte, sonstige Bezüge, Gehälter, Aufwandsentschädigungen,Versicherungsentgelte, Provisionennoch Nebenleistungen jeder Art zu.Eintragungen in Bezug auf Verurteilungen wegeneiner Straftat nacha] den §§ 263 bis 283d des Strafgesetzbuchs (dasbetrifft Straftaten wegen Betrug und Untreue,Urkundenfälschung und Insolvenzstraftaten),b] § 54 des Kreditwesengesetzes (verboteneGeschäfte und Betreiben von Bankgeschäftenoder Finanzdienstleistungen ohne erforderlicheGenehmigung),c] § 38 des Wertpapierhandelsgesetzes (Börsenstraftaten,insbesondere verbotene Insidergeschäfteund Marktmanipulation) oderd] § 369 der Abgabenordnung (Steuerstraftaten),die in einem Führungszeugnis enthalten sind, das zum Zeitpunktder Prospektaufstellung nicht älter als sechs Monateist, bestehen für die Mitglieder der Geschäftsführung derEmittentin nicht. Stanley Bronisz ist amerikanischer Staatsbürgerund Thomas Olek ist deutscher Staatsbürger. Eineausländische Verurteilung wegen einer Straftat, die mit denvorgenannten Straftaten vergleichbar wäre, bestehen wederfür Stanley Bronisz noch für Thomas Olek.Über die Vermögen der Mitglieder der Geschäftsführungder Emittentin wurden innerhalb der letzten fünfJahre kein Insolvenzverfahren eröffnet oder mangelsMasse abgewiesen. Innerhalb der letzten fünf Jahrewaren die Mitglieder der Geschäftsführung der Emittentinnicht in der Geschäftsführung einer Gesellschafttätig, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnetoder mangels Masse abgewiesen wurde.Es gibt betreffend der Mitglieder der Geschäftsführungder Emittentin keine Aufhebungen einer Erlaubniszum Betreiben von Bankgeschäften oder zur Erbringungvon Finanzdienstleistungen durch die Bundesanstalt fürFinanzdienstleistungsaufsicht.Thomas Olek ist als alleinvertretungsberechtigerGeschäftsführer der publity Vertriebs GmbH für einUnternehmen tätig, das mit dem Vertrieb der angebotenenVermögensanlage betraut ist. Darüber hinaus istThomas Olek nicht für ein Unternehmen tätig, das mitdem Vertrieb der angebotenen Vermögensanlage betrautist. Stanley Bronisz ist nicht für ein Unternehmen tätig,das mit dem Vertrieb der angebotenen Vermögensanlagebetraut ist. Die Mitglieder der Geschäftsführung der Emittentinsind nicht für Unternehmen tätig, die der EmittentinFremdkapital geben. Zudem sind die Mitglieder derGeschäftsführung nicht für Unternehmen tätig, die Lieferungenoder Leistungen im Zusammenhang mit demErwerb und der Herstellung der Anlageobjekte erbringen.Thomas Olek ist Alleingesellschafter der CONSUSGmbH, die die Aktienmehrheit an der publity AG hält.Die publity AG ist Alleingesellschafterin der publity VertriebsGmbH. Die publity Vertriebs GmbH ist mit demVertrieb der angebotenen Vermögensanlage betraut.Darüber hinaus ist Thomas Olek nicht in wesentlichemUmfang unmittelbar oder mittelbar an Unternehmenbeteiligt, die mit dem Vertrieb der angebotenen Vermögensanlagebetraut sind. Stanley Bronisz ist nicht inwesentlichem Umfang unmittelbar oder mittelbar anUnternehmen beteiligt, die mit dem Vertrieb der angebotenenVermögensanlage betraut sind.Die Mitglieder der Geschäftsführung der Emittentinsind nicht in wesentlichem Umfang unmittelbar odermittelbar an Unternehmen beteiligt, die der EmittentinFremdkapital geben.Thomas Olek ist Alleingesellschafter der CONSUSGmbH, die die Aktienmehrheit an der publity AG hält.Die publity AG ist Alleingesellschafterin der publity PerformanceGmbH. Die publity Performance GmbH istein Unternehmen, das Lieferungen oder Leistungen imZusammenhang mit der Anschaffung oder Herstellung49


Ein erfahrenes Management für den publity Performance Fonds Nr. 6: Frederik Mehlitz(Geschäftsführer publity Performance GmbH), Thomas Olek (Geschäftsführer publityEmissionshaus GmbH), Christoph Blacha (Geschäftsführer publity Performance GmbH)und Stanley Bronisz (Geschäftsführer publity Emissionshaus GmbH)50


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG7 publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGder Anlageobjekte erbringt. Darüber hinaus ist ThomasOlek nicht in wesentlichem Umfang unmittelbar odermittelbar an Unternehmen beteiligt, die Lieferungen oderLeistungen im Zusammenhang mit der Anschaffungoder Herstellung der Anlageobjekte erbringen. StanleyBronisz ist nicht in wesentlichem Umfang unmittelbaroder mittelbar an Unternehmen beteiligt, die Lieferungenoder Leistungen im Zusammenhang mit der Anschaffungoder Herstellung der Anlageobjekte erbringen.Die Mitglieder der Geschäftsführung der Emittentinsind zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung in keinerArt und Weise mit dem Vertrieb der emittierten Vermögensanlagebeauftragt.Die Mitglieder der Geschäftsführung der Emittentinstellen der Emittentin zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungin keiner Art und Weise Fremdkapital zurVerfügung und vermitteln der Emittentin auch in keinerArt und Weise Fremdkapital.Die Mitglieder der Geschäftsführung der Emittentinerbringen zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungim Zusammenhang mit der Anschaffung oder der Herstellungder Anlageobjekte in keiner Art und Weise Lieferungenoder Leistungen.Es existieren keine Personen, die die Herausgabe oderden Inhalt des Verkaufsprospektes oder die Abgabe oderden Inhalt des Angebots der Vermögensanlage wesentlichbeeinflusst haben („Sonstige Personen“).7.5 Anbieterin und weitereAngaben zu der VermögensanlageFirmapublity Performance GmbHHandelsregister AG Leipzig HRB 28356Gründung 23.05.2012Stammkapital 150.000 EuroGesellschafter publity AG (100 %)Vertretung Christoph Blacha (Geschäftsführer)Frederik Mehlitz (Geschäftsführer)Aufsichtsrat WP, StB Joachim Hürter (Aufsichtsratsvorsitzender),RA, WP, StB Wolfgang Faillard (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender),Mario Linkies (Aufsichtsrat)Geschäftsanschrift/-sitzLandsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigTelefon +49 (0) 341 / 26 17 87 – 13Telefax +49 (0) 341 / 26 17 87 – 31E-Mailinfo@publity-performance.deFunktionen/Sonstige PersonMehr Info unterErstellung der wirtschaftlichen Konzeption,Aufstellung des Verkaufsprospektes, Erbringunglaufender Marketingleistungenwww.publity-performance.deAnbieterin der Vermögensanlage und gleichzeitig Prospektverantwortlicheist die mit der externen Fondsverwaltungbeauftragte publity Performance GmbHmit Sitz in Leipzig, Geschäftsanschrift: Landsteinerstraße6 in 04103 Leipzig. Diese Gesellschaft wurdeam 23.05.2012 gegründet und ist unter HRB 28356 imHandelsregister beim Amtsgericht Leipzig eingetragen.Geschäftsführer der Anbieterin sind Christoph Blachaund Frederik Mehlitz.Die publity AG hält 100 % der Gesellschaftsanteilean der publity Performance GmbH.Zu den PersonenNameGeboren amGeschäftsanschriftRA Christoph Blacha07.06.1957 in Münster/WestfalenLandsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigChristoph Blacha, geboren 1957 in Münster/Westfalen,studierte er an den Universitäten München undMünster und ist seit 1991 als selbstständiger Rechtsanwalt,seit Anfang 1995 in Leipzig, tätig. Er war von2004 bis 2007 Mitglied des Aufsichtsrates der publityAG und wurde 2008 zum Vorstand der publity AGberufen. 2012 wurde er zum Geschäftsführer der publityInvestor GmbH bestellt. Seit 2009 ist Christoph Blachainnerhalb der publity Finanzgruppe für die Entwicklungder Finanzprodukte, die Erstellung der wirtschaftlichenund rechtlichen Konzeptionen, die Aufstellung der Verkaufsprospektesowie für die Erarbeitung der Verträgezwischen allen Beteiligten verantwortlich. ChristophBlacha ist Inhaber der Rechtsanwaltskanzlei „Blacha.Rechtsanwälte“ in Leipzig und ist Geschäftsführer derpublity Performance GmbH.NameGeboren amGeschäftsanschriftFrederik Mehlitz19.04.1965 in Saarbrücken/SaarlandLandsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigFrederik Mehlitz wurde 1965 in Saarbrücken geboren.Nach seinem Wirtschaftsingenieurstudium in Karlsruhebaute er in Paris bei der Compagnie Bancaire die Fremdwährungsrefinanzierungauf. In der Folge war er für dieBayerische Landesbank als Abteilungsdirektor verantwortlichfür das Anleihen- und Aktienprimärmarktgeschäft.Über mehrere Stationen bei der Activest, DepfaBank und der DZ Bank, wo er als Direktor in verantwortlichenPositionen im Kapitalmarktbereich die Anleihenemissionenbegleitete, wurde er 2004 Global Headof Syndicate bei der Landesbank Baden-Württemberg.Für The Debt Exchange, Boston, setzte er sich danachals Head of European Operations für die Expansion des51


US-Unternehmens, spezialisiert im distressed marketin Europa, ein. Seit 2011 ist Frederik Mehlitz bei derpublity AG verantwortlich für alle Transaktionen mitBanken und Finanzinvestoren. Er ist Geschäftsführerder publity Performance GmbH.AufsichtsratWP, StB Joachim Hürter (Aufsichtsratsvorsitzender)RA, WP, StB Wolfgang Faillard (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender)Mario Linkies (Aufsichtsrat)Joachim Hürter wurde am 21.10.1960 in Mayengeboren. Sein Studium der Betriebswirtschaft an derUniversität Köln hat er als Diplom-Kaufmann abgeschlossen.Im Jahr 1990 absolvierte er sein Examen alsSteuerberater und im Jahr 1997 als Wirtschaftsprüfer.Dipl.-Kfm. Joachim Hürter ist Partner der SozietätHLFH (Halft*Lohmar*Faillard*Hürter) Wirtschaftsprüfer,Rechtsanwälte, Steuerberater in Köln.Wolfgang Faillard wurde am 18.09.1956 in Kölngeboren. Er studierte Rechtswissenschaften an derUniversität Köln und legte im Jahr 1983 sein Assessor-Examen ab. Im Jahr 1988 absolvierte er sein Examenals Steuerberater und im Jahr 1992 als Wirtschaftsprüfer.Wolfgang Faillard ist Partner der Sozietät HLFH(Halft*Lohmar*Faillard*Hürter) Wirtschaftsprüfer,Rechtsanwälte, Steuerberater in Köln.Mario Linkies, 1963 in Leipzig geboren, studierte ander Humboldt-Universität zu Berlin Finanz- und Bankwirtschaftsowie Außenhandel. Heute ist Mario LinkiesUnternehmer und leitet die internationale BeratungsgruppeLINKIES. Management Consulting und hatmehrere Fachbücher zum Thema Sicherheit und Risikomanagementveröffentlicht.Die Anbieterin hat die Verantwortlichkeit für die imProspekt enthaltenen Angaben übernommen. Danebenist die Anbieterin verantwortlich für die Konzeptionierungund die Erstellung der laufenden Fonds-Dokumentation(wie der Prospektaufstellung einschließlichetwaiger Nachträge, Erstellung der Anlagebedingungensowie der Abschluss etwaiger zusätzlicher Verträge imZusammenhang mit der Fondsverwaltung, beruhendauf der AIFM-Umsetzung), das Marketing sowie dieFondsverwaltung.Für die Erstellung der laufenden Fonds-Dokumentation(wie der Prospektaufstellung einschließlichetwaiger Nachträge, Erstellung der Anlagebedingungensowie der Abschluss etwaiger zusätzlicher Verträgeim Zusammenhang mit der Fondsverwaltung beruhendauf der AIFM-Umsetzung) erhält die Anbieterin eineVergütung in der Höhe von 2 % des tatsächlich an derFondsgesellschaft gezeichneten Kommanditkapitalsohne Agio zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Diese Vergütung wird mit Ablauf von 1 Monat nachBeginn der Emissionsphase bis zum Ende der Emissionsphasein Teilbeträgen monatlich zur Auszahlung fällig.Für die Erbringung der laufenden Marketingleistungenerhält die Anbieterin eine Vergütung in derHöhe von 1 % des tatsächlich an der Fondsgesellschaftgezeichneten Kommanditkapitals (ohne Agio) zzgl.gesetzlicher Umsatzsteuer.Diese Vergütung wird mit Ablauf von 1 Monat nachBeginn der Emissionsphase bis zum Ende der Emissionsphasein Teilbeträgen monatlich zur Auszahlung fällig.Die Anbieterin wird im eigenen Namen und aufeigene Rechnung die publity AG – im rechtlich zulässigenUmfang – mit Teilen der zu erbringenden Marketingleistungenfür die Dauer der Emissionsphase beauftragen.Dafür erhält die publity AG von der Anbieterineine Vergütung in Höhe von 0,95 % des tatsächlich ander Fondsgesellschaft gezeichneten Kommanditkapitals(ohne Agio) zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Die Anbieterinwird diese Vergütung jeweils zwei Wochen nachErhalt der ihr gegenüber der Fondsgesellschaft zustehendenVergütung für die Erbringung der laufendenMarketingleistungen an die publity AG weiterleiten.Für die laufende Fondsverwaltung erhält die Anbieterinab Veröffentlichung des Verkaufsprospekts gem.§ 9 VermAnlG bis zum 31.12.2013 eine Vergütung inder Höhe von 300.000 Euro zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Diese Vergütung wird pro rata in Teilbeträgenmonatlich nachträglich zur Auszahlung fällig.Ab dem 01.01.2014 erhält die Anbieterin für dielaufende Fondsverwaltung eine jährliche Vergütungin der Höhe von 1 % des tatsächlich von der Fondsgesellschaftim jeweiligen Geschäftsjahr investiertenKapitals (inkl. Fremdkapital und Erwerbsnebenkosten)zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Diese Vergütung für die Fondsverwaltung wird abdem 01.01.2014 bis zur Beendigung der Laufzeit derFondsgesellschaft in angemessenen Teilbeträgen entsprechendeiner pro rata Auszahlung, basierend aufdem nach der Prognoserechnung von der Fondsgesellschaftzu investierenden Kapital (inkl. Fremdkapitalund Erwerbsnebenkosten), monatlich fällig.Etwaige Über- oder Unterzahlungen sind zum Endedes Geschäftsjahres auszugleichen.Für die Objektverwaltung erhält die Anbieterin einejährliche Vergütung in Höhe von 4 % von den Jahreseinnahmender Fondsgesellschaft aus der Bewirtschaf-52


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG7 publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGtung zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Diese Vergütungwird mit Ablauf von 1 Monat nach Eingang der erstenEinnahmen aus der Bewirtschaftung auf das dafür vorgeseheneKonto der Fondsgesellschaft bis zur Beendigungder Laufzeit der Fondsgesellschaft (basierend aufder Berechnungsgrundlage des Vormonats) monatlichzur Auszahlung fällig. Etwaige Über- oder Unterzahlungensind zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahresauszugleichen.Die Anbieterin wird im eigenen Namen und für eigeneRechnung die publity Immobilien GmbH – im zulässigenUmfang – mit Teilen der laufenden Objektverwaltungbeauftragen. Dafür erhält die publity ImmobilienGmbH von der Anbieterin eine Vergütung in Höhevon 3,95 % von den Jahreseinnahmen der Fondsgesellschaftaus der Bewirtschaftung zzgl. gesetzlicherUmsatzsteuer. Die Anbieterin wird diese Vergütungjeweils zwei Wochen nach Erhalt der ihr gegenüberder Fondsgesellschaft zustehenden Vergütung für dieErbringung der laufenden Objektverwaltung an diepublity Immobilien GmbH weiterleiten.Über die vorstehend erläuterten Gesamtbezügehinaus erhält die Anbieterin weder Gewinnbeteiligungen,Entnahmerechte, sonstige Bezüge, insbesondereGehälter, Aufwandsentschädigungen, Versicherungsentgelte,Provisionen oder Nebenleistungen.Da es sich bei der Anbieterin um eine juristischePerson handelt, ist die Erstellung eines Führungszeugnissesnicht möglich. Aus diesem Grund liegt hinsichtlichder Anbieterin kein Führungszeugnis vor, in demEintragungen in Bezug auf Verurteilungen einer Straftatnach den §§ 263 bis 283d des Strafgesetzbuchs, § 54des Kreditwesengesetzes, § 38 des Wertpapierhandelsgesetzesoder § 369 der Abgabenordnung, enthaltensind. Bei der Anbieterin handelt es sich zudem um eineinländische juristische Person, die somit strafrechtlichnicht im Ausland verfolgt werden kann.Über das Vermögen der Anbieterin wurde innerhalbder letzten fünf Jahre kein Insolvenzverfahren eröffnetoder mangels Masse abgewiesen.Innerhalb der letzten fünf Jahre war die Anbieterinnicht in der Geschäftsführung einer Gesellschaft tätig,über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnetoder mangels Masse abgewiesen wurde.Es gibt betreffend der Anbieterin keine Aufhebungeiner Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäftenoder zur Erbringung von Finanzdienstleistungen durchdie Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.Die Anbieterin ist in keiner Art und Weise für Unternehmentätig, die mit dem Vertrieb der angebotenenVermögensanlage betraut sind.Die Anbieterin ist in keiner Art und Weise für Unternehmentätig, die der Emittentin Fremdkapital geben.Die Anbieterin ist in keiner Art und Weise fürUnternehmen tätig, die Lieferungen oder Leistungenim Zusammenhang mit der Anschaffung und der Herstellungder Anlageobjekte erbringen.Die Anbieterin ist nicht in wesentlichem Umfangunmittelbar oder mittelbar an Unternehmen beteiligtan Unternehmen, die mit dem Vertrieb der angebotenenVermögensanlage betraut sind.Die Anbieterin ist nicht in wesentlichem Umfangunmittelbar oder mittelbar an Unternehmen beteiligt,die der Emittentin Fremdkapital geben.Die Anbieterin ist nicht in wesentlichem Umfang anUnternehmen beteiligt, die die Lieferungen oder Leistungenim Zusammenhang mit der Anschaffung oderder Herstellung der Anlageobjekte erbringen.Die Anbieterin ist zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungin keiner Art und Weise mit dem Vertrieb deremittierten Vermögensanlage beauftragt.Die Anbieterin stellt zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungin keiner Art und Weise der EmittentinFremdkapital zur Verfügung oder vermittelt es.Die Anbieterin erbringt zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungin keiner Art und Weise im Zusammenhangmit den Anlageobjekten Lieferungen oder Leistungen.Da die Fondsgesellschaft das operative Geschäftvoraussichtlich frühestens im 4. Quartal 2013 aufnehmenwird, wurden im Bezug auf die Emittentin bisherkeine Vermögensanlage in Sinne des § 1 Absatz 2 Vermögensanlagengesetzausgegeben.Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung bestehenkeine Gerichts-, Schieds- und Verwaltungsverfahren,die einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Emittentinund die Vermögensanlage haben. Außerdem istdie Tätigkeit der Emittentin nicht durch außergewöhnlicheEreignisse beeinflusst worden.Für die Verzinsung oder Rückzahlung der angebotenenVermögensanlage hat keine juristische Personoder Gesellschaft die Gewährleistung übernommen.Der Unternehmensgegenstand der Emittentin, diegemeinsame Anlage des von Anlegern eingezahltenKommanditkapitals einschließlich eines etwaigenFremdkapitals und die Erzielung von Einkünften zumNutzen der Anleger durch den Erwerb, die Bewirtschaftungund die anschließende Veräußerung von Immobilien,entspricht den wichtigsten Tätigkeitsbereichender Emittentin.Eine Abhängigkeit von Patenten, Lizenzen oder neuenHerstellungsverfahren der publity Performance FondsNr. 6 GmbH & Co. KG, die von wesentlicher Bedeu-53


tung für die Geschäftstätigkeit und die Ertragslageder Fondsgesellschaft sind, besteht nicht. Die publityPerformance GmbH, die publity Vertriebs GmbH,die mit der Durchführung der „Immobilien Due Diligence“beauftragten Sachverständigen und die mit derErstellung der „Legal Due Diligence“ beauftragtenunabhängige Rechtsanwälte sind wesentliche Vertragspartnerder Fondsgesellschaft. Sofern die Verträge mitdiesen wesentlichen Vertragspartnern nicht wirksamsind bzw. die jeweiligen Anforderungen im Hinblickauf die Durchsetzbarkeit oder die Vertragstreue dieserVerträge nicht gewahrt werden, kann dies negative Auswirkungenauf die Geschäftstätigkeit und Ertragslageder Emittentin haben. Darüber hinaus besteht für diepublity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung keine weitereAbhängigkeit von Verträgen.Die Fondsgesellschaft ist nicht Teil eines Konzernsim Sinne von § 15 AktG und §§ 290 ff. HGB.Die Geschäftstätigkeit der Fondsgesellschaft beginntmit dem Anfang ihrer operativen Tätigkeit. Deshalbwurden bis zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungkeine Ausgaben in Form von laufenden Investitionengetätigt. Es wurden bis zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungkeine Verträge über die Anschaffung oderHerstellung der Anlageobjekte oder wesentlicher Teiledavon abgeschlossen. Das operative Geschäft der Fondsgesellschaftbeginnt mit dem Ankauf des ersten Anlageobjekts.Die Fondsverwaltung hat zum Zeitpunktder Prospektaufstellung die in Kapitel 14 „RechtlicheGrundlagen“ auf Seite 97 im Einzelnen dargestelltenund teilweise in Kapitel 17 „Anhang“ vollständigabgedruckten Verträge für den publity PerformanceFonds Nr. 6 abgeschlossen.7.6 Angaben zu den Mitgliedernder Geschäftsführungder Anbieterin, derProspektverantwortlichen undder TreuhandkommanditistinAnbieterin der Vermögensanlage und gleichzeitigProspektverantwortliche ist die mit der externenFondsverwaltung beauftragte publity PerformanceGmbH, gegründet am 23.05.2012, eingetragen unterder Nr. 28356 im Handelsregister des AmtsgerichtsLeipzig, Landsteinerstraße 6 in 04103 Leipzig, nachfolgend„Anbieterin“ oder „Prospektverantwortliche“genannt. Mitglieder der Geschäftsführung der Anbieterin/derProspektverantwortlichen sind ChristophBlacha und Frederik Mehlitz. Christoph Blacha undFrederik Mehlitz sind jeweils zur Einzelvertretung derpublity Performance GmbH ermächtigt und nehmenihre Geschäftsführungsaufgaben entsprechend derSatzung der publity Performance GmbH wahr.Die Anbieterin/die Prospektverantwortliche hateinen Aufsichtsrat, bestehend aus Joachim Hürter,Wolfgang Faillard und Mario Linkies bestellt. Dieseübernehmen die Überwachung der Geschäftsführungder Anbieterin/Prospektverantwortlichen.Ihre Geschäftsanschrift lautet Landsteinerstraße 6in 04103 Leipzig.Treuhandkommanditistin ist die Rödl & RichterFondstreuhand GmbH.Geschäftsführerin und somit das Mitglied derGeschäftsführung der Treuhandkommanditistin istDipl.-Jur. Ute Eller. Ihre Geschäftsanschrift lautet:Straße des 17. Juni 106, 10623 Berlin.Die Rödl & Richter Fondstreuhand GmbH verfügtüber keine Aufsichtsgremien oder Beiräte.Den jeweiligen Mitgliedern der Geschäftsführungder Anbieterin/der Prospektverantwortlichen, der Treuhandkommanditistinsowie den Mitgliedern des Aufsichtsratsder Anbieterin/der Prospektverantwortlichenstehen keine Gewinnbeteiligungen, Entnahmerechtesowie keine sonstigen Gesamtbezüge, insbesondereGehälter, Aufwandsentschädigungen, Versicherungsentgelte,Provisionen und Nebenleistungen jeder Arthinsichtlich der Vermögensanlage zu.Eintragungen in Bezug auf Verurteilungen wegeneiner Straftat nacha] den §§ 263 bis 283d des Strafgesetzbuchs (dasbetrifft Straftaten wegen Betrug und Untreue,Urkundenfälschung und Insolvenzstraftaten),b] § 54 des Kreditwesengesetzes (verboteneGeschäfte und Betreiben von Bankgeschäftenoder Finanzdienstleistungen ohne erforderlicheGenehmigung),c] § 38 des Wertpapierhandelsgesetzes (Börsenstraftaten,insbesondere verbotene Insidergeschäfteund Marktmanipulation) oderd] § 369 der Abgabenordnung (Steuerstraftaten),die in einem Führungszeugnis enthalten sind, das zumZeitpunkt der Prospektaufstellung nicht älter als sechsMonate ist, bestehen für die jeweiligen Mitglieder derGeschäftsführung der Anbieterin/der Prospektverantwortlichen,der Treuhandkommanditistin sowie54


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG7 publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGder Mitglieder des Aufsichtsrats der Anbieterin/derProspektverantwortlichen nicht. Alle Mitglieder derGeschäftsführung der Anbieterin/der Prospektverantwortlichen,der Treuhandkommanditistin sowie desAufsichtsrats der Anbieterin/der Prospektverantwortlichensind deutsche Staatsbürger. Eine ausländischeVerurteilung wegen einer Straftat, die mit den vorgenanntenStraftaten vergleichbar wäre, besteht für diejeweiligen Mitglieder der Geschäftsführung der Anbieterin/derProspektverantwortlichen, der Treuhandkommanditistinsowie des Aufsichtsrats der Anbieterin/derProspektverantwortlichen nicht.Über das Vermögen der jeweiligen Mitglieder derGeschäftsführung der Anbieterin/der Prospektverantwortlichen,der Treuhandkommanditistin und des Aufsichtsratsder Anbieterin/der Prospektverantwortlichenwurde innerhalb der letzten fünf Jahre kein Insolvenzverfahreneröffnet oder mangels Masse abgewiesen.Innerhalb der letzten fünf Jahre waren die Mitgliederder Geschäftsführung der Anbieterin/der Prospektverantwortlichen,der Treuhandkommanditistin sowie desAufsichtsrats der Anbieterin/der Prospektverantwortlichennicht in der Geschäftsführung einer Gesellschafttätig, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnetoder mangels Masse abgewiesen wurde.Es gibt betreffend der jeweiligen Mitglieder derGeschäftsführung der Anbieterin/der Prospektverantwortlichen,der Treuhandkommanditistin sowie desAufsichtsrats der Anbieterin/der Prospektverantwortlichenkeine Aufhebung einer Erlaubnis zum Betreibenvon Bankgeschäften oder zur Erbringung vonFinanzdienstleistungen durch die Bundesanstalt fürFinanzdienstleistungsaufsicht.Die jeweiligen Mitglieder der Geschäftsführung derAnbieterin/der Prospektverantwortlichen, der Treuhandkommanditistinsowie des Aufsichtsrats der Anbieterin/der Prospektverantwortlichen sind in keiner Art undWeise für Unternehmen tätig, die mit dem Vertrieb derangebotenen Vermögensanlage betraut sind.Die jeweiligen Mitglieder der Geschäftsführung derAnbieterin/der Prospektverantwortlichen, der Treuhandkommanditistinsowie des Aufsichtsrats der Anbieterin/derProspektverantwortlichen sind in keiner Artund Weise für Unternehmen tätig, die der EmittentinFremdkapital geben.Die jeweiligen Mitglieder der Geschäftsführung derAnbieterin/der Prospektverantwortlichen, der Treuhandkommanditistinsowie des Aufsichtsrats der Anbieterin/der Prospektverantwortlichen sind in keiner Art undWeise für Unternehmen tätig, die Lieferungen oder Leistungenim Zusammenhang mit der Anschaffung oderder Herstellung der Anlageobjekte erbringen.Die jeweiligen Mitglieder der Geschäftsführung derAnbieterin/der Prospektverantwortlichen, der Treuhandkommanditistinsowie des Aufsichtsrats der Anbieterin/der Prospektverantwortlichen sind in keinem wesentlichenUmfang unmittelbar oder mittelbar an Unternehmenbeteiligt, die mit dem Vertrieb der angebotenenVermögensanlage betraut sind.Die jeweiligen Mitglieder der Geschäftsführung derAnbieterin/der Prospektverantwortlichen, der Treuhandkommanditistinsowie des Aufsichtsrats der Anbieterin/der Prospektverantwortlichen sind in keinem wesentlichenUmfang unmittelbar oder mittelbar an Unternehmenbeteiligt, die der Emittentin Fremdkapital geben.Die jeweiligen Mitglieder der Geschäftsführung derAnbieterin/der Prospektverantwortlichen, der Treuhandkommanditistinsowie des Aufsichtsrats der Anbieterin/der Prospektverantwortlichen sind in keinem wesentlichenUmfang unmittelbar oder mittelbar an Unternehmenbeteiligt, die Lieferungen oder Leistungen imZusammenhang mit der Anschaffung oder Herstellungdes Anlageobjekte erbringen.Die jeweiligen Mitglieder der Geschäftsführung derAnbieterin/der Prospektverantwortlichen, der Treuhandkommanditistinsowie des Aufsichtsrats der Anbieterin/der Prospektverantwortlichen sind zum Zeitpunkt derProspektaufstellung in keiner Art und Weise mit demVertrieb der emittierten Vermögensanlage beauftragt.Die jeweiligen Mitglieder der Geschäftsführung derAnbieterin/der Prospektverantwortlichen, der Treuhandkommanditistinsowie des Aufsichtsrats der Anbieterin/der Prospektverantwortlichen stellen der Emittentinzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung in keiner Artund Weise Fremdkapital zur Verfügung und vermittelnes auch nicht.Die jeweiligen Mitglieder der Geschäftsführung derAnbieterin/der Prospektverantwortlichen, der Treuhandkommanditistinsowie des Aufsichtsrats der Anbieterin/derProspektverantwortlichen erbringen zum Zeitpunktder Prospektaufstellung im Zusammenhang mitder Anschaffung oder Herstellung der Anlageobjektein keiner Art und Weise Lieferungen oder Leistungen.55


8 Vertragspartner der EmittentinNachfolgend werden die Vertragspartner (außerhalbdes Gesellschaftsverhältnisses) beschrieben, die für dieDurchführung des Investitionsvorhabens von wesentlicherBedeutung sind. Eine ausführliche Darstellungdes Vertrages über die Fondsverwaltung, einschließlichder Erstellung der wirtschaftlichen Konzeption und dasMarketing, des Vertrages über den Vertrieb des Eigenkapitalsund des Vertrages über die Geschäftsbesorgungfinden sich im Kapitel 14 „Rechtliche Grundlagen“ aufSeite 97. Der Gesellschaftsvertrag, der Geschäftsbesorgungsvertrag,der Treuhand- und Verwaltungsvertragsind vollständig in Kapitel 17 „Anhang“ diesesVerkaufsprospektes abgedruckt.8.1 WirtschaftlicheKonzeption und MarketingFirmapublity Performance GmbHHandelsregister AG Leipzig HRB 28356Gründung 23.05.2012Stammkapital150.000 EuroGesellschafter publity AG (100 %)VertretungAufsichtsratGeschäftsanschrift/-sitzRA Christoph Blacha (Geschäftsführer)Frederik Mehlitz (Geschäftsführer)WP, StB Joachim Hürter (Aufsichtsratsvorsitzender),RA, WP, StB Wolfgang Faillard(stellv. Aufsichtsratsvorsitzender), MarioLinkies (Aufsichtsrat)Landsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigTelefon +49 (0) 341 / 26 17 87 – 13Telefax +49 (0) 341 / 26 17 87 – 31E-Mailinfo@publity-performance.deFunktionen/Sonstige PersonMehr Info unterErstellung der wirtschaftlichen Konzeption,Aufstellung des Verkaufsprospektes,Erbringung laufender Marketingleistungenwww.publity-performance.deDie publity Performance GmbH mit Sitz in Leipzig,Geschäftsanschrift Landsteinerstraße 6 in 04103 Leipzig,wurde am 23.05.2012 gegründet und ist unter HRB28356 im Handelsregister beim Amtsgericht Leipzigeingetragen. Geschäftsführer der publity PerformanceGmbH sind Christoph Blacha und Frederik Mehlitz.Die publity AG hält 100 % der Gesellschaftsanteilean der publity Performance GmbH.Die publity Performance GmbH ist verantwortlichfür die Erstellung der wirtschaftlichen Konzeption sowiedie Erbringung von Marketingleistungen.Für die Erstellung der laufenden Fonds-Dokumentation(wie der Prospektaufstellung einschließlich etwaigerNachträge, die Erstellung der Anlagebedingungensowie der Abschluss etwaiger zusätzlicher Verträge imZusammenhang mit der Fondsverwaltung beruhend aufder AIFM-Umsetzung) erhält die publity PerformanceGmbH eine Vergütung in der Höhe von 2 % des tatsächlichan der Fondsgesellschaft gezeichneten Kommanditkapitalsohne Agio zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Diese Vergütung wird mit Ablauf von 1 Monat nachBeginn der Emissionsphase bis zum Ende der Emissionsphasein Teilbeträgen monatlich zur Auszahlung fällig.Für die Erbringung der laufenden Marketingleistungenerhält die publity Performance GmbH eine Vergütungin der Höhe von 1 % des tatsächlich an der Fondsgesellschaftgezeichneten Kommanditkapitals (ohneAgio) zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Diese Vergütung wird mit Ablauf von 1 Monat nachBeginn der Emissionsphase bis zum Ende der Emissionsphasein Teilbeträgen monatlich zur Auszahlung fällig.Die publity Performance GmbH wird im eigenenNamen und auf eigene Rechnung die publity AG – imrechtlich zulässigen Umfang – mit Teilen der zu erbringendenMarketingleistungen für die Dauer der Emissionsphasebeauftragen. Dafür erhält die publity AGvon der publity Performance GmbH eine Vergütung inHöhe von 0,95 % des tatsächlich von der Fondsgesellschafteingeworbenen Kommanditkapitals (ohne Agio)zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Die publity PerformanceGmbH wird diese Vergütung jeweils zwei Wochen nachErhalt der ihr gegenüber der Fondsgesellschaft zustehendenVergütung für die Erbringung der laufendenMarketingleistungen an die publity AG weiterleiten.Darüber hinaus wurde die publity PerformanceGmbH von der Fondsgesellschaft mit der umfassendenFondsverwaltung beauftragt.Für die laufende Fondsverwaltung erhält die publityPerformance GmbH ab Veröffentlichung des Verkaufsprospektsgem. § 9 VermAnlG bis zum 31.12.2013 eineVergütung in der Höhe von 300.000 Euro zzgl. gesetzlicherUmsatzsteuer. Diese Vergütung wird pro rata in Teilbeträgenmonatlich nachträglich zur Auszahlung fällig.Ab dem 01.01.2014 erhält die publity PerformanceGmbH für die laufende Fondsverwaltung eine jährlicheVergütung in der Höhe von 1 % des tatsächlich von derFondsgesellschaft im jeweiligen Geschäftsjahr investiertenKapitals (inkl. Fremdkapital und Erwerbsnebenkosten)zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Diese Vergütung für die Fondsverwaltung wird ab dem01.01.2014 bis zur Beendigung der Laufzeit der Fondsgesellschaftin angemessenen Teilbeträgen entsprechend57


einer pro rata Auszahlung, basierend auf dem nach derPrognoserechnung von der Fondsgesellschaft zu investierendenKapital (inkl. Fremdkapital und Erwerbsnebenkosten),monatlich fällig.Etwaige Über- oder Unterzahlungen sind zum Endedes Geschäftsjahres auszugleichen.Für die Objektverwaltung erhält die publity PerformanceGmbH eine jährliche Vergütung in Höhe von 4 %von den Jahreseinnahmen der Fondsgesellschaft aus derBewirtschaftung. Diese Vergütung wird mit Ablauf von1 Monat nach Eingang der ersten Einnahmen aus derBewirtschaftung auf das dafür vorgesehene Konto derFondsgesellschaft bis zur Beendigung der Laufzeit derFondsgesellschaft (basierend auf der Berechnungsgrundlagedes Vormonats) monatlich zur Auszahlung fällig.Etwaige Über- oder Unterzahlungen sind zum Ende desjeweiligen Geschäftsjahres auszugleichen.Die publity Performance GmbH wird im eigenenNamen und für eigene Rechnung die publity ImmobilienGmbH – im zulässigen Umfang – mit Teilen derlaufenden Objektverwaltung beauftragen. Dafür erhältdie publity Immobilien GmbH von der publity PerformanceGmbH eine Vergütung in Höhe von 3,95 % vonden Jahreseinnahmen der Fondsgesellschaft aus derBewirtschaftung. Die publity Performance GmbH wirddiese Vergütung jeweils zwei Wochen nach Erhalt derihr gegenüber der Fondsgesellschaft zustehenden Vergütungfür die Erbringung der laufenden Objektverwaltungan die publity Immobilien GmbH weiterleiten.8.2 Einwerbung des EigenkapitalsFirmapublity Vertriebs GmbHHandelsregister AG Leipzig HRB 24576Gründung 17.10.2008Stammkapital25.000 EuroGesellschafter publity AG (100 %)VertretungThomas Olek (Geschäftsführer)Geschäftsanschrift/-sitz Landsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigTelefon +49 (0) 341 / 26 17 87 – 61Telefax +49 (0) 341 / 26 17 87 – 32E-Mailt.olek@publity.deFunktionEinwerbung des EigenkapitalsMehr Info unter www.publity-vertrieb.deDie publity Vertriebs GmbH wurde von der publity PerformanceGmbH mit der Einwerbung des Emissionskapitalsbis längstens zum 30.06.2014 beauftragt. Dafürerhält die publity Vertriebs GmbH eine erfolgsabhängigeProvision in Höhe von 9 % auf das von ihr eingeworbeneKommanditkapital. Darüber hinaus erhält sieeine weitere Provision in Höhe des von den Anlegernzu zahlenden Agios von 5 % des eingeworbenen Kommanditkapitals.Die publity Vertriebs GmbH betreibtkein „Endkundengeschäft“, sondern beauftragt freieVermittler mit der Einwerbung des Eigenkapitals; vgl.Abschnitt 14.4 „Beratungsvertrag zur laufenden beratendenTätigkeit“ auf Seite 103. Über den Eingang einervon einem Anleger eingezahlten Vertriebsprovision aufdas dafür vorgesehene Konto wird CACEIS die publityPerformance GmbH umgehend informieren. Nach Einhaltungbzw. Beachtung aller gesetzlichen Vorschriftenwird CACEIS auf Weisung der publity PerformanceGmbH die Vertriebsprovision an die publity VertriebsGmbH weiterleiten. Die publity Vertriebs GmbH ist füreine abschließende Verteilung der Vertriebsprovisionentsprechend den jeweiligen Vertriebsvereinbarungender Fondsgesellschaft zuständig.Die publity AG hält 100 % der Gesellschaftsanteilean der publity Vertriebs GmbH.8.3 Due Diligence8.3.1 Immobilien-Due-DiligenceVor dem Erwerb von Anlageobjekten erfolgt eine individuelleBewertung der Immobilien im Rahmen einer„Immobilien Due Diligence“ durch unabhängige Immobilien-Sachverständige.Auf Grundlage von Grundbuchauszügen,vorliegender Verkehrswertgutachten, Vorortrecherchenund Besichtigungen werden zudem die ausdem freihändigen Verkauf bzw. aus einer Zwangsversteigerungerzielbaren Erlöse ermittelt und jeweils ineinem Businessplan für jede Immobilie (bzw. Grundpfandrecht)zusammengefasst. Bei den Kosten für diebeauftragten Immobilien-Sachverständigen handelt essich um Erwerbsnebenkosten im Rahmen der Investitionstätigkeitder Fondsgesellschaft.8.3.2 Legal Due DiligenceDie publity Performance GmbH wird für die Fondsgesellschaftunabhängige Rechtsanwälte mit der Durchführungeiner parallelen „Legal Due Diligence“ undder Erstellung entsprechender Due Diligence Berichtebeauftragen, die die Grundlage für den Abschluss derKaufverträge über die mittelbar oder unmittelbar zuerwerbenden Immobilien bilden.58


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG8 Vertragspartner der EmittentinBei den Kosten für die beauftragten unabhängigenRechtsanwälte handelt es sich um Erwerbsnebenkosten imRahmen der Investitionstätigkeit der Fondsgesellschaft.8.3.3 Due Diligence im Rahmen derrechtlichen und steuerlichen TransaktionNach Durchführung der „Immobilien Due Diligence“und der zusätzlichen „Legal Due Diligence“ sowie demVorliegen des „Immobilien Due Diligence“-Berichtesbzw. des „Legal Due Diligence“-Berichtes einschließlichdes jeweiligen Businessplans erfolgt die Kaufentscheidungder Fondsgesellschaft durch die publity PerformanceGmbH.Mit der Durchführung der „Due Diligence im Rahmender rechtlichen und steuerlichen Transaktion“ kann diepublity Performance GmbH im freien Ermessen – soweitrechtlich zulässig – Dritte beauftragen, die beispielsweisedie abzuschließenden Kaufverträge vorbereitenund prüfen sowie die Kaufvertragsverhandlungen mitden Verkäufern führen.Bei den Kosten für die ggf. beauftragten Drittenhandelt es sich um Erwerbsnebenkosten im Rahmen derInvestitionstätigkeit der Fondsgesellschaft.8.4 Steuerberatung und BuchhaltungFirmaRödl & Richter GmbHWirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaftHandelsregister AG Berlin Charlottenburg HRB 67717Gründung 18.03.1998Stammkapital 75.000 EuroVertretungWP, StB Monika Richter (Geschäftsführerin),RA, StB, LL.M. Prof. Dr. Christian Rödl(Geschäftsführer), WP, StB Wolfgang Kraus(Geschäftsführer)Gesellschafter 100 % der Anteile hält eine Gesellschaftder Rödl UnternehmensgruppeGeschäftsanschrift/ Straße des 17. Juni 106, 10623 Berlin-sitzTelefon +49 (0)30/54 71 00 0Telefax +49 (0)30/54 71 00 50E-Mailinfo@roedl-richter.deFunktion Laufende Fondsbetreuung u. a.Überwachung der Dokumentation undAbrechnung des ForderungseinzugsMehr Info unter www.roedl.demit der laufenden Beratung der Fondsgesellschaft beauftragt,unter anderem mit der Buchhaltung, der Jahresabschlusserstellungund der steuerlichen Beratung.Für die Erstellung der Buchführung und der Jahresabschlüsseerhält sie ein Pauschalhonorar in Höhe vonjährlich 18.500 Euro zzgl. Auslagen und gesetzlicherUmsatzsteuer.Für die erstmalige Einrichtung der Buchführung erhältsie eine Pauschalvergütung in Höhe von 450 Euro zzgl.Auslagen und gesetzlicher Umsatzsteuer. Gegen entsprechendenNachweis können erhöhte Aufwendungenüber den kalkulierten Pauschalbetrag pro Jahr hinausbis zu einem Betrag von 5.000 Euro zzgl. Auslagen undgesetzlicher Umsatzsteuer abgerechnet werden. Für diesteuerliche Beratung, einschließlich der Erstellung derSteuererklärungen erhält die Rödl & Richter GmbH einjährliches Pauschalhonorar in Höhe von 2.500 Eurozzgl. Auslagen und gesetzlicher Umsatzsteuer.8.5 JahresabschlussprüfungFirmaBDO AG WirtschaftsprüfungsgesellschaftHandelsregister AG Hamburg HRB 1981Gründung 28.02.1920Stammkapital 7.800.000 EuroVertretungRA, WP, StB Dr. Holger Otte (Vorstandsvorsitzender),Werner Jacob (stellv.Vorstandsvorsitzender), Frank Biermann(Vorstand), RA, WP, StB ChristianDyckerhoff (Vorstand), Klaus Eckmann, Dr.Christian Gorny (Vorstand), Dr. Arno Probst(Vorstand), Manuel Rauchfuss (Vorstand),Kai Niclas Rauscher (Vorstand), RolandSchulz (Vorstand)Geschäftsanschrift/ Fuhlentwiete 12, 20355 Hamburg-sitzTelefon +49 (0)40/30 29 30Telefax +49 (0)40/33 76 91E-Mailhamburg@bdo.deFunktionPrüfung der Jahresabschlüsse derFondsgesellschaftMehr Info unter www.bdo.deDie Fondsgesellschaft beabsichtigt, die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaftmit der Prüfung der Jahresabschlüssezu beauftragen.Die Rödl & Richter GmbH wurde von der publityPerformance GmbH im Namen der Fondsgesellschaft59


9 Chancen der BeteiligungMit einer Anlage an der publity Performance FondsNr. 6 GmbH & Co. KG sind attraktive Chancen verbunden,die angesichts der Entwicklung des deutschenImmobilienmarktes hohe Renditen aus dem „Ankauf,der Bewirtschaftung und dem Verkauf von Immobilien“erwarten lassen.Investitionen (mittelbarer undunmittelbarer Kauf von Immobilien)Angesichts der anhaltenden Finanzkrise sowie den immerstrengeren Eigenkapitalrichtlinien werden Banken weiterhinim Rahmen ihrer Verwertungsverfahren Immobilienverkaufen. Darüber hinaus bevorzugen ebensoinstitutionelle Finanzinvestoren eine Verwertung vonImmobilien durch den raschen und in der Regel unkompliziertenVerkauf an finanzstarke Geschäftspartner ausder Immobilieninvestmentbranche. Die Fondsgesellschaftwird ausschließlich Investitionen im Rahmen diesesExperten- und Nischenmarktes tätigen. Investitionenin qualitativ hochwertige Immobilien an nachhaltigenStandorten mit einem ausgearbeiteten Vermarktungskonzeptbieten eine nahezu gesicherte Gewinnerzielung.Die Fondsgesellschaft wird die Anlageobjekte nurerwerben, wenn die mit der Durchführung der Due Diligencebeauftragten Immobilien-Sachverständigen undunabhängigen Rechtsanwälte in ihren Due-Diligence-Berichten Feststellungen dazu getroffen haben, dass die„vertraglich verankerten Investitionskriterien erfülltbzw. „die Ausschlusskriterien“ nicht erfüllt sind; vgl.Abschnitt 10.3 „Die Anlageobjekte und die vertraglichverankerten Investitionskriterien der Anlageobjekte“ aufSeite 61. Darüber hinaus wird die Emittentin lediglich insolche Immobilien investieren, die nach dem Vermarktungskonzept,unter anderem Senkung des Leerstands,Abschluss individuell ausgehandelter Mietverträge, einesichere und nachhaltige Rendite erwarten lassen undsomit einen realen materiellen Wertzuwachs sicherstellensollen. Denkbar ist auch der Erwerb von Anteilen aneiner Immobilien haltenden Objektgesellschaft, soferndamit die Akquisition der gehaltenen Immobilie(n) realisiertwerden soll. Gemäß Abschnitt 12.2 „VoraussichtlicheVermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin,der publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co.KG“ auf Seite 77 wird die Emittentin entsprechendder Prognoserechnung 61.900.000 Euro investieren.„Fonds-zu-Fonds-Transaktionen“ innerhalb derpublity Finanzgruppe sind ausgeschlossen. Demzufolgekann die Fondsgesellschaft keine Anlageobjekte erwerben,die sich bereits im wirtschaftlichen Eigentum einesUnternehmens der publity Finanzgruppe befunden haben.Darüber hinaus sind ebenfalls jegliche Transaktionenhinsichtlich des Erwerbs bzw. der Verwertung vonAnlageobjekten mit den in diesem Prospekt genanntenPersonen unzulässig.Erlöse aus der Bewirtschaftung undder Verwertung von ImmobilienDie Emittentin wird lediglich in solche Anlageobjekteinvestieren, bei denen die Erzielung der prognostiziertenErlöse wahrscheinlich erscheint und diese im Zweifelsogar übertreffen können.Es ist beabsichtigt, dass die Fondsgesellschaft bereitsim Jahr 2013 die ersten Anlageobjekte erwirbt und inden Jahren 2013 bis 2018 Erlöse aus der Bewirtschaftungund dem Verkauf der Anlageobjekte erzielt. Fürdiesen Zeitraum wird im Hinblick auf die Emittentinmit Erlösen in Höhe von 39.500.000 Euro gerechnet.Darüber hinaus plant die Emittentin, sämtliche erworbenenImmobilien spätestens zum Ende der Fondslaufzeitzu verwerten. Diesbezüglich rechnet die Emittentin miteinem Veräußerungserlös in Höhe von 60.000.000 Euro.Um die prognostizierten Erlöse realisieren und imbesten Fall sogar übertreffen zu können, wird die Emittentinnur in Anlageobjekte an wertstabilen und nachhaltigenStandorten, bevorzugt in Ballungsräumen mitEntwicklungspotential wie in Frankfurt am Main,Düsseldorf, Hamburg, Berlin oder München investieren.Ferner wird die Emittentin bereits im Rahmen derInvestitionsentscheidung auf die Möglichkeit der Optimierungder Mieterstruktur sowie die Erzielung einesmaximalen Gewinns Wert legen.ReinvestitionenSchnelle und effiziente Verwertungsprozesse sollenReinvestitionen ermöglichen, um die Rendite zu optimieren.Die Fondsgesellschaft soll von den steigendenImmobilienpreisen in Deutschland, begünstigt durchdie anhaltende Investitionstätigkeit der „Südländer“Europas, und von ihrem exklusiven Zugang zum Marktdeutscher Immobilien aus Bankverwertung profitieren.MehrerlöseFür den Fall, dass die prognostizierten Ausschüttungen(Kapitalrückfluss) übertroffen werden, ist im Gesellschaftsvertragvereinbart, dass die erwirtschaftetenMehrerlöse in Höhe von jeweils 50 % an die Anlegerausgeschüttet und in Höhe von jeweils 50 % an diegeschäftsführende Gesellschafterin der Fondsgesellschaft,die publity Emissionshaus GmbH, ausgezahlt werden.61


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10 Immobilienmarkt10.1 Allgemeine InformationenDer deutsche Immobilienmarkt gehört mit zu den attraktivstenImmobilienmärkten weltweit. Insbesondere inBallungsgebieten existiert nach wie vor eine steigendeNachfrage nach Immobilien gleich welcher Art. Unabhängigvon der wirtschaftlichen Gesamtsituation stellenvor allem Immobilien an bevorzugten und beliebtenStandorten eine sichere Investition dar, u. a. auch imHinblick auf eine mögliche Inflationsgefahr. Insbesonderedie gute konjunkturelle Lage sowie die günstigenZinsen sind entscheidend für die große Nachfrage nachImmobilien. Dies gilt sowohl für Gewerbe- als auch fürWohnimmobilien. In den vergangenen Jahren sind dieImmobilienpreise in deutschen Ballungsgebieten konstantgestiegen. Darüber hinaus ist auch die Vielzahlder Immobilien-Transaktionen in den letzten Jahrenein Anhaltspunkt dafür, welches Wachstumspotentialder deutsche Immobilienmarkt aufweist und spricht fürlohnende Investitionen. Es ist davon auszugehen, dassin den folgenden Jahren die hohe Nachfrage nach renditeträchtigenImmobilien anhalten wird. Aus diesemGrund investieren nicht nur Privatpersonen, sondernvor allem Lebensversicherungsgesellschaften, Investmentfondsgesellschaften,Rentenkassen und ausländischeInvestoren in den deutschen Immobilienmarkt.10.2 Erwerb, Bewirtschaftungund Verwertung von ImmobilienDie Vergabe von Darlehen zur Immobilienfinanzierungzählt zu den zentralen Säulen des Bankgeschäfts. In derRegel markiert der Vertragsabschluss den Beginn einerlangfristigen Beziehung zum Kunden, die mindestensbis zur Fälligkeit des Darlehens andauert. Im Falle vonLeistungsstörungen übernehmen Banken grundsätzlichselbst die Abwicklung oder Sanierung mit ihren Workout-Abteilungenals „Intensivbetreuung“. Um jedochdie Struktur ihrer Aktiva zu verbessern, den Einsatzdes Kapitals zu optimieren sowie Verwaltungs-/Vollstreckungskosteneinzusparen, sind Banken an einerraschen und komplikationslosen Verwertung der Immobilieinteressiert. Doch nicht nur Banken, sondern ebensoinstitutionelle Finanzinvestoren bieten im Rahmen vonselbst durchgeführten Verwertungsverfahren für dieEmittentin geeignete Anlageobjekte auf dem Marktan. Insbesondere Immobilien aus Konsortialfinanzierungenverursachen bei den Banken und institutionellenFinanzinvestoren einen hohen Kostenaufwand undsind schwierig zu verwerten. Diese erfordern meist einegroßvolumige Investition, die nur von einer überschaubarenZahl von möglichen Investoren im deutschenMarkt erbracht werden können. Genau solche Objektestellen geeignete Anlageobjekte für die Fondsgesellschaftdar. Nach dem Erwerb der Anlageobjekte beabsichtigtdie Fondsgesellschaft die Bewirtschaftung der Immobilienmithilfe von geeigneten baulichen Maßnahmen(z. B. Schönheitsreparaturen, überschaubaren baulichenVeränderungen etc.) sowie einem verbesserten Marketingmaximal zu steigern. Dadurch sollen langfristigeMieter gewonnen und ein gegebenenfalls bestehenderLeerstand beendet werden. Die Immobilien werden imRahmen des Vermarktungskonzeptes spätestens zumEnde der Fondslaufzeit unter Berücksichtigung dererzielbaren Gesamterlöse veräußert. Im Hinblick auf dieverbesserte Mietauslastung, eine allgemeine Qualitätssteigerungoder auch eine Wertsteigerung des Standortsder Immobilie ist von einer renditehaltigen Verwertungdes Anlageobjekts auszugehen.10.3 Die Anlageobjekte unddie vertraglich verankertenInvestitionskriterien derAnlageobjekte10.3.1 EinführungZum Zeitpunkt der Prospektaufstellung stehen die konkretenAnlageobjekte der Fondsgesellschaft noch nichtfest. Durch die Vorgabe von klar definierten und strengenInvestitionskriterien soll gewährleistet werden, dass dieFondsgesellschaft nur Anlageobjekte erwirbt, die mit derAnlagestrategie der Fondsgesellschaft übereinstimmen.Im Vorgriff auf die Umsetzung der AIFM-Richtlinie indas nationale Recht wird die publity Performance GmbHals zukünftige Kapitalverwaltungsgesellschaft im Namenund für Rechnung der Fondsgesellschaft die jeweiligenAnlageentscheidungen treffen. Die Fondsgesellschaftwird als Anlageobjekte ausschließlich Immobilien inder Bundesrepublik Deutschland aus Verwertungsverfahrenvon Banken und institutionellen Finanzinvestorenerwerben, bewirtschaften sowie anschließendverwerten. In diesem Zusammenhang werden für dieFondsgesellschaft insbesondere Anlageobjekte aus Verwertungsverfahrenvon Konsortialfinanzierungen vonInteresse sein. Diesbezüglich sind Banken bzw. institutionelleFinanzinvestoren meist an einer raschen undreibungslosen Veräußerung an finanzstarke Erwerberinteressiert. Bei diesen Anlageobjekten wird es sich umgroßvolumige Investitionsobjekte handeln, die bei kor-63


Ballungsgebiete mit Entwicklungspotential:die Regionen Hamburg, München, Frankfurt am Main, Düsseldorf und BerlinHamburgBerlinDüsseldorfLeipzigFrankfurt am MainMünchen64


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG10 Immobilienmarktrekter Bewirtschaftung und einem verbesserten Marketingeine ertragreiche Rendite erwirtschaften können.Bei den Immobilien wird es sich um Gewerbeimmobilienhandeln, es kommen auch Wohnanlagen in Betracht.Wichtigstes Investitionskriterium ist dabei der Erwerbder Immobilien „unter Marktwert“, wobei die MarktwertermittlungTeil der Immobilien-Due-Diligence ist.Es ist vorgesehen, dass geeignete Anlageobjekte bevorzugtin Ballungsgebieten mit Entwicklungspotential wieden Regionen Hamburg, München, Frankfurt am Main,Düsseldorf oder Berlin erworben werden.Das Portfolio wird sich aus einer überschaubarenAnzahl von hauptsächlich gewerblich genutzten Qualitätsimmobilienmit einer sicheren und starken Renditezusammensetzen. Ferner soll der konkrete Standort derAnlageobjekte auf eine stabile und im besten Fall aufeine wertsteigernde Einwicklung der Miet- und Verkaufspreiseschließen lassen. Sofern möglich, werden die Anlageobjekteder Fondsgesellschaft so ausgewählt, dass sieeine angemessene Streuung des etwaigen Risikopotentialsgewährleisten. Die Investition in die Anlageobjekteerfolgt ausschließlich in dem Bestreben, die Rendite derAnlageobjekte durch eine kurzfristige Bewirtschaftungund eine gewinnhaltige Verwertung, spätestens zumEnde der Fondslaufzeit, maximal auszunutzen.Da die Fondsgesellschaft beabsichtigt eine Fremdfinanzierungin Höhe von bis zu 50 % des Wertes derinvestierten Vermögensgegenstände in Anspruch zunehmen, wird sie bereits vor Abschluss des Erwerbsvorgangsdie Gesamtfinanzierung des jeweiligen Anlageobjektssicherstellen. Ferner entspricht eine Fremdfinanzierunggemäß der vorgenannten Quote einemoptimalen Loan to Value (LTV), d. h. nach den imBankenbereich bewährten Kreditberechnungen wirddie geplante Fremdfinanzierungsquote ein ideales Verhältniszum Marktwert aufweisen.Die Investitionsentscheidung und die Zahlungsfreigabeerfolgen auf Grundlage der für jede Immobiliedurchgeführten „Due Diligence Prüfungen“ und der„Due Diligence Berichte“.Die beauftragten unabhängigen Rechtsanwälte undImmobilien-Sachverständigen haben im Interesse alleram „Due Diligence“-Prozess Beteiligten, insbesondereder ehemaligen Eigentümer, die Einhaltung des Bankgeheimnisses,sämtlicher datenschutzrechtlichen Bestimmungenund der Grundsätze der Verschwiegenheit undVertraulichkeit sicherzustellen.Darüber hinaus sollen die Anlageobjekte auch nachErwerb durch die Fondsgesellschaft einmal jährlichdurch Immobilien-Sachverständige bewertet werden.10.3.2 Due DiligenceUnter Due Diligence wird allgemein die vorbereitendePrüfung des Anlageobjektes verstanden. Zielsetzung derDue Diligence ist die Bereitstellung entscheidungsrelevanterInformationen für die das Portfoliomanagementverantwortende Fondsverwaltung unter Berücksichtigungder Verwertungsstrategie und der wirtschaftlichen undrechtlichen Gegebenheiten. Umfang und Detailgrad derDue Diligence werden maßgeblich durch die Verfügbarkeitund die Qualität der Informationen hinsichtlich derAnlageobjekte beeinflusst. Nach Erhalt der jeweiligenInformationen durch den Verkäufer werden die verfügbarenInformationen aufbereitet und die Beschaffenheit,Nutzbarkeit und Verwertung der Immobilie analysiert.Die Ergebnisse dieser Analyse bestimmen maßgeblichden Umfang der Due Diligence sowie das Qualifikationsprofilund die Stärke des Due-Diligence-Teams.Auf Grundlage dieser Analyse erfolgt die Festlegungder Due Diligence Strategie durch die publity PerformanceGmbH. Hierzu zählt insbesondere• das Zusammenstellen der Due-Diligence-Teamsund• die Festlegung des Qualifikationsprofils.Die Beurteilung eines Anlageobjekts soll anhand derin den Due-Diligence-Prozessen beschriebenen Datenerfolgen.Die durchzuführende „Due Diligence“ besteht auseiner „Immobilien Due Diligence“ einer „Legal DueDiligence“ und einer zusätzlichen „Due Diligence imRahmen der rechtlichen und steuerlichen Transaktion“.Die publity Performance GmbH wird mit der Durchführungder „Immobilien Due Diligence“ Immobilien-Sachverständige und mit der Durchführung der „LegalDue Diligence“ unabhängige Rechtsanwälte beauftragen.Die Ergebnisse der Prüfungen werden jeweils in DueDiligence Berichten zusammengefasst. Auf Grundlagevon für jede einzelne Immobilie gefertigter Kurz- bzw.Bewertungsgutachten wird ein ausführlicher Businessplanerstellt. In diesem Zusammenhang kann die publityPerformance GmbH jederzeit selbst oder im gesetzlichzulässigen Rahmen durch Dritte eine zusätzliche DueDiligence im Rahmen der rechtlichen und steuerlichenTransaktion durchführen.Grundlage jeder Investitions- bzw. Kaufentscheidungder Fondsverwaltung sind die Feststellungen, die in den„Due-Diligence-Berichten“ und den erstellten Businessplänenzusammengefasst werden.65


Immobilien Due DiligenceIm Falle eines auch mittelbaren Ankaufs einer Immobiliehat die Immobilien Due Diligence den Zweck, denWert der Immobilie zu bestimmen. Im Rahmen der DueDiligence werden sämtliche für die Immobilien relevantenFakten, wie z. B. Verkehrswert, erzielbare Mieteinnahmen,potentielle Veräußerungserlöse etc. ermittelt.Für sämtliche Anlageobjekte erfolgt deshalb eineindividuelle Bewertung der Immobilien durch Immobilien-Sachverständige.Auf Grundlage ggf. vorliegenderVerkehrswertgutachten, sonstiger Bewertungen, Vor-Ort-Recherchen und Besichtigungen werden die ausdem freihändigen Verkauf dieser Immobilien bzw. dieaus der Zwangsversteigerung erzielbaren Erlöse ermittelt.Für jede einzelne Immobilie werden Kurz- bzw.Bewertungsgutachten gefertigt und die jeweiligen Verwertungserlösefestgelegt, die in einem Businessplanerfasst werden, aus dem sich eine Investitionsrenditeergibt, die zu einer Verbesserung der Gesamtprognoseder Fondsgesellschaft führt.Folgende, grundlegende Merkmale können Gegenstandder „Immobilien Due Diligence“ sein:• geografische Konzentrationen, Zusammensetzungund Konzentration bestimmter Immobilienartenbzw. Spezialimmobilien (Hotels, Einkaufszentren,Altersheime, Büros, etc.);• Art der Immobilie, Anzahl der Einheiten, Flächenangaben,tatsächliche Mieteinnahmen (netto/brutto), erzielbare Mieteinnahmen, Mieterlistenmit Angaben der Mieteinnahmen und der Leerstände,bei gewerblichen Objekten Mietverträgemit Angabe der Laufzeit, möglichen Indexierungen,Optierung der Mehrwertsteuer;• Grundschulden (u. a. Höhe und Rang der Grundschuldenzugunsten des Verkäufers, eventuelle VorlastenDritter, Zins und Kosten, Eintragungen inAbt. II des Grundbuchs, insbesondere Erbbau- und/oder Nießbrauchrechte, Flurbezeichnungen, engeoder weite Sicherungszweckerklärungen, etc.);• Bewirtschaftungskosten, mögliche Restnutzungsdauer,mögliche Verwertungskosten;• Bodenwert sowie ggf. sonstige wertbeeinflussendeUmstände (z. B. Gebäudebeschädigungen,Bodenkontaminationen);• Informationen zu Zwangsversteigerung undZwangsverwaltung;• vorliegende Verkehrswertgutachten und/oder sonstigeBewertungen.Legal Due DiligenceDie Legal Due Diligence dient der unabhängigen rechtlichenund steuerlichen Vorbereitung und Prüfung einerInvestitionsentscheidung. Aus diesem Grund wird dieLegal Due Diligence von unabhängigen Rechtsanwältendurchgeführt.Durch die Verkäufer werden der Fondsverwaltungdie notwendigen Unterlagen und Dokumente zur Verfügunggestellt, aus denen sich die wesentlichen Datenergeben, auf deren Grundlage die vorbereitende rechtlicheAnalyse der Immobilie erfolgt. Im Rahmen der „LegalDue Diligence“ werden die rechtlichen und steuerlichenVoraussetzungen für den auch mittelbaren Erwerb derjeweiligen Immobilie anhand der dem Due DiligenceTeam im Original zur Einsicht zur Verfügung gestelltenInformationen geprüft.Der Inhalt der „Legal Due Diligence“ umfasstinsbesondere• Verkäufer der Immobilie (u. a. wirtschaftliche Verhältnisse,rechtliche Angaben, persönlicher Status);• Prüfung der Eigentümerstellung des Verkäufers desjeweiligen Anlageobjekts bzw. der Inhaberschaftder Anteile an einer Objektgesellschaft;• Bestätigung, dass hinsichtlich der Nutzung undVerwertung des jeweiligen Anlageobjekts keineunerwünschten Einschränkungen vorliegen;• den Abgleich der vom Verkäufer aufbereitetenInformationen mit den zur Verfügung gestelltenOriginalunterlagen sowie ggf. die systematischeErhebung zusätzlicher bewertungsrelevanter oderim Zusammenhang mit einer möglichen späterenVerwertung relevanter Daten;• die Beurteilung der Grundpfandrechte sowie möglicheentgegenstehende Rechte Dritter.Soweit möglich, soll die „Legal Due Diligence“ aufGrundlage der zur Verfügung stehenden bzw. zu beschaffendenInformationen hinsichtlich des Verkäufers sowiedes jeweiligen Anlageobjekts eine Analyse der wirtschaftlichenVerhältnisse und der realisierbaren Verwertungsmöglichkeitender Anlageobjekte beinhalten.66


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG10 Immobilienmarkt10.3.3 AusschlusskriterienFür den unmittelbaren und mittelbaren Erwerb vonImmobilien werden die folgenden Ausschlusskriterienfestgelegt:• Unmittelbarer oder mittelbarer Erwerb der Immobilienüber Marktwert;• Fehlende oder grob falsche Mitteilung von Informationenim Rahmen der vorgenommenen DueDiligence;• Fehlende Bewertungen der Immobilien/Sicherheiten.Generell sind „Fonds-zu-Fonds-Transaktionen“ innerhalbder publity Finanzgruppe ausgeschlossen. Demzufolgekann die Fondsgesellschaft keine Anlageobjekteerwerben, die sich bereits im wirtschaftlichen Eigentumeines Unternehmens der publity Finanzgruppebefunden haben.Darüber hinaus sind ebenfalls jegliche Transaktionenin Bezug auf den Erwerb bzw. die Verwertung vonAnlageobjekten mit den in diesem Prospekt genanntenPersonen unzulässig.10.3.4 Due Diligence im Rahmen derrechtlichen und steuerlichen TransaktionNach Durchführung der „Immobilien Due Diligence“und der zusätzlichen „Legal Due Diligence“ sowie demVorliegen des „Immobilien Due Diligence“-Berichtesbzw. des „Legal Due Diligence“-Berichtes einschließlichdes jeweiligen Businessplans erfolgt die Kaufentscheidungder Fondsgesellschaft durch die publity PerformanceGmbH.Mit der Durchführung der „Due Diligence im Rahmender rechtlichen und steuerlichen Transaktion“ kanndie publity Performance GmbH nach freiem Ermessenund soweit rechtlich zulässig auch Dritte beauftragen,die abzuschließenden Kaufverträge vorzubereiten, zuprüfen sowie die Kaufvertragsverhandlungen mit denVerkäufern zu führen.Die prognostizierte Rendite aus der Bewirtschaftungund der Veräußerung der Immobilien muss mindestens(nach Abzug sämtlicher Kosten und Gebührendes Erwerbs, der Verwaltung und der Verwertung) derPrognoserechnung entsprechen und sachlich und rechnerischnachvollziehbar sein. Die Freigabe der Kaufpreiszahlungerfolgt nur, wenn betreffend des maßgeblichenAnlageobjekts ein „Immobilien Due Diligence“-Bericht,einschließlich eines Immobilien-Businessplans sowie ein„Legal Due Diligence“-Bericht vorliegen, in denen diebeauftragten Prüfer jeweils bestätigen, dass die festgelegtenInvestitionskriterien erfüllt sind.10.4 Weitere Angaben zuden AnlageobjektenDie Strategie der Vermögensanlage, die „Anlagestrategie“,ist der mittelbare bzw. unmittelbare Erwerbvon deutschen Immobilien. Die Erzielung von Erlösenerfolgt aus der Bewirtschaftung sowie der Verwertungder Anlageobjekte. Anlageziel ist es, aus der Beteiligungdie größtmöglichen Erlöse aus dem Ankauf undder Veräußerung bzw. der Verwertung der Anlageobjektezu erwirtschaften.Das operative Geschäft der Fondsgesellschaft hat biszum Zeitpunkt der Prospektaufstellung einen „Realisierungsgrad“von „null“ erreicht, da bis dahin weder einAnlageobjekt erworben wurde, noch Kaufverträge überden Erwerb von Anlageobjekten geschlossen worden sind.Die Fondsgesellschaft beabsichtigt den Erwerb vonAnlageobjekten mit einer Gesamtinvestitionssumme einschließlichNebenkosten in Höhe von bis zu 89 % desGesamtkapitals. Darüber hinaus kann eine Fremdfinanzierungin Höhe von bis zu 50 % des Wertes der investiertenVermögensgegenstände in Anspruch genommenwerden. Prognostiziert wurde insofern eine Gesamtinvestitionin Höhe von 61.900.000 Euro; vgl. Abschnitt12.2 „Voraussichtliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslageder Emittentin, der publity Performance Fonds Nr. 6GmbH & Co. KG“ auf Seite 77. Das konkrete Anlagezielder Vermögensanlage sowie die konkrete Anlagepolitikder Vermögensanlage werden in Abschnitt 10.3„Die Anlageobjekte und die vertraglich verankertenInvestitionskriterien der Anlageobjekte“ auf Seite 63eingehend beschrieben.Die „Anlagepolitik“ der Vermögensanlage bestehtdarin, das geplante Emissionskapital einzuwerben unddieses in den Ankauf deutscher Immobilien aus Verwertungsverfahrenvon Banken sowie institutionellenFinanzinvestoren zu investieren. Im Rahmen der Bewirtschaftungund Verwertung der jeweiligen Immobilienplant die Emittentin, Gewinne zu erzielen. Für eineÄnderung der Anlagestrategie oder Anlagepolitik derVermögensanlage bestehen folgende Möglichkeiten:Die Gesellschafterversammlung der Emittentin kannÄnderungen der Anlagestrategie oder Anlagepolitik derVermögensanlage beschließen. Soweit sich solche Änderungenim Rahmen des Gesellschaftszwecks bewegen,entscheidet die Gesellschafterversammlung hierüber mit67


einfacher Mehrheit. Das betrifft beispielsweise die Einwilligungzu Maßnahmen, für die die Fondsverwaltungder Einwilligung der Gesellschafterversammlung bedarf.Eine Änderung der Anlagestrategie oder Anlagepolitikder Vermögensanlage, die nicht vom Gegenstand desUnternehmens gedeckt ist, kann im Wege der Änderungdes Gesellschaftsvertrags vorgenommen werden. Dafürist eine qualifizierte Mehrheit von 75 % der sich an derAbstimmung beteiligenden Stimmen erforderlich.Die für Änderungen der Anlagestrategie oder Anlagepolitikder Vermögensanlage notwendigen Verfahrensind die Fassung entsprechender Gesellschafterbeschlüsse.Darüber hinaus bestehen keine Möglichkeitenzur Änderung der Anlagestrategie oder der Anlagepolitikder Vermögensanlage. Der Einsatz von Derivaten undTermingeschäften ist nicht vorgesehen.Die Nettoeinnahmen werden für den Erwerb derAnlageobjekte und für die Bildung einer Liquiditätsreserveverwendet. Darüber hinaus kann eine Fremdfinanzierungin Höhe von bis zu 50 % des Wertes derinvestierten Vermögensgegenstände in Anspruch genommenwerden. Die Nettoeinnahmen sind daher für dieVerwirklichung der Anlagestrategie und der Anlagepolitiknicht alleine ausreichend. Eine Nutzung derNettoeinnahmen für sonstige Zwecke erfolgt nicht.Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung sind die imKapitel 14 „Rechtliche Grundlagen“ auf Seite 97beschriebenen Verträge abgeschlossen. Das operativeGeschäft der Fondsgesellschaft beginnt mit dem Ankaufdes ersten Anlageobjekts. Weitere Vertragsabsprachenoder Vorverträge existieren zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungnicht.Den nach § 3 (Prospektverantwortliche, Anbieterin),§ 7 (Gründungsgesellschafter der Emittentinund Gesellschafter der Emittentin zum Zeitpunktder Prospektaufstellung) und § 12 (Mitglieder derGeschäftsführung der Emittentin, Treuhandkommanditistin)VermVerkProspV zu nennenden Personenstand oder steht nicht das Eigentum an den Anlageobjektenoder wesentlichen Teilen derselben zu, § 9Abs. 2 Nr. 2 VermVerkProspV. Diesen Personen stehtauch aus anderen Gründen keine dingliche Berechtigungan den Anlageobjekten gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 2VermVerkProspV zu.Die Rödl & Richter Fondstreuhand GmbH alsTreuhandkommanditistin erbringt die in Abschnitt 7.6„Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführungder Anbieterin, der Prospektverantwortlichen und derTreuhandkommanditistin“ auf Seite 54 beschriebenenLeistungen. Die publity Performance GmbHwurde von der Fondsgesellschaft mit der Erstellung derwirtschaftlichen Konzeption und mit der Erbringunglaufender Marketingleistungen beauftragt. Darüberhinaus werden durch die nach § 3 (Prospektverantwortliche,Anbieterin), § 7 (Gründungsgesellschafterder Emittentin und Gesellschafter der Emittentin zumZeitpunkt der Prospektaufstellung) und § 12 (Mitgliederder Geschäftsführung der Emittentin, Treuhandkommanditistin)VermVerkProspV zu nennenden Personenkeine Leistungen und Lieferungen erbracht, dieim Zusammenhang mit der Vermögensanlage stehen,§ 9 Abs. 2 Nr. 8 VermVerkProspV. Es bestehen keinenicht nur unerheblichen dinglichen Belastungen derAnlageobjekte, § 9 Abs. 2 Nr. 3 VermVerkProspV. Esbestehen hinsichtlich der Verwendungsmöglichkeitender Anlageobjekte, insbesondere im Hinblick aufdas Anlageziel, keine rechtlichen oder tatsächlichenBeschränkungen. Zur Realisierung des Anlagezielssind keine behördlichen Genehmigungen erforderlich;daher liegen solche nicht vor. Bewertungsgutachtenoder Due Diligence Berichte zu den von der Fondsgesellschaftzu erwerbenden Immobilien existieren zumZeitpunkt der Prospektaufstellung nicht. Die voraussichtlichenGesamtkosten der Fondsgesellschaft undderen Aufgliederung sind im Kapitel 12 „Wirtschaftlichkeitsberechnungen“auf Seite 75 dargestellt.68


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG10 Immobilienmarkt69


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11 Beteiligung an der publity Performance Fonds Nr. 6GmbH & Co. KG11.1 BeteiligungsmöglichkeitGrundlagen für den Erwerb einer Kommandit- bzw.Treugeberbeteiligung an der publity Performance FondsNr. 6 GmbH & Co. KG sind dieser Prospekt einschließlichdes Gesellschaftsvertrages und des Treuhand- undVerwaltungsvertrages sowie die vollständig und richtigausgefüllte und vom Anleger unterschriebene Beitrittserklärung.Zeichnungen nimmt die publity PerformanceFonds Nr. 6 GmbH & Co. KG unter folgender Adresseentgegen:publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGLandsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigTelefon: +49 (0) 341/2 617 87 – 13Telefax: +49 (0) 341/2 617 87 – 31E-Mail: info@publity-performance.de11.2 Annahme derBeitrittserklärungVoraussetzung für die Beteiligung an der publity PerformanceFonds Nr. 6 GmbH & Co. KG ist die Annahmeder Beitrittserklärung durch die Treuhandkommanditistin.Die Annahme des Beitrittsangebotes liegt im freienErmessen der Treuhandkommanditistin. Der Treugeberverzichtet auf den Zugang der Annahmeerklärung. DerTreugeber wird mit gesondertem Schreiben über dieAnnahme des Beitrittsangebotes informiert.Beteiligungen an der publity Performance FondsNr. 6 GmbH & Co. KG können nur erworben werden,solange die Emissionsphase nicht beendet ist. Diese endetam 31.12.2013 bzw. spätestens am 30.06.2014, soferndie Emittentin von ihrem Recht auf Verlängerung derZeichnungsphase Gebrauch macht.Für den Fall, dass es der Emittentin innerhalb derZeichnungsphase nicht gelingt, mindestens eine Zeichnungssummein Höhe von insgesamt 2.000.000 Euroeinzuwerben, hat die publity Emissionshaus GmbHgegenüber dem dann rückabzuwickelnden publity PerformanceFonds Nr. 6 die Garantie übernommen, denpublity Performance Fonds Nr. 6 insoweit finanziellmit Kapital auszustatten, dass der rückabzuwickelndepublity Performance Fonds Nr. 6 grundsätzlich in derLage wäre, den bereits beigetretenen Anlegern ihreEinlage zum Nominalbetrag der Einlage (inkl. Agio)zurückzuzahlen. Die von der publity EmissionshausGmbH gegenüber dem publity Performance Fonds Nr. 6übernommene Garantie ist auf einen Maximalbetragin Höhe von insgesamt 2.000.000 Euro beschränkt.Die Zeichnungssumme sowie das Agio in Höhe von5 % der Zeichnungssumme sind innerhalb von 14 Tagennach Unterzeichnung der Beitrittserklärung durch denZeichner zur Zahlung fällig, wobei der Eingang auf demfür die Fondsgesellschaft geführten Konto der publityPerformance GmbH bei der CACEIS maßgeblich ist.Auf der Beitrittserklärung erklärt der Anleger unteranderem, dass er den Verkaufsprospekt einschließlich desGesellschaftervertrages, des Vertrages über die Fondsverwaltung,des Treuhand- und Verwaltungsvertrages,sowie eine Durchschrift der Beitrittserklärung mit demDatum seiner Unterschrift erhalten hat.Die Emittentin hält den Verkaufsprospekt, das Vermögensanlagen-Informationsblatt,den letzten veröffentlichtenJahresabschluss und den Lagebericht zurkostenlosen Ausgabe bereit. Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellunghat sie noch keinen Jahresabschluss undkeinen Lagebericht veröffentlicht. Sollte zu diesem Verkaufsprospektein Nachtrag erstellt werden, wird dies inder Frankfurter Allgemeine Zeitung bekannt gemacht.Der Nachtrag wird dann bei der Fondsgesellschaft zurkostenlosen Ausgabe bereitgehalten.11.3 Zeichnungsvolumenund MindestzeichnungDer Erwerbspreis ist die Zeichnungssumme gemäß Beitrittserklärung.Die Mindestzeichnungssumme beträgt10.000 Euro. Geringere Zeichnungssummen können imEinzelfall mit Zustimmung der Fondsgeschäftsführungzugelassen werden. Die Zeichnungssummen müssendurch 1.000 ohne Rest teilbar sein.Ausgehend von einem Mindestzeichnungsbetrag proAnleger in Höhe von 10.000 Euro und des geplantenBeteiligungskapitals in Höhe von 39.989.000 Euro bzw.– im Falle einer zulässigen Erhöhung des Kommanditkapitals– insgesamt auf bis zu maximal 79.989.000Euro (ohne Agio) beträgt die maximale Anzahl derzu begebenden Anteile 3.998 bzw. insgesamt bis zumaximal 7.998.Das Eigenkapital der publity Performance Fonds Nr. 6GmbH & Co. KG besteht ausschließlich aus Kommanditkapitalzzgl. Kapitalrücklage (Agio).71


Das publity Center wurde am 24.09.2012 eröffnet11.4 Zeichnungsfrist, SchließungsundKürzungsmöglichkeiten,ÖffnungsklauselEinen Werktag nach Veröffentlichung dieses Verkaufsprospekteskann die Vermögensanlage erstmals gezeichnetwerden. Am 31.12.2013 wird die Fondsgesellschaftfür weitere Anleger geschlossen, sofern die Fondsverwaltungnicht von Ihrem Recht Gebrauch macht, dieZeichnungsfrist bis längstens zum 30.06.2014 zu verlängern.Unabhängig von der Höhe des eingeworbenenKommanditkapitals kann die Fondsverwaltung nacheigenem Ermessen die Zeichnungsphase auch jederzeit zueinem früheren Zeitpunkt schließen. Die mit der Fondsverwaltungbeauftragte publity Performance GmbH istberechtigt, das Emissionskapital nach eigenem Ermessenbis zu einer Gesamtkapitalhöhe von insgesamt maximal80.000.000 Euro (ohne Agio) zu erhöhen. Über die vorstehendund in Abschnitt 11.3 „Zeichnungsvolumenund Mindestzeichnung“ auf Seite 71 beschriebenenAusnahmen bestehen keine weiteren Möglichkeiten, dieZeichnung vorzeitig zu schließen oder Zeichnungen,Anteile oder Beteiligungen zu kürzen.11.5 HärtefallregelungUnter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Arbeitslosigkeit,Scheidung oder Tod) können Anleger ihre Beteiligungvor dem Ende der Laufzeit der Fondsgesellschaftam 31.12.2018 beenden. Über die Beendigung derBeteiligung entscheidet die Fondsverwaltung. Im Falleseines Ausscheidens erhält der betroffene Anleger einnach Buchwerten bestimmtes Auseinandersetzungsguthaben,das geringer sein kann, als die von ihm geleisteteEinlage/Einzahlung. Die Fondsverwaltung wirddie Beendigung von Beteiligungen ablehnen, wenn diebetroffenen Beteiligungen 1 % des Kommanditkapitalsübersteigen. Maßgeblich ist der Eingang der Anzeige beider Fondsgesellschaft.11.6 FrühzeichnerbonusDen Anlegern, die eine bis zum 15.08.2013 unterzeichneteBeitrittserklärung vorlegen, steht ein Frühzeichnerbonusi. H. v. 5 % auf von ihnen gezeichnetenKommanditanteil (ohne Agio) zu. Voraussetzung ist,dass der Beteiligungsbetrag und das Agio spätestensbis zum 31.08.2013 auf das in der Beitrittserklärung72


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG11 Beteiligung an der publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGgenannte Konto eingezahlt werden. Einen Frühzeichnerbonusi. H. v. 3 % auf den von ihnen gezeichnetenKommanditanteil (ohne Agio) erhalten die Anleger, diebis zum 30.09.2013 eine unterzeichnete Beitrittserklärungvorlegen und die den Beteiligungsbetrag und dasAgio spätestens bis zum 15.10.2013 eingezahlt haben.Der Frühzeichnerbonus wird 6 Monate nach Ablaufder Zeichnungsfrist ausgezahlt. Klarstellend sei daraufhingewiesen, dass die Zeichnungsfrist nach dem freienErmessen der Fondsverwaltung bis zum 30.06.2014verlängert werden kann.11.7 Staaten, in denendas Angebot erfolgtDas Angebot der Beteiligung ist beschränkt auf die EU-Mitgliedsstaaten und richtet sich vorzugsweise an inDeutschland unbeschränkt steuerpflichtige Personen.Die Fondsverwaltung ist jederzeit berechtigt, die Vermögensanlageebenso in anderen EU-Mitgliedsstaatenanzubieten. Es stehen noch keine Teilbeträge fest undes ist noch nicht bekannt, in welchen anderen EU-Mitgliedsstaatendas Angebot erfolgen wird.11.8 Bankverbindung undEinzahlungskontoDie Gesamtzeichnungssumme zuzüglich Agio in Höhevon 5 % der Zeichnungssumme ist in einer Summe innerhalbvon 14 Tagen nach Unterzeichnung der Beitrittserklärungfällig. Einzahlungen sind auf das folgendeBankkonto der publity Performance GmbH bei derCACEIS zu leisten, dass die publity Performance GmbHfür Rechnung der Fondsgesellschaft führt:Kontoinhaber publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH& Co. KGGeschäftsanschrift Landsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigBankverbindung CACEIS Bank Deutschland GmbHBankleitzahl 701 205 00Kontonummer 200 088 840IBAN DE93 7012 0500 0200 0888 40SWIFT/BICFMBKDEMMXXXDie bei der Einzahlung entstehenden Kosten trägt derAnleger.Die CACEIS Bank Deutschland GmbH fungiert alsdie Stelle, die bestimmungsgemäß Zahlungen an dieAnleger ausführt.11.9 PersönlicheAnteilsfinanzierungEine Finanzierung des jeweiligen Anteilserwerbes wirdweder durch die Fondsgesellschaft noch durch die Anbieterinangeboten oder vermittelt. Sie rät auch von einerFinanzierung der Kommanditanteile ab. Auf die miteiner Anteilsfinanzierung verbundenen Risiken wirdim Kapitel 4 „Risiken der Beteiligung“ ab Seite 13ff. dieses Verkaufsprospektes hingewiesen.11.10 Übertragungsmöglichkeiten– in welcher Weise die freieHandelbarkeit der Vermögensanlageeingeschränkt istDie freie Handelbarkeit der Anteile an der Emittentinist dadurch eingeschränkt, dass kein mit frei handelbarenWertpapieren vergleichbarer Markt existiert.Die Fungibilität der Anteile an der Emittentin hängtvon der Entwicklung der Beteiligung und einer entsprechendenNachfrage ab. Anleger sollten berücksichtigen,dass ein vorzeitiger Verkauf einer Beteiligungwahrscheinlich mit Preisabschlägen auf den Wert derBeteiligung oder unter Umständen überhaupt nicht zurealisieren ist. Jeder im Handelsregister eingetrageneKommanditist oder Treugeber kann seine Kommanditbeteiligungnur zum Ablauf eines Geschäftsjahres mitWirkung zum 01.01. des Folgejahres durch Abtretungübertragen, belasten oder in sonstiger Weise über sieverfügen. Die Übertragung, teilweise Übertragung odersonstige Verfügung über die Kommanditanteile bedarfder Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin.Die Zustimmung darf nur aus wichtigemGrund versagt werden. Eine teilweise Übertragung istausgeschlossen, soweit durch eine teilweise ÜbertragungGesellschaftsanteile entstehen sollten, die 10.000Euro unterschreiten; Ausnahmen können im Einzelfallzugelassen werden. Eine Verfügung, die zur Trennungder Gesellschaftsbeteiligung von den Nutzungsrechtendes Gesellschaftsanteils führt, vor allem die Bestellungeines Nießbrauchs ist nicht zulässig. Der Rechtsnachfolgereines Kommanditisten tritt in sämtliche Rechteund Pflichten des ausscheidenden Kommanditisten ausdem Gesellschaftsvertrag ein. Die Kapitalkonten werdenunverändert und einheitlich fortgeführt.73


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12 Wirtschaftlichkeitsberechnungen12.1 Investitions- undFinanzierungsplan der EmittentinDie publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co.KG wurde am 03.05.2013 gegründet und hat dahernoch keinen Jahresabschluss und keinen Lageberichterstellt. Die Darstellungen basieren auf geschlossenenVerträgen und den der Prognoserechnungen zugrundeliegenden Annahmen.Die Prognoserechnungen in diesem Kapitel 12 „Wirtschaftlichkeitsberechnungen“beziehen sich ausschließlichauf den unmittelbaren Kauf von Immobilien. Wenndie Fondsgesellschaft auch mittelbar Immobilieninvestitionenüber den Erwerb von Anteilen an Objektgesellschaftentätigt, kann dies Auswirkungen auf diePrognoserechnungen und die Vermögens-, Finanz- undErtragslage der Fondsgesellschaft haben.Hinweis: Bei allen weiteren Angaben in diesem Kapitelhandelt es sich um Prognosen, ausgenommen die Wiedergabeder Eröffnungsbilanz der Emittentin. Ausgangspunktaller Prognosen/Szenarien sind die Zahlungsströmevom Beginn bis zum Ende der Laufzeit derFondsgesellschaft. Alle Darstellungen und Berechnungensind in Euro.Investitions- und Finanzierungsplan (Prognose)Mittelverwendung (Prognose) Anschaffungskosten in Euro Anschaffungskosten in %*1. Kaufpreis der Immobilien einschließlich Nebenkosten 55.100.000 88,87 %2. Fondsabhängige Vergütungen 1.200.000 1,94 %3. Nebenkosten der Vermögensanlage (gerundet) 5.600.000 9,03 %4. Liquiditätsreserve 100.000 0,16 %Gesamt 62.000.000 100,00 %Mittelherkunft (Prognose)in Euro5. Fremdkapital 20.000.000 32,26 %6. Gezeichnetes Kapital 40.000.000 64,52 %7. davon Gründungskapital 11.0008. davon Kommanditkapital 39.989.0009. Agio 2.000.000 3,22 %Gesamt 62.000.000 100,00 %* des GesamtinvestitionsvolumensErläuterung der wesentlichen Annahmenund Wirkungszusammenhänge desInvestitions- und FinanzierungsplansDie Investitions- und Finanzierungsplanung bildet dieliquiditätswirksamen Vorgänge in der Investitionsphaseab. Es ist vorgesehen, dass deutsche Immobilienab Oktober 2013 von der Fondsgesellschaft erworbenwerden. Die dargestellte Investitions- und Finanzierungsplanunggeht von einem geplanten Eigenkapital in Höhevon insgesamt 40.000.000 Euro aus. Im Rahmen derEmission ist vorgesehen, 39.989.000 Euro (zzgl. Agioin Höhe von ca. 2.000.000 Euro) über Kommanditeinlagenvon mittelbar über die Treuhandkommanditistinbeitretenden Anlegern zu platzieren. Zum Zeitpunkt derProspektaufstellung hält die Gründungskommanditistineinen Kapitalanteil in Höhe von 10.000 Euro und dieTreuhandkommanditistin in Höhe von 1.000 Euro. DieEigenmittel sind in keiner Weise verbindlich zugesagt. Diepersönlich haftende Gesellschafterin hält keinen Kapitalanteilan der Fondsgesellschaft. Zum Zeitpunkt derProspektaufstellung wurden von der Fondsgesellschaftweder Zwischenfinanzierungs- noch Endfinanzierungsmittelaufgenommen. Eine Aufnahme von Fremdkapitalist jedoch bis zu 50 % des Wertes der investierten Vermögensgegenständemöglich. Insgesamt betrachtet bestehteine angestrebte Fremdkapitalquote in Höhe von bis zu50 % des Wertes der investierten Vermögensgegenstände.Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung sind Fremdmittelin keiner Weise verbindlich zugesagt, wurden imRahmen der Prognoserechnung jedoch in Höhe von20.000.000 Euro einkalkuliert.Kaufpreis der Immobilieneinschließlich Nebenkosten (1.)Es ist vorgesehen, dass die Fondsgesellschaft unter Inanspruchnahmevon Fremdkapital einen Betrag in Höhevon 55.100.000 Euro einschließlich Nebenkosten inden Ankauf geeigneter Anlageobjekte investieren wird.75


Bei den Nebenkosten i. H. v. insgesamt 5.100.000 Eurosind anfallende Notar- und Maklerkosten berücksichtigtsowie die zu zahlende Grunderwerbssteuer. Berücksichtigtsind ferner die Kosten für die Due Diligence Prüfungen.Im Zusammenhang mit der Auswahl der anzukaufendenAnlageobjekte sind jeweils Due Diligence Prüfungenerforderlich. Diese werden durch von der publityPerformance GmbH im Namen und auf Rechnung derFondsgesellschaft beauftragte, spezialisierte Immobilien-Sachverständigeund unabhängige Rechtsanwältevorgenommen. Die Due Diligence im Rahmen der rechtlichenund steuerlichen Transaktion wird entweder vonder publity Performance GmbH selbst durchgeführt oderim gesetzlich zulässigen Umfang auf Dritte übertragen.Fondsabhängige Vergütungen (2.)Diese Vergütung in Höhe von insgesamt 1.200.000 Euroteilt sich wie folgt auf:Für die Entwicklung des Fondsmodells, die Erarbeitungder wirtschaftlichen und steuerlichen Konzeptionsowie die Vorbereitung und Aufstellung der laufendenFondsdokumentation (wie der Prospektaufstellung einschließlichetwaiger Nachträge, die Erstellung der Anlagebedingungensowie der Abschluss etwaiger zusätzlicherVerträge im Zusammenhang mit der Fondsverwaltungberuhend auf der AIFM-Umsetzung) erhält die publityPerformance GmbH eine vertraglich vereinbarte Vergütungin Höhe von 2 % des tatsächlich gezeichneten Kommanditkapitalsohne Agio zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Für die Erbringung von laufenden Marketingleistungenerhält die publity Performance GmbH eine Vergütungin Höhe von 1 % des tatsächlich eingeworbenen Kommanditkapitals(ohne Agio) zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Die Marketingleistungen umfassen die Erstellungvon Werbematerialien, die Durchführung von fondsbezogenenVertriebsveranstaltungen, die Beauftragungvon Analysen und die Werbung in Fachzeitschriften undauf Fachmessen. Die publity Performance GmbH wirddie publity AG – im rechtlich zulässigen Umfang – mitTeilen der zu erbringenden Marketingleistungen für dieDauer der Emissionsphase beauftragen. Dafür erhält diepublity AG von der publity Performance GmbH eineVergütung in Höhe von 0,95 % des tatsächlich von derFondsgesellschaft eingeworbenen Kommanditkapitals(ohne Agio) zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Nebenkosten der Vermögensanlage (3.)(9 % Provision zzgl. 5 % Agio). Bei einem angenommenenKommanditkapital in Höhe von 40.000.000 Eurobetragen die Vertriebsprovisionen insgesamt 5.600.000Euro. Die publity Vertriebs GmbH ist für die Abrechnungund Weiterleitung der Vertriebsprovisionen andie Vertriebspartner entsprechend den jeweiligen Verträgenverantwortlich.Liquiditätsreserve (4.)Für die nicht abziehbare Vorsteuer auf die Investitionskostenund etwaige zusätzlich anfallende laufende Kostenwährend der Investitionsphase wurde eine Liquiditätsreservein Höhe von 100.000 Euro kalkuliert. Der nichtverbrauchte Teil dieser Reserveposition soll für Investitionenin den Ankauf von Immobilien verwendet werden.Fremdkapital (5.)Es ist vorgesehen, dass die Fondsgesellschaft für dieInvestition in den Erwerb geeigneter Immobilien Fremdkapitalin Höhe von bis zu 50 % des Wertes der investiertenVermögensgegenstände aufnimmt. Im Rahmender Prognoserechnung wurde Fremdkapital in Höhevon 20.000.000 Euro berücksichtigt.Gezeichnetes Kapital (6.)Das Kommanditkapital beläuft sich auf 40.000.000Euro und soll planmäßig bis zum 31.12.2013 eingeworbenund vollständig eingezahlt sein.Gründungskapital (7. und 8.)Die Gründungskommanditistin hält zum Zeitpunkt derProspektaufstellung Kapitalanteile in Höhe von 10.000Euro. Die Treuhandkommanditistin hält zum Zeitpunktder Prospektaufstellung Kapitalanteile in Höhevon 1.000 Euro. Das angebotene Beteiligungskapitalbeträgt insgesamt 39.989.000 Euro (exklusive Agio).In der Prognoserechnung wird davon ausgegangen,dass das Kommanditkapital bis zum 31.12.2013 vollständigeingezahlt ist.Agio (9.)Neben der Kommanditanlage ist ein Agio in Höhe von5 % der Zeichnungssumme durch die Anleger zu zahlen.Sowohl die Gründungskommanditistin als auch die Treuhandkommanditistinzahlen kein Agio auf ihre Einlagen.Für die Vermittlung des Eigenkapitals erhält die publityVertriebs GmbH eine Vertriebsprovision in Höhe voninsgesamt 14 % des eingeworbenen Kommanditkapitals76


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG12 Wirtschaftlichkeitsberechnungen12.2 Voraussichtliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage derEmittentin, der publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGPrognoserechnung*Plan-Gewinn-und-Verlust-Rechnung03.05.–31.12.2013Euro01.01.–31.12.2014Euro01.01.–31.12. 2015Euro01.01.–31.12. 2016Euro01.01.–31.12. 2017Euro01.01.–31.12. 2018EuroErträge aus Bewirtschaftung 1.500.000 6.000.000 8.000.000 8.000.000 8.000.000 8.000.000Objekt bezogene Aufwendungen1. Instandhaltungsmaßnahmen 0 1.000.000 1.000.000 1.000.000 1.000.000 1.000.0002. Immobilienverwaltung 60.000 240.000 320.000 320.000 320.000 320.000Fonds bezogene Aufwendungen3. publity Performance GmbH 300.000 600.000 600.000 600.000 600.000 600.0004. publity Emissionshaus GmbH 150.000 300.000 300.000 300.000 300.000 300.0005. Verwahrstelle (CACEIS GmbH) 39.000 39.000 39.000 39.000 39.000 39.0006. nicht abziehbare Vorsteuer 28.025 91.314 94.354 94.354 94.354 94.3547. Treuhandkommanditist 100.000 88.000 88.000 88.000 88.000 88.0008. Buchhaltung und Jahresabschlusserstellung 21.000 21.000 21.000 21.000 21.000 21.0009. Jahresabschlussprüfung 20.000 20.000 20.000 20.000 20.000 20.00010. Reserve/sonstige Beratung 47.500 95.000 95.000 95.000 95.000 95.000Summe Aufwand 765.525 2.494.314 2.577.354 2.577.354 2.577.354 2.577.354Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibung 734.475 3.505.686 5.422.646 5.422.646 5.422.646 5.422.64611. Zinsen des Fremdkapitals 125.000 500.000 500.000 500.000 500.000 500.00012. Teilwert-Abschreibung 0 0 0 0 1.900.000 0Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 609.475 3.005.686 4.922.646 4.922.646 3.022.646 4.922.64613. Gewerbesteuer 139.462 562.564 871.195 871.195 565.295 871.195Jahresüberschuss 470.013 2.443.122 4.051.452 4.051.452 2.457.352 4.051.452Plan-Cashflow-BerechnungJahresüberschuss 470.013 2.443.122 4.051.452 4.051.452 2.457.352 4.051.45214. Hinzurechnung der Teilwert-Abschreibung 0 0 0 0 1.900.000 0Jahres-Cashflow 470.013 2.443.122 4.051.452 4.051.452 4.357.352 4.051.45215. Investitionen 61.900.00016. Eigenkapital 40.000.00017. Fremdkapital 20.000.000 -20.000.00018. Agio 2.000.00019. Verkaufserlöse 60.000.000Jahres-Cashflow n. Finanzierung u. Investition 570.013 2.443.122 4.051.452 4.051.452 4.357.352 44.051.45220. Frühzeichnerbonus 500.00021. Ausschüttungen in Prozent 5 % 10 % 10 % 10 % 113 %22. Ausschüttungen absolut 2.000.000 4.000.000 4.000.000 4.000.000 45.024.842Jahres Cashflow nach Verwendung 570.013 -56.878 51.452 51.452 357.352 -973.39023. Anfangsbestand liquide Mittel 0 570.013 513.135 564.587 616.039 973.390Endbestand liquide Mittel 570.013 513.135 564.587 616.039 973.390 0*Die Prognoserechnung bezieht sich ausschließlich auf den Kauf von Immobilien.77


Die Emittentin wurde erst am 03.05.2013 gegründetund hat noch keinen Jahresabschluss im Sinne des § 10Abs. 1 Nr. 1 der Verordnung über Vermögensanlagen Verkaufsprospekteerstellt. Die Darstellung der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage sowie die Aufbereitung der Planzahlenerfolgt daher nach den verringerten Prospektanforderungengemäß § 15 VermVerkProspV. Die Emittentinhat folglich noch keinen Jahresabschluss offengelegt.Allgemeine Ausführungen über die Geschäftsentwicklungder Emittentin nach dem Schluss des Geschäftsjahres, aufdas sich der letzte offengelegte Jahresabschluss bezieht,sind deshalb nicht möglich. Die Emittentin ist nicht zurAufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet.Erläuterung der wesentlichen Annahmenund Wirkungszusammenhänge derPlan-Gewinn-und-Verlust-Rechnungsowie der PlanliquiditätsrechnungDie Gewinn-und-Verlust-Rechnung stellt das Ergebnisder Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2013bis 2018 dar. Die der Planung zugrunde liegenden Verträgewerden im Kapitel 14 „Rechtliche Grundlagen“auf Seite 97 detailliert erläutert. Die Positionen, dienicht auf vertraglichen Vereinbarungen beruhen, wurdenauf Basis allgemein bekannter wirtschaftlicher Tatsachenund der Investitionskriterien kalkuliert. Grundlageder Liquiditätsplanung bilden Ergebnisse der Plan-,Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie der InvestitionsundFinanzierungsplanung. Die Liquiditätsplanung stelltden voraussichtlichen Mittelfluss für den Prognosezeitraumder Fondsgesellschaft dar.Erträge aus BewirtschaftungWährend der Fondslaufzeit erwartet die FondsgesellschaftErträge aus der Bewirtschaftung, d. h. aus derVermietung der Immobilien. Bei den dargestelltenZahlen handelt es jeweils um die prognostizierte Nettokaltmieteabzüglich der Leerstandskosten. Grundlagefür die Prognoserechnung sind die Annahmen desManagements der Emittentin sowie des Managementsder publity Finanzgruppe in Bezug auf Bearbeitungszeiten,Erlöszeitpunkte und Höhe der Gesamterlöse.Hierbei wird davon ausgegangen, dass 80 % der Vermietungserlöseaufgrund gewerblicher Nutzung unddurch Verzicht auf die Steuerbefreiung umsatzsteuerbarund umsatzsteuerpflichtig sind.Instandhaltungsmaßnahmen (1.)In der Prognoserechnung wurde berücksichtigt, dass derFondsgesellschaft jährlich ab 01.01.2014 durchschnittlich1.000.000 Euro zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer fürdie Durchführung notwendiger Instandhaltungsmaßnahmenzur Verfügung stehen.Immobilienverwaltung (2.)In der Prognoserechnung ist vorgesehen, dass die publityPerformance GmbH eine Vergütung in Höhe von 4 %der Erträge aus der Bewirtschaftung, d. h. aus der Vermietungund Verpachtung der Immobilien zzgl. gesetzl.Umsatzsteuer erhält. Es ist vorgesehen, dass die publityPerformance GmbH diese Leistungen des Facility-Managementsauf die publity Immobilien GmbH überträgt.Dafür erhält die publity Immobilien GmbH eine Vergütungin Höhe von 3,95 % der Erträge aus der Bewirtschaftungder Immobilien zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.publity Performance GmbH (3.)Der Prognoserechnung wurde zugrunde gelegt, dassdie publity Performance GmbH für die Erbringungder laufenden Fondsverwaltung eine jährliche Vergütungin Höhe von 1 % des insgesamt in Anlageobjekteinvestierten Kapitals einschließlich des Fremdkapitalsund der Erwerbsnebenkosten zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuererhält. In der Prognoserechnung wurde eineGesamtinvestitionssumme in Höhe von 60.000.000Euro zugrunde gelegt.publity Emissionshaus GmbH (4.)Der Prognoserechnung wurde zugrunde gelegt, dass diepublity Emissionshaus GmbH für die Wahrnehmungihrer Pflichten als persönlich haftende Gesellschafterineine jährliche Vergütung in Höhe von 0,5 % des imjeweiligen Geschäftsjahr in den Erwerb von Immobilieninvestierten Kapitals einschließlich Fremdkapital undErwerbsnebenkosten erhält. Die Vergütung beträgt abVeröffentlichung des Verkaufsprospekts gemäß § 9 VermAnlGbis zum Ende der Emissionsphase 150.000 Eurozzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Nach Beendigung derEmissionsphase beträgt die jährliche Vergütung 0,5 %des tatsächlich von der Fondsgesellschaft im jeweiligenGeschäftsjahr investierten Kapitals einschließlichFremdkapital und Erwerbsnebenkosten zzgl. gesetzlicherUmsatzsteuer, das in Höhe von 60.000.000 Eurozugrunde gelegt wurde. Diese Vergütung wird pro rata inTeilbeträgen monatlich nachträglich zur Zahlung fällig.78


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG12 WirtschaftlichkeitsberechnungenVerwahrstelle (CACEIS GmbH) (5.)Die Kosten der als Verwahrstelle vorgesehenen CACEISBank Deutschland GmbH sind jährlich in Höhe von39.000 Euro zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer prognostiziert.Dabei handelt es sich um eine pauschale Kontoführungsvergütung(Verwahrstellenentgelt) in Höhevon 33.600 Euro und geschätzte Aufwendungen fürAuslagen in Höhe von 5.400 Euro im Jahr, jeweils zzgl.gesetzlicher Umsatzsteuer.Nicht abziehbare Vorsteuer (6.)Die Fondsgesellschaft geht davon aus, dass in rein gewerblichgenutzte Immobilien investiert wird. In der Prognoserechnungwurde berücksichtigt, dass ein geschätzterTeil von 20 % der Immobilien wohnwirtschaftlich oderdurch Freiberufler genutzt wird, die nicht der Umsatzsteuerunterliegen. Die Summe der nicht abzugsfähigenVorsteuer wurde in Höhe von 20 % der Gesamtumsätzeprognostiziert.Treuhandkommanditist (7.)Die Treuhandkommanditistin, die Rödl & RichterFondstreuhand GmbH, erhält während der Emissionsphaseeine Vergütung in Höhe von 0,25 % p. a. und nachBeendigung der Emissionsphase eine Vergütung in Höhevon 0,22 % p. a. des jeweils tatsächlich eingezahltenKommanditkapitals zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Inder dargestellten Prognose wird für die Vergütung derTreuhandkommanditistin in Höhe von 100.000 Euro imJahr 2013 und in Höhe von 88.000 Euro in den Jahren2014 bis 2018 davon ausgegangen, dass die Emittentinbis zum 31.12.2013 ein Kommanditkapital in Höhe von40.000.000 Euro einwerben wird.Buchhaltung und Jahresabschluss-Erstellung (8.)Für die laufende Buchhaltung, die Erstellung der Jahresabschlüsseund der Steuererklärungen erhält die Rödl &Richter GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschafteine jährliche Vergütung in Höhevon 21.000 Euro, jeweils zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer,die quartalsweise nach Leistungserbringung abgerechnetwerden kann.Jahresabschlussprüfung (9.)Es ist vorgesehen, dass die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaftmit der Prüfung der Jahresabschlüssebeauftragt wird. In der Prognoserechnung sind für dieseLeistungen Vergütungen von 20.000 Euro jährlich zzgl.gesetzl. Umsatzsteuer geschätzt.Reserve/sonstige Beratung (10.)Die Fondsgesellschaft hat eine Reserveposition für dasJahr 2013 in Höhe von 47.500 Euro und für die Jahre2014 bis 2018 in Höhe von 95.000 Euro für unvorhergeseheneKosten prognostiziert. Diese Position beinhaltetinsbesondere Kosten für notwendige Renovierungsarbeiten,Umbauten und die Inanspruchnahme vonBeratungsleistungen, die dem Grunde und der Höheder Vergütung nach nicht vorhersehbar sind.Zinsen des Fremdkapitals (11.)Ausgehend von einem für die Investitionen in denErwerb von Immobilien aufgenommenen Fremdkapitalin Höhe von 20.000.000 Euro wird davon ausgegangen,dass ein jährlicher Zinsaufwand im Jahr 2013 inHöhe von 125.000 Euro und ab dem 01.01.2014 biszum Ende des Jahres 2018 in Höhe von 500.000 Euroanfallen wird. Die Zinshöhe wurde derzeit für einekurzfristige Finanzierung ohne Tilgung in Höhe von2,5 % p. a. angenommen. Ferner wurde davon ausgegangen,dass eine unterjährige Tilgung des aufgenommenenFremdkapitals nicht erfolgt, sondern das Fremdkapitalerst mit Abschluss der Investitionen bzw. mitdem Verkauf der jeweiligen Immobilien zurückgezahltwird. Die Fremdmittel als solche bzw. die Konditionenvon etwaigen Fremdmitteln sind in keiner Weise verbindlichzugesagt.Teilwert-Abschreibung (12.)Der erworbene Immobilienbestand wird mit Kaufpreiseneinschließlich der Erwerbsnebenkosten in das Umlaufvermögeneingestellt. Der Abschluss der Verwertungsverträgeüber die Immobilien und der damit verbundeneErhalt der Verwertungserlöse führen zur Umsatzrealisation.Der Differenzbetrag zwischen den Anschaffungskostenund den Verwertungserlösen wird von derFondsgesellschaft mit 1.900.000 Euro angenommen.In dieser Höhe wird eine Teilwert-Abschreibung aufdie Fondsobjekte (Immobilien) voraussichtlich im Jahr2017 vorgenommen. Da der Zeitpunkt und die Höheder Teilwert-Abschreibung vom Zeitpunkt der Veräußerungder Fondsobjekte (Immobilien) und den jeweiligenVeräußerungserlösen abhängt, können sich zeitlicheVerschiebungen sowie Unterschiede in der Höhe derjeweils notwendigen Wertkorrektur ergeben.79


Gewerbesteuer (13.)Die Gewerbesteuer wurde auf Grundlage des Gewerbesteuergesetzesunter Berücksichtigung der Regelung fürdie Besteuerung von Personengesellschaften berechnet.Am Sitz der Fondsgesellschaft in Leipzig gilt derzeit einGewerbesteuerhebesatz von 460 %. Im Übrigen wirdzur Ermittlung der Gewerbesteuer auf das Kapitel 13„Steuerliche Grundlagen“ auf Seite 87 verwiesen.Hinzurechnung der Teilwert-Abschreibung (14.)Die Hinzurechnung der Teilwert-Abschreibung erfolgtzur Ableitung der Cashflow-Berechnung.Investitionen, Eigen- und Fremdkapital (15. bis 17.)In der Prognoserechnung wurde zugrunde gelegt, dassder Fondsgesellschaft insgesamt 61.900.000 Euro fürInvestitionen zur Verfügung stehen. Neben dem eingeworbenenKommandit- bzw. Eigenkapital in Höhe von40.000.000 Euro ist die Aufnahme von Fremdkapitalin Höhe von 20.000.000 Euro vorgesehen.Agio (18.)Neben der Kommanditeinlage ist ein Agio in Höhe von5 % der Zeichnungssumme durch die Anleger zu zahlen.Dies entspricht bei einem zugrunde gelegten Beteiligungskapitalin Höhe von 39.989.000 Euro einem Agioin Höhe von insgesamt 1.999.450 Euro.Verkaufserlöse (19.)Bis zum Ende der Fondslaufzeit wurden der PrognoserechnungErlöse aus dem Verkauf der investiertenImmobilien in Höhe von insgesamt 60.000.000 Eurozugrunde gelegt.Jahres-Cashflow, Nachfinanzierungund InvestitionenDie Anleger, die eine bis zum 15.08.2013 unterzeichneteBeitrittserklärung vorlegen und ihre Zeichnungssummespätestens bis zum 31.08.2013 eingezahlt haben,erhalten einen Frühzeichnerbonus in Höhe von 5 % derZeichnungssumme (ohne Agio). Die Anleger, die einebis zum 30.09.2013 unterzeichnete Beitrittserklärungvorlegen und ihre Zeichnungssumme spätestens bis zum15.10.2013 eingezahlt haben, erhalten einen Frühzeichnerbonusin Höhe von 3 % der Zeichnungssumme (ohneAgio). Der Frühzeichnerbonus wird sechs Monate nachAblauf der Emissionsphase ausgezahlt. Klarstellend wirddarauf hingewiesen, dass die Emissionsphase nach freiemErmessen der Emittentin bis zum 30.06.2014 verlängertwerden kann. Ausgehend von einem eingeworbenenBeteiligungskapital in Höhe von 39.989.000 Euroist in der Prognoserechnung dafür ein Gesamtbetrag inHöhe von 500.000 Euro eingeplant.Ausschüttungen (21., 22.)Die Ausschüttungen sollen regelmäßig an die Anlegererfolgen. Nach der Prognoserechnung sollen jährlicheAuszahlungen für das Jahr 2014 in Höhe von 5 % undfür die Jahre 2015 bis 2018 jeweils in Höhe von 10 %,bezogen auf die Beteiligung der Anleger, vorgenommenwerden. Die Planung geht weiter davon aus, dass das verbleibendeKapital nach Feststellung des Jahresabschlusseszum 31.12.2018 an die Anleger ausgezahlt wird.Anfangsbestand liquide Mittel (23.)Unter dieser Position erfolgt der Ausweis der zum Beginndes jeweiligen Planjahres vorhandenen liquiden Mittel,wie beispielsweise Bankguthaben.Endbestand liquide Mittel (24.)Diese Position ergibt sich aus der Summe aus Cashflownach Ausschüttung und Anfangsbestand der liquidenMittel und weist die am Ende des jeweiligen Planjahresvorhandenen liquiden Mittel, wie beispielsweise Bankguthaben,aus.Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit spiegelt dasliquiditätswirksame Ergebnis des Geschäftsbetriebesder Fondsgesellschaft wieder. Ausgangsbasis für dieBerechnung ist der sich aus der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ergebende Überschuss eines jeden Geschäftsjahres,der um nicht liquiditätswirksame Geschäftsvorfällebereinigt wird.Frühzeichnerbonus (20.)80


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG12 Wirtschaftlichkeitsberechnungen12.3 Eröffnungsbilanz und Zwischenübersicht der publityPerformance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGAktivaPassivaUmlaufvermögenEröffnungsbilanz zum03.05.2013 in EuroAktivaUmlaufvermögenZwischenbilanz 1 zum12.06.2013 in EuroLiquide Mittel 10.000 Liquide Mittel 10.000Bilanzsumme 10.000 Bilanzsumme 10.000EigenkapitalPassivaEigenkapitalKommanditkapital 11.000 Kommanditkapital 11.000abzgl. ausstehende Einlagen -1.000 abzgl. ausstehende Einlagen -1.000Bilanzsumme 10.000 Bilanzsumme 10.0001Die Zwischenbilanz ist Teil der Zwischenübersicht.Erläuterung der Eröffnungsbilanz und derZwischenübersicht der publity PerformanceFonds Nr. 6 GmbH & Co. KGDie Fondsgesellschaft wurde am 03.05.2013 gegründetund am 07.05.2013 im Handelsregister beim AmtsgerichtLeipzig eingetragen. Die Gründungskommanditistin hatzum Zeitpunkt der Prospektaufstellung ihre Einlage inHöhe von 10.000 Euro bereits eingezahlt. Die Einlagender Treuhandkommanditistin in Höhe von 1.000 Eurosind zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung noch nichteingezahlt. Weitere Geschäftsvorfälle haben sich nichtergeben. Seit der Aufstellung der Eröffnungsbilanz habenkeine bilanz- oder erfolgswirksamen Geschäftsvorfällestattgefunden. Daher wird auf die Darstellung einerZwischen-Gewinn-und-Verlust-Rechnung verzichtet.12.4 Planzahlen der Emittentin, der publityPerformance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGPrognoserechnung2013in EuroInvestitionen 61.900.0002014in Euro2015in Euro2016in EuroUmsatz gesamt 1.500.000 6.000.000 8.000.000 8.000.000Ergebnis 470.013 2.443.122 4.051.452 4.051.452Wesentliche Annahmen undWirkungszusammenhänge zu denPlanzahlen der Emittentin zu Investitionen,Produktion, Umsatz und ErgebnisGemäß § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 VermVerkProspV sinddie Planzahlen der Emittentin, insbesondere zu Investitionen,Produktion, Umsatz und Ergebnis, mindestensfür die folgenden drei Geschäftsjahre anzugeben. DiePlanzahlen sind aus den Prognoserechnungen im Abschnitt12.2 „Voraussichtliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslageder Emittentin, der publity Performance Fonds Nr. 6GmbH & Co. KG“ auf Seite 77 ordnungsgemäß abgeleitet.Planzahlen der Emittentin zur Produktion existierennicht, da die publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH &Co. KG keinen Produktionsbetrieb unterhält.81


12.5 Planbilanzen der Emittentin, der publityPerformance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGPrognoserechnung für 2013Aktiva Euro Passiva Euro31.12.201331.12.2013A. UMLAUFVERMÖGEN A. EIGENKAPITALI. Vorräte 61.900.000 I. Kapitalanteile der persönlich haftenden0GesellschafterinII. sonstige Vermögensgegenstände 0 II. Kapitalanteile der Kommanditisten1. Kommanditkapital 40.000.000III. Guthaben bei Kreditinstituten 570.013 2. Kapitalrücklage Agio 2.000.0003. Ausschüttungen 04. variables Kapitalkonto 470.01342.470.013B. VERBINDLICHKEITENI. Verbindlichkeiten aus Lieferung und0LeistungII. Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten20.000.000Summe 62.470.013 62.470.013Prognoserechnung für 2014Aktiva Euro Passiva Euro31.12.201431.12.2014A. UMLAUFVERMÖGEN A. EIGENKAPITALI. Vorräte 61.900.000 I. Kapitalanteile der persönlich haftenden0GesellschafterinII. sonstige Vermögensgegenstände 0 II. Kapitalanteile der Kommanditisten1. Kommanditkapital 40.000.000III. Guthaben bei Kreditinstituten 513.135 2. Kapitalrücklage Agio 2.000.0003. Ausschüttungen -2.500.0004. variables Kapitalkonto 2.913.13542.413.135B. VERBINDLICHKEITENI. Verbindlichkeiten aus Lieferung und0LeistungII. Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten20.000.000Summe 62.413.135 62.413.13582


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG12 WirtschaftlichkeitsberechnungenPrognoserechnung für 2015Aktiva Euro Passiva Euro31.12.201531.12.2015A. UMLAUFVERMÖGEN A. EIGENKAPITALI. Vorräte 61.900.000 I. Kapitalanteile der persönlich haftenden0GesellschafterinII. sonstige Vermögensgegenstände 0 II. Kapitalanteile der Kommanditisten1. Kommanditkapital 40.000.000III. Guthaben bei Kreditinstituten 564.587 2. Kapitalrücklage Agio 2.000.0003. Ausschüttungen -6.500.0004. variables Kapitalkonto 6.964.58742.464.587B. VERBINDLICHKEITENI. Verbindlichkeiten aus Lieferung und0LeistungII. Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten20.000.000Summe 62.464.587 62.464.587Prognoserechnung für 2016Aktiva Euro Passiva Euro31.12.201631.12.2016A. UMLAUFVERMÖGEN A. EIGENKAPITALI. Vorräte 61.900.000 I. Kapitalanteile der persönlich haftenden0GesellschafterinII. sonstige Vermögensgegenstände 0 II. Kapitalanteile der Kommanditisten1. Kommanditkapital 40.000.000III. Guthaben bei Kreditinstituten 616.039 2. Kapitalrücklage Agio 2.000.0003. Ausschüttungen -10.500.0004. variables Kapitalkonto 11.016.03942.516.039B. VERBINDLICHKEITENI. Verbindlichkeiten aus Lieferung und0LeistungII. Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten20.000.000Summe 62.516.039 62.516.03983


Erläuterung der wesentlichen Annahmenund Wirkungszusammenhängeder PlanbilanzenDie abgebildeten Planbilanzen bilden den sich unterBerücksichtigung der angenommenen Planungsprämissenergebenden steuerlichen (abweichend vom handelsrechtlichen)Vermögensstatus der Fondsgesellschaft per31.12. jedes Planjahres ab.UmlaufvermögenIm Umlaufvermögen wurden der angekaufte Immobilienbestand,die auf den Immobilienankauf entfallenenErwerbsnebenkosten (z. B. Grundbuchgebühren, Notarkosten,Kosten für die durchgeführte Due Diligence)sowie die liquiden Mittel dargestellt.Die Entwicklung des Immobilienbestandes, die laufendenUnterhaltskosten sowie die Einnahmen aus Verkauf undBewirtschaftung ergeben sich aus der Bewertung der Immobiliensowie aus den jeweils abgeschlossenen Verträgen.Die in Ansatz gebrachten liquiden Mittel lassen sichder Liquiditätsrechnung entnehmen. Sie entsprechenden vorhandenen Barmitteln nach Investition, Finanzierungund Ausschüttung zum jeweiligen Bilanzstichtag.EigenkapitalEs wird davon ausgegangen, dass zum 31.12.2013 Kommanditeinlagenin Höhe von 40.000.000 Euro zzgl.5 % Agio in Höhe von 2.000.000 Euro auf die Kommanditeinlageneingezahlt sind und das Emissionskapitalsomit voll platziert wurde. Hiervon entfallen aufdie Gründungskommanditistin 10.000 Euro und aufdie Treuhandkommanditistin 1.000 Euro. Die Gründungs-sowie die Treuhandkommanditistin zahlen keinAgio auf ihre Einlagen.12.6 Kapitalrückflussrechnung für den AnlegerPrognoserechnungBeteiligung in Höhe von100.000 Euro bis zum31.12.2013Eigenkapitaleinzahlunginkl. Agio2013in Euro2014in Euro2015in Euro2016in Euro2017in Euro2018in EuroGesamtin Euro-105.000 0 0 0 0 0 -105.000gebundenes Kapital -105.000 -105.000 -105.000 -105.000 -105.000 -105.000Ausschüttung 0 5.000 10.000 10.000 10.000 112.562 147.562Steuererstattung (+)Steuernachzahlung (–)-435 -2.406 -4.043 -4.043 -2.420 -4.043 -17.391Summe der Rückflüsse -435 2.594 5.957 5.957 7.580 108.519 130.171Haftungsvolumen 10.000 10.000 10.000 10.000 10.000 10.000anteiliges Fremdkapital 50.000 50.000 50.000 50.000 50.000 0Die Tabelle stellt beispielhaft den sich aus denPrognoseberechnungen ergebenden voraussichtlichenLiquiditätsverlauf dieser Vermögensanlage auf Ebene desAnlegers bei einer Direkt- oder Treuhandbeteiligung inHöhe von 100.000 Euro dar, der sich bis zum 31.12.2013beteiligt und seine Einlage bis zum 31.12.2013 geleistethat. In diesem Zusammenhang wurde der Spitzensteuersatzzur Einkommensteuer von 45 % zzgl. Solidaritätszuschlagzugrunde gelegt.Gegebenenfalls beim Anleger anfallende Kirchensteuerwurde nicht berücksichtigt. Es wird an dieser Stelleausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Berechnungennicht die persönliche Beratung durch einen Steuerberaterersetzen, sondern ausschließlich einen Anhaltspunktdarstellen.Nach der Prognoserechnung erhält der Anleger fürdas Jahr 2014 eine Ausschüttung in Höhe von 5 % aufdas gezeichnete Kommanditkapital (ohne Agio) undfür die Jahre 2015 bis 2018 in Höhe von 10 % auf dasgezeichnete Kommanditkapital (ohne Agio).Die prognostizierten Ausschüttungen enthalten planmäßigteilweise Kapitalrückzahlungen. Es wurde unterstellt, dassdie Steuerzahlungen bzw. Steuererstattungen dem Anlegerim zweiten Quartal des Folgejahres ab- bzw. zufließen.Unter den getroffenen Annahmen und auf Basis derErfahrungswerte der Anbieterin besteht das Ziel, dassdie Anleger der Fondsgesellschaft einen Gesamtmittelrückflussohne Frühzeichnerbonus in Höhe von ca.148 % bezogen auf das Kommanditkapital (ohne Agio)vor persönlichen Steuern erreichen.84


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG12 Wirtschaftlichkeitsberechnungen12.7 SensitivitätenSensitivitätsanalyseBeteiligung in Höhe von100.000 Euro bis zum31.12.2013Ausschüttungen lt.PrognoserechnungAusschüttungen beinegativer Abweichungzur PrognoserechnungAusschüttung beipositiver Abweichungzur PrognoserechnungAbweichung zurPrognoserechnung2014in Euro2015in Euro2016in Euro2017in Euro2018in EuroGesamtin Euro5.000 10.000 10.000 10.000 112.562 147.562–5 % 5.000 9.500 9.500 9.500 111.880 145.380+5 % 5.000 12.000 12.000 12.000 110.080 151.080Die Prognoserechnung im Kapitel 12 „Wirtschaftlichkeitsberechnungen“,beruht auf geschlossenen Verträgen,Erfahrungswerten und Annahmen. Jedoch werdensich in Zukunft naturgemäß Abweichungen gegenüberdem in der langfristigen Prognoserechnung dargestelltenBasisszenario einstellen. Die Berechnung der Sensitivitätenfußt auf der Annahme, dass das geplante Emissionskapitalentsprechend der Prognoserechnung platziertwird, bzw. dass sich der Anleger bis zum 31.12.2013mit einer Kommanditeinlage in Höhe von 100.000 Eurobeteiligt und diese bis zum 31.12.2013 vollständig eingezahlthat. Wesentliche Parameter, die deutlichen Einflussauf das Ergebnis der publity Performance FondsNr. 6 GmbH & Co. KG haben, sind unter anderem diebeim Erwerb der Anlageobjekte zu zahlenden Kaufpreisesowie der Anteil der letztlich von der Fondsgesellschaftrealisierten Erlöse aus der Bewirtschaftung undder Verwertung der Anlageobjekte. Im Folgenden sollendie Auswirkungen möglicher Abweichungen bei sonstunveränderten Prämissen (ceteris paribus) gegenüberden in der Prognoserechnung getroffenen Annahmendargestellt werden. Abweichungen von den Annahmender Prognosen können auch kumuliert auftreten, sodasssich deutlich abweichende Ergebnisse ergeben können.Die Prognoserechnung laut Abschnitt 12.2 „VoraussichtlicheVermögens-, Finanz- und Ertragslage derEmittentin, der publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH& Co. KG“ auf Seite 77 geht von der Annahme aus,dass jährlich Umsatzerlöse in Höhe der Mieten zumZeitpunkt des Erwerbs erzielt werden. Ausgangspunktder Mieten zum Zeitpunkt des Erwerbs ist ebenfallsder Kaufpreis der Immobilien, der mit ca. dem 6-fachender Mieten angenommen wurde. Es besteht die Möglichkeit,dass diese Annahmen nicht eintreten und dieUmsatzerlöse höher oder niedriger ausfallen. Die obenabgebildete Übersicht stellt jeweils die Auswirkungenauf die Ausschüttungen der Anleger, die in der Kapitalflussrechnungfür den Anleger im Abschnitt 12.6 aufSeite 84 dargestellt sind, bei einer negativeren (–5 %)und bei einer positiveren (+5 %) Umsatzentwicklung dar.85


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13 Steuerliche GrundlagenDie nachfolgende Darstellung der deutschen Besteuerungssituationerhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeitder Information, die für eine individuelle Kaufentscheidungnotwendig sein könnten. Es werden lediglichdie wesentlichen Vorschriften der Besteuerung der Einkünftein Grundzügen dargestellt. Die Emittentin weistdarauf hin, dass die konkreten Besteuerungsfolgen vonden persönlichen Verhältnissen der Anleger abhängigsind und durch zukünftige Änderungen der Steuergesetze,der Rechtsprechung und/oder der Anweisungender Finanzverwaltung berührt werden können. Die Darstellungbasiert auf den in der Bundesrepublik Deutschlandgeltenden Steuergesetzen zum Zeitpunkt der Aufstellungdes Verkaufsprospektes. Diese Gesetze könnensich ändern, unter Umständen auch mit rückwirkendenAuswirkungen. Für die konkrete steuerliche Behandlungdes Erwerbs, des Besitzes oder der Veräußerungder Vermögensanlage sind daher allein die im Einzelfallzum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Steuergesetzein der jeweiligen Auslegung der Finanzverwaltung undder Finanzgerichte maßgeblich. Es kann nicht ausgeschlossenwerden, dass die Auslegung einer Finanzbehördeoder eines Finanzgerichts von den hier dargestelltenAusführungen abweicht. Obwohl die nachfolgendenAusführungen die Ansicht der Anbieterin widerspiegeln,dürfen sie nicht als steuerrechtliche Beratung, die durchdiese Ausführungen nicht ersetzt werden kann und daherdringend empfohlen wird, und auch nicht als Garantiemissverstanden werden.Den Ausführungen liegt zugrunde, dass eine natürlichePerson, die ausschließlich in der BundesrepublikDeutschland unbeschränkt steuerpflichtig ist, die Beteiligungim Privatvermögen hält. Nicht aufgezeigt werdendie Rechtsfolgen für beschränkt Steuerpflichtige, juristischePersonen oder für Anleger, die ihre Beteiligung imsteuerlichen Betriebsvermögen oder über eine Kapitalgesellschafthalten. Diesen Personen wird ausdrücklicheine individuelle steuerliche Beratung durch einen versiertenExperten empfohlen insbesondere im Hinblickauf die ggf. anfallende Körperschaftssteuer. Die nachfolgendeDarstellung behandelt die wesentlichen Grundlagender steuerlichen Konzeption der Vermögensanlage.13.1 Einkommensteuer13.1.1 Besteuerung aufEbene der GesellschaftDie publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGist eine Kommanditgesellschaft i. S. d. § 161 Abs. 1 HGB.Einkünfte und BesteuerungsverfahrenDie Personengesellschaft in Deutschland wird steuerlichals transparent bezeichnet. Das bedeutet, dass nichtdie Personengesellschaft an sich, sondern die AnlegerSteuersubjekte sind. Die Personengesellschaft ist alssolche weder einkommensteuer- noch körperschaftsteuerpflichtig.Deshalb wird das von der Personengesellschafterzielte Einkommen den einzelnen Anlegern/Gesellschafternals „originäre eigene Einkünfte“zugerechnet und nach deren persönlichen Merkmalender Einkommensteuer unterworfen. Eine Ausnahmehiervon bildet hingegen die Gewerbesteuer; hier ist diePersonengesellschaft selbst Steuersubjekt.Die Gewinnermittlung für die GmbH & Co. KG unddie Gewinn- oder Verlustzurechnung auf die Anlegervollziehen sich in zwei Ebenen:a] Die Gewinnermittlung erfolgt bei der Personengesellschaft,und zwar unter Einbeziehung vondem Gewinn der Personengesellschaft und denSonderbetriebseinnahmen bzw. -ausgaben derGesellschafter sowie ggf. Ergebnisse aus etwaigensteuerlichen Ergänzungsbilanzen;b] Der so festgestellte Gesamtgewinn oder -verlustwird sodann den Gesellschaftern (entsprechendihrem Anteil am Ergebnis der Gesellschaft, dervon ihnen erklärten Sonderbetriebseinnahmenbzw. ausgaben sowie ggf. Ergebnissen aus etwaigensteuerlichen Ergänzungsbilanzen) anteiligzugerechnet.Aufgrund dieses Transparenzprinzips versteuert derAnleger/Gesellschafter die anteilig auf ihn entfallenenEinkünfte unabhängig davon, ob die publity PerformanceFonds Nr. 6 GmbH & Co. KG Gewinne an dieAnleger/Gesellschafter ausschüttet oder z. B. reinvestiert.Die Versteuerung erfolgt unabhängig vom tatsächlichenLiquiditätszufluss an den Anleger.Im Fall der vorliegenden Fondsgesellschaft gewährleistetund begründet die gesellschaftsvertragliche Ausgestaltungdie Mitunternehmerstellung der Anleger aufgrundderen Beteiligung am Gewinn und Verlust sowieam Vermögen und an den stillen Reserven der Fondsgesellschaftsowie deren Mitbestimmungsrechte. Die vorundnachstehenden Grundsätze gelten auch, wenn sichder Anleger, wie vorliegend möglich, nicht unmittelbarals Kommanditist, sondern mittelbar als Treugeber ander Fondsgesellschaft beteiligt (BFH vom 21.04.1988,BStBl. II 1989 S. 722). In diesem Fall ist eine zusätzlicheVoraussetzung für die Anerkennung der Mitunternehmerstellung,dass der Treugeber das Treuhandver-87


hältnis beherrscht. Das bedeutet, dass er gegenüber derTreuhandkommanditistin weisungsbefugt ist und ihmaußerdem das Recht zusteht, sich durch Kündigung desTreuhandverhältnisses und Eintragung in das Handelsregisterunmittelbar als Kommanditist an der Fondsgesellschaftzu beteiligen. Die rechtliche Ausgestaltung desGesellschafts- und des Treuhandverwaltungsvertrageserfüllt diese – analog anzuwendenden – Anforderungen,die die Finanzverwaltung und die Rechtsprechung fürdie steuerliche Anerkennung des Treuhandverhältnissessowie der Mitunternehmerstellung voraussetzen (BMF-Schreiben vom 1. September 1994, BStBl. I 1994, 604ff.; BFH vom 25. Juni 1984, BStBl. II 1984, 751 ff.).EinkunftsartDie publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGist eine gewerblich tätige Personengesellschaft im Sinnedes § 15 Abs. 1 Nr. 2 Einkommensteuergesetz (EStG).Darüber hinaus wird die Geschäftsführung der Fondsgesellschaftvon einer Kapitalgesellschaft als persönlichhaftende Gesellschafterin wahrgenommen. Damiterzielt die Gesellschaft Einkünfte aus Gewerbebetrieb.Da die Fondsgesellschaft nach ihrem Geschäftsmodellnicht nur reine Immobilienverwaltung betreibt, sondernauch Immobilien erwirbt bzw. veräußert, kann sichbereits insoweit eine gewerbliche Betätigung ergeben(z. B. auch nach dem Grundsätzen des sog. „gewerblichenGrundstückshandels“).Die einzelnen Anleger erzielen ebenfalls Einkünfteaus Gewerbetrieb gemäß § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG, wennsie als Mitunternehmer anzusehen sind. Das ist derFall, wenn sie am Gewinn und Verlust sowie an denstillen Reserven bei Beendigung der Gesellschaft teilhaben.Überdies tragen sie aufgrund der Bedingungendes Gesellschaftsvertrages das Mitunternehmerrisikound haben die entsprechenden Rechte zur Entfaltungder Mitunternehmerinitiative.GewinnerzielungsabsichtVoraussetzung für die Anerkennung der steuerlichenErgebnisse ist u. a. das Bestehen einer Gewinnerzielungsabsicht,sowohl auf der Ebene der Gesellschaft als auchauf Ebene des Gesellschafters. Maßgeblich ist der Totalgewinn,also das steuerliche Gesamtergebnis über diegesamte voraussichtliche Dauer der Gesellschaft. Aufder Ebene der Fondsgesellschaft findet hierbei auch einetwaiger Veräußerungs- oder Aufgabegewinn Berücksichtigung,weil er zu den einkommensteuerpflichtigenEinkünften aus Gewerbebetrieb gemäß § 16 Abs. 1 und3 EStG zählt.Die Gesellschaft wird bei planmäßigem Eintritt derprognostizierten Ergebnisse über die Laufzeit insgesamtein steuerlich positives Gesamtergebnis und damit einenTotalgewinn erzielen.Auf der Ebene des einzelnen Gesellschafters sindzudem die individuellen Sonderbetriebseinnahmen und-ausgaben sowie ggf. Ergebnisse aus etwaigen steuerlichenErgänzungsbilanzen zu berücksichtigen. Dabeisind insbesondere Sonderbetriebsausgaben in Form vonFremdfinanzierungszinsen für die Einlage zu beachten.Es ist davon auszugehen, dass sich auch unter der Einbeziehungdieser Aufwendungen ein Totalgewinn aufEbene des Gesellschafters ergibt.GewinnermittlungDie Gesellschaft hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches(HGB) eine Bilanz sowie eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung zum Ende eines jeden Wirtschaftsjahresaufzustellen. Am 29.05.2009 ist das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz(BilMoG) in Kraft getreten (BGBL.I2009, S. 1.102). Die Handelsbilanz bildet trotz derzahlreichen Änderungen (z. B. Einschränkungen bei derBewertung des Umlaufvermögens oder dem Ausweisvon ausstehenden Einlagen) weiterhin die Grundlagefür die steuerliche Gewinnermittlung. Aufgrund derAufhebung der umgekehrten Maßgeblichkeit kann esjedoch infolge von unterschiedlichen Wertansätzen inHandels- und Steuerbilanz zu Abweichungen zwischendem handels- und steuerrechtlichen Ergebnis kommen.Der steuerliche Gewinn ermittelt sich über den Betriebsvermögensvergleichgemäß §§ 4 Abs. 1, 5 EStG. Wirtschaftsjahrist das Kalenderjahr. Die erworbenen Immobiliengehören zum steuerlichen Umlaufvermögen. Siesind mit den Anschaffungskosten oder einem niedrigerenTeilwert zu aktivieren.In der Prognoseberechnung sind die Kosten für dieKapitalbeschaffung und für die Konzeption (Anlaufkosten)gemäß der aktuell gültigen Verwaltungsanweisung(Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom20.10.2003) aktiviert worden.Die Aufnahme von Krediten durch die Fondsgesellschaftist nur bis zu einem maximalen Betrag von 50 % desWertes der investierten Vermögensgegenstände geplant.Die als so genannte „Zinsschranke“ bezeichnetenRegelungen finden keine Anwendung, wenn die über denZinsertrag hinausgehenden Zinsaufwendungen wenigerals 1.000.000 Euro p. a. betragen (Freigrenze), wenn derBetrieb nicht oder nur anteilmäßig zu einem Konzerngehört oder wenn der Betrieb zu einem Konzern gehörtund seine Eigenkapitalquote am Schluss des vorange-88


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG13 Steuerliche Grundlagengangen Abschlussstichtages gleich hoch oder höher istals die des Konzerns (Eigenkapitalvergleich), wobei einUnterschreiten der Eigenkapitalquote des Konzerns umbis zu zwei Prozentpunkte unschädlich ist.Soweit die Gesellschaft durch die Anlage der Liquiditätsreserveund sonstiger finanzieller Mittel Zinserträgeerzielt, handelt es sich hierbei um Einkünfte ausGewerbebetrieb (§ 20 Abs. 8 EStG). Insoweit kommt dieAbgeltungsteuer nicht zur Anwendung.GewinnverteilungDie Einkünfte der Gesellschaft werden gemäß § 180Abs. 1 Nr. 2 a Abgabenordnung (AO) gesondert undeinheitlich für alle an der Gesellschaft beteiligten Gesellschafter/Anlegerfestgestellt. Der Bescheid über die gesonderteund einheitliche Feststellung ist als Grundlagenbescheidbindend für die Einkommensteuerbescheideder einzelnen Gesellschafter (§ 182 Abs. 1 AO). Dabeiwird den Anlegern das steuerliche Ergebnis im Rahmenihrer Einkommensteuerveranlagung anteilig, entsprechendder Höhe ihrer Beteiligung am Kommanditkapital,als Einkünfte aus Gewerbebetrieb gemäß § 15Abs. 1 Nr. 2 EStG zugerechnet. Das steuerliche Ergebnisumfasst auch die vom Anleger gemeldeten Sonderbetriebseinnahmenund -ausgaben sowie ggf. Ergebnisseaus etwaigen steuerlichen Ergänzungsbilanzen.Sonderbetriebseinnahmen und -ausgabenDer Anleger hat die Möglichkeit, Sonderbetriebsausgaben,die im Zusammenhang mit seiner Beteiligung entstehen,bei der publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH& Co. KG einzureichen, damit diese bei der Berechnungdes Gewinn- bzw. Verlustanteils Berücksichtigung finden.Unter Sonderbetriebsausgaben versteht man alle Aufwendungeneines Gesellschafters, hier des Kommanditisten/Treugebers,die ihm durch die Beteiligung an derPersonengesellschaft entstehen. Hierzu zählen bspw. dieKosten für Fahrten zu Gesellschafterversammlungen,Rechts- und Notargebühren oder die Zinsen für einDarlehen zur Finanzierung der Beteiligung.Voraussetzung für die Anerkennung dieser Sonderbetriebsausgabenist die Angabe in der Erklärung zurgesonderten und einheitlichen Gewinnfeststellung, diedurch die Gesellschaft erstellt wird. Der Kommanditist/Treugeber ist dementsprechend verpflichtet, der publityPerformance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG die Sonderbetriebsausgabenbis zum 31. März des jeweiligenFolgejahres nachzuweisen.Nachträglich eingehende Sonderbetriebsausgabenkönnen dann nur noch Berücksichtigung finden, solangedie Einspruchsfrist gegen den Bescheid zur gesondertenund einheitlichen Gewinnfeststellung noch nichtabgelaufen ist. Eine (erstmalige) Geltendmachung derSonderbetriebsausgaben in der persönlichen Einkommensteuererklärungdes Anlegers/Gesellschafters istausgeschlossen.Verlustausgleich auf Ebene der GesellschaftNach den Prognoserechnungen werden in der AnfangsphaseVerluste erzielt. Verluste können während derLaufzeit der Fondsgesellschaft durch Ertragsausfälleentstehen. Für entstandene Verluste sind folgende Verlustabzugsbeschränkungenzu berücksichtigen.A. Verrechnungsverbot von negativenEinkünften aus Verlustzuweisungsgesellschaftengemäß § 15b EStGVerluste im Zusammenhang mit einem Steuerstundungsmodelldürfen weder mit Einkünften aus Gewerbebetriebnoch mit Einkünften aus anderen Einkunftsartenausgeglichen werden; sie dürfen auch nicht nach § 10dEStG abgezogen werden. Die Verluste mindern jedochdie Einkünfte, die der Steuerpflichtige in den folgendenWirtschaftsjahren aus derselben Einkunftsquelle erzielt.§ 15a EStG ist insoweit nicht anzuwenden.Ein Steuerstundungsmodell liegt vor, wenn aufgrundeiner modellhaften Gestaltung steuerliche Vorteilein Form negativer Einkünfte erzielt werden sollen.Dies ist der Fall, wenn dem Steuerpflichtigen aufgrundeines vorgefertigten Konzepts die Möglichkeit gebotenwerden soll, zumindest in der Anfangsphase der InvestitionVerluste mit übrigen Einkünften zu verrechnen.Dabei ist es ohne Belang, auf welchen Vorschriften dienegativen Einkünfte beruhen.Die hier angebotene Anlageform fällt nicht unter dentatbestandlichen Anwendungsbereich des § 15b EStG,da laut Prognoserechnung in der Anfangsphase dasVerhältnis zwischen der Summe der prognostiziertenVerluste und der Höhe des gezeichneten Kapitals undnach dem Konzept auch aufzubringenden Eigenkapitals10 % nicht übersteigt.B. Verluste bei beschränkter Haftung (§ 15 a EStG)Nach § 15 a EStG kann der einem Kommanditisten/Treugeber zuzurechnende Verlust nicht zum Ausgleichpositiver Einkünfte aus anderen Quellen verwendetwerden, soweit ein negatives Kapitalkonto entsteht odersich erhöht. Ein negatives Kapitalkonto entsteht, soweitdie Verluste die im Handelsregister eingetragene Haft-89


einlage oder die tatsächlich geleisteten Einzahlungenübersteigen. Verluste, die durch ein negatives Kapitalkontoentstehen oder sich erhöhen, sind dann nur mitden Gewinnen, die dem Kommanditisten/Treugeberin späteren Jahren aus seiner Beteiligung zuzurechnensind, zu verrechnen (verrechenbare Verluste). Sonderbetriebseinnahmenund Sonderbetriebsausgaben sind vondieser Regelung ausgenommen. Sie sind immer in vollerHöhe im Jahr ihrer Entstehung anzusetzen.Nach § 15 a Abs. 3 EStG hat der Kommanditist/Treugeber einen fiktiven Gewinn zu versteuern, soweitdurch Entnahmen ein negatives Kapitalkonto entstehtoder sich erhöht und in den Vorjahren Verluste derFondsgesellschaft beim Kommanditisten/Treugebersteuermindernd geltend gemacht wurden. Dies ist stetsdann der Fall, wenn Ausschüttungen nicht durch densteuerlichen Gewinn der Gesellschaft abgedeckt sind.Die Summe der versteuerten Ausschüttungen mindertjedoch gemäß § 15 a Abs. 3 S. 4 EStG die Gewinne,die dem Kommanditisten/Treugeber in späteren Wirtschaftsjahrenzuzurechnen sind.Bei Anlegern, die sich als Treugeber mittelbar an derGesellschaft beteiligen, führen einlagemindernde Entnahmenund Verlustzuweisungen nicht zu einem Wiederauflebender direkten Haftung und damit auch zu keinemerweiterten Verlustausgleich im Sinne von § 15a EStG.Der Treugeber trägt nur mittelbar über den Treuhandverwaltungsvertragdas Risiko des Wiederauflebens derHaftung gemäß § 172 HGB, nicht jedoch unmittelbaraufgrund dieser gesetzlichen Vorschrift. Die Einzelheitenhierzu sollte sich jeder Anleger/Treugeber von seinempersönlichen Steuerberater erläutern lassen.EntnahmenBei den in der Liquiditätsprognose dargestellten „Ausschüttungen“handelt es sich um geplante und nach derprognostizierten Liquiditätslage der Gesellschaft möglicheBarauszahlungen an die Gesellschafter. Die Auszahlungenstellen steuerlich Entnahmen dar und sindgrundsätzlich nicht steuerpflichtig. Entnahmen derGesellschafter können gemäß § 4 Abs. 4 a EStG zu Überentnahmen(Entnahmen, die die Summe des Gewinnsund der Einlagen des Wirtschaftsjahres übersteigen)auf der Ebene der Gesellschaft führen. Bei Vorliegensolcher Überentnahmen kann der Schuldzinsenabzugder Gesellschaft eingeschränkt sein. In Höhe von 6 %der Überentnahmen erfolgt eine Hinzurechnung auf densteuerlichen Gewinn der Gesellschaft. Die Obergrenzefür diese Hinzurechnung bilden die im Wirtschaftsjahrangefallenen Schuldzinsen abzüglich 2.050 Euro. DieAufteilung der Hinzurechnung erfolgt gemäß BFH-Urteil vom 29.03.2007 im Verhältnis ihrer Schuldzinsenanteileauf die Gesellschafter.Die vorgenannte Beschränkung gilt nicht für Schuldzinsen,die durch ein Darlehen zur Finanzierung vonAnschaffungs- oder Herstellungskosten von Wirtschaftsgüterndes Anlagevermögens angefallen sind.GewinnthesaurierungGemäß § 34 a EStG können nicht entnommene Gewinnebei Personengesellschaften auf Antrag mit einem ermäßigtenSteuersatz von 28,25 % zzgl. Solidaritätszuschlagbesteuert werden. Soweit der begünstigt besteuerteGewinn in späteren Jahren vom Steuerpflichtigen wiederentnommen wird (spätestens bei Auflösung der Gesellschaft/Verkaufder Gesellschaftsanteile), ist insoweiteine Nachversteuerung in Höhe von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlagvorzunehmen. Der Antrag kann aber vomSteuerpflichtigen nur gestellt werden, wenn er zu mehrals 10 % am Gewinn der Fondsgesellschaft beteiligt istoder sein Gewinnanteil mehr als 10.000 Euro beträgt.Ob die Gewinnthesaurierung für den Steuerpflichtigensinnvoll ist, kann an dieser Stelle nicht beurteilt werden,da dies von einer Reihe individueller Faktoren abhängigist. Vor einer Gewinnthesaurierung sollte daher der persönlicheSteuerberater hinzugezogen werden.13.1.2 Besteuerung aufEbene des AnlegersDem Anleger werden negative (nach Anwendung undPrüfung von §§ 15b, 15a EStG verbleibende Verluste)oder positive Einkünfte (nach Verrechnung gemäߧ§ 15 b, 15 a EStG verbleibende Gewinne) aus derBeteiligung an der Fondsgesellschaft zugewiesen, diesein persönlich zu versteuerndes Einkommen beeinflussen.Weder die Emittentin noch eine andere Personübernehmen die Zahlung von Steuern für die Anleger.Steuerlich kann eine Ergebnisgleichstellung nichterreicht werden; deshalb können unterschiedliche Steuerbelastungenentstehen. Die negativen bzw. positiven Einkünftewerden auf Ebene der Fondsgesellschaft durchdas Betriebsfinanzamt gesondert und einheitlich fürjeden einzelnen Anleger festgestellt und den Wohnsitzfinanzämternder Anleger von Amts wegen mitgeteilt.Die gewerblichen Einkünfte unterliegen dem persönlichenEinkommensteuersatz des Anlegers zzgl.Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Der Einkommensteuersatzbeträgt bei einem zu versteuerndenEinkommen bis zu 250.000 Euro zwischen 14 % und90


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG13 Steuerliche Grundlagen42 % (bei zusammen veranlagten Ehegatten 500.000Euro). Bei einem höheren Einkommen beträgt der Einkommensteuersatz45 %.Etwaige Verluste, die im Jahr der Entstehung nichtmit anderen Einkünften aus Gewerbebetrieb oder mitanderen Einkunftsarten ausgeglichen werden, könnenbis zu einem Betrag von 1.000.000 Euro (bei zusammenveranlagten Ehegatten 2.000.000 Euro) auf denunmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitraumzurückgetragen werden. Auf Antrag des Anlegers gegenüberdem zuständigen Wohnsitzfinanzamt kann vomVerlustrücktrag ganz oder teilweise abgesehen werden.Durch den Verlustrücktrag nicht ausgeglichene negativeEinkünfte sind in die folgenden Veranlagungszeiträumenbis zu einem Gesamtbetrag der Einkünfte von1.000.000 Euro (bei zusammen veranlagten Ehegatten2.000.000 Euro) unbeschränkt, darüber hinaus inHöhe bis zu 60 % des 1.000.000 Euro übersteigendenGesamtbetrages der Einkünfte (bei zusammen veranlagtenEhegatten 2.000.000 Euro) abzuziehen (§ 10dAbs. 1 und 2 EStG).Neben der Einkommensteuer hat der Anleger einenSolidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % seiner festgesetztenEinkommensteuer zu entrichten. Die Kirchensteuerist in Abhängigkeit zu der Kirchenzugehörigkeitund dem Wohnsitz des Anlegers ebenfalls zusätzlichzu entrichten.Gemäß § 35 EStG kann sich durch die Anrechnungder Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer eine einkommensteuerlicheEntlastung für den Anleger/Gesellschafterergeben. Die Anrechnung beträgt derzeit das3,8-fache des auf den Gesellschafter anteilig entfallenenGewerbesteuermessbetrags, höchstens jedoch dieanteilig gezahlte Gewerbesteuer. Diese Vergünstigungist jedoch beschränkt auf die tatsächlich festzusetzendeEinkommensteuer des Gesellschafters.13.1.3 Beendigung undVeräußerung der BeteiligungVeräußert ein Gesellschafter seine Beteiligung oderscheidet er aus anderen Gründen aus der Gesellschaftaus, so kann ein steuerpflichtiger Veräußerungsgewinnentstehen. Das Gleiche gilt bei einer Betriebsaufgabeoder im Fall der Liquidation der Fondsgesellschaft.Veräußerungsgewinn ist der Betrag, um den der Veräußerungserlösdas Kapitalkonto (geleistete Einlagenzuzüglich Gewinne abzüglich Verluste und Ausschüttungen)übersteigt. Aufgabegewinn ist der Betrag, umden der anteilige, an die Gesellschafter auszukehrendeLiquidationserlös das Kapitalkonto übersteigt. Solltedas Kapitalkonto des Gesellschafters durch Verlustzuweisungund Entnahmen negativ geworden sein und derVeräußerungspreis 0 Euro betragen, kann es dennochzu einem Veräußerungsgewinn kommen.Dieser Veräußerungsgewinn ist bei dem einzelnenGesellschafter einkommensteuerpflichtig (§ 16Abs. 1 und 3 EStG). Er wird dadurch begünstigt, dassdiese außerordentlichen Einkünfte nur mit 1/5 steuerlicherfasst werden und die hierauf entfallene Einkommensteuerverfünffacht wird (§ 34 Abs. 1 EStG).Dadurch wird die Einkommensteuerprogression etwasabgemildert.Hat ein Steuerpflichtiger das 55. Lebensjahr vollendetoder ist er im sozialversicherungsrechtlichenSinne dauernd berufsunfähig, so kann er zusätzlich aufAntrag (einmal im Leben) einen Freibetrag in Höhe von45.000 Euro in Anspruch nehmen (§ 16 Abs. 4 EStG).Der Freibetrag reduziert sich um den Betrag, um den derVeräußerungsgewinn 136.000 Euro übersteigt. Außerdemkann der Steuerpflichtige auf Antrag, ebenfalls nureinmal im Leben, anstelle der „Fünftelregelung“ für denverbleibenden Veräußerungsgewinn, mit Ausnahme ggf.des steuerpflichtigen Teils des Veräußerungsgewinns,der bereits des Vergünstigungen des Teileinkünfteverfahrensunterliegt (§ 3 Nr. 40 b, § 3c Abs. 2 EStG), dieAnwendung von 56 % des durchschnittlichen Steuersatzes(mindestens aber des Eingangssteuersatzes von15 %) in Anspruch nehmen (§ 34 Abs. 3 EStG).Die Tarifbegünstigungen des § 34 EStG gelten jedochnur, wenn der Gesellschafter seine gesamte Beteiligungveräußert. Eine Teilanteilsveräußerung wird wie laufenderGewinn besteuert (siehe Abschnitt 13.2 „Gewerbesteuer“auf Seite 91).13.2 GewerbesteuerDie Gesellschaft ist gemäß § 2 Gewerbesteuergesetz(GewStG) als gewerblich tätige Personengesellschaftgewerbesteuerpflichtig. Bemessungsgrundlage für dieGewerbesteuer ist der Gewerbeertrag gemäß § 7 GewStG.Der Gewerbeertrag ermittelt sich aus dem einkommensteuerrechtlichenErgebnis unter Berücksichtigung derHinzurechnungen und Kürzungen nach den Vorschriftender §§ 8 und 9 GewStG. Die Gewerbesteuer ist gemäߧ 4 Abs. 5a EStG keine Betriebsausgabe.Gewerbesteuerverluste sind nach dem Rechtsstandab 2004 bis zu einem Betrag in Höhe von 1.000.000Euro vortragsfähig und mit zukünftigen Gewerbeerträgenverrechenbar. Der 1.000.000 Euro übersteigendemaßgebende Gewerbeertrag ist darüber hinaus bis zu91


60 % der noch nicht berücksichtigten Fehlbeträge dervorangegangenen Jahre zu kürzen (§ 10 a GewStG).Die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sind andie Person des Gesellschafters gebunden. Scheidet einGesellschafter aus, so entfällt der auf diesen anteilig entfalleneVortrag des Gewerbeverlustes (§ 10a GewStG).Infolge von Gesellschafterwechseln kann es deshalb zueiner höheren Gewerbesteuerbelastung auf Ebene derGesellschaft und damit für die verbleibenden Gesellschafterkommen. Entsprechend § 13 Nr. 4 des Gesellschaftsvertragesist die Mehrbelastung durch den neueintretenden Gesellschafter zu tragen.Der Gewinn aus der Veräußerung eines Mitunternehmeranteilsoder der Aufgabe des Betriebes unterliegtzudem gemäß § 7 Satz 2 GewStG nur insoweitnicht dem Gewerbeertrag, als er auf eine natürlichePerson als unmittelbar beteiligten Mitunternehmerentfällt. Dies bedeutet, dass bei Beteiligung einer Kapitalgesellschaftan der Gesellschaft der Veräußerungs-/Aufgabegewinn immer anteilig gewerbesteuerpflichtigist. Auch bei der Beteiligung von natürlichen Personenüber eine andere Personengesellschaft ist die Gewerbesteuerpflichtgegeben.13.3 UmsatzsteuerSoweit der Unternehmensgegenstand der Fondsgesellschaftim Erwerb bzw. der Bewirtschaftung von Immobilienbesteht, ist zu berücksichtigen, dass gemäß § 4 Nr. 9bzw. Nr. 12 Umsatzsteuergesetz („UStG“) Umsätze imZusammenhang mit der Veräußerung bzw. der Bewirtschaftungvon Immobilien grundsätzlich umsatzsteuerfreisind. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dieFondsgesellschaft in Bezug auf eine Grundstückslieferungbzw. eine Grundstücksvermietung oder -verpachtungzur Umsatzsteuer gem. § 9 UStG optieren, um eineAbzugsberechtigung hinsichtlich damit zusammenhängenderVorsteuern zu erlangen. Bei Veräußerung einesGrundstücks kann im Einzelfall unter bestimmten Voraussetzungenauch eine bereits nicht umsatzsteuerbareGeschäftsveräußerung im Ganzen vorliegen, welche zurumsatzsteuerlichen Sonderrechtsnachfolge des Erwerbersführen kann (§ 1 Abs. 1a, § 15a Abs. 10 UStG).Da die umsatzsteuerliche Behandlung einer Grundstücklieferungbzw. Grundstücksvermietung oder -verpachtungvom jeweiligen Einzelfall abhängt und bei derumsatzsteuerlichen Behandlung Unsicherheiten verbleibenkönnen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass esinsoweit – insbesondere auch infolge von Betriebsprüfungen– zu nachteiligen umsatzsteuerlichen Folgen fürdie Fondsgesellschaft, etwa in Form nicht abziehbarerVorsteuern, kommen kann. Insoweit ist nicht gänzlichauszuschließen, dass derartige nachteilige umsatzsteuerlicheFolgen beim Anleger auch zum Totalverlust derEinlage sowie des Agios führen könnten.GesellschafteranteileGemäß EuGH-Urteil vom 26.06.2003 erbringt eine Personengesellschaftbei der Aufnahme eines Gesellschaftersgegen Zahlung einer Bareinlage an diesen keineDienstleistung gegen Entgelt im Sinne des Artikels 2Nummer 1 der 6. EG-Richtlinie 77/388/EWG des Ratesvom 17.05.1977. Damit handelt es sich bei der Ausgabeder Anteile um einen nicht steuerbaren Umsatz im Sinnedes Umsatzsteuergesetzes.13.4 GrunderwerbsteuerDas Grunderwerbsteuergesetz („GrEStG“) sieht vor,dass eine Grunderwerbsteuerpflicht nicht nur mit derÜbertragung von Grundstücken („Asset Deal“), sonderninsbesondere auch bei der Übertragung von Anteilenan grundbesitzenden Gesellschaften („Share Deal“)und infolge von Umwandlungsvorgängen ausgelöstwerden kann. Ein grunderwerbsteuerbarer Vorgangkann insbesondere auch dann vorliegen, wenn sich beieiner grundbesitzenden Personengesellschaft innerhalbvon fünf Jahren der Gesellschafterbestand unmittelbaroder mittelbar dergestalt ändert, dass mindestens95 % der Anteile am Gesellschaftsvermögen auf neueGesellschafter übergehen (§ 1 Abs. 2a GrEStG). Auchein Rechtsgeschäft, das den Anspruch auf Übertragungeines oder mehrerer Anteile der Gesellschaft begründet,wenn durch die Übertragung unmittelbar oder mittelbarmindestens 95 % der Anteile der Gesellschaft in derHand des Erwerbers oder in der Hand von herrschendenund abhängigen Unternehmen oder abhängigenPersonen oder in der Hand von abhängigen Unternehmenoder abhängigen Personen allein vereinigt werdenwürden, oder auch die Vereinigung unmittelbar odermittelbar von mindestens 95 % der Anteile der Gesellschaft,kann einen grunderwerbsteuerbaren Vorgangbegründen (§ 1 Abs. 3 GrEStG). Es ist sicherzustellen,dass der Beginn der Investitionsphase so gesteuertwird, dass nicht schon während der Investitionsphaseein Gesellschafterwechsel in Bezug auch anfänglichakquirierte Anlageobjekte eintritt.Insbesondere sofern es während der Dauer der Fondsgesellschaftzu einem Gesellschafterwechsel entsprechendden vorstehenden Ausführungen kommt, kanndaher – unabhängig einer etwaigen Übereignung von92


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG13 Steuerliche GrundlagenGrundstücken – eine Grunderwerbssteuerpflicht derFondsgesellschaft eintreten (§ 1 Abs. 2a GrEStG). Diesemögliche zusätzliche steuerliche Belastung wurde seitensder Fondsgesellschaft nicht berücksichtigt. Daher kanndies das Gesamtergebnis der Fondsgesellschaft zusätzlichbelasten und zu einer weiteren Verschlechterung derprognostizierten Ausschüttung für den Anleger führen.13.5 Erbschaftsteuer undSchenkungsteuerDie Übertragung der Beteiligungen an der Fondsgesellschaftdurch Schenkung oder durch Erbschaft unterliegtder Erbschaft- und Schenkungsteuer. Ob eine Steuerschuldentsteht, kann an dieser Stelle nicht beurteiltwerden, da dies von einer Reihe individueller Faktorenabhängig ist (z. B. Art und Höhe des Erwerbs, Güterstand,frühere Erwerbe, Steuerklassen, Freibeträge usw.).Vor einer beabsichtigten Übertragung sollte daher derpersönliche Steuerberater hinzugezogen werden.Steuerpflichtiger Erwerb im Sinne des Erbschaftsteuer-und Schenkungsteuergesetzes ist die Bereicherungdes Erwerbers. Nach § 12 Abs. 5 Erbschaftsteuergesetz(ErbStG) ist unter Berücksichtigung der tatsächlichenWertverhältnisse auf den Todes- bzw. Schenkungszeitpunktein Steuerwert zu ermitteln.Bei der Bewertung des Betriebsvermögens von Personengesellschaftensoll als Steuerwert der gemeineWert im Sinne des § 9 BewG angesetzt werden (§ 109Abs. 2 S. 1 BewG). Die Ermittlung des gemeinen Wertssoll wie bei Anteilen an Kapitalgesellschaften erfolgen(§ 109 Abs. 2 S. 2 BewG). Danach ist der gemeineWert vorrangig aus Verkäufen abzuleiten, die wenigerals ein Jahr vor dem Besteuerungszeitpunkt stattgefundenhaben. Sind solche Verkäufe nicht erfolgt, soll dergemeine Wert des Betriebsvermögens unter Berücksichtigungallgemeingültiger Bewertungsmethoden, die einErwerber bei der Bemessung des Kaufpreises zugrundelegen würde, erfolgen (§ 11 Abs. 2 BewG).Nach dem zum Zeitpunkt der Prospektaufstellunggeltenden Erbschaftssteuerrecht sind folgende Bewertungsmethodenzur Ermittlung des gemeinen Werts desBetriebsvermögens anzuwenden:a] Verkäufe unter fremden Dritten, die weniger als 1Jahr zurückliegen,b] Ermittlung unter Berücksichtigung der Ertragsaussichtenoder einer anderen anerkannten – auchim gewöhnlichen Geschäftsverkehr für nichtsteuerliche Zwecke üblichen – Methode, wobeidie Methode anzuwenden ist, die ein Erwerberder Bemessung des Kaufpreises zugrunde legenwürde,c] mindestens Substanzwert (Aktivwert./. Schulden),d] das vereinfachte Ertragswertverfahren nach§§ 199 ff. BewG kann herangezogen werden,wenn es nicht zu offensichtlich unzutreffendenErgebnissen führt (gilt nur für dasGesamthandsvermögen).Der ermittelte Ertragswert des Unternehmens ist wiefolgt zu verteilen:a] der gemeine Wert des Sonderbetriebsvermögensist zu ermitteln und dem Gesellschafter vorabzuzurechnen,b] die Kapitalkonten aus der Gesamthandelsbilanzsind dem jeweiligen Gesellschafter vorwegzuzurechnen,c] der verbleibende Wert ist nach dem für die Gesellschaftmaßgebenden Gewinnverteilungsschlüsselauf die Gesellschafter aufzuteilen; Vorabgewinnanteilesind nicht zu berücksichtigen.Für Betriebsvermögen existiert eine Regelverschonungmit einer Verschonungsoption gemäß den §§ 13a und13b ErbStG. Da die Fondsgesellschaft jedoch nur Grundstückehält, die nach § 13b Abs. 2 Nr. 1 ErbStG n.F.zum Verwaltungsvermögen zugerechnet werden, sinddie Verschonungsregelungen jedoch nicht anwendbar.Darüber hinaus besteht je nach den persönlichenVerhältnissen des Erwerbers zum Erblasser bzw. Schenkerdie Zuordnung zu einer Steuerklasse gemäß § 15ErbStG, einem Freibetrag gemäß § 16 ErbStG und inAbhängigkeit des steuerpflichtigen Erwerbs ein individuellerSteuersatz gemäß § 19 ErbStG.Bei treuhänderisch gehaltenen Kommanditanteilenist der entsprechende Erlass des bayerischen Staatsministeriumsder Finanzen zu beachten. Gemäß diesemErlass ist für die erbschaft- und schenkungsteuerrechtlicheBehandlung als Gegenstand der Zuwendung derHerausgabeanspruch des Treugebers nach § 667 BGBgegen den Treuhänder auf Rückübereignung des Treugutesanzusehen. Bei dem Herausgabeanspruch handeltes sich um einen einseitigen Sachleistungsanspruch.Die weitere steuerliche Beurteilung, insbesondere dieBewertung, orientiert sich daran, auf welchen Gegenstandsich der Herausgabeanspruch bezieht, mithin ander Vermögensart des Treugutes.93


13.6 AIFM-SteueranpassungsgesetzFerner ist nicht auszuschließen, dass es aufgrund der voraussichtlichbevorstehenden Einführung des AIFM-Steueranpassungsgesetzes(„AIFM-StAnpG“) zu Änderungendes anwendbaren Besteuerungsregimes in Bezug auf dieFondsgesellschaft bzw. hinsichtlich der Anleger kommenkann (s. a. die Abschnitte „Risiken aus der geplantenRegulierung des Kapitalmarkts“ und „Informationenüber die beabsichtigte Implementierung der regulatorischenRahmenbedingungen durch das KAGB-E“).13.7 SchlussbemerkungDie vorstehenden Ausführungen berücksichtigen denStand der Steuergesetzgebung, der Rechtsprechung unddie Veröffentlichungen der Finanzverwaltung zum Zeitpunktder Prospektaufstellung. Zum Risiko aufgrunddiesbezüglicher Veränderungen wird auf das Kapitel 4„Risiken der Beteiligung“ ab Seite 13 ff. dieses Verkaufsprospektesverwiesen.94


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG13 Steuerliche GrundlagenEingangsbereich des neuen publity Centers95


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14 Rechtliche GrundlagenDer Prospekt informiert über die unmittelbar den Anlegerbetreffenden rechtlichen Bedingungen (Gesellschaftsvertrag,Geschäftsbesorgungsvertrag sowie TreuhandundVerwaltungsvertrag). Ferner wird über den im Zugeder Umsetzung der AIFM-Richtlinie abgeschlossenenVertrag über die Beauftragung der publity PerformanceGmbH mit der externen Fondsverwaltung informiert.Diese Verträge sind in Kapitel 17 „Anhang“ vollständigabgedruckt. Ein Mittelverwendungskontrolleur ist zumZeitpunkt der Prospektaufstellung nicht vorgesehen; esexistiert daher auch kein Mittelverwendungskontrollvertrag.Die nachfolgenden Ausführungen enthalteneinen Überblick über die rechtliche Struktur der Fondsgesellschaftund über die rechtlich relevanten Fragen.14.1 GesellschaftsvertragDas Rechtsverhältnis der Kommandit- und Treuhandbeteiligungbasiert auf dem in diesem Prospekt abgedrucktenGesellschaftsvertrag der publity PerformanceFonds Nr. 6 GmbH & Co. KG, der dazugehörigen Beitrittserklärungund den gesetzlichen Regelungen gemäßden §§ 161 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB).Der Kommanditist/Treugeber ist mit seiner Einlageam Vermögen der publity Performance Fonds Nr. 6GmbH & Co. KG nach den handelsrechtlichen Bestimmungenund steuerlichen Grundsätzen beteiligt. Erist am Ergebnis der publity Performance Fonds Nr. 6GmbH & Co. KG nach Maßgabe des Gesellschaftsvertragesbeteiligt. Bei der angebotenen Vermögensanlagehandelt es sich um Kommandit- bzw. Treuhandbeteiligungenan einer dem deutschen Recht unterliegendenPersonengesellschaft (GmbH & Co. KG). Der Anlegerverfügt also über die mit einer Kommandit- bzw. Treuhandbeteiligungverbundenen Informations-, Kontroll-,Entnahme-, Stimm- und Gewinnverteilungsrechte. Einedetaillierte Beschreibung der Hauptmerkmale der Anteileder Anleger findet sich im Abschnitt 7.3 „Kapital derEmittentin“ auf Seite 44 dieses Verkaufsprospektes.Dauer der Gesellschaft, GeschäftsjahrDie Dauer der Gesellschaft ist befristet bis zum31.12.2018, sofern nicht die Gesellschafterversammlungeine Verlängerung der Laufzeit beschließt. DasGeschäftsjahr ist das Kalenderjahr, wobei das ersteGeschäftsjahr, bis einschließlich 31.12.2013, ein Rumpfgeschäftsjahrist. Die Emissionsphase läuft längstens biszum 30.06.2014.Kapitalerhöhung, ZeichnungsfristDie publity Performance GmbH ist berechtigt, bis zum30.06.2014 die Erhöhung des Kommanditkapitals imeigenen Ermessen bis zu einer Gesamtkapitalhöhe voninsgesamt maximal 80.000.000 Euro (ohne Agio) zuzulassen.Die Fondsverwaltung kann die Zeichnungsphaseauch zu einem früheren Zeitpunkt mit einem geringerenKommanditkapital schließen.GeschäftsführungDie Gesellschaft wird durch die Komplementärin, d. h.die persönlich haftende Gesellschafterin, allein vertreten;sie ist von den Beschränkungen des § 181 BGBbefreit. Mitglieder der Geschäftsführung der Emittentinsind Thomas Olek und Stanley Bronisz, geschäftsansässigin der Landsteinerstraße 6 in 04103 Leipzig.Thomas Olek und Stanley Bronisz sind Geschäftsführerder publity Emissionshaus GmbH, der geschäftsführendenGesellschafterin der Fondsgesellschaft. Diepublity Emissionshaus GmbH wurde am 07.09.2012 als„publity Asset GmbH“ gegründet und ist im Handelsregisterdes Amtsgerichts Leipzig unter HRB 28806 eingetragen.Mit Gesellschafterbeschluss vom 10.04.2013wurde die Umfirmierung in „publity EmissionshausGmbH“ beschlossen und am 17.04.2013 im Handelsregistereingetragen.Im Vorgriff auf die neuen rechtlichen Rahmenbedingungendurch das KAGB-E hat die publity EmissionshausGmbH als persönlich haftende Gesellschafterin derFondsgesellschaft in deren Namen und nach Maßgabedes Gesellschaftsvertrages die publity PerformanceGmbH mit der umfassenden Verwaltung der Fondsgesellschaftbeauftragt und bevollmächtigt („Fondsverwaltung“).Die publity Performance GmbH wird imZuge der AIFM-Umsetzung die Funktion und die Aufgabeneiner externen Kapitalverwaltungsgesellschaftim Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs wahrnehmen.Mit Erhalt der Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb einerKapitalverwaltungsgesellschaft wird die publity PerformanceGmbH insbesondere, jedoch nicht ausschließlich,das Portfolio- sowie das Risikomanagement gemäß denVorgaben des Kapitalanlagegesetzbuchs für die Gesellschaftwahrnehmen.Die publity Performance GmbH ist zudem die Anbieterindieser Beteiligung und trägt die inhaltliche Prospektverantwortung;vgl. Kapitel 3 „Übernahme derProspektverantwortung“ auf Seite 11.97


MitwirkungsrechteDen zukünftig beitretenden Kommanditisten/Treugebernstehen die gesetzlichen Widerspruchs- und Kontrollrechtegemäß §§ 164, 166 HGB zu. Insofern sinddie Kommanditisten/Treugeber berechtigt, abschriftlicheMitteilungen der Jahresabschlüsse zu verlangen undderen Richtigkeit durch Einsichtnahme in Bücher undPapiere zu prüfen. Die Fondsverwaltung wird die Kommanditisten/Treugeberdurch Vorlage eines Geschäftsberichtesjährlich über die wesentlichen geschäftlichenVorgänge und über die wirtschaftliche Situation derGesellschaft informieren. Die Fondsverwaltung erstattetdarüber hinaus jährlich den Kommanditisten/Treugebernüber alle außerordentlichen Geschäftsvorfälle Bericht.Darüber hinaus bedürfen Entscheidungen der Geschäftsleitungder Zustimmung der Gesellschafterversammlungmit einer Mehrheit von 75 % der abgegebenen Stimmen,wenn Sie Änderungen des Gesellschaftsvertrages vornehmen,die persönlich haftende Gesellschafterin ausschließen,eine neue persönlich haftende Gesellschafterinbestimmen und die Gesellschaft aufgelöst werden soll,ohne dass die Bedingungen des § 17 des Gesellschaftsvertrageserfüllt sind. Je 1.000 Euro eingezahltes Kommanditkapitalgewährt eine Stimme. Die Treugeber sindvon der Treuhandkommanditistin bevollmächtigt, ihreStimmrechte sowie sonstige Mitgliedschaftsrechte beider Gesellschaft anteilig entsprechend ihrer treuhänderischgehaltenen Beteiligung selbst auszuüben.Kündigung, Übertragung undsonstige VerfügungenEs besteht für Anteile an geschlossenen Fonds kein mitfrei handelbaren Wertpapieren vergleichbarer Markt.Die Fungibilität von Fondsanteilen hängt von der Entwicklungder Beteiligung und einer entsprechendenNachfrage ab. Anleger sollten berücksichtigen, dassein vorzeitiger Verkauf einer Beteiligung wahrscheinlichmit Preisabschlägen auf den Wert der Beteiligungoder unter Umständen überhaupt nicht zu realisierenist. Jeder im Handelsregister eingetragene Kommanditistoder Treugeber kann seine Beteiligung nur zumAblauf eines Geschäftsjahres mit Wirkung zum 01.01.des Folgejahres durch Abtretung übertragen, belastenoder in sonstiger Weise über sie verfügen. Die Übertragung,teilweise Übertragung oder sonstige Verfügungüber die Kommandit- bzw. Treuhandbeteiligung bedarfder Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin.Die Zustimmung darf nur aus wichtigem Grundversagt werden. Eine teilweise Übertragung ist grundsätzlichausgeschlossen, soweit durch eine teilweiseÜbertragung Gesellschaftsanteile entstehen sollten,die 10.000 Euro unterschreiten; Ausnahmen könnenim Einzelfall zugelassen werden. Gesellschaftsanteilemüssen immer durch 1.000 ohne Rest teilbar sein. EineVerfügung, die zur Trennung der Gesellschaftsbeteiligungvon den Nutzungsrechten des Gesellschaftsanteilsführt, vor allem die Bestellung eines Nießbrauchs, istnicht zulässig. Der Rechtsnachfolger eines Kommanditisten/Treugeberstritt in sämtliche Rechte und Pflichtendes ausscheidenden Kommanditisten/Treugebers ausdem Gesellschaftsvertrag ein. Die Kapitalkonten werdenunverändert und einheitlich fortgeführt. Die mittelbarals Treugeber über die Treuhandkommanditistin beteiligtenAnleger können erstmals zum 31.12.2015 durchÜbernahme der für sie erworbenen Kommanditanteileanstelle der Treuhandkommanditistin in die Gesellschafteintreten. Die Übertragung der Kommanditanteile istaufschiebend bedingt durch die Eintragung der Treugeberals Kommanditisten im Handelsregister.Durch das Ausscheiden eines Gesellschafters wirddie Gesellschaft nicht aufgelöst, sondern unter den verbleibendenGesellschaftern fortgeführt. Der ausscheidendeKommanditist ist entsprechend der Regelungendes § 16 des Gesellschaftsvertrages abzufinden. Kündigtdie Treuhandkommanditistin ein Treuhandverhältnis auswichtigem Grund, so gilt dieses Kündigungsrecht auswichtigem Grund insoweit auch gegenüber der Gesellschaft.Kündigen einzelne oder alle Treugeber gegenüberder Treuhandkommanditistin aus wichtigem Grund, soübernehmen sie von der Treuhandkommanditistin ihrenKommanditanteil anteilig, treten damit unmittelbar alsKommanditisten in die Gesellschaft ein und nehmen dieVerwaltung ihrer Kommanditbeteiligung mit Wirkungder Kündigung selbst wahr, es sei denn, sie beauftragengemeinsam einen anderen Treuhandkommanditisten.Weiter scheiden Kommanditisten/Treugeber aus derGesellschaft aus, wenn• in die Kommandit- bzw. Treuhandbeteiligung oderin einzelne Ansprüche aus dem Gesellschaftsverhältnisaufgrund eines nicht nur vorläufig vollstreckbarenTitels die Zwangsvollstreckung betriebenwird und die Zwangsvollstreckungsmaßnahmenicht innerhalb von 3 Monaten aufgehoben wird; • über das Vermögen des Kommanditisten bzw. desTreugebers das Insolvenz- oder das gerichtlicheVergleichsverfahren eröffnet oder die Eröffnungdes Insolvenzverfahrens mangels Masse abgelehntwird.98


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG14 Rechtliche GrundlagenEin Kommanditist/Treugeber kann durch Beschluss derGesellschafterversammlung aus der Gesellschaft ausgeschlossenwerden, wenn er in grober Weise trotz schriftlicherAbmahnung seine sonstigen Verpflichtungen ausdem Gesellschaftsverhältnis verletzt und den Gesellschafterndie Fortsetzung der Beteiligung mit diesemKommanditisten/Treugeber unzumutbar geworden ist.Bei der Beschlussfassung über den Ausschluss hat derbetroffene Kommanditist/Treugeber kein Stimmrecht.Er ist jedoch anzuhören, wenn er an der Gesellschafterversammlung,in der über seinen Ausschluss Beschlussgefasst werden soll, teilnimmt.Der Ausschluss erfolgt durch Mitteilung des Beschlussesan den ausgeschlossenen Gesellschafter durch diepersönlich haftende Gesellschafterin.Verstirbt ein Kommanditist/Treugeber, so geht seineBeteiligung auf seine Erben über. Der Gesellschaftsvertragwird mit diesen fortgesetzt. Die Erben haben sichgegenüber der persönlich haftenden Gesellschafterindurch Vorlage eines Erbscheines oder eines beglaubigtenTestaments zu legitimieren. Die Kosten des Vollzugsder Rechtsänderung bei Notar und Gericht sowie dieKosten des Verwaltungsaufwandes, die der Gesellschaftvon dem Verwalter in Rechnung gestellt werden, tragenim Verhältnis zur Gesellschaft die Rechtsnachfolgerdes verstorbenen Kommanditisten/Treugebers. Gehtdie Beteiligung auf mehrere Personen über, sind dieseverpflichtet, eine Auseinandersetzung herbeizuführen,bei der Gesamtbeteiligungsbeträge von mind. 5.000Euro entstehen und bei der die Gesamtbeteiligungsbeträgemind. durch 1.000 teilbar sind. Die Ausübung derRechte aus der Beteiligung eines verstorbenen Kommanditisten/Treugebersdurch einen Testamentsvollstreckerist zulässig. Unter folgenden Voraussetzungen könnenAnleger ihre Beteiligung vor dem Ende der Laufzeit derFondsgesellschaft am 31.12.2018 beenden:• anhaltende Arbeitslosigkeit und/oder Erwerbsunfähigkeitdes Anlegers über einen Zeitraum von mehrals sechs aufeinanderfolgenden Monaten;• Scheidung des Anlegers;• Tod des Anlegers oder seines Ehegatten oderLebenspartners (i. S. d. Lebenspartnerschaftsgesetzes),wenn der Verstorbene mindestens zur Hälftemit seinen Einkünften zum Lebensunterhalt desEhegatten, Lebenspartners oder der Erben beigetragenhat.Die Beteiligung kann nur vorzeitig beendet werden,wenn die vorstehend beschriebenen Voraussetzungeninnerhalb einer Frist von drei Monaten nach ihrem Eintrittangezeigt und anhand geeigneter Unterlagen nachgewiesenwerden. Über die Beendigung der Beteiligungentscheidet die Geschäftsführung. Im Falle seines Ausscheidenserhält der betroffene Anleger ein nach Buchwertenbestimmtes Auseinandersetzungsguthaben, dasgeringer sein kann, als die von ihm geleistete Einlage/Einzahlung.Die Härtefallregelung ist auf maximal 1 % desKommanditkapitals der Fondsgesellschaft beschränkt.Maßgeblich ist der Eingang der Anzeige bei der Fondsgesellschaft.Im Übrigen wird auf den in diesem Prospektim Abschnitt 17.1 „Gesellschaftsvertrag der publityPerformance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG“ auf Seite115 abgedruckten Gesellschaftsvertrag verwiesen.ErgebnisanteilDie Beteiligung am Ergebnis regelt § 10 des Gesellschaftsvertrags.Danach ist der Kommanditist/Treugeberbezogen auf den (mittelbar) von ihm gehaltenenKommanditanteil im Verhältnis zum Gesamtkommanditkapitalam Ergebnis der Fondsgesellschaft beteiligt.Am Ergebnis (Gewinn und Verlust) der Gesellschaftnehmen die Kommanditisten ab dem Zeitpunkt ihresBeitritts teil und sind an diesem Ergebnis entsprechenddem Verhältnis ihrer gezeichneten Kommanditanteile(Kapitalkonto I) zum 31.12. des jeweiligen Geschäftsjahresbeteiligt. Einem Kommanditisten/Treugeber werdenVerlustanteile auch dann zugerechnet, wenn diese diegeleistete Einlage übersteigen. Zum Ausgleich des Verlustvortragskontossind die Kommanditisten weder gegenüberder Gesellschaft noch untereinander verpflichtet.Ausschüttungen an die AnlegerDie Ausschüttungen an die Kommanditisten/Treugeberder Fondsgesellschaft beinhalten die mindestens einmaljährlichen Auszahlungen auf das Kommanditkapitalund werden aus dem Liquiditätsüberschuss geleistet. DieAusschüttungen enthalten planmäßig auch Kapitalrückzahlungen.Den Kommanditisten/Treugebern, die einebis zum 15.08.2013 unterzeichnete Beitrittserklärungvorgelegt haben, steht ein Frühzeichnerbonus in Höhevon 5 % auf den anteilig von ihnen (mittelbar) gehaltenenKommanditanteil (ohne Agio) zu, wenn sie ihre Zeichnungssummebis spätestens zum 31.08.2013 eingezahlthaben. Den Kommanditisten/Treugebern, die eine biszum 30.09.2013 unterzeichnete Beitrittserklärung vorgelegthaben, steht ein Frühzeichnerbonus in Höhe von3 % der Zeichnungssumme (ohne Agio) zu, wenn dieZeichnungssumme spätestens bis zum 15.10.2013 eingezahltwurde. Der Frühzeichnerbonus wird 6 Monatenach Ablauf der Emissionsphase ausgezahlt. Klarstel-99


lend sei darauf hingewiesen, dass die Emissionsphasenach dem freien Ermessen der Fondsgesellschaft bis zum30.06.2014 verlängert werden kann. Ferner erhält derAnleger nach der Prognoserechnung im Jahr 2014 einejährliche Ausschüttung i. H. v. 5 % auf das gezeichneteKommanditkapital und ab 2015 eine jährliche prognostizierteAusschüttung i. H. v. 10 % auf das gezeichneteKommanditkapital. Die in der Prognoserechnungermittelten Ausschüttungen (siehe Kapitel 2 „Beteiligungsangebotim Überblick“ auf Seite 7) beinhaltenim Wesentlichen die operativen Erlöse aus der Verwaltungder Immobilien sowie die aus der Verwertungder Immobilien resultierenden Verwertungserlöse. Überdie darüber hinausgehenden Ausschüttungen zugunstender Kommanditisten/Treugebern entscheidet gemäß § 5i. V. m. § 11 des Gesellschaftsvertrages die Gesellschafterversammlung.Für den Fall, dass die Liquiditätslageder Gesellschaft es zulässt, schüttet die Gesellschaft denLiquiditätsüberschuss im Verhältnis der festen Kapitalkontenan die Kommanditisten/Treugeber aus. Solltendie prognostizierten Ausschüttungen (Kapitalrückflusszuzüglich prognostizierter Rendite) übertroffen werden,ist im Gesellschaftsvertrag vereinbart worden, dass dievon der Fondsgesellschaft erwirtschafteten Mehrerlösein Höhe von 50 % an die Anleger ausgeschüttet werdenund in Höhe von 50 % an die publity EmissionshausGmbH ausgezahlt werden.Abfindung/LiquidationserlösMit Ablauf des 31.12.2018 wird die Gesellschaft gemäߧ 17 Ziffer 1 des Gesellschaftsvertrages liquidiert, sofernnicht die Gesellschafterversammlung eine Verlängerungbeschließt. Der aus der Verwertung bzw. der Bewirtschaftungvon Immobilien erzielte Liquiditätsüberschusswird im Verhältnis der festen Kapitaleinlagen an dieKommanditisten/Treugeber verteilt. Scheidet ein Kommanditist/Treugebergemäß § 15 Ziffer 1a) oder b) odergemäß § 15 Ziffer 2 des Gesellschaftsvertrages aus derGesellschaft aus, so erhält er eine Abfindung, die sichaus den Salden seiner Gesellschafterkonten ermittelt.Maßgebend ist der Jahresabschluss, der dem Zeitpunktdes Ausscheidens am nächsten liegt. Sollte der Saldo ausden Gesellschafterkonten negativ sein, ist dieser nichtauszugleichen. Spätere Bilanzberichtigungen aufgrundsteuerlicher Außenprüfungen haben auf die Abfindungkeinen Einfluss. Scheidet ein Kommanditist/Treugeberwährend eines Geschäftsjahres aus, so nimmt er amErgebnis dieses Geschäftsjahres zeitanteilig teil. AmErgebnis der bei seinem Ausscheiden noch schwebendenGeschäfte nimmt er nicht teil. Sofern sich die Beteiligtennicht innerhalb von 6 Monaten nach dem Ausscheidendes Kommanditisten/Treugebers über die Höhe derAbfindung einigen, ist diese nach den Maßgaben dervorstehenden Ansätze für sämtliche Beteiligungen verbindlichdurch einen Wirtschaftsprüfer oder eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaftzu ermitteln, der bzw. dievon der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig aufAntrag eines Beteiligten zu bestimmen ist, sofern sichdie Beteiligten über dessen/deren Person nicht verständigen.Die Kosten der Ermittlung der Abfindung durchden Wirtschaftsprüfer oder die Wirtschaftsprüfungsgesellschaftsind von der Fondsgesellschaft und dem ausgeschiedenenKommanditisten/Treugeber jeweils zurHälfte zu tragen. Die Abfindung gemäß § 16 Ziffer 1des Gesellschaftsvertrages ist in 2 gleichen Halbjahresratenzu zahlen, deren erste ein Jahr nach Ausscheidenfällig ist. Eine Sicherstellung der Abfindung sowie dieBefreiung von der etwaigen Inanspruchnahme durchGesellschaftsgläubiger kann nicht verlangt werden.GesellschafterversammlungGesellschafterbeschlüsse werden grundsätzlich im schriftlichenBeschlussverfahren herbeigeführt. SchriftlicheBeschlussverfahren und Gesellschafterversammlungenwerden von der persönlich haftenden Gesellschafterindurchgeführt bzw. einberufen, und zwar mindestenseinmal jährlich zur Feststellung des Jahresabschlusses.Gesellschafterbeschlüsse werden mit einfacher Mehrheitder abgegebenen und vertretenen stimmberechtigtenStimmen gefasst. Enthaltungen gelten als nicht abgegebeneStimme. Treugeber sind berechtigt, das Stimmrechtder Treuhandkommanditistin entsprechend dem auf sieentfallenen Anteil selbst im schriftlichen Beschlussverfahrenoder in der Gesellschafterversammlung auszuüben.Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.Jeder Kommanditist hat für je 1.000 Euro eingezahltesPflichtkapital eine Stimme. Bei der Stimmabgabe ist eineVertretung durch den in § 5 Ziffer 11 des Gesellschaftsvertragesgenannten Personenkreis möglich. Soweit sichder Treugeber durch die Treuhandkommanditistin oderdurch einen Dritten vertreten lässt, nimmt die Treuhandkommanditistinnach Maßgabe des § 6 Ziffer 4 des Gesellschaftsvertragesund des Treuhandverwaltungsvertragesoder der Dritte deren Stimmrecht entsprechend derenWeisungen gespalten wahr. Weiterhin finden schriftlicheBeschlussverfahren und Gesellschafterversammlungen inden von dem Gesetz bestimmten Fällen und dann statt,wenn das Interesse der Gesellschaft dies erfordert, bzw.wenn Kommanditisten/Treugeber, die mehr als 10 % desstimmberechtigten Kommanditkapitals repräsentieren,100


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG14 Rechtliche Grundlagenein schriftliches Beschlussverfahren oder eine Gesellschafterversammlungunter schriftlicher Angabe derGründe verlangen. Die Gesellschafter beschließen nachMaßgabe dieses Vertrages über alle Angelegenheiten derGesellschaft. Sie beschließen insbesondere über die Feststellungdes Jahresabschlusses, die Entlastung der persönlichhaftenden Gesellschafterin bzw. der geschäftsführendenKomplementärin, Ausschüttungen, die Bestellungdes Abschlussprüfers, die Zustimmung zu Maßnahmen,die nach § 4 Ziffer 3 des Gesellschaftsvertrages über dengewöhnlichen Geschäftsbetrieb der Gesellschaft hinausgehensowie über Änderungen des Gesellschaftsvertrages.In Bezug auf die Detailregelungen zum schriftlichenBeschlussverfahren wird auf § 5 des im Abschnitt 17.1„Gesellschaftsvertrag der publity Performance Fonds Nr. 6GmbH & Co. KG“ auf Seite 115 vollständig abgedrucktenGesellschaftsvertrages verwiesen.Nachschuss und Haftung derKommanditisten/TreugeberMit Einzahlung der Einlage ist die Haftung im Außenverhältniserloschen. Diese Haftung lebt allerdings wiederauf, wenn durch Entnahmen oder Ausschüttungen dieEinlage unter den Betrag der übernommenen Hafteinlagegemindert wird; für diesen Fall ist zuvor die Zustimmungdes Anlegers einzuholen. Hafteinlage entspricht10 % der gezeichneten Kommanditeinlage (ohne Agio).Eine Nachschusspflicht der Kommanditisten/Treugeberbesteht nicht, auch nicht als Ausgleichspflicht derGesellschafter untereinander.14.2 GeschäftsbesorgungsvertragVertragsgegenstandDie Entwicklung des Fondsmodells, die Erstellung derwirtschaftlichen und steuerlichen Konzeption, die Vorbereitungund Erstellung der laufenden Fonds-Dokumentation(wie der Prospektaufstellung einschließlichetwaiger Nachträge, die Erstellung der Anlagebedingungensowie der Abschluss etwaiger zusätzlicher Verträgeim Zusammenhang mit der Fondsverwaltung beruhendauf der AIFM-Umsetzung), die Fondsverwaltung sowieder Erbringung laufender Marketingleistungen ist derpublity Performance GmbH mit Vertrag vom 22.04.2013übertragen worden. Die publity Performance GmbH verpflichtetsich darin als Fondsverwalter eine ordnungsgemäßeGeschäftsorganisation einzurichten, die u. a. dieEinhaltung der jeweils anwendbaren gesetzlichen Vorgabengewährleistet. Spätestens bis zum Zeitpunkt derAnwendbarkeit des KAGB-E auf die Fondsgesellschaftoder die publity Performance GmbH (voraussichtlich abdem Tag der Antragsstellung auf Erlaubniserteilung alsKapitalverwaltungsgesellschaft nach dem KAGB-E gegenüberder BaFin) umfasst die ordnungsgemäße Fondsverwaltunginsbesondere:• die Portfolioverwaltung (inklusiveAssetmanagement);• ein geeignetes und angemessenesRisikomanagementsystem;• geeignete und angemessene personelle und technischeRessourcen;• geeignete Regelungen für die persönlichenGeschäfte der Mitarbeiter;• geeignete Regelungen für die Anlage des eigenenVermögens des Fondsverwalters;• angemessene Kontroll- und Sicherheitsvorkehrungenfür den Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung;für die Verarbeitung und Nutzungpersonenbezogener Daten ist § 9 des Bundesdatenschutzgesetzes(BDSG) entsprechend anzuwenden;• eine vollständige Dokumentation der ausgeführtenGeschäfte, die insbesondere gewährleistet, dassjedes die Fondsgesellschaft betreffende Geschäftnach Herkunft, Kontrahent sowie Art undAbschlusszeitpunkt und -ort rekonstruiert werdenkann;• angemessene Kontrollverfahren, die insbesonderedas Bestehen einer internen Revision voraussetzenund gewährleisten, dass das Vermögen der von demFondsverwalter verwalteten Fondsgesellschaft inÜbereinstimmung mit dem Verkaufsprospekt, derSatzung oder dem Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaftsowie den jeweils geltenden rechtlichenBestimmungen angelegt wird;• Konzeption der Fondsgesellschaft sowie die nachden anwendbaren gesetzlichen Bestimmungenerforderliche Erstellung und Veröffentlichung derFondsgesellschaft;• im angemessenen Umfang die Durchführung vonfondsbezogenen Vertriebsveranstaltungen und-schulungen sowie die Werbung in Fachzeitschriftenund auf Fachmessen; • eine ordnungsgemäße Verwaltung undBuchhaltung.101


Die Einzelheiten sind ausführlich in dem diesem Verkaufsprospektim Anhang beigefügten Geschäftsbesorgungsvertrag(insbesondere in der Präambel sowie in den§§ 3–5 des Geschäftsbesorgungsvertrages) dargestellt.Für die Erstellung der laufenden Fonds-Dokumentation(wie der Prospektaufstellung einschließlich etwaigerNachträge, die Erstellung der Anlagebedingungensowie der Abschluss etwaiger zusätzlicher Verträge imZusammenhang mit der Fondsverwaltung beruhend aufder AIFM-Umsetzung) erhält die publity PerformanceGmbH eine Vergütung in der Höhe von 2 % des tatsächlichan der Fondsgesellschaft gezeichneten Kommanditkapitalsohne Agio zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Diese Vergütung wird mit Ablauf von 1 Monat nachBeginn der Emissionsphase bis zum Ende der Emissionsphasein Teilbeträgen monatlich zur Auszahlung fällig.Für die Erbringung der laufenden Marketingleistungenerhält die publity Performance GmbH eine Vergütungin der Höhe von 1 % des tatsächlich an der Fondsgesellschaftgezeichneten Kommanditkapitals (ohneAgio) zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Diese Vergütung wird mit Ablauf von 1 Monat nachBeginn der Emissionsphase bis zum Ende der Emissionsphasein Teilbeträgen monatlich zur Auszahlung fällig.Für die laufende Fondsverwaltung erhält die publityPerformance GmbH ab Veröffentlichung des Verkaufsprospektsgem. § 9 VermAnlG bis zum 31.12.2013 eineVergütung in der Höhe von 300.000 Euro zzgl. gesetzlicherUmsatzsteuer. Diese Vergütung wird pro rata in Teilbeträgenmonatlich nachträglich zur Auszahlung fällig.Ab dem 01.01.2014 erhält die publity PerformanceGmbH für die laufende Fondsverwaltung eine jährlicheVergütung in der Höhe von 1 % des tatsächlich von derFondsgesellschaft im jeweiligen Geschäftsjahr investiertenKapitals (inkl. Fremdkapital und Erwerbsnebenkosten)zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Diese Vergütung für die Fondsverwaltung wird ab dem01.01.2014 bis zur Beendigung der Laufzeit der Fondsgesellschaftin angemessenen Teilbeträgen entsprechendeiner pro rata Auszahlung, basierend auf dem nach derPrognoserechnung von der Fondsgesellschaft zu investierendenKapital (inkl. Fremdkapital und Erwerbsnebenkosten),monatlich fällig.Etwaige Über- oder Unterzahlungen sind zum Endedes Geschäftsjahres auszugleichen.Für die Objektverwaltung erhält die publity PerformanceGmbH auf Basis des Geschäftsbesorgungsvertrageseine jährliche Vergütung in Höhe von 4 % vonden Jahreseinnahmen der Fondsgesellschaft aus derBewirtschaftung. Diese Vergütung wird mit Ablauf von1 Monat nach Eingang der ersten Einnahmen aus derBewirtschaftung auf das dafür vorgesehene Konto derFondsgesellschaft bis zur Beendigung der Laufzeit derFondsgesellschaft (basierend auf der Berechnungsgrundlagedes Vormonats) monatlich zur Auszahlung fällig.Etwaige Über- oder Unterzahlungen sind zum Ende desjeweiligen Geschäftsjahres auszugleichen.Die publity Performance GmbH wird im eigenenNamen und für eigene Rechnung die publity ImmobilienGmbH – im rechtlich zulässigen Umfang – mit Teilen derlaufenden Objektverwaltung (unter-) beauftragen. Dafürerhält die publity Immobilien GmbH von der publity PerformanceGmbH eine Vergütung in Höhe von 3,95 %von den Jahreseinnahmen der Fondsgesellschaft aus derBewirtschaftung. Die publity Performance GmbH wirddiese Vergütung jeweils zwei Wochen nach Erhalt derihr gegenüber der Fondsgesellschaft zustehenden Vergütungfür die Erbringung der laufenden Objektverwaltungan die publity Immobilien GmbH weiterleiten.Vertragslaufzeit und KündigungDer Vertrag tritt am 22.04.2013 in Kraft und ist aufunbestimmte Zeit geschlossen. Eine ordentliche Kündigungdes Vertrages ist ausgeschlossen. Das Recht zurKündigung aus wichtigem Grund bleibt davon unberührt.Gewährleistung und HaftungDie Parteien haften einander nach den allgemeinen gesetzlichenVorschriften mit Ausnahme von den nachfolgendenBestimmungen. Die Fondsgesellschaft erkennt an,dass die publity Performance GmbH keine Gewährleistungdafür übernimmt, dass die mit der Anlagepolitikund Anlagestrategie verfolgten Performanceziele auchtatsächlich erreicht werden.Die Fondsgesellschaft hat sich und die Komplementärinim Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertragesden Weisungen der publity Performance GmbH unterworfen,um eine einheitliche und umfassende Fondsverwaltungdurch die publity Performance GmbH sicherzustellen.Die publity Performance GmbH haftet nichtfür Verluste, die aus eigenen Verfügungen der Fondsgesellschaftohne vorherige Abstimmung mit der publityPerformance GmbH resultieren, es sei denn, die Weisungoder eigene Verfügung war zur Korrektur von Fehlerndes Fondsverwalters erforderlich.102


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG14 Rechtliche Grundlagen14.3 Treuhand- undVerwaltungsvertragDer Anleger tritt mittelbar über die Treuhandkommanditistinder Fondsgesellschaft, der Rödl & RichterFondstreuhand GmbH, entsprechend der im Gesellschaftsvertragund im Treuhand- und Verwaltungsvertraggetroffenen Regelungen bei. Insofern ist der Gesellschaftsvertragder Fondsgesellschaft Bestandteil desTreuhand- und Verwaltungsvertrages. Bei dieser indirektenBeteiligungsform wird statt des Anlegers (Treugebers)die Treuhandkommanditistin in das Handelsregistereingetragen. Der Treuhand- und Verwaltungsvertragkommt mit der Annahmeerklärung durch die Treuhandkommanditistinzustande. Für die Annahme genügtdie Gegenzeichnung der Beitrittserklärung durch dieTreuhandkommanditistin. Die Annahme des Beitrittsangebotesliegt im freien Ermessen der Treuhandkommanditistin.Der Treugeber verzichtet auf den Zugangder Annahmeerklärung. Der Treugeber wird jedoch mitgesondertem Schreiben über die Annahme des Beteiligungsangebotesinformiert. Der Beteiligungsbetrag unddas Agio werden zwei Wochen nach Unterzeichnung derBeitrittserklärung zur Zahlung fällig. Der Treugeberbeauftragt die Treuhandkommanditistin nach Maßgabeder Beitrittserklärung und des Gesellschaftsvertrages derpublity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG, seineKommanditbeteiligung zu erwerben. Die Treuhandkommanditistinerwirbt im Auftrag des Treugebers und hälttreuhänderisch im eigenen Namen, jedoch für anteiligeRechnung des Treugebers, ihren Kommanditanteil ander Fondsgesellschaft. Die Treuhandkommanditistintritt die Ansprüche aus dem treuhänderisch gehaltenenKommanditanteil, aus dem festgestellten Jahresergebnis,auf die jährlichen Ausschüttungen sowie ausggf. festgestellten Abfindungsguthaben anteilig an denjeweiligen Treugeber ab. Die Treuhandkommanditistinist insofern berechtigt, die an den Treugeber abgetretenenAnsprüche aus dem Kommanditanteil im eigenenNamen für Rechnung des Treugebers einzuziehen. DieTreuhandkommanditistin haftet gemäß §§ 171 Abs. 1,175 Abs. 1, 3, 4 HGB gegenüber den Gläubigern derFondsgesellschaft in Höhe der im Handelsregister eingetragenenHaftsumme, die er im Auftrag des jeweiligenTreugebers übernommen hat. Im Innenverhältnis zurTreuhandkommanditistin haftet der Treugeber allein.Der Treugeber haftet nicht für Einzahlungsverpflichtungenanderer Treugeber. Soweit im Treuhand- undVerwaltungsvertrag nichts anderes geregelt ist, geltenfür den Treugeber die gleichen Rechte und Pflichten wiefür den Kommanditisten. Dies gilt auch für Übertragungenan andere Treugeber, im Fall der Rechtsnachfolgeund im Fall der Beendigung des Treuhandverhältnissesdurch Ausscheiden.Die Treuhandkommanditistin haftet nicht für dieErreichung der von dem Treugeber mit der Beteiligung ander Gesellschaft verfolgten wirtschaftlichen und steuerlichenZielsetzung. Die Treuhandkommanditistin übernimmtkeine Haftung dafür, dass die Vertragspartner derGesellschaft die eingegangenen vertraglichen Pflichtenordnungsgemäß erfüllen. Die Treuhandkommanditistinhaftet nicht für die Ertragsfähigkeit bzw. den Bestanddes Vermögens der Gesellschaft, insbesondere nicht fürden Eingang der prospektierten Erträge bzw. die Einhaltungder prospektierten Kosten und Aufwendungen.Die Treuhandkommanditistin haftet dem Treugeber nurfür Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.Die Treuhandkommanditistin erhält für ihre Tätigkeitin der Emissionsphase eine Vergütung in Höhe von0,25 % p. a. und nach der Beendigung der Emissionsphaseeine Vergütung in Höhe von 0,22 % p. a., jeweilsvom gezeichneten Kommanditkapital zuzüglich Auslagen(Porto- und Druckkosten etc.) und gesetzlicherUmsatzsteuer.Es wird ergänzend auf die vorstehenden Ausführungenzum Gesellschaftsvertrag, sowie den in diesemProspekt in Kapitel 17 „Anhang“ abgedruckten Gesellschaftsvertragund den Treuhand- und Verwaltungsvertragverwiesen.14.4 Beratungsvertrag zurlaufenden beratenden TätigkeitDie Fondsgesellschaft hat die Rödl & Richter GmbHWirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaftmit der laufenden Beratung, insbesondere derErstellung der Buchhaltung, der Jahresabschlüsse undder Steuererklärungen beauftragt.VertragsgegenstandDie Rödl & Richter GmbH WirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaft erbringt ihre Beratungsleistungenauf Grundlage des Beratungsvertrageszur laufenden beratenden Tätigkeit. Der Beratungsvertragbeinhaltet die Buchhaltung und die Erstellung derJahresabschlüsse. Vertragsgegenstand ist ferner dieBeratung in steuerlichen Angelegenheiten, insbesonderedie Erstellung der Steuererklärungen und die Verwaltungder Liquiditätsüberschüsse einschließlich derVorbereitung der jährlichen Ausschüttungen an dieGesellschafter/Treugeber.103


Die Prüfungsergebnisse werden einmal jährlich ineinem Bericht zusammengefasst und zusammen mitdem Geschäftsbericht der Fondsgesellschaft den Anlegernzur Verfügung gestellt. Die Geschäftsführung derFondsgesellschaft ist in diesem Zusammenhang dazuverpflichtet, der Rödl & Richter GmbH die erforderlichenDokumente aus dem IT-System des Servicers zurVerfügung zu stellen und die Einsichtnahme in die fürdie Fondsgesellschaft geführten Konten zu gewährleisten.Für die Übernahme der laufenden Beratung erhältdie Rödl & Richter GmbH folgende Vergütung:• für die Erstellung der Buchführung und desJahresabschlusses ein Pauschalhonorar in Höhevon jährlich 18.500 Euro zuzüglich Auslagen undgesetzlicher Umsatzsteuer, zeitanteilig fällig mit derAbrechnung zum Quartalsende; für die erstmaligeEinrichtung der Buchführung eine Pauschalvergütungin Höhe von 450 Euro zuzüglich Auslagen undgesetzlicher Umsatzsteuer; gegen entsprechendenNachweis können erhöhte Aufwendungen über denkalkulierten Pauschalbetrag pro Jahr hinaus bis zueinem Betrag in Höhe von 5.000 Euro zzgl. Auslagenund gesetzlicher Umsatzsteuer abgerechnetwerden;• für die steuerliche Beratung, einschließlich derErstellung der Steuererklärungen ein Pauschalhonorarin Höhe von jährlich 2.500 Euro zuzüglichAuslagen und gesetzlicher Umsatzsteuer, fällig mitder Erstellung der Steuererklärungen;• die Leistungen im Zusammenhang mit der Verwaltungder Liquiditätsüberschüsse sind mit derVergütung des Treuhandkommanditisten gem. § 9Ziffer 2 des Gesellschaftervertrages abgedeckt.Vertragslaufzeit und KündigungDer Vertrag kann erstmals zum 31.12.2014 mit einerKündigungsfrist von 3 Monaten gekündigt werden.Gewährleistung und HaftungDurch die allgemeinen Vertragsbedingungen von Rödl& Partner und in den allgemeinen Auftragsbedingungenfür Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaftenwurde die Haftung der Rödl & RichterGmbH für Fahrlässigkeit auf 4.000.000 Euro im Einzelfallbeschränkt. Die Haftung wird auch für den Fall, dasein Beratungsfehler auf grober Fahrlässigkeit beruht, obdie in dem genannten allgemeinen Vertragsbedingungenbezeichneten Summen von 4.000.000 Euro begrenzt.14.5 Vertrag über dieEinwerbung des EigenkapitalsVertragsgegenstand und VergütungDie Fondsgesellschaft hat die publity Vertriebs GmbHmit Vertrag vom 02.05.2013 exklusiv beauftragt, dasEmissionskapital bis zum 31.12.2013, spätestens biszum 30.06.2014, einzuwerben. Dabei können Unteraufträgeerteilt werden. Dieser Vertrag endet spätestensam 30.06.2014. Die publity Vertriebs GmbH erhälteine erfolgsabhängige Provision in Höhe von 9 % fürdas von ihr eingeworbene Kommanditkapital, nachGeldeingang und Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfristgegen Rechnungslegung. Darüber hinaus erhältsie eine Vergütung in Höhe des von den Anlegern zuzahlenden Agios von 5 % der Zeichnungssumme, ebenfallsnach Geldeingang und Ablauf der gesetzlichenWiderrufsfrist.CACEIS wird die publity Performance GmbH aufAnfrage über den Eingang einer vom Anleger eingezahltenKommanditeinlage nebst Agio auf das dafür vorgeseheneKonto der publity Performance GmbH bei derCACEIS schnellstmöglich informieren bzw. die entsprechendenEinsichtsrechte einräumen. Nach Einhaltungbzw. Beachtung aller gesetzlichen Vorschriften wirdCACEIS auf Weisung der publity Performance GmbHdie Vertriebsprovision an die publity Vertriebs GmbHweiterleiten. Die publity Vertriebs GmbH ist für eineabschließende Verteilung der Vertriebsprovision entsprechendden jeweiligen Vertriebsvereinbarungen derFondsgesellschaft zuständig.Vertragslaufzeit und KündigungDer Vertrag über die Einwerbung des Eigenkapitals tratmit seiner Unterzeichnung am 02.05.2013 in Kraft undendet mit Abschluss der Emissionsphase, spätestens am30.06.2014.Gewährleistung und HaftungDie publity Vertriebs GmbH verpflichtet sich, zur Erfüllungdieses Vertrages mit der Sorgfalt eines ordentlichenKaufmannes sowie im Rahmen der gesetzlichen Regelungenzu handeln. Die Haftung der publity VertriebsGmbH, auch für ihre Erfüllungsgehilfen und die vonihr beauftragen Dritten, ist, soweit gesetzlich zulässig,beschränkt auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.Die Fondsgesellschaft sowie die publity PerformanceGmbH übernehmen keine Haftung gegenüber Drittenfür fehlende oder unvollständige Angaben der publity104


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG14 Rechtliche GrundlagenVertriebs GmbH, insbesondere nicht für solche Erklärungenoder Zusicherungen, die im Verkaufsprospektnicht enthalten sind oder in Widerspruch dazu stehen.14.6 Kaufverträge überdie AnlageobjekteZum Zeitpunkt der Prospektaufstellung stehen die Anlageobjekte,in die investiert werden soll, noch nicht fest.Die Auswahl der zu erwerbenden Anlageobjekte erfolgtentsprechend der in Abschnitt 10.3 „Die Anlageobjekteund die vertraglich verankerten Investitionskriteriender Anlageobjekte“ auf Seite 63 genannten Investitionskriterienund auf Grundlage der Due DiligenceBerichte. Insofern können die tatsächlichen Bedingungender zu schließenden Kaufverträge über Immobiliennicht abschließend beschrieben werden.14.7 Sonstige VerträgeDie im Rahmen des Investitionsvorhabens getroffenenVereinbarungen zum Zeitpunkt der Prospektaufstellungzwischen den Vertragspartnern sind in diesemVerkaufsprospekt genannt und erläutert. Im Zusammenhangmit dieser Vermögensanlage ist keine Mittelverwendungskontrollevorgesehen. Daher enthält derVerkaufsprospekt diesbezüglich keine Darstellungen.Mangels Existenz einer Mittelverwendungskontrolleist dem Prospekt kein Vertrag über die Mittelverwendungskontrollebeigefügt. Nach Kenntnis der Anbieterinbestehen keine weiteren, die Anlageobjekte selbst, ihreHerstellung, Finanzierung, Nutzung oder Veräußerung/Verwertung betreffenden Vereinbarungen zwischen denwesentlichen Vertragspartnern.105


InformationenInformationen nach § 312c in Verbindungmit § 1 der über Informations- undNachweispflichten nach bürgerlichem Recht(BGB-Informationspflichten-Verordnung)5106


15 Fernabsatz- und Verbraucherinformation15.1 Allgemeine Informationenzur Anbieterin, zur Emittentinund anderen gegenüber denAnlegern auftretenden Personen15.1.1 EmittentinFirma publity Performance Fonds Nr. 6GmbH & Co. KGHandelsregister Amtsgericht Leipzig HRA 16872,eingetragen am 07.05.2013Gründung 03.05.2013Gesellschafterpublity Emissionshaus GmbH(persönlich haftende Gesellschafterin)Stammkapital25.000 EuroVertretungThomas Olek (einzelvertretungsberechtigt),Stanley Bronisz( einzelvertretungsberechtigt)GeschäftssitzLandsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigMehr Info unter www.publity-fonds.de15.1.2 TreuhandkommanditistFirmaRödl & Richter Fondstreuhand GmbHHandelsregisterAG Berlin Charlottenburg HRB132435BGründung 28.01.2011Stammkapital25.000 EuroVertretungDipl.-Jurist Ute Eller (Geschäftsführerin)GesellschafterRödl & Richter GmbHWirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaft (100 %)Geschäftsanschrift/-sitz Straße des 17. Juni 106, 10623 BerlinTelefon +49 (0) 30 / 20 62 79 18 – 0Telefax +49 (0) 30 / 20 62 79 18 – 10E-Mailberlin@roedl-richter-fondstreuhand.deFunktionTreuhandkommanditistMehr Info unter www.roedl.deDie Gesellschaft ist auch berechtigt, Anteile an Immobilienhaltenden Objektgesellschaften zu erwerben. DieGesellschaft ist ferner berechtigt, sämtliche Geschäftevorzunehmen und alle Maßnahmen zu ergreifen, die mitdem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängenoder ihm mittelbar oder unmittelbar förderlich sind.15.1.3 Persönlich haftendeGesellschafterin der EmittentinFirmapublity Emissionshaus GmbHHandelsregister AG Leipzig HRB 28806Gründung 07.09.2012Stammkapital25.000 EuroGesellschafter publity AG (100 %)VertretungThomas Olek (Geschäftsführer),Stanley Bronisz (Geschäftsführer)Geschäftsanschrift/-sitz Landsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigTelefon +49 (0) 341 / 26 17 87 –15Telefax +49 (0) 341 / 26 17 87 – 31E-Mailinfo@publity-emmissionshaus.deFunktionenKomplementärinMehr Info unterwww.publity-emissonshaus.deUnternehmensgegenstandUnternehmensgegenstand der persönlich haftendenGesellschafterin ist die Verwaltung eigenen Vermögens,die Beteiligung an anderen Unternehmen und diepersönliche Haftung als Komplementärin. Danebenumfasst der Unternehmensgegenstand die Entwicklungvon Fondskonzepten, die Erarbeitung wirtschaftlicherKonzeptionen sowie die Erstellung von Vermögensanlageverkaufsprospekten.Ferner ist auch das Anbietenvon Unternehmensanteilen an den konzipierten Fondsgesellschaftenund die Übernahme – soweit gesetzlichzulässig – der Anleger- und Fondsverwaltung vom Gegenstanddes Unternehmens erfasst.UnternehmensgegenstandGegenstand der Gesellschaft ist die gemeinsame Anlagedes von Anlegern eingezahlten Kommanditkapitals einschließlicheines etwaigen Fremdkapitals und die Erzielungvon Einkünften zum Nutzen der Anleger durch denErwerb, die Bewirtschaftung und die anschließendeVerwertung von Immobilien.107


15.1.4 Anbieterin,Prospektverantwortlicheund FondsverwaltungFirmapublity Performance GmbHHandelsregister AG Leipzig HRB 28356Gründung 23.05.2012Stammkapital 150.000 EuroGesellschafter publity AG (100 %)VertretungRA Christoph Blacha (Geschäftsführer)Frederik Mehlitz (Geschäftsführer)Aufsichtsrat WP, StB Joachim Hürter (Aufsichtsratsvorsitzender),RA, WP, StB Wolfgang Faillard(stellv. Aufsichtsratsvorsitzender),Mario Linkies (Aufsichtsrat)Geschäftsanschrift/-sitzLandsteinerstraße 6 in 04103 LeipzigTelefon +49 (0) 341 / 26 17 87 – 13Telefax +49 (0) 341 / 26 17 87 – 31E-Mailinfo@publity-performance.deFunktionen/Sonstige PersonMehr Info unterUnternehmensgegenstandErstellung der wirtschaftlichen Konzeption,Aufstellung des Verkaufsprospektes,Erbringung laufender Marketingleistungenwww.publity-performance.deGegenstand der Gesellschaft ist die Erstellung von Fondskonzepten,die Erarbeitung wirtschaftlicher Konzeptionensowie die Entwicklung von Marketingstrategien undKonzepten. Des Weiteren erfasst der Unternehmensgegenstanddie Beratung in den Bereichen Promotion,Werbung und Unternehmensleitbild für Fondsgesellschaftenund Finanzdienstleister. Darüber hinaus sinddie Verwaltung eigenen Vermögens und die Beteiligungan anderen Unternehmen vom Gegenstand der Gesellschafterfasst.15.1.5 AnlageberaterZu den Angaben des Anlageberaters wird auf dieBeitrittserklärung verwiesen.15.2 Information zu denVertragsverhältnissenDer im Verkaufsprospekt abgedruckte Gesellschaftsvertragder publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co.KG vom 03.05.2013 sowie die Beitrittserklärung enthaltendetaillierte Beschreibungen der Vertragsverhältnisse,auf die ergänzend verwiesen wird. Soweit nachfolgendSeitenangaben ohne weiteren Hinweis erfolgen, beziehensich diese auf den Verkaufsprospekt.Wesentliche Merkmale der KapitalanlageDie wesentlichen Merkmale der Kapitalanlage ergebensich aus dem Verkaufsprospekt. Mit dem Beitritt beteiligtsich der Anleger mittelbar als Kommanditist an derpublity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG. DerAnleger ist in Abhängigkeit von seiner Beteiligungsquotenach Maßgabe der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages(insbesondere §§ 8, 10 und 11) am wirtschaftlichenErgebnis der Fondsgesellschaft beteiligt. Die weiterenEinzelheiten sind dem Verkaufsprospekt und derBeitrittserklärung zu entnehmen.Zustandekommen der Verträge,LeistungsvorbehalteVoraussetzung für die Beteiligung des Anlegers an derpublity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG istdie Annahme der Beitrittserklärung durch die Fondsgesellschaft.Für die Eintragung ins Handelsregister istder persönlich haftenden Gesellschafterin eine Handelsregistervollmachtzu erteilen (vergleiche § 3 Ziffer 13des Gesellschaftsvertrages). Des Zugangs der Annahmeerklärungbeim Anleger bedarf es nicht. Er wird jedochzeitnah nach Annahme mit gesondertem Schreiben überdie Annahme der Beitrittserklärung informiert. NachEintritt der vorstehend genannten Voraussetzungenbestehen keine Leistungsvorbehalte. Beteiligungen ander Fondsgesellschaft können nur erworben werden,solange der Fonds noch nicht geschlossen ist.WiderrufsrechtDie Einzelheiten des dem Anleger zustehendenWiderrufsrechts und seiner Rechtsfolgen ergebensich aus der auf der Beitrittserklärung abgedrucktenWiderrufserklärung.Mindestlaufzeit der Beteiligung,vertragliche Kündigungsbedingungeneinschließlich etwaiger VertragsstrafenDie Beteiligung an der Fondsgesellschaft wird gemäߧ 2 Ziffer 1 des Gesellschaftsvertrages befristet bis zum31.12.2018; dann endet die Fondsgesellschaft, sofernnicht die Gesellschafterversammlung eine Verlängerungder Laufzeit beschließt. Vertragsstrafen sind nichtvorgesehen. Scheidet jedoch ein Anleger gemäß § 15Ziffer 1a), 1b) und 2 des Gesellschaftsvertrages aus der108


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG15 Fernabsatz- und VerbraucherinformationGesellschaft aus, so wird sein Abfindungsanspruchgemäß § 16 Ziffer 1 beschränkt.Angaben über den Gesamtpreis einschließlichaller Steuern, die der Unternehmer abführenmuss, und sonstiger PreisbestandteileDer Anleger hat gemäß seiner Festlegung in der Beitrittserklärungdie Gesamtzeichnungssumme zuzüglichAgio zu leisten. Die Mindestzeichnungssumme beträgt10.000 Euro, wobei alle Zeichnungssummen durch1.000 ohne Rest teilbar sein müssen. Weitere Einzelheitenergeben sich aus der Beitrittserklärung und § 3 desGesellschaftsvertrags und den entsprechenden weiterenHinweisen im Verkaufsprospekt. Die von der Fondsgesellschaftvoraussichtlich zu leistenden Steuern sind inder im Verkaufsprospekt dargestellten Prognoserechnungberücksichtigt. Hierzu und hinsichtlich der steuerlichenAuswirkungen der Beteiligung für Anleger wirdferner auf die Ausführungen im Kapitel 13 „SteuerlicheGrundlagen“ auf Seite 87 verwiesen.Einzelheiten hinsichtlich der Zahlungund der Lieferung oder ErfüllungDer Anleger hat seine Gesamtzeichnungssumme zzgl.Agio gemäß seiner Festlegung in der Beitrittserklärungzu zahlen. Hinsichtlich des Einzahlungstermins sowieder sonstigen Einzahlungsmodalitäten wird auf § 3des Gesellschaftsvertrages, die Angaben im Kapitel 11„Beteiligung an der publity Performance Fonds Nr. 6GmbH & Co. KG“ auf Seite 71 des Verkaufsprospektessowie die Beitrittserklärung verwiesen. Die Gesamtzeichnungssummeist auf das in der Beitrittserklärungbezeichnete Einzahlungskonto der publity PerformanceGmbH bei der CACEIS zu zahlen; vgl. Abschnitt 11.8„Bankverbindung und Einzahlungskonto“ auf Seite 73.RisikohinweisDie unmittelbare oder mittelbare Beteiligung an einerKommanditgesellschaft ist wie jede unternehmerischeBeteiligung mit Risiken verbunden. Die wesentlichenRisiken der Beteiligung sind im Kapitel 4 „Risiken derBeteiligung“ ab Seite 13 ff. dargestellt. Der Wertder Beteiligung unterliegt im Übrigen Schwankungen,die durch die wirtschaftliche Entwicklung maßgeblichgekennzeichnet sind. Auf diese Schwankungen hat dieFondsgesellschaft keinen Einfluss und auch Vergangenheitswertesind kein Indikator für die zukünftigeErtragsentwicklung der Fondsgesellschaft.GültigkeitsdauerDie mit dem Verkaufsprospekt veröffentlichten Informationenhaben Gültigkeit bis zur Mitteilung von Änderungen,die dann gemeinsam mit dem Verkaufsprospektdie Informationsgrundlage bilden. Beteiligungen ander Fondsgesellschaft können allerdings nur erworbenwerden, solange der Fonds nicht geschlossen ist.Zugrunde gelegtes und anwendbares Recht,Gerichtsstand und VertragsspracheAuf vorvertragliche Schuldverhältnisse, die Beitrittserklärungund den Gesellschaftsvertrag findet das Recht derBundesrepublik Deutschland Anwendung. Ein außergerichtlichesBeschwerde- und Rechtsbehelfsverfahren istvertraglich nicht vorgesehen. Bei Streitigkeiten aus derAnwendung der Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchesbetreffend geschlossener Fernabsatzverträge überFinanzdienstleistungen ist gesetzlich vorgesehen, dassdie Beteiligten unbeschadet ihres Rechts, die Gerichteanzurufen, eine Schlichtungsstelle anrufen können, diebei der Deutschen Bundesbank eingerichtet ist. Bezüglichder Verfahrensgrundsätze der Schlichtungsstelleund der Übertragung der Aufgabe auf Dritte gilt dieSchlichtungsstellenverfahrensverordnung. Ein Merkblattsowie die Schlichtungsstellenverfahrensverordnungsind bei derDeutschen Bundesbank, SchlichtungsstellePostfach 111232, 60047 Frankfurt/MainTelefon: +49 (0)69 2388-1907/-1906/-1908Telefax: +49 (0)69 2388-1919erhältlich.Betreffend den Gerichtsstand gelten die vertraglichenund/oder gesetzlichen Regelungen. Die Vertragsbedingungen,der Verkaufsprospekt sowie zusätzliche Informationenund die gesamte übrige Kommunikation währendder Laufzeit des Vertrages werden in deutscher Sprachezur Verfügung gestellt.EinlagensicherungEin Garantiefonds oder andere Entschädigungsregelungenbestehen nicht.109


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16 GlossarDie in der nachfolgenden Liste erläuterten Begriffe undAbkürzungen sollen das Verständnis dieses Verkaufsprospekteserleichtern. Diese Liste erhebt allerdings keinenAnspruch auf Vollständigkeit.AbtretungAfAAgioAIFAIFMAktGAOAsset-KlasseAsset-ManagerAusschüttung/AuszahlungBack-Office-SystemBad BankBaFinBewGBFHBGBBGHrechtsgeschäftliche Übertragung einer Forderung auf einen neuen GläubigerAbsetzung für AbnutzungAufgeld, Aufschlag auf den nominellen Ausgabenpreis eines KommanditanteilsAlternativer InvestmentfondsAlternativer Investmentfonds ManagerAktiengesetzAbgabenordnung(engl.) Bezeichnung für ein Anlagesegment, in das investiert wird(engl.) Berater zu persönlichen Vergleichsverhandlungen des ServicersVerteilung liquider Mittel anteilig auf die Anleger. Handels- und steuerrechtlich handelt es sich um Entnahmen.Firmenspezifisches intranetbasiertes Datenbanksystem(englisch für „schlechte Bank“) ist ein gesondertes Kreditinstitut zur Aufnahme von Derivaten und Zertifikaten vonin Zahlungsschwierigkeiten geratenen Emittenten und zur Abwicklung sogenannter notleidender Kredite sanierungsbedürftigerBanken.Bundesanstalt für FinanzdienstleistungsaufsichtBewertungsgesetzBundesfinanzhof in München, Oberster Gerichtshof in Steuer- und ZollangelegenheitenBürgerliches GesetzbuchBundesgerichtshofBKS Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing e. V.BMFBStBlBVBVerfGBvLCashflowDebitorenmanagementDStRDue DiligenceDue Diligence im Rahmender rechtlichen undsteuerlichen Gestaltungder TransaktionEGBGBEigenkapitalErbStGBundesministerium der Finanzen in BerlinBundessteuerblattBestandsverzeichnisBundesverfassungsgericht in KarlsruheAktenzeichen für Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichtes(engl. für Geldfluss, Kassenzufluss) ist eine wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Umsatztätigkeit und sonstigenlaufenden Tätigkeiten erzielten Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode darstellt.Dazu gehören Debitorenbuchhaltung, regelmäßige Bonitätsprüfung, Mahnwesen und Inkasso. Für das Unternehmenist das Debitorenmanagement häufig mit erheblichem Zeit- und Personalaufwand verbunden; die Übernahme desDebitorenmanagements gehört zum Serviceangebot des Factors.Deutsche Zeitschrift für SteuerrechtDetaillierte Untersuchung, Prüfung und Bewertung eines zum Erwerb vorgesehenen Assets oder Unternehmens.(rechtliche und steuerrechtliche) Vorbereitung, Ausarbeitung und/oder Prüfung der Portfolio-KaufverträgeEinführungsgesetz zum BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)Finanzmittel, die den Eigentümern (z. B. Gesellschaftern) gehören.Erbschaftsteuergesetz111


EStGEStREuGHEZBFactoringFremdkapitalFungibilitätGewStGGmbHGmbH & Co KGGmbHGHGBHREinkommensteuergesetzEinkommensteuerrichtlinienEuropäischer GerichtshofEuropäische ZentralbankUnter Factoring versteht man den Kauf von Geldforderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen. Factoringdient der kurzfristigen Umsatzfinanzierung und dem hundertprozentigen Schutz vor Forderungsausfällen; zumFactoring gehört ein effizientes Debitorenmanagement.Finanzmittel, die durch Dritte über einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung gestellt werden, z. B. Darlehen vonBanken.Handelbarkeit. Bei Fondsgesellschaften die Möglichkeit der Veräußerung und Übertragbarkeit von Kommanditanteilen.GewerbesteuergesetzGesellschaft mit beschränkter HaftungBesondere Ausprägung der im HGB geregelten Kommanditgesellschaft (KG). Der haftende Gesellschafter ist keinenatürliche Person, sondern eine GmbH (juristische Person).GmbH GesetzHandelsgesetzbuchHandelsregisterIDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V.Immobilien Due DiligenceInkassolizenzInsolvenzquoteKAGBKGKommanditistKomplementärLegal Due Diligencelfd.Non-Performing Loans(NPL‘s)Ombudsmannimmobilienkaufmännische Due DiligenceErlaubnis nach dem RDG, das „Forderungsinkasso“ durchzuführenProzentteil der Gesamtforderungen, die aus der Insolvenzmasse befriedigt wird, wenn das Insolvenzverfahrenabgeschlossen istKapitalanlagegesetzbuchKommanditgesellschaftKommanditist ist die Bezeichnung für einen Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (KG). Im Vergleich zueinem Komplementär haftet er gegenüber den Gesellschaftsgläubigern nur mit dem Betrag der Hafteinlage, die imHandelsregister eingetragen wurde.Der Komplementär ist der persönlich und unbeschränkt haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft.rechtliche Due Diligencelaufendnotleidende Kreditep. a. per annum (pro Jahr)PerformancePortfolioRARDGStBUStGVermVerkProspVVolatilitätWPErfüllt die Aufgabe eines unparteiischen Schiedsmannes (Streitschlichtung).relatives Maß für das Verhältnis von Ertrag und Risiko einer KapitalanlageBestand an Rechten (Forderungen)RechtsanwaltRechtsdienstleistungsgesetzSteuerberaterUmsatzsteuergesetzVerordnung über die VermögensanlagenverkaufsprospekteSchwankungsbreite in der WertentwicklungWirtschaftsprüfer112


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG16 Glossar113


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17 Anhang17.1 Gesellschaftsvertragder publity PerformanceFonds Nr. 6 GmbH & Co. KG§ 1 Firma und Sitz, Gesellschaftszweck1. Die Firma der Gesellschaft lautetpublity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG.2. Sitz der Gesellschaft ist Leipzig.3. Gegenstand der Gesellschaft ist die gemeinsameAnlage des von Anlegern eingezahlten Kommanditkapitalseinschließlich eines etwaigen Fremdkapitalsund die Erzielung von Einkünften zumNutzen der Anleger durch den Erwerb, die Bewirtschaftungund die anschließende Veräußerung vonImmobilien. Die Gesellschaft ist auch berechtigt,Anteile an Immobilien haltenden Objektgesellschaftenzu erwerben. Die Gesellschaft ist fernerberechtigt, sämtliche Geschäfte vorzunehmen undalle Maßnahmen zu ergreifen, die mit dem Gegenstanddes Unternehmens zusammenhängen oderihm mittelbar oder unmittelbar förderlich sind.§ 2 Dauer der Gesellschaft, Geschäftsjahr,Beitritt und Kündigung1. Die Gesellschaft beginnt als Kommanditgesellschaftmit der Eintragung im Handelsregister.Die Dauer der Gesellschaft ist befristet bis zum31.12.2018, sofern nicht die Gesellschafter eineVerlängerung der Laufzeit beschließen.2. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Daserste Geschäftsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr.Es beginnt mit der Eintragung der Gesellschaftin das Handelsregister und endet am darauf folgendenJahresende.3. Mit Ausnahme der Gründungsgesellschafter undder Treuhandkommanditistin beteiligen sichAnleger an der Gesellschaft entsprechend derBeitrittserklärung mittelbar als Treugeber überdie Treuhandkommanditistin. Dem Beitritt liegenneben der Beitrittserklärung die Bestimmungendieses Gesellschaftsvertrages und des Treuhandverwaltungsvertrageszugrunde. Die Annahmedes Beitrittsangebotes liegt im freien Ermessen derTreuhandkommanditistin. Der Treugeber verzichtetauf den Zugang der Annahmeerklärung. DerTreugeber wird jedoch mit gesondertem Schreibenüber die Annahme des Beteiligungsangebotesinformiert.4. Der Treugeber ist erstmals zum 31.12.2015 berechtigt,sich selbst anstelle der Treuhandkommanditistinmit den von diesem bisher für ihn gehaltenenKommanditeinlage im Handelsregister eintragenzu lassen und die gesamte Kommanditeinlageauch im Außenverhältnis zu übernehmen. DieTreuhandkommanditistin kann Ausnahmen vondieser Regelung zulassen. Der betreffende Treugeberträgt alle Kosten der Umwandlung, insbesondereder Registerkosten sowie die Kosten desVerwaltungsaufwandes bei der Gesellschaft. DieÜbertragung der Kommanditanteile ist aufschiebendbedingt durch die Eintragung der Treugeberals Kommanditisten im Handelsregister.5. Kündigt die Treuhandkommanditistin ein Treuhandverhältnisaus wichtigem Grund, so gilt diesesKündigungsrecht aus wichtigem Grund insoweitauch gegenüber der Gesellschaft, gerichtet aufTeilkündigung der jeweiligen Beteiligung, soweitdiese noch nicht auf den betreffenden Treugeberübertragen wurde. Kündigen einzelne oder alleTreugeber gegenüber der Treuhandkommanditistinaus wichtigem Grund, so übernehmen sie vonder Treuhandkommanditistin ihren Kommanditanteilanteilig, treten damit unmittelbar als Kommanditistenin die Gesellschaft ein und nehmendie Verwaltung ihrer Kommanditbeteiligungenmit Wirkung der Kündigung selbst wahr, es seidenn, sie beauftragen gemeinsam einen anderenTreuhandkommanditisten. Will der Treugeber mitder ordentlichen Kündigung nur das mit der Treuhandkommanditistinbestehende Treuhandverhältnisbeenden, kann er die Übertragung des anteiligfür ihn gehaltenen Kommanditanteils gemäß derRegelungen des § 13 des Treuhandverwaltungsvertragesauf sich verlangen; mit Übertragung desKommanditanteils wird der Treuhandverwaltungsvertragals Verwaltungstreuhand fortgeführt.6. Scheidet die persönlich haftende Gesellschafterinaus der Gesellschaft aus, können die Kommanditistendurch Mehrheitsbeschluss gemäß § 5 Ziff.6 eine neue persönlich haftende Gesellschafterinbestellen. Diese tritt ohne Auseinandersetzungder Gesellschaft und mit denselben Rechten undPflichten wie die ausscheidende persönlich haftendeGesellschafterin in die Gesellschaft ein. EinAnspruch der ausscheidenden persönlich haftendenGesellschafterin auf Sicherheitsleistung füretwaige Freistellungsansprüche gegen die Gesellschaftbesteht nicht.7. Kündigt die Gesellschaft der Treuhandkommanditistinaus wichtigem Grund, wählen die Treugebereinen neuen gemeinsamen Treuhandkommandi-115


tisten, auf den die anteiligen Kommanditanteileübertragen werden.8. Gesellschafter können ihre Beteiligung vor demEnde der Laufzeit der Fondsgesellschaft beenden beia] anhaltender Arbeitslosigkeit und/oderErwerbsunfähigkeit des Gesellschaftersüber einen Zeitraum von mehr als sechs aufeinanderfolgendenMonaten;b] Scheidung des Gesellschafters;c] Tod des Gesellschafters oder seines Ehegattenoder Lebenspartners (i. S. d. Lebenspartnerschaftgesetzes),wenn der Verstorbenemindestens zur Hälfte mit seinen Einkünftenzum Lebensunterhalt des Ehegatten, Lebenspartnersoder der Erben beigetragen hat.Die Beteiligung kann nur vorzeitig beendet werden,wenn diese Voraussetzungen innerhalb einer Fristvon drei Monaten nach ihrem Eintritt angezeigtund anhand geeigneter Unterlagen nachgewiesenwerden. Über die Beendigung der Beteiligung entscheidetdie Geschäftsführung. Im Falle seines Ausscheidenserhält der betroffene Gesellschafter einennach Buchwerten bestimmtes Auseinandersetzungsguthaben,das geringer sein kann, als die von ihmgeleistete Anlage/Einzahlung. Die Geschäftsführungder Fondsgesellschaft wird die Beendigungvon Beteiligungen ablehnen, wenn die betroffenenBeteiligungen 1 % des Kommanditkapitals übersteigen.Für den Fall, dass die betroffenen Beteiligungen1 % des Kommanditkapitals übersteigen, ist derEingang der Anzeige des betroffenen Anlegers beider Fondsgesellschaft maßgeblich.§ 3 Gesellschafter, Kapitalbeteiligung,Kapitalerhöhung, Haftsumme1. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die publityEmissionshaus GmbH, eingetragen beim AmtsgerichtLeipzig unter HRB 28806. Sie leistet keineEinlage und ist am Kapital der Kommanditgesellschaftnicht beteiligt.2. Gründungskommanditistin ist die HF TreuhandGmbH mit Sitz in 50677 Köln, Salierring 47-53,eingetragen beim Amtsgericht Köln unter HRB73852 als Kommanditistin mit einer Kommanditeinlage(Pflichteinlage) in Höhe von 10.000 Euro.3. Treuhandkommanditistin ist die Rödl & RichterFondstreuhand GmbH, die ihre Tätigkeit ausschließlichals Verwaltungstreuhänderin ausübt, mit einerKommanditeinlage (Pflichteinlage) in Höhe von1.000 Euro für eigene Rechnung und im Übrigenmit weiteren Kommanditbeteiligungen für Dritte(Treugeber), für die sie die Beteiligung treuhänderischhält und verwaltet. Sie ist berechtigt, weitereKommanditeinlagen (Pflichteinlagen) gemäß § 2Ziffer 3 und § 3 Ziffer 5, 6 und 9 zu übernehmenund den sich treugeberisch Beteiligten zuzuordnen.4. Die Komplementärin ist unter Befreiung von denBeschränkungen des § 181 BGB berechtigt undbevollmächtigt, die Gesellschaft zu vertreten (§ 4).5. Die Treuhandkommanditistin ist bis zur Erreichungeines Beteiligungskapitals i. H. v. 39.989.000 Euro(ohne Agio) bzw. gemäß Ziff. 10 und bis zum Ablaufder Zeichnungsfrist zum 31.12.2013 bzw. spätestenszum 30.06.2014 (Emissionsphase), sofern der mit derFondsverwaltung beauftragte Dritte von dem Rechtauf Verlängerung der Zeichnungsphase Gebrauchmacht, unter Befreiung von den Beschränkungengemäß § 181 BGB berechtigt und bevollmächtigt,die Beitrittserklärungen über die Erhöhung der Kommanditeinlagenfür weitere Treugeber anzunehmen.Für die Annahme genügt die Gegenzeichnung der Beitrittserklärung.Mit der Annahme der Beitrittserklärungdurch die Treuhandkommanditistin kommenzugleich der Treuhandverwaltungsvertrag mit derTreuhandkommanditistin und die mittelbare Beteiligungan der Gesellschaft zustande. Die Annahmeder Beitrittserklärung liegt im freien Ermessen derTreuhandkommanditistin. Der Treugeber verzichtetauf den Zugang der Annahmeerklärung. DerTreugeber wird jedoch mit gesondertem Schreibenüber die Annahme der Beitrittserklärung informiert.6. Die Mindestzeichnungssumme der aufzunehmendenKommanditisten an der Gesellschaftbeträgt 10.000 Euro. Geringere Zeichnungssummenkönnen im Einzelfall von der persönlich haftendenGesellschafterin zugelassen werden. DieZeichnungssummen müssen durch 1.000 ohneRest teilbar sein. Die Kommanditisten werden indas Handelsregister mit der Haftsumme in Höhevon 10 % ihrer gesellschaftsvertraglich bedungenenPflichteinlage eingetragen. Bei der Treuhandkommanditistinwird jeweils die anteilig erhöhteHafteinlage in das Handelsregister eingetragen.Die Kommanditisten haben vorbehaltlich einer abweichendenindividuellen Vereinbarung darüber hinausein Agio i. H. v. 5 % der Zeichnungssumme zu zahlen.7. Soweit Gesellschafter beitreten, die ihrerseits Leistungenfür die Gesellschaft erbringen, werden dieseim Rahmen ihrer Gesellschafterstellung geleistet.8. Eine Nachschusspflicht der Kommanditistenbesteht nicht, auch nicht als Ausgleichspflichtder Gesellschafter untereinander.116


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG17 Anhang9. Das Kommanditkapital (Pflichteinlage) ist inHöhe der in der Beitrittserklärung übernommenenZeichnungssumme auf das in der Beitrittserklärunggenannte Konto einzuzahlen. Der Beteiligungsbetragund das Agio werden zwei Wochennach Unterzeichnung der Beitrittserklärung fällig.Die bei Einzahlung des Kommanditkapitals entstehendenKosten tragen die beitretenden Kommanditisten.Die Einzahlungen der Kommanditistenwerden zunächst auf die Kommanditeinlage (Pflichteinlage)und sodann auf das Agio angerechnet.10. Die persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin)ist ermächtigt, einen Kommanditisten,der seine fällige Einlage trotz schriftlicherMahnung nach Fristsetzung und Ausschließungsandrohungganz oder teilweise nicht erbringt,durch schriftlichen Bescheid aus der Gesellschaftganz oder teilweise auszuschließen, ohne dass esinsoweit eines Gesellschafterbeschlusses bedarf.11. Soweit es aus Gründen der Eigenkapital-Platzierungerforderlich sein sollte, ist der gemäß § 4 Abs. 2 mitder Fondsverwaltung beauftragte Dritte ermächtigtund bevollmächtigt, über das in § 3 Ziff. 5bezeichnete Beteiligungskapital (Pflichtkapital)ohne Agio hinaus weiteres Kommanditkapital biszu einer Gesamtkommanditkapitalhöhe von insgesamtmaximal 80.000.000 Euro (ohne Agio)zuzulassen, oder, unabhängig von der Höhe desbis zum 31.12.2013 platzierten Kommanditkapitals,die Zeichnungsphase bereits zu einem früherenZeitpunkt zu schließen oder einmalig, längstensbis zum 30.06.2014, zu verlängern.12. Sofern es innerhalb der Zeichnungsphase nichtgelingt eine Gesamtkapitalhöhe von insgesamt2.000.000 Euro einzuwerben, wird die Gesellschaftauf Anordnung der Geschäftsführungunverzüglich rückabgewickelt.Die Komplementärin übernimmt hiermit gegenüberder dann rückabzuwickelnden Gesellschaftdie Garantie, die Gesellschaft im Fall der Rückabwicklungaufgrund des Nichterreichens einerGesamtkapitalhöhe von insgesamt 2.000.000Euro finanziell insoweit mit Kapital auszustatten,dass die rückabzuwickelnde Gesellschaft grundsätzlichin der Lage wäre, den bereits beigetretenenAnlegern ihre Einlage zum Nominalbetrag derEinlage (inklusive Agio) zurückzuzahlen. Die vonder Komplementärin gegenüber der Gesellschaftübernommene Garantie ist auf einen Maximalbetragin Höhe von insgesamt 2.000.000 Eurobeschränkt.13. Den Gesellschaftern ist bekannt und sie akzeptieren,dass es durch eine oder mehrere in derwirtschaftlichen Konzeption bislang nicht vorgesehenenErhöhungen oder Verminderungen desKommanditkapitals (Ziff. 10) zu einer Verschiebungoder Veränderung der auf die mindestenseinmal jährlich entfallenden anteiligen Betriebsergebnisseund der Auszahlungen kommen kann.14. Alle Kommanditisten bevollmächtigen hiermitbeziehungsweise mit ihrem Beitritt die persönlichhaftende Gesellschafterin unter Befreiung vonden Vorschriften des § 181 BGB in ihrem Namen:a] die Beteiligung als Kommanditist zurGesellschaft in das Handelsregisteranzumelden;b] für sie die gesetzlich vorgesehenen Anmeldungenzum Handelsregister hinsichtlichdieser Kommanditgesellschaft vorzunehmen,auch im Falle der evtl. Liquidation derGesellschaft;c] ihren Austritt aus der Gesellschaft anzumeldenundd] die Erhöhung und Herabsetzung ihrerEinlage sowie die Einlagen der anderenGesellschafter zum Handelsregisteranzumelden.Die Kommanditisten sind verpflichtet, der persönlichhaftenden Gesellschafterin bei ihremBeitritt eine Vollmachtsurkunde vorstehendenInhalts über die Beteiligung an der Gesellschaftin notariell beglaubigter Form zu übergeben, dieauch bei einem Wechsel der persönlich haftendenGesellschafterin für deren Nachfolger maßgeblichund wirksam bleibt. Die Vollmacht bestehtunwiderruflich, solange die Kommanditisten derGesellschaft angehören. Sie erlischt nicht durchden Tod des Vollmachtgebers. Soweit erforderlich,sind die Kommanditisten verpflichtet, dem jeweiligenNachfolger gesondert eine entsprechendeVollmacht zu erteilen.15. Ziffer 12 gilt entsprechend für Treugeber, die unmittelbarKommanditisten der Gesellschaft werden.§ 4 Geschäftsführung und Vertretung1. Die Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaftobliegt grundsätzlich der persönlich haftendenGesellschafterin. Sie ist alleinvertretungsberechtigtund von den Beschränkungen des § 181BGB befreit.2. Aufgrund der bevorstehenden Umsetzung derAIFM-Richtlinie (Richtlinie 2011/61/EU des117


Europäischen Parlaments und des Rates vom 8.Juni 2011 über die Verwalter alternativer Investmentfonds)in das nationale Recht bis zum 22.Juli 2013 bedarf die Verwaltung der Gesellschaftund deren Vertrieb zukünftig einer Erlaubnis nachdem Kapitalanlagegesetzbuch („KAGB-E“). Indiesem Zusammenhang wird die persönlich haftendeGesellschafterin ermächtigt, die nach diesemVertrag der Geschäftsführung zugewiesenen Befugnisseund Kompetenzen auf einen Dritten zu übertragen,der zukünftig als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft(„KVG“) im Sinne des KAGB-Efür die Gesellschaft tätig werden soll („Fondsverwaltung“).Darüber hinaus ist die persönlich haftendeGesellschafterin befugt, diesen Dritten mitallen zur Ausübung dieser Funktion erforderlichenVollmachten auszustatten. Im Rahmen dieses Vertragesunterwirft sich die Komplementärin denzukünftigen Weisungen des mit der Fondsverwaltungbeauftragten Dritten in einem solchenUmfang, der erforderlich ist, um alle zukünftignach dem KAGB-E erforderlichen Bestimmungenzu erfüllen. Es ist alleinige Aufgabe des mitder Fondsverwaltung beauftragten Dritten, eineLizenz als KVG zu beantragen bzw. zu erhaltensowie sämtliche aufsichtsrechtliche Anforderungen,die an ihn gestellt werden, zu erfüllen.Die Gesellschafter erteilen hiermit ausdrücklichihre Zustimmung zur Übertragung sämtlicherBefugnisse und Kompetenzen auf sowie zur Weitergabealler erforderlichen Daten der Gesellschaftbzw. der Gesellschafter an den mit der Fondsverwaltungbeauftragten Dritten.3. Der mit der Fondsverwaltung beauftragte Drittehat die Geschäfte der Gesellschaft in Übereinstimmungmit den gesetzlichen Vorschriften und denRegelungen dieses Gesellschaftsvertrages zu führen.Die Geschäftsführungsbefugnis des mit der Fondsverwaltungbeauftragten Dritten erstreckt sichinsbesondere auf die Vornahme aller zum laufendenGeschäftsbetrieb der Gesellschaft gehörendenGeschäfte und Rechtshandlungen, auf die Überwachungder Einhaltung der von der Gesellschaftabgeschlossenen oder abzuschließenden Verträge,auf die Änderung oder die Aufhebung der Verträge.Die Fondsverwaltung bedarf zur Durchführungaller Maßnahmen und Rechtshandlungen, die überden gewöhnlichen Geschäftsbetrieb hinausgehen,der Zustimmung der Gesellschafterversammlung.Für die folgenden Geschäfte/Tätigkeiten bedarfdie Geschäftsführung stets der Zustimmung derGesellschafterversammlung:a] Beteiligung an anderen Unternehmen durchdie Gesellschaft;b] Errichtung und Schließung vonZweigniederlassungen;c] Eingehung von Bürgschaften, Garantienoder dergleichen;d] Begebung von Wechseln.4. Soweit rechtlich erforderlich und zulässig, ist diepersönlich haftende Gesellschafterin – unabhängigvon der Beauftragung eines Dritten mit derFondsverwaltung – nicht daran gehindert, dieseAufgaben jederzeit selbst wahrzunehmen.5. Der mit der Fondsverwaltung beauftragte Drittewird im Rahmen der Bestellung ermächtigt, fürdie Gesellschaft eine Verwahrstelle nach Maßgabeder Bestimmungen des zukünftigen KAGB zubeauftragen. Die Gesellschafter erteilen hiermitausdrücklich ihre Zustimmung zur Übertragungentsprechender Befugnisse und Kompetenzen aufsowie zur Weitergabe aller erforderlichen Datender Gesellschaft bzw. der Gesellschafter an dieVerwahrstelle.6. Der mit der Fondsverwaltung beauftragte Drittewird im Rahmen der Bestellung ferner ermächtigt,für die Gesellschaft einen externen Bewerternach Maßgabe der Bestimmungen des zukünftigenKAGB zu beauftragen. Die Gesellschaftererteilen hiermit ausdrücklich ihre Zustimmungzur Übertragung entsprechender Befugnisse undKompetenzen auf sowie zur Weitergabe aller erforderlichenDaten der Gesellschaft bzw. der Gesellschafteran den Bewerter.§ 5 Gesellschafterbeschlüsse,Gesellschafterversammlungen1. Gesellschafterbeschlüsse werden, soweit nichtdas Gesetz oder dieser Gesellschaftsvertrag etwasanderes bestimmen, mit einfacher Mehrheit derabgegebenen und vertretenen stimmberechtigtenStimmen gefasst. Enthaltungen gelten als nichtabgegebene Stimmen. Bei Stimmengleichheit giltein Antrag als abgelehnt.2. Jeder Kommanditist hat für je 1.000 Euro eingezahltesPflichtkapital eine Stimme. Bei der Stimmabgabeist eine Vertretung durch Dritte entsprechend§ 5 Ziffer 11 möglich.3. Gesellschafterbeschlüsse werden grundsätzlich imschriftlichen Beschlussverfahren herbeigeführt.118


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG17 AnhangGesellschafterversammlungen als Präsenzversammlungenwerden nur in Ausnahmefällen einberufen.Wird eine Gesellschafterversammlungeinberufen, so führt der Geschäftsführer der persönlichhaftenden Gesellschafterin oder eine vonihm benannte Person den Vorsitz.4. Schriftliche Beschlussverfahren und Gesellschafterversammlungenwerden von der persönlich haftendenGesellschafterin durchgeführt beziehungsweiseeinberufen, und zwar mindestens einmaljährlich zur Feststellung des Jahresabschlusses.Weiter finden schriftliche Beschlussverfahrenund Gesellschafterversammlungen in den vondem Gesetz bestimmten Fällen und dann statt,wenn das Interesse der Gesellschaft dies erfordertbeziehungsweise, wenn Kommanditisten,die mehr als 10 % des stimmberechtigten Kommanditkapitalsrepräsentieren, ein schriftlichesBeschlussverfahren oder die Einberufung einerGesellschafterversammlung unter schriftlicherAngabe der Gründe verlangen.Die Gesellschafter beschließen nach Maßgabedieses Vertrages über alle Angelegenheiten derGesellschaft; sie beschließen insbesondere über:a] die Feststellung des Jahresabschlusses;b] die Entlastung der persönlich haftendenGesellschafterin und der geschäftsführendenKommanditisten;c] die Bestellung eines Abschlussprüfers;d] die Zustimmung zu Maßnahmen, dienach § 4 Ziffer 3 über den gewöhnlichenGeschäftsbetrieb der Gesellschafthinausgehen;e] Änderungen des Gesellschaftsvertrages;f] Vornahme von außerordentlichen Ausschüttungenan die Kommanditisten;g] Ausschluss von Kommanditisten nach § 15Ziff. 1 c);h] Auflösung der Gesellschaft gemäß § 17 Ziff.1 d).5. Die Frist zur Abgabe der Stimmen bei schriftlichenBeschlussverfahren beträgt vier Wochen ab Datumder Mitteilung über das schriftliche Beschlussverfahren.Maßgeblich ist der Eingang bei der Gesellschaftoder bei der Treuhandkommanditistin.Gesellschafterversammlungen werden von derpersönlich haftenden Gesellschafterin mit einerFrist von vier Wochen einberufen.Die Mitteilung über das schriftliche Beschlussverfahrenbeziehungsweise die Einberufung derGesellschafterversammlung hat schriftlich andie der Gesellschaft zuletzt mitgeteilte Anschriftzu erfolgen und muss die Gegenstände, über dieBeschluss gefasst wird, enthalten. Ist die Feststellungdes Jahresabschlusses Gegenstand derBeschlussfassung, ist der Geschäftsbericht derMitteilung beziehungsweise Einladung beizufügen.Im Falle einer Gesellschafterversammlung istauch die Tagesordnung beizufügen. Die Fristenbeginnen jeweils mit dem Postaufgabedatum derMitteilung bzw. Einladung.6. Im schriftlichen Beschlussverfahren ist stetsBeschlussfähigkeit gegeben. Es entscheidet dieeinfache Mehrheit der abgegebenen stimmberechtigtenStimmen beziehungsweise bei Beschlussfassungenzu Ziffer 7 eine Mehrheit von 75 % derabgegebenen stimmberechtigten Stimmen.Eine Gesellschafterversammlung ist beschlussfähig,wenn alle Gesellschafter ordnungsgemäßgeladen sind und die Mehrheit der stimmberechtigtenStimmen anwesend oder vertreten sind.Ist danach eine Beschlussfähigkeit nicht erreichtworden, so ist die Gesellschafterversammlunginnerhalb von vier Wochen mit einer Frist von14 Tagen erneut mit gleicher Tagesordnung einzuberufen.Die Gesellschafterversammlung istdann in jedem Fall beschlussfähig. Die persönlichhaftende Gesellschafterin kann auch schriftlichabstimmen lassen.7. Einer Mehrheit von 75 % der abgegebenen Stimmenbedürfen, soweit dieser Gesellschaftsvertrag keinehöhere Mehrheit verlangt, Beschlüsse übera] Änderungen des Gesellschaftsvertrages,b] die Auflösung der Gesellschaft,c] die Aufgabe des Geschäftsbetriebes imGanzen, sofern nicht gemäß § 17 dieses Vertragesbereits geregelt oderd] den Ausschluss der persönlich haftendenGesellschafterin aus wichtigem Grund unddie Bestellung einer neuen persönlich haftendenGesellschafterin.Die Aufnahme zusätzlicher persönlich haftenderGesellschafter ist nur mit Zustimmung der vorhandenenpersönlich haftenden Gesellschafterinzulässig.8. Die Gesellschafter erteilen hiermit bereits vorab IhreZustimmung zu sämtlichen Beschlüssen und Maßnahmensowie etwaigen zusätzlichen Kosten, die fürdie Anpassung der Gesellschaft an die bevorstehendenregulierungsrechtlichen Rahmenbedingungennach der AIFM-Richtlinie sowie im Zusammenhangmit der Einführung des Kapitalanlagege-119


setzbuchs notwendig sind; soweit dies eine Änderungdes Gesellschaftsvertrags erfordert, könnendiese mit einfacher Mehrheit gemäß § 5 Ziffer 1beschlossen werden. Soweit diese erteilte Vorabzustimmungrechtlich nicht ausreichend ist und dieDurchführung von gesonderten Gesellschafterbeschlüssendiesbezüglich notwendig ist, erklärendie Gesellschafter hiermit bereits ihre Bereitschaft,gebotenen Maßnahmen und etwaigen zusätzlichenKosten, die in Bezug auf die Umsetzung der AIFM-Richtlinie und dem Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbucheserforderlich sind, zuzustimmen.Kosten, die im Zusammenhang mit der Umsetzungder AIFM-Richtlinie und dem Inkrafttretendes Kapitalanlagegesetzbuches anfallen oder inZukunft anfallen werden, sind ausschließlich vonder Gesellschaft zu tragen.Im Rahmen der Umsetzung der AIFM-Richtliniesowie der Einführung des Kapitalanlagegesetzbuchswird der mit der Fondsverwaltungbeauftragte Dritte als zukünftige Kapitalverwaltungsgesellschaftwesentliche Anlegerinformationenüber die Gesellschaft erstellen und dieseder Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsichtvorlegen. Die Gesellschafter erteilen mit derUnterzeichnung des Gesellschaftsvertrages ihreZustimmung zur Erstellung der wesentlichenAnlegerinformationen sowie etwaiger Nachträgediesbezüglich. Zugleich verzichten die Gesellschaftermit ihrer Unterschrift auf eine Zustellung derwesentlichen Anlegerinformationen sowie derentsprechenden Nachträgen. Nach Vorlage derwesentlichen Anlegerinformationen bzw. etwaigerNachträge bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsichtund ihrer anschließendenVeröffentlichung können diese durch die Gesellschafterkostenlos bei dem mit der Fondsverwaltungbeauftragten Dritten angefordert werden.9. Über die Gesellschafterversammlung ist ein Protokollzu führen, das vom Versammlungsleiter zuunterzeichnen ist und den Gesellschaftern zuzusendenist. Entsprechend hat die persönlich haftendeGesellschafterin oder die mit der Geschäftsbesorgunginsoweit Beauftragte über Inhalt undErgebnis von schriftlichen Abstimmungen einSchlussprotokoll zu fertigen, zu unterzeichnenund den Gesellschaftern zuzusenden.10. Einsprüche gegen das Protokoll der Gesellschafterversammlungsind binnen drei Wochen nach derAbsendung schriftlich mit Begründung gegenüberder persönlich haftenden Gesellschafterin geltendzu machen. Über die Einsprüche entscheidet dienächste Gesellschafterversammlung.11. Die Anfechtung eines Gesellschafterbeschlusses kannnur innerhalb einer Ausschlussfrist von 1 Monat nachKenntniserlangung durch eine gegen die Gesellschaftzu richtende Klage geltend gemacht werden. NachAblauf der Frist gilt ein etwaiger Mangel als geheilt.12. Jeder Kommanditist kann sich in der Gesellschafterversammlungaufgrund schriftlicher Vollmachtdurch einen anderen Gesellschafter, einen volljährigenAngehörigen oder einen Angehörigender rechts-, wirtschafts- und steuerberatendenBerufe vertreten lassen. Die persönlich haftendeGesellschafterin kann andere ordnungsgemäßbevollmächtige Personen als Vertreter zulassen.Die Vollmacht ist schriftlich zu erteilen.13. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist berechtigt,im Interesse der Gesellschaft auch anderePersonen an Gesellschafterversammlungen teilnehmenzu lassen, deren Teilnahme sie für erforderlichhält.§ 6 Rechte der Treugeber1. Die mittelbare Beteiligung der Treugeber über dieTreuhandkommanditistin an der Gesellschaft istin einem Treuhandverwaltungsvertrag geregelt.Mit Annahme der Beitrittserklärung durch dieTreuhandkommanditistin wird der mittelbareBeitritt zur Gesellschaft gemäß Treuhandverwaltungsvertragwirksam.2. Die Kommanditeinlage (Pflichteinlage) der Treuhandkommanditistinbestimmt sich nach der Höheder Einlagen der wirksam beigetretenen Treugeberund nach der aus eigenem Recht gehaltenenEinlage. Für die Zahlung der Einlagen der Treugebergelten die Regelungen des § 3 dieses Gesellschaftsvertragesentsprechend.3. Soweit die Treuhandkommanditistin Kommanditbeteiligungender Treugeber im eigenen Namen,jedoch treuhänderisch und für Rechnung derTreugeber, hält, ist die Treuhandkommanditistinnur im Außenverhältnis, also insbesondere imVerhältnis der Gesellschaft zu ihren Gläubigern,Kommanditist und wird mit seiner entsprechendanteilig erhöhten Hafteinlage im Handelsregistereingetragen. Die Treuhandkommanditistinhält und verwaltet ihre Gesellschaftsbeteiligungmit Ausnahme der aus eigenem Recht gehaltenenEinlage gemäß § 3 Ziff. 3 treuhänderisch fürRechnung und zulasten der Treugeber, mit denener Treuhandverträge geschlossen hat.120


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG17 Anhang4. Die Treugeber sind von der Treuhandkommanditistinbevollmächtigt, Stimmrechte sowie sonstigeMitgliedschaftsrechte bei der Gesellschaft anteiligentsprechend ihren treuhänderisch gehaltenenBeteiligungen insoweit selbst auszuüben, wie ihretreuhänderisch gehaltenen Beteiligungen berührtsind. Die Gesellschaft und ihre Gesellschafter sindmit dieser Rechtsausübung einverstanden.Soweit Treugeber durch die Treuhandkommanditistinvertreten werden, ist die Treuhandkommanditistinberechtigt, die auf ihren Kommanditanteilentfallenden Stimmrechte in Abhängigkeitder ihr von den Treugebern erteilten Weisungenunterschiedlich auszuüben (gespaltenes Stimmrecht).Soweit die Treugeber Stimmrechte undsonstige mitgliedschaftliche Rechte aufgrund dervorstehenden Bevollmächtigung ausüben, übt dieTreuhandkommanditistin diese Rechte nicht aus.5. Im Innenverhältnis der Treugeber zueinander undzur Gesellschaft und ihren Gesellschaftern werdendie Treugeber, für die die Treuhandkommanditistindie jeweilige Gesellschaftsbeteiligung treuhänderischhält, wie Kommanditisten behandelt.Dies gilt insbesondere im Rahmen der Geschäftsführungund Vertretung der Gesellschaft, für dieAusübung mitgliedschaftlicher Rechte, im Falleder Kündigung bzw. des Ausscheidens sowie fürdie Beteiligung am Gesellschaftsvermögen, amGewinn und Verlust und an einem Liquidationserlös.Die Regelungen dieses Gesellschaftsvertragesgelten insoweit entsprechend für die Treugeber.Sofern in diesem Vertrag der Begriff Gesellschafterbzw. Kommanditist verwendet wird, sind diejeweiligen Regelungen entsprechend auf Treugeberanwendbar, es sei denn, eine entsprechendeAnwendung ist rechtlich nicht zulässig oder dieserVertrag enthält entgegenstehende Bestimmungen.6. Die Kündigung des Treuhandverwaltungsvertragesrichtet sich nach § 9 des Treuhandverwaltungsvertrages.Dinglich bzw. im Außenverhältnis steht eine Kündigungnach § 9 des Treuhandverwaltungsvertragesunter der aufschiebenden Bedingung der Eintragungdes Treugebers als Kommanditist in das Handelsregister.Die Treuhandkommanditistin ist in diesem Fallberechtigt, ihre Hafteinlage auf Kosten des Treugebersentsprechend der Höhe der Einlage des wirksam beigetretenenKommanditisten herabzusetzen.7. Durch die Beendigung des Treuhandverhältnissesder Gesellschaft entstehende Kosten, Auslagen undGebühren (einschließlich Notar- und Gerichtsgebühren)trägt der kündigende Treugeber.§ 7 Jahresabschluss, Sonderbetriebsausgaben1. Die Geschäftsführung hat die Bilanz sowie dieGewinn-und-Verlust-Rechnung (Jahresabschluss)innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss desGeschäftsjahres nach den gesetzlichen Vorschriftenaufzustellen. Der Jahresabschluss kann durcheinen von der Gesellschafterversammlung bestelltenWirtschaftsprüfer oder durch eine von ihr bestellteWirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft werden.2. Sonderbetriebsausgaben, die den Gesellschafternim Zusammenhang mit ihrer Beteiligung entstehen,sind der Gesellschaft bis zum 31. März desFolgejahres nachzuweisen. Später nachgewieseneSonderbetriebsausgaben können nur bis zum Jahresendeberücksichtigt werden, wenn dies verfahrensrechtlichnoch möglich ist und gegen Erstattungder entstehenden Aufwendungen.3. Nimmt die Finanzbehörde an der Bilanz, der Gewinnund-Verlust-Rechnungoder der Ergebnisverteilungrechtskräftige Änderungen vor, so wirken diese auchim Verhältnis der Gesellschafter zueinander.§ 8 Gesellschafterkonten1. Auf dem festen Einlagenkonto (KapitalkontoI) wird die gezeichnete Einlage (ohne Agio)geführt. Die Höhe des Betrages auf dem KapitalkontoI ist maßgebend für das Stimmrecht, dieErgebnisverteilung, die Beteiligung am Gesellschaftsvermögensowie den Anspruch auf dasAuseinandersetzungsguthaben.2. Auf dem Rücklagenkonto (Kapitalkonto II) wird dasAgio geführt. Eine Rückzahlung auf das eingezahlteAgio findet nicht statt. Das Agio ist durch die Zahlungvon Eigenkapitalbeschaffungskosten verbraucht.3. Auf dem Gewinn- und Verlustkonto (KapitalkontoIII) werden die Anteile an den Gewinnenund Verlusten der Gesellschaft erfasst.4. Auf dem Kapitalrückführungs- und Entnahmekonto(Kapitalkonto IV) werden sämtliche Beträge erfasst,die an die Gesellschafter ausgeschüttet oder vondiesen entnommen worden sind sowie die jeweilszum Geschäftsjahresende als entnommen geltendeKapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag.5. Für die Kommanditisten besteht nach Erbringungder Einlage keine Nachschusspflicht. Soweit Ausschüttungenbzw. Entnahmen dazu führen, dassdie verbleibende Einlage unter Verrechnung derKapitalkonten III und IV unter die im Handelsregistereingetragene Hafteinlage sinkt, lebt indessendie Außenhaftung wieder auf. In diesem Fall121


hat die Gesellschaft zuvor die Zustimmung desKommanditisten einzuholen.§ 9 Vergütungen1. Für die Ausübung ihrer Pflichten als persönlichhaftende Gesellschafterin erhält die publityEmissionshaus GmbH ab Veröffentlichung desVerkaufsprospekts gem. § 9 VermAnlG bis zum31.12.2013 eine jährliche Vergütung (Management-Fee)in der Höhe von 150.000 Euro zzgl.gesetzlicher Umsatzsteuer. Diese Vergütung wirdpro rata in Teilbeträgen monatlich nachträglichzur Auszahlung fällig.Ab dem 01.01.2014 beträgt die jährlicheManagement-Fee 0,5 % des tatsächlich vonder Fondsgesellschaft im jeweiligen Geschäftsjahrinvestierten Kapitals (inkl. Fremdkapitalund Erwerbsnebenkosten) zzgl. gesetzlicherUmsatzsteuer.Diese Vergütung für die Fondsverwaltung wirdab dem 01.01.2014 bis zur Beendigung der Laufzeitder Fondsgesellschaft in angemessenen Teilbeträgen(entsprechend einer pro rata Auszahlungbasierend auf dem nach der Prognoserechnung vonder Fondsgesellschaft zu investierenden Kapital)monatlich zur Auszahlung fällig.Etwaige Über- oder Unterzahlungen sind zumEnde des Geschäftsjahres auszugleichen.Über die vorstehend erläuterten Gesamtbezügehinaus erhält der Fondsverwalter wederGewinnbeteiligungen, Entnahmerechte, sonstigeBezüge, Gehälter, Aufwandsentschädigungen,Versicherungsentgelte, Provisionen noch Nebenleistungenjeder Art innerhalb und außerhalb desFondsgesellschaftsvertrages.2. Für die Erstellung des Verkaufsprospektes (einschließlichetwaiger Nachträge) betreffend dieFondsgesellschaft nach dem Vermögensanlagengesetzerhält der mit der Fondsverwaltung beauftragteDritte eine Vergütung in der Höhe von 2 %des tatsächlich an der Fondsgesellschaft gezeichnetenKommanditkapitals ohne Agio zzgl. gesetzlicherUmsatzsteuer.Diese Vergütung wird mit Ablauf von 1 Monatnach Beginn der Emissionsphase bis zum Endeder Emissionsphase in Teilbeträgen monatlichzur Auszahlung fällig.Für die Erbringung der laufenden Marketingleistungenerhält der mit der Fondsverwaltungbeauftragte Dritte eine Vergütung in der Höhevon 1 % des tatsächlich an der Fondsgesellschaftgezeichneten Kommanditkapitals (ohne Agio)zzgl. gesetzlichen Umsatzsteuer.Für die laufende Fondsverwaltung erhält dermit der Fondsverwaltung beauftragte Dritte abVeröffentlichung des Verkaufsprospekts gem.§ 9 VermAnlG bis zum 31.12.2013 eine jährlicheVergütung in der Höhe von 300.000 Euro zzgl.gesetzlicher Umsatzsteuer. Diese Vergütung wirdpro rata in Teilbeträgen monatlich nachträglichzur Auszahlung fällig.Ab dem 01.01.2014 erhält der mit der Fondsverwaltungbeauftragte Dritte für die laufendeFondsverwaltung eine jährliche Vergütung in derHöhe von 1 % des tatsächlich von der Fondsgesellschaftim jeweiligen Geschäftsjahr investiertenKapitals (inkl. Fremdkapital und Erwerbsnebenkosten)zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Diese Vergütung für die Fondsverwaltung wirdab dem 01.01.2014 bis zur Beendigung der Laufzeitder Fondsgesellschaft in angemessenen Teilbeträgen(entsprechend einer pro rata Auszahlungbasierend auf dem nach der Prognoserechnung vonder Fondsgesellschaft zu investierenden Kapital)monatlich zur Auszahlung fällig.Etwaige Über- oder Unterzahlungen sind zumEnde des Geschäftsjahres auszugleichen.Für die Objektverwaltung erhält der mit derFondsverwaltung beauftragte Dritte eine jährlicheVergütung in Höhe von 4 % der Jahreseinnahmender Fondsgesellschaft aus der Bewirtschaftung.Diese Vergütung wird mit Ablauf von 1 Monatnach Eingang der ersten Einnahmen aus Bewirtschaftungauf das dafür vorgesehene Konto derFondsgesellschaft bis zur Beendigung der Laufzeitder Fondsgesellschaft (basierend auf der Berechnungsgrundlagedes Vormonats) monatlich zurAuszahlung fällig. Etwaige Über- oder Unterzahlungensind zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahresauszugleichen.3. Die Treuhandkommanditistin erhält für ihreTätigkeit in der Emissionsphase eine Vergütungin Höhe von 0,25 % p. a. und nach der Beendigungder Emissionsphase eine Vergütung in Höhevon 0,22 % p. a., jeweils vom gezeichneten Kommanditkapitalzuzüglich Auslagen (Porto- undDruckkosten etc.) und gesetzlicher Umsatzsteuer.Die Vergütung der Treuhandkommanditistinwird zeitanteilig berechnet, wenn nach Abschlussder Emissionsphase die Tätigkeit auf ein Rumpfwirtschaftsjahrentfällt. Die Treuhandkomman-122


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG17 Anhangditistin ist berechtigt nach RechnungslegungAbschlagszahlungen zeitanteilig vorzunehmen.§ 10 Beteiligung am Gewinn oder Verlust1. Am Ergebnis (Gewinn und Verlust) der Gesellschaftnehmen die Kommanditisten ab dem Zeitpunktihres Beitritts teil und sind an diesem Ergebnisentsprechend dem Verhältnis ihrer gezeichnetenKommanditanteile zueinander (Kapitalkonto I)zum 31.12. des jeweiligen Geschäftsjahres beteiligt.2. Einem Kommanditisten werden Verlustanteile aufseinem Kapitalkonto auch dann zugerechnet, wenndiese die geleistete Einlage übersteigen. Zum Ausgleichdes Verlustvortragskontos (KapitalkontoIII) sind die Kommanditisten weder gegenüberder Gesellschaft noch untereinander verpflichtet.3. Einem Kommanditisten werden Verlustanteile aufseinem Kapitalkonto III auch dann zugerechnet,wenn diese die geleistete Einlage übersteigen. ZumAusgleich des Verlustvortragskontos (KapitalkontoIII) sind die Kommanditisten weder gegenüberder Gesellschaft noch untereinander verpflichtet.§ 11 Verwendung von Liquiditätsüberschüssen,Ausschüttungen1. Die Gesellschaft schüttet für den Fall, dass dieLiquiditätslage der Gesellschaft es zulässt, denLiquiditätsüberschuss unter Zurückbehaltungeiner angemessenen Liquiditätsreserve im Verhältnisihrer festen Kapitalkonten an die Kommanditistenaus.2. Den Kommanditisten, die eine bis zum 15.08.2013unterzeichnete Beitrittserklärung vorlegen, steht vorbehaltlichder Regelung in Ziffer 1 ein Frühzeichnerbonusi. H. v. 5 % auf den von ihnen gezeichnetenKommanditanteil (ohne Agio) zu. Voraussetzung ist,dass gemäß § 3 Ziff. 9 der Beteiligungsbetrag unddas Agio spätestens bis zum 31.08.2013 auf das inder Beitrittserklärung genannte Konto eingezahltwerden. Einen Frühzeichnerbonus i. H. v. 3 % aufden von ihnen gezeichneten Kommanditanteil (ohneAgio) erhalten die Kommanditisten, die eine bis zum30.09.2013 unterzeichnete Beitrittserklärung vorlegenund die den Beteiligungsbetrag und das Agiospätestens bis zum 15.10.2013 eingezahlt haben. DerFrühzeichnerbonus wird 6 Monate nach Ablauf derZeichnungsfrist ausgezahlt. Klarstellend sei daraufhingewiesen, dass die Zeichnungsfrist nach dem freienErmessen des mit der Fondsverwaltung beauftragtenDritten bis zum 30.06.2014 verlängert werdenkann. Ein aus der Liquidation erzielter Liquiditätsüberschusswird im Verhältnis der festen Kapitaleinlagean die Kommanditisten verteilt.Nach den prognostizierten Ausschüttungensteht den Kommanditisten im Jahr 2014 eine jährlicheAusschüttung i. H. v. 5 % auf das gezeichneteKommanditkapital und ab 2014 eine jährlicheAusschüttung i. H. v. 10 % auf das gezeichneteKommanditkapital zu.Für den Fall, dass die prognostizierten Ausschüttungen(Kapitalrückfluss zuzüglich prognostizierteRendite) übertroffen werden, werdendie von der Fondsgesellschaft erwirtschaftetenMehrerlöse nach Maßgabe der diesbezüglichenAngaben im Verkaufsprospekt in Höhe von 50 %an die Anleger ausgeschüttet und in Höhe von50 % an die Komplementärin ausgezahlt.3. Weitere Entnahmen außerhalb der in Ziffer 2genannten Auszahlungen sind nur zulässig, wenndie Gesellschafter einen entsprechenden Beschlussmit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmenfassen, die persönlich haftende Gesellschafterinzustimmt und die Liquiditätslage der Gesellschaftdies zulässt.4. Soweit Ausschüttungen nach den handelsrechtlichenVorschriften als Rückzahlung der Einlagean die Kommanditisten anzusehen sind, entstehteine persönliche Haftung der im Handelsregistereingetragenen Kommanditisten für die Verbindlichkeitender Gesellschaft.5. Der bei der Liquidation der Gesellschaft erzielteLiquidationserlös wird – nach Begleichung derGesellschaftsverbindlichkeiten – an die Gesellschafterim Verhältnis ihrer festen Kapitalkonten(Kapitalkonto I) verteilt.§ 12 Kontrollrechte, Geschäftsbericht1. Die Kommanditisten können die ihnen nach den§§ 164, 166 HGB zustehenden WiderspruchsundKontrollrechte selbst ausüben. Zur Ausübungdieser Rechte können sie sich eines kraft Gesetzeszur Verschwiegenheit verpflichteten Angehörigeneines wirtschaftsprüfenden, rechts- oder steuerberatendenBerufes bedienen. Hierdurch entstehendeKosten haben sie selbst zu tragen.2. Der mit der Fondsverwaltung beauftragte Drittehat im Namen der persönlich haftenden Gesellschafterindie Kommanditisten durch Vorlageeines Geschäftsberichts jährlich über wesentlichegeschäftliche Vorgänge und über die wirtschaftlicheSituation der Gesellschaft zu informieren.123


3. Der mit der Fondsverwaltung beauftragte Drittewurde durch die persönlich haftende Gesellschafterindazu verpflichtet, den Kommanditisten einmaljährlich über alle außerordentlichen Geschäftsvorfällezu berichten.§ 13 Übertragung von Beteiligungsrechten1. Jeder im Handelsregister eingetragene Kommanditistkann seine Kommanditbeteiligung nur zumAblauf eines Geschäftsjahres mit Wirkung zum01.01. des Folgejahres übertragen, belasten oder insonstiger Weise über sie verfügen. Die Übertragung,teilweise Übertragung oder sonstige Verfügung überdie Kommanditanteile bedarf zu ihrer Wirksamkeitder Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin.Die Zustimmung darf nur aus wichtigemGrund versagt werden. Eine teilweise Übertragungist ausgeschlossen, soweit durch eine teilweiseÜbertragung Gesellschaftsanteile entstehen sollten,die 10.000 Euro unterschreiten und die nicht durch1.000 ohne Rest teilbar sind. Eine Verfügung, die zurTrennung der Gesellschaftsbeteiligung von den Nutzungsrechtender Gesellschaftsanteile führt, vor allemdie Bestellung eines Nießbrauchs, ist nicht zulässig.In den Fällen der Übertragung der Beteiligungist unverzüglich durch den Übernehmer eine Handelsregistervollmachtentsprechend § 3 Ziffer 13beizubringen. Bis zur Eintragung in das Handelsregisterwird der Übernehmer – soweit erforderlich– wie ein atypisch stiller Gesellschafter behandelt.2. Der Rechtsnachfolger eines Kommanditisten trittin sämtliche Rechte und Pflichten des ausscheidendenKommanditisten aus dem Gesellschaftsvertragein. Die Kapitalkonten werden unverändertund einheitlich fortgeführt.3. Die Kosten des Vollzugs der Übertragung bei Notarund Gericht sowie die Kosten des Verwaltungsaufwands,die der Gesellschaft von dem Verwalter inRechnung gestellt werden, trägt im Verhältnis zurGesellschaft der ausscheidende Kommanditist.4. Der austretende Kommanditist stellt die Gesellschaftund die Gesellschafter von allen Nachteilenaufgrund des Gesellschafterwechsels, insbesonderesolchen aus gegebenenfalls anfallenden Steuerzahlungen,einschließlich Grunderwerbsteuer, frei.5. Die Übertragung einer Kommanditbeteiligung anDritte, um diesen die Übertragung eines Gewinnsnach § 6b EStG zu ermöglichen, ist vertraglichausgeschlossen.§ 14 Tod eines Kommanditisten1. Verstirbt ein Kommanditist, so geht seine Kommanditbeteiligungauf seine Erben über. DerGesellschaftsvertrag wird mit diesen fortgesetzt.Die Erben haben sich gegenüber der persönlichhaftenden Gesellschafterin durch Vorlage einesErbscheines oder notariell beglaubigten Testamenteszu legitimieren. Die Kosten des Vollzugsder Rechtsänderung bei Notar und Gericht sowiedie Kosten des Verwaltungsaufwandes, die derGesellschaft in Rechnung gestellt werden, tragenim Verhältnis zur Gesellschaft die Rechtsnachfolgerdes verstorbenen Kommanditisten.2. Geht die Kommanditbeteiligung gem. Ziff. 1 aufmehrere Personen über, sind diese verpflichtet,eine Auseinandersetzung herbeizuführen, beider Gesamtbeteiligungsbeträge von mindestens5.000 Euro entstehen und bei der die Gesamtbeteiligungsbeträgemindestens durch 1.000 ohneRest teilbar sind. Die Ausübung der Rechte ausder Kommanditbeteiligung eines verstorbenenKommanditisten durch einen Testamentsvollstreckerist zulässig.§ 15 Ausscheiden von Kommanditisten1. Ein Kommanditist scheidet aus der Gesellschaftaus, wenna] in die Kommanditbeteiligung oder in einzelneAnsprüche aus dem Gesellschaftsverhältnisaufgrund eines nicht nur vorläufigvollstreckbaren Titels die Zwangsvollstreckungbetrieben wird und die Zwangsvollstreckungsmaßnahmenicht innerhalb von 3Monaten aufgehoben wird;b] über das Vermögen des Kommanditisten dasInsolvenz- oder das gerichtliche Vergleichsverfahreneröffnet oder die Eröffnung desInsolvenzverfahrens mangels Masse abgelehntwird;c] der Kommanditist gemäß § 3 Ziff. 10 ausder Gesellschaft ausgeschlossen wird;d] der Kommanditist gemäß den nachfolgendenZiffern 2. und 3. aus der Gesellschaftausgeschlossen wird.In den Fällen des § 15 lit. a) bis c) entscheidet dieKomplementärin über den Ausschluss.2. Ein Kommanditist kann durch Beschluss derGesellschafterversammlung aus der Gesellschaftausgeschlossen werden, wenn er in grober Weisetrotz schriftlicher Abmahnung seine sonstigen124


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG17 AnhangVerpflichtungen aus dem Gesellschaftsverhältnisverletzt und den Gesellschaftern die Fortsetzungdes Gesellschaftsverhältnisses mit diesemKommanditisten unzumutbar geworden ist. Beider Beschlussfassung über den Ausschluss hat derbetroffene Kommanditist kein Stimmrecht. Er istjedoch anzuhören, wenn er an der Gesellschafterversammlung,in der über seinen AusschlussBeschluss gefasst werden soll, teilnimmt. Der Ausschlusserfolgt durch Mitteilung des Beschlussesan den ausgeschlossenen Gesellschafter durch diepersönlich haftende Gesellschafterin.3. Scheidet ein Kommanditist aus der Gesellschaftaus, so wird die Gesellschaft von den verbleibendenGesellschaftern fortgesetzt. Der ausscheidendeKommanditist ist gemäß den Bestimmungen des§ 16 dieses Vertrages abzufinden.§ 16 Abfindung des ausscheidenden Kommanditisten1. Scheidet ein Kommanditist gemäß § 15 Ziffer 1 a)oder b) oder gemäß § 15 Ziffer 2 aus der Gesellschaftaus, so erhält er eine Abfindung, die sichaus den Salden seiner Gesellschafterkonten (§ 8)richtet. Maßgebend ist der Jahresabschluss, derdem Zeitpunkt seines Ausscheidens am nächstenliegt. Sollte der Saldo aus den Gesellschafterkontennegativ sein, ist dieser nicht auszugleichen.Spätere Bilanzberichtigungen aufgrund steuerlicherAußenprüfungen haben auf die Abfindungkeinen Einfluss.2. Scheidet ein Kommanditist während einesGeschäftsjahres aus, so nimmt er am Ergebnisdieses Geschäftsjahres zeitanteilig teil. Am Ergebnisder bei seinem Ausscheiden noch schwebendenGeschäfte nimmt er nicht teil.3. Sofern sich die Beteiligten nicht innerhalb von sechsMonaten nach dem Ausscheiden des Kommanditistenüber die Abfindung einigen, ist diese nachMaßgabe der vorstehenden Ansätze für sämtlicheBeteiligungen verbindlich durch einen Wirtschaftsprüferoder eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaftzu ermitteln, der bzw. die von der Industrie- undHandelskammer zu Leipzig auf Antrag eines Beteiligtenzu bestimmen ist, sofern sich die Beteiligtenüber dessen/deren Person nicht verständigen. DieKosten der Ermittlung der Abfindung durch denWirtschaftsprüfer/die Wirtschaftsprüfungsgesellschaftsind von der Gesellschaft und dem ausgeschiedenenKommanditisten jeweils zur Hälfte zu tragen.4. Die Abfindung gemäß Ziffer 1 in zwei gleichenHalbjahresraten zu zahlen, deren erste ein Jahrnach Ausscheiden fällig wird. Eine Sicherstellungder Abfindung sowie die Befreiung von der etwaigenInanspruchnahme durch Gesellschaftsgläubiger kannnicht verlangt werden. Die Gesellschaft ist berechtigt,das Abfindungsguthaben vorher auszuzahlen.§ 17 Auflösung der Gesellschaft1. Die Gesellschaft wird aufgelöst:a] unter den gesetzlichen Voraussetzungen,soweit nicht in den vorstehenden Bestimmungeneine anderweitige Regelung getroffenwurde;b] durch Zeitablauf gemäß § 2 Ziff. 1 desVertrages;c] wenn die Gesellschafter die Auflösungbeschließen;d] sofern die regulierungsrechtlichen Anforderungenim Rahmen der Umsetzung der AIFM-Richtlinie sowie im Zusammenhang mit derEinführung des KAGB in Bezug auf die Gesellschaftnicht fristgerecht umgesetzt werden.Zur Vornahme erforderlicher Handlungen undErklärungen ist die persönlich haftende Gesellschafterinbzw. – soweit rechtlich zulässig – der mitder Fondsverwaltung beauftragte Dritte berechtigt.2. Bei Auflösung der Gesellschaft erfolgt die Liquidationdurch die persönlich haftende Gesellschafterin.Der Umfang ihrer Geschäftsführungs- undVertretungsmacht wird durch die Eröffnung derLiquidation nicht verändert.§ 18 Schlussbestimmungen1. Jeder Kommanditist nimmt zustimmend davonKenntnis, dass zur Verwaltung seiner Beteiligungund der damit verbundenen Geschäfte sowie seinerBetreuung die auf der Beitrittserklärung zu seinerPerson und zu seiner Beteiligung enthaltenen Angabenentsprechend den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetztes(BDSG) unter Einsatz von EDV-Anlagen durch die Treuhandkommanditistin, diepersönlich haftende Gesellschafterin oder den mitder Fondsverwaltung beauftragten Dritten erhoben,verarbeitet und/oder genutzt werden. Die Datenverarbeitungumfasst auch alle Übermittlungen dieserDaten an die persönlich haftende Gesellschafterin,den mit der Fondsverwaltung beauftragten Dritten,die Treuhandkommanditistin, die Verwahrstelle,den Vertriebspartnern, etwaigen Dienstleistern derGesellschaft sowie den vom Kommanditisten gegebenenfallsbenannten Steuerberater.125


2. Soweit in diesem Gesellschaftsvertrag bestimmtist, dass Korrespondenz zwischen der Gesellschaftund den Kommanditisten auf schriftlichem Wegezu erfolgen hat, kann diese Korrespondenz auchauf elektronischem Wege erfolgen. Voraussetzunghierfür ist jedoch, dass hierüber zwischen der Gesellschaftund dem jeweiligen Kommanditisten einegesonderte schriftliche Einigung getroffen wird.3. Ergänzungen und Änderungen dieses Vertragesbedürfen zu ihrer Wirksamkeit einesGesellschafterbeschlusses.4. Sollten einzelne Bestimmungen dieser Vereinbarungganz oder teilweise unwirksam sein oder werdenoder sollte sich darin eine Lücke befinden, so sollhierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungennicht berührt werden. Soweit eine bei Abschlussdieser Vereinbarung zulässige Bestimmung nachfolgendunwirksam wird, gilt anstelle der unwirksamgewordenen Bestimmung ab dem Zeitpunkt ihrerUnwirksamkeit diejenige wirksame Bestimmung alsvereinbart, welche dem Sinn und Zweck der unwirksamgewordenen Bestimmung möglichst weitgehendentspricht. Im Falle einer Lücke gilt diejenige Bestimmungals vereinbart, die dem entspricht, was nach Sinnund Zweck dieser Vereinbarung vereinbart wordenwäre, hätte man die Angelegenheit von vornhereinbedacht. Dies gilt auch dann, wenn die nachträglicheintretende Unwirksamkeit einer Bestimmung aufeinem in dieser Vereinbarung normierten Maß derLeistung, des Raumes oder der Zeit beruht; es trittin solchen Fällen ein dem Gewollten möglichst nahekommendesrechtlich zulässiges Maß der Leistung,des Raumes und der Zeit anstelle des Vereinbarten.5. Die Kosten dieses Vertrages und seiner Durchführungträgt die Gesellschaft.6. Als Gerichtsstand für Streitigkeiten aus diesemVertrag wird Leipzig vereinbart.Leipzig, 03.05.2013persönlich haftende Gesellschafterinpublity Emissionshaus GmbH,vertr. d. d. GF Thomas Olek und Stanley BroniszKöln, 03.05.2013Kommanditistin HF Treuhand GmbH,vertr. d. d. GF Manuela HürterBerlin, 06.05.2013TreuhandkommanditistRödl & Richter Fondstreuhand GmbH,vertr. d. d. GF Ute EllerIn der geänderten Fassung vom 12.06.201317.2 Geschäftsbesorgungsvertragüber die Erbringung derFondsverwaltung betreffenddie publity Performance FondsNr. 6 GmbH & Co. KGzwischenpublity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG,vertreten durch die publity Emissionshaus GmbH mitSitz in 04103 Leipzig, Landsteinerstraße 6– nachfolgend die „Fondsgesellschaft“ –undpublity Performance GmbHmit Sitz in 04103 Leipzig, Landsteinerstraße 6– nachfolgend der „Fondsverwalter“, die Fondsgesellschaftund der Fondsverwalter auch gemeinsam die„Parteien“ oder je eine „Partei“ –PräambelAufgrund der notwendigen Umsetzung der AIFM-Richtlinie(Richtlinie 2011/61/EU des Europäischen Parlamentsund des Rates vom 8. Juni 2011 über die Verwalteralternativer Investmentfonds „AIFM-Richtlinie“) in dasnationale Recht bis zum 22. Juli 2013 bedarf die Verwaltungund der Vertrieb von Investmentvermögen wieder publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KGzukünftig einer Erlaubnis nach dem Kapitalanlagegesetzbuch(in der zum Tag des Abschluss dieses Vertragesgeltenden Entwurfsfassung „KAGB-E“ oder endgültig„KAGB“) durch eine Kapitalverwaltungsgesellschaftim Sinne des § 17 KAGB-E.Mit voraussichtlicher Anwendbarkeit des KAGB-Eeinschließlich der auf nationaler und europäischer Ebenehierzu geltenden Rechtsverordnungen („AIFM-Vorgaben“)auf die Fondsgesellschaft sowie deren Verwaltungdurch den Fondsverwalter, je nach Zeitpunkt der Antragstellungdurch den Fondsverwalter, spätestens zum 22.Juli 2014 („Ende der Übergangsfrist“) werden sich eineVielzahl von aufsichtsrechtlich bedingten Änderungenin Bezug auf die Fondsgesellschaft und den Fondsverwaltersowie eingebundene oder einzubindende externeDienstleister ergeben. Hierzu zählen insbesondere konkreteVorgaben für die Portfolioverwaltung und dasRisikomanagement der Fondsgesellschaft durch diezukünftige Kapitalverwaltungsgesellschaft, die Beauftragungeiner Verwahrstelle, Anforderungen an das126


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG17 AnhangAnfangskapital der Kapitalverwaltungsgesellschaft,die regelmäßige Bewertung der Vermögensgegenständeder Fondsgesellschaft und des Nettoinventarwerts jeAnteil sowie die Auslagerung von Tätigkeiten durchdie Kapitalverwaltungsgesellschaft. Daneben stellt dasKAGB-E eine Vielzahl von Verhaltens- und Organisationspflichtenauf. Diese betreffen vor allem das RisikoundLiquiditätsmanagement, die Aufstellung und diePrüfung eines Jahresabschlusses sowie entsprechendeInformations- und Transparenzpflichten gegenüber denGesellschaftern bzw. Anlegern der Fondsgesellschaftsowie gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht(„BaFin“).Im Vorgriff auf die AIFM-Vorgaben durch dasKAGB-E beauftragt die publity Emissionshaus GmbHals persönlich haftende Gesellschafterin der Fondsgesellschaftin deren Namen und nach Maßgabe des Gesellschaftsvertragesden Fondsverwalter mit der umfassendenVerwaltung der Fondsgesellschaft, insbesondere mitder Portfolioverwaltung und dem Risikomanagement(„Fondsverwaltung“). Es soll die Aufgabe des Fondsverwaltersals zukünftiger Kapitalverwaltungsgesellschaftsein, die Fondsverwaltung an die AIFM-Vorgabenanzupassen. Spätestens mit Erlaubniserteilung wirdder Fondsverwalter sämtliche Funktionen und Aufgabeneiner externen Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinnedes Kapitalanlagegesetzbuchs wahrnehmen bzw. im aufsichtsrechtlichzulässigen Maße dahin gehende Aufgabenauf geeignete Dritte auslagern. Neben der Fondsverwaltungwird der Fondsverwalter mit der Konzeption derAnlagestrategie, der Erstellung des Verkaufsprospektssowie der Erstellung der nach den einschlägigen gesetzlichenVorschriften erforderlichen laufenden Fondsdokumentationbetraut.DIES VORAUSGESCHICKT VEREINBAREN DIEPARTEIEN DAS FOLGENDE:§ 1 Bestellung des Fondsverwalters1. Die publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH &Co. KG, eingetragen unter HRA 16872 im Handelsregisterdes Amtsgerichts Leipzig mit Sitz in04103 Leipzig, Landsteinerstraße 6 („Fondsgesellschaft“)beauftragt hiermit die publity PerformanceGmbH, eingetragen unter der Nr. 28356im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig,Landsteinerstraße 6 in 04103 Leipzig („Fondsverwalter“),mit der umfassenden Fondsverwaltungder Fondsgesellschaft. Der Fondsverwalternimmt seine Bestellung hiermit an.2. Der Fondsverwalter sichert zu, dass er sich nachbesten Kräften rechtzeitig bis zum Ende der Übergangsfristum die Stellung eines Antrags auf Erlaubniserteilungals Kapitalverwaltungsgesellschaftnach dem KAGB gegenüber BaFin bemühen undnach Erlaubniserteilung während der gesamtenVertragsdauer aufrechterhalten wird. Er verpflichtetsich, der Fondsgesellschaft die entsprechendenNachweise auf Verlangen vorzulegen. Der Fondsverwalterhat der Fondsgesellschaft den Widerrufoder den teilweisen Widerruf oder die Nichterteilungder erforderlichen Erlaubnis als Kapitalverwaltungsgesellschaftwährend der Vertragsdauerunverzüglich schriftlich anzuzeigen.3. Der Fondsverwalter sichert zu, dass er aufgrundseiner professionellen Fähigkeiten sowie finanziellenund personellen Ressourcen Gewähr für einesichere und dauerhafte Leistungserbringung bietet.Insbesondere sichert der Fondsverwalter zu, dassdiejenigen Mitarbeiter, die mit der Erfüllung derPflichten des Fondsverwalters nach diesem Vertragbetraut sind, über die entsprechende Fachkompetenzverfügen, der Fondsverwalter die notwendigeInfrastruktur errichtet und für die Dauer diesesVertrages aufrechterhält, insbesondere um dieEinhaltung der Vorgaben aus dem für die Fondsgesellschaftveröffentlichtem Verkaufsprospektzu gewährleisten.4. Wird dem Fondsverwalter bis zum Ende der Übergangsfristkeine Erlaubnis als Kapitalverwaltungsgesellschafterteilt, haben die Parteien das Rechtzur sofortigen außerordentlichen Kündigung diesesVertrages. Im Übrigen bleibt § 13 Abs. 2 unberührt.§ 2 Kooperationspflicht1. Die Parteien verpflichten sich zu einer engen undfairen Kooperation und gehen die in diesem Vertragbeschriebenen Pflichten solidarisch ein. Sie wissen,dass die Fondsverwaltung für die Anleger derFondsgesellschaft nur bei gemeinsamer Anstrengungerfolgreich erbracht werden kann.§ 3 Allgemeine Pflichten und Rechtedes Fondsverwalters1. Der Fondsverwalter verpflichtet sich, seiner Tätigkeitehrlich, mit der gebotenen Sachkenntnis, Sorgfaltund Gewissenhaftigkeit und redlich nachzugehenund im besten Interesse der Fondsgesellschaftoder ihrer Anleger und der Integrität des Markteszu handeln.127


2. Der Fondsverwalter verpflichtet sich, eine ordnungsgemäßeGeschäftsorganisation einzurichten,die die Einhaltung der jeweils anwendbarengesetzlichen Vorgaben gewährleistet. Spätestensbis zum Zeitpunkt der Anwendbarkeit des KAGBauf die Fondsgesellschaft oder den Fondsverwalter(„Stichtag“) umfasst die ordnungsgemäßeGeschäftsorganisation insbesondere• ein geeignetes und angemessenesRisikomanagementsystem;• geeignete und angemessene personelle undtechnische Ressourcen;• geeignete Regelungen für die persönlichenGeschäfte der Mitarbeiter;• geeignete Regelungen für die Anlage deseigenen Vermögens des Fondsverwalters;• angemessene Kontroll- und Sicherheitsvorkehrungenfür den Einsatz der elektronischenDatenverarbeitung; für die Verarbeitung undNutzung personenbezogener Daten ist § 9 desBundesdatenschutzgesetzes (BDSG) entsprechendanzuwenden;• eine vollständige Dokumentation der ausgeführtenGeschäfte, die insbesondere gewährleistet,dass jedes die Fondsgesellschaftbetreffende Geschäft nach Herkunft, Kontrahentsowie Art und Abschlusszeitpunkt und-ort rekonstruiert werden kann;• angemessene Kontrollverfahren, die insbesonderedas Bestehen einer internen Revisionvoraussetzen und gewährleisten, dass dasVermögen der von dem Fondsverwalter verwaltetenFondsgesellschaft in Übereinstimmungmit dem Verkaufsprospekt, der Satzungoder dem Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaftsowie den jeweils geltenden rechtlichenBestimmungen angelegt wird, und• eine ordnungsgemäße Verwaltung undBuchhaltung.3. Der Fondsverwalter trifft alle Entscheidungenim Rahmen der Fondsverwaltung nach eigenemErmessen, ohne vorab Weisungen von der Fondsgesellschafteinholen zu müssen. Der Fondsverwaltersichert zu, dass er bei der Fondsverwaltung dieim jeweils maßgeblichen Verkaufsprospekt festgelegtenAnlagegrundsätze, die Anlagestrategieund etwaige Risikolimite beachtet.4. Bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben unterdiesem Vertrag beachtet der Fondsverwalter spätestensab dem Stichtag ordnungsgemäß die AIFM-Vorgaben, die veröffentlichten Verlautbarungender BaFin, den Verkaufsprospekt und bis dahin zuerstellenden Anlagebedingungen der Fondsgesellschaftin ihrer jeweils gültigen Fassung.5. Der Fondsverwalter ist berechtigt und verpflichtet,sämtliche erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen,um die Fondsgesellschaft und deren Geschäftstätigkeitentsprechend den AIFM-Vorgaben auszurichten.Die Fondsgesellschaft wird den Fondsverwalterhierbei nach besten Kräften unterstützen.6. Der Fondsverwalter ist zur Vermeidung von Berufshaftungsrisikenunter diesem Vertrag verpflichtet,spätestens bis zum Stichtag über zusätzliche Eigenmittelzu verfügen, um potenzielle Haftungsrisikenaus beruflicher Fahrlässigkeit angemessen abzudecken,oder eine bezüglich der abgedeckten Risikengeeignete Versicherung für die sich aus beruflicherFahrlässigkeit ergebende Haftung abzuschließen.§ 4 Portfolio- und Risikomanagementdurch den Fondsverwalter1. Der Fondsverwalter übernimmt die Portfolioverwaltungund das Risikomanagement in Bezug aufdie Fondsgesellschaft sowie sämtlich in diesemZusammenhang zu erbringenden Nebentätigkeiten.2. Zum Aufgabenkreis des Fondsverwalters gehörendas Treffen der Anlageentscheidungen für die Fondsgesellschafteinschließlich deren Umsetzung, insbesondereder Kauf und die Verwertung von sämtlichenVermögensgegenständen der Fondsgesellschaft sowiedie laufende Bewirtschaftung der Vermögensgegenständeder Fondsgesellschaft (Assetmanagement).3. Der Fondsverwalter ist verpflichtet, bis zum Stichtagein geeignetes und den AIFM-Vorgaben entsprechendesLiquiditätsmanagementsystem aufzusetzenund das Liquiditätsmanagement währendder Vertragslaufzeit auszuführen.Ein adäquates Liquiditätsmanagement umfasstinsbesondere die Steuerung der Gesamtliquidität aufEbene der Fondsgesellschaft, der Anlageobjekte sowieauf Ebene der Gesellschafter bzw. der Anleger derFondsgesellschaft unter Berücksichtigung aktuellerMarktdaten sowie im Rahmen der Anlageentscheidungendie Gewährleistung der Konsistenz zwischenden Liquiditätsquoten bzw. Liquiditätsrisikolimitenund den dem Fondsverwalter verfügbaren Informationenüber zu erwartende Nettomittelveränderungen.Dies erfordert die Einrichtung von Verfahrenzur Überwachung von Liquiditätsrisiken sowie dieDurchführung von regelmäßigen (mindestens jährliche)Stresstests unter Zugrundelegung von normalenund außergewöhnlichen Bedingungen. Im Rahmen128


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG17 Anhangder Liquiditätsrisikoüberwachung und Liquiditätssteuerunghat der Fondsverwalter eine angemesseneLiquiditätshöhe sicherzustellen. Daneben wird derFondsverwalter das Liquiditätsprofil der Fondsgesellschaftüberwachen. Hierzu werden bestimmteLiquiditätsmessvorkehrungen und -verfahren festgesetztsowie Instrumente/Verfahren zur Liquiditätssteuerungbestimmt.4. Der Fondsverwalter ist verpflichtet, bis zumStichtag ein geeignetes und den AIFM-Vorgabenentsprechendes quantitatives und qualitativesRisikomanagementsystem aufzusetzen undwährend der Vertragslaufzeit das Risikomanagementauszuführen.Ein geeignetes Risikomanagementsystem umfasstdie gesamte Messung, Überwachung und Steuerungder Risiken im Rahmen der Fondsverwaltung nachder aufzusetzenden Risikomanagementpolitik.Das Risikomanagementsystem hat zu gewährleisten,dass die für die Anlagestrategie wesentlichenRisiken der Fondsgesellschaft jederzeit erfasst,gemessen, gesteuert und überwacht werden können.Der Fondsverwalter hat die Risikomanagementsystemeregelmäßig, mindestens jedoch einmal jährlich,zu überprüfen und erforderlichenfalls anzupassen.Der Fondsverwalter wird sicherstellen,dass die Entscheidungen des Risikomanagementsauf zuverlässigen Daten beruhen.Das Risikomanagementsystem umfasst darüberhinaus die Implementierung eines Limitsystems,welches insbesondere etwaige Markt-, Kredit-,Liquiditäts-, Kontrahentenrisiken sowie operationelleRisiken zu berücksichtigen hat. Danebenwerden Interessenkonflikte identifiziert und angemesseneStresstests durchgeführt. Die hinsichtlichder Fondsgesellschaft implementierten Risikoprofilewerden im Gleichklang mit der Größe, Zusammensetzungsowie der vertraglich vereinbartenAnlagestrategie/-ziele der Fondsgesellschaft stehen.5. Der Fondsverwalter sichert zu, insbesonderefolgende Pflichten spätestens ab dem Stichtageinzuhalten:a. Interne KontrollverfahrenDer Fondsverwalter sichert zu, interne Grundsätzeund Verfahren für ein angemessenes Risikocontrollingfestzulegen, eine dauerhafte und wirksameRisikocontrolling-Funktion und eine Compliance-Funktion einzurichten und angemessene Vorkehrungenzu treffen, um die Kontinuität und Regelmäßigkeitder Fondsverwaltung zu gewährleisten.b. MitarbeitergeschäfteDer Fondsverwalter trifft angemessene Vorkehrungenzum Umgang mit persönlichen Geschäftenrelevanter Personen, deren Tätigkeiten Anlass zueinem Interessenkonflikt geben könnten oder dieaufgrund von Tätigkeiten, die sie für den Fondsverwalterausüben, Zugang zu vertraulichen Informationenüber die Fondsgesellschaft oder Geschäftenhaben, die für Fondsgesellschaft getätigt werden.Eine relevante Person ist jede natürliche Person,die im Rahmen dieses Vertrages unmittelbaran der Erbringung von Dienstleistungen für dieFondsgesellschaft beteiligt ist. Der Fondsverwalterstellt sicher, dass die relevanten Personen dieBeschränkungen für persönliche Geschäfte unddie getroffenen Vorkehrungen kennen. Für denFall der Weiterverlagerung stellt der Fondsverwaltersicher, dass der Dritte den vorgenanntenPflichten dem Fondsverwalter gegenüber in gleicherWeise nachkommt. Der Fondsverwalter hatder Fondsgesellschaft auch diese Informationenüber die entsprechenden Mitarbeitergeschäfte desDritten auf Verlangen unverzüglich vorzulegen.c. InteressenkonfliktmanagementDer Fondsverwalter trifft alle angemessenen organisatorischenund administrativen Vorkehrungenzum Umgang mit vermeidbaren und unvermeidbarenInteressenkonflikten. Er ist verpflichtet,Interessenkonflikte im Zusammenhang mit derFondsverwaltung zu identifizieren und interneGrundsätze für den Umgang mit Interessenkonfliktenaufzustellen, einzuhalten und aufrechtzuerhalten.Darin sind Interessenkonflikte zuberücksichtigen,• des Fondsverwalters sowie seinen Führungskräften,Mitarbeitern oder jeder anderenPerson, die über ein Kontrollverhältnis direktoder indirekt mit dem Fondsverwalter verbundenist, und der Fondsgesellschaft oderden Anlegern der Fondsgesellschaft,• der Fondsgesellschaft oder den Anlegern derFondsgesellschaft und einem anderen Investmentvermögenoder den Anlegern jenesInvestmentvermögens,• der Fondsgesellschaft oder den Anlegern derFondsgesellschaft und einem anderen Kundendes Fondsverwalters,• zwei Kunden des Fondsverwalters.129


Innerhalb der eigenen Betriebsabläufe hat derFondsverwalter Aufgaben und Verantwortungsbereiche,die als miteinander unvereinbar angesehenwerden könnten oder potenziell systematischeInteressenkonflikte hervorrufen könnten,zu trennen. Der Fondsverwalter hat zu prüfen, obdie Bedingungen der Ausübung seiner Tätigkeitwesentliche andere Interessenkonflikte nach sichziehen könnten, und legt diese den Anlegern derFondsgesellschaft gegenüber offen. Reichen die vondem Fondsverwalter zur Ermittlung, Vorbeugung,Beilegung und Beobachtung von Interessenkonfliktengetroffenen organisatorischen Vorkehrungennicht aus, um nach vernünftigem Ermessen zugewährleisten, dass das Risiko einer Beeinträchtigungvon Interessen der Anleger der Fondsgesellschaftvermieden wird, so setzt der Fondsverwalterdie Anleger der Fondsgesellschaft, bevorder Fondsverwalter in ihrem Auftrag Geschäftetätigt, unmissverständlich über die allgemeineArt und die Quellen der Interessenkonflikte inKenntnis und entwickelt angemessene Strategienund Verfahren.d. Pre Investment Due DiligenceDer Fondsverwalter sichert zu, in Fällen, in denenes nach der Art des Vermögensgegenstandes angemessenist, vor Erwerb des Vermögensgegenstandeseine Analyse dahin gehend durchzuführen, welcheAuswirkungen der Erwerb auf die Liquidität unddas Ertragsprofil sowie die von der Fondsgesellschaftvorgegebenen Risikolimite hat.e. Zusammenlegung von TransaktionenDer Fondsverwalter ist berechtigt, Transaktionenfür die Fondsgesellschaft nach diesem Vertragzusammen mit Transaktionen für andere Kundenauszuführen und allgemein Transaktionen zusammenzufassen,soweit dies mit seinen gesetzlichenund vertraglichen Pflichten vereinbar ist und keineInteressenkonflikte begründet. Der Fondsverwalterdarf die Fondsgesellschaft gegenüber seinenanderen Kunden nicht benachteiligen.6. Der Fondsverwalter sichert zu, die Angemessenheitund Wirksamkeit der gemäß Ziffer 5 getroffenenorganisatorischen Maßnahmen zu überwachen undregelmäßig zu bewerten sowie die erforderlichenMaßnahmen zur Beseitigung von Unzulänglichkeitenzu ergreifen. Er verpflichtet sich, die hierfürgetroffenen Prozesse zu dokumentieren und derFondsgesellschaft auf Verlangen herauszugeben.7. Änderungen der für die Fondsgesellschaft oderderen Verwaltung maßgeblichen Leistungs- undQualitätsstandards müssen, insbesondere wenndies aufgrund geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungennotwendig wird, vom Fondsverwalterberücksichtigt werden. Sofern die Umsetzung dergeänderten Leistungs- und Qualitätsstandardsfür den Fondsverwalter nicht möglich oder nichtzumutbar ist, steht dem Fondsverwalter ein außerordentlichesKündigungsrecht nach Maßgabe des§ 13 Abs. 2 zu.8. Bei der Erfüllung seiner Pflichten aus diesemVertrag kann sich der Fondsverwalter der DienstleistungenDritter nur bedienen, soweit dies nachgeltendem Recht und ab dem Stichtag insbesonderenach § 36 KAGB-E sowie den jeweils hierzuerlassenen Rundschreiben und sonstigen veröffentlichtenVerlautbarungen der BaFin zulässigist. Für den Fall der Weiterverlagerung stellt derFondsverwalter sicher, dass Dritten die in diesemVertrag genannten Pflichten in Bezug auf die weiterverlagertenTätigkeiten dem Fondsverwalterund der Fondsgesellschaft gegenüber in gleicherWeise auferlegt werden und deren Einhaltung auchdurch den Dritten gewährleistet ist.9. Im Fall der Kündigung dieses Vertrags ist derFondsverwalter verpflichtet, sämtlichen im Rahmender Fondsverwaltung eingeschalteten Drittendas Erlöschen seiner Bevollmächtigung durchdie Fondsgesellschaft rechtzeitig anzuzeigen underteilte Untervollmachten zu widerrufen unddie Fondsgesellschaft hierüber unverzüglich zuinformieren.10. Einzelheiten der technischen Abwicklung undzum konkreten Pflichtenumfang vereinbaren dieParteien in dem als Anlage A beigefügten OperatingMemorandum.§ 5 Verwaltung und Marketingdurch den Fondsverwalters1. Der Fondsverwalter übernimmt die allgemeineVerwaltung der Fondsgesellschaft, einschließlichder Vorbereitung der gesamten Buchhaltung derFondsgesellschaft und die Aufbereitung sämtlicherhierzu erforderlichen Unterlagen.2. Der Fondsverwalter wird spätestens bis zum Stichtagim eigenen Namen und zugleich im Namen derFondsgesellschaft sowie für Rechnung der Fondsgesellschafteine geeignete Verwahrstelle gem. § 80130


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG17 AnhangKAGB-E für die Fondsgesellschaft zu marktüblichenKonditionen beauftragen und in der Folgedie gesamte Korrespondenz und Abstimmung mitder Verwahrstelle für die Fondsgesellschaft übernehmen.Die Vergütung der Verwahrstelle für dieWahrnehmung ihrer Aufgaben im Hinblick aufdie Fondsgesellschaft ist von der Fondsgesellschaftselbst zu tragen, mithin nicht von der Vergütungdes Fondsverwalters nach diesem Vertrag umfasst.Der Fondsverwalter haftet daher nicht für Vergütungsansprücheder Verwahrstelle.3. Der Fondsverwalter wird spätestens bis zum Stichtagim eigenen Namen, ggf. zugleich im Namen derFondsgesellschaft, und für Rechnung der Fondsgesellschafteinen geeigneten externen Bewertergem. § 271 KAGB-E für die Fondsgesellschaft zumarktüblichen Konditionen beauftragen und inder Folge die gesamte Korrespondenz und Abstimmungmit dem Bewerter für die Fondsgesellschaftübernehmen. Die Vergütung des Bewerters für dieWahrnehmung seiner Aufgaben im Hinblick aufdie Fondsgesellschaft ist von der Fondsgesellschaftgesondert zu tragen, mithin nicht von der Vergütungdes Fondsverwalters nach diesem Vertragumfasst. Der Fondsverwalter haftet daher nichtfür Vergütungsansprüche des Bewerters.4. Nach Maßgabe des § 4 Abs. 8 dieses Vertrages istder Fondsverwalter berechtigt, im eigenen Namenund für eigene Rechnung die publity ImmobilienGmbH mit Sitz in 04103 Leipzig, Landsteinerstraße6 (Assetmanager) mit Teilen der laufendenObjektverwaltung in Bezug auf die Vermögensgegenständeder Fondsgesellschaft zu beauftragenund in der Folge die gesamte Korrespondenz undAbstimmung mit dem Assetmanager zu übernehmen.Die Vergütung des Assetmanagers für dieWahrnehmung seiner Aufgaben im Hinblick aufdie Vermögensgegenstände der Fondsgesellschaftist von dem Fondsverwalter selbst zu tragen. DieFondsgesellschaft erteilt hiermit gegenüber demFondsverwalter ihre Zustimmung zur Beauftragungder publity Immobilien GmbH mit derObjektverwaltung.5. Der Fondsverwalter übernimmt die Konzeptiondes Fondsgesellschaft sowie die nach den anwendbarengesetzlichen Bestimmungen erforderlicheErstellung und Veröffentlichung der laufendenFondsdokumentation.6. Der Fondsverwalter übernimmt im angemessenenUmfang die Durchführung von fondsbezogenenVertriebsveranstaltungen und -schulungensowie die Werbung in Fachzeitschriften undauf Fachmessen.7. Der Fondsverwalter ist nicht mit der Durchführungdes Vertriebs der Anteile an der Fondsgesellschaftbeauftragt.8. Einzelheiten der technischen Abwicklung undzum konkreten Pflichtenumfang vereinbaren dieParteien in dem als Anlage A beigefügten OperatingMemorandum.§ 6 Keine eigene Verfügungen derFondsgesellschaft, Vollmachten,Weisungen, Lizenzen1. Die Fondsgesellschaft trifft keine eigenen Verfügungenin Bezug auf Vermögensgegenstände derFondsgesellschaft ohne das Vorliegen einer dahingehenden Weisung durch den Fondsverwalter.2. Die Fondsgesellschaft erteilt dem Fondsverwalteralle für die Fondsverwaltung erforderlichenVollmachten, insbesondere die Vollmacht, diejeweilige Verwahrstelle anzuweisen, Transaktionenfür die Fondsgesellschaft abzuwickeln. DerFondsverwalter ist zur Erteilung von Untervollmachtenberechtigt.3. Die Fondsgesellschaft unterwirft sich und das fürsie handelnde Organ, die publity EmissionshausGmbH, hinsichtlich der Umsetzung der zur Fondsverwaltungnach diesem Vertrag erforderlichengeschäftlichen und strukturellen Maßnahmenvollständig den Weisungen des Fondsverwalters,soweit gesetzlich zulässig.4. Die Fondsgesellschaft räumt dem Fondsverwalterwährend der Vertragsdauer die zur Ausführungseiner vertraglichen Pflichten nach diesem Vertragerforderlichen Nutzungs- und Lizenzrechte ein.§ 7 Berichterstattung1. Der Fondsverwalter hat jedes Geschäft für dieFondsgesellschaft unverzüglich so aufzuzeichnen,dass der Auftrag und das ausgeführte Geschäftim Einzelnen rekonstruiert werden können. DerFondsverwalter hat sicherzustellen, dass jede nachträglicheÄnderung der Aufzeichnung sowie derInhalt der Aufzeichnung vor einer solchen Änderungleicht feststellbar und die Aufzeichnung vorsachlich nicht gebotenen Änderungen geschütztbleiben. Der Fondsverwalter hat diese Aufzeichnungenauf einem Datenträger mindestens zehnJahre aufzubewahren und der Fondsgesellschaftauf Verlangen heraus zugegeben.131


§ 8 Besondere Pflichten der Fondsgesellschaft1. Zur ordnungsgemäßen Durchführung der Leistungspflichtendes Fondsverwalters unter diesemVertrag wird die Fondsgesellschaft,a] dem Fondsverwalter und dessen Innenrevisoren,Datenschutzbeauftragten, Compliance-Beauftragten,unabhängigen Wirtschaftsprüfernsowie den Vertretern bzw.beauftragten Prüfern der BaFin oder ihrenRechtsnachfolgern oder sonstigen deutschenBehörden (nachstehend insgesamt bezeichnetals „Aufsichtsbehörden“) Zugriff aufsämtliche Datenverarbeitungssysteme undDaten sowie Zugang zu allen Geschäftsbüchernund sonstigen Akten, Geschäftsunterlagenund Geschäftsmaterialien (nachstehendinsgesamt als „Bücher“ bezeichnet)gewähren und die Vervielfältigung derBücher ermöglichen, sofern diese die Pflichtendes Fondsverwalters nach diesemVertrag betreffen, und, wenn dies von demFondsverwalter oder den genannten Personenbzw. Aufsichtsbehörden, insbesondereder BaFin, im Rahmen ihrer regelmäßigenoder Ad-hoc-Prüfung der Bücher oder imZusammenhang mit der satzungsmäßigenPrüfung des Jahresabschlusses der Fondsgesellschaftbzw. einer Sonderprüfung odersonstigen anwendbaren Vorschriften verlangtwird;b] bei der Durchführung der vorstehendgenannten Prüfungen jederzeit Unterstützunggewähren und die Prüfungen in keinerWeise behindern;c] in organisatorischer, personeller, technischerund struktureller Hinsicht geeigneteMaßnahmen treffen, um sicherzustellen,dass der Zugang zu den vom Fondsverwalterin Erfüllung seiner vertraglichen Verpflichtungeneingesetzten Datenverarbeitungssystemensämtlichen Vorschriften undAuflagen der Aufsichtsbehörden sowie denAnforderungen des Bundesdatenschutzgesetzesentspricht, und dass der Zugriff aufdie betreffenden Daten auf ordnungsgemäßautorisierte Personen beschränkt ist;d] sicherstellen, dass durch künftige Veränderungenin Bezug auf die Hard- und Software,die der Fondsverwalter zur Erfüllungseiner vertraglichen Verpflichtungeneinsetzt, die Schnittstellenverbindung zurFondsgesellschaft nicht beeinträchtigt wird;e] durch geeignete Vorkehrungen gewährleisten,dass eine ordnungsgemäße Fortführung derGeschäfte im Notfall jederzeit möglich ist.2. Die Fondsgesellschaft wird sämtliche Personen,die gesetzlich vorgeschriebene bzw. von einerAufsichtsbehörde angeordnete externe Prüfungendurchführen, von sämtlichen Geheimhaltungspflichtengegenüber dem Fondsverwalter, dessenInnenrevisoren und den von ihm bzw. einer Aufsichtsbehördebestellten Wirtschaftsprüfern entbinden,soweit dies nach diesem Vertrag erforderlichist,3. Alle vorgenannten Rechte zur Prüfung und Einsichtnahmehaben über die Beendigung diesesVertrages hinaus noch für eine Dauer von zweiJahren ab dem Ende des Geschäftsjahres derFondsgesellschaft, in dem dieser Vertrag beendetwurde, Bestand. In diesem Zeitraum müssen allerelevanten Unterlagen weiterhin verfügbar gehaltenwerden.§ 9 Vergütung und Erstattung von Auslagen1. Die Vergütung des Fondsverwalters für die imRahmen dieses Vertrages erbrachten Dienstleistungenist in der als Anlage B beigefügten Vergütungsregelungfestgelegt.2. Der Fondsverwalter hat keinen Anspruch aufErstattung von im Zusammenhang mit der Erfüllungseiner vertraglichen Pflichten entstehendenAuslagen, es sei denn, eine solche Auslagenerstattungwurde vorab mit der Fondsgesellschaftvereinbart.§ 10 Haftung und Risikoaspekte1. Die Parteien haften einander nach den allgemeinengesetzlichen Vorschriften, soweit sich ausden nachfolgenden Regelungen dieses § 10 nichtetwas anderes ergibt.2. Die Fondsgesellschaft erkennt an, dass der Fondsverwalterkeine Gewährleistung dafür übernimmt,dass die mit der Anlagepolitik und Anlagestrategieverfolgten Performanceziele auch tatsächlicherreicht werden.3. Der Fondsverwalter haftet nicht für Verluste, dieaus eigenen Verfügungen der Fondsgesellschaftohne vorherige Abstimmung mit dem Fondsverwalterresultieren, es sei denn, die Weisung odereigene Verfügung war zur Korrektur von Fehlerndes Fondsverwalters erforderlich.132


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG17 Anhang§ 11 Geheimhaltung1. Werden von einer Behörde Informationen imZusammenhang mit diesem Vertrag einschließlichder Anlagen angefordert, so hat die Partei, anwelche diese Aufforderung gerichtet ist, die anderePartei davon in Kenntnis zu setzen, sofern diesnicht aufgrund gesetzlicher, aufsichtsrechtlicheroder behördlicher Vorschriften oder der im Auskunftsersuchenerteilten Anweisungen untersagt ist.2. Beide Parteien verpflichten sich, alle in ihrem Besitzbefindlichen Informationen über Datenverarbeitungssystemeund das Know-how sowie sämtlicheInformationen allgemeiner Art über Geschäftsbetriebund Kunden der jeweils anderen Partei vertraulichzu behandeln. Des Weiteren verpflichtensich die Parteien, diese Daten ausschließlich zuZwecken im Rahmen dieses Vertrages und nurmit vorheriger Zustimmung der anderen Parteioder zur Erfüllung gesetzlicher Publizitätspflichtenzu verwenden oder offen zu legen.3. Der Fondsverwalter wird durch technische, personelleund organisatorische Maßnahmen sicherstellen,dass die Geheimhaltung aller Daten gemäߧ 11 dieses Vertrages nicht nur gegenüber Dritten,sondern auch gegenüber anderen Kunden desFondsverwalters gewährleistet ist.§ 12 Mitteilungen und WeisungenMitteilungen und Weisungen per Telefon, E-Mailoder Telefax bedürfen der unverzüglichen schriftlichenBestätigung, sofern in diesem Vertrag undseinen Anlagen keine andere Form vereinbart ist.§ 13 Vertragsdauer1. Dieser Vertrag tritt zum 20.04.2013 in Kraft undwird auf unbestimmte Zeit geschlossen.2. Der Vertrag kann von den Parteien nur aus wichtigemGrund schriftlich gekündigt werden. Ab demStichtag kann der Vertrag durch den Fondsverwalternur unter Einhaltung einer Kündigungsfristvon sechs Monaten durch Bekanntmachungim Bundesanzeiger und darüber hinaus im Jahresberichtoder Halbjahresbericht gekündigt werden.3. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenna] die andere Partei in erheblichem Maßegegen ihre Pflichten nach diesem Vertragverstößt, und ein solcher Verstoß – sofern ergeheilt bzw. ihm abgeholfen werden kann –nicht innerhalb von 8 (acht) Kalendertagennach Erhalt einer diesbezüglichen schriftlichenBenachrichtigung der jeweils anderenPartei geheilt oder ihm abgeholfen wird;b] die andere Partei Gegenstand eines Insolvenzverfahrensgeworden ist, das gegensie eröffnet wurde, oder besagte Partei einInsolvenz- bzw. Vergleichsverfahren beantragthat, oder wenn die Eröffnung einesInsolvenzverfahrens mangels Masse zurDeckung der Verfahrenskosten abgelehntwird;c] die BaFin die Beendigung oder Aufhebungdieses Vertrages anordnet oder verlangt;d] die andere Partei ihre Hauptgeschäftstätigkeiteinstellt, die Liquidation betreibt oderaufgelöst wird;e] für eine Partei auf Anordnung der zuständigenAufsichtsbehörde oder eines Gerichtesein Verwalter, Abwickler oder eine Aufsichtspersonbestellt wird; oderf] der Fondsverwalter aufgrund mangelnderprofessioneller, finanzieller oder personellerKompetenz keine Gewähr für einesichere und dauerhafte Leistungserbringungbietet; hiervon ist insbesondere auszugehen,wenn es dem Fondsverwalter nicht gelingt,die ordnungsgemäße Weiterführung dergeschuldeten Leistungen zu gewährleisten;g] die Fondsgesellschaft auf eine andereGesellschaft übertragen bzw. mit einemanderen Fonds verschmolzen wird;4. Erlischt die Befugnis des Fondsverwalters zur Verwaltungder Fondsgesellschaft nach dem Stichtag,endet dieser Vertrag unmittelbar.5. Im Falle einer Beendigung dieses Vertrages sindsämtliche Handlungen, vertraglichen Vereinbarungenund Geschäfte, die vor Vertragsbeendigungvorgenommen bzw. in die Wege geleitet wurden,rechtsgültig und für die Parteien verbindlich. Transaktionen,die vor Vertragsende initiiert wurden,sind entsprechend zu erfüllen. Die Parteien werdenpartnerschaftlich zusammenarbeiten, um eine ordnungsgemäßeÜberleitung der Fondsverwaltung aufeinen anderen Verwalter zu gewährleisten, bzw. umes der Fondsgesellschaft zu ermöglichen, die Verwaltungselbst zu übernehmen. Der Fondsverwalterwird seine Verwaltungspflichten nach diesemVertrag so lange erfüllen, bis die Überleitung abgeschlossenund der neue Verwalter bzw. die Fondsgesellschaftin der Lage ist, die Verwaltung derFondsgesellschaft in vollem Umfang zu übernehmen.Eine solche Überleitung hat in einem ange-133


messenen Zeitrahmen zu erfolgen und darf nichtohne triftigen Grund aufgehalten bzw. verschobenwerden. Für diese Übergangsfrist hat der Fondsverwalterungeachtet der Beendigung dieses VertragesAnspruch auf die Vergütung nach Maßgabeder Bestimmungen dieses Vertrages.6. Die Geheimhaltungspflichten gemäß § 11 haben überdie Beendigung dieses Vertrages hinaus Bestand.§ 14 Sonstige Bestimmungen1. Ohne die vorherige schriftliche Zustimmung deranderen Partei ist eine vollständige oder teilweiseAbtretung von Rechten nach diesem Vertrag anDritte unzulässig.2. Sollte sich eine Bestimmung dieses Vertrages ausirgendeinem Grund als unwirksam, rechtswidrigoder undurchführbar erweisen, bleiben alleanderen Vertragsbestimmungen davon unberührt.Die unwirksame, rechtswidrige oder undurchführbareBestimmung ist durch eine wirksame, rechtlichzulässige und durchführbare Bestimmungzu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Interesseder Parteien entspricht. Dasselbe gilt für etwaigeRegelungslücken dieses Vertrages.3. Änderungen bzw. Ergänzungen dieses Vertrages,einschließlich dieser Klausel, bedürfen derSchriftform.4. Der Vertrag ist auf Wunsch des Fondsverwalterszu ändern, wenn der Änderungswunsch aufsichtsrechtlichbegründet ist.5. Der Vertrag wird durch sämtliche Anlagen ergänzt.Zusammen mit den Anlagen und den dort genanntenvertraglichen und gesetzlichen Bestimmungenenthält der Vertrag sämtliche Vereinbarungen,die zwischen den Parteien im Hinblick auf die imRahmen dieses Vertrages zu erbringenden Dienstleistungengetroffen worden sind. Er ersetzt alle diesbezüglichvorangegangenen schriftlichen, mündlichenoder sonstigen Vereinbarungen der Parteien.6. Dieser Vertrag unterliegt deutschem Recht.Gerichtsstand für sämtliche Streitigkeiten, diesich aus oder im Zusammenhang mit diesemVertrag ergeben, ist Leipzig.Leipzig, 20.04.2013FondsgesellschaftLeipzig, 20.04.2013FondsverwalterIn der geänderten Fassung vom 07.06.201317.3 Treuhandverwaltungsvertragüber die Beteiligung an derpublity Performance FondsNr. 6 GmbH & Co. KG– nachstehend „KG“ genannt –zwischen derRödl & Richter Fondstreuhand GmbH– nachstehend „Treuhandkommanditistin“ genannt –und den beitretenden Gesellschaftern– nachstehend „Treugeber“ genannt –wird folgender Treuhandverwaltungsvertrag geschlossen:Die nachstehenden Vertragsbedingungen regeln dieRechtsbeziehungen zwischen der Rödl & Richter FondstreuhandGmbH, Straße des 17. Juni 106, 10623 Berlin,(nachstehend „Treuhand-Kommanditistin“ genannt)und jedem der Treugeber, die entsprechend dem Beteiligungsangebotan derpublity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG(nachfolgend „Gesellschaft“ genannt)mittelbar über die Treuhand-Kommanditistin, die ihreTätigkeit ausschließlich als Verwaltungstreuhänderinausübt, eine Beteiligung erwerben.§ 1 Abschluss des Treuhandverwaltungsvertrages1. Der Treugeber beabsichtigt, sich an der KG zubeteiligen und seinen Gesellschaftsanteil über dieTreuhandkommanditistin als Treuhandkommanditistintreuhänderisch halten zu lassen. Diese mittelbareKommanditbeteiligung entspricht dem imZeichnungsschein genannten Beteiligungsbetrag.2. Dieser Treuhandverwaltungsvertrag kommt durchAnnahme des in der Beitrittserklärung enthaltenenVertragsangebotes des jeweiligen Treugebersdurch die Treuhandkommanditistin zustande.Für die Annahme genügt die Gegenzeichnung derBeitrittserklärung durch die Treuhandkommanditistin.Die Annahme des Beitrittsangebots liegtim freien Ermessen der Treuhandkommanditistin.Der Treugeber verzichtet auf den Zugang derAnnahmeerklärung. Der Treugeber wird jedochmit gesondertem Schreiben über die Annahme desBeitrittsangebots informiert.3. Die Treuhand-Kommanditistin übernimmt undverwaltet für den Treugeber die Kommanditbeteiligungan der Gesellschaft und hält diese treu-134


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG17 Anhanghänderisch im eigenen Namen, aber im Auftrag,im Interesse und für Rechnung des Treugebers.4. Der Gesellschaftsvertrag der KG (abgedruckt imVerkaufsprospekt der KG) ist den Parteien bekanntund Grundlage dieses Treuhandverwaltungsvertrages.Die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages,welche die Rechtsbeziehungen zwischender Treuhandkommanditistin als Treuhandkommanditistinund den Treugebern betreffen, sindals Anlage Bestandteil dieses Vertrages.5. Soweit in diesem Vertrag keine abweichendenRegelungen bestimmt sind, gelten für den Treugeberdie für Kommanditisten geltenden Bestimmungendes Gesellschaftsvertrages entsprechend.Im Fall abweichender oder sich widersprechenderRegelungen gelten die Bestimmungen des Gesellschaftsvertragesvorrangig.6. Die Treuhandkommanditistin wird die KG unverzüglichüber die erfolgte Annahme des Angebotesauf Abschluss des Treuhandverwaltungsvertragesunterrichten.§ 2 Einzahlung des Beteiligungsbetrages1. Die Höhe des Kapitalanteils des Treugebersbestimmt sich nach dem in der Beitrittserklärungdurch den Treugeber genannten Beteiligungsbetrag.Der Beteiligungsbetrag beträgt mindestens10.000 Euro und muss durch 1.000 ohne Restteilbar sein.2. Die Einzahlung des Beteiligungsbetrages erfolgtnach Maßgabe des § 3 Gesellschaftsvertrag. DieZahlung erfolgt auf das in der Beitrittserklärunggenannte Konto.3. Die Treuhandkommanditistin wird beauftragt,nach Maßgabe der in der Beitrittserklärungbeschriebenen Bedingungen der Gesellschaft imAuftrag und für Rechnung des Treugebers beizutretenund entsprechend ihren Kapitalanteilzu erhöhen, und zwar im Umfang des jeweiligenBeteiligungsbetrages zuzüglich Agio.4. Zahlt der Treugeber den Beteiligungsbetrag nichtfristgerecht, nicht vollständig oder nicht ein, istdie Treuhandkommanditistin berechtigt, vomBeitrittsvertrag und von der Vereinbarung überdie Erhöhung der Kommanditeinlage ganz oderteilweise zurückzutreten.§ 3 Gegenstand der Treuhandschaft1. Im Auftrag des Treugebers erwirbt die Treuhandkommanditistinim eigenen Namen, aber fürRechnung des Treugebers einen Kapitalanteil ander publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH &Co. KG und hält diesen treuhänderisch für denTreugeber.2. Die Treuhandkommanditistin ist berechtigt, fürweitere Treugeber Kapitalanteile an der KG treuhänderischzu erwerben und zu halten.3. Die Treuhandkommanditistin wird auf Rechnungdes Treugebers folgende Rechtsgeschäfteund Rechtshandlungen vornehmen, zu derenDurchführung sie der Treugeber bevollmächtigtund beauftragt:a] Durchführung aller zum Erwerb und zurAbwicklung der Gesellschaftsbeteiligungerforderlichen Maßnahmen;b] wirtschaftlicher Beitritt zur Gesellschaft;c] Vornahme der erforderlichenHandelsregisteranmeldungen;d] Ausübung der durch den Beitritt zur Gesellschaftbegründeten Rechte im Interesse desTreugebers.§ 4 Zurechnung der Beteiligung,Wahrnehmung der Gesellschafterrechte1. Die Treuhandkommanditistin hält die Gesellschaftsbeteiligungenfür alle Treugeber im Außenverhältnisals einheitlichen Gesellschaftsanteil.Die Treuhandkommanditistin tritt nach außenim eigenen Namen auf.2. Im Innenverhältnis, d. h. gegenüber der Treuhandkommanditistin,den übrigen Gesellschaftern undden übrigen Treugebern, gelten für den Treugebergemäß § 6 Gesellschaftsvertrag alle mit der für ihntreuhänderisch gehaltenen Beteiligung verbundenenRechte und Pflichten der Treuhandkommanditistinaus dem Gesellschaftsvertrag. Davon ausgenommensind die gesellschaftsrechtlichen Sonderrechteder Treuhandkommanditistin (wie die Aufnahmeweiterer Treugeber, Kapitalerhöhung).3. Soweit der Treugeber die ihm durch Gesellschaftsvertrageingeräumten Gesellschaftsrechte nichtselbst wahrnimmt, wird die Treuhandkommanditistindie Rechte nur nach den schriftlichenWeisungen des Treugebers ausüben, es sei denn,die Befolgung der Weisungen würde zu einer Verletzungder gesellschaftsrechtlichen oder gesetzlichenVerpflichtungen der Treuhandkommanditistinführen. Bei der Ausübung von Stimmrechtenhandelt die Treuhandkommanditistin dabei inVollmacht des Treugebers. Erhält die Treuhandkommanditistinvon verschiedenen Treugebernunterschiedliche Weisungen zur Stimmabgabe,135


hat die Treuhandkommanditistin entsprechendgespalten abzustimmen.4. Die Treuhandkommanditistin tritt hiermit ihreAnsprüche auf den festgestellten Gewinn, diebeschlossenen Entnahmen und den Liquidationserlössowie auf dasjenige, was ihr im Falle ihresAusscheidens oder der Beendigung der Gesellschafthinsichtlich des einzelnen Treugebers zusteht, indem Umfange an den Treugeber ab, wie diesemdie Ansprüche anteilmäßig entsprechend seinermittelbaren Beteiligung am Kommanditkapitalder Gesellschaft gebühren. Der Treugeber nimmtdie Abtretung hiermit an.Die Abtretung ist auflösend bedingt durch dieBeendigung des Treuhandverwaltungsvertrages. DieTreuhandkommanditistin bleibt ermächtigt, die anden Treugeber abgetretenen Ansprüche im eigenenNamen einzuziehen. Die Treuhandkommanditistinist verpflichtet, die Auszahlungen gemäß § 11Gesellschaftsvertrag an die Treugeber weiterzuleiten.5. Für den Fall der Eröffnung des Insolvenzverfahrensüber ihr Vermögen tritt die Treuhandkommanditistinhiermit den treuhänderisch gehaltenenKapitalanteil an den diesem annehmenden Treugeberin der Höhe des eingezahlten Beteiligungsbetragsab. Die Abtretung des Kapitalanteils istim Außenverhältnis aufschiebend bedingt durchdie Eintragung des Treugebers als Kommanditistin das Handelsregister.6. Die vorstehenden Regelungen gelten entsprechendfür den Fall, dass die Eröffnung des Insolvenzverfahrensabgelehnt oder von Gläubigernder Treuhandkommanditistin Maßnahmen derEinzelzwangsvollstreckung in den Kapitalanteilergriffen werden oder das Treuhandverhältnis auseinem sonstigen wichtigen Grund, der nicht vomTreugeber zu vertreten ist, endet.§ 5 Freistellungsanspruch derTreuhandkommanditistin1. Die Treuhandkommanditistin haftet gemäß § 172Abs. 1 und 3 HGB gegenüber den Gesellschaftsgläubigernder Gesellschaft in Höhe der Haftsumme,die im Handelsregister eingetragen ist.2. Die Treuhandkommanditistin hat Anspruch darauf,vom Treugeber von allen Verbindlichkeiten freigestelltzu werden, die im Zusammenhang mit demErwerb und dem Halten der treuhänderisch übernommenenBeteiligung an der Gesellschaft stehen.3. Die Freistellungsverpflichtung des Treugebersist begrenzt bis zur Höhe seines gemäß Beitrittserklärungübernommenen Anteils (Beteiligungsbeitrages)am Kommanditkapital. Sie ist ausgeschlossen,wenn der Kapitalanteil des Treugebersauf das Gesellschaftskonto eingezahlt und demTreugeber nicht i. S. d. § 172 HGB zurückgewährtworden ist.§ 6 Selbstkontrahieren, Untervollmachten1. Die Treuhandkommanditistin ist von den Beschränkungendes § 181 BGB befreit.2. Die Treuhandkommanditistin ist berechtigt, fürUntervollmachten zu erteilen.§ 7 Anlageregister, Datenschutz1. Die Treuhandkommanditistin führt über alleTreugeber ein Register mit deren persönlichenund beteiligungsbezogenen Daten. Der Treugeberist verpflichtet, über alle für die Durchführungbedeutsamen Veränderungen, insbesondereWohnort, Personenstand, Erbfolge und steuerlicheÄnderungen unverzüglich die Treuhandkommanditistinzu unterrichten.2. Der Treugeber hat grundsätzlich keinen Anspruchdarauf, dass ihm die TreuhandkommanditistinAngaben über die übrigen Gesellschafter macht,es sei denn, es liegt eine außergewöhnliche Situationder Gesellschaft vor. In diesem Falle hat derTreugeber einen Auskunftsanspruch, soweit dieszur Wahrnehmung mitgliedschaftlicher Kernrechteerforderlich und der Treuhandkommanditistinzumutbar ist.3. Sofern der Treugeber nicht schriftlich eingewilligthat, ist die Treuhandkommanditistin nicht berechtigt,anderen Personen als der KG, dem Finanzamt,Kreditinstituten oder Personen, die beruflichzur Verschwiegenheit verpflichtet und als Beraterder Gesellschafter oder der Treuhandkommanditistintätig sind Auskünfte über die Eintragungenim Register zu erteilen.4. Der Treugeber stimmt der EDV-mäßigen Erfassungseiner personen- und beteiligungsbezogenenDaten im Rahmen dieses Vertrages zu.§ 8 Weitere Rechte und Pflichten derTreuhandkommanditistin und der Treugeber,Haftung der Treuhandkommanditistin1. Die Treuhandkommanditistin hat die ihr übertragenenAufgaben mit der Sorgfalt eines ordentlichenKaufmanns und im Interesse des Treugebersauszuüben. Die Treuhandkommanditistin handeltjedoch auch als Treuhänder der übrigen Treuge-136


publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. KG17 Anhangber. Bei einem Widerstreit zwischen den Interessenteneinzelner Treugeber und den Interessen derGesellschaft hat das Gesamtinteresse Vorrang.2. Der Treuhandkommanditistin obliegen keine weitergehendenPrüfungspflichten. Insbesondere hatsie nicht die Fragen des unternehmerischen Ermessensdes Treugebers zu prüfen, wie z. B. richtigeBeurteilung der Marktsituation oder Zweckmäßigkeitgeschäftlicher Maßnahmen bzw. Zweckmäßigkeitder Investitionsentscheidung des Treugebers.Die Treuhandkommanditistin haftet deshalb nichtfür die Erreichung der von dem Treugeber mit derBeteiligung an der KG verfolgten wirtschaftlichenund steuerlichen Zielsetzung; dies ist weder Vertragsinhaltnoch Geschäftsgrundlage.3. Der Treugeber und die Treuhandkommanditistinsind sich darüber einig, dass die Treuhandkommanditistinkeine Haftung dafür übernimmt, dassdie Vertragspartner der KG die eingegangenenvertraglichen Pflichten ordnungsgemäß erfüllen.Die Treuhandkommanditistin haftet nicht für dieErtragsfähigkeit bzw. den Bestand des Vermögensder KG, insbesondere nicht für den Eingang derprospektierten Erträge bzw. die Einhaltung derprospektierten Kosten und Aufwendungen.4. Die Treuhandkommanditistin haftet dem Treugebernur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.Schadenersatzansprüche gegen die Treuhandkommanditistinverjähren innerhalb von fünfJahren nach Entstehung des anspruchsbegründendenEreignisses.§ 9 Umwandlung des Treuhandverhältnisses1. Der Treugeber ist erstmals zum 31.12.2015 berechtigt,sich selbst anstelle der Treuhandkommanditistinmit der von dieser bisher für ihn gehaltenenKommanditeinlage im Handelsregister eintragenzu lassen und die gesamte Kommanditeinlage auchim Außenverhältnis zu übernehmen. Der Treuhänderkann Ausnahmen von dieser Regelung zulassen.Der betreffende Treugeber trägt alle Kostender Umwandlung, insbesondere der Registerkostensowie die Kosten des Verwaltungsaufwandsbei der Gesellschaft.2. Unter der aufschiebenden Bedingung der Eintragungdes jeweiligen Treugebers im Handelsregisterüberträgt die Treuhandkommanditistin bereitshiermit eine der Beteiligungen des Treugebers entsprechendeKommanditeinlage an den Treugeber,der damit unmittelbarer Kommanditist wird.3. Im Fall der Umwandlung gem. Abs. 1 wird die Treuhandkommanditistindie unmittelbare Kommanditbeteiligungin offener Stellvertretung verwalten(Verwaltungsmandat). Die in diesem Treuhandverwaltungsvertragzwischen der Treuhandkommanditistinund dem Treugeber geregelten Rechteund Pflichten gelten dann in entsprechender Weisefort, soweit sich nicht aus der Natur der dannunmittelbaren Kommanditbeteiligung des Treugebersan der KG zwingend etwas anderes ergibt.4. Alle im Handelsregister einzutragenden Kommanditistensind verpflichtet, der Komplementärin derKG auf eigene Kosten eine umfassende, über denTod hinaus wirksame, notariell beglaubigte Registervollmachtunter Befreiung von den Beschränkungendes § 181 BGB gegenüber dem Handelsregisterzu erteilen. Die Treuhandkommanditistinstellt dem Treugeber im Fall der Umwandlungeinen entsprechenden Vordruck zur Verfügung.§ 10 Rechtsnachfolge1. Der Treugeber kann das Treuhandverhältnis mitallen Rechten und Pflichten auf Dritte übertragenoder in sonstiger Weise darüber verfügen.Es gelten die Bestimmungen der §§ 13 bis 16 desGesellschaftsvertrages in entsprechender Weise.2. Im Falle des Todes des Treugebers wird die Treuhandschaftmit dem oder den Erben fortgesetzt.Die Erben des verstorbenen Treugebers haben sichgegenüber der Treuhandkommanditistin durchVorlage eines Erbscheins oder eines notariellbeglaubigten Testaments zu legitimieren.§ 11 Ausscheiden der Treuhandkommanditistin1. Scheidet die Treuhandkommanditistin aus derGesellschaft aus, endet das Treuhandverhältnismit Wirksamkeit des Ausscheidens.2. Die Gesellschafterversammlung wird entsprechendeine neue Treuhandkommanditistin bestellen. DasTreuhandverhältnis wird dann für alle Treugeberbindend mit der neuen Treuhandkommanditistinfortgesetzt. Die bisherige Treuhandkommanditistinist zur Abtretung aller Rechte und Pflichtenaus dem Treuhandverwaltungsvertrag auf dieneue Treuhandkommanditistin berechtigt undverpflichtet.§ 12 Vergütung der Treuhandkommanditistin1. Die Treuhandkommanditistin erhält für ihreTätigkeit eine Vergütung nach Maßgabe von § 9Ziffer 2 Gesellschaftsvertrag.137


2. Im Fall der Umwandlung des Treuhandverhältnisses(§ 9 des Vertrages), der Rechtsnachfolge (§ 10des Vertrages) und der Beendigung des Treuhandverhältnisses(§ 13 des Vertrages) kann die Treuhandkommanditistineine Verwaltungsgebühr inHöhe von 1,5 % des Beteiligungsbetrages sowie denErsatz der ihr entstandenen Kosten zzgl. gesetzlicherUmsatzsteuer verlangen.§ 13 Beendigung des Treuhandverhältnisses1. Dieser Vertrag endet, ohne dass es einer Kündigungbedarf, durch Auflösung der Gesellschaftgemäß § 17 Gesellschaftsvertrag.2. Der Treugeber ist zur Kündigung des Treuhandverwaltungsvertragesgemäß § 9 berechtigt. DasRecht des Treugebers zur Kündigung dieses Vertragesdurch schriftliche Erklärung aus wichtigemGrund bleibt davon unberührt.3. Die Treuhandkommanditistin ist berechtigt dasTreuhandverhältnis nach Maßgabe des § 15 Gesellschaftsvertragzu kündigen.4. Die Treuhandkommanditistin ist bei Beendigungdes Treuhandverhältnisses verpflichtet, den auf denTreugeber entfallenden Teil seiner Kommanditbeteiligunggemäß § 2 Ziffer 5 i. V. mit § 15 Gesellschaftsvertraggegenüber der Gesellschaft zu kündigen,das Abfindungsguthaben in dem Umfang,wie diese Ansprüche dem Treugeber gemäß § 16Gesellschaftsvertrag gebühren, an diesen herauszugeben.Dieser Anspruch ist erst mit Zugang desGuthabens bei der Treuhandkommanditistin fällig.§ 14 Personenmehrheit2. Leistungen, die der Treuhandkommanditistinzur Erfüllung der an sie abgetretenen Ansprücheobliegen, kann sie an eine Person der Personenmehrheitmit schuldbefreiender Wirkung gegenalle erbringen.§ 15 Schlussbestimmungen1. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertragesbedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für eineÄnderung dieser Schriftformklausel. MündlicheAbreden bestehen nicht.2. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksamsein oder unwirksam werden, so wird die Gültigkeitdieses Vertrages im Übrigen davon nichtberührt. Die Parteien haben sich dann über eineRegelung zu einigen, die dem gewollten rechtlichenErgebnis und dem angestrebten wirtschaftlichenErfolg am nächsten kommt. Dies gilt auch dann,wenn sich bei der Durchführung dieses Vertrageseine Lücke ergeben sollte.Im Übrigen gelten die Bestimmungen desGesellschaftsvertrages für das Treuhandverhältnisentsprechend.Ort, Datum, Unterschrift TreugeberOrt, Datum, UnterschriftRödl & Richter Fondstreuhand GmbHvertreten durch die Geschäftsführerin Frau Ute Eller1. Soweit die Treuhandkommanditistin nachMaßgabe dieses Treuhandverwaltungsvertrageseinen Kapitalanteil an der Gesellschaft für mehrerePersonen, insbesondere Ehegatten, gleichzeitighält, übernehmen diese sämtliche Verpflichtungenaus diesem Vertrag als Gesamtschuldner mitder Maßgabe, dass Tatsachen, die nur hinsichtlicheines Gesamtschuldners vorliegen oder eintreten,für oder gegen jeden von ihnen wirken. Sie bevollmächtigensich hiermit für die Dauer dieses Vertragesgegenseitig, Erklärungen und Schriftstücke,die einem von ihnen zugehen, mit rechtsverbindlicherWirkung gegen alle entgegenzunehmen. DieAbgabe von Erklärungen wirkt für und gegen diegesamte Personenmehrheit. Tatsachen, die nur ineiner Person der Personenmehrheit vorliegen odereintreten, wirken für alle und gegen alle.138


Verkaufsprospekt Fonds 6 M-0041-19publity Performance GmbH · Landsteinerstraße 6, 04103 LeipzigFon: +49 (0) 341 – 26 17 87 – 13 · Fax: +49 (0) 341 – 26 17 87 – 31E-Mail: info@publity-performance.de · Web: www.publity-performance.de140

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